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    <title><![CDATA[ERF Plus - Bibel heute]]></title>
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    <pubDate>Fri, 12 Jun 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[„Was für ein Text! Oh, Mann!“]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hosea 2,1-3 – ausgelegt von Antje Forster.</em><br/>
<h2><strong>Ein erster Eindruck: Trocken und unverst&auml;ndlich?</strong></h2><p>&bdquo;Was f&uuml;r ein Text! Oh, Mann!&ldquo;</p><p>Hosea 2, 1&ndash;3 erscheint mir so richtig langweilig. Wie eine trockene Abhandlung von einem technischen Bericht, von dem ich eigentlich nichts verstehe. Nat&uuml;rlich habe ich auch Gott gebeten, dass er mir eine gewisse Idee eingeben m&ouml;ge. Aber es passierte nicht wirklich etwas. Meine Gedanken blieben nur immer wieder am letzten Vers &bdquo;Nennt eure Br&uuml;der &bdquo;Mein Volk&ldquo; und eure Schwestern &bdquo;Erbarmen&ldquo; h&auml;ngen.</p><h2><strong>Gottes Volk und seine Untreue &ndash; ein wiederkehrendes Thema</strong></h2><p>Ein Klassiker. Es geht um die Beziehung zwischen Gott und seinem Volk und dessen Untreue gegen&uuml;ber ihm. Davon wird im Alten Testament oft genug berichtet. Ein Beispiel daf&uuml;r ist, als Mose das Volk Israel aus &Auml;gypten herausf&uuml;hrt. Obwohl Gott Israel ja befreit hat, baut sich das Volk ein goldenes Kalb zum Anbeten, sobald Mose nicht mehr bei ihm ist. Absurderweise geschieht dies, als Mose von Gott die Gebote f&uuml;r das Volk Israel empf&auml;ngt, die so beginnen: &bdquo;Ich bin der Herr, dein Gott, der ich dich aus &Auml;gyptenland, aus der Knechtschaft gef&uuml;hrt habe. Du sollst keine anderen G&ouml;tter haben neben mir.&ldquo; (2. Mose 20,2&ndash;3)</p><p>Aber wie ist das mit dem heutigen Bibeltext? Habe ich den eigentlich wirklich verstanden? Oder will Gott mich mehr wissen lassen, au&szlig;er dass Israel ihm gegen&uuml;ber untreu gewesen ist? Grunds&auml;tzlich geht es erst einmal darum, dass der Prophet Hosea eine Zeichenhandlung erlebt. Gott gibt ihm den Auftrag, eine Prostituierte zu heiraten, n&auml;mlich Gomer. Zwar ist Gomer eine wundersch&ouml;ne Frau, die Hosea sich vielleicht auch von tiefstem Herzen gew&uuml;nscht hat. Aber nat&uuml;rlich ist diese Ehe damals ein echter Gesellschaftsskandal. Seinen k&uuml;nftigen Kindern muss er obendrein z.&nbsp;B. noch die Namen &bdquo;Nicht mein Volk&ldquo; und &bdquo;Kein Erbarmen&ldquo; geben. Trotzdem befolgt Hosea Gottes Anweisung.</p><p>Gomer aber bleibt nicht bei Hosea, obwohl Hosea Gomer liebt. Sie wird Hosea f&uuml;r einen anderen Mann und wegen Geld verlassen. Was f&uuml;r ein Schmerz, den Hosea an dieser Stelle erf&auml;hrt! Hosea erlebt genauso einen Schmerz, wie Gott ihn mit seinem Volk erlebt, das ihm gegen&uuml;ber abtr&uuml;nnig ist.</p><h2><strong>Der Schmerz der Zur&uuml;ckweisung &ndash; menschlich und g&ouml;ttlich</strong></h2><p>Viele von uns kennen einen &auml;hnlichen Schmerz. Wie oft ist es so, dass ich von meinen Kindern oder mir nahestehenden Menschen wirklich entt&auml;uscht werde. Die Kinder haben eine v&ouml;llig andere Vorstellung vom Leben als die Eltern. Als Eltern geben wir den Kindern Rat zum Leben. Gleiches gilt auch f&uuml;r Freunde oder Verwandte bzw. mir nahestehende Menschen. Schlie&szlig;lich meine ich es ja gut mit ihnen. Und ich m&ouml;chte sie vor schlimmen Unannehmlichkeiten bewahren. Doch die Kinder oder Freunde bzw. Verwandten h&ouml;ren nicht auf mich und gehen ihren eigenen Weg. Umso schlimmer, wenn der Weg sich als Irrweg herausstellt und eventuell negative Konsequenzen nach sich zieht.</p><p>Auch die Bibel kennt solche Geschichten. So erz&auml;hlt Jesus, der Sohn Gottes, viel sp&auml;ter gem&auml;&szlig; dem Lukasevangelium das Gleichnis vom verlorenen Sohn. Dieser ist beh&uuml;tet und bewahrt aufgewachsen. Statt aber wie sein Bruder den Vater zu Hause bei der Arbeit zu unterst&uuml;tzen, verlangt er die Auszahlung des Erbes. Er will ein Leben in Luxus leben. Sicher ist der Vater an dieser Stelle nicht erfreut. Der Sohn verschwendet das Geld und k&uuml;mmert sich nicht um die Familie. Das ist genauso verletzend, wie wenn Gott sich um sein Volk bem&uuml;ht, dieses sich aber von ihm abwendet. Gleiches gilt sicher auch f&uuml;r mich als Christin, wenn ich mein Herz vor dem himmlischen Vater verschlie&szlig;e.</p><p>Wie aber reagiere ich, wenn ich innerlich so stark verletzt werde? H&auml;ufig bin ich w&uuml;tend und schlage die innere T&uuml;r meines Herzens zu. Ich rede evt. nicht mehr mit der anderen Person. Vielleicht ist es sogar noch schlimmer. Ich versto&szlig;e meine Kinder oder Freunde, obwohl sie meiner Hilfe bed&uuml;rfen. Vielleicht haben sie mich sogar darum gebeten.</p><p>Der Vater im Gleichnis hingegen nimmt seinen Sohn, der alles verloren hat, sogar seine Kleidung, wieder bei sich auf. Und das, obwohl sein anderer Sohn v&ouml;llig dagegen ist. Der Vater feiert sogar ein Fest f&uuml;r den Sohn, der heimgekehrt ist.</p><p><strong>Gottes Gnade und die Kraft der Vergebung</strong></p><p>Dass Gott mit Ihnen und mir mitempfindet, zeigt er in und an dem Erlebnis, welches er Hosea durchleben l&auml;sst. Gott zeigt im Alten Testament bereits, dass er Gnade gegen&uuml;ber seinem Volk walten l&auml;sst. So hei&szlig;t es im Buch Hosea, Kapitel&nbsp;2, Vers&nbsp;3: &bdquo;Nennt eure Br&uuml;der &bdquo;mein Volk&ldquo; und eure Schwestern &bdquo;Erbarmen&ldquo;.&ldquo;</p><p>Die unsch&ouml;nen Namen &bdquo;nicht mein Volk&ldquo; und &bdquo;kein Erbarmen&ldquo;, die Hosea seinen Kindern ja urspr&uuml;nglich geben soll, verwandeln sich in das Gegenteil. Erbarmen hat Gott auch den Menschen geschenkt, als er seinen Sohn Jesus geopfert hat. Er hat den Menschen, die an ihn glauben, trotz ihres Verhaltens, das Gott verletzt, verziehen.</p><p>An dieser Stelle m&ouml;chte ich noch einmal meinen ersten Satz wiederholen: &bdquo;Was f&uuml;r ein Text&ldquo; &ndash; doch jetzt verstehe ich ihn ganz anders. Denn ich habe erkannt, dass Hosea 2, 1&ndash;3 nicht ein trockener, langweiliger Text ist, sondern eher der Bericht von einem lebendigen Gott, der wie Sie und ich empfinden kann und uns zeigt, dass echte Liebe auch vergeben bedeutet. Sollte ich also nicht auch denen vergeben, die mir nahestehen und mich vielleicht innerlich stark verletzt haben?</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Antje Forster</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17359720.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Antje Forster]]></author>
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      <title><![CDATA[Ein Wort von Gott]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hosea 1,1-9 – ausgelegt von Edgar Schwarz.</em><br/>
<h3 data-pm-slice="1 1 []">Gottes Wort durch den Propheten Hosea</h3><p>Als ich mir den Text aus dem Propheten Hosea ansah, war ich zun&auml;chst erschrocken. Dankbar war ich, dass mir das Wort des Apostels Paulus einfiel, das er seinem Sch&uuml;ler Timotheus schrieb: &bdquo;Die ganze Heilige Schrift ist von Gott eingegeben. Sie soll uns unterweisen; sie hilft uns, unsere Schuld einzusehen, wieder auf den richtigen Weg zu kommen und so zu leben, wie es Gott gef&auml;llt.&quot; (2. Tim 3,16 HfA) Dieses Wort ermutigte mich, den vorgeschlagenen Text f&uuml;r die Sendung &bdquo;Bibel heute&quot; nicht wegzulegen, sondern ihn zu betrachten und dar&uuml;ber nachzusinnen. Folgendes fiel mir auf:</p><p>&bdquo;Das ist das Wort des Herrn!&quot; So beginnt der Abschnitt. Es ist nicht irgendein Wort. Es ist auch nicht das Wort des Propheten. Es ist das Wort Gottes. Dar&uuml;ber kann ich nur staunen. Nach allem, was anscheinend geschehen ist mit dem Volk Gottes &ndash; wir h&ouml;ren hier von einem gespaltenen Land: Juda und Israel &ndash; wendet sich Gott diesem Volk erneut zu. Er spricht mit ihm. Nicht begegnet mir: &bdquo;Nach allem, was du mir angetan hast, will ich nichts mehr mit dir zu tun haben. Mit dir rede ich nicht mehr.&quot; Nein, so ist Gott, dem ich glaube, nicht. Welch ein Gl&uuml;ck.</p><h3>Der Auftrag Hoseas und die Ehe als Zeichen</h3><p>Nun zum Reden Gottes. Der Prophet Hosea erh&auml;lt einen Auftrag, der unm&ouml;glich erscheint. Er soll eine Frau heiraten, die eine Prostituierte ist. Warum tut Gott Hosea so etwas an? Wir finden die Antwort, wenn wir auf den Bibeltext weiter h&ouml;ren: &bdquo;Mein Volk ist wie eine Hure. Es ist mir untreu und l&auml;uft fremden G&ouml;ttern nach.&quot; Der Prophet Hosea soll die Rolle des betrogenen Ehemannes einnehmen. Kann er so die Gef&uuml;hle Gottes, der von seinem Volk betrogen wird, besser verstehen? Und dann wieder etwas zum Staunen. Der Prophet verweigert den Auftrag nicht. Er handelt danach.</p><p>An meinen Start in die Ehe muss ich denken. Erst mit 34 Jahren habe ich geheiratet. Von Familienangeh&ouml;rigen und Freunden wurden mir immer wieder Frauen vorgeschlagen bis hin zu dem Vorschlag, doch ehelos zu bleiben. Heute, nach knapp 45 Jahren Ehe, kann ich sagen: &bdquo;Wie gut, dass ich nicht auf diese Vorschl&auml;ge geh&ouml;rt habe.&quot; &ndash; Von Hosea wird berichtet: Er hat diese stadtbekannte Frau geheiratet. Er handelte nicht nach menschlichen Ratschl&auml;gen. Gott selbst hat geredet und ihn beauftragt. Auch heute noch spricht Gott, durch sein Wort, durch Empfindungen in unserem Herzen und manchmal auch durch Menschen, denen ich vertrauen kann. Daraus ergibt sich diese Frage, die ich Ihnen und mir stellen will: &bdquo;Wie kann ich in meinem Leben Gottes Reden wahrnehmen, das mich zu Ver&auml;nderung und Erneuerung einl&auml;dt?&quot;</p><h3>Die Namen der Kinder als Botschaft des Gerichts</h3><p>Dann darf Hosea Vater werden. Ein Sohn wird ihm geboren. Gott bleibt am Ball. Er bestimmt den Namen, den der Prophet seinem Sohn geben soll: Jesreel. Jesreel bedeutet &bdquo;Gott wird zerstreuen&quot;. Dieser Name, Jesreel, weist auf das bevorstehende Ende Israels hin. Das Volk wird wegen seiner Schuld durch den K&ouml;nig Jehu in der Stadt Jesreel unter die V&ouml;lker zerstreut werden. Der Name &bdquo;Jesreel&quot; spricht von dem Gericht, das Gott vollstrecken wird. Was war geschehen? K&ouml;nig Jehu hatte dort in Jesreel im Auftrag Gottes gehandelt, aber sein Handeln ging zu weit. Er t&ouml;tete mehr Menschen als Gott gesagt hat. Er hat Ahasja, den K&ouml;nig von Juda, und seine Br&uuml;der get&ouml;tet. Dazu hat Gott ihm keinen Befehl gegeben (2. K&ouml;n 9,27; 10,14).</p><p>Festhalten m&ouml;chte ich: Richtiges und eigenn&uuml;tziges Verhalten wird von Gott wahrgenommen und gerecht gerichtet werden, besonders dort, wo es unter seinem gro&szlig;en Namen &bdquo;HERR&quot; geschieht. Gott vergisst nichts. Bei Ihm verj&auml;hrt auch ein Verbrechen nicht. Es gibt nur einen Weg, der Bestrafung Gottes zu entgehen, und das ist das Bekenntnis der S&uuml;nde. Dann kann ich mich auf das Werk berufen, das Jesus Christus am Kreuz von Golgatha vollbracht hat. Dort wurde die Vers&ouml;hnung mit dem gerechten Gott f&uuml;r den S&uuml;nder hergestellt.</p><p>Zur&uuml;ck zu Hosea. Als seine Frau zum zweiten Mal schwanger wird und eine Tochter zur Welt bringt, spricht Gott zu Hosea: &bdquo;Nenne das Kind Lo-Ruhama! (die kein Erbarmen findet) Denn ich will mich nicht mehr &uuml;ber das Haus Israel erbarmen noch ihnen vergeben.&quot; Auch beim dritten Kind, diesmal ein Junge, mischt sich Gott wieder in die Namensgebung ein: &bdquo;Er soll Lo-Ammi (nicht mein Volk) hei&szlig;en. Denn ihr seid nicht mein Volk, so will ich auch nicht der Eure sein.&quot; An den Namen der Kinder Hoseas sollen die Israeliten die Folgen ihres Tuns erkennen. Sie hatten Gott verlassen. Darum kann Gott sich ihrer nicht mehr erbarmen. Sie hatten sich von ihm abgewendet und darum sind sie nicht mehr sein Volk. Hosea muss das Volk immer wieder ermahnen, weil es zur Umkehr noch nicht bereit ist.</p><p>Vielleicht erschrecken wir &uuml;ber die harten Worte in dieser Rede Gottes, &uuml;ber die Androhung von Gericht und Strafe. Aber es zeigt mir auch, wie sehr es Gott trifft, wenn seine Kinder ihm untreu werden. Er ist entt&auml;uscht und verletzt, weil das Volk Israel ihn verl&auml;sst und sich an die toten G&ouml;tzen h&auml;ngt. Diese Entt&auml;uschung Gottes f&uuml;hrt aber nicht dazu, dass er einen Schlussstrich unter die Beziehung zu seinen Menschen setzt. Im Vers 7 wird uns etwas ganz &Uuml;berraschendes gesagt. Es passt eigentlich nicht zu den Anklagen und Strafandrohungen.</p><h3>Gottes Liebe und der neue Bund</h3><p>Gott spricht wieder durch Hosea zu einem Teil seines Volkes und sagt: &bdquo;Doch will ich mich erbarmen &uuml;ber das Haus Juda und will ihnen helfen durch den HERRN, ihren Gott.&quot; Hier zeigt sich der Unterschied zwischen uns Menschen und Gott. Seine Eigenart ist Liebe und Treue. 800 Jahre sp&auml;ter schreibt Paulus in seinem Brief an Timotheus: &bdquo;Sind wir untreu, so bleibt er doch treu.&quot; So siegt am Ende Gottes Liebe &uuml;ber seine Entt&auml;uschung und seinen Zorn. Er ist bereit, noch einmal das Risiko einzugehen und mit dem untreuen Volk einen neuen Bund zu schlie&szlig;en. Er tut das, was letztlich Hoseas Ehe mit der Prostituierten ausdr&uuml;cken soll: &bdquo;Obwohl du treulos gewesen bist, habe ich dich lieb, will ich dich zur Frau nehmen und dir treu sein.&quot; Der Bund zwischen Gott und zun&auml;chst einem Teil seines Volks, wird erneuert werden.</p><p>Dieser neue Bund wird auch durch andere Propheten verhei&szlig;en und weist eindeutig auf Jesus. Durch ihn wird uns neues Leben geschenkt. Durch seinen Tod am Kreuz wird uns unsere Schuld vergeben. Das ist die Grundlage f&uuml;r den neuen Bund, den Gott durch Jesus nun nicht nur dem Volk Israel, sondern allen Menschen bietet. Werde ich Ihm meine Einwilligung zu diesem Angebot geben? Das kann ich tun, indem ich im Glauben annehme, was Jesus f&uuml;r mich getan hat.</p><p>Auf eine Erg&auml;nzung will ich noch hinweisen. Gottes Rettungsaktion verl&auml;uft eben anders: &bdquo;Ich will ihnen nicht helfen durch Bogen, Schwert und Krieg, durch Ross und Reiter.&quot; Wie oft erwarte ich Hilfe in Herausforderungen von anderen Menschen, von M&auml;chten und Gewalten. In einem Psalm hei&szlig;t es: &bdquo;Meine Hilfe kommt vom Herrn&quot; (Ps 121,2). Dazu will ich mich auch durch die nicht leicht zu verstehenden Worte aus dem Buch Hosea einladen lassen.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Edgar Schwarz</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17359200.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Edgar Schwarz]]></author>
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      <title><![CDATA[Zu guter Letzt]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hebräer 13,15-25 – ausgelegt von Volker Stücklen.</em><br/>
<h2>Hintergrund und Entstehung des Hebr&auml;erbriefs</h2><p>Wir waren gerade H&ouml;rerinnen und H&ouml;rer oder Mitleser des Hebr&auml;erbriefs, der seit Anfang Mai in dieser Sendung &bdquo;Bibel heute&quot; in 13 Kapiteln in Tagesabschnitten besprochen wurde. Heute geht es um den Schlussteil des Briefes mit dem Kapitel 13. Erinnern Sie sich noch an den Anlass und die Herkunft des Briefes?</p><p>Er wurde vermutlich in den Jahren 70&ndash;80 n. Chr. geschrieben. Der Autor ist unbekannt, er war ein Vertreter der 2. fr&uuml;hchristlichen Generation, wahrscheinlich ein Lehrer. Genaueres wissen wir nicht. Der damalige Kirchenvater Origenes meinte: &bdquo;Wer den Brief geschrieben hat, die Wahrheit wei&szlig; Gott allein.&quot;</p><p>Die Adressaten des gesamten Hebr&auml;erbriefs sind wohl die &bdquo;Hebr&auml;er&quot; in Italien, die fr&uuml;hchristlichen Gemeinden dort.</p><p>Wir Christen heute im Jahr 2026 k&ouml;nnen so in der Nachfolge der Urchristenheit auch Adressaten und Empf&auml;nger des Hebr&auml;erbriefs sein. Jetzt in der Sprache und &Uuml;bersetzung ins Heute. Der Brief ist also auch an uns gerichtet.</p><h2>Parallelen zwischen damals und heute</h2><p>Was ist seine Botschaft f&uuml;r heute? Ich entdecke einige Parallelen zwischen der jungen Christenheit 70&ndash;80 Jahre nach Jesu Geburt zu heute, knapp 2000 Jahre sp&auml;ter:</p><p>Da wird von Erm&uuml;dungserscheinungen berichtet, damals wie heute. Von der bewussten Abkehr der empfangenen Gnade Gottes.</p><p>Das gesellschaftliche Umfeld damals und auch heute ist abweisend gegen&uuml;ber der Botschaft Gottes und Jesu. Es gab und gibt Zweifel an der G&uuml;ltigkeit der Verhei&szlig;ungen Gottes. Die Menschen damals und auch viele Mitmenschen erlebe ich &bdquo;glaubensm&uuml;de&quot;. Vielleicht sind wir heute &bdquo;schwerh&ouml;rig&quot; f&uuml;r alles, was christliche Botschaft ist? Es gibt heute so viel Wichtigeres im Netz, online und in Social Media. Der Zulauf auch der jungen Generation ist fast zusammengebrochen.</p><p>Passt dieser Brief mit seiner Botschaft noch in unseren Alltag?</p><p>Damals wie heute wurden die Gottesdienste seltener besucht. Die, die noch dabei geblieben sind, erlebe ich eher als verunsichert, man spricht von &bdquo;erschlafften H&auml;nden&quot; und &bdquo;wankenden Knien&quot;. Trotzdem funktionieren noch viele Ortsgemeinden, sie leben Begegnung, soziales Miteinander von jung bis &auml;lter, meist nur &auml;lter. Festtage wie Weihnachten und Gemeindefeste, Konfirmation und Taufe werden noch gefeiert, Gott sei Dank. Aber was fehlt, was ist verloren gegangen in den Gemeinden damals und heute bei uns?</p><p>Der Hebr&auml;erbrief wird als &bdquo;Mahnrede&quot; bezeichnet. Aber &bdquo;Mahnen&quot; lassen sich die meisten nicht gern, das f&uuml;hlt sich unangenehm an.</p><h2>Der Kern der Botschaft: Ein neuer Weg Gottes</h2><p>Schauen Sie mit mir auf den Kern der Botschaft unseres heutigen Schlussteils des Briefes.</p><p>Dort hei&szlig;t es: Lasst euch nicht verunsichern.</p><p>Es geht um das Wesentliche der Gottesbotschaft: Auf dem Hintergrund und den Erfahrungen des j&uuml;dischen Volkes, beschrieben und dokumentiert im Alten Testament:</p><p>Es ist etwas Neues geschehen. Nach den bisherigen Br&auml;uchen und Gesetzen, den Ritualen mit Blutopfern und dem Hohepriester hat Gott den Entschluss gefasst, einen neuen Weg zu den Menschen zu gehen. Er hat seinen Sohn Jesus als Mensch zu seinen Menschen geschickt, weil er sie so sehr liebt.</p><p>Bethlehem und Golgatha, Ostern und Himmelfahrt sind die Stationen des Weges Jesu bei uns hier auf der Erde. Er hat durch sein Blut den ewigen Bund in Kraft gesetzt. Auferstanden, beim Vater an seiner Seite, ist ER der neue und einzige &bdquo;Hohepriester&quot;.</p><p>Unsere S&uuml;nden hat ER auf sich genommen, damit wir leben d&uuml;rfen. Jesus sagte selbst: Ich bin der alleinige Zugang zum Vater, dem Dreieinigen Gott. Niemand kommt zum Vater, denn durch mich.</p><p>Die Botschaft f&uuml;r uns heute: Es gibt kein neues Angebot Gottes an uns! Wir m&uuml;ssen nicht auf ein neues warten und spekulieren. Gottes Entscheidung von vor &uuml;ber 2000 Jahren ist g&uuml;ltig &ndash; damals und heute!</p><p>Wir warten Sein, wir warten auf Ihn, wir warten, dass Jesus wiederkommt.</p><h2>Aufruf zum Handeln und Ermutigung</h2><p>Was bedeutet das f&uuml;r mich und Sie?</p><p>H&ouml;ren wir dem Briefschreiber zu: Er beschw&ouml;rt uns: Kehrt Jesus nicht den R&uuml;cken zu. Habt Geduld, ER kommt. ER regiert in Herrlichkeit f&uuml;r immer und ewig.</p><p>Wenn wir das verstanden haben, w&auml;re ein Dankopfer an unseren Gott und Vater sicher angebracht. Preisen wir IHN und bekennen uns zu seinem Namen, d. h. Farbe bekennen, als Nachfolger Jesu unterwegs zu sein im Jahr 2026.</p><p>Im Brief hei&szlig;t es: Vergesst nicht, Gutes zu tun und einander zu helfen.</p><p>Vergesst nicht, Denkt an &hellip;, Lasst nicht zu &hellip;, Erinnert euch &ndash; das sind die h&auml;ufigen Impulse des Briefschreibers.</p><p>Der Verfasser des Briefes bittet um F&uuml;rbitte damals. F&uuml;r uns heute bedeutet es: Helft mit in der Gemeinde, damit das Zusammenleben gelingt, entlastet die Verantwortlichen, die Leiter. Das sind die Opfer, an denen Gott Freude hat. Versucht so zu leben, wie es gut und richtig ist.</p><p>Gott gibt euch die Kraft und Ideen, das zu tun, was nach seinem Willen bei uns heute n&ouml;tig ist. Er sagt: Ich will euch ermutigen.</p><p>Bitte weist meine Botschaft nicht ab. Das hei&szlig;t doch: Bleibt dran an den Worten der Bibel, h&ouml;rt zu. Habt t&auml;glich Kontakt mit Gott. Er will euch nahe sein, jeden Tag, egal wie es euch geht. Jesus, der neue Hohepriester ist euer Begleiter, euer F&uuml;rsorger, euer Retter.</p><p>Mit herzlichen Gr&uuml;&szlig;en verabschiedet sich der Autor damals und von uns heute mit Gr&uuml;&szlig;en von der jungen Christenheit in Italien.</p><p>Tun wir doch dasselbe: Gr&uuml;&szlig;en wir unsere Geschwister hier vor Ort, wo wir leben, aber auch in unserem Land und in der weltweiten Christenheit, besonders die weltweit bedr&auml;ngten und verfolgten Geschwister.</p><p>Seid gegr&uuml;&szlig;t, Gottes Gnade mit Euch! Bleibt stark &ndash; ER st&auml;rkt dich!</p><p>So eine Briefbotschaft ist nicht mehr die aktuelle Form der Kommunikation heute, aber die Message &ndash; wie die jungen Leute heute sagen &ndash; ist klar und angekommen &ndash; oder?</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Volker Stücklen</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17357196.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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      <title><![CDATA[Gestern, heute – ewig]]></title>
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<h3>Glaubensvorbilder, die mich gepr&auml;gt haben</h3><p>Meine Mutter ist die Erste. Die Erste, die meine Lehrerin im Glauben an Gott ist. Nicht wie sp&auml;ter meine gesch&auml;tzte Deutschlehrerin in der Schule, sondern, zuerst und zuletzt eine Lehrerin, die nicht viele Worte braucht. Sie lehrt mich Glauben, durch ihr an Gott hingegebenes Leben. F&uuml;r mich ist sie das erste Vorbild im Glauben, wie es der Hebr&auml;erbrief hier meint.</p><p>Sp&auml;ter ist es unser Jungscharleiter, der begeistert von Jesus erz&auml;hlt und mir konsequente Nachfolge Jesu vorlebt. Seine ergreifenden Geschichten und Beispiele faszinieren mich. Als Jugendwart &ndash; und sp&auml;ter dann als Evangelist, wird er vielen ein Wegweiser und Glaubensvater &ndash; bis zum letzten Atemzug. Dazu kommt sp&auml;ter unser Landesjugendwart, der auf seine Weise junge Christen pr&auml;gt. Sie geh&ouml;ren f&uuml;r mich zu denjenigen, von denen unser Bibelabschnitt heute spricht. Zu den &bdquo;Lehrern, die mir das Wort Gottes gesagt haben&quot;!</p><p>F&uuml;r Dietrich Heise, meinem ersten Jungscharlehrer, gilt zudem, was unser Bibeltext weiter anmahnt: Ihr Ende schaut an &ndash; und ihrem Glauben folgt nach. Zu seiner Beerdigung sind viele von denen gekommen, die er in seiner unnachahmlichen Weise gepr&auml;gt hat. Die Frau des Landesjugendwartes hat folgend ein Buch &uuml;ber ihn geschrieben: &bdquo;Gottes Dietrich &ouml;ffnet T&uuml;ren&quot;.</p><p>Die Freie Evangelische Schule in G&ouml;rlitz wird auch nach ihm benannt: &bdquo;Dietrich-Heise-Schule G&ouml;rlitz&quot;.</p><h3>Dankbarkeit f&uuml;r Menschen auf dem Glaubensweg</h3><p>Wenn ich heute auf meine vergangenen Lebensjahrzehnte zur&uuml;ckschaue, staune ich, wie viele &bdquo;Lehrer&quot; es gibt, die meinen Glauben gepr&auml;gt haben. Wie sie ihren Glauben praktisch lebten, wie sie beteten und sangen, wie sie erz&auml;hlten und predigten, wie sie zuh&ouml;ren konnten und seelsorgerliche Ratschl&auml;ge gaben. Darum lese ich auch gern Biografien von Glaubensvorbildern. Nicht nur beeindruckend &ndash; auch wegweisend ist f&uuml;r mich die Geschichte von Paul Freed, dem Gr&uuml;nder von Trans World Radio, dem internationalen Partner des ERF, auch von Sabine Ball, die &bdquo;Mutter Theresa von Dresden&quot; genannt wird, und von Heinz-Horst Deichmann, dem Schuhfabrikanten.&hellip; Wer f&auml;llt Ihnen ein? Welche Kindergottesdienst-Mitarbeiter, welche Diakone und Pastoren sind Wegweiser und Helfer auf Ihrem Glaubensweg? Solche Erinnerungen l&ouml;sen bestimmt Dankbarkeit bei Ihnen aus.</p><p>Vielleicht schreiben Sie denen, die noch erreichbar sind, eine Karte &ndash; oder eine E-Mail. Sagen ihnen damit, wie gut es ist, dass sich ihre Lebenswege gekreuzt haben &ndash; wie bedeutsam sie als Leiter und Diener Gottes f&uuml;r ihren Glauben sind.</p><p>Und, dass sie ihnen so Grundlagen mitgegeben haben, die sie hoffentlich vor Irrwegen sch&uuml;tzen. Denn so lesen wir hier, dass sich manche Gl&auml;ubige durch fremde Lehren verunsichern lassen.</p><h3>Jesus Christus &ndash; gestern, heute und in Ewigkeit</h3><p>Ihnen und uns wird gesagt: Es bleibt bei dem einen Grund, bei dem einen HERRN: Jesus Christus. Und das f&uuml;r alle Zeit. Er war vor der Zeit, er ist gegenw&auml;rtig erfahrbar und bereitet uns eine wunderbare Zukunft vor. Er allein ist Anfang, Mitte und Ende unseres Lebens und unserer Zeit.</p><p>Dass ich dies immer so glauben und sagen kann, dazu braucht es ein festes Herz.</p><p>Ein Herz, das sich nicht von jedem gro&szlig;artigen Angebot verunsichern l&auml;sst. Ein Herz, das sich an Gottes ewigem Wort festh&auml;lt. Das Wort, das sich durch gute Erfahrungen des Glaubens st&auml;rken l&auml;sst, ein Wort, das das Herz fest macht.</p><p>Solch ein festes Herz muss mir geschenkt werden! Ich kann es mir nicht verdienen oder erarbeiten. Es muss mir geschenkt werden. Auch dann, wenn ich es nicht verdiene! Ja, es ist Gnade, es zu bekommen. Es aus dieser Gnade Gottes &ndash; von seiner Hand fest gemacht zu bekommen, ist k&ouml;stlich. Ist wunderbar.</p><p>Wenige Wochen vor seinem Tod wird Karl Barth, ein Theologie-Professor, interviewt (1968). Dabei sagt er unter anderem Folgendes: &bdquo;Das letzte Wort, das ich als Theologe und auch als Politiker zu sagen habe, ist nicht ein Begriff wie Gnade, sondern ein Name: Jesus Christus.&quot; (katholisch.de: &bdquo;Sein letztes Wort war ein Name: Jesus Christus&quot; 10.12.2018)</p><p>So bezeugt auch er: Jesus Christus &ndash; gestern &ndash; heute &ndash; morgen! Es ist immer dieselbe Botschaft! Und sie ist sehr einfach! So einfach, dass auch die bedeutendsten Professoren nichts anderes sagen k&ouml;nnen. Jesus ist und bleibt derselbe!</p><p>Ist das nicht wunderbar! In einer Zeit, in der ich das Gef&uuml;hl habe, dass nichts mehr wirklich fest ist.</p><h3>Die unver&auml;nderliche Liebe Gottes</h3><p>Aber ER, Jesus, &auml;ndert sich nicht. Er &auml;ndert sich nicht darin, dass er uns liebt! Es ist nicht zu fassen! Er bleibt sich selber treu. Er bleibt gleich in seiner Zuwendung, in seiner Liebe, seiner G&uuml;te und Barmherzigkeit, die den Menschen rettet.</p><p>Der Mensch ist &uuml;berhaupt nicht immer derselbe. Er wechselt schnell seine Sachen, seine Stimmungen andauernd, gelegentlich seine Ansichten.</p><p>Bei uns Menschen ist alles im Fluss, nichts bleibt gleich. Panta rhei &ndash; alles flie&szlig;t, so sagen es schon die Griechen.</p><p>Bei Gott aber ist es anders. Er ist und bleibt Liebe! Er ist Liebe!</p><p>Und das Gewaltigste ist: Er teilt diese Liebe aus. Er rettet den Menschen. Das ist seine Art. Und diese Tatsache zu glauben, ist nicht schwer. Die Botschaft der Liebe Jesu ist so einfach, dass sie jedes Kind verstehen kann!</p><p>Nein &ndash; ich brauche keine komplizierten und umfassenden Erkl&auml;rungen, keine dicken B&uuml;cher und endlose Weiterbildungen &ndash; um meinen Glauben an Jesus Christus zu bezeugen. Was ich brauche, ist das einfache, klare und unmissverst&auml;ndliche Wort &ndash; und das finde ich im Hebr&auml;erbrief: Jesus Christus, gestern und heute &ndash; und derselbe auch in Ewigkeit!</p><p>Das zu wissen und sich nicht verunsichern zu lassen, wird mir durch Gottes Gnade geschenkt. Der schlesische Arzt, Priester und Dichter Johannes Scheffler (1624-1677), dr&uuml;ckt es so aus: &bdquo;Gott, weil er gro&szlig; ist, gibt am liebsten gro&szlig;e Gaben; ach, dass wir Armen nur so kleine Herzen haben&ldquo;.&nbsp; Wenn ich mich nach dieser Liebe austrecke, wird sie mein Herz erf&uuml;llen &ndash; und es damit stark machen. Stark machen, viele andere gut erscheinenden Angebote als Blendwerk zu entlarven &ndash; und mich davon nicht beeindrucken zu lassen. Wenn auch mein Herz vergleichsweise klein ist, kann es doch die gro&szlig;en Gaben fassen. Daf&uuml;r aber muss es fest sein &ndash; muss es fest werden.&nbsp;&nbsp;&nbsp;<br />
&nbsp;Wie aber wird das Herz fest?&nbsp; O, das ist gar nicht so schwer. Wenn ich mich mit Menschen umgebe, die schon l&auml;ngere Zeit im Glauben mit Jesus gehen, wenn ich von anderen Christen lerne, wie sie mit Spott und Anfeindungen umgehen. Wenn ich das Wort Gottes lese, dass mich ermutigt und mir hilft.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Michael Jahn</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17356557.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Michael Jahn]]></author>
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      <pubDate>Tue, 09 Jun 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Ein Feuerwerk an Verhaltensweisen]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hebräer 13,1-6 – ausgelegt von Annette Strunk.</em><br/>
<h3>Verhaltensregeln &ndash; Anlass und Hintergrund</h3><p>Tut dies, denkt daran, macht das nicht &hellip; mich triggern diese Verse ein wenig! Ich f&uuml;hle mich an meine Kindheit erinnert, als Belehrungen an der Tagesordnung waren. Ich werde widerst&auml;ndig. Schlie&szlig;lich wei&szlig; ich doch selbst, wie ich leben will &ndash; und was sich geh&ouml;rt, oder!?</p><p>Ich frage mich: Was veranlasst den Verfasser dieser Verse, solch ein Feuerwerk an Verhaltensregeln loszuschicken und wie ein Oberlehrer zu wirken? Ob da wohl etwas geh&ouml;rig schief lief in der Gemeinde, die hier ermahnt wird? Der Schreiber h&auml;lt es anscheinend f&uuml;r n&ouml;tig, die angeschriebenen Christen wieder auf den rechten Weg zu bringen. Was haben sie falsch gemacht? Woran m&uuml;ssen sie erinnert werden?</p><h3>Die f&uuml;nf S&auml;ulen des christlichen Lebens</h3><p>5 S&auml;ulen des christlichen Lebens werden in den Versen 1&ndash;5 angesprochen: die geschwisterliche Liebe, die Gastfreundschaft, das Mitgef&uuml;hl, die Beziehungspflege und der Umgang mit Geld.</p><p>Wer diese Werte kennt und lebt, hat ein gutes Ger&uuml;st f&uuml;r seinen Alltag als Christ. Sie sind eine Hilfe f&uuml;r ein gutes Leben. Umgekehrt: Wer sie nicht beachtet, missachtet so die Gebote Gottes. Die wurden uns ja nicht gegeben, um uns zu g&auml;ngeln, sondern damit unser menschliches Miteinander auf dieser Erde gelingt.</p><p>Es macht also Sinn, wenn Christen sich immer wieder untereinander an Gottes Gebote erinnern, so wie es der Schreiber des Hebr&auml;erbriefes hier tut.</p><p>Sicher waren die Reaktionen damals unterschiedlich. Aber viele werden ins Nachdenken gekommen sein und sich und das Treiben in ihren Gemeinden vielleicht &uuml;berpr&uuml;ft haben. Jesus hat nie einen Zweifel daran gelassen, dass seine Freunde an ihrem Verhalten in der Welt erkannt werden. Wenn Christen keine Liebe untereinander haben, wenn sie Fremde nicht aufnehmen als G&auml;ste, wenn ihnen die Gefangenen und Missbrauchten egal sind, wenn sie achtlos mit ihren Partnern umgehen und raffgierig handeln, wie sollen Nichtchristen dann einen liebenden, sorgenden Gott kennenlernen? Sie h&auml;tten keine Vorbilder.</p><p>Daran hat sich bis heute nichts ge&auml;ndert. Wir sollten uns und unser Verhalten also infrage stellen lassen:</p><p>Wie ist der Umgangston in der Gemeinde? Sind wir wertsch&auml;tzend und freundlich, auch wenn jemand anstrengend ist oder anderer Meinung? Welche Atmosph&auml;re verbreiten wir? F&uuml;hlt man sich bei uns wohl?</p><p>Nehmen wir die M&uuml;hen der Gastfreundschaft auf uns, auch wenn G&auml;ste unvorhergesehen vor der T&uuml;r stehen? Haben wir den Mut, mit den Migranten und Fl&uuml;chtlingen zu teilen ohne Ansehen der Person?</p><p>Setzen wir uns f&uuml;r Gerechtigkeit ein? Erheben wir die Stimme f&uuml;r Verfolgte und Missbrauchte? Schauen wir hin, wenn Menschen in unserer Umgebung leiden?</p><p>Was investieren wir in unsere Partnerschaften? Machen wir uns die M&uuml;he, an unseren Ehen zu arbeiten und dem anderen treu zu bleiben?</p><p>Wie gehen wir mit unserem Hab und Gut um? Ersetzt das Haben das Sein? &Uuml;bervorteilen wir andere, betr&uuml;gen und holen aus allem das meiste heraus? K&ouml;nnen wir noch abgeben und teilen?</p><p>Christen m&uuml;ssen und k&ouml;nnen nicht perfekt sein, aber schon, wenn wir uns an Gottes Lebenshilfen erinnern und uns damit auseinandersetzen, sehen andere an uns Jesu Art. Wir leben alternativ zu der vorherrschenden Str&ouml;mung des Hasses und der narzisstischen Liebe. Gerade in unserer Zeit ist Jesu Aufruf zur N&auml;chstenliebe der beste Gegenentwurf und aus meiner Sicht die einzige L&ouml;sung f&uuml;r die Abkehr vom B&ouml;sen.</p><p>Das hei&szlig;t, die Verse aus dem 13. Kapitel des Hebr&auml;erbriefes sind hochaktuell im Jahr 2026. Die Menschheit braucht gerade dringend Mahner, die sie wieder auf den rechten Weg bringen. Und sie braucht Christen und Christinnen, die einfach in Jesu Sinne leben bzw. vorleben.</p><p>Wer so zum Leuchtturm in der Gesellschaft wird, profitiert letztendlich am meisten f&uuml;r sich selber. Schon das Sprichwort sagt ja: Liebe wird mehr, wenn man sie teilt. Die Sehnsucht nach einem gl&uuml;cklichen Leben erf&uuml;llt sich eher im Miteinander, in guten Beziehungen und Frieden, als in Ichsucht, Hass und Abgrenzung.</p><h3>Die sechste S&auml;ule: Vertrauen in Gott</h3><p>Trotz dieser Erkenntnisse aus den ersten 5 Versen bin ich froh, dass es den 6. Vers auch noch gibt. Es geh&ouml;rt schon Mut dazu, sich dem Zeitgeist entgegenzustellen. Wer gegen den Strom schwimmt, muss immer mit Ausgrenzung, Hohn und schlimmstenfalls Gewalt rechnen. Da k&ouml;nnen mir schon die Beine zittern und die Stimme versagen. In den sozialen Netzwerken z. B. geht es brutal zu. Dazu kommt eventuell die Angst, dass es f&uuml;r mich am Ende nicht reicht, wenn ich gro&szlig;z&uuml;gig bin.</p><p>Das sind Probleme, die es anscheinend auch schon in der Zeit der ersten Christen gab. Der Schreiber des Hebr&auml;erbriefes zitiert daher Verse aus dem Alten Testament. Damit waren die Christinnen und Christen damals vertraut. Er erinnert an den Satz von Josua : &bdquo;Denn der Herr hat gesagt, ich will dich nicht verlassen und nicht von dir weichen!&quot; (Josua 1,5) und aus Psalm 118 &bdquo;Der Herr ist mein Helfer, ich will mich nicht f&uuml;rchten; was kann mir ein Mensch tun?&quot;. Es gab weder vor 2000 Jahren noch heute einen Grund, Angst zu haben. Gott versichert seinen Kindern, dass sie nicht allein dastehen. Er ist immer da, 24/7 ansprechbar und unser Besch&uuml;tzer. Der Psalmbeter zieht daraus den Schluss: Es gibt nichts, was mir ein Mensch tun kann.</p><p>Ich denke, sowohl Josua als auch der Psalmbeter haben das aus eigener Erfahrung bekannt. Gott hat es bewiesen. Sie vertrauten zu hundert Prozent auf Gott und seine Kraft. Ihm geh&ouml;rt die Welt.</p><p>Dieses Vertrauen in Gott ist die 6. S&auml;ule, die den Alltag eines Christen tr&auml;gt. So l&auml;sst es sich voller Zuversicht und Hoffnung in die Zukunft gehen. Ich f&uuml;hle mich nun nicht mehr belehrt, sondern sicher getragen.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Annette Strunk</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17355912.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Annette Strunk]]></author>
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      <pubDate>Mon, 08 Jun 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Ein Umbruch wird zum Aufbruch]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 76 – ausgelegt von Wolfgang Weidinger.</em><br/>
<h2>Gott als Schutz und St&auml;rke in Zeiten des Umbruchs</h2><p>Der Psalm 76 ist ein Dank und Lobpreis f&uuml;r den Gott Israels. Entstanden vermutlich nach einer Rettung vor den Assyrern. Davon geht jedenfalls ein Teil der Ausleger aus. Gott steht den Menschen, die ihm vertrauen, immer zur Seite, egal wann und wo auch immer. Er ist immer f&uuml;r seine Leute erreichbar, auch heute, f&uuml;r glaubende Menschen. Rund um die Uhr &ndash; sieben Tage die Woche. Es ist auch ein Mutmachpsalm. Gerade in Zeiten wie diesen, wo wir uns wieder einmal in einem Umbruch befinden. In Zeiten der Unruhe und des Unfriedens. Gott steht seinen Leuten zur Seite, er k&auml;mpft f&uuml;r sie. So wie auch in diesem Psalm.</p><p>Umbr&uuml;che und Unfrieden gab es leider schon immer. Doch nach jedem Umbruch gab es auch wieder einen Aufbruch &ndash; einen Neuanfang. So wie damals, als die Assyrer Israel praktisch den Krieg erkl&auml;rten. Wie war das damals, wie kam es dazu?</p><h2>Die Assyrer &ndash; Eine Weltmacht als Bedrohung Israels</h2><p>Im 8. Jahrhundert v. Chr. stieg das Neuassyrische Reich zur Gro&szlig;macht auf und beherrschte teilweise auch Babylonien und &Auml;gypten. Die Assyrer wollten unter allen Umst&auml;nden die Vorherrschaft &uuml;ber Nordmesopotamien und Nordsyrien. Viele Bibelwissenschaftler bringen Psalm 76 mit der Belagerung durch den assyrischen K&ouml;nig Sanherib in Verbindung. Nachzulesen im 2. Buch der K&ouml;nige in den Kapiteln 18 und 19.</p><p><strong>Wer waren die Assyrer?</strong></p><p>Sie waren eine Gro&szlig;macht im Vorderen Orient. Die Hauptst&auml;dte waren u. a. Ninive und Assur. Auch milit&auml;risch waren sie hoch entwickelt, mit den besten und modernsten Waffen aus Eisen und mit Belagerungsmaschinen ausger&uuml;stet. Sie waren brutal, grausam und vor allem daf&uuml;r gef&uuml;rchtet, dass sie ganze V&ouml;lker deportierten. Also ein Gegner, dem man besser ausweicht. Israel war dieser Gro&szlig;macht absolut unterlegen. Wer sich gegen sie auflehnte, wurde niedergemetzelt.</p><p>Assyrien war damals so etwas wie der Riese Goliath in XXL &ndash; eine milit&auml;rische Supermacht, brutal, grausam, gef&uuml;rchtet. Scheinbar unaufhaltsam. Das S&uuml;dreich Juda unter K&ouml;nig Hiskia war im Vergleich dazu klein, politisch schwach, menschlich ohne Chance. Und genau da hinein passt dieses geistliche Muster:</p><p>Der assyrische K&ouml;nig Sanherib hatte schon viele St&auml;dte erobert. Seine Truppen standen vor Jerusalem. Seine Boten verspotteten Gott, verh&ouml;hnten den Glauben Israels. Menschlich gesehen war klar: Diese Stadt hat keine Chance. K&ouml;nig Hiskia reagiert nicht mit Gegenwehr, sondern mit Gebet. Er breitet den Drohbrief vor Gott aus. Und Gott greift ein: Psalm 76,2&ndash;3</p><p><strong>Warum griffen die Assyrer Israel an?</strong></p><p>Es ging um Macht und Unterwerfung. Assyrien wollte ein gigantisches Imperium &ndash; eine damalige Weltmacht erschaffen. Eine Weltmacht mit Satellitenstaaten und Tributzahlungen. Israel lag strategisch wichtig zwischen Mesopotamien und &Auml;gypten. Ein konkreter Anlass war, dass sich Hiskia in Juda von der assyrischen Knechtherrschaft lossagte. Er verweigerte Tributzahlungen. Nachzulesen in 2. K&ouml;nige 18,7. Das lie&szlig;en sich die Assyrer nat&uuml;rlich nicht bieten und begannen mit einem Feldzug. Denn wer sich gegen Assyrien stellte, stellte sich nicht nur gegen den Staat, sondern auch gegen ihre G&ouml;tter. Das konnten die Assyrer unter keinen Umst&auml;nden dulden.</p><h2>Gottes Eingreifen &ndash; Sieg durch Glauben, nicht durch St&auml;rke</h2><p>Wie ich schon erw&auml;hnte: Es war wie David gegen Goliath. Der eine mit modernsten Waffen und R&uuml;stung &ndash; der andere &bdquo;im Namen des HERRN Zebaoth&quot; (1. Samuel 17,45). Mit einem K&ouml;nig, der betet und sich auf Gottes Zusage verl&auml;sst.</p><p>Psalm 76 feiert genau das: Gott ist der eigentliche Sieger, nicht Israel/Juda. Er zerbricht Bogen, Schwert und Krieg (Psalm 76,4). Wie bei David: Ein kleiner Stein, von Gotteshand gef&uuml;hrt. Gott stand Israel/Juda bei, vernichtete den Feind und verherrlichte sich selbst. Gelobt und gepriesen sei unser Herr. Da sind die, die eben noch m&auml;chtig und unbesiegbar wirkten, machtlos. Genau das spiegelt Psalm 76,6 wider:</p><p>Die stolzen Krieger &ndash; sie schlafen. Die Kriegsmaschinerie steht still. Nicht, weil Israel so stark ist, sondern weil Gott eingegriffen hat. Das ist der rote Faden, der sich durch die Weltgeschichte zieht:</p><p>M&auml;chte, die &uuml;bergro&szlig; wirken &ndash; und ein Gott, der zeigt: Bis hierher und nicht weiter.</p><p>&bdquo;Gott setzt der Wut der Menschen Grenzen &ndash; so wie er auch dem Meer Grenzen setzt: Bis hierher und nicht weiter.&quot;</p><p>Psalm 76,10 ist dabei eine Schl&uuml;sselstelle:<br />
&bdquo;Als Gott sich aufmachte zum Gericht, zu helfen allen Elenden auf Erden.&quot;</p><p>Das ist die Kernaussage, die besagt, dass nicht nur Gericht gehalten und gestraft wird, sondern wie eingangs bereits erw&auml;hnt ein Neuanfang ohne Unterdr&uuml;ckung und Tyrannei, in Freiheit stattfindet. Wenn Gott richtet, dann stellt er Recht her &ndash; sein Recht, seine Gerechtigkeit. Er befreit die Unterdr&uuml;ckten, alle, die Unrecht erleiden mussten. Die geknechtet und ausgenutzt wurden.</p><p>In Vers 11 lesen wir &uuml;ber die Souver&auml;nit&auml;t Gottes. F&uuml;r glaubende Menschen heute bedeutet das:</p><p>Auch das, was Menschen aus Wut, Hass oder Stolz gegen Gl&auml;ubige oder gegen Gottes Wege tun, ist f&uuml;r Gott nicht das Ende, sondern Grundstoff, den er in seine Gerechtigkeit von Rettung und Herrlichkeit einbezieht. Gott begrenzt den Zorn. Was er nicht in Lob verwandelt, mit dem &bdquo;g&uuml;rtet&quot; er sich wie eine Waffe: Er benutzt selbst das &Uuml;briggebliebene, um seiner Gerechtigkeit Geltung zu verschaffen. Nichts l&auml;uft au&szlig;er Plan.</p><h2>Vertrauen statt Angst &ndash; Die Botschaft f&uuml;r uns heute</h2><p>Was sagt uns das?</p><p>Unsere Aufgabe ist nicht, die Weltm&auml;chte zu kontrollieren oder politisch t&auml;tig zu werden, sondern Gott zu vertrauen, zu beten, gerecht zu leben und nicht in Angst zu versinken.</p><p>Gibt es in Ihrem und meinem Leben nicht auch Dinge, die uns in irgendeiner Form bedrohlich vorkommen, oder die wir insgeheim f&uuml;rchten? Wo wir uns vielleicht auch unterlegen f&uuml;hlen? Wie gehen wir damit um? F&uuml;gen wir uns unserem Schicksal oder k&auml;mpfen wir? K&auml;mpfen, obwohl wir schon von vornherein wissen, dass wir nicht gewinnen k&ouml;nnen? Ergibt das Sinn? Genau da k&ouml;nnen wir uns an Psalm 76 orientieren. Wir k&ouml;nnen uns auf die Zusage Gottes verlassen. Er tritt f&uuml;r die Menschen ein, die ihm vertrauen. Auch f&uuml;r Sie pers&ouml;nlich. Er k&auml;mpft f&uuml;r Sie und steht Ihnen bei. Ja, Er erl&ouml;st und befreit Sie.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Wolfgang Weidinger</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17355419.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Wolfgang Weidinger]]></author>
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      <pubDate>Sun, 07 Jun 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die tägliche Nahrung]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Hebräer 12,25-29 – ausgelegt von Jens Scholz.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hebräer 12,25-29 – ausgelegt von Jens Scholz.</em><br/>
<h3>T&auml;gliche Nahrung f&uuml;r den Geist</h3><p>So wie wir jeden Tag essen und trinken m&uuml;ssen, um uns zu erhalten, braucht auch unser Geist t&auml;glich Nahrung, wenn er zielgerichtet weiterleben will. Der Verfasser dieses Textes erinnert seine Glaubensgeschwister daran, indem er ermahnt und auf vergangene, ernste Geschehnisse hinweist. Menschen sind leider vergesslich und leicht vom Weg abzubringen. Wir neigen oft dazu, vom gesteckten Ziel abzuirren. Durch das t&auml;gliche Auseinandersetzen mit den heiligen Schriften haben wir aber eine gute Chance, unser Ziel dennoch zu erreichen. Gut, wenn man da einen Helfer hat, der einen ermahnt und nicht m&uuml;de wird, auf das Wesentliche hinzuweisen.</p><p>Achten auch wir darauf, dass wir den nicht abweisen, der vom Himmel her redet. Also, mit anderen Worten: bleiben wir dran!</p><h3>Die angek&uuml;ndigte Ersch&uuml;tterung aller Dinge</h3><p>Der Schreiber des Hebr&auml;erbriefes erinnert die Adressaten, so auch uns, die wir heute darin lesen k&ouml;nnen, an die Zukunft. So lesen wir schon beim Propheten Haggai im zweiten Kapitel, dass Gott, der Allm&auml;chtige, noch einmal Himmel und Erde, Land und Meer ersch&uuml;ttern wird.</p><p>Was wir bei Erdbeben beobachten k&ouml;nnen, ist, dass nach starken Ersch&uuml;tterungen alles Lose und leicht Erbaute zusammenf&auml;llt und zerst&ouml;rt wird. Lediglich die aufw&auml;ndig und gewissenhaft errichteten Geb&auml;ude bleiben stehen und halten stand. So wird es wohl auch am Ende der uns vertrauten Welt sein, wenn Gott alles ersch&uuml;ttern wird.</p><p>Niemand wei&szlig; wann, niemand kann sich das Ausma&szlig; vorstellen, mit welcher Wucht dieses furchtbare Ereignis vor sich gehen wird. Jedoch wird es wohl in einer Dimension stattfinden, wie wir das noch niemals erlebt haben. Bei Haggai hei&szlig;t es, dass die Nationen erzittern werden.</p><h3>Auf Fels gebaut &ndash; Vertrauen in Jesus</h3><p>Ich denke, dass wir keine Angst zu haben brauchen &ndash; egal was kommt. Die Liebe und das Vertrauen in Jesus wird auch uns dieses gro&szlig;e, angek&uuml;ndigte Ereignis unbeschadet &uuml;berstehen lassen, aber die Bedingung, bei Jesus und seinen Worten zu bleiben, ist dazu notwendig.</p><p>Ich erinnere an die Worte Jesu, wenn er am Ende der Bergpredigt spricht: &bdquo;Darum, wer diese meine Rede h&ouml;rt und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stie&szlig;en an das Haus, fiel es doch nicht ein; denn es war auf Fels gegr&uuml;ndet. Und wer diese meine Rede h&ouml;rt und tut sie nicht, der gleicht einem t&ouml;richten Mann, der sein Haus auf Sand baute. Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stie&szlig;en an das Haus, da fiel es ein und sein Fall war gro&szlig;.&quot;</p><p>F&uuml;r das Materielle sowie f&uuml;r das Geistliche gilt gleicherma&szlig;en: das Wahre, Echte, Gute, Saubere, Klare, Lichte bleibt bestehen &ndash; alles andere ist zum Verfall bestimmt. Die gro&szlig;e Ersch&uuml;tterung, von der hier die Rede ist, wird nicht nur alles Falsche und Unechte zerst&ouml;ren, es wird auch das erwartete Reich herstellen, auf das die Christen sehnlichst warten. So wie damals die materielle Ersch&uuml;tterung der geistlichen Ersch&uuml;tterung vorausging, ist vermutlich das zuk&uuml;nftige Ereignis ebenfalls zu verstehen &ndash; sie bedingen einander.</p><p>Unser Gott ist ein verzehrendes Feuer. Sein Wort ist ein zweischneidiges Schwert, ein Feuer, das alles verbrennt, was nicht klar und sauber ist. Sein Wort hat einen L&auml;uterungsprozess in Gang gesetzt, der dann &ndash; am Tag der Tage &ndash; vollendet sein wird.</p><h3>Der Tag Jahwes und die Hoffnung der Gl&auml;ubigen</h3><p>&Uuml;ber diesen Tag Gottes lesen wir im 2. Kapitel des Buches Jesajas: &bdquo;Da werden stolze Augen gesenkt / und hochm&uuml;tige M&auml;nner geduckt. / Jahwe allein ist gro&szlig; an jenem Tag. Denn Jahwe, der allm&auml;chtige Gott, hat einen Tag bestimmt, / an dem er alles erniedrigen wird, / alles, was gro&szlig;, stolz und &uuml;berheblich ist, alle Zedern auf dem Libanon, / wie stolz und hoch sie auch sind, / und alle Eichen auf dem Baschan, alle hohen Berge und alle stattlichen H&uuml;gel, jeden hohen Turm und jede steile Mauer, alle Hochseeschiffe und jedes prunkende Boot. Dann wird der Stolz der Menschen gebeugt, / die hochm&uuml;tigen M&auml;nner geduckt. Jahwe allein ist gro&szlig; an jenem Tag.</p><p>Alle, die mit offenen Augen und Ohren den Vollzug dieser Ereignisse sich anbahnen sehen, sollen nicht in Angst vergehen, sondern &ndash; im Gegenteil &ndash; die H&auml;upter erheben und sich freuen, weil sie wissen, dass die kollektive Erl&ouml;sung aller Gl&auml;ubigen naht. Bis dahin gilt: Lass dich nicht beirren, bleib bei deiner Arbeit und lasse in nichts nach.</p><p>Ich wiederhole noch einmal aus dem Text von heute: &bdquo;Darum, weil wir ein Reich empfangen, das nicht ersch&uuml;ttert wird, lasst uns dankbar sein und so Gott dienen mit Scheu und Furcht, wie es ihm gef&auml;llt;&quot;</p><p>Allen, die daran glauben wollen, w&uuml;nsche ich Zuversicht und Kraft &ndash; diese Worte sollen der Ermutigung dienen und aufbauen. M&ouml;gen diese S&auml;tze uns allen zum Segen werden!</p><p>Im Evangelium des Johannes, im dritten Kapitel, k&ouml;nnen wir lesen: &bdquo;Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde.&quot;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Jens Scholz</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17355008.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Jens Scholz]]></author>
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      <pubDate>Sat, 06 Jun 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Vom Erschrecken zur Einladung – von der Angst zur Freude]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Hebräer 12,18-24 – ausgelegt von Rolf Röhm.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hebräer 12,18-24 – ausgelegt von Rolf Röhm.</em><br/>
<h2>Kindheitserinnerungen und ein be&auml;ngstigender Gottesbegriff</h2><p>&bdquo;Gott sieht alles&quot; &ndash; diesen Satz h&ouml;rten Kinder meiner Generation immer wieder, und dieser Satz hat auch &uuml;ber viele Jahre meine Kindheit und Teile meiner Jugendzeit gepr&auml;gt.</p><p>&bdquo;Gott sieht alles&quot; &ndash; dieser Satz war von meiner Mutter vermutlich gar nicht als Drohung gemeint, und doch war es f&uuml;r mich als kleiner Junge ein eher be&auml;ngstigender Satz. Vor allem wenn ich nachts im Bett lag, der Tag vor meinen Augen vorbeizog, ich mich an all die Dinge erinnerte, die sich am Tage ereignet haben. Da sah ich mich mit den Erdbeeren, die nicht aus unserem Garten waren. Ich h&ouml;rte mich Worte sagen, die andere verletzten.</p><p>&bdquo;Gott sieht alles&quot; &ndash; und wenn er alles sieht und wei&szlig;, dann habe ich neben einem schlechten Gewissen auch noch einen zornigen Gott, der mit mir nicht zufrieden sein kann und mich f&uuml;r alles bestraft. Wenn in den nachfolgenden Tagen etwas schlecht lief oder schief ging, dachte ich, jetzt ereilt mich Gottes Strafe.</p><p>Dieses von Angst erf&uuml;llte Denken vom strafenden Gott begegnet mir auch in unseren Tagen immer wieder, wenn ich mit Menschen ins Gespr&auml;ch &uuml;ber Gott und die Welt komme.</p><h2>Der heilige Gott am Berg Sinai und die Kluft zum Menschen</h2><p>Von Angst und Schrecken ergriffen &ndash; erlebten einst auch die Israeliten am Berg Sinai diesen Gott. Nach dem Auszug aus &Auml;gypten war das eine erste Station, wo sie eine Pause einlegen konnten. Ja, dieser Gott hatte sie aus der &auml;gyptischen Sklaverei in die Freiheit gef&uuml;hrt. Dieser Gott hatte mit m&auml;chtigen Taten den Pharao in die Schranken gewiesen. Er hatte ihnen in aussichtsloser Lage geholfen, als hinter ihnen die Streitmacht der &Auml;gypter und vor ihnen das Wasser des Roten Meeres war. Sie erfuhren, dass Gott auch Macht &uuml;ber die Naturgewalten hat.</p><p>Jetzt hat sie dieser Gott an den Berg Sinai gef&uuml;hrt. Doch dieser Halt war nicht gepr&auml;gt vom leichten und unbeschwerten Leben in der Freiheit. Ganz im Gegenteil: Hier erlebten sie ihren Gott auf ganz andere Weise. Unser Bibeltext greift diese Begegnung aus dem 2. Buch Mose, ab Kapitel 19, auf. Und der Schreiber des Hebr&auml;erbriefs nutzt diese Begegnung und vergleicht hier den Berg Sinai mit dem Berg Zion. Dabei benennt er die Punkte, worin sich das Neue Testament vom Alten unterscheidet.</p><p>So war am Berg Sinai diese Gottesbegegnung f&uuml;r die Israeliten mit Angst und Schrecken, mit Feuer und Donner verbunden. Einer lauten Stimme Gottes mit klaren und eindeutigen Worten. Niemand durfte sich dem Berg und damit diesem heiligen und erhabenen Gott nahen. Kein Mensch durfte den Berg ber&uuml;hren, ohne Gefahr zu laufen zu sterben. Selbst Mose, der Mann Gottes, bekennt: &bdquo;Ich bin erschrocken &ndash; und zittere.&quot; Diese Zeilen machen deutlich, wie gro&szlig; die Kluft zwischen dem heiligen Gott und dem s&uuml;ndigen Menschen ist. Zwar erlebte ich es als Junge nicht so dramatisch, aber doch war mein Leben eher von Angst vor diesem Gott, &bdquo;der alles sieht&quot;, gepr&auml;gt. Damals konnte ich noch nicht einordnen, dass es in meiner Umgebung Menschen gab, die Freude am Glauben, Freude an Gott hatten, &bdquo;einem Gott, der alles sieht und ahndet&quot;. Menschen, die fr&ouml;hlich und zuversichtlich &uuml;ber Erfahrungen mit diesem Gott in ihrem Leben berichteten. Die scheinbar wenig oder keine Angst vor diesem Gott hatten. Als ich &auml;lter wurde, stellte ich mir die Frage: K&ouml;nnte es nicht sein, dass es nicht an Gott, sondern an meinem Gottesbild liegt? Einem Gottesbild, das nur den strafenden, den unnahbaren Gott kennt? Den Gott, der nur darauf aus ist, meine Fehler und Verfehlungen zu sehen und entsprechend zu ahnden? Dieser Gedanke f&uuml;hrte mich zu der Frage, die einst schon Martin Luther umgetrieben und besch&auml;ftigt hat: Wie finde ich einen gn&auml;digen Gott? Auf Freizeiten, in Predigten, beim Bibellesen erkannte ich St&uuml;ck f&uuml;r St&uuml;ck, dass der Satz &bdquo;Gott sieht alles&quot; durchaus auch anders geh&ouml;rt, gelesen und gesehen werden kann. Eben, dass es einen Gott gibt, der es gut mit mir meint. Dass die Lebensregeln der 10 Gebote, die Gott einst am Sinai dem Volk Israel&nbsp;gegeben hat, auch f&uuml;r mein Leben hilfreich und gut sind. Dass Gott mich nicht strafen will, sondern helfen, dass ein, mein Leben gelingt. So lernte ich z. B. auch, dass Gott mir in den ersten drei Geboten einen Weg aufzeigt, wie ich Ihm begegnen kann.</p><h2>Vom Berg Sinai zum Berg Zion &ndash; ein pers&ouml;nlicher Glaubensweg</h2><p>Nach einem f&uuml;r mich sehr einschneidenden Lebensereignis lernte ich auf einer christlichen Freizeit Gott noch einmal von einer anderen und neuen Seite kennen. Dort wurden unter anderem Themen wie in unserem heutigen Tagestext besprochen. Dabei auch wesentliche Unterschiede des Alten und Neuen Testaments aufgezeigt und, was sich durch Jesu Kommen in unsere Welt ver&auml;ndert hat. Dass Er durch sein Leiden, Sterben und seine Auferstehung die Vers&ouml;hnung zwischen Gott und Menschen erwirkt hat. Dass Jesus meine Schuld und S&uuml;nde und die der Menschen auf sich genommen und getragen hat. Damals h&ouml;rte ich diese Liebesbotschaft Gottes neu. Ich schenkte diesem Wort der Gnade Glauben. Ich ging gedanklich den Weg vom Berg Sinai zum Berg Zion, zum H&uuml;gel Golgatha, unters Kreuz Jesu.</p><p>In jener Zeit erlebte ich, wie sich mein Leben und sich auch mein Gottesbild ver&auml;nderte. Von der Angst vor einem strafenden Gott, hin zu einem von Ehrfurcht gepr&auml;gten Leben in der Nachfolge Jesu. Ja, &bdquo;Gott sieht alles&quot; &ndash; und ich bin inzwischen dar&uuml;ber dankbar, dass Er alles sieht. Dankbar, dass er auch meine Schw&auml;chen und N&ouml;te sieht. Die Situationen, in denen ich Hilfe, Wegweisung und Ermutigung brauche. Dass Er mir zeigt, wo ich mich in meinem Leben, meinem Verhalten &auml;ndern soll. Und das Sch&ouml;nste und Beste dabei ist, dass ich wei&szlig;: Gott meint es um Jesu Willen gut mit mir.</p><h2>Einladung und Zusammenfassung: Komm auch du zum Berg Zion</h2><p>Weil Gott Menschen um Jesu Willen gn&auml;dig und freundlich anblickt, mache ich Ihnen Mut: Kommen auch Sie zu diesem Berg Zion. Wagen Sie den Schritt unter das Kreuz, zu Jesus. Bei Ihm finden auch Sie Geborgenheit und Frieden.</p><p>In drei S&auml;tzen fasse ich noch einmal die Unterschiede zusammen:</p><ol><li><p>Am Berg Sinai erlebt das Volk Israel die Heiligkeit Gottes &ndash; auf dem Berg Zion erfahren Menschen um Jesu Willen Gottes Barmherzigkeit.</p></li><li><p>Musste das Volk zum Berg Sinai wandern &ndash; so darf jeder, der m&ouml;chte, zum Berg Zion, auf den H&uuml;gel Golgatha kommen.</p></li><li><p>Steht das Blut Abels f&uuml;r das Verderben und Sterben &ndash; so reinigt Jesu Blut von S&uuml;nde und Schuld. Und Er, Jesus, der Sohn Gottes, schafft und bewirkt die Vers&ouml;hnung der Menschen mit dem lebendigen Gott.</p></li></ol><p>&bdquo;Gott sieht alles&quot;! Ist das nicht auch eine gute Nachricht f&uuml;r Sie?</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Rolf Röhm</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17354341.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Rolf Röhm]]></author>
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      <pubDate>Fri, 05 Jun 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Gottes Geschenke achten]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Hebräer 12,12-17 – ausgelegt von Damaris Hecker.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hebräer 12,12-17 – ausgelegt von Damaris Hecker.</em><br/>
<h2>Bitterkeit und ihre Wurzeln</h2><p>Kennen Sie Bitterkeit? Wie w&uuml;rden Sie diesen Zustand beschreiben? Das f&auml;llt schwer. Es f&uuml;hlt sich an wie ein Kn&auml;uel verschiedener Str&auml;nge in der Gedanken- und Gef&uuml;hlswelt, die kaum zu entwirren sind. Das sind Gef&uuml;hle von Ohnmacht, Schmerz, Entt&auml;uschung und Frustration.</p><p>Die bittere Wurzel ist ein Sinnbild aus dem Land- und Gartenbau. Fachkr&auml;fte kennen das Unkraut-Problem: Die Wurzel einer Pflanze kann gr&ouml;&szlig;ere Ausma&szlig;e haben als ihr sichtbares Erscheinungsbild. Wachstum steht hier f&uuml;r einen Prozess, der schleichend abl&auml;uft und sich unserer Wahrnehmung entzieht. Relativ kurzfristig entsteht gro&szlig;er Schaden. Wurzeln von Unkraut k&ouml;nnen in einer Kultur den benachbarten Pflanzen s&auml;mtliche N&auml;hrstoffe entziehen. Damit wird einer gesunden Gruppe von Pflanzen die Lebensgrundlage genommen. Ein &auml;hnliches Ph&auml;nomen gibt es im innerseelischen Bereich. Der Schreiber des Briefes an die Hebr&auml;er mahnt zur Aufmerksamkeit. Da kann in der Gemeinschaft etwas aufwachsen und Raum gewinnen, was viele Gl&auml;ubige sch&auml;digt und unrein macht. Ein Dilemma. Dagegen steht das Stichwort Gnade. Gnade ist die einfache, aber umfassende L&ouml;sung f&uuml;r ein komplexes Problem.</p><h2>Gnade &ndash; angenommen oder vers&auml;umt</h2><p>Ich zitiere Paulus: &bdquo;Sie sind allzumal S&uuml;nder und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erl&ouml;sung, die durch Jesus Christus geschehen ist.&quot;</p><p>Gnade jedoch kann vers&auml;umt werden. Ein Beispiel aus der Geschichte Israels veranschaulicht das Risiko: Esau verkauft f&uuml;r eine einzige Mahlzeit sein Erstgeburtsrecht. W&auml;hrend der Epoche der Urv&auml;ter ist das Gnadenangebot Gottes ein Bundesschluss mit Abraham. Der Segen Gottes wird jeweils vom Vater an den Erstgeborenen weitervererbt. Esau als der &Auml;lteste hat dieses Erstgeburtsrecht. Esau will jedoch sein Hungergef&uuml;hl f&uuml;r einen kurzen Moment befriedigen und tauscht sein Erstgeburtsrecht gegen eine Linsensuppe. Der augenblickliche Gl&uuml;cksmoment ist ihm mehr wert als der nachhaltige Segen Gottes. Sp&auml;ter bereut er das und kann es nicht mehr r&uuml;ckg&auml;ngig machen. Er verschleudert sein Erbe auf naive Weise. Damit zeigt er Verachtung f&uuml;r das Gnadenangebot Gottes. Deshalb wird er hier als Gottloser bezeichnet.&nbsp;</p><p>Die Empf&auml;nger des Briefes sind gewarnt: Vers&auml;umnisse haben Konsequenzen.</p><p>Der Sch&ouml;pfer gew&auml;hrt seinen Gesch&ouml;pfen Gnade. Gnade kann nur angenommen, aber nicht verdient werden.</p><p>Dietrich Bonhoeffer spricht von billiger und teurer Gnade in diesem Zusammenhang.</p><p>Das Gnadenmittel ist ein sehr teures: das vergossene Blut bei der Kreuzigung kostet Jesus das Leben.&nbsp;</p><p>Jesus ist das S&uuml;hneopfer f&uuml;r die S&uuml;nden der Menschheit. Jesus bezahlt einen hohen Preis f&uuml;r die Erl&ouml;sung von dem B&ouml;sen.&nbsp;</p><h2>Jesus als Priester und Mittler</h2><p>Jesus erf&uuml;llt alle S&uuml;hnerituale des Judentums zur Reinigung und Heiligung und l&ouml;st sie als vergangenen Weg ab. Seit Jesus sind Opferrituale nicht mehr zeitgem&auml;&szlig;. Sie sind ersetzt durch das Gebet der Gl&auml;ubigen. Jeder Gl&auml;ubige kann im Geist vor den Thron Gottes treten. Jesus ist der Priester, der Vermittler. Die Begegnung mit dem heiligen Gott ist jedoch ohne Heiligung auch heute nicht m&ouml;glich.</p><p>Deshalb die Mahnung an die Christen damals: &bdquo;Jagt dem Frieden nach mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird, und seht darauf, dass nicht jemand Gottes Gnade vers&auml;ume &hellip;&quot;</p><p>In dieser Gefahr befinden sich die Briefempf&auml;nger. Die ersten Christen sind h&auml;ufig unter Druck, m&uuml;ssen viel dulden im Umfeld traditionell gelebter Fr&ouml;mmigkeit. Zw&auml;nge der j&uuml;dischen Religion tragen ungesunde Fr&uuml;chte. Das ist der beste N&auml;hrboden f&uuml;r Bitterkeit. Die Urgemeinde teilt das Schicksal von Jesus, der gesagt hat: &bdquo;Haben sie mich verfolgt, so werden sie euch auch verfolgen.&quot; Das macht ihn wiederum zum Vorbild im Leiden.</p><p>Er ist der wahre Priester, der mitleiden kann mit der Schwachheit der Gl&auml;ubigen. Er hat Empathie f&uuml;r Gel&auml;hmte und Strauchelnde. Christen haben einen F&uuml;rsprecher an h&ouml;chster Stelle. Sie stehen nicht allein in ihrer Ohnmacht. Jesus l&auml;sst seine Kinder nicht allein in einer gefallenen Welt zur&uuml;ck. Der dreieinige Gott durchbricht menschliche Isolation durch den innewohnenden Tr&ouml;ster, den Heiligen Geist.&nbsp;</p><h2>Verankerung im Heiligtum &ndash; Gnade als Fundament</h2><p>Jesus ist seit der Himmelfahrt der erste Mensch im wahren Heiligtum. Alle erl&ouml;sten Menschen k&ouml;nnen ihm nachfolgen: Der trennende Vorhang zum Allerheiligsten ist zerrissen. Der Weg zu Gott ist gebahnt. Wir jedoch erleben das nur, wenn wir diesen Weg im Gebet beschreiten und die Gnade in Anspruch nehmen. Christen sind verankert im unersch&uuml;tterlichen Heiligtum. Das ist die Basis f&uuml;r sichere Glaubensschritte in einer ersch&uuml;tterten Welt. Sie haben eine W&uuml;rde, die ihnen kein Mensch nehmen kann. Das ist m&ouml;glich durch Gnade. Das sollte im h&ouml;chsten Interesse f&uuml;r uns alle sein.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Damaris Hecker</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17353617.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Damaris Hecker]]></author>
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      <pubDate>Thu, 04 Jun 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[„Darum auch wir …“]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hebräer 12,1-11 – ausgelegt von Jens Kreisel.</em><br/>
<h2>&bdquo;Darum auch wir&quot; &ndash; Mut zum Durchhalten</h2><p>&bdquo;Darum auch wir&quot; &ndash; so beginnt der eben geh&ouml;rte Text. Im Hebr&auml;erbrief finde ich dieses W&ouml;rtchen &bdquo;darum&quot; h&auml;ufiger im Zusammenhang mit ermutigenden Worten, z. B.: Darum werft euer Vertrauen nicht weg! (Hebr&auml;er 10,35) Darum st&auml;rkt die m&uuml;den H&auml;nde und die wankenden Knie! (Hebr&auml;er 12,12)</p><p>Das vorherige Kapitel endete mit den Worten (V.39&ndash;40): Diese alle &hellip; sollten nicht ohne uns vollendet werden. Und heute die Fortsetzung: &bdquo;Darum auch wir&quot; &hellip;</p><p>Doch k&ouml;nnen und wollen Sie sich mit den dort genannten Vorbildern des Glaubens auf eine Stufe stellen? Es werden ja auch zweifelhafte Leute aufgez&auml;hlt, wie der L&uuml;gner Jakob, der Totschl&auml;ger Mose, die Prostituierte Rahab, der Ehebrecher David. Wollen Sie dort &uuml;berhaupt dazugeh&ouml;ren?</p><p>Sie alle hatten keine wei&szlig;e Weste. Aber trotz ihres Versagens haben die Genannten dennoch Gott vertraut. Sie wurden zurechtgebracht. Gottes Geschichte kam mit ihnen ans Ziel, allein durch den Glauben.</p><p>Die Empf&auml;nger des Hebr&auml;erbriefes konnten sich mit den Worten aus Vers 37 identifizieren: sie alle haben Mangel, Bedr&auml;ngnis, Misshandlung erduldet. F&uuml;r sie geh&ouml;rte Verfolgung um ihres Glaubens willen zum Alltag. Einige hatten sogar ihr Hab und Gut verloren. (10,34) Doch noch ist ihnen der M&auml;rtyrertod erspart geblieben: In Vers 4 hei&szlig;t es: Bisher habt ihr in dem Kampf gegen die S&uuml;nde, &sbquo;den wir alle zu f&uuml;hren haben und&#39; in dem auch ihr steht, noch nicht das Leben lassen m&uuml;ssen. [Ne&Uuml;]</p><h2>Ersch&ouml;pfung und die Einladung Jesu</h2><p>Dennoch sind die Christen m&uuml;de und mutlos geworden. Der st&auml;ndige Druck von au&szlig;en hat ihre Kr&auml;fte aufgezehrt. Sie fragen sich: Warum hilft uns Gott nicht aus dieser Situation heraus? Warum erspart er uns das alles hier nicht? Wann h&ouml;rt das auf?</p><p>Christen sind nicht immun gegen geistliche Schlaffheit, gegen Mutlosigkeit oder Resignation. Auch sie kommen an ihre Grenzen, sind ersch&ouml;pft, mit ihren Kr&auml;ften am Ende. Sie brauchen immer neu die Einladung von Jesus: Kommt zu mir! Alle, die ihr am Ende seid, abgearbeitet und mutlos: Ich will euch Erholung und neue Kraft schenken. (Matth&auml;us 11,28) [DB]</p><p>Darum auch wir. Beim Thema Ermutigung k&ouml;nnen wir andocken. M&ouml;glicherweise kennen Sie solche Fragen auch: Warum tue ich mir das an? Hat das &uuml;berhaupt noch Sinn? Wie lange soll das so weitergehen?</p><p>Was uns m&uuml;de und mutlos macht, das sind h&auml;ufig nicht zu viel Arbeit oder zu wenig Schlaf. Eher rauben vergebliche Bem&uuml;hungen und Frustrationen, Reibungsverluste oder Entt&auml;uschungen unsere Kr&auml;fte. Unser Bibeltext heute richtet sich gerade an m&uuml;de Menschen, mutlose Herzen, verzagte Gem&uuml;ter, hoffnungslose Gehirne.</p><h2>Das Bild des Wettkampfs: Laufen mit Blick auf Jesus</h2><p>Unser Abschnitt m&ouml;chte Mut machen. Auswege aufzeigen aus der negativen Gedankenspirale. Gegen Selbstmitleid helfen. Dazu versetzt uns der Text gedanklich in ein volles Sportstadion. Die Menge der Zuschauer ist unz&auml;hlbar gro&szlig;. Und es sind nicht irgendwelche Zuschauer. Es sind die alten erprobten Wettk&auml;mpfer fr&uuml;herer Zeiten. Das ist so &auml;hnlich wie bei besonderen L&auml;nderspielen, wo verdiente ehemalige Nationalspieler auf der Ehrentrib&uuml;ne Platz nehmen.</p><p>So laufen die L&auml;ufer hier in diesem Wettkampf vor einer vollen Arena, gef&uuml;llt mit &bdquo;einer solch gro&szlig;en Menge von Menschen, die durch ihr Leben die Wahrheit der Worte Gottes best&auml;tigt haben.&quot; V.1 [DB]</p><p>Die Zuschauer und ihr Vorbild motivieren, geben Kraft zum Durchhalten, um dem Ziel entgegenzulaufen. Deshalb wollen auch wir den Wettkampf bis zum Ende durchhalten und jede Last ablegen. (Ne&Uuml;) &ndash; so der Text.</p><p>Bei einem Sportwettkampf, insbesondere bei einem Langstreckenlauf, gilt es, allen unn&ouml;tigen Ballast abzulegen. Kein Sportler w&uuml;rde mit Rucksack oder Gummistiefeln antreten. Deshalb der dringende Rat: Lasst uns jede unn&ouml;tige Belastung von uns abwerfen und auch die Schuldverstrickung, die uns so leicht umgarnt. [DB]</p><p>Ein Wettk&auml;mpfer konzentriert sich auf das Ziel. Niemand w&uuml;rde nebenher noch am Wegesrand Blumen pfl&uuml;cken. Als Behinderung wird hier die &bdquo;leicht umschlingende S&uuml;nde&quot; genannt. S&uuml;nde ist deutlich mehr als nur eine einschr&auml;nkende Belastung, die uns langsamer laufen l&auml;sst. Von der Wortbedeutung her als Zielverfehlung kann sie sogar verhindern, &uuml;berhaupt am richtigen Ziel anzukommen.</p><p>Doch es gibt nicht nur die Zuschauer, die anfeuern und jubeln. Es gibt einen zweiten Mutmacher. Es ist der Wegbereiter und derjenige, der die Wettl&auml;ufer am Ziel erwartet.</p><p>V. 2a Lasst uns den Blick erheben zu Jesus. Er hat den Grundstein f&uuml;r unser Vertrauen gelegt und steht auch schon als Sieger an der Ziellinie. [DB]</p><p>Sein Vorbild l&auml;sst alles Jammern verstummen, schenkt Motivation. Gerade durch das Aufsehen auf Jesus &auml;ndert sich die Perspektive auf die eigenen Schwierigkeiten. [Unklar: &bdquo;Aufsehen oder Wegsehen auf Jesus&quot; &ndash; &bdquo;Wegsehen auf&quot; ist widerspr&uuml;chlich; gemeint ist wohl &bdquo;Aufsehen zu Jesus&quot; bzw. &bdquo;Nicht-Wegsehen von Jesus&quot;] Sie bekommen einen anderen Stellenwert: Denn er hat das Kreuz und die Schande dieses Todes auf sich genommen. &hellip;</p><p>Wenn ihr also in der Gefahr steht, m&uuml;de zu werden, dann denkt an Jesus! Wie sehr wurde er von s&uuml;ndigen Menschen angefeindet, und wie geduldig hat er alles ertragen! Wenn ihr euch das vor Augen haltet, werdet ihr nicht den Mut verlieren. V.2b&ndash;3 [Ne&Uuml;]</p><p>Das geduldige Ausharren von Jesus und seine jetzige Unterst&uuml;tzung gibt den L&auml;ufern Kraft und Durchhalteverm&ouml;gen, dem Ziel entgegen.</p><h2>Gott als himmlischer Trainervater</h2><p>Doch wir alle wissen: Leistungssportler laufen nicht nur einmal im Wettkampf. Sie haben zuvor schon monatelang hart trainiert. Ihr Trainer hat mit ihnen bei jedem Wetter bis zur Schmerzgrenze schwei&szlig;treibend ge&uuml;bt. Auf manche sch&ouml;nen Dinge wurde verzichtet. Alles war dem erhofften Erfolg untergeordnet.</p><p>Viele bekannte Sportler sind von ihren eigenen V&auml;tern trainiert worden und haben gemeinsam Erfolge gefeiert. &Uuml;ber solche Trainerv&auml;ter schreiben die folgenden Verse.</p><p>Der Briefschreiber l&auml;dt zu einem Perspektivwechsel ein: Seht die Schwierigkeiten eures Lebens als notwendige Trainings- und Erziehungsma&szlig;nahmen eures himmlischen Trainers an. Denn Gott erzieht seine Kinder mit Liebe (V.6), nicht aus Willk&uuml;r.</p><p>Menschliche Erziehung will die eigenen Kinder f&uuml;r ein gelingendes Leben vorbereiten. Daf&uuml;r brauchen die Kinder respektvollen Umgang, die Einhaltung von Regeln, Durchhalteverm&ouml;gen und auch Frustrationstoleranz.</p><p>Nachfolger von Jesus sind eben nicht den Zuf&auml;lligkeiten ausgeliefert. Sie durchlaufen einen Erziehungsprozess, lernen Vertrauen und Gehorsam.</p><p>Darum auch wir. Uns heute gelten drei Mutmacher im heutigen Bibeltext:</p><ol><li><p>Die anfeuernden Glaubenszeugen.</p></li><li><p>Jesus selbst und sein Vorbild.</p></li><li><p>Die Perspektive: durch die Schwierigkeiten und Lasten meines Lebens erzieht mich der himmlische Trainervater zu meinem Besten.</p></li></ol><p>Und Durchhalten lohnt sich! Laufen Sie mit?</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Jens Kreisel</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17352923.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Jens Kreisel]]></author>
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      <pubDate>Wed, 03 Jun 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Belastbarer Glaube]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Hebräer 11,32-40 – ausgelegt von Jan-Peter Graap.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hebräer 11,32-40 – ausgelegt von Jan-Peter Graap.</em><br/>
<h3>Die machtvolle Seite des Glaubens</h3><p>&bdquo;Und was soll ich noch mehr sagen?&quot; &ndash; mit dieser fast atemlosen Frage zieht der Verfasser des Hebr&auml;erbriefes das Tempo an. Bis hierhin hat er einzelne Glaubensgeschichten sorgf&auml;ltig entfaltet: Abel, Henoch, Noah, Abraham, Mose. Nun aber reiht er Namen aneinander wie Schlaglichter einer ganzen Epoche: Gideon, Barak, Simson, Jeftah, David, Samuel und die Propheten. Mit wenigen Strichen durchmisst er die Geschichte Israels von der Richterzeit bis in die K&ouml;nigs- und Prophetenzeit. Es ist, als w&uuml;rde er sagen: Die Zeit reicht nicht aus, um alles zu erz&auml;hlen &ndash; aber eines sollt ihr sehen: Durch all diese Zeiten hindurch tr&auml;gt derselbe Glaube.</p><p>Dieser Abschnitt, Hebr&auml;er 11,32&ndash;40, bildet den H&ouml;hepunkt des Kapitels. Er b&uuml;ndelt noch einmal, was Glaube bewirkt &ndash; und was er aush&auml;lt. Denn der Hebr&auml;erbrief ist nicht f&uuml;r Menschen in ruhigen Zeiten gedacht. Sondern f&uuml;r Christen, die unter Druck geraten sind, die Anfechtung erleben, die m&uuml;de werden. Ihnen ruft der Verfasser zu: Schaut zur&uuml;ck. Lernt sehen. Ordnet eure Lage in Gottes gro&szlig;e Geschichte ein.</p><p>Zun&auml;chst beschreibt er die machtvolle Seite des Glaubens. &bdquo;Diese haben durch den Glauben K&ouml;nigreiche bezwungen, Gerechtigkeit ge&uuml;bt, Verhei&szlig;ungen erlangt.&quot; Man denke an David, der politische Macht nicht als Selbstzweck verstand, sondern als Auftrag unter Gottes Herrschaft. Man denke an Richter, die Recht wiederherstellten, an Propheten, die Gottes Zusagen empfingen und weitergaben. Glaube ist hier kein innerliches Gef&uuml;hl, sondern eine Kraft, die Geschichte bewegt.</p><p>Dann werden die Bilder noch dichter: &bdquo;Sie haben L&ouml;wen den Rachen gestopft, des Feuers Kraft gel&ouml;scht, sind der Sch&auml;rfe des Schwerts entronnen.&quot; Un&uuml;berh&ouml;rbar klingen hier die Erz&auml;hlungen aus dem Alten Testament an &ndash; Daniel in der L&ouml;wengrube, die Freunde im Feuerofen, Elia und Elisa in Zeiten politischer Verfolgung. Der Glaube vertraut einem Gott, der eingreifen kann, der Naturgewalten begrenzt, der Machtverh&auml;ltnisse verschiebt.</p><p>Und weiter hei&szlig;t es: &bdquo;Aus der Schwachheit sind sie zu Kr&auml;ften gekommen, sind stark geworden im Kampf und haben fremde Heere in die Flucht geschlagen.&quot; Das Entscheidende liegt im ersten Halbsatz: aus der Schwachheit. Der Hebr&auml;erbrief romantisiert keine Helden. Er beschreibt Menschen, die gerade in ihrer Begrenztheit Gottes Kraft erfahren. Der Glaube macht nicht unangreifbar, aber er verbindet mit dem, der st&auml;rker ist.</p><p>Sogar Auferweckungserfahrungen werden genannt: &bdquo;Frauen haben ihre Toten durch Auferstehung wiederbekommen.&quot; Hier leuchtet die Hoffnung auf, dass Gott Leben zur&uuml;ckgeben kann, wo alles verloren scheint. Glaube rechnet mit Gottes Macht &uuml;ber den Tod.</p><h3>Wunder und Martyrium &ndash; zwei Seiten desselben Glaubens</h3><p>Doch genau an diesem Punkt sitzt ein scharfer Schnitt. &bdquo;Andere aber sind gemartert worden und haben die Freilassung nicht angenommen, damit sie eine bessere Auferstehung erlangten.&quot; Mit einem Mal verschiebt sich die Perspektive. Keine Rettung in letzter Minute. Keine spektakul&auml;re Bewahrung. Stattdessen Folter. Leid. Der bewusste Verzicht auf Freilassung, weil man Gott treu bleiben will.</p><p>Der Schreiber des Hebr&auml;erbriefes verschweigt diese Seite nicht. Er z&auml;hlt sie auf: Spott und Gei&szlig;elung, Fesseln und Gef&auml;ngnis. Gesteinigt, zers&auml;gt, durchs Schwert get&ouml;tet. Umhergezogen in Schafpelzen und Ziegenfellen, in Mangel, Bedr&auml;ngnis und Misshandlung. In diesen Stichw&ouml;rtern verdichtet sich die Leidensgeschichte der Propheten. Jeremia im Kerker. Sacharja unter Steinen. Elia auf der Flucht. Fromme Menschen, die nicht triumphieren, sondern leiden.</p><p>Und es hei&szlig;t &uuml;ber sie: &bdquo;Sie, deren die Welt nicht wert war.&quot; Die Welt mag sie verachtet haben &ndash; Gott w&uuml;rdigt sie. Was vor Menschen wie Niederlage aussieht, nennt Gott Treue.</p><p>Hier liegt die Spannung dieses Textes: Glaube garantiert keinen sichtbaren Erfolg und keine Rettung vor Leid. Der Hebr&auml;erbrief stellt Wunder und Martyrium nebeneinander. Beides geh&ouml;rt in Gottes Geschichte. Beides sind Wege des Vertrauens.</p><h3>Bewahrt im Sturm &ndash; eine pers&ouml;nliche Erfahrung</h3><p>Diese Spannung wurde mir einmal pers&ouml;nlich vor Augen gef&uuml;hrt. Ich war als Referent zu einer Vortragsreihe in einer Gemeinde in der L&uuml;neburger Heide eingeladen. Ein paar Monate sp&auml;ter, w&auml;hrend einer theologischen Woche, sa&szlig; ich in einer Pause mit jenem Pastorenkollegen aus der Gemeinde in seinem VW-Bus. Drau&szlig;en regnete es in Str&ouml;men. Der Himmel hing grau und schwer, und das Wasser lief in breiten Spuren &uuml;ber die Scheiben. In der Zwischenzeit war meine Frau schwer erkrankt. Sie hatte die Diagnose: Brustkrebs im letzten Schwangerschaftsmonat mit unserem J&uuml;ngsten. Mein Kollege und ich sprachen &uuml;ber diese Zeit, die sich anf&uuml;hlte wie ein Tanz auf dem Vulkan: Schritt f&uuml;r Schritt, immer in der N&auml;he des Abgrunds, und doch weitergehend.</p><p>Mitten im Gespr&auml;ch nahm er Papier und Stift und begann zu zeichnen: Sturm, Wolken, Regen. Und darunter eine kleine Familie mit zwei Kindern &ndash; wie unter einer sch&uuml;tzenden Glocke. &Uuml;ber allem setzte er eine Sonne. Er sagte, eine Beterin aus seiner Gemeinde habe dieses Bild im Gebet empfangen; er gebe es mir weiter, ganz schlicht, ganz konkret. Und er schrieb ein Wort darunter: &bdquo;Bewahrt&quot;.</p><p>Das traf mich, weil es Hebr&auml;er 11 pl&ouml;tzlich in die Gegenwart zog. Bewahrt hei&szlig;t nicht: verschont vor jedem Sturm. Bewahrt hei&szlig;t: gehalten im Sturm. Die Sonne verschwindet nicht, auch wenn Wolken sie verdecken. Gottes Gegenwart bleibt, auch wenn Leid nicht ausbleibt. Meine Frau ist ein paar Jahre sp&auml;ter leider nach einem Rezidiv gestorben. Aber in all dem hatte ich nie das Gef&uuml;hl, ins Bodenlose zu fallen. Gott trug.</p><h3>Die gemeinsame Hoffnung &ndash; Vollendung in Christus</h3><p>Genau das sagt Hebr&auml;er 11,39&ndash;40: Diese alle haben Gottes Zeugnis empfangen &ndash; und doch die Verhei&szlig;ung nicht erlangt. Sie lebten aus Gottes Zusage, ohne ihre endg&uuml;ltige Erf&uuml;llung zu sehen. Gott aber hatte &bdquo;etwas Besseres&quot; vorgesehen &ndash; die Vollendung in Christus.</p><p>In ihm ist die Erl&ouml;sung angebrochen. Doch auch wir warten noch auf die endg&uuml;ltige Erneuerung. Darum geh&ouml;ren sie und wir zusammen. Ihre Hoffnung und unsere Hoffnung laufen auf dasselbe Ziel zu.</p><p>Der heutige Abschnitt ruft uns nicht zu oberfl&auml;chlichem Optimismus. Er l&auml;dt uns ein, unser Leben im Licht dieser gro&szlig;en Geschichte zu sehen. Vielleicht erleben wir keine spektakul&auml;ren Wunder. Vielleicht bleiben Fragen offen. Vielleicht f&uuml;hrt unser Weg durch Bedr&auml;ngnis.</p><p>Aber der Glaube h&auml;lt sich an Gottes Verhei&szlig;ung, auch wenn ihre Erf&uuml;llung noch aussteht. Er lebt aus der Gewissheit, dass Gott treu ist &ndash; im Sieg wie im Leiden. Und er schaut auf die Stadt, die Gott bereitet. Denn &uuml;ber unseren St&uuml;rmen bleibt seine Sonne.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pastor Jan-Peter Graap</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17352104.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pastor Jan-Peter Graap]]></author>
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      <pubDate>Tue, 02 Jun 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Glaube lohnt sich – versprochen]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Hebräer 11,23-31 – ausgelegt von Johanna Kunz.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hebräer 11,23-31 – ausgelegt von Johanna Kunz.</em><br/>
<h3><strong>Werbung, Zweifel und der Glaube an Gott</strong></h3><p>&bdquo;Nee, ich glaube nicht, dass das funktioniert. Das klingt zu gut, um wahr zu sein!&ldquo; &bdquo;Doch, doch. Du kannst mir glauben! Ich habe es selbst ausprobiert und meine Freundin auch. Das stimmt echt.&ldquo; &bdquo;Bist du wirklich sicher?&ldquo; &bdquo;Ja, wirklich. 100%. Meine Freundin hat mir zuerst auch nicht geglaubt, aber dann hat sie es ausprobiert und war begeistert!&ldquo;</p><p>Bei manchen Werbeversprechen muss ich zweimal nachfragen, denn ich bin skeptisch geworden. Wie oft habe ich schon Werbeversprechen geglaubt nur, um dann entt&auml;uscht zu werden. Wenn mir jetzt etwas angeboten wird, das zu gut klingt, um wahr zu sein, traue ich dem nicht recht. Au&szlig;er wenn meine Schwester mir davon erz&auml;hlt. Ich kenne sie und wei&szlig;, dass ich ihrem Urteil trauen kann. Besonders, wenn ich etwas Neues wagen m&ouml;chte.</p><p>Das gr&ouml;&szlig;te Wagnis meines Lebens ist der Glaube an Gott. Dort setze ich nicht nur ein paar Euro aufs Spiel, sondern mein Leben. Kein Wunder also, dass sich im Leben mit Gott immer wieder Zweifel einschleichen. Fragen. Ist das der richtige Weg? Kann ich Gott vertrauen? Kann ich Gott das glauben?</p><p>Diesen Fragen begegnet der Schreiber des Hebr&auml;erbriefs im elften Kapitel, aus dem der heutige Text stammt. Er macht Werbung f&uuml;r den Glauben, indem er mir von Menschen erz&auml;hlt, die bereits geglaubt haben. Und er erz&auml;hlt, was Gott getan hat. Die Werbung im Hebr&auml;erbrief kommt ohne Leuchtreklame und Sonderangebote aus. Im Gegenteil. Glaube fordert von mir alles. Aber der Text zeigt mir kraftvoll und eindr&uuml;cklich den Charakter Gottes. Es ist, als ob der Schreiber des Hebr&auml;erbriefs zu mir als Leserin sagt: &bdquo;Warte, ich erz&auml;hle dir von Mose. Der hat geglaubt. Und schau mal, was dann passiert ist!&ldquo;</p><h3><strong>Der Glaube von Mose &ndash; ein Vorbild f&uuml;r meinen eigenen Glauben</strong></h3><p>Der Glaube von Mose beginnt schon, als er ein kleines Baby ist. Der Glaube seiner Eltern umgibt ihn. Weil diese Gott glauben, verstecken sie den kleinen Mose, der eigentlich seine Geburt nicht h&auml;tte &uuml;berleben d&uuml;rfen. Sp&auml;ter treibt Mose im Schilfk&ouml;rbchen auf dem Nil. Die Tochter des Pharaos findet ihn. Das ist kein Zufall, sondern das Handeln Gottes. Die Antwort auf den Glauben der Eltern von Mose. Der Glaube seiner Eltern legt den Grundstein f&uuml;r seinen eigenen Glauben.</p><p>Der Glaube an Gott muss mein eigener werden, denn Glaube ist etwas zwischen Gott und mir. Das muss ich selbst tun. Aber ich muss es nicht alleine tun. Ich kann mich an den Menschen orientieren, die vor mir geglaubt haben und an denen, die es mit mir tun.</p><p>Wenn ich anfange an Gott zu glauben, macht er mich zu einem neuen Menschen. Ich geh&ouml;re jetzt zu ihm. Zu seinem Volk. Ich jage nicht mehr dem nach, was der Rest der Welt als erstrebenswert ansieht, sondern dem, was Gott f&uuml;r gut h&auml;lt. Das tut auch Mose. Er verl&auml;sst den Palast des Pharaos, seine G&ouml;tter und seinen Reichtum. Stattdessen will er zum Volk Israel geh&ouml;ren. Dem Volk Gottes, das gerade durch die &Auml;gypter versklavt wird.&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p><p>Manchmal gerate ich aufgrund meines Glaubens in Situationen, die mir Angst machen. Situationen, in denen ich einknicken will. Auch das erlebt Mose. Er muss dem Pharao standhalten. Das kann er nur durch den Glauben. Mose erlebt dabei, dass Gott ihm die n&ouml;tige Kraft gibt. Das kann ich mir abgucken, und ich traue mich standzuhalten, weil Mose sich traut.</p><p>Ich habe es auch schon erlebt, dass mein Lebensweg scheinbar in einer Sackgasse endete. Was jetzt? Keine Ahnung?! Aber wie Gott Mose und das Volk Israel durch das Rote Meer f&uuml;hrt, zeigt er auch mir immer wieder einen Weg, den ich allein nie gefunden h&auml;tte. Dank Moses Vertrauen&nbsp;kann ich diesen Weg auch gehen. Denn Mose geht ihn zuerst.</p><p>Ich muss meinen Glauben an Gott selbst leben, aber ich kann mir dabei ein Beispiel nehmen an Mose. Denn Gott ist immer noch derselbe. Damals wie heute. Er gibt mir Identit&auml;t. Er hilft mir, standhaft zu sein. Er zeigt mir Wege, wenn ich ausweglos bin. Und er tut das immer und immer und immer wieder. Mit allen, die an ihn glauben. Ihm vertrauen.</p><h3><strong>Gottes Treue &ndash; auch in Krisen und f&uuml;r alle Menschen</strong></h3><p>Und doch gerate ich auch immer wieder in Krisen. Entferne mich von Gott. Vertraue ihm nicht. Knicke doch ein. Suche &uuml;berall einen Ausweg au&szlig;er bei ihm. Und traue mich dann kaum wieder zu glauben. Denn habe ich bisher nicht zu schlecht geglaubt? H&ouml;rt Gott nicht irgendwann einfach mal auf?</p><p>Das Volk Israel erlebt viele Wunder mit Mose. Aber in der vierzigj&auml;hrigen W&uuml;stenwanderung ist ihr Glaube ein Auf und Ab. Doch Gott ist treu, auch wenn das Volk es nicht immer ist. Nach Mose f&uuml;hrt Josua das Volk Israel an. Und Gott beweist seine Treue ein weiteres Mal, als die Mauern von Jericho einst&uuml;rzen. Ohne Gewalt und ohne Kampf. Das Volk glaubt Gott und Gott handelt.</p><p>&bdquo;Glauben? Aber ich geh&ouml;r nicht dazu.&ldquo; Das macht nichts. Die Hure Rahab, die als letzte Zeugin f&uuml;r den Glauben in dieser Aufz&auml;hlung genannt wird, geh&ouml;rt weder zum Volk Israel, noch f&uuml;hrt sie ein besonders gutes Leben. Doch weil sie glaubt, nimmt sie die israelitischen Kundschafter in Jericho auf und wird beim Untergang der Stadt bewahrt.</p><h3><strong>Jesus Christus &ndash; der Ursprung und das Ziel des Glaubens</strong></h3><p>Und ganz besonders sagt mir Gott selbst, dass es sich lohnt zu glauben. Jesus Christus selbst hat dem Vater vertraut, als er im Garten Gethsemane vor dem schwersten Glaubensschritt stand. Als es darum ging, sein Leben f&uuml;r uns Menschen zu geben. Er nahm die gr&ouml;&szlig;te Schande in Kauf, um die gr&ouml;&szlig;te Belohnung zu erlangen.</p><p>Glaube lohnt sich, weil Gott selbst alles daf&uuml;r gegeben hat. Weil er treu ist. Das sehe ich an Jesus, Mose, Josua, Rahab. In vielen Menschen um mich herum. Und hoffentlich sehen es andere auch in meinem Leben.</p><p>Ich lade Sie dazu ein, sich heute von den Glaubenden in der Bibel Mut machen zu lassen. Ihren Glauben st&auml;rken zu lassen. Oder vielleicht neu zu glauben zu beginnen. Glaube lohnt sich. Versprochen.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Johanna Kunz</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17351719.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Johanna Kunz]]></author>
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      <pubDate>Mon, 01 Jun 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Auf Gott vertrauen]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 56 – ausgelegt von Hans-Georg Häfele.</em><br/>
<h2>Davids Not: Bedr&auml;ngnis von allen Seiten</h2><p>&bdquo;Du hast meine Seele vom Tod errettet, ja meine F&uuml;&szlig;e vom Sturz, damit ich vor dem Angesicht Gottes im Licht der Lebendigen wandle.&quot;</p><p>Dieser Psalm f&uuml;hrt Sie und mich mitten hinein in eine schwierige Lebenssituation Davids. Es ist eine Zeit gro&szlig;er Not. David steht unter Druck, er wird angegriffen, verfolgt und beobachtet. Seine Feinde sind st&auml;ndig gegen ihn aktiv.</p><p>Er beschreibt das sehr eindr&uuml;cklich: &bdquo;Meine Feinde schnauben den ganzen Tag; viele bek&auml;mpfen mich in Hochmut.&quot; (Vers 3) David erlebt, dass Menschen sich gegen ihn stellen. Sie greifen ihn an, sie handeln aus Stolz und &Uuml;berheblichkeit. Noch deutlicher wird es im Vers 7: &bdquo;Sie rotten sich zusammen, verstecken sich, beobachten meine Schritte und lauern meiner Seele auf.&quot; (Vers 7) David f&uuml;hlt sich regelrecht belagert. Seine Gegner beobachten ihn genau, warten auf einen Fehler und versuchen, ihn zu Fall zu bringen. Sie verdrehen seine Worte und verletzen ihn innerlich. Vielleicht kennen Sie solche Erfahrungen. Vielleicht nicht in dieser dramatischen Form, aber doch so, dass Sie sich angegriffen f&uuml;hlen. Menschen k&ouml;nnen verletzen, durch Worte, durch Misstrauen oder durch ungerechtes Verhalten.</p><h2>Der Weg des Glaubens: Angst vor Gott bringen</h2><p>Auch David kennt Angst. Er verschweigt sie nicht. Aber mitten in dieser Situation sagt er einen entscheidenden Satz: &bdquo;Am Tag der Furcht vertraue ich auf dich.&quot; (Vers 4)</p><p>David sagt nicht: Ich habe keine Angst. Er sagt: Wenn die Angst kommt, dann gehe ich mit dieser Angst zu Gott. Das ist der Weg des Glaubens. Nicht die Angst zu verdr&auml;ngen, sondern sie vor Gott auszusprechen. Und Gott l&auml;sst David nicht allein. Tats&auml;chlich greift Gott ein und rettet ihn vor seinen Gegnern. Deshalb kann David voller Vertrauen sagen: &bdquo;Dann werden meine Feinde umkehren an dem Tag, da ich rufe. Das wei&szlig; ich, dass Gott f&uuml;r mich ist.&quot; (Vers 10) Was f&uuml;r eine starke Gewissheit: Gott ist f&uuml;r mich. Diese Wahrheit greift sp&auml;ter auch der Apostel Paulus auf, wenn er schreibt: &bdquo;Ist Gott f&uuml;r uns, wer kann wider uns sein?&quot; (R&ouml;mer 8,31&ndash;32) Wenn Gott auf unserer Seite steht, dann haben die M&auml;chte dieser Welt nicht das letzte Wort.</p><h2>Gottes Wort als Quelle der Kraft</h2><p>Darum richtet David seinen Blick auf Gottes Wort: &bdquo;Ich will r&uuml;hmen Gottes Wort.&quot; (Vers 11)</p><p>Gottes Wort wird f&uuml;r ihn zur Quelle der Kraft. Es erinnert ihn daran, wer Gott ist und dass Gottes Verhei&szlig;ungen zuverl&auml;ssig sind. Auch ein anderer Psalm beschreibt diese Erfahrung: &bdquo;Vor Traurigkeit verflie&szlig;t in Tr&auml;nen meine Seele; richte mich auf nach deinem Wort.&quot; (Psalm 119,28) Gottes Wort hat die Kraft, eine m&uuml;de und traurige Seele wieder aufzurichten. Darum kann David schlie&szlig;lich sagen: &bdquo;Auf Gott hoffe ich und f&uuml;rchte mich nicht; was k&ouml;nnen mir Menschen tun?&quot; (Vers 12) Das ist kein leichtfertiger Mut. Es ist ein Vertrauen, das aus der Erfahrung mit Gott gewachsen ist. David wei&szlig;: Gott sieht sein Leben. Gott kennt seine Not. Und Gott greift ein. Am Ende steht deshalb dieses dankbare Bekenntnis:</p><p>&bdquo;Du hast meine Seele vom Tod errettet, ja meine F&uuml;&szlig;e vom Sturz, damit ich vor dem Angesicht Gottes im Licht der Lebendigen wandle.&quot; David wei&szlig;: Sein Leben steht unter Gottes Schutz. Gott hat ihn bewahrt und f&uuml;hrt ihn weiter.</p><h2>Gottes Wort zur rechten Zeit &ndash; Begebenheit und Schluss</h2><p>Zum Schluss eine kleine Begebenheit. Ein junger Reisender stand einmal am Bahnhof in M&uuml;nchen. Dort bot ihm jemand eine Gideonbibel an &ndash; mit den Worten: &bdquo;Ein Reiseplan f&uuml;rs Leben.&quot;</p><p>Der junge Mann nahm sie dankbar an und sagte bewegt: &bdquo;Nur Gott kann wissen, dass ich nach Hamburg reise, um mich von meinem Vater zu verabschieden, der im Sterben liegt.&quot;</p><p>In genau diesem Moment bekommt er Gottes Wort in die Hand. Das zeigt: Gott kennt meine Wege. Er wei&szlig;, wo ich hingehe, was mich besch&auml;ftigt und welche Sorgen ich trage. Und manchmal begegnet er mir gerade dann mit seinem Wort, wenn ich es am meisten brauche. Darum gilt f&uuml;r Sie und mich, was David gelernt hat: Am Tag der Furcht d&uuml;rfen wir auf Gott vertrauen. Gott ist f&uuml;r uns. Sein Wort richtet uns auf. Und er f&uuml;hrt uns, damit wir im Licht der Lebendigen vor ihm leben.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Hans-Georg Häfele</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17351396.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Hans-Georg Häfele]]></author>
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      <pubDate>Sun, 31 May 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Glaube prägt]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Hebräer 11,8-22 – ausgelegt von Dirk Cehak.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hebräer 11,8-22 – ausgelegt von Dirk Cehak.</em><br/>
<h3>Der rote Faden: Der Glaube</h3><p>Manchmal suche ich in Bibeltexten nach einem roten Faden. Ich lese etwas und versuche zu verstehen, was der zentrale Gedanke sein k&ouml;nnte. Oder ich &uuml;berlege, welche &Uuml;berschrift dazu passt. Wahrscheinlich ist das als Hauptamtlicher auch eine kleine Berufskrankheit, wer wei&szlig;. Vielleicht geht es ihnen aber manchmal auch so wie mir.&nbsp; Hier aber scheint mir der Fall recht schnell klar zu sein. Der rote Faden scheint sich f&ouml;rmlich aufzudr&auml;ngen. Es geht um den Glauben. Genauer gesagt um Menschen, die durch den Glauben an Gott gepr&auml;gt sind und dadurch ganz bestimmte Herausforderungen und Aufgaben im Leben meistern.</p><p>&bdquo;Gl&uuml;ckwunsch&quot;, denke ich mir. Was man alles durch den Glauben bew&auml;ltigen und aushalten kann, das ist schon stark. Wenn sie m&ouml;gen, gehen Sie mal mit mir kurz diese Liste durch. Und wer wei&szlig;, vielleicht bleiben sie gedanklich an der einen oder anderen Stelle h&auml;ngen. Weil es Sie anspricht oder trifft.</p><h3>Glaubensbeispiele aus der Bibel: Abraham, Sara und Josef</h3><p>Ich starte mit Abraham, der durch den Glauben imstande ist, noch mal umzuziehen, sein Zuhause loszulassen und sich auf etwas Neues einzulassen. Und das trotz seines Alters. Dieser Mann erlebt aber auch, dass er zu einem Fremdk&ouml;rper in der neuen Umgebung wird. Dieses Fremdheitsgef&uuml;hl geh&ouml;rt also dazu. Durch den Glauben kann Sara, Abrahams Ehefrau, noch ein Kind bekommen. Und das trotz ihres Alters. Sie kann durch den Glauben, auch wenn sie es selbst anfangs kaum so recht glauben kann, noch Mutter werden. Ihr Sohn ist Isaak, auf dem die Verhei&szlig;ungen Gottes liegen.</p><p>Durch den Glauben ist Abraham bereit, das gr&ouml;&szlig;te Opfer zu bringen, das ein Mensch wohl bringen kann. Die als Opferung Isaaks bekannte Geschichte erregt bis heute die Gem&uuml;ter. Ob Gott das wirklich will, dass ein Vater seinen eigenen Sohn t&ouml;tet? Soweit kommt es aber nicht. Bei ihm geht es darum, Gott zuzutrauen, aus Toten wieder Lebende zu machen. Jesus Christus l&auml;sst gr&uuml;&szlig;en. Durch den Glauben kann ich in der Welt unterwegs sein, so ein anderes Thema dieses Abschnittes. Ich wei&szlig; oder ahne es manchmal: Hier geh&ouml;re ich nicht hin, ich bin ein Fremdling und ein Gast auf Erden. Aber dieses Gef&uuml;hl, ein St&uuml;ck heimatlos zu sein, geh&ouml;rt zum Unterwegssein im Glauben dazu.</p><p>Wenn ich weiter durch die Liste gehe, entdecke ich, dass ich durch den Glauben den Segen Gottes zusprechen kann. Und zwar auf Vorschuss, auch wenn ich noch nichts sehe. Ich kann also meine Kinder und Enkel segnen und hoffen, dass sich der Segen in Zukunft zeigt. Ob ich den Segen noch pers&ouml;nlich erlebe und sehe, das steht auf einem anderen Blatt. Durch den Glauben kann ich auch meine letzten Dinge regeln. Meine eigene Beerdigung planen und mitbestimmen. Mein letzter Wille ist durch den Glauben von Belang. Dazu ist von Josef hier die Rede, der mit seinem Lebensende vor Augen einen letzten Wunsch &auml;u&szlig;ert, was mit ihm geschehen soll, wenn es so weit ist.</p><h3>Fazit: Glaube als Kraftquelle &ndash; mit Licht- und Schattenseiten</h3><p>Wenn ich nun ein kleines Fazit dieses kleinen Durchgangs ziehe: Ich habe hier sicher ein paar Sonderf&auml;lle vor Augen, aber auch einen kleinen Strau&szlig; von M&ouml;glichkeiten und Herausforderungen, was ich durch den Glauben alles ansto&szlig;en, aushalten oder gestalten kann. Langeweile im Glaubensleben sieht sicher anders aus. Der rote Faden hier, der Glaube, ist also eine Art Kraftquelle oder Richtschnur, aus der die Personen in der Bibel und auch ich heute noch sch&ouml;pfe oder mich entlanghangle. Und was diese Geschichte auch zeigt: Ich bin damit nicht allein unterwegs. Denn diese Wolke von Glaubenszeugen zieht sich wie ein roter Faden durchs gesamte 11. Kapitel dieses Hebr&auml;erbriefes, von dem ich heute nur einen Teil mit Ihnen betrachte.</p><p>Pers&ouml;nlich finde ich es interessant, dass die Kehrseiten des Glaubens hier nicht erw&auml;hnt werden. Die Zweifel der Sara, die vermutete Angst und Unsicherheit Abrahams, die Anfechtungen, die Hoffnung, die noch unerf&uuml;llt ist. Die Entt&auml;uschung, wenn sich Verhei&szlig;enes nicht so bald einstellt wie gedacht. Auch heute machen Menschen solche und solche Erfahrungen in ihrem Glaubensleben. Diese Kehrseiten rauben dem Glauben, menschlich gesprochen, oft etwas von seiner Kraft und Lebendigkeit. Aber ohne sie w&auml;re der Glaube auch kein Wagnis mehr, kein Risiko, kein Vertrauen in die Wege Gottes. Der Glaube an Gott und das Vertrauen auf Jesus lebt sich nur in einer Beziehung. In einem Verh&auml;ltnis. Ein lebendiger Gott l&auml;sst sich nicht anders fassen, als dass ich mich auf ihn einlasse. Und das geht manchmal nur mit Haut und Haaren und auf Wegen, die den Segen und die Best&auml;tigung erst im Nachhinein sichtbar werden lassen. Daher hei&szlig;t es an einer Stelle: Sie haben geglaubt, aber das Verhei&szlig;ene nicht gesehen. Sie haben die Zukunft gesehen, aber in der Gegenwart noch nicht erlebt. Auch ich habe schon jetzt die Zusage Gottes in der Tasche, aber das Ergebnis noch nicht in der Hand. Stellen Sie sich vor, Sie sitzen im Bus oder Zug und Sie kennen Ihr Ziel. Sie wissen, dass Sie an Ihrem Ziel sicher ankommen. Aber dann erleben Sie, dass es sich doch noch zieht. Dass noch viele Haltestellen vor Ihnen liegen und manchmal geraten Fahr- und Lebenspl&auml;ne auch durcheinander. Dennoch bleiben Sie an Bord. Sie steigen nicht aus, weil Sie glauben, dass Sie hier sicher sind &ndash; und ankommen werden.</p><h3>Glaube als Geschenk &ndash; getragen und entz&uuml;ndet durch Gottes Geist</h3><p>&bdquo;Glaube ist der Vogel, der singt, wenn noch Nacht ist&quot;, sagte und schrieb der indische Dichter und Nobelpreistr&auml;ger Rabindranath Tagore. Ein Mensch kann glauben, auch wenn er noch nichts sieht. Ein Mensch, der im Takt mit Gott lebt, der kommt sicher ans Ziel. Sein Glaube ist dabei immer ein Geschenk und keine Leistung. Das ist mir noch mal wichtig zu betonen, nicht dass einer oder eine denkt oder glaubt, solch ein Glaube sei eine fromme Leistung. Von wegen. Gerade habe ich Pfingsten gefeiert, wo mein Glaube durch Gottes Geist neu angez&uuml;ndet und entfacht wird. M&ouml;ge das so immer wieder geschehen: Ein Glaube, der sich wie ein roter Faden durch Ihr und mein Leben zieht, getragen durch Gottes Wort und entz&uuml;ndet durch Gottes Geist.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Dirk Cehak</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17351045.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Dirk Cehak]]></author>
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      <pubDate>Sat, 30 May 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Glaube in der Krise: Hoffnung finden]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Hebräer 11,1-7 – ausgelegt von Karin Weishaupt.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hebräer 11,1-7 – ausgelegt von Karin Weishaupt.</em><br/>
<h2>Was bedeutet Glaube?</h2><p>Der Glaube spielt in der gesamten Bibel eine zentrale Rolle. Er stellt die Antwort des Menschen auf Gottes Liebe und Gnade dar: &bdquo;Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.&quot; (Johannes 3, 16) Aber was es bedeutet, an Gott bzw. an Jesus Christus zu glauben, wird in der Regel nicht weiter erl&auml;utert.</p><p>Dagegen widmet sich der Schreiber des Hebr&auml;erbriefs dieser Frage sehr ausf&uuml;hrlich. Er beginnt mit einer Definition und f&uuml;gt verschiedene Beispiele aus dem Alten Testament an, beginnend mit der Ur- und Fr&uuml;hgeschichte.</p><p>Die Definition am Anfang klingt in den verschiedenen Bibel&uuml;bersetzungen etwas unterschiedlich. Allen gemeinsam ist, dass Glaube etwas mit Hoffnung zu tun hat. Au&szlig;erdem ist der Gegenstand des Glaubens etwas, was man nicht sieht. In der Tat: Gott l&auml;sst sich nicht mit unseren f&uuml;nf Sinnen wahrnehmen oder beweisen, trotzdem ist er f&uuml;r Christinnen und Christen Realit&auml;t.</p><h2>Glaube und Sch&ouml;pfung</h2><p>Zur Sch&ouml;pfung sagt der Schreiber des Hebr&auml;erbriefs, dass die Welt durch Gottes Wort aus dem Nichts heraus geschaffen ist (Vers 3). Gott schafft etwas komplett Neues. Die Erforschung, wie die Welt entstanden ist, &uuml;berlasse ich getrost den Naturwissenschaften, die heute einen v&ouml;llig anderen Kenntnisstand haben als die Menschen zurzeit der Entstehung der biblischen Berichte. Entscheidend ist, dass Gott der Sch&ouml;pfer der Welt ist und sie durch sein bewusstes Handeln entstanden ist. Wie Gott das gemacht hat, ist f&uuml;r meinen Glauben unerheblich.</p><h2>Glaubensbeispiele aus dem Alten Testament</h2><p>Nach diesen allgemeinen &Uuml;berlegungen wird das Beispiel von Kain und Abel angef&uuml;hrt. Beide Br&uuml;der bringen Gott ein Opfer, aber nur das von Abel nimmt Gott an. Dar&uuml;ber wird Kain so zornig, dass er seinen Bruder erschl&auml;gt; das ist der erste Mord der Menschheit. Im Bericht im 1. Buch Mose 4 wird nicht der Unterschied zwischen beiden Opfern erkl&auml;rt, das tut erst der Schreiber des Hebr&auml;erbriefs: Beide Br&uuml;der bringen ihre Opfer mit einer unterschiedlichen Haltung, nur bei Abel sieht er dahinter wirklichen Glauben. Das ist wichtig f&uuml;r die &Uuml;bertragung in die Gegenwart: Auch Menschen ohne Glauben k&ouml;nnen Gutes tun, freundlich und hilfsbereit sein, Bed&uuml;rftige unterst&uuml;tzen, Geld spenden und so weiter. Am Verhalten l&auml;sst sich nicht unbedingt erkennen, ob ein Mensch Christ ist oder nicht. Entscheidend ist nicht die Tat an sich, sondern die dahinter stehende Haltung: Ein Christ tut etwas aus Liebe zu Gott oder zum N&auml;chsten, damit geschieht es aus dem Glauben heraus.</p><p>Henoch wird im Geschlechtsregister von Adam bis Noah im 1. Buch Mose 5 erw&auml;hnt und zeichnet sich durch eine Besonderheit aus: Wie auch der Prophet Elia ist er nicht gestorben, sondern er ist entr&uuml;ckt, also in den Himmel aufgenommen worden. Nun besch&auml;ftigt sich das Alte Testament weitgehend mit Gottes Handeln an seinem auserw&auml;hlten Volk Israel im diesseitigen Leben. Die Hoffnung auf ein Weiterleben nach dem Tod blitzt an einigen wenigen Stellen kurz auf, aber sie bekommt erst im Neuen Testament eine hohe Bedeutung: Durch seinen Tod am Kreuz und seine Auferstehung hat Jesus Christus den Tod &uuml;berwunden und f&uuml;r alle, die an ihn glauben, den Weg ins ewige Leben er&ouml;ffnet. Henoch kann als fr&uuml;hes Beispiel daf&uuml;r angesehen werden, dass der Tod keinen endg&uuml;ltigen Schlussstrich bedeutet, sondern dass f&uuml;r Glaubende die Hoffnung auf ein Weiterleben in Gottes Gegenwart besteht.</p><p>Das n&auml;chste Beispiel geh&ouml;rt wieder zu den bekannteren: Noah baut auf Gottes Anweisung hin eine Arche, um sich und seine Familie sowie die Tiere zu retten, obwohl die gro&szlig;e Flut noch l&auml;ngst nicht abzusehen ist. Noah steht f&uuml;r einen Menschen, dessen Glaube Folgen hat, der Gottes Wort befolgt, obwohl dies kaum mit dem Verstand zu begr&uuml;nden ist. Mehr noch: sein Glaube an Gott stellt die Voraussetzung daf&uuml;r dar, dass Gott ihn und seine Familie vor dem Ertrinken in der Sintflut bewahren will. Noah l&auml;sst sich auf Gottes Rettungsplan ein, obwohl er daf&uuml;r die Notwendigkeit noch gar nicht sehen kann.</p><p>Als Zwischenbilanz, bevor weitere Beispiele f&uuml;r Menschen, die aus dem Glauben heraus lebten, angef&uuml;hrt werden, l&auml;sst sich ziehen: Wer glaubt, versteht die Welt als Gottes bewusste Sch&ouml;pfung. Der Glaube liefert die Motivation f&uuml;r Opfer und andere gute Taten; ohne Glauben sind sie zwar auch m&ouml;glich, aber sie haben vor Gott einen v&ouml;llig anderen Stellenwert. Glaube ist mit Hoffnung verbunden, einer Hoffnung, die &uuml;ber den Tod hinausgeht. Glaube bef&auml;higt zum Handeln und kann Gutes bewirken.</p><h2>Glaube macht den unsichtbaren Gott sichtbar</h2><p>Daraus folgt, dass Gott, der nicht unmittelbar zu sehen ist, durch den Glauben von Menschen sichtbar wird. Menschen werden f&auml;hig, von ihrem Besitz etwas abzugeben, Opfer zu bringen wie Abel, und ihren Beitrag zu leisten, um Krisen zu &uuml;berwinden, so wie es Noah vor der Sintflut tat. Menschen bringen Hoffnung in diese Welt &ndash; f&uuml;r das diesseitige Leben, indem sie Menschen und Tiere retten wie Noah, oder &uuml;ber den Tod hinaus, wie es das Beispiel von Henoch zeigt. Von Abel wird gesagt: &bdquo;Durch den Glauben redet er noch, obwohl er gestorben ist&quot; (Vers 4). Ja, der Glaube von Menschen sagt etwas aus, er hat praktische Auswirkungen und weist damit auf Gott hin. Im Glauben geht es nie ausschlie&szlig;lich darum, etwas f&uuml;r wahr zu halten, sondern es geht um eine Beziehung zu Gott.</p><p>Ist es nicht ein gro&szlig;es Vorrecht, dass Christinnen und Christen durch ihren Glauben auf den unsichtbaren Gott hinweisen k&ouml;nnen? Durch das, was er in ihnen bewirkt, wird er selbst sichtbar. Ist es nicht ein Vorrecht, Hoffnung vermitteln zu k&ouml;nnen, w&auml;hrend es in der Welt sonst dunkel aussieht?</p><p>Kennen Sie Menschen, die Gottes Wirklichkeit in diese Welt hineintragen? Oder sind Sie selbst so ein Mensch, m&ouml;chten Sie vielleicht einer werden? Gott l&auml;dt Sie ein, an ihn zu glauben und damit selbst Hoffnung zu haben und Hoffnung zu vermitteln. Nehmen Sie sein Angebot an?</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Karin Weishaupt</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17350403.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Karin Weishaupt]]></author>
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      <pubDate>Fri, 29 May 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Eine spannende Untersuchung]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Hebräer 10,32-39 – ausgelegt von Michael Klaus.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hebräer 10,32-39 – ausgelegt von Michael Klaus.</em><br/>
<h2>Einf&uuml;hrung: Eine Situationsanalyse des Glaubens</h2><p>Eine spannende Untersuchung. Der Schreiber des Hebr&auml;erbriefes konfrontiert seine Leser mit einer Situationsanalyse. Es geht nicht um etwas Theoretisches. Es geht vielmehr um den Glauben. Es geht um die gelebte Vertrauensbeziehung zu Jesus Christus.</p><p>Drei Schritte finden sich in dieser Situationsanalyse. Es wird untersucht: 1.: wie es fr&uuml;her war. 2.: wie die Situation heute ist, und schlie&szlig;lich 3.: wie es in der Zukunft weitergehen kann oder soll. &ndash; Schauen Sie mal mit mir hin!<br />
&nbsp;</p><h2>Erster Schritt: Der Glaube in der Vergangenheit &ndash; Freude trotz Leid</h2><p>Im ersten Schritt der Analyse geht es um den Glauben, wie er fr&uuml;her bei den Lesern des Hebr&auml;erbriefes einmal war. Es wird eine R&uuml;ckblende gemacht. Davon handeln die Verse 32&ndash;34. &bdquo;<em>Gedenkt aber der fr&uuml;heren Tage</em>&ldquo;, mit diesen Worten startet die R&uuml;ckblende. Es wird festgehalten:</p><p>Als die Menschen zum Glauben an Jesus Christus gekommen sind, haben sie sofort mitten in einem Kampf gestanden. Als Christen haben sie Verfolgung erlitten, um ihres Glaubens willen. Sie mussten durch Leid hindurch, weil sie sich zu Jesus als ihrem Herrn und Retter bekannt haben. Sie wurden verlacht und verpr&uuml;gelt. Sie sind in Gef&auml;ngnisse geworfen worden. H&auml;ufig hat man ihnen auch ihren Besitz abgenommen.</p><p>&Auml;u&szlig;erlich gesehen waren das total harte Zeiten. Aber auf der anderen Seite erfahren wir, dass die Christen diese Not damals &bdquo;mit Freuden erduldet&ldquo; haben. Vers 34: &bdquo;<em>Denn ihr habt&ldquo; - </em>dieses und jenes Schreckliche -<em> &bdquo;mit Freuden erduldet.&ldquo;</em></p><p>Und dann hei&szlig;t es weiter: Ihr habt das alles fr&ouml;hlich ausgehalten, &bdquo;weil ihr wisst, dass ihr eine bessere und bleibende Habe besitzt.&ldquo; Mit diesen Worten wird das Leben eines Christen umschrieben. &bdquo;Eine bessere und bleibende Habe besitzen&ldquo;, das meint: Durch den Glauben an Jesus Christus habe ich das wahre Leben &ndash; schon jetzt, in dieser Zeit, und dann auch in der Ewigkeit. Das ist die &bdquo;bessere und bleibende Habe&ldquo;, die einem Christen durch nichts genommen werden kann.</p><p>Das ist der erste Schritt in der Situationsanalyse des Hebr&auml;erbriefes: Trotz harter Zeiten waren die Christen fr&ouml;hlich und zuversichtlich. Sie hatten eine lebendige Beziehung zu ihrem Herrn. Sie wussten sich von ihm getragen. Sie vertrauten darauf, dass Jesus ihnen Trost und Hoffnung schenkt. Vergebung, Frieden mit Gott und ewiges Leben.</p><p>Das war echter Grund zur Freude! Egal, wie schwer die &auml;u&szlig;eren Umst&auml;nde gewesen sind: Die Freude des Glaubens &uuml;bertraf alles. Denn sie war fest gegr&uuml;ndet in Jesus, in dem gekreuzigten und auferstandenen Sohn Gottes.<br />
&nbsp;</p><h2>Zweiter Schritt: Die Gegenwart &ndash; Ern&uuml;chterung und Ermahnung</h2><p>Doch dann kommt der Schreiber des Hebr&auml;erbriefes zum zweiten Schritt: zur Untersuchung der Gegenwart. Diese Untersuchung f&auml;llt leider ganz anders aus. Ab Vers 35 pr&auml;sentiert er seinen Lesern schon das Ergebnis. Er wirbt zugleich daf&uuml;r, dass die Christen ihr Vertrauen nicht wegwerfen; dass sie geduldig ausharren m&ouml;gen im Glauben. Denn Jesus steht zu seinen Verhei&szlig;ungen. Auf ihn ist zu allen Zeiten Verlass.</p><p>Aus diesen Worten l&auml;sst sich vieles heraush&ouml;ren. Offensichtlich war die erste Begeisterung f&uuml;r Jesus bei den damaligen Christen verschwunden. Die Glaubensfreude war gewichen. Deshalb lesen wir hier: &bdquo;Werft euer Vertrauen nicht weg&ldquo;.</p><p>Anscheinend hatte sich eine Art Ern&uuml;chterung breit gemacht. Eine geistliche M&uuml;digkeit hatte bei den Christen Einzug gehalten. Alles war nur noch Routine. Man pflegte noch die alten Traditionen. Aber die echte Freude, dass Jesus lebt und dass er das wahre Leben schenkt: Dieser Glaube war mehr oder weniger weg. Die Analyse der Gegenwart hatte dieses traurige Ergebnis zutage gebracht.</p><p>Deshalb sagt der Hebr&auml;erbrief: Werft euer Vertrauen doch nicht weg. Erinnert euch an den auferstandenen Herrn und wie ihr fr&uuml;her begeistert mit ihm gelebt habt. Was das f&uuml;r eine Freude gewesen ist, als ihr einmal ganz am Anfang zum lebendigen Glauben gekommen seid. Als ihr an jedem Tag mit der Allmacht Gottes und mit seiner Liebe und N&auml;he gerechnet habt. Deshalb: Werft euer Vertrauen nicht weg. Lebt geduldig in der Nachfolge Jesu. Er will euch reich beschenken.<br />
&nbsp;</p><h2>Dritter Schritt: Die Zukunft &ndash; Ermutigung zum lebendigen Glauben</h2><p>Und dann wagt der Schreiber des Hebr&auml;erbriefes noch eine Prognose f&uuml;r die Zukunft. Das ist der dritte Schritt der Situationsanalyse. In Vers 39 hei&szlig;t es k&auml;mpferisch: &bdquo;<em>Wir aber sind nicht von denen, die zur&uuml;ckweichen und verdammt werden, sondern von denen, die glauben und die Seele erretten</em>.&ldquo;</p><p>Der Schreiber des Briefes ist sich sicher: Diese alte, erste Begeisterung f&uuml;r den Glauben: die wird nicht einfach sang- und klanglos verschwinden. Weil Gott treu ist. Weil Jesus lebt. Deshalb werden die Christen ermutigt, neues Vertrauen zu wagen. Neu zu starten in ein Leben mit Jesus. So dass die Freude des Glaubens wieder neu aufkommt.</p><p>Also nicht: zur&uuml;ckweichen vom Glauben und verloren gehen; sondern: festhalten am Glauben und die Seele erretten. Das wahre Leben haben in Zeit und Ewigkeit. &ndash; Eine solche Zukunft beschreibt der Hebr&auml;erbrief f&uuml;r die damaligen Christen. Nicht, weil die Christen so gro&szlig;artig w&auml;ren; sondern weil Gott treu ist. Weil er zu seinem Wort steht und den Menschen gn&auml;dig nachgeht: Deshalb hat der Schreiber des Briefes eine solch gro&szlig;e Hoffnung f&uuml;r die Christen.</p><p>Und heute? Wo komme ich in dieser Situationsanalyse vor? Wo finden Sie sich wieder? Unweigerlich bin ja auch ich, heute, mittendrin im Thema. Dass ich mich frage: Wie sieht es denn eigentlich mit meinem Glauben aus? Wo stehe ich ganz pers&ouml;nlich?</p><p>Kenne ich eine solche Glaubensfreude, wenn ich zur&uuml;ckblicke auf die Zeit, als ich zum Glauben gekommen bin? Als ich in ein Leben mit Jesus gestartet bin? Kenne ich eine solche Begeisterung von fr&uuml;her?</p><p>Und wie sieht das heute bei mir aus? Lebe ich noch so fr&ouml;hlich und entschieden im Glauben? Im Vertrauen, dass Jesus bei mir ist? Dass er mir Schuld vergibt, dass er mir Hoffnung schenkt im Leben und im Sterben?! Es geht doch um dieses Evangelium und um meine Beziehung zu diesem &ndash;meinem&ndash; Herrn und Heiland! Lebe ich in diesem Glauben?</p><p>Oder hat sich meine Glaubensfreude allm&auml;hlich, im Laufe der Jahre, verfl&uuml;chtigt? Ist das alles allt&auml;glich geworden? Gewohnheitssache. Routine. Sind das bei mir nur noch leere Traditionen, die fr&uuml;her mal voller Leben waren; aber heute ist die Luft raus? &ndash; Und je nachdem, wie die pers&ouml;nliche Analyse ausf&auml;llt: Wie soll es jetzt mit meinem Glauben weitergehen?</p><p>Es ist gut, sich diesen Fragen zu stellen. Denn diese Situationsanalyse geschieht ja, um mich zu einem lebendigen Glauben zu f&uuml;hren. Dazu bin ich eingeladen. Immer wieder neu.</p><p>Aus diesem Grund spricht der Hebr&auml;erbrief auch heute mitten in Ihr und mein Leben hinein. Er ruft uns zu: &bdquo;<em>Werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine gro&szlig;e Belohnung hat!&ldquo; </em>Und: &bdquo;<em>Wir aber sind nicht von denen, die zur&uuml;ckweichen und verdammt werden, sondern von denen, die glauben und die Seele erretten.&ldquo;</em></p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Michael Klaus</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17349789.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Michael Klaus]]></author>
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      <pubDate>Thu, 28 May 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Festhalten am Bekenntnis der Hoffnung]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Hebräer 10,19-31 – ausgelegt von Thomas Neuer.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hebräer 10,19-31 – ausgelegt von Thomas Neuer.</em><br/>
<h2>Wenn das Vertrauen fehlt &ndash; Gott begegnen in schwierigen Zeiten</h2><p>Manchmal fehlt mir die Freundlichkeit und Mu&szlig;e, Gott zu begegnen. Mich besch&auml;ftigt eine Sache so, dass ich dar&uuml;ber nicht still werde. Es schn&uuml;rt mir buchst&auml;blich die Kehle zu. Ich kann es nicht vor Gott bringen und bei ihm loswerden. Ich bin so ersch&uuml;ttert, dass mir gerade das Vertrauen fehlt, dass Gott hier eingreift.</p><p>Und da soll ich mich daran erinnern, was Jesus f&uuml;r mich getan hat, damit ich neu unbek&uuml;mmert und vertrauensvoll Gott meinem himmlischen Vater begegne.<br />
&nbsp;</p><h2>Der Weg zu Gott ist frei &ndash; durch Jesus Christus</h2><p>Denke daran, so erkl&auml;rt der Schreiber des Hebr&auml;erbriefes: Jesus hat sein eigenes Blut f&uuml;r dich vergossen. Er opfert sich selbst als der Unschuldige f&uuml;r dich Schuldigen und tritt so vor Gott, um dich zu rechtfertigen. Dabei hat der Schreiber ein Bild vor Augen: Jesus h&auml;ngt am Kreuz und stirbt mit den Worten: &bdquo;Es ist vollbracht!&ldquo; In diesem Augenblick rei&szlig;t im Tempel der Vorhang zum Allerheiligsten von oben bis unten durch. Das soll zeigen: Nun ist der Zugang zu Gott frei. Du kannst jetzt vor Gott treten ohne Angst vor seiner Heiligkeit zu haben und kannst ihm alles sagen. Du darfst kommen wie ein Kind, das zu seinem lieben Vater erwartungsvoll aufschaut. Es wei&szlig;, dass er seine Bitte anh&ouml;ren und nicht ausschlagen wird. In seiner Weisheit wird er die beste Antwort darauf haben.</p><p>Ja, Sie und ich d&uuml;rfen vertrauensvoll mit frohem Herz zu Gott kommen und m&uuml;ssen nichts vor ihm verbergen. Ich brauche kein schlechtes Gewissen mehr zu haben, denn ich habe Jesu Vergebung in Anspruch genommen. Ich brauche auch keine Angst vor der Zukunft zu haben!</p><p>Immer wieder fragen sich Christen, ob ihre Fr&ouml;mmigkeit ausreicht, um in den Himmel zu kommen. Sie meinen damit, ob sie heilig genug gelebt haben, dass Gott sie zu sich aufnehmen kann. Da wird offensichtlich etwas nicht richtig verstanden. Unser Bekenntnis hei&szlig;t doch: Allein aus Gnade seid ihr gerettet und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit sich niemand r&uuml;hme! So erkl&auml;rt es Paulus im Epheserbrief, Kapitel 2, Verse 8 und 9. Wenn das Gott so verhei&szlig;en hat in seinem Wort, brauchen wir nicht daran zu zweifeln, denn er steht hundertprozentig zu seinen Zusagen. Er ist der treue Gott, auf den ich mich verlassen kann.</p><p>Lassen Sie sich also neu von diesem Text ermutigen, Gott alles zu sagen, was Sie bewegt. Und da brauchen Sie nicht auf Ihre Formulierungen achten, sondern d&uuml;rfen ganz vertrauensvoll mit ihm reden, als w&uuml;rde er Ihnen gegen&uuml;berstehen.<br />
&nbsp;</p><h2>Gemeinschaft als Gest&auml;ltung des Glaubens</h2><p>Und was ist, wenn mich doch einmal so ein Tief &uuml;berkommt, dass ich es nicht mehr schaffe, mit Gott zu reden? Dann bin ich froh, dass ich als Christ nicht allein dastehe, sondern hoffentlich in einer Gemeinde beheimatet bin, wo man aufeinander achtet.</p><p>Denn dazu ermahnt hier der Verfasser des Briefes: Schaut aufeinander, spornt euch gegenseitig an, euch in Liebe zu begegnen. Und tut euch Gutes!</p><p>Wie kann das praktisch aussehen? Es beginnt damit, dass ich nach einem Gottesdienst nicht einfach nach Hause gehe, sondern mich mit einem anderen unterhalte, der auch im Gottesdienst war. Daraus entsteht ein Kontakt, ja sogar eine Freundschaft. Ich teile mich mit und auch der andere. Wir beten miteinander und f&uuml;reinander. Durch das Miteinander wei&szlig; ich um Situationen im Leben des anderen und kann ihm in &auml;u&szlig;erer und innerer Not beistehen. Ich ermutige ihn, wenn er in Gefahr ist, sich zur&uuml;ckzuziehen oder zu verkriechen: Komm weiter in die Gemeinde &ndash; du wirst davon nur profitieren.</p><p>So k&ouml;nnen wir als Christen Gemeinschaft praktizieren und uns mit Herzlichkeit begegnen und gegenseitig helfen. Denn das ist nicht eine Geste allgemeiner Freundlichkeit, sondern eine Folge meines Lebens mit Jesus. Je mehr ich seine Liebe versp&uuml;re und erfahre, umso mehr m&ouml;chte ich auch davon an andere weitergeben. Da geht es nicht nur um andere Christen, sondern auch um Menschen, die suchend sind. Sie kommen und beobachten uns. Und sie werden sich dann bei uns heimisch f&uuml;hlen, wenn sie merken, wir begegnen ihnen unvoreingenommen mit der Liebe Jesu. Ja, es kostet Zeit und fordert mitunter meine Geduld heraus, wenn ich immer wieder nachhaken muss.</p><p>Aber es macht mich dann froh und dankbar, wenn ich sehe, wie Menschen im Glauben gefestigt werden und ihre eigenen Erfahrungen mit Jesus machen. Lasse ich mich da nicht durch den Text hinterfragen, ob mein Herz noch f&uuml;r den anderen schl&auml;gt, den ich durch die Liebe Jesu erreichen will?<br />
&nbsp;</p><h2>Die ernste Warnung: Wer Jesus kennt, kann nicht gleichg&uuml;ltig bleiben</h2><p>Ich denke, dann verstehe ich auch die ernste Warnung richtig, die sich nun anschlie&szlig;t. Wer die Liebe Gottes in Jesus erfahren hat, der kann nicht einfach wieder ohne ihn leben! Wer die Erkenntnis bekommen hat, dass ich allein durch Jesus zur&uuml;ck zu Gott dem Vater als sein Kind kommen kann, der kann nicht einfach wieder sein altes Leben in der Gottferne und Rebellion verbringen.</p><p>Verstehen Sie das richtig: Es geht nicht darum, dass ich nun keine S&uuml;nde oder Fehler mehr mache als Christ. Ich bin noch in dieser Welt und darum versuchbar, und ich versage leider auch immer wieder.</p><p>Aber etwas anderes ist es, sich bewusst von Jesus abzuwenden und nichts mehr mit ihm zu tun haben zu wollen. Das zieht ein Gericht nach sich, das den doppelten Zorn Gottes herausfordert, da ich faktisch mein Rettungsangebot mit F&uuml;&szlig;en trete, obwohl ich begriffen habe, dass ich es brauche.</p><p>Diese Worte sollen mir nicht Angst machen, da es mich eigentlich nicht betrifft, sondern mich umso mehr froh machen, dass ich mit diesem Jesus leben darf. Ich erlebe mit ihm, wie ich ein erf&uuml;lltes und gesegnetes Leben haben kann.</p><p>Dar&uuml;ber hinaus werde ich noch anderen zum Segen, denen die mit mir auf dem Weg des Glaubens sind. Aber auch f&uuml;r solche, die mir Jesus in den Weg stellt, bef&auml;higt er mich, ihnen in seiner Liebe zu begegnen.</p><p>Lassen Sie sich also neu ermutigen, Ihren Lebensweg freudig und mit unersch&uuml;tterlichem Vertrauen mit Jesus zu gehen und die st&auml;rkende Gegenwart Gottes zu erleben, gerade auch im Miteinander in der Gemeinde.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Thomas Neuer</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17348996.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Thomas Neuer]]></author>
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      <pubDate>Wed, 27 May 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Eigentlich will ich dir nah sein]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Hebräer 10,1-18 – ausgelegt von Samuel Wolff.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hebräer 10,1-18 – ausgelegt von Samuel Wolff.</em><br/>
<h2>Einleitung: Die Sehnsucht, Gott nahe zu sein</h2><p>Fr&uuml;her war alles besser. Dem einen oder anderen ist dieser Satz wahrscheinlich schon mal &uuml;ber den Mund gekommen, nicht wahr. Und manchmal steckt da ja auch ein echtes Gef&uuml;hl und eine echte Erfahrung drin.</p><p>Ich m&ouml;chte Ihnen heute aber anhand unseres Bibeltextes zumindest eine Sache zeigen, die fr&uuml;her auf keinen Fall besser war. Und mit Fr&uuml;her meine ich hier das Alte Testament. Und was lief da nicht so gut? Wenn die Menschen zu Gott kommen und ihm nahe sein wollen, dann m&uuml;ssen sie erst einige Opfer Gott darbringen.</p><p>Und diese Frage: Wie kann ich nahe bei Gott sein &ndash; stelle ich mir auch heute immer wieder. Und vielleicht kennen Sie diese Sehnsucht auch: Eigentlich wollen Sie doch einfach nur nah bei Gott sein. Und ich kann Ihnen schon mal vorwegnehmen: Wir leben heute in einer ganz besonderen Zeit, von der die Menschen aus dem Alten Testament nur tr&auml;umen konnten.</p><p>Denn im Alten Testament gibt es ein ganz klar vorgegebenes System, das regelt, wie man sich Gott nahen kann. Wer sich Gott nahen will, muss erst mal Schlachtopfer, S&uuml;ndopfer und Brandopfer darbringen und das teilweise t&auml;glich.</p><p>Gut, aufwendiges System, aber wenn es funktioniert, dann lohnt sich die M&uuml;he ja, oder?<br />
&nbsp;</p><h2>1) &bdquo;Die Menschen wollen Gott nahe sein&ldquo; &ndash; aber das alte Opfersystem kann diese N&auml;he zu Gott letztlich nicht schaffen (Verse 1&ndash;4)</h2><p>Der Hebr&auml;erbrief erkl&auml;rt auch Schritt f&uuml;r Schritt warum. In Kapitel 10,1 beginnt er gleich so:<br /><em>&bdquo;Das </em>Gesetz<em> hat nur einen Schatten der zuk&uuml;nftigen G&uuml;ter, nicht das Wesen der Dinge selbst.&ldquo;</em></p><p>Also das System, das Gesetz und damit auch der Opferkult, sind nur ein Schatten. Wer schon mal versucht hat, einen Menschen am Schatten zu erkennen &ndash; der wei&szlig;: Das ist nicht dasselbe und lange nicht so gut, wie es dann ist, wenn ich den Menschen von Angesicht zu Angesicht sehe.</p><p>Und weiter sagt der Hebr&auml;erbrief:<br />
Das Opfersystem ist &bdquo;nicht imstande, die Herannahenden vollkommen zu machen.&ldquo;</p><p>Und noch h&auml;rter wird es in Vers 4 formuliert:<br /><em>&bdquo;Denn es ist unm&ouml;glich, dass Blut von Stieren und B&ouml;cken </em>S&uuml;nden<em> wegnimmt.&ldquo;</em></p><p>Da k&ouml;nnte ich ja fast meinen, was hat Gott denn da f&uuml;r ein System eingef&uuml;hrt &ndash; das funktioniert ja gar nicht. So sagt auch der Hebr&auml;erbrief zwei Kapitel vorher:<br /><em>&bdquo;Denn wenn jener erste </em>Bund<em> untadelig gewesen w&auml;re, w&uuml;rde nicht Raum f&uuml;r einen anderen gesucht werden&ldquo; (Hebr&auml;er 8,7).</em></p><p>Dabei ist dennoch wichtig zu verstehen: Das Alte ist nicht schlecht. Paulus sagt &uuml;ber das Gesetz: es sei heilig, gerecht und gut (vgl. R&ouml;mer 7,12). Dennoch ist das alte Opfersystem letztendlich nur ein Schatten &ndash; ein Schatten von dem, was noch kommen soll. Und was noch kommen soll, da kn&uuml;pfen die folgenden Verse an. Denn Gottes Plan ist von Anfang an: dass wir nah bei ihm sein k&ouml;nnen und das ohne Jahresopfer. Ohne System, das ungenu&#776;gend ist.<br />
&nbsp;</p><h2>2) &bdquo;Gott will Ihnen nah sein&ldquo; &ndash; deshalb kommt Jesus und bringt ein f&uuml;r alle Mal das vollkommene Opfer (Verse 5&ndash;14)</h2><p>Jesus soll alles ver&auml;ndern. Und wie, zeigt der Hebr&auml;erbrief hier, indem er Psalm 40 zitiert und diese Worte Jesus in den Mund legt:<br />
&bdquo;Schlachtopfer und Speisopfer hast du (Gott) nicht gewollt, aber einen Leib hast du mir bereitet. An Brandopfern und S&uuml;ndopfern hattest du kein Wohlgefallen. Da sprach ich (also Jesus): Siehe, ich komme [&hellip;] deinen Willen, Gott, zu tun.&ldquo;</p><p>Alles im Hebr&auml;erbrief l&auml;uft immer darauf hinaus, dass Jesus der Beste, H&ouml;chste und Vollkommene ist. Schauen wir uns kurz den Vergleich des alten Opfersystems mit dem neuen Opfer Jesu an: Die Opfer im Alten Testament werden nur in einer irdischen Stiftshu&#776;tte dargebracht &ndash; wie Sie anfangs geh&ouml;rt haben, ist das nur der Schatten der himmlischen Stiftshu&#776;tte. Jesus jedoch ist in die himmlische Stiftshu&#776;tte eingegangen. Fr&uuml;her wird nur das Blut von Tieren geopfert, doch Jesus hat seinen eigenen Leib, sein eigenes Blut dargebracht. Und fr&uuml;her m&uuml;ssen die Priester t&auml;glich, j&auml;hrlich, immer wieder opfern. Doch das Opfer von Jesus, so lesen wir in Vers 10, gilt f&uuml;r immer &ndash; &bdquo;ein f&uuml;r alle Mal&ldquo;.</p><p>Griechisch: <em>ephapax</em>. Ein f&uuml;r alle Mal. Abgeschlossen.</p><p>Gott will mit dem Opfersystem nie blo&szlig; &auml;u&szlig;erliche Opfer. Was er sucht, ist Herzensgehorsam &ndash; echte, von innen kommende Hingabe. Und Jesus hat genau das getan &ndash; mit seinem ganzen Sein, mit seinem Leib, mit seinem Leben.</p><p>Nun geht der Hebr&auml;erbrief heilsgeschichtlich noch einen Schritt weiter, indem er sagt:<br />
&bdquo;<em>Jesus aber hat ein einziges Opfer f&uuml;r die S&uuml;nden dargebracht und hat sich auf ewig zur Rechten Gottes gesetzt.&ldquo;</em> (Vers 12)</p><p>Das feiern wir an Himmelfahrt und bekennen wir im apostolischen Glaubensbekenntnis: Aufgefahren in den Himmel, er sitzt zur Rechten Gottes, des allm&auml;chtigen Vaters.</p><p>Einen kleinen Aspekt will ich hier nur betonen. Im Alten Bund gibt es in der Stiftshu&#776;tte nicht wirklich ein Hinsetzen. Die Priester stehen &ndash; immer &ndash; weil ihre Arbeit nie fertig ist. Immer das n&auml;chste Opfer. Immer der n&auml;chste Vers&ouml;hnungstag. Niemals fertig. Doch Jesus setzt sich. Das Werk ist getan. Jetzt ist der Weg zu Gott f&uuml;r uns frei.<br />
&nbsp;</p><h2>3) &bdquo;Sie k&ouml;nnen Gott nahe sein&ldquo; &ndash; und der Heilige Geist bezeugt es (V. 15&ndash;18)</h2><p>Es gibt also den Vater, der sich nach einem hingegebenen Opfer sehnt, es gibt den Sohn Jesus, der als perfektes Opfer diesen Willen des Vaters tut und Sie k&ouml;nnen es sich vielleicht denken, wer jetzt noch dazukommt.</p><p>In Vers 14&ndash;15 hei&szlig;t es:<br /><em>14 Denn mit einem einzigen Opfer hat er (Jesus) f&uuml;r immer die vollendet, die geheiligt werden. 15 Das bezeugt uns aber auch der </em>Heilige Geist<em>.</em></p><p>Das finde ich ganz wichtig, dass hier der Heilige Geist eine gro&szlig;e Rolle spielt. N&auml;mlich der, der uns heute aktiv das bezeugt. Und wie bezeugt er uns das?</p><p>Vielleicht das Fundamentalste ist, dass Gottes Geist seit Pfingsten in uns Christen wohnt, als Zeichen, dass wir zu Gott geh&ouml;ren.</p><p>Der Hebr&auml;erbrief sagt es in unserem Text so, indem er den Propheten Jeremia zitiert:<br />
&bdquo;<em>Das ist der Bund, den ich mit ihnen schlie&szlig;en werde nach jenen Tagen, spricht der Herr: Ich werde meine Gesetze in ihre Herzen geben und in ihren Sinn werde ich sie einschreiben.&ldquo;</em></p><p>Dieser neue Bund ist ganz darauf ausgelegt, nahe bei uns zu sein &ndash; sein Gesetz, seinen Geist in unseren Herzen, in unseren Gedanken.</p><p>Hier noch zwei weitere Verse, in denen verdeutlicht wird, wie der Heilige Geist uns das bezeugt. Im R&ouml;merbrief, Kapitel 8, Vers 16 steht:<br />
&bdquo;<em>Der Geist selbst gibt Zeugnis unserm Geist, dass wir Gottes Kinder sind</em>.&ldquo;</p><p>Und der Heilige Geist bezeugt auch das, was Jesus getan hat, als Wahrheit. So im 1. Johannesbrief 5,6:<br />
&bdquo;<em>Jesus ist gekommen durch Wasser und Blut, [&hellip;] und der Geist ist&rsquo;s, der das bezeugt, denn der Geist ist die Wahrheit.&ldquo;</em></p><p>Und so komme ich zum Schluss in Vers 18:<br />
&bdquo;<em>Wo aber Vergebung dieser S&uuml;nden ist, da ist kein Opfer mehr f&uuml;r die S&uuml;nde n&ouml;tig</em>.&ldquo;</p><p>Der Weg ist frei. Es gibt nichts mehr zu leisten. Nichts mehr zu erbringen.</p><p>Und ich habe genau das erlebt. Als mein Gewissen mich an meine S&uuml;nde erinnerte und mich schwer anklagte, habe ich erlebt, dass das Opfer von Jesus genug ist. Er hat f&uuml;r jede meiner S&uuml;nden bezahlt.</p><p>Und wenn Sie heute mit Schuld ringen &ndash; wenn Sie das Gef&uuml;hl kennen, Gott k&ouml;nnte Sie nicht wirklich annehmen, weil Ihre S&uuml;nde zu belastend ist &ndash; und wenn Sie eigentlich Gott nahe sein wollen, dann ermutigt Sie dieser Bibeltext heute:</p><p>Durch das Opfer Jesu sind Sie ein f&uuml;r alle Mal rein. Und das Gewissen, das immer wieder von Schuld beschwert wird, muss nicht bleiben. Gott wird Ihrer S&uuml;nden nicht mehr gedenken. Jesu Opfer ist f&auml;hig, alle Ihre S&uuml;nden wegzunehmen. Nicht fast alle. Nicht nur die kleinen. Alle. Er macht das m&ouml;glich, was der Alte Bund nicht m&ouml;glich gemacht hat. Wir leben in einer ganz besonderen Zeit. In einer Zeit, in der wir Gott durch Jesus wirklich nah sein k&ouml;nnen.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Samuel Wolff</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17348370.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Samuel Wolff]]></author>
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      <pubDate>Tue, 26 May 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Hilfe erbeten, Gott vergessen]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 81 – ausgelegt von Eduard Friesen.</em><br/>
<p>Wenn die Krise vorbei ist &ndash; Was bleibt nach der Rettung?</p><h2>Gebet in der Not &ndash; ein bekanntes Muster</h2><p>Viele kennen das aus der Schulzeit oder dem Studium: Die Pr&uuml;fungen kommen n&auml;her, pl&ouml;tzlich werde ich ernst. Ich bete mehr. Ich sage vielleicht: <em>&bdquo;Herr, bitte hilf mir. Wenn ich das schaffe, dann nehme ich dich wirklich ernst.&ldquo;</em></p><p>Und dann kommt die Rettung: Die Pr&uuml;fung ist bestanden. Die Erleichterung ist riesig. Aber schon nach kurzer Zeit ist das Gebet von damals vergessen. Nicht aus Bosheit &mdash; einfach, weil das Leben weiterl&auml;uft.</p><p>Psalm 81 h&auml;lt mir genau diesen Spiegel vor: Israel hat gerufen, als sie bedr&auml;ngt waren, und Gott hat geantwortet. Aber nach der Rettung ist die N&auml;he zu Gott nicht gewachsen &mdash; sie ist wieder verblasst.<br />
&nbsp;</p><h2>Gottes Handeln in der Geschichte Israels</h2><p>In diesem Psalm ruft Asaf Israel zum Lob Gottes auf. Grund f&uuml;r dieses Lob ist die historische Wende der Geschichte, als aus Sklaven ein freies Volk wurde. Aber dann geschieht in diesem Psalm ein &uuml;berraschender Wechsel: Aus dem Lob des Volkes wird pl&ouml;tzlich das Reden Gottes selbst.</p><p>Und Gott erinnert sein Volk an seine Rettung:<br />
- Ich habe euch aus &Auml;gypten gef&uuml;hrt.<br />
- Ich habe eure Last von euren Schultern genommen.<br />
- In der Not habt ihr zu mir gerufen.<br />
- Ich habe euch geantwortet.</p><p>Das ist auch unsere Geschichte als Christen:<br />
- Nicht wir haben uns selbst gerettet.<br />
- Nicht wir haben uns selbst zu Gott hochgearbeitet.<br />
- Gott hat gehandelt.<br />
- Gott hat gerufen.<br />
- Gott hat befreit.</p><p>Jetzt aber wendet sich der Psalm mit ernster Mahnung und Korrektur an die H&ouml;rer. Gott hatte Israel gerettet und ihm eine Zukunft versprochen. Deshalb sollte Israel Gott allein verbunden sein, wie in einer Ehe. Untreue durfte hier nicht vorkommen. Weil niemand anderes Israel befreit hat. Andere G&ouml;tter durften deshalb auch nicht angebetet werden.</p><p>Deshalb klagt Gott &uuml;ber sein Volk. Er sagt in Vers 12 und 13: <em>&bdquo;Aber mein Volk gehorcht nicht meiner Stimme, und Israel will mich nicht. So hab ich sie dahingegeben in die Verstocktheit ihres Herzens, dass sie wandeln nach eigenem Rat.&ldquo;</em></p><p>Offensichtlich geht es Israel wie uns heute auch. Sie sind im alten Trott gelandet, folgen alten Gewohnheiten und haben dieses einmalige Ereignis aus den Augen verloren. Dabei ist die Befreiung Israels vielmehr als eine einmalige Hilfe Gottes. Sie ist identit&auml;tsstiftend. In dieser Befreiung stellt sich Gott zu Israel als seinem Volk, er wird umgekehrt als Gott Israels bezeichnet. In dieser Verbindung und mit seiner Hilfe sollte es immer und ewig weitergehen.</p><p>Wie schade, dass Israel aus dem befreienden Handeln Gottes nicht den Schluss gezogen hat, dass sich Gehorsam f&uuml;r sie immer auszahlen wird. Die Israeliten hatten sich von ihrem Befreier abgewendet und h&ouml;rten nicht auf ihn. Die Reaktion Gottes ist, sie ihrem eigenen Denken zu &uuml;berlassen.</p><p>Der Begriff &bdquo;verstockt&ldquo; bedeutet, dass Menschen in einen selbstgew&auml;hlten Tunnelblick geraten und die F&auml;higkeit zur Korrektur langsam und zunehmend verlieren. Gott w&auml;re aber bereit, ihnen zu helfen. Israel m&uuml;sste sich nur nach ihm ausrichten und seine Gebote halten. Dann w&uuml;rde er ihre Feinde zur&uuml;ckdr&auml;ngen und Israel mit Weizen und Honig speisen. Aber Gott ist eben ein Gentleman. Liebe, auch Gegenliebe, kann keiner erzwingen.<br />
&nbsp;</p><h2>Das eigentliche Problem: Gott als Retter, aber nicht als Herr</h2><p>Der zentrale Schmerz in Psalm 81 ist nicht, dass Israel Gott gar nicht kannte. Das Problem ist: Sie kannten ihn als einmaligen Retter, aber sie wollten ihn nicht als langfristigen Herrn. Sie riefen in der Not. Aber nach der Rettung h&ouml;rten sie nicht auf ihn.</p><p>Das ist ein sehr aktuelles Problem. Denn ich kann genau so leben:</p><p>- Ich bete, wenn ich Angst habe.<br />
- Ich suche Gott, wenn ich &uuml;berfordert bin.<br />
- Ich flehe um Hilfe, wenn ich nicht weiterwei&szlig;.</p><p>Und das ist gut! Das soll ich sogar tun. Die Bibel l&auml;dt mich ja ein, in jeder Not zu Gott zu kommen. Aber Psalm 81 stellt die ehrliche Frage: Was passiert nach der Hilfe? Wenn die Krise vorbei ist:</p><p>- H&ouml;re ich dann noch?<br />
- Vertraue ich dann noch?<br />
- Stelle ich mein Leben nach seinen Ma&szlig;st&auml;ben um?<br />
- Bleibe ich dann noch in seiner N&auml;he?</p><p>Oft passiert etwas ganz Menschliches: Sobald es wieder l&auml;uft, &uuml;bernehme ich wieder selbst das Steuer. Dann denke ich nicht bewusst gegen Gott &mdash; ich denke einfach ohne ihn. Und genau das nennt der Psalm beim Namen.</p><p>Gott steht hier als abgewiesener Helfer an der Seite. Er sieht, wie Israel mit Feinden zu k&auml;mpfen hat, ohne seine Hilfe. Er sieht, dass der Fortbestand des Volkes ohne ihn nicht mehr gesichert ist. Er w&uuml;rde so gerne wie damals in &Auml;gypten zu ihrer Hilfe eilen, um Israels Zukunft zu sichern. Im Psalm ist sogar davon die Rede, dass Israels Zeit &bdquo;ewiglich&ldquo; w&auml;hrt. Aber die Entfernung von Gott hat eine gro&szlig;e Gefahr f&uuml;r Israel mit sich gebracht. Dies wird leider im sp&auml;teren Verlauf der Geschichte zum Exil f&uuml;hren.</p><p>Gott hofft, dass Israel trotz seiner aktuellen Probleme auf die Vergangenheit blickt, sich bewusst macht, mit welchem Gott es verbunden ist, sich auf den Weg zu ihm macht und auf seine Hilfe hofft.</p><p>Gott zwingt sich seinem Volk nicht auf. Er wartet geduldig und l&auml;sst sie ihre eigenen Lektionen aus den Folgen ihrer Entscheidungen lernen.<br />
&nbsp;</p><h2>Gottes werbendes Herz &ndash; Ernst und Einladung zugleich</h2><p>Was Psalm 81 so stark macht: Gott spricht hier nicht kalt oder distanziert. Er spricht mit Schmerz &mdash; aber auch mit werbender Liebe. Sinngem&auml;&szlig; sagt Gott: <em>&bdquo;Wenn mein Volk doch auf mich h&ouml;ren w&uuml;rde!&ldquo; </em>So spricht kein harter Richter, der nur aburteilt.</p><p>So redet ein Vater, der sein Volk zur&uuml;ckruft. <em>&bdquo;Warum lauft ihr an mir vorbei, wo ich es doch gut mit euch meine?&ldquo; </em></p><p>Das ist wichtig f&uuml;r mich: Wenn Psalm 81 mich &uuml;berf&uuml;hrt, dann nicht, um mich zu zerst&ouml;ren, sondern um mich zur&uuml;ckzuholen zu Gott. Gott deckt mein Vergessen auf, weil er Gemeinschaft mit mir will.</p><p>Er sagt nicht nur: <em>&bdquo;Du hast mich vergessen.&ldquo; </em><br />
Er sagt auch: &bdquo;Komm zur&uuml;ck. H&ouml;r doch auf mich. Ich will dich segnen<em>.&ldquo;</em></p><p>Das ist der Ton dieses Psalms: Ernst &mdash; aber eine Einladung.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Eduard Friesen</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17347576.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Eduard Friesen]]></author>
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      <pubDate>Mon, 25 May 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Mehr als eine Randnotiz]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 51 – ausgelegt von Dajka Krentz.</em><br/>
<h2>Ein Blick zur&uuml;ck: Davids Geschichte und Schuld</h2><p>Seit ich die Bibel lese, pflege ich handschriftlich Bemerkungen hineinzuschreiben. Ich halte Gedanken, Hinweise oder auch Fragen fest, die mich beim Lesen bewegen.</p><p>Ganz zu Anfang meiner Zeit als Christ schrieb ich mir den Tag auf, wann ich einen Abschnitt gelesen habe. Beim Psalm 51 steht der 20.11.1974. Ich habe dieses Gebet also als 20-J&auml;hrige zum ersten Mal bewusst gelesen. Das ist mehr als 50 Jahre her! Es steht in meiner Bibel auch der Hinweis auf das 11. und 12. Kapitel im 2. Samuelbuch im Alten Testament. Heute wei&szlig; ich sofort, warum David hier Bu&szlig;e tut. Damals, als Anf&auml;nger beim Bibellesen, musste ich es nachlesen.</p><p>Ich bl&auml;ttere zu den besagten Kapiteln zur&uuml;ck und sehe, dass ich hier sehr viel dazu vermerkt habe. Es sind nicht meine Gedanken, sondern Geh&ouml;rtes aus den zahlreichen Freizeiten, Kurzbibelschulen oder sonstigen Predigten, die ich besuchte oder h&ouml;rte.</p><p>David l&auml;sst seine Soldaten auf dem Feld gegen die Ammoniter k&auml;mpfen, w&auml;hrend er selbst in Jerusalem bleibt und den Tag verschl&auml;ft. Dazu habe ich vermerkt: M&uuml;&szlig;iggang ist aller Laster Anfang! Das trifft hier so sehr zu! David geht auf dem Flachdach seines Hauses, wie sie damals eben gebaut wurden, spazieren, und was kommt ihm vor die Augen? Im Hof eines Nachbarhauses badet eine sch&ouml;ne Frau. Batseba. David ist ein Mann, und so ist es wohl normal, dass ihn dieses Bild nicht kalt l&auml;sst. Ist also die Frau schuld an dem, was dann alles folgt? Auch dazu habe ich mir am Rand etwas vermerkt: Entbl&ouml;&szlig;ung zweckm&auml;&szlig;ig &ndash; kein Ansto&szlig;. Das bedeutet, ihre Nacktheit ist notwendig &ndash; sie badet, weil es nach ihrer Periode gesetzlich so vorgeschrieben ist. Trotzdem frage ich mich bis heute &ndash; musste sie nicht damit rechnen, dass sie jemand beobachtet? Diese Frage bleibt unbeantwortet. Aber f&uuml;r David l&ouml;st es eine S&uuml;ndenlawine aus, die ungeahnte Folgen mit sich bringt! Mein Randvermerk sind nicht meine Worte, aber sie stehen da: Anstatt zu danken f&uuml;r die Sch&ouml;nheit, zu bitten um Bewahrung der Frau oder zu segnen, begehrt David sie &ndash; Anfang des Fallens!</p><p>Bestimmt nahm derjenige, von dem ich die Worte h&ouml;rte, Bezug auf den Vers 28 aus dem Matth&auml;usevangelium, Kapitel 5: &bdquo;Doch ich sage euch: Schon wer eine Frau mit begehrlichen Blicken ansieht, der hat im Herzen mit ihr die Ehe gebrochen.&ldquo;<br />
&nbsp;</p><h2>Schuld erkennen: Der Prophet Nathan und Davids Einsicht</h2><p>Die S&uuml;nde Davids fing also hier bereits an. Ich frage mich aber &ndash; wer kann von sich sagen, dass er, oder im umgekehrten Fall sie, nicht begehren w&uuml;rde? Ich m&ouml;chte dieses Fass hier nicht aufmachen, aber der Blick zur&uuml;ck in das 2. Buch Samuel ist notwendig, wenn ich Davids Psalm betrachten m&ouml;chte. David wurde seine Schuld erst richtig bewusst, nachdem ihm der Prophet Nathan mit einer Vergleichsgeschichte darauf gesto&szlig;en hat. Es war ja nicht nur der Ehebruch mit Folgen, es war auch das Vertuschen-Wollen und letztendlich der Mord an Uria, dem Mann von Batseba. Jedenfalls erkannte David hier &auml;u&szlig;erst nachdr&uuml;cklich seine Schuld, die er nicht mehr gutmachen konnte.</p><p>Wie Schuppen fiel es ihm von den Augen &ndash; so kann er niemals vor dem Heiligen Gott bestehen! David kann es nicht gutmachen. Aber Gott kann! Gott kann vergeben, weil Er wei&szlig;, dass kein Mensch ohne S&uuml;nde leben kann. Das lese ich im Alten Testament bei Prediger, Kapitel 7, Vers 20:</p><p style="margin-left:36.0pt">&bdquo;<em>Denn es ist kein Mensch so gerecht auf Erden, dass er nur Gutes tue und nicht s&uuml;ndige.&ldquo;</em></p><p>Und im Neuen Testament im 1. Johannesbrief, Kapitel 1, Vers 8 steht:</p><p style="margin-left:36.0pt">&bdquo;<em>Wenn wir sagen, wir haben keine S&uuml;nde, so betr&uuml;gen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns.&ldquo;</em><br />
&nbsp;</p><h2>Bekenntnis und Vergebung: Davids Weg vor Gott</h2><p>David tut das einzig Richtige. Er geht vor Gott auf die Knie und beichtet. Er redet sich alles von der Seele. Das allein w&uuml;rde aber nicht helfen ohne das Wissen, dass Gott alles vergeben kann, wenn man ihn darum ernsthaft bittet! Die Schuld l&ouml;schen, das Vergehen abwaschen &ndash; darum bittet David. Blut schnewei&szlig; machen! Es geht ihm nicht nur um das, was er Uria angetan hat, sondern im gleichen Zug wird ihm bewusst, dass er seit seiner Geburt ein s&uuml;ndiger Mensch ist! Jeder Mensch ist es &ndash; seit dem S&uuml;ndenfall von Adam und Eva im Paradies. Jede Schuld muss ges&uuml;hnt werden, aber David ist der Meinung, seine Schuld ist viel zu gro&szlig; und kann nicht vergeben werden. Ein wenig tut er mir leid. Ich wei&szlig;, dass es keine gro&szlig;e oder kleine S&uuml;nde gibt. Jedes Vergehen trennt mich von Gott und bedarf einer Br&uuml;cke, die mir den Zugang zu Ihm wieder erm&ouml;glicht!</p><p>David lebt lange vor Jesus und dessen Tod am Kreuz. Und doch denke ich, dass dieses Wissen in David schon angelegt war. Er kannte die Opfervorschriften, die in dem Fall gefragt waren. Schlie&szlig;lich ist er ein Vorfahre Jesu! Nur das Bekennen der Schuld vor Jesus, meine Bu&szlig;e vor Gott, kann meine S&uuml;nden auf Nimmerwiedersehen verschwinden lassen! Das tut hier David. Kein Blut von Tieren hilft ihm letztlich, sondern sein Herz voller Reue, das ihn unruhig macht (V. 19), und die Vergebung des lebendigen Gottes. Ohne Bu&szlig;e hilft kein Opfer. Aber weil David hier ernsthaft bekennt, sp&uuml;rt er pl&ouml;tzlich, dass Gott wieder f&uuml;r die Opferung der Tiere offen ist. Gott vergibt, indem nach der Bu&szlig;e Blut flie&szlig;t. Fr&uuml;her der Tiere, die immer wieder geopfert werden mussten &ndash; heute durch Jesu Blut, das ein f&uuml;r alle Mal f&uuml;r unsere S&uuml;nden geflossen ist.<br />
&nbsp;</p><h2>Gottes Treue und unser Trost: Hoffnung durch Christus</h2><p>Gott vergibt 100-prozentig! Aber manchmal ergeben sich unangenehme Folgen aus unserem falschen Handeln, die nicht einfach verschwinden. Diese hilft Gott dann aber auch zu tragen. Beim David war die Konsequenz der Tod des mit Batseba gemeinsamen Sohnes. Es war eine schreckliche Konsequenz, sie half David aber, mit der ganzen Situation fertigzuwerden. David regierte als K&ouml;nig weiter, aber glauben Sie, dass er ab da nicht mehr s&uuml;ndigte? O doch! Weil er eben ein Mensch war. Aber er tat immer wieder Bu&szlig;e, und so manches Mal verhinderte sein Glaube sogar noch schlimmere Vergehen!</p><p>Der Psalm 51 f&auml;ngt mit einem sehr zerknirschten David an. Er endet aber mit einem zuversichtlichen David, weil ihm Gottes Treue, Geduld und Liebe bewusst werden. Dass es auch Ihnen und mir so ergehen kann, verdanken wir dem gekreuzigten und von den Toten auferstandenen Christus. Durch seine Wunden sind wir geheilt.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Dajka Krentz</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17347196.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Dajka Krentz]]></author>
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      <pubDate>Sun, 24 May 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Christus – Mittler des neuen Bundes]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Hebräer 9,15-28 – ausgelegt von Werner Dauner.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hebräer 9,15-28 – ausgelegt von Werner Dauner.</em><br/>
<h2>Das Chaos in der Werkstatt &ndash; und im Leben</h2><p>Letzthin, in meiner Werkstatt, ist mir etwas passiert. Ich habe mir endlich die Zeit genommen, Ordnung zu schaffen. Da ist ein Karton mit Schrauben &ndash; ein wildes Durcheinander. Also habe ich sie alle rausgeholt und sauber sortiert. Nach Gr&ouml;&szlig;e, nach Art &ndash; jede an ihren Platz, in eine Sortimentsbox. Das hat gedauert. Aber am Ende ist alles ordentlich. &Uuml;bersichtlich. Genau so, wie ich es gern habe.</p><p>Und dann klingelt das Telefon. Ich greife zum Stift, will mir schnell etwas notieren, brauche Platz auf der Werkbank &ndash; und schiebe dabei, ohne hinzuschauen, die Sortimentsbox ein St&uuml;ck zur Seite. Ein St&uuml;ck zu weit. Die Box rutscht von der Werkbank &ndash; und im n&auml;chsten Moment liegt alles auf dem Boden. Alle Schrauben. Wieder ein einziges Chaos. Die ganze Sortierarbeit &ndash; umsonst. Ich stehe da und denke: Jetzt kannst du wieder von vorne anfangen.</p><p>Vielleicht kennen Sie solche Momente. Sie haben sich M&uuml;he gegeben. Zeit investiert. Ordnung geschaffen. Und pl&ouml;tzlich ist alles wieder durcheinander. Und manchmal ist das nicht nur in der Werkstatt so. Sondern im Leben. Ich nehme mir etwas vor. Ich will Dinge kl&auml;ren, vielleicht auch Schuld wiedergutmachen. Ich bem&uuml;he mich &ndash; und dann passiert wieder etwas, das alles zur&uuml;ckwirft. Und ich denke: Jetzt muss ich wieder von vorne anfangen.<br />
&nbsp;</p><h2>Der Tempel, die Opfer und das Problem der Wiederholung</h2><p>Genau an diesem Punkt setzt unser Bibeltext aus dem Hebr&auml;erbrief an. Er beschreibt eine Zeit, in der Menschen immer wieder neu anfangen mussten. Im Tempel werden Opfer gebracht &ndash; Tag f&uuml;r Tag, Jahr f&uuml;r Jahr. Ein Zeichen daf&uuml;r: Schuld ist real. Und sie trennt von Gott. Aber diese Opfer haben ein Problem: Sie sind nie endg&uuml;ltig. Sie m&uuml;ssen immer wiederholt werden. Wie die Schrauben auf dem Werkstattboden. Kaum sortiert &ndash; schon wieder alles durcheinander.<br />
&nbsp;</p><h2>Jesus &ndash; der Mittler des neuen Bundes</h2><p>Und dann kommt Jesus. Der Hebr&auml;erbrief sagt: Er ist der &bdquo;Mittler eines neuen Bundes.&ldquo; Er bringt etwas v&ouml;llig Neues: Nicht ein weiteres Opfer in einer langen Reihe &ndash; sondern das eine, entscheidende Opfer. &bdquo;Ein f&uuml;r alle Mal&ldquo;, hei&szlig;t es.</p><p>Das ist der Unterschied. Bei den alten Opfern: immer wieder. Bei Jesus: ein f&uuml;r alle Mal. Der Text erkl&auml;rt das mit einem Bild, das ich gut verstehe: Ein Testament. Ein Testament wird erst wirksam, wenn derjenige gestorben ist, der es gemacht hat. Vorher ist es nur ein Versprechen.</p><p>Mit dem Tod Jesu wird Gottes neuer Bund Wirklichkeit. Nicht vor&auml;ufig. Nicht auf Zeit. Sondern verbindlich. Was bedeutet das? Es bedeutet: S&uuml;nde wird nicht nur sortiert &ndash; sie wird weggenommen. Nicht nur vor&uuml;bergehend geregelt &ndash; sondern endg&uuml;ltig gekl&auml;rt. Das ist mehr als ein guter Vorsatz. Mehr als der Versuch, es beim n&auml;chsten Mal besser zu machen. Es ist Gottes Entscheidung. Jesus ist nicht gestorben, damit ich mich noch mehr anstrenge. Sondern damit ich nicht immer wieder von vorne anfangen muss. Und dann spricht der Text noch eine ernste Wahrheit aus:</p><p>&bdquo;<em>Es ist den Menschen bestimmt, einmal zu sterben, danach aber das Gericht.&ldquo;</em></p><p>Unser Leben ist nicht egal. Es hat Gewicht. Aber genau hier wird deutlich, warum Jesus so entscheidend ist: Er wird wiederkommen &ndash; nicht, um noch einmal f&uuml;r die S&uuml;nde zu sterben, sondern um die zu retten, die auf ihn warten.<br />
&nbsp;</p><h2>Die Botschaft: Du musst das nicht allein in Ordnung bringen</h2><p>Zur&uuml;ck in meine Werkstatt. Ich stehe noch da, ein bisschen &auml;rgerlich, ein bisschen frustriert &ndash; und dann kommt meine Tochter vorbei. Sie hat sich das angeschaut, kurz geschwiegen und dann gesagt: &bdquo;Mensch Papa, reg dich nicht auf. Tu die Schrauben einfach wieder in die Schachtel &ndash; ich mach das f&uuml;r dich.&ldquo;</p><p>Und wissen Sie was? In dem Moment ist der &Auml;rger pl&ouml;tzlich nicht mehr so gro&szlig;. Da ist jemand, der hilft. Der mit anpackt. Der sagt: Du musst das nicht allein wieder in Ordnung bringen.</p><p>Genau das ist die Botschaft dieses Bibeltextes &ndash; nur viel gr&ouml;&szlig;er: Ich brauche mein Leben nicht allein &bdquo;wieder sortieren&ldquo;. Nicht immer wieder neu anfangen, als hinge alles von mir ab. Jesus sagt: &bdquo;Gib mir das. Ich habe das schon f&uuml;r dich in Ordnung gebracht.&ldquo; Ein f&uuml;r alle Mal.</p><p>Vielleicht ist heute genau das dran: Nicht sich weiter abzum&uuml;hen &ndash; sondern anzunehmen, dass da einer ist, der sagt: Ich mach das f&uuml;r dich.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Werner Dauner</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17346723.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Werner Dauner]]></author>
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      <pubDate>Sat, 23 May 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Das Opfer, das alles verändert]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Hebräer 9,11-14 – ausgelegt von Mihnea Onofrei.]]></description>
      <itunes:subtitle><![CDATA[Der Bibeltext Hebräer 9,11-14 – ausgelegt von Mihnea Onofrei.]]></itunes:subtitle>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hebräer 9,11-14 – ausgelegt von Mihnea Onofrei.</em><br/>
<h2><strong>Menschliche Opfer und ihre Grenzen</strong></h2><p>Haben Sie schon einmal von einer Geschichte von wahrer Aufopferung geh&ouml;rt, die Sie einfach nicht mehr losgelassen hat? Ein Feuerwehrmann, der in ein brennendes Haus rennt, um ein Kind zu retten und dabei sein eigenes Leben riskiert. Oder eine Mutter, die alles f&uuml;r ihre Familie gibt. Das sind starke Bilder von Opfern, die mich ber&uuml;hren, weil sie etwas von bedingungsloser Hingabe zeigen. Doch jedes menschliche Opfer, so heldenhaft es auch sein mag, hat Grenzen. Es ist einmalig und irdisch.</p><p>Im Alten Testament lese ich von unz&auml;hligen Opfern. Priester brachten Tag f&uuml;r Tag, Jahr f&uuml;r Jahr, Tieropfer dar, um die S&uuml;nden des Volkes zu s&uuml;hnen. Blut, Feuer und Asche &ndash; ein st&auml;ndiger Kreislauf und eine Erinnerung daran, dass zwischen Menschen und Gott etwas zerbrochen ist. Aber konnte das Blut von B&ouml;cken und K&auml;lbern wirklich ein Gewissen reinigen und Menschen bef&auml;higen, Gott zu dienen? Die Bibel selbst gibt die Antwort: Nein. All diese Opfer waren nur ein Hinweis auf etwas viel Gr&ouml;&szlig;eres, ein Fingerzeig auf das wahre Opfer, das alles ver&auml;ndern wird. Der heutige Bibeltext stellt alles auf den Kopf, was man damals &uuml;ber Opfer und Vergebung wusste.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Christus &ndash; der wahre Hohepriester</strong></h2><p>Es beginnt mit den Worten: &bdquo;<em>Christus aber ist gekommen&hellip;&ldquo;.</em> Dieses &bdquo;aber&ldquo; ist ein Wendepunkt in der Heilsgeschichte. Die Zeit der unz&auml;hligen Tieropfer und der Priester, die selbst S&uuml;nder waren, ist vorbei. Hier kommt der eine, wahre Hohepriester: Jesus Christus. Er betritt nicht irgendein Zelt aus Stoff und Holz. Jesus Christus geht in das &bdquo;vollkommenere Zelt&ldquo; &ndash; direkt in die Gegenwart Gottes im Himmel. Und er bringt nicht das Blut von Tieren, sondern &bdquo;sein eigenes Blut&ldquo;. Das ist der entscheidende Unterschied. Kein Tier kann sich freiwillig opfern. Jesus aber, der Sohn Gottes, gab sich selbst aus Liebe zu uns hin. Er wurde nicht geopfert, er hat sich selbst als Opfer dargebracht.</p><p>Und das Ergebnis? Keine vorl&auml;ufige, j&auml;hrliche Vergebung. Nein, der Text sagt, er hat eine &bdquo;ewige Erl&ouml;sung&ldquo; erworben. Ein f&uuml;r alle Mal. Das Kreuz ist kein wiederholbares Ereignis; es ist der eine, abgeschlossene, perfekte Akt der Liebe Gottes, der durch alle Zeiten hindurch gilt. Und jetzt kommt der Punkt, der direkt in unser Leben hineinspricht. Vers 14 ist vielleicht der wichtigste des ganzen Abschnitts. Er fragt uns: Wenn schon das Blut von Tieren eine &auml;u&szlig;erliche, rituelle Reinheit bewirken konnte, &bdquo;um wie viel mehr wird dann das Blut Christi [&hellip;] unser Gewissen reinigen von den toten Werken?&ldquo; Es geht hier nicht mehr nur um &auml;u&szlig;ere Regeln. Es geht um unser Innerstes, um unser Gewissen.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Das nagende Gewissen und die Botschaft des Evangeliums</strong></h2><p>Ich kenne dieses nagende Gef&uuml;hl der Schuld. Die Erinnerung an Worte, die ich nicht h&auml;tte sagen sollen. An Taten, die ich bereue. An die Momente, in denen ich wusste, was richtig ist, und es trotzdem nicht getan habe. Manchmal versuche ich, dieses schlechte Gewissen zu beruhigen. Ich strenge mich an, ein besserer Menschen zu sein.</p><p>Ich tu gute Werke, spende Geld, engagiere mich. Ich versuche, meine Weste selbst wieder reinzuwaschen. Die Bibel nennt all diese Versuche &bdquo;tote Werke&ldquo;. Warum? Weil sie aus der Kraft eines Gewissens kommen, das von Gott getrennt ist. Es sind Versuche, mich selbst zu erl&ouml;sen, mir Gottes Liebe zu verdienen. Aber das ist unm&ouml;glich. Ein Toter kann sich nicht selbst lebendig machen.</p><p>Und genau hier setzt die Botschaft des Evangeliums, die gute Nachricht, an. Das Blut Jesu reinigt mein und Ihr Gewissen. Es w&auml;scht nicht nur den &auml;u&szlig;eren Schmutz weg, es heilt uns von innen. Es befreit uns von dem Zwang, uns Gottes Liebe verdienen zu m&uuml;ssen. Warum? Weil Gott uns seine Liebe bereits am Kreuz bewiesen hat. Der Apostel Paulus schreibt im R&ouml;merbrief, Kapitel 10,9: &bdquo;Denn wenn du mit deinem Munde bekennst, dass Jesus der Herr ist, und glaubst in deinem Herzen, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet.&ldquo; Das ist Evangelium pur: Die Erl&ouml;sung ist ein Geschenk. Aus Gnade. Nicht aus Werken. Jesus hat den Schuldschein, der gegen uns sprach, ans Kreuz genagelt und f&uuml;r immer beseitigt. Und was ist das Ziel dieser tiefen, inneren Reinigung? Der Text sagt es uns am Ende von Vers 14: &bdquo;&hellip;zu dienen dem lebendigen Gott!&ldquo;<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Einladung: Freiheit und neues Leben</strong></h2><p>Wenn unser Gewissen rein ist, m&uuml;ssen wir nicht mehr aus Angst oder Pflichtgef&uuml;hl handeln. Wir d&uuml;rfen Gott dienen. Aus Liebe. Aus Dankbarkeit. Ein Leben f&uuml;r Gott ist dann keine Last mehr, sondern eine freudige Antwort auf seine unendliche Barmherzigkeit. Wir sind nicht mehr Sklaven der S&uuml;nde, sondern Kinder des lebendigen Gottes. Wenn wir mit Christus verbunden sind, sind wir eine neue Sch&ouml;pfung. Das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden!</p><p>Diese Botschaft gilt Ihnen ganz pers&ouml;nlich, genau jetzt, in diesem Moment. Vielleicht f&uuml;hlen Sie sich belastet von den toten Werken Ihres Lebens. Vielleicht sp&uuml;ren Sie die Last eines unreinen Gewissens. Die Einladung Gottes an Sie lautet: Kommen Sie zu Jesus. Sein Opfer ist genug. Es ist genug f&uuml;r Ihre Vergangenheit, Ihre Gegenwart und Ihre Zukunft. Sie m&uuml;ssen nichts mehr hinzuf&uuml;gen. Ich m&ouml;chte Sie einladen, jetzt, wo auch immer Sie sind, Gott zu sagen, was Sie auf dem Herzen haben und ein einfaches Gebet zu sprechen: Herr Jesus Christus, ich habe geh&ouml;rt, dass dein Opfer am Kreuz auch f&uuml;r mich gilt. Ich komme mit meiner Schuld und meinem unreinen Gewissen zu dir. Bitte vergib mir. Reinige mich von innen heraus. Befreie mich von den toten Werken und mache mich zu einem Kind des lebendigen Gottes. Danke, dass du mich liebst. Amen.</p><p>Wenn Sie dieses Gebet von Herzen gesprochen haben, dann gilt: Ihr Weg mit Gott hat begonnen oder neu begonnen. Das Opfer Jesu hat alles f&uuml;r Sie ver&auml;ndert.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Mihnea Onofrei</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17346016.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Mihnea Onofrei]]></author>
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      <pubDate>Fri, 22 May 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Wenn Altes neu wird]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Hebräer 9,1-10 – ausgelegt von Gisela Wichern.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hebräer 9,1-10 – ausgelegt von Gisela Wichern.</em><br/>
<h2>Die alte Ordnung: Gottesdienst hinter dem Vorhang</h2><p>Wer die alte Ordnung kennt, der darf gespannt sein auf die neue. Es sind Menschen aus dem j&uuml;dischen Volk an die sich der Schreiber des Hebr&auml;erbriefes wendet. Menschen, die gut mit den j&uuml;dischen Gesetzen und Ritualen vertraut sind, die aber in Jesus ihren Herrn und Retter gefunden haben. Und gerade dieses Verst&auml;ndnis soll noch einmal vertieft werden. Worin unterscheidet sich die neue Ordnung von der alten?</p><p>Im Hebr&auml;erbrief wird die Stiftsh&uuml;tte beschrieben &hellip; eine Zeltanlage, die Mose zur Zeit der W&uuml;stenwanderung des Volkes Israels nach Gottes Anweisungen in der W&uuml;ste errichten lie&szlig;. Hier wollte Gott unter seinem Volk wohnen. Hier konnte Israel seinem Gott begegnen.</p><p>Nach dem Vorbild der Stiftsh&uuml;tte lie&szlig; Salomo sp&auml;ter auch den Tempel in Jerusalem erbauen. Alle Anweisungen f&uuml;r die verschiedenen Opfer- und Reinigungsrituale wurden &uuml;bernommen. Etwa 1500 Jahre lang haben diese Rituale das Glaubensverst&auml;ndnis Israels gepr&auml;gt.</p><p>Jetzt macht der Schreiber des Hebr&auml;erbriefes deutlich, dass all das, was das j&uuml;dische Volk verinnerlicht hat, Hinweise waren. Hinweise auf das, was Jesus Christus durch seinen Tod bewirken wird. Er beschreibt den Aufbau der Stiftsh&uuml;tte. Da gab es den vorderen Raum, das Heilige. Hier versahen die Priester ihren Dienst. Gottesdienste wurden vorbereitet. Au&szlig;erdem waren sie f&uuml;r die Reinigung des Siebenarmigen Leuchters zust&auml;ndig und mussten zweimal t&auml;glich &Ouml;l nachf&uuml;llen. Die Lampen brannten Tag und Nacht in diesem fensterlosen Raum.</p><p>An diesen heiligen Raum schloss sich ein weiterer an. Ein schwerer, kostbar gewebter Vorhang trennte diese beiden R&auml;ume. Er wurde &bdquo;das Allerheiligste&ldquo; genannt. Hier stand die mit Gold beschlagene Bundeslade. In diesem &ndash; ebenfalls fensterlosen Raum &ndash; brannte keine Lampe. Gott selbst erf&uuml;llte ihn mit seiner Herrlichkeit.</p><p>W&auml;hrend die Priester t&auml;glich im vorderen Raum ihrer Besch&auml;ftigung nachgingen, war das Allerheiligste tabu f&uuml;r sie. Nur ein einziger, n&auml;mlich der Hohepriester, durfte einmal im Jahr diesen abgetrennten Bereich betreten &hellip; diesen heiligsten Bereich der Gegenwart Gottes. Nur am gro&szlig;en Vers&ouml;hnungstag war es ihm erlaubt, hier f&uuml;r alle unwissentlich begangenen S&uuml;nden Abbitte zu tun.<br />
&nbsp;</p><h2>Der zerrissene Vorhang: Die neue Ordnung tritt in Kraft</h2><p>Diese r&auml;umliche Trennung macht deutlich, dass der Weg in Gottes Gegenwart noch nicht offen war. Menschliche Unvollkommenheit und Schuld vertrug sich nicht mit der Herrlichkeit Gottes. Die damaligen Opfer und Rituale konnten das Gewissen des Menschen nicht vollkommen reinigen; sie waren nur eine vor&uuml;bergehende Ordnung. Sie geh&ouml;rten zu dem alten Bund, den Gott mit Mose geschlossen hatte.</p><p>Jetzt betont der Schreiber des Briefes das Ende der alten Ordnung und den Beginn der neuen, der besseren Ordnung.</p><p>Der Vorhang ist zerrissen, der das Allerheiligste verschlossen hielt. Durch das Opfer, das Jesus Christus gebracht hat als er starb, wurde der Zugang zu Gottes heiliger Gegenwart frei.</p><p>Wie ging es den Adressaten des Hebr&auml;erbriefes mit dieser Botschaft? Das gewohnte Denk- und Glaubensmuster wurde damit ja v&ouml;llig auf den Kopf gestellt! Ohne Opfer und ohne priesterlichen Vermittler Zugang zu Gottes Herzen zu haben &ndash;&ndash;&ndash; in diese neue Ordnung musste man ja erst einmal hineinfinden.<br />
&nbsp;</p><h2>Die Reformation: Aufbruch in die bessere Ordnung</h2><p>Es erinnert mich sehr an die Zeit der Reformation. Es war eine Zeit des geistlichen Aufbruchs. Die Angst vor dem Fegefeuer hatte so viele Menschen in seelische und finanzielle Not gebracht. Der Ablasshandel versprach Erleichterung, aber frei und gl&uuml;cklich wurde dadurch niemand. Das sollte sich &auml;ndern.</p><p>Die Reformatoren des 16. Jahrhunderts gaben f&uuml;nf Leits&auml;tze heraus. F&uuml;nf Leits&auml;tze die f&uuml;r mich die neue, die bessere Ordnung des Hebr&auml;erbriefes noch einmal deutlich machen.</p><p><strong>Erstens:</strong> Allein der Glaube! Keine Opfergaben, kein Gehorsam gegen&uuml;ber kirchlichen W&uuml;rdentr&auml;gern, keine schmerzhafte Gei&szlig;elung kann Schuld bereinigen und zu ewigem Leben verhelfen. Allein der Glaube an Jesus Christus kann das bewirken.</p><p><strong>Zweitens:</strong> Allein die Schrift! Gottes Wort ist genug. Die heilige Schrift darf wohl kommentiert, aber nicht durch Sonderlehren verzerrt oder ersetzt werden!</p><p><strong>Drittens:</strong> Allein Christus! Weder Engelwesen noch irgendwelche spirituellen Meister k&ouml;nnen Vermittler sein zwischen Gott und Mensch. Christus ist der Einzige, der uns den Zugang zu Gottes Vaterherzen erm&ouml;glicht.</p><p><strong>Viertens:</strong> Allein die Gnade! Den Zutritt zum Allerheiligsten kann ich mir mit nichts verdienen. Keine guten Werke, kein moralisch einwandfreies Verhalten &ouml;ffnet mir diesen Raum. Ich bin vollst&auml;ndig auf die Gnade Gottes angewiesen.</p><p>Im <strong>5. Leitsatz</strong> hei&szlig;t es: Gott allein geh&ouml;rt die Ehre. Die Erl&ouml;sung ist kein Menschenwerk. Das Opfer, das Jesus Christus gebracht hat, sein Tod am Kreuz, hat eine reinigende Kraft. Sie reicht in die Tiefe des Menschen hinein und kann sein Innerstes verwandeln.<br />
&nbsp;</p><h2>Blick in die Gegenwart: Brauchen wir eine neue Erweckung?</h2><p>Am Kreuz von Golgatha trat die neue Ordnung in Kraft. Der Vorhang im Tempel zerriss. Nichts und niemand kann uns den Weg versperren, den Christus uns ge&ouml;ffnet hat.</p><p>Die Reformation hat damals viel Unruhe mit sich gebracht. Alte Denk- und Glaubensmuster zu verlassen bedeutete, etwas v&ouml;llig Neues zu wagen. Erl&ouml;sung wurde pl&ouml;tzlich als Geschenk verstanden und nicht als Verdienst. Da war ein geistliches Aufwachen in unserem Land, eine Erweckung!</p><p>Werden wir so etwas noch einmal erleben?</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Gisela Wichern</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17345262.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Gisela Wichern]]></author>
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      <pubDate>Thu, 21 May 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Jesus ist besser]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Hebräer 8,1-13 – ausgelegt von Matthias Gerlach.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hebräer 8,1-13 – ausgelegt von Matthias Gerlach.</em><br/>
<h2>Jesus Christus &ndash; der Hohepriester h&ouml;herer Ordnung</h2><p>Der Hebr&auml;erbrief stellt Jesus Christus in den Mittelpunkt seiner Ausf&uuml;hrungen. Anhand des Alten Testamentes wird begr&uuml;ndet, warum Jesus so viel mehr ist als die Priester und die Leviten. Dieser Beweis wurde im vorigen Kapitel gef&uuml;hrt. Jetzt kommt das Wesentliche. Die Hauptsache des ganzen Hebr&auml;erbriefs. An dieser Stelle wird auf den Anfang des Hebr&auml;erbriefs verwiesen, dort hei&szlig;t es in Kapitel 1,3: &bdquo;<em>Er ist der Abglanz der Herrlichkeit Gottes &hellip; nachdem er die Reinigung der S&uuml;nden erwirkt hat, hat er sich zur Rechten der Majest&auml;t in der H&ouml;he gesetzt</em>.&ldquo; (Hebr&auml;er 1,3) Wir haben in Jesus einen Hohenpriester h&ouml;herer Ordnung, der zur Rechten Gottes sitzt und uns vertritt. Jesus spricht f&uuml;r uns auf dem k&uuml;rzesten Dienstweg mit Gott. Wenn Jesus sich im Himmel auf den Thron gesetzt hat, dann gewinnt er damit an Hoheit und W&uuml;rde, dann ist seine F&uuml;rsprache f&uuml;r die Gemeinde umso wirksamer. Deshalb sind wir eingeladen, t&auml;glich mit ihm zu sprechen, zu ihm zu beten. Das macht den Glauben lebendig und hilft uns, unsere pers&ouml;nliche Beziehung zu Jesus zu vertiefen.<br />
&nbsp;</p><h2>Das himmlische Heiligtum und das Opfer am Kreuz</h2><p>Weiter vergleicht nun der Bibelabschnitt den Priesterdienst Jesu mit dem Dienst der Priester am Jerusalemer Tempel. Jesus dient am himmlischen Heiligtum, das das Vorbild f&uuml;r das irdische Heiligtum war. Der Tempel ist nur ein Abglanz des Himmlischen. Am irdischen Heiligtum k&ouml;nnte Jesus gar nicht Priester sein, denn er war nicht vom Geschlecht Aarons und kam nicht aus dem Stamm Levi, aber er ist ja ein Priester h&ouml;herer Ordnung. Die Aufgabe der Priester war es, die Opfer f&uuml;r die S&uuml;nden darzubringen. Da musste der Priester zun&auml;chst f&uuml;r sich selbst opfern, erst wenn er sich dadurch von allen S&uuml;nden gereinigt hatte, konnte er f&uuml;r die S&uuml;nden des Volkes opfern.</p><p>Auch Jesus hat ein Opfer dargebracht, nur musste er nicht f&uuml;r sich selbst opfern, da er ohne S&uuml;nde war. Und das Opfer, das er dargebracht hat, war er selbst. Durch sein unschuldiges Leiden und Sterben am Kreuz hat er ein Opfer gebracht, das f&uuml;r die Schuld der ganzen Menschheit ein f&uuml;r allemal gilt. Der Hebr&auml;erbrief zeichnet hier das folgende Bild: Jesus vollzieht den himmlischen Priesterdienst im himmlischen Heiligtum. Seine Himmelfahrt wird verglichen mit dem irdischen Gang des Hohepriesters in das Allerheiligste des Tempels. Das Opfer am Kreuz entspricht dem Opfer am gro&szlig;en Vers&ouml;hnungstag. Das Johannesevangelium berichtet uns in seiner Chronologie, dass Jesus zu der Stunde am Kreuz starb, als im Tempel die Passalamm&auml;r geschlachtet wurden. Er ist das letztg&uuml;ltige Opfer, und deshalb m&uuml;ssen wir heute keine Opfer mehr bringen.<br />
&nbsp;</p><h2>Der neue Bund &ndash; Mittler und Verhei&szlig;ung</h2><p>Jesus hat ein h&ouml;heres Amt angetreten als der Hohepriester und wird deshalb auch als Mittler eines besseren Bundes bezeichnet. Das griechische Wort <em>mesites</em>, das hier f&uuml;r Mittler steht, hat eine breite Wortbedeutung. Es kann Mittler, auch Schiedsrichter, Friedensstifter, Zeuge, B&uuml;rge bedeuten. Als Mittler tritt er zwischen die Parteien, um zu schlichten. Jesus vermittelt zwischen uns und Gott. Er b&uuml;rgt f&uuml;r seine Verhei&szlig;ungen, er schafft Frieden mit Gott durch die Vergebung unserer S&uuml;nden. Er ist der Mittler eines besseren Bundes, der auf bessere Verhei&szlig;ungen gegr&uuml;ndet ist. Ein anderer Bund wurde notwendig, weil der erste nicht ausreichte. Der Bund, den Gott mit dem Volk Israel am Sinai geschlossen hatte.</p><p>Mose war der Mittler des Gesetzes, von dem galt: Tue das Gesetz, so wirst du leben. Das war beim alten Bund die Grundaussage, doch er taugte nur dazu aufzuzeigen, dass kein Mensch das Gesetz erf&uuml;llen kann. Schon beim Propheten Jeremia wird der neue Bund angek&uuml;ndigt, der in Jesus dann seine Gestalt gewinnt. Wir haben es an dieser Stelle mit dem l&auml;ngsten alttestamentlichen Zitat im Neuen Testament zu tun. Jeremia k&uuml;ndigt diesen neuen Bund rund 600 Jahre vor Christi Geburt an. Gott steht zu seinen Verhei&szlig;ungen, die er mit Abraham begonnen hat und die er mit dem Bundesschluss am Sinai mit dem Volk Israel besiegelt hat. Weil das Gesetz nicht eingehalten werden konnte, suchte er einen anderen Weg. Jeremia k&uuml;ndigte ihn an. Mitten in den Gerichtsworten des Propheten wird der neue Bund verhei&szlig;en.</p><p>Was beinhaltet er? Ich will mein Gesetz in ihren Sinn geben und in ihr Herz schreiben. So entsteht ein neues Verh&auml;ltnis zwischen Gott und seinem Volk. Das Gesetz im Sinn haben und ins Herz geschrieben bedeutet: Es ist im Alltag pr&auml;sent. Man wei&szlig; im Alltag, was Gott will, und das Gesetz im Herzen begr&uuml;ndet die Liebe zu Gott, die hilft, es im Alltag zu bew&auml;hren. Der neue Bund tr&auml;gt die Verhei&szlig;ung in sich: alle werden Gott erkennen. Keiner muss mehr von anderen belehrt werden. Und der dritte Gesichtspunkt des neuen Bundes: Die S&uuml;ndenvergebung. Ich will gn&auml;dig sein ihrer Ungerechtigkeit und ihrer S&uuml;nden will ich nicht mehr gedenken. Der Hebr&auml;erbrief deutet den Tod Jesu als die Erf&uuml;llung des neuen Bundes.<br />
&nbsp;</p><h2>Erf&uuml;llung im neuen Bund: Heiliger Geist, S&uuml;ndenvergebung und F&uuml;rsprache</h2><p>Nicht dass sich jetzt schon alles erf&uuml;llt hat, aber Jesu Himmelfahrt hat im neuen Bund Folgendes verwirklicht: Gott hat uns seinen Heiligen Geist gegeben, der uns hilft, an Jesus zu glauben und sein Wort recht zu verstehen. Der Priesterdienst zum S&uuml;ndopfer ist nicht mehr notwendig, denn Jesus hat das endg&uuml;ltige Opfer gebracht und &uuml;bt seinen Priesterdienst f&uuml;r uns im Himmel aus. Wir k&ouml;nnen ihm unsere S&uuml;nden bekennen und daf&uuml;r seinen Kreuzestod in Anspruch nehmen. Dann gilt, was der Psalmist in Psalm 103 so ausgedr&uuml;ckt hat: &bdquo;<em>So fern der Morgen ist vom Abend, so l&auml;sst er unsere &Uuml;bertretungen von uns sein.&ldquo;</em></p><p>So ist Jesus der wahre Hohepriester, der sich zur Rechten Gottes auf den himmlischen Thron gesetzt hat und f&uuml;r uns eintritt.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Matthias Gerlach</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17344501.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Matthias Gerlach]]></author>
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      <pubDate>Wed, 20 May 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Ewig und vollkommen]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Hebräer 7,23-28 – ausgelegt von Jürgen Schmidt.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hebräer 7,23-28 – ausgelegt von Jürgen Schmidt.</em><br/>
<h2>1. Eine vertraute Methode &ndash; und ein besserer Weg</h2><p>Vor wenigen Monaten ist mein Vater im Alter von etwas mehr als 100 Jahren verstorben. Beim Lesen des Bibeltextes wurde ich an ihn erinnert. Mindestens einmal im Monat fragte er mich fr&uuml;her h&ouml;flich: &bdquo;Kannst Du mich mal zur Bank fahren?&ldquo; Er hatte ausgef&uuml;llte &Uuml;berweisungstr&auml;ger dabei und wollte gerne wieder seine Kontoausz&uuml;ge abholen. Ich habe es f&uuml;r mich als &bdquo;Ausflug mit dem Vater&ldquo; verbucht, denn ich kannte einen besseren Weg. So hat er irgendwann auch zugestimmt, dass ich alle seine Bankgesch&auml;fte per Homebanking erledigen konnte, w&auml;hrend er mir &uuml;ber die Schulter schaute. Seine alte, vertraute Methode war weder falsch noch schlecht, aber es gab aus meiner Sicht eine bessere.<br />
&nbsp;</p><h2>2. Die alttestamentliche Ordnung: Gesetz, Priester und S&uuml;hne</h2><p>Gott hat im Alten Testament eine Ordnung eingerichtet. Er hat seinem Volk das Gesetz und einen Hohepriester sowie viele nachgeordnete Priester gegeben. Dieses Gesetz hat den Menschen klar gemacht, wie die Beziehung zu ihrem Gott aussehen sollte und wie sie untereinander gut leben konnten. Gleichzeitig sp&uuml;rten die Israeliten aber jeden Tag, dass sie es nicht schafften, diese Regeln einzuhalten. Wann immer sie versagten, hatten sie S&uuml;nde auf sich geladen. Und diese trennte sie von ihrem Gott und all seinen Zusagen an Hilfe und Segen, die er versprochen hatte. Das ist bis heute so! Der liebevolle Herr im Himmel ist gleichzeitig der heilige Gott, der mit S&uuml;nde keinen Pakt schlie&szlig;en wird. Aber er sehnt sich auch nach den Menschen, die er gewollt und geschaffen hat. So hat er damals einen Weg aufgezeigt, wie die Beziehung zu Gott wiederhergestellt werden kann. S&uuml;nde ist in Gottes Augen so gravierend, dass sie nur durch Tod ges&uuml;hnt werden kann. Damals bereuten Menschen ihre S&uuml;nde vor Gott, wenn sie einsichtig waren, und opferten je nach Schwere der Schuld ein kleines oder gro&szlig;es Tier. Durch das Sterben dieses Tiers konnte Gott erkennen, dass es dem Menschen ernst mit seiner Bu&szlig;e war. Daher gab es am Tempel viele Priester, die den Opferdienst taten und den Menschen dann die Vergebung Gottes zusprachen. Das mussten diese Priester auch f&uuml;r sich selbst tun. Einmal im Jahr trat der oberste Priester, auch Hohepriester genannt, im allerheiligsten Inneren des Tempels vor Gott, um f&uuml;r sich und das ganze Volk die Vers&ouml;hnung f&uuml;r alle Schuld zu erbitten.<br />
&nbsp;</p><h2>3. Das unvollkommene System und Gottes vollkommene L&ouml;sung</h2><p>Der Autor unseres Bibeltextes erkl&auml;rt, dass das alles aber unvollkommen war: Die Vers&ouml;hnung geschah immer nur f&uuml;r das, was die Menschen im R&uuml;ckblick bereuten. Sie mussten immer wieder kommen. Auch die Priester waren verg&auml;ngliche Menschen, immer wieder andere &uuml;bernahmen dieses Amt. Viele Tiere starben. Das Problem konnte damals nur punktuell, aber nicht grunds&auml;tzlich gel&ouml;st werden.</p><p>Bis Gott h&ouml;chst pers&ouml;nlich handelte! Nur er konnte das Problem grunds&auml;tzlich und ein f&uuml;r alle Mal l&ouml;sen! Die Logik ist nachvollziehbar: Einer sollte f&uuml;r alle Schuld der Welt sterben. Einer, der sichtbar machen sollte, dass Gott, der Allm&auml;chtige, gleichzeitig heilig ist und S&uuml;nde verabscheut, weil sie &uuml;berhaupt nicht zu ihm passt &ndash; und der au&szlig;erdem voller Liebe zu uns Menschen ist. Deshalb schickte er seinen Sohn Jesus Christus auf die Erde. Er kam als Baby einer irdischen Mutter zur Welt. An Weihnachten denken Christen daran und feiern diese Geburt. Jesus sollte als Sohn Gottes und gleichzeitig Mensch erleben, was es hei&szlig;t, ein richtiger Mensch zu sein &ndash; mit allen M&uuml;hen und Schmerzen, inmitten eines Umfelds voller L&uuml;gen, Intrigen, Hass und Brutalit&auml;t. Dennoch aber war er nie damit verwoben, er blieb ohne S&uuml;nde und konnte dadurch das unschuldige Opfer sein, das die S&uuml;nde der Welt vor Gottes Angesicht s&uuml;hnt. Somit wurde Jesus Christus ein Hohepriester, wie es in der Ordnung Gottes schon im Alten Testament vorgesehen war. Allerdings musste er nicht mehr t&auml;glich und immer wieder die S&uuml;hne vor Gott erbitten, vielmehr wurde er der bessere Hohepriester, eigentlich der Beste. Weil er unschuldig war und nicht f&uuml;r sich selbst s&uuml;hnen brauchte. Was er tat, gilt f&uuml;r immer und ist vollkommen!</p><p>Es klingt wie ein Aufatmen, wenn es in der Mitte des verlesenen Bibeltextes hei&szlig;t: &bdquo;<em>Einen solchen Hohenpriester mussten wir haben</em>.&ldquo;</p><p>Oder, wie eine andere &Uuml;bersetzung formuliert: &bdquo;<em>Ein solcher Hohepriester war genau das, was wir n&ouml;tig hatten.&ldquo; </em>Gott hat dieses S&uuml;hneopfer seines eigenen Sohnes damit best&auml;tigt, dass er ihn aus Tod und Grab geholt hat. Christen denken an Ostern daran, dass man Jesus im Grab suchte, aber nicht fand. Einige Male erschien er seinem Team, das ihn f&uuml;r drei Jahre begleitet hatte, v&ouml;llig &uuml;berraschend. Sie wurden zu Augenzeugen daf&uuml;r, dass er tats&auml;chlich lebte. Damit wurde die unendliche Kraft und Macht unseres Gottes deutlich sichtbar, denn &ndash; vom Tod nach drei Tagen im Grab zur&uuml;ckbringen, das kann kein Mensch! Das muss Gottes Handeln sein!</p><p>Jesus, so bezeugt es die Bibel, hat sein Menschsein wieder abgelegt, ist f&uuml;r uns der vollkommene Hohepriester geworden, regiert nun mit Gott und sitzt an seiner rechten Seite auf dem himmlischen Thron.<br />
&nbsp;</p><h2>4. Das Beste annehmen &ndash; Einladung zur pers&ouml;nlichen Entscheidung</h2><p>In mir klingen die Gedanken, dass unser Gott einerseits seine guten Prinzipien durch die Jahrtausende bewahrt und g&uuml;ltig h&auml;lt, andererseits aber dennoch ein Gott der Ver&auml;nderung und Weiterentwicklung ist. Ich lerne daraus, dass es nicht gut ist, immer nur am Alten festzuhalten. Sicher w&auml;re es nicht weise, alles Alte f&uuml;r schlecht zu erkl&auml;ren. Aber es besteht die Gefahr, Entscheidendes zu &uuml;bersehen. Es hat mich gefreut, dass sogar mein alter Vater zu einer Ver&auml;nderung zum Besseren bereit war.</p><p>Das Allerbeste ist, dieses Opfer von Jesus Christus am Kreuz von Golgatha als S&uuml;hne f&uuml;r die eigene Schuld zu akzeptieren und diesem liebevollen und heiligen Gott zu vertrauen. Nehmen Sie sich Zeit, studieren Sie die Details dazu in der Bibel. Das haben wir alle ausnahmslos n&ouml;tig. Und erleben Sie, welch ein Geschenk es ist, befreit von Schuld mit diesem Jesus im Alltag unterwegs zu sein. Gerne wiederhole ich diese Einladung, wie sie bereits im 4. Kapitel des Briefs an die Hebr&auml;er steht: &bdquo;<em>Darum lasst uns mit Zuversicht zu dem Thron der Gnade hinzutreten, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zu der Zeit, wenn wir Hilfe n&ouml;tig haben.&ldquo;</em></p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Jürgen Schmidt</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17343773.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Jürgen Schmidt]]></author>
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      <pubDate>Tue, 19 May 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Mehr als ein Handy]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Hebräer 7,11-22 – ausgelegt von Kerstin Brunner.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hebräer 7,11-22 – ausgelegt von Kerstin Brunner.</em><br/>
<h2><strong>Vom alten Handy zum Smartphone: Ein Bild f&uuml;r den Glauben</strong></h2><p>Erinnern Sie sich noch an Ihr erstes Handy? Ich schon!<br />
1996 &ndash; Ich schreibe meiner Freundin eine SMS. Ich muss mich kurzfassen, da ich nur 160 Zeichen nutzen kann, sonst f&auml;ngt eine weitere SMS an, die weitere Kosten verursacht. Wir waren damals sehr erfinderisch, um die &bdquo;kostbaren&ldquo; 160 Zeichen sinnvoll zu nutzen. Nur Buchstaben, Zeichen und eben Leerzeichen. Damals konnte man mit einem Handy im Gro&szlig;en und Ganzen telefonieren und Textnachrichten verschicken. Auch mit dem Empfang war es recht simpel: Man hatte entweder Empfang oder eben keinen Empfang.</p><p>2026 &ndash; heute kann ich meiner Freundin mit meinem Smartphone nicht nur Textnachrichten, sondern auch Emojis, Sprachnachrichten, Videos und Dokumente schicken. Wenn ich will, kann ich st&auml;ndig online sein, mich &uuml;ber Mobilfunk, WLAN und Internet verbinden, die Navigation nutzen, Nachrichten aus aller Welt empfangen oder jederzeit direkten Zugang zu Menschen und Informationen haben. Beide Ger&auml;te dienen der Kommunikation, aber das Smartphone er&ouml;ffnet eine viel tiefere und umfassendere Form der Verbindung.</p><p>Dieses Bild hilft, einen Gedanken aus dem Hebr&auml;erbrief zu verstehen. Dort wird erkl&auml;rt, dass Gott schon im Alten Testament Wege geschaffen hat, damit Menschen mit ihm in Beziehung leben k&ouml;nnen. Doch diese Wege sind wie das &bdquo;aIte Handy&ldquo;: echt, wichtig und von Gott gegeben &ndash; aber noch nicht die endg&uuml;ltige L&ouml;sung. Sie weisen auf etwas Gr&ouml;&szlig;eres hin.<br />
&nbsp;</p><h2>Melchisedek &ndash; ein r&auml;tselhafter Vorausblick</h2><p>Eine zentrale Figur dabei ist Melchisedek. Melchisedek begegnet mir nur kurz in der Bibel (1.&nbsp;Mose&nbsp;14). Er ist zugleich K&ouml;nig von Salem und Priester Gottes, des H&ouml;chsten. Abraham begegnet ihm nach einer Schlacht, Melchisedek segnet ihn, und Abraham gibt ihm den Zehnten. Viel mehr erfahre ich nicht &uuml;ber ihn &ndash; keine Abstammung, kein Anfang oder Ende seines Dienstes. Gerade diese geheimnisvolle Rolle macht ihn im Hebr&auml;erbrief zu einem wichtigen Hinweis auf Jesus. Melchisedek steht f&uuml;r ein Priestertum, das nicht von Herkunft oder Familienlinie abh&auml;ngt, sondern direkt von Gott kommt.</p><p>Um zu verstehen, warum das so bedeutend ist, muss ich wissen, welche Aufgaben ein Priester &ndash; besonders ein Hohepriester &ndash; im Alten Testament hat. Priester sind Vermittler zwischen Gott und Menschen. Sie helfen dem Volk, mit Gott in Beziehung zu bleiben, obwohl Schuld und S&uuml;nde diese Beziehung immer wieder belasten. Eine zentrale Aufgabe ist der Opferdienst im Heiligtum. Menschen bringen Opfer dar, um ihre Schuld vor Gott zu bekennen und Vergebung zu erbitten. Tiere werden stellvertretend geopfert, weil S&uuml;nde Konsequenzen hat und Vers&ouml;hnung nicht einfach &uuml;bergangen werden kann.</p><p>Der Priester f&uuml;hrt diese Opferhandlungen aus und zeigt damit: Der Mensch braucht Hilfe, um vor Gott bestehen zu k&ouml;nnen. Die wichtigste Handlung im ganzen Jahr ist der Vers&ouml;hnungstag (Jom Kippur). Nur an diesem einen Tag darf der Hohepriester das Allerheiligste betreten &ndash; den innersten Raum des Heiligtums, der Gottes Gegenwart verk&ouml;rpert. Dort bringt er Opferblut dar, zuerst f&uuml;r seine eigene Schuld und dann f&uuml;r die Schuld des ganzen Volkes. Dieser Tag macht deutlich: Die Beziehung zu Gott ist m&ouml;glich, aber sie bleibt begrenzt und muss immer wieder erneuert werden.</p><p>Eine weitere Aufgabe ist die F&uuml;rbitte f&uuml;r das Volk. Der Hohepriester tritt stellvertretend f&uuml;r andere vor Gott ein. Auf seinem Brustschild tr&auml;gt er die Namen der zw&ouml;lf St&auml;mme Israels &ndash; ein Zeichen daf&uuml;r, dass er das ganze Volk vor Gott vertritt. Die Menschen selbst k&ouml;nnen Gott nicht unmittelbar im Heiligtum begegnen; der Priester &uuml;bernimmt das f&uuml;r sie.</p><p>All diese Aufgaben zeigen: Das alte Priestertum ist notwendig, aber auch unvollst&auml;ndig. Die Opfer m&uuml;ssen st&auml;ndig wiederholt werden. Der Zugang zu Gott bleibt eingeschr&auml;nkt. Nur wenige d&uuml;rfen sich ihm r&auml;umlich n&auml;hern, und selbst der Hohepriester nur einmal im Jahr.<br />
&nbsp;</p><h2>Jesus &ndash; der vollkommene Priester</h2><p>Hier setzt der Hebr&auml;erbrief an und vergleicht Melchisedek mit Jesus. Melchisedek ist Priester ohne bekannte Abstammungslinie &ndash; sein Amt scheint direkt von Gott zu kommen. Genau darin sieht der Hebr&auml;erbrief ein Vorausbild f&uuml;r Jesus. Auch Jesus wird nicht Priester aufgrund seiner Herkunft aus dem Stamm Levi, sondern durch Gottes Berufung selbst. Doch Jesus ist mehr als ein weiterer Priester. W&auml;hrend die alten Priester immer wieder Opfer darbringen, bringt Jesus ein einziges Opfer &ndash; sich selbst. Damit ver&auml;ndert sich alles. Das Opfer muss nicht wiederholt werden, weil es endg&uuml;ltig gilt. Vers&ouml;hnung wird nicht mehr jedes Jahr neu hergestellt, sondern dauerhaft m&ouml;glich. Durch Jesu Tod am Kreuz.</p><p>Auch der Vers&ouml;hnungstag bekommt eine neue Bedeutung. Jesus geht nicht in ein irdisches Heiligtum, sondern &ndash; so beschreibt es der Hebr&auml;erbrief &ndash; direkt in Gottes Gegenwart. Er &ouml;ffnet damit einen Zugang, der vorher verschlossen war. Der Vorhang zwischen Gott und Mensch wird aufgehoben. Die Verbindung zu Gott wird nicht mehr durch r&auml;umliche Grenzen oder bestimmte Zeiten eingeschr&auml;nkt. Ebenso ver&auml;ndert sich die F&uuml;rbitte. Jesus tritt weiterhin f&uuml;r Menschen ein, aber nicht nur stellvertretend aus der Distanz. Er kennt menschliches Leben aus eigener Erfahrung, weil er selbst Mensch geworden ist. Seine F&uuml;rsprache bedeutet: Menschen d&uuml;rfen jederzeit zu Gott kommen, ohne einen menschlichen Vermittler aufsuchen zu m&uuml;ssen.<br />
&nbsp;</p><h2>Dauerhafte Verbindung zu Gott &ndash; die Botschaft f&uuml;r heute</h2><p>Hier wird das Bild vom Handy und Smartphone wieder verst&auml;ndlich. Das alte Priestertum ist wie ein funktionierendes, aber begrenztes Kommunikationsmittel. Es zeigt, dass Verbindung zu Gott m&ouml;glich ist, aber sie blieb indirekt und eingeschr&auml;nkt. Mit Jesus beginnt eine neue Dimension der Beziehung: Er erm&ouml;glicht eine dauerhafte Verbindung zu Gott, unmittelbaren Zugang und eine Verbindung, die nicht st&auml;ndig neu hergestellt werden muss.</p><p>Durch Jesus entsteht eine neue und ganz wunderbare M&ouml;glichkeit f&uuml;r alle Menschen: Gott ist nicht mehr nur im Heiligtum erreichbar, sondern im Alltag. Gebet ist jederzeit m&ouml;glich. Gott ist 24&nbsp;Stunden, 7&nbsp;Tage die Woche erreichbar. Vergebung h&auml;ngt nicht mehr von wiederholten Opferhandlungen ab. Die Beziehung zu Gott wird pers&ouml;nlich, direkt und dauerhaft.</p><p>Der Hebr&auml;erbrief will damit keine Abwertung der Regeln des Alten Testaments zeigen, sondern deren Erf&uuml;llung. Melchisedek weist voraus &ndash; Jesus ist der Vollender. Was vorher angek&uuml;ndigt wird, wird in Jesus Wirklichkeit. Die Verbindung zu Gott ist nicht l&auml;nger begrenzt wie bei einem alten Ger&auml;t mit schwachem Empfang, sondern offen, lebendig und dauerhaft. Und genau darin liegt die Hoffnung des christlichen Glaubens: Der Zugang zu Gott steht offen &ndash; nicht aufgrund menschlicher Leistung, sondern weil Jesus selbst die Br&uuml;cke geworden ist. Er hat den Weg frei gemacht, damit jeder Mensch Gemeinschaft mit Gott haben und die Vergebung der S&uuml;nde erfahren kann.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Kerstin Brunner</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17343018.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Kerstin Brunner]]></author>
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      <pubDate>Mon, 18 May 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Wenn Dank und Lob mein Leben bestimmt]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 92 – ausgelegt von Irmhild Schorre.</em><br/>
<h2>1. Gott danken und loben &ndash; morgens und nachts</h2><p style="margin-left:36.0pt"><em>&bdquo;Das ist ein k&ouml;stlich Ding, dem Herrn danken und Lobsingen deinem Namen, du H&ouml;chster, des Morgens deine Gnade und des Nachts deine Wahrheit verk&uuml;ndigen auf dem Psalter mit zehn Saiten, mit Spielen auf der Harfe. Denn du Herr, du l&auml;ssest mich fr&ouml;hlich singen von deinen Werken und ich r&uuml;hme die Taten deiner H&auml;nde.&ldquo;</em></p><p>Der Schreiber des Psalms gebraucht zu Anfang den Begriff &bdquo;ein k&ouml;stlich Ding&ldquo; als Ausdruck der gro&szlig;en Begeisterung, die ihn ergreift, wenn er dem Herrn dankt und ihn lobt. Wenn ich Gott lobe und danke, dann tue ich etwas, was Gott zusteht und was seiner Gr&ouml;&szlig;e angemessen ist. Gleichzeitig tut es mir gut und macht mich froh.</p><p>Ich danke Gott f&uuml;r die Erfahrungen mit ihm in meinem Leben. Beim Danken erinnere ich mich an das Erlebte. Ich nehme mir Zeit, &uuml;ber Vergangenes nachzudenken. Manchmal wei&szlig; ich dann genau, wo Gott mir konkret geholfen hat. Dann ist die Situation so klar, dass ich nur sagen kann: Danke Herr!</p><p>Vieles begegnet mir auch nur wie ein fl&uuml;chtiger Gedanke. Es ist so eine Ahnung, wo Gott &uuml;berall seine Finger im Spiel hatte. In einem Lied von Manfred Siebald hei&szlig;t es: &bdquo;&hellip;mit H&auml;nden l&auml;sst sich manches greifen. Doch manche Wunder streifen mich nur heimlich &ndash; dann und wann&ldquo;.</p><p>Wichtig ist es in jedem Fall, diese Gedanken festzuhalten und mit anderen zu teilen. Das Erlebte ist dann klarer in meiner Erinnerung und gleichzeitig macht es anderen Menschen Mut.</p><p>Aus dem Danken kommt das Lobsingen. Gott zu Lobsingen bedeutet, ihn durch Musik und Gesang mit freudigen Worten zu ehren und dr&uuml;ckt tiefe Bewunderung und Dankbarkeit aus. Ich lasse nach au&szlig;en, was mich bewegt. Ich habe nicht mich im Blick, sondern das, was Gott tut und wie er ist.</p><p>Gottes Gnade am Morgen in den Blick zu nehmen, bevor der Alltag nach mir greift, hilft ungemein. Es gibt mir Schwung, in den Tag zu starten und Dinge anzupacken. Ich &uuml;berlasse das Feld nicht den Problemen, sondern Gott. Er sagt mir seine Hilfe und Treue fest zu. Ob ich mir gerade viel Zeit nehmen kann oder eher im Laufschritt unterwegs bin &ndash; die Verbindung zu ihm ist offen und er h&ouml;rt. Abends lege ich den Tag, so wie er war, zur&uuml;ck in Gottes H&auml;nde. Ich danke f&uuml;r das Gute und bitte um Vergebung f&uuml;r das, was nicht gut gelaufen ist. Nachts, wenn ich nicht schlafen kann, hilft es mir, mich an seine Zusagen, das bedeutet, an seine Wahrheit zu erinnern. Wenn dann Probleme oft &uuml;bergro&szlig; werden, gibt er mir das richtige Augenma&szlig;, sie einzuordnen. Ich gebe meine Sorgen bei ihm ab, muss mich nicht l&auml;nger aufreiben und darf ruhig werden.</p><p>Lob und Dank gegen&uuml;ber Gott kann ich durch Instrumente verst&auml;rken. Es ist wichtig zu &uuml;ben, um gute Kl&auml;nge hervorzubringen. Genauso lerne ich auch, Gott zu loben. Ich stimme mich innerlich ein, indem ich bewusst zur Ruhe komme und mich nicht ablenken lasse.</p><p>So wie es unterschiedliche Instrumente gibt, gibt es auch unterschiedliche Kl&auml;nge beim Lob Gottes. Wichtig ist, dass der Klang aus meinem Herzen kommt.<br />
&nbsp;</p><h2>2. Staunen und tiefe Gedanken und ein Blick auf Menschen ohne Gott</h2><p style="margin-left:36.0pt"><em>&bdquo;Herr, wie sind deine Werke so gro&szlig;! Deine Gedanken sind sehr tief. Ein T&ouml;richter glaubt das nicht und ein Narr begreift es nicht. Die Gottlosen gr&uuml;nen wie das Gras, und die &Uuml;belt&auml;ter bl&uuml;hen alle &ndash; nur um vertilgt zu werden f&uuml;r immer! Aber du Herr bist der H&ouml;chste und bleibest ewiglich.&ldquo;</em></p><p>In diesem Abschnitt staunt der Schreiber des Psalms &uuml;ber die gro&szlig;en Taten und Werke Gottes. Er findet sie &uuml;berall, in der Sch&ouml;pfung, aber auch im konkreten Handeln in seinem Leben.</p><p>Beim Staunen &uuml;ber die Tiefe der Gedanken Gottes sehe ich ein St&uuml;ck seiner unendlichen Weisheit, Dinge in der Sch&ouml;pfung, die bis ins Kleinste durchdacht sind. Gott &uuml;berblickt Zusammenh&auml;nge und Zeitr&auml;ume. Manchmal bekomme ich davon etwas mit, wenn sich Dinge zusammenf&uuml;gen, die bisher keinen Sinn ergaben. Doch oft verstehe ich Gottes Tun und Lassen nicht. Ich denke und handle nach meinen Ma&szlig;st&auml;ben. Ich bete und es &auml;ndert sich nichts. Dann brauche ich Kraft, um diese Spannung auszuhalten. Dabei hilft es mir, wenn ich mich bewusst daf&uuml;r entscheide, Gott auch jetzt zu vertrauen, dem Gott, &uuml;ber dessen Werke ich eben noch gestaunt habe. Er ist unergr&uuml;ndlich in seinem Handeln und gleichzeitig ist er mir nahe in seiner Liebe und Treue und ich ehre ihn durch mein Vertrauen.</p><p>F&uuml;r Menschen, die ohne Gott leben, ist solch ein pers&ouml;nlicher Umgang mit Gott schwer zu begreifen. Sie haben keinen Blick f&uuml;r seine Taten, wie zum Beispiel in der Sch&ouml;pfung oder auch in ihrem Leben. Manchmal macht es mir zu schaffen, wenn ich sehe, mit welcher scheinbaren Leichtigkeit Menschen ohne Gott durch das Leben gehen. Doch das ist oft nur die Fassade; dahinter sieht es anders aus. Auf die L&auml;nge der Zeit fehlt ihnen die Quelle, aus der sie dauerhaft gespeist werden. Derjenige, der mit Gott lebt, hat Zugang zu dieser Quelle, unabh&auml;ngig von seinen Lebensumst&auml;nden.<br />
&nbsp;</p><h2>3. Auswirkungen im Leben</h2><p style="margin-left:36.0pt"><em>&bdquo;Der Gerechte wird gr&uuml;nen wie ein Palmbaum, er wird wachsen wie eine Zeder auf dem Libanon. Die gepflanzt sind im Hause des Herrn, werden in den Vorh&ouml;fen unseres Gottes gr&uuml;nen. Und wenn sie auch alt werden, werden sie dennoch bl&uuml;hen und frisch sein, dass sie verk&uuml;ndigen, wie der Herr es recht macht; er ist mein Fels und kein Unrecht ist an ihm.&ldquo;</em></p><p>&nbsp;</p><p>Hier vergleicht der Schreiber des Psalms den Gerechten, denjenigen, der sein Vertrauen auf Gott setzt, mit einem Palmbaum und einer Zeder. Palmen k&ouml;nnen sehr hoch werden und erreichen oft ein hohes Alter. Sie wachsen langsam. &Uuml;bertragen auf mein Leben mit Gott ist es ein Bild daf&uuml;r, dass bleibende Ver&auml;nderungen in meinem Leben Zeit brauchen, um zu reifen und um Bestand zu haben. Zedern haben Eigenschaften, die ich in diesem Ver&auml;nderungsprozess brauche. Zedern sind immergr&uuml;n, robust und stark. Sie wachsen schnell und werden besonders gro&szlig;. Auch l&auml;ngere Trockenheit halten sie aus. Diese Eigenschaften sind in mir angelegt, wenn ich in Gottes N&auml;he verwurzelt bin. Ich greife darauf zur&uuml;ck in jeder Lebenssituation, insbesondere auch dann, wenn die Umst&auml;nde schwieriger werden.</p><p>Auch die Zeit des Alters hat der Dichter des Psalms im Blick. Wie ist das zu verstehen: Noch im Alter bl&uuml;hen, fruchtbar und frisch sein? Es geht hier um geistliche Vitalit&auml;t und Frische. Sie kommen aus einer lebendigen Verbindung mit Gott &ndash; unabh&auml;ngig vom Lebensalter. Es macht Mut zu wissen, dass das Leben im Alter nicht weniger Wert hat und trotz k&ouml;rperlicher N&ouml;te kraftvoll und gesegnet sein kann. Im R&uuml;ckblick auf sein Leben kommt der Schreiber des Psalms zum Danken und Loben. Er l&auml;sst die Menschen um sich her wissen, dass Gott es recht oder anders ausgedr&uuml;ckt richtig gemacht hat und auch zuk&uuml;nftig machen wird.</p><p>Am Ende dieses Psalms stellt sich die Frage: Wie werde ich jemand, der aus &uuml;bervollen Herzen lobt und dankt? Gott entfacht sein Lob in mir, wenn ich ihn suche &ndash; in guten Zeiten und auch in der Not. Ich setze mich nicht unter Druck, wenn mein Jubel eher verhalten und leise ist. Gott hat mich gemacht mit meinen Charaktereigenschaften und sieht in mein Innerstes. Er sieht auch den kleinen Funken von Lob und Dank in mir. Eines nehme ich mir vor. Ich will dranbleiben, will Gottes N&auml;he suchen, meine Erfahrungen mit anderen teilen. Gott ist der Grund f&uuml;r Lob und Dank in meinem Leben und will den Funken in meinem Herzen &uuml;berspringen lassen.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Irmhild Schorre</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17342624.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Irmhild Schorre]]></author>
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      <pubDate>Sun, 17 May 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Hoch, höher, der Höchste]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Hebräer 7,1-10 – ausgelegt von Matthias Bank.]]></description>
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      <itunes:summary><![CDATA[Der Bibeltext Hebräer 7,1-10 – ausgelegt von Matthias Bank.]]></itunes:summary>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hebräer 7,1-10 – ausgelegt von Matthias Bank.</em><br/>
<h2>Au&szlig;erirdisches Leben &ndash; aus christlicher Perspektive</h2><p>Glauben Sie eigentlich, dass es au&szlig;erirdisches Leben gibt? Astronomen senden Signale ins Weltall und warten auf Antwort. Hallo, ist da jemand?</p><p>Christen glauben tats&auml;chlich, dass es au&szlig;erirdisches Leben gibt &ndash; nat&uuml;rlich nicht in Form von gr&uuml;nen M&auml;nnchen mit roten Antennen, die auf einer Untertasse hereinschweben. Aber wir glauben an einen Sch&ouml;pfergott, der selbstverst&auml;ndlich au&szlig;erhalb dieser uns bekannten Erde lebt. Aus seiner Welt, die wir dann Himmel nennen, spricht er in unsere Welt und greift auch handelnd in sie ein.</p><p>Das st&auml;rkste Zeichen daf&uuml;r ist, dass er selbst in der Person Jesus von Nazareth in seine Sch&ouml;pfung gekommen ist. Paulus bezeugt im Brief an die Gemeinde in Kolos&auml;, dass durch IHN alles gemacht ist. (Kolosser 1,15-17)</p><p>Und auch Johannes erkl&auml;rt zu Beginn seines Evangeliums, dass Jesus ultimativ das Wort Gottes in diese Welt ist, und dass durch IHN alles gemacht ist.</p><p>Quer durch die Bibel bezeugen Menschen, dass sie Begegnungen mit au&szlig;erirdischen Wesen gehabt haben. Wir nennen sie in der Regel Engel.<br />
&nbsp;</p><h2>Melchisedek &ndash; der mysteri&ouml;se Priester-K&ouml;nig von Salem</h2><p>Der Hebr&auml;erbrief greift eine Person des Alten Testamentes auf, die dort nur ganz kurz erw&auml;hnt wird &ndash; und zwar in einer mysteri&ouml;sen Begegnung mit dem Stammvater Abraham. (1. Mose 14,18-20)</p><p>Die Vorgeschichte ist, dass die K&ouml;nige von Sodom und Gomorra Krieg mit ihren Nachbarn angezettelt und diesen verloren hatten. In der Folge war auch Abrahams Neffe Lot, der in Sodom lebte, mit all seiner Habe in Gefangenschaft geraten.</p><p>Abraham hatte einerseits Gottvertrauen, war andererseits aber wohl auch milit&auml;risch ger&uuml;stet. Er jagte den Siegern mit 318 Knechten nach, schlug sie bei Nacht und brachte Lot, dessen Habe &bdquo;und das Volk&ldquo; wieder zur&uuml;ck.</p><p>Um seines Neffen Lot willen greift Abraham zugunsten von Sodom und Gomorra ein, das wenig sp&auml;ter aufgrund seiner Unmoral und Schandtaten reif zum Gericht ist. Das ist an sich schon sehr merkw&uuml;rdig.</p><p>Danach kommt es zu einer seltsamen Begegnung Abrahams mit zwei K&ouml;nigen: dem K&ouml;nig von Sodom und dem mysteri&ouml;sen K&ouml;nig von Salem, und &bdquo;<em>der war ein Priester Gottes des H&ouml;chsten&ldquo; </em>(Vers 18). Dieser Priester-K&ouml;nig hei&szlig;t Melchisedek. Mit den Friedenszeichen Brot und Wein kommt er den beiden anderen entgegen und er segnet Abraham. Der K&ouml;nig von Sodom war dabei wohl nur Statist.</p><p>Abraham akzeptiert Melchisedek als den H&ouml;hergestellten und von Gott Gesandten und gibt ihm als Dankopfer 10&nbsp;% von der eroberten Beute. (Hebr&auml;er 7,4)</p><p>Das Angebot des K&ouml;nigs von Sodom, die weitere Kriegsbeute zu behalten, lehnt Abraham dagegen ab. <em>&bdquo;Du sollst nicht sagen k&ouml;nnen, dass ich durch dich reich geworden w&auml;re.&ldquo; </em>Abraham verzichtet einerseits auf den Gewinn aus dem Feldzug und gibt stattdessen davon den zehnten Teil an Melchisedek ab.</p><p>Wer war dieser merkw&uuml;rdige Priester-K&ouml;nig Melchisedek von Salem? Au&szlig;er in 1. Mose 14,18-20 erw&auml;hnt ihn im Alten Testament nur noch der prophetische K&ouml;nig David in Psalm 110,4:<em> &bdquo;Jahwe hat geschworen, &hellip; Du bist ein Priester nach der Weise Melchisedeks.&ldquo;</em> Und Du ist hier der, den David &bdquo;mein Herr&ldquo; nennt und zu dem Jahwe spricht: <em>&bdquo;Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner F&uuml;&szlig;e mache.&ldquo; </em>Neutestamentlich verstanden, kann das nur der Sohn Gottes, der Messias, sein.</p><p>Und dann schweigt die Bibel wieder &uuml;ber diese merkw&uuml;rdige Person, die in der Geschichte nur wie ein kurzes Blitzlicht aufgetaucht und dann wieder verschwunden ist. Das ist wie eine Perle, die Gott in seinem Wort kurz gezeigt und dann wieder versteckt hat. Nach dem Erscheinen des Messias holt er sie erneut hervor, um im Hebr&auml;erbrief ihre wahre Bedeutung zu offenbaren.<br />
&nbsp;</p><h2>Das h&ouml;here Priestertum &ndash; Melchisedek und Jesus Christus</h2><p>Auch der Hebr&auml;erbrief ist ein Mysterium: allein Gott wei&szlig;, wer ihn verfasst hat. Aber keine andere Schrift erkl&auml;rt so tiefgr&uuml;ndig die Zusammenh&auml;nge zwischen dem Alten Bund und dem neuen Bund in Jesus Christus.</p><p>In Kapitel 7 wird zun&auml;chst erl&auml;utert: Melchisedek von Salem bedeutet K&ouml;nig der Gerechtigkeit und des Friedens. Und: wir wissen von seiner Abstammung nichts, weder Anfang noch Ende. Er war einfach da und dann wieder weg. Er ist ein Priester in Ewigkeit &ndash; so wie Jesus auch. (Vers 3)</p><p>Kurz: er war ein &bdquo;Au&szlig;erirdischer&ldquo;, den Gott f&uuml;r diese besondere Begegnung mit Abraham auf die Erde geschickt und dann wieder abgerufen hatte. Sozusagen ein &bdquo;Kurzzeit-Priester&ldquo; des H&ouml;chsten. Von einigen wird angenommen, dass es der &bdquo;pr&auml;existente&ldquo; Jesus selbst war, bevor er Mensch wurde.</p><p>Das ist auch deswegen f&uuml;r mich plausibel, weil Jesus in den Auseinandersetzungen mit seinem Volk sogar selbst gesagt hat: &bdquo;<em>Bevor Abraham geboren wurde, bin ich.&ldquo;</em> (Johannes 8,58)</p><p>Nachfolgend beleuchtet Hebr&auml;er 7,5&ndash;10 noch einmal besonders den Vorgang, dass Abraham dem h&ouml;hergestellten Melchisedek &bdquo;den Zehnten&ldquo; gibt.</p><p>Der Erzvater Abraham ordnet sich freiwillig und ohne Diskussion diesem Priester aus der Ewigkeit unter und gibt ihm den zehnten Teil der Kriegsbeute ab.</p><p>Aus der Abstammungslinie Abrahams hat Gott in der Geschichte Israels &uuml;ber dessen Ur-Enkel Levi das irdische Priestertum eingesetzt und geordnet. Die Priester und Leviten hatten f&uuml;r ihre Versorgung Anspruch auf &bdquo;den Zehnten&ldquo; Teil der Ernte aus den &uuml;brigen St&auml;mmen Israels, weil sie selbst keine Landwirtschaft betreiben sollten.&nbsp;<br />
&nbsp;</p><h2>Folgerungen f&uuml;r Christen heute</h2><p>Schlussfolgerung: Schon Stammvater Abraham hat sich Melchisedek untergeordnet. Zum Zeichen hat er diesem h&ouml;heren Priester aus der Ewigkeit den Zehnten gegeben. Dann m&uuml;ssen die Leviten dies ebenfalls tun, obwohl sie selbst Empf&auml;nger des Zehnten nach dem Gesetz von Mose sind.</p><p>Und das im Analogieschluss: da Jesus Christus die letztg&uuml;ltige Erf&uuml;llung dieses h&ouml;heren Priestertums &bdquo;nach der Ordnung Melchisedeks&ldquo; ist, ist ihm alles untergeordnet &ndash; auch das Gesetz Mose und der etablierte Priesterdienst. Das war eine harte Nuss f&uuml;r die Juden zur Zeit Jesu, denn &uuml;ber das Gesetz Mose ging ihnen nichts.</p><p>Und was hei&szlig;t das f&uuml;r uns Christen heute, die wir nicht mehr unter dem &bdquo;Gesetz Mose&ldquo; leben m&uuml;ssen?</p><ol><li>Der weitere Verlauf des Hebr&auml;erbriefes wird aufzeigen: Jesus hat sich als das vor Gott ein f&uuml;r allemal g&uuml;ltige Opfer hingegeben. Damit ist alle unsere S&uuml;nde bezahlt. Dem k&ouml;nnen wir durch keinerlei Werke noch etwas hinzuf&uuml;gen &ndash; auch nicht durch gut gemeinte Spenden.</li><li>Um unsere Dankbarkeit zu zeigen und die Verbreitung des Evangeliums zu f&ouml;rdern, ist es trotzdem eine gute Idee, regelm&auml;&szlig;ig etwa &bdquo;den Zehnten&ldquo; abzugeben. &ndash; Ich kann &uuml;ber eine lange Praxis bezeugen: was ich abgegeben habe, hat mir nie gefehlt.</li></ol>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Matthias Bank</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17342169.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Matthias Bank]]></author>
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      <pubDate>Sat, 16 May 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Glauben im Wechselbad der Gefühle]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Hebräer 6,9-20 – ausgelegt von Günther Röhm.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hebräer 6,9-20 – ausgelegt von Günther Röhm.</em><br/>
<h2>Der Schrecken des Abfalls und die Wende zur Gewissheit</h2><p>Was ich vorgestern im Hebr&auml;erbrief in der fortlaufenden Bibellese gelesen habe, lie&szlig; mir einen eiskalten Schauer &uuml;ber den R&uuml;cken laufen. Da hie&szlig; es: <em>&bdquo;Denn es ist unm&ouml;glich, die, die einmal erleuchtet worden sind und geschmeckt haben die himmlische Gabe und Anteil bekommen haben am Heiligen Geist und geschmeckt haben das gute Wort Gottes und die Kr&auml;fte der zuk&uuml;nftigen Welt und dann abgefallen sind, wieder zu erneuern zur Bu&szlig;e, da sie f&uuml;r sich selbst den Sohn Gottes abermals kreuzigen und zum Spott machen.&ldquo; </em>(Hebr&auml;er 6,&#8239;5-6)</p><p>Im heutigen Abschnitt schl&auml;gt der Schreiber einen ganz anderen Ton an: <em>&bdquo;Was aber euch angeht, ihr Lieben, sind wir vom Besseren &uuml;berzeugt und von dem, was Rettung bringt, auch wenn wir so reden.&ldquo;</em></p><p>Das ist wie eine warme, angenehme Dusche auf den eiskalten Schauer von vorgestern.</p><p>Ich frage mich: Warum werden wir Leser und H&ouml;rer des Hebr&auml;erbriefes von dem Schreiber des Briefes in dieses Wechselbad der Gef&uuml;hle gest&uuml;rzt? Gerade schreibt er noch, dass es f&uuml;r jemanden, der vom Glauben an den auferstandenen Jesus Christus abgefallen ist, keinen Weg zur&uuml;ck gibt. Um im n&auml;chsten Satz zu sagen: Das gilt nicht f&uuml;r Euch!</p><p>Wei&szlig; der Schreiber nicht, wie viele Christen er damit in tiefe seelische N&ouml;te st&uuml;rzt?</p><p>Wei&szlig; der Schreiber nicht, wie viele Christen mit der st&auml;ndigen Angst leben, von Gott verworfen zu sein?<br />
&nbsp;</p><h2>Gottes Gerechtigkeit und die Grundlage des Glaubens</h2><p>Beim Nachdenken &uuml;ber diese Fragen entdeckte ich, dass der Schreiber genau um diese Fragen wei&szlig;. Denn er schreibt: (Ich zitiere aus der &Uuml;bersetzung Hoffnung f&uuml;r alle): <em>&bdquo;Denn Gott ist nicht ungerecht. Er vergisst nicht, was ihr getan habt und wie ihr aus Liebe zu ihm anderen Christen geholfen habt und immer noch helft. 11&#8239;Wir haben nur einen Wunsch: Jeder von euch soll mit diesem Eifer an der Hoffnung festhalten, dass sich einmal alles erf&uuml;llt, was Gott versprochen hat. Ja, haltet daran fest, bis ihr das Ziel erreicht! 12&#8239;Werdet in eurem Glauben nicht tr&auml;ge und gleichg&uuml;ltig, sondern folgt dem Beispiel der Christen, die durch ihr Vertrauen zum Herrn standhaft geblieben sind und alles erhalten werden, was Gott zugesagt hat.&ldquo;</em> (Hebr&auml;er 6,&#8239;10-12)</p><p>&bdquo;Gott ist nicht ungerecht&ldquo; &ndash; das bedeutet &ndash; und darauf kommt es an &ndash; es liegt in der Sache des Glaubens an Gott und nicht an jemandes Wollen oder Laufen oder Tun. Niemand erreicht das Ziel des Glaubens aus eigener Kraft, sondern allein durch Gottes Erbarmen.</p><p>Wenn ein Mensch erleuchtet wird und zum Glauben an Jesus Christus kommt, dann kommt er nicht aus seinem reichlichen Nachdenken und Abw&auml;gen zum Glauben an Jesus Christus, sondern allein durch Gottes Gnade und Erbarmen. Martin Luther hat das klassisch in seiner Erkl&auml;rung zum dritten Glaubensartikel so ausgedr&uuml;ckt: &bdquo;Ich glaube, dass ich nicht aus eigener Vernunft noch Kraft an Jesus Christus, meinen Herrn, glauben oder zu ihm kommen kann; sondern der Heilige Geist hat mich durch das Evangelium berufen, mit seinen Gaben erleuchtet, im rechten Glauben geheiligt und erhalten; gleichwie er die ganze Christenheit auf Erden beruft, sammelt, erleuchtet, heiligt und bei Jesus Christus erh&auml;lt im rechten, einigen Glauben; &hellip;&ldquo;</p><p>Wer auf diese Weise das Wort Gottes h&ouml;rt und ihm folgt und sich Jesus Christus zuwendet, der oder die setzt sich zwangsl&auml;ufig f&uuml;r die Sache Gottes in dieser Welt ein. Dieser Einsatz f&uuml;r die Sache Gottes geschieht aus v&ouml;llig freien St&uuml;cken. Da wird nicht zwanghaft eine Pflicht erf&uuml;llt. So wie sich Eltern normalerweise aus v&ouml;llig freien St&uuml;cken f&uuml;r ihre Kinder einsetzen, oder so wie sich Liebende f&uuml;reinander einsetzen.<br />
&nbsp;</p><h2>Abrahams Vertrauen als Vorbild</h2><p>Darum nimmt der Schreiber des Hebr&auml;erbriefes ein Beispiel aus dem Alten Testament: <em>&bdquo;Denn als Gott dem Abraham die Verhei&szlig;ung gab, schwor er bei sich selbst, da er bei keinem Gr&ouml;&szlig;eren schw&ouml;ren konnte, 14&#8239;und sprach: &raquo;Wahrlich, ich will dich segnen und mehren.&laquo; 15&#8239;Und so wartete Abraham in Geduld und erlangte die Verhei&szlig;ung.&ldquo;</em> (Hebr&auml;er 6,&#8239;13-15)</p><p>Gott hat Abraham aus freien St&uuml;cken berufen und zum Stammvater f&uuml;r das Volk Israel bestimmt. Um seine Berufung und Verhei&szlig;ung zu best&auml;tigen, hat Gott bei sich selbst geschworen. Abraham konnte sich dem vollm&auml;chtigen Ruf Gottes nicht entziehen. Er ist im Vertrauen auf Gott die weiteren Schritte in seinem Leben gegangen. Durch sein Vertrauen gegen&uuml;ber Gott wurde Abraham der Stammvater Israels und auch der geistliche Vater all derer, die ihr Vertrauen nicht auf sich selbst, sondern ganz auf Gott und Jesus Christus setzen.<br />
&nbsp;</p><h2>Gottes doppelter Schwur als fester Anker der Hoffnung</h2><p>Christen, die angefochten sind und zweifeln, ob sie das Ziel des Glaubens erreichen, denen schw&ouml;rt Gott doppelt. Ich zitiere nochmals aus der &Uuml;bersetzung Hoffnung f&uuml;r alle: <em>&bdquo;Auch Gott hat sein Versprechen mit einem Eid bekr&auml;ftigt. So haben wir, denen seine Zusagen gelten, die unumst&ouml;&szlig;liche Gewissheit, dass er sie auch einl&ouml;st. 18&#8239;Und weil Gott niemals l&uuml;gt, haben wir jetzt zwei Tatsachen, auf die wir uns felsenfest verlassen k&ouml;nnen. Gottes Zusage und sein Eid ermutigen und st&auml;rken alle, die an der von Gott versprochenen Hoffnung festhalten. 19&#8239;Diese Hoffnung ist f&uuml;r uns ein sicherer und fester Anker, der hineinreicht in den himmlischen Tempel, bis ins Allerheiligste hinter dem Vorhang. 20&#8239;Dorthin ist uns Jesus vorausgegangen. Er ist unser Hohepriester f&uuml;r alle Zeiten &ndash; wie es Melchisedek war.&ldquo;</em> (Hebr&auml;er 6,&#8239;17-20)</p><p>Ich verstehe das so: Ein Christ hat den Ruf Gottes geh&ouml;rt und ist ihm gefolgt. Er setzt sich f&uuml;r die Sache Gottes in dieser Welt ein. Er will sich damit nicht den Himmel verdienen, sondern er wei&szlig;: Jesus Christus ist ihm in den Himmel vorausgegangen. Jesus Christus ist der Hohepriester, der Gott vor den Menschen und die Christen vor Gott vertritt.</p><p>Darum kann ein Christ mit Martin Luther seinen Glauben bekennen: &bdquo;Mir ist es bisher wegen angeborener Bosheit und Schwachheit unm&ouml;glich gewesen, den Forderungen Gottes zu gen&uuml;gen. Wenn ich nicht glauben darf, dass Gott mir um Christi willen dieses t&auml;glich beweinte Zur&uuml;ckbleiben vergebe, so ist&rsquo;s aus mit mir. Ich muss verzweifeln. Aber das lass ich bleiben. Wie Judas an den Baum mich h&auml;ngen, das tue ich nicht. Ich h&auml;nge mich an den Hals oder Fu&szlig; Christi wie die S&uuml;nderin. Wenn ich auch noch schlechter bin als diese, ich halte meinen Herrn fest. Dann spricht Christus zum Vater: &sbquo;Dieses Anh&auml;ngsel muss auch durch. Es hat zwar nichts gehalten und alle Deine Gebote &uuml;bertreten. Vater, aber er h&auml;ngt sich an mich. Was soll&rsquo;s, ich starb auch f&uuml;r ihn. Lass ihn durchschlupfen!&lsquo;&ldquo;&nbsp;</p><p>Das soll mein Glaube sein.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Günther Röhm</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17341529.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Günther Röhm]]></author>
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      <pubDate>Fri, 15 May 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Jeder auf seine Weise]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Psalm 148 – ausgelegt von Beate Späinghaus.]]></description>
      <itunes:subtitle><![CDATA[Der Bibeltext Psalm 148 – ausgelegt von Beate Späinghaus.]]></itunes:subtitle>
      <itunes:summary><![CDATA[Der Bibeltext Psalm 148 – ausgelegt von Beate Späinghaus.]]></itunes:summary>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 148 – ausgelegt von Beate Späinghaus.</em><br/>
<p>Der Psalmdichter entz&uuml;ndet ein Feuerwerk des Lobes</p><p>Da sitze ich vor meiner Bibel und lese Psalm 148. Wir haben ihn gerade geh&ouml;rt.</p><p>Da steht ja immer dasselbe, denke ich: &bdquo;Lobet ihn&hellip;&ldquo;</p><p>Immer wieder: &bdquo;Lobet ihn&ldquo;. Ganz sch&ouml;n oft. Da scheint jemand total begeistert zu sein von dem Herrn der Heerscharen, den ich einfach Gott nenne. Der Psalmschreiber kriegt sich ja gar nicht mehr ein, es scheint, als wolle er ein Feuerwerk des Lobes z&uuml;nden.</p><p>Er fordert den Himmel auf, &bdquo;Lobet ihn&ldquo; und die Engel auch noch. Tun die Engel das nicht von sich aus, Gott loben? Wie macht er das, den Himmel zum Lob auffordern? Geht er nach drau&szlig;en und ruft es dem Himmel zu? Ist er auf einer weiten Grasfl&auml;che oder in den Bergen? H&ouml;ren ihm Menschen zu, wenn er den Himmel und die Engel auffordert, Gott zu loben?</p><p>Jedenfalls l&auml;sst er sich nicht beirren. &bdquo;Lobet ihn Sonne und Mond, lobet ihn alle leuchtenden Sterne&ldquo;, so geht es weiter. Im Haus ist der Psalmist wohl nicht geblieben beim Schreiben. Die Sonne, den Mond und die Sterne schaut er sich an. Die sollen Gott auch loben, &uuml;berlegt er. So sch&ouml;n sie auch sind, sie sind Gesch&ouml;pfe Gottes, des Herrn, nichts Anbetungsw&uuml;rdiges. Also los, Sonne, Mond und Sterne, lasst euch mitrei&szlig;en, lobt Gott!</p><p>Wie sie das wohl machen, &uuml;berlege ich? Es sind doch keine lebendigen Wesen, die sprechen oder singen oder rufen k&ouml;nnen. Leuchten k&ouml;nnen sie und strahlen und stetig auf ihren Bahnen bleiben, Orientierung gebend f&uuml;r Menschen und Tiere. Licht zum Wachstum der Pflanzen geben sie auch noch. Reicht das? Ist das ihre Art, Gott, ihren Sch&ouml;pfer, zu loben? Ist das genug?<br />
&nbsp;</p><p>Lob von Wolken, Tiefsee und Naturgewalten</p><p>Weiter geht es. &bdquo;Lobet ihn ihr Himmel aller Himmel und ihr Wasser &uuml;ber dem Himmel&ldquo; Darunter kann ich mir erst einmal nicht viel vorstellen. Was meint der Texter? Vielleicht die Regenwolken, die Gewitterwolken oder die Sch&auml;fchenwolken, die &uuml;ber den Himmel ziehen? Wie k&ouml;nnen sie Gott loben? Was k&ouml;nnen sie &uuml;berhaupt? Wozu sind sie gut?</p><p>Sie k&ouml;nnen sich ausregnen, anzeigen, aus welcher Richtung der Wind kommt, sie k&ouml;nnen Schatten spenden, Regenwasser transportieren. Und sie k&ouml;nnen die Fantasie anregen, Gesichter, Tiere oder Gegenst&auml;nde in ihnen zu erkennen. Ja, ich denke, so k&ouml;nnen sie Gott loben, indem sie tun, wozu sie geschaffen sind.</p><p>Nach diesen Aufforderungen zum Loben gibt es nun eine Begr&uuml;ndung, weshalb die Himmelsk&ouml;rper und die Wolken Gott loben sollen: Gott hat sie erschaffen und er l&auml;sst sie bestehen. Gott selbst sorgt daf&uuml;r, dass der Kosmos in Ordnung bleibt.</p><p>Nach der Himmelswelt ger&auml;t nun die Unterwasserwelt in den Blick des Beters. (Verse 7&ndash;10)</p><p>Gro&szlig;e Wassertiere, ich denke zum Beispiel: Wale, Haie, Delphine und Rochen &ndash; auch sie sollen Gott loben und alle anderen Meereswesen dazu. Wie, bittesch&ouml;n, sollen sie das machen? Ob sie das tun, indem sie das Gleichgewicht der Meere aufrecht erhalten durch Fressen und Gefressenwerden? Tun sie das durch ihre imponierende Gr&ouml;&szlig;e? Indem ihre Gef&auml;hrlichkeit zeigt, wie m&auml;chtig sie sind? Loben sie durch ihre Sch&ouml;nheit?</p><p>Es gibt viele Menschen, die die Unterwasserwelt bestaunen, sie faszinierend finden und ins Fragen kommen, warum diese Welt so sch&ouml;n ist.</p><p>Noch immer kann der Psalmbeter nicht aufh&ouml;ren, zum Loben anzustiften. Feuer, Hagel, Schnee und Nebel, sogar die St&uuml;rme sollen Gott loben. Das klingt f&uuml;r mich unheimlich. Welche Feuersbr&uuml;nste, Hagelschauer, Schneef&auml;lle, welchen undurchdringlichen Nebel und welche St&uuml;rme hat er erlebt und wie kommt er darauf, dass diese Naturerscheinungen und -gewalten Gott loben k&ouml;nnten? Gottes Arbeiter, die tun, was er will? Die sich zur&uuml;ckhalten m&uuml;ssen, wenn er es bestimmt? So gro&szlig; ist der Sch&ouml;pfer? So m&auml;chtig? Viel m&auml;chtiger als Naturgewalten. Mein Staunen wandelt sich in Ehrfurcht. Ist das auch eine Art des Lobens?<br />
&nbsp;</p><p>Tiere und Pflanzen stimmen ein &ndash; ein vielstimmiger Lobgesang</p><p>Wenn Wildtiere, Zedern, Obstb&auml;ume, Tiere der Landwirtschaft, W&uuml;rmer und V&ouml;gel Gott loben sollen, wird es mir leichter ums Herz. Ich h&ouml;re es zwitschern, muhen, wiehern, bl&ouml;ken, rascheln und andere Ger&auml;usche. Ja, das k&ouml;nnen Lieder zur Ehre Gottes sein.</p><p>Der Geschmack von &Auml;pfeln, Birnen, Pflaumen, Kirschen und Erdbeeren, ja, das lockt Freude in mir hervor. Schmackhaftes, leckeres Lob Gottes. Genau so, wie ein Spaziergang durch meine Heimat mich zur Freude anstiftet, durch W&auml;lder &uuml;ber Wiesen und an Feldern vorbei. In mir wird es hell und weit. Der Anblick gr&uuml;ner H&uuml;gel, ein erdiger Geruch nach einem Regenguss &ndash; wenn ich mir vorstelle, dass das ein Lobgesang ist, dann m&ouml;chte ich mit einstimmen.<br />
&nbsp;</p><p>Das pers&ouml;nliche Lob &ndash; jeder auf seine eigene Weise</p><p>Und das soll ich ja auch, meint der Psalmschreiber. K&ouml;nige, V&ouml;lker, F&uuml;rsten und alle Richter, junge M&auml;nner und junge Frauen, Alte mit den Jungen, lobet den Herrn.</p><p>Jetzt bin ich dran. Nachdem ich zugeschaut und zugeh&ouml;rt habe, wie alles um mich herum Gott zujubelt, jetzt h&ouml;re ich f&uuml;r mich die Aufforderung mitzumachen. Und wie mache ich mit? Was ist meine Art und Weise, Gott zu loben?</p><p>Hin und wieder habe ich projektweise in einem christlichen Chor mitgesungen, gerne schreibe ich Alltagsgeschichten aus meiner Berufst&auml;tigkeit als G&auml;rtnerin auf und bringe sie in einen Zusammenhang mit dem Glauben an Gott. Ich h&ouml;re Menschen gerne zu, wenn sie ihre Geschichten erz&auml;hlen. Ich denke gerne nach &uuml;ber Gott und die Welt. Das ist meine Art und Weise.</p><p>&nbsp;</p><p>Wenn das nun das w&auml;re, wozu Gott mich geschaffen hat? Wenn das nun mein Lob ist, dann ist es leicht f&uuml;r mich, Gott zu loben, ich tue es gerne, es macht mich froh.</p><p>Andere Leute handarbeiten gerne, andere erkl&auml;ren gut, g&auml;rtnern, backen, kochen, tanzen leidenschaftlich, reparieren, transportieren, singen, beten oder predigen.</p><p>Gott selbst hat uns die M&ouml;glichkeiten, ihn zu loben, schon l&auml;ngst mit auf den Weg gegeben. Das, was wir gerne tun, k&ouml;nnen wir f&uuml;r ihn tun. Dazu regt der Psalm 148 an. Nicht nur im Gottesdienst wird Gott gelobt, die allermeisten M&ouml;glichkeiten dazu bieten sich au&szlig;erhalb dieser Zeiten an.</p><p>Ich bin gespannt, welche dieser M&ouml;glichkeiten Sie nutzen m&ouml;gen.&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Beate Späinghaus</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17340832.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Beate Späinghaus]]></author>
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      <pubDate>Thu, 14 May 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Was mir hilft, Gott treu zu bleiben]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Hebräer 5,11-6,8 – ausgelegt von Friedrich Windisch.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hebräer 5,11-6,8 – ausgelegt von Friedrich Windisch.</em><br/>
<h2>Zeuge bis zum Tod &ndash; Das Martyrium des Polykarp</h2><p>&bdquo;Der Prokonsul ermahnte den Bischof Polykarp in Smyrna: &bdquo;Nimm R&uuml;cksicht auf dein Alter! Schw&ouml;re beim Gl&uuml;ck des Kaisers, sprich &sbquo;Fort mit den Gottlosen!&lsquo; l&auml;stere Christus, und ich lasse dich frei!"</p><p>Da sprach Polykarp: &bdquo;86 Jahre diene ich IHM, und ER hat mir nie ein Leid getan, wie kann ich meinen K&ouml;nig l&auml;stern, der mich erl&ouml;st hat?" Der Prokonsul drohte: &bdquo;Wilde Tiere stehen mir zur Verf&uuml;gung, denen lasse ich dich vorwerfen, wenn du nicht nachgibst!" Er aber sprach: &bdquo;Rufe sie herbei!" Noch einmal wandte sich der Prokonsul an ihn: &bdquo;Wenn du die Tiere nicht achtest und hartn&auml;ckig bleibst, so lasse ich dich vom Feuer verzehren!" Polykarp sprach: &bdquo;Du drohst mir mit Feuer, &hellip; Du wei&szlig;t nichts von dem Feuer des zuk&uuml;nftigen Gerichts und der ewigen Strafe, das den Gottlosen bestimmt ist. &hellip;" &ndash; Da schickte der Prokonsul einen Herold ab und lie&szlig; in der Mitte der Arena dreimal ausrufen: &bdquo;Polykarp hat sich selbst als einen Christen bekannt!"</p><p>&hellip; Die Menge holte eilends &hellip; Holz und Reiser herbei. Als nun der Scheiterhaufen errichtet war, legte Polykarp seine Oberkleider ab. Sie banden ihn fest. Dann betete er: &bdquo;HERR Gott, Vater deines geliebten Sohnes Jesus Christus, &hellip; ich preise Dich, dass du mich dieses Tages und dieser Stunde gew&uuml;rdigt hast, so dass ich unter der Zahl der M&auml;rtyrer am Kelche Deines Sohnes teilhaben darf!" (kleine Pause) Dann z&uuml;ndeten die M&auml;nner das Feuer an."<br />
&nbsp;</p><h2>Der Hebr&auml;erbrief und seine Empf&auml;nger</h2><p>Der Autor des Hebr&auml;erbriefes hat unter der Leitung des Heiligen Geistes die eingangs geh&ouml;rten Worte niedergeschrieben. Sie galten zun&auml;chst den Judenchristen, die wegen ihres Glaubens an Jesus Christus im 1. Jahrhundert nach Christus stark verfolgt wurden. Unter dieser Gruppe waren auch Juden, die von dem Evangelium von Jesus Christus angezogen waren. Das hing auch damit zusammen, dass Menschen von schlimmen Krankheiten geheilt und andere von d&auml;monischen M&auml;chten befreit wurden. Einige der Empf&auml;nger haben &ndash; so hei&szlig;t es in unserem Bibelabschnitt <em>&bdquo;die himmlische Gabe geschmeckt und Anteil bekommen am Heiligen Geist&ldquo;. </em>Sie haben &ndash; wie es weiter hei&szlig;t &ndash; &bdquo;&hellip; <em>das gute Wort Gottes und die Kr&auml;fte der zuk&uuml;nftigen Welt geschmeckt.&ldquo; </em>(Hebr&auml;er 6,4-5) Vielleicht denkt der Schreiber daran, dass einige Empf&auml;nger seines Briefes einige Wunder von Jesus selbst erlebt haben. Vielleicht denkt der Autor auch an Pfingsten zur&uuml;ck, als Gott Seinen Heiligen Geist ausgegossen hat.<br />
&nbsp;</p><h2>Die Gefahr des Abfalls vom Glauben</h2><p>Offenbar waren einige der Briefempf&auml;nger noch nicht bereit, Jesus ungeteilt nachzufolgen. Sie konnten die Grundaussagen der Lehre von Christus nicht verstehen, weil sie Gottes Wort nicht im Alltag umgesetzt haben. Sie wurden heftig verfolgt, wie Polykarp, von dem ich eingangs sprach. Einige waren versucht, vom Glauben abzufallen und das Gericht Gottes auf sich zu ziehen.</p><p>Davor warnt auch der Schreiber an anderer Stelle: <em>&bdquo;Denn wenn wir mutwillig s&uuml;ndigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, bleibt hinfort kein Opfer mehr f&uuml;r die S&uuml;nden, sondern ein schreckliches Warten auf das Gericht </em>&hellip;" (Hebr&auml;er 10,26-27)</p><p>Jesus selbst sagt: <em>&bdquo;Darum sage ich euch: Alle S&uuml;nde und L&auml;sterung wird den Menschen vergeben; &hellip; wer aber den Heiligen Geist l&auml;stert, der hat keine Vergebung in Ewigkeit, sondern ist ewiger S&uuml;nde schuldig &hellip; Es werden nur die ins Himmelreich kommen, die den Willen meines Vaters im Himmel tun."</em> (Matth&auml;us 12,31; Markus 3,29-30; Matth&auml;us 7,21)</p><p>Es gibt Menschen, die Gottes Wirken erlebt haben. Sie sind &uuml;berzeugt: &bdquo;Diese Wunder kommen von Gott." Wenn diese Menschen wider besseres Wissen diese Werke dem Teufel zuschreiben, kann ihnen nicht vergeben werden.</p><p>Andere hielten sich zu den Christen, wandten sich aber bewusst den Dingen zu, die Gott nicht gefielen. Deshalb schreibt Johannes im Auftrag Gottes: <em>&bdquo;Sie sind von uns ausgegangen, aber sie waren nicht von uns. Denn wenn sie von uns gewesen w&auml;ren, so w&auml;ren sie ja bei uns geblieben; aber es sollte offenbar werden, dass sie nicht alle von uns sind." </em>(1. Johannes 2,19)<br />
&nbsp;</p><h2>Treu bleiben bis zum &Auml;u&szlig;ersten &ndash; Wege der Glaubensst&auml;rkung</h2><p>Nun komme ich zu dem heutigen Bibelabschnitt zur&uuml;ck: Wie kann ich vermeiden, von Gott abzufallen? Oder anders ausgedr&uuml;ckt: Was kann mir helfen, vielleicht auch Ihnen, Gott bis zum &Auml;u&szlig;ersten treu zu bleiben?</p><p>Wichtig ist mir, t&auml;glich mit Jesus verbunden zu bleiben. Dazu geh&ouml;rt f&uuml;r mich, dass ich t&auml;glich in der Bibel lese, &ouml;fters Gottes Wort studiere, mir Bibelworte einpr&auml;ge, &uuml;ber Gottes Wort nachsinne, um es auszuleben. Hilfreich finde ich das Gespr&auml;ch mit meinem himmlischen Vater und Seinem Sohn Jesus Christus. Auf IHN will ich h&ouml;ren. Mich von IHM st&auml;ndig reinigen und erneuern lassen. Ich achte darauf, dass nichts zwischen mir und Gott steht. Mit allen meinen Mitmenschen will ich im Reinen sein. Soweit es mir m&ouml;glich ist, will ich vers&ouml;hnt und im Frieden mit ihnen leben. Und wenn es mir einmal nicht gelingt, dann bekenne ich es dem Betreffenden. Ich sage z. B.: &bdquo;Es tut mir leid. Bitte vergib mir. Was ich sagte, war nicht in Ordnung."</p><p>Leider bin ich auch als Christ immer noch ein s&uuml;ndiger Mensch. Im Vertrauen auf Gott und seine Zusagen lege ich die S&uuml;nden ab, sobald sie mir bewusst werden. Ich erinnere mich daran, dass ich durch den Glauben an Jesus Christus Gottes geliebtes Kind bin. Durch Jesus ist mir vergeben. Ich habe Seinen Heiligen Geist empfangen. IHN will ich Raum geben. Ich halte daran fest: Gott ist treu. ER wird es nicht zulassen, dass ich &uuml;ber meine Kr&auml;fte hinaus gepr&uuml;ft werde. ER wird f&uuml;r einen Ausweg sorgen, sodass ich standhalten kann. (vgl. 1. Kor. 10,13).</p><p>Gest&auml;rkt wird mein Glaube an Jesus Christus nicht nur durch das Lesen der Bibel und das Gebet. Durch die Gottesdienste, die Gemeinschaft mit Christen und die Sendungen des ERF empfange ich wertvolle Impulse f&uuml;r mein Glaubensleben. Ermuntert werde ich durch mein Bekennen zu Jesus im Alltag und durch das Meiden der Dinge, die Gott nicht gefallen.</p><p>Manchmal habe ich Angst, dass es mir so &auml;hnlich wie Polykarp oder anderen verfolgten Christen ergehen k&ouml;nnte. Dann verlasse ich mich ganz auf Jesus und Seine Kraft. Ich erinnere mich ganz bewusst an all das Gute, das Gott mir schenkt. Im Glauben schaue ich auf zu Jesus. Ich bin zutiefst davon &uuml;berzeugt: Niemand und nichts kann mich aus Jesu Hand und aus des Vaters Hand rei&szlig;en.</p><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pastor Friedrich Windisch</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17339483.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pastor Friedrich Windisch]]></author>
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      <pubDate>Wed, 13 May 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Das dreifache Amt Christi]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Hebräer 4,14-5,10 – ausgelegt von Marion Christa Nickel.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hebräer 4,14-5,10 – ausgelegt von Marion Christa Nickel.</em><br/>
<h2>Das dreifache Amt Christi: Prophet, Priester und K&ouml;nig</h2><p>Das dreifache Amt Christi als Priester, K&ouml;nig und Prophet zeigt das Erl&ouml;sungswerk von Jesus Christus. Als der Prophet Gottes liegt der Fokus von Jesus in der Verk&uuml;ndigung der Heilsbotschaft.</p><p>Ein Gnadenangebot, das an keine menschliche Vorleistung gebunden ist. Jesus verk&uuml;ndigt nicht nur das Wort Gottes. Er ist selbst das Wort Gottes. In seinem Amt als Prophet redet er prophetisch &uuml;ber das nahegekommene Reich Gottes und seine eigene Rolle im k&uuml;nftigen K&ouml;nigreich.<br />
&nbsp;</p><h2>Der Bund, die S&uuml;nde und das Opfergesetz</h2><p>Zur Zeit Moses basiert der Bund zwischen Gott und dem Volk Israel auf Segen und Gehorsam. Im Bundesschluss verspricht Gott Beistand und Segen, w&auml;hrend das israelische Volk sich verpflichtet, nach Gottes Geboten zu leben.</p><p>Doch die gute Beziehung zwischen Gott und dem Volk wird immer wieder aufs Neue beeintr&auml;chtigt durch Vers&auml;umnis oder Missachtung seiner Anweisungen.</p><p>Diese Verst&ouml;&szlig;e gegen den Bundesschluss nennt die Bibel S&uuml;nde. Gott ist so heilig und vollkommen rein, dass menschliches Versagen zu einer Trennung von Gott f&uuml;hrt.</p><p>Um die Schuld zu tilgen und zur&uuml;ck in die heilige Gegenwart Gottes zu kommen, ist das Opferblut von reinen, makellosen Tieren, von Stieren, Schaf- oder Ziegenb&ouml;cken im Gesetz vorgeschrieben. Sie starben stellvertretend f&uuml;r die Schuld des Menschen. Der Schuldige musste das Tier selbst t&ouml;ten. Um S&uuml;hnung der Schuld und Vergebung von Gott zu erwirken, sprengte der Priester das Blut dann an den Opferaltar und das Opfertier wurde auf dem Altar verbrannt.</p><p>Dieser Opferdienst ist ein Hinweis, eine Prophetie auf das, was Jesus Christus f&uuml;r die Menschheit getan hat. Durch sein reinigendes Blut erwirkte er S&uuml;hne f&uuml;r die &Uuml;bertretungen gegen&uuml;ber Gott, um damit den Menschen vor dem Tod zu retten. Denn jeder einzelne Mensch, der in diese Welt hineingeboren wird, ist verdammt aufgrund der S&uuml;nde Adams, des ersten Menschen.</p><p>Der Apostel Paulus schreibt im R&ouml;merbrief Kapitel 6: Der S&uuml;nde Lohn ist der Tod. Nur durch Blut kann S&uuml;nde vor Gott vergeben werden. Auch Paulus zeigt damit die Notwendigkeit eines Opfers, um Gnade und Reinigung zu erlangen und ein Weiterleben zu erm&ouml;glichen.</p><p>Die aaronitischen Priester damals sind die Mittler zwischen Volk und Gott und mit der Aufgabe des Opferdienstes beauftragt. Als s&uuml;ndhafte Menschen mussten sie auch f&uuml;r sich selbst opfern.</p><p>Im Hebr&auml;erbrief, Kapitel 9,22 lese ich: &bdquo;<em>Und es wird fast alles mit Blut gereinigt nach dem Gesetz, und ohne dass Blut ausgegossen wird, geschieht keine Vergebung.&ldquo;</em></p><p>Blut durchpulst meinen K&ouml;rper, macht mich lebensf&auml;hig. Deshalb das Gebot des stellvertretenden Tieropfers, um mit Gott wieder vers&ouml;hnt zu werden.<br />
&nbsp;</p><h2>Jesus Christus &ndash; der vollkommene Hohepriester</h2><p>Der Hebr&auml;erbrief zeigt, wie Jesus Christus die Hohepriester des Alten Bundes bei weitem &uuml;bertrifft. Er selbst gibt sich als ein fehlerloses Opferlamm, um die Menschen von ihrer Schuld vor Gott zu befreien. In Johannes 3,16 lese ich: &bdquo;<em>So hat Gott die Welt geliebt, dass Er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.&ldquo;</em></p><p>Fazit: Der s&uuml;ndige Mensch kann sich nicht selbst erl&ouml;sen. Er braucht einen Stellvertreter, der ohne S&uuml;nde, rein und heilig ist.</p><p>Jesus, der Sohn Gottes, stirbt freiwillig am Kreuz und erl&ouml;st durch sein Blut die Menschheit von ihrer S&uuml;ndenschuld, die sie von Gott entfremdet hat. Gott stellt somit durch das Kreuz Christi jedem Menschen dauerhafte und unverg&auml;ngliche Vergebung bereit. Es bedarf jedoch der pers&ouml;nlichen Entscheidung, dieses Geschenk im Glauben an Jesus Christus anzunehmen. Das gilt auch f&uuml;r jeden Menschen in der gegenw&auml;rtigen Zeit. Gehorsam und treue Nachfolge sind damit verkn&uuml;pft.</p><p>Die Auferstehungskraft Christi ist eindeutig und wird nur jenen Menschen zuteil, die in Christus sind und in denen Christus lebt durch den Heiligen Geist. (Johannes 14,17) Nur einer ist Gott, und nur einer ist der Mittler zwischen Gott und den Menschen: der Mensch Jesus Christus. (1. Korinther 8,6). Er hat sich als L&ouml;segeld f&uuml;r alle gegeben (1. Timotheus 2,6).</p><p>Im Heidelberger Katechismus hei&szlig;t es &uuml;ber Christus, dass er &bdquo;unser einziger Hohepriester ist, der uns durch das eine Opfer seines Leibes erl&ouml;st hat und ewig lebt, um f&uuml;r uns beim Vater F&uuml;rsprache einzulegen.&ldquo;</p><p>So steht es auch im 1. Johannesbrief 2,1: &bdquo;<em>Wenn jemand s&uuml;ndigt, so haben wir einen F&uuml;rsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, der gerecht ist.&ldquo;</em> Jesus, der als Mensch in der Zeit seines Lebenswandels Versuchungen und Anfechtungen ausgesetzt war, versteht unsere N&ouml;te und Probleme sehr gut. Er kann nachempfinden, wenn Schmerz und Leid Menschen bedr&uuml;cken. In seiner barmherzigen Liebe tut er F&uuml;rbitte bei Gott, dem Vater. Als Christen haben wir einen gro&szlig;en Hohenpriester, der bereitsteht, allen zur Hilfe zu eilen, die ihn darum bitten.<br />
&nbsp;</p><h2>Die Priesterordnung nach Melchisedek</h2><p>Weil Jesus aus dem Stamm Juda ist, konnte er kein Priester aus dem Geschlecht Aarons sein. Darum hatte Gott bereits im Vorhinein eine andere Priesterordnung bestimmt, n&auml;mlich die Ordnung Melchisedeks.</p><p>Wie Melchisedek ist Jesus Christus Priesterk&ouml;nig. Dieses Doppelamt ist bei den aaronitischen Priestern unbekannt, obwohl es im Buch Sacharja 6,13 f&amp;amp;amp;uuml;r Christus vorausgesagt wird:</p><p><em>&bdquo;Ja, den Tempel des HERRN wird er bauen, und er wird den Schmuck tragen und wird sitzen und herrschen auf seinem Thron. Auch der Priester wird auf seinem Thron sein, und es wird Friede sein zwischen den beiden.&ldquo;</em> Ihm sind wir Gehorsam schuldig.</p><p>Das Amt Melchisedeks war nicht erblich, so wie das aaronitische Priesteramt, das nur durch Vererbung erlangt werden konnte. Dieser Melchisedek regierte in Salem, dem sp&auml;teren Jerusalem. Seine Titel waren: 1. K&ouml;nig der Gerechtigkeit, 2. K&ouml;nig des Friedens (Hebr&auml;er 7,2), 3. Priester Gottes des H&ouml;chsten (1. Mose 14,18).</p><p>Er ist f&uuml;r mich eines der klarsten und eindrucksvollsten Vorbilder unseres Heilandes Jesus Christus.</p><p>Ich lese in Hebr&auml;er 7,21: &bdquo;<em>Der Herr hat geschworen, und es wird Ihn nicht gereuen: Du bist Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks.&ldquo;</em></p><p>Und im 1. Buch Mose 14,18&ndash;20 steht: <em>&bdquo;Aber Melchisedek, der K&ouml;nig von Salem, trug Brot und Wein heraus. Und er war ein Priester Gottes des H&ouml;chsten.&ldquo;</em></p><p>Wie Melchisedek Abram mit Brot und Wein erquickte und st&auml;rkte, als dieser Lot und Familie im Kampf gegen vier K&ouml;nige befreite und siegreich heimkehrte, so erquickt und st&auml;rkt auch der Hohepriester Jesus Christus jeden einzelnen Gl&auml;ubigen in der Gemeinde.</p><p>Denn wie geschrieben steht: &bdquo;<em>Wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht k&ouml;nnte mit leiden mit unserer Schwachheit, sondern der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne S&uuml;nde. Darum lasst uns freim&uuml;tig hinzutreten zu dem Thron der Gnade, auf dass wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden und so Hilfe erfahren zur rechten Zeit.&ldquo;</em></p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Marion Christa Nickel</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17338782.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Marion Christa Nickel]]></author>
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      <pubDate>Tue, 12 May 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Zur Ruhe kommen]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hebräer 4,1-13 – ausgelegt von Traugott Farnbacher.</em><br/>
<h2>1. Die Verhei&szlig;ung der Ruhe Gottes</h2><p>Zur Ruhe aus und in Gott kommen &ndash; dieser Gedanke durchzieht unsere Verse wie ein roter Leitfaden. Wie ein faszinierendes Sehnsuchts-Ziel oder einen rettenden Raum beschreibt sie der Hebr&auml;er-Brief. Wir besitzen sie noch nicht, haben diesen Zustand noch nicht erreicht. Schon im Alten Testament war dies ein wichtiges Anliegen: Gott verhei&szlig;t es und die Gl&auml;ubigen bewegt die Hoffnung, dahin zu kommen. Uns Christen ist verhei&szlig;en, in diese Ruhe eingehen zu d&uuml;rfen; bei ungl&auml;ubiger Verweigerung des Willens Gottes und seiner Heilsbotschaft k&ouml;nnen wir diese aber verpassen. Ist es h&ouml;chstes Ziel, in diese Ruhe der vollen Gemeinschaft mit Gott zu gelangen, so doch kein Automatismus, als m&uuml;sse unsere Wanderzeit doch dort enden. Wir k&ouml;nnen das verfehlen, sagt der Hebr&auml;erbrief, der f&uuml;r manch strenge Aussagen &uuml;ber den Weg des Glaubens an Jesus Christus bekannt ist. Nichts jedoch kann Gottes Zusage infrage stellen, dass diese Gottesverhei&szlig;ung g&uuml;ltig bleibt oder aber, dass dies alles nur Ergebnis harter menschlicher M&uuml;he sei.<br />
&nbsp;</p><h2>2. Das menschliche Sehnen nach Ruhe und Gottes sch&ouml;pferisches Wirken</h2><p>Geh&ouml;ren Sie zu den Menschen, die immer aktiv, voll besch&auml;ftigt sein m&uuml;ssen &ndash; oder sehnen sie sich &ouml;fters nach Orten und Zeiten der Stille? Manchmal kommen wir in der Tat alle an Grenzen; da k&ouml;nnen oder wollen wir nicht mehr. Endlich mal Ruhe, stressfrei, es gut sein lassen. Auch Glaubensk&auml;mpfe k&ouml;nnen m&uuml;de machen, zumal wenn uns Menschen oder Erfahrungen von au&szlig;en oder innen her in Zust&auml;nde von Unruhe versetzen. Die Bibel kennt uns Menschen gut und wei&szlig;, dass stimmt, was der Kirchenvater Augustin sp&auml;ter so beschrieb: &bdquo;Unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in Dir.&ldquo;</p><p>W&auml;re Gott nur ein Herzens-Wunsch, so w&uuml;rde der uns nichts nutzen und nichts bewirken. Der Hebr&auml;er-Brief dagegen zeigt uns den heiligen Gott, dessen Wirken vom Anbeginn der Sch&ouml;pfung an alles durchwaltet und weiter gestaltet. Seinem genialen Schaffen verdankt sich alles und ist zudem Vorbild f&uuml;r uns. Denn auch Gott ruhte von seinen Werken &ndash; n&auml;mlich am siebten Tag.<br />
&nbsp;</p><h2>3. Gottes Reden durch die Geschichte &ndash; vom Ungehorsam zum H&ouml;ren</h2><p>In den langen Perioden der Auflehnung, des Ungehorsams gegen diesen Gott war die T&uuml;r in diese Gottes-Ruhe verschlossen. Der Hebr&auml;erbrief-Schreiber mahnt daher seine Leser, neu darauf zu h&ouml;ren, wie Gott in der Geschichte an seinem Volk gehandelt hat. Unter Josuas Einf&uuml;hrung ins Land der Verhei&szlig;ung war diese Ruhe noch nicht eingetreten. Und dem David wurde gesagt: &bdquo;<em>Heute, so ihr seine Stimme h&ouml;rt, dann verstockt euer Inneres nicht.</em>&ldquo; Dass diese Stimme nie verstummte, dass Gott immer neu zu den Seinen sprach &ndash; eine sehr wohltuende Erkenntnis, mehr noch: Hinweis darauf, dass das Stimmengewirr, manch sinnloses Geplapper inklusive, nie das m&auml;chtige heilige Reden Gottes &uuml;bert&ouml;nen k&ouml;nnen.<br />
&nbsp;</p><h2>4. Noch unterwegs &ndash; und doch getragen von Gottes F&uuml;rsorge</h2><p>Wir Christen sind noch nicht an diesem Ziel der gro&szlig;en Ruhe angekommen &ndash; auch wenn viele das Ziel ihres Lebens so sehr ersehnen: endlich zur v&ouml;lligen Ruhe zu kommen! Ich denke an manche Bekannte, die aus diesem Leben satt und m&uuml;de scheiden wollen, hin&uuml;ber in die Ewigkeit &ndash; aber dieser Zeitpunkt steht eben gar nicht in deren H&auml;nden. Und solange wir noch unterwegs sind, ums Auskommen k&auml;mpfen, gute Pl&auml;ne gelingen lassen wollen, Erfolge f&uuml;r uns und diejenigen, die zu uns geh&ouml;ren, erarbeiten, Fr&uuml;chte im Glauben &ndash; da sind wir eben noch nicht angekommen. Einmal aber werden wir nicht mehr darum k&auml;mpfen m&uuml;ssen, angenommen und akzeptiert zu sein. Wir werden einmal zu Hause sein &ndash; gesch&uuml;tzt, geborgen, stressfrei, sorgenfrei, ohne st&auml;ndige Absicherung durch den R&uuml;ckspiegel. Nicht herumgescheucht, von Termin zu Termin gejagt. Einmal werden die Probleme, Anfeindungen<em>, </em>Geschichte sein. Noch wandern wir durch kleine oder gro&szlig;e W&uuml;steneien und fragen, wie es denn weitergehen kann. Wie st&auml;rkend war damals schon die Zusage an Mose: Gott hat dein Wandern durch diese gro&szlig;e W&uuml;stenei auf sein Herz genommen. Da blitzt schon etwas auf von dieser &uuml;bergro&szlig;en F&uuml;rsorge des Vaters im Himmel: Ihr wollt und sollt zur Ruhe kommen!</p><p>Der Hebr&auml;er-Brief spricht von dem Leben, wie es Gott von Anfang an gewollt und uns zugedacht hat: Mit dem Sch&ouml;pfer und uns selber in &Uuml;bereinstimmung leben, unter seinem guten Willen und Gebot &ndash; nie aber ohne Verhei&szlig;ungen f&uuml;r die Ziele vor uns. Einmal werden wir im geistlichen Land der Verhei&szlig;ung angekommen sein. Das hei&szlig;t: Erleben, schmecken, dass Gott nun seine Verhei&szlig;ungen erf&uuml;llt hat, wie er sie seiner Gemeinde gegeben hat. Welch eine Labsal sind solche Zusprechungen der Heiligen Schrift!</p><p>Davon gibt uns gerade der Gemeinde-Gottesdienst einen Vorgeschmack: Da vernehmen wir nichts weniger als seine heilvolle Stimme. Da geben wir Gott Einlass in unsere &auml;u&szlig;eren und inneren T&uuml;ren. Dabei geht es nicht um Gef&uuml;hlszust&auml;nde. Da wird nichts billig harmonisiert, sondern das Wort trifft unser Innerstes, wir erheben seinen hohen Namen, werden uns unseres Lebensziels bewusst. Werden wir nicht simpel best&auml;tigt in dem, was wir sind, sondern ausgerichtet. Alles kommt auf den Pr&uuml;fstand. Gottesdienste sind keine Pause vor dem Sturm oder oberfl&auml;chliche Sch&ouml;nwetter-Minuten. Das Alte Testament bringt das Leben wie es wirklich ist, mitsamt der Geschichte des Volkes des ersten Bundes als eine h&ouml;chst wechselhafte, angefochtene zur Sprache. Bis auf die Friedenszeit unter Salomo war das Volk fast nur von Bedrohung, Abfall und Unruhe hin und her geworfen: Gar viel auf und ab, viel Vers&uuml;ndigen und dann S&uuml;hne finden. Die Propheten drohten damals dem Volk: &bdquo;Ihr sollt es nicht sehen und diese angenehme Ruhe nicht finden.&ldquo; Weil sie vom Heiligen Israels in Ruhe gelassen werden wollten, begaben sie sich in Gefahrenzonen. Vor Gott bleibt eben alles offenbar &ndash; und er bestimmt, wie weit weg oder wie nahe an ihm dran wir sind.</p><p>Zur Zielbeschreibung geh&ouml;rt f&uuml;r diesen Brief und auch die anderen Schriften des Neuen Testamentes, dass wir einst Rechenschaft abzulegen haben. Bleibt also alles offen, alles in der Schwebe?! M&uuml;ssen wir mit Angst und Unruhe diesem gro&szlig;en Tag der Begegnung mit Gott entgegensehen und -gehen? Nein, denn Christen glauben der Verhei&szlig;ung, dass wir eines Tages in seine Ruhe eingehen! Unsere Berufung und Erw&auml;hlung, die k&ouml;nnen den Herrn nicht gereuen: Ruhe, Ankommen, Erf&uuml;llung &ndash; darauf leben wir hin und das macht unsere Hoffnung aus und motiviert, im Glauben treu zu bleiben.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pfarrer Dr. Traugott Farnbacher</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17337960.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pfarrer Dr. Traugott Farnbacher]]></author>
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      <pubDate>Mon, 11 May 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Vertrauen - Dankbarkeit - Lobpreis]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Psalm 95 – ausgelegt von Stefan Liebenberg.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 95 – ausgelegt von Stefan Liebenberg.</em><br/>
<h2>Ein Festpsalm &ndash; Einladung zum fr&ouml;hlichen Lobpreis</h2><p>Psalm 95 ist ein &bdquo;Festpsalm&ldquo;, ein Psalm, der die Gl&auml;ubigen seinerzeit vermutlich zu einem gro&szlig;en Festgottesdienst am Jerusalemer Tempel eingeladen hat.</p><p>Der Psalm beginnt mit der Einladung: &bdquo;Kommt herzu!&ldquo; Und so stelle ich mir vor, wie sich die Festgemeinde am Tempel versammelt, aber nicht in stiller Andacht, sondern laut rufend, jubelnd, singend Gott lobpreisend. Im Psalm hei&szlig;t es: <em>&bdquo;Lasst uns dem HERRN frohlocken und jauchzen dem Hort unsres Heils!&ldquo; </em>Eine Einladung also zum fr&ouml;hlichen Lobpreis!</p><p>Und dann folgt ein Vers, der f&uuml;r mich von grundlegender Bedeutung ist &ndash; die Aufforderung zum Dank: &bdquo;Lasst uns mit Danken vor sein Angesicht kommen!&ldquo;<br />
&nbsp;</p><h2>Dankbarkeit und Demut &ndash; Grundhaltungen des Glaubens</h2><p>Warum ist mir das so wichtig? Dank ist f&uuml;r mich eine ganz wesentliche Grundhaltung. Dankbarkeit entsteht da, wo ich erkenne, dass mir Gutes widerfahren ist, aber nicht aufgrund eigener Leistung, sondern weil mir jemand anderes geholfen, mich unterst&uuml;tzt, begleitet hat. Wer dankt, sieht die eigene Bed&uuml;rftigkeit, erkennt mit Demut, dass wir einander brauchen. Wer dankt, macht aber auch die freudige Erfahrung, auf die Hilfe und Unterst&uuml;tzung anderer bauen zu k&ouml;nnen, dass wir nicht alleine sind. Und hier: Ich habe Gutes empfangen &ndash; nicht aus eigenem Verdienst, sondern aus der Gnade Gottes. <em>&bdquo;Lasst uns mit Danken vor sein Angesicht kommen!&ldquo;</em></p><p>Das Gute ist sehr vielf&auml;ltig, kann ein pers&ouml;nlicher Erfolg oder Gl&uuml;cksfall sein, aber zum Beispiel auch das wohltuende Zusammensein mit anderen Menschen oder einfach auch ein wunderbares Naturerlebnis. Oder ganz einfach: Dass ich nicht alleine bin, dass Gott mich sieht und begleitet. Und wer daf&uuml;r Dankbarkeit in Demut empfindet, kann dann tats&auml;chlich mit gro&szlig;er Freude &bdquo;<em>dem HERRN frohlocken und jauchzen dem Hort unsres Heils</em>&ldquo;, wie es im Psalm hei&szlig;t.</p><p>Und weiter: &bdquo;<em>Er ist unser Gott und wir das Volk seiner Weide und Schafe seiner Hand</em>&ldquo;.</p><p>Ein weiterer Grund, Gott zu danken: Die Gl&auml;ubigen k&ouml;nnen sich von Gott f&uuml;hren lassen wie die Herde vom Hirten. Ich kann ihm rundum vertrauen. Und wer Gott vertraut, findet den richtigen Weg: &bdquo;Wir das Volk seiner Weide und Schafe seiner Hand.&ldquo;</p><p>Und so baut eins aufs andere auf: Vertrauen &ndash; Dankbarkeit &ndash; Lobpreis.</p><p>Mit dieser wunderbaren Botschaft k&ouml;nnte der Psalm an dieser Stelle eigentlich enden.<br />
&nbsp;</p><h2>Gottes Warnung: Das verstockte Herz und die Gefahr des Irrwegs</h2><p>Aber nein, &uuml;berraschend kommt nun Gott selbst zu Wort, mit einer deutlichen Warnung &ndash; so als ob der Euphorie, der Begeisterung, dem Jubel und der Freude aus dem ersten Teil dieses Psalms nicht ganz zu trauen ist. Und tats&auml;chlich: Gemeinsamer Gesang, gemeinsamer Jubel, gemeinsames Gebet in einer gro&szlig;en Gruppe kann Euphorie ausl&ouml;sen, Freude und Gl&uuml;cksgef&uuml;hl. Aber was ist, wenn ich dann wieder alleine in den Alltag zur&uuml;ckkehre, allt&auml;gliche M&uuml;hsal und Probleme vorfinde? Dann k&ouml;nnen die guten Vors&auml;tze schnell verloren gehen, dann f&auml;llt es vielleicht doch wieder schwerer, Gott zu vertrauen.</p><p>Und so erinnert Gott an die Verfehlung des Volkes Israel auf seiner Wanderung durch die W&uuml;ste, wie sie in den B&uuml;chern Moses beschrieben ist: Mitten in der W&uuml;ste hat das Volk nichts mehr zu trinken. Es hat Durst, ist offensichtlich hoffnungslos und verzweifelt. Und so hadert es mit seinem Schicksal, macht Mose schwere Vorw&uuml;rfe. Von Vertrauen, gar Dankbarkeit und Lobpreis keine Spur.</p><p>Das scheint mir nachvollziehbar, durchaus menschlich. Was ist dann die Verfehlung von Gottes Volk?</p><p>Gott selbst spricht vom &bdquo;verstockten Herz&ldquo;. Die Israeliten versuchen und pr&uuml;fen Gott, obwohl sie doch seine Werke immer wieder gesehen haben. Sie wissen doch, dass er auf ihrer Seite steht. Warum pr&uuml;fen sie ihn dann noch?</p><p>Weil sie kein Vertrauen zu ihm haben, weil sie offensichtlich ein St&uuml;ck weit ihren Glauben verloren haben, die Verbindung zu Gott &ndash; das ist ihre Verfehlung.</p><p>Wenn das Vertrauen verloren geht, wer sich von Gott nicht f&uuml;hren lassen will, ger&auml;t schnell auf Irrwege. Und so hei&szlig;t es: &bdquo;<em>Es sind Leute, deren Herz immer den Irrweg will und die meine Wege nicht lernen wollen</em>.&ldquo;</p><p>Die Folge an dieser Stelle: Die Israeliten irren 40 Jahre lang durch die W&uuml;ste, ehe ihre Nachfahren das verhei&szlig;ene Land betreten.</p><p>So macht dieser Psalm deutlich:<br />
Vertraue ich auf Gott, werde ich von ihm gef&uuml;hrt wie von einem Hirten. Dann gehe ich den rechten Weg.</p><p>Mangelt es mir aber an Vertrauen, gerate ich leicht auf Irrwege.</p><p>Vertrauen, Dankbarkeit und Lobpreis &ndash; dieser Dreiklang ist f&uuml;r mich die Botschaft dieses Psalms.</p><p><strong>Vertrauen, Dankbarkeit und Lobpreis! </strong>- Und heutzutage &ndash; welche Bedeutung kann dieser Dreiklang f&uuml;r mich haben?<br />
&nbsp;</p><h2>Pers&ouml;nliches Zeugnis: Vertrauen, Dankbarkeit und Lobpreis im eigenen Leben</h2><p>Im vergangenen Jahr habe ich ziemlich &uuml;berraschend eine sehr kritische Gesundheitsdiagnose erhalten. Ein tiefer Einschnitt, der das Alltagsleben, aber auch Lebensplanungen &uuml;ber den Haufen wirft. Sorgen, die ich nicht nur um mich selber, sondern vor allem auch um meine Familie mache.</p><p>In diesen ganzen Wirrnissen habe ich tats&auml;chlich Ruhe im innigen Beten gefunden. Ich konnte mich fallen lassen &ndash; ganz im Vertrauen auf Gott. Dabei geht es gar nicht um Heilung, um ein Wunder, sondern um das Vertrauen, dass Gott mir in jeder Situation die Kraft gibt, die ich brauche. Und ich bin &uuml;berzeugt, allein schon sich innerlich fallen lassen, Gott vertrauen zu k&ouml;nnen, f&uuml;hrt zu innerer Ruhe und kann Kraft spenden.</p><p>Und dann die gute Nachricht: Die Therapie schl&auml;gt an. Es ist nicht alles gut, vieles offen, aber die Entwicklung ist bis auf Weiteres positiv. Als der Arzt mir das mitteilt, versp&uuml;re ich eine gro&szlig;e innere Dankbarkeit &ndash; Dankbarkeit gegen&uuml;ber den &Auml;rztinnen und &Auml;rzten, den Schwestern und allen, die mich begleitet haben, Dankbarkeit insbesondere auch Gott gegen&uuml;ber. Ich habe den Impuls, direkt nach dem Termin in die Kapelle der Klinik zu gehen und dort ein inniges Dankgebet zu sprechen.</p><p>Vertrauen und Dankbarkeit &ndash; hier f&uuml;gt sich das schon gut zusammen.</p><p>Aber noch mehr: Neben dem stillen Dankgebet kommt mir auch das Bed&uuml;rfnis, dieses Gl&uuml;ck nach au&szlig;en zu tragen, meinen Dank lauthals zu verk&uuml;nden.</p><p>Und so kommt ganz von alleine, dass ich die Lieder im Gottesdienst viel kr&auml;ftiger mitsinge, dass ich den Psalm, der im Gottesdienst gemeinsam gelesen wird, viel inniger mitspreche.</p><p>Und manchmal, wenn der Gottesdienstgesang allzu kl&auml;glich klingt, will ich die Gl&auml;ubigen am liebsten aufr&uuml;tteln, und so bin ich wieder am Anfang des heutigen Psalms:</p><p><strong>&bdquo;Lasst uns dem HERRN frohlocken und jauchzen dem Hort unsres Heils!&ldquo;</strong></p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Stefan Liebenberg</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17337581.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Stefan Liebenberg]]></author>
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      <pubDate>Sun, 10 May 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Jetzt hören]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Hebräer 3,7-19 – ausgelegt von Rainer Kroninger.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hebräer 3,7-19 – ausgelegt von Rainer Kroninger.</em><br/>
<h2>Zwischen Lob und Abwehr &ndash; der innere Kampf mit Ver&auml;nderung</h2><p>Mich l&auml;sst jedes noch so kleine Lob aufhorchen. Doch kritische T&ouml;ne oder gar Vorw&uuml;rfe bringen mich in Anspannung. Da gehe ich erst mal auf Abwehr. Das kennen Sie sicher auch. Manche Ermahnungen von Eltern oder Lehrern habe ich erst viele Jahre sp&auml;ter begriffen. Sie erst dann beherzigen k&ouml;nnen. &ndash; Paulus wei&szlig; um diese inneren Sperren. Deshalb redet er damals die Judenchristen am Beginn dieses 3. Kapitels mit einem eindringlichen &bdquo;meine lieben Br&uuml;der" an.</p><p>Ja, eindringlich sind seine Worte. Es ging f&uuml;r die Christen damals um entscheidende Ver&auml;nderungen. Um eine eindeutige, klare Lebensausrichtung auf Jesus Christus. Sie waren mit den Vorstellungen des Alten Testaments aufgewachsen. Doch jetzt, mit Jesus Christus, hatte Gott ihnen dieses neue Geschenk seiner Liebe vor Augen gestellt: In Jesus, dem lebendigen Wort, bietet Gott allen Menschen Vers&ouml;hnung und Leben an. Er ist das Licht, das uns nun klar und hell die Vaterliebe Gottes und unsere Liebe zu den Mitmenschen aufscheinen l&auml;sst. &ndash; Auch ein heutiger Christ muss alte Denkmuster verlassen!</p><p>Neues d&uuml;rfen wir in der Nachfolge Jesu wagen. Nicht auf innere Abwehr soll ich gehen. Nicht doch die alten Gewohnheiten weiterf&uuml;hren. H&ouml;ren, sich &ouml;ffnen f&uuml;r feste Nachfolgeschritte, im Vertrauen auf Christus! Darum geht es!<br />
&nbsp;</p><h2>Der Ruf des Heiligen Geistes &ndash; damals wie heute</h2><p>Gottes Geist selbst ruft uns dazu auf &ndash; damals wie heute. In die t&auml;gliche Entscheidung ruft uns der Heilige Geist. Fragt nach der Bereitschaft unserer Herzen. So wie einst Jesus selbst es tat: Wenn er zu den unterschiedlichsten Menschen sagte: &bdquo;Folge mir nach!"</p><p>Sie und mich erreichen heutzutage jede Menge fremde Stimmen. Solche auch, die Unzufriedenheiten verst&auml;rken; und uns angeblich einfache L&ouml;sungen anbieten. Dass es schwierige Zeiten und auch empfindliche Einschr&auml;nkungen geben kann, wird verschwiegen. Das scheint viele in Verwirrung zu bringen. So wird in uns der Zweifel oder die Unzufriedenheit verst&auml;rkt.</p><p>Die feste Zuversicht und den richtigen Halt behalten wir, wo wir dem Ruf Jesu vertrauen: Er allein soll unser Leben leiten. Er ist wichtiger als alle selbsternannten Herren. Ihm zu folgen, gibt uns die Sicherheit, nicht im Meinungsbrei unserer Zeit zu versanden.<br />
&nbsp;</p><h2>Wenn Gott den R&uuml;cken gekehrt wird &ndash; ein Blick in den Spiegel der Zeit</h2><p>Ich habe das 7. Lebensjahrzehnt &uuml;berschritten. Und eine Menge Zeit- und Modetrends kommen und gehen sehen. Leider auch mit ansehen m&uuml;ssen, dass wichtige Lebenswerte wie Treue und Wahrhaftigkeit eingeebnet werden. Menschen aus meinem Umfeld haben sich vom Vertrauen auf Christus herausgewunden. Sich bequemere Lebenswerte zurechtgelegt.</p><p>Ja, ich kann den Schmerz gut verstehen, wenn der Heilige Geist hier die Entt&auml;uschung Gottes beklagt: &bdquo;Vierzig Jahre haben sie jeden Tag erlebt, dass ich sie durch die W&uuml;ste f&uuml;hrte." Mit dem bitteren Ergebnis: &bdquo;Ihr ganzes W&uuml;nschen und Wollen ist falsch und f&uuml;hrt sie in die Irre."</p><p>Ich w&auml;re so froh, wenn dies nur die Beschreibung des damaligen Verhaltens w&auml;re. Doch wie sehr hat unsere Zeit l&auml;ngst Gott den R&uuml;cken gekehrt. Im Spiegel dieser Bibelverse sehe ich auch die Unbelehrbarkeit und Undankbarkeit einer gro&szlig;en Mehrheit unserer Zeit. Und, die steckt teilweise auch in mir und tr&uuml;bt mein &ndash; nein, nicht mein Vertrauen! Ich kann mir die Jahre meines Lebens nicht vorstellen ohne die t&auml;gliche Verbindung zu meinem Herrn, Jesus Christus! Wohin ich ohne ihn und sein Bewahren und Leiten gekommen w&auml;re, will ich mir gar nicht vorstellen! &ndash; Aber genau das ist der Punkt: Meine Sorge um die Zukunft unserer Gesellschaft &ndash; die treibt mich um! Leben wir unsere Anspr&uuml;che und Wertfestlegungen so weiter, dann kann das doch nicht gutgehen!</p><p>Nie und nimmer wird darauf Gottes Segen liegen. Haben Sie das noch nie mit Schrecken festgestellt: Nicht nur in Europa, sondern weltweit bl&auml;hen sich immer mehr L&uuml;gen, Machtgier und die daraus folgende Unmenschlichkeit auf. In Feindbilder und Schuldzuweisungen steigern viele sich hinein. Man fordert L&ouml;sungen, f&uuml;r die aber keiner sich selbst einsetzen will. In all dem Sich-&Uuml;bereinander-Ereifern h&ouml;rt kaum einer mehr zu. Schon gar nicht nach Gottes Geboten wird gefragt. Und noch weniger nach der eigenen Mitverantwortung. Am wenigsten jedoch stellen wir uns die Frage nach der Umkehr!<br />
&nbsp;</p><h2>Der Ruf zur Umkehr &ndash; Gottes Einladung an uns heute</h2><p>Stattdessen fordern wir in so vielen Lebensbereichen Gott und seine Geduld heraus. Sicher w&auml;chst diese trotzige innere Abw&auml;rts-Haltung auch schon &uuml;ber Jahrzehnte. Hier und jetzt ruft Christus uns Einzelne, und auch ganze Kirchen und Gemeinschaften zum Innehalten. Zum H&ouml;ren! Zum Stillwerden &ndash; und auf sein Wort h&ouml;ren. Dem Heiligen Geist sollen wir wieder Raum und Geh&ouml;r geben. Das ist die Lebensaufgabe der Stunde &ndash; ja, dieses Jahres! Wo ja auch die Verhei&szlig;ung Gottes &bdquo;Siehe, ich mache alles neu!" uns als Jahreslosung den Weg weist. Ich bin mir sicher: Gott will da bei uns anfangen. Bei mir. Auch bei Ihnen. Mit meinem und unserem H&ouml;ren!</p><p>Drei- ja viermal spricht Paulus diese erste Grund-Voraussetzung aus. H&ouml;rt &ndash; &ouml;ffnet euch f&uuml;r Gottes Geist! Er wird euch zeigen, worauf es jeden Tag ankommt. Zeigen, wo ich mich &auml;ndern muss. Damit Christus mit mir Gutes gestalten kann. Damit er mich leiten und voranbringen kann. &ndash; Nicht meine innere Abwehr darf mich verschlie&szlig;en. Es geht um Gottes Verhei&szlig;ungen. Ich soll mir selber meinen Zugang nicht versperren. Und ich lobe diesen wunderbaren Gott, der mich &ndash; und uns alle &ndash; nicht aufgibt: Ihm sei Ehre und Dank!</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pfarrer i. R. Rainer Kroninger</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17337171.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pfarrer i. R. Rainer Kroninger]]></author>
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      <pubDate>Sat, 09 May 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Was ist das Besondere an Jesus Christus?]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Hebräer 3,1-6 – ausgelegt von Ade Gärtner.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hebräer 3,1-6 – ausgelegt von Ade Gärtner.</em><br/>
<h2>1. Mose und Christus &ndash; Wer hat die h&ouml;chste Autorit&auml;t?</h2><p>Wer ist die h&ouml;chste Autorit&auml;t, wenn es um den Glauben und um Gott geht? Unser Bibeltext besch&auml;ftigt sich mit der Frage, ob Mose oder Christus h&ouml;her ist. Wem soll gr&ouml;&szlig;ere Ehre zuteilwerden? Das ist wohl damals eine Frage bei den Adressaten des Hebr&auml;erbriefes &ndash; vermutlich eine j&uuml;disch-christliche Gemeinde. F&uuml;r den j&uuml;dischen Glauben ist Mose die h&ouml;chste Instanz, weil er der Geber des Gesetzes, der Thora, der umfassenden Weisung und Ordnung des religi&ouml;sen Lebens im Volk Gottes ist. Ihm hat sich Gott pers&ouml;nlich offenbart und seinen Namen mitgeteilt: Jahwe. Er wird so &uuml;bersetzt: &bdquo;Ich werde sein, der Ich sein werde.&ldquo; &bdquo;Ich bin, der ICH bin.&ldquo; Oder &bdquo;Ich bin da f&uuml;r euch! ICH bin mit euch!&ldquo;</p><p>So hat ihn Mose pers&ouml;nlich kennengelernt. Auf dem Berg Sinai hat dieser Gott Jahwe w&auml;hrend des Auszugs des Volkes der Hebr&auml;er aus der Sklaverei in &Auml;gypten, eben diesem Mose, die Zehn Gebote offenbart. Gott hat sich dabei selbst vorgestellt: <em>&bdquo;ICH bin der HERR &ndash; Jahwe &ndash; der euch aus &Auml;gypten, aus der Knechtschaft gef&uuml;hrt hat. Ihr sollt keine anderen G&ouml;tter neben mir haben.&ldquo;</em> Mose ist F&uuml;hrer aus der Sklaverei und wird zum Empf&auml;nger und Vermittler dieser Offenbarung Gottes an sein Volk. Er wird &bdquo;der Prophet&ldquo; genannt. Mose ist ein ganz Gro&szlig;er im Alten Testament und f&uuml;r den j&uuml;dischen Glauben.</p><p>Nun lese ich im Hebr&auml;erbrief, Kapitel 3, Vers 3: <em>&bdquo;Jesus ist aber gr&ouml;&szlig;erer Herrlichkeit wert als Mose, so wie der Erbauer des Hauses auch gr&ouml;&szlig;ere Ehre hat als das Haus.&ldquo;</em> Das Bild leuchtet ein: der Hausbauer ist wichtiger als das Haus selbst. Es entsteht nach seinen Vorstellungen und M&ouml;glichkeiten. Er baut es sich so, wie er es gerne haben und bewohnen will.<br />
&nbsp;</p><h2>2. Jesus als Hohepriester &ndash; Der Mittler zwischen Gott und Mensch</h2><p>Nun: worin ist Jesus gr&ouml;&szlig;er als Mose? Jesus hat wie Mose auch Werte vermittelt und im Grunde die alttestamentlichen Gebote noch einmal dichter gefasst als die Zehn Gebote. Er hat das Doppelgebot der Liebe aus dem Alten Testament &uuml;bernommen und es etwas erg&auml;nzt. Jesus hat gesagt, der Kern des Willens und Gebotes Gottes ist das Liebesgebot, und zwar dreifach: <em>&bdquo;Du sollst <strong>Gott</strong> lieben von ganzem Herzen und deinen <strong>N&auml;chsten</strong> wie auch <strong>dich selbst</strong>.&ldquo;</em> Im Grunde ist dies nichts wirklich Neues, nur noch einmal neu gesagt von Jesus. Worin ist dann Jesus gr&ouml;&szlig;er?</p><p>In Vers 1 wird Jesus den Christen, die diesen Hebr&auml;erbrief erhalten, vor Augen gemalt: &bdquo;&hellip; <em>die ihr teilhabt an der himmlischen Berufung, schaut auf den Apostel und Hohepriester, den wir bekennen, Jesus.&ldquo;</em> Was schon in Hebr. 2,17 steht, wird in Kap. 7 sp&auml;ter entfaltet: Jesus ist DER Hohepriester.</p><p>Nun, was ist der Hohepriester? Ganz einfach: der jeweils h&ouml;chste der Priester. Der soll die Aufgabe haben als Ver-Mittler zwischen Gott und seinem Volk zu wirken und in das Allerheiligste des Tempels zu gehen. Stellvertretend bekennt er die S&uuml;nden des Volkes und empf&auml;ngt Gottes Vergebung f&uuml;r alle. Das Allerheiligste ist der heilige Raum der Gegenwart Gottes. Davor gibt es einen gro&szlig;en, dunklen Vorhang, der den heiligen Vorraum vom Allerheiligsten trennt. Er verhindert, dass da sonst jemand hineinsehen oder hineingehen kann. Das ist absolut tabu &ndash; verboten. In diese heilige Gegenwart Gottes darf auch zur Zeit Jesu nur der Hohepriester treten. Und das nur einmal im Jahr am gro&szlig;en Vers&ouml;hnungstag. Yom Kippur &ndash; wird heute noch gefeiert und ist der h&ouml;chste j&uuml;dische Feiertag. Dort also emp&auml;ngt der Hohepriester stellvertretend f&uuml;r das Volk die Vergebung Gottes. So kommt die Gottesbeziehung wieder intakt &ndash; Gott und Mensch sind miteinander vers&ouml;hnt.<br />
&nbsp;</p><h2>3. Das Kreuz und der zerrissene Vorhang</h2><p>Am Tag der Kreuzigung von Jesus geschieht Folgendes: Im Tempel zerrei&szlig;t der gro&szlig;e Vorhang vor dem Allerheiligsten. Und das genau zu der Zeit, als Jesus auf dem H&uuml;gel Golgatha stirbt (Markus 15,38). Der Blick und der Zugang ins Allerheiligste und damit zur Gegenwart Gottes ist frei. Welch ein Geschenk. Welche Freude &ndash; auch f&uuml;r uns heute.</p><p>Jesus ist der Hohepriester vor Gott, um die S&uuml;nden seines Volkes, ja der ganzen Menschheit zu s&uuml;hnen. Das tut Jesus durch die Opfergabe seines eigenen Lebens am Kreuz von Golgatha. Jesus stirbt stellvertretend f&uuml;r die S&uuml;nden der Menschen. Er tr&auml;gt die S&uuml;nden und schafft den Menschen den freien und direkten Zugang zu Gottes Gegenwart. Ein f&uuml;r alle Mal. Einer f&uuml;r alle, f&uuml;r alle Zeiten. Da braucht es keinen anderen Hohepriester mehr. Jesus ist der wahre und h&ouml;chste Hohepriester. Jesus ist der Zugang zum allerheiligsten Herzen Gottes.<br />
&nbsp;</p><h2>4. Was bedeutet das f&uuml;r uns heute?</h2><p>Was bedeutet das nun heute, aktuell? F&uuml;r Sie? Mit einem Hohepriester kann der heutige Mensch kaum etwas anfangen. Und mit Gott k&ouml;nnen inzwischen auch immer weniger Menschen in Deutschland etwas anfangen. In allen Religionen gibt es zwar Antworten auf die Frage nach Gott. Da gibt es Mose, Mohammed, Buddha, Konfuzius, Hinduismus. Auch indianische oder chinesische Weisheit oder esoterische Weisheitslehrer zeigen Wege zu Gott oder zum G&ouml;ttlichen. Auch Philosophen, Psychologen und andere wollen helfen, ein wahres Leben zu f&uuml;hren. Aber Jesus ist f&uuml;r viele nur einer von vielen. F&uuml;r viele auch out, &uuml;berholt, zu einfach, zu unmodern.</p><p>Unser Bibeltext heute macht aber deutlich: Jesus ist gr&ouml;&szlig;er, Jesus steht h&ouml;her. Jesus zeigt mir das wahre Wesen Gottes. Er ist der menschgewordene Sohn Gottes. Er ist der Apostel (Vers 1), der Gesandte Gottes. Jesus tr&auml;gt am Kreuz die S&uuml;nden f&uuml;r die Menschen. Er vergibt S&uuml;nde und Schuld des Menschen &ndash; auch heutzutage. Jesus befreit mich aus der Gottlosigkeit und aus der Sinnlosigkeit. Jesus befreit aus der Gottes-Entfremdung und aus der Entfremdung von mir selbst. Er macht mich heil und gl&uuml;ckselig. Er ist der Gr&ouml;&szlig;te, der sich selbst erniedrigt in seinem Tod am Kreuz und wird von Gott in der Auferweckung wieder erh&ouml;ht. Darin ist er einzigartig. Das bekennen wir Christen und die christliche Gemeinde bis heute. Daran werden die Briefleser erinnert und dazu aufgerufen.</p><p>Sind damit alle anderen Weisheiten und Gotteserkenntnisse falsch oder unbrauchbar f&uuml;r Christen? Ich denke nicht. Aber Jesus ist die Mitte und der Kern des Kerns. Andere Gedankensto&szlig;e sind eher zweit- oder drittrangig, mehr am Rande dessen, was es &uuml;ber Gott zu wissen und zu erfahren gibt. Ich m&ouml;chte andere Gotteserkenntnisse und Gotteserfahrungen wertsch&auml;tzen. Das kann mir helfen, mit Menschen in ein ehrliches und missionarisches Gespr&auml;ch zu kommen. Auf Augenh&ouml;he. In gegenseitigem Respekt. Aber auch mit Mut und einem klaren Bekenntnis zu Jesus &ndash; trotz Gegenwind oder Ablehnung.</p><p>Jesus Christus pers&ouml;nlich zu kennen, zu lieben und zu ehren, das ist das H&ouml;chste &ndash; auch meines Lebens.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Ade Gärtner</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17336504.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Ade Gärtner]]></author>
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      <pubDate>Fri, 08 May 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Ähnlichkeiten]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Hebräer 2,11-18 – ausgelegt von Peter Ruppert.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hebräer 2,11-18 – ausgelegt von Peter Ruppert.</em><br/>
<h2>Die Bibel &ndash; ein Buch aus einer anderen Welt</h2><p>Neulich h&ouml;rte ich einen Satz eines Theologen: &bdquo;Die Bibel ist zwar f&uuml;r dich, aber sie ist nicht zu dir geschrieben.&ldquo;</p><p>Sie ist in Sprachen geschrieben, welche &uuml;ber Ausdrucksformen durch die jeweilige Grammatik verf&uuml;gen, die wir nicht eins zu eins in unsere Sprache &uuml;bersetzen k&ouml;nnen. Zudem spricht die Bibel eine Gedankenwelt, ein Mindset eines Volkes an, welches wir heute nicht mehr ohne Weiteres verstehen. Ein Bsp.: Jemand sagt: &bdquo;Ich fahre demn&auml;chst in den &bdquo;Big Apple&ldquo;.&ldquo; Viele heute wissen, dass damit die Stadt New York gemeint ist. Kennt man diesen Ausdruck aber auch noch in 500 Jahren?</p><p>So ist es auch mit der Haltung und Denkweise des Volkes Israel, der Juden zur Zeit Jesu. Wenn ich also verstehen will, was der Autor sagen m&ouml;chte, ist es unerl&auml;sslich, mich mit der Denkweise und dem Weltbild der damaligen Zeit zu besch&auml;ftigen. Hier hat ein amerikanischer Theologe, Dr. Michael Heiser in seinem Buch &bdquo;The unseen realm&ldquo;, das unsichtbare Reich aus meiner Sicht gute Grundlagen gelegt.<br />
&nbsp;</p><h2>Sch&ouml;pfung, S&uuml;ndenfall und die unsichtbare Welt</h2><p>Nach Heiser ist der Garten Eden im Sch&ouml;pfungsbericht ein realer Ort. Der Garten Eden ist aber auch ein Bild f&uuml;r einen Ort, an dem Gott ist. Es ist warm, ausreichend Nahrung, Wasser, etc. sind vorhanden. Hier ist das Leben in F&uuml;lle. In altert&uuml;mlichen Kulturen sind G&auml;rten, aber auch Berge der Aufenthaltsort Gottes oder der G&ouml;tter. Gleichzeitig leben aber auch Menschen im Garten Eden. Heiser beschreibt eine Dimension, in der sich die geistliche Sph&auml;re, der Ort an dem Gott lebt und die uns bekannte Welt &uuml;berschneiden. Beide haben Zugang zueinander. Durch den S&uuml;ndenfall, dem Ungehorsam der Menschen Gott gegen&uuml;ber, werden diese Sph&auml;ren voneinander getrennt. Der Mensch hat keinen direkten Zugang mehr zu Gott und damit zum Leben mit ihm.</p><p>Zudem erschuf, nach Heiser, Gott vor den Menschen Geistwesen. Sie werden in der Bibel oft als Engel bezeichnet, aber auch als G&ouml;tter &ndash; hebr&auml;isch &bdquo;elohim&ldquo;. Gott selbst sucht sich ein eigenes Volk. Angefangen bei Abraham, aus dem das Volk Israel entsteht. Diese Engelwesen, die zu G&ouml;ttern werden, missbrauchen allerdings ihre Macht und wollen selbst angebetet werden. Sie regieren nicht im Sinne Gottes, sondern behandeln Menschen ungerecht. Sie lassen sich nichts sagen. Diesen Machtmissbrauch verspricht Gott zu richten. Nachzulesen im Psalm 82.</p><p>Gott verspricht aber auch die Beziehung zwischen ihm und den Menschen wiederherzustellen, so dass wieder eine reale Begegnung zwischen Gott und Mensch stattfinden kann. Unsere Welt ist durch Tod und S&uuml;nde quasi verunreinigt. Wo Gott ist, ist das Leben und nicht der Tod. Es braucht S&uuml;hne. Gott bietet durch ein Opfersystem einen Zugang zu ihm an, schon f&uuml;r sein Volk Israel, f&uuml;r uns. Auf diesem Grundsatz beruht dann das ganze Opfersystem des Volkes Israel, bzw. sp&auml;ter der Kreuzestod Jesu. Nur durch ein Opfer, das meine Verunreinigung s&uuml;hnt, kann ich in die Gegenwart Gottes treten. Das ist die bekannte Welt, in die der Verfasser des Hebr&auml;erbriefes hineinschreibt.<br />
&nbsp;</p><h2>Heiligung: Was es bedeutet, Gott zugeordnet zu sein</h2><p>In Vers 11 des Abschnitts geht es um Heiligung. Dabei ist nicht gemeint, dass ich einen Status moralischer Perfektion erreiche. Heilig sein bedeutet vielmehr, f&uuml;r einen bestimmten Zweck Gott zugeordnet zu werden. So gab es etwa den heiligen Altar im Tempel in Jerusalem, auf welchem die Opfertiere verbrannt wurden. Er diente nur diesem Zweck. Man konnte also keine W&uuml;rstchen darauf grillen. Wozu werden dann Christen ausgesondert? Im Sch&ouml;pfungsbericht gibt Gott den Menschen den Auftrag &uuml;ber seine Sch&ouml;pfung in seinem Sinn zu regieren (1. Mose, 1,26&ndash;28). Zu diesem Zweck werde ich zuger&uuml;stet, geheiligt. Nichts, was pl&ouml;tzlich &uuml;ber mich hereinbricht. Das Verb ist passiv. Es ist also etwas, was ich nicht selbst tun kann, sondern was mit mir gemacht wird. Es wird auch eine Person genannt, welche die Heiligung an mir vollbringt. Das ist Jesus. Den Personen, welche sich auf den Heiligungsprozess einlassen, gibt Jesus eine Identit&auml;t. Er nennt sie Geschwister und nimmt sie somit in die Gottesfamilie auf. Um diese Aussagen zu best&auml;tigen, zitiert der Autor des Hebr&auml;erbriefs diverse Verse aus dem Alten Testament. Etwa aus den Psalmen, dem Buch Samuel oder Jesaja. Damit ein Israelit diese Aussagen glauben kann, m&uuml;ssen sie im Einklang mit der Schrift sein und diese ist f&uuml;r die gl&auml;ubigen Juden der damaligen Zeit ausschlie&szlig;lich das, was wir heute das Alte Testament nennen.<br />
&nbsp;</p><h2>Jesu Tod und die Befreiung der Menschen</h2><p>Ab Vers 14 begr&uuml;ndet der Autor, warum Jesus am Kreuz sterben musste, und verwebt seine gesamte Argumentation wieder mit dem Opfersystem der Israeliten</p><p>Weil Menschen Anteil an Fleisch und Blut haben, also sterblich und durch die S&uuml;nde verunreinigt sind, k&ouml;nnen sie nicht in die Gegenwart Gottes eintreten. Es ist keine Beziehung m&ouml;glich. Aus diesem Grund nimmt Jesus selbst Fleisch und Blut an, wird Mensch. Jesus bringt durch seinen eigenen Tod das Opfer, was S&uuml;nde komplett s&uuml;hnt. Menschen k&ouml;nnen wieder in die Gegenwart Gottes eintreten, ohne Gott vorher ein neues Opfer bringen zu m&uuml;ssen. Das war f&uuml;r die Juden jener Zeit umwerfend.</p><p>Gleichzeitig setzt diese S&uuml;hne die Macht der G&ouml;tter, des Teufels au&szlig;er Kraft. Fortan brauchen Menschen nicht l&auml;nger als Geknechtete leben oder den Tod f&uuml;rchten. Jesus hat die M&auml;chte entmachtet (Kolosser 2,15) und die Menschen aus der Sklaverei der S&uuml;nde befreit. Kein Mensch braucht zu f&uuml;rchten, dass er kein sinnerf&uuml;lltes Leben hat, allein ist oder sterben wird. In der Gottesfamilie wird jeder gebraucht und in der Beziehung zu Gott hat jeder das Leben in F&uuml;lle. Jesus wird eines Tages dieses K&ouml;nigreich aufrichten. Das ist die Hoffnung, in welcher alle Christen leben. Dann wird Jesus abwischen alle Tr&auml;nen (Offenbarung 21,4). In der Zwischenzeit werden die Gl&auml;ubigen geheiligt. Jesus ist mein Hohepriester, also ein Vermittler zu Gott dem Vater. Jesus kennt meine Schw&auml;chen und Versuchungen. Weil Jesus selbst Versuchungen kennt, steht er mir und Ihnen bei. Bei allen Krisen in der Welt &ndash; sind das nicht gute Nachrichten? Und das Beste: Das gilt f&uuml;r jeden und ist nur ein Gebet, ein Anrufen Jesu entfernt. Wann sagen Sie Jesus, dass Sie dazu geh&ouml;ren m&ouml;chten?</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Peter Ruppert</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17335771.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Peter Ruppert]]></author>
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      <pubDate>Thu, 07 May 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Auf dem Weg mit Jesus]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hebräer 2,1-10 – ausgelegt von Renate von Boddien.</em><br/>
<h2>Jesus Christus: Ihm ist alle Macht gegeben</h2><p>In unserem Bibelabschnitt wird betont, dass Gott seinem Sohn Jesus Christus alle Macht gegeben hat &ndash; im Himmel und auf Erden. Alles hat Gott Jesus unterworfen, die Gegenwart und auch die zuk&uuml;nftige Welt, alle Menschen, alle Engel und Gewalten. Gott hat ihn nur f&uuml;r kurze Zeit unter die Engel erniedrigt &ndash; als Jesus als Mensch auf Erden lebte.</p><p>Wichtig ist die Aussage, dass Jesus auch Macht &uuml;ber alle Engel gegeben ist. Denn manche Menschen verehren ja Engel und beten sie an. Doch Engel sind Boten Gottes, die nur seine Botschaften &uuml;berbringen. Im Lukasevangelium, Kap. 1 wird bspw. berichtet, dass Gott den Engel Gabriel zu Maria sandte, um ihr die Geburt Jesu und einige Verhei&szlig;ungen &uuml;ber sein Leben anzuk&uuml;ndigen. Zuvor war der Engel Gabriel zu Zacharias gesandt worden, um ihm die Geburt seines Sohnes Johannes (des T&auml;ufers) anzuk&uuml;ndigen. Dies geh&ouml;rte zu Gottes Heilsplan f&uuml;r uns. Insofern geb&uuml;hrt Gott die Ehre und Anbetung und nicht den Engeln.<br />
&nbsp;</p><h2>Gottes Heilsplan: Rettung durch Glauben, nicht durch gute Taten</h2><p>Jesus erl&auml;utert Gottes Heilsplan bspw. indem er sagt: <em>&bdquo;So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn Jesus Christus hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt geschickt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.&ldquo; </em>(Johannes 3,16&ndash;17).</p><p>Deutlich wird hier: Gott tat dies aus Liebe zu uns, damit wir gerettet werden! Und: Jesus ist unser Retter &ndash; nicht die Engel. Entscheidend ist daher unser Glaube an Jesus und an Gott. Manche Menschen glauben, gute Taten reichen aus. Sie meinen, wir k&ouml;nnen uns dadurch unsere Rettung und ewiges Leben selbst &bdquo;verdienen&ldquo;. Wer Jesu Worte ernst nimmt, erkennt jedoch: Das ist ein Irrglaube!</p><p>Die Verse 1&ndash;5 im Hebr&auml;erbrief, Kap. 2 ermahnen uns, aufmerksam darauf zu achten, was wir von Jesus geh&ouml;rt haben und was die Zeitzeugen best&auml;tigt haben. Gott selbst hat dies durch Zeichen und Wunder und Gaben des Heiligen Geistes bezeugt. Wie k&ouml;nnen wir das umsetzen?</p><p>In meinem Bibelkreis besch&auml;ftigen wir uns seit L&auml;ngerem mit dem Thema: Was sagt die Bibel &uuml;ber Jesus? Was sagt Jesus selbst &uuml;ber sich, was sagen andere &uuml;ber ihn? Die meisten Quellen dazu befinden sich ja im Neuen Testament in den vier Evangelien, in der Apostelgeschichte, in den Briefen und in der Offenbarung. Wir haben uns daf&uuml;r entschieden, die Abschiedsworte Jesu an seine J&uuml;nger im Johannesevangelium, Kapitel 13&ndash;17 zu studieren. Dieser Bibelabschnitt ist eine wahre Fundgrube zu diesem Thema und sehr empfehlenswert. Denn Jesus erl&auml;utert hier nochmal in konzentrierter, knapper Form seine wichtigsten Botschaften und Weisungen. Hier verdeutlicht er bspw. auch seine Sendung als Retter der Welt.<br />
&nbsp;</p><h2>Das Leiden Jesu &ndash; unser Heil wurde teuer erkauft</h2><p>Zur&uuml;ck zum Hebr&auml;erbrief: In Vers 9 hei&szlig;t es, dass Jesus als Lohn f&uuml;r sein Leiden und Sterben mit Herrlichkeit und Ehre gekr&ouml;nt wurde. Denn es war Gottes gn&auml;diger Wille, dass Jesus f&uuml;r alle den Tod erlitt.</p><p>Gott will also, dass alle Welt gerettet wird und zur Erkenntnis der Wahrheit kommt. Das bedeutet: Jesus litt und starb f&uuml;r meine Rettung, f&uuml;r unser aller Rettung. Und da Jesus wahrer Mensch und wahrer Gott ist, hat er an diesen Leiden auch wirklich gelitten.</p><p>Ich dachte fr&uuml;her bei Jesu Leiden immer nur an seinen Tod am Kreuz. Das war ja damals die schlimmste Form der r&ouml;mischen Folter und daher schon schwer genug f&uuml;r Jesus. Erst sp&auml;ter erkannte ich, wie viele andere Leiden er bereits vor seinem Kreuzestod ertragen musste: Pilatus lie&szlig; Jesus gei&szlig;eln, d.&nbsp;h. Jesus wurde mit einer Peitsche geschlagen, in die Bleikugeln und Knochen st&uuml;cke eingeflochten waren. Mit jedem Peitschenhieb wurde ein Fetzen aus seiner Haut weggerissen. Eine schreckliche Vorstellung! Er wurde au&szlig;erdem verh&ouml;hnt, l&auml;cherlich gemacht, gem&uuml;tigt, ungerecht behandelt sowie unschuldig verurteilt. Und er erlitt starke Schmerzen durch das Tragen des schweren Kreuzes.</p><p>Zuvor war er bereits von seinen J&uuml;ngern und Freunden verlassen und von Petrus sogar drei Mal verleugnet worden. Au&szlig;erdem wusste Jesus ja schon vorher, welche Leiden auf ihn zukommen w&uuml;rden und hatte Angst davor. Im Garten Gethsemane schwitzte er deshalb Blut und Wasser und betete: <em>&bdquo;Mein Vater, dir ist alles m&ouml;glich. Lass diesen Kelch an mir vor&uuml;bergehen. Aber nicht wie ich will, sondern wie du willst.&ldquo;</em> Und Gott sandte einen Engel zu ihm und st&auml;rkte ihn. Deutlich wird: Unsere Rettung hat Jesus &auml;u&szlig;erst viel gekostet. Ich bin &ndash; wir sind &ndash; wirklich teuer erkauft.</p><h2><br />
Was Gott von uns erwartet &ndash; drei Beispiele</h2><p>Wir sind aber auch gefordert, f&uuml;r unsere Rettung einiges zu tun. Ich m&ouml;chte dazu nur drei Beispiele herausgreifen:</p><p><strong>Jesus ruft uns auf</strong>, <strong>an ihn und an Gott zu glauben</strong> und Gott von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gem&uuml;t zu lieben. Jesus will in einer engen pers&ouml;nlichen Beziehung mit uns leben &ndash; im Alltag, an jedem Tag. Jesus sagt sogar, er will in uns wohnen. Anf&auml;nglich konnte ich mir das gar nicht vorstellen. Inzwischen glaube ich daran, denn Jesus hat es ja gesagt.</p><p><strong>Jesus ruft zur Umkehr auf</strong>. Was hei&szlig;t das ganz praktisch? Ich pr&uuml;fe &ouml;fters mal, ob es etwas gibt, das mich von Gott trennt. Das Wichtigste ist, dass ich an Jesus und an Gott glaube. Wenn Zweifel aufkommen, kann ich ihn bitten, mir neue Glaubensgewissheit zu schenken. Oder ich pr&uuml;fe, ob ich um Vergebung von Schuld oder von Betrug, L&uuml;gen oder &uuml;ble Nachrede etc. bitten muss.</p><p>Ich habe bspw. mit Vergebung von Schuld eines anderen Menschen in einem schwierigen Fall sehr gute Erfahrungen gemacht. Gott hat mich nach meiner Vergebung mit neuer Kraft, neuer Freude, neuem Frieden und neuer Zuversicht beschenkt, die er in mein Herz gelegt hat. Das war erstaunlich, denn im &Auml;u&szlig;eren hatte sich nichts ver&auml;ndert. Meine Familie hat danach sehr schnell festgestellt, dass sich etwas Tiefgreifendes in mir ver&auml;ndert hat. Die Vergebung hat bewirkt, dass ich Jesu Verhei&szlig;ung erlebt habe: <em>&bdquo;Ich bin gekommen, dass ihr das Leben habt und zwar das Leben in F&uuml;lle!&ldquo;</em> Eine wunderbare Erfahrung!</p><p><strong>Jesus ruft uns auch auf, Frucht zu bringen</strong>, Frucht, die bleibt! Wie kann ich es schaffen, Frucht zu bringen? Ich st&uuml;tze mich bspw. auf Jesu Verhei&szlig;ungen im Johannesevangelium, 15,5ff: &bdquo;Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt reiche Frucht. Denn ohne mich k&ouml;nnt ihr nichts tun&ldquo;. Hier folgt noch ein weiteres Versprechen: <em>&bdquo;Wenn ihr in mir bleibt und wenn meine Worte in euch bleiben, dann bittet um alles, was ihr wollt, ihr werdet es erhalten.&ldquo;</em> Sind diese Verhei&szlig;ungen nicht wunderbar? Wie tr&ouml;stlich, dass ich das Fruchtbringen nicht aus eigener Kraft schaffen soll. Sie erm&uuml;tigen mich, vertrauensvoll loszugehen, denn Jesus steht mir bei!</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Renate von Boddien</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17335093.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Renate von Boddien]]></author>
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      <pubDate>Wed, 06 May 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Jesus - erhaben über die Engel]]></title>
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      <description><![CDATA[Andreas Hornung über Hebräer 1,5-14.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Andreas Hornung über Hebräer 1,5-14.</em><br/>
<h2>Der Hebr&auml;erbrief als Schl&uuml;ssel zum Bibelverst&auml;ndnis</h2><p>Die Bibel der Urkirche war das Alte Testament. Das Neue gab es noch nicht. Aus dem Alten Testament zitierten Jesus und Paulus und alle &uuml;brigen Autoren des Neuen Testaments, auch der Schreiber des Hebr&auml;er-Briefes.</p><p>G&auml;be es den Hebr&auml;er-Brief nicht, h&auml;tten wir es schwerer, Altes und Neues Testament zu verstehen und miteinander zu verkn&uuml;pfen. Denn der Hebr&auml;er-Brief bezieht das alttestamentliche Geschehen zwischen Gott und seinem Volk Israel auf Christus. Somit liefert der Hebr&auml;er-Brief einen Schl&uuml;ssel f&uuml;r das Verst&auml;ndnis biblischer Zusammenh&auml;nge.<br />
&nbsp;</p><h2>Psalmen, Propheten und die Erhabenheit Jesu &uuml;ber die Engelwelt</h2><p>In unserem Text werden sechs verschiedene Psalmen-Stellen zitiert und eine aus dem 2. Buch Samuel. In ihnen wird die Erhabenheit Jesu &uuml;ber die Engel-Welt bezeugt. Dabei ist in den zitierten Stellen von Jesus in direkter Form gar nichts zu lesen. Diese Deutung wird vom Schreiber des Hebr&auml;er-Briefes hineingetragen, was aber durchaus legitim ist, denn bereits die j&uuml;dischen Rabbiner kannten schon diese Auslegungstradition.</p><p>Selbst Jesus lehrte seine J&uuml;nger, welche Stellen in den Psalmen, Schriften, Propheten und den Mose-B&uuml;chern sich auf Ihn beziehen. Nur im Verkn&uuml;pfen von Bibelstellen Alten und Neuen Testaments wird uns das Verst&auml;ndnis der Heiligen Schrift aufgeschlossen. Deshalb ist ein Parallelstellenstudium au&szlig;erordentlich hilfreich und zu empfehlen. Es wird uns die biblische Lekt&uuml;re spannender gestalten</p><p>und ihr viele Geheimnisse entlocken.<br />
&nbsp;</p><h2>Biblische Engel und esoterische Engelsbotschaften &ndash; ein kritischer Vergleich</h2><p>Unser Text redet von Engeln, die in der heutigen Zeit auch wieder in den Fokus des Interesses ger&uuml;ckt sind, und zwar in der Esoterik. Esoteriker wissen von einer spirituellen Welt, auf die man sich einstellen muss, wenn das Leben gelingen soll.</p><p>Engelsbotschaften werden verbreitet, die voller Weisheit und Liebe sind und den Menschen Halt und Lebenshilfe geben wollen. Oft &auml;hneln sie den Botschaften der Bibel so sehr, dass man nicht wei&szlig;, wo Wahrheit aufh&ouml;rt und wom&ouml;glich Verf&uuml;hrung anf&auml;ngt.</p><p>Ein Merkmal der Unterscheidung ist, dass die Engel in der Bibel Gott unterstellt sind und von Ihm ausgesandt werden, wie es auch in unserem Text gesagt wird. Sie kommen nur, wenn Gott sie sendet und nicht wenn die Menschen sie rufen. Die Engel der Esoterik hingegen agieren unabh&auml;ngig und eigenst&auml;ndig.</p><p>Die biblischen Engel sind Jesus unterstellt &ndash; auch schon sch&ouml;pfungsm&auml;&szlig;ig, denn Jesus ist g&ouml;ttlicher Natur &ndash; sie hingegen sind geschaffene Wesen.</p><p>Im Kolosser-Brief wird Jesus als der Sch&ouml;pfer der sichtbaren und unsichtbaren Welt bezeichnet, also auch aller himmlischen &bdquo;M&auml;chte und Gewalten, Throne und Hoheiten&ldquo;. Mit solchen Begriffen bezeichnet Paulus an vielen Stellen die Engel-Welt. Die Engel in der Bibel beten Gott an, wie es auch in unserem Text hei&szlig;t, sie verherrlichen Jesus, denn Er ist ihr Herr und ihr Anf&uuml;hrer.</p><p>In den Engelsbotschaften der Esoterik hingegen bleibt das Erl&ouml;sungswerk Jesu unerw&auml;hnt. Esoterik kommt ohne die Erl&ouml;sung Jesu aus. Jesus ist nur ein gro&szlig;er Weisheitslehrer und Gott eher eine unpers&ouml;nliche kosmische Energie. Das sollte Christen stutzig machen.</p><p>Die Aufgabe der biblischen Engel besteht darin, Gottes Absichten in dieser Welt voranzutreiben und Gottes Kinder auf ihrem Weg der Heiligung unterst&uuml;tzend zu begleiten und zu besch&uuml;tzen. Nirgendwo, weder im Alten noch im Neuen Testament, werden Menschen dazu aufgefordert, sich direkt mit Engeln in Verbindung zu setzen.</p><p>Deshalb kann die Hinwendung zu Engeln, um auf direktem Wege von ihnen Botschaften zu empfangen, nicht Gottes Willen entsprechen &ndash; selbst dann nicht, wenn dies in einem frommen, christlichen Gewand pr&auml;sentiert wird.</p><p>Es scheint nur eine Sorte Engel zu geben, die Interesse daran hat, sich mit Menschen eigenm&auml;chtig in Verbindung zu setzen: es sind die gefallenen Engel, von denen die Bibel auch an vielen Stellen spricht. Und deshalb ist bei selbst gesuchten Engelsbotschaften Vorsicht geboten.<br />
&nbsp;</p><h2>Jesus Christus &ndash; Herr &uuml;ber alle Engel</h2><p>Bereits schon in den ersten zwei Jahrhunderten waren die Menschen durch die orientalischen Mysterienkulte offen geworden f&uuml;r Engelsbotschaften.</p><p>Der Apostel Paulus warnt die Christen im Kolosser-Brief vor einer falschen, verh&auml;ngnisvollen &bdquo;Verehrung der Engel&ldquo;. Vielleicht standen die Empf&auml;nger des Hebr&auml;er-Briefes in einer &auml;hnlichen Gefahr, die Engel &uuml;ber Jesus zu stellen.</p><p>Engel sind Geist-Wesen, die einen K&ouml;nig &uuml;ber sich haben, der sie regiert, n&auml;mlich Jesus Christus. Wenn Jesus einst wiederkommen wird, werden die Engel des Himmels in Seinem Gefolge sein. Er ist ihr Anf&uuml;hrer und sie dienen Ihm. Sie werden die Ernte ihres Herrn einbringen, das hei&szlig;t die Auserw&auml;hlten von den Enden der Erde sammeln und Jesus zuf&uuml;hren, und die, die Gott ungehorsam waren und andere dazu verleitet haben Gott ungehorsam zu werden, werden sie ins Feuer werfen &ndash; so sagt es Jesus. Engel sind also auch Gottes Gerichtsvollzieher.</p><p>In unserem Text wird Jesus &bdquo;Gott&ldquo; genannt &ndash; hoch erhaben &uuml;ber alle Engel. Wir sind gew&uuml;rdigt, den Dienst der unsichtbaren, m&auml;chtigen Engel in Anspruch nehmen zu d&uuml;rfen, und m&uuml;ssen doch keinen direkten Kontakt zu ihnen suchen, denn wir haben ihren Herrn selbst als Freund und Ansprechpartner &ndash; Jesus.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Andreas Hornung</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17335339.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Andreas Hornung]]></author>
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      <pubDate>Tue, 05 May 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Vater-Sohn Beziehung]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Hebräer 1,1-4 – ausgelegt von Udo Schnell.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hebräer 1,1-4 – ausgelegt von Udo Schnell.</em><br/>
<h2>Ein Bild von N&auml;he und Vertrauen</h2><p>Stellen Sie sich einen Vater vor, der seinem Kind das Fahrradfahren beibringt. Die H&auml;nde halten den Sattel, laufen mit, lassen los, greifen wieder zu. Kein gro&szlig;es Reden, sondern N&auml;he, Vertrauen, Geduld. Das Kind schaut nicht nach hinten, ob der Vater noch da ist &ndash; es sp&uuml;rt es. Diese stille Gewissheit tr&auml;gt das Kind weiter, als seine Beine es k&ouml;nnen. Solche Momente pr&auml;gen ein Leben oft tiefer als tausend Worte.</p><p>Mitten in eine laute Welt hinein beginnt der Hebr&auml;erbrief: &bdquo;Vielfaltig und auf vielerlei Weise hat Gott fr&uuml;her geredet.&ldquo; Gott ist nie sprachlos. Er hat gesprochen wie ein Vater, der sein Kind wachsen sieht und ihm Schritt f&uuml;r Schritt erkl&auml;rt, wer er ist und wie das Leben gedacht ist. Propheten sind wie Wegweiser, Hinweise, liebevolle Korrekturen. Doch all dieses Reden bleibt Vorbereitung, Hinf&uuml;hrung, Erwartung.</p><h2><br />
Gott spricht durch den Sohn</h2><p><em>&bdquo;In diesen letzten Tagen aber hat er zu uns geredet durch den Sohn.&ldquo;</em> Gott redet nicht nur &uuml;ber sich &ndash; er zeigt sich in einer Beziehung. Der Sohn ist nicht ein Bote unter vielen, sondern der Geliebte, der aus dem Herzen des Vaters kommt.</p><p>In Jesus sehe ich nicht nur Gottes Macht, sondern seine innigste Vaterliebe. Hier wird deutlich: Im Zentrum des Glaubens steht keine Idee, sondern eine Beziehung.</p><p>Der Sohn, die Tochter, ist der Erbe/Erbin aller Dinge. Das sagt nicht nur etwas &uuml;ber seine Gr&ouml;&szlig;e, sondern &uuml;ber das Vertrauen des Vaters. Ein Vater &uuml;bergibt seinem Sohn, seiner Tochter, was ihm wichtig ist. Er legt Zukunft in seine H&auml;nde. Gott traut seinem Sohn alles zu. Und genau deshalb d&uuml;rfen Sie sich ihm anvertrauen. Wer an Jesus Christus glaubt, lebt aus dieser Vater-Sohn-Beziehung heraus &ndash; getragen von einem Vertrauen, das gr&ouml;&szlig;er ist als die eigene Angst, der eigene Unfriede.</p><h2><br />
Der Sohn als Abglanz und Tr&auml;ger</h2><p>Durch den Sohn hat Gott die Welt geschaffen. Das hei&szlig;t: Die Beziehung zwischen Vater und Sohn ist &auml;lter als die Welt selbst. Noch bevor es Menschen gab, gibt es diese Liebe. Darum ist Beziehung kein Nebenprodukt des Lebens, sondern sein Ursprung. F&uuml;r menschliche V&auml;ter und S&ouml;hne und T&ouml;chter liegt hier ein leiser, aber kraftvoller Ma&szlig;stab: Beziehung ist nicht K&uuml;r, sondern Kern. Pr&auml;senz, nicht Perfektion, schafft Leben.</p><p>Der Hebr&auml;erbrief beschreibt den Sohn als Abglanz der Herrlichkeit Gottes und Ebenbild seines Wesens. Wie ein Sohn, eine Tochter, dem Vater &auml;hnelt &ndash; manchmal im Lachen, manchmal im Gang, manchmal im Herzen &ndash; so zeigt Jesus, wie Gott ist. Nicht hart, nicht abwesend, sondern zugewandt. Ein Vater, der sich im Sohn erkennen l&auml;sst. F&uuml;r menschliche V&auml;ter liegt darin eine Einladung: Kinder lernen nicht zuerst durch Erkl&auml;rungen, sondern durch Vorbilder. Sie schauen, wer ich bin, nicht nur, was ich sage.</p><p>Jesus Christus tr&auml;gt alles mit seinem kr&auml;ftigen Wort. Ein Vater tr&auml;gt Verantwortung, manchmal schwerer, als Worte es ausdr&uuml;cken k&ouml;nnen. Doch Gottes Vatersein erm&uuml;det nicht. Er tr&auml;gt die Welt, er tr&auml;gt mich, und er tr&auml;gt auch die zerbrechlichen Beziehungen zwischen V&auml;tern und S&ouml;hnen und T&ouml;chtern, die oft von Sprachlosigkeit, Entt&auml;uschung oder Distanz gepr&auml;gt sind. In Christus zeigt Gott: Tragen hei&szlig;t dabeibleiben.<br />
&nbsp;</p><h2>Vers&ouml;hnung, Ehre und Hoffnung</h2><p>Dann wird der Text pers&ouml;nlich und heilend: Der Sohn vollbringt unsere Reinigung von unseren S&uuml;nden. Auch zwischen V&auml;tern und ihren S&ouml;hnen und T&ouml;chtern gibt es Schuld &ndash; verpasste Gelegenheiten, harte Worte, Schweigen. Gott bleibt hier nicht Zuschauer. In Jesus Christus &ouml;ffnet er einen Raum der Vers&ouml;hnung. Er zeigt: Liebe hat die Kraft, neu anzufangen. Vergebung ist m&ouml;glich, weil Jesus, Gottes Sohn sie gelebt und am Kreuz von Golgatha getragen hat.</p><p>Nach diesem Werk setzt sich der Sohn zur Rechten der Majest&auml;t. Das Bild erz&auml;hlt von Anerkennung, von Ehre. Ein Vater, der seinen Sohn, seine Tochter ehrt, schenkt W&uuml;rde. Gott h&auml;lt nichts zur&uuml;ck. Er erh&ouml;ht den Sohn, der ihm vertraut hat. F&uuml;r menschliche Beziehungen liegt hier eine tiefe Wahrheit: Anerkennung heilt. Ein gesprochener Segen des Vaters kann ein Leben aufrichten.</p><p>Der Hebr&auml;erbrief schlie&szlig;t mit der Aussage, dass der Sohn h&ouml;her ist als die Engel. Keine Macht, kein Wesen steht &uuml;ber dieser Beziehung. Damit wird klar: Die Vater-Sohn-Beziehung Gottes ist der st&auml;rkste Plot der Bibel. Sie ist Ursprung, Ziel und Hoffnung. Aus ihr lerne ich, was Liebe bedeutet, was Vertrauen tr&auml;gt und was Vers&ouml;hnung m&ouml;glich macht.</p><p>In einer Welt voller Stimmen l&auml;dt dieser Text ein, neu hinzuh&ouml;ren. Gott spricht &ndash; nicht distanziert, sondern wohlwollend v&auml;terlich. Er spricht durch seinen geliebten Sohn. Wer auf Jesus Christus schaut, sieht, wie Gott Vater ist. Und wer das ernst nimmt, findet vielleicht den Mut, auch menschliche Vater-Sohn und Vater-Tochter-Beziehungen neu zu denken: weniger perfekt, aber ehrlicher; weniger laut, aber tragf&auml;higer. Denn wo Liebe weitergegeben wird, beginnt Heilung.<br />
&nbsp;</p><p><strong>Einf&uuml;hrung in den Hebr&auml;erbrief:</strong></p><section class="erf-teaser-card-init" data-url="https://www.youtube.com/watch?v=SdGhjDGXNBc">Den Hebr&auml;erbrief in 2min verstehen</section><p>&nbsp;</p>


<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Udo Schnell</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17331292.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Udo Schnell]]></author>
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      <pubDate>Mon, 04 May 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Jubel über Gott]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 98 – ausgelegt von Jürgen Kern.</em><br/>
<h2>Dank und Lob &ndash; Psalm 98 als Einladung zur Freude</h2><p>Der Psalm 98 erz&auml;hlt von der Dankbarkeit des Volkes Israel &uuml;ber Gottes wunderbares Handeln. Im Laufe seiner Geschichte hat Israel das immer wieder erlebt. Der Psalm 98 ist ein Ausdruck von gro&szlig;er Freude.</p><p>So k&ouml;nnen auch Christen heute Gott loben und preisen f&uuml;r all die guten Dinge, die er uns zur Verf&uuml;gung stellt. Wir sind von ihm gesehen, angenommen. Vertrauen wir ihm in allen Lebenslagen. Er beh&uuml;tet und versorgt gut. Ja, dar&uuml;ber will ich jubeln und Gott preisen, unseren Vater, den Sch&ouml;pfer des Himmels und der Erde.</p><p>Ich denke an eine Feier, ein Jubil&auml;um oder eine goldene Hochzeit, an dem die G&auml;ste das Ehepaar hochleben lassen. Kann ich so &uuml;ber Gott jubeln? Sehe ich die ganze Herrlichkeit, mit der er uns segnen will und die er uns zur freien Gestaltung zur Verf&uuml;gung stellt?<br />
&nbsp;</p><h2>Ein Schicksalsschlag und der Weg zur&uuml;ck ins Leben</h2><p>Vor vielen Jahren traf mich ein Schicksalsschlag. Zu dieser Zeit gab es nichts mehr, f&uuml;r das ich dankbar sein konnte. Mir war klar, allen anderen geht es besser als mir. Als ich eines Tages &uuml;ber die D&auml;cher meiner Stadt schaute, sah ich die vielen Lichter in den H&auml;usern. Ich erkannte, dass hinter jedem Licht, hinter jedem Fenster, ein Mensch wohnt, der auch SEIN P&auml;ckchen zu tragen hat.</p><p>An diesem Punkt angelangt, fing ich an, mit Gott zu beten. Nach und nach sorgte er daf&uuml;r, dass ich wieder ins Leben zur&uuml;ckgefunden habe. Heute blicke ich dankbar zur&uuml;ck auf den Segen, den er mir zukommen l&auml;sst.</p><p>Die Bibel spricht unz&auml;hlige Male davon. Freut euch und ich sage noch mal, freut euch. Ja, es ist tats&auml;chlich NICHTS selbstverst&auml;ndlich. Deshalb lasst uns diesen gro&szlig;en Gott feiern.</p><p>Lasst uns Freude an ihm haben, an der Gemeinschaft mit ihm und dem Frieden, der dadurch in unser Herz eindringt. Lasst uns feiern mit Musik und Pauken. Wir haben Grund zur Freude.<br />
&nbsp;</p><h2>Gott richtet &ndash; aber er verurteilt nicht</h2><p>Doch dann, am Ende des Psalms geschieht etwas Merkw&uuml;rdiges. Am Ende spricht der Beter von Psalm 98 von Gott als Richter, sein Urteil ist unbestechlich und gerecht.</p><p>Wenn ich diese S&auml;tze auf mein Leben wirken lasse, trifft es mich wie ein Pfeil ins Herz. Ja, wenn Gott als Richter kommt, dann bin ich schuldig. Schuldig im Blick auf mein Fehlverhalten. Schuldig, weil ich ihm oft nicht vertraut habe. Und pl&ouml;tzlich verfliegt die Freude und der Jubel, &uuml;ber den ich am Anfang des Psalms gelesen habe.</p><p>Doch, halt, ich schau doch lieber noch mal genauer hin. Es steht doch dort: Gott richtet. Es steht nicht dort: Gott verurteilt. Es steht auch nicht dort: Gott bestraft. Es steht da: Gott <em>richtet</em>. Wenn Gott richtet, ist sein Urteil unbestechlich und gerecht. Er wird mir und meinem Verhalten gerecht.</p><p>Wenn ich Jesus vertraue, dann verurteilt mich Gott nicht, weil sein Sohn, Jesus Christus, daf&uuml;r gestorben ist. Damit habe ich neuen Grund zum Jubeln. Jesus nimmt meine Schuld auf sich, damit ich gerichtet, wieder hergestellt, werde.</p><p>Es ist doch immer wieder sp&uuml;rbar, dass mein Leben den Bach runtergeht, wenn ich seine Ratschl&auml;ge ignoriere.</p><p>Aber Gott richtet, er verurteilt meine S&uuml;nde, die Jesus tr&auml;gt, und MICH, der diese verursacht hat, richtet er auf. Er richtet meinen Blick, meinen Geist auf ihn, auf den, der alles wei&szlig;, der vertrauensw&uuml;rdig ist, der mein Leben in gute Bahnen lenkt.</p><p>Wenn ich mit diesem Blick an den Richterstuhl denke, dann verliere ich auch meine Angst vor dem Richter auf dem Richterstuhl.</p><p>Dann werde ich zutiefst dankbar dar&uuml;ber, dass es jemanden gibt, dem mein Leben so viel wert ist, dass er sich die M&uuml;he macht, mich zu richten.</p><p>Jesus hilft, die richtige Entscheidung zu treffen. Jesus richtet mein Herz, meinen Blick auf ein Ziel, das mir Frieden bringt.</p><p>Jesus richtet mit der Bergpredigt meinen Blick auch auf mich selbst, um zu erkennen, wo ich andere verletze. Er richtet mein Herz f&uuml;r einen gesunden Umgang mit mir selbst, mit meinen Mitmenschen und mit ihm.</p><p>Gott richtet. Ich bin so dankbar &uuml;ber diesen richtenden Gott.<br />
&nbsp;</p><h2>Gott macht alles neu</h2><p>Gott spricht: <em>&bdquo;Siehe, ich mache alles neu.&ldquo; </em>Gott kommt als Richter &uuml;ber diese Erde. Er kommt, um die Menschen zu richten.</p><p>Wie der Hausmeister, der das verstopfte Rohr wieder zum Flie&szlig;en bringt, kann dann, wenn Gott uns gerichtet hat, sein Segen wieder flie&szlig;en.</p><p>Gott spricht: <em>&bdquo;Siehe, ich mache alles neu.&ldquo;</em> Gott kommt als Richter &uuml;ber diese Erde.</p><p>Wie ein Hausmeister die kaputte Wand wieder sch&ouml;n macht, kann dann, wenn Gott uns gerichtet hat, die ganze Sch&ouml;nheit, die er bei unserer Erschaffung in uns hineingelegt hat, wieder in vollem Glanze erstrahlen.</p><p>Gott spricht: <em>&bdquo;Siehe, ich mache alles neu.&ldquo; </em>Gott kommt als Richter &uuml;ber diese Erde.</p><p>Wie ein Hausmeister, der f&uuml;r Veranstaltungen die St&uuml;hle stellt, damit jeder gut sieht, richtet Gott unseren Blick auf ihn, auf den Himmel, auf das, was im Leben wirklich z&auml;hlt, das ewige Leben im Frieden mit ihm.</p><p>Ja, wie David will ich jubeln &uuml;ber das Kommen des Herrn. Jubeln &uuml;ber sein Richten. Jubeln &uuml;ber das Neuwerden.</p><p>Freut euch mit uns &ndash; Gott hat uns befreit! Singt dem HERRN ein neues Lied, denn er hat an uns Wunder getan! Der heilige Gott hat den Sieg errungen durch seine gewaltige Kraft.</p><p>&bdquo;Gro&szlig;er, allm&auml;chtiger Gott, ich danke dir, dass du mich richtest. Dass du mein steinernes Herz zu einem lebendigen Organ machst, das Freude ausl&ouml;st.</p><p>Freude bei Dir, bei meinen Mitmenschen und letztendlich auch bei mir.<br />
&nbsp;</p><p><strong>Infos zum Hebr&auml;erbrief:</strong></p><section class="erf-teaser-card-init" data-url="https://www.youtube.com/watch?v=bja6fTJ3t8U">Buchvideo: Hebr&auml;er</section><p>&nbsp;</p>


<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Jürgen Kern</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17330906.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Jürgen Kern]]></author>
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      <pubDate>Sun, 03 May 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Regelmäßiges Gebet]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Epheser 6,18-24 – ausgelegt von Rebecca Hamberger.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Epheser 6,18-24 – ausgelegt von Rebecca Hamberger.</em><br/>
<h2>Der Epheserbrief: Hintergrund und Themen</h2><p>Das sind die letzten Verse aus dem Epheserbrief. Paulus schreibt diesen Brief, als er im Gef&auml;ngnis sitzt. Er erz&auml;hlt darin, wie sich die gute Nachricht entwickelt hat. Er hebt hervor, was Christus f&uuml;r die Gemeinde getan hat. Und beschreibt, wie sich das auf das Leben der Nachfolger Jesu und der christlichen Gemeinde auswirkt. Er schreibt von der Einheit der Gl&auml;ubigen, die der Geist Gottes wirkt.<br />
&nbsp;</p><h2>Die geistliche Waffenr&uuml;stung und das Gebet</h2><p>In den Versen vorher wird die geistliche Waffenr&uuml;stung beschrieben. Die Christen in Ephesus sollen sich mit Wahrheit, Gerechtigkeit und dem Evangelium des Friedens ausr&uuml;sten. Das Schild des Glaubens, der Helm des Heils und das Schwert des Geistes sind ebenfalls Teil der Ausr&uuml;stung. Und wof&uuml;r? Damit sie gesch&uuml;tzt sind und gegen die listigen Anschl&auml;ge des Teufels bestehen k&ouml;nnen (Epheser 6,11). So k&ouml;nnen sie diese Angriffe &uuml;berwinden. Wenn der Kampf gewonnen ist, k&ouml;nnen sie auch danach noch aufrecht stehen (Epheser 6,13 NL). Paulus schlie&szlig;t die Aufforderung an, intensiv mit Bitten und beharrlichem Flehen f&uuml;r alle Heiligen einzustehen. Genauso sollen die Leser des Briefes auch f&uuml;r ihn beten.</p><p>Er fordert sie auf, allezeit mit Bitten und Flehen im Geist einzustehen; Gebete unter der Leitung und in der Kraft des Heiligen Geistes zu sprechen. Das sind nicht unsere eigenen Gedanken, sondern die Worte, die dem Willen des Vaters entsprechen.</p><p>Paulus best&auml;rkt sie &bdquo;<em>Allezeit mit Bitten und Flehen im Geist</em>&ldquo; einzustehen. Allezeit, nicht nur sonntags, oder vor dem Schlafen gehen oder bei Problemen. Das Wort, das hier im Griechischen f&uuml;r &bdquo;Allezeit&ldquo; verwendet wird, bedeutet &bdquo;von Zeit zu Zeit&ldquo; im Sinne von regelm&auml;&szlig;ig. Folglich fortlaufend beten, zu jeder Zeit. Durch das best&auml;ndige Gebet wird auch die geistliche Waffenr&uuml;stung eingesetzt. Ohne Gebet ist das nicht m&ouml;glich.<br />
&nbsp;</p><h2>Wachsam beten &ndash; das Beispiel Hannas</h2><p>Durch das Gebet um Schutz wird Gott einen Schutzraum &uuml;ber und um den Betenden aufrichten. In den Versen davor wird deutlich, weshalb Gebet so wichtig ist. Auf diese Weise f&uuml;r meine Familie und meine Freunde im Gebet einzustehen, ist verst&auml;ndlich. Paulus sagt aber, Christen sollen f&uuml;r alle Heiligen beten. Was f&uuml;r ein Vorrecht, zu wissen: Ich brauche die andere Person nicht kennen, f&uuml;r die ich bete. Gott kennt die fremde Person bei ihrem Namen, er wei&szlig;, was sie braucht. Der Heilige Geist wird mir im Gebet Ideen schenken, wof&uuml;r ich beten soll. Ich denke dabei gerade an die Christen, die verfolgt werden. Diese Geschwister brauchen besonders den Schutz Gottes, und daf&uuml;r k&ouml;nnen wir uns im Gebet einsetzen. Auch Paulus bittet hier, dass alle, die den Brief lesen, f&uuml;r ihn beten. Sein Wunsch ist es, dass er &bdquo;freim&uuml;tig das Geheimnis des Evangeliums verk&uuml;nden&ldquo; wird.</p><p>Ein Wort, das mir noch aufgefallen ist, ist das Wort &bdquo;wachen&ldquo;. &bdquo;<em>Betet allezeit mit allem Bitten und Flehen im Geist und wacht dazu mit aller Beharrlichkeit und Flehen f&uuml;r alle Heiligen.&ldquo;</em> (Epheser 6,18). In einer anderen Bibel&uuml;bersetzung steht an dieser Stelle: &bdquo;<em>Bleibt wachsam und betet auch best&auml;ndig f&uuml;r alle, die zu Christus geh&ouml;ren&ldquo;</em> (NL). Das erinnert mich an die Geschichte von Hanna. Diese steht im Lukasevangelium, Kapitel&nbsp;2, Vers&nbsp;37 und 38. Hanna ist 84 Jahre alt und ihr Mann ist schon lange gestorben. Von ihr wird berichtet, dass sie Gott dient mit Gebet und Fasten Tag und Nacht. Eines Tages sind auch Maria und Josef mit Jesus im Tempel. Da kommt Hanna dazu und beginnt Gott zu loben. Allen, die auf die verhei&szlig;ene Erl&ouml;sung Israels warten, erz&auml;hlt Hanna von Jesus. (Lukas 2,37&ndash;38)</p><p>Hanna dient Gott Tag und Nacht. Sie ist wach im Geist. Sie beobachtet, sieht hin und h&ouml;rt zu. Sie ist bereit, erkennt die Situation und handelt entsprechend. Sie erkennt, dass Jesus der versprochene Erl&ouml;ser ist. Daraufhin lobt Hanna Gott und erz&auml;hlt es weiter. Das bedeutet f&uuml;r mich wachsam sein.<br />
&nbsp;</p><h2>Im Gebet verbunden &ndash; Tychikus als Bote und Freund</h2><p>Auch heute m&ouml;chte ich erkennen, was Gott tun will. Durch meine Beziehung mit dem Heiligen Geist wird er mir zeigen, was der Vater tun m&ouml;chte. Ich verbringe Zeit mit ihm und darf meine Fragen stellen. Durch dieses aufmerksame Sein lerne ich immer mehr zu erkennen, wo und wie ich mich verhalten m&ouml;chte. Im Vertrauen auf Jesus kann ich dann entsprechend vorangehen und danach handeln. Das ist ein aktiver Prozess, der mein aufmerksames Hinh&ouml;ren und wachsames Handeln fordert. Diese Beziehung mit Gott ist das Wichtigste und Wertvollste Geschenk in meinem Leben.</p><p>Zur&uuml;ck zu Paulus: Er kann nicht einfach reisen, weil er zu dieser Zeit im Gef&auml;ngnis sitzt. Er ist darauf angewiesen, dass ein anderer den Brief &uuml;berbringt. Paulus schickt einen Mann, den er kennt und liebt, um seine Botschaft zu &uuml;berbringen. Jemanden, der auch Anteil an seinem Leben hat, der dabei ist und davon erz&auml;hlen kann. Und jemand, dem Paulus zutraut, auch die Anliegen der Christen in Ephesus anzuh&ouml;ren und ihm, Paulus, nach seiner R&uuml;ckkehr wieder davon zu berichten. Daf&uuml;r hat er seinen Freund Tychikus ausgew&auml;hlt. Ihm ist dieser Botendienst m&ouml;glich. Er hat die Ressourcen, Begabungen und die M&ouml;glichkeit, das zu tun. Es ist ein Geschenk der Freundschaft, miteinander unterwegs zu sein und sich gegenseitig zu erg&auml;nzen. Auch mit einem wachen Geist und im Gebet. So unterst&uuml;tzen wir uns auch heute noch in der Gemeinde Jesu.</p><p>Ich schlie&szlig;e mit den Segensworten von Paulus. Ich w&uuml;nsche Ihnen Frieden, Liebe und immer st&auml;rkeren Glauben. Das schenke Ihnen Gott, unser Vater, Jesus Christus, unser Herr! Gottes Gnade sei mit Ihnen, die Sie unsern Herrn Jesus Christus lieben, und schenke Ihnen unverg&auml;ngliches Leben! (in Anlehnung Vers 23+24 HfA)</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Rebecca Hamberger</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17330507.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Rebecca Hamberger]]></author>
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      <pubDate>Sat, 02 May 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Ein Zug, der losgefahren ist]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Epheser 6,10-17 – ausgelegt von Stefan Schmidt.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Epheser 6,10-17 – ausgelegt von Stefan Schmidt.</em><br/>
<h2>Der stille Druck des Mitlaufens</h2><p>Manchmal f&uuml;hlt sich das Leben nicht wie ein Kampf an. Eher wie ein Zug, der l&auml;ngst losgefahren ist. Alle sitzen drin. Alle scheinen zu wissen, wohin es geht. Und Sie sitzen da und merken: Ich bin mir nicht sicher, ob ich hier richtig bin. Es ist kein dramatischer Moment. Kein moralischer Skandal. Kein gro&szlig;es &bdquo;Nein&ldquo;. Eher dieses leise Gef&uuml;hl: Alle machen es so &ndash; aber f&uuml;r mich passt es gerade nicht. Noch nicht. Vielleicht auch nie.</p><p>Ich kenne solche Situationen. Momente von Gruppendruck. Momente von Erwartungen. Momente von Tempo, das andere vorgeben. Nicht, weil etwas offensichtlich falsch gewesen w&auml;re. Sondern, weil mein Glaube noch anders war. Oder noch nicht so weit. Oder vielleicht war ich einfach vorsichtiger.</p><p>Und genau da entsteht etwas, das ich selten so nenne &ndash; Paulus w&uuml;rde es einen Kampf nennen. Nicht gegen Menschen. Auch nicht gegen Meinungen. Sondern gegen etwas Unsichtbares.<br />
&nbsp;</p><h2>Die Waffenr&uuml;stung Gottes &ndash; ein Bild f&uuml;r den inneren Kampf</h2><p>Im Epheserbrief, Kapitel 6, schreibt Paulus: <em>&bdquo;Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner St&auml;rke. Zieht die ganze Waffenr&uuml;stung Gottes an, damit ihr bestehen k&ouml;nnt.&ldquo;</em></p><p>Schon dieses Wort irritiert mich heute: Waffenr&uuml;stung. Also ein Helm, ein Schild und ein Schwert. Das klingt nach Schlachtfeld, nicht nach meinem Alltag.</p><p>Aber Paulus meint keinen Krieg mit F&auml;usten. Er sagt es ausdr&uuml;cklich: &bdquo;Unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut.&ldquo; Also nicht gegen meine Kollegen. Nicht gegen meine Freunde. Und schon gar nicht gegen Menschen mit anderer Meinung. Der eigentliche Kampf, den Paulus hier meint, l&auml;uft tiefer in mir ab. In meinem Inneren. In meinen Gedanken. Und in den Stimmen, die mir sagen: Stell dich nicht so an. Mach es halt mit. Bleib nicht stehen, wenn alle weitergehen.</p><p>Paulus schreibt seine Worte in eine Welt, die milit&auml;rische Bilder sofort versteht. Die r&ouml;mischen Soldaten waren allgegenw&auml;rtig. Ihre Ausr&uuml;stung stand f&uuml;r Schutz, Disziplin und Standfestigkeit. Und genau dieses Bild greift Paulus auf &ndash; nicht um uns Christen zu Kriegern zu machen, sondern um uns etwas Entscheidendes zu sagen: Der christliche Glaube ist kein neutraler Raum. Er ist kein Wellnessbereich. Er steht unter Spannung.</p><p>Aber &ndash; und das ist sehr wichtig &ndash; das Ziel ist nicht, zu siegen. Nicht, andere zu besiegen. Nicht, st&auml;rker zu sein als alle anderen.</p><p>Paulus sagt immer wieder nur dieses eine Wort: stehen. &bdquo;Damit ihr bestehen k&ouml;nnt.&ldquo; &bdquo;Nachdem ihr alles ausgerichtet habt: bleibt stehen.&ldquo; &bdquo;Standhalten.&ldquo; Nicht laufen. Nicht k&auml;mpfen. Nicht vorpreschen. Einfach Stehen. Das ver&auml;ndert alles. Denn stehen hei&szlig;t: Ich muss nicht mehr k&ouml;nnen, als ich gerade kann. Ich muss nicht schneller glauben, als mein Glaube tr&auml;gt. Ich muss nicht alles beantworten, um treu zu sein.</p><p>Stehen hei&szlig;t: Ich bleibe da, wo Gott mich hingestellt hat &ndash; auch wenn es wackelt.<br />
&nbsp;</p><h2>Die R&uuml;stung als Beschreibung einer Beziehung</h2><p>Und dann z&auml;hlt Paulus diese R&uuml;stung auf: Wahrheit, Gerechtigkeit, Bereitschaft zum Frieden, Glaube, Heil, Gottes Wort.</p><p>Man kann das alles als Aufgabenliste lesen und als geistliches Fitnessprogramm verstehen. Aber genau das w&auml;re ein Missverst&auml;ndnis. Denn keine dieser &bdquo;Waffen&ldquo; stellt der Mensch selbst her. Alles kommt von Gott.</p><p>Die Wahrheit, die mich h&auml;lt &ndash; ist nicht meine Erkenntnis. Die Gerechtigkeit &ndash; ist nicht meine Leistung. Der Glaube &ndash; ist kein Muskel, den ich trainiere. Das Heil &ndash; ist ein Geschenk. Diese R&uuml;stung ist kein Werkzeugkasten. Sie ist eine Beschreibung von Beziehung.</p><p>Paulus sagt nicht: Werde stark. Er sagt: Seid stark in dem Herrn. Die St&auml;rke liegt nicht in mir. Sie liegt in der Verbindung zu Jesus Christus.</p><p>Vielleicht ist das der entlastendste Gedanke dieses Textes. Denn viele Menschen f&uuml;hlen sich nicht als gescheitert, weil sie zu schwach glauben. Sondern weil sie glauben, stark glauben zu m&uuml;ssen. Im Epheserbrief, Kapitel 6 sagt Paulus mir: Du darfst stehen &ndash; weil Gott dich h&auml;lt.<br />
&nbsp;</p><h2>Stehen als geistliche Reife &ndash; eine Einladung</h2><p>Und genau hier trifft der Text meinen Alltag. Meine K&auml;mpfe sehen heute anders aus. Sie sind leiser. Sozialer. Innerlicher. Es ist der Druck, mitzuhalten. Es ist der Wunsch, nicht aufzufallen. Oder es ist die Angst, stehenzubleiben, w&auml;hrend andere weitergehen. Und ja, manchmal ist genau dieses Stehenbleiben der schwerste Schritt.</p><p>Nicht, weil Sie etwas verweigern, sondern weil sie sich selbst ernst nehmen. Weil Sie sagen: Ich gehe erst weiter, wenn mein Glaube mitgeht. Das ist kein R&uuml;ckschritt. Das ist geistliche Reife.</p><p>Paulus erz&auml;hlt mir keine Heldengeschichte. Er zeichnet das Bild eines Menschen, der im Wind steht. Er steht, nicht weil der Wind aufh&ouml;rt. Sondern weil er gehalten und getragen ist.</p><p>Vielleicht h&ouml;ren Sie diese Andacht gerade in einer solchen Phase. Es ist vielleicht nichts Dramatisches. Aber Sie f&uuml;hlen sich angespannt. Sie sp&uuml;ren Druck und Erwartungen. Sie sp&uuml;ren ein Tempo, das nicht Ihres ist.</p><p>Dann sagt Paulus nicht zu Ihnen: Rei&szlig; dich zusammen. Er sagt: Bleib stehen. Nicht allein. Nicht aus eigener Kraft, sondern in der N&auml;he dessen, der gr&ouml;&szlig;er ist als der Sturm. Das ist Jesus Christus. &bdquo;<em>Seid stark in dem Herrn</em>&ldquo;, so sagt es Paulus. Das ist keine Aufforderung. Das ist eine Einladung.</p><p>Sie sind eingeladen, sich festzumachen. Nicht an Sicherheiten oder Meinungen, sondern an Christus selbst. Damit Sie es sich besser vor Augen f&uuml;hren k&ouml;nnen, nutzt Paulus diese Vergleiche. Und vielleicht ist das heute Ihr n&auml;chster Schritt: Eben nicht weiterzugehen. Sich nicht zu erkl&auml;ren oder zu rechtfertigen. Sondern einfach zu stehen und sich halten lassen.</p><p>Darum spreche ich es Ihnen heute noch einmal sehr deutlich zu: Jesus m&ouml;chte Sie halten. Egal in welcher Situation Sie gerade sind.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pastor Stefan Schmidt</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17328887.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pastor Stefan Schmidt]]></author>
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      <pubDate>Fri, 01 May 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Mitarbeiter gut geführt]]></title>
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<h2>Der Kontext zum Bibeltext</h2><p><em>Ihr Knechte, gehorcht euren leiblichen Herren mit Furcht und Zittern, in Einfalt eures Herzens, als dem Christus; nicht mit Augendienerei, um Menschen zu gefallen, sondern als Knechte des Christus, die den Willen Gottes von Herzen tun; dient mit gutem Willen dem Herrn und nicht den Menschen, da ihr wisst: Was ein jeder Gutes tun wird, das wird er von dem Herrn empfangen, er sei ein Sklave oder ein Freier. Und ihr Herren, tut dasselbe ihnen gegen&uuml;ber und lasst das Drohen, da ihr wisst, dass auch euer eigener Herr im Himmel ist und dass es bei ihm kein Ansehen der Person gibt</em>. (Schlachter)</p><p>Die Bibel lehrt uns Gottes Leitlinien. Manche Kinder haben viel auszustehen. Dennoch lese ich im Epheserbrief, dass wir Vater und Mutter ehren sollen. Nicht immer so einfach! Wie sieht es in anderen Kontexten aus, z.&nbsp;B. mit Vorgesetzten im Beruf?<br />
&nbsp;</p><h2>Erfahrungen mit F&uuml;hrung und Respekt</h2><p>Vor Jahren habe ich mich als Ausbilderin beworben. Als ich zum Vorstellungsgespr&auml;ch erschien, konnte ich niemanden entdecken. Ich wartete, bis schlie&szlig;lich eine Frau hereinkam und mich anfuhr: &bdquo;Was machen Sie denn hier? Ich habe Ihnen letzte Nacht geschrieben, dass Sie nicht kommen sollen!&ldquo; Vor mir stand die Chefin. Eine weniger attraktive Begr&uuml;&szlig;ung in einem Betrieb konnte ich mir kaum vorstellen. Respekt und Wertsch&auml;tzung sollten wechselseitig gelten.</p><p>Mitarbeiterf&uuml;hrung besch&auml;ftigt mich nachhaltig. Es war mir eine Ehre, von kompetenten F&uuml;hrungskr&auml;ften zu lernen, doch weniger f&auml;hige haben mich ebenfalls &bdquo;gepr&auml;gt&ldquo;. Unter einigen hatte ich sehr zu leiden. Auch Vorgesetzte sind Menschen, sollten aus Fehlern lernen und ggf. um Entschuldigung bitten.</p><p>Als Mitarbeiter innerlich ruhig zu bleiben, ist manchmal eine Herausforderung. Im heutigen Bibeltext h&ouml;re ich von Knechten und Sklaven. Sie k&ouml;nnen sich keinen anderen Arbeitgeber suchen. Manch einer w&uuml;rde in solchen Situationen &uuml;berlegen zu rebellieren. Das gab es schon zu &bdquo;biblischen Zeiten&ldquo; in der Gemeinde in Ephesus.</p><p>Folgende Fragen kommen mir in den Sinn:</p><ul><li>Wie kann ich mit Widerst&auml;nden umgehen und selbst bei wiederkehrender Respektlosigkeit &bdquo;von oben&ldquo; respektvoll bleiben?</li><li>Wo bleibe ich mit meinen Emotionen, ohne aggressiv, verbittert oder depressiv zu werden?</li><li>Aus welcher Quelle kann ich sch&ouml;pfen, auch wenn Umst&auml;nde oder Ungerechtigkeiten mich viel Kraft kosten?</li></ul><p>Im heutigen Bibeltext werden die Herren ermahnt, gut mit ihren Knechten umzugehen. Doch selbst, wenn das nicht geschieht, ist es gut, Gott von Herzen zu dienen und nicht nur oberfl&auml;chlich sichtbar. Auch wenn ich jemanden f&uuml;rchte, z&auml;hlt meine Herzenshaltung.</p><p>Hervorheben m&ouml;chte ich an dieser Stelle, dass es in der heutigen Bibelstelle ausdr&uuml;cklich nicht um Ehe geht. Hierzu wendet Paulus sich im Epheserbrief gesondert an M&auml;nner und Frauen (Epheser 6,1&ndash;4). Da geht es um einen guten Umgang miteinander und nicht um Furcht vor einem Ehepartner, wenn manche diesen Blickwinkel auch gern verf&auml;lschen &ndash; teils mit schwerwiegenden Folgen besonders f&uuml;r Frauen und Kinder.</p><p>Wo Mangel an Respekt und Wertsch&auml;tzung herrscht, gibt es Raum f&uuml;r unterschiedliche Arten von Gewalt und Menschen k&ouml;nnen schweren Schaden erleiden. Das l&auml;sst sich nicht sch&ouml;nreden und Abstand kann manchmal zum Schutz und als Hilfe zur Selbstregulation erforderlich sein.<br />
&nbsp;</p><h2>Glaubend und vertrauend unterwegs &ndash; Gott um Hilfe bitten</h2><p>Sklavenhaltung ist in Deutschland untersagt, doch manch einer f&uuml;hlt sich wie ein Sklave. Umst&auml;nde und Situationen kann ich vielleicht nicht &auml;ndern. Richte ich mein Herz auf das, was schwierig ist, kann ich verzweifeln. Stattdessen m&ouml;chte ich glaubend und vertrauend unterwegs sein und d&uuml;rfen:</p><ul><li>Gott bitten einzugreifen, die Dinge oder eine innere Haltung zu ver&auml;ndern;</li><li>Jesus bitten, mit mir gemeinsam durch diese Zeit zu gehen;</li><li>den Heiligen Geist bitten, mir immer wieder Kraft und Weisheit zu schenken.</li></ul><p>Viele Menschen in Deutschland kennen selbst niemanden, der durch seinen lebendigen Glauben gest&auml;rkt und voll wachsendem Gottvertrauen im Alltag unterwegs ist. In guten wie in schlechten Zeiten, sozusagen. Hat Gott ihre Umst&auml;nde schon mal ver&auml;ndert?</p><p>Ich m&ouml;chte Ihnen von jemandem aus meinem Umfeld erz&auml;hlen, der folgendes erlebt hat. Vor einigen Jahren wurde eine Klinik geschlossen. Fast 200 Mitarbeiter sollten ihren Arbeitsplatz verlieren, und das in einer sehr l&auml;ndlichen Gegend, in der es schwierig war, ad&auml;quate neue Arbeitspl&auml;tze zu finden. Der Schlie&szlig;ungstermin r&uuml;ckte n&auml;her und die Stimmung auf den Stationen war sehr angespannt &ndash; keiner wusste, wie es f&uuml;r ihn weitergehen w&uuml;rde.</p><p>Der Mann, von dem ich spreche, ein Christ, der im Gebet Gott um Hilfe bat, traf einen der Mitarbeiter aus dem K&uuml;chenteam. Dieser erw&auml;hnte beil&auml;ufig, dass eine Einrichtung f&uuml;r geistig und schwerst-mehrfach behinderte Menschen gerade noch eine Stelle f&uuml;r einen ausgebildeten Krankenpfleger offen h&auml;tte. Spontan bewarb der Mann sich, bekam den Arbeitsplatz, blieb 15 Jahre bis zu seinem Renteneintritt. Von der Klinik erhielt er noch eine anteilige Abfindung, die ihm heute hilft. Er ist Gott dankbar und teilt dies freudig mit Menschen, die gerade Not am Arbeitsplatz erleben. Manch einer findet neuen Mut.</p><h2>Mut zur Verk&uuml;ndigung im Alltag</h2><p>Sind Sie mit Gottes Hilfe schon mal besser durch eine schwierige Situation gekommen, als Sie selbst gedacht h&auml;tten? Erz&auml;hlen Sie doch mal jemandem davon. Dann geht vielleicht bald ein weiterer Blick &bdquo;zum Himmel&ldquo;, jemand lernt Gott kennen, lieben und ehren. Daraus kann viel Gutes f&uuml;r ihn selbst und andere werden. Jesus zu folgen, ist eine pers&ouml;nliche Entscheidung, die mir niemand abnehmen kann. Doch wie soll sich jemand daf&uuml;r entscheiden, wenn ich als Christin schweige?</p><p>Gelegenheiten zur Verk&uuml;ndigung des Evangeliums im Kleinen gibt es reichlich. Neulich gab es Karaoke in einem Hotel &ndash; man sucht sich ein Lied aus und singt, w&auml;hrend im Hintergrund die Musik instrumental l&auml;uft. Musik pr&auml;gt und Texte pr&auml;gen sich ein. Manches, von G&auml;sten vorgetragen, ist beliebt, aber propagiert Dinge, f&uuml;r die Jesus nicht zu haben w&auml;re &ndash; wie &bdquo;nur f&uuml;r eine Nacht&ldquo;.</p><p>Dem kann ich leicht Songs mit christlichen Werten entgegensetzen, z.&nbsp;B. erz&auml;hlt &bdquo;By the Rivers of Babylon&ldquo; von der Gefangenschaft Israels. &bdquo;This little Light of Mine, I want to let it shine!&ldquo; ist ein gutes Motto auch f&uuml;r Christen in Deutschland. Wenn wir unser Licht im Alltag heller scheinen lassen, wird es heller in der Welt &ndash; egal, wo wir sind.</p><p>In diesem Sinne: nur Mut!</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Claudia Volkmann</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17328114.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Claudia Volkmann]]></author>
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      <pubDate>Thu, 30 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Eltern und ihre Kinder]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Epheser 6,1-4 – ausgelegt von Rolf Jongebloed.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Epheser 6,1-4 – ausgelegt von Rolf Jongebloed.</em><br/>
<h2>Kinder und Eltern: Wenn Gehorsam schwerf&auml;llt</h2><p>Vor mir sitzt eine Mutter mit ihrem Sohn. Der Junge soll t&auml;glich nach der Schule in unsere Einrichtung kommen. Nach dem Gespr&auml;ch sagt sie zu ihrem Sohn: &bdquo;Vielleicht bekommst du ja hier deine Aggressionen in den Griff&ldquo;.</p><p>Ich begleite den Jungen einige Jahre und habe tats&auml;chlich nie erlebt, dass er aggressive Wutausbr&uuml;che hatte.</p><p>Ein anderer Junge sagt beim Mittagessen: &bdquo;Rolf, wenn ich zuhause randaliere und mein Zimmer kaputt mache, dann kommt doch die Polizei und bringt mich anschlie&szlig;end in eine nette Pflegefamilie?&ldquo; Am selben Abend hat er seine Idee in die Tat umgesetzt.</p><p>F&uuml;r beide Kinder war es schwierig, den Eltern Gehorsam entgegenzubringen, denn beide Kinder erlebten, dass sie in ihrem Zuhause zum Zorn gereizt wurden.<br />
&nbsp;</p><h2>Gottes Ordnung f&uuml;r das Familienleben</h2><p>Im heutigen Bibeltext hei&szlig;t es, dass es eine gute Ordnung gibt, die Gott uns gegeben hat, damit ein Familienleben gelingen kann und dar&uuml;ber hinaus auch noch gesegnet wird.</p><p>Da Gott uns nicht nur kennt, sondern uns gewollt und geschaffen hat, hat er uns Menschen eine Ordnung mitgegeben, die ma&szlig;geschneidert ist f&uuml;r ein gutes Zusammenleben in der Familie. Die Kinder, die ihre Eltern ehren, erkennen an, dass ihre Eltern es gut mit ihnen meinen und sie sie zu eigenst&auml;ndigen Pers&ouml;nlichkeiten erziehen wollen.</p><p>Ehre Vater und Mutter, darauf liegt in den 10 Geboten die erste Verhei&szlig;ung! Die Verhei&szlig;ung, die damit verbunden ist, gilt zuallererst einmal dem Volk des Alten Testamentes, also Israel, jedoch glaube ich, dass auch heute die Familien, die sich nach der Ordnung Gottes richten, gesegnet werden.</p><p>Aber auch Kinder, die wenn sie zum Glauben kommen und anfangen, ihren Eltern anders zu begegnen, werden gesegnet. Auch, wenn die Eltern sich nicht f&uuml;r Jesus entscheiden.</p><p>Auf dem letzten Willow Creek Kongress h&ouml;rten wir davon, wie Gott segnet, wenn ein Mensch mit Jesus in Ber&uuml;hrung kommt und seine Sichtweise &auml;ndert. Eine wirklich schlechte Vater-Sohn-Beziehung kommt wieder in Ordnung.</p><p>Ich kann nicht voraussagen, wie Gott segnet, aber eins glaube ich: Gott segnet.</p><p>Die Ordnung Gottes geht jedoch weiter, sie hat auch einen klaren Auftrag f&uuml;r die Eltern! Sie sollen ihre Kinder nicht zum Zorn reizen. Umso wichtiger ist es, dass Kinder so erzogen werden, dass sie ohne Angst ihren Eltern Gehorsam sein k&ouml;nnen, und das, wie es in unserem Text hei&szlig;t, in dem Herrn! Wie wichtig ist es, dass unsere Kinder im Glauben an Jesus Christus erzogen werden.<br />
&nbsp;</p><h2>Erziehung als Auftrag und Anspruch</h2><p>Ich habe das gro&szlig;e Gl&uuml;ck, bis heute mit Kindern arbeiten zu d&uuml;rfen. Fr&uuml;her in der Jugendhilfe und heute in einer Kindertagesst&auml;tte. Auf einer Klausur habe ich unsere Arbeit einmal in Auftrag und Anspruch eingeteilt. Der Auftrag ist klar definiert, diesen k&ouml;nnen wir im Nieders&auml;chsischen Kita-Gesetz nachlesen, aber unser Anspruch ist es, dass unsere zu betreuenden Kinder und auch ihre Eltern Jesus kennenlernen.</p><p>Es w&auml;re doch schade, wenn wir bei aller Erziehung vergessen, Jesus in die Herzen der Kinder zu legen.</p><p>Und dies geschieht nicht durch Strafen oder eine Erziehung von oben herab. Dies geschieht von Anfang an mit Liebe und Respekt.</p><p>Das Wort Zucht h&ouml;rt sich hart an und wird in unserem heutigen Sprachgebrauch nicht mehr wirklich verwendet, aber was es bedeutet, hat schon noch Platz in unserem Sprachgebrauch. Anleitung, Schulung, Zurechtweisung und liebevolle Erziehung, weniger blo&szlig;e Bestrafung.</p><p>Eltern sind mal Tr&ouml;ster, mal Trainer oder Coaches, aber auch Zurechtweiser, wenn es angebracht ist. Da Eltern werden nicht schwer ist, aber Erziehung ohne jegliche Ausbildung funktionieren soll, ist es manchmal auch ratsam, sich f&uuml;r bestimmte Themen oder bei einer &Uuml;berforderung Hilfe zu holen.<br />
&nbsp;</p><h2>Die Bedeutung der ersten Lebensjahre</h2><p>Die Erziehung beginnt jedoch nicht erst ab einem bestimmten Lebensjahr, sondern sie beginnt mit der Geburt! Gerade die ersten 3 Jahre sind wichtig!</p><p>Diese Zeit ist die Sensibelste f&uuml;r die Entwicklung des Gehirns und des K&ouml;rpers eines Kindes. Jahrzehntelange Forschung hat gezeigt, dass Babys und Kleinkinder gedeihen, wenn sie in den ersten Jahren liebevolle, einf&uuml;hlsame Interaktionen erfahren.</p><p>Wenn ich frage: &bdquo;Was f&ouml;rdert die Gehirnentwicklung?&ldquo;, hei&szlig;t meine Antwort: &bdquo;Knuddeln, k&uuml;ssen, im Arm halten, auf Schreien reagieren.&ldquo; Jede positive Interaktion f&ouml;rdert die neurologische Entwicklung im Gehirn. Man braucht kein teures Spielzeug: Die Stimme von Vater und Mutter, ihr Gesicht und ihre H&auml;nde sind alles, was ein Baby braucht, um zufrieden zu sein und eigene Kommunikationsf&auml;higkeiten zu entwickeln.</p><p>Auch die Pers&ouml;nlichkeitsentwicklung wird in den ersten Jahren geformt. Wer in den ersten Jahren Vertrauen zu seinen Eltern aufbaut und sich in seiner Familie sicher und geborgen f&uuml;hlt, kann sich besser annehmen und kann sich leichter dem liebenden Vater im Himmel &ouml;ffnen.</p><p>Manchmal bei Diskussionen &uuml;ber die richtige Erziehung kommt immer mal wieder ein Satz, den ich pers&ouml;nlich nicht gerne h&ouml;re: &bdquo;Das hat uns doch auch nicht geschadet!&ldquo; Wirklich nicht? Es geht nicht darum, Eltern als S&uuml;ndenb&ouml;cke hinzustellen, sondern offen zu sein f&uuml;r neue wissenschaftliche Erkenntnisse. Mein Vater hat mir vor einigen Jahren erz&auml;hlt, wie seine Kindheit war, und danach habe ich noch mehr Achtung f&uuml;r seine erzieherische Leistung gehabt! Doch hat er alles richtig gemacht? Nat&uuml;rlich nicht, und obwohl ich P&auml;dagoge bin, war ich auch nicht der perfekte Vater.</p><p>Gott hat uns eine wunderbare Ordnung gegeben und diese widerspricht nicht immer der P&auml;dagogik, sondern neue Erkenntnisse wie zum Beispiel die Entwicklung des Gehirns oder die Pers&ouml;nlichkeitsentwicklung lassen sich wunderbar in diese Ordnung einf&uuml;gen.</p><p>Gott m&ouml;chte, dass Kinder ihr volles Potential entdecken und zu eigenst&auml;ndigen Pers&ouml;nlichkeiten werden, damit sie unter seiner F&uuml;hrung ihre Gaben und F&auml;higkeiten in die Gesellschaft einbringen k&ouml;nnen. Damit das gelingen kann, hat er uns seine perfekte Familienordnung gegeben.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Rolf Jongebloed</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17327410.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Rolf Jongebloed]]></author>
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      <pubDate>Wed, 29 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Paulus Thesen im gesellschaftlichen Minenfeld]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Epheser 5,21-33 – ausgelegt von Thomas Klappstein.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Epheser 5,21-33 – ausgelegt von Thomas Klappstein.</em><br/>
<h2><strong>Was hat Paulus mit Ehe und Gemeinde gemeint?</strong></h2><h2>Ein heikles Thema im 21. Jahrhundert</h2><p>Um es mit R&ouml;mer 9, Vers 14a, einem Zitat des Apostels Paulus aus einem anderen Brief zu sagen: &bdquo;Was wollen wir hierzu sagen?&ldquo;</p><p>Bei dem gesellschaftlichen Klima in unseren westlichen Breitengraden habe ich den Eindruck, ich begebe mich auf ein Minenfeld, wenn ich mich zu dem heutigen Bibelabschnitt aus dem Epheserbrief &auml;u&szlig;ere. Und jeder Satz meiner Ausf&uuml;hrungen kann ein ideologisch besetztes Themenfeld zum Explodieren bringen. Ich wei&szlig; nur nicht, welcher.</p><p>Kann ich das am Beginn des 21. Jahrhunderts tats&auml;chlich noch f&uuml;r voll nehmen, was ein gewisser Theologe und Apostel Paulus da in der Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. formuliert hat? Ist jemand, der nicht verheiratet war, berechtigt, so eine steile These f&uuml;r die Beziehung zwischen Mann und Frau aufzustellen? Darf der das?</p><p>Und kann ich das in Zeiten der Emanzipation, von geschlechtlicher Gleichberechtigung, Frauen in F&uuml;hrungspositionen, Frauen in Staats&auml;mtern usw. wirklich so stehen lassen?</p><p>Fragen &uuml;ber Fragen, die sich mir da auftun.<br />
&nbsp;</p><h2>Ein Blick zur&uuml;ck in die Sch&ouml;pfungsgeschichte</h2><p>Und wenn ich mich umschaue, wie unterschiedlich andere Menschen diesen Text deuten, best&auml;tigt das meine Annahme. Aber ich mag diesen Gedanken:</p><p>Vielleicht muss ich in der Heiligen Schrift mal ganz weit zur&uuml;ckgehen, ziemlich an den Beginn des Alten Testaments, um die Aussage von Paulus nachvollziehen zu k&ouml;nnen, der ja ein hochgebildeter Theologe war und sich daher intensiv in seinen Studien mit den Inhalten der damaligen &bdquo;Bibel&ldquo; bzw. &bdquo;Heiligen Schrift&ldquo;, also dem Alten Testament, auseinandergesetzt hat.</p><p>Das sind die Texte und dadurch verursachten Bilder, die Paulus im Kopf hatte. Und die flossen dann auch in seine schriftlichen Ausf&uuml;hrungen an unterschiedliche Gemeinden zum sich gerade in direkter Linie zum Alten Testament entwickelnden Christentum ein. Die wiederum im Neuen Testament m&uuml;ndeten. Auch in seine Meinung und Haltung zu Mann und Frau und sich daraus resultierenden Partnerschaften. Auf den ersten Seiten des Alten Testaments, im 2. Kapitel des 1. Mosebuches, wird in interessanten Bildern berichtet, wie Gott den Menschen geschaffen hat. Der zuerst auch nur als Mensch bezeichnet wird. Aber die Beschreibung l&auml;sst darauf schlie&szlig;en, dass es sich wohl um ein Wesen handelt, das ich heute als m&auml;nnlich bezeichnen w&uuml;rde. Und wie ihm dann eine Gehilfin zur Seite gestellt wird, die aus der Rippe des ersten Menschen oder damaligen Mannes geformt wird. H&ouml;rt sich phantastisch an, ich wei&szlig;. Aber so steht es am Anfang der Bibel geschrieben. (1. Mose 2,21&ndash;22)</p><p>Vielleicht kann ich mir das so vorstellen:</p><p><em>&bdquo;Da liegt er mitten am Tag auf dem weichen Waldboden und schl&auml;ft tief und fest. Die Ger&auml;usche der herumlaufenden Tiere, das Zwitschern der V&ouml;gel, das Rauschen der Bl&auml;tter &ndash; nichts weckt ihn auf. Er wacht noch nicht einmal auf, als ihm jemand die Seite &ouml;ffnet, eine Rippe entfernt und die Stelle wieder sauber verschlie&szlig;t. Als er schlie&szlig;lich doch erwacht und seine Augen &ouml;ffnet, kann er kaum glauben, was er sieht: Ein Mensch! Bisher hat er nur Pflanzen und Tiere gesehen. Nun der erste Mensch, den er im Leben sieht. Und doch ist dieser Mensch ganz anders als er.</em></p><p>Adam, so wurde dieser erste Mensch genannt, spricht die ersten Worte eines Menschen in der Bibel: <em>&bdquo;Das ist endlich Gebein von meinem Gebein und Fleisch von meinem Fleisch! Die soll &sbquo;M&auml;nnin&lsquo; hei&szlig;en; denn vom Mann ist sie genommen!&ldquo; </em>(1. Mose 2,23). Und der Erz&auml;hler kommentiert: <em>&bdquo;Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anh&auml;ngen, und sie werden ein Fleisch sein&ldquo;</em> (1. Mose 2,24).</p><p>Damit ein Mann ehef&auml;hig wird, muss er seine Eltern verlassen und seiner Frau anhangen. Es wird eine enge, verbindliche Beziehung eingegangen.</p><p>Ein Fleisch sein hei&szlig;t dann auch: Mann und Frau werden zu einer neuen Einheit verwoben. Es geschieht etwas Tiefgreifendes und Geheimnisvolles.<br />
&nbsp;</p><h2>Das Geheimnis der Ehe &ndash; Bild f&uuml;r Christus und Gemeinde</h2><p>Ich denke, das hat Paulus mit im Sinn, als er die Zeilen des Epheserbriefes schrieb. Denn Paulus zitiert diesen Vers aus 1. Mose Kapitel 2, Vers 24 in seinem Brief an die Epheser und erkl&auml;rt: <em>&bdquo;Dieses Geheimnis ist gro&szlig;; ich aber deute es auf Christus und auf die Gemeinde&ldquo;</em> (Epheser 5,32). Die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau ist also ein Geheimnis. Dabei geht es nicht nur um das Geheimnis einer gelingenden, erf&uuml;llten oder dauerhaft gl&uuml;cklichen Ehe. Es geht um das viel gr&ouml;&szlig;ere Geheimnis des Ursprungs der Ehe, des Wesens der Ehe, des Ziels der Ehe und der Absicht Gottes mit der Ehe.</p><p>Aber er beginnt den Abschnitt mit dieser steilen These, die so ein Minenfeld, von dem ich anfangs sprach, zum Explodieren bringen kann: &bdquo;Die Frau soll sich ihrem Mann unterordnen.&ldquo; Diese Aussage von Paulus hat schon viele Frauen zur Wei&szlig;glut getrieben. Und viele M&auml;nner haben sich gerne darauf berufen und oft genug auch ausgeruht. Und sie missbraucht.</p><p>Doch Paulus stellt dieser ersten steilen Aussage gegen&uuml;ber, dass der Mann seine Frau lieben soll, wie Christus die Gemeinde geliebt hat und sich f&uuml;r sie hingegeben hat. Es ist hier wie eine Waage, die im Gleichgewicht sein soll. Unterordnung ohne Liebe ist hart. Liebe ohne Unterordnung ist auch schwer.</p><p>Der Mann hat die Rolle des Hauptes. Das entspricht schon erst einmal den biblischen und auch neutestamentlichen Aussagen. Er soll Verantwortung &uuml;bernehmen. Dies muss er in gro&szlig;er Liebe tun. Er wird auch alles mit seiner Frau besprechen wollen. Dann wird es seiner Frau nicht schwer fallen, sich ihm unterzuordnen, denn er entscheidet nicht zu seinen Gunsten! Aber das geht auch umgekehrt. Jedenfalls erlebe ich das so.</p><p>Paulus stellt ebenfalls eine klare Verbindung zur Gemeinde und zu Christus her. Die Ehe ist ein Bild f&uuml;r die Beziehung zwischen Jesus und uns. Wir sind aufgefordert, uns Christus, der uns geliebt und sich hingegeben hat, unterzuordnen.<br />
&nbsp;</p><h2>Impulse f&uuml;r mein Glaubensleben</h2><p>Geistliches oder ungeistliches Leben zeigt sich besonders auch im Ehe- und Familienleben. Das Wort &bdquo;Haupt&ldquo; will daran erinnern: Die Gemeinde kann nicht ohne ihren Herrn leben. Und so soll &ndash; oder darf?!? &ndash; auch die Frau ihren Mann ansehen: Ohne ihn kann auch sie nicht leben &ndash; letztlich ja auch nicht der Mann ohne Frau. Das hat also nichts mit Herrschsucht und &bdquo;Anspr&uuml;chen des Mannes&ldquo; oder mit &bdquo;Unterw&uuml;rfigkeit der Frau&ldquo; zu tun. Das &bdquo;Liebhaben&ldquo; wird veranschaulicht durch die Liebe Jesu zur Gemeinde. Er hat sie ins Leben gerufen, er reinigt sie, er hat gro&szlig;e Ziele mit ihr. Die Ehe wird so zu einem Ort der Gotteserfahrung und der geistlichen Bildung.</p><p>So soll der Mann seine Frau lieben. Und das hat nichts mit falscher Nachgiebigkeit oder Weichheit von Mann und Frau zu tun. Echte eheliche Liebe schlie&szlig;t das leibliche Leben v&ouml;llig ein. Darum u. a. auch der Hinweis auf die Sch&ouml;pfungsgeschichte. Aber Liebe ist mehr und bleibt zuletzt ein Geheimnis wie die Gemeinde.</p><p>Die Ausf&uuml;hrungen werden nicht f&uuml;r jede Zuh&ouml;rerin und jeden Zuh&ouml;rer befriedigend sein. Sie erheben auch nicht den Anspruch auf Vollst&auml;ndigkeit. Wissen ist eh immer nur St&uuml;ckwerk. Aber einen Ansto&szlig; zum Selber-Weiterdenken kann ich geben. Vielleicht gelingt das anhand folgender Fragen:</p><p>1. Nehme ich meinen Platz in der Ehe ein?</p><p>2. Welche Aussagen machen mir M&uuml;he?</p><p>3. Muss ich meine Haltung in einem oder mehreren Punkten &uuml;berdenken?</p><p>4. Wenn ich unverheiratet bin, was ist f&uuml;r mich wichtig?</p><p>5. Welche Bedeutung hat der Ephesertext f&uuml;r mein Glaubensleben?</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pastor Thomas Klappstein</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17326599.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Tue, 28 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Das Leben im Licht]]></title>
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<h2><strong>Begegnung in einer H&uuml;tte in Namibia</strong></h2><p>&hellip; Kinderlachen, Frauen, die sich angeregt unterhalten und dabei Perlen einf&auml;deln. H&uuml;hner picken noch ein paar Reisk&ouml;rner auf, die von der Essensausgabe an die vielen Kinder &uuml;briggeblieben sind. Ein Stra&szlig;enhund hat es sich in einer Ecke der kleinen H&uuml;tte bequem gemacht, um sich vor der hei&szlig;en Sonne Afrikas zu sch&uuml;tzen. Ich sitze in einer H&uuml;tte in dem Township, einer Stadt in Namibia, und beobachte dieses Geschehen: &bdquo;Wie kann man nur so leben und dabei noch so gut gelaunt sein?&ldquo;, stelle ich mir die Frage in Gedanken.</p><p>Katharina, die Besitzerin der H&uuml;tte, hat hier Frauen mit ihren Kindern aufgenommen, die unter h&auml;uslicher Gewalt leiden &ndash; die sonst keine andere Bleibe haben. In diesem Umfeld f&uuml;hlen sie sich wohl und gesch&uuml;tzt. Die H&uuml;tte ist &uuml;berwiegend aus Brettern und Pappe zusammengezimmert &ndash; f&uuml;r unsere westlichen Wohnverh&auml;ltnisse unvorstellbar, hier zu leben. &bdquo;Wir d&uuml;rfen hier nicht mit festen Materialien bauen, das ist uns vom Magistrat untersagt&ldquo;, erkl&auml;rt Katharina. Wahrscheinlich will man baulichen Wildwuchs verhindern. Bretterh&uuml;tten sind leichter zu entfernen. Doch Katharinas H&uuml;tte hat etwas Besonderes. Sie ist nicht so dunkel wie die anderen Holzverschl&auml;ge, in denen sich die Menschen nur abends und zum Schlafen aufhalten. Katharinas H&uuml;tte hat keine Fenster, aber bietet dennoch Schutz und Tageslicht. Dutzende durchsichtige, leere Plastikflaschen &ndash; eigentlich M&uuml;ll &ndash; sind aufeinandergereiht und verklebt. Sie bilden die H&uuml;ttenfront. Durch sie f&auml;llt Tageslicht in die sonst so d&uuml;stere H&uuml;tte. &bdquo;Licht ist f&uuml;r die Frauen und Kinder, die viel Schlimmes erlebt haben, so wichtig&ldquo;, erkl&auml;rt mir Katharina weiter.</p><p>Sie leben von einem Tag auf den anderen und wissen nicht, ob es morgen eine warme Mahlzeit gibt, f&uuml;r sie und die Kinder. Da sind Katharina und die Frauen auf Spenden angewiesen oder ein bisschen Geld durch den Verkauf von Bastelarbeiten. Ich bewundere diesen Einsatz, dieses Leben. Ob Katharina eine tiefgl&auml;ubige Christin ist, kann ich in der kurzen Zeit der Begegnung nicht ergr&uuml;nden. Doch sie glaubt an Jesus Christus und das tun die meisten Frauen um sie herum. F&uuml;r mich verh&auml;lt sie sich mit ihrer christlichen N&auml;chstenliebe genauso. Sie ist den Frauen und Kindern ein Vorbild. Sie gibt ihnen Licht und eine Perspektive aus deren Finsternis heraus. Sie hilft ihnen, ein besseres Leben zu f&uuml;hren. Es liegt mir fern, Katharina als Lichtgestalt zu sehen oder zu bezeichnen. Doch auch f&uuml;r mich ist sie ein Vorbild. Sie tut das, was Paulus in seinem Brief an die Epheser schreibt.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Was macht unser Leben als Christen aus?</strong></h2><p>Da stellt sich die Frage, was macht unser Leben als Christen aus? Der Brief, den Paulus an die Gemeinde in Ephesus schreibt, enth&auml;lt das, was von uns Christen erwartet wird, n&auml;mlich: Weise zu sein, dieses Leben sinnvoll zu nutzen, Verst&auml;ndnis f&uuml;r unsere Mitmenschen aufzubringen, ein Vorbild f&uuml;r andere zu sein in der Nachfolge Jesu Christi; verstehen, was der Wille Gottes ist, unsere Aufgabe im Leben als Christen erkennen, uns vom B&ouml;sen abwenden, uns nicht den weltlichen Gel&uuml;sten hingeben; Drogen oder zu viel Alkohol machen unser Leben nicht besser oder leichter, sondern trennen uns vom Geist Gottes.</p><p>Stattdessen sollen wir uns vom Geist Gottes erf&uuml;llen lassen &ndash; das geschieht im Gebet. Ermunterung mit Psalmen und Lobges&auml;ngen, die wir im Gottesdienst lernen, helfen uns &ndash; ob laut oder still im Herzen. Ja, Danken und Loben ziehen nach oben.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Wenn der Wille Gottes schwer zu verstehen ist</strong></h2><p>Doch oft befinde ich mich in Situationen im Leben, die mich ratlos machen: Menschen, die meine Geduld herausfordern; Leid, das mich sprachlos macht; die unendlichen Kriege und Gewalttaten in dieser Welt; Hass, L&uuml;ge und Ungerechtigkeit auf h&ouml;chster politischer Ebene &ndash; manchmal sogar unter Christen, Menschen der Kirche, die mich entt&auml;uschen; oder wenn ich wie in Afrika so oft angebettelt werde von Kindern, denen ich die pure Armut und den Hunger ansehe, dass mir das Herz zu zerbrechen droht und daneben Superreiche, die nur im Egoismus leben und nichts teilen. Dann verstehe ich oft den Willen Gottes nicht mehr. Mit leisem Hilfeschrei gen Himmel frage ich: Warum? Mein Gott, wie soll ich damit noch umgehen?</p><p><em>&bdquo;Lass dich nicht vom B&ouml;sen &uuml;berwinden, sondern &uuml;berwinde das B&ouml;se mit Gutem</em>&ldquo;, schreibt Paulus als Antwort in seinem Brief an die R&ouml;mer (R&ouml;mer 12,21). Sozusagen: Gib dem B&ouml;sen keine Macht, indem du ihm so viel Bedeutung/Aufmerksamkeit schenkst: Sieh auf Jesus, was w&uuml;rde er sagen, wie w&uuml;rde er damit umgehen? Dann wei&szlig; ich, dass ich das M&ouml;gliche, was in meiner Macht steht, tun soll und kann.</p><p>Die Welt retten kann ich nicht, das ist nicht meine Aufgabe, nicht unsere Aufgabe. Das tut Jesus. Wir sollen ihm nur folgen, denn Jesus Christus sagt:<em> &bdquo;Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern wird das Licht des Lebens haben.&ldquo; </em>(Johannes 8,12) Jesus schenkt uns Erleuchtung und f&uuml;r ihn sollen wir mit unserem Leben, mit unserem Tun leuchten.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Christen leuchten von innen heraus</strong></h2><p>&bdquo;Christen leuchten von innen heraus&ldquo;, hat mir einmal ein lieber Freund und Diakon gesagt. Ja, Christen erkenne ich dar&uuml;ber hinaus an ihrem Handeln: N&auml;chstenliebe, Barmherzigkeit und Ehrlichkeit. Dazu geh&ouml;ren f&uuml;r mich soziale Verantwortung und ein respektvoller Umgang mit allen Menschen &ndash; unabh&auml;ngig von deren Hintergrund. Ich glaube an Jesus Christus als Sohn Gottes, der durch seinen Tod und seine Auferstehung die Menschen erl&ouml;st hat. An ihm und seinen Lehren soll ich mich ausrichten. Das sagt Paulus. Das ist nicht nur seine Botschaft an die Christen in Ephesus. Er sagt auch: <em>&bdquo;Ermuntert einander mit Psalmen und Lobges&auml;ngen und geistlichen Liedern, singt und spielt dem Herrn in eurem Herzen und sagt Dank Gott, dem Vater, allezeit f&uuml;r alles, im Namen unseres Herrn Jesus Christus.&ldquo;</em> (Epheser 5,19-20)</p><p>Von Herzen bin ich dankbar, dass ich immer wieder Menschen wie Katharina begegne. Die Frauen, die mir vor Augen halten, dass weltliches Treiben und materieller Wohlstand nicht der Schl&uuml;ssel zur Gl&uuml;ckseligkeit sind, sondern dass G&uuml;te und Barmherzigkeit auch die sch&auml;bigste H&uuml;tte erleuchten k&ouml;nnen. Ich danke Gott im Namen von Jesus Christus f&uuml;r seine Weisungen in Begegnungen, die mir zeigen, wie ich auch mit wenigen Mitteln seinen Willen erf&uuml;llen kann. Diese Begegnungen und Erkenntnisse w&uuml;nsche ich auch Ihnen!</p><p style="text-align:center"><br /><strong>Sie haben Fragen zur Bibel und zum christlichen Glauben? Fragen Sie doch Nikodemus.AI</strong></p><p><img alt="Nikodemus.ai" height="372" src="https://www.erf.de/data/files/content.sources.r.erfplus.bibelheute/1127979.jpg" width="1111" /></p><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Heike Knauff-Oliver</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17325856.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Heike Knauff-Oliver]]></author>
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      <pubDate>Mon, 27 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Lobpreis]]></title>
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<h2>Lob Gottes als Ansporn und Ausrichtung</h2><p>Mit dem Sprichwort: &bdquo;Loben zieht nach Oben; Danken sch&uuml;tzt vor Wanken&ldquo; wird Eltern geraten, ihre Kinder zu loben. Dadurch werden die jungen Menschen angespornt, ihre St&auml;rken zu entwickeln. Dasselbe gilt auch f&uuml;r Vorgesetzte wie Arbeitgeber, die ihre Mitarbeiter fordern als auch f&ouml;rdern. Ein Lob steigert die Freude an der Arbeit und deren Qualit&auml;t. Im Lob Gottes sieht der Lobende von sich weg und preist, erhebt Gott als den Allm&auml;chtigen. Der Psalmbeter ruft die ganze Welt zum Lobpreis Gottes auf, zum freudigen Gesang. Dieser Lobgesang wird erschallen bis in alle Ewigkeit, wenn Jesus wiederkommen und seine Weltherrschaft beginnen wird.<br />
&nbsp;</p><h2>Lob und Sprache in der Gemeinschaft der Glaubenden</h2><p>Bis dahin leben wir Christen heute in der Gnadenzeitspanne. Unser Umgang miteinander ist ein wichtiger Faktor f&uuml;r das Lob Gottes. Der Apostel Jakobus schreibt in seinem Brief &uuml;ber die Zunge im 3. Kapitel Verse 9 und 10: <em>&bdquo;Mit ihr loben wir den Herrn und Vater, und mit ihr fluchen wir den Menschen, die nach dem Bilde Gottes gemacht sind. Aus einem Munde kommt Loben und Fluchen. Das soll nicht so sein, meine Br&uuml;der und Schwestern.&ldquo; </em>(Jakobus 3,9-10)</p><p>Beim Zusammenkommen, schreibt der Apostel Paulus an die Gemeinde in Ephesus im 5. Kapitel ab Vers 19: <em>&bdquo;&hellip; redet zueinander in Psalmen und Lobges&auml;ngen und geistlichen Liedern; singt und spielt dem Herrn in eurem Herzen; sagt allezeit Gott, dem Vater, Dank f&uuml;r alles, in dem Namen unseres Herrn Jesus Christus.&ldquo;</em><br />
&nbsp;</p><h2>Gottes Macht und Treue an seinem Volk &ndash; Psalm 66</h2><p>In den Versen 6&ndash;12 von Psalm 66 wird ausgedr&uuml;ckt: Gott handelt, seine Herrschaft wird immer bestehen. Gott begleitet sein Volk Tag f&uuml;r Tag &ndash; das k&ouml;nnen selbst die Nachbarv&ouml;lker nicht &uuml;bersehen und stimmen ins Lob Gottes mit ein.</p><p>Die V&ouml;lker sind eingeladen, &uuml;ber die erstaunlichen Dinge nachzudenken, die Gott f&uuml;r Israel getan hat. Dabei erinnern sie sich an zwei gro&szlig;artige Offenbarungen der Macht Gottes: Der allm&auml;chtige Gott bahnte durch das breite Rote Meer einen Weg zum Durchschreiten f&uuml;r das Volk Israel, indem er das Wasser staute. Vierzig Jahre sp&auml;ter erlebten die Israeliten ein zweites Mal ein Wunder am Wasser, dieses Mal am Fluss Jordan. Sie konnten ihn trockenen Fu&szlig;es &uuml;berqueren. Welch ein Jubel brach im ehemals unterdr&uuml;ckten Volk aus! Die Erretteten r&uuml;hmten sich ihres Gottes. Seine m&auml;chtige Herrschaft endet bis heute nicht.</p><p><em>&bdquo;Denn des Herrn Augen schauen alle Lande, dass er st&auml;rke, die mit ganzem Herzen bei ihm sind.&ldquo;</em> 2. Chronik 16,9. T&ouml;richt ist, wer sich gegen einen solchen Gott auflehnt!</p><p>In den Versen 8&ndash;12 von Psalm 66 werden die Heiden &ndash; also Menschen aus anderen V&ouml;lkern &ndash; aufgerufen, Gott zu preisen. Wunderbar war das Eingreifen Gottes f&uuml;r sein Volk. Israel wird in rasch wechselnden Bildern beschrieben bzw. dargestellt:</p><p>Wie Silber, das im Schmelzofen gel&auml;utert wird. Bei starker Hitze wird Schlacke ausgeschieden, Reines wird von Unreinem getrennt. Das sind schmerzhafte Prozesse.</p><p>Als Gefangene im Gef&auml;ngnis, als Sklaven, zu harter Arbeit gezwungen.</p><p>Schrecklichen Gefahren ist das Volk Israel ausgesetzt, indem es durch Feuer und Wasser gehen muss. Da die Israeliten in Gottes Augen wertgeachtet sind, hat er sie aus N&ouml;ten herausgef&uuml;hrt und ihnen geholfen. Trotz Murren und Auflehnen erlaubte Gott zu keinem Zeitpunkt die Ausrottung Israels. Vielmehr beschenkte er sein Volk reich.<br />
&nbsp;</p><h2>Der gro&szlig;e K&ouml;nig und Hohepriester &ndash; Psalm 66 als Zeugnis Jesu</h2><p>Der Schreiber des 66. Psalms beschreibt in den Versen 13&ndash;20 das &bdquo;Ich&ldquo; und &bdquo;Mein&ldquo;. Aus dem Chor wird ein Solo. Es scheint, als spreche au&szlig;er dem Beter auch der Herr Jesus selbst. Er ist Israels gro&szlig;er K&ouml;nig und der gro&szlig;e Hohepriester. Er kommt zu Gott mit seinem Opfer wie die Priester damals mit den Brandopfern. Jesus kommt mit dem Opfer seines Lebens. Jesu Leben ist v&ouml;llig Gott, seinem Vater, geweiht. Der Sohn Davids erf&uuml;llt die Gel&uuml;bde des Lobes. Diese versprach Jesus in den Tr&uuml;bsalen seines Lebens. Sie bezogen sich nach meiner &Uuml;berzeugung auf seine eigenen Leiden am Kreuz. Es k&ouml;nnte auch sein, dass Jesus die empfundenen Leiden wegen der Leiden seines Volkes empfand. Im Buch Jesaja, Kapitel 63, Vers 9 steht: &bdquo;<em>&hellip; bei aller Bedr&auml;ngnis war er auch bedr&auml;ngt&ldquo;. </em>Mit &bdquo;er&ldquo; ist Israels Heiland gemeint. (Jesaja 64,9)</p><p>Verse 16&ndash;19 aus Psalm 66: In Vers 5 haben wir die Einladung: <em>&bdquo;Kommt und seht&ldquo;.</em> Hier, in Vers 16 steht: &bdquo;<em>Kommt, h&ouml;rt zu.&ldquo;</em> Die Werke Gottes in der Geschichte k&ouml;nnen gesehen werden. Sein Handeln an den Einzelnen ist im Lob Gottes nur zu h&ouml;ren. Der Messias l&auml;dt Jahrhunderte sp&auml;ter alle Gottesf&uuml;rchtigen ein, sein Zeugnis &uuml;ber erh&ouml;rte Gebete zu vernehmen. Er ruft zu Gott mit Bitten und Lobpreis. Das bezieht sich &ndash; so verstehe ich das &ndash; auf die Tage seines Lebens, als er <em>&bdquo;Sowohl Bitten als auch Flehen mit starkem Geschrei und Tr&auml;nen dem darbrachte, der ihn aus dem Tod erretten kann&ldquo;.</em> So im Hebr&auml;erbrief Kapitel 5, Vers 7. H&auml;tte Gott Ungerechtigkeit in Jesu Herz erblickt, h&auml;tte er ihn nicht erh&ouml;rt. Aber Jesus war ohne S&uuml;nde. Darum hat Gott, der Vater, ihn erh&ouml;rt &bdquo;<em>Weil er Gott in Ehren hielt</em>&ldquo; so Hebr&auml;er 5 Vers 7.</p><p>Die Erh&ouml;rung Gottes inspiriert zum abschlie&szlig;enden Ausbruch von Lob und Preis:</p><p><em>&bdquo;Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine G&uuml;te von mir wendet.&ldquo; Und: &bdquo;Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch.&ldquo;</em> (Psalm 66,20 und 68,20)</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pastor Peter Müller</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17325464.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pastor Peter Müller]]></author>
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      <pubDate>Sun, 26 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Ich bin gefragt]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Epheser 5,1-14 – ausgelegt von Bastian Wellhöfer.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Epheser 5,1-14 – ausgelegt von Bastian Wellhöfer.</em><br/>
<p><strong>Epstein-Files und die Frage nach Moral und Liebe</strong></p><h2>1. Wenn Skandale die Welt ersch&uuml;ttern</h2><p>Vorher noch Verschw&ouml;rungstheorie, jetzt traurige Realit&auml;t: die Epstein-Enth&uuml;llungen &ndash; eine Form von B&ouml;sem, das sich kaum in Worte fassen l&auml;sst. Ein Eliten-Netzwerk tut sich auf, dem es um Macht und Geld geht. Egal, wie viele Menschenleben es kostet, f&uuml;r mich moralisch unterste Schublade.</p><p>In der letzten Zeit scheint es sich zu verfestigen: Ein Skandal nach dem anderen ersch&uuml;ttert die Welt. Und ich wei&szlig; nicht, wie es Ihnen damit geht. Ich pers&ouml;nlich war erst mal absolut schockiert. Aber eigentlich sollte es mich nicht wundern. Mit der Trennung von Gott und g&ouml;ttlichen Werten stirbt die Moral, mit der ich aufgewachsen bin. Die Skandale rufen in mir die Frage wach: Wenn man unendlich viel Macht und Geld hat, warum sollte man sich an irgendwelche Regeln halten?</p><p>Daher ist es viel schockierender, wenn Menschen, die eigentlich mit Gott unterwegs sind, sich genauso oder noch schlimmer verhalten!<br />
&nbsp;</p><h2>2. Was Paulus &uuml;ber Gottes Volk sagt</h2><p>In einem Brief an eine Gemeinde im antiken Griechenland schreibt Paulus<strong>, </strong>ein unglaublich starker Typ, der Jesus nachgefolgt ist, im Epheserbrief 5,3:</p><p style="margin-left:36.0pt">&bdquo;Ihr geh&ouml;rt nun zu Gott. Da passt es selbstverst&auml;ndlich nicht mehr, sich sexuell unmoralisch zu verhalten, ausschweifend zu leben oder alles haben zu wollen. &Uuml;ber so etwas sollt ihr nicht einmal reden!&ldquo;</p><p>Ihr geh&ouml;rt nun zu Gott . da muss was sichtbar werden. selbstverst&auml;ndlich! Logisch! Wenn Gott im Leben ist, muss das sichtbar werden &ndash; das sehe ich auch so.</p><p>Aber leider ist zu oft das Gegenteil der Fall. Die Reaktion auf sexuellen Missbrauch in der Kirche ist ein Kirchenaustritt nach dem anderen. Und ehrlicherweise kann ich das absolut nachvollziehen. Weil ich glaube, dass in jedem von uns instinktiv ein Bild davon schlummert, wie Kirche eigentlich sein sollte. Und wie sich Christen verhalten sollten.<br />
&nbsp;</p><h2>3. Was christliche Liebe im Alltag bedeutet</h2><p>Christen sollten eigentlich Menschen sein, die hingebungsvoll andere lieben. Und das klingt immer so nett, ist aber brutal herausfordernd.</p><p>Weil Gott von mir eine Liebe erwartet, die Menschen liebt, selbst wenn sie anderer Meinung sind, selbst wenn sie mich mit F&uuml;&szlig;en treten. Gottes LIEBE ruft mich auf, meinen Chef, meine Arbeitskollegen, Mitsch&uuml;ler und selbst die Schwiegermutter zu lieben.</p><p>Es bedeutet gute Worte aussprechen, wenn andere l&auml;stern. Nicht die Kassiererin fertig zu machen, weil sie zu lange an der Kasse braucht, sondern zu sagen: &bdquo;Danke f&uuml;r Ihren Job, ich sehe, dass Sie Ihr Bestes geben!&ldquo;</p><p>Ich habe einmal in einem Arbeitsverh&auml;ltnis gemerkt, wie schnell das Herz hart werden kann. Mir fiel es schwer, meinen Vorgesetzten zu ehren, und ich habe mich sogar am L&auml;stern beteiligt. Bis ich dann eines Abends im Gebet war. Und ein Fl&uuml;stern in meine Gedanken kam: &bdquo;Lieb deinen Chef und ehr ihn!&ldquo;</p><p>Und ich habe mich dagegen gewehrt ohne Ende! Aber diese Worte haben mich nicht losgelassen. Und nach einem Monat fand ich den Mut, hab an der T&uuml;r von meinem Chef geklopft und gefragt: &bdquo;Entschuldigung, haben Sie kurz Zeit?&ldquo; &ndash; &bdquo;Ich wollte mich bei Ihnen entschuldigen, ich habe hinter Ihrem R&uuml;cken schlecht &uuml;ber Sie geredet und das war nicht richtig! Ich wollte danke sagen, dass Sie die Verantwortung f&uuml;r diese Arbeitsstelle als Chef tragen und ich w&uuml;rde gerne f&uuml;r Sie beten.&ldquo; Was sehe ich? Seine Augen &ndash; weit aufgerissen, wie Scheunen-Tore!</p><p>Und ich konnte f&uuml;r ihn beten. Das Gebet war der T&uuml;r-&Ouml;ffner f&uuml;r ein tiefes Gespr&auml;ch mit gegenseitigem Verst&auml;ndnis. Er hat auf einmal gemerkt: da ist jemand f&uuml;r mich da. Christen sollten anders leben.</p><p>Und letztlich bedeutet es auch nicht, Sachen unter den Teppich kehren, sondern ans Licht bringen. Im Epheserbrief, Kapitel 5, Vers 11 hei&szlig;t es:</p><p style="margin-left:36.0pt">Lasst euch auf keine finsteren Machenschaften ein, die keine gute Frucht hervorbringen, im Gegenteil: Helft, sie aufzudecken.</p><p>Im Klartext hei&szlig;t das f&uuml;r mich: &bdquo;Lass dich auf nichts B&ouml;ses ein!&ldquo; &ndash; &bdquo;Hilf stattdessen, es aufzudecken!&ldquo;</p><p>Und das m&uuml;ssen keine gro&szlig;en Enth&uuml;llungsstories oder Skandale sein, sondern es f&auml;ngt bei mir an. Wenn ich meinen moralischen M&uuml;ll im Keller verstecke, irgendwann f&auml;ngt in meinem Leben das Stinken an, und das tut weder mir noch anderen gut. Was sind Ihre Dinge, die Sie schon zu lange unter den Teppich gekehrt haben?</p><p>Wenn ich Dinge ans Licht bringe, kommt Heilung in mein Herz. Und dann passiert es, dass ich &ndash; wie Paulus es an anderer Stelle sagt &ndash;, ein &bdquo;Wohlgeruch&ldquo; f&uuml;r Gott und Mitmenschen bin. Und wenn ich das jetzt alles h&ouml;re, dann denke ich mir. &bdquo;HERAUSFORDERND.&ldquo;<br />
&nbsp;</p><h2>4. Das Geheimnis: Geliebt sein ver&auml;ndert alles</h2><p>ABER wie kriege ich das hin &ndash; dass ich genau diese Ver&auml;nderung sehe?</p><p><strong>DAS GEHEIMNIS: </strong>Epheserbrief, Kapitel 5, 1&ndash;2:</p><p style="margin-left:36.0pt">&bdquo;<em>Ihr seid Gottes geliebte Kinder, daher sollt ihr in allem seinem Vorbild folgen. Geht liebevoll miteinander um, so wie auch Christus euch seine Liebe erwiesen hat.&ldquo;</em></p><p>Der Schl&uuml;ssel ist. Wenn ich wei&szlig;, dass ich geliebt bin &ndash; und dass ich einen GUTEN VATER im Himmel habe &ndash; dann brauche ich den ganzen anderen Mist nicht! Ich sage mir: &bdquo;Hab deine Freude am HERRN!&ldquo; Wenn du Freude an JESUS hast &ndash; musst du Freude nicht in anderem Zeug suchen!</p><p>Und ich kenne diese Momente, in denen ich genau das begreife. Wenn ich bete, Bibel lese oder Gott anbete. und verstehe: Ich bin so unglaublich geliebt! Dann erf&uuml;llt mich eine Liebe, die mit nichts zu vergleichen ist. Und Gott gie&szlig;t diese Liebe aus. Nicht nur bis zum Rand des Glases, sondern bis zum &Uuml;berfluss!</p><p>Und meine Gedanken gehen weg von mir selbst, zu Freunden, Arbeitskollegen, Verwandten, die gerade k&auml;mpfen, weil sie das nicht erleben. Die gute Worte brauchen, ein Gebet oder einfach jemanden, der zuh&ouml;rt. Und ich lade diese Menschen ein, wenn sie noch nicht diese Liebe Gottes f&uuml;r sich verstanden haben:</p><p style="margin-left:36.0pt">&bdquo;Gott zeig mir deine Liebe&ldquo; &ndash; &bdquo;Zeig mir, dass du der GUTE VATER BIST!&ldquo;</p><p>zu ihrem t&auml;glichen Gebet zu machen. M&ouml;glicherweise trifft das auch auf Sie zu?</p><p>Deshalb nenne ich Ihnen ein paar Fragen f&uuml;r die n&auml;chsten Tage, die Sie begleiten k&ouml;nnen:</p><ol><li>Wo bin ich gefragt, Dinge ans Licht zu bringen? Damit mehr G&uuml;te in meinem Leben erkennbar ist.</li><li>Wo k&ouml;nnen Sie positiv auffallen? Ermutigen Sie eine Person mit einem Lob oder Kompliment.</li><li>Wie k&ouml;nnen Sie diese Woche ganz praktisch jemandem die Liebe Gottes zeigen? Zum Beispiel: Beim Umzug helfen. Oder: Zuh&ouml;ren bei einem Kaffee. Einfach so: Etwas verschenken.</li></ol><p>So folgen Sie Gottes Beispiel als seinem geliebten Kind.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Bastian Wellhöfer</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17325098.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Bastian Wellhöfer]]></author>
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      <pubDate>Sat, 25 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Funktionstüchtig]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Epheser 4,25-32 – ausgelegt von Marion Radermacher.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Epheser 4,25-32 – ausgelegt von Marion Radermacher.</em><br/>
<h2>Ein Brief kommt an - Paulus schreibt an die Gemeinde in Ephesus</h2><p>&bdquo;Die Post ist da! Wunderbar, ein Brief von Paulus!&ldquo; Das m&ouml;gen sich die Christen in Ephesus vielleicht gedacht und alle zusammengetrommelt haben. Jeder will h&ouml;ren, was ihnen ihr lieber Apostel Paulus zu sagen hat.<br />
&nbsp;</p><h2>Die Gemeinde als Leib - ein Bild voller Tiefe</h2><p>Nachdem sie das meiste gelesen haben, weist Paulus sie in unserem heutigen Text darauf hin, dass sie als Christen, als Gemeinde Jesu, ein Leib sind. Das ist ein sch&ouml;ner bildhafter Vergleich, den ich mir gut vorstellen kann. An einem Leib, einem K&ouml;rper gibt es viele Glieder. Zu einem Leib geh&ouml;ren ebenso unterschiedliche Organe und alles wiederum besteht aus Millionen von einzelnen Zellen, die in einem &uuml;beraus pr&auml;zisen Zusammenspiel funktionieren.</p><p>In meiner Krankenpflegeausbildung vor vielen Jahren staunte ich im Physiologieunterricht dar&uuml;ber, wie genial alles in unserem K&ouml;rper bis ins Kleinste geschaffen ist. Was alles n&ouml;tig ist und geschieht, um selbst minimalste Bewegungen wie ein Augenzwinkern zu erm&ouml;glichen. Jede einzelne Zelle ist ein kleines Kraftwerk, das seinen Beitrag zur Aufrechterhaltung des gro&szlig;en Ganzen leistet. Wenn es irgendwo hakt, wenn ein Botenstoff fehlt oder ein Mineral, wenn sch&auml;dliche Substanzen von au&szlig;en eindringen, dann wird das ganze harmonische Zusammenspiel gest&ouml;rt. Mitunter kann das dann schwerwiegende Folgen haben.</p><p>Wenn die Gemeinde Jesu also solch ein K&ouml;rper ist, dann kann sie nur harmonieren, wenn alle Glieder, alle Zellen, m&ouml;glichst reibungslos ihre Aufgaben erf&uuml;llen. Und wenn sie Frieden halten. Sie funktionieren eben nur im Miteinander. Und da wird Paulus in seinem Brief sehr praktisch und nennt verschiedene Themen deutlich beim Namen.<br />
&nbsp;</p><h2>Konkrete Verhaltensregeln: Wahrheit, Zorn, Diebstahl und Reden</h2><p>Wie steht es mit der <strong>Wahrheit</strong>? L&auml;sst man ruhig einmal &bdquo;5 gerade&ldquo; sein oder nimmt es mit Aussagen nicht so genau? Wie sieht es mit Notl&uuml;gen aus? Werden sie wirklich durch entsprechende Umst&auml;nde gerechtfertigt?</p><p>&bdquo;Lasst es sein&ldquo;, sagt Paulus ganz klar. H&ouml;rt mit dem L&uuml;gen auf, auch wenn es bislang zu eurem Alltag geh&ouml;rte. Bleibt bei der Wahrheit, denn ihr geh&ouml;rt doch zusammen. Ihr wollt einander doch vertrauen k&ouml;nnen. Wie soll das gehen, wenn jeder annehmen muss, belogen zu werden? Jesus selbst hat von sich gesagt, dass Er die Wahrheit ist. Auf Ihn kann ich mich verlassen. Er f&uuml;hrt mich nicht in die Irre. Sein Wort ist wahr. Und wenn ich zu Seinem Leib geh&ouml;re, kann ich nicht in der L&uuml;ge verharren.</p><p>Als n&auml;chstes geht es Paulus um den <strong>Zorn</strong>. Zorn ist ein heftiges Wort, wie ich finde. Aber Zorn f&auml;ngt ja im Kleinen an. Zuerst ist da vielleicht ein Umstand, eine Auseinandersetzung, die mich &auml;rgerlich macht. Wird die Sache nicht aus der Welt ger&auml;umt, setzt sich der &Auml;rger in mir fest. So hat er Zeit, Wurzeln zu schlagen und zu wachsen und schlie&szlig;lich irgendwann aus mir herauszubrechen. In solch einem Zornesausbruch sind schnell Worte gesagt, die andere verletzen; sind vielleicht auch Taten getan, die ich hinterher bereue.</p><p>Und davor warnt Paulus: <em>&bdquo;Lasst die Sonne nicht untergehen &uuml;ber eurem Zorn&ldquo;, </em>schreibt er. Ich soll dem &Auml;rger, dem Zorn, erst gar nicht die Zeit geben, sich in mir auszubreiten. Ich soll die Dinge m&ouml;glichst bald bereinigen, solange sie noch nicht begonnen haben, mich zu zerfressen. Denn dadurch gewinnt der Teufel Raum in meinem Herzen. Ich &ouml;ffne ihm quasi die T&uuml;r, sodass er eintreten kann. Das ist dann genauso, als wenn in meinen K&ouml;rper Bakterien oder Gifte eindringen, die nach und nach von ihm Besitz nehmen und ihn umbringen wollen. So weit darf es keinesfalls kommen! Paulus wei&szlig; um die Gefahren und m&ouml;chte die Epheser davor bewahren.</p><p>Auch das Thema <strong>Diebstahl</strong> spricht er an. Anscheinend ist es in der Gemeinde nicht allen bekannt, dass die Bereicherung an fremdem Gut ein Unrecht ist. Aber das neue Leben in Jesus soll durch alle Lebensbereiche hindurch sichtbar sein &ndash; nicht nur in and&auml;chtigen Gottesdiensten und Gebeten. Es soll sich auch im Alltag zeigen. Und Paulus geht sogar noch einen Schritt weiter. Wer ein Dieb ist, soll nicht nur aufh&ouml;ren, zu stehlen. Nein, er soll sogar sein Leben in die Hand nehmen, ehrlicher Arbeit nachgehen und anderen abgeben. Die Verh&auml;ltnisse sollen also genau umgedreht werden: Wo andere Menschen vorher durch den Dieb &auml;rmer wurden, soll er jetzt andere durch seine Gaben reicher machen. Das wird sicher manchen Gesch&auml;digten ins Nachdenken bringen und auf ein neues Leben durch Jesus hinweisen.</p><p>Aber nicht nur L&uuml;gerei, Zorn und Diebstahl liegen Paulus am Herzen. Er sieht auch Ver&auml;nderungsbedarf im <strong>Reden</strong>. Wie schnell sind unbedachte Worte ausgesprochen und wie schnell sind nicht anwesende Personen der Gegenstand von Spott und Hetze. Das verdirbt jede Gemeinschaft und wirkt ebenfalls wie Gift im Leib Jesu. So darf es nicht sein. Paulus ermutigt die Christen, ihr Verhalten auch in diesem Bereich zu ver&auml;ndern. Menschen sollen durch Worte aufgebaut und nicht abgewertet werden; sie sollen ermutigt und nicht entmutigt werden. Auch im Reden der Christen soll Jesus sichtbar werden. Freundlich, barmherzig und vergebungsbereit soll es im Alltag zugehen.<br />
&nbsp;</p><h2>Der Heilige Geist - Kraft und Schl&uuml;ssel f&uuml;r ein erneuertes Leben</h2><p>Eine ordentliche Auflistung von Verhaltensregeln gibt Paulus hier also vor. Aber wie soll das alles umsetzbar sein? Wie kann das Leben als Christ so erneuert werden?</p><p>Den Schl&uuml;ssel dazu verr&auml;t Paulus in Vers 30: die Gemeinde Jesu, Sein Leib ist ja nicht auf sich allein gestellt! Ein Christ hat den Heiligen Geist erhalten, wodurch Gott selbst in den Gl&auml;ubigen wohnt! Ist das nicht genial? Der Heilige Geist bewahrt zum einen f&uuml;r die Ewigkeit; wie ein Siegel auf einem Brief sagt Er: &bdquo;Diese Person geh&ouml;rt zu Gott, f&uuml;r immer und alle Zeiten!&ldquo;</p><p>Und zum anderen bewirkt Er, dass gute Verhaltensweisen, sogenannte gute Fr&uuml;chte in den Gl&auml;ubigen wachsen k&ouml;nnen. In seinem Brief an die Gemeinden in Galatien benennt Paulus es ganz klar: <em>&bdquo;Wenn dagegen der Heilige Geist unser Leben beherrscht, wird Er ganz andere Frucht in uns wachsen lassen: Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, G&uuml;te, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung.&ldquo;</em> (NLB)</p><p>Ich brauche mich also nicht alleine abzum&uuml;hen! Ich habe alle Anlagen durch den Heiligen Geist bereits in mir! Was f&uuml;r eine Erleichterung! Allerdings muss ich Ihm auch Raum in meinem Herzen geben, damit Er mich mehr und mehr erf&uuml;llen kann und gute Fr&uuml;chte wachsen l&auml;sst. Deshalb m&ouml;chte Paulus nicht, dass der Geist betr&uuml;bt und zur&uuml;ckgedr&auml;ngt wird &ndash; denn ohne Ihn kann ich als Christin nichts tun!</p><p>Aber mit Ihm und durch Ihn wird die Gemeinde Jesu zu einem funktionierenden K&ouml;rper, der auch durch Krisen hindurch bestehen bleibt.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Marion Radermacher</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17324426.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Marion Radermacher]]></author>
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      <pubDate>Fri, 24 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Der große Kleiderwechsel: Wo finde ich Halt?]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Epheser 4,17-24 – ausgelegt von Oliver Schönberg.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Epheser 4,17-24 – ausgelegt von Oliver Schönberg.</em><br/>
<p>Es kann vorkommen, dass nach einem langen Arbeitstag, nach Stunden in der Hitze oder nach schwerer k&ouml;rperlicher Arbeit das Arbeitshemd verschmutzt ist und am K&ouml;rper klebt.</p><p>Niemand k&auml;me da auf die Idee, &uuml;ber ein verschwitztes, schmutziges Hemd einfach ein sauberes Sakko oder eine feine Bluse zu ziehen. Erst muss das Alte ausgezogen werden, bevor die frische Kleidung angezogen wird.</p><p>Genau dieses Bild benutzt der Apostel Paulus im Epheserbrief. In Epheser 4,17&ndash;24 macht er deutlich: Der Glaube an Jesus bringt Ver&auml;nderung mit sich.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Ehrlich hinschauen: Was tr&auml;gt mich eigentlich? (Epheser 4,17&ndash;19)</strong></h2><p>Paulus beschreibt schlicht, wie ein Leben aussieht, in dem Gott nicht mehr der Bezugspunkt ist:</p><p><em>&bdquo;&hellip; dass ihr nicht mehr wandelt, wie die Heiden wandeln, in der Nichtigkeit ihres Sinnes&ldquo;</em> (Epheser 4,17).</p><p>Mit &bdquo;Nichtigkeit&ldquo; meint Paulus nicht Oberfl&auml;chlichkeit, sondern Orientierungslosigkeit. Das Denken verliert seine feste Ausrichtung. Gott ist nicht mehr der Ma&szlig;stab, an dem sich Werte und Entscheidungen orientieren.</p><p>Er erg&auml;nzt: Der Verstand ist &bdquo;verfinstert&ldquo;, der Mensch ist &bdquo;entfremdet vom Leben Gottes&ldquo; (Epheser 4,18). Das bedeutet: Die Verbindung zu dem Sch&ouml;pfer des Lebens fehlt. Wenn Gott als Ma&szlig;stab wegf&auml;llt, wird das Ich zum Ma&szlig;stab &ndash; und dann wird Identit&auml;t zu etwas, das dieses Ich selbst kreiert.</p><p>Und genau hier trifft der Text mitten in unsere Gegenwart. Heute wird Identit&auml;t als etwas Plastisches verstanden, das ich nach Belieben verformen kann. Z. B. die von Gott gegebene biologische Identit&auml;t gilt nicht mehr als etwas Festes, sondern als etwas, das ich wechseln oder ver&auml;ndern kann. Wenn es keinen festen Ma&szlig;stab au&szlig;erhalb meiner selbst gibt, dann muss ich mich selbst definieren. Manche setzen auf Leistung: &bdquo;Wenn ich genug leiste, bin ich wer.&ldquo;</p><p>Andere setzen auf Anpassung: Man springt auf Trends &ndash; auch moralische Trends &ndash; auf, passt sich Meinungen an, formt sich so, dass man dazugeh&ouml;rt.</p><p>Doch Trends wechseln. Was heute z&auml;hlt, ist morgen schon &bdquo;out&ldquo;. Und was mich heute erf&uuml;llt, kann morgen verloren gehen. Besonders deutlich wird das in Krisenzeiten. Solange ich gesund bin, wirkt vieles stabil. Aber wenn Krankheit kommt, ver&auml;ndert sich auf einmal vieles. Die Zukunft wird unklar. Kr&auml;fte reichen nicht mehr. Pl&auml;ne brechen weg. Und dann stellt sich eine Frage, die ich sonst gerne wegdr&uuml;cke: Worauf kann ich mich wirklich verlassen?</p><p><strong>Was gibt mir Halt? </strong>Und genau hier wird der Text pers&ouml;nlich. Paulus l&auml;dt ein, ehrlich zu fragen: Was tr&auml;gt mich wirklich? Wovon erwarte ich Halt, Sinn und Identit&auml;t? Was bleibt, wenn Erfolg wegbricht, wenn Anerkennung ausbleibt, wenn Gef&uuml;hle sich &auml;ndern?</p><p>Vielleicht ist genau das der Moment, sich zu fragen: Sollte ich doch dar&uuml;ber nachdenken, Gott in mein Leben einzubeziehen?</p><h2><br /><strong>Der Wendepunkt: Christus nicht nur wissen, sondern kennen (Epheser 4,20&ndash;21)</strong></h2><p>Paulus setzt einen klaren Kontrast: <em>&bdquo;Ihr aber habt Christus nicht so kennengelernt&ldquo; </em>(Epheser 4,20).</p><p>Die Empf&auml;nger des Briefes haben Christus kennengelernt &ndash; und genau deshalb werden sie ermutigt, die alten Ma&szlig;st&auml;be hinter sich zu lassen. Paulus sagt nicht: &bdquo;Ihr habt neue Regeln gelernt.&ldquo; Sondern: &bdquo;Ihr habt eine Person kennengelernt.&ldquo; Und er f&uuml;hrt weiter aus: &bdquo;Wenn ihr ihn geh&ouml;rt habt und in ihm gelehrt worden seid&ldquo; (Epheser 4,21).</p><p>Es geht also nicht zuerst um ein Regelwerk, sondern um Beziehung. Gott ist keine Idee und kein philosophisches Konzept. Er ist eine Person, die ich kennen kann. Und diese Person hat ein Gesicht: Jesus Christus.</p><p>Wer dem gekreuzigten und auferstandenen Jesus begegnet, beginnt das Leben anders zu sehen. Am Kreuz wird Gottes Liebe sichtbar: Jesus tr&auml;gt die S&uuml;nde &ndash; und S&uuml;nde ist alles, was mich von Gott trennt. Er nimmt weg, was zwischen Gott und mir steht, und erm&ouml;glicht einen Neuanfang.</p><p>Ganz praktisch: Ein Mensch, der st&auml;ndig Anerkennung braucht, lebt unter Druck. Immer leisten, immer funktionieren. Und dann entdeckt er: Mein Wert h&auml;ngt nicht an meiner Leistung, sondern am ewigen Gott, der mir seine Liebe in Jesus zeigt. Daran sollten auch die Epheser sich erinnern.</p><p>Aber genau hier stellt sich die n&auml;chste Frage: Wie wird diese neue Erkenntnis im Alltag sichtbar? Wie wird aus &bdquo;Ich wei&szlig; es&ldquo; ein &bdquo;Ich lebe es&ldquo;?</p><p>Paulus bleibt nicht bei der Begegnung mit Christus stehen. Paulus zeigt: Echte Beziehung l&ouml;st Bewegung aus. Deshalb f&uuml;hrt er uns nun vom Wendepunkt in den Prozess &ndash; und erkl&auml;rt, wie Ver&auml;nderung konkret geschieht.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Der Weg der Ver&auml;nderung: Ausziehen &ndash; Umdenken &ndash; Anziehen (Epheser 4,22&ndash;24)</strong></h2><p>Paulus beschreibt Ver&auml;nderung dann sehr praktisch &ndash; wie einen Kleiderwechsel.</p><p>Zuerst spricht er vom Ausziehen: &bdquo;<em>Legt den alten Menschen ab, der sich durch tr&uuml;gerische Begierden zugrunde richtet&ldquo; </em>(Epheser 4,22). Das Alte verschwindet nicht von allein. Es muss bewusst abgelegt werden &ndash; nicht irgendwann automatisch, sondern entschieden. Bitterkeit, kleine L&uuml;gen, festgefahrene Muster: Dinge, von denen ich wei&szlig;, dass sie zu einem Leben mit dem Herrn Jesus nicht passen.</p><p>Dann kommt das Umdenken: &bdquo;Lasst euch erneuern im Geist eures Sinnes&ldquo; (Epheser 4,23). Ver&auml;nderung beginnt im Denken &ndash; und das ist ein Prozess. Paulus sagt nicht: &bdquo;Macht euch selbst neu&ldquo;, sondern: <em>&bdquo;Lasst euch erneuern.&ldquo; </em>Umdenken hei&szlig;t, sich neu pr&auml;gen zu lassen. Nicht die inneren Stimmen sollen das letzte Wort haben, sondern Gottes Wort. Wenn ich die Heilige Schrift lese, ver&auml;ndert das Schritt f&uuml;r Schritt meine Sicht &ndash; und damit auch mein Handeln.</p><p>Und dann spricht Paulus vom Anziehen: <em>&bdquo;Zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit&ldquo; </em>(Epheser 4,24). Das Neue ist eine neue Identit&auml;t. Sie zeigt sich im Umgang mit anderen.</p><p>Ganz praktisch kann das bedeuten: Ich bitte um Entschuldigung, wenn ich jemanden verletzt habe. Ich rede nicht schlecht &uuml;ber jemanden, um selbst besser dazustehen.</p><p>Vielleicht ist heute der Moment, ein altes Kleidungsst&uuml;ck abzulegen: eine alte Verletzung, eine Gewohnheit, eine L&uuml;ge.</p><p>Bringen Sie es zu Gott und besch&auml;ftigen Sie sich mit Gottes Wort, um das Denken und Verhalten t&auml;glich zu pr&auml;gen.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Oliver Schönberg</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17323837.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Oliver Schönberg]]></author>
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      <pubDate>Thu, 23 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Ein anderer Maßstab]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Epheser 4,7-16 – ausgelegt von Mechthild Plaz.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Epheser 4,7-16 – ausgelegt von Mechthild Plaz.</em><br/>
<p><strong>Leben in der F&uuml;lle Christi &ndash; Was Paulus uns heute sagt</strong></p><p>Ganz sch&ouml;n viele Bilder und Begriffe, die beim ersten H&ouml;ren gar nicht so leicht greifbar sind. Sie klingen fast ein bisschen weltfremd und idealistisch. Zumindest geht es mir so. Es stecken aber ein paar Eckpunkte drin, die durchaus vertraut klingen:</p><p>Es geht um:</p><ul><li>Weiterentwicklung und Wachstum,</li><li>ein gemeinsames Ziel,</li><li>klare Aufgabenverteilung,</li><li>um pers&ouml;nliche St&auml;rken und Begabungen,</li><li>gute Zusammenarbeit,</li><li>um individuelle Reife und Standfestigkeit,</li><li>offene und ehrliche Kommunikation</li><li>und schlie&szlig;lich geht es um wertsch&auml;tzendes Verhalten.</li></ul><p>Das klingt schon weniger weltfremd, oder? Eher nach Kriterien einer guten Zusammenarbeit im Team &ndash; zum Beispiel am Arbeitsplatz.<br />
&nbsp;</p><p><strong>Paulus und der Kontext des Epheserbriefs</strong></p><p>Der Kontext ist hier ein anderer. Vor fast 2.000 Jahren schreibt Paulus den Epheserbrief. Im geh&ouml;rten Abschnitt geht es um das Zusammenarbeiten und Zusammenleben von Christinnen und Christen. Darum, wie es sich mit den Gaben verh&auml;lt, die Gott den Menschen schenkt und auf welches Ziel sich eine Gemeinde ausrichten soll. Die christlichen Gemeinden damals sind konfrontiert mit Ausgrenzung aus der Gesellschaft. Damit verbunden ist auch Abgrenzung. Das wird im gesamten Epheserbrief immer wieder deutlich, wenn Paulus betont, wie sich das Leben und Handeln von Christinnen und Christen von einem &bdquo;gottlosen" Leben unterscheiden soll. Heute ist das nicht mehr so klar definiert. Unsere Gesellschaft und das Grundgesetz sind einerseits durchwoben mit biblischen Grundlagen, die gesch&auml;tzt werden. Und doch wird Jesus und die Berufung auf Gott immer mehr ausgeklammert. Insofern sprechen Paulus&#39; Worte auch in unsere Zeit. Seine Ma&szlig;st&auml;be und sein Fokus auf Jesus machen bis heute einen gro&szlig;en Unterschied. Doch worin besteht dieser?<br />
&nbsp;</p><p><strong>Gnade als Fundament &ndash; Jesus als Haupt der Gemeinde</strong></p><p>Paulus beginnt mit der Aussage: &bdquo;Einem jeden von uns ist die Gnade gegeben". An erster Stelle steht nicht das, was jemand an F&auml;higkeiten mitbringt und leistet, sondern die Gnade, die ihm oder ihr geschenkt wird. Und diese beinhaltet laut dem R&ouml;merbrief <em>&bdquo;das ewige Leben in Jesus Christus". </em>(R&ouml;mer 6,23)</p><p>Und wer ist dieser Jesus Christus, nach dessen Ma&szlig;stab die Gnade geschenkt wird? Paulus zitiert daf&uuml;r im Epheserbrief einen Vers aus Psalm 68 im Alten Testament. Er bezieht ihn auf Jesus, der hinaufgefahren und hinabgestiegen ist in die Tiefen der Erde. Was er damit vermutlich sagen will: Jesus ist kein &uuml;ber die Erde schwebendes unerreichbares g&ouml;ttliches Wesen, sondern der Sohn Gottes, der menschliche Gestalt annahm bis zum Tod. Jesus ist das Haupt der Gemeinde. Sein F&uuml;hrungsstil zeichnet sich durch N&auml;he zu den Mitarbeitenden aus. Er ist nicht irgendwo oben, weit weg und schaltet sich h&ouml;chstens per Internet zu. Nein. Jesus wei&szlig;, was es bedeutet, ganz unten zu sein.<br />
&nbsp;</p><p><strong>Gaben, &Auml;mter und das Ziel der Gemeinde</strong></p><p>Paulus beschreibt weitere Funktionstr&auml;ger in der Gemeinschaft. Jesus selbst setzt diese ein und bef&auml;higt sie: Apostel, Propheten, Verk&uuml;ndiger, Hirten und Lehrer. Sie haben die Aufgabe, die Gemeinde zu leiten und im Glauben und Dienst weiterzubringen. Ihre jeweiligen F&auml;higkeiten sollen allein zur Ehre Gottes eingesetzt werden und zum gemeinsamen Nutzen. Das bedeutet auch, dass sie sich nichts auf ihr K&ouml;nnen oder ihre Position einzubilden brauchen, sondern damit dienen. Eine Haltung, die in der Zusammenarbeit Einheit st&auml;rkt und so manche Machtk&auml;mpfe und Unterdr&uuml;ckungsmechanismen aushebeln k&ouml;nnte.</p><p>Was ist aber nun Zweck und Ziel der Gaben? Jede und jeder Einzelne der Gemeinde soll im Vertrauen zu Jesus Christus gefestigt werden, um selbst wieder Dienste &uuml;bernehmen zu k&ouml;nnen, damit &bdquo;der Leib Christi auferbaut" wird. Hier greift Paulus ein Bild auf, das in seinen anderen Briefen auch immer wieder vorkommt. Das Bild vom Leib, dessen Haupt und den einzelnen K&ouml;rperteilen. Dieser Leib oder K&ouml;rper soll aufgebaut werden mit dem Ziel, dass &ndash; in Paulus&#39; Worten: alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zum vollendeten Menschen, zum vollen Ma&szlig; der F&uuml;lle Christi.</p><p>Wenn Paulus von Einheit spricht, meint er hier vor allem das gemeinsame einheitliche Ziel, was immer im Fokus sein soll. N&auml;mlich Jesus Christus immer mehr kennenzulernen und ihm n&auml;herzukommen. Es geht um eine lebendige Beziehung zu Jesus und eine feste Verbundenheit untereinander. Das geht sehr viel tiefer als Loyalit&auml;t zum Arbeitgeber oder an einer gemeinsamen Aufgabe zu arbeiten. Die Folge von dieser gemeinsamen Ausrichtung ist f&uuml;r Paulus jedoch nicht etwa Gleichmacherei oder Leichtgl&auml;ubigkeit, sondern M&uuml;ndigkeit und Standfestigkeit. Damit niemand Gefahr l&auml;uft, manipuliert oder betrogen zu werden.<br />
&nbsp;</p><p><strong>Wahrhaftig in der Liebe &ndash; auch im Alltag</strong></p><p>&bdquo;Lasst uns aber wahrhaftig sein in der Liebe". Jetzt treten zwei weitere Verhaltensweisen auf, die weit &uuml;ber die Ma&szlig;st&auml;be einer modernen Gesellschaft oder Unternehmenskultur hinausgehen. Da geht es nicht mehr nur darum, gut zusammenzuarbeiten, als Team zu funktionieren und Leistung zu bringen. Es geht um Offenheit und Wahrheit. Und die sollen sich mit Liebe verbinden. Das bedeutet, nicht oberfl&auml;chlich nett sein oder vordergr&uuml;ndig ehrlich, sondern wahrhaftig, herzlich und aufrichtig zu sein. Und damit macht Paulus wieder deutlich, wie tief und erf&uuml;llt ein Leben in Gemeinschaft sein kann &ndash; mit Jesus als Ursprung, Mittelpunkt und Ziel. Das ist Leben in der F&uuml;lle Christi.</p><p>Doch passen diese Ideale einer Gemeinschaft in das heutige individualistische Denken? Oder was ist, wenn ich mich vielleicht gar nicht in einer Gemeinde oder gro&szlig;en Gemeinschaft wiederfinde? Ich komme zu dem Schluss, dass alles, was Paulus hier sagt, auch in kleinem Kreis und ganz individuell f&uuml;r mich und mein Leben bedeutend und gewinnbringend ist. Das ist sogar die Voraussetzung, damit es in der Gemeinschaft &uuml;berhaupt funktioniert. Wenn ich also bei mir anfange, auch nur im Kleinen, wieviel k&ouml;nnte sich da ver&auml;ndern? Wenn ich mich im Alltag zum Beispiel einmal mehr von Jesus leiten lasse? Einmal weniger schlecht &uuml;ber jemanden rede und daf&uuml;r etwas Gutes weitersage? Wenn ich einen Abend mehr Zeit mit Jesus verbringe und weniger mit Sinnlosem f&uuml;lle? Wenn ich erkenne, dass ich meine Aufgaben nicht aus eigener Kraft bew&auml;ltigen muss und Jesus einmal mehr um Hilfe bitte?</p><p>Wenn ich wei&szlig;, dass Jesus mir seine F&uuml;lle schenken will und nur Gutes im Sinn hat? Und dass es in meinem Leben einfach nur darum geht, ihn immer besser kennenzulernen, seine Liebe zu begreifen und mit ihm durchs Leben zu gehen bis in die Ewigkeit. Mein Leben w&uuml;rde sich sicher ver&auml;ndern und ich glaube auch das von den Menschen um mich herum, in meiner Gemeinde, meiner Familie und vielleicht sogar in meinem Team am Arbeitsplatz.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Mechthild Plaz</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17323224.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Mechthild Plaz]]></author>
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      <pubDate>Wed, 22 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Wunderschöne Gemeinschaft]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Epheser 4,1-6 – ausgelegt von Jan-Peter Graap.</em><br/>
<h2>Gemeinschaft zwischen Klappst&uuml;hlen und Thermoskannenkaffee</h2><p>Stellen Sie sich einen ganz normalen Abend vor. Gemeindesaal. Klappst&uuml;hle. Thermoskannenkaffee. Vorne wird diskutiert. Die einen sagen: &bdquo;Wir m&uuml;ssen moderner werden&ldquo;. Die anderen: &bdquo;Wir d&uuml;rfen das Bew&auml;hrte nicht verlieren&ldquo;. Einer redet viel. Eine schweigt. Einer denkt: &bdquo;Warum ist das eigentlich immer so anstrengend mit der Gemeinschaft?&ldquo;</p><p>Oder stellen Sie sich ein Orchester vor. Die erste Geige hebt an. Klar, deutlich, f&uuml;hrend. Daneben sitzt die zweite Geige. Leiser. Unauff&auml;lliger. Aber wenn sie fehlt, kippt die Harmonie.</p><p>Gemeinschaft ist wundersch&ouml;n. Und sie ist empfindlich.</p><p>In genau so eine Wirklichkeit hinein schreibt Paulus seinen Brief an die Gemeinde in Ephesus. Keine Idealtruppe. Keine homogene Gruppe. Sondern Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergr&uuml;nden. Judenchristen, die in den alten Verhei&szlig;ungen Israels zu Hause sind. Heidenchristen, die aus ganz anderen religi&ouml;sen Welten kommen. Paulus hat die Stadt auf seiner zweiten Reise nur kurz besucht. Sp&auml;ter bleibt er mehr als zwei Jahre dort. Es ist eine pulsierende Metropole. Es gibt Widerstand. Es gibt Spannungen. Und irgendwann sitzt Paulus im Gef&auml;ngnis und schreibt &ndash; vermutlich um das Jahr 57&ndash;60.<br />
&nbsp;</p><h2>W&uuml;rdig leben &ndash; Demut, Sanftmut und Geduld</h2><p>Und aus der Haft heraus sagt Paulus: &bdquo;So ermahne ich euch nun, dass ihr der Berufung w&uuml;rdig lebt, mit der ihr <em>berufen seid &ndash; in aller Demut und Sanftmut, in Geduld. Ertragt einer den andern in Liebe und seid darauf bedacht, zu wahren die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens.&ldquo;</em></p><p>Das ist kein moralischer Zeigefinger. Das ist seelsorgerliche Klarheit. Paulus wei&szlig;: Einheit f&auml;llt nicht vom Himmel. Und sie entsteht nicht dadurch, dass alle gleich werden. Sie muss bewahrt werden &ndash; mitten in der Vielfalt.</p><p>&bdquo;<em>Lebt w&uuml;rdig der Berufung</em>.&ldquo; W&uuml;rdig hei&szlig;t hier nicht: perfekt. Es hei&szlig;t: passend. Ihr seid gerufen. Ihr seid von Gott gesegnet. Ihr geh&ouml;rt zu Christus. Und euer Umgang miteinander soll dazu passen.</p><p>Dann nennt Paulus drei Haltungen, die wie Grundpfeiler wirken: Demut. Sanftmut. Geduld.</p><p>Demut ist kein Wort, das in unserer Zeit Karriere macht. Wir leben von Selbstvermarktung, von Profil, von Sichtbarkeit. Ein Bekannter sagt manchmal mit einem Augenzwinkern: &bdquo;In der Demut, da macht mir keiner was vor.&ldquo; Man merkt sofort, wie schief das klingt. Echte Demut spricht nicht &uuml;ber sich. Sie dient. Jesus hat das radikal vorgemacht. Er hat seinen J&uuml;ngern nicht den Kopf gewaschen, sondern die F&uuml;&szlig;e. Mit Sch&uuml;ssel und Sch&uuml;rze. Wer der Gr&ouml;&szlig;te sein will, soll dienen, sagt Jesus. In unserer Welt geh&ouml;ren Gr&ouml;&szlig;e und Macht zusammen. Bei Jesus geh&ouml;ren Gr&ouml;&szlig;e und Dienst zusammen.</p><p>Sanftmut hei&szlig;t nicht Schw&auml;che. Es hei&szlig;t: Kraft unter Kontrolle. Nicht jedes Argument wie ein Schwert f&uuml;hren. Nicht jedes Recht sofort einfordern. Und Geduld hei&szlig;t: &bdquo;Ich halte aus, dass der andere anders ist. Ich gebe Zeit. Ich bleibe.&ldquo;</p><p>Dann kommt dieser ehrliche Satz: &bdquo;Ertragt einer den andern in Liebe.&ldquo; Ertragen. Das klingt nicht romantisch. Es ist realistisch. Gemeinde besteht nicht aus Menschen, die immer einer Meinung sind. Sondern aus Menschen, die gelernt haben, sich nicht beim ersten Konflikt abzuwenden.</p><p>Die Liebe, von der Paulus spricht, ist Agape. Keine Stimmung. Keine Sympathie. Sondern eine bewusste Entscheidung zum Wohl des anderen. Die Liebe, mit der Gott uns liebt, soll unser Umgangston werden. Das ist hoch. Aber alles andere tr&auml;gt nicht.<br />
&nbsp;</p><h2>Siebenmal &bdquo;ein&ldquo; &ndash; die Mitte der Gemeinde</h2><p>Und dann setzt Paulus den Rahmen. Siebenmal sagt er &bdquo;ein&ldquo;: ein Leib, ein Geist, eine Hoffnung; ein Herr, ein Glaube, eine Taufe; ein Gott und Vater aller. Das sind die kleinsten gemeinsamen Nenner. Darauf kann sich die Gemeinde einigen.</p><p>Ein Leib. Wir geh&ouml;ren zusammen wie Glieder an einem K&ouml;rper. Unterschiedlich, aber verbunden.</p><p>Ein Geist. Nicht viele konkurrierende Geister treiben uns Christen, sondern Gottes Geist.</p><p>Eine Hoffnung. Wir leben auf dasselbe Ziel zu.</p><p>Ein Herr. Nicht ich bestimme die Mitte. Nicht du. Christus.</p><p>Ein Glaube. Eine Taufe. Ein Gott und Vater aller.</p><p>Paulus sucht das Gemeinsame. Er lenkt den Blick weg von Nebens&auml;tzen &ndash; hin zur Mitte. Im ganzen Brief taucht immer wieder diese kleine Formulierung auf: &bdquo;in ihm&ldquo;. In Christus. Dort liegt die Einheit.<br />
&nbsp;</p><h2>Die zweite Geige &ndash; ein Bild f&uuml;r Gemeinde</h2><p>Ich dachte dabei an meine Zeit fr&uuml;her im Posaunenchor. Ich spielte lange erste Trompete. Das macht Freude. Ich hatte die Melodie.</p><p>Eines Tages wurde ich gebeten, in die zweite Trompetenreihe zu wechseln. Ich war nicht begeistert.</p><p>Doch ich habe gelernt: Die zweite Stimme ist anspruchsvoll. Sie tr&auml;gt die Harmonie. Sie verbindet. Sie f&uuml;llt die L&uuml;cken. Und wenn sie fehlt, klingt alles d&uuml;nn. Au&szlig;erdem &ndash; ganz praktisch &ndash; schont sie den Ansatz. Man h&auml;lt l&auml;nger durch.</p><p>Leonard Bernstein wurde einmal gefragt, welches Instrument das schwierigste sei. Er antwortete: die zweite Geige. Erste Geigen findet man viele. Aber jemanden, der mit Begeisterung die zweite Geige spielt &ndash; das ist selten. Und doch: Ohne zweite Geige keine Harmonie.</p><p>Vielleicht ist das ein Bild f&uuml;r Gemeinde. Wir brauchen nicht nur erste Stimmen. Wir brauchen zweite. Menschen, die nicht gl&auml;nzen m&uuml;ssen, sondern tragen. Menschen, die nicht dominieren, sondern dienen.</p><p>Paulus schreibt an eine junge, spannungsvolle Gemeinde. Er wei&szlig; um die Unterschiede. Aber er wei&szlig; auch um die Mitte. Und deshalb ruft er: <em>&bdquo;Bewahrt die Einheit im Geist.&ldquo;</em></p><p>Das gilt bis heute. Unsere Kirchen und Gemeinden sind vielf&auml;ltig. Unterschiedliche Generationen. Unterschiedliche Fr&ouml;mmigkeitsstile. Unterschiedliche Erwartungen. Das ist kein Problem &ndash; solange die Mitte klar ist.</p><p>Ein Leib. Ein Geist. Ein Herr.</p><p>Vielleicht ist die entscheidende Frage heute nicht: &bdquo;Setze ich mich durch?&ldquo; Sondern: &bdquo;Diene ich?&ldquo; Nicht: &bdquo;Werde ich geh&ouml;rt?&ldquo; Sondern: &bdquo;Trage ich bei?&ldquo; Gemeinschaft wird nicht dadurch stark, dass alle erste Trompete spielen. Sondern dadurch, dass jede Stimme ihren Platz findet.</p><p>Und wenn alle sich an Christus orientieren, entsteht etwas, das gr&ouml;&szlig;er ist als wir selbst. Ein Klang. Eine Harmonie. Ein Zeugnis.</p><p>Ein Leib. Ein Geist. Eine Hoffnung.</p><p>Suchen wir diese Mitte neu. In ihm, in Jesus.</p><p>Dann wird aus vielen Stimmen ein Klang. Und dieser Klang tr&auml;gt.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pastor Jan-Peter Graap</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17322527.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pastor Jan-Peter Graap]]></author>
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      <pubDate>Tue, 21 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Von Paulus beten lernen]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Epheser 3,14-21 – ausgelegt von Hans-Werner Kalb.</em><br/>
<h2>Kniend beten &ndash; eine vergessene Haltung?</h2><p>Der Apostel Paulus sitzt im Gef&auml;ngnis und betet f&uuml;r die Christen in Ephesus. Wie er hier betet und was er betet &ndash; davon kann ich als Christ auch heute noch lernen.</p><p>Paulus kniet sich zum Gebet hin, zur Anbetung Gottes. Das ist eine Gebetshaltung, von der ich heute nur noch sehr selten in christlichen Kreisen h&ouml;re. Das hat sich in den letzten Jahrzehnten ver&auml;ndert. Warum eigentlich? Als Jugendliche haben wir uns in unserer Jugendgruppe jeden Samstag f&uuml;r eine Stunde getroffen, um knieend zu beten. Mit Loben, Danken und Bitten. F&uuml;r all die Anliegen, die wir Gott anbefehlen wollten. R&uuml;ckblickend kann ich sagen, dass diese Gebetsstunden der Kern der wachsenden Jugendarbeit dort waren. W&auml;re es nicht mal sinnvoll, &uuml;ber christliche Gebetshaltungen unserer Zeit nachzudenken? Ja, es gibt viele Gebetshaltungen, von denen in der Bibel berichtet wird. Und je nach Gemeinde-Pr&auml;gung werden sie auch heute praktiziert. Mit erhobenen H&auml;nden, mit geneigtem Kopf und gefalteten H&auml;nden, spazieren gehend. Sich hinknien beim Gebet als Zeichen der Demut und Unterordnung unter Gott, das gibt es in vielen Religionen dieser Welt. Auch bei Juden und Christen. Durch die &auml;u&szlig;ere Haltung gewinnt die innere Einstellung Gestalt.<br />
&nbsp;</p><h2>Christliches Beten: Vertrauen statt Scheu</h2><p>Dabei unterscheidet sich das Beten bei Christen doch deutlich gegen&uuml;ber dem Gebet der anderen Religionen. Christen lernen das Beten von Jesus. Vor allem das vertrauensvolle Gespr&auml;ch mit dem Vater im Himmel. Abba, d.&nbsp;h. Papa, sagt Jesus. Beides will ich tun: Gott als den allm&auml;chtigen Sch&ouml;pfer des Universums ehren, ihn anbeten. Ihn aber auch als liebevollen Vater ansprechen, wie ein kleines Kind. Im Vertrauen. Nicht in einer &auml;ngstlichen ungewissen Scheu vor einer fremden allm&auml;chtigen Gottheit. Aber als Unterordnung unter einen liebenden Vater. Was f&uuml;r ein Vorrecht!<br />
&nbsp;</p><h2>Gottes Vaterbild: Korrektur durch sein Wort</h2><p>Paulus spricht hier mit Gott, dem Vater von Jesus Christus. Also auch meinem Vater im Himmel. Der wird in der Bibel auf vielf&auml;ltige Weise dargestellt. Zweifellos: das ist ein anderes Vaterbild, als es so viele Menschen um uns herum in sich eingep&auml;gt haben. Das Urbild des liebenden Vaters ist das, was Gott uns in seinem Wort vor Augen malt. Nicht das, was viele Menschen durch eigene Erfahrungen in ihrem Herz tragen. So lasse ich auch mein Vaterbild immer wieder korrigieren durch das, was ich vom himmlischen Vater in seinem Wort lese. Ich war selber auch kein vollkommener Vater. Aber ich habe das Bild vor Augen, was Gott sich unter guter Vaterschaft vorstellt. &bdquo;Von dem alles irdische Vatersein den Namen hat&ldquo;, so steht es hier w&ouml;rtlich. Zur Orientierung f&uuml;r uns Menschen. Gott ist der Vater aller seiner Kinder. Und er ist auch mein Vater und Ihr Vater mit seiner gro&szlig;en Liebe, in Geduld, in Treue. Aber auch wegweisend, zurechtweisend, mahnend, korrigierend. Oft helfen auch Leid und Not dazu, dass ich wieder zu Gott zur&uuml;ckkomme. Durch Jesus Christus darf ich zu dem Sch&ouml;pfer und Erhalter der ganzen Welt &bdquo;Vater&ldquo; sagen. Das ist mit meinem Menschen-Verstand nicht zu begreifen. Lassen Sie Ihr Vaterbild durch die Bibel immer wieder korrigieren. Mir hilft das ungemein.</p><p>Schauen wir uns nun doch mal an, wof&uuml;r Paulus hier betet. Auch davon kann ich als Christ f&uuml;r mein Gebet lernen. Meine Frau und ich, wir beten morgens meistens f&uuml;r andere Menschen, Menschen in Leid und Not. Besonders auch f&uuml;r Verwandte, Freunde und Mitchristen. Das klingt in der Regel ganz anders, als das, was ich hier bei Paulus lese.<br />
&nbsp;</p><h2>Wof&uuml;r Paulus betet: Kraft, Christus und Liebe</h2><p>Zuerst betet Paulus, dass die Christen in Ephesus mit der lebendigen Kraft des Geistes Gottes gest&auml;rkt werden. &bdquo;Dynamis&ldquo; hei&szlig;t es hier im Griechischen f&uuml;r diese Kraft. Gest&auml;rkt, nicht mit Muskeln und Gesundheit, sondern im &bdquo;Inneren Menschen&ldquo;. Das meint mein Erkennen und Wollen, mein Denken und Verhalten. Ja, auch mein F&uuml;hlen. Durch Gottes Wirken, durch seinen Heiligen Geist soll das geschehen. Ich k&ouml;nnte also auch mal beten, dass meine Mitschwestern, mein Mitbruder durch Gottes Geist innere Kraft und Mut erfahren &ndash; durch die Zuwendung der Liebe Gottes. Dass sie erneuert werden. Ich bete meistens nur um Bewahrung und f&uuml;r Gesundheit meiner Mitmenschen, der Kinder und Enkel. Ja, auch, dass sie zum Glauben finden, wenn sie noch nicht mit Jesus verbunden sind.</p><p>Dann betet Paulus, dass Christus durch den Glauben in den Herzen der Epheser wohnen soll. Das zieht sich durch das ganze NT: Ja, Christus wohnt durch seinen Geist in jedem Christen, in jedem, der sich ihm mit seinem Leben anvertraut hat. Er will dort Hausrecht, er ist nicht nur Gast. Er soll mein Leben als Christ ausf&uuml;llen, und bestimmen. &bdquo;Christus in mir, in Ihnen&ldquo; &ndash; das soll die Dynamik des Lebens sein. So wirkt er in mir. Und so kann ich es auch f&uuml;r andere erbitten.</p><p>Drittens betet Paulus, dass seine Mitchristen in der Liebe Gottes verwurzelt und gegr&uuml;ndet werden. Wurzelgrund ist die g&ouml;ttliche Liebe, die Agape. Die ist selbstlos, dauerhaft, zugewandt. Da kommt die Kraft her. Das sind nicht die eigenen Verdienste. Es ist nicht das m&ouml;glichst strenge Einhalten religi&ouml;ser Vorschriften. Die Quelle ist die unersch&ouml;pfliche Liebe Gottes. Die sp&uuml;re ich als Christ in mir und erkenne sie mehr und mehr. D.&nbsp;h. die Liebe Gottes zutiefst erfahren. In ihrer ganzen Dimension. Dieser Liebe will ich mich aussetzen. Nat&uuml;rlich wird das auch nach au&szlig;en sichtbar. So, auf diese Weise, will ich auch immer mehr f&uuml;r meine kranken und belasteten Mitmenschen und meine geistlichen Geschwister beten. Dass Gottes Geist in ihnen wirkt. Dass sie mit der Liebe Gottes erf&uuml;llt werden und die n&ouml;tige Kraft f&uuml;r ihre jeweiligen Herausforderungen bekommen.</p><p>Paulus schlie&szlig;t sein Gebet mit dem Lob Gottes. Meine Antwort auf Gottes Liebe, kann nur Anbetung und Lob sein. Ihm, Gott dem Vater und Jesus Christus, der durch seinen Geist in seinen Kindern wohnt und wirkt, geb&uuml;hrt alle Ehre. Um es mit Paulus zu sagen lese ich nochmal die letzten Verse unseres Abschnittes nach der &Uuml;bertragung der HfA:&nbsp;</p><p><em>&bdquo;Gott aber kann viel mehr tun, als wir jemals von ihm erbitten oder uns auch nur vorstellen k&ouml;nnen. So gro&szlig; ist seine Kraft, die in uns wirkt. Deshalb wollen wir ihn mit der ganzen Gemeinde durch Jesus Christus ewig und f&uuml;r alle Zeiten loben und preisen. Amen&ldquo;.</em></p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Hans-Werner Kalb</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17321957.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 20 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Plötzlich ist es still]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 75 – ausgelegt von Hanne Horch.</em><br/>
<h2>Lobpreis und Gottes Reden in der Versammlung</h2><p>"Danke!" - "Danke Gott!"</p><p>Zu Beginn sind aus allen Ecken diese Worte zu h&ouml;ren. Bis Lobpreis sich Bahn bricht: "Wir preisen dich, Gott!" "Wir r&uuml;hmen deinen Namen! Du hast Wunder vollbracht!"</p><p>Immer mehr Stimmen rufen in die Versammlung hinein.</p><p>Und fast wie von selbst bilden sich kleine Gruppen. &Uuml;berall werden die gro&szlig;en Taten Gottes erz&auml;hlt. So gro&szlig; ist die Erleichterung. Er, der gro&szlig;e allm&auml;chtige Gott, hat sich erbarmt. An seinem Handeln wird er erkannt.</p><p>"Ich werde einen Zeitpunkt bestimmen, ..." Pl&ouml;tzlich ist es still. "Ich werde einen Zeitpunkt bestimmen. Dann halte ich umfassend Gericht.", verlautet es.</p><p>Das ist Gottes direktes Reden. Auch das wird sofort erkannt. "Sollte die Erde beben mit allen Bewohnern, die auf ihr leben - ich selbst habe die S&auml;ulen der Erde auf festen Grund gestellt."</p><p>Immer noch herrscht eine unbeschreibliche Stille.</p><p>So, in etwa, stelle ich mir eine Versammlung zur Zeit des Asaf vor. Es hat eine Zusammenkunft gegeben. Das Volk hat sich getroffen. Und vielleicht ist ein Prophet nach vorne getreten. Er hat das Wort ergriffen. Das Wort, das er direkt von Gott geh&ouml;rt hat.</p><p>Ist das spannend. Gott selbst redet. Gott h&ouml;chstpers&ouml;nlich spricht zu seinem Volk. L&auml;sst sich der Prophet Zeit? Wartet er, bis er die volle Aufmerksamkeit hat? Was Gott zu sagen hat, ist von gr&ouml;&szlig;ter Wichtigkeit.</p><p>Gott ist derjenige, der &uuml;ber Anfang und Ende bestimmt. Gott hat den Zeitplan, selbst wenn Krisen und Notzeiten dr&auml;ngen.<br />
&nbsp;</p><h2>Susannes Geschichte: Warten auf Gottes Zeitplan</h2><p>Wie sieht das im Allt&auml;glichen aus?</p><p>In einem Gemeindetreff k&ouml;nnte Psalm 75 und Gottes Zeitplan das Thema sein. Mit der Geschichte aus Susannes Leben k&ouml;nnte gestartet werden:</p><p>Susanne ist eher der ungeduldige Typ. F&uuml;r sie ist es total unbequem, auf Gott in Jesus Christus zu warten. Aushalten oder durchhalten steht nicht auf Susannes Vorzugsliste. Das ist ihr schon h&auml;ufiger klar geworden.</p><p>Denn in Susannes Leben hat es die unterschiedlichsten unangenehmen Zeiten gegeben. Die l&auml;ngste dauerte &uuml;ber zehn Jahre. Immer wieder hat sie Gott um L&ouml;sungen gebeten. Und immer wieder hat Susanne seine N&auml;he gesp&uuml;rt.</p><p>Sie hat gewusst, dass er sich k&uuml;mmert. Doch es hat gedauert und gedauert, bis sich das Blatt gewendet hat.</p><p>Susanne betont, dass sich das Warten gelohnt hat. Denn als die Wende eingetreten ist, ist vieles gut geworden. Andere schwierige Zeiten sind nicht so lang gewesen. Dennoch haben sie sich auch dann in einem z&auml;hen Ringen hingezogen. Aber jedes Mal ist sie froh gewesen, mit Jesus die Herausforderungen ausgehalten und durchgehalten zu haben.</p><p>Susanne gibt Jesus Christus in ihrem Leben den Raum zu handeln. Er ist f&uuml;r ihre Zeitpl&auml;ne zust&auml;ndig.<br />
&nbsp;</p><h2>Gott als Sch&ouml;pfer, Herr und Richter</h2><p>Und Er ist f&uuml;r die Zeitpl&auml;ne zust&auml;ndig, die das Gro&szlig;e und Ganze betreffen. In Psalm 75 Vers 4 steht geschrieben: "Sollte die Erde auch beben, mit allen Bewohnern, die auf ihr leben - ich selbst habe die S&auml;ulen der Erde auf festen Grund gestellt."</p><p>Selbst wenn die Erde bebt, hat Gott sie auf feste S&auml;ulen gestellt. Gott, der Sch&ouml;pfer, ist der Herr &uuml;ber Himmel und Erde. Er hat die Kraft und die Macht.</p><p>Gott ist der Hocherhabene. Er hat den Kalender und wird bestimmen, wann was geschieht. Das steckt f&uuml;r mich in diesen Aussagen.</p><p>Und er ist der Richter. Das ist in diesem Psalm ebenso zu lesen. Der Gott Jakobs wird die Macht der Frevler zerschlagen. Weil Gott Gott ist, ist ihm die Rechtsprechung &uuml;berlassen.<br />
&nbsp;</p><h2>Petrus, Evas Hahnenschrei und die Lektion der Demut</h2><p>"Kikeriki!" Pl&ouml;tzlich rei&szlig;t dieser Hahnenschrei Eva aus ihren Gedanken. "Kikeriki!" Das ist ihr Handy. Mit Absicht hat sie diesen Klingelton gew&auml;hlt. "Kikeriki!", ert&ouml;nt es noch einmal.</p><p>Eva sieht auf dem Display Susannes Namen. Seit dem ersten Gemeindetreff sind sie befreundet. Eva geht ran. "Hei, hab&#39; da grad&#39; was gelesen. Wird dich interessieren. Von wegen Psalm 75 und so. Hab&#39; grad&#39; den f&uuml;nften Vers gelesen." Aufgeregt dr&ouml;hnt Susannes Stimme in Evas Ohr. "Und da ist mir Petrus und dein Klingelton eingefallen."</p><p>Eva kommt gar nicht dazwischen. Sie l&auml;sst Susanne weiter reden: "Petrus verleugnet Jesus und so. Du wei&szlig;t schon. Haben wir neulich zusammen gelesen. Steht im Matth&auml;usevangelium Kapitel 26 ziemlich weit hinten. Ein Segen&nbsp;hat Jesus alles auf sich genommen. All das, was sich so ansammelt. Ich bin nur froh, zu ihm zu geh&ouml;ren."</p><p>Sie reden eine ganze Weile hin und her. Tats&auml;chlich hat Eva diesen Ton gew&auml;hlt, um an die Geschichte von Petrus zu denken. Nachdem der Hahn dreimal gekr&auml;ht hat, ist Petrus sozusagen ein Kronleuchter aufgegangen. Und er weinte bitterlich.<br />
&nbsp;</p><h2>Petrus hat seine Lektion gelernt.</h2><p>Auch das Volk Gottes hat zur Zeit des Asaf seine Erfahrung gemacht. Es ist bis in den Staub gedem&uuml;tigt gewesen. Jerusalem hat in einer schweren Krise, hervorgerufen durch Assyrien, gesteckt. Doch Gott hat eingegriffen. Noch kurz bevor es nach menschlicher Einsch&auml;tzung der Lage zu sp&auml;t geworden w&auml;re.</p><p>Und wie geht es mir damit? In Psalm 75 Vers 5 steht geschrieben: "Ich sage zu den Angebern: Seid doch nicht so eingebildet." Ist das eine Warnung an mich?</p><p>Wo erhebe ich mich? Hat sich Einbildung eingeschlichen?</p><p>Petrus ist einsichtig. Er weint bitterlich. Und er bleibt an Jesus. Das ist auch meine Motivation. Ich nehme das Angebot der Vergebung an.</p><p>Bildlich gesprochen, nehme ich den Kelch des Heils an. Der Becher mit dem sch&auml;umenden Wein, mit den bitteren Gew&uuml;rzen und dem Hefesatz am Boden geht an mir vor&uuml;ber. Und da bin ich ganz bei dem, was Susanne zu Eva sagt: "Ein Segen hat Jesus alles auf sich genommen." Auch ich bin froh, zu ihm zu geh&ouml;ren.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Hanne Horch</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17321582.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Hanne Horch]]></author>
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      <pubDate>Sun, 19 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Ein Brief an Paulus]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Epheser 3,1-13 – ausgelegt von Winfried Geisel.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Epheser 3,1-13 – ausgelegt von Winfried Geisel.</em><br/>
<h2>Ein Brief an Paulus &ndash; Einleitung und Staunen</h2><p>Gr&uuml;&szlig; Dich Gott, lieber Paulus, heute will ich Dir mal schreiben. F&uuml;r Dich ist das ja nichts Ungew&ouml;hnliches, Du hast ja selber viele Briefe verfasst und an die Gemeinden gesandt. Eigentlich hast Du ja Deine Schreiben an bestimmte Gemeinden geschrieben. Doch Deine Ausf&uuml;hrungen sind so grundlegend, dass sie aufbewahrt wurden und nun mir und uns Menschen heute immer noch etwas zu sagen haben. So auch Dein Schreiben an die Gemeinde in Ephesus.</p><p>Mich l&auml;sst Dein Text aber auch ins Fragen kommen. Stellenweise kommt es mir vor, als schreibst Du aus und von einer anderen Welt. Da schreibst Du doch, Du w&auml;rst ein Gefangener von Jesus, dem Christus. Lieber Paulus, wie kann das sein? Was bewegt Dich zu dieser &Auml;u&szlig;erung? Du hast doch immer Jesus als den Gott, der befreit vor Augen gestellt, auch in Deinen Briefen.<br />
&nbsp;</p><h2>Gefangener Jesu Christi &ndash; Zwischen R&ouml;merrecht und g&ouml;ttlichem Auftrag</h2><p>Doch, ich wei&szlig;, Du bist gefangen, in den H&auml;nden der r&ouml;mischen Weltmacht, weil die gesetzlichen Juden aus den Synagogen Dich angeschw&auml;rzt haben und Dich feige ermorden wollen. Nun sollst Du Deine Position vor dem Kaiser vertreten. &ndash; Stimmt, das hat Jesus selber zu Dir gesagt, als Du von den R&ouml;mern verhaftet worden bist: &bdquo;Du sollst sein Zeuge sein, wie Du es in Jerusalem warst, so sollst Du es auch in Rom sein.&ldquo; (Apostelgeschichte 23,11) Nach Rom, vor den Kaiser, bist Du als Gefangener gebracht worden. Aber als Gefangener der R&ouml;mer. Gefangener Jesu Christi seist Du. &ndash;</p><p>Stimmt, wenn ich Deine Geschichte ansehe, bist Du tats&auml;chlich jemand, der von Jesus ganz eingenommen ist. Er hat Dich unvermutet auf Deinem Weg gestoppt und f&uuml;r sich eingenommen. Seither bist Du im Namen und Auftrag von Jesus, dem auferstandenen Herrn unterwegs. Du hast nichts anderes im Sinn, als das, was Jesus will. Zu den Menschen, ob sie Juden sind oder aus den Nationen bringst Du die Botschaft vom &bdquo;Geheimnis Christi&ldquo;.</p><p>Geheimnis von Christus nennst Du das, was Du den Menschen damals und uns Menschen bis heute &ndash; in den Briefen &ndash; verk&uuml;ndest. Diese gute Nachricht, das Evangelium hat Dich so gefangen genommen, dass Du nichts anderes mehr willst und tust. Alles hast Du diesem Ziel untergeordnet. Du hast Dich ganz Jesus, dem auferstandenen und lebendigen Gott untergeordnet. Er ist Dein Lebensinhalt. Du sorgst Dich z.B. nicht um das, was Du essen sollst, oder wo Du wohnen und schlafen wirst &ndash; die Sorge daf&uuml;r und alles Weitere &uuml;berl&auml;sst Du Jesus. Er hat Dich beauftragt, er soll und wird auch f&uuml;r Dich sorgen. Genau so ist es wohl gewesen. Wie der Staat f&uuml;r die Gefangenen sorgt, so sorgte Jesus f&uuml;r Dich, Paulus &ndash; blo&szlig; besser.</p><p>Ja, Du kannst Dich als Gefangenen von Jesus Christus bezeichnen. Daf&uuml;r spricht Dein Lebensweg und Dein Handeln und Dein Sein, Eins-Sein in den Werken und im Wirken von Jesus. Alles, was Du getan hast, war von dem getragen, was Jesus will. Darum bist Du schon ein Gefangener Jesu und Du bist ein Gefangener der R&ouml;mer. Als Gefangener Christi erging es Dir aber bei weitem besser. Denn bei Jesus warst Du zudem auch Geheimnisstr&auml;ger.<br />
&nbsp;</p><h2>Tr&auml;ger eines offenen Geheimnisses &ndash; Freiheit in der Gefangenschaft</h2><p>Ja, lieber Paulus, es ist irgendwie bemerkenswert, welche Bezeichnungen Du f&uuml;r Dich w&auml;hlst. Du bist ein Gefangener, der eigentlich frei ist und Du tr&auml;gst ein Geheimnis, das &ouml;ffentlich gemacht werden muss. Mir scheint, Du lebst wirklich in einer anderen Welt. Bei Dir gilt das, was in der bekannten Welt gilt, wohl nicht. Die Welt, in der Du bist, ist ganz anders, ist neu. Deine Welt ist die Welt von Jesus Christus, dem lebendigen Herrn und Sohn Gottes. Dort l&auml;uft manches anders, als ich es in unserer Welt kenne. Dort l&auml;uft es offensichtlich besser, als bei uns: Gefangene sind frei und Geheimnisse m&uuml;ssen bekannt gemacht werden, sollen &ouml;ffentlich und den Menschen zug&auml;nglich gemacht werden. In Gottes Welt, in der Welt von Jesus Christus, liegt alles offen und wird allen Alles offenbart und offengelegt. Bei Jesus Christus ist alles transparent &ndash; und Du, Paulus, bist einer derer, die f&uuml;r diese Transparenz sorgen.</p><p>Geheimnistr&auml;ger bist Du, weil Du das Geheimnis zu den Menschen tr&auml;gst und bringst. Lieber Paulus, durch Dich wei&szlig; ich nun auch dieses Geheimnis: Gottes Welt ist ganz offen f&uuml;r mich. Der Zugang, der Zutritt zu Jesu Christus ist frei. Ich kann direkt zu Jesus hintreten. &Uuml;ber die Jahrhunderte war das nicht klar. Die Menschen sahen das anders. Sie m&uuml;hten sich in ihrer Religion und strengten sich an, damit sie die Gnade Gottes bekommen. Paulus, Dir ist klar geworden, dass diese Anstrengungen der Menschen nicht zum Ziel f&uuml;hren. Dir hat Jesus gezeigt und demonstriert, er hat die Welt Gottes f&uuml;r Dich und mich und alle Menschen weit ge&ouml;ffnet. Nicht nur ge&ouml;ffnet hat er Gottes Welt, sondern pers&ouml;nlich zu uns gebracht. Dies ist das offene Geheimnis, das Du, Paulus, laut verk&uuml;ndest.<br />
&nbsp;</p><h2>Das offene Geheimnis als Einladung &ndash; Reichtum f&uuml;r alle</h2><p>Lieber Paulus, Du gibst bekannt, kein Mensch muss mehr an seinen M&ouml;glichkeiten verzweifeln, denn die Gnade und Zuwendung Gottes ist sichtbar, greifbar, in der Menschenwelt angekommen und hat alles auf den Kopf gestellt, was wir meinen &uuml;ber Gott zu wissen. Nun werden Gefangene frei sein und Geheimnisse &ouml;ffentlich gemacht. Und &ndash; anders als bei uns Menschen bisher &ndash; richtet dieses offene Geheimnis keinen Schaden mehr an &ndash; im Gegenteil. Wer das Geheimnis h&ouml;rt, wer es erkennt, kann jubeln und frei direkt vor Jesus Christus stehen; kann in Gottes neuer Welt sein, die so ganz anders ist, gut ist. Und wer dieses offene Geheimnis h&ouml;rt und sieht, wird Anteilseigner an Gottes Reich. All das ohne eigenes Zutun, ohne eigene Anstrengung oder pers&ouml;nlichen Verzicht. Paulus, ich will es mal so sagen: Du der Gefangene, der Geheimnistr&auml;ger bist auch ein Gewinn&uuml;berbringer f&uuml;r mich. Was Du verlautbarst, was Du schreibst und bekanntmachst, setzt mich instand, dass ich den ganzen Reichtum von Gottes Gnade mein Eigen nennen kann. Und verstehe ich das recht, lieber Paulus, was ich da an Dir beobachte? Dieses Geheimnis muss ich nicht f&uuml;r mich behalten und den Reichtum nicht vergraben und verstecken; im Gegenteil, je mehr Menschen ich in das Geheimnis einweihe, desto mehr Freude wird mich umgeben und einnehmen!</p><p>Paulus, Du freier Gefangener, hast das Geheimnis, den Plan von Jesus offen dargelegt. Du hast mich in Gottes neue Welt eingef&uuml;hrt. Du hast mir dazu gedient, dass ich Teilhaber am unverg&auml;nglichen Reichtum bin.</p><p>Ich bin froh, dass Du Dich so von Jesus gefangennehmen lassen hast und danke f&uuml;r Dein Eintreten f&uuml;r Transparenz. Ich danke Dir und Deinem Herrn, meinem Herrn, Jesus Christus &ndash; auch f&uuml;r Dich.</p><p>Dein Winfried</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Winfried Geisel</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17321225.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Winfried Geisel]]></author>
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      <pubDate>Sat, 18 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Völlig neu]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Epheser 2,11-22 – ausgelegt von Rebecca Hoek.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Epheser 2,11-22 – ausgelegt von Rebecca Hoek.</em><br/>
<h2><sub>Judenchristen und Heidenchristen &ndash; ein Streit um Gleichwertigkeit</sub></h2><p>Was ist das denn!</p><p>Da haben die ersten Christen ernsthaft dar&uuml;ber gestritten, ob Judenchristen und Heidenchristen gleichwertig sind.</p><p>Da hat eine Gruppe geglaubt, sie sei n&auml;her an Gott als die andere. Weil sie sich an die j&uuml;dischen Traditionen gehalten haben. Weil sie Juden waren, bevor sie Christen wurden. Und diese Gruppe war sicher, sie w&auml;ren n&auml;her an Gott. Auf jeden Fall n&auml;her als die anderen.</p><p>F&uuml;r mich heute ist das kaum noch nachvollziehbar. Was auch immer jemand vorher geglaubt hat, ist nicht mehr entscheidend, wenn er oder sie zu Christus geh&ouml;rt. Es erscheint mir absurd, diesen Unterschied zu machen.</p><p>Damals allerdings brachte dieser Konflikt die junge Kirche an den Rand der Spaltung.<br />
&nbsp;</p><h2><sup>Die tiefe Trennung zwischen Juden und Heiden</sup></h2><p>Zur Zeit des Paulus war die Trennung zwischen Juden und Heiden tief eingepr&auml;gt. Sie war nicht blo&szlig; kulturell, sondern theologisch begr&uuml;ndet. Israel ist Gottes auserw&auml;hltes Volk. Diese Erw&auml;hlung wird im Neuen Testament nicht aufgehoben. Auch Paulus tut das nicht. Gottes Zusagen an sein Volk gelten weiter.</p><p>Heiden galten als unrein, als fremd, als Menschen ohne Anteil an den Verhei&szlig;ungen des Bundes. Diese Unterscheidung hatte jahrhundertelange Tradition. Sie war selbstverst&auml;ndlich.</p><p>Juden und Heiden gingen im Alltag bewusst auf Abstand. Nicht immer aus Feindseligkeit, vielmehr aus religi&ouml;ser Treue. Man lebte in denselben St&auml;dten, man handelte miteinander, man arbeitete nebeneinander. Aber schon ein gemeinsames Essen w&auml;re undenkbar gewesen. Kein Heide hielt sich an j&uuml;dische Speisegebote. Die Feste der Heiden waren mit Opferhandlungen und G&ouml;tterverehrung verbunden. Da hielt man sich als Jude fern.</p><p>Wo Leben geteilt wurde, war man getrennt: am Tisch, im Haus, bei den gro&szlig;en Festen des Lebens.<br />
&nbsp;</p><h2><sup>Die neue Einheit durch das Kreuz Christi</sup></h2><p>Und nun sollte das pl&ouml;tzlich anders sein. Mindestens unter denen, die zu Christus geh&ouml;ren. In seiner Gemeinde.</p><p>Paulus beschreibt im Epheserbrief sehr klar, worin diese neue Einheit gr&uuml;ndet: <em>&bdquo;Jetzt aber in Christus Jesus seid ihr, die ihr einst fern wart, nahe geworden durch das Blut Christi&ldquo; </em>(Epheser 2,13).</p><p>Die Einheit entsteht nicht durch Einsicht.<br />
Nicht durch politische Programme.<br />
Nicht durch menschliche Toleranz.<br />
Sie entsteht am Kreuz.</p><p>Dort stirbt Christus. Dort tr&auml;gt er die Feindschaft. Dort schafft er Frieden.</p><p>Wenn Paulus sagt, dass die trennende Wand abgebrochen ist, dann meint er nicht eine beliebige menschliche Vers&ouml;hnung. Er meint die neue Wirklichkeit der Gemeinde Jesu Christi. Menschen aus Juden und Heiden werden nicht einfach in ein bestehendes System integriert. Juden behalten nicht &ndash; weil sie von Gott erw&auml;hlt sind &ndash; eine h&ouml;here geistliche Stufe. Und Heiden r&uuml;cken nicht langsam nach.</p><p>Gott schafft in Christus etwas Neues.</p><p>Israel bleibt Gottes erw&auml;hltes Volk. Und gleichzeitig gibt es innerhalb der Gemeinde Christi keine Rangordnung mehr zwischen Judenchristen und Heidenchristen. Beide stehen allein durch das Kreuz vor Gott.</p><p>Diese neue Gemeinschaft bleibt nicht Theorie. Paulus spricht von &bdquo;Mitb&uuml;rgern&ldquo; und sogar von &bdquo;Hausgenossen&ldquo;. Das bedeutet: echte, verbindliche Gemeinschaft im Glauben. Keine blo&szlig;e Duldung. Kein Nebeneinander.</p><p>Hausgenossen teilen den Alltag. Sie begegnen einander nicht auf Distanz, sondern in N&auml;he. Das ist herausfordernd. Denn alte Denkmuster verschwinden nicht automatisch.</p><p>Deshalb geh&ouml;rt zum Kreuz auch der Heilige Geist. Er ist es, der Herzen ver&auml;ndert. Der einge&uuml;bte Abgrenzungen aufbricht. Der Stolz und &Uuml;berlegenheitsgef&uuml;hle entlarvt. Der aus Fremden Geschwister macht.</p><p>Die Einheit der Christen ist also geistgewirkte Einheit. Sie ist Geschenk &ndash; und zugleich Aufgabe.<br />
&nbsp;</p><h2><sup>Alte Muster &ndash; neue Fragen an uns heute</sup></h2><p>Dass uns heute die Gleichwertigkeit von Juden- und Heidenchristen selbstverst&auml;ndlich erscheint, ist kein Zufall. Es ist Frucht dieses Evangeliums. Niemand muss heute in einer Gemeinde erkl&auml;ren, warum ein Christ aus nichtj&uuml;dischem Hintergrund ein vollwertiger Christ ist. Diese Frage ist entschieden &ndash; durch Christus selbst.</p><p>Aber wir sollten uns nichts vormachen:</p><p>Dass diese konkrete Trennung &uuml;berwunden ist, hei&szlig;t nicht, dass es keine neuen Abgrenzungen gibt. Auch in christlichen Gemeinden entstehen immer wieder zun&auml;chst unscheinbare Hierarchien. Geistliche &Uuml;berheblichkeit. Kulturelle Ma&szlig;st&auml;be, die mit dem Evangelium verwechselt werden.</p><p>Der Text stellt uns deshalb eine geistliche Frage:<br />
Wo denke ich &ndash; trotz Kreuz &ndash; noch in Kategorien von &bdquo;n&auml;her&ldquo; und &bdquo;ferner&ldquo;?<br />
Wo halte ich Geschwister im Glauben auf Abstand?<br />
Wo vertraue ich mehr auf Herkunft, Fr&ouml;mmigkeitsstil oder Tradition als auf das Werk Christi?</p><p>Die Einheit der Gemeinde ist kein menschliches Projekt. Sie gr&uuml;ndet im Sterben Jesu. Sie wird gewirkt durch seinen Geist.</p><p>Und deshalb gilt in seiner Kirche:<br />
Wir sind verschieden.<br />
Aber in Christus sind wir eins.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Rebecca Hoek</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17320474.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Rebecca Hoek]]></author>
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      <pubDate>Fri, 17 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Mehr als Gottes Gesellenstück]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Epheser 2,1-10 – ausgelegt von Daniel Behrens.</em><br/>
<p><strong>Das Gesellenst&uuml;ck &ndash; ein pers&ouml;nliches Werk</strong></p><p>Ich habe einmal ein Gesellenst&uuml;ck gebaut. Ich bin gelernter Tischler, und f&uuml;r meine Pr&uuml;fung entstand ein Schrank: au&szlig;en Kirschbaum, warm und lebendig in der Farbe, innen Ahorn, hell und klar. Drei Wochen habe ich daran gearbeitet. Drei Wochen messen, s&auml;gen, hobeln, schleifen, verleimen, lackieren. Drei Wochen voller Konzentration &ndash; und auch mit kleinen R&uuml;ckschl&auml;gen. Ein Ma&szlig;, das nicht ganz stimmte. Eine Fuge, die nicht sofort passte. Momente, in denen ich dachte: Hoffentlich geht das gut. Aber am Ende stand er da. Gerade. Stabil. Durchdacht bis ins Detail. Und ich wei&szlig; noch, wie ich davorstand und sagen konnte: Das ist mein Werk. Das habe ich geschaffen. Da steckt etwas von mir selbst drin. Vielleicht kennen Sie dieses Gef&uuml;hl. Wenn Sie etwas mit M&uuml;he und Hingabe gemacht haben &ndash; und am Ende steht es da, sichtbar, greifbar, gelungen.<br />
&nbsp;</p><p><strong>Tot ohne Gott &ndash; die ern&uuml;chternde Diagnose</strong></p><p>Am Ende unseres Abschnitts hei&szlig;t es: &bdquo;<em>Denn wir sind sein Werk.&ldquo;</em> Nicht: Wir sind Zufall. Nicht: Wir sind ein unfertiges Projekt ohne Plan. Nicht: Wir sind ein Produkt eigener Anstrengung. Wir sind Gottes Werk. Doch bevor Paulus diesen Satz sagt, nimmt er uns mit auf einen Weg. Der Text f&auml;ngt nicht schmeichelhaft an. Er beginnt mit einer ern&uuml;chternden Diagnose: &bdquo;<em>Ihr wart tot in euren &Uuml;bertretungen und S&uuml;nden</em>.&ldquo; Tot. Das ist deutlich. Kein bisschen lebendig, kein bisschen f&auml;hig aus eigener Kraft, sich aufzurichten. Paulus beschreibt einen Zustand, in dem der Mensch sich selbst genug ist. Einen Zustand, in dem er den Str&ouml;mungen dieser Welt folgt, den eigenen Impulsen, den eigenen Begierden. Ein Leben ohne Gott im Zentrum. Vielleicht &auml;u&szlig;erlich ordentlich, vielleicht sogar erfolgreich &ndash; aber innerlich getrennt von der Quelle des Lebens.</p><p>Wenn ich an mein Gesellenst&uuml;ck denke, dann wei&szlig; ich: Ein St&uuml;ck Holz kann sich nicht selbst in einen Schrank verwandeln. Es bleibt, was es ist &ndash; roh und unfertig. Es braucht eine Hand, die es formt. Einen Plan. Eine Idee. Geduld. Und manchmal auch Korrektur. So beschreibt Paulus den Menschen ohne Christus: nicht in der Lage, sich selbst zum Leben zu bringen. Nicht f&auml;hig, sich selbst zu erl&ouml;sen. Und dann kommt dieser Wendepunkt, dieses gro&szlig;e &bdquo;Aber&ldquo; Gottes. <em>&bdquo;Aber Gott, der reich ist an Barmherzigkeit&hellip;&ldquo; </em>Nicht wir haben uns zu Gott hochgearbeitet. Nicht wir haben unser Leben so lange poliert, bis es vor ihm bestehen konnte. Sondern Gott hat gehandelt. <em>&bdquo;Aus Gnade seid ihr gerettet.&ldquo;</em> Dreimal betont Paulus die Gnade: Es ist ein Geschenk. Nicht Verdienst. Nicht Leistung. Nicht Ergebnis religi&ouml;ser Anstrengung.<br />
&nbsp;</p><p><strong>Gottes Gnade &ndash; kein Gesellenst&uuml;ck des Menschen</strong></p><p>Das trifft Sie vielleicht an einem empfindlichen Punkt. Sie m&ouml;chten doch gerne etwas vorweisen. Sie m&ouml;chten sagen: Schau, was ich geschafft habe. Schau, wie ich mich entwickelt habe. Schau, wie sehr ich mich bem&uuml;he. Aber Paulus nimmt mir diese M&ouml;glichkeit bewusst aus der Hand. Erl&ouml;sung ist kein Gesellenst&uuml;ck des Menschen, das ich Gott am Ende pr&auml;sentiere. Sie ist Gottes Werk &ndash; an Ihnen und mir. Und gerade darin liegt meine Hoffnung. Denn wenn ich an die drei Wochen in der Werkstatt zur&uuml;ckdenke, dann wei&szlig; ich auch: Es gab auch die ern&uuml;chternden Momente. Manchmal lief etwas schief. Ein Fehler lie&szlig; sich nicht einfach wegwischen. Und ich musste neu ansetzen. Wenn ich ehrlich bin, kenne ich solche Momente im eigenen Leben. Br&uuml;che. Schuld. Versagen. Entscheidungen, die ich bereue. Dinge, die nicht einfach &bdquo;wegzuschleifen&ldquo; sind.</p><p>Und hier setzt Gottes Gnade an. Er sagt nicht: Bring erst dein Leben in Ordnung, dann nehme ich dich an. Sondern er macht lebendig, wo ich tot war. Er richtet auf, wo ich gefallen bin. Er schenkt neues Leben &ndash; mit Christus. Und dann kommt dieser wunderbare Vers 10: <em>&bdquo;Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.&ldquo;</em><br />
&nbsp;</p><p><strong>Sein Meisterst&uuml;ck &ndash; geschaffen zu guten Werken</strong></p><p>Hier schlie&szlig;t sich der Kreis. Wir sind sein Werk. Ich k&ouml;nnte sogar sagen: &bdquo;Sein Meisterst&uuml;ck&ldquo; oder &bdquo;Kunstwerk&ldquo;. Etwas, das mit Absicht und K&ouml;nnen geschaffen wurde. Etwas, das nicht zuf&auml;llig entstanden ist. Gott sieht mich nicht als misslungenes Projekt. Nicht als Rohmaterial, das er vielleicht noch gebrauchen kann. Er sieht mich als sein Werk. Als etwas, das er gewollt hat. Das er geformt hat. Das er in Christus neu geschaffen hat. Und das ver&auml;ndert meinen Blick auf mich selbst &ndash; und aufeinander. Wenn ich vor meinem Schrank stand, dann habe ich nicht zuerst die kleinen Fehler gesehen, die vielleicht nur ich bemerkt habe. Ich habe das Ganze gesehen. Die Linie. Die Harmonie von Kirsche und Ahorn. Das Zusammenspiel von au&szlig;en und innen. Vielleicht sieht Gott mich auch so. Nicht nur meine Bruchstellen. Sondern das Bild, das er bereits vor Augen hat.</p><p>Und doch bleibt ein Unterschied: Mein Gesellenst&uuml;ck war irgendwann fertig und steht nun in meinem Wohnzimmer. Uns aber hat er geschaffen &bdquo;zu guten Werken&ldquo;. Nicht durch gute Werke &ndash; sondern zu guten Werken. Das hei&szlig;t: Gute Werke sind nicht die Eintrittskarte in Gottes Gnade. Sie sind die Frucht davon. Sie sind das, was entsteht, wenn ein Mensch begreift: Ich bin Gottes Werk. Ich muss mich nicht mehr beweisen. Ich darf aus der Gnade leben. Und dann beginne ich zu fragen: Herr, was hast du mit mir vor? Welche Werke hast du vorbereitet? Wo darf ich mit dem, was du in mich hineingelegt hast, dir dienen? Wo darf ich deine Handschrift weitertragen? Gott traut mir etwas zu. Er legt mich nicht auf die Werkbank, um mich nur zu reparieren &ndash; sondern um mich zu gebrauchen. Vielleicht ist es ein Wort der Ermutigung. Vielleicht eine Tat der Barmherzigkeit. Vielleicht auch schlicht die Liebe im Alltag.</p><p>Ich bin sein Werk. Das hei&szlig;t auch: Ich geh&ouml;re nicht mir selbst. So wie mein Schrank meine Handschrift trug, so trage ich Gottes Handschrift. Mein Leben soll etwas von seinem Wesen widerspiegeln: von seiner Liebe, seiner Geduld, seiner Wahrheit. Und wenn ich mich heute klein f&uuml;hle, unfertig oder ungen&uuml;gend &ndash; dann erinnere ich mich daran: Der Meister hat mich nicht aus der Hand gelegt. Er arbeitet weiter. Mit Geduld. Mit Barmherzigkeit. Mit einem Ziel vor Augen.</p><p>Irgendwann wird es meinen Schrank vielleicht nicht mehr geben. Holz vergeht. M&ouml;bel altern. Aber Gottes Werk bleibt. Darum lebe ich aus dieser Gnade. Nicht aus Druck. Nicht aus Angst. Sondern aus Dankbarkeit. Ich bin sein Werk. Und das ist Grund zur Freude &ndash; und Grund zum Vertrauen.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Daniel Behrens</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17319891.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Daniel Behrens]]></author>
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      <title><![CDATA[Der Schlüssel fürs Miteinander]]></title>
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<h2><strong>Paulus und seine Vision von Gemeinde</strong></h2><p>Den Brief, den Paulus ungef&auml;hr 60 n. Chr. an die Epheser schreibt, ist wohl wie eine Art Rundbrief zu verstehen. In dieser Zeit gab es viele neugegr&uuml;ndete Gemeinden. Sie hatten nur wenige Vorstellungen, wie ein Gemeindeleben aussehen k&ouml;nnte und sollte. Die jungen Gemeinden mussten sich selbst vieles erarbeiten. Das begann bei ihrem Selbstverst&auml;ndnis und ging bis zu bestimmten Verhaltensregeln. Gemeinde war etwas ganz Neues. Von daher ist es verst&auml;ndlich, dass die Christen rund um Ephesus den Brief mit gro&szlig;er Aufmerksamkeit und Wertsch&auml;tzung behandelten. Paulus entwirft zu Beginn eine gro&szlig;artige Vision von Gemeinde, die mich zum Staunen bringt.</p><p>In dem Text heute spannt Paulus den Faden weiter, hin zu dem Erkennen der Gr&ouml;&szlig;e Gottes. Er behandelt die Frage: Wie k&ouml;nnen wir Gott besser erkennen?</p><p>Seine Glaubensgeschwister bringen Jesus viel Vertrauen entgegen. Zudem nimmt die Liebe bei ihnen so viel Raum ein. Bei Paulus l&ouml;st das eine gro&szlig;e Freude aus. Vertrauen und Liebe sind die beste Grundlage, wenn ich erkennen m&ouml;chte, wer Gott ist.</p>

&nbsp;

<h2><strong>Einheit in der Gemeinde und menschliche Begrenztheit</strong></h2><p>Paulus geht es um die Einheit in der Gemeinde, besonders zwischen Christen, die zuvor Juden waren, und Christen, die aus anderen Nationen stammten. Diese Einheit ist sein Herzensanliegen. Ich glaube, Paulus hat den Schl&uuml;ssel zur Einheit gefunden.</p><p>Er selbst wei&szlig; um seine Begrenztheit. Und ich sp&uuml;re das auch oft. Es gibt so vieles, was ich nicht machen kann. Ich kann eine Menge wollen und viel Kraft in meine Ziele investieren. Ich habe Menschen auf dem Herzen und den gro&szlig;en Wunsch, dass sie erkennen und erleben, dass Gott echt ist und mit ihnen im Leben unterwegs sein will. Das Ende sehe ich aber nicht. Die Geschichten sind noch nicht zu Ende. Ich bin unterwegs. Das muss ich akzeptieren.</p><h2><br /><strong>Der Heilige Geist &ndash; sanfter Arbeiter und Schl&uuml;ssel zur Erkenntnis</strong></h2><p>Doch pl&ouml;tzlich entdecke ich, was Paulus mir hier still vorlebt. Er gibt mir einen Einblick in sein Gebetsleben. Er bittet Gott, dass er die Christen mit seinem Heiligen Geist erf&uuml;llen m&ouml;ge. Das ist der Schl&uuml;ssel. Der Heilige Geist hilft zu erkennen, wer Gott f&uuml;r uns ist. Er gibt ge&ouml;ffnete Augen, um erfassen zu k&ouml;nnen, welche Hoffnung der Glaube in sich birgt. Paulus weist auf das unvorstellbar gro&szlig;e Erbe hin, das f&uuml;r alle Glaubensgeschwister vorbereitet ist. Das alles ist m&ouml;glich, weil Gottes Kraft und M&ouml;glichkeiten unbegrenzt sind. Das h&ouml;rt sich so laut und m&auml;chtig an. Der Heilige Geist ist aber ein sanfter Arbeiter.</p><p>Er ist unerm&uuml;dlich dabei, Menschenherzen zum Guten hin zu ver&auml;ndern. Er belebt die Traurigen, die keinen Ausweg sehen. Ersch&ouml;pften Herzen spricht er Trost zu, der tiefer wurzelt als in ihnen selbst. Er gibt Kraft f&uuml;r den n&auml;chsten Schritt. Manchmal bewirkt der Heilige Geist in harten Herzen eine Einf&uuml;hlsamkeit und Barmherzigkeit, die keiner zu hoffen gewagt h&auml;tte. Er schafft es, dass ein Wort die Wende bringt, und ich eigentlich nicht wei&szlig;, woher es gekommen ist. Der Heilige Geist beschenkt Menschen mit Frieden. Oft geschieht das alles nicht pl&ouml;tzlich, sondern braucht Zeit. Da reift etwas langsam heran. Aber es gibt diese Momente, in denen ich sp&uuml;re, dass etwas anders ist als zuvor und dass es gut ist.</p><p>Wenn Paulus auf den Heiligen Geist hinweist, ist es f&uuml;r mich wie eine Einladung, mich immer wieder neu mit Gottes Geist f&uuml;llen zu lassen. So bekomme ich einen weiten Horizont. Es geht darum, Gottes M&ouml;glichkeiten in meinem Alltag zu entdecken. Das ist manchmal sehr spannend und &uuml;berraschend. Es kommt vor, dass ich manches am Abend dann schon mal mit anderen Augen sehe. Ich h&ouml;re, wie der Heilige Geist mir immer wieder kleine Impulse gibt, denen ich mehr Raum geben m&ouml;chte. An diesem Punkt m&ouml;chte ich lernen, weil ich erkannt habe, dass diese Impulse gut sind. Sie lassen mich meine Lebendigkeit sp&uuml;ren. Das k&ouml;nnen praktische Dinge sein. Ein Gebet, eine Nachricht oder ein Anruf f&uuml;r jemanden, der mir gerade in den Sinn kommt. Es k&ouml;nnen aber auch sportliche, musikalische oder kreative Ideen sein. Alles das l&ouml;st in mir eine gro&szlig;e Freude &uuml;ber Gott und seine M&ouml;glichkeiten aus. Und ich habe die Vermutung, dass Gott sich auch sehr dar&uuml;ber freut, wenn ich seine Gaben, die er mir zur Verf&uuml;gung stellt, reichlich nutze. Ich denke, es ist eine Form, ihm die Ehre zu geben.</p><h2><br /><strong>Vertrauen w&auml;chst &ndash; Gottes Macht tr&auml;gt die Gemeinde</strong></h2><p>In der Verbundenheit mit meinem Gott kann ich meine Begrenzungen ertragen. Ich kann mit den unfertigen und ungel&ouml;sten Dingen getrost leben. Es darf mir nicht die Kraft rauben, sondern ich erinnere mich an Gottes M&ouml;glichkeiten und wei&szlig;, dass er mich t&auml;glich f&uuml;hrt. Ich bin an ihn und seine Kraft dauerhaft angeschlossen. Das hei&szlig;t Glauben. Der Glaube sieht manchmal wenig oder nichts, aber er wei&szlig;, was er nicht sieht. Manchmal muss das schwer durchlebt werden.</p><p>Letztes Jahr wussten mein Mann und ich nicht, wie es beruflich bei ihm weitergehen sollte. Wir w&uuml;nschten uns vor unserem Sommerurlaub Klarheit dar&uuml;ber. Wir mussten warten bis Ende Oktober. Irgendwann betete ich und traf damit zun&auml;chst unbewusst eine wichtige Entscheidung.</p><p>Ich sagte: &bdquo;Herr, wenn du meinst, dass wir das noch nicht wissen m&uuml;ssen, dann ist das in Ordnung." Ich glaube, mein Gebet und die damit verbundene Haltung hat der Heilige Geist in mir bewirkt. Ich bin sehr dankbar daf&uuml;r. Ich h&auml;tte das in mir nicht machen k&ouml;nnen. So wurde dieses Warten auf Gottes unbegrenzte M&ouml;glichkeiten f&uuml;r mich ein Weg, den ich gehen konnte. Ich hatte Zeit, mich um anderes zu k&uuml;mmern. So unverst&auml;ndlich das auch klingt, mein Vertrauen in Gott und seine F&uuml;hrung ist durch das Loslassen meiner Vorstellungen gewachsen. Irgendwann wurde ich neugierig auf seine L&ouml;sung. Und es hat sich alles sehr gut und rechtzeitig begeben. Schwere Erfahrungen k&ouml;nnen Beziehungen wachsen lassen. Das gilt nicht nur f&uuml;r menschliche Beziehungen, sondern auch f&uuml;r die Verbundenheit, die Gott zu mir sucht. Ihm zu vertrauen muss ich nicht mehr im Himmel lernen, sondern hier im Leben. Ich m&ouml;chte ihn mit meinem Vertrauen ehren.</p><p>Paulus wei&szlig;, wie oft meine &auml;u&szlig;eren Augen die eigentliche Wirklichkeit nicht sehen. Es gibt Situationen, in denen ich die Aufforderung brauche, mich an das zu erinnern, was ich mit Gott erlebt habe. Ich m&ouml;chte mich auf Gottes Gr&ouml;&szlig;e und Macht berufen, gerade dann, wenn mir die klare Sicht fehlt! Oft helfen mir dazu meine Glaubensgeschwister. Ich glaube, dass es Gottes Absicht ist, dass wir einander st&auml;rken. Es scheint n&ouml;tig, dass wir einander ermutigen, Gottes Spuren in unserem Leben zu sehen. Dabei wird Gottes Macht alles in den Schatten stellen, was Menschen f&uuml;r m&auml;chtig halten. Seine Herrlichkeit wird durchleuchten und die Gemeinde, die sein Leib ist, st&auml;rken, bewahren und erhalten. Das ist seine Zusage an seine geliebten Menschen.</p><p><br /><strong>Infos zum Epheserbrief:</strong></p><section class="erf-teaser-card-init" data-url="https://www.youtube.com/watch?v=aG3c1LO-poI">Buchvideo: Epheser</section><p>&#8203;&#8203;&#8203;&#8203;&#8203;&#8203;</p>


<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Christiane Stock</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17319165.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Christiane Stock]]></author>
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      <pubDate>Wed, 15 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[„Im Danken kommt Neues ins Leben hinein …“]]></title>
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<h2><strong>Die &Uuml;berraschung hinter dem Dank</strong></h2><p>&bdquo;Ach, ja, jetzt kommt der Aufruf zu mehr Dankbarkeit!"<br />
&bdquo;Ach, ja, er hat ja so recht!"<br />
&bdquo;Ach, ja! Auf eine Moralpredigt kann ich gut verzichten."</p><p>Diese &bdquo;Ach ja!"-Reaktion kann ich gut verstehen, wenn diese Liedzeile nicht weiterginge: &bdquo;Im Danken kommt Neues ins Leben hinein, ein W&uuml;nschen, das nie du gekannt!" Was ist das f&uuml;r ein W&uuml;nschen? Welche Sehnsucht steht hinter den W&uuml;nschen? Jetzt werde ich hellh&ouml;rig!</p><ul><li>Auf wen oder was bezieht sich das Danken?</li><li>An wen richtet sich der Dank?</li><li>Und warum l&ouml;st dieser Dank eine Sehnsucht aus?</li></ul><p>Der Refrain dieses Liedes gibt die Antwort:<br />
&bdquo;Barmherzig, geduldig und gn&auml;dig ist er [= der lebendige Gott]<br />
viel mehr als ein Vater es kann.<br />
Er warf unsere S&uuml;nden ins &auml;u&szlig;erste Meer.<br />
Kommt, betet den Ewigen an!"</p><p>Wenige Worte bringen das Evangelium, die frohmachende Botschaft, auf den Punkt: Gott liebt seine Welt so sehr, dass er mit seinem Sohn Jesus Christus eine gro&szlig;artige Geschichte ins Leben rief: Wer Jesus vertraut, der bekommt ewiges Leben. Denn f&uuml;r unsere durchg&auml;ngige Gottlosigkeit starb Jesus am Kreuz, damit uns vergeben wird. Und weil Gott seinen Sohn nicht im Tode lie&szlig;, steht fortan der Auferstandene uns allen gegen&uuml;ber. Jede und jeder kann Jesus Christus sein Leben anvertrauen.</p><hr /><h2><strong>Ein neuer Blick auf die Welt</strong></h2><p>Was aber hat das mit einer aufkeimenden Sehnsucht zu tun? Nun, das Leben mit dem Auferstandenen hei&szlig;t, &nbsp;ich bekomme einen Blick daf&uuml;r, welchen Segen der Vater im Himmel in mein Leben legt: Vor allem sind es Menschen, die mir mit Liebe und Wahrheit begegnen, die mir freundlich gesonnen sind.</p><p>Ich bekomme sogar einen Blick f&uuml;r die Menschen in Politik und Gesellschaft, die sich offensichtlich f&uuml;r das Wohlergehen unseres Landes einsetzen; &ndash; auch f&uuml;r sie kann ich Gott danken; ebenso f&uuml;r die Menschen, die durch gute Rechtsprechung die Rechtsstaatlichkeit sichern. Das Leben mit dem Auferstandenen hei&szlig;t auch: Ich bekomme einen Blick f&uuml;r die Sch&ouml;pfung: Sch&ouml;ne Blumen, bestellte Felder, deren Ertrag ich genie&szlig;en kann. Danke, Vater im Himmel, f&uuml;r das t&auml;gliche Brot.</p><p>Das Leben mit dem Auferstandenen hei&szlig;t f&uuml;r mich auch: Ich kann mit allem, was mir begegnet, zu ihm kommen. Auch mit den h&auml;sslichen Dingen:</p><ul><li>Ob es ein zerrissener M&uuml;llsack in einer Autobahnausfahrt ist, der an den Randstreifen geschleudert wurde.</li><li>Ob mir in der Seelsorge h&auml;ssliche Machtmissbr&auml;uche geschildert werden und ich Trost brauche, damit ich Betroffene tr&ouml;sten kann.</li></ul><p>Ja, ich danke auch dann dem Herrn Jesus. Denn mir ist Vertrauen geschenkt worden. Gleichzeitig bitte ich ihn um Hilfe, dass niemand ungetr&ouml;stet von mir weggehen muss. Jesus hilft; bisher hat er mich nicht entt&auml;uscht: Stets zeigte Jesus den Betroffenen einen Ausweg; er ermutigte sie, seine Hand zu ergreifen.</p><p>Und wie gestaltet sich mein pers&ouml;nliches Leben mit dem Auferstandenen? Ich habe viel mit ihm zu besprechen &ndash; ich danke ihm, dass er stets ein offenes Ohr f&uuml;r mich hat. Ich danke ihm, dass er mir durch mein best&auml;ndiges Bibellesen klare Hinweise zur L&ouml;sung meiner Probleme gibt. Das fasziniert mich immer wieder.</p><hr /><h2><strong>Gemeinde als lebendiges Zeugnis der Hoffnung</strong></h2><p>Also:<br />
&nbsp;&bdquo;Im Danken kommt Neues ins Leben hinein,<br />
ein W&uuml;nschen, das nie du gekannt,<br />
dass jeder &ndash; wie du &ndash; Gottes Kind m&ouml;chte sein."</p><p>Nun gut &ndash; ich wei&szlig; nicht, ob und welche Ausstrahlung ich habe. Aber ich erinnere mich an einen Gebetskreis im Durchschnittsalter von 70&ndash;75 Jahren. Die j&uuml;ngste war 48 Jahre alt. Die Leute beteten um eine Erweckung; sie beteten, dass Menschen in ihrer Gemeinde zum Glauben an Jesus finden. Mit regelm&auml;&szlig;iger Erfolgslosigkeit gingen sie mit einem Tapeziertisch als Schriftenablage ins Einkaufszentrum. Dort versuchten sie, die gute Nachricht von Jesus an den Mann und an die Frau zu bringen. Diese Leute hatten eine Ausstrahlung &ndash; gepaart mit einer gro&szlig;en Hoffnung: In ihrer Gegenwart f&uuml;hlte ich mich wohl! Durch sie ist bei mir eine Sehnsucht gewachsen, um &ndash; wie sie &ndash; zu einem Menschen zu werden, der Hoffnungstr&auml;ger f&uuml;r andere ist. Sie haben in mir ein W&uuml;nschen erzeugt, das ich vorher nicht kannte.</p><p>Dass Gott ihre Bitten erf&uuml;llt hat, ist selbstredend: Gott schenkte dieser kleinen, &uuml;beralterten Ortsgemeinde ein neues Gemeindezentrum. Die Gemeinde boomte. Viele kamen zum Glauben an Jesus Christus. Etliche der Beter haben das nicht mehr erlebt.</p><p>&bdquo;Im Danken kommt Neues ins Leben hinein,<br />
ein W&uuml;nschen,<br />
das nie du gekannt. Dass jeder &ndash; wie du &ndash; Gottes Kind m&ouml;chte sein,<br />
vom Vater zum Erben ernannt."</p><hr /><h2><strong>Das Erbe der Kinder Gottes und die Versiegelung durch den Heiligen Geist</strong></h2><p>Hier sto&szlig;e ich zum Kern des Bibeltextes vor: Menschen, die Jesus Christus vertrauen, l&auml;sst er seine Br&uuml;der und Schwestern sein, das hei&szlig;t: Er macht sie zu Kindern Gottes; f&uuml;r die h&auml;lt Gott ein Erbe bereit. Von diesem Erbe k&ouml;nnen sie bereits jetzt leben. Denn das heutige &bdquo;Leben vom Erbe" schl&auml;gt sich in einer &bdquo;Gewissheit" nieder, die sich nicht begr&uuml;nden l&auml;sst.</p><p>Der biblische Hintergrund f&uuml;r den Begriff &bdquo;Erbe" bezieht sich auf die sogenannte Landnahme: Gott hatte mit gewaltiger Hand Israel aus der &auml;gyptischen Sklaverei befreit. Er brachte es in das Land, das er dem Stammvater Abraham zugesprochen hatte. Durch ein Losverfahren wurde das Erbe Abrahams an die St&auml;mme Israels verteilt &ndash; au&szlig;er an den Stamm Levi: Gott behielt es sich vor, diesen Stamm direkt mit allem Guten zu versorgen.</p><p>Dieser Begriff &bdquo;Erbe" mit der Direktversorgung durch Gott taucht in dieser Bibelstelle auf: So verweist der Begriff zun&auml;chst auf Eigentumsverh&auml;ltnisse: Menschen, die an Jesus Christus glauben, sind in Gottes Hand. Mit seinem am Kreuz vergossenen Blut hat Jesus Menschen teuer erkauft, dass sie fortan von der Liebe Gottes nicht getrennt werden k&ouml;nnen.</p><p>Das ist das Zweite: Angst vor Krieg, schwerer, chronischer Krankheit, Angst vor Verlusten &ndash; das alles kann ein Leben belasten. Aber die Eigentumsrechte besagen:</p><ul><li>Keiner kann aus der guten Hand Gottes herausgerissen werden.</li><li>Keiner muss in der Hoffnungslosigkeit versinken.</li></ul><p>Er, der Vater im Himmel, schenkt neue Ausblicke, neue Perspektiven, &ouml;ffnet Auswege &ndash; die sich zumindest f&uuml;r mich als gangbar erwiesen. Dass das f&uuml;r mich &hellip;, dass das f&uuml;r alle bleibt, die Jesus vertrauen, daf&uuml;r gibt es die Versiegelung mit dem Heiligen Geist.</p><p>Das ist das Dritte: Diese Versiegelung dr&uuml;ckt sich in der &bdquo;Gewissheit" aus; eine &bdquo;Gewissheit", die ich z. B. bei jenen Beterinnen und Betern erlebt hatte. Sie waren gewiss, dass Gott in ihrem Stadtteil ihre Gemeinde aufbl&uuml;hen l&auml;sst und zum Segen f&uuml;r viele setzt.</p><p>&bdquo;Im Danken kommt Neues ins Leben hinein,<br />
ein W&uuml;nschen, das nie du gekannt."<br />
K&ouml;nnen Sie diese Liedzeile als Einladung verstehen?<br />
&bdquo;Im Danken kommt Neues ins Leben hinein,<br />
ein W&uuml;nschen, das nie du gekannt,<br />
dass jeder, wie du, Gottes Kind m&ouml;chte sein,<br />
vom Vater zum Erben &ndash; oder auch zur Erbin &ndash; ernannt."</p><p>Lassen Sie sich einladen, um durch Danken Neues in Ihrem Leben zu erfahren.</p><p><br />
Infos zum Epheserbrief:</p><section class="erf-teaser-card-init" data-url="https://www.youtube.com/watch?v=aG3c1LO-poI">Buchvideo: Epheser</section><p>&nbsp;</p>


<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pastor Wolfgang Ströhle</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17318640.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pastor Wolfgang Ströhle]]></author>
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      <pubDate>Tue, 14 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[So viel Lob auf einmal]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Epheser 1,1-10 – ausgelegt von Geurt van Viegen.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Epheser 1,1-10 – ausgelegt von Geurt van Viegen.</em><br/>
<h2><strong>Lobpreis der Superlative &ndash; Eine Einf&uuml;hrung</strong></h2><p>Haben Sie schon mal eine Fu&szlig;ballreportage aus S&uuml;damerika gesehen und geh&ouml;rt? Wo dem deutschen Kommentator wenige Worte reichen, &uuml;berschl&auml;gt sich der Kollege aus S&uuml;damerika in eine begeisterte, &uuml;bersch&auml;umende, endlose Beschreibung des Geschehens. Das rei&szlig;t mit und steckt an!</p><p>So ist auch das Gebet von Paulus, ein Lobpreis der Superlative, in den h&ouml;chsten T&ouml;nen, womit Paulus diesen Brief er&ouml;ffnet (ab Vers 3). Als k&ouml;nne Paulus sich gar nicht beruhigen &uuml;ber die gro&szlig;en Taten Gottes: freudig, lebendig, voller Akkorde und Kl&auml;nge. Deren vorl&auml;ufiger Endpunkt: die neue Gemeinschaft der Christen weltweit, die alte Gr&auml;ben &uuml;berwindet.</p><p>Ich habe mich gefragt, wie ist da mein Lob? Ich merke, da kann ich noch dran arbeiten.</p><h2><br /><strong>Paulus und der Brief an die Epheser</strong></h2><p>Aber zuvor stellt sich Paulus selber vor (Vers 1f), als Verfasser des Briefes mit apostolischer Autorit&auml;t, von Jesus beauftragt und gesandt. Den Brief hat er wahrscheinlich um das Jahr 62 geschrieben, in r&ouml;mischer Gefangenschaft, kurz vor seinem Tod. Es war wohl ein Rundbrief an die Gemeinden in Kleinasien, damals Provinz Asia (das ist die heutige T&uuml;rkei), deren Hauptstadt Ephesus war.</p><p>Beim Lesen muss ich erst mal richtig durchatmen. Hier ist ein Herz &uuml;bervoll von Gotteslob und Glaubensfreude. Das ist nicht nur ein Predigttext zum H&ouml;ren. Jedenfalls nicht, wenn ich jeden Gedanken auch verstehen will. Da muss ich einiges wissen, um das Gesagte zu verstehen. Ich will versuchen, den &bdquo;Wumms" zu sp&uuml;ren, wie ein bekannter Politiker mal gesagt hat.</p><p>Ich lese hier, kompakt, die gro&szlig;e Erz&auml;hlung der Heilsgeschichte: Auf der einen Seite die Ewigkeit Gottes &ndash; und auf der anderen Seite auch &ndash; und dazwischen die Heilsgeschichte in Jesus &ndash; und wir, Sie und ich mittendrin.</p>

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<h2><strong>Drei Schwerpunkte der g&ouml;ttlichen Erw&auml;hlung</strong></h2><p>Ich entdecke drei Schwerpunkte:</p><ul><li><strong>1. Erw&auml;hlt:</strong> &bdquo;Ehe der Welt Grund gelegt war". Ich w&auml;re von mir aus nie auf den Gedanken gekommen, mich zu entscheiden Gott zu dienen und sein Werk zu tun. Mit Paulus kann ich sagen, Gott hat mich dazu erw&auml;hlt. Jesus sagt zu seinen J&uuml;ngern: &bdquo;Ihr habt nicht mich erw&auml;hlt, sondern ich habe euch erw&auml;hlt" (Johannes 15,16). Alles kommt von Gott. Es w&auml;re Hochmut, mir einzubilden, ich entscheide alles. Es ist das gro&szlig;e Wunder, dass Gott mich erw&auml;hlt hat. Und das anschlie&szlig;end der Heilige Geist mich im geistlichen Leben und Dienst lenkt und mir eingibt, was ich tun soll.</li><li><strong>2.</strong> Gott hat uns erw&auml;hlt, um uns mit den himmlischen G&uuml;tern zu segnen. Wir k&ouml;nnen aus eigener Kraft viel erreichen. Aber niemand kann aus eigener Kraft ein gl&auml;ubiger Mensch werden und innerlich Frieden finden. Das kann nur Gott in uns bewirken.</li><li><strong>3.</strong> Paulus weist darauf hin, dass Gott uns erw&auml;hlt hat, damit wir heilig und unstr&auml;flich seien. Gott ist im h&ouml;chsten Ma&szlig;e heilig, weil er anders ist als wir Menschen. So hat Gott auch die Christen erw&auml;hlt, damit sie sich von anderen Menschen unterscheiden. In vielen L&auml;ndern der Erde m&uuml;ssen Christen, damals und heute, ihre Andersartigkeit mit Hass und sogar mit ihrem Leben bezahlen. Lassen Sie uns ehrlich sein, uns reicht es doch oft, als Christen ein anst&auml;ndiges Leben zu f&uuml;hren und Mitglied einer Kirche oder Gemeinde zu sein.</li></ul><p>Paulus jedoch weist darauf hin, dass Christen sich dadurch unterscheiden, dass sie nicht unter dem Zwang von Vorschriften und Gesetzen handeln, sondern ausschlie&szlig;lich unter dem Willen Jesu. Christi Liebesgebot beinhaltet: <em>&bdquo;Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer </em><em>Seele</em><em> und von ganzem Gem&uuml;t, und du sollst deinen </em><em>N&auml;chsten</em><em> lieben wie dich selbst" </em>(Matth&auml;us 22,37.39). Wenn genug Christen den Mut bes&auml;&szlig;en, anders zu sein als ihre Mitmenschen und sich ausschlie&szlig;lich Christus gegen&uuml;ber verantwortlich zu f&uuml;hlen, w&uuml;rde die ganze menschliche Gesellschaft verwandelt werden.</p><p>Ich komme nun zum zweiten Wort &bdquo;unstr&auml;flich bzw. makellos". Es stammt aus dem AT und wird eigentlich nur vom Opfertier gesagt und bedeutet &bdquo;f&uuml;r Gott sein Leben opfern, hingeben, drangeben an Gott". D. h. das Aufgeben unseres egoistischen Ichwesens. Alle Bereiche unseres Lebens, unsere Arbeit, unser Vergn&uuml;gen, unser Spiel, unser Familienleben und unsere Beziehungen zu den Mitmenschen sollen Gott gefallen und ihn ehren.</p><p>&bdquo;Soll ich dir ein Geheimnis verraten?" Kaum etwas macht Kinder so neugierig wie dieser Satz. Und Sie k&ouml;nnen garantiert damit rechnen, dass es umgehend weitererz&auml;hlt wird. Und bei Erwachsenen ebenso. &bdquo;H&ouml;r mal, ich habe geh&ouml;rt, dass &hellip; aber nicht weitererz&auml;hlen". Und dann wird es von den D&auml;chern gerufen. Auch im Epheserbrief geht es um ein Geheimnis (V 9), aber nat&uuml;rlich nicht um Klatsch und Tratsch. Sondern es geht um Gott selbst: Er verr&auml;t uns &bdquo;das Geheimnis seines Willens, nach seinem Ratschluss". Der Inhalt: Alles war von Anfang an Gottes Plan. Nichts war zuf&auml;llig, Notl&ouml;sung oder Improvisation, weil die Welt aus dem Ruder gelaufen ist. Sondern Gott hat es schon von Anbeginn der Welt vorgehabt.<br />
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<h2><strong>Erl&ouml;sung, Vergebung und Weisheit &ndash; Der zweite und dritte &bdquo;Wumms"</strong></h2><p>Hier kommt nun das zweite gro&szlig;e &bdquo;Wumms". Wieder drei Schwerpunkte:</p><ul><li><strong>1.</strong><em>&bdquo;In ihm haben wir die Erl&ouml;sung durch sein Blut". </em>Dem biblischen Zusammenhang liegt der Begriff die Vorstellung zugrunde, dass jemand aus einer Last befreit wird, aus der er sich selbst nicht befreien kann. Das NT sagt uns, dass der Mensch erl&ouml;sungsbed&uuml;rftig ist, weil er versklavt ist unter der Herrschaft der S&uuml;nde. Gott jedoch erm&ouml;glicht eine Befreiung aus Schuld und Scheitern. Ein Neuanfang zwischen Mensch und Gott ist m&ouml;glich. Dieses Geschenk geschieht durch Jesu stellvertretenden Tod am Kreuz auf Golgatha f&uuml;r alle Menschen. Gott hat die Welt mit sich vers&ouml;hnt, aber die Vers&ouml;hnung wird f&uuml;r die Menschen erst dann Wirklichkeit, wenn sie dem Ruf folgen: &bdquo;Lasst euch vers&ouml;hnen mit Gott".</li><li><strong>2.</strong><em>&bdquo;In ihm haben wir die Vergebung unserer S&uuml;nden".</em> Jesus hat S&uuml;nden vergeben. Das bedeutet: Alles ist verziehen, nichts wird nachgetragen. Wo vergeben wird, da gibt es Freiheit. Also Vergebung befreit und bindet gleichzeitig an Jesus! Ich darf das t&auml;glich umsetzen in meinem Leben. Welch eine Gnade!</li><li><strong>3.</strong> &bdquo;In ihm werden wir reich beschenkt mit Weisheit und Klugheit". Glaube entlastet das Herz und sch&auml;rft den Verstand. Christus hilft uns, sowohl die zeitlichen als auch die ewigen Fragen zu l&ouml;sen. Christus macht uns f&auml;hig, die unverg&auml;nglichen ewigen Wahrheiten zu erkennen und gleichzeitig mit den unumg&auml;nglichen Problemen des zeitlichen Lebens fertigzuwerden.<br />
&nbsp;</li></ul><h2>Zum Schluss kommt noch der dritte gro&szlig;e &bdquo;Wumms":</h2><p>Worin bestand nach Paulus das Geheimnis des Willens Gottes? Darin, dass das Evangelium auch den Heiden zug&auml;nglich ist. Das war das gro&szlig;e Geheimnis Gottes. Jesus kam, um die Welt zu einer einigen Welt in ihm zu machen. Noch sehen wir wenig davon. Ja, vielmehr oft genau das Gegenteil. Als Christ glaube ich, dass Gott seinen Heilsplan mit dieser Welt verfolgt. Und wenn die Zeit reif ist, wird er diesen erf&uuml;llen.</p><p>Sie und ich, wir sind von Gott gewollt und geliebt. Vom Anfang des Lebens bis zum Ende und dar&uuml;ber hinaus. Es ist eine gro&szlig;e Ermutigung, dass Gott selbst in schwierigen Zeiten einen guten Plan f&uuml;r jeden Menschen hat. Zum Schluss nochmal: Ich kann neu staunen &uuml;ber Gottes gn&auml;dige Erw&auml;hlung und Zuwendung. Und Sie?</p><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pastor Geurt van Viegen</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17318047.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pastor Geurt van Viegen]]></author>
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      <pubDate>Mon, 13 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Erfolgsquelle]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 110 – ausgelegt von Ursula Hellmann.</em><br/>
<h2>Der Aufstieg eines Hirtenjungen zum K&ouml;nig</h2><p>O K&ouml;nig David &ndash; so gerne w&uuml;rde ich dich einmal pers&ouml;nlich treffen und so viel Zeit haben, deine Lebensgeschichte zu h&ouml;ren! Die Kernpunkte sind zwar schon deutlich dokumentiert in den Schriften des sog. Alten Testaments. Auch wie dein Weg begann. Als J&uuml;ngster einer Viehz&uuml;chterfamilie geboren, musikalisch und sprachlich begabt, durchtrainiert, mutig und attraktiv.</p><p>Alle diese Vorgaben helfen dir, hohe Positionen zu erreichen am damaligen K&ouml;nigshof. Die sp&auml;teren Jahre als politisch Verfolgter und trotzdem als verehrtes Volksidol &ndash; sie sind schwierig, aber lehrreich. Welch ein Weg das ist durch Tiefen und H&ouml;hen bis zu dem Tag, als du &uuml;ber alle St&auml;mme der Nachkommen Abrahams zum Herrscher gekr&ouml;nt wirst! Auf dem H&ouml;hepunkt deiner &ndash; sagen wir &ndash; Karriere h&auml;ttest du dich in deinem Ruhm sonnen k&ouml;nnen und die Vorteile deiner Macht in vollem Ma&szlig; auskosten.<br />
&nbsp;</p><h2>Das Geheimnis hinter Davids Erfolg</h2><p>Wieso sind aber die Annalen deiner Regierungszeit nicht ebenso gef&uuml;llt mit Lobeshymnen &uuml;ber deine spektakul&auml;ren Heldentaten und Supermann-artigen Siege &uuml;ber alle deine &auml;u&szlig;eren Feinde und inneren Widersacher? Genau so wie die historischen Dokumente anderer K&ouml;nige? Was m&ouml;gen deine Chronisten sich gedacht haben, als du ihnen diktiertest: Gl&uuml;ckselig ist der Mann, der Jahwe f&uuml;rchtet, der gro&szlig;en Gefallen daran findet, die Gebote des Allm&auml;chtigen zu befolgen!</p><p>Ja, ich glaube, du gro&szlig;er K&ouml;nig, so allm&auml;hlich erkenne ich die Quelle deiner Erfolge, deine freie Bahn, auf der du durch alle Baustellen und Hindernisse durch die Schwierigkeiten hindurch getragen wirst.</p><p>So eine enge Verbindung mit dem unendlich gr&ouml;&szlig;eren K&ouml;nig gibt der bevorzugten Stellung eines Landesherren einen weit h&ouml;heren Wert als eine edelsteingeschm&uuml;ckte Krone auf einem Menschenkopf!<br />
&nbsp;</p><h2>Psalm 110 &ndash; Ein Blick in die Ewigkeit</h2><p>Bei dem Nachdenken &uuml;ber dich, du wirklich gro&szlig;er K&ouml;nig, f&auml;ngt bei mir aber das eigentliche Geheimnis erst an. Du bist ja nicht nur ein begnadeter Liederdichter, ein dem&uuml;tiger Bittsteller und manchmal auch ein traurig Klagender vor der unbegreiflich heiligen Ansprechperson. In manchen deiner Satzbeispiele, die bis heute noch klar und aktuell sind, finden sich Worte, die sicher nicht nur mich ein Geheimnis ahnen lassen, das tiefer greift, &uuml;ber menschliches Wissen und Verstehen weit hinaus.</p><p>Dazu f&auml;llt mir gerade ein hartes (oder krasses) Beispiel ein. Unter unserem Ordnungssystem steht es unter der &Uuml;berschrift: Psalm 110. Dass diese Verse, K&ouml;nig David, original aus deiner Feder, &ndash; ich sage sogar &ndash; aus deinem Herzen, stammen, das steht f&uuml;r mich fest. Da schilderst du eine Situation &ndash; und die geht schon mal sofort &uuml;ber meine eigene Fantasie hinaus. Der Herr &ndash; und es kann nur sein, dass hier der Sch&ouml;pfer und Erhalter allen Lebens gemeint ist. Und Er sprach &ndash; er sprach zu einer ganz bestimmten Person &ndash; und die ist nicht weniger geheimnisvoll als der Sprechende selbst &ndash; Und was h&ouml;rt die angesprochene Person? Sie bekommt die Erlaubnis, sich auf dem ehrenvollsten Platz niederzulassen, den es &uuml;berhaupt gibt! An die rechte Seite des ewigen, Allm&auml;chtigen &ndash; n&auml;her und intimer in der reinen, vollkommenen Gegenwart des Weltenherrschers zu sein &ndash; das gibt es nicht! Da kann nur ein einziges Wesen gemeint sein! Der Menschensohn, der Gottessohn &ndash; mit irdischem Anredenamen Jeschua, Messias, Jesus, Christus.</p><p>Sitzt er dort als Zuschauer und Bewunderer bei all den Machtbeweisen des unumschr&auml;nkten Planers?</p><p>Undenkbar &ndash; aber wie geht&rsquo;s weiter?</p><p>Gut, dass dein Psalm, K&ouml;nig David, mit dem Blick durchs Schl&uuml;sselloch in die Ewigkeit hier nicht zu Ende ist. Welche Titel tr&auml;gt die Person zur Rechten des Ewigen? K&ouml;nig &ndash; ja, er ist der m&auml;chtigste K&ouml;nig des Universums, unendlich h&ouml;her auch als du! Also kannst du ihn neidlos und bewundernd als auch deinen Herrn ansehen! Aber er hat noch einen weiteren Titel. Priester. Wieso das? Priester im Tempel zu Jerusalem sind sp&auml;ter die beauftragten Vermittler zwischen dem unsichtbaren Richter aller Lebenden und den in der S&uuml;nde gefangenen, von Gott getrennten Menschen. Mit Blutopfern d&uuml;rfen sie f&uuml;r kurze Zeit die Br&uuml;cke schlagen zwischen dem Heiligen und den gefallenen Gesch&ouml;pfen. Und diese Zeremonie m&uuml;ssen die Priester auch f&uuml;r ihr eigenes nachparadiesisches Leben durchf&uuml;hren. Ein Priester wird geweiht mit heiliger Kleidung und Salbung mit heiligem &Ouml;l. Er darf nur einmal j&auml;hrlich in die N&auml;he der Beweise von Gottes Gegenwart kommen und das auch nur, wenn der Duft vom heiligen &Ouml;l ihn wie mit einem Schutzmantel umgibt, um &uuml;berhaupt dem Allerheiligsten nahe sein zu d&uuml;rfen.<br />
&nbsp;</p><h2>Der Priester nach der Weise Melchisedeks</h2><p>Und du, K&ouml;nig David, nennst den Sohn Gottes auch Priester?</p><p>Ja, ja, ich sehe schon! Ein Priester der ganz besonderen Art: Nach der Weise von Melchisedek.</p><p>Davon habe ich in der Geschichte um Abraham schon geh&ouml;rt. Eine Person, ohne Eltern, ohne Anfang und Ende nach Menschenweise. Melchisedek, K&ouml;nig von Salem, also K&ouml;nig des Friedens, betitelt. Abraham &uuml;bergibt ihm seinerzeit zehn Prozent von allem, was er in diesem Befreiungskrieg gegen mehrere K&ouml;nige erbeutet. Und er wird von diesem Melchisedek gesegnet nach Priesterart. Eine Begegnung, die in normale Szenarien nicht ohne Weiteres hineinpasst. Und Jesus hat dieses geheimnisvolle Vorbild f&uuml;r einen gottgeweihten Vermittler jetzt vollendet in seiner Person? Ja, &bdquo;vollendet&ldquo; ist wohl das richtige Wort. Denn Jesus muss nicht ein Jahr warten, um in die Gegenwart des Vaters zu d&uuml;rfen. Er ist als Einziger in der gesamten Weltgeschichte nicht mit eigener S&uuml;nde und Schuld behaftet. Aber er tritt als Anwalt und Vermittler zwischen seine Menschen und dem Ur-Vollkommenen, weil er alles am eigenen Menschenleib erfahren hat.</p><p>Woran ich aber noch lange zu kauen habe, ist das Geheimnis, wieso dir, K&ouml;nig David, diese Priesterfunktion so konturenhaft scharf vor Augen steht &ndash; wo doch noch &uuml;ber tausend Jahre bis zu dessen Priesterdienst vergehen! Ist das der untr&uuml;gliche Beweis, dich unter die Propheten zu rechnen? Anders ist das nicht zu fassen.</p><p>Die n&auml;chsten Bilder deiner Zukunftsprophetien sind so kompakt, als st&auml;nden sie in der Tageszeitung von heute.</p><p>Du hast sie zu deiner Zeit offensichtlich als Vorbereitungen f&uuml;r eine endg&uuml;ltige Regierungs&uuml;bernahme des sp&auml;teren Herrschers &uuml;ber die ganze Erde gedeutet. Wenn Jesus, der Friede, dort f&uuml;r immer pers&ouml;nlich anwesend ist &ndash; dann hat sich der Kreis geschlossen.</p><p>Welche Schritte noch bis dahin auf die Menschen zukommen, das h&ouml;rt sich f&uuml;r mich nicht gerade wie die Vorbereitung einer gro&szlig;en Feier an. Jede Menge Feinde sind von damals bis heute aktiv, die gegen deinen geliebten Sohn ihre zerst&ouml;rerischen Aktivit&auml;ten so lange weiterf&uuml;hren, bis sie selbst endlich vernichtet und zerst&ouml;rt sind. Unendliche viele Tote gibt es weiterhin. Weltreiche versinken und geraten in Vergessenheit, auch wenn sie sich f&uuml;r &ndash; wer wei&szlig; wie &ndash; unbesiegbar halten.</p><p>K&ouml;nig David &ndash; f&uuml;r unser Gespr&auml;ch brauchtest du mir nur deine niedergeschriebenen Gedanken aufzuschlagen! Danke jedenfalls daf&uuml;r und auch daf&uuml;r, dass jedes Wort gleichzeitig bereits bekannt ist bei unserem gemeinsamen Vater und Sohn und dem Heiligen Geist, der zust&auml;ndig ist f&uuml;r die wunderbare Kommunikation auf himmlischer Leitung!</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Ursula Hellmann</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17317730.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Ursula Hellmann]]></author>
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      <pubDate>Sun, 12 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Nach Ostern mit Jesus unterwegs]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Johannes 21,20-25 – ausgelegt von Dietmar Kranefeld.]]></description>
      <itunes:subtitle><![CDATA[Der Bibeltext Johannes 21,20-25 – ausgelegt von Dietmar Kranefeld.]]></itunes:subtitle>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Johannes 21,20-25 – ausgelegt von Dietmar Kranefeld.</em><br/>
<h2>Der Spaziergang am See Genezareth</h2><p>Ein Spaziergang an der frischen Luft, der tut gut. So ist auch Jesus mit einigen seiner J&uuml;nger zu einem Spaziergang am Ufer des Sees Genezareth aufgebrochen.</p><p>Ein Spaziergang in einer besonderen Situation: Dieser Spaziergang findet nach der Auferstehung von Jesus statt. Er hat seine J&uuml;nger hier aufgesucht, hat sich ihnen als der Auferstandene offenbart. Und nun ist er wieder mit ihnen unterwegs.</p><p>Zuvor hat Jesus mit Petrus ein pers&ouml;nliches, ein seelsorgerliches Gespr&auml;ch mit seinem J&uuml;nger gef&uuml;hrt. Dreimal hat Petrus Jesus verleugnet, dreimal bekennt sich Petrus in diesem Gespr&auml;ch zu Jesus. Und dreimal beruft ihn Jesus neu in seinen Dienst: &bdquo;Weide meine Schafe!&ldquo;<br />
&nbsp;</p><h2>Petrus als Hirte &ndash; Berufung zum Hirtendienst</h2><p>Jesus ruft Petrus in die Aufgabe des Hirten, des &Auml;ltesten, des Pastors in seiner Kirche, in seiner Gemeinde. Sp&auml;ter kann sich Petrus &bdquo;als Mit&auml;ltester&ldquo; bezeichnen. Hirtendienst bedeutet in der Sprache der Bibel, sich um die Menschen zu k&uuml;mmern, die in der Gemeinde sind. Seelsorge, Ermahnung, Ermutigung, Tr&ouml;sten &ndash; das ist von nun an seine Aufgabe.</p><p>Und Petrus f&auml;ngt gleich damit beim Spaziergang an. &bdquo;<em>Petrus aber wandte sich um und sah den J&uuml;nger folgen, den Jesus liebhatte, der auch beim Abendessen an seiner Brust gelegen und gesagt hatte: Herr, wer ist&rsquo;s, der dich verr&auml;t? Als Petrus diesen sah, spricht er zu Jesus: Herr, was wird aber mit diesem?&ldquo;</em> Mir f&auml;llt eine Begebenheit ein, die auf den ersten Seiten der Bibel berichtet wird. Dort steht die Geschichte von Kain und Abel. Gott fragt Kain, wo sein Bruder ist, den er umgebracht hat. &bdquo;Ich wei&szlig; es nicht. Soll ich st&auml;ndig auf ihn aufpassen?&ldquo;, &bdquo;Soll ich meines Bruders H&uuml;ter sein?&ldquo;</p><p>Gleichg&uuml;ltigkeit &ndash; Ignoranz &ndash; ohne Liebe zum N&auml;chsten &ndash; das ist doch schlimm! Ich leide gerade darunter in unserer Gesellschaft. &bdquo;Keiner k&uuml;mmert sich um mich!&ldquo; Da ist mir die Frage des Petrus sehr viel lieber: &bdquo;<em>Herr, was wird aber mit diesem?&ldquo;</em></p><p>Ich w&uuml;nsche mir, dass in unserer Gesellschaft, aber vor allem auch in unseren Gemeinden, keiner gleichg&uuml;ltig gegen&uuml;ber dem anderen ist, sondern wir uns gegenseitig wahrnehmen.</p><p>Ich w&uuml;nsche mir, dass Sie und ich nach rechts und links und nach hinten schauen, damit niemand zur&uuml;ckbleibt.</p><p>Und gleichzeitig muss ich um Vergebung bitten f&uuml;r meinen Egoismus, f&uuml;r meine Gleichg&uuml;ltigkeit, f&uuml;r meinen Mangel an Liebe.<br /><br />
&nbsp;</p><h2>&bdquo;Folge mir nach!&ldquo; &ndash; Nachfolge statt Kontrolle</h2><p>Umso erstaunlicher ist f&uuml;r mich die Reaktion von Jesus. &bdquo;<em>Jesus spricht zu ihm, zu Petrus: Wenn ich will, dass er bleibt, bis ich komme, was geht es dich an? Folge du mir nach!&ldquo;</em></p><p>&bdquo;Was geht es dich an?&ldquo; Das klingt seltsam! Vielleicht hilft eine kleine Geschichte, dies zu verstehen:</p><p>Ein Junge wurde gefragt, welchen Beruf Petrus ausge&uuml;bt h&auml;tte. Seine Antwort: &bdquo;Polizist.&ldquo; &bdquo;Wie kommst Du denn darauf?&ldquo; &bdquo;In der Bibel steht doch: Von jetzt an wirst du Menschen fangen.&ldquo;</p><p>Manche Christen benehmen sich wie Polizisten. Nein, sie fangen keine Menschen, aber sie sehen ihre Aufgabe darin, andere Christen zu kontrollieren, zu bevormunden. Es wird vorgeschrieben, was der andere zu tun oder zu lassen hat. Jesus setzt die Ma&szlig;st&auml;be zurecht: Die erste Aufgabe f&uuml;r Petrus &ndash; und auch f&uuml;r Sie und mich &ndash; ist: &bdquo;Folge mir nach.&ldquo;</p><p>Am Kreuz von Golgatha hat Jesus sein Leben zur Erl&ouml;sung gegeben, und ich nehme dankbar seine Liebe an, seine Vergebung, seinen Frieden: &bdquo;<em>Hab keine Angst, ich habe dich erl&ouml;st. Ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du geh&ouml;rst mir</em>.&ldquo; Ich geh&ouml;re Jesus, ihm allein!</p><p>Und darum bleibt dies die wichtigste Aufgabe: &bdquo;Folge mir nach.&ldquo; Jesus folgen, d.h. sich auf Jesus konzentrieren, d.h. mit ganzer Aufmerksamkeit auf ihn h&ouml;ren. Jesus folgen, d.h. gehorsam sein Wort halten. Jesus folgen, das ist es, was Jesus von dem erwartet, der zu ihm geh&ouml;rt.</p><p>&bdquo;Folge mir nach&ldquo;, das ist der Weg, wie Petrus seinen gro&szlig;en Auftrag erf&uuml;llen kann: &bdquo;<em>Weide meine L&auml;mmer.&ldquo;</em> Indem er versteht und lebt, was Jesus sagt. Indem Petrus selbst ein Vorbild in der Nachfolge ist.</p><p>Das hat Petrus verstanden. So schreibt er sp&auml;ter in einem seiner Briefe &uuml;ber die Gemeindeleiter: <em>&bdquo;Dabei sollt ihr die Menschen, die eurer Leitung unterstellt sind, nicht bevormunden, sondern sie durch euer gutes Beispiel leiten.&ldquo;</em> Leiten durch Vorbild.</p><p>Nicht bevormunden, nicht kontrollieren, nicht vorschreiben, wie der Einzelne seinen Glauben zu leben hat.</p><p>Sondern vertrauen: Jeder, der an Jesus glaubt, steht oder f&auml;llt seinem Herrn und f&uuml;hrt sein Leben in Verantwortung vor Gott. Ich glaube, dass Gott seine Kinder zu m&uuml;ndigen Christen macht.</p><p>Das hilft mir, mich nicht mit anderen zu vergleichen und vielleicht neidisch auf andere Christen zu werden. Darum schaue ich nicht: Was macht der oder die andere? Sondern ich sehe auf Jesus, er hat seinen Weg mit mir, und ich vertraue einfach: Du bist f&uuml;r mich da, und f&uuml;r jeden, der an Jesus glaubt und ihm vertraut.<br />
&nbsp;</p><h2>Johannes &ndash; ein treuer Zeuge in Demut</h2><p>Johannes stellt noch etwas richtig: &bdquo;Da kam unter den Br&uuml;dern die Rede auf: Dieser J&uuml;nger stirbt nicht.&ldquo; Aber Jesus hatte nicht zu ihm gesagt: Er stirbt nicht, sondern: &bdquo;Wenn ich will, dass er bleibt, bis ich komme, was geht es dich an?&ldquo; Die Aussage von Jesus ist keine Prophetie &uuml;ber Johannes. Das haben die Menschen daraus gemacht, die nicht richtig zugeh&ouml;rt haben.</p><p>So w&auml;re es beinahe zu einer gef&auml;hrlichen Irrlehre gekommen. Johannes w&auml;re Mittelpunkt einer besonderen Verehrung geworden. Alle h&auml;tten auf ihn geschaut: Lebt er noch?</p><p>Johannes ist gestorben &ndash; wohl sehr alt und als einziger Apostel eines nat&uuml;rlichen Todes, obwohl auch er Verfolgung und Verbannung erlebt hat. Aber er ist gestorben. Es ist ein Ger&uuml;cht, das aber den einen oder anderen verunsichert haben mag.</p><p>Johannes ist nichts anderes als ein Mitarbeiter Gottes. Ein Zeuge f&uuml;r Jesus, der glaubw&uuml;rdig und wahrhaftig ist. So wird er wahrgenommen. Und er will auch nichts anderes sein. Darum kann er im Hintergrund bleiben, schweigend. Er wei&szlig;: Jesus hat seinen Weg mit mir, und ich folge ihm.</p><p>Diese Haltung der Demut, der Festigkeit w&uuml;nsche ich Ihnen und mir.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Dietmar Kranefeld</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17317236.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Dietmar Kranefeld]]></author>
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      <pubDate>Sat, 11 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Dreimal nachgefragt]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Johannes 21,15-19 – ausgelegt von Wolfgang Helming.</em><br/>
<h2>Der g&ouml;ttliche Auftrag an Petrus</h2><p>Wenn jemand dreimal die gleiche Frage stellt, hat er die Antwort nicht verstanden oder es wird die Wichtigkeit dieser Frage hervorgehoben.&nbsp;Jesus, der Sohn Gottes, hat Petrus bestimmt verstanden, denn er gibt jedes Mal nach der Antwort von Petrus, diesem einen Auftrag.</p><p>Petrus ist traurig, weil Jesus ihn durch diese wiederholten Fragen an seine Schuld erinnert. Dreimal hat Petrus geleugnet, Jesus Christus zu kennen, und nun stellt ihm Jesus dreimal dieselbe Frage.</p><p>Es ist Jesus Christus ein besonderes Anliegen. Weide meine Schafe, weide meine L&auml;mmer und nochmal, weide meine Schafe. Ein g&ouml;ttlicher Auftrag an Petrus, die an Jesus Christus Gl&auml;ubigen zu weiden. Petrus soll der Hirte sein, der sich um diese Menschen sorgen soll, sie leiten, sie begleiten.&nbsp;</p><p>Petrus selbst gibt diese Aufgabe sp&auml;ter an die Gemeindeleiter weiter. Er schreibt im 1. Petrusbrief in Kapitel 5 Vers 2: <em>&bdquo;Weidet die Herde Christi, die euch befohlen ist.<strong>&ldquo;</strong></em></p><p>Jesus Christus wei&szlig;, wem er diese Aufgabe anvertraut, er kennt die St&auml;rken und die Schw&auml;chen von Petrus sehr genau. So wie Jesus Christus, der Sohn Gottes, von allen Menschen die St&auml;rken und die Schw&auml;chen kennt.<br />
&nbsp;</p><h2>Gott kennt seine Auserw&auml;hlten</h2><p>Als Jeremia, ein Prophet aus dem Alten Testament, ruft: &bdquo;Nein, ich kann diesen Predigtauftrag nicht &uuml;bernehmen. Ich bin zu jung.&ldquo;, erkl&auml;rt Gott ihm deutlich, dass er, Gott selbst, auf ihn aufpassen wird. Denn er kennt Jeremia schon, bevor Gott ihn im Mutterleib bereitet.</p><p>Mose, der Mann, der mit Gott streitet, als Gott ihn beruft, um Israel aus &Auml;gypten zu f&uuml;hren, sagt: &bdquo;Ich kann nicht gut reden.&ldquo; Gott erkl&auml;rt Mose, dass er das wei&szlig; und er Aaron, den Bruder von Mose, ihm an die Seite stellen wird.</p><p>Der Richter und Prophet Samuel soll im Auftrag Gottes einen Mann in einer feierlichen Zeremonie zum K&ouml;nig &uuml;ber Israel ausrufen. Jedes Mal, wenn Samuel denkt: &bdquo;Das ist der Mann!&ldquo;, sagt Gott: &bdquo;Nein.&ldquo; Erst als der junge David kommt, da sagt Gott: &bdquo;Das ist der Mann!&ldquo;</p><p>Gott wei&szlig; alles, er macht keine Fehler, seine Pl&auml;ne sind nie falsch oder m&uuml;ssen korrigiert werden. Deshalb ist ein Leben mit Gott, mit Jesus Christus, nie falsch. Das hei&szlig;t nicht, dass es leicht ist, hier auf dieser Erde kann es sogar richtig schwer sein, aber daf&uuml;r wird es sp&auml;ter, wenn der Mensch bei Gott lebt, umso sch&ouml;ner sein.<br />
&nbsp;</p><h2>Gottes Plan f&uuml;r unser Leben</h2><p>Menschen, die mit Jesus Christus leben, haben von Jesus Christus auch Aufgaben bekommen. Aufgaben, die sie mit der Hilfe von Christus bew&auml;ltigen k&ouml;nnen, um so anderen Menschen zu helfen und sie mit Jesus Christus bekannt zu machen.</p><p>Menschen, die Pl&auml;ne f&uuml;r ihr Leben haben, andere Pl&auml;ne als Gott sie hat. Wenn dann Gott in ihr Leben hineinspricht, erkennen diese Menschen ihre wirkliche Bestimmung.</p><p>Thomas John Barnardo war so ein Mann. Er wollte unbedingt als Chirurg in die Mission, aber Gott sah das anders. Eines Nachts auf dem Weg in seine Wohnung fiel er fast &uuml;ber einen obdachlosen Jungen.</p><p>Er nahm ihn mit zu sich, weil es drau&szlig;en bitterkalt war. Er lernte durch diesen Jungen eine v&ouml;llig neue Welt kennen, die Welt der namenlosen Kinder in London.</p><p>Alle konnte er nicht aufnehmen, aber er versuchte zu helfen, wo es ging. Eines Abends wies er einen Jungen ab, weil er keinen Platz mehr hatte. Am n&auml;chsten Tag erfuhr er, dass der Junge erfroren war.</p><p>Ein Weckruf f&uuml;r den Mann, dem klar wurde, was er zu tun hatte. Bis heute werden in den H&auml;usern, die gegr&uuml;ndet wurden, Zigtausende von Jungen und M&auml;dchen aufgenommen.</p><p>Eine Arbeit, die ihren Anfang nahm bei dem Mann, der eigentlich etwas ganz anderes tun wollte. Jesus Christus hatte ihm die Augen ge&ouml;ffnet, durch den Tod eines Jungen.</p><p>Petrus will eigentlich wieder fischen gehen, aber Jesus Christus hat ganz andere Pl&auml;ne mit ihm.</p><p>Es gibt viele Menschen, die sich schon ausgemalt haben, wie ihre Zukunft wohl aussehen wird und dann greift Jesus Christus in ihr Leben ein und alles wird anders.<br />
&nbsp;</p><h2>Ein Leben mit Gott &ndash; Schutz, Kraft und Liebe</h2><p>Ein Leben mit Jesus Christus an der Seite lohnt sich immer, weil der Sohn Gottes einen besch&uuml;tzt, einem Menschen Kraft schenkt und Freude erleben l&auml;sst, selbst wenn die Umst&auml;nde nicht danach aussehen.</p><p>Die Bibel berichtet von einem Propheten, der auf dem Weg in eine Stadt ist. Sein Diener und er m&uuml;ssen durch das Heer der Feinde und der Diener ruft: &bdquo;Herr, wie soll das gehen?&ldquo; Der Prophet hebt die Augen zum Himmel und ruft zu Gott: &bdquo;Herr, &ouml;ffne ihm die Augen.&ldquo; Und dann sieht der Diener, dass um diese Feinde ein riesiges Heer von Engeln ist.</p><p>Da erkennt auch der Diener, dass Menschen, die mit Gott gehen, von diesem Gott besch&uuml;tzt werden k&ouml;nnen, wenn es n&ouml;tig ist.</p><p>Das gilt auch f&uuml;r die Menschen heute. Wer sich dem allm&auml;chtigen Gott anvertraut, der wird auch von ihm besch&uuml;tzt.</p><p>Wer zu Jesus Christus kommt, um sein Leben ihm zur Verf&uuml;gung zu stellen, der wird gesegnet sein, auch in schwierigen Situationen des Lebens. Die Liebe Gottes ist ein nie endender Quell.</p><p>Daraus k&ouml;nnen die Menschen jeden Tag neu sch&ouml;pfen. Diese Speise bekommt den Menschen immer.</p><p>Diese Quelle ist immer erreichbar f&uuml;r jeden Menschen, der danach sucht.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Wolfgang Helming</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17316702.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Wolfgang Helming]]></author>
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      <pubDate>Fri, 10 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[„Kinder, das Frühstück ist fertig!“]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Johannes 21,1-14 – ausgelegt von Antje de Boer.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Johannes 21,1-14 – ausgelegt von Antje de Boer.</em><br/>
<h2>Das t&auml;gliche Fr&uuml;hst&uuml;ck &ndash; ein Bild von F&uuml;rsorge und Geborgenheit</h2><p>"Kinder, das Fr&uuml;hst&uuml;ck ist fertig!"</p><p>Sie sind Vater oder Mutter und haben das Fr&uuml;hst&uuml;ck f&uuml;r Ihre Familie zubereitet. Meistens ist es wohl so, dass Sie das als Elternteil tun, Sie wissen doch genau, was jeder gerne isst und auch, was die Kinder brauchen. Es geht morgens am schnellsten, wenn Sie es tun. Und Sie tun es ja gerne, denn Sie lieben Ihre Familie und die Kinder finden es gut, wenn sie sich an den gedeckten Tisch setzen k&ouml;nnen, wenn die Schulbrote gemacht sind. Die Kinder nehmen es als selbstverst&auml;ndlich hin, dass Sie das f&uuml;r sie tun und wenn es mal nicht so l&auml;uft, wie sie es gewohnt sind, kann es auch schon mal zu Bemerkungen oder Beschwerden kommen. Aber im Wesentlichen l&auml;uft der Alltag so ab &ndash; jeder bekommt am Morgen etwas in den Bauch, das ihn startklar f&uuml;r den Tag macht.</p><p>Nat&uuml;rlich gibt es auch Familien, da muss alles so schnell gehen, dass es f&uuml;r die gemeinsame Mahlzeit kaum Zeit gibt, wo der Stress regiert, alle sich beeilen m&uuml;ssen oder wo ungewohnte Ver&auml;nderungen in der Familienstruktur zu Kummer und Sorgen gef&uuml;hrt haben, die schwer zu ertragen sind.</p><p>Aber ich gehe mal davon aus, dass das Fr&uuml;hst&uuml;ck zusammen eingenommen wird und dass sich die Familienmitglieder dabei &uuml;ber das unterhalten, was sie bewegt, was am Tage so ansteht, auf was sie sich freuen, wor&uuml;ber sie sich &auml;rgern oder was sie f&uuml;rchten. Und &hellip; bei dieser Mahlzeit k&ouml;nnen sie sich geborgen f&uuml;hlen.<br />
&nbsp;</p><h2>Mahlzeiten mit Jesus &ndash; Gemeinschaft mit Au&szlig;enseitern und J&uuml;ngern</h2><p>Das gemeinsame Mahl kann so wichtig sein, wie ich in vielen Stellen in der Bibel davon erfahre. Besonders im Neuen Testament h&ouml;re ich von vielen Mahlzeiten, die Jesus mit den unterschiedlichsten Menschen eingenommen hat, meistens mit gesellschaftlich Ge&auml;chteten, oder von Gesellschaft und den Pharis&auml;ern Abgelehnten. Und viele Male h&ouml;re ich von Mahlzeiten mit seinen J&uuml;ngern.</p><p>Nicht nur das Mahl am Vorabend des Passahfestes, das als Jesu Verm&auml;chtnis f&uuml;r Christen so eine gro&szlig;e Bedeutung hat, sondern auch das Fr&uuml;hst&uuml;ck, das Jesus am See Tiberias f&uuml;r einige seiner J&uuml;nger bereitet, z&auml;hlt zu den wichtigen Mahlzeiten, bei denen Jesus besondere Mitteilungen macht.</p><p>&nbsp;</p><h2>Eine Nacht auf dem See &ndash; Trauer, Ungewissheit und eine vertraute Stimme</h2><p>Einige J&uuml;nger &ndash; darunter Simon Petrus, Thomas, genannt der Zwilling, die S&ouml;hne des Zebed&auml;us, also auch Johannes, der J&uuml;nger, der Jesus sehr nahestand oder den er liebte, wie es oft hei&szlig;t, und noch zwei namentlich nicht Genannte &ndash; kamen &ndash; wie Jesus es bei seiner letzten Begegnung mit ihnen gew&uuml;nscht hatte &ndash; am Abend ans Ufer des Sees Tiberias in Galil&auml;a zur&uuml;ck.</p><p>Jesus ist gekreuzigt und auferstanden und ist vielen Menschen und auch ihnen in Fleisch und Blut begegnet &ndash; ein lebendiger und dennoch vergeistigter Mensch, der den Tod &uuml;berwunden hat und wiedergekehrt ist. Aber die J&uuml;nger sind immer noch ver&auml;ngstigt, verunsichert und sie f&uuml;hlen sich verlassen, da Jesus nicht mehr immer bei ihnen ist wie gewohnt.</p><p>Sie kommen an den See und wissen vielleicht nicht, was sie tun sollen. Wieder zu ihrem alten Job zur&uuml;ckkehren als Fischer? In das Boot steigen, das drei Jahre dort gelegen hat, nachdem Jesus sie zu Menschenfischern ernannt hatte? Was spricht dagegen, das zu machen, was sie ihr ganzes Leben getan haben?</p><p>Simon Petrus beschlie&szlig;t, fischen zu gehen, steigt ins Boot, zieht seine Kleider aus bis auf den Lendenschurz und die anderen tun es ihm nach. Die ganze Nacht sind sie drau&szlig;en auf dem See. Ich stelle mir vor, dass sie schweigen, traurig ihren Gedanken nachh&auml;ngen, an Jesus denken, ihn vermissen und dennoch im Kummer dar&uuml;ber vereint sind. Die Stunden vergehen, sie fangen nichts und als die Morgend&auml;mmerung heraufzieht, beschlie&szlig;en sie, ans Ufer zur&uuml;ckzurudern.</p><p>W&auml;hrend sie rudern, k&ouml;nnen sie am Ufer einen Menschen ausmachen. Ein Feuer brennt. Als sie in Rufweite gelangen, werden sie angerufen: "Hallo Kinder, habt ihr nichts gefangen?" In dieser Frage h&ouml;ren sie keinen Spott, nur aufrichtige Besorgnis und Simon Petrus antwortet mit einem Wort: &bdquo;Nichts!&ldquo;</p><p>Wieder spricht der Fremde sie an: &bdquo;Werft euer Netz auf der rechten Seite aus! Dann werdet ihr Fische fangen!&ldquo; Wieder ist in diesen Worten nur Freude und Freundlichkeit zu h&ouml;ren, und so tun sie, was der Fremde am Ufer ihnen zuruft. Es vergehen nur wenige Augenblicke und unz&auml;hlige Fische zappeln in ihrem Netz. Johannes erinnert sich an eine &auml;hnliche Begebenheit und er ist sich so sicher, dass er laut ausruft: &bdquo;Es ist der Herr!&ldquo;</p><p>Die Klarheit dieser Worte erf&uuml;llt die J&uuml;nger mit &uuml;berm&auml;&szlig;iger Freude und Simon Petrus kann sich nicht mehr beherrschen; er wirft seine Kleider &uuml;ber und springt ins Wasser, wie er es schon einmal getan hat, damals als Jesus auf dem Wasser ging. Er kann es kaum abwarten, zum Herrn zu gelangen. Jesus l&auml;sst sie das Boot an Land bringen und breitet seine Arme aus: "Kommt, das Fr&uuml;hst&uuml;ck ist bereitet!"</p><p>&nbsp;</p><h2>&bdquo;Kommt, Kinder!&ldquo; &ndash; Jesus l&auml;dt zur Gemeinschaft und F&uuml;lle ein</h2><p>Da ist es: dieses &bdquo;Komm!&ldquo; Es bedeutet: &bdquo;Kommt, meine Kinder!&ldquo; Dieser Ruf erf&uuml;llt mit Liebe und F&uuml;rsorge, Trost und Helligkeit diesen fr&uuml;hen d&auml;mmrigen Morgen am See Tiberias. Die J&uuml;nger sind &uuml;berw&auml;ltigt. Sie sehen das Feuer, auf dem duftendes Brot und Fische liegen. Sie sp&uuml;ren jetzt einen &uuml;berm&auml;chtigen Hunger, mehr als der Wunsch nach k&ouml;rperlicher S&auml;ttigung, nach Erf&uuml;llung ihres von Trauer und Kummer &uuml;berdeckten starken Bed&uuml;rfnisses nach Jesus, nach seiner Liebe, seiner F&uuml;hrung, seiner Gegenwart.</p><p>Jesu N&auml;he umh&uuml;llt sie und sofort ist die tiefe Verbundenheit zu sp&uuml;ren, wie sie auch in einer Familie bei einer gemeinsamen friedlichen Mahlzeit erlebt werden kann.</p><p>Ich stelle mir diese Szene vor und sie f&uuml;hlt sich vertraut an. So erlebe ich Familie in reinster Form, alle Teil eines gro&szlig;en Ganzen, das mehr ist als alle seine Teile.</p><p>Das ist es f&uuml;r mich: Alle Gesch&ouml;pfe der Erde zusammen sind durch Jesus Christus und in ihm mehr als nur ihre Teile, alle unsere F&auml;higkeiten oder M&ouml;glichkeiten sind durch ihn viel mehr. Es ist ein unvorstellbar wunderbares Leben, das uns durch Jesus Christus erwartet, wenn wir seinem liebevollen Zuruf folgen:</p><p>&bdquo;Kommt, Kinder! Es ist alles bereit!&ldquo;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Antje de Boer</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17316093.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Antje de Boer]]></author>
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      <pubDate>Thu, 09 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Zerbrochener Glaube]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Johannes 20,24-31 – ausgelegt von Dirk Bösenberg.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Johannes 20,24-31 – ausgelegt von Dirk Bösenberg.</em><br/>
<h2>Der zweifelnde Thomas &ndash; Wenn der Glaube zerbricht</h2><p>&bdquo;Wenn ich nicht in seinen H&auml;nden die Abdr&uuml;cke der N&auml;gel sehe und meine Finger in die Abdr&uuml;cke der N&auml;gel lege und meine Hand in seine Seite dr&uuml;cke, weigere ich mich zu glauben.&ldquo;</p><p>Das sagt ein J&uuml;nger von Jesus; ich m&ouml;chte versuchen, mich in diesen Menschen hineinzudenken. Es ist Thomas, den man &ndash; so stelle ich es mir vor &ndash; kaum von seinem Bruder unterscheiden kann. Einer, der seit Kindesbeinen lesen und schreiben kann, und dazu die f&uuml;nf B&uuml;cher Mose mehr als gut kennt. Einer von denen, der von Johannes dem T&auml;ufer geh&ouml;rt hat: Dieser Jesus &ndash; das ist Gottes Lamm, das der Welt S&uuml;nde tr&auml;gt, und &ndash; dieser ist Gottes Sohn. Dann lernt Thomas drei Jahre bei Jesus die Schrift, d.h. das Alte Testament, und den Vater Jesu noch viel genauer kennen. Es erfolgt ein Bruch durch Jesu Sterben am Kreuz und das leere Grab. Thomas wird nicht als Glaubensheld geschildert. Bei ihm ist alles in die Br&uuml;che gegangen. Sein Glaube fehlt. Da ist nicht ein Funke Glaube mehr vorhanden. Genau das wird hier dokumentiert. Thomas wei&szlig;, dass das Grab leer ist: Ja, Wissen ist noch nicht Glaube. Er weigert sich zu glauben, dass Jesus auferweckt wurde. Warum will Thomas die Abdr&uuml;cke der N&auml;gel sehen, die durch die Hand ins Holz getrieben wurden und dadurch den Handr&uuml;cken auf dem Holz ausbluten lie&szlig;en?<br />
&nbsp;</p><h2>Das Holz in der Bibel &ndash; Fluch, Trennung und Rettung</h2><p>Die Antwort findet sich f&uuml;r mich in dem j&uuml;dischen Hintergrund. In der hebr&auml;ischen Bibel steht f&uuml;r das Wort Holz das Wort &bdquo;ez&ldquo;: und das bedeutet neben Holz auch Balken, Pfahl oder Baum.</p><p>Thomas wei&szlig; aus seiner Bibel: Wer zum Tode verurteilt ist und am Holz h&auml;ngt, der ist von Gott verflucht (5. Mose 21, 22-23). Es ist schon grausam, f&uuml;r Schuld mit dem Tod bestraft zu werden. Noch viel schlimmer ist es, im Tod verflucht zu werden, ohne Frieden zu sterben, ohne Segen, von Gott entfernt zu bleiben. Nur wenn Jesus auferweckt wurde, nur dann, hat Gott selbst das Allerschlimmste nicht nur abgeschafft, sondern auf sich selbst genommen, sodass es niemand anderen mehr treffen muss.</p><p>Das zweite Holz, der zweite Baum, steht im Garten Eden. Satan hatte es geschafft, mit Unterst&uuml;tzung des Menschen und mithilfe der Frucht des Baumes, den Menschen von Gott zu trennen, und die Gemeinschaft zu zerst&ouml;ren. Aus dem Leben mit Gott wurde ein Leben ohne Gott. Die Folge: der Tod als Totalschaden. Satan hatte aus dem Besten das Schlechteste gemacht. Als Jesus auferweckt wurde, hat Gott aus dem Schlechtesten das Beste gemacht. Dann hat er aus dem Tod das Leben geschaffen, und aus der Trennung von Gott das Leben mit Gott. Das w&auml;re doch zu sch&ouml;n, um wahr zu sein.</p><p>Und das dritte Holz waren die T&uuml;rbalken mit Blut in jener ersten Passanacht Israels als sie noch in &Auml;gypten waren. Das Blut an den T&uuml;rpfosten rettete die Israeliten vor dem Todesgericht (2. Mose 12,12). Das war der Anfang, um aus der Knechtschaft &Auml;gyptens erl&ouml;st zu werden.<br />
&nbsp;</p><h2>Die Begegnung mit dem Auferstandenen &ndash; Glaube durch Jesu Kraft</h2><p>Thomas weigert sich, zu glauben, weil er nicht glauben kann. Deshalb sagt Jesus, als sie sich begegnen &ndash; so stelle ich mir das jedenfalls vor: &bdquo;Stopp: Nichtglaube! Aber ab jetzt: Glaube!&ldquo; &bdquo;Stopp: Nichtglaube! Aber ab jetzt: Glaube!&ldquo;</p><p>Und sofort konnte Thomas glauben! Thomas, und alle, die bei ihm sind, erleben als Augenzeugen, wie es Hans-Peter Royer ab und zu sagte: &bdquo;Jesus erfreut sich bester Gesundheit.&ldquo; Und sie erfahren: Jesus kommt in das Leben des Thomas hinein. Ja, zuerst kommt Jesus in das Leben des Thomas hinein, und dann nimmt Thomas Jesus in sein Leben auf.</p><p>Durch die Worte Jesu konnte Thomas sofort glauben. Es geschah wie bei der Sch&ouml;pfung, wie bei der Sturmstillung, wie bei den Blinden, wie bei den Gel&auml;hmten, wie bei den Auss&auml;tzigen. Allein durch die Kraft Jesu ist der Glaube da, einfach so. Mit Jesus leben, geht nur durch seine Kraft. Wenn nur Jesus den Anfang schafft, dann schafft nur er auch alles weitere.</p><p>Manchmal habe ich noch so viel Kraft, dass Jesus nicht mit seiner Kraft in mir wirken kann. Die Worte Jesu kommen mit Macht von au&szlig;en in Thomas hinein, und nicht von innen hoch. Statt eines tiefen Eindrucks &ndash; gibt es eine echte Begegnung, statt Traum &ndash; sind es handfeste Abdr&uuml;cke, statt Einbildung &ndash; erlebt Thomas eine Offenbarung. Es brauchte auch nicht Petrus als Vermittler oder Johannes als Coach. Thomas l&auml;uft vorher nicht von einem zum anderen und fragt: Habt ihr etwas geh&ouml;rt? H&auml;tte er das gemacht, dann h&auml;tte er nicht zu Jesus gesagt: &bdquo;Mein Herr und mein Gott.&ldquo; Thomas erlebt buchst&auml;blich: &bdquo;Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem einzelnen Wort, das aus dem Munde Gottes geht.&ldquo; (5. Mose 8,3 / Matth&auml;us 4,4)</p><p>Mich begeistert auch noch: Jesus &uuml;berrascht Thomas. Jesus kommt zu Thomas, als sein Glaube zerbrochen ist, hinein und nimmt sich Zeit f&uuml;r Thomas. Ja, Jesus, der Sohn Davids, hat Thomas lieb, und macht es so, wie es f&uuml;r Thomas gut ist. Und, Jesus will Thomas so haben, wie er ist, nicht so leicht zu &uuml;berzeugen und will ihn genau so gebrauchen. Jesus macht es manchmal ganz sch&ouml;n spannend.<br />
&nbsp;</p><h2>Das Bekenntnis des Thomas &ndash; und die Frage an uns</h2><p>Thomas kann nicht aus eigener Kraft glauben, sondern nur durch die Kraft und die Worte Jesu. Deshalb glaubt er jetzt: Jesus wurde auferweckt und lebt; Gott ist in Jesus, dem Sohn Gottes da, und Gott selbst war in dem Schlimmsten am Kreuz festgenagelt worden, und Gott hat daraus das Beste gemacht. Ja, Gott hat in Jesus selbst das allerschlimmste Gericht auf sich selbst genommen, sodass es niemand anderen mehr treffen muss. Er hat es geschafft. Es ist wirklich wahr: Er hat aus dem Schlechtesten das Beste gemacht, und es gibt wirklich eine pers&ouml;nliche Beziehung zu dem lebendigen Jesus und ewigen Gott.</p><p>Zwei Fragen bleiben: M&ouml;chte ich, dass Jesus mit seinem Leben in mein Leben hineinkommt? Und m&ouml;chte ich Jesus recht geben, dass ich nicht mehr aus eigener Kraft im Glauben lebe?</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Dirk Bösenberg</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17315512.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Dirk Bösenberg]]></author>
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      <title><![CDATA[Friede mit euch]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Johannes 20,19-23 – ausgelegt von Michael Oberländer.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Johannes 20,19-23 – ausgelegt von Michael Oberländer.</em><br/>
<p><strong>Die verschlossenen T&uuml;ren &ndash; Angst und Hoffnungslosigkeit der J&uuml;nger</strong></p><p>Die J&uuml;nger Jesu haben sich am Abend des ersten Ostertages eingeschlossen. Sie schlottern vor Angst. Zu vieles war passiert in den vergangenen Tagen. Ihr Herr und Meister Jesus war verhaftet, abgeurteilt, gekreuzigt und begraben worden. Alle Hoffnungen, dass er sie in eine strahlende Zukunft f&uuml;hrt, sind dahin. Zudem hatte eine Nachricht sie vollends verwirrt: Jesus sei auferstanden, nicht mehr im Grab, er lebe. Doch diese Nachricht l&auml;sst sie merkw&uuml;rdig kalt. Eine Frau, Maria von Magdala, hat sie ihnen gebracht &ndash; doch eine Frau gilt zu ihrer Zeit als Zeugin nicht viel. &Uuml;berzeugen kann sie die Aussage der Maria daher schon gar nicht. Zudem m&uuml;ssen sie bef&uuml;rchten, dass es ihnen als Jesusleuten nun auch an den Kragen geht. So sitzen sie hinter verrammelten T&uuml;ren und wissen nicht weiter.</p>

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<p><br /><strong>Friede sei mit euch &ndash; Vergebung statt Vorwurf</strong></p><p>In dieser aussichtslosen und hoffnungslosen Lage ereignet sich das Unglaubliche: Jesus selbst erscheint in ihrer Mitte. Was wird er ihnen zu sagen haben? M&uuml;ssten sie jetzt nicht eine geharnischte Gardinenpredigt von ihm zu h&ouml;ren bekommen? Etwa in der Tonart: Ihr seid mir ja sch&ouml;ne Freunde. Drei Jahre waren wir miteinander unterwegs und als es brenzlig wurde, habt ihr mich alle im Stich gelassen. Kein Wort davon. Kein Vorwurf ist zu h&ouml;ren. Stattdessen: Friede sei mit euch. Das hei&szlig;t: Es ist gut zwischen uns. Ich halte euch nicht vor, dass ihr Angst hattet und euch aus dem Staub gemacht habt. All das steht nicht zwischen uns &ndash; es ist vergeben &ndash; ich bin bei euch. Jesus zeigt ihnen seine Wundmale. Er hat sie sich ja gerade zuf&uuml;gen lassen, damit Frieden wird zwischen Gott und Menschen. Eben der Frieden, von dem er seinen J&uuml;ngern gesagt hat, dass sie diesen Frieden nirgends sonst in dieser Welt finden k&ouml;nnen. Der Frieden, der dort entsteht, wo ein Mensch gesagt bekommt: Dir ist vergeben &ndash; es ist ausgel&ouml;scht, was du an Schuld, Versagen und Selbstvorw&uuml;rfen mit dir herumgeschleppt hast. In diesem Moment schl&auml;gt die Stimmung um; befreit von Selbstvorw&uuml;rfen und Angst werden die J&uuml;nger erf&uuml;llt von etwas, mit dem sie in ihrer Lage sicherlich am wenigsten gerechnet h&auml;tten: Freude! Freude &uuml;ber Jesus, dar&uuml;ber, dass er lebt, zu ihnen kommt und sie losspricht von ihrem Versagen.</p>

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<p><strong>Der Auftrag &ndash; Gesandt wie Jesus gesandt wurde</strong></p><p>Doch damit nicht genug. Jesus l&ouml;st sie mit seinem Friedensgru&szlig; nicht nur von ihrer Vergangenheit. Mit seinen n&auml;chsten Worten &ouml;ffnet er den J&uuml;ngern den Blick f&uuml;r die Zukunft: Friede sei mit euch. Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Davon hat er mehrfach zu seinen J&uuml;ngern gesprochen: Dass sie teilhaben sollen an seiner Sendung in die Welt. Dass sie &ndash; wie er &ndash; unter und an den Menschen heilsam wirken werden. Jesus hat ihnen zugesagt, dass er sie auserw&auml;hlt hat, in Gottes Kraft bleibende Spuren in dieser Welt zu hinterlassen. Wer h&auml;tte damit gerechnet, dass er zu seinen Worten steht &ndash; nach allem, was geschehen ist? Nach allem, worin sie versagt haben? Wer h&auml;tte darauf hoffen k&ouml;nnen, dass Jesus sie nicht fallen l&auml;sst und sie an seiner Statt fortsetzen d&uuml;rfen, was er begonnen hat: Aller Welt und ihren Menschen die gute Nachricht bringen, dass Gott es gut meint mit ihnen? Jesus steht zu seinen Worten, zu seinen J&uuml;ngern und zu dem Auftrag, den er ihnen gegeben hat und den er nun wiederholt: &bdquo;Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sagte zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Denen ihr die S&uuml;nden erlasst, denen sind sie erlassen; denen ihr sie behaltet, sind sie behalten." (Johannes 20,22&ndash;23) Die J&uuml;nger d&uuml;rfen weitergeben, was sie selbst gerade empfangen haben: Vergebung. Jedem Menschen, der unter seiner Schuld und Last vor Gott leidet, d&uuml;rfen sie im Auftrag Jesu zusagen: Dir ist vergeben. Demjenigen aber, der davon nichts wissen will, sollen sie seine Schuld belassen. Die Vergebung wird niemandem aufgezwungen. Diesen gro&szlig;en und herausfordernden Auftrag sollen sie nicht aus eigener Kraft bew&auml;ltigen. Ihnen wird zugesprochen, was auch am Pfingsttag Wirklichkeit geworden ist: der Heilige Geist soll sie erf&uuml;llen und ihnen geben, was sie f&uuml;r ihre Aufgabe n&ouml;tig haben.</p>

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<p><strong>Pers&ouml;nliche Aneignung &ndash; Was diese Botschaft f&uuml;r mich bedeutet</strong></p><p>Mit dieser Erz&auml;hlung kann ich, k&ouml;nnen Sie nun auf zweierlei Art umgehen. Die erste kann so aussehen, dass wir schlicht zur Kenntnis nehmen, was uns hier gesagt wird. Als nette, erbauliche Geschichte, die mit unserem Leben wenig zu tun hat. Wir k&ouml;nnen sie aber auch pers&ouml;nlich nehmen und f&uuml;r uns und unser eigenes Leben h&ouml;ren. So m&ouml;chte ich es tun. Wie oft habe ich mich schon &ndash; quasi &ndash; hinter verschlossenen T&uuml;ren zur&uuml;ckgezogen. Weil ich entt&auml;uscht war von mir selbst. Weil ich meinen gro&szlig;artigen Vors&auml;tzen, zu Jesus zu stehen, nicht treu geblieben bin. Weil ich mich &auml;ngstlich zur&uuml;ckgezogen habe, wo ich Stellung h&auml;tte beziehen sollen. Ich m&ouml;chte es in dieser Erz&auml;hlung f&uuml;r mich pers&ouml;nlich h&ouml;ren, dass Jesus hineinkommt in Situationen, in denen ich mich entt&auml;uscht &uuml;ber mich selbst zur&uuml;ckziehe und mir nichts mehr zutraue. Ich habe es selbst schon erlebt, dass mir ein anderer im Auftrag Jesu zugesprochen hat: Friede sei mit dir, dir ist vergeben. Es ist wieder gut zwischen deinem Gott und dir. Das ist eine befreiende Erfahrung, die das Herz froh macht und mit Freude erf&uuml;llt. Eine Freude, mit der ich in meinen dunklen Stunden niemals gerechnet h&auml;tte. Wenn ich entt&auml;uscht bin &uuml;ber mich selbst &ndash; Jesus ist nie entt&auml;uscht von mir. Weil er sich von vornherein gar nicht get&auml;uscht hat in mir. Er wei&szlig; um meine Ecken und Kanten, um meine St&auml;rken und Schw&auml;chen &ndash; und steht dennoch fest zu mir. Trotz des Versagens, von dem mein Leben immer wieder &uuml;berschattet wird, nimmt er mich an und beh&auml;lt mich in seinem Dienst. Er entzieht mir seinen Auftrag nicht. Gn&auml;dig erneuert er t&auml;glich seine Zusagen und nimmt mich in seinen Dienst. Als ein Mensch, dem Jesus vergeben hat, kann ich es anderen zusprechen: Dir ist vergeben. Als ein Mensch, der um seine Fehler wei&szlig;, kann ich im Auftrag Jesu anderen zusprechen: Es ist wieder gut zwischen Gott und dir. Das kann ich nicht aus eigener Kraft tun &ndash; das muss Gottes Geist in mir und durch mich bewirken. Dann geht mir auf: die anderen Menschen und ich, wir sind immer auf Augenh&ouml;he. Vergebung zusprechen kann ich nie von oben herab. Wer in seine eigenen Abgr&uuml;nde geblickt hat, wird barmherzig mit den Abgr&uuml;nden anderer und kann ihnen von dem sagen, was das Herz froh und frei macht und Zukunft er&ouml;ffnet: Vergebung. Diese Erfahrungen w&uuml;nsche ich auch Ihnen. Denn dieser Jesus, der sich damals zu seinen J&uuml;ngern gestellt hat in ihrem Versagen, in ihrer Angst und Entt&auml;uschung, ist heute noch derselbe. Tr&auml;gt noch immer die Wundmale, die er sich hat zuf&uuml;gen lassen. Spricht noch immer die Worte, die Freude wecken und Zukunft er&ouml;ffnen: Friede sei mit euch.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Michael Oberländer</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17314760.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Michael Oberländer]]></author>
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      <pubDate>Tue, 07 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Maria Magdalena]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Johannes 20,11-18 – ausgelegt von Christiane Eickholt-Schlieper.</em><br/>
<p><strong>Ostern &ndash; Tod, Auferstehung und neues Leben</strong></p><p>Ostern &ndash; K&ouml;nnen Sie mit diesem kirchlichen Fest etwas anfangen? Ich meine nicht das Eiersuchen mit der Familie, ich meine den Tod und die Auferstehung Jesu. Manche sagen: &bdquo;Weihnachten ist so viel sch&ouml;ner. Da geht es um neues Leben. Es wird ein Kind geboren. Das ist so kuschelig." Bei Ostern geht es um Leben, zuvor am Karfreitag um Tod &ndash; Jesus schenkt sein Leben und stirbt am Kreuz. Das ist mit Gewalt und Leid verbunden. Das ist die Stimmung am Ostermorgen. Aber nach diesem Tod steht die Auferstehung. Also geht es um Leben, Tod und neues Leben, das ewig dauert.</p><p>&Uuml;ber den Tod zu sprechen und nachzudenken f&auml;llt vielen in unserer Gesellschaft ja nicht so leicht; obwohl sich da in den letzten Jahren viel ge&auml;ndert hat &ndash; allein durch die Hospiz- und Palliativbewegung.</p><p>Trotzdem hat der &bdquo;Tod" seine Schrecken f&uuml;r viele nicht verloren. Er kommt schwarz und schwer daher. Bedrohlich und bedr&uuml;ckend.</p><p>Ja, es ist wahr, der irdische Tod begrenzt und beendet unser Leben, er zerst&ouml;rt Hoffnungen und Pl&auml;ne, entrei&szlig;t uns unsere Lieben und st&uuml;rzt uns in tiefe Trauer und gro&szlig;es Gef&uuml;hlschaos.</p><p>Das ist die eine Seite von Karfreitag, die Seite von Ostern hei&szlig;t &bdquo;Auferstehung von den Toten". Hei&szlig;t Leben! Leben &uuml;ber den Tod hinaus. Etwas Einmaliges, Unvorstellbares, noch nie Dagewesenes. &ndash; Wie bekomme ich Zugang dazu? Ich brauche nicht viel dazu zu tun: Ich wende mich nur Jesus zu und vertraue ihm.</p>

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<p><br /><strong>Ostern als Fest der Befreiung</strong></p><p>Ostern ist vielleicht nicht das beliebteste, aber eines der wichtigsten Feste der Christen. Karfreitag ist das Zentralereignis. Jesus hat sein Leben freiwillig f&uuml;r uns hingegeben und ist so seinem himmlischen Vater gehorsam. Dadurch wird uns unsere Schuld vor Gott vergeben und der Weg zu IHM frei gemacht.</p><p>Ostern ist das Fest der Befreiung. Es geht auf das j&uuml;dische Pessach zur&uuml;ck, an dem Juden sich jedes Jahr an die Befreiung aus der Sklaverei in &Auml;gypten erinnern.</p><p>An Karfreitag feiern Christen die Befreiung von ihrer Schuld durch Jesu Tod. Dies ist eine einmalige Sache, die auch nur durch Jesus Christus geschehen konnte. Damals &ndash; zur Zeitenwende. Und nur wenige haben es live miterlebt. Wie zum Beispiel die J&uuml;nger Jesu und die Frauen, die mit ihnen unterwegs waren: Maria, die Mutter Jesu, Salome, Maria von Magdala, Johanna und Susanna.</p>

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<p><br /><strong>Maria von Magdala &ndash; eine befreite und ver&auml;nderte Frau</strong></p><p>Maria von Magdala &ndash; eine befreite und ver&auml;nderte Frau! Das erm&ouml;glicht Ostern.</p><p>Einen Teil ihrer Lebensgeschichte erlebe ich in der Bibel. Dort hei&szlig;t es &uuml;ber sie: &bdquo;Dabei begleiteten Jesus einige Frauen &hellip; zu ihnen geh&ouml;rte Maria Magdalena, die ER von 7 D&auml;monen befreit hatte." (Lk 8, 2).</p><p>Ich wei&szlig; nicht, wie dies im Einzelnen geschah. Aber eines ist mir klar: Es war eine furchtbare Belastung f&uuml;r Maria. Vielleicht war sie fr&uuml;h verwaist und ohne Eltern aufgewachsen, vielleicht war sie missbraucht worden oder zur Prostitution gezwungen worden.</p><p>Auf jeden Fall blieben dunkle Schatten aus der Vergangenheit, die sie niederdr&uuml;ckten; denen sie nicht entrinnen konnte. Das hielt sie gefangen und machte sie unfrei. Wahrscheinlich war sie auch aus der Gesellschaft ausgeschlossen.</p><p>Bestimmt war es ein lebensbedrohlicher Schmerz, der ihr Leben stark belastete. Aber Jesus befreite sie von dieser Not und den D&auml;monen, die sie qu&auml;lten, durch seine g&ouml;ttliche Kraft. Allein durch die Begegnung mit Jesus, durch eine Ber&uuml;hrung, durch ein vollm&auml;chtiges Wort von IHM konnte sie frei werden.</p><p>Das m&ouml;chte ich auch erleben: Eine heilende Begegnung mit Jesus; eine so tiefe Beziehung zum Sohn Gottes, dass ER mich frei macht von meinen &Auml;ngsten, Sorgen, Abh&auml;ngigkeiten. Dass ER mein Lebensmittelpunkt ist und bleibt und ich IHM folge mein Leben lang.</p><p>Maria ist Jesus von ihrer heilsamen Begegnung an ihr ganzes Leben lang gefolgt, freudig und loyal. Jesus ist ihr Befreier, ihr Retter, ihr Rabbi. Durch IHN und seine frohe Botschaft hat sie einen neuen Lebensinhalt, einen neuen Sinn im Leben bekommen. Durch die Gruppe um ihren Rabbi &ndash; seine J&uuml;nger und Anh&auml;nger &ndash; hat sie eine neue Familie erhalten.</p><p>Ich vermute, sie ist &auml;u&szlig;erst dankbar und baut hierauf ihr Leben und ihre Zukunft auf. Sie verdankt Jesus viel und sie bleibt auch bei IHM, als es schwierig wird und die Soldaten Jesus verhaften.</p><p>Sogar bis unters Kreuz ist sie Jesus gefolgt und hat dort ausgehalten bis zu Seinem Tod. Sie ist nicht weggelaufen vor dem Schmerz, vor der Ungewissheit, vor der Gewalt!</p>

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<p><br /><strong>Die Begegnung am leeren Grab</strong></p><p>Nun ist sie auf dem Weg zu Jesus, ihrem Herrn, ein letztes Mal. Sie will Seinen Leichnam salben, so wie es Brauch ist. Sie will Ihm einen letzten Liebesdienst erweisen, ein letztes Mal mit Jesus sein. Auf dem Weg vor die Mauern der Stadt gehen ihr viele Gedanken und Erinnerungen durch den Kopf. Aber auch die Verzweiflung bricht sich immer wieder Bahn. Was soll sie nur ohne ihn tun? Wie soll ihr Leben weitergehen?</p><p>Als sie am Grab ankommt, folgt eine Reihe von ungew&ouml;hnlichen Ereignissen: Der Stein ist vom Grab weggerollt und Jesu Leichnam ist nicht da. Alles, was sie sich vorgestellt hat, bricht zusammen. Sie weint, was mehr als verst&auml;ndlich ist. Dann folgt ein au&szlig;ergew&ouml;hnliches Gespr&auml;ch &ndash; mit Engeln. Und als sie sich danach umdreht, sieht sie Jesus, spricht ihn an und erkennt ihn nicht. Ihre Augen sehen seinen Umriss, seine Haare, sein Aussehen, das sie sehr gut kennt und trotzdem nicht erkennt. Sie kann das, was sie sieht, nicht einordnen, zu unglaublich ist es. Etwas nie zuvor Dagewesenes ist es.</p><p>Da spricht Jesus sie an. Und als sie den Klang seiner Stimme h&ouml;rt und sie mit ihrem Namen im Innersten ihres Wesens trifft, &bdquo;Maria." &ndash; da steht kein Zweifel mehr zwischen ihnen und sie wei&szlig;, es ist wahr. Er ist es. &bdquo;Rabbuni." Sagt sie. Jesus ist auferstanden, er lebt!</p><p>So eine innige Begegnung w&uuml;nsche ich mir auch &ndash; am Ende meines Lebens &ndash; wenn ich IHM gegen&uuml;berstehe.</p><p>Er sagt: &bdquo;Christiane." Und ich antworte: &bdquo;Mein Herr und mein Gott!"</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Christiane Eickholt-Schlieper</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17314117.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Christiane Eickholt-Schlieper]]></author>
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      <pubDate>Mon, 06 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Eine Überraschung am Ostermorgen]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Johannes 20,1-10 – ausgelegt von Edgar Penning.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Johannes 20,1-10 – ausgelegt von Edgar Penning.</em><br/>
<p><strong>&Uuml;berraschung am Ostermorgen &ndash; damals und heute</strong></p><p>Nach &uuml;ber 45 Jahren bleibt mir eine EC-Jugendfreizeit zu Ostern gut in Erinnerung. Am Ostermorgen um 8 Uhr wurde es etwas unruhig. Worte wie &ndash; &bdquo;Was soll das denn?" &ndash; &bdquo;Wer kommt auf solch eine verr&uuml;ckte Idee?" &ndash; &bdquo;Weg damit!" &ndash; schallten aus den Schlafzimmern der Jugendlichen. Ich hatte nachts zuvor vor jeder Schlafzimmert&uuml;r ein Banner gespannt. Darauf stand: &bdquo;Der Herr ist f&uuml;r Dich auferstanden!" Ob diese Botschaft ankam, bezweifle ich ein wenig. Eines wurde mir deutlich: &Uuml;berrasche am fr&uuml;hen Sonntagmorgen keinen Teenager im Schlafanzug.</p><p>An dem ersten Ostermorgen vor ca. 2000 Jahren sind es Frauen, die im Morgengrauen eine &Uuml;berraschung erleben. Der Evangelist Johannes erz&auml;hlt den Ostermorgen gegen&uuml;ber den anderen drei Evangelisten ein wenig anders. Die Hauptaussage aller Berichte ist allerdings deckungsgleich. Denn alle vier Evangelisten sind sich einig: Jesus, der Gekreuzigte, ist von den Toten auferstanden. Im heutigen Bibelabschnitt h&auml;lt Johannes die Erscheinung Jesu noch zur&uuml;ck. Dies erfahren wir erst im n&auml;chsten Abschnitt ab Vers 11. Gedanken dazu werden dann im zweiten Teil morgen im &bdquo;Bibel heute"-Beitrag zu h&ouml;ren sein.</p><p><strong>Maria Magdalena am leeren Grab</strong></p><p>Bleiben wir vorerst im ersten Teil, von dem Johannes berichtet. Dass die Frauen Jesus mit wohlriechenden &Ouml;len einbalsamieren wollen, erw&auml;hnt Johannes hier nicht. Seine Berichterstattung f&auml;llt an dieser Stelle sehr kurz aus. Johannes konzentriert sich mehr darauf, wie Maria Magdalena den Ostermorgen erlebt. Als Maria am Ostermorgen das Grab erreicht, traute sie ihren Augen nicht. Das Grab von Jesus war bereits ge&ouml;ffnet. Ich kann mir gut vorstellen, welche Fragen Maria gestellt hat. Wer hat den Stein vorzeitig weggerollt? Wer kommt auf solch eine kuriose Idee, einen Leichnam zu stehlen? Wohin haben sie Jesus wohl gebracht? Diese Frage stellte sie auch den J&uuml;ngern. Maria erkennt die Zeichen von Jesu Auferstehung noch nicht. Sie bleibt vorerst im Ungewissen. Auch wenn Johannes nur Maria erw&auml;hnt, bedeutet es nicht, dass nicht auch weitere Frauen anwesend sind. Daf&uuml;r spricht Vers 2, der uns gleich zwei Geheimnisse offenbart. Dort hei&szlig;t es: &bdquo;Da l&auml;uft sie (Maria Magdalena) und kommt zu Simon Petrus und zu dem anderen J&uuml;nger, den Jesus liebhatte, und spricht zu ihnen: Sie haben den Herrn weggenommen aus dem Grab, wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegt haben." Das zweite Geheimnis ist die Bezeichnung des namenlosen J&uuml;ngers, den Jesus liebhatte. Mit gr&ouml;&szlig;ter Wahrscheinlichkeit handelt es sich bei dem namenlosen J&uuml;nger um den Evangelisten Johannes selbst. Vermutlich will Johannes sich in aller Bescheidenheit nicht mit seinem Namen in den Vordergrund stellen. Als die J&uuml;nger die Nachricht von Maria erhalten, entfacht sich ein olympisches Wettrennen zwischen Petrus und Johannes. Demnach ist Johannes der sportlichere Typ. Petrus ist allerdings der mutigere und schaut zuerst in das leere Grab. Auch Johannes tritt danach in das Grab hinein. Es sieht so aus, als wenn Jesus durch das Leinentuch hindurchgeschl&uuml;pft ist. So h&auml;tte kein Mensch das Leinentuch hinlegen k&ouml;nnen. Das gepflegt zusammengefaltete Schwei&szlig;tuch hat Johannes davon &uuml;berzeugt, dass hier etwas Gro&szlig;artiges geschehen ist. Es hei&szlig;t im Text: Johannes kann glauben. Verstehen kann Johannes die Zusammenh&auml;nge der Auferstehung aber nicht. Letztendlich gehen Petrus und Johannes wieder zu den anderen J&uuml;ngern zur&uuml;ck.</p><p>Es ist auffallend, dass Petrus hier nicht zu Wort kommt. Keine Silbe kommt &uuml;ber seine Lippen. Es kann gut sein, dass es Petrus die Sprache verschlagen hat. Seine Stille macht mich nachdenklich. Vielleicht auch ein Hinweis darauf, wie sich der Gem&uuml;tszustand aller Beteiligten vor dem leeren Grab befunden hat. Zuerst Jesu Kreuzigung und jetzt das Verschwinden von Jesus. W&auml;re ich damals dabei gewesen, h&auml;tte ich mich auch zur&uuml;ckgezogen. Denn ich ben&ouml;tige einige Zeit, um auf unerwartete Situationen zu reagieren.</p><p>&nbsp;</p><p><strong>Verwirrung, Staunen und der Beginn des Glaubens</strong></p><p>Der heutige Bibelabschnitt l&auml;sst sich so zusammenfassen: Die Personen, die am leeren Grab dabeistehen, sind verwirrt, ver&auml;ngstigt und sprachlos. Maria, Johannes, aber auch Petrus sind Zeugen des leeren Grabes geworden. Allerdings begreifen sie nicht, dass Gott mit dem leeren Grab ein gro&szlig;es Wunder vollbracht hat. Deshalb steht in Vers 9: &bdquo;Sie verstanden die Schrift noch nicht, dass er von den Toten auferstehen m&uuml;sste."</p><p>Wer das Osterfest nur auf Osterhasen und Ostereier beschr&auml;nkt, wird in der Auferstehung Jesu auch im Unklaren bleiben. Wer allerdings bereit ist, sich auf Jesus einzulassen, f&uuml;r den wird Gottes Reich erkennbar.</p><p>&nbsp;</p><p><strong>Jesus begegnet uns heute &ndash; ein pers&ouml;nliches Glaubensbekenntnis</strong></p><p>Sp&auml;ter wird sich Jesus den Frauen und J&uuml;ngern zeigen. In einer Gestalt, die der irdischen nicht gleichzusetzen ist. Wenn Jesus die J&uuml;nger aufsucht und durch eine geschlossene T&uuml;r gehen kann, dann kann Jesus auch heute noch mein und Ihr Herz erreichen. Wir k&ouml;nnen es dem Heiligen Geist zutrauen, dass Jesus unser Herz ber&uuml;hren kann. Wir h&ouml;ren &ouml;fters von Menschen, besonders aus dem Iran und aus Indien, wo Jesus Menschen im Traum begegnet und diese Menschen &uuml;ber Nacht zum Glauben an Jesus Christus kommen. Ist das nicht wunderbar, dass Jesus sich heute noch den Menschen zeigen m&ouml;chte?</p><p>Glauben Sie, dass Jesus auch f&uuml;r Sie am Ostersonntag auferstanden ist? Glauben Sie, dass Jesus sich auch Ihnen zeigen m&ouml;chte? Ich m&ouml;chte daran glauben. Jesus, der Herr, ist wahrhaftig auferstanden.</p><p>Am Schluss m&ouml;chte ich Ihnen mein pers&ouml;nliches Glaubensbekenntnis mitteilen. Vielleicht kann es auch Ihnen helfen, dieses Bekenntnis mitzusprechen.</p><p>&bdquo;Ich glaube daran, dass Jesus f&uuml;r meine S&uuml;nden am Kreuz gestorben ist. Ich glaube daran, dass Jesus am dritten Tag von seinem Tod auferstanden ist. Ich glaube daran, dass auch ich irgendwann zum Vater im Himmel auferstehe und in der Ewigkeit bei Gott sein werde. Und ich glaube fest daran, dass dort Jesus Christus auf mich wartet."</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Edgar Penning</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17313671.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Edgar Penning]]></author>
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      <pubDate>Sun, 05 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die Stillen im Lande]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Johannes 19,31-42 – ausgelegt von Jutta Hoffmann.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Johannes 19,31-42 – ausgelegt von Jutta Hoffmann.</em><br/>
<p>Man nennt sie die &bdquo;Stillen im Lande".</p><p>Der Ausdruck, den schon K&ouml;nig David in einem seiner Lieder verwendet (Psalm 35,20), wird im 18. Jahrhundert f&uuml;r die Anh&auml;nger und Freunde Gerhard Tersteegens gebraucht. Wie er wollen seine Freunde ein Leben in Abgeschiedenheit, Stille und Anbetung f&uuml;hren. Mystische Versenkung und Meditation spielt f&uuml;r diese Christen eine gro&szlig;e Rolle. Gebet und Anbetung sowie erbauliche Predigten stehen im Mittelpunkt ihrer Veranstaltungen.</p><p>Bekannt geworden ist das Lied &bdquo;Ich bete an die Macht der Liebe", das bis heute im &bdquo;Gro&szlig;en Zapfenstreich" gespielt wird. Dort hei&szlig;t es:</p><p><em>&bdquo;Ich will, anstatt an mich zu denken, ins Meer der Liebe mich versenken."</em></p><p>Einer, der auch nicht nur an sich denken, sondern sich ins Meer der Liebe versenken will, ist Josef von Arimath&auml;a.</p><hr /><p><strong>Josef von Arimath&auml;a und Nikodemus &ndash; Stille Nachfolger</strong></p><p>Josef ist ein J&uuml;nger Jesu, so steht es geschrieben. Aber ein Heimlicher, ein Stiller im Lande. Ein &Auml;ngstlicher. Josef von Arimath&auml;a ist ein vornehmer Mann, wohlhabend, ein Mitglied des Hohen Rates. Er ist gottesf&uuml;rchtig. Josef beteiligt sich nicht an der Verurteilung Jesu. Mit Nikodemus organisiert er das Begr&auml;bnis Jesu. Und daf&uuml;r stellt er sogar sein eigenes Grab zur Verf&uuml;gung. Als reicher Mann hat er schon zu Lebzeiten sein eigenes Grab erworben.</p><p>Auch Nikodemus ist Mitglied des Hohen Rates. Er ist Pharis&auml;er und Gelehrter. Als Jesus noch im Land umherzieht, predigt und Kranke heilt, da kommt er eines Nachts zu Jesus, um von ihm zu lernen. Vielleicht ist er auch etwas &auml;ngstlich wie Josef und m&ouml;chte nicht von seinen Kollegen gesehen werden. Wahrscheinlich aber w&auml;hlt er die Nacht f&uuml;r das Gespr&auml;ch, um in Ruhe und Ausf&uuml;hrlichkeit mit Jesus sprechen zu k&ouml;nnen. Das ist damals unter Gelehrten durchaus &uuml;blich.</p><p>Jesus spricht zu ihm &uuml;ber die Notwendigkeit der Wiedergeburt. Zu Nikodemus sagt Jesus das Wort, das zu den bekanntesten des Neuen Testamentes geh&ouml;rt:</p><p>&bdquo;Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben." (Joh 3,16)</p><p>Das Gespr&auml;ch beeindruckt Nikodemus so sehr, dass er sp&auml;ter im Hohen Rat f&uuml;r Jesus eintritt. Nach Jesu Tod bekennt er sich dann zusammen mit Josef von Arimath&auml;a zu Jesus, indem er mithilft, ihn zu begraben.</p><p>Zwei von den Stillen im Lande sorgen f&uuml;r ein w&uuml;rdiges Begr&auml;bnis.</p><p>&nbsp;</p><p><strong>Laute und Stille im J&uuml;ngerkreis</strong></p><p>Zu den Nachfolgern Jesu geh&ouml;ren von Anfang an stille und laute Menschen:</p><p>Jesus beruft einen impulsiven Petrus, der sich immer wieder als Lautsprecher bemerkbar macht, und einen Thadd&auml;us, &uuml;ber den eher wenig bekannt ist.</p><p>Jesus beruft Johannes und Jakobus, die er wegen ihres Temperamentes &bdquo;Donners&ouml;hne" nennt, und er ernennt noch einen anderen eher stillen Mann namens Jakobus, den er als Sohn des Alph&auml;us bezeichnet<strong>, </strong>aber ansonsten in der Bibel wenig erw&auml;hnt wird.</p><p>Selbst im engsten J&uuml;ngerkreis finden sich also die Lauten und die Stillen. Der Herr braucht sie beide: die Petrus-Christen, die laut und mutig auftreten, und die Josef-Christen, die besonnen sind, aber dann handeln, wenn es gefragt wird.</p><p>Jesus will alle unterschiedlichen Charaktere zum Bau seines Reiches einsetzen. Den Lautsprecher Petrus ernennt er zum Chef seiner Kirche. Da kann er seine F&auml;higkeiten als redebegabter Leiter nutzen.</p><p>Josef und Nikodemus dienen als Vorbilder f&uuml;r Hingabe und Freigebigkeit, aber auch f&uuml;r mutiges Handeln:</p><p>W&auml;hrend Petrus Jesus aus Mutlosigkeit und Angst vor dessen Kreuzigung verleugnet, beweist Josef Mut und geht zu Pilatus und bittet ihn, Jesus bestatten zu d&uuml;rfen. Josef stellt sein Grab zur Verf&uuml;gung, als er noch nicht sicher wei&szlig;, dass er es nach drei Tagen wiederbekommt.</p><p>Nikodemus bezahlt viel Geld f&uuml;r Myrrhe und Aloe. Und das Geld bekommt er nicht nach drei Tagen zur&uuml;ck. Josef und Nikodemus lassen sich ihren Glauben etwas kosten.</p><p>&nbsp;</p><p><strong>Gaben und Verantwortung &ndash; T&auml;ter des Wortes sein</strong></p><p>Menschen haben zu allen Zeiten unterschiedliche Gaben und Talente von Gott bekommen. Die gilt es zu nutzen. Da gibt es die extrovertierten Christen, die gut auf andere Menschen zugehen und gerne und gut reden k&ouml;nnen. Mancher hat die Begabung zu lehren und zu predigen. Da gibt es die introvertierten Christen, die die Anliegen der Gemeinde betend vor Gott bringen. Da gibt es die wohlhabenden Christen, die die Armen mit ihrem Geld unterst&uuml;tzen. Und da gibt es die tatkr&auml;ftigen Christen, die dann anpacken, wenn es n&ouml;tig ist. Es gibt Christen, die gut zuh&ouml;ren, tr&ouml;sten und aufrichten, und es gibt andere, die ermahnen und motivieren k&ouml;nnen.</p><p>Gemeinde braucht beides: Laut und leise. Evangelisation und Diakonie. Wort und Tat.</p><p>Der Apostel Jakobus mahnt in einem Brief an die junge Gemeinde: <em>&bdquo;Der Glaube, der nicht t&auml;tig ist, ist tot in sich selbst." (Jakobus 2,17)</em> Und er fordert: <em>&bdquo;Seid aber T&auml;ter des Wortes und nicht H&ouml;rer allein." (Jak. 1,22)</em></p><p>&bdquo;T&auml;ter des Wortes sein" bedeutet f&uuml;r mich: Egal, welche Gaben ich von Gott bekommen habe, ich soll sie einsetzen. Ich bin nicht verantwortlich f&uuml;r die Art der Gaben, aber ich bin verantwortlich daf&uuml;r, ob und wie ich sie einsetze.</p><p>Egal ob ich zu den Lauten oder Stillen im Lande geh&ouml;re, es gilt:</p><p><em>&bdquo;Seid T&auml;ter des Wortes und nicht H&ouml;rer allein."</em></p><p>Josef und Nikodemus sind Vorbilder f&uuml;r mich. Ich m&ouml;chte von ihnen lernen und Jesus nachfolgen, egal was es kostet.</p><p>Und ich m&ouml;chte mit Gerhard Tersteegen singen: <em>&bdquo;Ich will anstatt an mich zu denken, ins Meer der Liebe mich versenken."</em></p><p><strong>Die Stillen im Lande</strong></p><p>Man nennt sie die &bdquo;Stillen im Lande".</p><p>Der Ausdruck, den schon K&ouml;nig David in einem seiner Lieder verwendet (Psalm 35,20), wird im 18. Jahrhundert f&uuml;r die Anh&auml;nger und Freunde Gerhard Tersteegens gebraucht. Wie er wollen seine Freunde ein Leben in Abgeschiedenheit, Stille und Anbetung f&uuml;hren. Mystische Versenkung und Meditation spielt f&uuml;r diese Christen eine gro&szlig;e Rolle. Gebet und Anbetung sowie erbauliche Predigten stehen im Mittelpunkt ihrer Veranstaltungen.</p><p>Bekannt geworden ist das Lied &bdquo;Ich bete an die Macht der Liebe", das bis heute im &bdquo;Gro&szlig;en Zapfenstreich" gespielt wird. Dort hei&szlig;t es:</p><p><em>&bdquo;Ich will, anstatt an mich zu denken, ins Meer der Liebe mich versenken."</em></p><p>Einer, der auch nicht nur an sich denken, sondern sich ins Meer der Liebe versenken will, ist Josef von Arimath&auml;a.</p><hr /><p><strong>Josef von Arimath&auml;a und Nikodemus &ndash; Stille Nachfolger</strong></p><p>Josef ist ein J&uuml;nger Jesu, so steht es geschrieben. Aber ein Heimlicher, ein Stiller im Lande. Ein &Auml;ngstlicher. Josef von Arimath&auml;a ist ein vornehmer Mann, wohlhabend, ein Mitglied des Hohen Rates. Er ist gottesf&uuml;rchtig. Josef beteiligt sich nicht an der Verurteilung Jesu. Mit Nikodemus organisiert er das Begr&auml;bnis Jesu. Und daf&uuml;r stellt er sogar sein eigenes Grab zur Verf&uuml;gung. Als reicher Mann hat er schon zu Lebzeiten sein eigenes Grab erworben.</p><p>Auch Nikodemus ist Mitglied des Hohen Rates. Er ist Pharis&auml;er und Gelehrter. Als Jesus noch im Land umherzieht, predigt und Kranke heilt, da kommt er eines Nachts zu Jesus, um von ihm zu lernen. Vielleicht ist er auch etwas &auml;ngstlich wie Josef und m&ouml;chte nicht von seinen Kollegen gesehen werden. Wahrscheinlich aber w&auml;hlt er die Nacht f&uuml;r das Gespr&auml;ch, um in Ruhe und Ausf&uuml;hrlichkeit mit Jesus sprechen zu k&ouml;nnen. Das ist damals unter Gelehrten durchaus &uuml;blich.</p><p>Jesus spricht zu ihm &uuml;ber die Notwendigkeit der Wiedergeburt. Zu Nikodemus sagt Jesus das Wort, das zu den bekanntesten des Neuen Testamentes geh&ouml;rt:</p><p>&bdquo;Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben." (Joh 3,16)</p><p>Das Gespr&auml;ch beeindruckt Nikodemus so sehr, dass er sp&auml;ter im Hohen Rat f&uuml;r Jesus eintritt. Nach Jesu Tod bekennt er sich dann zusammen mit Josef von Arimath&auml;a zu Jesus, indem er mithilft, ihn zu begraben.</p><p>Zwei von den Stillen im Lande sorgen f&uuml;r ein w&uuml;rdiges Begr&auml;bnis.</p><p>&nbsp;</p><p><strong>Laute und Stille im J&uuml;ngerkreis</strong></p><p>Zu den Nachfolgern Jesu geh&ouml;ren von Anfang an stille und laute Menschen:</p><p>Jesus beruft einen impulsiven Petrus, der sich immer wieder als Lautsprecher bemerkbar macht, und einen Thadd&auml;us, &uuml;ber den eher wenig bekannt ist.</p><p>Jesus beruft Johannes und Jakobus, die er wegen ihres Temperamentes &bdquo;Donners&ouml;hne" nennt, und er ernennt noch einen anderen eher stillen Mann namens Jakobus, den er als Sohn des Alph&auml;us bezeichnet<strong>, </strong>aber ansonsten in der Bibel wenig erw&auml;hnt wird.</p><p>Selbst im engsten J&uuml;ngerkreis finden sich also die Lauten und die Stillen. Der Herr braucht sie beide: die Petrus-Christen, die laut und mutig auftreten, und die Josef-Christen, die besonnen sind, aber dann handeln, wenn es gefragt wird.</p><p>Jesus will alle unterschiedlichen Charaktere zum Bau seines Reiches einsetzen. Den Lautsprecher Petrus ernennt er zum Chef seiner Kirche. Da kann er seine F&auml;higkeiten als redebegabter Leiter nutzen.</p><p>Josef und Nikodemus dienen als Vorbilder f&uuml;r Hingabe und Freigebigkeit, aber auch f&uuml;r mutiges Handeln:</p><p>W&auml;hrend Petrus Jesus aus Mutlosigkeit und Angst vor dessen Kreuzigung verleugnet, beweist Josef Mut und geht zu Pilatus und bittet ihn, Jesus bestatten zu d&uuml;rfen. Josef stellt sein Grab zur Verf&uuml;gung, als er noch nicht sicher wei&szlig;, dass er es nach drei Tagen wiederbekommt.</p><p>Nikodemus bezahlt viel Geld f&uuml;r Myrrhe und Aloe. Und das Geld bekommt er nicht nach drei Tagen zur&uuml;ck. Josef und Nikodemus lassen sich ihren Glauben etwas kosten.</p><p>&nbsp;</p><p><strong>Gaben und Verantwortung &ndash; T&auml;ter des Wortes sein</strong></p><p>Menschen haben zu allen Zeiten unterschiedliche Gaben und Talente von Gott bekommen. Die gilt es zu nutzen. Da gibt es die extrovertierten Christen, die gut auf andere Menschen zugehen und gerne und gut reden k&ouml;nnen. Mancher hat die Begabung zu lehren und zu predigen. Da gibt es die introvertierten Christen, die die Anliegen der Gemeinde betend vor Gott bringen. Da gibt es die wohlhabenden Christen, die die Armen mit ihrem Geld unterst&uuml;tzen. Und da gibt es die tatkr&auml;ftigen Christen, die dann anpacken, wenn es n&ouml;tig ist. Es gibt Christen, die gut zuh&ouml;ren, tr&ouml;sten und aufrichten, und es gibt andere, die ermahnen und motivieren k&ouml;nnen.</p><p>Gemeinde braucht beides: Laut und leise. Evangelisation und Diakonie. Wort und Tat.</p><p>Der Apostel Jakobus mahnt in einem Brief an die junge Gemeinde: <em>&bdquo;Der Glaube, der nicht t&auml;tig ist, ist tot in sich selbst." (Jakobus 2,17)</em> Und er fordert: <em>&bdquo;Seid aber T&auml;ter des Wortes und nicht H&ouml;rer allein." (Jak. 1,22)</em></p><p>&bdquo;T&auml;ter des Wortes sein" bedeutet f&uuml;r mich: Egal, welche Gaben ich von Gott bekommen habe, ich soll sie einsetzen. Ich bin nicht verantwortlich f&uuml;r die Art der Gaben, aber ich bin verantwortlich daf&uuml;r, ob und wie ich sie einsetze.</p><p>Egal ob ich zu den Lauten oder Stillen im Lande geh&ouml;re, es gilt:</p><p><em>&bdquo;Seid T&auml;ter des Wortes und nicht H&ouml;rer allein."</em></p><p>Josef und Nikodemus sind Vorbilder f&uuml;r mich. Ich m&ouml;chte von ihnen lernen und Jesus nachfolgen, egal was es kostet.</p><p>Und ich m&ouml;chte mit Gerhard Tersteegen singen: <em>&bdquo;Ich will anstatt an mich zu denken, ins Meer der Liebe mich versenken."</em></p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Jutta Hoffmann</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17313324.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Jutta Hoffmann]]></author>
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      <pubDate>Sat, 04 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Vier Augenblicke vor dem Kreuz]]></title>
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<p><strong>Der Thron des K&ouml;nigs</strong></p><p>Was sehe ich, wenn ich die Kreuzigung Jesu betrachte? Was sagt mir das Kreuz? Dazu vier Gedanken. Vier Augenblicke vor dem Kreuz. Vier Begegnungen mit dem Gekreuzigten.</p><p>Aus sicherer Entfernung sehe ich als <strong>Erstes</strong>, wie das Kreuz Christi aufgerichtet wird. Ich sehe den Berg von Golgatha. Ich sehe die 3 Kreuze. Jesu Kreuz steht in der Mitte. Das haben sich die J&uuml;nger von Jesus sicherlich anders vorgestellt. Einige hofften, dass in Jerusalem die Kr&ouml;nung Jesu stattfindet und dass er den Thron besteigt. Damals begann alles mit der Salbung des neuen K&ouml;nigs durch einen Propheten. Bei Jesus durch eine Frau mit teurem Salb&ouml;l. Es folgte das Reiten auf einem Esel in die Stadt Jerusalem unter dem st&uuml;rmischen Jubel der Menge: &bdquo;Lang lebe der K&ouml;nig!" Jesus zieht als der neue K&ouml;nig auf einem Esel nach Jerusalem ein und das Volk jubelt: &bdquo;Hosianna, der da kommt im Namen des Herrn." Jetzt fehlt nur noch die Besteigung des Thrones.</p><p>An dieser Stelle aber unterscheiden sich die Feierlichkeiten zur Thronbesteigung von Jesus von allen K&ouml;nigsfeiern auf der ganzen Welt. Denn f&uuml;r alle irritierend schildert Johannes diese Thronbesteigung als Kreuzigung. Aus sicherer Entfernung erkenne ich: Der k&ouml;nigliche Thron von Jesus ist der Berg Golgatha. Der K&ouml;nig der K&ouml;nige h&auml;ngt am Kreuz zwischen zwei Verbrechern. Die K&ouml;nige dieser Welt halten sich in der Regel in pr&auml;chtigen Pal&auml;sten auf. Ihr Thron ist Ausdruck ihrer Macht. Nur der, der f&uuml;r w&uuml;rdig befunden wird, darf sich diesem Thron n&auml;hern. Die Berater des K&ouml;nigs sitzen zur Rechten und zur Linken. Wie viel mehr m&uuml;sste das f&uuml;r den Thron des Sohnes Gottes gelten? Johannes beschreibt zwar auch, wie Jesus seinen Thron besteigt. Aber die Zeremonie f&auml;llt denkbar schlicht aus. Eine kleine Tafel &uuml;ber dem Kreuz zeigt an, dass hier der K&ouml;nig der Juden h&auml;ngt. Statt Jubel gibt es nur Spott. Statt kostbaren Kleidern h&auml;ngt Gottes Sohn nackt am Kreuz. Mitten zwischen zwei Verbrechern &ndash; ohne Glanz und Gloria, mitten in der S&uuml;nde dieser Welt. Ein Thron der besonderen Art ist das &ndash; mitten in der Dunkelheit. Drau&szlig;en vor der Stadt.</p><strong>Ein 2. Gedanke: Die Kleider Jesu</strong><p>Langsam n&auml;here ich mich dem Kreuz. Ich sehe stumme wie spottende Zuschauer, die unter dem Kreuz sind und alles betrachten. Noch verstehen sie nicht, was sich da am Kreuz abspielt. &bdquo;Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun," spricht darum Jesus. Johannes geht im Gegensatz zu den anderen Evangelisten nicht gro&szlig; auf die Menschen am Kreuz ein. Er beschr&auml;nkt sich auf Maria, die Mutter Jesu, und die wenigen, die ihm die Treue halten. Und Johannes beschreibt, wie sich vier r&ouml;mische Soldaten &uuml;ber die Kleider und das Gewand von Jesus hermachen. So eine Kreuzigung zog sich hin &uuml;ber Stunden. Da war ein Zeitvertreib wie dieser an der Tagesordnung. Jesus wird seiner letzten Kleider beraubt. Das Los entscheidet. F&uuml;r eine Kreuzigung damals ist dies nichts Au&szlig;ergew&ouml;hnliches. Aber f&uuml;r die Amtseinf&uuml;hrung eines K&ouml;nigs ist dies ein Skandal! Als die Soldaten die Kleider von Jesus unter sich aufteilen, da h&auml;ngt also nicht nur ein entbl&ouml;&szlig;ter Mensch am Kreuz, sondern da wird Gott selber blo&szlig;gestellt. Was sehe ich also, wenn ich auf das Kreuz schaue? Ich sehe einen ungesch&uuml;tzten Gott, der auf jede Distanz zu dieser Welt verzichtet. Der mir am Kreuz ganz nahe kommt. Der alle Vorstellungen, die es bisher &uuml;ber Gott gab, abstreift, damit er f&uuml;r Sie und mich deutlich zu erkennen ist in der Person Jesu, des Sohnes Gottes. Der seine Arme ausbreitet, um mir entgegenzukommen.</p><strong>&bdquo;Es ist vollbracht!"</strong><p>Ich wage noch einen weiteren <strong>3. Schritt</strong> und stehe damit direkt unter dem Kreuz. Nun h&ouml;re ich das schwere Atmen von Jesus am Kreuz. Kurz vor seinem Tod sorgt Jesus noch daf&uuml;r, dass Johannes sich Maria, Jesu Mutter, annimmt. Er nimmt noch einmal alle Kraft zusammen, um dies zu regeln. Danach spricht er: &bdquo;Es ist vollbracht!" Im Griechischen ist das ein einziges Wort: Tetelestai. Damit ist alles gesagt. Mehr geht auch nicht mehr. Denn am Kreuz ist keine Zeit f&uuml;r lange Reden.</p><p>Das Kreuz spricht B&auml;nde. Es sagt: &bdquo;Es ist vollbracht!" Die feierliche Amtseinf&uuml;hrung des neuen K&ouml;nigs ist damit vollendet. Der Sohn Gottes hat den Willen des Vaters ausgef&uuml;hrt. Seine Mission ist beendet. Jesus ist nicht gekommen, um eigene Ziele zu verfolgen. Er hat nur das getan, was der Vater von ihm wollte. &bdquo;Es ist vollbracht!" Das ist kein Jubelschrei. Mitten zwischen zwei Verbrechern, ohne den k&ouml;niglichen Abstand zum Volk, vielmehr direkt bei den Menschen, so h&auml;ngt Jesus am Kreuz. Jesus ist das Lamm Gottes, welches der Welt S&uuml;nde tr&auml;gt. Denn exakt zu der Zeit, in der die Passahl&auml;mmer im Tempel geopfert werden, stirbt auch Jesus. &bdquo;Es ist vollbracht." Jesus legt damit sein Leben und sein Sterben in die H&auml;nde des Vaters.</p><strong>Gottes unendliche Liebe</strong><p>Am Kreuz sehe ich abschlie&szlig;end <strong>4. Gottes unendliche Liebe</strong> &ndash; Gottes Liebe, die bereit ist, auf alle Macht zu verzichten. Eine Liebe, die bereit ist, bis in die Abgr&uuml;nde unserer Welt zu steigen. Denn was gibt es Tieferes als das Kreuz mit Verrat und Verleugnung, Feigheit und Hass, Hohn und Spott, Gei&szlig;elung und Folter? Am Kreuz wird Jesu Liebe deutlich &ndash; eine Liebe, die alles gibt und alles auf sich nimmt: Diese Liebe kostet Gott seinen Sohn. Sie kostet ihn alles. Dabei h&auml;tte Jesus jederzeit vom Kreuz steigen k&ouml;nnen. Doch dann w&auml;re alles umsonst gewesen. Und dann w&auml;ren Sie und ich verloren gewesen. Denn die S&uuml;nde h&auml;tte mir keiner sonst abnehmen k&ouml;nnen. Das konnte nur Jesus allein. So ist das Kreuz das Zeichen f&uuml;r Leben, f&uuml;r mein Leben. Und es ist das Zeichen f&uuml;r Liebe, f&uuml;r Gottes Liebe.</p><p>Gott wollte die Welt nicht untergehen lassen, sondern ihr einen Neubeginn erm&ouml;glichen. So ist das Kreuz das Zeichen f&uuml;r Vergebung. All meine Schuld hat Jesus auf sich genommen, um mich zu erl&ouml;sen. Daf&uuml;r sei ihm auf ewig Dank!</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Martin Gohlke</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17312685.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Martin Gohlke]]></author>
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      <pubDate>Fri, 03 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Taktik greift nicht]]></title>
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<p><strong>Pilatus &ndash; Feigling und Taktiker</strong></p><p>Die Passionszeit neigt sich dem Ende zu. Heute &ndash; am Gr&uuml;ndonnerstag &ndash; steht Jesu Kreuzigung am Karfreitag unmittelbar bevor. Es geht um die Gerichtsverhandlung vor dem r&ouml;mischen Prokurator Pilatus. Ganz sch&ouml;n spannend.</p><p>Das Ganze erinnert mich an den Block-Prozess, in dem Christina Block angeklagt ist, ihre eigenen Kinder entf&uuml;hrt zu haben. Es gibt immer neue Wendungen. Der entscheidende Unterschied zwischen den beiden Gerichtsverhandlungen ist, dass es f&uuml;r Christina Block lediglich um eine Freiheits- oder Geldstrafe geht, bei Jesus aber um ein Todesurteil.</p><p>Ich m&ouml;chte deutlich machen: Jesus muss um sein Leben f&uuml;rchten, das h&ouml;chste Gut, das es f&uuml;r Menschen gibt!</p><p>Drei Personen bzw. Personengruppen spielen in dem Prozess gegen Jesus die Hauptrollen: Pilatus, ein Teil des j&uuml;dischen Volkes und nat&uuml;rlich Jesus selbst.</p><p>Die erste Hauptperson ist <strong>Pilatus</strong>. Juden hatten Jesus zu Pilatus gebracht, damit er das Todesurteil gegen Jesus verk&uuml;ndigt und vollstreckt.</p><p>Bereits im Kapitel 18 des Johannes-Evangeliums hatte Pilatus erkannt, dass Christus nicht des Todes schuldig ist, ja, gar keine Schuld hat. Christus ist der einzige Mensch, der kein S&uuml;nder ist. Die logische Konsequenz w&auml;re gewesen, dass Pilatus Jesus freigelassen h&auml;tte. Aber Pilatus tut das nicht. Nein, er l&auml;sst Jesus gei&szlig;eln von seinen Soldaten. Was f&uuml;r eine Schande! Ein Unschuldiger wird geschlagen und gefoltert. Und als H&ouml;hepunkt bekommt Jesus noch eine sehr schmerzende Dornenkrone auf den Kopf gesetzt. Eine grausame Tat! Welcher Teufel &ndash; im wahrsten Sinne des Wortes &ndash; hat Pilatus geritten?</p><p>Ich betone es ausdr&uuml;cklich: Der Satan, der Teufel als Gottes Widersacher, hat Pilatus zu dieser Tat verf&uuml;hrt. Das war aber nur m&ouml;glich, weil Gott das zugelassen hat. Gott w&auml;re es ein kleines gewesen, seinen Sohn zu befreien, aber Jesus musste als Teil seines Erl&ouml;sungswerkes f&uuml;r uns leiden. Es war Gottes Plan. Daraus folgt, dass letztendlich Gott alle F&auml;den in der Hand h&auml;lt. Pilatus ist nur ein Werkzeug in Gottes Hand &ndash; auch wenn es anders aussieht.</p><p>Pilatus ist nach meinem Urteil ein <strong>Feigling</strong>. Ihm w&auml;re es ohne weiteres m&ouml;glich gewesen, Jesus freizulassen. Er hatte die Macht dazu. Pilatus war der Vertreter des R&ouml;mischen Weltreiches in Israel. Ihm stand eine Garnison von kampferprobten Legion&auml;ren zur Verf&uuml;gung. Widerstand gegen diese milit&auml;rische Macht war zum Scheitern verurteilt. Solche Erfahrungen hatten schon Aufst&auml;ndische gemacht. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage: Warum l&auml;sst Pilatus Jesus nicht frei? Im Text steht, dass Pilatus sich noch mehr f&uuml;rchtete. F&uuml;r mich nicht ganz nachvollziehbar, wie ich gerade beschrieben habe. Ich denke, Pilatus wollte es sich nicht mit den Juden verderben. Er wollte Ruhe haben in seinem Herrschaftsbereich. Diese Ruhe sah Pilatus gef&auml;hrdet, wenn er durch die Freilassung Jesu sich den Unmut eines Gro&szlig;teils der Juden zugezogen h&auml;tte. Aus Sicht des Pilatus ist es nur folgerichtig, dass er dem j&uuml;dischen Anliegen entgegenkommt und Jesus, wenn schon nicht t&ouml;ten, dann doch wenigstens gei&szlig;eln l&auml;sst. Aus seinem Verhalten wird deutlich, dass Pilatus konfliktscheu ist.</p><p>Ich pers&ouml;nlich komme mit dem Verhalten von Pilatus gar nicht zurecht. Das ist doch ungerecht, was er Jesus antut. Ihm geht es nur um seine Macht. Ich bin traurig und w&uuml;tend auf Pilatus! Ich kann Ihnen nur empfehlen, zu Ihren &Uuml;berzeugungen zu stehen. Stellen Sie sich auf die Seite des Rechts!</p><p>Nat&uuml;rlich ist Pilatus mit seinem Verhalten auch ein <strong>Taktiker</strong>. Seine Taktik besteht darin, sowohl den vor ihm stehenden Juden als auch Jesus etwas zu geben.</p>

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<p><strong>Der gescheiterte Kompromiss und der Druck der Menge</strong></p><p>Sein Ziel ist es, damit Jesus und die Juden zumindest teilweise zufriedenzustellen: Jesus beh&auml;lt sein Leben und die Juden bekommen eine Bestrafung Jesu. Und Pilatus hat &bdquo;Ruhe im Karton". Eine sogenannte Win-Win-Situation f&uuml;r alle &ndash; so denkt Pilatus. Diese Taktik geht jedoch nicht auf. Die versammelten Juden bestehen auf der Kreuzigung Jesu! Die Begr&uuml;ndung ist schon bemerkenswert: weil sich Jesus zum Sohn Gottes gemacht habe. Damit dr&uuml;cken sie die Wahrheit aus, denn Jesus ist der Sohn Gottes. Leider erkennen diese Juden diese Wahrheit nicht.</p><p>Ich kann nur beten, dass immer mehr Menschen, gerade aus meinem Umfeld, in diesen Tagen der Passionszeit erkennen, dass Jesus f&uuml;r die S&uuml;nden aller Menschen an das Kreuz gegangen ist. Er hat sich f&uuml;r unsere S&uuml;nden geopfert, damit wir das Leben haben. Der Druck auf Pilatus wird zu stark. Die anwesenden Juden fordern immer eindringlicher den Tod Jesu. Und Pilatus gibt nach.</p><p>Ich denke, Pilatus wird ganz sch&ouml;n deprimiert gewesen sein, dass er sich nicht durchsetzen konnte. Was f&uuml;r ein Gegensatz: Pilatus wusste, dass Jesus unschuldig war, und trotzdem gibt er ihn dem Tod preis. An Pilatus wird deutlich, wohin das f&uuml;hrt, wenn jemand nicht zu seiner &Uuml;berzeugung steht. Er wird zum mittelbaren M&ouml;rder!</p><p>Die zweite Personengruppe sind die <strong>Juden</strong>. Sie werden von ihren Obersten aufgestachelt, Jesu Tod zu fordern. Leider glauben sie nicht, dass Jesus Gottes Sohn ist. Vielmehr glauben sie, dass Jesus nur von sich sagt, dass er Gottes Sohn sei. Welche Verdrehung von Tatsachen!</p><p>Auch die geschilderten Juden und insbesondere ihre Oberen sind <strong>Taktiker</strong>. Sie wissen, dass sie selbst keine Todesstrafe vollstrecken d&uuml;rfen, denn das durften nur die R&ouml;mer. Folgerichtig gehen sie zum r&ouml;mischen Statthalter Pilatus, um dort die Kreuzigung genehmigt zu bekommen. Eine schlaue Vorgehensweise. Durch das laute Schreien &bdquo;Kreuzige ihn!" &uuml;ben Juden gro&szlig;en Druck auf Pilatus aus. Ich stelle mir das so vor, dass eine gro&szlig;e Menge immer wieder das &bdquo;Kreuzige ihn!" ruft. Eine beeindruckende und zugleich angsteinfl&ouml;&szlig;ende Szene.</p><p>Und dann kommt noch der Vorwurf, dass Pilatus gegen Rom handelt, wenn er den K&ouml;nig der Juden, Jesus Christus, anerkennt. Es gibt nur einen K&ouml;nig in Rom! Pilatus wird also vorgeworfen, dass er gegen den r&ouml;mischen K&ouml;nig handelt. Ein unverzeihliches Vergehen im R&ouml;mischen Reich, das mit dem Tode bestraft wurde. Der j&uuml;dische Druck hat Erfolg: Pilatus gibt nach und Jesus wird zur Kreuzigung freigegeben. Der Mob hat gesiegt. Die Juden sind am Ziel. Weil sie nicht glauben konnten oder wollten, dass Jesus Gottes Sohn ist, wird dieser gekreuzigt. Gott sei Dank haben Juden nur vordergr&uuml;ndig gesiegt. Die ganze Leidensgeschichte Jesu war Gottes Plan. Gott hat gesiegt, auch wenn das einen schweren Weg f&uuml;r Jesus bedeutet.</p>

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<p><strong>Gottes Plan hinter allem</strong></p><p>Auch heute gilt, dass Gott alles in der Hand hat, auch wenn mir manchmal Zweifel angesichts der vielen Kriege, Krankheiten etc. kommen. Ich m&ouml;chte ihm uneingeschr&auml;nkt vertrauen. Vertrauen Sie auch Gott?</p>

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<p><strong>Jesus &ndash; schweigend und siegreich</strong></p><p>Die dritte Person ist <strong>Jesus</strong> selbst. Was macht er durch in den uns &uuml;berlieferten Zeilen? Er wird gefoltert und verspottet. Grausam! Als Pilatus Jesus fragt, woher er sei, antwortet Jesus nichts. Aus mir w&auml;re es in derselben Situation wohl herausgesprudelt und ich h&auml;tte viele Worte gemacht, um mein Leben zu retten. Aber Jesus ist ganz anders: Er schweigt! Jesus wei&szlig;, dass er und sein Vater die Macht haben, dem ganzen Spuk sofort ein Ende zu bereiten. Es geht aber nicht, weil sonst Gottes Erl&ouml;sungswerk nicht vollbracht werden k&ouml;nnte. Ich bewundere Jesus, dass er als Mensch und Gott das Leiden ausgehalten hat. Die Liebe zu uns Menschen hat Jesus getrieben. Danke, Herr!</p><p>Machen Sie sich in den n&auml;chsten drei Tagen bewusst, dass Jesus f&uuml;r Sie pers&ouml;nlich gelitten hat und sich ans Kreuz nageln lie&szlig;. Als Zeichen des Sieges ist er am dritten Tage auferstanden &ndash; aber dazu an Ostern mehr.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Dirk Berger</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17311963.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Dirk Berger]]></author>
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      <pubDate>Thu, 02 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Jesus, wer bist du?]]></title>
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<p><strong>Verantwortung und Flucht vor der Entscheidung</strong></p><p>Ein nahezu perfektes Spiel bietet uns dieser Bibeltext und eine Antwort, die zeigt, wie man sich in schwierigen Entscheidungen geschickt aus der Verantwortung zieht: n&auml;mlich gar nicht &ndash; man h&auml;lt andere f&uuml;r zust&auml;ndig.</p><p>Aber der Reihe nach: Nach einer Nacht im Kreuzverh&ouml;r, in der man Jesus keine Schuld nachweisen konnte, wird Jesus zur Anklage zu Pilatus gebracht. Inzwischen war es l&auml;ngst Morgen geworden und Pilatus musste den Tag mit einer schweren, ja folgenschweren Entscheidung beginnen. Da stand er nun, Jesus, am Eingangstor vom Amtssitz des Pilatus. Vor ihm der R&ouml;mer, hinter ihm anklagende Juden, die Jesus um jeden Preis loswerden wollten.</p><p>&raquo;Welche Anklage erhebt ihr gegen diesen Mann? Was hat er getan?&laquo; So fragte der erstaunte Pilatus. Mit dem Problem namens &bdquo;Jesus" konnte er beim besten Willen nichts anfangen. Schlie&szlig;lich kannte er sich im r&ouml;mischen Gesetz besser aus als in der Streitsache und den Gesetzen der Juden. Und &uuml;berhaupt: Was sollte ausgerechnet ER sich um eine Sache k&uuml;mmern, die nur theoretisch in seinen Bereich fiel. Ganz richtig sp&uuml;rt Pilatus, dass es hier um einen Streit von Glaubensfragen geht, aber auch um die Frage der Verantwortung. Was w&auml;re, wenn Pilatus jemanden verurteilt, ja sogar hinrichten l&auml;sst, aber es w&auml;re &uuml;berhaupt nicht notwendig, ja vielleicht sogar v&ouml;llig falsch, ja schlichtweg ungerecht. W&uuml;rde er nicht Schuld auf sich laden?</p><p>Und wie ein paralleler Bericht aus dem Matth&auml;usevangelium schildert, war da noch die Sache mit der Frau von Pilatus, die offensichtlich von der Verhandlung und sich anbahnenden Verurteilung etwas mitbekommen hat und darum ihrem Mann von ihrem Traum aus der letzten Nacht berichten lie&szlig;. Wegen Jesus hatte sie mehr als schlecht getr&auml;umt und sp&uuml;rte, dass sich da gro&szlig;es Unrecht anbahnte. Niemand sollte und wollte hier Verantwortung &uuml;bernehmen.</p>

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<p><strong>Das Opferlamm und die Schuld der Menschen</strong></p><p>Von der Bedeutung der Verurteilung und sich anbahnenden Kreuzigung steht Jesus in Sachen Verantwortung genau auf der g&auml;nzlich anderen Seite. Ja, er &uuml;bernimmt Verantwortung, besser gesagt: die Schuld. Die Schuld der Menschen. Hie&szlig; es nicht schon beim Propheten Jesaja, dass Gott alle Schuld der Menschheit auf ihn, auf Jesus, das Opferlamm, legte?! Und hatte dies nicht auch schon Johannes der T&auml;ufer vor der &ouml;ffentlichen Wirkungszeit Jesu mit seinen Worten wiederholt: &bdquo;Siehe, das Lamm Gottes, das die S&uuml;nde der Welt tr&auml;gt!" Das waren Worte, die sicher nicht nur im Garten Gethsemane schwer auf dem Leben Jesu lasteten.</p><p>Zur&uuml;ck zum Palast von Pilatus. Die Juden betreten sein Haus nicht, weil sie nach ihren Regeln sonst unrein w&uuml;rden und das Passahmahl nicht halten k&ouml;nnten. Rein wollten sie bleiben, die Juden vor dem Haus von Pilatus, sich keinesfalls als beschmutzt oder schuldig erweisen, keine Schuld auf sich laden. Sich schuldig machen? Sie doch nicht, schon gar nicht in der Verhandlungssache namens JESUS. Dabei waren sie doch zutiefst &uuml;berzeugt, dass sie Pilatus jemanden brachten, der sich schwerstens am j&uuml;dischen Volk und ihrem Glauben vers&uuml;ndigt hatte. &raquo;Wenn er kein Verbrecher w&auml;re, h&auml;tten wir ihn nicht zu dir gebracht&laquo;, behaupteten sie steif und fest bei Pilatus. Aber so fest ihre &Uuml;berzeugung diesbez&uuml;glich auch war, so fest entschlossen waren sie auch, in dieser Sache keinerlei Verantwortung zu tragen. Und dazu kommt ihnen das r&ouml;mische Gesetz, dass sie als Juden keinen hinrichten d&uuml;rften, entgegen. H&auml;tten sie einen Menschen im Ehebruch ertappt, h&auml;tten sie keinen Skrupel gehabt, die betreffende Person zu steinigen. Aber jetzt schien ihnen die Sache doch zu heikel. Ob sie vielleicht doch Zweifel hatten?</p><p>Im Vorherwissen Gottes erf&uuml;llen sich in diesen wenigen Stunden prophetische Worte des Alten Testaments und eine einzigartige Wende in der Weltgeschichte, wie es sich wohl niemand damals h&auml;tte vorstellen k&ouml;nnen. H&ouml;ren Sie noch einmal hinein in das Geschehen im Amtssitz des Pilatus.</p><strong>&bdquo;Ich bin ein K&ouml;nig" &ndash; Das Bekenntnis der Wahrheit</strong>

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<p>Es mag &uuml;berraschen, wie offen Jesus bekennt: &bdquo;Ich bin ein K&ouml;nig. Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, dass ich die Wahrheit bezeuge." Doch dann die alles in Zweifel ziehende Frage des Pilatus: &bdquo;Was ist Wahrheit?" Damit versteckt er sich hinter der fehlenden letzten Gewissheit. Ob Pilatus auch so gedacht und gehandelt h&auml;tte, wenn er gewusst h&auml;tte, dass sein Name st&auml;ndig f&auml;llt, wenn Christen ihr Glaubensbekenntnis sprechen: &bdquo;Gelitten unter Pontius Pilatus." Oder sollte man nicht besser seinen Namen mit den nachfolgenden Worten verbinden: &bdquo;Unter Pontius Pilatus gekreuzigt, gestorben und begraben."</p><p>Zeitpunkt und Historizit&auml;t des Todes Jesu haben die ersten Christen bewusst mit diesen Worten festhalten wollen. Doch nicht ob und auch nicht was war, ist hier die entscheidende Frage, sondern die Frage nach dem Wer. &bdquo;Was ist Wahrheit?" Das w&auml;re an dieser Stelle sicher gleichbedeutend mit: &bdquo;Wer, Jesus, bist du wirklich?"</p>

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<p><strong>Die entscheidende Frage &ndash; Jesus, wer bist du?</strong></p><p>An dieser Frage, der sich keineswegs nur Pilatus stellen musste, wird sich jedermanns Glaube in guten wie in schweren Zeiten entscheiden. Diese Frage bzw. unsere Antwort zeigt dann, dass Jesus keine leeren Worte gemacht hat. Schlie&szlig;lich hinterlie&szlig; er eine Bewegung, die sich sp&auml;ter in christlichen Gemeinden und Kirchen als Segen f&uuml;r die ganze Menschheit erwies. Bei aller Fehlerhaftigkeit unter uns Menschen wird dies helfen zu sehen, um was es im Glauben wirklich geht, genauer: um wen. Nicht was Inhalt, Mitte und Halt unseres Lebens ist, wird entscheidend sein, sondern wer. Stellen Sie ruhig diese Frage im Gebet: Jesus, wer bist du, wer bist du f&uuml;r mich? Und seien Sie sich gewiss, dass Jesus selbst Zweiflern nicht ausweicht, wenn sie eine ehrliche Antwort nicht scheuen.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pastor Michael Maas</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17310792.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pastor Michael Maas]]></author>
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      <pubDate>Wed, 01 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Plötzlich ist alles anders]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Johannes 18,12–27 – ausgelegt von Christine Löwe.]]></description>
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<p>Eben noch habe ich den Mund so voll genommen. War stolz auf meine Leistungen, nichts konnte mich bremsen oder aufhalten. Eine Gl&uuml;cksstr&auml;hne, so ein richtiger Flow. Und dann das: der totale Zusammenbruch. Von jetzt auf gleich. Nichts mehr da von der Energie und dem Mut, mit dem ich eben noch B&auml;ume ausrei&szlig;en konnte. Die Herausforderung, die vor mir liegt, wird pl&ouml;tzlich riesengro&szlig;, und ich habe Angst, es nicht zu schaffen. Fluchtgedanken kommen auf. Jetzt geht es nur noch darum, die eigene Haut zu retten. Blo&szlig; nicht mehr auffallen. Und statt klar Stellung zu beziehen, drehe ich mich feige weg.</p><p>So erlebe ich mich selbst in Situationen, so erlebe ich Menschen in meiner Umgebung. Zutiefst menschlich. Und solche Geschichten stehen auch in der Bibel. Weil Gott seine Geschichte mit uns Menschen schreibt.</p><p>Petrus ist so ein Mensch. Sehr spontan, impulsiv, leicht zu gro&szlig;en Worten neigend, begeisterungsf&auml;hig, der geborene Wortf&uuml;hrer. Er war lange mit Jesus unterwegs. Kennengelernt hatten sie sich am See Genezareth. Denn Petrus war Fischer von Beruf. Er wusste es noch wie heute, wie alles begann: Er wusch gerade seine Netze, als Jesus auf ihn zu kam und in sein Boot stieg. Jesus bat ihn, ein wenig vom Land wegzufahren. Und dann sprach Jesus zu den Menschen, von seinem Boot aus. Und als er aufgeh&ouml;rt hatte zu reden, sprach er zu ihm, der damals noch Simon hie&szlig;: &bdquo;Fahre hinaus, wo es tief ist, und werft eure Netze zum Fang aus!&ldquo; Zuerst hatte er ihn insgeheim f&uuml;r verr&uuml;ckt erkl&auml;rt, hatten er und die anderen Fischer doch die ganze Nacht &uuml;ber nicht einen einzigen Fisch gefangen. Aber dann hatte er es doch getan, auf sein Wort hin &ndash; und er wurde belohnt. Sie fingen eine gro&szlig;e Menge Fisch, so dass ihre Netze sogar zu rei&szlig;en begannen. Seit diesem Tag war er mit Jesus unterwegs und hatte gelernt, ihm zu vertrauen. Heilungen hatte er miterlebt, wie Leute gesund wurden nach schwerer Krankheit, Totgeglaubte sind aus ihrem Bett aufgestanden. Er war dabei, als aus f&uuml;nf Broten und zwei Fischen tausende Menschen satt wurden. F&uuml;r ihn war klar: Dieser Mann ist Christus, der versprochene Retter und Messias. F&uuml;r Jesus hatte Petrus alles verlassen und ist ihm nachgefolgt. F&uuml;r ihn w&uuml;rde er alles tun, sogar ins Gef&auml;ngnis und in den Tod w&uuml;rde er f&uuml;r ihn gehen, wenn es sein m&uuml;sste. Und schon bald bot sich Gelegenheit, seine guten Vors&auml;tze umzusetzen. Als die Soldaten Jesus ergreifen wollten, da nahm er, Petrus, das Schwert und schlug dem Knecht eines Hohenpriesters, Malchus hie&szlig; er, das rechte Ohr ab. Bereit, f&uuml;r seinen Herrn und Meister zu k&auml;mpfen. Aber dann, als Jesus gefangen genommen wurde, schien ihn der Mut zu verlassen. Zwar folgte er Jesus noch zum Palast des Hohenpriesters, aber er folgte ihm nicht mehr nach. Zun&auml;chst sah es sogar so aus, als ob sein Weg schon drau&szlig;en vor der T&uuml;r enden w&uuml;rde. Nur durch Vitamin B gelangte er in den Hof des Palastes, mehr durch die Initiative eines anderen J&uuml;ngers als auf eigene Initiative. Und w&auml;hrend Jesus drinnen vor dem Hohen Rat verh&ouml;rt wurde und sich trotz dem &uuml;ber ihm schwebenden Todesurteil freim&uuml;tig zu seiner Lehre bekannte, offen redete, ohne etwas davon zu besch&ouml;nigen oder zu widerrufen, war Petrus voller Zaudern und Zagen. Unschl&uuml;ssig, was er tun sollte. Eben noch mittendrin im Geschehen, aktiv und bereit, seinen Herrn zu verteidigen, wurde er jetzt zu einer Randfigur und zum stillen Beobachter und Horcher. Er blieb im Hof stehen, passiv, bem&uuml;ht, seine Rolle in diesem Schauspiel zu einer unbedeutenden Nebenrolle herabzustufen.</p><p>Die Gr&uuml;nde daf&uuml;r kennen wir nicht. Vielleicht waren es aufkommende Zweifel dar&uuml;ber, ob Jesus wirklich der versprochene Messias ist, wenn er sich doch so kampflos abf&uuml;hren lie&szlig;. Vielleicht war es aber auch einfach die Angst, dass es ihn selbst auch erwischt, nachdem er doch eben noch einen der M&auml;nner aus dem Haus des Hohenpriesters schwer verletzt hatte. Jedenfalls war ihm kalt, er fror, und jeglicher Mut schien ihn verlassen zu haben. Wortkarg gibt sich der, der sonst um kein Wort verlegen ist. &bdquo;Den Mann kenne ich nicht.&ldquo; &bdquo;Zu dem Mann geh&ouml;re ich nicht.&ldquo; &bdquo;Ich bin nicht sein J&uuml;nger.&ldquo; Dreimal wurde er gefragt, dreimal hatte er Gelegenheit, sich zu seinem Herrn zu bekennen. Und dreimal distanziert Petrus sich von ihm, tut so, als ob er Jesus, mit dem er doch so lange unterwegs war, mit dem er so viel erlebt hat, der sein ganzes Leben umgekrempelt hat, als ob er ihn gar nicht kenne. Bis dahin, dass der Hahn kr&auml;hte. Petrus hatte versagt, und er wusste um seine Niederlage. Bei Lukas wird uns davon berichtet, dass er bitterlich weinte.</p><p>Was mich an dieser Geschichte zutiefst ber&uuml;hrt, ist, dass es hier so menschlich zugeht. So bin ich. Himmelhochjauchzend, zu Tode betr&uuml;bt. Voller Zuversicht, vor Kraft strotzend, meine eigenen M&ouml;glichkeiten &uuml;bersch&auml;tzend und dann wieder schwach, verletzlich, mutlos. Gro&szlig;e Versprechungen machen, gute Vors&auml;tze haben und dann bricht alles wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Ich entt&auml;usche und ich werde entt&auml;uscht. Von mir selbst und von anderen Menschen.</p><p>Was mich an dieser Geschichte tr&ouml;stet, ist, dass Jesus Christus um diese menschlichen Schw&auml;chen wei&szlig;. Er kennt mich und wei&szlig;, wie ich bin. Er wusste schon lange vorher, dass Petrus ihn dreimal verleugnen w&uuml;rde. Jesus wei&szlig; darum, dass ich in dieser Welt Angst habe. Dass ich oft kleingl&auml;ubig und mutlos bin. Und Jesus bittet f&uuml;r mich, dass mein Glaube nicht aufh&ouml;rt. Er gibt mir immer wieder neue Chancen, mich zu ihm zu bekennen. So wie dem Petrus. Dreimal wird Jesus ihn sp&auml;ter fragen, ob er ihn liebhat. Und Petrus bekennt dann: &bdquo;Herr, du wei&szlig;t alles, du wei&szlig;t aber auch, dass ich dich liebe.&ldquo;</p><p>Was mir an dieser Geschichte Hoffnung und Zuversicht gibt, ist, dass Jesus Christus trotz meiner Schwachheit auf mich baut. So wie auf Petrus, den Fels, auf den er sogar seine Gemeinde gr&uuml;ndet. Petrus wurde zum f&uuml;hrenden Mann der Urgemeinde. So schreibt Gott seine Geschichte mit Ihnen und mir. Und er l&auml;sst uns immer wieder Zeichen und Wunder erleben, um uns zu ermutigen und zu st&auml;rken. Wie den Petrus, der mit den anderen J&uuml;ngern dem Auferstandenen begegnet.</p><p>Die Geschichte von Petrus zeigt mir: Menschlicher guter Wille tr&auml;gt nicht weit. Jesus selbst muss erst den Weg bahnen und ans Ziel gelangt sein, damit ich aus seiner Kraft und in seinem Geist handeln und lieben kann. ER ist es, der sein Leben f&uuml;r mich l&auml;sst, damit ich gerettet werde. Nicht umgekehrt. Nur, wenn Jesus voraus geht, kann ich nachfolgen. Erst durch seinen Tod werde ich zu einer wahren Nachfolgerin Jesu, weil erst dann die T&uuml;r offen ist in das Reich seines Vaters. R&uuml;ckschritte, Versagen, Zweifel und Kleinglaube bleiben dadurch nicht aus, aber ich muss dar&uuml;ber nicht mehr verzweifeln. Denn ich darf immer wieder aufstehen nach dem Fall, bekennen nach der Verleugnung, neu anfangen nach dem vermeintlichen Ende. Das bef&auml;higt mich, so manches vermeintliche Recht loszulassen, gro&szlig;z&uuml;gig und vergebungsbereit zu leben und dem anderen den neuen Anfang zu gew&auml;hren.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Christine Löwe</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17309839.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Christine Löwe]]></author>
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      <pubDate>Tue, 31 Mar 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Unglaubliche Szenen]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Johannes 18,1-11 – ausgelegt von Christoph Müller.</em><br/>
<h2>Im Garten Gethsemane &ndash; Ein ruhiger Ort wird zum Schauplatz der Verhaftung</h2><p>Lokaltermin im Garten Gethsemane! Jesus hat mit seinen J&uuml;ngern die Stadt Jerusalem verlassen. Sie sind nach Osten &uuml;ber den Bach Kidron gegangen. Diese Wasserrinne hei&szlig;t &uuml;bersetzt &bdquo;Winterbach&ldquo;, denn sie f&uuml;hrte nur in Regenzeiten Wasser. Es war also ziemlich leicht, da durchzugehen, um zum &Ouml;lberg zu gelangen. Dort hielt sich Jesus regelm&auml;&szlig;ig mit seinen J&uuml;ngern auf. Ich kann mir vorstellen, dass dies ein lauschiges und erholsames Pl&auml;tzchen gewesen ist.</p><p>Doch heute ist es mit dieser Beschaulichkeit vorbei. Die geballte Besatzungsmacht einschlie&szlig;lich der Tempelpolizei ist unterwegs. Jesus und die J&uuml;nger geraten scheinbar in die Klemme. Wie sich herausstellt, sucht man Jesus, um ihn zu verhaften.<br />
&nbsp;</p><h2>Petrus und die sch&uuml;tzende F&uuml;rsorge Jesu</h2><p>Diese Szene hat mich ber&uuml;hrt. Besonders als Petrus gewaltt&auml;tig wird, um seinen Meister zu sch&uuml;tzen. Er f&uuml;gt einem Knecht der j&uuml;dischen Tempelpolizei Schaden zu. Jesus findet das nicht richtig. Aber er schilt den J&uuml;nger nicht daf&uuml;r, sondern hilft ihm aus der Gefahr, nun ebenfalls verhaftet zu werden. Lukas gibt uns in seinem Evangelium zu diesem Vorfall eine interessante, erweiterte Information. Im Lukasevangelium, Kapitel 22,51 lesen wir, wie Jesus das von Petrus abgeschlagene Ohr des Knechtes sofort wieder heilt. Somit gibt es keinen weiteren Grund, Petrus ebenfalls festzunehmen. Jesus stellt sich sch&uuml;tzend vor ihn. Das muss eine sch&ouml;ne Erfahrung gewesen sein f&uuml;r Petrus, dass Jesus sich so f&uuml;r ihn einsetzt.</p><p>Habe ich das auch schon einmal erlebt, dass sich jemand sch&uuml;tzend vor mich stellt? Jesus ist wie eine Mutter, die mich vor einer Gefahr abschirmt. Ich kenne das zum Gl&uuml;ck aus meiner Kindheit. Da erinnere ich mich an Situationen, in denen ich etwas Unrechtes getan hatte, und meine Mutter mich aus der Gefahrenzone befreit hat. Ja, das f&uuml;hlt sich super an, wenn ich f&uuml;r das, was ich Schlechtes getan habe, nicht bestraft, sondern barmherzig behandelt werde. So f&uuml;rsorglich handelt Jesus. Jesus liebt sowohl Freund als auch Feind.<br />
&nbsp;</p><h2>Der Name Malchus &ndash; Die Verhaftung als historisches Ereignis</h2><p>Eine andere Beobachtung: Vielleicht geht es ihnen &auml;hnlich wie mir. Ich habe mich gefragt, warum im Zusammenhang mit der Gefangennahme Jesu der Name eines j&uuml;dischen Knechtes genannt wird. Ist dieser Malchus denn so wichtig? Es geht doch eigentlich um Christus! Dass hier ein Knecht des Hohepriesters und der Pharis&auml;er so pr&auml;zise namentlich dargestellt wird, zeigt, wie wichtig es dem Evangelisten Johannes ist zu verdeutlichen, dass es sich bei der Gefangennahme Jesu wirklich um ein historisches Ereignis gehandelt hat. Es hat genau so stattgefunden. Daf&uuml;r steht der Name &bdquo;Malchus&ldquo;. Jesus heilt diesen Mann, der gekommen ist, um ihn gefangen zu nehmen. Damit tut Jesus nicht nur seinem Feind Gutes, sondern hilft vor allem auch Petrus. Jesus will keinen der J&uuml;nger verlieren, die der Vater im Himmel ihm anvertraut hat. So sagt er.</p><p>Jesus ist gewillt, sich gefangen nehmen zu lassen. Er wei&szlig;, das ist sein Weg. Er will seine Mission zu Ende bringen und stellvertretend f&uuml;r unsere S&uuml;nden sterben, um uns zu erl&ouml;sen. Aber Petrus f&auml;hrt ihm in die Parade. Er meint, es wieder einmal besser zu wissen, und will seine Erl&ouml;sung und die von uns verhindern. Hat Petrus nicht mehr in Erinnerung, was ihm Jesus einmal gesagt hat; dass n&auml;mlich der Menschensohn, also Jesus, viel leiden wird? Petrus hat damals gesagt: &bdquo;Das widerfahre dir nur nicht!&ldquo; Und Jesus hat geantwortet: &bdquo;Geh weg von mir, Satan!&ldquo; Denn das ist nicht Gottes Weg. Hat der J&uuml;nger das vergessen?</p><p>Wir erfahren hier zwischen den Zeilen einiges von der Pers&ouml;nlichkeit des Simon Petrus, der sich nicht das erste Mal mit seiner impulsiven Art die Zunge verbrennt. Ich frage mich: Wieso hat dieser J&uuml;nger ein Schwert bei sich? Hat Jesus nicht Feindesliebe gelehrt? Hat er nicht gesagt, dass wir Friedensstifter sein sollen?<br />
&nbsp;</p><h2>&bdquo;Ich bin es&ldquo; &ndash; Jesu Autorit&auml;t und die Einladung zur Nachfolge</h2><p>So gibt sich nun Jesus den H&auml;schern hin. Als er gefragt wird, ob er der gesuchte Jesus von Nazareth ist, antwortet er klar und deutlich: &bdquo;Ja&ldquo;. Jesus hat sich nicht vor seinen H&auml;schern versteckt, sondern sich ihnen ausgeliefert.</p><p>Dass er sich freiwillig gefangen nehmen l&auml;sst, wird dadurch betont, dass die, die ihn mitnehmen wollen, zur&uuml;ckweichen und zu Boden fallen, als Jesus sagt: &bdquo;Ich bin der Gesuchte&ldquo;. Jesus kann sich mit Gewalt der Gefangennahme entziehen, indem er eine Schar Engel herbeiruft. Stattdessen lerne ich, wie allein Jesu Worte, sein Reden von der Autorit&auml;t und Vollmacht des Sohnes Gottes durchzogen sind.</p><p>Im &Uuml;brigen finde ich es interessant, erneut ein sogenanntes &bdquo;Ich-bin-Wort&ldquo; Jesu zu finden. Eine Aussage des Herrn &uuml;ber sich selbst. Jesus hat schon mehrmals solche Bildworte gebraucht, um deutlich zu machen, wer er f&uuml;r uns sein will. Etwa dieses: &bdquo;Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben!&ldquo; Und nun geschieht es wieder: &bdquo;Ich bin es&ldquo;, den ihr sucht. Ich bin der Jesus von Nazareth, der verhei&szlig;ene Messias. Dabei benutzt Jesus die griechischen Worte &bdquo;ego eimi&ldquo;. Diese bilden eine Art gegenseitige Best&auml;tigung. Ich kann sie in etwa &uuml;bersetzen mit: &bdquo;Ich, ich bin es wirklich.&ldquo;</p><p>Jesus l&auml;sst sich freiwillig zum Verh&ouml;r abf&uuml;hren. Er versteckt sich nicht, er flieht nicht, und gerade dadurch bleibt er der Handelnde und beherrscht die Situation. Eine unglaubliche Autorit&auml;t geht von Jesus aus. Er ist zwar ganz Mensch, aber es leuchtet die Herrlichkeit des Sohnes Gottes aus ihm hervor. Mit beidem will uns der Evangelist das Herz warm machen.</p><p>Am Ende bin nun auch ich gefragt. Wenn ich mich f&uuml;r Gott ge&ouml;ffnet und seinen Heiligen Geist empfangen habe, dann bin ich doch ebenfalls f&auml;hig, mich f&uuml;r Menschen einzusetzen, die in Not sind. Sich sch&uuml;tzend vor andere zu stellen, so wie Jesus es tut. Auch wenn sie es vielleicht nicht unbedingt verdient haben. Das soll mein Umfeld erfahren: meine Familie etwa, meine Mitmenschen am Arbeitsplatz oder die Leute in meiner Kirchengemeinde. Jesus hat ein Beispiel gegeben, ihm auf diese Weise nachzufolgen.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Christoph Müller</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17309068.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Christoph Müller]]></author>
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      <pubDate>Mon, 30 Mar 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Ein großer Gott, der sich bückt]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Philipper 2,6-11 – ausgelegt von Jens Wellhöner.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Philipper 2,6-11 – ausgelegt von Jens Wellhöner.</em><br/>
<h2>Gottes gewaltiges Erscheinen am Berg Sinai</h2><p>Diese Worte aus dem Philipperbrief sind eine Revolution. Sie stellen alles auf den Kopf. Gott, der Sch&ouml;pfer des Universums, nimmt die Gestalt eines Knechts an, ich k&ouml;nnte auch Sklave &uuml;bersetzen. Gott stellt sich auf die niedrigste Stufe, die es f&uuml;r Menschen &uuml;berhaupt gibt. Um das zu begreifen, reicht mein begrenzter Verstand nicht aus. Aber was es in etwa bedeutet, zeigt mir die Bibel selbst. Ich gehe &uuml;ber 3000 Jahre zur&uuml;ck, in die Zeit des Alten Testaments. Als das Volk Israel nach dem Auszug aus &Auml;gypten durch die W&uuml;ste ins Gelobte Land wanderte, unter der F&uuml;hrung von Mose. Als das Volk am Berg Sinai ankam, geschah etwas Gewaltiges. Gott kam herab. Der Sch&ouml;pfer und K&ouml;nig aller K&ouml;nige. Aber er kam nicht einfach vom Himmel herunter, vorher musste sich das Volk auf das Erscheinen des gro&szlig;en, heiligen Gottes intensiv vorbereiten. Jeder im Volk musste sich zum Beispiel waschen, Geschlechtsverkehr war auch nicht erlaubt.</p><p>Nach drei Tagen war das Volk bereit. Und Gott kam. Ich zitiere aus dem 2. Buch Mose, Kapitel 19:</p><p><em>&bdquo;Da erhob sich ein Donnern und Blitzen und eine dichte Wolke auf dem Berge und der Ton einer sehr starken Posaune. Das ganze Volk aber, das im Lager war, erschrak. Der ganze Berg Sinai aber rauchte, weil der Herr auf den Berg herabfuhr wie Feuer, und sein Rauch stieg auf wie der Rauch von einem Schmelzofen, und der ganze Berg bebte sehr.&ldquo;</em></p><p>Soweit das Zitat. Was f&uuml;r ein gewaltiger Gott. Ich glaube, ich w&auml;re auch damals zu Tode erschrocken gewesen, bei diesem Anblick und diesen lauten Ger&auml;uschen. Dieses Erscheinen Gottes &uuml;bertrifft alles, was Menschen je gemacht oder gesehen haben, bei Weitem. Ich kann da nur Ehrfurcht bekommen, vor dem heiligen, ja sogar schrecklich m&auml;chtigen und gro&szlig;en Gott.</p><p>Nach diesem Erscheinen Gottes d&uuml;rfen Mose, sein Bruder Aaron und 72 weitere M&auml;nner aus dem Volk zu Gott auf den Berg steigen. Dort sahen sie den Gott Israels, hei&szlig;t es im 2. Buch Mose, Kapitel 24. &bdquo;Unter seinen F&uuml;&szlig;en war es wie eine Fl&auml;che von Saphir und wie der Himmel, wenn es klar ist.&ldquo; So steht es dort w&ouml;rtlich.</p><p>Ein Saphir ist ein wundersch&ouml;ner, tiefblauer Edelstein. Aber was die M&auml;nner Israels dort oben gesehen haben, muss noch viel sch&ouml;ner und unbeschreiblicher gewesen sein.</p><p>So wird dieses Erscheinen hier im Alten Testament beschrieben. Ein Gott, den man nicht einfach anfassen kann, sondern eine unfassbar gro&szlig;e Majest&auml;t, vor der ich mich wahrscheinlich nur flach auf den Boden werfen w&uuml;rde, vor Ehrfurcht.<br />
&nbsp;</p><h2>Jesus &ndash; der Knecht, der die F&uuml;&szlig;e w&auml;scht</h2><p>Und das ist derselbe Gott, der sp&auml;ter in Jesus Mensch wird. Im Philipperbrief steht, er ent&auml;u&szlig;erte sich selbst. W&ouml;rtlich k&ouml;nnte es auch hei&szlig;en, er entleerte oder beraubte sich selbst.</p><p>Er legte alle Gewalt und Majest&auml;t ab, die den Berg Sinai in einen Schmelzofen verwandelte. Und die noch sch&ouml;ner war als ein Saphir oder der Himmel, wenn es klar ist. Und nahm Knechtsgestalt an.</p><p>Dazu passt eine Stelle aus dem Johannesevangelium, im 13. Kapitel. Jesus ist beim Abendessen mit seinen J&uuml;ngern. Nach dem Essen steht er auf, legt seine Kleider ab, nimmt einen Schurz und legt sich einen G&uuml;rtel um. Danach gie&szlig;t er Wasser in ein Becken und f&auml;ngt an, den J&uuml;ngern die F&uuml;&szlig;e zu waschen.</p><p>Diese Fu&szlig;waschung war ein Dienst f&uuml;r den niedrigsten Sklaven. Diesen Dienst &uuml;bernimmt Jesus, Gott in Menschengestalt. Er zieht sich sogar so an wie ein niedriger Sklave, mit Schurz und G&uuml;rtel. Er erniedrigte sich selbst: Was das hei&szlig;t, das wird mir hier vor Augen gef&uuml;hrt.</p><p>Derselbe Gott, der den Berg Sinai zum Beben und Rauchen brachte, der das ganze Weltall geschaffen hat und erh&auml;lt, der sich die Sterne ausgedacht hat und die Planeten, jeden einzelnen, der auch uns Menschen geschaffen hat, jeden einzelnen, der auch die kleinste Zelle, das kleinste Atom im ganzen All kennt und lenkt: Dieser gewaltige Gott ist pl&ouml;tzlich ein Mensch in Sklavengestalt.</p><p>Das ist die Revolution, von der ich anfangs gesprochen habe. Sie stellt alles auf den Kopf, was die Menschen damals &uuml;ber Gott dachten. Und die J&uuml;nger reagieren auch entsetzt. Petrus sagt zu Jesus, dass er ihm niemals die F&uuml;&szlig;e waschen soll. F&uuml;r ihn passt das nicht zu Gottes Sohn, seinem heiligen Herrn.</p><p>Aber Jesus l&auml;sst sich nicht beirren und w&auml;scht die F&uuml;&szlig;e seiner J&uuml;nger, wie ein Sklave. Und sp&auml;ter &uuml;bernimmt Jesus den allergr&ouml;&szlig;ten Dienst: Er leidet und stirbt am Kreuz.<br />
&nbsp;</p><h2>Das Kreuz &ndash; tiefste Erniedrigung aus Liebe</h2><p>Dort wird er zum Allerverachtetsten und Unwertesten aller Menschen, so hat es Jesaja Jahrhunderte zuvor vorausgesagt. Am Kreuz hingen nur die schlimmsten Verbrecher, M&ouml;rder und R&auml;uber. Mitten unter ihnen h&auml;ngt Jesus, der Sohn Gottes, am Kreuz, unter dem Hohn und Spott der Menschen.</p><p>Niedriger kann ein Mensch nicht sein. Das soll Gottes Sohn sein, der K&ouml;nig aller K&ouml;nige, der, durch den das Universum geschaffen wurde? Der Herr aller Herren?</p><p>Das k&ouml;nnen auch heute die meisten Menschen nicht glauben. Und doch ist es wahr. Mit meinem Verstand kann ich das nicht wirklich begreifen. Ich kann nur dar&uuml;ber staunen. Gott ist allm&auml;chtig. Das hei&szlig;t, er kann also auch Mensch werden und sich selbst erniedrigen. So unglaublich das auch klingt.</p><p>Aber Jesus hat diese Erniedrigung alles gekostet. Er hat im Garten Gethsemane vor seiner Verhaftung und Hinrichtung Blut geschwitzt, so sehr hat ihn die Aussicht auf seinen Leidensweg aufgew&uuml;hlt. Doch er wurde gehorsam bis zum Tode, ja, bis zum Tode am Kreuz, so schreibt es Paulus im Philipperbrief. Er hat das alles auf sich genommen und alle Kraft und Majest&auml;t abgelegt.<br />
&nbsp;</p><h2>Erl&ouml;sung aus Liebe &ndash; f&uuml;r jeden Menschen</h2><p>Warum macht er das?</p><p>F&uuml;r mich und jeden anderen Menschen. Beim Propheten Jesaja hei&szlig;t es, dass er unsere Krankheit auf sich lud. Unsere Krankheit ist die S&uuml;nde, die Trennung von Gott. Menschen wollen von Natur aus ohne Gott leben, ihr eigener Herr sein, selbstbestimmt leben, w&uuml;rde man heute wohl sagen. Selbstbestimmt in allen Lebenslagen, sogar den Zeitpunkt ihres Todes wollen viele Menschen heute selbst bestimmen.</p><p>Aber diese Selbstbestimmung in allem f&uuml;hrt dazu, dass ich mir schlie&szlig;lich nichts mehr sagen lasse. Auch von Gott nicht, das ist S&uuml;nde. Und die S&uuml;nde ist schrecklich.</p><p>Jeder Mensch hat die Erl&ouml;sung von der S&uuml;nde und was darauf folgt, n&ouml;tig. Jeder Mensch ist von Natur aus von Gott, dem Leben selbst, getrennt. Und diese Trennung best&uuml;nde in alle Ewigkeit, diese Trennung w&uuml;rde f&uuml;r alle Menschen die H&ouml;lle bedeuten, wenn nicht Jesus sich selbst ent&auml;u&szlig;ert und ein Knecht geworden w&auml;re. Mein Knecht. Und der aller Menschen. Der auch mir die F&uuml;&szlig;e w&auml;scht und mich rein von aller S&uuml;nde macht. Aber nicht mit Wasser, sondern mit seinem Blut, das er am Kreuz vergossen hat.</p><p>Der Tod am Kreuz war blutig und grausam. Aber die S&uuml;nde ist auch grausam. Davon will Jesus jeden Menschen befreien, wenn er Jesus annimmt, als Herrn und Erl&ouml;ser.</p><p>Der gro&szlig;e, m&auml;chtige Gott hat all das freiwillig auf sich genommen, aus Liebe zu mir und zu allen Menschen.</p><p>Ich bete diesen in seiner Liebe unendlich gro&szlig;en Gott an. Und liebe ihn.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Jens Wellhöner</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17308345.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Jens Wellhöner]]></author>
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      <pubDate>Sun, 29 Mar 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Jesus betet für Einheit]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Johannes 17,11b-26 – ausgelegt von Uli Limpf.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Johannes 17,11b-26 – ausgelegt von Uli Limpf.</em><br/>
<h2><strong>Das hohepriesterliche Gebet Jesu</strong></h2><p>Heute geht es um den zweiten Teil des Gebets von Jesus kurz vor seinem Tod. Es geht um das Gebet, das in vielen Bibeln das Hohepriesterliche Gebet Jesu genannt wird. Es ist ein besonderer Abschnitt, den der Jesus-Biograph Johannes hier &uuml;berliefert. Als Jesus wusste, dass seine letzte Stunde auf Erden bald schl&auml;gt, da hat er das getan, was ihm wirklich wichtig war. Er hat noch einmal ausf&uuml;hrlich mit seinen J&uuml;ngern geredet, er hat ihnen die F&uuml;&szlig;e gewaschen. Und dann hat er unter allen letzten Dingen ein allerletztes getan, das Letzte, bevor sie ihn wie einen Verbrecher in Ketten gelegt haben. Er hat gebetet.</p><p>Kein anderes Gebet wird in den Evangelien von Jesus in dieser Ausf&uuml;hrlichkeit und L&auml;nge wiedergegeben. Keines! Warum dann dieses? Warum &uuml;berhaupt wird hier der intimste Vorgang, den es gibt, das ganz pers&ouml;nliche Gespr&auml;ch, das Jesus mit dem Vater f&uuml;hrt, in dieser Ausf&uuml;hrlichkeit erz&auml;hlt? F&uuml;r mich gibt es daf&uuml;r nur einen Grund. Als J&uuml;nger Jesu sollen wir wissen, was der Vater und Sohn &uuml;ber uns denken und reden, was sie beschlie&szlig;en und sich vornehmen, was ihr Anliegen ist, wenn es um uns geht.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Kindheitserinnerung &ndash; Zuh&ouml;ren bei den Eltern</strong></h2><p>Mein Vater war Orthop&auml;dieschuhmacher. Unsere Wohnung lag direkt &uuml;ber seiner Werkstatt und ich kann mich gut erinnern, dass ich als kleines Kind, wenn ich abends eigentlich schon schlafen sollte, aus dem Bett gekrochen bin und mich oben an die Treppe gestellt habe, um zu h&ouml;ren, was mein Vater und meine Mutter miteinander reden. Als kleines Kind wollte ich wissen, ob es ihnen gut geht, ob sie vielleicht &uuml;ber mich reden und wenn ja, was sie dann &uuml;ber mich reden.</p><p>Hier beim hohepriesterlichen Gebet d&uuml;rfen Sie und ich zuh&ouml;ren, wie Jesus und der Vater &uuml;ber die J&uuml;nger reden und auch &uuml;ber uns, weil wir zu denen geh&ouml;ren, die durch das Wort der J&uuml;nger zum Glauben an Jesus gefunden haben. Dieses Gebet ist uns deshalb &uuml;berliefert, dass wir, die wir Jesus unser Vertrauen geschenkt und unser Leben gewidmet haben, mith&ouml;ren, wie sehr wir umsorgt und geliebt werden. Jesus bespricht mit dem Vater, was jetzt mit uns werden soll und er sagt ihm: Vater, jetzt musst du sie bewahren und keinen verlieren, jetzt musst du sie heiligen, einigen und senden. Sp&uuml;ren Sie die F&uuml;rsorge und das Mitgef&uuml;hl Jesu f&uuml;r die, die er jetzt nach seinem Tod, seiner Auferstehung und Himmelfahrt zur&uuml;ckl&auml;sst?</p><p>Dass Jesus f&uuml;r uns betet, ist wohl n&ouml;tig. Warum ist das n&ouml;tig? Weil wir es alleine nicht packen, weil wir ihn dringender brauchen als die Luft zum Atmen. Wer bringt uns ans Ziel? Der Vater! Wer heiligt und bewahrt uns? Der Vater! Wer baut und eint die Gemeinde? Der dreieinige Gott! Der fr&uuml;here bayerische Bischof Hermann Bezzel hat es einmal so formuliert: &bdquo;Die Abh&auml;ngigkeit von Gott ist unser Gl&uuml;ck.&ldquo;</p><p>Werfen wir einen kurzen Blick auf die wichtigsten Gebetsanliegen, die Jesus hier mit seinem Vater bespricht.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Die Gebetsanliegen Jesu</strong></h2><p><strong>1. Erhalte sie in deinem Namen</strong></p><p>Das ist zun&auml;chst einmal die Bitte Jesu um Bewahrung. Diese Bitte erinnert stark an die Hirtenrede Jesu im Johannesevangelium, Kapitel 10. Da sagt Jesus, dass niemand die J&uuml;nger aus seiner Hand rei&szlig;en kann. Solange Jesus bei ihnen war, hat er sie bewahrt. Aber jetzt geht er weg. Jetzt muss der Vater diese Aufgabe &uuml;bernehmen. Erhalte sie, das hei&szlig;t Jesus bittet darum, dass der Vater selbst die Nachfolger Jesu bewahrt, besch&uuml;tzt, versorgt und ans Ziel bringt.</p><p>In Vers 14 macht Jesus deutlich, wie er das bewerkstelligt hat, dass er seine J&uuml;nger bewahrt hat. Er hat ihnen sein Wort und uns die Bibel gegeben. Das ist ja in der Tat so, dass die Bibel f&uuml;r meinen Weg wertvoll, hilfreich, wegweisend ist.</p><p>Dann macht Jesus aber auch deutlich, wie n&ouml;tig es ist, dass der Vater die J&uuml;nger bewahrt. Denn die sogenannte Welt hat eine andere Gesinnung, ja Jesus sagt sogar, dass auch Hass eine m&ouml;gliche Erfahrung der J&uuml;nger sein kann.</p><p>Die Bewahrung der J&uuml;nger k&ouml;nnte so einfach sein. Gott k&ouml;nnte sie doch einfach aus dieser Welt herausnehmen, sie zu sich holen (Vers 15) &ndash; dann w&auml;re doch alles gut. Aber genau das will Jesus nicht. Er braucht sie doch in der Welt. Er braucht sie dort als seine Zeugen. Er braucht sie dort als Licht und als Salz. Damit hat Jesus eine grunds&auml;tzliche und eine unfassbar wichtige Aussage gemacht. Wir sollen in der Welt sein &ndash; aber nicht von der Welt. Von diesem Augenblick an durchzieht diese Spannung &bdquo;in der Welt &ndash; aber nicht von der Welt&ldquo; die ganze Kirchengeschichte. Aber nicht nur die Kirchengeschichte, auch mein eigenes Leben.</p><p>Jesus nimmt mich nicht aus dieser Welt heraus. Ich lebe mitten im Alltag: im B&uuml;ro, in der Schule, in der Familie, im Freundeskreis. Ich begegne denselben Herausforderungen wie alle anderen &ndash; Leistungsdruck, Versuchungen, Sorgen, gesellschaftliche Str&ouml;mungen. Christsein bedeutet nicht R&uuml;ckzug in eine geistliche Parallelwelt. Und gleichzeitig habe ich eine neue Identit&auml;t. Meine Herkunft, meine Werte, meine Hoffnung kommen aus dem Reich Gottes. &bdquo;Nicht von der Welt&ldquo; hei&szlig;t:</p><p style="margin-left:36.0pt">&bull; Meine Ma&szlig;st&auml;be kommen aus Gottes Wort.</p><p style="margin-left:36.0pt">&bull; Meine Hoffnung h&auml;ngt nicht an Karriere oder Besitz.</p><p style="margin-left:36.0pt">&bull; Meine Identit&auml;t gr&uuml;ndet sich nicht auf Anerkennung, sondern auf Christus.</p><p>Ich schwimme nicht bewusst gegen alles &ndash; aber ich lasse mich auch nicht treiben.</p><p>Das zweite Gebetsanliegen Jesu hier hei&szlig;t:<br />
&nbsp;</p><p><strong>2. Lass sie eins sein</strong></p><p>Die Einheit von Vater und Sohn ist hier der Ma&szlig;stab und das Vorbild. Vater und Sohn sind durch den Heiligen Geist verbunden. Deshalb kann es auch nur derselbe Heilige Geist sein, der die J&uuml;nger zu einer Einheit formt.</p><p>Vielleicht reiben Sie sich an dieser Stelle die Augen und sagen: Jesus, das ist aber gewaltig schiefgegangen. Denn mit der Einheit deiner J&uuml;nger scheint es ja nicht weit her zu sein. Gibt es nicht allein bei uns in Deutschland, ja in der ganzen Welt eine Vielzahl, ja geradezu eine Unzahl von Kirchen, Gemeinden, Gruppierungen, Meinungen? Hat sich in den vergangenen zweihundert Jahren die Christenheit nicht immer mehr zersplittert? Ich denke, wir sitzen da einem Missverst&auml;ndnis auf. Einheit in Jesus besteht nicht darin, dass wir alle gleich denken und es nur eine richtige Lehrmeinung geben darf. Vielfalt geh&ouml;rt zu Gottes Sch&ouml;pfung und zu Gottes Wesen. Schlie&szlig;lich hat Gott ja auch nicht nur Rosen erschaffen, sondern zigtausend andere wundersch&ouml;ne Blumen und Pflanzen. Einheit hat ihr Fundament einzig und allein in dem, was Jesus f&uuml;r uns getan hat. Wer auf Jesus sein ganzes Vertrauen setzt, geh&ouml;rt zu ihm und seiner Familie. &Uuml;berall, wo Menschen sich zu Jesus als ihrem Retter und Herrn bekennen, begegne ich Kindern Gottes, meinen Br&uuml;dern und Schwestern. Ich kann nicht weniger, aber auch nicht mehr Br&uuml;der und Schwestern haben, als mein Vater im Himmel Kinder hat. Wenn das unser Kern, unser gemeinsamer Glaube ist, dann k&ouml;nnen wir in Randfragen ruhig unterschiedlicher Meinung sein.</p><p>Einheit ist also zuallererst Einheit mit dem Vater und dem Sohn. Wir untereinander, das ist zu wenig. Wir m&uuml;ssen nach oben angebunden sein. Und Einheit hat auch nichts damit zu tun, dass wir als Christen es untereinander kuschelig haben. Denn Einheit hat ein Ziel und einen Sinn und dieser Sinn ist die Sendung in die Welt. Wir sollen eins sein in der Mission, die nicht unsere Mission, sondern Gottes Mission ist.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Das Ziel &ndash; bei Jesus sein</strong></h2><p>Die dritte und letzte Bitte Jesu an seinen Vater ist die, dass wir als seine J&uuml;nger einmal dort sind, wo er jetzt schon ist (V 24). Der Himmel ist f&uuml;r uns Christen in erster Linie nicht ein Ort mit viel Pracht und Gl&uuml;ck, nicht das Schlaraffenland, sondern der Ort, wo wir mit Jesus und dem Vater zusammen sind. In einem seiner Briefe beschreibt das Johannes so: &bdquo;Wir werden ihn sehen, wie er ist&ldquo; (1. Johannes 3,2).</p><p>Das alles also sollen und d&uuml;rfen wir h&ouml;ren, wenn Jesus hier so innig mit seinem Vater spricht. Wir sollen h&ouml;ren, wie sehr wir umsorgt und geliebt sind. Vom Vater, vom Sohn und vom Heiligen Geist.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Uli Limpf</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17307865.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Uli Limpf]]></author>
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      <pubDate>Sat, 28 Mar 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Johannes 17,1-11a – ausgelegt von Frank Fenske.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Johannes 17,1-11a – ausgelegt von Frank Fenske.</em><br/>
<h2><strong>Wissen Sie, was die Stunde geschlagen hat?</strong></h2><p>Wissen Sie, was die Stunde geschlagen hat? Ich meine jetzt nicht die Uhrzeit, die Sie auf einer Uhr ablesen k&ouml;nnen oder welche die Glocken des Kirchturmes mit ihren Schl&auml;gen verk&uuml;ndigen. Ich meine: Wissen Sie, wann ihre Zeit gekommen ist?<br />
Eine Hospizmitarbeiterin erz&auml;hlte mir vor einigen Jahren von ihrer Arbeit. Sie berichtete von ihren Erfahrungen, die sie in der Begleitung von Sterbenden gemacht hat. Mancher Mensch hadert noch auf dem Sterbebett mit seinem Leben. Er ist unzufrieden und bereut es, gewisse Dinge unterlassen zu haben. Aber viele der Sterbenden blicken dankbar auf ihr Leben zur&uuml;ck. Sie sind zufrieden. Eins haben aber fast alle Sterbenden gemeinsam: Sie wissen im Inneren, dass ihre Stunde gekommen ist. Sie sp&uuml;ren, dass ihr Leben zu Ende geht. Oft sp&uuml;ren sie dies schon viel fr&uuml;her, bevor die Angeh&ouml;rigen es &uuml;berhaupt merken.</p><p>Auch Jesus wei&szlig; in unserem heutigen Text, dass seine Stunde nun gekommen ist. Jesus wei&szlig;: Der g&ouml;ttliche Plan der Erl&ouml;sung geht der Vollendung entgegen. Mehrere Male hat Jesus in der Vergangenheit gesagt: &bdquo;Meine Stunde ist noch nicht gekommen.&ldquo; Jetzt ist seine Stunde da. Jesus wird verhaftet und gekreuzigt werden. An diesem &Uuml;bergang sucht Jesus das Gespr&auml;ch mit seinem Vater. In der Vergangenheit hat er sich dazu oft in die Einsamkeit zur&uuml;ckgezogen. Diesmal betet er &ouml;ffentlich. Seine J&uuml;nger k&ouml;nnen h&ouml;ren, was und wie er zu seinem Vater spricht.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Jesu Gebet um Verherrlichung</strong></h2><p><em>&bdquo;Vater, die Stunde ist da; verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrliche.&ldquo;</em> Jesus bittet um Verherrlichung. Das gro&szlig;e Ziel der Erl&ouml;sung soll erreicht werden. Durch ihn sollen alle Menschen, die an ihn glauben, gerettet werden.</p><p>Ich finde es interessant, wie Jesus hier betet. Jesus betet zwar f&uuml;r sich. Aber es geht ihm nicht darum, sein Leid zu verhindern. Er betet nicht: &bdquo;Vater, bewahre mich vor meinem Leid.&ldquo; Nein, Jesus betet: <em>&bdquo;Verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrliche.&ldquo;</em> Jesus hat Gottes Plan im Blick. Der Plan des Vaters soll zum Ziel kommen.</p><p>Ich frage mich: Worum geht es bei unseren Gebeten zu Gott? Haben wir Gottes Plan im Blick? Oder drehen wir uns nur um unsere eigenen Interessen und Sorgen?</p><p>Jesus bildet im Gebet eine vollkommene Einheit mit seinem Vater. Er betet: <em>&bdquo;&hellip; denn du hast ihm Macht gegeben &uuml;ber alle Menschen, damit er das ewige Leben gebe allen, die du ihm gegeben hast.&ldquo;</em></p><p>Jesus f&uuml;hrt aus, was der Vater ihm geboten hat. Er gibt allen, die der Vater ihm anvertraut hat, das ewige Leben. Im folgenden Satz erkl&auml;rt Jesus selbst, was unter dem Begriff &bdquo;ewiges Leben&ldquo; gemeint ist. Jesus sagt: &bdquo;Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.&ldquo; Erkennen meint hier mehr als nur ein F&uuml;r-wahr-Halten einer Botschaft. Wenn Jesus hier von erkennen redet, dann meint er eine pers&ouml;nliche und innige Beziehung zu ihm und dem Vater. Aus dieser innigen Beziehung heraus erwachsen dann auch Taten.</p><p>Das k&ouml;nnen wir bei Jesus lernen. Durch die geistliche Einheit, die Jesus zum Vater hat, kann Jesus dessen Plan ausf&uuml;hren. Daher betet er: &bdquo;Ich habe dich verherrlicht auf Erden und das Werk vollendet, das du mir gegeben hast, damit ich es tue.&ldquo;<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Dankbarer Blick auf die Vollendung</strong></h2><p>Obwohl das Leiden Jesu und seine Kreuzigung und Auferstehung noch vor ihm liegen, betet Jesus hier so, als w&auml;re das alles schon geschehen. Er ist sich sicher, dass er Gottes Plan erf&uuml;llen wird. Im Kapitel vorher hat er bereits in der Vergangenheitsform geredet: &bdquo;Ich habe die Welt &uuml;berwunden.&ldquo; Obwohl alles noch vor ihm liegt, blickt Jesus bereits jetzt dankbar auf das, was geschehen wird, zur&uuml;ck.</p><p>So d&uuml;rfen auch wir Christen bereits jetzt dankbar sein f&uuml;r das, was uns nach unserem Tod auf dieser Erde erwartet. Wir wissen zwar nicht, wann die Stunde schlagen wird. Wir wissen aber: Jesus wird uns zu sich ziehen. (Johannes 12,32). Obwohl unser Tod noch vor uns liegt, k&ouml;nnen wir in das Lied aus dem evangelischen Gesangbuch Nummer 115 mit einstimmen:<br />
&bdquo;Jesus lebt, mit ihm auch ich! Tod, wo sind nun deine Schrecken?<br />
Er, er lebt und wird auch mich von den Toten auferwecken.<br />
&nbsp;Er verkl&auml;rt mich in sein Licht; dies ist meine Zuversicht.&ldquo;</p><p>In den folgenden Versen legt Jesus Rechenschaft ab. Er z&auml;hlt auf, was er alles im Auftrag des Vaters getan hat. Die J&uuml;nger geh&ouml;ren dem Vater. Dieser hat sie Jesus gegeben. Jesus hat den J&uuml;ngern aufgezeigt, wie Gott ist. Er hat dabei den J&uuml;ngern stets die Worte gegeben, die er vom Vater empfangen hat. Auch hier wird die innige Einheit deutlich, die Jesus mit dem Vater pflegt.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Jesu F&uuml;rbitte f&uuml;r die J&uuml;nger</strong></h2><p>Nachdem Jesus f&uuml;r sich gebetet hat, bittet er nun f&uuml;r die J&uuml;nger. Ganz bewusst distanziert er sich von der Welt. Wir k&ouml;nnen dieses Gebet auch auf uns Christen &uuml;bertragen. Jesus bittet bis heute f&uuml;r alle Christen. (Hebr&auml;er 7,25). Er wei&szlig;, dass er nach seiner Kreuzigung und Auferstehung zum Vater zur&uuml;ckkehren wird. Daher betet er: &bdquo;Ich bin nicht mehr in der Welt; sie aber sind in der Welt, und ich komme zu dir.&ldquo;</p><p>Jesus wei&szlig;, was es bedeutet, als J&uuml;nger allein in der Welt zur&uuml;ckgelassen zu werden. Da die J&uuml;nger, zu denen auch wir Christen geh&ouml;ren, zwar noch in der Welt leben, aber vom Vater aus der Welt herausgerufen wurden, werden wir von der Welt als Fremdk&ouml;rper wahrgenommen. Oft f&uuml;hrt dies zu Hass oder gar Verfolgung. In der Welt leben hei&szlig;t u.&#8239;a. im Hass der Welt zu leben. Wir in Deutschland erleben das vielleicht nicht ganz so extrem. Dennoch wird auch in Deutschland deutlich, dass der christliche Glaube zunehmend abgelehnt wird. Die F&uuml;rbitte Jesu zeigt, wie sehr er sich um seine J&uuml;nger sorgt und wie sehr er diese liebt. Der Auftrag Jesu &bdquo;gehet hin und machet zu J&uuml;ngern alle V&ouml;lker&ldquo; (Matth&auml;us 28,19) ist nicht einfach. Daher bittet Jesus beim Vater um Schutz und Bewahrung.</p><p>Wissen Sie, was die Stunde geschlagen hat? Ich muss zugeben, dass ich es oft nicht wei&szlig;. Ich wei&szlig; oft nicht, was genau der n&auml;chste Schritt ist. Ich wei&szlig; oft nicht, was genau ich als N&auml;chstes tun sollte. Von Jesus m&ouml;chte ich aber lernen, diese innige Gemeinschaft mit ihm und dem Vater immer wieder aufs Neue zu suchen. Mit Paulus will ich rufen: &bdquo;Werdet stark, weil ihr mit dem Herrn verbunden seid.&ldquo; (Epheser 6,10 Hoffnung f&uuml;r alle). Aus dieser innigen Gemeinschaft heraus will ich mich von Jesus leiten lassen. Aus dieser innigen Gemeinschaft heraus will ich der Welt die Worte wiedergeben, die Jesus mir gesagt hat, damit er und Gott verherrlicht werden.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Frank Fenske</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17307066.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Frank Fenske]]></author>
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      <pubDate>Fri, 27 Mar 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Gute Worte schaffen Geborgenheit]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Johannes 16,25-33 – ausgelegt von Jürgen Vögele.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Johannes 16,25-33 – ausgelegt von Jürgen Vögele.</em><br/>
<h2><strong>Einleitend:</strong></h2><p>&bdquo;Ich bin alles gewesen und alles ist nichts&ldquo; sagt der r&ouml;mische Kaiser Septimus Severus. Er lebte in der Zeit von 145 bis 211 nach Christus. &bdquo;Nachdem ich alles durchgemacht, finde ich nichts, das mir Ruhe br&auml;chte!&ldquo;, so fasst Cicero, der 106&ndash;43 v. Chr. gelebt hat, sein philosophisches Lebenswerk zusammen. &bdquo;Habe ich meine Rolle gut gespielt? Nun, so klatscht Beifall, denn die Kom&ouml;die ist zu Ende!&ldquo;, sagt Kaiser Augustus 14 nach Chr. kurz vor seinem Tod.</p><p>Es sind Worte bekannter M&auml;nner der Weltgeschichte, die mir einfallen. M&auml;nner, die ein St&uuml;ck Weltgeschichte schrieben, und doch endet ihr Leben hoffnungslos.</p><p>Ganz anders lautet der Bericht aus dem Johannesevangelium. Zeitlich gesehen ist es der letzte Abschnitt im Leben Jesu vor der Kreuzigung. Er befindet sich mit den J&uuml;ngern zusammen in dem Oberstock des Hauses, in dem ER sich mit den J&uuml;ngern getroffen hat, um seinen J&uuml;ngern die F&uuml;&szlig;e zu waschen. M&ouml;glicherweise sp&uuml;ren die J&uuml;nger etwas von der besonderen Stimmung, aber so wirklich verstanden, was jetzt kommen wird, das haben sie nicht.</p><p>Jemand fragte mich mal nach der Glaubw&uuml;rdigkeit Gottes, nach einem Zeichen, das Gott in Seiner Liebe zu uns ausweist. Ich musste nicht lange &uuml;berlegen, denn durch die ganze Bibel hindurch und so auch in unserem heutigen Text l&auml;sst sich Gottes Liebe erkennen:</p><p>Wer GOTT und das Gespr&auml;ch mit Jesus Christus sucht, wird sehr schnell erkennen, dass GOTT uns niemals etwas verheimlicht, was f&uuml;r uns wichtig ist. ER l&auml;sst uns nicht im Unklaren, was auf uns zukommt, und ER bereitet uns sorgf&auml;ltig darauf vor.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>3 &bdquo;Perlen&ldquo;, die das Gespr&auml;ch der J&uuml;nger mit Jesus Christus zum Leuchten bringen:</strong></h2><h2><strong>1.&nbsp;Ehrliche Worte voller Liebe</strong></h2><p>Jesus Christus bereitet die J&uuml;nger sorgf&auml;ltig darauf vor, was demn&auml;chst kommen wird. Wohl wissend, dass ER sie im Augenblick damit &uuml;berfordert und sie es noch nicht wirklich einordnen k&ouml;nnen. Doch ER gibt ihnen Informationen und Grundlagen mit, damit sie diese zu dem Zeitpunkt, an dem sie wichtig sind, &bdquo;abrufen k&ouml;nnen&ldquo;. Seine Vorbereitung ist nicht von Hoffnungslosigkeit gepr&auml;gt, sondern wird bestimmt von einer lebendigen Hoffnung, die dann zu bl&uuml;hen beginnt, wenn andere meinen, es w&auml;re alles umsonst.</p><p>Ich denke an die Aufgabe von Feuerwehrleuten: sie werden im Laufe ihrer &bdquo;Dienstzeit&ldquo; m&ouml;glicherweise Hunderte von Br&auml;nden l&ouml;schen. In Wahrheit jedoch werden es viel weniger Br&auml;nde sein. Sie lernen in &Uuml;bungseinheiten, zu handeln, ohne lange zu &uuml;berlegen und das einge&uuml;bte Handeln hilft ihnen, richtig zu entscheiden, wenn es darauf ankommt.</p><p>Mit Seinen Worten bereitet Jesus Christus die J&uuml;nger &ndash; und damit auch uns heute &ndash; vor auf die Zeit, wenn die Verh&auml;ltnisse sich ge&auml;ndert haben. Wenn ER nicht mehr in dieser Weise f&uuml;r die J&uuml;nger wahrnehmbar ist &ndash; und doch ist Jesus Christus gegenw&auml;rtig. Nicht so sichtbar, wie wir es uns manchmal w&uuml;nschen, doch ER ist da. Bei mir zuhause, bei Ihnen im Auto oder zuhause bei Ihnen in der K&uuml;che, am Arbeitsplatz oder bei Ihnen grad jetzt im Krankenhaus.</p><p>Jesus Christus bereitet die J&uuml;nger und uns Christen mit hoffnungsvollen Worten darauf vor, dass Leben mit Ihm eine Herausforderung ist und bleibt, weil ER wei&szlig;&hellip;<br />
&nbsp;</p><h2><strong>2.&nbsp;Wenn der Glaube auf den Pr&uuml;fstand kommt &hellip;</strong></h2><p>&hellip;dann reicht es nicht, ein wenig begeistert von Jesus Christus zu sein. Es braucht mehr, es braucht eine gute Grundlage: es sind die Informationen, die wir in der Bibel finden. Menschlich weise Worte k&ouml;nnen noch so gut und zeitgem&auml;&szlig; formuliert sein, doch wenn sie aus dem Verstand s&uuml;ndiger Menschen kommen, werden sie in schwierigen Zeiten keine Hilfe sein.</p><p>Jesus Christus l&auml;sst Seine J&uuml;nger &ndash; und damit auch alle, die mit Jesus Christus im Gespr&auml;ch sind &ndash; nicht mit Floskeln zur&uuml;ck, ER weist sie auf sich hin. ER gibt ihnen eine Perspektive mit, die ihnen hilft, Zeiten durchstehen zu k&ouml;nnen, die sie in ihrem Glaubensmut zu ersch&uuml;ttern versuchen.</p><p>GOTTES Wort und die Worte unseres HERRN haben durch alle Jahrhunderte hindurch Menschen geholfen, die Freude am Leben und die Kraft aus dem Glauben heraus nicht zu verlieren:<br />
&bdquo;HERR, Dein Wort die edle Gabe,<br />
diesen Schatz erhalte mir;<br />
denn ich zieh es aller Habe<br />
und dem gr&ouml;&szlig;ten Reichtum f&uuml;r.<br />
Wenn Dein Wort nicht mehr soll gelten,<br />
worauf soll der Glaube ruhn&hellip;?&ldquo;,<br />
so textete Graf Zinzendorf und er wusste um die Kraft der guten Worte, die wir von Jesus Christus durch den Evangelisten Johannes &uuml;berliefert bekommen haben.</p><p>Ich wei&szlig; nichts von der Situation, die Sie als Mensch und als Christ gerade durchzustehen haben. Wir alle haben unsere ganz pers&ouml;nlichen Herausforderungen, Fragen oder Anfragen &hellip; an andere Menschen, an das Leben, an GOTT &hellip;, so wie die J&uuml;nger auch. Sie behielten ihre Fragen nicht f&uuml;r sich, sie wandten sich an Jesus Christus und erlebten, wie ER ihnen half, damit umzugehen.</p><p>Wenn unser Glaube auf den Pr&uuml;fstand kommt&hellip;<br />
&nbsp;</p><h2><strong>3.&nbsp;&nbsp;&hellip; dann halten Sie fest am Gespr&auml;ch mit Jesus Christus!</strong></h2><p>Vor einigen Wochen musste ich mit unseren Fahrzeugen zur 2-j&auml;hrlichen T&Uuml;V-Pr&uuml;fung. Pers&ouml;nlich erlebe ich das nicht immer als ein reines Gl&uuml;cksgef&uuml;hl, doch sie sind n&ouml;tig, damit der Einsatz unserer Fahrzeuge problemlos und sorgenfrei weitergehen kann. Ein T&Uuml;V-Pr&uuml;fer ist jemand, der uns helfen will, damit wir sicher unterwegs sein k&ouml;nnen. Er will uns unterst&uuml;tzen und nicht schaden.</p><p>So erlebe ich auch die letzten Worte Unseres HERRN in dem Kapitel 16. Jesus kennt die Dinge, die auf uns einstr&ouml;men, aber ER bleibt nicht dabei stehen: Sein Blick &uuml;berblickt das alles &ndash; und ER m&ouml;chte, dass wir den Blick nicht auf die Geschehnisse in dieser Welt fixieren, sondern auf IHN, den Sohn Gottes.</p><p>Im Buch Jesaja, Kapitel 6,1 lesen wir, welchen Blick Jesaja von GOTT bekam: <em>&bdquo;Im Todesjahr des K&ouml;nigs Usija sah ich den HERRN auf dem Thron sitzen!&ldquo;</em> (Jesaja 6,1)</p><p>Und als drei J&uuml;nger mit Jesus Christus auf einem Berggipfel ein eindr&uuml;ckliches Erlebnis haben und GOTT in ihre Situation hineinspricht, ist es wieder eine Blickrichtung, die ge&auml;ndert wird:</p><p><em>&bdquo;Als die J&uuml;nger ihre Augen erhoben, sahen sie niemanden als Jesus allein!&ldquo;</em> (Matth&auml;us 17,6).</p><p>Und im apostolischen Glaubensbekenntnis werde ich als Christ daran erinnert, wohin mein Blick heute gerichtet sein soll:</p><p><em>&bdquo;ER sitzt zur Rechten GOTTES des Allm&auml;chtigen Vaters. Von dort wird ER kommen, zu richten die Lebenden und die Toten!&ldquo;</em></p><p>Jesus Christus beendet Sein Reden zu den J&uuml;ngern nicht mit inhaltslosem Geschw&auml;tz, ER bereitet sie vor und ER macht ihnen Mut. ER gibt ihnen etwas mit, das sie ruhig werden l&auml;sst, wenn sie in Seine Gegenwart kommen: Trost. Das griechische Wort &ndash; auch wenn nahezu alle deutschen &Uuml;bersetzungen von Mut sprechen &ndash; beschreibt mehr.</p><p>Wer in die Gegenwart Jesu kommt, kann bis heute erfahren, dass aus Hoffnungslosigkeit Hoffnung wird, dass Sorgen in Zuversicht verwandelt werden, Angst in tiefen inneren Frieden und Trauer in Trost.</p><p>Es war der Kirchenvater Augustinus, der dies alles in einen Satz zusammenfasste: &bdquo;Unruhig ist unser Herz, bis es ruht, o GOTT, in Dir!&ldquo;</p><p>Wer die Gegenwart Gottes aufsucht und das Gespr&auml;ch mit Jesus Christus, dessen Situation ist vergleichbar mit schlechter Luft in einem stickigen Raum: &ouml;ffne ich das Fenster, zieht die schlechte Luft nach drau&szlig;en und es kommt frische, w&uuml;rzige, die Lunge f&uuml;llende und belebende Luft herein und ich kann wieder angenehm atmen.</p><p>Machen Sie es doch jetzt gerade genauso: &ouml;ffnen Sie das &bdquo;Fenster Ihrer Seele&ldquo; und wenden Sie sich im Gebet an Jesus Christus. Es braucht nicht viel. Nur wenige Worte und Sie &ouml;ffnen Jesus Christus damit den Zugang zu Ihrem Leben: Komm herein HERR Jesus Christ, der Du Mensch geworden bist. Zieh ein in meinem Leben, denn Dir will ich alles &uuml;bergeben!</p><p>Amen.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Jürgen Vögele</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17306169.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Jürgen Vögele]]></author>
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      <pubDate>Thu, 26 Mar 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Trauer wird verwandelt]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Johannes 16,16-24 – ausgelegt von Norbert Lurz.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Johannes 16,16-24 – ausgelegt von Norbert Lurz.</em><br/>
<h2>Das geistliche Wechselbad der Karwoche</h2><p>In vier Tagen feiern wir Palmsonntag, den Auftakt der Karwoche. Diese Tage stellen ein geistliches Wechselbad der Gef&uuml;hle innerhalb einer Woche dar. Zun&auml;chst wird Jesus gefeiert, dann verdammt und get&ouml;tet. Am Ende scheint der Ostersonntag auf.</p><p>Jesus spricht kurz vor seinem Leiden sehr offen zu seinen J&uuml;ngern. Er sagt: &bdquo;Noch eine kleine Weile, dann werdet ihr mich nicht sehen; und abermals eine kleine Weile, dann werdet ihr mich sehen.&ldquo; (Johannes 16,16) F&uuml;r die J&uuml;nger klingt das r&auml;tselhaft. Sie verstehen nicht, was Jesus meint. Ich merke f&ouml;rmlich ihre innere Unruhe: Was will Jesus sagen? Warum spricht er so geheimnisvoll? Geht er weg? Kommt er wieder?</p><p>Jesus redet hier &uuml;ber seinen Tod, seine Auferstehung und schlie&szlig;lich &uuml;ber seine R&uuml;ckkehr zum himmlischen Vater. Doch die noch ahnungslosen J&uuml;nger sehen zun&auml;chst nur die aufziehenden Gefahrenwolken, die D&uuml;sternis, nicht das Licht am Ende des Tunnels.</p><p>Wie oft geht es mir &auml;hnlich: Ich w&uuml;nsche mir ein gl&uuml;ckliches und gesegnetes Leben, und dann kommen Probleme.<br />
&nbsp;</p><h2>Traurigkeit und Verwandlung &ndash; Gottes Weg durch das Leid</h2><p>Jesus verschweigt den J&uuml;ngern nicht, dass Traurigkeit kommt: &bdquo;Ihr werdet weinen und klagen, aber die Welt wird sich freuen; ihr werdet traurig sein&hellip;&ldquo; (Johannes 16,20)</p><p>Das ist bemerkenswert ehrlich. Christlicher Glaube bedeutet kein Leben im Rosengarten. Er bedeutet nicht, dass es keine Trauer gibt. Jesus verspricht nicht ein Leben ohne Schmerz. Er k&uuml;ndigt ihn sogar an. Aber er setzt sofort einen entscheidenden Zusatz: &bdquo;&hellip;doch eure Traurigkeit soll in Freude verwandelt werden.&ldquo;</p><p>Nicht nur abgel&ouml;st, nicht nur vergessen, sondern verwandelt. Das griechische Wort deutet auf eine Umwandlung hin &ndash; wie bei Wasser, das zu Wein wird. Die Traurigkeit wird nicht einfach gel&ouml;scht, sondern Gott macht daraus Freude. Das ist ein gro&szlig;er Unterschied: Meine Geschichte mit Gott ist keine Flucht vor Leid, sondern eine Verwandlung des Leids.</p><p>Jesus gebraucht ein starkes Bild: <em>&bdquo;Eine Frau, wenn sie gebiert, so hat sie Schmerzen, denn ihre Stunde ist gekommen. Wenn sie aber das Kind geboren hat, denkt sie nicht mehr an die Angst um der Freude willen, dass ein Mensch zur Welt gekommen ist&hellip;&ldquo;</em> (Johannes 16,21). Geburtsschmerz ist real. Niemand w&uuml;rde ihn kleinreden. Aber er ist zielgerichteter Schmerz. Er f&uuml;hrt zu neuem Leben. Auch wenn es sich merkw&uuml;rdig anh&ouml;rt. Im Leben erfahrene Schmerzen k&ouml;nnen auch Gutes bewirken. Im R&uuml;ckblick sieht vieles freundlicher aus. Zeiten der Krise haben Glauben vertieft, Zeiten der Ohnmacht haben ins Gebet gef&uuml;hrt, Zeiten der Dunkelheit haben Gottes Licht heller gemacht.</p><p>Oder auch nicht. Das betone ich an der Stelle. Manches erscheint sinnlos. Eine schlimme Diagnose, ein tragischer Unfall, der viel zu fr&uuml;he Tod geliebter Menschen. Mutter Teresa bekannte 1953 einem ihrer Seelsorger vor dem Hintergrund ihrer herausfordernden Erfahrungen in Waisenh&auml;usern und Leprastationen: &bdquo;Beten Sie f&uuml;r mich, dass der Herr sich mir zeigen m&ouml;ge. In mir herrscht furchtbare Dunkelheit, als w&auml;re alles in mir tot.&ldquo;*<br />
&nbsp;</p><h2>Die unzerst&ouml;rbare Freude in der Beziehung zu Jesus</h2><p>Doch richten Sie mit mir den Blick auf die Freude. Jesus verspricht im heutigen Text: &bdquo;Ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen.&ldquo; (Johannes 16,22). Das ist eine erstaunliche Zusage. Es gibt Freude, die von Umst&auml;nden abh&auml;ngt, von Erfolg, Anerkennung &ndash; und es gibt Freude, die aus der Beziehung zu Jesus kommt, Glaube, Hoffnung, Liebe. Diese Freude kann durch Leid &uuml;berdeckt, aber nicht zerst&ouml;rt werden. Viele Christen und Christinnen bezeugen: Gerade in schweren Zeiten war Gottes N&auml;he besonders tief. Nicht als oberfl&auml;chliches Gl&uuml;ck, sondern als ruhige, tragende Freude.</p><p>Ab Vers 23 spricht Jesus &uuml;ber das Beten und &ouml;ffnet damit einen neuen Horizont nicht nur, aber gerade f&uuml;r Trauernde. &bdquo;Was ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, das wird er euch geben.&ldquo; &bdquo;In Jesu Namen&ldquo; ist keine magische Formel am Ende eines Gebets. Es bedeutet im Einklang mit Jesu Wesen, im Vertrauen auf sein Werk, in seiner Autorit&auml;t und vor allem in Beziehung zu ihm. Jesus l&auml;dt die J&uuml;nger ein: &bdquo;Bittet, so werdet ihr nehmen, dass eure Freude vollkommen sei.&ldquo; (Vers 24)</p><p>Gebet ist hier nicht als Pflicht dargestellt, sondern als Weg zur Freude. Gott m&ouml;chte geben. Er ist kein widerwilliger Zuh&ouml;rer. Vielleicht bete ich oft wenig, weil ich wenig erwarte. Jesus ermutigt zu einem vertrauensvollen, kindlichen Bitten.<br />
&nbsp;</p><h2>Blick auf Jesus &ndash; Hoffnung und Gebet in der Fastenzeit</h2><p>Zusammenfassend halte ich fest: Auch ich erlebe Zeiten, in denen Gott fern wirkt. Gebete scheinen unbeantwortet zu bleiben. Ich f&uuml;hle mich verlassen.</p><p>Der Blick gerade in der Fastenzeit sollte sich auf Jesus richten. Aus Gottes Perspektive ist selbst lange Dunkelheit begrenzt. Unsere Traurigkeit wird gesehen. Jesus kennt Traurigkeit aus eigener Erfahrung. Er weinte. Er litt. Er war verlassen. Darum versteht er mich wirklich. Christlicher Trost ist kein Optimismus. F&uuml;r Christen und Christinnen ist Freude nicht nur Gegenwart, sondern Verhei&szlig;ung. Auferstehung steht am Ende der Geschichte. Gott schreibt das letzte Kapitel.</p><p>Vielleicht sind Sie gerade traurig: unerf&uuml;llte W&uuml;nsche, Sorgen um die Zukunft, Krankheit, Entt&auml;uschungen, innere Fragen an Gott. Die Verse aus dem Johannesevangelium laden ein, Jesus darin zu vertrauen. Er sagt nicht: &bdquo;Du wirst nichts f&uuml;hlen.&ldquo; Er sagt: &bdquo;Deine Traurigkeit wird verwandelt.&ldquo; Das braucht Zeit, Vertrauen und oft Geduld. Aber viele vor uns haben erlebt, dass Gott treu ist.</p><p>Schlie&szlig;en m&ouml;chte ich mit einem kurzen Gebet:</p><p>Herr Christus, du kennst meine Fragen und meine Traurigkeit. Oft verstehe ich deine Wege nicht. Hilf mir zu vertrauen, dass meine Geschichte bei dir gut aufgehoben ist. Verwandle, was schmerzt, in etwas Gutes. Amen.<br />
&nbsp;</p><p><span class="small">* <strong>Quelle:</strong>&nbsp;Die Zitate stammen aus dem Buch&nbsp;<strong>&bdquo;Mutter Teresa: Komm, mein Licht!&ldquo;</strong>&nbsp;(Originaltitel:&nbsp;<em>Mother Teresa: Come Be My&nbsp;Light: The Private Writings of the Saint of Calcutta</em>), herausgegeben von Brian Kolodiejchuk, dem Postulator ihres Heiligsprechungsverfahrens.</span></p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Norbert Lurz</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17305515.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Norbert Lurz]]></author>
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      <pubDate>Wed, 25 Mar 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Neues gewinnen]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Johannes 16,5-15 – ausgelegt von Friedrich Rößner.</em><br/>
<p>Bei unseren Kindern war es oft so: Die Mutter bringt sie in den Kindergarten und sie wollen absolut nicht von der Mama weg. Der Abschiedsschmerz scheint unermesslich. Im Kopf stellt sie sich vor, wie das Drama dann im Kindergarten weitergeht. Aber in Wirklichkeit ist es ganz anders: Kaum im Kindergarten angekommen und von der Mama &bdquo;verlassen", ist das ganze Drama vergessen. Denn es ist jemand anderes da, vielleicht ein Freund oder eine Freundin.</p><p>Daran erinnert mich der Abschnitt aus dem Johannesevangelium. Jesus k&uuml;ndigt in dieser Abschiedsrede an, dass er seine Leute verlassen wird. Das erf&uuml;llte sie mit tiefer Trauer. Es f&auml;llt ihnen sicherlich schwer zu glauben, der Abschied ihres Meisters w&auml;re gut f&uuml;r sie. So ist das mitunter bei einem Abschied: Ich verliere jemanden. Manchmal gewinne ich aber gerade dadurch Neues. Um dieses Neue geht es, wenn Jesus &bdquo;Tsch&uuml;ss" sagt. Es ist gut, dass Jesus gestorben und auferstanden ist. Denn ohne diese Ereignisse h&auml;tte ich alles das nicht, was ich habe. Mein Glaube w&auml;re nicht der, der er ist. Ja, ohne Jesu Kreuz und Auferstehung h&auml;tte ich das neue Leben nicht &ndash; und auch nicht den Heiligen Geist, den Hinweisgeber, den Anwalt und den Begleiter.</p><p>Diese drei Funktionen des Heiligen Geistes beschreibt Jesus in dieser Rede. Er sagt nicht einfach nur &bdquo;Tsch&uuml;ss", er sagt auch, wie es weitergehen wird. Darum:</p><p><strong>1. Der Hinweisgeber</strong></p><p>&bdquo;Und wenn der Geist kommt, wird er der Welt zeigen, dass sie im Unrecht ist." (Joh 16,8 LUT)</p><p>Das darf ich nicht als Moralpredigt missverstehen. Immer wieder wurde und wird in der Kirche die Verdorbenheit der Welt bunt ausgemalt, damit die Gnade Jesu umso farbiger erstrahlt. Das Unrecht der Menschen ist aber nicht ihre Verdorbenheit. Das Unrecht ist, dass sie nicht an Jesus Christus glauben. Und genau darauf weist der Heilige Geist hin. Er hilft zu verstehen, dass der Unglaube ein Holzweg ist, ja die eigentliche &bdquo;S&uuml;nde", die von dem wahren Leben trennt.</p><p>Der Theologe Frederick Brunner erkl&auml;rte den Heiligen Geist gerne so: Er malte ein Strichm&auml;nnchen auf eine Tafel. Das sollte Jesus darstellen. Dann stellte er sich hinter die Tafel, streckte von hinten eine Hand nach vorne und zeigte damit auf das Strichm&auml;nnchen. Dann sagte er: Seht auf ihn; h&ouml;rt auf ihn; lernt von ihm; folgt ihm nach; betet ihn an; gebt euch ihm hin; liebt ihn; konzentriert euch auf ihn.</p><p><strong>2. Der Anwalt</strong></p><p>Denn das ist hier gemeint. Jesus, der weggeht, schickt mir einen Anderen an die Seite. Einen, der mir beisteht, mich st&auml;rkt und vertritt. Der Worte gibt, wo mir die rechten Worte fehlen w&uuml;rden. Der mich verteidigt und mich vergewissert. Der Heilige Geist ist hier beschrieben wie ein Rechtsanwalt, der f&uuml;r mich den Prozess f&uuml;hrt &ndash; den Prozess um die Wahrheit, den Prozess gegen den Unglauben. Hier, im Johannesevangelium, ist der Geist nicht einfach eine Kraft, die Menschen erm&auml;chtigt oder umwirft, nicht eine Begeisterung, die sie enthusiastisch macht.</p><p>Du bist nicht allein, h&ouml;re ich heute. Du hast einen Anwalt, der die rechten Worte finden wird. Er wird der Welt die Augen auftun und die verunsicherten J&uuml;nger wieder st&auml;rken und st&uuml;tzen. Der Geist steht auch meinem Geist bei. Und er vermittelt immer wieder die Erfahrung, dass der Glaube doch weitertr&auml;gt. Der Geist vergewissert mich trotz aller schlimmen Erfahrungen und b&ouml;sen Vorg&auml;nge in der Welt, dass diese Welt nicht vom Teufel beherrscht ist, sondern von Gott und Christus, und dass dem Treiben des B&ouml;sen schon jetzt ein Ende gesetzt ist.</p><p><strong>3. Der Wegbegleiter</strong></p><p>Ein drittes Bild wird mir f&uuml;r das Wirken des Geistes gegeben. Er ist auch mein Wegbegleiter. Wo ich einen guten Begleiter habe, einen, der sich auskennt und den Weg wei&szlig;, da kann ich auch in unbekannte Gefilde gehen. Ein Bergf&uuml;hrer bringt mich im unwegsamen Gel&auml;nde weiter, zeigt mir, wo ich mich festhalten kann, und er h&auml;lt auch gelegentlich das Seil, wenn ich gerade ausruhen muss. So ist das mit dem Geist und der Gemeinde Jesu Christi. Es ist der Geist, der mich als Christen, die Gemeinde und die ganze Kirche auf ihrem Weg begleiten will. Wir k&ouml;nnen nicht im Damals bleiben, weder im Damals der Zeit Jesu, als Jesus mit seinen J&uuml;ngern unterwegs war, noch im Damals unserer eigenen Jugend, als noch alles klar und leicht erschien. Ich muss weitergehen, durch die Zeiten und durch mein eigenes Leben.</p><p>Der Geist Jesu Christi wird nicht aus sich selbst heraus, nicht eigenm&auml;chtig reden und handeln. Er ist nicht ein Geist der individuellen H&ouml;henfl&uuml;ge, des Rechthabens oder Besserseins. Er ist ein Geist der Gemeinschaft, der Weggenossenschaft und der gemeinsamen Freude. Es ist der Geist, den ich in der Schwester und im Bruder entdecke. Er wird greifbar im Gespr&auml;ch, im Feiern des Gottesdienstes, in der gemeinsamen Hoffnung. Es ist der Geist, in dem wir miteinander beten und singen, miteinander Freude teilen und miteinander in Liebe auf dem Weg sind.</p><p>Wir brauchen diesen Geist, diesen Hinweisgeber, diesen Anwalt, diesen Wegbegleiter &ndash; alle miteinander. Und Christen haben ihn. Die Zusage Jesu gilt. Er ist da. Unter uns. Ob ich es sp&uuml;re oder nicht. Er wirkt unter uns &ndash; heute und jeden Tag meines Lebens.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Friedrich Rößner</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17304789.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Friedrich Rößner]]></author>
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      <pubDate>Tue, 24 Mar 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Hass und Trost]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Johannes 15,18-16,4 – ausgelegt von Martin Siehler.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Johannes 15,18-16,4 – ausgelegt von Martin Siehler.</em><br/>
<h2>Hass und Verfolgung &ndash; eine Realit&auml;t f&uuml;r Christen</h2><p>Hass und Hasskommentare haben nur ein Ziel, sie wollen verletzen und zerst&ouml;ren. Es geht nicht um eine inhaltliche Auseinandersetzung, sondern um Ablehnung, Abwertung und mir etwas abzusprechen. Wer Hass ausgesetzt ist, hat keine Chance auf eine faire Auseinandersetzung. Wer keinen Schaden nehmen will, muss dem Hass ausweichen. Leider sind heute an vielen Orten Christen einem Hass ausgesetzt, der ihr Leben als Christ gef&auml;hrlich macht. Der Weltverfolgungsindex spricht hier eine deutliche Sprache. Zur Geschichte der Jesus-Gemeinde geh&ouml;rt die Erfahrung des M&auml;rtyrertums. Viele fragen sich, warum dieser Hass? Jesus zitiert in seiner Abschiedsrede Psalm 69,5: &bdquo;Die mich ohne Grund hassen, sind mehr, als ich Haare auf dem Haupt habe.&ldquo; Es liegt also nicht am Fehlverhalten von einzelnen Christen, warum sie Hass und Verfolgung ausgesetzt sind.<br />
&nbsp;</p><h2>Liebe als Antwort &ndash; und ihre irritierende Ablehnung</h2><p>Es k&ouml;nnte im Gegenteil an der Liebe liegen. Jesus beschreibt einige Verse zuvor den Weg der Liebe: &bdquo;Wie mich mein Vater liebt, so liebe ich euch auch. Bleibt in meiner Liebe!&ldquo; Die J&uuml;nger werden zur best&auml;ndigen Liebe aufgefordert. Die Liebe Gottes wird f&uuml;r die Menschen wirksam, die sich f&uuml;r diese Liebe &ouml;ffnen. Liebe und Lebensfreude wirken ansteckend. Es ist sch&ouml;n, wenn Menschen der Liebe Gottes auf die Spur kommen wollen. Aber es gibt auch die irritierende gegenteilige Erfahrung. Es mutet seltsam an, wenn Liebe mit Hass beantwortet wird. Jesus selbst macht diese irritierende Erfahrung. Von ihm ist kein geh&auml;ssiges Wort bekannt, trotzdem schreien sie am Ende: &bdquo;Kreuzige ihn!&ldquo; Menschen, die sich der Liebe Gottes verschlie&szlig;en, wollen nichts mit Jesus zu tun haben. Sie widersprechen, nehmen Abstand bis hin zur Ablehnung mit Hass. Ihr Hass richtet sich in erster Linie nicht gegen die Personen, sondern gegen Jesus Christus selbst.</p><p>Angeregt vom Gegenspieler Gottes wollen sie sich nicht von der Liebe bestimmen lassen. Ich bin sehr dankbar, dass wir in Deutschland in einem freiheitlichen Staat leben d&uuml;rfen, in dem es echte Glaubens- und Religionsfreiheit gibt. Aber auch bei uns gibt es offene und unterschwellige Ablehnung von Menschen, die ihren Glauben an Jesus Christus offen leben.</p><p>Mancher Beitrag in den Medien stellt Motivation und Lebensweise von Christen verzerrt dar. Als J&uuml;nger von Jesus m&uuml;ssen wir damit rechnen und auch damit leben, dass Kritik und Verleumdung einem Geist der Ablehnung entspringt. Einfach deshalb, weil Christen sich nicht dem anpassen, was gerade angesagt ist. Christen orientieren sich zuerst und vor allem an dem, was Christus uns zu sagen hat.<br />
&nbsp;</p><h2>Der Tr&ouml;ster &ndash; Beistand in schweren Zeiten</h2><p>Ein Dozent, ein Lehrer von mir, verwendete fr&uuml;her h&auml;ufig die wenig ermutigende Redewendung: &bdquo;Seid getrost, es kommt noch schlimmer!&ldquo; Soll es wirklich tr&ouml;sten, wenn alles schlimmer wird?</p><p>Dabei ist mein Alltag mit seinen Herausforderungen doch heute schon schwer genug. Eigentlich hoffe ich, dass alles besser wird. Die Erwartung der Verbesserung w&auml;re f&uuml;r mich Trost. Aber wenn alles schlimmer wird, geht die Hoffnung auf eine bessere Zukunft verloren. Trost braucht ein Mensch, dessen Leben aus den Fugen geraten ist. Wenn mein Leben aus dem Takt ger&auml;t, brauche ich jemand, der mir beisteht. Ich brauche jemand, der mich tr&ouml;stet. Je mehr mir bewusst wird, dass ich mein Leben nicht im Griff habe, desto mehr bin ich auf den Tr&ouml;ster angewiesen, den Jesus schicken wird.</p><p>Wie die Liebe kommt der Tr&ouml;ster vom Vater, den der Sohn mir als Beistand sendet. Wenn der Heilige Geist als Beistand st&auml;rker ist als alle Widerst&auml;nde und Widrigkeiten des Lebens zusammen, dann kann mich nichts mehr aus der Bahn werfen. Wer getr&ouml;stet ist, bleibt bei Trost, bleibt gehalten, auch wenn er schlimme Erfahrungen durchmacht. So m&ouml;chte Jesus, dass seine J&uuml;nger getr&ouml;stet in die Zukunft gehen, auch wenn die Zeiten schwer werden.</p><p>Jesus macht in den Abschiedsreden im Evangelium nach Johannes klar, dass seine J&uuml;nger von &bdquo;der Welt&ldquo; keine Anerkennung bekommen werden. Sie m&uuml;ssen sich auf Ausgrenzung einstellen, denn die Welt ohne Gott tickt anders als Gottes Welt. Es ist Jesus ein gro&szlig;es Anliegen, seine J&uuml;nger darauf vorzubereiten, in schweren Zeiten getr&ouml;stet zu leben.<br />
&nbsp;</p><h2>Vorbereitung auf Verfolgung und die Gewissheit des Beistands</h2><p>Jesus sieht aber auch die Gefahr vor Abfall, nicht bei den Au&szlig;enstehenden, sondern bei seinen eigenen J&uuml;ngern. Jesus wei&szlig;, wie hart es wird, wenn sie aus der Synagoge ausgesto&szlig;en werden. Ihre bisherige Einbindung in das soziale Leben k&ouml;nnte zerst&ouml;rt werden. Jesus benennt die Kosten der Nachfolge. Keine sch&ouml;nen Aussichten. Jesus k&uuml;ndigt eine weitere Steigerung der Bedr&auml;ngnis an. Die Leute werden denken, sie tun etwas Gutes, wenn sie die Jesusnachfolger umbringen. Derselben Meinung war auch Paulus, bis ihm Jesus pers&ouml;nlich begegnete. Religi&ouml;ser Fanatismus hat schon viele Menschenleben gekostet. Bei den ersten Christen waren es Stephanus und Jakobus. Sp&auml;ter machte auch Paulus Verfolgung und sogar eine Steinigung durch, die er gl&uuml;cklicherweise &uuml;berlebte. Mitten in Zeiten der Verfolgung etabliert sich nun die christliche Gemeinde. Menschen nehmen das Zeugnis an und werden im Glauben gest&auml;rkt. Es dr&auml;ngt sich der Eindruck auf, als ob Verfolgung und Gemeindewachstum zusammengeh&ouml;ren. Trotzdem ist Abfall m&ouml;glich, davor warnt Jesus. Aber es bleibt auch seine Zusage: &bdquo;Niemand wird sie aus meiner Hand rei&szlig;en!&ldquo; Ich kann selbstbestimmt aus seiner Hand heraus springen. Der Feind Gottes hat aber nicht die Kraft, mich aus Gottes Hand zu rei&szlig;en, er kann mich nur weglocken. Deshalb ist Abfall nur m&ouml;glich, wenn ich mich weglocken lasse.</p><p>Jesus will nicht, dass seine J&uuml;nger unvorbereitet in die neue Zeit der Gemeinde hineinstolpern. J&uuml;nger sein, Zeuge f&uuml;r Jesus und Botschafter an Christi statt zu sein ist gef&auml;hrlich. Das gilt nicht nur f&uuml;r die Zeit der ersten J&uuml;nger-Generation, das gilt durch die Jahrhunderte der Christenheit hindurch bis heute: Wer sich zu Jesus Christus bekennt, muss auch mit dem &Auml;u&szlig;ersten rechnen. Jesus sagt es ausdr&uuml;cklich voraus, damit niemand davon &uuml;berrascht wird, wenn es so kommt. Jesus wei&szlig;, dass die Kirche auf dem Blut der M&auml;rtyrer aufgebaut wird. Wenn die Stunde der Bedr&auml;ngnis kommt, sollen sie vorbereitet sein. Der Heilige Geist steht ihnen als Beistand zur Seite. Aber &ndash; und dieses &bdquo;Aber&ldquo; wiegt alles, was es zu bef&uuml;rchten gibt, auf, der Tr&ouml;ster ist schon da! So gewiss wie die Zeugen Jesu Christi auf Widerstand und Hass treffen werden, so gewiss wird der Heilige Geist als Beistand und Tr&ouml;ster an ihrer Seite sein. Der Heilige Geist h&auml;lt sich bereit. Seine Kraft ist in den Schwachen m&auml;chtig und &uuml;berwindet sogar die Todesfurcht.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Martin Siehler</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17303695.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Martin Siehler]]></author>
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      <pubDate>Mon, 23 Mar 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Ein anrührendes Gebet]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 43 – ausgelegt von Christian Bangert.</em><br/>
<h2>1. Zwischen Klage und Vertrauen &ndash; das Zwiegespr&auml;ch mit Gott</h2><p>Ich liebe dieses Zwiegespr&auml;ch zwischen den S&ouml;hnen Korachs und Gott. Es ist gepr&auml;gt von tiefem Vertrauen und Intimit&auml;t. Ich wei&szlig; nicht, wie es Ihnen geht, doch jeder Vers des Gebets l&ouml;st in mir Gef&uuml;hle aus. Sowohl in meinem Kopf, als auch in meinem Herz werden die Worte lebendig.</p><p><em>Schaffe mir Recht, Gott, und f&uuml;hre meinen Rechtsstreit mit einer gnadenlosen Nation! Vom Mann des Betrugs und des Unrechts rette mich!</em></p><p>Ich kann das nur aus tiefer Seele mitbeten. Zwar stehe ich nicht einer gnadenlosen Nation gegen&uuml;ber, doch ich kenne Menschen des Betrugs und Unrechts<strong>. </strong>Vielleicht kennen Sie das auch? Sie versuchen mit ihrem Gegen&uuml;ber in Frieden zu leben und verst&auml;ndnisvoll zu sein. Ihre Freundlichkeit wird allerdings nur abgeschmettert und mit Bosheit beantwortet. Mein Herz findet sich immer wieder in solchen Momenten wieder. Ich f&uuml;hle mich dann ausgeliefert und wei&szlig;, dass nur Gott eingreifen kann. Ich bin machtlos, wenn er nicht das Herz meines Gegen&uuml;bers bewegt.</p><p>&nbsp;</p><h2>2. Bei Gott geborgen &ndash; auch wenn der Feind belagert</h2><p><em>Denn du bist der Gott meiner Zuflucht. Warum hast du mich verworfen? Warum muss ich trauernd einhergehen, bedr&uuml;ckt durch den Feind?</em></p><p>Ja, bei Gott bin ich sicher. Diese Erfahrung machen auch die S&ouml;hne Korachs immer wieder. Es ist f&uuml;r sie ein fester Glaubenssatz geworden. Ich wei&szlig; mich sicher bei Gott geborgen. Er ist meine Burg, auch wenn drau&szlig;en der Feind herumstreicht. Immer wieder kommt es aber vor, dass diese Burg richtiggehend von Feinden belagert wird. In meinem Fall hat der Feind eher selten die Form eines Menschen. F&uuml;r mich ist es der Kampf mit Erkrankungen. Sei es nun eine Migr&auml;ne, die mich l&auml;hmt oder die Folgen einer &uuml;berwundenen Depression. Wenn es &uuml;ber l&auml;ngere Zeit schlimm ist, f&uuml;hle ich mich von Gott allein gelassen. Wie die S&ouml;hne Korachs rufe ich aus: Warum hast du mich verworfen? Warum muss ich trauernd einhergehen, bedr&uuml;ckt durch meinen Feind?</p><p>Ich liebe es, dass ich vor Gott meine Verzweiflung herausrufen darf. Das schafft meinem Herzen ein wenig Erleichterung. Jesus hat am Kreuz ganz &auml;hnliche Worte verwendet: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Ich bin so dankbar, dass Jesus meine Verzweiflung kennt und mitempfinden kann.</p><p>&nbsp;</p><h2>3. Das Licht Gottes als Wegweiser aus der Not</h2><p><em>Sende dein Licht und deine Wahrheit; sie sollen mich leiten, mich bringen zu deinem heiligen Berg und zu deinen Wohnungen.</em></p><p>Die S&ouml;hne Korachs werfen sich Gott in die Arme. Sie wissen, dass sie sich nicht selbst aus der Not befreien k&ouml;nnen<strong>. </strong>Deshalb bitten sie Gott um sein Licht und seine Wahrheit. Sie haben eine tiefe Sehnsucht danach, endlich wieder zur&uuml;ck in Gottes Haus und seine Gegenwart zu kommen.</p><p>Zu ihrer Zeit war Gottes Haus der Tempel in Jerusalem. Hier war man Gott ganz besonders nah und nichts anderes hatte dort Platz. Ihr Wunsch ist es, dass der Streit mit ihrem Feind endlich beendet ist und sie, auch &ouml;rtlich, zur&uuml;ck in diesen sicheren Raum kommen k&ouml;nnen.</p><p>Ich teile die tiefe Sehnsucht der S&ouml;hne Korachs. Ich wei&szlig; in meinem Leid oft nicht, wie ich beten soll. Ich will und kann Gott nicht vorschreiben, wie er die Situation nun zu l&ouml;sen hat. Fr&uuml;her betete ich oft mit einem konkreten Plan. Durch die Jahre erfuhr ich allerdings, dass Gott oft anders eingreift, als ich ihm das in meinem Wunsch vorgebetet habe. Dabei habe ich auch erkannt, dass seine Perspektive immer noch gr&ouml;&szlig;er und liebevoller ist. Darum werfe ich mich, wie die S&ouml;hne Korachs, Gott in die Arme. Ich bitte ihn um sein Licht und seine Wahrheit. Er soll mich leiten und sicher ans Ziel bringen.</p><p>&nbsp;</p><h2>4. Im Dunkel aufleuchten &ndash; Lobpreis aus der Tiefe der Seele</h2><p><em>So werde ich kommen zum Altar Gottes, zum Gott meiner Jubelfreude, und werde dich preisen auf der Zither, Gott, mein Gott!</em></p><p>Mitten im Dunkel keimt der Funke der Gewissheit auf. Ja, du wirst die Situation l&ouml;sen und ich werde dich wieder von ganzem Herzen preisen. Ich glaube, das kann ein erster Schritt sein, zu dem Gott mich ermutigt. Ich bete Gott aus der Traurigkeit meiner Seele heraus an. Es braucht dabei keine ausgefeilten Worte oder eine Lobpreiszeit. Im Grau des Alltags kann Gott diese Siege mit mir erringen. Erst am Morgen auf der Autofahrt hatte ich wieder einen solchen Moment. Ich leide aktuell unter schlechtem Schlaf und brachte mein m&uuml;des, trauriges Herz vor Gott. Pl&ouml;tzlich schenkte mir Gott den Gedanken, dass ich ihn loben will, egal wie die Umst&auml;nde sind. Ich war selbst &uuml;berrascht von diesem Gedanken. Er passte nicht zu meiner Gef&uuml;hlslage. So betete ich Gott an, auch ohne mich wirklich danach zu f&uuml;hlen. Es war ein kostbarer Moment in Gottes Gegenwart. Ich war immer noch m&uuml;de, aber ich wusste wieder, auf welchem Fundament ich stehe.</p><p><em>Was bist du so aufgel&ouml;st, meine Seele, und was st&ouml;hnst du in mir? Harre auf Gott, denn ich werde ihn noch preisen, das Heil meines Angesichts und meinen Gott.</em></p><p>Der letzte Vers ist f&uuml;r mich ein wundersch&ouml;nes Bild, wie in mir Seele und Geist kunstvoll verwoben sind. Dabei kann der Vers leicht eine falsche Note bekommen. Ich k&ouml;nnte ihn durchaus auch so verstehen: Stell dich nicht so an. Gott macht das schon. Das ist hier ganz sicher nicht gemeint. Es ist die liebevolle Erinnerung an meine Seele, dass Gott treu ist. Es ist die Ermutigung, schon auf das Ende zu schauen. Ich werde Gott noch preisen. Es wird passieren. Ich wei&szlig; noch nicht wie und wann, aber ich werde es tun. Die Seele wird liebevoll an die Hand genommen und ihr Blick auf Gottes Treue gerichtet.</p><p>So m&ouml;chte ich mit den S&ouml;hnen Korachs zuversichtlich in die Zukunft schauen. Ich bitte um seine Wahrheit und sein Licht. Ich lade Sie ein, ihren Blick auf den zu richten, der verlassen wurde, damit wir wieder Kind sein d&uuml;rfen. Auf Jesus Christus, den Sohn Gottes. Unser Leid ist ihm nicht fremd. Er ist bei Ihnen und mir. Wir d&uuml;rfen getrost nach vorne blicken.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Christian Bangert</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17303296.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Christian Bangert]]></author>
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      <pubDate>Sun, 22 Mar 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Jesu Gebot der Liebe]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Johannes 15,9-17 – ausgelegt von Friedrich Schechinger.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Johannes 15,9-17 – ausgelegt von Friedrich Schechinger.</em><br/>
<h2>Philadelphia &ndash; Bruderliebe als Ort und Name</h2><p>Philadelphia war zu biblischer Zeit eine Stadt in der heutigen T&uuml;rkei. Der Name Philadelphia bedeutet &bdquo;Bruderliebe&ldquo;. Die christliche Gemeinde in Philadelphia wird in der Offenbarung des Johannes daf&uuml;r gelobt, dass sie w&auml;hrend der Christenverfolgung standhaft blieb. Philadelphia &ndash; den Ort &lsquo;br&uuml;derlicher Liebe&rsquo; oder &lsquo;Bruderliebe&rsquo; habe ich auch in der Atacamaw&uuml;ste im Norden Chiles kennengelernt. Rolando, ein radikaler Schl&auml;gertyp, erlebt in seinem Leben, wie Jesus auch ihn, trotz seiner kriminellen Vergangenheit, liebt. Und diese tiefgreifende Realit&auml;t hat sein Leben um 180 Grad ver&auml;ndert. Nun hat er nur noch das Ziel, dass auch die jungen Menschen in Chile Jesus kennenlernen! Er gibt dem neu gegr&uuml;ndeten Verein den Namen Philadelphia. Sein gro&szlig;es privates Gel&auml;nde stellt er dieser Arbeit zur Verf&uuml;gung.<br />
&nbsp;</p><h2>Jugendarbeit in der W&uuml;ste &ndash; Hoffnung f&uuml;r eine perspektivlose Generation</h2><p>Die jungen Leute in dieser W&uuml;stengegend haben weithin keine Perspektive. Es gibt keine Berufsausbildung und f&uuml;r das Studium in den Universit&auml;tsst&auml;dten k&ouml;nnen die in der Regel als Minenarbeiter t&auml;tigen Eltern das notwendige Geld nicht aufbringen. So leben die meisten Jugendlichen auf der Stra&szlig;e, wo Alkohol, Drogen, Gewalt, Sexualit&auml;t, Missbrauch bis hin zu Mord und Totschlag auf der Tagesordnung stehen. Unter Mithilfe unserer Tochter mit ihrer Familie und jungen deutschen Coworkern wird ein Jugendkreis begonnen, zu dem die jungen Leute mit dem Kleinbus jede Woche eingesammelt und abgeholt werden. Im Sommer starten Jugendcamps auf dem Gel&auml;nde, mit viel Sport und Spiel, aber vor allen Dingen mit evangelistisch-missionarischen Vortr&auml;gen und Bibelarbeiten. Manche dieser Kinder erleben hier zum ersten Mal Liebe in ihrem Leben. Und Liebe ist die Sprache, die jeder Mensch, unabh&auml;ngig von seiner Herkunft, Kultur, Religion und gesellschaftlichen Pr&auml;gung versteht. Damit den jungen Leuten auch eine Lebenshilfe angeboten werden kann, entsteht eine Berufsausbildung. Auch die t&auml;glichen Grossfit-Angebote werden bis heute rege genutzt.<br />
&nbsp;</p><h2>Gottes Liebe &ndash; Fundament und Antrieb</h2><p>Wie hat dies alles begonnen? Jesus gibt uns die Antwort: &bdquo;<em>Gleichwie mich der Vater liebt, so liebe ich euch; bleibt in meiner Liebe!&ldquo;</em> Jesus, von Gott geschickt, wird ganz Mensch. ER, der von Menschen hintergangene, geht auf die Menschen in umfassender Liebe zu. Jesus nennt die Menschen seine Freunde. Es geht um die Freundschaft mit Gott, eine unverg&auml;ngliche Freundschaft. Zum Freundeskreis von Jesus zu geh&ouml;ren, ist f&uuml;r uns Menschen die einzige M&ouml;glichkeit, in Gottes Machtbereich zur&uuml;ckzufinden. Die Freundschaft mit Jesus schenkt eine gewaltige Freude &uuml;ber die Errettung.</p><p>Rolando hat diese g&ouml;ttliche Liebe erfahren, die sein Leben total ver&auml;ndert hat! Und er hat diese Liebe nicht f&uuml;r sich behalten, sondern sie an andere Menschen weitergeleitet. Die Liebe von Jesus ist ganz nah und pers&ouml;nlich! Sie ist ohne Ma&szlig;! Sie &auml;ndert sich nicht! Jesus sagt auch mir: &bdquo;Ich liebe dich genauso, wie mich der Vater liebt!&ldquo; Jesus liebt mit einer vollkommenen Liebe, so wie Gott, der Vater ihn mit der gleichen vollkommenen Liebe liebt! K&ouml;nnen Sie pers&ouml;nlich diese tiefe, unver&auml;nderliche Liebe Gottes in Ihrem eigenen Leben sp&uuml;ren? Ver&auml;ndert sie Ihr Denken und Handeln? Nehmen Sie einen Zettel zur Hand und notieren Sie die Ereignisse, in denen Sie diese Liebe Gottes gesp&uuml;rt haben!</p><p>Die gr&ouml;&szlig;te Liebe macht Jesus dadurch sichtbar, indem er die Herrlichkeit des Himmels verl&auml;sst und Mensch wird. Jesus hat f&uuml;r mich gelitten und ist f&uuml;r mich am Kreuz von Golgatha gestorben. Meine Schuld tr&auml;gt er ans Kreuz! Niemand hat gr&ouml;&szlig;ere Liebe als die, dass er sein Leben l&auml;sst f&uuml;r seine Freunde (Vers&nbsp;13). Das ist Liebe ohne Gegenrechnung!</p><p>Unsere deutsche Sprache kennt nur das eine Wort Liebe f&uuml;r ganz unterschiedliche Arten von Liebe. In der griechischen Sprache wird diese uneigenn&uuml;tzige g&ouml;ttliche Liebe Agape genannt.</p><p>Das Wesen Jesu ist erf&uuml;llt von Kraft, Weisheit, Wahrheit, Heiligkeit, Hingabe, Gehorsam, Opferbereitschaft und manch anderen Qualit&auml;ten.<br />
&nbsp;</p><h2>&bdquo;Bleibt in meiner Liebe!&ldquo; &ndash; Berufung, Frucht und Gebet</h2><p>Und nun sagt Jesus: &bdquo;Bleibt in meiner Liebe!&ldquo; Die Botschaft Jesu beginnt mit dem Kleinen und hofft auf die Wirkung im Gro&szlig;en. Das Senfkorn ist ein anschauliches Bild von der Liebe der Freunde Jesu. Es ist klein, was wir Menschen zu vollbringen verm&ouml;gen, aber durch den Segen Gottes kann daraus Gro&szlig;es werden. Jesu Aufforderung reduziert sich nicht auf ein blo&szlig;es Lippenbekenntnis: &bdquo;Jesus, ich liebe dich&ldquo; und dann lebe ich, als w&auml;re nichts geschehen. Beides, die Liebe zu Jesus und das H&ouml;ren und Tun seines Willens, geh&ouml;ren untrennbar zusammen. Es gilt, diesen Zusammenhang ganz pers&ouml;nlich f&uuml;r sich zu begreifen und auch umzusetzen. Wenn diese Liebe die Praxis der Christen ist, dann sagt Jesus, dass er seinen Nachfolgern alles kundtut, was er von seinem Vater geh&ouml;rt hat. Das hei&szlig;t, er l&auml;sst uns sein Wort in der Bibel ganz neu und umfassend verstehen. Das Wort Gottes wird zum Wegweiser des Lebens! Es ist ein Kompass, der die Richtung eindeutig vorgibt und der nicht in die Irre f&uuml;hrt.</p><p>Sehr froh und gl&uuml;cklich bin ich, dass im 16.&nbsp;Vers unseres Bibelabschnitts Jesus ein so klares und unmissverst&auml;ndliches Wort sagt: <em>&bdquo;Nicht ihr habt mich erw&auml;hlt, sondern ich habe euch erw&auml;hlt und bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt, damit, wenn ihr den Vater bittet in meinem Namen, er&rsquo;s euch gebe.&ldquo;</em></p><p>Nicht aus eigener Anstrengung und M&uuml;he muss ich Gott und meine Mitmenschen lieben, sondern der HERR Christus hat mich dazu erw&auml;hlt. ER schafft und wirkt also in und durch mich Frucht. Ich darf ihn jeden Morgen neu um seinen guten Heiligen Geist bitten und mich seinem Wirken &ouml;ffnen! Jesus verspricht, dass er dieses Gebet erh&ouml;rt! So kann die Frucht der Liebe untereinander wachsen und reifen. Weil Gott jeden Menschen liebt, kann Hass &uuml;berwunden werden, so dass sogar die Feinde geliebt werden d&uuml;rfen.</p><p>Wo in Ihrem Leben sp&uuml;ren Sie heute die Einladung, Gottes Liebe tiefer zu erfahren und bewusst darauf zu antworten?</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Friedrich Schechinger</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17302963.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Friedrich Schechinger]]></author>
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      <pubDate>Sat, 21 Mar 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[In Verbindung bleiben]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Johannes 15,1-8 – ausgelegt von Bernhard Altenfelder.</em><br/>
<h2>In Verbindung bleiben &ndash; Einleitung</h2><p>Tsch&uuml;ss, mach&rsquo;s gut. Und wir bleiben in Verbindung.</p><p>Noch nie war es so einfach miteinander in Verbindung zu bleiben wie in unserer Zeit.</p><p>Dank der modernen Computer- und Telefontechnik sind Verbindungen &uuml;ber Kontinente sogar mit Bild m&ouml;glich. &bdquo;In Verbindung bleiben&ldquo; k&ouml;nnte auch die &Uuml;berschrift f&uuml;r den heutigen Bibelabschnitt sein. Jesus legt Wert auf eine enge Verbindung zwischen ihm und seinen J&uuml;ngern. Er erl&auml;utert das am Beispiel des Weinstocks. Dieses Bild ist f&uuml;r die damaligen Zuh&ouml;rer nichts Neues. Schon im Alten Testament wird das Volk Israel als Weinstock bzw. Weinberg bezeichnet, den Gott aus &Auml;gypten herausgeholt und im Heiligen Land eingepflanzt hat. In Psalm 80 (Vers 9) lese ich: Gott &bdquo;Du hast einen Weinstock aus &Auml;gypten geholt, und ihn eingepflanzt. Du hast vor ihm Raum gemacht und hast ihn lassen einwurzeln, dass er das Land erf&uuml;llt hat.&ldquo;<br />
&nbsp;</p><h2>Der wahre Weinstock &ndash; Jesus als neue Verbindung zu Gott</h2><p>Zur Zeit Jesu ist die innige Verbindung des Volkes Israel zu Gott zerbrochen. Viele in Israel k&ouml;nnen mit Gott nichts mehr anfangen. Die Zusage an Abraham: &bdquo;In dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden&ldquo; scheint sich nicht zu erf&uuml;llen.</p><p>Nun, Gott schafft eine neue Verbindung: So kommt Jesus, der Sohn Gottes, auf diese Erde und wird zum wahren, echten Weinstock. Zu seinen J&uuml;ngern sagt er: &bdquo;Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater ist der Weing&auml;rtner.&ldquo; Dann sagt Jesus zu seinen J&uuml;ngern: &bdquo;Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben.&ldquo;</p><p>Jeder der Jesus nachfolgt, wird quasi in diesen Weinstock eingepfropft. Er bekommt eine Verbindung zum Leben mit Gott. Diese Verbindung ist lebenswichtig, um gute Fr&uuml;chte im Leben hervorzubringen. Gott hat in uns Gaben und F&auml;higkeiten angelegt, die im Laufe des Lebens zu solchen Fr&uuml;chten werden sollen.</p><p>Nat&uuml;rlich muss so ein Weinstock auch gepflegt werden. Der G&auml;rtner geht durch den Weinberg und begutachtet die am Weinstock wachsenden Zweige, die Reben. Welche gute Fr&uuml;chte hervorbringen k&ouml;nnen, reinigt er. So werden herrliche Trauben dran wachsen. Alle anderen Triebe schneidet er ab, damit sie nicht die Kraft den guten Reben wegnehmen.<br />
&nbsp;</p><h2>Fr&uuml;chte des Glaubens &ndash; Was Verbindung bewirkt</h2><p>&bdquo;An ihren Fr&uuml;chten sollt ihr sie erkennen&ldquo;, schreibt der Evangelist Matth&auml;us. Welche Fr&uuml;chte geh&ouml;ren dazu? Ich denke, erstens unsere Gaben und F&auml;higkeiten. Setzen wir diese ein, um Menschen Gutes zu tun, ihnen zu helfen? Als Zweites: unser Besitz. Haben wir den nur f&uuml;r uns oder sind wir bereit zu teilen? Und Drittens die Fr&uuml;chte des Geistes, wie sie im Galaterbrief beschrieben werden: &bdquo;Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, G&uuml;te, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.&ldquo; Jesus m&ouml;chte all diese Fr&uuml;chte, ich k&ouml;nnte auch Eigenschaften sagen, in seinen Nachfolgern wachsen sehen. Er m&ouml;chte, dass sie ihre Gaben f&uuml;r andere Menschen einsetzen. Das ist die Herausforderung. Doch wie oft habe ich schon gemerkt, dass ich trotz aller eigener Anstrengung, diesen Herausforderungen nicht gewachsen bin. Wenn ich alles alleine schaffen m&ouml;chte, habe ich oft festgestellt: Ich bin doch auf Hilfe angewiesen.</p><p>Jesus wei&szlig; das. Deswegen legt er besonderen Wert auf eine enge Verbindung zu ihm: &bdquo;Bleibt in mir und ich in euch. Wie die Rebe keine Frucht bringen kann aus sich selbst, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt.&ldquo; und &bdquo;Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich k&ouml;nnt ihr nichts tun.&ldquo;<br />
&nbsp;</p><h2>Die Verbindung zu Jesus pflegen &ndash; ganz praktisch</h2><p>Wie kann diese Verbindung ganz praktisch aussehen? Von Gottes Seite ist durch Jesus die Verbindung bereits hergestellt. Es liegt an uns, ob wir heute &ndash; Jahrtausende sp&auml;ter &ndash; diese Verbindung annehmen. Ein erster Schritt k&ouml;nnte das Gebet sein: Jesus komm in mein Herz und f&uuml;lle mich mit deinem Geist. Dass Jesu Worte in uns bleiben setzt voraus, dass wir uns mit seinem Wort, aufgeschrieben im Alten und Neuen Testament, besch&auml;ftigen. Immer wieder fragen, wie sein Wort in der heutigen Situation im Leben umgesetzt werden kann.</p><p>Die Verbindung zu Jesus wird auch gepflegt in der Gemeinschaft mit anderen Jesus-Nachfolgern, z.&nbsp;B. in Gottesdiensten oder Bibelstunden. Als Zeichen f&uuml;r die innige Verbindung mit ihm, hat Jesus das Abendmahl eingesetzt.</p><p>Nun sind wir Menschen ja sehr verschieden. Ich bin der &Uuml;berzeugung, dass die Verbindung zu Jesus auch ganz individuell geschieht. Dem einen ist die Verbindung am fr&uuml;hen Morgen mit Bibellesen und Beten wichtig. Bei einem anderen ist es abends. Mancher geht vielleicht durch den Wald mit Gebeten im Herzen oder auf den Lippen und genie&szlig;t die Stille. Bei mir ist es so: Zur Konfirmation bekam ich eine Karte mit einem Lutherzitat geschenkt: &bdquo;Kurz soll man beten, aber oft und stark.&ldquo; Das begleitet mich seitdem. In allen m&ouml;glichen Situationen habe ich kurze Gebete auf den Lippen oder im Herzen. Jeder sollte Jesus bitten, dass er ihm den Weg zeigt, wie die Verbindung mit Jesus gelebt werden kann.</p><p>Ich habe bei mir festgestellt, dass die Verbindung zu Jesus manchmal intensiver, manchmal etwas lockerer ist. Das ist vielleicht so wie beim Weinstock. Im Fr&uuml;hjahr und im Sommer flie&szlig;t der Saft intensiver als im Herbst und Winter. Da ist Ruhezeit. Aber die Verbindung zum Weinstock bleibt. Die Verbindung auch in Krisenzeiten des Lebens zu Jesus halten, hilft die Durststrecken auszuhalten. Jesus ist da, auch wenn ich es nicht sp&uuml;re. Selbst wenn ich keine Gebete mehr sprechen kann, habe ich in der Bibel die Hilfe: Die Psalmen. Hier stehen Gebete f&uuml;r alle Lebenslagen. Auch andere Christen k&ouml;nnen f&uuml;r mich beten.</p><p>Jesus sagt: &bdquo;Darin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und werdet meine J&uuml;nger.&ldquo; Das ist Jesu Auftrag an seine Nachfolger: Seine J&uuml;nger, seine Nachfolger werden, die Jesu Auftrag durchf&uuml;hren: Gehet hin in alle Welt und ruft die Menschen zu mir.</p><p>Leben wir Christen so, dass Menschen nach unserem Glauben fragen? L&auml;dt unser Lebensstil andere ein, sich Jesus anzuschlie&szlig;en? Kann ich hoffnungslosen Menschen Mut zu neuer Hoffnung machen? Dazu brauche ich immer die Hilfe Jesu, denn er sagt: &bdquo;Ohne mich k&ouml;nnt ihr nichts tun.&ldquo; Wenn ich versage und mich f&uuml;r mein Versagen sch&auml;me, brauche ich nicht mutlos werden. Da hei&szlig;t es, die Verbindung zu Jesus, dem Weinstock aufrecht erhalten. Denn Jesus hilft mir auch in solchen Situationen. Er kann aus Versagen und Schw&auml;che etwas Gutes wachsen lassen.</p><p>In Verbindung bleiben. Mit Jesus in Verbindung bleiben. Da brauche ich, Gott sei Dank, keine funktionierende moderne Technik. &Uuml;berall, in jeder Lebenslage kann ich mit Jesus in Verbindung bleiben &ndash; Er ist nur ein Gebet weit entfernt. So kann ich viele gute Fr&uuml;chte im Leben hervorbringen, die Gott, den Vater, ehren.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Bernhard Altenfelder</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17302317.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Bernhard Altenfelder]]></author>
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      <pubDate>Fri, 20 Mar 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Der Friede Christi]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Johannes 14,27-31 – ausgelegt von Andreas Hildebrandt.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Johannes 14,27-31 – ausgelegt von Andreas Hildebrandt.</em><br/>
<p>Wenn ich in diesen Tagen die Nachrichten verfolge, dann kann mir leicht der innere Friede verloren gehen: da ist der Krieg in der Ukraine, die kriegerischen Unruhen im Nahen Osten, der B&uuml;rgerkrieg im Sudan, politische Spannungen, die Klimakrise usw. Weltweit scheinen Unruhe und Angst geradezu zu wachsen.</p><p>Im letzten Jahrhundert hat die Welt zwei Weltkriege erlebt. Und Historiker haben festgestellt, dass es seit dem zweiten Weltkrieg keinen weltweiten &bdquo;kriegsfreien&ldquo; Zeitraum gab, sondern es seit 1945 in jedem Jahr irgendwo auf der Welt bewaffnete Konflikte oder Kriege gegeben hat: den Chinesischen B&uuml;rgerkrieg, den Koreakrieg, den Indochinakrieg, zahlreiche Unabh&auml;ngigkeitskriege, B&uuml;rgerkriege in Afrika und Lateinamerika, den Nahostkonflikt, Afghanistan, den Iran-Irak-Krieg u.&nbsp;v.&nbsp;m. Und aktuell z&auml;hlen Historiker &uuml;ber 50 kriegerische Konflikte weltweit.</p><p>Doch vielleicht brauche ich gar nicht in die Welt zu schauen. Viele Menschen erleben nicht-friedliche Situationen in ihrer Familie, ihrer Partnerschaft und Ehe oder in ihrer Nachbarschaft. Und da ist vielleicht die Frage, wie es mit dem Arbeitsplatz weitergeht. Oder die Sorge um die Zukunft der Kinder. Vielleicht die eigene Ersch&ouml;pfung nach Jahren voller Umbr&uuml;che.</p><p>Nicht von ungef&auml;hr rangiert der Wunsch nach Frieden deshalb bei den meisten Umfragen ganz oben. Ich w&uuml;nsche mir Frieden &ndash; einen Frieden, der tiefer reicht als das kurze Aufatmen zwischen zwei Schlagzeilen.</p><p>In einer Zeit genau solcher Unruhe spricht Jesus seine Worte aus dem Johannesevangelium:</p><p>&bdquo;Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und f&uuml;rchte sich nicht.&ldquo;</p><p>Es ist der Abend vor seiner Kreuzigung, als Jesus seine J&uuml;nger ermutigt. Denn sie ahnen, dass etwas Schweres auf sie zukommt.</p><p>Jesus spricht mit ihnen ein letztes Mal in langen Abschiedsworten &ndash; mit Worten voller W&auml;rme und Zuwendung. Er wei&szlig;, dass ihre Welt schon in K&uuml;rze zusammenbrechen wird.<br />
Und ausgerechnet in diese innere und &auml;u&szlig;ere Unruhe spricht Jesus &uuml;ber Frieden.<br />
Nicht als Theorie, sondern als Geschenk. Ein Friedenswort mitten im Sturm.<br />
Und dabei unterscheidet er, erstens, seinen Frieden von dem Frieden, den die Welt gibt:</p><p>&nbsp;</p><h2><strong>1. Der Friede, den die Welt gibt</strong></h2><p>&bdquo;Nicht wie die Welt ihn gibt&ldquo; &ndash; das ist ein spannender Gegensatz.</p><p>Denn auch die Welt redet viel vom Frieden. Schon zur Zeit von Jesus sprach die damalige r&ouml;mische Weltmacht von der &bdquo;Pax Romana&ldquo;, dem r&ouml;mischen Frieden. Dieser angebliche Frieden wurde jedoch mit dem Schwert und milit&auml;rischer St&auml;rke den besiegten V&ouml;lkern aufgezwungen.</p><p>Das ist der Friede, &bdquo;wie die Welt ihn gibt&ldquo;.</p><p>Bei diesem Frieden geht es meist nur um die Abwesenheit von Konflikten, manchmal um Abkommen, um Grenzlinien, um Diplomatie. Oder im pers&ouml;nlichen Bereich vielleicht um den pers&ouml;nlichen Ausgleich, nach dem Motto: &bdquo;Ich brauche meine Ruhe.&ldquo;</p><p>Das alles ist verst&auml;ndlich und wichtig.</p><p>Aber dieser Frieden ist und bleibt zerbrechlich. Denn der Frieden, den die Welt gibt, h&auml;ngt immer an Bedingungen: Solange der Vertrag h&auml;lt. Solange ich genug verdiene. Solange die anderen sich entsprechend verhalten. Solange ich gesund bin.&nbsp;Und wenn dann etwas bricht &ndash; ein Vertrag, eine Beziehung, eine Sicherheit &ndash; dann bricht auch der Frieden &ndash; wie eine d&uuml;nne Eisschicht &uuml;ber unruhigem Wasser.</p><p>Das habe ich zuletzt weltweit w&auml;hrend der Pandemie erlebt. Als pl&ouml;tzlich viele Sicherheiten schwankten. Ich sp&uuml;rte: dieser &auml;u&szlig;ere Friede &ndash; die gewohnte Ordnung, das Planbare &ndash; ist so br&uuml;chig, kann so schnell ins Wanken geraten.</p><p>Doch, und das ist das Hoffnungsvolle dieser Zusage von Jesus: Sein Friede ist, zweitens, anders. V&ouml;llig anders. Es ist &hellip;<br />
&nbsp;</p><h2>2. Der Friede, den Jesus gibt</h2><p>&bdquo;Meinen Frieden gebe ich euch&ldquo;, sagt Jesus.</p><p>Sein Friede ist nicht das Ergebnis kluger Verhandlungen, sondern das Geschenk seiner Gegenwart. Es ist der Friede eines Herzens, das sich von Jesus gehalten wei&szlig; &ndash; mitten in Angst, Schmerz, Unsicherheit.</p><p>Der gr&ouml;&szlig;te Unterschied liegt in der Quelle:&nbsp;Der Friede der Welt kommt von au&szlig;en, der Friede Jesu kommt von innen.&nbsp;Er w&auml;chst dort, wo ich mich ihm anvertraue.&nbsp;Es ist derselbe Friede, den Jesus selbst hatte, als er im Sturm schlief, w&auml;hrend die J&uuml;nger panisch wurden.</p><p>Es ist derselbe Friede, mit dem er ans Kreuz ging, wissend, dass das B&ouml;se nicht das letzte Wort hat.</p><p>Es ist der Frieden bei der K&uuml;chenarbeit, wenn ich sie mit Jesus erledige. Wie bei der Dame, die &uuml;ber ihrer K&uuml;chenzeile einen Zettel h&auml;ngen hatte mit den Worten: &bdquo;Hier findet Gottesdienst statt.&ldquo;</p><p>Der Friede kurz vor der OP auf dem Krankenbett einer Intensivstation &ndash; wenn ich mit Gott spreche &ndash; oder wei&szlig;, dass gerade andere in der Gemeinde f&uuml;r mich beten.</p><p>Der Friede in einem hektischen B&uuml;ro oder mitten im Maschinenl&auml;rm einer Fabrik &ndash; wenn ich wei&szlig;, dass Jesus nur ein Gebet von mir entfernt ist.</p><p>Dieser Friede ist nicht laut und spektakul&auml;r, sondern still, tragf&auml;hig, unersch&uuml;tterlich.</p><p>Ich denke an eine Krankenpflegerin, die Christin ist, die mal sagte: &bdquo;Ich kann einem Patienten manchmal nicht den Schmerz nehmen &ndash; aber ich kann ein St&uuml;ck Frieden hineintragen.&ldquo;</p><p>Und das tat sie &ndash; immer wieder. Mit einem L&auml;cheln, einem H&auml;ndedruck, einer sanften Ber&uuml;hrung.&nbsp;Ihre ruhige, zugewandte Art lie&szlig; ihre Patienten sofort, manchmal unbewusst, sp&uuml;ren: Hier ist jemand verankert in etwas Tieferem.&nbsp;Sie konnte es vielleicht nicht in fromme Worte fassen, aber sie brachte diesen leisen Frieden mit, den man nicht machen kann. Und den sie von dem hatte, der gesagt hat: &bdquo;Meinen Frieden gebe ich Euch.&ldquo; Einen Frieden, der nicht von Umst&auml;nden abh&auml;ngt.</p><p>Und es ist &hellip;</p><p>&nbsp;</p><h2><strong>3. Ein Friede, der Mut macht</strong></h2><p>Wenn Jesus hier sagt: &bdquo;Euer Herz erschrecke nicht und verzage nicht&ldquo;,&nbsp;dann ist das nicht nur eine fromme Aussage. Denn er rechnet realistisch mit Angst. Diesen Frieden zu erleben, meint nicht, dass ich mich nicht mehr f&uuml;rchte. Sondern dass Angst nicht das letzte Wort beh&auml;lt.</p><p>Der Friede Jesu ist kein Verdr&auml;ngungsmechanismus &ndash; er ist Mut inmitten der Angst.</p><p>&bdquo;Ich gehe hin zum Vater, und ihr sollt euch freuen&ldquo;, sagt Jesus.</p><p>Er bereitet die J&uuml;nger auf seinen Abschied vor &ndash; und doch verspricht er ihnen, weiter mit ihm verbunden zu sein. Sie werden in Zeiten, wo er nicht mehr zu sehen ist, etwas &Uuml;bernat&uuml;rliches erleben. Sie werden einen Frieden erfahren, der &bdquo;h&ouml;her ist als ihre Vernunft.&ldquo;&nbsp;Den &bdquo;Shalom&ldquo;, wie Juden damals sagten &ndash; und den sie sich bei jedem Gru&szlig; zusagten.</p><p>Es ist Jesus, der diesen Frieden schenkt, selbst in der Nacht vor Golgatha.</p><p>Wenn Sie diesen Satz h&ouml;ren &ndash; &bdquo;Euer Herz erschrecke nicht&ldquo; &ndash; dann d&uuml;rfen Sie ihn ganz pers&ouml;nlich nehmen.&nbsp;Jesus spricht ihn auch heute &ndash; &uuml;ber den Sorgen dieser Welt, &uuml;ber den Fragen unserer Zeit, &uuml;ber unserer Angst und Unsicherheit: &bdquo;F&uuml;rchte dich nicht. Ich bin da.&ldquo;</p><p>Ich w&uuml;nsche Ihnen, dass Sie diesen Satz mitnehmen in den heutigen Tag,&nbsp;denn&nbsp;so werden Sie zum Friedensstifter eines Friedens, der nicht von der Welt kommt, aber in der Welt seinen Platz hat.<br />
Eines Friedens, der mitten im Streit ganz leise bleibt und doch stark.<br />
Eines Friedens, der mutig macht, gerade weil Sie wissen, dass Sie nicht allein unterwegs sind.<br />
Denn Menschen, die diesen Frieden geschenkt bekommen haben, gehen mit diesem Frieden zur&uuml;ck in ihre Welt &ndash; zu den Menschen, zu den Aufgaben, zu den offenen Fragen.<br />
Deshalb, um es mit dem letzten Satz von Jesus zu sagen: &bdquo;Steht auf und lasst uns von hier weggehen.&ldquo;</p><p>Der Friede von Jesus ist kein R&uuml;ckzugspunkt. Er ist<strong> Ausgangspunkt.&nbsp;<br />
Er beginnt in Ihnen und mir &ndash; und breitet sich aus.</strong></p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pastor Andreas Hildebrandt</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17301783.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pastor Andreas Hildebrandt]]></author>
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      <pubDate>Thu, 19 Mar 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Abschied]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Johannes 14,15-26 – ausgelegt von Ursula Hellmann.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Johannes 14,15-26 – ausgelegt von Ursula Hellmann.</em><br/>
<p><strong>Ein schwerer Abschied &ndash; Astrids Aufbruch in die Ferne</strong></p><p>Barbara Gr&uuml;nholt stand noch lange auf dem Flughafengel&auml;nde und schaute der Propellermaschine nach, die weiter und weiter in den Wolken verschwand Richtung S&uuml;d-Osten. Darin sa&szlig; nun ihre Tochter Astrid auf dem Weg zu ihrem neuen Wirkungskreis unter Menschen mit asiatischer Kultur, mit Sprachen, die so fremdartig waren wie deren Kleidung. Aber die Familie Gr&uuml;nholt hatte es mit all ihren &Auml;ngsten und Bedenken nicht geschafft, Astrid von ihrem Entschluss abzubringen. Seit ihrem Studienabschluss als Englischlehrerin und Missionars-Anw&auml;rterin f&uuml;r ein Gebiet im vorderindischen Raum stand es f&uuml;r die junge Frau aus dem Rheinland fest: Sie wollte dem Ruf ihres Herrn und K&ouml;nigs Jesus Christus folgen und ihre genialen sprachlichen Talente einsetzen, wohin er sie sandte. Bereits w&auml;hrend der recht langen Vorbereitungszeit auf diesen endg&uuml;ltigen Schritt ins Unbekannte war schon so viel besprochen und grunds&auml;tzlich gekl&auml;rt worden &ndash; aber die Mutter konnte selbst den nahen Verwandten noch immer keine fassbare Auskunft &uuml;ber die Absicht der Tochter geben. Noch keinem jungen, hoch intelligenten Menschen aus der Familie war etwas so Au&szlig;ergew&ouml;hnliches eingefallen.<br />
&nbsp;</p><p><strong>Auf der Heimfahrt: Barbaras Gedanken bei den J&uuml;ngern Jesu</strong></p><p>Mutter Barbara kam sich auf ihrer Heimfahrt fast so vor wie die J&uuml;nger Jesu vor dem Passahfest. Was hatte ihr Meister ihnen in den Reden vor seinem letzten Weg noch alles ans Herz gelegt? Ernst und eindr&uuml;cklich &ndash; und mit einem doppelten &bdquo;Wahrlich, wahrlich&ldquo; betont, hatte er seinem engsten Anh&auml;ngerkreis das Wichtigste vor Augen gef&uuml;hrt. Um sich ein wenig von ihrem Abschiedsgef&uuml;hl zu erholen, griff Barbara Gr&uuml;nholt zu ihrer Bibel und suchte im Johannes-Evangelium den Bericht &uuml;ber die letzten Worte Jesu. Was sie las, steht zwar in seiner Bedeutung himmelhoch &uuml;ber den manchmal so naiv-verst&auml;ndnislosen Gespr&auml;chen, die ihre Astrid anh&ouml;ren musste von ihren n&auml;chsten Angeh&ouml;rigen &ndash; aber was die J&uuml;nger zu den doch eigentlich unmissverst&auml;ndlichen Aussagen Jesu beigetragen hatten, h&ouml;rte sich eben fast so an wie die Antworten, die ihre Astrid bekommen hatte, wenn sie hoffte, ihre Entscheidung w&uuml;rde von den Zuh&ouml;rern verstanden und akzeptiert.<br />
&nbsp;</p><p><strong>Jesu Worte des Trostes und die Reaktion der J&uuml;nger</strong></p><p>Barbara Gr&uuml;nholt setzte ihr Lesen mindestens dreimal neu an, um sich real vorzustellen, wie das Gespr&auml;ch zwischen Jesus und seinen J&uuml;ngern verlief. Mit aller Liebe hat er ihnen deutlich gemacht, wie sehr ihm in seiner untrennbaren Existenz als Gott und Mensch das Wohl seiner engsten Freunde am Herzen liegt. Sein mehrfaches Versprechen, ihnen auch dann nahe zu sein, wenn er nicht mehr k&ouml;rperlich anwesend ist &ndash; diese Zusagen sind doch mit so viel wunderbaren Tatsachen verbunden! Da h&auml;tten sich doch alle nur super beschenkt f&uuml;hlen d&uuml;rfen und mit Ruhe den n&auml;chsten Ereignissen entgegensehen k&ouml;nnen! Die eifrige Leserin holte ganz tief Atem: &bdquo;Na, Mutter Barbara!&ldquo; Sagte sie zu sich: &bdquo;Da brauchst du dich &uuml;ber die Frage von Judas Thadd&auml;us nicht zu mokieren. Er wollte vielleicht nur ein St&uuml;ck beweisen, wie tief er als einziger &uuml;ber manche Zusammenh&auml;nge in Jesu Reden nachdachte. Dabei entfernte er sich doch vom Hauptthema ziemlich weit. Ob das, was der Meister &uuml;ber die engen Beziehungen der J&uuml;nger zu ihm, und damit zu seinem und ihrem himmlischen Vater, zu sagen hatte, ob dies sp&auml;ter auch Menschen betraf, die jetzt noch nichts von dieser Liebe ahnten &ndash; das war im Moment der letzten gro&szlig;en Unterredung ein eher st&ouml;render Nebengedanke. Es machte aber eins deutlich: Das Hauptanliegen dieser Stunde war nicht mit voller Macht in den Herzen der J&uuml;ngerschar angekommen. Die Bibel lag noch eine ganze Weile aufgeschlagen vor Astrids Mutter. Ihre Gedanken kreisten &ndash; &auml;hnlich wie bei den M&auml;nnern damals &ndash; auch recht vordergr&uuml;ndig &uuml;ber alle die Nebengedanken und Gef&uuml;hle, die sie in den Diskussionen mit ihrer Tochter gef&uuml;hrt hatte zum Thema endg&uuml;ltiger Weg in eine unbekannte Zukunft. Wie sollte sie sich in diesem Moment auch schon mit allen Sinnen tr&ouml;sten dar&uuml;ber, ihr selbstbewusstes &ndash; ehemals kleines &ndash; M&auml;dchen auf der richtigen Stra&szlig;e gehen zu lassen? Und alle Beteuerungen von gegenseitiger, nie vergehender Liebe so unverbr&uuml;chlich zu glauben, wie sie mit Sicherheit gemeint waren?<br />
&nbsp;</p><p><strong>Hoffnung und Entschluss: Der Tr&ouml;ster und die Wahrheit als Anker</strong></p><p>Barbara Gr&uuml;nholt las zum wiederholten Male die Verse von 15 bis 26 im Kapitel 14 langsam durch &ndash; und langsam und doch ganz deutlich empfand sie den himmelweiten Unterschied von ihrer Situation zu den treuen Versprechen des Gottessohnes bei seinem Abschied von der sichtbaren Welt und der danach erschienenen gro&szlig;artigen Erf&uuml;llung auch f&uuml;r sie. Sie nahm sich vor: Wenn die Verbindung zum neuen Wohnort Astrids funktioniert, wird sie den Akkus nachdr&uuml;cklich befehlen, solange lebendig zu bleiben, bis sie alles haarklein &uuml;ber die Liebe, den Geist der Wahrheit, den Tr&ouml;ster und die Gebote Gottes ans andere Ende der Erde geschickt hat.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Ursula Hellmann</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17301186.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Ursula Hellmann]]></author>
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      <pubDate>Wed, 18 Mar 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Vorgezeichnet]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Johannes 14,1-14 – ausgelegt von Holger Kerschbaum.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Johannes 14,1-14 – ausgelegt von Holger Kerschbaum.</em><br/>
<h2>Jesu bewusster Weg ans Kreuz</h2><p>In der Passionszeit erinnern sich Christen an Jesu Weg zum Kreuz. Wenn ich mir diesen Weg anschaue, bemerke ich: Jesus ist sich dar&uuml;ber im Klaren, was vor ihm liegt. Ganz bewusst geht er diesen Weg. Jesus geht den Weg, der ihn ans Kreuz bringt. Er geht den Weg, um sein Leben als L&ouml;segeld f&uuml;r Sie und mich zu geben. Jesus geht den Weg, der ihn ins Grab bringt. Wo er dann von den Toten auferweckt wird. Nichts auf diesem Weg ist Zufall. Sondern alles, was Jesus hier tut, passiert bewusst.</p><p>Das Wort von Jesus, das Sie gerade geh&ouml;rt haben, hat Jesus auch auf diesem Weg zum Kreuz gesprochen. Als Jesus diese Worte sagt, sind die F&uuml;&szlig;e der J&uuml;nger schon gewaschen. Judas wurde bereits vor seinem Verrat gewarnt, und Jesus hat Petrus schon gesagt, dass Petrus ihn verleugnen wird.</p><p>Aus Jesu Sicht ist zwar alles klar und nichts hat ihn &uuml;berrascht: weder Verrat noch Gefangenschaft, weder der Ausgang des Prozesses noch die Hinrichtung hat Jesus &uuml;berrascht.<br />
&nbsp;</p><h2>Habt keine Angst &ndash; Vertrauen in der Krise</h2><p>Aber das gilt nat&uuml;rlich nicht f&uuml;r die J&uuml;nger. Wir d&uuml;rfen nicht vergessen, f&uuml;r die J&uuml;nger kam kurz darauf der Moment, wo sich ihre Welt v&ouml;llig, radikal und unvermittelt ver&auml;ndert.</p><p>Und diesen J&uuml;ngern, die kurz davor sind, dass sich f&uuml;r sie alles ver&auml;ndert, deren Welt absolut ins Wanken kommt, diesen J&uuml;ngern sagt Jesus:</p><p>&bdquo;Habt keine Angst! Glaubt an Gott und glaubt an mich.&ldquo; Habt keine Angst und habt Vertrauen.</p><p>Mit Blick auf die traumatischen Ereignisse, welche die J&uuml;nger erwarten, ist es Jesus wichtig, seinen J&uuml;ngern eine ganz bestimmte Perspektive zu vermitteln. Jesus spricht &uuml;ber das Ziel und wohin er selbst geht: ins Haus seines Vaters, um einen Platz vorzubereiten. Wir feiern also an Ostern, salopp gesagt, dass Jesus schon mal den Umzug f&uuml;r uns vorbereitet.</p><p>Nun, ich sch&auml;tze, die wenigsten von uns ziehen gerne um. Ich tue es jedenfalls nicht. Seitdem ich mein Elternhaus verlassen habe, wurde jeder Umzug gr&ouml;&szlig;er und aufw&auml;ndiger als der vorherige. In wenigen Wochen steht f&uuml;r uns als Familie wieder ein Umzug an, und das ruft sehr gemischte Gef&uuml;hle hervor. Mir graut davor, aber wir haben uns als Familie dazu entschieden, weil der Umzug bedeutet, dass dann jedes unserer Kinder ein eigenes Zimmer hat. Aber ein Umzug bedeutet immer zuerst einmal Chaos, ich muss mich von manchem trennen, was am neuen Ort keinen Platz mehr hat. Und gef&uuml;hlt wird es erst mal schlimmer, ehe es besser wird.</p><p>Zugegeben &ndash; verglichen mit dem Umzug, den Jesus meint, dem Umzug vom irdischen und endlichen hin zur ewigen Heimstatt ist das nur Pillepalle. Aber die Idee ist die gleiche: das Ziel, der Ausblick macht den Unterschied.<br />
&nbsp;</p><h2>Die unbedingte Hoffnungsperspektive</h2><p>Was f&uuml;r ein gro&szlig;artiger Ausblick f&uuml;r diejenigen, die Jesus vertrauen! Es wartet eine Wohnung im Vaterhaus auf mich. Jesus bereitet dort schon einmal alles vor, und wenn es so weit ist, kommt Jesus seine J&uuml;nger abholen.</p><p>Egal, wie erschrocken ich &uuml;ber diese Welt vielleicht gerade in diesem Moment bin, das ist der Ausblick, den Jesus seinen J&uuml;ngern anbietet. Eine unbedingte Hoffnungsperspektive. Was um mich herum passiert, mag mir Angst machen. Aber Glauben bedeutet, nicht in der Angst zu erstarren oder die Flucht zu ergreifen, sondern treu zu bleiben als Diener unseres Herrn. Das macht Jesus selbst immer wieder deutlich. Und das will Jesus seinen J&uuml;ngern sagen, kurz bevor die f&uuml;r sie traumatisierenden Ereignisse eintreten.</p><p>Christen haben eine unbedingte Hoffnungsperspektive! Jesus redet ja immer wieder davon, was das Schicksal der Welt ist. Das sind die sogenannten Endzeitreden Jesu. Und ja, das h&ouml;rt sich so an, als h&auml;tten s&auml;mtliche Weltuntergangsfilme von diesen Reden geklaut.</p><p>Aber wenn Jesus vom Ende der Welt redet, ist das keine Panikmache. Nein, er m&ouml;chte, dass wir gerade dann nicht den Mut verlieren, sondern, dass dann die Hoffnung in uns deutlich hervortritt.</p><p>Jesus sagt seinen J&uuml;ngern: &bdquo;Wenn all das anf&auml;ngt, dann richtet euch auf und hebt den Blick, denn eure Erl&ouml;sung ist ganz nahe!&ldquo;</p><p>Oder anders ausgedr&uuml;ckt: Ihr d&uuml;rft Hoffnung haben, denn die Erl&ouml;sung ist ganz nahe. Das ist das Gegenteil von Weltuntergangsstimmung.<br />
&nbsp;</p><h2>Jesus &ndash; der Weg, die Wahrheit und das Leben</h2><p>Jesus schenkt seinen J&uuml;ngern, und das meint auch seine Nachfolger heute, eine Hoffnungsperspektive. Im gr&ouml;&szlig;ten Chaos lenkt er den Blick auf das Ziel und auf sich:</p><p>Jesus sagt zu seinen J&uuml;ngern: Ihr kennt das Ziel und den Weg. Sie fragen: Welchen Weg? ICH BIN der Weg zum Vater, die Wahrheit und das Leben, sagt Jesus.</p><p>Jesus vertr&ouml;stet damit seine J&uuml;nger nicht nur auf sp&auml;ter, auf die himmlische Heimstatt. An Jesus zu glauben, ist nicht nur der Trost: Am Ende wird alles gut. Sondern Jesus zu kennen hat immer ganz konkrete Auswirkungen f&uuml;r mein Hier und Jetzt.</p><p>Denn Jesus zu kennen bedeutet, die Wahrheit zu kennen und das Leben zu kennen.</p><p>Die Wahrheit kennen, das ist nicht nur heute, im Zeitalter von alternativen Fakten, schwer zu glauben, das war es schon damals. Deswegen bietet Jesus seinen H&ouml;rern an, seine Aussagen zu pr&uuml;fen. So sagt er den Schriftgelehrten:</p><p>Wer den Willen Gottes tun will, wird erkennen, ob meine Lehre von Gott kommt oder ob ich aus mir selbst heraus rede.</p><p>Jesus ist verl&auml;sslich, denn sein Wort ist absolut wahr. Durch ihn kenne ich den Vater und den Weg zum Vater.</p><p>Und die Wahrheit ist: Ich bin niemals gut genug, um mich selbst zu erl&ouml;sen. In uns allen gibt es den Abgrund der S&uuml;nde, &uuml;ber den wir erschrecken. Die Wahrheit ist aber auch, dass wir in Jesus Christus geliebter sind, als wir das jemals zu hoffen gewagt haben. Und dass seine Liebe das Loch zu f&uuml;llen vermag, was in Ihrem und meinem Herzen ist.</p><p>An Jesus zu glauben bedeutet, das Leben zu haben. Das Leben, das in Jesus ist, ist das Licht der Menschen. Alle, die an Jesus glauben, haben das ewige Leben. Sie sind vom Tod zum Leben durchgedrungen.</p><p>Wer an Jesus glaubt, der ist frei vom Zorn Gottes und kommt nicht ins Gericht. Wer dieses Leben hat, dessen Lebensdurst wird gestillt. Er wird zufrieden und muss nicht mehr nach Leben hungern und d&uuml;rsten.</p><p>Wer an Jesus glaubt, der hat das Leben zur vollen Gen&uuml;ge.</p><p>Deswegen sagt Jesus seinen J&uuml;ngern vor ihrer gr&ouml;&szlig;ten Krise: Habt keine Angst. Glaubt an Gott und glaubt an mich.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Holger Kerschbaum</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17300452.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Holger Kerschbaum]]></author>
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      <pubDate>Tue, 17 Mar 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Das neue Gebot]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Johannes 13,31-38 – ausgelegt von Tim Philipp Holler.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Johannes 13,31-38 – ausgelegt von Tim Philipp Holler.</em><br/>
<p>Der heutige Abschnitt ist in manchen Ausgaben der Luther-Bibel &uuml;berschrieben mit den Worten: &bdquo;Das neue Gebot&ldquo;. Damit ist nat&uuml;rlich nicht gemeint, dass Jesus zu den zehn Geboten ein elftes hinzugef&uuml;gt hat. Jesus wollte niemals das Gesetz aufl&ouml;sen, sondern es erf&uuml;llen. &nbsp;Was also ist stattdessen gemeint? Was ist &bdquo;neu&ldquo; am &bdquo;neuen Gebot&ldquo;? Und in welchem Zusammenhang spricht Jesus von diesem neuen Gebot?</p><p>Wenn wir das Johannes-Evangelium insgesamt ansehen, dann befinden wir uns am Abend des Gr&uuml;ndonnerstags, unmittelbar bevor Jesus verhaftet wird. Der Text beginnt mit Judas, der zum Verrat aufgebrochen ist. Und er endet damit, dass Jesus seinem engsten Weggef&auml;hrten Petrus den kr&auml;henden Hahn ank&uuml;ndigt. Inmitten von Verrat und kommender Verleugnung pr&auml;sentiert Jesus das Gebot, untereinander Liebe zu &uuml;ben. Mitten in diesem Abschnitt stehen auch die zentralen Worte von Jesus: <em>&bdquo;Liebt einander, wie ich euch geliebt habe&ldquo;.</em> Dieser Vers 34 ist ein wesentlicher Schl&uuml;ssel zum Verst&auml;ndnis des Textes. Er wird dabei helfen, dem &bdquo;neuen&ldquo; Gebot der Liebe in drei Schritten n&auml;her zu kommen.</p><p><strong>Erstens: </strong>Was ist eigentlich Liebe? Wie sich Liebe im praktischen Leben zeigt, das hat der Apostel Paulus einige Jahrzehnte nach dieser Episode in einem seiner Briefe auf den Punkt gebracht &ndash; im so genannten &bdquo;Hohelied der Liebe&ldquo;: &bdquo;<em>Liebe l&auml;sst sich nicht erbittern und rechnet das B&ouml;se nicht zu. Sie bl&auml;ht sich nicht auf und sucht nicht das Ihre. Liebe ertr&auml;gt alles, glaubt alles, hofft alles und duldet alles. Sie ist langm&uuml;tig und freundlich. Liebe freut sich an der Wahrheit.&ldquo; </em></p><p>Wenn ich das so h&ouml;re, denke ich schnell an Momente, wo ich anderen eine solche Liebe schuldig geblieben bin. Und das ist der Ausgangspunkt, wo Jesus mich abholt. Sein Appell, einander zu lieben, ist keine Aufforderung, bestimmte Leistungen zu erbringen. Gemeint ist, dass Jesu Liebe zu mir eine neue Grundlage f&uuml;r mein Leben ist. Josef Ratzinger hat dazu geschrieben: &bdquo;Das ,neue Gebot&lsquo; ist nicht einfach eine neue, h&ouml;here Forderung; es ist an die Neuheit Jesu Christi &ndash; an das wachsende Eingetauchtsein in ihn &ndash; gebunden.&ldquo;</p><p>Was bedeutet das? Jesus hat uns geliebt, als wir noch S&uuml;nder waren. Seine Liebe geht allen menschlichen M&ouml;glichkeiten voraus. Und erst im Geliebt-Sein von Jesus liegt die Kraft zum eigenen Lieben-K&ouml;nnen. Andere erkennen es, wo so geliebt wird, und das &ouml;ffnet den Blick f&uuml;r die Botschaft Jesu.</p><p><strong>Zweitens:</strong> Welche Botschaft von der Liebe gibt Jesus nun selber? Wie &uuml;bt er ganz praktisch die Liebe zu seinen J&uuml;ngern, die ihn doch verraten und verleugnen? An Judas und Petrus zeigt sich, dass Jesu vorausgehende Liebe zugleich eine Liebe ist, die dem anderen nachgeht.</p><p>Als Judas zum Verrat aufgebrochen war, sprach Jesus nicht bangend von seinem schweren Schicksal. Im Gegenteil. Jesus sagt: <em>&bdquo;Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht&ldquo;</em> und k&uuml;ndigt seinen Abschied an. Jesus beh&auml;lt also die Kontrolle. Er bleibt der Herr &uuml;ber seinen Verr&auml;ter. <em>&bdquo;Was du tust, das tue bald!&ldquo;</em> sagt Jesus und gebraucht das Ansinnen von Judas f&uuml;r seinen eigenen Heilsplan. Jesus l&auml;sst Judas die Freiheit f&uuml;r eigene Pl&auml;ne und bleibt doch selbst der Souver&auml;ne. Und dabei wendet sich Jesus immer noch Judas zu. Er spricht ihn noch beim Judas-Kuss als &bdquo;Freund&ldquo; an. Seine Hand ist ausgestreckt.</p><p>Und wie sieht es bei Petrus aus? Petrus ist der J&uuml;nger, der Jesus so oft hinterfragt hat: &bdquo;Wo gehst du hin?&ldquo; &bdquo;Warum kann ich dir nicht folgen?&ldquo; will er hier schon wieder wissen. Dass Jesus von der Liebe spricht, &uuml;berh&ouml;rt Petrus v&ouml;llig. Ihn besch&auml;ftigt nur der Einsatz f&uuml;r Jesus nach eigenen Ma&szlig;st&auml;ben. Und Jesus erkennt das und deckt hinter der an sich ehrlichen Bereitschaft von Petrus seinen wahren, noch nicht ganz gereiften Zustand auf. Er beendet jede Selbstt&auml;uschung. Und das tut er in Liebe: Jesus benennt als erstes die kommende Verleugnung ganz n&uuml;chtern. Und zweitens tut er dies ohne Vorwurf oder Verurteilung. Er sieht schon die bitteren Tr&auml;nen von Petrus voraus. Sp&auml;ter wird er Petrus auf seine dreimalige Verleugnung dreimal ansprechen und ihm Gelegenheit geben, dass Petrus ihm seine Liebe erkl&auml;rt. Jesus gibt neue Chancen. Er schenkt Neuanf&auml;nge.</p><p>Damit komme ich &ndash; <strong>drittens</strong> &ndash; zur Ausgangsfrage zur&uuml;ck, was denn das &bdquo;Neue&ldquo; am neuen Gebot ist. Das neue Gebot der Liebe ist zuallererst ein <em>An</em>gebot der Liebe Gottes an den Menschen. Diese vorausgehende und zugleich allem Verlorenen nachgehende Liebe ist eine vollkommen selbstlose Liebe. In dieser Liebe steckt das Angebot einer bis in die tiefsten Pers&ouml;nlichkeitsschichten hinein umgestalteten und damit grunds&auml;tzlich neuen menschlichen Identit&auml;t in Gott. Sie bef&auml;higt mich dazu, dass ich auch den anderen oder die andere als bei Gott kostbar erkenne. So lieben k&ouml;nnen, das ist keine rein menschliche M&ouml;glichkeit, sondern ein Geschenk Gottes.</p><p>Was folgt nun schlie&szlig;lich aus einer solchen Liebe f&uuml;r mein Leben? Wenn ich mich wirklich von Gott geliebt wei&szlig;, dann kann ich loskommen von den Forderungen des eigenen Ichs und bekomme Weite und Offenheit. Insoweit ist der heutige Bibeltext auch eine Einladung zur Selbstreflexion:</p><p>Folge ich den liebevollen Pl&auml;nen Gottes f&uuml;r mein Leben oder bin ich im Kern doch einer eigenen Agenda verpflichtet?</p><p>Muss ich alles hinterfragen oder kann ich Gott still vertrauen?</p><p>Wo t&auml;usche oder bel&uuml;ge ich mich selbst?</p><p>Habe ich in meinem Leben schon den Knall geh&ouml;rt wie Petrus den kr&auml;henden Hahn? Und gibt es vielleicht auch bei mir die bitteren Tr&auml;nen, wie Petrus sie geweint hat? Rechne ich dann eigentlich noch mit Vergebung? Oder umgekehrt: Bin ich ein Mensch, der aus seinen Verletzungen herauskommen will? &ndash; Der anderen vergeben k&ouml;nnen will?</p><p>Der heutige Text hilft, auf solche Fragen Antworten zu finden. Die Stelle vom neuen Gebot ist eingerahmt von zwei Reaktionsm&ouml;glichkeiten: Judas ging in die Nacht. Aber f&uuml;r Petrus bricht der neue Morgen an. Und Jesus hat schon auf ihn gewartet. Ja, die Arme Jesu sind ausgestreckt und er stellt mich vor die Entscheidung: Lehne ich ab oder nehme ich das Angebot von Jesu Liebe an? Seine Liebe l&auml;sst Freiheit, sie kann mich &uuml;berf&uuml;hren und will mit mir neu anfangen. Die Einladung hierzu spricht Jesus immer wieder neu aus &ndash; auch heute.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Tim Philipp Holler</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17299810.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Tim Philipp Holler]]></author>
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      <pubDate>Mon, 16 Mar 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Auf, in den Gottesdienst!]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Psalm 84 – ausgelegt von Klaus Knödler.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 84 – ausgelegt von Klaus Knödler.</em><br/>
<p>In wenigen Tagen bin ich wieder unterwegs, um den Gottesdienst in meiner Gemeinde zu besuchen. Die Vorbereitungen und Schritte sind in der Regel Routine und wiederholen sich w&ouml;chentlich zur selben Zeit am Sonntag. Ich k&ouml;nnte fast die Uhr danach stellen. Mit der Haarb&uuml;rste k&auml;mme ich mir noch rasch die Haare. Die Schuhe werden kurz geputzt und das Gesangbuch von der Garderobe mitgenommen.</p><p>Jetzt noch den Mantel &uuml;berwerfen und ab ins Auto. So schaffe ich es, p&uuml;nktlich in der Kirche anzukommen. So sieht mein Weg zum Gottesdienst aus.</p><p>Ganz anders sieht es beim Schreiber des 84. Psalms aus. Er schreibt ihn f&uuml;r die Pilger seiner Zeit, die sich auf den Weg zum Gottesdienst im Tempel von Jerusalem machen. Es sind nicht nur &Uuml;berlegungen f&uuml;r die Pilger, sondern Erfahrungen aus seinem Herzen.</p><p>Seine Vorbereitungen unterscheiden sich von den meinen. &Uuml;berraschend und einladend anders. Er macht sich mit gro&szlig;er Offenheit auf den Weg zum Gottesdienst. Denn der Ort, an dem Gottesdienst gefeiert wird, wird f&uuml;r ihn zur Heimat und zu einem vertrauten Raum.</p><p>Es ist nicht ein kalter Raum, wie ich ihn manchmal in Kirchen erlebe, in dem mir vor K&auml;lte die Knie zittern. Es ist auch kein Raum mit ungem&uuml;tlicher Atmosph&auml;re.</p><p>Sein vertrauter Raum wird zu einem Raum, in dem Gott seine Gef&uuml;hle ber&uuml;hrt und anspricht, seine Augen &ouml;ffnet und sie zum Leuchten bringt.</p><p>Voller Sehnsucht zieht der Psalmbeter los, denn seine Seele verlangt, Gott zu begegnen &ndash; egal, ob er aufgew&uuml;hlt oder sicher ist.</p><p>Gleichzeitig sieht er der Begegnung mit dem lebendigen Gott erwartungsvoll entgegen.</p><p>Sein Herz jubelt. Er singt fr&ouml;hlich laut oder summt vor sich hin. Er wei&szlig;: Gott begegnet mir. Der lebendige Gott. Der Gott, der sich mir nicht verschlie&szlig;t.</p><p>So wie V&ouml;gel ein Haus finden und Schwalben ein Nest bauen, so findet er den Ort, an dem er Gott danken, loben und bekennen kann: Du, Gott, bist der Grund meiner Freude und meines Vergn&uuml;gens. Durch dich bin ich gesegnet. Durch dich bleibe ich bei dir.</p><p>Du tr&ouml;stest mich. Du schenkst mir Zufriedenheit. Ich werde satt von deinen reichen G&uuml;tern. Mein Durst nach Leben wird gestillt, und ich nehme dein Angebot an. Denn es ist eine Delikatesse, die du mir schenkst, Herr. Kein abgestandenes Wasser, sondern ein erlesenes Getr&auml;nk.</p><p>Und nochmals betont der Psalmbeter: Durch dich bin ich gesegnet. Denn du, Gott, bist meine St&auml;rke und gibst mir die F&auml;higkeit, im Leben k&ouml;rperlich und geistig stark zu sein.</p><p>Wenn mein Leben durch dunkle T&auml;ler f&uuml;hrt, dann verwandelst du sie in frische Quellen und h&uuml;llst die D&uuml;rre mit deiner Zuwendung und deinem Fr&uuml;hregen in Segen.</p><p>Das Staubige in meiner Seele verschwindet. Das Vertrocknete in meinem Herzen bl&uuml;ht neu auf. Meine Wege enden nicht in der Sackgasse, sondern f&uuml;hren Schritt f&uuml;r Schritt in die F&auml;higkeit, in deiner Kraft zu leben und dich zu erleben.</p><p>Die g&ouml;ttliche Pr&auml;senz wird mir erkennbar und offenbart sich durch ihre Autorit&auml;t.</p><p>Der Psalmbeter beendet seine Vorbereitungen f&uuml;r den Gottesdienst mit folgender Bitte: &bdquo;Gott, schenke mir deine Aufmerksamkeit.&rdquo; H&ouml;re mich. Schaue auf mich. Schaue nach mir. Denn ein Tag in deiner N&auml;he ist besser als 1000 Tage des Lebens. Ein Tag in deinem Haus ist das Entscheidende.</p><p>In wenigen Tagen ist es wieder so weit: Ich mache mich auf den Weg zum Gottesdienst in meiner Gemeinde. Wie bereite ich mich am besten vor? Wie bereite ich mich vor, wenn nicht nur das Putzen der Schuhe und das Mitnehmen des Gesangbuchs gefragt ist?</p><p>Der Besuch des Gottesdienstes ist f&uuml;r mich kein routinem&auml;&szlig;iger Vorgang, sondern ein bewusster Akt der Begegnung mit Gott. Mit gewisser Erwartung verlasse ich mein Zuhause und begebe mich zum Auto. Ich bin bereit, Gottes Wort aufzunehmen und seine F&uuml;hrung anzunehmen. Er-wartet. Gott wartet auf mich.</p><p>Der Besuch meiner Gemeinde und des Gottesdienstes vermittelt mir ein Gef&uuml;hl von Vertrautheit und Sicherheit. Ich bin bei Gott geborgen. Ich komme an. Strecke alle Viere von mir. Ich finde zur Ruhe und teile meine Eindr&uuml;cke und Erlebnisse mit Gott.</p><p>Ich interessiere mich daf&uuml;r, inwiefern die Botschaft relevante Auswirkungen auf meine verschiedenen Lebensbereiche haben kann. Mein Ziel ist es, diese Inhalte nicht nur aufzunehmen und zu verstehen, sondern sie auch im Anschluss weiter zu reflektieren.</p><p>Gottes Botschaft malt in mir anschauliche Bilder und weckt das Gef&uuml;hl, dass ich von Gott gesehen werde. Er hat die richtigen Worte gew&auml;hlt, um das, was ich empfinde, zu beschreiben und mich damit zu ermutigen. Hoffnungsvoll sehe ich die neue Woche vor mir.</p><p>Die sch&ouml;pferische Kraft seines Wortes beeinflusst mein gegenw&auml;rtiges Leben. Wo es dunkel ist, wird es hell. Wo ich niedergeschlagen bin, richtet es mich auf. Wenn ich umherirre, finde ich neue Orientierung. Wo ich verletzt bin, da heilt es mich. Wo mich die Unruhe umtreibt, gibt es mir Frieden. Gest&auml;rkt gehe ich die kommenden Termine an.</p><p>Es verwandelt die d&uuml;rren T&auml;ler in frische Quellen. Es sorgt daf&uuml;r, dass ich Dinge, die mich in meinem Denken und in meiner Beziehung zu anderen Menschen fesseln, loslasse. Das befreit mich und gibt mir Raum f&uuml;r neue Ideen und M&ouml;glichkeiten. Daran erinnere ich mich.</p><p>Ich denke &uuml;ber das Geh&ouml;rte weiter nach, denn ich brauche Antworten auf die Fragen, die ich mir vor dem Gottesdienst gestellt habe.</p><p>Die vor mir liegenden Schritte in der neuen Woche f&uuml;hren mich zur Einsicht, dass ich in der Kraft Gottes gehen kann.</p><p>Inwiefern k&ouml;nnte der Gottesdienst als geistlicher Lebensraum f&uuml;r mich wieder an Bedeutung gewinnen?</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Klaus Knödler</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17299469.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Klaus Knödler]]></author>
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      <title><![CDATA[Jesus im Kopf und im Herzen]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Johannes 13,21-30 – ausgelegt von Thomas Bauer.</em><br/>
<p><em>&bdquo;Der, der sich von meinem Brot ern&auml;hrt, will mir einen Fu&szlig;tritt versetzen&ldquo;</em> sagt Jesus gem&auml;&szlig; der &Uuml;bersetzung &bdquo;Das Buch&ldquo;. <em>&bdquo;Einer, der mein Brot isst, tritt mich mit F&uuml;&szlig;en&ldquo;</em> &uuml;bersetzt es die BasisBibel.</p><p>Jemand, der mit am Tisch sitzt, verh&auml;lt sich so, als sei er neben dem Tisch. Jemand, der dazugeh&ouml;rt, verh&auml;lt sich, als geh&ouml;rte er nicht dazu.</p><p>Jesus ist erregt, tief ersch&uuml;ttert. Es l&auml;sst ihn nicht kalt. Es l&auml;sst ihn nicht kalt, wo Judas ist; es l&auml;sst ihn nicht kalt, wo ich bin. Es l&auml;sst ihn nicht kalt, wo Sie sind. Wo sind wir? Sitzen wir nur am Tisch oder geh&ouml;ren wir wirklich dazu?</p><p>Judas wei&szlig; viel &uuml;ber Jesus. Aber Jesus ist wohl nur in seinem Kopf, nur in einem Teil von ihm. Jesus f&uuml;llt ihn nicht aus. Er ist &ndash; wenn ich die Redewendung gebrauchen darf &ndash; nicht in seinem Herzen. Wo ist Jesus bei mir? Habe ich Wissen angeh&auml;uft oder habe ich eine lebendige Beziehung zu ihm? F&uuml;llt Jesus mich aus, ist er in meinem Herzen?</p><p>Jesus macht es deutlich: Einer, der sich hier am Tisch befindet, der wird ihn verraten. Niemand au&szlig;er Johannes bekommt diesen wichtigen Hinweis: <em>&bdquo;Es ist der, f&uuml;r den ich ein St&uuml;ck Brot in die Sch&uuml;ssel tauche und dem ich es gebe&ldquo;. </em></p><p>In der Liturgie des Seder-Mahles wird Brot in einen Dip getaucht. Es handelt sich hierbei nicht um das Brot, welches Jesus auf sich deutet und sagt: <em>&bdquo;Das ist mein Leib.&ldquo;</em> Das kommt an anderer Stelle.</p><p>Judas nimmt von Jesus das Brot, und sofort ergreift der Satan Besitz von ihm.</p><p>Was hei&szlig;t das? Wenn ich Jesus nur im Kopf habe und nicht im Herzen, also Jesus mich nicht ausf&uuml;llt, dann biete ich dem Satan Raum, um mich in Besitz zu nehmen. Und dann verliere ich Jesus auch aus dem Kopf.</p><p>Bei Judas endet das t&ouml;dlich. Ich zitiere die BasisBibel: <em>&bdquo;Sobald Judas das Brot genommen hatte, ergriff der Satan&nbsp;Besitz von ihm.&ldquo; </em>Da sagte Jesus&nbsp;zu ihm: <em>&raquo;Was du tun willst, das tue bald!&laquo;</em></p><p>Von den anderen am Tisch verstand keiner, warum Jesus das zu Judas sagte.</p><p>Weil Judas die Kasse verwaltete, dachten einige, dass Jesus zu ihm gesagt hatte:</p><p>&raquo;Kauf ein, was wir f&uuml;r das Fest&nbsp;brauchen.&laquo; Oder sie dachten: Jesus hat ihm aufgetragen, den Armen etwas zu geben.</p><p>Keiner verstand, was passierte und gesagt wurde. Das wurde gedanklich abgehakt und verschwand in einer Gehirnwindung oder gleich im Ged&auml;chtnispapierkorb. Wie war das bei Johannes?</p><p>Er hatte den ultimativen Hinweis bekommen. Konnte er etwas damit machen? Hat er sich &uuml;berlegt: Das muss ich verhindern. Das kann ich nicht zulassen. Jesus darf nicht verraten werden! Oder hat er auch nicht oder nicht richtig verstanden, was Jesus ihm zeigen wollte?</p><p>Jesus hat den Verrat angek&uuml;ndigt, also ist er auch passiert. Die Bibel ist voll von Ank&uuml;ndigungen, Prophezeiungen. Die sind nachweislich passiert, die sind eingetroffen. Wir haben auch Prophetie, die noch nicht eingetroffen ist. Aber die Ank&uuml;ndigungen werden eintreffen. Jeden Tag gibt es neue Meldungen in den Medien, die mir immer deutlicher machen: Was um mich passiert, wird immer chaotischer. Ich verliere immer mehr den Halt. Immer mehr werden diese Worte von Jesus wahr: <em>&bdquo;Himmel und Erde werden vergehen.&ldquo;</em> Aber hier muss ich keinen Punkt machen, denn der Satz geht entscheidend weiter: <em>&bdquo;Aber meine Worte werden nicht vergehen.&ldquo; </em>&nbsp;</p><p>Es geht nicht nur um irgendwas, das gesagt, das &bdquo;rausgehauen&ldquo; wird. Es geht um die gleichen Worte, die zu Beginn der Sch&ouml;pfung zu h&ouml;ren waren: <em>&bdquo;Am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und Gott selbst war das Wort.&ldquo; </em>Und das Wort wurde Mensch. Das Wort wurde der Mensch Jesus aus Nazareth.</p><p>Was im heutigen Text nur anklingt: Dieses Abendessen ist das Seder-Essen. Jesus gestaltet es neu. Unser Abendmahl. Das Brot hatte ich bereits erw&auml;hnt. Von den vielen Symbolen wurde neben dem Brot der Wein f&uuml;r unser Abendmahl wichtig. Jesus nahm den dritten der vier Becher. Dieser steht f&uuml;r das Blut des Pessach-Lammes. Und er macht damit deutlich: &bdquo;Ich bin das Pessach-Lamm. Mein Blut wird f&uuml;r euch vergossen.&ldquo;</p><p>Ich sehe es so. Beim Pessachfest wurde gefeiert: Weil das Blut des Lammes an den T&uuml;rpfosten verstrichen wurde, deshalb ist der Gerichtsengel am Haus vorbeigegangen.</p><p>Beim Abendmahl wird gefeiert: Weil das Blut des Lammes Christus an unsere Herzenst&uuml;rpfosten gestrichen wurde, deshalb wird Gottes Zorn an uns vorbeigehen.</p><p>Wir haben Zukunft. Wir brauchen daf&uuml;r nur einen Freitag. Den Karfreitag. Oder wie es so sch&ouml;n in der englischen Sprache hei&szlig;t: Good Friday. Der gute Freitag. Der Freitag f&uuml;r Ihre und meine Zukunft.</p><p>Der Karfreitag war kein Schlusspunkt. Karfreitag hat den Doppelpunkt mit dem Blick auf Ostern. Und dar&uuml;ber hinaus. Wenn dieses Versprechen eingel&ouml;st wurde: Jesus ist als Mensch gekommen. Dann wird auch dieses Versprechen eingel&ouml;st werden: Jesus wird als himmlischer Herrscher wiederkommen.</p><p>Die Zeichen der Zeit sehen immer mehr danach aus; das kann nach meiner &Uuml;berzeugung nicht mehr lange dauern. Dann wird deutlich: Bin ich ganz sein? Oder ich kann es sein lassen. Heute habe ich noch die Zeit, mich vorzubereiten, mich zu fragen: Bist du bereit? Morgen oder &uuml;bermorgen kann es schon zu sp&auml;t sein.</p><p>Ich will dann bei Jesus sein.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Thomas Bauer</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17299141.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Thomas Bauer]]></author>
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      <pubDate>Sat, 14 Mar 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Rollentausch]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Johannes 13,12-20 – ausgelegt von Aline Jung.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Johannes 13,12-20 – ausgelegt von Aline Jung.</em><br/>
<p>Nachdem Jesus die F&uuml;&szlig;e der J&uuml;nger gewaschen und sich wieder angekleidet hat, geht er direkt &bdquo;in medias res&ldquo;, das hei&szlig;t, er kommt gleich zur Sache und fragt in die Runde: <em>&bdquo;Versteht ihr, was ich euch getan habe?&ldquo;</em> Anders gefragt: &bdquo;Habt ihr erfasst, welche Bedeutung ich dem Ritus der &auml;u&szlig;eren Fu&szlig;waschung habe zukommen lassen?&ldquo;<br />
Die Fu&szlig;waschung ist ein niedriger Dienst, der eigentlich von Sklaven vollzogen wird. Dass jetzt ein Rabbi, also ein Lehrer, diesen Dienst an seinen J&uuml;ngern, sprich Sch&uuml;lern, vollzieht, ist somit ungew&ouml;hnlich und versetzt Petrus direkt in Aufregung. Es erscheint ihm unm&ouml;glich, dass ein Lehrer das tut, was eigentlich die Aufgabe eines Sch&uuml;lers oder eines Sklaven ist.</p><p>Jesus stimmt Petrus in einem Punkt zu und sagt: <em>&bdquo;Ihr nennt mich Lehrer und Herr, und ich bin es auch &ndash; und doch habe ich euch die F&uuml;&szlig;e gewaschen&ldquo;.</em> Damit bekr&auml;ftigt er, dass ein Sch&uuml;ler nicht &uuml;ber seinem Lehrer steht, ebenso wenig wie ein Sklave gegen&uuml;ber seinem Herrn eine &uuml;berragende Stellung hat.</p><p>Damit nicht genug, Jesus erhebt &bdquo;F&uuml;&szlig;e waschen&ldquo; regelrecht zur Pflicht. Es soll nicht von Lust oder Laune abh&auml;ngen, anderen in Liebe zu dienen. Jesus spricht hier die gegenseitige Reinigung in Form der gegenseitigen Vergebung und die Bereitschaft zum niedrigsten Dienst aneinander an. <em>&bdquo;Denn ein Beispiel habe ich euch gegeben, dass auch ihr tut, wie ich euch getan habe&ldquo;. </em></p><p>Soll solch ein Liebesdienst auch einem Menschen wie Judas, der ein Verr&auml;ter ist, gelten? Offensichtlich ja. Jesus l&auml;sst zudem keinen Zweifel aufkommen, dass er Herr und Auftraggeber ist und die J&uuml;nger seine Gesandten, die es ihm gleichtun sollen. <em>&bdquo;Ein Diener oder Sklave ist nicht gr&ouml;&szlig;er als sein Herr und ein Bote bzw. ein Gesandter nicht gr&ouml;&szlig;er als sein Auftraggeber&ldquo;. </em>Er f&auml;hrt fort: <em>&bdquo;Weil ihr solches wisst, seid ihr selig, wenn ihr es tut&ldquo;.</em></p><p>Mit der Fu&szlig;waschung der J&uuml;nger begeht Jesus vordergr&uuml;ndig einen ungeheuerlichen Versto&szlig; gegen die gesellschaftliche Etikette, was die Reaktion des Petrus erkl&auml;rt. Petrus scheint nicht der Einzige zu sein, der nicht versteht, was hier gerade abl&auml;uft. Dass Jesus den Begriff &bdquo;waschen&ldquo; im geistlichen Sinne gebraucht, kommt den J&uuml;ngern offensichtlich nicht in den Sinn, obwohl die symbolische Bedeutung der Reinigung im Judentum bekannt war, es also um die Reinigung von S&uuml;nden geht.</p><p>Dass Jesus auch die F&uuml;&szlig;e von Judas w&auml;scht, bezeugt nicht nur seine bedingungslose Liebe zu den nach Gottes Urteil s&uuml;ndigen Menschen, sondern auch, dass er schon fr&uuml;h wusste, dass Judas ihn verraten wird. Jetzt steht dessen Enth&uuml;llung und die Ausf&uuml;hrung seines Planes, Jesus zu verraten und ihn an die religi&ouml;se Elite auszuliefern, nahe bevor. Darauf will Jesus die J&uuml;nger vorbereiten. Mit dem Satz <em>&bdquo;Ich wei&szlig; ja, wen ich auserw&auml;hlt habe&ldquo; </em>macht er unmissverst&auml;ndlich klar, dass der Verr&auml;ter zur Auswahl der Zw&ouml;lf geh&ouml;rt.</p><p>Das mag &uuml;berraschen, dass Jesus seit der Berufung der J&uuml;nger wei&szlig;, wer der Verr&auml;ter ist. Warum hat er Judas trotzdem berufen? Damit sich die Schrift erf&uuml;llt, wie Jesus sagt! Die Schrift ist das Gesamtwerk der heiligen Schriften Israels. Sie redet von Gott und ist wahr. Sie ist prophetisch und muss daher erf&uuml;llt werden. Die konkrete Schriftstelle, um die es hier in Vers 18 geht und auf die Jesus zur&uuml;ckgreift, ist aus dem messianischen Psalm Davids (Psalm 41, Vers 10): <em>&bdquo;Auch mein Freund, dem ich vertraute, der mein Brot a&szlig;, tritt mich mit F&uuml;&szlig;en!&ldquo; </em></p><p>Das gemeinsame Brotessen bei jener Mahlgemeinschaft deutet eine tiefe gegenseitige Beziehung untereinander an. Umso schlimmer ist der Verrat desjenigen, der mit am Tisch sitzt. Bis heute bleibt es wohl eine der schmerzhaftesten Erfahrungen, wenn aus den eigenen Reihen ein Verr&auml;ter oder eine Verr&auml;terin hervorgeht. Noch schmerzhafter ist es, wenn dieser oder jene aus der Gemeinschaft begnadigter S&uuml;nder, sprich der christlichen Gemeinde, kommt.</p><p>Bevor es zu dem Verrat kommt, sagt Jesus: <em>&bdquo;Jetzt schon sage ich&rsquo;s euch, bevor es geschieht, damit ihr glaubt, dass ICH es bin, wenn es eintritt&ldquo;</em> (V. 19). Was bedeutet diese Aussage? Jesus sagt ja nicht: &bdquo;&hellip; damit ihr nicht &uuml;berrascht seid, wenn es eintritt.&ldquo;</p><p>Dies ist nur vom Alten Testament her zu verstehen. Im Buch Jesaja, Kapitel 43, Vers 10 steht folgendes: <em>&bdquo;&hellip; damit ihr mir glaubt, dass ICH es bin.&ldquo;</em></p><p>Daran wird die Gr&ouml;&szlig;e Gottes erkannt, dass Gott die Zukunft im Gegensatz zu falschen Propheten<em> richtig</em> ank&uuml;ndigt. Gott als der einzige, lebendige Gott wird daran erkannt und gewinnt dadurch Vertrauen, dass er der Verk&uuml;nder der Zukunft ist. Und das ist gerade Jesus! Jesus deutet Jesaja 43, Vers 10 also auf sich. Die J&uuml;nger sollen Jesus an der richtigen Prophetie erkennen und glauben, dass Jesus Gott ist &ndash; ein Messias g&ouml;ttlicher Natur. So dient dieser kleine Vers nicht nur der Vorbereitung der J&uuml;nger auf das, was kommen wird, sondern auch der Selbstoffenbarung Jesu.</p><p>Jesus unterstreicht als N&auml;chstes, wie wichtig es ist, Gottes Gesandte aufzunehmen. Wer sie ablehnt, k&auml;mpft im Grunde gegen Gott. Von daher erh&auml;lt der Verrat eine zus&auml;tzliche Bedeutung: Er ist nicht nur ein Vertrauensbruch, sondern zugleich aktiver Kampf gegen Gott. <em>&bdquo;Wer den aufnimmt, den ich senden werde, der nimmt mich auf. Wer aber mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat&ldquo;.</em></p><p>Soll hei&szlig;en: Im J&uuml;nger oder in der J&uuml;ngerin erscheint Jesus selbst. Wer einen bevollm&auml;chtigten J&uuml;nger bzw. eine J&uuml;ngerin ablehnt, lehnt Jesus ab. Wer ihn oder sie aufnimmt, nimmt Jesus auf.</p><p>Diese Regel gilt auch im Hinblick auf Jesus selbst: <em>&bdquo;Wer mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat, also Gott, den Vater&ldquo;</em>. Ein J&uuml;nger, der ihn verl&auml;sst oder verr&auml;t, lehnt letztendlich Gott ab. Judas h&ouml;rt quasi mit eigenen Ohren, dass er im Begriff steht, gegen Jesus und damit gegen Gott zu handeln.</p><p>Wie Jesus gehe <em>ich </em>jetzt &bdquo;in medias res&ldquo; und fasse zusammen: Jesu Tod am Kreuz f&uuml;r die S&uuml;nden der Welt ist auch ein Liebesdienst an mir. Die pers&ouml;nliche Annahme dessen, was Jesus f&uuml;r mich getan hat, bringt mich in Beziehung zu Gott. Durch Jesu Blut wird mir Vergebung meiner S&uuml;nden geschenkt. Ich bin mit Gott vers&ouml;hnt und gerechtfertigt vor Gott, also um Jesu Heilstat willen Gott &bdquo;recht&ldquo;. Aufgrund der Beziehung zu Gott bin ich Jesu J&uuml;ngerin und somit beauftragt, die gute Botschaft Gottes weiterzugeben, damit auch andere zum Glauben an Jesus finden.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Aline Jung</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17298405.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Aline Jung]]></author>
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      <pubDate>Fri, 13 Mar 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die Fußwaschung oder die Beichte]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Johannes 13,1-11 – ausgelegt von Dietrich Wiebe.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Johannes 13,1-11 – ausgelegt von Dietrich Wiebe.</em><br/>
<p>Woran denken Sie, wenn Sie das Wort Beichte h&ouml;ren? Vielleicht an einen h&ouml;lzernen Beichtstuhl, den Sie mal in einer Kirche gesehen haben? Drinnen sitzt der Priester durch eine T&uuml;r mit Sichtfenster getrennt vom Beichtenden. Wenn Sie evangelisch gepr&auml;gt sind, fragen Sie sich vielleicht: Ist das nicht katholisch? Vorbehalte regen sich. Dabei ist das Bekennen von Schuld befreiend und der Zuspruch der Vergebung macht froh. Als Jesus seinen J&uuml;ngern die F&uuml;&szlig;e w&auml;scht, fordert er sie heraus, aneinander hierin zu dienen. Zum Beispiel in der Beichte. So helfen die J&uuml;nger einander in der Gemeinschaft mit ihrem Herrn zu bleiben.</p><p>Das Passahfest steht vor der T&uuml;r. Bei diesem Fest denken Juden an die Herausf&uuml;hrung aus der Sklaverei in &Auml;gypten. Bei der Herausf&uuml;hrung aus &Auml;gypten musste ein Lamm sterben. Durch das Blut an den T&uuml;rpfosten wurden die israelitischen Familien vom Todesengel verschont. Dieser zog durchs Land und t&ouml;tete den erstgeborenen Sohn in jeder &auml;gyptischen Familie. Das war die letzte Plage, durch die Gott den Pharao bewegte, sein Volk ziehen zu lassen. Jetzt war sein Volk frei. Aber ein Lamm starb anstelle eines Menschen.</p><p>Jesus wei&szlig;, dass sein Ende in dieser Welt bevorsteht. Er wird als das echte Passalamm sterben. Er wird stellvertretend f&uuml;r seine J&uuml;nger sterben. So wird er sie in die Gemeinschaft mit sich und seinem Vater f&uuml;hren, in die Freiheit f&uuml;hren.</p><p>Vor dem Passahfest trifft Jesus sich mit seinen J&uuml;ngern zum Abendessen. Bei einem Gastmahl war es damals &uuml;blich, dass ein Knecht oder eine Magd den G&auml;sten die F&uuml;&szlig;e wusch. Der Staub der Stra&szlig;e wurde abgetan, bevor man sich zu Tisch legte. An diesem Abend aber ist kein Knecht zugegen und keiner der J&uuml;nger denkt daran, diesen Dienst zu &uuml;bernehmen. Also greift Jesus nach Handtuch und einer Sch&uuml;ssel mit Wasser und f&auml;ngt an, den J&uuml;ngern die F&uuml;&szlig;e zu waschen. Als er bei Petrus ankommt, wehrt dieser ab. Keinesfalls soll sein Meister ihm die F&uuml;&szlig;e waschen. Selbst als Jesus meint, dass Petrus sp&auml;ter begreifen wird, was er jetzt tut, lehnt Petrus vehement ab. Erst als Jesus ihm droht, dass er so keine Gemeinschaft mit ihm hat, lenkt Petrus ein. Wenn das so ist, dann m&ouml;chte er auch H&auml;nde und Haupt gewaschen haben.</p><p>An dieser Stelle wird deutlich, dass Jesus mit der Fu&szlig;waschung mehr bezweckt als die &auml;u&szlig;ere Reinigung. Es ist eine symbolische Handlung. Denn offensichtlich machen saubere F&uuml;&szlig;e nicht die Gemeinschaft mit Jesus aus. Es geht um mehr. Die &auml;u&szlig;ere Reinigung verweist auf eine innere Reinigung. Diese Reinigung ist bei den J&uuml;ngern bereits geschehen, erkl&auml;rt Jesus. Wie? Durch den Glauben an sein Wort, wird Jesus sp&auml;ter erkl&auml;ren (15,3). Die J&uuml;nger sind also schon rein. Dennoch ben&ouml;tigten sie eine wiederkehrende Reinigung. Es ist wie mit einem Menschen, der sich gebadet hat, erkl&auml;rt Jesus. Er macht sich auf der Stra&szlig;e die F&uuml;&szlig;e wieder schmutzig. Daher braucht er immer wieder eine teilweise Reinigung.</p><p>Was aber bedeutet das f&uuml;r die J&uuml;nger Jesu? Auch sie brauchen im Umgang mit dieser Welt immer wieder eine teilweise innere Reinigung von ihren s&uuml;ndigen Flecken. Wie geschieht diese? Durch S&uuml;ndenbekenntnis und dem Vertrauen in die Vergebung Jesu. So bleiben sie mit Jesus verbunden. So ist echte Gemeinschaft m&ouml;glich.</p><p>Nachdem Jesus seinen J&uuml;ngern die F&uuml;&szlig;e gewaschen hat, fordert er sie auf seinem Beispiel zu folgen. Meint er damit, dass sie einander im w&ouml;rtlichen Sinne die F&uuml;&szlig;e waschen sollen? Manche christlichen Gemeinschaften praktizieren das so. Und das ist sicher gut f&uuml;r den eigenen Charakter. Aber sie haben gesehen, dass es um mehr geht. Ich verweigere mich auf diese Weise echter Gemeinschaft. Jesus meint damit, dass die J&uuml;nger einander helfen sollen, von S&uuml;nde rein zu werden. Wie aber geschieht das? In der Beichte.</p><p>Dort wird der Bruder dem anderen zum Christus. So sagt es Bonhoeffer in seinem Buch &bdquo;Gemeinsames Leben&ldquo;[1]. Ein ganzes Kapitel widmet Bonhoeffer dem Thema Beichte. In der Beichte bekennt ein Christ dem anderen seine S&uuml;nden. Wird die S&uuml;nde ehrlich beim Namen genannt und ist echte Reue und die Abwendung von der S&uuml;nde erkennbar, so spricht der Beichtnehmer den Beichtenden von seiner Schuld frei. Die Autorit&auml;t dazu hat Jesus seinen J&uuml;ngern verliehen, bevor er aus dieser Welt ging (Joh 20,23). Wenn die J&uuml;nger so handeln, handeln die J&uuml;nger in Jesu Namen. Nicht der Bruder oder die Schwester vergeben, sondern Gott (15,2). Gott hat die Welt durch Jesu sterben und auferstehen mit sich vers&ouml;hnt. In seinem Namen k&ouml;nnen Christen einander die Beichte abnehmen und die Vergebung der S&uuml;nden zusprechen.&nbsp;</p><p>In der Beichte liegt der Schatz echter Gemeinschaft verborgen. Ich glaube es ist heute an der Zeit, diesen wieder neu zu entdecken.&nbsp;</p><p>Seine S&uuml;nden offen zu legen vor einem Bruder oder einer Schwester, hei&szlig;t sie Jesus offen zu legen. Das tut weh, ist unangenehm, peinlich? Vielleicht m&ouml;chte ich dem anderen auch nicht zur Last werden. Und so weise ich den Dienst von mir, wie Petrus. Aber damit bleibe ich mit meiner S&uuml;nde allein.[2] Damit verweigere ich mich echter Gemeinschaft. Ist es nicht die traurige Realit&auml;t in unseren christlichen Gemeinden, dass wir trotz gemeinsamer Andacht und Gebet letztlich oft allein bleiben? Ich trage eine fromme Fassade. Aber ich bleibe mit meiner S&uuml;nde allein, mit meiner Heuchelei, mit meiner L&uuml;ge. Ist es nicht an der Zeit, dass wir einander wieder erlauben, S&uuml;nder zu sein? In dem Offenlegen der S&uuml;nde geschieht der Durchbruch zu echter Gemeinschaft, erkl&auml;rt Bonhoeffer. Und er teilt in seiner Schrift &bdquo;Gemeinsames Leben&ldquo; mit &bdquo;Die ausgesprochene, bekannte S&uuml;nde hat alle Macht verloren. Sie ist als S&uuml;nde offenbar geworden und gerichtet. Sie vermag die Gemeinschaft nicht mehr zu zerrei&szlig;en.&ldquo;[3]&nbsp; &nbsp;Deshalb sage ich nicht: &bdquo;Das mache ich ganz alleine mit Jesus aus!&ldquo; Denn auf diese Weise verweigere ich mich echter Gemeinschaft. Christliche Gemeinschaft ist Gemeinschaft von S&uuml;ndern, die auf Gnade angewiesen sind. Der Dienst der Reinigung ist notwendig f&uuml;r unsere Gemeinschaft mit Jesus und als Kirche. Jesus nimmt uns hier in eine heilige Pflicht. Das ist der Dienst der Liebe, den wir als Christen einander schulden. Bekenntnis und Absolution, also Vergebung zusprechen, befreit. Echte Gemeinschaft ist m&ouml;glich und Kr&auml;fte werden freigesetzt. Darf mein Bruder oder meine Schwester vor mir ein S&uuml;nder sein und ich vor ihm oder ihr? Das ist hier die Frage.</p><p>[1] Gemeinsames Leben, Dietrich Bonhoeffer, Gie&szlig;en, Nachdruck der 4., unver&auml;nderten Auflage 1940</p><p>[2] Ebd., 123.</p><p>[3] Ebd., 125.</p><hr />

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<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Dietrich Wiebe</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17297791.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Dietrich Wiebe]]></author>
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      <pubDate>Thu, 12 Mar 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Ich glaube]]></title>
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<p>&bdquo;Ich glaube an Gott, den Vater, den Allm&auml;chtigen, den Sch&ouml;pfer des Himmels und der Erde. Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn&hellip;&ldquo;</p><p>Mit diesen Worten beginnt das apostolische Glaubensbekenntnis, das weltweit von hunderten Millionen Christen gesprochen und gebetet wird. Darin werden die zentralen christlichen Glaubensinhalte, wie unter einem Brennglas, auf den Punkt gebracht. Es zeigt auf, worin alle Christen miteinander verbunden sind, was christlicher Glaube formal bedeutet und wo die Grenzen zu anderen Religionen oder Glaubenssystemen verlaufen. Ein solches Bekenntnis richtet sich an den Verstand und kann mir verdeutlichen, wo ich mit meinen &Uuml;berzeugungen stehe.</p><p>Schwieriger wird es nun, wenn ich mir die Frage stelle, ob die Zustimmung zu allen Punkten des Credos aus mir tats&auml;chlich schon einen Christen macht.</p><p>Noch komplizierter ist es allerdings, mir eine Antwort darauf zu geben, warum ich &uuml;berhaupt glauben kann. Wie kommt es, dass die einzelnen Artikel f&uuml;r mich zur Wahrheit werden? Wie finde ich einen Zugang dazu? Kurz: Warum kann ich glauben, mein Nachbar aber nicht?</p><p>Die Zustimmung zu den Inhalten des Apostolikums ist sicherlich nicht der erste Schritt im Leben eines Christen, sondern eher die Konsequenz aus dem, was er schon vorher erlebt hat und was in seinem Herzen gewachsen ist.</p><p>Die Frage aber, warum der Glaube in dem Einen erstarkt und vom Anderen abgelehnt wird, kann damit nicht beantwortet werden. Woran h&auml;ngen Glaube und Unglaube eines Menschen?</p><p>Ein Blick in den aktuellen Bibeltext zeigt ein ern&uuml;chterndes Bild. Obwohl die Menschen Jesus damals vor Augen hatten, ihm zuh&ouml;ren konnten und seine Wunder sahen, blieben viele ungl&auml;ubig. Vers 37 liest sich wie eine resignierte Zusammenfassung von Jesu Wirken: Ein Gro&szlig;teil des Volkes glaubt nicht an ihn.</p><p>Doch es gab auch die anderen. Die Begleiter Jesu, seine J&uuml;nger und Sympathisanten. Warum k&ouml;nnen sie diesen Jesus von Nazareth anders sehen? Woher kommt ihr Glaube? Sind sie von Haus aus fr&ouml;mmer, kl&uuml;ger oder aufgeschlossener gewesen?</p><p>In den Versen 38-41 wird eine Antwort darauf gegeben, warum viele Menschen ungl&auml;ubig geblieben sind, obwohl sie die gleichen Dinge geh&ouml;rt und gesehen haben. Demnach ist der Grund daf&uuml;r eine Verstockung des Herzens, die von Gott herr&uuml;hrt. Das kann ich so nicht akzeptieren und lese die Verse nochmals &ndash; doch es bleibt dabei: So steht es da. Der Evangelist Johannes spannt in diesen Zeilen eine Br&uuml;cke zum Alten Testament, in dem es der Prophet Jesaja &auml;hnlich ausgedr&uuml;ckt hat: Gott blendet Augen und verstockt Herzen, damit die Menschen nicht sehen und nicht glauben k&ouml;nnen. Die Ursache des Unglaubens soll demnach in Gott selber liegen? Das kann nach meinem Empfinden doch unm&ouml;glich so sein. Beim l&auml;ngeren Nachdenken dar&uuml;ber wird mir allerdings bewusst, dass dieses Motiv tats&auml;chlich &ouml;fter in der Bibel zu finden ist. Beispielsweise hei&szlig;t es vom Pharao, der Mose und sein Volk nicht aus &Auml;gypten ziehen l&auml;sst, dass Gott sein Herz verh&auml;rtet habe (2.Mose 7,3ff). Und auch Paulus spricht im R&ouml;merbrief davon, dass Gott sich nach seinem Willen dem Einen erbarmt und den Anderen verstockt (R&ouml;m 9,18). Mir f&auml;llt es schwer, diesen Gedanken zu folgen. W&auml;re das nicht ungerecht?</p><p>In den Versen 42+43 berichtet Johannes &uuml;ber eine weitere Gruppe von Menschen: Es gibt auch die, die zum Glauben gekommen sind, ihn aber &ouml;ffentlich verleugnen oder wenigstens verschweigen, um gesellschaftlichen Nachteilen zu entgehen. Sie treffen offensichtlich selber eine Entscheidung, wie sie mit ihrem Glauben umgehen wollen. Wie passt das nun zur gottgewollten Verstockung? Ist es hier nicht der Mensch selber, der die Entscheidung trifft?</p><p>In den restlichen Versen macht Jesus deutlich, was der Glaube an ihn und sein Wort f&uuml;r den Menschen bedeutet. Er spricht vom Licht in der Finsternis. Sein Wort ist Gottes Wort und es macht frei, schenkt Orientierung und Leben. Der Glaube daran macht es in und um die Menschen hell. Jesus ist der Weg, der in Gottes Reich f&uuml;hrt.</p><p>So tr&ouml;stlich das klingt, so fragw&uuml;rdig werden diese Zeilen mit Blick auf den Menschen, der sein Herz daf&uuml;r nicht &ouml;ffnen kann, weil Gott es verschlossen hat? Widerspricht diese Ansicht nicht jeder christlichen Missionst&auml;tigkeit &ndash; ja Jesu Wirken und Reden selber. Warum ruft Jesus im Vers 47 wie an vielen anderen Stellen zu einer Entscheidung auf, die ich doch letztlich gar nicht selber treffen kann, weil sie bereits von Gott getroffen wurde? Wie passt das alles zusammen?</p><p>Ich bin mir nicht sicher, ob ich darauf eine vollends befriedigende Antwort geben kann. Mir macht dieser und vergleichbare Texte der Bibel deutlich, dass selbst meine Entscheidung, an Gott zu glauben und auf sein Wort zu h&ouml;ren, ein Geschenk ist. Meine Hinwendung zu ihm ist kein Entscheidungsakt, der allein in meiner Kraft lag und auf den ich stolz sein kann. Nein, er entspringt genauso der Gnade Gottes wie mein Leben als Ganzes. Oft genug sehe ich meinen Glauben als eine Art Leistung, die Gott eines Tages belohnen m&uuml;sste. Doch ich darf und soll wissen, dass letztlich alles an seiner Gnade liegt. Ich kann keinerlei Verdienste, auch keine willentliche Entscheidung vor Gott ins Feld f&uuml;hren, sondern mich nur bedingungslos in seine Arme geben.</p><p>Und dennoch zeigt der Bibeltext, dass auch mein Wille Bedeutung hat. Gottes Handeln und meine Freiheit verhalten sich ambivalent zueinander. Dass Gott in Jesus Mensch wird und um mich wirbt, zeigt, dass es auch um meine Entscheidung geht. Wenn ich diese dann treffe, ist sie im R&uuml;ckblick dennoch sein Gnadenwerk. In diesem Sinne kann auch jederzeit aus Verstockung neue Offenheit werden, aus Ablehnung Vertrauen und aus Unglaube Glaube. Weil Gott f&uuml;r alle Menschen ans Kreuz gegangen ist, gilt auch sein Heilswillen prinzipiell f&uuml;r alle. Ich k&ouml;nnte auch sagen, dass sich selbst verstockte Herzen in Gottes Hand befinden. Deshalb wird es das Ph&auml;nomen des Unglaubens nur begrenzte Zeit geben. Und wer darunter leidet, f&uuml;r den wird Gottes Erl&ouml;sungshandeln bereits sp&uuml;rbar.</p><p>Ich darf mich also in Freiheit f&uuml;r Christus entscheiden und gleichzeitig wissen, dass dies ein Geschenk ist.</p><p>Wenn ich das n&auml;chste Mal das Glaubensbekenntnis spreche, soll es f&uuml;r mich nicht nur eine gedankliche Positionsbestimmung sein, sondern ein Lobpsalm und jeder Artikel ein Dankvers &ndash; Lob und Dank daf&uuml;r, dass ich glauben darf.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Ralf Krumbiegel</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17297099.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Ralf Krumbiegel]]></author>
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      <pubDate>Wed, 11 Mar 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Ein Tod mit weitreichenden Folgen]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Johannes 12,27-36 – ausgelegt von Siegfried Leferink.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Johannes 12,27-36 – ausgelegt von Siegfried Leferink.</em><br/>
<p>Jesus ist in Jerusalem angekommen. In der Stadt, in der viele Pilger zum bevorstehenden Passahfest schon eingetroffen sind. Und wie so oft findet Jesus die Aufmerksamkeit der Menschen, auch wenn er diese nicht suchte. Was ihn allein bestimmt, ist sein Wunsch, den Weg zu gehen, den sein Vater ihn f&uuml;hrt und auf dem er seinen Auftrag erf&uuml;llen soll. Auf diesem Weg tritt er nun in eine kritische Zeit, in die entscheidende Stunde. Ihm steht klar vor Augen, was jetzt passieren wird: Sein Sterben am Kreuz. Er hat wiederholt davon gesprochen und erkl&auml;rt, sein Tod werde weitreichende Folgen haben. Und doch geht er, obwohl er Gottes Sohn ist, diesem Augenblick nicht mit heroischem Mut entgegen. Er ist zutiefst beunruhigt, innerlich zerrissen, ja verwirrt: &bdquo;Jetzt ist meine Seele voll Unruhe." (Joh 12,27 LUT)</p><p>In diesen kritischen Augenblicken fragt er sich selbst: &bdquo;Und was soll ich sagen? Vater, hilf mir aus dieser Stunde?" (Joh 12,27 LUT) Das w&auml;re naheliegend und ich wei&szlig;, wie er im Garten Gethsemane mit seinem Vater in dieser Frage gerungen hat. Jetzt gibt er sich selbst die Antwort: &bdquo;Doch darum bin ich in diese Stunde gekommen." (Joh 12,27 LUT) Jetzt, wo scheinbar alles einem tragischen Ende entgegenl&auml;uft, ist gerade der H&ouml;hepunkt seiner Sendung gekommen. Alles ergibt jetzt einen Sinn. Er wird erf&uuml;llen, was schon am Anfang &uuml;ber ihn gesagt wurde: &bdquo;Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt S&uuml;nde tr&auml;gt!" (Joh 1,29 LUT) Das ersch&uuml;ttert ihn, &bdquo;der von keiner S&uuml;nde wusste" (2. Kor 5,21 LUT) und doch &bdquo;f&uuml;r uns zur S&uuml;nde gemacht" wurde (2. Kor 5,21 LUT). Wir k&ouml;nnen wohl kaum ermessen, was das im Tiefsten f&uuml;r ihn bedeutet. F&uuml;r uns Menschen bedeutet es, dass wir die Chance bekommen, von unserer S&uuml;nde befreit zu werden.</p><h3><strong>&bdquo;Vater, verherrliche deinen Namen!"</strong></h3><p>Deshalb will Jesus diesen Weg gehen und bittet: &bdquo;Vater, verherrliche deinen Namen!" (Joh 12,28 LUT) Jetzt soll aufleuchten, wie Gott ist. Wie er zu uns Menschen ist. Die Antwort kommt prompt: &bdquo;Ich habe ihn verherrlicht." (Joh 12,28 LUT) Ein Hinweis darauf, dass Jesus durch alles, was er ist und was er tut, seinen Vater unter den Menschen erkennbar gemacht hat. Doch das findet mit dem bevorstehenden Tod nicht sein Ende. Jetzt erst recht will der Vater seinen Namen &bdquo;abermals verherrlichen." (Joh 12,28 LUT) Der Vater best&auml;tigt seinen Sohn: &bdquo;Indem du dich am Kreuz f&uuml;r diese Welt hingibst, erf&uuml;llst du bis zum &Auml;u&szlig;ersten meinen Wunsch und meinen Willen." Am Kreuz leuchtet un&uuml;bersehbar auf, was Gott im Innersten bewegt, wenn er an uns Menschen denkt. Es ist seine unermessliche Liebe. Ich beginne zu ahnen, was das alles bedeuten soll.</p><p>F&uuml;r die umstehende Menschenmenge bleibt es allerdings unverst&auml;ndlich. Sie sind von der m&auml;chtigen Stimme zwar beeindruckt, aber sie wissen es nicht einzuordnen. Ist es &bdquo;Donner", den Gott schickt, oder eine Stimme aus einer anderen Welt, von einem &bdquo;Engel" etwa? (Joh 12,29) Obwohl sie die Botschaft nicht verstehen, so gilt die Stimme doch vor allem ihnen, denn Jesus sagt: &bdquo;Diese Stimme ist nicht um meinetwillen geschehen, sondern um euretwillen." (Joh 12,30 LUT) Es betrifft sie und ihre Welt. Die Welt, die gerade dabei ist, Jesus zu verurteilen, ans Kreuz zu bringen und somit endg&uuml;ltig zu beseitigen. Doch sie t&auml;uschen sich. Nicht sie richten Jesus und sto&szlig;en ihn hinaus, sondern es ist umgekehrt: &bdquo;Jetzt ergeht das Gericht &uuml;ber diese Welt; jetzt wird der F&uuml;rst dieser Welt hinausgesto&szlig;en." (Joh 12,31 LUT)</p><h3><strong>&bdquo;V</strong>on der Erde erh&ouml;ht<strong>"</strong></h3><p>Wenn Jesus zweimal von &bdquo;jetzt" spricht, zeigt er damit, was am Kreuz alles passiert. Und das ist viel weitreichender als ich bisher beschrieben habe. Denn es findet eine Z&auml;sur statt. Am Kreuz entscheidet sich die Zukunft und das Schicksal der Welt. Die sich gegen Gott auflehnende Welt wird dort gerichtet. Wenn vom J&uuml;ngsten Gericht am Ende der Zeit die Rede ist, ist das nur die letzte Konsequenz von dem, was am Kreuz schon grunds&auml;tzlich entschieden und geschehen ist. Soweit die Welt bei ihrer auflehnenden Haltung gegen Gott bleibt, geht sie dem endg&uuml;ltigen Gericht entgegen.</p><p>So ist es auch mit dem &bdquo;F&uuml;rsten dieser Welt", der die Welt in Sklaverei festgehalten hat. Der Teufel wird verurteilt und ist damit ein besiegter Feind. Das ist am Kreuz entschieden und es bleibt nicht mehr offen, wer den Sieg davontr&auml;gt. Das Kreuz und die Auferstehung Jesu bedeuten die Niederlage Satans. Damit wird all das umgekehrt, was Satan zu erreichen versucht hat. Satans Macht bringt Zerst&ouml;rung und Tod; Jesu Macht dagegen bringt Erneuerung und Leben. Obwohl Satan noch immer aktiv ist, ist es letztlich der verzweifelte Versuch, sich gegen seinen endg&uuml;ltigen Niedergang zu stemmen.</p><p>Doch bei Jesus kann von Niedergang keine Rede sein. Denn er wird &bdquo;erh&ouml;ht werden von der Erde &hellip;" (Joh 12,32 LUT) Das sagte Jesus, &bdquo;um anzuzeigen, welchen Todes er sterben w&uuml;rde." (Joh 12,33 LUT) Er wurde ans Kreuz genagelt und mit dem Kreuz aufgerichtet, also &bdquo;von der Erde erh&ouml;ht". Doch er hat nicht nur diese Tatsache im Sinn, sondern auch, dass er durch die Auferstehung und durch die darauf folgende Himmelfahrt erh&ouml;ht wird. Es ist diese Perspektive, die Jesus bef&auml;higt, entschlossen seinen Weg bis zum &Auml;u&szlig;ersten zu gehen.</p><h3><strong>&bdquo;So will ich alle zu mir ziehen"</strong></h3><p>Doch er denkt dabei nicht nur an sich. Er denkt in seiner entschlossenen Liebe an uns Menschen: &bdquo;Und ich, wenn ich erh&ouml;ht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen." (Joh 12,32 LUT) Er ist nicht nur in diese Welt gesandt, um dann wieder aus ihr zu verschwinden. Jesus ist gesandt, um Menschen mitzunehmen in die vertraute Beziehung zu Gott. Er m&ouml;chte sie f&uuml;r immer bei sich haben. So ergreift er die Initiative und zieht die Menschen zu sich. Das steht hinter dem &bdquo;Und ich &hellip; will ziehen". Wir k&ouml;nnen nur zu ihm kommen, weil er zieht. Doch genau das geschieht vom Kreuz her. Wenn Jesus heute Menschen zu sich zieht, bleibt der Ausgangspunkt das Geschehen am Kreuz. Deshalb ist so oft vom Gekreuzigten die Rede, weil unser Leben daran h&auml;ngt, und das f&uuml;r immer und ewig.</p><p>Wenn Jesus sagt: &bdquo;&hellip; so werde ich alle zu mir ziehen" (Joh 12,32 LUT), hei&szlig;t das zun&auml;chst, dass es daf&uuml;r keine Grenzen gibt. Er hat nicht nur sein Volk, das j&uuml;dische Volk, sondern die ganze Welt mit ihren Menschen im Blick. Das ist von Anfang seiner Sendung an klar. Doch ebenso macht Jesus deutlich, dass er dabei den Willen des Menschen nicht einfach &uuml;bergeht.</p><p>Das Volk ist mit seinen Vorstellungen vom Messias besch&auml;ftigt und kann Jesus und seine &Auml;u&szlig;erungen nicht einordnen. Damit stehen sie in der Gefahr, gerade das zu verpassen, was Jesus ihnen anbietet: Licht in der Finsternis. Ihre Zukunft h&auml;ngt davon ab, wie sie sich zu ihm verhalten. So ist der eindringliche Aufruf von Jesus zu verstehen: &bdquo;Glaubt an das Licht, solange ihr&#39;s habt, auf dass ihr des Lichtes Kinder werdet." (Joh 12,36 LUT) Also: Verschiebt die Entscheidung nicht auf sp&auml;ter oder irgendwann. Sie k&ouml;nnen das Licht verlieren, wenn sie es nicht nutzen. Sie haben eine Gelegenheit, die sich nicht einfach wiederholt. Und diese Gelegenheit ist jetzt. Es gibt allen Grund, sich jetzt auf die Seite des Gekreuzigten zu schlagen. Nur so kommen wir ins Licht. Mehr noch, wir werden &bdquo;Kinder des Lichts". Unsere Zukunft wird vom Licht bestimmt, das hei&szlig;t von Christus selbst. Was kann uns Besseres passieren? Das ist Leben pur! Leben, wie Gott es sich f&uuml;r uns gedacht hat.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pastor Siegfried Leferink</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17296514.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pastor Siegfried Leferink]]></author>
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      <pubDate>Tue, 10 Mar 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Leben verlieren, Leben gewinnen]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Johannes 12,20-26 – ausgelegt von Christian Nicko.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Johannes 12,20-26 – ausgelegt von Christian Nicko.</em><br/>
<p><strong>Die N&auml;he Jesu suchen</strong></p><p>Mein Sohn kommt zur mir, mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Er stellt sich demonstrativ vor mich hin: &bdquo;Papa, wei&szlig;t du, was ich mir w&uuml;nsche?&ldquo; Ich schaue ihn an. Ich versuche mich an alle seine W&uuml;nsche der letzten Wochen zu erinnern, die er ge&auml;u&szlig;ert hat. Gestern war es noch ein ferngesteuertes Auto. Vorgestern ein Lego Bausatz und letzte Woche &hellip;</p><p>Inzwischen habe ich den &Uuml;berblick verloren. Also schaue ich ihn an und gestehe ihm offen, dass ich absolut keine Ahnung habe. &bdquo;Was w&uuml;nscht du dir denn?&ldquo;, frage ich ihn. Er macht es spannend, er schaut mich an: &bdquo;Ich w&uuml;nsche mir &hellip;, ich w&uuml;nsche mir &hellip;&ldquo;</p><p>Auch im Johannesevangelium kommen Menschen mit einem Wunsch nach Jerusalem. Es ist die Zeit des Passahfestes. Viele Menschen sind in der Stadt unterwegs. Es ist voll. Es ist laut. Es herrscht ein gro&szlig;es Gedr&auml;nge in ganz Jerusalem. Alle wollen beim Fest dabei sein. Unter ihnen sind auch einige Griechen. Sie geh&ouml;ren nicht zum j&uuml;dischen Volk. Aber auch sie wollen Gott anbeten. Sie haben einen Wunsch: &bdquo;Wir m&ouml;chten Jesus sehen.&ldquo;</p><p>Jesus Christus ist gerade in Jerusalem eingezogen. Die Menschen haben ihn als den Messias begr&uuml;&szlig;t. Sie stehen am Stra&szlig;enrand und jubeln ihm zu. &bdquo;Hosanna&ldquo;, rufen sie. Wahrscheinlich sind die Griechen auch in der Menge. Sie sehen Jesus von weitem, wie er auf einem Esel in die Stadt reitet.</p><p>Aber sie wollen Jesus nicht nur sehen. Sie wollen ihn kennenlernen. Sie w&uuml;nschen sich eine Begegnung mit ihm. Das ist das Gr&ouml;&szlig;te: Wenn der Heilige Geist im Herzen von Menschen arbeitet. Wenn der Wunsch und die Sehnsucht entstehen, Jesus Christus, den Retter, kennenzulernen.</p><p>Mit ihrem Wunsch kommen sie zu Philippus. Er ist ein J&uuml;nger, ein Nachfolger von Jesus. Philippus holt Andreas dazu. Gemeinsam gehen sie zu Jesus und erz&auml;hlen es ihm. Der Heilige Geist bewegt Menschen, zu Jesus zu kommen. F&uuml;r Nachfolger gibt es nichts Sch&ouml;neres, als anderen Menschen dabei zu helfen, Jesus kennenzulernen. Ihnen den Weg zu Christus zu zeigen und sie mit ihm bekannt zu machen.</p><p>Als Philippus und Andreas die Griechen zu Jesus bringen wollen, da antwortet er nicht einfach: &bdquo;Bringt sie her.&ldquo; Sondern Jesus nutzt die Situation, jetzt wo er internationales Aufsehen erregt. Er nutzt die Situation, seinen Nachfolgern etwas beizubringen.</p><p>Jesus sagt: &bdquo;Die Zeit ist gekommen.&ldquo; &ndash; es ist so weit. &bdquo;Die Zeit ist gekommen, dass der Menschensohn verherrlicht werde.&ldquo; Alles in der Geschichte l&auml;uft auf diesen Moment zu, bis die Zeit reif wurde. Die Spannung liegt f&ouml;rmlich in der Luft und sie steigt immer weiter: Der Sohn Gottes soll gro&szlig; rauskommen - Jesus Christus ist auf dem Weg zum Kreuz.</p><p>Er erkl&auml;rt seinen Auftrag und er beginnt mit zwei Ausrufezeichen: &bdquo;Wahrlich, wahrlich&ldquo;. Das, was jetzt kommt, ist enorm wichtig. Es ist Gottes Wort. Jesus fordert seine J&uuml;nger und Sie und mich auf, die Ohren zu spitzen und gut zuzuh&ouml;ren.</p><p>Beim Weizenkorn wei&szlig; jeder: Nur wenn es in die Erde kommt, wenn es &bdquo;beerdigt&ldquo; wird, bringt es Frucht. Wenn es aber nicht in die Erde kommt, dann bleibt es, was es ist: Ein einzelnes Korn. Aber wenn es stirbt, bringt es Frucht, entsteht Leben, entsteht eine ganze Ernte. F&uuml;r die damaligen Zuh&ouml;rer war das ein vertrautes Bild.</p><p>Doch Jesus spricht hier von sich selbst und von seinem Sterben: Sein Tod ist kein Zufall. Keine politische Intrige. Kein religi&ouml;ser Unfall. Es ist Gottes Weg. Ein Weg, der Leben bringt.</p><p>Keiner der umstehenden Zuh&ouml;rer versteht das. Keiner von ihnen ahnt, was das bedeutet. Als sie Jesus am Kreuz sehen, denken sie, alles ist vorbei. Doch nur durch sein Sterben kann Frucht entstehen.</p><p>Jesus bezieht das Weizenkorn-Beispiel auch auf seine J&uuml;nger: Das Geheimnis eines gelingenden Lebens ist das Sterben. Das passt nicht zu meinem menschlichen Denken. Ich will nicht sterben oder dar&uuml;ber nachdenken. Ganz im Gegenteil: Ich will mein Leben kontrollieren. Ich halte an meinen Sicherheiten fest. Ich will meinen Lebenspl&auml;nen folgen.</p><p>Aber wer mit Jesus unterwegs ist, wer ihm nachfolgt, der hat Anteil an dem Weg von Jesus Christus. Fast hat es den Anschein, als will Jesus seine J&uuml;nger warnen, ihm zu folgen. Sein Weg ist nicht leicht. Er widerspricht den Vorstellungen dieser Welt. - Aber Jesus sagt: Es ist ein Weg, der Frucht bringt.</p><p>Die J&uuml;nger und die Griechen, sie h&ouml;ren seinen Worten zu. Sie staunen &uuml;ber das, was Jesus sagt. Jesus fordert sie auf, ihm zu folgen. Mit einem offenen Herzen. Mit einem Leben, dass ihn widerspiegelt. Mit einem Leben das Frucht bringt. Wer Jesus sehen m&ouml;chte, wer ihm begegnen will, ist eingeladen, ihm zu folgen und ihm zu dienen.</p><p>Aber Jesus Christus misst Frucht bringen nicht in Aktivit&auml;t. Er misst sie an Hingabe. An der Hingabe des eigenen Lebens. Aus Liebe und Gnade. Manchmal ist die gr&ouml;&szlig;te Frucht nicht das, was ich tue. Sondern das, was der Heilige Geist in mir wachsen l&auml;sst: Geduld, Treue und Hoffnung.</p><p>Egal, was ich auf dieser Erde erlebe: Es ist nichts im Vergleich zu der Ehre, die Gott f&uuml;r mich bereith&auml;lt. Der allm&auml;chtige Gott, Sch&ouml;pfer des Himmels und der Erde, ehrt die Menschen, die Jesus nachfolgen. Nicht, weil ich perfekt bin. Nicht, weil ich alles richtig mache. Sondern weil ich dem vertrauen kann, der sich hingegeben hat &ndash; Jesus Christus.</p><p>Die Griechen, die nach Jerusalem kamen, hatten nur einen Wunsch: &bdquo;Wir m&ouml;chten Jesus sehen.&ldquo; - Mein Sohn hat auch einen Wunsch &hellip; erwartungsvoll schaue ich ihn an: &bdquo;Was ist denn nun dein Wunsch &hellip;?&ldquo; &ndash; &bdquo;Ich w&uuml;nsche mir einen Werkzeugkasten.&ldquo; Zu seinem Geburtstag fahren wir gemeinsam in den Baumarkt. Wir stellen einen Werkzeugkasten zusammen, mit allem, was dazu geh&ouml;rt: Hammer, Schraubenzieher, Akkubohrer und vieles mehr. Was ist Ihr Wunsch?</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Christian Nicko</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17295894.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Christian Nicko]]></author>
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      <pubDate>Mon, 09 Mar 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Himmlisches in Höhlenzeiten]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Psalm 57 – ausgelegt von Ingrid Heinzelmaier.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 57 – ausgelegt von Ingrid Heinzelmaier.</em><br/>
<p>Psalm 57 beginnt mit einem Hilferuf. Die Umst&auml;nde erfahren Leser gleich im ersten Vers. S&auml;nger und Beter David versteckt sich in einer dunklen H&ouml;hle. Hier sucht er Schutz vor seinem Vorg&auml;nger auf dem K&ouml;nigsthron. Vor Saul, der ihn w&uuml;tend verfolgt und nach dem Leben trachtet.</p><p>Das erste Samuel-Buch Kapitel 24 schildert uns das Geschehen im Detail. David hat mit seinen Mannen Zuflucht in der H&ouml;hle bei En-Gedi gesucht. Sein Verfolger K&ouml;nig Saul betritt sie auch und hat keine Ahnung, dass sich der von ihm Gesuchte in der Tiefe dieser H&ouml;hle versteckt.</p><p>Saul treibt ein sehr menschliches Bed&uuml;rfnis in die dunkle Zuflucht. W&auml;hrend der Zeit seiner Verrichtung gelingt es David, sich dem Schwiegervater und Verfolger leise zu n&auml;hern. Er schneidet den Zipfel von Sauls Mantel ab.</p><h3><strong>Seine Gedanken in dieser dunklen H&ouml;hlenzeit sind nicht dunkel</strong></h3><p>Warum aber tut er ihm selbst nichts an? Seine Leute haben ihm kurz zuvor zugefl&uuml;stert: &bdquo;David, das ist deine Chance. Jetzt ist dein Feind in deiner Hand. T&ouml;te doch Saul, der dich t&ouml;ten will." Ich kann mir gut vorstellen: David hat sicher dar&uuml;ber nachgedacht. Ja, der Vorschlag seiner Kriegsleute w&auml;re eine schnelle L&ouml;sung gewesen. Aber David erkennt darin die Stimme von Gottes Widersacher.</p><p>Seine Gedanken in dieser dunklen H&ouml;hlenzeit sind nicht dunkel. Er lebt in innerem Kontakt mit Elohim, dem Sch&ouml;pfergott Israels. Und er sp&uuml;rt ganz deutlich: Das w&auml;re nicht in Gottes Sinne. Gott will keinen Meuchelmord von ihm. Er hat Respekt vor dem Auftrag Gottes, den Saul bekommen hatte. Denn Saul ist gesalbter K&ouml;nig &uuml;ber Israel. So l&auml;sst David sich in dieser dunklen H&ouml;hlenzeit von himmlischen Gedanken leiten und schneidet nur den Zipfel des Mantels ab.</p><p>Als der K&ouml;nig die H&ouml;hle wieder verl&auml;sst, ruft ihm David nach. Es kommt zu einem bemerkenswerten Dialog. David verbeugt sich vor dem K&ouml;nig. Und dieser sieht ein, dass er David Unrecht getan hat. Er gibt zu, David wird sein von Gott ausgew&auml;hlter Nachfolger sein. Und Saul bittet David, seine Familie zu sch&uuml;tzen &ndash; wenn es soweit ist.</p><p>Soweit die Geschichte. Viele Ausleger vermuten: Vor diesem Hintergrund dichtet David den Psalm, den wir heute bei Bibel heute betrachten. Er fleht um Gottes Gnade angesichts des k&ouml;niglichen Schwiegervaters, der so b&ouml;se gehandelt hat ihm gegen&uuml;ber. David bleibt im Gottvertrauen. Er wei&szlig; auch um seine eigene g&ouml;ttliche Salbung, die ihm als Hirtenjunge zuteil wurde durch den Priester Samuel.</p><p>Zu dem Zeitpunkt aber ist David kein J&uuml;ngling mehr. Er ist bereits ein erwachsener Mann und erfahrener K&auml;mpfer. Er f&uuml;hlt sich wie &bdquo;mitten unter den L&ouml;wen" (Ps 57,5). Aber er will sich nicht selbst r&auml;chen.</p><h3><strong>&bdquo;Gott, sei mir gn&auml;dig"</strong></h3><p>Mehrmals bricht in dieser Situation der Aufschrei, das Flehen um Gottes Hilfe durch. &bdquo;Gott, sei mir gn&auml;dig" (Ps 57,2 LUT) &ndash; &bdquo;Ich rufe zu Gott, dem Allerh&ouml;chsten, der meine Sache zum guten Ende f&uuml;hrt" (Ps 57,3) &ndash; &bdquo;Erhebe dich Gott &uuml;ber den Himmel und deine Ehre &uuml;ber alle Welt" (Ps 57,6).</p><p>Wie ist es, wenn Sie in einer Lebenssituation sind &auml;hnlich wie dieser hier im Leben von David? Ich finde es inspirierend, wie David in dieser Not nicht auf Hass mit Hass antwortet. Nein, er sucht Gott und fleht zu ihm.</p><p>Das erinnert mich an einen anderen ganz bekannten Psalm vom selben Autor. &bdquo;Und ob ich schon wanderte durch das finstere Tal, f&uuml;rchte ich kein Ungl&uuml;ck, denn du bist da &ndash; dein Stecken und Stab beh&uuml;ten mich." (Ps 23,4 LUT) Da spreche ich gerne Menschen in Notsituationen zu. Und bete f&uuml;r sie um Gottes N&auml;he in der Krise.</p><h3><strong>&bdquo;Mein Herz ist bereit, Gott&ldquo;</strong></h3><p>Zur&uuml;ck zu Psalm 57: Der geistlich reife Gottesmann fleht nicht nur in der Not zum H&ouml;chsten, er will Gott loben und ihm danken. &bdquo;Mein Herz ist bereit, Gott, mein Herz ist bereit, dass ich singe und lobe." (Ps 57,8 LUT) Was f&uuml;r eine Aussage.</p><p>Heute w&uuml;rde ich sagen: Sein Herz ist ber&uuml;hrt von Gottes Geist. Bitten und Flehen in der Not &ndash; das sind menschliche Reaktionen. Aber Gott singen und loben, wenn einem gar nicht danach zumute ist &ndash; das ist von Gott gewirkt und geistlich.</p><p>Ein letzter Gedanke zum Festhalten aus dem H&ouml;hlenpsalm. In Vers 10 &ouml;ffnet sich der weltweite Horizont in diesem Gebet. Gott loben und danken ist f&uuml;r David nicht nur eine reife Antwort auf die Not des Glaubenden. Nein, Gottes Lob ist auch Teil einer weltumspannenden Bewegung. Einer Bewegung, welche die Liebe zu Gott mit allen Menschen teilen will. Dieser Vers lautet: &bdquo;Herr, ich will dir danken unter den V&ouml;lkern, ich will dir lobsingen unter den Leuten." (Ps 57,10 LUT)</p><p>Bis heute l&auml;uft diese Dank- und Lobgottes-Bewegung rund um die Erdkugel. Fast alle L&auml;nder haben heute &ndash; und sei&#39;s &uuml;bers Internet &ndash; Zugang zum Evangelium von Jesus, der von David abstammt. Aber es gibt auch noch tausende Volksgruppen, die kaum oder keine Bibelteile in ihrer Sprache haben. &bdquo;Herr, ich will dir danken unter den V&ouml;lkern, ich will dir lobsingen unter den Leuten." (Ps 57,10 LUT) Beter heute k&ouml;nnen einstimmen in dieses Gebet aus der H&ouml;hle. Damit fachen wir das weltweite Wirken von Gottes Geist mit an und k&ouml;nnen teilhaben an dem gro&szlig;en globalen Rettungsprojekt&nbsp;Gottes.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Ingrid Heinzelmaier</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17295398.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Ingrid Heinzelmaier]]></author>
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      <pubDate>Sun, 08 Mar 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Wie kommt Jesus an?]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Johannes 12,12-19 – ausgelegt von Lutz Günther.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Johannes 12,12-19 – ausgelegt von Lutz Günther.</em><br/>
<p>Das Wort &bdquo;Ankommen" hat viele Bedeutungen: Wir sagen: &bdquo;Ich bin gut angekommen." Oder: &bdquo;Das kommt bei mir nicht an." Oder&nbsp;(wenn wir etwas beurteilen sollen): &bdquo;Es kommt drauf an." Johannes erz&auml;hlt die Ankunft von Jesus in Jerusalem so, dass alle drei Bedeutungen aufleuchten. Er beschreibt nicht nur ein historisches Ereignis, sondern ein <strong>Zeichen</strong>, das auf die wahre Identit&auml;t Jesu verweist.</p><p>Lassen Sie uns das genauer ansehen: Johannes beschreibt die Szene ohne gro&szlig;e Ausschm&uuml;ckung. Die Leute h&ouml;ren: Jesus kommt. Und pl&ouml;tzlich ist Bewegung in der Stadt. Palmzweige, Hosianna-Rufe, die Anrede &bdquo;K&ouml;nig Israels" &ndash; all das zeigt: Die Menschen erwarten den Messias. Man sp&uuml;rt: Da passiert etwas, das gr&ouml;&szlig;er ist als der Moment.</p><p>Jesus setzt sich auf einen jungen Esel. Kein gro&szlig;es Tier, kein Statussymbol. Eher das Gegenteil. Aber genau das ist der Punkt. Es ist ein Zeichen. Ein stiller Hinweis: So kommt der von Gott versprochene Retter, so kommt Gottes K&ouml;nig. Nicht mit Gewalt. Nicht mit Pomp. Sondern so, dass man ihn &uuml;bersehen k&ouml;nnte &ndash; wenn man nicht hinschaut.</p><p>Johannes sagt: Die J&uuml;nger verstehen das erst sp&auml;ter. Erst nach Ostern werden sie begreifen, was hier eigentlich passiert ist. Das finde ich tr&ouml;stlich. Auch wir verstehen manches erst im R&uuml;ckblick. Manchmal erst, wenn wir durch etwas hindurchgegangen sind.</p><p>Und dann ist da dieser dunkle Hintergrund: Die f&uuml;hrenden Priester haben beschlossen, auch Lazarus zu t&ouml;ten, den Freund, den Jesus kurz vorher ins Leben zur&uuml;ckgeholt hat. Zu viele Menschen kamen wegen seiner Auferweckung zu Jesus. Das Leben, das Jesus schenkt, bringt nicht nur Freude &ndash; es bringt auch Widerstand. Wo Licht auftaucht, regt sich auch Schatten. Jesus erreicht also sein Ziel &ndash; aber nicht in einer heilen Welt. Sondern mitten in Spannungen, &Auml;ngsten, Hoffnungen, Machtk&auml;mpfen. Kommt uns das bekannt vor?</p><h3><strong>Die ganze Welt l&auml;uft ihm nach</strong></h3><p>Johannes zeigt eine begeisterte Menge. Viele waren Zeugen der Auferweckung des Lazarus oder hatten davon geh&ouml;rt. F&uuml;r sie ist klar: Wer Tote lebendig macht, muss von Gott kommen. Sie laufen Jesus entgegen, weil sie in ihm die Hoffnung auf Leben sehen. Weil sie ahnen, dass er der von Gott versprochene Retter, der Messias ist.</p><p>Und dann stehen da die Pharis&auml;er am Rand. Sie schauen zu und stellen frustriert fest: &bdquo;Ihr seht doch, dass ihr nichts erreicht. Die ganze Welt l&auml;uft ihm nach." Dieser Satz ist mehr als Frust. Er ist eine unfreiwillige Prophetie. Johannes zeigt oft solche Momente: Menschen sagen etwas aus Verzweiflung &ndash; und sprechen dabei Gottes Wahrheit aus. Die Welt l&auml;uft ihm nach. Nicht nur die frommen Leute. Nicht nur die, die alles richtig machen. Sondern Menschen, die suchen. Menschen, die hoffen. Menschen, die sp&uuml;ren: Da ist jemand, der mehr ist als ein Lehrer.</p><p>Und Johannes best&auml;tigt das sofort: Kurz darauf treten griechische Pilger auf, Menschen aus einem anderen Teil der damaligen Welt, und wollen Jesus sehen. Sie sind Suchende, Fragende, Menschen, die mehr wollen als religi&ouml;se Tradition. Sie kommen, weil sie bei Jesus etwas sp&uuml;ren, das &uuml;ber Israel hinausweist. Johannes zeigt damit: Jesus kommt an &ndash; nicht nur bei den Juden, sondern auch bei den nichtj&uuml;dischen Menschen in der Welt. Die Pharis&auml;er sehen darin eine Bedrohung. Johannes sieht darin die Erf&uuml;llung der Sendung Jesu: &bdquo;So sehr hat Gott die Welt geliebt&hellip;", schreibt er bereits im Kapitel 3 seines Evangeliums.</p><p>Das finde ich faszinierend. Noch bevor Jesus stirbt und aufersteht, zieht er Menschen an, die gar nicht &bdquo;dazugeh&ouml;ren". Menschen, die neugierig sind. Menschen, die Fragen haben. Menschen, die sp&uuml;ren: Dieser Jesus hat etwas mit meinem Leben zu tun. Und genau das passiert bis heute. Jesus kommt an &ndash; oft bei Menschen, die gar nicht wissen, wie man &bdquo;glaubt". Menschen, die einfach merken: Ich brauche Hoffnung. Ich brauche Orientierung. Ich brauche jemanden, der mich nicht verurteilt, sondern versteht.</p><h3><strong>Er sucht keine Fans, sondern Glauben</strong></h3><p>Doch Johannes macht auch klar: &bdquo;Gut ankommen" ist nicht das Ziel Jesu. Er sucht keine Fans, sondern Glauben. Er sucht Menschen, die das Zeichen verstehen &ndash; nicht nur die Begeisterung. Und damit sind wir bei uns heute. Wie kommt Jesus bei mir an?</p><p>Viele folgten ihm damals, weil sie das Zeichen an Lazarus gesehen hatten. Das ist verst&auml;ndlich. Wer w&uuml;rde nicht jemandem folgen, der neues Leben schenken kann? Johannes macht klar: Begeisterung kann ein Anfang sein &ndash; aber kein Fundament. Die Frage ist: Was macht Jesus in meinem Alltag?</p><ul><li>Ist er jemand, den ich rufe, wenn ich nicht weiterwei&szlig;?</li><li>Jemand, der mir ein gutes Gef&uuml;hl geben soll?</li><li>Jemand, den ich bewundere, aber der keinen Einfluss auf meine Entscheidungen hat?</li></ul><p>Oder ist Jesus jemand, der mich anspricht &ndash; mitten in meinem Leben?</p><ul><li>Jemand, der mir Mut macht, ehrlich hinzuschauen?</li><li>Jemand, der mich herausfordert, Schritte zu gehen, die ich sonst nicht gehen w&uuml;rde?</li><li>Jemand, der mich zurechtbringt, wenn ich mich verrannt habe?</li><li>Jemand, der mir zeigt, was wirklich z&auml;hlt?</li></ul><h3><strong>Kommt Jesus bei mir an?</strong></h3><p>Ich glaube: Jesus kommt oft leiser an, als wir denken. Nicht mit einem gro&szlig;en Knall. Eher wie ein Gedanke, der nicht weggeht. Wie ein Satz, der h&auml;ngen bleibt. Wie ein Moment, in dem ich sp&uuml;re: Da ist mehr f&uuml;r mein Leben m&ouml;glich. Es geht nicht darum, ob ich gerade besonders &bdquo;fromm drauf" bin. Es geht darum, ob ich Jesus Raum gebe. Ob ich ihm zutraue, dass er mein Leben ver&auml;ndern kann. Ob ich bereit bin, mich von ihm ansprechen zu lassen &ndash; auch dann, wenn es unbequem wird.</p><p>Johannes erz&auml;hlt diese Szene als Beginn der entscheidenden Stunde Jesu. Der K&ouml;nig kommt &ndash; aber sein Weg f&uuml;hrt nicht zu einem Thron, sondern ans Kreuz. Dort zeigt sich, wie weit Gottes Liebe geht. Und Johannes l&auml;sst durchscheinen: Dieser Jesus wird wiederkommen. Nicht mehr &uuml;bersehen, nicht mehr missverstanden. Sondern so, dass alle erkennen, wer er ist.</p><p>Bis dahin bleibt die Frage: Kommt Jesus bei mir an? Nicht nur als Gedanke. Nicht nur als Tradition. Sondern als jemand, der heute etwas in meinem Leben bewirken will? Ich w&uuml;nsche uns allen, dass Jesus uns &uuml;berrascht &ndash; dass er ankommt, wo wir es nicht erwarten, dass er uns Mut macht, wo wir uns klein f&uuml;hlen, und dass er uns Wege zeigt, wo wir kein Durchkommen sehen.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Lutz Günther</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17294942.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Lutz Günther]]></author>
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      <pubDate>Sat, 07 Mar 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Mit Haut und Haar]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Johannes 12,1-11 – ausgelegt von Jochen Bernhardt.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Johannes 12,1-11 – ausgelegt von Jochen Bernhardt.</em><br/>
<p>&bdquo;Das ist doch reine Verschwendung! Kann man das Geld nicht sinnvoll nutzen?"</p><p>Diesen Satz habe ich vor gut zwanzig Jahren geh&ouml;rt. Und ich erinnere mich daran, als w&auml;re es gestern gewesen. Damals hatte der Kirchenvorstand unter meiner Leitung beschlossen, neue Abendmahlskelche anzuschaffen &ndash; sch&ouml;n sollten sie sein, w&uuml;rdig, &auml;sthetisch ansprechend. Und ja: auch teuer. Nach der Sitzung kam ein Gemeindeglied aufgebracht auf mich zu: &bdquo;H&auml;tte man das Geld nicht besser f&uuml;r soziale Zwecke verwenden k&ouml;nnen? F&uuml;r unsere Partnergemeinde in Tansania zum Beispiel?"</p><p>Diese Frage ist nicht neu. Schon im Johannesevangelium taucht sie auf. Dort salbt Maria die F&uuml;&szlig;e Jesu mit kostbarem Narden&ouml;l. &bdquo;Das ist doch reine Verschwendung! Kann man das Geld nicht sinnvoll nutzen?" Dreihundert Silbergroschen werden &ndash; so erz&auml;hlt es der Evangelist Johannes &ndash; zumindest aus der Sicht von Judas Iskariot sinnlos verprasst. Auch in der Antike gab es Luxusg&uuml;ter, die von weit her eingef&uuml;hrt wurden. Die Narde ist im Himalaya beheimatet, sie enth&auml;lt ein aromatisches &Ouml;l von intensivem Duft, das die Narde zu einem kostbaren Gut machte. Zusammen mit anderen &Ouml;len gemischt ergab es die Nardensalbe, die zu kosmetischen Zwecken eingesetzt wurde, aber auch in der Medizin Verwendung fand.</p><p>Wenn ich auf Basis biblischer Vergleichswerte feststelle, dass ein Silbergroschen, ein Denar dem Tageslohn eines Arbeiters entspricht, dann handelt es sich bei dem Gegenwert der Narde fast um ein Jahreseinkommen eines Arbeiters. Wenn ich das heutige durchschnittliche Einkommen in Deutschland zugrunde lege, komme ich auf umgerechnet fast 50.000 &euro;. Das ist richtig Geld. Insofern ist der Vorwurf der Verschwendung, den Judas erhebt, nicht aus der Luft gegriffen. Auch wenn der Evangelist das Motiv, das hinter der kritischen Bemerkung des sp&auml;teren Verr&auml;ters steht, als sehr zweifelhaft erscheinen l&auml;sst &ndash; Judas m&ouml;chte nur in die eigene Tasche wirtschaften &ndash; auf der sachlichen Ebene kann ich die Kritik ja durchaus verstehen. &bdquo;Das ist doch reine Verschwendung."</p><h3><strong>Reine Liebe &ndash; ohne Hintergedanken</strong></h3><p>Mit einer entwaffnend n&uuml;chternen Aussage entkr&auml;ftet Jesus die Argumentation seines J&uuml;ngers: &bdquo;Lass sie. Es soll gelten f&uuml;r den Tag meines Begr&auml;bnisses. Denn Arme habt ihr allezeit bei euch, mich aber habt ihr nicht allezeit." Jesus m&ouml;chte damit nicht den Einsatz f&uuml;r die &Auml;rmsten der Armen in Frage stellen. Er weist nur darauf hin, dass das Engagement f&uuml;r die Menschen auf der Schattenseite immer m&ouml;glich sein wird. Aber jetzt in den Tagen vor seinem Kreuzestod geht es um ihn, der den Weg nach Jerusalem geht, den Tod f&uuml;r die Seinen auf sich nehmen und begraben wird. Die Salbung weist auf seinen Tod und sein Begr&auml;bnis. Das allein steht nun im Zentrum.</p><p>Daher nimmt Jesus Maria in Schutz. Ihr Motiv ist reine, zweckfreie, unverf&auml;lschte Liebe. Sie erwartet nichts von Jesus, keinen Dank, keine besondere Zuwendung, kein Gegengeschenk. Sie bringt sich ganz ein in die Beziehung mit Jesus &ndash; tats&auml;chlich mit Haut und Haar: Mit ihrem Haar trocknet sie Jesu F&uuml;&szlig;e. Es ist reine Liebe &ndash; ohne Hintergedanken. Hierin ist Maria ein bleibendes Vorbild: Alles, was ich bin und habe, in die Beziehung mit Jesus legen, meine Liebe zu ihm offen und ehrlich zeigen, das ist Lobpreis.</p><p>Was hier geschieht, ist musikalisch aus meiner Sicht nirgends sch&ouml;ner und treffender festgehalten als in Gerhard Tersteegens Lied &bdquo;Ich bete an die Macht der Liebe". In der Vertonung durch Dimitrij Bortniansky ist der Choral heute noch Teil des Gro&szlig;en Zapfenstreiches der Bundeswehr. Hier hei&szlig;t es:</p><p><em>Wie bist du mir so zart gewogen.&nbsp;</em><em>Und wie verlangt dein Herz nach mir!&nbsp;</em><em>Durch Liebe sanft und tief gezogen&nbsp;</em><em>neigt sich mein Alles auch zu dir.&nbsp;</em><em>Du traute Liebe, gutes Wesen,&nbsp;</em><em>du hast mich und ich dich erlesen.</em></p><p>Ist diese enge Jesus-Beziehung, die Gerhard Tersteegens Lied und Marias Handeln durchzieht, weltfremder Kitsch? Nein, ich glaube &ndash; und das zeigt die Kirchengeschichte und auch die Gegenwart &ndash;, wer so tief in der Liebe zu Jesus und in seiner Liebe verwurzelt ist, der handelt, der bringt diese Liebe zu den Menschen, die sie brauchen, der setzt sich f&uuml;r andere ein, der engagiert sich.</p><h3><strong>Glaube hat auch eine &auml;sthetische Seite.</strong></h3><p>Maria und ihre Schwester Martha &ndash; immer wieder zeigen die Evangelien, welche zentrale Stellung Frauen im Kreis um Jesus haben. &Uuml;berhaupt keine Selbstverst&auml;ndlichkeit in der damaligen Zeit. Die Wertsch&auml;tzung, mit der Jesus Frauen begegnet, ist einzigartig. Einzigartig aber auch, welche aktive Rolle Frauen in der Weitergabe des Glaubens einnehmen. Hier Maria, die Jesus offen ihre Liebe und Verehrung bezeugt im Blick auf seinen nahen Kreuzestod, und dann die Frauen, die vom offenen Grab zur&uuml;ckkehren, erste Zeuginnen der Auferstehung sind. Wer vor diesem biblischen Hintergrund heute noch Frauen von bestimmten kirchlichen &Auml;mtern ausschlie&szlig;t, hat aus meiner Sicht dieses zentrale biblische Zeugnis jedenfalls nicht auf seiner Seite.</p><p>Der Duft des Narden&ouml;ls, mit dem Maria Jesu F&uuml;&szlig;e salbt, erf&uuml;llt das ganze Haus. Die biblische Geschichte spricht alle unsere Sinne an. Glaube betrifft Geist, Herz, Seele und den K&ouml;rper mit allen seinen Wahrnehmungen. Ganzheitlich. Glaube hat auch eine &auml;sthetische Seite. Deshalb &auml;rgere ich mich, wenn ich lieblos gestaltete Gottesdienstr&auml;ume sehe, unaufger&auml;umte Gemeindeh&auml;user erlebe oder manche kirchliche Plakataktion, die f&uuml;r mich der &Auml;sthetik des Glaubens widerspricht, ertragen muss.</p><h3>Billig geht nicht.</h3><p>Die Abendmahlskelche, die wir damals anschafften, kosteten kein Jahresgehalt. Aber sie waren wertvoll &ndash; und wundersch&ouml;n. Schlichte Eleganz, der Feier des Heiligen Abendmahls angemessen. Denn billig geht nicht, wenn wir sagen: Jesus ist mitten unter uns. Und das &Uuml;berraschende war: Gleichzeitig kamen die Spenden f&uuml;r die Wasserleitung in Tansania zusammen. Beides ging. Beides geh&ouml;rte zusammen.</p><p>Wer den Glauben feiert, wer sich von Gott beschenken l&auml;sst, wer seine Liebe zu Jesus nicht versteckt &ndash; der bleibt nicht bei sich. Der setzt sich ein. Der engagiert sich. Der bringt den Duft des &Ouml;ls hinein in die H&auml;user unseres Miteinanders.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pfarrer Jochen Bernhardt</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17294291.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pfarrer Jochen Bernhardt]]></author>
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      <pubDate>Fri, 06 Mar 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Ein Wunder – zwei ganz unterschiedliche Reaktionen]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Johannes 11,46-57 – ausgelegt von Samuel Wolff.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Johannes 11,46-57 – ausgelegt von Samuel Wolff.</em><br/>
<p>Vielleicht kennen Sie den Wunsch: &bdquo;Wenn mir Jesus nur ein gro&szlig;es Wunder zeigt, dann werde ich glauben." Ich kenne diesen Wunsch wirklich. Unser heutiger Bibeltext zeigt uns allerdings, dass ein Wunder keinen Glauben garantiert. Im Johannesevangelium, Kapitel 11 erlebe ich eines der gr&ouml;&szlig;ten Wunder &uuml;berhaupt: Jesus weckt einen Toten zum Leben auf.</p><p>Und ich habe noch gedacht: Da m&uuml;ssten doch jetzt wirklich alle zum Glauben an Jesus Christus kommen. Aber dieses eine Wunder bringt ganz unterschiedliche Reaktionen hervor. Zum einen kommen an diesem Tag tats&auml;chlich viele Menschen zum Glauben an Jesus Christus. Sie sehen das Wunder und haben Jesus vertraut. Doch es gibt noch eine andere Gruppe: Sie gehen zu den Pharis&auml;ern und erz&auml;hlen ihnen davon.</p><p><strong>1) Die richtige Frage &ndash; das falsche Herz</strong></p><p>Die Pharis&auml;er und Hohepriester rufen daraufhin den Hohen Rat zusammen. Das sind etwa 70 M&auml;nner der religi&ouml;sen Elite, die politische Verantwortung tragen und zugleich geistliche Leiter sind. Und sie sind sich einig: Jesus tut viele Wunder. Doch wir werden gleich sehen, dass sie zu einem ganz anderen Ergebnis kommen, als an ihn zu glauben. Ich glaube, der Unterschied liegt in ihrer Herzenshaltung.</p><p>Das Spannende ist n&auml;mlich, dass der Hohe Rat zun&auml;chst etwas Erstaunliches feststellt. Sie fragen: &bdquo;Was sollen wir tun? Denn dieser Mensch tut viele Wunder." Das h&ouml;rt sich doch eigentlich nach der richtigen Erkenntnis an. Sp&auml;ter in der Bibel, in der Apostelgeschichte, als &uuml;ber Jesus gepredigt wird, stellen Menschen genau diese Frage: &bdquo;Was sollen wir jetzt tun?", nachdem sie geh&ouml;rt haben, dass Jesus wirklich der Sohn Gottes ist. Und Petrus antwortet ihnen: Tut Bu&szlig;e, kehrt um, lasst euch taufen. Und sie tun es.</p><p>Doch hier, beim Hohen Rat, merkt man schon in den n&auml;chsten S&auml;tzen: Irgendetwas stimmt mit den Herzen nicht. Denn was den Hohen Rat wirklich umtreibt, ist die Sorge, dass sie ihre Macht verlieren k&ouml;nnten. Wenn Jesus weiter solche Wunder tut und die Menschen ihm folgen, k&ouml;nnte es zu Unruhe kommen. Im damaligen Israel, das unter r&ouml;mischer Herrschaft stand, h&auml;tten die R&ouml;mer einen Aufstand niedergeschlagen, wahrscheinlich den Tempel zerst&ouml;rt &ndash; und damit w&auml;re auch die Macht des Hohen Rates verloren gegangen. Und so wird die Absicht klar: Sie wollen nicht Gott bewahren, sie wollen sich selbst bewahren.</p><p><strong>2) Kaiphas sagt die Wahrheit &ndash; mit b&ouml;sem Herzen</strong></p><p>Da gibt es diesen Hohepriester Kaiphas. Und er sagt etwas sehr Interessantes: &bdquo;Es ist besser, dass ein Mensch f&uuml;r das Volk stirbt, als dass das ganze Volk zugrunde geht." Politisch ist das nachvollziehbar &ndash; ein kleines Opfer f&uuml;r das gro&szlig;e Ganze. Aber es klingt k&uuml;hl. Es klingt b&ouml;se. Er versteckt seine eigentliche Absicht &ndash; die Sicherung seiner Macht &ndash; hinter dem Argument, dem Volk etwas Gutes zu tun.</p><p>Und doch deutet Johannes es so, dass der Hohepriester in diesem Moment geweissagt hat. Wie kann das sein? Ich glaube, Gott kann sogar b&ouml;se Herzen gebrauchen und durch sie Wahrheit aussprechen. Kaiphas sagt mehr, als er selbst versteht. Denn was er sagt, ist letztlich wahr: Einer soll f&uuml;r das ganze Volk sterben. Das klingt fast so, als h&auml;tte Jesus selbst gesprochen. Denn Jesus sagt, dass er sein Leben geben wird f&uuml;r viele. Doch der Hohe Rat entscheidet sich von da an, Jesus festzunehmen und zu t&ouml;ten.</p><p><strong>3) Die erschreckendste Stelle im Text</strong></p><p>Und dann kommt f&uuml;r mich eine wirklich erschreckende Aussage: &bdquo;Darum ging Jesus nicht mehr frei umher unter ihnen." Jesus zieht sich zur&uuml;ck. Das finde ich sehr traurig. Er h&auml;tte noch so viele Menschen heilen k&ouml;nnen.</p><p><strong>4) Was sollen wir nun tun?</strong></p><p>Vielleicht denken Sie jetzt: &bdquo;Wenn Jesus mir wirklich so ein gro&szlig;es Wunder zeigen w&uuml;rde, dann w&uuml;rde ich glauben." Dann m&ouml;chte ich Ihnen ein Wunder nennen &ndash; vielleicht sogar das gr&ouml;&szlig;te und das offenbarste. Denn das, was Kaiphas prophezeit hat, ist wahr geworden: Einer ist gestorben f&uuml;r alle. Jesus Christus ist f&uuml;r uns ans Kreuz gegangen, damit wir nicht verloren gehen. Jesus stirbt, damit wir leben k&ouml;nnen.</p><p>Und so bleibt am Ende diese Frage stehen, die sich schon damals viele gestellt haben: Was sollen wir nun tun? An Jesus glauben? Oder wir verdr&auml;ngen Jesus, weil uns unsere Position, unser Stolz oder unsere Sicherheit wichtiger geworden sind. Gibt es etwas, woran Sie festhalten &ndash; und das Jesus aus Ihrem Leben verdr&auml;ngt?</p><p>Ich bete, dass wir immer tiefer erkennen, was Petrus als Antwort gegeben hat: dass wir Bu&szlig;e tun, umkehren, uns auf den Namen Jesu Christi taufen lassen und so das Leben empfangen. Dann ist es wahr, was wir heute geh&ouml;rt haben: Jesus stirbt, damit Sie und ich leben k&ouml;nnen.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Samuel Wolff</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17293463.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Samuel Wolff]]></author>
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      <pubDate>Thu, 05 Mar 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Herrlichkeit und Glaube]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Johannes 11,32-45 – ausgelegt von Klaus Brandt.]]></description>
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<p>Wie viel Herrlichkeit von Jesus steckt in meinem Glauben?</p><p>Wenn ich an den Anfang der Geschichte zur&uuml;ckdenke, k&ouml;nnte ich meinen, Jesus und sein Vater inszenieren hier eine Show unter dem Titel: &bdquo;Gott pr&auml;sentiert seine Herrlichkeit!" Jesus wird von Maria und Martha f&uuml;r den kranken Bruder Lazarus um Hilfe gerufen. Er l&auml;sst sich aber bewusst Zeit, bis es zu sp&auml;t ist und sein Freund im Grab liegt. Als Tod und Trauer herrschen, macht Jesus sich auf den gef&auml;hrlichen Weg nach Bethanien, wo man ihm im nahe gelegenen Jerusalem nach dem Leben trachtet. W&auml;hrend die Trauergesellschaft verzweifelt klagt und weint, tritt er als rettender Held auf. Das kann ich aus dieser Geschichte machen. Wenn ich aber genau hinsehe, entdecke ich einen ganz anderen Jesus: Er wird leidenschaftlich, zornig und weint voller Mitleid. Und er verfolgt zwei immer wiederkehrende Ziele, in denen sein Vater und ich die Hauptrollen spielen.</p><hr /><h3>&bdquo;Herr, w&auml;rst du hier gewesen"&nbsp;</h3><p>Doch beginne ich mit Maria: Sie wirft sich Jesus dem&uuml;tig und anerkennend zu F&uuml;&szlig;en und nennt ihn ihren Herrn, obwohl er zu sp&auml;t kommt. Was sie bisher mit Jesus erlebt hatte, war gr&ouml;&szlig;er als der Tod ihres Bruders. Sie spricht dieselben Worte wie Marta aus: &bdquo;Herr, w&auml;rst du hier gewesen, w&auml;re mein Bruder nicht gestorben." Das war ihre bisherige Erfahrung mit Jesus: ER hat Kranke gesund gemacht! ER hilft und heilt gerne! &bdquo;Herr, w&auml;rst du hier gewesen" hei&szlig;t auch: &bdquo;Du bist zu sp&auml;t gekommen!" Jetzt gibt es keine Hoffnung mehr. Jetzt bleibt nur die Trauer, das Leid und die Resignation. Doch Jesus kommt niemals zu sp&auml;t, auch wenn es mir manchmal so erscheint. Gerade dann, wenn ich denke, jetzt ist alles aus und vorbei, kann und will Jesus mir seine Liebe und Gr&ouml;&szlig;e neu offenbaren. Denn er ist niemals hilflos, hoffnungslos und resigniert. Er ist doch der Sch&ouml;pfer und die Quelle allen Lebens. Wie und wodurch er mir neues hoffnungsvolles Leben einhauchen will, ist seine Entscheidung und sein Geheimnis. Deshalb bete ich in allen meinen ausweglosen Situationen: &bdquo;Herr, du bist hier! Ich vertraue dir meine hoffnungslose Lebenslage an! Offenbare, zeige dein helfendes und heilendes Eingreifen." Jesus wollte Maria und Martha, seinen J&uuml;ngern und auch Ihnen eine weitere Herrlichkeit seiner Macht offenbaren. Deshalb hat er seine Hilfe hier hinausgez&ouml;gert. Obwohl Jesus die ganze Dramatik der Geschichte im Voraus kennt, zieht er keine Show ab. ER ist mit allen Gef&uuml;hlen dabei, die ich auch kenne: Liebe zum Freund &ndash; Ersch&uuml;tterung &uuml;ber den Tod &ndash; und Trauer mit den Leidenden. Jesus wei&szlig;, dass er Lazarus von den Toten auferweckt. Das macht ihn aber nicht gef&uuml;hllos, oder l&auml;sst ihn fromm abgehoben &uuml;ber der Situation schweben. Jesus ist tief bewegt und sehr best&uuml;rzt &uuml;ber das Leid der Familie. Er weinte am Grab des Lazarus. Niemand kann besser mit Trauernden trauern als Jesus. Wie wenig hier eine fromme Show abgezogen wird, zeigt der zweimalige Hinweis, dass Jesus &bdquo;ergrimmte", dass er sehr tief bewegt und zornig wurde. Er leidet also tief mit der Trauerfamilie und zugleich wird er zornig &uuml;ber die zerst&ouml;rerische Macht des Todes. Ich erlebe hier seine leidenschaftliche Liebe mit, die sich mir zuwendet. Zugleich stellt Jesus sich gegen die Zerst&ouml;rungsm&auml;chte &uuml;ber meinem Leben &ndash; gegen Verzweiflung, Trauer und Resignation.</p><hr /><h3>&bdquo;Es muss doch&nbsp;alles gut werden.&ldquo;</h3><p>S&ouml;ren Kierkegaard war Zeit seines Lebens ein schwerm&uuml;tiger Mensch. Dennoch lebte er mitten in seinen Traurigkeiten von der Auferstehungshoffnung: Er schrieb diesen tr&ouml;stenden Satz: &bdquo;Es muss doch alles gut werden, weil Jesus auferstanden ist." Ich selbst habe meinen einzigen Bruder schon fr&uuml;h durch einen t&ouml;dlichen Verkehrsunfall verloren &ndash; und damit auch meinen besten Freund. Seine beiden Kinder im Teenageralter schrieben Abschiedsbriefe, die bei der Beerdigung vorgelesen wurden. Mitten im Leid dankten sie ihrem Vater und sprachen von der Hoffnung und Freude auf ein Wiedersehen in Gottes Welt. Meiner Schw&auml;gerin, meiner Frau und mir war es der einzige gro&szlig;e Trost, dass wir ihn bei Jesus wussten und damit im ewigen Leben. Nichts kann einen mehr tr&ouml;sten als dieser Durchblick in die ewige Welt Gottes, wo wir ein Wiedersehen feiern werden. Nichts kann uns mehr Kraft geben als die Zusage Jesu: &bdquo;Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt." So sahen und erlebten wir mitten im Leid alle schon ein St&uuml;ck der Herrlichkeit Jesu.</p><hr /><h3>Wo Jesus ist, ist Leben!</h3><p>In Vers 41 und 42 betet Jesus in dieser menschlich ausweglosen Lage zu seinem alles verm&ouml;genden Vater. Dabei nimmt er Sie und mich mit hinein in sein Gebet: Er dankt seinem Vater, dass er Lazarus durch ein Wunder von den Toten auferwecken wird. Und dieses Wunder der neuen Erschaffung des Lazarus soll zum Glauben an Christus f&uuml;hren &ndash; dass Sie und ich Jesus als Gottes Sohn erkennen, anerkennen und ganz auf ihn vertrauen. Wie Gott durch sein sch&ouml;pferisches Machtwort uns Menschen erschaffen hat, so schafft Jesus aus dem toten, stinkenden Lazarus einen neuen Lazarus. Jesus schafft durch sein Machtwort neues Leben aus dem Tod. Er ruft Lazarus aus dem Grab mit seinem lebensschaffenden Wort. Seine Worte sind Leben. Sie schaffen neues Leben auch in mir und sie geben mir t&auml;glich die Kraft zum Leben.</p><p>Wo Jesus ist, ist Leben!</p><p>Wo Jesus ist, ist hoffnungsvolles Leben!</p><p>Wo Jesus ist, ist ewiges Leben!</p><p>Wo Jesus ist, kann ich die Resignation, die Verzweiflung und die Trauer &uuml;berwinden.</p><p>Diese Geschichte hat vor allem zwei Ziele, die Jesus immer verfolgt hat: Sie dient erstens der Verherrlichung Gottes, seines Vaters und der von Jesus Christus! Jesus ehrt seinen Vater, indem er ihn wie immer alles zutraut und ganz gehorsam ist. Und der Vater verherrlicht seinen Sohn, indem er sein Gebet erh&ouml;rt! ER best&auml;tigt ihn aufs Neue in herrlicher Weise: Dies ist mein geliebter Sohn, dem ich alle Macht gegeben habe! Und sein zweites Ziel ist mein Glaube: &bdquo;Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen," sagte Jesus zu Martha. Aber selbst der resignierte Glaube der beiden Schwestern hat Jesus nicht abgehalten, dieses Wunder zu wirken. Jesus hat auch die ganze Trauergemeinde und Sie und mich im Blick, wenn er sagt: &bdquo;damit sie glauben, dass du mich gesandt hast." Und am Ende der Geschichte wird best&auml;tigt: &bdquo;Viele von den Juden, die zu Maria gekommen waren und sahen, was Jesus tat, glaubten an ihn." Dieses Wunder der Totenauferweckung f&uuml;hrte viele zum Glauben und st&auml;rkt auch heute noch meinen Glauben. Sein Ziel ist aber kein Wunderglaube, sondern ein Jesusglaube. Auf seine Herrlichkeit sehe ich und vertraue IHM immer wieder. Deshalb komme auch ich heute zu Jesus und bitte darum, dass ich seine Herrlichkeit sehe! Wo Jesus ist, da ist Leben &ndash; Leben in Herrlichkeit! Wie viel Herrlichkeit von Jesus steckt schon in Ihrem Glauben?</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Klaus Brandt</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17289080.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Klaus Brandt]]></author>
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      <pubDate>Wed, 04 Mar 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Jesus Christus, Herr über die Zeit]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Johannes 11,17-31 – ausgelegt von Nils Bremer.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Johannes 11,17-31 – ausgelegt von Nils Bremer.</em><br/>
<h2><strong>H&auml;tte, h&auml;tte &ndash; Fahrradkette: Marthas Vertrauen trotz Entt&auml;uschung</strong></h2><p>Wenn das W&ouml;rtchen &sbquo;Wenn&#39; nicht w&auml;r, w&auml;r mein Vater Million&auml;r: H&auml;tte ich damals anders gehandelt, h&auml;tte ich mich nicht schuldig gemacht. &bdquo;W&auml;rst du hier gewesen, mein Bruder w&auml;re nicht gestorben". Das sagt Martha zu Jesus, der zu sp&auml;t gekommen ist.</p><p>H&auml;tte, h&auml;tte &ndash; Fahrradkette. Kennen Sie das auch? Aus dem Teufelskreis der verpassten Chancen, der Selbstanklagen, der Vorw&uuml;rfe an andere komme ich nicht heraus. Dabei ist doch eines erstaunlich und wunderbar an Martha: ihr Vertrauen in Jesus. W&auml;re er rechtzeitig eingetroffen, Lazarus w&auml;re noch am Leben.</p><p>Gro&szlig;artig! Ein solches Gottvertrauen w&uuml;nsche ich mir auch, so eine Einstellung wie Martha, dass Gott auch die schlimmsten Krankheiten heilen kann. Aber leider bleibt es dabei: Jesus ist zu sp&auml;t. Bestimmt hat er alles getan, was in seinen M&ouml;glichkeiten stand. Lazarus war sein geliebter Freund. Mit Sicherheit hat Jesus sich beeilt, ihm zur Hilfe zu kommen. Vielleicht war er verhindert durch einen anderen Hausbesuch, so ist das manchmal bei &Auml;rzten.</p><p>Merken Sie, was ich gerade gemacht habe? Ich habe meinen Glauben an Jesus an eine bestimmte Erwartungshaltung angepasst: Jesus, der Arzt. Ich habe Jesus auf ein menschliches Ma&szlig; reduziert. Wer ist Jesus f&uuml;r mich, f&uuml;r Martha, wer ist Jesus f&uuml;r Sie? Ein guter Mensch, ein Wundert&auml;ter, der Sohn Gottes? &bdquo;Ich bin die Auferstehung und das Leben": das sagt Jesus &uuml;ber sich selbst. Klingt nicht nach der T&auml;tigkeitsbeschreibung eines Mediziners, oder?</p><p><strong>&bdquo;Dein Bruder wird auferstehen" &ndash; Vertr&ouml;stung oder Verhei&szlig;ung?</strong></p><p>Zun&auml;chst aber geht es im Text nicht um Jesus, sondern um Martha und Lazarus. &bdquo;Dein Bruder wird auferstehen". Nicht: ich werde Lazarus von den Toten erwecken, nein: &bdquo;Dein Bruder wird auferstehen". Wie w&uuml;rden Sie an Marthas Stelle diese Aussage verstehen? W&uuml;rden Sie erwarten, dass der Tote wenige Minuten sp&auml;ter aus dem Grab treten wird? Ich nicht &ndash; und Martha auch nicht.</p><p>Ich wei&szlig; ja, sagt Martha, und ich h&ouml;re geradezu ihren resignierten Unterton, &bdquo;ich wei&szlig; wohl, dass er auferstehen wird &ndash; bei der Auferstehung der Toten am J&uuml;ngsten Tage". Das kommt mir sehr bekannt vor. Martha f&uuml;hlt sich auf die Zukunft vertr&ouml;stet. Ich will einmal alle historischen und gegenw&auml;rtigen theologischen Lehrs&auml;tze weglassen. Dann hei&szlig;t dieser Satz der Martha: ich werde meinen Bruder wiedersehen, wenn ich selbst gestorben bin, im Jenseits, im Himmel, in der Ewigkeit. Jedenfalls nicht hier und jetzt, sondern irgendwo anders und irgendwann sp&auml;ter.</p><p>Ja, ich wei&szlig;, sagt Martha. Wei&szlig; ich ja alles schon, der &uuml;bliche Trost, den der Pfarrer spendet, begleitet von einem &ndash; hoffentlich &ndash; warmen H&auml;ndedruck. Das war zu erwarten. &ndash; Nein! War es nicht! Denn das, was Jesus nun sagt, das hat noch niemand vor ihm gesagt: &bdquo;Ich bin die Auferstehung und das Leben"! Das ist mal eine Ansage! Da fliegt der Martha ihr gesamtes Weltbild um die Ohren &ndash; und vielleicht auch Ihnen heute.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Jesus Christus &ndash; Herr &uuml;ber die Zeit</strong></h2><p>&Uuml;ber die Ich-bin-Worte Jesu im Johannes-Evangelium ist schon viel Richtiges und Gutes geschrieben und gesagt worden. Ich will einmal einen Aspekt beleuchten, der mich pers&ouml;nlich sehr besch&auml;ftigt: Jesus Christus ist Herr &uuml;ber die Zeit. Zeit vergeht in unserer menschlichen Wahrnehmung in der Regel entweder zu schnell oder zu langsam. Wenn Sie schon einmal auf ein Ereignis gewartet haben, das in ferner Zukunft liegt; oder aber wenn Sie einen sch&ouml;nen Augenblick festhalten wollen, aber er gleitet Ihnen durch die Finger: dann wissen Sie, was ich meine.</p><p>Zeit habe ich entweder zu viel oder zu wenig, aber nie im richtigen Ma&szlig;. Zugespitzt k&ouml;nnte ich sagen: ich lebe nicht in der Gegenwart, oder aber: ich lebe nicht. Deshalb sagt Jesus: &bdquo;Ich bin die Auferstehung und das Leben". Was genau meint er damit? Auferstehung und Leben sind auf den ersten Blick zwei Begriffe aus ganz unterschiedlichen Bereichen, n&auml;mlich einem ewigen (Auferstehung) und, getrennt davon, einem zeitlichen (Leben).</p><p>Das aber ist ein Missverst&auml;ndnis! Denn Jesus f&uuml;gt erkl&auml;rend hinzu: &bdquo;Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben". Jesus gibt hier eine kurze Auslegung zu seinen eigenen Worten. Darin werden Auferstehung und Leben verbunden, und zwar durch den Glauben an ihn.</p><p>Jesus gibt hier zwei feste Zusagen f&uuml;r jeden, der ihm vertraut. Erstens: du wirst leben, wenn du auch durch das Sterben hindurchgehen musst. Zweitens: wenn du das Leben hast, das in mir ist, wirst du nie wieder sterben m&uuml;ssen. Merken Sie, was hier geschieht? Jesus stellt meine Vorstellung vom Ablauf des Lebens auf den Kopf.</p><p>Gew&ouml;hnlich nehme ich doch an, ohne das zu hinterfragen: ich lebe jetzt und werde sp&auml;ter irgendwann einmal sterben: erst Zeit, n&auml;mlich Gegenwart und Vergangenheit, danach Zukunft, d.h. Ewigkeit. Irgendwie habe ich mich mit diesem Weltbild ganz bequem eingerichtet. Es hat einen gro&szlig;en Vorteil, der aber zugleich sein gro&szlig;er Haken ist: ich kann &uuml;ber meine Zeit selbst verf&uuml;gen. Nein, das kannst du nicht, ruft Jesus mir zu: deine Zeit geh&ouml;rt mir; ich habe sie dir nur geliehen. In Wahrheit ist es genau umgekehrt: erst Sterben und Auferstehen, danach das Leben. Zukunft vor Vergangenheit und Gegenwart: wie kann das sein?<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Gestorben und auferstanden &ndash; befreit zur Gegenwart</strong></h2><p>Nun, ich kann Jesu Worte heute besser verstehen als damals Martha: denn die Ereignisse von Karfreitag und Ostern liegen hinter mir, auch wenn ich mich in wenigen Tagen wieder an sie erinnern werde. Ich wei&szlig;, was Martha noch verborgen war: Jesus ist stellvertretend f&uuml;r mich gestorben und auferstanden. Er hat den Weg vorgegeben.</p><p>Wenn ich mit Jesus gestorben und auferstanden bin, dann liegt meine Vergangenheit erst wirklich hinter mir: mein, vielleicht von anderen &uuml;bernommenes, falsches Bild von Gott; meine verkehrte Wahrnehmung von mir und der Welt. Am Kreuz nimmt er all dies auf sich. Wenn ich diesen Rucksack vor ihm &ouml;ffne &ndash; und auch vor mir selbst, wenn ich durch diesen Tod gegangen bin, dann nimmt er mir diese Last ab. Ich muss sie nicht mehr tragen. Die Folge: ich habe meine Zukunft sozusagen in der Tasche. Sterben und Tod haben ihren Schrecken verloren.</p><p>Das befreit mich zur Gegenwart: das Leben liegt vor mir, jeden Tag aufs Neue. Das ist genau das, was ich brauche; das bekomme ich nirgendwo anders als bei Jesus Christus. Wenn ich ihm vertraue, mich ihm anvertraue, wenn ich glaube, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes: dann habe ich Gegenwart, das Leben. Dann kann ich jeden Morgen aufstehen, weil ich schon auferstanden bin. Dann kann ich einen Satz mitbeten, den ich in einem Gedicht gefunden habe: &bdquo;Durch dich bin ich wie jemand, der t&auml;glich aufersteht."</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Nils Bremer</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17288182.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Nils Bremer]]></author>
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      <pubDate>Tue, 03 Mar 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Johannes 11,1-16 – ausgelegt von Gerhard Göller.</em><br/>
<h2><strong>Der unaufgeregte Pfarrer</strong></h2><p>Er war einer von uns. Auch er leitete Kirchengemeinden. Pfarrer war er mit Leib und Seele und viel Herz. Ich lernte ihn bei einem Seminar kennen. Angeboten wurde der Kurs f&uuml;r Pfarrerinnen und Pfarrer, die eine Auszeit in ihrem Dienst gut gebrauchen konnten. Gemeinsam schauten wir auf den Weg zur&uuml;ck, den wir bisher gegangen waren. Wir tauschten Erfahrungen aus. Auch er erz&auml;hlte. Von Sch&ouml;nem in seinem Alltag und von Schwerem. Doch nun war seine Kraft kleiner geworden. Ja, er war einer von uns. Aber er war nicht so wie ich, nicht wie andere. Vieles konnte er anders bewerten und annehmen. Er strahlte Ruhe aus, Gelassenheit. Unaufgeregt &ndash; dieses Wort gebrauchte er oft. Unaufgeregt &ndash; er sagte es nicht nur einfach dahin, er war es auch. Manchmal regte mich sein Unaufgeregtsein richtig auf. Wie machte er das blo&szlig;?<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Lazarus zwischen Leben und Tod</strong></h2><p>Von einem, der ruhig blieb, w&auml;hrend andere aufgeregt waren, berichtet auch unser Bibeltext. Was hatte sie in Unruhe versetzt? Ein Mensch war sehr krank geworden. So krank, dass er wohl nicht mehr lange zu leben hatte. Maria und Martha, seine Schwestern, sorgten r&uuml;hrend f&uuml;r ihn. Aber jetzt konnten sie nichts mehr f&uuml;r ihn tun. Es war ganz bitter f&uuml;r sie, ihren Bruder leiden und wohl auch sterben zu sehen. In ihrer Not wandten sie sich an einen guten Freund. Sie lie&szlig;en ihm ausrichten, wie es um ihren Bruder Lazarus steht. Es war Jesus, an den sie ganz besonders dachten.</p><p>Aber der Herr hatte keine Eile. Warum z&ouml;gerte er? Es hei&szlig;t doch, dass er Martha, Maria und Lazarus sehr lieb hatte. Seine Zur&uuml;ckhaltung begr&uuml;ndete er so: <em>&bdquo;Diese Krankheit ist nicht zum Tode, sondern zur Verherrlichung Gottes, damit der Sohn Gottes dadurch verherrlicht werde."</em> Vieles sprach daf&uuml;r, dass es mit dem Kranken zu Ende gehen w&uuml;rde. Seine Krankheit f&uuml;hrte also sehr wohl zum Tod. Es h&auml;tte freilich auch anders kommen k&ouml;nnen. Jesus hatte manchen, die im Sterben lagen, geholfen und sie von ihrer Krankheit geheilt.</p><p>Auch das Leben von Lazarus h&auml;tte er erhalten k&ouml;nnen. Aber mit ihm hatte Jesus offenbar anderes im Sinn. Seine Erkrankung sollte der Verherrlichung Gottes dienen, ja, den Herrn selbst verherrlichen. Im griechischen Text des Neuen Testaments kann &bdquo;verherrlichen" auch mit &bdquo;ehren, r&uuml;hmen" wiedergegeben werden. Der Zustand des Lazarus diente dem Ziel, die Majest&auml;t Gottes und den Glanz seines Sohnes sichtbar zu machen. Das gewaltige Licht des Himmels sollte das irdische Dunkel &uuml;berstrahlen.</p><p>Doch nun wollte Jesus keine Zeit mehr verlieren. Auf zu Lazarus! Doch seine Sch&uuml;ler hatten es gar nicht eilig. Denn dort, wo der Kranke wohnte, war das Leben ihres Herrn in gro&szlig;er Gefahr. Doch Jesus hielt an seinem Plan fest. Noch war es nicht Abend geworden in seinem Leben. Die Nacht war noch nicht da. Dann h&auml;tte er nichts mehr tun k&ouml;nnen. Aber es war ja noch Tag. Diese Zeit wollte Jesus auf jeden Fall n&uuml;tzen. Also Ruhe bewahren, gelassen bleiben, unaufgeregt sein und tun, was zu tun ist.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Ein Missverst&auml;ndnis und der Mut des Thomas</strong></h2><p>Vor dem Eintreffen bei Lazarus hatte Jesus seinen J&uuml;ngern noch etwas Wichtiges mitzuteilen: <em>&bdquo;Lazarus, unser Freund, schl&auml;ft; aber ich gehe hin, ihn aufzuwecken."</em> Welche gl&uuml;ckliche Wendung! Wenn Lazarus wirklich eingeschlafen war, dann war er bereits auf dem Weg der Besserung. Es war also nicht alles verloren. Jesus brauchte den Schlafenden nur noch aufzuwecken. So hatte er es doch gerade gesagt.</p><p>Aber Johannes, der Verfasser dieses Berichts, weist darauf hin, dass hier ein Missverst&auml;ndnis vorliegt. Aus dem Schlaf, von dem Jesus sprach, w&uuml;rde Lazarus nicht einfach wieder erwachen. Er ist f&uuml;r immer eingeschlafen. Sein Herz hat aufgeh&ouml;rt zu schlagen. Lazarus lebt nicht mehr. So deutlich sagte es Jesus dann auch zu seinen J&uuml;ngern. Sie werden Lazarus nicht mehr lebend wiedersehen. Sie kommen zu sp&auml;t.</p><p>Wie gro&szlig; mag der Schmerz der J&uuml;nger Jesu gewesen sein. Auch sie waren mit Lazarus innerlich sehr verbunden. Er war auch ihr Freund. Was der Herr dann noch sagte, verstanden sie wohl noch weniger: <em>&bdquo;Ich bin froh, dass ich nicht da gewesen bin, damit ihr glaubt." </em></p><p>Freude statt Trauer, froh sein, dass Lazarus tot war &ndash; was war jetzt das? Wenn Jesus sofort losgegangen w&auml;re, w&auml;re sein Freund noch am Leben gewesen. Er h&auml;tte ihn retten k&ouml;nnen. &bdquo;Damit ihr glaubt." Das Leben des Lazarus war verloren. Und nun sollte sein Ende ihren Glauben st&auml;rken? Ein Wunder &ndash; ja, das w&auml;re es gewesen. Das Wunder, dass Lazarus seine schwere Krankheit &uuml;berlebt h&auml;tte und wieder ins Leben zur&uuml;ckgekehrt w&auml;re!</p><p>Aus dem Kreis der J&uuml;nger ergriff nun einer das Wort. Es war Thomas. Illusionen hatte er nicht mehr. Resigniert und deprimiert war er wie seine Mitsch&uuml;ler. Er wollte jetzt nur noch die Sache zu Ende bringen. Die Feinde Jesu warteten auch auf sie<em>: &bdquo;Lasst uns mit Jesus gehen, damit wir mit ihm sterben!"</em><br />
&nbsp;</p><h2><strong>Bei Jesus bleiben &ndash; auch wenn der Mut uns verl&auml;sst</strong></h2><p>Warum muss Leben so schwer sein? Warum so gro&szlig;es Leid? Auch wir hatten schon Nachricht erhalten, dass Menschen, die uns viel bedeutet haben, wohl nicht mehr lange unter uns sein w&uuml;rden. Auch wir standen schon an einem Sterbebett, an einem offenen Grab. Ganz schwer ist uns dann das Herz geworden. Was bleibt uns, wenn einer nach dem anderen aus dieser Welt geht? Was bleibt, wenn es mit uns zu Ende geht? Lasst uns das tun, was die Freunde Jesu getan haben. Lasst uns bei Jesus bleiben. Lasst uns mit Jesus gehen. Jesus sei unser Herr, die Hilfe in jeder noch so gro&szlig;en Not. In seine liebenden H&auml;nde d&uuml;rfen wir uns fallen lassen.</p><p>Die Geschichte, die Johannes in seinem Evangelium erz&auml;hlt, war noch nicht zu Ende. Erst jetzt machte sich Jesus auf den Weg zu Lazarus. Wenn es nach seinen J&uuml;ngern gegangen w&auml;re, h&auml;tte er sich diese M&uuml;he nicht mehr machen m&uuml;ssen. Ihr Freund war ja bereits tot. Aber hatten sie nicht etwas &uuml;bersehen? Hatten sie etwas nicht schon wieder l&auml;ngst vergessen? Manchmal sind Gedanken und Gef&uuml;hle so m&auml;chtig, dass wir nicht mehr der Kraft der Worte Jesu trauen. Wir leben nicht mehr im Vertrauen auf die Zusage der F&uuml;rsorge Gottes. Wir erhoffen uns nichts mehr. Lazarus ist gestorben.</p><p>Trotzdem wollte Thomas seinen Herrn nicht allein zum Trauerhaus gehen lassen. Mit den anderen J&uuml;ngern folgte er Jesus nach. Bei Jesus bleiben, auch wenn uns der Mut verl&auml;sst &ndash; wollen wir es noch einmal ganz neu wagen? Nach seinem Wort fragen, auch wenn die anderen schon lange nichts mehr auf einen gro&szlig;en Gott geben?</p><p>Mal ein Ende machen mit dem Klagen und stille werden und ein Gebet wie dieses sprechen:<br />
&bdquo;Jesus, manchmal bist du mir so fern, so fremd. Wo bist du eigentlich? Ich lese, dass deine N&auml;he Menschen gutgetan hat. Deine liebevolle Ausstrahlung &ndash; sie w&uuml;rde auch mir jetzt guttun. Worte, die ber&uuml;hren &ndash; bitte sage sie auch mir. Dein Geist der Freude und des Friedens &ndash; erf&uuml;lle auch mich mit ihm. Hilf mir, dass ich mir wie dein J&uuml;nger Thomas daran gen&uuml;gen lasse, dort zu sein, wo auch du bist. Dir nahe sein, wird am Ende auch mein gr&ouml;&szlig;tes Gl&uuml;ck sein. Amen.&ldquo;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Gerhard Göller</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17287413.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Gerhard Göller]]></author>
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      <pubDate>Mon, 02 Mar 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Klagen erlaubt]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 38 – ausgelegt von Rahel Haller.</em><br/>
<p>Tiefe Trauer, gro&szlig;es Leid, k&ouml;rperliche Schw&auml;che, die Schwere der S&uuml;nde. Was schwer in Worte zu fassen ist, verarbeitet K&ouml;nig David in diesem Psalm. Psalm 38 gilt als der dritte von sieben &bdquo;Bu&szlig;psalmen", in denen der Beter die Schwere seiner S&uuml;nde erkennt und diese vor seinem Gott bereut und auf seine Hilfe hofft.</p><p>Die Last, die K&ouml;nig David hier beschreibt, wird beim Lesen deutlich. Vielleicht erstaunt das im ersten Moment kurz. Denn der K&ouml;nig David ist ja der, von dem zahlreiche Heldengeschichten &uuml;berliefert sind. Der, der ein gro&szlig;er K&ouml;nig Israels war und ein Mann nach dem Herzen Gottes. Der den Riesen Goliath mit einem kleinen Stein erledigt hat. Der milit&auml;risch viele Schlachten gewonnen und V&ouml;lker besiegt hat. Aber hier sehe ich, dass David auch der ist, der viel Leid getragen hat und seiner Klage vor Gott Raum gibt. Denn ich wei&szlig; auch, dass K&ouml;nig David nicht perfekt war und in S&uuml;nde gefallen ist.</p><p>Er hat Dinge getan, die Gott nicht gefallen. Zum Beispiel hat er einmal die Frau eines anderen Mannes genommen oder eine Volksz&auml;hlung unternommen, die Gott ihm nicht befohlen hatte. Mit seiner S&uuml;nde rebellierte er gegen seinen Gott und erkennt direkt zum Anfang des Psalms, dass als Folge seiner S&uuml;nde Gottes Zorn auf ihm liegt. Anstatt zu schweigen oder die Last dieser S&uuml;nde zu verdr&auml;ngen, gibt David seinen Gef&uuml;hlen Worte. Er tut Bu&szlig;e, bereut seine S&uuml;nde und kehrt um. Dies alles m&uuml;ndet in eine Hoffnung: dass Gott seine Hilfe sein wird und ihn trotz seiner S&uuml;nde nicht verlassen wird. Und daraus kann ich einiges lernen:<br />
&nbsp;</p><h2><strong>1. Klagen ist erlaubt</strong></h2><p>Als Erstes lerne ich, dass Klagen erlaubt ist. &bdquo;Schon wieder nur Regen", &bdquo;Ach, wann kommt der Fr&uuml;hling endlich", &bdquo;Alles in den L&auml;den wird st&auml;ndig teurer" oder &bdquo;Oh nein, ob mein Fu&szlig;ballverein je wieder gewinnt &hellip;" Diese Art von Klagen kommt Ihnen wahrscheinlich recht bekannt vor. Doch hier m&ouml;chte ich &uuml;ber die Klage reden, die ich in der Bibel finde. Klage, die dann bedeutsam wird, wenn ich meine eigene S&uuml;nde erkenne oder schweres Leid mich trifft. Und das betrifft Sie und mich. Wenn ich in die christliche Welt blicke, sehe ich, dass oft kein Raum f&uuml;r Klage ist. Dass ich immer dankbar sein sollte und mich &ndash; auch wenn es mir gerade sehr schlecht geht &ndash; nicht beklagen darf.</p><p>Doch in Psalm 38, sowie an vielen weiteren Stellen in der Bibel, erkenne ich, dass auch die Klage &uuml;ber pers&ouml;nliches Leid einen Platz hat im Leben des Christen. Klagen ist erlaubt und das nicht nur f&uuml;r K&ouml;nig David, sondern auch f&uuml;r uns heute. Vielleicht befinden Sie sich gerade in Umst&auml;nden, die einfach schwer sind. Wo Sie am liebsten dieselben Worte wie K&ouml;nig David beten w&uuml;rden. Dann lade ich Sie ein, vor Gott zu klagen und Ihren Gef&uuml;hlen freien Raum zu geben.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>2. Bu&szlig;e ist notwendig</strong></h2><p>Der zweite Punkt, den ich lerne: Bu&szlig;e ist notwendig. K&ouml;nig David tr&auml;gt Leid, weil Gottes Zorn wegen seiner S&uuml;nde auf ihm lastet. Das wei&szlig; er genau und sp&uuml;rt es am ganzen K&ouml;rper. David tut Bu&szlig;e, bereut seinen Ungehorsam und streckt sich nach Gottes Zuwendung und Hilfe aus. In Vers 19 sagt David: <em>&bdquo;So bekenne ich denn meine Missetat und sorge mich wegen meiner S&uuml;nde."</em></p><p>Das ist wichtig, denn wenn ich wegen S&uuml;nde, die ich begangen habe, oder einem schlechten Gewissen leide, wende ich mich an Gott. S&uuml;nde hat keinen Platz bei Gott und er will, dass ich als sein Kind heilig lebe. Trotzdem wissen Sie wahrscheinlich genauso gut wie ich, dass uns das oft nicht gelingt und wir Dinge sagen, tun oder denken, die Gott nicht gefallen. Durch den Heiligen Geist erkenne ich meine S&uuml;nde und bitte Gott um Vergebung. Denn ohne Vergebung bleibt die Last der S&uuml;nde in meinem Herzen.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>3. Hoffnung ist gegeben</strong></h2><p>Ein letzter Punkt, den ich aus Davids Klage lerne: Es gibt immer Hoffnung. David wei&szlig;: nur Gott kann ihm vergeben und die Last von ihm nehmen. Voller Hoffnung sagt er zum Beispiel in Vers 22 und 23: <em>&bdquo;Verlass mich nicht, HERR, mein Gott, sei nicht ferne von mir! Eile, mir beizustehen, Herr, du meine Hilfe."</em></p><p>David hat eine feste Hoffnung trotz seiner Klage. Und hier habe ich im Vergleich zu K&ouml;nig David sogar einen Vorteil: Er hoffte auf Gottes Zuwendung und Gnade, ohne eine feste Gewissheit zu haben. Ich dagegen schaue voller Gewissheit auf Gottes Vergebung. Denn ich wei&szlig;, dass Jesus Christus vor knapp 2000 Jahren meine Schuld und mein Leid selbst getragen hat, gestorben ist und die Strafe f&uuml;r Davids und meine S&uuml;nden getragen hat. Er ist auferstanden von den Toten, sodass meine Hoffnung gewiss ist, dass die Macht der S&uuml;nde wirklich zerst&ouml;rt ist und ich in seinem Namen Vergebung f&uuml;r meine S&uuml;nden empfange. Egal wie gro&szlig; oder klein diese S&uuml;nden sind.</p><p>Und das ist die &uuml;berw&auml;ltigende Botschaft des Evangeliums, auf die K&ouml;nig David nur verschwommen hoffen konnte, ich aber r&uuml;ckblickend fest baue. So l&auml;dt Psalm 38 Sie ein, Ihrer Klage vor Gott Raum zu geben, Ihre S&uuml;nde zu erkennen, zu benennen und sich voller Hoffnung an den gro&szlig;en Gott zu wenden, der gerne vergibt.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Rahel Haller</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17286968.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Rahel Haller]]></author>
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      <pubDate>Sun, 01 Mar 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Gnade trotz Versagen]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 5. Mose 34,1-12 – ausgelegt von Martin Seltmann.</em><br/>
<h2><strong>Mose steigt auf den Berg &ndash; sein letzter Weg</strong></h2><p>Mose steigt auf den Berg. Nicht zum ersten Mal in seinem Leben. Er ist auch schon auf den Berg Sinai gestiegen &ndash; einen 2000er Gipfel &ndash; sogar zweimal. Damals ging es um den Empfang der Gebotetafeln.</p><p>Diesmal stieg er auf einen nicht ganz so hohen Berg, den Berg Nebo. Der ist nur 800 m hoch. Fiel ihm der Weg m&ouml;glicherweise schwerer? Nicht, weil er inzwischen deutlich &auml;lter war. Er hatte noch genug Kraft. Das steht ausdr&uuml;cklich im Text. Sondern, weil er wusste, dass es sein letzter Weg sein w&uuml;rde. Auf diesem Berg w&uuml;rde er sterben.</p><p>Mose war darauf vorbereitet. Gott selbst hatte es ihm gesagt. Er w&uuml;rde dort sterben, weil er Schuld auf sich geladen hatte, und deshalb nicht das Volk in das gelobte Land f&uuml;hren durfte. Er hatte sich vers&uuml;ndigt am Haderwasser. Das Murren und Zweifeln des Volkes Israel ist auch an dem Anf&uuml;hrer Mose nicht spurlos vor&uuml;bergegangen. Eigentlich war er ja immer derjenige gewesen, der f&uuml;r das Volk eingetreten ist, und der oft auch stellvertretend f&uuml;r das Volk geglaubt hat. Aber an einer Stelle war sie doch eben mal zu schwer, diese Last &ndash; und er hat auch mitgezweifelt, bzw. war ungehorsam.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Auch Glaubenshelden sind nicht perfekt</strong></h2><p>Auch f&uuml;r Mose &ndash; den gr&ouml;&szlig;ten Propheten und F&uuml;hrer des Volkes Israel gilt, was in einem Lied &ndash; &bdquo;Besser sind wir nicht" &ndash; von Theo Lehmann steht, welches ich in meiner Jugendzeit gern gesungen habe:<br />
&bdquo;Auch der gr&ouml;&szlig;te Glaubensheld manchmal in die Tiefe f&auml;llt,<br />
und wer denkt, er ist perfekt, hat sich selbst noch nicht entdeckt" &hellip;</p><p>Mose, der Glaubensheld, hatte an einer wichtigen Stelle versagt. Deshalb darf er das Volk Israel nicht in das verhei&szlig;ene Land f&uuml;hren. Es wird deutlich: Die Bibel zeigt auch bei den gr&ouml;&szlig;ten Propheten, Anf&uuml;hrern, K&ouml;nigen, Aposteln ihre Schw&auml;chen auf. Keiner ist ein Superheld. Alle sind &ndash; wie auch wir &ndash; abh&auml;ngig von Gottes Gnade.</p><p>Aber trotz allem bleibt Mose Gottes Vertrauter. Und so steht auch sein Abschied unter Gottes F&uuml;rsorge und Segen.</p><p>Bevor Mose auf den Berg steigt, segnet er die St&auml;mme Israels &ndash; jeden mit einem besonderen Segen.</p><p>Als er dann auf dem Berg ist, zeigt ihm Gott das verhei&szlig;ene Land. Mose darf es sehen. Er darf es mit seinen Augen aufnehmen. Das ist eine besondere Gnade:</p><p>Das heilige, verhei&szlig;ene Land sehen zu d&uuml;rfen &ndash; in seiner Gr&ouml;&szlig;e und Sch&ouml;nheit. Der Berg Nebo liegt heute in Jordanien. Und tats&auml;chlich hat man dort einen phantastischen Ausblick &uuml;ber das Heilige Land, einschlie&szlig;lich der pal&auml;stinensischen Gebiete.</p><p>Danach stirbt Mose und Gott selbst begr&auml;bt ihn. Niemand hat sein Grab gefunden.</p><p>Mose bleibt f&uuml;r Israel der gr&ouml;&szlig;te Prophet, weil er eine so pers&ouml;nliche Beziehung zu Gott hatte. Er hat Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen; was sonst undenkbar war &ndash; und er wird nun auch pers&ouml;nlich von Gott begraben &ndash; einzigartig!<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Von Mose zu Jesus &ndash; Gottes Weg mit den Menschen</strong></h2><p>Mose war ein ganz Gro&szlig;er; aber er war eben auch ein S&uuml;nder. Er hat Fehler gemacht. Das verschweigt die Bibel nicht. Und doch hat Gott ihn zum Freund genommen. Dies bereitet auch schon prophetisch vor, wie Gott Jahrtausende sp&auml;ter dem Menschen begegnen wird: Als Bruder und Vermittler zwischen Gott und uns in Jesus.</p><p>Bei Mose wurde ein Mensch und ein Volk besonders erw&auml;hlt. Bei Jesus sind alle Menschen besonders, und alle erw&auml;hlt, wenn sie es denn f&uuml;r sich annehmen.</p><p>Mose stirbt. Das Volk Israel trauert. Es beweint ihn drei&szlig;ig Tage. Da wird neben der Trauer an sich auch noch mitschwingen: Kann jemand unseren Anf&uuml;hrer Mose ersetzen? Ist das &uuml;berhaupt m&ouml;glich? Sind wir jetzt nicht verloren? Wie soll es weitergehen? Diese Fragen besch&auml;ftigen auch heute viele Menschen angesichts kirchlicher, gesellschaftlicher und weltpolitischer Umbr&uuml;che. Doch Gott hat schon vorgesorgt. Es gibt keine lange Vakanz, wie das leider in unseren Kirchgemeinden heute oft der Fall ist. Nein, der Geist Gottes bleibt beim Volk. Mose hatte seine H&auml;nde auf Josua gelegt, und dieser wurde erf&uuml;llt mit dem Geist der Weisheit.</p><p>Sicher hatte Josua erstmal zu k&auml;mpfen, bei so einem ber&uuml;hmten Vorg&auml;nger. Ob er Selbstzweifel hatte, wissen wir nicht. Er wurde nicht zu so einer Ber&uuml;hmtheit wie Mose. Das muss nicht jeder werden. Aber er hatte den Geist der Weisheit bekommen, und das war wichtig. Und deshalb wird er das Werk vollenden k&ouml;nnen, Israel in das gelobte Land zu f&uuml;hren.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Israel heute &ndash; ein Segenszeichen f&uuml;r die Welt</strong></h2><p>Wenn ich diese altehrw&uuml;rdigen Texte der Bibel lese, wird mir deutlich, wie wichtig f&uuml;r Israel das Land ist; auch heute. Welche Bedeutung es hat, dass Juden wieder in ihrem verhei&szlig;enen Land wohnen und einen Staat bilden k&ouml;nnen. Bei allen Konflikten und auch bei allem Versagen ihrer politischen F&uuml;hrer (sie sind schlie&szlig;lich nicht vollkommener als Mose!) wird mir neu bewusst: Es ist ein Wunder, dass Israel heute wieder in diesem verhei&szlig;enen Land wohnt und ein Segenszeichen bleibt f&uuml;r alle Welt &ndash; und eben auch f&uuml;r uns Christen.</p><p>Mose war daf&uuml;r ein entscheidendes Werkzeug. Er war nicht vollkommen. Das wird ehrlich beschrieben; schon in &Auml;gypten, als Mose fliehen musste, weil er im Zorn einen brutalen Aufseher umgebracht hat. Er war nicht von Haus aus zum Anf&uuml;hrer geboren, er konnte nicht gut reden &hellip; Aber er hat Gottes Berufung angenommen. Er wuchs mit seinen Aufgaben, bekam die Gaben, die er brauchte, bzw. Menschen an die Seite, die ihn erg&auml;nzten und berieten.</p><p>Und er trat immer wieder f&uuml;r sein Volk ein, besonders dann, wenn sie murrten, verzagten, sich von Gott abwenden wollten. Er war Mittler zwischen seinem Volk und Gott.</p><p>Wie ist unser Stand im Volk Gottes, zu dem wir als Christen geh&ouml;ren d&uuml;rfen? Murren und schimpfen wir mit? R&uuml;mpfen wir die Nase &uuml;ber vermeintliche Fehler und Schwachstellen? Oder treten wir ein f&uuml;r die Gemeinde, die Kirche, das Volk Gottes im Gebet; aber auch im aktiven treuen Einsatz.</p><p>Gott hat den treuen Dienst des Mose am Ende belohnt mit pers&ouml;nlicher Zuwendung und F&uuml;rsorge. Er wurde vorbereitet auf sein Sterben. Er durfte die St&auml;mme seines Volkes zum Abschied segnen. Er durfte einen Blick in das verhei&szlig;ene Land tun und unter engster Begleitung seines Herrn und Gottes aus dem Leben abscheiden.</p><p>Dazu muss ich sagen, so einen letzten Weg w&uuml;nsche ich mir auch f&uuml;r mich und meine Lieben, f&uuml;r jeden, der Gott sucht und ihm vertraut.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pfarrer Martin Seltmann</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17285419.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pfarrer Martin Seltmann]]></author>
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      <pubDate>Sat, 28 Feb 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Mose segnet die Stämme Israels]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 5. Mose 33,1-5.26-29 – ausgelegt von Lothar Kuhnke.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 5. Mose 33,1-5.26-29 – ausgelegt von Lothar Kuhnke.</em><br/>
<h2><strong>Worte, die tragen: Mose segnet das Volk</strong></h2><p>Es gibt Worte, die gewinnen an Gewicht, je n&auml;her ein Mensch dem Ende seines Lebens kommt. Abschiedsworte sind keine beil&auml;ufigen S&auml;tze. Sie sind verdichtet. Sie sind gepr&uuml;ft. Sie sind getragen von Erfahrung, von durchlittenen Krisen, von Hoffnung und manchmal auch von Schmerz.</p><p>Mose steht am Ende seines Weges und seines Lebens. Vierzig Jahre W&uuml;stenwanderung liegen hinter ihm, ein ganzes Leben im Dienst Gottes. Er hat Gottes Gr&ouml;&szlig;e gesehen &ndash; und Israels Sturheit. Er hat das Meer sich teilen sehen &ndash; und das goldene Kalb. Er durfte Gott nahe sein wie kaum ein anderer &ndash; und doch das verhei&szlig;ene Land selbst nicht betreten.</p><p>An dieser Schwelle segnet Mose das Volk. Nicht mit fl&uuml;chtigen Worten, sondern mit einem letzten, tiefen Zeugnis: Wer Gott ist &ndash; und was es hei&szlig;t, unter seinem Segen zu leben.</p><p>Unser Text rahmt dieses Segenskapitel ein: die Verse 1&ndash;5 als Auftakt und die Verse 26&ndash;29 als machtvoller Abschluss. Dazwischen stehen die einzelnen Segensworte f&uuml;r die St&auml;mme Israels. Doch der Rahmen ist entscheidend: Er zeigt, woher der Segen kommt und worin seine Kraft besteht.</p><hr /><h2><strong>Gott kommt &ndash; der Ursprung des Segens</strong></h2><p>&bdquo;<em>Dies ist der Segen, mit dem Mose, der Mann Gottes, die Israeliten vor seinem Tod segnete</em>."</p><p>Schon der erste Satz macht klar: Mose ist nicht einfach ein alter Mann, der gute W&uuml;nsche ausspricht. Er ist &bdquo;der Mann Gottes". Nicht, weil er perfekt ist, sondern weil er in Gottes Auftrag gesprochen hat.</p><p>Der Segen beginnt nicht bei Mose, sondern bei Gott selbst: &bdquo;<em>Der HERR ist vom Sinai gekommen und ist ihnen aufgeleuchtet von Se&iuml;r her; er ist erschienen vom Berge Paran her</em> &hellip;"</p><p>Hier wird Gottes Geschichte mit Israel in wenigen Worten zusammengefasst. Sinai &ndash; das ist der Ort der Offenbarung. Dort hat Gott geredet. Dort hat er seinen Willen gezeigt. Dort hat er sich als heiliger und zugleich gn&auml;diger Gott offenbart.</p><p>Auch wir leben in einer Zeit, in der wir uns stark auf menschliche Sicherheiten verlassen: auf Technik, medizinischen Fortschritt, Versicherungen, politische Systeme oder pers&ouml;nliche R&uuml;cklagen. All das hat seinen Platz &ndash; aber es tr&auml;gt nicht letztlich.</p><p>Wirklicher Segen kommt nicht aus dem, was wir machen oder besitzen, sondern daraus, dass Gott sich uns zuwendet und redet. Wo Gottes Wort verstummt, wird auch der Segen unklar. Wo wir aber auf Gottes Reden h&ouml;ren &ndash; im Gottesdienst, in der Bibel, im Gebet &ndash;, da entsteht Orientierung, selbst in unsicheren Zeiten.</p><p>Der Glaube lebt davon, dass Gott kommt &ndash; nicht davon, dass wir alles im Griff haben.</p><hr /><h2><strong>In Gottes Hand &ndash; gehalten, gewiesen, geborgen</strong></h2><p><em>&bdquo;Wie hat er sein Volk so lieb! Alle Heiligen sind in deiner Hand."</em> Der Gott Israels ist kein kalter Machthaber. Er ist ein liebender Gott. Und seine Liebe zeigt sich darin, dass sein Volk in seiner Hand ist.</p><p>Was f&uuml;r ein Bild! Nicht: Israel h&auml;lt Gott fest. Sondern: Gott h&auml;lt Israel fest. Diese Hand hat getragen durch die W&uuml;ste. Diese Hand hat versorgt mit Manna. Diese Hand hat gesch&uuml;tzt vor Feinden. Und diese Hand hat auch erzogen, korrigiert, zurechtgebracht.</p><p>Vers 4 erinnert daran, dass Mose das Gesetz weitergegeben hat: <em>&bdquo;Mose hat uns das Gesetz geboten, das Erbe der Gemeinde Jakobs."</em> Auch das geh&ouml;rt zum Segen. Gottes Weisung ist kein Joch, sondern ein Erbe.</p><p>Viele Menschen erleben ihr Leben heute als br&uuml;chig: Gesundheit kann pl&ouml;tzlich schwinden, Beziehungen zerbrechen, Sicherheiten gehen verloren. Gerade im Alter &ndash; aber auch in j&uuml;ngeren Jahren &ndash; stellt sich die Frage: Wer h&auml;lt mich, wenn meine eigenen Kr&auml;fte nachlassen?</p><p>Die Zusage lautet: Wir sind in Gottes Hand. Nicht nur in starken, frommen Momenten, sondern auch in Phasen der M&uuml;digkeit, der Zweifel und der Schw&auml;che. Gottes Gebote und Weisungen sind dabei keine Last, sondern Orientierungshilfen. Sie bewahren uns davor, uns selbst oder andere zu verletzen. In einer Zeit, in der jeder &bdquo;seine eigene Wahrheit" lebt, schenkt Gottes Wort Halt und Richtung.</p><p><em>&bdquo;Und der Herr ward K&ouml;nig &uuml;ber Jeschurun, als sich versammelten die H&auml;upter des Volkes."</em> Israel hat keinen menschlichen K&ouml;nig &ndash; noch nicht. Und doch hat es einen K&ouml;nig: den HERRN selbst. Das ist entscheidend. Der Segen h&auml;ngt nicht an charismatischen Leitern, nicht an stabilen Strukturen, nicht an milit&auml;rischer St&auml;rke. Der Segen h&auml;ngt daran, dass Gott als K&ouml;nig anerkannt wird. Wo Gott regiert, da entsteht Ordnung. Da entsteht Freiheit. Da entsteht Zukunft. Und dieser Gedanke wird am Ende des Kapitels noch einmal mit gewaltiger Kraft aufgenommen.</p><hr /><h2><strong>Ewige Arme &ndash; Gottes Segen tr&auml;gt &uuml;ber alles hinaus</strong></h2><p><em>&bdquo;Es ist kein Gott, wie der Gott Jeschuruns!"</em> Das ist das Herzst&uuml;ck des Abschlusses. Ein Bekenntnis. Eine Einladung zum Vertrauen. &bdquo;<em>Er f&auml;hrt einher am Himmel, dir zu helfen</em> &hellip;" Gott ist erhaben &ndash; und zugleich zugewandt. Er ist gro&szlig; &ndash; und pers&ouml;nlich.</p><p>Vers 27 bringt eines der tr&ouml;stlichsten Bilder der Bibel: &bdquo;<em>Zuflucht ist bei dem alten Gott</em> (eigentlich: bei dem Gott der Urzeit), <em>und unter den ewigen Armen</em>." Ewige Arme. Nicht m&uuml;de. Nicht schwach. Nicht begrenzt.</p><p>Viele Menschen haben heute das Gef&uuml;hl, dass ihnen der Boden unter den F&uuml;&szlig;en weggezogen wird: globale Krisen, Kriege, gesellschaftliche Spannungen, pers&ouml;nliche &Uuml;berforderung. Manches, was jahrzehntelang sicher schien, wankt. Gerade hier spricht der Text hinein: Unter dir sind ewige Arme. Nicht zeitlich begrenzte L&ouml;sungen. Nicht menschliche Versprechen. Sondern Gott selbst.</p><p>Diese Zusage gilt besonders dort, wo wir nichts mehr &bdquo;machen" k&ouml;nnen: bei Krankheit, im Abschiednehmen, im &Auml;lterwerden, im Sterben. Wir fallen nicht ins Nichts &ndash; wir fallen Gott entgegen. In seine Arme.</p><p>&bdquo;<em>Israel wohnt sicher, der Brunnquell Jakobs unbehelligt, in dem Lande da Korn und Wein ist</em>." Sicherheit ist hier kein Zustand ohne Gefahr. Es ist Sicherheit in der Gefahr. Denn Gott selbst ist der Schutz.</p><p>Der letzte Vers steigert sich zu einem Jubelruf: <em>&bdquo;Wohl dir, Israel! Wer ist dir gleich? Du Volk, das sein Heil empf&auml;ngt durch den Herrn!" </em>Nicht Israels Gr&ouml;&szlig;e wird gepriesen, sondern seine Rettung. Nicht seine Leistung, sondern sein Gott.</p><p>Mose stirbt. Aber Gottes Segen bleibt. Gottes Segen tr&auml;gt &uuml;ber Generationen hinweg. Er endet nicht mit einem Menschen. Er endet nicht mit einem Lebensabschnitt. Er endet nicht einmal mit dem Tod. Wir leben in einer Zeit, in der vieles auf Leistung, Tempo und Erfolg ausgerichtet ist. Wer nicht mehr &bdquo;kann", f&uuml;hlt sich schnell &uuml;berfl&uuml;ssig. Die Bibel setzt hier einen Gegenakzent: Der Wert eines Menschen h&auml;ngt nicht an seiner Produktivit&auml;t, sondern an Gottes Treue. Gerade am Ende des Lebens &ndash; oder in &Uuml;bergangsphasen &ndash; wird diese Botschaft wichtig: Ich bin nicht verlassen. Ich bin gesegnet. Getragen von ewigen Armen.</p><p>So d&uuml;rfen auch Sie leben &ndash; im Vertrauen auf diesen Gott. Gesegnet, gehalten, geborgen. Heute. Morgen. Und bis ans Ende.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Lothar Kuhnke</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17284655.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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      <title><![CDATA[Aller guten Dinge sind drei]]></title>
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<h2><strong>&bdquo;Ich bin mit dir &ndash; ich gehe dir voran"</strong></h2><p>&bdquo;Aller guten Dinge sind drei", sagt eine deutsche Redewendung, wenn etwas Gutes als &bdquo;abgerundet" dargestellt werden soll. In der hebr&auml;ischen Sprache wird ein Sachverhalt dreimal wiederholt, um seine herausragende Bedeutung zu unterstreichen. Das wurde mir bewusst, als ich in unserem Textabschnitt dreimal die Aussage Gottes las: &bdquo;Ich bin <strong>mit</strong> Dir, ich gehe Dir voran." &ndash; Wie gut es ist, eine wichtige Pers&ouml;nlichkeit zu kennen, der ich folgen kann, habe ich in bester Erinnerung. Ich wusste, dass ein Freund, der weit weg wohnte, eine verantwortliche, berufliche Position hatte. Als ein Treffen zur Vorbereitung einer Angelegenheit anstand, sagte er zu mir: &bdquo;Wir kommen uns entgegen und treffen uns in unserem Rechenzentrum." Als ich davorstand, empfand ich das Geb&auml;ude wie eine Festung. Dann begr&uuml;&szlig;te mich mein Freund und er ging mir voran. Er kannte den Weg im Geb&auml;ude genau und mit seiner autorisierten Chip-Karte &ouml;ffneten sich alle T&uuml;ren. Das war beeindruckend f&uuml;r mich. Es ist super, den Chef zu kennen, dachte ich!</p><hr /><h2><strong>Gottes Versprechen &ndash; gestern, heute und f&uuml;r immer</strong></h2><p>Es beeindruckt mich genauso, dass Mose seinem Nachfolger Josua und auch dem ganzen Volk Israel verspricht: Jahwe, der Sch&ouml;pfer dieser Welt, will in der Zukunft immer da sein und vorangehen! Im Neuen Testament erkl&auml;rt Jesus Christus, dass er der &bdquo;gute Hirte" ist, der vor seinen Schafen hergeht und sie ihm folgen. Und im Zusammenhang mit dem Auftrag des Herrn Jesus Christus an seine J&uuml;nger, n&auml;mlich in die Welt zu gehen und zu ihm einzuladen, gibt er ihnen die Zusage: &bdquo;Ich bin bei euch jeden Tag bis ans Ende der Welt." Sie merken: Dieses Versprechen, dass Gott da ist und vorausgehen wird, zieht sich durch die ganze Bibel und gilt bis heute.</p><p>Nun aber ist die Frage berechtigt: &bdquo;Was hei&szlig;t das denn, dass Gott selbst da ist, vorangeht und handelt?" Die Bibel ist voll von vielen praktischen Antworten. Hier in unserem verlesenen Bibeltext finde ich drei Aussagen, die ich mit Ihnen bedenken m&ouml;chte:</p><hr /><h2><strong>Gott beruft Menschen &ndash; und geht mit ihnen</strong></h2><p>Zun&auml;chst f&auml;llt mir auf, dass Gott Menschen beruft. Mit ihnen zusammen will er auf dieser Welt handeln. Einer von vielen war Mose. Er wird in der Bibel &bdquo;ein Freund Gottes" genannt. Die beiden standen in einem vertrauten Verh&auml;ltnis zueinander. Eine ganze Menge ihrer freundschaftlichen Gespr&auml;che sind zum Nachlesen in den B&uuml;chern Mose im Alten Testament aufgeschrieben. Gerade in schweren Situationen hatte sich diese enge Beziehung bew&auml;hrt. Nun aber war Mose alt. Mit der Perspektive, f&uuml;r immer bei Gott zu sein, &uuml;bergab er sein Amt als Anf&uuml;hrer des Volkes Israel an seinen Nachfolger Josua. Genau dazu hatte Gott ihn beauftragt. Dadurch war Mose auch bevollm&auml;chtigt, bei der Stab&uuml;bergabe g&ouml;ttliche Worte mit gro&szlig;em Gewicht Josua und dem ganzen Volk weiterzugeben: &bdquo;<em>Seid stark und mutig! Habt keine Angst und erschreckt nicht. Denn der Herr, euer Gott, wird selbst mit euch gehen. Er wird euch nicht verlassen und euch nicht im Stich lassen!" </em>Diese starke Zusage Gottes ist bis heute an die gerichtet, die bereit sind, &bdquo;Handlanger Gottes" zu sein! Das hei&szlig;t nicht, dass dann alles nach unseren Vorstellungen glatt verl&auml;uft. Aber wenn Gott da ist und vorangeht, k&ouml;nnen wir getrost und zuversichtlich losgehen!</p><p>Dann lese ich einige Aussagen &uuml;ber Gottes Wirken, die mich durchaus irritieren. Sie machen mir bewusst: Ich kleiner Mensch muss mich verneigen vor den Entscheidungen Gottes. Es steht mir nicht zu, diesen Herrn zu fragen, warum es zu seinem Plan geh&ouml;rt, ganze Volksst&auml;mme zu vernichten. Diese Aussage steht zweimal in dem verlesenen biblischen Textabschnitt und deutet das Ziel an: Gott wird Israel in das schon lange versprochene Land f&uuml;hren. Und alle sollen sehen: Wer sich gegen Gott stellt, kann nur verlieren!</p><p>Auch f&uuml;r mich heute sind Bilder aus Kriegsgebieten entsetzlich, die zeigen, wie Menschen sterben. Gott erkl&auml;rt dazu an anderen Stellen der Bibel, dass er als der Sch&ouml;pfer dieser Welt zu jedem Leben Anfang und Ende bestimmt. Mein Verstand wei&szlig;: Jeder Mensch muss sterben! Trotzdem bleibt Sterben schlimm. Ich habe f&uuml;r mich beschlossen, dass ich es Gott &uuml;berlasse, wann dieser Zeitpunkt f&uuml;r jeden Menschen gekommen ist &ndash; auch f&uuml;r mich. Dieses &bdquo;Ich bin mit Dir, ich gehe Dir voran" &ndash; l&auml;sst mich bei diesen Gedanken ruhig werden.</p><hr /><h2><strong>Gottes Souver&auml;nit&auml;t und der Ruf zur Nachfolge</strong></h2><p>Als Drittes entdecke ich f&uuml;r die Beziehung zu dem gegenw&auml;rtigen Gott eine weitere Herausforderung: &bdquo;Ihr sollt so handeln, wie ich es befohlen habe." Mose und Josua kannten das: Gott befiehlt und sie setzten den Befehl um. In unserer Gesellschaft sind Befehle unbeliebt. Sie werden als Beeintr&auml;chtigung der Freiheit angesehen. Dazu hat mir ein lieber Freund, der Marine-Offizier ist, sehr &uuml;berzeugend erkl&auml;rt: &bdquo;Stell Dir vor, der Kapit&auml;n eines gro&szlig;en Schiffes gibt einen Befehl und die Mannschaft f&auml;ngt an zu diskutieren, ob dieser Befehl denn so richtig sei. In der Zwischenzeit k&ouml;nnte das Schiff bei der Einfahrt in den Hafen die Kaimauer rammen und es w&uuml;rde ein gro&szlig;er Schaden entstehen."</p><p>An diesem Beispiel leuchtet mir ein, Befehle Gottes zu befolgen, wie sie in der Bibel stehen oder sie mir sein Heiliger Geist konkret in mein Leben sagt! Sie sind das Beste, was mir passieren kann: Sie kommen vom Chef, der den &Uuml;berblick hat &ndash; sogar &uuml;ber die Zukunft! Die Umsetzung ist keine Beeintr&auml;chtigung der Freiheit, sondern Weisheit! Au&szlig;erdem f&auml;llt es viel leichter, Anweisungen dessen zu befolgen, den ich gut kenne. Worte, die irgendjemand daher plappert, der mir v&ouml;llig unbekannt ist, haben kaum Bedeutung. Daher lade ich Sie herzlich ein, die Beziehung zu dem unsichtbaren, aber sp&uuml;rbaren Herrn aller Herren zu intensivieren und ein &bdquo;Freund Gottes" zu werden, wie Mose es war. Je mehr diese Beziehung w&auml;chst, umso wertvoller sind seine Worte. Menschen, die Gottes Wort verachten, kennen ihn nicht. Es ist doch super, den Chef zu kennen!</p><p>Gottes Auftr&auml;ge umzusetzen, braucht Mut! Ich beschlie&szlig;e wieder neu, aufgrund der Zusagen des allm&auml;chtigen Gottes aufzubrechen, wie Josua es tat. Ich will mir Zeit nehmen, um zu h&ouml;ren, was der Geist Gottes mir sagt. Und dann das auch tun, zur Ehre Gottes. Kommen Sie mit?</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Jürgen Schmidt</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17283977.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Jürgen Schmidt]]></author>
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      <pubDate>Thu, 26 Feb 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Erinnerungen auffrischen, um Gott zu gehorchen]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 5. Mose 30,11-20 – ausgelegt von Hans-Jürgen Lieber.</em><br/>
<h2><strong>Die Versammlung des Volkes</strong></h2><p>Mose bestellt sein Haus. Immerhin ist er schon hundertzwanzig geworden! Zur Einstimmung seines Volkes auf Gottes Plan hat er sie zusammengerufen. Alle sollen kommen. Vorab die zw&ouml;lf St&auml;mme, ihre Oberh&auml;upter, die &Auml;ltesten, die Amtsleute, jeder Mann, jede Frau, jedes Kind, alle Verb&uuml;ndeten, einfach alle. (5. Mose 29,9&ndash;14). Sogar an Fehlende wird gedacht. Als Ort seiner Rede hat Mose eine weite Ebene im Lande Moab gew&auml;hlt. Die Ansprache kann beginnen.</p><p>Mose nimmt seinen Platz ein. Vielleicht an erhobener Stelle, damit alle ihn h&ouml;ren k&ouml;nnen? Es wird still, als Mose beginnt.</p><hr /><h2><strong>R&uuml;ckblick auf Gottes Treue</strong></h2><p>Warum habe ich euch herbestellt? Was wollen wir hier im w&uuml;sten Land? Ich will es euch sagen: Erinnerungen auffrischen! Fangen wir bei des Allm&auml;chtigen wunderbaren Taten an. Denkt ihr noch an den unglaublichen Auszug aus dem feindlich gesonnenen &Auml;gypten? Den Pharao mit Ross und Wagen im Nacken? Wie uns die Wogen des Meeres fast &uuml;ber den Kopf schlugen? Und wie uns der HERR hin&uuml;bertrug und vor dem Ertrinken rettete? Wisst ihr es noch? Ja, und dann vierzig Wanderjahre durch Hitze und Trockenheit, durch Sand und Ger&ouml;ll? Wer st&auml;rkte uns da, dass wir nicht umkamen? Wer richtete uns immer wieder auf? Ich sage es euch: Es war unser Gott, der seine Hand &uuml;ber uns hielt! Er gab uns Nahrung genug. Und lie&szlig; uns nicht verzagen. Ablenken wollte er vermeiden. N&uuml;chtern sollten wir bleiben!</p><p>Das alles und mehr tat Gott f&uuml;r uns. Erinnert euch daran, wenn ich jetzt Gottes Plan offenlege. Er wird euren Glauben an seine Macht herausfordern! Das hat noch kein Volk vor euch erlebt!</p><hr /><h2><strong>Die Verhei&szlig;ung: Ein eigenes Land</strong></h2><p>H&ouml;rt zu, ihr M&auml;nner, Frauen und Kinder vom Volke Israel! Gott hat Unglaubliches mit euch vor! Erschreckt nicht und erinnert euch gut an seine bewiesene Treue und Sorge, wenn ich nun seine weiteren Pl&auml;ne verk&uuml;nde. Gott der Allm&auml;chtige hat euch unter allen V&ouml;lkern auserw&auml;hlt, um einen festen Bund zu schlie&szlig;en! Dauerhaft und ewig! Ja, das will euer Gott, der euch bis hier gef&uuml;hrt hat. H&ouml;rt, was er euch verk&uuml;nden l&auml;sst!</p><p>Er, unser Gott, will euch &bdquo;in das Land bringen, das eure V&auml;ter besessen haben, und ihr werdet es einnehmen, und er wird euch Gutes tun und zahlreicher machen, als eure V&auml;ter waren." Ihr bekommt endlich ein eigenes Land! Nur f&uuml;r euch. Zum Bewohnen und Sesshaftwerden. K&ouml;nnt ihr euch das vorstellen? Ein eigenes Land, das euch niemand mehr streitig machen kann! In dem ihr frei leben k&ouml;nnt und nicht nur geduldet werdet! Frei auf eigenem Grund und Boden! Dazu Sicherheit. Keine Angst mehr vor Vertreibung und Vernichtung. Wollt ihr das erlangen? Gott will uns nicht nur retten vor unseren Verfolgern, nein, mehr noch! Er will uns ein Land schenken, eine Heimstatt, f&uuml;r alle Zeiten! K&ouml;nnt ihr das ermessen? Jetzt seid ihr gefordert. Seid ihr bereit? Seid ihr stark? Habt ihr Vertrauen?</p><p>Dann werdet ihr mit Gottes Hilfe das versprochene Land erreichen und besitzen. Euer Glaube kann Berge versetzen!</p><hr /><h2><strong>Die Bedingungen: Gehorsam und Wahl</strong></h2><p>Indes, Gottes Geschenk ist nicht gratis. Mose erkl&auml;rt, dass es mit Auflagen verbunden ist. Freilich mit erf&uuml;llbaren. Alles wird euch geh&ouml;ren, wenn <em>&bdquo;ihr der Stimme des Herrn, deines Gottes gehorcht und h&auml;ltst seine Gebote und Rechte, die geschrieben stehen im Buch dieses Gesetzes, wenn du dich bekehrst zu dem Herrn, deinem Gott, von ganzem Herzen und von ganzer Seele." </em>(5. Mose 30,2.10)</p><p>Ist das eine erf&uuml;llbare Aufgabe? Oder verlangt Gott Unm&ouml;gliches? Auf keinen Fall ist sie leicht. Hier wird aufgewogen: Geschenk eines eigenen Landes, unentrei&szlig;bar. Auf der anderen Seite, Gehorsam ohne Wenn und Aber. Das klingt hart. Und dennoch ist es ein Gebot, <em>&bdquo;nicht zu hoch und nicht zu fern. Es ist nicht im Himmel" </em>(Verse 11,12). Keiner muss sich verbiegen, das Gebot herunterholen oder das Meer &uuml;berqueren, um an Gottes Gebot zu reichen. Nein, das Wort Gottes ist &bdquo;ganz nahe bei dir, in deinem Munde und in deinem Herzen, wenn du es tust." (Vers 14). Keine leichte Aufgabe, eher eine B&uuml;rde, an der zu tragen ist. Es wird Kraft, Mut und Vertrauen erfordern, Gottes Vorgaben zu erf&uuml;llen, um das Landgeschenk zu erhalten. Viel Gottvertrauen und Geduld werdet ihr brauchen, um das verhei&szlig;ene Land zu erreichen und einzunehmen. Viele werden das Land nicht mehr erreichen. Aber, wenn Gott euch F&uuml;hrer stellt, die euch zum Kampf anleiten und anfeuern, dann werdet ihr die Heiden besiegen und das Land gewinnen. So wahr Gott lebt.</p><p>Sicher, es wird der Glaubensst&auml;rke bed&uuml;rfen, auf Gottes Wegen zu bleiben und nicht davon abzugehen. Heute l&auml;sst er euch abw&auml;gen, was ein Leben wert ist. W&auml;hlt gut &uuml;berlegt: entweder das Gute oder den Tod und das B&ouml;se. Trefft eine eindeutige Entscheidung. Wenn ihr sein Angebot annehmt und das Gute wollt, &bdquo;<em>werdet ihr leben und euch mehren</em>" und das versprochene Land einnehmen. (Verse 15, 16).</p><p>Dann wird Gott euch in euer Land f&uuml;hren und es euch &uuml;bergeben. Sein Angebot steht. Nun schaut auf die andere Seite. Was geschieht, wenn ihr das Angebot ausschlagt und macht, was ihr wollt? Oder gar euch G&ouml;tzen sucht, die ihr anbetet und ihnen dient? (Vers 17). Dann wird euch Gott wieder alles wegnehmen. Das Land, das endlich erstrebte, wird euch wieder genommen werden. Ja, ihr werdet sogar untergehen. W&auml;re dann alles nur ein sch&ouml;ner Traum gewesen? Und alles wieder unerreichbar? Es sind gewaltige Gedanken, Chancen und Risiken liegen nebeneinander. Was tun?</p><p>Ein Angebot, das alle hin- und herrei&szlig;t. Und in seinem Ausma&szlig; erst mal verwirrt. Selbst f&uuml;r die Kl&uuml;gsten unter ihnen. Mose hat auch nichts anderes erwartet. Er l&auml;sst dem Volk Zeit, nachzudenken. Keiner braucht sofort zuzustimmen oder abzulehnen. Sicherlich sind es Worte, die Menschen zum Tr&auml;umen bringen. So wie im Psalm 126: <em>&bdquo;Wenn der Herr die Gefangenen Zions erl&ouml;sen wird, so werden wir sein wie die Tr&auml;umenden."</em> (Vers 1). Die Zuh&ouml;rer schwanken zwischen Freude und Zweifel. Doch Mose verk&uuml;ndet weiter, vielleicht als Entscheidungshilfe. <em>&bdquo;Ich habe euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt, damit ihr das Leben erw&auml;hlt und am Leben bleibt, ihr und eure Nachkommen."</em> (Vers 19).</p><p>Kurz gesagt: Liebe Landsleute, liebt den Herrn, euren Gott, habt Vertrauen, lasst nie von ihm ab, dann habt ihr nichts zu bef&uuml;rchten. Damit k&ouml;nntet ihr alt werden und euer eigenes Land behalten. Gott h&auml;lt sein Wort. Ergreift seine ausgestreckte Hand! Gott sch&uuml;tze euch.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Hans-Jürgen Lieber</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17283172.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Hans-Jürgen Lieber]]></author>
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      <pubDate>Wed, 25 Feb 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die zwölf Fluchworte]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 5. Mose 27,11-26 – ausgelegt von Hans-Günter Mohn.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 5. Mose 27,11-26 – ausgelegt von Hans-Günter Mohn.</em><br/>
<p>Als ich diesen Bibeltext gelesen habe, konnte ich mir die Szene regelrecht in meinem Kopfkino vorstellen. Beide Berge &uuml;berschauen das Tal Sichem, im heutigen Westjordanland. Der Berg Garizim im S&uuml;den und der Berg Ebal im Norden. Beide sind etwa 900 Meter hoch und liegen von Gipfel zu Gipfel betrachtet etwa drei Kilometer auseinander.</p><p>Tats&auml;chlich wird der Berg Ebal schon im vorherigen Abschnitt erw&auml;hnt. Mose hatte dem Volk Israel geboten, alle Gebote Gottes auf Denksteine zu schreiben und sie auf dem Berg Ebal aufzurichten. Die get&uuml;nchten und dann beschrifteten Steine sollten Gottes Volk an seine Gebote erinnern. Offenbar brauchte das Volk steinharte Erinnerungen an das, was Gott seinem Volk geboten hatte, damit sie seine Gebote nicht vergessen.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Die Zeremonie auf den Bergen Garizim und Ebal</strong></h2><p>Neben dieser Zeremonie mit den Gedenksteinen gebot Mose eine weitere, weitaus dramatischere Zeremonie. Die H&auml;lfte der St&auml;mme Israels sollte nach der &Uuml;berquerung des Jordans auf den Berg Garizim steigen &ndash; konkret die St&auml;mme Simeon, Levi, Juda, Issachar, Josef und Benjamin. Ihr Auftrag war es, von dort das Volk zu segnen. Interessanterweise werden die Segensw&uuml;nsche im Bibeltext nicht erw&auml;hnt.</p><p>Die andere H&auml;lfte der St&auml;mme Israels &ndash; konkret Ruben, Gad, Asser, Sebulon, Dan und Naftali &ndash; sollten den Berg Ebal besteigen, um zu verfluchen. Der Ablauf der Zeremonie war klar von Mose beschrieben: &bdquo;<em>Und die Leviten sollen anheben und zu allen M&auml;nnern Israels mit lauter Stimme sagen: Verflucht sei&hellip;" </em>(5. Mose 27,14-15a). Im weiteren Verlauf des Textes werden dann zw&ouml;lf Vergehen bzw. Gesetzes&uuml;bertretungen genannt, aufgrund derer diese Fl&uuml;che ausgesprochen werden.</p><p>Die Leviten waren also das Sprachrohr Gottes in dieser einzigartigen Zeremonie. Und jeder der zw&ouml;lf Fl&uuml;che wurde von den Leviten mit den Worten eingeleitet: &bdquo;Verflucht sei&hellip;"</p><p>Und auch die Antwort des Volkes auf jeden der zw&ouml;lf Fl&uuml;che war bereits festgelegt: &bdquo;<em>Und alles Volk soll sagen: </em><em>Amen</em>." Mit anderen Worten: Auf die Warnung der Leviten hin, diese Gebote nicht zu brechen, sollte das Volk zur Antwort geben: &bdquo;Alles klar! Verstanden! Dieses Schlimme und B&ouml;se soll &uuml;ber uns kommen, sollten wir diese Gebote Gottes brechen."</p><p>Spannend fand ich beim Lesen des Textes, dass keine Inhalte dieser zw&ouml;lf Fl&uuml;che beschrieben werden. Es wird also nichts &uuml;ber die Substanz der Fl&uuml;che geschrieben, &hellip; also wie sich die Fl&uuml;che in der Konsequenz auswirken werden. Es wird aber mit aller Deutlichkeit beschrieben, welche Vergehen, &hellip; welche Gesetzes&uuml;bertretungen einen Fluch zur Folge haben werden.</p><p>Konkrete Beschreibungen der Fl&uuml;che &ndash; also was passieren wird, wenn &hellip; &ndash; folgen dann im 28. Kapitel des 5. Mosebuches.</p><p>Doch was sind &uuml;berhaupt Fl&uuml;che? Nach meinem Verst&auml;ndnis ist ein Fluch der entschlossene Wunsch, dass &uuml;ber denjenigen, der einen Bund oder einen Vertrag verletzt hat, etwas Schlimmes und B&ouml;ses hereinbricht. Bezogen auf den heutigen Bibeltext werden im n&auml;chsten Kapitel konkrete und elementare Dinge beschrieben, die dem Gesetzes&uuml;bertreter das Leben richtig schwer machen werden.</p><p>Tats&auml;chlich wurden in Israel Fl&uuml;che in verschiedenen Situationen ausgesprochen. Mit Fl&uuml;chen versuchte man die Bedingungen eines Vertrags zu sichern, indem man den Fluch in Richtung dessen aussprach, der in der Zukunft den Vertrag brechen w&uuml;rde. &bdquo;Wenn du dich nicht an den Vertrag h&auml;ltst, wird das die Konsequenz sein!"<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Die zw&ouml;lf Fl&uuml;che und ihre Vergehen</strong></h2><p>Der erste Fluch richtet sich gegen denjenigen, der sich G&ouml;tzen macht, &hellip; der zweite gegen den, der Vater oder Mutter entehrt, &hellip; der dritte gegen den, der des N&auml;chsten Grenze verr&uuml;ckt, &hellip; der vierte gegen den, der einen Blinden irref&uuml;hrt, &hellip; der f&uuml;nfte gegen den, der das Recht des Fremden, der Waise und der Witwe beugt. Darauf folgen vier Fl&uuml;che gegen diejenigen, die sich sexuell vers&uuml;ndigen, &hellip; konkret:</p><ul><li>Wenn jemand mit der Frau seines Vaters Sex hat.</li><li>Wenn jemand Sex mit einem Tier hat.</li><li>Wenn jemand Sex mit seiner Schwester hat.</li><li>Wenn jemand Sex mit seiner Schwiegermutter hat.</li></ul><p>Darauf folgt der zehnte Fluch&hellip; und zwar gegen den, der seinen N&auml;chsten heimlich erschl&auml;gt, &hellip; dann der elfte, gegen den, der unschuldiges Blut vergie&szlig;t, &hellip; und schlie&szlig;lich der zw&ouml;lfte, der wie eine Zusammenfassung zu lesen ist: <em>&bdquo;Verflucht sei, wer nicht alle Worte dieses </em><em>Gesetzes</em><em> erf&uuml;llt, dass er danach tue!"</em> (5. Mose 27, 26).</p><p>Alle genannten Vergehen gegen Gebote Gottes, die in unserem Bibelabschnitt einen Fluch zur Folge haben, werden auch an anderen Stellen in den F&uuml;nf B&uuml;chern Mose korrigiert: nicht in einer einzigen Passage, aber an verschiedenen Stellen. Und so frage ich mich, warum bei dieser denkw&uuml;rdigen Zeremonie auf den beiden Bergen Garizim und Ebal genau diese Vergehen Erw&auml;hnung finden.</p><p>Eine gute Antwort fand ich in der Auslegung von Jack Ford und Alex Deasley. In ihrem Kommentar zum 5. Mosebuch schreiben sie:<br />
&bdquo;Das Auff&auml;llige an dieser Sammlung von &Uuml;beln und dem, was ihnen allen gleich ist, ist die Heimlichkeit, in der diese Vergehen begangen werden." Weiter schreiben sie: &bdquo;Solche Vergehen m&ouml;gen zwar dem menschlichen Blick entgehen und sich der menschlichen Gerechtigkeit entziehen, aber sie w&uuml;rden sich nicht dem Blick und der Gerechtigkeit Gottes entziehen." (Beacon Bible Commentary, Vol. 1, S. 595).<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Nichts bleibt vor Gott verborgen</strong></h2><p>In der ganzen uns beschriebenen Zeremonie nennt Mose ausdr&uuml;cklich S&uuml;nden und Vergehen gegen Gottes Gebote, die in der Regel in aller Heimlichkeit begangen werden. Doch dann fordert er das Volk zu einem klaren Bekenntnis in aller &Ouml;ffentlichkeit korrigiert: Wer diese Dinge tut, der sei verflucht! Bitte quittiert das mit einem deutlichen AMEN.</p><p>Ich lerne, was der Psalmbeter gleich am Anfang des 139. Psalms in aller Deutlichkeit klar macht: &bdquo;<em>Herr, du erforschest mich und kennest mich</em>" (Psalm 139,1). Bei Gott gibt es keine Heimlichkeiten. Und wer sich nicht sicher ist, ob in seinem Inneren alles mit Gott im Reinen ist, der darf mit dem Psalmisten beten:<em> &bdquo;Erforsche mich, Gott, und erkenne mein </em><em>Herz</em><em>; pr&uuml;fe mich und erkenne, wie ich&#39;s meine. Und sieh, ob ich auf b&ouml;sem Wege bin, und leite mich auf dem ewigen </em>Wege" (Psalm 139, 23-24).</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pastor Hans-Günter Mohn</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17282445.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pastor Hans-Günter Mohn]]></author>
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      <pubDate>Tue, 24 Feb 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Erinnert euch an Gottes Worte]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 5. Mose 27,1-10 – ausgelegt von Hans-Werner Kalb.</em><br/>
<h2><strong>Gottes Versprechen und der Auftrag an sein Volk</strong></h2><p>Das Volk Israel steht vor seinem gro&szlig;en Ziel: vor dem Einzug in das &uuml;beraus fruchtbare Land Kanaan. Eine Zeitenwende. So hat Gott es ihnen, seinen Kindern, versprochen. Hier sollen sie sich nach 40 Jahren beschwerlicher W&uuml;stenwanderung zur Ruhe setzen k&ouml;nnen. In diese Situation hinein gibt ihnen Mose noch einmal wichtige Anweisungen von Gott. Gemeinsam mit den &Auml;ltesten des Volks. Er selber, Mose, wird ja dann bei dem Einzug nicht mehr dabei sein. Sie sollen den Bund mit Gott erneuern. D.h., sich an seine Anweisungen halten und sich ihm neu anvertrauen. Und fr&ouml;hlich mit ihrem Gott leben.</p><p>Dazu sollen sie einen Altar bauen. Aus unbehauenen Steinen, nicht aus bearbeiteten, also nichts bereits Menschengemachtes verwenden. An einem besonderen Ort soll das sein: auf dem Berg Ebal, wo die Stadt Sichem liegt. Dort hat ihr Erzvater Abraham n&auml;mlich Gott schon einmal einen Altar gebaut. Das war, als Abraham in dieses Land gezogen war und Gott ihm dort begegnete. So erinnert uns der erneute Altarbau an die Treue Gottes durch alle Generationen hindurch. Gott h&auml;lt, was er verspricht. Er steht zu seinem Volk. Auf dem Altar sollen sie Gott Brandopfer darbringen &ndash; gemeinsam fr&ouml;hlich Gott danken und feiern. Sie sollen sich daran erinnern, was Gott getan hat. Dass er sie zum versprochenen Ziel gebracht hat.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Gedenksteine als sichtbare Erinnerung an Gottes Treue</strong></h2><p>Und deshalb bekommen die Israeliten auch den Auftrag, Gedenksteine aufzustellen. Mit den Worten Gottes drauf. Das, was wir die Gebote nennen, sind ja hilfreiche Anweisungen f&uuml;r das gute Zusammenleben untereinander und vor allem f&uuml;r das Leben mit Gott, ihrem Herrn. Worte des Lebens, klar und eindeutig. Wei&szlig; gekalkt sollen die Gedenksteine in das Land leuchten.</p><p>Warum? Weil wir Menschen vergesslich sind. Wir erinnern uns viel eher an Dinge, die uns entt&auml;uscht haben, verletzt. Aber wir vergessen schnell, wie oft Gott treu war. Wie er gesegnet und durch Notzeiten hindurchgetragen hat. Deshalb ruft Gott Israel auf: Schafft euch sichtbare Erinnerungen daran, wer ich bin und was ich getan und gesagt habe. Dass ich zu euch stehe, euch liebe und auch eure Liebe suche.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Erinnerungssteine f&uuml;r den Alltag</strong></h2><p>Haben Sie auch solche Erinnerungssteine? Was sind Ihre &bdquo;Steine"? Ihre &bdquo;Erinnerungsorte"?</p><ul><li>Vielleicht ein Gebetstagebuch? Wo Sie aufschreiben, was Gott in Ihrem Leben getan hat, wo er Gebete erh&ouml;rt und Sie durchgetragen hat? Oder ein Wunder gewirkt?</li><li>Oder ein Bibelvers an Ihrem Spiegel oder auf dem Schreibtisch, der Sie daran erinnert, was wichtig ist in Ihrem Leben? Ein Wort Gottes in Ihr Leben hinein, das ermahnt, mutmacht, Richtung gibt?</li><li>Oder ein Lied, das Sie an eine Begegnung mit Gott erinnert? Das, wenn Sie Christ sind, die Gemeinschaft mit Ihrem Herrn Jesus Christus st&auml;rkt?</li></ul><p>Gott l&auml;dt Sie und mich heute ein, immer wieder innezuhalten und zu sagen: &bdquo;Ja, hier hat Gott gewirkt. Hier hat er gesprochen. Hier hat er geholfen. Mir den richtigen Weg gezeigt. Mich zurechtgewiesen." Sich daran zu erinnern, ist auch f&uuml;r Christen wichtig. Und da helfen &bdquo;Erinnerungssteine." In Anf&uuml;hrungszeichen. Ich habe immer mal wieder ein Armband getragen mit einer Erinnerung, z.B. einem Wort Gottes, ein Vers aus der Bibel. Oder auf meine Armbanduhr ein Zeichen gemacht. Nur drei Buchstaben &ndash; als Abk&uuml;rzung, z.B. J.i.d. Jesus ist da. Im Alltag.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Glaube braucht klare Worte &ndash; und eine klare Identit&auml;t</strong></h2><p>Glaube braucht klare Worte. Gott sagt hier: Schreibt die Gebote auf. F&uuml;r alle sichtbar. Nicht versteckt, nicht geheim, nicht nur im Kopf. Das ist spannend. Denn heute leben viele in unserem Land mit dem Gedanken: Glaube ist doch Privatsache. Hauptsache, ich glaube &bdquo;irgendwas". Aber Gott ist da ziemlich eindeutig. &bdquo;Mein Wort soll sichtbar und &ouml;ffentlich sein", sagt er. Zur Orientierung. Gottes Gebote sind nicht da, um uns Menschen zu knechten, sondern um uns zu f&uuml;hren, zu leiten, zur Umkehr zu veranlassen und zu heilen. Mit ihnen will Gott Sie und mich, wie damals die Israeliten, in die enge Beziehung zu sich rufen. Deshalb die Einladung: Lernen Sie Gottes Wort immer besser kennen. Lesen Sie es. Jeden Tag. Gottes Wort im Alltag, das tut gut. Es tr&auml;gt, wenn ich es ernst nehme, auch in schweren Zeiten.</p><p>Zum Ende unseres Abschnittes geht es um eine Identit&auml;tsbestimmung: Gott sagt Israel noch mal: Ich bin dein Gott, du geh&ouml;rst zu mir. Und weil das so ist, folgt der n&auml;chste Vers: <em>&bdquo;Darum h&ouml;re auf die Stimme des Herrn und halte seine Gebote."</em> Das galt auch f&uuml;r jeden Einzelnen. Nicht um dann erst geliebt zu werden. Sondern &bdquo;weil du schon geliebt bist. Weil ich, Gott, mit dir dein Leben zur Entfaltung bringen will." Und das gilt auch f&uuml;r Christen heute. Kinder desselben Gottes. Und so l&auml;dt Gott alle Menschen ein.</p><p>Unser Abschnitt ist also eine Erinnerung daran, was im Leben wirklich z&auml;hlt: Gottes Treue in der Vergangenheit. Sein Wort f&uuml;r die Gegenwart. Sein Versprechen f&uuml;r die Zukunft. Vielleicht stehen Sie gerade auch an einem &Uuml;bergang, wie das Volk Israel damals. Vielleicht fragen Sie sich, wie es weitergeht. Neue Schule, neue Arbeitsstelle oder Arbeitslosigkeit, ein Umzug oder aber auch das Ende einer Beziehung. Vielleicht steht eine neue geistliche Phase bei Ihnen an. Ein Neuanfang mit Gott. Eine Herausforderung im Glauben. Dann erinnern Sie sich an Gottes Zusagen. Halten Sie sich an ihn. Bauen Sie sich einen Altar auf Ihre Weise. Als Zeichen: &bdquo;Ich geh&ouml;re zu Gott. Und ich will seinem Wort folgen." Inzwischen hat Gott ja seinen Sohn auf diese Welt geschickt. Gottes Sohn, Jesus Christus ruft Ihnen und mir heute zu: &bdquo;Komm her zu mir, wenn du m&uuml;hselig und beladen bist. Ich will dir Ruhe geben." Wie damals dem Volk Israel.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Hans-Werner Kalb</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17281587.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Hans-Werner Kalb]]></author>
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      <pubDate>Mon, 23 Feb 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Unter Gottes Schutz]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 91 – ausgelegt von Peter Brade.</em><br/>
<h2><strong>Gottes Schutz und Bewahrung in Psalm 91</strong></h2><p>Im Psalm 91 geht es um Schutz und Bewahrung durch Gott. Aber wie kann Gott den Menschen im t&auml;glichen Leben besch&uuml;tzen? Und vor was?</p><p>Der Psalm sagt dem Menschen Schutz und Bewahrung zu. Es wird erkl&auml;rt, was Gott tut, es wird ein Gl&auml;ubiger zitiert und am Ende des Psalms spricht Gott die Zusage nochmals selbst aus. Darauf kann sich der Mensch also verlassen. Und das ist der Trost und die Hoffnung, die daraus entstehen. Aber wie macht Gott das? Wie kann Gott in das Leben und den Alltag eines Menschen eingreifen und den Weg eines jeden einzelnen beeinflussen?<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Engel als Werkzeuge Gottes</strong></h2><p>Das funktioniert durch Engel &ndash; nicht nur, aber sehr oft. Woher ich das wei&szlig;? Durch die Wirkung, die Engel haben und die sp&uuml;rbar ist. Ein j&uuml;disches Sprichwort sagt: &bdquo;Einen Engel erkennst Du erst, wenn er vorbeigegangen ist." Einen Engel erkenne ich also an seiner Wirkung, an dem, was er ver&auml;ndert. Und es liegt am Menschen, dies wahrzunehmen. Und manchmal ist es selbst f&uuml;r Gott fernstehende Menschen kaum zu &uuml;bersehen, dass es Ereignisse gibt, die mit dem Verstand nicht zu erkl&auml;ren sind.</p><p>Im Psalm 91 sagt es der Psalmbeter ganz deutlich und setzt einen Schwerpunkt dieses Psalms: &bdquo;Gott hat seinen Engeln befohlen, dass sie Dich beh&uuml;ten auf all Deinen Wegen &hellip;!"</p><p>Engel sind im Trend, die Kirche insgesamt hat es eher schwer. Wie kommt das? Ein Grund ist sicherlich die Klarheit und Anschaulichkeit dessen, was ein Engel tut. Im Grunde tut ein Engel nach Psalm 91 nur Gutes und das hat im allgemeinen Verst&auml;ndnis Akzeptanz. Was nun ein Engel ist, ist hingegen nicht leicht zu beantworten. Der Kirchenvater Augustinus betont, dass die Menschen mehr &uuml;ber die Botschaft als &uuml;ber das Wesen der Engel nachdenken sollten.</p><p>Diese Botschaft und Aufgabe der Engel ist es, Menschen zum Heil zu helfen, also den Heilsweg zu finden und auf dem Heilsweg zu bleiben. So ist deren Auftrag von Gott im Hebr&auml;erbrief definiert. Einen Engel zu bitten, im Haushalt zu helfen, die Wohnung aufzur&auml;umen oder den Garten umzugraben, ist nicht das richtige Verst&auml;ndnis. Ein Engel ist sicherlich kein Diener. Wenn, dann ein Diener von Gott f&uuml;r die Menschen.</p><p>Wenn es nach den k&uuml;nstlerischen Holzfiguren aus dem Erzgebirge ginge, dann m&uuml;sste man sich Engel so vorstellen: Engel haben Fl&uuml;gel, Engelshaar und einen Heiligenschein, sind wei&szlig; gekleidet, musikalisch und k&ouml;nnen backen. Sind freundlich und die Engelsgeduld nicht zu vergessen.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Engel in der Heilsgeschichte</strong></h2><p>Alles das geht am Heilsweg Gottes f&uuml;r den Menschen vorbei. Engel und der Heilsweg sind eng verkn&uuml;pft. Die ganze Heilsgeschichte wird von Engeln begleitet: Die Ank&uuml;ndigung der Geburt Jesu gegen&uuml;ber Maria, die Verk&uuml;ndigung der Geburt Jesu in Bethlehem und die Erkl&auml;rung der Auferstehung Jesu am leeren Grab in Jerusalem.</p><p>Erinnern Sie sich an Weihnachten und die Stelle im Lukasevangelium: &bdquo;Und der Engel sprach zu ihnen: F&uuml;rchtet euch nicht! Siehe, ich verk&uuml;ndige euch gro&szlig;e Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren." Und am leeren Grab ruft der Engel in strahlendem Gewand aus: &bdquo;Jesus ist auferstanden!"&nbsp;</p><p>Engel sind das Instrument Gottes, mit dem er das in Psalm 91 Verhei&szlig;ene &ndash; also Bewahrung, Schutz und Trost f&uuml;r die Menschen &ndash; in den Alltag der Menschen bringt.</p><p>In der Di&ouml;zese Linz in &Ouml;sterreich sind &uuml;ber 8000 Engel aus Holz, Stein und Gips im Inventar verzeichnet. &Uuml;ber 8000 Engel, die ein Symbol f&uuml;r Gottes Anwesenheit im Alltag sind. Engel sind sicherlich geistige Wesen und lassen eine andere Wirklichkeit erahnen jenseits der Alltagserfahrung. Und dennoch sind sie im Jetzt und Hier pr&auml;sent und k&ouml;nnen als geschaffene Wesen handeln.</p><p>In der Bibel bzw. im Buch Tobit sind drei Engel namentlich genannt. In allen drei Namen steckt der Lobpreis Gottes: Michael &ndash; wer ist wie Gott, Gabriel &ndash; Held Gottes oder Gott ist mein Heil und Rafael &ndash; Gott heilt.</p><p>Ich w&uuml;rde die drei Engel mit Namen folgenderma&szlig;en beschreiben:</p><p>Michael ist der k&auml;mpferische Engel mit Schwert und Lanze, der im Alten Testament das Volk Israel sch&uuml;tzt und in der Offenbarung gegen den Drachen Satan k&auml;mpft.</p><p>Gabriel ist der Botenengel. Er k&uuml;ndigt die Geburt von Johannes dem T&auml;ufer an, aber vor allem sagt er Maria voraus, dass sie den Sohn Gottes&nbsp;geb&auml;ren wird. Im Alten Testament sagt er die Befreiung des Volkes Israel voraus. Der Herold-Engel wird mit Posaune und Schriftrolle dargestellt.</p><p>Raphael ist der freundliche und fr&ouml;hliche Engel. Arzneitiegel und &Ouml;lflasche stehen f&uuml;r Heilung und Lebenskraft. Raphael verk&ouml;rpert Schutz und F&uuml;hrung. Im Buch Tobit heilt er einen Blinden, treibt D&auml;monen aus und bereitet Medizin. Er ist Schutzpatron der Kranken und Reisenden.&nbsp;</p><p>Allein mit diesen namentlich genannten Engeln ist ein gro&szlig;er Teil der biblischen Botschaft bzw. der Apokryphen, des Heilsweges und des Wirkens Gottes abgedeckt. Diese und all die namenlosen Engel, damals wie heute, vermitteln einen nahen Gott, einen Gott, der etwas zu uns schickt, der sich k&uuml;mmert und der erfahrbar ist.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Engel als Br&uuml;cke zwischen Gott und Mensch</strong></h2><p>Gott ist f&uuml;r Menschen gro&szlig; und praktisch unbegreifbar. Engel oder die Vorstellung von Engeln k&ouml;nnen daher ein Weg sein, sich etwas besser Gott vorstellen zu k&ouml;nnen. Engel sind geistige Wesen, aber sie sind erfahrbar. Engel machen Gott anschaulich.</p><p>Engel sind ein &bdquo;Dazwischen" zwischen Gott und den Menschen. Sie halten den Kontakt und handeln auch. Sie sind sozusagen eine &bdquo;Schnittstelle" zwischen dem Himmlischen und dem Irdischen. Daher sollte ich nie den Kontakt zu den Engeln verlieren. Ein Aufkleber f&uuml;r Autofahrer und besonders Motorradfahrer bringt es auf den Punkt: &bdquo;Fahr nicht schneller, als Dein Schutzengel fliegen kann!"</p><p>Der Schutzengel kann zeigen, wo das Leben und Gesundheit in Gefahr geraten k&ouml;nnen. Der Schutzengel kann zeigen, wo das Abweichen vom Weg zum Heil droht. Und er zeigt sicherlich immer den richtigen Weg zum Heil, auch wenn ich einmal unsicher bin.</p><p>Daher wird der Psalm 91 gerne f&uuml;r Taufspr&uuml;che verwendet, die dem T&auml;ufling den Wunsch f&uuml;r Schutz und Bewahrung mit auf den Weg geben sollen und dieser sich immer geborgen und getr&ouml;stet f&uuml;hlen soll. Denn Gott und die Engel sind da.</p><p>Sie sind niemals allein. Gott ist bei Ihnen und seine Engel sind um Sie und helfen im Auftrag Gottes, die richtigen Entscheidungen zu treffen, den richtigen Weg zu finden und ein gl&uuml;ckliches, gottgef&auml;lliges Leben zu f&uuml;hren. Engel bewahren vor Gefahren und weisen darauf hin. Engel spenden als Boten Gottes Trost und Zuversicht auf ein Leben mit Gott.</p><p>Diese gute Hoffnung und Erfahrung w&uuml;nsche ich Ihnen.</p><p style="text-align:center"><br /><strong>Sie haben Fragen zur Bibel und zum christlichen Glauben? Fragen Sie doch Nikodemus.AI</strong>&#8203;&#8203;&#8203;&#8203;&#8203;&#8203;</p><p style="text-align:center"><br /><strong>Sie haben Fragen zur Bibel und zum christlichen Glauben? Fragen Sie doch Nikodemus.AI</strong>&#8203;&#8203;&#8203;&#8203;&#8203;&#8203;</p><p><img alt="Nikodemus.Ai" height="434" src="https://www.erf.de/data/files/content.sources.r.erfplus.bibelheute/1121969.png" width="911" /></p><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Peter Brade</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17281186.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Peter Brade]]></author>
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      <pubDate>Sun, 22 Feb 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Abgeben, Freude und der rote Faden dazwischen]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 5. Mose 26,1-15 – ausgelegt von Achim Brückel.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 5. Mose 26,1-15 – ausgelegt von Achim Brückel.</em><br/>
<h2>&nbsp;<strong>Gottes Gro&szlig;z&uuml;gigkeit &ndash; Wenn Geben zur Freude wird</strong></h2><p>&bdquo;Darbringung der Erstlingsfr&uuml;chte und des Zehnten", bei dieser &Uuml;berschrift in der Bibel dachte ich zuerst &bdquo;Du meine G&uuml;te, wen interessiert das? Wer wird diesen Bibeltext heute lesen?" Den ersten Teil der &Uuml;berschrift brauchen wir heute nicht mehr und den zweiten Teil der &Uuml;berschrift wollen viele nicht.</p><p>Bei beiden geht es mir ans Portemonnaie, ans liebe Geld. Da leide ich noch mehr als sonst Gottes Wort gegen&uuml;ber unter chronischer Schwerh&ouml;rigkeit. Also die heutigen Bibelverse am besten abhaken. &ndash; Doch einen kurzen Moment noch, bitte!</p><p>Gott kennt einen jeden von uns, Sie und mich, und somit auch diese ablehnende Haltung, wenn es um das Abgeben geht &ndash; auch im Reich Gottes. Da muss Gott ganz besonders die Werbetrommel r&uuml;hren, mit einer ganz besonderen Art mir seine Worte als gewinnbringend verkaufen, sonst h&ouml;re ich ihm gar nicht erst zu. Und Gott l&auml;sst sich in seiner unvorstellbaren Liebe zu seinem Volk des Alten und des Neuen Bundes darauf ein. In einer Art g&ouml;ttlicher P&auml;dagogik versucht Gott zu bewirken, dass das Geben gerne geschieht, von Herzen kommt und das immer aufs Neue. Das macht mich doch schon wenigstens ein bisschen neugierig, wie er das bewerkstelligen will.</p><p>Gott beginnt das Kapitel mit einem Paukenschlag. Es f&auml;ngt mit einer unumst&ouml;&szlig;lichen Tatsache an, einer tiefgreifenden Erfahrung, die das Volk Israel und die Gemeinde Jesu immer und immer wieder gemacht haben. Einer Erfahrung, die Gott als den g&uuml;tigen Gott der Bibel ausweist: Gott schenkt immer mehr und zuerst, bevor er etwas fordert (Matth&auml;us 19,29). D.h.: Ich werde nicht mit leeren Taschen dastehen, nicht den K&uuml;rzeren ziehen, wenn ich mich auf Gottes Wort einlasse; tue, was er mir sagt; seinem Wort schlicht gehorsam bin.</p><p>Bevor es um Ernteerfolge und volle Portemonnaies geht, lenkt Gott den Blick also auf etwas, was die Israeliten damals und ich heute schnell aus den Augen verlieren. Bevor Gott die Erstlinge aller Feldfr&uuml;chte als Abgabe von den Israeliten fordert, soll sich jeder Israelit den Segen vor Augen f&uuml;hren, mit dem er von Gott beschenkt wurde. Ohne diesen Segen, w&auml;re Abgeben gar nicht m&ouml;glich:<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Gottes vierfache Zusage an sein Volk</strong></h2><p><strong>1. Wenn du in das Land kommst, darin Milch und Honig flie&szlig;t.</strong></p><p>Das Land, darin Milch und Honig flie&szlig;t, tr&auml;gt Gott da nicht ein bisschen dick auf? Wenn ich heute Bilder von Israel sehe, scheint mir der Vergleich sehr gewagt. Wie viel Ein&ouml;de, Berge, W&uuml;ste gibt es in Israel! Nur gut, dass der Prophet Jeremia (Jeremia 32,22) das Eintreffen dieser Zusage Gottes an sein Volk zu Moses Zeiten best&auml;tigt: &bdquo;<em>und hast ihnen dies Land gegeben, wie du ihren V&auml;tern geschworen hattest, &hellip; ein Land, darin Milch und Honig flie&szlig;t</em>". Also: Gott h&auml;lt Wort! Auf ihn ist Verlass!<br />
&nbsp;</p><p><strong>2. &hellip; und es einnimmst:</strong></p><p>Dieser Aussageteil hat es in sich, weil eins klar ist: die damaligen Bewohner werden ihr Land nicht kampflos und freiwillig hergeben. Und dann noch: Da k&auml;mpft auf der einen Seite das Volk Israel, kriegsunerfahrene Ex-Sklaven ohne n&ouml;tiges milit&auml;risches Ger&auml;t &amp; Strategie gegen die Allianz von f&uuml;nf kampferprobten, ortskundigen, hochger&uuml;steten V&ouml;lkern und Satellitenstaaten. &bdquo;<em>Wenn dich nun der HERR bringen wird in das Land der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Hiwiter und Jebusiter, das er dir geben wird, wie er deinen V&auml;tern geschworen hat</em>" (2. Mose 13,5). Dann ist das Losgehen kein Himmelfahrtskommando, kein Harakiri, keine wahnhafte Unternehmung, sondern das unbeugbare Wissen, dass Gott auf ihrer Seite, in ihrer Mitte ist (Bundeslade) und vor ihnen hergeht (Wolken- und Feuers&auml;ule). Darum wird Israel gewiss siegen.</p><p>Die Zusage ist vergleichbar dem gelassen machenden Wissen der Gallier in Asterix gegen&uuml;ber der &Uuml;bermacht der R&ouml;mer. Sie wissen: Wir haben den Zaubertrank. Uns kann nichts passieren. Juden und Christen haben keinen Zaubertrank. Sie haben Gott. Deshalb singen Christen zurecht, was Gerhard und Elisabeth Schnitter formuliert haben: &bdquo;Aber der Herr ist immer noch gr&ouml;&szlig;er &ndash; gr&ouml;&szlig;er als ich denken kann. Er hat das ganze Weltall erschaffen. Alles ist ihm untertan." Gro&szlig;artig!</p><p>&nbsp;</p><p><strong>3. &hellip; das dir der HERR, dein Gott, zum Erbe geben wird</strong></p><p>Das von Gott seinem Volk Israel geschenkte Land geh&ouml;rt nicht nur heute Israel, sondern auch morgen, ja in alle Zeit. Gott, das Land Israel und das Volk Israel geh&ouml;ren untrennbar zusammen, bilden eine Einheit. Das eine gibt es nicht ohne das andere. Und Gott hat Anspruch und Hoheit &uuml;ber beide &ndash; &uuml;ber Land und Volk. Und so geh&ouml;rt das Land, von dem Mose hier spricht, ganz und allein Gott und damit den Juden. Kein anderes Volk hat nach meinem Verst&auml;ndnis Anspruch oder Anrecht auf das Land Israel &ndash; weder gestern, geschweige denn heute, noch morgen!</p><p>&nbsp;</p><p><strong>4. &hellip; und du darin wohnst</strong></p><p>Noch ist das alles Zukunftsmusik &ndash; noch gilt es die Herausforderungen davor zu bestehen. Noch steht das Volk Israel jenseits von Israel an den Ufern des Jordan. Noch haben sie keinen Fu&szlig; in das gelobte Land gesetzt. Noch m&uuml;ssen sie durch den Fluss hindurch.</p><p>Mose redet prophetisch. Er beschreibt die Zukunft so, als w&auml;re sie heute bereits Gegenwart. So wird Gott seine Zusagen erf&uuml;llen, nicht nur dreiviertel, sondern ganz. Israel wird erleben, wie Gott sie bei der Landeinnahme erfolgreich sein l&auml;sst und nichts ihren Siegeszug aufhalten kann.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Die Antwort des Volkes auf Gottes Treue</strong></h2><p>An diese vierfache Grunderfahrung soll Israel sich allj&auml;hrlich erinnern:</p><ul><li>mit der Abgabe von Erstlingen aller Feldfr&uuml;chte und alle drei Jahre mit dem Zahlen des Zehnten;</li><li>dem bekenntnishaften Erz&auml;hlen der Geschichte der Befreiung aus &Auml;gypten;</li><li>dem Anbeten vor dem HERRN, deinem Gott;</li><li>und in der Folge sollst du fr&ouml;hlich sein &uuml;ber alles Gut, das der HERR, dein Gott, dir und deinem Hause gegeben hat;</li><li>dem Bekenntnis: Ich bin der Stimme des HERRN, meines Gottes, gehorsam gewesen und habe alles getan, wie du es mir geboten hast;</li><li>und der Bitte an Gott: Sieh nun herab von deiner heiligen Wohnung, vom Himmel, und segne dein Volk Israel und das Land, das du uns gegeben hast.<br />
&nbsp;</li></ul><h2><strong>Von der Zusage zur t&auml;glichen Nachfolge</strong></h2><p>Das Verh&auml;ltnis von 4 zu 1 ist im Neuen Testament vergleichbar durch das Erl&ouml;sungswerk Jesu. In der Vergebung am Kreuz, dem neuen Leben durch die Auferstehung Jesu von den Toten, dem Empfang des Heiligen Geistes und dem Leben in Gottes heutiger und zuk&uuml;nftiger neuer Welt (1. Petrus 1,3ff). All das ist unser Erbe durch das Vertrauen in Jesus. Anmerkung: Die Formulierung &bdquo;Verh&auml;ltnis von 4 zu 1" k&ouml;nnte f&uuml;r Leser ohne Kontext unklar sein &ndash; gemeint ist: Gottes vierfache Gabe steht der einen Antwort des Menschen gegen&uuml;ber.</p><p>Damit stehe ich jeden Tag neu vor der &bdquo;4" Gottes. Und was ist dann meine t&auml;gliche &bdquo;1"?</p><p>Auch wenn ich wei&szlig;, dass Gott mir den ganzen Tag zur Verf&uuml;gung steht, sollen ihm konkret 2,4 Stunden geh&ouml;ren. Anmerkung: Die Zahl &bdquo;2,4 Stunden" erscheint ohne Herleitung &ndash; worauf bezieht sich dieser Wert? Auf den Zehnten eines Tages?</p><ul><li>Wie will ich diese Zeit qualitativ f&uuml;r und mit Jesus f&uuml;r mich nutzen?</li><li>Welche Schwerpunkte will ich mir von Jesus setzen lassen?</li><li>Wie kann ich diese Zeit f&uuml;r Aufgaben im Reich Gottes einsetzen?</li><li>Was brauche ich, damit ich diese Zeit als Zeit der Freude an Gott erlebe?</li></ul><p>M&ouml;ge Gott Sie und mich dann so segnen, wie er es in diesem Text sagt!</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pastor Achim Brückel</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17280466.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pastor Achim Brückel]]></author>
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      <pubDate>Sat, 21 Feb 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Schuldig oder unschuldig?]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 5. Mose 25,1-16 – ausgelegt von Mathias Christiansen.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 5. Mose 25,1-16 – ausgelegt von Mathias Christiansen.</em><br/>

<h2><strong>Gottes Weisung: Recht sprechen ohne Ansehen der Person</strong></h2><p><em>&bdquo;Wenn eine Streitsache zwischen M&auml;nnern ist und sie vor Gericht kommen und man sie richtet, so soll man den, der im Recht ist, gerecht sprechen und den Schuldigen schuldig sprechen" (5. Mose 25,1</em>)</p><p>Dieser Vers, diese Anweisung, stammt aus den Schutzbestimmungen, die Gott durch Mose seinem Volk gab, bevor es das verhei&szlig;ene Land betrat. Der Inhalt erscheint logisch und wohl jeder von uns w&uuml;rde einer solchen Regel vorbehaltlos zustimmen, denn schlie&szlig;lich zielt sie darauf ab, eine gerechte Gesellschaft zu schaffen: Ein Richter soll sein Urteil anhand von Fakten und nach dem Gesetz f&auml;llen. Ohne Ansehen der Person und ohne Parteilichkeit. Wer schuldig ist, muss die Konsequenzen tragen. Wer im Recht ist, dem muss dieses Recht auch zuteilwerden. Und Unschuldige sollen nichts zu bef&uuml;rchten haben.</p><p>Dass Gott explizit eine solche Weisung erteilt hat, geschah nicht ohne Grund. Denn es war damals keineswegs &uuml;blich, dass die Richter &bdquo;ohne Ansehen der Person und ohne Parteilichkeit" entschieden. &Uuml;berhaupt geschah vieles nicht so, wie es f&uuml;r ein gutes Miteinander und f&uuml;r ein gelingendes Leben n&ouml;tig ist.</p><p>Daher gibt es die Schutzbestimmungen, die wir in 5. Mose 25 nachlesen k&ouml;nnen. Sie regeln neben anderen Fragen auch die soziale Absicherung von Witwen und Waisen, insbesondere im Bereich der Erbschaftsregelungen und der Ehe, damit ein Name nicht ausstirbt.</p><p>Sie stellen sicher, dass die Familie und die W&uuml;rde der Frau gesch&uuml;tzt werden und der Name des Verstorbenen nicht aus Israel ausgel&ouml;scht wird. Ziele sind der Schutz der schw&auml;chsten Glieder der Gesellschaft, die Erhaltung der Familie und des Erbes und eben auch soziale und zwischenmenschliche Gerechtigkeit.</p><p>Hierzu geh&ouml;rt es dann auch, den Unschuldigen freizusprechen und den Schuldigen zu verurteilen. Ein Prinzip, welches auch in anderen Teilen der Bibel betont wird, z. B. in Spr&uuml;che 17,15, wo gesagt wird, dass Gott die Gerechten liebt und die Ungerechten verabscheut.</p><p>Der erste Vers im 5. Buch Mose Kapitel 25 erinnert aber auch daran, dass die Richter und Rechtsorgane die Verantwortung haben, nach der Wahrheit zu suchen. Dies sollte eine der Aufgaben der Gerichtsbarkeit im alten Israel sein, um ein gerechtes Leben im Sinne Gottes f&uuml;r die Gemeinschaft zu gew&auml;hrleisten. Und es gilt auch heute noch, denn &bdquo;ohne Gerechtigkeit ist ein Volk ein Haufen ohne Ordnung", wie ein altes Zitat (1) es treffend beschreibt.</p><p>Hinzu kommt die Warnung, die Gott durch den Propheten Jesaja ausgesprochen hat: &bdquo;<em>Weh denen, die B&ouml;ses gut und Gutes b&ouml;se nennen, die aus Finsternis Licht und aus Licht Finsternis machen, die aus sauer s&uuml;&szlig; und aus s&uuml;&szlig; sauer machen </em>(Jesaja 5,20)" &ndash; ein Vers, der Mahnruf an die Richter sein sollte &ndash; damals wie heute!<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Menschliche Gerechtigkeit: Anspruch und Wirklichkeit</strong></h2><p>In den letzten Jahren wurde immer wieder und von verschiedener Seite die Frage gestellt, ob die Urteile deutscher Gerichte noch gerecht sind.</p><p>Einerseits gew&auml;hrleistet die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland die richterliche Unabh&auml;ngigkeit, was eine wichtige Grundlage f&uuml;r Gerechtigkeit darstellt. Zudem k&ouml;nnen Urteile durch h&ouml;here Instanzen &uuml;berpr&uuml;ft werden, um Fehler zu korrigieren und die Wahrscheinlichkeit einer vern&uuml;nftigen Entscheidung zu erh&ouml;hen.</p><p>Auf der anderen Seite zeigen &ouml;ffentliche Debatten, dass die deutsche Justiz oft kritisiert wird.</p><p>Umfragen &ndash; wie der Roland Rechtsreport 2024 (2) &ndash; belegen, dass die Bev&ouml;lkerung Aspekte der Justiz wie die Dauer der Verfahren oder die H&auml;rte der Urteile oft kritisch sieht.</p><p>Obwohl die Unabh&auml;ngigkeit der Gerichte verfassungsm&auml;&szlig;ig garantiert ist, gibt es immer wieder auch Debatten &uuml;ber eine m&ouml;gliche politische Einflussnahme, unter anderem im Zusammenhang mit der Meinungs- und Predigtfreiheit.</p><p>An dieser Entwicklung wird deutlich: Was als &bdquo;gerecht" empfunden wird, kann subjektiv sein. Gerichte entscheiden auf Basis der Gesetze, aber die Anwendung und Auslegung kann zu unterschiedlichen Ergebnissen f&uuml;hren, die nicht immer von allen Beteiligten als gerecht empfunden werden.</p><p>Daher ist es sinnvoll, sich in der Frage nach Gerechtigkeit, nach Richtig und Falsch, nach Gut und B&ouml;se stets am Wort Gottes zu orientieren. Denn Gott als Sch&ouml;pfer allen Lebens wei&szlig; schlie&szlig;lich am besten, wie Leben gelingen kann &ndash; und welche Dinge in die Verdammnis f&uuml;hren.</p><p>Gott ist der ultimative Richter und seine Gerechtigkeit ist vollkommen und unparteiisch.</p><p>Der erste Vers im 5. Buch Mose, Kapitel 25 spiegelt somit nicht nur ein ethisches Prinzip wider, sondern sagt auch etwas &uuml;ber die g&ouml;ttliche Gerechtigkeit aus, die das Handeln der Menschen leiten sollte.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Das Wunder des Evangeliums: Der Gottlose wird gerechtfertigt</strong></h2><p>Und letztlich wohnt diesem Vers eine noch viel tiefere Bedeutung inne. Eine Bedeutung, die &uuml;ber das rein &bdquo;Formaljuristische" hinausgeht, ja es quasi sogar &bdquo;umdreht". Denn das Wunder des Evangeliums liegt eben darin, dass Gott den Gottlosen rechtfertigt!</p><p>Das Gesetz kann nichts anderes ins Auge fassen, als dass ein Richter den Gerechten gerecht und den Schuldigen schuldig sprechen soll. Dass hingegen der Gottlose gerechtfertigt werden k&ouml;nnte, das kam damals im alten Israel gar nicht in Betracht und es erscheint auch f&uuml;r uns heute auf den ersten Blick v&ouml;llig falsch zu sein.</p><p>Aber eben das tut Gott im Evangelium auf der Grundlage des Werkes Christi: Christus ist f&uuml;r Gottlose gestorben! Das &ouml;ffnet die T&uuml;r zum Segen und zur Errettung f&uuml;r S&uuml;nder &ndash; die wir alle sind. Denn wir alle &ndash; auch Sie und ich &ndash; haben Dinge getan, die schlecht sind und die Bestrafung verdienen. Und wir alle haben gute Dinge unterlassen, die wir h&auml;tten tun sollen. Mit unserem Tun oder Unterlassen haben wir uns schuldig gemacht &ndash; an unseren Mitmenschen, aber auch und vor allem an Gott.</p><p>F&uuml;r all das, f&uuml;r all diese Dinge, die die Bibel S&uuml;nde nennt, verdienen wir Strafe. Wir verdienen den Schuldspruch. Wir verdienen es, von Gottes N&auml;he und von seiner Herrlichkeit ausgeschlossen zu werden. Hier in dieser Welt, aber auch in der Ewigkeit.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Gottes Gnade: Der Freispruch f&uuml;r alle, die glauben</strong></h2><p>Und trotzdem bietet Gott uns Gnade an! Wenn wir im Glauben darauf vertrauen, dass Jesus am Kreuz unsere Schuld beglichen und uns von unseren S&uuml;nden befreit hat, wenn wir von ganzem Herzen unsere Fehler bereuen, umkehren von unseren falschen Wegen und Christus den Herrn unseres Lebens sein lassen, dann sind wir nach dem Befund der Bibel gerecht gesprochen.</p><p>Dann ist uns die Zukunft im himmlischen Jerusalem sicher, wo uns schon jetzt eine Wohnung bereitet ist und wo wir die Ewigkeit in Gottes Gegenwart verbringen d&uuml;rfen &ndash; ohne Tr&auml;nen und Schmerz, ohne Leid und auch ohne Ungerechtigkeit.</p><p>Und dieses Angebot unseres gerechten Gottes sollte wahrhaft gro&szlig;e Freude in uns ausl&ouml;sen. Finden Sie nicht auch?</p><p><sup>1</sup><span class="small"> https://www.projekt-gutenberg.org/platon/staat/staat041.html Das Zitat &bdquo;Ohne Gerechtigkeit ist ein Volk ein Haufen ohne Ordnung&ldquo; stammt von Platon, einem der bekanntesten Philosophen der Antike. Es wird in seinem Werk &bdquo;Der Staat&ldquo; (griechisch: Politeia) aufgef&uuml;hrt, das um 380 v. Chr. verfasst wurde. In diesem Werk untersucht Platon die ideale Staatsform und die Bedeutung von Gerechtigkeit sowohl im politischen als auch im individuellen Kontext. Die genaue Formulierung des Zitats kann in verschiedenen &Uuml;bersetzungen leicht variieren, aber der Sinn bleibt derselbe: Platon betont, dass Gerechtigkeit eine grundlegende Voraussetzung f&uuml;r die Ordnung und das Wohl einer Gesellschaft ist.</span></p><p><sup>2</sup> https://www.roland-rechtsschutz.de/unternehmen/presse/roland-rechtsreport-2024.html</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Mathias Christiansen</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17279744.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Mathias Christiansen]]></author>
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      <pubDate>Fri, 20 Feb 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Gottes Gerechtigkeit im Alltag leben]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 5. Mose 24,6-22 – ausgelegt von Martin Grebe.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 5. Mose 24,6-22 – ausgelegt von Martin Grebe.</em><br/>
<p>Wie geht es Ihnen, wenn Sie diese Texte aus dem 5. Buch Mose h&ouml;ren? Oder sich beim Bibellesen schonmal durchgek&auml;mpft haben? Da kommen einem doch Fragen. Vielleicht solche wie: Warum m&uuml;ssen solche Dinge detailliert aufgeschrieben werden? Was hat uns das heute noch zu sagen? Oder auch: Was bringt mir das heute f&uuml;r meinen Glauben? Die Versuchung ist da, schnell dar&uuml;ber hinwegzulesen.&nbsp; Bei genauerem Hinsehen l&auml;sst sich aber entdecken, dass mehr in diesen Texten steckt. Manchmal gibt es doch einige verborgene Sch&auml;tze zu heben.</p><p>Daf&uuml;r ist es hilfreich, wenn man einige Auslegungs- und Anwendungsregeln im Hinterkopf hat.</p><p>Ja, diese Texte stammen aus einer anderen Zeit und einem anderen kulturellen Hintergrund. Sie beziehen sich auf eine Lebenswelt, die an vielen Stellen nicht unserer eigenen entspricht.</p><p>Sie sind auch nicht zuerst f&uuml;r christlich gepr&auml;gte Menschen in Deutschland im Jahr 2026 geschrieben. Deshalb geht es auch nicht automatisch darum, dies alles eins zu eins zu befolgen.</p><p>Doch alles das bedeutet nicht, dass die Texte f&uuml;r uns &uuml;berhaupt keine Bedeutung haben. Ebenso wie sie etwas &uuml;ber die damalige Zeit sagen, sagen sie vor allem etwas &uuml;ber Gott. Denn er ist es, der hier zum Volk Israel spricht. Mit diesem Volk hatte Gott etwas vor. An diesem Volk wollte er beispielhaft zeigen, wie es aussehen kann nach seinen Ma&szlig;st&auml;ben zu leben. In dieser Welt einen Unterschied zu machen.</p><h2><strong>Gottes Blick f&uuml;r die Schwachen und seine Heiligkeit</strong></h2><p>An der Stelle machen die ganz unterschiedlichen Bestimmungen aus dem heutigen Abschnitt uns deutlich, wie sehr der Glaube an Gott jeden Bereich des Lebens pr&auml;gen sollte und auch heute pr&auml;gen soll. Und wie sehr Gott auch die Menschen im Blick hat, die sonst gerne &uuml;bersehen werden. Auf den ersten Blick sehen die Verse heute relativ zusammenhangslos aus. Verschiedene Themen kommen aber immer wieder vor: Da geht es zum einen um den Blick f&uuml;r die Schwachen und Armen. Wer in Not geraten ist, soll nicht noch ausgenutzt werden. Zum Beispiel durch die Pf&auml;ndung des M&uuml;hlsteins oder des Mantels.<br />
Beides bezieht sich so auf die notwendigen Dinge des Lebens. Wer darauf angewiesen ist, soll auch den verdienten Lohn zeitnah ausgezahlt bekommen. Und nicht zuletzt soll bei der Ernte darauf geachtet werden, dass f&uuml;r die Bed&uuml;rftigen etwas &uuml;brigbleibt. Bibelleser kennen die praktische Umsetzung dieser Bestimmungen &uuml;brigens aus dem Buch Rut. In einer Zeit, in der es noch keinen umfassenden Sozialstaat gab, war dies eine Hilfe f&uuml;r alle, denen es nicht so gut ging.</p><p>Neben diesen Themen wird in den Versen auch etwas von Gottes Heiligkeit deutlich. B&ouml;ses (hier bezogen auf Menschenraub) kann nicht einfach geduldet werden. Menschenleben sind kostbar. Gott geht an dieser Stelle &uuml;ber Verbrechen nicht einfach hinweg. Und Gottes Heiligkeit und Reinheit durchdringt auch die allt&auml;glichen Bereiche des Lebens, so beim Umgang mit ansteckenden Krankheiten. So kommt letztlich beides zusammen: Gott ist ein heiliger Gott, er ist ein gerechter Gott. Und gleichzeitig ruft er sein Volk zur Barmherzigkeit gegen&uuml;ber anderen auf. Eine Barmherzigkeit, die er selbst auch immer wieder lebt.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Den Unterschied leben &ndash; aus Gnade, nicht aus eigener Kraft</strong></h2><p>An dieser Stelle fordert der Text auch Menschen unserer Tage auf, einen Unterschied zu machen. Wir sind nicht Teil des alttestamentlichen Gottesvolks. Deshalb geht es nicht darum, diese Dinge 1:1 zu befolgen. Aber im Neuen Testament bekommt auch die christliche Gemeinde den Auftrag, in dieser Welt etwas von Gottes Barmherzigkeit sichtbar zu machen. Die Rahmenbedingungen und Gegebenheiten m&ouml;gen anders sein. Aber die Aufgabe bleibt die gleiche. Durch Gottes Volk soll etwas sichtbar gemacht werden.</p><p>Nat&uuml;rlich werden manche Aufgaben heute vom Staat &uuml;bernommen. Und trotzdem sind wir aufgefordert, heilig und barmherzig zu leben. Prinzipien bleiben bestehen. Das kann nat&uuml;rlich sehr moralisch klingen: &bdquo;Sei barmherzig, lebe so, dass es einen Unterschied macht. Achte Gottes Ma&szlig;st&auml;be f&uuml;r dein Leben." Selbst mit der besten Absicht wird das nicht immer und nicht durchgehend gelingen. Vielleicht kennen Sie bei sich dann auch zwei Arten von Reaktionen darauf. Entweder Sie versuchen es mit aller Kraft und sind dann doch wieder frustriert, weil der Eindruck entsteht, dass sie nie alles getan und gegeben haben. Oder Sie fangen erst gar nicht an, etwas davon zu leben.</p><p>Diese Dinge stehen ja ohnehin im vorderen Teil der Bibel, und deshalb stehen Christen in der Gefahr, ihnen gr&ouml;&szlig;ere Bedeutung abzusprechen. Beide Reaktionen werden aber Gottes Absicht nicht gerecht. Denn gerade die gelebte und geschenkte Beziehung zu Gott hilft dabei, diesen Unterschied zu leben. Es h&auml;ngt mit der Erfahrung von Gottes Barmherzigkeit zusammen.</p><p>Mitten im Text steht scheinbar etwas zusammenhanglos die Aufforderung, dass der Sohn nicht f&uuml;r die Schuld des Vaters zur Rechenschaft gezogen werden soll. Es geht um die damalige Rechtsprechung. Aber das erinnert daran, dass bei Gott Schuld zwar nicht einfach unter den Tisch f&auml;llt. Aber er ist bereit zu vergeben. Es gibt die M&ouml;glichkeit, frei von Schuld zu werden. Ein Zeichen seiner Barmherzigkeit.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Gottes Gnade ver&auml;ndert das Herz</strong></h2><p>Auch dieses Prinzip gilt bei Gott bis heute. Bei Gott selbst hat zwar nicht der Sohn die Schuld des Vaters getragen, aber Gottes Sohn tr&auml;gt die S&uuml;nde der Welt. Deshalb k&ouml;nnen wir vor Gott bestehen. Deshalb k&ouml;nnen wir Gottes Gnade erleben. Sie muss nicht verdient werden. Aber sie ver&auml;ndert. Sie &auml;ndert den Blick und sie sorgt f&uuml;r ein barmherziges Herz bei denen, die selbst Barmherzigkeit erfahren haben. Kommen wir nochmal zur&uuml;ck zum Anfang: Auf den ersten Blick sehen die Verse von heute aus wie eine Ansammlung von Regeln. Aber wenn Sie den Gott kennenlernen, der dahintersteht, dann wird das auch Ihr Herz ver&auml;ndern. Dann bekommen diese Dinge Relevanz. Und dann kann auch das Leben heute einen Unterschied machen und etwas von Gott in dieser Welt sichtbar machen.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Martin Grebe</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17278896.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Martin Grebe]]></author>
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      <pubDate>Thu, 19 Feb 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Sühnung eines Mordes von unbekannter Hand]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 5. Mose 21,1-9 – ausgelegt von Friedhelm Appel.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 5. Mose 21,1-9 – ausgelegt von Friedhelm Appel.</em><br/>
<p>Mose spricht. Er gibt dem Volk Israel das weiter, was er in den letzten Jahren von Gott geh&ouml;rt und gelernt hat. Eine h&ouml;chst spannende Lage in der Geschichte Israels. Wir schreiben etwa das Jahr 1450 vor Christus.</p><h2>1. Die Zukunft</h2><p>Nach 40 Jahren Leiterschaft gibt Mose seine Verantwortung ab. 40 Jahre Training in der W&uuml;ste. 40 Jahre lernen und erfahren, wie hilfreich und sinnvoll Gottes Worte sind; wie Gott ermutigt, f&uuml;hrt, st&auml;rkt und korrigiert. Das Training war hart. Gottes Gebote sind in Fleisch und Blut &uuml;bergegangen. Denn Israel soll in Zukunft dieses Vertrauensverh&auml;ltnis zu Gott allen anderen V&ouml;lkern der Welt aufzeigen.</p><p>In den letzten Wochen und Monaten seines Dienstes h&auml;lt Mose R&uuml;ckblick und gibt einen Ausblick. Die Israeliten richten ihre Blicke auf Mose. Allesamt Menschen, die an einem der entscheidendsten Wendepunkte ihres Lebens stehen. Wie soll es weitergehen?</p><p>Mose k&uuml;ndigt einen Leiterwechsel an. Und nach der Stab&uuml;bergabe wird Gott durch den Neuen das Volk Israel weiterf&uuml;hren. Schritt f&uuml;r Schritt, Tag f&uuml;r Tag, Monat f&uuml;r Monat. &Uuml;ber mehrere Jahre wird Gott dem Volk das Land &uuml;bergeben, das er f&uuml;r sie bereith&auml;lt.<br />
&nbsp;</p><h2>2. Das neue Land</h2><p>Und in diesem neuen Land sollen sie den Glauben so umsetzen, wie sie ihn in der W&uuml;ste einge&uuml;bt haben. Es geht um Demut, Geduld, Treue, Liebe, Dankbarkeit, W&uuml;rde, Verantwortung, Vergebung, Gerechtigkeit, Wiedergutmachung von Schaden, Korrekturf&auml;higkeit.</p><p>Mose sagt, wenn ihr danach lebt, werdet ihr eine funktionierende, wachsende und reiche Nation sein. Und ihr werdet ein einzigartiges Land und ein vorbildliches Volk sein. Mose legt die 10 Gebote aus. Es geht einmal um das Verh&auml;ltnis zu Gott und einmal um das Verh&auml;ltnis zwischen den Menschen.<br />
&nbsp;</p><h2>3. Theokratie</h2><p>Damit Sie die Texte von Mose aus dieser Zeit besser verstehen, bitte ich Sie, eines zu beachten: In der Zeit von Mose und den ersten 400 Jahren im Land Israel wurde das Volk regiert in einer Theokratie. Gott selbst war der K&ouml;nig. Es gab keine Diktatoren, die selbstherrlich bestimmten. Es gab keine Dynastien, die Macht und Geld auf ihre Seite schafften. Gott selbst setzte Leute ein.</p><p>Deshalb war jedes kulturelle und politische Handeln zugleich auch ein religi&ouml;ses Handeln im Glauben und Vertrauen gegen&uuml;ber Gott.</p><p>Bei unserem heutigen Abschnitt geht es um die sch&uuml;tzenswerte W&uuml;rde menschlichen Lebens. Was ist, wenn ein Mensch get&ouml;tet wird? Was ist im Fall, wenn nicht klar ist, wer der T&auml;ter ist, der den Schaden angerichtet hat? Ein von einem Unbekannten erschlagener Mensch.</p><p>Bei der empfohlenen Vorgehensweise erkenne ich zwei Kategorien. Es geht um das Verh&auml;ltnis zu Gott und es geht um das Leben in der Gesellschaft. Zun&auml;chst sehe ich, wie realistisch der Blick auf diese Welt ist.<br />
&nbsp;</p><h2>4. Schaden</h2><p>In unserem Leben kommen Unf&auml;lle, Katastrophen, Ungl&uuml;ck und Tod vor. Und eines wird klar: Auch Schicksalsschl&auml;ge sind immer noch unter den gro&szlig;en, warmherzigen Blicken Gottes. Nichts gleitet ihm aus der Hand. Er blickt weiter. Katastrophen d&uuml;rfen unser Leben nicht zerst&ouml;ren. Kein Grund zur Panik. Deshalb gibt es nun eine Handlungsanweisung, wie Sie und ich im Katastrophenfall miteinander und mit Gott umgehen k&ouml;nnen.<br />
&nbsp;</p><h2>5. Politik und Gesellschaft</h2><p>Zum einen: Das Miteinander in Politik und Gesellschaft:<br />
Zun&auml;chst geht es um die Kl&auml;rung der Zust&auml;ndigkeit. Einer muss die Verantwortung &uuml;bernehmen. Die Gemeinschaft des n&auml;chstgelegenen Ortes ist verantwortlich. Sie wird vertreten durch die &Auml;ltesten und Richter. Richter waren zu dieser Zeit Leute, die etwas zu richten, etwas in Ordnung zu bringen hatten.</p><p>Die Sache wird in den &ouml;ffentlichen Raum getragen. Ein Feld, das bisher von keiner Person privat benutzt wurde. Es gibt so etwas wie eine kollektive Schuld. Irgendwie sind ja alle daran beteiligt. Jeder tr&auml;gt Verantwortung, wenn eine Gesellschaft dem B&ouml;sen Raum gibt. Daf&uuml;r sollen die Verantwortungstr&auml;ger des Ortes eintreten. Sie sollen die Sache nicht mit einer Blutrache beantworten, nicht mit Lynchjustiz oder Ehrenmord. Nicht mit Missbrauch von Menschen oder mit Beschuldigungen und Verleumdungen. Sie sollen die W&uuml;rde des einzelnen Menschen sch&auml;tzen und sch&uuml;tzen.</p><p>Eine gewisse Sensibilit&auml;t f&uuml;r den Wert des Lebens wird gef&ouml;rdert und aufgerichtet.</p><p>Mit dem T&ouml;ten und Schlachten des Tieres wird die Sache feierlich begangen. Wie bei einem Leichenschmaus oder Trauerkaffee.<br />
Ist das nicht auch hilfreich f&uuml;r unsere Gesellschaft, wenn wir Gedenkfeiern erm&ouml;glichen? Gedenkfeiern und Gedenksteine f&uuml;r die Holocaust-Opfer. Gedenkveranstaltungen f&uuml;r die Millionen get&ouml;teter Kinder im Mutterleib. Gedenkfeiern und Tafeln und Kerzen f&uuml;r Kriegsopfer und viele andere Opfer aus dem pers&ouml;nlichen Leben?<br />
&nbsp;</p><h2><strong>6. S&uuml;hne und Wiedergutmachung</strong></h2><p>Zum anderen: Die Beziehung zu Gott:<br />
Wer einen Menschen missachtet, ja t&ouml;tet, der missachtet Gott. Denn der Mensch, der missbraucht wurde, ist Gottes Gesch&ouml;pf. Er hat Gottes W&uuml;rde. Wenn der T&auml;ter und damit auch kollektiv der ganze Ort durch die Tat die Beziehung zu Gott besch&auml;digt haben, haben sie kein Recht mehr, zu Gottes K&ouml;nigreich dazuzugeh&ouml;ren.</p><p>Die zerst&ouml;rte Beziehung zu Gott hat den Tod des T&auml;ters zur Folge, den ewigen Tod, ja den Tod der T&auml;ter-Gesellschaft. Aber die Beziehung kann wieder erneuert werden. Wir haben die Chance, um Vergebung zu bitten. Vor Ort. Geistliches Leben vor Ort. Priester und Leviten haben nicht nur im Tempel Dienst, sondern auch in der Gemeinde vor Ort.</p><p>Durch die Bitte des Priesters und der Leviten wird dieser Tod des T&auml;ters stellvertretend auf das Tier gelegt. Das Tier stirbt den Tod des T&auml;ters. So darf auch ein S&uuml;nder wieder vor Gottes Angesicht leben. Er ist frei. Ihm ist vergeben. Die verletzte Beziehung wird geheilt. Der Schaden wieder gutgemacht. Vergebung ausgesprochen. Der Schmutz von den H&auml;nden gewaschen.</p><p>Und diesen zweiten Aspekt entdecke ich bei Jesus &ndash; in seinem einmaligen Opfertod am Kreuz. Ich habe die Beziehung zu Gott zerst&ouml;rt und deshalb die Trennung von seinem K&ouml;nigreich verdient, den ewigen Tod verdient. Diesen Tod stirbt Jesus f&uuml;r Sie und mich. &Ouml;ffentlich bekenne ich mich zu Jesus. Und im Angesicht von Jesu Opfer am Kreuz erbitten wir Vergebung. Ich lasse mir mit dem lebendigen Wasser des Heiligen Geistes die H&auml;nde reinigen. Und sage dann: Ich habe keine Schuld. Die Schuld liegt auf ihm, auf Jesus. Die Trennung wird aufgehoben.</p><p>Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. (Johannes 3,36).</p><p>Nehmen auch Sie das Opfer von Jesus in Anspruch als Antwort auf die Katastrophen Ihres Lebens.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Friedhelm Appel</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17278211.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Friedhelm Appel]]></author>
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      <pubDate>Wed, 18 Feb 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Freistädte]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 5. Mose 19,1-13 – ausgelegt von Wolf-Dieter Kretschmer.</em><br/>
<h2><strong>Wenn ein Moment alles ver&auml;ndert</strong></h2><p>Manchmal passieren Dinge im Leben, die man am liebsten ungeschehen machen m&ouml;chte. Ein Moment der Unachtsamkeit kann eine Kette unbeabsichtigter und dramatischer Folgen ausl&ouml;sen. Ehe man sich versieht, steht man, ohne es zu wollen, vor einem Scherbenhaufen.</p><p>Das beste Beispiel ist vermutlich der ber&uuml;hmte Ball, der unvermittelt zwischen parkenden Autos auf die Stra&szlig;e rollt. Gut, wenn ich in einem solchen Moment geistesgegenw&auml;rtig reagiere und mein Fahrzeug rechtzeitig zum Stehen kommt, denn bekanntlich taucht hinter einem Ball h&auml;ufig ein kleines Kind auf. Schlecht, wenn mir infolge der Notbremsung ein anderer Verkehrsteilnehmer hinten auff&auml;hrt. Schlimmer noch, wenn ich nicht rechtzeitig zum Stehen komme und das Kind verletzt wird!</p><p>Ich habe eine &auml;hnliche Situation im Bekanntenkreis miterlebt. Tats&auml;chlich war ein kleiner Junge seinem Ball auf die Stra&szlig;e nachgelaufen. Gl&uuml;cklicherweise verlief alles glimpflich. Niemand wurde verletzt. Aber der Schock hat sowohl bei den Eltern als auch bei dem Autofahrer tief gesessen. Ich glaube, dass auch das Kind f&uuml;rs Leben gelernt hat.</p><p>Leider passieren aber trotz Umsicht und Sorgfalt immer wieder Unf&auml;lle mit schwerwiegenden Folgen. Menschen werden ernsthaft verletzt oder kommen sogar zu Tode. Vielleicht sogar jemand, der mir nahesteht. Wut und Rachegedanken k&ouml;nnen in solchen Momenten mein Denken beeintr&auml;chtigen.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Die Freist&auml;dte im alten Israel &ndash; Schutz vor der Blutrache</strong></h2><p>Vergleichbare Situationen kannte man auch im alten Israel. Aber anders als heute war es damals &uuml;blich, selbst das Recht in die Hand zu nehmen. Sogenannte Blutr&auml;cher, meistens waren es Familienangeh&ouml;rige des Get&ouml;teten, schw&auml;rmten aus, um den T&auml;ter zu stellen und umzubringen. &ndash; Eine Praxis, die aus heutiger Warte verst&ouml;rend wirkt!</p><p>Um solche Situationen geht es im 5. Buch Mose, Kapitel 19 in den Versen 1 bis 13: Mose gibt genaue Anweisungen, welche Regeln gelten sollen, wenn es zu unbeabsichtigten Unf&auml;llen mit Todesfolge kommt.</p><p>Jahre sp&auml;ter wird diese Anweisung durch Josua umgesetzt. Im Buch Josua 20,7-8 werden je drei Freist&auml;dte &ouml;stlich und westlich des Jordans eingerichtet.</p><p>Es sind Kedesch in Galil&auml;a, im Gebirge Naphtali, Sichem im Gebirge Ephraim und Hebron (auch Kirjat-Arba genannt) im Gebirge Juda.</p><p>&Ouml;stlich des Jordan sind es Bezer im Gebiet von Ruben, Ramot in Gilead, im Gebiet von Gad und Golan in Baschan, im Gebiet von Manasse.</p><p>Alle St&auml;dte k&ouml;nnen &ndash; wie von Mose vorgeschrieben &ndash; im Notfall zu Fu&szlig; erreicht werden.</p><p>Wer also versehentlich den Tod eines Menschen verursacht hat, kann sich vor den Blutr&auml;chern in Sicherheit bringen und mit einem unparteiischen Richterspruch rechnen. Stellt sich jedoch heraus, dass es ein Mord gewesen ist, erlischt der Schutzanspruch. Der T&auml;ter muss dann zur&uuml;ckgebracht und vor Ort bestraft werden.</p><p>Um sicherzustellen, dass es trotz anderslautender richterlicher Entscheidung nicht zu Selbstjustiz kommt, bleibt der Schutz auch nach dem Gerichtsverfahren bestehen, solange sich der oder die Angeklagte innerhalb der Stadtmauern der Freistadt aufh&auml;lt. Das macht eine weitere Stelle im 4. Mose,35 deutlich. Dabei ist der Aufenthaltsort &bdquo;innerhalb der Stadtmauern" w&ouml;rtlich zu nehmen. Findet ein Blutr&auml;cher den Betreffenden au&szlig;erhalb der Stadt und t&ouml;tet ihn, trifft ihn keine Schuld. Erst mit dem Tod des amtierenden Hohenpriesters darf sich der Beschuldigte wieder frei und unbehelligt im Land bewegen. Mehr noch: Er soll dann zur&uuml;ckkehren in seine Heimat.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Gottes Gerechtigkeit &ndash; damals und heute</strong></h2><p>Diese Regelungen galten f&uuml;r eine Gesellschaft, die sich stark von unserer unterscheidet. Heute liegt das Gewaltmonopol beim Staat. Selbstjustiz ist grunds&auml;tzlich verboten, und das ist gut und richtig so. Eine unabh&auml;ngige und unparteiische Instanz kann einen Sachverhalt besser beurteilen als unmittelbar Betroffene das k&ouml;nnen.</p><p>Vielleicht fragen Sie sich jetzt, was dieser Bibelabschnitt mit Ihnen und mir zu tun haben k&ouml;nnte. Darauf werde ich nachfolgend eingehen.</p><p>In der Bibel wird Schuld und ihre Folgen f&uuml;r die betroffenen Menschen aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet. Dabei gibt es bereits so etwas wie T&auml;terschutz. Klar ist, dass einmal entstandene Schuld ges&uuml;hnt werden muss. Das gilt vor allem dann, wenn die Bluttat vors&auml;tzlich begangen wurde. Gleichzeitig ist es Gott wichtig, dass es gerecht zugeht und die Auswirkungen eines Unfalls mit fatalen Folgen f&uuml;r alle Beteiligten begrenzt werden.</p><p>Deshalb hat Gott damals f&uuml;r den Fall der unbeabsichtigten T&ouml;tung eines Menschen klare und f&uuml;r alle verbindliche Regeln eingerichtet. An diese musste sich ausnahmslos jeder im Volk Israel halten.</p><p>Auch heute gilt, dass Gott gerecht ist und m&ouml;chte, dass sich Gerechtigkeit durchsetzt. Wir leben in einer Gesellschaft, in der eine unabh&auml;ngige Justiz Recht spricht. Dieses Recht sch&uuml;tzt Opfer und T&auml;ter gleicherma&szlig;en.</p><p>Einerseits muss das Opfer Genugtuung erfahren, andererseits die Tat gerecht beurteilt und eine angemessene Entscheidung getroffen werden. Liegt kein vors&auml;tzliches Verhalten vor, spricht man heute von Totschlag, nicht aber von Mord. Im Falle eines Totschlags muss beurteilt werden, ob Fahrl&auml;ssigkeit den Unfall verursacht hat oder es tats&auml;chlich eine Verkettung ungl&uuml;cklicher Umst&auml;nde gewesen ist. Dementsprechend wird das Urteil ausfallen.</p><p>Deutlich wird, dass Gott bereits vor dreieinhalbtausend Jahren Grenzen gezogen hat, um einer m&ouml;glichen Gewaltspirale vorzubeugen und Leben zu sch&uuml;tzen.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Von den Freist&auml;dten zum Asylrecht &ndash; ein &uuml;berraschender Gedanke</strong></h2><p>Erlauben Sie mir zum Abschluss eine Frage zu stellen, die Sie vielleicht &uuml;berraschen wird. K&ouml;nnte es sein, dass die sogenannten Freist&auml;dte im alten Israel weit entfernte Vorl&auml;ufer des heutigen Asylrechts gewesen sind? Es geht heute grunds&auml;tzlich nicht mehr um die Bedrohung durch Blutr&auml;cher, daf&uuml;r aber um andere Formen der Verfolgung. &Auml;hnlich wie in der fr&uuml;hen Geschichte der Israeliten, in der Gott vorschrieb, wie man sich zu verhalten hatte, legt heute die Verfassung unseres Staats fest, dass jeder Einzelfall gerichtlich gepr&uuml;ft werden muss. Es gilt zu kl&auml;ren, ob jemandem ein berechtigter Schutzanspruch zusteht oder der Betreffende abgewiesen werden muss.</p><p>Wenn das tats&auml;chlich so ist, und ich finde, dass einiges diesen Gedanken nahelegt, dann verbietet sich ein schnelles Urteil. Im Gegenteil: Es erinnert mich daran, dass Gott jeden mit seiner Geschichte sieht und von mir ein umsichtiges Urteil erwartet.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Wolf-Dieter Kretschmer</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17277571.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Wolf-Dieter Kretschmer]]></author>
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      <pubDate>Tue, 17 Feb 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Ungeteilte Hingabe]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 5. Mose 18,9-22 – ausgelegt von Christiane Walz.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 5. Mose 18,9-22 – ausgelegt von Christiane Walz.</em><br/>
<h2><strong>Neue Heimat, neue Kultur &ndash; Lernen durch Hinh&ouml;ren</strong></h2><p>Im Laufe unserer beruflichen T&auml;tigkeit als Heilsarmeepastoren sind wir mit unserer Familie &ouml;fter umgezogen. Dabei haben wir im Norden, S&uuml;den und Westen Deutschlands gelebt, bevor wir vor drei Jahren schlie&szlig;lich in den &ouml;stlichen Teil unseres Landes gezogen sind. Dabei haben uns die Wechsel jeweils deutlich gemacht, wie unterschiedlich die Kulturen sind in unserem vergleichsweise kleinen Deutschland. Wir haben uns angew&ouml;hnt, nach jedem Umzug, im ersten Jahr, zun&auml;chst einmal gut hinzuschauen und hinzuh&ouml;ren, zu beobachten und nachzufragen. Z.B.: Wie bestellt man hier Br&ouml;tchen beim B&auml;cker? Verlangt man nach Rundst&uuml;cken, Schrippen oder Br&ouml;tle? Wie offen und direkt wird hier kommuniziert, miteinander umgegangen?<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Israels gro&szlig;er Umzug &ndash; Gottes klare Anweisungen</strong></h2><p>Wir hatten viel zu lernen. Denn wir wollten nicht anecken oder gar, aufgrund von Unwissenheit, andere diffamieren. Sondern die Kulturen kennenlernen. In dem vor uns liegenden Text steht dem Volk Israel auch ein gro&szlig;er Umzug vor. Dabei ziehen sie nicht einfach nur um. Es beginnt f&uuml;r das gesamte Volk ein komplett neuer Abschnitt. Ihr ganzer Status &auml;ndert sich. Aus einem Nomadenvolk wird ein sesshaftes Volk werden. Gott bereitet sie darauf vor. Dabei gibt er einen detailgenauen Plan vor, ordnet Regeln an. Wir finden hier klare &bdquo;Do&#39;s" und &bdquo;Don&#39;ts". Gott zeigt den Israeliten auf, dass sie mit anderen Kulturen in Ber&uuml;hrung kommen werden, ja, sie werden sich zuk&uuml;nftig tagt&auml;glich damit auseinandersetzen m&uuml;ssen. Gott ist dabei eines ganz wichtig: <em>&bdquo;lernt nicht, es den Gr&auml;ueln dieser Nationen gleichzutun" </em>(Vers 9).</p><p>Grunds&auml;tzlich ist lernen ja positiv. Wenn man etwas lernt, dann setzt man sich zun&auml;chst damit auseinander, &uuml;bt es ein, um es sich schlie&szlig;lich zu eigen zu machen. In Bezug auf die spirituellen Gepflogenheiten der anderen Kulturen sollen die Israeliten aber genau das nicht tun. Ja, sie werden mitbekommen, vielleicht neugierig erstmal zusehen, wenn z.B. Totenbeschw&ouml;rer zugange sind oder &auml;hnlich okkulte Praktiken ausge&uuml;bt werden. Aber sie sollen Abstand davon halten. Sie sollen darauf achten, dass nichts davon Einfluss nehmen wird auf ihre eigene Kultur. &bdquo;Lernt nicht", macht euch das nicht zu eigen. Haltet Abstand.</p><p>Gott will sein Volk sch&uuml;tzen, bewahren. Ihm ist so wichtig, dass sein Volk sich seiner eigenen Identit&auml;t bewusst ist und bleibt: Volk des lebendigen Gottes. Es soll sich an Ihm und seinen Wegweisungen orientieren und nicht durch viele andere Einfl&uuml;sse den Blick auf Gott verlieren. Gott selbst wei&szlig; nur zu gut, wie schwer es uns Menschen f&auml;llt, seine Stimme wahrzunehmen, je mehr Stimmen, Meinungen und Einfl&uuml;ssen wir ausgesetzt sind. Deshalb spricht Gott hier so klar und eindeutig: <em>&bdquo;Diese Nationen, die du austreiben wirst, h&ouml;ren auf Zauberer und auf Wahrsager. Du aber &ndash; so etwas hat der HERR, dein Gott, dir nicht gestattet!" </em>(Vers 14) Ehrlich gesagt empfinde ich diese Klarheit Gottes hier als sehr wohltuend. Die Israeliten wissen genau, was sie tun sollen bzw. vor allem, was nicht.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Ein ungeteiltes Herz &ndash; Orientierung im Stimmengewirr</strong></h2><p>Manchmal werde ich gefragt, ob man dies oder das als Christ tun darf, und dann tue ich mich mit dem Antworten oft schwer. Vieles liegt im Ermessensspielraum jedes einzelnen. Was f&uuml;r manche kein Problem darstellt, z.B. sich ein Tattoo stechen zu lassen, das geht f&uuml;r andere gar nicht. Oftmals h&auml;ngt das von der eigenen Pr&auml;gung und Biographie ab.</p><p>Der Vers 13 in unserem Abschnitt gibt in jedem Fall Entscheidungshilfe: <em>&bdquo;Du sollst dich ungeteilt an den HERRN, deinen Gott, halten."</em> (ELB) Ungeteilt, mit ganzem Herzen. Hier klingt das wichtigste Gebot Gottes durch: <em>&bdquo;Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand."</em> (5. Mose 6,5) Die &Uuml;bersetzung &bdquo;Neues Leben" hat den Vers 13 so &uuml;bersetzt: <em>&bdquo;Ihr dagegen sollt so leben, wie es dem HERRN, eurem Gott, gef&auml;llt." </em>Das hat oberste Priorit&auml;t. Um zu leben, wie es dem HERRN, meinem Gott gef&auml;llt, muss ich mich mit ihm auseinandersetzen. Gott kennen, wissen, was ihm wichtig ist. Auf ein ungeteiltes Herz achten.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Gottes F&uuml;hrung durch Propheten &ndash; damals und heute</strong></h2><p>Wir haben heutzutage Gottes Wort als Grundlage dazu. Und den Heiligen Geist bei und in uns, der uns anleitet und immer wieder korrigiert, wenn wir ihm dazu Raum geben. Dem Volk Israel versprach Gott damals, dass er einen Propheten erstehen lassen wollte, auf den sie h&ouml;ren sollten. Den Israeliten war die direkte Begegnung mit Gott, das H&ouml;ren seiner Stimme wohl zu heikel geworden. Sie hatten erkannt, dass sie gegen&uuml;ber Gottes Heiligkeit nicht bestehen konnten, so wie es in Vers 16 wiedergegeben wird: <em>&bdquo;Ich m&ouml;chte die Stimme des HERRN, meines Gottes, nicht l&auml;nger h&ouml;ren, und dieses gro&szlig;e Feuer m&ouml;chte ich nicht mehr sehen, damit ich nicht sterbe!"</em></p><p>Und Gott ging auf ihren Wunsch ein. So wie Gott schon Mose als Mittler eingef&uuml;hrt hatte, so sollten jetzt Propheten Gottes Willen, seine Anweisungen weitergeben und damit dem Volk Orientierung und Klarheit geben. Einen praktischen Hinweis liefert Gott gleich noch hinterher, woran man erkennen kann, ob ein Prophet wirklich von Gott beauftragt ist oder nicht: <em>&bdquo;Wenn der Prophet im Namen des HERRN redet, und das Wort geschieht nicht und trifft nicht ein, so ist das das Wort, das nicht der HERR geredet hat. In Vermessenheit hat der Prophet es geredet; du brauchst dich nicht vor ihm zu f&uuml;rchten."</em> (Vers 22). Praktisch und klar. So f&uuml;hrt Gott sein Volk.</p><p>Trauen wir Gott zu, dass er auch uns so praktisch und klar f&uuml;hrt? Gerade in dem gro&szlig;en Stimmengewirr unserer Zeit? Vielleicht ist es an uns, sich dem einen oder anderen Einfluss zu entziehen. Manche Stimme leiser zu drehen. Sich immer wieder damit auseinanderzusetzen, ein ungeteiltes Herz zu haben. Und der Stimme Gottes Raum und Zeit zu geben.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Christiane Walz</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17276955.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Christiane Walz]]></author>
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      <pubDate>Mon, 16 Feb 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[In Gottes Händen geborgen]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Psalm 31 – ausgelegt von Margit Weigelt.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 31 – ausgelegt von Margit Weigelt.</em><br/>
<h2><strong>Davids Psalmen: 3000 Jahre alt und immer noch aktuell</strong></h2><p>In der Lutherbibel wird dieser Psalm &uuml;berschrieben mit den Worten: In Gottes H&auml;nden geborgen.</p><p>Von David, dem Schreiber dieses Psalms, stammen noch viele weitere dieser Lieder. Er wurde in Bethlehem geboren, wie Jesus auch, nur ungef&auml;hr 1000 Jahre fr&uuml;her. Wenn wir also nachrechnen, dass Jesus vor gut 2000 Jahren hier auf unserer Erde gelebt hat, bedeutet das: die Psalmen Davids sind 3000 Jahre alt! So alt &ndash; im Vergleich dazu sehe ich die Werke von Goethe, Schiller oder Storm beinahe als Neuerscheinungen an! So alt sind die Psalmen &ndash; und immer noch aktuell!</p><p>Denn von David, der sp&auml;ter bekannt und ber&uuml;hmt wurde als K&ouml;nig David, k&ouml;nnen wir auch noch heute viel lernen. Als kleiner, unscheinbarer Hirtenjunge wuchs er in Bethlehem auf, als j&uuml;ngster von acht Br&uuml;dern. Noch in dieser Zeit als Schafhirte war er schon von Gott auserw&auml;hlt f&uuml;r sein K&ouml;nigsamt. Sein Leben war sehr bewegt und gepr&auml;gt von Licht und Schatten, Freude und Leid, Ehre und Schande, Wohlwollen und Missgunst, Schuld und immer wieder die Gnade Gottes!<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Davids Not und sein Vertrauen auf Gott</strong></h2><p>David kommt mit all seiner Not und Verzweiflung, sogar in Todesnot zu Gott, seinem Herrn. Er sch&uuml;ttet ihm sein Herz aus, bringt ihm seinen Kummer und Schmerz. Von ihm wird gesagt, er sei ein &bdquo;<em>Mann nach Gottes Herzen</em>". Das hei&szlig;t nun nicht, dass er nie etwas Unrechtes getan h&auml;tte, eher das Gegenteil war der Fall. Er hatte auch schwere Schuld auf sich geladen und musste die Konsequenzen daf&uuml;r tragen.</p><p>Was hat diese alte Geschichte nun mit uns zu tun? Warum ist sie heute noch so aktuell?</p><p>&bdquo;<em>Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der Herr aber sieht das Herz an."</em></p><p>Das ist die wichtige Aussage an der Geschichte, finde ich. David kommt zu Gott mit seiner Not, seinem Kummer und Versagen. Und mit einem Herzen voll Vertrauen und Hoffnung. Schon die ersten Worte von Psalm 31 lauten: <em>&bdquo;Herr, auf dich traue ich, rette mich, h&ouml;re mir zu, hilf mir schnell! Sei mir ein starker Fels und eine Burg"</em> &ndash; und unmittelbar in der n&auml;chsten Zeile: <em>&bdquo;denn du bist mein Fels und meine Burg."</em></p><p>So geht es weiter durch diesen Psalm. David ist krank geworden vor Sorge und Todesangst, matt an Leib und Seele, seine Kraft ist verschwunden &ndash; wohl auch durch eigene Schuld und Missetat, so &auml;hnlich dr&uuml;ckt er sich aus. Seinen Mitmenschen ist er zum Spott und Schrecken geworden, sie gehen ihm aus dem Weg, er f&uuml;hlt sich wie ein zerbrochenes Gef&auml;&szlig; und f&uuml;rchtet um sein Leben.</p><p>Fast w&ouml;rtlich steht es so im Text, und ich denke: Oh nein, da hat es ihn aber sehr schlimm erwischt! So eine geballte Ladung an Leid und Unheil! Wie kann ein Mensch das alles ertragen?<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Wenn das Leid auch uns trifft</strong></h2><p>Wie sieht es aktuell bei uns aus, bei mir und bei Ihnen, liebe H&ouml;rerinnen und H&ouml;rer? Es gibt leider solche schwierigen Lebenslagen, die jeden von uns treffen k&ouml;nnen. Den einen erwischt es mehr, den anderen weniger, und manchmal kommt es auch ganz dick und geballt. Vor Angst und Sorge krank werden, sich matt und kraftlos f&uuml;hlen &ndash; wer hat sich nicht schon mal so gef&uuml;hlt? Massive Bedr&auml;ngnis durch Spott, Verleumdung, &uuml;ble Nachrede und Mobbing k&ouml;nnen tiefe Depressionen verursachen. Ich kann mir gut vorstellen, dass davon betroffene Personen sich <em>&bdquo;vergessen im Herzen wie ein Toter" </em>oder &bdquo;wie ein zerbrochenes" Gef&auml;&szlig; sp&uuml;ren. Wie am Boden zerst&ouml;rt sein &ndash; diesen erb&auml;rmlichen Zustand kann ich pers&ouml;nlich gut nachempfinden.</p><p>David klagt Gott sein Leid in einer sehr anschaulichen Art und Weise. Dann, so erscheint es mir, &auml;ndert sich seine Stimmung, als w&uuml;rde er tief Luft holen, und wendet sich Gott mit neuer Kraft und Freude zu. <em>&bdquo;Ich aber, Herr, hoffe auf dich! Du bist mein Gott! Meine Zeit steht in deinen H&auml;nden." </em>In den n&auml;chsten Versen bittet er noch einmal um G&uuml;te und Errettung f&uuml;r sich, aber erhofft sich auch Strafe und Vergeltung f&uuml;r Frevler und L&uuml;gner. Gerechtigkeit sollte schon sein, findet er.</p><p>Ab Vers 20 schlie&szlig;t David in sein Lob f&uuml;r den Herrn nun auch andere Menschen ein. Nachdem er seine Not und sein Elend vor Gott bringen konnte, war sein Herz wieder freier geworden. Froh und dankbar pries er den Herrn! <em>&bdquo;Wie gro&szlig; ist deine G&uuml;te, Herr, die du bewahrt hast denen, die dich f&uuml;rchten&hellip;. denen, die auf dich trauen!"</em><br />
&nbsp;</p><h2><strong>Seid getrost und unverzagt!</strong></h2><p>Damit komme ich wieder zu der aktuellen Frage, was das mit uns zu tun hat. Menschen, die Gott vertrauen und ihn ehren, ihm nahe sein wollen, d&uuml;rfen mit Gottes Hilfe und Schutz rechnen. Das war nicht nur vor 3000 Jahren so, das gilt auch heute noch f&uuml;r uns.</p><p>David erz&auml;hlt in vielen Psalmen von der Hilfe und Bewahrung, die er in seinem Leben von Gott erfahren hat. Froh und &uuml;beraus gl&uuml;cklich dar&uuml;ber ruft er es am Ende dieses Psalms uns allen zu: <em>&bdquo;Liebt den Herrn alle, die ihm nahe sein wollen! Wer ihm vertraut, steht unter seinem Schutz!"</em></p><p>Der letzte Vers sagt dann ganz eindringlich: <em>&bdquo;Seid getrost und unverzagt &ndash; Alle!"</em> An der Stelle m&ouml;chte ich gern meinen ganz pers&ouml;nlichen Bezug zu dieser Aussage einf&uuml;gen.</p><p>SEI GETROST UND UNVERZAGT! Vier kurze Worte nur, die mir sehr wichtig geworden sind. In einer ziemlich ernsten Situation in meinem Leben war ich ratlos und fragte: &bdquo;Herr, was soll das nun werden?"</p><p>Als Antwort konnte ich vor meinem geistigen Auge genau diese vier W&ouml;rter erkennen. Seitdem begegnen sie mir immer wieder; meistens dann, wenn nicht alles gerade gut l&auml;uft und dunkle Wolken auftauchen. Kommt Ihnen das vielleicht bekannt vor, liebe H&ouml;rerinnen und H&ouml;rer?</p><p>&Auml;hnlich wie David erleben wir auch in unserer Welt Unruhe und Bedrohung, im nahen Umfeld und weltweit. Finanzielle Sorgen, Kummer und Krankheiten bedr&uuml;cken uns. Aber hier steht als Aufforderung und Ermutigung f&uuml;r uns alle: <em>&bdquo;Seid getrost und unverzagt!"</em></p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Margit Weigelt</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17276467.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Margit Weigelt]]></author>
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      <pubDate>Sun, 15 Feb 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Schön wär‘s!]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 5. Mose 17,14-20 – ausgelegt von Fred Gilgen.</em><br/>
<h2><strong>Das K&ouml;nigsgesetz und die Macht &ndash; ein aktueller Blick</strong></h2><p>Am Tag, als ich die ersten Gedanken f&uuml;r diese Andacht sammelte, meldete die Tagesschau: &bdquo;Atom-Deal macht den amerikanischen Pr&auml;sidenten reicher. Er steigt mit seiner Firma ins Kernenergiegesch&auml;ft ein. Das steigert sein Verm&ouml;gen um 500 Millionen Dollar &ndash; und l&auml;sst die Grenzen zwischen Amt und pers&ouml;nlichen Interessen weiter verschwimmen."</p><p>Im gerade gelesenen K&ouml;nigsgesetz des Alten Testaments steht: &bdquo;<em>Nur dass er nicht viele Rosse halte und f&uuml;hre das Volk nicht wieder nach &Auml;gypten, um die Zahl seiner Rosse zu mehren &hellip; er soll auch nicht viele Frauen nehmen, dass sein Herz nicht abgewandt werde, und soll auch nicht viel Silber und Gold sammeln."</em></p><p>Als die Israeliten zum Propheten Samuel kamen und ihn baten: <em>&bdquo;Setze nun einen K&ouml;nig &uuml;ber uns, der uns richte, wie ihn alle V&ouml;lker haben", </em>missfiel es ihm und er betete zu Gott, um ihn zu fragen, wie er dar&uuml;ber dachte. Gott antwortete: <em>&bdquo;Gehorche der Stimme des Volkes, doch warne sie und verk&uuml;ndige ihnen das Recht des K&ouml;nigs, der &uuml;ber sie herrschen wird." </em>Samuel tat es und setzte den ersten K&ouml;nig, Saul, ein. Aber er sagte ihnen auch, dass die ganze Sache f&uuml;r sie sehr teuer werden wird.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Sch&ouml;n w&auml;r&#39;s &ndash; und doch gibt es Ausnahmen</strong></h2><p>Sch&ouml;n w&auml;r&#39;s. Wenn die K&ouml;nige und Herrscher so w&auml;ren, wie es das K&ouml;nigsgesetz beschreibt. In der Regel handeln sie nicht so, sondern unterdr&uuml;cken oft das Volk und mehren ihren eigenen Besitz.</p><p>Sch&ouml;n w&auml;r&#39;s &hellip; nein: Sch&ouml;n ist&#39;s. Denn es gibt keine Regel ohne Ausnahme. Gott sei Dank gibt es Menschen, denen ein Amt anvertraut ist und die es dann auch &ndash; im Gehorsam gegen&uuml;ber Gott &ndash; zum Wohl der Menschen aus&uuml;ben. Und es ist sch&ouml;n, dass ich einige, mehr auf den unteren Ebenen der Politik, kenne, die so leben.</p><p>An der Stelle denke ich zur&uuml;ck an meinen Milit&auml;rdienst in der Schweiz. Und dabei an einen Offizier. Der Offizier war weder K&ouml;nig noch Politiker. Aber bei vier Begegnungen erlebte ich ihn pers&ouml;nlich und kann sagen: Er hat sich an das, was hier im K&ouml;nigsgesetz steht, gehalten. Seine Stellung hat er nicht f&uuml;r private Bereicherungen missbraucht und stand seinen Untergebenen sehr nahe. Ich erinnere mich an einen Appell mit 2.000 Soldaten, wo er fragte, was das Wichtigste in der Ausr&uuml;stung sei.</p><p>Nach Antworten wie: Das dienstbereite Gewehr, die sorgf&auml;ltig gepflegten und marschbereiten Schuhe, die vollst&auml;ndige Gasmaske, &hellip; holte er eine Gideon-Bibel aus seiner Brusttasche und sagte: &bdquo;Das ist alles wichtig; aber im Ernstfall gibt es etwas, was noch wichtiger ist: Gottes Wort, die Bibel."<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Beten f&uuml;r die Obrigkeit &ndash; was einfache Christen tun k&ouml;nnen</strong></h2><p>Sch&ouml;n w&auml;r&#39;s; denn Menschen wie dieser Offizier sind die Ausnahme und leider nicht die Regel. Viele, denen Macht gegeben ist, nutzen sie zu ihren Gunsten aus.</p><p>Und ich frage: &bdquo;Was kann ich da als einfacher Christ tun?"</p><p>Als ich 2012 meinen letzten Dienst als Pastor antrat, starteten meine Frau und eine Mitbeterin einer anderen Gemeinde das &bdquo;Gebet f&uuml;r die Stadt". Sie nahmen die Worte aus Jeremia 29 ernst: <em>&bdquo;Suchet der Stadt Bestes, dahin ich euch habe wegf&uuml;hren lassen, und betet f&uuml;r sie zum Herrn."</em> Genauso wie die Worte im 1. Timotheus, 2. Dort steht: <em>&bdquo;So ermahne ich nun, dass man vor allen Dingen tue F&uuml;rbitte und Danksagung f&uuml;r alle Menschen, f&uuml;r die K&ouml;nige und f&uuml;r alle Obrigkeit, damit wir ein ruhiges und stilles Leben f&uuml;hren k&ouml;nnen in aller Fr&ouml;mmigkeit und Ehrbarkeit." </em>Paulus meinte damit nicht nur unser Wohlergehen, sondern auch die Offenheit der Regierung. So dass wir auch Gelegenheit haben, den Menschen von Gott, unserem Heiland, zu erz&auml;hlen, <em>&bdquo;welcher will, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen"</em> und Jesus Christus, seinen Sohn, kennenlernen.</p><p>Ist es ein Zufall, dass in unserer Stadt geht, was anderswo nicht gelingt, und Stadtr&auml;te aus v&ouml;llig verschiedenen Parteien zum Wohl der Stadt zusammenarbeiten? Der Ortsname wird nicht genannt. Und ist es ein Zufall, dass die Verantwortlichen der Stadt und Kultur uns schon mehrfach gebeten haben, beim Weihnachtsmarkt als Christen pr&auml;sent zu sein? Gott hat unserer Stadt gute Leute geschenkt; aber vieles geschieht auch durch das anhaltende Gebet treuer Christen.</p><p>Ich frage noch einmal: &bdquo;Was kann ich da als einfacher Christ tun?"</p><p>Zusammen mit anderen Christen kann ich Br&uuml;der und Schwestern unterst&uuml;tzen und f&uuml;r sie beten, wenn sie bereit sind, ein &ouml;ffentliches Amt in der Regierung oder der Gesellschaft anzunehmen. Sie tun das, was ich vielleicht nicht kann, und ich bete f&uuml;r sie, dass sie die Kraft behalten, bei ihrem Dienst nach dem Willen Gottes zu handeln.</p><p>Und ich kann, nach meinen M&ouml;glichkeiten, Verantwortung f&uuml;r die Gesellschaft &uuml;bernehmen. Daf&uuml;r muss ich nicht K&ouml;nig, sondern kann ein einfacher Mensch unter Menschen sein.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Einladung zum Glauben an Jesus Christus</strong></h2><p>Darf ich Sie, liebe H&ouml;rer, noch einmal mit zur&uuml;ck zu dem Offizier nehmen, von dem ich erz&auml;hlt habe? Im gelesenen K&ouml;nigsgesetz steht: <em>&bdquo;Und wenn er nun sitzen wird auf dem Thron seines K&ouml;nigreichs, soll er eine Abschrift dieses Gesetzes, wie es den levitischen Priestern vorliegt, in ein Buch schreiben lassen. Das soll bei ihm sein, und er soll darin lesen sein Leben lang, damit er den HERRN, seinen Gott, f&uuml;rchten lernt, dass er halte alle Worte dieses Gesetzes und diese Rechte und danach tue."</em></p><p>Beim ersten Christustag in Bern bezeugte der Offizier bei seinem Gru&szlig;wort vor 50.000 Menschen seinen Glauben an Jesus Christus. Und er scheute sich nicht, die Zuh&ouml;rer, die noch ohne Jesus lebten, zum pers&ouml;nlichen Glauben an ihn einzuladen.</p><p>Ich glaube an Jesus Christus. Und ich glaube, dass er gekommen ist, um das gr&ouml;&szlig;te Problem, das wir haben, f&uuml;r uns zu l&ouml;sen. Mit seinem stellvertretenden Leiden und Sterben am Kreuz. Denn durch unsere Schuld und unsere S&uuml;nden leben wir getrennt von Gott und werden darum das ewige Leben verpassen. Es sei denn, wir glauben, dass Gott uns liebt und uns durch das Handeln seines Sohnes, wenn wir an ihn glauben, annimmt. Paulus schreibt, nachdem er uns zum Gebet f&uuml;r die Obrigkeit aufruft, weiter: <em>&bdquo;Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, n&auml;mlich der Mensch Christus Jesus, der sich selbst gegeben hat f&uuml;r die Erl&ouml;sung." </em>Darum lade ich auch Sie ein, an diesen Jesus zu glauben und ihn pers&ouml;nlich in Ihr Leben aufzunehmen.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pastor Fred Gilgen</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17276095.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pastor Fred Gilgen]]></author>
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      <pubDate>Sat, 14 Feb 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Leben nach Gottes Maßstäben]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 5. Mose 16,18-20 – ausgelegt von Thies Hagge.</em><br/>
<h2><strong>Sehnsucht nach Fairness &ndash; und die Realit&auml;t</strong></h2><p>&bdquo;Sch&ouml;n w&auml;r&rsquo;s&ldquo;, denkt vielleicht der eine oder die andere bei diesem Text: Wenn die, die Verantwortung tragen, in erster Linie gerecht sein wollen w&uuml;rden; wenn Geld und Bildung und Bekleidung und pers&ouml;nliches Auftreten keine Rolle spielen w&uuml;rden bei denen, die &uuml;ber mich zu entscheiden haben. Aber so ist es oft nicht, und das ist nicht fair.</p><p>Ich lebe in der insgesamt gesehen reichen Millionenstadt Hamburg, im Stadtteil Jenfeld, einem sozialen Brennpunkt. Und ich bin mir sicher: F&uuml;r viele der Menschen, die dort leben, w&auml;re das die erste Reaktion. Viele f&uuml;hlen sich vom Leben abgeh&auml;ngt. Sie haben keine Arbeit, leben teils seit Generationen von staatlichen Transferleistungen, k&ouml;nnen ihren Kindern zu Weihnachten oder zum Geburtstag kaum etwas schenken. Und sie haben das Gef&uuml;hl, dass &bdquo;die da oben&ldquo;, die M&auml;chtigen, sie benachteiligen oder sich zumindest nicht f&uuml;r sie interessieren. H&auml;ufig ist dieses Gef&uuml;hl auch berechtigt. Manchmal ist es aber auch eine selbst gew&auml;hlte Opferrolle, in der man die Verantwortung f&uuml;r das eigene Leben &uuml;berall sucht &ndash; nur nicht bei sich selbst.</p><p>Und trotzdem: Ganz unabh&auml;ngig von Ihrer gesellschaftlichen Position, liebe H&ouml;rerin, lieber H&ouml;rer &ndash; geht es Ihnen nicht manchmal &auml;hnlich? Ich jedenfalls kenne das Gef&uuml;hl von Kontrollverlust, wenn andere &uuml;ber mich entscheiden. Wenn ich abh&auml;ngig bin vom Wohlwollen derjenigen, die Entscheidungen &uuml;ber mein Leben treffen. In der Schule und am Arbeitsplatz, bei Fragen der Gesundheit gegen&uuml;ber Krankenkasse oder Versicherung oder auch dann, wenn ich vor Gericht um mein Recht streiten muss.</p><p>Vielleicht kann der Bibeltext helfen, mit solchen Situationen und Gef&uuml;hlen k&uuml;nftig besser umzugehen. Treten wir innerlich einen Schritt zur&uuml;ck und schauen genauer hin.</p><hr /><h2><strong>Gottes Auftrag: Gerecht handeln</strong></h2><p>Diese Worte sind von Gott an Mose geredet worden, damit er sie dem Volk Israel als Gesetz weitergibt. Gott setzt damit Richter und Amtleute ein, die unbestechlich und gerecht handeln sollen &ndash; klar und transparent. Gott hat es also gut eingerichtet. Wenn sich jede und jeder daran hielte, g&auml;be es eigentlich keinen Grund zur Klage. Dass es dennoch anders kommt, davon berichtet die Bibel selbst. Der Prophet Amos redet etwa 700 Jahre sp&auml;ter sehr deutlich dar&uuml;ber. Und Jesus selbst erlebt rund anderthalb Jahrtausende sp&auml;ter das Versagen dieses von Gott eingesetzten Systems ganz unmittelbar &ndash; die Evangelien berichten davon.</p><hr /><h2><strong>Wenn Recht gebrochen wird: Jesu Prozess</strong></h2><p>Jesus steht vor Gericht. Und fast jeder Satz aus 5. Mose 16,18&ndash;20 wird dabei verletzt.</p><p>Zun&auml;chst das Gebot: <em>&bdquo;Sie sollen das Volk richten mit gerechtem Gericht.&ldquo;</em> Doch das Verfahren gegen Jesus ist von Anfang an auf ein Ziel ausgerichtet: seinen Tod. Es werden Zeugen gesucht &ndash; nicht Wahrheit. Aussagen widersprechen sich, und dennoch wird weiterverhandelt. Gerechtigkeit ist l&auml;ngst nicht mehr Ma&szlig;stab.</p><p>Dann hei&szlig;t es: <em>&bdquo;Du sollst das Recht nicht beugen.&ldquo; </em>Doch genau das geschieht. Eine religi&ouml;se Anklage wird politisch umformuliert. Das Recht wird instrumentalisiert. Es dient nicht mehr der Wahrheit, sondern der Absicherung von Macht.</p><p>Weiter sagt Gott: <em>&bdquo;Du sollst die Person nicht ansehen.&ldquo;</em> Doch sowohl der Hohe Rat als auch Pilatus tun genau das. Sie sehen auf die Menge, auf den Kaiser, auf die eigene Position. Pilatus wei&szlig;, dass Jesus unschuldig ist. Mehrfach sagt er es. Und doch verurteilt er ihn &ndash; nicht aus &Uuml;berzeugung, sondern aus Furcht.</p><p>Und schlie&szlig;lich: <em>&bdquo;Du sollst keine Geschenke nehmen.&ldquo;</em> Geld spielt eine Rolle &ndash; bei Judas, bei falschen Zeugen, sp&auml;ter auch bei der Vertuschung der Auferstehung. Selbst dort, wo kein Geld flie&szlig;t, wirken andere Formen der Bestechung: politischer Druck, Angst vor Konsequenzen, der Wunsch nach Ruhe um jeden Preis.</p><p>Jesus hat also all das erlitten, wor&uuml;ber wir am Anfang nachgedacht haben. Und er ist daran gestorben. Christen glauben: Er starb stellvertretend &ndash; auch f&uuml;r die Schuld, die mit dem Bruch von Gottes gutem Gesetz verbunden ist. Er hat die Strafe daf&uuml;r getragen.</p><hr /><h2><strong>Vergebung, Verantwortung und Verhei&szlig;ung</strong></h2><p>Wenn Sie das glauben k&ouml;nnen, liebe H&ouml;rerin, lieber H&ouml;rer, dann bedeutet das f&uuml;r Sie: Wenn Menschen ihre Macht &uuml;ber Sie missbraucht haben, dann war das nicht in Ordnung. Biblisch gesprochen: Es war S&uuml;nde. Jesus erkennt diese S&uuml;nde an &ndash; und vergibt sie zugleich.</p><p>Deshalb k&ouml;nnen auch Sie vergeben. Sie m&uuml;ssen das Unrecht nicht festhalten, nicht nachtragen, nicht Ihr Leben davon bestimmen lassen. Vergeben hei&szlig;t dabei nicht, dass Unrecht gut war oder keine Folgen haben darf. Es hei&szlig;t aber, dass es Sie nicht mehr gefangen h&auml;lt. Sie k&ouml;nnen loslassen. Frei werden. Frei f&uuml;r die Zukunft.</p><p>Nat&uuml;rlich nimmt dieser Text auch jede und jeden Einzelnen pers&ouml;nlich in die Pflicht. Das wird besonders deutlich am letzten Vers: <em>&bdquo;Was recht ist, dem sollst du nachjagen, damit du leben und das Land einnehmen kannst, das dir der HERR, dein Gott, geben wird.&ldquo;</em></p><p>Da, wo in der Luther&uuml;bersetzung &bdquo;Was recht ist&ldquo; steht, findet sich im hebr&auml;ischen Urtext zweimal hintereinander das Wort Gerechtigkeit. Diese Wiederholung unterstreicht die besondere Wichtigkeit dieses Begriffs.</p><p>In Aufbau und Inhalt erinnert dieser Vers an ein Wort Jesu aus der Bergpredigt, Matth&auml;us 6,&nbsp;33: &bdquo;Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.&ldquo;</p><p>Wenn wir so leben, Gottes Ma&szlig;st&auml;ben in unserem Leben Priorit&auml;t einr&auml;umen, dann werden wir auch die Verantwortung, die uns f&uuml;r andere Menschen anvertraut ist, nicht missbrauchen. Sondern wir werden &ndash; von Gott gef&uuml;hrt &ndash; zum Wohl aller handeln.</p><p>Und genau auf dieser Lebenshaltung liegt Gottes gro&szlig;e Verhei&szlig;ung: Er selbst k&uuml;mmert sich um unser Leben und versorgt uns mit dem, was wir wirklich brauchen.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pastor Thies Hagge</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17275457.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pastor Thies Hagge]]></author>
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      <pubDate>Fri, 13 Feb 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die Feste feiern, wie sie fallen]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 5. Mose 16,1-17 – ausgelegt von Walentin Schüle.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 5. Mose 16,1-17 – ausgelegt von Walentin Schüle.</em><br/>
<h2><strong>Feiertage, Feste und Achtsamkeit</strong></h2><p>Man soll die Feste feiern, wie sie fallen &ndash; so lautet ein Sprichwort. Immer wieder wird diskutiert, ob im Land nicht ein Feiertag gestrichen werden kann. Welchen sollte man denn streichen? Den zweiten Weihnachts-, Oster-, Pfingsttag oder vielleicht den 1. Mai?</p><p>Der heutige Bibeltext spricht von Festen f&uuml;r das alttestamentliche Volk Israel, die sie regelm&auml;&szlig;ig halten und feiern sollen. Er f&auml;ngt mit dem Wort &bdquo;Achte&ldquo; an. Gerade in der letzten Zeit wird viel von Achtsamkeit gesprochen. Es ist aber kein neues Thema. Steht schon im Alten Testament.</p><p>Und es zieht sich durch die ganze Bibel. Immer wieder werden Menschen von den Propheten und Aposteln und auch direkt von Gott aufgerufen, bestimmte Anweisungen zu beachten. Wir sollen zum Beispiel auch aufeinander Acht haben, und auf das, was dem anderen geh&ouml;rt. Und wir sollen auch auf uns selbst achten und nicht achtlos durchs Leben gehen.</p><hr /><h2><strong>Passafest: Befreiung, Erinnerung und Erf&uuml;llung</strong></h2><p>Zuerst geht es um das Passafest. Es wurde im Monat Abib [im Fr&uuml;hjahr] gefeiert und soll dem Herrn gewidmet sein. Dieses Fest erinnert jedes Jahr an die Befreiung des Volkes Israel aus der &auml;gyptischen Sklaverei. Es war eine Nacht- und Nebelaktion, die Gott mit dem Volk Israel veranstaltete.</p><p>In Eile sollte noch mal kr&auml;ftig gegessen werden. Ein Lamm sollte geschlachtet werden. Die Familie musste sich versammeln und alles aufessen. Dazu geh&ouml;rte unges&auml;uertes Fladenbrot. Und dann kam der Aufbruch ins Unbekannte Land, in dem ein gutes Leben versprochen wurde.</p><p>Und nun lag eine 40-j&auml;hrige W&uuml;stenwanderung hinter dem Volk Israel, und es stand kurz vor der Einnahme des gelobten Landes. Eine neue Generation wuchs heran.</p><p>Da Gott aber um die Vergesslichkeit der Menschen wei&szlig;, gibt er durch Mose dem Volk noch eine ganze Reihe wichtiger Anweisungen.<br />
Das Passafest soll ein Erinnerungsfest sein, das immer wieder die Liebe und die Zuwendung Gottes an das Volk in Erinnerung ruft. Doch jetzt soll das Passa nicht in gro&szlig;er Eile stattfinden. Es soll sieben Tage anhalten und mit einer Festversammlung enden.</p><p>Dieses Fest wurde sp&auml;ter &uuml;ber Jahrhunderte vernachl&auml;ssigt. In der Regel ging dies mit der Gottlosigkeit und dem Ungehorsam des Volkes Gott gegen&uuml;ber einher. Daf&uuml;r bl&uuml;hte der G&ouml;tzendienst.</p><p>Zur Zeit von Jesus&nbsp;Christus wurde das Passafest wieder gefeiert. Und Gott nutzte eben dieses Fest, um ihm eine ganz neue Bedeutung zukommen zu lassen. An diesem Festtag gab das wahre Opferlamm Gottes sein Leben am Kreuz von Golgatha f&uuml;r die S&uuml;nden der ganzen Welt hin. Johannes der T&auml;ufer hatte es angek&uuml;ndigt, als Jesus ihm entgegen lief: &bdquo;Siehe, das ist das Lamm Gottes, das die S&uuml;nden der Welt hinweg tr&auml;gt.&ldquo;</p><p>Damit hat f&uuml;r uns heute das alttestamentliche Passafest eine ganz neue Bedeutung bekommen. Am Karfreitag feiern wir den Tod von Jesus Christus f&uuml;r die Schuld der ganzen Welt - und am Ostersonntag seine siegreiche Auferstehung. Wer das im Glauben annimmt, bekommt von ihm Vergebung der S&uuml;nden, den Zuspruch der Rechtfertigung vor Gott und ewiges Leben.</p><p>Das ist vielmehr, als ein Mensch in seinem ganzen Leben verdienen kann mit guten Werken. Und auch die gr&ouml;&szlig;te Spende eines Million&auml;rs w&uuml;rde nicht ausreichen, um sich das ewige Leben in der Gegenwart von Jesus Christus zu erkaufen. Wir werden im 5. Buch Mose auch daran erinnert, dass wir einen Tag der Woche die Arbeit beiseitelegen sollen, um uns auszuruhen und Zeit mit Gott zu verbringen. Im Idealfall ist es bei den meisten in unserem Land der Sonntag. Den sollten wir dann auch nutzen, um mit anderen Christen Gott zu loben und sich von ihm durch sein Wort beschenken zu lassen.<br />
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<h2><strong>Pfingsten: Heiliger Geist und Evangelium</strong></h2><p>Am f&uuml;nfzigsten Tag nach dem Passafest sollte das Volk Israel wieder zusammenkommen, um f&uuml;r die Weizenernte zu danken und daran erinnert zu werden, dass Gott seinem Volk die Tora, die f&uuml;nf B&uuml;cher Mose, gegeben hat. Auch wir Christen feiern nach Ostern das Pfingstfest. An diesem Tag im Neuen Testament hat Gott seinen Heiligen Geist auf die Nachfolger von Jesus Christus und auf seine Gemeinde ausgegossen. Den hat Jesus Christus versprochen zu senden, wenn er wieder zu seinem Vater zur&uuml;ckgekehrt ist. Und er hat sein Wort gehalten. Wie er es &uuml;brigens immer getan hat und auch heute noch tut. Nun konnten die Nachfolger von Christus mit ganz neuem Mut und neuer Kraft die frohe Botschaft des Evangeliums verk&uuml;ndigen.</p><p>Weder Drohungen noch Schl&auml;ge oder Gef&auml;ngnis konnten die Boten damals aufhalten. Das war sicher auch der Grund, dass innerhalb kurzer Zeit die damals bekannte Welt von dem christlichen Glauben erfasst wurde. Durch den Heiligen Geist bekommt das Evangelium auch seine durchdringende Kraft, so dass auch die schlimmsten S&uuml;nder vor Gott kapitulieren und eine radikale Ver&auml;nderung ihres Lebens erfahren.<br />
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<h2><strong>Laubh&uuml;ttenfest, Freude und Dankbarkeit heute</strong></h2><p>Und noch ein drittes Fest, das Laubh&uuml;ttenfest, sollten die Israeliten alle Jahre feiern. Es sollte besonders an das karge Leben w&auml;hrend der W&uuml;stenwanderung erinnern. Dieses Fest wurde im Herbst gefeiert. Sieben Tage wohnte man in einfachen, mit Laub bedeckten H&uuml;tten. Auch die Obst- und Getreideernte wurde damit verbunden. Am Ende aber sollte es mit einem gro&szlig;en Dankfest zum Abschluss kommen.</p><p>Es gab in Israel durch die vielen Kriege auch immer viele Waisen, Witwen und Fremdlinge. Auch sie sollten bei den Festen gut bedacht werden. Sie sollen genauso mitfeiern. Auch dieses Fest soll als Freudenfest zu Ende gehen. Besonders die Freude an der Tora, am Wort Gottes, soll hier zum Ausdruck gebracht werden. Somit haben wir in der Bibel klare Hinweise, dass auch wir in der Zeit des Neuen Testaments allen Grund zum Feiern haben. Wichtig ist nat&uuml;rlich, welchen Inhalt unsere Feste haben. Gerade Christen haben viel Grund zu feiern: An Weihnachten &ndash; weil uns ein Heiland und Retter vom Vater im Himmel geschenkt wurde. An Karfreitag und Ostern feiern wir den Tod und die Auferstehung von Jesus Christus. Nun ist der Weg zu Gott frei. Jeder darf kommen und Vergebung und ewiges Leben bekommen.</p><p>An Pfingsten danken wir f&uuml;r den Heiligen Geist, der denen gegeben wird, die an Jesus Christus glauben.</p><p>Und im Herbst haben wir immer wieder viel Grund, f&uuml;r die Ernte des Jahres zu danken. Von einem kleinen Garten erntete ich: Brombeeren, Erdbeeren, Johannisbeeren, Kirschen, Tomaten, Feigen, &Auml;pfel, Zwetschgen, Trauben und verschiedene Kr&auml;uter.</p><p>Gott sei Lob und Dank.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pastor Walentin Schüle</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17274685.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pastor Walentin Schüle]]></author>
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      <pubDate>Thu, 12 Feb 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Freiheit, die sich bindet]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 5. Mose 15,12-18 – ausgelegt von Stefan Schmidt.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 5. Mose 15,12-18 – ausgelegt von Stefan Schmidt.</em><br/>
<h2><strong>Das irritierende Bild und die Frage dahinter</strong></h2><p>Was ist das Letzte, woran Sie sich aus dem gerade geh&ouml;rten Bibeltext erinnern? Ich vermute: Es geht Ihnen wie mir: Mir klingt vor allem dieses eine Bild nach. Ein Mensch. Ein T&uuml;rpfosten. Ein durchstochenes Ohr.</p><p>Es ist ein merkw&uuml;rdiges Bild, ein fremdes Bild. Es irritiert den einen, und einen anderen st&ouml;&szlig;t es sogar ab. Au&szlig;erdem passt dieses Bild nicht so recht zu den anderen Versen. Und genau deshalb bleibt es mir im Kopf.</p><p>Wenn eine Aussage aus der Bibel eine solche Spannung in mir ausl&ouml;st, lohnt es sich f&uuml;r mich, innezuhalten und nachzufragen: Was soll das Bild bedeuten? Warum wird einem Menschen das Ohr durchbohrt? Und was hat das mit einem guten und liebenden Gott zu tun?</p><p>Vielleicht das Wichtigste vorweg: Das Bild ist nicht das, was man sich in der damaligen Zeit darunter vorstellte. Nein, hier wird niemand an einen T&uuml;rpfosten genagelt. Niemand wird fertiggemacht, festgehalten oder gequ&auml;lt. Es geht um ein kurzes Durchstechen des Ohrl&auml;ppchens &ndash; vergleichbar mit dem Ohrlochstechen, wie wir es heute kennen. Ein ganz kurzer Moment, der nur wenige Sekunden dauerte. Das ist kein Gewaltakt, sondern ein Zeichen.</p><p>Texte wie diese, die bereits mehrere tausend Jahre alt sind, f&uuml;hren uns in eine Welt, die uns fremd ist. Diese Welt funktioniert ganz anders als unsere heutige Welt. Es gab damals andere Alltagsprobleme und Herausforderungen. Und Gott wollte mit diesen Aussagen bei den Menschen damals etwas anderes bewirken, als was mir heute durch den Kopf geht.</p><hr /><h2><strong>Armut, Schuldsklaverei und Gottes Schutzgrenzen</strong></h2><p>Nun, auch damals war es so, dass Menschen in Armut geraten konnten. Allerdings gab es damals noch keinen Sozialstaat, wie wir ihn in Deutschland kennen. Wer verarmte, der musste im wahrsten Sinne des Wortes um seine Existenz f&uuml;rchten. Es ging um Leben und Tod. Es ist als eine Art Schutz zu sehen, dass sich damals Menschen in Armut selbst als Sklaven verkaufen konnten, um so die Schulden zu begleichen und die Familie zu retten. So war es auch in Israel.</p><p>Was Gott nun sehr deutlich machen m&ouml;chte, ist Folgendes: Wenn es schon so ist, dass sich ein Mensch als Sklave verkaufen muss, dann ist er keine rechtlose Ware, sondern es geht um eine Schutzma&szlig;nahme zum &Uuml;berleben und um W&uuml;rde. Ein Mensch, der sich als Sklave verkauft, wird kein Besitz eines anderen. Er wird nicht zu einer Sache, er bleibt immer noch ein Mensch.</p><p>Darum setzt Gott hier klare Grenzen: Nach sechs Jahren ist Schluss. Im siebten Jahr soll der Knecht wieder frei werden. Aber nicht still und heimlich. Auch nicht mit leeren H&auml;nden, sondern versorgt, gest&auml;rkt, mit einer neuen Perspektive.</p><p>Der Herr des Knechtes soll ihn ohne Groll und mit Dankbarkeit f&uuml;r seine Arbeit und der gemeinsamen Zeit gehen lassen.</p><p>Die Sklavenschaft eines Israeliten soll also nur ein Zwischenstand sein. Das Ziel ist f&uuml;r Gott die Freiheit. Von Anfang an. Und selbst in dieser Zwischenzeit soll ein Sklave gut behandelt werden. Am Ende dieser sechs Jahre hat der Sklave zwei M&ouml;glichkeiten: Er kann gehen, gut versorgt, bereit f&uuml;r einen Neustart, wieder selbst f&uuml;r sich Verantwortung zu &uuml;bernehmen und ohne Schulden. Doch er kann auch sagen: &bdquo;Ich liebe meinen Herrn und sein Haus. Es geht mir gut hier. Ich will nicht frei werden. Ich will hierbleiben.&ldquo;</p><p>Dahinter steht kein religi&ouml;ser Druck oder eine Pflicht. Es ist seine freiwillige Entscheidung. Und genau diese Entscheidung soll sichtbar gemacht werden &ndash; durch das durchbohrte Ohr, bzw. Ohrl&auml;ppchen.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Sichtbare Entscheidung</strong></h2><p>In der Bibel steht das Ohr f&uuml;r mehr als H&ouml;ren von Ger&auml;uschen. Es steht f&uuml;r ein Hinh&ouml;ren, f&uuml;r Beziehung und f&uuml;r Zugeh&ouml;rigkeit. Wer h&ouml;rt, ist verbunden. Wer h&ouml;rt, richtet sich aus.</p><p>Das durchbohrte Ohr sagt also nicht: &bdquo;Ich bin gefangen.&ldquo;, sondern: &bdquo;Ich habe geh&ouml;rt. Ich habe erlebt. Und ich entscheide mich bewusst zu bleiben.&ldquo;</p><p>Der T&uuml;rpfosten spielt dabei eine wichtige Rolle. Er ist der &Uuml;bergang des Hauses von der Privatsph&auml;re hin zum &ouml;ffentlichen Raum. Was hier geschieht, geschieht nicht im Verborgenen. Jeder der Nachbarn und wer immer an dieser T&uuml;r vorbeil&auml;uft, kann es sehen und bezeugen: &bdquo;Was hier geschieht, passiert nicht aus einem Moment der Schw&auml;che heraus, sondern klar sichtbar und mit Bedacht.&ldquo;</p><p>Und darum geht es bei diesem Akt, um Liebe, die jemanden bindet.<br />
Und das ist vielleicht der Punkt, der uns heute am meisten herausfordert. Denn wir leben in einer Zeit, in der Freiheit oft hei&szlig;t: &bdquo;Ich halte mir alle Optionen offen. Ich binde mich nicht zu fr&uuml;h. Ich lege mich nicht fest.&ldquo;</p><p>Die Bibel kennt diese Sehnsucht nach Freiheit und Selbstbestimmung und Ungebundenheit. Aber sie kennt auch eine andere Wahrheit: Es gibt Bindungen, die Leben schenken. Denn dieser Knecht bleibt nicht, weil er Angst vor der Welt drau&szlig;en hat. Er bleibt, weil er G&uuml;te erlebt hat. Weil er fair behandelt wurde. Weil Beziehung gewachsen ist. Weil das Leben hier tragf&auml;hig geworden ist. Weil diese Menschen nun zusammengeh&ouml;ren.</p><p>Und pl&ouml;tzlich ist dieser alte Text mit seinem irritierenden Ritual gar nicht mehr so weit weg. Denn es geht nicht darum, was ich von diesem Ritual halte. Die eigentliche Frage lautet: &bdquo;Wo entscheide ich mich heute freiwillig zu bleiben &ndash; obwohl ich gehen k&ouml;nnte?&ldquo;</p><p>Wo bleibe ich in Beziehungen, obwohl es einfacher w&auml;re, Abstand zu nehmen? Wo halte ich Treue, obwohl mich niemand zwingt? Wo sage ich bewusst: Hier geh&ouml;re ich hin? In Freundschaften. In Ehe und Familie. In Gemeinde. Und auch im Glauben.</p><p>So arbeitet Gott: nicht mit Zwang. Er befreit zuerst. Und dann l&auml;dt er ein. So war es beim Volk Israel. Und so ist es bis heute. Der Glaube beginnt nicht mit Forderungen, sondern mit der Erfahrung von G&uuml;te, von Annahme, von Rettung und dem Dazugeh&ouml;ren.</p><p>Gott stellt dann diese leise, aber ehrliche Frage: Willst du bei mir bleiben? Nicht aus Angst. Nicht aus Pflichtgef&uuml;hl. Sondern weil Du mir vertraust und weil Du zu mir geh&ouml;rst und ich zu Dir.</p><p>Vielleicht ist das die Bedeutung dieses Textes und Gottes Anweisung an Israel vor &uuml;ber 4000 Jahren: Freiheit bedeutet nicht immer weiterzuziehen, wenn sich die n&auml;chstbeste Chance ergibt. Sondern Freiheit bedeutet, sich aus Liebe bewusst zu binden. An Beziehungen, an Menschen, an eine Gemeinde und an den Glauben.<br />
&nbsp;</p>

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<h2><strong>Bindung an Jesus und ein Gebet</strong></h2><p>Ich wei&szlig; nicht, ob Sie gerade vor einer Entscheidung stehen, sich an jemanden zu binden. Wenn ja, dann tun Sie es bewusst und aus Liebe.</p><p>Wer sich an Sie bereits gebunden hat, ist Jesus Christus, der Sohn Gottes. Er wollte nicht an Ihnen vorbeigehen und auch nicht von Ihnen weg. Er bleibt. Er bleibt bei Ihnen aus Liebe und weil Sie zu ihm geh&ouml;ren und er zu Ihnen. Das war seine bewusste Entscheidung.</p><p>Nun ist auch Ihre bewusste Entscheidung gefragt: Haben Sie die G&uuml;te Gottes erlebt? Erleben Sie seine Liebe jeden Tag neu? Dann d&uuml;rfen auch Sie die Freiheit haben, sich an ihn zu binden. Das passiert heute zuerst in einem <strong>Gebet</strong>, in dem Sie Jesus Ihr Vertrauen aussprechen und ihn bitten, Ihr Leben zu f&uuml;hren. Falls Sie es noch nie gesprochen haben, sagen Sie dieses Gebet heute. Falls es l&auml;nger her ist und Sie dieses Versprechen erneuern wollen, wiederholen Sie es heute gern noch einmal.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pastor Stefan Schmidt</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17273956.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pastor Stefan Schmidt]]></author>
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      <pubDate>Wed, 11 Feb 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Soviel du brauchst]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 5. Mose 15,1-11 – ausgelegt von Andreas Friedrich.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 5. Mose 15,1-11 – ausgelegt von Andreas Friedrich.</em><br/>
<h2><strong>Eine Karte als Erinnerung</strong></h2><p>Eine nette Karte, die mir geschenkt wurde, hat mir zu denken gegeben. Da stand, neben einem Baum in sattem Gr&uuml;n, der in Herzform geschnitten war: &raquo;Ich gebe dir, so viel du brauchst. &ndash; Gott&laquo;. Also die ziemlich klare Botschaft: Da ist ein Gott, der dich liebt. Und er sorgt f&uuml;r dich! Keine Angst: Er versorgt dich mit dem, was du brauchst! Du kannst dein Leben nicht selbst sichern, und du brauchst es auch nicht! Ich, sagt Gott, gebe dir, was du brauchst!</p><hr /><h2><strong>Sicherheiten &ndash; und woran mein Herz h&auml;ngt</strong></h2><p>F&uuml;r mich ist das eine wichtige Erinnerung, weil dieser Satz so herausfordernd ist. Von klein auf war das in meiner Herkunftsfamilie ein st&auml;ndig mitlaufendes Thema: flei&szlig;ig sein, sparen, R&uuml;cklagen bilden, vorsorgen, auf eigenen Beinen stehen, sich hocharbeiten, immer noch ein bisschen mehr k&ouml;nnen, lernen, haben oder dazugewinnen. Von daher kenne ich das beruhigende Gef&uuml;hl, wenn K&uuml;hlschrank und Speisekammer gut gef&uuml;llt sind. Das Sparkonto, sichere Geldanlagen, ein ganzes B&uuml;ndel von Versicherungen und diverse Anschaffungen verf&uuml;hren dazu, zu denken, ich h&auml;tte doch gut vorgesorgt und sei doch bestens abgesichert.</p><p>Manchmal bin ich mir gar nicht sicher: Vertrau&rsquo; ich wirklich auf Gott und dass er f&uuml;r mich sorgt &ndash; oder verlasse ich mich letztlich hinter solch frommen Worten doch auf mein Hab und Gut, auf das, was ich mir erarbeitet und erworben habe und so schnell auch nicht herzugeben bereit bin? Klar spende ich und teile, aus &Uuml;berzeugung und mit einem dankbaren Herzen. Aber wenn ich mehr als genug habe, ist es nicht so schwer, freigiebig zu sein &ndash; obwohl manche Menschen auch das nicht schaffen! Doch alle Sicherheiten aufzugeben, das Geld oder das Haus zu verschenken, den K&uuml;hlschrank leer zu lassen &ndash; das f&auml;llt mir schwer.</p><p>Und dann entsteht unweigerlich die Frage, woran mein Herz wirklich h&auml;ngt: An meinem Verm&ouml;gen, dem, was ich habe, kann und bin &ndash; oder an der Zusage Gottes: Ich gebe dir, was du brauchst?</p><hr /><h2><strong>Das Erlassjahr: Gesetze, die zum Teilen rufen</strong></h2><p>Der Text des Tages aus dem 5. Buch Mose formuliert Gesetze zum sogenannten &bdquo;Erlassjahr&ldquo;, das alle sieben Jahre gehalten werden soll. Doch im Grunde ist es ein g&ouml;ttlicher Appell, die Armen, Notleidenden, nicht h&auml;ngen zu lassen. Vorausgesetzt werden Bestimmungen im zweiten und dritten Mosebuch, nach denen alle sieben Jahre ein &bdquo;Sabbatjahr&ldquo; zu halten ist, also &Auml;cker und Weinberge nicht bewirtschaftet und auch nicht abgeerntet werden sollen. Also ein Sabbat f&uuml;r das Feld bzw. den Weinberg, alle 7 Jahre.</p><p>Und nach siebenmal sieben Jahren, also faktisch alle 50 Jahre, soll in einem &bdquo;Erlassjahr&ldquo; aller zwischenzeitlich verkaufter oder verpachteter Grundbesitz wieder an den urspr&uuml;nglichen Eigent&uuml;mer zur&uuml;ckgegeben werden. Der Erwerb von Land soll also nicht zu dauerhaftem und vererbbarem Besitz f&uuml;hren, sondern ist immer nur ein &bdquo;Kredit&ldquo;, ein Vertrag auf Zeit. Im 5. Buch Mose wird dieser Gedanke dann auf das schon jeweils siebte Jahr angewandt und konkretisiert. Ausl&auml;nder sind ausgenommen, weil es sich bei ihnen nicht um einen Kredit aus der Not heraus handelt, sondern um Verk&auml;ufe mit der Absicht, Gewinne zu erzielen. Solche Gesch&auml;fte m&uuml;ssen nicht r&uuml;ckabgewickelt werden.</p><p>Doch beim Nachbarn und Bruder geschehen solche Leihgaben aus Not und Bed&uuml;rftigkeit. Vielleicht kann er durch Missernten oder Schicksalsschl&auml;ge den Kredit nicht wie vereinbart tilgen. Wie auch immer: Sp&auml;testens im siebten Jahr &ndash; je nachdem, zu welchem Zeitpunkt etwas geliehen oder verpachtet wurde &ndash; erl&ouml;schen alle Schulden. Der Text mahnt eindringlich &ndash; in der &bdquo;Du-Anrede&ldquo; &ndash; dazu, nicht taktisch zu denken und mit hartem Herzen und zugehaltener Hand (5. Mose 15,7) dem bed&uuml;rftigen N&auml;chsten ein Darlehen zu verweigern. Oder sogar bei herannahendem Erlassjahr &uuml;berhaupt keinen Kredit mehr zu gew&auml;hren &ndash; denn das Geliehene muss ja dann schon sehr bald nicht mehr zur&uuml;ckgezahlt werden.</p><p>Unterlassene Hilfeleistung dem Bruder gegen&uuml;ber oder taktisches Agieren zu eigenen Gunsten wird als S&uuml;nde bezeichnet: Der &bdquo;<em>arme Bruder wird wider dich zum Herrn rufen und bei dir wird S&uuml;nde sein</em>&ldquo; hei&szlig;t es in Vers 9. Doch wichtiger noch ist die betonte, dreimalige Segenszusage an den, der ohne Grummeln gibt und nicht an seinem Besitz klebt: In Vers 4 und Vers 6 hei&szlig;t es, dass &bdquo;der Herr, dein Gott, dich segnen wird&ldquo;, und dies ist hier durchaus materiell-handfest gemeint. In Mose 15,10 fasst Gott das noch mal zusammen: &bdquo;<em>Du sollst ihm (deinem N&auml;chsten, der Mangel hat) geben, und dein Herz soll sich&rsquo;s nicht verdrie&szlig;en lassen, dass du ihm gibst; denn daf&uuml;r wird dich der Herr, dein Gott, segnen in allen deinen Werken und in allem, was du unternimmst</em>&ldquo;. Wenn wir teilen, wird Gott daf&uuml;r sorgen, dass wir dadurch nicht arm werden!</p><p>Interessant ist auch die abschlie&szlig;ende Feststellung, dass allezeit Arme im Land sein werden, dass also das Problem der Armut und Bed&uuml;rftigkeit sich niemals einfach erledigen wird. Und damit der Sinn des Erlassjahres alle sieben Jahre auch nicht.</p><hr /><h2><strong>Genug zum Leben: Vertrauen, Loslassen, Weitergeben</strong></h2><p>Gott will also, dass jeder bekommt, was er oder sie braucht. Niemand soll Mangel leiden im Blick auf die Grundversorgung. Niemand soll hungern oder frieren oder ohne Hilfe bleiben. Deshalb soll ich, wenn ich mehr habe, als ich brauche, meine Hand auftun. Ohne Berechnung und ohne Geiz, dass ich vielleicht am Ende weniger haben k&ouml;nnte. &raquo;Ich gebe dir, so viel du brauchst. &ndash; Gott&laquo;. Das ist eine Zusage, dass er f&uuml;r mich sorgen wird.</p><p>Wohl gemerkt: Es steht nicht da: Ich gebe dir, so viel du willst. Auch nicht: Ich gebe dir immer mehr. Oder: Ich erf&uuml;lle dir alle deine W&uuml;nsche. Gott verspricht: Er wird mir geben, was ich brauche. Wenn er mir oft noch viel mehr gibt, als ich wirklich brauche, ist das eine sch&ouml;ne Zugabe. Dabei erwartet Gott, dass ich mein Herz nicht an meinen Besitz oder meine Leistungen h&auml;nge. Dass ich nicht denke, dass dadurch meine Zukunft sicher ist. Gott erwartet, dass ich nicht an dem klebe, was er mir schenkt. So als sei das mein Gut-Haben, auf das ich ein Recht h&auml;tte.</p><p>&bdquo;Was wir so fest in H&auml;nden halten, das ist uns alles nur von Gott geliehn&ldquo;, singt Manfred Siebald: &bdquo;&hellip; wir d&uuml;rfen es verwalten, wir d&uuml;rfen es gestalten und geben es zur&uuml;ck an ihn&ldquo;. Unsere Welt s&auml;he anders aus, wenn wir so mit unserem Hab und Gut umgehen w&uuml;rden!</p><p>Bleibt die Frage, ob oder wie oft die Idee des Erlassjahres wirklich umgesetzt wurde. Die Historiker finden daf&uuml;r etliche Belege, in der Bibel wie auch au&szlig;erhalb. Sogar Jesus scheint in Lukas 6,35 darauf anzuspielen, wenn er sagt: &bdquo;Leiht denen, von denen ihr nichts zu hoffen habt!&ldquo; Dennoch scheint die Umsetzung des Erlassjahres es aufs Ganze gesehen schwer gehabt zu haben. Immer wieder wurden Gr&uuml;nde gefunden, es nicht praktizieren zu m&uuml;ssen. Weil wir Menschen uns so ungern trennen von G&uuml;tern, die uns geh&ouml;ren. Weil wir doch am Besitz h&auml;ngen und nur schwer loslassen k&ouml;nnen. Weil dieses unselige &bdquo;immer-mehr-haben-wollen&ldquo; so tief in uns steckt.</p><p>Es bleibt eine wichtige Erinnerung: &raquo;Ich gebe dir, so viel du brauchst. &ndash; Gott&laquo;. Gott gibt genug. Wenn ich das glaube, kann ich auch abgeben und dem, der Mangel hat, leihen oder schenken. Gott will, dass niemand Mangel hat &ndash; das ist der Sinn hinter dem Erlassjahr-Gesetz!</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pfarrer Andreas Friedrich</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17273159.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pfarrer Andreas Friedrich]]></author>
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      <pubDate>Tue, 10 Feb 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Gottes Wahl kostet]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 5. Mose 14,22-29 – ausgelegt von Traugott Farnbacher.]]></description>
      <itunes:subtitle><![CDATA[Der Bibeltext 5. Mose 14,22-29 – ausgelegt von Traugott Farnbacher.]]></itunes:subtitle>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 5. Mose 14,22-29 – ausgelegt von Traugott Farnbacher.</em><br/>
<h2><strong>Gottes Wohnst&auml;tte und Segen </strong></h2><p>Aufs Erste wirkt es schon recht eigenartig. Die geh&ouml;rten Bibelverse verbinden drei verschiedene Dinge eng miteinander: Was wir &bdquo;freien, fortschrittlichen" Christen zuweilen auseinanderhalten wollen, geh&ouml;rt hier direkt zusammen:<br />
1. Gott w&auml;hlt f&uuml;r seinen heiligen Namen eine Wohnst&auml;tte &ndash; nat&uuml;rlich nicht ohne Zweck.<br />
2. Nahrung, also alle Art von Essen, wird das Volk im endlich bewohnten Verhei&szlig;ungsland produzieren &ndash; und das in F&uuml;lle und Vielfalt. Dies ist zwar Ergebnis der Arbeitskraft derer, die dieses Land nun nutzen werden. Aber nie kann die eigene Leistung von Gott dem Geber getrennt werden.<br />
3. Ja, Gott erwartet Abgaben von den Landbesitzern, die Ackerbau, Vieh- und Obstwirtschaft betreiben werden. Ihr t&auml;gliches Auskommen, wenn das Ergehen der Arbeitenden gut gelingen will, muss unmittelbar auf den Geber des Landes und der Gaben bezogen sein. Gott bekr&auml;ftigt, durch den Mund seines Knechts, wie Gott letztlich Ursache der Erzeugnisse seines Volkes bleibt. Damit hat er auch Rechtsanspruch auf Anteile darauf.</p><p>Wo Gott seinen Namen wohnen l&auml;sst &ndash; diese St&auml;tte kommt schon in Sicht, wenngleich sie erst Jahrhunderte sp&auml;ter errichtet wird. Was Gott einmal tun wird, sind keine leeren Tr&auml;ume, sondern im Geist bereits greifbar. &Uuml;ber alledem wird Mose wieder zum Propheten. Er malt ein Bild der Zukunft, als w&auml;re sie schon eingetroffen: St&auml;dte gibt es schon; Entfernungen zur Stadt Gottes gibt es, die &uuml;berwindbar sind. F&uuml;r Tempeldienste Auserw&auml;hlte aus dem Stamm Levi werden eingeteilt. Alles wirkt so, als sei die W&uuml;stenzeit Geschichte und bald wird angebaut, um Lebensmittel zu erwirtschaften, Ertr&auml;ge zu verteilen &ndash; Fr&uuml;chte wie Tiere. Und gerade da hinein erkl&auml;rt Mose in Gottes Namen Wichtiges: Gott erl&auml;sst die Verpflichtung zum &bdquo;ber&uuml;hmten Zehnten" aller Ertr&auml;ge &ndash; auf den er Anspruch hat. Genau gesehen geht es dabei nicht einmal um eine Abgabe direkt an ihn oder seine Diener an heiliger St&auml;tte. Lebensmittel sollen Erzeugern ebenso wie anderen Menschen n&uuml;tzlich bleiben.</p><p>Alle mit viel Aufwand gewonnenen Ertr&auml;ge des Volkes sind Zeichen des Segens, den Gott seinem Volk schenkt. Um genau dies nie zu vergessen, soll der zehnte Anteil von alledem vor seinem Angesicht verzehrt werden. Statt einer Spende ohne Gegen&uuml;ber ist der Zehnte an die kommende Tempelst&auml;tte zu entrichten. Dieser Anteil soll also immer wieder an den Geber aller guten Mittel erinnern &ndash; Gabe statt pures Eigenprodukt. Der Verf&uuml;gung laut freiem Willen der Erzeuger ist es damit entnommen. Wie sagen wir in Gottesdiensten, wenn kein konkreter Spendenzweck benannt wird? &bdquo;Zur freien Verf&uuml;gung", aber gewiss nicht zweckneutral: vielseitig verwendbar, da immer wieder Bedarf vorliegt.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Der Zehnte als Ausdruck der Dankbarkeit</strong></h2><p>Sollte aber der Weg vom Land, den Siedlern mit ihren &Auml;ckern zu weit sein &ndash; so bleibt Gott konsequent wie auch g&uuml;tig: Er erspart den Stress anstrengender Transporte zu seiner St&auml;tte. Wohl aber soll im Verkauf ein Erl&ouml;s zustande kommen, der Gott geweiht ist. Wie und wozu denn? Um eine Art Marktwirtschaft zu betreiben, Geldhandel mit Zinsertrag f&uuml;r Gott? Das w&auml;re zu kurz gedacht. Gott gibt das Land Kanaan seinem Volk, weil dies der Ort seiner Erw&auml;hlung ist. Dieses Vorrecht bedingt eine Art Gegenleistung: Was er schenkt, soll seinen Namen ehren und bewusst halten, was er alles f&uuml;r die Seinen tat und dies noch t&auml;glich tut.</p><p>Woran denken Sie, wenn Sie solches h&ouml;ren? An Pflichten, &uuml;ber die manche auch klagen. Wenn in landeskirchlichen Gemeinden ein Anteil von lediglich 8&ndash;9 Prozent der Einkommenssteuer f&uuml;r die Arbeit der Kirche einbehalten und verwendet wird, w&auml;hnt ein immer gr&ouml;&szlig;erer Anteil der Mitglieder, diese Abgabe bereite ihnen Not ... Au&szlig;erdem w&uuml;sste man sowieso nicht, wie es um die Verwendung st&uuml;nde. In freien Gemeinden &ndash; und vielen Kirchen in anderen L&auml;ndern, nicht nur des S&uuml;dens &ndash; erwartet deren Leitung immerhin zehn Prozent des Einkommens von Mitgliedern. Damit sollen und m&uuml;ssen Gemeinden gut wirtschaften k&ouml;nnen; die Kasse muss stimmen. Da sind zum einen, wie in den USA und anderen sozial sehr gespaltenen L&auml;ndern, Gemeinden mit vielen Reichen, die finanziell sehr gut dastehen. Oder aber sich verleiten lassen, gro&szlig;e Betr&auml;ge in den eigenen Ruf zu investieren. Da geht es auch um eigene Namen, F&uuml;hrungsanspruch, Konkurrenz der Reichen, Kl&uuml;gsten. Wohlstand wird dann missverstanden, so als w&auml;re einer gesegneter als andere. Demgegen&uuml;ber k&auml;mpfen manche Gemeinden wenig Bemittelter um das t&auml;gliche Budget und Auskommen.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Geben als Spiegel der G&uuml;te Gottes</strong></h2><p>Wann stimmen Perspektive und Einstellungen, so frage ich mich? Was ich habe, ist immer auch f&uuml;r andere bestimmt. Was Jesus von den Seinen erwartet, die weg- und weitergeben, war nie eine Pflicht: wie gewonnen, so zerronnen. Gewiss nicht. Was wir Gott geben, ist Spiegel seiner G&uuml;te. Er &uuml;berfordert niemanden, will aber auch keine Selbstverwirklichungs-Shows derer, die Gelder horten. Um den allt&auml;glichen Bedarf und Nutzen der Gemeinde geht es, damit sie ihre Aufgaben recht wahrnehmen kann. Und dies immer mit Dank dem heiligen Namen Gottes gegen&uuml;ber, der sein Volk recht f&uuml;hrt, ja in der Gemeinde wohnen will. Gerade durchs Weiterreichen und Teilen dessen, der es alles verursachte und schenkte, soll bewusst bleiben, was Paul Gerhardt so dem&uuml;tig dichtete:<br />
&nbsp;&bdquo;Was sind wir doch? Was haben wir auf dieser ganzen Erd,<br />
das uns, o Vater, nicht von dir allein gegeben werd?"</p><p>Ich denke an zweierlei, was f&uuml;r unser Christenleben so elementar ist: Dank an unseren g&uuml;tigen Vater im Himmel, wenn wir Mahlzeiten einnehmen d&uuml;rfen. Mich sorgt, auch in christlichen Bekanntenkreisen, die eigentlich gute Traditionen kennen, dass bei Tisch weder Dank noch der Name angerufen werden; Nahrung wird weniger mit Wertsch&auml;tzung Gott gegen&uuml;ber verzehrt. Wie viele m&uuml;ssen mit kleinen Rationen auskommen; wie viel Lebensmittel vergeuden dagegen oft die, die im &Uuml;berfluss schwelgen! Sie haben in dem Fall Gottes Namen und Heiligkeit vergessen. Ich h&ouml;re zuweilen Kollektenreden ungern, in denen mit moralischem &Uuml;berdruck &uuml;berredet werden soll, m&ouml;glichst viel und immer mehr zu geben. Sie und ich d&uuml;rfen alles im Gewissen und vor Gott pr&uuml;fen. Unterschiedliches beh&auml;lt seinen Wert.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Teilen als Zeichen der Liebe zu den Bed&uuml;rftigen</strong></h2><p>Im Namen Gottes, in seinem Angesicht als Gemeinde zu speisen &ndash; das ist Ehre und Vorrecht. Zudem achtet Gott darauf, wie es um die vielen echt bed&uuml;rftigen Menschen, so wie die Leviten damals, bestellt ist. Sie haben ja &ndash; gewollterma&szlig;en &ndash; weder Anteil noch Erbe am Land. Oder die Fremdlinge, Waisen und Witwen, die Gott besonders im Auge hat. Ob sie in der eigenen Stadt leben oder weiter weg: &bdquo;<em>Arme habt ihr allezeit</em>!" sagt Jesus. Gerade sie hat Gott lieb. Sie &bdquo;<em>sollen essen und sich s&auml;ttigen, auf dass dich der HERR, dein Gott, segne in allen Werken deiner Hand, die du tust</em>." So bedacht, so sozial ist unser Gott &ndash; dessen Kinder wir alle sind und &uuml;ber denen letztlich er selber gute Gaben aussch&uuml;tten kann. Teilen hei&szlig;t bei Gott Geben und Mehren! Unser Umgang mit Mitarbeitenden, unseren &auml;rmeren Geschwistern und auch Fremdlingen unter uns kann Zeichen der G&uuml;te und des Willens unseres Gottes sein &ndash; egal wie gro&szlig; unser Geben ausf&auml;llt. In allem ihm die Ehre!</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pfarrer Dr. Traugott Farnbacher</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17272481.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pfarrer Dr. Traugott Farnbacher]]></author>
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      <pubDate>Mon, 09 Feb 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Gott regiert – mitten im Chaos]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 99 – ausgelegt von Susanne Wild.</em><br/>
<h2><strong>Die Psalmen &ndash; Spiegel des Lebens</strong></h2><p>Die Psalmen sind aus der Erfahrung des damaligen realen Lebens erwachsen und spiegeln die unterschiedlichsten Situationen wider. Anbetung und Verzweiflung, Loben und Seufzen, Vertrauen und Angst, Reue und Rache kommen in ihnen zum Ausdruck.</p><p>Eine genaue Datierung der einzelnen Psalmen ist nicht m&ouml;glich. Viele lassen sich nur im Rahmen des israelischen K&ouml;nigstums zuordnen. Vielleicht wurden bei solchen Anl&auml;ssen wie einer Thronbesteigung, einer Kr&ouml;nung, einer Eheschlie&szlig;ung und vor Kriegen passende Psalmen gesungen. M&ouml;glicherweise sprach bei nationalen Katastrophen der K&ouml;nig Klagepsalmen stellvertretend f&uuml;r das Volk.</p><p>Sehr viele Psalmen stammen von David. Andere Psalmverfasser sind Asaf, Mose, Salomo, die S&ouml;hne Korach, Heman und Etan.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Psalm 99 &ndash; Gott thront &uuml;ber den Cherubinen</strong></h2><p>Den soeben geh&ouml;rten Psalm 99 will ich einer Thronbesteigung zuordnen. Gott wird oft bezeichnet als &bdquo;der &uuml;ber den Cherubinen thront". Zwei h&ouml;lzerne, mit Gold &uuml;berzogene Cherubine, die sich mit ausgebreiteten Fl&uuml;geln gegen&uuml;berstanden, waren an beiden Enden des Gnadenthrons &uuml;ber der Bundeslade der Stiftsh&uuml;tte angebracht. Es muss wunderbar ausgesehen haben.Die Bibel liefert uns verschiedene Beschreibungen der Cherubinen.</p><p>Psalm 99 betont die erhabene Majest&auml;t Gottes und seine heilige Pr&auml;senz. Er ruft die Menschen dazu auf, Gottes Gerechtigkeit anzuerkennen, ihn anzubeten und nach seinen Geboten zu leben. Der Psalm erinnert daran, wie Gott in der Vergangenheit gehandelt hat und fordert zu Ehrfurcht und Dankbarkeit auf. Er zeigt, dass Gott souver&auml;n ist und &uuml;ber allem steht, w&auml;hrend er gleichzeitig ein gn&auml;diger und vergebender Gott ist. Der Psalm ermutigt uns, in einer Beziehung der Ehrfurcht und dem&uuml;tigen Anbetung mit Gott zu leben.</p><p>Mitten im Chaos unseres Alltags, wenn alles drunter und dr&uuml;ber geht &ndash; Streit, Sorgen, Unsicherheit &ndash; erinnert uns Psalm 99, Vers 1 an eine kraftvolle Wahrheit: &bdquo;Der HERR regiert als K&ouml;nig."</p><p>Gott ist nicht nur Zuschauer. Er ist K&ouml;nig &ndash; &uuml;ber das Weltgeschehen und &uuml;ber unser pers&ouml;nliches Leben. Seine Herrschaft ist kein kaltes Regiment, sondern gepr&auml;gt von Gerechtigkeit, Treue und Liebe. Das bedeutet: Wir sind nicht allein. Selbst wenn wir keine Kontrolle haben, k&ouml;nnen wir vertrauen &ndash; auf den, der alles in der Hand h&auml;lt. Das schenkt Frieden. Diese Wahrheit k&ouml;nnen Sie heute tief in Ihr Herz sinken lassen: Gott regiert. Und Sie d&uuml;rfen in seiner k&ouml;niglichen Gegenwart geborgen leben.</p><p>Psalm 99,2 erinnert uns daran, wer wirklich das Sagen hat. In einer Welt voller Krisen, Meinungen und Machtk&auml;mpfe wirkt dieser Vers wie ein Ruhepol. Gott steht &uuml;ber allem &ndash; nicht distanziert, sondern gegenw&auml;rtig in Zion, dem Bild f&uuml;r seine N&auml;he zu uns. Er regiert nicht mit Angst, sondern in Gerechtigkeit und Liebe.</p><p>Wenn uns Sorgen erdr&uuml;cken oder die Welt un&uuml;berschaubar erscheint, d&uuml;rfen wir wissen: Gottes Gr&ouml;&szlig;e ist nicht bedrohlich, sondern tragend. Er sieht uns, kennt uns, tr&auml;gt uns &ndash; auch heute. Darum: Blick nach oben, Herz nach vorne &ndash; denn Gott ist gr&ouml;&szlig;er als alles, was uns begegnet.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Gottes heiliger Name &ndash; Ein Ruf zum Lobpreis</strong></h2><p>Manchmal &uuml;berrollen uns die Tage &ndash; Termine, Sorgen, Erwartungen. In all dem Trubel vergessen wir leicht, wer &uuml;ber allem steht: Gott.</p><p>Psalm 99,3 erinnert uns daran, innezuhalten. Nicht, weil Gott unseren Lobpreis n&ouml;tig h&auml;tte, sondern weil wir ihn brauchen. Wenn wir Menschen Gottes Namen loben, richten wir unseren Blick weg von uns &ndash; hin zu dem, der gr&ouml;&szlig;er ist als unsere Probleme. Sein Name steht f&uuml;r Treue, Gerechtigkeit und Liebe. Ihn zu loben &auml;ndert unsere Perspektive. Pl&ouml;tzlich ist da Hoffnung, Kraft und Frieden. Vielleicht nicht alles sofort, sondern das Wissen: Wir sind nicht allein &ndash; und dass Gott uns liebt, so wie wir sind.</p><p>Heute, mitten im Alltag, kann ein leises &bdquo;Danke, Gott" der Anfang sein. Denn heilig ist Gottes Name.</p><p>Sowohl in seinen Worten, seinen Gedanken, seinen Taten und seinen Offenbarungen als auch in sich selber ist Gott die Vollkommenheit selbst. Heilig ist er. Keine Eigenschaft Gottes wird so laut und mit solcher Feierlichkeit verk&uuml;ndigt und so h&auml;ufig von den Engeln, die vor seinem Thron stehen, gepriesen wie gerade diese.</p><p>Heiligkeit bedeutet zweierlei: Gott ist in seinem Sein und in seinem Wesen von uns geschieden. Er ist der Sch&ouml;pfer, wir sind Gesch&ouml;pfe. Er ist, wir sind geworden. Er hat keinen Anfang, wir haben einen Anfang. Er ist unver&auml;nderlich, wir sind wandelbar.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Jesus Christus &ndash; Der Weg zum Vater</strong></h2><p>Gott ist vor allem in seinem Sohn zu uns gekommen, der einer von uns wurde. Deshalb k&ouml;nnen wir mit Vertrauen zu Gott kommen.</p><p>In JesusChristus haben wir den Sohn Gottes, ihm k&ouml;nnen wir trauen. Er bringt uns zum Vater. Wie hat es Jesus ausgedr&uuml;ckt: &bdquo;<em>Niemand kommt zum Vater, denn durch mich</em>." Wenn wir Gott anbeten, entdecken wir, dass das christliche Leben eine Liebesgeschichte mit Gott ist: Hier reichen einige gute Ideen nicht aus, sondern ihm muss man den ersten Platz einr&auml;umen, so wie es ein Verliebter gegen&uuml;ber der Person macht, die er liebt.</p><p>Das christliche Leben kann ohne die Anbetung des Herrn zu einer kultivierten Art der Selbstbest&auml;tigung und des Eigenlobes werden. Das ist eine ernste Gefahr: dass wir uns Gottes zu bedienen versuchen, anstatt Gott zu dienen.</p><p>Wie klug und weise die Psalmschreiber 500 oder 1000 Jahre vor Christus waren &ndash; das hat noch heute Bestand &ndash; und daf&uuml;r bedanke ich mich.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Susanne Wild</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17272145.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Susanne Wild]]></author>
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      <pubDate>Sun, 08 Feb 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Regeln mit Sinn und Verstand]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 5. Mose 12,13-18 – ausgelegt von Traugott Farnbacher.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 5. Mose 12,13-18 – ausgelegt von Traugott Farnbacher.</em><br/>
<h2><strong>Das lebendige Wort aus dem Mund des Mose</strong></h2><p>Diese Verse nehmen uns in eine so andere Epoche hinein. Dabei handeln sie nicht von irgendwelchen alten Geschichten vergangener Zeiten; vielmehr sprechen sie auch mich und Sie an. Ich staune, wie viele Gedanken, ja Aufrufe hier zusammenkommen, aus dem Mund von Mose &ndash; und dies nach Gottes Willen: Von der Freude vor Gott dem Herrn geht es zu Anweisungen, wie man richtig opfert, Schlacht-Regeln, Fleischverzehr. Alles Essen und Speisen geschieht vor Gott. Und der hat sich eine St&auml;tte f&uuml;r das Volk erw&auml;hlt, Jerusalem ist bereits im Blick.</p><p>Ja, das 5. Buch Mose bringt den Abschluss dieses Werkes Gottes &ndash; von den Anf&auml;ngen seiner Sch&ouml;pfungskraft im 1. Mosebuch hin zur Erw&auml;hlung der Stammv&auml;ter Israels, der Sammlung der St&auml;mme Israels aus der Gefangenschaft &Auml;gyptens zum verhei&szlig;enen Land. Mose h&auml;lt R&uuml;ckblick auf Jahrzehnte der W&uuml;stenwanderung und bereitet die St&auml;mme zugleich auf die Einnahme des Landes vor. Nun h&auml;lt er Mahnreden mit konkreten Aufforderungen. Vor allem aber ist Gott als alleiniger Herr &uuml;ber alles und jeden zu achten: Das ber&uuml;hmte &bdquo;Schma Israel", &bdquo;H&ouml;re Israel" bleibt bis heute zentrale Verpflichtung f&uuml;r alle Gl&auml;ubigen, auch f&uuml;r uns. Dieses Buch, auch Deuteronomium, zweites Gesetz genannt, nimmt h&auml;ufig auf das Heiligkeitsgesetz Bezug: Regeln f&uuml;r das Verhalten in allen m&ouml;glichen Lebenssituationen, um Gottes Heiligkeit widerzuspiegeln. Es scheint bereits durch, dass anstelle der Stiftsh&uuml;tte eine feste St&auml;tte errichtet werden wird, wo Opfer f&uuml;r Gott dargebracht werden. Das hat auch mit Speiseregeln zu tun. Nein, keine langweiligen Formalit&auml;ten, sondern immer auch soziale Verpflichtungen: Wir lesen von dem Anteil, dem auch unter Christen bekannten &bdquo;Zehnten", der abgegeben wird &ndash; f&uuml;r die Sache und die Menschen Gottes, gerade f&uuml;r geistliche Dienste. Bestimmungen wurden auch &Uuml;bungen, Lernprozesse, Gott und seinem Willen gegen&uuml;ber gehorsam zu sein. Gott und von ihm an die Seite gestellte N&auml;chste, seine Dienstboten, sind nie voneinander zu trennen. Ich hebe wichtige Aussagen im Text hervor: Ob und wie haben sie mit uns Christen, mit unserer Situation zu tun?<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Mose als Gottes Bote und das Verh&auml;ltnis zum Gesetz</strong></h2><p><strong>Das erste:</strong> Gott handelt und spricht durch den Mund seines Knechtes Mose. Der wird von heutigen klugen Leuten zuweilen als mythische Figur der Fr&uuml;hgeschichte Israels dargestellt. &Uuml;ber seine Herkunft, sein Wirken k&ouml;nne man nur spekulieren. Dadurch aber verl&ouml;re Mose an Autorit&auml;t, seine Reden an Wirkung. Als von Gott gesandte Schl&uuml;sselperson hatte er eine unvergleichlich intensive Beziehung mit Gott, der ihn mit der Rolle des Befreiungs-Vermittlers betraut hatte. Nun kommt Mose ans Ende seiner so besonderen Berufung. Sein Mandat wird dadurch gekr&ouml;nt, dass er dem Volk Israel unbedingt zu Beachtendes mitgibt: Du sollst tun &ndash; oder aber lassen! H&uuml;te Dich, du darfst oder darfst nicht. Ein breites Handlungsspektrum tut sich auf.</p><p><strong>Zweitens:</strong> Ich wundere mich &uuml;ber Juden, gerade unter die Orthodoxen, von denen viele ein exaktes Regelwerk befolgen, vor allem aus den 5 B&uuml;chern Mose &ndash; Tora = Gesetz genannt. Ihr Denken, ihre Weltsicht, ihre Lebensregeln sind mir gar fremd. Dabei will ich mich als Christ vor zweierlei h&uuml;ten: herablassend oder sogar sp&ouml;ttisch gegen&uuml;ber den gesetzestreuen Nachkommen der Stammv&auml;ter zu denken oder zu reden. Und zum anderen: Wir Christen brauchen uns nicht selber an der F&uuml;lle der Gesetze und Gebote zu orientieren, als br&auml;chten sie unser Heil. Genau dagegen hat Paulus im Neuen Testament uns Christen gute Argumente f&uuml;r unsere Glaubenswege mitgegeben. Nichtsdestoweniger stelle ich betroffen fest, in welch einer liberalen, teils hemmungslosen Zeit wir uns bewegen. Statt Werte und Regeln f&uuml;r unser Leben unter den guten Geboten Gottes zu achten, werden vielerorts Spa&szlig; oder Tollerei als top wichtig angesehen &ndash; so als w&auml;re dies an und f&uuml;r sich ein wesentliches Ziel oder Lebensinhalt unserer Arbeit als Christen.</p><h2><br /><strong>Freude und Gemeinschaft vor Gott</strong></h2><p><strong>Drittens</strong> und dennoch sagt Mose: Fr&ouml;hlich sollt ihr sein &ndash; n&auml;mlich an der St&auml;tte, die Gott f&uuml;r euch erw&auml;hlt hat, auch bei Essen und Feiern. Das gilt der ganzen Familie, Angestellten, auch ausgew&auml;hlten Gottesdienern. Was w&auml;re, wenn geistliche Zentren unseres Glaubens- und Gemeindelebens wieder attraktive Orte w&uuml;rden, wo man gerne hingeht, wo wir ungek&uuml;nstelt Freude erleben und weitergeben, uns geistlich auffrischen? Und das nicht als Einzelg&auml;nger, sondern als Familiengruppen. Was Mose hier vorgibt, hat nichts Gesetzliches an sich, sondern l&auml;dt uns dazu ein, vor Gott, wegen seiner N&auml;he Freude zu verbreiten.</p><h2><strong>Dankbares Essen und Geben als Ausdruck des Glaubens</strong></h2><p><strong>Viertens:</strong> Essen und Trinken &ndash; das tun wir doch, in unseren Breitengraden mit all unserem &Uuml;berkonsum bei gro&szlig;en Mehrheiten, oft grenzen- und auch gedankenlos: Genie&szlig;en und V&ouml;llerei, die Erde ausbeuten und Nahrung tonnenweise wegwerfen, Essen nicht vor allem f&uuml;r den Erhalt von Leben und Gesundheit, sondern sich durchs Essen krank machen. Daran haben sich viele gew&ouml;hnt, schrankenlosen Verzehr als selbstverst&auml;ndlich genommen. Essen mit Vernunft wird sinnvollerweise von Gesundheitsbewussten empfohlen. In Dankbarkeit vor dem Geber aller Gaben Gott anrufen &ndash; das macht Speisen wertvoller und hilft unseren Seelen und Familien auf. &bdquo;Alle gute Gabe kommt her von Gott, dem Herrn, drum dankt ihm, dankt" dichtet Matthias Claudius. Folgen wir seiner Aufforderung.</p><p><strong>F&uuml;nftens</strong> stellt Mose Regeln der Abgabe auf von dem, was erwirtschaftet wurde und zur Verf&uuml;gung steht. In unseren Gemeinden werden Abgaben ganz unterschiedlich gehandhabt. Aber es bedarf ihrer &ndash; nicht zuerst f&uuml;r die Wirtschaftlichkeit der Kirchen- und Gemeinschaftsaufgaben. Erwarten Gemeinden Gaben, so braucht dies keinen Beigeschmack von herbem Absparen oder Verlust zu haben, wenn ich etwas opfere. Es gibt bei Gott angesichts all meines Leistens und Erwirtschaftens n&auml;mlich eine Grenze: Eigennutz kann nicht das H&ouml;chste oder Einzige sein, wof&uuml;r ich arbeite. Wir d&uuml;rfen die Gaben loben, weil sie unser Leben bereichern und zu dem machen, wer und was wir sind. Wir d&uuml;rfen und sollen Abgaben als etwas Heiliges verstehen &ndash; aber eben so, dass wir einen Anteil an Gott als Geber aller guten Gaben zur&uuml;ckgeben. Das gilt auch im Neuen Testament. Wir haben also guten Grund, f&uuml;r diese Orientierungshilfen des Mose auch heute dankbar zu bleiben.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pfarrer Dr. Traugott Farnbacher</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17271777.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pfarrer Dr. Traugott Farnbacher]]></author>
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      <pubDate>Sat, 07 Feb 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Das Leben mit Gott ist bunt]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 5. Mose 12,1-12 – ausgelegt von Eberhard Hoppe.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 5. Mose 12,1-12 – ausgelegt von Eberhard Hoppe.</em><br/>
<h2><strong>Gottes kompromissloser Anspruch an sein Volk</strong></h2><p>Der heutige Textabschnitt der Bibellese fordert besonders heraus. Radikal, kompromisslos und eindeutig stellt Gott seine Forderungen an sein Volk Israel. Wenn sie segensreich in ihrem Lande wohnen wollen, dann m&uuml;ssen sie sich rigoros von allen fremdreligi&ouml;sen Str&ouml;mungen und Gebr&auml;uchen trennen.</p><p>Ist das noch eine Botschaft f&uuml;r uns heute? Oder m&uuml;ssen wir das in einen orientalischen Zusammenhang stellen, der eben nur dort gilt? Oder ist dies nur als eine historische Epoche zu bezeichnen, lange vor unserer Zeit, die jetzt gl&uuml;cklicherweise Vergangenheit ist?</p><p>In der Tat leben wir heute in einer anderen Welt. Moderne Denkweisen lassen eigentlich solch hartes Abgrenzen nicht mehr zu. Toleranz gegen&uuml;ber fremden Menschen und fremden Sitten ist heute Reichtum unserer Gesellschaft und unserer bunten Welt. Ja, es erscheint sogar als besonders modern und tolerant, wenn wir in unserem Leben und unseren Wohnungen ein bisschen Christliches zeigen, ein wenig Islam, aber auch eine Brise Buddhismus, und auch Konfuzius hat doch gute Dinge gesagt, und ein indianisches Amulett zeugt von Weltoffenheit.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Die Suche nach Halt und Orientierung</strong></h2><p>Es geht aber im Bibeltext interessanterweise nicht darum, wie wir die Weltoffenheit verbessern k&ouml;nnen, sondern es geht um den innersten Bereich, um das pers&ouml;nliche Leben, um Ihren und meinen Lebensstil. Die letzte Frage in meinem Leben ist doch: Was gibt mir Halt? Was ist mein Ziel? Was ist der Sinn meines Lebens? Und da ist es wenig hilfreich, wenn ich mir von allem etwas herauspicke, und mich letztlich frage: &bdquo;Was werden wohl die Nachbarn denken?&ldquo; Oder mein F&auml;hnlein nach dem Wind ausrichte.</p><p>Pers&ouml;nliche Fragen brauchen pers&ouml;nliche und klare Antworten.</p><p>Gott als der Sch&ouml;pfer und Erhalter des Lebens, als der Herr &uuml;ber Israel, m&ouml;chte, dass sein Volk in Frieden und im Segen Gottes lebt, und nicht st&auml;ndig in Unruhe danach sucht, ob es auch von allem etwas ber&uuml;cksichtigt hat oder ob noch etwas fehlt.</p><p>So startet Mose hier in Vers 1 mit einer Rede Gottes, die deutlich das Ziel benennt: &bdquo;Gebote und Rechte Gottes sollt ihr halten und danach tun in dem Land, das Gott euch gibt und wo ihr euer Leben lang wohnen sollt." Es geht also um gottgewollte Lebensregeln, um Verhaltensregeln, die Segen und Sicherheit bringen.</p><p>Wie kommt man aber dahin? Mose zeigt unverh&uuml;llt Gottes Anweisung: Zerst&ouml;rt alles Fremde, das euch von anderen Ideen, Religionen oder Philosophien gefangen nimmt und euch an Gottes Liebe zum N&auml;chsten hindert. Heute sind dies weniger fremde G&ouml;tter, aber eher S&auml;tze oder heimliche Leitlinien, wie: &bdquo;Das geh&ouml;rt sich doch nicht!" &ndash; &bdquo;Das tut doch keiner!" &ndash; &bdquo;Wenn das alle tun, wird das schon richtig sein!" &ndash; Oder wie es im Hessischen so sch&ouml;n gesagt wird: &bdquo;Des der des derf?" (Anmerkung: Hessischer Dialekt f&uuml;r &bdquo;Darf der das denn?")</p><p>Deshalb &uuml;berpr&uuml;ft, ob es Sachverhalte im Leben gibt, die ausbremsen, blockieren, belasten. Das kann letztlich auch die moderne Technik mit Fernsehen, Internet und Handy oder meine eigene Eitelkeit sein.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Der Weg zur inneren Freiheit</strong></h2><p>Deshalb l&auml;dt Gott ein: Richtet euren Blick auf das Zentrum! Sucht einen Ort, wo ihr zusammenkommt, euch st&auml;rkt und euch neu ausrichten lasst. Kommt zu Gott, dem Sch&ouml;pfer. Er hat einen Plan f&uuml;r euch.</p><p>Dorthin sollen alle eure Bem&uuml;hungen hinlaufen. Hier sollt ihr Gott Opfer bringen, also euch f&uuml;r Gott einsetzen, ihm die Ehre geben, ihm dienen, f&uuml;r ihn und seine Aufgaben Zeit haben.</p><p>Und das sollt ihr tun, nicht weil Gott das gerne so f&uuml;r sich h&auml;tte, nein, er m&ouml;chte das, weil das euch erst die M&ouml;glichkeiten schenkt, frei zu sein, unbelastet von anderen vermeintlichen Forderungen und Erwartungen, frei von selbstgesteckten Zielen, frei von einengenden Verpflichtungen.</p><p>Gott m&ouml;chte mir einen &bdquo;weiten Raum" schenken, wie es in Psalm 31, Vers 9 zu lesen ist. Gott m&ouml;chte, dass meine Gaben und Talente sich entfalten, geschult werden und sich auswirken zum Segen f&uuml;r andere. Hier beginnt die Toleranz: Dieser gottesf&uuml;rchtige Lebensstil entdeckt, dass ich aus der eigenen Freiheit des Glaubens f&uuml;r andere da sein darf, ihnen helfe, mit ihnen Gemeinschaft habe. Und das gerade in der Unterschiedlichkeit, in dem Bunten und in der Andersartigkeit jedes Menschen. Diese Freiheit in Gott zu gewinnen, ist die gro&szlig;e Herausforderung. Sie ist Freiheit, die aber eine Gefahr hat: Ich mache, was ich will! Nein, das ist nicht die Freiheit, die Gott mir schenken will.</p><p>In Vers 8 und 9 sagt er es deutlich, warum: &bdquo;<em>Ihr sollt es nicht so halten, wie wir es heute hier tun, ein jeder, was ihm recht d&uuml;nkt. Denn ihr seid bisher noch nicht zur Ruhe und zu dem Erbteil gekommen, das dir der HERR, dein Gott, geben wird</em>."</p><p>Statt auf das eigene Ich, die eigene Meinung und die eigenen Werte zu schauen, die mich stets unruhig halten werden, weil immer noch was fehlt, was verbessert werden kann oder unerreichbar erscheint, l&auml;dt Gott ein zur &bdquo;Inneren Ruhe", wenn ich lerne, mit Gottes Augen seine Geschenke in meinem Leben zu entdecken.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Gottes Ziel: Freude und Gemeinschaft</strong></h2><p>Gott beschreibt deshalb im Vers 12 sein Ziel: &bdquo;<em>Ihr sollt fr&ouml;hlich sein vor dem HERRN, eurem Gott, mitsamt eurer ganzen Familie und allen &bdquo;Knechten und M&auml;gden</em>", also allen Mitmenschen um euch herum, inklusive der G&auml;ste.</p><p>Gottes Ziel ist Freude. Freude im Leben und Freude im Lebensalltag. Unbeschwertes Verwirklichen der vom Sch&ouml;pfer geschenkten Gaben und Talente. Ein fr&ouml;hlicher Blick auf den N&auml;chsten: Was braucht er oder sie? Wo kann ich helfen? Wer ist einsam? Wer braucht Unterst&uuml;tzung? Dieser neue Blick kann mir von Gott geschenkt werden aus der Quelle des Lebens, wo er eben die Mitte, die Nr. 1 in meinem Leben ist.</p><p>So w&uuml;nsche ich Ihnen diesen Blick von Gott her, der Freude schenkt, Sie auf ihn hin ausrichtet und dankbar und fr&ouml;hlich schaut, wo Sie gebraucht werden.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pfarrer Eberhard Hoppe</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17271092.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pfarrer Eberhard Hoppe]]></author>
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      <pubDate>Fri, 06 Feb 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Gottes Wort als Kompass]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 5. Mose 11,18-32 – ausgelegt von Hartmut Hühnerbein.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 5. Mose 11,18-32 – ausgelegt von Hartmut Hühnerbein.</em><br/>
<h2><strong>1. Die Wahl zwischen Segen und Fluch</strong></h2><p>Mose spricht zu den Menschen kurz bevor sie das Land betreten. Er sagt ihnen: Vergesst nicht, was Gott euch gesagt hat. Nehmt es mit in euren Alltag, ins Herz, in eure Entscheidung. Er erinnert sie daran, dass Gottes Weg ein Weg zum Leben ist. Und er macht klar: Ihr habt eine Wahl. Der Segen liegt dort, wo ihr Gott vertraut und auf seinen guten Wegen geht &ndash; der Fluch dort, wo ihr euch von ihm abwendet. Es ist wie eine Kreuzung: Gott zeigt den Weg, aber gehen m&uuml;ssen sie selbst. Und so ist es bei uns heute auch. Wir m&uuml;ssen immer wieder die Spannung aushalten zwischen Fluch und Segen, und das angesichts der Spannung, in der wir unser Leben gestalten &ndash; zwischen Fluch und Segen.</p><p>Sie und ich leben in einer Zeit, in der sich vieles schnell ver&auml;ndert. Wir haben unz&auml;hlige M&ouml;glichkeiten, tausend Stimmen reden in unser Leben hinein. Und manchmal wei&szlig; ich gar nicht mehr genau, welcher Weg eigentlich der richtige ist. Gerade dann w&auml;chst die Sehnsucht nach Orientierung, nach etwas, das tr&auml;gt, nach einer Richtung, die mich nicht entt&auml;uscht. Der Bibeltext aus dem 5. Buch Mose, Kapitel 11 schenkt mir daf&uuml;r wunderbare Bilder &ndash; einfache, klare und sehr menschliche Bilder. Sie zeigen mir, wie Gottes Wort nicht einfach ein Text bleibt, sondern zu einem Kompass f&uuml;r Ihr und mein Leben werden kann.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>2. Das Herz &ndash; Die Mitte des Menschen</strong></h2><p>Der Abschnitt beginnt mit einem Satz, der mich sofort ins Zentrum f&uuml;hrt: &bdquo;<em>Nehmt diese meine Worte zu Herzen</em>". Das Herz ist im Alten Testament nicht nur ein Ort der Gef&uuml;hle, sondern die Mitte des Menschen &ndash; der Ort, an dem entschieden wird, was mir wichtig ist, was mich pr&auml;gt, was ich glaube. Gottes Wort &bdquo;zu Herzen nehmen", hei&szlig;t darum nicht, etwas auswendig zu lernen oder brav zu nicken, es hei&szlig;t: Lass dich innerlich ausrichten, lass Gottes Gedanken deine Gedanken werden. Und lass seine Wahrheit dein Fundament sein.</p><p>Heute w&uuml;rden wir vielleicht sagen, Gottes Wort soll nicht nur auf unserer Festplatte gespeichert werden, sondern im Betriebssystem unseres Lebens laufen. Es soll nicht nur Wissen sein, sondern Weisheit, nicht nur Information, sondern Inspiration. Die Frage ist: Welche Worte trage ich in meinem Herzen? Worte der Angst? Worte der Selbstzweifel? Worte der &Uuml;berforderung? Oder Worte Gottes &ndash; Worte der Liebe, der Hoffnung, der Ermutigung? Denn was das Herz ausf&uuml;llt, das bestimmt meinen Weg.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>3. Die Hand und der Blick &ndash; Glaube im Alltag sichtbar machen</strong></h2><p>Aber der Text bleibt nicht im Inneren stehen. Der Glaube bleibt nicht nur im Herzen verborgen. Darum sagt Gott: &bdquo;Bindet meine Worte zum Zeichen an eure Hand". Die Hand steht f&uuml;r mein Tun, f&uuml;r Entscheidungen, f&uuml;r Verantwortung. Was ich tue, soll gepr&auml;gt sein von Gottes Weisung. Es geht nicht darum, dass ich religi&ouml;se Zeichen an mir trage &ndash; auch wenn manche Juden bis heute die Gebetsriemen, die Tefillin, benutzen. Das Bild meint vielmehr: Lass dein Handeln ein Echo deines Glaubens sein.</p><p>Vielleicht ist es wie ein Armband oder ein kleines Band am Handgelenk &ndash; kein magischer Gegenstand, sondern eine Erinnerung: Meine Hand soll segnen und nicht verletzen. Sie soll helfen und nicht zerst&ouml;ren. Sie soll Friedensgesten schenken, nicht F&auml;uste ballen. Was ich tue, darf ein sichtbares Zeichen daf&uuml;r sein, wem ich vertraue. Manchmal ist eine ausgestreckte Hand schon ein evangelistisches Wort. Denn der Glaube zeigt sich nicht zuerst im Reden, sondern immer auch im Tun.</p><p>Weiter aber hei&szlig;t es: &bdquo;Macht sie zum Markenzeichen zwischen euren Augen". Die Stirn &ndash; die Mitte zwischen den Augen &ndash; steht f&uuml;r Identit&auml;t und Blickrichtung. Dieses Bild fragt mich: Wie schaue ich auf die Welt? Wie beurteile ich Menschen? Welche Brille trage ich im Alltag? Wenn Gottes Wort zwischen meinen Augen ist, dann sehe ich Menschen nicht zuerst nach ihrem Nutzen, sondern als Gesch&ouml;pfe Gottes. Dann sehe ich mich nicht selbst als Fehler, sondern als Geliebten. Dann sehe ich M&ouml;glichkeiten, wo andere nur Probleme sehen.</p><p>Mein Blick kann hart werden, misstrauisch, m&uuml;de. Gottes Wort weicht die harte Kruste um meinen Blick wieder auf. Er schenkt mir den Blick Jesu &ndash; einen Blick, der aufrichtet, der Hoffnung sieht, der nicht festlegt, sondern &ouml;ffnet. Wie ich sehe, entscheidet oft dar&uuml;ber, wie ich lebe. Darum will Gottes Wort meine Augen pr&auml;gen.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>4. Glaube weitergeben &ndash; Die n&auml;chste Generation</strong></h2><p>Doch damit endet der Text noch nicht. Er weitet den Horizont auf die n&auml;chste Generation: <em>&bdquo;Lehrt sie eure Kinder!"</em> Glauben weiterzugeben ist keine Aufgabe nur f&uuml;r Eltern, sondern f&uuml;r die ganze Gemeinde. Es geht dabei nicht um theologische Vortr&auml;ge, sondern um gelebten Alltag. Im Text hei&szlig;t es: &bdquo;<em>Wenn du im Haus sitzt, unterwegs bist, dich niederlegst und aufstehst.</em>" Mit anderen Worten: Zwischen Fr&uuml;hst&uuml;ck und Gute-Nacht-Geschichte. Zwischen Schulweg und Einkauf. Zwischen Arbeit und Abendsegen. Kinder lernen den Glauben nicht, weil man ihnen sagt, was richtig ist. Sondern weil sie erleben, dass Vertrauen tr&auml;gt. Sie brauchen kein perfektes Glaubensvorbild, sondern ein glaubw&uuml;rdiges. Ein kurzes Gebet am Abend, ein Danke f&uuml;r das Gute, ein vers&ouml;hnendes Wort nach dem Streit, eine Haltung, die Hoffnung atmet &ndash; das sind die Momente, in denen Glauben weitergegeben wird.</p><p>Der Text endet mit einer Entscheidung: Segen oder Fluch? Weg oder Irrweg? Das klingt hart, aber es ist keine Drohung. Es ist eine Einladung. Der Segen ist der Weg in Gottes N&auml;he, der Weg der Orientierung, der Weg, der tr&auml;gt. Der sogenannte Fluch ist nicht ein Strafurteil, sondern der Weg ohne Kompass. Der Weg, der in die Orientierungslosigkeit f&uuml;hrt. Jeden Tag stehe ich auf einem kleinen Berg der Entscheidungen, jeden Tag w&auml;hle ich neu, welchem Kompass ich folge: Den Stimmen der Angst, des Drucks, der Eile &ndash; oder der Stimme Gottes.</p><p>Gott zwingt niemanden, er l&auml;dt ein, er ruft, er wirbt und er verspricht: Wer meinen Worten vertraut, der findet Leben.</p><p>Liebe Zuh&ouml;rerinnen und Zuh&ouml;rer, wenn wir diesen Bibeltext in unseren Alltag hineinholen, dann finden wir vier einfache, aber starke Bilder: Ein Herz, das Gottes Wort tr&auml;gt, H&auml;nde, die es leben, Augen, die Hoffnung sehen. Und eine Generation, die davon weitergetragen wird. Gottes Wort ist kein Gesetzbuch, das wir m&uuml;hsam mit uns herumschleppen m&uuml;ssen. Es ist ein Kompass, der uns richtet, tr&auml;gt und f&uuml;hrt. M&ouml;ge dieser Kompass unser Herz erf&uuml;llen, unsere H&auml;nde leiten, unseren Blick kl&auml;ren und unseren Kindern Licht sein auf ihrem Weg.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Hartmut Hühnerbein</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17270184.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Hartmut Hühnerbein]]></author>
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      <pubDate>Thu, 05 Feb 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Entscheide dich!]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 5. Mose 11,1-17 – ausgelegt von Matias Wiens.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 5. Mose 11,1-17 – ausgelegt von Matias Wiens.</em><br/>
<p>Stellen Sie sich folgende Situation vor: Eine Person, die Ihnen besonders nahesteht, muss eine wichtige Lebensentscheidung treffen. Sie pers&ouml;nlich sehen klar, dass die eine Option viel, viel besser ist als die andere. Aber die Person, die diese Entscheidung treffen muss, sieht das nicht so klar, ist sich unsicher und hat gro&szlig;e Zweifel und &Auml;ngste. Da Sie nur das Beste f&uuml;r die Person wollen, geben Sie sich allergr&ouml;&szlig;te M&uuml;he, die Zweifel zu verstehen. Au&szlig;erdem versuchen Sie f&uuml;r die deutlich bessere Entscheidung zu werben. Nicht weil das f&uuml;r Sie selbst einen Vorteil h&auml;tte, sondern weil Sie der anderen Person zutiefst das Beste w&uuml;nschen. Deshalb ringen Sie darum, dass die richtige Entscheidung getroffen wird.</p><p>Der Bibeltext beschreibt eine &auml;hnliche Situation. Mose ist zutiefst davon &uuml;berzeugt, dass es nur eine gute Option f&uuml;r das Volk Israel gibt, und er wirbt f&uuml;r die richtige Entscheidung. Das Volk steht vor dem verhei&szlig;enen Land und muss sich entscheiden zwischen<br />
Option A) Gott gehorchen und lange und in F&uuml;lle in dem Land leben.<br />
Option B) Gott ungehorsam werden, andere G&ouml;tter anbeten und von Gott bestraft werden.</p><p>Moses Werben f&uuml;r die richtige Option l&auml;sst sich in drei Schritte aufteilen.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>1. Erkennt die Werke Gottes.</strong></h2><p>Nach einem anf&auml;nglichen Aufruf, Gott den Herrn zu lieben, schaut Mose in den ersten sieben Versen zur&uuml;ck. Er ruft dazu auf, Gottes Wirken in der Geschichte zu erkennen.</p><p>N&auml;mlich:</p><ul><li>Seine Erziehung, die das Volk Israel in der W&uuml;ste erlebt hat. Erziehung ist ein Ausdruck von Liebe, denn Erziehung erhalten nur die, welche geliebt werden. Ein Haustier, das ich mag, wird erzogen. Ein Nutztier erf&auml;hrt wenig bis keine Erziehung. Ebenso erzieht Gott, wen er liebt, n&auml;mlich sein Volk Israel in der W&uuml;ste.</li><li>Seine Herrlichkeit und seine m&auml;chtige Hand. Die Herrlichkeit Gottes haben die Israeliten wohl besonders eindr&uuml;cklich am Berg Sinai erlebt. Die m&auml;chtige Hand Gottes hat dem Volk Israel mit den Plagen in &Auml;gypten den Weg zur Ausreise freiger&auml;umt.</li><li>Seinen ausgereckten Arm, der einschlie&szlig;t: Gott streckt sich aus, um dem Volk zu Hilfe zu eilen. Den ausgereckten Arm Gottes haben die Israeliten t&auml;glich bei der Versorgung mit Manna erlebt.</li><li>Und zuletzt Gottes Zeichen und Werke, die beim Auszug aus &Auml;gypten und bei der Versorgung f&uuml;r das Volk Israel in der W&uuml;ste zu sehen waren.</li></ul><p>In Vers 8 hei&szlig;t es:</p><p><em>8 Darum &ndash; aufgrund der Taten Gottes &ndash; sollt ihr alle die Gebote halten, die ich dir heute gebiete, auf dass ihr stark werdet, hineinzukommen und das Land einzunehmen, dahin ihr zieht, es einzunehmen.</em></p><p>Mose argumentiert, dass das Volk aufgrund all dieser Taten Gottes in der Vergangenheit sich ihm auch weiterhin verpflichten soll.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>2. Seht die Vorteile des Landes.</strong></h2><p>Im zweiten Punkt wirbt Mose f&uuml;r die richtige Entscheidung, indem er die Vorteile des Landes beschreibt, das Gott dem Volk Israel schenken will. Das Land, in dem Milch und Honig flie&szlig;t! Ein Land, das besser ist als das Land &Auml;gyptens. Gie&szlig;en ist nicht erforderlich. Die Berge und T&auml;ler werden vom Himmel mit Regen getr&auml;nkt. Diese Beschreibung des Landes ist aus landwirtschaftlicher Sicht nicht zutreffend. Durch das Kanalsystem der &Auml;gypter und die zuverl&auml;ssige Wasserquelle des Nilflusses war die landwirtschaftliche Aktivit&auml;t in &Auml;gypten witterungsunabh&auml;ngig. Der Erfolg der Ernte hing quasi nur davon ab, ob das Feld gen&uuml;gend gegossen wurde oder nicht, also vom menschlichen Tun.</p><p>Im Land Kanaan, dem heutigen Israel, ist der Landwirt ganz und gar abh&auml;ngig vom Regen, also davon, dass das Land vom Himmel mit Regen getr&auml;nkt wird, wie Mose sagt. Damit treibt das Land die Bewohner automatisch in die Abh&auml;ngigkeit Gottes, weil sie von ihm Regen erbitten. Somit ist dieses Land besser als &Auml;gypten, wie Mose ausf&uuml;hrt, weil es die Bewohner zu Gott treibt. Au&szlig;erdem ist es besser, weil es ein Land ist, auf das Gott achthat, wie es in Vers 12 hei&szlig;t. Die Augen des Herrn sehen immerdar vom Anfang des Jahres bis an sein Ende. Es ist das verhei&szlig;ene Land, auf das Gottes Augen gerichtet sind, deswegen ist es besser als das Land &Auml;gyptens. Der Geber macht das Land sch&ouml;n.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>3. Entscheidet euch zu eurem Wohl</strong></h2><p>Nach diesem Werben stellt Mose das Volk nun vor die Entscheidung und zeigt besonders deutlich die Konsequenzen dieser Entscheidung auf.</p><p>Wenn das Volk Israel auf Gottes Gebote h&ouml;rt und ihn liebt, wird das Land, in welches das Volk kommen soll, ausreichend Regen erhalten. In der damaligen Zeit hing ausreichend Nahrung immer direkt von der Ernte des Sommers ab. F&uuml;r die Israeliten war die Zusage von ausreichendem Regen eine Lebensversicherung.</p><p>Sollte das Volk Israel aber von Gott abfallen und andere G&ouml;tter anbeten, sagt Mose verheerende Konsequenzen voraus: Kein Regen und Verlust des Landes.</p><p>Objektiv gesehen ist die Entscheidung zwischen diesen beiden M&ouml;glichkeiten wohl nicht so schwer, und Moses Marketingstrategie ziemlich eindr&uuml;cklich. &bdquo;Entscheidet euch zu eurem Wohl", scheint er dem Volk zuzurufen. Kann es sein, dass Sie und ich heute vor einer &auml;hnlichen Entscheidung stehen? Ich denke schon.</p><p>Gott hat allen Menschen, die ihm nachfolgen und an ihn glauben, ewiges Leben versprochen. Die Rede ist von einem Leben nach dem Tod, in dem die Christen f&uuml;r immer in der Gegenwart Gottes, in seiner Herrlichkeit leben werden. Ein Leben nach dem Tod, das ist die ultimative Lebensversicherung, die Gott allen gibt, die an ihn glauben.</p><p>Laut dem Gesamtverband der Versicherer in Deutschland gibt es hierzulande 501,3 Millionen Versicherungsvertr&auml;ge. Das sind im Durchschnitt etwa 6 Versicherungsvertr&auml;ge pro Person in Deutschland. All diese Vertr&auml;ge zeigen doch, dass unsicher auf die Zukunft geblickt wird. Man will sichergehen, dass man dem schlimmsten Szenario entgeht. Gottes Versprechen, Gottes Lebensversicherung geht noch weiter als jede andere Versicherung.</p><p>Die Bibelstelle wirbt heute auch f&uuml;r Ihre richtige Entscheidung. Sie sagt Ihnen heute: Erkennen Sie die Werke Gottes! Erkennen Sie Gottes ausgestreckten Arm! Das Wichtigste, das Gott f&uuml;r die Menschen getan hat, ist, dass er seinen Sohn gesandt hat. Jesus hat als einziger Mensch ein perfektes Leben ohne S&uuml;nde gef&uuml;hrt. Trotzdem wurde er verurteilt und starb einen Tod, den er nicht verdiente. Weil Jesus das getan hat, werden Sie und ich nicht verurteilt aufgrund unserer Verfehlungen, sondern bekommen Jesu Gerechtigkeit zugeschrieben, die wir nicht verdient haben &ndash; wenn wir an ihn glauben. Entscheiden Sie sich, an Jesus zu glauben.</p><p>Au&szlig;erdem sagt diese Bibelstelle: Sieh die Vorteile des Landes an. Schauen Sie sich die Vorteile des ewigen Lebens an. Gott m&ouml;chte jeden Menschen einmal bei sich im Himmel haben. Das ist eine echte Lebensversicherung.</p><p>Mose warb nicht nur beim Volk Israel f&uuml;r die richtige Entscheidung, er wirbt auch bei Ihnen. Entscheiden Sie sich zu Ihrem Wohl.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Matias Wiens</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17269488.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Matias Wiens]]></author>
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      <pubDate>Wed, 04 Feb 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Prüfung, Läuterung und Neubeginn]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 5. Mose 10,10-22 – ausgelegt von Berit Merkel.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 5. Mose 10,10-22 – ausgelegt von Berit Merkel.</em><br/>
<h2>Die Zahl 40 &ndash; Pr&uuml;fung und Neuanfang</h2><p>Unser heutiger Bibeltext beginnt mit einer Zahl, der Zahl 40. Die Zahl 40 steht f&uuml;r &bdquo;Pr&uuml;fung, L&auml;uterung und Neubeginn". Biblische Beispiele mit der Zahl 40 sind zum Beispiel die 40 Tage Regen w&auml;hrend der Sintflut oder die 40 Jahre Wanderung der Israeliten durch die W&uuml;ste zur Vorbereitung auf das Gelobte Land. Nach der Zahl 40 geht es im 5. Buch Mose um den Berg. Der Berg dient Mose als R&uuml;ckzugsort, um allein und in Ruhe mit Gott zu sprechen. Vielleicht erschreckt der Vers 10 ein wenig, denn dort hei&szlig;t es, dass Gott erneut davon ablie&szlig;, Israel zu vernichten. Das klingt gerade so, als w&auml;re Israel wieder einmal knapp der Strafe bzw. sogar dem Tod entronnen. Und dem ist genau so. Heute w&uuml;rde mancher vielleicht sagen: Israel hat wieder einmal Gl&uuml;ck gehabt. Es ist dem Zorn Gottes entronnen.</p><p>In Vers 11 best&auml;tigt Gott noch einmal die Leiterrolle des Mose, indem er Mose befiehlt, das Volk Israel weiterzuf&uuml;hren. Sie sollen nicht aufgeben, sondern weitergehen. Dieser Satz kommt mir unglaublich bekannt vor. Wie oft stand ich vor Pr&uuml;fungen, vor Krankheiten und Todesnachrichten, vor Verzweiflung und Wut und wollte am liebsten alles hinwerfen und aufgeben. Ich f&uuml;hlte mich vom Leben &uuml;berfordert, Gott nicht. Er sagte: Kind, geh weiter. Und Vers 11 geht noch weiter. Gott erneuert sein Versprechen, das er Israel gegeben hat. Sie werden das Land, das er ihnen versprochen, ja sogar mit einem Eid darauf geschworen hat, einnehmen. Auch sp&auml;ter sagt Gott zu Josua, Moses Nachfolger, dass Israel das Land, auf das es tritt, einnehmen wird.<br />
&nbsp;</p><h3>Was Gott von seinem Volk verlangt</h3><p>Und nun in Vers 12 l&auml;sst Jahwe Israel &uuml;ber Mose die alles entscheidende Frage ausrichten: Was verlangt dein Gott von dir, Israel? Hier geht es um eine Beziehungsfrage. Ja, um ein Versprechen. Um einen Bund. Gott, Jahwe &ndash; ich bin, der ich bin &ndash; verspricht Israel das Land und er verlangt von Israel auch etwas, n&auml;mlich, dass sie Gott achten, also Respekt vor ihm haben, dass sie nach seinem Willen leben, dass sie ihn lieben und dass sie ihm dienen. Klingt eigentlich gar nicht so schwer, oder doch? Vielleicht ist es manchmal nicht so leicht, Gott zu respektieren, ihn zu achten. Da sind so viele Dinge und Menschen, die einen ablenken wollen. Schau hier hin, schau dort hin&hellip;! Und manches Mal passiert es dann, dass Menschen andere Menschen oder Dinge auf ihren Lebensthron setzen und Gott, den Allm&auml;chtigen, aus ihrem Leben verdr&auml;ngen. Gott zu lieben, ist auch nicht immer leicht. Denn wir sollen ja auch unsere Feinde lieben, oder den Bruder und die Schwester, die vielleicht nicht immer so liebenswert erscheinen. Nach Gottes Willen leben, bedeutet zum einen, seine Gebote halten, d. h. im Sinne der Zehn Gebote: du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht stehlen, morden, neidisch sein etc. Zum anderen bedeutet es auch, den Willen Gottes f&uuml;r sein eigenes Leben zu erkennen. Welche Gaben hat Gott mir gegeben? Wie kann ich mit diesen Gaben anderen Menschen dienen? Und dienen hei&szlig;t nicht herrschen. Dienen hei&szlig;t nicht, mit seiner Leitungsposition anzugeben oder gar, alles besser zu wissen. Dienen hei&szlig;t dem&uuml;tig sein, auch einmal von anderen lernen, dazulernen. Diese Seite des Dienens ist dem menschlichen Ego oft unangenehm. Gott m&ouml;chte von ganzem Herzen, also freiwillig geliebt werden, und er m&ouml;chte, dass der Mensch ihm mit seiner ganzen Kraft, mit seinem ganzen Leben dient. Das scheint mir eine gro&szlig;e Aufgabe, eine Lebensaufgabe zu sein.</p><p>Der Mensch soll den guten Geboten und Vorschriften Gottes gehorchen. Das bedeutet f&uuml;r mich, dass Gottes Gebote gut sind. Sie wollen uns nicht beschr&auml;nken und einengen, oder gar die Lust am Leben verderben. Im Gegenteil, die Gebote Gottes setzen Grenzen, um vor Gefahren zu sch&uuml;tzen und sich frei entfalten zu k&ouml;nnen. Gefahren heute k&ouml;nnten sein: Burnout &ndash; Mediziner nennen es Ersch&ouml;pfungsdepression &ndash; ein Mensch hat zu viel gearbeitet, jetzt muss sein K&ouml;rper und seine Seele mindestens 6 Monate ruhen, bevor wieder an Aktion zu denken ist. Gott kennt den Menschen. Er hat ihn geschaffen und deshalb wei&szlig; Gott auch, was gut f&uuml;r den Menschen ist. Deshalb setzt er ihm Grenzen.</p><p>Gott hat Israel erw&auml;hlt, d. h. er hat sein Volk ausgew&auml;hlt. So hat Gott auch uns, die wir uns zu Jesus bekennen, f&uuml;r sich ausgew&auml;hlt. Das ist ein absolutes Privileg. Darum ist es f&uuml;r den Menschen nicht gut, gegen Gott zu rebellieren. Das Volk Israel sollte nicht bockig und engstirnig sein. Auch wir Christen heute d&uuml;rfen Gott fragen, wie sein Lebensplan mit uns und f&uuml;r uns aussieht. F&uuml;r mich ist es das Sch&ouml;nste, wenn ich wei&szlig;, ich darf meine Gaben, die Gott mir gegeben hat, f&uuml;r ihn einsetzen, um Menschen zu helfen, um Kranke zu versorgen, um Arbeitslose zu ermutigen, um Menschen aus anderen L&auml;ndern zu dienen, um Kindern und Jugendlichen in ihrer Entwicklung zu helfen. Es gibt daf&uuml;r unendlich viele M&ouml;glichkeiten.<br />
&nbsp;</p><h3>Der allm&auml;chtige und barmherzige Gott</h3><p>Die Verse 17 und 18 begeistern mich. Jahwe ist der allm&auml;chtige Gott. Und der allm&auml;chtige Gott liebt mich, mich kleinen und unbedeutenden Menschen. Er schickte seinen Sohn Jesus, um f&uuml;r mich zu sterben und aufzuerstehen. Um meine Schuld zu bezahlen. Einen gn&auml;digeren Gott kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Jahwe ist der K&ouml;nig aller K&ouml;nige. Er ist ehrfurchtgebietend; das bedeutet Gott verdient Respekt, er ist kein Hampelmann, den man um etwas bittet, wenn es mal brennt und Not am Mann ist. Nein. Jahwe geb&uuml;hrt die Ehre, die Achtung und der Respekt. Warum? Weil er allm&auml;chtig ist. Weil er die Welt und den Menschen geschaffen hat. Und weil er den Menschen, obwohl dieser nur ein Gesch&ouml;pf ist, unendlich und bedingungslos liebt.</p><p>Jahwe ist unparteiisch und unbestechlich. Gott ist in keiner politischen Partei, Gott ist in keinem Verein. Er r&uuml;hrt nicht die Werbetrommel, er betreibt kein Marketing. Das hat er nicht n&ouml;tig. Er ist allm&auml;chtig und ihm untersteht alles, im Himmel, auf der Erde und unter der Erde, im Meer. Das begeistert mich. Gott begeistert mich!</p><p>Bei Gott gilt kein Ansehen der Person. Er nimmt keine Geschenke, d. h. er ist nicht erpressbar. Vor Gott ist jeder Mensch gleich. Auch, was seine Schuld angeht. Stehlen, die Ehe brechen, morden, falsch Zeugnis reden. Vor Gott ist all das Schuld, ohne Unterschied.</p><p>Mich ber&uuml;hrt besonders Vers 18, in dem steht, dass Jahwe den Witwen und Waisen zu ihrem Recht verhilft, dass er Ausl&auml;ndern Nahrung und Kleidung gibt. Niemand sucht sich aus, in welchem Land er oder sie geboren wird. Das hei&szlig;t Jahwe liebt jeden Menschen in jedem Land. Er liebt Arme und Reiche. Er liebt Alte und Junge. Er liebt Intellektuelle und handwerklich Begabte. Er liebt Gesunde und Kranke. Und vor allem liebt er Menschen, die sich selbst nicht mehr helfen k&ouml;nnen. Er liebt Kranke, Arme, Gefl&uuml;chtete, Kriegsgebeutelte, Alleinerziehende besonders. Warum? Weil Jahwe barmherzig ist. Niemand ist so barmherzig wie Er.<br />
&nbsp;</p><h3>Liebe zum N&auml;chsten &ndash; Gemeinde leben</h3><p>Meine Gemeinde liebt Ausl&auml;nder &ndash; wir nennen sie liebevoll Internationale. Meine Gemeinde liebt Gefl&uuml;chtete und Kranke und k&uuml;mmert sich um sie. Meine Gemeinde liebt Arme und Alleinerziehende und unterst&uuml;tzt sie. So ist Gemeinde Jesu. Nicht aufeinander herabschauen und sich miteinander vergleichen; nicht der eine herrscht in einer Leitungsposition &uuml;ber den anderen. Nein.</p><p>Israel soll die Ausl&auml;nder lieben, denn die Israeliten waren selbst Ausl&auml;nder in &Auml;gypten. Und wie wurden sie dort behandelt? Sehr schlecht. Sie mussten Ziegel f&uuml;r die &Auml;gypter brennen und wurden von ihnen geschlagen.</p><p>Sollen sie dieselbe Behandlungsweise mit den Ausl&auml;ndern in Israel fortsetzen? Nein. Sondern sie sollen diese von ganzem Herzen lieben und ihnen dienen. Denn sie wissen ja, was es hei&szlig;t, schlecht behandelt und sogar geschlagen zu werden. B&ouml;ses mit Gutem zu vergelten, ist Gottes Leitsatz. Das klingt schwer umzusetzen und das ist es auch! Aber Gott steht uns bei. Er steht hinter uns, wenn wir seinen Willen in unserem Leben tun m&ouml;chten.</p><p>Gott ist unser Ruhm (5. Mose 10,21).</p><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Berit Merkel</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17268771.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Berit Merkel]]></author>
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      <pubDate>Tue, 03 Feb 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Gedenke!]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 5. Mose 10,1-9 – ausgelegt von Andreas Reinhardt.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 5. Mose 10,1-9 – ausgelegt von Andreas Reinhardt.</em><br/>
<h2><strong>Gedenke! &ndash; Die Kraft der Erinnerung im j&uuml;dischen Glauben</strong></h2><p>Das j&uuml;dische Volk lebt wie kein anderes von der Erinnerung an seine Geschichte. Eine Geschichte, in der Gott den Anfang machte, und sie f&uuml;hrte bis zum heutigen Tag. Durch H&ouml;hen und Tiefen, durch Sklaverei und Befreiung, durch W&uuml;sten und Oasen sind sie gegangen. Eine Ermahnung begleitet das j&uuml;dische Volk bis heute: Gedenke! So steht es in riesigen Buchstaben in der N&auml;he der Westmauer in Jerusalem. Gedenke! Das ist auch der Sinn der gro&szlig;en j&uuml;dischen Feste. Beim Passahfest wird z. B. an die Befreiung aus der Sklaverei in &Auml;gypten gedacht. Oder beim Laubh&uuml;ttenfest der Treue Gottes bei der W&uuml;stenwanderung. Das Purimfest erinnert an die wunderbare Rettung der Israeliten vor ihren Feinden. Wie der Ruderer im Boot so sitzt, dass er beim Rudern zur&uuml;ckschaut, aber dabei Orientierung und Kraft f&uuml;r den Weg nach vorne gewinnt. So soll Israel zur&uuml;ckschauen, und der wunderbaren Wegf&uuml;hrung Gottes gedenken.</p><p>Auch der heutige Textabschnitt und die Verse davor haben dieses Thema: Gedenke! Die Israeliten sollten daran denken, wie sie am Sinai Gott untreu geworden sind und ein goldenes Kalb angebetet hatten. Hinter ihnen lag die Befreiung aus der &auml;gyptischen Sklaverei, eine Demonstration der Gnade und der Macht Gottes. Als Mose 40 Tage lang auf dem Berg die Weisungen Gottes empfing, war es der Unglaube und die Ungeduld des Volkes, das zu dieser gro&szlig;en S&uuml;nde f&uuml;hrte.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Die Bundeslade und die Berufung der Leviten</strong></h2><p>Wir k&ouml;nnen Mose nur bewundern. Er war dazu bereit, anstelle seines Volkes zu sterben. Viel lieber w&uuml;rde er selbst sein Leben lassen, als zuzusehen, wie Gott es vernichtete. Gott war gn&auml;dig und gab dem Volk eine zweite Chance. Mose nahm zwei neue Tafeln mit auf den Berg und verbrachte noch einmal 40 Tage dort. Gott selbst schrieb erneut die Zehn Gebote auf die Tafeln aus Stein, und zeigte so unmissverst&auml;ndlich seinen Willen. Nach diesen Weisungen sollte sich sein Volk richten. Mose nahm die beschriebenen Tafeln mit ins Tal und legte sie in die Bundeslade. Die Lade mit den Geboten war ein sichtbares Zeichen des Bundes Gottes mit dem Volk Israel. Sie wird in der Bibel auch als &bdquo;Lade Gottes" oder &bdquo;Lade deiner Macht" bezeichnet und zeugte von der Gegenwart Gottes unter seinem Volk.</p><p>Kurz nachdem Mose die Bundeslade angefertigt hatte, und von Gott Anweisungen f&uuml;r den Bau der Stiftsh&uuml;tte erhielt, &bdquo;sonderte der Herr den Stamm Levi aus". Im 4. Buch Mose, Kap. 3 ab Vers 11 ist zu lesen: &bdquo;<em>Und der Herr redete mit Mose und sprach: Siehe, ich habe die Leviten genommen aus den Israeliten, statt aller Erstgeburt, die den Mutterscho&szlig; durchbricht in Israel, so dass die Leviten mir geh&ouml;ren sollen. Denn alle Erstgeburten sind mein. An dem Tage, da ich alle Erstgeburt schlug in &Auml;gyptenland, da heiligte ich mir alle Erstgeburt in Israel, vom Menschen an bis auf das Vieh, dass sie mir geh&ouml;ren sollen. Ich bin der Herr.</em>"</p><p>Gott hatte bei der letzten der zehn Plagen die erstgeborenen S&ouml;hne der &Auml;gypter get&ouml;tet, die der Israeliten aber verschont. Gott sah die erstgeborenen Israeliten als sein Eigentum an, sie mussten durch ein Opfer ausgel&ouml;st werden.</p><p>Im Lukasevangelium ist zu lesen, wie Josef und Maria das mit Jesus, ihrem erstgeborenen Sohn, taten. Gott w&auml;hlte die Leviten anstelle der Erstgeborenen Israels zu seinem besonderen Eigentum aus und gab ihnen besondere Aufgaben. Nur sie hatten den Auftrag, die einzelnen Teile der Stiftsh&uuml;tte zu tragen, sie auf- und wieder abzubauen. Jede Familie hatte ihre spezielle Aufgabe. Einige Sippen konnten Wagen f&uuml;r den Transport benutzen. Aber die Bundeslade musste getragen werden und ging dem Volk voraus. Die Leviten waren zudem f&uuml;r die Bewachung der Stiftsh&uuml;tte und des Vorhofs zust&auml;ndig. Der Vorhof trennte das Heiligtum vom Alltag des Lebens. In den Vorhof kamen viele, um ihre Opfer zu bringen, aber in das Heiligtum durften nur die Priester. Die Leviten trugen daf&uuml;r Sorge, dass sich niemand der Stiftsh&uuml;tte n&auml;herte, der Gottes Anweisungen missachtete. Darum lagerten sich die einzelnen Sippen der Leviten direkt an der Stiftsh&uuml;tte. Wieder andere unterst&uuml;tzten die Priester, die Opfergaben der Menschen entgegenzunehmen und darzubringen. Zudem hatten sie auch ein geistliches Amt. Die Leviten hatten das Privileg, im Namen des Herrn zu segnen. Sie dr&uuml;ckten mit dem Segen die g&ouml;ttlichen Zuwendungen zu seinem Volk aus: Die F&uuml;rsorge Gottes, der &uuml;ber ihnen wachte. Den Reichtum seiner Gnade. Das Leuchten seines Angesichtes &uuml;ber ihnen. Den geistlichen Frieden.</p><p>Die Leviten sollten im verhei&szlig;enen Land nicht wie die &uuml;brigen St&auml;mme ein Erbteil erhalten. Ihr Erbteil sollte der Herr selbst und der Dienst f&uuml;r ihn sein. Sie erhielten von jedem Stammesgebiet je vier St&auml;dte mit entsprechendem Weideland zugeteilt. Sie bekamen von den Israeliten den zehnten Teil des Ernteertrages und des Viehs. Zudem erhielten sie einen Teil der Opfer, die dem Herrn dargebracht wurden. Nichts war dem Zufall oder menschlicher Planung &uuml;berlassen, alles hatte Gott wohlgeordnet.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Aaron &ndash; Hohepriester zwischen St&auml;rke und Schw&auml;che</strong></h2><p>Im heutigen Text wird auch der Tod Aarons, des &auml;lteren Bruders Moses, erw&auml;hnt. Es lohnt sich, &uuml;ber sein Leben nachzudenken. Als Gott Mose zum Befreier Israels berief, sollte ihm Aaron, mittlerweile 83 Jahre alt, als Sprecher zur Seite stehen. Die beiden Br&uuml;der trafen sich in der W&uuml;ste und traten gemeinsam vor die &Auml;ltesten Israels und den Pharao. Bei den ersten drei Plagen f&uuml;hrte Aaron den Stab, sp&auml;ter nur noch Mose. Als die Israeliten endlich ausziehen durften, wurden sie von Mose und Aaron angef&uuml;hrt. Als Mose w&auml;hrend der Schlacht gegen die angreifenden Amalekiter betete, st&uuml;tzten Aaron und Hur seine Arme. Am Sinai angekommen stiegen Mose, Aaron und zwei seiner S&ouml;hne mit 70 &Auml;ltesten auf den Berg zum feierlichen Bundesschluss mit dem Herrn. Mose stieg noch h&ouml;her auf den Berg und bekam die Tafeln mit den Zehn Geboten, und die Anweisungen zum Bau der Stiftsh&uuml;tte. Er erhielt zudem den Auftrag, seinen Bruder Aaron und dessen S&ouml;hne zu Priestern zu weihen. W&auml;hrend Mose 40 Tage auf dem Berg verbrachte, gab Aaron als sein Stellvertreter allerdings dem Dr&auml;ngen des Volkes nach. Er lie&szlig; ein goldenes Kalb errichten, das dann von allen angebetet wurde. Ohne Mose hatte er nicht die n&ouml;tige Widerstandskraft, den Israeliten entgegenzutreten, und den Abfall zu verhindern. Doch Mose rettete ihn durch seine F&uuml;rbitte vor dem Zorn Gottes. Als die Stiftsh&uuml;tte fertiggestellt war, wurde er mit seinen S&ouml;hnen zu Priestern geweiht, ihm wurde das hohepriesterliche Kleid angezogen. Am Tag der Einsetzung brachten allerdings seine beiden &auml;ltesten S&ouml;hne ein Feueropfer dar, das der Herr nicht befohlen hatte. Sie mussten f&uuml;r ihre Eigenm&auml;chtigkeit sterben.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Gottes Gnade und Barmherzigkeit</strong></h2><p>Etliche Zeit sp&auml;ter lie&szlig; sich Aaron von seiner Schwester Mirjam dazu hinrei&szlig;en, Mose als Leiter des Volkes zu kritisieren. Trotz dieser Schw&auml;chen hatte ihn Gott zum Hohenpriester eingesetzt. Nachdem er selbst Vers&ouml;hnung erfahren hatte, konnte er f&uuml;r das Volk ein geistlicher Leiter sein. Er starb am Ende der W&uuml;stenwanderung und wurde von Mose begraben.</p><p>So wird im Blick zur&uuml;ck erkennbar, wie m&auml;chtig und gerecht Gott ist, aber auch wie gn&auml;dig und barmherzig.</p><p>&nbsp;</p><p><strong>Unsere Buchempfehlungen zum Thema:</strong><br />
&nbsp;</p><p><img alt="" height="232" src="https://www.erf.de/data/files/content.sources.r.erfplus.bibelheute/1119494.png" width="756" /></p><p><span class="small">Ein kraftvolles Buch &uuml;ber Leidenschaft und Nachfolge, das Markus in seiner Suche nach Identit&auml;t und Orientierung ansprechen wird &ndash; ideal auch als Inspirationsquelle f&uuml;r Gottesdienste und pers&ouml;nliche Reflexion.</span></p><p>&nbsp;</p><p><img alt="" height="219" src="https://www.erf.de/data/files/content.sources.r.erfplus.bibelheute/1119495.png" width="757" /></p><p><span class="small">Ein warmherziges Buch, das Sie auf ihrer Suche nach Halt und neuen Ankn&uuml;pfungspunkten im Glauben begleitet &ndash; mit alltagsnahen Impulsen, die einladen, das Leben aus einer hoffnungsvollen Perspektive zu betrachten.</span></p><p>&nbsp;</p><p><img alt="" height="217" src="https://www.erf.de/data/files/content.sources.r.erfplus.bibelheute/1119496.png" width="755" /></p><p><span class="small">Wahre Glaubensgeschichten voller Mut und Abenteuer, die Jugendliche inspirieren, ihren eigenen Weg mit Gott zu entdecken &ndash; spannend erz&auml;hlt und authentisch.</span></p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Andreas Reinhardt</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17268043.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Andreas Reinhardt]]></author>
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      <pubDate>Mon, 02 Feb 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Licht und Freude im Königreich Gottes]]></title>
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<h2><strong>Licht und Freude im K&ouml;nigreich Gottes</strong></h2><p>W&auml;rme, Licht, Freundlichkeit, gro&szlig;e Freude &hellip; &ndash; kennen Sie dieses Gef&uuml;hl der Freude, des Gl&uuml;cklichseins? Vielleicht erinnern Sie sich noch an die erste Zeit der Verliebtheit &ndash; alles ist sch&ouml;n, hell, Sonnenschein, rosa W&ouml;lkchen, blauer Himmel. Niemand und nichts k&ouml;nnen diesen Gef&uuml;hlsstand tr&uuml;ben. Oder &ndash; Freude &uuml;ber den Familienzuwachs. Vielleicht auch die unbeschwerte Zeit des Urlaubs mit lieben Menschen, Sonne, Strand und Meer. Wunderbar sonnendurchflutete Sommertage.</p><p>Es gibt sicher zahlreiche sch&ouml;ne Erinnerungen an &bdquo;gef&uuml;hlte" vollkommene Freude und Gl&uuml;ckseligkeit im Leben. Herrliche Erinnerungen an meine Reisen tragen mich zum Beispiel durch die tr&uuml;ben Tage des langen Winters. Sie tragen mich auch in schweren Zeiten des Lebens und lassen mich auf bessere Momente hoffen.</p><p>Wie w&auml;re es, wenn diese Momente der Gl&uuml;ckseligkeit und Freude, auf die ich hoffe, endlich anhaltend w&auml;ren? Wenn K&auml;lte, Ungerechtigkeit, Zerst&ouml;rung, Leid und die Dunkelheit, strahlendem Licht, W&auml;rme, Liebe und gegenseitigem Verst&auml;ndnis weichen?<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Gottes Reich &ndash; Hoffnung in dunklen Zeiten</strong></h2><p>Haben Sie schon einmal dar&uuml;ber nachgedacht, wie es sein wird, wenn Gott die Herrschaft &uuml;ber das Erdreich &uuml;bernimmt? Wenn Sie und ich endlich, unendlich in Gottes Reich leben? Wir erleben, dass Gottes Reich so ist, wie es uns die Propheten und Jesus Christus vorausgesagt haben?</p><p>F&uuml;r mich ist das eine wunderbare Vorstellung.</p><p>Ja, da ist ein Sehnen tief in mir nach Frieden, nach Freude, nach Liebe und Licht. Besonders in diesen Zeiten in einer Welt von Kriegen, Ungerechtigkeiten und Schmerz &ndash; als h&auml;tte das B&ouml;se die Oberhand bekommen. Dunkelheit, in dieser eher tr&uuml;ben Jahreszeit, schleicht sich bei mir ein, wenn ich die t&auml;glichen Nachrichten h&ouml;re oder sehe. Doch ich wei&szlig;, dass ich der Dunkelheit und dem B&ouml;sen keinen Platz in meinem Leben geben will und muss.</p><p>&bdquo;Dunkelheit kann Dunkelheit nicht vertreiben &ndash; nur das Licht kann das. Hass kann Hass nicht vertreiben &ndash; nur die Liebe kann das." Diese Aussage dr&uuml;ckt die Kraft des Lichts und der Liebe aus. Der Satz stammt von Martin Luther King. Er ertrug st&auml;ndig rassistische Anfeindungen, Diskriminierung und Ungerechtigkeiten. Trotzdem war er ein Mann des Glaubens. Seinen Traum, seine unersch&uuml;tterliche Hoffnung auf Gerechtigkeit, respektvolles Miteinander der Menschen und eine bessere Welt, tat er der ganzen Welt laut in seinen Reden kund.</p><p>Hoffnung und eine Aussicht auf eine bessere Welt unter Gottes Herrschaft hat auch der Beter des 97. Psalms. Wir wissen nichts &uuml;ber seine Herkunft, noch seine Beweggr&uuml;nde f&uuml;r dieses wunderbare, bildreiche Gebet. Schon beim Lesen vermittelt dies Gebet mir den tiefen Glauben, die Hoffnung und Zuversicht des Autors. Er macht Hoffnung auf eine bessere Welt, unendliche Freude, dass einmal alles gut wird, wenn Gott, unser Vater, K&ouml;nig &uuml;ber das Erdreich ist. Er gibt uns damit einen kleinen Vorgeschmack auf die Ewigkeit in Gottes Reich.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Psalm 97 &ndash; Gottes Macht und Gerechtigkeit</strong></h2><p>Das Gebet ist stark, m&auml;chtig und erhaben. Die ersten Verse: &bdquo;Wolken und Dunkel sind um ihn her, Gerechtigkeit und Recht sind seines Thrones St&uuml;tze. 3 Feuer geht vor ihm her und verzehrt ringsum seine Feinde. 4 Seine Blitze erleuchten den Erdkreis &hellip;" haben etwas Bedrohliches. Es ist wie das Aufkommen eines starken Unwetters. Als Kind hat man mir erz&auml;hlt, dass Blitz und Donner Gottes Zorn &uuml;ber das B&ouml;se in der Welt sei. Das glaube ich so nicht mehr. Dennoch &ndash; Gewitter sind bedrohlich und manchmal vernichtend. Sie haben aber auch etwas Reinigendes. Die Luft ist danach wieder hell und klar.</p><p>Gott hat alles in seiner Hand. Er l&auml;sst Berge vor sich zerschmelzen wie Wachs. Das zeigt, wie gewaltig dieser Herrscher ist. Doch er ist zugleich gut und gerecht.</p><p>Psalm 97 versichert uns, dass Gottes Gerechtigkeit auch f&uuml;r jene ist, die sich vom B&ouml;sen &uuml;berw&auml;ltigt f&uuml;hlen. Dass er auch f&uuml;r sie Quelle des Lichts und der Freude sein wird. Der Herr des Universums wird die Ketten des B&ouml;sen, die sein Volk versklaven, zerbrechen und es befreien. Alle werden seine Herrlichkeit sehen.</p><p>Selbst bis zu den Inseln, die fernab der Kontinente liegen, wird die Freudenbotschaft dringen. &Uuml;berall k&ouml;nnen sich die Menschen freuen. Man wird ihn nicht sehen, denn Gott zeigt sich nicht in einer Gestalt, wie wir Menschen es erwarten &ndash; doch seine Macht ist zu sp&uuml;ren. Tiefgl&auml;ubig, &uuml;berzeugt von Gottes Macht und seiner Herrlichkeit, ist dieser Beter.</p><p>Psalmen-Gebete sind Texte des Alten Testamentes. Sie richten sich an Jahwe, den Gott Israels. Gottes auserw&auml;hltes Volk; die Kinder Israels sind mit der Stimme Gottes vertraut. Er lehrt sie durch Mose und die Propheten. Der Gott Israels h&ouml;rt die Gebete der Gl&auml;ubigen &ndash; seiner Kinder. Dieser Gott liebt und handelt. Er hat uns Menschen Licht und W&auml;rme in diese Welt gebracht. Durch seinen Sohn Jesus Christus offenbart er sich Jahrhunderte sp&auml;ter.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Jesus Christus &ndash; Das Licht der Welt</strong></h2><p>Jesus Christus spricht zum besseren Verst&auml;ndnis f&uuml;r uns gerne in Bildern. So sagt er von sich selbst: &bdquo;Ich bin das Licht der Welt" (Johannes 8,12). Er betont so seine Rolle als Erl&ouml;ser und Wegweiser f&uuml;r die Menschheit. Wer Jesus folgt, wandelt nicht in der Dunkelheit, sondern wird das Licht des Lebens haben.</p><p>Jesu Licht steht f&uuml;r Hoffnung, Wahrheit, Erleuchtung und das Ende der geistigen Dunkelheit. Durch Jesus &ndash; so die Botschaft &ndash; werden S&uuml;nde und Finsternis sichtbar, aber auch die wahre Herrlichkeit Gottes. Jesus fordert uns auf, ihm nachzufolgen, um nicht in der Dunkelheit der S&uuml;nde umherzuwandern, sondern im Glauben das &bdquo;Licht des Lebens" zu erfahren.</p><p>Morgen, am 2. Februar ist nach altem Brauch das Ende der Weihnachtszeit. Mein Vater bestand immer darauf, dass der Weihnachtsbaum in all seiner Pracht und seinem Lichterglanz, bis Lichtmess stehen blieb. Wenn auch die Nadeln fielen, er hatte seine Freude daran. Der christlich-katholischen Tradition entstammt dieses Fest. Es erinnert an Jesus Christus, der nach seiner Geburt in den Tempel gebracht wird. Simeon und Hanna erkennen in dem Baby das Licht der Welt und Jesus als Heiland f&uuml;r alle Menschen.</p><p>Der Glaube an Jesus Christus macht uns Menschen heil. &Auml;hnlich wie der Beter des 97. Psalms hat auch Johannes eine Vision &bdquo;eines neuen Himmels und einer neuen Erde". (Offenbarung 21,1-7) Vers 21,5 der Offenbarung ist die Jahreslosung f&uuml;r dieses Jahr 2026. In diesem Vers spricht Gott: &bdquo;Siehe, ich mache alles neu." Mit seinem Reich verhei&szlig;t er eine vollst&auml;ndige Erneuerung der Sch&ouml;pfung und die &Uuml;berwindung allen irdischen Leides.</p><p>&bdquo;Der neue Himmel und die neue Erde" bezeichnen den Zustand der Sch&ouml;pfung nach Jesu Wiederkunft und dem J&uuml;ngsten Gericht. Quasi ein Versprechen auf viel mehr als die Wiederherstellung paradiesischer Zust&auml;nde. Besser als Urlaub, Strand, verliebt sein und mehr. Ich glaube, dass dieses Neue all unsere irdischen Erfahrungen und unsere k&uuml;hnsten Tr&auml;ume &uuml;bertreffen wird. Diesen Gott beten wir jetzt schon an.</p><p><br /><strong>Unsere Buchempfehlungen zum Thema:</strong><br />
&#8203;&#8203;&#8203;&#8203;</p><p><span class="small">Wie Psalm 97 verspricht, dass Gott &bdquo;Licht und Freude" f&uuml;r die bereith&auml;lt, die sich vom B&ouml;sen &uuml;berw&auml;ltigt f&uuml;hlen &ndash; so zeigt dieses Buch Wege zur Heilung in dunklen Zeiten.</span></p><p><img alt="" height="227" src="https://www.erf.de/data/files/content.sources.r.erfplus.bibelheute/1119487.png" width="756" /></p><p>&nbsp;</p><p><span class="small">Wie die bildreichen Psalmen Gottes Gr&ouml;&szlig;e veranschaulichen, machen diese gleichnishaften Erz&auml;hlungen den Glauben greifbar &ndash; ideal f&uuml;r Gottesdienstimpulse oder zum Selber-Lesen.</span></p><p><img alt="" height="234" src="https://www.erf.de/data/files/content.sources.r.erfplus.bibelheute/1119486.png" width="755" /></p><p>&nbsp;</p><p><span class="small">Psalm 97 beschreibt, wie &bdquo;die Himmel Gottes Herrlichkeit verk&uuml;nden" &ndash; dieses Buch l&auml;sst Kinder genau diese Herrlichkeit in der Sch&ouml;pfung entdecken:</span></p><p><img alt="" height="214" src="https://www.erf.de/data/files/content.sources.r.erfplus.bibelheute/1119488.png" width="756" /></p><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Heike Knauff-Oliver</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17267614.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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      <title><![CDATA[Aus der Vergangenheit lernen]]></title>
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<h2><strong>Aus der Vergangenheit lernen</strong></h2><p>&bdquo;Ihr k&ouml;nnt von allen etwas lernen,&ldquo; sagte unser Ausbilder zu Beginn der Lehre, &bdquo;von den einen, wie man es macht, und von den anderen, wie man es lieber nicht machen sollte.&ldquo; In der Tat, ein weiser Rat. Er passt auch zu den Bibelversen aus dem 5. Buch Mose.</p><p>Das Kapitel 9 im 5. Buch Mose beginnt mit &bdquo;<em>H&ouml;re Israel!&ldquo; </em>So beginnt das j&uuml;dische Glaubensbekenntnis. Aber hier erinnert es vor allem an Israels Geschichte.</p><p>&nbsp;</p><h2><strong>1. Sich zu erinnern, kann dem&uuml;tigen</strong></h2><p>Das Volk Gottes steht am Ostufer des Jordans und damit kurz vor der Eroberung des verhei&szlig;enen Landes. Es ist nur noch wie ein &bdquo;Schritt&ldquo; &ndash; nach 40 Jahren in der W&uuml;ste. Das werden sie doch wohl auch noch schaffen. Doch Mose ist nicht nur ein bew&auml;hrter F&uuml;hrer, sondern auch ein ausgezeichneter Seelsorger. Mose erinnert an das, was war, und er sagt, was jetzt gesagt werden muss:</p><p style="margin-left:35.4pt"><em>V5&nbsp;Israel, du kommst nicht herein, ihr Land einzunehmen, um deiner Gerechtigkeit und deines aufrichtigen Herzens willen, sondern der HERR, dein Gott, vertreibt diese V&ouml;lker um ihres gottlosen Treibens willen, damit er das Wort halte, das er geschworen hat, deinen V&auml;tern Abraham, Isaak und Jakob. &ensp; </em></p><p>Wenn ich Gottes Treue mit der meinigen vergleiche, werde ich ganz schnell bescheiden. Gott ist nicht nur verl&auml;sslich, er ist auch souver&auml;n. Er kann zugleich, sozusagen in einem &bdquo;Aufwasch&ldquo;, die einen bestrafen und die anderen beschenken. Die Ereignisse am Berg Horeb sind kennzeichnend f&uuml;r Gottes Handeln, aber auch f&uuml;r Israels Versagen. W&auml;hrend Gott oben auf dem Berg das &bdquo;Grundgesetz&ldquo; f&uuml;r sein Volk niederschreibt, tanzen sie unten im Lager um einen selbstgemachten &bdquo;Goldochsen&ldquo;.</p><p>Mose berichtet:</p><p style="margin-left:35.4pt"><em>8&nbsp;&hellip; am Horeb erz&uuml;rntet ihr den HERRN so, dass er vor Zorn euch vertilgen wollte, &hellip; 12&nbsp;er sprach zu mir: Mach dich auf, geh eilends hinab von hier; denn dein Volk, das du aus &Auml;gypten gef&uuml;hrt hast, hat sch&auml;ndlich gehandelt. Sie sind schnell abgewichen von dem Wege, den ich ihnen geboten habe; &hellip;</em></p><p>Diese geistliche Katastrophe sollte niemand vergessen. Gott kann zornig sein.</p><p>Wie oft mache auch ich mir ein Bild von Gott. Er soll freundlich sein und meine W&uuml;nsche und Pl&auml;ne best&auml;tigen. Wenn ich an Bibeltexte komme, die von Gottes Zorn handeln, deute ich sie rasch, oft ehe ich sie &uuml;berhaupt ernsthaft gelesen habe. &bdquo;So kleinlich kann Gott doch nicht sein. So kann es doch nicht gemeint sein, wie es dasteht.&ldquo;</p><p>Doch, Gott kann zornig sein. Dass er mit seinem Volk - und auch mit mir - &uuml;berhaupt noch weitermacht, ist f&uuml;r mich unbegreiflich.&nbsp;</p><p style="margin-left:35.4pt"><em>7 &bdquo;Denke daran und vergiss nicht, wie du den HERRN, deinen Gott erz&uuml;rntest &hellip;&ldquo; </em></p><p>Sich zu erinnern, kann dem&uuml;tigen.</p><p>&nbsp;</p><h2><strong>2. Sich zu erinnern, kann bewahren</strong></h2><p>Es liest sich wie eine Nebensache und ist doch interessant: Mose scheint, trotz allem, f&uuml;r sein Volk gebetet zu haben, doch Gott wehrt ab und macht Mose einen &bdquo;Vorschlag&ldquo;:</p><p style="margin-left:35.4pt"><em>14&nbsp;Lass ab von mir, damit ich sie vertilge und ihren Namen austilge unter dem Himmel; aber aus dir will ich ein st&auml;rkeres und gr&ouml;&szlig;eres Volk machen als dieses.</em></p><p>Ist das eine Pr&uuml;fung? Vielleicht. Im 2. Buch Mose, Kapitel 32 lese ich dazu jedenfalls, dass Mose dieses &bdquo;Angebot&ldquo; eindeutig abgelehnt hat. Er ist nur der Mittler; er selbst sieht jetzt nicht seine gro&szlig;e Chance. Es geht ihm um Gottes Ansehen. Dieses Muster an Selbstlosigkeit und Demut wird sp&auml;ter nur noch von Jesus &uuml;bertroffen, der sagte:</p><p><em>Denn ich bin vom Himmel gekommen, nicht damit ich meinen&nbsp;Willen&nbsp;tue, sondern den&nbsp;Willen&nbsp;dessen, der mich gesandt hat.</em> Johannes 6,38&nbsp;</p><p>Das 5. Buch Mose erz&auml;hlt die Geschichte Israels - auch die peinlichen Episoden. Dieser R&uuml;ckblick soll davor bewahren, hochm&uuml;tig und r&uuml;ckf&auml;llig zu werden.</p><p>Manchmal leide ich darunter, bestimmte Dinge nicht vergessen zu k&ouml;nnen, obwohl sie doch vergeben sind. Doch, sich an eigene S&uuml;nde zu erinnern, kann auch eine Hilfe sein und ganz neu zum Dank anregen.&nbsp; So schrieb z.B. der Apostel Paulus an die Christen in Koloss&auml;:</p><p style="margin-left:35.4pt"><em>&bdquo;Dankt Gott, dem Vater, &hellip; Er hat uns errettet aus der Macht der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich seines geliebten Sohnes,&ensp;14&nbsp;in dem wir die Erl&ouml;sung haben, n&auml;mlich die Vergebung der S&uuml;nden.&ldquo; </em>(Kolosser 1,12ff)</p><p>Gott sei Dank, die S&uuml;nden sind vergeben! Sich dann daran zu erinnern, muss mich nicht deprimieren, sondern kann helfen, mir bewusst zu machen: Erl&ouml;sung verpflichtet und bef&auml;higt zur Nachfolge!</p><p>Vierzig Tage und N&auml;chte war Mose damals allein auf dem Berg. &bdquo;Ob der wohl je wieder kommt?&ldquo; haben vielleicht manche gefragt, w&auml;hrend andere Israeliten schon am &bdquo;Plan B&ldquo; arbeiteten. &bdquo;Gott hat uns doch auch den Verstand gegeben, &hellip;&ldquo; Das ist zwar richtig, aber manchmal auch eine Ausrede, wenn man nicht warten will. Geduldig zu sein und auf die Hilfe des Herrn zu hoffen, ist anstrengend, aber immer gesegnet. Wenn Jesus zu seinen J&uuml;ngern sagt: <em>Ohne mich k&ouml;nnt ihr nichts tun! </em>(Johannes 15,5), hei&szlig;t das umgekehrt auch: Ohne Jesus ist alles nichts! Erinnern Sie sich an sein Wort; es soll und kann bewahren.</p><p>&nbsp;</p><h2><strong>3. Sich zu erinnern, kann ermutigen</strong></h2><p>Wer sich an Gottes Barmherzigkeit erinnert, kann zuversichtlich beten. In V26 im 9. Kapitel berichtet Mose:</p><p style="margin-left:35.4pt"><em>26&nbsp;Und ich bat den HERRN und sprach: Herr HERR, verdirb dein Volk und dein Erbe nicht, das du durch deine gro&szlig;e Kraft erl&ouml;st und mit m&auml;chtiger Hand aus &Auml;gypten gef&uuml;hrt hast!&ensp;</em></p><p>Mose verharmlost nichts. Er erinnert hier, wie er damals nach der schlimmen Sache mit dem Goldkalb als Vermittler vor Gott trat und die Dinge beim Namen nannte, <em>27&nbsp;&hellip; Halsstarrigkeit &hellip; gottloses Treiben und &hellip; S&uuml;nde &hellip;, </em></p><p>Aber zugleich r&uuml;hmt Mose Gottes Taten und Verhei&szlig;ungen:<em> &bdquo;Herr, du hast Israel erl&ouml;st!&ldquo;</em><em>&bdquo;Herr, denke an Deine Versprechen &hellip;!&ldquo;</em> Als ob man Gott an etwas erinnern m&uuml;sste. Dennoch kann ich so mit Gott reden. Gleichzeitig werde ich selbst dadurch an Gottes absolute Treue erinnert. Das Bestehen des Volkes Israel ist an Gottes zuverl&auml;ssiges Wort gebunden. Gott h&auml;lt, was er verspricht. Das ermutigt.</p><p>Ich sehe unseren heutigen Bibelabschnitt als Ermutigung f&uuml;r alle, die sagen k&ouml;nnen: &bdquo;Ich geh&ouml;re dem lebendigen Gott! Ich geh&ouml;re Jesus, seinem Sohn.&ldquo; Gott will, dass wir uns an sein Wort erinnern und uns auf seine Versprechen berufen. &bdquo;Vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat!&ldquo; Hei&szlig;t es in einem anderen Gebet. (Psalm 103,2) Wir sollen uns erinnern! Das kann dem&uuml;tigen, das kann aber auch bewahren und ermutigen.</p><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Reinhold Wennagel</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17267218.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Reinhold Wennagel]]></author>
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      <pubDate>Sat, 31 Jan 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Geschenktes Land]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 5. Mose 9,1-6 – ausgelegt von Stefano Fehr.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 5. Mose 9,1-6 – ausgelegt von Stefano Fehr.</em><br/>
<p><strong>Gottes Gnade als Grundlage des Sieges</strong></p><p>Der Text aus 5. Mose, Kapitel 9 steht im Rahmen der Abschiedsreden von Mose an Israel. Er spricht nach vierzig Jahren W&uuml;ste, nach Versagen, Umwegen und Geduld kurz vor dem Einzug in das verhei&szlig;ene Land. Mose erinnert das Volk an Gottes Handeln in der Vergangenheit und warnt es eindringlich vor geistlichem Hochmut. Jetzt, wo Israel kurz vor dem Einzug ins verhei&szlig;ene Land steht, wird klar: Vor ihnen stehen m&auml;chtige V&ouml;lker, befestigte St&auml;dte und scheinbar un&uuml;berwindbare Gegner. Mose beschreibt die Gegner als &bdquo;hochgewachsene M&auml;nner, mit denen keiner es aufnehmen kann." In dieser entscheidenden Situation spricht Mose nicht &uuml;ber Mut oder Strategie &ndash; sondern &uuml;ber Gnade.</p><p>Mose betont bewusst die Unm&ouml;glichkeit der Aufgabe aus menschlicher Sicht. Die Anakiter scheinen ein un&uuml;berwindbarer und furchteinfl&ouml;&szlig;ender Gegner zu sein. Damit wird sofort klar, Israel kann den Sieg niemals aus eigener Kraft schaffen. Mose sagt seinem Volk Israel zu: &bdquo;Ihr werdet erleben, dass Gott vor euch herzieht wie ein verzehrendes Feuer. Er wird sie vor euch in die Knie zwingen." Hier erkenne ich Gottes Heiligkeit und Macht. Gott ist nicht nur ein Helfer, nein Gott ist es, der alles tut, er wird den Sieg erringen, nicht die Israeliten.<br /><br /><strong>Nicht eigene Fr&ouml;mmigkeit, sondern Gottes Treue</strong></p><p>Mose sieht die Gefahr, dass die Israeliten nach einem Sieg diesen schnell als ihre eigene Leistung verbuchen. Mose sagt: &bdquo;Wenn der Herr sie vor euch vertreibt, dann denkt nicht: &rsaquo;Wir k&ouml;nnen dieses Land in Besitz nehmen, weil wir so leben, wie es dem Herrn gef&auml;llt&hellip;&lsaquo; Nicht, weil ihr so rechtschaffen und aufrichtig seid, kommt ihr hinein&hellip; Der Herr, euer Gott, gibt euch dieses Land nicht, weil ihr so lebt, wie es ihm gef&auml;llt. Denn ihr seid ein eigensinniges Volk." Mose ist es wichtig, klarzustellen, dass die Israeliten das Land nicht wegen ihrer eigenen Fr&ouml;mmigkeit oder guten Taten, sondern wegen Gottes Treue zu seinem ewigen Bund einnehmen werden. Gott liebt sein Volk Israel und alles, was Er f&uuml;r sein Volk tut, tut er aus Liebe und Gnade. Gott ist ein gn&auml;diger und liebender Gott.</p><p>Das ist auch heute noch der Fall. Durch Jesu Kommen auf diese Erde, durch Sein Sterben f&uuml;r unsere S&uuml;nde und Seine Auferstehung will Gott uns ewiges Leben schenken. Und auch hier wird klar: Ewiges Leben erhalte ich nur aufgrund dessen, was Jesus f&uuml;r mich getan hat und nicht aufgrund dessen, was ich tue. Wie Mose es bei Israel vorhergesehen hat, dass sie einen Sieg als eigene Leistung verbuchen, so stehe auch ich heute in der Gefahr zu meinen, dass ich etwas zu meiner Rettung beitragen k&ouml;nnte. Dass ich ein Kind Gottes sein und sp&auml;ter einmal bei Ihm sein darf, hat nur damit zu tun, dass Gott mich liebt und er mir gn&auml;dig ist. Dieses Wissen bewahrt mich vor Stolz und soll mich zur Dankbarkeit Gott gegen&uuml;ber f&uuml;hren.<br /><br /><strong>Befreiende Erfahrung: Das Zeugnis aus Aserbaidschan</strong></p><p>Ich arbeite bei der Ev. Karmelmission. Wir berichten Muslimen davon, dass Jesus Christus uns ewiges Leben anbietet und das nur aufgrund Seiner Gnade. Ich erlebe es immer wieder, wie befreiend es f&uuml;r Menschen ist, wenn sie verstehen, dass sie gar nichts dazu beitragen k&ouml;nnen, ewiges Leben zu erhalten, sondern dass Jesus alles f&uuml;r sie getan hat.</p><p>Einer unserer Mitarbeiter in Aserbaidschan ist selbst ehemaliger Muslim. Er stammt aus dem Volk der Lesgier, die daf&uuml;r bekannt sind, eine radikale Form des Islam zu verfolgen. Dieser Mitarbeiter berichtete mir von einer Begebenheit, die er erst vor einigen Wochen erlebt hatte. Er berichtete: &bdquo;Letzte Woche rief mich ein Freund sp&auml;t nachts an, um mich zu warnen. &sbquo;Ich habe geh&ouml;rt, dass ein als gef&auml;hrlich bekannter Mann vor deiner Haust&uuml;r steht&#39;, sagte der Freund zu mir und weiter meinte er: &sbquo;An deiner Stelle w&uuml;rde ich die Polizei anrufen.&#39;</p><p>Ich schaute auf die Stra&szlig;e. Tats&auml;chlich war da jemand. Ich machte die T&uuml;r auf und bat den Mann, hereinzukommen. &sbquo;Landsmann, es ist kalt&#39;, sagte ich. &sbquo;Du scheinst mit mir etwas Wichtiges besprechen zu wollen.&#39; &Uuml;berrascht von dieser Einladung trat der unbekannte Gast in die Wohnung ein und sa&szlig; nun vor mir. Er stellte sich mir vor. Er hei&szlig;e Ramin und wohne seit seiner Haftentlassung in Baku. Er sei 55 Jahre alt und arbeite als Nachtw&auml;chter einer Textilfabrik. &sbquo;Ramin, du m&uuml;sstest doch jetzt eigentlich auf dem Fabrikgel&auml;nde sein&#39;, sagte ich. &sbquo;Du hast ganz sicher etwas Wichtiges, das du mir mitteilen musst, wenn du deshalb nicht zur Arbeit gehst.&#39; Bevor Ramin mir eine Antwort geben konnte, kam meine Frau ins Zimmer und fragte ihn, ob er etwas essen m&ouml;chte. Sie h&auml;tte Gem&uuml;sesuppe nach lesgischer Art gekocht. Es war schon fast Mitternacht und wir sa&szlig;en am K&uuml;chentisch. Ich wusste immer noch nicht, warum Ramin mitten in der Nacht vor unserer Haust&uuml;r herumstand. Als ich noch mit diesem Gedanken besch&auml;ftigt war, stand Ramin pl&ouml;tzlich auf und bat mich unter Tr&auml;nen, die Polizei anzurufen. &sbquo;Ich kam hierher, um dir etwas B&ouml;ses anzutun&#39;, sagte er. &sbquo;Der Mullah meinte, ich sei aufgrund meiner Verbrechen und meines schlechten Lebensstils ein verdorbener Muslim und auf dem besten Weg, in die H&ouml;lle zu kommen. Meine einzige Hoffnung w&auml;re es, einen Feind Allahs zu beseitigen. Nur das k&ouml;nnte Allah zufriedenstellen.&#39; Ich war schockiert, aber beherrschte mich. &sbquo;Es gibt keinen Grund, die Polizei anzurufen&#39;, sagte ich. &sbquo;Du hast mir ja nichts angetan. Ramin. Du bist ein netter Mensch und sogar ehrlich.&#39; Bis zur Morgend&auml;mmerung sprachen wir &uuml;ber Jesus und seine Liebe zu den S&uuml;ndern. Es war solch ein Trost f&uuml;r Ramin, dass auch er ewig im Reich Gottes leben kann, wenn er an Jesus Christus, den Sohn Gottes, glaubt. Ich schenkte ihm ein Neues Testament und unser B&uuml;chlein &sbquo;Wie beten wir?&#39; und las mit ihm zusammen die ersten f&uuml;nf Kapitel des Matth&auml;us-Evangeliums. Ramin ist ein freundlicher Mensch und offen f&uuml;r das Evangelium. Er kam gestern p&uuml;nktlich zum Bibelunterricht in unsere Gemeinde." Soweit unser Mitarbeiter aus Aserbaidschan.<br /><br /><strong>Fazit: Alles verdanke ich Gottes Gnade</strong></p><p>Ramin hat verstanden, dass er nichts dazu beitragen kann, ewiges Leben zu erhalten. Es wurde ihm klar, dass Jesus Christus alles f&uuml;r ihn getan hat. Er ist jetzt befreit davon, sich von sich aus bessern zu m&uuml;ssen, oder sogar etwas daf&uuml;r zu tun, um seine S&uuml;nden loszuwerden. Wenn ich an 5. Mose 9 zur&uuml;ckdenke, wird mir Gottes Gnade wieder so wichtig. F&uuml;r Mose ist entscheidend: Wenn Israel das Land betritt, soll es nie vergessen: Sie konnten das Land nicht wegen ihrer Gerechtigkeit, nicht wegen ihrer St&auml;rke und nicht wegen ihrer Fr&ouml;mmigkeit einnehmen. Sie konnten den Sieg nur aufgrund von Gottes Gnade erringen. Und so erkenne ich, dass auch ich mich ganz auf Gott verlassen kann. Gerade in meinem t&auml;glichen Leben, wo ich sicher sein darf, dass Gott mich tr&auml;gt und er alles tun kann, auch wenn es f&uuml;r mich vielleicht aussichtslos erscheint. So erkenne ich wieder neu, dass auch die Tatsache, dass Gott mir ewiges Leben geschenkt hat, nur Seiner Liebe und Gnade zu verdanken ist.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Stefano Fehr</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17266360.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Stefano Fehr]]></author>
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      <pubDate>Fri, 30 Jan 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Drei Fotos]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 5. Mose 8,1-20 – ausgelegt von Esther Mann.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 5. Mose 8,1-20 – ausgelegt von Esther Mann.</em><br/>
<h2><strong>Eine Nachricht zum Nachdenken</strong></h2><p>Pling, gerade kommt eine Nachricht auf mein Handy und ich schaue schnell noch, wer mir etwas geschickt hat, bevor ich mit dem Schreiben dieser Andacht beginne.</p><p>Da bekomme ich doch tats&auml;chlich drei Fotos. Das erste von einem frisch gef&uuml;llten K&uuml;hlschrank. Sehr lecker, was da alles zu sehen ist. Das andere Foto zeigt die Schubladen eines Gefrierschrankes - auch alles voll mit Pizzen, Brot und anderen Produkten f&uuml;r den Backofen. Das dritte Foto zeigt einen Vorrat an Hundefutter f&uuml;r den lieben Dackel. Unser Freund und selbsternannter Pflegesohn war einkaufen mit seiner Helferin. Es ist Monatsende und er hat sein Gehalt bekommen. Nun hat er die Sachen einger&auml;umt und m&ouml;chte die Freude &uuml;ber diese sch&ouml;nen Vorr&auml;te mit mir teilen.</p><p>Direkt davor habe ich den Bibeltext gelesen, den Sie soeben geh&ouml;rt haben. Es klingt mir noch im Ohr bei Vers 9: <em>&bdquo;Der Herr, dein Gott, f&uuml;hrt dich in ein gutes Land, ein Land, wo du Brot genug zu essen hast, wo es dir an nichts mangelt &hellip;&ldquo;</em> Und ebenso dann die Ermahnung in Vers 10: <em>&bdquo;Und wenn du gegessen hast und satt bist, sollst du den Herrn, deinen Gott, loben f&uuml;r das gute Land, das er dir gegeben hat.&ldquo;</em><br />
&nbsp;</p><h2><strong>Gottes F&uuml;hrung durch die W&uuml;ste</strong></h2><p>Mose h&auml;lt R&uuml;ckschau &uuml;ber die letzten 40 Jahre, die er mit dem Volk Israel durch die W&uuml;ste gewandert ist. Es waren Zeiten der Pr&uuml;fungen in mancherlei Schwierigkeiten. Die &Uuml;berschrift k&ouml;nnte auch lauten: &bdquo;Vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.&ldquo; Sie haben Wunder &uuml;ber Wunder erlebt. Allein die Tatsache, dass die Kleider und Schuhe der W&uuml;stenwanderer nicht kaputt gegangen sind. Das ist doch der Hammer und kaum vorstellbar! Selbst die F&uuml;&szlig;e sind nicht angeschwollen!</p><p>Vor einigen Jahren machte ich eine gro&szlig;e Reise und hatte dadurch drei N&auml;chte in Folge kein Bett zur Verf&uuml;gung. Geschlafen haben wir so halb im Sitzen. Nach dieser Reise hatte ich fast eine Woche geschwollene F&uuml;&szlig;e und das tat zudem richtig weh. So etwas haben die Israeliten nach 40 Jahren nicht gesp&uuml;rt.</p><p>In all den guten Erfahrungen haben sie aber auch gro&szlig;e Not erlebt. Sie litten Hunger und Durst. Gott hatte Schwierigkeiten zugelassen, um die Gesinnung des Volkes zu pr&uuml;fen. Aber sie haben auch die Wunder von Manna in der W&uuml;ste und Wasser aus dem Felsen miterlebt. Damit konnten sie &uuml;berleben und dem Ziel entgegenleben. Das Ziel war ein gutes Land, in dem ihnen Milch und Honig, Oliven und Trauben, sch&ouml;ne H&auml;user und gro&szlig;e Viehbest&auml;nde versprochen wurden. Alles Symbole f&uuml;r Wohlstand und Gl&uuml;ck.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Dankbarkeit im Alltag</strong></h2><p>Wie leben Sie heute? Haben Sie ein Dach &uuml;ber dem Kopf? Haben Sie einen vollen K&uuml;hlschrank? Haben Sie genug Kleidung f&uuml;r jede Witterung und Jahreszeit? Ich muss zugeben: Ja, das haben mein Mann und ich alles. Gott sei Dank!</p><p>Bin ich immer dankbar daf&uuml;r? Im Prinzip schon, aber sehr oft ist es f&uuml;r mich selbstverst&auml;ndlich, dass wir das haben. Unser Pflegesohn hat mir wohl deshalb die Fotos von seinem vollen K&uuml;hlschrank geschickt, weil er dankbar daf&uuml;r ist. Manch &auml;lterer Mensch hat mir schon mit Freude und Stolz seinen Besitz gezeigt mit den Worten: &bdquo;Das haben wir uns alles hart erarbeitet!&ldquo;</p><p>Es ist sch&ouml;n, sich dankbar zu freuen, doch im 5. Mose 8,18 steht: <em>&bdquo;Denkt vielmehr an den Herrn, euren Gott, der euch die Kraft gibt oder gegeben hat, euren Reichtum zu erwerben. Werdet nicht &uuml;berheblich, nehmt es nicht selbstverst&auml;ndlich.&ldquo; </em>Gott hat daf&uuml;r gesorgt, dass Krankheit oder auch die Giftschlangen in der W&uuml;ste euch nicht zu Tode bringen konnten. Wer hat euch ern&auml;hrt, fr&uuml;her mit Manna und nun mit den Fr&uuml;chten des Feldes? Es sind alles Geschenke unseres Gottes, ich sage: unseres Vaters im Himmel.</p><p>Letzten Herbst haben wir einige Wanderungen durch wundersch&ouml;ne Weinberge gemacht. Aus den knorrigen alten Weinst&ouml;cken wuchsen pr&auml;chtige Trauben. Bis zur Ernte gilt es, viel Knochenarbeit zu verrichten, vor allem an den Steilh&auml;ngen. Wenn aber das Wetter nicht mitspielt, dann kann alles umsonst sein, was der Bauer bis zur Ernte an Arbeit geleistet hat.</p><p>Deshalb warnt Gott, der Herr, uns alle: H&uuml;tet euch davor, mich zu vergessen. Ich bin es, der alles, zum Beispiel auch das Wetter, in der Hand h&auml;lt. Deshalb achtet auf meine Anweisungen zum Leben. Das kann bedeuten: Sorgt f&uuml;r andere, die nicht so viel haben. Gebt weiter von eurem &Uuml;berfluss. Helft denen, die in Not geraten sind. Tr&ouml;stet und ermutigt einander.</p><p>Wie Sie und ich das im Alltag umsetzen, kann verschieden aussehen. Es kommt auch nicht darauf an, ob ich Gro&szlig;es vollbringe oder etwas tue, was sonst keiner sieht. Es ist unsere Herzenshaltung, die z&auml;hlt.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Warnung vor &Uuml;berheblichkeit</strong></h2><p>Das wird am Schluss des Kapitels nochmals sehr deutlich und warnend gesagt: Wenn ihr den Herrn, euren Gott, vergesst, also: Wenn eure Herzenshaltung nicht mehr stimmt und ihr anderen G&ouml;ttern nachlauft, ihnen dient und sie anbetet, dann werdet ihr zugrunde gehen, das versichere ich euch.</p><p>&Uuml;berheblichkeit und die Abwendung von Gottes Ordnungen sind keine Probleme, die nur damals das Volk Israel hatte. Gibt es nicht auch Dinge in meinem Leben, die pl&ouml;tzlich einen h&ouml;heren Stellenwert haben als meine Gottesbeziehung?</p><p>Ich stehe genauso in der Gefahr, dass ich eine lauwarme Christin bin, die sich &uuml;berall anpasst und alles f&uuml;r selbstverst&auml;ndlich nimmt. Ich jedenfalls m&ouml;chte mir neu vornehmen, dankbar zu sein f&uuml;r alles, was ich erlebe, und es aus Gottes Hand annehmen. Ich schlie&szlig;e mit einem Gebet von Eckhard Herrmann: &bdquo;Dass wir nicht wissen, wie der Hunger sich anf&uuml;hlt, und Mangel uns fremd ist, dass wir von Armut verschont sind und Not nur vom H&ouml;rensagen kennen &ndash; das verdanken wir dir, Gott.&ldquo;</p><p>Lass uns nicht &uuml;berm&uuml;tig werden angesichts unseres Wohlstandes, sondern dankbar f&uuml;r allen Reichtum, den DU uns schenkst, und dem&uuml;tig gegen&uuml;ber denen, die nicht so viel haben wie wir. Amen</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Esther Mann</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17265499.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Esther Mann]]></author>
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      <pubDate>Thu, 29 Jan 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Nah an Gottes Seite]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 5. Mose 7,12-26 – ausgelegt von Matias Wiens.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 5. Mose 7,12-26 – ausgelegt von Matias Wiens.</em><br/>
<p>Diese Worte, die Sie eben geh&ouml;rt haben, hat Mose zum Volk Israel gesagt. Mose, der Anf&uuml;hrer des Volkes Israel, richtet diese Worte an das Volk, bevor es aufbricht, um Kanaan, das Verhei&szlig;ene Land, zu erobern. In den Kapiteln davor wiederholt Mose die Gesetze und Gebote, die der Herr den Israeliten gegeben hat. Die heutigen Verse lassen sich in drei Hauptthemen zusammenfassen:<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Gehorsam bringt Segen</strong></h2><p>Erstens: Gehorsam bringt Segen. (5. Mose 7,12&ndash;16) Mose erkl&auml;rt in den ersten S&auml;tzen dieses Bibeltextes, dass Gott segnen wird, wenn die Israeliten sich an seine Gebote halten. (5. Mose 7,11) So k&ouml;nnte man meinen, dass es ein einfacher Deal zwischen Gott und dem Volk Israel ist. Die Israeliten gehorchen, deswegen verdienen sie Gottes Segen, so wie Hunde sich ein Leckerli verdienen, wenn sie dem Herrchen gehorchen. Und ja, der Segen ist verbunden mit dem Gehorsam der Israeliten. Den Segen, den Gott verspricht, ist so &uuml;berschw&auml;nglich gro&szlig;, dass es kein Deal sein kann. Gott zeigt dadurch seine Gnade. Gott gibt viel mehr, als die Israeliten sich jemals mit ihrem Gehorsam verdienen k&ouml;nnten. Der Segen beinhaltet Gottes Liebe und umfasst die Fruchtbarkeit von Menschen, Tieren und den Ertrag des Landes. F&uuml;r die Fruchtbarkeit von Land, Tier und Mensch haben die V&ouml;lker Kanaans viele Gottheiten. Mit dem Segen, den Gott seinem Volk verspricht, sagt Gott also auch: Der Segen und die Fruchtbarkeit kommen von mir, und nicht von den G&ouml;ttern der V&ouml;lker Kanaans.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Bei Angst an Gottes Taten erinnern</strong></h2><p>Zweitens: Wenn Sie Angst haben, erinnern Sie sich an die Taten Gottes. 5. Mose 7,17 und 5. Mose 7,18: <em>&bdquo;Wirst du aber in deinem Herzen sagen: Diese V&ouml;lker sind gr&ouml;&szlig;er als ich; wie kann ich sie vertreiben? So f&uuml;rchte dich nicht vor ihnen. Denke daran, was der HERR, dein Gott, dem Pharao und allen &Auml;gyptern getan hat."</em></p><p>Gott sagt deutlich, was sein Volk, aber auch ich heute, gegen Angst und Zweifel tun kann! Erinnere dich an die Taten des Herrn! So wie ein &auml;lteres Kind das j&uuml;ngere erinnert: Zwei Geschwister fahren von der Schule mit dem Bus nach Hause. Sie erz&auml;hlen allen Freunden, dass ihre Mutter heute das Lieblingsessen macht, denn immer am Freitag gibt es Schnitzel. Das j&uuml;ngere Kind sagt pl&ouml;tzlich: &bdquo;Was ist, wenn Mama heute doch nicht Schnitzel macht? Was ist, wenn es heute kein Essen gibt?" Da erwidert das &Auml;ltere: &bdquo;Mach dir keine Sorgen. Mama hat doch immer Essen f&uuml;r uns. Und immer Freitag macht sie Schnitzel, so wird es auch heute sein!"</p><p>Das Volk Israel kann Angst oder Zweifel dadurch bek&auml;mpfen, dass sie sich wie die Geschwister erinnern: Gott hat immer Freitag Schnitzel f&uuml;r uns! Gott hat immer f&uuml;r uns gesorgt. Das Volk Israel soll sich an die Rettung aus der Sklaverei &Auml;gyptens erinnern und daraus Mut bekommen. Auch ich erinnere mich daran, was Gott getan hat, und sch&ouml;pfe daraus Mut. Ich erinnere an alles, was in der Bibel steht, an Jesu Wirken auf der Welt. Aber auch an Geschichten von Personen, die etwas Krasses mit Gott erlebt haben, oder an eigene Gebetserh&ouml;rungen. Gott hat in so vielen Situationen gewirkt, so wird er es auch in meinem Leben tun. Ich brauche keine Angst haben. Erinnern Sie sich heute an das, was Gott in der Geschichte getan hat, was er f&uuml;r Sie getan hat, und legen Ihre Zweifel und &Auml;ngste ab.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Im Kampf gegen die Dunkelheit an Gottes Seite bleiben</strong></h2><p>Das ist der dritte Punkt! - Sind Sie auch &uuml;berrascht &uuml;ber die harten Worte, mit denen die Vernichtung der Feinde Israels angek&uuml;ndigt wird? Der Herr wird die Feinde einzeln nacheinander ausrotten &ndash; 5. Mose 7,22 &ndash; und den Namen ihrer K&ouml;nige ausl&ouml;schen &ndash; 5. Mose 7,24. Gott verspricht die Vernichtung der V&ouml;lker, die in Kanaan leben, und das mit sehr deutlichen Worten. Diese Worte sind an das Volk Israel in jener Situation gerichtet, weil Gott durch sie sein Gericht an den gottlosen V&ouml;lkern Kanaans ausf&uuml;hren will.</p><p>Die Vernichtung ist nicht von einer grunds&auml;tzlichen Antipathie gegen Au&szlig;enseiter gespeist, sondern damit Israel die Rivalen Gottes, die G&ouml;tterwelt der anderen, nicht mit Gott gleichsetzt. Hier sollen die V&ouml;lker Kanaans im Auftrag Gottes durch Israel bestraft werden. Das wird auch deutlich an der Formulierung: Der Herr wird sie ausrotten, und der Herr wird sie dahingeben &ndash; eine Zeit des Gerichts. Als die Israeliten gottlos wurden und fremde G&ouml;tter anbeteten, wurden auch sie von Gott bestraft, indem andere V&ouml;lker sie unterwarfen.</p><p>Wie die Israeliten aufgefordert wurden, gegen die gottlosen V&ouml;lker zu k&auml;mpfen, sind Christen aufgefordert, gegen das K&ouml;nigreich der Dunkelheit zu k&auml;mpfen. Hier geht es nicht um einen Kampf zwischen Menschen. In der Bibel erkenne ich, dass es auf der Welt die sichtbare und die unsichtbare Ebene gibt. In der unsichtbaren Ebene sind zwei Parteien st&auml;ndig im Konflikt miteinander. Die Partei des Teufels, der Vater der L&uuml;ge und Dunkelheit, der f&uuml;r alles B&ouml;se verantwortlich ist. Und die Partei Jesu, des Sohnes Gottes, der der Ursprung alles Guten ist (Jakobus 1), der Vater der Wahrheit, das Licht und das Leben.</p><p>Christen sind aufgefordert in dieser Welt, die stark vom Teufel beeinflusst wird, gerade diesem zu widerstehen und Jesus nachzufolgen. Hierbei handelt es sich also nicht um einen Krieg mit Waffen, sondern um einen geistlichen Kampf. (Epheser 6,12) Wer an Jesus glaubt, steht in diesem geistlichen Kampf nicht alleine da, sondern f&uuml;r den gilt 5. Mose 7,22: <em>&bdquo;Er, der Herr, dein Gott, wird diese Leute &ndash; und Leute ersetze ich mit M&auml;chte &ndash; ausrotten vor dir, einzeln nacheinander." &bdquo;Er, der Herr, dein Gott, wird diese M&auml;chte ausrotten vor dir, einzeln nacheinander."</em></p><p>Nicht weil Christen irgendwie besonders sind, sondern weil Jesus die M&auml;chte am Kreuz bereits besiegt hat. Die Israeliten werden in den Versen davor gewarnt, fremde G&ouml;tter anzubeten. Deswegen sollen sie kein Silber oder Gold der fremden G&ouml;tter mitnehmen. Auch Christen m&uuml;ssen im Kampf gegen die M&auml;chte der Dunkelheit vorsichtig sein, womit sie sich umgeben, welche Einfl&uuml;sse auf sie einprasseln. Letztlich d&uuml;rfen Christen inmitten des geistlichen Kampfes aber darauf vertrauen, dass der Herr an ihrer Seite steht, genau wie bei den Israeliten damals. Gott hat im geistlichen Kampf bereits gesiegt, wie der Kolosserbrief, Kapitel 2, Vers 15, auf den Punkt bringt: &bdquo;Er hat die M&auml;chte und Gewalten ihrer Macht entkleidet und sie &ouml;ffentlich zur Schau gestellt und &uuml;ber sie triumphiert in Christus."<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Zusammenfassung</strong></h2><p>Abschlie&szlig;end halte ich fest: Gott segnet aus Gnade. Wenn ich Angst oder Zweifel habe, darf ich mich an Gottes Taten erinnern. Und auch auf der Ebene des geistlichen Kampfes erinnere ich mich an Gottes Taten vor allem an seinen Sieg am Kreuz.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Matias Wiens</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17264825.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Matias Wiens]]></author>
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      <pubDate>Wed, 28 Jan 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Warnung vor Gemeinschaft mit den Heiden]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 5. Mose 7,1-11 – ausgelegt von Michael Fischer.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 5. Mose 7,1-11 – ausgelegt von Michael Fischer.</em><br/>
<h2><strong>Gottes Gericht und die Zukunft der Generationen</strong></h2><p>Die entscheidende Frage am Anfang lautet: Um was geht es hier wirklich? Tats&auml;chlich verh&auml;lt sich die Sache anders, als sie im ersten Moment aussieht. Denn es geht nicht in erster Linie um die Vernichtung von Menschen. Es geht auch nicht um V&ouml;lkermord.</p><p>Das eigentliche Thema sind die zuk&uuml;nftigen Generationen. Werden sie Gott erkennen? Werden sie ihn lieben? Und werden sie in dem Land, das er ihnen schenkt, nach seinem Willen leben? Die Hypothek dieses Abschnittes f&uuml;r uns besteht darin, dass Gott von den Israeliten erwartet, dass sie sein Gericht &uuml;ber die genannten Bev&ouml;lkerungsgruppen vollziehen. Das wirft f&uuml;r viele westliche Menschen im 21. Jahrhundert gro&szlig;e Fragen auf. Kann das ein liebender Gott sein?</p><p>Deshalb erstmal ein paar Gegenfragen: Wie soll sich Gott verhalten, wenn Menschen dauerhaft durch und durch b&ouml;se geworden sind? Was soll er machen, wenn sie von ihrem b&ouml;sen Tun nicht ablassen? Wie soll er mit Menschen verfahren, wenn die Bosheit im Lauf der Zeit ihre Lebensart so durch und durch vergiftet hat, dass es kein Zur&uuml;ck mehr gibt? Das war bei den genannten Gruppen in dieser Zeit der Fall. Nur mal, um das zu veranschaulichen: Was w&auml;re gewesen, wenn die Schreckensherrschaft des Nationalsozialismus wirklich 1000 Jahre gedauert h&auml;tte?</p><p>Bleibt Gott am Ende dann nicht die einzige M&ouml;glichkeit, der Ungerechtigkeit durch sein Gericht ein Ende zu setzen? Das sind keine einfachen Fragen und es gibt keine einfachen Antworten. Aber Gott ist gerecht und fair. Davon bin ich &uuml;berzeugt. Und er ist auf der Seite der Opfer. Denn wo die Ungerechtigkeit Siege feiert, gibt es auch Menschen, die unter der Ungerechtigkeit leiden. Ganz sicher ist auch: Gott wird das B&ouml;se nicht triumphieren lassen. Er begrenzt das B&ouml;se. Dazu ist manchmal Gericht n&ouml;tig. Erinnern Sie sich noch an das Glaubensbekenntnis? Im zweiten Artikel? Die Aussage &uuml;ber Jesus? <em>&bdquo;...von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten." </em>Vielleicht w&auml;re es an der Zeit, sich behutsam an ein verdr&auml;ngtes Thema anzun&auml;hern, n&auml;mlich das Thema, dass Jesus auch der Richter dieser Welt ist.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Das erste Gebot und die Bedeutung des Glaubens</strong></h2><p>Aber hier, in unserem Abschnitt, geht es ja auch nicht um Gericht um des Gerichtes willen. Eine viel wichtigere Frage steht im Raum. Wie sollen die Israeliten und vor allem ihre Nachkommen zuk&uuml;nftig in dem Land leben, das ihnen Gott schenken wird? An wen werden sie glauben? Was werden sie leben? Wie k&ouml;nnen sie denn leben?</p><p>Dar&uuml;ber h&auml;lt ihnen Mose einen Vortrag. Es ist nicht auf den ersten Blick gleich zu erkennen. Aber Mose legt den Israeliten die 10 Gebote aus. Damit beginnt er in Kapitel 6. Die Auslegung endet in Kapitel 26,19. Den gr&ouml;&szlig;ten Raum nimmt dabei die Auslegung des ersten Gebotes ein. <em>&bdquo;Du sollst keine anderen G&ouml;tter neben mir haben."</em> Diese Auslegung umschlie&szlig;t die Kapitel 6-11.</p><p>Die Bibel, sowohl im Alten als auch im Neuen Testament, geht davon aus, dass das ganze Leben davon abh&auml;ngt, welchem Gott ein Mensch dient. Von dem, was ein Mensch in seinem Innersten verehrt, gestaltet sich sein Leben. Daraus leitet er seine Lebensziele ab. Sein Glaube bestimmt die Art und Weise, wie er mit den Herausforderungen umgeht, die das Leben mit sich bringt. Deshalb liegt die gro&szlig;e Bedrohung des Glaubens und des Lebens im G&ouml;tzendienst. Also in dem, was Menschen an die Stelle des lebendigen Gottes setzen. G&ouml;tter und G&ouml;tzen scheinen f&uuml;r uns weit weg und &uuml;berholt zu sein. Aber ist Ihnen schon mal aufgefallen, wie anf&auml;llig Menschen daf&uuml;r sind, ihr Leben h&ouml;heren Zielen oder einer gr&ouml;&szlig;eren Sache unterzuordnen?</p><p>Nun hat Gott die Israeliten aus der Sklaverei der &Auml;gypter erl&ouml;st, damit sie in Kanaan erl&ouml;st leben. Ihre Lebensweise sollte nicht mehr von den &auml;gyptischen G&ouml;ttern gepr&auml;gt sein. Sie sollten frei sein, um dem lebendigen Gott zu dienen. Durch das Ausleben dieser Freiheit sollten sie ein leuchtendes Beispiel f&uuml;r die Liebe Gottes werden. So sollten die nichtj&uuml;dischen V&ouml;lker Gott kennen lernen. Die Regeln f&uuml;r dieses Leben waren in den 10 Geboten zusammengefasst. Aber ob die Israeliten sich tats&auml;chlich daran halten, wird davon abh&auml;ngen, ob sie Gott wirklich in ihren Herzen lieben.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Vorbilder und Einfl&uuml;sse auf junge Menschen</strong></h2><p>Die Generation, die das Land einnimmt, ist glaubensm&auml;&szlig;ig ziemlich stabil. Das hei&szlig;t, sie lieben und gehorchen Gott. Aber wenn sie dann das Land eingenommen haben und Ruhe eingekehrt ist: Wie werden sich die Dinge dann entwickeln? Vor allem werden die kommenden Generationen Gott auch auf diese Weise dienen? Gott will verhindern, dass sie ihm abtr&uuml;nnig werden und anderen G&ouml;ttern dienen.</p><p>Was wird die jungen Menschen pr&auml;gen? Junge Menschen werden durch zwei Gr&ouml;&szlig;en wesentlich gepr&auml;gt. Erstens durch Personen, Vorbilder und zweitens durch das, was sie zu sehen kriegen. Nun haben viele junge Menschen die Neigung, sich von schlechten Vorbildern angezogen zu f&uuml;hlen. Das soll hier vermieden werden. Gleichzeitig sollen die G&ouml;tzenbilder vernichtet werden. Diese G&ouml;tzenbilder stellen die Abg&ouml;ttereien und ihre Folgen plastisch dar. Dazu geh&ouml;ren auch viele sexualisierte Darstellungen. Ein Beispiel daf&uuml;r aus einer anderen Zeit. Als die ersten Ausgr&auml;ber in Pompeji ihre Entdeckungen machten, waren viele ihrer Fundst&uuml;cke so schockierend, dass sie sofort in einem sogenannten Geheimkabinett verschwanden. In den Darstellungen dr&uuml;ckte sich eine Gesellschaft aus, deren Sexualit&auml;t entgrenzt war. Dadurch war sie von sexuellem Missbrauch gepr&auml;gt. Die Begleitsch&auml;den dieser Gesellschaften waren sexuell ausgebeutete und missbrauchte Menschen.</p><p>Es ist damals wie heute: So etwas zu sehen, regt die Vorstellungskraft junger Leute an. Die Werte, die den jungen Menschen dadurch vermittelt worden w&auml;ren, lauteten Gl&uuml;ck durch Wohlstand und sexuelle Ausschweifung. Deshalb sollten die Israeliten gegen die Symbole dieser Religionen konsequent vorgehen. Ganz offensichtlich liegen Gott die kommenden Generationen sehr am Herzen.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Unsere Verantwortung f&uuml;r die n&auml;chste Generation</strong></h2><p>Wie ist das in unserer Gegenwart? Wenn ich &uuml;ber die kommenden Generationen nachdenke, wird mir ganz flau. Wenn Sie mal in Ihre Gemeinde schauen, dann wird der gr&ouml;&szlig;te Teil Ihrer heutigen Teilnehmer seine wesentlichen geistlichen Impulse im Alter bis ca. 15 Jahren bekommen haben. Wie sieht es bei Ihnen mit Kindern und Jugendlichen aus? Was ist demnach f&uuml;r die Kirche oder Gemeinde in 20 oder 30 Jahren zu erwarten?</p><p>Was pr&auml;gt unsere Kinder und Jugendlichen? Welche Vorbilder haben sie? Und was bekommen sie zu sehen? Was pr&auml;gt ihre Vorstellungswelt und ihr Seelenleben? Nun ist klar, dass wir die Welt nicht grunds&auml;tzlich &auml;ndern k&ouml;nnen. Dazu ist die Flut der Bilder zu gro&szlig;. Wir k&ouml;nnen auch nicht die schlechten Vorbilder ausl&ouml;schen. Das hat Jesus eindeutig verboten. Aber k&ouml;nnen wir nicht den schlechten Vorbildern gute Vorbilder entgegensetzen? Ist es nicht unsere Aufgabe, die Vorstellungswelt unserer Kinder mitzupr&auml;gen? Ihnen die guten Geschichten aus der Bibel anschaulich erz&auml;hlen. Das gilt nicht nur f&uuml;r die Eltern. Auch Gro&szlig;eltern k&ouml;nnen das machen. Ich bin selber Opa und erlebe, wie sehr sich meine Enkel danach sehnen, was mit dem Opa zu machen. Das Alter ist nicht der entscheidende Punkt. Es m&uuml;ssen auch nicht die eigenen Enkel sein. Sondern ob mir die jungen Leute am Herzen liegen. Die Erkenntnis, wie sehr Gott die kommenden Generationen am Herzen liegen, kann dazu ein Anfang sein.</p><p><br /><strong>Sie haben Fragen zur Bibel und zum christlichen Glauben? &ndash;&nbsp;Fragen Sie Nikodemus.AI</strong></p><p><img alt="Nikodemus.AI" height="224" src="https://www.erf.de/data/files/content.sources.r.erfplus.bibelheute/1118849.jpg" width="1024" /></p><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Michael Fischer</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17263999.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Michael Fischer]]></author>
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      <pubDate>Tue, 27 Jan 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Vergesst Gott nicht]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 5. Mose 6,10-25 – ausgelegt von Christiane Meyer.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 5. Mose 6,10-25 – ausgelegt von Christiane Meyer.</em><br/>
<h3>Der lange Weg zum Ziel</h3><p>Haben Sie schon einmal eine lange Zeit auf ein gro&szlig;es Ziel hingearbeitet? Auf einen besonderen Job, das Abitur oder eine spezielle Ausbildung? Wenn ich l&auml;ngere Zeit auf ein gro&szlig;es Ziel zugehe, dann ist das ein weiter Weg voller H&ouml;hen und Tiefen, Freude und Mutlosigkeit, Erfolg und Versagen. So wie damals als Mose das Volk Israel mehr als 40 Jahre durch die W&uuml;ste gef&uuml;hrt hat. Immer wieder kommt ein Punkt &ndash; damals wie heute &ndash; an dem ich nicht glaube je am Ziel anzukommen. Um das Ziel zu erreichen, muss ich auf dem &bdquo;richtigen Weg" bleiben. Ich tue bestimmte Dinge und andere lasse ich, halte Regeln ein und rei&szlig;e mich zusammen. Das ist n&ouml;tig, um ans Ziel zu gelangen und das Gute zu erreichen. Ich sage das auch unseren Kindern: Lernt flei&szlig;ig damit ihr die Pr&uuml;fung schafft. Mose war mit dem Volk Israel viele Jahre durch die W&uuml;ste gezogen. Es gab eine Menge Tiefpunkte und viele Lektionen zu lernen. Nun sind sie fast am Ziel und Mose bereitet die Menschen darauf vor, das Ziel zu erreichen. Wenn ich nach langer Zeit ein Ziel erreiche, f&uuml;r das ich gek&auml;mpft habe, dann ist das sch&ouml;n. Aber es steckt auch eine Gefahr, eine besondere Herausforderung darin. Allzu schnell vergesse ich, was ich unterwegs gelernt habe. Wenn ich am Ziel bin, ruhe ich mich gerne auf meinen Lorbeeren aus. Da sollte ich aber nicht bleiben.<br />
&nbsp;</p><h3>Gott nicht vergessen &ndash; auch in guten Zeiten</h3><p>Mose warnt die Menschen: &bdquo;Wenn dich nun Gott in das Land &ndash; ans Ziel &ndash; bringen wird&hellip;&hellip; so h&uuml;te dich&hellip;.." Wovor sollen sie sich h&uuml;ten? &bdquo;&hellip;.dass du nicht den Herrn vergisst&hellip;." Not lehrt beten, sagt man. In schwierigen Situationen, bei langen Durststrecken, wenn ich den Mut verliere, mir Sorgen mache, dann erinnere ich mich, dass es einen Gott gibt, der helfen k&ouml;nnte. Wenn ich in Not bin und nicht weiterwei&szlig;, dann bete ich. So war es damals auch. In Notzeiten haben sich die Menschen auf ihrer W&uuml;stenwanderung an Gott gewandt, ihn um Hilfe gebeten. Danach haben sie ihn wieder vergessen. Mose hat das oft erlebt. Immer wieder hat er die Menschen erinnert: Denkt daran, dass Gott mit euch ist. Vergesst ihn nicht. Haltet euch seine Gebote vor Augen. Bleibt auf dem richtigen Weg. Mose wei&szlig;: Wenn sie nun am Ziel sind, dann ist die Gefahr gro&szlig;, dass sie Gott vergessen. Deswegen ermahnt er sie: Erinnert euch. All das Gute kommt von Gott. Deshalb bleibt dankbar und vergesst das nicht. Erinnert euch an Gottes Hilfe, denkt daran, wie er euch immer wieder geholfen hat. Wie ist das bei mir? Erinnere ich mich regelm&auml;&szlig;ig an das Gute, das Gott mir schenkt? Am Erntedankfest vielleicht &ndash; aber sonst? Und erinnere ich mich regelm&auml;&szlig;ig an die Situationen, in denen Gott mir geholfen hat? Gott liebt mich und er m&ouml;chte, dass ich ein gutes Leben habe. Damit das gelingt m&ouml;chte er mir helfen und beistehen. Ich bleibe dazu in seiner N&auml;he oder komme aktiv in seine N&auml;he.<br />
&nbsp;</p><h3>Gott im Blick behalten &ndash; damals und heute</h3><p>Ich behalte dazu Gott im Blick. So wie das Volk Israel der Wolken- oder Feuers&auml;ule folgte, mit der Gott sie durch die W&uuml;ste f&uuml;hrte. Vielleicht denken Sie jetzt: Wie soll ich denn in meinem Leben Gott im Blick behalten? Ich sehe nicht wie die Menschen damals so ein deutliches Zeichen&hellip;. Das stimmt. Vor uns erscheint keine Wolken- oder Feuers&auml;ule, die uns den Weg zeigt. Aber wir haben die Bibel. Ein Buch, das uns an so vielen Stellen immer wieder daran erinnert, was Gott uns Gutes getan hat. Ein Buch, das uns immer wieder vor Augen f&uuml;hrt, wie sehr Gott uns liebt. Wir haben das Privileg, das Vorrecht, uns eine Bibel&uuml;bersetzung aussuchen zu k&ouml;nnen, die wir gut lesen k&ouml;nnen. Wir k&ouml;nnen auch &uuml;ber den Bibelserver im Internet lesen oder eine H&ouml;rbibel h&ouml;ren. Wenn Sie die Bibel in Ihren Alltag einbeziehen &ndash; nicht nur in den Sonntag, sondern in jeden Tag &ndash; dann hilft das sehr, Gott im Blick zu behalten. Ein kleines Losungsheft der Herrnhuter Br&uuml;dergemeine mit Bibelversen f&uuml;r jeden Tag kann auch ganz hilfreich sein. H&uuml;te dich &hellip; dass du nicht den Herrn vergisst. Auch von anderen G&ouml;ttern sollen wir uns fernhalten. Das Volk Israel damals hat erlebt, dass andere V&ouml;lker andere G&ouml;tter anbeteten. G&ouml;tter, die man sehen konnte. Die Israeliten hatten einen unsichtbaren Gott. Das ist schwer. Da kann man schonmal in Versuchung geraten. Auch ich kenne diesen unsichtbaren Gott. Er kam einst in Jesus auf diese Welt, doch das ist schon lange her und heute sehe ich ihn nicht. Auch f&uuml;r mich gibt es die Gefahr, sich andere G&ouml;tter zu suchen. Was tritt f&uuml;r mich an die Stelle Gottes? Eine Frage, die ich mir immer wieder stellen sollte.<br />
&nbsp;</p><h3>Vergesst nicht &ndash; ein Aufruf zur Dankbarkeit</h3><p>Vergesst nicht &ndash; ruft Mose dem Volk Israel und auch Ihnen zu. Vergesst nicht, dass Gott an eurer Seite ist. Vergesst nicht, wo Gott euch schon geholfen hat. Vergesst nicht, dass Gott euch liebt. Die Regeln und Gebote, die er euch gibt, die sollen euch zu einem guten Leben helfen. Vergesst sie nicht. Vergesst nicht Gott im Blick zu behalten. Denkt an seine Worte und Taten. Und damit ihr auch in Zukunft nicht vergesst: Erz&auml;hlt euren Kindern davon. Immer wieder. Erinnert euch gemeinsam daran. Mose sprach zum Volk Israel damals vor langer Zeit. Und doch gelten seine Worte nun auch Ihnen: Vergessen Sie Gott nicht, der Ihnen so viel Gutes tut, der Ihnen hilft und beisteht, der Ihnen den Weg zu einem guten Leben zeigt und der Sie &uuml;ber alles liebt.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Christiane Meyer</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17263219.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Christiane Meyer]]></author>
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      <pubDate>Mon, 26 Jan 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Am Ende steht der Dank]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 41 – ausgelegt von Gernot Spelsberg.</em><br/>
<h2>Davids Dankpsalm &ndash; Vom Klagelied zum Lobgesang</h2><p>Wieviel Schlimmes hat der durchgemacht, dem dieses Lied &uuml;ber die Lippen kam! Er hat abgrundtiefe Schlechtigkeit erfahren durch Feinde - und durch Freunde, die zu Feinden wurden. An manche Szenen aus dem Leben Davids mag man denken.</p><p>Viele Ausleger haben das Lied deshalb f&uuml;r einen Klagepsalm gehalten. Aber es beginnt und endet nicht in dieser Stimmung. Und die lange Klage dazwischen beschreibt nicht eine gegenw&auml;rtige Lage, sondern nimmt die Zuh&ouml;rer mit in einen R&uuml;ckblick auf vergangene b&ouml;se Erfahrungen, die nun &uuml;berwunden sind.</p><p>Deshalb hat K&ouml;nig David das getan, was guter Brauch in Israel war. Er hat im Heiligtum einen Dankgottesdienst bestellt. Denn er will Gott in der Gemeinde &ouml;ffentlich f&uuml;r die erfahrene Rettung danken. Daf&uuml;r hat er dieses Lied gedichtet. Er, der gr&ouml;&szlig;te &bdquo;Songwriter" Israels, viele Psalmen stammen von David, bringt mir seine Leiden und Freuden, seine Schuld und erfahrene Vergebung, seine Irrwege und die F&uuml;hrungen durch den Herrn in den Psalmen so nah, dass auch ich mich darin finden kann - und im Glauben gest&auml;rkt werde. Und genauso geht es mir ja auch mit den leid- und trostges&auml;ttigten Liedern von Paul Gerhardt. Er hat mit den Psalmen gelebt und daraus Kraft gesch&ouml;pft und mir und vielen anderen, der Gemeinde, seinen Schatz weitergegeben.</p><p>David reicht dem Chorleiter das Blatt mit seinem neuen Lied. Das wird wohl in einem orientalischen Sprechgesang von einem kleinen Chor vorgetragen, auswendig oder mit Abschriften in H&auml;nden.<br />
&nbsp;</p><h2>Die Seligpreisung der Barmherzigen</h2><p>Und die Gemeinde h&ouml;rt &ndash; zuerst eine gesungene Seligpreisung! &bdquo;Wohl dem, der Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Schwachen hat; am Tag der Not wird der Herr ihn retten. Man begl&uuml;ckw&uuml;nscht ihn im ganzen Land. Du l&auml;sst ihn nicht in die Gewalt der Feinde fallen. Der Herr wird ihn auf dem Krankenlager st&auml;rken, ja du besserst sein Leiden, wenn er schon sterbensmatt ist."</p><p>Das hat er selbst erfahren. Von schwerer Krankheit und einer Wendung zum Guten wird er gleich berichten. L&auml;sst er hier durchblicken, dass er selber auch so einer ist, der gl&uuml;cklich wurde, als er sich nicht mehr um sein eigenes Gl&uuml;ck, seine Selbstverwirklichung drehte, sondern sich um Schwache, Zukurzgekommene, Behinderte oder auch Fremde k&uuml;mmerte und dabei gl&uuml;cklich wurde?</p><p>Wie dem auch sei, er hat wohl ein paar Menschen vor Augen, vielleicht auch vor sich im Gottesdienst, die sich um ihn gek&uuml;mmert haben, als er ganz am Boden lag. Gl&uuml;cklich, selig seid ihr! l&auml;sst er ihnen zusingen. &bdquo;<em>Selig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.</em>" Das verspricht Jesus, der aus der Davidlinie stammt.</p><p>Eine wunderbare Entfaltung der Barmherzigkeit und dieses Versprechens finde ich schon beim Propheten Jesaja, 58,7-11. H&ouml;ren Sie mal rein: &bdquo;<em>&hellip;Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend sind, f&uuml;hre ins Haus. Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn und zieh dich nicht zur&uuml;ck von deinem Bruder. Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenr&ouml;te und deine Besserung wird schnell wachsen, und deine Gerechtigkeit wird vor dir hergehen und die Herrlichkeit des Herrn wird hinter dir herziehen. Dann wirst du rufen, und der Herr wird dir antworten; wenn du schreist, wird dir der Herr sagen: Sieh, ich bin da. Wenn du niemanden bei dir beschwerst, auch nicht mit Fingern zeigst, niemanden &uuml;bler Nachrede aussetzt, wenn du den Hungrigen (nicht nur dein Brot sondern auch) dein Herz finden l&auml;sst und die elende Seele s&auml;ttigst: so wird dein Licht in der Finsternis aufgehen, und dein Licht wird sein wie der Mittag; und der Herr wird dich immerdar leiten und in d&uuml;rrem Land deine Seele s&auml;ttigen und deine Gebeine st&auml;rken, und du wirst sein ein gew&auml;sserter Garten und wie eine Quelle, der es nie an Wasser fehlt&hellip;</em>" Ja, &ndash; Selig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.</p><p>Im Psalm wie im Jesajabuch ist von einem Lohn der Barmherzigkeit die Rede, den Gott schon jetzt keinem, der sie &uuml;bt, schuldig bleibt und der sich bis ins leibliche Leben auswirkt (Helmut Lamparter) und zur inneren Gesundung beitr&auml;gt (Jesaja&nbsp;58, 11).<br />
&nbsp;</p><h2>Verlassenheit und Gottes Treue</h2><p>Man sollte nun meinen, dass die Menschen in Gottes Namen gerne auf Elende und Schwache achthaben, mittun an Seiner Sache. David aber erlebte das krasse Gegenteil. In schwerer Krankheit belasten ihn seine Feinde und dann auch seine Freunde mit b&ouml;sen Verd&auml;chtigungen, wie sie auch Hiob erlebte. Aber schlimmer: Man tuschelt, sodass er es h&ouml;rt: Der macht&#39;s nicht mehr lange, ist von Gott verlassen. So schmerzlich: auch sein bester Freund, &bdquo;der mein Brot a&szlig; und mein Vertrauen hatte", f&auml;llt von ihm ab. Wie ist das auszuhalten? Da geht er, von allen verlassen, zu dem, der ihm als sein einziger wahrer und treuer Freund geblieben ist: Herr, mein Gott, hilf du mir wieder auf die Beine! Du h&auml;ltst mich fest und stellst mich vor dein Angesicht allezeit.</p><p>&bdquo;Der Herr h&auml;lt alle, die da fallen, und richtet auf alle, die niedergeschlagen sind" (Psalm 145, 14). Und ganz konkret: &bdquo;Der Herr schafft Recht den im Gericht Unterdr&uuml;ckten", gibt den Hungernden Brot, macht die Gefangenen frei und die Blinden sehend, er richtet die Niedergeschlagenen auf. Der Herr liebt die Gerechten. Der Herr ist ein Besch&uuml;tzer der Fremden, eine Waise und Witwe entsch&auml;digt er voll" (Psalm 146, 7&ndash;9). Ich erkenne hier bereits Jesus, der sich in der Synagoge seiner Heimatstadt Nazareth so vorstellt: &bdquo;Der Geist des Herrn ist bei mir, darum hat er mich gesalbt; er hat mich gesandt, zu verk&uuml;nden die frohe Botschaft den Armen, zu heilen die zersto&szlig;enen Herzen, zu predigen den Gefangenen, dass sie los sein sollen, und den Blinden dass sie sehen, den Zerschlagenen, dass sie frei und los sein sollen, und zu verk&uuml;ndigen das angenehme Jahr des Herrn" (Lukas 4, 18.19). In diese seine ihm eigene Sendung nimmt er seine J&uuml;nger mit.<br />
&nbsp;</p><h2>Aufruf zur Nachfolge</h2><p>&bdquo;Da, wo man ohne Hoffnung lebt und keine Hilfe sieht, und wo man nach der Freiheit strebt, sich doch vergebens m&uuml;ht, da, wo die Augen hungrig sind, Herzen nach Liebe schrein: Da sende deine J&uuml;nger hin zum Helfen und Befrein. Da sende deine J&uuml;nger hin zum Helfen und Befrein." Dies neue Lied schlie&szlig;t: &bdquo;Gerade hier vor unserer T&uuml;r sind viele so allein: Da sende deine J&uuml;nger hin zum Helfen und Befrein."</p><p>Lassen Sie sich von ihm senden, mitnehmen? Es wartet auf Sie Freude und Erf&uuml;llung, sinnvolles Leben. Dazu geh&ouml;rt auch die wachsende F&auml;higkeit, um des gro&szlig;en Zieles willen, die eigenen Vorlieben und Bequemlichkeiten hintan zu setzen. Sie werden mit Jesus nicht verlieren, sondern alles gewinnen. Entschlie&szlig;en Sie sich, sein zielf&uuml;hrendes Wort zur neuen Leitlinie Ihres Lebens zu machen: &bdquo;Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch alles, was ihr braucht, zufallen" (Matth&auml;us 6, 33).</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Gernot Spelsberg</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17262300.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Gernot Spelsberg]]></author>
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      <pubDate>Sun, 25 Jan 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Höre Israel]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 5. Mose 6,1-9 – ausgelegt von Wolfgang Ströhle.</em><br/>
<h2><strong>1. Die Funktion des Schma Israel &ndash; ein erdachtes Gespr&auml;ch</strong></h2><p>"Dann frag doch mal deinen Vater!"</p><p>"Das werde ich heute Abend tun", sagte der junge Mann.</p><p>Denn Tag f&uuml;r Tag hatte er den Vater beobachtet. Ihm war aufgefallen: Jeden Morgen, jeden Abend murmelte der Vater etwas vor sich hin. Es war kein Gebet, es war auch kein Bekenntnis. "Was war das blo&szlig;?" Der Vater murmelte so laut, dass alle in der Familie es h&ouml;ren mussten.</p><p>Am Abend teilte der Vater seinem Sohn mit: &bdquo;Was ich vor mich hinmurmle, das kommt von Mose, der unser Volk in dieses herrliche Land gef&uuml;hrt hat. Er sch&auml;rfte uns ein, den Gott unsrer V&auml;ter Abraham, Isaak und Jakob zu respektieren. Von ihm allein sollen wir die Fruchtbarkeit unseres Landes erwarten. Er gibt Regen. Unser Vieh findet reichlich Weide, sodass die Milch flie&szlig;t, &ndash; und &ndash; dass ungez&auml;hlte Blumen bl&uuml;hen! Wir haben Honig die F&uuml;lle. Respektieren wir den Gott unserer V&auml;ter in allem, was wir denken und tun, dann stehen wir unter seinem Segen.</p><p>&bdquo;So ist mir", sagte der Vater, &bdquo;diese Rede von Mose wichtig, denn wir leben in einem Land, in dem stark geworben wird, dem Landesgott Baal zu opfern. Dem dichtet man an, dass er das Land fruchtbar macht. Oder man betet zur Aschera, der &auml;gyptischen Fruchtbarkeitsg&ouml;ttin. Nein, sagte Mose: &sbquo;H&ouml;re, Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr allein. Ihn sollst du liebhaben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft.&#39; Gebt diese Nachricht auch den kommenden Generationen weiter, damit Milch und Honig weiterhin flie&szlig;en. Denn unser Gott will auch die kommenden Generationen segnen."</p><p>Soweit diese ausgedachte Geschichte, in der der Sohn den Vater fragt: Woher dessen respektvoller Umgang mit dem Gott der V&auml;ter kommt, indem der Vater Gottes Wort ernst nimmt und stets an dessen Wort erinnert sein will.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>2. Der Weg des Schma Israel in die Gegenwart</strong></h2><p>Ich finde es interessant, dass die Erinnerung &sbquo;H&ouml;re, Israel, der HERR ist unser Gott, der HERR allein; du sollst ihn mit aller Kraft lieben&#39; in einem Gebet der Juden vorkommt, das sie bis auf den heutigen Tag morgens und abends beten.</p><p>Aber was hat dieser Vers mit Christen zu tun?</p><p>Ich fand bei dem Theologen Karl Barth einen Hinweis. Wie im Flug durchquert er die Geschichte und sagt sinngem&auml;&szlig;:</p><p>&middot; JesusChristus ist Jude, deshalb dient er dem Gott der Erzv&auml;ter Israels, Abraham, Isaak und Jakob. Zugleich ist Jesus der Sohn Gottes.</p><p>&middot; Darum, dass Christen diesem Jesus vertrauen, geh&ouml;ren auch sie zum Volk Gottes.</p><p>&middot; Deswegen gilt auch ihnen die Zusage: Sie sind von diesem Gott gesegnet; aus Dank sollen sie ihn lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit aller ihrer Kraft.</p><p>Eigentlich m&uuml;sste diese Aufforderung nicht ausgesprowerden. Denn wer den Sohn Gottes, den Herrn Jesus kennengelernt hat: Der erlebt, wie er Sch&auml;den aus fremder Schuld im eigenen Herzen heilt. Der erlebt: Auch eigene Schuld, die man selbst begangen hat, vergibt er! &hellip; wer so den Gekreuzigten und von den Toten auferstandenen Herrn Jesus erlebt hat, dem ist es ein Herzensanliegen, diesem Herrn von ganzem Herzen zu dienen.</p><p>Leider sieht die Praxis anders aus. Ich denke nur an mich: Es gibt weit und breit keine G&ouml;tter mehr, die Fruchtbarkeit verhei&szlig;en. Aber die Werbung ist geblieben!</p><p>So freue ich mich samstags auf die Werbung der Superm&auml;rkte. Im Internet schaue ich mir Technikkataloge an. Hier und da bleibe ich an einem Angebot h&auml;ngen. Das h&auml;tte ich gerne. Ich schaue nach, ob ich mir es leisten kann. Denn: Es klingt vielversprechend. Ich k&ouml;nnte meine Lebensqualit&auml;t verbessern!</p><p>Ich kaufe mir, was ich gesehen habe. Und nach 6 Wochen hat es seinen Glanz verloren. Es hat nicht gehalten, was es versprochen hat. So t&auml;tigte ich manchen Frustkauf &ndash; und muss eingestehen: Mein Gl&uuml;ck konnte ich mir nicht kaufen.</p><p>Wenn ich dann w&auml;hrend meiner Gebetszeit meinen Frust vor Gott bringe... Er sagt dazu nicht viel, er schweigt. Denn ich h&auml;tte es besser wissen m&uuml;ssen. Denn:</p><p>Die Werbung ist geblieben, die mir und vielen anderen vorgaukelt: Kaufe mich und du kaufst das Gl&uuml;ck dazu.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>3. Wo das &bdquo;christianisierte" Schma Israel in der Gegenwart vorkommt</strong></h2><p>In meiner Gebetszeit bete ich nicht nur, sondern ich breite mein Leben vor dem Herrn Jesus aus. Ich danke ihm f&uuml;r das, wozu er mir Gelingen gegeben hat. Ich lege ihm mein Sorgen vor und ich mache mir Gedanken, wie ich z. B. bei dem einen oder anderen Kauf sinnvoller gehandelt h&auml;tte.</p><p>Da ist mir zum einen ein Wort von ihm eingefallen. Es handelt nicht von Milch und Honig. Aber es handelt von der Umsicht des Vaters im Himmel. Jesus sagt: Sorgt euch nicht um Essen und Trinken, Kleidung und Unterkunft. Denn euer Vater im Himmel wei&szlig;, dass ihr das alles braucht. Sorgt euch darum, dass ihr ihm zu gefallen lebt. Dann l&auml;sst er das, was ihr zum Leben braucht, euch zufallen.</p><p>Zum anderen schlie&szlig;t gerade dieses Wort Jesu &uuml;berhaupt nicht aus, die Angebote der Superm&auml;rkte oder der Technikkataloge zu vergleichen. Im Gegenteil. Es gef&auml;llt Gott, wenn einer verantwortlich mit seinem Geld haushaltet.</p><p>Aber Gott zu Gefallen zu leben, das beinhaltet aus meiner Sicht auch, dass ich mir von dem, was ich da kaufe, nicht zu viel verspreche. Es wird mit der Zeit seinen Glanz verlieren!</p><p>Da wende ich mich lieber an den Vater im Himmel, um ihm f&uuml;r das zu danken, was er mir jetzt schon zum Leben gegeben hat. Auch am Dank hat Gott Wohlgefallen &ndash; bestimmt mehr, als dass einer st&auml;ndig vor ihm steht und ihn um &bdquo;mehr, mehr" bittet.</p><p>Ich wei&szlig; nicht, was in Beziehung zu Gott f&uuml;r Sie heute wichtig ist.</p><p>F&uuml;r mich bleibt es die Gebetszeit. In der danke ich dem Vater im Himmel f&uuml;r den Segen, den er st&auml;ndig in mein Leben hineinlegt. In dieser Zeit schweige ich auch, damit der Herr Jesus mit mir reden kann. So teilt er unter anderem mir auch mit, wie dumm ich handle, wenn ich an ihm vorbei mir Gl&uuml;ck und Lebensqualit&auml;t kaufen will.</p><p>Er wei&szlig; es besser, was mir guttut, und er gibt es mir gern.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pastor Wolfgang Ströhle</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17261859.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pastor Wolfgang Ströhle]]></author>
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      <pubDate>Sat, 24 Jan 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Blitze zucken]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 5. Mose 5,23-33 – ausgelegt von Hans-Christoph Werner.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 5. Mose 5,23-33 – ausgelegt von Hans-Christoph Werner.</em><br/>
<h2><strong>Gottes Erscheinung am Berg Sinai</strong></h2><p>Tiefschwarze Nacht &uuml;ber dem ganzen Lager. Wenn das Feuer nicht gewesen w&auml;re, man h&auml;tte die Hand vor den Augen nicht gesehen. Dazu tiefe, vibrierende Posaunent&ouml;ne, die in den Ohren schmerzten. Manchmal war&#39;s, als w&uuml;rde eine geheimnisvolle Stimme im Wechsel mit den Posaunent&ouml;nen zusammenhanglose Silben sprechen. Aber das Furchterregendste war, dass der ganze Berg, der Berg Sinai, in ein hoch aufloderndes Feuer geh&uuml;llt war. &Uuml;ber dem Feuer eine pilzf&ouml;rmige Rauchwolke. Blitze zuckten. Die Erde bebte. Das Fauchen des Feuers klang so unheimlich, als wollten sich die Flammen demn&auml;chst auf das Volk st&uuml;rzen. Wenn nicht Mose vor dem Volk gestanden w&auml;re, Gro&szlig; und Klein, Alt und Jung w&auml;ren l&auml;ngst davongelaufen. Selbst von Angst und Furcht erf&uuml;llt, wandten sich die Stammesoberh&auml;upter und &Auml;ltesten Israels an Mose. &bdquo;Elohim ist gewaltig, Gott ist m&auml;chtig. Wir haben seine Gegenwart in Feuer und Rauch, im Blitze-Zucken und in gewaltigen Posaunent&ouml;nen erlebt. Aber das Feuer, dieses gewaltige Feuer mit seinem unheimlichen Fauchen, wird es demn&auml;chst auf uns st&uuml;rzen? Wir bangen um unser Leben, wenn Gott weiter in dieser Weise mit uns spricht. Ja, gilt nicht, wer Gott h&ouml;rt, muss sterben?"</p><p>Aus tiefer Lebensangst ist diese Erkl&auml;rung geboren. Und doch findet sich diese Aussage, liebe H&ouml;rer, nirgends in der Bibel. Dass der Mensch Gott nicht sehen kann, das steht wohl geschrieben. Und auch, dass der, der Gott sieht, nicht weiterlebt. Aber zum H&ouml;ren finden sich gegenteilige Aussagen in der Schrift. Denken Sie etwa an den jungen Samuel. Er h&ouml;rt, dass eines Nachts auf geheimnisvolle Weise sein Name gerufen wird. Und antwortet dann: &bdquo;<em>Rede, denn dein Knecht h&ouml;rt.&ldquo;</em></p><p>Es mag aus der Todesangst der Israeliten geboren sein, dass sie das H&ouml;ren mit dem Sehen verwechselten. Wo doch das H&ouml;ren, das gehorsame H&ouml;ren, die Verhei&szlig;ung hat, dass daraus Leben entsteht. In Psalm 119, dem l&auml;ngsten Psalm der Bibel, ringt der Psalmbeter unabl&auml;ssig um das rechte H&ouml;ren und Befolgen von Gottes Wort. Weil er wei&szlig;, dass daraus das Leben kommt.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Gottes Majest&auml;t damals und heute</strong></h2><p>Lassen Sie uns, liebe H&ouml;rer, einen Augenblick bei dem Erleben der Israeliten bleiben. Israel erlebt, unter Naturerscheinungen versteckt, Gottes Majest&auml;t. ER, der Sch&ouml;pfer der Welt, sammelt Feuer und Rauch, Blitze und Erdbeben zusammen, um darin verborgen in seiner Herrlichkeit und Macht zu erscheinen. So erleben wir Gott heute in der Regel nicht mehr, auch wenn manches Ereignis, mancher sogenannte Zufall, manche F&uuml;gung f&uuml;r den Einzelnen deutlich Gottes Handschrift tragen mag. Die Situation der meisten Menschen heute ist die, dass wir nicht von Feuer, Rauch, Blitzen und Posaunent&ouml;nen umgeben sind. Sondern von Stra&szlig;enl&auml;rm, Handygeklingel, Gesch&auml;ftigkeit und Hektik. Und vor lauter Bildern, Signalt&ouml;nen und undefinierbaren Ger&auml;uschen h&ouml;ren wir &uuml;berhaupt nicht mehr, h&ouml;ren wir Gott &uuml;berhaupt nicht mehr. Viele sehnen sich danach, in stiller Sammlung und unter Ausschluss von allen St&ouml;rungen wieder zu einem ruhigen und aufmerksamen H&ouml;ren auf Gott zu kommen. Und wenn wir das nicht entschlossen in Angriff nehmen, uns die Minuten reservieren und alle St&ouml;rungen ausschlie&szlig;en, wird uns das nicht gelingen.</p><p>Das Erstaunliche an unserem Text ist f&uuml;r mich, dass Gott dies dem Volk sogar zugesteht. Feuer, Rauch, Blitze und Posaunenget&ouml;n, das soll au&szlig;en vor bleiben, das muss sich das Volk nicht weiter zumuten. &bdquo;Es ist alles gut, was sie geredet haben", hei&szlig;t es da. Gott will &uuml;ber Mose zu seinem Volk reden. Er, Mose, soll vor Gott stehen bleiben, denn Gott will ihm alle Rechte und Gebote verk&uuml;ndigen. Und Mose soll das Geh&ouml;rte dann wiederum an das Volk weitergeben.</p><p>So beginnt die Kette der Verk&uuml;ndiger, Zeugen und Boten. Im f&uuml;nften Buch Mose ist es Mose, der alles ausrichtet und erkl&auml;rt. Danach ist es Josua. Danach sind es die Richter. Danach ist es Samuel. Und so weiter. Aber lassen Sie uns nicht nur bei den gro&szlig;en Pers&ouml;nlichkeiten verbleiben. Gleich im darauffolgenden Kapitel des f&uuml;nften Buches Mose hei&szlig;t es: &bdquo;Wenn dich nun dein Sohn morgen fragen wird: Was sind das f&uuml;r Vermahnungen, Gebote und Rechte, die euch der Herr, unser Gott geboten hat? so sollst du zu deinem Sohn sagen: Wir waren Knechte des Pharaos in &Auml;gypten und der Herr f&uuml;hrte uns aus &Auml;gypten &hellip;" (6,20.21) Vater oder Mutter, Oma oder Opa, Lehrer oder Erzieher sollen damit beginnen, von der Befreiung aus &Auml;gypten zu erz&auml;hlen. Und von diesem Befreiungsgeschehen her die Weisungen Gottes, die Zehn Gebote, erkl&auml;ren.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Vom Sinai nach Golgatha &ndash; Das Kreuz als Wendepunkt</strong></h2><p>Noch einmal: Feuer, Rauch und Blitz und Beben. Das war damals. Das wird nicht mehr. Folgen Sie mir an einen anderen Ort dieser Welt. Ein H&uuml;gel vor den Toren der Stadt Jerusalem. Und auf dem H&uuml;gel drei Kreuze. Und um diese Kreuze der L&auml;rm der Welt. Mit tiefer Bassstimme br&uuml;llt ein r&ouml;mischer Centurio Befehle. Soldaten hantieren klirrend mit Werkzeug, feixen lautstark miteinander. Zuschauer umringen die Szene und teilen sich wichtigtuerisch ihre Beobachtungen mit. Dazwischen bl&ouml;ken Esel, auf denen einzelne hergeritten sind. Dann h&ouml;rt man Hammerschl&auml;ge und durchdringende Schreie. Unter lautem Wehgeschrei der Menge werden die Kreuze aufgerichtet. F&uuml;r den, der an dem mittleren Kreuz h&auml;ngt, haben anwesende Honoratioren des Volkes nur Spott &uuml;brig. &bdquo;<em>Anderen hat er geholfen und kann sich selbst nicht helfen. Ist er der K&ouml;nig von Israel, so steige er vom Kreuz herab." </em>(Matth&auml;us 27,42) Mit einem Male wird es finster und der in der Mitte schreit: &bdquo;<em>Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?"</em></p><p>In die Kette derer, die von Mose an uns das Wort Gottes gesagt und erkl&auml;rt haben, ist schlie&szlig;lich der Sohn Gottes selbst getreten. Und Jesus greift das Thema des H&ouml;rens auf. &bdquo;<em>Wer mein Wort h&ouml;rt und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben."</em> (Johannes 5,24)<br />
&nbsp;</p><h2><strong>H&ouml;ren, Glauben und Leben &ndash; Ein Aufruf zur Verinnerlichung</strong></h2><p>Mit dem H&ouml;ren allein ist es allerdings nicht getan. An diesem Punkt treffen sich das f&uuml;nfte Buch Mose wie das ganze Neue Testament. Es geht um ein H&ouml;ren und Wichtig-Nehmen dessen, was da geh&ouml;rt wurde. Es geht um ein H&ouml;ren und Befolgen. &bdquo;<em>Wer mich liebt</em>", sagt Jesus, &bdquo;<em>der wird mein Wort halten."</em> (Johannes 14,23)</p><p>Die Liebe zu Gott wird daran festgemacht, wie wir mit Gottes Wort, mit Jesu Wort umgehen. Es ist nicht dazu da, uns zu unterhalten. Nein, in seinem Wort spricht Jesus seine Herzensw&uuml;nsche an uns aus. Er will, dass wir Ihn und sein Wort verinnerlichen und umsetzen. Und der Heilige Geist springt dem bei. Es ist sein Werk, Jesu Wort in Erinnerung zu rufen (Joh 14,26). Damit wir eine Richtschnur f&uuml;r unser Leben haben.</p><p>Solches H&ouml;ren, solches Zuh&ouml;ren und Verinnerlichen, erbitte ich f&uuml;r mich, erbitte ich f&uuml;r Sie, liebe Zuh&ouml;rer.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Hans-Christoph Werner</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17261127.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Hans-Christoph Werner]]></author>
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      <pubDate>Fri, 23 Jan 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Ehre, wem Ehre gebührt]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 5. Mose 5,1-22 – ausgelegt von Michael Barth.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 5. Mose 5,1-22 – ausgelegt von Michael Barth.</em><br/>
<h2><strong>Die Notwendigkeit von Gesetzen und Geboten</strong></h2><p>Wozu braucht eine Zivilisation Gesetze und Gebote, habe ich mich gefragt. Es reicht doch aus, wenn jeder seinem N&auml;chsten freundlich zugewandt ist und seine Bed&uuml;rfnisse respektiert. Dass dies schon zu Zeiten Moses und dem j&uuml;dischen Volk nicht immer umzusetzen war, wird uns eindringlich in der Bibel an zwei Stellen geschildert. Es war eben nicht jeder zu seinem Nachbarn freundlich und respektierte ihn. Auch heute f&auml;llt uns das zunehmend schwer. Wir sehen es an den zahlreichen Gesetzen und Verordnungen. Im Stra&szlig;enverkehr geht nichts ohne gewisse Regeln.</p><p>Dies war offensichtlich beim j&uuml;dischen Volk auch der Fall. Sie waren aus der Sklaverei in &Auml;gypten&nbsp;in die Freiheit gef&uuml;hrt worden. Eigentlich sollten sie Gott daf&uuml;r dankbar sein. So veranlasste Gott Mose, zu ihm auf den Berg Sinai zu kommen und sich seine g&ouml;ttlichen Gebote geben zu lassen. Mose &uuml;berbrachte dem Volk die g&ouml;ttliche Botschaft. Als er zur&uuml;ckkam, hatte sich das Volk von Gott abgewandt und sich einen G&ouml;tzen gemacht. Gott und Mose waren dar&uuml;ber so zornig, dass er die Gesetzestafeln zerbrach, die er von Gott bekommen hatte. Abermals stieg er auf den Berg Sinai und bekam neue Gesetzestafeln.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Die Gebote im Verh&auml;ltnis zu Gott</strong></h2><p>Die Hierarchie in den Geboten ist klar gegliedert. Zuerst geht es um das Zusammenleben und das Verh&auml;ltnis zu Gott. Er ist der Alleinige und steht &uuml;ber allem. Es folgt die Ehrerbietung vor Gott. Da es nur ihn gibt, duldet er keine Konkurrenz durch G&ouml;tzen. Ferner soll man sich von ihm kein Bildnis machen. G&ouml;tzen aus Ton oder Stein sind ihm ein Gr&auml;uel. Es war und ist schwierig, sich jemanden nur vorzustellen. Dabei kommen oft Missverst&auml;ndnisse zustande. Jeder Mensch hat seine eigene Vorstellung von Gott, sofern er &uuml;berhaupt an ihn glaubt. Manche Menschen glauben auch, ohne einen Gott gut auszukommen. Dies ist zu kurz gedacht!</p><p>Gott sieht das anders. Er fordert die Ehre, die ihm geb&uuml;hrt. Neben seiner Ehre fordert er auch die Ehre seines Namens. Wir sollen in seinem Namen weder schw&ouml;ren noch fluchen. Das ist manchmal leichter gesagt als getan. In einer schwierigen Situation platzt es aus mir einfach so heraus. Den Frust muss ich loswerden und da f&auml;llt schon mal ein ungeliebtes Wort. Gott will Sie und mich davor beh&uuml;ten. Sollte es dennoch geschehen, m&ouml;chte er, dass wir ihn um Verzeihung bitten.</p><p>Es folgt die Aufforderung, den Sabbat &ndash; als Christen sagen wir Sonntag dazu &ndash; zu heiligen. Das bedeutet, dass wir wie Gott nach seinen sechs anstrengenden Arbeitstagen eine Pause einlegen und zur Ruhe kommen. Sch&ouml;n ist es, im Gottesdienst ihn f&uuml;r seine Sch&ouml;pfung zu danken, ihn anzubeten und zu loben. So k&ouml;nnen wir Kraft f&uuml;r weitere Arbeiten tanken. Das sollen auch alle diejenigen, die uns bei unserer Arbeit helfen, Sohn und Tochter, andere Menschen, die uns unterst&uuml;tzen.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Die Gebote im Verh&auml;ltnis zu den Mitmenschen</strong></h2><p>Neben dem Lob und Dank an ihn, unseren Gott, sollen wir unsere Eltern ehren. Sie haben uns das Leben gegeben. Ohne sie w&uuml;rde es uns nicht geben. Auch im Alter sollen wir uns um sie k&uuml;mmern und uns um sie sorgen. Dies gilt es zu bedenken. An mehreren Stellen in der Bibel finden wir Hinweise, wie wir mit unseren Eltern umgehen sollen. Besonders die verwitweten M&uuml;tter erfahren immer einen besonderen Schutz, da sie in der damaligen Zeit selten einem Beruf nachgingen. Sie waren nach dem Tode des Ehepartners meist unversorgt.</p><p>Die n&auml;chsten Gebote regeln das Zusammenleben mit unseren Mitmenschen. Wir sollen ihnen kein Leid antun. Wir sollen nicht t&ouml;ten. Gott ist der Herr &uuml;ber Leben und Tod. Dieses Recht steht uns Menschen nicht zu. F&uuml;r T&ouml;ten, Ehebrechen oder Stehlen ist die Reizschwelle immer niedriger geworden. &bdquo;Was gehen mich die Regeln an?", denken manche Menschen, &bdquo;ich habe meine eigenen Regeln". Martin Luther hat 1529 zu den Geboten Erl&auml;uterungen verfasst und im Gesangbuch ver&ouml;ffentlicht. Er beschreibt darin, was hinter den einzelnen Begriffen zu verstehen ist. Es lohnt sich, diese wieder einmal nachzuschlagen.</p><p>Sich an des N&auml;chsten Menschen und Sachen zu vergreifen, schlie&szlig;en die Gebote aus.<br />
Ein weiteres schwierig einzuhaltendes Gebot ist, im Blick auf seinen N&auml;chsten kein falsches Zeugnis zu reden. Wissentlich die Unwahrheit zu sagen, wird uns verboten. Im Zeitalter der modernen Medien ist es besonders schwierig. Oft erreichen uns sogenannte Fake-News; Nachrichten, die bewusst oder unbewusst falsch herausgegeben werden. Oft soll damit eine besondere Unsicherheit erzielt werden. Aber auch im pers&ouml;nlichen Bereich sollten wir uns an die Wahrheit halten. Gott sieht alles! Ereignisse, die daraus herzuleiten sind, folgen oft umgehend.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Die bleibende Bedeutung der Gebote</strong></h2><p>All diese Gebote hat Gott Mose auf dem Berg Sinai auf zwei Steintafeln niedergelegt, damit das j&uuml;dische Volk sich daran erinnert und die Gebote erneut und immer wieder lesen konnte. Sie wurden zum Schma Israel, das das j&uuml;dische Volk an die Alleinherrschaft Gottes erinnert. Als Merkzeichen machten Israeliten sich einen kleinen Kasten, den sie auf den Kopf banden. Gef&uuml;llt ist dieses K&auml;stlein mit einer Schriftrolle, auf der das erste Gebot steht. Bei jedem Gebet binden sich fromme Juden dieses Tefillin auf den Kopf, um an die Einzigartigkeit Gottes erinnert zu werden.</p><p>Auch Jesus hat zu seinen Lebzeiten nie die Gebote aufgehoben. Er hat im Matth&auml;usevangelium, Kapitel 22,37.39 darauf hingewiesen: &bdquo;Du sollst den Herren, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen und deinen N&auml;chsten wie dich selbst".</p><p>Manche Menschen empfinden die Gebote als eine Einengung. Aber: sie sollen wie eine Art Leitplanke zu unserem Schutz und zur Orientierung dienen. Sie helfen uns, unser Leben besser zu gestalten, so wie Gott es sich von uns w&uuml;nscht &ndash; voller Freude und Freiheit in Liebe und Verantwortung. Psalm 119,45 weist uns darauf hin: &bdquo;Ich wandele fr&ouml;hlich, denn ich suche deine Befehle." In diesem Sinne w&uuml;nsche ich Ihnen, liebe H&ouml;rerinnen und H&ouml;rer, ein erf&uuml;lltes Leben mit der Liebe zu unserem heiligen Gott.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Michael Barth</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17259584.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Michael Barth]]></author>
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      <pubDate>Thu, 22 Jan 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Ruf zur Umkehr]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 5. Mose 4,25-40 – ausgelegt von Wolfgang Helming.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 5. Mose 4,25-40 – ausgelegt von Wolfgang Helming.</em><br/>
<h2>Die Warnung des Mose und die G&ouml;tzen unserer Zeit</h2><p>Was f&uuml;r ein Wort! Mose zeigte dem Volk Israel genau auf, was passiert, wenn sie Gott vergessen. Was ist dann passiert? Sie verga&szlig;en Gott und waren untreu dem, der sie gerettet hat und so viele Wunder vollbracht hatte.</p><p>&bdquo;Altes Testament ist lange her", sagen die einen, die anderen sagen: &bdquo;Was geht uns die Bibel an?" Die Bibel ist f&uuml;r alle Menschen geschrieben worden und die Bibel ist, als gesamtes Buch betrachtet, ein Liebesbrief von Gott an die Menschen. Ob Altes Testament oder Neues Testament, Gott will mit den Menschen Gemeinschaft haben und die Bibel hilft den Menschen zu begreifen, wie das funktioniert. Bis zum Vers 28&nbsp;zeigt Gott auf, was passiert, wenn Menschen eigene Wege gehen und sich nicht um Gott k&uuml;mmern. Wer heute in unsere Gesellschaft schaut, wird feststellen, dass vieles auch heute genauso passiert, wovor Gott die Israeliten damals schon warnte. Die Menschen dienen mit all ihrer Kraft G&ouml;ttern, die keine wahren G&ouml;tter sind.</p><p>Geld verdienen wird zum G&ouml;tzen.&nbsp;Klar muss der Mensch arbeiten, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, aber &Uuml;berstunden ohne Ende? Die Familie leidet darunter, der Mann selbst oder die Frau leidet auch darunter. Viele Menschen definieren sich &uuml;ber den materiellen Erfolg &ndash; &uuml;ber Besitz. Ein Besitz, der &uuml;ber das normale Ma&szlig; hinausgeht. Sport ist gut und richtig und wichtig, f&uuml;r manchen wird der Sport zum G&ouml;tzen, als Ersatz f&uuml;r den beruflichen Erfolg oder f&uuml;r Beziehungen, die nicht funktionieren. Alles, was zu viel wird, ist irgendwann nicht mehr gesund. Alkohol kann ebenso zum G&ouml;tzen werden und es gibt noch so viele andere Dinge, die den Menschen auch heute noch hindern, sich mit Gott zu besch&auml;ftigen.<br />
&nbsp;</p><h2>Gottes Angebot: Wer sucht, der findet</h2><p>Aber Gott macht ab Vers 29 den Menschen von damals wie auch den Menschen von heute das wundervolle Angebot: Wer Gott sucht, wird Gott finden, und Gott wird den Menschen, die ihn suchen, ein Gott sein, der sie nicht verl&auml;sst. Der K&ouml;nig David schrieb viel sp&auml;ter: <em>&bdquo;Wer unter dem Schirm des H&ouml;chsten sitzt und unter dem Schatten des Allm&auml;chtigen bleibt, der spricht zu Gott: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe." </em>(Psalm 91,1-2) Was f&uuml;r eine Aussicht! Mit Gott an der Seite im neuen Jahr leben, trotz aller Schwierigkeiten wissen, da ist einer, der mich sieht, der mich liebt ohne Vorbehalte.</p><p>Zu wissen, da ist einer, der mich tr&ouml;stet, wenn es n&ouml;tig ist, egal wann der Mensch kommt, egal wie oft jemand nach ihm ruft, Gott ist da, er h&ouml;rt selbst die stillen Schreie. Zu wissen, Gott h&ouml;rt auf die Gebete, egal wie schwach der Glaube ist, Gott wei&szlig; um einen jeden, der ihn sucht und ihn braucht.</p><p>Der Sohn Gottes, Jesus&nbsp;Christus, ist daf&uuml;r gestorben, damit alle Menschen die M&ouml;glichkeit bekommen, mit Gott zu leben. Wer zu Jesus Christus kommt und ihn um die Vergebung seiner Schuld bittet und von Herzen bereut und Bu&szlig;e tut, der wird jeden Tag aus der Gnade Gottes leben.<br />
&nbsp;</p><h2>Neues Leben durch Gottes Liebe</h2><p>Wer sein Leben mit Gott in Ordnung bringt, wird dadurch k&ouml;rperlich kein neuer Mensch, aber innerlich wird der Mensch neu, er wird durch die Liebe Gottes neu gemacht.</p><p>In der Bibel wird gesagt, es wird Neues werden, alte Gewohnheiten, Freunde, das ganze Leben wird sich &auml;ndern, weil Jesus Christus der Mittelpunkt im Leben geworden ist. Gott sagt in der Bibel, dass es dem Volk Israel gut gehen wird, wenn es sich an die Regeln h&auml;lt, die Gott aufstellt.</p><p>Das Gleiche gilt f&uuml;r alle anderen Menschen auch. Wer sich an Gottes Regeln h&auml;lt, wird gesegnet werden. Damit sind die Bewahrung und der Schutz durch Gott gemeint. Gott h&auml;lt seine Hand &uuml;ber Menschen, die mit ihm leben. Nat&uuml;rlich gibt es Probleme und Schwierigkeiten und Sorgen, aber Gott hilft durch diese Probleme und Schwierigkeiten. Jesus Christus, der Sohn Gottes, sagt: <em>&bdquo;Kommet her zu mir, die ihr m&uuml;hselig und beladen seid, ich will euch st&auml;rken."</em> (Matth&auml;us 11,28) In der Gemeinschaft mit Gott ist ein freies Leben m&ouml;glich. Nicht nur f&uuml;r den Einzelnen, auch die Kinder werden darin eingeschlossen, solange sie nicht selbst f&uuml;r sich entscheiden k&ouml;nnen.</p><p>Wenn sich Menschen fragen, kann es einen Neubeginn geben, sagt Gott: Ja, den kann es geben. Mit Gott gibt es immer die M&ouml;glichkeit, einen Neubeginn zu machen. &bdquo;Meine Gnade ist jeden Tag neu", sagt Gott in seinem Wort. Wenn das so ist, dann k&ouml;nnen Menschen jeden Tag neu von dieser Gnade nehmen und aus dieser Gnade jeden Tag leben.<br />
&nbsp;</p><h2>Gottes bedingungslose Vergebung</h2><p>Diese Zusagen Gottes gelten f&uuml;r alle Zeiten, egal wie jung oder wie alt jemand ist. Wer Gott wirklich sucht, der darf ihn finden. Egal wie das Leben vorher war, ob jemand viel Schuld auf sich geladen hat oder ob jemand wenig Schuld auf sich geladen hat, Gott st&ouml;&szlig;t keinen weg, der es ehrlich meint. In der Bibel wird von einem jungen Mann berichtet, der in seiner jugendlichen Ungeduld sein Erbe forderte und dann auszog (Lukas 15,11-24), um sein Leben zu genie&szlig;en. Am Anfang war auch alles sch&ouml;n, er hatte neue Freunde und er lie&szlig; es richtig krachen. Dann war das Geld fort, die Freunde auch und das sch&ouml;ne Leben war auf einmal nicht mehr sch&ouml;n. Es ging dem jungen Mann immer schlechter, und als er Schweine h&uuml;ten musste, da sah der junge Mann nur noch einen Ausweg: Er wollte zum Vater zur&uuml;ck. Der Vater sah vom Hause aus den Sohn kommen und lief voller Freude dem Sohn entgegen, er umarmte ihn, k&uuml;sste ihn und er sorgte daf&uuml;r, dass sein Sohn neue Kleider bekam.</p><p>So, genauso ist Gott zu den Menschen, die sich aufmachen, ihm zu begegnen. Gott rechnet nicht auf. Er ist jemand, der voller Liebe auf die Menschen wartet. Jeder Mensch, der mit Gott lebt, hat diese Liebe erfahren und darf sich jeden Tag neu mit dieser Liebe f&uuml;llen lassen. Gott hat, wie der Vater bei dem Sohn, den Menschen vergeben. Die Schuld ist getilgt und Gott hat diese Schuld in die tiefsten Stellen des Meeres versenkt und er denkt nie mehr daran. Das ist wie ein Neuanfang, wieder zur&uuml;ck auf Start. Wenn dann wieder ein Fehler gemacht wird, der Mensch s&uuml;ndigt, dann kann er zu Gott kommen und ihn um Vergebung bitten, Gott vergibt. Gott lie&szlig; dem Volk Israel sagen: So sollst du heute wissen und es dir zu Herzen nehmen, dass der Herr Gott ist, oben im Himmel und unten auf der Erde und keiner mehr. Gott ist der Allm&auml;chtige, der mit den Menschen in Frieden leben m&ouml;chte. Er hat keinen Gefallen daran, dass Menschen ohne Gott leben und keine Gemeinschaft mit ihm haben. Gott wei&szlig;, dass viele Menschen auf der Suche nach Frieden und Liebe sind und keinen Frieden finden, keine Liebe finden, solange Gott nicht in ihren Herzen wohnt. Darum bittet Gott die Menschen, sich ihm zuzuwenden und die Botschaft von der Liebe Gottes zu h&ouml;ren.</p><p>Kein Mensch, der diese Liebe erfahren hat, wird auf diese Liebe verzichten wollen. Sie ist wie der Regen, der die W&uuml;ste zum Bl&uuml;hen bringt und dadurch Leben m&ouml;glich macht. Damals und heute.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Wolfgang Helming</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17258868.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Wolfgang Helming]]></author>
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      <pubDate>Wed, 21 Jan 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Bilder sind gefragt, aber nicht von Gott]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 5. Mose 4,15-24 – ausgelegt von Tristan Schuh.]]></description>
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      <itunes:summary><![CDATA[Der Bibeltext 5. Mose 4,15-24 – ausgelegt von Tristan Schuh.]]></itunes:summary>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 5. Mose 4,15-24 – ausgelegt von Tristan Schuh.</em><br/>
<h3>Die Faszination des Bildes</h3><p>Ich male gerne. Meine Kinder malen gerne. Meine Sch&uuml;ler malen gerne, zumindest meistens. Ja, mancher macht es sogar beruflich, das Malen! Ob als K&uuml;nstler oder Grafiker, Maler oder Gestalter: Es wird viel gemalt in unserer Welt. Und wenn ich noch die vielen Fotos bedenke, die jeden Tag, jede Minute geschossen werden! Wie viele sch&ouml;ne Bilder sind schon entstanden und entstehen immer noch. Die Wohnzimmerwand unserer Wohnung und nat&uuml;rlich die Kunstgalerien sprechen B&auml;nde davon, wie Menschen Bilder machen von Dingen und Personen, die sie sehen und beeindrucken, die imponieren oder zum Nachdenken anregen &ndash; oder die einfach wichtig sind.<br />
&nbsp;</p><h3>Das Bilderverbot im Alten Testament</h3><p>Der Bibeltext, um den es heute geht, sch&auml;rft dem Volk Israel ein, dass sie sich kein Bild von Gott machen sollen. Ja, sie d&uuml;rfen sich kein Bild machen von Gott!</p><p>Ein Bild &ndash; jedes Bild, das wir Menschen uns von Gott machen k&ouml;nnen, greift schlie&szlig;lich zu kurz! Mose soll dem Volk ausrichten: Israel darf sich kein Bild von Gott machen. Er erinnert sie: &bdquo;Damals, am Berg Horeb, habt ihr da Gott gesehen?&nbsp;Nein, ihr habt seine Stimme donnern geh&ouml;rt, aber ihn nicht gesehen! Ihr habt Gottes Worte &ndash; das, was er zu euch gesprochen hat, was er euch ausrichten lie&szlig;. Und ihr habt, was er getan hat: Gottes gutes heilvolles Handeln. Ihr habt Gott erlebt. Erinnert euch daran, wie er euch aus &Auml;gypten aus der Sklaverei gef&uuml;hrt hat. Erinnert euch an die m&auml;chtigen Taten, erinnert euch an das Wunder vom Schilfmeer, an Wolken- und Feuers&auml;ule. Erinnert euch an seine Worte und sein Tun!</p><p>Macht euch kein Bild, das doch zu klein bleibt, sondern streckt euch aus nach dem Gott, der sich euch zeigt und der geredet hat, und betet ihn alleine an!"</p><p>Beim Bild besteht die Gefahr, dass wir in unserer Vorstellung von Gott stecken bleiben und zu klein von Gott denken. Gott zeigt in seinen Worten und seinem Tun Facetten von sich. Er stellt sich Israel vor als der Sch&ouml;pfer der Welt, als guter Hirte, als der Retter aus &Auml;gypten, als Versorger in Hungersnot, als der, der h&ouml;rt und sieht, als Burg und Fels, als Vater und Mutter &ndash; und noch vieles mehr. Das sollen wir uns bewusst machen, damit wir vor unserem inneren Auge sehen, ahnen, begreifen, wie er ist und was ihm wichtig ist, sodass wir ihm vertrauen und auf sein Wort h&ouml;ren.<br />
&nbsp;</p><h3>Jesus &ndash; Gottes Bild f&uuml;r uns</h3><p>Im Neuen Testament geht Gott noch weiter. Johannes schreibt, dass Gott uns das Wort Gottes schlechthin gibt, dass er uns das Bild von sich gibt. Und dieses Bild ist SEIN Wort &ndash; n&auml;mlich Jesus. Jesus sagte: Wer mich sieht, der sieht den Vater. Deshalb geht es um Jesus in den Evangelien, um Jesu Wirken in der Apostelgeschichte. Auch in den Briefen malt Paulus den Gemeinden Jesus vor Augen: als den Gekreuzigten und Auferstandenen. In der Kirche durch die Zeiten und auch bei uns muss es um Jesus gehen. Jesus ist das Zentrum! Das Handeln Gottes bei Mose und im AT &ndash; alles wichtig. Aber noch viel klarer erkennen wir Gottes Wesen, seinen Willen, in Jesus. Er ist das ewige Wort, das Fleisch wurde. Er ist das Bild Gottes, das Gott uns gibt, damit wir ihm begegnen und ihn immer tiefer erfassen k&ouml;nnen. Diesen Jesus als Person gilt es deshalb immer wieder in den Blick zu nehmen!</p><p>Wie geht das? Indem wir Jesu Worte h&ouml;ren und erz&auml;hlen und tun. Indem wir uns erinnern und erinnern lassen, uns vor unser inneres Auge malen lassen, was Jesus tat, was er sprach, wie er wirkte und was er vollbrachte &ndash; in Worten und Taten, im Dasein und Begegnen, im Leiden, Sterben und Auferstehen F&Uuml;R Sie!</p><p>F&uuml;r Luther war der gekreuzigte Jesus Ausdruck und Bild der Liebe Gottes, die jeder begreifen und erfassen sollte. Deshalb findet sich ein Bild vom Gekreuzigten in fast jeder lutherischen Kirche. Luther hat auch das Bilderverbot aus den 10 Geboten relativiert. Denn wenn Gott uns in Jesus sein Bild von sich gibt, dann haben wir ja das Bild von Gott und m&uuml;ssen uns selbst kein Bild mehr machen, sondern vielmehr darauf konzentrieren, dieses Bild Gottes immer tiefer zu verstehen.<br />
&nbsp;</p><h3>Den lebendigen Gott immer tiefer erkennen</h3><p>Du sollst dir kein Bild von Gott machen. Ja, es gilt, dass wir uns weder ein allgemeines schwammiges noch ein eigenes Lieblingsbild basteln sollen, wie wir uns Gott vorstellen wollen. Und es gilt auch, wo wir von Jesus schon etwas kapiert haben, dass wir uns damit nicht zufrieden geben, mit einem mehr oder weniger tiefen Jesusbild, mit unserer Lieblingsfacette, die uns in den Kram passt und nicht herausfordert. Wir d&uuml;rfen Gott nicht auf unsere Vorstellungen von ihm beschr&auml;nken. Sondern ich h&ouml;re unseren Text als Aufforderung und Herausforderung, mich immer wieder neu herausfordern zu lassen, Jesus neu zu begegnen und ihn tiefer zu begreifen. Mein Bild von ihm soll ich erweitern und korrigieren lassen von solchen Facetten Jesu, die mich freuen und die ich verstehe, aber auch von solchen, wo er mir fremd erscheint und ich ihn nicht verstehe.</p><p>Wenn ich vor gro&szlig;en Kunstwerken stehe, nehme ich mir Zeit. Ich will immer mehr Details und Tiefe wahrnehmen und ergr&uuml;nden. Das gilt auch f&uuml;r den Glauben. Ich will staunen &uuml;ber das Bild, das Gott uns von sich gibt, und es vielmehr noch studieren und dar&uuml;ber nachsinnen: Jesus Christus. Der menschgewordene Gott, der leidende, der gekreuzigte, der auferstandene, der voller Liebe f&uuml;r mich ist. Der mich kennt und Worte des Lebens hat. Der Ihnen und mir immer mehr ein Bild davon malt, wie er ist, wie Gott ist.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Tristan Schuh</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17258128.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Tristan Schuh]]></author>
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      <pubDate>Tue, 20 Jan 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[In Wüstenzeiten getragen]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 5. Mose 4,1-14 – ausgelegt von Gabriele Bosch.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 5. Mose 4,1-14 – ausgelegt von Gabriele Bosch.</em><br/>
<h2><strong>Der lange Weg durch die W&uuml;ste und Erhalt der&nbsp;10&nbsp;Gebote</strong></h2><p>Fast 3.000 Jahre sind diese Worte alt. Es sind die Einleitung zu den letzten Reden, die Mose an das Volk Israel richtet. Vierzig Jahre lang waren sie nun schon durch die W&uuml;ste gelaufen. Sie waren der dem&uuml;tigenden Knechtschaft in &Auml;gypten entkommen. Eine neue Heimat wurde ihnen verhei&szlig;en. Wer h&auml;tte gedacht, dass der Weg so lang und steinig sein w&uuml;rde? Gott l&auml;sst sein Volk aber nicht allein. Die Menschen auf dem Weg bekamen F&uuml;hrungspers&ouml;nlichkeiten wie Mose und seinen Bruder Aaron an die Seite gestellt. Immer wieder kamen Fragen nach dem Sinn des Unternehmens auf. Warum sind wir &uuml;berhaupt in &Auml;gypten aufgebrochen? Wohin sollen wir gehen? Wie sollen wir leben? Wo ist Gott in dieser elenden W&uuml;ste? Gott bleibt zum Gl&uuml;ck nicht stumm. Er erbarmt sich &uuml;ber die fragenden Menschen. Gott gibt ihnen Zeichen und Worte. Gott geht am Tag als Wolke und in der Nacht als Feuers&auml;ule mit seinem Volk. Er versorgt die Israeliten t&auml;glich neu mit Essen und Trinken.</p><p>Am Berg Sinai geschah dann das Wunder. Mose wurde von Gott auf die Bergspitze gerufen. Mose stieg allein hinauf. Oben bekam Mose die zehn Gebote direkt von Gott &uuml;berreicht. Darin ist alles festgelegt, was f&uuml;r das Leben mit Gott und den Menschen wichtig ist. Das gilt bis heute.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Das Wort Gottes &ndash; damals und heute</strong></h2><p>Fast 3.000 Jahre sind diese Worte alt. Sie sind gerichtet an Menschen, die vor so langer Zeit gelebt haben. Sie sind f&uuml;r Menschen bestimmt, die in einem ganz anderen Kulturkreis gelebt haben als ich. Warum ber&uuml;hren mich diese alten Worte trotzdem, als w&uuml;rden sie mir zugesprochen, heute im Jahr 2026 in Deutschland?</p><p>&bdquo;H&ouml;re Israel," hei&szlig;t es gleich zu Beginn. Als Christin bin ich durch Jesus Christus in die Gemeinschaft der Heiligen aufgenommen. Als Christenmensch bin auch ich aufgefordert zu h&ouml;ren. Gott fordert auch mich heute auf, seine Gebote zu h&ouml;ren und nach ihnen zu leben. Gott hat auch mich befreit aus der Knechtschaft des B&ouml;sen. Er m&ouml;chte allein mein Gott sein. Ich soll mir nicht einen Gott nach meinen Vorstellungen zusammenbrauen. Wie schwer das ist, haben die Menschen immer wieder erfahren. Wenn sie die N&auml;he Gottes nicht gesp&uuml;rt haben, wenn sie sein Handeln nicht verstanden haben, dann waren sie in Versuchung, sich Gott nach ihren W&uuml;nschen auszudenken. Wir h&ouml;ren davon, wenn von Baal-Peor die Rede ist. Das war so ein selbst geschnitzter Gott, den die Menschen anbeteten. Das kann Gott nicht dulden. Gott, der die Welt und alle Menschen geschaffen hat, will allein unser und mein Gott sein. Deswegen erging es den Leuten schlecht, die den G&ouml;tzen Baal-Peor angebetet haben.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Ein Leben nach Gottes Geboten &ndash; unterwegs zur Heimat</strong></h2><p>Mose zeigt dem Volk: Wer sich zu dem Gott Israels h&auml;lt, der wird leben, dem wird es gut gehen. Wer mit Gott geht, wird auf dem Weg begleitet. Wer mit Gott geht, wird einmal in der Heimat ankommen. Auch diese Worte kann ich auf mich beziehen. Ich wohne zwar in einer sch&ouml;nen Wohnung in Berlin. Ich bin froh, dort sicher und gut zu wohnen. Doch ich bin trotzdem ein Mensch, der unterwegs ist. Wir haben hier auf der Erde keine bleibende Stadt. Ich bin unterwegs. Auf dem Weg m&ouml;chte ich ein zeichenhaftes Leben f&uuml;hren. Ich versuche so zu leben, dass andere Menschen sehen: Die geh&ouml;rt zu Gott. Die h&auml;lt sich an die Gebote Gottes. Die heiligt den Sonntag und die Feiertage. Die geht w&uuml;rdevoll mit ihrer Familie um. Die macht nicht andere Menschen nieder. Die geht mit der Ehe zweier Menschen respektvoll um. Die bereichert sich nicht an Hab und Gut anderer Menschen. Die l&uuml;gt nicht. Die begehrt nicht das, was andere haben.</p><p>Mose erinnert auch mich daran: Bewahre deine Seele gut! Vergiss nicht, was du mit Gott erlebt hast! Erz&auml;hl von dem, was dir Gott an Gutem geschenkt hat. Diese Erz&auml;hlkette ist zum Gl&uuml;ck seit 3.000 Jahren nicht abgerissen. Wir erz&auml;hlen uns immer noch die Geschichten des Alten und des Neuen Testaments. Wir erz&auml;hlen sie in guten und in schlechten Tagen. Das Volk Israel ist mir ein leuchtendes Beispiel daf&uuml;r. J&uuml;dinnen und Juden haben auch in den dunkelsten Tagen der Verfolgung an Gott festgehalten. Sie haben nicht verstanden, warum sie vertrieben wurden. Sie haben nicht verstanden, warum man ihnen nach dem Leben getrachtet und warum man sie get&ouml;tet hat. Das alles haben sie nicht nachvollziehen k&ouml;nnen. Auch mir stockt immer wieder der Atem, wenn ich auf dieses millionenfache Leid schaue.</p><p>Doch es lohnt sich, auch in der Dunkelheit an Gott festzuhalten. Warum? Weil er zuerst an mir festh&auml;lt. Gott f&uuml;hrt mich durch die T&auml;ler meines Lebens. Gott ist bei mir, wenn ich in die Irre gehe. Gott beh&uuml;tet meine Seele, wenn das B&ouml;se &uuml;ber mich hereinbricht. Diese Bewahrung in schlimmen Zeiten darf ich erfahren, wie Mose es vor 3000 Jahren erlebt hat.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Moses Abschied und die Hoffnung auf die ewige Heimat</strong></h2><p>Mose sagt am Ende des heutigen Bibelabschnitts: <em>&bdquo;Der Herr gebot mir, euch die Gebote zu lehren, dass ihr danach tun sollt in dem Lande, in das ihr ziehen werdet."</em> Was meint Mose? Ihr werdet in dieses verhei&szlig;ene Land einziehen. Warum spricht er nicht von wir? Ja, das ist die Tragik dieses Mannes Mose. Er wird nicht mit dem Volk ins gelobte Land gehen! Das hat Gott ihm verwehrt, weil er in einem Moment ungehorsam war. Das ganze f&uuml;nfte Buch Mose ist eine Abschiedsrede des gro&szlig;en Anf&uuml;hrers des Volkes Gottes. Er hat den Weg bereitet. Er ist ein Begleiter, aber kein Vollender. Wie wichtig die Begleiter sind, kann man in den Moseb&uuml;chern der Bibel lesen.</p><p>Gott bringt Mose bis an die Schwelle des verhei&szlig;enen Landes. Er darf das Land wenigstens vom Berg aus sehen. Er wird mit Frieden im Herzen auf dem Berg Nebo sterben. Ich stelle mir vor: Er hatte zuletzt ein L&auml;cheln auf seinen Lippen. Gott selbst begr&auml;bt ihn am Berg Nebo, der gegen&uuml;ber von Bet-Peor [Anmerkung: Bet-Peor ist der Ort/die Gegend, w&auml;hrend Baal-Peor der dort verehrte G&ouml;tze war] liegt. Auf diesem Berg war Baal-Peor von Gott besiegt worden. Gegen&uuml;ber davon darf Mose in Frieden sterben, in der Gewissheit: Gott ist st&auml;rker als alle G&ouml;tzen. Gott ist st&auml;rker als alle Versuchungen, st&auml;rker als alles B&ouml;se.</p><p>Als Christin sehe ich mich immer mal wieder ebenso an der Schwelle stehen. Ich sehe schon etwas in der Ferne. Mein Glaube wird ab und an mit einem Sehen belohnt. Doch ich bin weiterhin auf dem Weg. Ich habe zum Gl&uuml;ck die Gebote und die Bibel. Ich habe Jesus Christus im Herzen und wei&szlig;: Ich werde irgendwann in der neuen Heimat ankommen. Gott ist mit mir, egal was auf dem Weg passiert.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Dr. Gabriele Bosch</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17256060.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Dr. Gabriele Bosch]]></author>
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      <pubDate>Mon, 19 Jan 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Klage über treulose Freunde]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 55 – ausgelegt von Thorsten Keller.</em><br/>
<p>Durch den Psalm bekommen wir einen tiefen Einblick in K&ouml;nig Davids Gedanken und seine Gef&uuml;hlswelt. Wie man so sch&ouml;n sagt: in sein Herz. Das finde ich sehr spannend! Denn David wird von Gott selbst in der Bibel als Mann nach seinem Herzen beschrieben &ndash; nachzulesen in 1. Samuel 13,14 und in Apostelgeschichte&nbsp;13,22.<br />
Mein pers&ouml;nlicher Wunsch ist es ebenfalls, mein Herz immer mehr nach Gott auszurichten. Wenn Sie das auch versp&uuml;ren, k&ouml;nnen wir heute vielleicht einige Erkenntnisse aus diesem Psalm f&uuml;r unser Leben mitnehmen. Die Psalmen Davids finde ich grunds&auml;tzlich sehr authentisch und ehrlich. Ich lese, wie David seine Gef&uuml;hle und Gedanken beschreibt. Parallel dazu versuche ich, in der Bibel die Lebenssituation dazu herauszufinden. Nat&uuml;rlich kann ich diese nicht mit letzter Gewissheit feststellen, aber gerade bei diesem Psalm 55 spricht viel daf&uuml;r, dass David folgende Lebenssituation darin beschreibt:<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Verrat, Schuld und innerer Konflikt </strong></h2><p>Absalom, sein Sohn, hat sich gegen ihn gestellt. Er versucht, seinen Vater als K&ouml;nig zu st&uuml;rzen und das Volk gegen ihn aufzubringen. David muss vor seinem eigenen Fleisch und Blut aus Jerusalem fliehen! Davids enger Vertrauter und Freund Ahitofel wechselt die Seiten und f&auml;llt ihm in den R&uuml;cken &ndash; nachzulesen in 2. Samuel 15&ndash;17.<br />
Was f&uuml;r eine unertr&auml;gliche Situation! Welche Ungerechtigkeit David hier widerf&auml;hrt! Ich pers&ouml;nlich glaube aber, dass in dieser Situation noch ein ganz anderes Thema aufkommt: der eigene, innere Konflikt! War ihm diese Situation nicht von Gott selbst durch den Propheten Nathan angek&uuml;ndigt worden? <em>&bdquo;Ich, der HERR, sage dir: Aus deiner eigenen Familie lasse ich Ungl&uuml;ck &uuml;ber dich kommen.&ldquo;</em> (2. Samuel 12,11)<br />
Nachdem David mit und durch Batseba auf vielen Ebenen ges&uuml;ndigt hatte, war das die Ank&uuml;ndigung Gottes als Konsequenz. Nachzulesen im 2. Samuel, Kapitel 12. Ich kann nur ahnen, wie diese Gedanken an David gefressen haben: Bin ich nicht selbst schuld an all dem Ungl&uuml;ck? Habe nicht ich versagt und das Ganze erst hervorgebracht?<br />
Auch ich pers&ouml;nlich kenne ein solches Gef&uuml;hls- und Gedankenchaos aus meinem Leben! Die Gefahr dabei ist, sich in Schuldgef&uuml;hlen, Scham und Frustration zu verlieren &ndash; am Ende aus genau diesen Gedanken heraus vielleicht sogar vor Gott zu fliehen. Ist das nicht die nat&uuml;rlichste Reaktion? Schauen wir, wie David damit umgeht:<br />
Dass die Situation ihn bis ins Mark ersch&uuml;ttert, wird auf jeden Fall sehr deutlich: In Vers 6 beschreibt David eine fast nicht mehr zu ertragende Bedr&auml;ngnis. Vielleicht sind Sie auch schon einmal bis ins Mark ersch&uuml;ttert worden. Vielleicht auch von einem engen Freund oder einer sehr nahestehenden Person betrogen worden. So etwas kann einem den Boden unter den F&uuml;&szlig;en wegziehen! &bdquo;Das Grauen droht mich zu ersticken&ldquo; beschreibt David hier deutlich seinen Zustand.<br />
Ab Vers 13 beschreibt David weiter, wie schwer ihn dieser Vertrauensbruch entt&auml;uscht. Sehr ehrlich bringt er nicht nur seine Ohnmacht und Trauer zum Ausdruck, sondern dann auch seinen Zorn: Vers 16: <em>&bdquo;Der Tod soll meine Feinde wegraffen! Lebendig sollen sie ins Totenreich hinabfahren!&ldquo;</em><br />
Ich finde sehr faszinierend, dass David hier gegen&uuml;ber Gott offensichtlich &uuml;berhaupt keine Hemmungen hat, seine Gef&uuml;hle auszudr&uuml;cken. V&ouml;llig ungeschminkt &bdquo;haut er seine Empfindungen raus!&ldquo; Diese Gef&uuml;hle und Gedanken kenne ich auch nur zu gut! &ndash; aber bin ich auch so ehrlich gegen&uuml;ber Gott? Was mir auch auff&auml;llt ist, dass Gott offenbar ganz selbstverst&auml;ndlich Davids Ansprechpartner f&uuml;r diese Themen ist. Er kommt unverbl&uuml;mt und ohne Fassade zu Gott. Unabh&auml;ngig davon, ob David selbst sogar vielleicht urspr&uuml;nglich schuld an der ganzen Situation ist.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Hinwendung zu Gott und Vertrauen </strong></h2><p>Ich glaube, dass genau darin ein Schl&uuml;ssel liegt: Wie oft habe ich schon bei anderen Menschen &uuml;ber jemanden geschimpft. Das Ergebnis ist dann aber maximal, dass ich mal Luft ablassen kann oder den anderen vor anderen schlecht reden kann. Vielleicht sogar, von meiner eigenen Unzul&auml;nglichkeit ablenke. Im Unterschied dazu kommt David zu Gott &ndash; zu dem gerechten Richter. Er kommt mit all der Ungerechtigkeit, aber auch in Annahme der eigenen Schuld zu seinem Herrn. Und in seiner Gegenwart bzw. in seinem Licht sieht manches pl&ouml;tzlich anders aus! Er hatte ja pers&ouml;nlich den vergebenden Gott kennen gelernt. Sein Handeln hatte zwar Konsequenzen nach sich gezogen, jedoch nicht den Bruch mit seinem Sch&ouml;pfer. Gott war damals trotz seiner uns&auml;glichen Schuld barmherzig gewesen. Aus dieser Erfahrung heraus wohl wendet David sich in dieser schweren, von vielen Gef&uuml;hlen und Gedanken getriebenen Situation nicht von Gott ab, sondern gerade zu ihm hin. Und das ver&auml;ndert alles: Ab Vers 17 gibt es n&auml;mlich eine Wendung: Als h&auml;tte sich Gott David gezeigt oder zu ihm gesagt: &bdquo;Hab Mut und Geduld! Ich k&uuml;mmere mich darum! &ndash; denk dran: ich mache keine Fehler.&ldquo; Zum Ende hin des Psalms &auml;ndert sich die Blickrichtung Davids komplett. Weg von den Ungerechtigkeiten, der Schuld und den Problemen &ndash; weg von seiner eigenen Hilflosigkeit &ndash; hin zu seinem Gott &ndash; hin zum Probleml&ouml;ser.<br />
Vielleicht ist das genau der Kern, der David zu dem Mann nach dem Herzen Gottes macht: Er war bestimmt kein s&uuml;ndloser Mensch &ndash; ganz im Gegenteil! Auch kannte er tiefe &Auml;ngste und Sorgen! Fast bis zum Zusammenbruch. Auch kannte David Zorn und ungerechte Gedanken. Ein Mensch mit allem, was das Menschsein ausmacht! Ein Mensch wie Sie und ich&hellip;<br />
Und doch kommt er offensichtlich mit all diesen Dingen zu seinem Sch&ouml;pfer. Er ist bereit, Schuld zuzugeben und seine Gedanken und Gef&uuml;hle in dessen Hand loszulassen. Das Ganze m&uuml;ndet dann am Ende in den einen und entscheidenden Satz: &bdquo;Ich aber vertraue auf dich!&ldquo;<br />
Dieses &bdquo;aber&ldquo; macht f&uuml;r mich genau diesen Unterschied! Ich habe Angst &ndash; Trauer &ndash; Schuld. Diese Ungerechtigkeit, dieser Schmerz! Ich k&ouml;nnte alle gegen die Wand dr&uuml;cken!!! Das ist meine Wirklichkeit gerade &ndash; Gott!&nbsp; Vielleicht ist das sogar gerade Ihre Alltagswirklichkeit?&nbsp;<br />
Ich aber vertraue (trotzdem) auf dich!<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Jesus als Zugang zum barmherzigen Gott </strong></h2><p>Das, was David in Gott damals schon pers&ouml;nlich erlebt hat, ist f&uuml;r uns heute f&uuml;r alle Welt sichtbar und zug&auml;nglich geworden &ndash; f&uuml;r jeden Menschen zu haben, der sich danach ausstreckt:<br />
Dieser barmherzige Gott ist in Jesus Christus auf diese Welt gekommen, um uns den Vater zu zeigen. Zu ihm k&ouml;nnen und d&uuml;rfen wir kommen, wie David es vorgemacht hat. Ehrlich, ohne Angst und Scham. Egal in welcher Situation und was passiert ist!<br />
Ich mache Ihnen Mut dazu und w&uuml;nsche Ihnen von Herzen, dass auch Sie solche Erfahrungen mit Gott machen, wie David sie in Psalm 55 beschreibt!</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Thorsten Keller</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17255534.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Thorsten Keller]]></author>
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      <pubDate>Sun, 18 Jan 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Der bessere Plan kommt von Gott]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 5. Mose 3,18-29 – ausgelegt von Matthias Brandtner.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 5. Mose 3,18-29 – ausgelegt von Matthias Brandtner.</em><br/>
<p><strong>Gottes guter Plan f&uuml;r sein Volk</strong></p><p>Gott hat einen guten Plan f&uuml;r seine Kinder. So war und ist das auch f&uuml;r sein geliebtes Volk Israel. Gottes Ziel und Bestimmung f&uuml;r sein Volk lautet: Kanaan &ndash; das Land voller Milch und Honig &ndash; das gelobte Land! Ein Leben unter Gottes Schutz und Versorgung. Ein Leben in Freiheit und Frieden.</p><p>Dazu ordnet Gott an, dass alle St&auml;mme im Gelobten Land westlich des Jordan leben sollen. Gott weist sp&auml;ter Josua an, das &bdquo;Gelobte Land" ohne R&uuml;cksicht auf Verdienste aufzuteilen, er legt fest, wer welchen Bereich erh&auml;lt.</p><p>Dank Gottes Barmherzigkeit und Gnade k&ouml;nnen wir uns auch heute unseren Platz im Gelobten Land &ndash; sprich in Gottes Reich &ndash; nicht verdienen. Auch unser Erbe im Reich Gottes haben wir durch Christus und seine Erl&ouml;sung erhalten. Im Epheserbrief, Kapitel 1 Vers 3 hei&szlig;t es:</p><p><em>Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns durch Christus mit allem geistlichen Segen im Himmel beschenkt hat.</em> Das ist viel! Wenn Gott uns seine Lebensf&uuml;lle anbietet, dann meint er &bdquo;Alles"!</p><p>In der Bibel sagt Gott: &bdquo;So sehr liebe ich Dich, dass ich sogar meinen Sohn Jesus f&uuml;r Dich geopfert habe, damit meine Vergebung und Liebe zu Dir flie&szlig;en kann. Wie k&ouml;nnte ich Dir jetzt noch etwas vorenthalten? Alles, was ich habe und f&uuml;r einen Menschen sein kann, will ich f&uuml;r Dich sein." Ist das nicht unglaublich?</p><p>Ja, Gott geht noch weiter und verspricht, unseren Glauben zu belohnen! K&ouml;nnen Sie erfassen, wie viel Gutes auf Sie wartet? Mose erinnert in unserem Bibeltext daran:</p><hr /><p><strong>Die Entscheidung von Ruben und Gad</strong></p><p>Ruben und Gad glauben, einen besseren Plan f&uuml;r sich gefunden zu haben. Nach der Niederlage der Midianiter flehen sie darum, ihr dank Gott erobertes Land im Jordantal behalten zu d&uuml;rfen. Sie argumentieren: &bdquo;Das ist ein Land f&uuml;r Vieh, und deine Knechte haben Vieh." (4. Mose 32:4). Sie nehmen an, dass ihre Beurteilung und Auswahl des Landes besser ist als der Teil des &bdquo;Gelobten Landes", den Gott ihnen geben m&ouml;chte.</p><p>Als Menschen, die ihre Logik und Sichtweise &uuml;ber Gottes Worte stellen, glauben sie, sie k&ouml;nnten au&szlig;erhalb des Willens und Segens Gottes besser leben.</p><p>Das nenne ich die Rindviecher-Philosophie, welche besagt, dass das Gras auf der anderen Seite des Zaunes immer gr&uuml;ner ist. Dieser Illusion folgte viel fr&uuml;her bereits Lot, der Neffe Abrahams, der glaubte, dass es im s&uuml;ndigen Sodom besser ist als an der Seite des &bdquo;Vaters des Glaubens", Abraham, der unter dem Schutz und Segen Gottes lebt.</p><p>Und auch der &bdquo;verlorene Sohn", von dem mehr als ein Jahrtausend sp&auml;ter Jesus, der Sohn Gottes, erz&auml;hlt, ist sich sicher, dass au&szlig;erhalb vom Vaterhaus das prickelnde Leben auf ihn wartet. Irgendwann findet er sich entt&auml;uscht als Schweinehirt wieder und ist zum gro&szlig;en Verlierer geworden.</p><p>K&ouml;nig Salomo formuliert folgende Warnung, Jahrhunderte sp&auml;ter als Mose: &bdquo;Mancher Weg erscheint dem Menschen richtig, aber er endet auf dem Weg des Todes." (Spr. 14:12; 16:25)</p><hr /><p><strong>Die Konsequenzen falscher Entscheidungen</strong></p><p>Suchen Sie, wie Ruben und Gad, nach etwas Besserem als dem, was Gott Ihnen in Christus angeboten hat? Das hat schon bei Adam und Eva nicht gut funktioniert!</p><p>Mose gab schlie&szlig;lich den Bitten Rubens und Gads unter der Bedingung nach, dass sie mit den anderen St&auml;mmen das Land erobern.</p><p>Gott will Menschen nicht in das Gelobte Land zwingen.</p><p>Seine Liebe und seinen Segen zwingt Gott keinem auf.</p><p>Mit der endg&uuml;ltigen Trennung von den anderen St&auml;mmen erfahren wir noch etwas sehr Trauriges. Die H&auml;lfte des Stammes Manasse wird von Ruben und Gad beeinflusst und beschloss, auch au&szlig;erhalb des &bdquo;Gelobten Landes" zu leben (4. Mose 32:33, 40-42).</p><p>Die H&auml;lfte dieses Stammes gibt Gottes zugedachten Segen f&uuml;r ein falsches Versprechen auf &ndash; ein besseres Leben au&szlig;erhalb des Gelobten Landes.</p><p>Josua h&auml;lt sich sp&auml;ter an die Abmachung und weist diesen zweieinhalb St&auml;mmen ihren Platz au&szlig;erhalb des Gelobten Landes zu (Josua 13:15-33).</p><p>Gott gibt uns allen bis heute eine Wahl. Wenn Sie sich nach Ihrem alten, s&uuml;ndigen, gottlosen Leben sehnen, wird er Sie gehen lassen. Traurigerweise bietet das Leben au&szlig;erhalb des Gelobten Landes letztlich weniger von dem, was Gott einem Menschen schenken m&ouml;chte.</p><hr /><p><strong>Das Schicksal der St&auml;mme und die Warnung f&uuml;r uns heute</strong></p><p>Hunderte von Jahren sp&auml;ter werden diese St&auml;mme, wie die, die im gelobten Land leben, in die Gefangenschaft verschleppt.</p><p>Doch anders als die St&auml;mme, die im &bdquo;Gelobten Land" lebten, haben die St&auml;mme Ruben und Gad nach ihrer Gefangenschaft keinen Ort, an den sie zur&uuml;ckkehren k&ouml;nnen. Da Gott ihnen dieses Land au&szlig;erhalb von Kanaan nicht versprochen hatte, s&auml;uberte er es auch nicht von fremden Armeen, um ihnen die R&uuml;ckkehr zu erm&ouml;glichen. Sie werden Teil der verlorenen St&auml;mme Israels. Ihre schicksalhafte Entscheidung, au&szlig;erhalb des Gelobten Landes zu leben, hat noch bis heute Konsequenzen.</p><p>Wer Entscheidungen gegen Gottes Willen trifft, kann ebenfalls ein Leben lang mit Verlust und Leid rechnen. Schlimmer noch, unsere Entscheidungen k&ouml;nnen sich negativ auf k&uuml;nftige Generationen in der Familie auswirken.</p><p>Ein letzter Gedanke: Satan greift gerne diejenigen an, die au&szlig;erhalb der Herde leben.</p><p>Satan verh&auml;lt sich wie ein L&ouml;we, der die Tiere angreift, die sich von der Herde entfernt haben. Deshalb wird uns Christen gesagt, dass wir die Gemeinschaft der Christen nicht verlassen sollen. Au&szlig;erhalb der Herde, sprich der Familie Gottes, haben wir viel weniger Schutz. Au&szlig;erhalb von Gottes Schutzangebot werden wir zur leichten Beute! M&ouml;chten Sie beraubt oder gesegnet werden &ndash; wof&uuml;r entscheiden Sie sich?</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Matthias Brandtner</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17255062.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sat, 17 Jan 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Ein gutes Rezept]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 5. Mose 2,16-25 – ausgelegt von Andreas Achenbach.</em><br/>
<h2><strong>Falsche Entscheidungen und ihre Folgen</strong></h2><p>Zur richtigen Zeit am richtigen Ort das Richtige tun. Das klingt nach einem guten Rezept f&uuml;r mein Leben. Und es ist ja auch so, dass mein Leben in weiten Teilen das Ergebnis meiner Entscheidungen ist.</p><p>Wie weitreichend falsche Entscheidungen sein k&ouml;nnen und welche Rolle Gott dabei spielen kann, das zeigt mir der Bibeltext heute. Es geht sofort mit dem ersten Vers los, da hei&szlig;t es: <em>&bdquo;Und es geschah, als die kriegst&uuml;chtigen M&auml;nner aus der Mitte des Volkes vollst&auml;ndig weggestorben waren...".</em> Was war passiert? Eine gro&szlig;e Gruppe aus dem Volk Israel, n&auml;mlich die kriegst&uuml;chtigen M&auml;nner, hatten vor langer Zeit eine falsche Entscheidung getroffen. Eigentlich sind es sogar zwei Entscheidungen innerhalb sehr kurzer Zeit gewesen. Diese M&auml;nner, die mit zwanzig Jahren oder &auml;lter als kriegst&uuml;chtig angesehen wurden, weigerten sich in das von Gott versprochene Land einzuziehen und darum zu k&auml;mpfen. Obwohl Gott ihnen seine Unterst&uuml;tzung zugesagt hatte. Sie wurden mutlos, unzufrieden und undankbar gegen&uuml;ber ihrem Anf&uuml;hrer Mose und damit auch gegen Gott.</p><p>Gott verurteilte Israel deswegen zu einem Umweg durch die W&uuml;ste, so dass die n&auml;chste Gelegenheit das versprochene Land in Besitz zu nehmen, erst dann wiederkommen w&uuml;rde, wenn diese M&auml;nner nicht mehr lebten. Und das dauerte dann eben vierzig Jahre. Und das sind sehr m&uuml;hsame Jahre! Nachdem den Israeliten klar geworden ist, welche Folgen ihr Ungehorsam haben wird, &uuml;berlegen sie es sich dann doch nochmal anders. Und brechen am n&auml;chsten Tag auf, um die verpasste Gelegenheit nachzuholen. Das ist die zweite falsche Entscheidung. Diesmal nicht aus Mutlosigkeit, sondern aus Selbst&uuml;bersch&auml;tzung. Sie werden besiegt und viele sterben. Zur falschen Zeit am richtigen Ort das Falsche getan.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Die Bibel als Spiegel f&uuml;r mein Leben</strong></h2><p>Bevor ich mich jetzt, sozusagen in sicherem Abstand, zur&uuml;cklehne und den Kopf sch&uuml;ttele &uuml;ber so viel Ungehorsam, Mutlosigkeit und Selbst&uuml;bersch&auml;tzung, frage ich mich, ob diese Ereignisse damals auch etwas mit meinem Leben heute zu tun haben. Denn es ist ja so: Die Bibel als Gottes lebendiges Wort an die Menschen gibt nicht nur Antworten, sie stellt auch Fragen an mich und mein Leben. Wie ist es also mit dem Bibeltext heute? Hat nicht der Apostel Paulus mal etwas dazu gesagt? Richtig, in seinem ersten Brief an die Christen in Korinth im zehnten Kapitel. Da hei&szlig;t es in den Versen elf und zw&ouml;lf<em>: &bdquo;Alles dies aber widerfuhr jenen als Vorbild und ist geschrieben worden zur Ermahnung f&uuml;r uns, &uuml;ber die das Ende der Zeitalter gekommen ist. Daher, wer zu stehen meint, sehe zu, dass er nicht falle."</em> (1. Korinther 10,11-12)</p><p>Wenn ich also Paulus beim Wort nehme und dieser m&uuml;hselige Umweg der Israeliten mir als Ermahnung dienen soll, bedeutet das doch, dass auch in meinem Leben Momente der Mutlosigkeit, Ungehorsam gegen Gott und Selbst&uuml;bersch&auml;tzung vorkommen. Die dann zu Entscheidungen f&uuml;hren k&ouml;nnen, die mir nicht guttun. &bdquo;Wer zu stehen meint, sehe zu, dass er nicht falle."<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Gottes Plan: M&ouml;glichkeiten und Grenzen</strong></h2><p>Es w&auml;re wohl besser, nach Gottes Plan f&uuml;r mein Leben Ausschau zu halten. Denn den gibt es ja. Ich erkenne das daran, dass Gott mir M&ouml;glichkeiten schafft, aber auch Grenzen setzt. Er gibt mir M&ouml;glichkeiten z.B. in Form von Zeit, Kraft, Geld oder besonderen F&auml;higkeiten. Setzt mir aber auch Grenzen darin, wie ich mit diesen Dingen umgehen soll, wenn ich ihn ernst nehme. Davon bin ich wirklich &uuml;berzeugt.</p><p>M&ouml;glichkeiten schaffen und Grenzen setzen sind beides Ausdruck von Gottes F&uuml;rsorge.</p><p>Auch die Israeliten erleben, wie Gott klare Grenzen setzt. Zum Beispiel als sie sich auf ihrem Weg ins versprochene Land dem Gebiet eines anderen Volkes, der Ammoniter n&auml;mlich, n&auml;hern. In unserem Text f&uuml;r heute steht in Vers 19: &bdquo;Du sollst sie nicht befehden und dich nicht in Streit mit ihnen einlassen, denn ich werde dir von dem Land der S&ouml;hne Ammon keinen Besitz geben. Denn ich habe es den S&ouml;hnen Lot zum Besitz gegeben." In diesem Fall bedeutet das Richtige zu tun, auf einen Kampf zu verzichten, obwohl die Kr&auml;fte dazu vielleicht ausgereicht h&auml;tten.</p><p>Ein gutes Beispiel, Gottes Willen zu entsprechen, indem man mal nichts tut.</p><p>Israel hat nur eine Chance, im versprochenen Land zu leben, wenn es sich ganz dicht an Gottes Linien entlang bewegt. F&uuml;r mich gilt das auch. Das Leben, das Gott f&uuml;r mich vorgesehen hat, kann ich nur erkennen und leben, wenn ich wei&szlig;, wo seine Linien sind. Das gelingt mal besser und mal schlechter. Und hinterher ist man immer kl&uuml;ger. Oder wie S&ouml;ren Kierkegaard mal gesagt hat: &bdquo;Das Leben wird vorw&auml;rts gelebt, aber r&uuml;ckw&auml;rts verstanden."<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Gottes Treue &ndash; auch nach Fehlern</strong></h2><p>Bei all dem Nachdenken &uuml;ber Gottes Plan f&uuml;r mein Leben und dem Nachsp&uuml;ren seiner Linien in meinem Leben gibt es einen entscheidenden Faktor. Und das ist Gottes Ermutigung und Treue. Die Israeliten erleben das: <em>&bdquo;Macht euch auf, brecht auf und zieht &uuml;ber den Fluss Arnon! Siehe, ich habe den Amoriter Sihon, den K&ouml;nig von Heschbon, und sein Land in deine Hand gegeben."</em> So kann es auch f&uuml;r mich sein, dass Gott mich ermutigt, weitere Schritte mit ihm zu gehen. Auch wenn ich vorher Fehler gemacht habe.</p><p>Und wie weit geht Gottes Treue?</p><p>F&uuml;r die Israeliten geht seine Treue so weit, dass er in seiner Beziehung zu ihnen noch einige weitere Kapitel der Auflehnung und Undankbarkeit erlebt, die auch schwere Folgen haben. Aber Gott gibt seine Verbindung trotzdem nie auf. Bis heute nicht.</p><p>Und in meinem Leben, das sich aufspannt zwischen Zuversicht und Mutlosigkeit, Demut und Selbst&uuml;bersch&auml;tzung, Glauben und Zweifeln? Auch hier ist Gott schon viele Umwege mitgegangen, hat meine Zweifel und Vorw&uuml;rfe ausgehalten. Und gibt seine Verbindung nicht auf. Bis heute nicht.</p><p>Gottes Treue ist also in jedem Fall gro&szlig; genug f&uuml;r mich. Und auch f&uuml;r Sie.</p><p>Das will ich immer wieder als Ermutigung nehmen. Damit ich nicht immer, aber immer &ouml;fter das Richtige am richtigen Ort zur richtigen Zeit tun kann. Mit Gottes Hilfe.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Andreas Achenbach</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17254357.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Andreas Achenbach]]></author>
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      <pubDate>Fri, 16 Jan 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Das gelobte Land]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 5. Mose 2,1-15 – ausgelegt von Jens Scholz.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 5. Mose 2,1-15 – ausgelegt von Jens Scholz.</em><br/>
<h2><strong>R&uuml;ckblick auf den Auszug aus &Auml;gypten</strong></h2><p>Diese Version der vergangenen Ereignisse ist keine Wiederholung des Buches Exodus, des zweiten Buches Moses, sondern ein R&uuml;ckblick auf die Befreiung des Volkes Israel und dessen anschlie&szlig;ender Reise durch die W&uuml;ste. Die Geschehnisse werden neu formuliert. So sollten wir das ganze 5. Buch Mose verstehen.</p><p>In Kapitel zwei geht es zun&auml;chst einmal neu um die Anweisungen vor der Einnahme des sogenannten gelobten Landes. Es ist Gott sehr wichtig, dass Auseinandersetzungen mit den Verwandten von vornherein ausgeschlossen werden sollen. Da sind die Nachfahren des Bruders von Jakob &ndash; und au&szlig;erdem auch die Nachfahren Lots. Mit ihnen hat Gott vorzeiten etwas anderes ausgemacht &ndash; zumindest was die Landnahme anging. Es war Gott wichtig, extra darauf hinzuweisen, damit es hier nicht zum Familienkrieg kommt.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>40 Jahre W&uuml;ste &ndash; und die Folgen</strong></h2><p>Eine Reise, die in wenigen Wochen h&auml;tte beendet werden k&ouml;nnen, dauerte 40 Jahre. Vom Auszug aus &Auml;gypten bis zum ersten Erreichen der Grenze Kanaans hatte es beim ersten Anlauf nur etwa 1 Jahr und 2 Monate gedauert. Viel war inzwischen passiert &ndash; eine ganze, neue Generation war herangewachsen und von denen, die beim ersten Mal an die Grenze von Kanaan gekommen waren, lebten nur noch Josua und Kaleb. Im Buch Numeri, im 4. Buch Mose 14,29 ff., k&ouml;nnen wir den Grund lesen: Gott sprach: <em>&bdquo;Eure Leiber sollen in dieser W&uuml;ste fallen, alle eure Zahl, so viele ihrer gez&auml;hlt sind, von zwanzig Jahren und dar&uuml;ber, die ihr wider mich gemurrt habt. Aber Kaleb, der Sohn Jephunnes, und Josua, der Sohn Nuns, und die Kinder, um deren Willen ihr gesprochen habt, sie w&uuml;rden ein Raub werden, die will ich hineinbringen, und sie sollen das Land sehen, das ihr verachtet habt."</em></p><p>Ja, das gelobte Land &ndash; das Land, in dem Milch und Honig flie&szlig;en &ndash; das sehen dann nur zwei Auserw&auml;hlte aus der gesamten Schar. 600.000 M&auml;nner waren urspr&uuml;nglich ausgezogen, dazu Frauen und Kinder. Sch&auml;tzungen gehen also von ca. 2,5 Millionen wandernden Israeliten aus. Nur zwei M&auml;nner davon sind letztlich pers&ouml;nlich bei der Landeinnahme von Kanaan dabei &ndash; die anderen sind alles Nachgeborene.</p><p>Das gelobte Land war nat&uuml;rlich aus der Sicht der Gefangenen, die unter Knechtschaft und Entbehrungen gelebt hatten, tats&auml;chlich eine wunderbare Verhei&szlig;ung, auch wenn in den danach folgenden Jahren alles relativiert wurde.</p><p>Klar, das Land ist fruchtbar, aber die ganzen St&auml;mme &ndash; die Kinder Jakobs, haben dann sp&auml;ter doch mit einer gro&szlig;en Anzahl von Problemen zu k&auml;mpfen. Erstens mit den Folgen des Ungehorsams gegen&uuml;ber Gott, bzw. mit den daraus resultierenden Schwierigkeiten. Und dann auch mit den Problemen sowohl innerhalb ihrer Gemeinschaften als auch nach au&szlig;en mit den Nachbarv&ouml;lkern &ndash; himmlischer Friede sieht anders aus. Der Werdegang des Volkes fortan gleicht einem starken Auf und Ab und endet in der Zerstreuung unter die Nationen &ndash; bis heute!<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Der Auszug aus &Auml;gypten als Bild f&uuml;r Christen heute</strong></h2><p>F&uuml;r mich ist der Auszug aus &Auml;gypten auch eine gro&szlig;e Entsprechung in Bildern f&uuml;r uns Christen. Durch Jesus befreit von der Gefangenschaft der S&uuml;nde &ndash; sind wir jetzt auf dem Weg ins Reich Gottes. Damals teilte sich der Jordan f&uuml;r die befreiten Israeliten als rettender Weg, so wie sp&auml;ter bei Jesu Tod am Kreuz der Vorhang zum Allerheiligsten im Tempel zerriss. Dies, um uns Nachfolgern zuk&uuml;nftig den Zugang zum Vater auf direktem Weg m&ouml;glich zu machen. Vor ca. 3.300 Jahren f&uuml;hrte Gott sein Volk pers&ouml;nlich als Wolken- und als Feuers&auml;ule in das f&uuml;r Abraham verhei&szlig;ene Land, in welchem Milch und Honig flossen. Gott selbst gebraucht diesen Ausdruck mehrfach, um dem Volk Israel das Ziel ihrer Reise und die F&uuml;lle des Landes zu verdeutlichen.</p><p>So wie die Kinder Israels nach Kanaan, sind wir nun gut dreieinhalbtausend Jahre sp&auml;ter auf dem Weg zum Himmel, in dem Jesus regiert, und wir mit IHM himmlischen Frieden in Abwesenheit von Neid, Schmerz, Hass und Krieg erleben werden.</p><p>Wo sind wir jetzt?</p><p>Wir sind noch unterwegs &ndash; wir sollten uns nicht zu fr&uuml;h freuen, denn unser gelobtes Land ist zwar schon in Sicht, aber es ist noch nicht eingenommen. So wie das Volk Israel damals seine erste Chance verpasst hatte, sollten wir &ndash; die wir auf Jesus trauen &ndash; bei ihm bleiben, ohne eine Schleife zu drehen. Damals ist durch die andauernden Misstrauensbekundungen an den, der sie befreit und gef&uuml;hrt hat, die erste Generation schon mal nicht dabei gewesen und nicht am Ziel angekommen. Sie mussten weitere 38 Jahre unterwegs sein.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Das himmlische Ziel: Ewige Gemeinschaft mit Christus</strong></h2><p>Aber vorstellbar sind die Eigenschaften, die dieses Reich der Himmel mitbringen werden. Wir werden befreit sein von Ausweisen, von Zeugnissen, von Lebensberechtigungsscheinen aller Arten, von Rechtsanw&auml;lten, Beh&ouml;rden und Gef&auml;ngnissen. Wir werden keine Schl&uuml;ssel mehr brauchen und auch keine Rentenpapiere und Einwohnermeldeamtsscheine. Wir werden befreit sein von Neid, Eifersucht und Zorn. Von einem jeden, den ich in dieser Welt Gottes antreffe und dem ich eine Frage stelle, werde ich ehrliche Antworten bekommen &ndash; die L&uuml;ge ist nicht mehr. Kein Leid, kein Mord und kein Totschlag, keine Tr&auml;nen mehr. Das gelobte Land, auf das Christen zugehen, ist dann wirklich ein Land, ein Dasein, der Freude und der ewigen Gemeinschaft mit unserem Erl&ouml;ser Jesus Christus &ndash; ein Land, in dem Milch und Honig flie&szlig;en, auch im geistigen Sinn.</p><p>In diesem Sinne rufe ich einem jeden H&ouml;rer Gottes Worte aus dem Josua-Buch zu: &bdquo;Sei getrost und unverzagt! Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst."</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Jens Scholz</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17253583.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Jens Scholz]]></author>
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      <pubDate>Thu, 15 Jan 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Raus aus der Endlosschleife]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 5. Mose 1,34-46 – ausgelegt von Sabine Müller.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 5. Mose 1,34-46 – ausgelegt von Sabine Müller.</em><br/>
<h2><strong>Aus der Geschichte lernen &ndash; Israels Weg durch die W&uuml;ste</strong></h2><p>&bdquo;Wer nicht aus seiner Vergangenheit lernt, ist dazu verurteilt, sie zu wiederholen." Dieses Zitat des spanischen Philosophen George Santayana kam mir beim Lesen dieses Textabschnitts in den Sinn. Das Volk Israel steckt in einer Endlosschleife und scheitert an sich selbst und seiner Vergesslichkeit. Was ist passiert?</p><p>Nach einem spektakul&auml;ren Weggang aus &Auml;gypten, wo der Pharao das Volk nach 10 Plagen durch Gottes Wirken ziehen lie&szlig;, ging es in die W&uuml;ste. Auch dort erlebten die Israeliten immer wieder Gottes Handeln: Gott teilte das Meer, sodass das Volk nicht in einer Falle sa&szlig;, sondern dem Heer des Pharaos sogar trockenen Fu&szlig;es durch das Meer entkommen konnte. Es ist Gottes F&uuml;rsorge mit Manna und Wasser zu verdanken, dass sie in der W&uuml;ste &uuml;berlebten.</p><p>Die Wolken- und Feuers&auml;ule erinnern an die Pr&auml;senz Gottes und sind Trost und Einladung: Vertraue Gott! Er ist da und k&uuml;mmert sich, er zeigt den Weg. Aber hat sich das tief in die Gedanken und Herzen der Israeliten eingepr&auml;gt? Eher nicht.</p><p>&nbsp;</p><h2><strong>Zweifel und Verzagen &ndash; Wenn Angst den Glauben &uuml;berschattet</strong></h2><p>Das Volk Israel steht kurz vor der Einnahme in das verhei&szlig;ene Land, aber zehn Kundschafter nehmen dem Volk allen Mut. Sie malen ein Bild vor Augen, das den Anschein vermittelt: Dieses Land ist nicht einnehmbar: Dort wohnen Riesen, wir sind zu klein und zu schwach. Der Eindruck der Kundschafter f&auml;rbt auf das Volk ab, sie verzagen und resignieren. Mehr noch: Sie murren: &bdquo;W&auml;ren wir doch in &Auml;gypten geblieben!" Aber das w&auml;re ja wegen der Knechtschaft nicht wirklich eine Alternative. 10 Kundschafter hielten das Volk kurz vor dem Ziel ab, das greifbar nahe Land einzunehmen. Wie tragisch!</p><p>Was sind denn heute unsere Zweifel oder Riesen, die uns einsch&uuml;chtern oder verzagen lassen?<br />
&bull; Du bist nicht gut genug<br />
&bull; Du bist schuldig und hast zu viel Mist gemacht<br />
&bull; Gott hat kein Interesse an dir<br />
&bull; Du musst dir den Himmel verdienen<br />
&bull; Du hast noch Zeit, das Land einzunehmen</p><p>Es hilft, diese Lebensl&uuml;gen mit Gottes Wort zu entlarven.</p><p>Was war das eigentliche Problem? N&auml;hrboden f&uuml;r ihr Zweifeln und Meckern war fehlendes Gottvertrauen. Sage und schreibe 35-mal verhei&szlig;t Gott: &bdquo;<em>Ihr geht in das verhei&szlig;ene Land, das der Herr euch gibt."</em> Schlimmer noch: Das Volk handelt eigenm&auml;chtig und zieht ohne Gottes Auftrag in den Krieg. Das Ergebnis war zu erwarten: Ohne Gottes R&uuml;ckhalt stecken sie eine bittere Niederlage ein. Ihr Ungehorsam hat Folgen: Das Volk ist in einer Endlosschleife 40 Jahre lang in der W&uuml;ste gefangen, in der schlie&szlig;lich die Murrenden sterben. Aber trotz aller Untreue bleibt Gott seinem Volk treu. Die Kinder der Israeliten ziehen mit Josua und Kaleb ins verhei&szlig;ene Land ein.</p><p>Ich w&uuml;nsche mir Menschen wie Josua und Kaleb, die den Blick weg vom eigenen Unverm&ouml;gen auf Gottes M&ouml;glichkeiten lenken. Er kann auch heute noch Wege schaffen, wo ich keine sehe oder es tats&auml;chlich keine gibt.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Gottes F&uuml;rsorge &ndash; damals wie&nbsp;heute</strong></h2><p>Das Volk hat Gott aus den Augen verloren und die Menschheit l&auml;uft heute auch Gefahr, den gleichen Fehler zu machen: Eigenm&auml;chtige Entscheidungen, ohne nach Gottes Willen zu fragen, Egoismus und Gottlosigkeit nehmen zu. Auch ich ertappe mich immer wieder einmal, dass es an Vertrauen in Gott mangelt &ndash; &auml;hnlich wie bei den Israeliten. Dabei habe ich in der Vergangenheit doch immer wieder sein Tragen und Handeln erlebt. 5. Mose 1,30 hat sich bei mir neu eingepr&auml;gt: Gott streitet f&uuml;r uns! Er wei&szlig; um alles, er hat die L&ouml;sungen und einen Plan, wo ich noch nicht einmal einen Weg sehe. &bdquo;Geht nicht, gibt es bei Gott nicht."</p><p>Gott hat nicht nur das Volk Israel mit seinen rund zwei Millionen Menschen in der W&uuml;ste versorgt, bei den Israeliten ist in der ganzen Zeit der W&uuml;stenwanderung sogar nie die Kleidung zerschlissen.</p><p>Das Manna heute ist zwar vermutlich nicht der Koriandersamen, dennoch erlebe ich Gottes F&uuml;rsorge: mit der t&auml;glichen Speise, einem Dach &uuml;ber dem Kopf, einer Arbeit, wo ich mein Einkommen habe. Gott schenkt wie beim Manna jeden Tag neu die n&ouml;tige Kraft und Gesundheit. Und Gottes Liebe w&auml;rmt wie ein Mantel die Seele und versorgt mit allem N&ouml;tigen.</p><p>Gott steht mir bei! Auch wenn es nicht die K&auml;mpfe gegen die &Auml;gypter oder die Nachbarv&ouml;lker sind, so erfahre ich immer wieder Gottes Hilfe in den gro&szlig;en K&auml;mpfen des Lebens und in den kleinen Dingen des Alltags: Gott sorgt f&uuml;r mich, hilft bei Sorgen, Zweifeln, Mobbing oder steht verfolgten Christen bei. Er sieht meine Tr&auml;nen und meinen Schmerz und wei&szlig; einen Ausweg.</p><p>Mich hat die Geschichte der Kundschafter wieder neu gelehrt: Wem glaube ich? Ich m&ouml;chte bei Nachrichten genau hinh&ouml;ren, m&ouml;chte Halbwahrheiten entlarven und mich an Gottes Zusagen erinnern. Eine lautet: <em>&bdquo;Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht!" </em>(Josua 1,5). Es muss nicht sein, die Fehler der Vergangenheit noch einmal zu durchlaufen, denn die Geschichte des Volkes Israel wurde als Mahnung aufgeschrieben!</p><p>Gleichzeitig aber auch als Einladung: Vertraue Gott, er ist da! Damals wie heute brauchen Menschen Zeichen wie die Wolken- und Feuers&auml;ule, die an Gottes N&auml;he und Anwesenheit erinnern. Das gr&ouml;&szlig;te Zeichen ist in meinen Augen das Kreuz: Gott wird in Jesus Mensch, sichtbar und erfahrbar und wohnt unter den Menschen. Es gilt nach wie vor sein Versprechen: <em>&bdquo;Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende"</em> (Matth&auml;us 28,20).<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Das Land der Verhei&szlig;ung &ndash; Einladung zum Vertrauen</strong></h2><p>Gott bietet auch heute noch an, das Land einzunehmen, das er f&uuml;r die Menschen vorgesehen hat. Dieser Ort der Bestimmung ist nicht auf einer Landkarte verzeichnet, aber auch ein Ort, wo Milch und Honig flie&szlig;en. Dieser Ort, ich meine das himmlische Jerusalem, die Herrlichkeit im Himmel, hat Parallelen zur Zeit der W&uuml;stenwanderung.</p><p>Im Glauben kann ich das Land einnehmen und zum Ort meiner Bestimmung kommen, wo Gott gegenw&auml;rtig ist. Ich werde ihn erleben, so wie er ist, nicht mehr verh&uuml;llt in Form einer Wolken- oder Feuers&auml;ule. Ich erfahre ihn schon hier auf Erden durch die N&auml;he Jesu, aber noch einmal viel intensiver und vor allem ohne Ende in der Ewigkeit. Welch ein Privileg!</p><p>Im Gegensatz zum Volk Israel wohnt Gott nicht nur BEI uns. Im Glauben an Jesus Christus wohnt der Heilige Geist sogar IN uns.</p><p>Wo stehen Sie wie das Volk Israel an einem Wendepunkt, um Gott zu vertrauen, auch wenn die Umst&auml;nde schwierig sind? Geben Sie nicht wie die Israeliten kurz vor dem Ziel auf, sondern halten Sie sich an Gott!</p><p>Ich m&ouml;chte Sie wie Josua und Kaleb ermutigen: Gott ist da, er liebt Sie bedingungslos, ist nah und versorgt Sie mit allem, was Sie an t&auml;glichem Manna brauchen. Bleiben Sie nicht wie das Volk Israel in Kadesch Barnea kurz vor dem Ziel stehen, sondern wagen Sie den Schritt in das Land Ihrer Bestimmung und in die Gegenwart Gottes. Gottes Einladung und Angebot f&uuml;r sein Land gelten: <em>&bdquo;Wer an mich </em>(also Jesus)<em> glaubt, hat ewiges Leben" </em>(Johannes 5,24).</p><p>Wenn Sie das Land des Glaubens noch nicht einnehmen wollen, dann halten Sie sich zumindest an der Zusage fest: GOTT ist da. Auch an diesem Tag.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Sabine Müller</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17252788.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Sabine Müller]]></author>
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      <pubDate>Wed, 14 Jan 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Der Blick zurück]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 5. Mose 1,19-33 – ausgelegt von Udo Naber.</em><br/>
<h2>Gottes Verhei&szlig;ung und der Aufbruch vom Horeb</h2><p>Dort am Horeb sind sie lange gewesen. Hier hei&szlig;t es: <em>&bdquo;Da brachen wir auf vom Horeb. Das Gebirge der Amoriter ist die Grenze, von da ab will der Herr das Land Israel geben. Da sagte Mose zum Volk Israel Gottes Wort: &sbquo;Siehe, der Herr, dein Gott, hat dir das Land gegeben. Zieh hinauf und nimm&#39;s ein, wie der Herr, der Gott deiner V&auml;ter dir zugesagt hat.&lsquo;"</em></p><p>Das war das entscheidende Wort des Mose. Es ging zur&uuml;ck bis auf Abraham, Isaak und Jakob. Gott hatte versprochen, ihnen das Land zu geben. Jetzt ist der Augenblick gekommen, auf den viele Generationen gewartet haben. Das, was den Vorfahren einst nur ein Verhei&szlig;ungswort gewesen ist, soll jetzt zur Tatsache werden. &bdquo;Siehe, der Herr, dein Gott, hat dir das Land gegeben." Aber &ndash; daf&uuml;r m&uuml;ssen sie jetzt Schritte tun: &bdquo;zieh hinauf und nimm es ein." Hinaufziehen und es einnehmen &ndash; das hei&szlig;t: &bdquo;Jetzt ist es unser Land! Wir wohnen jetzt hier und heute werden wir hier einziehen."<br />
&nbsp;</p><h2>Die Kundschafter und das fruchtbare Land</h2><p>Das war aber nur die eine Seite des Einzugs in Israel. Schon Gott selbst hatte ihnen gesagt, dass zw&ouml;lf M&auml;nner vorausgehen sollten, um das Land zu erkunden. Auch der Weg und die St&auml;dte, durch die sie kommen w&uuml;rden, sollten dabei genannt werden. Mose war voll davon &uuml;berzeugt. Er hat dieses Anliegen unterst&uuml;tzt. So wird von jedem Stamm ein Mann ausgew&auml;hlt, der zu diesem Vorauskommando geh&ouml;ren sollte. Zwei M&auml;nner sind dabei von besonderer Bedeutung: Kaleb und Josua. Die beiden haben gegen ihre zehn Kollegen gestimmt und den Einzug ins Heilige Land Israel unterst&uuml;tzt. Sie haben trotzdem an den lebendigen Gott geglaubt. Ihr Glaube war ungeteilt und echt.</p><p>Dann gingen sie weg und zogen hinauf auf das Gebirge und kamen an den Traubenbach, und sie nahmen von den Fr&uuml;chten des Landes und erkundeten das ganze Land. In meinem alten Schulbuch &bdquo;Schild des Glaubens" gibt es ein Bild, auf dem zwei M&auml;nner eine Rebe tragen. Die ist so gro&szlig;, dass sie an einer Stange h&auml;ngt, und die beiden M&auml;nner tragen die Stange auf ihren Schultern. Es ist ein Sinnbild f&uuml;r die gro&szlig;en Reben, die in der Gegend dort wuchsen. Diese Rebe brachten sie herab zu dem Volk und zeigten damit, wie fruchtbar das Land ist. &bdquo;Gott hat uns dies Land gegeben." Das war doch eigentlich eine gro&szlig;artige Einladung, es nun einzunehmen. Kaleb und Josua sind voll &uuml;berzeugt: der Einzug ins gelobte Land ist Gottes Auftrag und Geschenk! Es ist ein sch&ouml;nes Land, das der Herr uns geben will.<br />
&nbsp;</p><h2>Murren und Ungehorsam &ndash; Die Angst siegt &uuml;ber den Glauben</h2><p>Nun steht da jedoch ein aber. &bdquo;<em>Aber ihr wolltet nicht hinaufziehen.</em>" Das ist praktischer Ungehorsam gegen&uuml;ber dem Wort Gottes. &bdquo;<em>Ihr murrtet in euren Zelten</em>." Wenn sie schon wieder in ihren Zelten waren, dann waren sie ja schon zur&uuml;ckgekehrt von dem Kundschafterausflug. Da haben sie ja schon Zeit gehabt, &uuml;ber die Reise mit ihren Familien zu reden. Und da, im Familienkreis, da kommt der &Auml;rger zum Zug. Ganz verr&uuml;ckte Gedanken kommen da zum Vorschein. &bdquo;Ihr murrtet" - das hei&szlig;t ja, sie haben ihrem &Auml;rger vollen Raum gegeben. Es war der &Auml;rger &uuml;ber Gottes F&uuml;hrung. Sie haben Gott unterstellt, er hasse sie. Gott h&auml;tte sie aus &Auml;gypten herausgef&uuml;hrt, um sie den Amoritern in die H&auml;nde zu geben. Vertilgen wolle Gott sie.</p><p>Sie haben den Durchzug durch das Rote Meer vergessen, sie haben vergessen, dass Gott sie t&auml;glich versorgt hat mit Manna. Sie fragen sich jetzt, wo sie hinziehen sollen. Ihre Br&uuml;der h&auml;tten ihr Herz verzagt gemacht. Das hei&szlig;t, die zehn M&auml;nner, die als Kundschafter mit im Lande Israel waren, die hatten solch einen Einfluss, dass davon alle angesteckt wurden und dem &Auml;rger &uuml;ber Gottes F&uuml;hrung verfallen sind. Sie haben geglaubt, dass die Bewohner in diesem neuen Land gr&ouml;&szlig;er gewachsen seien als sie. Sie kamen sich klein und unscheinbar vor und hatten Angst vor den gro&szlig;en Menschen im neuen Land. Diese Angst hat sie beim Gespr&auml;ch in ihren Zelten so sehr gel&auml;hmt, dass keinerlei Hoffnung und Zuversicht mehr bei ihnen war.</p><p>Ich kann mir gut vorstellen, wie es bei den Gespr&auml;chen dazu gef&uuml;hrt hat, dass die Mauern um die St&auml;dte herum in ihrer Meinung &uuml;bergro&szlig; wurden. Und sie h&auml;tten Anakiter gesehen. Das waren Riesen, sagten sie. Das mag schon so gewesen sein, aber eine Hand voller Riesen sind f&uuml;r Gott doch kein Problem. Au&szlig;erdem wird Israel vor dem &Uuml;bergang &uuml;ber den Jordan noch einmal der Sieg &uuml;ber die Anakiter verhei&szlig;en. Der Goliat, den David mit seiner Schleuder t&ouml;tete,&nbsp;war wohl der letzte dieser gro&szlig;en Gestalten.</p><p>Und die St&auml;dte seien bis an den Himmel ummauert &ndash; das kann ja auch so gewesen sein. Jedoch zeigt der Mauerfall von Jericho bis heute: Keine Mauer ist f&uuml;r Gott zu hoch, keine Mauer ist un&uuml;berwindlich. V&ouml;llig vergessen haben sie, dass Gottes Gr&ouml;&szlig;e doch weitaus mehr ist als das, was die gro&szlig;en Mauern vor ihnen darstellen. Sie haben &uuml;ber die Hindernisse geredet. Sie haben aber kein bisschen dar&uuml;ber gesprochen, was Gott schon alles getan hat.<br />
&nbsp;</p><h2>Gottes Treue und die Vorbilder Kaleb und Josua</h2><p>Mose hat ihnen gesagt:<em> &bdquo;Entsetzt euch nicht und f&uuml;rchtet euch nicht vor ihnen."</em> Entsetzen hat viele Formen, und es blockiert in jedem Fall den Mut und die Zuversicht des Volkes.</p><p><em>&bdquo;Der Herr, euer Gott, zieht vor euch hin und wird f&uuml;r euch streiten, wie er es getan hat vor euren Augen." </em>Ihr habt das doch alle gesehen. Gott hat euch getragen, wie ein Mann seinen Sohn tr&auml;gt. Die Wolkens&auml;ule und die Feuers&auml;ule, die seht ihr doch bei Tag und Nacht. Das ist doch euer Gott, der euch so sichtbar f&uuml;hrt. Warum glaubt ihr ihm denn nicht?</p><p>Wie muss das Gott betr&uuml;bt haben, was da bei den Leuten abging. Er, der jeden Tag Israel als Volk geleitet hat. Er, der das Manna schickte Tag f&uuml;r Tag. Er, der die Nacht &uuml;ber wach geblieben ist, um das Volk durchs Rote Meer zu f&uuml;hren. Aber Gott ist so gut, seine Geduld hat kein Ende.</p><p>Wie m&uuml;ssen die beiden M&auml;nner Kaleb und Josua darunter gelitten haben, dass sich das ganze Volk so sehr gegen Gottes F&uuml;hrung str&auml;ubte. Doch diese beiden haben Gottes starke Hand noch oft erlebt und sind dabei gesegnet worden, als sie auf ihn vertrauten.</p><p><br />
Mehr&nbsp;zum 5. &#8203;&#8203;&#8203;&#8203;&#8203;Buch Mose:</p><section class="erf-teaser-card-init" data-url="https://www.bibleserver.com/video/TBP/Deuteronomium%20(5.%20Mose)/92218">Video:&nbsp;Deuteronomium (5. Mose)</section><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Udo Naber</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17252005.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Udo Naber]]></author>
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      <pubDate>Tue, 13 Jan 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Kein Wunschkonzert]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 5. Mose 1,1-18 – ausgelegt von Wolf-Dieter Keßler.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 5. Mose 1,1-18 – ausgelegt von Wolf-Dieter Keßler.</em><br/>
<h3><strong>Vom Fest in den Alltag</strong></h3><p>Stellen Sie sich vor: Sie kommen heim von einer Party, von einem Konzert, von einem Wochenende. Und es war so sch&ouml;n. Es war so entspannend. So leicht und unkompliziert. Sie haben wunderbare Leute getroffen. Aber jetzt sitzen Sie im Auto und sind auf der Heimfahrt. Der Alltag schaut Sie an: Aufgaben im Haushalt und im B&uuml;ro, Termine, Besuche. Wie f&uuml;hlen Sie sich?<br />
&nbsp;</p><h3><strong>Der Aufbruch aus der Komfortzone</strong></h3><p>Mit dem verlesenen Bibeltext tauchen wir ein in eine Szene aus der Geschichte Israels. Das Volk Israel lagert am Berg Sinai. Wochen-, vielleicht monatelang lebt das Volk in der Gegenwart Gottes. Vor Feinden gesch&uuml;tzt. Mit allem versorgt. Zu Anfang rumpelt es zwischen ihnen gewaltig: Das Volk hat Angst vor diesem heiligen Gott, von dem sie eigentlich wissen k&ouml;nnten, wie &uuml;bernat&uuml;rlich er auftritt; sie machen sich aber lieber einen eigenen Gott. Und doch: Gott bleibt dran. Unverhofft werden sie Partner Gottes in einem Bundesschluss, den er mit seinem Volk schlie&szlig;t. Sie erhalten Gottes Gebote; sie erhalten sein Gesetz, also seinen Willen in schriftlicher Form; sie erhalten Pl&auml;ne f&uuml;r einen Begegnungsort mit Gott und Ordnungen f&uuml;r lebendige Gottesdienste in Gottes &uuml;bernat&uuml;rlicher Gegenwart. Und nun hei&szlig;t es auf einmal (5. Mose, 1 6b.7a): <em>Ihr seid lange genug an diesem Berge geblieben; wendet euch und zieht hin.</em></p><p>Ich h&ouml;re Gott sagen: Ich habe Euch ausgew&auml;hlt, mein Volk zu sein. Wir haben miteinander Gro&szlig;es erlebt. Ihr werdet irgendwann im versprochenen Land sein. Aber Ihr seid noch nicht angekommen. Ihr m&uuml;sst wieder aufbrechen. Weiterziehen. Daf&uuml;r habt Ihr einen Ort und Formen der Begegnung mit mir. Ich werde immer mit Euch sein. - Ich denke an Jesus, den Sohn Gottes: Er verlie&szlig; den himmlischen Vater, um sich zu uns auf den Weg in diese Welt zu machen: das ist seine Berufung. Ich denke an Josef, Sohn des Jakob; er geht in die Welt der Br&uuml;der, in die Welt von Hass, Rache und Betrug. Es ist seine Berufung, die ganze Familie vor dem Hungertod zu retten. Und auch wir einzelnen Christen sind zwar nicht von dieser Welt, weil wir Kinder Gottes sind, aber wir sind in diese Welt gestellt. Mitten hinein in unseren Alltag. Hier ist unser Auftrag. In die Lebenssituation, in die Gemeinde, in die uns Gott gestellt hat.<br />
&nbsp;</p><h3><strong>Der Kampf der Nachfolge</strong></h3><p>Damit komme ich zu einem zweiten Punkt. Der Bibeltext geht weiter und lautet: Zieht hin, dass ihr zu dem Gebirge der Amoriter kommt und zu allen ihren Nachbarn im Jordantal, auf dem Gebirge und in dem H&uuml;gelland, im S&uuml;dland und am Ufer des Meeres, ins Land der Kanaaniter und zum Berge Libanon...</p><p>Das bedeutet Auseinandersetzungen, Konflikte, Kriege. Schlie&szlig;lich sind die Landstriche und Gebirge, die hier genannt sind, bereits bewohnt. Und der Feind Gottes freut sich nicht auf Israel. Er wird es hassen. Bis heute. Schon f&uuml;r das Israel auf der W&uuml;stenwanderung bedeutet das immer wieder neu die Entscheidung, nicht stehen zu bleiben, nicht zur&uuml;ckzuschauen, sich es nicht an Ort und Stelle gem&uuml;tlich zu machen. Und dabei nicht zu vergessen, wer sie sind und in wessen Namen sie unterwegs sind. &ndash; Ich denke an das Thema Nachfolge Jesu: Auch Jesus nachzufolgen bedeutet Kampf. Ein geistlicher Kampf mit dem Feind Gottes. Ein Kampf mit Lebensl&uuml;gen, Gef&uuml;hlen, Erfahrungen und inneren Einstellungen. Ein Kampf mit Abh&auml;ngigkeiten, &Auml;ngsten, Stolz und Minderwert. Ein Kampf mit Verletzungen und Traumata des eigenen Lebens. Ein Kampf also mit M&auml;chten, die seit Jahrzehnten in unserer Seele wohnen und sich gar nicht darauf freuen, mit einer neuen Wahrheit und dem lebendigen Gott konfrontiert zu werden; einer Freiheit, einer Heilung und einem Frieden, an dem ihnen nicht gelegen ist. Ein Kampf, &uuml;ber dem der Sieg durch Jesus zwar ausgesprochen ist und den doch jeder f&uuml;r sich neu f&uuml;hren muss. Jeden Tag. Darum sind auch wir gerufen, unsere Fl&uuml;gel nicht h&auml;ngen zu lassen, uns nicht der Angst vor dieser verr&uuml;ckten Zeit hinzugeben. Wenn Jesus heute nach Ihnen und mir schaut, will er uns in der Nachfolge sehen. In den Aufgaben und Herausforderungen, in die er uns gestellt hat.<br />
&nbsp;</p><h3><strong>Die Entscheidung des Glaubens und die neue Identit&auml;t</strong></h3><p>Zum Dritten: Gott ist in seiner Liebe zu uns unendlich gut; sanft, z&auml;rtlich und geduldig. Und darum folgt im letzten Punkt der Trost. Niemand von uns wei&szlig;, was auf ihn zukommt und wem er in dem neuen Land noch begegnet. Aber Gott sagt: Siehe, ich habe euch das Land, das vor euch liegt, gegeben. Zieht hinein und nehmt das Land ein, von dem der Herr euren V&auml;tern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat, dass er es ihnen und ihren Nachkommen geben wolle.</p><p>Ist das nicht gro&szlig;artig? Das Land &ndash; also der Alltag, die Lebenssituation, in die wir zur&uuml;ckkehren &ndash; geh&ouml;rt schon ihm. Zugleich ist es Ihre Entscheidung: Ob Sie bereit sind zu glauben, dass dieses neue Land schon Ihrem himmlischen Vater geh&ouml;rt &ndash; oder ob Sie sagen: Ich glaube nur, was ich sehe. Und ich sehe da V&ouml;lker, Machthaber, denen dieses Land schon geh&ouml;rt; die dieses Land niemals hergeben werden, und das verstehe ich gut. - Welche Position nehmen Sie ein? Geben Sie dem Feind Gottes Recht auf das Land &ndash; und [Kommentar: Stilistisch ungew&ouml;hnliche Formulierung, k&ouml;nnte "Im Ernst" oder "Und tats&auml;chlich" gemeint sein.] mit Ernst: er hat es: In der Versuchung Jesu kann der Feind sagen: Das alles will ich Dir geben, wenn Du mich anbetest (Mt 4,9). Das ganze Land. Dann d&uuml;rfen &Auml;ngste und Sorgen, Hass und Neid, Unvers&ouml;hnlichkeit und Verbitterung und so weiter weiterhin unwidersprochen in Ihrer Seele wohnen. Denn Sie verstehen es ja, denn der Feind hat seit Jahrzehnten die Deutungshoheit in Ihrem Leben. Oder Sie geben Gott recht, der schon seinem Volk Israel sagt: Ich habe Euch das Land, das vor Euch liegt, gegeben. - Es kommt nicht darauf an, ob da schon Gef&uuml;hle und Erfahrungen wohnen, sondern wer die Macht hat: Der Feind mit seinen L&uuml;gen oder Gott mit seiner Wahrheit. Es ist Ihre Entscheidung, ob Sie dem Feind Gottes sein Recht und seine Herrschaft lassen, oder ob Sie Gott glauben und seine Herrschaft &uuml;ber das neue Land aussprechen. Und das ist eine Frage Ihrer Identit&auml;t &ndash; ob Sie Sklave des Feindes sind oder Kind Ihres himmlischen Vaters.</p><p>Jesus sagt an einer Stelle (Matt&auml;us 11,29f.): Nehmt auf Euch mein Joch, meinen Rat, mein Wort &ndash; lernt von mir; denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht! Sprich: Wenn Sie wissen, wer Sie sind &ndash; Kind Gottes; wenn Sie wissen, dass das neue Land Ihrem himmlischen Vater geh&ouml;rt, dann gehen Sie da ganz anders hinein. Und Sie werden erleben, wie Jesus Sie tr&auml;gt, Ihnen &uuml;bernat&uuml;rliche Liebe, Frieden und Freiheit zuwachsen l&auml;sst, Ihnen Weisung und Weisheit schenkt; wie Jesus Sie von Grund auf ver&auml;ndert, sodass Sie anders denken und handeln k&ouml;nnen, als fr&uuml;her. Das w&uuml;nsche ich Ihnen.</p><p><br /><strong>Mehr zum 5. Buch Mose:</strong>&#8203;&#8203;&#8203;&#8203;&#8203;</p><section class="erf-teaser-card-init" data-url="https://www.bibleserver.com/video/TBP/Deuteronomium%20(5.%20Mose)/92218">Video:&nbsp;Deuteronomium (5. Mose)</section><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pastor Wolf-Dieter Keßler</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17251292.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pastor Wolf-Dieter Keßler]]></author>
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      <pubDate>Mon, 12 Jan 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[„Gott loben, das ist unser Amt“]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Psalm 96 – ausgelegt von Karl-Heinz Schlittenhardt.]]></description>
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      <itunes:summary><![CDATA[Der Bibeltext Psalm 96 – ausgelegt von Karl-Heinz Schlittenhardt.]]></itunes:summary>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 96 – ausgelegt von Karl-Heinz Schlittenhardt.</em><br/>
<h2>Psalm 96 und der Aufruf zum Lob</h2><p>Lieben Sie Feuerwerk? Ich sehe mir das bei Gelegenheit gerne an. Wenn so die einzelnen Feuerwerksk&ouml;rper, Raketen und Leuchtkugeln den n&auml;chtlichen Himmel erhellen, in bunter Farbenpracht zu Boden sinken, ist das wundersch&ouml;n anzuschauen. Nat&uuml;rlich wei&szlig; ich, dass das auch eine andere Seite hat. Gerade wenn ich an Silvester denke. Umweltpolitisch eigentlich nicht zu verantworten. Da werden laut Umweltbundesamt in wenigen Minuten ca. 4.500 Tonnen Feinstaub in die Luft geblasen, was etwa 15,5 Prozent der Menge entspricht, die deutschlandweit j&auml;hrlich im Stra&szlig;enverkehr produziert wird.</p><p>Wie ein Feuerwerk, allerdings ohne umweltpolitische Folgen, daf&uuml;r aber mit herausfordernden Auswirkungen, finde ich die Aussagen des 96. Psalms. Ein geistliches Feuerwerk, das die Hoheit, Macht und Gr&ouml;&szlig;e Gottes r&uuml;hmt. Das Volk Israel, alle V&ouml;lker, ja die ganze Sch&ouml;pfung werden zum Lob Gottes aufgerufen. Das ist, zusammengefasst, der Inhalt der drei Strophen des Psalms. Wie in ausgreifenden konzentrischen Kreisen fordert der Psalmbeter alle Welt zur Anbetung Gottes des Sch&ouml;pfers und Herrn der Welt und aller V&ouml;lker auf. Nicht nur Israel, alle V&ouml;lker, alle Welt, soll ihn erkennen, ihm dienen, ihn loben.<br />
&nbsp;</p><h2>Singen als h&ouml;chste Form des Gotteslobs</h2><p>Der Psalm beginnt mit dem dreifachen Aufruf: Singet! Das ist der rote Faden des ganzen Psalms. Israel soll ein neues Lied singen. Singen ist die sch&ouml;nste und h&ouml;chste Form des Gotteslobs. Viele haben wie ich in den letzten Monaten darunter gelitten, dass wir in den Gottesdiensten zun&auml;chst nicht singen konnten. Ein Gemeindeglied sagte zu mir: &bdquo;Ich komm erst wieder in den Gottesdienst, wenn man wieder singen darf. Das ist doch kein Gottesdienst." Ja, Lieder singen, das Lob Gottes im Lied, geh&ouml;rt elementar zur christlichen Gemeinde, zum Gottesdienst. Immer, wenn in der Bibel die T&uuml;r zur ewigen Welt einen Spalt weit aufgeht, h&ouml;ren wir Singen und Lobgesang. Das ist im Alten Testament bei Jesaja schon so. Erst recht in der Offenbarung des Johannes.</p><p>In unseren Liedern, im Lob Gottes r&uuml;hmen wir Gottes Macht und Herrlichkeit, seine Kraft und Sch&ouml;pfermacht. In Liedern klagen wir ihm auch unsere Not und bitten um seine Hilfe. Israel kann singen, weil der Gott Israels konkurrenzlos ist. Sie kennen ihn als den Befreier, als Begleiter. Bei ihm findet man Hilfe. Er h&ouml;rt Gebet. Zu ihm kann man kommen, in jeder Situation.</p><p>Psalm 96 besingt die K&ouml;nigsherrschaft Gottes. Er ist K&ouml;nig der ganzen Welt. Die G&ouml;tter der V&ouml;lker sind G&ouml;tzen &ndash; w&ouml;rtlich: Nichtse. Sie verm&ouml;gen nicht zu erf&uuml;llen, was man ihnen zuschreibt und von ihnen erwartet. Sie sind mit H&auml;nden gemacht und teilen, wie alles Geschaffene, den Weg der Verg&auml;nglichkeit. Israels Gott aber, Jahwe, ist Sch&ouml;pfer und Herr. Ihm zu dienen ist Israels Vorrecht. Allerdings nicht exklusiv. Alle V&ouml;lker sollen und werden einmal in sein Lob einstimmen, jetzt schon und wenn er kommt, sein Reich aufzurichten.</p><p>Welche Weitsicht, die auch das Neue Testament teilt. Einmal werden sich alle Knie beugen vor Jesus. Einmal m&uuml;ssen alle den Gott Israels anerkennen. Niemand kann ihn aufhalten, sein Reich weltweit aufzurichten und zu vollenden. Die singende Gemeinde ist zwar immer zuerst auf Gott ausgerichtet, aber ihr Singen wird auch zum Zeugnis f&uuml;r ihre Mitmenschen. Singen, loben, wird zur Verk&uuml;ndigung.<br />
&nbsp;</p><h2>Lieder als Glaubenszeugnisse</h2><p>Da denke ich an eine unserer ersten Gemeindefreizeiten in S&uuml;dtirol. Am Abreisetag fragte uns die Gastgeberin, ob wir nicht gemerkt h&auml;tten, dass ihr gleich am ersten Tag das Gulasch angebrannt w&auml;re. Niemand hat das geschmeckt. Und dann erz&auml;hlte sie uns, wie es dazu kam. Sie hatten gerade ihre Pension durch einen Anbau erweitert. Der Tagungsraum war nicht p&uuml;nktlich fertig geworden und konnte noch nicht genutzt werden. Deshalb hielten wir unsere Morgenandachten im Speisesaal neben der K&uuml;che. Als wir begannen unsere Lieder zu singen, hatte sie gerade das Fleisch in die Pfanne getan. Sie war angetan von unseren Liedern und unserem Singen. Um es besser zu h&ouml;ren, stellte sie sich an die T&uuml;r zum Speisesaal, h&ouml;rte fasziniert zu &ndash; und verga&szlig; ihr Fleisch. Da nahm das Verh&auml;ngnis seinen Lauf. Sie konnte es aber gut kaschieren. Niemand hat etwas bemerkt.</p><p>Lieder tragen die Botschaft von Gottes Handeln, Helfen und Eingreifen weiter. Wenn ich mir den Lauf der Kirchengeschichte anschaue, wird deutlich: Jeder geistliche Aufbruch in der Kirchengeschichte war von neuen Liedern begleitet. Jede neue Generation von Christen hat mit den Mitteln und im Stil ihrer Zeit, Gott f&uuml;r sein Handeln gedankt, ihn gelobt, ihm gesungen. Unsere Gesangb&uuml;cher sind gepr&auml;gt von Liedern unterschiedlicher Stile, aus unterschiedlichen Zeiten. Wir sollten sie pflegen, ohne das Neue aus unserer Zeit zu verachten. Und auch umgekehrt.</p><p>Lieder haben Einfluss und Macht. Erst vor Kurzem las ich ein Zitat aus der Zeit nach der Reformation. Da soll ein Jesuit gesagt haben: &bdquo;Luther hat uns mit seinen Liedern mehr geschadet als mit seiner ganzen Theologie." Lieder pr&auml;gen. Die Verbindung von Wort und Melodie geht tief, ber&uuml;hrt uns Menschen &uuml;ber die Ebene des Verstandes und Denkens hinaus. Lieder tragen eine Botschaft in die Welt. &Uuml;brigens nicht nur im geistlichen Bereich.</p><p>Was ist das neue Lied? Was pr&auml;gt es? Helmut Lamparter gibt in seiner Auslegung dieses Psalms die Beobachtung weiter: &raquo;Das neue Lied klingt da auf, wo das erl&ouml;sende, heilschaffende Handeln Gottes sichtbar wird. Es ist das jubelnde Echo auf die Verwirklichung des Heils, mit welcher in der von Abfall, Schuld, Schmerz, M&uuml;hsal und Tod gezeichneten Menschheitsgeschichte das wahrhaft Neue beginnt.&laquo;<br />
&nbsp;</p><h2>Singen gegen die Traurigkeit</h2><p>Wo das Lob Gottes erklingt, ber&uuml;hrt es Menschenherzen. Von lobenden, singenden Menschen geht Freude aus, die andere ansteckt, zumindest aufhorchen l&auml;sst. Es war w&auml;hrend einer Familienfreizeit in den Bergen. Alle Altersstufen waren vertreten. Es ging &uuml;beraus fr&ouml;hlich zu. Eine achtzigj&auml;hrige Frau war auch dabei. Kurz zuvor erst war ihr Mann gestorben. Sie fiel dadurch auf, dass sie jeden Morgen in aller Fr&uuml;he ihr Zimmerfenster weit &ouml;ffnete und einen oder auch mehrere Chor&auml;le sang. Die allermeisten schliefen noch, aber einige hatten sie doch geh&ouml;rt: Man wunderte sich ein wenig, und sie wurde gefragt: &raquo;K&ouml;nnen Sie denn schon wieder singen &ndash; so kurz nach dem Tod Ihres Mannes?&laquo; Da antwortete sie: &raquo;Das tue ich seit vielen Jahren. Als 1944 mein 20-j&auml;hriger Sohn fiel, habe ich damit angefangen, jeden Tag als Erstes einen Choral zu singen.&laquo; Und nach einer kleinen Pause fuhr sie fort: &raquo;Man kann sich Traurigkeit und Kummer vom Herzen singen. Gott loben macht das Herz froh und es gibt Mut und Kraft!&laquo;</p><p>Das Verhalten dieser Frau ist vorbildlich und herausfordernd. Eingestanden: Es ist nicht leicht, das zu tun! Aber was ist schon leicht in schweren Zeiten? Viele Tage unseres Lebens geben uns scheinbar keinen Anlass zum Singen und Loben. Wie verkraften wir solche Zeiten? Geben wir uns den Sorgen hin? Klagen und lamentieren wir und nerven damit uns selbst und andere? Da ist es doch besser, unabh&auml;ngig von der Situation, in der wir gerade leben, ein Loblied anzustimmen.</p><p>Darf ich Sie fragen: Was machen Sie ganz pers&ouml;nlich an diesem Tag mit dem Aufruf zum Lob Gottes, mit der Aufforderung, ein neues Lied zu singen? Wie w&auml;re es, wenn Sie sich Ihr altes Gesangbuch, vielleicht seit der Konfirmation nicht mehr benutzt, aus dem B&uuml;cherregal holen, ein Ihnen bekanntes Lied aufschlagen und es singen oder zumindest laut lesen! Oder geben Sie doch einfach den Anfangstext eines Liedes bei YouTube ein, h&ouml;ren Sie es sich an, singen Sie mit! Sie werden merken, dass das nicht spurlos an Ihnen vorbeigeht, Ihr Leben neu pr&auml;gt und aus- und aufrichtet.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Inspektor Karl-Heinz Schlittenhardt</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17250888.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Inspektor Karl-Heinz Schlittenhardt]]></author>
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      <title><![CDATA[Das ist nicht fair!]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Johannes 3,22-36 – ausgelegt von Jan-Pierre van Rooyen.</em><br/>
<h2><strong>Neid &ndash; eine Gefahr f&uuml;r unser Inneres</strong></h2><p>Ein gesunder Sinn f&uuml;r Gerechtigkeit ist etwas Wertvolles. Doch in dieser Welt geht vieles nicht gerecht zu. Erfolg und Misserfolg, Reichtum und Armut, Gesundheit und Krankheit und anderes mehr sind ungleich verteilt. Warum kann sich mein Nachbar ein neues Auto leisten und ich nicht? Mein Gerechtigkeitssinn ist gekr&auml;nkt. Aus dem inneren Schmerz entsteht leicht Streit, Missgunst und Neid.</p><p>Wenn die Krankheit des Neides mit Gottes Hilfe nicht ordentlich behandelt wird, kann sie mein ganzes Inneres vergiften. Pl&ouml;tzlich erscheint mein Mitmensch mir als Rivale, ja als Gegner.</p><p>Auch Christen haben immer wieder mit Gef&uuml;hlen des Neides zu k&auml;mpfen. Im letzten Herbst besuchte ich im Rahmen meiner Arbeit f&uuml;r die Evangelische Karmelmission einige Gemeindeleiter in einem nordafrikanischen Land. In diesem muslimischen Land gibt es keine Religionsfreiheit. Muslime, die zum Glauben an Jesus finden, m&uuml;ssen sich in Untergrund-Hausgemeinden heimlich zum Gottesdienst treffen. Ich traf mich mit Leitern solcher Hausgemeinden. Unter anderem fragte ich sie auch nach ihren Gebetsanliegen. &bdquo;Betet f&uuml;r unsere Einheit", sagten sie mir. &bdquo;Wir haben mit Neid und mit Streit bei uns zu k&auml;mpfen."</p><p>Neid und Streit versauern das Leben und die Gemeinschaft untereinander.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Johannes der T&auml;ufer und die Eifersucht seiner J&uuml;nger</strong></h2><p>Auch der heutige Bibelabschnitt berichtet uns von einem Streit. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht Johannes der T&auml;ufer. Er war ein wirkm&auml;chtiger Prophet. Alle sprachen &uuml;ber ihn. Viele Menschen kamen und h&ouml;rten seinen Predigten zu. Als Zeichen ihrer Umkehr zu Gott lie&szlig;en sie sich von Johannes taufen. Viele von ihnen identifizierten sich dann als &bdquo;J&uuml;nger des Johannes" mit dessen Dienst. Vielleicht wollte der eine oder andere auch auf der Welle seines geistlichen Erfolgs reiten.</p><p>Doch dann ger&auml;t die Bewegung ins Stocken. Ein neuer Name ist in aller Munde: Jesus von Nazareth. Ihm str&ouml;men nun die Menschenmengen zu. Inzwischen sind seine Treffen besser besucht als die des Johannes. Auch dort finden viele Taufen statt.</p><p>Einige Nachfolger von Johannes f&uuml;hlen sich von dieser neuen Dynamik bedroht. Es kommt zum Streit, wom&ouml;glich auch dar&uuml;ber, welche Taufe denn nun die Bessere sei.</p><p>Schlie&szlig;lich gehen einige seiner J&uuml;nger zu Johannes. Sie fordern ein Statement von ihm ein. Sieht er denn nicht, dass sein geistliches Lebenswerk in Gefahr ist?</p><p>Die Bibel&uuml;bersetzung &bdquo;Hoffnung f&uuml;r alle" formuliert es in Johannes 3,26 so: &bdquo;Rabbi, der Mann, der damals am anderen Jordanufer zu dir kam und auf den du die Menschen hingewiesen hast, der tauft jetzt selber. Alle Leute gehen zu ihm, anstatt zu uns zu kommen!&ldquo;</p><p>In diesen Worten h&ouml;re ich verletzten Stolz und heimlichen Neid. Wir waren doch zuerst da. Wir haben der anderen Seite sogar geholfen! Und jetzt sind die auf der &Uuml;berholspur, und wir haben das Nachsehen! Das ist nicht fair!<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Das Christus-Prinzip: Er muss wachsen, ich muss abnehmen</strong></h2><p>Wie wird Johannes der T&auml;ufer auf die Worte seiner gekr&auml;nkten J&uuml;nger reagieren? Er bleibt gelassen. Johannes hat klar im Blick behalten, dass sein Dienst kein Selbstzweck ist. Nein, er ist nur ein Wegbereiter. Er soll die Menschen auf den Messias, auf Jesus Christus, vorbereiten.</p><p>Ich m&ouml;chte seine Reaktion mit meinen eigenen Worten umschreiben:<br />
&bdquo;Warum sollte ich neidisch auf den Erfolg von Jesus sein? Gott hat es doch so zugeteilt! Ihr habt&#39;s gerade selbst erw&auml;hnt. Nicht ich, sondern Jesus ist der seit langem erwartete Messias! Mein gro&szlig;es Vorrecht ist es, die Menschen auf ihn hinzuweisen.</p><p>Es ist wie bei einer Hochzeit. Jesus Christus ist der himmlische Br&auml;utigam. Alle Menschen, die an Jesus glauben, sind seine Braut. Am Ende soll es ein m&ouml;glichst gro&szlig;es Fest mit m&ouml;glichst vielen Menschen geben. Darum soll Christus immer mehr im Fokus stehen.</p><p>Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen."</p><p>Mit diesem Satz hat Johannes der T&auml;ufer eine wichtige Haltung formuliert. Ich nenne es das Christus-Prinzip. Jesus Christus soll in meinem Leben immer wichtiger werden. In meinen Taten soll Christus immer mehr durchschimmern. Andere Menschen sollen durch mich zu Christus hingezogen werden &ndash; wie bei Johannes dem T&auml;ufer.</p><p>Wenn ich Christus in meinem Leben habe, wei&szlig; ich mich reich beschenkt. Im Psalm 73, Vers 25 steht: <em>&bdquo;Wenn ich dich nur habe, so frage ich nichts nach </em><em>Himmel</em><em> und Erde."</em> (Psalm 73,25)</p><p>Wenn ich auf Christus blicke, dann beginne ich ihn pl&ouml;tzlich sogar in meinen Mitmenschen zu entdecken. Konkurrenzgehabe, Neid und Streit finden keinen Platz mehr.</p><p>Der Apostel Paulus w&uuml;nscht sich ein so durch Christus gepr&auml;gtes Leben f&uuml;r alle an Christus gl&auml;ubigen Menschen. In der Bibel&uuml;bersetzung &bdquo;Hoffnung f&uuml;r alle" hei&szlig;t es im Philipperbrief, im 2. Kapitel, in den Versen 3 bis 5:</p><p><em>&bdquo;Weder Eigennutz noch Streben nach Ehre sollen euer Handeln bestimmen. Im Gegenteil: Seid bescheiden und achtet den anderen mehr als euch selbst. Denkt nicht an euren eigenen Vorteil. Jeder von euch soll das Wohl des anderen im Auge haben. Nehmt euch Jesus Christus zum Vorbild." </em>(Philipper 2,3-5)<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Die frohe Botschaft: Ewiges Leben durch Christus</strong></h2><p>Aber warum genau ist Jesus Christus so wichtig, dass er sogar mein Denken und Verhalten anderen gegen&uuml;ber bestimmen soll?</p><p>Der Grund daf&uuml;r wird in den Versen 31 bis 36 im Kapitel 3 vom Johannesevangelium zusammengefasst (Johannes 3,31-36). Jesus kam aus Gottes Welt zu uns. Der Sohn Gottes hat Gottes Botschaft zuverl&auml;ssig zu uns gebracht. Indem Gott den Heiligen Geist durch Jesus in grenzenloser F&uuml;lle wirken lie&szlig;, hat er dessen Dienst &uuml;bernat&uuml;rlich best&auml;tigt.</p><p>Darum, wer Jesus Vertrauen schenkt, wird in Ewigkeit mit Gott leben. Wer aber seine Botschaft ablehnt, bleibt auf Dauer von Gott getrennt. Das ist das Evangelium, die frohe Botschaft: Christus hat die Mauer der Schuld zu Gott abgerissen. Wer dem Sohn Gottes sein Leben anvertraut, der empf&auml;ngt durch ihn ewiges Leben.</p><p>Ich freue mich, weil ich durch den Glauben zu Jesus Christus geh&ouml;re. Einmal werde ich bei ihm sein. Dann werde ich zusammen mit vielen anderen ein gro&szlig;es Fest mit ihm feiern.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Jan-Pierre van Rooyen</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17250446.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Jan-Pierre van Rooyen]]></author>
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      <pubDate>Sat, 10 Jan 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Das Evangelium in Kurzform]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Johannes 3,14-21 – ausgelegt von Martin Hirschmüller.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Johannes 3,14-21 – ausgelegt von Martin Hirschmüller.</em><br/>
<h2><strong>Das k&uuml;rzeste Glaubensbekenntnis der Welt</strong></h2><p>Es ist vermutlich der weltweit bekannteste Bibelvers: Johannesevangelium Kapitel 3, Vers 16: <em>&bdquo;Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben."</em></p><p>Der Grund f&uuml;r die weltweite Bekanntheit dieser Aussage ist eher nicht die kirchliche Verk&uuml;ndigung, sondern der Sport. Ein Fu&szlig;ball-Fan begann in den 70er Jahren mit einem Pappschild und der Aufschrift &bdquo;John 3,16&ldquo; auf Jesus aufmerksam zu machen. Das wurde sp&auml;ter von vielen Fans und Sportlern nachgeahmt. Nach einem Spiel, in dem ein Sportler &bdquo;John 3,16&ldquo; unter seine Augen malte, sollen mehr als 90 Millionen Fans anschlie&szlig;end nach diesem Vers gegoogelt haben. In den letzten Jahren geschieht dies seltener, denn zwischenzeitlich hat man religi&ouml;se Werbung weitgehend aus den Sport-Arenen verbannt. Schade! Denn dieser Bibelvers ist tats&auml;chlich das k&uuml;rzeste Glaubensbekenntnis, welches das Evangelium von Jesus Christus treffend auf den Punkt bringt. Jeder Mensch sollte das wissen und kennen: Gott gibt seinen einzigen Sohn aus Liebe in unsere Welt, damit wir nicht verloren gehen, sondern ewiges Leben haben.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Die Schlange in der W&uuml;ste &ndash; ein Bild f&uuml;r das Kreuz</strong></h2><p>Wenn man dann die ganze Geschichte im Johannesevangelium, Kapitel 3, liest, wird es noch eindr&uuml;cklicher. Im Gespr&auml;ch mit einem hoch angesehenen Juden namens Nikodemus sagt Jesus diesen vorgenannten Satz aus Johannes 3,16. Und mit dem &bdquo;Sohn" meint Jesus sich selbst. Um zu verstehen, was es bedeutet, dass Gott seinen Sohn f&uuml;r die Welt gibt, geht er kurz auf eine Geschichte im Alten Testament ein.</p><p>Beim langen Marsch durch die W&uuml;ste ins verhei&szlig;ene Land wurden die Israeliten unzufrieden mit Mose, ihrem Anf&uuml;hrer. Sie begannen zu rebellieren, weil es kein Brot und Wasser gab und sie den sicheren Tod vor Augen zu haben glaubten. Als Strafe gegen die beginnende Meuterei lie&szlig; Gott daraufhin giftige Schlangen auftauchen, die viele Israeliten bissen und t&ouml;teten. In der Einsicht, dass sie ohne Mose erst recht keine Chance auf ein &Uuml;berleben hatten, kamen sie reum&uuml;tig zu ihm und baten um Abhilfe. Mose schmiedete im Auftrag Gottes eine Schlange aus Kupfer und h&auml;ngte sie um eine Querstange an einen hohen Pfahl, so dass sie weithin sichtbar war. Jeder mit Schlangenbiss sollte auf diese aufgeh&auml;ngte Schlange schauen und dadurch am Leben bleiben. Der Anblick der toten Schlange sollte deutlich machen, dass ihr Gift jetzt nicht mehr t&ouml;ten konnte, weil Gott ihr durch diese Symbolhandlung die t&ouml;dliche Kraft genommen hatte. Die noch lebenden Schlangen konnten zwar noch bei&szlig;en, aber nicht mehr t&ouml;ten.</p><p>Jesus f&uuml;hrt weiter aus: Wie der Schlange so muss es auch ihm selbst ergehen. Damit jeder, der das sieht, auf Gottes Macht &uuml;ber den Tod vertraut und nicht mehr stirbt. F&uuml;r Jesus, Nikodemus und alle Juden dieser Zeit war klar, was mit dem Pfahl und der Querstange gemeint war: das verhasste Kreuz der R&ouml;mer, an dem sie ihre Feinde und Gegner zu Tode folterten. Jesus k&uuml;ndigt also an, dass er an einem r&ouml;mischen Kreuz &ndash; f&uuml;r viele weithin sichtbar &ndash; get&ouml;tet werden w&uuml;rde. Johannes der T&auml;ufer hatte kurz vorher Jesus der gro&szlig;en &Ouml;ffentlichkeit vorgestellt als &bdquo;<em>das Opferlamm, das die S&uuml;nde der ganzen Welt tr&auml;gt."</em> Wenn die gesamte S&uuml;nde der Welt aber get&ouml;tet mit Jesus am Kreuz h&auml;ngt, ist sie unwirksam. Die &bdquo;get&ouml;tete" S&uuml;nde kann am Kreuz nicht mehr ihr Gift entfalten, so wenig wie die eherne Schlange am Pfahl des Mose. Wenn Jesus all unsere S&uuml;nde, alle unsere Taten und Gedanken gegen Gott und seinen Willen auf sich nimmt, wird sie von Gott gerichtet und get&ouml;tet, und damit schadlos. Sie kann uns nicht mehr f&uuml;r alle Zeiten von Gott trennen. Die get&ouml;tete S&uuml;nde kann uns nicht mehr in die ewige Gottverlorenheit schicken. Das ist das Evangelium von Jesus in Kurzform.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Das Kreuz &ndash; Zeichen der Befreiung, nicht der Kontrolle</strong></h2><p>Nun ereignet sich leider gelegentlich ein tragisches Missverst&auml;ndnis:<br />
Ich war fr&uuml;her mal in Stuttgart f&uuml;r den &ouml;ffentlichen Nahverkehr nebenamtlich t&auml;tig. Dazu bekamen wir eine sch&ouml;ne farbige Ausweiskarte mit Namen und VVS-Anh&auml;nger, den wir uns stolz vor den Bauch h&auml;ngten. Manche Passagiere, die unseren Ausweis sahen, erkannten ihn nicht als Ausweis, der ihnen helfen sollte, von uns Hilfe anzunehmen. Sie dachten, wir seien Kartenkontrolleure und verdr&uuml;ckten sich, gleich nachdem sie uns sahen, wieder zum Ausgang. Vermutlich weil sie keine Fahrkarte dabeihatten. Tragisch! Wir sollten das Gespr&auml;ch er&ouml;ffnen mit dem Hinweis, dass wir keine Kontrolleure seien, sondern es nur um Statistik und Beratung gehe. Aber bis wir das gesagt hatten, hatten manche schon wieder die Bahn verlassen.</p><p>Ich f&uuml;rchte, das Zeichen des Kreuzes hat heute bei vielen Menschen eine rein negative Bedeutung: Vorsicht Kontrolle, Vorsicht Strafe! Dabei soll das Kreuz doch gerade das Gegenteil zum Ausdruck bringen: Die S&uuml;nde ist besiegt, entmachtet, nicht mehr t&ouml;dlich. Auch manche Christen strahlen vielleicht mehr das Image von Kontrolleuren Gottes aus anstatt von Helfern und Ermutigern. Dabei sollte es Christen, wie ich einer bin, aus allen Knopfl&ouml;chern dringen: Gott hat euch eure S&uuml;nde vergeben! Er hat sie Jesus aufgeladen und damit der S&uuml;nde den giftigen Zahn gezogen.</p><p>Das ist ja auch der Kern der Weihnachtsbotschaft: Jesus m&ouml;chte sich mit S&uuml;ndern anfreunden. Das k&ouml;nnen Christen nur glaubhaft r&uuml;berbringen, wenn sie selbst so leben, dass man ihnen abnimmt: Sie wollen Freunde mit S&uuml;ndern werden. Ich will nicht aufh&ouml;ren, mich darin zu &uuml;ben.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Martin Hirschmüller</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17249729.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Martin Hirschmüller]]></author>
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      <pubDate>Fri, 09 Jan 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Ein großer Gelehrter wird kleinlaut]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Johannes 3,1-13 – ausgelegt von Friedrich-Eckart Isemer.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Johannes 3,1-13 – ausgelegt von Friedrich-Eckart Isemer.</em><br/>
<h2><strong>Nikodemus und der Sanhedrin</strong></h2><p>Nikodemus ist als Pharis&auml;er Repr&auml;sentant der theologischen, philosophischen und politischen Schule des Judentums zur Zeit des zweiten Tempels. Ein Schriftgelehrter des rabbinischen Judentums. Ein Oberster der Juden im Sanhedrin, der h&ouml;chsten j&uuml;dischen, religi&ouml;sen wie auch politischen Versammlung, die siebzig &Auml;lteste umfasst und damit das h&ouml;chste Gremium in der Glaubensvertretung der j&uuml;dischen Lehre darstellt.</p><p>Der Sanhedrin geht auf Mose zur&uuml;ck, wo Gott ihm (4. Mose 11,16-17) siebzig &Auml;lteste zur Seite stellt. Der Sanhedrin steht in der Verantwortung, die Gesetze des rabbinischen Judentums zu sch&uuml;tzen und gegen St&ouml;rungen von au&szlig;en zu verteidigen.</p><p>Jesus steht mit seinen Taten und Wundern in Opposition zum Sanhedrin, der ihn argw&ouml;hnisch und misstrauisch be&auml;ugt: Jesus heilt am Sabbat, setzt sich zu Z&ouml;llnern und Dirnen und tritt auch in deren H&auml;user zur Tischgemeinschaft ein. Unvereinbar mit dem rabbinischen Judentum.</p><p>Nikodemus h&ouml;rt von den Wunderheilungen von Jesus und will ihn direkt erfahren, ohne Zeugen. Nikodemus spricht Jesus mit der Anrede &bdquo;Rabbi" an.</p><p>Er gibt damit das Alleinvertretungsrecht des Sanhedrins als alleinigem Vertreter des j&uuml;dischen Gesetzes preis. Und dar&uuml;ber hinaus: Er erkennt an, dass Jesus in seiner Autorit&auml;t von Gott gekommen ist. Nikodemus l&auml;sst zu, dass Jesus in sein Leben eintritt.</p><p>Nur in Gott und durch Gott k&ouml;nnen all die Zeichen und Wunder m&ouml;glich sein. Jesus muss also direkt von Gott gekommen sein. Damit erkennt Nikodemus die Sohnschaft Jesu an.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Die Wiedergeburt aus Wasser und Geist</strong></h2><p>Nach diesem Begr&uuml;&szlig;ungssatz von Nikodemus antwortet Jesus: <em>&bdquo;Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen." </em>Und weiter: <em>&bdquo;Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht geboren wird aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen."</em></p><p>Jesus spricht hier als Teilhaber am Reich Gottes, als Verk&uuml;nder und Wegbereiter zu diesem Reich.</p><p>Jesus spricht an, dass man nur durch Wasser und Geist, gemeint ist die Taufe, den Zugang zu Gottes Reich finden kann. Auch der Geist zeugt, und er zeugt ewig. Die Taufe erm&ouml;glicht, in das Reich Gottes eintauchen zu k&ouml;nnen.</p><p>Das Sakrament der Heiligen Taufe und der Glaube geh&ouml;ren zusammen. Die Bu&szlig;e geh&ouml;rt dazu. Sie ist die Grundvoraussetzung daf&uuml;r, in Gottes Reich zu gelangen. Hierzu brauchen wir die Trinit&auml;t: Gottvater, Sohn und Heiliger Geist. Den Weg dorthin hat uns Jesus im Gespr&auml;ch mit Nikodemus aufgezeigt. Der Weg f&uuml;hrt &uuml;ber Jesus zu Gott, &uuml;ber das Kreuz zu Gott.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Die Bedeutung der Taufe heute</strong></h2><p>Welchen Stellenwert nimmt nun die Taufe in meinem Leben heute ein? Ich erlebe seit Jahren eher den Kirchenaustritt als gesellschaftliches Ph&auml;nomen. Weniger als 50 % unserer B&uuml;rger in Deutschland geh&ouml;ren einer Kirche an. Aber es gibt eine Gegenbewegung: In Frankreich nimmt seit 10 Jahren die Zahl der Erwachsenentaufen stetig zu, 12.000 Taufen in der Osternacht 2024. Es k&ouml;nne sein, so der franz&ouml;sische Bischof Leborgne, dass &bdquo;Gott die Dinge selbst in die Hand nimmt".</p><p>Auch die Kirche in England beobachtet seit 6 Jahren einen Anstieg der Kirchenbesuche von &uuml;ber 50 % der Generation Z, die zwischen 1995 und 2010 geboren sind.</p><p>Hat die Taufe nun auch eine Bedeutung f&uuml;r mein Leben? In meinem privaten Hauskreis hat jeder Einzelne von uns seinen Taufspruch und seinen Spruch zur Konfirmation oder Kommunion herausgesucht. Haben diese Spr&uuml;che als Leitsatz f&uuml;r unser Leben Bedeutung? Das Ergebnis ist &uuml;berw&auml;ltigend.</p><p><em>&bdquo;Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit"</em> aus dem 2. Timotheusbrief, 1,7, galt mir zur Taufe.</p><p>Im Matth&auml;usevangelium 5,9 mein Text aus der Bergpredigt Jesu zur Konfirmation: <em>&bdquo;Selig sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder hei&szlig;en"</em>.</p><p>&Uuml;ber meinem Leben standen die 3 Tugenden: die <strong>Kraft und Entschiedenheit</strong>, ein Thema zu verfolgen. Die <strong>Liebe</strong> zu meinen Mitmenschen. In der Schule war ich bereits der Streitschlichter und Kommunikator, im Erwachsenenleben habe ich mir nicht die scharfen Ellenbogen zugelegt, die vielleicht manches vereinfacht h&auml;tten. <strong>Frieden stiften </strong>war Ausdruck meiner Harmoniebed&uuml;rftigkeit. Kraft, Liebe und Frieden geh&ouml;ren f&uuml;r mich zusammen.</p><p>Genauso verbl&uuml;ffend sind auch die Ergebnisse der anderen Freunde unserer Runde. Ein jeder konnte sich in seinen ihm zugedachten Bibelspr&uuml;chen wiedererkennen. Die Bibeltexte waren wie Leits&auml;tze &uuml;ber das Leben eines jeden Einzelnen geschrieben, ohne dass es uns bewusst war. Den meisten von uns war der jeweilige Bibelspruch vorher gar nicht mehr gegenw&auml;rtig.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Gottes Wirken in unserem Leben</strong></h2><p>Um auf Nikodemus zur&uuml;ckzukommen: Die Taufe wirkt in unser Leben hinein. Wir sind &uuml;berw&auml;ltigt, wie pr&auml;zise diese Bibelspr&uuml;che zu unserem sp&auml;teren Leben passten. Wie klar sich unsere Lebenshaltung in den Bibelspr&uuml;chen widerspiegelte, und zwar bei allen acht unserer Bibelrunde.</p><p>Die Taufe, Konfirmation und Kommunion entsprechen der Wiedergeburt &bdquo;aus Wasser und Geist", wie Jesus sagt. In Verbindung mit der Bu&szlig;e wird der Weg in das Reich Gottes m&ouml;glich.</p><p>In Frankreich erleben wir im Gro&szlig;en eine Belebung des Kirchenlebens mit unerkl&auml;rlich hohen Taufraten junger Menschen an Ostern der letzten 10 Jahre. In England eine Zunahme der Kirchenbesucher, insbesondere der J&uuml;ngeren. Wirkt hier der Heilige Geist? Ich denke ja. Im Kleinen sehen wir in unserer Kleingruppe, wie unsere Bibelspr&uuml;che die Hoheit &uuml;ber unser Leben genommen haben. Das alles passt zusammen. Gott ist erkennbar in unser aller Leben eingetreten, wir m&uuml;ssen uns ihm nur &ouml;ffnen und Ja zu ihm sagen.</p><p>Um mit Jesus aus unserem Bibelabschnitt zu sprechen: Wer aus dem Wasser und Geist geboren ist, der kann in das Reich Gottes kommen. Aus Gnade bietet Gott uns diesen Weg an. Es liegt nur an uns, diese Gnade anzunehmen.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Friedrich-Eckart Isemer</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17248959.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Friedrich-Eckart Isemer]]></author>
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      <pubDate>Thu, 08 Jan 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Eingriff ins Markttreiben]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Johannes 2,13-25 – ausgelegt von Dr. Friedhelm Ackva.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Johannes 2,13-25 – ausgelegt von Dr. Friedhelm Ackva.</em><br/>
<h2><strong>Vom Weihnachtsgesch&auml;ft zur Tempelreinigung</strong></h2><p>Der Rummel von Weihnachten ist rum. Die Gesch&auml;fte haben hoffentlich gute Gesch&auml;fte gemacht. In der Kirche und in unseren Gemeinden ist Weihnachten auch ein besonderes &bdquo;Gesch&auml;ft". Wir freuen uns &uuml;ber gr&ouml;&szlig;ere Besucherzahlen bei den vielf&auml;ltigen Gottesdiensten und &ndash; ehrlich gesagt &ndash; auch &uuml;ber h&ouml;here Kollekten. Fr&uuml;her l&auml;sterte ich als Pfarrer in Weihnachtspredigten gerne mal &uuml;ber den Weihnachts-Rummel in den Kaufh&auml;usern nach dem Motto: &bdquo;S&uuml;&szlig;er die Kassen nie klingen als zu der Weihnachtszeit." Aber als ich mitverantwortlich wurde f&uuml;r einen ehrenamtlich gef&uuml;hrten Weltladen, da wurde mir klar, wie wichtig das Weihnachtsgesch&auml;ft f&uuml;r einen Laden ist. Dass der Verkauf an Weihnachten die Bilanz f&uuml;r das ganze Jahr retten kann und oft muss. Und ich wurde barmherziger und verst&auml;ndnisvoller mit den Marktleuten, die ja auch an Weihnachten in der Kirche waren und die ich vielleicht verletzt hatte. Entschuldigen Sie bitte!</p><p>Jesus greift in der Geschichte von der Tempelreinigung auch in das Markttreiben ein. Es ist zwar schon die Vorbereitung f&uuml;r das Passafest, aber es geht auch hier &ndash; wie &uuml;berall dort, wo Menschen Feste feiern und an heiligen Orten zusammenkommen &ndash; ums Gesch&auml;ft. Die H&auml;ndler verkauften die notwendigen Opfertiere &ndash; Tauben, Rinder, Schafe &ndash; an die Pilger, die von weither kamen und diese Tiere ja weder lebendig noch tot mitbringen konnten. Es war also ein f&uuml;r den vorgeschriebenen Brauch sinnvoller und n&ouml;tiger Handel. Praktisch! &ndash; Wie kann Jesus so etwas kritisieren?! Man merkt, dass er ein Handwerkerkind ist und nicht in einer H&auml;ndlerfamilie aufgewachsen ist. Die kl&uuml;gsten H&auml;ndler versuchten nat&uuml;rlich, ihre Ware nicht irgendwo in Jerusalem an den Mann zu bringen, sondern so dicht wie m&ouml;glich am Ort des Geschehens. Am besten im Tempel-Vorhof, so nah wie m&ouml;glich an der Opferst&auml;tte. Dort konnten sie die besten Preise verlangen: Last Chance-Angebote eben.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Jesu heiliger Zorn und die menschliche Gier</strong></h2><p>Diese Praxis der geldgierigen Menschen verurteilt hier Jesus mit heiligem Zorn und Eifer. Jesus &bdquo;wusste, was im Menschen war", hei&szlig;t es am Ende des Textes (Vers 25b). Er wei&szlig; auch, wie wir Menschen noch heute ticken. Es hat sich nicht viel ge&auml;ndert. Es geht um den gr&ouml;&szlig;ten Gewinn. Um die irdischen G&uuml;ter. Es geht um Wohlstand. Und dass wir uns etwas leisten k&ouml;nnen, auch in dem neuen Jahr 2026, das jetzt seine Fahrt aufnimmt. Wer will es uns verdenken? Wer wei&szlig;, wie lange wir noch in einem schon br&uuml;chigen Frieden wandeln und handeln k&ouml;nnen?</p><p>Gesch&auml;fte machen, einen f&uuml;r uns g&uuml;nstigen &bdquo;Deal", darum geht es in der kleinen und der gro&szlig;en Politik. Auch oft in der Kirche, bei Christen, wie bei anderen Religionen auch. Es geht um unsere &bdquo;Tempel", unsere Kirchen und Kapellen, unsere Gemeindeh&auml;user, unsere Immobilien. Dabei bleibt aber der Mensch selbst auf der Strecke. Seine Bed&uuml;rftigkeit nach Ruhe, nach Einkehr, nach Stille und Gebet. Nach einem Ort, wo er einen Resonanz-Boden f&uuml;r Gott findet. Nach einem besonderen, heiligen Ort, wo es nicht darum geht, wie wirksam ist etwas, es nicht um Gesch&auml;ft, um ein Werk geht. Sondern wo man einfach Mensch sein darf.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Der Leib Christi als wahrer Tempel</strong></h2><p><em>&bdquo;Mein Haus soll ein Bethaus hei&szlig;en f&uuml;r alle V&ouml;lker!",</em> zitiert Jesus aus dem Propheten Jesaja, in den Berichten &uuml;ber die Tempelreinigung bei den anderen drei Evangelien (Jesaja 56,7; Markus 11,17 parr), wo sie kurz vor der Passionsgeschichte erz&auml;hlt wird. Der Satz fehlt hier bei Johannes am Anfang seines Evangeliums. Doch ihm geht es ja noch mehr um das Mensch-Sein. <em>&bdquo;Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns",</em> so habe ich es an Weihnachten geh&ouml;rt; das steht im 1. Kapitel des Johannesevangeliums (Johannes 1,14). Gottes Wort, der logos, Gott selbst wurde menschlich, anfassbar, lebendig unter Menschen mit all ihren menschlichen Bed&uuml;rfnissen, Sehns&uuml;chten und Freuden. Nicht umsonst wurde gerade am Anfang des 2. Kapitels, gestern, die Geschichte von der Hochzeit zu Kana erz&auml;hlt: Das erste Wunder, bei dem Jesus Wasser zu Wein verwandelt, damit die Lebensfreude weitergehen kann. Das Leiden, die Passion kommt schon noch fr&uuml;h genug.</p><p>Auch sie ist bei der fr&uuml;heren Erz&auml;hlung der Tempelreinigung bei Johannes ja schon im Blick. Wenn Jesus den Abbruch des Tempels mit dem Zerst&ouml;rt-Werden seines Leibes vergleicht. Und das Wieder-erbaut-Werden eines neuen Tempels in nur drei Tagen mit seiner Auferstehung gleichsetzen l&auml;sst. Dieses &bdquo;Zeichen", das die Obersten der Juden zu Recht fordern, dieses Signal und die Best&auml;tigung seiner Autorit&auml;t, mit der er den vorfindlichen Tempel, dieses verkommene &bdquo;Kaufhaus", diese &bdquo;R&auml;uberh&ouml;hle" (Jeremia 7,11; Markus 11,17 parr) aufr&auml;umt, m&uuml;ndet in die Erkl&auml;rung: <em>&bdquo;Er redete aber von dem Tempel seines Leibes"</em> (Vers 21).</p><p>&bdquo;Er redete aber von dem Tempel seines Leibes". Das hei&szlig;t doch: Jesu Leib, Jesu K&ouml;rper ist der Tempel. F&uuml;r &bdquo;Leib" steht im Griechischen bewusst &bdquo;soma" &ndash; f&uuml;r alles Somatische, f&uuml;r alles, was unser Menschsein auch ausmacht. Um diesen Tempel geht es beim Christentum.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Leiblichkeit als Geschenk und Auftrag</strong></h2><p>Das haben wir gerade an Weihnachten neu gefeiert. Und diese Botschaft darf nun in der Tat noch nicht &bdquo;rum" sein, auch wenn ab heute f&uuml;r viele die Weihnachtszeit vorbei ist. Der Leib von Jesus, seine Person, ist der Tempel, in dem wir Gott begegnen k&ouml;nnen. In dem wir Gott anbeten k&ouml;nnen. In dem wir &bdquo;Ruhe finden f&uuml;r unsere Seele". In meiner letzten Gemeinde in Dillenburg findet sich am Chorfenster der Stadtkirche unter dem entgegenkommenden, segnenden Christus diese Einladung zum Kommen zu Ihm &ndash; mit allen M&uuml;hseligkeiten und Lasten (Matth&auml;us 11,28f.) &ndash;, die auch im neuen Jahr nicht weniger werden. Diese Einladung von Jesus selbst macht jene alte Kirche zum geistlichen Tempel.</p><p>&bdquo;Leib Jesu", so wird von Paulus auch die Gemeinde genannt (1. Korinther 12 u.&ouml;.). Die Gemeinschaft der Glaubenden. &bdquo;Christus als Gemeinde existierend" schrieb Dietrich Bonhoeffer. Die christliche Gemeinschaft ist der Tempel Gottes, ganz gleich, wo sie sich versammelt. Da kommt es nicht auf Steine und T&uuml;rme und Glocken an. Wenn sie nur auf Gottes Wort h&ouml;rt und am &bdquo;Leib Christi" im Abendmahl teilhat &ndash; mit allen Leiden und Freuden.</p><p>Die Leiblichkeit, auch unsere Leiblichkeit ist etwas ganz Wichtiges. <em>&bdquo;Wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des heiligen Geistes ist?",</em> fragt Paulus (1. Korinther 6,19). &bdquo;Leiblichkeit ist das Ende aller Werke Gottes!" (F. C. Oetinger). Deswegen d&uuml;rfen und sollen wir unsere leiblichen Bed&uuml;rfnisse ernst nehmen. Auch nach der Hoch-Zeit von Weihnachten und Jahreswechsel &ndash; und an die Aufgaben gehen, die uns das neue Arbeitsjahr stellt.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Dr. Friedhelm Ackva</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17248277.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Dr. Friedhelm Ackva]]></author>
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      <pubDate>Wed, 07 Jan 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Ein großes Fest]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Johannes 2,1-12 – ausgelegt von Henning Kämpf.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Johannes 2,1-12 – ausgelegt von Henning Kämpf.</em><br/>
<h2><strong>Das Weinwunder auf der Hochzeit zu Kana</strong></h2><p>Gerne w&auml;re ich bei dieser Hochzeit dabei gewesen. Ein gro&szlig;es Fest f&uuml;r viele G&auml;ste. Tagelang wurde damals gefeiert, gegessen, getrunken, getanzt, gelacht und geredet. Die Versorgung mit Speisen und Getr&auml;nken war eine logistische Herausforderung. Genau hier beginnt das Problem: Der Wein reicht vorne und hinten nicht mehr. Maria hat das mitbekommen und m&ouml;chte eine Blamage f&uuml;r die Gastgeber verhindern. Deshalb wendet sie sich an Jesus. Sie ahnt, dass er helfen kann &ndash; schlie&szlig;lich ist er ja nicht nur ihr Sohn. Ohne Umschweife und gro&szlig;es Bitten sagt Maria Jesus das Problem: &bdquo;Sie haben keinen Wein mehr!" Die Reaktion Jesu klingt auf den ersten Blick hart und abweisend: &bdquo;Was geht&#39;s dich an, Frau, was ich tue? Meine Stunde ist noch nicht gekommen!"</p><p>Doch ist das wirklich ein Zur&uuml;ckweisen einer f&uuml;rsorglichen, m&uuml;tterlichen Bitte? Ich sehe hier einen gro&szlig;en Rollenwechsel der Maria. Jesus redet sie nicht mehr als Mutter oder Mama an, sondern als &bdquo;Frau". Sie wird ihn, von nun an, w&auml;hrend seines ganzen Wirkens als Zeugin begleiten. Maria, die Frau der ersten Stunde. Maria, aber auch die Frau der letzten Stunde. Als Jesus Maria und seinen J&uuml;nger Johannes unterm Kreuz sah, sagt er zu seiner Mutter: &bdquo;Frau, siehe, das ist dein Sohn!" Maria darf ab jetzt wieder ganz Mutter sein.</p><p>Im heutigen Bericht von der gro&szlig;en Hochzeit weist Maria die Bediensteten des Hausherrn an, auf jeden Fall das zu tun, was Jesus ihnen sagt.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Das erste Wunder und seine Bedeutung</strong></h2><p>Bevor die G&auml;ste an einem Hochzeitsfest teilnehmen d&uuml;rfen, m&uuml;ssen sie sich reinigen. Daf&uuml;r stehen sechs&nbsp;Bottiche mit je 100 Liter Wasser bereit. Jesus weist die Dienerschaft an, diese Beh&auml;lter mit frischem Wasser zu f&uuml;llen. Aus den vollen Gef&auml;&szlig;en soll etwas abgesch&ouml;pft und dem Verantwortlichen zum Probieren gebracht werden. Oh Wunder &ndash; aus dem Wasser ist k&ouml;stlicher Wein geworden. Das Fest kann weitergehen!</p><p>Dies ist das erste Wunder, das Jesus getan hat. Er kam zwar nur als geladener Gast, hat aber die ganze Situation gerettet. Seine Macht, seine Herrlichkeit wird dadurch so deutlich, dass seine J&uuml;nger an ihn glauben. Nach dem Fest geht Jesus nach Kapernaum. Seine J&uuml;nger, seine Br&uuml;der und Maria begleiten ihn.</p><p>Mir stellt sich die Frage, ob die Verwandlung von Wasser in sechs F&auml;ssern Wein alles gewesen ist. Steckt hinter diesem Geschehen viel mehr, als es auf den ersten Blick scheint?<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Auf Jesu Wort vertrauen</strong></h2><p>Mit diesem Bericht werden wir zu Insidern des Geschehens. Nur wir und die Beteiligten, die unmittelbar auf Jesu Anweisung handeln, wissen, wie alles ablief. &bdquo;Tut, was Jesus euch sagt&ldquo;, war die eindeutige Anweisung der Maria an die Bediensteten auf dem Fest. &bdquo;Was soll das?&ldquo;, werden sie &uuml;berlegt haben, als sie das Wasser schleppen mussten. Aber auf Jesu Wort hin tun sie es und erleben das Unm&ouml;gliche. Aus diesem Wasser wird Wein. Mir f&auml;llt hier die Begegnung des Petrus mit Jesus ein. Alle Erfahrungen als Fischer hatten ihm kein volles Netz gebracht. Die ganze Arbeit der Nacht war vergeblich. Er ist m&uuml;de und entt&auml;uscht. Da sagt Jesus zu ihm: &bdquo;Fahr jetzt, am hellen Tag zum Fischen auf den See!&ldquo; &bdquo;Unm&ouml;glich&ldquo;, wird Petrus gedacht haben, &bdquo;was stellt dieser Jesus sich vor?&ldquo;</p><p>&bdquo;Aber auf dein Wort hin, will ich hinausfahren und die Netze auswerfen!&ldquo;, sagt Petrus &ndash; und erlebt den Fang seines Lebens. Die Bibel ist voll von &auml;hnlichen Berichten. Menschen h&ouml;ren auf Jesus und machen ganz pers&ouml;nliche Erfahrungen in ihrem Leben.</p><p>Das Thema Hochzeit ist f&uuml;r Jesus nach dem Wunder von Kana nicht vorbei. Immer wieder weist er darauf hin, was bei Hochzeitsfeiern alles geschehen kann. Bei der einen wollen die geladenen G&auml;ste erst gar nicht kommen. Bei der anderen geht es um eine ungew&ouml;hnliche Sitzordnung oder um schmutzige Kleidung. F&uuml;r alle Missst&auml;nde hat Jesus eine L&ouml;sung. Kurzerhand werden G&auml;ste von der Stra&szlig;e eingeladen. Andere bekommen ihren Sitzplatz zugewiesen. Selbst vor einem Rauswurf wegen unangebrachter Bekleidung scheut er nicht zur&uuml;ck.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Die Hochzeit des Lammes &ndash; Einladung zur ewigen Gemeinschaft</strong></h2><p>Alles Wirken Jesu, sein ganzes Leben, Leiden, Sterben und Auferstehen dient zu unserem Heil. Alles gipfelt in der gigantischsten Hochzeitsfeier der Weltgeschichte. Im letzten Buch der Bibel, in Offenbarung 19, wird von dieser ganz besonderen Hochzeit berichtet:<br /><em>&bdquo;Lasst uns freuen und fr&ouml;hlich sein und ihm die Ehre geben; denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Frau hat sich bereitet. Und es wurde ihr gegeben, sich zu kleiden in Seide, gl&auml;nzend und rein. Selig sind, die zum Hochzeitsmahl des Lammes berufen sind.&ldquo;</em></p><p>Der Br&auml;utigam, das Lamm, ist Jesus Christus. Gottes einziger Sohn, unser Herr. Die Braut, das ist die Gemeinde, also alle, die zu Jesus geh&ouml;ren. Im Brief an die Christen in Ephesus (Epheser 5,25-27) beschreibt der Apostel Paulus, wie unsagbar lieb Jesus seine Gemeinde, seine Braut, hat: Er hat sein Leben f&uuml;r sie gegeben, damit sie ihm ganz geh&ouml;rt. Durch sein Wort hat er alle Schuld von ihr abgewaschen wie in einem reinigenden Bad. So sorgt er selbst daf&uuml;r, dass sie zu einer sch&ouml;nen und makellosen Braut f&uuml;r ihn wird, ohne Flecken, Falten oder einen anderen Fehler, weil sie allein Christus geh&ouml;ren soll.</p><p>Diese Hochzeit f&uuml;hrt zur vollkommenen Gemeinschaft zwischen Gott und den Menschen. Wie eine Hochzeit voller Vorfreude und Vorbereitung ist, so sind auch wir eingeladen, uns auf die Begegnung mit Jesus vorzubereiten. Es ist alles bereit, und es fehlt an nichts.</p><p>Philip Paul Bliss beschreibt diese Einladung in einem Lied so:</p><p>Horch, dein Heiland l&auml;sst dich laden,<br />
Komm, komm und sieh!<br />
Zu dem Hochzeitsmahl der Gnaden,<br />
Komm, komm und sieh!<br />
Sagt&#39;s den Kleinen, sagt&#39;s den Gro&szlig;en,<br />
Komm, komm und sieh!<br />
Keiner wird hinausgesto&szlig;en.<br />
Komm, komm und sieh!</p><p>Komm, eh dich die Nacht ereilet,<br />
Komm, komm und sieh!<br />
Jesus rettet, Jesus heilet,<br />
Komm, komm und sieh!<br />
Gott will dir viel Gnad erweisen,<br />
Komm, komm und sieh!<br />
Dich an Seinem Tische speisen,<br />
Komm, komm und sieh!</p><p><strong>Refrain:</strong><br />
Lasst die Botschaft weithin schallen,<br />
Berg und Tal lasst widerhallen:<br />
Gott vergibt den S&uuml;ndern allen;<br />
Komm, komm und sieh!</p><p>&nbsp;</p><p><strong>Sie haben Fragen zu Wundern, zu biblischen Texten oder biblischen Personen? &ndash;&nbsp;Fragen Sie doch Nikodemus.AI</strong></p><p><img alt="Nikodemus.AI" height="224" src="https://www.erf.de/data/files/content.sources.r.erfplus.bibelheute/1117234.jpg" width="1024" /></p><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Henning Kämpf</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17247655.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Henning Kämpf]]></author>
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      <pubDate>Tue, 06 Jan 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Begegnungen]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Johannes 1,35-51 – ausgelegt von Jörg Schmitz.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Johannes 1,35-51 – ausgelegt von Jörg Schmitz.</em><br/>
<h3>Begegnungen, die das Leben ver&auml;ndern</h3><p>Jeden Tag begegne ich Menschen. In der Familie, auf der Arbeit, beim Einkauf, in der Gemeinde. Keine Begegnung ist gleich. Mal ist sie oberfl&auml;chlich, mal tiefgehend, mal aufreibend, mal fr&ouml;hlich.</p><p>Der Bibeltext aus dem Johannesevangelium handelt von Begegnungen. Unterschiedliche Menschen und Charaktere begegnen sich untereinander. Aber insbesondere begegnen sie dem Sohn Gottes, Jesus&nbsp;Christus. Und Jesus begegnet ihnen. In keinem der F&auml;lle bleibt das f&uuml;r diese Menschen folgenlos.</p><p>Es beginnt mit Johannes, dem T&auml;ufer. Als er Jesus sieht, ruft er aus: &bdquo;Das ist Gottes Lamm, das der Welt S&uuml;nde tr&auml;gt" (Johannes 1,29). Am n&auml;chsten Tag sieht er Jesus wieder. Johannes ist tief beeindruckt. Er h&auml;lt seine Augen auf Jesus geheftet und ruft erneut aus: &bdquo;Siehe, das ist Gottes Lamm" (Johannes 1,36). Darin ist Johannes f&uuml;r mich ein Vorbild. Nur mit festem Blick auf Jesus kann ich authentisch Interesse f&uuml;r meinen Glauben bei anderen wecken. Das wird mir bewusst, als ich diese Zeilen schreibe.</p><p>Dieser kurze Ausruf macht zwei M&auml;nner aus seinem Umfeld auf Jesus aufmerksam. Es sind Andreas und der Evangelist Johannes, der sich selbst nicht mit Namen nennt. Und es soll nicht beim interessierten Schauen bleiben. Die beiden beginnen Jesus nachzufolgen, sind neugierig. Doch bevor sie etwas fragen k&ouml;nnen, dreht sich Jesus zu ihnen um und spricht sie an. Das erlebe ich auch immer wieder in meiner Beziehung zu Jesus. Er wendet sich mir freundlich zu, bevor ich etwas fragen kann. Zum Beispiel durch einen Vers oder Abschnitt aus seinem Wort, der mir Mut macht. Oder durch einen Impuls aus einem Kalenderblatt. Und dann widmet er mir seine volle Aufmerksamkeit f&uuml;r meine Anliegen.<br />
&nbsp;</p><h3>Nachfolge auf Augenh&ouml;he</h3><p>Die ersten beiden Nachfolger Jesu haben ebenfalls seine volle Aufmerksamkeit. Jesus fragt sie nicht, &bdquo;wen" sie suchen &ndash; er kommt gleich zum Punkt. Das &bdquo;Was" interessiert ihn &ndash; das hat sich bis heute nicht ge&auml;ndert. Spricht mich das als Leser des Evangeliums auch an? Was suche ich denn eigentlich hier in diesem Teil von Gottes Wort?</p><p>Die zwei Interessenten merken: Von diesem Jesus k&ouml;nnen sie etwas lernen. Die Person vor ihnen strahlt etwas aus. Die Nachfolge lohnt sich. Er l&auml;dt sie ganz schlicht ein, den Tag mit ihm zu verbringen. Ob Andreas und Johannes mit dieser Reaktion gerechnet haben? Ein Messias, ein Gesalbter, ein K&ouml;nig &ndash; w&uuml;rde der sich so einfach begleiten lassen?</p><p>Jesus zeigt ihnen offen, wohin er geht, mit wem und wor&uuml;ber er spricht. Er wird ihren Fragen zugeh&ouml;rt und diese beantwortet haben, auch wenn ich davon nichts lese. Die zwei M&auml;nner erleben den Sohn Gottes hautnah, nicht aus weiter Ferne. Gottes Sohn sucht immer die direkte, enge und offene Gemeinschaft mit Menschen. Augenh&ouml;he ist ihm wichtig. Und die Folgen f&uuml;r Johannes? Er wird der Autor eines Evangeliums, dreier Briefe und der Offenbarung.<br />
&nbsp;</p><h3>Von Jesus erz&auml;hlen &ndash; Andreas als Vorbild</h3><p>Die n&auml;chste Begegnung, von der ich lese, findet zwischen zwei Br&uuml;dern statt. Andreas und Simon Petrus. Andreas hat schon Zeit mit Jesus verbracht, ihn besser kennengelernt. Er konnte in dieser Zeit pr&uuml;fen, was Johannes der T&auml;ufer mit seinem Ausspruch &uuml;ber Gottes Lamm meinte.</p><p>Und jetzt? Jetzt ist Andreas &uuml;bergl&uuml;cklich &uuml;ber diese Begegnung. Er muss davon weitererz&auml;hlen. M&ouml;chte andere f&uuml;r Jesus gewinnen &ndash; und er beginnt damit in seiner Familie. Geht es mir wie Andreas, wenn Jesus mir begegnet? Ist mein Herz auch so voll, dass ich andere suche, um ihnen von Jesus weiterzusagen?</p><p>Andreas sucht und findet seinen Bruder Petrus. Und das Wichtigste kommt zuerst. Er h&auml;lt sich nicht lange mit irgendeiner Vorgeschichte auf. &bdquo;Wir haben den Messias gefunden!" (Johannes 1,41). Johannes &uuml;bersetzt freundlicherweise &bdquo;Messias" f&uuml;r uns: &bdquo;der Gesalbte". Zum K&ouml;nig wurde man gesalbt. F&uuml;r die Juden ist der Messias dieser lange und sehnlichst erwartete K&ouml;nig. Ein K&ouml;nig, der ihnen die Freiheit zur&uuml;ckbringen soll.</p><p>Ich begegne Andreas im Johannesevangelium noch zwei Mal, wenn er Menschen zu Jesus f&uuml;hrt. Einmal den Jungen mit den Broten und den Fischen. Das ist die Grundlage f&uuml;r die Speisung der 5.000 (Johannes 6,8). Und einmal die Griechen, die Jesus sehen wollen (Johannes 12,20-21). Das l&auml;sst mich staunen: Nirgends in der Bibel findet sich ein Bericht, der Andreas als gro&szlig;en Prediger vorstellt. Aber sein Herz, das f&uuml;r Jesus brennt und Menschen zu ihm f&uuml;hren will, das findet sich gleich drei Mal.</p><p>Und wieder ist es Jesus, der das Gespr&auml;ch beginnt, als er Petrus begegnet. Er begr&uuml;&szlig;t ihn mit Namen. Jesus kennt ihn, so wie er mich kennt, nicht nur mit Namen. Nein, auch mein Herz, mein Wesen sind ihm bekannt. Das macht mich ihm gegen&uuml;ber frei davon, mich zu verstellen. Es gibt keinen Menschen, der nicht wie ein offenes Buch vor Jesus ist. Der Blick von Gottes Sohn geht immer direkt ins Herz.</p><p>Jesus gibt Petrus gleich einen neuen Namen: Kephas, was mit Fels &uuml;bersetzt wird. Ob Petrus da schon etwas von seiner tragenden Rolle in den kommenden Jahrzehnten sp&uuml;rt? Hier kommt f&uuml;r mich zur Liebe das Vertrauen von Jesus in Petrus deutlich zum Vorschein. Wer Gottes Sohn begegnet, wird merken, dass er nicht von ihm ausgenutzt wird. Er wird auch nie &uuml;bervorteilt oder kleingemacht.<br />
&nbsp;</p><h3>Jesus findet uns &ndash; Philippus und Nathanael</h3><p>Bei Philippus kommt ein weiterer Wesenszug von Jesus ans Licht. Jesus findet Philippus &ndash; nicht umgekehrt. Und Jesus begegnet ihm mit dem klaren Auftrag der Nachfolge. Bevor ich Jesus suchen kann, hat er mich schon gefunden. Und wie bei Philippus ist das kein Zufallsfund, sondern ein bewusstes Begegnen. Ich freue mich dar&uuml;ber, dass Jesus mich immer wieder neu findet. Und ich freue mich auf seine Auftr&auml;ge.</p><p>Philippus begibt sich an eine schwierige Aufgabe. Gegen&uuml;ber dem kritischen Nathanael macht er deutlich, was Andreas andeutet: Schon Mose und die Propheten haben diesen Jesus aus Nazareth angek&uuml;ndigt. Nathanael ist davon nicht beeindruckt. Er kennt sich aus &ndash; und aus Nazareth kam noch nie etwas Gutes. Dennoch folgt er der Einladung von Philippus. Und er erlebt, was es hei&szlig;t, Jesus Christus zu begegnen. Seine Liebe und sein echtes Interesse pr&auml;gen alle Begegnungen. Keinen schickt er fort, weil er ihn nicht mag oder keine Aufgabe f&uuml;r ihn hat.</p><p>Kein Wort von Kritik oder besserem Wissen mehr. Zwei S&auml;tze reichen Nathanael aus, um Jesus als Gottes Sohn anzusprechen.</p><p>Am Beginn des neuen Jahres stelle ich mir die Frage: Wo und wie wird mir Jesus begegnen? Werden mir alle Begegnungen gefallen? Vermutlich nicht. Doch je &ouml;fter ich Jesus begegne, desto mehr lerne ich ihn kennen. Und jede Begegnung bringt mich ihm etwas n&auml;her, vertieft meinen Glauben. R&uuml;ckt meine Gedanken Gott gegen&uuml;ber ins rechte Licht. Auch wenn es aufgrund der Umst&auml;nde zun&auml;chst f&uuml;r mich gar nicht danach aussehen mag. Trotzdem: Darauf freue ich mich! Jede Begegnung mit dem Sohn Gottes ist eine gute und wertvolle Begegnung.</p><p>So wie den J&uuml;ngern gilt auch heute noch mir: &bdquo;<em>Du wirst Gr&ouml;&szlig;eres als das sehen.</em>" (Johannes 1,51). Im Vertrauen darauf gehe ich auf Jesus zu, suche ihn, lasse mich von ihm abholen, h&ouml;re auf seine Fragen und Hinweise. Verbringe Zeit mit ihm, begegne ihm.</p><p>Und auch Ihnen w&uuml;nsche ich diese lebensbereichernden Begegnungen mit Jesus Christus!</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Jörg Schmitz</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17246881.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Jörg Schmitz]]></author>
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      <pubDate>Mon, 05 Jan 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Halt im Sturm des Lebens]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 93 – ausgelegt von Volker Hoof.</em><br/>
<h2>Im Sturm des Lebens</h2><p>An einem kalten Januarmorgen stehe ich auf einem Deich an der Nordsee. Ich habe mir &uuml;ber den Jahreswechsel mit meiner Familie ein paar Tage Auszeit geg&ouml;nnt. Die &bdquo;Sturmwochen", wie es der Reisef&uuml;hrer umschreibt, sind nicht die klassische Reisezeit im Norden. Windb&ouml;en mit fast 160 Stundenkilometern pfeifen mir um die Nase, ich habe Probleme, mich auf den Beinen zu halten. Drau&szlig;en auf der See sehe ich haushohe Wellen toben. Schwarze Wolken lassen die ganze Szenerie sehr d&uuml;ster erscheinen. Ein Boot da drau&szlig;en w&auml;re den Naturgewalten schutzlos ausgeliefert.</p><p>Vielleicht hat&nbsp;der &ndash; nicht genannte &ndash; Autor des kurzen Psalms 93 &auml;hnliche Bilder vor Augen gehabt. Er schaut sich die Macht der Naturgewalten an. Unwillk&uuml;rlich denke ich dabei an die Dinge, die mich gerade besch&auml;ftigen und belasten. Wenn ich die Zeitung aufschlage, bekomme ich Angst: Ich lese von Kriegen und Unruhen. Immer mehr Konflikte arten aus. Die M&auml;chtigen der Welt treffen heute Entscheidungen, die morgen nicht mehr gelten. Nichts ist mehr sicher. In unserer sogenannten zivilisierten westlichen Welt z&auml;hlen pl&ouml;tzlich Werte wie Respekt voreinander nicht mehr. Alles ist unsicher geworden. Viele Menschen f&uuml;hlen sich wie dieses Boot im Sturm. Den Gewalten der Welt schutzlos ausgeliefert. In vielen Situationen komme ich mir sehr hilflos vor, gerade dann, wenn ich wenig Einfluss auf das Geschehen nehmen kann.<br />
&nbsp;</p><h2>Der Herr ist K&ouml;nig &ndash; Ein Bekenntnis aus Psalm 93</h2><p>Die meisten Menschen bleiben an diesem Punkt stehen und verzweifeln. Ganz anders der Psalmist: Er schaut &uuml;ber seinen Tellerrand hinaus auf den, der das alles geschaffen hat. Der Psalmausleger Franz Delitzsch vermutet, dass der Psalm 93 nach einer Befreiung aus gro&szlig;er Bedr&auml;ngnis verfasst wurde. Wahrscheinlich in der Zeit der R&uuml;ckf&uuml;hrung des Volkes Israel aus dem Exil in Babylon. Der Psalmist wei&szlig;, auf wen diese Befreiung zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist. Bereits im ersten Vers lesen wir das klare Bekenntnis: Der Herr ist K&ouml;nig. Es ist nicht irgendein Herr, w&ouml;rtlich steht an dieser Stelle: &bdquo;Jahwe regiert". Es ist ein einzigartiger Lobpreis.</p><p>Der Psalm ist der erste in einer Serie von 7 Psalmen, die Gott als K&ouml;nig bezeugen. Der Autor beschreibt Gott: Er ist herrlich gekleidet. Die Elberfelder Bibel &uuml;bersetzt: Er hat sich bekleidet mit Hoheit! Der englische Bibelausleger John Trapp weist darauf hin, dass Jahwe seine Waffenr&uuml;stung abgelegt hat und sich k&ouml;nigliche Gew&auml;nder angezogen hat. Er wird alle Menschen in Weisheit und Gerechtigkeit regieren.</p><p>Aber ist das denn jetzt schon der Fall? Wir haben alle m&ouml;glichen Staatsformen auf der Erde: Wir haben Demokratien, Diktaturen, Monarchien, um nur einige zu nennen. Aber unser Text spricht von einer Theokratie. Also ein Reich, in dem Gott als K&ouml;nig regiert und auch anwesend ist. Da ist zum einen Jahwe, der auf den Cherubinen sitzend &uuml;ber sein Reich regiert, wie Mose in seinem Lied (2. Mose 15,18)&nbsp;singt: Der Herr ist K&ouml;nig auf immer und ewig! Auf der anderen Seite sehen wir Jesus, den Gesalbten, den Sohn Gottes. Offenbarung 11 schreibt &uuml;ber Jesus: Das Reich der Welt ist unseres Herrn und seines Christus geworden und er wird herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit. Im letzten Buch der Bibel laufen diese beiden Linien zusammen. Der Vater und der Sohn sind eins.</p><p>Am Ende unserer Zeit werden die weltlichen Herrscher ihre Zepter wieder an den abgeben, der die Welt gegr&uuml;ndet hat. Sie werden Rechenschaft &uuml;ber ihr Tun und Handeln ablegen m&uuml;ssen genau wie jeder andere Mensch auch. Der Zeitplan liegt allein in Gottes Hand. Wir k&ouml;nnen nichts tun, um diesen Prozess zu beschleunigen. Aber es ist f&uuml;r uns ein Trost und eine Freude zu wissen, dass alles zum Guten hinl&auml;uft. Charles Haddon Spurgeon schreibt: &bdquo;Welch gro&szlig;e Freude ist es f&uuml;r einen Untertanen, seinen K&ouml;nig in dieser Sch&ouml;nheit zu sehen. Lasst uns das den Verzagten sagen und dem Feind entgegenschleudern."<br />
&nbsp;</p><h2>Gottes Liebe im Herzen der Gl&auml;ubigen</h2><p>Christen streben keinen Gottesstaat an, wie wir ihn aus anderen Religionen kennen. Christen zwingen niemanden dazu, an Gott zu glauben. Das ist immer die pers&ouml;nliche Entscheidung jedes Einzelnen, ob er Gott und Jesus in sein Leben aufnimmt oder nicht. Als Jesus von Pilatus auf dessen K&ouml;nigtum angesprochen wird, erwidert Jesus: &bdquo;Mein Reich ist nicht von dieser Welt."</p><p>Aber so sehr dieser Psalm sich auf das K&ouml;nigreich Gottes bezieht, es ist f&uuml;r den gl&auml;ubigen Menschen kein Vertr&ouml;sten auf die Ewigkeit. Gott ist nicht nur K&ouml;nig und Herrscher, der f&uuml;r uns unerreichbar ist, Gott ist auch der liebende Vater, zu dem ich immer kommen kann. Gott wohnt in den Herzen der Gl&auml;ubigen, hier will er mit seiner Liebe regieren. Sie schenkt ihnen Kraft, schenkt uns Trost. Gottes Liebe baut sie immer wieder auf, wenn sie am Boden liegen. Diese Liebe ver&auml;ndert die Gl&auml;ubigen. Sie wollen sie raustragen, wollen sie ihre Mitmenschen sp&uuml;ren lassen, in der Familie, am Arbeitsplatz, im Verein, im Ehrenamt. Aber Gott will auch, dass ich wei&szlig;: Du bist nicht alleine in deinem kleinen Boot in dieser unruhigen See. Er ist f&uuml;r mich da, wenn die Wellen &uuml;ber mir brechen.</p><p>Als die J&uuml;nger einmal mit Jesus den See Genezareth befuhren, kam ein heftiger Sturm auf. Die teils erfahrenen Fischer bekamen Panik und wussten nicht mehr, was sie machen sollten. Sie weckten Jesus, der den Sturm sofort stillte und den J&uuml;ngern sagte: Was seid ihr so furchtsam? Habt ihr noch keinen Glauben?<br />
&nbsp;</p><h2>Halt finden in Gott</h2><p>Menschen suchen wieder nach etwas Festem, Best&auml;ndigem. Sie suchen nach Halt in ihrem Leben. Die Welt kann uns das nicht bieten. Unser Blick bleibt meist auf dem Sichtbaren haften. Es sind ja nicht nur ungest&uuml;me Naturgewalten, wir erfreuen uns auch an der Sch&ouml;nheit und der Genialit&auml;t der Natur. Dabei ist die Menschheit dahin gekommen, die Sch&ouml;pfung anzubeten, nicht mehr den Sch&ouml;pfer, den, der alles gemacht hat und alles in den H&auml;nden h&auml;lt.</p><p>Ich musste neulich ein sehr unangenehmes Gespr&auml;ch f&uuml;hren. In meiner Vorbereitung unterhielt ich mich mit einem &Auml;ltesten unserer Gemeinde. Er erinnerte mich daran, den Fokus auf den zu lenken, der in meinem Herzen regiert und dessen Liebe in mir ist. Er gibt mir die passenden Worte zur richtigen Zeit.</p><p>Ich wei&szlig; nicht, was Sie gerade besch&auml;ftigt, vielleicht auch, was Ihnen Sorgen macht. Aber ich kann Ihnen Mut machen. Seien Sie getrost: Der Herr ist K&ouml;nig. Er h&auml;lt auch Sie in seiner Hand und l&auml;sst Sie nicht fallen.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Volker Hoof</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17246376.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Volker Hoof]]></author>
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      <pubDate>Sun, 04 Jan 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Gott teilt Geheimnisse mit]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Johannes 1,29-34 – ausgelegt von Martina Arp.</em><br/>
<h2>Johannes und Jesus &ndash; zwei von Gott Berufene</h2><p>Auf diese zwei Menschen hat Gott, der Vater, die Hand gelegt: Johannes, den T&auml;ufer, und Jesus, dessen Lebensgeheimnis Johannes schon ganz fr&uuml;h erkannte: Dieser ist Gottes Sohn.<br />
Johannes erkannte das nicht von sich aus. Er hatte kein &uuml;bernat&uuml;rliches &bdquo;Insider-Wissen". Er konnte den Menschen nicht ins Herz sehen, so wie Jesus das konnte. Wenn Jesus jemanden angesehen hat, dann wusste er genau, wen er vor sich hatte. Aber bei Johannes war das nicht so. Johannes und Jesus kannten sich vielleicht als Kinder, die Familien waren ja verwandt. Aber Johannes wusste nicht, dass Jesus der Christus ist, der Messias. Das konnte er erst erkennen, als ihm das offenbart wurde. &bdquo;<em>Auf wen du siehst den Geist herabfahren und auf ihm bleiben, der ist&#39;s</em>".<br />
&nbsp;</p><h2>Offenbarung statt Insider-Wissen</h2><p>Obwohl Johannes der T&auml;ufer Gott so nahestand, sein ganzes Leben auf Gott ausgerichtet hatte, blieb er vollst&auml;ndig angewiesen auf die Offenbarung. Ich denke manchmal, dass Gott mich sozusagen in seine Geheimnisse einweihen wird, wenn ich ihn besser kenne, so dass ich dann besser Bescheid wei&szlig;, Durchblick habe, wei&szlig;, was dran ist. Aber hier sehe ich: Das ist nicht unbedingt so.<br />
Johannes kannte Gott, er hat sein ganzes Leben von ihm bestimmen lassen. Dass er taufte zur Bu&szlig;e, damit die Leute zur Besinnung kommen und umkehren zu Gott, das war nicht seine eigene Idee. Johannes sagt es hier: Er wurde &bdquo;gesandt, zu taufen". Und warum? &bdquo;&hellip;Damit er (also: Jesus) in Israel offenbart werde, darum bin ich gekommen zu taufen mit Wasser."<br />
Was Johannes tat, war eingebettet in einen gr&ouml;&szlig;eren Zusammenhang. Das hatte einen Sinn, den er sich gar nicht selber ausdenken konnte. Ein Bekannter von mir meint, so bemerkenswert w&auml;re das gar nicht mit Jesus &ndash; er h&auml;tte ja schlie&szlig;lich das Alte Testament gekannt und h&auml;tte das eben einfach alles umgesetzt, was da vorhergesagt worden war. Aber das erkl&auml;rt ja z. B. &uuml;berhaupt nicht das Ph&auml;nomen Johannes des T&auml;ufers.<br />
Sicher war auch das vorhergesagt worden: Johannes war der Vorl&auml;ufer des Messias, der ihm den Weg ebnen sollte. Jesus hat ihn &bdquo;Elia" genannt. Ja, das steht in der Bibel. Aber wenn ich das jetzt mal aus der Perspektive von Johannes betrachte: Woher h&auml;tte er das wissen sollen, dass es jetzt soweit ist? Dass da jetzt so jemand wie Jesus kommt? Dass die Prophezeiung im Begriff war, sich zu erf&uuml;llen und er selber dieser Vorl&auml;ufer ist?</p><p>Es gibt ja hin und wieder Leute, die haben so eine religi&ouml;se &ndash; ich sage mal: fixe Idee. Die meinen, sie seien erw&auml;hlt zu gro&szlig;en Dingen, die meinen, das in sich zu &bdquo;f&uuml;hlen", so etwas wie ein &bdquo;gef&uuml;hltes inneres Wissen" zu haben. Davon sehe ich bei Johannes nichts. Was er wissen musste, das wurde ihm mit Worten offenbart, sozusagen &bdquo;von au&szlig;en". Es wurde ihm gesagt und durch Zeichen best&auml;tigt. Ganz n&uuml;chtern.<br />
Und geht es mir nicht &auml;hnlich? Oft will ich gern von innen erleuchtet werden: Also ein gef&uuml;hlter innerer Friede soll sozusagen von innen nach au&szlig;en &uuml;berstr&ouml;men. Das ist f&uuml;r mich verst&auml;ndlich, dass andere sich das w&uuml;nschen. Ich will das auch gar nicht werten. Damit gehe ich vorbei an dem Wort Gottes, das durch die Bibel zun&auml;chst mal von au&szlig;en in mein Leben kommt. Gott will mit mir reden - durch Worte. Er will sein Wort dann auch best&auml;tigen im Innen und Au&szlig;en, aber es kommt erstmal von au&szlig;en an mich heran. Ich h&ouml;re - und denke nach.<br />
&nbsp;</p><h2>Verschiedene Wege &ndash; eine Berufung</h2><p>Ich finde diese Begegnung zwischen Johannes und Jesus auch so bemerkenswert, weil sie&nbsp;zeigt: Hier sind zwei Menschen, - wobei Jesus ja mehr war als ein Mensch &ndash; aber er war immerhin auch Mensch &ndash; also zwei, die ihr ganzes Leben Gott zur Verf&uuml;gung gestellt haben, und die doch ganz verschiedene Aufgaben haben, ganz verschiedene Wege gehen, ganz anders gef&uuml;hrt werden. Das finde ich wichtig.</p><p>Ich kann mich vom Glauben anderer inspirieren lassen, ohne sie &auml;u&szlig;erlich nachzuahmen. Es gibt zwar Dinge, zu denen jeder Christ berufen ist, z. B. &bdquo;<em>Gott von ganzem Herzen zu lieben, (&hellip;) und unseren N&auml;chsten wie uns selbst</em>" (Markus 12,33). Aber Gott macht Ihr und mein Leben nicht zu einem 0815-Modell, eins wie das andere, sondern wer sich ihm anvertraut, wird individuell gef&uuml;hrt.</p><p>Gott hat sich bei jedem von uns etwas gedacht. Er setzt uns ein Ziel. Das ist nicht bei jedem so bedeutsam wie bei Johannes &ndash; und mit Jesus k&ouml;nnen wir uns sowieso nicht vergleichen. Aber es ist ein pers&ouml;nlicher Weg. Johannes&#39; Aufgabe ist es, mit Wasser zu taufen, damit Jesus, der Christus, in Israel offenbart wird. Die hat Johannes erf&uuml;llt. Dagegen hat er nicht rebelliert und gesagt: &bdquo;Ich will aber was anderes werden", sondern das ist seine Bestimmung und das zu tun, hat ihn erf&uuml;llt.<br />
&nbsp;</p><h2>Das Lamm Gottes und die Bedeutung der S&uuml;nde</h2><p>Und die Zielvorgabe von Jesus ist: Gottes Lamm zu sein, das der Welt S&uuml;nde tr&auml;gt. Sich selber zu opfern, damit wir unsere Schuld loswerden und wieder zu Gott finden k&ouml;nnen. Dieses Ziel wird heute von vielen gar nicht mehr verstanden. Jesus hat in ihren Augen ein nicht-existierendes Problem gel&ouml;st. Ich glaube, ein Grund daf&uuml;r ist: sie verstehen nicht, was S&uuml;nde ist. S&uuml;nde ist nicht nur, etwas Falsches zu tun, also z. B. zu l&uuml;gen, oder etwas zu unterlassen, also z. B. nicht zu helfen, obwohl ich es k&ouml;nnte.</p><p>S&uuml;nde ist Zielverfehlung. Und sie trennt von Gott. Wenn ich das Ziel, das Gott mir gesetzt hat, verfehle, dann werde ich niemals ein erf&uuml;lltes Leben f&uuml;hren k&ouml;nnen. Wir sind nach dem Bild Gottes gemacht, und eins der Ziele, die Gott f&uuml;r uns vorsieht, ist: Etwas zu reflektieren vom Wesen Gottes, von seiner Geduld, Liebe, Barmherzigkeit, und Gerechtigkeit. Das geht nur in Beziehung zu ihm: Wenn wir h&ouml;ren auf sein Wort, wenn wir uns davon bestimmen lassen, auf Best&auml;tigung durch ihn achten. - Wie wir das reflektieren, ist dann individuell ganz verschieden, so verschieden die Wege Jesu und Johannes des T&auml;ufers sind.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Martina Arp</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17245782.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Martina Arp]]></author>
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      <pubDate>Sat, 03 Jan 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Hochrangiger Besuch]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Johannes 1,19-28 – ausgelegt von Bastian Wellhöfer.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Johannes 1,19-28 – ausgelegt von Bastian Wellhöfer.</em><br/>
<h2>Der k&ouml;nigliche Besuch</h2><p>Immer dann, wenn es irgendwie hochrangigen Regierungsbesuch gibt, ein Pr&auml;sident oder K&ouml;nig eines anderen Landes eine Stadt besucht, setzt sich eine ganze Stadt in Bewegung! Es wird ein riesiger Aufwand betrieben, um alles so gut es geht f&uuml;r diesen Besuch vorzubereiten. &Uuml;berall sind Flaggen zu sehen, die im Wind wehen. Polizei-Kolonnen, die sich auf den Weg zum Flughafen machen, um denjenigen geb&uuml;hrend zu empfangen. Reporter stehen an jeder Ecke, um &uuml;ber das ganze Spektakel zu berichten &hellip; Und das alles, um eine einzige Person geb&uuml;hrend zu empfangen! Und am Ende, wenn alles gut gelaufen ist und geklappt hat, wei&szlig; man &ndash; der Aufwand hat sich gelohnt!<br />
&nbsp;</p><h2>Johannes der T&auml;ufer &ndash; Der Wegbereiter</h2><p>Und genauso gab es vor ca. 2.000 Jahren eine Person, die nicht eine Stadt, sondern die Herzen von zahlreichen Menschen vorbereiten wollte, um den K&ouml;nig der K&ouml;nige &uuml;berhaupt zu empfangen! Und diese Person, die die Herzen vorbereiten wollte, war &ndash; Johannes der T&auml;ufer: Ein total komischer Typ, der in der W&uuml;ste lebte, Heuschrecken gegessen hat &hellip; und ein Prophet war, das hei&szlig;t: der im Auftrag Gottes gesprochen hat. Und irgendwie hat man gemerkt, dass Gott in besonderer Art und Weise in seinem Leben war &hellip; Denn es dauerte nicht lange, bis Menschen von &uuml;berall her &ndash; aus der ganzen damaligen Welt &ndash; in die W&uuml;ste gepilgert sind, um ihn zu h&ouml;ren. Stellen Sie sich das mal vor?!</p><p>Jeder hat sich gefragt &hellip; &bdquo;Wer ist dieser Kerl nur?!", &bdquo;Wer bist du?" Und das Spannende &ndash; er erz&auml;hlt erstmal, wer er nicht ist!</p><p>&bdquo;Und er bekannte und leugnete nicht, und er bekannte: Ich bin nicht der Christus. Und sie fragten ihn: Was dann? Bist du Elia? Er sprach: Ich bin&#39;s nicht. Bist du der Prophet?" Und er antwortete: Nein. Da sprachen sie zu ihm: Wer bist du dann?</p><p>Vers&nbsp;23: (Seine Antwort) Er sprach: &raquo;Ich bin eine Stimme eines Predigers in der W&uuml;ste: Ebnet den Weg des Herrn!&laquo;</p><p>Sein Auftrag also: Einen Weg zu ebnen &ndash; Hindernisse aus dem Weg zu r&auml;umen, f&uuml;r den Herrn &ndash; f&uuml;r Gott selbst! Einen Besuch von h&ouml;herer Stelle gibt es nicht! Gott selbst kommt vom Himmel auf die Erde! Und deswegen war es so entscheidend, dass die Leute damals genau darauf vorbereitet waren.<br />
&nbsp;</p><h2>Die Einladung an Sie</h2><p>Und heute kommt diese Stimme eines Predigers nicht aus der W&uuml;ste, sondern aus diesem Radio zu Ihnen. Und diese Stimme will Ihnen heute zurufen und Sie einladen! &bdquo;Ebnet den Weg des Herrn." Anders gesagt &ndash; bedeutet das vielleicht, sich neu f&uuml;r den Gedanken zu &ouml;ffnen, dass es einen Gott gibt, der Sie mehr liebt, als Sie sich vorstellen k&ouml;nnen.</p><p>Aber sich neu f&uuml;r Gott und den Glauben an seinen Sohn Jesus Christus zu &ouml;ffnen, kann manchmal ganz sch&ouml;n herausfordernd sein. &bdquo;Gott, wo warst du?!", &bdquo;Warum hast du das zugelassen in meinem Leben?!" Wenn so viel passiert ist, was ich nicht verstehen kann &hellip; Und aus dem eigentlich geebneten Weg zum Herzen wurde ein Weg, auf dem viele Steine gelandet sind, die zur Mauer geworden sind.</p><p>Und genau dort &ndash; l&auml;dt uns Johannes ein, ganz neu mutig Schritte auf Gott zuzugehen. Damit es m&ouml;glich wird, den K&ouml;nig der K&ouml;nige geb&uuml;hrend zu empfangen. Ganz praktisch hei&szlig;t das &ndash; vielleicht seit langem mal wieder &ndash; mit Gott zu sprechen &hellip; zu beten. In die Bibel hineinzusehen, &hellip; mit dem Herzschlag &bdquo;Gott, sprich zu mir!" Oder seit langem wieder einmal Schritte in eine Kirche zu gehen &hellip; Und Sie merken, w&auml;hrend Sie genau das tun, wie Ihnen ein Stein nach dem anderen vom Herzen f&auml;llt und eine neue Leichtigkeit in Ihr Leben kommt.<br />
&nbsp;</p><h2>Mein pers&ouml;nliches Zeugnis</h2><p>Und genau das habe ich in meinem Leben erlebt. Ich dachte, Gott verurteilt mich wegen all meiner Fehler &ndash; dieser Gedanke war wie ein Stein auf meinem Herzen. Aber im M&auml;rz 2025 &ndash; ver&auml;nderte sich alles! Ich rief zu Gott: &bdquo;Du kannst mit mir nichts anfangen &ndash; ich habe zu viele Fehler gemacht." Aber pl&ouml;tzlich kamen Worte und ein tiefes Gef&uuml;hl von Geliebt-Sein, als Gott mir zu verstehen gab: &bdquo;Ich kann, ich will und ich werde dich gebrauchen."</p><p>Als ich dann mehr und mehr verstanden habe, dass Gott es gut mit mir meint, er mich liebt und mir vergibt &ndash; war mein Herz ganz neu offen! Und ich habe diesen K&ouml;nig der K&ouml;nige, Gott selbst, der in Jesus Christus auf diese Erde kam, ganz neu in mein Herz gelassen.</p><p>Ich wei&szlig; nicht, wo Sie gerade mit dem ganzen Thema Glauben stehen, ob Sie merken, es gibt noch Steine auf dem Herzens-Weg, oder ob Jesus eigentlich nur noch anzuklopfen braucht. Egal, wo Sie stehen &ndash; ich lade Sie ein, Ihren n&auml;chsten Schritt zu gehen, in Ihrem Tempo. Gott hetzt Sie nicht &ndash; er begleitet Sie still.</p><p><strong>Tipp 1:</strong> Wenn Sie merken,&nbsp;Steine sind auf dem Weg zu Ihrem Herzen gelandet &ndash;&nbsp;dann lade ich Sie ein am Ende dieser Gedanken mit mir mitzubeten.</p><p><strong>Tipp 2:</strong> Oder Sie merken, Jesus klopft mit seiner Liebe heute bei Ihnen an &ndash; dann sind Sie eingeladen, Ihre Herzens-T&uuml;r zu &ouml;ffnen. Es lohnt sich!</p><p><strong>Tipp 3:</strong> Es kann aber auch sein, dass Gott Sie ermutigen m&ouml;chte, Hindernisse auf dem Weg zu den Herzen von Menschen in Ihrem Umfeld zu nehmen &hellip;</p><p>Egal, was es ist &ndash; gehen Sie mutig Ihren n&auml;chsten Schritt.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Gebet &ndash; Beten Sie mit mir?</strong></h2><p>&bdquo;Danke Gott, dass du meine Geschichte kennst. Du kennst mich &ndash; du hast jeden Moment meines Lebens gesehen. Die sch&ouml;nen wie auch die herausfordernden Momente. Du wei&szlig;t, wo ich verletzt wurde. Wo mein Herz schwer geworden ist. Und ich lade dich ein: ber&uuml;hre mein Herz ganz neu mit deiner Liebe. Heile du die Wunden meines Herzens und schaffe in meinem Herz einen geebneten Weg, dass Begegnung mit dir m&ouml;glich wird! Danke Jesus, dass du mich liebst!&ldquo;&nbsp;Amen.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Bastian Wellhöfer</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17245267.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Bastian Wellhöfer]]></author>
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      <pubDate>Fri, 02 Jan 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[2026 – Gott ist da]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Psalm 121 – ausgelegt von Friedhelm Muus.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 121 – ausgelegt von Friedhelm Muus.</em><br/>
<h2>Ein guter Start ins neue Jahr</h2><p>Haben Sie gestern auch &bdquo;Dinner for one" geschaut? Ich schon &ndash; f&uuml;r mich geh&ouml;rt dieser Sketch einfach an Silvester dazu. Ich kann jedes Jahr immer wieder herzhaft dar&uuml;ber lachen und es ist doch sch&ouml;n, wenn man im alten Jahr noch einmal gelacht hat. Den &Uuml;bergang ins neue Jahr haben wir mit unseren Freunden verbracht, wir haben uns umarmt und uns ein gutes neues Jahr gew&uuml;nscht. Ein sch&ouml;ner Start in das neue Jahr. Doch wie wird das Jahr 2026 werden, wird es ein Jahr, in dem wir oft Grund zum Lachen haben, oder wird es ein Jahr, in dem uns die Sorgen, die Lebensumst&auml;nde, Schicksalsschl&auml;ge das Lachen vergehen lassen? Vielleicht nehmen Sie ja auch schon einen Rucksack voller Sorgen aus dem alten Jahr mit:</p><ul><li>Bleibe ich gesund</li><li>Geht es meinen Kindern gut</li><li>Kommt diese Welt endlich nochmal zur Ruhe und Friede kehrt ein</li><li>Reicht das Geld zum Leben<br />
&nbsp;</li></ul><h2>Woher kommt meine Hilfe?</h2><p>Wie geht es weiter mit meinem Lebensweg im neuen Jahr? Bleibe ich in der Spur des Glaubens? Wo kommt denn Hilfe her, wenn ich sie ben&ouml;tige?&nbsp;Ich schaue hinauf und suche den Himmel ab. Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.</p><p>Ja, aber so einfach ist das nicht immer, manchmal muss ich schon mal sehr lange warten, bis ich etwas von Gottes Hilfe merke. Oder sie kommt einfach gar nicht, zumindest nicht so, wie ich sie mir vorstelle. Dann wird es schwierig, in der Spur des Glaubens zu bleiben. Zweifel machen sich wom&ouml;glich breit. Wo ist Gott denn jetzt, ich merke nichts von ihm?&nbsp;Der Lebensweg wird steinig und anstrengend. Ersch&ouml;pfung und Schwermut machen mich m&uuml;de. Die Freude und Lust am Leben schwindet ein bisschen dahin. Dann tun diese Worte aus Psalm 121 gut: &bdquo;<em>Mein Gott schl&auml;ft und schlummert nicht.</em>" Gott ist gegenw&auml;rtig, unabh&auml;ngig davon, ob mir das bewusst ist oder nicht. Ich gebe meine Sorgen und &Auml;ngste ab an den allm&auml;chtigen Gott, der Himmel und Erde gemacht hat. Ich lasse los, was mich bedr&uuml;ckt. Ich kleiner Mensch geh&ouml;re doch zu dir, guter allm&auml;chtiger Gott. Lass mich das nicht vergessen, was soll mir denn geschehen, wenn du bei mir bist. Lieber Gott, bewahre mich vor allem &Uuml;bel und pass bitte gut auf mich auf.<br />
&nbsp;</p><h2>Gott ist gegenw&auml;rtig &ndash; Ein Lied von Gerhard Tersteegen</h2><p>Mit der Gewissheit, dass unser Gott nah und da ist, d&uuml;rfen wir alle getrost und zuversichtlich in das neue Jahr gehen. Gott wacht &uuml;ber unserem Lebensweg auch im Jahr 2026. Gerhard Tersteegen schreibt in einem Lied:</p><p>Gott ist gegenw&auml;rtig, lasset uns anbeten<br />
und in Ehrfurcht vor ihn treten.<br />
Gott ist in der Mitte, alles in uns schweige<br />
und sich innigst vor ihm beuge.<br />
Wer ihn kennt, wer ihn nennt,<br />
schlag die Augen nieder;<br />
kommt, ergebt euch wieder.</p><p>Du durchdringest alles,<br />
lass dein sch&ouml;nstes Lichte,<br />
err, ber&uuml;hren mein Gesichte.<br />
Wie die zarten Blumen<br />
willig sich entfalten und der Sonne stille halten,<br />
lass mich so still und froh<br />
deine Strahlen fassen und dich wirken lassen.<br />
&nbsp;</p><h2>Gott ist da &ndash; in allen Gezeiten des Lebens</h2><p>Der Herr beh&uuml;te dich vor allem &Uuml;bel, er beh&uuml;te deine Seele. Der Herr beh&uuml;te dich, wenn du kommst und wenn du gehst, immer und &uuml;berall. Das neue Jahr hat sicher wieder viele unterschiedliche Facetten:</p><ul><li>Tage voller Sorge und ungel&ouml;ster Fragen &ndash; Gott ist da</li><li>Urlaubstage mit Sonne und Licht &ndash; Gott ist nah</li><li>Warten auf Gottes Hilfe, die mir nicht schnell genug kommt &ndash; Gott ist bei mir</li><li>Stunden mit Genuss und Lebensfreude &ndash; Gott ist da</li><li>W&auml;rmende Sonnenstrahlen und frischer Wind im Haar &ndash; Gott ist nah</li><li>Wege, die sch&ouml;n und gut zu laufen sind, aber auch Wege, die uns viel Kraft kosten &ndash; Gott ist bei mir</li></ul><p>Gott ist da &ndash; Gott ist nah &ndash; Gott ist bei mir In allen Gezeiten des Lebens ist Gott sicher bei mir. Mit Ihm komme ich durch Ebbe und Flut und kann mit Ruhe und Gelassenheit meinen Lebensweg gehen.</p><p>In dieser Zuversicht w&uuml;nsche ich Ihnen allen ein gesegnetes und beh&uuml;tetes neues Jahr 2026.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Friedhelm Muus</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17244746.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Friedhelm Muus]]></author>
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      <pubDate>Thu, 01 Jan 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Mutig ins neue Jahr]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Psalm 29 – ausgelegt von Gabriele Trenk.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 29 – ausgelegt von Gabriele Trenk.</em><br/>
<h3>Silvester &ndash; Zeit des R&uuml;ckblicks und Ausblicks</h3><p>Silvester, das Zwischenst&uuml;ck zwischen vergangener gef&uuml;llter Zeit und neuen unverbrauchten Zeitr&auml;umen. Silvester &ndash; Zeit der Jahresr&uuml;ckblicke in Zeitungen und TV-Sendungen und auch Zeit der Jahresausblicke mit Erwartungen, Prognosen und Bef&uuml;rchtungen. Wie geht&#39;s Ihnen an diesem Tag?</p><p>Ich komme meist unweigerlich ins Erinnern und Nachdenken: Was hab ich erlebt im vergangenen Jahr? Was will ich auf keinen Fall vergessen? Hie und da versuche ich ein Fazit zu ziehen, um dann vorsichtig nach vorne zu schauen: Was ist mir wichtig? Woran will ich mich orientieren?</p><p>Diese Fragen sind in unsrer vielstimmigen Zeit nicht leicht zu beantworten. Vielleicht bewegen Sie in Ihrem Leben noch ganz andere Probleme und Herausforderungen. Da w&uuml;rde ich mir an einem Tag wie Silvester einen Text w&uuml;nschen, der tr&ouml;stet, der Mut macht und motiviert. Und dann kommen Worte daher, die klingen wie eine Fanfare, begleitet von kr&auml;ftigen Paukenschl&auml;gen, die alle anderen Stimmen &uuml;bert&ouml;nen. Ist es das, was ich heute brauche? Vielleicht hilft Ihnen und mir ein Blick in seine Entstehungsgeschichte:<br />
&nbsp;</p><h3>Die Suche nach Identit&auml;t &ndash; Israels Ringen um seinen Gott</h3><p>Das Volk Gottes war immer wieder herausgefordert, seine Identit&auml;t und seine Religion zu finden. Der Glaube war verankert in seiner Geschichte, aber die Glaubenss&auml;tze, die ver&auml;nderten und sch&auml;rften sich in der Auseinandersetzung mit seiner Umwelt.</p><p>Umgeben von alten kultischen Traditionen in den Nachbarv&ouml;lkern suchte das Volk Israel seine besondere Gottesbeziehung zu bestimmen. Sie h&ouml;rten spannende und beeindruckende G&ouml;ttererz&auml;hlungen. Sie erlebten bewegende Feste und Rituale. Da entstand ein buntes und vermutlich auch verwirrendes Bild, und auch Fragen: Wer sind wir? Und: Wer ist unser Gott? Ist er ein Teil der Chaosm&auml;chte? Ein Wettergott vielleicht, der mit anderen G&ouml;ttern um die Vorherrschaft ringt? Wen sollen wir anbeten? Und wer sind wir Menschen? Hilflose Spielb&auml;lle der M&auml;chtigen oder doch gesegnet und geliebt? Der Psalm antwortet darauf mit sprachgewaltigen Bildern aus der Natur, die die Einzigartigkeit und Macht des Gottes Israels herausstellen.<br />
&nbsp;</p><h3>Die Stimme Gottes &ndash; Ein gewaltiges Gem&auml;lde</h3><p>Vor meinem inneren Auge entsteht das Bild einer besonderen Versammlung oder eines gro&szlig;en Festes in einem k&ouml;niglichen Thronsaal. Ein Herold tritt auf. Er hat die Aufgabe, im Namen seines Herrn zu sprechen. Nun steht er vor einer gro&szlig;en Menge, um laut und deutlich kundzutun, was ihr Herrscher ihnen zu sagen hat.</p><p>Und bereits in seinen ersten Worten werden die Machtverh&auml;ltnisse gekl&auml;rt: &bdquo;Ehrt den HERRN, ihr M&auml;chtigen im Himmel, ehrt ihn und unterwerft euch seiner Macht. Gebt ihm die Ehre, die ihm allein zusteht! Werft euch nieder vor ihm, wenn er in seiner Heiligkeit erscheint."</p><p>Jetzt wissen alle: Hier geht es nicht um irgendeine lokale Gottheit. Hier kommt der zu Wort, der &uuml;ber allen anderen steht; der einzige, dem Ehre und Anbetung zusteht, ob von himmlischen oder irdischen M&auml;chten. Ich sehe Staunen und Erschrecken in den Gesichtern der Zuh&ouml;rer.</p><p>Der Herold spricht weiter. Er will die Anwesenden sehen und sp&uuml;ren lassen, wie gro&szlig; und m&auml;chtig ihr Gott ist. Deshalb w&auml;hlt er Worte und Bilder, die sich einpr&auml;gen, die Erinnerungen an Erlebtes wachrufen. Hatten sie nicht &auml;hnliche Lieder schon bei dem Nachbarvolk geh&ouml;rt? Aufmerksam verfolgen sie seine Rede: Mit den Farben und T&ouml;nen eines Gewitters malt er ein beeindruckendes Bild von Gottes Stimme:</p><p>&bdquo;Die Stimme des HERRN ist es, die &uuml;ber den Fluten erschallt. Die Stimme des HERRN ist es, die sich im Donner Geh&ouml;r verschafft. Die Stimme des HERRN erklingt im Sturm, der B&auml;ume entwurzelt und Berge ins Wanken bringt. Die Stimme des HERRN spr&uuml;ht zuckende Flammen &ndash; wie ein Blitz! Die Stimme des HERRN l&auml;sst die W&uuml;ste beben!"</p><p>Was f&uuml;r ein gewaltiges Gem&auml;lde l&auml;sst der Beter entstehen. Sieben Mal wird verk&uuml;ndet, welche Kraft die Stimme Gottes hat, sieben Mal in &auml;hnlichen Formulierungen, das hallt nach.</p><p>Ich stelle mir vor, wie die Augen immer gr&ouml;&szlig;er werden bei den Zuh&ouml;rern, weil ihnen langsam d&auml;mmert: Unser Gott ist nicht Teil dieser Chaosm&auml;chte, er ist der Herr. Er muss nicht mit ihnen k&auml;mpfen, sie m&uuml;ssen ihm gehorchen. Was f&uuml;r ein Gott!</p><p>Der Herold ist noch nicht fertig, aber sein Ton &auml;ndert sich: Der HERR bleibt ein K&ouml;nig f&uuml;r ewige Zeiten. Der HERR wird seinem Volk Kraft geben. Der HERR wird sein Volk segnen mit Frieden.</p><p>Langsam wird aus dem Staunen pure Freude, vielleicht sogar Jubel: Dieser m&auml;chtige Gott will sein Volk nicht einsch&uuml;chtern. Er liebt es, zu st&auml;rken und aufzurichten. Er liebt es, zu segnen, gute Worte zuzusprechen und Hoffnung zu schenken. Das ist seine Art der Zuwendung zu seinem Volk, zu seinen Menschen.<br />
&nbsp;</p><h3>Jesus Christus &ndash; Gottes Macht in der Liebe</h3><p>Bei diesen Worten kommt mir eine andere Person aus der Bibel vor Augen: JesusChristus. Er war nicht donnernd und Funken spr&uuml;hend unterwegs, im Gegenteil. Er kam als kleines verletzliches Kind, erlebte Widerstand und Dem&uuml;tigung von vermeintlich M&auml;chtigeren, und starb schlie&szlig;lich verspottet an einem Kreuz. Seine Macht zeigte sich in seiner Liebe, bis zum letzten Atemzug. Ist das ein Widerspruch zu dem Psalm? Begegnet uns dort ein anderer Gott? Ich denke nicht. Die Psalmworte stellen bildgewaltig und eindr&uuml;cklich Gottes Macht heraus. Sie bezeugen, wer letztendlich die Weltgeschichte in der Hand hat. Aber anders als menschliche Machthaber, will Gott uns nicht beherrschen, sondern unser Herz gewinnen, und das k&ouml;nnen wir bei Jesus sehen. Mein Herz hat er gewonnen: Ich vertraue gerne einem Gott, der seine Macht nicht mit Gewaltaktionen legitimieren muss; einem Gott, der mich mit unersch&uuml;tterlicher Liebe begleitet, ganz gleich, was auf mich zukommt. Das ist doch ein mutmachendes Wort f&uuml;r das kommende Jahr, oder? Was sagt Ihr Herz dazu?</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Gabriele Trenk</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17244206.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Gabriele Trenk]]></author>
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      <pubDate>Wed, 31 Dec 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Das Wort wird Fleisch]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Johannes 1,14-18 – ausgelegt von Arthur Wunderlich.]]></description>
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      <itunes:summary><![CDATA[Der Bibeltext Johannes 1,14-18 – ausgelegt von Arthur Wunderlich.]]></itunes:summary>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Johannes 1,14-18 – ausgelegt von Arthur Wunderlich.</em><br/>
<h2><strong>Das Wort wurde Mensch</strong></h2><p>Im ersten Abschnitt seines Evangeliums (Johannes 1,1-13) schreibt der Apostel und Evangelist Johannes vom Wort. Ein ganz besonderes Wort! Alles wurde durch dieses Wort geschaffen. Um es ganz klarzumachen, bekr&auml;ftigt Johannes es noch einmal: Nichts ist ohne das Wort entstanden! In diesem Wort ist auch das Leben und das Licht. Dieses Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis konnte es nicht ausl&ouml;schen.</p><p>In den f&uuml;r heute vorgegebenen Versen verk&uuml;ndigt der Evangelist nun die einmalige Botschaft: dieses m&auml;chtige Wort wurde Mensch! Durch das Wort entstand das ganze Weltall, jedes noch so kleine Lebewesen und auch alle Menschen. Er, der alles, aber auch wirklich alles geschaffen hat, kommt nun auf diese Erde und wird Mensch &ndash; einer von uns. Eine Botschaft, die alles auf den Kopf stellt. Wie ist es m&ouml;glich, dass ein scheinbar abstraktes Wort nun als Mensch auf diese Erde kommt?<br />
&nbsp;</p><h2>Gnade und Wahrheit</h2><p>Der Evangelist Johannes baut in diesen Versen einen Spannungsbogen auf. Er schreibt von der Herrlichkeit des Menschen, in dem das Wort zu uns kam. Der einzige Sohn des himmlischen Vaters, voller Gnade und Wahrheit.</p><p>Gnade und Wahrheit &ndash; das klingt erst einmal nach einem Widerspruch. Wenn jemand gn&auml;dig ist, bedeutet es doch, sie oder er nimmt es mit der Wahrheit nicht so genau. Da ist etwas Schlimmes vorgefallen, aber ich will mal nicht so sein und dr&uuml;cke beide Augen zu. Die Wahrheit blende ich aus. Bei Gott hat die Gnade einen ganz anderen Hintergrund. Gnade und Wahrheit passen bei ihm gut zusammen. Noch wird dazu aber nicht viel verraten, die Spannung bleibt erhalten.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Nachher oder vorher?</strong></h2><p>Der Evangelist schreibt sogar noch geheimnisvoller weiter. Er zitiert Johannes den T&auml;ufer, einen Vorboten f&uuml;r das menschgewordene Wort. Der T&auml;ufer sollte seine Zeitgenossen darauf vorbereiten, dass Gott etwas ganz Besonderes vorhatte. Das Zitat klingt erst einmal ebenfalls sehr widerspr&uuml;chlich: &sbquo;Nach mir wird einer kommen, der vor mir gewesen ist.&#39; Was denn nun? Nachher oder vorher? Der Nachsatz &sbquo;Er war eher als ich&#39; deutet darauf hin, dass jemand anders tats&auml;chlich zuerst da war. Aber warum kommt er nachher? Es bleibt spannend.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Unersch&ouml;pfliche Gnade</strong></h2><p>In dem besonderen Wort, von dem der Evangelist schreibt, ist viel Gnade. Im n&auml;chsten Vers benutzt Johannes die Mehrzahl und schlie&szlig;t damit die ein, die mit ihm zusammen dem Wort gehorsam wurden. Sie konnten &sbquo;aus seiner F&uuml;lle Gnade um Gnade&#39; nehmen. Das klingt f&uuml;r mich nach einem unersch&ouml;pflichen Vorrat.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Gnade und Wahrheit sind durch Jesus Christus geworden</strong></h2><p>Und dann kommt schlie&szlig;lich der Vers, auf den die ganze Einleitung des Johannesevangeliums zusteuert. Erst der R&uuml;ckblick auf das Gesetz. Mose hat es dem Volk Israel gegeben. Das Gesetz war ja sehr wichtig. Es ordnete das Zusammenleben der Menschen. &Uuml;bergriffe gegen Eigentum und Pers&ouml;nlichkeit wurden unter Strafe gestellt. In den ersten Geboten wurde dar&uuml;ber hinaus die Beziehung von Menschen zu Gott thematisiert. Aber das Gesetz hat leider auch seine Kehrseite &ndash; eben wegen der Strafen! Wer kann denn schon das ganze Gesetz perfekt einhalten?</p><p>Danach wird erstmals der Name des Menschen erw&auml;hnt, in dem das Wort zu uns kommt: Jesus Christus! Und die befreiende Botschaft: Die Gnade und Wahrheit sind durch Jesus Christus geworden! Etwas ganz Neues ist entstanden, weil Jesus auf diese Erde kam und das tat, wozu Gott ihn beauftragt hatte. Gott selbst hat die Voraussetzung daf&uuml;r geschaffen, dass diese Welt wieder in Ordnung kommt. Die Welt, die durch das eigenm&auml;chtige Handeln des Menschen aus den Fugen geraten war. Aber nun sind Gnade und Wahrheit geworden! Der Evangelist Johannes schreibt davon in der Vergangenheitsform, die einen abgeschlossenen Vorgang beschreibt. Diese Zeitform hei&szlig;t &sbquo;Perfekt&#39;. Mich fasziniert es immer wieder neu: Gott hat gehandelt! Er hat alles perfekt gemacht! Leider ist der perfekte Zustand noch nicht sichtbar. Aber in Jesus Christus ist der Anfang daf&uuml;r geschehen, dass alles in Ordnung kommt. Wenn wir uns an ihn halten, stehen wir im Licht. Alles Verkehrte auf dieser Welt hat dann nur noch begrenzte Macht &uuml;ber uns. Mit all unserer Unvollkommenheit k&ouml;nnen wir immer wieder zu Jesus kommen, der uns neu aufrichtet.</p><p>&nbsp;</p><h2><strong>Weihnachten</strong></h2><p>Eine ganz aufregende Botschaft also. Und doch haben wir Menschen unserer Zeit uns daran gew&ouml;hnt. Wie jedes Jahr, so haben wir auch in diesem Jahr vor ein paar Tagen das Weihnachtsfest gefeiert. Jesus wird geboren. Manche wissen noch, dass es an Weihnachten darum geht. In diesem Jesus kommt nun der zu uns, der Himmel und Erde erschaffen hat! Das ist deutlich weniger Menschen bewusst. F&uuml;r Johannes ist es die Grundlage seines Evangeliums. Er schreibt von der g&ouml;ttlichen Herrlichkeit, die in Jesus sichtbar wurde. Und von Gottes Gnade und Wahrheit, die durch Jesus Christus geworden sind. Nur Jesus, der ganz Besondere, konnte die S&uuml;nde aus der Welt schaffen.</p><p>Gott kann gn&auml;dig sein, weil Jesus unsere Verfehlungen auf sich genommen hat. Deshalb bleibt Gott bei der Wahrheit, auch wenn er gn&auml;dig ist. Gottes Gnade gilt, weil Jesus die Strafe auf sich genommen hat. Unsere Verfehlungen sind schlimm, aber Jesus hat sie aus der Welt geschafft. Viele Jahrhunderte zuvor hatte das bereits der Prophet Micha angek&uuml;ndigt. Er schreibt so wunderbar anschaulich: &sbquo;Gott wirft die S&uuml;nden ins Meer, da, wo es am tiefsten ist&#39; (Micha 7,19). Und manch einer erg&auml;nzt mit einem Augenzwinkern: &bdquo;Gott stellt daneben ein Schild mit der Aufschrift &sbquo;Fischen verboten.&#39;" Darum geht es: Gott hat unsere S&uuml;nden komplett vernichtet. Wir brauchen uns nicht mehr mit ihnen zu belasten. Wir k&ouml;nnen sie zu ihm bringen, damit das Opfer von Jesus auch f&uuml;r uns und unsere Schuld gilt.</p><p>Der Abschnitt schlie&szlig;t mit dem Hinweis, dass Jesus Christus uns den unsichtbaren Gott sichtbar gemacht hat. Der Apostel Paulus schreibt ganz &auml;hnlich: &bdquo;Er, Jesus, ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Sch&ouml;pfung." (Kolosser 1,15) Das ist das Besondere am Weihnachtsfest: Der ewige, allm&auml;chtige Gott macht sich ganz klein und liegt als Kind in der Krippe. Er wartet darauf, dass wir seine ausgestreckte Hand ergreifen. Damit gibt er Ihnen und mir die Chance zu einer gewaltigen Ver&auml;nderung. Unmittelbar vor unserem Abschnitt steht es (Johannes 1,12): Wer Jesus aufnimmt, wird Gottes Kind! Das ist Gottes Geschenk an uns. Wir k&ouml;nnen es voll Vertrauen annehmen. Dann wird es wirklich Weihnachten.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Arthur Wunderlich</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17243615.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Arthur Wunderlich]]></author>
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      <pubDate>Tue, 30 Dec 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Er kam in sein Eigentum]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Johannes 1,9-13 – ausgelegt von Waldemar Berscheminski.</em><br/>
<h2>Der verkleidete Pastor &ndash; Ein Experiment</h2><p>An einem gew&ouml;hnlichen Sonntagmorgen entschloss sich ein Pastor zu einer ungew&ouml;hnlichen Aktion. Er wollte seine Gemeinde auf eine Art und Weise herausfordern, die sie nicht mehr vergessen sollte. Stunden vor dem Gottesdienst verwandelte er sich: Er zog einen zerrissenen, schmutzigen Mantel an, klebte sich einen falschen Bart ins Gesicht und schob einen Einkaufswagen vor sich her, in dem ein paar leere Dosen und Decken lagen. Um den Hals h&auml;ngte er sich einen Pappbecher, als ein stummes Flehen um ein paar M&uuml;nzen.</p><p>So stellte er sich vor die T&uuml;r seiner Kirche. Der Wind war kalt, und er zog die Kapuze tief ins Gesicht. Als die ersten Gemeindemitglieder eintrafen, blickten sie irritiert zu dem scheinbar Obdachlosen. Manche machten einen gro&szlig;en Bogen um ihn, als w&auml;re Armut ansteckend. Andere sahen kurz hin, dann schnell wieder weg. Ein Mann zog seine Kinder besch&uuml;tzend zur Seite. Doch nicht alle reagierten so. Eine junge Frau blieb stehen, musterte ihn mit echtem Mitgef&uuml;hl und fragte: &bdquo;Geht es Ihnen gut? Brauchen Sie etwas Warmes?" Ein &auml;lterer Mann brachte ihm hei&szlig;en Kaffee und ein Br&ouml;tchen. Zwei Teenager sprachen ihn an, l&auml;chelten und luden ihn ein, mit in den Gottesdienst zu kommen. Diese wenigen Menschen hielten inne &mdash; sie sahen einen Menschen, nicht ein Problem.</p><p>Als der Gottesdienst bereits begonnen hatte, schob der &bdquo;Obdachlose" seinen Einkaufswagen durch die T&uuml;ren, den Mittelgang entlang. Die Gemeinde verstummte. Ungl&auml;ubige Blicke, Raunen, erschrockenes Aufschauen. Als er vorne stand, entfernte er Bart und Kapuze &mdash; und vor ihnen stand: ihr Pastor.</p><p>Die Gemeindemitglieder waren sehr betroffen, w&auml;hrend ihr Pastor anfing zu predigen.<br />
&nbsp;</p><h2>Jesus &ndash; Das wahre Licht, das nicht erkannt wurde</h2><p>Das Johannesevangelium berichtet davon, dass Jesus das wahre Licht ist, welches jeden Menschen erleuchtet. Er war in der Welt und die Welt wurde durch ihn erschaffen, doch die Welt erkannte ihn nicht. Genauso wie der Pastor nicht von seiner Kirchengemeinde erkannt wurde, so wurde Jesus als Fremder behandelt und teilweise abgelehnt.</p><p>Er kam in sein Eigentum und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Wie schmerzhaft muss dies f&uuml;r Jesus gewesen sein. Oft tut es Eltern sehr weh, wenn sie von ihren Kindern abgelehnt werden und die Kinder nichts mehr mit den Eltern zu tun haben wollen. Jesus kann dies sehr gut nachvollziehen. Er hat uns geschaffen und wir sind damit sein Eigentum. Die meisten Menschen lehnen jedoch leider ihren Sch&ouml;pfer ab.<br />
&nbsp;</p><h2>Kinder Gottes werden &ndash; Der Weg zum neuen Leben</h2><p>Hier kommt aber die gute Nachricht: Alle, die Jesus aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden. Welch ein Vorrecht! Aber was hei&szlig;t das genau und wie kann ich ein Kind Gottes werden?</p><p>Aus der Bibel erfahre ich, dass dazu der Glaube an Jesus erforderlich ist. Ich glaube, dass Jesus der Sohn Gottes ist, welcher in die Welt gekommen ist, weil wir einen Retter brauchen. Als Gott die Erde schuf, hatte er einen guten Plan. Er wollte Gemeinschaft mit seinen Menschen haben. Am Anfang war alles perfekt, doch dann entschied der Mensch sich, sich von Gott zu trennen und seine eigenen Wege zu gehen. Dies f&uuml;hrte dazu, dass S&uuml;nde in das Leben der Menschen kam und alles zerst&ouml;rte. Infolgedessen geriet der Mensch immer tiefer in die Abh&auml;ngigkeit des Teufels. Gott sah diese Abh&auml;ngigkeit und &uuml;berlegte, wie er die Menschen retten kann. Die einzige L&ouml;sung sieht so aus: Gott sendet seinen einzigen Sohn Jesus Christus auf die Welt, damit er ein s&uuml;ndloses Leben hier auf der Erde lebt und dann am Kreuz f&uuml;r uns Menschen aus Liebe stirbt. Jesus kommt bereitwillig auf die Erde und gibt sich f&uuml;r uns Menschen als Opfer hin. Am dritten Tag nach seinem Tod steht Jesus wieder aus dem Grab auf und lebt.</p><p>Wenn wir an genau diesen Jesus glauben, werden wir gerettet und sind ein Kind Gottes. Der Vers 13 sagt, dass wir nicht durch nat&uuml;rliche Abstammung, nicht durch menschliches Wollen oder den Entschluss eines Mannes zu Kindern Gottes werden, sondern nur durch die Wiedergeburt aus Gott.</p><p>Gott hat keine Enkel, sondern nur Kinder. Nur weil wir in einem christlichen Land aufwachsen oder weil unsere Gro&szlig;eltern Christen waren, macht uns dies nicht automatisch zu Kindern Gottes. Wir werden nur zu Kindern Gottes, wenn wir uns ganz bewusst mit vollem Herzen daf&uuml;r entscheiden und unser altes Leben hinter uns lassen.<br />
&nbsp;</p><h2>Einladung zur Entscheidung und zum neuen Leben</h2><p>M&ouml;chten Sie auch ein Kind Gottes werden? Wollen Sie Vergebung f&uuml;r Ihre Schuld und Ihr altes Leben empfangen? Wollen Sie frei von Ihren Abh&auml;ngigkeiten und S&uuml;chten werden? Wollen Sie in den Himmel kommen, wenn Sie sterben? Dann geben Sie Ihr Leben Jesus!</p><p>Beten Sie mit mir zusammen: Lieber Jesus, ich glaube, dass du der Sohn Gottes bist. Komm in mein Leben und mache alles neu. Vergib mir meine Schuld und mache mich zu deinem Kind. Ich m&ouml;chte ab jetzt mit dir und f&uuml;r dich leben. Amen.</p><p>Wenn Sie Gott aufrichtig bitten, Ihnen zu vergeben, dann empfangen Sie ein neues Leben in Christus. Fangen Sie an, jeden Tag mit Gott zu reden. Die Bibel nennt das Beten. Auch lesen Sie regelm&auml;&szlig;ig in der Bibel. Dadurch kann Gott Ihnen seinen Willen f&uuml;r Ihr Leben offenbaren. Des Weiteren suchen Sie sich eine Kirchengemeinde, in der Sie als Christ geistlich weiter wachsen k&ouml;nnen.</p><p>Sie werden sehen, wie Jesus Ihr Leben ver&auml;ndern und Sie als sein Kind f&uuml;r andere Menschen zum Segen gebrauchen wird. Wie hei&szlig;t es im Johannesevangelium1,12: &bdquo;<em>Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben</em>."</p><p><br /><strong>Haben Sie Fragen zum christlichen Glauben oder zur Bibel? Fragen Sie Nikodemus.AI:</strong></p><p><img alt="Nikodemus.ai" height="224" src="https://www.erf.de/data/files/content.sources.r.erfplus.bibelheute/1116341.jpg" width="1024" /></p><p>&#8203;&#8203;&#8203;&#8203;&#8203;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Waldemar Berscheminski</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17243031.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Waldemar Berscheminski]]></author>
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      <pubDate>Mon, 29 Dec 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Das wahre Licht scheint auf]]></title>
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<h2>Licht &ndash; Quelle des Lebens und der Orientierung</h2><p>LICHT: Es durchdringt alles Dunkle. In dieser dunklen Jahreszeit steht es f&uuml;r Behaglichkeit und W&auml;rme.&nbsp;Dunkelheit hingegen &auml;ngstigt viele und meinem Opa graute es zeitweise schon vor der n&auml;chsten Nacht. Schlafst&ouml;rungen, schlechte Tr&auml;ume, sich einsam f&uuml;hlen oder Zukunfts&auml;ngste. Kennen Sie das auch?</p><p>Wir brauchen das Licht zum Leben. Es steuert den Tag-Nacht-Rhythmus, erzeugt Gl&uuml;cksgef&uuml;hle und Sonnenlicht hilft dem K&ouml;rper, Vitamin D zu produzieren. Wichtig f&uuml;r Knochen, das Immunsystem und unseren Stoffwechsel.</p><p>LICHT: Als Pilot denke ich an die Ausrichtung auf ein Ziel. Das Leuchtfeuer gab den Navigatoren schon in der Antike Orientierung. Es warnte vor Gefahrenstellen oder geleitete in den sicheren Hafen.&nbsp;Noch heute werden Lichter eingesetzt, um uns den Weg auszuleuchten und uns zu navigieren. Ampeln, Bojen, Stra&szlig;enlaternen &hellip;</p><p>Mehr noch: Infrarote Lichter oder Laser helfen beim Vermessen und stehen f&uuml;r Pr&auml;zision, f&uuml;r Genauigkeit.&nbsp;GPS und andere elektromagnetische Systeme helfen, unseren Standort zu bestimmen. Damit ich mich in Zeit und Raum pr&auml;zise von A nach B bewege.</p><p>Um mich sicher zu bewegen, ben&ouml;tige ich Licht. Ich sammle wichtige Informationen &uuml;ber meine Umgebung, indem ich sie auf Gefahren &uuml;berpr&uuml;fe.</p><p>Ohne Licht k&ouml;nnen Menschen nachts Entfernungen und H&ouml;hen nicht richtig einsch&auml;tzen. Wenn ich nachts ein Verkehrsflugzeug landete, hielt ich irgendwann nach der Landebahn Ausschau. Aus weiter Entfernung musste ich immer wieder &uuml;berpr&uuml;fen: Ist es die Landebahn oder doch eine parallel verlaufende Autobahn?&nbsp;Ab und an ist ein Flugzeug auch schon mal auf einem Rollweg gelandet. Je mehr verschiedene Lichter ich habe, desto mehr verschwimmen die Dinge.<br />
&nbsp;</p><h2>Das Licht im geistlichen Leben</h2><p>Wie sieht es also mit dem Licht in meinem geistlichen Leben aus? Was gibt mir Orientierung? Wohin navigiere ich? &Uuml;berpr&uuml;fe ich meinen Weg auch immer wieder?</p><p>F&uuml;r mich als Christ steht das Licht f&uuml;r meinen Herrn und das Leben. Mein Ziel: An Jesus m&ouml;chte ich mich ausrichten. Leider war dies nicht immer so und das Leben f&uuml;hlte sich damals leer an.&nbsp;</p><p>Drei hoffnungsvolle Ankerpunkte bieten mir pers&ouml;nlich die heutigen Bibelverse aus dem Johannesevangelium:</p><ul><li>Da ist erstens Gott, der Gerechte, der mich mit seiner Gnade und Liebe erretten will</li><li>Zweitens: Er sendet Johannes den T&auml;ufer. Ein sich aufopfernder Wegbereiter des Messias, des Retters. Ein Werkzeug Gottes.</li><li>Und drittens: Jesus das Licht &ndash; die Errettung. Die W&auml;rme und Liebe, Ihre und meine Orientierung.</li></ul><p>Johannes der T&auml;ufer steht wie kein anderer f&uuml;r die Selbsthingabe f&uuml;r unseren Heiland. Ein Asket, der unerm&uuml;dlich bis zu seiner Hinrichtung f&uuml;r den Messias gepredigt, gelebt und sich geopfert hat. Er versinnbildlicht gleichzeitig auch den Au&szlig;enseiter, der in der W&uuml;ste predigt. Ein Mensch, der aufw&uuml;hlt und ganz direkt auf eine Botschaft hinweist! Ohne Umwege &ndash; knallhart!</p><p>Der Apostel Johannes als Autor des Evangeliums liefert mir als Einstieg in sein Buch alles, was f&uuml;r uns Menschen wichtig ist.&nbsp;Eine Minute Lesezeit &ndash; inbegriffen ist die Anleitung zur Errettung meines Lebens. Tue Bu&szlig;e, folge dem Licht und ich bin gerettet.<br />
&nbsp;</p><h2>Die Botschaft des Johannes &ndash; klar und direkt</h2><p>Neben meiner T&auml;tigkeit als Pilot arbeitete ich viele Jahre als Kommunikations- und Notfalltrainer. Als Trainer m&ouml;chte ich, dass eine Botschaft ankommt. Verfahren verstanden und richtig umgesetzt werden. Gleichzeitig ben&ouml;tige ich auch eine Menge Fingerspitzengef&uuml;hl f&uuml;r Menschen.</p><p>Crews, Besatzungen werden geschult, weil wir Menschen eben Fehler machen. Im Notfall sollen Piloten schnell, professionell handeln und dabei richtig kommunizieren. Verfahren werden kurz und pr&auml;gnant verfasst und immer wieder ge&uuml;bt. Keine Umwege, keine unn&ouml;tigen Worte. Die Botschaft muss sitzen, das Ziel, Leben zu retten, muss jedem klar sein.</p><p>Johannes des T&auml;ufers Botschaft sa&szlig;! Er muss ein Mensch mit Charisma gewesen sein. Der Evangelist Lukas (Lukas 3,5) beschreibt Johannes, den T&auml;ufer, als jemanden, &bdquo;<em>der krumme Wege gerade macht</em>." Und &bdquo;<em>sie kamen in Scharen zu ihm</em>" (Lukas 3,7).</p><p>Weiter hei&szlig;t es: Er &hellip; &bdquo;<em>hatte ein grobes Gewand aus Kamelhaaren und &hellip;; seine Speisen waren Heuschrecken und wilder Honig.</em>" (Matth&auml;us 3,4). Er sprach von Schlangenbrut (Lukas 3,7) &uuml;ber die, die es nicht ehrlich meinten.</p><p>Johannes der T&auml;ufer r&uuml;ttelte Menschen wach. Er wies auf die Gefahr hin, die Gnade Gottes zu verlieren, wenn ich nicht ehrlich umkehre und Bu&szlig;e tue. Die Botschaft heute ist noch dieselbe wie vor 2.000 Jahren! Es geht um mein ewiges Leben.</p><p>Erstaunlich damals: Alle, die Johannes zuh&ouml;rten, lie&szlig;en sich taufen. Manche glaubten gar, er ist der Messias (Lukas 3,15). Was f&uuml;r ein Prediger!</p><p>&bdquo;Aber er ist NICHT das Licht!" Johannes hat die Aufmerksamkeit nicht ausgenutzt. Nein, er sagte: &bdquo;Da kommt jemand, dem bin ich noch nicht einmal w&uuml;rdig, die Sandalen zu l&ouml;sen." (Lukas 3,16)<br />
&nbsp;</p><h2>Streulichter und der Weg zu Christus</h2><p>Unsere Welt heute ist voller &bdquo;Streulichter". Menschen, die sich &uuml;ber alles und andere stellen.&nbsp;Herrschende nutzen ihre Macht schamlos aus und Stars, Influencer, tun alles, um immer mehr Follower zu bekommen. Wie stark brennt aber mein Christus-Licht? Verfolge ich den Weg zu ihm konsequent?</p><p>Jesus ist in unserer Gesellschaft nicht vogue, kein Idol der Massen. Mein Weg mit Jesus wird vielleicht bel&auml;chelt. Trotzdem will ich von ihm reden &ndash; wann immer m&ouml;glich.</p><p>Streulichter im technologischen Sinne sind unerw&uuml;nschte, fehlleitende Lichter in einem optischen System. Sie hei&szlig;en im Englischen &bdquo;False Beams". Dies dr&uuml;ckt es besser aus. Falscher Licht- oder Leitstrahl!</p><p>F&uuml;r eine Landung nutzen Piloten das automatische Landesystem ILS. Es erm&ouml;glicht einen sehr pr&auml;zisen Anflug und gibt vertikale und horizontale Steueranweisungen. Bei sehr schlechter Sicht leitet es das Flugzeug bis zu einer automatischen Landung. Dennoch gibt es eine gro&szlig;e Gefahr. Es sind jene False Beams.</p><p>Klinkt sich ein Flugzeug etliche Kilometer vor der Landebahn auf einem solchen falschen Landestrahl ein, wird das Flugzeug unweigerlich ins Verderben gesteuert. Es scheint alles nach Plan zu verlaufen, bis keine Zeit zum Gegensteuern mehr bleibt.</p><p>Es ist also gerade dann gef&auml;hrlich, wenn ich mich an der Gabelung auf den falschen Weg begebe. Mir selbst erging es viele Jahre so, ohne es zu bemerken!</p><p>Piloten kontrollieren und kommunizieren pr&auml;zise vor der Landung. Sie weisen sich auf Fehler hin und korrigieren.</p><p>Ich ben&ouml;tige in meinem Leben auch manchmal andere, die mich darauf hinweisen, dass ich einem falschen Licht folge! Es braucht die Gemeinschaft von christlichen Freunden, die Gemeinde und den Heiligen Geist. Ja, manchmal muss ich auch wachger&uuml;ttelt werden. Helfen wir einander, zu Jesus zu navigieren &ndash; klar in der Botschaft, aber mit Liebe und Verst&auml;ndnis.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Lars Zimmermann</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17242649.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Lars Zimmermann]]></author>
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      <pubDate>Sun, 28 Dec 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Am Anfang war das Wort]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Johannes 1,1-5 – ausgelegt von Dajka Krentz.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Johannes 1,1-5 – ausgelegt von Dajka Krentz.</em><br/>
<h2>Ein Bibelvers, der verbindet</h2><p>Mein zweiter Enkel ist letzten Monat 18 Jahre alt geworden. Also muss es so 15 Jahre her sein,&nbsp;als ich mit ihm einen bestimmten Bibelvers auswendig gelernt habe. Es war bei einem Spaziergang durch Fellbach, vorbei an einer Kirche mit einer Skulptur davor, die eine Person mit einem Buch in der Hand darstellt.</p><p>Wenn ich heute zu meinem Enkel aus Spa&szlig; sage: &bdquo;Am Anfang &hellip;,&ldquo;&nbsp;dann erg&auml;nzt er sofort: &bdquo;War das Wort und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott." Beide haben wir dann diese Statue vor Augen, denn auf dem Buch steht eingraviert: &bdquo;Am Anfang war das Wort.&ldquo; Das hat uns damals zum Auswendiglernen dieses Verses motiviert. Und mein Enkel hat inzwischen verstanden, dass Gott und seine Worte die Wahrheit sind.</p><p>Wort, Worte &ndash; ein Substantiv, das uns t&auml;glich im Leben begleitet. Ich nehme Worte in den Mund, die ich nicht aussprechen sollte, ich mache viele Worte um nichts, ich sage tr&ouml;stende Worte, es rutschen mir aber auch Worte heraus, die verletzen. Ob gesprochen, geh&ouml;rt, gelesen oder geschrieben &ndash; alles besteht aus W&ouml;rtern. Worte geh&ouml;ren zum Leben, oft auch zum Sterben. Ohne Worte kommen wir im Leben nicht aus.<br />
&nbsp;</p><h2>Das Wort am Anfang &ndash; Gottes Sch&ouml;pferkraft</h2><p>Und wir lesen praktisch in allen &Uuml;bersetzungen der Bibel in dem letzten Evangelium nach Johannes, dass das Wort am Anfang war. Am Anfang von was? An welchem Anfang? Gott war schon immer und wird immer bleiben. Aber am Anfang der Bibel, im 1. Buch Mose, Kapitel 1, Vers 1 steht: &bdquo;Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.&ldquo; (1. Mose, 1,1) Da muss es doch eine Verbindung geben zwischen diesen beiden Stellen!</p><p>Und die Erkl&auml;rung liefert uns Johannes gleich in den n&auml;chsten Versen. Nicht nur, dass das Wort zum Anfang unserer Geschichte mit Gott geh&ouml;rt, sondern dass das Wort, also DAS WORT, mit Gott so fest verbunden ist, dass es eine Einheit bildet. Gott und das Wort, das Wort und Gott &ndash; beides ist Eins. Beides ist schon immer da gewesen, beides bleibt ewig bestehen.</p><p>Ein Unwissender k&ouml;nnte nun fragen &ndash; aber welches Wort? Es gibt Millionen von W&ouml;rtern! Die Bibel &ndash; auch Gottes Wort genannt &ndash; l&auml;sst uns da nicht im Ungewissen. Es ist das Wort, durch das alle Dinge gemacht sind. Alles um uns herum, alles auf der Erde und auch alles, was diese Erde umgibt. Einfach alles. Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.<br />
&nbsp;</p><h2>Sch&ouml;pfung und Wissenschaft &ndash; kein Widerspruch</h2><p>F&uuml;r Christen klar und deutlich. F&uuml;r den Rest der Welt ein M&auml;rchen? Eine Erkl&auml;rung f&uuml;r das Unvorstellbare, bis man irgendwann wissenschaftlich nachweist, dass es einen anderen Ursprung gibt? Welche M&uuml;he haben sich Menschen seit Jahrtausenden gemacht, und sie machen sich diese bis heute, um eine andere Erkl&auml;rung zu finden? Es gibt so viele Theorien, plausibel und einleuchtend und doch ist der Mensch noch nicht mit den Ergebnissen ganz zufrieden und sucht weiter. Neue Erkenntnisse werden f&uuml;r die alten eingetauscht und nach noch neueren geforscht. Ich habe Zitate von namhaften Wissenschaftlern geh&ouml;rt, die die Evolution nach Darwin vertreten, dabei aber sagen: &bdquo;Ich muss daran festhalten, auch wenn vieles dagegenspricht. Wenn ich es nicht t&auml;te, m&uuml;sste ich zugeben, dass es einen Sch&ouml;pfergott gibt. Und das m&ouml;chte ich nicht.&ldquo;</p><p>Gottes Sch&ouml;pfung ist so komplex, dass ein Leben nicht ausreicht, um alles zu erfassen. Aber es gibt St&uuml;ckwerke, die mir geholfen haben zu erkennen, dass sich die Wissenschaft und das Wort Gottes gar nicht so sehr widersprechen! Vor Jahren h&ouml;rte ich von Prof. Dr. Werner Gitt eine ausf&uuml;hrliche Predigt &uuml;ber eine Vogelart. Ein kleines V&ouml;gelchen, das mit seinen Artgenossen &uuml;ber den Winter viele Tausend Kilometer der W&auml;rme entgegenfliegt. Ornithologen haben Folgendes festgestellt: Dieses V&ouml;gelchen frisst sich vor dem weiten Flug eine bestimmte Grammzahl Fett an. Diese Grammzahl darf nur so hoch sein, dass&nbsp;der Vogel damit noch fliegen kann. Aber sie darf nicht niedriger sein, als der Vogel zum &Uuml;berleben ben&ouml;tigt, um lebendig das Ziel zu erreichen. Es kommt v&ouml;llig ausgemergelt an, aber es kommt an. Die Naturwissenschaftler nennen solche Eigenschaften Information, die den V&ouml;geln gegeben wurde.</p><p>Und das ist nur ein kleines Beispiel aus unserer reichhaltigen Tierwelt. Jedes Tier ist mit solchen Informationen ausgestattet, um zu &uuml;berleben und sich fortzupflanzen. Es best&auml;tigt mich in meinem Glauben an die Sch&ouml;pfung. Informationen in unserem Sprachgebrauch bestehen doch aus Worten! Gott hat durch sein Sch&ouml;pferwort solche Informationen in die Tiere und Pflanzen, und letztendlich in uns Menschen hineingelegt.<br />
&nbsp;</p><h2>Jesus &ndash; das lebendige Wort Gottes</h2><p>Im Johannesevangelium kommt noch etwas dazu. Etwas Lebensnotwendiges. Johannes bringt das griechische Wort Logos, das wir eben mit Wort &uuml;bersetzen, in Verbindung mit Jesus. Jesus, Gottes Sohn war samt dem Heiligen Geist bei der Sch&ouml;pfung bereits anwesend. In der Bibel steht: &bdquo;Lasset uns machen!&ldquo; Also Mehrzahl! Unser Gott ist ein dreieiniger Gott der Sch&ouml;pfung. Und er blieb es auch, als Er Jesus auf die Welt kommen lie&szlig;. Jesus, durch den wir das Ewige Leben bei Gott bekommen. Jesus, der Gottes Wort erst recht zum Strahlen bringt! Er beleuchtet das Wort! Weil er selbst das Licht ist. Das Licht der Welt, wie er selbst von sich sagte. Aber Jesus ist so viel mehr als ein Wort und als das Licht! Er ist das Leben, er ist die Wahrheit, er ist der Weg. Alles in allem, Jesus ist der Wegweiser, die Lichtboje, die uns durch die Gefahren des Lebens auch im Dunkeln ans Ziel bringt. Wer sich an ihm orientiert, nach seinen Worten lebt und sich von seinem Licht leiten l&auml;sst, der ist gut dran. Wer anderen Weisungen folgt, wird das Ziel nicht erreichen. Viele versuchten Jesus wortw&ouml;rtlich auszul&ouml;schen. Damals. Bis hin zu seiner Kreuzigung. Aber auch heute wird Jesus regelrecht f&uuml;r tot erkl&auml;rt, wie wenn es seine Auferstehung nie gegeben h&auml;tte.</p><p>Jesus lebt, die Worte der Bibel sagen es uns. Er ist auferstanden und er h&auml;lt sein Wort! Er wird wiederkommen und eine neue Erde und einen neuen Himmel machen. Vermutlich wieder auf Gottes Wort hin.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Dajka Krentz</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17242290.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Dajka Krentz]]></author>
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      <pubDate>Sat, 27 Dec 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Wann gibt es Frieden?]]></title>
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<p>Was gibt Ihnen Frieden?</p><h2>Simeon &ndash; ein Mann des Wartens und der Hoffnung</h2><p>Im heutigen Bibeltext kommt Simeon zu Wort. Ein gl&auml;ubiger Jude, gerecht und gottesf&uuml;rchtig. Er wartet darauf, dass Gott sein Volk tr&ouml;sten wird. Dabei nimmt er Formulierungen aus den Psalmen und dem Propheten Jesaja auf: Gott wird sein Volk tr&ouml;sten, wie eine Mutter ihre Kinder tr&ouml;stet. Auch sein Name &ndash; nicht einfach Simon, sondern SimEon &ndash; k&ouml;nnte darauf hinweisen, dass es sich um einen &bdquo;echten Hebr&auml;er" handelt. Sogar Gottes Geist liegt auf ihm. Das ist vor dem Pfingstfest nicht unbedingt &uuml;blich, selbst bei Menschen, die Gott sehr verehren.</p><p>Vielleicht ist Ihnen dieser Simeon in seiner Fr&ouml;mmigkeit und Rechtschaffenheit etwas fern. Doch wie gesagt: Simeons Hoffnung ist unerf&uuml;llt. Er wartet auf den Trost Israels. Unerf&uuml;llte Hoffnungen sehe ich in vielen Menschen. Schon Kinder haben meist ein starkes Gerechtigkeitsempfinden und hoffen darauf, dass Gerechtigkeit durchgesetzt wird. Gleichzeitig haben Kinder, ich selbst und auch Simeon nicht die M&ouml;glichkeiten, das selbst durchzusetzen. Wir m&uuml;ssen warten auf einen, der st&auml;rker ist und f&uuml;r Trost oder Gerechtigkeit sorgt.</p><p>W&auml;hrend er wartet, handelt Simeon schon so wie das, worauf er hofft. Er ist gerecht. Und kann damit ein Vorbild sein. Wie k&ouml;nnen Sie so handeln, dass es der Welt entspricht, auf die Sie hoffen?<br />
&nbsp;</p><h2>Gottes Zusage und die Herausforderung des Wartens</h2><p>In seinem Warten erh&auml;lt Simeon eine Zusage Gottes: Er wird nicht sterben, bis er den Retter Israels gesehen hat! Wie viel Mut wird es Simeon gegeben haben, als Gott ihm diese Zusage gemacht hat! Allerdings: Die Zusage ist m&ouml;glicherweise sehr langfristig &ndash; ich wei&szlig; nicht, wie viele Jahre zwischen der Zusage und ihrer Erf&uuml;llung liegen. Und Gott sagt Simeon nicht, was er konkret zu tun hat. Der Stammvater des Volkes Israel, Abraham, hat eine &auml;hnliche Zusage von Gott: Er soll ebenjener Ur-Vater eines gro&szlig;en Volkes werden. Doch seine Frau Sara und er sind hochbetagt und kinderlos. Da will Abraham nicht weiter warten und versucht auf anderen Wegen, sich Kinder zu verschaffen. Wenn selbst Abraham nicht darauf warten konnte, dass Gott seine Zusage erf&uuml;llt: Wie schwer muss es Simeon gefallen sein?</p><p>Vielleicht sind Ihre W&uuml;nsche anders als die von Simeon: Statt auf den Retter Israels warte ich zum Beispiel auf das Ende schwieriger Zeiten: der Ausbildung oder einer Krankheit. Viele Menschen warten heute auch auf das Ende von Krieg und B&uuml;rgerkrieg in ihrem Land. Manche darauf, dass sie in ihrer Einsamkeit gesehen und angerufen oder sogar besucht werden. Manche w&uuml;nschen sich Erl&ouml;sung von Dingen, die sie im Griff zu haben scheinen, wie eine Sucht oder eine Depression. Manche warten darauf, dass Jesus bald wiederkommt oder sie zu sich holt.<br />
&nbsp;</p><h2>Gottes Handeln schenkt Frieden</h2><p>Gott hat Simeon nicht versprochen, dass er seinen Wunsch sofort erf&uuml;llt. Er hat ihm lediglich gesagt: Du wirst sehen, was ich tun werde. Du wirst meinen Retter sehen. &Auml;hnlich geht Jesus, der zugesagte Retter, als Erwachsener auch mit Johannes dem T&auml;ufer um, als dieser aus dem Gef&auml;ngnis heraus entmutigt fragen l&auml;sst: &bdquo;Bist du derjenige, der kommen soll, oder sollen wir auf einen anderen warten?" Jesus l&auml;sst ihm ausrichten: Seht, was ich tue! Ebenso glaube ich, dass auch ich sehen soll, was Gott tut. Wie er an Weihnachten zu den Menschen kommt, Menschen rettet und Menschen ver&auml;ndert. Vielleicht geschieht nicht das, was ich mir w&uuml;nsche, wann ich es w&uuml;nsche. Doch Gott handelt.</p><p>Gott handelt sichtbar f&uuml;r Simeon. Er h&auml;lt sein Wort ihm gegen&uuml;ber ein. Simeon findet Frieden. Nicht durch seine eigene Gerechtigkeit. Nicht durch seine Fr&ouml;mmigkeit. Sondern durch Gottes Handeln. Weil Gott sein Wort h&auml;lt, findet Simeon Frieden.<br />
&nbsp;</p><h2>Jesus &ndash; ein Licht f&uuml;r alle V&ouml;lker</h2><p>In seinem Freudenruf verk&uuml;ndet Simeon, dass der Retter Israels, den er sehen darf, ein universales Rettungsangebot macht: Jesus ist ein Licht f&uuml;r alle V&ouml;lker! Er rettet nicht nur fromme Juden wie Simeon. Jesus ist die M&ouml;glichkeit f&uuml;r alle Menschen, Gott so nahe zu kommen, wie es sich selbst der fromme Simeon lange nur w&uuml;nscht. Das Angebot Gottes in Jesus gilt Ihnen und mir. Diese N&auml;he zu Jesus ist freiwillig. Simeon sagt sogar, dass Jesus widersprochen wird. Dieser Widerspruch legt offen, welche Gedanken in den Herzen der Menschen sind.</p><p>Jesus hat gesagt, dass diejenigen, die ihm nachfolgen, den Heiligen Geist empfangen. Gott begleitet also auch Sie und mich, wenn wir es wollen, in unserem Warten auf Trost oder Gerechtigkeit.</p><p>Ich hoffe, dass wie Simeon auch ich eines Tages in Frieden sterben kann, weil Gottes Zusagen sich als vertrauensw&uuml;rdig erweisen. Ich w&uuml;nsche Ihnen und mir aber auch, dass wir diesen Frieden schon unterwegs immer mehr erleben: Wenn er als eine Frucht des Heiligen Geistes in unseren Leben w&auml;chst. Z. B. wie Sie heute Weihnachten feiern. Stimmen Sie in den Lobgesang von Simeon ein?</p><p>Friedliche Weihnachten!</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Lorenz Diehl</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17241769.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Lorenz Diehl]]></author>
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      <pubDate>Fri, 26 Dec 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Gottes Sieg und die Herrschaft seines Sohnes]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 2 – ausgelegt von Patrick Pulsfort.</em><br/>
<h2>Eine tiefere Botschaft im Weihnachtslied</h2><p>Unter dem Titel &bdquo;Christkindchens Einlass" erschien 1854 ein Lied, das heute eines der bekanntesten deutschen Weihnachtslieder ist, heute allerdings eher bekannt als &bdquo;Kling, Gl&ouml;ckchen, klingelingeling". Lassen Sie mich Ihnen zeigen, dass hier mehr drinsteckt als nur Folklore!</p><p>Gleich in der ersten Strophe werden dem Christkind entscheidende Worte in den Mund gelegt: &bdquo;&Ouml;ffnet mir die T&uuml;ren, lasst mich nicht erfrieren!" Das geht einem so locker und beschwingt &uuml;ber die Lippen. Aber genau genommen ist die Aussage dahinter sehr umfangreich: Wenn Sie Ihre T&uuml;ren geschlossen halten, sodass Jesus&nbsp;Christus nicht eintreten kann, dann wird das K&auml;lte nach sich ziehen. Nat&uuml;rlich kann Gott selbst nicht erfrieren, das ist nur ein Bild. Das kann uns aber etwas Wichtiges sagen: Wo Menschen Gott in ihrem Leben ausklammern und daf&uuml;r sorgen, dass er im Winter unseres Desinteresses erfriert, da werden sie am Ende selbst die Leidtragenden sein. Wenn wir die Hand, die Gott uns in Christus entgegenstreckt, &uuml;berhaupt nicht annehmen und aus voller &Uuml;berzeugung zur&uuml;ckweisen, wird unsere Herzenstemperatur irgendwann den Gefrierpunkt erreichen.<br />
&nbsp;</p><h2>Die Warnung des zweiten Psalms</h2><p>Ganz &auml;hnliche Umst&auml;nde schildert uns der zweite Psalm. Es geht um Menschen, die den Glauben an den biblischen Gott verdr&auml;ngen und verlachen. Aber Vorsicht! Wo das geschieht, h&ouml;rt Gott ja nicht pl&ouml;tzlich auf, Herr &uuml;ber alles Leben zu sein. Er bleibt sich treu. Aber dann begegnet er solchen Menschen unter ver&auml;nderten Vorzeichen.</p><p>Gott f&uuml;hrt diese Welt an ihr Ziel. In Christus bietet er uns daf&uuml;r den sch&ouml;nsten aller Wege an. Nat&uuml;rlich f&uuml;hrt dieser Weg auch &uuml;ber Hindernisse. Ich denke etwa an die schmerzhafte Erkenntnis, die jeder Christ irgendwann macht, wie b&ouml;se wir mitunter wirklich sind und wie sehr wir es n&ouml;tig haben, den Lebensstil von Jesus immer wieder neu in den Blick zu nehmen und uns daran auszurichten. Und doch ist der Weg des Christseins der sch&ouml;nste Weg, um zu Gottes Ziel zu gelangen. Aber Gott ist der souver&auml;ne Herr. Und er muss auch mit den Menschen fertig werden, die diesen Weg der Liebe und der Selbsterkenntnis mit Christus ablehnen. Es darf nicht verschwiegen werden: Wer Gott verschm&auml;ht, muss mit seiner Gleichg&uuml;ltigkeit rechnen. Die Bibel findet verschiedene Worte, um dieses Ph&auml;nomen zu beschreiben. F&uuml;r mich klingt es im R&ouml;merbrief des Neuen Testaments am eindr&uuml;cklichsten, wenn Paulus davon schreibt, dass Menschen &bdquo;dahingegeben" werden.</p><p>Von solchen Menschen, die Gott selbst haben, spricht der heutige zweite Psalm. Da toben und murren die Leute. Es ist die Rede von Auflehnung gegen Gott! Finden Sie das nicht auch bemerkenswert, wie diejenigen, die Gott f&uuml;r besonders unbedeutend und bl&ouml;dsinnig halten, ihn trotzdem wie mit Schaum vor dem Mund bek&auml;mpfen? Dabei verstricken sie sich sogar in Selbstwiderspr&uuml;che. Sie sagen n&auml;mlich &uuml;ber Gott und seinen Gesalbten: &bdquo;Lasset uns zerrei&szlig;en ihre Bande und von uns werfen ihre Stricke!" (Psalm 2,3) In Wahrheit jedoch ist Gott niemals mit Banden und Stricken zu uns gekommen!<br />
&nbsp;</p><h2>Gott kommt nicht mit Zwang, sondern mit Liebe</h2><p>In fr&uuml;her Zeit kam er als geheimnisvoller Gast in drei Personen bei Abraham und Sara zu Besuch. Ein Gott, der zu Besuch kommt, der mal aus unserer Perspektive sehen m&ouml;chte, wie die Dinge so stehen. Im weiteren Zeitenlauf begleitete er seine Kinder etwa in einer Wolken- und Feuers&auml;ule oder er hat sich sp&auml;ter der Lippen von Propheten bedient. Abschlie&szlig;end und endg&uuml;ltig ist er in seinem Sohn Jesus Christus gekommen. Das war nicht nur ein kurzes Gastspiel, sondern ein ganzes Leben. Nicht allein, sondern f&uuml;r andere. Auch hier griff Gott keineswegs zu Banden und Stricken, sondern erstmal zu Windeln und zu einer Krippe. Gott ist Mensch geworden und hat f&uuml;r sich das erw&auml;hlt, was schwach und unbedeutend wirkt.</p><p>Das hei&szlig;t aber: Die ganze Aufregung der Leute, die Gottes Bande und Stricke loswerden wollen, hat kaum Anhalt an der Realit&auml;t. Es ist ein Wahn! Gott ist nicht mit Terrormethoden zu den Menschen gekommen, sondern mit Liebe und echtem Interesse an ihnen. Wenn Menschen das nicht einsehen und ihre verkehrte Wahrnehmung nicht korrigieren wollen, dann macht mich das traurig. Denn es bringt jeden einzelnen um das Geschenk eines ver&auml;nderten und hoffnungsfrohen Herzens, in dem Christus wohnt. Nur dieses Herz, das den Winter hinter sich gelassen hat und dem K&auml;ltetod durch das Licht der Welt, Christus, entronnen ist, kann den Weg des Christseins beschreiten. Und das ist auf alle F&auml;lle der sch&ouml;nste Weg, auf dem Gott diese Welt an ihr Ziel f&uuml;hrt. Aber, wie wir geh&ouml;rt haben, ist es nicht der einzig denkbare Weg.<br />
&nbsp;</p><h2>&Ouml;ffnen Sie Christus Ihr Herz</h2><p>Ich habe nicht das Recht, die in der Bibel geoffenbarten Eigenschaften Gottes zu kaschieren. Wir befinden uns alle vor dem Angesicht eines Gottes, der durchaus in der Lage w&auml;re und auch jedes Recht dazu h&auml;tte, sein &bdquo;eisernes Zepter" (Psalm 2,9) zu gebrauchen. Umso eindringlicher ruft das heutige Gotteswort Sie dazu auf: Fassen Sie Mut und lassen Sie das Christkind Jesus und mit Ihm die F&uuml;lle Gottes in Ihr Herz einziehen. &Ouml;ffnen Sie ihm die T&uuml;ren! Das wird nicht folgenlos bleiben.</p><p>Dann machen Sie f&uuml;r sich fest, was das beliebte Weihnachtslied von vorhin uns in seiner letzten Strophe ausmalt: &bdquo;Hell ergl&uuml;hn die Kerzen, &ouml;ffnet mir die Herzen! Will drin wohnen fr&ouml;hlich, frommes Kind, wie selig."</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Patrick Pulsfort</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17241356.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Patrick Pulsfort]]></author>
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      <pubDate>Thu, 25 Dec 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die „Sonne der Gerechtigkeit“]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Maleachi 3,13-24 – ausgelegt von Karin Weishaupt.</em><br/>
<h2>Streitgespr&auml;ch mit Gott &ndash; Der Prophet Maleachi gibt Raum f&uuml;r Zweifel</h2><p>Was habe ich davon, an Gott zu glauben? Habe ich &uuml;berhaupt etwas davon? Darf ich Gott mein Leid klagen? Darf ich sogar Gott anklagen? Der Prophet Maleachi, einer der kleinen Propheten des Alten Testaments, w&uuml;rde alle diese Fragen eindeutig mit Ja beantworten. Er zeichnet sich dadurch aus, dass er seine Botschaft nicht als durchgehende Rede weitergibt, sondern als Auseinandersetzung zwischen den Menschen und Gott. Ein Beispiel f&uuml;r ein solches Streitgespr&auml;ch liefert unser heutiger Text.</p><p>Wenn das Volk Israel sagt: &bdquo;Es ist umsonst, dass man Gott dient; und was n&uuml;tzt es, dass wir sein Gebot halten?", dann klingt das geh&ouml;rig nach Entt&auml;uschung und Resignation. Das ist nachvollziehbar: Sein Stammvater Abraham hatte mit der Verhei&szlig;ung, dass Gott ihn zu einem gro&szlig;en Volk machen w&uuml;rde, sein Vaterland verlassen. Was war daraus geworden? Nach der babylonischen Gefangenschaft waren es viel weniger Menschen geworden, das Land litt st&auml;ndig unter der Herrschaft fremder V&ouml;lker, und die Begeisterung nach der R&uuml;ckkehr ins eigene Land war verflogen. Jetzt ging es denen, die an Gott glaubten, nicht besser als allen anderen. Was hatten sie also davon, sich zu Gott zu halten?<br />
&nbsp;</p><h2>Gottes Antwort: Erbarmen statt Vorwurf</h2><p>Gott h&ouml;rte sich das alles an und h&auml;tte antworten k&ouml;nnen: &bdquo;Selbst schuld!" Immerhin prangerte Maleachi jede Menge Missst&auml;nde an: minderwertige und unzureichende Opfer, Missachtung der Ehe, ungerechte Behandlung von Armen und Fremden und so weiter. Aber weit gefehlt! Gott h&ouml;rte der Klage aufmerksam zu, vermerkte sie in einem Gedenkbuch und antwortete mit der bedingungslosen Zusage, dass er sich seines Volkes erbarmen werde. Daf&uuml;r verlangte Gott nicht einmal, dass sich vorher etwas besserte, dass die Missst&auml;nde abgestellt werden. Eines Tages gibt es einen Unterschied zwischen Gottesf&uuml;rchtigen und Gottlosen, es herrscht Gerechtigkeit, und das Volk f&uuml;hrt Freudent&auml;nze auf.</p><p>Die Zusage des Eingreifens Gottes blieb zun&auml;chst recht vage und offen, wann und wie das geschehen wird. Ganz am Ende des Buches Maleachi wird es aber konkreter. Da sagt Gott zu, dass er einen Boten senden wird, der zur Umkehr aufruft; und wenn sich die Menschen Gott wieder zuwenden, bleibt ihnen das Strafgericht erspart. Diesen Boten nennt Maleachi Elia. Dieser gro&szlig;e Prophet, der Jahrhunderte vorher gelebt hatte, war nach j&uuml;discher Vorstellung nie gestorben und konnte daher auf die Erde zur&uuml;ckkommen. Im Neuen Testament wird dieser Bote neu gedeutet. Bei der Ank&uuml;ndigung der Geburt von Johannes dem T&auml;ufer spricht der Engel davon, dass dieser &bdquo;im Geist und in der Kraft des Elia" kommen wird, um die Menschen zur Umkehr zu rufen (Lukas 1, 17). Es geht also nicht mehr um die R&uuml;ckkehr eines Propheten aus l&auml;ngst vergangenen Zeiten, sondern um einen zweiten Elia, einen neuen Boten. Dieser ist Johannes der T&auml;ufer, der die Menschen auf die Ankunft des lange erwarteten Messias vorbereitet, also auf Jesus hinweist.<br />
&nbsp;</p><h2>Die Sonne der Gerechtigkeit &ndash; Von Maleachi zu Jesus Christus</h2><p>Maleachi beschreibt, wie &uuml;ber dem Volk Gottes die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen wird. Dieses sch&ouml;ne Bild wurde wiederholt von K&uuml;nstlern aufgegriffen. Im 18. Jahrhundert dichteten Christian David und andere dazu das Lied: &bdquo;Sonne der Gerechtigkeit". Anfang des 16. Jahrhunderts griff Matthias Gr&uuml;newald das Bild von der gefl&uuml;gelten Sonne, das im alten Orient ein verbreitetes Symbol f&uuml;r Gott war, bei der Gestaltung des Isenheimer Altars auf und deutete es um auf Christus.</p><p>Das hei&szlig;t, das Buch Maleachi und damit das Alte Testament endet nicht mit einer Klage &uuml;ber die unbefriedigenden Zust&auml;nde, sondern es vermittelt Hoffnung. Es weist auf Johannes den T&auml;ufer hin, den Vorl&auml;ufer Jesu Christi, und damit letztlich auf Jesus selbst, der als &bdquo;Sonne der Gerechtigkeit" allem Leid dauerhaft ein Ende machen wird. Sein Schluss stellt eine Br&uuml;cke zum Neuen Testament dar, zum Evangelium, der frohen Botschaft von Jesus Christus.<br />
&nbsp;</p><h2>Hoffnung f&uuml;r heute: Gottes Zusagen gelten</h2><p>Mit der Situation von Maleachi verbindet uns, dass man Klagen &uuml;ber den schlechten Zustand der Welt auch heute reichlich h&ouml;rt. Da sind die Kriege, die nicht enden wollen, der Klimawandel, bedenkliche politische Entwicklungen oder auch die Tatsache, dass immer mehr Menschen aus den Kirchen austreten und sich vom christlichen Glauben abwenden. Alle diese Klagen, Fragen und Zweifel d&uuml;rfen Menschen vor Gott bringen, er h&ouml;rt sie und nimmt sie ernst. Allerdings kann es dauern, bis er merklich darauf reagiert. Gottes Zeitma&szlig;st&auml;be sind oft andere als die der Menschen, die alles m&ouml;glichst immer sofort haben wollen. Warten geh&ouml;rt zum Leben und auch zum Glauben dazu.</p><p>Aber es steht fest, dass Gott die Welt nicht ihrem Schicksal &uuml;berl&auml;sst, sondern dass er eingreifen wird. Die Zusage am Schluss des Buches Maleachi, dass Gott seinen Boten sendet, ist eingetroffen; und daher ist mit Sicherheit zu erwarten, dass er auch seine anderen Zusagen einhalten wird. Die Menschen, die sich zu Gott halten, sind sein Eigentum; sie werden sein Erbarmen erfahren und erleben, dass &uuml;ber ihnen die Sonne der Gerechtigkeit aufgeht, die ihnen Heil bringt.</p><p>Mit der Ank&uuml;ndigung des Boten wird am Schluss des Buches Maleachi ein Fenster zum Neuen Testament ge&ouml;ffnet. Christinnen und Christen verstehen heute den von Maleachi angek&uuml;ndigten Boten als Johannes den T&auml;ufer, und sie gehen davon aus, dass Gottes Gnade in Jesus Christus sichtbar geworden ist. Sie feiern Weihnachten, weil er als Mensch auf die Erde gekommen ist; und sie feiern Ostern, weil er auferstanden ist, den Tod &uuml;berwunden hat und als Herr der Welt eines Tages allem Leid ein Ende machen wird.</p><p>Das ist die Antwort auf die Frage, ob es sich lohnt, an Gott zu glauben: Gott steht zu seinen Verhei&szlig;ungen, und es wird alle Erwartungen &uuml;bertreffen, wie sie eines Tages in Erf&uuml;llung gehen. Gott h&ouml;rt die Klagen der Menschen, und alles Leid wird in ungetr&uuml;bte Freude verwandelt. Seine Gnade und Barmherzigkeit sind an keine Bedingung gekn&uuml;pft. Ist diese Botschaft auch f&uuml;r Sie ein Grund zu feiern?</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Karin Weishaupt</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17240840.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Wed, 24 Dec 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Gott etwas zurückgeben]]></title>
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<h2><strong>Die Einordnung des Propheten Maleachi</strong></h2><p>Der Prophet Maleachi geh&ouml;rt zu den zw&ouml;lf kleinen Propheten im Alten Testament. Mit seinen drei Kapiteln mit insgesamt 55 Versen ist das Buch Maleachi eins der k&uuml;rzesten. Maleachi schlie&szlig;t das Alte Testament ab. Nach Mose, den Geschichtsb&uuml;chern, der Lehre und dem Gebetbuch, den Psalmen, und den anderen Propheten ergibt sich ein Verlauf vom Ursprung der Menschheit, &uuml;ber die Prophezeiungen hin zum Neuen Testament und der Geburt von Jesus.</p><hr /><h2><strong>Die zwei Hauptthemen bei Maleachi</strong></h2><p>Bei Maleachi erkenne ich im Wesentlichen zwei Themen: Das eine ist das Bel&uuml;gen und Betr&uuml;gen der Menschen und das daraus folgende Unheil. Der Prophet prangert an, dass die Menschen nicht nur untereinander unehrlich und &uuml;berheblich sind, sondern vor allem Gott gegen&uuml;ber ungeb&uuml;hrlich und undankbar. Sie machen sich sogar lustig. Dabei ist Gott offen f&uuml;r ein echtes Bereuen und die Umkehr auf den rechten Weg. Maleachi stellt die Bewahrung durch Gott in Aussicht, wenn das Volk nur zur Besinnung kommt.</p><p>Das zweite Thema ist die Abgabe des &bdquo;Zehnten" f&uuml;r Gott und darauf m&ouml;chte ich gerne den Blick richten.</p><p>Die Funktion des Zehnten ist im Alten Testament in den B&uuml;chern Mose beschrieben. Der Zehnte war haupts&auml;chlich f&uuml;r die Leviten gedacht. Die Angeh&ouml;rigen dieses Stammes Israels waren f&uuml;r den Priesterdienst im Tempel zust&auml;ndig und betrieben keine Landwirtschaft. Sie waren daher auf die Versorgung durch andere angewiesen. Hinzu kamen die Feste und Gottesdienste im Tempel von Jerusalem, die nat&uuml;rlich irgendwie finanziert beziehungsweise unterhalten werden mussten. Und dann waren da au&szlig;er den Leviten noch die Bed&uuml;rftigen. Alle drei Jahre wurde der Zehnte der Ernte f&uuml;r Leviten, f&uuml;r Witwen, Waisen und Fremde zur&uuml;ckgelegt und somit der Zehnte als soziale Unterst&uuml;tzung eingesetzt. (5. Mose 5,28-29)</p><p>Der Zehnte war unverzichtbar f&uuml;r den Bestand des Volkes Israel und ihre Beziehung zu Gott. Wenn man den Zehnten damals einfach abgeschafft h&auml;tte, w&auml;re das &ndash; ganz grob &ndash; wie heute ein Stromausfall in einer Gro&szlig;stadt gewesen. Der Vergleich ist vielleicht nicht ideal, zeigt aber doch etwas die zentrale Bedeutung. Der Nerv des Lebens ist getroffen. Was w&uuml;rden Kirchen und Gemeinden heute machen, wenn keiner mehr irgendetwas spendet. Die Gottesdienste und die gemeinn&uuml;tzige Arbeit trocknen aus und verdorren.</p><hr /><h2><strong>Der alte und der neue Bund</strong></h2><p>In der Geschichte Israels beruhte die Reinigung der Beziehung Gottes und seinem Volk auf der Vers&ouml;hnung. Sie vollzieht sich durch Opfer, die Gottes Vergebung nach sich ziehen. Eine S&uuml;nde des Menschen wurde durch eine angemessene Opfergabe vergeben. Genauso wurde einem Menschen Gottes Segen zuteil, wenn er von sich aus Gott Opfer schenkte. Gabe und Segen ziehen sich wie ein roter Faden durch das Alte Testament. Der Prophet Maleachi nimmt dieses Thema auf. Maleachi benennt die unvollst&auml;ndige Gabe, die das Verh&auml;ltnis Gottes zu seinem Volk belastet. Der unvollst&auml;ndige Zehnte. Maleachi betont, dass der Zehnte ein Zeichen des alten Bundes zwischen Gott und Israel ist. Gott ist verl&auml;sslich und b&uuml;rgt f&uuml;r Kontinuit&auml;t. Doch das Volk ist abtr&uuml;nnig. Dennoch verspricht Gott bei einer Umkehr des Volkes Segensgaben und Bewahrung. Wenn nicht, dann wird ein unerbittliches Gericht folgen. Und ein neuer Bund soll kommen, der die Menschen mit Gott vers&ouml;hnen wird. Wie genau dieser neue Bund aussehen soll, sagt Maleachi nicht.</p><p>Dieser neue Bund ist im Neuen Testament beschrieben.</p><p>Im Neuen Testament gibt es keine gesetzlichen Vorschriften mehr &uuml;ber die Gabe des Zehnten. Entscheidend ist die Herzenshaltung, die Einstellung des Gebenden. Paulus betont zwar, dass Gott einen fr&ouml;hlichen Geber liebt und ruft zur freiwilligen finanziellen Hilfe f&uuml;r die Arbeit der im Aufbau befindlichen Gemeinden weltweit. Doch Dankbarkeit und Liebe sind entscheidend, nicht Zwang oder Ausgleich von Geben und Nehmen. Jesus selbst kritisiert die Pharis&auml;er im Markus- und Lukasevangelium scharf daf&uuml;r, dass sie pedantisch den Zehnten geben, aber Gerechtigkeit und Barmherzigkeit gegen&uuml;ber den Mitmenschen vernachl&auml;ssigen. Und damit letztlich die finanzielle Gabe &uuml;ber den reinen Glauben an Gott und seinen Heilsplan setzen.</p><p>Denn nach dem neuen Bund Gottes mit den Menschen ist kein Ausgleich der menschlichen S&uuml;nde durch Opfergaben des Menschen mehr notwendig. Jesus Christus, der Sohn Gottes, ist stellvertretend f&uuml;r alle Menschen am Kreuz gestorben. Er war ohne S&uuml;nde und hat sich selbst als von S&uuml;nde reiner Mensch, als Opfer f&uuml;r die S&uuml;nden der anderen Menschen dahingegeben. Damit ist jede Schuld eines Menschen vor Gott ausgeglichen und getilgt &ndash; der Mensch braucht nur Jesus annehmen, an ihn glauben und ihm nachfolgen.</p><p>Aber ist denn dann der Zehnte heute &uuml;berfl&uuml;ssig geworden?</p><hr /><h2><strong>Der Zehnte heute &ndash; Dankbarkeit und Zur&uuml;ckgeben</strong></h2><p>Der Zehnte ist heute genauso wichtig wie zu Zeiten des Propheten Maleachi, nur anders. Vor ein paar Jahren war einmal das Wort &bdquo;Anspruchsdenken" ein sehr h&auml;ufig gebrauchtes Wort. Die Menschen meinten, ihnen stehen verschiedene Dinge einfach zu. Wenn man dies und das nicht hat, dann sei das ungerecht.</p><p>Habe ich auf dieser Welt auf irgendetwas Anspruch? Damals wie heute. Was hat der Mensch mit in die Welt gebracht und wer hat dem Menschen &uuml;berhaupt das Leben geschenkt? Gott hat die Welt und jeden einzelnen Menschen geschaffen. Alles, was der Mensch hat &ndash; &bdquo;An Gottes Segen ist alles gelegen", besagt ein Sprichwort, das an ein Lied Salomons f&uuml;r die Festbesucher angelehnt ist, die nach Jerusalem hinaufziehen. Wie kann es also sein, dass der Mensch das vergisst?</p><p>Ein gro&szlig;er Teil ist auch von der Erziehung abh&auml;ngig. Kinder lernen normalerweise schon von klein auf, sich angemessen zu bedanken. &bdquo;Sag sch&ouml;n Danke, das geh&ouml;rt sich so!", kennen viele sicherlich aus eigener Erfahrung. Aber viele Kinder verstehen das noch gar nicht richtig, warum sie das tun sollen. Es ist manchmal eher ein antrainierter Automatismus, der hilft, ans Ziel zu kommen. Die Erkenntnis kommt oft erst viel sp&auml;ter, oder der Automatismus f&uuml;r Erfolg bleibt, ist aber eigentlich oberfl&auml;chlich und unehrlich.</p><p>Schenken und Gegenschenken. S&uuml;ndigen und Wiedergutmachen. Die Waage ist in den K&ouml;pfen von Menschen. G&uuml;tiges Schenken ohne Erwartungshaltung oder Vergeben ohne Wiedergutmachung ist f&uuml;r viele nicht denkbar. Aber gerade das ist ein wesentlicher Punkt des christlichen Glaubens, wenn nicht sogar der wesentliche. Gott hat seinen Sohn Jesus Christus gegeben, ohne Gegenleistung. Nur Glaube und Nachfolge sind von den Menschen erforderlich, um die trennende Mauer der irdischen S&uuml;nden zu &uuml;berwinden. Gott hat den Weg zu ihm selbst freigemacht, durch ein Geschenk.</p><p>Der Name Maleachi bedeutet &uuml;bersetzt &bdquo;mein Bote" und genau das ist der Prophet. Er bringt die Botschaft, sich zu besinnen. Nicht etwas geben, sondern etwas zur&uuml;ckgeben, ist eigentlich die richtigere Bezeichnung f&uuml;r die Funktion des Zehnten heute. Und das war sie auch schon in gewisser Weise zu Zeiten von Maleachi.</p><p>&Uuml;berlegen Sie einmal, was Sie Gott zur&uuml;ckgeben k&ouml;nnen. Es muss nicht immer Geld sein, wie w&auml;re es als Richtwert mit zehn Prozent der t&auml;glichen Zeit. Man kann in dieser Zeit etwas f&uuml;r Gott tun, mit Gott reden oder auch &uuml;ber Gott mit anderen reden. Alles ohne Zwang und dem Gedanken einer &bdquo;Abgabe".</p><p>Sie sind reichlich beschenkt, und probieren Sie es einmal aus, das freudige &bdquo;Danke sagen" mit einem freiwilligen Zur&uuml;ckgeben zu erg&auml;nzen. Jesus Christus wurde geboren, um die Welt mit Gott zu vers&ouml;hnen. Weihnachten ist das Fest des Schenkens von Gott an die Menschen und des Schenkens der Menschen untereinander. Weihnachten kann aber auch das Fest des dankbaren Schenkens von Menschen an Gott sein.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Peter Brade</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17240041.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Peter Brade]]></author>
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      <pubDate>Tue, 23 Dec 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Neues Herz statt alter Muster]]></title>
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<h2>Einstieg und Perspektivwechsel</h2><p>Wenn ich diesen Text lese, dann holt er mich heraus aus einer vorweihnachtlichen Stimmung, in der ich mich gerade befinde. Ich bereite Gottesdienste vor. Ich besuche Weihnachtsm&auml;rkte und freue mich auf den Heiligen Abend. Und dann so ein Text. Gut, ich konzentriere mich. Raus aus dem Lukasevangelium, Kapitel 2, Maria und Joseph, den Hirten und Engeln, und hinein in das elende Tun des Volkes Israel ein paar Jahrhunderte vor Jesu Geburt.</p><p>Im Wesentlichen gibt es zwei Dinge, die Gott im Buch Maleachi anklagt: Zum einen haben die Israeliten Gott gegen&uuml;ber ungehorsam gehandelt. Sein Wort an sein Volk war klar und eindeutig: Der HERR, euer Gott, wird euch in das Land bringen, das ihr in Besitz nehmen sollt. Dort wird er m&auml;chtige V&ouml;lker vertreiben und euch ihr Land geben: die Hetiter, Girgaschiter, Amoriter, Kanaaniter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter &ndash; sieben V&ouml;lker, die gr&ouml;&szlig;er und st&auml;rker sind als ihr. &bdquo;<em>Der HERR, euer Gott, wird sie euch ausliefern. Ihr sollt sein Urteil an ihnen vollstrecken und sie t&ouml;ten. Verb&uuml;ndet euch nicht mit ihnen und schont sie nicht! Geht keine Ehen mit ihnen ein! Verheiratet eure T&ouml;chter nicht mit ihren S&ouml;hnen und nehmt ihre T&ouml;chter nicht als Frauen f&uuml;r eure S&ouml;hne! Sonst werden sie eure Kinder dazu verf&uuml;hren, dem Herrn den R&uuml;cken zu kehren und anderen G&ouml;ttern zu dienen. Dar&uuml;ber w&uuml;rde der HERR in Zorn geraten und euch bald vernichten.</em>&ldquo; So kann ich es im 5. Buch Mose, Kapitel 7, nachlesen (5. Mose 7,1&ndash;4).<br />
&nbsp;</p><h2>Mischehen, Glaubensfragen und Erfahrungen heute</h2><p>Sie sollten keine Frauen aus anderen V&ouml;lkern nehmen. Das hatte den einfachen Grund, dass diese Frauen andere G&ouml;tter mitbrachten. Der Israelit, der eine Frau aus einem anderen Volk heiratete, hatte irgendwann ein Problem: Welchem Gott dienen wir jetzt? Zu welchem Gottesdienst gehen wir? Damals war es auch die Frage: Welchem Gott opfern wir? Von welchem Gott erwarten wir etwas? Und wie erziehen wir eigentlich unsere Kinder? Gott verbietet die Liebe nicht, aber er hat den &Uuml;berblick und wei&szlig;, was f&uuml;r den Menschen gut ist und wohin er steuert, wenn er Entscheidungen trifft. In der Tat m&uuml;ssen wir das heute noch bedenken. Wie oft habe ich geh&ouml;rt, wenn jemand aus unserer Gemeinde jemanden kennenlernte, der kein Christ war: &bdquo;Ich werde so lange beten, bis er/sie Christ ist.&ldquo; &ndash; &bdquo;Er/sie wird schon irgendwann dahinterkommen, dass es gut ist, an Jesus zu glauben.&ldquo;</p><p>Es w&auml;re falsch zu sagen, dass dies nie der Fall war. Durchaus habe ich das erlebt &ndash; Gott sei Dank. Ein Christ und ein Nichtchrist kamen zusammen, und tats&auml;chlich bekehrte sich der Nichtchrist irgendwann. Aber dass dies immer so w&auml;re, kann ich leider nicht behaupten. Wie oft erlebe ich Menschen, die sich f&uuml;r eine Ehe mit einem Nichtchristen entschieden und sp&auml;ter erfuhren, wie komplizierter alles wird &ndash; vor allem die Frage: Wie erziehen wir unsere Kinder? Viel Herzeleid ist entstanden, weil den Gef&uuml;hlen mehr gehorcht wurde als dem Wort Gottes.</p><h2><br />
Untreue, Hartherzigkeit und die Mahnung Gottes</h2><p>Und dann ist im Buch Maleachi noch die andere S&uuml;nde Israels angesprochen: Untreue und Ehescheidung. Sicher waren nicht alle M&auml;nner untreu, aber offensichtlich so viele, dass es Maleachi auffiel. Man hielt die eigene Frau nicht mehr aus. Sie hatte sich im Laufe der Jahre ver&auml;ndert. Etwas Neues musste her. F&uuml;r die M&auml;nner war das damals einfacher als f&uuml;r die Frauen. Die kamen nicht so leicht aus der Ehe heraus. Der Mann musste lediglich einen Scheidebrief schreiben, und weg war die, die ihm im Weg stand. Jesus, der Sohn Gottes, sagt sp&auml;ter, dass der Scheidebrief eigentlich keine gute L&ouml;sung war, sondern eingef&uuml;hrt wurde, weil das Herz mancher M&auml;nner so hart war. Es war nicht weich, nicht liebend, nicht zugewandt, nicht aufopfernd, nicht g&uuml;tig, nicht barmherzig, nicht selbstlos, nicht &hellip; W&auml;hrend ich das schreibe, denke ich an einige Passagen der Bibel, die ich mir immer wieder sagen muss und um deren Inhalt ich immer wieder bete. Diese Bibelverse stehen im Galaterbrief, Kapitel 5,22&ndash;23. Mit einem Gebet kombiniert lautet es so:</p><p>Lass Frucht des Geistes in mir wachsen, hilf mir, sie zu leben. Hilf mir, allen Menschen und besonders meiner Ehefrau damit zu begegnen. Lass in mir wachsen: Liebe, Freude und Frieden; Geduld, Freundlichkeit und G&uuml;te; Treue, Nachsicht und Selbstbeherrschung.</p><h2><br />
Weihnachten, S&uuml;nde und das neue Herz</h2><p>So, nun kann ich wieder in die heile Zeit der Weihnacht abtauchen. In der alles sch&ouml;n, gem&uuml;tlich, nett und &hellip; Moment, war das wirklich so? Vielleicht hat dieser Text doch mehr mit Weihnachten zu tun, als ich zuvor dachte. Sagt nicht der Engel in einem Traum zu Joseph: &bdquo;<em>Und sie wird einen Sohn geb&auml;ren, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren S&uuml;nden</em>.&ldquo; (Matth&auml;us 1,21)</p><p>Pl&ouml;tzlich sehe ich den Zusammenhang. Jesus kommt nicht in eine heile Welt mit schneebedeckten Wanderwegen und gl&uuml;cklich aussehenden Hirten. Er kommt hinein in das Elend unserer S&uuml;nde. Er kommt, um die Schuld auf sich zu nehmen und uns Befreiung zu schenken. Er kommt, damit wir eine Verwandlung unseres Herzens erleben. Wie hart waren die Herzen der M&auml;nner gegen&uuml;ber ihren Frauen &ndash; und ganz sicher war es umgekehrt genauso. Und heute ist es oft nicht anders. Da hinein kommt Weihnachten. Dort hinein kommt der Sohn Gottes, Jesus Christus. Er bietet uns an, was Jahrhunderte vor seinem Kommen prophezeit wurde:</p><p>&bdquo;<em>Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. Ich will meinen Geist in euch geben und will solche Leute aus euch machen, die in meinen Geboten wandeln und meine Rechte halten und danach tun.</em>&ldquo; (Hesekiel 36,26&ndash;27)</p><p>Jesus kommt in unsere Welt. Jesus kommt in Ihre kleine Welt. Er kommt in Ihre zerbrochenen Beziehungen, Ihre Ehe, Ihre Treulosigkeit, Ihre Hartherzigkeit. Er kommt nicht, um Sie auszuschimpfen, sondern um neu mit Ihnen zu beginnen. Halten Sie ihm doch Ihr Herz hin und bitten Sie ihn, es zu f&uuml;llen, mit seinen Gaben.<br />
&nbsp;</p><p><strong>Sie haben Fragen zum christlichen Glauben, Personen der Bibel und dazu, was das heute mit Ihrem Leben zu tun hat? &ndash;&nbsp;Fragen Sie doch einmal Nikodemus.AI:</strong></p><p><img alt="Nikodemus.AI" height="224" src="https://www.erf.de/data/files/content.sources.r.erfplus.bibelheute/1116025.jpg" width="1024" /></p><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Benjamin Gies</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17239379.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Benjamin Gies]]></author>
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      <pubDate>Mon, 22 Dec 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Gott hält, was er verspricht]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Lukas 1,68-79 – ausgelegt von Wolfgang Hoppstädter.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Lukas 1,68-79 – ausgelegt von Wolfgang Hoppstädter.</em><br/>
<p>Sie konnten schon auf ein langes Leben zur&uuml;ckblicken. Und in all den Jahren hatten sie ihren Glauben nicht verloren. Auch wenn sie ihr P&auml;ckchen zu tragen hatten, lie&szlig;en sie sich nicht verbittern. Denn die Umst&auml;nde im Land waren nicht so rosig. Die R&ouml;mer hielten das Land besetzt.</p><p>Vor allem aber ein gro&szlig;es Herzensanliegen hatte <strong>Gott</strong> ihnen nicht erf&uuml;llt. Und das lie&szlig; sich auch nicht mehr ver&auml;ndern. <strong>Zacharias</strong> und <strong>Elisabeth</strong> blieben kinderlos. Aber sie waren &uuml;ber diese Lebensf&uuml;hrung zur Ruhe gekommen. Sie hatten sich damit abgefunden und dienten mit ihren Gaben Gott. Dazu hei&szlig;t es im <strong>Lukasevangelium</strong>&nbsp;1,6&ndash;7:</p><p>&bdquo;Sie waren aber alle beide fromm vor Gott und lebten in allen Geboten und Satzungen des Herrn untadelig. Und sie hatten kein Kind, denn Elisabeth war unfruchtbar, und beide waren hochbetagt.&ldquo;</p><p>Aber ihre Kinderlosigkeit bleibt nicht das Letzte. Denn Gott handelt ganz unerwartet. Und so werden hier einem, der vielleicht schon dabei war, sich in seinen entt&auml;uschten Erinnerungen einzurichten, die Augen f&uuml;r Gottes Plan und seine Taten ge&ouml;ffnet. Und das befreit ihn zum Gotteslob.</p><p>Dahin sollen auch Sie und ich kommen: Dass wir offene Augen f&uuml;r Gottes Vorhaben mit dieser Welt und sein Handeln bekommen. <strong>Advent</strong>&nbsp;will unseren Blick darauf lenken, dass wir wieder staunen &uuml;ber den Gott, dem nichts unm&ouml;glich ist. Das befreit zum Lob Gottes. Denn:</p><p><strong>1. Gott h&auml;lt Wort!</strong></p><p>Das ist die Erfahrung, die Zacharias aus dem H&auml;uschen geraten l&auml;sst. Darum &uuml;berschl&auml;gt er sich im Lob Gottes, nachdem er seine Sprache wieder hat. Das, was er nicht f&uuml;r m&ouml;glich hielt, sieht er nun in Erf&uuml;llung gehen.</p><p>Und er h&auml;tte das nie gedacht. Als er wieder einmal seinen Dienst im <strong>Tempel</strong> antrat, hat er keine besonderen Vorkommnisse erwartet. Als dann das Unerwartete geschieht, kann er es zun&auml;chst nicht glauben. Skepsis macht sich breit.<br />
Davon berichten die Verse 5&ndash;25 in unserem Kapitel: Das Engelwort von der bevorstehenden Geburt des Johannes durch Elisabeth. Zacharias kann es nicht fassen. &bdquo;Ich bin alt, und meine Frau ist betagt.&ldquo;</p><p>Sind die Zweifel des Zacharias nicht berechtigt?</p><p>Ich sehe daran: Nicht nur der Unglaube erlebt Zweifel. Denn Gott handelt nicht immer nach meiner Logik und das treibt ins Fragen. Darum gibt es auch bei mir Durststrecken im Glauben. Und dabei muss ich es akzeptieren, dass Gott sich nicht nach meinen Vorstellungen richtet.</p><p>Aber er hat eben mit jedem von uns seinen eigenen, individuellen Weg. Und dabei will er uns so f&uuml;hren, dass wir unser Heil finden, und das ist noch viel mehr als eine erf&uuml;llte Wunschliste.</p><p>So wird nun im hohen Alter nicht nur der Herzenswunsch des Zacharias nach einem leiblichen Nachkommen erf&uuml;llt. Vielmehr wird Zacharias <strong>Zeuge</strong>, wie Gott seine Versprechen gegen&uuml;ber seinem Volk einl&ouml;st.<br />
Gott setzt seinen Plan zur Rettung seiner Menschheit durch, und Zacharias wird dabei mit einbezogen. Denn sein Sohn <strong>Johannes</strong>&nbsp;wird der sein, der in <strong>Israel</strong> auf den kommenden <strong>Messias</strong> aufmerksam macht. Das &uuml;bertrifft Zacharias&rsquo; k&uuml;hnste Vorstellungen.</p><p>Deswegen der Lobgesang, weil er erkennt: Gott hat den Startschuss zum Heilwerden f&uuml;r diese Welt gegeben. Denn Gott denkt an seinen <strong>Bund</strong>. Er hat sein Volk nicht vergessen. Und er h&auml;lt sein Versprechen.</p><p>Dass Gott seine Zusagen auch heute erf&uuml;llt, das bedeutet zugleich, dass er den V&auml;tern die Treue h&auml;lt und ihnen barmherzig ist. Dar&uuml;ber singt Zacharias: &bdquo;Er hat <strong>Barmherzigkeit </strong>erzeigt unseren V&auml;tern und gedachte an seinen <strong>heiligen</strong> Bund und an den Eid, den er geschworen hat unserem Vater <strong>Abraham</strong>.&ldquo; (Verse 72&ndash;73)</p><p>Gott hat sein Wort gegeben und besiegelt. Das gilt auch heute allen Unkenrufen gegen&uuml;ber der Kirche und den Christen zum Trotz. Gott tut, was er sich vorgenommen hat. Deshalb sendet er den Sohn. Und:</p><p><strong>2. So kommt er uns ganz nahe!</strong></p><p>Durch <strong>Jesus Christus</strong> ist er in unsere Haut geschl&uuml;pft. Das ist der tiefere Grund f&uuml;r den Lobgesang des Zacharias. Gott hat sein Volk besucht und erl&ouml;st es durch den Messias, Jesus Christus. Und im Dasein des Kindes der <strong>Maria</strong> ist der Messias schon vorhanden. Gott greift also in die Geschichte ein und handelt ganz neu.</p><p>Darum wird alles gut. Darum haben wir eine gro&szlig;artige Zukunft vor uns. Denn wir sehen Gottes Handeln nicht nur von den ersten Anf&auml;ngen der Erl&ouml;sung her, wie Zacharias. F&uuml;r ihn war vieles noch Zukunftsvision: Die Geburt von Jesus Christus und sein Leiden und Sterben uns zugut. Das sind die Eckpfeiler unseres Heils, die schon gesetzt sind.</p><p>Jesus Christus ist f&uuml;r unsere <strong>S&uuml;nden</strong> gestorben und <strong>auferstanden</strong>. Unsere S&uuml;nden sind uns vergeben, wenn wir uns ihm anvertrauen. Gerade darauf hat der Sohn des Zacharias, Johannes der T&auml;ufer, hingewiesen. Das war seine Aufgabe und darum wurde er geboren. Das ist es auch, was Zacharias&rsquo; Fassungslosigkeit steigert und in die <strong>Anbetung</strong> Gottes treibt. &bdquo;Und du Kindlein, wirst ein <strong>Prophet</strong> des H&ouml;chsten hei&szlig;en. Denn du wirst dem Herrn vorangehen, dass du seinen Weg bereitest, und <strong>Erkenntnis</strong> des Heils gebest seinem Volk.&ldquo; (Vers 26)</p><p>Johannes, der T&auml;ufer, er bringt nicht das Heil, aber er wei&szlig;, wo es zu finden ist. Er hat die Erkenntnis des Heils und soll das seinem Volk vermitteln. Darum sieht Zacharias die kuriose Karriere seines Sohnes Johannes im Dienste des Sohnes des H&ouml;chsten, Jesus Christus.</p><p>Kein Wunder also, dass sein Lob Gottes &uuml;bersch&auml;umend ist. Aber dazu haben doch auch wir allen Grund, seit es Advent wurde. Damit:</p><p><strong>3. Das macht uns froh!</strong></p><p>Gottes Ankunft in dieser Welt durch Jesus Christus und die Gewissheit seines Wiederkommens. Das geh&ouml;rt zu Advent, dass wir daran erinnert werden: Der, der in einem Stall zur Welt kam, wird nicht noch einmal in Armut erscheinen.</p><p>Der Herr der Welt, der sich ohnm&auml;chtig hat an das <strong>Kreuz</strong> schlagen lassen zu unserer Rettung, wird nicht noch einmal in Schwachheit erscheinen, sondern Jesus Christus wird kommen in <strong>Herrlichkeit</strong> und das Reich Gottes vollenden.</p><p>Der <strong>Glaube</strong> sieht das erwartungsvoll schon kommen, was bis jetzt noch aussteht. Das l&auml;sst ihn jubeln und so lerne ich das bei Zacharias. Die Zukunft wirft ihre Schatten voraus. Und unsere Zukunft hat einen Namen: Jesus Christus. Wir warten auf sein erneutes Kommen. Darum k&ouml;nnen unsere Tage nicht hoffnungslos sein. Denn Jesus Christus ist erschienen und kommt wieder.</p><p>Und Zacharias bekennt in seinem Loblied in Vers 79: &bdquo;Er ist erschienen denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und er richtet unsere F&uuml;&szlig;e auf den Weg des <strong>Friedens</strong>.&ldquo;</p><p>Es muss nicht finster bleiben. Nicht dunkel in dieser Welt und in unserem Leben. Was uns gefangen h&auml;lt &mdash; unsere Schuld und unsere Entt&auml;uschungen &uuml;ber uns selbst und andere &mdash; davon befreit uns Christus.<br />
Und darum z&uuml;nden wir doch auch in dieser Adventszeit unsere Kerzen an. So dr&uuml;cken wir auch unsere Freude aus. Nicht weil wir die Lichter sind, sondern weil Jesus Christus das Licht der Welt ist.</p><p>Deshalb loben wir seinen Namen. Darum stimmen wir ein in den Lobgesang des Zacharias:<br />
&bdquo;Gelobt sei der Herr, der Gott <strong>Israels</strong>. Denn er hat besucht und erl&ouml;st sein Volk.&ldquo;</p><p><br /><strong>Infos zum Lukasevangelium: </strong></p><section class="erf-teaser-card-init" data-url="https://www.bibleserver.com/video/TBP/Lukas%20Kap.%201-9/92246">Video:&nbsp;Lukas Kap. 1-9</section><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Wolfgang Hoppstädter</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17238607.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Wolfgang Hoppstädter]]></author>
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      <pubDate>Sun, 21 Dec 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Wenn Segen billig wird]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Maleachi 2,1-9 – ausgelegt von Hartmut Stropahl.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Maleachi 2,1-9 – ausgelegt von Hartmut Stropahl.</em><br/>
<h3><strong>1. Geistliche Erm&uuml;dung und Gottes leidenschaftliche Liebe</strong></h3><p>Wieviel Erm&uuml;dung und Verflachung im pers&ouml;nlichen Glaubensleben und im Leben der Gemeinde gibt es heute! Vielen geht es nur noch um das eigene Wohlergehen.</p><p>Maleachi erlebt, wie Gott selbst sich zu Wort meldet. Er ist bewegt von leidenschaftlicher Liebe. Aber sein Volk ist blind f&uuml;r diese Liebe Gottes. Ihm fehlt jegliche Ehrfurcht. Deshalb speist es Gott mit minderwertigen Opfern ab. Es sind Priester, die ma&szlig;geblich dazu beitragen, dass die Gottesdienste zu einer oberfl&auml;chlichen Veranstaltung verkommen sind.</p><p>Die geistlichen F&uuml;hrer sollten das Volk auf die Begegnung mit dem <strong>heiligen</strong> Gott vorbereiten, doch nun wirft Gott ihnen mangelnde Hingabe und Missbrauch ihrer Macht vor. Sie verschleudern seinen Segen. Gott stellt klar, dass er allein die Quelle des Segens ist. Die Priester hatten diesen Zusammenhang jedoch aufgel&ouml;st und segneten jeden &ndash; v&ouml;llig unabh&auml;ngig davon, wie er sich Gott gegen&uuml;ber verhielt. Die S&uuml;nde des Volkes wurde nicht nur vertuscht, sondern mit vermeintlichem Segen &uuml;bert&uuml;ncht. [Unklar: &bdquo;&uuml;ber&shy;t&uuml;ncht&ldquo; als bewusste T&auml;uschung gemeint?]</p><h3><br /><strong>2. Gottes Warnung und der Ruf zur Umkehr</strong></h3><p>Gott warnt. Noch greift er nicht hart durch, sondern gibt den geistlichen F&uuml;hrern eine Bew&auml;hrungsfrist. Diese kann der Mensch zur Umkehr nutzen oder nutzlos verstreichen lassen. Allerdings rettet nur eine radikale Umkehr vor dem drohenden Gericht. Sie beginnt mit aufmerksamem H&ouml;ren auf Gott &ndash; und aus dem H&ouml;ren muss ein Gehorchen werden.</p><p>Gott wartet darauf, dass der Mensch ihm gibt, was ihm zusteht: die Ehre seines Namens und eine heilige Scheu vor seiner Gegenwart im Gottesdienst [Unklar: &bdquo;Gottesdienst&ldquo; &ndash; kein Link angegeben]. Wird Gott Ehrfurcht verweigert, verwandelt sich Segen in Fluch.<br />
&nbsp;</p><h3><strong>3. Hartes Gericht &uuml;ber die untreuen Priester</strong></h3><p>Gott k&uuml;ndigt den respektlosen F&uuml;hrern seines Volkes die Vollstreckung eines furchtbaren Gerichts an. Drei krasse Bilder gebraucht er dazu: Zuerst bricht er die zum Segnen erhobenen H&auml;nde. Dann schleudert er ihnen Mist ins Gesicht und l&auml;sst sie damit ihre mangelnde Ehrfurcht am eigenen Leib sp&uuml;ren. Schlie&szlig;lich entsorgt er sie wie die M&uuml;llabfuhr Abfall.</p><p>Gott erinnert an seinen Bund mit Levi, dem Stamm in Israel, der f&uuml;r den Dienst im Tempel ausgesondert war. Seine Aufgabe war es, dem Volk Gottes Frieden zu vermitteln. Nur wenn die Priester Gott ernsthaft f&uuml;rchteten und seinem Willen gehorchten, sollten Leben und Frieden Wirklichkeit werden.</p><p>&nbsp;</p><h3><strong>4. Verantwortung heutiger geistlicher Leiter und der Gemeinde</strong></h3><p>&nbsp;</p><p>Auch heute tr&auml;gt jeder, dem Gott den Auftrag der Wortverk&uuml;ndigung gibt, gro&szlig;e Verantwortung. Gott erwartet Aufrichtigkeit, Respekt vor seinem Wort und eine Lebensf&uuml;hrung, die seinem Willen entspricht. Er verhei&szlig;t Friede &ndash; Schalom &ndash; ein Leben aus der F&uuml;lle seiner Kraft.</p><p>Noch einmal betont Maleachi im Auftrag Gottes die zentrale Aufgabe eines Priesters: seine Lippen sollen die Erkenntnis bewahren, und man soll aus seinem Mund das Gesetz erfragen; denn er ist ein Bote des Herrn der Heerscharen. Es geht dabei nie nur um Wissen &uuml;ber Gott, sondern um eine lebendige Beziehung zu ihm.</p><p>Die Gemeinde braucht biblische Wegweisung und eine vollm&auml;chtige Anwendung des Wortes Gottes. Gottes Boten sollen frei sein von Menschenfurcht und unerschrocken f&uuml;r die Wahrheit einstehen.</p><p>Wir merken: Geistliche Leiter tragen bis heute hohe Verantwortung. Aber auch die Gemeinde hat Verantwortung daf&uuml;r, dass sie Gottes Wort h&ouml;rt &ndash; und nicht nur menschliche Meinungen. Wie Theologe Walter L&uuml;thi schrieb: &bdquo;Wenn ohne Vollmacht oder gar v&ouml;llig verkehrt verk&uuml;ndigt wird, dann ist das die Schuld der Gemeinde.&ldquo;</p><p>Unsere Aufgabe ist es, f&uuml;r diejenigen zu beten, die Wortverk&uuml;ndigung, Seelsorge und Mitarbeiterbegleitung &uuml;bernehmen, sie zu unterst&uuml;tzen und selbst aufmerksam zu h&ouml;ren und zu tun, was Gott sagt. Dann segnet uns Gott mit Heil und Leben.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Hartmut Stropahl</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17238214.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Hartmut Stropahl]]></author>
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      <pubDate>Sat, 20 Dec 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Unverschämte Opfer]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Maleachi 1,6-14 – ausgelegt von Matthias Bank.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Maleachi 1,6-14 – ausgelegt von Matthias Bank.</em><br/>
<h2><strong>1. Umfeld und geschichtliche Einordnung</strong></h2><p>Der Prophet Maleachi wirkte um 460 v. Chr. zur Zeit des Priesters Esra, etwa 50 Jahre nachdem der zweite Tempel wieder aufgebaut worden war und bevor Nehemia die Stadtmauer Jerusalems erneuerte.<br />
Etwa 80 Jahre nach der ersten R&uuml;ckkehr aus Babel war mit Esra eine zweite Gruppe nach Juda und Jerusalem zur&uuml;ckgekehrt. Doch im n&uuml;chternen Wiederaufbau-Alltag machte sich Ern&uuml;chterung breit: Wo bleibt der versprochene Segen unseres Gottes?<br />
Esras geistliche Reformen in der Gemeinde der R&uuml;ckkehrer sind wahrscheinlich auch durch Maleachis deutliche Botschaften beeinflusst worden.</p>

&nbsp;

<h2><strong>2. Worum geht&acute;s im Text?</strong></h2><p>Es ist Gott selbst, der durch Maleachi redet und anklagt. Adressaten seiner Diagnose sind die geistlichen W&uuml;rdentr&auml;ger, die Priester. Eigentlich sollen sie daf&uuml;r sorgen &ndash; und mit gutem Beispiel vorangehen &ndash;, dass der heilige Herr angemessen geehrt wird, wie es zwischen Vater und Sohn oder Herr und Knecht selbstverst&auml;ndlich w&auml;re.<br />
Doch Gott deckt auf: Ihr verachtet mich, indem ihr mir minderwertige Opfer bringt. Ihr entsorgt dabei nur, was ihr ohnehin loswerden wolltet. Und dann tut ihr auch noch so, als w&uuml;sstet ihr nicht, was ihr da tut.<br />
Versucht das einmal bei eurem weltlichen Vorgesetzten &ndash; damals dem persischen Statthalter. Der h&auml;tte euch wegen Majest&auml;tsbeleidigung in den Kerker werfen lassen. Aber von mir erwartet ihr, dass ich euer Verhalten gn&auml;dig ansehe.</p><p>Dann w&auml;re es besser, ihr w&uuml;rdet die Tempeltore ganz schlie&szlig;en, damit ihr nicht in Versuchung kommt, sinnlose Opfer zu bringen. Lasst es lieber, wenn es nur ein leerer Ritus ist und ihr mich gar nicht wirklich ehren wollt.<br />
Und noch etwas sagt Gott: Sogar die Heiden, die mich nicht kennen, nehmen ihren G&ouml;tzendienst ernster als ihr, die ihr mich als Herrn der Welt bekennt.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>3. Das Herz des Menschen &ndash; Gottes Diagnose</strong></h2><p>Gottes Diagnose ist klar und war schon bei Noah ern&uuml;chternd &ndash; sowohl vor dem Flutgericht als auch danach: Das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist b&ouml;se von Jugend an (1. Mose 6,5; 1. Mose 8,21).<br />
Dieses b&ouml;se Herz sucht st&auml;ndig den eigenen Vorteil und versucht etwa, Konsequenzen auf andere abzuw&auml;lzen. Unser Problem ist: Wir k&ouml;nnen dieses Herz nicht selbst heilen. Das kann nur Gott, wenn wir ihn wieder in unser Herz hineinlassen. Im Heiligen Geist und durch JesusChristus will er das gern tun &ndash; ja, er wartet darauf.</p><p>Religi&ouml;se &Uuml;bungen und Rituale reichen dazu nicht aus. Das ist zumeist nur Pflichterf&uuml;llung. Und wer meint, Gott damit gn&auml;diger zu stimmen, betr&uuml;gt sich selbst. Wie viel Opfer sind n&ouml;tig? Reicht der Zehnte?<br />
Nicht die Quantit&auml;t, sondern die Qualit&auml;t z&auml;hlt. In Lukas 21,2&ndash;4 lobt Jesus die zwei M&uuml;nzen der Witwe. Sie gab in Liebe und Vertrauen alles, was sie hatte. Liebe kalkuliert nicht.</p><p>Das wird auch im ber&uuml;hmten Gleichnis vom Vater und seinen zwei S&ouml;hnen deutlich. Der j&uuml;ngere Sohn kommt aus Not nach Hause &ndash; er kalkuliert. Der Vater aber, der f&uuml;r Gott steht, wird von reiner Liebe getrieben. Er l&auml;uft dem Sohn entgegen und sch&uuml;tzt ihn vor Schande und Gewalt.<br />
Statt Strafe gibt es einen grandiosen Empfang, Wiederaufnahme in die Sohnschaft und ein gro&szlig;es Fest voller Freude.</p>

&nbsp;

<h2><strong>4. Unser Opfern und Gottes vollkommenes Opfer</strong></h2><p>Woher kommt der menschliche Drang, einem Gott Opfer zu bringen? Ausdruck des Dankes? Wiedergutmachung? Beschwichtigung?<br />
In Jeremia 7,22 sagt Gott: Ihr sollt meinen Weisungen folgen &ndash; von Opfern habe ich euch nichts geboten.</p><p>Und tats&auml;chlich: Als Kain und Abel Opfer brachten (1. Mose 4,3&ndash;5), als Noah nach der Flut einen Altar errichtete (1. Mose 8,20) und auch als Mose nach dem Bund Opfer darbrachte (2. Mose 24,5), folgten sie keinem Gebot. Es war eine menschliche Form des Dankes und der Ehrung Gottes.<br />
Gott lie&szlig; sich auf diesen Opferdrang ein und ordnete sp&auml;ter, wie Opfer zu bringen seien. Doch im Mittelpunkt standen immer seine Weisungen f&uuml;r ein gelingendes Leben.</p><p>Gleichzeitig bereitete Gott durch die Opferriten Israels sein gro&szlig;es Opfer vor. Als er in Jesus Christus auf die Welt kam, war er entschlossen, sich einer verdorbenen Menschheit ganz hinzugeben. Der Tod Jesu am Kreuz war kein Unfall, sondern der Wille des Vaters. Jesu Tod war der Weg zur Auferstehung.</p><p>Gottes Selbstopfer aus Liebe kehrt alles um. Es ist endg&uuml;ltig und braucht keine Erg&auml;nzung durch menschliche Opfer. Entscheidend bleibt die Herzenshaltung, die in existenzielles Gottvertrauen m&uuml;ndet. Opfer aus Dankbarkeit nimmt Gott gern an &ndash; aber gn&auml;diger wird er dadurch nicht.</p><p><br /><strong>Sie haben Fragen zum christlichen Glauben, biblischen Personen und Gott? Fragen Sie doch Nikodemus.AI</strong></p><p><img alt="Nikodemus.AI" height="224" src="https://www.erf.de/data/files/content.sources.r.erfplus.bibelheute/1115649.jpg" width="1024" /></p><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Matthias Bank</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17237536.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Matthias Bank]]></author>
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      <pubDate>Fri, 19 Dec 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[„Ich habe euch lieb!“]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Maleachi 1,1-5 – ausgelegt von Jörg Gerhard Muhm.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Maleachi 1,1-5 – ausgelegt von Jörg Gerhard Muhm.</em><br/>
<h2><strong>1. AHA-Erlebnisse im Glauben</strong></h2><p>Hatten Sie schon einmal ein sogenanntes AHA-Erlebnis?</p><p>F&uuml;r mich war es ein solches, als ich zum ersten Mal in meinem Leben die Verse aus Maleachi 1,1&ndash;5 gelesen habe. &bdquo;Gott liebt dich!&ldquo; Das hatte ich in unz&auml;hligen Gottesdiensten, Andachten oder Bibelkreisen schon so oft geh&ouml;rt. Diese so wichtige Kernbotschaft des christlichen Glaubens war quasi allgegenw&auml;rtig. Ja, und so viele Geschichten der Bibel &ndash; vor allem die &uuml;ber Jesus&nbsp;Christus &ndash; zeigen ja, wie sehr Gott uns Menschen liebt. Zweifellos!<br />
Aber doch vermisste ich eines: eine Stelle, in der Gott mir das auch selbst sagt. Einfach so: &bdquo;Ich habe dich lieb.&ldquo;</p><p>Um meine Entt&auml;uschung zu beschreiben, stelle ich gerne folgenden Vergleich an: &Uuml;berlegen Sie einmal, Ihr Ehemann oder Ihre Ehefrau w&uuml;rde nie zu Ihnen sagen: &bdquo;Ich habe dich lieb.&ldquo; Er oder sie w&uuml;rde es Ihnen immer nur &uuml;ber Freunde ausrichten lassen. Das w&auml;re zwar nett &ndash; aber doch irgendwie seltsam. Ich m&ouml;chte, dass es meine Frau mir pers&ouml;nlich sagt. Verstehen Sie, was ich meine?<br />
&nbsp;</p><h2><strong>2. Die Suche nach Gottes pers&ouml;nlicher Zusage</strong></h2><p>Und so las ich die Bibel, immer auf der Suche nach dieser Zusicherung Gottes: &bdquo;Ich habe dich lieb.&ldquo; Das Neue Testament hatte ich schon erfolglos durchgelesen. Beim Alten Testament hatte ich fast alle B&uuml;cher hinter mir. Mir war sogar Jeremia 31,3 aufgefallen, wo Gott sagt: &bdquo;Ich habe dich je und je geliebt.&ldquo; Aber das gen&uuml;gte mir nicht. Es war eine Aussage im Perfekt, gerichtet an das Volk Israel &ndash; also in der Vergangenheit. Doch ich suchte nach einer gegenw&auml;rtigen Zusicherung.</p><p>Dann war ich schlie&szlig;lich beim letzten Buch des Alten Testaments angekommen. Nur noch drei Kapitel des Propheten Maleachi lagen vor mir. Und gleich am Anfang stand es dann pl&ouml;tzlich: &bdquo;Ich habe euch lieb&ldquo;, spricht der HERR.<br />
F&uuml;r mich war das einer der gr&ouml;&szlig;ten AHA-Momente meines Bibellesens. Hier stand es schwarz auf wei&szlig;. Gott sagt: &bdquo;Ich habe dich lieb.&ldquo; Also &bdquo;euch&ldquo;! Nat&uuml;rlich meint er nicht nur mich, sondern alle Menschen &ndash; und doch traf mich diese Aussage damals ganz pers&ouml;nlich.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>3. Theologische Einordnung und Erw&auml;hlung</strong></h2><p>Heute, ungef&auml;hr 35 Jahre sp&auml;ter &ndash; nach einem Theologiestudium und &uuml;ber 25 Jahren Erfahrung als Pfarrer &ndash; lese ich diese Bibelstelle nat&uuml;rlich auch mit anderen Augen. Ich wei&szlig; als Theologe, dass Gott hier in erster Linie die Kinder Jakobs anspricht. Es ist eine Best&auml;tigung an Israel: Sie sind Gottes Volk, erw&auml;hlt unter allen anderen V&ouml;lkern. Die Liebe, von der Gott hier spricht, ist die Liebe seiner Erw&auml;hlung, seine Entscheidung f&uuml;r Israel.</p><p>Der &bdquo;Hass&ldquo; gegen&uuml;ber Esau, von dem ebenfalls die Rede ist, meint keinen emotionalen Hass, wie wir ihn verstehen w&uuml;rden, sondern bezeichnet, dass Esau und seine Nachkommen im Gegensatz zu Israel nicht erw&auml;hlt wurden.</p><p>Das muss man als verantwortlicher Bibelleser im Blick behalten. Gottes Zusicherung &bdquo;Ich habe euch lieb&ldquo; richtet sich vor allem an sein Volk Israel. Ein Versprechen, das bis heute gilt &ndash; auch wenn Israel in seiner Geschichte oft auf Abwege geraten ist und der Erw&auml;hlung Gottes nicht gerecht wurde. Doch die Zusage bleibt bestehen: &bdquo;Ich habe euch lieb. Ich habe euch erw&auml;hlt.&ldquo;<br />
&nbsp;</p><h2><strong>4. Die Erf&uuml;llung der Verhei&szlig;ung und das Kommen des Herrn</strong></h2><p>Kann ich dann aber noch sagen, dass Gott auch mich pers&ouml;nlich meint? Oder gilt dies ausschlie&szlig;lich f&uuml;r Israel?</p><p>Gerade weil Gott zuerst Israel seine Liebe zusagt, gilt dieser Zuspruch &ndash; aus christlicher Sicht &ndash; durch den Sohn Gottes auch uns. Die Erw&auml;hlung Israels findet ihre Erf&uuml;llung darin, dass aus Israel der kommende Herr geboren wird. Eine zentrale Botschaft Maleachis lautet: &bdquo;Siehe, ich will meinen Boten senden, der vor mir her den Weg bereiten soll. Und bald wird zu seinem Tempel der Herr kommen, den ihr sucht.&ldquo; (Maleachi 3,1)</p><p>Und fast ganz am Ende des Buches Maleachi lese ich Gottes Worte: &bdquo;Siehe, ich will euch senden den Propheten Elia.&ldquo;</p><p>Dann wird es still. 400 Jahre Schweigen in der biblischen &Uuml;berlieferung.</p><p>Als kaum noch jemand hoffte, dass Gottes Geschichte mit Israel weitergeht, geschah es: Die Worte Maleachis erf&uuml;llten sich. In Jud&auml;a lebten zwei fromme Menschen &ndash; Zacharias und Elisabeth. Elisabeth war unfruchtbar und bereits alt. Das erinnert sehr an Abraham und Sara. Und wie damals beginnt auch hier etwas Neues. Ein Engel erscheint Zacharias im Tempel und k&uuml;ndigt die Geburt Johannes&rsquo; an: Er wird das Volk Israel zum Herrn, ihrem Gott, bekehren und &bdquo;im Geist und in der Kraft Elias&ldquo; vor ihm hergehen. So wird Johannes zum neuen Elia, dem Vorboten des Herrn.</p><p>Nach 400 Jahren geht die Prophetie Maleachis in Erf&uuml;llung. Jetzt wird sichtbar, wie Gott alle Menschen segnet. Seine Liebe wird in der Geburt Jesu eine neue, greifbare Wirklichkeit. Gott wird Mensch. Seine Liebe wird in Jesus Christus erfahrbar.</p><p>Und so schlie&szlig;t sich f&uuml;r mich der Kreis:<br />
&bdquo;Ich habe euch lieb.&ldquo; &ndash; Gott meint es ernst. Seinen Worten folgen Taten. Und er meint damit auch mich: &bdquo;Ich habe dich lieb.&ldquo;<br />
Was f&uuml;r ein AHA-Erlebnis!<br />
&nbsp;</p><p><strong>Kennen Sie das Buch Maleachi? Hier eine kurze Einf&uuml;hrung:&nbsp;</strong></p><section class="erf-teaser-card-init" data-url="https://youtu.be/J3Mm5McR0Ak">Buchvideo: Maleachi</section><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pfarrer Jörg Gerhard Muhm</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17236644.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pfarrer Jörg Gerhard Muhm]]></author>
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      <pubDate>Thu, 18 Dec 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Gericht mit Hoffnung]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Sacharja 14,1-11 – ausgelegt von Eduard Friesen.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Sacharja 14,1-11 – ausgelegt von Eduard Friesen.</em><br/>
<h3><strong>1. Luthers Zur&uuml;ckhaltung und der Zugang zum Text</strong></h3><p>Martin Luther schrieb in seiner Vorrede zum Propheten Sacharja (in der Lutherbibel, erstmals 1528 erschienen) &uuml;ber unseren Text Folgendes: &bdquo;Dies Kapitel kann ich nicht verstehen und bin ihm nicht gewachsen; und ich bin nicht sicher, was der Prophet meint.&ldquo;</p><p>Wenn der Reformator und Bibelausleger hier so viel Unschl&uuml;ssigkeit zugibt, ist es auch f&uuml;r mich sinnvoll, bei der Auslegung zur&uuml;ckhaltend zu sein. Gegenteilig habe ich sogar beobachtet, dass viele Auslegungen, die aus solchen Texten Endzeitpl&auml;ne entwickelt haben, samt und sonders von der Geschichte &uuml;berholt wurden: Die Dinge haben sich anders oder gar nicht erf&uuml;llt, als gedacht. Deshalb ist f&uuml;r mich der sicherste Weg, sich zu fragen, was die Erstempf&auml;nger damals unter diesen Aussagen verstanden haben und was Sie und ich heute &uuml;ber Gott und sein Handeln lernen k&ouml;nnen.</p><hr /><h3><strong>2. Bekannte prophetische Motive</strong></h3><p>Zun&auml;chst f&auml;llt auf, dass der Text vollgepackt ist mit Begriffen und Themen, die auch sonst in den Prophetenb&uuml;chern des Alten Testaments vorkommen und den H&ouml;rern aus den Lesungen in den Synagogen bereits bekannt waren. Der &bdquo;Tag des Herrn&ldquo; ist ein Fachbegriff f&uuml;r Gottes Gericht &uuml;ber die V&ouml;lker. Die Belagerung und Eroberung Jerusalems durch seine Feinde, Gottes Eingreifen und Kampf f&uuml;r sein Volk, die Erh&ouml;hung Jerusalems als heiliger Ort und als Endergebnis Gottes universale K&ouml;nigsherrschaft sind bekannte Motive bei Jesaja, Amos, Hesekiel und anderen Propheten.</p><p>Schlie&szlig;lich wird auch das &bdquo;lebendige Wasser&ldquo; in unserem Text erw&auml;hnt. Am ausf&uuml;hrlichsten begegnet uns diese Beschreibung im Buch Hesekiel. Das lebendige Wasser ist Zeichen f&uuml;r Leben in der W&uuml;ste und f&uuml;r ewiges Leben, das sich &uuml;ber die gesamte Sch&ouml;pfung erstreckt. Hier beginnt etwas wahrhaft Neues.</p><p>Dabei erinnert der Autor auch an ein Erdbeben aus den Tagen Usijas, das zwei Jahrhunderte zuvor stattfand. Die Flucht vor dem Erdbeben hat sich tief in das Ged&auml;chtnis des Volkes eingegraben. Dies ist f&uuml;r die Zuh&ouml;rer ein Hinweis auf das endg&uuml;ltige und kraftvolle Handeln Gottes.</p><hr /><h3><strong>3. Gottes Eingreifen und das Gericht</strong></h3><p>Die Feinde Gottes werden als Instrument f&uuml;r sein Gericht beschrieben. Es scheint fast so, als w&uuml;rde es gen&uuml;gen, gottlosen Menschen zu erlauben, ihren eigenen Willen umzusetzen. Dies ist Strafe genug. Das muss be&auml;ngstigend gewesen sein f&uuml;r die damaligen Israeliten. Schlie&szlig;lich kommt Gott aber doch als Retter zu Israel. Er rettet das &uuml;brige Volk. Der Begriff des &bdquo;&Uuml;berrests&ldquo; erscheint mehrmals in der prophetischen Literatur und beschreibt den Teil Israels, der nicht fremde G&ouml;tter angebetet hat, sondern dem Gott Israels die Treue hielt.</p><p>Als Teil der Rettung spaltet Gott den &Ouml;lberg, um so einen Ausweg und ein Versteck f&uuml;r sein Volk zu schaffen. Jedem Israeliten werden hier die Geschichten des Auszugs aus &Auml;gypten und der Teilung des Roten Meeres als Rettung Gottes einfallen.</p><p>Aus heutiger Sicht ist bemerkenswert, dass Gottes Gericht sein Volk Israel nicht ausspart, sondern mit ihm beginnt. Es gibt bei Gott also kein Ansehen der Person.</p><p>Das Gericht wird hier nicht als Vergeltungsma&szlig;nahme Gottes beschrieben, sondern als notwendige Vorstufe der Wiederherstellung der Sch&ouml;pfung in ihren paradiesischen Zustand. Da das B&ouml;se freiwillig von Menschen begangen wurde und sie fr&uuml;here prophetische Warnungen ignorierten, haben sie ihren eigenen Weg gew&auml;hlt. Dieser Weg f&uuml;hrte in eine Zukunft ohne Gott, ohne seine Gebote und ohne die Zukunft, die er f&uuml;r sein Volk und alle Menschen dieser Erde vorbereitet hat.</p><p>Das Leid in dieser Welt kommt zum Teil daher, dass Gott b&ouml;sen Menschen ihren Willen l&auml;sst. Umgekehrt kann eine heile Welt ohne Leid und &Uuml;bel nicht mit solchen Menschen existieren. Das Gerichtshandeln Gottes ist notwendig, um das Leid, das diese Menschen &uuml;ber andere bringen, zu beenden und eine neue heile Welt zu schaffen.</p><hr /><h3><strong>4. Orientierung f&uuml;r Israel &ndash; und f&uuml;r Christen</strong></h3><p>Gott redet hier zu seinem Volk in seiner zeitlichen Dimension und gibt der damaligen Generation eine geistliche Orientierung. Gott sagt ihnen, worauf sie hoffen d&uuml;rfen, wem sie die Treue halten sollen und welcher Weg sich am Ende lohnen wird. Gott tut dies mit Bildern aus dem Erfahrungshorizont der damaligen H&ouml;rer. Das endg&uuml;ltige Weltgericht ist als solches noch nicht eingetreten &ndash; das ist uns heute klar. Und trotzdem war diese Botschaft f&uuml;r die Generation damals wie f&uuml;r jede Generation eine Orientierung f&uuml;r ihr eigenes Leben. Dass sich solch eine Botschaft nicht sofort oder in einem einzelnen Ereignis erf&uuml;llt, ist ein Merkmal endzeitlicher Rede. Das kenne ich von anderen Prophetien. Die Lektion f&uuml;r die H&ouml;rer ist aber klar und in Anbetracht der endzeitlichen Ereignisse auch wichtig und glaubhaft. Der Text gibt den H&ouml;rern also den gr&ouml;&szlig;eren theologischen Zusammenhang mit, um das Gewicht der Aufforderung und Ermutigung zu st&auml;rken.</p><p>F&uuml;r uns als Christen, die aus dem Neuen Testament sch&ouml;pfen, finde ich bemerkenswert, dass kosmische Ereignisse wie das Erdbeben und die Sonnenfinsternis bei der Kreuzigung&nbsp;Jesu beschrieben werden. Hier hat Gott prophetische Beschreibungen zur Erf&uuml;llung gebracht, um sichtbar zu machen, dass hier das Gericht stattfindet. Hier wird S&uuml;nde vernichtet, Schuld weggetan und ein neues, befreites Leben geschenkt. Damit ist angezeigt, dass wir als Christen bei den d&uuml;stersten Prophezeiungen der Bibel eine feste Orientierung haben: Jesus Christus hat am Kreuz auf Golgatha die Folgen menschlicher S&uuml;nde getragen und aufgel&ouml;st. Er hat das Weltgericht f&uuml;r die, die an ihn glauben, vorweggenommen. Gott hat die Schuld auf seinen Sohn Jesus gelegt und dies durch die Sonnenfinsternis und das Erdbeben sichtbar gemacht.</p><p>Johannes 5,24: &bdquo;Wer mein Wort h&ouml;rt und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.&ldquo;</p><p>Dazu passt auch, dass Jesus selbst das Bild des lebendigen Wassers im Gespr&auml;ch mit der Frau in Samaria am Brunnen genutzt hat. Er sagte, dass er es ist, der lebendiges Wasser geben kann, das ewiges Leben schenkt. Jesus erf&uuml;llt auch hier die Vorhersage Sacharjas.</p><p>Welch ein Privileg, dass wir als Christen einige dieser endzeitlichen Geschenke jetzt schon annehmen und genie&szlig;en k&ouml;nnen.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Eduard Friesen</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17235897.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Eduard Friesen]]></author>
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      <pubDate>Wed, 17 Dec 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Eine Maus unter Elefanten]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Sacharja 12,9-13,1 – ausgelegt von Günther Röhm.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Sacharja 12,9-13,1 – ausgelegt von Günther Röhm.</em><br/>
<h3><strong>1. Wenn Elefanten tanzen &ndash; Israel in der Bedr&auml;ngnis</strong></h3><p>Was geschieht mit einer Maus, wenn Elefanten tanzen?&nbsp;Vor dieser Frage steht das Volk Israel zur Zeit des Propheten Sacharja.<br />
Israel &ndash; eingezw&auml;ngt zwischen den &bdquo;Elefanten&ldquo;, den damaligen Gro&szlig;m&auml;chten Assyrien im Norden, Babylon im Osten, &Auml;gypten im S&uuml;den. Im Westen liegt das Mittelmeer. Am Horizont sind Kriegswolken aufgezogen, und die Gro&szlig;m&auml;chte haben ihren Kriegstanz begonnen. Die kleine Maus Israel ist unter die R&auml;der gekommen.&nbsp;Aus die Maus!</p><p>Jerusalem, die Hauptstadt, und der Tempel sind zerst&ouml;rt. Das politische und religi&ouml;se Zentrum ist dem Erdboden gleichgemacht! Damit ist auch der Glaube an Gott&nbsp;ersch&uuml;ttert. Die einzelnen Menschen sehen keinen Sinn mehr in ihrem Dasein.</p><p>Also:<br />
Aus die Maus mit der Politik.<br />
Aus die Maus mit der Religion.<br />
Aus die Maus mit dem Glauben.<br />
Alles, was Israel ausgezeichnet hat, ist weg. Die Bev&ouml;lkerung ist nach Babylon verschleppt. Das Land wird von fremden Menschen aus anderen V&ouml;lkern besiedelt. Israel hat eine Niederlage, eine Pleite ohne Gleichen erlebt.</p><p>Wer eine Niederlage, eine Pleite erlebt hat, der betet vielleicht noch vorwurfsvoll: &bdquo;Herr, w&auml;rest du hier gewesen, dann&hellip;&ldquo; (Johannes 11,21.32). Aber jetzt ist alles gestorben. Alles ist aus! Es ist vorbei!</p><p>Solche Niederlagen und Pleiten hinterlassen ihre Spuren im Kopf und auch im Herz.&nbsp;In den K&ouml;pfen und Herzen der Israeliten setzen sich Gedanken fest:</p><ul><li>Der Gott unserer V&auml;ter hat uns im Stich gelassen!</li><li>Die G&ouml;tter der anderen V&ouml;lker sind st&auml;rker als unser Gott!</li><li>Wir haben uns auf Gott verlassen &ndash; und wir sind verlassen!</li><li>Herr, w&auml;rest du hier gewesen, dann&hellip;</li></ul><p>Sie ziehen frustriert das Fazit: Es lohnt sich nicht, auf Gott zu vertrauen. Gott kannst du abhaken! Das ist alles nur Einbildung!<br />
&nbsp;</p><h3><strong>2. Ein neuer Anfang &ndash; Gottes Eingreifen durch Sacharja</strong></h3><p>So &auml;hnlich denken die Israeliten in der Gefangenschaft in Babylon. Inzwischen sind 70 Jahre vergangen. Die nachgewachsenen Generationen haben stillschweigend diese Denkweise &uuml;bernommen: Es lohnt sich nicht, auf Gott zu vertrauen. Gott kannst du abhaken &ndash; alles nur Einbildung!</p><p>Einer von denen, die auch ohne den alten Gottesglauben herangewachsen sind, ist der Prophet Sacharja. Jetzt erlebt Sacharja, dass sich dieser Gott, mit dem keiner mehr rechnet, den die allermeisten abgehakt haben, bei ihm meldet. Gott offenbart sich ihm. Gott beruft ihn zum Propheten. Sacharja darf eine neue Heilszeit f&uuml;r das Gottesvolk Israel sehen.</p><p>Er h&ouml;rt das Wort Gottes:&nbsp;<br />
&bdquo;Und zu der Zeit werde ich darauf bedacht sein, alle V&ouml;lker zu vertilgen, die gegen Jerusalem gezogen sind.&ldquo; (Vers 9)</p><p>In Vers 2 in Kapitel 12 sagt Gott:<br />
&bdquo;Siehe, ich will Jerusalem zum Taumelbecher zurichten f&uuml;r alle V&ouml;lker ringsumher&hellip;&ldquo;</p><p>Ich verstehe das so: An Israel, an Jerusalem werden die Feinde des Volkes Gottes scheitern. Israel und Jerusalem wird &bdquo;zum Taumelbecher&ldquo;, an dem sich die Feinde berauschen und ihren Tod holen werden.</p><p>Dann kommt das gro&szlig;e &bdquo;Aber Gottes&ldquo;:<br />
&bdquo;Aber &uuml;ber das Haus David und &uuml;ber die B&uuml;rger Jerusalems will ich ausgie&szlig;en den Geist der Gnade und des Gebets. Und sie werden mich ansehen, den sie durchbohrt haben&hellip;&ldquo; (Vers 10)</p><p>Gott sieht die Maus, die zwischen die tanzenden Elefanten geraten ist. &Uuml;ber dieser &bdquo;Maus&ldquo; soll der Geist der Gnade und des Gebets ausgegossen werden. Mit anderen Worten: Die Israeliten bekommen eine v&ouml;llig neue Sicht f&uuml;r ihre leidvolle Geschichte und ihre augenblickliche Situation.<br />
&nbsp;</p><h3><strong>3. Der Blick auf den Durchbohrten &ndash; Erkenntnis und Umkehr</strong></h3><p>Als Dietrich Bonhoeffer von den Nazis ins Gestapo-Gef&auml;ngnis in Berlin gesteckt wurde, hat er ebenfalls eine neue Sicht f&uuml;r sein bisheriges Leben als Theologe und als Pfarrer bekommen und bekannte: &bdquo;Ich glaube, dass Gott aus allem, auch aus dem B&ouml;sesten, Gutes entstehen lassen kann und will. Daf&uuml;r braucht er Menschen, die sich alle Dinge zum Besten dienen lassen.&ldquo;</p><p>Gott l&auml;sst seinem Volk in dieser b&ouml;sen Situation etwas Gutes entstehen. Er verhei&szlig;t Israel den Geist der Gnade und des Gebets &ndash; und dazu noch eine neue Erkenntnis und damit eine neue Zukunft.</p><p>&bdquo;Sie werden mich ansehen, den sie durchbohrt haben&hellip;&ldquo;</p><p>JesusChristus wurde am Kreuz durchbohrt. Er sagt: &bdquo;Wer mich sieht, sieht den Vater&ldquo; (Johannes 14,9). Durch den Geist der Gnade und des Gebets wird Israel Jesus Christus anders sehen &ndash; n&auml;mlich als &bdquo;Gott von Gott, Licht vom Licht&hellip;&ldquo;. Dann wird Israel ein Licht aufgehen, und sie erkennen Jesus Christus, den sie gekreuzigt und durchstochen haben. Sie erkennen ihn als ihren Messias.</p><p>&bdquo;Zu der Zeit wird gro&szlig;e Klage sein in Jerusalem&hellip;&ldquo;<br />
Es wird keine Klage &uuml;ber ihr Schicksal, sondern eine <strong>Klage der Reue</strong> sein &ndash; von Menschen, die erkennen, was sie in Stolz, Blindheit und Torheit vermasselt haben.</p><p>So &auml;hnlich hat es der verlorene Sohn am Schweinetrog erlebt: &bdquo;Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und sagen: Vater, ich habe ges&uuml;ndigt&hellip;&ldquo; (Lukas 15,18)<br />
&nbsp;</p><h3><strong>4. Zukunft und Hoffnung &ndash; Die Quelle, die reinigt</strong></h3><p>Im Namen Gottes verhei&szlig;t Sacharja Israel und Jerusalem eine Zukunft:</p><p>&bdquo;Der Herr sagt: &rsaquo;An jenem Tag wird in Jerusalem eine Quelle entspringen. Ihr Wasser wird alle S&uuml;nde und Unreinheit abwaschen.&lsaquo;&ldquo;</p><p>&bdquo;An jenem Tag&ldquo;, wenn Israel Jesus Christus erkennt, werden sie auch verstehen, was Jesus auf dem Laubh&uuml;ttenfest gesagt hat (Johannes 7,37&ndash;39):</p><p>&bdquo;Wen da d&uuml;rstet, der komme zu mir und trinke&hellip; von dessen Leib werden Str&ouml;me lebendigen Wassers flie&szlig;en.&ldquo;</p><p>Als Christen warten wir noch auf diesen Tag, an dem Israel Jesus Christus erkennt. Aber wir sehen an Israel, dass Gott die kleine Maus seines Volkes beim Tanz der Elefanten im Auge hat.</p><p>Das tr&ouml;stet auch mich, wenn um mich herum Elefanten tanzen:<br />
&bdquo;Nichts kann uns scheiden von der Liebe Gottes&ldquo; (R&ouml;mer 8,38&ndash;39).</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Günther Röhm</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17234577.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Günther Röhm]]></author>
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      <pubDate>Tue, 16 Dec 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Von Schwertern zu Pflugscharen]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Sacharja 9,9-12 – ausgelegt von Marion Christa Nickel.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Sacharja 9,9-12 – ausgelegt von Marion Christa Nickel.</em><br/>
<h2><strong>1. Sacharja und der historische Hintergrund</strong></h2><p>Der Prophet Sacharja &ndash; dessen Name bedeutet &bdquo;der Herr gedenkt&ldquo; &ndash; ist Prophet in der Zeit der R&uuml;ckwanderung der Gefangenen aus Babel. In den Aufzeichnungen des griechischen Historikers Herodot &uuml;ber den Aufstieg des Perserreichs wird Kyros der Gro&szlig;e als gro&szlig;m&uuml;tiger Herrscher beschrieben. Sein Ruhm und seine Beliebtheit werden sogar an einigen Stellen der Bibel dargestellt, zum Beispiel im 2. Buch Chronik, Kapitel 36, 22.<br />
Kyros entl&auml;sst also das j&uuml;dische Volk aus dem Exil. Die weitreichende prophetische Schau des Sacharja betrifft die Ereignisse, die mit dem Wiederaufbau des Tempels beginnen und mit dem Friedensreich schlie&szlig;en.</p><p>Kein Prophet des Alten Testaments gibt in solcher K&uuml;rze so viele Prophetien &uuml;ber Christus wie Sacharja: &uuml;ber das erste Kommen Christi in Niedrigkeit, &uuml;ber sein Menschsein, seine Gottheit und seine Wiederkunft am Ende der Zeit.</p>

&nbsp;

<h2><strong>2. Die Verhei&szlig;ung des kommenden K&ouml;nigs</strong></h2><p>In Kapitel 9, Vers 9 des Buches Sacharja h&ouml;re ich aus der Lutherbibel die Einf&uuml;hrung des Messias, des Christus. In einer anderen Bibel&uuml;bersetzung kommt noch der Aspekt des Sieges hinzu, dort hei&szlig;t es:<br /><em>&bdquo;Juble laut, Tochter Zion, jauchze, Tochter Jerusalem! Siehe, dein K&ouml;nig kommt zu dir: gerecht und siegreich ist er, dem&uuml;tig und auf einem Esel reitend, und zwar auf einem Fohlen, einem Jungen der Eselin.&ldquo;</em><br />
Dieses Wort soll ein Zeichen f&uuml;r das j&uuml;dische Volk sein, dass Gott nach Zion zur&uuml;ckkehren wird.</p><p>Mit &bdquo;Tochter Zion&ldquo; ist die Stadt Jerusalem gemeint, die sich freuen soll, weil der Sohn Davids, also Christus, als Friedensbringer zu ihr kommt. Jesus, der Sohn Gottes, ist der Friedef&uuml;rst, der Friede zwischen Gott und seinem Volk wirken will. Das ist sein Auftrag f&uuml;r das Volk Israel.<br />
Zion, die gro&szlig;e Stadt des K&ouml;nigs, erfreut die ganze Welt, so lese ich es in Psalm 48, Vers 3.</p><p>Auch der Prophet Jesaja charakterisiert diesen k&uuml;nftigen K&ouml;nig: <em>&bdquo;Denn uns ist ein Kind geboren! Ein Sohn ist uns geschenkt! Er wird die Herrschaft &uuml;bernehmen. Man nennt ihn &sbquo;Wunderbarer Ratgeber&lsquo;, Starker Gott, Ewiger Vater, F&uuml;rst des Friedens.&ldquo;</em> (Jesaja 9,5)</p><p>Mit Blick auf das Neue Testament wird die Geburt dieses Kindes von Johannes dem T&auml;ufer und vom Engel Gabriel angek&uuml;ndigt. Die traditionelle Weihnachtsgeschichte aus dem Lukas&#8209;Evangelium enth&auml;lt diese frohe Botschaft: <em>&bdquo;Und der Engel kam zur Jungfrau Maria mit den Worten: F&uuml;rchte dich nicht, Maria! Du hast Gnade bei Gott gefunden. Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn geb&auml;ren; dem sollst du den Namen Jesus geben.&ldquo;</em> (Lukas 1,30&ndash;31)</p><p>Hier wird die Menschlichkeit des Messias, des Christus, durch die Geburt einer Jungfrau hervorgehoben, w&auml;hrend in den Versen des Jesaja die g&ouml;ttliche Natur Jesu Christi offenbart wird. Mit dieser Ank&uuml;ndigung verspricht Gott, dass der Thron Davids wieder eingesetzt wird.<br />
&nbsp;</p>

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<h2><strong>3. Friedensreich und g&ouml;ttliche Herrschaft</strong></h2><p>Im Lukas&#8209;Evangelium, Kapitel 2,10&ndash;11, lese ich:&bdquo;<em>Und zu den Hirten auf dem Felde sprach der Engel: &sbquo;F&uuml;rchtet euch nicht! Denn siehe, ich verk&uuml;ndige euch gro&szlig;e Freude, die f&uuml;r das ganze Volk sein wird. Denn euch ist heute ein Retter geboren, der ist Christus, der Herr, in Davids Stadt.&lsquo;&ldquo;</em></p><p>Zur&uuml;ck zu Sacharja: Vers 10 ist eine Prophetie und spricht von der Allmacht Gottes und von der Wiederkunft Jesu Christi:<br />
&bdquo;Denn ich will die Wagen vernichten in Ephraim und die Rosse in Jerusalem, und der Kriegsbogen soll zerbrochen werden. Denn er wird Frieden gebieten den V&ouml;lkern, und seine Herrschaft wird sein von einem Meer bis zum andern und vom Strom bis an die Enden der Erde.&ldquo;</p><p>Auch der Prophet Jesaja weist darauf hin (Kapitel 2,4): <em>&bdquo;Und er wird richten unter den Nationen und zurechtweisen viele V&ouml;lker. Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen machen und ihre Spie&szlig;e zu Sicheln.&ldquo;</em><br />
Die Pflugscharen sind ein Bild f&uuml;r den Weg vom Krieg zum Frieden.</p><p>Die Herrschaft Jesu Christi wird nicht durch Blutvergie&szlig;en gekennzeichnet sein. Er wird ein Friedensreich aufrichten und die Kriegswaffen vernichten oder umwandeln. Der Ausspruch &bdquo;von Meer zu Meer&ldquo; bezeichnet die Ausdehnung vom Toten Meer bis zum Mittelmeer.<br />
&nbsp;</p>

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<h2><strong>4. Der neue Bund und die Hoffnung auf Erl&ouml;sung</strong></h2><p>Durch diese Ank&uuml;ndigung schenkt Gott Israel Hoffnung auf Vers&ouml;hnung &ndash; ein Ruf zur Umkehr hin zu Gott und eine Zusage seiner F&uuml;rsorge. Doch diese Ank&uuml;ndigung gilt nicht nur dem j&uuml;dischen Volk. Sie ist ein Symbol f&uuml;r alle Menschen, die dem Evangelium des Herrn Jesus glauben.</p><p>Jesus spricht in Matth&auml;us 11,28: <em>&bdquo;Kommt her zu mir, alle, die ihr m&uuml;hselig und beladen seid; ich will euch erquicken.&ldquo;</em><br />
Die menschliche Gesellschaft kann vieles, doch sie kann sich nicht selbst von der Schuld vor Gott befreien. Nur pers&ouml;nliche Bu&szlig;e, R&uuml;ckkehr zu Gott und der Glaube an Jesus Christus f&uuml;hren zur Erl&ouml;sung.<br />
Glauben bedeutet, Gott zu vertrauen.</p><p>In Vers 11 des Buches Sacharja lese ich: <em>&bdquo;Auch lasse ich um des Blutes deines Bundes willen deine Gefangenen frei aus der Grube in der kein Wasser ist.&ldquo; </em>Und im Vers 12 verspricht Gott, &bdquo;das Doppelte&ldquo; zur&uuml;ckzugeben.</p><p>Sacharja spricht hier vom Bund mit David und seiner ewig andauernden Dynastie; dar&uuml;ber hinaus prophetisch vom Sohn Gottes, Jesus Christus, und dem neuen Bund in seinem Blut durch das Kreuz.<br />
Die Gefangenen in der wasserlosen Grube erinnern an die Gefangenschaft von Josef und Jeremia. Sie wurden schuldlos in eine Zisterne geworfen. Doch niemand hat diese Tiefe der Finsternis so durchlitten wie Jesus, der die S&uuml;nde der ganzen Welt auf sich nahm.</p><p>Mit &bdquo;Grube&ldquo; bezeichnet die Bibel das Totenreich oder eine v&ouml;llig ausweglose Situation. Doch durch die Auferstehung Jesu Christi schenkt Gott den Menschen Hoffnung und einen neuen Weg f&uuml;r ihr Leben.</p><p>In Apostelgeschichte 4,12 spricht der Apostel Petrus: <em>&bdquo;Und in keinem andern ist das Heil; denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden.&ldquo;</em><br />
Der Glaube verbunden mit Bu&szlig;e und Umkehr ist der Weg, durch den ein Mensch Erl&ouml;sung und Schuldvergebung durch das Blut Jesu erh&auml;lt. Glaube stellt sich ein, wenn man beim Lesen der Bibel &uuml;ber Gottes Wort nachdenkt und es verinnerlicht.</p><p>Es geht also darum, Jesus, den Friedensbringer, ins Leben aufzunehmen und ihn zu bekennen. So leuchtet Weihnachten in neuem Glanz und erf&uuml;llt die Herzen mit Licht und dem Heiligen Geist.</p><p><br /><strong>Sie m&ouml;chten mehr wissen &uuml;ber die Bibel und den christlichen Glauben? &ndash;&nbsp;Fragen Sie Nikodemus.AI:</strong></p><p><img alt="Nikodemus.AI" height="224" src="https://www.erf.de/data/files/content.sources.r.erfplus.bibelheute/1113918.jpg" width="1024" /></p><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Marion Christa Nickel</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17233832.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Marion Christa Nickel]]></author>
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      <pubDate>Mon, 15 Dec 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Vom Großen im Kleinen und Kleinen im Großen]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Lukas 1,46-55 – ausgelegt von Cornelia Gellermann.]]></description>
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<h2><strong>Advent &ndash; Sehnsucht nach Verbundenheit</strong></h2><p>Adventszeit &ndash; Warten auf Weihnachten. Das bedeutet f&uuml;r die meisten auch Vorbereitung auf das gro&szlig;e Fest der Familie. Wie sch&ouml;n ist es, sich zu sehen, Zeit f&uuml;reinander zu haben, miteinander zu essen, sich auszutauschen. Wie sch&ouml;n, verwoben zu sein in einem Netz von Beziehungen. Eingebunden zu sein in eine gemeinsame Geschichte. Alles nur Klischee? Ja, ich wei&szlig;, die Realit&auml;t sieht in so mancher Familie anders aus. Aber warum haben wir solche Ideale im Kopf? Psychologisch ist erwiesen: Einen Platz in etwas Gr&ouml;&szlig;erem haben, sozial verbunden sein, sich einbringen f&uuml;r ein gemeinsames Ziel. Das alles sind Grundbed&uuml;rfnisse des Menschen. Sind sie erf&uuml;llt, erfahren Menschen ein tiefes Gef&uuml;hl von Sinn. Und das macht froh!<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Marias besondere Adventszeit</strong></h2><p>Nun werfe ich einen Blick auf Maria. Was geschieht denn im Vorfeld des heutigen Textes? Nach Klischee sieht das nicht aus: Zuerst der Engel Gabriel mit der Nachricht, Maria werde ein Kind bekommen. Jetzt, wo sie doch noch gar nicht mit Josef verheiratet ist. Wie das? Es soll vom Heiligen Geist gezeugt werden und der Sohn Gottes sein. Das ist auch f&uuml;r Maria eine au&szlig;ergew&ouml;hnliche Nachricht! Als fromme J&uuml;din willigt sie in den Plan des H&ouml;chsten ein. Der Sch&ouml;pfer aller Dinge setzt sich einfach mal eben &uuml;ber seine Naturgesetze hinweg &ndash; und tut ein Wunder! Maria ist tats&auml;chlich schwanger! Sie erlebt eine sehr pers&ouml;nliche Adventszeit &ndash; die Wartezeit auf die Ankunft ihres Sohnes, des Messias.</p><p>Wahrscheinlich gehen ihr auch solche Gedanken durch den Kopf: Wie wird meine Familie reagieren? Was wird nun aus unserer Hochzeit? Werden mich die Nazarener ausgrenzen? Alles etwas viel f&uuml;r die junge Frau! Maria sucht erst mal das Weite Richtung Jerusalem. Sie nimmt den tagelangen Marsch auf sich zu ihrer Cousine Elisabeth. Auch sie ist schwanger. Ihr Kind wird als <em>Johannes der T&auml;ufer</em> dem Messias vorangehen. Welch eigent&uuml;mliche Verbindung weit &uuml;ber Blutsbande hinaus! Bei der Ankunft Marias h&uuml;pft Johannes im Bauch seiner Mutter. Und Elisabeth best&auml;tigt, was der Engel Gabriel Maria bereits gesagt hat. Damit hat sie wahrscheinlich nicht gerechnet. Und so platzt es jetzt aus Maria heraus: Sie singt Gott ein Loblied, das als <em>Magnificat</em> in die Kirchengeschichte eingehen wird.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Der Gro&szlig;e im Kleinen</strong></h2><p>Sie sch&auml;umt &uuml;ber vor Freude, ist tief ber&uuml;hrt davon, dass Gott sie erw&auml;hlt hat zur Mutter des Messias: eine junge Frau aus einfachen Verh&auml;ltnissen. Kein Glanz und Gloria, kein Besitz und keine hervorstechende Bildung. Aber &ndash; eine Herzenshaltung, die Gott segnet. Gottesf&uuml;rchtig erkennt sie: Er hat mich nicht berufen, weil ich so gro&szlig;artig bin. Nein, Gott hat mich in seiner Barmherzigkeit auserw&auml;hlt. Der Gro&szlig;e im Kleinen. Der Messias in Marias Bauch. Der G&ouml;ttliche kommt ins Menschliche. Jesus wird ins Schlichte hineingeboren, nicht in Protz und Prunk. Da deutet sich schon an, dass Gottes Werte ganz andere sind als die menschlichen. Er dreht die Vorzeichen um.</p><p>Maria kennt die Geschichte ihres Volkes Israel gut. Von Abraham an hat Gott immer wieder seine Finger im Spiel. Hat geholfen, ermahnt, vergeben, herausgerettet. Aber die Erf&uuml;llung der ganz gro&szlig;en Prophezeiung steht noch aus: Seit fast 1000 Jahren sehnt sich das Volk nach dem Messias, seinem Erl&ouml;ser. In ihm liegt alle Hoffnung auf soziale Gerechtigkeit. Dann wird er die Machtverh&auml;ltnisse umdrehen, wird die Hohen erniedrigen und die Niedrigen erh&ouml;hen. Diese Vision hat Maria vor Augen. Und sie darf diesen Erl&ouml;ser Israels zur Welt bringen. Als Mutter des Messias in die Geschichte eingehen. Die &bdquo;niedrige Magd&ldquo; ist eingebunden in die Geschichte ihres Volkes, in den Plan Gottes. Die Kleine als Teil im Gro&szlig;en. Welch eine Dimension! Froh und dankbar singt Maria ihr Loblied.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Berufung heute &ndash; Der Funke Marias</strong></h2><p>Lasse ich mich von Maria anstecken? Springt Marias Funke auf mich &uuml;ber? Nun, Marias Berufung ist einzigartig. Die Empf&auml;ngnis Jesu, die Mutter des Messias zu sein, ist einmalig. Aber ihre Geschichte gibt mir zu denken: Seit dem ersten Pfingsten im NT legt Gott in die Nachfolger Jesu auch jemanden hinein: den Heiligen Geist. Diese Zusage habe ich als Christin. Und dieser Geist will in mir wirken, mich nach und nach positiv ver&auml;ndern. Die Fr&uuml;chte des Geistes (Gal. 5,22&ndash;26) sollen in mir heranwachsen: Liebe, Freude, Friede, Geduld usw. Alles, was Gott von mir m&ouml;chte, legt er letztlich selbst in mich hinein. Wie gut!</p><p>Was Gott schenkt, ist selten zum reinen Selbstzweck. Marias Sohn Jesus kommt letztlich f&uuml;r alle Menschen in die Welt. So sollen auch die Fr&uuml;chte in mir nach au&szlig;en dringen. Der Geist will durch mich hindurchflie&szlig;en in mein Umfeld: zu meiner Familie, zu Freunden, Nachbarn, Kollegen. Eben &uuml;berall hin, wo ich lebe und webe. So darf ich etwas von Christus in die Welt bringen. Das ist meine Berufung als Christin. &bdquo;Wir haben einen Schatz in irdenen Gef&auml;&szlig;en&ldquo;, beschreibt der Apostel Paulus es sp&auml;ter (2. Korinther 4,7). Ja, Gott m&ouml;chte das Evangelium durch zerbrechliche, begrenzte Menschen ausbreiten. Dabei wird seine Kraft besonders deutlich.</p><p>Gerade wenn ich an meine Grenzen komme, meine Schw&auml;che erkenne wie Maria, kann sich Gottes Wirken umso deutlicher zeigen. Das habe ich schon mehrfach erlebt. Dann wirkt der Heilige Geist auch schon mal kleine &bdquo;Alltagswunder&ldquo;. Situationen, die ich so nicht h&auml;tte planen oder machen k&ouml;nnen. F&uuml;r mich ein Zeichen, da hat noch jemand anderes seine Finger im Spiel. &Uuml;ber meinen Alltag hinaus hat Gott das gro&szlig;e Ganze im Blick. Als Jesu Nachfolgerin darf ich mitbauen am Reich Gottes. Eingebunden in seine Familie, als ein Glied an seinem weltweiten Leib Christi. Und auch eingebunden in seinen zeitlichen Spannungsbogen, in die Geschichte Gottes mit den Menschen.</p><p>Am Ende der Zeit, in Gottes neuer Welt, wird sich dann auch Marias Vision komplett erf&uuml;llen: Gott dreht die weltlichen Werte um, soziale Gerechtigkeit, ja, Seligkeit (Offb. 21,4). Da kann ich nur staunen! Dankbar und froh stimme ich mit Maria ein: Wie gro&szlig;artig! Magnificat! <em>&bdquo;Meine Seele erhebt den Herrn, und mein Geist freut sich Gottes, meines Heilandes.&rdquo;</em> (Lukas 1,46&ndash;47) Haben Sie eine gesegnete Adventszeit &ndash; vielleicht auch mit Marias Lied auf den Lippen.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Cornelia Gellermann</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17232578.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Cornelia Gellermann]]></author>
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      <pubDate>Sun, 14 Dec 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Vom Fasten zum Fest]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Sacharja 8,14-23 – ausgelegt von Edgar Schwarz.]]></description>
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<h2><strong>1. Advent &ndash; Erinnerung und Erwartung</strong></h2><p>Morgen feiern wir den dritten Advent. Doch was feiern wir eigentlich? Viele wissen vielleicht noch: Die Adventszeit ist die Vorbereitungszeit auf das Weihnachtsfest. Im Advent sehen Christen zur&uuml;ck auf die Ankunft des Herrn Jesus, wie sie uns in der Bibel als &bdquo;Weihnachtsgeschichte&ldquo; &uuml;berliefert ist. Als Christen sehen wir aber auch voraus auf die Ankunft des Herrn als Herrscher dieser Welt und Vollender des Reiches Gottes. Sind das heute noch Gr&uuml;nde zum Feiern? Wo l&ouml;st die Botschaft vom Kommen Jesu noch <strong>Freude</strong> aus?</p><p>So erging es wohl auch dem Volk Israel. Die Zeit der Gefangenschaft in Babylon ist vorbei. Zwanzig Jahre sind sie wieder in ihrer Heimat. Sie feiern die Feste, doch Freude kann nicht aufkommen. Der Wiederaufbau der verw&uuml;steten Stadt Jerusalem und des v&ouml;llig zerst&ouml;rten Tempels war mit viel M&uuml;he und Entbehrungen verbunden. So wurde das Volk mutlos, und die Arbeiten am Tempel kamen zum Erliegen. In dieser Situation trat Sacharja auf, ein Prophet, der mit R&uuml;ckkehrern aus Babylon gekommen war. Seine von Gott gegebene Botschaft stiftet Trost und Hoffnung. <em>&bdquo;F&uuml;rchtet euch nicht!&ldquo;,</em> darf er seinem Volk sagen. Im Vers 13 hei&szlig;t es sogar: <em>&bdquo;F&uuml;rchtet euch nur nicht und st&auml;rkt eure H&auml;nde!&ldquo;</em> Das bedeutet: &bdquo;Seid nicht mutlos! Macht weiter! Baut weiter in Jerusalem und an seinem Tempel! Es gibt Hoffnung und Zukunft! Gott hat Gro&szlig;es vor!&ldquo;<br />
&nbsp;</p><h2><strong>2. Gottes Zusagen an sein Volk</strong></h2><p><strong>Gott</strong>, der Herr Zebaoth, selbst spricht durch seinen Boten zu seinem Volk. Dieses Volk hat seinen Ursprung in Abraham. Diesem Mann versprach Gott: <em>&bdquo;Deine Nachkommen werden einmal ein gro&szlig;es Volk sein, und durch sie werden alle V&ouml;lker gesegnet werden.&ldquo; </em>Das waren Versprechen gegen jeden &auml;u&szlig;eren Anschein, aber Abraham glaubte dem Herrn.</p><p>Jahrhunderte sp&auml;ter waren Abrahams Nachkommen tats&auml;chlich ein gro&szlig;es Volk geworden. Sie glaubten an Abrahams Gott. Aber Israels Glaube war st&auml;ndig angefochten und umk&auml;mpft. So kam es immer wieder zum G&ouml;tzendienst in Israel. Gott strafte sein Volk daf&uuml;r. Andere V&ouml;lker, die gr&ouml;&szlig;er und m&auml;chtiger waren, plagten Gottes Volk.<br />
Diese Aussage erschreckt mich. Wo hat unser Volk Gott verlassen, und was sind die Folgen?</p><p>Aber Gott steht zu seinen Zusagen, die er schon Abraham gegeben hatte. Und so schickte Gott Propheten, die an seine Verhei&szlig;ungen erinnerten. Einer von ihnen war Sacharja, der dem Volk sagen soll: <em>&bdquo;Ich gedenke wohlzutun dem Hause Juda. F&uuml;rchtet euch nur nicht!&ldquo; </em>Zu dieser Ermutigung muss der Prophet aber ein &bdquo;Aber&ldquo; anf&uuml;gen.</p><hr /><h2><strong>3. Der Ruf zur Umkehr und das menschliche Versagen</strong></h2><p>Zu Taten muss er aufrufen: <em>&bdquo;Redet die Wahrheit, richtet gerecht, schafft Friede, meidet b&ouml;se Gedanken und schw&ouml;rt nicht falsche Eide. Das alles hasst der Herr.&ldquo;</em> Die Ermahnungen fassen die Zehn Gebote kurz zusammen. Hier geht es nicht nur um einzelne sittliche Taten, sondern darum, dass eine Sinnes&auml;nderung &ndash; Bu&szlig;e &ndash; geschieht. Das ganze Leben soll von diesen Worten Gottes bestimmt werden.</p><p>Dass Gottes Gebote gut sind, wird mit Sicherheit auch heute nicht bestritten. Wenn sie eingehalten w&uuml;rden, w&auml;ren Polizei, Sicherungsma&szlig;nahmen und Gerichte &uuml;berfl&uuml;ssig. Aber so ist es eben nicht. Worte des Apostels Paulus fallen mir ein. Im Brief an die Gemeinde in Rom schreibt er: <em>&bdquo;Wollen habe ich wohl, aber das Gute vollbringen kann ich nicht. Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das B&ouml;se, das ich nicht will.&ldquo;</em> Weiter fragt er sich: <em>&bdquo;Wer wird mich aus dieser Gefangenschaft erl&ouml;sen?&ldquo;</em> Doch diese Gewissheit hat er: <em>&bdquo;Dank sei Gott durch Jesus Christus, unsern Herrn.&ldquo;</em><br />
&nbsp;</p>

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<h2><strong>4. Gottes neues Handeln in Christus</strong></h2><p>Damit bin ich wieder beim Wort des Propheten, der sagen darf: &bdquo;Ich, der Gott eurer V&auml;ter, gedenke wohlzutun dem Hause Juda.&ldquo; F&uuml;r uns Christen hat sich diese Zusage mit dem Kommen Jesu erf&uuml;llt. Er, der Sohn Gottes, kam in die Welt. In einem alten Adventslied singe ich: &bdquo;Es kommt der Herr der Herrlichkeit, ein K&ouml;nig aller K&ouml;nigreich, ein Heiland aller Welt zugleich, der Heil und Leben mit sich bringt.&ldquo;</p><p>Ja, mit diesem Jesus ist Neues geworden. So spricht Johannes in seinem Evangelium: <em>&bdquo;Das Gesetz ist durch Mose gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden.&ldquo; </em>Die Gebote Gottes sind damit nicht aufgehoben, doch ich kann sie ganz anders sehen.</p><p>So schreibt der Verfasser des Hebr&auml;erbriefes im Neuen Testament: <em>&bdquo;Siehe, es kommen Tage, spricht der Herr, da will ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund schlie&szlig;en. &hellip; Ich will meine Gesetze in ihren Sinn geben, und in ihr Herz will ich sie schreiben.&ldquo;</em></p><p>M&ouml;glich ist dies, indem Jesus nach dem Willen Gottes in diese Welt kam und seinem Vater in allem gehorsam war. Ja, er hat die Strafe, die ich verdient habe, auf sich genommen. Dort am Kreuz ist er gestorben. Aber er ist auch der Auferstandene. Wenn ich in meinem Leben ihm vertraue, dann gilt: <em>&bdquo;Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.&ldquo;</em> (2. Korinther 5,17)</p><h2><br /><strong>5. Neue Freude, neues Leben, neue Perspektive</strong></h2><p>Das Fasten soll dem Hause Juda zur Freude und Wonne und zu fr&ouml;hlichen Festzeiten werden. Diese gewaltige Botschaft galt dem seufzenden, innerlich zerrissenen Volk. Was sollte durch dieses Wort geschehen? Der Blick der Trauernden sollte einmal hinweg gelenkt werden &ndash; vom Gegenw&auml;rtigen hin zum Kommenden. Daher werden die einstigen Fasttage zu Gedenktagen der Freude gemacht. Denn nicht dem Tode, dem Leben geh&ouml;rt die Zukunft.</p><p>Wie viel mehr gilt das durch Jesus! Nicht das Gericht, sondern die durch ihn erworbene Gerechtigkeit gilt mir. Ist das nicht wirklich Grund zur Freude? &bdquo;Jesus ist kommen, Grund ewiger Freude.&ldquo; Das will ich ganz bewusst singen.</p><p>Kommt es aus dem Herzen, dann wird es ansteckend sein. Dem Volk Israel wird gesagt: Es werden noch V&ouml;lker kommen und B&uuml;rger vieler St&auml;dte, und die B&uuml;rger der einen Stadt werden zur anderen gehen und sagen: Lasst uns gehen, den HERRN anzuflehen und zu suchen den HERRN Zebaoth; wir wollen mit euch gehen, denn wir haben geh&ouml;rt, dass Gott mit euch ist.</p><p>Diese Verhei&szlig;ung hat sich erf&uuml;llt. Ja, Gott l&auml;sst uns immer wieder staunen. Bis zum heutigen Tag l&auml;sst er Wunder geschehen. Dass so viele Menschen zum Herrn Zebaoth gefunden haben, ist ein gro&szlig;es Wunder. Von daher will ich nicht auf die leerer werdenden Kirchen sehen, sondern mich daran freuen, dass Gottes Sache &ndash; wenn auch anders &ndash; weitergeht.</p><p>Heute sind wir es, die Auskunft geben k&ouml;nnen, wenn Fremde uns am Gewand zupfen und nach dem einen wahren Gott fragen. Wir k&ouml;nnen dann antworten: Es ist der Herr Zebaoth, der Gott Abrahams und Israels, der Vater unseres Herrn Jesus Christus. Wer zu ihm ruft, dem wird er antworten, und wer zu ihm kommt, den wird er nicht hinaussto&szlig;en.<br />
&nbsp;</p><p style="text-align:center"><strong>Sie haben Fragen zum christlichen Glauben oder zur Bibel? &ndash;&nbsp;Fragen Sie doch Nikodemus.AI</strong></p><p><img alt="" height="224" src="https://www.erf.de/data/files/content.sources.r.erfplus.bibelheute/1113890.jpg" width="1024" /></p><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Edgar Schwarz</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17231687.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Edgar Schwarz]]></author>
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      <pubDate>Sat, 13 Dec 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Gottes Liebe neu entbrannt]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Sacharja 8,1-13 – ausgelegt von Tobias Vetter.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Sacharja 8,1-13 – ausgelegt von Tobias Vetter.</em><br/>
<h2><strong>1. Winterliche Stimmung und geistliche Sehnsucht</strong></h2><p>Die Natur ist kahl, die Tage werden noch immer k&uuml;rzer, und die Sonnenzeit fehlt mir. Es sind die Tage, in denen ich vieles in Ordnung bringe, aufr&auml;ume und auch mich selbst neu ausrichte: Ist meine geistliche Ausrichtung noch tragf&auml;hig, habe ich Zweifel? Themen, die mir in dieser Jahreszeit mal st&auml;rker, mal weniger begegnen. Ich sehne mich nach Sonne und Licht. Eine solche Situation aus der Zeit um 530 v. Chr. beschreibt unser Bibeltext aus dem Buch Sacharja, Kapitel 8, ganz &auml;hnlich: Das Volk in Israel, die R&uuml;ckkehrer aus Babylonien, sehnen sich so sehr nach der Gottesbegegnung, wie ich mich im Winter nach dem Licht und jedem Sonnenstrahl sehne.</p><p>Drei Farbtupfer &ndash; rote, gr&uuml;ne und gelbe &ndash; habe ich dazu im Text gefunden.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>2. Die rote Farbe: Gottes Liebe und Treue</strong></h2><p>In Rot habe ich Themen gefunden, die Gottes Liebe und Treue beschreiben.<br />
Gott ist die Liebe, und in dieser verzehrenden Liebe ist er treu und gerecht: Nach dem Exil gibt es eine Umkehr- und Gottesdienstbewegung, die anstrebt, Gott wieder ein Haus in Jerusalem zu errichten. Die Sehnsucht im Volk nach Gottesbegegnung ist da, sie wollen die sichtbare N&auml;he Gottes. Seit der W&uuml;stenwanderung ihrer Vorfahren und dem herrlichen Tempelbau unter Salomo war immer die Wohnst&auml;tte Gottes bei seinem Volk. Die Wolken- und Feuers&auml;ule, die Stiftsh&uuml;tte und der Tempel als Schemel seiner F&uuml;&szlig;e waren Zeichen Gottes f&uuml;r seine N&auml;he und F&uuml;rsorge.</p><p>Und dann setzt Sacharja an, indem er viele Aussagen Gottes aneinanderreiht: Allein in Vers 1 die Aussage: Nicht ich &ndash; Sacharja &ndash; rede jetzt zu euch, sondern Gott; das Wort Gottes geschieht &ndash; eine zutiefst theologische Formulierung, die mir immer wieder in der Bibel begegnet. Gott begegnet dem Volk in Sacharjas Botschaft bereits.</p><p>Die Verse 2 und 6&ndash;8 dr&uuml;cken die tiefe Verbundenheit Gottes mit seinem Volk aus. Bei aller Sehnsucht einzelner Menschen: Nichts ist so grunds&auml;tzlich, so lebensnah, wie Gottes eifernde Liebe f&uuml;r sein Volk. Selbst sein Urteil, die Strafe, die Verbannung sind Zeichen Gottes, gepr&auml;gt von der Liebe zu seinem auserw&auml;hlten Volk: Zion und der Tempelberg sind der Kristallisationspunkt seiner Liebe f&uuml;r sein Volk Israel. Denn Gott liebt nicht den Berg, Gott liebt nicht den Tempel: Gott liebt seine auserw&auml;hlten Gesch&ouml;pfe; sie m&ouml;chte er bei sich haben und gibt ihnen daher das Land der Verhei&szlig;ung zur&uuml;ck.</p><p>Ich komme zur&uuml;ck auf meine eigene winterliche, besinnliche Zeit: totes Land, keine Hoffnung, Angst vor der Zukunft, dem Alter und dem Lebensende. Situationen, die Menschen in unterschiedlichen Phasen des Lebens immer wieder begegnen. Und dann solch eine Botschaft: Gottes Liebe brennt f&uuml;r mich, ja f&uuml;r mich als einzelne Person. Die Verhei&szlig;ung des Paradieses gilt mir: Vers 7+8: <em>&bdquo;So spricht der HERR Zebaoth: Siehe, ich will mein Volk retten aus dem Lande gegen Aufgang und aus dem Lande gegen Niedergang der Sonne und will sie heimbringen, dass sie in Jerusalem wohnen. Und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein in Treue und Gerechtigkeit.&ldquo;</em></p><hr /><h2><strong>3. Die gr&uuml;ne Farbe: Gottes Sch&ouml;pfungskraft und Frieden</strong></h2><p>Ich wende mich im n&auml;chsten Teil den gr&uuml;nen Farbtupfern des Bibeltextes zu, den Versen, die von Gottes herrlicher Sch&ouml;pfungskraft erz&auml;hlen.</p><p>Ich m&ouml;chte Ihren Blick auf die Verse 4 und 5 lenken:<br />
Kinder spielen und Alte sitzen gem&uuml;tlich im Caf&eacute; &ndash; ein Bild f&uuml;r eine friedvolle Stadt, das nicht nur auf eine Zeit kurz nach einem Kriegsende oder einer Neusiedlung hindeutet. Das Volk besteht aus alten Menschen, die in Ruhe und Gelassenheit das Ende eines schaffenden Lebens genie&szlig;en k&ouml;nnen: eine ruhige, kultivierte Stadt, nat&uuml;rlich auch ein gepflegter Garten oder Schrebergarten vor der Stadt.</p><p>In einer Zeit nach dem Exil, in zerst&ouml;rter, verwilderter Umgebung, sind solche Pl&auml;tze nicht vorstellbar. Und so wird deutlich, dass die Verhei&szlig;ung auch hier auf die endzeitliche Heilszeit hindeutet, in der die Menschen nicht mehr gegen den Verfall arbeiten, sondern die Fr&uuml;chte ihrer Arbeit sehen k&ouml;nnen. Diese friedvolle Atmosph&auml;re deutet darauf hin: Echter Friede lebt dort, wo Gott Neues schafft, wo Gott mit uns ist: Immanuel.</p><p>Lassen Sie uns also von diesen &bdquo;gr&uuml;nen&ldquo; Bildern unseres Bibeltextes anstacheln: Wo Gutes gelingt, da ist Gott am Werk. Er will, dass unsere alten Menschen in Ruhe und Frieden die &ouml;ffentlichen R&auml;ume genie&szlig;en k&ouml;nnen. Dass wir in einer Zeit leben, die seit 80 Jahren Menschen leben l&auml;sst, die keine Kriegserfahrungen machen mussten. Wollen wir darin die Leistung von Politikern sehen? Oder sollten wir nicht eher Gott daf&uuml;r dankbar sein?<br />
&nbsp;</p><h2><strong>4. Die gelbe Farbe: Gottes Gegenwart und endg&uuml;ltiges Heil</strong></h2><p>Und das f&uuml;hrt mich zu den hellen Lichtstrahlen, die den ganzen Text ausrichten: Die Farbe Gelb dominiert.</p><p>Ganz exemplarisch steht in Vers 3 das Thema, das noch viel ausf&uuml;hrlicher aufgegriffen wird: Gott sagt:<br /><em>&bdquo;ICH KEHRE WIEDER AUF DEN ZION ZUR&Uuml;CK UND WILL IN JERUSALEM WOHNEN.&ldquo;</em></p><p>Erinnern Sie sich kurz an den Beginn der Auslegung: Gott wohnte unter den Israeliten zun&auml;chst in der Feuer- und Wolkens&auml;ule. Hierdurch gab er das Zeichen zum Aufbruch, es war auch das Zeichen des Schutzes und sein Wohnort, sobald in der W&uuml;ste mit der Bundeslade f&uuml;r die zehn Gebote und dem Heiligtum ein Platz geschaffen war, an dem Gott mit den Israeliten zeltete. Es war immer diese Wolke, diese Aura, mit der Gottes N&auml;he verbunden war.</p><p>Als der erste Tempel unter Salomo gebaut worden war, wurde das Allerheiligste die Wohnst&auml;tte Gottes, in der wenigstens der Saum Gottes &bdquo;Platz&ldquo; hatte. Von hier aus wurde diese N&auml;he Gottes immer ins Volk hineingetragen, indem der Hohepriester einmal j&auml;hrlich die S&uuml;ndenvergebung zusprechen durfte. Und wie schlimm muss es gewesen sein, als der Prophet Hesekiel schrieb, dass die <strong>Herrlichkeit</strong> Gottes den Tempel verl&auml;sst. Der Herr ist nicht mehr f&uuml;r sein Volk zu erreichen. Gott hat sich zur&uuml;ckgezogen, und das Volk wird sich selbst, seinen Feinden und den V&ouml;lkern &uuml;berlassen (Hesekiel 10,4+18; Hesekiel 11,22f).</p><p>Was w&uuml;nscht sich ein frommer Jude mehr, was w&uuml;nsche ich mir als Christ mehr, als dass Gott selbst wieder Wohnung bei mir nimmt?</p><p>Gott selbst feiert diese neue Wohnung in Ausdr&uuml;cken wie: neue Sch&ouml;pfung, neue Perspektive, neue Wort-Sch&ouml;pfung. Sie bezeichnen Gottes Verhei&szlig;ung, den Zion zum heiligen Berg zu machen, Jerusalem zur treuen Stadt. Weder der nachexilische Tempel noch der herodianische Tempel sch&ouml;pfen die Erf&uuml;llung dieser Gottesbotschaft aus.</p><p>Deshalb habe ich den Glauben, die Hoffnung und die Liebe Gottes in der Person <strong>Jesus</strong>: Dieser Tempel wurde eingerissen am Kreuz von Golgatha, in drei Tagen aufgebaut bei Jesu Auferstehung und kommt wieder in einer Herrlichkeit, die Johannes in der Offenbarung geschildert hat.</p><p>Deshalb lassen Sie uns als Kinder Gottes leben: Gott wendet sich uns zu, er ist der treue, gn&auml;dige und erbarmende Gott. Rechnen Sie mit seiner Gegenwart im Leben, feiern Sie begeisterte Gottesdienste, die Sie ver&auml;ndern &ndash;<br /><strong>WEIL GOTT DA IST &ndash; WEIL GOTT MIT IHNEN IST &ndash; IMMANUEL!</strong></p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Tobias Vetter</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17230935.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Tobias Vetter]]></author>
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      <pubDate>Fri, 12 Dec 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Fasten – wozu eigentlich?]]></title>
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<h2><strong>Historische Einordnung</strong></h2><p>Gleich zu Anfang unseres Kapitels gibt Sacharja eine genaue Zeitangabe. Diese ausf&uuml;hrliche Einleitung zeigt auf: Gottes Propheten sprechen zun&auml;chst in eine bestimmte Zeit. Sie sagen etwas zu einer aktuellen Sache. Es geht ums Fasten. Beim Bu&szlig;- + Bettag. Bu&szlig;- und Bettag, ein Feiertag? Ja, bis 1994 war der Bu&szlig;- und Bettag ein offizieller Feiertag in ganz Deutschland. 1995 wurde der Bu&szlig;- und Bettag abgeschafft. Er fiel der Pflegeversicherung zum Opfer. Au&szlig;er in Sachsen.</p><p>Zur Zeit des Propheten Sacharjas war Darius, oder auch Dareios genannt, Gro&szlig;k&ouml;nig des Perser-Reiches. Vielleicht kennt jemand dieses Persische Reich noch aus dem Geschichtsunterricht? Erinnern Sie sich an den heldenhaften und sagenumwobenen Befreiungskampf der Griechen? Eine Koalition griechischer Stadtstaaten stoppte die Eroberungen der Perser: Athen, Eretria, Milet und nicht zuletzt Sparta. Dieser machthungrige Darios I. steckte damals hinter der Bedr&auml;ngnis der Griechen.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Der historische Fastentag</strong></h2><p>Dies kommt mir in Erinnerung, wenn ich die Angaben von Sacharja im Kapitel 7 lese. Darius der Gro&szlig;e. In seinem 4. Regierungsjahr. Im Monat Kislew. 522 v. Chr. trat der K&ouml;nig von Persien seine Regierung an. Somit sind wir im Winter des Jahres 518 v. Chr. Der Fastentag stammt aus dem Jahr 587, also 69 Jahre davor. Damals wurde Jerusalem vom Eroberer Nebukadnezar aus Babylon vernichtet. Die Menschen von Bethel hielten die Erinnerung daran wach. Geschichtlich war es der 10. August 587 v. Chr. &ndash; neben anderen Datierungsm&ouml;glichkeiten. Die Bewohner Bethels hielten also diesen Fastentag fast 70 Jahre aufrecht. Jetzt will die Bev&ouml;lkerung wissen: &bdquo;Wie lange sollen wir noch diesen Feiertag halten?!&ldquo; Gegenfrage: &bdquo;Wer hat diesen Tag festgelegt? Auf wen geht eure Tradition eigentlich zur&uuml;ck? F&uuml;r wen habt ihr gefastet? F&uuml;r Gott oder f&uuml;r euch selbst?&ldquo;<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Weshalb Traditionen?</strong></h2><p>Dies f&uuml;hrt mich zu weiteren &Uuml;berlegungen f&uuml;r uns heute. Was steckt hinter unseren Traditionen und Regeln? Ich frage mich: Will Gott dies und jenes? Und: Macht das Jesus tats&auml;chlich noch Ehre? Oder darf ich diese Gewohnheit verabschieden und &auml;ndern?</p><p>Der Prophet Sacharja zeigt mir eine Spur auf. Diese Spur ist typisch f&uuml;r Gott. Und bereits uralt. Ich formuliere es nochmals als Frage auch an mich: Ist Herkunft und Zielpunkt meiner Regeln und Festtage Gott selbst bzw. ehren sie Gott? Jesus war in dieser Beziehung radikal. Bis hin zur Reinigung des Hauses Gottes. Gottes Feste und Gottes Geb&auml;ude m&uuml;ssen Gottesdienst bleiben. Es sind Anl&auml;sse und Orte, an denen Gott mir begegnen will. Und an denen ich bewusst mit Gott zusammen sein kann. Ich schlie&szlig;e daraus, dass es nicht um das &auml;u&szlig;erliche Erhalten und Festhalten geht. Es muss Sinn machen und Sinn geben.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Jesu Aussagen zum Fasten und zur Orientierung im Leben</strong></h2><p>Ich will bei Jesus abschauen, worauf es wirklich ankommt. Ich greife drei Meinungen von Jesus aus der Bergpredigt heraus. Dabei bleibe ich in der N&auml;he des Themas Fasten. Es sind f&uuml;r mich drei deutliche, herausfordernde und einpr&auml;gsame S&auml;tze von Jesus.</p><p>Die erste Aussage von Jesus betrifft das Fasten: <em>&bdquo;Wenn du aber fastest, so salbe dein Haupt und wasche dein Gesicht, damit du dich nicht vor den Leuten zeigst mit deinem Fasten, sondern vor deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir&rsquo;s vergelten.&ldquo; </em>(Matth&auml;us 6,17&ndash;18) Wenn ich faste, soll ich Gott im Blick haben. Beten und Fasten ist mein Reden mit meinem Gott. Dabei ist es unwichtig, ob die Menschen um mich herum dies sehen. Ich richte mich bei meinen Gebetszeiten an Gott und nicht an Menschen. Ich glaube und habe die Sehnsucht, dass Gott mich sieht und an mir handelt. Daraufhin folgt die F&uuml;rbitte. Ich spreche mit Gott &uuml;ber Menschen, die mir wichtig sind. Das Fasten verst&auml;rkt mein Anliegen. Weil mir etwas auf den Magen schl&auml;gt und mir sehr zu Herzen geht, vergeht mir das Essen. Das sieht Gott sehr wohl. Unauff&auml;llig vor den Menschen kann ich vor meinem himmlischen Vater weinen, heulen, niederfallen, widersprechen, Wut und Zorn zulassen. Das tut gut. Und so darf es sein. Gerade im Hinblick auf die Tagesnachrichten.</p><p>Der zweite Satz von Jesus ist kurz und pr&auml;gnant: &bdquo;<em>Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz!&ldquo;</em> (Matth&auml;us 6,21) Jede und jeder von uns hat seine Wichtigkeiten. Herzensmenschen. Lieblingstiere. Gegenst&auml;nde, an denen sie oder er h&auml;ngt. Liebe kommt aus dem Herzen. Was ich liebe, daran h&auml;ngt sich mein Herz. So ist es bei mir und meiner Frau und unserer Liebe zu unseren beiden T&ouml;chtern. Dabei besteht die Gefahr, dass aus dem Lieben ein Verg&ouml;ttern wird. Klar sind unsere Kinder, Eltern, Ehepartner erstmal das Wichtigste in unserem Leben. Wirklich? Wer hat sie gemacht? Wer hat sie mir anvertraut? Wer hat uns zusammengef&uuml;hrt? Dahinter und dar&uuml;ber, so glaube ich, steht einer mit einer noch gr&ouml;&szlig;eren Liebe. Mein mich liebender, himmlischer Vater hat diese Menschen und mich mit Liebe ausgestattet. Gott hat auch die z&auml;rtliche Anh&auml;nglichkeit meines Haustieres in dieses Tier hineingelegt. Ich verstehe Jesus hier unter anderem so, dass er das 1. Gebot einfordert. <em>&bdquo;Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieb haben von ganzem Herzen, mit deiner ganzen Seele und mit all deiner Kraft!&ldquo; </em>Somit h&auml;ngt das Herz am richtigen Fleck. Und damit habe ich mein Herz am richtigen Fleck.</p><p>Jesus sagt zum dritten: <em>&bdquo;Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.&ldquo;</em> (Matth&auml;us 6,33) Ich komme nochmals zu den Priorit&auml;ten im Leben. Welche Stellung hat etwas in meinem Leben? Das Allermeiste davon ist nicht schlecht. Das Meiste ist gut. Gerade darum k&ouml;nnen sie zu viel Raum einnehmen. Dann verdunkeln meine Dinge, Werte, meine Ausrichtung das Allerwichtigste. So &auml;hnlich wie die schattenspendenden und regenschenkenden Wolken sich vor die Sonne schieben. Wir brauchen Wolken. Sie sind wohltuend. Aber mehr als die Sonne? Sport, ein Glas Wein, Urlaubsreisen, Motorradausfahrten, Konzerte haben ihren Stellenwert. In den Augen von Jesus darf nichts von alledem dem Reich Gottes im Weg stehen. Mit der K&ouml;nigsherrschaft Gottes beginnt und schlie&szlig;t das Vaterunser. <em>&bdquo;Dein Reich komme, dein Wille geschehe &hellip; denn dein ist das Reich und die Herrlichkeit &hellip;&ldquo;</em> Demnach beginnt das Reich Gottes bei mir, indem ich will, was Gott will. Ich liebe, was Gott liebhat. So ist ebenfalls der Zielpunkt meines Lebens: Ich m&ouml;chte in das ewige Reich von Jesus. Darauf kommt es an. Jesus und seine K&ouml;nigsherrschaft Gottes sind Nummer eins. Wie es bei Sacharja ebenfalls auf Gott und seine Absicht ankam. Gott begegnet Menschen voller G&uuml;te und Barmherzigkeit. Jeder richte und erweise seinen Geschwistern G&uuml;te und Barmherzigkeit. (Sacharja 7,9)<br />
&nbsp;</p><p><strong>Hintergrundinfos zum Buch Sacharja:</strong></p><section class="erf-teaser-card-init" data-url="https://www.youtube.com/watch?v=_N26FJaOCkE">Buchvideo: Sacharja</section><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Bernhard Maier</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17229293.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Bernhard Maier]]></author>
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      <pubDate>Thu, 11 Dec 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Eine Krone für den Priester]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Sacharja 6,9-15 – ausgelegt von Rolf List.</em><br/>
<h3><strong>1. Zeichen im Tempel und die besondere Kr&ouml;nung</strong></h3><p>Das Sonnenlicht f&auml;llt durch den Torbogen des Tempels. Staub tanzt in den Strahlen. Auf einem Tisch liegen Goldst&uuml;cke und silberne Armreife. Heimkehrer aus Babylon haben sie mitgebracht &ndash; als Zeichen ihrer Dankbarkeit. Menschen dr&auml;ngen sich, manche fl&uuml;stern ein stilles Gebet. Hoffnung ist tastbar.</p><p>Sacharja tritt hervor. Er greift nach den Gaben. Dann spricht er mit fester Stimme: &bdquo;So spricht der HERR der Heerscharen: Nimm das Silber und das Gold, fertige eine Krone &ndash; und setze sie dem Hohepriester Jeschua auf das Haupt.&ldquo;</p><p>Ein Raunen geht durch die Menge. Ein Priester mit einer Krone? Noch nie zuvor gesehen. Doch Sacharja wei&szlig;: Das ist mehr als ein Ritual. Es ist ein Zeichen. Ein Versprechen Gottes. Hier verbindet Gott bewusst beide &Auml;mter als Hinweis auf den &bdquo;Spross&ldquo; &ndash; den kommenden Priesterk&ouml;nig.<br />
&nbsp;</p><h3><strong>2. Der &bdquo;Spross&ldquo; und die Hoffnung Israels</strong></h3><p>Im alten Israel waren die &Auml;mter des K&ouml;nigs und des Hohepriesters streng getrennt. Der K&ouml;nig kam aus dem Stamm Juda, der Priester aus dem Stamm Levi. Normalerweise trug der Hohepriester einen pr&auml;chtigen Turban mit einem goldenen Stirnblech, auf dem eingraviert stand: &bdquo;Heilig dem HERRN&ldquo;. Eine Krone aber geh&ouml;rte auf das Haupt eines K&ouml;nigs. Dass nun der Priester gekr&ouml;nt wird, sprengt bekannte Muster. Es macht aufmerksam: Gott k&uuml;ndigt etwas Neues an.</p><p>Im Judentum gilt diese Szene als Symbol. Sie zeigt: Gott wird eines Tages den Messias senden. Er wird den Tempel vollenden. Er wird als gerechter Herrscher Frieden bringen. Sacharja nennt ihn &bdquo;Spross&ldquo;: &bdquo;Siehe, ein Mann &ndash; Spross ist sein Name&ldquo; (Sacharja 6,12). Wie ein neuer Trieb aus einem scheinbar abgestorbenen Stamm w&auml;chst er hervor. Von ihm hei&szlig;t es: Er wird bauen, er wird tragen, er wird auf dem Thron sitzen &ndash; und Priester sein. K&ouml;nigliche und priesterliche W&uuml;rde ber&uuml;hren sich. Zwischen den beiden &Auml;mtern herrscht &bdquo;Rat des Friedens&ldquo;. Nicht Konkurrenz, sondern Einheit.<br />
&nbsp;</p><h3><strong>3. Erf&uuml;llung der Verhei&szlig;ung in Jesus Christus</strong></h3><p>Christen erkennen in dieser Stelle einen klaren Hinweis auf JesusChristus. Er ist der Messias. Er ist K&ouml;nig und Priester zugleich. Als K&ouml;nig regiert er nicht mit Gewalt, sondern mit Liebe und Gerechtigkeit. Er ist ein K&ouml;nig, der dient. Schon der Name Jeschua &ndash; &bdquo;Der HERR rettet&ldquo; &ndash; weist in diese Richtung. Im Griechischen wird daraus &bdquo;Jesus&ldquo;. Was damals als Verhei&szlig;ung aufleuchtet, nimmt im Neuen Testament Gesicht und Gestalt an.</p><p>Als Priester vermittelt Jesus zwischen Gott und Mensch. Er hat nicht nur Opfer gebracht &ndash; er hat sich selbst geopfert. Ein Opfer, das f&uuml;r alle Zeit gilt. Er tr&auml;gt nicht nur eine goldene Krone, sondern auch die Dornenkrone. Er baut nicht nur einen Tempel aus Steinen, sondern eine lebendige Gemeinde: Menschen, die an ihn glauben.</p><p>Der Hebr&auml;erbrief beschreibt Jesus als &bdquo;gro&szlig;en Hohenpriester, der mitf&uuml;hlen kann mit menschlicher Schwachheit&ldquo; (Hebr&auml;er 4,15). Das bedeutet: Jesus versteht menschliche Gef&uuml;hle. Er kennt Versuchung, Schmerz und Leid. Er wei&szlig;, wie es ist, Angst zu haben oder verraten zu werden. Er kennt Hunger, M&uuml;digkeit und Verzweiflung. Er ist wahrer Mensch. Und doch ist er auch wahrer Gott. Ohne S&uuml;nde. Voller Macht. In ihm ber&uuml;hren sich Himmel und Erde.<br />
&nbsp;</p><h3><strong>4. Hoffnung f&uuml;r heute</strong></h3><p>F&uuml;r mich ist das die zentrale Botschaft des heutigen Bibeltextes: Der Messias wird die beiden entscheidenden &Auml;mter in sich vereinen. Dies bildet die Grundlage f&uuml;r das neutestamentliche Verst&auml;ndnis von Jesus als dem wahren K&ouml;nig und Priester. Christus &ouml;ffnet als Priesterk&ouml;nig den Weg zu Gott f&uuml;r alle.</p><p>Die Botschaft aus Sacharja 6 zeigt, wie Gott aus menschlicher Schw&auml;che Neues schafft, wie er sein Heil voranbringt und alle, die auf ihn vertrauen, zur Beteiligung einl&auml;dt. Wer &bdquo;auf die Stimme des HERRN h&ouml;rt&ldquo;, erf&auml;hrt seine Zusagen als Kraftquelle. Darum k&ouml;nnen Menschen ihre Schuld vor Gott bringen. Jesus tritt f&uuml;r sie ein. Durch ihn gibt es Vergebung und neue Hoffnung. Gleichzeitig ist er der K&ouml;nig, der nicht fern im Himmel sitzt, sondern mitten im Leben wirkt. Er kennt jede Sorge. Er schenkt Halt in Krisen. Er bleibt Herr &uuml;ber alle Dinge.</p><p>Der Hebr&auml;erbrief sagt: &bdquo;Jesus lebt f&uuml;r immer, um f&uuml;r die Seinen einzutreten&ldquo; (Hebr&auml;er 7,25). Das hei&szlig;t: Sein Priesterdienst h&ouml;rt nicht auf. Er betet f&uuml;r Menschen. Er hilft ihnen. Er kennt ihre K&auml;mpfe. Er vergisst niemanden.</p><p>In der Offenbarung wird Jesus &bdquo;K&ouml;nig der K&ouml;nige und Herr der Herren&ldquo; genannt. Das bedeutet: Keine Macht dieser Welt steht &uuml;ber ihm. Kein Herrscher, kein System, keine Krise. Am Ende geh&ouml;rt die Welt ihm &ndash; Jesus.</p><p>Die Krone aus dem heutigen Bibeltext ist deshalb ein starkes Bild. Sie erinnert an das, was kommt: an eine neue Weltordnung. An eine Welt, die nicht mehr von Krieg, Ungerechtigkeit oder Angst bestimmt ist, sondern von Gerechtigkeit, Vers&ouml;hnung und Gottes N&auml;he.</p><p>Die Krone wurde im Tempel aufbewahrt, damit niemand die Verhei&szlig;ung vergisst. Sie war ein Gedenkzeichen &ndash; verbunden mit den Namen derer, die gespendet hatten. Auch das erz&auml;hlt etwas: Gott schreibt die Namen der Menschen in seine Geschichte. Auch heute gilt dieses Versprechen: Gottes Reich ist nicht nur f&uuml;r Israel bestimmt, sondern f&uuml;r alle Menschen. Alle, die durch den Messias, durch Jesus, zu Gott finden.</p><p>Der Prophet Sacharja lebte nach dem babylonischen Exil zu einer Zeit, als das Volk Israel dabei war, den Tempel in Jerusalem wieder aufzubauen. Das Volk Israel stand damals zwischen Vergangenheit und Zukunft: Exil hinter sich, Tempel im Aufbau, Zukunft ungewiss. Auch heute gibt es solche Situationen: &Uuml;berg&auml;nge. Neuanf&auml;nge. Unsicherheit. Wer je in einem Rohbau gestanden hat, kennt dieses Gef&uuml;hl: Man sieht das Ger&uuml;st, den Plan &ndash; aber noch nicht das fertige Zuhause. Genau so f&uuml;hlt sich manchmal das eigene Leben an: noch im Werden, noch nicht vollendet, aber schon von Hoffnung getragen.</p><p>Vielleicht stehen Sie gerade am Beginn eines neuen Lebensabschnitts: der erste Arbeitstag in einer neuen Firma; ein Umzug in eine fremde Stadt; eine schwere Operation, die ansteht; ein Gespr&auml;ch, das schon lange belastet. Vielleicht dr&uuml;ckt die Sorge um die Familie. Oder die Angst, dass das Geld nicht reicht. In solchen Momenten scheint die Zukunft dunkel. Und doch: Gerade dort, wo wir die Grenze sp&uuml;ren, kann die Verhei&szlig;ung hell werden. Jesus ist das Licht der Welt.</p><p>Die Zusage aus Sacharja spricht genau da hinein: Es gibt einen, der gr&ouml;&szlig;er ist als jede Krise. Einen, der mitten in der Unsicherheit Halt schenkt. Er kennt nicht nur menschliche Schw&auml;che, sondern hat auch g&ouml;ttliche Macht. Jesus Christus &ndash; wahrer Mensch und wahrer Gott. Er sieht das Herz. Er versteht Angst und Tr&auml;nen. Gleichzeitig hat er die Macht, T&uuml;ren zu &ouml;ffnen, Wege zu zeigen und Hoffnung zu schenken. Wer auf ihn vertraut, wei&szlig;: Nichts ist verloren. Kein Leid bleibt unbemerkt. Kein Schritt geht ins Leere.</p><p>So wird die Krone aus Silber und Gold zu einem aktuellen Zeichen. Ein Symbol daf&uuml;r, dass Gott auch heute Zukunft schenkt. Eine Zukunft, die getragen ist von seiner N&auml;he, seiner Liebe zu den Menschen, seiner Geborgenheit und G&uuml;te. Und wie die Krone im Tempel sichtbar blieb, d&uuml;rfen alle Menschen Zeichen der Hoffnung sichtbar machen: ein ermutigendes Wort, eine helfende Hand, ein Gebet f&uuml;reinander.</p><p>Vielleicht fragen Sie sich in Ihrem Lebensabschnitt gerade: Wie geht es weiter? Dann gilt Ihnen die Zusage: Gott baut. Gott handelt. Gott setzt Zeichen der Hoffnung. Und er hat mit Ihrem Leben etwas Gutes vor. Jesus geht Ihren Lebensweg mit &ndash; heute, morgen und alle Tage.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Rolf List</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17228142.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Rolf List]]></author>
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      <title><![CDATA[Auftrag trotz Gegenwind]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Sacharja 6,1-8 – ausgelegt von Wolf-Dieter Kretschmer.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Sacharja 6,1-8 – ausgelegt von Wolf-Dieter Kretschmer.</em><br/>
<h2><strong>Geheimnisvolle Botschaften im Buch Sacharja</strong></h2><p>Manche Texte der Bibel vermitteln den Eindruck, dass sie geheimnisvolle Botschaften beinhalten. So geht es mir mit dem heutigen Abschnitt aus dem Buch des Propheten Sacharja.</p><p>Es ist die Zeit um 520 vor Christus. Etwa 18 Jahre zuvor sind die ersten R&uuml;ckkehrer aus dem babylonischen Exil wieder im Land ihrer Vorv&auml;ter eingetroffen. Sie waren unter der F&uuml;hrung von Serubbabel, einem Nachkommen von K&ouml;nig David, und mit der ausdr&uuml;cklichen Unterst&uuml;tzung des persischen K&ouml;nigs Kyros losgezogen.</p><p>Jetzt, etliche Jahre sp&auml;ter, wirken zwei Propheten in Jerusalem und Jud&auml;a. Der eine ist Haggai, der andere ein junger Mann namens Sacharja. Mit ihren Botschaften von Gott unterst&uuml;tzen sie den Statthalter Serubbabel und Priester Jeschua bei deren Vorhaben, den Wiederaufbau des Tempels voranzutreiben.<br />
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<h2><strong>Sacharjas Visionen und ihre Bedeutung</strong></h2><p>Sacharja hat in dieser Zeit acht teils befremdlich anmutende Visionen. In der letzten sieht er vier unterschiedliche Pferdegespanne, die hinter zwei kupfernen Bergen hervorkommen. In den Versen 1 bis 3 beschreibt er sie. Der erste Wagen wird von einem Paar starker, rotbrauner Pferde gezogen. Den zweiten ziehen schwarze Pferde, den dritten wei&szlig;e und das vierte Gespann gescheckte Tiere.</p><p>Alle vier kommen direkt aus der Gegenwart Gottes, erkl&auml;rt ein Engel dem Propheten Sacharja auf dessen Nachfrage und erg&auml;nzt, dass sie die vier Winde des Himmels symbolisieren, also die vier Windrichtungen. Bibelausleger sind sich einig, dass die Winde f&uuml;r Gottes Geist stehen.</p><p>Dem erfahrenen Bibelleser f&auml;llt eine gewisse &Auml;hnlichkeit zu den vier apokalyptischen Reitern aus dem Buch der Offenbarung auf. Die dort erw&auml;hnten Reiter stehen f&uuml;r Gottes Gericht am Ende der Zeiten. Sie werden Verf&uuml;hrung, Kriegsgeschehen, Hungersn&ouml;te und t&ouml;dliche Krankheiten mit sich bringen und das in weltweitem Ma&szlig;stab.</p><p>Anders verh&auml;lt es sich in der Vision von Sacharja. Hier durchqueren die vier Gespanne lediglich die Welt. Die Botschaft ist klar: So wie der Wind &uuml;berall weht, ist Gott gegenw&auml;rtig. Ihm entgeht nichts. Niemand kann seinen Geist aufhalten. Man kann die Pferdegespanne auch als Boten verstehen, die sicherstellen, dass Gottes Wille in dieser Welt geschieht.</p><p>Interessant ist in diesem Zusammenhang eine Bemerkung. In Vers 8 l&auml;sst der Engel Sacharja ausdr&uuml;cklich wissen, dass der Geist Gottes im &raquo;Land des Nordens&laquo; ruht. Was k&ouml;nnte das bedeuten?<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Zwei Deutungen des &bdquo;Landes des Nordens&ldquo;</strong></h2><p>Hier sind zwei Erkl&auml;rungsversuche:</p><p>Aus dem &raquo;Land des Nordens&laquo;, genauer gesagt aus Babylonien, stammte seinerzeit die Bedrohung des Volkes Gottes. Von dort kam das Gericht Gottes &uuml;ber Jerusalem und Jud&auml;a. Jetzt ruht dort der Geist Gottes, sagt der Engel dem Propheten Sacharja. Hei&szlig;t: Im Land Babylon herrscht Friede. Von ihm geht keine Gefahr mehr aus.</p><p>Man kann den Hinweis auf das &raquo;Land des Nordens&laquo; aber auch anders verstehen, denn auch Persien liegt n&ouml;rdlich von Israel. Denkbar w&auml;re demnach auch die Deutung, dass trotz des aktuellen Widerstands der umliegenden Herrscher, vom persischen K&ouml;nig Kyros und dessen Nachfolger K&ouml;nig Darius keine Bedrohung zu erwarten ist.</p><h2><br /><strong>Was will uns der Text heute noch sagen?</strong></h2>

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<p>Was kann ich aus diesem Bibelabschnitt lernen? Und l&auml;sst sich etwas f&uuml;r mein und Ihr Leben ableiten? Dazu einige Gedanken:</p><p><strong>Erstens:</strong> Gott spricht hinein in eine bestimmte gesellschaftliche Situation. Die anf&auml;ngliche Begeisterung der R&uuml;ckkehrer ist verflogen. Der raue Alltag mit seinen Herausforderungen hat sie eingeholt. Zur Lebenswirklichkeit der Juden geh&ouml;rt der t&auml;gliche Anblick des in Tr&uuml;mmern liegenden Jerusalems.</p><p>Hinzu kommt, dass zur Zeit Sacharjas einflussreiche Politiker den R&uuml;ckkehrern aus dem babylonischen Exil feindlich gesinnt sind. Wo immer sie k&ouml;nnen, erschweren sie den Juden das Leben und Arbeiten. Gott ermutigt seine Leute, trotz der Widerst&auml;nde weiterzumachen.</p><p>Wenn Gott mir einen bestimmten Auftrag aufs Herz legt, kann es sein, dass ich es trotzdem mit Schwierigkeiten zu tun bekomme. Wichtig ist dann, dass ich an dem bleibe, was ich als meinen Auftrag erkannt habe.</p><p>Ein <strong>zweiter Gedanke</strong>: Gott ist gegenw&auml;rtig. Daf&uuml;r stehen die vier umherziehenden Pferdegespanne, von denen der Prophet in seiner Vision spricht. Sie erinnern mich daran, dass Gottes Gegenwart sich nicht nur auf meine kleine Lebenswirklichkeit beschr&auml;nkt. So wie der Wind &uuml;berall weht, ist sein Geist allgegenw&auml;rtig. Nichts und niemand entgeht ihm.</p><p>Ich kann also mit Gottes Gegenwart rechnen. Das gilt f&uuml;r die bescheidenen Umst&auml;nde, in denen ich mich gerade befinde, genauso wie f&uuml;r die gro&szlig;en politischen Zusammenh&auml;nge.</p><p><strong>Drittens:</strong> Gott ist nicht Teil dieser Welt. Er ist gr&ouml;&szlig;er, als wir uns Gott vorstellen k&ouml;nnen. Aber &ndash; und das finde ich tr&ouml;stlich &ndash; er mischt sich ein.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Wolf-Dieter Kretschmer</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17226648.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Wolf-Dieter Kretschmer]]></author>
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      <pubDate>Tue, 09 Dec 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Umkehren statt schönreden]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Sacharja 5,1-11 – ausgelegt von Rolf Röhm.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Sacharja 5,1-11 – ausgelegt von Rolf Röhm.</em><br/>
<h2><strong>1. Die Kraft von Bildern</strong></h2><p>Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte! Genau dies haben meine Frau und ich bei unserem letzten Museumsbesuch erlebt. In der Tat, Bilder sprechen ihre eigene Sprache. Sie sind einpr&auml;gsamer und aussagekr&auml;ftiger als mancher noch so wohl formulierte Satz.<br />
Dar&uuml;ber hinaus regen sie unsere Fantasie an und fordern den jeweiligen Betrachter zu eigenst&auml;ndiger Deutung auf. Es ist bemerkenswert, dass das Betrachten derselben Bilder in Menschen oftmals ganz unterschiedliche Emotionen und Reaktionen weckt. Dasselbe Bild &mdash; und doch gab es bei uns beiden unterschiedliche Deutungen von dem, was der Maler auf die Leinwand gebracht hatte.<br />
Dann standen wir vor einem sehr abstrakten Bild; da war es f&uuml;r uns hilfreich, dass der Maler in einem kurzen Text noch den einen oder anderen Hinweis gab, was er als K&uuml;nstler ausdr&uuml;cken wollte. Damit machte er uns auf weitere Details aufmerksam, die wir bislang gar nicht entdeckt hatten. Gerade weil Bilder so vielf&auml;ltig und zeitlos sind, finden wir auch in der Bibel viele Bilder- und Beispielgeschichten.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>2. Die fliegende Schriftrolle</strong></h2><p>In den Bibeltexten der vergangenen Tage wurden uns f&uuml;nf Bilder vor Augen gestellt. Heute sind es zwei weitere, mit denen Gott zun&auml;chst dem Propheten Sacharja, dann aber auch uns Wichtiges zeigen und mitteilen will.<br />
Es ist das Bild einer fliegenden Schriftrolle und das Bild von einem Menschen, einer Frau, die in einem Beh&auml;lter von zwei Engeln durch die L&uuml;fte transportiert wird.</p><p>Doch so wie es bei einem Museumsbesuch hilfreich sein kann, sich auf weniger zu konzentrieren, dieses aber intensiver zu betrachten, so habe ich entschieden, mich heute nur auf das Bild der Schriftrolle zu konzentrieren und hoffe dabei, dass &bdquo;weniger&ldquo; auch f&uuml;r Sie zum Gewinn wird.</p><p>Gerne gebe ich Ihnen weiter, was mir wichtig wurde. Vielleicht ergeben sich f&uuml;r Sie weitere Aspekte, die f&uuml;r Sie von Bedeutung werden &mdash; so wie beim Betrachten eines Bildes.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>3. Blick auf den Bibeltext</strong></h2><p>Wenn hier von einer fliegenden Schriftrolle die Rede ist, entstehen sehr schnell unterschiedlichste Interpretationen dar&uuml;ber, was dieses Bild uns sagen k&ouml;nnte. Damit wir nicht gleich in die falsche Richtung blicken, finde ich es gut, dass es auch hier kl&auml;rende, erkl&auml;rende Worte gibt, die unseren Blick auf das Wesentliche und Wichtige lenken &mdash; auf das, was Gott den Menschen, Ihnen und mir deutlich machen will.</p><p>Das Erste gleich in Vers 1: Dort hei&szlig;t es: &bdquo;Ich hob meine Augen auf &hellip;.&ldquo;<br />
Ja, beim Lesen der Bibel, beim Betrachten von Bibeltexten ist es wichtig, die Augen weit aufzumachen, um zu sehen, was wirklich in dem Text steht. Dann gilt es, die Ohren zu &ouml;ffnen, um zu h&ouml;ren und dar&uuml;ber nachzudenken, was dieses Bild, dieses Gotteswort bedeuten k&ouml;nnte.</p><p>Weil der Prophet Sacharja nicht verstand, was diese fliegende Schriftrolle bedeutet, bekam er eine Erkl&auml;rung. So &auml;hnlich habe auch ich es schon mehrfach erlebt, dass Bibelworte, die mir an einem Tag nicht verst&auml;ndlich waren, mir in anderen Zusammenh&auml;ngen klar wurden und ich verstehen konnte, was <strong>Gott</strong> mir sagen wollte.</p><p>Martin Luther gab dazu einmal den Rat: &bdquo;Wenn ich ein Bibelwort nicht verstehe, dann ziehe ich meinen Hut, gehe weiter &mdash; und komme bei n&auml;chster Gelegenheit wieder vorbei.&ldquo;</p><p>Nun, was sieht der Prophet?<br />
Zun&auml;chst ist es eine normale Schriftrolle, wie sie im Altertum als Dokument genutzt wurde. Doch diese Schriftrolle liegt nicht auf dem Tisch, sondern schwebt, fliegt durch die L&uuml;fte. Sie ist ausgerollt, sodass sie beidseitig und von allen gelesen werden kann.<br />
Dar&uuml;ber hinaus werden ihre Ma&szlig;e genannt: 20 Ellen lang und 10 Ellen breit &mdash; umgerechnet 9 Meter lang und 4,5 Meter breit. Also gute 40 Quadratmeter &mdash; da steht eine ganze Menge drauf.</p><p>Dann erfahren wir, was auf dieser Schriftrolle geschrieben ist. Dieser Inhalt hat es wirklich in sich. Dort steht: <em>&bdquo;Das ist der Fluch, der &uuml;ber Diebe und Meineidige kommt.&ldquo;</em></p><p>F&uuml;r mich &uuml;bertragen beinhaltet die Schriftrolle zum einen Gottes Vorgaben (Gebote), und sie enth&auml;lt gleichzeitig die Anklageschrift und das Urteil, das <strong>Gott</strong> &uuml;ber Diebe und Meineidige gesprochen hat &mdash; also &uuml;ber Menschen, die bewusst die Unwahrheit gesagt haben.<br />
Und sie beinhaltet in ihrer Urteilsverk&uuml;ndigung das Strafma&szlig; f&uuml;r Menschen, die Gottes Gebote bewusst ignorieren, willentlich und wissentlich &uuml;bertreten.</p><p>Wir werden hier an die Gebote erinnert: <em>&bdquo;Du sollst nicht stehlen&ldquo; und &bdquo;Du sollst kein falsches Zeugnis reden wider deinen N&auml;chsten&ldquo;.</em><br />
Die Erkl&auml;rungen von Martin Luther zu den Zehn Geboten (oder im Internet &mdash; &bdquo;10 Gebote mit Erkl&auml;rung&ldquo;) machen die Tragweite von Gottes Anweisungen deutlich. Dabei sind diese Texte in unserer heutigen Gesellschaft durchaus sehr aktuell.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>4. Die Tragweite f&uuml;r unser Leben</strong></h2><p>Denn es geht hier nicht nur um Diebstahl von Geld oder Wertgegenst&auml;nden, wenngleich es heute viele Diebe gibt, die Menschen auf hinterh&auml;ltige Weise bestehlen und berauben &mdash; dabei denke ich auch an Internetbetr&uuml;ger mit ihren fiesen Maschen u.a.<br />
Zum Dieb kann ich aber auch werden, wenn ich in der Firma meine Arbeitszeit verplempere, nicht korrekt arbeite, es z.&#8239;B. im Homeoffice mit den Pausen nicht so genau nehme. Zum Dieb kann ich werden, wenn ich die Idee eines anderen als die meine verkaufe. Zum Dieb kann ich werden, wenn ich bei der Klausur schummle oder an der Scanner-Kasse nicht alle Waren einscanne. Zum Dieb kann ich werden, wenn ich ...<br />
Ja, das Bild vom Diebstahl hat viele Facetten.</p><p>Hier &uuml;berlasse ich es Ihnen, einmal im Spiegel Ihr Lebensbild (vom &bdquo;ehrlichsten und alleraufrechtesten Menschen&ldquo;) anzuschauen.</p><p>Unabh&auml;ngig davon wird in unserem Text Gottes Urteil genannt, das der Volksmund so ausdr&uuml;ckt: &bdquo;Unrecht Gut gedeihet nicht und kommt selten auf den dritten Erben.&ldquo;<br />
Das Gleiche gilt f&uuml;r denjenigen, der einen Meineid schw&ouml;rt. Auch das geht weit &uuml;ber eine bewusste Falschaussage bei Gericht hinaus.</p><p>L&uuml;gen, Falschaussagen, Halbwahrheiten (Fake News) haben inzwischen unsere Gesellschaft fest im Griff. Menschen erleben sehr schmerzhaft, wenn negativ, schlecht und herabw&uuml;rdigend &uuml;ber sie gesprochen wird. Wenn Mobbing oder Hetz- und Verleumdungs-E-Mails in den sozialen Medien verbreitet werden und eine Gegenwehr kaum m&ouml;glich ist.<br />
Dies alles nimmt oft seinen Anfang bei leichtfertigem Geschw&auml;tz.<br />
Falsches Zeugnis wird einem Mord gleichgestellt &mdash; der Volksmund kennt deshalb den Begriff &bdquo;Rufmord&ldquo;.</p><p>Auch an dieser Stelle gilt es, das eigene Verhalten kritisch zu beleuchten &mdash; vielleicht einmal aus Sicht des Gebots: <em>&bdquo;Du sollst kein falsches Zeugnis reden wider deinen N&auml;chsten.&ldquo;</em> Vielleicht w&auml;re es dann geboten, die eigenen Worte oder Gesten gegen&uuml;ber meinem N&auml;chsten positiv zu ver&auml;ndern.</p><p>Beide, Diebstahl und Rufsch&auml;digung, zerst&ouml;ren das menschliche Zusammenleben nachhaltig. Doch <strong>Gott</strong> will, dass Leben &mdash; auch das Leben in der Gemeinschaft &mdash; gelingt. Deshalb hat er uns die Gebote als Richtschnur und Lebenshilfe gegeben. In unserem Text l&auml;sst Gott uns sagen: Mein Urteil kommt &uuml;ber das Haus eines Diebes, und mein Gerichtsurteil wird auch an dem Meineidigen vollstreckt.</p><p>Doch in diesem Bild erkenne ich auch: Solange wir leben, haben wir immer die M&ouml;glichkeit, umzukehren &mdash; alte und verkehrte Wege zu verlassen, um neue Wege einzuschlagen.<br />
Im 1. Johannesbrief 1,9 er&ouml;ffnet sich eine ganz neue Perspektive: Dort hei&szlig;t es: <em>&bdquo;Wenn wir aber unsere S&uuml;nde, Fehler erkennen und vor ihm, Jesus, bekennen, so ist er treu und vergibt alle Schuld.&ldquo;</em></p><p>Bemerkenswert: Der Herr Jesus legt uns nicht auf unsere Fehler, unser Versagen fest, sondern er gibt uns an jedem Tag die M&ouml;glichkeit zur Ver&auml;nderung. Seine Zusage gilt: &bdquo;Wer zu mir kommt, den sto&szlig;e ich nicht zur&uuml;ck.&ldquo;<br />
Haben Sie den Mut zu kommen und sich von Jesus ver&auml;ndern zu lassen.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Rolf Röhm</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17225816.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Rolf Röhm]]></author>
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      <pubDate>Mon, 08 Dec 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Vom Schmerz zum Lob]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 1. Samuel 2,1-10 – ausgelegt von Gretel Masuch.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 1. Samuel 2,1-10 – ausgelegt von Gretel Masuch.</em><br/>
<h2><strong>1. Der Marsch f&uuml;r das Leben und ein ersch&uuml;tternder Zwischenruf</strong></h2><p>&bdquo;Marsch f&uuml;r das Leben!&ldquo; hie&szlig; es auch in diesem Jahr wieder in Berlin und K&ouml;ln. Auf Schildern und Spruchb&auml;ndern stehen Aussagen, die das &bdquo;Ja zum Leben&ldquo; bekr&auml;ftigen. Menschen schauen von den Stra&szlig;enr&auml;ndern darauf. Hoffentlich werden viele in ihrer Gleichg&uuml;ltigkeit nachdenklich, denke ich! Unter ihnen sind aber auch solche, die eine andere &Uuml;berzeugung loswerden wollen. Als ich sie zum ersten Mal h&ouml;re, traue ich meinen Ohren kaum: &bdquo;H&auml;tt&#39; Maria abgetrieben, w&auml;rt ihr uns erspart geblieben!&ldquo; Diese Worte fra&szlig;en sich in mein Herz und hinterlie&szlig;en eine tiefe Ersch&uuml;tterung in mir.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>2. Maria &ndash; ihre Berufung und ihre Freude</strong></h2><p>Ich dachte an Maria, die junge Frau, der Gott durch den Heiligen Geist die Menschwerdung seines Sohnes anvertraut hat. Sie h&auml;tte Jesus abtreiben sollen? Nein! Unvorstellbar! Sie hat ihre Berufung gelebt und Jesus Christus in seiner Kindheit und auch in den drei Jahren des aktiven Unterwegsseins als Messias bis hin zum Tod am Kreuz und seiner Auferstehung begleitet. Bei der Ank&uuml;ndigung ihrer Berufung, Mutter des Heilands der Welt zu werden, hat sie einen Lobgesang angestimmt: <em>&bdquo;Meine </em><em>Seele</em><em> erhebt den HERRN, und mein Geist freut sich Gottes, meines Heilands!&ldquo;</em>&nbsp; Diese Freude ist ansteckend. Das sp&uuml;ren wir gerade jetzt wieder in der Advents- und Weihnachtszeit.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>3. Hanna &ndash; ein Vorbild der Hoffnung</strong></h2><p>Aber Maria ist nicht die Einzige, der ein Sohn mit einer &uuml;berragenden Bedeutung anvertraut wurde. Im 1. Buch Samuel lerne ich Hanna kennen. Sie hat ein besonderes Problem. Sie steht nicht etwa in der Gefahr, ein gezeugtes Kind loswerden zu wollen, nein, sie geh&ouml;rt zu denen, bei denen die Empf&auml;ngnis nicht klappt. Hanna ist unfruchtbar wie Sara, die sp&auml;ter die Mutter von Isaak wurde, und wie Elisabet, die Mutter von Johannes dem T&auml;ufer. Im Altertum galt das als Schande. Wie in jener Zeit &uuml;blich, ist Hannas Mann Elkana noch mit einer anderen Frau verheiratet, die ihm mehrere Kinder geboren hat.</p><p>Hanna wei&szlig;, dass ihr Mann sie auch ohne erf&uuml;llten Kinderwunsch liebt. Das aber reicht Hanna nicht. Als sie wieder einmal mit der ganzen Familie in Silo bei der Stiftsh&uuml;tte ist, sch&uuml;ttet sie ihr Herz vor Gott aus. Was da alles drin ist! Die Sticheleien ihrer Konkurrentin und der Anblick von Peninnas Kindern haben Hannas Herz verwundet! Hilflosigkeit und Entt&auml;uschung haben zu Selbstzweifel und Scham gef&uuml;hrt. Da k&ouml;nnten Bitterkeit und sogar Hass gegen Gott und ihr Beziehungsgef&uuml;ge bei ihr landen. Wenn sie dem nachgeben w&uuml;rde, w&auml;re sie bald isoliert und w&uuml;rde in allem Trubel vereinsamen. Das wei&szlig; Hanna.</p><p>Die verletzenden Worte ihrer Widersacherin laden Hanna zwar zu einer Selbstmitleidsparty ein, aber sie sucht lieber die Gegenwart ihres Sch&ouml;pfers auf, der dieses Defizit der Unfruchtbarkeit zugelassen hat. Ihm vertraut sie, ihn liebt sie, und darum ist Hanna hoffnungsvoll. Sie betet um einen Sohn, den sie Gott zur&uuml;ckgeben will, damit er mit seinem Leben Gott verf&uuml;gbar ist. Der Priester Eli spricht ihr den Friede Gottes zu. Und das Kind wird geboren! Hanna steht zu ihrem Gel&uuml;bde.</p><p>Nachdem sie Samuel etwa drei Jahre versorgt und erzogen hat, &auml;hnlich wie wir es von Mose wissen, bevor er an den &auml;gyptischen K&ouml;nigshof kam, &uuml;bergibt sie ihren Sohn dem Priester Eli. Da kennt Samuel also bereits seine Identit&auml;t, denn die Kleinkindzeit ist die Hauptpr&auml;gezeit eines Menschen. Seine Mutter k&uuml;mmert sich weiterhin in Silo bei der Stiftsh&uuml;tte um ihren von Gott erbetenen Sohn.</p><h2><strong>4. Hannas Lobgesang und Gottes souver&auml;nes Handeln</strong></h2><p>Aber Samuel, Elkana, Peninna und Eli sind nicht die Hauptpersonen in Hannas Leben, sondern der, dem sie ihr Herz in ihrer tiefen Bed&uuml;rftigkeit ausgesch&uuml;ttet hatte. Gott hat sie in seiner Gnade zu ihrer Lebenserf&uuml;llung gebracht. Und darum lobt sie den Gott der Treue, der Liebe, der Kraft, der einen guten Plan hat mit ihr, ihrem Sohn, ihrem Volk und der ganzen Welt. Der Freude &uuml;ber ihre Gebetserh&ouml;rung gibt sie jetzt Raum in einem weiteren Gebet.</p><p>In Vers 1 spricht sie in Ichform &uuml;ber ihre Freude, Gott so praktisch erlebt zu haben: mein Herz, mein Haupt, mein Mund. Sie hat sich ganz ge&ouml;ffnet f&uuml;r die bewusste Begegnung mit Gott. Ab Vers 2 kommt das Wort &bdquo;Ich&ldquo; nicht mehr vor, sondern &bdquo;der Herr&ldquo; oder &bdquo;Er&ldquo; &ndash; und zwar jeweils siebenmal. Die Zeit von drohendem Selbstmitleid und Bitterkeit ist &uuml;berwunden. Sie hat in den Schwierigkeiten, &auml;hnlich wie Hiob, den heiligen Gott besser kennengelernt.</p><p>Sie ist nicht mehr wankelm&uuml;tig, sondern steht jetzt auf einem Felsen, der tr&auml;gt. Das, was lange gro&szlig;e Anfechtung war, ist &uuml;berwunden. Beleidigungen, Spott, Frechheiten, Selbstherrlichkeit aus ihrem Umfeld bestimmen Hanna nicht mehr. Sie empfiehlt ihrem b&ouml;sartigen Gegen&uuml;ber sogar, daran zu denken, dass Peninna selbst sich auch einmal vor Gott zu verantworten hat (Vers 3).</p><p>Und dann kommt ab Vers 4 die Darstellung der Bilanz, wie sie auf der Achterbahn ihrer Lebensf&uuml;hrung Gott erlebt hat. Es tauchen in den Versen 4&ndash;8 interessante Begriffe auf: Starke und Schwache, Satte und Hungrige, Unfruchtbare und die Supermutter. Der Herr t&ouml;tet und macht lebendig, arm und reich, erniedrigt und erh&ouml;ht. Er ist heilig, verl&auml;sslich, m&auml;chtig und gerecht; von ihm werden Taten gewogen. Das bedeutet: Gott hat den &Uuml;berblick und h&auml;lt alles in seiner Hand. Welch ein Trost ist das angesichts von so viel Krieg und Terror in unseren Tagen.</p><p>Am Ende ihres Gebetes in Vers 10 spricht Hanna von einem K&ouml;nig und Gesalbten! Bisher hatte Israel noch keinen Staatsmann gehabt, der zum K&ouml;nig gesalbt worden ist. Aber nun kommt Samuel ins Spiel. Er ist von seiner Mutter nicht zum Dienst in die Stiftsh&uuml;tte gebracht worden, um dort Karriere zu machen &ndash; nein, Gott hat ihn in die &Uuml;bergangszeit zwischen Richtern und Propheten in seine spezielle Berufung gebracht.</p><p>Samuel hat den ersten K&ouml;nig Israels, Saul, und auch den zweiten, David, gesalbt und auf den kommenden Messias hingewiesen. Hanna spricht das aus. Sie ist ein Adventmensch. Sie lebt in Erwartung.</p><h2><strong>5. Was Hannas Lebenskonzept uns heute lehrt</strong></h2><p>Mit dem Lebenskonzept von Hanna habe auch ich beste Erfahrungen gemacht. Gott l&auml;sst bei jedem von uns Lebensumst&auml;nde zu, die uns nicht gefallen. Oder wir bringen uns selbst in Schwierigkeiten, weil wir Gottes Gebote missachten, etwa indem wir andere mit Worten beschimpfen. Sind Murren, Selbstmitleid und Depression ein guter Weg, damit umzugehen? Hanna hat sich lieber mit Hoffnung auf Hilfe an den gewandt, der den &Uuml;berblick hat und das Beste geplant hat.</p><p>Ihr Antidepressivum hei&szlig;t: &bdquo;Gott loben zieht nach oben, ihm danken sch&uuml;tzt vor Wanken!&ldquo; Und was ist das Beste?</p><p>Es steht f&uuml;r die, die ihr Leben dem von Hanna prophezeiten K&ouml;nig und Gesalbten Jesus Christus anvertraut haben (R&ouml;mer 8,28&ndash;29). Das Beste ist, dass wir in das Bild Jesu umgestaltet werden. Darum ist der Heiland gekommen, um den nat&uuml;rlichen, hochm&uuml;tigen, verzweifelten alten Menschen mit in seinen Tod zu nehmen, damit er als Auferstandener in uns leben kann. Das l&auml;sst uns zu &Uuml;berwindern werden und macht uns zu Hoffnungsmenschen. Dazu sind auch Sie eingeladen. Hier liegt der tiefste Sinn von Advent und Weihnachten!</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Gretel Masuch</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17225438.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Gretel Masuch]]></author>
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      <pubDate>Sun, 07 Dec 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Leuchten im Alltag]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Sacharja 4,1-14 – ausgelegt von Thomas Klappstein.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Sacharja 4,1-14 – ausgelegt von Thomas Klappstein.</em><br/>
<h2><strong>Der Nikolaustag und Sacharja 4</strong></h2><p>Der 6. Dezember ist der Nikolaustag. Durchaus ein besonderer Tag im Jahreszyklus, so kurz vor Weihnachten &ndash; vor allem f&uuml;r Kinder. Wenn ich eingeladen bin, an relativ bekannten Tagen im Jahr etwas von mir zu geben, versuche ich gerne Bez&uuml;ge herzustellen. So habe ich mich gefragt, was wohl der Inhalt aus Kapitel 4 der Aufzeichnungen des Propheten Sacharja, ca. 500 Jahre vor Christi Geburt, mit der Person des Bischofs Nikolaus zu tun hat, der der &Uuml;berlieferung nach wahrscheinlich Ende des 3., Anfang des 4. Jahrhunderts nach Christi Geburt gelebt hat. Nikolaus &ouml;ffnete sich dem Licht Gottes, von dem Sacharja spricht, und half Menschen, dass ihr pers&ouml;nliches Dunkel hell wurde.</p><p>Eigentlich werden einige Worte aus diesem Textabschnitt auch gerne als Grundlage f&uuml;r Impulse, Andachten oder Predigten zum Pfingstfest verwendet, weil von Gottes Geist und seiner &uuml;bernat&uuml;rlichen Kraft die Rede ist. Aber auch diese Gedanken sind keinesfalls nur auf das Pfingstfest beschr&auml;nkt, sondern haben Wirkkraft w&auml;hrend des ganzen Jahres.</p><p>Sacharja 4 enth&auml;lt eine Vision des Propheten &uuml;ber einen goldenen Leuchter mit sieben Lampen und zwei &Ouml;lb&auml;umen. Diese Vision beschreibt Gottes Kraft und Versorgung f&uuml;r den Wiederaufbau des Tempels zur damaligen Zeit. Besonders wichtig ist f&uuml;r viele Menschen heute der Vers 6: <em>&bdquo;Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist, spricht der Herr.&ldquo; </em>Dies zeigt, dass Gottes Werk nicht durch menschliche Anstrengung, sondern durch den Heiligen Geist geschieht. Serubbabel, der mit dem Wiederaufbau beauftragt ist, erh&auml;lt die Zusicherung, dass selbst gro&szlig;e Hindernisse &uuml;berwunden werden. Die zwei &Ouml;lb&auml;ume repr&auml;sentieren Josua, den Hohepriester, und Serubbabel, den Statthalter, die als von Gott gesalbte Leiter dienen. Die Vision soll beide ermutigen, auf Gottes Kraft zu vertrauen.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Goldener Leuchter und Olivenb&auml;ume</strong></h2><p>In Sacharja 4,2&ndash;3 geht es um die Vision von einem goldenen Leuchter und zwei Olivenb&auml;umen, rechts und links neben dem Leuchter. Diese Vision steht f&uuml;r den g&ouml;ttlichen Beistand und die St&auml;rkung durch den Heiligen Geist. Der goldene Leuchter repr&auml;sentiert die g&ouml;ttliche Gegenwart und die Olivenb&auml;ume stehen f&uuml;r zwei wichtige Menschen, die von Gott erw&auml;hlt wurden: den Statthalter Serubbabel und den geistlichen Leiter Josua.</p><p>Diese Vision erinnert mich daran, dass Gottes Kraft und sein Geist mich und uns in allen Herausforderungen unterst&uuml;tzen und erleuchten k&ouml;nnen. Es ist eine Ermutigung, sich auf Gottes F&uuml;hrung zu verlassen und in seinem Licht zu leben, auch wenn ich mich manchmal im Dunkeln f&uuml;hle.<br />
Haben Sie in Ihrem Leben schon einmal die Erfahrung gemacht, dass &bdquo;g&ouml;ttliches Licht&ldquo; und die St&auml;rkung durch Gottes Geist besonders in Zeiten der Dunkelheit begleitet und hilft?<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Durch meinen Geist</strong></h2><p>In Sacharja 4,6, dem f&uuml;r viele wohl bekanntesten Vers aus dem Buch Sacharja, spricht Gott &uuml;ber die Vollendung seiner Werke &ndash; nicht durch menschliche Macht, sondern durch seinen Geist. Diese Passage erinnert und ermutigt zugleich, dass Anstrengungen nicht allein auf eigene Kr&auml;fte zur&uuml;ckzuf&uuml;hren sind, sondern auf die Kraft Gottes, die in uns wirkt.</p><p>Durch seinen Geist k&ouml;nnen wir &uuml;ber menschliche Grenzen hinausgehen und Dinge vollbringen, die sonst unm&ouml;glich erscheinen. Diese Worte erinnern daran, sich auf Gottes Kraft zu verlassen, um Hindernisse zu &uuml;berwinden und Ziele zu erreichen. Zudem ermutigen sie, im Glauben zu handeln und darauf zu vertrauen, dass Gott uns mit seinem Geist st&auml;rkt.</p><p>Und vielleicht stellen Sie sich in diesem Zusammenhang die Frage: Wo in meinem Leben kann ich aufh&ouml;ren, mich allein auf meine Kraft zu st&uuml;tzen, und mehr auf den Geist Gottes vertrauen?<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Kraft durch Gottes Geist</strong></h2><p>Weiter, h&ouml;her, schneller &hellip; &ndash; im Alltag ist das oft die Vorstufe zum Burnout.<br />
Multitasking ist Gift f&uuml;r Ihr Leben in und mit Jesus, um mal den Bogen ganz weit vom AT zum NT zu spannen. Es geht nicht darum, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun, sondern sich bewusst auf den Augenblick zu konzentrieren.</p><p>Und dennoch kann es geschehen, dass Sie eine zu gro&szlig;e To Do-Liste &uuml;berw&auml;ltigt. Man kommt in ein &uuml;bertriebenes Machen, verf&auml;llt in Hektik. Auch wenn es schwerf&auml;llt, dann ist ein &bdquo;Stopp&ldquo; notwendig, um sich zu besinnen: Auf wen verlasse ich mich wirklich? Von wem kommt meine Kraft? Von unserem Herrn.<br />
Reduzierung und Entschleunigung &ndash; und sei es nur in kleinen Schritten &ndash; helfen, diesem Zwang zu entkommen, immer mehr leisten zu m&uuml;ssen.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Die Bedeutung kleiner Schritte</strong></h2><p>Auch wenn Sie manchmal denken, es geht nicht voran, erinnern Sie sich daran, dass kleine Fortschritte in Gottes Augen bedeutend sind. Jeder Schritt z&auml;hlt.</p><p>In Sacharja 4,10 spricht Gott durch den Propheten und ermutigt Serubbabel, trotz bescheidener Anf&auml;nge beim Tempelbau nicht zu verzweifeln. Diese Worte k&ouml;nnen auch uns heute inspirieren, besonders wenn wir uns in kleinen Schritten vorw&auml;rtsbewegen. Sie erinnern mich z.&#8239;B. daran, dass jedes gro&szlig;e Werk mit kleinen Schritten beginnt &ndash; vor allem mit einem ersten Schritt &ndash; und dass Gott mit uns ist, auch wenn unsere Anf&auml;nge bescheiden erscheinen m&ouml;gen. Es ist wichtig, geduldig zu sein, denn selbst kleine Fortschritte sind Schritte in die richtige Richtung.</p><p>Von Charles Haddon Spurgeon, einem englischen Pastor und hervorragenden Prediger im 19. Jahrhundert, auch heute noch in Teilen der Christenheit bekannt, ist hierzu Folgendes verfasst worden:<br />
&bdquo;Gott nimmt deine kleinen Werke an, wenn sie im Glauben an seinen lieben Sohn getan werden. Gott wird deinen kleinen Werken Erfolg verleihen; Gott wird dich durch deine kleinen Werke zu gr&ouml;&szlig;eren Werken erziehen; und deine kleinen Werke m&ouml;gen andere hervorrufen, die bei weitem gr&ouml;&szlig;ere Werke vollbringen werden, als du jemals vollbringen kannst.&ldquo;</p><p>Zuletzt geht es in den Versen 11&ndash;14 darum, wie der Engel Sacharjas Frage beantwortet und erkl&auml;rt, dass die beiden &Ouml;lb&auml;ume, die neben dem goldenen Leuchter stehen, zwei Diener sind, die vor dem Herrn der ganzen Erde stehen. Diese Diener stehen, wie gesagt, f&uuml;r Serubbabel und Josua, die als F&uuml;hrer und F&uuml;rsprecher f&uuml;r das Volk Israel dienen.</p><p>Der goldene Leuchter symbolisiert Gottes Gegenwart und sein Licht, das durch seine Diener auf die Erde gebracht wird, um das Volk zu erleuchten und zu f&uuml;hren. Es ist eine Ermutigung, dass Gott durch seine Diener immer gegenw&auml;rtig ist und sein Licht in die Welt bringt, um Hoffnung und F&uuml;hrung zu schenken.</p><p>Bleibt zum Ende die Frage, auf die jeder seine eigene Antwort finden sollte: Wie kann ich in meinem eigenen Leben ein Licht f&uuml;r andere sein und Gottes Gegenwart durch mein Handeln sichtbar machen?</p><p style="text-align:center"><br /><strong>Du hast Fragen zur Bibel oder zum christlichen Glauben? Frag Nikodemus.AI: </strong></p><p><img alt="Nikodemus.AI" height="224" src="https://www.erf.de/data/files/content.sources.r.erfplus.bibelheute/1112989.jpg" width="1024" /></p><p style="text-align:center">&#8203;&#8203;&#8203;&#8203;&#8203;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pastor Thomas Klappstein</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17225040.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pastor Thomas Klappstein]]></author>
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      <pubDate>Sat, 06 Dec 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Angeklagt und freigesprochen]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Sacharja 3,1-10 – ausgelegt von Ute Cron-Böngeler.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Sacharja 3,1-10 – ausgelegt von Ute Cron-Böngeler.</em><br/>
<h3><strong>1. Historische Situation und Auftrag der Propheten</strong></h3><p>Sacharja &ndash; ein Prophet des alten Israel im ausgehenden 6. Jh. v. Chr. Es ist die Zeit nach der R&uuml;ckkehr des j&uuml;dischen Volkes aus der Babylonischen Gefangenschaft. Jerusalem und der Tempel m&uuml;ssen wieder aufgebaut werden. Das ist eine Herkulesaufgabe, und so ger&auml;t der Wiederaufbau ins Stocken. In dieser Situation kommt es den Propheten Haggai und Sacharja zu, das Volk durch Gottes Zuspruch zum Weiterbau zu ermutigen.</p><p>Sacharja ruft das Volk zur Umkehr von den gottlosen Wegen ihrer V&auml;ter auf und macht ihnen Hoffnung durch verschiedene Visionen, die ihm Gottes Willen zeigen. Die erste Vision spricht davon, dass Gott sich seinem aus der Verbannung zur&uuml;ckgekehrten Volk wieder zuwendet. In der zweiten Vision werden die Reiche der Fremdherrscher &uuml;ber Israel zerschlagen. Die dritte Vision zeigt die Vermessung Jerusalems zum Wiederaufbau. Die Stadt und der Tempel werden wieder errichtet, und Gott wird wieder bei seinem Volk wohnen. Schritt f&uuml;r Schritt wendet sich das Leben des Volkes zum Guten.<br />
&nbsp;</p><h3><strong>2. Die vierte Vision: Gericht und Gnade</strong></h3><p>Zum Wohlergehen des Volkes geh&ouml;rt aber nicht nur der &auml;u&szlig;ere Wiederaufbau des Lebensraumes, sondern auch die innere Wiederherstellung des Gottesvolkes. Und darum geht es in der vierten Vision, die wir heute betrachten. Sie malt uns eine Gerichtsszene vor Augen. Hauptakteure sind Gott als Richter, Satan als Ankl&auml;ger und der Hohepriester Jeschua als Angeklagter. Jeschua ist in der ganzen Szene v&ouml;llig passiv. Zun&auml;chst steht Satan rechts neben ihm, um ihn zu verklagen. Gott aber geht nicht auf die Anklagepunkte ein. Sie haben zwar ihre Berechtigung, wie es die Erscheinung Jeschuas in unreinen Kleidern andeutet, doch weist Gott sie zur&uuml;ck und wendet sich streng gegen Satan und seine Anklage.</p><p>Gott spricht Jeschua frei, und zwar nicht, weil er unschuldig ist, sondern weil Gott sich Jerusalem und das Volk Israel, f&uuml;r das Jeschua als Priester steht, erw&auml;hlt hat. Allein aus Gnade werden er und das Volk gerettet. Sie sind wie ein schon angebrannter Holzscheit, der in letzter Minute aus dem Feuer gezogen wird.</p><p>Nun richtet sich die Aufmerksamkeit auf Jeschua. Ihm werden die unreinen Kleider abgenommen und reine Kleider angezogen. Es ist eine Zeichenhandlung: Seine S&uuml;nden werden von ihm genommen. Er ist gerechtfertigt. Dann bekommt er ein Kopfband aufgesetzt, wie es israelitische Priester tragen. Es tr&auml;gt die Aufschrift &bdquo;Heilig dem HERRN&ldquo; (2. Mose 28,36). Damit wird Jeschua von Gott als Hoherpriester best&auml;tigt und in Dienst genommen. Er soll im Gehorsam nach Gottes Willen handeln, Recht sprechen und im Tempel f&uuml;r Ordnung sorgen und bekommt direkten Zugang zu Gott, wie ihn die Engel haben, die um ihn stehen und Gottes Willen ausf&uuml;hren.<br />
&nbsp;</p><h3><strong>3. Die Ank&uuml;ndigung des Messias</strong></h3><p>Nachdem Jeschua als Hoherpriester best&auml;tigt ist, gibt Gott ihm eine Botschaft mit f&uuml;r sich, seine Priesterkollegen und letztlich das ganze Volk. Wie wichtig diese Botschaft ist, wird durch ein betontes &bdquo;H&ouml;re!&ldquo; und &bdquo;Siehe!&ldquo; markiert. Es geht um nichts Geringeres als die Ank&uuml;ndigung des Messias, der mit drei Bezeichnungen benannt wird: als Knecht, als Spross und als Stein.</p><p>Alle diese Bezeichnungen f&uuml;r den Messias sind bekannt. Vom Knecht Gottes spricht vor allem Jesaja (z.&#8239;B. Jesaja 42,1) und weist auf seinen Gehorsam und seine Erniedrigung hin. Der Spross hat nach Jeremias Verhei&szlig;ung (Jeremia 23,5; Jeremia&nbsp;33,15) seine Wurzeln in der Dynastie Davids und wird als gerechter K&ouml;nig beschrieben, der seinem Volk Wohlergehen bringt. Und der Stein ist schon im Psalm, bei Jesaja und bei Daniel beschrieben als der verworfene Stein, der Stein des Ansto&szlig;es, der bew&auml;hrte Stein, der zermalmende Stein und der Eckstein (Psalm 118,22&ndash;23; Jesaja 8,14f; Jesaja 28,16; Daniel 2,35.45). Mit dem Stein, der in Sacharjas Vision sieben Augen zeigt und vor Jeschua gelegt wird, best&auml;tigt Gott seine unbedingte Gegenwart. Er ist mit ihm. Was hier mit dem Stein mit sieben Augen bildlich gezeigt wird, dr&uuml;ckt der Prophet Jesaja mit dem Namen Immanuel aus: Gott ist mit uns (Jesaja 7,14).</p><p>F&uuml;r diesen Messias sollen Jeschua, die Priester und das ganze Volk als priesterliches Volk (2. Mose 19,6) zeugen. Sie sind so etwas wie ein Vorbild, ein Vorschatten auf den Messias. So wie Jeschua ohne sein Zutun aus Gnade gerechtgesprochen ist, wie das Volk ohne sein Zutun aus Gnade befreit ist, so wird der Messias die S&uuml;nde der Menschen aus Gnade hinwegnehmen &ndash; an einem einzigen Tag. Dann werden sie einander einladen in die Gegenwart Gottes und zu einem Leben in einer Welt, wie sie Gott im Paradies erschaffen hatte.<br />
&nbsp;</p><h3><strong>4. Bedeutung f&uuml;r Israel damals und f&uuml;r Christen heute</strong></h3><p>Eine gro&szlig;artige Vision, die Sacharja hat. In einer beschwerlichen und zerm&uuml;rbenden Situation leuchtet Hoffnung auf &ndash; Hoffnung auf Rettung, Hoffnung auf ein befreites Leben in einer besseren Welt. Vertr&ouml;stung? Vielleicht mag man es so empfinden. Die Menschen damals aber haben die Vision verstanden. Sie hat den Blick weggelenkt von den Tr&uuml;mmerhaufen, in denen sie immer noch lebten, weg von der Schwerstarbeit des Wiederaufbaus, die sie m&uuml;de gemacht hatte, hin auf ein Ziel, ein besseres Leben und Wohlergehen in einer Welt, die nicht von Last und M&uuml;he und Zerschlagenheit gepr&auml;gt ist. Hoffnung ist ein Motor, und so war das Volk dann auch in der Lage, Jerusalem und den Tempel wieder aufzubauen.</p><p>Was fangen wir Christen aber nun mit dieser alten Vision an? War sie nicht dem nachexilischen Israel gewidmet? Hat sie &uuml;berhaupt noch etwas mit uns zu tun? Die Propheten des Alten Testaments sprachen ihr Volk in ganz konkreten Situationen an. Sie verk&uuml;ndeten Gottes Willen, wiesen auf Missst&auml;nde hin und ermutigten zu neuer Hinwendung zu Gott. Ihr Wort an Menschen vergangener Zeiten kann mich aber auch heute noch treffen. Ich finde mich wieder in ihren N&ouml;ten, ihren S&uuml;nden, ihren Leiden und Hoffnungen. Ihr Leben bildet mein Leben in einer gezeichneten Welt ab; ihre Hoffnungen auf eine bessere Welt sind meine Hoffnungen.</p><p>Wenn ich als Christin die Vision Sacharjas lese, erkenne ich schnell ihre Erf&uuml;llung in Jesus Christus. Er ist der Spross aus Davids Stamm und <em>&bdquo;nahm Knechtsgestalt an &hellip; und erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode &hellip; am Kreuz&ldquo;</em> (Philipper 2,7f). Er ist der <em>&bdquo;Stein, den die Bauleute verworfen haben</em>&ldquo; (Lukas 20,17f) und ist zum Eckstein der Gemeinde geworden (Epheser 2,20). Wir Christen glauben also an den, der dem alten Israel verhei&szlig;en war. Und wir leben in der gleichen Hoffnung. Israel lebte in einer &bdquo;schon jetzt und noch nicht&ldquo;-Situation. Sie waren aus Gnade gerechtgesprochen und lebten in der Hoffnung auf den rettenden Messias und ein Leben in einer besseren Welt. Genauso leben auch wir in einer &bdquo;schon jetzt und noch nicht&ldquo;-Situation. Wir sind durch Jesu Tod und Auferstehung aus Gnade gerechtgesprochen und leben in der Hoffnung auf die Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus und ein Leben in einer besseren Welt. Nehmen wir diese Hoffnung als Motor f&uuml;r unser jetziges Leben unter mancherlei Widrigkeiten!</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Ute Cron-Böngeler</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17223406.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Ute Cron-Böngeler]]></author>
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      <pubDate>Fri, 05 Dec 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Israel – Gottes Augapfel]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Sacharja 2,10-17 – ausgelegt von Helmut Schilke.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Sacharja 2,10-17 – ausgelegt von Helmut Schilke.</em><br/>
<h3><strong>1. Israel im Fokus der Welt&ouml;ffentlichkeit</strong></h3><p>Es gibt ganz unterschiedliche Ansichten &uuml;ber die Bibel, &uuml;ber die Juden, &uuml;ber Israel &hellip; Es ist verwunderlich, wie Israel fast t&auml;glich die Schlagzeilen der Medien f&uuml;llt. Ganz nebenbei: In der Welt geschehen ungleich gr&ouml;&szlig;ere Grausamkeiten gegen&uuml;ber dem, was man Israel nachsagt. Aber das scheint nur wenige zu interessieren.</p><p>In diesem Abschnitt geht es wiederum um Israel, ein&nbsp;Volk, das seit ca. 2.500 Jahren nicht aus dem Ged&auml;chtnis der Menschheit getilgt werden konnte &ndash; setze ich die Verfassungszeit des Propheten Sacharja als Anfang voraus.&nbsp;</p><p>So mancher mag ja einige Vorbehalte gegen die Bibel haben. Doch schaue ich mir diesen Text eingehender an, entdecke ich etwas davon, was es nur in der Bibel gibt: Prophetien, die sich erf&uuml;llt haben, und weitere, die sich noch erf&uuml;llen werden.<br />
&nbsp;</p><h3><strong>2. Zerstreuung und Sammlung des Volkes Israel</strong></h3><p>Was jeder Mensch in diesem Text ablesen kann, ist die Tatsache, dass Juden zweifellos in alle vier Himmelsrichtungen zerstreut wurden. 2023 leitete ich eine christliche Gruppe, die Urlaub auf Guadeloupe machte. Ich meine mich daran zu erinnern, wie die Fremdenf&uuml;hrerin uns erz&auml;hlte, dass einer der ersten Siedler oder Fischer ein Jude war. Bis in die Karibik hatte es also Juden verschlagen.</p><p>Ebenso kann ich aus der Bibel ablesen, dass Gott sein Volk aus allen Nationen sammeln wird, gesammelt hat und weiterhin sammelt, sodass sie in dieses von Gott verhei&szlig;ene Land Israel zur&uuml;ckkehren. Dies wird zwar nicht hier in unserem Abschnitt ausdr&uuml;cklich genannt, aber es findet sich an vielen anderen Stellen des Alten Testamentes.</p><p>Schlie&szlig;lich kommt noch eine etwas seltsame, aber doch unglaublich schlagkr&auml;ftige Aussage in unserem Text vor: <em>&bdquo;Wer euch antastet, der tastet seinen Augapfel an.&ldquo;</em> Andere &uuml;bersetzen auch mit <em>&bdquo;der tastet meinen Augapfel an&ldquo;</em>. Damit ist Gottes Augapfel gemeint. Was soll diese Aussage bedeuten? Wenn ich es einmal auf mich selbst m&uuml;nze: Ich erlaube es keinem, meinen Augapfel zu verletzen. Wenn es aber doch geschieht, dann wird derjenige etwas erleben. So verh&auml;lt es sich auch aus der Sicht Gottes mit seinem Volk Israel.<br />
&nbsp;</p><h3><strong>3. Gottes Handeln in der Weltpolitik und die Verantwortung der Nationen</strong></h3><p>Ich war schon immer ein wenig dar&uuml;ber best&uuml;rzt, dass in so vielen L&auml;ndern der Erde Christen um ihres Glaubens willen verfolgt, misshandelt, eingesperrt und sogar umgebracht werden. Anscheinend tut Gott nichts dagegen. In der Tat ist uns Christen nicht das Schwert in die Hand gegeben; unser Auftrag wird umrissen von Liebe, Gnade und Vergebung. Politisch gesehen sind wir auf Seiten der Verlierer. Interessiert sich Gott also nicht f&uuml;r die Weltpolitik? Jesus Christus jedenfalls verhielt sich politisch auffallend neutral. Doch auf der anderen Seite habe ich den Eindruck, dass sich Gott in Bezug auf Israel &ndash; und vielleicht auch nur dort&nbsp;&ndash; nicht neutral verh&auml;lt. Gott sorgt daf&uuml;r, dass sein Volk nie wieder aus seinem Land vertrieben wird. Genau dieses Versprechen Gottes spiegelt sich indirekt in diesem Textabschnitt wider. Sacharja zeigt sogar auf, dass Israeliten selbst zu Herren &uuml;ber ihre einstigen Herrscher werden. Meine pers&ouml;nliche Meinung ist, dass Nationen, die sich gegen Israel stellen, damit beginnen, ihren eigenen Untergang vorzubereiten.<br />
&nbsp;</p><h3><strong>4. Was Christen aus Gottes Verhei&szlig;ungen lernen k&ouml;nnen</strong></h3><p>Aber, so stellt sich die Frage, k&ouml;nnen wir Christen irgendetwas aus diesem weltbewegenden Konflikt lernen? Ja, das k&ouml;nnen wir. Es geht hier um althergebrachte Verhei&szlig;ungen, um Versprechen, die Gott seinem Volk gemacht hat. Gott hat schon Abraham versprochen, dass er das Land der Kanaaniter an seine Nachkommen geben wird. Dar&uuml;ber hinaus hat Gott ihm versprochen, dass diejenigen, die ihn, das hei&szlig;t auch seine Erben, segnen, gesegnet sein werden. Wer hingegen ihn verflucht, selbst verflucht sein wird.</p><p>Gott steht auch zu uns, was immer passiert, wenn wir uns bereit erkl&auml;rt haben, Jesu Christi J&uuml;nger zu werden. <em>&bdquo;Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch M&auml;chte noch Gewalten, weder Gegenw&auml;rtiges noch Zuk&uuml;nftiges, weder Hohes noch Tiefes noch irgendeine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn&ldquo;</em>, wird uns Christen versprochen (R&ouml;mer 8,38&ndash;39).</p><p>Ich wei&szlig;, dass mancher Christ in Bezug auf Israel anders denkt. In der Tat ist das Volk Israel immer wieder gegen&uuml;ber Gott untreu geworden. Aber ja, er hat sie daraufhin bestraft und ihnen sogar die Vertreibung aus dem verhei&szlig;enen Land angedroht und dann auch vollzogen. Hat dies dann die Aufl&ouml;sung seiner Versprechen, seiner Prophetien, mit sich gebracht?</p><p>Wenn dem so w&auml;re, wer will mir dann garantieren, dass ich nicht auch aus seiner Gnade falle? Vielleicht &uuml;berlegt es sich Gott pl&ouml;tzlich anders und er l&ouml;st seine Versprechen einfach so auf oder l&auml;sst sie fallen? Doch was ist ein Versprechen wert, wenn man es nicht einh&auml;lt? &ndash; Nichts. Wenn etwas dauerhaft seine G&uuml;ltigkeit beibeh&auml;lt, dann ist es Gottes Wort; dann sind es seine Verhei&szlig;ungen. Genau auf diese sollten wir uns verlassen, mehr als auf die Meinung von Menschen. Ich hoffe ja, dass dies auch die Regierenden in Israel, ja das ganze Volk Israel, beherzigen:&nbsp;an Gottes Worte glauben und sie umsetzen.</p><p>Ebenso hoffe ich, dass wir als Christen dies tun. Wie hat Jesus einmal ausdr&uuml;cklich betont: <em>&bdquo;Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte&ldquo;</em>, und darunter verstehe ich die ganze Bibel, <em>&bdquo;werden nicht vergehen&ldquo;</em> (Lukas 21,33). Jesus wird uns durch die Krisen dieses Lebens hindurchtragen, bis wir in seiner Herrlichkeit angekommen sind. Darauf sollten wir uns verlassen.</p><p>Ist Ihnen aufgefallen, dass auch der Werdegang von uns Christen in unserem Text vorausgesagt wird? &bdquo;Und es sollen zu der Zeit viele V&ouml;lker sich zum Herrn wenden und sollen mein Volk sein, und ich will bei dir wohnen. &ndash; Und du sollst erkennen, dass mich der Herr Zebaoth zu dir gesandt hat&ldquo; (Sacharja 2,15). Wer sein Leben Jesus Christus anvertraut hat, wird zum Volk Gottes hinzugez&auml;hlt.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Helmut Schilke</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17221869.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Helmut Schilke]]></author>
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      <pubDate>Thu, 04 Dec 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Kampf mit Gott]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Sacharja 2,1-9 – ausgelegt von Ralf Weidner.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Sacharja 2,1-9 – ausgelegt von Ralf Weidner.</em><br/>
<p>Haben Sie schon einmal mit einem Bibeltext so richtig gerungen &ndash; so wie Jakob am Jabbok, der die ganze Nacht mit Gott k&auml;mpfte?</p><p>Beim heutigen Text h&auml;tte ich das gern getan, was ich &uuml;ber Martin Luther einmal gelesen habe. Er meinte, wenn er einen Bibelvers nicht versteht; &bdquo;... einfach seinen Hut zu nehmen und weitergehen&ldquo;. Trotzdem, wie Gott Jakob nicht loslie&szlig;, so hat mich dieser Text nicht losgelassen. Und ich kann sagen: Es hat sich gelohnt!</p><p>Dieser Text ist zwar rund 2500 Jahre alt, aber trotzdem so aktuell, dass es mich wirklich wundert. Es geht um Vertreibung und Neubeginn, um menschliche Schicksale, um Macht und Ohnmacht, um verlorenes Vertrauen &ndash; und um die Frage: Wie kann ich Vertrauen wiederfinden und f&uuml;r die Zukunft bewahren?</p><p>Vielleicht denke ich dann: Am besten, ich baue einen Zaun &ndash; oder noch besser &ndash; eine Mauer um mich herum. Wenn ich schon Vertrauen zur&uuml;ckgewinne, dann will ich es sch&uuml;tzen, bewahren, sichern.</p><p>Das sind Themen, die den Jud&auml;ern damals zur Zeit des Propheten Sacharja sehr vertraut waren.</p><p>Dazu ein Blick in die Geschichte:</p><p>Das Buch Sacharja geh&ouml;rt zu den sogenannten &bdquo;Zw&ouml;lf kleinen Propheten&ldquo; des Alten Testaments und entstand etwa um 520&ndash;500 v. Chr., also in der Zeit nach dem Babylonischen Exil.</p><p>Damals befand sich das Volk Juda im Wiederaufbau. Jerusalem wurde 586 v. Chr. durch die Babylonier unter K&ouml;nig Nebukadnezar zerst&ouml;rt, und ein gro&szlig;er Teil der Bev&ouml;lkerung war verschleppt worden. Etwa 50 Jahre sp&auml;ter, nach der Eroberung Babylons durch die Perser unter K&ouml;nig Kyros II., durften die Jud&auml;er zur&uuml;ckkehren und den Tempel wiederaufbauen.</p><p><strong>Doch damit stellten sich neue Fragen: </strong><br />
Wie kann man wieder sicher leben? Braucht man Schutz &ndash; vielleicht Mauern und Z&auml;une? Wie sinnvoll sind diese? Z&auml;une und Mauern sind bis heute ein Thema. Wer schon einmal einen Gartenzaun gebaut hat, wei&szlig;: Es gibt viele Regeln. Wie hoch darf er sein? Aus welchem Material? Wer bezahlt ihn?</p><p>In manchen Bundesl&auml;ndern gilt das Prinzip des &bdquo;rechtsh&auml;ndigen Einfriedens&ldquo;: Wer von der Stra&szlig;e aus gesehen rechts wohnt, muss bei Bedarf den Zaun aufstellen &ndash; wenn der Nachbar das verlangt.</p><p>In manchen US-Bundesstaaten wiederum sind Z&auml;une verboten, wenn sie nur aus Bosheit errichtet werden, um den Nachbarn zu &auml;rgern. Sie sehen: Das Einz&auml;unen hat viele Facetten.</p><p>Aber warum besch&auml;ftigen uns Z&auml;une &uuml;berhaupt so sehr? Ein Zaun grenzt ab. Er zeigt: Bis hierher &ndash; und nicht weiter. Hier beginnt mein Grundst&uuml;ck, meine Welt, mein Einflussbereich. Er sch&uuml;tzt meine Privatsph&auml;re &ndash; und manchmal auch andere, etwa wenn ein bissiger Hund im Garten l&auml;uft und diesen als sein Revier sieht.</p><p>Eine Mauer aus Feuer, was soll das genau sein? Ich lese dazu nochmal Vers 9, auf den ich es heute zulaufen lasse:</p><p><em>&bdquo;<strong>Doch ich selbst werde eine Mauer aus Feuer um Jerusalem bilden, spricht der HERR,</strong></em></p><p><strong><em>und ich werde die Stadt mit meiner Herrlichkeit erf&uuml;llen.&ldquo;</em></strong></p><p>Mauer? Feuer? Das klingt irgendwie bedrohlich! Aber je l&auml;nger ich mit dem Text gerungen habe, desto mehr habe ich verstanden: Diese Worte sind nicht unfreundlich, sondern zutiefst tr&ouml;stlich. <em>&bdquo;Ich selbst werde eine Mauer aus Feuer &hellip; bilden.&ldquo;</em> Wie haben die Menschen das wohl damals verstanden?</p><p>Der vordergr&uuml;ndige Aspekt ist sicher die Frage nach Schutz und Sicherheit: Eine Stadtmauer war damals lebenswichtig &ndash; sie sch&uuml;tzte vor Feinden und wilden Tieren.</p><p>Eine &bdquo;Mauer aus Feuer&ldquo; aber ist mehr, sie ist un&uuml;berwindbar. Gott sagt: Ich selbst bin euer Schutz &ndash; st&auml;rker als jede Mauer aus Stein! Hier bildet sich Gottes Gegenwart ab. Im Alten Testament steht Feuer oft f&uuml;r die Gegenwart Gottes &ndash; etwa im brennenden Dornbusch bei Mose. Gott sagt damit: Ich bin mitten unter euch, nicht fern!</p><p>Ein weiterer Aspekt ist die Unabh&auml;ngigkeit von menschlichen Hilfeleistungen: Die R&uuml;ckkehrer aus dem Exil hatten keine Mauern, keine befestigte Stadt. Aber Gott sagt: Ihr braucht keine menschliche Absicherung. Ich bin da &ndash; und das gen&uuml;gt! Diese Zusage schenkte damals Hoffnung und Trost. Gottes Gegenwart ist vielleicht nicht sichtbar, aber sie ist real, stark und pers&ouml;nlich.</p><p>Er handelt &ndash; damals wie heute. Diese Zusage erf&uuml;llt uns mit Gottes Herrlichkeit, was im zweiten Teil des Verses nochmal betont wird. &bdquo;Und ich werde die Stadt mit meiner Herrlichkeit erf&uuml;llen.&ldquo; Auch das ist eine pers&ouml;nliche Zusage: Ich werde &hellip;! W&auml;hrend das erste &bdquo;Ich werde&ldquo; den &auml;u&szlig;eren Schutz meint, geht es hier um den inneren, geistlichen Reichtum.</p><p>Eine Stadt kann sicher, modern und wirtschaftlich stark sein &ndash; aber ohne Gottes Herrlichkeit bleibt sie kalt, oberfl&auml;chlich und sinnentleert. Nur wenn Gottes Gegenwart das Leben erf&uuml;llt, wird es wirklich lebendig. Sein Segen, seine Gnade, seine Herrlichkeit sind Geschenke, die wir nicht verdienen, sondern nur empfangen k&ouml;nnen &ndash; wenn wir uns auf den Weg mit ihm machen, dies alles zulassen und empfangen.</p><p>Es ist sozusagen, der Weg vom Zaun zur Zusage! Wer sich auf diesen Weg mit Gott einl&auml;sst, der erf&auml;hrt, was Jesus &uuml;ber 500 Jahre sp&auml;ter sagt: <em>&bdquo;Und niemand wird sie aus meiner Hand rei&szlig;en&ldquo; </em>(Johannes 10,28). Das ist die Fortsetzung der Zusage aus Sacharja: Gott selbst ist unsere Mauer aus Feuer. Auch f&uuml;r uns Christen.</p><p>Er sch&uuml;tzt uns &ndash; nicht durch Stein und Eisen, sondern durch seine Gegenwart und seine Liebe. Was auch immer geschieht, wer auch immer Mauern oder Z&auml;une durch unser Leben zieht &ndash; &nbsp;verlassen wir uns darauf: Niemand kann uns aus der Gegenwart Gottes herausrei&szlig;en. Diese Zusage ist die Mauer aus Feuer unseres Lebens. In ihr leuchtet die Herrlichkeit Gottes &ndash; heute, morgen und in Ewigkeit.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Ralf Weidner</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17221115.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Ralf Weidner]]></author>
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      <pubDate>Wed, 03 Dec 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Nachtvision der Hoffnung]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Sacharja 1,7-17 – ausgelegt von Angelika Woidich.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Sacharja 1,7-17 – ausgelegt von Angelika Woidich.</em><br/>
<p>Die heutige Bibellese l&auml;sst sich zeitlich genau datieren. Die Bibel nennt hier das 2. Jahr des Darius. Das entspricht dem Jahr 520 v. Chr. Sogar Monat und Tag werden genannt. Drei Monate des prophetischen Dienstes liegen bereits hinter Sacharja. Doch in dieser Nacht geschieht etwas Besonderes. Sacharja erh&auml;lt eine n&auml;chtliche Vision von Gott. Was ist der Anlass hierf&uuml;r? Zur Beantwortung dieser Frage ist eine kleine geschichtliche R&uuml;ckblende hilfreich.</p><p>Das babylonische Exil des S&uuml;dreichs geh&ouml;rt der Vergangenheit an. Auch das Babylonische Reich existiert nicht mehr. K&ouml;nig Kyrus der Gro&szlig;e kommt an die Macht und gilt als Gr&uuml;nder des Perserreiches. Bereits ein Jahr sp&auml;ter erlaubt er den Juden, aus dem Exil wieder in ihre Heimat zur&uuml;ckzukehren. Er erteilt sogar den Auftrag, den Tempel wieder aufzubauen. Und nicht nur das! Neben freiwilligen Geschenken, gibt Kyrus auch die Tempelger&auml;te, die&nbsp; Nebukadnezar entwendet hatte, wieder zur&uuml;ck an die Juden. Im 1. Kapitel des Buches Esra ist diese Tatsache sehr ergreifend geschildert. Gott selber, so hei&szlig;t es dort, erweckte den Geist des Kyrus (Esra 1). So wird ein Heide zu einem Werkzeug Gottes. Dieses Ph&auml;nomen l&auml;sst sich &uuml;brigens mehrfach in der Bibel finden. Kyrus gilt als Idealbild eines Herrschers mit einer bemerkenswerten Toleranz und Gnade gegen&uuml;ber seinen Untertanen. Im Buch Jesaja wird er sogar Hirte und Gesalbter genannt. Erw&auml;hnenswert ist in diesem Zusammenhang auch die sog. &bdquo;Kyrup&auml;die&ldquo; von Xenophon. Hier steht Folgendes &uuml;ber Kyrus geschrieben: &bdquo;Er w&uuml;rdigte seine Untertanen und k&uuml;mmerte sich um sie wie um seine eigenen Kinder, und sie wiederum verehrten ihn wie einen Vater.&ldquo;</p><p>Die Gunst von Kyrus gegen&uuml;ber dem j&uuml;dischen Volk zeigt in Jerusalem sehr bald Fr&uuml;chte. Zun&auml;chst wird der Altar f&uuml;r ihren Gott Jahwe gebaut, um den Opferdienst wieder ins Leben zu rufen. Im Jahr 536 v. Chr. erfolgt dann die Grundsteinlegung f&uuml;r den Tempel. Doch politische Unruhen unter dem Einfluss der Samaritaner sorgen daf&uuml;r, dass die Bauarbeiten f&uuml;r 14 Jahre ins Stocken geraten. So bauen die Heimkehrer inzwischen l&auml;ngst wieder an und in ihren H&auml;usern. Das Haus des HERRN dagegen ist eine verlassene Baustelle.</p><p>In dieser Zeit sendet Gott dem j&uuml;dischen Volk zwei Propheten. Der erste ist Haggai und zwei Monate sp&auml;ter folgt Sacharja. Beide Propheten sollen die Heimkehrer dazu bewegen, den Tempelbau wieder aufzunehmen. Gottes Segen steht und f&auml;llt mit dem Wiederaufbau des Tempels. Das ist die Kernbotschaft beider Propheten.</p><p>Im Gegensatz zu Haggai erh&auml;lt Sacharja nicht nur m&uuml;ndliche Botschaften von Gott. Er wird zus&auml;tzlich mit acht n&auml;chtlichen Visionen konfrontiert. Die erste dieser Visionen ist Gegenstand der heutigen Bibellese.</p><p>Sacharja ist mit diesem Gesicht total &uuml;berfordert. Er sieht einen Mann auf einem roten Pferd. Hinter ihm erblickt er noch weitere Pferde in den Farben rot, braun und wei&szlig;. So fragt er den Mann auf dem roten Pferd, wer diese Pferde sind. Und jetzt wird es auch f&uuml;r mich etwas verwirrend. Als Antwortender wird nicht etwa - wie erwartet - der Mann auf dem Pferd benannt, sondern es hei&szlig;t pl&ouml;tzlich &bdquo;der Engel&ldquo;. Im weiteren Textverlauf ist dann sogar vom &bdquo;Engel des HERRN&ldquo; die Rede. Nach mehrfachem Lesen dieses Bibelabschnittes in unterschiedlichen Bibel&uuml;bersetzungen, bin ich zu folgender Schlussfolgerung gekommen: Die Personen &bdquo;der Engel&ldquo;, &bdquo;der Mann&ldquo; und &bdquo;der Engel des HERRN&ldquo; sind identisch.</p><p>Mit dieser These wird es nun richtig spannend. Denn, in zahlreichen Bibelstellen ist der Begriff &bdquo;Engel des HERRN&ldquo; vermutlich gleichzusetzen mit Gott selbst. Ich m&ouml;chte an dieser Stelle nur einige exemplarisch auff&uuml;hren: Im 1. Buch Mose 16,13 sagt Hagar, die Magd von Sarai, zu dem Engel des HERRN Folgendes: <em>&bdquo;Du bist ein Gott, der mich sieht.&ldquo;</em> Oder im 2. Buch Mose 3,2 ff: Der Engel des HERRN begegnet Moses im brennenden Dornbusch. Und als Moses diese Erscheinung n&auml;her betrachten will, da spricht Gott selbst aus dem Dornbusch: <em>&bdquo;Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs.&ldquo;</em> Und als letztes Beispiel sei die Berufung Gideons zum Richter genannt, wo er den Auftrag erh&auml;lt, gegen die Midianiter zu k&auml;mpfen. Nachzulesen ist dieses im Buch Richter 6,11 ff.</p><p>Es gibt christliche Interpreten, die die Bezeichnung &bdquo;Engel des HERRN&ldquo; mit der Person &bdquo;Jesus Christus&ldquo; gleichsetzen. Ich schlie&szlig;e mich dieser Meinung an. Der heutige Bibelabschnitt ist f&uuml;r mich quasi ein Paradebeispiel f&uuml;r diese These. Aber, was bewegt mich zu dieser Auffassung? Nun, ich habe im fortlaufenden Bibeltext etwas entdeckt, das mich aufhorchen l&auml;sst.</p><p>Sacharja hat nach der Bedeutung der Pferde gefragt. In der Antwort erf&auml;hrt er, dass Gott sie ausgesendet hat, um die Erde zu durchstreifen. Alles ist still. Und jetzt geschieht etwas Merkw&uuml;rdiges. Ab diesem Zeitpunkt tritt der &bdquo;Engel des HERRN&ldquo; als F&uuml;rsprecher f&uuml;r das Volk Israel ein. Er wendet sich in seiner Ansprache direkt an Gott und fragt vorwurfsvoll: <em>&bdquo;Wie lange willst du dich nicht &uuml;ber Jerusalem und die St&auml;dte Judas erbarmen, die du verw&uuml;stet hast diese 70 Jahre?&ldquo; </em>Sacharja erh&auml;lt daraufhin in seiner Vision nun die tr&ouml;stende Botschaft, dass Gott sich seinem Volk wieder zuwenden will. Und Jerusalem bleibt auch weiterhin die erw&auml;hlte Stadt, worin SEIN Haus, also der Tempel, wieder erbaut werden soll.</p><p>F&uuml;r mich ist es immer wieder faszinierend, Jesus Christus im Alten Testament zu entdecken, wie z. B. im heutigen Bibeltext. Die F&uuml;rsprache bei Gott ist ein immerw&auml;hrendes Anliegen von Jesus Christus, welch frohmachende Botschaft. So lassen sich auch im Neuen Testament zahlreiche Belege daf&uuml;r finden. Zum Nachlesen m&ouml;chte ich an dieser Stelle auch nur drei Beispiele exemplarisch benennen: 1. Johannes 2,1; R&ouml;mer 8,34 und Hebr&auml;er 7,25.</p><p>Wie wertvoll ein F&uuml;rsprecher ist, habe ich schon mehrfach in meinem Leben erfahren. Noch viel wertvoller wird so ein F&uuml;rsprecher am Ende meines irdischen Lebensweges sein. Dann werde ich mich vor Gott f&uuml;r Getanes und Unterlassenes verantworten m&uuml;ssen. Ich glaube, dass ich dann einen guten Anwalt gebrauchen kann. Deshalb habe ich schon jetzt Kontakt zu ihm aufgenommen. Jesus ist nur ein Gebet weit entfernt und t&auml;glich rund um die Uhr ansprechbar. Wie hei&szlig;t es so treffend in der zweiten Strophe des alten Liedes &bdquo;What a friend we have in Jesus&ldquo;, welch ein Freund ist unser Jesus, das von Ernst Heinrich Gebhardt ins Deutsche &uuml;bersetzt wurde: &bdquo;Wenn des Feindes Macht uns drohet und manch Sturm rings um uns weht, brauchen wir uns nicht zu f&uuml;rchten, stehn wir gl&auml;ubig im Gebet. Da erweist sich Jesu Treue, wie Er uns zur Seite steht als ein m&auml;chtiger Erretter, der erh&ouml;rt ein ernst Gebet.&ldquo;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Angelika Woidich</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17220414.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Angelika Woidich]]></author>
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      <pubDate>Tue, 02 Dec 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Gott ruft zur Umkehr]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Sacharja 1,1-6 – ausgelegt von Traugott Farnbacher.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Sacharja 1,1-6 – ausgelegt von Traugott Farnbacher.</em><br/>
<p>Dieses Prophetenwort des Sacharja versetzt uns in die Epoche des aus dem babylonischen Exil zur&uuml;ckgekehrten Rest-Volkes von Juda. Es steht unter gro&szlig;em Schock: Nichts in der alten Heimst&auml;tte ist gut. Jerusalem und der Tempel sind nach der Katastrophe der Zerst&ouml;rung, gut 70 Jahren vorher, noch lange nicht wieder aufgebaut. Gn&auml;dig hat Gott selber seinem Volk Wege aus der W&uuml;ste zur&uuml;ck in die Heimat gebahnt. Wann und wie aber greift er angesichts des schleppenden Neuanfangs richtig ein? Zudem: das Trauma der Fremde Babylon ist noch nicht aufgearbeitet. Und Juda hat keinen K&ouml;nig; daher orientiert sich Sacharja am Zeitkalender des Heidenk&ouml;nigs Darius.</p><p>Denken wir an vergangene Jahrzehnte bei uns: Nur erahnen kann ich, wie es Millionen Menschen erging, die wegen der Kriegsfolgen im 20. Jahrhundert ihre Heimat verlassen mussten. Gar sp&auml;t fand unser Land den Mut, die &uuml;bergro&szlig;e Schuld von Nazi-Deutschland einzugestehen. Das war umso schwieriger, weil viele ausbaden mussten, was andere verbrochen hatten. Und dann die heutige Diskussion bei uns: Viele Entwurzelte, vielfach Gesch&auml;digte flohen. Sie ahnen, wie gering ihre Chancen auf R&uuml;ckkehr in die Heimat sind. Ihr Land ist besetzt, zerst&ouml;rt, &ndash; oder es erwartet sie Gef&auml;ngnis oder Tod. Wer Haus, Hab und Gut, ja Verwandte verloren hat, kann diese Traumata schwer verarbeiten. Auch unter uns gibt es Menschen &ndash; vielleicht haben sie selber solches erfahren &ndash; denen das Vertraute entzogen wurde. Getrennt vom und von Liebsten ging das Wertvollste verloren. Manche mussten ganz von vorne anfangen, aus eigener Kraft. Da mag einen die Frage umtreiben: Hat uns Gott verlassen; wo haben wir ges&uuml;ndigt?</p><p>Im alten Israel waren viele Unheils-Propheten aufgetreten, die die Schuld des Volkes beim Namen genannt hatten. Aber die Vorfahren hatten die Warnungen nicht ernst genommen und starben dar&uuml;ber. Nach all den Widerfahrnissen gestanden es sich nur wenige ein: Gott selber hatte eingegriffen, gestraft. Wann wird das irre gegangene Volk zur Einsicht und Umkehr kommen? Auf uns &uuml;bertragen sollen wir aber nicht versuchen, Negatives zuerst &uuml;ber die Schuldfrage zu verstehen. Solch ein Gr&uuml;beln kann uns mehrfach verletzen oder sogar krank machen.</p><p>In jedem Fall d&uuml;rfen Menschen, die unter die R&auml;der kamen, mit den R&uuml;ckkehrern Israels in den Hilfe-Ruf einstimmen, wie er am Ende des Jesaja-Buches an Gott gerichtet wird: &bdquo;Ach wenn Du nur den Himmel zerrissest &hellip;!&ldquo; Hier ersp&uuml;ren wir &uuml;berdeutlich die Not des hin und her gerissenen Volkes. Diese gro&szlig;e Hilfe ersehnen auch wir von Gott. &bdquo;Wohin sonst sollten wir denn gehen?&ldquo; So hatten es die J&uuml;nger einmal Jesus gegen&uuml;ber bekannt.</p><p>Der Prophet schreibt klar und dringlich: Bleibt nicht bei euren unruhigen Fragen stehen. Als Kenner der Geschichte und gottesf&uuml;rchtiger Mann spielt er die vergangene Katastrophe nicht herunter. Ein weiser Spruch sagt: Wer aus seinen Fehlern nichts gelernt hat, den werden diese einholen!</p><p>Sacharja w&uuml;hlt nicht im Sumpf der Geschichte, wenn er beklagt, wie wenig die Heimkehrer aus ihr gelernt haben. Seine Botschaft ist positiv: Weil &uuml;ber allem Gott wacht, h&ouml;rt er nicht auf, zu seinen Menschen zu sprechen. Es gibt Hoffnung. Daher richtet er die Blicke in die Zukunft: Gott wird gewiss eingreifen. Genauso wie er eine Umkehr der Seinen erwartet. Kommt der Prophet schlie&szlig;lich mit Moral-Appellen daher? Nein. Das ganze Buch hindurch enth&uuml;llt er Visionen, die Gott ihm geschenkt hat: Der will vor allem wieder herstellen, echten Neuanfang schenken. Dies unterstreicht Sacharja: Wiederholt nicht die Fehler der Vorfahren, wendet Euch Gott zu, folgt seinem Willen.</p><p>Wie beschreibt das Alte Testament einen Gerechten? Da hei&szlig;t es einmal: Als solch einen, der, wenngleich er sieben Mal pro Tag gefallen ist, immer neu aufsteht. Gott l&auml;sst niemand im Chaos stehen, st&ouml;&szlig;t keinen ins Trostlose. Zum Vergleich lohnt es sich, die letzten Kapitel des Jesaja-Buches genau zu lesen. Sie triefen von wunderbaren Verhei&szlig;ungen, um Verzweifelte aufzurichten. Wo Gott wirkt, auch wenn er richtet, geht es nicht in erster Linie um Vernichtung, sondern um eine Wende. Das ersehen wir schlie&szlig;lich im Wirken Jesu. Ich lerne daraus f&uuml;r mich pers&ouml;nlich und empfehle dies Ihnen: Angesichts pers&ouml;nlicher Herausforderungen, gerade wenn Widriges schwer zu deuten ist, sollen wir nicht auf Krisen fixiert sein. Gott will nicht verunsichern, sondern schenkt Hilfen f&uuml;r unser Leben, damit wir seinen Zusagen vertrauen.</p><p>Wer sich f&uuml;r sein Wort &ouml;ffnet, seinen Willen sucht, der findet Trost und Orientierung. Wie sagte Jesus denen, die ihn aufsuchten? <em>&bdquo;Kommet her zu mir alle, die ihr m&uuml;hselig und beladen seid; ich will Euch erquicken&ldquo;. </em>Wo wir uns von Jesus entfernt haben, ruft er uns voller Liebe zur&uuml;ck. Wer ihn sucht, den wird er nicht &uuml;bersehen. Er ist nahe &ndash; und diese Einsicht &auml;ndert unsere Einstellung, ja, gibt Frieden und Hoffnung. All das ist nicht zeitlos richtig, sondern gilt uns immer ganz pers&ouml;nlich. Sacharja l&auml;dt ein, Schritte auf Gott zuzumachen, so wie er uns in Jesus verl&auml;sslich entgegenkommen ist. Ja, er nimmt uns an die Hand, damit wir den Weg finden, ohne auf kritischen Etappen aufzugeben. Im Jakobus-Brief hei&szlig;t es: <em>&bdquo;Nahe dich Gott, und er wird sich dir nahen&ldquo;. </em>Er verhei&szlig;t, uns unterwegs zu begegnen, wenn wir uns zu ihm wenden. Diese Beziehung mit Gott hat kein Ablaufdatum &ndash; so wie seine Liebe ohne Ende ist.</p><p>Es geht also um ein Zweifaches: Die Einsicht, wie sie der letzte Vers unseres heutigen Textes ausspricht: <em>&bdquo;Wie der Herr Zebaoth vorhatte, uns zu tun nach unsern Wegen und Taten, so hat er uns auch getan.&ldquo;</em> Aber nun auch das andere, Wunderbare. Gerade die Propheten im und nach dem Exil k&uuml;ndigen an, dass es nicht so bleiben wird, wie es war und ist. Gott erwartet nicht nur Umkehr, er f&uuml;hrt auch zu einem guten Ziel. Statt: &bdquo;Ende gut alles gut&ldquo; bekennen wir Christen: Gott steht nicht ferne und schaut einfach zu. Er ist den ganzen, weitgehend unbekannten Weg bis dahin mit uns gegangen, damit wir ihn achten, f&uuml;rchten, ehren, lieben &ndash; und ihm vertrauen.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pfarrer Dr. Traugott Farnbacher</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17219730.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pfarrer Dr. Traugott Farnbacher]]></author>
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      <pubDate>Mon, 01 Dec 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Einzug in das Heiligtum]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Psalm 24 – ausgelegt von Christian Hählke.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 24 – ausgelegt von Christian Hählke.</em><br/>
<p>In meiner Guten Nachricht Bibel hat Psalm 24 die &Uuml;berschrift: &bdquo;Einzug ins Heiligtum&ldquo;. Und meine Bruns Bibel hat die &Uuml;berschrift: &bdquo;Der Herr als Eigent&uuml;mer der Erde will Einzug halten&ldquo;.</p><p>Unser kurzer Psalm hat drei Teile. Die Verse 1 und 2 beschreiben die Herrschaft Gottes &uuml;ber die Erde. Die Verse 2 bis 6 sind die Eintrittsliturgie f&uuml;r Tempelbesucher. Wer wird zur Kultfeier im Tempel zugelassen? Und die Vers 7 bis 10 sind liturgische Begleitworte zur Erscheinung Jahwes im Tempel.</p><p>Diesen dritten Abschnitt von Psalm 24 kennen wohl viele Gottesdienstbesucher aus der Liturgie. In der Lutherbibel hei&szlig;t es dort: <em>Machet die Tore weit und die T&uuml;ren in der Welt hoch, dass der K&ouml;nig der Ehre einziehe! Wer ist der K&ouml;nig der Ehre? Es ist der Herr, stark und m&auml;chtig, der Herr, m&auml;chtig im Streit. Und dann nochmals: Machet die Tore weit und die T&uuml;ren in der Welt hoch, dass der K&ouml;nig der Ehre einziehe! Wer ist der K&ouml;nig der Ehre? Es ist der Herr Zebaoth; er ist der K&ouml;nig der Ehre.</em></p><p>Vielleicht kommt ihnen jetzt auch das Adventslied von Georg Weissel in den Sinn mit seinen f&uuml;nf Strophen. Die erste lautet:<br />
&bdquo;Macht hoch die T&uuml;r, die Tor macht weit;<br />
es kommt der Herr der Herrlichkeit,<br />
ein K&ouml;nig aller K&ouml;nigreich,<br />
ein Heiland aller Welt zugleich,<br />
der Heil und Leben mit sich bringt;<br />
derhalben jauchzt, mit Freuden singt:<br />
Gelobet sei mein Gott, mein Sch&ouml;pfer reich von Rat.&ldquo;</p><p>Im liturgischen Kalender f&uuml;r den 1. Advent ist dieser Psalm 24 vorgeschlagen. Ich habe ihn im Wechsel mit der Gemeinde immer zu Beginn des Gottesdienstes am 1. Advent gesprochen. Und das Adventslied von Georg Weissel singen wir nat&uuml;rlich auch.</p><p>Mir ist jetzt beim Nachdenken &uuml;ber diesen Psalm noch einmal klar geworden, dass wir unsere T&uuml;ren, unsere Herzen, weit &ouml;ffnen, damit Gott zu uns kommt und wir als Christen einladend leben.</p><p>Ich habe in meiner Dienstzeit mal eine Jugendband gegr&uuml;ndet. Einige junge Menschen machten mit: am Schlagzeug, am Keyboard, am E-Bass, an der E-Gitarre, an den Mikrofonen. Und die Jungen und M&auml;dchen habe auch die Lieder mitbestimmt, die wir ge&uuml;bt und vorgetragen haben. Auch Gottesdienste habe ich musikalisch mitgestalten k&ouml;nnen, sogar beim Frankfurter Kirchentag. Ich habe Verst&auml;ndnis, dass junge Leute nicht auf Kirchenorgel stehen. Sie m&ouml;gen lieber die Musik einer Band. Und moderne christliche Lieder lassen sich mit unseren Instrumenten ja auch gut begleiten. Also, wir k&ouml;nnen uns weit &ouml;ffnen, dass Menschen kommen und mitmachen.</p><p>Und ich dachte an Julian. Er wollte gerne das Klavierspiel erlernen. Doch die Eltern wollten so ein teures Instrument f&uuml;r ihn nicht kaufen. Vielleicht w&auml;re schon nach kurzer Zeit kein Interesse bei Julian zu beobachten? Doch der Opa erz&auml;hlte mir davon. Da habe ich ihm mein Klavier geliehen. Julian hat nicht die Lust am Klavier verloren, im Gegenteil. Und heute ist er musikalisch vielf&auml;ltig unterwegs. Ich hatte damals ein weites und offenes Herz, ihm mein Klavier auszuleihen. Also, wir k&ouml;nnen uns weit &ouml;ffnen, freundlich sein, damit Menschen sich gut entwickeln k&ouml;nnen.</p><p>Und jetzt liegt es an uns Christen, unsere Herzen, unsere Kirchen, unsere Gemeindeh&auml;user, unsere Wohnh&auml;user weit zu &ouml;ffnen. So k&ouml;nnen unsere Zeitgenossen ohne Schwellenangst dazukommen. Und in unserer christlichen Gemeinschaft kann Gott ihnen begegnen.</p><p>Damals in Jerusalem kamen die Menschen zum Tempel. Sie wollten Segen empfangen vom HERRN. Gott sollte sie wieder gerecht sprechen. Gott sollte ihnen helfen.</p><p>Wunderbar finde ich den dritten Teil von Psalm 24 in der &Uuml;bersetzung der BASIS Bibel.</p><p>Da h&ouml;re ich innerlich schon die Noten und T&ouml;ne:<br /><sup>7</sup>&nbsp;&nbsp; Ihr Tore des Tempels, seid hocherfreut!<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ihr T&uuml;ren der Urzeit, &ouml;ffnet euch weit!<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Es kommt der K&ouml;nig der Herrlichkeit!<br /><sup>8</sup>&nbsp;&nbsp; Wer ist der K&ouml;nig der Herrlichkeit<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Es ist der HERR &ndash; er ist stark und m&auml;chtig!<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Es ist der HERR &ndash; er ist machtvoll im Kampf!<br /><sup>9</sup>&nbsp;&nbsp; Ihr Tore des Tempels, seid hocherfreut!<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ihr T&uuml;ren der Urzeit, &ouml;ffnet euch weit!<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Es kommt der K&ouml;nig der Herrlichkeit!<br /><sup>10</sup>&nbsp; Wer ist der K&ouml;nig der Herrlichkeit?<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Es ist der HERR der himmlischen Heere.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Er ist der K&ouml;nig der Herrlichkeit!</p><p>Und ich denke an die evangelisch-reformierte Tradition der Psalmlieder. Matthias Jorissen hat vor &uuml;ber 200 Jahren diesen Psalm auch zu einem Liedtext geformt.</p><p>Jetzt fehlt noch die Erkl&auml;rung von dem Wort SELA. Es kommt hier zweimal vor. In insgesamt 39 Psalmen z&auml;hle ich es 71 mal. SELA bedeutet: Zwischenspiel. Also beim Gesang der Psalmen gibt es auch Unterbrechungen. Sie werden durch eine Zwischenmusik ausgef&uuml;llt. Ich habe mir in Israel mal ein Schofar, ein Widderhorn, gekauft. Als Trompetenersatz kann ich es gebrauchen. Die Bibel kennt noch weitere Instrumente.</p><p>Und heute haben wir eine F&uuml;lle von Instrumenten. Angefangen von der Orgel, sie wird K&ouml;nigin der Instrumente genannt, bis hin zu Schlagzeug, Bass, und E-Gitarre. Mit unseren Stimmen und Instrumenten preisen wir Gott, den K&ouml;nig der Herrlichkeit. Wir preisen seinen Sohn Jesus Christus, unseren Herrn. Wir preisen die Gotteskraft, den Heiligen Geist. Bestimmt jetzt auch mit dem Adventslied: Macht hoch die T&uuml;r, die Tor macht weit. Ich kann mir den 1. Advent ohne Psalm 24 nicht vorstellen.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pfarrer Christian Hählke</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17219297.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pfarrer Christian Hählke]]></author>
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      <pubDate>Sun, 30 Nov 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Wünsche des Apostels und Warnung vor Müßiggang]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 2. Thessalonicher 3,1-18 – ausgelegt von Christoph Scharf.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 2. Thessalonicher 3,1-18 – ausgelegt von Christoph Scharf.</em><br/>
<p>Auf geht&rsquo;s &ndash; nicht aufgeben &ndash; Gott tr&auml;gt durch!</p><p>Schon wieder geht ein Brief von Paulus an seine gegr&uuml;ndeten Gemeinden zu Ende. Hier sogar schon der zweite Brief an die junge Gemeinde im Norden von Griechenland. Auf seiner 2. Missionsreise hat Paulus hier bei den Thessalonichern Station gemacht und gewann dort eine kleine Gruppe von Menschen f&uuml;r Jesus, bevor er von dort regelrecht vertrieben wurde und nach Ber&ouml;a weiterzog.</p><p>Die junge Gemeinde hatte mit viel Widerstand zu k&auml;mpfen. Besonders etliche Juden wollten nicht, dass diese christlichen Jesus-Gemeinden entstehen. Doch wer Jesus einmal pers&ouml;nlich erlebt hatte, kann nicht anders als dranzubleiben.</p><p>Heute haben wir die Bibel, zahlreiche Schulungsm&ouml;glichkeiten im Glauben zu wachsen, aber damals gab es nur das, was sich die Christen untereinander weitergesagt haben. Nat&uuml;rlich blieben da auch immer viele Fragen offen. Deshalb schrieb Paulus seine Briefe an diese Gemeinden, wenn er h&ouml;rte, dass Hilfe n&ouml;tig war.</p><p>Am Ende dieses 2. Thessalonicherbriefes macht Paulus den Menschen, allem voran der Gemeindeleitung, Mut! Gott tr&auml;gt durch! Denn ER, Gott, ist es, der Menschen erw&auml;hlt, beruft und auch bewahrt! Paulus erinnert sie, dass die Welt, in der sie leben, mit allen L&uuml;gen und Problemen durch den Glauben und im Festhalten an Jesus zu &uuml;berwinden ist. Wer an das Evangelium von Jesus glaubt und vertraut, braucht sich vor der Zukunft nicht zu f&uuml;rchten. Paulus macht deutlich, im Gebet nah an Jesus zu bleiben. Auch Paulus und seine Mitarbeiter sollen durch die Gebete der Gemeinde getragen werden.</p><p>Im zweiten Abschnitt wird Paulus dann sehr deutlich. Er wundert sich &uuml;ber Menschen, auch in der Gemeinde, die glauben es nicht mehr n&ouml;tig zu haben, zu arbeiten und sich auf der Arbeit anderer ausruhen.</p><p>Wie kommt das? In dieser Zeit, und das war auch der Anlass dieses 2. Briefes, gab es den Glauben, dass Jesus schon wiedergekommen sei. Paulus bem&uuml;hte sich in diesem Brief das klarzustellen und bezeichnet das angebliche Auftreten von Jesus als Irrtum. Paulus hat sein Leben als Vorbild aufgezeigt. Geht hart arbeiten, verdient somit euren Lebensunterhalt und verk&uuml;ndigt Jesus! Erz&auml;hlt allen Menschen von Jesus und werdet dabei nicht m&uuml;de.</p><p>Nochmal, die Bibel, wie wir sie heute haben, gab es damals noch nicht. Die Menschen damals waren auf das angewiesen, was die Christen ihnen von Jesus erz&auml;hlt haben.</p><p>Stille Zeit (also Gebetszeit), so wie viele Christen das in ihrem Alltag kennen, lief damals somit auch ganz anders ab. Ich nehme mir, wenn m&ouml;glich, jeden Tag eine Zeit, um in der Bibel einen Abschnitt zu lesen. Dann versuche ich diese Worte zu verstehen und gehe dann damit ins Gebet.</p><p>Damals h&ouml;rten die jungen Christen die Worte in ihrer Gemeinde. Dort tauschten sie sich auch aus und versuchten gemeinsam auf Fragen Antworten zu finden. Zu Hause in der Stille blieb dann nur noch das Gebet. Aber auch die t&auml;gliche harte Arbeit. In Vers 10 schreibt Paulus dazu: <em>&bdquo;Wer nicht arbeiten will, der soll auch nicht essen.&ldquo;</em></p><p>In unserer Gemeinde heute genie&szlig;e ich Veranstaltungen, an denen wir gemeinsam noch Zeit verbringen, gemeinsam essen und richtig feiern. Gottesdienst feiern bekommt hierdurch eine ganz neue Bedeutung.</p><p>Auch in unserer Gemeinde finanzieren wir unsere Gemeindearbeit ausschlie&szlig;lich aus Spenden und Mitgliedsbeitr&auml;gen der Gemeindeglieder. Deshalb gilt das, was Paulus der Gemeinde damals gesagt hat auch heute. Ohne unsere t&auml;gliche und manchmal auch harte Arbeit ist eine Gemeindearbeit nicht m&ouml;glich.</p><p>Paulus macht sich auch selbst hier zum Vorbild. Er hat als Zeltmacher gearbeitet, um den anderen Christen nicht auf der Tasche zu liegen. Damit hat er sich auch unabh&auml;ngig von ihnen gemacht. Er hat sein eigenes Geld verdient und trotzdem in der Gemeinde und im Verk&uuml;ndigungsdienst leidenschaftlich gearbeitet. Paulus macht den Christen aber damit klar, dass sie mit solch einem guten Verhalten Vorbilder in der Gesellschaft sind.</p><p>Die Menschen in unserem Umfeld sehen auf uns, sehen wie wir leben, aber vor allem, wie wir miteinander umgehen.</p><p>In Vers 13 steht: <em>&bdquo;Ihr aber lasst&rsquo;s euch nicht verdrie&szlig;en, Gutes zu tun.&ldquo;</em> Das sind Ermahnungen durch das Evangelium, vorbildlich zu leben und Gutes zu tun! Das ist der Fahrplan f&uuml;r ein gutes Miteinander und als &bdquo;Brief Christi&ldquo; zu leben.</p><p>Die Verse 14 und 15 sind ein weiterer Leitfaden f&uuml;r die Leiter in Gemeinden. In Vers 14 steht: <em>&bdquo;Wenn aber jemand unserm Wort in diesem Brief nicht gehorsam ist, den merkt euch und habt nichts mit ihm zu schaffen, damit er schamrot werde.&ldquo; </em>Welch hartes Wort, aber f&uuml;r Paulus gibt es nur ein &bdquo;GANZ&ldquo; oder &bdquo;GARNICHT&ldquo;. Ein halber Christ ist bekanntlich ein ganzer Unsinn. Eine klare Anweisung an die Leiter, sicherlich auch an sie selbst gerichtet.</p><p>Doch der anschlie&szlig;ende 15. Vers zeigt die Friedensbem&uuml;hungen bei diesem Thema: Vers <em>&bdquo;Doch haltet ihn nicht f&uuml;r einen Feind, sondern weist ihn zurecht als einen Bruder.&ldquo; </em>Wenn ich ehrlich bin, ist das heute in unseren Gemeinden nicht anders. Auch in unserer Gemeinde hier in Berlin haben wir monatliche Mitarbeitertreffen. Mich erstaunt es Monat f&uuml;r Monat, wer alles nicht zu diesen Treffen kommt. Aber trotz allem soll und will ich allen Menschen, auch in der Gemeinde, in Liebe begegnen. &Uuml;brigens: Eine Ermahnung und ein deutliches Wort geschehen deshalb auch genau aus dieser Lieber heraus. Aber damals wie heute: Der Ton macht die Musik!</p><p>Am Ende spricht Paulus ein Gebet.&nbsp; Wie schon am Ende von Kapitel 1 und 2, endet dieses 3. Kapitel mit Gebet. Er betet f&uuml;r Frieden in der Gemeinde und bittet ferner um Weisheit! Somit beginnt dieser Abschnitt von heute mit der Einladung zum Beten und endet mit Gebet. Ein roter Faden im Leben von Paulus. Ohne Gebet sind wir allein. Das t&auml;gliche Gebet l&auml;sst uns mit Jesus im Gespr&auml;ch bleiben.</p><p>Ich ende heute mit den letzten Worten des Paulus in diesem 2. Thessalonicherbriefes und w&uuml;nsche Ihnen allen einen gesegneten Tag und einen guten Start in die morgen beginnende Adventszeit: <em>&bdquo;Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch allen!&ldquo;</em></p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Christoph Scharf</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17218965.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Christoph Scharf]]></author>
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      <pubDate>Sat, 29 Nov 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Mahnung zur Standfestigkeit]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 2. Thessalonicher 2,13-17 – ausgelegt von Joachim Opitz.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 2. Thessalonicher 2,13-17 – ausgelegt von Joachim Opitz.</em><br/>
<p>Was ist das f&uuml;r ein Wechselbad der Gef&uuml;hle! Der Kontrast zwischen den vorausgehenden S&auml;tzen im 2. Kapitel des 2. Thessalonicherbriefes und diesem Abschnitt kann kaum gr&ouml;&szlig;er sein. Da schreibt Paulus mit allergr&ouml;&szlig;tem Ernst &uuml;ber unheimliche satanische M&auml;chte und &uuml;ber die Verf&uuml;hrung der Christenheit. Viele werden dem Geist des Irrtums verfallen und infolgedessen der L&uuml;ge glauben (2. Thessalonicher 2,11). Aus dem freien Spiel des Geistes und dem eifrigen intellektuellem Streben nach Wahrheit wird unversehens die &bdquo;Flucht aus dem Glaubensgehorsam gegen&uuml;ber der Wahrheit in die Probleme&ldquo;. Gott hat vormals glaubende Menschen ihrem Willen dahingegeben und sie in ihr Verderben laufen lassen! Schrecklich!</p><p>Und dann dieser riesengro&szlig;e Kontrast: <em>&bdquo;Ihr aber glaubt der Wahrheit in Jesus Christus und nicht der L&uuml;ge.&ldquo;</em> Dieser Gegensatz ist nicht geringer als der zwischen Tod und Leben. Darum beginnt unser Briefabschnitt auch mit einem aus tiefstem Herzen kommenden &bdquo;ABER&ldquo;: <em>&bdquo;Wir aber m&uuml;ssen Gott allezeit f&uuml;r euch danken&ldquo; </em>(2. Thessalonicher 2,13). An erster Stelle steht also der Dank an den lebendigen Gott, dass er seine Gemeinde im wahren Glauben erh&auml;lt.</p><p>Darum lenkt der Apostel Paulus hier in diesem Abschnitt unser Augenmerk auf das, was wirklich wichtig ist und was im Blick auf die Ewigkeit allein z&auml;hlt Christen. In wenigen Versen wird alles wie in einem Brennglas zusammengefasst und benannt, was den christlichen Glauben ausmacht und von allen anderen Weltanschauungen und Religionen unterscheidet. Das d&uuml;rfen wir getrost glauben und f&uuml;r Zeit und Ewigkeit festhalten und uns tief einpr&auml;gen. Das sind die kostbarsten Sch&auml;tze, die wir entdecken k&ouml;nnen und die uns in Erinnerung gerufen werden:</p><ul><li>Der lebendige Gott selbst hat uns berufen. Das Wort, was Paulus hier gebraucht, hei&szlig;t: Gott hat uns nahe herbei gerufen in den Heilsraum und Schutz- und Schonraum seiner Gnade. Jetzt sind wir nicht mehr unter dem Zorn Gottes, sondern ein f&uuml;r alle Mal unter der Gnade. Es war nicht unsere eigene Idee, zu Jesus geh&ouml;ren zu wollen. Nicht wir haben uns f&uuml;r Ihn entschieden, sondern er hat sich f&uuml;r uns entschieden. Er hat uns erw&auml;hlt.</li><li>Sein Heiliger Geist leitet uns immer tiefer auf den Weg mit Jesus und bewahrt uns darauf. Er wird uns in alle Wahrheit leiten, damit wir ihn immer besser erkennen k&ouml;nnen und kennenlernen.</li><li>Jesus Christus hat uns geliebt. Er hat sich selber nicht verschont, sondern hat sich bis ins &auml;u&szlig;erste Verderben dahingegeben. Er war sich nicht zu schade daf&uuml;r, diesen entsetzlichen Weg ans Kreuz zu gehen. Darum m&uuml;ssen wir nicht an unserer Schuld ersticken. Wir sind freigekauft aus der Knechtschaft unter die Schuld. Jesus hat den H&ouml;chstpreis daf&uuml;r bezahlt: Sein Leben f&uuml;r uns. Das gen&uuml;gt. Mehr an Liebe geht nicht.</li><li>Damit zugleich haben wir einen unvergleichlichen und tiefen Trost, der unsere Herzen tief ber&uuml;hren kann, gerade dann, wenn die St&uuml;rme des Lebens um uns toben. Das gilt vor allem dann, wenn die kalte Hand des Todes nach uns greift: <em>&bdquo;Selbst wenn ich im Tal des Todesschattens bin, f&uuml;rchte ich kein Ungl&uuml;ck. Denn du bist bei mir&hellip;&ldquo;,</em> hei&szlig;t es in Psalm 23. Wir w&auml;ren sonst sehr leicht verzagt und wie ein schwankendes Schilfrohr im Wind, st&auml;ndig hin- und hergerissen und ohne festen Stand.</li><li>Wir d&uuml;rfen wissen: Wir werden Jesus in seiner Herrlichkeit selbst schauen von Angesicht zu Angesicht, so, wie er ist. Das ist das unverr&uuml;ckbare Ziel des christlichen Glaubens und der unumst&ouml;&szlig;liche Grund unserer Hoffnung. Diese Hoffnung hat einen realen Grund in der Verhei&szlig;ung Gottes. Hoffnung ohne die Verwurzelung in der Heiligen Schrift ist keine Hoffnung, die wirklich tragen k&ouml;nnte im Leben und im Sterben. Eine wie auch immer geartete Hoffnung, die zus&auml;tzlich oder gar etwas anderes anbieten oder gar verkaufen will, ist nur Betrug an unserer aufgescheuchten Seele. Der Markt ist voll von solchen Angeboten. Die Hoffnung aus dem Evangelium habe ich eben nie und nimmer aus oder in mir selber. Das w&auml;re so &auml;hnlich, als wollte man sich an seinen eigenen Haaren aus dem Sumpf herausziehen. Das hat, soviel ich wei&szlig;, bisher nur der Baron M&uuml;nchhausen geschafft &hellip;</li><li>Und schlie&szlig;lich: Er selbst, unser Herr Jesus Christus, wird uns in unserer Herzensbindung an Ihn gr&uuml;nden, st&auml;rken, bewahren und erhalten. Alles, was wir f&uuml;r unser Leben als Christenmenschen brauchen, hat er bereits f&uuml;r uns vorbereitet und getan: Jedes gute Wort und Werk. Wir brauchen gleichsam nur noch aus dem Vollen zu sch&ouml;pfen.</li></ul><p>Das sind also die unvergleichbaren Sch&auml;tze, die Gott f&uuml;r uns bereith&auml;lt. Das allein macht den Glauben an Christus aus. Das alles darf &bdquo;man&ldquo; glauben, muss es aber nicht.</p><p>Zwischen den Versen 13 bis 14 und 16 bis 17 steht eine Klammer, die diesen ganzen Abschnitt aufs engste zusammenh&auml;lt. Denn der hier so kernig zusammengefasste Glaube an Jesus Christus ist allemal und immer wieder aufs &Auml;u&szlig;erste bedroht, angefochten und in Frage gestellt. Darum bittet der Apostel Paulus in Vers 15 inst&auml;ndig, an dem festzuhalten, worin wir gelehrt und unterwiesen worden sind. Lehre und Unterweisung meint in diesem Zusammenhang nie so etwas wie das Auswendiglernen von Vokabeln oder Matheformeln. Es meint immer und ausschlie&szlig;lich: Sich in ein Verhalten einzu&uuml;ben, wie es der Beziehung zu Jesus Christus entspricht. Das ist also ungemein praktisch. Und das, was wir als Brief oder Wort haben, liegt uns in der Heiligen Schrift vor, unverf&auml;lscht, unverk&uuml;rzt. Da finden wir alles, was wir f&uuml;r unser Glaubensleben wissen sollen. Es ist auch keine vorsorgliche oder theoretische Mahnung von Paulus, am Wortlaut der Heiligen Schrift unbedingt festzuhalten. Die junge Christengemeinde in Thessalonich war aufs &Auml;u&szlig;erste ersch&uuml;ttert und beunruhigt durch eine grobe und heftige Irrlehre. Darum sch&auml;rft Paulus hier so kompromisslos und eindringlich ein, bei dem zu stehen, was wir glauben und wissen.</p><p>Ich finde es sehr bemerkenswert, dass in den griechischen Originalschriften f&uuml;r die &Uuml;berlieferung des Wortes Gottes und f&uuml;r die &Uuml;berlieferung Jesu ans Kreuz das gleiche Wort gebraucht wird. Das bringt mich auf den Gedanken, dass es der Bibel genauso ergeht wie dem HERRN Jesus selbst: Verspottet, gel&auml;stert, verachtet.</p><p>Denn wo, au&szlig;er im Wort Gottes, k&ouml;nnen Menschen das finden, was unseren Glauben ausmacht und tr&auml;gt: das reine und unverf&auml;lschte Evangelium von der Liebe Gottes, die in Jesus Christus H&auml;nde und F&uuml;&szlig;e, ein Gesicht und einen unverwechselbaren Namen bekommen hat. Dabei sollen wir verbleiben. Und daran k&ouml;nnen wir festhalten. Wir wissen: Jesus selbst erh&auml;lt und bewahrt uns im wahren Glauben zum ewigen Leben. So kann und soll sich der Glaube auch im Alltag bew&auml;hren, Gott zur Ehre und den Menschen zum Segen.<br />
&nbsp;</p><p><strong>Hintergrundinfos zum 2. Thessalonicherbrief:</strong></p><section class="erf-teaser-card-init" data-url="https://youtu.be/yQu8rJFdzZM">Buchvideo: 2. Thessalonicher</section><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Joachim Opitz</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17218447.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Joachim Opitz]]></author>
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      <pubDate>Fri, 28 Nov 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Der Widersacher Christi]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 2. Thessalonicher 2,1-12 – ausgelegt von Volker Hase.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 2. Thessalonicher 2,1-12 – ausgelegt von Volker Hase.</em><br/>
<p>Die Christen besch&auml;ftigen sich intensiv mit den Fragen einer baldm&ouml;glichen R&uuml;ckkehr Jesu Christi auf die Erde. Paulus fordert zun&auml;chst dazu auf, das, was er ihnen schreibt, sehr sorgf&auml;ltig und mit innerer Ruhe durchzulesen und keine voreiligen Schl&uuml;sse zu ziehen. - Das ist ein sehr guter Rat, dessen Beherzigung empfehlenswert ist.</p><p>Bis zum heutigen Tage geschieht es h&auml;ufig, dass einige aus der Bibel bestimmte Verse bzw. Aussagen herausnehmen und sie vom Zusammenhang v&ouml;llig losgel&ouml;st versuchen wieder zusammenzubasteln. So sind schon manche komische Lehrthesen und auch Endzeitpanikgeschichten entstanden.</p><p>Die Bibel ist ein zutiefst geistliches Buch, voller Beschreibungen himmlischer Dinge, die mit irdisch vorstellbaren Vergleichen beschrieben werden. Einer der h&auml;ufig auftretenden Grundirrt&uuml;mer besteht darin, dass man versucht, die Dinge in Zeitabl&auml;ufe hineinzudeuten, die f&uuml;r unsere menschlichen Denkbegrenzungen passender erscheinen. Also: erst kommt das, dann kommt das &ndash; und danach das, was dann noch kommt.</p><p>Bei Gott sind 1.000 Jahre wie ein Tag. Aus seinem Blickwinkel geschehen alle Dinge zugleich. Das hat etwas mit seinem Ewigkeitscharakter zu tun. Allerdings ist diese Denkweise &ndash; zugegebenerweise &ndash; f&uuml;r unser menschliches Gehirn ein wenig zu hoch.</p><p>Auch das hebr&auml;ische Weltbild unterscheidet sich um Welten von der griechisch-hellenistischen Betrachtung, von der wir in unserer Kultur sehr gepr&auml;gt sind. Zum Beispiel ist der Begriff &bdquo;ein Tag&ldquo;, so wie er zur Zeit von Mose verwendet wurde, ein Ausdruck f&uuml;r einen dauerhaften Zustand, der sich &uuml;ber ein ganzes Zeitalter hinweg h&auml;lt.</p><p>Das, was wir heute unter der Bezeichnung &bdquo;Endzeit&ldquo; kennen, sagt nichts &uuml;ber das Ende der Erde aus. Schon f&uuml;r die alten Rabbiner damals bedeutete das: &bdquo;Endlich geht das jetzige Zeitalter zu Ende. Nun kommt bald das &ndash; von uns so lange schon ersehnte &ndash; Zeitalter, in welchem endlich der Messias regiert, auf den wir schon so lange warten!&ldquo;</p><p>Paulus hat sehr wohl wahrgenommen, dass so einige Panik-Propheten unterwegs sind, die die Gl&auml;ubigen mit ihren &bdquo;Ihr m&uuml;sst jetzt alle Angst haben&ldquo;-Botschaften sehr verunsicherten. Es kursierten diesbez&uuml;gliche Briefe im griechischsprachigen Bereich, in denen behauptet wurde, sie stammten von Paulus pers&ouml;nlich. In diesen stand, dass der Tag der R&uuml;ckkehr Jesu Christi bereits stattgefunden habe, und sie diesen verpasst h&auml;tten, weil sie nicht richtig &bdquo;vorbereitet&ldquo; gewesen seien. Der Apostel versucht, die Gemeinde zu beruhigen und fordert sie auf, nicht auf solche Geschichten hereinzufallen. Nur weil irgendjemand irgendwann irgendwo zu irgendwas seinen Senf abgelassen hat, muss es noch lange nicht so sein.</p><p>Paulus erl&auml;utert, dass diese so bef&uuml;rchtete Zeit erst dann richtig beginnen wird, wenn viele der bisher ernsthaft Glaubenden von ihrer pers&ouml;nlichen Beziehung zu Jesus abweichen. Sie verlieren sich in religi&ouml;sen Handlungen und Veranstaltungen, die nicht mehr viel mit einer Herzenshingabe an den, der sie einst von ihren eigenen inneren Gef&auml;ngnissen freigekauft hat, gemeinsam hat. Sie fangen an, sich das Wort Gottes f&uuml;r ihre eigene Lebenseinstellung passend zu gestalten, obwohl sie in ihrem Herzen genau wissen, dass dies ein Weg des Irrtums und sinnloser Religionsaus&uuml;bung ist.</p><p>Das eigentliche Ziel, in lebendiger Gottesbeziehung ein erf&uuml;lltes Leben zu f&uuml;hren, verfehlen sie. Die Bibel nennt diese Lebensweise Rebellion &ndash; und das ist eine bewusste Handlung, die keineswegs zuf&auml;llig geschieht.</p><p>Paulus fragt sie: <em>&bdquo;Erinnert ihr euch nicht daran, was ich auch damals so ausf&uuml;hrlich erkl&auml;rt habe, als ich bei euch war? Oder habt ihr ein kurzes Ged&auml;chtnis?&ldquo;</em></p><p>Paulus verweist auf eine innere Grundhaltung, die Menschen in sich tragen. Es ist keine offene Boshaftigkeit von Menschen, wie oft angenommen wird. Bei dem Begriff &bdquo;Gesetzlosigkeit&ldquo; handelt es sich um eine vorget&auml;uschte Fr&ouml;mmigkeit, die bewusst so tut, als w&auml;re sie geistlich und Gott hingegeben. Verdrehte Bibellehren, um eigenes Vorhaben und Tun irgendwie wichtig und richtig erscheinen zu lassen. Also: egoistische Absichten unter dem Deckmantel raffiniert inszenierter Fr&ouml;mmigkeit.</p><p>Dar&uuml;ber schreibt Paulus auch in seinem zweiten Brief an seinen geistlichen Sohn Timotheus und erkl&auml;rt ihm dann: <em>&bdquo;Fliehe von solchen!&ldquo;</em></p><p>Viele denken und lehren auch, dass es die &bdquo;b&ouml;se Welt&ldquo; sei, die nicht an Gott glauben will. Nein! - Hier handelt es sich dramatischerweise um gl&auml;ubige Menschen! Von den Lebensordnungen Gottes kann nur jemand abfallen, der zuvor in ihnen gelebt hat. Dieser Glaubensabfall geschieht schleichend. Die &auml;u&szlig;eren Formen der Gottesdienste und sonstigen Glaubensaus&uuml;bungen bleiben ja beibehalten. Es ist die innere Herzenshaltung, die sich nach und nach immer weiter von Gott und seiner Sehnsucht nach einer Beziehung zu uns entfernt.</p><p>Dennoch verf&auml;llt Paulus in keinerlei Angstmodus. Er erkl&auml;rt, dass Jesus der souver&auml;ne K&ouml;nig und Herr ist und bleibt. Er wird sich unter denen, die ihm treu ergeben geblieben sind, so m&auml;chtig offenbaren, dass im Licht dessen alles rundherum sichtbar wird, was sich im scheinbaren Schutz der Dunkelheit zu verstecken suchte.</p><p>Viele haben Angst vor vermeintlicher Macht der Finsternis. Aber Dunkelheit ist genau genommen lediglich Abwesenheit von Licht. Sobald Licht da ist, verschwindet Dunkelheit von alleine. Paulus sagt dazu: <em>&bdquo;Wenn ihr eurer Liebe zu Jesus treu bleibt, dann leuchtet euer Licht so stark, dass sich Dunkelheit (also religi&ouml;ses Getue) nicht mehr halten kann</em>.<em>&ldquo; </em></p><p>Auch denken viele, dass der Teufel an allem schuld sei. Ja, der Teufel ist b&ouml;se und hasst die Menschen. Aber er ist nur ein Engel, ein gefallener noch dazu.</p><p>Meist ist es der Mensch selbst, der vom Stolz seiner selbst erworbenen Intelligenz so furchtbar eingenommen ist. Menschen, auch Christen, fallen auf Grund ihres eigenen Charakters auf ihre eigenen Selbstt&auml;uschungen herein &ndash; und glauben diese zum Schluss selbst. Diese Art von Selbstbetrug wird dann zum eigenen Gef&auml;ngnis, aus dem sie, wenn &uuml;berhaupt, nur sehr schwer wieder herauskommen. Faule Kompromisse im Leben f&uuml;hren zu einem Brandmal auf dem Gewissen und haben geistliche Blindheit zur Folge. Der Mensch erntet die Folgen seiner eigenen Saat.</p><p>Es ist sogar so, dass Gott selbst Gr&uuml;nde daf&uuml;r sucht, um segnen zu k&ouml;nnen. Deshalb ist es f&uuml;r die Gl&auml;ubigen gut, in einer liebevollen Herzensbeziehung zu Jesus zu bleiben. Ohne faule Kompromisse, die gegen das eigene (uns von Gott gegebene) Gewissen versto&szlig;en. Ohne religi&ouml;ses Showtheater, das genau genommen keine echte innere Substanz hat. Es lohnt sich, eine klare und hingegebene Beziehung zu Gott zu haben.</p><p>Als ich zw&ouml;lf Jahre alt war, habe ich gebetet: &bdquo;Herr, mein Leben soll ein Abenteuer sein!&ldquo; Und als Gott dann Abenteuer schenkt, da habe ich mich wohl mindestens zweimal angestellt. Und so ist mein Leben bis zum heutigen Tag: voller Abenteuer mit Jesus Christus.</p><p style="text-align:center"><br /><strong>Sie m&ouml;chten mehr vom christlichen Glauben und der Bibel verstehen? Fragen Sie Nikodemus.AI:</strong></p><p><img alt="Nikodemus.ai" height="224" src="https://www.erf.de/data/files/content.sources.r.erfplus.bibelheute/1111245.jpg" width="1024" /></p><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Volker Hase</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17217643.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Volker Hase]]></author>
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      <pubDate>Thu, 27 Nov 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die Bedrängnis der Gemeinde und das gerechte Gericht Gottes]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 2. Thessalonicher 1,1-12 – ausgelegt von Marion Radermacher.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 2. Thessalonicher 1,1-12 – ausgelegt von Marion Radermacher.</em><br/>
<p>&bdquo;Die Post ist da!&ldquo; &ndash; Auch im Zeitalter von E-Mail, SMS und Co erhalte ich gerne &bdquo;echte&ldquo; Post, die ich anfassen kann. Zugegeben, sogenannte Dialogpost, die ja &auml;hnlich den Wurfsendungen an viele Haushalte geht, landet mitunter schnell im Papierm&uuml;ll. Aber eine nette Ansichtskarte aus dem Urlaub oder sogar ein handgeschriebener Brief sind schon etwas Besonderes.</p><p>Im Jahr 51 oder 52 nach Christus wird der Brief des Apostels Paulus an die Thessalonicher noch gr&ouml;&szlig;ere Bedeutung gehabt haben: Das Kommunikationsnetzwerk ist ja mit dem heutigen noch &uuml;berhaupt nicht vergleichbar. Die Stadt Korinth, von der aus Paulus schreibt, liegt tats&auml;chlich circa 640 km Luftlinie entfernt! Welch eine Distanz! Und das ohne Flugzeuge! Der Brief musste also von unterschiedlichen Boten zu Fu&szlig;, zu Pferd oder per Seeweg weitertransportiert werden und wird so einige Zeit unterwegs gewesen sein.</p><p>Thessalonich, das dem heutigen Thessaloniki in Griechenland entspricht, ist zu dieser Zeit eine bl&uuml;hende Handelsstadt mit etwa 200.000 Einwohnern. Es besitzt einen eigenen Seehafen. Deshalb f&uuml;hrt die damalige wichtigste Verkehrsroute durch diese pulsierende Metropole. So verwundert es mich nicht, dass es dort neben der j&uuml;dischen auch viele andere heidnische Religionen und kulturelle Einfl&uuml;sse gibt.</p><p>Laut Apostelgeschichte 17 besucht Paulus Thessalonich das erste Mal etwa 50 nach Christus und verk&uuml;ndigt dort das Evangelium von Jesus. Tats&auml;chlich finden daraufhin einige Juden aus der dortigen Synagoge und viele Griechen zum Glauben an Jesus Christus. Das aber gef&auml;llt den f&uuml;hrenden Juden gar nicht. Sie wiegeln gewissenlose M&auml;nner auf und provozieren einen Aufstand gegen Paulus und seine Freunde. So flieht der Apostel schlie&szlig;lich.</p><p>Es gibt also einige Unruhe und Unmut auch gegen die neu entstandene Gemeinschaft von Christen in Thessalonich. Trotzdem bleiben sie weiter auf dem Weg mit Jesus und lassen sich nicht abbringen. Und deshalb lobt Paulus sie in seinem zweiten Brief. Ihr Glaube und ihre Liebe zueinander sind reichlich gewachsen &ndash; trotz der Bedr&auml;ngnis, die sie erleiden,- oder vielleicht sogar wegen ihr&hellip;?!<br />
Ist es nicht so, dass gemeinsam erfahrenes Leid zusammenschwei&szlig;en kann?</p><p>Ich pers&ouml;nlich jedoch verzichte am liebsten auf jegliche Art von Leiden und gehe gern unbeschwert durchs Leben. Ich m&ouml;chte nicht abgelehnt und verspottet werden. - Doch das ist einfach nicht die Realit&auml;t! Fakt ist vielmehr, dass bis heute Millionen von Christen aufgrund ihres Glaubens verfolgt wurden und es immer noch werden! Sie m&uuml;ssen Nachteile in Kauf nehmen oder werden ausgegrenzt. Die Organisation &bdquo;Open doors&ldquo; ver&ouml;ffentlicht immer wieder Zahlen und Fakten, um dieses Unrecht sichtbar zu machen. Erstaunlich finde ich dabei: die Betroffenen bitten haupts&auml;chlich um Gebetsunterst&uuml;tzung zum Durchhalten und nicht daf&uuml;r, dass das Leiden ein Ende hat!</p><p>Irgendwie scheine ich also eine falsche Haltung zu diesem Thema zu haben&hellip; das merke ich erst recht, wenn ich Apostelgeschichte 5 lese: dort wird von Petrus und anderen berichtet, die wegen ihres Glaubens schrecklich geschlagen werden. Aber anstatt daraufhin zu trauern und zu klagen, sind sie voller Freude! Voller Freude, weil sie wissen, dass sie ausgew&auml;hlt sind, f&uuml;r Jesus leiden zu d&uuml;rfen! Was f&uuml;r eine innere Einstellung! Da kann ich nur bewundernd danebenstehen!</p><p>Doch zur&uuml;ck zum zweiten Thessalonicherbrief:&nbsp; Erstens lobt Paulus also den Glauben und die Liebe der Christen in Thessalonich. Zweitens sind Verfolgung und Bedr&auml;ngnis nichts Ungew&ouml;hnliches f&uuml;r ihn.</p><p>Und drittens geht es ihm um Gerechtigkeit. Er spricht den Christen zu, dass es nicht immer so schwer bleibt! Gott wird daf&uuml;r sorgen, dass die Bedr&auml;ngnis ein Ende nimmt. Er verhei&szlig;t eine Ruhe, auf die sie sich freuen d&uuml;rfen. Eine Ruhe, die nach diesem Leben auf der Erde eintreten wird. In der Bibel ist immer wieder von einem Leben nach dem Tod zu lesen. Z.B.im Johannesevangelium, Kapitel 11, wo Jesus sagt: <em>&ldquo;Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an Mich glaubt wird leben, auch wenn er gestorben ist.&ldquo;.</em> Oder im 1. Korintherbrief, Kapitel 15, in dem sich Paulus ausf&uuml;hrlich mit dem Thema Auferstehung auseinandersetzt. Paulus stellt schlie&szlig;lich heraus, dass Jesus von den Toten auferweckt wurde, und genauso wird es auch denen gehen, die zu Ihm geh&ouml;ren. Es wird also weitergehen! - Da bleibt dann letztlich nur die Frage, ob ich Gott beim Wort nehme oder nicht!</p><p>Jesus Christus wird eines Tages vom Himmel wiederkommen. Und das wird nicht so unscheinbar geschehen, wie damals, als Er in einem Stall geboren und in eine Futterkrippe gelegt wurde. Nein! Das bevorstehende Kommen wird gro&szlig;artig sein, mit Engeln und Herrlichkeit, sodass jeder nur staunen kann. Dann wird Gott auch gerechte Strafe aus&uuml;ben an denen, die gegen Ihn und Seine Kinder gearbeitet haben. Er l&auml;sst nicht einfach Gewalt und Bosheit unter den Tisch fallen.</p><p>Mit diesen Worten malt Paulus in seinem Brief eine hoffnungsvolle Zukunft vor die inneren Augen seiner Leserschaft. Sie kann gewiss sein, dass sie letztlich trotz aller Steine, die ihnen zwischen die F&uuml;&szlig;e geworfen werden, doch auf der Seite des Siegers stehen. Das gibt ihr Mut zum Dranbleiben und Weitermachen.</p><p>Und diese Zusagen haben bis heute ihre G&uuml;ltigkeit. Auch ich darf wissen: eines Tages wird Jesus die, die an Ihn glauben, zu Sich in den Himmel holen. Dort wird es kein Leid, keine Verfolgung und keine Ungerechtigkeit mehr geben. Dort wird Friede, Ruhe und Freude sein.</p><p>Die ganze Bibel ist voll von Zusagen Gottes an die Menschheit, voll von hoffnungsvollen Verhei&szlig;ungen. Sie ist wie ein wunderbarer Liebesbrief des Sch&ouml;pfers an Seine Gesch&ouml;pfe.</p><p>Die Post ist also da &ndash; es bleibt nur die Frage, ob ich sie &ouml;ffne und in Anspruch nehme!</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Marion Radermacher</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17216971.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Marion Radermacher]]></author>
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      <pubDate>Wed, 26 Nov 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Ermahnungen und Grüße]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 1. Thessalonicher 5,12-28 – ausgelegt von Helmut Rieth.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 1. Thessalonicher 5,12-28 – ausgelegt von Helmut Rieth.</em><br/>
<p>In seinem ersten Brief an die Gemeinde in Thessaloniki schreibt Paulus noch einige Ratschl&auml;ge:</p><p>Meine lieben Schwestern und Br&uuml;der, eure geistlichen Leiter arbeiten sehr hingebungsvoll unter euch. Sie stehen im Dienst unseres K&ouml;nigs; deshalb k&ouml;nnen sie euch auch weise und konkrete Ratschl&auml;ge f&uuml;r euer Leben geben. Auch wenn ihr euch mal falsch entschieden habt, &ndash; sie helfen euch wieder zurecht und erkl&auml;ren euch, wie ihr euch &auml;ndern k&ouml;nnt. Liebe Familie, &ndash; ehrt sie! Denn sie stehen f&uuml;r euch vor dem Herrn. Sch&auml;tzt sie, die euch vorstehen, in aller Liebe. Bringt ihnen hohe Achtung und Respekt entgegen, nicht wegen irgendeines Titels oder Amtes; &ndash; NEIN, sondern wegen ihres selbstlosen Wirkens f&uuml;r das Volk Gottes. Wenn ihr es schafft, eure Streitigkeiten und Auseinandersetzungen beiseitezulegen, dann dr&uuml;ckt ihr damit eure Wertsch&auml;tzung gegen&uuml;ber euren geistlichen Leitern aus. Und denkt daran: Sie dienen euch, &ndash; damit es euch wohlergeht!</p><p>Es gibt unter euch auch eigensinnige Menschen, die einfach darauf bestehen, ihre eigene Meinung oder Vorliebe durchzusetzen. Wir bitten euch inst&auml;ndig, liebe Geschwister, helft diesen zurecht und zeigt ihnen, welches der richtige Weg und eine gesunde Herzenshaltung ist.</p><p>Auch diejenigen, die von Natur aus oder auf Grund ihrer Erfahrungen dazu neigen, &auml;ngstlich zu sein bzw. denen es an Mut fehlt, &ndash; unterst&uuml;tzt sie und st&auml;rkt sie! Auch wenn es mal Entt&auml;uschungen und Misserfolge gibt &ndash; ertragt sie mit einem Herzen voller Liebe und Hoffnung.</p><p>Sorgt daf&uuml;r, dass niemand B&ouml;ses mit B&ouml;sem vergilt. Widersteht jeder Versuchung, sich r&auml;chen oder anderen etwas heimzahlen zu wollen. Im Gegenteil: Versucht immer wieder, einander Gutes zu tun. Strebt danach, miteinander und mit den Menschen, um euch auf eine gute Weise zu leben.</p><p>Wenn ihr dar&uuml;ber nachdenkt, wovon euch Christus alles befreit hat, dann werdet ihr nicht anders k&ouml;nnen, als vor Freudenjubel zu tanzen! Diese Freude ist nicht von irgendwelchen Lebensumst&auml;nden abh&auml;ngig, sondern von Gott selbst. Umst&auml;nde k&ouml;nnen sich &auml;ndern, aber unser Gott &auml;ndert sich nie! Es hei&szlig;t ja nicht: Seufzt in dem Herrn allezeit; &ndash; sondern: Freut euch im Herrn allezeit!</p><p>Seid st&auml;ndig in eurem Herzen mit Gott verbunden! Gestaltet euer Leben zu einer kontinuierlichen Lebensbeziehung mit ihm! Tut die Dinge eures Lebens mit einer dankbaren Haltung. Und da genau das Gottes Wille f&uuml;r euch ist, deshalb k&ouml;nnt ihr dies auch tun. Gottes vollkommener Plan f&uuml;r euch besteht darin, dass ihr eine aktive Beziehung zu Jesus, eurem Erl&ouml;ser, habt. Denn auf diese Weise offenbart er euch, was er f&uuml;r euch vorgesehen hat.</p><p>Haltet das machtvolle Wirken des Heiligen Geistes nicht zur&uuml;ck! Verlangsamt nicht das, was er in Bewegung gebracht hat!</p><p>Wenn euch die Dinge Gottes anfangen, gleichg&uuml;ltig zu werden, wenn ihr an der bedingungslosen Liebe Gottes zu euch zweifelt, wenn ihr eine innere Ablehnung oder gar ein inneres Aufbegehren in euch entwickelt habt, wenn ihr euch durch verschiedene Situationen oder Sorgen von eurem Vertrauen zum Herrn ablenken lasst, &ndash; dann lauft ihr in Gefahr, das Feuer Gottes in euch auszul&ouml;schen.</p><p>Die Worte, die als Prophezeiungen gesprochen wurden, verachtet sie nicht &ndash; und lehnt sie nicht einfach ab! Ihr braucht die prophetischen Offenbarungen, damit die Inspiration des Heiligen Geistes in euren Herzen weiterbrennt.</p><p>Ich wei&szlig;, dass es charakterschwache Menschen gibt, die ihre geistliche Faulheit versuchen durch erfundene &bdquo;Prophezeiungen&ldquo; k&uuml;nstlich zu vergeistlichen &ndash; oder dass irgendwelche Endzeitspekulanten auf ihre wilden Fantasien noch einen &bdquo;prophetischen Hut&ldquo; draufsetzen. Aber das ist noch lange kein Grund, die wunderbaren Gnadengeschenke Gottes an seine Gemeinde so stiefm&uuml;tterlich zu behandeln!</p><p>Die prophetischen Reden und Offenbarungen &ndash; betrachtet sie sorgf&auml;ltig und gewissenhaft! Denkt gr&uuml;ndlich &uuml;ber das Gesagte nach. Das Bestm&ouml;gliche, das, was ausschlaggebend ist, &ndash; das haltet fest und &uuml;berlegt genau, wie ihr es anwenden k&ouml;nnt.</p><p>Was bedeutet es eigentlich &bdquo;zu pr&uuml;fen&ldquo;? &ndash; Dazu hier eine ganz pers&ouml;nliche Definition:</p><p>&bdquo;Zu pr&uuml;fen&ldquo; hei&szlig;t:<br />
Jemand, der sich durch eigenes Lernen, Gelehrtwordensein, &Uuml;ben, Trainieren und durch eigenes Anwenden bew&auml;hrt hat, eine Sache mit emotionsneutralem und hohem Wissen genau betrachtet und diese auf seine f&uuml;r sie bestimmte Verwendbarkeit und Anwendbarkeit hin untersucht, eventuelle Schwachstellen herausfindet und auf entsprechende L&ouml;sungswege hinweist.</p><p>Und Paulus schreibt weiter:<br />
Vermeidet ganz einfach jeden Anflug von Dingen, die grunds&auml;tzlich falsch oder gar &uuml;berfl&uuml;ssig sind. Entfernt euch von jeder Form oder Erscheinung dessen.</p><p>Und der Gott des Friedens mache euch einzigartig. Eure alten Bindungen l&ouml;st er auf &ndash; und er kn&uuml;pft neue Verbindungen. Er grenzt euch ab &ndash; f&uuml;r ihn selbst, &ndash; f&uuml;r einen besonderen, herrlichen Zweck. Er macht euch in jeder Hinsicht heilig.</p><p>Und so wird euer ganzes Wesen &ndash; Geist, Seele und K&ouml;rper &ndash; in einem tadellosen Zustand sein, &ndash; wenn Jesus sichtbar erscheint. Ihr werdet das angestrebte Ziel vollst&auml;ndig erreichen.</p><p>Der, der euch berufen hat, ist vertrauensw&uuml;rdig. Er wird sein angefangenes Werk in euch vollenden.</p><p>Meine geliebten Familienmitglieder, in eurer Gemeinschaft mit dem himmlischen Vater &ndash; sprecht weiter mit ihm &uuml;ber uns. Je mehr ihr uns betend in euren Herzen tragt, umso mehr wird Segen aus dem, was wir euch lehren, auf euch kommen. Zum Zeichen der geschwisterlichen Verbundenheit &ndash; gr&uuml;&szlig;t einander mit einem heiligen Kuss.</p><p>Hierzu eine kurze Anmerkung:<br />
Im antiken griechisch-r&ouml;mischen Raum war ein Kuss auf die Wange eine g&auml;ngige, respektvolle Begr&uuml;&szlig;ung &ndash; vergleichbar mit einem H&auml;ndedruck oder einer Umarmung heute. Er diente dazu: Freundschaft zu zeigen, Respekt auszudr&uuml;cken und Zugeh&ouml;rigkeit oder Treue zu bekr&auml;ftigen. Auch im Judentum war der Kuss ein vertrautes Zeichen unter Familienmitgliedern und engen Freunden. Er war nicht romantisch, sondern stand f&uuml;r Zuneigung, Vertrauen und Frieden. Ein heiliger Kuss ist also eine reine, geistlich bedeutungsvolle Geste, frei von unlauteren Motiven oder gesellschaftlichem Ansto&szlig;.</p><p>Und Paulus schreibt weiter:<br />
Versprecht es mir feierlich vor dem Herrn &ndash; ja, ich verpflichte euch sogar, dass ihr daf&uuml;r sorgt, dass jeder heilige Gl&auml;ubige unter euch die Gelegenheit hat, diesen Brief vorgelesen zu bekommen.</p><p>Das Geschenk der gro&szlig;en G&uuml;te unseres Befreiers Jesus, dem gro&szlig;en K&ouml;nig, und seine gnadenvolle Zuwendung an euch &ndash; sie sei und bleibe mit euch allen!<br />
Amen.</p><p style="text-align:center"><br /><strong>Sie haben Fragen zum christlichen Glauben und was dar&uuml;ber in der Bibel steht? Fragen Sie Nikodemus.AI:</strong></p><p><img alt="Nikodemus.ai" height="224" src="https://www.erf.de/data/files/content.sources.r.erfplus.bibelheute/1110595.jpg" width="1024" /></p><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Helmut Rieth</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17216232.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Helmut Rieth]]></author>
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      <pubDate>Tue, 25 Nov 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Der Tag des Herrn]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 1. Thessalonicher 5,1-11 – ausgelegt von Jens Kreisel.]]></description>
      <itunes:subtitle><![CDATA[Der Bibeltext 1. Thessalonicher 5,1-11 – ausgelegt von Jens Kreisel.]]></itunes:subtitle>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 1. Thessalonicher 5,1-11 – ausgelegt von Jens Kreisel.</em><br/>
<p>Paulus verfasste diesen Brief gemeinsam mit Silas und Timotheus (1,1) in seiner Zeit in Korinth im Jahr 51 n. Chr. (Dieser Aufenthalt wird beschrieben in Apostelgeschichte 18). Dieser Brief ist an die noch junge Gemeinde in der Metropole Thessalonich gerichtet. Und Paulus beantwortet darin Fragen der Gemeinde. Im eben geh&ouml;rten Abschnitt aus dem letzten Kapitel bringt Paulus seine Gedanken zum Abschluss und fasst noch einmal wichtige Dinge zusammen.</p><p>Diese drei Schwerpunkte sind mir hier aufgefallen:</p><p>1.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bitte keine Spekulationen &uuml;ber die Wiederkunft des Herrn!</p><p>2.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Lebt n&uuml;chtern und besonnen als Kinder des Lichts!</p><p>3.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Erbaut euch als Nachfolger von Jesus und erbaut gemeinsam die Gemeinde Gottes!&nbsp;</p><p>Gehen Sie mit mir die Schwerpunkte nun der Reihe nach durch:</p><h2>1. <strong>Bitte keine Spekulationen &uuml;ber die Wiederkunft des Herrn!</strong></h2><p>Dass Jesus wiederkommen wird, steht nicht infrage. Aber der Zeitpunkt besch&auml;ftigt sie: &bdquo;Wie lange wird es noch dauern? Wie soll man bis dahin leben?&ldquo;, so fragt die junge Gemeinde bei Paulus nach.</p><p>Paulus betont: Ihr wisst, es wird pl&ouml;tzlich und &uuml;berraschend sein. Der Zeitpunkt ist &bdquo;unberechenbar&ldquo; im w&ouml;rtlichen Sinne. Er verwendet in Vers 1 nebeneinander die beiden griechischen Zeitbegriffe Chronos und Kairos. Sie stehen f&uuml;r geschichtliche Zeitabl&auml;ufe und f&uuml;r besondere, von Gott festgesetzte Momente. &Uuml;ber beide lohnt nicht zu schreiben (V. 1), so Paulus. Denn es ist v&ouml;llig sinnlos zu spekulieren.</p><p>Und daher gebraucht er hier das Bild einer Schwangerschaft im Endstadium. Jeder wei&szlig;, wenn eine Frau demn&auml;chst ein Kind zur Welt bringt, werden dazu die Wehen einsetzen. Aber kein Mensch - bis heute - kann den genauen Zeitpunkt vorhersagen. Deshalb sind die Wehen einer Schwangeren nur sehr selten wirklich &uuml;berraschend, aber dennoch &bdquo;unberechenbar&ldquo;.</p><p>Genauso ist es mit der Wiederkunft des Herrn. Sie wird so sicher geschehen, wie die Geburt am Ende einer Schwangerschaft. Aber der Zeitpunkt ist uns verborgen, l&auml;sst sich weder berechnen noch vorhersagen. Und die Gemeinde soll gerade dann wachsam sein, wenn es &auml;u&szlig;erlich ruhig ist. <em>&bdquo;Wenn die Leute sagen: &bdquo;Jetzt haben wir Frieden und Sicherheit!&ldquo;</em> (Vers 3a).</p><p>Diese Aussagen klingen wie die Endzeitrede von Jesus im Matth&auml;usevangelium, Kapitel 24. Dort sagt Jesus: <em>&bdquo;Es wird alle &uuml;berraschen und geschehen wie ein pl&ouml;tzlicher Blitz in der Nacht.&ldquo; </em>(Matth&auml;us 24,27) Und er vergleicht die Situation mit der Zeit Noahs<strong>:</strong><em> &bdquo;Sie a&szlig;en und tranken, sie heirateten und lie&szlig;en sich heiraten&ldquo;</em> (Matth&auml;us 24,38). Also ein ruhiges, geordnetes Leben ohne offensichtliche Gefahr. Deshalb der zweite Schwerpunkt von Paulus, der Aufruf zur N&uuml;chternheit:</p><h2><strong>2. Lebt n&uuml;chtern und besonnen als Kinder des Lichts!</strong></h2><p>Am Gegensatz von Finsternis und Licht betont Paulus, wie unterschiedlich und unterscheidbar der Lebensstil der Nachfolger von Jesus sein soll. Als Kinder des Lichts oder Kinder des Tages (Vers 5) haben Christen andere Priorit&auml;ten und Ziele f&uuml;r ihr Leben.</p><p>Nat&uuml;rlich bezieht sich das N&uuml;chternsein hier nicht auf einen leeren Magen oder die 0 Promille beim Autofahren. Es geht Paulus darum, geistlich n&uuml;chtern und wachsam zu sein. Es geht darum, ein klares Urteilsverm&ouml;gen zu haben, gepr&uuml;ft am Wort Gottes.</p><p>Die Gefahren lauern hier auf zwei Seiten. Paulus benennt beide in Vers 7 mit <em>&bdquo;schlafen und betrinken oder berauschen&ldquo;. </em></p><p>Ich kann mich einerseits dem Zeitgeist anpassen, geistlich schl&auml;frig werden. Ich glaube dann der allgemeinen Versicherung aus Vers 3: &bdquo;Es ist Friede. Es hat keine Gefahr.&ldquo; Das Wohlstandsevangelium, fokusiert auf irdischen Erfolg, Gesundheit und Reichtum, ist wohl ein solcher Irrweg.</p><p>Doch die Gefahr der geistlichen Schl&auml;frigkeit gilt wohl noch grunds&auml;tzlicher. Der 1961 verstorbene Autor Ole Hallesby schreibt (in seinem Buch &bdquo;Vom Beten&ldquo;) sehr direkt: &bdquo;Es ist an der Zeit, dass wir verweichlichten, willensschwachen und genusss&uuml;chtigen Christen von heute uns darum k&uuml;mmern, was uns die Bibel&nbsp; &uuml;ber &hellip; unsere Heiligung und unser Gebetsleben zu sagen hat.&ldquo;</p><p>Die zweite Gefahr, die Paulus nennt, ist die, sich zu berauschen. Dieses Berauschen funktioniert nicht nur mit Alkohol und Drogen. Psychische Abh&auml;ngigkeiten in Bezug auf Smartphones, Internet, Pornographie oder Magersucht sind mindestens ebenso zerst&ouml;rerisch und gef&auml;hrlich. Doch es f&auml;ngt wohl schon fr&uuml;her an. Berauschen beginnt, wo wir die Rettungsbotschaft von Jesus zu einem Wohlf&uuml;hl-Evangelium herabsetzen. Wenn es nur dem Gef&uuml;hlskick dient, ohne echte Bereitschaft zur Lebens&auml;nderung.</p><p>Unn&uuml;chtern ist auch eine Lebensweise zu nennen, die sich aus der realen Welt zur&uuml;ckzieht. In Thessalonich gab es offenbar Gemeindeglieder, die aufgeh&ouml;rt haben zu arbeiten. (1. Thessalonicher 4,11. &bdquo;Der HERR kommt ja bald wieder, also ist Erwerbsarbeit v&ouml;llig unn&ouml;tig&ldquo;, so meinen sie.</p><p>Paulus hat deshalb darauf verwiesen, dass man niemandem zur Last fallen soll. Und der Lebensstil der Christen soll zur Botschaft des Evangeliums passen. (1. Thessalonicher 4,12)</p><p>F&uuml;r die richtige Balance und geistliche N&uuml;chternheit braucht es deshalb einen Schutzpanzer aus Glaube, Hoffnung und Liebe. (1. Thessalonicher 5,8) <em>&bdquo;Aber wir geh&ouml;ren auf die Seite des Tages! Deshalb wollen wir mit ungetr&uuml;btem Bewusstsein unser Leben f&uuml;hren. Wie Soldaten, die sich f&uuml;r den Einsatz vorbereiten, wollen wir unsere Ausr&uuml;stung anlegen: den Brustpanzer, der unseren Glauben an Jesus und unsere Liebe darstellt, und den Helm, mit dem unsere feste Hoffnung auf die vollst&auml;ndige Rettung gemeint ist.&ldquo;</em> [DB] Diese Ausr&uuml;stung erm&ouml;glicht den dritten Schwerpunkt:</p><h2><strong>3. Erbaut euch als Nachfolger von Jesus und erbaut gemeinsam die Gemeinde Gottes!&nbsp; </strong></h2><p>F&uuml;r das Leben in der Nachfolge Jesu gibt es zum Abschluss in Vers 11 noch zwei wichtige Hinweise: Ermahnt, ermutigt, tr&ouml;stet euch untereinander! Als Gemeinde brauchen sich die Glieder gegenseitig. Paulus betont immer wieder, wie wichtig die gegenseitige Unterst&uuml;tzung, Ermutigung und Korrektur ist.</p><p>Und erbaut einander! Hier verwendet Paulus ein Verb, das w&ouml;rtlich bedeutet &bdquo;ein Haus erbauen&ldquo;. Die gegenseitige Ermutigung in der Nachfolge hat offenbar zwei Ziele. Einerseits soll jeder Einzelne vorankommen im Ver&auml;nderungsprozess, um in der Nachfolge Christus &auml;hnlicher zu werden und in der Charakterver&auml;nderung zu reifen. Und das gegenseitige Erbauen baut gleichzeitig das Haus Gottes, die Gemeinde.</p><p>Petrus schreibt &auml;hnlich in seinem Brief von &bdquo;lebendigen Steinen.&ldquo; (1. Petrus 2,5)</p><p>Paulus lobt, dass gerade dieses gegenseitige Ermutigen, Korrigieren und Voranbringen schon praktiziert wird. Paulus ermutigt zu einem Leben mit Zielorientierung. Das soll sich im Lebensstil auswirken, sodass wir in allen Bereichen unseres Lebens Gottes Erl&ouml;sung erleben durch Jesus, den Messias, unseren Herrn. [DB]</p><p>Genau dazu helfen uns die drei genannten Punkte:</p><p>1.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bitte keine Spekulationen &uuml;ber die Wiederkunft des Herrn!<br />
2.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Lebt n&uuml;chtern und besonnen als Kinder des Lichts!<br />
3.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Erbaut euch als Nachfolger von Jesus und erbaut gemeinsam die Gemeinde Gottes!&nbsp;</p><p>Sind Sie auch dabei?</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Jens Kreisel</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17215462.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Jens Kreisel]]></author>
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      <pubDate>Mon, 24 Nov 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Der ewige König und Priester]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 110 – ausgelegt von Paul Thomczik.</em><br/>
<p>Heute am <strong>Ewigkeitssonntag</strong>, auch Totensonntag genannt, werden wir besonders an unsere Verg&auml;nglichkeit erinnert, aber auch an das ewige Leben in der Herrlichkeit Gottes. Denn Jesus Christus hat gesagt: <em>&bdquo;Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt; und wer da lebt und glaubt an mich, wird nimmermehr sterben.&ldquo;</em></p><p>Jesus Christus ist der im Alten Testament verhei&szlig;ene Messias. Durch seinen Tod am Kreuz hat er die S&uuml;nden der Menschheit auf sich genommen. Durch seine Auferstehung hat er den Tod besiegt und den Weg zu Gott und ewigem Leben er&ouml;ffnet. Seine Worte und Taten gelten als Offenbarung Gottes.</p><p>Unser Psalm spricht davon, dass Jesus Christus auch der Herrscher ist &ndash; Psalm 110,1-3; der Priester &ndash; Psalm 110,4 und der Richter &ndash; Psalm 110,5-7. Schauen wir uns das einmal genauer an.</p><h2><strong>Jesus Christus ist der Herrscher:</strong></h2><p><em>In den Versen 1-3 hei&szlig;t es: &bdquo;Der Herr sprach zu meinem Herrn: &raquo;Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner F&uuml;&szlig;e mache.&laquo; Der Herr wird das Zepter deiner Macht ausstrecken aus Zion. Herrsche mitten unter deinen Feinden! Wenn du dein Heer aufbietest, wird dir dein Volk willig folgen in heiligem Schmuck. Deine S&ouml;hne werden dir geboren wie der Tau aus der Morgenr&ouml;te.&ldquo;</em></p><p>Eines Tages fragte Jesus die Pharis&auml;er w&auml;hrend eines Gespr&auml;chs in Jerusalem, was sie glaubten, wer der Messias sei. Von wem w&uuml;rde der Verhei&szlig;ene abstammen? Sie antworteten richtigerweise, er werde ein Sohn Davids sein. Und dann machte Jesus ihnen anhand von Psalm 110, den sie als messianisch anerkannten, deutlich, dass der Messias mehr ist als nur ein Nachkomme Davids &ndash; er ist Davids &bdquo;Herr&ldquo;. Damit beanspruchte Jesus f&uuml;r sich, der verhei&szlig;ene Messias zu sein.</p><p>Und der Messias wird nicht nur Retter, sondern auch Herrscher sein, wie es mit folgenden Worten beschrieben wird: <em>&bdquo;Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner F&uuml;&szlig;e mache. Der HERR wird das Zepter deiner Macht ausstrecken aus Zion. Herrsche mitten unter deinen Feinden!&ldquo;</em></p><p>In der Bibel ist die rechte Seite der Ehrenplatz. Wer dort sitzt, teilt die Macht und W&uuml;rde des Herrschers. An Gottes rechter Seite kann so nur der Sohn Gottes &ndash; Jesus Christus &ndash; sitzen, weil er die g&ouml;ttliche Vollmacht besitzt, weil er selber Gott ist, weil er alle Macht im Himmel und auf der Erde besitzt. Gott selbst gab ihm diese Macht, weil er f&uuml;r uns am Kreuz starb, um uns mit Gott zu vers&ouml;hnen.</p><p>Der Ausgangspunkt seiner Herrschaft ist Jerusalem, so lesen wir in Vers 2. Dort in Jerusalem erlebte Jesus seine Auferstehung und seine R&uuml;ckkehr zu seinem himmlischen Vater, wo er den eben beschriebenen Ehrenplatz eingenommen hat. Und nun herrscht er mitten unter seinen Feinden. Auch wenn es Widerstand gibt, aber Jesus Christus setzt sich durch und sein Reich wird auch in unserer Zeit weiter in unserer Welt gebaut. Also der Bereich, indem Gottes Wille geschieht und Menschen unter seiner F&uuml;hrung leben.</p><p>Menschen vertrauen diesem Jesus Christus ihr Leben an. Es beginnt ein neues, erfrischendes Leben. Der Psalm sagt, <em>&bdquo;Deine S&ouml;hne werden dir geboren, wie der Tau aus der Morgenr&ouml;te&ldquo; </em>und sie folgen willig Jesus Christus in heiligem Schmuck nach. Der heilige Schmuck, das ist die Vergebung der Schuld und damit die Gewissheit, nichts trennt mich von Gott. Ich geh&ouml;re zu Gott im Leben und im Sterben. Der heilige Schmuck, das ist die Zugeh&ouml;rigkeit zur Familie Gottes, das ist die Erf&uuml;llung mit dem Heiligen Geist, der hilft, nach Gottes Willen zu leben.</p><p>Jesus Christus herrscht so im Leben von Menschen und er herrscht in der Weltgeschichte. Vor Jesus Christus werden sich einst alle M&auml;chte beugen m&uuml;ssen, wenn er wiederkommt und sein g&ouml;ttliches Friedensreich sichtbar aufrichtet und jeder, ohne Ausnahme. wird bekennen m&uuml;ssen, dass Jesus Christus, der Herr ist! Jesus Christus ist der absolute Herrscher, weil er alle Macht im Himmel und auf Erden besitzt.</p><h2><strong>Jesus Christus ist auch Priester:</strong></h2><p>Darauf weist uns Vers 4 hin: <em>&bdquo;Du bist ein Priester ewiglich nach der Weise Melchisedeks.&ldquo;</em></p><p>In 1. Mose 14,18&ndash;20 hei&szlig;t es, dass Melchisedek K&ouml;nig von Salem, also Jerusalem, und ein Priester Gottes des H&ouml;chsten war. Es gibt keinen Hinweis auf seinen Vater, seine Mutter oder irgendeinen seiner Vorfahren, weder auf den Anfang noch das Ende seines Lebens, so lese ich in Hebr&auml;er 7,3. Die Priester Israels stammten aus dem Stamm Levi, von Aaron und seinen Nachkommen. Jesus stammte aber nicht aus dem Stamm Levi und er wird trotzdem Priester genannt, also nicht nach Aaron, sondern nach Melchisedek, der keinen Stammbaum besa&szlig;. Wie Melchisedek vereinte Jesus Christus auch beide &Auml;mter, dass des Herrschers und das des Priesters.</p><p>Im Alten Testament war der Priester der Mittler zwischen Gott und dem Volk. Jesus Christus &uuml;bernimmt diese Rolle aber auf vollkommene Weise, wovon im Hebr&auml;erbrief 4,15-16 die Rede ist: <em>&bdquo;Dieser Hohe Priester versteht unsere Schw&auml;chen, weil ihm dieselben Versuchungen begegnet sind wie uns, doch er wurde nicht schuldig. Lasst uns deshalb zuversichtlich vor den Thron unseres gn&auml;digen Gottes treten. Dort werden wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden, die uns helfen wird, wenn wir sie brauchen.&ldquo;</em></p><p>Jesus Christus kennt unsere K&auml;mpfe. Er hat alles erlebt, was wir durchmachen &ndash; Versuchungen, Herausforderungen, Zweifel &ndash; und das ohne selbst zu s&uuml;ndigen. Und wenn wir s&uuml;ndigen, tritt er als F&uuml;rsprecher, als Anwalt, als unser Beistand, bei Gott f&uuml;r uns ein. Er verteidigt uns, nicht, indem er unsere Schuld leugnet, sondern weil er selbst f&uuml;r unsere Schuld gestorben ist, denn sein Blut w&auml;scht uns rein von jeder S&uuml;nde und wir d&uuml;rfen so weiterhin mit Gott als unserem himmlischen Vater leben und nach dem Sterben bei ihm Zuhause sein<strong>.&nbsp;</strong></p><h2><strong>Jesus Christus ist der kommende Richter:</strong></h2><p>Der Ausdruck <em>&bdquo;am Tag seines Zorns&ldquo;</em> in Vers 5 spricht vom Gericht Gottes &uuml;ber das B&ouml;se. Gott der Vater ist der Ursprung allen Gerichts und Jesus Christus ist der von Gott eingesetzte Richter. Gott richtet also durch Jesus. Die drastische Sprache - &bdquo;voll Leichen&ldquo; - unterstreicht die Ernsthaftigkeit des Gerichts. Das Gericht bedeutet, dass Unterdr&uuml;ckung, Gewalt, L&uuml;ge, alles B&ouml;se nicht das letzte Wort behalten. Das letzte Wort und somit den Sieg &uuml;ber alle gottfeindlichen M&auml;chte hat Jesus Christus. Das machen auch die letzten Worte des Psalms deutlich &bdquo;er wird das Haupt emporheben&ldquo;. Das ist das Zeichen des Eroberers und seiner Herrschaft.</p><p>Jesus Christus kann so das Haupt erheben, weil er zuvor wie wir ein Mensch aus Fleisch und Blut wurde &ndash; er trank vom Bach auf dem Wege.</p><p>Im Hebr&auml;erbrief lesen wir das so: Christus ist nun auch ein Mensch geworden wie wir, um durch seinen Tod dem Teufel &ndash; als dem Herrscher &uuml;ber den Tod &ndash; die Macht zu entrei&szlig;en. So hat er alle befreit, die ihr Leben lang in der Furcht vor dem Tod gefangen waren, (Hebr&auml;er 2,14-15). Die &bdquo;Furcht vor dem Tod&ldquo; ist eine Macht, die viele Menschen gefangen h&auml;lt. Doch wenn ich zu Jesus Christus geh&ouml;re, brauche ich den Tod nicht mehr f&uuml;rchten, weil er durch Jesus Christus besiegt ist. Jesus Christus ist der Sieger &uuml;ber H&ouml;lle, Tod und Teufel, hei&szlig;t es in einem Lied so treffend.</p><p>Jesus Christus ist der absolute Herrscher, der g&ouml;ttliche Priester und der kommende Richter.</p><p>Da kann ich nur sagen, wohl dem, der zu Jesus Christus geh&ouml;rt, im Leben, wie im Sterben.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pastor Paul Thomczik</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17215088.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pastor Paul Thomczik]]></author>
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      <pubDate>Sun, 23 Nov 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Von der Auferstehung der Toten]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 1. Thessalonicher 4,13-18 – ausgelegt von Jutta Hoffmann.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 1. Thessalonicher 4,13-18 – ausgelegt von Jutta Hoffmann.</em><br/>
<p>Etwas ganz Unvorhergesehenes ist geschehen in der Gemeinde der Thessalonicher:</p><p>Christen sind gestorben! Dabei waren die ersten Christen damals davon &uuml;berzeugt, dass sie nicht sterben, sondern dass Jesus Christus, der auferstandene Herr, sie abholt. Noch zu ihrer Lebenszeit w&uuml;rde Jesus auf die Erde zur&uuml;ckkommen und sie sie zu sich holen. Sie werden sozusagen entr&uuml;ckt und begegnen Jesus. So haben ihnen Prediger immer wieder erz&auml;hlt. Das glauben und darauf vertrauen sie.</p><p>Und nun sind die ersten Christen gestorben und Jesus ist immer noch nicht zur&uuml;ckgekommen. Besteht f&uuml;r die nun schon verstorbenen Christen &uuml;berhaupt noch Hoffnung, Jesus wiedersehen zu k&ouml;nnen? Wie wird das sein, wenn Jesus sichtbar auf die Erde zur&uuml;ckkehrt und sie sind nicht dabei? Dann sind die bereits Verstorbenen ja benachteiligt, wenn sie dieses Ereignis verpassen. Oder haben die Toten vielleicht sogar einen Vorteil, weil sie schon gestorben und nun im Paradies bei Jesus sein k&ouml;nnen? Sehen sie Jesus jetzt schon?</p><p>Ist es dann nicht besser f&uuml;r die noch Lebenden, m&ouml;glichst bald auch zu sterben? Fragen &uuml;ber Fragen ... In der Gemeinde rumort es gewaltig. Paulus, der Missionar, schreibt einen Brief an die Thessalonicher Gemeinde und geht auf diese dr&auml;ngenden Fragen ein:</p><p>&bdquo;Es gibt Auferstehungshoffnung&ldquo;, so schreibt Paulus. &bdquo;Weil Jesus auferstanden ist, d&uuml;rfen auch seine Nachfolger auf die Auferstehung hoffen.&ldquo; Das ist der Glaube, die Hoffnung und der Trost der Christen.<br />
Und: Die bereits Verstorbenen haben keinen Vorteil gegen&uuml;ber den noch Lebenden, aber auch keinen Nachteil. Beide werden bei der R&uuml;ckkehr des Herrn gemeinsam entr&uuml;ckt werden in die neue Welt. Die Toten werden zuerst auferstehen und zugleich mit den Lebenden entr&uuml;ckt werden. <strong>Zugleich:</strong> So lautet die tr&ouml;stende Botschaft des Paulus. Sowohl die Toten als auch die Lebenden werden dann beim Herrn sein allezeit!</p><p>Mit diesen Worten tr&ouml;stet Paulus die Gemeinde und mit diesen Worten sollen sich die Christen gegenseitig tr&ouml;sten!</p><p>Das Thema von der Wiederkunft Jesu auf diese Erde regt seit zwei Jahrtausenden die Phantasie der Menschen an. Auch unter Theologen gibt es die unterschiedlichsten Lehrmeinungen zu den Themen Wiederkunft Jesu und Entr&uuml;ckung der Christen. Wie wird es sein, wenn Jesus erscheint und seine Gemeinde zu sich holt? Wann wird das sein und wer wird dabei sein? Wird jemand zur&uuml;ckgelassen?</p><p>Unz&auml;hlige B&uuml;cher wurden zu dem Thema geschrieben und Filme gedreht. Menschen h&auml;tten gerne Gewissheit zu diesen Fragen. Und in B&uuml;chern, Filmen und im Internet werden oftmals sehr konkrete Antworten und Ausschm&uuml;ckungen geliefert. Manch einer stellt sogar Berechnungen an, wann sich das alles ereignet. Dabei hat Jesus ausdr&uuml;cklich gesagt, dass niemand den Termin kennt, au&szlig;er Gott selbst.</p><p>Der Apostel Paulus aber ist bei diesem Thema auffallend wortkarg und teilt seinen Lesern lediglich mit:<br /><strong>&bdquo;Wir werden beim Herrn sein allezeit&ldquo;.</strong></p><p>Die Bibel insgesamt ist mit den Aussagen &uuml;ber die Auferstehung von den Toten, die Entr&uuml;ckung und das Leben in der Ewigkeit sehr sparsam. Sie erz&auml;hlt wenig &uuml;ber die Wiederkunft Jesu.Aber sie gibt uns die wichtigste Information f&uuml;r Leben und Sterben preis:<br /><strong>&bdquo;Wir werden beim Herrn sein allezeit.&ldquo;</strong></p><p>Offensichtlich ist es gar nicht wichtig, m&ouml;glichst viele Details &uuml;ber die Wiederkunft Jesu und das Leben nach dem Tod zu kennen.<br /><strong>&bdquo;Wir werden beim Herrn sein allezeit.&ldquo;</strong></p><p>Das reicht. Mit diesem Satz sollen sich Christen gegenseitig tr&ouml;sten. Und Trost, Mut und Zuversicht brauchen wir doch alle in einer Welt der Krisen, Kriege und Katastrophen.</p><p>Der ehemalige Bundespr&auml;sident Gustav Heinemann sagt 1950 auf dem Essener Kirchentag:&nbsp;&bdquo;Lasst uns der Welt antworten, wenn sie uns furchtsam machen will: &bdquo;Eure Herren gehen, unser Herr aber kommt.&ldquo;<br /><strong>&bdquo;Unser Herr kommt&ldquo;</strong>! Und:<br /><strong>&bdquo;Wir werden beim Herrn sein allezeit!&ldquo; </strong>Zwei Trostworte!</p><p>Jahrhunderte nachdem Paulus den Christen in Thessalonich schreibt und zum Tr&ouml;sten und Ermutigen aufruft, formulieren andere Christen dann den Heidelberger Katechismus.</p><p>Er stellt Fragen und gibt Antworten:</p><p>Die Frage lautet:<br /><strong>&bdquo;Was ist dein einziger Trost im Leben und im Sterben?&ldquo;</strong></p><p>Und die Antwort:<br />
&bdquo;Dass ich mit Leib und Seele,<br />
im Leben und im Sterben nicht mir,<br />
sondern meinem getreuen Heiland Jesus Christus geh&ouml;re.<br />
Er hat mit seinem teuren Blut<br />
f&uuml;r alle meine S&uuml;nden vollkommen bezahlt<br />
und mich aus aller Gewalt des Teufels erl&ouml;st,<br />
und er bewahrt mich so,<br />
dass ohne den Willen meines Vaters im Himmel<br />
kein Haar von meinem Haupt kann fallen,<br />
ja, dass mir alles zu meiner Seligkeit dienen muss.<br />
Darum macht er mich auch<br />
durch seinen Heiligen Geist<br />
des ewigen Lebens gewiss<br />
und von Herzen willig und bereit,<br />
ihm fortan zu leben.&ldquo;</p><p>Das reicht wirklich zum Leben und zum Sterben. Das ist wirklich auch mein einziger Trost im Leben und Sterben. Mehr brauche ich nicht!<br />
&nbsp;</p><p style="text-align:center"><strong>Sie haben Fragen zu Tod und Sterben, zum christlichen Glauben und zur Bibel? Fragen Sie Nikodemus.AI:</strong><br />
&nbsp;</p><p><img alt="Nikodemus.AI" height="224" src="https://www.erf.de/data/files/content.sources.r.erfplus.bibelheute/1110283.jpg" width="1024" /></p><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Jutta Hoffmann</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17214710.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Jutta Hoffmann]]></author>
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      <pubDate>Sat, 22 Nov 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Ermahnung zur Heiligung]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 1. Thessalonicher 4,1-12 – ausgelegt von Julien Schmidt.]]></description>
      <itunes:subtitle><![CDATA[Der Bibeltext 1. Thessalonicher 4,1-12 – ausgelegt von Julien Schmidt.]]></itunes:subtitle>
      <itunes:summary><![CDATA[Der Bibeltext 1. Thessalonicher 4,1-12 – ausgelegt von Julien Schmidt.]]></itunes:summary>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 1. Thessalonicher 4,1-12 – ausgelegt von Julien Schmidt.</em><br/>
<p>Kurz nachdem durch Paulus Wirken in Thessalonich viele Menschen zum Glauben an Jesus Christus gekommen sind, kam es zu einer Christenverfolgung. Paulus hat Timotheus nach Thessalonich gesandt, weil er in Sorge um die junge Gemeinde in der Verfolgung war. Von Timotheus erhielt er die frohe Kunde, dass die Gemeinde im Glauben standhaft war. In Vers 1 schreibt Paulus, dass die Christen in Thessalonich in dem wandelten, was sie als Weisung empfangen hatten, darin aber noch zunehmen sollten. Er f&uuml;hrt weiter in Vers 2 aus, dass ihnen Weisungen oder Gebote gegeben wurden. Das sind klare Anweisungen, was sie tun und lassen sollen.</p><p>Wie Juden im Alten Testament 613 Gebote inklusive der 10 Gebote bekommen haben, hat Christus seinen Nachfolgern selbst und durch seine Apostel Gebote im Neuen Testament gegeben, das Gesetz Christi. Ein Christ ist also kein Gesetzloser. So hei&szlig;t es im Johannesevangelium, Kapitel 14:21a und 23a: <em>&bdquo;Wer meine Gebote hat und sie h&auml;lt, der ist es, der mich liebt&ldquo;</em>,&hellip; &bdquo;<em>Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort halten.</em>&ldquo;</p><p>Einen Christen kann ich daran erkennen, dass er Gottes Gebote und sein Wort, die Bibel, h&auml;lt. In Vers. 3 steht: <em>&bdquo;Denn dies ist Gottes Wille: eure Heiligung, dass ihr euch von der Unzucht fernhaltet.&ldquo; </em>Gott hat seinen Willen klar mitgeteilt; sowohl im Hebr&auml;ischen als auch im Griechischen Urtext bedeutet Heiligung Absonderung. Absonderung vom B&ouml;sen zugunsten von Gott. Unzucht ist im Griechischen porneia und bedeutet alle sexuelle Bet&auml;tigung au&szlig;erhalb der Ehe, inklusive Pornografie. Sex ist f&uuml;r eine auf Lebenszeit angelegte Ehe zwischen Mann und Frau vorgesehen (1. Mose 1,27-28; 1. Mose 2,24). In diesem gesch&uuml;tzten Raum braucht man keine Angst haben, keinen Leistungsdruck versp&uuml;ren. In 1. Thessalonicherbrief 4, Vers 4, schreibt Paulus, dass sich jeder in Heiligkeit und Ehrbarkeit sein eigenes Gef&auml;&szlig; zu gewinnen wissen soll. Gef&auml;&szlig; wird auch f&uuml;r den Leib oder die Frau verwendet. Jeder soll bei der Brautwerbung heilig und ehrbar mit der Frau umgehen. Im 1. Thessalonicherbrief 4, Vers 5 steht: <em>&bdquo;Nicht in Leidenschaft der Begierde wie die Nationen, die Gott nicht kennen.&ldquo;</em></p><p>Wer Gott nicht kennt, ist noch leichter versucht, in die Leidenschaft der Begierde zu fallen. In Vers 6 ermahnt Paulus die Thessalonicher, sich keine &Uuml;bergriffe zu erlauben oder seinen Bruder zu &uuml;bervorteilen, weil der Herr der R&auml;cher &uuml;ber all das ist. Eine solche &Uuml;bervorteilung k&ouml;nnte beispielsweise in einem Ehebruch liegen. In Vers 7 gibt Paulus die Begr&uuml;ndung: <em>&bdquo;Denn Gott hat uns nicht zur Unreinheit berufen, sondern zur Heiligung.&ldquo;</em></p><p>Ehebruch, Pornografie - was sexuelle Darstellungen mit Huren meint - etc. sind keine Option f&uuml;r einen Christen. Pornografie bedeutet &bdquo;ich nehme mir deinen K&ouml;rper zu meiner Befriedigung&ldquo;. Das Evangelium ist das Gegenteil, Jesus sagt, als er seine J&uuml;nger zum Abendmahl, in ein Leben mit ihm, einl&auml;dt: &bdquo;<em>mein Leib f&uuml;r euch gegeben</em>&ldquo;. Sexualit&auml;t ist ein Geschenk Gottes (1. Mose 1,27-28): <em>&bdquo;Und Gott schuf den Menschen als sein Bild, als Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie. 28 Und Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch&hellip;&ldquo;</em> Sie soll zwischen Mann und Frau in einer Ehe ausgelebt werden, 1. Mose 2,24: <em>&bdquo;Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen </em>(er soll alte Abh&auml;ngigkeiten verlassen) <em>und seiner Frau anh&auml;ngen</em> (bedeutet eigentlich festkleben, also Exklusivit&auml;t und lebenslange Treue), <em>und sie werden zu einem Fleisch werden </em>(k&ouml;rperliche Gemeinschaft und Einswerden).&ldquo;</p><p>In 1. Korinther 6,9-11 hei&szlig;t es, dass pornoi - also Leute, welche sexuelle Handlungen au&szlig;erhalb der Ehe begehen, G&ouml;tzendiener u.a. - das Reich Gottes nicht erben werden. Porneia im Sinne von Ehebruch begeht in seinem Herzen schon, wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, sagt Jesus (Matth&auml;us 5,27-28). So nehmen auch 70 % der Frauen heute Pornokonsum ihres Mannes wie einen Ehebruch wahr. In der Korintherstelle hei&szlig;t es, dass viele der Korinther pornoi gewesen waren. Jedoch hei&szlig;t es weiter, dass sie geheiligt und gerechtfertigt wurden in dem Namen des Herrn Jesus und durch den Geist Gottes. Jesus Christus weist sexuelle S&uuml;nder nicht ab. Im Matth&auml;usevangelium, Kapitel 21:31 hei&szlig;t es: <em>&bdquo;Die Z&ouml;llner und die Huren gehen euch voran in das Reich Gottes.&ldquo; </em>In Jesu Stammbaum selbst sind Frauen, welche mit sexueller Unmoral zu tun hatten: (1) Tamar, welche von ihrem Schwiegervater schwanger war, (2) Rahab, eine berufsm&auml;&szlig;ige Hure.</p><p>Im Glauben an Jesus Christi stellvertretenden Kreuzestod finde ich Vergebung f&uuml;r all meine S&uuml;nden. Das eigentliche Problem von Unzucht ist, dass nach R&ouml;mer 1,25 <em>&bdquo;&hellip; die Wahrheit Gottes mit der L&uuml;ge vertauscht und dem Gesch&ouml;pf mehr Verehrung und Gottesdienst erwiesen wird als dem Sch&ouml;pfer &hellip;&ldquo; </em></p><p>Gott wird in der Bibel als Ehemann Israels dargestellt, Jesus Christus als Br&auml;utigam der christlichen Gemeinde. Ehebruch mit einem anderen Menschen ist physischer G&ouml;tzendienst gegen&uuml;ber Gott. Etwas anderes als Gott hat die h&ouml;chste Position im eigenen Leben. G&ouml;tzendienst hingegen ist geistlicher Ehebruch gegen&uuml;ber Gott. Wenn ich wirklich davon &uuml;berzeugt bin, dass es nicht einmal in Ordnung ist, auch nur eine Sekunde &uuml;ber solche Dinge nachzudenken, f&auml;llt es oft auch leichter, nicht in diese S&uuml;nden zu fallen. Unzucht soll vollkommen aus dem Leben des Christen verbannt werden. Im 1. Thessalonicherbrief 4, Vers 8, unseres heurigen Textes schreibt Paulus, dass, wer dies verwirft, nicht einen Menschen, sondern Gott verwirft. Ebenso schreibt Johannes in seinem 1. Brief, in Kapitel 4,6a: <em>&bdquo;Wir sind aus Gott; wer Gott erkennt, h&ouml;rt uns; wer nicht aus Gott ist, h&ouml;rt uns nicht.&ldquo;</em> Paulus f&auml;hrt fort, indem er in den Verse 9-10 ausf&uuml;hrt, wie Gott die Christen in Thessalonich gelehrt hat, einander zu lieben, und dass sie das &uuml;ber ihren Ort hinaus in der ganzen Region Mazedonien taten, darin aber noch zunehmen sollten.</p><p>In 1. Korinther 12 beschreibt Paulus, dass alle Menschen, welche glauben, dass Jesus Christus stellvertretend am Kreuz f&uuml;r sie gestorben ist, gemeinsam die Gemeinde, den Leib Christi bilden. Die Christen in Thessalonich waren auf einem guten Weg, auch Geschwister aus anderen Gemeinden zu lieben. Wie Kinder st&auml;ndig dazulernen, sich weiterentwickeln und an reiferen Menschen orientieren, sollten auch sie jedoch weiter in der Liebe zueinander wachsen. In den Versen 1. Thessalonicher 4,11-12 hei&szlig;t es weiter, dass sie still sein sollten. Das bedeutet, in Frieden zu leben und sich nicht in andere Angelegenheiten einzumischen. Ferner sollten sie mit ihren eigenen Gesch&auml;ften und mit ihren H&auml;nden arbeiten, damit sie anst&auml;ndig wandeln gegen die, welche drau&szlig;en sind und niemanden n&ouml;tig haben. In 1. Korinther 5 f&uuml;hrt Paulus aus, dass die Gemeinde diejenigen innerhalb der Gemeinde liebevoll f&uuml;r ihre Verfehlungen richten soll. Um diejenigen au&szlig;erhalb der Gemeinde k&uuml;mmert sich Gott. Man soll nicht Wasser predigen und Wein trinken. Sondern Ungl&auml;ubige sollen am Leben der Christen sehen, dass sie wirklich anders sind, damit sie daran Gottes Liebe erkennen k&ouml;nnen. Dazu m&ouml;chte ich auch Sie ermutigen.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Julien Schmidt</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17214104.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Julien Schmidt]]></author>
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      <pubDate>Fri, 21 Nov 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die Sendung des Timotheus]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 1. Thessalonicher 3,1-13 – ausgelegt von Martin Oberkinkhaus.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 1. Thessalonicher 3,1-13 – ausgelegt von Martin Oberkinkhaus.</em><br/>
<p>Unser Bibelabschnitt beschreibt die Sorge um eine junge, vor kurzem entstandene Gemeinde, an einem anderen Ort. Das Missionsteam war nach Gemeindegr&uuml;ndung innerhalb von drei Wochen an anderen Orten im Einsatz, in der griechischen Hauptstadt Athen und in Korinth. Es hatte dort mit der Begleitung der neu entstehenden Gemeinden zu tun. Darum entschieden sie sich, den jungen Mitarbeiter Timotheus nach Thessalonich zu schicken, um nach dem Ergehen der dortigen Gemeinde zu fragen. Das Lebenszeugnis des Paulus beschreibt immer wieder den Einsatz von Nachwuchsmitarbeitern, welche zur seelsorgerlichen Begleitung und Verk&uuml;ndigung der Botschaft des Sch&ouml;pfers unserer Welt berufen wurden und so Erfahrung in der Gemeindebegleitung sammeln konnten, f&uuml;r sp&auml;tere Aufgaben.</p><p>Paulus war interessiert daran, die junge Gemeinde zu st&auml;rken. Nachdem Timotheus zur&uuml;ck bei dem Team war und viel Gutes erz&auml;hlte vom Glauben und von der Liebe der Gemeinde in Thessalonich, schreibt der Apostel seinen Brief.</p><p>Das Team um Paulus hatte selbst &bdquo;Not und Bedr&auml;ngnis&ldquo;. Es war nur wenige Wochen in der griechischen Stadt und hatte an weiteren Orten Menschen zur Beziehungsgemeinschaft mit dem auferstandenen Jesus, dem von Gott gesandten Christus, eingeladen. Diese trafen sich immer wieder, um in ihrer Beziehungsgemeinschaft im Glauben und der Liebe zu wachsen.</p><p>Paulus nennt die guten Berichte &bdquo;Trost f&uuml;r die Zeugen Jesu&ldquo;. W&ouml;rtlich hei&szlig;t es in unserer &Uuml;bersetzung: &bdquo;Euer Glaube ist unser Trost!&ldquo; &ndash; Mit &bdquo;Glaube&ldquo; ist hier nicht das allgemeine Verst&auml;ndnis der Umgangssprache gemeint im Sinn von &bdquo;f&uuml;r richtig halten&ldquo; oder &bdquo;vermuten&ldquo;. Glauben an Gott, wie Jesus und der Apostel Paulus und alle anderen Apostel verk&uuml;ndigten, wie es alle Nachfolgerinnen und Nachfolger seit zweitausend Jahren an vielen Orten getan haben und immer noch in diesen Tagen tun, diese Art von Glauben meint eine Beziehungsgemeinschaft, die allt&auml;glich an Werktagen und Sonntagen zu einer au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Freude f&uuml;hrt. Das mittelalterliche Wort &bdquo;geloben&ldquo;, aus dem das Beziehungswort &bdquo;glauben&ldquo; stammt, beschreibt eine Beziehung, ein Gel&ouml;bnis, an einer Beziehungsgemeinschaft festzuhalten, wie es auch in dem heute verwendeten Wort vor einer Eheschlie&szlig;ung verwendet wird, im Wort &bdquo;Verl&ouml;bnis&ldquo;. Die Verlobten erinnern sich an ihre zur&uuml;ckliegenden Begegnungen und sehnen sich nach weiterem und tieferem Erleben miteinander.</p><p>Wenn Menschen einander Briefe schreiben, wenn Verliebte auch bei r&auml;umlicher Entfernung ihre Liebesbotschaften senden, dann zeigt das die innere Verbindung. Paulus betont mit drei Worten den wesentlichen Grund der Beziehungsgemeinschaft, der weltweiten Glaubensgemeinschaft: &bdquo;In dem Herrn&ldquo;.</p><p>&bdquo;Der Herr&ldquo; &ndash; das ist Gott so, wie er im Apostolischen Glaubensbekenntnis beschrieben ist, das weltweit Kirchen und Gemeinschaften unter der &Uuml;berschrift &bdquo;Ich glaube an Gott&ldquo; verbindet: In drei Abschnitten wird hier der eine Gott beschrieben, nicht drei G&ouml;tter, wie Kritiker der Dreieinigkeitslehre meinen. Zur Beziehungsgemeinschaft mit Gott und Jesus geh&ouml;rt der Heilige Geist, eine heilige Gesinnung, wie in der Beziehungsgemeinschaft von Menschen bezeugt wird.</p><p>Nicht nur die Beziehung zum v&auml;terlichen Gott, der als allm&auml;chtiger Gott die Welt mit dem gesamten Universum geschaffen hat, ist Inhalt des Glaubens. Dazu geh&ouml;rt der von Gott Gesandte, griechisch der Christos, der Gottes Liebe zu allen Menschen verk&uuml;ndigte und Menschen mit dieser Nachricht in die gesamte Welt sandte. Dazu geh&ouml;rt die neue Gesinnung, die der Heilige Geist vermittelt. Menschen in allen Teilen der Welt sind eingeladen, Tag f&uuml;r Tag in dieser Beziehungsgemeinschaft mit anderen Menschen und Gott zu leben. Von einer heiligen Kirche und von &bdquo;Gemeinschaft der Heiligen&ldquo; ist dort die Rede.<br />
Paulus schreibt von Dank f&uuml;r alles an Gott und von der Bitte, jeden Tag diese Gemeinschaft sehen zu k&ouml;nnen. Sein weiteres Leben zeigt, dass dieser Wunsch nicht immer in Erf&uuml;llung geht. Aber auch wenn der Wunsch nach Begegnungen mit bestimmten Menschen sich nicht erf&uuml;llt &ndash; auch dann gilt die Einladung, sich am Leben der Beziehungsgemeinschaft mit Gott, Jesus und anderen Menschen in der N&auml;he unserer Aufenthaltsorte zu beteiligen. Dann kann man auch die Beziehungsgemeinschaft &bdquo;in dem Herrn&ldquo; erleben, von der der Apostel schreibt.</p><p>&nbsp;&bdquo;Es fehlt noch etwas &hellip;&ldquo;, schreibt der Apostel. Was ist das, was da noch fehlt? Paulus nennt das Wachsen im Glauben und ein Anwachsen der Liebe untereinander und zu jedem Menschen.</p><p>Zweitausend Jahre Geschichte der Beziehungsgemeinschaft mit Gott, wie sie Jesus und die Apostel verk&uuml;ndigten und wie sie bis heute verk&uuml;ndigt und gelebt wird in der allt&auml;glichen Glaubensbeziehung weltweit und im Nahbereich unseres Lebens, zeigen das Wachsen im Glauben und der Liebe zu jedermann.</p><p>Ein letzter Gedanke zum Wachsen in der Beziehungsgemeinschaft und der Liebe dr&auml;ngt sich mir auf: Fehlt dieses Wachstum heute? Ich h&ouml;re immer wieder Kritik und Klagen &uuml;ber Gemeinden vor Ort und die Feststellung: Da ist keine Alltags-Beziehung zu Gott zu sp&uuml;ren und nichts von Liebe zu allen Menschen!</p><p>Hier nehme ich das Lehrbeispiel des Paulus aus unserem Textabschnitt:<br />
Danke f&uuml;r die Menschen, die sich dort versammeln. Und ich f&uuml;ge das alte Gebet in den Kirchen hinzu, mit dem Prediger das S&uuml;ndenbekenntnis sprechen:<br />
&ldquo;Ich bekenne, dass ich ges&uuml;ndigt habe in Gedanken, Worten und Werken, meine Schuld, meine &uuml;bergro&szlig;e Schuld. Schwestern und Br&uuml;der, bittet f&uuml;r mich bei Gott um Vergebung!&ldquo;<br />
und ich erlebe die folgende Bitte der Versammelten:<br />
&bdquo;Der allm&auml;chtige Gott erbarme sich Deiner, Er vergebe Dir Deine S&uuml;nden und f&uuml;hre Dich zum ewigen Leben!&ldquo;<br />
In der Folge beten alle Versammelten:&ldquo;Wir bekennen, dass <strong>wir</strong> ges&uuml;ndigt haben in Gedanken, Worten und Werken &hellip;.&ldquo;<br />
Und der Prediger bittet f&uuml;r alle Versammelten um Vergebung der S&uuml;nden&hellip;</p><p>&nbsp;Da beginnt Wachsen im Glauben und der Liebe zu allen Menschen. Diese Erfahrung des Glaubens in der allt&auml;glichen Beziehungsgemeinschaft mit Gott w&uuml;nsche ich uns allen.</p><p><br /><strong>Mehr zum Thessalonicherbrief:</strong></p><section class="erf-teaser-card-init" data-url="https://youtu.be/ZRtD-YidDDs">Buchvideo: 1. Thessalonicher</section><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Martin Oberkinkhaus</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17213272.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Martin Oberkinkhaus]]></author>
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      <pubDate>Thu, 20 Nov 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die Aufnahme des Evangeliums in Bedrängnis]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 1. Thessalonicher 2,13-20 – ausgelegt von Andreas Hornung.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 1. Thessalonicher 2,13-20 – ausgelegt von Andreas Hornung.</em><br/>
<p>In der S&auml;chsischen Kirchenzeitung &bdquo;Der Sonntag&ldquo; vom 20. April dieses Jahres</p><p>las ich einen Beitrag von Reinhard Mawick unter der &Uuml;berschrift &bdquo;Bach und die Judenfeindschaft&ldquo;. Darin weist der Autor auf judenfeindliche Aussagen in Bachs Werken hin, besonders in der Johannespassion, und schl&auml;gt vor, dass in den Pausen der Auff&uuml;hrungen auf diese Problematik aufmerksam gemacht werden m&uuml;sse, um Bachs Passionstheologie zu korrigieren. Dieser Artikel hat mich sehr befremdet.</p><p>Der Antisemitismusbeauftragte der nieders&auml;chsischen Landesregierung Gerhard Wegner pl&auml;diert sogar daf&uuml;r, man solle vorerst auf die Auff&uuml;hrungen der Bach&acute;schen Passionen ganz verzichten.</p><p>Nun, die Wissenschaft liefert keine Hinweise darauf, dass Bach besonders judenfeindliche Ansichten gehabt h&auml;tte. Auch hat er nicht die judenfeindlichen Tendenzen seiner Zeit in irgendeiner Weise verst&auml;rkt. Bach hat lediglich die &uuml;berlieferten Texte des Evangeliums nach der Lutherbibel verarbeitet. Dieses Zitieren von Bibeltexten wird heute problematisiert.</p><p>Doch wie steht es um die sogenannten &bdquo;judenfeindlichen Texte&ldquo; der Bibel? Unser heutiger Text enth&auml;lt solche eine Passage. In den Versen 1. Thessalonicher 14-16 schreibt der Apostel Paulus:<br /><em>&bdquo;Denn ihr, Br&uuml;der, seid Nachahmer geworden der Gemeinden Gottes in Jud&auml;a, die in (Gemeinschaft mit) Jesus, dem Christus, ihr Leben f&uuml;hren; denn ihr habt dasselbe erlitten von euren Landsleuten, was jene von den Juden erlitten haben, die Jesus, den Herrn, get&ouml;tet haben - und die Propheten - und die (auch) uns verfolgt haben und die (deshalb) Gott nicht gefallen und allen Menschen feind sind, indem sie uns hindern, den Heiden zu predigen zu ihrem Heil. So machen sie das Ma&szlig; ihrer S&uuml;nden f&uuml;r alle Zeit voll. Aber das Strafgericht Gottes hat sie schon in vollem Umfang erreicht.&ldquo;</em></p><p>Auf welches Strafgericht nimmt Paulus hier Bezug, das die Juden getroffen habe? Paulus hatte diesen Brief im Winter des Jahres 50/51 geschrieben. Er nimmt also nicht auf die Zerst&ouml;rung Jerusalems und des Tempels im Jahre 70 Bezug, sondern anscheinend auf einen Vorfall im Jerusalemer Tempel im Jahre 48, wo 20 000 Juden umkamen.[1]</p><p>Paulus schildert hier einfach nur die Faktenlage, wie es die Christen in Thessaloniki erlebt haben und wie wir es in Apostelgeschichte Kapitel 17 nachlesen k&ouml;nnen. Die Juden haben ja tats&auml;chlich den ersten Christen das Leben schwer gemacht, wie wir es &uuml;berall in der Apostelgeschichte lesen k&ouml;nnen.</p><p>Fakten sind erst einmal kein Antisemitismus. Antisemitismus ist eine Hineininterpretation in die Faktenlage &ndash; also eine Ideologisierung. Aber das findet hier nicht statt. Allerdings ist die anst&ouml;&szlig;ige Aussage &uuml;ber die Juden in unserem Text - <em>&bdquo;sie gefallen Gott nicht</em><em> und sind allen Menschen Feind&ldquo; </em>- eine Frage der richtigen &Uuml;bersetzung.</p><p>Man kann diesen Text n&auml;mlich auch anders &uuml;bersetzen:<br /><em>&bdquo;Sie haben Jesus und die Propheten get&ouml;tet und (auch) uns haben sie verfolgt. Deshalb gefallen sie Gott nicht (oder: deshalb hat Gott kein Gefallen an ihnen, weil sie Boten Gottes verfolgen und t&ouml;ten). Sie sind (deshalb) allen Menschen Feind, weil sie uns hindern, den Nationen zu predigen, damit diese gerettet werden (und damit unterbinden sie, dass viele Menschen von ihrer S&uuml;ndenschuld befreit und erl&ouml;st werden).&ldquo;</em></p><p>So gesehen lese ich nichts Judenfeindliches oder gar Antisemitisches in diesem Text. Ich glaube, man sieht immer das, was man sehen will. Und heutzutage schie&szlig;t man oft &uuml;bers Ziel hinaus, wenn man die Geschichte ver&auml;ndern m&ouml;chte &ndash; aber das geht nicht. Wenn wir das tun, ideologisieren wir das ganze Unternehmen.</p><p>Heute werden Denkm&auml;ler abgerissen von Menschen, die Gro&szlig;es geleistet haben, aber die Kinder ihrer Zeit waren und deshalb &Auml;u&szlig;erungen machten, die wir mit unserem heutigen Wissen als rassistisch bezeichnen. Wollen wir auch Martin-Luther-Denkm&auml;ler zerst&ouml;ren, weil er in seiner letzten Schrift &bdquo;Von den Juden und ihren L&uuml;gen&ldquo; [2] zum Niederbrennen von Synagogen und zum T&ouml;ten von Juden aufruft?</p><p>Wir m&uuml;ssen aufpassen, dass wir nicht das Kind mit dem Bade aussch&uuml;tten. Mir kommt es manchmal vor, wie eine moderne Bilderst&uuml;rmerei.</p><p>Biblische Texte sind immer auch Zeit-kritische Texte. Darin wird auch das Verhalten der Juden und ihrer Obrigkeit selbstkritisch gema&szlig;regelt. Die Propheten des Alten Testaments waren deshalb auch nicht gern gesehen und mussten oft viel erleiden, ja, sie wurden sogar ins Gef&auml;ngnis geworfen und manchmal auch von ihren eigenen Landsleuten get&ouml;tet.</p><p>Auch Jesus redete sehr selbstkritisch &uuml;ber die Juden, denn Er war selbst Jude.</p><p>Er sagt zum Beispiel: &bdquo;Ihr baut den Propheten Gr&auml;ber und schm&uuml;ckt die Grabm&auml;ler der Gerechten und sagt: &#39;H&auml;tten wir in den Tagen unserer V&auml;ter gelebt, wir h&auml;tten uns nicht mitschuldig gemacht am Blut der Propheten.&#39;</p><p>So stellt ihr euch selbst das Zeugnis aus, dass ihr S&ouml;hne der Prophetenm&ouml;rder seid. Macht ihr nur das Ma&szlig; euer V&auml;ter voll! - Ihr Schlangen! Ihr Natterngez&uuml;cht! Wie wollt ihr dem Gericht der H&ouml;lle entrinnen?</p><p>Darum siehe, ich sende zu euch Propheten und Weise und Schriftgelehrte.&nbsp;Etliche von ihnen werdet ihr t&ouml;ten und kreuzigen,&nbsp;andere werdet ihr in euren Synagogen gei&szlig;eln und von Stadt zu Stadt verfolgen,&nbsp;damit &uuml;ber euch alles gerechte Blut komme, das auf die Erde ausgegossen wurde, vom Blute Abels, des Gerechten, an, bis zum Blute des Zacharias, &hellip;&nbsp;den ihr &hellip; ermordet habt. Wahrlich, ich sage euch:&nbsp;Dies alles wird &uuml;ber dieses Geschlecht kommen.&ldquo; [3]</p><p>Diesen Worten Jesu Judenfeindschaft und Antisemitismus zu unterstellen ist paradox; denn Jesus liebt sein Volk.&nbsp;Er weinte &uuml;ber Jerusalem[4] und sagte: &bdquo;Wie oft habe ich deine Kinder sammeln wollen, wie eine Henne ihre K&uuml;ken unter die Fl&uuml;gel nimmt! Aber ihr habt nicht gewollt!&ldquo; [5]</p><p>Die letzte Aussage Jesu in der Bibel lautet: &bdquo;&hellip; Wenn jemand von den Worten&nbsp;des Buches dieser Weissagung etwas wegnimmt, dem wird Gott seinen Anteil wegnehmen am Baum des Lebens und an der heiligen Stadt, von denen in diesem Buche geschrieben ist. Der dies bezeugt spricht: &#39;Ja, ich komme bald!&#39;&ldquo; [6]</p><p>Die sogenannten &bdquo;Deutschen Christen&ldquo; hatten im Dritten Reich&nbsp;auf der Wartburg in Eisenach das sogenannte Entjudungsinstitut[7] eingerichtet,&nbsp;an dem viele Theologen und Pfarrer damit besch&auml;ftigt waren,&nbsp;s&auml;mtliche Bez&uuml;ge auf das Judentum aus allen kirchlichen Texten auszutilgen.&nbsp;Auch Luthers Katechismus und das Gesangbuch wurden judenrein gemacht.</p><p>1940 erschien dann die ent-judete Volksbibel unter dem Titel &bdquo;Die Botschaft Gottes&ldquo;. All das geschah unter dem Vorwand der &bdquo;Wissenschaftlichkeit&ldquo;!&nbsp;Wir m&uuml;ssen aufpassen, dass wir heute nicht von der anderen Seite vom Pferd fallen.</p><p><br /><span class="small">[1]Flavius Josephus, Bellum 2,224-227<br />
[2]erschienen 1543 und im Internet nachzulesen<br />
[3]Mt 23,29b-36<br />
[4]Lk 19,41-42<br />
[5]Mt 23,37<br />
[6]Offb 22,18-20. Die Kirchenv&auml;ter haben die Offenbarung des Johannes bewusst an den Schluss der Bibel gesetzt, weil sie diese letzten Worte gern auf die ganze Bibel bezogen wissen wollten und nicht nur auf die Offenbarung.<br />
[7]Offizieller Name: &bdquo;Institut zur Erforschung und Beseitigung des j&uuml;dischen Einflusses auf das deutsche kirchliche Leben&ldquo;.</span></p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Andreas Hornung</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17212004.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Andreas Hornung]]></author>
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      <pubDate>Wed, 19 Nov 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die Gründung der Gemeinde]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 1. Thessalonicher 2,1-12 – ausgelegt von Gudrun Siebert.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 1. Thessalonicher 2,1-12 – ausgelegt von Gudrun Siebert.</em><br/>
<p>Haben Sie sich schon einmal rechtfertigen m&uuml;ssen f&uuml;r Ihren Glauben? Haben Sie schonmal diskutiert mit Menschen, die viele Gegenargumente bringen? Die den christlichen Glauben hinterfragen oder sogar ablehnen?</p><p>In meiner T&auml;tigkeit als Klinikseelsorgerin bin ich immer mal wieder Menschen begegnet, die dem christlichen Glauben kritisch oder auch ablehnend gegen&uuml;berstanden. Teilweise war es einfach Unwissenheit &uuml;ber das, was den Glauben ausmacht. Teilweise hatte die Ablehnung aber auch mit oft tragischen Erlebnissen zu tun. Verschiedene Christen haben diesen Menschen in der Vergangenheit schlimme Dinge angetan. Es gab autorit&auml;re Eltern, Lehrer, Pfarrer. F&uuml;r die hatte Christsein oft wenig mit Freude zu tun. Strenge Regeln waren wichtiger als Barmherzigkeit und Verst&auml;ndnis.</p><p>Und wenn man die Geschichte der Christenheit liest, dann kann man auch schon einmal am Glauben zweifeln. Dann wird eben diskutiert und argumentiert &uuml;ber Kreuzz&uuml;ge, Inquisition und Missbrauch. Als Christin und Seelsorgerin brauchte ich dann wirklich Gottes Geist, damit der mir die richtigen Worte in den Mund legt.</p><p>Auch Paulus musste argumentieren. Er hatte die Gemeinde in Thessalonich gegr&uuml;ndet, etliche waren zum Glauben an Jesus Christus gekommen, sowohl Juden als auch Nichtjuden. Aber dann musste er Hals &uuml;ber Kopf aus der Stadt fliehen. Einige f&uuml;hrende Juden hatten mit anderen Menschen einen Aufruhr angezettelt und verfolgten die Christen. Zum Gl&uuml;ck gelang es den Gemeindemitgliedern, Paulus und Silas aus der Stadt zu bringen.</p><p>Doch auch nach der Flucht aus Thessalonich gab es Menschen, die die unerfahrenen Christen gegen Paulus aufstachelten. Sie warfen Paulus schlimme Dinge vor, ohne einen Beweis daf&uuml;r zu haben. Es stand dann Aussage gegen Aussage.</p><p>Wenn ich heute Berichte lese von verfolgten Christen, dann gibt es viel Vergleichbares. Von Beginn an war das Evangelium eben auch ein &Auml;rgernis. Bis heute scheiden sich die Geister an der Frage, ob Christus auferstanden ist oder nicht. Au&szlig;erdem gibt es immer wieder die unterschiedlichsten Vorw&uuml;rfe oder Verleumdungen gegen Christen. Dabei klingt so ein Satz wie: &bdquo;Ihr Christen seid auch nicht besser!&ldquo; noch vergleichsweise harmlos. Schlimmer sind Behauptungen oder Verallgemeinerungen, die niemand beweisen kann, die aber doch im Raum stehen. Und wenn in der Presse irgendein provozierender Satz aus der Politik kommt oder es sogar etwas Verwerfliches von irgendeinem Christen gibt, dann m&ouml;chte ich mich als glaubender Mensch am liebsten verkriechen.</p><p>Wie ging Paulus mit all dem um? - Als er von den Verleumdungen h&ouml;rte, schrieb er einen Brief und verteidigte sich. Dabei begann er im ersten Kapitel des Briefs mit einem Lob f&uuml;r den vorbildlichen Glauben der Thessalonicher. Es ist also nicht alles vergessen, was Paulus ihnen verk&uuml;ndigt hatte. Deshalb erinnerte er sie wiederholt mit Worten wie: &bdquo;&hellip; ihr erinnert euch ...&ldquo;, &bdquo;&hellip; wie ihr wisst&hellip;&ldquo;, &bdquo;&hellip; ihr seid Zeugen.&ldquo;</p><p>Ja, die Thessalonicher waren Zeugen, auch Zeugen von dem harten Kampf, den Paulus auszufechten hatte. F&uuml;r ihn war es nicht leicht, das Evangelium zu verk&uuml;ndigen. Es gab viel Gegenwind und Skepsis. Und er hatte noch schmerzhafte Erinnerungen an die Zeit im Gef&auml;ngnis in Philippi, wo er vorher war. Aber Paulus hatte eine frohe Botschaft, er war beauftragt von Gott und deshalb konnte er das alles ertragen und hatte den Mut, in Thessalonich Jesus zu verk&uuml;ndigen.</p><p>Paulus beschreibt hier auch seine Art der Evangelisation: sie war nie mit schmeichelnden Worten, nie mit Drohungen oder Falschaussagen verbunden . Paulus hat auch nie seinen eigenen Vorteil gesucht. Ihm ging es nicht um Geld. Im Gegenteil: er hat selbst gearbeitet, um f&uuml;r sein Auskommen zu sorgen. Ihm ging es zudem nie um seine eigene Ehre. Er wollte sich nicht einen gro&szlig;en Namen machen. Er wollte nicht den Menschen gefallen, sondern allein Gott gehorsam sein. Ihm ging es allein um die Verk&uuml;ndigung des Evangeliums. Seine Motive kamen aus einem reinen und ehrlichen Herzen.</p><p>Und nicht nur das: Paulus verk&uuml;ndigte nicht nur und machte dann Feierabend. Nein, er gab den Menschen Anteil an seinem eigenen Leben. Er nennt sich im Brief selbst einen Vater und vergleicht sich mit einer Amme, die die Kinder pflegt. Er war kein autorit&auml;rer und unnahbarer Mensch, sondern jemand der sich k&uuml;mmert. Alles hat er in Liebe den Menschen gegeben.</p><p>Ich m&ouml;chte hier innehalten und zwei Fragen stellen:<br />
1) Wie wird denn bei uns heute das Evangelium verk&uuml;ndigt?<br />
Und 2) Wozu sind wir heute bereit?</p><p>Die erste Frage ist nicht schwer zu beantworten: Das Evangelium wird verk&uuml;ndigt in Gottesdiensten, bei Pro Christ und sonstigen Veranstaltungen, durch Traktate und anderes. Es wird zu Veranstaltungen eingeladen und man w&uuml;nscht sich, dass Menschen kommen oder dass sie zumindest eine unserer Schriften lesen. &ndash; Das ist gut und wichtig. Aber reicht das? Geraten wir dann nicht auch schonmal an Menschen, die ich anfangs erw&auml;hnt hatte? Menschen, die die Kirchen und Gemeinden und den christlichen Glauben aus unterschiedlichen Gr&uuml;nden ablehnen oder die diskutieren wollen &uuml;ber Sinn und Unsinn des Christentums? Und kommt dann nicht zuweilen von den Einladenden ein frustrierter Satz wie: &bdquo;Ich hab&acute;s gewusst: Die wollen einfach nicht.&ldquo;</p><p>Und wenn dann noch jemand l&auml;stert und spottet, dann f&uuml;hlen sich manche sogar verfolgt und wussten eben schon immer, dass das Christentum eine Minderheit ist.</p><p>Was w&uuml;rde Paulus dazu sagen? Wie w&uuml;rde er handeln?</p><p>Dazu die zweite meiner Fragen: Wozu sind wir heute bereit? &ndash; Paulus k&ouml;nnte ein Vorbild sein. Er begegnete den Menschen in Offenheit und Liebe. Er gab ihnen Anteil an seinem Leben. Sie durften ihm Fragen stellen, ihn beobachten und besuchen. Und das ist mehr als irgendjemandem ein Traktat zu geben oder eine Einladung zu einer Veranstaltung in den Briefkasten zu werfen. Paulus war bereit zu pers&ouml;nlichem Gespr&auml;ch.</p><p>Denn Menschen, die neu zum Glauben finden, brauchen Begleitung, Lehre, Seelsorge und vieles andere. Sie brauchen einen Ort, an dem sie Fragen stellen k&ouml;nnen und wo niemand sie wegen ihrer Skepsis und der Zweifel tadelt.</p><p>Und in unserem Land ist das gefahrlos m&ouml;glich. Wir haben Meinungsfreiheit und Freiheit der Religionsaus&uuml;bung. Niemand wird verfolgt, weil er oder sie an Jesus glaubt. Wir m&uuml;ssen nicht bei Nacht und Nebel aus einer Stadt verschwinden, so wie es Paulus erlebte und wie es heute unz&auml;hlige Menschen in Staaten der Christenverfolgung immer noch erdulden. Lassen Sie uns deshalb fr&ouml;hlich den Glauben bekennen &ndash; zur Ehre Gottes.</p><p style="text-align:center"><br /><strong>Haben auch Sie Fragen zum christlichen Glauben oder zur Bibel? Fragen Sie doch einfach&nbsp;Nikodemus.AI<strong>.</strong>&nbsp;</strong></p><p><img alt="Nikodemus.AI" height="224" src="https://www.erf.de/data/files/content.sources.r.erfplus.bibelheute/1109718.jpg" width="1024" /></p><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Gudrun Siebert</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17211167.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Gudrun Siebert]]></author>
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      <pubDate>Tue, 18 Nov 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Der vorbildliche Glaube der Gemeinde]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 1. Thessalonicher 1,1-10 – ausgelegt von Klaus Schlicker.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 1. Thessalonicher 1,1-10 – ausgelegt von Klaus Schlicker.</em><br/>
<p>Wenn ich eine alte Kirche betrete, lasse ich oft zuerst einmal die Atmosph&auml;re des Raumes auf mich wirken. &Auml;hnlich geht es mir mit dem heutigen Bibelwort.</p><p>Das erste, das ich sp&uuml;re, ist eine Atmosph&auml;re des Gebetes. Da schreibt der Apostel: &bdquo;Wir danken Gott allezeit f&uuml;r euch alle und gedenken euer in unserm Gebet und denken ohne Unterlass vor Gott, unserm Vater, an euer Werk im Glauben.&ldquo;</p><p>Wo immer ich glaubenden Menschen begegne, da begegne ich auch einer Atmosph&auml;re des Gebetes. Paulus und seine Mitarbeiter denken t&auml;glich an die Christen in Thessalonich. Gelegentlich fasst der Apostel zusammen, was einen Christen pr&auml;gen soll. Und da erw&auml;hnt er auch immer das Gebet: Etwa in dem Satz: &bdquo;Seid fr&ouml;hlich in Hoffnung, geduldig in Tr&uuml;bsal, haltet an am Gebet.&ldquo; Paulus ist selber ein Mann des Gebetes. Wir denken ohne Unterlass an Euch und Euer Werk &ndash; so sagt er hier.</p><p>Es ist etwas Wunderbares um diese Gebetsverbindungen, die sich um die ganze Welt spannen. Sicher haben manche von Ihnen auch heute schon an diesem Gebetsnetz mitgekn&uuml;pft oder werden es gleich nachher tun. Es ist etwas Wunderbares, wenn ich sp&uuml;re: dieser Mensch, diese Wohnung, dieses Haus, dieser Gottesdienst ist ein umbeteter Raum.</p><p>Paulus schreibt: &bdquo;Wir danken Gott allezeit f&uuml;r euch alle und gedenken euer in unserem Gebet&ldquo;: jeder von uns kann mitwirken, dass unsere H&auml;user, unsere Gemeinde, und unser Ort solch ein umbeteter Raum ist.</p><p>Neben der Atmosph&auml;re des Gebetes geht es in diesem Bibelwort um einen R&uuml;ckblick auf den Weg der Gemeinde. Der Apostel erinnert die Gemeinde noch einmal an die Anf&auml;nge ihres Glaubens. Paulus hatte ihnen gepredigt, dass die heiligen Schriften auf einen kommenden Retter hinweisen. Und dieser Retter ist Jesus. Und dann erz&auml;hlte er von Jesus. Aber daraufhin gab es Unruhen in der Stadt, und Paulus musste heimlich fliehen.</p><p>Dazu schreibt er: Unsere Predigt des Evangeliums kam zu euch nicht allein im Wort, sondern auch in der Kraft und in dem Heiligen Geist und in gro&szlig;er Gewissheit.</p><p>Dieser Blick auf die Anf&auml;nge des Glaubens ist &ndash; bei jeder Gemeinde, aber auch bei jedem pers&ouml;nlich - sehr wichtig. In Thessalonich entstand die christliche Gemeinde unter dramatischen Umst&auml;nden. Und oft kommen auch heute Menschen unter harten Auseinandersetzungen, oft auch schwerem inneren Ringen, zum Glauben an Jesus Christus.</p><p>Wenn ich von den Anf&auml;ngen des Glaubens rede, dann blicke ich immer auch auf mein eigenes Leben. Durch wen habe ich zum ersten Mal von Jesus geh&ouml;rt? Welche Menschen spielen auf meinem Glaubensweg eine wichtige Rolle?</p><p>Vielleicht denken Sie bei diesen Fragen dankbar an Menschen, an Gottesdienste, an Freizeiten, die Ihnen geholfen haben, das Wort Jesu aufzunehmen. Vielleicht sind Sie aber auch in den Anf&auml;ngen stecken geblieben. Vielleicht sp&uuml;ren Sie durch unser heutiges Bibelwort, dass uns Jesus auf dem Glaubensweg weiterf&uuml;hren will.</p><p>Wer das Evangelium h&ouml;rt, muss immer auch neue Entscheidungen treffen, Lebenssituationen kl&auml;ren, Schritte des Gehorsams tun. Sonst bricht er zu keinem fr&ouml;hlichen Glauben durch.</p><p>Paulus blickt dankbar auf seine erste Begegnung mit den Thessalonichern zur&uuml;ck. Er kann sagen: Unsere Predigt des Evangeliums kam zu euch nicht allein im Wort, sondern auch in der Kraft und in dem Heiligen Geist und in gro&szlig;er Gewissheit.</p><p>Durch die Worte des Apostels trat der auferstandene Jesus vor die Menschen. Alle, die sich ihm im Glauben anvertrauten, wissen: Jetzt liegt mein Leben in der Hand des lebendigen Gottes.</p><p>Am Ende wendet der Apostel noch einmal seinen Blick. Er schaut voraus und fragt: Wo gehen wir hin?<br />
Paulus gibt hier eine schlichte und doch alles entscheidende Antwort. Er sagt: Wir gehen zum lebendigen Gott. Das ist die neue Lebensrichtung: Ihr habt euch bekehrt von den Abg&ouml;ttern zu Gott. Aber das sagt noch nicht alles. Eine echte Bekehrung bedeutet in der Bibel immer auch: zu dienen dem lebendigen und wahren Gott. Zu dienen dem lebendigen Gott &ndash; so fasst der Apostel das Christenleben zusammen. Was ist ein Christ? Ein Christ ist einer, der dem lebendigen Gott dient.</p><p>Dazu sind wir also berufen, dass wir mit unserem ganzen Leben dem lebendigen Gott dienen und seinem Christus, der uns mit Gott in Verbindung gebracht hat.<br />
Jeden Morgen sollen wir in den Tag hineintreten mit der Frage: Wie kann ich heute dem lebendigen Gott dienen? Wie kann ich in meiner Familie, in meiner Ehe, im Umgang mit meinen Kindern oder Eltern, dem lebendigen Gott dienen? Wie kann ich heute in meiner Kirchengemeinde, in meinem Freundeskreis oder an meinem Arbeitsplatz Gott dienen? Wie kann ich ihm dienen als Bewohner meines Ortes oder als B&uuml;rger unseres Staates?</p><p>Dem lebendigen Gott dienen: dieser Satz ist wie ein Kompass. Er zeigt uns die Richtung an, in die es in jeder Situation gehen muss.</p><p>Dieser Satz zeigt uns auch an, wenn wir die Richtung verloren haben, wenn Bequemlichkeit, &Auml;rger, Entt&auml;uschung oder anderes uns von dieser klaren Lebensrichtung abbringen wollen. Dieser Satz zeigt auch wie ein Kompass, wenn sich andere G&ouml;tter in unserem Leben wieder vordr&auml;ngen m&ouml;chten. Ihr seid bekehrt von den G&ouml;ttern zu dienen dem lebendigen Gott. Es gibt viele andere G&ouml;tter: da ist unsere eigene Ehre, da sind die M&auml;chte, vor denen wir Angst haben, da geht es oft um Geld, Besitz, Vergn&uuml;gen. Wir kennen alle G&ouml;tter unserer Tage, die uns abhalten m&ouml;chten, dem lebendigen Gott zu dienen.</p><p>Jeden Morgen stellt sich uns also die gleiche Frage: Wohin breche ich heute auf?</p><p><em>Ich will dem lebendigen und wahren Gott dienen. </em></p><p><br />
&#9658;&nbsp;<strong> &nbsp;Infos zum 1. Thessalonicher-Brief</strong></p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pfarrer Klaus Schlicker</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17210445.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pfarrer Klaus Schlicker]]></author>
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      <pubDate>Mon, 17 Nov 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[In Schmach, Schande und Scham (2)]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Psalm 69,17-37 – ausgelegt von Johanna Kunz.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 69,17-37 – ausgelegt von Johanna Kunz.</em><br/>
<p>David&nbsp;droht zu versinken! So f&uuml;hlt es sich f&uuml;r ihn jedenfalls an. Ihm wird der Boden unter den F&uuml;&szlig;en weggerissen. Da ist nichts, das ihn h&auml;lt. Wo auch immer er ist: Er wird verspottet. Was auch immer ihm andere Menschen geben: es schadet ihm. Er ist ganz allein. Nicht einmal seine Br&uuml;der kennen ihn noch. Alle gegen David!</p><p>Er ruft. Er weint. Er klagt. Er fleht. Doch ist da niemand, der ihn h&ouml;rt. Niemand, der auf seiner Seite ist. Niemand, der ihn tr&ouml;stet.</p><p>David liebt Gott von ganzem Herzen. Er liebt ihn leidenschaftlich. Und diese Liebe zu Gott ist der Grund f&uuml;r den Spott der Menschen. Gegen Gott kommen sie nicht an. Aber David, den k&ouml;nnen sie treffen. Den k&ouml;nnen sie verspotten. Ihm gegen&uuml;ber k&ouml;nnen sie sich &uuml;berlegen f&uuml;hlen. David trifft die ganze Wucht des Hasses, der eigentlich gegen Gott gerichtet ist.</p><p>Und Gott? Was tut er in der Situation? Zeigt er seine Macht, indem er Davids Feinden entgegentritt? Es w&auml;re ein Leichtes f&uuml;r Gott, das zu tun. Doch stattdessen handelt Gott auf andere Weise.</p><p>Im ersten Teil von Psalm 69 klagt David &uuml;ber sein Leid. Doch dann &auml;ndert sich sein Gebet. David wendet sich nicht mehr an Gott, um zu klagen. David wendet sich an Gott, um seine N&auml;he zu erleben. Er m&ouml;chte von Gott gesehen werden. Statt weiterhin auf seine Verfolger zu schauen, schaut David auf Gott. Statt auf die sp&ouml;ttischen Worte und das h&auml;mische Lachen seiner Feinde zu h&ouml;ren, m&ouml;chte er nun die Stimme von Gott h&ouml;ren. Die Blicke und Worte seiner Feinde wollen ihn vernichten. Doch Gottes Blick und seine Worte richten ihn auf und schenken ihm Trost. Gott schenkt David Trost.</p><p>David wird sich bewusst, dass Gott nicht nur ihn sieht. Nicht nur sein Leid. Sondern, dass Gott auch Davids Feinde sieht. Dass der Spott gegen David eigentlich gegen Gott gerichtet ist. Gott entgeht kein einziger ihrer Gedanken. Keine Tat gegen David bleibt ungesehen. Darin liegt die Hoffnung, die David von Gott bekommt. Gott sieht. David und seine Feinde. Davids Liebe und den Spott der Menschen. Wenn David sich in diesem Gebet an Gott richtet, dann richtet er sich an einen gn&auml;digen Tr&ouml;ster, aber auch an einen gerechten Richter. An einen Richter, der jede Tat sieht und der f&uuml;r Gerechtigkeit sorgen wird. Das ist nicht Davids Aufgabe. Das ist die Aufgabe Gottes.</p><p>David &uuml;berl&auml;sst sie Gott. Er r&auml;cht sich nicht. Er klagt und er sucht Trost. Es ist Gottes Aufgabe f&uuml;r Gerechtigkeit zu sorgen und Davids Aufgabe Gottes N&auml;he zu suchen.</p><p>Und in dieser N&auml;he bei Gott passiert etwas. Es passiert etwas im Verborgenen. Im Innern. In Davids Herz. In Gottes N&auml;he ver&auml;ndert es sich. Davids Gebet &auml;ndert sich erneut. Obwohl seine Situation noch immer die gleiche ist, bekommt David Zuversicht. Er bekommt die Gewissheit, dass die Schande, der Spott, die Ausgrenzung und der Hass nicht das ist, was bleibt. Sondern das Gottes Hilfe David sch&uuml;tzen wird. Gott wird triumphieren. David bricht in Lob und Jubel aus. Als H&ouml;rer des Gebets sp&uuml;re ich diese Ver&auml;nderung f&ouml;rmlich. Und ich sehe es im Geist vor mir: Zuerst ein gebeugter David. Sein Gesicht von Schmerzen und Tr&auml;nen geplagt. Klagend, flehend, rufend. Und dann ein aufgerichteter David. Strahlend, jubelnd, dankend. Nach oben schauend. Zu Gott. Obwohl sich seine Situation nicht &auml;ndert, &auml;ndert Gott f&uuml;r David alles.</p><p>Gott handelt. In Davids Herz.</p><p>Doch David ist nicht der Einzige, der ohne Grund gehasst wird. Im neuen Testament nimmt Jesus Christus Bezug auf diesen Psalm. David erkennt in diesem Psalm an, dass er selbst auch immer wieder versagt. Aber Jesus war und ist schuldlos. Ebenso wie David trifft ihn der Hass der Menschen. Gott sch&uuml;tzt David. Jesus sch&uuml;tzt Gott nicht. David sucht Gottes N&auml;he und findet sie. Jesus sucht Gottes N&auml;he am Kreuz und er findet sie nicht. David kann sich darauf verlassen, dass Gott &uuml;ber seine Feinde richtet. Jesus tr&auml;gt die gerechte Strafe der ganzen Welt mit seinem Tod am Kreuz. David wird von Gottes Hilfe erh&ouml;ht. Jesus wird am dritten Tag von den Toten auferweckt und an Himmelfahrt erh&ouml;ht.</p><p>David ruft dem Leser am Ende des Psalms zu: &bdquo;Ihr alle, die ihr Gottes N&auml;he sucht, fasst neuen Mut.&ldquo; Jesus sagt im neuen Testament, im Matth&auml;usevangelium: &bdquo;Kommt her zu mir, alle, die ihr m&uuml;hselig und beladen seid. Ich will euch erquicken.&ldquo; Jesus Christus ist Gott, der uns zu sich einl&auml;dt. Und der gleichzeitig Verlassenheit, Leid, Schmerz und Hass kennt. David wei&szlig;, dass Gott &uuml;ber sein Leid triumphieren wird. Jesus Christus hat durch seine Auferstehung selbst &uuml;ber den Tod triumphiert.</p><p>Zu Beginn des Psalms droht David innerlich zu ertrinken. All das, was er f&uuml;r seine Liebe zu Gott ertr&auml;gt, scheint ihn zu &uuml;berrollen. Doch durch sein Gebet schaut David zu Gott. Und dieser Blick zu Gott ver&auml;ndert sein Herz.</p><p>Ich erlebe auch immer wieder Momente, in denen mich meine Gef&uuml;hle zu &uuml;berrollen drohen. In denen alles Dunkel scheint. In denen ich ganz allein bin. Alle gegen mich. So f&uuml;hlt es sich dann an. In diesen Situationen ist es f&uuml;r mich schwer, meinen Blick von meinen Feinden abzuwenden und zu Gott zu schauen. Es ist schwer, nicht auf verletzende Worte zu h&ouml;ren, sondern auf Gottes Worte. In diesen Momenten bin ich dankbar f&uuml;r Psalmen wie diesen. Wenn mein Herz keine eigenen Worte findet, kann ich mir Davids Worte leihen, um meinen Gef&uuml;hlen Ausdruck zu verleihen. Und kann mir sicher sein, dass nicht nur David Dunkelheit kennt. Sondern dass Gott selbst, in Jesus Christus, Dunkelheit erlebt hat. Aber das er auch triumphiert hat. Jesus l&auml;dt mich ein, zu ihm zu kommen. M&uuml;hselig und beladen. Bei Jesus kann ich jubeln wie David: &bdquo;Ihr alle, die ihr Gottes N&auml;he sucht, fasst neuen Mut.&ldquo;</p><p style="text-align:center"><br /><strong>Haben Sie Fragen zur Bibel und zum christlichen Glauben? Dann fragen Sie Nikodemus.AI: </strong></p><p><img alt="Nikodemus.AI" height="224" src="https://www.erf.de/data/files/content.sources.r.erfplus.bibelheute/1109495.jpg" width="1024" /></p><p style="text-align:center">&#8203;&#8203;&#8203;&#8203;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Johanna Kunz</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17210048.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Johanna Kunz]]></author>
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      <pubDate>Sun, 16 Nov 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Der Lebensstrom aus dem Tempel]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Hesekiel 47,1-12 – ausgelegt von Markus Holmer.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hesekiel 47,1-12 – ausgelegt von Markus Holmer.</em><br/>
<p>Nach allem, was ich von Hesekiel bereits geh&ouml;rt und gelesen habe, sehe ich am Ende seines Prophetenbuches etwas ganz Besonderes, die sog. &bdquo;Tempelvision&ldquo; &ndash; H&ouml;hepunkt im Buch Hesekiel. Der Prophet befindet sich immer noch im babylonischen Exil. Sechs Jahrhunderte vor unserer Zeitrechnung hat er gewirkt und seinem Volk, dem Volk Israel, den Willen Gottes kundgetan, seine Forderungen, aber auch seinen Zuspruch und g&ouml;ttlichen Trost in schwerer Zeit. Die ihm von Gott geschenkte Vision hat nicht nur die R&uuml;ckkehr des Volkes Israel aus der Verbannung im Fokus, sondern zeigt, dass Gott in seiner Herrlichkeit in einen neuen Tempel zur&uuml;ckkehren will, in dem er f&uuml;r immer mitten unter seinem Volk wohnen und es nie mehr verlassen wird.</p><p>Prophetische Worte haben meist verschiedene Zeitepochen, f&uuml;r die sie bedeutsam sind. So k&ouml;nnen die Menschen im babylonischen Exil sie anders verstanden haben, als wir heute, und auch mit unserem Verst&auml;ndnis ist die Prophetie nicht vollends erf&uuml;llt. Klar ist nur, dass es bei der Beschreibung des Tempels nicht um einen Bauplan f&uuml;r den Wiederaufbau geht, nach dem Modell des &bdquo;ersten, des Salomonischen Tempels&ldquo;, der im Jahr 586 durch die Babylonier zerst&ouml;rt worden war. Die Vision zeigt nicht einen neuen Tempel, sondern &ndash; wie es in Hesekiel 40,2 hei&szlig;t: &bdquo; &hellip; etwas, das aussieht &bdquo;wie der Bau einer Stadt&ldquo;. Zwar wird in der Beschreibung die Vorstellung mit dem Salomonischen Tempel verbunden, aber es wird deutlich, dass es nicht um neue Mauern geht, sondern darum, dass Gott hier wohnen wird. Er ist das Zentrum, er selbst ist der neue &bdquo;Tempel&ldquo;, von dem Heil ausgeht. &bdquo;Lebendiges Wasser&ldquo; und eine nie versiegende Quelle &ndash; das sind die Bilder f&uuml;r die &bdquo;Heilsaussch&uuml;ttung&ldquo; eines gn&auml;digen und barmherzigen Gottes &uuml;ber eine vergiftete und unheile Welt. Die Verbindung des Tempels mit einer Wasserquelle finden wir auch bei Joel, wenn er sagt: &bdquo;Und es wird eine Quelle ausgehen vom Hause des HERRN&ldquo;. (Joel 4,18)<br />
Dar&uuml;ber hinaus wird ganz oft in der Bibel vom Wasser als &bdquo;Quelle des Lebens&ldquo; gesprochen. Jesus, der Sohn Gottes, sagte Jahrhunderte sp&auml;ter zu einer Frau in Samarien: <em>&bdquo;Wer von dem Wasser aus diesem Brunnen trinkt, den wird wieder d&uuml;rsten; wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm gebe, den wird ewiglich nicht d&uuml;rsten.&ldquo;</em> Und in der Offenbarung lese ich Worte, die der Vision des Hesekiel ganz &auml;hnlich sind: <em>&bdquo;Er zeigte mir einen Strom des lebendigen Wassers, klar wie Kristall, der ausgeht, von dem Thron Gottes und des Lammes. Auf beiden Seiten des Stromes mitten auf der Gasse ein Baum des Lebens, der tr&auml;gt zw&ouml;lfmal Fr&uuml;chte und bringt seine Fr&uuml;chte alle Monate, und die Bl&auml;tter des Baumes dienen zur Heilung der V&ouml;lker.&ldquo;</em></p><p>Die Tempelvision des Hesekiel ist mehr als ein Traum vom Paradies und weit mehr als die Perspektive f&uuml;r das niedergeschlagene Volk, das gerade keinen Ausweg sah. Sie f&uuml;hrt uns vielmehr zum <strong>Ausgangspunkt</strong> des Lebens. Jeder, der sich nach Leben sehnt, muss hier hingehen, dahin, wo alles Leben entspringt. Hesekiel wird f&ouml;rmlich &bdquo;mitgerissen&ldquo; mit diesem Strom des Lebens, der immer gewaltiger wird, zuerst kn&ouml;cheltief, dann bis zur H&uuml;fte. Am Ende so tief, dass der Prophet nur noch schwimmen kann. Was f&uuml;r ein wunderbares Bild auch f&uuml;r uns! Da gibt es nicht nur ganz neues Leben. Auch Altes wird wieder neu, Krankes wird heil, Totes lebendig.</p><p>Das Tote Meer hat einen Salzgehalt von &uuml;ber 30 %. Die Hebr&auml;er nennen es &bdquo;Salzmeer&ldquo;. Darin ist kein Leben m&ouml;glich. Darum bezeichnen wir es meist als Totes Meer. Doch selbst dieses tote Meer soll zum Leben kommen. Von &bdquo;sehr vielen Fischen&ldquo; ist die Rede, und &bdquo;von aller Art, wie im gro&szlig;en Meer.&ldquo; <em>&bdquo;Alles, was darin lebt und webt, wohin der Strom kommt, das soll leben... Und alles soll gesund werden und leben, wohin dieser Strom kommt.&ldquo;</em></p><p>Ob wir uns mitnehmen lassen von dieser gewaltigen Tempelvision? Ob wir uns hineinnehmen und einladen lassen in die Gegenwart Gottes? Ob wir uns mitrei&szlig;en lassen von dem gewaltigen Gnadenstrom Gottes, der auf dem Berg Moria einst seinen Anfang nahm und sp&auml;ter auf dem Berg Golgatha als &bdquo;breiter Fluss&ldquo; zum Ausbruch kam, der immer noch flie&szlig;t, bis heute? <strong>Hier</strong> m&uuml;ssen wir hin! Alle, die krank, kaputt, verzagt, schwach und matt und geistlich tot sind &ndash; sie alle sollen kommen!</p><p>Denn, so singe ich mit Georg Weissel:<br /><em>&bdquo;Hier ist der Mann, der helfen kann,<br />
bei dem nie was verdorben.<br />
Uns wird das Heil durch ihn zuteil,<br />
uns macht gerecht der treue Knecht,<br />
der f&uuml;r uns ist gestorben.&ldquo;</em></p><p>Am letzten Tag des Laubh&uuml;ttenfestes, so lesen wir im Johannesevangelium, trat Jesus auf, rief und sprach: <em>&bdquo;Wen da d&uuml;rstet, der komme zu mir und trinke. Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Str&ouml;me lebendigen Wassers flie&szlig;en. Das sagte er aber von dem Geist, welchen empfangen sollten, die an ihn glaubten&ldquo;.</em></p><p>Da finde ich nun noch einen Grund, die Tempelvision des Hesekiel nicht auf irgendwelche Mauern, weder vom ersten salomonischen, noch von dem zweiten, sp&auml;ter durch Herodes viel prunkvoller gebauten Tempel, zu beziehen. Gott selbst gibt uns durch seinen Heiligen Geist eine Vorstellung davon, dass der Tempel <strong><em>da</em></strong> ist, wo Gott wohnt. Darum sagt Paulus im 1. Korintherbrief: &bdquo;<em>Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? Wenn jemand den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben, denn der Tempel Gottes ist heilig; der seid ihr.&ldquo; </em>(1. Korinther 3,16)</p><p>Sind wir ein Tempel Gottes? Bin ich es? Sind Sie es? Wohnt Gott in Ihnen? Wenn nicht: Suchen Sie seine Gegenwart! Vertrauen wir doch darauf, dass von diesem &bdquo;Heiligtum&ldquo; Heil ausgeht, dass auch in Ihrem und in meinem Leben all das wieder gut werden kann, was nicht gut ist. <em>&bdquo;Denn bei dir ist die Vergebung, dass man dich f&uuml;rchte&ldquo;,</em> sagt der Psalmbeter (Psalm 130,4). Und: &bdquo;<em>Bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht&ldquo; </em>(Psalm 36,10).</p><p>Es geht um den &bdquo;Gnadenstrom&ldquo;, um das &bdquo;lebendige Wasser&ldquo;, das nur aus Gott kommt und an dem wir in Jesus teilhaben. Erst ganz zum Schluss, im letzten Satz des Prophetenbuches, wird der Name der Stadt genannt. Sie hei&szlig;t nicht mehr Jerusalem, sondern: &bdquo;Hier ist der HERR.&ldquo;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pastor Markus Holmer</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17209689.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pastor Markus Holmer]]></author>
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      <pubDate>Sat, 15 Nov 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Der Umfang des Tempelbezirks]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Hesekiel 42,15-43,12 – ausgelegt von Joachim König.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hesekiel 42,15-43,12 – ausgelegt von Joachim König.</em><br/>
<p>Ich erinnere mich noch gut an meinen ersten Besuch in Angkor Wat. Der Anblick war atemberaubend: die T&uuml;rme ragten wie steinerne Bl&uuml;ten in den Himmel, kunstvoll verziert. Die riesige Anlage: majest&auml;tisch gebaut, Jahrhunderte alt. Aber wenn ich dort stehe, sp&uuml;re ich: Dieser wunderbare Ort erinnert an die Vergangenheit, nicht an die Gegenwart. Er ist ein Ort der Geschichte &ndash; nichts weiter.</p><p>Ich stand viele Male in dieser Tempelanlage, als wir einige Jahre als Missionare mit OMF &ndash; Mission in Ostasien&nbsp;&ndash;&nbsp;in Kambodscha lebten. Ich begriff damals: Ein Tempel kann gro&szlig;artig aussehen &ndash; aber wenn Gott nicht da ist, ist er nur Stein.</p><p>So &auml;hnlich war es damals bei Hesekiel.</p><p>Er war Prophet im Exil. Der Tempel in Jerusalem lag in Tr&uuml;mmern. Gott hatte ihn verlassen. Seine Herrlichkeit &ndash; die sichtbare, leuchtende Gegenwart &ndash; war im Kapitel 10 aus dem Tempel hinausgezogen, durch das Osttor. Gott hatte sich zur&uuml;ckgezogen.</p><p>Doch in Hesekiel 43 sieht der Prophet pl&ouml;tzlich etwas Neues: <strong>&bdquo;Siehe, die Herrlichkeit des HERRN kam vom Osten her!&ldquo; </strong>(Hesekiel 43<strong>,</strong>2). Dasselbe Tor, durch das Gott einst gegangen war, wird nun der Weg seiner R&uuml;ckkehr. Gott kommt zur&uuml;ck. Gott kommt nicht, weil Israel sich pl&ouml;tzlich gebessert h&auml;tte. Er kommt, weil seine Treue gr&ouml;&szlig;er ist als ihr Versagen. Er will wieder wohnen unter seinem Volk, mitten in ihrer Schwachheit, mitten in ihren Tr&uuml;mmern.</p><p>Hesekiel beschreibt, dass die Herrlichkeit des Herrn das Haus erf&uuml;llt &ndash; <em>&bdquo;und die Erde leuchtete von seiner Herrlichkeit&ldquo;</em>. (Vers 2) Was f&uuml;r ein Bild! Wo Gott einzieht, da ist Leben, da ist Licht, da ist Zukunft. Er macht aus einem leeren Haus wieder ein Zuhause.</p><p>Wenn ich heute an Angkor Wat denke, an diese beeindruckende, aber leere Tempelanlage, dann bewegt mich ein Gedanke: Im kommenden Mai d&uuml;rfen meine Frau und ich nach &uuml;ber f&uuml;nfzehn Jahren wieder als Missionare nach Kambodscha zur&uuml;ckkehren. Und ich w&uuml;nsche mir, dass Menschen dort &ndash; und auch hier &ndash; erkennen: Nicht ein Tempel, nicht ein Geb&auml;ude, nicht Mauern machen heilig, sondern Gottes Gegenwart. Er selbst ist es, der Orte und Herzen mit geistlichem Leben erf&uuml;llt.</p><p>Was Hesekiel damals sah, erf&uuml;llt sich Schritt f&uuml;r Schritt: In <strong>Jesus Christus</strong> wohnte die Herrlichkeit Gottes, sichtbar f&uuml;r jedermann. Johannes schreibt: <em>&bdquo;Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit.&ldquo; </em>(Johannes 1,14)</p><p>Aber nicht nur Jesus war ein Tempel Gottes: Durch den Heiligen Geist wohnt Gott <strong>in uns selbst</strong>, die wir an Christus glauben. Paulus sagt: <em>&bdquo;Euer Leib ist ein Tempel des Heiligen Geistes.&ldquo; </em>(1. Korinther 6,19)</p><p>Und noch mehr: <strong>als Gemeinde</strong> f&uuml;gt Gott uns gemeinsam zu einem geistlichen Haus zusammen. Der Epheserbrief, Kapitel 2 beschreibt es so: Wir sind als lebendige Steine <em>&bdquo;ineinandergef&uuml;gt zu einem heiligen Tempel&ldquo;</em> (Epheser 2,21) und werden miterbaut <em>&bdquo;zu einer Wohnung Gottes im Geist&ldquo;</em> (Epheser 2,22). Das hei&szlig;t: Nicht nur jeder Christ f&uuml;r sich, sondern wir alle miteinander<strong>, </strong>als Gemeinde Jesu, sind der Ort, an dem Gottes Herrlichkeit wohnt.</p><p>Am Ende der Bibel sieht Johannes in der Offenbarung das <strong>neue Jerusalem</strong>, das leuchtet von der Herrlichkeit Gottes &ndash; gebaut nach fast denselben Ma&szlig;en, die Hesekiel sah. Dort gibt es keinen Tempel mehr, denn Gott selbst und das Lamm sind ihr Tempel. Die gro&szlig;e Bewegung der Bibel l&auml;uft auf eins hinaus: Gott will nicht fern sein. Er will Wohnung nehmen &ndash; in Christus, in Ihnen, in seiner Gemeinde, und eines Tages mitten in der neuen Sch&ouml;pfung.</p><p>Vielleicht f&uuml;hlt sich Ihr Leben manchmal an wie ein verlassener Tempel: sch&ouml;n gebaut, herrliche Fassade, aber leer geworden. Dann gilt Ihnen diese Botschaft: Gott kommt zur&uuml;ck. Auch, wenn er einst gehen musste, will er wiederkommen. Er sucht die N&auml;he. Er will neu Wohnung nehmen, in Ihnen. In seiner Gemeinde. In seiner neuen Sch&ouml;pfung. Ohne seine Gegenwart bleibt alles nur H&uuml;lle. Aber wo er wohnt, da ist Licht, da ist Leben, durch seine Herrlichkeit.</p><p>Wenn Sie m&ouml;chten, sprechen Sie dieses kurze Gebet mit mir: &bdquo;Herr, erf&uuml;lle auch mich mit deiner Gegenwart. Mach mein Herz zu deinem Tempel. Und lass dein Licht leuchten &ndash; mitten in dieser Welt. Durch mich. Durch deine Gemeinde.&ldquo;</p><p>Amen.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Joachim König</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17208913.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Joachim König]]></author>
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      <pubDate>Fri, 14 Nov 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Der Beginn der Visionen]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Hesekiel 40,1-16 – ausgelegt von Dirk Berger.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hesekiel 40,1-16 – ausgelegt von Dirk Berger.</em><br/>
<p>Der Prophet Hesekiel lebte mit dem Volk Israel in der Babylonischen Gefangenschaft. H&ouml;chstwahrscheinlich bezieht sich die Babylonische Gefangenschaft auf die Wegf&uuml;hrung der Israeliten unter K&ouml;nig Jojachin im Jahre 597 v. Chr. Sp&auml;ter, 586 v. Chr., wurde der Tempel zerst&ouml;rt.</p><p>Jerusalem existierte praktisch nicht mehr und der Tempel war zerst&ouml;rt. Eine hoffnungslose Situation, oder? Wie sollte es weitergehen f&uuml;r Gottes Volk? Kein eigenes Land mehr, der religi&ouml;se Mittelpunkt, der Tempel, zerst&ouml;rt und dazu noch gefangen in Babylon, weit weg von der Heimat.</p><p>Heute befindet sich Israel auch vordergr&uuml;ndig in einer hoffnungslosen Lage. Es wird angegriffen vom Iran, muss sich der Raketen der Huthi aus dem Jemen erwehren, die Hamas im Gaza-Streifen ist immer noch eine Bedrohung, an der Grenze zu Syrien ist es auch nicht ruhig und so weiter. Ich bin mir aber sicher: So wie Gott damals seinem Volk Hilfe zugesagt hat, wird er auch heute seinem Volk Israel helfen. Gott steht zu seinen Zusagen!</p><p>Beispielhaft nenne ich die Zusage aus 1. Mose, 12, Vers 2: <strong>&bdquo;Und ich will dich zu einem gro&szlig;en Volk machen und will dich segnen und dir einen gro&szlig;en Namen machen, und du sollst ein Segen sein.&ldquo;</strong></p><p>Dieser Segen Gottes galt fr&uuml;her, gilt heute und gilt auch f&uuml;r die Zukunft. Gott steht immer zu seinem Volk! Das sehe ich auch heute, denn Israel existiert noch.</p><p>Nun gibt Gott Hesekiel in den Kapiteln 40 bis 48 eine Vision. Es soll nicht so bleiben, wie es ist. Ein neues Jerusalem und ein neuer Tempel sollen entstehen. Gott verhei&szlig;t Hesekiel eine Besserung der Lage. Das ist ermutigend, denn ich wei&szlig;, dass Gott zu seinen Zusagen steht.</p><p>Der Prophet Hesekiel erf&auml;hrt die Vision 25 Jahre nach Beginn der Gefangenschaft in Babylon. 25 Jahre &ndash; eine lange Zeit. Vielleicht war Hesekiel und mit ihm das ganze Volk Israel entmutigt wegen der langen Gefangenschaft. Sie hatten bis zu diesem Zeitpunkt keine positive Perspektive f&uuml;r die Zukunft.</p><p>Mir geht es manchmal auch so, dass ich entmutigt bin, weil sich anscheinend nichts zum Positiven &auml;ndert.</p><p>Ganz konkret k&ouml;nnen Menschen verzweifeln, wenn sie eine chronische Krankheit haben, der Arbeitsplatz monoton und keine andere Arbeit in Sicht ist, das gest&ouml;rte Verh&auml;ltnis zu Freunden sich anscheinend nicht kitten l&auml;sst und so weiter.</p><p>So wie beim Volk Israel ist auch in den gerade genannten Situationen Gottes Hilfe m&ouml;glich. Es muss &bdquo;nur&ldquo; seinem Willen entsprechen.</p><p>Gott verwendet seine M&ouml;glichkeiten, um Hesekiel in das Land Israel zu f&uuml;hren. Das geschieht durch Gesichte. Die lange Strecke ist schwer zu gehen, zumal die Luftlinie zwischen Israel und Babylon ca. 1000 km betrug. Mit Gesichten ist gemeint, dass Hesekiel eine Vision sieht und nicht direkt zu Fu&szlig; nach Jerusalem kommt.</p><p>Nun steht Hesekiel &ndash; in Gedanken &ndash; auf einem hohen Berg. Durch den hohen Berg kann er praktisch aus der Vogelperspektive auf das neue Jerusalem bzw. den neuen Tempel schauen. Gott m&ouml;chte ihm die gewaltigen Ausma&szlig;e des Tempels und Jerusalems zeigen und die sieht Hesekiel nun mal am besten von oben.</p><p>Es ist nicht leicht zu ergr&uuml;nden, ob der wieder aufgebaute Tempel (ab 515 v. Chr.) nach der R&uuml;ckkehr aus Babylon oder das himmlische Jerusalem gemeint ist. In der Offenbarung des Johannes wird das himmlische Jerusalem in Kapitel 21 beschrieben.</p><p>In Offenbarung 21, 15 wird best&auml;tigt, dass &ndash; wie bei Hesekiel &ndash; Jerusalem mit einem Messstab vermessen wird. Es kann durchaus sein, dass Gott beide Jerusalems mit seiner Vision anspricht.</p><p>Ich frage mich, warum Gott seine Vision Hesekiel und keinem anderen aus dem Volk Israel zeigt. Ich denke, das h&auml;ngt mit der Funktion von Propheten zusammen. Propheten erfahren Gottes Offenbarung, um diese an das Volk Israel weiter zu geben.</p><p>Folglich hei&szlig;t es im Vers 4: <strong>&bdquo;&hellip; denn dazu bist du hierhergebracht, dass ich dir dies zeige, damit du alles, was du hier siehst, verk&uuml;ndigst dem Hause Israel.&ldquo;</strong></p><p>Ich kenne heute keine Propheten, aber es gibt die prophetische Gabe auch im neuen Testament (Epheser 4, 11). Hoffentlich erkenne ich es, wenn ein Prophet zu mir redet!</p><p>Hesekiel soll als Prophet dem Volk Israel das Gesehene verk&uuml;ndigen. Das kann er nur, wenn er mit den Sinnen alles erfasst. Dazu muss er sehen und h&ouml;ren. Danach kann Hesekiel das ganze gewisserma&szlig;en im Herzen verarbeiten. Nur auf diese Weise kann er dem Volk Israel die gute Botschaft vom neuen Jerusalem glaubhaft verk&uuml;ndigen. Sicherlich war Hesekiel begeistert von dem, was er gesehen hatte, und damit konnte er auch das Volk Israel begeistern.</p><p>Ich bin mir sicher, dass das Volk Israel auch von der Vision begeistert war. Sie gibt Hoffnung im tr&uuml;ben Alltag in Babylonien. Gott hat sein Volk nicht vergessen und will es wieder nach Jerusalem bringen. Welch gro&szlig;e Verhei&szlig;ung!</p><p>Die Tempelmauer muss gewaltig sein, denn die Dicke der Mauer betr&auml;gt eine Messrutenl&auml;nge. Die Messrutenl&auml;nge plus einer Handbreite betr&auml;gt 3,10 m. Solche dicken Mauern gibt es eigentlich nur bei Bunkern. Im weiteren Verlauf des heutigen Bibeltextes wird das Osttor Jerusalems beschrieben und auch dieses ist gewaltig. Interessant ist f&uuml;r mich, dass Gott jede Kleinigkeit vorgibt.</p><p>Mir ist deutlich geworden, dass Gott Hoffnung macht und zu seinem Volk Israel steht. Au&szlig;erdem stehen die gewaltigen Ausma&szlig;e Jerusalems und des Tempels f&uuml;r Gottes Gr&ouml;&szlig;e und Allmacht. Das ermutigt mich, auch heute auf ihn zu vertrauen.</p><p><br />
Mehr zum Buch Hesekiel:</p><section class="erf-teaser-card-init" data-url="https://youtu.be/2gxebq-PTCg">Buchvideo: Hesekiel Teil 2</section><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Dirk Berger</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17208222.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Dirk Berger]]></author>
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      <pubDate>Thu, 13 Nov 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die Wiedervereinigung Israels und Judas]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Hesekiel 37,15-28 – ausgelegt von Ludwig Geisler.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hesekiel 37,15-28 – ausgelegt von Ludwig Geisler.</em><br/>
<p>Hesekiel erlebt Gottes Gericht an seinem Volk: Sie werden von den Babyloniern besiegt und ins Exil gef&uuml;hrt. Hesekiel hat sein Volk davor gewarnt, aber wie so viele Propheten war er auf taube Ohren gesto&szlig;en. So lebt Hesekiel mit seinem Volk in Babylon. Seine Botschaften sind oft von Aktionen begleitet, seine Sprache ist reich an Bildern. In dem geh&ouml;rten Abschnitt wird eine gute Nachricht verk&uuml;ndet, eine Nachricht von Restauration, von Wiederherstellung: Das getrennte Volk soll wieder vereinigt werden. Eine jahrhundertealte Spaltung soll &uuml;berwunden werden. Wie war es zu dieser Spaltung gekommen?</p><p>Nach dem Tod von K&ouml;nig Salomo kam es unter Jerobeam zu einem Aufstand der n&ouml;rdlichen St&auml;mme Israels. Jerobeam lie&szlig; sich zum neuen K&ouml;nig ausrufen. Nur der Stamm Juda im S&uuml;den des Landes hielt Rehabeam, dem Sohn Salomos, die Treue (1. K&ouml;nige 12,20). Das Nordreich wurde dann aber schon im 8. Jahrhundert v. Chr. von den Assyrern besiegt und verschleppt. Das S&uuml;dreich blieb zun&auml;chst bestehen, bis im 6. Jahrhundert Nebukadnezar, der K&ouml;nig von Babel, es eroberte, zerst&ouml;rte und in Gefangenschaft setzte. Das war nicht Gottes Plan, sondern das Gericht f&uuml;r menschlichen Ungehorsam gegen&uuml;ber Gottes Geboten.</p><p>Die Verschleppung der Juden geschah in mehreren Etappen. 605 v. Chr. nimmt Nebukadnezar nach seinem Feldzug gegen &Auml;gypten die ersten Gefangenen. Acht Jahre sp&auml;ter nimmt er Jerusalem ein und f&uuml;hrt 10.000 Juden, darunter auch Hesekiel, in die Gefangenschaft. Im Jahr 586 v. Chr. wird Jerusalem vollst&auml;ndig zerst&ouml;rt. Das ist ein hartes Gericht f&uuml;r das j&uuml;dische Volk. Gott liebt sein Volk, aber kann ihm das gerechte Gericht nicht ersparen.</p><h2><strong>1. Gott verspricht Wiederherstellung</strong></h2><p>Schon in Kapitel 11 k&uuml;ndigt Hesekiel eine Wende an: &bdquo;So spricht GOTT, der Herr: Ich sammle euch aus allen V&ouml;lkern und ich bringe euch zusammen aus den L&auml;ndern, in die ihr zerstreut worden seid, und ich gebe euch das Land Israel ... Dann werden sie mir Volk sein und ich werde ihnen Gott sein.&ldquo; (Hesekiel 11,17+20) Hesekiel macht es anschaulich, indem er ein St&uuml;ck Holz mit dem Namen Juda beschriftet. Juda, der vierte Sohn Jakobs, steht f&uuml;r das S&uuml;dreich Israels. Auf ein weiteres St&uuml;ck Holz soll er Joseph schreiben. Joseph, der Vater Ephraims, steht f&uuml;r das Nordreich Israels. Aus beiden soll wieder eins werden.</p><p>&bdquo;Wiedervereinigung&ldquo; nennt man das in der deutschen Geschichte. Da dauerte die Trennung 40 Jahre. Hier waren es ca. 360 Jahre. Ich stelle mir das gro&szlig;e Erstaunen der Israeliten vor, als sie diese Botschaft h&ouml;ren. Daran wagte doch niemand mehr zu glauben. Schon die Befreiung aus dem Exil w&auml;re ein gro&szlig;es Wunder. Aber dass sich die verstreuten Israeliten wieder zusammenfinden k&ouml;nnen, das ist doch unvorstellbar. F&uuml;r mich ist die Wiedervereinigung Deutschlands auch ein unbeschreibliches Wunder. Und doch war es am Ende so einfach, eine kleine Notiz auf einem Zettel: &bdquo;Zust&auml;ndige Abteilungen des Pass- und Meldewesens der Volkspolizei-Kreis&auml;mter sind angewiesen, Visa zur Ausreise aus der DDR unverz&uuml;glich zu erteilen &hellip; unverz&uuml;glich.&ldquo; Das hatte zwar eine lange Vorgeschichte, aber kam dann doch &uuml;berraschend.</p><p>F&uuml;r die Israeliten galt es zwar nicht &bdquo;unverz&uuml;glich&ldquo;, aber die Nachricht ist auch &uuml;berw&auml;ltigend, ich lese die Verse 21 und 22 nach der Neuen evangelistischen &Uuml;bersetzung: &bdquo;Seht, ich hole die Israeliten aus den V&ouml;lkern heraus, zu denen sie gehen mussten, und bringe sie von &uuml;berall her in ihre Heimat zur&uuml;ck. Dort, auf den Bergen Israels, mache ich sie zu einem einzigen Volk unter einem einzigen K&ouml;nig.&ldquo;</p><h2><strong>2. Der Weg zur Einheit und ihre Kennzeichen</strong></h2><p>Nicht die Israeliten machen einen Aufstand, sondern Gott ist der Handelnde.</p><p>&bdquo;Ich hole sie heraus&ldquo; sagt er und &bdquo;Ich werde sie reinigen&ldquo;. Voraussetzung ist die Bereitschaft zur Umkehr, die Abkehr von den scheu&szlig;lichen G&ouml;tzen und die Einsicht &uuml;ber ihre Irrwege. Eine totale Wende hin zu ihrem Gott ist n&ouml;tig und m&ouml;glich. Hesekiel k&uuml;ndigt einen neuen K&ouml;nig an, einen Nachkommen Davids, der wie ein Hirte sein Volk regiert. Das sagt er im 6. Jahrhundert vor der Zeitenwende &uuml;ber den Messias Jesus von Nazareth. Jesus sagt: &bdquo;Ich bin der gute Hirte.&ldquo; Es klingt fast zu sch&ouml;n, um wahr zu sein, wenn in den Versen 25 und 26 von ewigen friedvollen Zeiten gesprochen wird: &bdquo;Und mein Diener David wird f&uuml;r immer &uuml;ber sie herrschen. Ich schlie&szlig;e einen Friedensbund mit ihnen. Es wird ein ewiger Bund sein.&ldquo; Wir erleben seit Jahren, wie dieser Frieden eine Illusion ist, wie mit Waffen das Land und die Menschen zerst&ouml;rt werden. Das soll mich nicht abhalten, um Frieden zu beten und zu flehen, dass der Hass besiegt wird. Israel hat das Wunder seiner Staatsgr&uuml;ndung 1948 erlebt und den Sieg &uuml;ber die Feinde in vielen Auseinandersetzungen errungen.</p><h2><strong>3. Israels Aufstieg seit 1948 und die Heimkehr der Juden</strong></h2><p>Ich will an einige Wunder in der Geschichte Israels in den letzten 75 Jahren erinnern: Unmittelbar nach der Staatsgr&uuml;ndung wurde Israel von f&uuml;nf arabischen Staaten angegriffen. Israel konnte den Angriff abwehren. Im Juni 1967 wurde den Israeliten der Zugang zum Roten Meer und zum Suezkanal verwehrt. In sechs Tagen konnte Israel einen grandiosen Sieg &uuml;ber die Feinde erringen. 1979 kam es durch die Vermittlung des US-Pr&auml;sidenten Jimmy Carter zu einem Friedensvertrag zwischen &Auml;gypten und Israel &ndash; das war in meinen Augen auch ein Wunder. Die Pal&auml;stinenser lehnten den Vertrag ab. Ein Friedensabkommen zwischen der PLO und Israel 1993 in Oslo weckte neue Hoffnungen. Die PLO erkl&auml;rte den Verzicht auf Terrorismus. Das war eine tr&uuml;gerische Hoffnung. In den 75 Jahren seit der Gr&uuml;ndung Israels sehe ich Gottes einzigartige Treue und den Flei&szlig; der Heimkehrer. Sie haben die W&uuml;ste zum Bl&uuml;hen gebracht und eine hochmoderne Wirtschaft entwickelt.</p><p>Auch im vergangenen Jahr ist die Alijah, die Einwanderung nach Israel, vorangeschritten. Wie die Jewish Agency bekanntgab, sind seit dem Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 insgesamt 35.000 Juden aus rund 100 L&auml;ndern in Israel eingewandert. Gottes Verhei&szlig;ung an Hesekiel und das j&uuml;dische Volk erf&uuml;llt sich.</p><p>Ich bete darum, dass Israel seinen wahren K&ouml;nig, den Davidsohn Jesus erkennt. Dann wird &bdquo;Gottes Wohnung unter ihnen sein, und ER wird ihr Gott sein, und sie werden sein Volk sein&ldquo;.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Ludwig Geisler</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17207514.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Ludwig Geisler]]></author>
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      <pubDate>Wed, 12 Nov 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Israel, das Totenfeld, wird durch Gottes Odem lebendig]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Hesekiel 37,1-14 – ausgelegt von Armin Raether.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hesekiel 37,1-14 – ausgelegt von Armin Raether.</em><br/>
<p>Ich muss gestehen, ich tat mich sehr schwer mit diesem Text. Und dem Verfasser des Textes ging es wohl nicht wirklich besser damit.</p><p>Allein die Frage Gottes: <em>&bdquo;Du Menschenkind, meinst du wohl, dass diese Gebeine wieder lebendig werden?&ldquo;</em>, wird von Hezekiel nicht wirklich beantwortet. Denn er sagt:<em> &bdquo;HERR, mein Gott, DU wei&szlig;t es.&ldquo;</em></p><p>Ich w&uuml;rde antworten: &bdquo;Keine Ahnung! Aber aus meinen Erfahrungen mit Dir, GOTT, kann ich nur sagen: Wenn es einer wei&szlig;, dann DU! Und wenn es einer kann, dann DU!&ldquo; Ich selbst habe nicht die geringste Ahnung, wie man sich f&uuml;hlt innerhalb einer Prophetie, entr&uuml;ckt durch GOTTES HEILIGEN GEIST.</p><p>Ich stelle mir vor, dass es eine extrem realistische Vorstellung ist, der ein Mensch dann ausgeliefert ist. Einzig und allein GOTT wirkt und dirigiert in diesen Momenten. Aber GOTT gibt nicht einfach nur eine Antwort im Sinne von JA oder NEIN! GOTT bezieht diesen Menschen mit ein in die Handlung: &bdquo;</p><p><em>Weissage &uuml;ber diese Gebeine und sprich zu ihnen&hellip;</em></p><p>Dies ist eine Situation, auf die kann man realistisch gesehen nicht von alleine kommen. Ein moderner Schriftsteller vielleicht. Aber auch der wei&szlig;, es ist fiktiv. Man kennt heute Schlachtfelder zur Gen&uuml;ge. Die Jahrhunderte sind voll davon.</p><p>Und immer noch mehrt sich die Zahl der Toten. Aber niemand, kein Mensch, w&uuml;rde auf die Idee kommen, dass diese Toten wieder lebendig von diesem Feld aufstehen, erst recht nicht, wenn dort nur noch Knochen liegen.</p><p>Aber Gott fordert den Menschen auf: &bdquo;Sei mutig. Sprich das Undenkbare aus. Ich autorisiere dich dazu!&ldquo;</p><p>Sag den Knochen, dass sie wieder Sehnen und Fleisch bekommen. Ja, dass GOTT ihnen sogar wieder Leben einhauchen wird durch SEINEN ODEM! Aber warum tut GOTT so etwas? Warum gibt er uns Menschen Prophetien?</p><p>DAMIT WIR solche <em>ERKENNTNISSE</em> weitergeben! Wenn wir so etwas f&uuml;r uns behalten, bleibt es doch eigentlich nur ein Traum. Im g&uuml;nstigsten Fall ziehen wir Schl&uuml;sse und Lehren F&Uuml;R UNS daraus. Aber wenn ich f&uuml;r mich die Aufgabe erkannt habe, als Prophet meine Umgebung, mein Volk, von GOTTES Vorhaben zu informieren, dann MUSS ich es weitergeben. Und sei es noch so unangenehm f&uuml;r mich selbst.</p><p>Oder, wie in diesem Falle, so unglaublich un-GLAUBLICH!</p><p>Aber GOTT l&auml;sst uns ja nicht allein. ER erkl&auml;rt und ER ZEIGT, ER &Uuml;BERZEUGT! Aber, haben wir wirklich den Mut UNANGENEHMES zu verk&uuml;nden? In welcher Zeit leben wir denn? Immer weniger Menschen bekennen sich zu GOTT, zum christlichen Glauben. Auch in Israel wird ein gro&szlig;er Teil der Bev&ouml;lkerung, der offiziell j&uuml;dischen Bev&ouml;lkerung, immer s&auml;kularisierter. Wie bei uns. Wie in vielen L&auml;ndern Europas. Die Menschheit braucht keinen GOTT mehr.</p><p>Und genau so eine Situation bezeichnet diese Szene aus Hesekiel. Das Volk Israel ist quasi tot, weil es sich von Gott abgewendet hat. In dieser Situation nimmt GOTT den Hezekiel f&ouml;rmlich an die Hand und zeigt ihm auf eine unbeschreibliche Art, zu was ER, GOTT in der Lage ist.</p><p>Und er informiert Hezekiel nicht einfach nur, ER gibt ihm Aufgaben &ndash; ER gibt ihm VOLLMACHT. Zum Beispiel &uuml;ber den ODEM &ndash; den ATEM GOTTES! Dem ATEM GOTTES, der LEBEN SCHENKT!</p><p>In allererster Linie erscheint es mir so, dass GOTT dem Hezekiel Mut machen will. Ihm zeigt er es in dieser Vision. Hezekiel kann und soll dann aber allen anderen aus dem Volk Israel davon berichten. Ist es nicht so? Je unwahrscheinlicher eine Geschichte ist, desto mehr Mut geh&ouml;rt dazu, sie zu erz&auml;hlen.</p><p>NEIN! Genau das trifft ja heute l&auml;ngst nicht mehr &uuml;berall zu. Die Menschen glauben eher jeden Quatsch und jede L&uuml;ge, wenn sie nur sch&ouml;n ungew&ouml;hnlich ist. Nur mit GOTT darf es nichts zu tun haben, geschweige denn mit JESUS! Da machen die meisten Menschen sofort zu. Dabei hei&szlig;t es doch so h&auml;ufig und so gerne: &bdquo;Bei Gott ist nichts unm&ouml;glich! &ldquo;</p><p>Das aber ist manchmal der Punkt, wo ich zu mache. Nicht weil ich das nicht glaube! Ganz im Gegenteil! Aber ER, GOTT tut das nicht immer! Schon gar nicht dann, wenn wir es gerade wollen.</p><p>Bei Gott ist nichts unm&ouml;glich. Diese Bibelstelle bei Hezekiel zeigt es doch deutlich. Die Bibel sagt es an so vielen Stellen: 1. Mose 18,14; Hiob 42,2 und Jesus sagt es selbst (Lukas 18,27): &bdquo;<em>Was bei den Menschen unm&ouml;glich, bei GOTT ist es m&ouml;glich.&ldquo;</em></p><p>Aber es hei&szlig;t, es ist m&ouml;glich &ndash; nicht, dass es zwingend passiert.</p><p>GOTT will uns so viel geben! Vor allem aber immer seine Liebe. Aber ER m&ouml;chte auch etwas von uns, vor allem UNSERE LIEBE! Und darum bindet ER uns ein in sein Tun. Nicht dass er uns br&auml;uchte. Aber sind Kinder nicht so? Stolz, wenn der Vater oder die Mutter das Gef&uuml;hl verleiht, gebraucht zu werden? N&uuml;tzlich zu sein?</p><p>Ich sehe diese Bibelstelle einerseits als Beweis f&uuml;r die uneingeschr&auml;nkte, unbegrenzte Macht Gottes. Nichts ist IHM unm&ouml;glich. Aber andererseits sehe ich sie als Best&auml;tigung daf&uuml;r, dass ER MIT UNS gemeinsam wirken m&ouml;chte.</p><p>In der heutigen Zeit ist es oft m&uuml;&szlig;ig nur zu sagen, bei GOTT ist nichts unm&ouml;glich, um dann die H&auml;nde in den Schoss zu legen und darauf zu warten, dass ER aktiv wird.</p><p>ER ist es, der mir in dieser Bibelstelle sagt: &bdquo;NUN MACH, was ICH dir gesagt habe:</p><p>MACHE MENSCHEN MUT! SCHENKE IHNEN HOFFNUNG! Schenke ihnen Vertrauen &ndash; so wie ich DIR vertraue! Amen.&ldquo;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Armin Raether</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17206853.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Armin Raether]]></author>
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      <pubDate>Tue, 11 Nov 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[In Schmach, Schande und Scham (1)]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Psalm 69,1-16 – ausgelegt von Frank Fandrich.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 69,1-16 – ausgelegt von Frank Fandrich.</em><br/>
<p>O &ndash; was ist denn hier los? Sind die Psalmen im Alten Testament der Bibel nicht voller Loblieder, voller Zuversicht und Freude, sind es nicht Texte, die Trost und Hoffnung spenden? Ja, das ist in vielen F&auml;llen richtig, aber es gibt auch Psalmen, in denen ihre Autoren mit einer gro&szlig;en Ehrlichkeit und ohne Besch&ouml;nigung beschreiben, wie schwer das Erlebte war oder welche Unruhe und Traurigkeit sie erlebt haben. Hier, im Psalm 69, redet jemand, der in sehr schweres Fahrwasser geraten ist. Hier redet jemand, der der Verzweiflung nahe ist. Hier redet jemand, der in heftige Bedr&auml;ngnis geraten ist und Gott dies alles vortr&auml;gt. Im Leben des Verfassers dieses Psalms, des K&ouml;nigs David, ist eine harte Zeit angebrochen. Und ich frage mich unwillk&uuml;rlich: Wie konnte es dazu kommen? Kenne ich David nicht als einen K&ouml;nig, der in Gottesfurcht, Weisheit und Glauben sein Volk gef&uuml;hrt hat? Jemand, dem Gott Siege geschenkt hat? Jemand, der in seinem Leben auch versagt hat und dieses Versagen Gott eingestanden und Gnade und Neuanfang erfahren hat?</p><p>Davids Name wird sogar an vielen Stellen in der Bibel bis ins Neue Testament als eine positive Referenz genannt. David als &ldquo;Mann nach dem Herzen Gottes&rdquo; im 1. Buch Samuel Kapitel 13 und Apostelgeschichte, Kapitel 13.&nbsp; David als Vorbild f&uuml;r sp&auml;tere K&ouml;nige. David als Dichter vieler Psalmen, die bis heute Trost spenden: Denken Sie nur an Psalm 23: &bdquo;Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.&ldquo; David wird im Matth&auml;us- und Lukas- Evangelium sogar als Vorfahre Jesu Christi genannt und Jesus wird mit der Erg&auml;nzung, &ldquo;du Sohn Davids&rdquo; angesprochen. Und hier nun in Psalm 69 h&ouml;re ich von David Worte der Verzweiflung und Klage? Wie passt das zusammen?</p><p>Es ist nicht sicher, wann David diesen Psalm geschrieben hat. Wahrscheinlich ist, dass David diesen Psalm w&auml;hrend des Aufstands von Absalom geschrieben hat. Was ist damals geschehen? David erlebt, wie sich sein Sohn Absalom durch eine List gegen ihn wendet und sich selbst zum K&ouml;nig ausrufen l&auml;sst. David flieht schlie&szlig;lich aus Jerusalem, und sein Sohn Absalom zieht mit seinen Kriegsleuten gegen seinen eigenen Vater David mit dessen Leuten. David und seine Leute gewinnen und Absalom wird get&ouml;tet, was David sehr sehr betr&uuml;bt. Vielleicht hat David die Verse dieses Psalms gebetet, als er allein ist und ihm das ganze Ausma&szlig; der Tragik bewusst wird. David sagt in den Versen 2 und 3: &bdquo;Gott, hilf mir! Denn das Wasser geht mir bis an die Kehle. Ich versinke in tiefem Schlamm, wo kein Grund ist; ich bin in tiefe Wasser geraten, und die Flut will mich ers&auml;ufen.&ldquo;</p><p>Was kann mir das f&uuml;r mein heutiges Leben sagen?</p><p>1. Jeder Mensch, selbst einer, der so bekannt und in vielen Dingen so vorbildlich ist wie K&ouml;nig David, erlebt auch dunkle Stunden in seinem Leben. Auch ein Mensch, der wie David voll Gottesfurcht und Gottvertrauen ist, kann in eine tiefe Not kommen. Die Ursache dieser Not kann von au&szlig;en kommen, ohne dass ich dazu einen Anlass gegeben habe. David sagt in Vers 5 &bdquo;Die mir ohne Ursache feind sind / und mich verderben wollen, sind m&auml;chtig.&ldquo; Es kann aber auch sein, dass mir eigene Schuld und eigenes Versagen bewusstwerden, wie in Vers 6 &bdquo;Gott, du kennst meine Torheit, und meine Schuld ist dir nicht verborgen.&ldquo; Schwere Stunden, Angst, vielleicht Krankheit, Verluste, eigenes Versagen sind Teil des Lebens auch derer, die Gott zutiefst vertrauen.</p><p>2. Das Gro&szlig;artige an diesem Psalm ist, dass David dies alles ehrlich Gott sagt. Er nimmt kein Blatt vor den Mund. Er zieht sich nicht zur&uuml;ck. Er verschweigt es nicht. Er redet es nicht sch&ouml;n. Ich darf Gott alles sagen. Ihm mein Herz aussch&uuml;tten. Ich kann ihm sagen, was ich nicht verstehe. Ich sage Gott, wenn mir mein eigenes Versagen bewusst wird. Was zeigt besser, wie wahr es ist, dass Gott mein Vater ist. Und zunehmend wird in diesem Psalm aus der Klage &uuml;ber den erlebten Zustand eine Bitte an Gott: &bdquo;Lass nicht zuschanden werden&ldquo; in Vers 7 und sp&auml;ter in Vers 14 &bdquo;Ich aber bete, HERR, zu dir zur Zeit der Gnade; Gott, nach deiner gro&szlig;en G&uuml;te erh&ouml;re mich mit deiner treuen Hilfe.&ldquo;</p><p>Ich brauche das Schwere, die unverstandenen N&ouml;te, die eigene Schuld nicht in mich hineinfressen. Ich rufe meinem Gott, der h&ouml;rt, der mich versteht, der gn&auml;dig ist, meine Not, meinen Zweifel entgegen und glaube, dass er eingreifen und helfen wird. Vielleicht ist das Eingreifen Gottes anders als ich es mir w&uuml;nsche oder erwarte, aber mein Rufen bleibt nicht unerh&ouml;rt und die Not ist nicht sinnlos.</p><p>3. Die Deutung dieser Verse kann aber noch viel weiter reichen. Sie kann als ein Hinweis auf das verstanden werden, was im Neuen Testament beschrieben wird. An vielen Stellen im Neuen Testament gibt es Bez&uuml;ge auf die Verse in Psalm 69. Insbesondere als der Sohn Gottes, Jesus Christus, unschuldig zu einer Todesstrafe am Kreuz verurteilt wird. &nbsp;David beschreibt im Psalm 69, dass er unschuldig leidet, ein Hinweis auf Jesus, der ohne Schuld verurteilt und die unbeschreiblich grausame Form der Todesstrafe durch Kreuzigung erleidet. Kurz vorher ist Jesus noch im Garten Gethsemane. Und in Anlehnung an Psalm 69 erlebt Jesus dort tiefe Angst und Traurigkeit und ringt mit dem bevorstehenden Leiden. Er bittet: &bdquo;Mein Vater, ist&rsquo;s m&ouml;glich, so gehe dieser Kelch an mir vor&uuml;ber&ldquo;. Jesus erlebt dort auch Verlassenheit, denn seine J&uuml;nger schlafen ein, obwohl er sie bittet, mit ihm zu wachen. Und er gibt sich v&ouml;llig hin und betet zu Gott seinem Vater: &bdquo;Doch nicht wie ich will, sondern wie du willst.&ldquo;<br /><br />
Der Psalm 69 ist mit Vers 16 nicht zu Ende und die Geschichte Jesu ist mit dem Leid und der Kreuzigung auch nicht zu Ende. Nach einer Periode der Not und des Leides wendet sich das Blatt. Wenn ich Psalm 69 weiterlese, sehe ich wie David sich mit neuer Zuversicht Gott zuwendet.</p><p>Und wenn ich weiter im Neuen Testament lese, merke ich:&nbsp; Der Kreuzestod Jesu ist nicht ohne Sinn, sondern er ist g&auml;nzlich im Plan Gottes. Hier leidet Gottes Sohn als ein Stellvertreter f&uuml;r uns Menschen: Er ist unschuldig und tr&auml;gt meine Schuld an meiner Stelle, damit ich vor Gott bestehen kann. Nach der Kreuzigung, dem Leid und dem Tod folgt die Auferstehung und neues Leben. Was auf den ersten Blick unverst&auml;ndlich und sinnlos erscheint, stellt sich als Gottes Plan mit einem wunderbaren Ziel heraus. In dieser Zuversicht k&ouml;nnen auch Sie in Zeiten der Not zu Gott rufen und wissen, dass er Sie h&ouml;rt, eingreift und ans Ziel f&uuml;hrt.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Frank Fandrich</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17205743.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Frank Fandrich]]></author>
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      <pubDate>Sun, 09 Nov 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die schlechten Hirten und der rechte Hirt (2)]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Hesekiel 34,23-31 – ausgelegt von Martin Gohlke.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hesekiel 34,23-31 – ausgelegt von Martin Gohlke.</em><br/>
<p>Eine gro&szlig;artige Verhei&szlig;ung bringt unser Text zum Ausdruck. Denn Gott will einen einzigen Hirten f&uuml;r sein Volk Israel erwecken. Dieser Hirte ist sein Knecht David, der Gottes Volk weiden soll.</p><p>Wer ist denn mit diesem Knecht David gemeint? David ist ja l&auml;ngst tot. Soll er wieder aus dem Grab steigen? Nein, hier ist eine andere, neue Person gemeint, die aber von David abstammt. Es ist der Messias, den Gott senden wird.</p><p>Jesus kommt aus der Linie des K&ouml;nigs David. Das macht der Stammbaum im Matth&auml;usevangelium deutlich. Und Jesus selbst hat von sich gesagt: &bdquo;Ich bin der gute Hirte.&ldquo; Die Verhei&szlig;ung aus dem Hesekielbuch geht also in Jesus in Erf&uuml;llung. Er ist der einzige Hirte, der Israel weidet.</p><p>Hesekiel kannte den Namen dieses Hirten noch nicht. Es hat also Jahrhunderte gedauert, bis der Name dieser speziellen Person bekannt wurde: Jesus Christus. Auf ihn passt die Beschreibung des Hirten genau. Jesus selbst hat dies erkannt und den guten Hirten auf seine Person bezogen.</p><p>Es f&auml;llt auf, dass Hesekiel betont, dass es nur ein einziger Hirte ist. Es gibt also nicht verschiedene Hirten, sondern nur den einen, der f&uuml;r ganz Israel zust&auml;ndig ist. Das ist eine weitere gro&szlig;e Verhei&szlig;ung, weil Israel ja damals noch geteilt war in ein Nord- und in ein S&uuml;dreich. Diese Trennung entf&auml;llt also, wenn der Messias kommt.</p><p>Der gute Hirte ist dann f&uuml;r ganz Israel da. Die Grenzen werden durch ihn aufgehoben. In Jesus geht die in unserem Text genannte Verhei&szlig;ung in Erf&uuml;llung.</p><p>Weiter hei&szlig;t es: Der Herr will Israels Gott sein und der, welcher dem Knecht David gleicht, wird Israels F&uuml;rst sein. Hesekiel beschreibt den Messias als F&uuml;rsten bzw. K&ouml;nig. Diese Vorstellung befeuert bei manchen nat&uuml;rlich die Erwartung, dass der einzige Hirte als K&ouml;nig mit R&uuml;stung und Streitmacht auftritt.</p><p>Jesus zeigt sich jedoch nicht als Gewaltherrscher, sondern voller Demut. Seine Worte und Taten haben zwar gro&szlig;e Vollmacht, aber Soldaten besitzt er nicht. Jesus ist eben ein F&uuml;rst der ganz anderen Art. Darum missverstehen ihn die meisten, weil sie ein festes Bild vom Messias besitzen, das in ihren Augen nicht auf Jesus passt.</p><p>Jesus will eben kein K&ouml;nig sein, der Gewalt aus&uuml;bt, sondern Gewalt ertr&auml;gt, indem er am Kreuz stirbt. Damit beweist er, dass er der einzige Hirte ist, weil er bereit ist, sein Blut zu vergie&szlig;en und uns so von S&uuml;nde und Schuld befreit. Jesus als der gute Hirte verschenkt sein Leben f&uuml;r uns aus lauter Liebe.</p><p>Hesekiel kann das noch nicht wissen. Erst aus der R&uuml;ckschau besitzen wir Einblick auf dieses wunderbare Geschehen.</p><p>Die Verhei&szlig;ung geht aber noch weiter, denn Gott will einen Bund des Friedens mit Israel schlie&szlig;en. Endlich k&ouml;nnen die Israeliten ohne Angst in der W&uuml;ste leben und in den W&auml;ldern schlafen. Alle b&ouml;sen Tiere sollen ausgerottet werden.</p><p>Dass diese Verhei&szlig;ung noch aussteht, erkenne ich an der aktuellen Lage im Nahen Osten. Israel ist bedroht wie selten zuvor. Durch das harte Eingreifen in Gaza erzeugt die Regierung in Jerusalem bei vielen auf der Welt Missmut. Wohin die Lage hinsteuert, wissen wir noch nicht. Fakt ist aber, dass der Herr mit Israel einen Bund geschlossen hat. Gott segnet sein Volk und verwandelt durch seinen Segen das Land um den Jerusalemer Tempelberg in eine fruchtbare Landschaft.</p><p>Es mag manchen Personen oder L&auml;ndern auf der Welt nicht gefallen, aber Israel ist von Gott gesegnet. Nach wie vor. Denn Israel ist Gottes Augapfel. Alle bisherigen Versuche, Israel auszuradieren und auszul&ouml;schen, sind gescheitert. Denken Sie nur an den Holocaust im Dritten Reich, bei dem Millionen Juden starben. Israel bleibt bestehen, weil es von Gott gesegnet ist.</p><p>Das Land wird durch diesen Segen fruchtbar sein und reiche Ernte tragen, so beschreibt es Hesekiel. Gott wird Israel aus der Sklaverei f&uuml;hren und es von dem harten Joch befreien, das es tragen muss, hei&szlig;t es weiter. Diese Vorhersage hat sich nach dem Ende des Babylonischen Exils 538 v.Chr. bereits erf&uuml;llt. Die Israeliten kehren nach langen Jahren in ihr Land zur&uuml;ck und bauen den Jerusalemer Tempel wieder auf.</p><p>Dann hei&szlig;t es einen Vers weiter, dass die Israeliten nicht mehr den V&ouml;lkern zum Raub werden sollen. Der j&uuml;dische Aufstand 70 n.Chr. f&uuml;hrt zur Zerstreuung des j&uuml;dischen Volkes auf die ganze Welt. Doch wie ein Wunder wird 1948 der j&uuml;dische Staat Israel gegr&uuml;ndet. Und das kurz nach dem Holocaust! Der Staat Israel hat bis heute Bestand. Und er wird aufgrund Gottes Segens weiter Bestand haben und nicht mehr den V&ouml;lkern zum Raub werden.</p><p>Israel wird erfahren, dass Gott ihr Herr ist und Israel sein Volk ist. Gott bekr&auml;ftigt also am Schluss des Kapitels die Bundesformel, wie sie mehrfach im Alten Testament zitiert wird, so z.B. in Jeremia 30: &bdquo;Ihr sollt mein Volk sein und ich will euer Gott sein.&ldquo;</p><p>Gott will seinen Bund mit Israel halten, den er mit seinem Volk geschlossen hat. Das steht unwiderruflich und f&uuml;r alle Zeiten fest. Gott wird als der gute Hirte auf seine Herde aufpassen.</p><p>Christen wissen, wer dieser gute Hirte geworden ist. Sein Name steht zwar nicht in unserem Text, hat aber genau diese Ank&uuml;ndigung erf&uuml;llt. Es ist Jesus Christus. - Unser Retter und Erl&ouml;ser.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Martin Gohlke</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17205371.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Martin Gohlke]]></author>
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      <pubDate>Sat, 08 Nov 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die schlechten Hirten und der rechte Hirt (1)]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Hesekiel 34,1-16 – ausgelegt von Michael Oberländer.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hesekiel 34,1-16 – ausgelegt von Michael Oberländer.</em><br/>
<p>Bei den Worten Hesekiels denke ich an die Kommunalwahl vom 14. September zur&uuml;ck.</p><p>Noch immer habe ich Stimmen aus meinem Bekanntenkreis im Ohr, die sagten:&nbsp;&bdquo;Ich wei&szlig; gar nicht, wen ich w&auml;hlen soll.</p><p>Letztlich habe ich meine Zweifel, ob die da oben wirklich f&uuml;r mich etwas bewirken m&ouml;chten, oder ob sie nur ihre eigenen Interessen und ihren Machterhalt verfolgen.&ldquo; So war es immer wieder einmal zu h&ouml;ren.</p><p>Ich pers&ouml;nlich habe gro&szlig;en Respekt vor denen, die sich in der Politik engagieren.&nbsp;Allerdings wei&szlig; ich auch: manche von ihnen haben in der Tat den eigenen Vorteil im Blick.&nbsp;Das kommt jedoch bei weitem nicht nur im Bereich der Politik vor.&nbsp;Auch am Arbeitsplatz, in der Familie und sogar in Kirche und Gemeinde kann es Egoismus auf Kosten anderer geben.&nbsp;</p><p>In den Worten Hesekiels wird beklagt, dass weltliche und geistliche Leiterinnen und Leiter gleicherma&szlig;en versagen k&ouml;nnen.</p><p>Zweimal hatte das babylonische Heer Jerusalem belagert und eingenommen.&nbsp;<br />
Zweimal sind gro&szlig;e Teile des Volkes nach Babylon verschleppt worden. Auch der Prophet Hesekiel.</p><p>Bei der zweiten Belagerung ist es gar zur schlimmsten Katastrophe gekommen, die denkbar ist: Der Tempel in Jerusalem ist niedergebrannt und die Stadtmauer geschleift worden.</p><p>Dass es zu alldem gekommen ist, hatte mit dem Fehlverhalten der F&uuml;hrungsschicht zu tun.&nbsp;Die Angeh&ouml;rigen der Oberschicht aus F&uuml;rsten, Heerf&uuml;hrern, Priestern und Propheten sollten das Volk im Glauben an seinen Gott best&auml;rken.&nbsp;Stattdessen haben sie gegen&uuml;ber den schwachen, kranken, innerlich zerbrochenen und verirrten Menschen ihre Macht ausgespielt.</p><p>Hesekiel klagt im Auftrag Gottes an: Aber ihr esst das Fett und kleidet euch mit der Wolle und schlachtet das Gem&auml;stete, aber die Schafe wollt ihr nicht weiden.</p><p>Ihr esst das Beste, das zu bekommen ist und an dem wenigen Hab und Gut des sogenannten kleinen Mannes bereichert ihr euch.</p><p>F&uuml;rsorgliche Hirten sollten sie sein; stattdessen bringen sie &bdquo;ihre Sch&auml;fchen&ldquo; ins Trockene, suchen ihren eigenen Vorteil und Gewinn und vernachl&auml;ssigen ihr Hirtenamt.&nbsp;Selbst im babylonischen Exil haben die Mitglieder der herrschenden Klasse offenbar Gelegenheit dazu gehabt.</p><p>Seit den Zeiten Hesekiels hat sich diese Praxis in unserer Welt nicht wesentlich gewandelt.&nbsp;Ich muss an die Bilder denken, die 1989 nach der rum&auml;nischen Revolution in den Fernsehnachrichten zu sehen waren.&nbsp;Der Diktator Nicolae Ceausescu ist gest&uuml;rzt und abgesetzt worden. Viele Rum&auml;ninnen und Rum&auml;nen gingen in ihrer einfachen und &auml;rmlich wirkenden Kleidung durch seinen Palast.&nbsp;Mit ungl&auml;ubig vor den Mund gehaltenen H&auml;nden betrachteten sie die goldenen Wasserh&auml;hne und marmornen Badewannen.&nbsp;Fassungslos standen sie in den f&uuml;rstlich eingerichteten R&auml;umen, in denen ihr Pr&auml;sident gelebt hatte.&nbsp;Tief ersch&uuml;ttert erkannten sie: Unser Staatsoberhaupt hatte vor allem f&uuml;r sich selbst gesorgt.&nbsp;Als Volk hatten sie sich mit einem k&auml;rglichen Leben zufriedengeben m&uuml;ssen.Nun erkannten sie, dass ihre Arbeitskraft und Gutgl&auml;ubigkeit schamlos ausgenutzt worden sind.</p><p>Das ist ein Extrembeispiel &ndash; gewiss &ndash; aber gewissenlose und ausbeuterische Menschen gibt es zu jeder Zeit und in jedweder Sorte.</p><p>Nach den Worten Hesekiels bekommen es politische und religi&ouml;se Unrechtst&auml;ter mit Gott pers&ouml;nlich zu tun.</p><p>Wie tr&ouml;stlich ist das angesichts vergangener und gegenw&auml;rtiger Ungerechtigkeit, dass Gott ein Genug! spricht, das bei Hesekiel so klingt: &hellip; ich will ein Ende damit machen, dass sie Hirten sind,&hellip; Siehe, ich will mich meiner Herde selbst annehmen&hellip; Ich selbst will meine Schafe weiden,&hellip;</p><p>Gott hat ein Herz, das Herz eines Hirten f&uuml;r Menschen, die schwach, krank, innerlich zerbrochen, verirrt und verloren sind.&nbsp;Sein Hirtenherz schl&auml;gt nicht nur f&uuml;r die benachteiligten Menschen seines Volkes damals und heute.&nbsp;Es schl&auml;gt f&uuml;r die schwachen Menschen aller Zeiten und V&ouml;lker.&nbsp;Sowohl f&uuml;r die, die unter der Macht r&uuml;cksichtsloser Herrscher leiden.&nbsp;Als auch f&uuml;r die, die unter &uuml;berm&auml;chtigen Notlagen verzweifeln.&nbsp;Es schl&auml;gt f&uuml;r die, die unter Krankheit gebeugt sind.&nbsp;Und f&uuml;r alle, die unter der Last ihrer Schuld und ihres Versagens seufzen.</p><p>Es schl&auml;gt f&uuml;r Sie und f&uuml;r mich &ndash; Gott sei Dank, denn ich finde mich in verschiedenen Lebenslagen durchaus bei diesen schwachen, kranken, verirrten und verlorenen Menschen wieder.</p><p>Ihnen und uns allen gilt, was Gott sich vorgenommen hat: Ich will das Verlorene wieder suchen und das Verirrte zur&uuml;ckbringen und das Verwundete verbinden und das Schwache st&auml;rken und, was fett und stark ist, beh&uuml;ten&hellip;.</p><p>Dieser liebevolle Wille Gottes ist so stark, dass er selbst Mensch geworden und in Jesus Christus &uuml;ber diese Erde gegangen ist.&nbsp;Jesus hat das Hirtenherz seines Vaters.</p><p>Deshalb hei&szlig;t es einmal von ihm, dass ihn das pure Mitleid packt, als er die Menschen sieht, die v&ouml;llig am Ende, verlassen und verloren sind wie Schafe, um die sich kein Hirte k&uuml;mmert.&ensp;&nbsp;</p><p>Was f&uuml;r ein tr&ouml;stlicher Gedanke ist das doch:&nbsp;Nicht Widerwille - Erbarmen ist es, das Jesus erf&uuml;llt, wenn er uns ansieht.&nbsp;<br />
Nicht Vorw&uuml;rfe, dass wir an so manchem Elend unseres Lebens selbst beteiligt sind, bekommen wir von ihm zu h&ouml;ren &ndash; &bdquo;Ich bin der gute Hirte&hellip;&ldquo; &ndash; Das sagt er.</p><p>Ich pers&ouml;nlich habe diese Worte in den letzten Jahren und vor allem in den letzten Monaten bitter n&ouml;tig gehabt.&nbsp;Der Zuspruch, dass ich nicht alleine bin, wo ich mich schwach, krank, innerlich zerbrochen, verirrt und verloren f&uuml;hle, hat mich immer wieder aufgerichtet.&nbsp;Liebevolle N&auml;he eines Menschen, durch den Gott mir seine F&uuml;rsorge schenkt, ist dabei wie ein guter Lagerplatz und fette Weide auf den Bergen Israels, von denen Hesekiel spricht.</p><p>Diesen Zuspruch gebe ich heute an Sie weiter und lade sie ein:&nbsp;Ganz gleich, wie schwach, krank, innerlich zerbrochen, verirrt und verloren Sie sich f&uuml;hlen m&ouml;gen.&nbsp;Vertrauen Sie sich diesem Hirten an.&nbsp;Sch&auml;men und scheuen Sie sich nicht, mit allem zu ihm zu kommen, ganz gleich, in welcher Lage Sie sich befinden.&nbsp;Es spielt keine Rolle, unter welchen Lasten Sie leiden.</p><p>Uns allen gilt: so spricht Gott der HERR: Siehe, ich will mich meiner Herde selbst annehmen und sie suchen.&nbsp;Sich von ihm finden lassen, ist das Beste, das Ihnen und mir passieren kann.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Michael Oberländer</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17204733.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Michael Oberländer]]></author>
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      <pubDate>Fri, 07 Nov 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Der Prophet erfährt von der Eroberung Jerusalems]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Hesekiel 33,21-33 – ausgelegt von Dietmar Kranefeld.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hesekiel 33,21-33 – ausgelegt von Dietmar Kranefeld.</em><br/>
<p>In diesem Jahr haben wir uns in Deutschland an ein besonderes Datum erinnert: 1945 &ndash; also vor 80 Jahren &ndash; endete der zweite Weltkrieg, am 8. Mai 1945. In diesem Zusammenhang wird h&auml;ufig von der &bdquo;Stunde Null&ldquo; gesprochen als einem besonderen Wendepunkt in unserer Geschichte. Ein Neuanfang in Gesellschaft und Politik war m&ouml;glich. Aus den Tr&uuml;mmern des 3. Reiches entstand der demokratische Staat, indem wir heute als vereintes Land leben.<br /><br />
Ein solches Ereignis in der Geschichte Israels, das zu einem Wendepunkt wurde, wird uns auch in unserem Text geschildert:<em> Und es begab sich im zw&ouml;lften Jahr unserer Gefangenschaft am f&uuml;nften Tag des zehnten Monats, da kam zu mir ein Entronnener von Jerusalem und sprach: Die Stadt ist genommen.</em><br /><br />
Die jahrelange schreckliche Belagerung Jerusalems ist zu Ende. Der Feind aus Babylon hat gesiegt. Hesekiel hat dieses Ereignis als Gericht Gottes angek&uuml;ndigt. Ein Zeichen, dass er das Wort Gottes recht verk&uuml;ndigt hat.</p><p>F&uuml;r Hesekiel, der auf Gottes Veranlassung bis zu diesem Tag mehrere Jahre stumm sein musste, war es ein gro&szlig;er Einschnitt, eine Befreiung:<br /><br /><em>Und die Hand des HERRN war &uuml;ber mich gekommen am Abend, bevor der Entronnene kam, und er tat mir meinen Mund auf, als jener am Morgen zu mir kam. Und mein Mund wurde aufgetan, sodass ich nicht mehr stumm sein musste.</em><br /><br />
Hesekiel darf nun nach vorn sehen. Nun kann er wieder mit den Menschen reden, nun kann er wieder ermutigen und tr&ouml;sten, ermahnen und von seinen Erfahrungen mit Gott erz&auml;hlen. Ja, er durfte auch in der Zeit seines Stummseins Gottes Worte weitergeben, wenn Gott ihm eine spezielle Offenbarung f&uuml;r die Menschen gibt. Aber nun kann er pers&ouml;nlich mit ihnen im Gespr&auml;ch sein. Nun kann er wieder im vollen Sinn kommunizieren, auf Fragen eingehen und in pers&ouml;nliche Situationen hineinsprechen. Nun kann er wieder mit Menschen beten. Mir wird wieder deutlich, welch ein Geschenk die Sprache ist! Und wie wichtig es ist, sorgsam mit unseren Worten umzugehen und Gott um die richtigen Worte zu bitten.</p><p>F&uuml;r viele Menschen bedeutet die Eroberung Jerusalems aber unbeschreibliches Leid. Wer die Klagelieder Jeremias liest, bekommt einen Eindruck von dem Leid und der Trauer des Propheten &uuml;ber das, was geschehen ist. Aber er spricht auch von Schuld, die Israel auf sich geladen hat, und von Umkehr und Bu&szlig;e, die nun notwendig sind.<br /><br />
Das ist ja das Ziel des Handelns Gottes mit Israel: Umkehr &ndash; R&uuml;ckkehr zu ihm, dem lebendigen Gott. Gott freut sich, wenn Menschen zu ihm umkehren. <em>&bdquo;Seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende,&ldquo;</em> kann Jeremia sagen. Bis heute. Wir m&uuml;ssen nur in das Lukasevangelium, Kap. 15 schauen: Jesus beschreibt uns Gott als den, der sucht und ruft, der &bdquo;heim-sucht&ldquo;, der sich freut, &uuml;ber den einen S&uuml;nder der Bu&szlig;e tut. Ja, in der Person von Jesus Christus wird Gott Mensch, um uns aufzusuchen und uns die Chance zur Umkehr zu geben. Unsere S&uuml;nden tr&auml;gt er an das Kreuz, und in der Hinwendung zu ihm k&ouml;nnen wir unsere &bdquo;Stunde Null&ldquo;, unseren Neuanfang finden.<br /><br />
Doch Gott stellt bei den Zur&uuml;ckgebliebenen Israeliten fest: So denken die meisten &Uuml;berlebenden nicht! Fast trotzig h&ouml;rt sich an, was ihm zu Ohren kommt: <em>Abraham war ein einzelner Mann und nahm dies Land in Besitz; wir aber sind viele, uns ist das Land zum Eigentum gegeben.</em></p><p>Gottes Antwort ist eindeutig: <em>Darum sprich zu ihnen: So spricht Gott der HERR: Ihr habt Blutiges gegessen und eure Augen zu den G&ouml;tzen aufgehoben und Blut vergossen &ndash; und ihr wollt das Land besitzen?&ensp;Ihr verlasst euch auf euer Schwert und &uuml;bt Gr&auml;uel, und einer sch&auml;ndet die Frau des andern &ndash; und ihr wollt das Land besitzen?</em></p><p>Nein, da ist keine Einsicht, keine S&uuml;ndenerkenntnis, kein Schuldbekenntnis, keine Bitte um Vergebung. So wird die Stunde der Eroberung Jerusalems nicht zur &bdquo;Stunde Null&ldquo; in der Geschichte dieser Menschen werden. Gott wird weiter Gericht &uuml;ben, auch &uuml;ber die &Uuml;briggebliebenen. Tod und Gewalt werden sie erleben: <em>Und sie sollen erfahren, dass ich der HERR bin, wenn ich das Land ganz verw&uuml;ste um aller ihrer Gr&auml;uel willen, die sie ver&uuml;bt haben. </em></p><p>Und die Israeliten, die mit Hesekiel in die Verbannung gef&uuml;hrt worden sind? Gott bereitet Hesekiel darauf vor, dass die Menschen ihn aufsuchen und ihm zuh&ouml;ren werden. Er kann ja wieder sprechen und Gottes Wort weitergeben, tr&ouml;sten und ermutigen. Sie suchen den Zuspruch durch Hesekiel. Aber Gott wei&szlig; auch: <em>Und siehe, du bist f&uuml;r sie wie einer, der Liebeslieder singt, der eine sch&ouml;ne Stimme hat und gut spielen kann. Sie h&ouml;ren wohl deine Worte, aber sie tun nicht danach.</em></p><p>Hesekiel m&ouml;chte, dass das Volk Israel zu Gott umkehrt. Er m&ouml;chte, dass die Menschen in der Verbannung Gott neu vertrauen und seinen Worten folgen. Darin liegt die Rettung.</p><p>Und das ist Gottes Ziel. Auch f&uuml;r Sie und f&uuml;r mich. Gott m&ouml;chte, dass wir ihm und seinem Wort vertrauen. Jesus sagt: <em>Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort h&ouml;rt und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.</em></p><p>H&ouml;ren &ndash; glauben &ndash; tun &ndash; darauf kommt es Gott an. Darum ist es gut, wenn wir in der Bibel, im Wort Gottes, lesen. Es ist gut, wenn wir den Gottesdienst besuchen. Es ist gut, wenn wir beten. Und: dass wir tun, was das Wort Gottes sagt. Gott steht zu seinem Wort und zu seinen Zusagen.</p><p><em>Wenn es aber kommt &ndash; und siehe, es kommt! &ndash;, so werden sie erfahren, dass ein Prophet unter ihnen gewesen ist.</em></p><p>Darum ermutige ich Sie und mich zum Vertrauen auf Gott und sein Wort. Jesus sagt:<em> Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen. </em>Dieses Vertrauen w&uuml;nsche ich Ihnen.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Dietmar Kranefeld</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17204011.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Dietmar Kranefeld]]></author>
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      <pubDate>Thu, 06 Nov 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Keine Totenklage]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Hesekiel 24,15-27 – ausgelegt von Reinhart Henseling.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hesekiel 24,15-27 – ausgelegt von Reinhart Henseling.</em><br/>
<p><strong>Keine guten Nachrichten!</strong></p><p>Steht das so wirklich in der Bibel? So fragte ich mich beim Lesen dieses biblischen Prophetenwortes. Ich f&uuml;hlte mich direkt angesprochen, war erst erschreckt, dann emp&ouml;rt, geschockt&hellip; das kann doch wohl nicht wahr sein, dachte ich. Gott redet zu seinem Prophet Hesekiel und teilt ihm im Telegrammstil mit: Ich nehme dir ganz pl&ouml;tzlich das Allerliebste, "die Freude deiner Augen", deine geliebte Frau! &hellip; und &ndash; &bdquo;ich verbiete dir jede Form von Trauer!&ldquo;</p><p>Blitzartig dachte ich an meine Gattin, erinnerte mich an den verheerenden Krebsbefund, den wir vor einigen Monaten erhielten. Das katastrophale Untersuchungsergebnis und die gr&auml;sslichen Farbbilder des gro&szlig;en Tumors schienen uns ein klares Todesurteil f&uuml;r sie zu sein. Gott sei Dank, &uuml;berlebte meine Frau! Die gro&szlig;e OP verlief komplikationslos, meine Frau kam wieder zu Kr&auml;ften - wir f&uuml;hlten uns wie von Gott mit neuem Leben beschenkt.&nbsp;&nbsp;</p><p><strong>Kein Happy-End f&uuml;r Hesekiel! </strong></p><p>Jahwe hatte dem Propheten in seinem Prophetendienst schon einiges zugemutet - aber dieser Auftrag &uuml;bersteigt meiner Meinung nach alles Gewesene. Ich frage mich, wie er in seinem schrecklichen Leid Gott noch gehorsam bleiben konnte. Morgens erh&auml;lt er die g&ouml;ttliche Nachricht: deine Frau wird sterben und ich verbiete dir, um sie zu trauern! An demselben Morgen predigt er noch zu der Gruppe der zuerst Verschleppten im babylonischen Exil, und am Abend desselben Tages verstirbt seine Frau ganz pl&ouml;tzlich. Und - Hesekiel macht alles genauso, wie Gott es ihm gesagt hatte. Alles kontr&auml;r zur damaligen Sitte und gegen alle bekannten Traditionen. Heimlich sollte er trauern, ohne jeden Trauer- und Beerdigungsritus - allein, einsam&hellip; ohne ein tr&ouml;stendes Wort von einem Mitmenschen, keine ehrlich gemeinte Umarmung, keine N&auml;he, keine menschliche Begleitung, keine Beileidsbekundung, keine Unterst&uuml;tzung. Er soll so weitermachen, als wenn nichts geschehen w&auml;re, sich &ouml;ffentlich nichts anmerken lassen. - Gott nutzte Hesekiels pers&ouml;nlichen Schmerz, um den Israeliten eine Botschaft von nationaler Tragweite zu &uuml;bermitteln. - Ist das fair? - habe ich mich gefragt!</p><p><strong>Kein Mitgef&uuml;hl, keine Anteilnahme - kein Erbarmen!</strong></p><p>Mitleid mit dem Propheten scheint das verbannte Volk nicht zu haben, ihnen f&auml;llt zwar die ungew&ouml;hnliche und rigorose Trauerverweigerung Hesekiels auf, aber empathielos und egoistisch wollen sie nur neugierig wissen, was sein Verhalten f&uuml;r sie selbst bedeutet. Hesekiel redet Klartext im &bdquo;Namen Gottes&ldquo;: Was ich erlebt habe, ist die Vorwegnahme eurer eigenen nahen Zukunft, denn so pl&ouml;tzlich, wie Gott mir meine geliebte Frau entrissen hat, so wird er an euch allen handeln. Die Zeit des Gerichtes ist gekommen. Jerusalem wird mit seinem heiligen Tempel - "die Freude deiner Augen" - entheiligt und restlos zerst&ouml;rt werden. Eure T&ouml;chter und S&ouml;hne in der Heimat werden ausgerottet. Nur ein sehr kleiner Rest wird &uuml;berleben, und f&uuml;r eine lange Zeit in die babylonische Gefangenschaft verschleppt werden! Gott selbst schickt ihnen das gr&ouml;&szlig;te nationale Ungl&uuml;ck in Israels bisheriger Geschichte.<br /><br />
Hesekiel handelte pr&auml;zise nach Gottes Auftrag. Die Zeichenhandlung sollte so eindringlich und schockierend sein, dass die Menschen endlich begreifen, dass die lange vorausgesagte Katastrophe, sehr bald und verheerend kommen wird. Jetzt f&uuml;hrt Gott sein Gericht - wie schon oft angek&uuml;ndigt - durch die babylonischen Feinde aus, da sein Volk die jahrelangen liebevollen Ermahnungen, massiven Warnungen und g&ouml;ttlichen Umkehrrufe dauerhaft ignoriert hatte. Sie sollen endlich erkennen, dass Gott es war, der dies alles bewirkt hat, um sie f&uuml;r ihre S&uuml;nden zu richten?<br /><br /><strong>Kein Geh&ouml;r, keine Umkehr - keine Gnade</strong>!</p><p>Urspr&uuml;nglich war Hesekiel von Gott als &bdquo;W&auml;chter&ldquo; berufen worden, um das Gottesvolk vor der kommenden Zerst&ouml;rung zu warnen. Da das Volk aber Gottes wiederholte m&uuml;ndliche Warnungen ignorierte, und eine &bdquo;harte Stirn und ein verstocktes Herz&ldquo; besa&szlig;, griff Gott zu diesen drastischen Mitteln, um die Aufmerksamkeit auf seine Gerichts-Botschaft zu lenken. Die Prophezeiung ergeht genau an dem Tag, an dem in der Heimat, die finale Belagerung Jerusalems durch die Babylonier beginnt. Die Gleichzeitigkeit von prophetischem Wort, historischem Ereignis und pers&ouml;nlichem Schicksal des Propheten zeigt Gottes Entschlossenheit! - Die Zeit der Gnade ist vor&uuml;ber! Gott selbst bewirkte die furchtbare Trag&ouml;die in Hesekiels Leben, als ein genaues Spiegelbild der kommenden Katastrophe f&uuml;r sein ganzes ungehorsames Volk.</p><p><strong>Keine Trauer, kein Trost - keine Hoffnung! </strong></p><p>Trauerrituale dienten dazu, dem Schmerz Raum zu geben, ihn nach au&szlig;en zu kanalisieren, ihn mitzuteilen, ihn rauszuschreien&hellip;, gemeinsam zu klagen, und nat&uuml;rlich, um den Verstorbenen angemessen zu ehren. Gott nahm Hesekiel diese M&ouml;glichkeiten, er wird sie auch den &uuml;berlebenden Israeliten nehmen, und macht damit klar, dass die Katastrophe, die &uuml;ber Jerusalem hereinbricht, so unfassbar sein wird, dass sie jede herk&ouml;mmliche Form der Verarbeitung sprengen wird. Das Leid des ganzen Volkes wird so gro&szlig; und schwer sein, dass es weder geistig noch emotional verstanden und verarbeitet werden kann. Die &uuml;berw&auml;ltigende kollektive Schockstarre wird jede &ouml;ffentliche Trauer unm&ouml;glich machen. Es bleibt nur ein verborgenes Seufzen, ein inneres Jammern und Klagen, das aus dem unbeschreiblich gro&szlig;en Schmerz w&auml;chst. Das grausame Gericht kann durch nichts mehr abgewendet werden - es ist die unvermeidliche Konsequenz der S&uuml;nde, die in Israel, dem &bdquo;rostigen Topf &ldquo; nicht mehr zu beseitigen ist.</p><p><strong>Keine Stimme, keine Sprache - bis Gott eingreift!</strong></p><p>Als Hesekiel die Nachricht von einem &Uuml;berlebenden des Jerusalemer Massakers erh&auml;lt: ganz Jerusalem und der Tempel in Jerusalem sind zerst&ouml;rt, d.h., als er den Beweis f&uuml;r die Erf&uuml;llung seiner vielen Prophezeiungen h&ouml;rt, kann er wieder reden. Wahrscheinlich war er ein bis eineinhalb Jahre stumm gewesen - bis zur Zerst&ouml;rung der Heimat. Wie hat er das blo&szlig; ausgehalten, habe ich mich gefragt.&nbsp;</p><p>Es war im Fr&uuml;hjahr 2003, w&auml;hrend einer Predigt verlor ich mehr und mehr meine Stimme - ein Kollege f&uuml;hrte den Gottesdienst zu Ende. Stimmband-Krebs hie&szlig; die Diagnose, f&uuml;r einen Redner eine besonders harte Ansage. Ich dachte, ich w&uuml;rde nie mehr sprechen k&ouml;nnen. Im Krankenhaus hatte ich immer eine kleine Tafel zur Hand, auf der ich meine W&uuml;nsche mitteilte. Etwa drei Monate sp&auml;ter, nach zwei Operationen und den ersten Stimm- und Sprech&uuml;bungen kam meine Stimme langsam wieder. Inzwischen kann ich sogar wieder zur Ehre Gottes Singen - aber die &bdquo;sprachlose Zeit&ldquo; war hart. Mein Stummsein hatte nichts mit einem prophetischen Zeichen zu tun, wie bei Hesekiel. Gott machte ihn zu einem lebendigen Wahrzeichen seiner Gerichtsbotschaften. Sein ganzes Leben war eine einzige lange Predigt an das halsstarrige israelitische Volk, mit dem Thema, dass im Buch etwa 70-mal vorkommt: Sie sollen erfahren, dass ich JAHWE, GOTT bin!</p><p>Genau darum geht es in unserem Dienst, wo, wann und wie er auch geschieht, Gott will zu Wort kommen, denn alle sollen erfahren, dass er in Christus unser rettender Gott werden will, der uns alle Schuld vergeben und vor dem Endgericht Gottes bewahren will!</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pastor Reinhart Henseling</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17203294.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Wed, 05 Nov 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Das Gleichnis vom rostigen Topf]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hesekiel 24,1-14 – ausgelegt von Klaus Brier.</em><br/>
<p>An meinem Computer &ouml;ffne ich das Schreibprogramm, und pl&ouml;tzlich taucht diese Meldung auf:<br /><em>Soll das Dokument verworfen werden?</em><br />
Verworfen &ndash; ach so, gel&ouml;scht, weg f&uuml;r immer &hellip;</p><p>Da fiel mir pl&ouml;tzlich ein, was Gott &uuml;ber sein Volk gesagt hat: <em>Ihr habt mich verworfen.</em></p><p>Wenn Sie einen Plan f&uuml;r einen Sonntagsausflug machen und ihn dann verwerfen, dann ist der Plan eben weg.</p><p>Was bewegt ein Volk, das &uuml;ber Jahrhunderte erlebt hat, dass Gott sich treu an seinen Bund, an seine Verhei&szlig;ungen h&auml;lt &ndash; ihn zu verwerfen? Gott gibt alles, Gott tut alles, damit es seinen Leuten gut geht &ndash; und sie verwerfen ihn. Sie versuchen, ihn in ihrem Leben zu l&ouml;schen.</p><p>Wenn Gott gel&ouml;scht, verworfen wird, dann gibt es so etwas wie ein Vakuum, das wieder gef&uuml;llt werden muss. Aber womit? Wenn ich Gottes Leitlinien, die sich so durch die B&uuml;cher Mose ziehen, durchstreiche &ndash; was bleibt dann? Die Leitlinie der N&auml;chstenliebe, die Leitlinie, dem Schwachen zu helfen, die Leitlinie, in einer Beziehung treu zu sein, die Leitlinie, Gott zu ehren &ndash; wodurch kann der Mensch das ersetzen?<br />
Also, ich glaube: Liebe l&auml;sst sich durch nichts ersetzen. Und so l&auml;sst sich auch ein Gott, der von sich sagt, dass er Liebe ist, durch nichts ersetzen.</p><p>Ich frage mich: Wie geht Gott damit um, verworfen, gel&ouml;scht zu werden?<br />
Wie w&uuml;rde es Ihnen gehen, wenn Ihnen jemand sagt: <em>Du, ich habe dich gerade komplett aus meinem Leben gel&ouml;scht!</em></p><p>Also nicht nur in meinem Adressbuch, in der WhatsApp-Gruppe, sondern in meinem Innersten, in meinem Herzen.</p><p>W&uuml;rde Ihnen das wehtun?<br />
Wenn ja, dann verstehen Sie auch den Schmerz, den Gott damals hatte. Keine Kopfschmerzen vom Gr&uuml;beln, was sein Volk da gerade treibt, sondern Herzschmerzen &ndash; also etwas, das eine ganze Schicht tiefer geht.</p><p>Mit diesem Schmerz macht Gott immer wieder in seiner Beziehung zu seinem Volk weiter. Es ist nicht das erste Mal, dass er erlebt, dass sein Volk ihn verl&auml;sst.</p><p>Verworfen und gel&ouml;scht &ndash; aber Gott redet weiter. Menschen k&ouml;nnen ihn f&uuml;r tot erkl&auml;ren, aber das hindert ihn nicht, weiter zu reden und zu handeln. Und das immer so, dass er das Wohl des Menschen vor Augen hat. Die Liebe Gottes strebt danach, das Minus im Leben eines Menschen in ein Plus zu verwandeln. Gefangene, Gebundene sollen frei werden; seelisch Verwundete sollen geheilt werden; in Beziehungen soll Vergebung und Vers&ouml;hnung neues Leben schenken.</p><p>Dieses Minus-Leben, das Gott jetzt hinter den gro&szlig;en Mauern Jerusalems beschreibt, wird sehr deutlich dargestellt. Es gibt vergossenes Blut, und es gibt diesen Geist der Unreinheit, der sich mehr und mehr breitmacht.</p><p>Im Hebr&auml;ischen bedeutet <em>unrein</em> so viel wie: nicht geeignet f&uuml;r Gottes N&auml;he. Und das ist das genaue Gegenteil von dem, was Gott m&ouml;chte. Gott will, Gott sucht die Gemeinschaft mit dem Menschen. Kein ferner Gott, sondern ein teilnehmender, ein mitleidender Gott, der den Menschen anspricht, der ihn immer wieder auffordert, ein Leben zu f&uuml;hren, das Gottes Wesen weitertr&auml;gt, das seine herzliche Liebe weitertr&auml;gt.</p><p>Und jetzt redet Gott noch einmal durch dieses Gleichnis von dem rostigen Topf. Ein Topf voller Fleisch &ndash; und jetzt gibt es so richtig Feuer. Aber nicht, um das Fleisch essbar, genie&szlig;bar zu machen. Der Rost am Topf muss weg.</p><p>Was ist der Unterschied zwischen Rost und Dreck?<br />
Dreck kann ich abwaschen, da geht Reinigen recht einfach. Wenn ich innerlich verschmutzt bin, dann kann ich das machen, was der Apostel Paulus Jahrhunderte sp&auml;ter einmal gesagt hat: <em>Reinigt euch im Wasserbad des Wortes Gottes!</em> Also: Gottes Wort hat ganz einfach eine reinigende Wirkung. Es zeigt mir den inneren Schmutz, und es bringt mich dazu, mein Denken &ndash; und dadurch auch mein Handeln &ndash; zu &auml;ndern.</p><p>Rost hat eine andere Wirkung: Es hat eine zerst&ouml;rende Wirkung. Wenn ich mein Auto zum T&Uuml;V bringe und ein tragendes Teil, eine Achse, angerostet ist, dann sagt da keiner: <em>Schwamm dr&uuml;ber, Sie d&uuml;rfen weiterfahren.</em></p><p>Und so geht es Gott jetzt auch. Mit &bdquo;Schwamm dr&uuml;ber&ldquo; ist seinem Volk nicht geholfen. Gott l&auml;sst sich nicht darauf ein, das, was er <em>unrein</em> nennt, anders zu benennen. Das &uuml;berl&auml;sst er dem Menschen, der in einem freiz&uuml;gigen Leben eben die Antwort findet auf das Verwerfen Gottes.</p><p>Entweder lebe ich nach den Leitlinien, nach dem Wort Gottes, oder ich lebe das aus, was auf mein Leben wie Rost wirkt. Neid, Habgier, sexuelle Unmoral &ndash; das alles nagt wie Rost an meinem Leben und bringt mich letztlich in so ein Minus-Leben hinein.</p><p>Es gibt Ausleger, die sehen in diesem Fleischtopf die Stadt Jerusalem und in dem Fleisch die Menschen, die dort leben. Ich glaube, Gott sieht hier, dass sein Volk, seine Nation, dabei ist, unbrauchbar zu werden. Ein durchgerosteter Topf ist ganz einfach unbrauchbar. Er kann seine Aufgabe nicht mehr erf&uuml;llen. Gottes Volk sollte ja ein Segen, ein Vorbild f&uuml;r andere V&ouml;lker sein &ndash; ein Vorbild durch die Umsetzung der Worte, die Gott ihnen gesagt hatte. Die sollten nicht nur irgendwo in Stein gemei&szlig;elt sein, sie sollten im Herzen des Menschen, in seinem Innersten, ihre Kraft entfalten.</p><p>Wenn ich das nicht will, dann ist die Folge ein kraftloses Leben, ein Leben mit einem gro&szlig;en Mangel, mit einem gro&szlig;en Minus an Liebe.</p><p>Das ist Gottes gro&szlig;es Anliegen: aus diesem Minus wieder ein Plus zu machen. Daf&uuml;r tut er alles, daf&uuml;r gibt er alles. Er schreibt &uuml;ber das Leben des Menschen nicht das Wort <em>Gericht</em>, er schreibt dar&uuml;ber das Wort <em>Gnade</em>. Er durchkreuzt das Minus. Wenn Sie durch das Minuszeichen einfach einen Strich ziehen von oben nach unten, dann haben Sie ein Plus. Und wenn Sie diesen Strich etwas l&auml;nger machen, dann haben Sie ein Kreuz.</p><p>Mit dem Kreuz, an dem Jesus stirbt, durchkreuzt Gott das Minus-Leben des Menschen. Er nimmt den Schuldzettel des Menschen und heftet ihn an dieses Kreuz. Da stirbt einer f&uuml;r alle, da stirbt Jesus f&uuml;r den Menschen. Und da wird der Mensch den Rost auf seiner Seele, den Rost in seinem Herzen, los.</p><p>Das Blut Jesu &ndash; es reinigt ihn von innen.<br />
Das Blut Jesu &ndash; das ist der Rostl&ouml;ser.<br />
Und Jesus &ndash; das ist der Erl&ouml;ser, der Befreier.<br />
Das ist Gott in der Gestalt des Menschen.</p><p>Das ist der Gott, der die N&auml;he des Menschen sucht und sich auf den Weg macht, der Unreinheit, der Unmoral, dem Hass, der Habgier zu begegnen und sie zu besiegen.</p><p>Zwischen Gericht und Gnade kann ich ganz bewusst w&auml;hlen.<br />
Jesus ist die Br&uuml;cke, die zu Gott f&uuml;hrt, auf der mit gro&szlig;en Buchstaben steht:<br /><strong>Komm, komm zu mir!</strong></p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Klaus Brier</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17202516.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Klaus Brier]]></author>
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      <pubDate>Tue, 04 Nov 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Jerusalems Blutschuld und Schandtaten]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hesekiel 22,1-16 – ausgelegt von Andreas Laengner.</em><br/>
<p>Die &auml;ltere Dame l&auml;chelt freundlich und zufrieden. Sie ist ehrenamtlich sehr engagiert. Sie lebt mit Gott. Dann sagt sie: &bdquo;Und jeden Tag versuche ich etwas Sch&ouml;nes zu machen &ndash; nur f&uuml;r mich selber.&ldquo;</p><p>Es ist wichtig, dass wir Menschen an uns selbst denken. Es ist so wichtig, dass wir uns selbst nicht vergessen. Also, dass wir Zeit nur f&uuml;r uns haben: Um etwas zu tun f&uuml;r unsere eigene k&ouml;rperliche und geistige Gesundheit; um uns einmal etwas Sch&ouml;nes zu g&ouml;nnen: einen guten Film ansehen oder sch&ouml;ne Musik h&ouml;ren, etwas richtig leckeres essen und genie&szlig;en. Es ist wirklich wichtig, dass wir uns selbst und unsere Bed&uuml;rfnisse nicht vergessen.</p><p>Aber schnell schie&szlig;en wir auch &uuml;ber das Ziel hinaus. Schnell verlieren wir das richtige Ma&szlig;. N&auml;mlich dann, wenn wir immer mehr und mehr an uns denken und wenn wir am Ende dann nur noch an uns selbst denken. Ich stehe in der Gefahr, meine Familie, meine Freundinnen und Freunde, meine Nachbarn oder Kollegen ganz zu vergessen. Und ich merke, dass das dann noch eine andere Folge hat: ich vergesse Gott, wenn ich nur noch an mich selbst denke.</p><p>Der Kernsatz unseres Bibeltextes steht am Ende des zw&ouml;lften Verses: &bdquo;&hellip; <strong>und mich vergisst du!&nbsp; spricht Gott der HERR&ldquo;.</strong></p><p>Schon oft habe ich mitten in einem Gespr&auml;ch oder beim Lesen der Bibel gedacht: Hoppla, da habe ich ja glatt Gott und meine Mitmenschen in den Wirren des Alltags vergessen. Jetzt habe ich ja <em>nur</em> noch an mich gedacht: An meine Sicherheit, meinen Wohlstand, mein Vergn&uuml;gen, meinen Spa&szlig; oder meinen Willen, Macht und Einfluss f&uuml;r meine eigenen Anliegen einzusetzen.</p><p>Also: dass wir an uns selbst denken, ist gut und wichtig. Aber nur noch an uns selbst denken, das f&uuml;hrt dazu, dass wir Gott und unsere Mitmenschen v&ouml;llig vergessen. Es geht um die Kunst, das eine zu tun, aber dabei das andere nicht aus dem Blick zu verlieren. Es geht um die Kunst, ein rechtes Ma&szlig; zu finden und zu halten.</p><p>Hesekiel gibt uns viele Beispiele von dem, was passiert, wenn Menschen Gott, und damit auch ihre Mitmenschen, vergessen. Einigen dieser Beispiele wende ich mich jetzt zu.</p><p>Ich vergesse Gott, wenn ich die Alten vergesse. In Vers 7 hei&szlig;t es: <strong>&bdquo;Vater und Mutter verachten sie.&ldquo; </strong></p><p>Hier sind nicht die Konflikte zwischen pubertierenden Jugendlichen und ihren Eltern gemeint. Hier geht es vielmehr um die alternden und alten Eltern, ja, um die alten Menschen &uuml;berhaupt. Diese fordern unsere Familien, die Pflegeeinrichtungen und die Gesellschaft oft sehr heraus. J&uuml;ngere k&ouml;nnen sich das vielfach nicht richtig vorstellen, was es hei&szlig;t, &auml;lter oder alt zu werden. Schnell kommt es dazu, dass alte Menschen, f&uuml;r die es kein richtiges Verst&auml;ndnis gibt, schlicht verachtet werden. Viele wenden sich von ihnen ab. Sie vergessen ihre Bed&uuml;rfnisse und ihre Sorgen.</p><p>Wir vergessen Gott, wenn wir die &bdquo;Fremdlinge&ldquo;, die Migrantinnen und Migranten, vergessen, denn ebenfalls in Vers 7 lesen wir: &bdquo;Den Fremdlingen tun sie Gewalt und Unrecht an.&ldquo; Wo wir Gott vergessen, vergessen wir, dass jeder Mensch von Gott geschaffen ist und somit auch seine W&uuml;rde hat. Das gilt unabh&auml;ngig von seiner Herkunft. Gewiss gibt es in Hinsicht auf Migrantinnen und Migranten viele ungekl&auml;rte Herausforderungen in unserem Land, um deren L&ouml;sung gerungen werden muss. L&ouml;sungen, die mit Gewalt und Unrecht herbeigef&uuml;hrt werden sollen, sind aber gewiss nicht in Gottes Sinn.</p><p>Wir vergessen Gott, wenn wir den Sabbat, den Tag des HERRN, den Sonntag, vergessen.</p><p>In Vers 8 steht: <strong>&bdquo;Du &hellip; entheiligst meine Sabbate&ldquo;</strong>. Der entscheidende Punkt des Tages des Herrn ist die Ruhe. Es geht darum, dass wir von unserer Arbeit ruhen und dem Sorgen um unser Leben f&uuml;r einen Tag eine Pause g&ouml;nnen. Ruhe ist in unserer Zeit, die voller Tempo und wachsender Anforderungen ist, ein enorm kostbares Gut. Diejenigen, die Gott nicht vergessen, haben da eine gute Basis. Sie sind eingeladen zu vertrauen: Auch wenn ich einen Tag lang nichts Produktives vollbringe, sondern ruhe, wird Gott schon daf&uuml;r sorgen, dass es am Ende f&uuml;r alles reicht.</p><p>Am h&auml;ufigsten aber nennt der Prophet Hesekiel: Menschen <strong>&bdquo;trachten &hellip; danach, Blut zu vergie&szlig;en&ldquo;.</strong> Es geht also um die Anwendung von Gewalt, damit die eigenen Ziele erreicht werden. Ich tue etwas, nur weil ich es kann und weil es mir pers&ouml;nlich Gewinn bringt. Wann neige ich zu Gewalt, vielleicht &bdquo;nur&ldquo; in Gedanken? Lasse ich mich noch davon ber&uuml;hren, wenn ich von Gewalt und Blutvergie&szlig;en h&ouml;re? Bef&uuml;rworte ich gar Gewalt? Unser Bibeltext will uns anregen, aufmerksam auf unser Leben zu schauen: Wo vergesse ich Gott und Menschen? Wo stelle ich <em>mein</em> Gl&uuml;ck, <em>meinen</em> Wohlstand, <em>meine</em> Sicherheit oder <em>meinen</em> Spa&szlig; als die wesentlichen Beweggr&uuml;nde meines Handelns in den Mittelpunkt? Vielleicht k&ouml;nnen Sie etwas konkretes f&uuml;r Ihr Leben erkennen. Vielleicht werden Sie an etwas bestimmtes erinnert. Vielleicht erkennen Sie, dass Sie in einer Sache schuldig geworden sind, so wie Hesekiel in Vers 4 davon redet, dass Menschen &bdquo;schuldig&ldquo; werden.</p><p>Unser Bibeltext l&auml;sst deutlich erkennen, dass Gott die Schuld der Menschen sehr ernst nimmt. Aus dem weiteren Verlauf der Bibel wissen wir: Gott nimmt unsere Schuld so ernst, dass er schlussendlich seinen Sohn Jesus Christus sendet. Der stirbt am Kreuz f&uuml;r die Schuld aller Menschen. Wegen des Kreuzestodes Jesu ist nun f&uuml;r alle Menschen Friede mit Gott und Vers&ouml;hnung mit Gott m&ouml;glich. Gott schenkt <em>allen</em> Menschen Frieden, Vers&ouml;hnung und Vergebung der Schuld, wenn sie sich nur an ihn wenden.</p><p>Ich kann in einem schlichten Gebet zu Gott sagen: &bdquo;Ja, ich habe dich vergessen und ich habe meine Mitmenschen vergessen, <em>ihr</em> Gl&uuml;ck, ihr Wohlergehen, ihre W&uuml;rde, ihre Bed&uuml;rfnisse. Es tut mir leid. Ich bitte dich um Vergebung.&ldquo;</p><p>Und Gott vergibt in diesem Moment unsere Schuld. Denn er vergisst uns nicht.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Andreas Laengner</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17201840.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Andreas Laengner]]></author>
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      <pubDate>Mon, 03 Nov 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Stille zu Gott]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Psalm 62 – ausgelegt von Dirk Cehak.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 62 – ausgelegt von Dirk Cehak.</em><br/>
<p>Dieser Psalm hat einiges zu bieten: Eine Gebetsschule. Ratschl&auml;ge, auf was oder wen man sich besser nicht verlassen sollte, und auch pers&ouml;nliche Krisen und Konflikte werden nicht verschwiegen. Und dass alles verpackt in diesen 13 Versen von Psalm 62. Geschrieben von David, der diesen Psalm f&uuml;r einen gewissen Jedutun geschrieben hat, zum Vorsingen, so im Vorwort. Dieser Jedutun war ein Levit, also eine Art Lobpreisleiter am damaligen Tempel in Jerusalem. Wir erhalten also mit diesem Psalm einen kleinen Einblick in die damalige Welt der geistlichen Musik. Vielleicht mag sich heute die Ausdrucksweisen ge&auml;ndert haben. Aber es werden Erfahrungen und Werte erw&auml;hnt und besungen, die es wert sind, auch heute noch zu h&ouml;ren und darin einzustimmen. Warum lohnt sich das? Weil am Ende damit Gott gelobt wird und das Leben bew&auml;ltigt. Schauen wir mal etwas genauer hinein. Sind sie dabei?</p><p>David ist hier hin und her gerissen. Zwischen dem Leben unter bestimmten Leuten und dem Leben mit Gott, das ihn bestimmt. Er beschreibt auf der einen Seite seine Konflikte und Krisen. Und er beschreibt, wie er damit im Glauben an Gott umgeht. Dabei geht es hin und her. Es war ja so: David wurde zum K&ouml;nig Israels gesalbt, als der alte K&ouml;nig noch auf dem Thron sa&szlig;. Und so entbrannte ein Machtkampf zwischen ihm und Saul. Zwischen seinen und dessen Anh&auml;ngern. Es war ein Spiel auf Leben und Tod. Es war also richtig Druck im Kessel. Und somit sind die Nachstellungen, die verbalen Attacken und der Rufmordkomplott in diesen Versen gut zu verstehen. David nennt hier keine Namen, aber er versucht in den Kopf seiner Gegner hineinzuschauen. Er versucht sich auszumalen, was sie mit ihm vorhaben. Und er gie&szlig;t das in poetische Formen wie zum Beispiel: &bdquo;<em>Mit dem Mund segnen sie, mit dem Herz fluchen sie</em>&ldquo;. Und v&ouml;llig klar: Froh kann ein Mensch damit sicher nicht werden. Wie auch. Wenn man zur Zielscheibe geworden ist, treffen die L&uuml;gen und Nachstellungen einen wie giftige Pfeile.</p><p>Nichts Neues unter der Sonne, mag man denken. Es gab und gibt immer Leute, die einem dem Erfolg nicht g&ouml;nnen oder einen einfach nicht leiden k&ouml;nnen. Es gibt Menschen, die lieber Fehler aufz&auml;hlen als dass sie das Positive sehen. Die nur halbleere Gl&auml;ser sehen, aber nicht das, was schon da ist. Man fragt sich manchmal selbst: Was geht in diesen Menschen eigentlich vor? Was denken die sich dabei? Und dann ploppen Gedanken auf wie unerw&uuml;nschte Geister, die man nicht rief und so schnell auch nicht mehr loswird.</p><p>Doch trotz allem versucht David ruhig zu bleiben. Und das finde ich recht erstaunlich.</p><p>Er steht zwar maximal unter Druck. Doch er steigt aus dieser Spirale aus und bei Gott ein. Er versucht trotz allem vor Gott zur Ruhe zu kommen, zur Stille zu gelangen.</p><p><em>&bdquo;Meine Seele ist Stille zu Gott&ldquo;,</em> hei&szlig;t es hier. <em>&bdquo;Sei nur stille meine Seele&ldquo;. </em>Man findet es zweimal in diesem Psalm, man nennt das einen Kehrvers. Ich stelle mir das so vor, als h&auml;tte David seine rechte Hand genommen, sie sich aufs Herz gelegt, um sich selbst zuzusprechen: &bdquo;Sei nur stille meine Seele, denn Gott ist meine Hoffnung&ldquo;. Und diese kleine &Uuml;bung d&uuml;rfen wir gerne auch mal nachmachen.</p><p>Damit sind wir, finde ich, bei einem zentralen Thema dieses Psalms angekommen. N&auml;mlich der Frage, wie ich vor Gott ruhig werden kann, ein St&uuml;ck weit meinen Frieden finden, wenn es ansonsten drunter und dr&uuml;ber geht. Hin und Her. Auch wenn im Leben St&uuml;rme toben, gelingt es David immer wieder, bei Gott einzukehren. Er versucht zur Ruhe zu kommen, indem er sein Herz aussch&uuml;ttet. Diesen Rat gibt er sich und anderen mit auf den Weg. Denn er will zu denen &bdquo;lieben Leuten&ldquo; geh&ouml;ren, &bdquo;die auf Gott hoffen&ldquo;.</p><p>Und wir? Manchmal klaffen, zumindest bei mir, Anspruch und Wirklichkeit auseinander. Theoretisch kann ich praktisch alles. Ich komme nur so selten dazu. Ich w&uuml;rde gerne oft gelassener und mutiger glauben. Weniger anf&auml;llig, wenn einem Menschen, Themen oder Probleme zusetzen. Meist geht mir diese Souver&auml;nit&auml;t oder Gelassenheit aber verloren, wenn sich Schwierigkeiten und Herausforderungen auft&uuml;rmen. Wenn Gegenwind aufkommt und ich innerlich voller Unruhe bin.</p><p>Wie wird meine Seele dann wieder still? Wie k&ouml;nnen die Worte Davids zu meinem Gebet werden? Es sind Fragen wie diese, die mich beim Lesen und H&ouml;ren besch&auml;ftigen.</p><p>Und siehe da: Es gibt doch so etwas wie eine kleine Anleitung dazu. David sch&uuml;ttet vor Gott sein Herz aus. Das geh&ouml;rt f&uuml;r ihn offenbar zum Still-Werden dazu. Es m&uuml;ndet im Grunde in der Stille vor Gott, wenn ich ihm sage, was mich bewegt und umtreibt, wenn ich einmal alles rauslasse, vielleicht auch mal rausschreie. Denn wenn alles gesagt ist, wenn alles beklagt worden ist, und wenn vor Gott auch mal Dinge und Menschen beim Namen genannt sind, dann darf ich anschlie&szlig;end damit zur Ruhe kommen. Im H&ouml;ren auf Gott wird dann meine Seele still. Dann m&uuml;ssen alle anderen Zumutungen und Kr&auml;nkungen verstummen und schweigen. &bdquo;<em>Bei Gott allein ist mein Heil und meine Zuversicht</em>,&ldquo; bekennt David.</p><p>Jahrhunderte sp&auml;ter wird Paul Gerhard im Lied &bdquo;Befiehl du deine Wege und was dein Herze kr&auml;nkt&ldquo; die Gemeinde singen lassen: &bdquo;Auf sein Werk sollst du schauen, wenn dein Werk soll bestehen. Mit Sorgen und mit Gr&auml;men und mit selbsteigener Pein, l&auml;sst Gott sich gar nichts nehmen, es muss erbeten sein&ldquo;.</p><p>Und so bin auch ich eingeladen bei Gott anzukommen, vom Gebet zu Gott zur Stille vor Gott. Und so m&ouml;chte ich hier enden mit einem Gebet aus Neuseeland, dass Sie sich anschlie&szlig;en k&ouml;nnen, nachdem Sie Gott ihr Herz ausgesch&uuml;ttet haben.</p><p>&ldquo;Gott, lass mich vor dir schweigen - damit ich dich h&ouml;ren kann; lass mich in dir bleiben - damit du in mir wirken kannst; lass mich dir &ouml;ffnen - damit du eintreten kannst, lass mich leer werden vor dir- damit du mich f&uuml;llen kannst. Lass mich stille sein und wissen, dass du mein Gott bist&rdquo;.[1]</p><p><br /><span class="small">[1] Aus Neuseeland, Gebet zur Tageslosung vom 28.01.22, Herrnhuter Losungen.</span></p><p>&nbsp;</p>



<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Dirk Cehak</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17201250.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Dirk Cehak]]></author>
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      <pubDate>Sun, 02 Nov 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Gott richtet jeden nach seinem Tun und wartet auf Umkehr]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Hesekiel 18,1-3.20-32 – ausgelegt von Tanja Baum.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hesekiel 18,1-3.20-32 – ausgelegt von Tanja Baum.</em><br/>
<p><strong><em>Die V&auml;ter haben saure Trauben gegessen, aber den Kindern sind die Z&auml;hne davon stumpf geworden (Hesekiel 18, 2).</em></strong></p><p>Das war zur Zeit Hesekiels ein g&auml;ngiges Sprichwort. Es entstand aufgrund der Aussage Gottes in 2. Mose 20,5, die besagt, dass alle &bdquo;Missetat der V&auml;ter von Gott an deren Kindern bis ins dritte und vierte Glied heimgesucht wird&ldquo;. Wenn ich das mit eigenen Worten ausdr&uuml;cke, dann sage ich so etwas, wie: &bdquo;<em>Was die Eltern angerichtet haben, das m&uuml;ssen die Kinder ausbaden.&ldquo;</em></p><p>Mit diesem Sprichwort gibt es jedoch zwei Probleme.</p><p>Das erste Problem ist, dass sich die Aussage Gottes im 2. Mosebuch meiner Meinung nach ausschlie&szlig;lich auf die Bundesbeziehung bezieht. Haben die Eltern den Bund mit Gott verlassen, so galt dies auch f&uuml;r ihre Kinder und Kindeskinder. Sie sind nicht mehr Teil des Bundes. Was die Eltern im Zusammenhang mit ihrem Bund mit Gott angerichtet haben, das betrifft auch die Kinder. Daher gehen viele Menschen davon aus, dass sich die Aussage Gottes aus 2. Mose und damit auch das Sprichwort auf s&auml;mtliche Verfehlungen der Vorfahren beziehen. Aber das ist nicht der Fall.</p><p>Das zweite Problem ergibt sich aus dem ersten. Man bezieht das Sprichwort auf jedes Vergehen und auf jedes Fehlverhalten. Es ist das g&auml;ngige Verst&auml;ndnis, dass S&uuml;nde vererbt wird und auf die Nachkommen &uuml;bergeht.</p><p>Dass sich dieses Verst&auml;ndnis viele Jahrhunderte in den K&ouml;pfen der Menschen h&auml;lt, beweist eine Szene aus dem Johannesevangelium. Jesus ist mit seinen J&uuml;ngern unterwegs und sie kommen an einem Mann vor&uuml;ber, der blind geboren ist. Und die J&uuml;nger fragen Jesus folgendes (Johannes 9,2):</p><p><strong><em>Meister, wer hat ges&uuml;ndigt, er selbst oder seine Eltern, dass er Blind geboren ist?</em></strong></p><p>Hier zeigt sich, dass dieses Verst&auml;ndnis von der S&uuml;nde der Vorfahren ganz tief in den K&ouml;pfen der Menschen eingepr&auml;gt ist.</p><p>Einige Kommentatoren sind der Ansicht, dass aus diesem Denken heraus eine Art Alibi-Einstellung entstanden ist. Die Menschen geben sich keine M&uuml;he mehr, Gott zu gehorchen, weil das ja wegen der S&uuml;nden ihrer Vorfahren zwecklos ist. Aber Gott sagt zu Hesekiel: Mit diesem Sprichwort ist jetzt Schluss.</p><p>In Vers 3 verk&uuml;ndet Hesekiel:</p><p><strong><em>So wahr ich lebe, spricht Gott der Herr: Dies Sprichwort soll nicht mehr unter euch umgehen in Israel.</em></strong></p><p>Sp&auml;ter in Vers 20 erkl&auml;rt er:</p><p><strong><em>Denn nur wer s&uuml;ndigt, der soll sterben. Der Sohn soll nicht tragen die Schuld des Vaters, und der Vater soll nicht tragen die Schuld des Sohnes, sondern die Gerechtigkeit des Gerechten soll ihm allein zugutekommen, und die Ungerechtigkeit des Ungerechten soll auf ihm allein liegen. </em></strong></p><p>Was Gott hier sagt, ist sehr wichtig, denn es gilt heute noch genauso, wie zur Zeit Hesekiels:</p><p><strong>Jeder Mensch steht allein mit seiner Schuld und seinem Leben vor Gott. </strong></p><p>Was die Vorfahren gegessen, getan oder nicht getan haben, hat keinen Einfluss auf die Beziehung eines Menschen mit Gott. Schuld und S&uuml;nde sind nicht erblich. Sie werden nicht von Eltern auf ihre Kinder vererbt. Das muss Hesekiel dem Volk Israel erkl&auml;ren. Und was ich dabei so besonders spannend finde, ist, dass es damals galt und heute noch genauso wahr ist.</p><p>Die Frage, ob Sie ewiges Leben bei Gott haben oder die Ewigkeit woanders verbringen, hat nichts mit Ihrer Familiengeschichte zu tun. Sie hat nur mit einer einzigen Person etwas zu tun: Mit Ihnen, mit Ihnen ganz allein. Mit Ihnen und Ihrer Beziehung zu Gott.</p><p>In seinem Kommentar zu Hesekiel fasst Gerhard Maier diese ganze Thematik mit dem Satz &bdquo;Gesetz der pers&ouml;nlichen Verantwortung&ldquo; zusammen.</p><p>Er schreibt dazu:<br /><em>Jeder f&uuml;r sich erntet f&uuml;r seine &raquo;Gerechtigkeit&laquo; g&ouml;ttlichen Lohn, und jeder f&uuml;r sich hat auch die Folgen seiner &raquo;Ungerechtigkeit&laquo; zu tragen<strong>[1]</strong></em></p><p>Ich kann also das Vers&auml;umnis, dass ich mein Leben nicht nach Gottes Ma&szlig;st&auml;ben ausrichte, auf niemanden abw&auml;lzen. Auch nicht auf die Umst&auml;nde. Die Verantwortung liegt bei mir.</p><p>Diesen Aspekt der Verantwortung will ich noch ein wenig weiter betrachten. Im heutigen Text geht es haupts&auml;chlich um Verfehlungen. Aber auch andere Aspekte der Beziehung mit Gott unterliegen der eigenen Verantwortung.</p><p>Ein solcher Aspekt, der mir besonders am Herzen liegt, ist geistliches Wachstum.</p><p>Hesekiel macht hier klar, Ihre Beziehung mit Gott ist Ihre Sache. Sie sind daf&uuml;r zust&auml;ndig, so zu leben, wie es Gott gef&auml;llt. Sie tragen die Verantwortung. Sie m&uuml;ssen sich darum k&uuml;mmern. Wenn es um geistliches Wachstum geht, habe ich genau die gleiche Verantwortung. Aber wenn es nicht voran geht, dann h&ouml;re ich manchmal ganz &auml;hnliche Spr&uuml;che, wie bei dem Volk Israel hier bei Hesekiel:</p><p><strong>Die V&auml;ter haben saure Trauben gegessen, aber den Kindern sind die Z&auml;hne davon stumpf geworden.</strong></p><p>Das wird nat&uuml;rlich nicht ganz so poetisch formuliert und klingt dann eher so:</p><ul><li>Ich kann ja nichts daf&uuml;r, dass wir im Hauskreis nicht vorankommen.</li><li>Mein Glaube ist deshalb so oberfl&auml;chlich, weil der Kleingruppenleiter nicht mit uns in die Tiefe geht.</li><li>Wie soll ich denn geistlich wachsen, wenn die Predigten von dem Pastor so lahm sind.</li></ul><p>Das klingt doch ganz &auml;hnlich, wie die Alibi-Einstellung, die sich beim Volk Israel breit gemacht hat.</p><p>Mir gef&auml;llt dieser Begriff von der pers&ouml;nlichen Verantwortung. Tats&auml;chlich tauchen die Begriffe Selbstbestimmung und W&uuml;rde heute immer wieder in Diskussionen auf. Meiner Meinung nach sind sie ganz eng mit Verantwortung, n&auml;mlich der Eigenverantwortlichkeit, verbunden.</p><p>Jeder Mensch, der im Alltag und der Gesellschaft als m&uuml;ndig und eigenst&auml;ndig angesehen werden m&ouml;chte, muss die Verantwortung f&uuml;r sein Handeln &uuml;bernehmen. F&uuml;r unser Leben als m&uuml;ndige Christen bedeutet das, dass wir die Verantwortung f&uuml;r unser geistliches Leben &uuml;bernehmen m&uuml;ssen.</p><p>Das schlie&szlig;t mit ein, dass wir als Christen nach Gottes Ma&szlig;st&auml;ben leben, dass wir Jesus Christus nachfolgen und dass wir an unserem eigenen geistlichen Wachstum arbeiten.</p><p>Diese Dinge kann mir niemand abnehmen. Diese Dinge kann ich nicht meinen Eltern oder Urgro&szlig;eltern oder den Umst&auml;nden in die Schuhe schieben.</p><p>Dieser Text aus Hesekiel soll mir heute eine Erinnerung sein, dass die Verantwortung bei mir liegt.</p><ul><li>Lebe ich nach Gottes Ma&szlig;st&auml;ben?</li><li>Folge ich Jesus Christus nach?</li><li>Sorge ich f&uuml;r geistliches Wachstum?</li></ul><p>Im letzten Satz des Kapitels sagt Gott (Hesekiel 18,32b): <strong><em>Darum bekehrt euch, so werdet ihr leben.</em></strong></p><p>Nehmen Sie diese Verantwortung an und Sie werden leben!</p><p><span class="small"><sup><sup>[1]</sup></sup> Gerhard Maier, <em>Der Prophet Hesekiel: Kapitel 1 bis 24</em>, Bd. 1, Wuppertaler Studienbibel (Holzgerlingen: SCM R. Brockhaus, 2018), 250.</span></p>



<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Tanja Baum</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17200900.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Tanja Baum]]></author>
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      <pubDate>Sat, 01 Nov 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Das Gleichnis vom Zedernwipfel und vom Weinstock (2)]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Hesekiel 17,11-24 – ausgelegt von Hans-Claus Ewen.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hesekiel 17,11-24 – ausgelegt von Hans-Claus Ewen.</em><br/>
<p>Wieso h&ouml;re ich in unseren Nachrichtensendungen so selten etwas aus TOGO in Afrika?</p><p>Togo hat ungef&auml;hr genauso viele Einwohner wie Israel, aus und &uuml;ber Israel wird aber st&auml;ndig berichtet. Wie kann es sein, dass ein Land, dessen Bev&ouml;lkerung nur 0,000121 % der Weltbev&ouml;lkerung ausmacht, den Rest der Welt st&auml;ndig in Atem h&auml;lt?&nbsp;</p><p>Hesekiel war ein Priester und Prophet. Er diente im sechsten Jahrhundert vor Christus den Juden, die nach Babylon weggef&uuml;hrt worden waren. Hesekiel erkl&auml;rte ein R&auml;tsel, das er den Juden vorher verk&uuml;ndigt hat. Darin ging es um zwei gro&szlig;e Adler, welche den babylonischen K&ouml;nig Nebukadnezar und den Pharao &Auml;gyptens darstellten. Die abgebrochene Spitze der Zeder und der Weinstock beziehen sich in diesem Gleichnis auf das K&ouml;nigreich Judah. Die Bibel beschreibt Israel regelm&auml;&szlig;ig als widerspenstiges Volk. Diese Haltung Gott gegen&uuml;ber f&uuml;hrte immer wieder zu gro&szlig;en leidvollen Konsequenzen, wie zum Beispiel zwei Gefangenschaften.&nbsp;&nbsp;</p><p>Unser Text bezieht sich auf die babylonische Gefangenschaft. Bei der ersten Eroberung Jerusalems 597 v. Chr. nahm Nebukadnezar den K&ouml;nig Jojachin gefangen. Die gesamte Elite Judas wurde nach Babylon verschleppt. Nebukadnezar setzte den Onkel Jojachins, Mattanja, als dessen Statthalter ein und &auml;nderte seinen Namen in Zedekia. Mattanja bedeutet "die Gabe Gottes", Zedekia bedeutet "die Gerechtigkeit Gottes". So wurde das K&ouml;nigreich Juda zu einem Vasallenstaat Babylons. Der gro&szlig;e Adler, Nebukadnezar, hatte den Wipfel des Zedernbaums abgeschnitten. Sein Ziel war allerdings nur die Schw&auml;chung Judas, nicht seine vollst&auml;ndige Zerst&ouml;rung.&nbsp;&nbsp;</p><p>Juda bekam die Chance, die Unterordnung unter die Babylonier als Erziehungsma&szlig;nahme Gottes zu sehen. Sie waren weitgehend verschont geblieben und h&auml;tten die Gelegenheit gehabt, aufrichtig zu Gott zur&uuml;ckzukehren. Als Zedekia dann den Bund mit Nebukadnezar brach, war das Ende Judas besiegelt. Nach neun Jahren rebellierte Zedekia und suchte Hilfe bei dem anderen gro&szlig;en Adler, &Auml;gypten. Dies f&uuml;hrte zur einem weiteren Feldzug Nebukadnezars gegen Jerusalem. Nach einer fast zweij&auml;hrigen Belagerung wurde die Stadt eingenommen. Die Babylonier zerst&ouml;rten dieses Mal alles, einschlie&szlig;lich des Tempels und des K&ouml;nigspalastes. Noch schwerwiegender war allerdings die Beendigung der K&ouml;nigsdynastie Davids. Zedekia wurde gefangengenommen und seine S&ouml;hne vor seinen Augen hingerichtet.</p><p>Es ist bemerkenswert, dass Gott die Untreue Zedekias gegen&uuml;ber Nebukadnezar nicht</p><p>nur missbilligt, sondern auch bestraft. Gott erwartete, dass Zedekia den Bund einh&auml;lt. Zedekia hatte geschworen, sich Nebukadnezar, dem Heiden, und seiner Regierung unterzuordnen.</p><p>Das j&uuml;dische Volk wurde fast vollst&auml;ndig in die Gefangenschaft gef&uuml;hrt. Zu diesem Leid kam dann auch noch die Verunsicherung in Bezug auf Gottes Verhei&szlig;ung. Gott hatte David zugesagt, dass in Ewigkeit einer seiner Nachfahren auf seinem Thron sitzen w&uuml;rde. Wenn sie nun auf ihre momentane Situation schauten, konnte sich unter den Weggef&uuml;hrten Hoffnungslosigkeit und Resignation breit machen.</p><p>Ihre Geschichte h&auml;tte sie lehren k&ouml;nnen, dass man Gottes Gunst nicht leichtfertig durch widerspenstiges Verhalten verspielen sollte. Gott ist gn&auml;dig, aber er ist auch heilig und gerecht. Die Namens&auml;nderung von Mattanja, Gabe Gottes, in Zedekia, Gerechtigkeit Gottes,</p><p>war ein prophetisches Zeichen. Wer die Gnade Gottes verspielt, muss mit der Konsequenz des gerechten Gerichts Gottes rechnen.</p><p>Sechzehn Mal beschreibt das Buch Hesekiel das Volk Israel als widerspenstiges Haus. Dennoch gibt Gott sie nicht auf und verhei&szlig;t ihnen das Kommen des Messias. Gott k&uuml;ndigt Israel inmitten ihrer selbstverschuldeten Not ein neues Reich an. Israel h&auml;tte es aus eigener Kraft niemals geschafft, seine Rebellion gegen Gott abzulegen. Genauso wenig schafft es allerdings der Rest der Menschheit, ihre S&uuml;ndhaftigkeit zu &uuml;berwinden.</p><p>Hesekiel k&uuml;ndigt am Ende des Kapitels seine umfassende L&ouml;sung f&uuml;r das Hauptproblem aller Menschen an: die S&uuml;nde. Gott selbst wird in Israel einen zarten Trieb der Spitze der Zeder abbrechen und ihn neu einpflanzen. Es ist die prophetische Ank&uuml;ndigung des Messias, Jesus Christus, Gottes Sohn. Das Abbrechen der Spitze bezieht sich nach meinem Verst&auml;ndnis auf sein Sterben, das Einpflanzen auf seine Auferstehung. Die frohe Botschaft des Messias, der die S&uuml;nden der Welt wegnimmt, wird sich weltweit ausbreiten. Die gro&szlig;e, herrliche Zeder wird allen V&ouml;lkern der Erde, Juden und Nicht-Juden, zum Segen werden. Alle sind eingeladen, in Christus ihre ewige Bestimmung zu finden.</p><p>Was kann ich heute von diesem Text lernen?</p><p><em>Zun&auml;chst </em>, dass alles Irdische einem gr&ouml;&szlig;eren Plan mit einem unverg&auml;nglichen Ziel dienen kann. In der Beziehung zu Jesus Christus kann jeder Mensch Erl&ouml;sung und die Antworten auf die schwierigen Fragen des Lebens finden.</p><p><em>Dann</em> sollte ich die Geschichte Israels ernst nehmen. Dieses Volk &uuml;berlebt seit fast vier Tausend Jahren letztendlich nur mit Gottes &uuml;bernat&uuml;rlicher Hilfe und zeigt mir zwei Dinge:</p><p>Gottes Liebe und Gottes Strenge.</p><p><em>Schlie&szlig;lich:</em> Jesus selbst sagte, dass das Heil von den Juden kommt. Jeder Mensch wird eines Tages vor Ihm knien und ihn als HERRN bekennen. Die einen zum ewigen Leben, die anderen zum Gericht.</p><p>In unserer Zeit allgemeiner Verunsicherung ist es hilfreich zu wissen, dass meine Zukunft in Gottes H&auml;nden liegt. Er kennt das gro&szlig;e Ganze und m&ouml;chte jedem helfen, seine individuelle Situation aus Seiner Sicht zu betrachten. Aus diesem guten Grund beginnt das Vater-Unser auch mit: "Unser Vater <strong>im Himmel</strong>."&nbsp;</p><p>Ich schlie&szlig;e mit einer kleinen Geschichte:<br />
Ein kleines M&auml;dchen fuhr mit ihrem Vater in einem gro&szlig;en Aufzug voller Erwachsener. Der Vater hielt sie zwar an der Hand, aber pl&ouml;tzlich bekam sie Angst, weil sie nur noch Beine und Enge um sich herum sah. Sie zerrte dann an der Hand ihres Vaters und bat, auf den Arm genommen zu werden. In dem Moment, indem sie mit ihrem Vater wieder auf Augenh&ouml;he war und den &Uuml;berblick &uuml;ber ihre Situation bekam, <em>war die Angst weg und sie f&uuml;hlte sich wieder sicher. </em></p><p>Egal in welcher schwierigen Situation ich mich befinde, sei sie selbst- oder fremdverschuldet, ich kann immer meinen himmlischen Vater bitten, mir Seine Sicht der Dinge zu zeigen. Wenn ich hinh&ouml;re, wird Gott sagen: Jesus ist der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zu mir denn durch ihn &hellip;</p><p><br /><strong>Sie haben Fragen zur Bibel, zum christlichen Glauben und allem, was damit zusammenh&auml;ngt? Fragen Sie doch einfach Nikodemus.AI:</strong></p><p><img alt="Nikodemus AI" height="224" src="https://www.erf.de/data/files/content.sources.r.erfplus.bibelheute/1107277.jpg" width="1024" /></p><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Hans-Claus Ewen</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17200279.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Hans-Claus Ewen]]></author>
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      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Das Gleichnis vom Zedernwipfel und vom Weinstock (1)]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Hesekiel 17,1-10 – ausgelegt von Winfried Geisel.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hesekiel 17,1-10 – ausgelegt von Winfried Geisel.</em><br/>
<p>Wie geht es Ihnen mit R&auml;tseln und mit Krimis? Ich liebe Quizzen und ich schaue und lese auch gerne Krimis. In Krimis wird, so erkl&auml;re ich mir die Beliebtheit, obwohl ein Verbrechen zum Thema gemacht wird, am Ende die Welt in Ordnung gebracht. Beim Quiz freue ich mich, wenn ich etwas wei&szlig; oder aus meinem Halbwissen die richtigen Schl&uuml;sse ziehen kann.</p><p>Heute wird uns ein R&auml;tsel und ein Gleichnis vorgesetzt, bzw. ich lese, wie es Hesekiel vorgesetzt bekommen hat. Ob Sie und ich daraus schlau werden? &ndash; Ich will mal einige Beobachtungen zusammentragen. Ein Geschehen, ein Ereignis, beschreibt Hesekiel. Er berichtet, dass &bdquo;des Herrn Wort zu ihm geschah&ldquo;. &bdquo;Zu ihm&ldquo; geschieht es. Hesekiel h&ouml;rt nicht nur, er registriert ein Geschehen, das genau ihm gilt. Das Wort des Herrn begegnet ihm, so verstehe ich diese Formulierung. Da steht dem Hesekiel unvermutet und unerwartet jemand gegen&uuml;ber. Dieses Gegen&uuml;ber ist nicht so, dass er vorbeigehen oder sich umdrehen k&ouml;nnte. Es ist nicht beil&auml;ufig, nicht, wie auf einem Marktplatz z.B., wo man beim Flanieren bekannte Gesichter vor&uuml;bergehen sieht. Diese Begegnung ist ganz konkret und ist pers&ouml;nlich f&uuml;r und zu Hesekiel.</p><p>Fast m&ouml;chte ich sagen, &bdquo;da ist jemand&ldquo;. Wer ist das? &bdquo;Des Herrn Wort&ldquo; ist es. Wort Gottes f&auml;llt mir da ein und ich denke an andere Stellen in der Bibel. Dort finde ich &bdquo;Gottes Wort&ldquo; wieder. Johannes, der J&uuml;nger Jesu, dr&uuml;ckt es ganz konkret aus, als er Jesus Christus vorstellt: Das Wort Gottes ward Fleisch, ist Mensch geworden. Es muss also Gott selber sein, der hier dem Propheten Hesekiel &bdquo;geschieht&ldquo;. Gott selber offenbart sich. Bei Johannes erkenne ich, dass er, Gott, Mensch, also eine Person wie Du und ich, geworden ist, bei Hesekiel und anderen Propheten, ist beschrieben, dass Gott ein Geschehen ist. Gott ist dynamisch. Gott ist nicht irgendein stummer unbeteiligter G&ouml;tze aus Stein, Holz oder einem anderen Material. Unser Gott, der Herr, der Hesekiel geschieht, ist pures Leben, begegnet und belebt Menschen. Dieser Gott ist an den Menschen interessiert und ist den Menschen zugewandt und er begibt sich &ndash; so stellt er sich mir hier dar &ndash; auf die Ebene der Menschen. Gott wartet nicht blo&szlig;, ob sich ihm jemand zuwendet &ndash; das k&ouml;nnte er eigentlich ganz leicht tun, - denn die Menschen brauchen ihn ja f&uuml;r ihr Leben. Also k&ouml;nnte er einfach abwarten bis sich der Mensch, die Frau oder der Mann, bei ihm meldet und sich dann noch entscheiden, ob er gerade jetzt diese Person h&ouml;ren oder sehen will.</p><p>Nein, so ist Gott nicht, lerne ich. Gott ist zugewandt und sucht die Begegnung und die Gemeinschaft zu und mit den Menschen, mit mir. Gott will eine Beziehung mit mir, daraus macht er kein R&auml;tsel, das ist keine Frage. Sonst w&uuml;rde er dem Hesekiel nicht geschehen. Und es geht ihm nicht blo&szlig; um Hesekiel. Damals geht es um das Haus Israel, also um das Volk Israel. Und heute wei&szlig; ich, dass es Gott dar&uuml;ber hinaus um jeden Menschen geht. Denn, &uuml;ber das Geschehen des Wortes hinaus, wurde das Wort ja Mensch &ndash; und damit sucht er jeden Menschen, kommt und wohnt und lebt unter den Menschen. Das ist Liebe. Gott geht den Menschen soweit nach, dass er einer von Ihnen, von uns geworden ist. Also komme ich zu dem Schluss, dass es Jesus ist, der da Hesekiel geschieht und begegnet. Soweit klar, Herr Kommissar.</p><p>Nun w&auml;re f&uuml;r so einen Detektiv ja auch das Motiv wichtig zu wissen. Warum begegnet, geschieht, denn Jesus dem Hesekiel und fordert ihn auf, den Menschen ein R&auml;tsel vorzulegen? Mein Auge f&auml;llt auf das Wort &bdquo;Fr&uuml;chte&ldquo;. Gott erwartet Fr&uuml;chte von den Menschen. Wie kann er das? Ist das nicht Druck, ist es nicht eine Unm&ouml;glichkeit, die da von uns Menschen erwartet wird?! Hier helfen dem ge&uuml;bten Kriminaler Hintergrundinformationen. In Bezug auf Fr&uuml;chte lauten die wie folgt: Frucht, die Jesus meint, kommt aus der Verbindung, der Beziehung mit Jesus selber. Menschen, die sich an Jesus halten, wird Fruchtbringen zugeschrieben. Diese Frucht ist keine menschliche Leistung und beruht auch nicht auf dieser. Frucht ist &ndash; so finden wir es auf den Seiten der Bibel &ndash; das, was aus der Beziehung, dem dynamischen Leben, mit Jesus w&auml;chst. Frucht ist immer ein Geschenk, ist immer Folge und ist Ergebnis vom Wirken Jesu, unserem Gott. Fr&uuml;chte, die Jesus hier meint, empf&auml;ngt der Mensch von ihm.</p><p>Jesus wirkt Frucht. Wie kann das gehen? Da hilft nun wieder ein Blick in das, was Hesekiel in der Begegnung mit Jesus sieht, h&ouml;rt und wahrnimmt. Wenn die Wurzeln der Pflanze, hier des Weinstocks, gut versorgt sind, entsteht Frucht. Dieses Versorgtsein bringt Frucht. Es geht also darum, dass dieser Weinstock fest im guten fruchtbaren Boden am Wasserbach verwurzelt ist. Dahin ist der Weinstock eigentlich gepflanzt worden. Das ist seine Heimat gewesen. So hat es Gott, so hat es Jesus gedacht. Es war genau so gut. Wer in der Verbindung, wer seine Wurzeln in der Beziehung mit Jesus hat, bringt Frucht und hat Teil an seinem dynamischen Sein. Soweit kann ich als Hobbydetektiv dem R&auml;tsel folgen.</p><p>Aber nun kommt das R&auml;tsel im R&auml;tsel. Das ist eine harte Nuss. Die vermag ich wohl nicht zu knacken. Die Frage lautet: Warum streckt sich der Weinstock, warum streckt sich jemand, dem die Gemeinschaft mit Jesus geschenkt und zugesprochen ist, nach anderen Quellen aus? Warum rei&szlig;en Menschen sich selbst samt Wurzeln aus der guten Erde, aus dem fruchtbaren Land?</p><p>Liebe Mitdetektive, Sie erleben mich ratlos. Was ist der Sinn f&uuml;r diese &ndash; ich will mal so sagen &ndash; Selbstverst&uuml;mmelung? K&ouml;nnen Sie das verstehen? Alles war gut. Warum diese Aktion? Warum haben die Menschen das gute Land, warum haben wir das Leben mit Jesus verlassen?</p><p>Ich glaube nicht, dass wir dieses R&auml;tsel im R&auml;tsel l&ouml;sen k&ouml;nnen. Was ich aber wei&szlig; und glaube, erschlie&szlig;e ich auch aus dem, wer da dem Hesekiel geschieht. Jesus ist &ndash; wenn Sie so wollen &ndash; die Antwort. Ich frage: H&auml;tte sich Gott, Jesus selber so bem&uuml;ht und w&auml;re dem Hesekiel begegnet, wenn ihm das Schicksal der Menschen egal gewesen w&auml;re? H&auml;tte sich das Wort Gottes, Jesus Christus, unter die Menschen begeben, wenn er nicht jede und jeden dieser Menschen lieben w&uuml;rde, wenn ihm nicht jeder Mensch wichtig w&auml;re?</p><p>Es steht f&uuml;r mich fest, Jesus will Leben, wirkliches fruchtbares Leben f&uuml;r die Menschen. F&uuml;r uns, f&uuml;r Sie und mich! Wie gut, dass er sich nicht nur dem Hesekiel in den Weg stellt, nicht nur dem Hesekiel geschieht. Wie gut, Jesus Christus lebt und er geschieht auch heute noch uns Menschen, jetzt. Das ist die Chance wieder Heimat zu finden. Das ist die Gelegenheit neu f&uuml;r sich gutes Leben zu finden. Fr&uuml;chte sind f&uuml;r das Fortbestehen und das Leben wichtig und zeugen von der Dynamik der Beziehung mit Jesus.</p><p>Jesus will den neuen Anfang. Das R&auml;tsel, aus welchem Motiv Jesus uns diesen Krimi vorlegt, ist gel&ouml;st. Da ist alles klar. Er will uns ganz neu Leben schenken. Leben mit ihm, das Frucht bringt und so eigentlich Leben ist, dynamisches, kraftvolles Leben. Warum allerdings Menschen den guten Platz verlassen und dabei in die Fruchtlosigkeit und zum Verdorren geraten, bleibt ein R&auml;tsel. Wie gut, dass Jesus da tats&auml;chlich und im wahrsten Sinn des Wortes &ndash; geschieht. Wie gut, dass er keinen Menschen verloren gibt und f&uuml;r jedes Leben Frucht bereith&auml;lt. Herr Kommissar, das ist klar.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Winfried Geisel</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17199420.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Winfried Geisel]]></author>
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      <pubDate>Thu, 30 Oct 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Jerusalem – eine treulose Frau]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Hesekiel 16,1-22 – ausgelegt von Karl-Heinz Schlittenhardt.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hesekiel 16,1-22 – ausgelegt von Karl-Heinz Schlittenhardt.</em><br/>
<p>Bestimmt kennen Sie die Beobachtungen auch: die drei Affen mit ihrem irrationalen Verhalten. Der eine h&auml;lt sich die Augen zu, der andere die Ohren, der andere den Mund. &bdquo;Nichts sehen, nichts h&ouml;ren, nichts sagen&ldquo;. Dazu f&auml;llt mir der Refrain eines Liedes von Marie H&uuml;sing und Renate Wagner ein: &bdquo;Und du gleichst den kleinen Kindern, h&auml;ltst die H&auml;nde vors Gesicht, und versuchst dir einzureden, was man nicht sieht, das gibt es nicht.&ldquo;</p><p>Man verweigert sich der Wirklichkeit. So deute ich die aus Japan stammende Bildfolge der drei Affen. Urspr&uuml;nglich hatten die drei Affen die Bedeutung: &Uuml;ber &bdquo;Schlechtes weise hinwegsehen&ldquo;. Bei uns im Westen ist daraus geworden: &bdquo;Alles Schlechte nicht wahrhaben wollen&ldquo; &ndash; also Wirklichkeitsverweigerung. Ich interpretiere mir meine Fakten, wie ich es brauchen kann und sehen will. Was ich nicht wahrnehmen will, dem verweigere ich mich. Gut, das ist auch eine Lebenshaltung. Nur &ndash; hilft sie weiter? Ist sie f&ouml;rderlich, um durchs Leben zu kommen, meinen Alltag segensreich und gl&uuml;cklich zu gestalten, um Krisen und Probleme zu bew&auml;ltigen, sie zu l&ouml;sen? In meinen Augen wohl kaum!</p><p>In seinem Verhalten gleicht das Volk Israel, die Bev&ouml;lkerung Jerusalems zur Zeit des Propheten Hesekiel, genau dem: Wirklichkeitsverweigerung. Sie wollen weder sehen, woher sie kommen, noch wie es um sie steht. F&uuml;r die Botschaft Gottes verschlie&szlig;en sie die Ohren und Herzen. Ihre Lippen schweigen. Wohin f&uuml;hrt das Ganze?</p><p>Ich kann in diesem Text, in den erinnernden, aber auch anklagenden Worten Hesekiels, alarmierende Anzeichen eines sich selbst zerst&ouml;renden Lebens, auch des geistlichen Lebens des Volkes Gottes, erkennen. Aus welchen Gr&uuml;nden kommt es zu dieser Schieflage? Ich stelle einige zerst&ouml;rerische Verhaltensweisen fest. Das f&uuml;r mich Erschreckende: Das alles ist nicht nur Vergangenheit. Das spiegelt sich auch in meinem Leben, im Leben der Gemeinde Jesu wider. Es sind Gefahrenpunkte f&uuml;r das geistliche Leben damals und heute. Ich sehe in diesem Text vier &bdquo;Warnschilder&ldquo;, die ich beachten will.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Das erste Warnschild ...</strong></h2><p>&hellip; macht auf die Gefahr der <strong>Vergesslichkeit</strong> aufmerksam. Das Verhalten des Volkes Israel zur Zeit Hesekiels ist gekennzeichnet durch eine massive Ged&auml;chtnisst&ouml;rung. Im Auftrag Gottes erinnert Hesekiel darum das Volk an seine Herkunft (Hesekiel 16,3). Ohne das Eingreifen Gottes h&auml;tte es dieses Volk nicht gegeben, w&auml;re es lebensunf&auml;hig (Hesekiel 16,4-6). Diesem Gott, dem sie das Leben verdanken, der so unendlich viel Gutes in ihr Leben hineinlegte (Hesekiel 16,7-14), lassen sie nun links liegen. Sie k&uuml;mmern sich nicht um ihn, um sein Wort und seine Weisungen. Sie verehren fremde G&ouml;tter. Sie tun so, als ob sie alles, was sie haben, sich selbst zu verdanken h&auml;tten.</p><p>Wie schnell greift die Vergesslichkeit auch in meinem Leben um sich! Ich vergesse den Geber aller guten Gaben, den, der mich aus seinem Reichtum beschenkt. So fragt viel sp&auml;ter als der Prophet Hesekiel auch Paulus die Gemeinde in Korinth (1. Korinther 4,7): &bdquo;<em>Was hast du, das du nicht empfangen hast? Wenn du es aber empfangen hast, was r&uuml;hmst du dich dann, als h&auml;ttest du es nicht empfangen?&ldquo;</em></p><p>Psalm 103,2 fordert auf: &bdquo;<em>Und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.&ldquo;</em> Und vergiss nicht &hellip; hei&szlig;t nicht Nostalgie und Geschichtsverkl&auml;rung. Es geht darum, dass ich Vergangenes nicht ignoriere, mir meiner Herkunft bewusst bleibe und meine Schl&uuml;sse f&uuml;r die Gegenwart daraus ziehe. Wer seine Herkunft vergisst, gef&auml;hrdet seine Zukunft. &bdquo;Wer sich seiner Vergangenheit nicht erinnert, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen&ldquo;. so sagt der US-amerikanische Philosoph und Schriftsteller spanischer Herkunft George Santayana (1863-1952).</p><p>Wie schnell vergesse ich, wie viel Gutes Gott mir schon in meinem Leben getan hat! Ich will das erste Warnschild nicht &uuml;berfahren.<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Das zweite Warnschild ...</strong></h2><p>&nbsp;&hellip; weist auf die Gefahr der <strong>Undankbarkeit</strong> hin. Vergesslichkeit und Undankbarkeit h&auml;ngen zusammen. Dietrich Bonhoeffer schreibt in einem Aufsatz &uuml;ber die Dankbarkeit des Christen ungemein wahre und geistlich gewichtige S&auml;tze (Gesammelte Schriften III, 418 ff.) Er sieht diesen Zusammenhang und f&uuml;hrt ihn weiter: &raquo;Undankbarkeit beginnt mit dem Vergessen, aus Vergessen folgt Gleichg&uuml;ltigkeit, aus der Gleichg&uuml;ltigkeit Unzufriedenheit, aus der Unzufriedenheit Verzweiflung, aus der Verzweiflung der Fluch.&laquo;, &raquo;Undank erstickt den Glauben, verstopft den Zugang zu Gott.&laquo;, &raquo;Lass dich fragen, ob dein Herz durch Undank so m&uuml;rrisch, so tr&auml;ge, so m&uuml;de, so verzagt geworden ist. Opfere Gott Dank, und &bdquo;da ist der Weg, dass ich ihm zeige das Heil Gottes&ldquo;&laquo; (Psalm 50,23). Dem Rat des Psalmbeters will ich gerne folgen, mir Zeit nehmen, Gott f&uuml;r die guten Dinge und Gaben an jedem Tag zu danken. Tun sie es mir gleich?<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Als drittes Warnschild ...</strong></h2><p><strong>...</strong> begegne ich der Gefahr der <strong>Einbildung</strong>. Wer nur noch sich selbst und seine vermeintlichen Vorz&uuml;ge sieht, bekommt eine verschobene Perspektive. In Hesekiel 16,15 hei&szlig;t es: &bdquo;<em>Du verlie&szlig;est dich auf deine Sch&ouml;nheit.&ldquo;</em> Und das wurde von anderen auch noch best&auml;tigt und unterst&uuml;tzt. Da kommt es mir am Ende so vor, als habe ich nur Vorz&uuml;ge, keine Fehler. Die machen nur die anderen. Einbildung landet schnell und meistens im <strong>Hochmut. </strong>Der Hochmut stellt sich &uuml;ber andere! Die d&auml;nische Katholikin Iben Thranholm schreibt in ihrem Buch zu den sieben Tods&uuml;nden &uuml;ber den Hochmut, der nach der katholischen Tradition die Haupts&uuml;nde darstellt: &raquo;Der Kern des Hochmuts ist die Einbildung, dass man glaubt, besser zu sein als alle anderen. Dass man selbst am kl&uuml;gsten ist &ndash; und au&szlig;erdem, dass man andere Menschen verachtet. Der Hochm&uuml;tige bewundert sich selbst. Nicht nur in Bezug auf andere Menschen, sondern auch in Bezug auf Gott.&laquo;<br />
&nbsp;</p><h2><strong>Das vierte Warnschild ...</strong></h2><p>...warnt vor dem <strong>&Uuml;bermut.&nbsp;</strong>Ein Sprichwort sagt: &bdquo;&Uuml;bermut tut selten gut.&ldquo; &Uuml;bermut schl&auml;gt &uuml;ber die Str&auml;nge, h&auml;lt sich an keine Ordnungen und kennt am Ende keine Grenzen. Das erkennen wir auch am Verhalten des Volkes zur Zeit Hesekiels. In ihrer Selbstgef&auml;lligkeit und Gottvergessenheit verf&auml;llt das Volk in G&ouml;tzendienst und heidnische Praktiken (Hesekiel 16-21). Der Abfall vom lebendigen, lebensrettenden und lebensspendenden Gott ist perfekt. Begonnen hat alles mit dem Vergessen und der Undankbarkeit. Ich werde noch einmal an das Wort von Dietrich Bonhoeffer erinnert: &raquo;Undankbarkeit beginnt mit dem Vergessen, aus Vergessen folgt Gleichg&uuml;ltigkeit, aus der Gleichg&uuml;ltigkeit Unzufriedenheit, aus der Unzufriedenheit Verzweiflung, aus der Verzweiflung der Fluch.&laquo;, &raquo;Lass dich fragen, ob dein Herz durch Undank so m&uuml;rrisch, so tr&auml;ge, so m&uuml;de, so verzagt geworden ist.&laquo;</p><p>Angesichts dieses Kapitels und seiner Warnzeichen kann ich nur beten, und ich lade sie ein mit mir zu beten: &bdquo;Herr, bewahre mich vor den Fehlern, die dein Volk damals gemacht hat. Lass mich erkennen, wer ich vor dir wirklich bin. Halte mein Herz bei dir und bewahre es vor Irrwegen und Straucheln. Und hilf mir, dankbar f&uuml;r deine Gegenwart und deine Hilfe durch jeden Tag zu gehen. Amen.&ldquo;</p><p><br /><strong>Sie haben Fragen zum christlichen Glauben, zur Bibel und der Beziehung zur Gegenwart?<br />
&#9658;&nbsp; Fragen Sie doch Nikodemus.AI</strong></p><p><img alt="Nikodemus AI" height="224" src="https://www.erf.de/data/files/content.sources.r.erfplus.bibelheute/1107130.jpg" width="1024" /></p><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Inspektor Karl-Heinz Schlittenhardt</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17198052.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Inspektor Karl-Heinz Schlittenhardt]]></author>
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      <pubDate>Wed, 29 Oct 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die Wegführung von König und Volk]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Hesekiel 12,1-16 – ausgelegt von Christiane Stock.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hesekiel 12,1-16 – ausgelegt von Christiane Stock.</em><br/>
<p>Wer ist <strong>Hesekiel</strong> eigentlich? Er ist der Sohn eines Priesters. Sein Name ist Busi. Hesekiel bedeutet: Gott st&auml;rkt. Charakteristisch f&uuml;r Hesekiel ist, dass er Gottes Worte vor allem in Visionen empf&auml;ngt. Diese gibt er in Gleichnissen und Sinnbildern weiter. Diese Bilder sind f&uuml;r uns heute oft schwer zu verstehen und doch sind Hesekiels Lehren klar und haben einen gro&szlig;en Wert.</p><p>Der Text ist eine Ank&uuml;ndigung von Gottes Gericht an seinem Volk Israel. Das kann zutiefst erschrecken, weil wir es mit einem Blick in eine schreckliche Zukunft zu tun haben. Doch wichtig ist es hier den Gesamtzusammenhang der Bibel in den Blick zu nehmen. Dann merke ich, dass Gottes Gericht nicht die Zerst&ouml;rung will, sondern letztendlich auf einen Neuanfang mit Israel zielt. So tief das Volk Gottes auf seinen s&uuml;ndigen Wegen gefallen ist, so unzerst&ouml;rbar ist Gottes Liebe zu seinem Volk. Die Verhei&szlig;ungen, die im Buch Hesekiel offenbart werden, finden ihre letzte Erf&uuml;llung erst im neuen Bund.</p><p>Ich lese im neuen Testament wie Gott seinen Sohn Jesus in diese von S&uuml;nde gequ&auml;lte Welt sendet, um uns f&uuml;r ein Leben mit ihm zu befreien. Mit der Sendung des Heiligen Geistes ist er in jedem Gl&auml;ubigen gegenw&auml;rtig. Ich staune immer wieder &uuml;ber dieses Geschenk und diese m&ouml;gliche Verbundenheit mit Gott. So sind wir heute in der Zeitgeschichte sehr viel weiter als Hesekiel damals. Christen glauben und erwarten Jesu Wiederkunft. Diese steht noch aus, aber er hat es gesagt. Er h&auml;lt seine Worte. Angefangen von den Prophetien damals bis heute in unsere Zeit. Auf ihn ist Verlass.</p><p>Es geht im Leben darum, Gott zu erkennen und anzuerkennen, dass er der Herr ist. Das lese ich in Vers 16 <em>&bdquo;Sie sollen erkennen, dass ich der Herr bin!&ldquo;</em> Nun stellt sich die Frage, wie ich mich verhalten kann, um zu einer Gotteserkenntnis zu gelangen. Eine Antwort finde ich im ersten Vers. Gott spricht Hesekiel nicht mit seinem Namen an, sondern sagt: &bdquo;Du Menschenkind.&ldquo; In der &Uuml;bertragung &bdquo;Hoffnung f&uuml;r alle&ldquo; hei&szlig;t es: &bdquo;Sterblicher Mensch!&ldquo; Unser Leben ist begrenzt und endlich. Es ist egal, wie ich das finde. Als Mensch habe ich einen Anfang und ein Ende. In der Zwischenzeit wollen viele Menschen etwas Wesentliches und Sinnvolles tun und erleben. Gottes Anliegen ist es, unseren Horizont zu weiten. Er m&ouml;chte uns mit seinem g&ouml;ttlichen Blick auf unser Leben beschenken. Sein Ziel ist es, das Leben nach dem Tod mit seinen Menschenkindern zu verbringen. Er will die ewige, vollkommene Gemeinschaft mit uns. Das kann schon hier beginnen, weil er sich f&uuml;r seine Menschen interessiert und sie gerne schon in diesem Leben begleiten m&ouml;chte.</p><p>Hesekiel lebt in einem widerspenstigen Volk, dass sich nicht ver&auml;ndern will. Sie sehen und h&ouml;ren nichts Wesentliches. Gegen Gott lehnen sie sich auf. Warum eigentlich? Hesekiel schmerzt das und Gott auch. Hesekiel und Gott teilen ein Herzensanliegen. Gott sucht einen Weg, sein Volk zu gewinnen und beauftragt Hesekiel, sich ein B&uuml;ndel wie ein Fl&uuml;chtling zu packen, und sich am helllichten Tag auf den Weg zu machen. Gottes gro&szlig;e Hoffnung ist, dass seinem Volk die Augen aufgehen und sie verstehen, was er ihnen sagen will. Alle sollen zuschauen. Hesekiel soll in seine Hauswand einbrechen und sich hindurchzw&auml;ngen. Sinnbildlich steht die Mauer seines Hauses f&uuml;r die Zerst&ouml;rung der Stadtmauer. Am Abend soll er dann sein Gesicht verh&uuml;llen und in der Dunkelheit verschwinden. Das verh&uuml;llte Gesicht zeigt die Schande und das Leid der Besiegten. Diese Zeichen sollen dem Volk Israel vor Augen f&uuml;hren, was sie in der Zukunft erwartet. Gottes Hoffnung ist, dass sie sich ihm wieder zuwenden.</p><p>Hesekiel nimmt den Auftrag an. Er handelt so, wie Gott es ihm auftr&auml;gt. Manchmal sind Gottes Auftr&auml;ge sonderbar, schwer und kaum zu verstehen. Ich frage mich manchmal, was schwerer ist: Einen aus menschlicher Sicht unm&ouml;glichen Auftrag von Gott anzunehmen, ihn so gut es geht auszuf&uuml;hren, oder ihn abzulehnen und nie zu wissen, was Gott bewirken will. Ich kenne in meinem Leben Situationen, in denen ich einen hohen Preis gezahlt habe, um Gottes Weg zu gehen. Bereut habe ich es nie.</p><p>Ich bin so froh, dass wir in der Zeitgeschichte wesentlich weiter sind und ich mit Jesus verbunden sein kann. Oft erlebe ich, wie mich der Heilige Geist leitet. Er &uuml;berrascht mich mit Ideen, die ich umsetzen kann, um meinen Mitmenschen etwas Gutes zu tun. Er schafft M&ouml;glichkeiten, die ich nicht in Betracht gezogen h&auml;tte, um mich weiterzuentwickeln. In Gespr&auml;chen habe ich manchmal Worte und Gedanken, bei denen ich ganz stark merke, dass das nicht aus mir heraus kommt, sondern ein so wertvolles Geschenk Gottes an mein Gegen&uuml;ber ist. Das freut mich dann. Ein anderes Mal erfahre ich Trost und wei&szlig;, dass ich verstanden werde, so wie ich gerade bin. Es passiert auch, dass ich an Menschen erinnert werde und bei einer Nachfrage auf eine gro&szlig;e Dankbarkeit sto&szlig;e. Ich staune immer wieder, wenn ich entdecke, welche Dinge Jesus f&uuml;gt und wie er den n&auml;chsten Schritt f&uuml;r mich vorbereitet.</p><p>Ich glaube, dass Gott Wege vorbereitet, die ich gut gehen kann. Das erfahre ich auch bei Hesekiel. Hesekiel h&ouml;rt den Auftrag Gottes und f&uuml;hrt ihn aus.</p><p>Gott gebraucht ihn nun auch, um dem Volk die Bedeutung des Ganzen zu offenbaren. Das Volk Israel soll &uuml;ber seine Zukunft nicht im Unklaren bleiben. Hesekiel k&uuml;ndigt harte Wahrheiten an. Die Israeliten werden in ihrer Widerspenstigkeit Verfolgung und Gefangenschaft erleiden. Man wird sie in fremde L&auml;nder verschleppen und andere V&ouml;lker werden sie unterdr&uuml;cken.</p><p>Doch am Ende steht Gottes Wunsch nach Erkenntnis. Erinnern Sie sich an</p><p>Vers 16? <em>&bdquo;Sie sollen erkennen, dass ich der Herr bin!&ldquo;</em>, sagt Gott Hesekiel.</p><p>Irgendwie scheint dieser Wunsch &uuml;berhaupt nicht zu passen. Bei dieser Ank&uuml;ndigung des Gerichts erwarte ich vom Volk eher Wut und eine weitere Abkehr von Gott. Wie oft h&ouml;re ich den Satz: &bdquo;Wie kann Gott denn bei all dem Schrecklichen noch gut sein?&ldquo; Gerade angesichts der aktuellen Weltlage wirkt dieser Satz erstmal mehr als verst&auml;ndlich. Doch ich glaube, wir sollten uns Gottes Liebe in den verschiedenen Facetten immer wieder vor Augen f&uuml;hren. Seine Liebe und F&uuml;rsorge sind oft erst auf den zweiten Blick zu entdecken. Meine Erfahrung ist, dass Gott oft Menschen gebraucht, die mir helfen, Neues zu denken, so dass ich meinen Weg gut weitergehen kann. Vielleicht sagt Gott aber auch: &bdquo;Egal wie tief du auf deinen s&uuml;ndigen Wegen gefallen bist, meine Liebe zu dir ist unzerst&ouml;rbar.&ldquo; Oder: &bdquo;Ich lasse dich nicht allein.&ldquo; Oder: &bdquo;Friede sei mit dir auf deinem Weg!&ldquo; Vielleicht ist es auch eine Aufforderung: &bdquo;Sag mir, was du brauchst! Ich will es dir geben.&ldquo;</p><p>Ganz leise wird Gottes Reden h&ouml;rbar und ich beginne ihn im Alltag zu entdecken. F&uuml;r alle, die sich danach sehnen und ihn suchen, ist das m&ouml;glich. Es ist wohl die Gotteserkenntnis, von der hier die Rede ist. Sie bewirkt Frieden in meiner Seele, selbst wenn die Zeiten st&uuml;rmisch sind. Oft sind es nur kleine Schritte die sichtbar werden, aber sie werden den Lebensweg pr&auml;gen.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Christiane Stock</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17197371.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Christiane Stock]]></author>
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      <pubDate>Tue, 28 Oct 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Das neue Herz]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hesekiel 11,14-25 – ausgelegt von Andreas Koch.</em><br/>
<p>Es war in einem Gespr&auml;ch zur Vorbereitung einer Beerdigung. Die Tochter erz&auml;hlte von ihrer Mutter. Ich merkte deutlich, wie sie sich bem&uuml;hte, es m&ouml;glichst liebevoll und positiv zu tun. Aber zwischen den Zeilen - und manchmal auch etwas deutlicher - wurde klar: sie war tief verletzt. Jahrelang hatte sie versucht, ihrer Mutter den Aufenthalt im Pflegeheim zu ersparen, den diese auf gar keinen Fall wollte. Also nahm sie die Mutter bei sich zuhause auf und war aufopferungsvoll f&uuml;r sie da. Und nun war sie gestorben. Mit Tr&auml;nen in den Augen berichtete die Tochter entt&auml;uscht, dass sie alles getan hatte, damit ihre Mutter einen m&ouml;glichst guten Lebensabend genie&szlig;en konnte; aber in all den Jahren hatte sie kein einziges Danke von der Mutter daf&uuml;r geh&ouml;rt.</p><p>Wie anders war dagegen die Begegnung mit einem alten Mann, der tats&auml;chlich seine letzte Zeit im Pflegeheim leben musste. Er hatte niemanden, der sich um ihn k&uuml;mmerte. Nicht einmal aufrecht sitzen konnte er in seinem Bett, so schwach war er. Mit diesen Informationen vom Pflegepersonal trat ich in sein kleines Zimmer &ndash; und wurde mit gro&szlig;en Augen und einem unglaublich breiten L&auml;cheln eines komplett zahnlosen Mundes angestrahlt. Obwohl mich der Mann noch gar nicht kannte, war er unglaublich dankbar f&uuml;r meinen Besuch. So dankbar wie f&uuml;r alle gr&ouml;&szlig;eren und kleineren Hilfen, Zuwendungen und Allt&auml;glichkeiten, die er dort im Heim erlebte. Als er starb, sagte eine Pflegekraft traurig: &bdquo;Unser Sonnenschein ist gegangen&ldquo;.</p><p>Die einen haben alles, was sie sich w&uuml;nschen &ndash; und sind trotzdem unzufrieden. Andere h&auml;tten Grund genug, den ganzen Tag zu klagen &ndash; und sind doch erstaunlich dankbar dabei. Es sind nicht vor allem die &auml;u&szlig;eren Umst&auml;nde, die entscheidend dazu beitragen, wie positiv oder negativ ich mein Leben empfinde, es ist vor allem meine innere Grundhaltung. Oder anders ausgedr&uuml;ckt: es kommt auf mein Herz an.</p><p>Das wird auch dem Propheten Hesekiel von Gott sehr klar vor Augen gef&uuml;hrt. Er geh&ouml;rt zu den vielen Israeliten, die nach Babylon verschleppt wurden. Sein Herz ist schwer, zumal er den Eindruck hat: es wird alles schlimmer statt besser. Das &auml;ndert sich auch nicht, als ihn Gott in einer Vision nach Jerusalem f&uuml;hrt. Auf den ersten Blick scheint dort das Leben noch in Ordnung zu sein. Nach dem Raubzug Nebukadnezars ist Ruhe und so etwas wie Normalit&auml;t zur&uuml;ckgekehrt. Folge bei den in der Heimat gebliebenen Israeliten ist aber nicht etwa dem&uuml;tige Dankbarkeit Gott gegen&uuml;ber, sondern geistlicher Hochmut gegen&uuml;ber den Weggef&uuml;hrten. Sie werden als die von Gott Verlassenen angesehen. Man selbst empfindet sich in Jerusalem dagegen als von Gott gesegnet. Schlie&szlig;lich geh&ouml;rt man zu denen, die die alte Heimat ihr Eigen nennen k&ouml;nnen.</p><p>Ein wenig &uuml;berraschend stellt Gott klar: die Verschleppung nach Babylon geht tats&auml;chlich auf sein Konto: &bdquo;Ja, ich habe sie fern unter die Heiden vertrieben und in die L&auml;nder zerstreut&ldquo;. Aber gleich im n&auml;chsten Satz wird deutlich, dass die geografische Ferne von Jerusalem nicht gleichzusetzen ist mit der geistlichen Ferne von Gott: &bdquo;Ich bin ihnen ein kleines Heiligtum geworden in den L&auml;ndern, in die sie gekommen sind.&ldquo; In der Ferne entdecken die weggef&uuml;hrten Israeliten ihren Gott ganz bescheiden wieder neu, w&auml;hrend die selbstzufriedenen Jerusalemer Gott eher aus dem Blick verlieren und &bdquo;G&ouml;tzen und Gr&auml;uel&ldquo; Raum geben. Es ist die scheinbar immer gleiche Gesetzm&auml;&szlig;igkeit: geht es mir gut, werde ich schnell &uuml;berheblich, geht es mir weniger gut, beginne ich oft, neu nach Gott zu suchen und zu rufen.</p><p>Deshalb gibt Hesekiel den traurigen Israeliten in der Verbannung die gute Nachricht von Gott weiter, dass Gott sie wieder in ihre Heimat zur&uuml;ckbringen wird. Aus dem Zerbruch soll Neues entstehen. Daf&uuml;r ist Gott gewisserma&szlig;en der Spezialist. Im vorletzten Kapitel der Bibel, in Offenbarung 21, ruft Gott aus: &bdquo;Siehe, ich mache alles neu!&ldquo; Was sich da auf die Ewigkeit bezieht, beginnt Gott ganz individuell bei denen, die ihr Vertrauen jetzt schon auf Jesus setzten. Paulus dr&uuml;ckt das einmal so aus: &bdquo;Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.&ldquo;</p><p>Nicht nur die Israeliten damals in Babylon, sondern auch jede Menge Menschen heute sehnen sich nach so einem radikalen Neuanfang. Vielleicht nach einem Neuanfang in ihrer lieblos gewordenen Lebensbeziehung; oder nach einem Neuanfang, mit dem sie endlich ihre Sucht unter die F&uuml;&szlig;e bekommen. Die Krise in der Lebensmitte, an der etliche leiden, ist oft nichts anderes als der brennende Wunsch nach einem Neustart in ihrem Leben. Viele machen in so einer Situation einen fatalen Fehler: sie sind der &Uuml;berzeugung, dass die Ver&auml;nderung &auml;u&szlig;erer Faktoren ihnen eine neue innere Zufriedenheit gibt. Die Bem&uuml;hungen um Neuanf&auml;nge scheitern aber fast immer an einem: am menschlichen Herzen, das sich nicht einfach so &auml;ndert. &Uuml;ber kurz oder lang wird es auch in neue Lebensumst&auml;nde wieder die alten Fehler hineintragen. &Uuml;berspitzt formuliert: nicht die Verh&auml;ltnisse &auml;ndern das Herz, sondern das Herz die Verh&auml;ltnisse.</p><p>Der Neuanfang Gottes, den Hesekiel seinen Leidensgenossen mitteilen darf, ist radikal. D. h.: er geht an die Wurzel des &Uuml;bels. Und das ist mein Herz: &bdquo;Ich will ihnen ein anderes Herz und einen neuen Geist geben und will das Herz aus Stein wegnehmen und ihnen ein Herz aus Fleisch geben.&ldquo; Statt eines Herzens, das hart gegen Gott, gegen andere, vielleicht auch gegen sich selbst geworden ist, m&ouml;chte Gott ein Herz schenken, das wieder f&uuml;r andere und f&uuml;r Gott schl&auml;gt. Der beste Arzt von allen, Gott selbst, will diese Herztransplantation bei mir vornehmen. Er ben&ouml;tigt dazu nur mir Patienten-Einverst&auml;ndnis. Die Folgen dieser himmlischen OP sind erstaunlich: Menschen fragen wieder nach Gottes Willen und sind freiwillig bereit, ihn zu tun. Ganz ohne Zwang!</p><p>Dann ist die Vision des Hesekiel pl&ouml;tzlich beendet. Er ist in der Wirklichkeit in Babylonien zur&uuml;ck. Aber mit einer Hoffnung weckenden Botschaft: mitten in dieser sichtbaren, frustrierenden, harten Realit&auml;t der Verbannung gibt es die unsichtbare, ermutigende Wirklichkeit Gottes. Gott will &ndash; und kann! - sogar das ver&auml;ndern, was scheinbar felsenfest in Stein gemei&szlig;elt ist. Und er beginnt da, wo es am allerh&auml;rtesten ist: in meinem und Ihrem Herzen.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pfarrer Andreas Koch</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17193903.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pfarrer Andreas Koch]]></author>
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      <pubDate>Mon, 27 Oct 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die Freude der Buße]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 32 – ausgelegt von Peter Müller.</em><br/>
<p>Martin Luther &uuml;bersetzt: <strong>Wohl dem, dem die &Uuml;bertretungen vergeben sind, dem die S&uuml;nde bedeckt ist!</strong> Eine andere &Uuml;bersetzung schreibt hier von gl&uuml;cklich und Frevel. Zum Neuen Jahr und zu Geburtstagen w&uuml;nscht man sich oft Gl&uuml;ck in der Bedeutung von Wohlergehen. Das h&ouml;chste Gl&uuml;ck ist aber die Vergebung von Schuld. Die &Uuml;bertretungen sind Frevel. Hier steht im Urtext &bdquo;Rebellion&ldquo;. Rebellion gegen Gottes Ordnung ist Schuld gegen Gott. Der Urtext spricht hier von Verdrehtheit. Was ist die Grundlage dieses Psalms?</p><p>In 2.Buch Samuel, Kapitel 11 lesen wir, wie David seine Soldaten gegen die Aram&auml;er k&auml;mpfen l&auml;sst. Als K&ouml;nig l&auml;sst es sich David im Palast ruhig ergehen. Anstatt tags&uuml;ber seinen Staatsgesch&auml;ften nachzugehen, legt sich der K&ouml;nig ins Bett. Erst am Abend steht er auf und schlendert auf dem Dach des Palastes herum. Dabei sieht er eine sch&ouml;ne Frau auf dem Dach eines nahen Hauses bei ihrer rituellen Reinigung zu. Es ist Batseba, die Frau eines treuen Soldaten. K&ouml;nig David l&auml;sst Batseba holen und bricht mit ihr die Ehe. Das Ergebnis: Sie wird schwanger.</p><p>Jetzt wird David aktiv, um die Tat zu vertuschen, mit Todesfolge f&uuml;r den Ehemann von Batseba. Psalm 32 berichtet, wie David als Staatsoberhaupt psychisch und physisch krank wird. Die Staatsgesch&auml;fte leiden darunter, werden vernachl&auml;ssigt.</p><p>Wer einen Seitensprung riskiert, muss mit unliebsamen Folgen rechnen. Zu erw&auml;hnen ist die laxe Haltung. Der Teufel redet einem ein, ein Seitensprung sei nicht so schlimm. Die sexuelle Verbindung bleibt aber nicht ohne psychische Folgen. Des Weiteren k&ouml;nnen Reaktionen wie bei David folgen. Ein Ende kann nur durch das Bekennen der S&uuml;nde zu Jesus Christus erfolgen. David bekannte Gott seine Schuld. Sie verursachte die Verdrehtheit in seinem Leben. Gottes Wort nahm er wieder ernst.</p><p>David hat die merkw&uuml;rdige Erfahrung gemacht, dass S&uuml;nde das Licht scheut. Die S&uuml;nde ist gerne im Verborgenen und gar im Dunkeln. Sie hat Angst vor dem Offenbarwerden. Dadurch rumort sie und treibt ihr Unwesen. Durch das Bekennen verliert sie ihre Macht. Das hat David erfahren. Das ist der Weg f&uuml;r jeden Menschen. Wir k&ouml;nnen heute Jesus um Vergebung unserer Schuld bitten. Unsere Verdrehtheit kann er vergeben und uns wieder neu ausrichten. So kann es geschehen, dass Gott auf unseren krummen Wegen gerade Linien erm&ouml;glicht.</p><p>In der Bibel werden Bekennen mit Loben zusammen genannt. Wer Gott seine S&uuml;nde bekennt, der lobt und anerkennt ihn als Herrn.</p><p>David hat gegen Gottes Gebot der Ehe rebelliert. Er hat Gottes Ordnungen bewusst gebrochen. Indem er sagt: <strong>&bdquo;Ich will dem Herrn meine &Uuml;bertretungen bekennen,&ldquo;</strong> wird David ehrlich. Es sieht so aus, als ob Gott nur darauf gewartet hat. Gott &uuml;berst&uuml;rzt sich geradezu mit seinem Gnadenwort, so als h&auml;tte er mit hei&szlig;em Verlangen gewartet: <strong>&bdquo;Da vergabst du mir die Schuld meiner S&uuml;nde&ldquo;.</strong></p><p>Schuld verheimlichen und zur Seite schieben nach der Devise: &bdquo;Es wird Gras dar&uuml;ber wachsen&ldquo; ist nicht ratsam. Der Prophet Jesaja schreibt im 55. Kapitel Vers 6<strong>: &bdquo;Suchet den HERRN, solange er zu finden ist; ruft ihn an, solange er nahe ist.&ldquo; </strong>Qu&auml;lt Sie Schuld? Ist eine bestimmte S&uuml;nde noch nicht bekannt und vergeben worden? Dann suchen Sie einen Seelsorger in einer christlichen Gemeinde auf. Sie k&ouml;nnen sich auch an einen Seelsorger beim ERF wenden. Wir haben gern ein Ohr f&uuml;r Ihr Anliegen.</p><p>S&uuml;nde kann aber nicht ungeschehen gemacht werden. Sie h&auml;ngt mit dem Leben zusammen und ist Geschichte. Die bekannte Schuld wird von Gott vergeben.</p><p>Gott rettet niemanden, den er nicht nach der Rettung bewahrt und begleitet. Dieser in den Psalmen st&auml;ndig wiederholte Gedanke erh&auml;lt hier im Psalm 32 eine interessante Konkretion: Gott begleitet seinen Knecht, indem er ihn an seinem Heilsvorhaben mitbeteiligt und ihn zum verantwortlichen Mitdenken erzieht. <strong>&bdquo;Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, den du gehen sollst.&ldquo; </strong>Vers 8. Das Wort &bdquo;Weg&ldquo; zeigt an, dass die Lehre, die Gott nach der Rettung erteilt, etwas mit dem wahren Lebensvollzug zu tun hat. Die Bibel als Gottes Wort lehrt, den Weg des Gehorsams zu gehen. Der lebendige Gott will uns dazu st&auml;rken, ermutigen und festigen.</p><p><strong>&bdquo;Ich will dich mit meinen Augen leiten&ldquo;</strong> bedeutet nicht, ein misstrauisches, argw&ouml;hnisches, nur auf einen Fehltritt lauerndes Beobachten Gottes. Es bedeutet vielmehr ein umsorgendes und auch konkret zurechtweisendes Begleiten des Menschen durch Gottes Gegenwart.</p><p>David h&ouml;rt auf das Reden Gottes. Indem er dies tut, appelliert er, nicht das zu werden, wovon er befreit worden ist<strong>: &bdquo;Seid nicht wie Rosse, wie Maultiere ohne Verstand.&ldquo; </strong>Will der Mensch jedoch eigensinnig und selbstbestimmt sein, dann wird er auch entsprechend von Gott behandelt werden. Bleibt der Mensch st&ouml;rrisch wie das Vieh, wird er sich auch nicht Gott nahen k&ouml;nnen und wollen. Denn zu Gott treten nur die, die ihm vertrauen. Wer sich so wie David von Gott leiten l&auml;sst, ist bei Gott, ja <strong>in </strong>Gott! Er vollzieht seinen Lobpreis nicht als &auml;u&szlig;eres Spektakel. Nicht die Gottfernen nimmt David mit in seinem Lobpreis hinein, sondern die Gerechten der Gemeinde. Sind Sie interessiert? Dann stimmen Sie auch in das Lob Gottes ein.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pastor Peter Müller</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17193468.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pastor Peter Müller]]></author>
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      <pubDate>Sun, 26 Oct 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die Gräuel des Götzendienstes im Tempel (2)]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hesekiel 8,12-18 – ausgelegt von Albrecht Gralle.</em><br/>
<p>Ja, man k&ouml;nnte sich wirklich aufregen &uuml;ber diese Leute, die den lebendigen Gott verlassen haben, um heidnische G&ouml;tter anzubeten. Frauen beweinen den Tammus, einen sumerischen Vegetationsgott, der stirbt und im Fr&uuml;hling wieder lebendig wird. Andere halten sich Zweige an ihre Nase, um den Geruch der Fruchtbarkeitsg&ouml;tter einzuatmen und sie zu ehren. Wieder andere beten sogar die Sonne an und verneigen sich vor ihr. Wie kann man als Volk Gottes so tief fallen? Unbegreiflich, wenn man bedenkt, was Gott alles f&uuml;r sein Volk getan hat!</p><p>Aber &uuml;berlegen wir einmal, was alles passiert war: Die Babylonier hatten den Tempel, in dem die Gegenwart Gottes wohnte, gesch&auml;ndet, ohne dass Gott eingriff. Die heiligen Ger&auml;te waren entweiht und teilweise geraubt worden.[1] Und Gott lie&szlig; das zu! Die Oberschicht Jud&auml;as wurde nach Babylon verschleppt. Das Land war verw&uuml;stet. Jerusalem in Tr&uuml;mmern. Das war nicht nur eine milit&auml;rische Katastrophe, sondern auch eine geistliche Krise. Denn f&uuml;r das K&ouml;nigreich Jud&auml;a bedeutete das ja: Unser Gott ist ohnm&auml;chtig. Er hat sich nicht gewehrt, als man sein Haus gepl&uuml;ndert hat. Er ist kraftlos geworden. Die anderen G&ouml;tter sind zweifellos m&auml;chtiger. Wir haben uns geirrt, uns auf den falschen Gott verlassen. Er hat uns verraten. Um zu &uuml;berleben, m&uuml;ssen wir nun die anderen G&ouml;tter anbeten.</p><p>Mitten in dieser absoluten Krise r&uuml;ckt der Prophet Hesekiel mit seiner Botschaft die Dinge wieder zurecht. Was sich f&uuml;r uns heute nach einem rachs&uuml;chtigen Gott anh&ouml;rt, der sein Volk bestraft, das ist in Wirklichkeit ein Wort der Klarheit mitten im Durcheinander. Gott sagt durch diese harte Botschaft: Ich bin nicht machtlos, <strong>ihr</strong> habt <strong>mich</strong> verraten, obwohl ich euch &uuml;ber hundert Jahre lang mit Engelsgeduld durch meine Propheten gewarnt habe. Weil ihr die Mitte eures Lebens verlassen habt, deswegen seid ihr kraftlos geworden. Ihr habt den Schutz verloren und m&uuml;sst nun die Konsequenzen tragen.</p><p>Manchmal k&ouml;nnen drastische Worte hilfreich sein, weil sie Licht in das Dunkel bringen.</p><p>Was aber den Propheten Hesekiel vor allem auszeichnet, das sind nicht nur solche harten und klaren Worte, sondern seine gewaltigen Visionen. Wer war dieser Hesekiel? Er stammte aus einem Priestergeschlecht und ihm war alles wichtig, was die Heiligkeit Gottes betonte. Er hat in den ersten Jahrzehnten des sechsten Jahrhunderts vor Christus prophezeit.</p><p>Seine Visionen handeln von einem Gott, der sein abtr&uuml;nniges Volk nicht vergisst. Hesekiel sieht Totengebeine, die lebendig werden: Ein Bild f&uuml;r die geistliche Erneuerung Israels. Und er sieht die Herrlichkeit Gottes auf einem Wagen, den die Cherubim-Engel auf R&auml;dern quer durch die W&uuml;ste fahren. Wohin? Zu den Verbannten nach Babylon.</p><p>Damit hatte keiner gerechnet. Und Hesekiel, der Priester, ist ersch&uuml;ttert, dass die Heiligkeit Jahwes in das heidnische Land umzieht, denn ihm liegen die Verbannten am Herzen. Das ist das Ziel der Botschaft des Propheten: Die Verr&auml;ter liegen Gott immer noch am Herzen, obwohl er verletzt und zornig ist wie in unserem Text.</p><p>Und das ist typisch f&uuml;r Gott. Ein Psalmist hat es in pr&auml;gnanter K&uuml;rze so ausgedr&uuml;ckt: &bdquo;Sein Zorn w&auml;hrt einen Augenblick, doch lebenslang seine Gnade&ldquo; (Psalm 30).</p><p>Die Ehrlichkeit der Bibel h&ouml;rt sich manchmal schockierend an. Drastisch werden uns unsere Irrwege pr&auml;sentiert, denn der Gott Israels ist ein leidenschaftlicher Gott.</p><p>Es ist wie bei einem Suchtkranken. Bevor er oder sie nicht zu der Erkenntnis durchst&ouml;&szlig;t: Ich bin abh&auml;ngig und komme alleine nicht mehr aus diesem Teufelskreis heraus, kann keine Heilung erfolgen. Hesekiel ist wie ein Arzt, der die Wunden offenlegt und Dreck und Verkrustungen entfernt und die Medizin auftr&auml;gt, die schmerzt, aber letzten Endes zu einer Heilung f&uuml;hrt.</p><p>Und deshalb ist es gut, solche harten Texte im Zusammenhang zu lesen und zu bedenken: Das sind nicht die letzten Worte Gottes, sondern der Beginn einer Entwicklung, die schmerzhaft sein kann, aber heilsam.</p><p>Ich frage mich bei solchen Texten: Wo sind eigentlich meine Schwachpunkte? Wo werden mir andere Dinge oder Menschen wichtiger als Gott und bringen mich dazu, in eine Abh&auml;ngigkeit zu geraten, die nicht gut f&uuml;r mich ist? &ndash;</p><p>Nadim, ein Olivenh&auml;ndler, hatte einen Esel. Das Tier war schon in die Jahre gekommen, aber tat noch seine Pflicht und war sehr klug. Der Esel schleppte in der Erntezeit Tag f&uuml;r Tag die geernteten Oliven treu vom Gebirge ins Tal. Eines Tages fiel das Tier in einen alten, ausgetrockneten Brunnen. Die Brunnen in dieser Gegend hatten keine Mauern, sondern bestanden aus einem Loch im Boden. Da konnte man schon hineinfallen. Das Geschrei war gro&szlig;. Nadim holte ein Seil und wollte seinen Esel herausziehen. Aber der Brunnen war so eng. Es ging nicht. Auch die Dorfbewohner konnten den Esel nicht aus dem Brunnen ziehen.</p><p>Schlie&szlig;lich sagte Nadim nach reiflichem &Uuml;berlegen: &bdquo;Es hat keinen Sinn. Wir schaffen es nicht. Der Brunnen ist versiegt und mein Esel ist ja auch schon alt. Was soll&rsquo;s! Schaufeln wir den Brunnen zu und begraben meinen Esel!&ldquo;</p><p>Zuerst konnten die Dorfbewohner das harte Urteil nicht glauben, aber nach vielem Hin und Her stimmten sie Nadim mit schwerem Herzen zu. Nun kamen alle mit Schaufeln bewaffnet zusammen und sch&uuml;tteten den Brunnen mitsamt dem Esel zu. Anfangs h&ouml;rte man noch den Esel schreien, aber dann wurde es still. Der Brunnen f&uuml;llte sich mit Erde.</p><p>Aber wie gro&szlig; war das Erstaunen, als pl&ouml;tzlich der Kopf des Esels am Brunnenrand auftauchte. Mit einem fr&ouml;hlichen &bdquo;I-A&ldquo; sprang er aus dem Brunnen seinem Herrn in die Arme, der seinen klugen Esel kannte und wusste, wozu er in der Lage war. Was war geschehen? Der Esel hatte den Dreck, der auf ihn herabgefallen war, immer wieder abgesch&uuml;ttelt und festgetrampelt und sich so langsam nach oben gearbeitet.</p><p>Auch wenn Gott Ihnen heute und morgen Schweres zumutet und sich scheinbar von Ihnen abwendet. Wenn statt roter Rosen nur Dreck vom Himmel f&auml;llt, als ob man sie abgeschrieben hat, lassen Sie sich nicht beirren.</p><p>Sch&uuml;tteln sie den Dreck ab und vergessen Sie nicht: Ihr Heil und ihre Rettung liegen Gott immer am Herzen. Seien Sie ein kluger Esel! Wenn Gott sich sogar nach solchen Gr&auml;ueltaten wie in unserem Text seinem Volk wieder zuwendet und quer durch die W&uuml;ste f&auml;hrt, um seine Leute zu tr&ouml;sten, wieviel mehr wird er es bei Ihnen tun.</p><p>[1] 2Chr 36,7</p>



<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pastor Albrecht Gralle</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17193086.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pastor Albrecht Gralle]]></author>
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      <pubDate>Sat, 25 Oct 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die Gräuel des Götzendienstes im Tempel (1)]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hesekiel 8,1-11 – ausgelegt von Jürgen Vögele.</em><br/>
<p>Die Bibelverse aus dem Buch Hesekiel entstanden in einer der notvollsten Zeiten Israels. Ein Teil des Volkes war schon in Babel verschleppt, die Not war gro&szlig; und doch gab es noch Leben in Jerusalem. Es war wohl die Situation, die die &Auml;ltesten des Volkes von Juda, die in Babylon verschleppt waren, zu Hesekiel brachte. Sie wollten Antworten, warum es so gekommen war.</p><p>Immer wieder sehen wir, dass die Verantwortlichen zu Hesekiel kamen, um Antworten durch ihn von Gott zu bekommen, so auch in Kapitel 14,1 und 20,1.</p><p>Hier sehe ich den ersten positiven Lichtblick in dunklen Zeiten: wenn Menschen sich &ndash; ehrlich &ndash; an GOTT wenden, ist GOTT auch bereit, ihnen darauf zu antworten. Bedingungslose Offenheit gegen&uuml;ber dem Reden GOTTES ist gefragt und die Bereitschaft, GOTT mit ganzem Herzen zuzuh&ouml;ren.</p><p>Unbekannt ist, ob die M&auml;nner bereits ihre Fragen loswerden konnten oder noch nicht. Auf jeden Fall nutzt GOTT die M&ouml;glichkeit und offenbart sich dem Hesekiel in Gestalt, wie er sie vor gut einem Jahr bereits gesehen hat.&nbsp; In der Beschreibung werden zwei Faktoren genannt, die von Bedeutung sind:</p><p>H&uuml;ften abw&auml;rts wie Feuer: Feuer hat mehrere Wirkungen. Feuer zerst&ouml;rt, was keinen wirklichen Wert hat und reinigt das Gute, das es zu erhalten gilt.</p><p>Die schlimmen Waldbr&auml;nde, von denen wir oft h&ouml;ren, sie zerst&ouml;ren die Natur nicht wirklich. Was &uuml;brigbleibt, f&uuml;hrt oft zur Entstehung einer neuen jungen Vegetation, die innerhalb kurzer Zeit wieder zu bl&uuml;hen beginnt, weil bestimmte Samen sich nur dann entfalten k&ouml;nnen, wenn die Hitze des Feuers zuvor deren Korpusse zum Platzen gebracht hat.</p><p>Wenn der HERR also dem Hesekiel in dieser Vision so begegnet, dann l&auml;sst sich daraus schlie&szlig;en, dass ER mit Israel genau das vor hat, was zu tun ist: Gott will das Gute erhalten, das es gibt, aber das Zerst&ouml;rende will ER wegnehmen.</p><p>Es erinnert mich auch an Jesus Christus, den Sohn Gottes, wenn ER in der Offenbarung sagt: ICH stehe vor der T&uuml;r und klopfe an. Wer MIR die T&uuml;re &ouml;ffnet, zu dem will ICH hineinkommen und das Mahl mit ihm oder ihr halten.</p><p>Wo Menschen GOTT um Hilfe bitten, da geht ER mit reinigenden Schritten auf sie zu und nimmt weg, was nichts taugt und baut auf, was es wert ist zu erhalten und zu festigen.</p><p>Das obere K&ouml;rperteil erinnert an Psalm 12, 6, wo zu lesen ist, dass das Wort GOTTES wie 7 x gereinigtes Gold ist. Es weist uns hin auf die Vollkommenheit und Reinheit GOTTES, der ohne L&uuml;ge ist, kein unehrliches oder falsches Motiv in sich hat und immer interessiert ist an uns Menschen. Das l&auml;sst sich an dem erkennen, dass GOTT nicht willk&uuml;rlich handelt aus einer Laune heraus, sondern sehr &uuml;berlegt und mit viel Zeit und Gef&uuml;hl.</p><p>Es begeistert, wie GOTT vorgeht: ER macht sich auf die Suche nach den Menschen, geht auf Menschen zu, betrachtet sich deren Lebens &ndash; und Denkweise und setzt sich damit auseinander.</p><p>Vielleicht sind es diese Fragen, mit denen die &Auml;ltesten zu Hesekiel gekommen sind: wo liegt das Problem? Warum ist uns dies passiert?</p><p>Ich erinnere mich noch an das Problem einer verstopften Toilette in unserem Haus: immer wieder versuchte ich mit kleinen Tricks den Durchfluss zu schaffen. Doch es half nichts: am Ende meiner Weisheit blieb mir nichts anderes &uuml;brig, als alles abzuschrauben und die Toilettensch&uuml;ssel abzuh&auml;ngen. Erst dann kam ich an die L&ouml;sung &ndash; und die war ekelhaft, stinkend und absolut nicht das, was ich sehen wollte. Doch ich hatte das Problem gefunden und konnte es beseitigen.</p><p>GOTT macht es mit Hesekiel &auml;hnlich: ER bringt ihn an die Orte, die der Welt verborgen sind und deckt auf, wo das Problem zu finden ist. Die siebzig &Auml;ltesten in Jerusalem, sie geh&ouml;rten zu denen, die noch dort geblieben sind, sie praktizieren das, was sie in die Notlage gef&uuml;hrt hat.</p><p>Die Zahl siebzig geht zur&uuml;ck auf die Bundesschlie&szlig;ung zurzeit von Mose (2.Mose 24,1) und ist wohl als Tradition so erhalten geblieben. Doch w&auml;hrend die Verantwortlichen mit Mose damals ganz auf GOTT ausgerichtet waren, ist es in der Zwischenzeit anders gekommen.</p><p>Die Ausrichtung nach Norden erinnert an Babylon und deren G&ouml;tter und G&ouml;tzen. Anstelle von dem 1. Gebot &ndash; Du sollst keine anderen G&ouml;tter haben neben mir &ndash; kam die Anpassung an fremde G&ouml;tter. Und je mehr Raum andere G&ouml;tter bekommen, umso mehr greifen die um sich und verdr&auml;ngen den Einen, von dem doch alles Leben kommt, das Gute, das Sch&ouml;ne, der Frieden und der lebensbejahende Segen. Und verhindern, dass der Motor der Lebensfreude richtig l&auml;uft.</p><p>Es ist wie bei einem Dieselmotor: nur wenn sich in der Dieselleitung keine Luft befindet, kann der Motor gut laufen, weil er versorgt wird mit dem, was er zum intakten Betrieb ben&ouml;tigt. Doch gibt es irgendwo an der Versorgungsleitung ein Leck und kommt Luft rein, stottert der Motor anfangs und kommt dann ganz zum Stillstand.</p><p>Ob die &Auml;ltesten an einer ehrlichen Antwort interessiert sind, geht aus unserem Text nicht hervor. Doch es zeigt sich, dass GOTT nicht an oberfl&auml;chlichen Antworten interessiert ist, ER sucht den Weg zum eigentlichen Problem. Gott findet die L&ouml;sung in einer verkorksten, von GOTT losgel&ouml;sten Ausrichtung einer scheinbar weltoffenen, toleranten Leitung von Menschen, die andere in ihrem s&uuml;ndigen Tun mitrei&szlig;en. Mich erinnert dies an das Gleichnis im Lukasevangelium 18:13: w&auml;hrend die geistliche Leitung des Volkes Wert darauf legt, eigene Verdienste zu betonen, bricht der Z&ouml;llner vor GOTT ein und fasst seine Bitte in 5 Worten zusammen:</p><p>GOTT sei mir S&uuml;nder gn&auml;dig.</p><p>Die Auseinandersetzung mit dem heutigen Text f&uuml;hrt zu den beiden Fragen, die ihre G&uuml;ltigkeit bis heute nicht verloren haben:</p><p>Auf wen bin ich ausgerichtet?</p><p>Wer hat in meinem Alltag das Sagen und wen bete ich an? Es sind die beiden St&uuml;tzen, auf die mein Leben aufgebaut sein soll, dann kann Leben &ndash; wieder &ndash; Freude machen:</p><p>1. &bdquo;ICH BIN der Herr Dein GOTT &ndash; du sollst keine anderen G&ouml;tter haben neben mir!&ldquo; (2.Mose 20,1)</p><p>Und</p><p>2. &bdquo;Als die J&uuml;nger ihre Augen erhoben, sahen sie niemand als Jesus allein!&ldquo; (Mattth&auml;us 17,8)</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Jürgen Vögele</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17192257.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Jürgen Vögele]]></author>
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      <pubDate>Fri, 24 Oct 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Das Ende naht]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hesekiel 7,1-13.27 – ausgelegt von Geurt van Viegen.</em><br/>
<p>Wie ein W&auml;chter auf der Zinne das Kommen der Feinde ank&uuml;ndigt, so ruft Hesekiel nun Alarm. Das Gericht kommt! Nicht aufgrund eigener Berechnung und Wahrnehmung tr&auml;gt er diese Botschaft hinaus, sondern weil Gott es ihm gesagt hat. Die Botschaft ist knapp, klar und lautet unmissverst&auml;ndlich: Das Ende kommt. Es ist unabwendbar. Sein Kommen steht kurz bevor.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p><p>Umkehr ist nicht mehr m&ouml;glich.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p><p>An wen richtet Hesekiel diese Botschaft? An das Volk Israel. Das Volk im verhei&szlig;enen Land. Was ist aus diesem Volk geworden? Das Volk ist so `gott-los` geworden, dass ihnen das Land wieder genommen wird.</p><p>Der Ausdruck `Das Ende kommt! und dazu: &uuml;ber das ganze Land&lsquo; - geht wie ein roter Faden durch den Text. Das Ende ist kein Naturereignis. Es ist die Folge des g&ouml;ttlichen Zornes. Gott will Israel `richten, wie sie es verdient haben`. D.h. es ist eine selbstverschuldete Situation. Was Israel an `Greuel` ver&uuml;bt hat, f&auml;llt jetzt auf sie zur&uuml;ck. Gott spricht hier einige konkrete Vergehen an: Hochmut, Schandtaten und Gewalt, Ungerechtigkeit, G&ouml;tzendienst und Geldgier.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p><p>Kann Gott so was Schreckliches sagen und auch tun? Viele werden heute sagen: Das kann nicht sein, das glaube ich nicht. Gott ist doch ein Gott der Liebe und Barmherzigkeit. So haben die Israeliten damals auch gedacht: So schlimm wird es wohl nicht werden. Jerusalem, die Stadt Gottes, kann niemals untergehen. Doch Gott hat alle S&uuml;nden von den Menschen angesehen.&nbsp;Das Auge Gottes bildet die Br&uuml;cke vom Herzen Gottes, zur Umwelt und zum Umfeld der Kinder Israels.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p><p>Die Bibel h&auml;lt fest: Gott richtet gerecht. Es sind die Konsequenzen der begangenen S&uuml;nden, &Uuml;bertretungen und Ungerechtigkeiten, die auch wir Menschen, Sie und ich, begangen haben. Ist Gott so ein schrecklicher Gott, dass er Israel und die Menschheit so bestraft? Wenn Gott auch mit uns so handeln w&uuml;rde, wir w&auml;ren alle verloren.&nbsp;</p><p>Das letzte Ziel des Handeln Gottes mit Israel ist jedoch die erneuerte Gemeinschaft mit &Uuml;berlebenden von Gottes Volk. &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;</p><p>Hier wird also deutlich, wie wichtig die S&uuml;hne ist, die Jesus, der Sohn Gottes, am Kreuz vollbracht hat.&nbsp;</p><p>Bei dem einen oder anderen kann die Frage aufkommen: Tut Gott auch Unheil? Die N.T. Antwort lautet: Gott will nie B&ouml;ses: &bdquo;In Ihm ist Licht und keine Finsternis&ldquo;, so lesen wir im 1. Johannesbrief, Kapitel1, Vers 5.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;</p><p>Und im Jakobusbrief, Kapitel 1, Vers17: `Alle gute Gabe, und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab von dem Vater des Lichts, bei dem keine Ver&auml;nderung ist noch Wechsel des Lichts und der Finsternis`.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p><p>Und schlie&szlig;lich im 1. Johannesbrief, Kapitel 1, Vers7: `Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander, und das Blut Jesu, seines Sohnes, macht uns rein von aller S&uuml;nde`.</p><p>Es sind nicht Schicksalsschl&auml;ge, die das Gottesvolk im Alten Testament und Neuen Testament treffen, sondern `Gottesschl&auml;ge`. Die Menschen lebten vor der Belagerung Jerusalems durch Nebukadnezar in Reichtum und Wohlstand. Sie konnten sich &uuml;berhaupt nicht vorstellen, dass dieses Leben in Genuss und Ausschweifungen einmal zu Ende gehen wird. Bisher ging es doch immer wieder gut aus.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p><p>Denken viele Menschen heute nicht ebenso? Merkt man nicht, dass die nationale und internationale Situation sich fast w&ouml;chentlich ver&auml;ndert und verschlechtert?&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p><p>Wo geht das alles hin? Ist noch Ann&auml;herung, Akzeptanz, Frieden und Zusammenarbeit in der Gesellschaft m&ouml;glich?&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p><p>In unserem Text lesen wir, dass die &Uuml;belt&auml;ter untergehen. Nichts, aber auch nichts, was man aufgebaut hat und worauf man dachte, sich verlassen zu k&ouml;nnen, wird &uuml;brigbleiben. Gegenwehr ist sinnlos. Fl&uuml;chten ist auch vergeblich. Reichtum wird erst recht nicht helfen. Im Gegenteil. Die Sicherheit, die Reichtum anscheinend bietet, wird im Gericht als tr&uuml;gerisch entlarvt werden. Silber und Gold werden wie Unrat sein. Ohne Wert.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p><p>Der ganze Ernst des Gerichtes wird deutlich, wenn Gott sich von seinem Eigentumsvolk, dem Kleinod Israel, abwendet. Er &uuml;berl&auml;sst es den Heiden und bedient sich dazu der babylonischen Weltmacht. Ja, Gott benutzt irdische M&auml;chte und Kriege, um Menschen zu richten. Nicht, weil ihm das Freude macht. Nein, er will Menschen wieder zurechtbringen, zur&uuml;ck bringen zu ihm und dass sie erkennen, so h&auml;lt es der Prophet Hesekiel fest: `Ich, Gott, bin der Herr`.&nbsp;Bei allem bleibt: das Volk Israel wird weiter bestehen, bis Jesus wiederkommt.</p><p>Am Schluss taucht f&uuml;r mich eine entscheidende Frage auf: Wer oder was kann mich am Tag des Gerichts retten? Dazu schreibt Paulus im Neuen Testament, im R&ouml;merbrief, Kapitel 3, Vers 23-24: <strong>&bdquo;Alle sind schuldig geworden und haben keinen Anteil mehr an der Herrlichkeit Gottes. Sie verdanken es also allein seiner Gnade, dass sie von Gott als gerecht angenommen werden. Er schenkt es ihnen aufgrund der Erl&ouml;sung, die durch Christus geschehen ist.&ldquo;</strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p><p>Das ist Gottes Einladung an Israel und alle V&ouml;lker. Auch Sie und ich sind dabei gemeint.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pastor Geurt van Viegen</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17191561.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pastor Geurt van Viegen]]></author>
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      <pubDate>Thu, 23 Oct 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Der Prophet soll verstummen]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Hesekiel 3,22-27 – ausgelegt von Elisabeth Küfeldt.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hesekiel 3,22-27 – ausgelegt von Elisabeth Küfeldt.</em><br/>
<p>Ich wei&szlig; nicht, wie man unsere Gesellschaft, unser deutsches Volk heute nennen m&uuml;sste. Ist es auch ein &bdquo;Haus des Widerspruchs&ldquo;?&nbsp; F&uuml;r einen engagierten Widerspruch ist den meisten Menschen in meinem Umfeld Religion viel zu gleichg&uuml;ltig. &bdquo;Haus der Sattheit&ldquo; k&ouml;nnte ich vielleicht sagen, weil Herzen und Gehirne mit allem m&ouml;glichen voll sind. Hausbau, Urlaubsreisen, endlose Stunden in den sozialen Medien &ndash; Herz, Hirn und Terminplan sind so voll, dass weder eine kritische Auseinandersetzung mit Gott noch eine Sehnsucht nach Gott Platz hat.</p><p>Aber egal, ob Widerspruch oder Sattheit &ndash; viele, viele Menschen halten sich Gott vom Leib.</p><p>Hesekiel damals soll seinem Volk, dem Haus des Widerspruchs, trotzdem predigen. Gott gibt offenbar damals sein &bdquo;Haus des Widerspruchs&ldquo; nicht widerspruchslos auf. &Uuml;ber 48 Kapitel erleben wir Gottes Ringen um sein widerspenstiges Volk. Mit immer neuen Bildern, Vergleichen, Zeichenhandlungen sucht Gott durch Hesekiel einen Kanal zum Herzen seiner Menschen. Er m&ouml;chte, dass der Ruf zur Umkehr die Herzen erreichen soll. Und endet diesen Abschnitt aber dennoch mit: &bdquo;Wer es h&ouml;rt, der h&ouml;re es; wer es l&auml;sst, der lasse es&ldquo;.</p><p>Das klingt auf den ersten Blick, als w&auml;re es Gott egal, wie die Menschen reagieren, das stimmt aber nicht. Sonst k&ouml;nnte er ja mit dem Kapitel zwei seine Botschaft beenden.</p><p>Es ist die Ermunterung f&uuml;r Hesekiel: Du sollst ihnen trotzdem predigen, ohne vorher Chancen abzuw&auml;gen, wie viele du erreichen wirst. Das war damals und ist heute die Sache der Zuh&ouml;rer, nicht der Zeugen. Das finde ich sehr entlastend.<br /><br />
Spannend finde ich: Hesekiels Berufung passt ja so richtig zu einem &bdquo;gro&szlig;en Propheten&ldquo;. So nennt man die ersten vier Propheten der Bibel, Jesaja, Jeremia, Hesekiel und Daniel. Hesekiel wird zu Beginn seines Wirkens von Gott mit einer umwerfenden Begegnung beschenkt, so eindeutig, wie ich es mir manchmal f&uuml;r mich w&uuml;nschen w&uuml;rde. Mein Glaube (vielleicht ja Ihrer auch?) ist manchmal verunsichert dadurch, dass so wenig Eindrucksvolles passiert.<br />
&nbsp;</p><p>Aber schauen wir nochmal in unseren heutigen Bibelabschnitt. Was passiert denn direkt nach Hesekiels eindrucksvoller Berufung?</p><p>Hesekiel wird umgeworfen von Gottes herrlicher Gegenwart, wird wieder auf die Beine gestellt und dann bevollm&auml;chtigt zum Predigen. Und dann? Auf den Marktplatz geschickt? In ein gewaltiges Gotteshaus, wo er viele Menschen erreichen kann?</p><p>Diese Bilder habe ich in meinem Kopf, wenn es um Vollmacht und geistbegabte Prediger geht. Billy Graham, der vor ganzen Arenen voller Menschen gepredigt hat. Oder wenigstens Ulrich Parzany, mit Hunderten von Zuh&ouml;rern, live &uuml;bertragen in viele, viele Veranstaltungsorte bei ProChrist. Dann f&uuml;hle ich mich auch gleich ganz klein, weil meine Reichweite, naja, sagen wir mal: &bdquo;&uuml;berschaubar&ldquo; ist. Und dann fange ich an zu zweifeln: Hab ich den Heiligen Geist? Braucht Gott mich &uuml;berhaupt? M&uuml;sste ich nicht viel mutiger sein (und kann&lsquo;s aber doch nicht!!) Was bin ich schon mit meinen beschr&auml;nkten Mitteln&hellip; Und da unterscheidet sich mein Dienst als Pfarrerin nicht sehr von Ihrem Engagement oder vom Einsatz unserer Kirchenvorsteher, Kindergottesdienst-Mitarbeiterinnen, Besuchsdienstmenschen, Gemeindebrief-Redakteuren, Chors&auml;ngerinnen, Kirchkaffee-Mitarbeitern. Sehr beschr&auml;nkte Mittel und oft sehr begrenzte Reichweite.<br /><br />
Aber da r&uuml;ckt mir der heutige Bibel-Abschnitt ordentlich den Kopf zurecht. Der gro&szlig;e Prophet Hesekiel wird eben nicht in die &ouml;rtliche Arena oder auf den Marktplatz geschickt. Er wird ja mit dem Geist erf&uuml;llt, er wird beauftragt &ndash; und dann nach Hause geschickt! Einsperren soll er sich. Und es werden ihm - so stellt es ihm Gott in Aussicht - Stricke angelegt werden, dass er sich nimmer r&uuml;hren kann. Ob das Schikane von seinen h&ouml;r-unwilligen Volksgenossen ist oder Gottes Zeichenhandlung, das ist nicht klar zu entnehmen. Aber das letzte ist ganz eindeutig: Er wird nicht mehr reden k&ouml;nnen, weil Gott ihm die Zunge l&auml;hmt. Er wird nicht mehr reden k&ouml;nnen, au&szlig;er auf ausdr&uuml;cklichen Auftrag Gottes hin. Also kein Argumentieren und &Uuml;berzeugen, kein nachdenkliches Bibelgespr&auml;ch, keine Erkl&auml;rungen, keine humoristischen Einlagen, nur ganz grade aus Gottes Worte. Punkt.<br /><br />
Das ist heute ein Bibeltext f&uuml;r alle, die verzweifeln an ihrer Unf&auml;higkeit, viele und sch&ouml;ne W&ouml;rter &uuml;ber ihren Glauben zu finden: Denen geh&ouml;rt die Zusage: Du kannst und wirst Worte finden, wenn Gott dich beauftragt!</p><p>Und es ist ein Text f&uuml;r alle, die sich ausgebremst f&uuml;hlen, durch ihre Beschr&auml;nkung auf ihre eigenen vier W&auml;nde: Sch&auml;tze die Begegnungen nicht gering, die sich da ergeben!</p><p>Es ist ein Bibeltext f&uuml;r alle, die sich klein und unwichtig f&uuml;hlen, weil der Erfolg ihrer Kinderstunde oder Mitarbeiterandacht in keinem Verh&auml;ltnis zum Aufwand steht &ndash; der Geist des Herrn lebt trotzdem in dir, er spricht aus dir, er liebt durch dich &ndash; egal, wie gro&szlig; dein Publikum ist. Und Gott m&ouml;chte deinen Dienst!</p><p>Und es ist ein Text f&uuml;r alle Entmutigten, weil unser Volk so harth&ouml;rig geworden ist. Gott hat sich damals M&uuml;he gegeben mit seinem Volk. Er k&auml;mpft bis heute um die Liebe der Menschen. Wir d&uuml;rfen seine Handlanger sein, sein Mund, damit sie h&ouml;ren, seine H&auml;nde, damit sie seine Liebe und Hilfe erfahren. Wir d&uuml;rfen Beter sein, die die anderen Boten Gottes im Gebet unterst&uuml;tzen und sie segnen. Und bei all unserem M&uuml;hen gilt: Wer es h&ouml;rt, der h&ouml;re es; wer es l&auml;sst, der lasse es; der Erfolg ist nicht unsere Sache. Unsere Sache ist der Gehorsam.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pfarrerin Elisabeth Küfeldt</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17190850.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pfarrerin Elisabeth Küfeldt]]></author>
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      <pubDate>Wed, 22 Oct 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Der Prophet als Wächter über Israel]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Hesekiel 3,12-21 – ausgelegt von Michael Maas.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hesekiel 3,12-21 – ausgelegt von Michael Maas.</em><br/>
<p>Versuchen Sie mal, sich in die Situation zu versetzen, dass Sie einen mehr als herausfordernden Auftrag erhalten und halsstarrige Menschen zu einer massiven Lebensver&auml;nderung bewegen m&uuml;ssen. Verweigerung h&auml;tte schwerwiegende Konsequenzen f&uuml;r beide Seiten - fast wie eine Todesstrafe. Was Gott hier dem Propheten androht, ist unglaublich. Und ein zuvor ergangener Hinweis, dass fremde V&ouml;lker viel eher f&uuml;r Gottes Botschaft offen sind als Israel, ist f&uuml;r Hesekiel gewiss keine Ermutigung. Da hilft es auch nicht, wenn Gott ihn vorab bittet, die Schriftrolle mit den Worten Gottes zu essen und diese im Mund des Propheten s&uuml;&szlig; schmeckt. Aber das w&auml;re die Wirkung von Gottes Wort - &uuml;bertragen gesagt.</p><p>Doch was k&ouml;nnte das f&uuml;r eine Wirkung auf andere V&ouml;lker haben, wenn Gottes Volk durch seinen Gehorsam zeigt, was und wer der Gott Israels ist?</p><p>&bdquo;<em>Gelobt sei die Herrlichkeit des HERRN an ihrem Ort!,&ldquo;</em> hei&szlig;t es in diesem Bibeltext. Dort, wo Gott verehrt wird, wird Israel zum Lob Gottes finden. Aber wie, wenn sie Unrecht tun, wenn sie so leben, als g&auml;be es Gott nicht?</p><p>Hesekiel sieht sich f&uuml;r seine Botschaft auf &uuml;bernat&uuml;rliche Weise pl&ouml;tzlich unter die Menge der Verbannten versetzt. Hier muss er erst einmal verdauen, was ihm zugemutet und von Gott samt drastischen Konsequenzen f&uuml;r das Volk, aber auch f&uuml;r ihn selbst genannt wird. Selbst anfangs gerecht gelebt zu haben, bewahrt nicht vor Konsequenzen sp&auml;teren Unrechts.</p><p>Worte wie: &bdquo;Ich hab&acute; es ja nicht gewusst, man hat es mir nicht gesagt,&ldquo; w&auml;ren keine Ausrede f&uuml;r Israel, nur weil der Prophet sich verweigert. Vielmehr hei&szlig;t es: &bdquo;<em>Denn weil du ihn nicht gewarnt hast</em>,&ldquo; spricht Gott zu Hesekiel, &bdquo;<em>wird er um seiner S&uuml;nde willen sterben, und seine Gerechtigkeit, die er getan hat, wird nicht angesehen werden; aber sein Blut will ich von deiner Hand fordern.</em>&ldquo;</p><p>Viele nicht einfache Fragen wirft dieser Text auf.</p><p>Diesen Text als biblische Botschaft einzuordnen, kann mir Kopfschmerzen bereiten, der ich an einen Gott der Liebe glaube. Und ich mag gar nicht daran denken, diesen Text in unser heutiges Christsein so zu &uuml;bertragen. Mancher mag dabei einen unerkl&auml;rlichen Druck versp&uuml;ren, jedem Menschen, der ihm &uuml;ber den Weg l&auml;uft, den Glauben warnend schildern zu m&uuml;ssen, als w&auml;re er verpflichtet, es einem Johannes, dem T&auml;ufer, gleich zu tun, der die Bev&ouml;lkerung zur Bu&szlig;e aufrief.</p><p>Ganz anders h&ouml;rt sich das Wort Jesu aus der Bergpredigt an, dass es nicht meine Worte, sondern meine Werke sind, die Menschen in meinem Umfeld dazu bringen, Gott zu loben. Und Gottes Langmut und Geduld gew&auml;hrt Menschen den Raum zur Umkehr &ndash; so Paulus. Oder sollte ich besser sein Wort an Timotheus w&auml;hlen, zur Zeit und zur Unzeit Gottes Lehre weiterzugeben? Oder ist alles eine Frage der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit zwischen Wort und Tat?</p><p>Und was ist, wenn ich es vielleicht verpasst oder die Attraktivit&auml;t der Botschaft durch Fehlverhalten vermasselt habe? Bin ich dann schuldig an dem verlorenen Seelenheil anderer? Besser lasse ich die Kirche im Dorf und den Hesekiel in seiner Situation.</p><p>Ob er oder andere Propheten &ndash; sie hatten einzigartige Auftr&auml;ge, die Sie und ich nicht kopieren sollten. Spezielle Berufungen lassen sich auch nicht von einem Prinzip her &uuml;bertragen, so als m&uuml;ssten wir das Wort Gottes zu allen Zeiten und in allen Umst&auml;nden herausposaunen, vielleicht wie jener selbsternannte Verk&uuml;ndiger, der sich im Verkehrsstau auf die Autobahn stellte und anfing zu predigen.</p><p>Gewiss, Petrus empfiehlt, bereit zu sein, &uuml;ber unsere Hoffnung zu sprechen, &uuml;ber das Was und Warum &ndash; vielleicht auch dann, wenn ich innerlich mit mir ringe, ob oder ob nicht?</p><p>Aber was k&ouml;nnen Sie und ich hier aus diesem Text mitnehmen?</p><p>Ein wenig mehr gewinne ich aus dem Hesekieltext, wenn ich bedenke, dass Propheten des Alten Testaments auch ein W&auml;chteramt hatten. Wachen sollten sie, nicht &uuml;ber die Fehler des Volkes, sondern &uuml;ber die Botschaft. Ein Sprachrohr Gottes sollten sie sein. Eine Schl&uuml;sselfunktion hatten sie f&uuml;r das ganze Volk Israel und durch deren gelebten Glauben auch f&uuml;r andere V&ouml;lker.</p><p>Vergessen wir nicht, dass wir heute auf eine ganze Bibel zur&uuml;ckgreifen k&ouml;nnen, w&auml;hrend dem Volk Israel das eine oder andere Prophetenbuch nicht mal schriftlich vorlag. Sie, die Israeliten, waren viel mehr von der Treue eines h&ouml;renden, wachsamen und gehorchenden Propheten abh&auml;ngig als heute eine christliche Gemeinde von einem einzelnen Verk&uuml;ndiger.</p><p><strong>Berufung</strong> k&ouml;nnte das Stichwort sein, das mir hier im Verst&auml;ndnis entscheidend weiterhilft. Berufen, sagt Paulus, sind Christen zu Werken, die Gott im Voraus bereitet hat. Ob mit kleinen oder gr&ouml;&szlig;eren Aufgaben &ndash; unter Jesu F&uuml;hrung kann ich einen entscheidenden Beitrag f&uuml;r andere leisten, ihnen zum Segen und Gott zur Ehre.</p><p>Vielleicht ist es ein genereller oder einzelner Dienst, eine freundliche Tat, ein guter Gedanke meines Herzens, die dem Menschen, den Gott Ihnen &uuml;ber den Weg schickt, entscheidende Hilfe, Rat, Ansto&szlig;, Kraft oder Ermutigung ist. Und auch ich selbst sp&uuml;re es dann, dass Gottes Absicht vollgespickt ist mit Hoffnung und Lebensmut &ndash; ganz im Sinn seiner urspr&uuml;nglichen Botschaft, dem Evangelium, der guten Nachricht.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pastor Michael Maas</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17190104.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pastor Michael Maas]]></author>
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      <pubDate>Tue, 21 Oct 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die Berufung zum Prophetenamt (1)]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Hesekiel 3,4-11 – ausgelegt von Helmut Geggus.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hesekiel 3,4-11 – ausgelegt von Helmut Geggus.</em><br/>
<p>Als Pastor habe ich in meinem Leben oft zu Menschen gesprochen. In der Regel waren meine Zuh&ouml;rer aufmerksam und erwartungsvoll. Sie fragten sich, was wird er wohl heute zu diesem Text oder zu jenem Thema sagen? Selten kam es zu einem Widerspruch oder gar zu einem Affront.<br />
Eher geschah es, dass Zuh&ouml;rer mal g&auml;hnen mussten, besonders dann, wenn sich die Predigt in die L&auml;nge zog. Und einmal kam es sogar vor, dass ein &auml;lterer Zuh&ouml;rer &ndash; wie peinlich &ndash; laut zu schnarchen begann. Kein Wunder, denn der Gottesdienst fand zu bester Mittagsschlafzeit statt, um 14 Uhr.</p><p>Ganz anders erlebte es der Prophet <strong>Hesekiel</strong> in seiner Zeit. Er hatte es mit Zuh&ouml;rern zu tun, die sich ihm gegen&uuml;ber geradezu feindselig verhielten. Ein langweiliges G&auml;hnen w&auml;re noch ein Kompliment gewesen. In unserem heutigen Bibeltext werden sie als ein &bdquo;Haus des Widerspruchs&ldquo; bezeichnet. Ich verstehe das so, dass jedes Wort von Hesekiel mit einer bei&szlig;enden Kritik oder einem verletzenden Spott quittiert wurde.</p><p>Hesekiel wuchs in einer Priesterfamilie in Jerusalem auf und folgte dem Beruf seines Vaters, er wurde auch Priester. Damit geh&ouml;rte er zu den oberen Zehntausend, die um das Jahr 597 v. Chr. von Nebukadnezarv als Gefangene nach Babel deportiert wurden. Er lebte dort in Tel Abib an einem Seitenarm des Euphrat, wo er in einer j&uuml;dischen Community in relativer Freiheit leben konnte. Das war schon ein besonderes Vorrecht. Von einem Wermutstropfen lesen wir allerdings in Psalm 137, wo der Psalmbeter uns am Schmerz seines Volkes teilhaben l&auml;sst, wenn er schreibt:<br />
&bdquo;An den Wassern zu Babel sa&szlig;en wir und weinten, wenn wir an Zion dachten &hellip;&ldquo;<br />
Der Schmerz &uuml;ber die Vertreibung; der Verlust der Heimat und keine M&ouml;glichkeit, im Tempel von Jerusalem einen Gottesdient feiern zu k&ouml;nnen, das lag wie eine stille Melancholie &uuml;ber den Verschleppten.</p><p>Mit 30 Jahren erlebte Hesekiel einen entscheidenden Einschnitt in sein Leben. In einer &uuml;berw&auml;ltigenden Vision sieht er den Thron Gottes und h&ouml;rt den lebendigen Gott zu ihm reden. Er soll als Prophet seinem Volk wichtige Botschaften weitersagen.</p><p>Eigentlich m&uuml;sste das Volk Israel in dieser existenziell schwierigen Zeit ein offenes Ohr f&uuml;r Gottes Reden haben. So wie ja bis heute Menschen, die sich mit Sorgen und N&ouml;ten abplagen m&uuml;ssen, manchmal besonders empf&auml;nglich f&uuml;r das Wort Gottes sind. Die Zukunftsangst der Verbannten war allgegenw&auml;rtig: Wie wird es in dieser Zeit der weltpolitischen Umbr&uuml;che mit uns weitergehen? Ist unser Gott ein lebendiger Gott, oder hat Marduk, der Gott der Babylonier, mehr Macht als der Gott Israels?</p><p>In diesen Zeiten der aufgew&uuml;hlten Seelen und der angefochtenen Herzen will und kann Israel nicht auf seinen Gott h&ouml;ren. Und gerade in diese Situation hinein hat Gott Hesekiel berufen. Er ist einer von ihnen, er spricht ihre Sprache, er leidet mit ihnen und teilt ihr Schicksal. Er kommt nicht wie ein Missionar von au&szlig;en, von einer ganz anderen Kultur. Er spricht ihre Sprache, versteht ihre Seele. Gott hat ihn dazu mit einer besonderen Widerstandskraft ausger&uuml;stet, die aller Ablehnung die Stirn bieten kann.</p><p>Wir lesen, dass Gott seine Stirn hart wie einen Diamanten gemacht hat. Entschieden ruft Hesekiel das Volk im Auftrag Gottes zur Umkehr: &bdquo;Lasst den Flirt mit anderen Gottheiten. H&ouml;rt auf das Wort unseres Gottes. Vertraut euer Leben Gott an. Wenn ihr nicht gehorsam seid, m&uuml;sst ihr sterben!&ldquo; Klare Worte! Hesekiel wird f&uuml;r sein Volk wie ein W&auml;chter, der sie vor dem Weg ins Verderben warnt. Doch das ist nur die eine Seite der Botschaft Hesekiels. Er verk&uuml;ndigt nicht nur Strafe und Gericht. Gott gibt ihm auch Worte des Trostes und der Hoffnung. So verhei&szlig;t er dem Volk, dass sich Gott selbst um Israel k&uuml;mmern wird. Gott selber will ihnen rechte Leiter und F&uuml;hrer geben.</p><p>In einem gewaltigen Bild sieht Hesekiel, wie Tote wieder zum Leben erweckt werden. Das Volk Gottes wird nicht untergehen. Es hat Zukunft. Israel ist zum Leben, ja zum &Uuml;berleben bestimmt. Und das trotz aller Feinde, damals wie auch heute.</p><p>Dies erinnert mich in Teilen an die Verk&uuml;ndigung Jesu. Jesus rief seine Zuh&ouml;rer zur Umkehr, zu einem Leben mit Gott, zu einem Leben mit ihm, dem Sohn des lebendigen Gottes. Wer an Jesus glaubt, ist zu einem Leben mit ihm berufen. Christen erfahren, dass Jesus eine erlebbare Realit&auml;t ist. Er steht ihnen bei und gibt ihnen Mut zum Leben. Und wer an Jesus glaubt, ist von Jesus beauftragt, von ihm weiterzusagen. Das ist nicht immer leicht, wie wir das bei Hesekiel sehen. Doch jeder kann die Gelegenheiten n&uuml;tzen, die sich in seinem Alltag ergeben. Man muss dazu kein Pastor oder Missionar sein.</p><p>Ein Missionar verabschiedete sich einmal von seiner Gemeinde mit folgenden Worten: &bdquo;Es ist leichter in die Mission zu gehen und in Afrika von Jesus zu erz&auml;hlen, als seinem Nachbarn von Jesus zu sagen.&ldquo;</p><p>So wie Gott Hesekiel Widerstandskraft gegeben hat, seinem Volk Gottes Wort zu sagen, macht uns Jesus Mut, unsere Zeitgenossen zum Glauben einzuladen. Der Glaube an Jesus ist doch das Beste, was einem Menschen passieren kann. Erz&auml;hlen wir davon!</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Helmut Geggus</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17189333.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Helmut Geggus]]></author>
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      <pubDate>Mon, 20 Oct 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Der Weg des Frommen, der Weg des Frevlers]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 1 – ausgelegt von Annette Strunk.</em><br/>
<p>Sechs kurze Verse - so beginnt das erste Kapitel der Psalmen. Mir kam spontan der Gedanke: Das ist wie ein Prolog in einem Buch, also ein Vorwort. Psalm 1 ist eine Einleitung, die uns einstimmen soll auf das, was die restlichen 149 Psalmen erz&auml;hlen. Er ist den vielen pers&ouml;nlichen Gebeten und Dialogen, in denen Menschen mit Gott um ihr Seelenleben ringen, vorangestellt.</p><p>In diesem Prolog wird Gott nicht direkt angesprochen. Es gibt keinen Ich-Erz&auml;hler, der emotional ausschweifend sein Herz vor ihm aussch&uuml;ttet. Ganz n&uuml;chtern werden wir belehrt, wie sich das Leben eines Menschen, der Gott vertraut, unterscheidet von dem Leben eines Menschen, der nur sich selbst vertraut.</p><p>Braucht es so eine Belehrung? Schlie&szlig;lich sind doch die &uuml;brigen Psalmen so lebensnah. Mit den Psalmbetern kann ich mitfiebern. In ihre Situation kann ich mich oft hineinversetzen. Trost und Lebenshilfe habe ich dort schon gefunden.</p><p>Meiner Erfahrung nach sollte man sich aber auf Prologe in B&uuml;chern einlassen, weil sie meistens zum Verst&auml;ndnis der folgenden Geschichte beitragen.&nbsp; Also m&ouml;chte ich sie nun mitnehmen in ein tieferes Hineinschauen in die 6 Verse des Ersten Psalms.</p><p>In modernen Bibel&uuml;bersetzungen wird er mit dem Titel "Wahres Gl&uuml;ck" &uuml;berschrieben. Jetzt wird es interessant. Wer m&ouml;chte nicht das wahre Gl&uuml;ck finden? Wie viele Ratgeber wurden zu diesem Thema schon geschrieben? Ganz abgesehen davon, was eigentlich wahres Gl&uuml;ck ist. Kann man das in sechs S&auml;tzen erkl&auml;ren?</p><p>Ja, in diesem kurzen Psalm steckt alles drin, was wir Menschen brauchen, um ein gl&uuml;ckliches Leben zu f&uuml;hren. Er ist eine Anleitung zum Gl&uuml;cklichsein. Es f&auml;ngt damit an, dass ich Grenzen setze: Gl&uuml;ck ist die F&auml;higkeit "nein" zu sagen. Ich soll die Bereiche meiden, in denen das B&ouml;se regiert. Der Psalm spricht von Gottlosen, S&uuml;ndern und Sp&ouml;ttern. Gemeint sind alle, deren Lebensethik nicht auf dem Wort Gottes beruht.</p><p>Dieses Wort Gottes, das im Psalm auch das Gesetz des Herrn genannt wird, ist der Schl&uuml;ssel zu einem zufriedenen und gelingenden Leben = zum Gl&uuml;ck. Ich muss sagen, der Vers 2 fordert mich hier sehr heraus: da wird gesagt, ich solle Lust am Wort des Herrn haben und dar&uuml;ber Tag und Nacht nachdenken. Wie oft schaue ich wirklich in meine Bibel? Wieviel Zeit nehme ich mir in meinem Alltag, um dar&uuml;ber nachzudenken? Ja, wenn&acute;s mir schlecht geht oder wenn ich Angst habe, kommt mir der Gedanke schon und ich fange an zu beten.</p><p>Dann lese ich weiter und im 3. Vers entsteht dieses wunderbare Bild vom Baum, der am Wasser gepflanzt ist und dadurch immer gut versorgt ist. Nicht nur das, er tr&auml;gt auch sch&ouml;ne Fr&uuml;chte. Dieses Bild enth&auml;lt f&uuml;r mich einen echten Sehnsuchtsort. Es strahlt so viel Ruhe und Frieden und Sch&ouml;nheit aus. Um diesen fest verwurzelten Baum herum sieht es paradiesisch aus. Und selbst, wenn ein Sturm aufzieht, biegt er sich geschmeidig, bricht aber nicht.</p><p>Nach diesem Gl&uuml;ck sehne ich mich. Der Psalm 1 erinnert mich daran, dass Gott mir diese Versorgung mit dem Notwendigen zusagt. Er schenkt meinem Leben Gelingen. Wie kann ich mich bei ihm verwurzeln?</p><p>Ich darf sein Follower werden, seine Nachfolgerin. Praktisch m&ouml;chte ich Folgendes ein&uuml;ben:</p><p><strong>1. Ich will mir konkret Zeit in meinem Alltag einr&auml;umen</strong>, die ich mit Gottes Wort verbringe. Die Bibel soll wieder Ratgeber-Lekt&uuml;re werden. Ich bin gespannt darauf, zu welch neuen Erkenntnissen ich dadurch komme.</p><p><strong>2. Ich will offen f&uuml;r neue Wege werden</strong>, auf denen der Heilige Geist Gottes mich f&uuml;hrt und nicht der Zeitgeist. Ich m&ouml;chte erleben, wie mein Blickwinkel geweitet wird, damit ich das Gute sehe.</p><p><strong>3. Das Wort Gottes soll Priorit&auml;t haben</strong> vor all den vielen Worten dieser Welt. Konkret hei&szlig;t das, dass er mein Begleiter ist, dessen Worte ich h&ouml;re und nicht mein Handy, das mich zudr&ouml;hnt mit sinnfreien Infos.</p><p>Wenn mich die Nachrichten entmutigen oder Schwierigkeiten auftauchen, will ich die frohe Botschaft in mir wirken lassen, dass ich an der richtigen Stelle im Leben stehe, n&auml;mlich fest verwurzelt an seinem Lebenswasser, wo ich immer gut versorgt bin.</p><p>Zu gelingendem Leben, also wahrem Gl&uuml;ck, geh&ouml;rt aber auch, dass ein Sinn dahintersteht. Im Psalm 1 wird auch das zugesagt. Wer gute Wurzeln hat und gut versorgt ist, der tr&auml;gt automatisch Fr&uuml;chte, und zwar zur rechten Zeit. Ich habe also auch eine sinnstiftende Aufgabe auf dieser Erde. Wie wunderbar, dass ich das ganz in Ruhe herausfinden kann. Meine Angst vor Bedeutungslosigkeit und Willk&uuml;r ist wie weggeweht... Der Sch&ouml;pfer dieser Welt sieht mich und kennt meinen Weg.</p><p>An dieser Stelle merke ich, dass ich sehr lange nachgedacht habe &uuml;ber diesen kurzen Prolog im Buch der Psalmen. Und siehe da, meine Vermutung, dass es sich lohnen w&uuml;rde, hat sich best&auml;tigt. Nachdem ich Gottes theoretische Anleitung zum Gl&uuml;cklichsein f&uuml;r mich konkret durchbuchstabiert habe, freue ich mich nun sehr darauf, in den n&auml;chsten 149 Psalmen mitzuerleben, wie es anderen Followern Gottes ergangen ist. Welchen Herausforderungen mussten sie sich stellen? Wo w&auml;ren sie fast verzweifelt? Wie haben sie es geschafft, dranzubleiben am Vertrauen gegen&uuml;ber Gott? Welche inneren K&auml;mpfe haben sie ausgefochten?</p><p>Ich glaube, es wird mich st&auml;rken, zu lesen, dass sie alle am Ende voller Freude erfahren, dass die Bindung an ihren Gott stark und haltbar ist und dass sie versorgt wurden mit allem, was sie brauchten.&nbsp;</p><p>Eigentlich k&ouml;nnte man den Psalm 1 auch ans Ende des Buches setzen. Er fasst die sehr pers&ouml;nlichen und emotionalen Glaubenserfahrungen von Menschen, die sich ganz auf Gott verlie&szlig;en, wunderbar zusammen. Gott bietet allen Menschen solche Versorgung an. Jeder und jede darf diese allgemeing&uuml;ltige Lehre f&uuml;r sich in Anspruch nehmen. Psalm 1 ist keine Belehrung, sondern ein Angebot, das schon viele Menschen &uuml;ber die Jahrhunderte getestet und f&uuml;r tragf&auml;hig befunden haben. In diesem Sinne lohnt es sich, den Psalm am Ende des Buches der Psalmen noch einmal zu lesen, sozusagen als Epilog, als Nachwort.&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Annette Strunk</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17188901.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Annette Strunk]]></author>
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      <pubDate>Sun, 19 Oct 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die Berufung zum Prophetenamt (1)]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Hesekiel 2,1-3,3 – ausgelegt von Ulrich Mann.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hesekiel 2,1-3,3 – ausgelegt von Ulrich Mann.</em><br/>
<p>Der Mann, der uns diese Worte Gottes berichtet, hei&szlig;t <strong>Hesekiel</strong>. Er war ein junger Priester, der 597 v. Chr. mit weiteren jungen Leuten aus den vornehmen Familien Israels von Nebukadnezar als &bdquo;Faustpfand&ldquo; mit nach Babylon genommen worden waren. Jerusalem war zu diesem Zeitpunkt noch nicht zerst&ouml;rt und Israel noch keine babylonische Provinz; aber ein von Babylon &bdquo;abh&auml;ngiger Staat&ldquo;. Diese Wegf&uuml;hrung der jungen Elite Israels war eine erste Reaktion Nebukadnezars darauf, dass der von ihm eingesetzte K&ouml;nig Zedekia ihm immer wieder untreu wurde. Nebukadnezar erh&ouml;hte damit den Druck auf Zedekia, sich ihm loyal unterzuordnen.</p><p>Diese Situation erkl&auml;rt, warum die Stimmung unter den jungen Leuten aus Juda in Babylon noch recht gut war und zus&auml;tzlich sog. &bdquo;Gl&uuml;ckspropheten&ldquo; diese jungen Leute ermutigten. Sie machten diese glauben, es handle sich hier nur um ein vor&uuml;ber gehendes Intermezzo; so eine Art notwendiger Betriebsferien der jungen Elite zum Wohle des Volkes. Doch es sollte ganz anders kommen.</p><p>Deshalb berief Gott Hesekiel zum Propheten. In den eben geh&ouml;rten Worten aus dem biblischen Prophetenbuch Hesekiel beschreibt dieser seine Berufung.</p><p>Ich beobachte daran drei f&uuml;r mich relevante Wahrheiten:<br /><br /><strong>1. Gott bef&auml;higt mich zu dem, wozu er mich auffordert</strong><br />
Hesekiel wird aufgefordert, sich auf seine F&uuml;&szlig;e zu stellen. Noch bevor Hesekiel sich versieht, kommt Gottes Geist &uuml;ber ihn und stellt Hesekiel auf dessen F&uuml;&szlig;e.<br />
Paulus, ein Nachfolger Jesu, schrieb in einem seiner Briefe, dass er Hunger haben kann, Mangel erleiden und arm sein. Er geriet in Seenot, wurde ausgepeitscht und gesteinigt. Ich frage mich: &bdquo;Uli, k&ouml;nntest du das auch?&ldquo; Manches was ich von verfolgten Christen h&ouml;re, fragt mich ebenso: &bdquo;Uli, k&ouml;nntest du das auch?&ldquo;<br />
Aus mir heraus bestimmt nicht. Aber ich muss solche Situationen trotzdem nicht f&uuml;rchten. Ich wei&szlig; nicht, ob Paulus im Vorfeld seiner Herausforderungen gesagt h&auml;tte: &bdquo;Kein Ding, Freunde; das schaffe ich!&ldquo; Stattdessen schreibt er den Christen in Philippi: &bdquo;Denn alles ist mir m&ouml;glich durch den, der mich mit Kraft erf&uuml;llt&ldquo; (Philipper 4, 13 NLB)&ldquo;<br />
Jesus, bzw. die Kraft seines Heiligen Geistes, kann, will und wird uns immer zu dem bef&auml;higen, wozu der Vater im Himmel uns herausfordert. Das ist sicher. Die Frage an mich lautet: Werde ich Jesu Aufforderungen und Herausforderungen annehmen? Wenn ja, dann stehen mir gro&szlig;artige Erfahrungen mit Jesus ins Haus.</p><p><strong>2. Gott wei&szlig;, dass ich ganz Mensch bin</strong><br />
Immer wieder spricht Gott den Hesekiel mit dem Wort &bdquo;Menschensohn&ldquo; an. Verbindungen zu dem Begriff &bdquo;Menschensohn&ldquo; im Danielbuch oder gar zu Jesus, der sich selbst auch als Menschensohn bezeichnet hat, lassen sich nicht herstellen. Vielmehr geht es hier darum, gerade den Gegensatz zwischen Gott und Hesekiel, dem Sohn des Busi, also einem Menschen aus Fleisch und Blut zu unterstreichen.<br />
Ich lerne: wenn Gott mir einen Auftrag gibt, dann ist er sich dessen total bewusst, wen er da beruft: einen einfachen Menschen. Aber wo Gott einen solchen Menschen mit seinem Geist erf&uuml;llt, da fallen alle Grenzen und Einschr&auml;nkungen. Da wird alles m&ouml;glich. So wie Paulus es gesagt hat: &bdquo;Denn alles ist mir m&ouml;glich durch den, der mich mit Kraft erf&uuml;llt.&ldquo; (Philippern 4, 13 NLB).</p><p><strong>3. Gottes Worte an mich sind ernst, aber hilfreich</strong><br />
Hesekiel bekommt von Gott die richtigen Worte buchst&auml;blich in den Mund gelegt. Aber das auf sehr seltsame Art und Weise. Eine Hand, vermutlich Gottes Hand, reichte Hesekiel eine Schriftrolle, die von innen und au&szlig;en mit Klagen, Seufzern und Weherufen beschrieben war, um diese zu essen. Ja wirklich: Hesekiel sollte diese Schriftrolle essen. Alle diese Worte, die ausdr&uuml;ckten, wie ma&szlig;los entt&auml;uscht Gott von seinem Volk war. Normalerweise wurde eine Schriftrolle damals nur auf einer Seite beschrieben. Hier beidseitig. Es war einfach so viel, was Gott seinen Leuten zu sagen bzw. zu klagen hatte.<br />
Auf den ersten Blick bzw. Biss ist das f&uuml;r Hesekiel eine schwer verdauliche Kost. Sie zeigt, wie schlimm, ja, wie katastrophal es um das Volk Gottes in Wahrheit bestellt war. Aber es gab dennoch mitten in dieser Katastrophe eine Hoffnung: als Hesekiel diese Schriftrolle a&szlig;, wurde sie &uuml;berraschenderweise in seinem Mund so s&uuml;&szlig; wie Honig. Keinesfalls wegen des Inhaltes. Aber sehr wohl wegen des Absenders.<br />
Hesekiel wird sp&auml;ter dem Volk Gottes diese Worte Gottes, die er in sich aufgenommen hatte, weitergeben. Aber die Juden werden l&auml;ngst nicht alle auf ihn h&ouml;ren. Nicht weil sie nicht k&ouml;nnten; sondern einfach nur, weil sie nicht wollen. Gott nennt sein Volk &bdquo;S&ouml;hne&ldquo; &ndash; ich erg&auml;nze &ndash; und T&ouml;chter, &bdquo;mit trotzigem Gesicht und harten Herzen&ldquo; (Hesekiel 2, 4).</p><p>Ich habe mich gefragt: Will ich eigentlich Gottes Stimme h&ouml;ren? Ich beobachte an mir selber, der ich schon einige Jahrzehnte mit Jesus unterwegs bin, dass es mir genauso gehen kann, wie den Juden damals. Ich denke, ich wei&szlig; schon wie Gott &bdquo;tickt&ldquo;. Ich ertappe mich manchmal dabei, dass ich nur noch oberfl&auml;chlich auf Gott h&ouml;re. Und was nicht so angenehm klingt, dem versuche ich erst einmal die Spitze zu nehmen &ndash; nat&uuml;rlich mit guten, theologischen Argumenten. Hej, ich bin Pastor. Ich kann das!</p><p>Aber wissen Sie, was dabei die Gefahr ist? Wenn ich nicht wirklich auf Gottes Reden h&ouml;re, wird Gott aufh&ouml;ren, zu mir zu reden.</p><p>Das ist es, was die Bibel &bdquo;Verstockung&ldquo; nennt: Gott redet &ndash; ich h&ouml;re nicht. Gott redet noch mal &ndash; aber ich h&ouml;re immer noch nicht, sondern mache meine Stirn hart; runzele sie und erkl&auml;re, warum das gerade eben nicht Gottes Reden an mich gewesen sein kann. Gott redet weiter und unterstreicht das evtl. durch ein Zeichen &ndash; aber ich h&ouml;re immer noch nicht. Stattdessen mache ich im Herzen dicht.</p><p>Die Folge: Gott h&ouml;rt irgendwann auf zu reden. Warum sollte er auch. Ich h&ouml;re ja doch nicht. Ich will mich ja dich nicht ver&auml;ndern bzw. durch Gottes Geist ver&auml;ndern lassen. Dabei meint Gott es gut mit mir. So furchtbar die Inhalte der Schriftworte waren &ndash; ihr Geschmack war s&uuml;&szlig; wie Honig.</p><p>Damit mir das nicht passiert, habe ich mir bewusst Orte und Zeiten angew&ouml;hnt, an denen ich ganz aufmerksam auf Gott h&ouml;re:</p><p>m&ouml;glichst jeden Tag lese ich einen Abschnitt in der Bibel. Ich denke dar&uuml;ber nach und bete. Au&szlig;erdem gehe ich in einen Hausbibelkreis. Wir kommen an einem Abend in der Woche zusammen, essen und reden miteinander. Dann singen wir gemeinsam einige Lieder und werden uns dabei noch einmal ganz besonders der N&auml;he und der Gr&ouml;&szlig;e Gottes bewusst. Anschlie&szlig;end lesen wir in der Bibel und tauschen uns dar&uuml;ber aus, was das f&uuml;r unser Leben bedeutet. Zum Schluss beten wir miteinander und f&uuml;reinander, dass das Wirklichkeit in unserem Leben wird, was wir gerade in Gottes Wort gelesen haben.</p><p>Sonntags gehe ich zum Gottesdienst und setze mich ganz bewusst Gott aus. Ich ehre ihn mit den anderen im Gottesdienst gemeinsam mit Liedern und bereite so mein Herz auf die Predigt vor. Ich wei&szlig; dann: nicht alles, was Gott mir jetzt sagt, wird angenehm f&uuml;r mich sein, aber heilsam. Daneben denke ich auch viel &uuml;ber ihn und sein Wort nach &ndash; wenn ich jogge oder Auto fahre. So zeige ich Gott: Hier bin ich, Herr. Bitte rede mit mir.</p><p>Mein Vater im Himmel wei&szlig;, dass ich ganz Mensch bin. Immer wieder neu fordert er mich auf bzw. heraus, Dinge bei mir anzugehen oder Auftr&auml;ge f&uuml;r ihn zu erledigen. Das f&auml;llt mir nicht immer leicht. Aber inzwischen liebe ich es trotzdem: weil ich das nicht aus meiner Kraft machen muss. Er &ndash; sein Heiliger Geist &ndash; bef&auml;higt mir dazu. Auf diese Weise mache ich gro&szlig;artige Erfahrungen mit Gott. Und die vers&uuml;&szlig;en mir mein Leben, wie der Honig morgens auf meinem Br&ouml;tchen.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pastor Ulrich Mann</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17188436.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pastor Ulrich Mann]]></author>
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      <pubDate>Sat, 18 Oct 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Der Prophet schaut die Herrlichkeit des Herrn (2)]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Hesekiel 1,22-28 – ausgelegt von Gisela Wichern.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hesekiel 1,22-28 – ausgelegt von Gisela Wichern.</em><br/>
<p>Eintauchen in Farbe. Gr&uuml;n, Gelb, Blau und Rot. Die R&auml;ume des Kunstmuseums wirken auf mich wie ein riesiger Tuschkasten. Ausgestellt sind Bilder des Architekten und Malers Friedensreich Hundertwasser. Farbintensiv, die Malweise ungew&ouml;hnlich, Figuren und Gesichter teilweise verst&ouml;rend: so empfinde ich seine Werke. Seine Linien haben hier und da eine hypnotische Wirkung auf mich. Und er spart nicht an Gold und Silber. Ein echter Blickfang.</p><p>Lassen sich anhand der Bilder, R&uuml;ckschl&uuml;sse auf die Natur des Malers ziehen &hellip; auf sein Wesen &hellip; seine Pers&ouml;nlichkeit? Und welche Absicht steckt hinter seinen Bildern?&nbsp; Was will er durch sie vermitteln? Er f&uuml;hlt sich der Natur sehr verbunden &hellip; greift immer wieder Themen auf, die die Verbundenheit von Mensch und Natur behandeln. Gleichzeitig will er die Betrachter seiner Bilder dazu anregen, ihr Umfeld aktiv zu gestalten.</p><p>In der Ausstellung werden nicht nur Bilder gezeigt. Auch Gedanken und Fragen, die den K&uuml;nstler bewegten, sind gut lesbar, als wichtiger Bestandteil, neben den Bildern zu sehen.</p><p>Ein kurzer Text hat mich besonders angesprochen. Da hei&szlig;t es: Beim Malen war Hundertwasser so versunken, dass er sich darin verlor. Darunter steht die Frage, &bdquo;Was begeistert <strong>dich</strong> so sehr, dass Du alles um dich herum vergisst?&ldquo;</p><p>Genau diese Frage stelle ich Hesekiel. Hesekiel, ein Jude, ein Priester, der eigentlich im Tempel in Jerusalem seinen Dienst tun sollte. Er war wie so viele andere als Gefangener nach Babylon gekommen. Wie kann ich es da wagen, nach Begeisterung und Selbstvergessenheit zu fragen?</p><p>Aber Hesekiel hat einiges zu erz&auml;hlen. Er beschreibt eine Vision. Gott nimmt Hesekiel hinein in die himmlische Wirklichkeit. Und die ist kaum zu beschreiben. Was er sieht und h&ouml;rt, vergleicht er mit Bildern und Ger&auml;uschen unserer Welt. Es war <strong>wie</strong> &hellip; ,es sah aus <strong>wie</strong> &hellip;, es h&ouml;rte sich an <strong>wie,</strong> &hellip; mit diesen Worten fordert Hesekiel meine Vorstellungskraft heraus.</p><p>Er sieht vier ungew&ouml;hnliche Gestalten und &uuml;ber ihnen eine Kuppel <strong>wie</strong> ein Kristall.</p><p>Er h&ouml;rt ein Rauschen, <strong>wie</strong> gro&szlig;e Wasser, <strong>wie</strong> die Stimme des Allm&auml;chtigen &hellip;&nbsp; ein Get&ouml;se, <strong>wie</strong> in einem Heerlager.</p><p>Hesekiel versucht den Thron zu beschreiben und schlie&szlig;lich Gott selbst als einen, der aussieht <strong>wie</strong> ein Mensch. Und Feuer und Glanz ringsumher &hellip; <strong>wie</strong> ein Regenbogen, so ist die Herrlichkeit des Herrn anzusehen.</p><p>Hesekiel f&auml;llt zu Boden. Er f&auml;llt auf sein Angesicht. Er ist &uuml;berw&auml;ltigt von so viel Sch&ouml;nheit und Erhabenheit. Aber vor allem geht es um die Anwesenheit Gottes selbst. Sie ist der absolute H&ouml;hepunkt dieser Vision. Was begeistert dich so sehr, dass du alles um dich herum vergisst? Diese Frage hat Hesekiel mehr als ausreichend beantwortet.</p><p>Meine Phantasie reicht nicht aus, um mir die &uuml;berw&auml;ltigende Herrlichkeit Gottes vorzustellen, die Hesekiel gesehen hat. Ich habe nur eine vage Ahnung von Gottes Pr&auml;senz in dieser Vision, aber allein schon diese Ahnung l&ouml;st bei mir Staunen und Ehrfurcht aus.</p><p>Ich versuche mir Hesekiels Vision so vorzustellen: ich stehe wieder in den R&auml;umen des Kunstmuseums &hellip; tauche ein in Farbe: Gr&uuml;n, Gelb, Blau und Rot. Diesmal zeigen die Kunstwerke geometrische Formen, gl&auml;nzend, wie Kristalle. Auf einigen sind sehr ungew&ouml;hnliche Gestalten zu sehen, teilweise verst&ouml;rend.</p><p>Im n&auml;chsten Raum der Ausstellung: eine mehrteilige Bilderserie zum Thema &bdquo;Feuer und Glanz&ldquo; Die Bilder wirken lebendig und energiegeladen. Sie lassen mich erschauern. W&auml;hrend ich mir das alles ansehe, frage ich mich: lassen sich R&uuml;ckschl&uuml;sse ziehen auf den Sch&ouml;pfer dieser Bilder &hellip; auf sein Wesen, seine Natur, seinen Charakter?</p><p>Im letzten Raum der Kunstausstellung h&auml;ngt es: das gr&ouml;&szlig;te Bild von allen. Es ist atemberaubend. Der Untergrund in tiefem, strahlenden Saphirblau. Darauf abgebildet: eine menschliche Gestalt, wie aus Feuer. Sie geht &uuml;ber in Regenbogenfarben. Ich kann mich nicht sattsehen, kann mich nicht l&ouml;sen von diesem Anblick &hellip;, verliere mich selbst darin &hellip;, vergesse alles um mich herum &hellip; Stelle auch keine Fragen mehr. Denke auch gar nicht mehr an Worte. So erschlie&szlig;t sich mir die Vision. Hesekiel f&auml;llt zu Boden. So gewaltig ist die Erfahrung von Gottes Gegenwart.</p><p><em>Gott ist gegenw&auml;rtig. Lasset uns anbeten und in Ehrfurcht vor ihn treten.<br />
Gott ist in der Mitte. Alles in uns schweige und sich innigst vor ihm beuge.<br />
Wer ihn kennt, wer ihn nennt, schlag die Augen nieder; kommt, ergebt euch wieder.</em></p><p>Der Liederdichter Gerhard Tersteegen hat ebenfalls Gottes N&auml;he erlebt. Daraus ist dieses Lied entstanden. Ein Lied, das uns die Gegenwart Gottes bewusst macht. Es l&auml;dt uns dazu ein, selbst eine Erfahrung in dieser Gottesn&auml;he zu machen.</p><p><em>Herr, komm in mir wohnen, lass mein&lsquo; Geist auf Erden dir ein Heiligtum noch werden;<br />
komm, du nahes Wesen, dich in mir verkl&auml;re, dass ich dich stets lieb und ehre.<br />
Wo ich geh, sitz und steh, lass mich dich erblicken und vor dir mich b&uuml;cken.</em></p><p>Hesekiels Vision hilft mir zu erahnen, in wessen Gegenwart ich mich hier befinde. Wie wird sich diese Erfahrung der Gegenwart Gottes in meinem Leben auswirken? Wird sie mich zuversichtlicher machen? Mutiger? Geduldiger? Was werde ich antworten, wenn mich jemand fragt: Was begeistert dich so sehr, dass du alles um dich herum vergisst?</p><p>&#9658; Mehr Infos zum Buch Hesekiel:</p><section class="erf-teaser-card-init" data-url="https://youtu.be/L0h5QNJiVXc">Buchvideo: Hesekiel Teil 1</section><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Gisela Wichern</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17187839.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Gisela Wichern]]></author>
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      <pubDate>Fri, 17 Oct 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Der Prophet schaut die Herrlichkeit des Herrn (1)]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Hesekiel 1,1-21 – ausgelegt von Daniel Behrens.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Hesekiel 1,1-21 – ausgelegt von Daniel Behrens.</em><br/>
<p>Wor&uuml;ber k&ouml;nnen Sie staunen? Ich erinnere mich noch sehr genau an ein Erlebnis, das mir bis heute vor Augen steht. Es war das erste Mal, dass ich mit meinem Sohn bei den Domfestspielen in Bad Gandersheim war. Gespielt wurde das Dschungelbuch. Meine Frau und ich hatten im Vorfeld so unsere Zweifel. Unser Sohn war gerade einmal vier Jahre alt. &Uuml;ber eine Stunde Theater &ndash; wir dachten: &bdquo;Das wird ihm bestimmt zu lang. Das wird ihn langweilen.&ldquo; Aber wir haben uns geirrt. Und zwar gr&uuml;ndlich. Von der ersten Minute an war er fasziniert. Ich musste immer wieder zur Seite schauen, um zu sehen, wie er alles mit gro&szlig;en Augen verfolgte. Mal riss er den Mund vor Staunen weit auf, mal wurden seine Augen riesengro&szlig;, und zwischendurch lachte er herzlich und unbeschwert.</p><p>Auf dem R&uuml;ckweg zum Auto redeten unsere Kinder ohne Punkt und Komma. Sie erz&auml;hlten, was sie gesehen hatten, was sie ber&uuml;hrt hatte, was sie lustig fanden. Und nat&uuml;rlich fragten sie gleich: &bdquo;K&ouml;nnen wir das St&uuml;ck noch mal sehen?&ldquo; Ich liebe solche Momente. Wenn Kinder begeistert sind. Wenn sie gar nicht mehr aufh&ouml;ren k&ouml;nnen zu reden. Wenn sie vor Staunen fast platzen. Und wissen Sie was? Ich ertappe mich oft dabei, dass es mir genauso geht. Wenn ich ein besonderes Bauwerk sehe. Wenn ich mitten in der Natur stehe und ein Moment mich &uuml;berw&auml;ltigt. Dann bleibe ich stillstehen. Und ich staune.</p><p>So &auml;hnlich stelle ich mir das bei Hesekiel vor. Er war ein junger Mann, als ihn das Schicksal traf: Die Babylonier &uuml;berfielen das Land, belagerten Jerusalem, pl&uuml;nderten den Tempel. Hesekiel wurde mit vielen seiner Landsleute verschleppt in die Fremde, nach Babylon. Seine Heimat war verloren. Seine Welt lag in Scherben. Gott hatte diese Katastrophe zugelassen, weil das Volk sich immer wieder von ihm abgewandt hatte. N&uuml;chtern betrachtet muss man sagen: Das &bdquo;Projekt Israel&ldquo; war bis dahin nur bedingt gelungen. Statt ein Volk zu sein, das in enger Beziehung zu Gott lebt und dadurch ein leuchtendes Beispiel ist, gab es immer wieder gro&szlig;e Entt&auml;uschungen: Ungerechtigkeit, Unterdr&uuml;ckung, Ausbeutung der Schwachen &ndash; und die Hinwendung zu fremden G&ouml;ttern. Und dann, mitten in dieser Not, mitten in dieser Dunkelheit, &ouml;ffnet sich Hesekiel der Himmel. F&uuml;r einen Augenblick darf er schauen. Er darf etwas sehen, das so gewaltig ist, dass es kaum in Worte zu fassen ist. Er sieht Lebewesen, die menschlich wirken und doch ganz anders sind: mit H&auml;nden und F&uuml;&szlig;en, mit Fl&uuml;geln und R&auml;dern. Ihre Gesichter sind wie Tiere voller Kraft und Majest&auml;t &ndash; L&ouml;we, Stier, Adler. Alles durchzogen von Licht. Umgeben von Feuer. Blitze zucken. Eine Herrlichkeit, die ihn v&ouml;llig &uuml;berw&auml;ltigt. Und er ringt mit seinen Worten. Im hebr&auml;ischen Text hei&szlig;t es immer wieder: &bdquo;Es war wie &hellip; es war &auml;hnlich wie &hellip;&ldquo; Er kann es nicht genau beschreiben. Er versucht, uns eine Ahnung zu geben &ndash; und zugleich bleibt es unbeschreiblich.</p><p>Wenn es schon Hesekiel schwerfiel, das Gesehene in Worte zu fassen &ndash; dann sollten auch wir vorsichtig sein. Wir tun gut daran, nicht jedes Detail deuten zu wollen. Ich k&ouml;nnte mir vorstellen, Hesekiel w&uuml;rde uns heute sagen: &bdquo;Darauf kommt es gar nicht an. Wichtiger ist: Ich durfte sehen. F&uuml;r einen Augenblick durfte ich Gottes Herrlichkeit erleben. Gott hat sich nicht verborgen. Er hat sich gezeigt &ndash; mitten in der Dunkelheit.&ldquo; Das ist eine wichtige Botschaft: Es gibt Texte in der Bibel, die wollen nicht erkl&auml;rt werden bis ins Kleinste. Sie laden uns ein stehenzubleiben. Sie laden uns einladen zu staunen. Und ehrlich gesagt: Da packt mich ein bisschen der Neid. So einen Moment h&auml;tte ich auch gern. Einen Moment, in dem sich der Himmel &ouml;ffnet. Einen Augenblick, in dem ich Gott sehen darf. Einen Moment voll von heiligem Staunen.</p><p>Ich bin sicher: Mit dieser Sehnsucht bin ich nicht allein. Schon immer wollten Menschen Gott sehen. Einer von Jesu J&uuml;ngern, Philippus, bringt diese Sehnsucht einmal direkt zur Sprache. Er sagt: &bdquo;Herr, zeig uns den Vater, das gen&uuml;gt uns&ldquo; (Johannes 14,8). Vielleicht hatte er Bilder im Kopf wie bei Hesekiel. Vielleicht dachte er an Mose auf dem Sinai. An diese gewaltigen, &uuml;berw&auml;ltigenden Gotteserfahrungen, von denen die Bibel immer wieder berichtet. Und was antwortet Jesus? Nicht das, was Philippus erwartet hatte. Kein Feuer, keine Blitze, keine gewaltige Vision. Sondern: &bdquo;Wer mich sieht, sieht den Vater.&ldquo; Das ist &uuml;berraschend. Und doch ist es im Kern dasselbe wie bei Hesekiel.</p><p>Gott verbirgt sich nicht. Bei Hesekiel &ouml;ffnet er f&uuml;r einen Augenblick den Himmel. In Jesus kommt er selbst auf die Erde. Bei Hesekiel ist es ein Bild voller Herrlichkeit, schwer in Worte zu fassen. In Jesus ist es Liebe, N&auml;he, Zuwendung. Ganz konkret. Ganz menschlich. Ganz erfahrbar. Und beides ist Gott. Und das ist die gute Nachricht: Dieser Gott ist da. Auch in dunklen Zeiten. Damals bei Hesekiel &ndash; in all den Katastrophen, als die Heimat und dann auch der Tempel zerst&ouml;rt wurden. Da hat Gott sich nicht versteckt. Er zeigte sich. Und heute bei uns &ndash; in den Momenten, in denen unser Leben dunkel ist. In den Momenten, in denen Schuld und S&uuml;nde uns gefangen nehmen. Auch da verbirgt er sich nicht. Er zieht sich nicht zur&uuml;ck. Er kommt uns entgegen in Jesus Christus. Er bietet uns seine Vergebung an.</p><p>Wor&uuml;ber k&ouml;nnen Sie staunen? Ich w&uuml;nsche Ihnen, dass Sie &uuml;ber diesen Gott staunen k&ouml;nnen. &Uuml;ber den Gott, der gr&ouml;&szlig;er ist, als wir ihn je beschreiben k&ouml;nnten. &Uuml;ber den Gott, der unbegreiflich ist &ndash; und doch ganz nah kommt. &Uuml;ber den Gott, der sich nicht zur&uuml;ckzieht, sondern uns anspricht. &Uuml;ber den Gott, der sich uns zeigt &ndash; mitten in den hellen Momenten und mitten in den dunklen Zeiten.</p><p>&#9658; Mehr Infos zum Buch Hesekiel:</p><section class="erf-teaser-card-init" data-url="https://youtu.be/L0h5QNJiVXc">Buchvideo: Hesekiel Teil 1</section><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Daniel Behrens</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17186548.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Daniel Behrens]]></author>
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      <pubDate>Thu, 16 Oct 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Reichtum und Nachfolge]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Lukas 18,18-30 – ausgelegt von Dajka Krentz.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Lukas 18,18-30 – ausgelegt von Dajka Krentz.</em><br/>
<p>Dreizehn Verse und so viele Aussagen!</p><p>Die Frage nach dem ewigen Leben, die Klarstellung, wer gut ist und wer nicht, der Hinweis auf die Gebote Gottes, Zweifel, ob die Einhaltung der Gebote reicht, kommen Reiche in den Himmel? Und letztendlich der Preis und der Lohn von echter Jesus-Nachfolge.</p><p>Eigentlich das ganze Evangelium. Aber so ist die Bibel. Sie spricht in unseren Alltag und weist uns von Anfang bis zum Ende den Weg f&uuml;r unser Leben, unser Sterben und f&uuml;r das, was danach kommt.</p><p>Ich war noch ein Kind. Vom&nbsp;Glauben, von Jesus und der Bibel keine Ahnung. Im sozialistischen Prag aufgewachsen. Und eines Tages mit meiner Oma unterwegs. Ich glaube, wir haben auf den Bus gewartet, wir waren nicht allein. Ein Tumult ist entstanden. Meine Oma, eine resolute Dame, mit dem Glauben auch nicht sehr vertraut, fing an zu schimpfen und ich wei&szlig; nicht, warum ich mir die Worte, die dann folgten, bis heute gemerkt habe. Sie sagte laut: &bdquo;Wenn sich alle an die Gebote Gottes halten w&uuml;rden, w&uuml;rde die Welt heute besser aussehen.&ldquo;</p><p>Wie recht sie doch hatte! Aber wusste sie denn, was sie da sagte?</p><p>Bei ihr drehte sich alles um die Astrologie, an die sie nichts herankommen lie&szlig;, und vor allem war ihr Gott eigentlich ihr verstorbener Mann. Zu dem betete sie, ihn bat sie um Rat, von ihm war sie &uuml;berzeugt, dass er ihr Leben seit seinem Tod lenkt. Sie blieb als Witwe allein in der damaligen Tschechoslowakei, w&auml;hrend wir, ihre Familie in Westdeutschland waren. Wenn sie also davon sprach, dass jeder wie sie nach den Geboten leben sollte, wusste sie eigentlich gar nicht, dass sie kein gutes Vorbild ist. Erst sp&auml;ter, durch meine Telefonate und Briefe kam sie mit Gottes Wort in Ber&uuml;hrung, las die Losungen und ist jetzt, so hoffe ich, bei Gott angekommen.</p><p>In unserem Text ist die Rede von einem Mann, der genauso behauptete, Gebote Gottes eingehalten zu haben. Und dabei ist hier nur die Rede von den Geboten, die so allgemein als Gebote bekannt sind. Bis heute und vielleicht auch f&uuml;r meine Oma damals: <em>&raquo;Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht t&ouml;ten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis reden; du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren!&laquo;&ensp;</em></p><p>Jesus kennt jeden Menschen durch und durch. Auch diesen, der jetzt vor ihm steht.&nbsp; Es war bestimmt ein ganz frommer Mann, mit guten Vor- und Ans&auml;tzen. Jesus muss ihm nicht einmal sagen, dass kein Mensch f&auml;hig ist, alle Gebote einzuhalten, also nicht zu s&uuml;ndigen. Darauf geht Jesus gar nicht ein. Tats&auml;chlich spricht er eigentlich auch nur das erste Gebot an. Bedeutet dem Mann Gott mehr als alles andere? Mehr als das, was er besitzt? Das, was ihm wohl eine innere Sicherheit gibt, dass im Leben nichts schief gehen kann, weil man sich alles leisten kann?&nbsp;</p><p>Ich bin mir sicher, dass Gott von uns nicht verlangt, dass wir ohne Besitz durch unser Leben gehen. Wenn Jesus es damals so hart zu diesem sehr angesehenem Mann sagte, wollte er bestimmt &uuml;berdeutlich darauf aufmerksam machen, was zwischen ihm und Gott steht. Was ihn vielleicht am Erreichen des Ewigen Lebens hindern k&ouml;nnte. Die &Uuml;bertretung des ersten Gebots. Gott sieht ins Herz hinein. Wenn Jesus hier so vorgeht, wei&szlig; er, dass diesem Mann das Geld wichtiger ist als Gott. Und darauf kommt es an. Gott hat nichts gegen Verm&ouml;gen von reichen Menschen. Solche gab es fr&uuml;her, jetzt und es wird sie immer geben. Und es ist auch gut so. Wenn sie ihr Verm&ouml;gen dazu ben&uuml;tzen, um anderen zu helfen. Bis heute ist es so, dass ein Land wie Deutschland nur so funktionieren kann, wenn soziale Unterschiede mit Geldern von klugen Unternehmern, die gutes Geld erzielen, ausgeglichen werden. Else Diehl, fr&uuml;here Bibellesebund-Referentin, dr&uuml;ckte es in einer Predigt so aus: &bdquo;Sie brauchen kein schlechtes Gewissen haben, wenn sie ein sch&ouml;nes Auto besitzen. Wie wird es die alte Oma, die Sie zum Gottesdienst mitnehmen, freuen, wenn sie sich in ihren bequemen Mercedes setzen kann, als sich in eine wackelige zweit&uuml;rige Ente zu quetschen!&ldquo;</p><p>Genau! Was tue ich mit meinem Verm&ouml;gen? Wie setze ich es ein? Der Mann, der mit Jesus redet, geht traurig davon. Ich brauche nicht viel Fantasie, um zu erraten, warum. Aber Jesus zeigt den Umstehenden durch diese Situation, dass er irgendwie Verst&auml;ndnis f&uuml;r diesen Mann hat. Eine angebliche Sicherheit loszulassen und sich auf einen unsichtbaren Gott zu verlassen, das verlangt sehr, sehr viel Glauben! Mindestens so viel Glauben, den ich brauche, um darauf zu vertrauen, dass Gott auch ein Kamel durch eine sehr kleine &Ouml;ffnung hindurchbringen k&ouml;nnte. Wie das Wort Kamel und wie das Wort Nadel&ouml;hr zu deuten ist &ndash; dabei haben sich schon sehr viele kluge K&ouml;pfe versucht. Ich m&ouml;chte es gar nicht erst anfangen. Klar ist, dass es schwer ist, das Verm&ouml;gen so zu verwalten, dass Gottes Gedanken dabei nicht zu kurz kommen. Und das gilt nicht nur f&uuml;r Million&auml;re. Irgendwie sind wir alle reich, im Vergleich zu den vielen Menschen in der Welt, die kein Dach &uuml;ber dem Kopf haben, keine drei Mahlzeiten am Tag und kein geregeltes Einkommen. Da muss ich mich selbst hinterfragen &ndash; komme ich durch das Nadel&ouml;hr? Erreiche ich das ewige Leben bei Gott?</p><p>Vor 12 Jahren habe ich auf Gottes Wort hin quasi alles verlassen. Meine Familie, die Stadt, in der ich &uuml;ber 40 Jahre lang lebte, und die Gemeinde, in der ich meine geistliche Heimat hatte. So &auml;hnlich, wie es Petrus in unserem Text Jesus vor die Augen f&uuml;hrt. Ja, ich habe zwar meine Familie und Freunde verlassen. Aber mit einem Siebenundhalbtonner, voll mit Zeug beladen. Also nicht ganz so, wie es Jesus seinen J&uuml;ngern gebot &ndash; nichts mitzunehmen. Von daher brauchte ich auch nicht erwarten, dass mir Gott materiell alles ersetzt. Aber mit dem Verlust der Menschen, die mir am meisten fehlten, hat mir Gott auf wundersame Weise geholfen. Ich habe die alten Freunde nicht verloren, bekam aber viele neue dazu und auch meine Familie ist mir nicht verloren gegangen &ndash; im Gegenteil, sie ist gewachsen und unser Verh&auml;ltnis ist besser denn je. Auf Gottes Zusagen kann ich mich verlassen. Ich bin sicher, auch wenn ich mich auf das Abenteuer einlassen w&uuml;rde, auf alles zu verzichten, w&uuml;rde ich nicht zu kurz kommen. Gott h&auml;lt sein Wort! Einmal muss ich alles zur&uuml;cklassen. Um dann in der Ewigkeit alles zu haben.&nbsp; Was f&uuml;r eine Aussicht f&uuml;r alle, die Gott vertrauen!</p>

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<p>&#9658;&nbsp; <strong>Sie haben Fragen zur Bibel und zum christlichen Glauben?</strong></p><figure class="image"><img alt="Nikodemus.AI" height="430" src="https://www.erf.de/data/files/content.sources.r.erfplus.bibelheute/1104641.png" width="1024" /><figcaption>Nikodemus.AI, &copy;&nbsp;Bibleserver.com</figcaption></figure><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Dajka Krentz</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17185794.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Dajka Krentz]]></author>
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      <pubDate>Wed, 15 Oct 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Der Pharisäer und der Zöllner sowie Jesus und die Kinder]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Lukas 18,9-17 – ausgelegt von Jürgen Burst.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Lukas 18,9-17 – ausgelegt von Jürgen Burst.</em><br/>
<p>&bdquo;Danke, dass ich so gut bin!&ldquo;, sagt der Pharis&auml;er. &bdquo;Danke, dass ich auf der Seite der Guten stehe und mit den ganzen Kriminellen auf der Welt nichts zu tun habe.&ldquo; Das k&ouml;nnen die Allermeisten von uns auch von sich sagen. Insofern wir nicht zu jenen fraglichen Kriminellen geh&ouml;ren, die in unserem Text aufgez&auml;hlt werden: Es sind da: Die R&auml;uber, Ungerechte (man k&ouml;nnte auch &uuml;bersetzen: Betr&uuml;ger), Ehebrecher und korrupte Z&ouml;llner.</p><p>Im Jahr 2023 gab es in Deutschland rund 648.000 rechtskr&auml;ftig verurteilte Personen. Ehebrecher waren nicht darunter. Denn <strong>Ehebruch</strong> ist in der Bundesrepublik Deutschland seit 1969 nicht mehr strafbar. Aber Achtung: Er kann trotzdem teuer werden. Juristen warnen: Ehebruch kann weiterhin im Rahmen einer Scheidung eine Rolle spielen. &bdquo;Untreue kann sich nachteilig auf die Verm&ouml;gensaufteilung auswirken.&ldquo;</p><p><strong>Betr&uuml;ger </strong>&bdquo;t&auml;uschen oder bel&uuml;gen andere Menschen, um einen Verm&ouml;gensvorteil zu erlangen.&ldquo; Das ist ein Verm&ouml;gensdelikt und im deutschen Strafgesetzbuch (StGB) unter &sect; 263 geregelt. Das Strafma&szlig; bei besonders schwerem Betrug liegt bei bis zu zehn Jahren Knast.</p><p>Dann haben wir noch den <strong>R&auml;uber</strong>. Jemand, der eine Sache stiehlt und &bdquo;dabei einer Person Gewalt antut oder androht&ldquo;.</p><p>Und zu guter Letzt der <strong>Z&ouml;llner</strong>, genauer gesagt: Zolleintreiber. Ich habe KI, die k&uuml;nstliche Intelligenz im Internet gefragt, ob es denn heutzutage strafbar w&auml;re, Z&ouml;llner zu sein? Und KI hat geantwortet: &bdquo;Es ist nicht strafbar, Z&ouml;llner zu sein.&ldquo; Z&ouml;llner seien im Gegenteil Beamte im &ouml;ffentlichen Dienst. Ihre T&auml;tigkeit sei gesetzlich geregelt. Allerdings k&ouml;nnen Z&ouml;llner sich strafbar machen, wenn sie gegen Gesetze versto&szlig;en und sich zum Beispiel bestechen lassen.</p><p>Also ist meine erste Zusammenfassung: Wer all das nicht getan hat, steht doch moralisch schon mal h&ouml;her als all die Gesetzesbrecher, die f&uuml;r ihre Taten ins Gef&auml;ngnis geh&ouml;ren. Stimmen Sie mir da zu? Lieber ein rechtschaffender B&uuml;rger als ein Krimineller! Wir! &hellip; geh&ouml;ren doch zu den Guten!</p><p>Der Pharis&auml;er war nicht nur kein schlimmer Mensch, er war sogar ein vorbildlicher Gl&auml;ubiger. Das n&auml;mlich war zur Zeit Jesu der Ruf der Pharis&auml;er in der Bev&ouml;lkerung. Pharis&auml;er setzten damals die Benchmark, die Messlatte, f&uuml;r ein besonders frommes, Gott wohlgef&auml;lliges Leben. An ihnen orientierte sich der Normalb&uuml;rger.</p><p>&bdquo;Ich faste zweimal in der Woche&ldquo; (Lukas 18,12), sagt er von sich. Fasten im j&uuml;dischen Kontext war ein religi&ouml;ses Ritual. Es war Ausdruck der Bu&szlig;e, der Hinwendung zu Gott. Wer aus Bu&szlig;e fastete, zeigte damit: Ich m&ouml;chte Gott besonders nahe sein. Ich habe Fehler gemacht und dem&uuml;tige mich vor Gott. Ich faste, weil ich Gott suche.</p><p>Sage mir einer, dass Gott da etwas dagegen hat! Wenn ein Mensch ihn so intensiv sucht. Wenn einer das jede Woche macht &ndash; was f&uuml;r eine Disziplinleistung, was f&uuml;r eine Hingabe des Glaubens. Und wenn einer das zweimal die Woche macht &hellip; Ja, da schlagen die Engel im Himmel doch Purzelb&auml;ume vor Freude. Und dann gibt er auch noch zehn Prozent seiner Einnahmen an die Tempelkasse ab. So jemand ist ohne Zweifel ein guter Mensch, ein besonders frommer Mensch.</p><p>Ich habe KI gefragt: &bdquo;Wie benimmt sich ein guter Mensch heutzutage?&ldquo; Und KI sagt, der Begriff &bdquo;guter Mensch&ldquo; sei subjektiv. Es gebe jedoch einige Eigenschaften und Verhaltensweisen, die oft mit guten Menschen in Verbindung gebracht werden, wie z.B. Hilfsbereitschaft, Ehrlichkeit, Bereitschaft zur Verantwortung und Umweltbewusstsein. Also ein Mensch, der anderen hilft, der ehrlich und authentisch ist, der nachhaltig und umweltbewusst lebt, das ist ein guter Mensch.</p><p>Gegen solche Verhaltensweisen kann doch Gott heutzutage nichts haben, oder? Gott m&uuml;sste mit so jemandem doch hochzufrieden sein! Er soll doch froh sein, dass da eine ehrliche Haut versucht ein mitmenschliches Leben zu f&uuml;hren und nur einen kleinen &ouml;kologischen Fu&szlig;abdruck zu hinterlassen.</p><p>Aber Gott ist <strong>nicht </strong>zufrieden. Warum wissen wir das? Weil Gott mit dem guten Pharis&auml;er in unserer Geschichte <strong>nicht</strong> zufrieden ist. Denn wir lesen den brutalen Satz: Der Pharis&auml;er &bdquo;ging <strong>nicht</strong> gerechtfertigt hinab in sein Haus&ldquo; (Lukas 18,14). <strong>Nicht </strong>gerecht gesprochen von Gott. Das bedeutet: <strong>Nicht</strong> angenommen von Gott. Nicht f&uuml;r wertgeachtet, einmal in seiner N&auml;he im Himmel zu sein. Brutal! Und das mit so einem frommen Leistungsprofil! Wie kann Gott jemanden zur&uuml;cksto&szlig;en, der mit solchem Aufwand seine Gebote beachtet? Haben sie eine Erkl&auml;rung daf&uuml;r?</p><p>Nun, kein Mensch kann sich den Himmel verdienen. In Psalm 130 lesen wir: &bdquo;<em>Wenn du, Herr, S&uuml;nden anrechnest, wer wird vor dir bestehen?&ldquo; </em>(Psalm 130,2)</p><p>Im Lichte von Gottes Wort muss ich erkennen: All meine guten Taten und frommen Kasteiungen verschaffen mir bei Gott nur 2 Millimeter Vorsprung vor dem Betr&uuml;ger und Verbrecher. Die restlichen &ndash; sagen wir &ndash; 10 Kilometer zur Himmelst&uuml;r sind f&uuml;r mich genauso un&uuml;berwindlich wie f&uuml;r den Knasti. All die kleinen Bosheiten und Geh&auml;ssigkeiten, die ich zustande bringe, wenn ich gerade mal keine gute Tat tue, vermauern mir den Weg zu Gott. Paulus bringt es im R&ouml;merbrief auf den Punkt: &bdquo;<em>Alle Menschen haben ges&uuml;ndigt und das Leben in der Herrlichkeit Gottes verloren.&ldquo; </em>(R&ouml;mer 3,23 nach Neues Leben. Die Bibel)</p><p>Gott nimmt mich nicht an, weil ich mich bem&uuml;he. Gott nimmt mich an, weil ich seine Liebe erwidere.</p><p>Das Zauberwort hei&szlig;t &bdquo;Gnade&ldquo;. Das ben&uuml;tzt der Z&ouml;llner, der ganz hinten im Tempel auf den billigen Pl&auml;tzen steht: &bdquo;Gott, sei mir S&uuml;nder gn&auml;dig.&ldquo; &bdquo;Sola gratia&ldquo; sagt Luther dazu: Allein durch Gnade. Gott nimmt Menschen an &bdquo;aus lauter v&auml;terlicher, g&ouml;ttlicher G&uuml;te und Barmherzigkeit ohn all mein Verdienst und W&uuml;rdigkeit&ldquo;, so schreibt Luther in seinem Kleinen Katechismus.</p><p>Gnade &ndash; wie bekomme ich die? Da hilft die letzte Szene unseres Textes. Jesus sitzt da und wartet, bis wir wie kleine Kinder zu ihm kommen. Er zieht die Kinder zu sich, nimmt sie in den Arm, scherzt mit ihnen und segnet sie. Und er sagt: &bdquo;So m&uuml;sst ihr es machen! Kommt zu mir wie ein unm&uuml;ndiges Kind. Lasst Euch von mir in den Arm nehmen und umsorgen. Schaut ganz auf mich und erwartet alles von mir!&ldquo;</p><p>&bdquo;Herr, sei mir S&uuml;nder gn&auml;dig&ldquo;, damit schl&auml;gt sich der Z&ouml;llner an die Brust. Und das d&uuml;rfen Sie und ich auch sagen: &bdquo;Ich bin ein S&uuml;nder, Herr. Ich hab&acute;s vergeigt. Ich habe meine eigenen Ziele verfolgt, mein Leben sinnlos vergeudet ohne dich. Herr, lass es so nicht enden. Erneuere mein Herz. Ich habe dich n&ouml;tig. Wie ein kleines Kind stehe ich vor dir und habe dir nichts zu bringen. Meine Titel, meine Leistungen, meine gesellschaftliche Stellung, mein Ansehen bei den Menschen z&auml;hlen bei Dir nicht. Herr, ich hoffe ganz auf dich. Nimm mein weiteres Leben&nbsp;in deine liebenden H&auml;nde.</p><p>Amen.&ldquo;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Jürgen Burst</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17185028.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Jürgen Burst]]></author>
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      <pubDate>Tue, 14 Oct 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Der Richter und die Witwe]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Lukas 18,1-8 – ausgelegt von Marion Christa Nickel.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Lukas 18,1-8 – ausgelegt von Marion Christa Nickel.</em><br/>
<p>Interessante und spannende Geschichten haben mich als Kind schon immer fasziniert. Sp&auml;ter auch die Gleichnisse von Jesus. Ein Gleichnis ist eine bildhafte Rede, bestehend aus einer Sach- und einer Bildebene. Schon in vorchristlicher Zeit erz&auml;hlten die Propheten Israels passende Gleichnisse, um das von Gott gegebene Gesetz lebendig und verst&auml;ndlich zu machen. Die Zeitgenossen von Jesus Christus bezeichneten ihn als den gr&ouml;&szlig;ten Lehrer aller Zeiten. Sie sagten, er rede so wie noch kein Mensch zuvor geredet habe. Seine Redekunst war au&szlig;ergew&ouml;hnlich und viele, die ihn h&ouml;rten, glaubten an ihn.</p><p>Jesus, als Wanderprediger, nutzt vorwiegend die Natur als Lehrsaal. Aus Vorg&auml;ngen des allt&auml;glichen Lebens sucht er den H&ouml;rern die Geheimnisse des Himmelreichs zu erschlie&szlig;en. Unerm&uuml;dlich offenbart er durch seine lehrreichen Geschichten aus dem Alltag die Liebe des Vaters zu seinem Volk.</p><p>Auf diese Art und Weise erschlie&szlig;t Jesus seinen H&ouml;rern neue Perspektiven. Sein Ziel ist, dass sie ihr bisheriges Denken, F&uuml;hlen und Handeln in einer neuen Einstellung in Verbindung mit Gottes Willen erkennen. Jesus will ein Umdenken in ihrer Beziehung zu Gott bewirken. Eine innere Herzens-Umkehr zu dem himmlischen Vater. Es geht Jesus um eine neue geistige Geburt, durch dass sich ihr Leben in einer tiefgehenden Weise ver&auml;ndern sollte.</p><p>Aber Jesus lehrt seine Nachfolger auch- wie wichtig ein fundiertes Gebetsleben ist. Das Gebet ist eine m&auml;chtige Weise, die nicht nur die J&uuml;nger in jener Zeit, sondern auch Christen in dieser Zeit mit Gott verbindet und die Beziehung zu ihm st&auml;rkt. In Zeiten der Freude, Trauer, Not oder Dankbarkeit bringt das Gebet Trost, F&uuml;hrung und Hoffnung.</p><p>Dies unterstreicht Jesus beispielsweise im Lukas-Evangelium Kapitel 11,9-10: <strong>&bdquo;Und ich sage euch: Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empf&auml;ngt; und wer da sucht, der findet; und wer da</strong><strong>anklopft, dem wird aufgetan.&ldquo;</strong></p><p>Damit diese wichtige Wahrheit den J&uuml;ngern nicht verloren geht, erz&auml;hlt Jesus ihnen das Gleichnis vom ungerechten Richter, um zu veranschaulichen, wie wirksam Beharrlichkeit im Gebet ist. Ein Richter tr&auml;gt die Verantwortung unparteiisch zu sein, Zeugen zu befragen und das Recht zu bewahren. Er hat die Aufgabe, daf&uuml;r zu sorgen, dass der Gerechtigkeit Gen&uuml;ge getan wird.</p><p>Jesus legt den Fokus in dieser Geschichte auf die Pers&ouml;nlichkeit dieses Richters. Der Richter ist einer &bdquo;der Gott nicht f&uuml;rchtet und vor keinem Menschen sich scheut.&ldquo; Jesus zeichnet den H&ouml;rern das Bild eines nicht ehrenhaften, vielleicht sogar korrupten Mannes. Er ist ein Mensch, der Gott nicht respektiert und nichts auf die Meinung anderer Leute gibt. Ein Richter, der nicht vertrauensw&uuml;rdig scheint. Von so jemandem kann ich kaum erwarten, dass er auf die Dringlichkeit eines Rufes reagiert, der auf Ehrlichkeit und Gesetzestreue gegr&uuml;ndet ist.</p><p>Zu diesem Richter kommt also eine Witwe, deren Rechte missachtet werden. Sie befindet sich in einer Notlage. Witwen in Israel zu jener Zeit rechnet man zu den Machtlosen und Unterdr&uuml;ckten. Ohne Ehemann, ohne S&ouml;hne, ist jede Witwe zur Armut verurteilt. Ich gewinne den Eindruck, dass die Witwe keinen m&auml;nnlichen Verwandten mehr hat, der ihren Fall vor den Richter bringen k&ouml;nnte.</p><p>Die Alternativen, die einer alleinstehenden Witwe zur Zeit Jesu zum &Uuml;berleben bleiben, sind entweder zur&uuml;ck zum Elternhaus, erneute Heirat oder Betteln. Aus diesem Grund bringt sie nun ihr Anliegen selbst vor den Richter und sucht Gerechtigkeit zu erlangen. Doch der Richter weigert sich strikt, ihren Fall zu &uuml;bernehmen. Sein Desinteresse schreckt die Frau jedoch nicht ab. Sie ist vollkommen von ihrer Sache &uuml;berzeugt. Diese Entschlossenheit ist bewundernswert.</p><p>Mit erstaunlicher Z&auml;higkeit verbringt sie t&auml;glich ihre Zeit vor dem Haus des Richters und hofft darauf, dass er sich durch ihre Beharrlichkeit umstimmen l&auml;sst. Entnervt will sich der Richter schlie&szlig;lich von ihrem nervt&ouml;tenden Geschrei vor seinem Haus befreien. Er bef&uuml;rchtet sogar, dass sie ihm ins Gesicht schlagen k&ouml;nnte. Um endlich Ruhe zu erhalten, entscheidet er sich, ihr zu ihrem Recht zu verhelfen.</p><p>Der Herr zeigt damit den J&uuml;ngern, dass jemand, der eine gerechte Sache vertritt, zu Recht darauf beharren kann, dass sie durchgesetzt wird.</p><p>Selbst ein ungerechter, unger&uuml;hrter Richter kann durch Beharrlichkeit dazu gebracht werden, Recht zu sprechen. Jesus zieht folgenden Schluss aus diesem Vergleich: <strong>&bdquo;Gott aber, sollte er das Recht seiner Auserw&auml;hlten nicht ausf&uuml;hren, die Tag und Nacht zu ihm schreien, und sollte er es bei ihnen lange hinziehen? Ich sage euch, dass er ihr Recht ohne Verzug ausf&uuml;hren wird&ldquo;</strong> (Lukas 18,7-8).</p><p>Im Gegensatz zu dem ungerechten Richter ist Gott ein gerechter und barmherziger Gott. Ich lerne aus dieser Geschichte, die Notwendigkeit beharrlich zu beten und nicht den Mut zu verlieren, wenn meine Gebete nicht sofort erh&ouml;rt werden.</p><p>In seiner ersten Unterweisung &uuml;ber das Gebet &bdquo;Vater unser&ldquo; hat Jesus seinen J&uuml;ngern geboten, so zu beten: <strong>&bdquo;Dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden&ldquo; </strong>(Matth&auml;us 6,10).</p><p>Das K&ouml;nigreich, das Jesus dem j&uuml;dischen Volk anbietet, wird jedoch zur&uuml;ckgewiesen, und der K&ouml;nig verworfen. Jesus ermutigt seine J&uuml;nger, trotz aller Bedr&auml;ngnisse wie Gleichg&uuml;ltigkeit und Feindseligkeit, bei der Ausbreitung des Evangeliums im Gebet standhaft zu bleiben. Dies mit der Gewissheit, dass Gott ihre Gebete erh&ouml;ren und ihre Bed&uuml;rfnisse erf&uuml;llen will. Im Johannesevangelium, Kapitel 15,7 lese ich die Worte Jesu: <strong>&bdquo;Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch geschehen&ldquo;</strong>.</p><p>Jesus beendet das Gleichnis mit einer Frage: <strong>&bdquo;Doch wird wohl der Sohn des Menschen, wenn er in Macht und Herrlichkeit zur&uuml;ckkommt, den Glauben finden auf der Erde?&ldquo;</strong></p><p>Damit will Jesus sagen: Wird er bei Seiner Wiederkunft die wahren Gl&auml;ubigen finden, diejenigen, die durchgehalten haben, die vertraut und geglaubt haben? Die t&auml;glich in der Schrift forschen und an die ganze vom Heiligen Geist inspirierte Bibel glauben und danach handeln? Die Gewissheit derjenigen Christen, die eng an Jesus Christus bleiben, werden durch Jesus Christus gerechtfertigt und kommen nicht in das End-Gericht Gottes.</p><p>Spurgeon sagte einmal ungef&auml;hr so: &bdquo;Liebe Freunde, wir werden nie einen v&ouml;lligen Glauben an Gott haben, wenn wir nicht auch an Jesus Christus glauben. Die Menschen haben lange versucht &ndash; und eifrig versucht -, den Gott im Himmel ohne den Sohn anzubeten. Aber Jesus spricht: Niemand kommt zum Vater, denn durch mich! Und so wird es immer sein.&ldquo;</p><p>&#9658; Mehr Infos zum Buch Lukas:</p><section class="erf-teaser-card-init" data-url="https://youtu.be/hFSY9wmaTxE">Buchvideo: Lukas Kap. 1-9</section><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Marion Christa Nickel</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17184181.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Marion Christa Nickel]]></author>
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      <pubDate>Mon, 13 Oct 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Gebet um Leitung und Bewahrung]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Psalm 5 – ausgelegt von Rainer Kroninger.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 5 – ausgelegt von Rainer Kroninger.</em><br/>
<p>Ein flehender K&ouml;nig auf den Knien. Die hebr&auml;ischen Worte zeigen mir seine tiefe Ersch&uuml;tterung. Dann aber wird sein Beten immer fester und hoffnungsgewisser. Ja, Psalm 5 l&auml;sst uns teilhaben an einer Direkt&uuml;bertragung in die himmlische Welt. Gott &ouml;ffnet sich f&uuml;r solche Gebete. Denn sie sind ganz nach seinem Herzen. Auch heute.</p><p>Dieses leidenschaftliche Gebet ber&uuml;hrt mich tief. So als w&auml;re es direkt f&uuml;r meine notvolle Zeit gesprochen. Zu dem Gott, der auch die heutigen Missst&auml;nde und zum Himmel schreienden Untaten und L&uuml;gen verabscheut. Der auch &uuml;ber Heutiges zornig und au&szlig;er sich ist. Noch immer ver&uuml;ben Menschen die gleichen Frevel ihm gegen&uuml;ber: weggeschobene Verantwortung und verweigerter Gehorsam. Keiner ist da ausgenommen. Nicht nur die gro&szlig;en, machtvollen &Uuml;belt&auml;ter tun das &ndash; wir alle leben so. Ohne Ausnahme. Auch mein eigener Mist tr&auml;gt bei zum bedrohlichen Misthaufen unserer Zeit.</p><p>David aber ist trotz all seiner Fehler ein Ausnahme-K&ouml;nig. Ehrlich und bereit ist er f&uuml;r die volle Verantwortung f&uuml;r sich und sein Volk. So sucht er t&auml;glich Kraft und Wegweisung bei Gott. Auch in seinen dunkelsten Stunden, in der gr&ouml;&szlig;ten Ausweglosigkeit - Vers 3: <strong>&bdquo;Du bist</strong><strong>mein K&ouml;nig und mein Gott, zu dir schreie ich, dich flehe ich an!&ldquo;</strong> Beter wie ihn, Politiker mit seiner Leidenschaft, hat unsere Zeit zutiefst n&ouml;tig.</p><p>Die t&auml;gliche Nachrichtenlast, die Zunahme des Ungel&ouml;sten und zutiefst Unguten, macht heutige Menschen ja auch entsetzt und tief besorgt. Die einen verstummen, die anderen schimpfen und ereifern sich mit Schuldzuweisungen. Hier, in Davids Worten, da wird geklagt, wo es hingeh&ouml;rt: Gott selbst wird um Beistand angerufen. Nach seiner Hilfe und seinem Weg wird gefragt. Denn der lebendige Gott ist nicht so ohnm&auml;chtig, wie ich. Auf seine F&uuml;rsorge und seinen Weg mit mir zielt darum mein Beten. Und das ist eben kein bequemes &bdquo;Mach&acute; du mal, Gott!&ldquo; Nein, dieses Beten geschieht mit der Einsicht, dass ich ernten werde, was ich `ges&auml;t habe&acute;. Doch ich bete mit dem Vertrauen, dass Gott eben keiner ist, der sich schadenfroh zur&uuml;cklehnt und zuschaut. Ja, Davids und mein Beten wissen um die heilsame, rettende und bewahrende Liebe des Sch&ouml;pfers. &bdquo;Ach, Vater, wehre du das Schlimme ab &ndash; setze du den b&ouml;sen Entwicklungen bitte Grenzen!&ldquo;, &ndash; so bete ich. Und mich dabei zu neuem Gehorsam, zu neuer Zuversicht aufraffen. Zu Worten und Taten, die Gott wieder die Ehre geben. Jedes Beten nimmt mich als Beter selbst in die Pflicht. So oft hat David dies in seinem Leben erfahren: Gott will, dass mein Beten und Tun zusammenpassen!</p><p>Ein erster Schritt ist das Ersp&uuml;ren der wichtigen Gebetsanliegen. Meine Gebetsworte werden dann zur Verpflichtung: wollen mich mitnehmen &ndash; mich einbinden in das Tun Gottes. Jesus, der Davids-Nachkomme und Gottessohn, hat dies vorgelebt. Er sendet Sie und mich als seine J&uuml;nger und J&uuml;ngerinnen in die N&ouml;te und Fragen unserer Zeit. F&uuml;rs Jammern oder f&uuml;r sinnlose Zukunfts&auml;ngste habe ich gar keine Zeit! Viel wichtiger ist, dass ich als Beter auch hoffend und helfend handle. Die l&auml;hmende Masse all der Unzufriedenen und Aufbegehrenden ist schon gro&szlig; genug! Jesus braucht Getr&ouml;stete und Mutige; braucht Menschen, die Anderen Salz und Licht sein k&ouml;nnen.</p><p>Es geht also um solche Direktverbindungen in die himmlische Welt: Meine Anliegen und Sorgen will Gott h&ouml;ren. Und ich brauche seine Hinweise und Kraft f&uuml;r ein beherztes und heilsames Tun.</p><p>Wie weit sich unsere Zeit von Gott entfernt hat, sehe ich schon allein an dem Stichwort `Wutb&uuml;rger&acute;. Schuld sind nat&uuml;rlich immer nur die anderen. Ich f&uuml;hle mich als Opfer. Und ich lasse mir nicht alles bieten. Diesen Frust lasse ich auch raus: Im Stra&szlig;enverkehr, oder wo einer mich nervt. An Menschen, die mich st&ouml;ren &ndash; deren Handeln mich irritiert oder &auml;ngstigt. &ndash; Jesu Sicht der N&ouml;te ist ganz anders. Er sieht die Ursachen, warum Menschen sich zum Beispiel entstellt haben oder sonst wie abgerutscht sind. Auch mir geht es manchmal so: Wenn ich ein solches Gesicht sehe, bin ich ersch&uuml;ttert. Und frage mich, wie viel Leid und Verletzungen haben diesen Menschen wohl so weit gebracht? Dann sehe ich in diesem Gesicht nur noch den stummen Hilfeschrei oder die tiefsitzende Leere. Und bete oft still: &bdquo;Vater, erbarm dich &uuml;ber diesen Mitmenschen. &Uuml;ber dein Kind, das du mit ganz anderen Augen siehst.&ldquo;</p><p>David ringt hier auch mit all dem Unguten und zum-Himmel-Schreienden, das ihn umgibt. Mit bedrohlichen Feinden hat er zu tun &ndash; mit L&uuml;ge und Bosheit, die ihm entgegenschlagen. In Vers 5-7 w&auml;hlt er harte Worte, die zeigen, wie tief er innerlich davon getroffen ist. Wie sehr ihn dies in &Auml;ngste und Zweifel st&uuml;rzt. <strong>&bdquo;Die Gottlosen duldest du nicht in deiner N&auml;he. Wer dich hochm&uuml;tig verspottet, den st&ouml;&szlig;t du von dir.&ldquo;</strong> &ndash; Ich kann die Bitterkeit von Davids Worten schon verstehen. Wem geht es bei manchen t&auml;glichen Meldungen nicht genauso? Bei dem sinnlosen Morden? Bei der Vernichtung der Lebensgrundlagen von so vielen Menschen?</p><p>David musste als K&ouml;nig selbst Recht sprechen und dabei oft drastische Urteile f&auml;llen. Hat er dies im Blick, wenn er in Vers 7 betet: &bdquo;L&uuml;gner, Heuchler und M&ouml;rder bringst du um. Sie ekeln dich an.&ldquo; <strong>Nein</strong>, ich denke, David macht hier Gott nicht zu seinem Scharfrichter. Und wie krank solch ein Denken ist, das sehe ich an den Untaten jener selbsternannten Gotteskrieger. &ndash; Als tiefgl&auml;ubiger Mensch des Alten Bundes ist Davids Einstellung eine andere: Er lebt von der Grund&uuml;berzeugung des Alten Testamentes, dass jede Untat ihre Strafe nach sich zieht. Und das bedeutet vor allem dies: Wer Gott missachtet, der zerst&ouml;rt sein Leben und das Gl&uuml;ck anderer. Auch Jesus hat dies best&auml;tigt mit dem Wort: <strong>&bdquo;Ein schlechter Baum kann keine guten Fr&uuml;chte bringen. Jeder Baum, der keine guten Fr&uuml;chte</strong><strong>bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.&ldquo;</strong> ( Matth&auml;us 7,18-19)</p><p>Dabei sind es oft die Menschen selbst, die sich zugrunde richten; auf ganz unterschiedliche Weise. Ja, oft scheinbar unbesiegbar und triumphierend. Es geht um ein geistliches Gesetz, nicht um eine unmittelbar geforderte Bestrafung durch Gott. Die schlimmsten H&ouml;llen, man verzeihe mir dieses drastische Wort, die schaffen Menschen sich selber.</p><p>David ruft hier also nicht nach Gottes Strafe. Sondern er vertraut fest auf Gottes Gerechtigkeit. Seine Gewissheit ist, dass alles, was geschieht, zuerst an Gott vorbei muss. Und dass dem heiligen Gott unbestreitbar die Zukunft geh&ouml;rt.</p><p>Diese Klarheit des Vertrauens und diese Zuversicht finde ich ungemein gut ausgedr&uuml;ckt in dem Lied &bdquo;Es mag sein, dass alles f&auml;llt&ldquo; von Rudolf Alexander Schr&ouml;der. Er schreibt im d&uuml;steren Jahr 1936: <strong>Es mag sein, die Welt ist alt; Missetat und Missgestalt sind in ihr (all)gemeine Plagen. Schau dirs an und stehe fest; nur wer sich nicht schrecken l&auml;sst, darf die Krone tragen. </strong></p><p><strong>Es mag sein, so soll es sein: Fass ein Herz und gib Dich drein;<br />
Angst und Sorge wird&#39;s nicht wenden. Streite, Du gewinnst den Streit!<br />
Deine Zeit und alle Zeit steh&acute;n in Gottes H&auml;nden.</strong></p><p>Das m&ouml;chte ich auch aufnehmen. Damit mein Beten kein Gejammer oder kein Gezeter wird. Sondern dass ich es wieder sehe und r&uuml;hme: Unsere Welt ist gehalten in Gottes guter Hand &ndash; und meine Kraft, meine Zeit und Zuversicht sollen ihm dienen.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pfarrer i. R. Rainer Kroninger</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17183748.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pfarrer i. R. Rainer Kroninger]]></author>
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      <pubDate>Sun, 12 Oct 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Vom Kommen des Gottesreiches und vom Tag des Menschensohns]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Lukas 17,20-37 – ausgelegt von Mignon Junghänel.]]></description>
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<p>&bdquo;Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, dann ist es nicht das Ende&ldquo;. Dieses Zitat von Oscar Wildev kam mir beim Nachdenken &uuml;ber den heutigen Abschnitt aus dem Lukasevangelium in den Sinn. Denn auch darin geht es um das Ende oder wie es im Kontext der Bibel oft hei&szlig;t, die Endzeit. Bibeltexte, die sich mit der Endzeit besch&auml;ftigen, gibt es zahlreiche. Ich habe gelesen, dass es, je nachdem wie weit man dieses Thema fasst, mindestens 100-150 Stellen sind. Dabei verwendet die Bibel gar nicht immer den Begriff Endzeit. Oft hei&szlig;t es &bdquo;J&uuml;ngstes Gericht&ldquo;, &bdquo;Weltgericht&ldquo;, &bdquo;Wiederkunft Christi&ldquo; oder wie im Lukasevangelium: &bdquo;Kommen des Reiches Gottes&ldquo; oder &bdquo;Tag des Menschensohnes&ldquo; &ndash; wobei Menschensohn eine Bezeichnung f&uuml;r Jesus Christus ist.</p><p>Bereits im Alten Testament kann ich Texte und B&uuml;cher finden, die sich mit dieser Thematik befassen: vor allem die Propheten Daniel, Jesaja, Hesekiel und Sacharja. Das am st&auml;rksten apokalyptische Buch der Bibel, das Buch also, das sich am intensivsten mit der Endzeit auseinandersetzt, kann ich jedoch am Ende des Neuen Testament finden &ndash; in der Offenbarung des Johannes.</p><p>Da apokalyptische Texte auch prophetische Texte sind, die eine Vorausschau auf Zuk&uuml;nftiges geben, wird dabei viel in Bildern gesprochen. Von Drachen, Reitern und Posaunen ist die Rede, von Tieren und geheimnisvollen Zahlen. Vielleicht war es zur Entstehungszeit dieser Texte anders, aber f&uuml;r die meisten Menschen heute oder zumindest f&uuml;r mich, sind diese Bilder schwer zu verstehen. Dazu kommt, dass im Zusammenhang der Endzeit viel von Kriegen, Hungersn&ouml;ten, Seuchen, Naturkatastrophen bis hin zu kosmischen Ereignissen zu lesen ist. Als w&auml;re unser Hier und Jetzt mit all seinen Krisen und Herausforderungen nicht schon schlimm genug! All dies f&uuml;hrt dazu, dass Endzeittexte meist d&uuml;ster sind und oft ein Gef&uuml;hl der Beklemmung, wenn nicht Angst ausl&ouml;sen.</p><p>Tats&auml;chlich glaube ich jedoch, dass Angst machen nicht das Ziel dieser Texte ist. Ganz im Gegenteil sogar! Ich glaube, nein, ich bin fest davon &uuml;berzeugt, dass diese Texte Mut und Hoffnung machen sollten und immer noch wollen. Sie entstanden vor allem in Zeiten, die durch Unterdr&uuml;ckung, Verfolgung und Hoffnungslosigkeit gepr&auml;gt waren: Das Buch Daniel z.B. entstand zur Zeit der Verfolgung durch Antiochos IV. im 2. Jahrhundert vor Christus und die Offenbarung des Johannes wurde zur Zeit der Christenverfolgung unter r&ouml;mischer Herrschaft geschrieben. Die drastische Sprache dieser Texte will also keine drohenden Horrorszenarien heraufbeschw&ouml;ren, sondern spiegelt den realen Schrecken der Zeit wider. Gleichzeitig beinhalten diese Texte immer auch eine verborgene Hoffnung: Das B&ouml;se herrscht &ndash; aber nicht ewig. Denn Gott wird eingreifen!</p><p>Die Hoffnung darauf war schon zu Jesu Zeiten auf Erden sehr real. Israel war besetzt von den R&ouml;mern und die Menschen warteten und hofften sehns&uuml;chtig darauf, dass endlich der angek&uuml;ndigte Retter kommt, um das Reich Gottes aufzubauen und das Land von der Fremdherrschaft zu befreien. In den Abschnitten vor unserem heutigen Bibeltext spricht Jesus tats&auml;chlich vom Kommen des Reiches Gottes und vom Tag des Menschensohns. Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass die Pharis&auml;er Jesus fragen, wann dies endlich passieren wird. Jesus Antwort ist &uuml;berraschend: Das Reich Gottes kommt nicht erst, es ist schon da! Das Reich Gottes beginnt nicht erst &bdquo;irgendwann&ldquo; &ndash; es hat schon begonnen: In Jesus selbst ist Gottes Gegenwart bereits da. Wer ihm vertraut, lebt jetzt schon im Reich Gottes. Selbst wenn es von au&szlig;en betrachtet Krisen und N&ouml;te gibt. Gott ist da &ndash; an der Seite der Menschen damals und an unserer Seite heute, mitten in der Not und Hoffnungslosigkeit unserer Zeit.</p><p>Gottes Reich tr&auml;gt jetzt schon &ndash; und es wird eines Tages vollendet, sichtbar f&uuml;r alle!</p><p>Genau dar&uuml;ber sprechen die Verse Lukas, 22-37: n&auml;mlich &uuml;ber die Wiederkunft Jesu und die endg&uuml;ltige Aufrichtung des Reiches Gottes.</p><p>Bis dahin wird es immer wieder Zeiten geben, an denen die J&uuml;nger damals oder die Christen heute gerne "einen der Tage des Menschensohnes" sehen w&uuml;rden. Oder anders ausgedr&uuml;ckt, Tage, an denen sie sehns&uuml;chtig fragen: &bdquo;Wie lange noch?&ldquo;</p><p>Die Antwort auf die Frage, wann dies geschehen wird, wei&szlig; allein Gott.</p><p>Spekulationen dar&uuml;ber, wann dies geschehen wird, sind vergeblich. Aktuelles weltpolitisches Geschehen oder irgendwelche Naturkatastrophen auf apokalyptische Texte zu beziehen und daraus Schl&uuml;sse ziehen zu wollen, wann das Ende kommt, bringen nichts. Jesus warnt im Vers 23 sogar ausdr&uuml;cklich davor: <strong>&bdquo;Sie werden zu euch sagen: &sbquo;Schaut doch hierher!&lsquo;, oder: &sbquo;Schaut dorthin!&lsquo; Aber geht nicht hin und gebt nichts darauf.&ldquo;</strong> Wenn es soweit ist, dann wird es eindeutig sein. Dann wird es nichts mehr zu spekulieren geben: <strong>&bdquo;Wenn sein Tag da ist, wird der Menschensohn kommen wie ein Blitz, der mit einem Schlag den ganzen</strong><strong>Horizont ringsum erhellt.&ldquo;</strong> (Lukas 17,24)</p><p>Wenn Jesus auf die Tage Noahs und Lots verweist, erinnert er damit an Zeiten des Gerichts. Zu Zeiten von Noah kam das Gericht Gottes in Form der Sintflut, zu Zeiten Lots kam das Gericht in Form von Feuerregen. Aber beides kam zwar angek&uuml;ndigt, und doch &uuml;berraschend als auch un&uuml;bersehbar. Wenn der Tag des Menschensohnes kommt und Gott sein Reich aufrichtet, dann wird sich zeigen, wer im Reich Gottes lebt und wer nicht. Von zwei Menschen, die ihr Leben Seite an Seite verbracht haben, wird einer angenommen, der andere nicht. Dies beinhaltet die Warnung, dass es tats&auml;chlich auf die eigene Beziehung zu Jesus Christus ankommt. Stellvertretend &uuml;ber andere glauben, wird nicht funktionieren. Noch haben wir Zeit, unsere Beziehung zu Gott in Ordnung zu bringen. Nutze ich sie?</p><p>Wann dies alles geschieht, wissen wir nicht. &bdquo;Wo das Aas ist, sammeln sich die Geier&ldquo; &ndash; Wenn die Zeit da ist, wird Jesus wiederkommen und das Reich Gottes aufbauen. Gericht bedeutet an dieser Stelle nicht nur &bdquo;Verurteilung&ldquo;, sondern auch Wiederherstellen von Recht und Beendigung von Ungerechtigkeit und Leid. In diesem Sinne wird es dann wirklich hei&szlig;en: &bdquo;Am Ende wird alles gut.&ldquo;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Mignon Junghänel</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17183314.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Mignon Junghänel]]></author>
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      <pubDate>Sat, 11 Oct 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die zehn Aussätzigen]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Lukas 17,11-19 – ausgelegt von Jörg Schulze.]]></description>
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<p>Es war schon ein allt&auml;gliches Ritual. Immer, wenn wir Kinder ein Geschenk oder eine Hilfe bekamen, sollten wir dies bewusst annehmen. &bdquo;Und was sagt man?&ldquo; - &bdquo;Danke!&ldquo; Denn: &bdquo;Nichts ist <strong>selbstverst&auml;ndlich&ldquo;</strong>. Wahrscheinlich kennen auch Sie &auml;hnliche Rituale.</p><p>Um mehr als ein Ritual geht es in der heutigen Bibellese. Von der Heilung der zehn Auss&auml;tzigen berichtet nur das Lukasevangelium. In den anderen Evangelien finden wir diese Erz&auml;hlung nicht. Sie ist eine Wundergeschichte. F&uuml;r Lukas geht es bei den Wundern Jesu nicht nur um Jesus. Vielmehr sind dies Zeichen f&uuml;r das Reich Gottes. So werden wir in der Zukunft mit Gott leben: Ohne Leid, Schmerzen und Klage. So soll es uns in der Gegenwart mit Gott gut gehen: Durch Wohlstand, Gesundheit und Gerechtigkeit.</p><p>Nach Lukas kennt Gottes Liebe keine Grenzen. Grenzen im w&ouml;rtlichen, aber auch im &uuml;bertragenen Sinne. Jesus ist f&uuml;r alle Menschen da, die der Hilfe oder Rettung bed&uuml;rfen. Ohne Unterschied. Einerlei, wer sie sind. Egal, welche Last sie dr&uuml;ckt. Jesus ist ein Freund der Benachteiligten und Ausgesto&szlig;enen. Er k&uuml;mmert sich um Arme, Kranke und Frauen. Er isst mit Z&ouml;llnern und S&uuml;ndern. Jesus Christus ist der Erl&ouml;ser der Juden, Samariter und Heiden. Auch in den heutigen Versen lesen wir von Menschen am Rande der Gesellschaft, von Heilung und &ndash; von Dankbarkeit.</p><p>Jesus ist auf dem Weg nach Jerusalem. Auf dem Weg zu Passion und Auferweckung. Im Grenzgebiet zwischen Samaria und Galil&auml;a begegnet er am Rande eines Dorfes zehn M&auml;nnern. Sie leiden an Aussatz oder Lepra. Schlimmer kann es f&uuml;r sie nicht mehr kommen. Zur Zeit Jesu ist Lepra unheilbar und ansteckend. Wenn einer daran erkrankt, ist er zu Lebzeiten zum Tode verurteilt. Vor dem k&ouml;rperlichen Sterben erlebt er auch ein soziales Sterben durch Isolation. Denn die Gesunden f&uuml;rchten sich vor der Krankheit, vor Ansteckung und vor dem Erkrankten. Darum wird der Auss&auml;tzige ausgegrenzt vom &ouml;ffentlichen Leben. Auch am Gottesdienst darf er nicht teilnehmen. Trennung scheint der einzige sichere Schutz zu sein. So leben die Auss&auml;tzigen wie in einem Ghetto. <strong>Alleingelassen sogar von Familien und Freunden. Ohne Hilfe und Ber&uuml;hrungen, ohne W&auml;rme und Geborgenheit</strong>.</p><p>Gott sei Dank ist heute auch f&uuml;r Auss&auml;tzige Heilung m&ouml;glich. Nicht zuletzt durch das Wirken der deutschen &Auml;rztin und katholischen Ordensfrau Ruth Pfau in Karatschi, in Pakistan. Bis zu ihrem Tod, 2017, widmete sie ihr Leben ganz der Arbeit mit Leprakranken. Sie erm&ouml;glichte jenen ein Leben in W&uuml;rde. Dank ihres Einsatzes wurden aus Kranken Geheilte und aus Auss&auml;tzigen Menschen in der Mitte der Gesellschaft.</p><p>Wie ganz anders war dies zur Zeit Jesu! Damals f&uuml;hlten sich Leprakranke nicht nur von den Menschen verlassen. Auch Gott schien f&uuml;r sie ganz weit weg. Krankheiten, und vor allem solche wie Aussatz, galten als Strafe Gottes f&uuml;r S&uuml;nden. Eine scheinbar ausweglose Situation. Und genau in dieser Not greift Gott in das Leben jener zehn Auss&auml;tzigen ein. Sie haben von Jesus und seinem Kommen geh&ouml;rt. Wenn ihnen &uuml;berhaupt jemals einer helfen kann, dann er. Darauf vertrauen sie.</p><p>Nach den Reinheitsgesetzen jener Zeit d&uuml;rfen Auss&auml;tzige sich anderen Menschen nicht n&auml;hern. Also bleiben die Zehn in der vorgeschriebenen Entfernung von mindestens f&uuml;nfzig Metern, als Jesus ihnen n&auml;herkommt. &Uuml;ber diesen Abstand hinaus schreien sie ihm ihre ganze Not entgegen: &bdquo;Jesus lieber Meister, erbarme dich unser!&ldquo; Und er erbarmt sich ihres Elends. Er baut eine Beziehung auf zu den Menschen in der Isolation. Er ber&uuml;hrt die Kranken zwar nicht. Er heilt sie auch nicht unmittelbar. Aber Jesus zeigt ihnen pers&ouml;nliches Interesse und Aufmerksamkeit. Er schaut sie an. Er sieht ihren Glauben. In dieser Zuwendung liegen Liebe und Verstehen, Kraft und Ermutigung. Und so best&auml;rkt schickt er sie zu den Priestern in Jerusalem. Denn nur jene entschieden &uuml;ber rein und unrein. Sie diagnostizierten Aussatz. Sie stellten Heilung fest. So wie heute Amts&auml;rzte im Gesundheitsamt.</p><p>Die Zehn vertrauten dem Wort Jesu. Sie tun, was Jesus ihnen aufgetragen hat. So machen sie sich auf den Weg nach Jerusalem mit der Hoffnung auf Ver&auml;nderung. Welch eine Symbolik liegt in diesem Auftrag Jesu! Schon unterwegs sp&uuml;ren sie ihre Heilung. Wir erfahren nicht, wie sie geheilt werden. Aber, die Begegnung mit Jesus hat sie und ihr Leben ver&auml;ndert. Wie? &ndash; Nun, das erfahren wir nur von einem der Zehn. Er geh&ouml;rt nicht einmal zum Volk Gottes. Er ist ein Samariter, also ein Fremder. Aber er reagiert umgehend, als er wahrnimmt, was ihm widerfahren ist. Er h&auml;lt inne, geht zur&uuml;ck, wendet sich Jesus zu und dankt und lobt Gott &bdquo;mit Herzen, Mund und H&auml;nden&ldquo;. Von den anderen neun lesen wir nur, was sie nicht tun: N&auml;mlich, Gott danken, loben und ehren.</p><p>F&uuml;r den Samariter war die Begegnung mit Jesus der wichtigste Augenblick seines Lebens. F&uuml;r ihn ist noch mehr geschehen als die Heilung von dieser t&ouml;dlichen Krankheit. Er hat Gott gefunden. Und Gott gibt seinem Leben Zukunft im Angesicht des Todes. Mit allem und mit allen kann er neu beginnen. Der Samariter hat erkannt, welche Kraft hinter dem Glauben an Gottes Liebe stecken kann. &bdquo;Nichts ist unm&ouml;glich f&uuml;r den, der glaubt". Und f&uuml;r dieses Geschenk des Glaubens, f&uuml;r dieses so wertvolle Lebensmittel, sagt er Jesus &bdquo;Danke!&ldquo; Und Jesus? &ndash; Jesus unterst&uuml;tzt den dankbaren Samariter und was in und mit ihm geschieht. Er ermutigt ihn, nicht bei dem Erreichten stehenzubleiben, sondern seinen Lebensweg getrost und unverzagt weiterzugehen. Jesus best&auml;rkt Glauben und Dankbarkeit des Samariters mit einer ganz pers&ouml;nlichen Sendung. &bdquo;Steh auf! Was gewesen ist, ist vorbei. Mache dich auf in Gottes Zukunft f&uuml;r dich. Dein Glaube hat dir geholfen.&ldquo;</p><p>Auch heute kann der Glaube an Gott uns in schwierigen Lebenssituationen helfen. Wo wir wie jene Zehn den Weg zu Jesus finden, l&auml;sst Gott unser Rufen und Bitten nicht ohne Antwort und Hilfe. Und wo wir wie der Samariter Gott danken, loben und ehren, k&ouml;nnen auch wir mit Jesu Zuspruch immer wieder neu beginnen. &bdquo;Steh auf und geh! Dein Glaube hat dir geholfen.&ldquo;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Jörg Schulze</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17182590.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Jörg Schulze]]></author>
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      <pubDate>Fri, 10 Oct 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Von der Vergebung, der Kraft des Glaubens und der Pflicht des Knechts]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Lukas 17,1-10 – ausgelegt von Michael Jahn.</em><br/>
<p>Ein Warnschild stand da vor der Kurve. Und h&auml;tte ich nicht so schlimme Zahnschmerzen gehabt, w&auml;re ich an diesem Samstag gar nicht ins Auto gestiegen. Denn der heftige Wind peitschte Eisregen herunter, so dass die Stra&szlig;en spiegelglatt wurden. Aber meine Zahnschmerzen waren so heftig, dass ich mich trotzdem auf den Weg zu der Zahnarztpraxis machte, die Wochenenddienst hatte. Ich fuhr der Gl&auml;tte wegen sehr, sehr langsam &ndash; aber in dieser Linkskurve rutschte der Wagen einfach geradeaus weiter! Und kam dann im Graben zu liegen. H&auml;tte ich doch das Warnschild beachtet!</p><p>In unserem Bibelabschnitt heute sind uns zwei Warnschilder genannt, die vor und nach der Strecke mit dem Hinweiszeichen stehen.</p><p>Das erste Warnschild will uns auf <strong>kommende Verf&uuml;hrungen</strong> hinweisen, das zweite an <strong>unsere Pflichten</strong> erinnern.</p><p>Der kurze Bericht dazwischen ist ein Hinweis darauf, was die J&uuml;nger f&uuml;r ihren Glauben erbitten.</p><h2><strong>Wachsamkeit ist gefragt</strong></h2><p>Nun zum 1. Warnschild: Es mahnt uns wachsam zu sein, da es so viele interessante Verlockungen gibt. Verlockungen, die nach uns greifen, Verlockungen, die dem Glauben an Gott die Kraft und das Faszinierende rauben k&ouml;nnen. Die ihn einfach verdr&auml;ngen k&ouml;nnen.</p><p>F&uuml;r einen ist es das leidige Geld, das uns doch so viel Sch&ouml;nes erm&ouml;glicht. Aber Geld kann auch einen starken Einfluss auf die Entscheidungen im Alltag haben.</p><p>Verlockend kann auch der Einfluss sein, den Anerkennung und Macht erm&ouml;glichen. Ja, wenigstens einmal die Stelle des Chefs einnehmen k&ouml;nnen &hellip; F&uuml;r andere wieder kann die sexuelle Anziehungskraft sch&ouml;ner Frauen oder M&auml;nner zum Fallstrick werden. Da wachsam zu sein &ndash; und den Verlockungen widerstehen, darauf weist uns die Bibel heute hin.</p><h2><strong>Dienende Haltung</strong></h2><p>Das andere Warnschild betrifft unsere Haltung zum Dienen, zum Dienst &uuml;berhaupt, und damit aber auch die Frage nach dem Akzeptieren des Hausherren &ndash; und die Bereitschaft seine Auftr&auml;ge zu erf&uuml;llen. Diese beiden Ermahnungen rahmen die Antwort Jesu ein &ndash; die Antwort auf die Bitte der J&uuml;nger, ihren Glauben zu st&auml;rken. Was die J&uuml;nger von Jesus erbeten haben, war und konnte ja nur ganz im Sinne ihres Meisters Jesus sein! Und ich finde, das ist etwas Gutes.</p><p>Ihre Bitte: &bdquo;St&auml;rke uns den Glauben!&ldquo; kann und darf auch unsere Bitte sein. Auch wer heute Nachfolger Jesu sein will, tut gut daran, so zu beten: &bdquo;St&auml;rke uns den Glauben!&ldquo; Die Antwort Jesu aber f&auml;llt ganz anders aus als erwartet. Vielleicht &uuml;berrascht sie uns sogar?</p><p>Wenn ich &uuml;berlege, was ich f&uuml;r meinen Glauben f&uuml;r wichtig und erstrebenswert halte, denke ich als erstes: auf Gottes Wort h&ouml;ren, also es lesen und beachten. Die Gebote Gottes beachten, beten und Gemeinschaft in der christlichen Gemeinde suchen! Auch im Gottesdienst und beim Abendmahl Glaubensst&auml;rkung suchen.</p><h2><strong>Was ist wichtig f&uuml;r meinen Glauben?</strong></h2><p>Jesus aber antwortet: &bdquo;<em>Wenn ihr Glauben h&auml;ttet so gro&szlig; wie ein Senfkorn, dann k&ouml;nntet ihr zu diesem Maulbeerbaum sagen: Rei&szlig; dich aus und versetze dich ins Meer! und er w&uuml;rde gehorchen.&ldquo;</em><br />
Jesus weicht der Bitte seiner J&uuml;nger mit dieser merkw&uuml;rdigen Antwort keineswegs aus. Er m&ouml;chte ihnen und uns ja gern den Glauben st&auml;rken und er tut es auch durch dieses Wort.</p><p>Aber er antwortet eben ganz anders, als wir denken. Sehen wir uns die Antwort Jesu genauer an! Das Senfkorn gilt als kleinstes Samenkorn aller Staudengew&auml;chse in Israel. Es ist wesentlich kleiner als die Senfk&ouml;rner bei uns. Nur ein Bruchteil der Gr&ouml;&szlig;e. Ich hatte schon einmal ein derartiges auf der Hand und war erstaunt, dass es nicht einmal die Gr&ouml;&szlig;e eines Brotkr&uuml;mels hatte.</p><p>&bdquo;Glaube so gro&szlig; wie ein Senfkorn&ldquo; bedeutet also &bdquo;winzig kleiner Glaube&ldquo;, oder auch &bdquo;aller geringster Glaube&ldquo;. Die Sache mit dem Maulbeerbaum ist der Inbegriff des Unm&ouml;glichen. Maulbeerb&auml;ume waren besonders fest und besonders tief im Erdreich verwurzelt. Es ist absolut unvorstellbar, dass so ein Baum sich selbst entwurzelt, wie von Geisterhand zum Meer fliegt und dort im Salzwasser Wurzeln schl&auml;gt und weiterw&auml;chst.</p><h2><strong>Was will Jesus damit sagen?</strong></h2><p>Ich denke: Wenn ihr auch nur den allergeringsten Glauben h&auml;ttet, dann k&ouml;nntet ihr Unm&ouml;gliches vollbringen. Oder, wie er ein andermal gesagt hat:<br />
&bdquo;<em>Alle Dinge sind m&ouml;glich dem, der da glaubt</em>.&ldquo; (Markus 9,23) Diese Antwort Jesu kann erschrecken, denn sie stellt den Glauben der J&uuml;nger in Frage, und damit auch unseren Glauben heute.</p><p>Oder trauen wir uns zu, mit unserem Glauben und durch unseren Glauben Unm&ouml;gliches zu vollbringen? Wenn nicht, dann m&uuml;ssen wir uns wohl fragen, ob wir denn &uuml;berhaupt etwas Glauben haben. Denn schon der allerkleinste Glaube kann Unm&ouml;gliches vollbringen,</p><h2><strong>Wie viel Glauben hatten die J&uuml;nger &uuml;berhaupt?</strong></h2><p>Das kann man aus Jesu Antwort heraush&ouml;ren: Euren Glauben soll ich st&auml;rken? Wie viel Glauben habt ihr denn &uuml;berhaupt? Wenn ihr auch nur ein kleines bisschen h&auml;ttet, dann k&ouml;nntet ihr Unm&ouml;gliches tun!</p><p>Ja, das ist nicht nur &auml;u&szlig;erst &uuml;berraschend &ndash; sondern f&uuml;r uns wahrscheinlich auch unverst&auml;ndlich. Zerst&ouml;rt Jesus den J&uuml;ngern mit diesem Wort ihr ganzes Glaubens-Selbstbewusstsein? L&auml;sst er sie hier &ndash; und uns heute manchmal auch &ndash; an unserem Glauben verzweifeln?</p><p>Aber denken wir an dieser Stelle einmal weiter und denken dar&uuml;ber nach, was es denn eigentlich f&uuml;r eine Glaubens-Sicherheit ist, die Jesus hier in Frage stellt.</p><p>K&ouml;nnte es nicht sein, dass die J&uuml;nger sehr stolz auf ihre Jesus-Nachfolge waren? Auf das, was sie Mutiges und Besonderes getan hatten? Sie hatten doch f&uuml;r Jesus ihre Arbeit und ihre Familien verlassen. Sie anerkannten Jesus als ihren Meister. Und in der Folge erlebten sie nun st&auml;ndig Gro&szlig;es mit ihm. Viele Wunder geschahen &ndash; und Traurigen und Verzweifelten gab Jesus neue Hoffnung!</p><p>Und dazu hatte er ihnen versprochen, dass sie in Gemeinschaft mit ihm Anteil am Gottesreich haben. Aber jetzt wollten sie dar&uuml;ber hinaus, dass ihr Glaube st&auml;rker wird. Sie wollten nun richtige Glaubenshelden werden &ndash; Menschen, die so fest im Glauben stehen, dass ihnen das niemand rauben kann. Auch hofften sie, durch ihren Glauben gro&szlig;e Taten vollbringen zu k&ouml;nnen &ndash; Wunder, wie Jesus sie tat. Das hatte er doch versprochen! Und als Beispiel eben vom sich entwurzelnden Feigenbaum gesprochen.</p><p>Unter heutigen Jesus-J&uuml;ngern ist das Glaubens-Selbst-Bewusstsein sicher nicht so stark ausgepr&auml;gt. Oder?</p><p>Eigentlich halten doch auch wir recht viel von unserem Glauben. Immerhin haben wir ja einiges gelernt, manche kennen vielleicht sogar das Glaubensbekenntnis. Zwar halten wir uns wohl nicht f&uuml;r s&uuml;ndlos, aber meinen doch, dass wir relativ anst&auml;ndige Menschen sind, Menschen, die sich redlich um N&auml;chstenliebe und gute Werke bem&uuml;hen.</p><p>Wir w&auml;ren bestimmt br&uuml;skiert, wenn jemand zu uns sagen w&uuml;rde: Du hast ja eigentlich gar keinen Glauben! Kurz gesagt: Auch Christen haben ein gewisses Glaubens-Selbst-Bewusstsein. Vielleicht sehen wir manchmal auf andere herab, die nicht &ndash; oder &bdquo;nur&ldquo; schwach glauben &ndash; nach unseren Glaubenserkenntnissen jedenfalls. Wie oft h&ouml;re ich manche Christen sagen: Ich habe meinen Glauben! Und es klingt so, als ob sie damit sagen wollten: Zweifelst du etwa daran? Halte mich nur ja nicht f&uuml;r ungl&auml;ubig! Auch wenn ich selten in die Kirche gehe.</p><h2><strong>Fehlendes Gott-Vertrauen</strong></h2><p>Heute h&ouml;ren wir nun, dass Jesus das in Frage stellt. Und er tut es nicht nur einmal, sondern immer wieder. Er entlarvt immer wieder das fehlende Vertrauen seiner Nachfolger. Als sie beim Sturm auf dem See Genezaret zum Beispiel Angst bekamen, da stillte er den Sturm und fragte dann: &bdquo;<em>Habt ihr noch keinen Glauben?</em>&ldquo; (Markus 4,40).</p><p>Als sie einen epileptischen Jungen in Jesu Abwesenheit heilen wollten und es ihnen nicht gelang, da sagte er ihnen hinterher: &bdquo;Das liegt an eurem Glaubens-Mangel!&ldquo;</p><p>Auch in anderem Zusammenhang vergleicht Jesus den Glauben mit einem Senfkorn und meint: &bdquo;Wenn ihr wenigstens so einen Senfkorn-kleinen Glauben h&auml;ttet, dann w&uuml;rde sich auf euer Wort hin ein Berg ins Meer st&uuml;rzen k&ouml;nnen&ldquo; (Matth&auml;us 17,20).</p><p>Auch als die J&uuml;nger nach Jesu Auferstehung v&ouml;llig verst&ouml;rt auf das leere Grab reagieren, tadelt er sie wegen ihres Unglaubens.</p><p>H&auml;tte Jesus nicht auch bei uns allen Grund, unseren Unglauben zu schelten? Wovor haben denn wir Angst? Vor wirtschaftlicher Not, vor Begegnungen mit bestimmten Menschen, vor Krankheiten, vor Unf&auml;llen, vor Katastrophen, vor dem Tod?</p><p>Wo ist denn da unser Glaube? Und wenn wir Gott um etwas bitten &ndash; f&uuml;r uns und andere &ndash; denken wir dann nicht oft im Stillen: Es wird sich ja doch nichts &auml;ndern?</p><p>Wo ist da unser Glaube? Oder wenn wir traurig, niedergeschlagen und verzweifelt sind, tun wir dann nicht so, als w&auml;re Jesus in seinem Grab vermodert und lebte nicht heute als siegreicher Herr und Heiland? Wo ist da unser Glaube? Ja, Jesus l&auml;sst seine J&uuml;nger an ihrem Glauben zweifeln, vielleicht sogar verzweifeln. Warum tut er das? &ndash; Weil er den Glauben st&auml;rken will!</p><p>Den Glauben, der Kraft, Hilfe und Trost allein bei Gott sucht. Den Glauben, der die eigene Ohnmacht und Hilflosigkeit erkennt, und zu Gott um Hilfe schreit. Der Glaube, der mit leeren H&auml;nden vor Gott steht. - Wollen Sie heute um diesen Glauben bitten?</p><p><br /><strong>&#9658;&nbsp; Sie haben Fragen zum christlichen Glauben? Dann fragen Sie doch</strong><strong>Nikodemus.AI</strong>&nbsp;&nbsp;<img alt="" height="52" src="https://www.erf.de/data/files/content.sources.r.erfplus.bibelheute/1103786.png" width="50" /></p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Michael Jahn</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17181727.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Michael Jahn]]></author>
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      <pubDate>Thu, 09 Oct 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Vom reichen Mann und armen Lazarus]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Lukas 16,19-31 – ausgelegt von Claudia Volkmann.</em><br/>
<p>&bdquo;<em>Es war auch ein Armer mit Namen Lazarus, der lag vor seiner T&uuml;r voller Geschw&uuml;re und h&auml;tte sich gerne von den Brotkrumen, die vom Tisch des Reichen fielen, ges&auml;ttigt; sogar die Hunde kamen und leckten ihm seine Geschw&uuml;re</em>&ldquo;, haben Sie eben in unserem Bibelabschnitt geh&ouml;rt.</p><p>Was f&uuml;r ein Kontrast: auf der einen Seite lebt ein reicher Mann herrlich und in Freuden, genie&szlig;t erlesene Speisen, tr&auml;gt die sch&ouml;nsten Kleider. Auf der anderen Seite Lazarus - arm, krank und am Boden. Wie es aussieht, sind die einzigen, die sich f&uuml;r ihn interessieren, die Hunde.</p><p>Gerade haben wir in der Gemeinde eine Hochzeit gefeiert. Im Rahmen der Trauung ging es auch darum, sowohl in guten wie auch in schweren Zeiten f&uuml;reinander da zu sein. Wie wertvoll ist es, wenn auch dann, wenn es uns schlecht geht, jemand an unserer Seite ist. Lazarus ist allein. Er leidet. Kein Mensch k&uuml;mmert sich um ihn. Das kann auch heute passieren; manch einer kann ein trauriges Lied davon singen.</p><h2><strong>Der Mensch ist nicht f&uuml;rs Allein-Sein gemacht</strong></h2><p>Eine Freundin von mir lebt allein. Als ihr betagter Hund vor einiger Zeit starb, war sie verzweifelt und f&uuml;hlte sich einsam. Schon bald motivierten Freunde sie, wieder einen kleinen Hund zu sich zu nehmen. Man k&ouml;nnte die beiden als Symbiose bezeichnen - sie sind f&uuml;reinander da. Das quirlige Hundchen zeigt ein ausgepr&auml;gtes &bdquo;soziales Komfortverhalten&ldquo;, ist sensibel daf&uuml;r, wie es Menschen geht. Kommt jemand zu Besuch, reagiert es feinf&uuml;hlig und schleckt mit seiner Zunge jeden verloren geglaubten Ank&ouml;mmling ausgiebig ab. Ist jemand traurig, ist der Hund sanft tr&ouml;stend unterwegs. Ist jemand gesundheitlich angeschlagen, zeigt der Kleine sich besonders geduldig und f&uuml;rsorglich. Geht es einem besser, zieht das Tier sich zur&uuml;ck und legt sich beruhigt schlafen.</p><p>Eine liebevolle Begegnung kann heilsam wirken, doch viele Menschen sind mit sich besch&auml;ftigt oder mit dem, was ihnen wichtig erscheint. Wie damals bei Lazarus. Der arme Mann lebte im Elend, hatte Schmerzen, doch wen k&uuml;mmerte das? Jedenfalls nicht den reichen Mann, der selbstzufrieden einherschritt. Erst als er nach seinem Tod Qualen litt, gehen ihm die Augen auf. Im Nachhinein sieht er ein, wie wenig Bestand sein ganzer Reichtum hat. Lazarus hingegen geht es jetzt besser. Er ist bei Gott geborgen, in Abrahams Scho&szlig;, getr&ouml;stet und versorgt mit allem, was er braucht. Wirklich himmlisch! F&uuml;r den Reichen kommen Einsicht und Bu&szlig;e zu sp&auml;t. Er war mit falschen Werten unterwegs. Das merkt er nun.</p><h2><strong>Gott kennen lernen</strong></h2><p>Ich m&ouml;chte Ihnen an dieser Stelle von einer Frau erz&auml;hlen. Sie arbeitet hart, um als Alleinerziehende ihre drei Kinder und sich &uuml;ber Wasser zu halten. Solange alle gesund sind, funktioniert es einigerma&szlig;en. Sie ist eine starke Frau, die mit beiden Beinen fest auf dem Boden steht. Aber was ist ihr Fundament?</p><p>Eines Tages erleidet die junge Mutter einen Schlaganfall. Sie ist gel&auml;hmt auf einer Seite, kann nicht sprechen, sitzen, aufstehen oder gehen, geschweige denn sich um ihre Kinder k&uuml;mmern. Alle F&auml;higkeiten (bis auf das Atmen, das kann sie noch) sind dahin. Es dauert etwas, bis ihr das Elend in vollem Ausma&szlig; deutlich wird. Sie muss zur Toilette und kann sich nicht r&uuml;hren. Sie hat Hunger, kann es aber niemandem mitteilen. Sie braucht Hilfe, bekommt aber keine. Die Kinder sind zu klein, um zu verstehen.</p><p>Die vermeintlich starke Frau ist am Boden wie der arme Lazarus. In ihrer Verzweiflung erinnert sie sich an jemanden, der als Christ versucht, Glaube und Leben unter einen Hut zu bringen. Er hat gesagt: &bdquo;Vertrauen Sie darauf, dass Jesus Ihnen hilft! Er tut es.&ldquo; Sie m&ouml;chte beten und wei&szlig; nicht wie. Doch sie kann es ja zumindest versuchen, &uuml;berlegt sie zaghaft. Kein Mensch ist da. Vielleicht hilft Jesus ihr wirklich? In Gedanken sagt sie: &bdquo;Jesus!&ldquo; Dann schl&auml;ft sie ersch&ouml;pft ein. Als sie wieder aufwacht, betet sie weiter: &bdquo;Hilf mir!&ldquo;</p><p>Tats&auml;chlich sieht sie im Geist, wie Jesus sich zu ihr beugt und h&ouml;rt, wie er voller Mitleid mit ihr spricht. Diese Begegnung tr&ouml;stet sie, l&auml;sst sie nach und nach neuen Mut fassen. M&uuml;hsam lernt sie in den folgenden Monaten viele Dinge wieder neu, kehrt ins Leben zur&uuml;ck. Aber etwas ist anders: das Fundament, auf dem sie steht, ist nicht mehr ihre eigene Kraft. Wie wenig diese Bestand hatte, hat sie erlebt. Der Boden, auf dem sie jetzt zu stehen lernt, ist ein lebendiger Glaube an Jesus Christus. Seine Liebe umgibt, st&auml;rkt und motiviert sie an jedem neuen Tag. Ihr Leben ist nach wie vor nicht einfach, aber sie wei&szlig;, dass sie nicht allein ist und hat neue Hoffnung.</p><h2><strong>Die richtigen Werte z&auml;hlen</strong></h2><p>Im &bdquo;Vater unser&ldquo; hei&szlig;t es: &bdquo;wie im Himmel so auf Erden&ldquo;. Mit welchen Werten sind wir unterwegs? Eher wie der Reiche in seinem irdischen Leben, oder wie Lazarus im Himmel? Unsere Entscheidungen pr&auml;gen unser Leben und auch das unserer Mitmenschen. Ob ich im Freundeskreis, in der Familie, am Arbeitsplatz, im Verein oder einer Gemeinde Begegnungen habe - lebendiger Glaube pr&auml;gt Werte. Werte ver&auml;ndern die innere Haltung und aus ihr ergibt sich unser Verhalten. Von Jesu Liebe motiviert, werde ich liebevoller - und das zeigt sich im Alltag. Vielleicht klappt es nicht immer, aber zumindest tendenziell. Und mit der Zeit wandeln sich schlechte Gewohnheiten zu guten. Habe ich, wie der Reiche, bisher hochm&uuml;tig auf Leute herabgeschaut, lerne ich nun mehr Mitgef&uuml;hl und Barmherzigkeit. Dies hat Vorteile f&uuml;r alle: f&uuml;r unseren N&auml;chsten, zum Beispiel den armen Lazarus, und f&uuml;r uns selbst - und zwar nicht erst im Himmel, sondern schon hier auf der Erde.</p><p>Nicht zuletzt steht die Frage im Raum: wie viel Freude hat Gott dann wohl an alledem? Nicht nur weil wir Gutes tun, sondern weil wir aus einem lebendigen Glauben an ihn ein neues Leben f&uuml;hren. Wir sind nach seinem Ebenbild geschaffen. Wie gut, wenn wir mit einer seiner w&uuml;rdigen Haltung leben! Ich w&uuml;nsche Ihnen einen lebendigen Glauben und Gottes Segen</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Claudia Volkmann</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17180989.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Claudia Volkmann]]></author>
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      <pubDate>Wed, 08 Oct 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Worte an die Pharisäer]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Lukas 16,14-18 – ausgelegt von Christine Müller.</em><br/>
<p>Diese Verse sind an die Pharis&auml;er gerichtet. Jetzt kann ich gleich denken: &bdquo;Das betrifft mich doch nicht!&ldquo; Ist es so?</p><p>Ich erinnere mich an die Geschichte aus dem Lukasevangelium, Kapitel 18, 11. Der Pharis&auml;er schlug sich an die Brust und sagte: &bdquo;Gut, dass ich nicht bin wie die anderen, die S&uuml;nder ...&ldquo;</p><p>Ja, nat&uuml;rlich, ich bin doch kein Pharis&auml;er! Wir sind doch alle S&uuml;nder, das ist doch klar. Jesus beschreibt die Pharis&auml;er als Menschen, die von sich selbst besser dachten als von anderen. Sie machten sich eigene Gesetze, die sie, nach ihrer Meinung &bdquo;heiliger&ldquo; machten. Jesus bezeichnet sie auch als Heuchler. Die meisten von ihnen glauben nicht, dass Jesus der Messias ist, der Sohn Gottes, der gekommen ist, um auch sie zu retten. Sie sprachen sich gegen ihn aus und ver/beurteilten seine Anh&auml;nger als solche, die nicht Gottes Willen t&auml;ten und nicht nach ihren Gesetzen lebten. Sie liebten das Geld und suchten die eigene Ehre und Anerkennung vor den Menschen. Sie lie&szlig;en sich verehren.</p><p>Wahrscheinlich k&ouml;nnte ich hier noch viele Punkte hinzuf&uuml;gen. Dennoch f&auml;llt mir beim Nachdenken &uuml;ber die biblischen Texte, die von den Pharis&auml;ern handeln, auf, dass ich selbst vielleicht manchmal wie ein Pharis&auml;er denke und handle. Wie oft kommt mir in den Sinn, andere w&auml;ren keine guten Christen, weil sie jenes nicht tun und anderes wiederum f&uuml;r v&ouml;llig o.k. halten. Ich sehe mich dann selbst &bdquo;heiliger &ldquo; an als sie.</p><p>Geld ist wichtig und ohne geht es nicht. Aber das Geld zu lieben, wie dr&uuml;ckt sich das denn aus? Vielleicht sollte ich mich mal wieder fragen, ob meine Spende ein Opfer ist oder ob ich weggebe, was ich &uuml;brighabe? Ein Opfer kann weh tun in meiner Finanzplanung, es kann auch zu einschneidenden Ver&auml;nderungen in meinem Alltag f&uuml;hren. Eine Spende, die ich Gott zu Verf&uuml;gung stelle, ist wahrscheinlich nicht unbedingt von gro&szlig;er Auswirkung auf meinen jetzigen Lebensumstand (wenn es keine einschneidende Summe ist). Gott hat nichts dagegen, dass ich spare und mir etwas Sch&ouml;nes kaufe oder in den Urlaub fahre. In seinen Augen macht es wenig Sinn, dass ich mehr und mehr Geld anh&auml;ufe und die Not des anderen mich nicht zum Geben motiviert. Diese ungute Eigenschaft des Pharis&auml;ers m&ouml;chte ich ablegen.</p><p>Gott kennt das Herz der Pharis&auml;er und er kennt auch mein Herz. Ist das eine sch&ouml;ne Erkenntnis oder eine erschreckende? Wenn mein Glaube Tiefgang hat, meine Beziehung zu Jesus eine lebendige ist, sein Wort von Bedeutung, das Gebet Ausdruck f&uuml;r aktiven Austausch ist, dann brauche ich nicht dar&uuml;ber erschrocken zu sein, dass Gott mein Herz sieht. Es darf mich freuen und mich geborgen f&uuml;hlen lassen.</p><p>Wenn das allerdings nicht der Fall ist (das wei&szlig; nur ich allein), dann findet Gott vielleicht unvergebene Schuld, Bitterkeit, Heuchelei, eigensinnige Entscheidungen und eine Menge mehr in meinem Herzen. Trotzdem sieht Jesus gerne hinein. Mit dem Psalmbeter vom Psalm 139 bitte ich ihn, mein Herz unter die Lupe zu nehmen und es zu reinigen. Gott ist eben anders als die Menschen und er misst mit anderem Ma&szlig;, das ist sehr gut so! In diesem Sinne darf ich mich auch von dem fernhalten, was mich von Gott entfernt. Ich lerne, wie er denkt und mir seine Liebe schenkt, gerade deswegen, weil er kein leistungsorientierter Gott ist. Ist das nicht befreiend?</p><p>Im folgenden Vers macht Jesus mich auf eine unumst&ouml;&szlig;liche Wahrheit aufmerksam. Durch das Gesetz, das niemand von uns einzuhalten schafft, kann ich mich nicht retten. Au&szlig;erdem ist seit Jesus&acute; Tod und Auferstehung das Gesetz durch ihn erf&uuml;llt und die Gnadenzeit, der neue Bund, angebrochen. Der Vorhang im Tempel zerriss (Markus 15,38) und Sie und ich haben freien Zugang zu Gott. Damit r&uuml;ckt die Gnade vor das Gesetz. Das Gesetz verurteilt mich als S&uuml;nderin, weil ich es nicht halten kann. Die Gnade ist ein unverdientes Geschenk Gottes, die mich aber aus Liebe zu ihm nicht davon entbindet, seine Gebote zu halten. Wenn ich einen Menschen liebe, dann tue ich auch nicht st&auml;ndig Dinge, die ihm nicht gefallen. Ich bem&uuml;he mich, Gott zu gefallen, weil er mich liebt. Dieses Bem&uuml;hen ist das, was Gott freut. Er sieht mich als sein Kind durch Jesus, der f&uuml;r mich eingetreten ist, wenn ich mit ihm lebe.</p><p>Somit ist die Gnade keine Freifahrtkarte.</p><p>Die Pharis&auml;er meinten, zum Reich Gottes zu geh&ouml;ren, doch der Herr sagte ihnen praktisch: &bdquo;Ihr k&ouml;nnt nicht das gro&szlig;artige Sittengesetz Gottes verletzen und noch immer einen Platz im Reich Gottes beanspruchen.&ldquo; Vielleicht fragten sie sich: &bdquo;Welches sittliche Gesetz haben wir denn verletzt?&ldquo; Der Herr wies sie darauf hin, dass das Ehegesetz niemals vergehen w&uuml;rde. Jeder Mann, &bdquo;<em>der seine Frau entl&auml;sst und eine andere heiratet, begeht Ehebruch; und jeder, der die von einem Mann Entlassene heiratet, begeht Ehebruch&ldquo;</em>. Genau das taten die Pharis&auml;er auf geistlichem Gebiet.</p><p>Das j&uuml;dische Volk hatte von Gott einen Bund erhalten. Doch diese Pharis&auml;er kehrten Gott den R&uuml;cken, indem sie wie verr&uuml;ckt nach materiellem Reichtum strebten. Jesus machte ihnen diesen Vorwurf, weil sie im geistlichen Sinne die eheliche Beziehung mit Gott gebrochen hatten. Sich &uuml;ber Gott zu stellen und seine Gnade nicht in Anspruch nehmen zu wollen, macht sie zu Heuchlern.</p><p>Aus dem Zusammenhang der Verse erkl&auml;re ich mir, dass die Ehe ein Bild ist f&uuml;r die Beziehung Gottes zu seinem Volk Israel und der Beziehung Jesu zur christlichen Gemeinde ist und damit auch zu mir.</p><p>Und nun komme ich zu meiner Anfangsfrage zur&uuml;ck: Wie sehr &auml;hnele ich dem Pharis&auml;er? Ich glaube, mehr als es mir recht ist. Jakobus macht mich darauf aufmerksam &bdquo;T&auml;ter des Wortes&ldquo; aufgrund der Erkenntnisse aus der Bibel zu sein und nicht nur H&ouml;rer! Sch&ouml;n, wenn Sie Gottes Wort lesen und h&ouml;ren, gesegnet sind Sie, wenn Sie es tun.</p><p>Ich w&uuml;nsche Ihnen diesen Segen!<br />
&nbsp;</p><p>&#9658;&nbsp; Sie haben Fragen zum christlichen Glauben? Fragen Sie doch <strong>Nikodemus.AI</strong>!&nbsp;<img alt="" height="46" src="https://www.erf.de/data/files/content.sources.r.erfplus.bibelheute/1103449.png" width="45" /></p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Christine Müller</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17180281.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Christine Müller]]></author>
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      <pubDate>Tue, 07 Oct 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Vom ungerechten Verwalter]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Lukas 16,1-13 – ausgelegt von Ulrich Tesch.</em><br/>
<p>Der Verwalter, die Hauptfigur dieser kleinen Geschichte, konnte selbstst&auml;ndig und in gro&szlig;er Freiheit ein Gut bewirtschaften, bis der Eigent&uuml;mer Informationen erhielt. Damit verbunden war allerdings auch die Versuchung zur Nachl&auml;ssigkeit oder zum Betrug. Dieser Versuchung ist der Verwalter erlegen. Doch sein Betrug fliegt auf. Also nichts Neues unter der Sonne. Whistleblower gab es auch schon damals.</p><p>Aber Jesus erz&auml;hlt die Geschichte nicht, um zu lamentieren, wie schlecht die Menschen doch sind oder um sie zu ermahnen, Gottes Gebote ernster zu nehmen. Das w&auml;re damals nichts Neues gewesen &ndash; und heute auch nicht. Jesus will an dieser Geschichte etwas anderes deutlich machen.</p><p>Er &uuml;berrascht uns, mit einem Lob f&uuml;r die Klugheit des Verwalters!</p><p>Denn, nachdem sich abzeichnet, dass der seinen Job verlieren wird und er keine Alternative f&uuml;r einen k&uuml;nftigen Broterwerb sieht, kommt er auf die Idee, mit der noch vorhandenen Vollmacht in einer letzten Betrugswelle, den Gl&auml;ubigern seines Chefs etwas Gutes zu tun. Die Summen, um die es da geht, sind nicht ohne.</p><p>Dem einen wird die Schuld in H&ouml;he des Ertrages von 140 Olivenb&auml;umen halbiert, dem n&auml;chsten der geschuldete Ertrag von 42 ha Ackerland um 20% reduziert usw. Er hofft darauf, dass sich die so beg&uuml;nstigten Gl&auml;ubiger erkenntlich zeigen und f&uuml;r seinen k&uuml;nftigen Unterhalt sorgen werden. Mit dieser Aktion investiert er in seine Zukunft - und das findet Jesus klug.</p><p>Dass jemand mit anvertrautem Gut so umgeht, dass es ihm in Zukunft n&uuml;tzt. Das unmoralische Verhalten bildet nur den Rahmen und wird von Jesus nicht kommentiert. Er erz&auml;hlt die Geschichte auch gar nicht zu Ende. So ist das mit Beispielgeschichten und Gleichnissen. Man muss genau hinschauen, worauf sie hinauswollen, um sie nicht misszuverstehen.</p><p>Dass jemand mit anvertrautem Gut so umgeht, dass es ihm in Zukunft n&uuml;tzt, &uuml;bertr&auml;gt Jesus nun Schritt f&uuml;r Schritt im Blick auf das J&uuml;ngerv- bzw. Christenleben.</p><p>Zun&auml;chst ist er noch ganz nah an der Beispielgeschichte: So wie sich der Verwalter Freunde mit dem anvertrauten Geld gemacht hat, sollen auch wir mit dem &bdquo;ungerechten Mammon&ldquo; umgehen.</p><p>Heute wissen wir, dass viele G&uuml;ter des t&auml;glichen Lebens, Nahrung, Kleidung, elektronische Ger&auml;te u. v. a. auf dem Weg des Unrechts und der Ungerechtigkeit in unsere Gesch&auml;fte und Warenh&auml;user und schlie&szlig;lich zu uns gekommen sind. Wir k&ouml;nnen uns vieles nur leisten, weil es auf ungerechte Weise hergestellt wurde. Weil anderen Menschen bei der Produktion und in den Lieferketten Unrecht widerfahren ist.</p><p>In gewisser Hinsicht gab es das schon immer.&nbsp; &bdquo;Ungerechter Mammon&ldquo; ist <em>ein</em> Ausdruck einer nicht idealen Welt! Der Welt, in der wir leben. In die ist Jesus gekommen. Er warnt vor der Gefahr des Mammon damals wie heute. Vor der Versuchung zu Habgier und Geiz. Vor der Gefahr, sein Herz an Geld und Gut zu verlieren, wenn das Streben danach zu unserem h&ouml;chsten Ziel wird und andere darunter leiden m&uuml;ssen.</p><p>Der untreue Verwalter ist dieser Versuchung erlegen. Doch nachdem er damit Schiffbruch erlitten hat, &auml;ndert sich das Ziel seines Strebens. Jetzt geht es ihm darum, sein Leben in der Zukunft zu sichern.</p><p>Das h&ouml;chste Ziel im Leben eines Christen ist es, den Weg zu einem ewigen Platz im Haus des Vaters zu finden! Denn so wie die Quelle des irdischen Wohlstands f&uuml;r den Verwalter pl&ouml;tzlich versiegt und er blank dasteht, so geht es auch mit unserem Wohlstand und den Annehmlichkeiten dieses Lebens irgendwann zu Ende. Klug ist, wer mit seinem Leben in die Zeit danach investiert. Einen ewigen Platz im Haus des Vaters kann man sich zwar nicht kaufen. Aber in diesem Leben auf Jesus zu vertrauen ist klug, weil er der Weg und die T&uuml;r zum Vaterhaus ist.</p><p>Sich ganz auf Geld und Gut zu verlassen, ist dagegen unklug, weil wir davon nichts Bleibendes erwarten k&ouml;nnen. Dennoch, sagt Jesus, k&ouml;nnen wir auch mit dem ungerechten Mammon Gutes tun &ndash; sicher nicht durch Betrug wie im Gleichnis. Geld und Gut haben zwar an sich keinen Ewigkeitswert, dennoch k&ouml;nnen wir sie so einsetzen, dass sie Bleibendes hervorbringen, indem wir das uns Anvertraute mit anderen teilen. Mit Menschen, die uns nahestehen und die wir von Natur aus lieben. Und mit Menschen, die der Herr uns aufs Herz legt, wenn es daf&uuml;r empfindsam ist und sich nicht verschlie&szlig;t vor der Not eines Mitmenschen.</p><p>Wir k&ouml;nnen Menschen direkt unterst&uuml;tzen oder durch ein Glaubenswerk. Viele christliche Gemeinden, diakonische und evangelistische Werke gibt es nur, weil Menschen diese mit ihrem Geld unterst&uuml;tzen. Das bedeutet, sich Freunde zu machen mit dem ungerechten Mammon. Jedem von uns ist etwas anvertraut. Egal, wie viel oder wenig: Wir k&ouml;nnen und sollen so damit umgehen, dass es Gutes, ja sogar Ewiges bewirkt.</p><p>Die gr&ouml;&szlig;ten G&uuml;ter dieser Welt sind jedoch etwas Geringes im Vergleich zu den ewigen G&uuml;tern, die uns in Christus anvertraut werden. Manchen Christen wird eine leitende Aufgabe im Reich Gottes anvertraut. Eine Qualifikation daf&uuml;r ist der verantwortungsvolle Umgang mit dem Geld und Gut, das einem Christen in seinem pers&ouml;nlichen Leben anvertraut ist.</p><p>Denn: <em>Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Gro&szlig;en treu.</em></p><p>Das Ziel des J&uuml;nger- und Christenlebens ist es, immer mehr zu einem Menschen werden, den Jesus in ihm sieht. Nicht st&auml;ndig hin und her gerissen, sondern mit ganzem Herzen und mit allem, was uns in diesem Leben anvertraut ist, dem Herrn dienen. Im Vertrauen auf sein Versprechen, uns hier mit allem zu versorgen, was wir brauchen und auf einen ewigen Platz im Vaterhaus.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pastor Ulrich Tesch</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17179448.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pastor Ulrich Tesch]]></author>
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      <pubDate>Mon, 06 Oct 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Lob des Schöpfers]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 104 – ausgelegt von Siegfried Leferink.</em><br/>
<p>&bdquo;Herr, wie sind deine Werke so gro&szlig; und viel! Du hast sie alle weise geordnet, und die Erde ist voll deiner G&uuml;ter.&ldquo; Es ist ein einziges Staunen, was diesen langen Psalm 104 durchzieht. Es ist ein Staunen, das mehr oder weniger spontan ein Lob Gottes hervorbringt. So m&ouml;chte ich weniger diesen Psalm analysieren als vielmehr mit Ihnen staunen &ndash; und ja, anbeten. Denn wenn das Herz des Staunens voll ist, muss es sich Luft machen: &bdquo;Lobe den Herrn, meine Seele!&ldquo; Das ist nicht eine Selbstaufforderung, um sich zum Loben aufzuraffen, es best&auml;rkt nur, was schon in der Seele, im Herzen, ist. Es ist ein Loben, das aus dem Staunen flie&szlig;t.</p><p>Es ist ein Staunen, das aus dem kommt, was wir alle mit offenen Augen wahrnehmen k&ouml;nnen. Gottesf&uuml;rchtige Menschen k&ouml;nnen die Sch&ouml;pfung und alles, was in ihr so wunderbar geordnet ist, nicht anders sehen als Gottes Sch&ouml;pfung. Sie verdanken es nicht der Natur, nicht einer angenommenen Evolution, sie verdanken es Gott. F&uuml;r sie ist klar, was Paulus so ausdr&uuml;ckte: <em>&bdquo;Denn was man von Gott erkennen kann, ist unter ihnen offenbar; denn Gott hat es ihnen offenbart. Denn sein unsichtbares Wesen &ndash; das ist seine ewige Kraft und Gottheit &ndash; wird seit der Sch&ouml;pfung der Welt, wenn man es wahrnimmt, ersehen an seinen Werken, sodass sie keine Entschuldigung haben&ldquo;</em> (R&ouml;mer 1,19-20). Allein die Sch&ouml;pfung sagt schon so viel &uuml;ber Gott aus, dass Anbetung und Lob nur die angemessene Antwort sein kann, so wie in Psalm 104: &bdquo;Herr, mein Gott, du bist sehr gro&szlig;; in Hoheit und Pracht bist du gekleidet.&ldquo; Die Sch&ouml;pfung zeigt genau dies: Gottes <em>Gr&ouml;&szlig;e</em> offenbart sich in der F&uuml;lle und Vielfalt des Geschaffenen. Und auch Gottes <em>Pracht</em> sehen wir in der Kreativit&auml;t und im Design der Sch&ouml;pfung. Wer von uns w&auml;re je auf den genialen Gedanken gekommen, die Funktionalit&auml;t und Zweckm&auml;&szlig;igkeit mit Vielfalt und Sch&ouml;nheit bei den Pflanzen, Tieren und Menschen zu kombinieren? Wenn wir heute stolz sind auf Errungenschaften und Erfindungen, auf Kunst und neuen Designs, dann ist das bei allem Respekt doch nur ein Abklatsch dessen, was Gott vom Ursprung her ohne jede Vorlage geschaffen hat. Sollten wir dann nicht vor allem auf ihn stolz sein?</p><p>Der Psalmist ist es und spricht von dem Kleid, das Gott anhat. Ein schwacher Versuch, &uuml;berhaupt etwas &uuml;ber Gottes Herrlichkeit auszusagen. Die Pracht dieses Kleides ist Licht. An anderer Stelle wird gesagt: Er wohnt ein einem Licht, zu dem wir keinen direkten Zutritt haben (1Tim 6,16). Und er <em>ist</em> Licht. Im Unterschied zu dem, wie wir unsere Welt erleben mit seinen vielen Schattenseiten, mit einer Dunkelheit, die uns manchmal verzweifeln l&auml;sst, ist er das Licht, in dem keine Finsternis ist (1Joh 1,5). Und die ganze Sch&ouml;pfung ist in seiner Genialit&auml;t und Sch&ouml;nheit Ausdruck dieses Lichtes. Nehmen wir uns doch wie der Psalms&auml;nger die Zeit, schlicht ein Beobachter und Genie&szlig;er zu sein.</p><p>Da ist der sichtbare Himmel wie ein Zelt &uuml;ber uns: &bdquo;Du breitest den Himmel aus wie ein Zelt.&ldquo; Wir wissen, dass dieses Zelt eine aus unserer Sicht unendliche Weite hat, die unfassbar ist und bei der wir mit unserer Vorstellung v&ouml;llig an unsere Grenzen sto&szlig;en. Allein das zeigt uns, wie wir &uuml;ber Gott nie gro&szlig; genug denken k&ouml;nnen.</p><p>Dann geht es weiter gemessen am Universum zu unserer kleinen Erde. So wie wir sie erleben mit dem Wind und den Wolken, den gewaltigen Wassermassen und den festen Boden unter unseren F&uuml;&szlig;en. Doch dieser feste Boden hat gewaltige Umw&auml;lzungen erfahren, und Geologen versuchen diesen auf die Spur zu kommen und so die Gesteinsformationen zu erkl&auml;ren. Was auch immer geschehen ist, welche Naturgewalten unserer Erde ihre heutige Form gegeben haben, wir d&uuml;rfen wissen: &bdquo;Gott, du hast eine Grenze gesetzt, dar&uuml;ber kommen sie nicht.&ldquo; Das gibt uns die Gewissheit, dass wir nicht der Spielball willk&uuml;rlicher M&auml;chte sind, sondern das Gott nicht nur alles im Blick, sondern auch in seiner Hand hat.</p><p>Und das nicht nur als Weltenlenker, sondern als der, der f&uuml;r uns sorgt. Sowohl f&uuml;r die Tiere wie auch f&uuml;r uns Menschen: &bdquo;Du l&auml;ssest Gras wachsen f&uuml;r das Vieh und Saat zu Nutz den Menschen, dass du Brot aus der Erde hervorbringst.&ldquo; All das ist nicht nur geschaffen f&uuml;r unsere Augen und damit wir uns in der Natur wohlf&uuml;hlen. Es ist auch n&uuml;tzlich. Haben Sie schon mal daran gedacht, wie genial es ist, dass wir durch Nahrungsmittel die Kraft erhalten, die wir brauchen, um somit in einer gewissen Selbst&auml;ndigkeit uns bewegen zu k&ouml;nnen? &bdquo;Du hast alles weise geordnet.&ldquo; Es steht alles in einem sinnvollen Zusammenhang miteinander. Und das nicht sp&auml;rlich auf das Allern&ouml;tigste beschr&auml;nkt, nein, in F&uuml;lle: &bdquo;Die Erde ist voll deiner G&uuml;ter.&ldquo; Eine un&uuml;bersehbare Vielfalt von Pflanzen, die sich mit ihrer Frucht und ihrer Saat reproduzieren. Menschen k&ouml;nnen sogar entscheiden, was sie vermehrt anbauen wollen. Doch nicht nur das.</p><p>Was Gott schenkt, ist zum Genie&szlig;en da, n&auml;mlich &bdquo;dass der Wein erfreue des Menschen Herz und sein Antlitz gl&auml;nze vom &Ouml;l und das Brot des Menschen Herz st&auml;rke.&ldquo; Wer gest&auml;rkt ist, hat Mut und Zuversicht f&uuml;r die Aufgaben und die Arbeit des Tages: &bdquo;Dann geht der Mensch hinaus an seine Arbeit und an sein Werk bis an den Abend.&ldquo; So erf&uuml;llend Arbeit sein kann, so geh&ouml;rt zum Leben doch auch Mu&szlig;e und Genuss. Gott m&ouml;chte, dass wir uns freuen an dem, was er gibt und dieses ausgiebig genie&szlig;en. Hier ist es der Wein, der zur Freude gegeben ist. Wer kontrolliert und ma&szlig;voll damit umgehen kann, dem ist es ein Genuss. Gott freut sich, wenn wir bei unserem Essen und Trinken von Herzen genie&szlig;en k&ouml;nnen. Nicht Missmut oder reine Notwendigkeit erfreut ihn, sondern er wird geehrt, wenn wir uns freuen. Eltern freuen sich doch auch, wenn ihre Kinder genie&szlig;en, was sie ihnen erm&ouml;glichen. Und dar&uuml;ber hinaus noch dies: &bdquo;sein Antlitz gl&auml;nze vom &Ouml;l.&ldquo; Was angenehm und sch&ouml;n ist, ja was sch&ouml;n macht, d&uuml;rfen und sollen wir genie&szlig;en. Wenn Gott in F&uuml;lle gibt, dann d&uuml;rfen wir aus dieser F&uuml;lle leben. Dankbar leben.</p><p>Eines wird dabei v&ouml;llig klar: Wir sind absolut abh&auml;ngig von dem, was Gott gibt. Das teilen wir mit der gesamten Sch&ouml;pfung, mit allen Kreaturen: &bdquo;Es wartet alles auf dich, dass du ihnen Speise gebest zu seiner Zeit. Wenn du ihnen gibst, so sammeln sie; wenn du deine Hand auftust, so werden sie mit Gutem ges&auml;ttigt.&ldquo; Was bleibt uns hier anderes als tiefe Dankbarkeit. Dietrich Bonhoeffer meinte dazu: &bdquo;Dem Dankbaren wird alles zum Geschenk, weil er wei&szlig;, dass es f&uuml;r ihn &uuml;berhaupt kein verdientes Gut gibt. Er unterscheidet nicht zwischen Erworbenem und Empfangenem, weil auch das Erworbene Empfangenes, das Verdiente Unverdientes ist.&ldquo; Was f&uuml;r ein Gl&uuml;ck bei allem ein dankbarer Empf&auml;nger zu sein.</p><p>Und das alles zur Verherrlichung Gottes: &bdquo;Die Herrlichkeit des Herrn bleibe ewiglich.&ldquo; Zugleich ist es der Herr selbst, der sich freut: &bdquo;Der Herr freue sich seiner Werke!&ldquo; Er freute sich &uuml;ber die Sch&ouml;pfung, und sie soll ihn bis heute erfreuen. Was k&ouml;nnte angemessener sein, als dass wir uns auch freuen, mit ihm freuen. Wie k&ouml;nnten wir es besser tun, als wenn wir singen: &bdquo;Ich will dem Herrn singen mein Leben lang und meinen Gott loben, solange ich bin.&ldquo; Beim Singen kommen unsere Emotionen und Gedanken zusammen. Und ja, dazu k&ouml;nnen wir uns entschlie&szlig;en: &bdquo;Ich will dem Herrn singen.&ldquo; Deshalb der Schluss, wie schon zu Beginn: &bdquo;Lobe den Herrn, meine Seele!&ldquo; Und bekr&auml;ftigend setzen wir hinzu: &bdquo;Halleluja!&ldquo;</p><p>&nbsp;</p><p>&#9658;&nbsp; &nbsp;Sie haben Fragen zum christlichen Glauben? Fragen Sie doch einfach&nbsp;<strong>Nikodemus.AI</strong>.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pastor Siegfried Leferink</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17178989.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pastor Siegfried Leferink]]></author>
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      <pubDate>Sun, 05 Oct 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Vom verlorenen Sohn]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Lukas 15,11-32 – ausgelegt von Christoph Bergfeld.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Lukas 15,11-32 – ausgelegt von Christoph Bergfeld.</em><br/>
<p>Der erste Vers von Lukas 15 macht deutlich, wem die Geschichte vom verlorenen Sohn gilt:<br /><em>&bdquo;Es nahten sich allerlei Z&ouml;llner und S&uuml;nder, um ihn zu h&ouml;ren. Und die Pharis&auml;er und Schriftgelehrten murrten und sprachen: Dieser nimmt die S&uuml;nder an und isst mit ihnen.&ldquo;</em> Schon hier wird klar: Jesus erz&auml;hlt dieses Gleichnis als Antwort auf ein religi&ouml;ses Denken. Ein Denken, das auf Leistung fixiert ist, das richtet und verurteilt.<br />
Ein Denken, das Menschen klein macht und ihnen ihr wahres Potenzial abspricht. Jesus stellt diesem Denken ein anderes Bild gegen&uuml;ber &ndash; das Bild eines Vaters, der v&ouml;llig anders handelt, als man es erwartet h&auml;tte. Damit zeigt er uns: So ist Gott wirklich. Und er stellt unser religi&ouml;ses Denken in Frage &ndash; vor allem in drei Punkten:</p><h2><strong>1. Gott hat kein Problem mit S&uuml;ndern</strong></h2><p>Wir Menschen haben oft eins. S&uuml;nder &ndash; die brechen Regeln, schaden anderen, verhalten sich nicht so, wie sie sollen. Wir neigen dazu, auf Abstand zu gehen.</p><p>Eigentlich h&auml;tte der Vater im Gleichnis genauso reagieren m&uuml;ssen. Sein Sohn hatte das Erbe verschwendet, verantwortungslos gehandelt, nur an sich gedacht, seine Erziehung missachtet und seinen Vater zutiefst verletzt. Alles Gr&uuml;nde, ihn endg&uuml;ltig zu versto&szlig;en.</p><p>Aber der Vater ist anders &ndash; eben wie Gott. <em>&bdquo;Als der Sohn noch weit entfernt war, sah ihn sein Vater und es jammerte ihn. Er lief, fiel ihm um den Hals und k&uuml;sste ihn.&ldquo;</em></p><p>Gott wendet sich S&uuml;ndern nicht strafend zu, sondern voller Liebe und mit dem Wunsch eine Beziehung wiederherzustellen. Er sieht ihre wahre Bestimmung. Er rennt uns entgegen, obwohl wir alles verspielt haben. Das ist das Bild eines barmherzigen Vaters. Der Apostel Paulus sagt es so: <em>&bdquo;Gott aber beweist seine Liebe zu uns dadurch, dass Christus f&uuml;r uns gestorben ist, als wir noch S&uuml;nder waren.&ldquo; (R&ouml;mer 5,8)</em></p><p>Wir sollten daher nicht denken, dass Gott uns nach unseren Fehlern auf Abstand h&auml;lt oder uns verwirft. Sondern wir d&uuml;rfen glauben: Er rennt uns entgegen, nimmt uns an und sieht in uns seine Kinder.</p><h2><strong>2. Gott ist reich und gro&szlig;z&uuml;gig</strong></h2><p>Unser Denken sagt: Wer alles verschwendet, hat keine zweite Chance verdient. So jemand sollte nichts mehr bekommen. Aber Gottes Ressourcen sind unendlich &ndash; materiell und geistlich. Seine Reaktion ist nicht Entt&auml;uschung, sondern Gro&szlig;z&uuml;gigkeit.</p><p>Der Vater gibt dem Sohn das beste Gewand, einen Ring, neue Schuhe. Und er schlachtet das Mastkalb. Er gibt nicht nur Vergebung, sondern Ehre, Identit&auml;t, Versorgung.</p><p>Psalm 103,10 fasst es zusammen: <em>&bdquo;Er handelt nicht mit uns nach unseren S&uuml;nden und vergilt uns nicht nach unserer Schuld.&ldquo;</em></p><p>Wir sollten daher nicht denken, dass Gott kleinlich rechnet, entt&auml;uscht den Kopf sch&uuml;ttelt oder uns nur das N&ouml;tigste zuteilt. Sondern wir d&uuml;rfen glauben: Gott ist verschwenderisch gro&szlig;z&uuml;gig. Er versorgt uns reich und schenkt uns aus seiner F&uuml;lle.</p><h2><strong>3. Gott feiert gerne</strong></h2><p>Man h&auml;tte die R&uuml;ckkehr des Sohnes still und leise abwickeln k&ouml;nnen &ndash; eine peinliche Angelegenheit, am besten ohne gro&szlig;es Aufsehen. So h&auml;tte es wohl der &auml;ltere Bruder gerne gemacht.</p><p>Aber der Vater will feiern! Schon zur Zeit des Alten Testamentes war ungef&auml;hr ein Viertel der Tage zum Feiern reserviert, wenn man Feiertage und Hochzeiten ber&uuml;cksichtigt. Gott ist ein Gott der Freude. Seine Feste gelten nicht der Leistung, sondern der Beziehung, der Umkehr, der Wiederherstellung. Er l&auml;dt alle ein &ndash; auch die, die drau&szlig;en stehen und nicht verstehen, was es da zu feiern gibt.</p><p><em>&bdquo;Darum mussten wir doch feiern und fr&ouml;hlich sein!&ldquo;</em> sagt der Vater im Gleichnis. Und Jesus erg&auml;nzt (Lukas 15,7): <em>&bdquo;So wird auch im Himmel mehr Freude &uuml;ber einen einzigen S&uuml;nder sein, der umkehrt &hellip;&ldquo;</em></p><p>Oder, wie es jemand einmal gesagt hat: &bdquo;Der Himmel ist kein Lohnb&uuml;ro, sondern ein Festsaal.&ldquo;</p><p>Wir sollten daher nicht denken, dass Freude und Feiern nur f&uuml;r die Guten reserviert sind. Sondern wir k&ouml;nnen glauben: Gott l&auml;dt uns alle in seine Freude ein &ndash; und wer umkehrt, ist Grund genug f&uuml;r ein Fest.</p><p>Die Geschichte vom verlorenen Sohn zeigt uns: Gott ist anders, als wir oft denken. Er hat kein Problem mit S&uuml;ndern &ndash; er stellt uns wieder her. Er ist nicht geizig, sondern gro&szlig;z&uuml;gig &ndash; er schenkt uns aus seiner F&uuml;lle. Und er feiert gerne &ndash; weil wir ihm wichtig sind.</p><p>Vielleicht merken wir dabei: Unser Gottesbild braucht manchmal eine Korrektur. Wir neigen dazu, Gott durch die Brille unserer Erfahrungen zu sehen &ndash; streng, entt&auml;uscht, schwer zufriedenzustellen. Aber Jesus zeigt uns hier einen Gott, der ganz anders ist: voller Liebe, voller G&uuml;te, voller Freude.</p><p>Darum sind auch wir eingeladen, umzudenken. Wir m&uuml;ssen uns nicht l&auml;nger &uuml;ber unsere Fehler oder &uuml;ber unsere Leistung definieren. Wir d&uuml;rfen auf den Vater schauen, der uns entgegenkommt. Und dieser Vater will mehr, als uns nur gerade eben zu vergeben: Er will uns wiederherstellen. Er schenkt uns eine neue Identit&auml;t, neue W&uuml;rde und ein neues Leben in seiner N&auml;he.</p><p>Wir m&uuml;ssen nicht drau&szlig;en bleiben &ndash; nicht aus Scham wie der j&uuml;ngere Sohn und nicht aus Bitterkeit wie der &auml;ltere Sohn. Der Vater will, dass wir hineinkommen in seine Freude. Er will uns wieder aufrichten und an seinen Tisch setzen.</p><p>Vielleicht f&uuml;hlen Sie sich gerade wie der j&uuml;ngere Sohn: weit weg, gescheitert, besch&auml;mt. Oder wie der &auml;ltere Sohn: korrekt, aber innerlich leer. F&uuml;r beide gilt: Der Vater wartet schon. Er rennt Ihnen entgegen. Er stellt Sie wieder her. Und er l&auml;dt Sie ein &ndash; hinein in seine N&auml;he, hinein in seine Freude, hinein in das wahre Leben mit ihm.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pastor Christoph Bergfeld</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17178491.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pastor Christoph Bergfeld]]></author>
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      <pubDate>Sat, 04 Oct 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Vom verlorenen Schaf und vom verlorenen Groschen]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Lukas 15,1-10 – ausgelegt von Nils Bremer.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Lukas 15,1-10 – ausgelegt von Nils Bremer.</em><br/>
<p>Der geht zu den Neunundneunzigern. So redete man fr&uuml;her[MB1]&nbsp; &uuml;ber Menschen, die sich zu einer christlichen Gemeinde hielten. Da gibt es die gro&szlig;e Mehrheit der sogenannten Frommen und eine Minderheit, die nicht dazu geh&ouml;rt. Ein Bild, das ein wenig aus der Zeit gefallen scheint. Heute ist es wohl eher umgekehrt: die Vielen, die stehen dem Glauben gleichg&uuml;litg oder ablehnend gegen&uuml;ber; die Wenigen bekennen sich zu ihrem Glauben.</p><p>War es zur Zeit Jesu so viel anders? Ich denke nicht. Zwar hatte Glaube und Religion im antiken Israel einen viel h&ouml;heren Stellenwert als in unserer heutigen Gesellschaft. In den Augen Jesu aber verhalten sich die gl&auml;ubigen Pharis&auml;erv und Schriftgelehrten oftmals heuchlerisch. Religion wird bei ihnen zum Machtinstrument, mit dem sie sich &uuml;ber andere erheben k&ouml;nnen. Nach dem Muster: wir sind etwas Besseres als diese Z&ouml;llner und S&uuml;nder da. Daher die Emp&ouml;rung der Frommen dar&uuml;ber, dass Jesus sich mit ihnen einl&auml;sst.</p><p>Im Glauben geht es einzig und allein um eines: ums Verloren gehen und ums Wiedergefunden werden. Um das zu verdeutlichen, erz&auml;hlt Jesus seinen Zuh&ouml;rern zwei Gleichnisse. Das Bild von der wertvollen Silberm&uuml;nze mag uns n&auml;her sein als das vom Schaf und dem Hirten. Auch leuchtet es nicht unmittelbar ein, weshalb ein Schaf wichtiger sein soll als neunundneunzig andere. Denn auch deren Leben k&ouml;nnte w&auml;hrend der Abwesenheit des Hirten gef&auml;hrdet sein. Der Wolf k&ouml;nnte nur auf diesen Augenblick gewartet haben, um die Herde zu &uuml;berfallen.</p><p>Begeht der Hirte nicht einen schweren Fehler? Die gro&szlig;e Herde l&auml;sst er zur&uuml;ck zugunsten eines einzelnen Schafes, das wirtschaftlich gesehen kaum ins Gewicht f&auml;llt. Die Antwort auf diese Frage lautet: nein. Dreimal Nein.</p><p>Denn gerade dieses Schaf hat einen besonderen Platz im Herzen des Hirten. Von klein auf hat er es aufgezogen; an seiner Stimme unterscheidet er es von allen anderen Tieren; er hat es liebgewonnen mit allen seinen Fehlern und Schw&auml;chen. In seinen Augen ist dieses Schaf so wertvoll wie f&uuml;r die arme Witwe die Silberm&uuml;nze.</p><p>Das zweite Nein: das verirrte Schaf ist allein f&uuml;r sich verloren. Ohne den Schutz der Herde und des Hirten wird es die kommende Nacht wahrscheinlich nicht &uuml;berleben; das wei&szlig; der Hirte. Und schlie&szlig;lich, am wichtigsten: das verirrte Schaf bin ich selbst.</p><p>Verlorene Schafe sind wir alle, Sie und ich. Ohne Gott, den guten Hirten, werden wir die Ewigkeit in Einsamkeit verbringen. Wollen Sie das? Ich nicht, und Gott auch nicht. Er m&ouml;chte Gemeinschaft haben mit Ihnen und mit mir.</p><p>Gott geht jedem einzelnen Menschen nach. Der d&auml;nische Philosoph und Theologe S&ouml;ren Kierkegaardv hat das vor hundertf&uuml;nfundsiebzig Jahren in einer anschaulichen Geschichte beschrieben. Ein einfacher Arbeiter erh&auml;lt Besuch von einem Boten des Kaisers. Und welche Botschaft &uuml;berbringt der Gast? &bdquo;Ich, der Kaiser, will meine Tochter mit dir verm&auml;hlen, du sollst Teil der kaiserlichen Familie werden.&ldquo; Etwas Besseres k&ouml;nnte dem armen Mann nicht passieren, sollte man meinen: eine h&uuml;bsche Prinzessin zur Braut und nie mehr Sorgen um Geld. Da muss ich doch einschlagen! Aber von wegen! Es kommt ganz anders.</p><p>Das Angebot des Kaisers macht den Mann befangen und verlegen. Wie kommt das? Der Mann kann das Geschenk nicht annehmen, weil er dem Kaiser nicht vertraut. &bdquo;Ich habe doch gar nichts getan, was mir beim Kaiser Anerkennung verschaffen k&ouml;nnte. Das kann doch nicht ernst gemeint sein; der Kaiser muss einen b&ouml;sen Hintergedanken haben; er will mich zum Narren halten und mich vor meinen Nachbarn l&auml;cherlich machen.&ldquo;</p><p>Ist das nicht erstaunlich und traurig? Nur ein schlichtes &bdquo;Ja, ich will&ldquo; m&uuml;sste der Mann sprechen und w&auml;re der gl&uuml;cklichste Mensch auf Erden. Dieses &bdquo;Ja&ldquo; aber will nicht &uuml;ber seine Lippen kommen. Das ist seine Verlorenheit. Vor Gott kann ich mich nicht verstecken, weder hinter vermeintlichen guten Taten noch hinter meinem Ansehen in der &bdquo;Herde&ldquo;. Vor Gott stehe ich immer nackt da, mit allen meinen Macken und Fehlern. Diese &ndash; vielleicht &auml;rgerliche &ndash; Einsicht ist der Anfang des Glaubens.</p><p>Drei Gedanken am Ende. Erstens: Gott will mich auf seinen Schultern tragen. Er wei&szlig; um die Last, die mich zu Boden dr&uuml;ckt, die mir jeden Schritt zu Qual werden l&auml;sst: meine Schuld, meinen Eigenwillen, meine Selbstgerechtigkeit. Kein Mensch ist ohne Gott: wer ihn nicht kennt oder sich von ihm abwendet, wird seine Abwesenheit als ein Fehlen wahrnehmen, eine L&uuml;cke, die ihn schw&auml;cht. Wer ihn aber bei sich einl&auml;sst, darf immer, auch in den schwersten Stunden, wissen: Gott tr&auml;gt mich.</p><p>Ein zweiter Gedanke: Gott freut sich &uuml;ber jedes wiedergefundene Schaf. &bdquo;Und wenn er heimkommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn und spricht zu ihnen: Freut euch mit mir, denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war&ldquo;. Das sagt Jesus &uuml;ber den guten Hirten. Seine Freude ist so gro&szlig;, dass er sie nicht f&uuml;r sich behalten kann. Vielleicht k&ouml;nnen wir gerade heute, am Tag der deutschen Einheit, ein wenig nachempfinden, was den Hirten bewegt. Wenn schon eine nationale Wiedervereinigung ein Grund zur Freude ist, wie viel mehr erst das Wiederfinden der vielen geliebten Kinder f&uuml;r Gott!</p><p>Und schlie&szlig;lich die Frage: was ist das eigentlich, Umkehr, Heimkehr? &bdquo;So, sage ich euch, wird Freude sein &uuml;ber <em>einen</em> S&uuml;nder, der Bu&szlig;e tut.&ldquo; So &uuml;bersetzt Luther. Ein S&uuml;nder, bin ich da gemeint? Tats&auml;chlich mag es Menschen geben, die wenige S&uuml;nden begehen; S&uuml;nder ist aber jeder Mensch, auch der fr&ouml;mmste.</p><p>Anders als wir Menschen l&auml;sst sich Jesus nicht vom gesellschaftlichen Ansehen oder von klugen Gedanken oder dem Vorzeigen guter Taten t&auml;uschen. Wir sind daran gew&ouml;hnt, dass Leistung z&auml;hlt: im Beruf, in der Partnerschaft, in der christlichen Gemeinde. Jesus ruft uns zu: Stopp! Darauf kommt es in Gottes Reich nicht an. Im Gegenteil: Leistungsdenken oder &auml;ngstliche Gedanken k&ouml;nnen dir sogar den Blick auf mich verstellen.</p><p>Ich Schaf merke ja gar nicht, wie ich mich weiter und weiter vom guten Hirten entferne. Wie schnell aber sind meine Kr&auml;fte ersch&ouml;pft, und der Hirte ist nicht mehr in Sicht! Was nun? Von W&ouml;lfen gefressen werden? Oder innehalten und nach dem Ruf des Hirten lauschen? Verloren gegangen und wiedergefunden: darum geht es in Gottes Geschichte mit seinen Menschen.</p><p>Bei Gott z&auml;hlt jedes einzelne Schaf. Es geht um Sie und um mich. Gott, der Sch&ouml;pfer der Welt, der Allwissende, der Richter auf dem himmlischen Thron: dieser Gott ist sich nicht zu schade, einem verirrten Schaf nachzulaufen. Er gibt auch nicht auf und l&auml;sst sich von einem Nein nicht entmutigen. Dieser Gott schickt seinen Boten, seinen einzigen Sohn, Jesus Christus, zu mir. Ja, er opfert das Leben seines Sohnes, um mein Herz zu erobern. Bin ich bereit, seine Hilfe anzunehmen? Mein Gewinn w&auml;re unermesslich!</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Nils Bremer</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17177214.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Nils Bremer]]></author>
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      <pubDate>Fri, 03 Oct 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Von der Nachfolge]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Lukas 14,25-35 – ausgelegt von Gundula Opitz.</em><br/>

<p>Das h&ouml;rte sich gut an: die Worte des Seminarleiters w&auml;hrend der Fortbildung f&uuml;r den Hospizverein lie&szlig;en einen interessanten, anregenden Abend vermuten. Er gab jedem Teilnehmer 10 gr&ouml;&szlig;ere Karteikarten. Unsere Aufgabe war, jede Karte einzeln zu beschriften mit dem, was uns im Leben am wichtigsten ist. Da fing ausnahmslos jeder mit seiner Familie an. Auf einer Karte stand der Name des Partners, auf den n&auml;chsten Namen von Kindern und Enkelkindern, sofern sie vorhanden waren. Viele schrieben Namen von Geschwistern darauf, vereinzelt hatten Teilnehmer des Seminars noch Eltern. Das ging bei allen recht schnell. Dann hatte jeder immer noch Karteikarten zum Beschriften. Freunde wurden aufgeschrieben, auch die Arbeit selber sowie Hobbies. Einer nannte seine Marathonl&auml;ufe, meiner Sitznachbarin war die Musik ganz wichtig in ihrem Leben. Auf vielen Karten war das Wort &bdquo;Gesundheit&ldquo; zu lesen, gem&auml;&szlig; dem Wort des Volksmundes &bdquo;Ohne Gesundheit ist alles nichts.&ldquo; In der Gespr&auml;chsrunde huschte vielen ein L&auml;cheln &uuml;ber das Gesicht beim Vorstellen ihrer beschrifteten Karten. Der Austausch &uuml;ber die Karten war kurzweilig, es machte Spa&szlig;, &uuml;ber all das nachzudenken, was mein Leben ausmacht und woran ich h&auml;nge.</p><p>Und dann kam es: in einer weiteren Arbeitseinheit sollten wir die Karten ablegen. Nach und nach ging es darum, loszulassen, was mir lieb und teuer ist. Bei Hobbies geht das ja noch. Sollte man darauf mal verzichten m&uuml;ssen, so wird die entstehende L&uuml;cke vielleicht irgendwie anders gef&uuml;llt werden k&ouml;nnen. Je l&auml;nger der Abend voranschritt, umso mehr konzentrierte sich die Abgabe der Karten dann auf Menschen. Auf Personen, die uns sehr nahestehen, die wir &bdquo;&uuml;ber alles&ldquo; lieben. Das fiel schwer. Das fiel so schwer, dass alle kurzweilige Atmosph&auml;re nicht mehr da war. Es fiel so unendlich schwer, auch die Karten mit den Namen der Kinder zum Beispiel aus der Hand zu legen. Eine sehr, sehr nachdenkliche und ernste Stimmung erf&uuml;llte den Raum.</p><p>So stelle ich mir auch die Situation vor, in der Jesus in unserem Textabschnitt spricht. Jesus, der Wanderprediger, zieht die Menschenmassen an. Er spricht vom liebenden Gott, vom Vater im Himmel, dessen Sohn Kranke heilen kann und Menschen retten kann, die sonst verloren gingen. Jesus zeigt sich als einer, der Wunder vollbringen kann und aus wenig viel machen kann. Da ist es doch kein Wunder, dass Menschen Jesus hinterherlaufen und die neue Botschaft h&ouml;ren wollten. In diese Situation hinein spricht Jesus ernste Worte, sehr ernste Worte.</p><p>Wirken diese Worte auch auf Sie, liebe H&ouml;rer, schroff und hart? Das kann durchaus sein. Wenn ich Jesus folgen will, soll ich meine Kinder hassen? Da schreit doch eigentlich jedes Herz: &bdquo;nein, nein, nein.&ldquo; Jesus stellt unmissverst&auml;ndlich die Frage nach den Priorit&auml;ten. Ist mir jemand oder etwas wichtiger als Jesus? Jesus verlangt ein klares Nein auf diese Frage.&nbsp; Er ist da kompromisslos. Jesus durchbricht alle Regeln der Werbung. Wer f&uuml;r ein bestimmtes Produkt wirbt, preist es an als eines, das leicht zu haben ist und mit dem man sozusagen den Himmel auf Erden hat. Jesus ist anders. Wer zu ihm geh&ouml;ren will, wird Konsequenzen tragen m&uuml;ssen. Dazu geh&ouml;ren dann eben auch radikale Konsequenzen, Folgen, die nicht in erster Linie angenehm sind.</p><p>&bdquo;Sei ganz sein oder lass es ganz sein!&ldquo; &shy; so h&ouml;rte ich es fr&uuml;her &ouml;fter von der Kanzel herunter. Jedes Mal erschrak ich dabei. Lieber h&auml;tte ich geh&ouml;rt: &bdquo;Versuch es doch mit Jesus, du wirst sehen, er wird dir helfen.&ldquo; Ganz sicher wird Jesus jedem helfen, der nach ihm fragt und ihn sucht. Genauso sicher ist aber, dass Jesus selbst den Weg der gr&ouml;&szlig;ten, der radikalsten Konsequenz gegangen ist. Das ist sein so schmerzhafter Weg ans Kreuz.</p><p>Jesus sagt seine deutlichen Worte vollkommen berechtigt. Er ist ehrlich und er meint es ernst. Und darum spricht er auch vom ernsten Weg der Nachfolge. Er mahnt, vorher die Kosten zu &uuml;berschlagen, die auf einen Nachfolger Jesu zukommen. Es geht ihm um wahrhaftige, aufrichtige Nachfolger. Manchmal denke ich, diesem Anspruch kann ich nicht gen&uuml;gen. Ich wei&szlig; ja um meine eigene Schw&auml;che.</p><p>Bevor mein Mann und ich heirateten, fragten wohlmeinende Verwandte: &bdquo;Meint ihr das auch ernst? Wollt ihr wirklich euer Leben zusammen verbringen und durch dick und d&uuml;nn gehen?&ldquo; Im &Uuml;berschwang der Gef&uuml;hle einer ersten Liebe bejahte ich diese Fragen. Im Nachhinein wei&szlig; ich, dass ich gar nicht alle Kosten &uuml;berschlagen konnte f&uuml;r diesen Schritt. Ich wusste ja gar nicht, was alles auf mich zukommen w&uuml;rde, und ich wei&szlig; auch heute nicht, was alles noch kommen wird. Eine Ehe wird konsequent gelebt, oder sie ist keine Ehe.&nbsp; Dabei erfahre ich immer wieder, wie Gott Eindeutigkeit segnet. Konsequenz bedeutet, klar zu sein. Wer sich f&uuml;r eines entscheidet, sagt damit zu anderem &bdquo;Nein.&ldquo; Dabei muss auch eine Ehe losgelassen werden k&ouml;nnen.</p><p>Nichts und niemand darf sich an die erste Stelle in unserem Leben setzen au&szlig;er Jesus.</p><p>Die&nbsp;erste Stelle geh&ouml;rt Jesus und niemand anderem. Wer es ernst meint mit der Nachfolge, setzt Jesus an die erste Stelle und das muss so bleiben. Was in Jesu Worten bez&uuml;glich der Nachfolge so kompromisslos klingt, zeigt sich im Leben als M&ouml;glichkeit, mit ihm auch die gr&ouml;&szlig;te Schwierigkeit &uuml;berwinden zu k&ouml;nnen. Jesus hilft in Zeiten, die uns selber nicht gefallen, weil wir so schwach sind. Er bleibt an unserer Seite, wenn uns nichts mehr bleibt, wenn wir jeden und alles aus unseren H&auml;nden geben m&uuml;ssen.&nbsp;</p><p>Sei ganz Sein. Bei ihm ist es gut zu sein. Es ist das Beste. Sind Sie mit mir dabei?</p><p>&#9658; Mehr Infos zum Buch Lukas:</p><section class="erf-teaser-card-init" data-url="https://youtu.be/w5A64cBbyf0">Buchvideo: Lukas Kap. 10-24</section><p>&nbsp;</p>


<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Gundula Opitz</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17175583.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Gundula Opitz]]></author>
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      <pubDate>Thu, 02 Oct 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Das große Abendmahl]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Lukas 14,15-24 – ausgelegt von Martin Siehler.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Lukas 14,15-24 – ausgelegt von Martin Siehler.</em><br/>
<p>Sabbatempfang bei einem angesehenen und Jesus freundlich gesinnten Pharis&auml;er. Es muss ein gro&szlig;er Raum gewesen sein, denn Jesus war mit seinen J&uuml;ngern zu Gast. Die Sabbatkerzen brannten, das Essen war gut, die Stimmung gel&ouml;st und die Gespr&auml;che tief. Gerade erst erkl&auml;rte Jesus wie peinlich es ist, wenn sich bei einem Empfang jemand vorne hinsetzt, ohne dass er dazu aufgefordert worden ist. Es k&ouml;nnte passieren, dass er einen reservierten Platz belegt. Der Gastgeber m&uuml;sste ihn bitten, den Platz wieder zu r&auml;umen und sich hinten hinzusetzen. Besser w&auml;re es sich zuerst hinten hinzusetzen. Wer dann auf einen vorderen Platz gebeten wird, wird mit Anerkennung belohnt. Die G&auml;ste dachten mit, so stellte ein Gast gleich einen Bezug zum Reich Gottes her. Denn im Reich Gottes wird man auch zu Tisch sitzen. Wer da dabei ist, wird selig sein, so der Redebeitrag.</p><p>Jesus greift diese Vorlage auf und erz&auml;hlt nun ein Gleichnis von einem gro&szlig;en Abendessen. Zu diesem gro&szlig;en Abendessen hatte der Gastgeber schon einige Zeit vorher die Einladung ausgesprochen. Nachdem alles vorbereitet war, schickte er seinen Diener los, um die Eingeladenen zu informieren, dass sie jetzt kommen k&ouml;nnen. Er soll sagen: &bdquo;Kommt, denn es ist alles bereit!&ldquo; Selbstverst&auml;ndlich ging der Diener davon aus, dass die G&auml;ste sich unverz&uuml;glich auf den Weg machen. Doch was f&uuml;r eine Entt&auml;uschung, alle, wie unbegreiflich, alle Eingeladenen lassen sich entschuldigen.</p><p>Die Gr&uuml;nde sind vorgeschoben und fadenscheinig. Wer einen Acker oder Ochsen kauft, schaut sich vor dem Kauf an, wof&uuml;r er sein Geld ausgibt. Nicht am Abend, wenn es dunkel wird. Auch die Hochzeit, die als Entschuldigung angef&uuml;hrt wird, erweist sich als fragw&uuml;rdig. Im Orient wurde nicht spontan geheiratet, da ging eine lange Planung voraus. Das Genie&szlig;en des eigenen Besitzes war f&uuml;r die Eingeladenen wichtiger als das Festessen und damit die Beziehung zum Gastgeber. Die Entt&auml;uschung und Wut des Gastgebers ist verst&auml;ndlich.</p><p>Die Absage enth&auml;lt die Botschaft an den Gastgeber: du bist nicht wichtig. Abgelehnt zu werden, ist verletzend. Die Entt&auml;uschung gro&szlig;, denn nun kann es nicht zu einer Beziehung zu den Eingeladenen kommen. Wer eine Einladung ohne triftigen Grund ablehnt, geht auf Distanz zum Gastgeber. Das Verh&auml;ltnis bleibt nicht auf dem Stand von vorher, sondern wird k&uuml;hler. Der Gastgeber h&auml;lt sich aber nicht lange mit den Absagen auf. Das Essen ist warm und es ist schade, wenn die Feier ausf&auml;llt. Deshalb wird der Diener losgeschickt, um alle in der Stadt einzuladen, die sonst nicht eingeladen werden.</p><p>Es werden die eingeladen, die nicht in der Lage sind ein Gastgeschenk mitzubringen oder eine Gegeneinladung auszusprechen, weil sie arm sind. Es werden die eingeladen, die f&uuml;r den Weg zum Gastgeber Hilfe ben&ouml;tigen, weil sie als Kr&uuml;ppel, Lahme oder Blinde nicht ohne fremde Hilfe kommen k&ouml;nnen. Aber sie kommen, sie erhalten die Hilfe des Gastgebers.&nbsp;Das Entscheidende ist, die Einladung anzunehmen!</p><p>F&uuml;r sie ist alles bereit, sie m&uuml;ssen nichts mitbringen oder vorweisen, so sieht Gnade aus. Nachdem der Raum sich langsam f&uuml;llt, merkt der Gastgeber, dass noch Pl&auml;tze frei sind. Jetzt wird der Diener noch einmal losgeschickt. Dieses Mal an die Landstra&szlig;e und Z&auml;une au&szlig;erhalb der Stadt. Dabei ist an Reisende und Fremde zu denken, die an den Z&auml;unen der Weinberge und Grundst&uuml;cke rasten. Auch sie, die keinerlei Anspruch auf eine Einladung haben, werden eingeladen.&nbsp;Nach orientalischer Sitte werden sie sich gegen die Einladung heftig wehren, deshalb soll der Diener sie n&ouml;tigen. Er soll ihren inneren Widerstand der Unw&uuml;rdigkeit durch gutes Zureden und starke &Uuml;berzeugungsarbeit &uuml;berwinden. Und tats&auml;chlich, sie lassen sich einladen und erfahren die Sch&ouml;nheit und Freude des gro&szlig;en Abendessens beim Gastgeber.</p><p>Den Zuh&ouml;rern von Jesus ist v&ouml;llig klar, was Jesus mit diesem Gleichnis ausdr&uuml;cken m&ouml;chte. Der Gastgeber ist Gott selbst, der zum gro&szlig;en Gastmahl einl&auml;dt. Der Diener steht f&uuml;r die Boten Gottes, f&uuml;r Propheten und letztlich f&uuml;r den Messias, der vom Himmel zu uns Menschen gekommen ist, um uns zum gro&szlig;en Festmahl einzuladen. Jesus spielt mit diesem Gleichnis auf die Verhei&szlig;ung des gro&szlig;en Freudenmahles in Jesaja 25 an. Dort steht: <em>&bdquo;Der Herr Zebaoth wird auf diesem Berge allen V&ouml;lkern ein fettes Mahl machen. &hellip; Er wird die Decke wegnehmen, mit der alle Heiden zugedeckt sind. Er wird den Tod verschlingen auf ewig. Und Gott der Herr wird die Tr&auml;nen von allen Angesichtern abwischen und wird aufheben die Schmach seines Volkes in allen Landen.&ldquo; </em></p><p>&Uuml;ber dieses Mahl hat Jesus gesprochen. Unverst&auml;ndlich, wer da nicht dabei sein m&ouml;chte. Die zuerst eingeladenen G&auml;ste aus der F&uuml;hrungsschicht Israels lehnen die Einladung ab. Sie haben sich frei entschieden, nicht zu kommen. Sie wollen sich entschuldigen lassen, machen sich aber am Gastgeber der Missachtung schuldig. Besitz und Gesch&auml;ftemacherei k&ouml;nnen einen abhalten, die Einladung Gottes zum ewigen Heil anzunehmen. Aber die, die keine M&ouml;glichkeit haben, ihren Besitz zu genie&szlig;en oder sich um eigene Gesch&auml;fte zu k&uuml;mmern, die, die sich nicht in der Lage oder nicht w&uuml;rdig empfinden beim gro&szlig;en Empfang dabei zu sein, die sind dabei. Die von der Oberschicht verachteten Israeliten nehmen die leeren Pl&auml;tze ein. Mit den Fremden auf der Landstra&szlig;e sind Menschen au&szlig;erhalb Israels, Menschen aus den V&ouml;lkern gemeint, die ebenfalls eingeladen sind.</p><p>Damit richtet sich dieses Gleichnis auch an mich als Nichtjude. Lasse ich mich von Jesus zu diesem gro&szlig;en Abendessen, dem himmlischen Festmahl einladen? Habe ich &uuml;berhaupt ein Ohr f&uuml;r die Einladung oder sind mir Beruf, Karriere, Familie und sonstige Verpflichtungen wichtiger als die Einladung Gottes? Dieses Gleichnis fordert &uuml;brigens auch unsere Gemeinden heraus, sich auf Arme und Kranke einzulassen und auch eine offene T&uuml;re f&uuml;r Fremde zu haben. Geben wir die Einladung Gottes weiter?</p><p>Feiern wir heute schon mit allen Eingeladenen in der Gemeinde, im Vorgeschmack auf den Himmel, das gro&szlig;e Abendmahl? Jesus will, dass sein Haus voll wird. Deshalb bleibt f&uuml;r uns der Auftrag zur Mission bestehen. Das gilt vor Ort und bis ans Ende der Welt, bis das gro&szlig;e Abendmahl beginnt. Dazu kann es n&ouml;tig sein, Acker, Ochse und Heimat zu verlassen, wie es die J&uuml;nger von Jesus gemacht haben. Aber schon ihnen versprach Jesus, dass sie es vielfach wieder zur&uuml;ck bekommen werden, sowohl in dieser als auch in der zuk&uuml;nftigen Welt. Die Einladung zum gro&szlig;en Fest Gottes ist ausgesprochen, ich nehme sie gerne an und freue mich &uuml;ber alle, die mit mir zum gro&szlig;en Fest unterwegs sind.</p><p>&#9658; Mehr Infos zum Buch Lukas:</p><section class="erf-teaser-card-init" data-url="https://youtu.be/w5A64cBbyf0">Buchvideo: Lukas Kap. 10-24</section><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Martin Siehler</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17174804.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Martin Siehler]]></author>
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      <pubDate>Wed, 01 Oct 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Von Rangordnung und Auswahl der Gäste]]></title>
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      <itunes:summary><![CDATA[Der Bibeltext Lukas 14,7-14 – ausgelegt von Bernd Seidler.]]></itunes:summary>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Lukas 14,7-14 – ausgelegt von Bernd Seidler.</em><br/>
<p>Sind Sie schon einmal zu einem gro&szlig;en Fest, vielleicht zu einer Hochzeit, eingeladen worden?</p><p>Dann kennen Sie bestimmt die Suche nach dem Platz, der f&uuml;r sie bestimmt ist. Wenn es Platzkarten gibt, ist das ja ganz einfach: einfach sich da hinsetzen, wo die eigene Namenskarte steht. Manche Gastgeber lassen es den G&auml;sten offen, wo sie sich platzieren. Dann wird es spannend.</p><p>W&uuml;rden sie sich ganz nach oben an die Festtafel setzen? Ganz in der N&auml;he des Brautpaares &ndash; das w&auml;re doch herrlich. Oder h&auml;tten Sie Angst, dort weggeschickt zu werden, weil diese Pl&auml;tze vielleicht besonderen Ehreng&auml;sten zustehen?</p><p>Wie peinlich w&auml;re das denn, wenn jemand sie von dort an einen anderen hinteren Platz verweisen w&uuml;rde!</p><p>Ich jedenfalls habe so eine peinliche Situation immer vermieden. Wenn ich zu einer gro&szlig;en Feier eingeladen wurde, habe ich genau geschaut, wo mein Platz vorgesehen war. Ich wollte nicht des Platzens verwiesen werden. Wenn es keine Tischkarten gab, habe ich mich meist ans Ende der Festtafel gesetzt. Und manches Mal wurde ich dann gebeten, weiter vorne Platz zu nehmen.</p><p>Ja, das ist klug, sich nicht zu sehr in den Vordergrund zu stellen. Entsprechend findet sich dieser Ratschlag auch genauso in der Bibel. Im Buch der Spr&uuml;che Kapitel 25, Vers 6+7 hei&szlig;t es: <strong>&bdquo;Spiel dich in der Gegenwart des K&ouml;nigs nicht in den Vordergrund und stell dich nicht an denselben Platz wie die W&uuml;rdentr&auml;ger. Denn besser, man fordert dich auf: &bdquo;Komm, nimm den Platz hier oben ein!&ldquo;, als dass man dich in Gegenwart eines Vornehmen herabsetzt.&ldquo; </strong>(nach NG&Uuml;).</p><p>Jesus erz&auml;hlt eine Geschichte, in der es auf den ersten Blick um die Frage geht: Wo setze ich mich hin?&nbsp;Sind die Worte Jesu Ratschl&auml;ge f&uuml;r die Teilnahme an einer Feier mit vielen Promis und W&uuml;rdentr&auml;gern?&nbsp;Gibt Jesus mir einen Leitfaden, wie ich einen m&ouml;glichst guten Platz an der Festtafel erhalte? M&ouml;glichst bescheiden tun, um am Ende gro&szlig; rauszukommen?</p><p>Und in dem zweiten Impuls, den Jesus setzt: Weist er mich an, wen ich zum Essen einladen sollte?&nbsp;Ist Jesus hier der praktische Ratgeber? W&auml;re ja gar nicht so uninteressant!&nbsp;Aber in diesen Worten Jesu geht es ihm nicht um Tipps f&uuml;r die Teilnahme an einer Festveranstaltung.&nbsp;Nein, hier geht es um mehr, sehr viel mehr.&nbsp;Es geht um eine innere Herzens-Einstellung.</p><p>Es geht um den Mut, Gottes Ehre zu suchen und nicht in erster Linie nach der Anerkennung durch Menschen zu schielen.&nbsp;Es geht darum, den Mitmenschen zu dienen und andere nach vorne zu bringen;&nbsp;auch und gerade die Menschen, die f&uuml;r die meisten anderen unbedeutend sind.&nbsp;Und es geht darum, sich von Gott selbst den Platz zuweisen zu lassen.</p><p>In dem Gleichnis ist der Gastgeber derjenige, der die letzten Entscheidungen und Bewertungen vornimmt. Wer ist der Gastgeber, von dem Jesus erz&auml;hlt?&nbsp;W&auml;hrend wir da vielleicht noch herumr&auml;tseln, ist dem ge&uuml;bten Bibelleser schnell klar. Der Gastgeber vom Fest ist Gott selbst.</p><p>Und die gro&szlig;e Feier ist ein Bild f&uuml;r Gottes ewiges Reich und Gottes neue Welt.&nbsp;Jesus vergleicht das Leben in seinem Reich mit einem wunderbaren Fest. Und Gott selbst ist der Gastgeber.&nbsp;Somit ist die Kernaussage: Wer sich selbst gro&szlig; rausbringt und andere in den Schatten stellt, den stellt Gott am Ende ganz nach hinten.</p><p>&bdquo;Wie kann ich andere beeindrucken, wie kann ich die anderen &uuml;bertrumpfen, wie kann ich mich bestm&ouml;glich in Position bringen, um gro&szlig; rauszukommen&ldquo; &ndash; das beeindruckt Jesus so gar nicht. Er, der sich selber als Diener sah, l&auml;dt uns ein, es ihm nachzumachen und Gott zu ehren und den Mitmenschen zu dienen.</p><p>Und Jesus stellt einen gro&szlig;en Gewinn in Aussicht. Wer den Mut hat, anderen zu dienen, den wird Gott ehren und wer sich seinen Platz von Gott zeigen l&auml;sst, der wird nicht herabgestuft, sondern aufgewertet.</p><p>Wie gro&szlig;artig ist es, wenn Sie und ich erfahren: Gott sieht mich, er ehrt mich und schenkt mir einen Platz in seiner N&auml;he. Jesus verweist auf den gr&ouml;&szlig;ten Gewinn, den Menschen je erhalten k&ouml;nnen: geliebt und wertgesch&auml;tzt werden von Gott &ndash; in seiner N&auml;he leben!</p><p>Im zweiten Teil unseres Bibeltextes geht es ebenfalls um Bewertung &ndash; jetzt aber nicht mehr um die Bewertung der eigenen Person: Jetzt geht es um die Bewertung anderer.</p><p>Jesus kennt die Gedankenspiele vieler Menschen: &bdquo;Wer ist wichtig und vor allem: wer kann mir n&uuml;tzen?&ldquo; Eine Frage, die wir Menschen uns h&auml;ufig stellen. &bdquo;Wer kann mir am meisten n&uuml;tzen &ndash; von wem bekomme ich am meisten zur&uuml;ck.&ldquo;</p><p>Wenn ich zum Beispiel meinen Vorgesetzten zum Geburtstag einlade, dann kann mir das vielleicht zu einem anderen Zeitpunkt einen Vorteil schaffen. Wenn ich meinen reichen Onkel einlade &ndash; wer wei&szlig;? &ndash; Vielleicht bringt er ein teures Geschenk mit!?</p><p>Wer aber l&auml;dt zu seinem Geburtstag bettelarme oder Menschen mit Handicap ein?<br />
&Auml;h &hellip;&nbsp; keiner?<br />
Doch, Jesus!</p><p>Jesus hatte eine gro&szlig;e Freude, denen Liebe und Anerkennung zu schenken, die das von Menschen nicht erhielten und es doch so sehr brauchten.&nbsp;Auf seiner Einladeliste standen Zach&auml;us, ein ausgewiesener Betr&uuml;ger, eine Ehebrecherin, Kinder, die damals noch nicht f&uuml;r voll genommen wurden, eine bettelarme Witwe und ein Christenverfolger namens Paulus.</p><p>Jesus beurteilt Menschen nicht nach dem Bankkonto und der Anerkennung durch Menschen. Er l&auml;dt uns ein, nicht nur uns selbst, sondern auch unsere Mitmenschen mit seinen Augen zu sehen.</p><p>Bleibt die spannende Frage: Warum hat Jesus dieses Gleichnis erz&auml;hlt? Was ist sein Ziel?&nbsp;<br />
Sicherlich nicht, dass ich mir auf Feiern den richtigen Platz aussuche.&nbsp;<br />
Sicherlich auch nicht, damit wir uns selbst schlecht machen und schlecht reden.</p><p>Es geht Jesus um einen Blickwechsel &ndash; um unsere innere Ausrichtung!<br />
Nicht den eigenen Erfolg und den Nutzen in den Vordergrund stellen. Nicht &bdquo;Ich &ndash; Du &ndash; Er&ldquo; im Sinne von<br />
-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ich zuerst,<br />
-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Du, mein Mitmensch, bist mir egal<br />
-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Er / Gott spielt dabei die Statistenrolle,</p><p>sondern &bdquo;Er &ndash; Du &ndash; ich&ldquo;.</p><p>Er / Gott selbst ist die Hauptperson. Er weist mir meinen Platz zu.<br />
Du bist mir wertvoll.</p><p>Und ich selbst? Komm ich selbst gar nicht vor? Soll meine Grundhaltung sein: &bdquo;Ich bin nichts wert!&ldquo;</p><p>Genau das Gegenteil will Jesus uns vor Augen f&uuml;hren: Die Wertsch&auml;tzung von Gott selbst ist kraftvoller als alle eigenen Versuche, mich wichtig zu machen.</p><p>Wer Jesus Christus in den Mittelpunkt seines Lebens stellt und andere Menschen in den Blick nimmt, der erh&auml;lt von Gott einen wertvollen Platz in seiner Welt und in seinem Herz.</p><p>Und warum nicht auch einmal die Geburtstagseinladeliste erweitern &ndash; mit Menschen, die nicht im Ranking, in der Rangordnung unserer Gesellschaft vorne auftauchen.</p><p>Keine Frage: F&uuml;r diese Lebensausrichtung brauchen wir das Wirken des Heiligen Geistes in unseren Herzen.</p><p>Ich lade Sie ein, Gott zu bitten, Ihnen einen neuen inneren Blick zu schenken, seinen Blick.</p><p>&#9658; Mehr Informationen zum Buch Lukas:</p><section class="erf-teaser-card-init" data-url="https://youtu.be/w5A64cBbyf0">Buchvideo: Lukas Kap. 10-24</section><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pastor Bernd Seidler</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17174012.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pastor Bernd Seidler]]></author>
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      <pubDate>Tue, 30 Sep 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die Heilung eines Wassersüchtigen am Sabbat]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Lukas 14,1-6 – ausgelegt von Frank Claus.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Lukas 14,1-6 – ausgelegt von Frank Claus.</em><br/>
<p><strong>Wenn Barmherzigkeit Vorrang hat</strong></p><p>Einladung zur Tischgemeinschaft &ndash; das klingt zun&auml;chst freundlich. Doch dieser Tisch, an dem Jesus sitzt, ist kein Ort ungetr&uuml;bter Gemeinschaft. Lukas berichtet:&nbsp;<em>&bdquo;Und es begab sich, dass er kam in das Haus eines Oberen der Pharis&auml;er am Sabbat, um zu essen. Und sie beobachteten ihn.&ldquo;</em></p><p>Ein gemeinsames Mahl &ndash; und doch liegt Anspannung in der Luft.<br />
Jesus wird nicht eingeladen, um zur Ruhe zu kommen. Sondern um gepr&uuml;ft zu werden. Seine Gegner wollen wissen: H&auml;lt er sich an das Gesetz? Oder stellt er sich &uuml;ber das Gesetz?<br />
Mitten in diese Szene tritt ein Mann mit Wassersucht &ndash; damals eine schwere Krankheit, die sichtbar machte: Hier ist ein Mensch, dem es nicht gut geht.</p><p>Und nun ist die entscheidende Frage:&nbsp;<strong>Was tut man mit einem Menschen in Not &ndash; wenn der Kalender &bdquo;Sabbat&ldquo; sagt?</strong></p><p>Jesus kennt die Gedanken der frommen Leute im Raum. Er fragt:&nbsp;<em>&bdquo;Ist es erlaubt, am Sabbat zu heilen oder nicht?&ldquo;&nbsp;</em><br />
Die Antwort ist Schweigen.</p><p><strong>Jesus stellt eine einfache, aber entlarvende Frage. </strong>Denn es ist der Sabbat &ndash; der Tag der Ruhe, der Tag des R&uuml;ckzugs, der Tag, an dem man nichts tun soll, was Arbeit ist. Und Heilung? Das galt damals oft als Arbeit.<br />
Doch Jesus sieht nicht zuerst ein Gesetz &ndash; er sieht einen Menschen.</p><p>Er heilt den Mann &ndash; einfach so, mitten in dieser Runde der Frommen. Dann fragt er erneut:<br /><em>&bdquo;Wer unter euch, der einen Sohn oder ein Rind hat, der in einen Brunnen f&auml;llt, zieht ihn nicht sogleich heraus, auch am Sabbat?&ldquo;</em><br />
Wieder: Schweigen.</p><p><strong>Jesus macht etwas deutlich, das uns bis heute herausfordert:</strong><br />
Liebe zu Gott und N&auml;chstenliebe geh&ouml;ren untrennbar zusammen.<br />
Gottes Gebote waren nie dazu gedacht, den Menschen zu knebeln. Sondern zu sch&uuml;tzen.<br />
Der Sabbat sollte den Menschen zur Ruhe bringen &ndash; nicht dazu, dass wir abstumpfen gegen&uuml;ber der Not anderer.</p><p>Es ist nicht so, dass Jesus das Gesetz verachtet. Im Gegenteil: Er erf&uuml;llt es in einer Tiefe, die seine Zeitgenossen oft nicht erfassen.&nbsp;Aber er zeigt:&nbsp;<strong>Wenn unser Festhalten an Regeln dazu f&uuml;hrt, dass Menschen auf der Strecke bleiben, dann haben wir das Herz Gottes verfehlt.</strong></p><p>Jesus stellt hier den Menschen in den Mittelpunkt &ndash; nicht die gesetzliche Ordnung.&nbsp;Er stellt Barmherzigkeit &uuml;ber Formalismus.&nbsp;Er macht sichtbar: Das wahre Wesen des Gesetzes ist Liebe.</p><p>Mich bewegt diese Szene, weil sie mich selbst fragt:</p><ul><li>Wen stelle ich in die Mitte?</li><li>Wie schnell bin ich dabei, zu beurteilen, zu kategorisieren, zu beobachten &ndash; statt einfach zu helfen?</li><li>Wo brauche ich den Mut, die Barmherzigkeit &uuml;ber meine Vorstellungen zu stellen?</li></ul><p>Mir geht es so wie vermutlich vielen anderen auch: Vielleicht sind wir ja manchmal gar nicht so weit entfernt von den Pharis&auml;ern in dieser Geschichte.&nbsp;Wir sitzen auch oft an unseren Tischen &ndash; innerlich oder &auml;u&szlig;erlich &ndash; und beobachten.&nbsp;Wir machen uns Gedanken dar&uuml;ber, was richtig und falsch ist, was erlaubt ist, was man tut und was nicht.&nbsp;Und vergessen dabei, dass Jesus uns ruft, den Menschen zu sehen &ndash; den Einzelnen &ndash; mit seiner Not, seiner Schw&auml;che, seiner Sehnsucht.</p><p>Jesus hat sich nicht aus der Ruhe bringen lassen.<br />
Er hat gesehen &ndash; und gehandelt.<br />
Und so stellt er auch uns heute die Frage:<br /><em>Wagen wir es, zu helfen &ndash; auch wenn es Regeln infrage stellt oder uns selbst etwas kostet?</em><br /><em>Hat Barmherzigkeit in unserem Leben Vorrang &ndash; auch wenn sie unbequem, unpopul&auml;r oder riskant ist?</em></p><p>In der Bibel ist Krankheit oft nicht nur ein medizinisches Problem, sondern auch ein Bild f&uuml;r geistliche Not.<br />
Der Mann mit der Wassersucht tr&auml;gt sichtbar etwas, das ihn einschr&auml;nkt.<br />
Man k&ouml;nnte sagen: Das Wasser steht ihm buchst&auml;blich bis zum Hals.<br />
Und vielleicht sp&uuml;ren wir das auch in unserem Leben:</p><ul><li>Sorgen, die uns innerlich aufschwemmen.</li><li>Erwartungen, die uns dr&uuml;cken.</li><li>S&uuml;nde, die uns l&auml;hmt.</li><li>Angst, die uns klein macht.</li></ul><p>Jesus sieht das.<br />
Und er kommt nicht mit einem Vorwurf, sondern mit einer heilenden Ber&uuml;hrung.<br />
Er stellt Sie und mich in die Mitte &ndash; nicht, um uns blo&szlig;zustellen, sondern um uns zu heilen.<br />
Er fragt Sie, und er fragt mich: Willst du gesund werden?<br />
Er fragt die anderen: Darf man lieben, auch wenn es unbequem ist?</p><p>Die Antwort liegt bei uns.</p><p>Lukas berichtet diese Szene nicht nur als Erinnerung &ndash; sondern als Einladung.<br />
Jesus l&auml;dt Sie und mich ein,&nbsp;<strong>Teil seiner Barmherzigkeit zu werden.</strong><br />
Er will, dass wir nicht in erster Linie beobachten, sondern mitf&uuml;hlen.<br />
Nicht kontrollieren, sondern heilen.<br />
Nicht Regeln zitieren, sondern Liebe leben.</p><p>Und das beginnt nicht mit gro&szlig;en Taten &ndash; sondern mit einem offenen Herzen.<br />
Mit der Bereitschaft, den Menschen zu sehen &ndash; nicht nur das, was &uuml;ber ihn gesagt wird.<br />
Mit der Entscheidung, der Barmherzigkeit Raum zu geben.</p><p><strong>Vielleicht fragen Sie sich: Wo w&auml;re bei mir ein erster Schritt?</strong><br /><strong><strong>Wem k&ouml;nnen Sie heute mit dem Blick Jesu begegnen &ndash; mit einem offenen Herzen, mit einem Wort der Ermutigung, mit einer helfenden Hand?</strong><br /><strong>Jesus l&auml;dt Sie ein, seine Barmherzigkeit weiterzugeben &ndash; dort, wo Sie sind.</strong></strong></p><p><strong><strong>&#9658;&nbsp;</strong></strong>Mehr Infos &uuml;ber das Buch Lukas:</p><section class="erf-teaser-card-init" data-url="https://youtu.be/w5A64cBbyf0">Buchvideo: Lukas Kap. 10-24</section><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Frank Claus</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17173252.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Frank Claus]]></author>
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      <pubDate>Mon, 29 Sep 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Ein feste Burg ist unser Gott]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Psalm 46 – ausgelegt von Corinna Schmid.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 46 – ausgelegt von Corinna Schmid.</em><br/>
<p>&bdquo;Wenn auch die Erde erbebt oder untergeht und die Berge ins Meer st&uuml;rzen.&ldquo; Als ich ein kleines Kind war, hatte ich &ouml;fter nachts Alptr&auml;ume. Ein immer wiederkehrender Traum war: ein Berg, seine Felsen st&uuml;rzen ins Meer. Es waren keine Monster oder sonstige schaurige Dinge. Aber dieses Bild von einem Berg, der ins Meer zerbricht, war in meinem Traum so schlimm, dass ich unbedingt aufwachen wollte. Selbst in meinem kleinen, beh&uuml;teten Kinderleben hatte ich in diesem Moment Existenz&auml;ngste.</p><p>Wenn ich also Psalm 46, Vers 3 lese, habe ich diesen Alptraum bildlich vor Augen. Das Sch&ouml;ne daran ist, dass die Psalmschreiber von einem Helfer berichten, den sie in Momenten der Angst erlebt haben. Gott. Ein Helfer, der sich in N&ouml;ten als treu erweist. Ich w&uuml;nschte, die S&ouml;hne Korachs, die diesen Psalm geschrieben haben, h&auml;tten das der kleinen, von Alptr&auml;umen geplagten Corinna sagen k&ouml;nnen: &bdquo;Wir f&uuml;rchten uns nicht, selbst wenn die Berge ins Meer st&uuml;rzen, selbst wenn die Welt untergeht.&rdquo; &bdquo;Warum?&ldquo; H&auml;tte ich sie gefragt. &bdquo;Weil Gott unsere Zuflucht und St&auml;rke ist!&ldquo; (Vers 2)</p><p>Wenn die S&ouml;hne Korachs das so bestimmt sagen k&ouml;nnen, dann nur, weil sie Gott bereits als Zuflucht erlebt haben. Sie nennen Gott einen &bdquo;bew&auml;hrten&ldquo; Helfer. Das bedeutet: Sie sprechen aus Erfahrung. Gott hat sich f&uuml;r sie bereits als Hilfe bewiesen. F&uuml;r mich klingt das sehr vertrauensw&uuml;rdig. Vielleicht kann ich das dann auch glauben? Vielleicht kann ich mich wie die S&ouml;hne Korachs auch daran erinnern, in welchen Situationen ICH Gott als Helfer erlebt habe. Wo mir geholfen, mich gest&auml;rkt und mir seine Treue gezeigt hat. Und vielleicht kann ich dieses Vertrauen dann auch auf Zuk&uuml;nftiges &uuml;bertragen. Vertrauen im Voraus. &bdquo;Selbst wenn die Berge ins Meer st&uuml;rzen.&ldquo;</p><p>In den ersten beiden Psalmversen kommt das Meer bzw. das Wasser mir als etwas Be&auml;ngstigendes vor. Es &bdquo;sch&auml;umt und w&uuml;tet&ldquo;, und selbst die festen Berge &bdquo;zittern&ldquo; vor seiner Gewalt. Dann, in Vers 5, sprechen die S&ouml;hne Korachs von einem Strom, von B&auml;chen. Friedliches Wasser, das die Stadt Gottes erfreut &ndash; damit ist Jerusalem gemeint.</p><p>Darf man als Kind Gottes Bibelverse pers&ouml;nlich f&uuml;r sich in Anspruch nehmen, die eigentlich f&uuml;r Israel gedacht sind? Ich sage f&uuml;r mich mal ganz untheologisch &bdquo;ja&ldquo;. Denn Gott ist auch in meiner Mitte. Das wei&szlig; ich aus Erfahrung. Sie auch?</p><p>Durch Jesus bin ich Gottes Kind. Er hilft mir. Jeden Morgen, der anbricht. Dann spreche ich mir selbst Vers 6 zu: &bdquo;Heute werde ich nicht wanken.&ldquo; Das hei&szlig;t f&uuml;r mich: Ich werde nicht verzweifeln, nicht im Blick auf das Weltgeschehen zusammenbrechen, nicht kaltherzig werden oder mich &uuml;ber alles M&ouml;gliche beschweren. Sondern ich werde fest auf Gott stehen. Die gute Nachricht? Ich muss nicht alleine die Kraft aufbringen. Wenn Gott meine St&auml;rke ist (Vers 2), dann kann ich ihn auch im Hilfe bitten, wenn mir das Vertrauen schwerf&auml;llt.</p><p>Was ist das f&uuml;r ein Gott, an den ich glaube? Einer, der was kann, sagen die Psalmschreiber. Wenn er spricht, dann zerschmilzt die Erde &ndash; egal, wie sehr die V&ouml;lker toben, wie viel Krieg herrscht oder was der Mensch mit der Natur, mit Gottes Sch&ouml;pfung, anrichtet. Wenn er spricht, dann gehorcht die Erde.</p><p>Vor diesem Gott h&auml;tte ich Angst, wenn ich ihn nicht kennen w&uuml;rde. Weil ich aber durch Jesus Christus in einer Beziehung mit Gott lebe, kann ich wie die S&ouml;hne Korachs &ndash; mit Ehrfurcht &ndash; sagen: Dieser Gott, der Herr &uuml;ber jedes Milit&auml;r ist, ist mit mir. Das hei&szlig;t, er ist auf meiner Seite. Und wissen Sie was? So einen Gott will ich unbedingt auf meiner Seite haben. Psalm 46 beschreibt keinen Zuckerwatte-Gott und auch keinen, der halbe Sachen macht. Sondern einen, der ganz klar zeigt, wie viel Macht er hat.</p><p>In alledem &ndash; im Zerschmelzen der Erde, in der Verw&uuml;stung und Verbrennung durch Feuer &ndash; bezeichnen die Psalmschreiber Gott als unsere Burg. Eine Burg ist ein Ort der Ruhe, Sicherheit und Best&auml;ndigkeit. Haben Sie als Kind oder mit Ihren Kindern schon einmal Burgen oder H&ouml;hlen aus Kissen und Decken gebaut? Meine Cousine und ich waren Meister-Architektinnen der Kissenburgen. Eingemummelt und warm haben wir uns besch&uuml;tzt gef&uuml;hlt. Dieses Gef&uuml;hl bekomme ich, wenn ich lese: &bdquo;Der Herr ist unsere sichere Burg.&ldquo; Er verteidigt mich in der Burg, wie ein Ritter, der Kriegswaffen zerst&ouml;rt (Vers 10).</p><p>In Psalm 46 stellen die S&ouml;hne Korachs Gottes Charakter vor. Er ist Gott, er ist &bdquo;erhaben&ldquo; (Vers 12), er kann die Erde mit nur einem Wort zerschmelzen lassen. Und er ist eine sichere Burg, ein Helfer, er ist mitten unter uns. Und er ist MIT uns unterwegs. Mir gef&auml;llt diese Gegen&uuml;berstellung. Als Menschen haben wir oft die Angewohnheit von der einen oder anderen Seite vom Pferd zu fallen. Gott entweder nur zu f&uuml;rchten und seine Vaterqualit&auml;ten nicht anzunehmen, oder ihn wie einen Kumpel behandeln und vielleicht zu vergessen, wie m&auml;chtig er ist.</p><p>Gott k&auml;mpft f&uuml;r mich. Ich muss nicht &uuml;ber alles die Kontrolle behalten und mich nicht mit der ganzen Welt anlegen. Ich darf Verletzungen loslassen. Ich kann mich an Gott wenden und zur Ruhe kommen. Gott m&ouml;chte sogar, dass ich still bin. In Vers 11 sagt er den Menschen direkt: &bdquo;Seid still! H&ouml;rt auf mit den Kriegen, dem Hass und den Ablenkungen. Und erkennt, dass ich Gott bin.&ldquo; Warum ist das wichtig? Wenn Menschen Gott erkennen und auf seine Hilfe hoffen, dann ist er ihre sichere Burg.</p><p>Wem in Ihrem Umfeld k&ouml;nnen Sie heute von der Zuflucht und St&auml;rke erz&auml;hlen, die Sie in Gott gefunden haben? Wen k&ouml;nnen Sie einladen, in diese sichere Burg zu kommen?</p><p>&#9658; Mehr &uuml;ber das Buch der Psalmen:</p><section class="erf-teaser-card-init" data-url="https://youtu.be/vVW2IthkhgM">Buchvideo: Psalmen</section><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Corinna Schmid</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17172864.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Corinna Schmid]]></author>
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      <pubDate>Sun, 28 Sep 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die Feindschaft des Herodes Antipas und die Klage über Jerusalem]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Lukas 13,31-35 – ausgelegt von Gabriel Klusz.]]></description>
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      <itunes:summary><![CDATA[Der Bibeltext Lukas 13,31-35 – ausgelegt von Gabriel Klusz.]]></itunes:summary>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Lukas 13,31-35 – ausgelegt von Gabriel Klusz.</em><br/>
<p>Einige Pharis&auml;er kamen, um Jesus vor den Machenschaften des Herodes zu warnen. Das ist sonderbar, denn sie stehen sonst nicht auf Jesu Seite. Sie beobachten ihn vielmehr, ob sie etwas gegen ihn vorbringen k&ouml;nnten. Sie verklagen ihn eher, und wollen ihn ihrerseits aus dem Weg schaffen. Doch nun gehen sie zu Jesus und teilen ihm mit, dass K&ouml;nig Herodes ihn t&ouml;ten will. Wie passt das zusammen? Ist das eine Finte, um Jesus aus dem Herrschaftsgebiet des Herodes Antipas, das sich &uuml;ber Galil&auml;a und P&auml;rea &ouml;stlich des Jordans erstreckte, nach Jud&auml;a zu locken? Dort w&auml;re Jesus dann im Machbereich des Sanhedrins &ndash; das war der Hohe Rat, die oberste j&uuml;dische Religionsbeh&ouml;rde &ndash; Oder wollte Herodes Jesus aus seinem Herrschaftsgebiet haben, da er wegen Johannes dem T&auml;ufer ein schlechtes Gewissen hatte? Es w&auml;re denkbar, dass Herodes auf keinen Fall in die Verlegenheit kommen, wollte, auch Jesus t&ouml;ten zu m&uuml;ssen, und dass er vielleicht darum die Pharis&auml;er eingespannt hat, die Jesus abschrecken sollen. &ndash; Aber das ist nicht mehr genau zu kl&auml;ren.</p><p>In seiner Antwort nennt Jesus Herodes einen &sbquo;Fuchs&lsquo;. Er wei&szlig;, wie verschlagen und hinterh&auml;ltig Herodes sein kann. Was Jesus dann aber sagt, zeigt seine Gr&ouml;&szlig;e und Vollmacht, die weit <em>&uuml;ber</em> Herodes steht. Jesus hat Autorit&auml;t, D&auml;monen auszutreiben und Kranke zu heilen. Seine Absicht ist, Menschen zu helfen und ihnen eine gottgewollte Lebensperspektive zu schenken.</p><p>Hinter Jesu Antwort steht auch, dass er handeln <em>wird.</em> Denn nicht die Pl&auml;ne des Herodes werden sich erf&uuml;llen, sondern in allen Bereichen der Heilsplan Gottes, seines Vaters im Himmel.</p><p>Die Aussage: <em>&bdquo;Heute&hellip;, morgen&hellip; und am dritten Tag&ldquo;</em> ist wohl eine damals bekannte Redewendung oder ein R&auml;tselspruch. Wenn Jesus dann aber sagt: <em>&bdquo;am dritten Tage werde ich vollendet&ldquo;,</em> dann unterstreicht er damit, dass sein Sterben am Kreuz &ndash; und grade seine Auferstehung am dritten Tag &ndash; &bdquo;Vollendung&ldquo; seines Lebens bedeutet. Jesus wurde Mensch, damit er durch die Hingabe seines Lebens die Folgen der S&uuml;nde s&uuml;hnte und so die Erl&ouml;sung der Menschen vollendete. Und dieses Ereignis wird sich nicht mehr lange hinziehen. Hier redet Jesus sowohl verh&uuml;llend als auch klarstellend. Er wird nach dem Willen des Vaters handeln, und keine Drohung des Herodes wird daran etwas &auml;ndern k&ouml;nnen.</p><p>Jesus steht in seinem Tun unter einem g&ouml;ttlichen &bdquo;muss&ldquo;. Er muss <em>&bdquo;heute&hellip;, morgen&hellip; und dem Tag danach&ldquo;</em> wandern. Er wei&szlig;, wohin er geht, was er tun wird und was ihn erwartet. Er wei&szlig;, dass sein Sterben vor den Toren Jerusalems erfolgen wird &ndash; und eben nicht in Galil&auml;a. Viele Propheten vor ihm starben in Jerusalem (so z.B. der Prophet Uria, oder der im Tempelhof gesteinigte Secharja und auch andere). Und darum steht auch ihm, dem bedeutendsten Propheten, dieses Schicksal bevor. Die Art und Weise, wie Jesus hier den Pharis&auml;ern antwortet, zeigt seine Erhabenheit und Hoheit.</p><p>Dann spricht Jesus, klagend und schmerzerf&uuml;llt, &uuml;ber die Stadt Jerusalem. Sie steht hier als Repr&auml;sentant f&uuml;r das ganze Volk Israel. Die zweimalige Wiederholung des Namens zeigt, dass nun wichtige Worte folgen werden. Bei Jesus kommen solche Doppelungen eines Namens oder vor einer wichtigen Aussage immer wieder vor. z.B. wenn er sagt: &bdquo;Simon, Simon, der Satan hat begehrt, euch zu sieben&ldquo;, oder auch: &bdquo;Wahrlich, wahrlich ich sage euch&hellip;&ldquo; oder &bdquo;Marta, Marta, du hast viel Sorge und M&uuml;he&ldquo;.</p><p>Es f&auml;llt auf, dass Jesus an dieser Stelle offensichtlich zu den Pharis&auml;ern in Galil&auml;a redet &ndash; also weit von Jerusalem entfernt. Jesus dr&uuml;ckt hier seine Zuwendung zu Jerusalem und zu ganz Israel aus. Er kam, aus Liebe vom Vater gesandt, um seinen Volksgenossen und Landsleuten, in seiner Person, das Reich Gottes zu bringen, Gottes Erl&ouml;sungsangebot vorzulegen und sie vor dem Verderben zu sch&uuml;tzen, <em>&bdquo;wie eine Henne ihre K&uuml;ken&ldquo;.</em> Davon jedoch wollen die Pharis&auml;er und die leitenden Vertreter des Volkes nichts wissen.</p><p>Und so teilt Jesus ihnen mit, was ihre Ablehnung nach sich ziehen wird. <em>&bdquo;Seht, euer Haus wird euch allein &uuml;berlassen.&ldquo;</em></p><p>Hinter &bdquo;Haus&ldquo; steht sicherlich ganz Jerusalem, besonders aber der Tempel dort. Er wird nicht weiter die St&auml;tte sein, wo der HERR seinen Namen wird wohnen lassen. Und er wird auch nicht mehr unter dem Schutz Gottes stehen. &ndash; Und so wurde der Tempel 70 n.Chr. von den R&ouml;mern zerst&ouml;rt.</p><p>Jesus schlie&szlig;t mit den bedeutungsvollen Worten: <em>&bdquo;Ich sage euch: Ihr werdet mich nicht mehr sehen, bis die Zeit kommt, da ihr sagen werdet: Gelobt ist, der da kommt im Namen des Herrn!&ldquo;</em></p><p>Einige verstehen diese Worte Jesu ausschlie&szlig;lich prophetisch als ein Hinweis auf die endzeitlichen Ereignisse, die Jesu Wiederkunft begleiten werden. Jesus wird auf der Erde nach seiner Himmelfahrt nicht mehr als Person sichtbar sein, bis er, bei seinem Wiederkommen in den Wolken, f&uuml;r alle Menschen erscheinen wird. Dieses Ereignis wird dann bei den Erl&ouml;sten mit gro&szlig;em Jubel einhergehen. Der Evangelist Matth&auml;us berichtet diese Worte Jesu n&auml;mlich, <em>nachdem</em> Jesus bereits in Jerusalem eingezogen war. (Matth&auml;us&nbsp;23,37-39) Und an dieser Stelle deuten Jesu Worte klar auf seine Wiederkunft hin.</p><p>Hier allerdings, in Galil&auml;a, will Jesus dar&uuml;ber hinaus<em></em>noch den Pharis&auml;ern eine Erkenntnishilfe geben. Er wird sie auf seinem Weg nach Jerusalem nicht mehr treffen. Wenn diese dann aber in Jerusalem, bei seinem Einzug, dabei sein werden und diese Worte h&ouml;ren: <em>&bdquo;Gelobt ist, der da kommt im Namen des Herrn,&ldquo;</em> dann werden sie an Jesu Ank&uuml;ndigung denken. Sie sollen sich dann an seine Worte erinnern und <em>ihn</em> als <em>den</em> verhei&szlig;enen Sohn Davids erkennen.</p><p>Mir scheint, dass Jesus in seiner Liebe auch diese Pharis&auml;er <em>auf einem Weg</em> erreichen will, den sie <em>verstehen.</em> Wie <em>wir</em> heute, so sollen auch <em>sie</em> erkennen, dass Jesus Christus der Erl&ouml;ser und Heiland ist &ndash; f&uuml;r <em>sie</em> und f&uuml;r <em>alle,</em> die Jesus ihr Herz &ouml;ffnen und an ihn glauben!</p><p>&#9658; Mehr Infos zum Buch Lukas:</p><section class="erf-teaser-card-init" data-url="https://youtu.be/w5A64cBbyf0">Buchvideo: Lukas Kap. 10-24</section><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pastor Gabriel Klusz</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17172458.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pastor Gabriel Klusz]]></author>
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      <pubDate>Sat, 27 Sep 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die enge Pforte und die verschlossene Tür]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Lukas 13,22-30 – ausgelegt von Norbert Lurz.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Lukas 13,22-30 – ausgelegt von Norbert Lurz.</em><br/>
<p><span style="font-size:1.0625rem">Heute besch&auml;ftigen wir uns mit einem unbequemen, herausfordernden, ja provokanten Bibeltext. Eine unmissverst&auml;ndliche Frage wird Jesus gestellt: &bdquo;Herr, sind es nur wenige, die gerettet werden?&ldquo; Eine Frage, die in unserer modernen Welt kaum mehr gestellt wird. Die Frage nach dem Himmel, die Frage nach dem Leben nach dem Tod.</span></p><p>Wenn doch, dann n&auml;hern wir uns dem Sachverhalt damals wie heute in einer typisch menschlichen Weise &ndash; wir wollen Zahlen, Statistiken, Sicherheit. Aber Jesus antwortet ganz anders. Er sagt zur Frage &bdquo;Wie viele?&ldquo;&nbsp;nicht: &bdquo;Ja, wenige&ldquo; oder &bdquo;Nein, viele&ldquo;. Er sagt: &bdquo;Ringt darum, dass ihr durch die enge Pforte hineingeht.&ldquo; Damit lenkt er den Blick weg von der Neugier auf andere &ndash; und hin auf mich selbst. Die entscheidende Frage ist nicht: <em>Wie viele?</em> &ndash; sondern: <em>Bin ich auf dem Weg? Gehe ich durch die enge Pforte? </em>Die Pforte ist eng &ndash; nicht, weil Gott uns klein machen will, sondern eng aus meiner Sicht, weil nichts Sperriges mit hindurchpasst. Stolz, Selbstsicherheit, religi&ouml;se Routine &ndash; das alles blockiert den Eingang. Nur wer sich Gott und seiner unvergleichlichen Liebe anvertraut und aussetzt, passt hindurch.</p><p>Jesus erz&auml;hlt von Menschen, die drau&szlig;en stehen und sagen: &bdquo;Wir haben doch mit dir gegessen und getrunken, du hast bei uns gelehrt!&ldquo; Aber er antwortet: &bdquo;Ich kenne euch nicht.&ldquo; Das ist ein hartes Wort. Es bedeutet: &Auml;u&szlig;erliche N&auml;he &ndash; Mitgliedschaft, Tradition, Gewohnheit &ndash; reicht nicht. Es geht um mehr, um eine gelebte Beziehung zu Jesus Christus.</p><p>Kommen also nur die Frommen in den Himmel? Ist der Himmel elit&auml;r?</p><p>Wenn wir diese Bibelstelle isoliert betrachten oder gar als Moralkeule verwenden, haben wir das Entscheidende nicht verstanden. Die Liebe und Barmherzigkeit Gottes.</p><p>Auch in unserem Text wird der Blick geweitet: Von Osten und Westen, von Norden und S&uuml;den kommen Menschen und setzen sich an den Tisch im Reich Gottes. Gottes Einladung geht weiter, als wir denken. Nicht unsere Herkunft entscheidet, sondern Gottes Gnade. Und schlie&szlig;lich: &bdquo;Es sind Letzte, die werden die Ersten sein, und Erste, die werden die Letzten sein.&ldquo; &ndash; Gott stellt unsere Ma&szlig;st&auml;be auf den Kopf. Wer sich selbst sicher glaubt, kann drau&szlig;en stehen. Wer gering geachtet ist, kann drinnen Platz nehmen.</p><p>Vielleicht wird der Manager, der Politiker oder auch der Kirchenrepr&auml;sentant, der in dieser Welt als &bdquo;Erster&ldquo; gilt, bei Gott hinten sitzen &ndash; weil er nur sich selbst zur eigenen Ehre vertraut hat. Und vielleicht werden die alleinerziehende Mutter oder der Gefl&uuml;chtete, die kaum &uuml;ber die Runden kamen, vorne sitzen &ndash; weil sie sich Tag f&uuml;r Tag auf Gott verlassen haben. Vielleicht die, die hier wenig z&auml;hlen, die Stillen, die &Uuml;bersehenen, die Kranken &ndash; sie werden gro&szlig; sein im Reich Gottes.</p><p>Gottes Ma&szlig;st&auml;be sind anders als unsere. Dieser Text will einladen, nicht Angst machen. Vertraue ich darauf, dass Gottes Gnade gr&ouml;&szlig;er ist als meine Sicherheit &ndash; und auch gr&ouml;&szlig;er als meine Angst? Mir kommt das Gleichnis Jesu vom Pharis&auml;er und Z&ouml;llner in den Sinn (Lukas 18, 10ff): &bdquo;Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, um zu beten, der eine ein Pharis&auml;er, der andere ein Z&ouml;llner.&ensp;Der Pharis&auml;er stand und betete bei sich selbst so: Ich danke dir, Gott, dass ich nicht bin wie die anderen Leute, R&auml;uber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieser Z&ouml;llner.&ensp;Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich einnehme.&ensp;Der Z&ouml;llner aber stand ferne, wollte auch die Augen nicht aufheben zum Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir S&uuml;nder gn&auml;dig!&ensp;Ich sage euch: Dieser ging gerechtfertigt hinab in sein Haus, nicht jener.&ldquo;</p><p>Wir haben es mit keinem hartherzigen Buchhalter zu tun, sondern mit dem liebenden Vater, der auf dem Dach seines Hauses mit g&uuml;tigen und sehns&uuml;chtigen Augen tagt&auml;glich nach dem verlorenen Sohn Ausschau h&auml;lt und diesen schlie&szlig;lich in seine Arme schlie&szlig;t.</p><p>So gesehen wirkt die enge Pforte nicht furchterregend, sondern einladend. Wenn Menschen wie der Z&ouml;llner im Gleichnis oder auch der gute Sch&auml;cher am Kreuz die enge Pforte passieren, bleibt auch f&uuml;r mich Hoffnung.</p><p>Ich lade Sie, liebe Zuh&ouml;rerinnen und Zuh&ouml;rer daher ein, an diesem Tag zu &uuml;berlegen: Welchen Ballast k&ouml;nnen Sie ablegen und loslassen, seien es falsche Hoffnungen, ungute Beziehungen oder auf dem R&uuml;cken anderer erworbenen Vorteile? Was davon k&ouml;nnen Sie zur&uuml;cklassen, damit Sie befreiter durch dieses Leben und hin zum ewigen Leben gehen k&ouml;nnen?</p><p>Die T&uuml;r zur Himmelspforte ist offen. Jesus selbst ist die T&uuml;r. Und wer ihm vertraut, darf gewiss sein: Drinnen ist reichlich Platz &ndash; auch f&uuml;r mich, auch f&uuml;r Sie.</p><p>&#9658; Mehr Infos zum Lukasevangelium:</p><section class="erf-teaser-card-init" data-url="https://youtu.be/w5A64cBbyf0">Buchvideo: Lukas Kap. 10-24</section><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Norbert Lurz</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17172033.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Norbert Lurz]]></author>
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      <pubDate>Fri, 26 Sep 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Vom Senfkorn und vom Sauerteig]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Lukas 13,18-21 – ausgelegt von Hans-Jürgen Lieber.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Lukas 13,18-21 – ausgelegt von Hans-Jürgen Lieber.</em><br/>
<p>Jesus versteht sich auf Menschen. Er m&ouml;chte sie gewinnen. Jetzt erst mal am See Genezareth. Das ist so etwas wie seine Kanzel. Hier kann er seine Botschaft verk&uuml;nden.&nbsp; Da f&uuml;hlt er sich sicherer als in Juda. Die Menschen str&ouml;men ihm zu. Was versprechen sie sich von ihm und seiner J&uuml;ngerschar? Was k&ouml;nnte er der Menschenmenge sagen? Es gibt ja keinerlei Vorank&uuml;ndigung. Jesus spricht immer frei, kenntnisreich und noch dazu anschaulich! Hier am Seeufer, in idyllischer Lage, da l&auml;sst sich frei reden. Und Aufmerksamkeit ist garantiert. Jesus w&auml;hlt ein Thema aus, das viele Menschen umtreibt. Das Reich Gottes. Zuflucht in unruhigen Zeiten. Was k&ouml;nnte das sein? Wo k&ouml;nnte man es finden? Ein r&auml;tselhaftes Wort von einer jenseitigen Welt. K&ouml;nnen das auch einfache Menschen verstehen? Menschen, die nie eine Schule besuchen konnten. Denen Ausdr&uuml;cke wie &bdquo;Reich Gottes&ldquo; erkl&auml;rt werden m&uuml;ssen. Vielleicht v&ouml;llig anders als von Geistlichen? Jesus w&auml;hlt gern Gleichnisse aus. Schilderungen aus dem Alltagsleben der Menschen. Bekannte Dinge, wo sie mitreden k&ouml;nnen. Da stehen sie auf sicherem Boden. Sind gleichberechtigt.</p><p>Jahrhunderte sp&auml;ter, als die Frohe Botschaft von Jesus Christus l&auml;ngst im Abendland angekommen ist, w&auml;hlt man weiterhin Bilder. Zum besseren Verst&auml;ndnis der leseunkundigen Gl&auml;ubigen. Die gro&szlig;en Kirchen sind voller Gem&auml;lde mit biblischen Geschichten. Gewaltige Glasfenster zeigen den Gl&auml;ubigen die wunderbare Welt der Bibel.</p><p>Jesus w&auml;hlt seinen Platz mit Bedacht.</p><p>Sein Thema hat er schon vorgegeben.&nbsp; Das Reich Gottes. Er schaut den Zuh&ouml;rern ins Gesicht. Was m&ouml;gen sie wohl erwarten? Wieder ein Heilungswunder? Jetzt wird er keinen Kranken heilen. Doch er k&ouml;nnte ein R&auml;tsel aufl&ouml;sen. Was ist das Reich Gottes? Und was hat das mit ihrem normalen Leben zu tun? Sehr viel! Das geht jeden an. Jesus sp&uuml;rt ihre Neugier. Sie erwarten eine klare Antwort. Erstmal fragt er sie zur&uuml;ck, <strong>&bdquo;Wem gleicht das Reich Gottes, und womit soll ich&#39;s vergleichen?&ldquo;</strong> (Lukas 13,18). Da wird es still am Seeufer. Keiner wagt sich mit einer Antwort hervor. &bdquo;Wem gleicht das Reich Gottes?&ldquo;, Nun, was soll denn diese Frage.? Wie k&ouml;nnen wir einfachen Menschen das wissen? Ohne Vorbildung. Ohne gr&uuml;ndliches Bibelwissen.</p><p>Jesus unterbricht ihr Schweigen. Und zeigt ihnen, dass sie ihre Scheu vor ihm ablegen k&ouml;nnen. F&uuml;r Unwissenheit braucht keiner sich zu sch&auml;men. Also stellt er ihnen ein Bild vor, das ihnen etwas sagt. Das Himmelreich k&ouml;nntet ihr euch so vorstellen<strong>: &bdquo;Es gleicht einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und in seinen Garten s&auml;te; und es wuchs und wurde ein Baum, und die V&ouml;gel des Himmels wohnten in seinen Zweigen.&ldquo;</strong> (Lukas 13,19). Da sind die Zuh&ouml;rer erstmal verbl&uuml;fft. Ein Senfkorn, dieser Winzling von 1-2 Millimeter Durchmesser soll das Reich Gottes verk&ouml;rpern? Und wenn es zum Baum w&auml;chst, dann sind nach unseren heutigen Ma&szlig;st&auml;ben immerhin 9 Meter H&ouml;he m&ouml;glich. Gro&szlig; genug f&uuml;r jede Menge Vogelnester.</p><p>Aber, kommt es auf Baumh&ouml;he an? Nein, es geht um Ver&auml;nderung. Ihr Leben, vielleicht nur Senfkorn gro&szlig;, kann gr&ouml;&szlig;er und gr&ouml;&szlig;er werden. Mit Gottvertrauen und Gottes Hilfe. Sie k&ouml;nnen &uuml;ber sich selbst hinauswachsen zu Kindern Gottes. Schritte gehen in neue Richtungen. Die Welt und ihre Mitmenschen mit neuen Augen sehen. Das ist schon baumstark. Die Zweifel &uuml;ber sich und andere ablegen. Nach vorn leben. Mit Gottes Hilfe. Und nicht zur&uuml;ckschauen auf ihr altes Leben im Senfkornformat. Nein, schaut besser nach oben in die Baumkrone. Dort k&ouml;nnt ihr das Reich Gottes erahnen. Vielleicht gehen wir sogar gemeinsam? Ich warte am Wege auf euch.</p><p>Nach einer kurzen Pause, in der sich alle mit Getr&auml;nken versorgen k&ouml;nnen, f&auml;hrt Jesus fort: <strong>&bdquo;Womit soll ich das Reich Gottes vergleichen? Es gleicht einem Sauerteig, den eine Frau nahm und unter einen halben Zentner Mehl mengte, bis es ganz durchs&auml;uert war.&ldquo;</strong> (Lukas 13,20-21)</p><p>Vielleicht hat Jesus auf seinen Wanderungen mal in eine Backstube hineingeschaut? Dort bekommt er bei einer B&auml;ckerin mit, was es mit Sauerteig auf sich hat. Sauerteig enth&auml;lt n&auml;mlich Milchs&auml;urebakterien und Hefen, die f&uuml;r G&auml;rung sorgen. Ohne die geht der Teig nicht auf und bleibt flach. Vielleicht kannte man damals noch keine Milchs&auml;urebakterien, jedoch ihre Wirkung!&nbsp; Und auf die kommt es Jesus an. Das Reich Gottes f&auml;ngt bescheiden an wie ein St&uuml;ckchen Sauerteig. Aber dann w&auml;chst es und w&auml;chst es. Wie beim Sauerteig, nur eben nicht mit Hefe, sondern mit Gottes Zutun. Wenn ihr es zulasst. Gottvertrauen ist der Beginn jeglicher Ver&auml;nderung. Dabei kommt euch das Reich Gottes schrittweise n&auml;her. Bis ihr eines Tages am Ziel seid.</p><p>Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, Jesus Fragen zu stellen, was jedem Lehrer erw&uuml;nscht ist. Und Jesus ist der beste Lehrer f&uuml;r Lebensver&auml;nderung. Man muss sich nur zu fragen trauen. Einige wenden sich schon ab. Das Thema wird ihnen zu heikel. Wer wei&szlig;, auf was sie sich da einlassen. Das mit dem Sauerteig kann sogar gef&auml;hrlich werden. Wie jede Lebensver&auml;nderung ohne Garantie auf Erfolg. Aber mit der einmaligen Chance einer Lebenswende! Das herbeigestr&ouml;mte Volk wird nachdenklich und tritt den Heimweg an. Man hat heute wichtige Dinge verstanden. Eigentlich waren sie nicht so kompliziert wie erwartet. Jesus hatte das R&auml;tsel &bdquo;Reich Gottes&ldquo; verst&auml;ndlich entschl&uuml;sselt. Sie hatten verstanden. Nun lag es bei ihnen, erste Schritte zu gehen. Das sind immer die schwersten. Noch ist Jesus unter ihnen. Er kann ihnen den Weg zu ihrem Seelenheil zeigen. Wenn sie ihn wirklich gehen wollen. Noch ist es nicht zu sp&auml;t. Das winzige Senfkorn hat die Kraft, sich zu strecken und zu wachsen. Das St&uuml;ckchen Sauerteig l&auml;sst den Teig gewaltig aufquellen. Denn alles ist m&ouml;glich bei Gott und den Menschen seines Wohlgefallens!</p><p>&#9658; Mehr Infos zum Buch Lukas:</p><section class="erf-teaser-card-init" data-url="https://youtu.be/w5A64cBbyf0">Buchvideo: Lukas Kap. 10-24</section><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Hans-Jürgen Lieber</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17170481.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Hans-Jürgen Lieber]]></author>
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      <pubDate>Thu, 25 Sep 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Josua wird zum Nachfolger des Mose eingesetzt]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 4. Mose 27,12-23 – ausgelegt von Wolfgang Helming.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 4. Mose 27,12-23 – ausgelegt von Wolfgang Helming.</em><br/>
<p>Die Bibel zeigt den Menschen an diesem Beispiel Gottes Heiligkeit, Gottes Liebe und F&uuml;rsorge f&uuml;r das Volk Israel.</p><p>Gott erkl&auml;rt dem Mose, warum Mose, nachdem er das verhei&szlig;ene Land gesehen hat, sterben muss. Gott hatte dem Mose dies bereits vorher erkl&auml;rt. Mose war ungehorsam Gott gegen&uuml;ber gewesen. Er hatte auf einen Felsen geschlagen damit der Felsen Wasser geben sollte. Gott hatte ihm aber geboten zu dem Felsen zu sprechen, nicht den Felsen zu schlagen. Durch diese Handlung ehrte das Volk Mose, nicht aber Gott.</p><p>Darum durfte Mose nicht in das verhei&szlig;ene Land ziehen, er durfte es nur sehen. Gott ist heilig und ihm allein geb&uuml;hrt die Ehre keinem anderen. Mose, der 40 Jahre das Volk durch die W&uuml;ste gef&uuml;hrt hatte, wurde durch diese eine Unbeherrschtheit um diese Frucht gebracht. Menschen neigen dazu, zu sagen ach komm, der war so treu im Dienst da dr&uuml;cken wir jetzt ein Auge zu und er kann mit in das Land gehen. Aber Gott denkt nicht wie die Menschen denken, Gott macht keine Kompromisse und Gott steht zu seinem Wort. Wenn er etwas entscheidet, dann ist das so.</p><p>Woran sollen die Menschen sich sonst orientieren, wenn nicht an seinem Wort, das gilt, es gilt f&uuml;r alle und f&uuml;r alle Zeit. Gott ist nicht wie Menschen, die heute so sagen und morgen so reden.</p><p>Mose h&auml;tte sich viele Fehler machen k&ouml;nnen, er hat bestimmt auch Fehler gemacht, die Gott vergeben hat, ohne dass es solche Konsequenzen gebeten hat. Aber Gott die Ehre zu nehmen</p><p>war eine S&uuml;nde direkt gegen Gott und deshalb war diese Konsequenz n&ouml;tig. Da kommt dann schon die Frage f&uuml;r mich auf, ehre ich Gott? Ehre ich den Sch&ouml;pfer aller Dinge mit meinem Leben?</p><p>Ich kenne Gott nicht sagt der eine. Der andere ruft, ich glaube nicht an Gott. Der n&auml;chste sagt, Gott ist ein Gott der Liebe, der wird schon nicht so streng sein. Wieder ruft ein anderer: Wir sind alle Gott, Gott wohnt in jedem von uns! Wirklich?&nbsp; Gott tut das nicht einfach, er hat uns aber durch sein Wort, die Bibel, die M&ouml;glichkeit geschenkt, von ihm zu erfahren und mit Gott Gemeinschaft zu haben. So wie Mose es auch hatte.</p><p>Mose wei&szlig; um Gottes Liebe und bittet um einen Mann, der das Volk Israel ins gelobte Land f&uuml;hren soll. Gott erkl&auml;rt Mose, wer das sein soll und wie der Mann mit den F&auml;higkeiten des Mose ausgestattet werden soll. Gott wei&szlig;, was das Israel brauchte, und er wusste, wer der neue Mann an der Spitze sein sollte, schon bevor Mose etwas sagte. Gott kennt die Menschen sehr genau, viel genauer als die sich selbst kennen. Ein Mann Gottes, ein Prophet sagte einmal: &bdquo;du kanntest mich, ehe du mich im Mutterleib bereitetest&ldquo;. Gott wei&szlig; genau, was f&uuml;r den Menschen gut ist und was nicht, weil er die Menschen gemacht hat. Er ist der Sch&ouml;pfer. Mose wusste das und er tat das, was Gott ihm auftrug.&nbsp; Gottes Liebe zu den Menschen zeigt sich auch heute immer wieder.</p><p>Einen Mann, der den Menschen auf dem Weg durch das Leben hilft, hat Gott den Menschen auch geschickt. Jesus Christus ist der Mann, der den Menschen jeden Tag hilft klarzukommen in einer Zeit, die immer schwieriger wird. Nichts ist mehr sicher, es gibt wenige Konstanten noch im Leben, weil alles erlaubt wird und Regeln au&szlig;er Kraft gesetzt werden, weil es gerade passt.</p><p>Wie gut tut da das Wort Gottes, es ist und bleibt die Konstante, ein Halt, der nicht einfach au&szlig;er Kraft gesetzt wird. In der Bibel wird schon am Anfang gezeigt, wie der Mensch sich von Gott abwendet, um eigene Wege zu gehen. Gott l&auml;sst den Menschen ihren Willen, allerdings hat das auch Konsequenzen, die auch oft nicht gut f&uuml;r den Menschen sind. Ob bei Adam und Eva oder sp&auml;ter die Menschen zur Zeit Noahs, es ist eigentlich immer das gleiche Muster. Der Eigensinn und der Mangel an Wissen um Gottes Allmacht und seine Liebe zu den Menschen, bringen die Menschen weg von Gott. Aus Liebe zu den Menschen hat Gott seinen Sohn Jesus Christus in diese Welt gesandt, um den Menschen einen Ausweg aus dem Irrweg zu zeigen.</p><p>Wer mit Jesus Christus leben will und sein Leben in die H&auml;nde des allm&auml;chtigen Gottes legt, der wird erleben, wie gut es tut, ein Leben zu f&uuml;hren, das unter dem Schutz des allm&auml;chtigen Gottes steht. Es geht nicht um ein Leben, das nur auf der Sonnenseite gelebt wird, es geht um ein Leben das Bewahrung auch in den dunklen Stunden erf&auml;hrt. Auch bereut. Nach &uuml;ber 30 Jahren mit Gott mit Jesus Christus denke ich oft, warum habe ich diesen Schritt nicht schon fr&uuml;her gemacht. Was w&auml;re mir erspart geblieben? Ich wei&szlig; es nicht, aber ich wei&szlig;, dass ich in all den Jahren, in denen ich mit Gott gehe, Gottes Bewahrung immer wieder erlebt habe und auch sicher noch weiter erleben werde.</p><p>Gott ist das Licht, das uns den Weg zeigt und uns ruhig macht.</p><p>Ich war vielleicht 14, als ich mit einem anderen Jungen in ein Rohr ging, um zu schauen, wo es hinf&uuml;hrt. Mit Kerzen und Streichh&ouml;lzern ging es los. Wir waren schon lange unterwegs, als die Kerzen ausgingen und dann stellten wir fest, dass das Wasser stieg. Wir gingen zur&uuml;ck, aber welche Abzweigung war die richtige, wir liefen immer schneller, das Wasser stieg immer h&ouml;her - immer schneller. Der Freund kletterte einen Schacht hoch und schrie um Hilfe, aber drau&szlig;en war der Regen so stark, das uns keiner h&ouml;rte. Ich konnte ihn &uuml;berzeugen, weiter zu laufen, weil auch aus den kleinen Sch&auml;chten das Wasser kam und es wurde richtig gef&auml;hrlich. Dann endlich Licht, das Ende des Tunnels war in Sicht. Was f&uuml;r eine Freude, was f&uuml;r eine Erleichterung. Jesus Christus ist gekommen, um f&uuml;r die Menschen dieses Licht zu sein, das den Menschen hilft, klarzukommen und den Lebensweg mit Freuden zu gehen.</p><p>&#9658; Mehr Infos zum 4. Buch Mose:</p><section class="erf-teaser-card-init" data-url="https://youtu.be/J6OhuhdD4vU">Buchvideo: Numeri (4. Mose)</section><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Wolfgang Helming</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17169272.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Wolfgang Helming]]></author>
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      <pubDate>Wed, 24 Sep 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Bileam soll Israel verfluchen, aber er muss es segnen (5)]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 4. Mose 24,1-25 – ausgelegt von Hans-Günter Mohn.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 4. Mose 24,1-25 – ausgelegt von Hans-Günter Mohn.</em><br/>
<p>Das Drama Bileams wird im 4. Mose-Buch in den Kapiteln 22-24 erz&auml;hlt. Die Israeliten sind auf dem Weg in das ihnen verhei&szlig;ene Land Kanaan. Auf der beschwerlichen Reise wechseln sich mehr als einmal hoffnungsvolle Vorfreude und Verzweiflung ab. Sie haben Gottes Wirken und Wunder erlebt&hellip; Schlachten geschlagen&hellip; Siege errungen&hellip; und auch viele Opfer betrauert.</p><p>Das Drama Bileams ereignet sich, als die Israeliten ins Land der Moabiter kommen. Im Land der Moabiter hat man schon vieles &uuml;ber die Israeliten geh&ouml;rt. Und was sie h&ouml;ren, macht ihnen Angst. &bdquo;&hellip; den Moabitern graute vor den Israeliten&ldquo; (4. Mose 22, 3b).</p><p>Doch nicht nur ihnen graute es vor den Israeliten&hellip; auch den Midianitern. Balak, der K&ouml;nig der Moabiter beschreibt seine Angst mit einem Bild und sagt den Midianitern:</p><p>&bdquo;Nun wird dieser Haufe auffressen, was um uns herum ist, wie ein Rind das Gras auf dem Felde abfrisst&ldquo; (4. Mose 22, 4b). Balak hat eine regelrechte Horrorvision von der Zukunft seines Landes.</p><p>Doch das ist nicht alles. Offenbar f&auml;llt ihm auch keine milit&auml;rische Strategie ein, um sich vor den Israeliten zu sch&uuml;tzen. Alle erdenklichen Strategien scheinen keinen Sinn zu machen. Daher will Balak die Notlage durch eine &uuml;bernat&uuml;rliche Aktion wenden.</p><p>In der Angst um sein Volk und das eigene Leben fasst er einen Entschluss. Er erinnert sich an einen heidnischen Wahrsager, der unter den Ammonitern in der N&auml;he des Euphrat lebt &ndash; Bileam.</p><p>Dieser Bileam ist kein Israelit (22, 5), doch er scheint den Herrn, den Gott der Israeliten zu kennen (22, 8). Und Gott hat sp&auml;ter auch durch ihn gesprochen.</p><p>Bileam scheint die L&ouml;sung f&uuml;r Balaks Problem zu sein. Und so schickt er Boten zu Bileam. Die Boten, keine geringeren als &Auml;lteste der Moabiter und der Midianiter, sollen Bileam als &bdquo;Auftrags-Verflucher&ldquo; gewinnen. Sie haben den Lohn f&uuml;r den &bdquo;Auftrags-Fluch&ldquo; schon mitgebracht und geben alles, um Bileam f&uuml;r diese gottesverachtende Aufgabe zu gewinnen.</p><p>F&uuml;r Geld also soll Bileam die Israeliten verfluchen. Das Ziel: sie sollen f&uuml;r die Moabiter ungef&auml;hrlich gemacht werden. Am Ende hat Bileam die Israeliten nicht verflucht, stattdessen hat er sie dreimal gesegnet. Doch was Bileam anzulasten ist, wird auch klar: Er l&auml;sst sich &uuml;berreden, Israel zu verfluchen&hellip; er ist bereit, es zu tun.</p><p>Doch daraus wird nichts! Nach zwei Anl&auml;ufen die Israeliten zu verfluchen, muss er auf Gottes Gehei&szlig; hin die Israeliten segnen. Bileam erkennt, &bdquo;dass es dem Herrn gefiel, Israel zu segnen&ldquo; (4. Mose 24, 1a)&hellip; &bdquo;der Geist Gottes kam auf ihn&hellip;&ldquo; (4. Mose 24, 2b)&hellip; und er bezeichnet sich viermal in diesem Kapitel als den Mann, &bdquo;dem die Augen ge&ouml;ffnet sind&ldquo; (4. Mose 24, 3,4,15,16). Gott gibt ihm den Durchblick und er muss sich eingestehen: &bdquo;Gesegnet sei, wer dich segnet, und verflucht, wer dich verflucht! (4. Mose 24,9b).</p><p>Aus dem &bdquo;Auftrags-Verflucher&ldquo; wird einer, dem die Augen ge&ouml;ffnet werden und der segnen muss!</p><p>Faszinierend finde ich die Tatsache, dass Gott Bileam auch die Augen f&uuml;r noch Gr&ouml;&szlig;eres &ouml;ffnet. So spricht Bileam zu Balak: &bdquo;Es wird ein Stern aus Jakob aufgehen und ein Zepter aus Israel aufkommen und wird zerschmettern die Schl&auml;fen der Moabiter und den Scheitel aller S&ouml;hne Sets&ldquo; (4. Mose 24, 17b).</p><p>Ausleger sehen in dieser Aussage ein prophetisches Wort im Hinblick auf Christus. Der Stern ist sowohl im Judentum als auch im Neuen Testament ein Kennzeichen des Messias. Es sind heidnische Gelehrte, die einem Stern bis nach Bethlehem folgen, wo Jesus geboren wird. Und der auferstandene Jesus sagt in der Offenbarung von sich selbst: <strong>&bdquo;ich</strong><strong>bin der helle Morgenstern&ldquo;</strong> (Offenbarung 22,16).</p><p>Am Ende der Bibel wird der Name Bileam jedoch nur noch mit b&ouml;sen Taten in Zusammenhang gebracht. Z.B. im 2. Petrusbrief, wo Petrus schreibt: <strong>&bdquo;Sie verlassen den richtigen Weg und gehen in die Irre und folgen dem Weg Bileams, des Sohnes Beors, der</strong><strong>den Lohn der Ungerechtigkeit liebte&ldquo;</strong> (2. Petrus 2,15). Oder im Buch der Offenbarung, wo der auferstandene Jesus durch Johannes der Gemeinde in Pergamon schreiben lie&szlig;: <strong>&bdquo;Aber einiges habe ich gegen dich: du hast Leute dort, die sich an die Lehre Bileams halten, der den Balak lehrte, die Israeliten zu verf&uuml;hren, vom G&ouml;tzenopfer zu essen und Hurerei zu treiben&ldquo;</strong> (Offenbarung 2,14).</p><p>Davon lese ich auch schon im 31. Kapitel des 4. Mosebuches. William S. Deal beschreibt in seinem Buch Ihr sollt mein Volk sein die Situation folgenderma&szlig;en:</p><p>&bdquo;&hellip; der ver&auml;rgerte Prophet ging dann soweit, den moabitischen Frauen zu raten, israelitische M&auml;nner zum Ehebruch und G&ouml;tzendienst zu verf&uuml;hren. Daraufhin fielen vierundzwanzigtausend Israeliten dem Strafgericht Gottes zum Opfer&ldquo; (William S. Deal, Ihr sollt mein Volk sein, S. 75).</p><p>Das 24. Kapitel des 4. Mosebuches schlie&szlig;t mit der Feststellung, dass Bileam wieder zur&uuml;ckkehrt in sein Land. Eine Achterbahnfahrt der Gef&uuml;hle und Eindr&uuml;cke liegen hinter ihm. Es war ihm Geld und Ehre angeboten worden, wenn er die Bedrohung der Moabiter auf Leben und Tod mit einem Fluch beendet. Doch am Ende des biblischen Berichts wird der &bdquo;Auftrags-Verflucher&ldquo; zu einem dreifachen Segen-Spender.</p><p>Doch damit ist die Geschichte Bileams noch nicht abgeschlossen. Schlussendlich wird er beim Sieg der Israeliten &uuml;ber die Midianiter mit dem Schwert umgebracht (4. Mose 31, 8b). Und so endet das Drama Bileams&hellip; die Geschichte eines Mannes, der sich f&uuml;r Geld und Ehre benutzen lassen wollte, Gottes Volk zu verfluchen&hellip; doch Gott lie&szlig; es nicht zu!</p><p>Diese etwas schwer verst&auml;ndliche Geschichte wurde zu einem wichtigen Teil in der Erz&auml;hlung des Volkes Israel. Josua erw&auml;hnt sie beim Landtag zu Sichem in seiner Rede an das Volk und fasst das Drama Bileams noch einmal zusammen:</p><p><strong>&bdquo;Da machte sich auf Balak, der Sohn Zippors, der K&ouml;nig der Moabiter, und k&auml;mpfte mit Israel und sandte hin und lie&szlig; rufen Bileam, den Sohn Beors, um euch zu verfluchen. Aber ich wollte ihn nicht h&ouml;ren, sondern er musste euch segnen, und ich errettete euch aus seinen H&auml;nden&ldquo;</strong> (Josua 24,9-10).</p><p>Gott hat sein Volk nie im Stich gelassen. Und Gott kann Fluch in Segen umwandeln. Was f&uuml;r ein Gott!</p><p>&#9658; Mehr zum 4. Buch Mose:</p><section class="erf-teaser-card-init" data-url="https://youtu.be/J6OhuhdD4vU">Buchvideo: Numeri (4. Mose)</section><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pastor Hans-Günter Mohn</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17168475.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pastor Hans-Günter Mohn]]></author>
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      <pubDate>Tue, 23 Sep 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Bileam soll Israel verfluchen, aber er muss es segnen (4)]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 4. Mose 23,13-30 – ausgelegt von Christine Löwe.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 4. Mose 23,13-30 – ausgelegt von Christine Löwe.</em><br/>
<p>Fluch und Segen haben die Menschen schon immer eine besondere Bedeutung beigemessen, nicht nur zur Zeit des Alten Testaments. Auch heute noch w&uuml;nschen wir uns Gottes Segen f&uuml;reinander, zu besonderen Anl&auml;ssen wie zu Geburtstagen, Hochzeiten, Taufen oder vor einem Aufbruch in eine neue Lebensphase. Dahinter steht der Wunsch, dass Gott einem Gelingen schenken m&ouml;ge, Wohlstand, Wohlergehen und Gl&uuml;ck, aber dahinter steht auch die konkrete Erfahrung, dass mit dem Segen Gottes Frieden in die Herzen und H&auml;user einzieht. An Gottes Segen ist alles gelegen. So ist es &uuml;ber mancher Haust&uuml;r in alter Schrift zu lesen.</p><p>Der Fluch wiederum spielte fr&uuml;her im Rechtsleben eine wichtige Rolle. Er diente als Behelf gegen Rechtsbrecher, die man nicht fassen oder &uuml;berf&uuml;hren konnte. Ein Fluch verfolgt einen Menschen ein Leben lang, beraubt ihn seiner Freiheit, haftet ihm sozusagen an wie eine lebensl&auml;ngliche Haftstrafe. Heute verfluchen wir eher unausgesprochen und in Gedanken uns nicht angenehme Personen und Situationen, um sie loszuwerden.</p><p>Das hebr&auml;ische Denken sieht im gesprochenen Wort eine wirkende Macht. Seine Wirkung h&auml;ngt von Art und Bedeutung der sprechenden Pers&ouml;nlichkeit ab. Bestimmte Menschen sind mit besonderer Segensmacht begabt. Das kann mit einer besonderen Amtsstellung und Weihe zusammenh&auml;ngen, wie wir sie bei Priestern finden, die zum Abschluss des Gottesdienstes die Gemeinde segnen. Oder aber diese besonders wirkende Macht beruht auf einer au&szlig;erordentlichen Veranlagung.<br /><br />
So war es bei Bileam, einem Mann, der vor etwa 3.200 Jahren im Vorderen Orient lebte. Von ihm hei&szlig;t es: &bdquo;Wen du segnest, der ist gesegnet, und wen du verfluchst, der ist verflucht.&ldquo; (4. Mose 22, 6). Balak, der K&ouml;nig der Moabiter, wusste um diese besondere Begabung. Er will sich diese Begabung zunutze machen, denn das Volk Israel ist ihm schon lange ein Dorn im Auge. Deshalb bittet er Bileam, das Volk Israel zu verfluchen. Er sagt: &bdquo;So komm nun und verfluche mir das Volk, denn es ist mir zu m&auml;chtig; vielleicht kann ich&acute;s dann schlagen und aus dem Lande vertreiben.&ldquo; (4. Mose 22, 6). Er versucht es mit Geld und Wahrsagerei. Er sucht sich Verb&uuml;ndete unter den Midianitern, schickt zuerst die &Auml;ltesten zu Bileam, dann die F&uuml;rsten der Moabiter, dann noch m&auml;chtigere F&uuml;rsten. Keinem gelingt es, Bileam dazu zu bringen, dass er mit ihnen zieht und das Volk verflucht, denn Gott selbst stellt sich ihm in den Weg und hindert ihn daran. Und Bileam h&ouml;rt auf die Stimme Gottes. Er spricht zu den Gesandten Balaks: &bdquo;Wenn mir Balak sein Haus voll Silber und Gold g&auml;be, so k&ouml;nnte ich doch nicht &uuml;bertreten das Wort des Herrn, meines Gottes, weder im Kleinen noch im Gro&szlig;en.&ldquo; (4. Mose 22, 18). Denn Gottes Wort sagt: &bdquo;Geh nicht mit ihnen, verfluche das Volk auch nicht, denn es ist gesegnet.&ldquo; (4. Mose 22, 12)</p><p>Dieser Segen Gottes zieht sich durch die Geschichte des Volkes Israel bis heute in die Gegenwart hinein. Welchen starken Anfeindungen hat sich das Volk Israel schon ausgesetzt gesehen. Immer wieder rannten gro&szlig;e m&auml;chtige Herrscher gegen dieses Volk an. Judenverfolgungen, Nachbarv&ouml;lker, die das Volk Israel bek&auml;mpfen und es ausl&ouml;schen wollten. Die letzte unvorstellbar gro&szlig;e Anfechtung, der Holocaust, liegt gerade mal achtzig Jahre zur&uuml;ck. Und seit dem grausamen Anschlag der Hamas im Oktober 2023 h&ouml;ren wir fast t&auml;glich in den Nachrichten vom Kampf des Staates Israel gegen die Terrororganisation. Nichts von alledem konnte dem Volk Israel den Willen zum &Uuml;berleben nehmen. Und auch der moderne Staat Israel erweist sich in den zahllosen Konflikten seiner Geschichte und in der Gegenwart als stark. Er ist nicht nur milit&auml;risch hoch ger&uuml;stet, sondern Israel ist auch wirtschaftlich ein bl&uuml;hendes Land, ist in der Weltgemeinschaft anerkannt und hat starke Verb&uuml;ndete.</p><p>Aber auch die Forderungen derer, die Israel verfluchen wollen, verstummen nicht. Sie sind laut, und sie werden t&auml;glich lauter. Sie sagen: Wendet euch gegen Israel, h&ouml;rt auf sie zu unterst&uuml;tzen, denn ihre Taten sind schlecht und sie kennen kein Erbarmen. Sie lassen Unschuldige sterben, besetzen fremde L&auml;nder und die, die darin wohnen, werden vertrieben oder m&uuml;ssen unter menschenunw&uuml;rdigen Bedingungen leben.</p><p>Wie h&ouml;ren wir heute solche Worte? Stimmen wir in diesen Tenor mit ein oder halten wir fest an Gottes Wort, dass das Volk Israel das auserw&auml;hlte und gesegnete Volk Gottes ist?</p><p>Zugegeben: mir f&auml;llt es manchmal schwer, alles gut zu hei&szlig;en, was Israel tut. Die Bilder in den Nachrichten gehen mir nicht aus dem Kopf: zerst&ouml;rte H&auml;user, kaputte Krankenh&auml;user, verzweifelte Menschen, weinende Kinder mit aufgedunsenen B&auml;uchen, weil sie nicht genug zum Essen haben. Und ich frage mich: muss das sein, dieses rigorose Vorgehen mit Milit&auml;r, Waffen und viel Gewalt. Heiligt denn der Zweck alle Mittel?</p><p>Ich bin sicher, auch Bileam hat sich das gefragt. Ist es recht, was das Volk Israel tut? Ist Gott noch auf seiner Seite? Bileam fordert Gott heraus mit Brandopfern. Er sucht nach Zeichen und Antworten. Und h&ouml;rt doch immer wieder Gottes Stimme, wie sie schon zu Abraham sprach: &bdquo;Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein&ldquo; (1. Mose 12, 2). Deshalb bleibt ihm nur festzustellen, was seit damals gilt: &bdquo;Der Herr, sein Gott, ist bei ihm und es jauchzt dem K&ouml;nig zu. Gott, der sie aus &Auml;gypten gef&uuml;hrt hat, ist f&uuml;r sie wie das Horn des Wildstiers.&ldquo; (vgl. V. 22).</p><p>Diese Aussage, dass Gott auf der Seite Israels steht und das Volk sch&uuml;tzt und segnet, gilt bis heute. Denn &bdquo;Gott ist nicht ein Mensch, dass er l&uuml;ge, noch ein Menschenkind, dass ihn etwas gereue. Sollte er etwas sagen und nicht tun? Sollte er etwas reden und nicht halten?&ldquo; (vgl. V. 19). Als Christin kann ich trotz aller m&ouml;glicherweise berechtigter Kritik an Israels Tun heute nur mit Bileam sagen: Das Volk Israel ist und bleibt Gottes geliebtes Volk. F&uuml;r Israel einzutreten und dem j&uuml;dischen Volk Gutes zu w&uuml;nschen, das geh&ouml;rt bis heute zum Auftrag der Christen. Und Segensworte vollm&auml;chtig, also im Namen Gottes gesprochen, sind auch heute der Schl&uuml;ssel f&uuml;r nachhaltige Ver&auml;nderung.</p><p>Wie gut ist dabei, dass wir nicht selbst &uuml;ber Recht und Unrecht, Gnade und Verdammnis, Tod oder Leben eines Menschen oder eines Volkes urteilen m&uuml;ssen. Gott ist es, der richtet und gerecht macht. Gott spricht jeden Menschen gerecht, der an seinen Sohn Jesus Christus glaubt und sein Vertrauen auf Jesus setzt. Genau darin liegt die Chance f&uuml;r jeden Menschen, ein Leben unter dem Segen Gottes zu f&uuml;hren. Jeder Mensch hat die M&ouml;glichkeit, Gottes Gnadenzusage f&uuml;r sein Leben in Anspruch zu nehmen und seine Worte zu h&ouml;ren: Du bist mein geliebtes Kind. Ich m&ouml;chte, dass dein Leben gelingt. Ich bin auf deiner Seite.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Christine Löwe</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17167740.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Christine Löwe]]></author>
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      <pubDate>Mon, 22 Sep 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Gebet des Volkes für seinen König]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Psalm 20 – ausgelegt von Christian Bangert.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 20 – ausgelegt von Christian Bangert.</em><br/>
<p>Der Psalm 20 erscheint mir wie ein wundersch&ouml;nes, detailliertes Gem&auml;lde. Jedes Mal, wenn ich es betrachte, entdecke ich ein neues Detail. Ich lade Sie ein, mich auf meiner Entdeckungsreise durch die Verse zu begleiten.</p><p>Bevor es richtig losgeht, werfen wir einen Blick auf die Situation, in der der Text entstanden ist. David betet im Tempel mit anderen Priestern. Die Feier erstreckt sich wahrscheinlich von Psalm19 bis 21. Wir haben also das Privileg uns einen 3000 Jahre alten Gottesdienst anzuschauen. In Psalm 20 wirkt es, als ob gerade ein Priester das Wort ergreift und David segnet.</p><p>Der Beter w&uuml;nscht David, dass Gott ihn erh&ouml;rt, wenn er ihn im Leid anruft. Ist das nicht herrlich? Zur Zeit des Ausspruchs ist es ein Gebet des Priesters. Heute wissen wir, dass Gott dieses Gebet treu in Davids Leben umgesetzt hat. David verbringt viele Jahre auf der Flucht vor seinem Vorg&auml;nger, den Gott bereits abgesetzt hat. Er k&auml;mpft als K&ouml;nig in vielen Schlachten. Gott l&auml;sst ihn nie fallen. Er h&ouml;rt ihn, wann immer David ihn anruft. Gott ist absolut treu.</p><p>Vielleicht regt sich da in dem ein oder anderen Herzen ein kleiner Widerstand. Mir geht es zumindest so. Ja, in Davids Leben hat Gott absolut treu gewirkt. Nat&uuml;rlich muss David durch viele T&auml;ler. Manches Leid hat er selbst verursacht, doch anderes trifft ihn unverdient. Bei David ist Gott also treu. Wird er es aber auch bei mir sein? Wenn ich auf die Lasten in meinem Leben schaue, dann bin ich verunsichert.</p><p>Spannenderweise hilft mir gerade die Geschichte von David in meinen Zweifeln. &Uuml;ber weite Strecken seines Lebens sieht es nicht danach aus, als ob Gott souver&auml;n handelt. Das beginnt schon damit, dass David in fr&uuml;hen Jahren als Hirtenjunge zum K&ouml;nig gesalbt wird. Warum wird er dann nicht direkt als K&ouml;nig eingesetzt?&nbsp; Er dient dem amtierenden K&ouml;nig noch eine lange Zeit. Dieser mag David zwar, doch wird er ihm immer mehr zum Feind f&uuml;r den K&ouml;nig Saul. Letztendlich muss David vor ihm fliehen, da er ihn umbringen will. Er versteckt sich in H&ouml;hlen und zieht mit Gleichgesinnten durchs Land.</p><p>An jeder Stelle des letzten Absatzes k&ouml;nnte ich die Geschichte anhalten. Aus der Perspektive von David w&uuml;rde sie an keinem Punkt wirklich Sinn ergeben. David lernt von Anfang an, Gott vollkommen zu vertrauen, gerade weil die Dinge vor seinen Augen oft so verwirrend sind. David h&auml;lt sich an Gott fest. So ist David f&uuml;r mich ein gutes Vorbild. Ich muss meinen himmlischen Vater nicht verstehen. Er streckt mir liebevoll seine Hand entgegen und fragt mich: &bdquo;Vertraust du mir?&ldquo;</p><p>Der n&auml;chste Abschnitt hat mich beim ersten Lesen ein wenig stutzig gemacht. Hier hei&szlig;t es, dass Gott sich an alle Speiseopfer erinnern und Davids Brandopfer annehmen soll. Das klingt ja fast so, als ob David einen Tauschhandel mit Gott gemacht hat. Er hat ihm geopfert und jetzt kann er daf&uuml;r erwarten, dass Gott ihn besch&uuml;tzen wird.<br /><br />
Ich bin &uuml;berzeugt, dass der Priester in seinem Gebet etwas ganz anderes meint. Wenn David im Tempel ein Opfer bringt, dann tut er das aus Liebe und Ehrerbietung gegen&uuml;ber Gott. Es ist ein Ausdruck ihrer Beziehung. Dem Sch&ouml;pfer des Universums ist nicht die kleine Gabe auf dem Altar wichtig, sondern Davids Herzenshaltung. Diese ist rein, und unendlich kostbar f&uuml;r Gott. Daran wird sich dieser erinnern, wenn David ihn um Hilfe bittet.</p><p>Das ist eine wunderbare &Uuml;berleitung zu dem Wunsch des Priesters, dass der Herr David alle Bitten erf&uuml;llen soll. Er kann das so beten, weil Davids Herz Gott geh&ouml;rt. Diese Erkenntnis ist f&uuml;r mich ein echter Schatz. Wenn mein Herz ganz auf Gott ausgerichtet ist, dann schl&auml;gt es mit seinem im Gleichklang. Meine W&uuml;nsche werden dann immer mehr zu seinen und er erf&uuml;llt mir gerne, worum ich ihn bitte.<br /><br />
Ich bin Gott so dankbar, dass ich ihm in meinem Wesen &auml;hnlich werden darf. Mein ehrlicher Wunsch beinhaltet alles, was daf&uuml;r n&ouml;tig ist. In seiner unendlichen Gnade gestaltet Gott mein Herz immer weiter um und f&uuml;llt es mit seiner vollkommenen Liebe.<br /><br />
Ab Vers 7 tritt eine neue Stimme auf. Sie ergreift entschlossen das Wort: &bdquo;Jetzt habe ich erkannt, dass der HERR seinem Gesalbten hilft.&ldquo; Die Ansage ist deutlich und voller Autorit&auml;t. Gott hat einem der Priester w&auml;hrend der Feier wohl einen Eindruck f&uuml;r David geschenkt. Das wird f&uuml;r mich daran deutlich, dass er von einem Gesalbten spricht. David ist in jungen Jahren zum K&ouml;nig gesalbt worden, deshalb gelten die folgenden Worte nun vor allem ihm.</p><p>David erh&auml;lt die Versicherung, dass Gott auch in Zukunft treu sein wird. Er wird ihm in Kriegen und Auseinandersetzungen beistehen. Gott tut das, weil David ihm vertraut. Die Feinde des Volkes Israel verlassen sich auf ihre Pferde und Wagen. David und sein Volk aber erwarten ihre Hilfe von Gott. Sie wissen, dass sie ohne ihn nichts ausrichten k&ouml;nnen. David ist abh&auml;ngig von der Unterst&uuml;tzung seines Herrn und steht deshalb dem&uuml;tig vor ihm. Diese Herzenshaltung ist die Grundlage eines Lebens mit Gott. Deshalb endet der Psalm auch mit der Bitte an den Herrn, sein Volk auch in Zukunft zu besch&uuml;tzen.<br /><br />
Ich bin dankbar, dass uns dieser 3000 Jahre alte Gottesdienst so wunderbar in der Bibel &uuml;berliefert ist. Er ermutigt mich, Gott ohne Kompromisse zu vertrauen. Ich lade Sie ein, einmal dar&uuml;ber nachzudenken, wo Sie in ihrem Leben schon Gottes Hilfe erlebt haben. In mir w&auml;chst durch solch einen R&uuml;ckblick Zuversicht. Ja, in meinem Leben gibt es viele Dinge, die ich nicht verstehe und die mir Leid verursachen. Wahrscheinlich werden sie auch erst in Ewigkeit gel&ouml;st werden. Gleichzeitig sehe ich, dass Gott mir in Jesus Christus in allem Chaos ein Fels und starker Begleiter ist. Diesen Blick auf Gott und seine sichtbare Treue f&uuml;r ihr Leben w&uuml;nsche ich Ihnen von ganzem Herzen.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Christian Bangert</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17167311.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Christian Bangert]]></author>
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      <pubDate>Sun, 21 Sep 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Bileam soll Israel verfluchen, aber er muss es segnen (3)]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 4. Mose 23,1-12 – ausgelegt von Christoph Rymatzki.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 4. Mose 23,1-12 – ausgelegt von Christoph Rymatzki.</em><br/>
<p>Ein heidnischer Priester, der als milit&auml;rischer Berater von einem K&ouml;nig aus dem Ausland eingekauft wird und daf&uuml;r seinen Opferkult zelebriert, sich aber dabei in die Einsamkeit begibt, um mit dem fremden Gott zu sprechen, dessen Volk er vernichten soll &ndash; dieser Text gibt uns viele R&auml;tsel auf. Und um die zu l&ouml;sen, gehen Sie mit mir einmal den umgekehrten Weg, nicht vom Bibeltext in unsere heutige Zeit, sondern von unserer heutigen Zeit zur&uuml;ck zum Bibeltext, um zu sehen, was er heute uns pers&ouml;nlich zu sagen hat.</p><p>Es ist ein internationales und interreligi&ouml;ses Ph&auml;nomen bis in unsere Tage hinein, dass man politische Ziele und milit&auml;rische Macht st&uuml;tzt, indem man Vertreter der Religion einkauft, um Soldaten oder W&auml;hler zu motivieren und die Chance auf einen Sieg zu erh&ouml;hen. So habe ich es schon vor genau 40 Jahren bei Politoffizieren in der Nationalen Volksarmee der DDR erlebt, die uns motiviert haben, gegen den Westen die wissenschaftlich bewiesene Wahrheit des Sozialismus zu verteidigen, die sich vier Jahre sp&auml;ter als ein Irrglaube erwiesen hat. Und so erleben wir es auch, wie Kirchenvertreter in Wahlk&auml;mpfen instrumentalisiert werden, um Machthaber zu st&uuml;tzen.</p><p>So war es auch damals. Der K&ouml;nig der Moabiter ruft einen ber&uuml;hmten Gottesmann aus Syrien zur Hilfe gegen das Volk Israel. Er war daf&uuml;r bekannt, durch Fluch oder Segen Schlachten zu beeinflussen. Balak bezahlt ihn, um Israel zu verfluchen und so den Sieg zu sichern. Wir stehen hier vor der Frage, wie der Glaube nicht nur f&uuml;r milit&auml;rische und politische, sondern auch f&uuml;r pers&ouml;nliche Ziele gebraucht und missbraucht werden kann.</p><p>Im Neuen Testament finden wir Bileam als Beispiel f&uuml;r Menschen wieder, die um sch&auml;ndlichen Gewinns willen f&uuml;r eine religi&ouml;se Partei die Wahrheit der Bibel verdrehen. Davor warnt Petrus in seinem 2. Brief, Kapitel 2, Vers 15 und 16 und der Herrenbruder Judas in seinem Brief Vers 11. Soweit eine erste Beobachtung aus dem Text, auf die ich nochmal zur&uuml;ckkommen werde.</p><p>Eine Frau aus meiner Gemeinde hat ein Buch dar&uuml;ber geschrieben, wie sie zum Glauben gekommen ist. Nachdem vieles in ihrem Leben nicht gl&uuml;cklich verlaufen ist und sie innerlich zerrissen war, ging sie zu dem Pfarrer, der sie konfirmiert hatte und sprach mit ihm dar&uuml;ber. Ihr war bewusst, dass sie auf der Suche ist und Gott ihr Leben nicht guthei&szlig;en kann. Wenige Monate sp&auml;ter hatte sie ein Erlebnis an der Ostsee: &bdquo;Ausgebreitet auf meinem wei&szlig;en Strandtuch lag ich vielleicht zwei Minuten, vielleicht f&uuml;nf und schaute hinter den extrem dunklen Sonnengl&auml;sern in die Sonne, als ich pl&ouml;tzlich heftig zu weinen anfing. Ohne einen erkennbaren Grund liefen mir unaufh&ouml;rlich die Tr&auml;nen, sintflutartig und gleichzeitig durchstr&ouml;mte mich ein unbeschreibliches, nie zuvor erfahrenes, unsagbar tiefes Gef&uuml;hl, eine Mischung aus purer Gl&uuml;ckseligkeit, unendlicher Liebe und gro&szlig;er Dankbarkeit. W&auml;rme durchflutete meinen ganzen K&ouml;rper. Es war absolut magisch, g&ouml;ttlich. Ich f&uuml;hlte mich im wahrsten Sinne des Wortes wie &bdquo;nicht von dieser Welt&ldquo;.&ldquo; Wochen sp&auml;ter h&ouml;rte sie am Samstagabend in ihrem Wohnzimmer auf einmal eine Stimme: &bdquo;Gehe morgen in den Gottesdienst!&ldquo;. Als die Stimme ein zweites Mal kam, sagte sie &bdquo;Ja, ich gehe&ldquo;. Und dann h&ouml;rte sie die Stimme noch ein drittes und viertes Mal. Am n&auml;chsten Tag ging sie 28 Jahre nach ihrer Konfirmation zum ersten Mal wieder in einen Gottesdienst. Dort wurde von Bu&szlig;e und Umkehr gepredigt und es begann f&uuml;r sie ein Aufarbeitungsprozess ihres ganzen fr&uuml;heren Lebens mit Generalbeichte, radikalem Wandel ihres bisherigen Lebens und dazu geh&ouml;rte auch das Finden ihres Platzes in der Kirche.</p><p>Ein ganz pers&ouml;nliches Gotteserlebnis f&uuml;hrt zu einem Leben im Glauben und in die Gemeinschaft der Gl&auml;ubigen hinein. &Ouml;ffentlicher Kult und pers&ouml;nliche Gotteserfahrung gehen Hand in Hand. So wie bei Bileam, der sieben Alt&auml;re errichten lie&szlig; und den damals &uuml;blichen Opferkult zelebrierte, aber w&auml;hrend dessen ging er auf einen einsamen H&uuml;gel und h&ouml;rte die Stimme Gottes f&uuml;r sich pers&ouml;nlich. Gotteserfahrung und kirchliche Tradition bilden eine Einheit. Der Gottesdienst schafft den Rahmen f&uuml;r Gottesbegegnungen und wiederum veranlassen Gottesbegegnungen, dass Menschen sich in Kirchen versammeln. Soweit eine zweite Beobachtung aus dem Text, auf die ich nochmal zur&uuml;ckkommen werde.<br /><br />
Letztes Jahr berichtete Yassir Eric, der in Schwaben lebende anglikanische Bischof f&uuml;r Muslime in aller Welt, die sich haben taufen lassen, davon, dass ein Scheich aus Marokko ihn anrief, er m&uuml;sse kommen und seinen Stamm taufen, denn in einer Versammlung im Beduinenzelt sei ihnen Christus erschienen und sie wollten jetzt als Christen Jesus nachfolgen. Von &auml;hnlichen Christuserscheinungen h&ouml;rt man aus dem Iran, meist pers&ouml;nliche Jesusoffenbarungen im Traum. Dass Yassir Eric selbst Christ ist, der ein gl&uuml;hender Anh&auml;nger der Muslimbruderschaft im Sudan war, hat er seinem Onkel zu verdanken, der als f&uuml;hrender Imam Kirchen bespitzeln sollte, um Christen vor Gericht zu bringen. Beim Besuch dieser Gottesdienste ist ihm Jesus begegnet.</p><p>&Auml;hnlich verh&auml;lt es sich mit Bileam, dem heidnischen Priester, der seinen Auftrag ernst nimmt und sich zun&auml;chst erkundet, was es mit diesem Gott der Juden auf sich hat. Nicht irgendein Gott allgemein, hebr&auml;isch Elohim bzw. auf Arabisch Allah, hat zu ihm gesprochen, sondern Jahwe, der Gott Israels pers&ouml;nlich. Und der hat es nicht zugelassen, dass Bileam Israel verflucht. Solche Berichte sind im Alten Testament sehr selten. Bis zum Pfingstfest beschr&auml;nkt sich Gott darauf, sich durch sein Volk Israel der Welt zu offenbaren. Aber an einzelnen Stellen blitzt auch hier schon auf, dass Gott der Sch&ouml;pfer und Erl&ouml;ser der ganzen Welt ist und sich ihr offenbart.</p><p>Aus unseren heutigen Erfahrungen heraus finde ich mich durchaus in diesem Text wieder. Unter anderem an drei Stellen wird das deutlich:</p><ol><li>Gegen alle Versuche, Glaube und Religion f&uuml;r politische Zwecke, Wahlkampf oder auch menschliche Vorlieben, vielleicht auch durchaus geistlich-erscheinende Interessen zu missbrauchen, muss Gemeinde Jesu aufstehen und sich abgrenzen. &bdquo;Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen&ldquo; &ndash; das gilt es als m&uuml;ndiger Christ gegen&uuml;ber Machtanspr&uuml;chen zu behaupten, sei es von Seiten der Gesellschaft oder auch innerhalb von christlichen Gemeinden.</li><li>Wir d&uuml;rfen in der Kirche und Gemeinde nicht Amt und Geist gegeneinander ausspielen. Pers&ouml;nliche Gotteserlebnisse auf einem einsamen H&uuml;gel wie bei Bileam oder am Ostseestrand heute bilden eine Einheit mit traditionellem Opferkult damals oder Gottesdienst in der Kirche heute. Geist und gewachsene Tradition oder Gemeindestrukturen bilden eine Einheit, um im Glauben wachsen zu k&ouml;nnen.</li><li>Und das Spannendste ist: Gott lebt und als der einzige Gott und Sch&ouml;pfer der Welt erweist er sich auch in anderen Kulturen und Religionskreisen als der lebendige und wahre Gott. Das sp&uuml;ren Menschen. Damit d&uuml;rfen wir rechnen und daf&uuml;r k&ouml;nnen wir beten.</li></ol>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pfarrer Dr. Christoph Rymatzki</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17166841.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pfarrer Dr. Christoph Rymatzki]]></author>
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      <pubDate>Sat, 20 Sep 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Bileam soll Israel verfluchen, aber er muss es segnen (2)]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 4. Mose 22,21-41 – ausgelegt von Brunhilde Börner.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 4. Mose 22,21-41 – ausgelegt von Brunhilde Börner.</em><br/>
<p>In Zeiten der Verunsicherung wie jetzt mit dem Krieg in Europa und im Nahen Osten wird oft der Ruf nach einem Menschen laut, der von Gottes Geist gelenkt prophetischen Durchblick hat und das rechte Wort zur richtigen Zeit sprechen kann. Wie gut, wenn Gott uns in Gemeinden, Kirchen und Staat Menschen gibt, die gef&uuml;hrt von Gottes Geist in Weisheit reden, Wegweisung geben und Licht in manches Dunkle bringen k&ouml;nnen. Doch es bleibt die Gefahr, dass wir zu viel von einzelnen Menschen erwarten und ungepr&uuml;ft &uuml;bernehmen, was sie sagen.</p><p>In der eben geh&ouml;rten Geschichte ist der stolze und ber&uuml;hmte Seher oder Prophet Bileam blind. Er nimmt weniger wahr als seine Eselin. Er hat es n&ouml;tig, dass Gott ihm die Augen &ouml;ffnet. Das ist die heitere Ironie der meisterhaft erz&auml;hlten Geschichte von Bileam.</p><p>Gott gef&auml;llt es nicht, dass sich Bileam mit den F&uuml;rsten des K&ouml;nigs Balak auf den Weg macht. Der K&ouml;nig hatte ihn rufen lassen: Er soll Israel verfluchen, damit Balak das Volk besiegen und vertreiben kann. Balak versprach Bileam reichen Lohn daf&uuml;r. Doch Gott hat gesagt: &bdquo;Verfluche das Volk nicht; denn es ist gesegnet.&ldquo; Bileam macht sich trotzt dem auf den Weg.&nbsp; Aber der Herr, der Gott Israels, ist zornig dar&uuml;ber. Und der Engel des Herrn tritt Bileam in den Weg. Er versperrt ihm den Weg. Die sensible Eselin sieht den Engel mit dem Schwert in seiner Hand auf dem Weg stehen und weicht ihm aus. Der ber&uuml;hmte Seher Bileam, dem zugetraut wird, dass er den Durchblick hat, dass er Verborgenes in Gegenwart und Zukunft sehen kann - dieser Seher ist blind f&uuml;r die Wirklichkeit des Engels. Da muss erst Gott der Eselin das Maul auftun. Erst dann versteht Bileam, was das geschlagene Tier seufzt und spricht. Und seine Augen m&uuml;ssen erst ge&ouml;ffnet werden. Erst jetzt nimmt er den Engel, den Boten Gottes wahr, durch den Gott selbst redet und handelt.</p><p>So ist es bei uns Menschen. Manchmal haben wir klaren Durchblick, auch in geistlichen Dingen. Und im n&auml;chsten Moment sind wir wieder blind f&uuml;r das Eigentliche.</p><p>Das erinnert mich an ein Geschehen mehr als ein Jahrtausend sp&auml;ter, zwischen Jesus und seinem engsten Gefolgsmann Petrus: Jesus fragt seine J&uuml;nger: &bdquo;F&uuml;r wen haltet ihr mich?&ldquo; Simon Petrus antwortet f&uuml;r alle J&uuml;nger und bekennt: &bdquo;Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes. Petrus sagt damit: &bdquo;Du bist es, auf den alle schon lange gewartet haben, der alle Verhei&szlig;ungen Gottes erf&uuml;llt. Du bist der, der den Willen Gottes tut. Du bringst uns mit Gott in Beziehung.&ldquo;&nbsp; Und Jesus antwortet Petrus: &bdquo;Gl&uuml;cklich zu preisen bist du, Simon Petrus; denn diese Erkenntnis hast du nicht aus dir selbst. Sondern mein Vater im Himmel hat sie dir geschenkt.&ldquo;</p><p>Wenig sp&auml;ter k&uuml;ndigt Jesus sein Leiden an und sagt seinen J&uuml;ngern, dass er get&ouml;tet wird und am dritten Tag auferstehen wird. Da nimmt Petrus Jesus beiseite, f&auml;hrt ihn an und sagt: &bdquo;Gott bewahre dich davor, Herr! Das widerfahre dir nur nicht!&ldquo; Und Jesus spricht zu Petrus: &ldquo;Geh weg von mir Satan! Du bist mir ein &Auml;rgernis; denn du meinst nicht, was g&ouml;ttlich, sondern was menschlich ist.&ldquo;</p><p>So liegt es oft dicht beieinander: Einer redet in Weisheit, gelenkt vom Heiligen Geist und im n&auml;chsten Augenblick ist derselbe Mensch blind f&uuml;r den Weg Gottes und urteilt nur nach menschlichen Ma&szlig;st&auml;ben und Erfahrungen. In der Jahreslosung f&uuml;r dieses Jahr wird uns darum geraten: &bdquo;Pr&uuml;ft alles und behaltet das Gute!&ldquo; (1.Thessalonicher 5,21)</p><p>Der ber&uuml;hmte Seher Bileam hat es n&ouml;tig, dass Gott ihm die Augen &ouml;ffnet, damit er den Engel sieht. Und der Engel fragt Bileam: &bdquo;Warum hast du deine Eselin geschlagen? Ich selbst habe dir den Weg versperrt. Dein Weg ist verkehrt!&ldquo; Vielleicht kennen Sie solche Erfahrungen aus Ihrem Leben, von denen Sie im Nachhinein sagen: Da hat Gott mir den Weg versperrt. Und das war gut so. Der Weg w&auml;re nicht gut gewesen f&uuml;r mich. Gott hatte einen besseren Weg f&uuml;r mich bereit.</p><p>Wenn uns ein Weg versperrt ist, sollten wir innehalten und Gott fragen: &bdquo;Willst du mir dadurch etwas sagen? Herr, trittst du mir in den Weg? Soll ich etwas anders machen? Oder ist der versperrte Weg nur eine Schwierigkeit, die ich mit deiner Hilfe &uuml;berwinden soll?&ldquo;&nbsp; K&ouml;nnte es sein, dass die Krankheit, &uuml;ber die ich mich &auml;rgere, mir von Gott gesandt ist, damit ich aus dem Hamsterrad mal aussteige, zur Ruhe komme und Gott in der Stille mit mir reden kann?</p><p>Manchmal ist nicht das Tier der Esel, sondern ich selbst bin es, wenn ich nicht merke, dass ich in die falsche Richtung unterwegs bin. Oder wenn ich mit Gewalt mit dem Kopf durch die Wand will. Gut, wenn mir dann ein Engel in den Weg tritt.</p><p>Gott selbst zeigt Bileam seine Grenzen auf. Er kann nicht &uuml;ber Fluch und Segen verf&uuml;gen. Sie liegen allein in Gottes Hand. Bileam kann Israel gar nicht fluchen. Wo Gott ein Segenswort gesprochen hat, hat die leidenschaftlichste Verfluchung ihre Grenze. So sagt Bileam sp&auml;ter zu Balak, dem K&ouml;nig der Moabiter: &bdquo;Gott hat gesegnet und ich kann&acute;s nicht wenden." Und so bezeugt es die Bileam - Geschichte: Gott steht zu seiner Erw&auml;hlung und Verhei&szlig;ung. Er allein hat die Macht und nicht heidnische M&auml;chte und G&ouml;tter. Er stellt sich sch&uuml;tzend vor sein Volk, verhindert den Fluch und l&auml;sst Israel stattdessen segnen.</p><p>&#9658; Mehr Infos zum 4. Buch Mose:</p><section class="erf-teaser-card-init" data-url="https://youtu.be/J6OhuhdD4vU">Buchvideo: Numeri (4. Mose)</section><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Brunhilde Börner</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17166093.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Brunhilde Börner]]></author>
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      <pubDate>Fri, 19 Sep 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Bileam soll Israel verfluchen, aber er muss es segnen (1)]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 4. Mose 22,1-20 – ausgelegt von Ursula Hellmann.]]></description>
      <itunes:subtitle><![CDATA[Der Bibeltext 4. Mose 22,1-20 – ausgelegt von Ursula Hellmann.]]></itunes:subtitle>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 4. Mose 22,1-20 – ausgelegt von Ursula Hellmann.</em><br/>
<p>Ein Bericht aus den Aufzeichnungen des Mose aus der Zeit zwischen dem Ende des Volkes Israel als Sklaven im Reich &Auml;gypten und der Einnahme des versprochenen Landstrichs am Mittelmeer fasziniert mich immer wieder aufs Neue. Und zwar durch zwei Perspektiven: Da sind die klaren, eindeutigen Absichten vom Sch&ouml;pfergott mit den als Mustervolk ausgew&auml;hlten Nachkommen Abrahams und seine unendliche Geduld mit diesen ungehorsamen Kindern seit dem Start des Vertrags zwischen diesen beiden ungleichen Partnern.</p><p>Noch war das komplette Volk der Israeliten unterwegs auf seinem Zug von &Auml;gypten in Richtung Kanaan.</p><p>Gerade hatten sie gegen die Amoriter gek&auml;mpft und gesiegt.&nbsp; Vor ihnen lag das Gebiet der Midianiter und Moabiter. Anhand alter Landkarten ist zu sehen, dass diese beiden Gebiete &ouml;stlich des Jordans politisch eng verbunden waren. Wenige Kilometer weiter hielt sich auf einem Bergr&uuml;cken ein Beobachtungsposten um den moabitischen K&ouml;nig Balak auf. Was von dort aus zu sehen war, lie&szlig; die F&uuml;hrungskr&auml;fte Schlimmes bef&uuml;rchten. Auf einer dringenden Konferenz mit seinen Ministern gestand Balak seinen Gefolgsm&auml;nnern: &bdquo;Diese riesige V&ouml;lkerwanderung vor unseren Grenzen macht mir tats&auml;chlich immer gr&ouml;&szlig;ere Sorge. Was unsere Agenten in den Nachbarl&auml;ndern uns berichten, h&ouml;rt sich nach einem geplanten &Uuml;berfall dieser Invasoren auch auf unsere L&auml;nder an.&ldquo; Wer von K&ouml;nig Balaks Regierungsvorstand &ndash; oder vielleicht kam er auch selbst darauf - den Vorschlag ins Gespr&auml;ch brachte, sich in dieser Krisensituation an den bekannten Orakel-Experten Bileam zu wenden &ndash; das ist zwar nicht bekannt; aber die Idee fand allgemeine Zustimmung. Balaks Armee h&auml;tte selbst mit Hilfe der Midianiter keine Chance gehabt, die siegverw&ouml;hnten Truppen der Israeliten zu schlagen. Aber er hatte noch ein Ass im &Auml;rmel! Auf die Entfernung einer Tagesreise &ndash; also gar nicht so weit entfernt - lebte ein Mann, dessen Ruf als hauptamtlicher Seher f&uuml;r seine Kontakte zu Welten au&szlig;ermenschlichen Lebens bekannt war. Auch K&ouml;nig Balak hatte mit Sicherheit bereits von den spektakul&auml;ren Erfolgen dieses Mannes aus der Stadt Petor am Euphrat geh&ouml;rt. Er soll ja recht horrende Geb&uuml;hren verlangen f&uuml;r seine Orakelspr&uuml;che &uuml;ber bestimmte Menschen. Aber das war es Balak wert. Da m&uuml;sste es doch m&ouml;glich sein, dass dieser Bileam es fertig bringen w&uuml;rde, das unerw&uuml;nschte Volk mit einem negativen Zauber zu vertreiben oder sogar zu vernichten. Noch lagerten diese &uuml;ber Hunderttausende in ihren Zelten friedlich in der Ebene jenseits des Jordans in der N&auml;he der Stadt Jericho. Da war dieser als Bileam bekannte Experte doch der beste Mann. Schlie&szlig;lich bedeutete sein Name nicht nur Redner und Wahrsager, sondern auch: Volkszerst&ouml;rer! Und mit Geld l&auml;sst sich doch vieles regeln, wenn es sogar durch repr&auml;sentable Boten aus dem Palast pers&ouml;nlich &uuml;berreicht wird? Was sollte da noch schief gehen? Also nicht lange &uuml;berlegt &ndash; die hochelegante Reitereinheit aus Abgeordneten Moabs und Midians erregte sicher in Bileams Nachbarschaft gro&szlig;es Erstaunen. Der leitende Botschafter erkl&auml;rte Bileam mit wenigen S&auml;tzen diesen pl&ouml;tzlichen Besuch und das Anliegen von Majest&auml;t Balak. Eile war geboten &ndash; aber Bileam kannte die Regeln. Zuerst die Gastfreundschaft und ein paar Stunden Bedenkzeit &ndash; dann erst die Entscheidung.</p><p>An Schlaf war f&uuml;r ihn in dieser Nacht nicht zu denken. Aber wer konnte dem spirituell begabten Seher eine vern&uuml;nftige L&ouml;sung pr&auml;sentieren? Der volle Geldbeutel, die kostbaren Geschenke und die Aussicht, mit hohen Ehren bedacht nach Haus zu kommen &ndash; das waren Fakten, die lockten schon recht massiv! Aber da war auch die Stimme aus dem Off, die er nur sehr selten zu Wort kommen lie&szlig; bei seinen Entscheidungen. Aber diesmal war sie nicht zu &uuml;berh&ouml;ren. &bdquo;Du reist nicht mit diesen M&auml;nnern. Ja, vor den Grenzen Moabs lagern im Moment noch unabsehbare Menschenmassen. Du nennst sie nur einfach: das Volk, das aus &Auml;gypten zog &ndash; ich sage: Es ist mein Volk, und ich habe es gesegnet und bin sein Gott und sein Besch&uuml;tzer. Und du, Bileam, sollst dieses Volk nicht verfluchen.&ldquo; Bileam sah sein Erfolgshonorar bereits im Nichts verschwinden &ndash; aber gegen diese majest&auml;tische Stimme gab es keinen Widerspruch.</p><p>Mit welchen diplomatisch gedrechselten S&auml;tzen er seine Besucher halbwegs friedlich zum Abzug bewegen konnte? Das hat jedenfalls geklappt. Leider mussten sie diesen blamablen Misserfolg mit all den abgelehnten Geschenken und Bileams negativem Bescheid ihrem Auftraggeber beichten. Was ging in Balak vor? Ein Schlitzohr wie er steckt den Affront weg und nimmt eben einen neuen Anlauf. Im Kader des K&ouml;nigs gab es doch noch h&ouml;her gestellte Adelige, die mehr Aussicht hatten, Bileam zu &bdquo;&uuml;berzeugen&ldquo;. Und tats&auml;chlich! Wenige Tage nach der ersten Besuchergruppe tauchten noch vornehmere Gestalten in Petor auf. An dem Morgen nach einer gastlichen Feier verk&uuml;ndete der Gastgeber &uuml;berraschenderweise die 180 Grad Wendung seiner Meinung. Hinter seinem: &bdquo;Also, ihr Herren, diesmal werde ich mit euch kommen.&ldquo; da hing aber ein zentnerschwerer Nachsatz dran, und den sagte er auch sehr deutlich und laut: &bdquo;Was jedoch Ihr Herr und K&ouml;nig auch von mir verlangt &ndash; ich werde &uuml;ber dieses aggressive Volk vor euren Grenzen nur Dinge aussprechen, die mein allerh&ouml;chster Herr mir aufgetragen hat &ndash; ganz gleich, was von Ihnen gew&uuml;nscht wird. &ldquo;Es scheint, als w&auml;ren die k&ouml;niglichen Abgeordneten &uuml;ber diese Behauptung Bileams hinweg gegangen wie &uuml;ber die Worte eines trotzigen Kindes. So zogen sie also - diesmal gemeinsam mit dem Mann aus Petor &ndash; im gem&auml;&szlig;igten Tempo von Bileams Eselin in Richtung der moabitischen Hauptstadt Dibon.</p><p>&#9658; Mehr Infos zum 4. Buch Mose:</p><section class="erf-teaser-card-init" data-url="https://youtu.be/J6OhuhdD4vU">Buchvideo: Numeri (4. Mose)</section><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Ursula Hellmann</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17162254.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Ursula Hellmann]]></author>
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      <pubDate>Thu, 18 Sep 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Sieg über die Könige Sihon und Og]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 4. Mose 21,21-35 – ausgelegt von Matthias Lange.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 4. Mose 21,21-35 – ausgelegt von Matthias Lange.</em><br/>
<p>Israel ist auf dem Weg in das Land, das Gott ihnen versprochen hat. Es ist ein m&uuml;hsamer Weg: Als die Kundschafter ihnen berichten, welche Feinde dort auf sie warten, bekommen es viele mit der Angst zu tun. Das Volk nimmt deshalb nicht den direkten Weg. Ein Umweg weit Richtung Osten wird n&ouml;tig &ndash; durch das Gebiet anderer V&ouml;lker. Die sind ihnen nicht freundlich gesonnen. Dazu kommen Konflikte im Inneren: Das Volk murrt gegen Gott und auch gegen Mose und Aaron. Das Manna, Gottes Versorgung in der W&uuml;ste, reicht ihnen nicht mehr. Einige missachten Gottes Gebote. Wichtige Menschen, Mirjam und Aaron, sterben. Sie fehlen und werden schmerzlich vermisst.&nbsp; Jede Menge Druck und Konflikte also, von innen und au&szlig;en!</p><p>Die n&auml;chste Herausforderung l&auml;sst nicht lange auf sich warten: Israel muss durch das Land der Amoriter ziehen, um den Jordan &uuml;berqueren zu k&ouml;nnen. Dahinter liegt das gelobte Land. Israel bem&uuml;ht sich um eine friedliche L&ouml;sung: Sie sichern zu, nichts von den G&uuml;tern des Landes zu rauben. Im Gegenzug erbitten sie ungehinderten Durchzug. Heute nennen wir das eine faire Vereinbarung. Beide Parteien haben Sicherheit. Eine Vereinbarung auf Augenh&ouml;he. Aber die ausgestreckte Hand wird ausgeschlagen. Der K&ouml;nig der Amoriter bringt seine Armee gegen Israel in Stellung. Jetzt muss sich das Volk verteidigen. Und es besiegt die Amoriter &ndash; mit Gottes Hilfe.</p><p>Mir begegnen immer wieder Vorurteile &uuml;ber das Erste Testament &ndash; so nenne ich das Alte Testament lieber. Schlie&szlig;lich ist dieses Buch die Bibel Jesu. Es bleibt die Grundlage auch unseres Glaubens an Christus. Ein Vorurteil besagt: Es handelt sich um ein gewaltt&auml;tiges Buch voller Mord und Totschlag im Namen Gottes. Gott segnet die Waffen. Ja, diese f&uuml;r uns schwer nachvollziehbaren Aussagen gibt es &ndash; auch in unserem Abschnitt heute. Aber ein genauerer Blick lohnt sich: Hier versucht Israel, zun&auml;chst eine friedliche &Uuml;bereinkunft zu schlie&szlig;en. Ein Kapitel zuvor geht Israel einem Volk, das den Durchzug verwehrt, aus dem Weg. Lieber sich zur&uuml;ckziehen als einen milit&auml;rischen Konflikt riskieren. Auch so gelangt Israel in das Land, das Gott ihm versprochen hat. Es ist ja gar nicht so, dass das Volk Israel bei der Einnahme des Landes st&auml;ndig Angriffskriege im Namen Gottes f&uuml;hrt.</p><p>Ich gestehe: Mir bleibt es fremd, dass immer wieder im Ersten Testament ganz unbefangen davon gesprochen wird, dass Gott die Feinde in die Hand Israels gegeben hat. Krieg im Namen Gottes? Gott ein Kriegsherr? Wenn ein Land angegriffen wird, muss es sich verteidigen k&ouml;nnen. Aber im Namen Gottes? Ich verstehe diese kriegerische Seite in der Geschichte Gottes mit seinem Volk so: Gott h&auml;lt seine Hand &uuml;ber seine Leute. Gott besch&uuml;tzt sein Volk auf dem Weg in das Land, das seine Heimat werden soll. Eben weil die besten Friedensabsichten schon damals nicht immer erwidert werden. Etwas ganz anders ist es, wenn Christen in der Geschichte der Kirche Waffen gesegnet haben. Gott ist dann immer &ndash; so die fromme Propaganda &ndash; auf der eigenen Seite. Mein Gro&szlig;vater hat sich als &uuml;berzeugter Christ im Dritten Reich sp&auml;t kritisch zur Nazi-Ideologie ge&auml;u&szlig;ert. Aber lange Zeit hat er, ein Offizier in der vierten Generation, die Teilnahme am Angriffskrieg Hitlers als Gehorsam gegen&uuml;ber Gottes Ordnungen verstanden. Sehr sp&auml;t hat er erkannt, wem er da auf den Leim gegangen ist. Ich verurteile ihn daf&uuml;r nicht. Er war ein Kind seiner Zeit &ndash; so wie ich heute. Ich bete darum, dass Gott mir meine eigenen blinden Flecke zeigt.</p><p>Ist diese Geschichte aus dem 4. Buch Mose ganz weit weg f&uuml;r uns? Was hat sie mit unserer Lebenswirklichkeit zu tun? Ich h&ouml;re aus unserem Abschnitt zwei Ermutigungen heraus. Die eine: Gott h&auml;lt auch heute seine Zusagen. Das, was er verspricht, setzt er um. Gott h&auml;lt seinen Leuten die Treue &ndash; auch wenn wir wie Israel damals krumme Wege gehen. Er l&auml;sst uns nicht im Stich. Konflikte, Herausforderungen, Entt&auml;uschungen, Umwege &ndash; das alles bleibt uns nicht erspart. Aber Gott sorgt f&uuml;r uns &ndash; wenn auch nicht mehr mit milit&auml;rischen Mitteln.</p><p>Die zweite Ermutigung ist die: Israel steht unter Druck &ndash; von au&szlig;en und von innen. Trotzdem haben sie nicht gleich zugeschlagen. Sie haben zuerst das Gespr&auml;ch gesucht &ndash; Vermittlung, L&ouml;sungen, die beiden Seiten helfen. Menschen, die dem Friedef&uuml;rsten Jesus nachfolgen, sind aufgerufen, sich um Frieden zu bem&uuml;hen. Auch und gerade dann, wenn sie von innen und au&szlig;en unter Druck stehen. Friede ist immer Gottes erste Absicht. Der Epheserbrief schreibt (2, 14): <strong>&bdquo;Er, Christus, ist unser Friede. Durch sein Sterben hat er die Mauer eingerissen, die Juden und Nicht-Juden voneinander trennte und zu Feinden machte.&ldquo;</strong> Nachfolger Jesu sind aufgerufen, f&uuml;r den Ausgleich verschiedener Interessen zu sorgen. Wer bei Jesus in die Schule geht, kann andern auf Augenh&ouml;he begegnen. Christen sollten die ersten sein, die sich f&uuml;r einen fairen Umgang miteinander einsetzen. Manche hitzige Debatte im Internet auch unter Christen k&ouml;nnte so erheblich an Respekt gewinnen. Christen k&ouml;nnen Br&uuml;dern und Schwestern aus anderen Meinungsblasen zuh&ouml;ren und sich schnelle Urteile und Verunglimpfungen schenken. Dann leuchtet etwas auf von der urspr&uuml;nglichen Friedensabsicht Gottes. Jesus ermutigt uns in der Bergpredigt dazu, eine zweite Meile mit denen zu gehen, mit denen es schwierig wird. Ist das einfach? Nein! Trifft das immer auf Gegenliebe? Auch hier Nein. Aber werden die Bem&uuml;hungen um Frieden dadurch &uuml;berfl&uuml;ssig? Ich finde nicht. Es braucht Menschen, die Jesus, dem Sohn Gottes, auch auf dem anstrengenden Weg des Friedens folgen. Denn wir leben davon, dass Gott treu ist. Er h&auml;lt unter allen Umst&auml;nden zu uns.</p><p>&#9658; Mehr Infos zu 4. Mose:</p><section class="erf-teaser-card-init" data-url="https://youtu.be/J6OhuhdD4vU">Buchvideo: Numeri (4. Mose)</section><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Matthias Lange</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17161491.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Matthias Lange]]></author>
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      <pubDate>Wed, 17 Sep 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Mose richtet die eherne Schlange auf]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 4. Mose 21,4-9 – ausgelegt von Friedhelm Appel.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 4. Mose 21,4-9 – ausgelegt von Friedhelm Appel.</em><br/>
<p>Wir begleiten Israel bei seiner W&uuml;stenwanderung. Gott befreit Israel aus &Auml;gypten, rettet das Volk durch den Durchzug durchs Rote Meer und teilt ihm dann das Land zu.</p><p>Immer wieder habe ich versucht, die Wanderroute des Volkes &uuml;ber die Bibeltexte und mithilfe der Landkarten zu verstehen. Und es war lange unklar f&uuml;r mich.</p><p>Doch dann hat sich mir ein neues Verst&auml;ndnis aufgetan: Der Berg Sinai bzw. der Berg Horeb, an dem Mose die zehn Gebote und weitere Gesetze von Gott empfangen hatte, liegt gar nicht am S&uuml;dende dessen, was wir heute Sinai-Halbinsel nennen. Diese Lokalisierung des Sinai-Berges gibt es erst seit dem 4. Jh. nach Christus. Das dort angesiedelte Katharinen-Kloster kam erst im 6. Jh. dazu.</p><p>Viele andere und weit &auml;ltere Hinweise und arch&auml;ologische Funde verweisen uns auf einen Berg &ouml;stlich des Golfes von Akaba. Gleich in der Region Midian. Die Region hei&szlig;t auch heute noch so. Und grade da, wo wir vermuten w&uuml;rden, wenn Paulus schreibt: Der Berg Sinai in Arabien (Galater 4,25). Am Berg, der heute Dschabal al-Lauz (Jabal al Lawz) hei&szlig;t, finden wir entsprechende Erz&auml;hlungen rund um den Berg und klare arch&auml;ologische Funde. Der Zwillingsgipfel erinnert an Kamelh&ouml;cker und das ist auch das, was der Name &bdquo;Sinai&ldquo; bedeuten k&ouml;nnte: H&ouml;cker. Touristen kommen nur mit Sondergenehmigung in diese Region.</p><p>Wenn dort der Berg Horeb, der Berg der 10 Gebote, liegt, erschlie&szlig;t sich mir auch leicht, dass der Durchzug durchs Rote Meer ein Durchzug durch den Golf von Akaba war. Und auch dazu gibt es entsprechende arch&auml;ologische Funde. Der Golf ist bis zu 1,5 km tief. Aber in der Mitte gibt es eine Art Furt, die nicht so tief ist. Vielleicht nur 100 m unter der Meeresoberfl&auml;che. Da w&auml;re ein Durchzug recht flach m&ouml;glich. Und schon finde ich gro&szlig;e &Uuml;bereinstimmungen mit den Berichten aus der Bibel.</p><p>Nun nach dem Durchzug durch das Rote Meer waren also Mose und das Volk Israel am Berg Horeb in der arabischen W&uuml;ste. Gott begegnete Mose im Feuer. Und tats&auml;chlich ist der Gipfel dieses Berges durch Hitze schwarz glasiert. Manche erinnert das an Vulkangestein.</p><p>Gott &uuml;bermittelte Mose und dem Volk zehn wertvolle Gebote f&uuml;r die ganze Menschheit. Und weitere Verhaltensweisen und Ordnungen sollten die Israeliten kennenlernen. Zum Beispiel die Einehe, den Sieben-Tage-Wochenrhythmus und anderes. Die ganze Schulung dauerte etwa zwei Jahre. Und dann sollte Israel in das Land gehen, das Gott f&uuml;r das Volk vorbereitet hat.</p><p>Aber mit dem Training und dem Ein&uuml;ben der neuen Ordnungen gab es Schwierigkeiten. Die Israeliten vertrauten Gott doch nicht so ganz. Deshalb stoppte Gott den Einzug in das verhei&szlig;ene Land. &bdquo;Ihr seid auch nicht besser als die anderen V&ouml;lker,&ldquo; sagt Gott. &bdquo;Aber euch habe ich erw&auml;hlt, um der Menschheit zu zeigen, dass ich jeden aus jeder Pasche und an das Ziel des Lebens f&uuml;hren kann, zu Liebe und Gerechtigkeit.&ldquo; Und so musste Israel 40 Jahre lang in der W&uuml;ste die neuen Ordnungen ein&uuml;ben. Zum Beispiel 40 Jahre lang ein&uuml;ben, dass am siebten Tag keine Arbeit getan, keine Nahrung gesammelt, sondern Gottesdienst gefeiert wird. Dieser sieben Tage Rhythmus sollte in Fleisch und Blut &uuml;bergehen. Und tats&auml;chlich, wie die Geschichte belegt: Israel hat diesen sieben Tage Rhythmus in die ganze Welt getragen, sodass wir auch heute diesen Wochenrhythmus leben und als Geschenk Gottes betrachten k&ouml;nnen. So wird Israel zum Segen f&uuml;r alle Nationen.</p><p>Ein regelm&auml;&szlig;iger Standort n diesen 40 Jahren W&uuml;stenzeit war eine Region s&uuml;dlich des heutigen Israels, in Kadesch-Barnea. Von hier aus versuchten die Israeliten immer wieder Richtung Norden in das neue Land einzudringen. Gott und die dortigen F&uuml;rsten verhinderten das immer wieder. So brechen sie auf zu einem neuen Versuch, um mit eigener Kraft in das Land zu kommen. Sie wollen das Land der Edomiter umgehen. Von Hor, in der Region von Kardesch Barnea, gehen sie zun&auml;chst in Richtung S&uuml;dosten. Aber die st&auml;ndigen Misserfolge, das Warten, die W&uuml;ste sind frustrierend. Sie versuchen ein Ziel zu erreichen. Aber sie kommen nicht an. Nochmal eine Ehrenrunde nach einer Pr&uuml;fung usw. Das frustriert, ja demotiviert sogar manchmal.</p><p>In dieser Situation treffen wir die Israeliten an.</p><p>Ihren Frust lassen sie an Gott aus und dann auch an Mose. Die Leiter sind wohl oft die Leidtragenden. Sie bekommen den Frust der Mitarbeiter ab. Gegen&uuml;ber Gott ist es dann immer wieder die Frage nach dem Leid. Warum l&auml;sst er das jetzt zu? Ich habe genug. Ich m&ouml;chte nicht mehr so leben. Diese Eint&ouml;nigkeit, diese W&uuml;ste h&auml;ngen mir zum Hals raus. Doch Gott l&auml;sst noch Schlimmeres zu, ja er benutzt das B&ouml;se. Der Tod steht den Menschen vor Augen. Der Tod wird vermittelt durch feurige Schlangen, oder auch: Feuer-Drachen. Der Name der Drachen erinnert an die Schlange im Paradies. Sie bedrohen das Leben. Es ist die Macht des B&ouml;sen, das Raum in dieser Welt gewinnt.</p><p>Wie ist jetzt Rettung m&ouml;glich? Leid, Sterben und Tod sind die ultimative M&ouml;glichkeit, sich an Gott zu wenden. Israel erkennt seine eigene Schuld an der ganzen Misere. Und wendet sich an Gott: Wir hatten uns von dir abgewandt. Sind unseren Ideen gefolgt. Wir haben nicht auf dich geh&ouml;rt.</p><p>Herr, Hilf uns! Und Gott bietet eine L&ouml;sung, eine Hilfe an.</p><p>Das B&ouml;se muss get&ouml;tet werden. H&auml;ngt die Schlange auf. Kreuzigt den Drachen. Besiegt das B&ouml;se um euch und in euch. Vertraut darauf, dass der B&ouml;se besiegt ist. In der W&uuml;ste war das erst noch symbolisch, indem Mose das Sinnbild des B&ouml;sen, die eherne Schlange an den Pfosten aufgekn&uuml;pft.</p><p>Als es sp&auml;ter zu einem magischen Missbrauch dieses Gegenstandes kam, schiebt Gott diesem Missbrauch einen Riegel vor. Denn 800 Jahre nach Mose muss K&ouml;nig Hiskia diesen Pfosten mit der Schlange vernichten.</p><p>Aber in Jesus trifft dieses Zeichen auf die Realit&auml;t. Jesus nimmt Bezug auf dieses Geschehen bei Mose. (Johannes 3,14). &bdquo;Wie Mose in der W&uuml;ste die Schlange erh&ouml;ht hat, so muss der Menschensohn erh&ouml;ht werden.&ldquo;</p><p>In Jesus und in seinem Kreuz wird der Tod get&ouml;tet. Das B&ouml;se unter uns erh&auml;lt seine Todesstrafe. Und das Volk braucht nicht mitzusterben. Jesus stirbt daf&uuml;r. Jeder, der sich an ihn wendet, wird leben.</p><p>Ein letzter Gedanke: In dieser Geschichte aus der W&uuml;ste zeigt es sich deutlich, wie eng Altes und Neues Testament verbunden sind. Wir k&ouml;nnen das Alte Testament vom Neuen Testament herauslegen. Dieser Bericht aus der W&uuml;ste schl&auml;gt einen weiten Bogen von der ersten bis zur letzten Seite der Bibel. Er findet Ankl&auml;nge bei den Propheten und dem leidenden Gottesknecht. Er wird aufgenommen von Jesus und von Paulus und findet nicht zuletzt in der Apokalypse des Johannes seinen Zielpunkt: Wer sich an den Gekreuzigten wendet, wird leben mit ihm.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Friedhelm Appel</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17155866.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Friedhelm Appel]]></author>
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      <pubDate>Tue, 16 Sep 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Aarons Tod]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 4. Mose 20,22-29 – ausgelegt von Martin Rösch.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 4. Mose 20,22-29 – ausgelegt von Martin Rösch.</em><br/>
<p>In der fortlaufenden Bibellese begleiten wir das Volk Israel auf seiner Wanderung durch die W&uuml;ste. Nach der Befreiung aus &Auml;gypten ist Israel auf dem Weg in das von Gott zugesprochene Land Kanaan. Dabei wird das Vertrauen des Volkes auf Gott immer wieder auf die Probe gestellt.&nbsp; Auch Mose, der Vertraute Gottes, hat es an Vertrauen auf Gott mangeln lassen. Dass Gott den Durst der Wandernden mit Wasser aus einem Felsen stillen w&uuml;rde, das hat er bezweifelt. Aaron, sein Bruder, hatte schon bald nach der Befreiung aus &Auml;gypten versagt als Stellvertreter Moses &ndash; damals, als Mose ganz allein Gott begegnete. Aaron hatte dem Dr&auml;ngen des Volkes nachgegeben, eine sichtbare Erinnerung an die Gegenwart Gottes errichten zu lassen: ein goldenes Kalb. Mirjam, die &auml;ltere Schwester von Mose und Aaron, ist bereits verstorben. Weder ihr noch ihren Br&uuml;dern ist es verg&ouml;nnt, das versprochene Land Kanaan einzunehmen. Alle drei haben Anteil an der wiederholten Auflehnung gegen Gott, am wiederholten Misstrauen gegen Gott w&auml;hrend der W&uuml;stenwanderung. Nun soll Aaron nach Gottes Willen diese Welt verlassen. Er wird nicht von einer Minute auf die andere aus dem Leben gerissen. Sein Sterben ist eines mit Ansage, mit Gottes Ansage. Er stirbt nicht allein, sondern in Begleitung Moses und seines eigenen Sohnes Eleasar. Das ganze Volk wird Zeuge, wie die drei M&auml;nner den Berg Hor hinaufsteigen. Das ganze Volk verfolgt, wie Mose und Eleasar ohne Aaron zur&uuml;ckkehren.</p><p>Was geschieht auf dem Berg Hor? Mose fordert auf Gottes Gehei&szlig; seinen Bruder auf, seine Amtstracht abzulegen, und legt dieselbe seinem Sohn und Nachfolger an. Damit hat die Geschichte des erblichen Hohepriester-Amts begonnen. Dieses hat fortbestanden bis zur Zerst&ouml;rung des zweiten Tempels in Jerusalem &ndash; vierzig Jahre nach dem Sterben und Auferstehen von Jesus. Der Hebr&auml;erbrief bezeugt im 7. Kapitel Jesus als den heutigen Hohenpriester, der alle seine Nachfolger vor Gott, seinem Vater, vertritt, also auch diejenigen, die nicht zum Volk Israel geh&ouml;ren. Hier ein Zitat: <em>&bdquo;Er hat es nicht n&ouml;tig wie jene Hohenpriester, t&auml;glich zuerst f&uuml;r die eigenen S&uuml;nden Opfer darzubringen und dann f&uuml;r die des Volkes; denn das hat er ein f&uuml;r alle Mal getan, als er sich selbst opferte.&ldquo; </em>(Hebr&auml;er 7,27)<br /><br />
Wie sehr Jesus als Hoherpriester seinen Nachfolgern nahe ist, betont der Hebr&auml;erbrief bereits im 4. Kapitel: <em>&bdquo;&hellip;wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht k&ouml;nnte mit leiden mit unserer Schwachheit, sondern der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne S&uuml;nde.&ldquo;</em> (4,15)</p><p>Unser Bericht verortet das Sterben Aarons auf dem Berg Hor, nicht zu verwechseln mit dem Berg Horeb. Dieser ist ja der Berg des Bundesschlusses Gottes mit dem Volk Israel. Wo der Berg Hor zu finden ist, das ist umstritten. So viel legt das 4. Buch Mose nahe, dass dieser Berg nicht weit entfernt liegt von Kadesch-Barnea, einer vorangegangenen Station auf der W&uuml;stenwanderung, im Norden der Sinai-Halbinsel.<br /><br />
Zur&uuml;ck zum Bericht von Aarons Sterben! Zweimal deutet Gott dieses Sterben so: &bdquo;Aaron soll versammelt werden zu seinen V&auml;tern.&ldquo; Ein Bibelausleger hat dazu Folgendes geschrieben: &bdquo;Ein merkw&uuml;rdiger Ausdruck in Gottes Mund! Man kann ihn wohl nur so verstehen, dass die verstorbenen &sbquo;Vorfahren&lsquo; in irgendeiner Weise fortexistieren&hellip; Dann aber steckt darin ein Hinweis auf die M&ouml;glichkeit der Auferstehung.&ldquo; In seinem Kommentar zum 4. Buch Mose[1] verweist der Ausleger auf Worte von Jesus &ndash; &uuml;berliefert beim Evangelisten Matth&auml;us &ndash;, welche Licht auf diese Deutung des Sterbens werfen. Jesus ist gerade im Gespr&auml;ch mit Kritikern: <em>&bdquo;Habt ihr denn nicht gelesen von der Auferstehung der Toten, was euch gesagt ist von Gott, der da spricht: &raquo;Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs&laquo;? Gott ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden.&ldquo; </em>(Matth&auml;us 22,31-32) Diese Jesus-Worte passen genau zu dem, was er von sich selbst gesagt hat, &uuml;berliefert beim Evangelisten Johannes: <em>&bdquo;Jesus sagte zu ihr: &raquo;Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.<br />
26&nbsp;Er wird ewig leben, weil er an mich geglaubt hat, und niemals sterben.&ldquo;</em><strong> &nbsp;</strong>( NLB 11,25f.)</p><p>Aus meiner Zeit als Gemeindepfarrer habe ich in Erinnerung, dass bei Trauergottesdiensten oft ein Choral mit diesem Beginn gesungen worden ist: &bdquo;Wer wei&szlig;, wie nahe mir mein Ende?&ldquo; S&auml;mtliche Verse schlie&szlig;en mit dieser Bitte an Gott: &bdquo;Mein Gott, mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, mach&rsquo;s nur mit meinem Ende gut.&ldquo; Die Dichterin jenes Liedes hat darum gewusst: Es gibt ein gutes, ein seliges Sterben. Christi Blut erw&auml;hnt die Dichterin in diesem Zusammenhang immer wieder. Damit erinnert sie an Jesus als den Hohenpriester im Sinne des Hebr&auml;erbriefs. Er hat sich selber geopfert, sein eigenes Blut vergossen &ndash; mit diesem Ziel: Schuld gegen&uuml;ber Gott und anderen Menschen soll nicht mehr trennend zwischen uns und Gott stehen. Die Last unserer Schuld hat Jesus, der Hohepriester, auf sich genommen und ist daran gestorben. Seither muss nicht mehr jedes Jahr erneut &ndash; am Gro&szlig;en Vers&ouml;hnungstag &ndash; das Blut eines Opfertiers vor Gott ausgegossen werden. Wer sich auf, Jesus, den Hohenpriester, beruft und verl&auml;sst, der darf diese Welt verlassen und darauf vertrauen: Ich darf vor meinen Sch&ouml;pfer treten als von aller Schuld Freigesprochener, darf so zu ihm nach Hause kommen.</p><p>Vor Jahren hat mein alt gewordener Patenonkel sein Sterben kommen sehen und sagen k&ouml;nnen: &bdquo;Es geht heimw&auml;rts.&ldquo; Ganz anders ist ein mir bekannter Pastor gestorben. Noch nicht lange im Ruhestand, ist er mit seinen Enkelkindern unterwegs gewesen, als er ganz unerwartet auf Grund von Herzversagen zusammengebrochen und heimgegangen ist zu Gott, seinem Vater. Das ist kein Sterben mit Ansage gewesen, ganz anders als bei meinem Patenonkel, ganz anders als bei Aaron, Moses Bruder.</p><p>Ja, es gibt ein seliges Sterben, ein Sterben im Vertrauen auf Jesus Christus, den Hohenpriester. Das ist ein gutes Sterben &ndash; mit oder ohne Ansage.</p><p>[1]Gerhard Maier, Das vierte Buch Mose, Wuppertaler Studienbibel, Wuppertal, 2. Auflage 1997, 282</p>



<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pfarrer Martin Rösch</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17154584.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pfarrer Martin Rösch]]></author>
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      <title><![CDATA[Die Herrlichkeit des Wortes Gottes (9)]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Psalm 119,65-72 – ausgelegt von Holger Bauer.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 119,65-72 – ausgelegt von Holger Bauer.</em><br/>
<p>&bdquo;Du tust Gutes &hellip;&ldquo;, &bdquo;Du bist g&uuml;tig &hellip;&ldquo;, &bdquo;Es ist gut f&uuml;r mich &hellip;&ldquo; &hellip; In besonderer Weise begegnet uns in diesen acht Versen des l&auml;ngsten Psalms der Bibel die &Uuml;berzeugung, dass Gott gut ist und sein Handeln uns gegen&uuml;ber von G&uuml;te gepr&auml;gt ist. Der 119. Psalm besteht aus 22 Strophen mit jeweils 8 Versen, die alle jeweils mit dem n&auml;chsten Buchstaben des hebr&auml;ischen Alphabets beginnen.</p><p>Wir haben soeben die neunte Strophe geh&ouml;rt, darin beginnen alle Zeilen mit dem hebr&auml;ischen Buchstaben Thet. Er bildet auch der Anfangsbuchstabe des hebr&auml;ischen Wortes &bdquo;tov&ldquo; f&uuml;r &bdquo;gut&ldquo;. Gott und sein Handeln ist &bdquo;tov&ldquo;. Wir kennen dieses Wort vielleicht aus der Formulierung, dass etwas &bdquo;t&ouml;fte&ldquo; ist, n&auml;mlich &bdquo;gut&ldquo;. Der j&uuml;dische Gl&uuml;ckwunsch &bdquo;mazel tov&ldquo; w&uuml;nscht ein &bdquo;gutes&ldquo; Ergehen.</p><p>Gott handelt gut, g&uuml;tig und freundlich, davon ist der Psalmschreiber &uuml;berzeugt. Dies zeigt sich besonders daran, dass Gott seine Weisung, seine Thora, schenkt, also sein Wort, seine Weisungen, seine Gebote; Luther &uuml;bersetzt auch: &bdquo;sein Gesetz&ldquo;. Wenn der gesamte 119. Psalm dieses Wort Gottes r&uuml;hmt, dann wird damit nicht etwas neben Gott ger&uuml;hmt, sondern Gott selbst. Gottes G&uuml;te wird dadurch greifbar, verstehbar und nahbar, dass er sich &auml;u&szlig;ert und sich mitteilt. Auf diesem Hintergrund erscheint die neutestamentliche Nachricht noch wunderbarer, dass in Jesus Christus, dem Wort Gottes, die Selbstmitteilung Gottes in Person uns Menschen ganz nahekommt.</p><p>So lesen wir im Evangelium nach Johannes, Kapitel 1, Vers 14: <em>&bdquo;Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.&ldquo;</em></p><p>Das Wesen der Selbstmitteilung Gottes ist G&uuml;te und Freundlichkeit: <em>&bdquo;Du bist g&uuml;tig und freundlich &hellip;&ldquo;</em>, so lesen wir in Psalm 119 Vers 68.</p><p>Wie irritierend wirken dann aber Aussagen wie Vers 67: <em>&bdquo;Ehe ich </em><em>gedem</em><em>&uuml;</em><em>tigt</em><em> wurde, irrte ich; nun aber halte ich dein Wort.&ldquo;</em> oder Vers 71: <em>&bdquo;Es ist gut f&uuml;r mich, dass du mich gedem&uuml;tigt hast, damit ich deine Gebote lerne.&ldquo;</em></p><p>Unter Dem&uuml;tigung verstehen wir in der Regel eine Verletzung der eigenen W&uuml;rde. Jemand missachtet uns und stellt uns blo&szlig;. Die biblische Wirklichkeit hinter diesem Begriff dr&uuml;ckt etwas anderes aus, denn Gott ist und bleibt gut, er dem&uuml;tigt nicht im negativen Sinne. Eine Dem&uuml;tigung im Kontext der G&uuml;te Gottes besteht aus einer Niederlage gepaart mit einer Erkenntnis, es handelt sich um eine schmerzliche, aber lehrreiche Erfahrung. Vielleicht k&ouml;nnte man auch sagen: Dem&uuml;tigung aus der Hand Gottes ist Zumutung. Gott mutet Dinge zu, die wir uns nicht ausgesucht h&auml;tten, die aber Gelegenheiten bieten, ihn und sein Wort besser tiefer kennen zu lernen.</p><p>Ein Beispiel f&uuml;r eine zugegeben harmlose Dem&uuml;tigung aus meinem beruflichen Alltag: Ich unterrichte junge Erwachsene im Fach Evangelische Religion. Eine junge Frau hielt vor einigen Jahren ein Referat mithilfe von auff&auml;llig kunstvoll gestalteten Pr&auml;sentationsfolien, bei denen aber das Wort &bdquo;Gott&ldquo; statt des Buchstabens &bdquo;o&ldquo; immer ein Apostroph aufwies und damit unlesbar wurde. Ich habe der jungen Dame unterstellt, dass sie das Referat bestimmt aus irgendeiner Quelle kopiert hat: So erkl&auml;rte ich mir die &uuml;beraus gelungene grafische Gestaltung und den seltsam anmutenden vermeintlichen Kopierfehler beim Wort &bdquo;Gott&ldquo;. Ich habe sie zur Rede gestellt und erfahren: Sie war ausgebildete Mediendesignerin: daher die hohe &Auml;sthetik ihrer Pr&auml;sentation. Und sie war j&uuml;dischen Glaubens. Aus Achtung vor dem heiligen Namen Gottes hatte sie das Wort &bdquo;Gott&ldquo; sogar im Deutschen bewusst unlesbar bzw. unaussprechbar gemacht. So halten es nicht alle, aber einige Mitglieder der j&uuml;dischen Gemeinden. Dass die junge Frau nicht fr&uuml;her von ihrem j&uuml;dischen Glauben sprach, lag an schlimmen Erfahrungen, die sie an ihren vorherigen Schulen machen musste, wenn ihr J&uuml;disch-sein bekannt wurde.</p><p>Ich war stark besch&auml;mt &uuml;ber meinen Mangel an Kenntnissen sowie mein tiefes Misstrauen, und musste an das Wort denken aus dem ersten Buch Samuel, Kapitel 16, Vers 7: <em>&bdquo;Nicht sieht der HERR auf das, worauf ein Mensch sieht. Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der HERR aber sieht das Herz an.&ldquo;</em> Als Mensch lasse ich mich so oft von &Auml;u&szlig;erlichkeiten t&auml;uschen, vertraue meinen oberfl&auml;chlichen Urteilen. Gott aber sieht tiefer, kennt uns dort, wo wir uns selbst kaum kennen. Er blickt uns in die Mitte unserer Pers&ouml;nlichkeit. Die Bibel nennt diesen Ort &bdquo;Herz&ldquo;.</p><p>Meine besch&auml;mende Niederlage und die Erkenntnis dar&uuml;ber haben mich heilsam aufmerksam gemacht auf die Wahrheit des Wortes Gottes aus dem ersten Samuelbuch. Ich werde diese Stelle nicht mehr lesen k&ouml;nnen, ohne an mein peinliches Fehlurteil zu denken &ndash; und anders herum.</p><p>Dem Verfasser von Psalm 119 ist &uuml;bler mitgespielt worden. Was haben die schmerzhaften Erlebnisse und die L&uuml;gen, die er &uuml;ber sich ertragen musste, zur Folge?&nbsp; Er glaubt nun neu Gottes Geboten, sprich, er vertraut Gott selbst; er will nun Gottes Wort halten, er hat Freude an ihm und will noch mehr lernen.</p><p>Die Strophe endet mit dem Ausruf: <em>&bdquo;Das Gesetz deines Mundes ist mir lieber als viel tausend St&uuml;ck Gold und Silber.&ldquo;</em> Wer tiefe Erfahrungen mit dem Wort Gottes gemacht hat, dem wird klar, wie unvergleichlich kostbar dieses Wort ist. Wie s&auml;he unser Leben ohne dieses Wort aus? Ohne dieses lebendige Wort, das uns vor allen anderen Wahrheiten Jesus Christus als treuen Herrn und Heiland vor Augen malt?</p><p>Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf hat dies so formuliert: &bdquo;Herr, dein Wort, die edle Gabe, diesen Schatz erhalte mir; denn ich zieh es aller Habe und dem gr&ouml;&szlig;ten Reichtum f&uuml;r. Wenn dein Wort nicht mehr soll gelten, worauf soll der Glaube ruhn? Mir ist&rsquo;s nicht um tausend Welten, aber um dein Wort zu tun.&ldquo;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Holger Bauer</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17154868.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Holger Bauer]]></author>
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      <pubDate>Sun, 14 Sep 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Moses Zweifel beim Haderwasser]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 4. Mose 20,1-13 – ausgelegt von Hartmuth Wahnung.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 4. Mose 20,1-13 – ausgelegt von Hartmuth Wahnung.</em><br/>
<p>Wer von Ihnen schon immer begreifen wollte, warum Mose das verhei&szlig;ene Land zwar sehen, aber nicht hineinziehen durfte, der ist bei dem Bibeltext, mit dem wir uns heute besch&auml;ftigen, an der richtigen Stelle. Was hat Mose denn falsch gemacht? Warum reagiert Gott so hart? Darauf erhalten Sie heute eine Antwort.</p><p>&nbsp;</p><p>Zur Situation:</p><p>Das Volk ist nach der Befreiung aus &Auml;gypten schon 38 Jahre unterwegs. Sie kommen nach Kadesch in der W&uuml;ste Zin. Kadesch, der Ort, von dem aus die Kundschafter einst loszogen, um sich ein Bild vom verhei&szlig;enen Land zu machen. D.h. Israel ist dem verhei&szlig;enen Land nicht n&auml;her als vor 38 Jahren. Das Volk ist verzweifelt und perspektivlos.&nbsp; Die Versorgungslage ist extrem angespannt. Nichts, aber auch gar nichts haben die Israeliten in ihrer Hand. Sie haben Durst und kein Wasser. Sie wenden sich an Mose und Aaron und beschweren sich. Die Menschen, die sich beklagen, geh&ouml;ren &uuml;brigens bereits zu einer neuen Generation. Sie sind in der W&uuml;ste geboren worden, aber sie handeln genauso wie ihre Vorfahren. Die haben sich fr&uuml;her mit fast denselben Worten beschwert.</p><p>&nbsp;</p><p>Schauen wir beim Volk genauer hin: Das Volk steigert sich immer mehr in die Not hinein.&nbsp; &bdquo;Ach, dass wir umgekommen w&auml;ren, wie unsere Br&uuml;der umkamen vor dem HERRN!&ldquo; (V. 3) In der Gefahr haben sie versucht, ihr Leben zu retten, nun geben sie vor, der Tod w&auml;re damals die bessere Alternative gewesen. Mich erinnert das an eine Episode, die Pastor Wilhelm Busch von einer alten Christin erz&auml;hlt. Sie seufzte immer: &bdquo;Ach, wenn ich doch daheim w&auml;re beim Herrn!&ldquo; Als sie eines Tages eine Lungenentz&uuml;ndung bekam und ihre Kinder sagten: &ldquo;Mutter, nun wird dein Wunsch erf&uuml;llt, dass du heimgehen darfst&ldquo; &ndash; da rief sie verzweifelt: &bdquo;Aber nicht durch diese Lungenentz&uuml;ndung!&ldquo; So halten die Israeliten an dem Leben hier auf Erden fest. Sie schimpfen, aber w&uuml;rden nie auf die Idee kommen, zu sagen: Unsere Zeit steht, Gott, in deinen H&auml;nden.</p><p>Das Volk Israel vergisst in seiner Verzweiflung, dass Gott sie f&uuml;hrt. Angesichts des Durstes, der sie plagt, vergessen sie schnell, dass Gott trotzdem alles in der Hand hat. Deshalb machen sie es wie wir, sie suchen einen Schuldigen f&uuml;r ihren Missstand, statt die Situation anzunehmen und zu vertrauen, dass Gott sie im Blick hat.</p><p>&nbsp;</p><p>Die Reaktion von Mose: <em>&bdquo;Da gingen Mose und Aaron von der Gemeinde hinweg zum Eingang der Stiftsh&uuml;tte und fielen auf ihr Angesicht, und die Herrlichkeit des HERRN erschien ihnen.&ldquo; (V.6)</em></p><p>Mose antwortet dem Volk erst einmal nicht. Er zieht sich mit Aaron zur&uuml;ck in die Stiftsh&uuml;tte. Sie fallen auf ihr Angesicht. Sie beten und Gott erscheint ihnen. Das machen die beiden gut. Sie verhalten sich also zun&auml;chst vorbildlich. Das k&ouml;nnen wir von ihnen lernen. Was tun wir, wenn wir angegriffen werden, wenn wir mit Fragen zu unserem Glauben konfrontiert werden, wenn unser Verhalten nicht mit unserem Glauben in Einklang war und wir darauf angesprochen werden? Erstmal innehalten und mit Gott reden. Das hilft.</p><p>Was aber geschieht dann? Was macht Mose falsch?</p><p>Gott antwortet und gibt genaue Anweisungen f&uuml;r Mose: <em>&bdquo;Und der HERR redete mit Mose und sprach: Nimm den Stab und versammle die Gemeinde, du und dein Bruder Aaron, und redet zu dem Felsen vor ihren Augen; der wird sein Wasser geben. So sollst du ihnen Wasser aus dem Felsen hervorbringen und die Gemeinde tr&auml;nken und ihr Vieh.&ldquo; (V. 7 + 8)</em></p><p><em>&bdquo;Was tut Mose? &bdquo;Da nahm Mose den Stab, der vor dem HERRN lag, wie er ihm geboten hatte. Und Mose und Aaron versammelten die Gemeinde vor dem Felsen, und er sprach zu ihnen: H&ouml;ret, ihr Ungehorsamen, werden wir euch wohl Wasser hervorbringen k&ouml;nnen aus diesem Felsen? Und Mose erhob seine Hand und schlug den Felsen mit dem Stab zweimal. Da kam viel Wasser heraus, sodass die Gemeinde trinken konnte und ihr Vieh.&ldquo; (V.9 - 11)</em></p><p>Mose tritt mit Aaron vor das Volk. Er steht vor dem Felsen. In der Hand h&auml;lt er den Stab. Und dann geschieht es: Er verliert die Nerven. Er redet zum Volk und h&auml;lt ihm eine Standpauke und zu allem &Uuml;berfluss schl&auml;gt er mit dem Stab auch noch zweimal auf den Felsen. Wenn man den Fokus verliert, tut man nicht mehr, was man tun sollte, sondern wonach einem ist. Mose hat ein intensives Gottesverh&auml;ltnis. Er wei&szlig; genau, was Gott von ihm will, was er zu tun hat. Trotzdem handelt er anders. Es regiert nicht mehr der Geist Gottes in ihm, sondern er handelt nach eigenem Ermessen und Gef&uuml;hl.</p><p>Wie sagt Mose hier: <em>&bdquo;Werden wir euch wohl Wasser hervorbringen k&ouml;nnen aus diesem Felsen?&ldquo;</em> (V. 10) Sein Problem ist, dass er in dieser Druck-Situation den Unterschied zwischen Gott und sich &uuml;bersieht, dass er seine Rolle mit der Rolle Gottes verwechselt. F&uuml;r Wunder ist Gott zust&auml;ndig, nicht er. Das Wunder vollbringt Gott, nicht Mose und Aaron.</p><p>Das tat Mose. Er machte Gott klein. Gott wollte dem Volk zeigen, dass er f&uuml;r sie sorgt.</p><p>&Uuml;brigens: Unser Text hat eine Vorgeschichte. Schon einmal hat das Volk wegen Wassermangels gemurrt. In diesem Fall hatte Gott Mose befohlen, zweimal mit dem Stab auf den Felsen zu schlagen. In 4 Mose 20 soll er es anders machen. Er soll reden, aber Mose handelt wie fr&uuml;her.&nbsp; Was nach Gottes Weisung fr&uuml;her zum Erfolg f&uuml;hrte (an den Felsen schlagen) kann auf einmal nicht mehr dran sein, kann falsch sein, weil Gott etwas anderes m&ouml;chte (zum Fels reden).&nbsp; Aus der Vergangenheit zu lernen, hei&szlig;t nicht, immer dasselbe zu tun. Und doch versorgt Gott sein Volk. Obwohl Mose nicht so handelte, wie er sollte, kam doch Wasser aus dem Felsen. Trotz des Aufbegehrens der Israeliten und des Fehlers von Mose empfingen sie das Wasser aus dem geschlagenen Felsen. Das ist die gro&szlig;artige Gnade Gottes!</p><p>Ein spannender Einblick in die Geschichte Israels, der Sie und mich mitnimmt in eine der Grundfragen unseres Lebens mit Gott: Bin ich bereit zu h&ouml;ren und zu tun, was Gott mir aufs Herz legt? Mose war nur sehr eingeschr&auml;nkt dazu bereit, deshalb durfte er nicht in das verhei&szlig;ene Land hineinziehen.</p><p>&#9658; Mehr Informationen zum Buch 4. Buch Mose:</p><section class="erf-teaser-card-init" data-url="https://youtu.be/J6OhuhdD4vU">Buchvideo: Numeri (4. Mose)</section>


<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pastor Hartmuth Wahnung</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17151581.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pastor Hartmuth Wahnung]]></author>
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      <pubDate>Sat, 13 Sep 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Aarons grünender Stab]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 4. Mose 17,16-26 – ausgelegt von Markus Joos.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 4. Mose 17,16-26 – ausgelegt von Markus Joos.</em><br/>
<p>Rebellion, offene Rebellion im Volk Gottes. Immer wieder ist ein Murren unter den Israeliten zu h&ouml;ren. Mal hinter versteckter Hand, mal ganz offen und direkt. Mose und Aaron werden angegangen, mit Vorw&uuml;rfen &uuml;berzogen, verbal angegriffen. Mose als F&uuml;hrer des Volkes &ndash; Aaron als Priester f&uuml;r das Volk. Beider Autorit&auml;t wird in Frage gestellt. Und das nicht nur einmal, sondern immer wieder, und immer st&auml;rker.</p><p>Mose hatte von Gott den Auftrag bekommen, Israel aus der Sklaverei in &Auml;gypten zu f&uuml;hren &ndash; und sein Bruder Aaron stand ihm als Priester, als Mittler zwischen Gott seinem Volk Israel zur Seite. Beide also in herausgehobener Position. Nicht, weil sie das selbst angestrebt h&auml;tten, sondern von Gott dazu berufen und eingesetzt. Sie handeln als Diener Gottes. Sie tragen die Last, das Volk zu f&uuml;hren und f&uuml;r das Volk einzutreten &ndash; ohne dabei auf eigene Vorteile zu achten. Originalton Mose: <em>&bdquo;Ich habe nicht einen Esel von ihnen genommen und habe keinem von ihnen ein Leid getan.&ldquo; (4.Mose 16,15)</em></p><p>Dennoch werden Mose und Aaron immer wieder angegangen, angegriffen, ihre Autorit&auml;t als F&uuml;hrer und Priester wird in Frage gestellt: <em>&bdquo;Sie versammelten sich gegen Mose und Aaron und sprachen: Ihr geht zu weit! Denn die ganze Gemeinde, sie alle sind heilig, und der HERR ist unter ihnen. Warum erhebt ihr euch &uuml;ber die Gemeinde des HERRN.&ldquo; (4.Mose 16,3).</em></p><p>Es bleibt nicht bei verbalen Angriffen. Eine Gruppe von 250 M&auml;nnern unter der Leitung von Korach wendet sich gegen Mose und Aaron, beanspruchen f&uuml;r sich das Priesteramt. Dieser Aufruhr, so h&auml;lt Mose fest, dieser Aufruhr wendet sich nicht nur gegen Aaron, sondern gegen Gott selbst: <em>&bdquo;Du und deine ganze Rotte, ihr macht einen Aufruhr wider den HERRN! Es ist nicht allein gegen Aaron, gegen den ihr murrt.&ldquo; (4.Mose 16,11).</em></p><p>Der Tod der Rebellen unter Korach ist die Folge, die F&uuml;rbitte Moses verhindert Schlimmeres &ndash; wie so oft in der W&uuml;stenzeit des Volkes Israels. Doch das Murren h&ouml;rt nicht auf, geht in die n&auml;chste Runde: <em>&bdquo;Am anderen Morgen aber murrte die ganze Gemeinde der Israeliten gegen Mose und Aaron, und sie sprachen: Ihr habt des HERRN Volk get&ouml;tet.&ldquo; (4.Mose 17,6). </em>Genau wie am Tag vorher hat auch diesmal der Aufstand gegen Gott Folgen. Gott hat genug. Er wendet sich vom Volk Israel ab &ndash; und dies bedeutet Gericht und Tod. <em>&bdquo;Hebt euch hinweg aus dieser Gemeinde; ich will sie im Nu vertilgen.&ldquo; (4. Mose 17,10). </em>Die Vernichtung nimmt ihren Lauf, wieder sterben Menschen.</p><p>Diesmal ist es nicht Mose, der f&uuml;r das Volk bitte. Mose schickt seinen Bruder Aaron ins Lager, um &bdquo;S&uuml;hne zu schaffen&ldquo;, denn das ist die Aufgabe eines Priesters. Er steht als Mittler zwischen Mensch und Gott. Aaron vollzieht ein Rauchopfer zur Heiligung f&uuml;r die Israeliten. Da wird der Plage gewehrt, auch wenn schon viele aus dem Volk Israel den Tod gefunden haben.</p><p>Nun sollte es doch allen klar sein: Gott hat sich als der Herr erwiesen und Mose und Aaron als seine F&uuml;hrer, und Aaron speziell als seinen Priester best&auml;tigt. Aaron wird dabei noch einmal besonders auf wundersame Weise in seinem Priesteramt best&auml;tigt, damit auch wirklich gar keine Zweifel mehr aufkommen.</p><p>Mose bekommt dazu von Gott folgenden Auftrag: Jeder Anf&uuml;hrer der 12 St&auml;mme Israels soll je einen h&ouml;lzernen, kahlen Stab mit dem Namen seines Stammes beschreiben und herbringen. Nur auf dem Stab Levis soll der Name &bdquo;Aaron&ldquo; stehen. Diese 12 St&auml;be werden dann &uuml;ber Nacht ins Heiligtum, in die Stiftsh&uuml;tte gelegt &ndash; mit der Verhei&szlig;ung: <em>&bdquo;Wen ich erw&auml;hlen werde, dessen Stab soll gr&uuml;nen.&ldquo; </em>Und der Zweck dieser Zeichenhandlung wird von Gott auch gleich genannt: <em>&bdquo;So will ich das Murren der Israeliten, mit dem sie gegen euch murren, zum Schweigen bringen.&ldquo; (4. Mose 17,20).</em></p><p>Gesagt, getan &ndash; Mose legt die 12 St&auml;be im Heiligtum ab. Die Spannung steigt &ndash; was wird &uuml;ber Nacht wohl passieren? Der n&auml;chste Morgen kommt &ndash; und siehe da: 11 St&auml;be sind kahl geblieben &ndash; nur einer gr&uuml;nt. Es ist der Stab mit der Aufschrift &bdquo;Aaron&ldquo;. Und sein Stab gr&uuml;nt nicht nur, sondern weit mehr: <em>&bdquo;da gr&uuml;nte der Stab Aarons, der zum Haus Levi geh&ouml;rt, und die Bl&uuml;te ging auf und trug Mandeln.&ldquo; (4. Mose 17,23). </em>Aarons Stab gr&uuml;nt also nicht nur, sondern er bl&uuml;ht und tr&auml;gt Frucht &ndash; dies alles in einer Nacht. Bedarf es weiterer Zeichen? Aaron und seine Familie sind damit von Gott nochmals auf eindrucksvolle Weise f&uuml;r den Priesterdienst legitimiert.</p><p>Das Wunder, dass totes Holz &uuml;ber Nacht Bl&auml;tter, Bl&uuml;ten und Fr&uuml;chte treibt, soll dem Volk immer in Erinnerung bleiben. Darum bekommt der Stab Aarons einen Ehrenplatz im Heiligtum: <em>&bdquo;Trage den Stab Aarons wieder vor die Lade mit dem Gesetz, damit er verwahrt werde zum Zeichen f&uuml;r die Ungehorsamen, dass ihr Murren vor mir aufh&ouml;re und sie nicht sterben.&ldquo; (4. Mose 4,25) </em>Wenn k&uuml;nftig die Israeliten einmal wieder gegen die f&uuml;hrenden M&auml;nner aufbegehren, soll der Stab Aarons sie von ihrer Auflehnung abbringen und so ihr Leben retten.</p><p>Alle menschliche Macht unter der Sonne konnte einem d&uuml;rren Stab kein Leben geben, aber Gott, der die ganze Welt ins Dasein gerufen hat, Gott allein kann Leben geben.</p><p>Der gr&uuml;nende, bl&uuml;hende, Fr&uuml;chte tragende Stab ist ein Zeichen des Lebens, der neuen Sch&ouml;pfung. Der Tod soll nicht sein, sondern das Leben.</p><p>Aaron tritt daf&uuml;r bei Gott ein, f&uuml;r sein Volk, immer wieder. Priesterlicher Dienst f&uuml;r Israel. Als von Gott berufener und best&auml;tigter Priester konnte Aaron, wie dann auch seine Nachkommen, durch verschiedene Opfer bei Gott Vergebung f&uuml;r einzelne und f&uuml;r das ganze Volk erwirken. Es bestand so die M&ouml;glichkeit, menschliches Fehlverhalten gegen Gott und andere zu beheben, zu vergeben &ndash; bis dann der wahre Hohepriester erschien, der verhei&szlig;ene Messias, Jesus Christus, der Sohn Gottes selbst.</p><p>Dieser hat nicht mehr B&ouml;cke und K&auml;lber geopfert. Er hat sich selbst dahingegeben, hat mit seinem eigenen Leben die Schuld der ganzen Menschheit am Kreuz ges&uuml;hnt. Und Christus hat mit seiner Auferstehung dem Leben, dem ewigen Leben zum Sieg verholfen. Davon leben glaubende Menschen. Das gibt Hoffnung und bef&auml;higt, selbst zu priesterlichen Menschen zu werden, die f&uuml;r andere vor Gott eintreten. Was war und ist die Aufgabe von Priestern? Sie sind f&uuml;r die Gottesdienste zust&auml;ndig, f&uuml;r die Einladung zum Glauben und das gemeinsame Feiern. Darum laden sie Menschen ein, dazuzukommen, mitzufeiern. Sie beten mit und f&uuml;r die Menschen, &uuml;ben F&uuml;rbitte.</p><p>Christinnen und Christen sind zu diesem Dienst berufen &ndash; f&uuml;r Menschen da sein, fr&ouml;hlich und mutig, das Evangelium von Jesus Christus weitersagen, und was wirklich alle k&ouml;nnen: vor allem beten &ndash; mit anderen und f&uuml;r andere beten.</p><p>&#9658; Mehr Informationen zum Buch 4. Buch Mose:</p><section class="erf-teaser-card-init" data-url="https://youtu.be/J6OhuhdD4vU">Buchvideo: Numeri (4. Mose)</section><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pfarrer Markus Joos</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17142183.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pfarrer Markus Joos]]></author>
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      <pubDate>Fri, 12 Sep 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Kampf gegen Amalek und Kanaan]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 4. Mose 14,39-45 – ausgelegt von Benjamin Gies.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 4. Mose 14,39-45 – ausgelegt von Benjamin Gies.</em><br/>
<p>Die vor uns liegende Situation ist wahrlich keine Einfache. Auch dies zu erkl&auml;ren und auf unser Leben anzuwenden, stellt sich als nicht so einfach heraus.</p><p>Was haben wir vor uns? Ein Volk, das Gott nicht vertraute. Ein Volk, das versprochen bekam, ein Land zu erben. Ein Land, dass Gott ihnen einfach geschenkt h&auml;tte. Jahre, Jahrzehnte, Jahrhunderte wurde dieses Versprechen Gottes von Generation zu Generation weitergetragen. Und dann stehen sie vor den Toren des Verhei&szlig;enen Landes. Nur noch ein paar Schritte sind sie entfernt von dem, was sie so lange ersehnten.</p><p>Zw&ouml;lf Kundschafter werden ausgesandt. Sie durchziehen das Land, schauen sich alles ganz genau an und dann kommen sie zur&uuml;ck und geben Bericht. Bei zehn Personen f&auml;llt dieser Bericht ziemlich negativ aus. Sie malen Land und Leute recht schwarz und kommen zu dem Ergebnis, dass sie niemals das Land einnehmen werden. Die Leute, die darin wohnen, erscheinen ihnen zu gro&szlig; und zu stark. Sie sind entmutigt und entmutigen das Volk. Sie werfen ihr Vertrauen weg und s&auml;en Misstrauen in den Herzen der Menschen, die eigentlich beschenkt werden sollen von Gott. Nur zwei reden positiv: Josua und Kaleb. Sie sind davon &uuml;berzeugt, dass Gott sein Versprechen h&auml;lt. Sie vertrauen darauf, dass ihnen dieses Land geh&ouml;ren wird. Aber das Gros des Volkes hat sich entschieden<strong><em>: </em></strong><em>Wir vertrauen nicht! Wir glauben nicht! Wir werfen &uuml;ber Bord, was uns getragen und gehalten hat.</em></p><p>Und so kommt es, wie es kommen muss: Gott macht dem Volk klar, dass das <em>Nicht-Vertrauen</em> Konsequenzen nach sich zieht. All diejenigen, die geklagt und gemeckert haben. All die, die nicht vertraut haben und das Wort Gottes und seine Verhei&szlig;ung mit F&uuml;&szlig;en getreten haben, die werden das verhei&szlig;ene Land nicht sehen. Stattdessen sollen sie vierzig Jahre in der W&uuml;ste wandern. Im Vers 34 im 4.Buch Mose hei&szlig;t es: <em>Vierzig Tage lang habt ihr das Land erkundet &ndash; vierzig Jahre lang werdet ihr nicht hineinkommen. F&uuml;r jeden Tag, den ihr dort unterwegs wart, werdet ihr ein Jahr lang die Folgen eurer S&uuml;nde tragen. Ihr sollt erleben, was es hei&szlig;t, wenn ich mich abwende.</em></p><p>Aber die Israeliten geben sich damit nicht zufrieden. Sie geben zwar zu, dass sie ges&uuml;ndigt haben, aber die Konsequenz, nicht ins verhei&szlig;ene Land einziehen zu k&ouml;nnen, wollen sie so nicht hinnehmen. Wenn ich den Text lese, dann erkenne ich eines nicht: Echte Bu&szlig;e. Ich erkenne ein schnelles: <strong><em>J</em></strong><em>a, ja, war nicht alles richtig. Aber irgendwie wird es da doch eine L&ouml;sung geben.</em></p><p>Und genauso verhalten sie sich auch. Mose sagt: <em>Zieht nicht hinauf. Ihr werdet geschlagen werden von den Amalekitern und Kanaanitern.</em> Aber sie glaubten auch jetzt nicht. Sie dachten, ihr schnelles Eingest&auml;ndnis: <em>Wir haben ges&uuml;ndigt,</em> w&uuml;rde ausreichen und Gott noch einmal umstimmen.</p><p>Aber es reichte nicht aus. Und so hei&szlig;t es im Text <em>Sie waren so vermessen und zogen hinauf auf die H&ouml;he des Gebirges; aber die Lade des Bundes des HERRN und Mose wichen nicht aus dem Lager.&ensp;45&nbsp;Da kamen die Amalekiter und Kanaaniter, die auf dem Gebirge wohnten, herab und schlugen und zersprengten sie bis nach Horma.</em></p><p>Wer Bu&szlig;e tut, d.h. wer umkehrt von seinem falschen Weg, der beginnt dem&uuml;tig zu reden und zu handeln. Das fehlt hier total. Ich wei&szlig; nicht, ob Gott sich nochmal h&auml;tte umstimmen lassen, wenn das Volk eine echte Umkehr gemacht h&auml;tte. Aber ich wei&szlig;, dass Gott schonmal beschlossene Dinge &auml;ndert, wenn Menschen mit aufrichtigem Herzen zu ihm kommen und sich abwenden von ihren falschen Wegen.</p><p>Ich denke an Ninive. Eine Episode, die sich ein halbes Jahrtausend sp&auml;ter abgespielt hat: Der Prophet Jona sollte nach Ninive gehen und den Menschen dort in der assyrischen Hauptstadt die Gerichtsbotschaft Gottes ausrichten. In Jona 3,4 hei&szlig;t es: <em>Als Jona anfing, in die Stadt hineinzugehen, und eine Tagereise weit gekommen war, predigte er und sprach: Es sind noch vierzig Tage, so wird Ninive untergehen.</em></p><p>Der Untergang war beschlossene Sache. Aber dann passierte etwas Erstaunliches:</p><p><em>5 Da glaubten die Leute von Ninive an Gott und riefen ein Fasten aus und zogen alle, Gro&szlig; und Klein, den Sack zur Bu&szlig;e an.</em></p><p><em>6&nbsp;Und als das vor den K&ouml;nig von Ninive kam, stand er auf von seinem Thron und legte seinen Purpur ab und h&uuml;llte sich in den Sack und setzte sich in die Asche</em></p><p><em>und lie&szlig; ausrufen und sagen in Ninive als Befehl des K&ouml;nigs und seiner Gewaltigen: Es sollen weder Mensch noch Vieh, weder Rinder noch Schafe etwas zu sich nehmen, und man soll sie nicht weiden noch Wasser trinken lassen;</em></p><p><em>und sie sollen sich in den Sack h&uuml;llen, Menschen und Vieh, und heftig zu Gott rufen. Und ein jeder kehre um von seinem b&ouml;sen Wege und vom Frevel seiner H&auml;nde!</em></p><p><em>Wer wei&szlig;, ob Gott nicht umkehrt und es ihn reut und er sich abwendet von seinem grimmigen Zorn, dass wir nicht verderben. Als aber Gott ihr Tun sah, wie sie umkehrten von ihrem b&ouml;sen Wege, reute ihn das &Uuml;bel, das er ihnen angek&uuml;ndigt hatte, und tat&rsquo;s nicht.</em></p><p>Soweit die Geschichte mit Ninive. Gott sieht unser Herz. Und er sieht, ob wir es ernst meinen.</p><p>Wenn das so ist, dann k&ouml;nnte man den Gedanken kommen: <em>Ach du Schreck, ich habe Gott auch schon einmal nicht vertraut. Was wird er jetzt mit mir machen? Werde ich Gnade finden? Schlie&szlig;lich hat Israel sie ebenfalls nicht gefunden. </em></p><p>Aber ich denke, wir k&ouml;nnen etwas tiefer schauen. Woran ist Gott interessiert? In Hesekiel 18,23 hei&szlig;t es:</p><p><em>Meinst du, dass ich Gefallen habe am Tode des Gottlosen, spricht Gott der HERR, und nicht vielmehr daran, dass er sich bekehrt von seinen Wegen und am Leben bleibt?</em></p><p>Wie gut, es gibt Hoffnung f&uuml;r mich und auch f&uuml;r sie, selbst dann, wenn wir nicht immer alles richtig machen und auch mal nicht vertrauen.</p><p>Aber Gott sieht unser Herz. Er sieht, ob es aufrichtig ist. Ob wir uns zu ihm auf,- und an ihm ausrichten und wirklich mit ihm ins Gespr&auml;ch dar&uuml;ber kommen, wo wir ges&uuml;ndigt haben. Und dann sieht er das dem&uuml;tige Herz. Und er sieht auch, ob wir schnell daher sagen: <em>Wir haben ges&uuml;ndigt</em> und dann so weitermachen wie bisher. Oder ob wir uns vor ihm beugen und bekennen, dass wir seine Vergebung, seine Gnade und seinen Neuanfang brauchen. Und denen, die ein solches Herz haben, ist das Wort eines weiteren Propheten verhei&szlig;en: Jeremia sagt in einem seiner Klagelieder:</p><p>(Klagelieder 3,21-25)</p><p><em>Dies nehme ich zu Herzen, darum hoffe ich noch:<br />
Die G&uuml;te des HERRN ist&rsquo;s, dass wir nicht gar aus sind, seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende,<br />
sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist gro&szlig;.</em></p><p><em>Der HERR ist mein Teil, spricht meine Seele; darum will ich auf ihn hoffen.<br />
Denn der HERR ist freundlich dem, der auf ihn harrt, und dem Menschen, der nach ihm fragt.</em></p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Benjamin Gies</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17141478.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Benjamin Gies]]></author>
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      <pubDate>Thu, 11 Sep 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Streit über den Einzug ins Land (2)]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 4. Mose 14,26-38 – ausgelegt von Holger S. Hinkelmann.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 4. Mose 14,26-38 – ausgelegt von Holger S. Hinkelmann.</em><br/>
<p>Glauben Sie, dass Gott es gut mit Ihnen meint? Glauben Sie, dass Sie bei Gott nicht zu kurz kommen?</p><p>Die Israeliten hatten eine Geschichte der Unzufriedenheit und Anklage hinter sich. In &Auml;gypten hatten sie unter der herrschenden Regierung und ihrer Unterdr&uuml;ckung gelitten. Man hatte sie zu Zwangsarbeit herangezogen und teilweise ihre neugeborenen Babys umgebracht. Die Israeliten litten schrecklich. Als Mose ihnen dann Hoffnung auf eine bessere Zukunft machte, wurde alles nur noch viel schlimmer. Der Pharao unterdr&uuml;ckte die Israeliten noch mehr. Die Israeliten w&uuml;nschten daraufhin Mose die Strafe Gottes an den Hals. Sie kamen trotzdem irgendwann aus &Auml;gypten. Kaum waren sie den &Auml;gyptern entkommen, schickten die den Israeliten ihre Elitetruppen hinter ihnen her. Den &Auml;gyptern entronnen klagten die Israeliten in der W&uuml;ste &ndash; mal &uuml;ber fehlendes Wasser, mal &uuml;ber fehlendes Essen oder sie trauerten den K&ouml;stlichkeiten in &Auml;gypten nach. Manchmal w&uuml;nschten sie sich, sie w&auml;ren lieber in &Auml;gypten gestorben. Irgendwie konnten sie diese Krisen immer hinter sich lassen. Schlie&szlig;lich standen sie dem Land ihrer Tr&auml;ume gegen&uuml;ber. 12 M&auml;nner kundschafteten es aus. Als sie zur&uuml;ckkamen, best&auml;tigten die M&auml;nner, wie wunderbar das Land war. Aber die Kundschafter berichteten auch von der gro&szlig;en milit&auml;rischen &Uuml;berlegenheit der dortigen Bev&ouml;lkerung. Bei den Israeliten brannte endg&uuml;ltig die Sicherung durch. Sie klagten, warum sie nicht lieber in der W&uuml;ste gestorben w&auml;ren. Schon planten einige Mose als F&uuml;hrer zu st&uuml;rzen. Schon wollte man die umbringen, die es mit Mose hielten.</p><p>&nbsp;</p><p>Wenn Sie die Berichte &uuml;ber das Volk Israel kennen, dann wissen Sie, dass man die Geschichte auch ganz anders erz&auml;hlen k&ouml;nnte. Statt &uuml;ber den Schmerz der Israeliten k&ouml;nnte man &uuml;ber das m&auml;chtige Eingreifen Gottes reden: Da war Gott doch tats&auml;chlich auf die Not der Israeliten eingegangen. Er hatte den Pharao durch Mose aufgefordert, die Israeliten freizulassen.&nbsp; Durch Plagen hatte er die &Auml;gypter immer st&auml;rker unter Druck gesetzt: Den Nil verwandelte er zum Beispiel in Blut, verschiedene Tierplagen &uuml;berfielen das Land, Krankheiten trafen Menschen und Tiere. In einer letzten Plage schlie&szlig;lich starben alle erstgeborenen S&ouml;hne der &Auml;gypter. Erst da begriffen die &Auml;gypter, dass sie Gott nicht trotzen konnten und lie&szlig;en die Israeliten ziehen. Gott hatte aller Welt einschlie&szlig;lich den Israeliten demonstriert, wie gro&szlig; er ist. Auf diesen Gott konnte man sich verlassen. Zwar verfolgten die &Auml;gypter die Israeliten noch einmal &ndash; aber ihre Truppen versanken im Meer und wurden ein Opfer der Wellen. Auf beeindruckende Weise hatte Gott eingegriffen. In der W&uuml;ste dann bewies Gott dem Volk seine F&uuml;rsorge. Ungenie&szlig;bares Wasser verwandelte er in genie&szlig;bares. Er gab ihnen Manna &ndash; ein Lebensmittel, das morgens wie Tau vor dem Lager der Israeliten lag. Als die Israeliten sich Fleisch w&uuml;nschten, lie&szlig; Gott einen gewaltigen Schwarm Wachteln in das Lager wehen. Gutes &uuml;ber Gutes schenkte Gott den Israeliten. Durch die ganze W&uuml;ste geleitete Gott das Volk an die Grenze des versprochenen Landes. Es sollte ein Land sein, in dem sozusagen Milch und Honig flie&szlig;t.</p><p>Welchem der beiden Berichte gleicht Ihr Leben am ehesten? Der Punkt ist: Die Probleme in der ersten Erz&auml;hlweise waren alle echt. Als Mose zum ersten Mal zum Pharao ging, versch&auml;rfte sich die Lage der Israeliten tats&auml;chlich. Als die Israeliten aus &Auml;gypten auszogen, verfolgte der Pharao sie wirklich mit seinem Milit&auml;r. Und Verpflegung in der W&uuml;ste f&uuml;r so ein gro&szlig;es Volk war eine reale Herausforderung. Gro&szlig;e &Auml;ngste verbanden sich mit diesen Problemen. &ndash; Existenz&auml;ngste.</p><p>Es gibt so viele Probleme, die uns in die Verzweiflung treiben k&ouml;nnen:&nbsp; Der eine oder andere k&auml;mpft mit gesundheitlichen N&ouml;ten, die sein Leben &uuml;berschatten. Tag f&uuml;r Tag qu&auml;lt er sich mit Schmerzen. Von Arzttermin zu Arzttermin hangelt er sich, schwankend zwischen Hoffen und Bangen.&nbsp; Manche leiden unter der gro&szlig;en Einsamkeit im Alter. So gerne h&auml;tten sie die Familie nah beisammen. Aber dann ziehen die Kinder immer weiter weg, w&auml;hrend sie selber allein zur&uuml;ckbleiben. Dazu sterben noch gute Freunde weg. Die n&auml;chsten k&auml;mpfen mit einem unerf&uuml;llten Kinderwunsch und die Sehnsucht zerrei&szlig;t sie fast. Wieder andere durchleben so gro&szlig;e Schwierigkeiten mit ihren Kindern, dass sie w&uuml;nschten, sie h&auml;tten sie nie bekommen.</p><p>Und in all&lsquo; dem Kummer bricht sich der Vorwurf Bahn: &raquo;Gott, wie kannst du das zulassen! Wie kannst du mir das antun!&laquo; Aus Klage wird leicht Anklage. Aus unserem Schmerz kann Bitterkeit werden.</p><p>Aber noch einmal die Frage vom Anfang: Glauben Sie, dass Gott es gut mit Ihnen meint? Die Israeliten hatten eigentlich jede Menge Grund Gott zu vertrauen. Nach und nach hatte Gott ihnen vorgef&uuml;hrt, wie gut er es mit ihnen meinte. Er befreite sie aus der Zwangsarbeit in &Auml;gypten. Reich beladen mit Geschenken lie&szlig; er sie ausziehen. Und in der W&uuml;ste versorgte er sie wie ein treuer Hirte.</p><p>Haben Sie pers&ouml;nlich schon die G&uuml;te Gottes in Ihrem Leben erfahren? Kennen Sie sein Eingreifen in der Vergangenheit? Haben Sie schon Gebetserh&ouml;rungen erlebt? Wenn Krisen kommen, k&ouml;nnen uns solche Erfahrungen an die G&uuml;te Gottes erinnern.</p><p>Ich wei&szlig; nicht, warum gerade Sie (vielleicht) diese Probleme am Arbeitsplatz treffen. Ich wei&szlig; auch nicht, warum gerade Sie so viel leiden m&uuml;ssen oder so viele unbeantwortete Gebete haben. Aber ich bin zutiefst davon &uuml;berzeugt, dass Gott es gut mit Ihnen meint. Uns hat Gott das n&auml;mlich noch einmal eindr&uuml;cklicher gezeigt als den Israeliten damals: In Jesus wurde Gott Mensch. In Jesus litt er und starb f&uuml;r uns. Daran wird deutlich: Gott spielt nicht mit uns. Er hat sich die Beziehung zu uns zu viel kosten lassen. Das beantwortet nicht all unsere Fragen nach dem Warum. Aber es vergewissert uns, dass Gott es gut mit uns meint.</p><p>&nbsp;</p><p>Paulus fragt in einem seiner Briefe: Gott hat seinen eigenen Sohn nicht geschont, sondern f&uuml;r uns hingegeben. Sollte er uns dann noch irgendetwas vorenthalten? Ich lade Sie ein, Gott zu vertrauen, dass er f&uuml;r Sie sorgen wird. Ich habe kein individuelles Versprechen f&uuml;r Ihre Situation &ndash; dass ihr Ehepartner gesund wird oder Ihre Kinder sich &auml;ndern. Aber ich versichere Ihnen, dass Sie Gott vertrauen k&ouml;nnen. Sie k&ouml;nnen loslassen. Ich habe erlebt, dass auch bei mir manchmal aus Klage Anklage wurde. Ich musste mich bei Gott entschuldigen, dass ich ihn kritisiert und infrage gestellt hatte. Ich musste mich manchmal neu entscheiden Gott zu vertrauen. Aber wo ich innerlich losgelassen habe, habe ich erfahren, wie Gott &uuml;ber alle Ma&szlig;en beschenkt hat.</p><p>&nbsp;</p><p>Die Gefahr ist, dass es auch umgekehrt geht: Wir verharren im &Auml;rger gegen Gott. Unser Leben wird eine Geschichte des inneren Haderns mit Gott. So war das bei den Israeliten. Sie w&uuml;nschten sich, sie w&auml;ren lieber in der W&uuml;ste gestorben. Am Ende l&auml;sst Gott ihre negativen Worte in Erf&uuml;llung gehen. Sie kommen nicht in das Land ihrer Tr&auml;ume, obwohl Gott es eigentlich f&uuml;r sie bereitgehalten hatte. Bis heute erleben Menschen, wie Gott ihre anklagenden S&auml;tze ernst nimmt und Wirklichkeit werden l&auml;sst. Sie versinken in Bitterkeit und klagen &uuml;ber ihr Leid. Sie sterben sozusagen &sbquo;in der W&uuml;ste&lsquo;. Dabei h&auml;tte alles anders werden k&ouml;nnen, wenn sie Gott vertraut h&auml;tten.</p><p>Ich ermutige Sie, neu vor Gott zu treten im Gebet. Bitten Sie ihn um Vergebung, wo Sie Gott kritisiert haben f&uuml;r die F&uuml;hrung Ihres Lebens. Gestehen Sie Gott zu, dass er Sie so f&uuml;hren darf. Und dann sagen Sie ihm: &raquo;Vater, ich wei&szlig; nicht, ob du mir meine konkrete Bitte erf&uuml;llst. Aber ich will darauf vertrauen, dass du es gut mit mir meinst. Danke, dass du f&uuml;r mich sorgst. Danke, dass ich bei dir nicht zu kurz komme.&laquo;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Holger S. Hinkelmann</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17140801.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Holger S. Hinkelmann]]></author>
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      <pubDate>Wed, 10 Sep 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Streit über den Einzug ins Land (1)]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 4. Mose 14,1-25 – ausgelegt von Tobias Eißler.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 4. Mose 14,1-25 – ausgelegt von Tobias Eißler.</em><br/>
<p>Zw&ouml;lf Gesandte kehren von der Erkundung des gelobten Landes zur&uuml;ck. Sie erz&auml;hlen von einem herrlichen Lebensraum. Aber sie berichten auch von befestigten St&auml;dten und starken Verteidigern. Ja, bei zehn Kundschaftern m&uuml;ndet der Bericht in eine pure Angstbotschaft ein: "Das Land frisst seine Bewohner. Wir sahen dort auch Riesen, und wir waren in unsern Augen klein wie Heuschrecken." (4. Mose 13,33) "Leute - was vor uns liegt, strotz nur so Gefahren, wir haben es mit Monstern zu tun, die machen uns nieder, rette sich, wer kann!" Die Horrornachricht spricht sich in Windeseile herum. Im Volk Israel bricht Panik aus. Geschrei, Tr&auml;nen, Wut - alles schimpft und l&auml;stert gegen Gott, gegen den Reisef&uuml;hrer Mose und gegen dieses ganze Projekt W&uuml;stenwanderung.</p><p>So leicht geraten wir im Alltag in negative Stimmung, liebe Zuh&ouml;rer! K&ouml;nnte es damit zusammenh&auml;ngen, dass zu viele negative Nachrichten auf uns einstr&ouml;men? W&uuml;rde es vielleicht helfen, dass wir nicht zu oft am Tag die Schlagzeilen von Ungl&uuml;ck, Krieg und politischen Konflikten auf dem Handy &uuml;berfliegen? Rechnen wir damit, dass so manche Darstellungsweise einseitig ist und &uuml;bertreibt, so wie die zehn ver&auml;ngstigten Kundschafter &uuml;bertrieben?</p><p>Das Volk Israel murrt und verzweifelt. Warum? Weil der Blick auf das herrliche Ziel der Reise verlorengegangen ist. Die Wanderer haben nur noch die dicken Befestigungsmauern und die wachsamen Soldaten vor Augen. Und nicht mehr das, was der HERR f&uuml;r sein Volk ausersehen hat und ihm schenken will. Sehen wir, was Gott uns schenkt, liebe Mitchristen, auf der gro&szlig;en Wanderung des Glaubens?</p><p>Er schenkt sogar f&uuml;r alle Welt mehr Erfreuliches, als es angesichts der vielen Katastrophenmeldungen den Anschein hat. K&uuml;rzlich ver&ouml;ffentlichte die Wochenzeitung "Welt am Sonntag" in einem gro&szlig;en Artikel "elf Lichtblicke": elf Nachrichten zum Aufatmen und Freuen. Z.B. zeigt die Statistik, dass die Armut weltweit schwindet, dass die Ernten steigen und immer weniger Menschen hungern m&uuml;ssen, dass immer weniger Kinder sterben und die Lebenserwartung zunimmt, dass viel mehr B&uuml;rger lesen und schreiben k&ouml;nnen als fr&uuml;her und dass die Luft &uuml;berall sauberer wird aufgrund umweltschonender Energie. Wieviel Grund zum Danken!</p><p>Jedoch liegt uns viel n&auml;her, was uns in unserem kleinen Lebenskreis geschenkt wird. "Danke f&uuml;r meine Arbeitsstelle", hat meine Gemeinde k&uuml;rzlich wieder einmal im Gottesdienst gesungen. Wie gut, wenn ich meine Arbeit bew&auml;ltigen kann und mit dem Chef zurechtkomme! Ich bin gefragt - als Leistungstr&auml;ger f&uuml;r die Firma und als hilfreicher Kollege! Eine Familie ist mir geschenkt, in der ich mich so richtig zuhause f&uuml;hle! Ich bin gefragt - so hat es der Eheberater Marcus Mockler formuliert - als "Ritter, Priester und Frauenversteher"! Beh&uuml;ten, geistlich vorangehen, lieben - nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Ehre!</p><p>"Das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen. Tut Bu&szlig;e und glaubt an das Evangelium." Jesus &ouml;ffnet uns die Augen daf&uuml;r, dass ein gelobtes Land vor uns liegt: Wenn die Herren dieser Welt alle abtreten m&uuml;ssen, wenn Gott allein regiert, wenn die Landschaften nur noch bl&uuml;hen und Friede und Gerechtigkeit sich k&uuml;ssen. Jesus zeigt uns den Zugang zur Gottesherrschaft: Wir verbinden unser Leben mit seinem erl&ouml;senden Namen. Wir kehren t&auml;glich von unseren gef&auml;hrlichen Abwegen zu ihm zur&uuml;ck. So steuern wir schnurstracks aufs Gottesreich zu. Sehen wir, was Gott schenkt? In dem Moment beginnt unser Dankgebet wieder zu leuchten, unser Loblied zu strahlen, oder nicht? Muss das nicht die m&uuml;rrische Stimmung vertreiben, die wir in unsere Familie, unsere Firma und unsere Gemeinde hineintragen?</p><p>Das Volk Israel verzagt und l&auml;stert: "Warum f&uuml;hrt uns der HERR in dies Land, damit wir durchs Schwert fallen und unsere Frauen und unsere Kinder ein Raub werden?" Den W&uuml;stenwanderern erscheinen die Verteidigungslinien der Bewohner Kanaans als un&uuml;berwindlich. Wie kann das sein? Hat der HERR sie nicht mit zehn ungeheuerlichen Plagen aus &Auml;gypten befreit? Hat er Israel nicht den Sieg geschenkt in der Schlacht gegen die Amalekiter und andere Streitkr&auml;fte? Pl&ouml;tzlich ist vergessen, was das Gottesvolk eigentlich wissen m&uuml;sste: Der Gott Israels k&auml;mpft und siegt f&uuml;r seine Leute. Mose dichtet nach dem Schilfmeererlebnis: "Der HERR ist meine St&auml;rke und mein Lobgesang und ist mein Heil." (2. Mose 15,2) Er k&auml;mpft immer noch und siegt f&uuml;r sein Volk, wenn auch auf andere Weise als im Alten Testament. Wir erleben es, wenn in einer Gemeinde eine bibelorientierte Predigt willkommen ist und sonntags 120 Zuh&ouml;rer erscheinen, obwohl die Gesellschaft an immer mehr Bibelaussagen Ansto&szlig; nimmt. Wir erleben es, wenn eine belastende Situation am Arbeitsplatz endlich aufh&ouml;rt, weil ein schwieriger Mitarbeiter die Abteilung wechselt. Wir erleben es, wenn ein Kind an seiner neuen Schule anfangs ausgegrenzt wird, im Laufe der Zeit aber Anerkennung und Aufnahme findet. Auch wenn sich vieles wie eine Niederlage anf&uuml;hlt, so machen wir doch die Erfahrung, dass Gott sein Versprechen erf&uuml;llt, das wir wie ein Josua vor gro&szlig;en K&auml;mpfen h&ouml;ren d&uuml;rfen: "Ich will dich nicht verlassen noch von dir weichen." Glauben Sie, dass Gott siegt?</p><p>Und beten Sie, dass Gott Ihnen eine zweite Chance gibt? Der Herr Israels ist so entsetzt &uuml;ber das &auml;ngstliche Zur&uuml;ckweichen seines Volks, dass er es ausl&ouml;schen m&ouml;chte. Mose wirft sich mit einer gewaltigen F&uuml;rbitte in die Bresche. Daraufhin verschont der Barmherzige die Wandergruppe. Sie muss einen langen, harten Umweg gehen, bis sie eine zweite Chance erh&auml;lt, ins gelobte Land einzuziehen. Beim zweiten Mal marschiert Israel hinter Josua mutig voran und gelangt ans Ziel.</p><p>Beten Sie um Vergebung f&uuml;r Ihren Unglauben? Und um eine zweite Chance? Jesus, der denselben Namen tr&auml;gt wie Josua - "Retter, Helfer" -, schenkt Ihnen und mir das. Wir d&uuml;rfen unsere Aufgabe in der Familie, im Beruf und in der Gemeinde noch einmal neu anpacken. Mit mehr Liebe, mehr Bescheidenheit und mit einem genaueren Blick f&uuml;rs Wesentliche. Der ganz gro&szlig;e Gewinn liegt f&uuml;r uns bereit: das Gl&uuml;ck, dass Gottes Angesicht &uuml;ber uns leuchtet.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pfarrer Dr. Tobias Eißler</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17140015.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pfarrer Dr. Tobias Eißler]]></author>
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      <pubDate>Tue, 09 Sep 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die Erkundung des Landes Kanaan]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 4. Mose 13,1-3.17-33 – ausgelegt von Hubert Weiler.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 4. Mose 13,1-3.17-33 – ausgelegt von Hubert Weiler.</em><br/>
<p>Der gro&szlig;e Augenblick ist gekommen: nach jahrhundertelanger Sklaverei in &Auml;gypten schenkt Gott ca. 1300 vor Christus dem j&uuml;dischen Volk durch Moses die Befreiung. Nun sind sie in der W&uuml;ste Sinai, in Sichtweite des von Gott versprochenen Landes Kanaan im Norden. Von Gott beauftragt, sendet Mose zw&ouml;lf Stammesf&uuml;rsten des Volkes zur Erkundung des Landes aus. Nach 40 Tagen berichten sie Mose und den versammelten Vertretern des Volkes von dem fruchtbaren Land, in dem sprichw&ouml;rtlich Milch und Honig flie&szlig;t. Da sind sich alle Zw&ouml;lf einig. Zum Beweis haben sie sogar eine riesige Weinranke mitgebracht. Auch &uuml;ber die lauernden Gefahren und Unm&ouml;glichkeiten sind sie sich einig.</p><p>Kaleb aber beschwichtigt die offensichtlich schon beunruhigten Volksvertreter: Lasst uns hinaufziehen und das Land einnehmen, denn wir k&ouml;nnen die Einheimischen &uuml;berw&auml;ltigen. Doch die anderen zehn F&uuml;rsten, die das Volk Israel eigentlich auch zur Landnahme ermutigen sollen, bekommen kalte F&uuml;&szlig;e: &bdquo;Wir verm&ouml;gen nicht hinaufzuziehen gegen dieses Volk, denn sie sind uns zu stark!&ldquo;</p><p>Alle zw&ouml;lf Kundschafter haben vorher die gleichen Erlebnisse, die zehn Verweigerer hetzen das Volk auf und &uuml;bertrieben ma&szlig;los, dass das Land seine Bewohner auffrisst. So kommt es zu einem Domino-Effekt des Unglaubens! Das Volk murrt und weint, wie es im Folgekapitel 14 beschrieben wird.</p><p>Ihr Problem: sie glauben Gottes Wort nicht, sie sch&auml;tzen das gute Land sogar gering, wie es sp&auml;ter in Psalm 106, 24 ausdr&uuml;cklich betont wird. Und sie glauben wider besseres Wissen nicht, denn Gott hat sie ja durch Mose ausdr&uuml;cklich in das Land, gesandt (vgl. Vers 1).</p><p>Was bedeutet das f&uuml;r Sie, f&uuml;r mich heute? Auch wenn die Situation von damals mit meinen Alltagsabl&auml;ufen nichts zu tun hat, ich nicht vor solchen Mammut-Aufgaben wie das Volk Israel stehe, nehme ich mir heute Kaleb in seinem &sbquo;Dennoch- Glauben&lsquo; zum Vorbild: &bdquo;Wir k&ouml;nnen das Volk dort besiegen!&ldquo; und &bdquo;Lasst uns hinaufziehen!&ldquo; (Vers 30).</p><p>Sich jemanden zum Vorbild zu nehmen, bezieht sich nicht auf &auml;u&szlig;ere Abl&auml;ufe, sondern ich frage: &bdquo;Was hat die Person bewegt? Hier: worin ist Kaleb in seinem Glauben und seinem Mut vorbildlich f&uuml;r mich?</p><p>Wie kann ich heute im Glauben Schritte in meinen Tag tun, sozusagen Land f&uuml;r mich selbst einnehmen?</p><p>Nicht &sbquo;gegen&lsquo; Menschen, sondern &sbquo;f&uuml;r&lsquo; sie, als Christ Menschen zu begegnen, sie f&uuml;r Gott und sein Reich zu gewinnen. Vers 30 ist dabei der Schl&uuml;sselvers: <strong>&bdquo;Lasst uns hinaufziehen und das Land einnehmen, denn wir k&ouml;nnen es &uuml;berw&auml;ltigen.&ldquo; </strong>(4. Mose 13,30)</p><p>Der vorbildliche Glaube: &bdquo;Wir k&ouml;nnen das Volk dort besiegen!&ldquo;</p><p>Das geht nat&uuml;rlich nur in der Kraft Gottes! Ich kann, denn Gott kann! Nach dem Wort Jesu im Johannesevangelium, Kapitel 15, Vers 5: &bdquo;Ohne mich k&ouml;nnt ihr nichts tun!&ldquo;</p><p>In diesem Glauben will ich in den Tag gehen und meine Aufgaben und Herausforderungen anpacken, die sich auch wie Riesen vor mir aufb&auml;umen k&ouml;nnen. Da entscheide ich mich, an Gottes Macht zu glauben, auch gegen die Riesen in meinem eigenen Herzen. Das kann Bequemlichkeit, Gleichg&uuml;ltigkeit oder R&uuml;ckzug sein. &sbquo;Riesen bedeuten gro&szlig;e Schwierigkeiten&lsquo;, schreibt Charles Cowman in einer Auslegung zu dieser Bibelstelle. &sbquo;Und solche Riesen stolzieren &uuml;berall herum, &hellip;auch im eigenen Herzen! Wir werden dadurch, dass wir sie &uuml;berw&auml;ltigen, st&auml;rker.&ldquo; Gebet und ein seelsorgerliches Gespr&auml;ch werden dabei helfen.</p><p>Glauben &ndash; auch in aller Schwachheit: ich kann, denn Gott kann. &bdquo;Seine Kraft ist in den Schwachen m&auml;chtig!&ldquo; Er kann mir durch die Krankheit helfen, mich in meinem &Auml;lterwerden tragen und ermutigen.</p><p>In der Begegnung mit Menschen, in Konflikten, die sich auft&uuml;rmen: Ich will glauben, dass Gott mir die richtige Situation und die richtigen Worte f&uuml;r ein Gespr&auml;ch gibt.</p><p>Und das gilt auch f&uuml;r meinen Einsatz f&uuml;r Gott: ich kann mit Gottes Hilfe f&uuml;r ihn t&auml;tig sein. Das glaube ich und will mich nicht von schlechten Erfahrungen und d&uuml;steren Prognosen bestimmen lassen, sondern an Gott und seine M&ouml;glichkeiten glauben! Also nicht angstgesteuert und situationsorientiert, sondern verhei&szlig;ungsorientiert denken und glauben, wie es der Seelsorger Kurt Scherer ausdr&uuml;ckte.</p><p>Wir k&ouml;nnen, denn Gott kann! Das gilt auch f&uuml;r uns als christliche Gemeinde, dem Volk Gottes neben Israel heute: auch wenn die Menschen abwinken, wenn die Kirchen sich leeren, wissen wir: Gott kann Wege zeigen, sie zu erreichen.</p><p>Und deswegen gehen wir ...Mutig voran: Lasst uns hinaufziehen!</p><p>Die Umsetzung des Glaubens. Auch darin ist Kaleb ein Vorbild. Patricia St. John schreibt in einem Text zu dieser Bibelstelle: &bdquo;Tu den ersten Schritt, erst dann zeigt dir Gott den zweiten. Wir erleben Jesus im Gehen und nicht im z&ouml;gerlichen Gr&uuml;beln.&ldquo;</p><p>Das gilt f&uuml;r mich in meinem Alltag: ich will das unangenehme Gespr&auml;ch aktiv suchen, Menschen und Problemen nicht aus dem Weg gehen, den ersten Schritt tun, die goldene Br&uuml;cke bauen, auch um Vergebung bitten, wenn ich mich an jemandem schuldig gemacht habe.</p><p>M&ouml;glichkeiten, unseren Glauben an Jesus Christus zu bekennen, tun sich pers&ouml;nlich oder telefonisch immer wieder auf: dass ich nach dem andern frage oder den Glauben direkt ins Gespr&auml;ch bringe. Und immer meine Bereitschaft signalisieren, dass sie mich nach meinem Glauben fragen d&uuml;rfen, wie es im 1. Petrusbrief (3, 15) hei&szlig;t.</p><p>Im Internet gibt es mittlerweile gut besuchte Plattformen, auf denen Menschen nach Gott und dem Glauben fragen k&ouml;nnen. So erreichen wir Menschen.</p><p>Und diese Entschlossenheit brauchen wir auch als christliche Gemeinde. Wir wollen nicht warten, bis die Leute zu uns kommen, sondern zu ihnen hin gehen, sozusagen Land f&uuml;r Jesus in unserer Umgebung einnehmen.</p><p>Glauben und Mut &ndash; das ist die Mischung, die wir als Christinnen und Christen heute brauchen &ndash; pers&ouml;nlich und als Gemeinde. Denn wir haben die beste Botschaft der Welt, das Evangelium von Jesus Christus!</p><p>&#9658; Mehr Informationen zum 4. Buch Mose:</p><p style="font-size: 85%; color: #b8b8b8;">(Der Inhalt kann im RSS-Feed nicht dargestellt werden.)</p><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Hubert Weiler</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17139582.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Hubert Weiler]]></author>
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      <pubDate>Mon, 08 Sep 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die Herrlichkeit des Wortes Gottes (8)]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Psalm 119,57-64 – ausgelegt von Matthias Keilholz.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 119,57-64 – ausgelegt von Matthias Keilholz.</em><br/>
<p>Da setzt sich einer aber voll ein. <strong>&bdquo;Ich suche deine Gunst.&ldquo; &bdquo;Ich bedenke meine Wege.&ldquo; &bdquo;Ich&nbsp;eile und s&auml;ume nicht.&ldquo;</strong> Und zur Mitternacht steht er auch noch auf &ndash; zu einer Zeit, in der&nbsp;andere sich erholen und im Schlaf wieder neue Kraft sammeln. Es muss um sehr viel gehen,&nbsp;wenn sich der Psalmbeter so ins Zeug legt.</p><p>Sehr geschickt setzt der Beter mit dem ersten und letzten Vers in dieser achten Strophe des<br />
Psalms den Rahmen, in dem er sich bewegt. Im hebr&auml;ischen Text beginnen alle Verse mit&nbsp;dem Buchstaben &bdquo;Chet&ldquo;, dem achten Buchstaben des Alphabets. Und die beiden W&ouml;rter,&nbsp;die den ersten und achten Vers einleiten, hei&szlig;en &bdquo;Cheleq&ldquo; und &bdquo;Chesed&ldquo; &ndash; Erbteil und G&uuml;te.</p><p>Darum also geht es. Der Beter hat ein gro&szlig;es Erbteil vor Augen. Er hat seinen Anteil an etwas &uuml;beraus Kostbarem. Die Neue Genfer &Uuml;bersetzung sagt es so: &bdquo;HERR, du selbst bist&nbsp;mein kostbarer Schatz.&ldquo;</p><p>Wenn von Sch&auml;tzen die Rede ist, werden Menschen hellh&ouml;rig.&nbsp;Wer abenteuerlich gestimmt ist, denkt vielleicht an die Schatzinsel, den Roman&nbsp;von Robert Louis Stevenson. Andere spazieren mit ihren Metalldetektoren durch historisch&nbsp;bedeutsame Landstriche und hoffen, vergrabene M&uuml;nzen, Schwerter oder andere Kostbarkeiten aufzusp&uuml;ren. Oft ist es vergebens. Aber es sind auf diese Weise auch schon wahre Kostbarkeiten entdeckt worden.</p><p>Der Anteil oder Schatz, den der Psalmbeter im Blick hat, ist aber noch viel mehr als alle&nbsp;vorstellbaren Goldsch&auml;tze oder Edelsteinsammlungen. &bdquo;Du selbst bist mein kostbarer&nbsp;Schatz&ldquo;, sagt der Beter und meint damit Gott in Person. Martin Luther weist in seiner &Uuml;bersetzung schon auf das Tun hin: &bdquo;Das soll mein Erbe sein, dass ich deine Worte halte.&ldquo; Doch w&ouml;rtlich und in der Reihenfolge, wie die W&ouml;rter im hebr&auml;ischen Text erscheinen, steht dort: &bdquo;Mein Anteil &ndash; Gott &ndash; sage ich.&ldquo;</p><p>Wer das Wort Gottes so sehr liebt und in so vielen Versen abwechslungsreich besingt, der&nbsp;kennt dieses Wort, die Tora, sehr genau. Wenn der Psalmbeter einer der bibelkundigen&nbsp;Gelehrten, vielleicht ein Priester ist, dann wei&szlig; er eines ganz gewiss: Gott hat sich selbst zu&nbsp;einem Anteil, zu einem Erbteil und Schatz der Leviten eingesetzt.</p><p>So hei&szlig;t es im 4. Buch Mose, Kapitel 18, Vers 20: <em>&bdquo;Und der Herr sprach zu Aaron: Du sollst in ihrem Lande kein Erbteil besitzen, auch keinen Anteil unter ihnen haben; denn ich bin dein Anteil und dein Erbteil inmitten der Israeliten.&ldquo; </em></p><p>Diese Bestimmung wird an verschiedenen Stellen der Bibel wiederholt. So wird sie auch&nbsp;vom Propheten Hesekiel aufgegriffen. Im Buch Hesekiel, Kapitel 44, Vers 28 steht: <em>&bdquo;Und Erbbesitz sollen sie &ndash; die Priester und Leviten &ndash; nicht haben; denn ich bin ihr Erbbesitz. Auch sollt ihr ihnen kein Eigentum an Land geben in Israel; denn ich bin ihr Eigentum.&ldquo;&nbsp;</em></p><p>Tats&auml;chlich: Gott erkl&auml;rt sich zum Erbteil, zum Eigentum der Leviten und Priester. Sie sind&nbsp;aus dem Volk ausgesondert f&uuml;r ihren ganzen Einsatz zum Dienst am Tempel, am Heiligtum&nbsp;Gottes. Und Gott bestimmt daher nicht nur Anteile an den Opfergaben der Israeliten zum&nbsp;Anteil f&uuml;r die Priester. Er selbst wird zu diesem Anteil.</p><p>Wo immer davon die Rede ist, dass Gott der Schatz, der Anteil oder Erbteil eines Menschen&nbsp;ist, steht diese Ordnung Israels im Hintergrund. <em>&bdquo;Der Herr ist mein Gut und mein Teil&ldquo;,</em> sagt David in Psalm 16, Vers 5. Und Asaf betet (Psalm 73,26): <em>&bdquo;Wenn mir gleich Leib und&nbsp;Seele verschmachtet, so bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil.&ldquo;</em></p><p>Dieser Gedanke setzt sich bei Paulus fort. Christen sind Kinder Gottes und damit auch Erben, (Galater 4,7). Und an Titus schreibt er (Titus 3,4): <em>&bdquo;damit wir,&nbsp;durch dessen Gnaden gerecht geworden, Erben seien nach der Hoffnung auf ewiges Leben.&ldquo;</em> Die Beispiele lassen sich noch fortf&uuml;hren.<br /><br />
Einen gr&ouml;&szlig;eren Schatz kann sich kein Mensch denken, als dass Gott sich selbst ihm zum&nbsp;Erbe und Eigentum gibt. So wird auch deutlich, was den Psalmbeter bewegt. Dieser unermessliche Reichtum, diese unverstellbare G&uuml;te sind seine Motivation. Sie spornen ihn dazu an, Gottes Wort zu halten und seinen Weisungen nachzustreben. So will er das Wort Gottes nicht nur festhalten. Er will es h&uuml;ten. Er bewacht und bewahrt es.</p><p>Worte, die gerne auch f&uuml;r einen kostbaren Schatz gebraucht werden, den ein Mensch beh&uuml;tet und bewacht. Immer wieder schaut der Beter diesen Schatz des Wortes Gottes an&nbsp;und wacht dar&uuml;ber, dass ihm selbst nichts davon verlorengeht. Die Kostbarkeit g&ouml;ttlicher&nbsp;Worte darf durch nichts verdeckt werden. Sie darf nicht beschmutzt werden. <em>&bdquo;Gott, ich h&uuml;te&nbsp;dein Wort.&ldquo;</em></p><p>Es folgt eine Art Dreischritt in den Versen 58 bis 60. Der Beter sucht Gottes Gnade. Er&nbsp;umschmeichelt Gott. Und das Wort ist an der Stelle &uuml;beraus positiv gemeint, ohne jeglichen&nbsp;schlechten Klang. Das Einschmeicheln, das in unserem Sprachgebrauch etwas T&uuml;ckisches&nbsp;und Verwerfliches hat, hat hier nichts verloren. Hier wirbt einer, der hochgradig verliebt ist,&nbsp;um die Gunst des Geliebten.</p><p>Aus der Gnade, die der Beter erf&auml;hrt, kommt sein Entschluss, seine Wege zu bedenken &ndash;&nbsp;Vers 59. Er w&auml;gt ab, wo er langgehen kann und wo nicht. Er &uuml;berpr&uuml;ft sein Herz, seine&nbsp;Gedanken und seine Schritte. Sie sollen auf Gott hin ausgerichtet sein.</p><p>Und er macht Tempo. Er schiebt nichts auf die lange Bank. <strong>&bdquo;Ich eile und s&auml;ume nicht&ldquo;</strong> &ndash;&nbsp;Vers 60. Wer einen Schatz im Blick hat, sieht zu, dass er als erster an der richtigen Stelle&nbsp;ist und gr&auml;bt, bevor ein anderer ihm den Schatz streitig macht.</p><p>Den Platz bei Gott macht uns niemand streitig. Aber mit diesem Eifer darf ihn nichts ablenken, so zielgerichtet geht der Beter auf Gott zu. Niemand kann ihn aufhalten. Und diese&nbsp;Bremser, diese Gegner &ndash; er nennt sie Frevler &ndash; gibt es. Ich muss nicht einmal Menschen&nbsp;bem&uuml;hen. Der Alltag bietet schon gen&uuml;gend Ablenkung und Fallstricke. Dagegen hilft der&nbsp;unbeirrte Blick auf Gott.</p><p>Vielleicht braucht es zur St&auml;rkung auch einen besonderen Ort der Ruhe oder eine besondere Zeit. F&uuml;r den Beter scheint es die Nacht zu sein, in der der Alltag schweigt, die Gesch&auml;ftigkeit abgelegt ist. Nur noch die Stille vor Gott z&auml;hlt. Vielleicht der Anblick des gro&szlig;artigen, &uuml;berw&auml;ltigend sch&ouml;nen Himmels. Nicht einmal aller Himmel Himmel k&ouml;nnen Gott fassen. Salomo betet das, als er den Tempel in Jerusalem einweiht &ndash; (1. K&ouml;nige 8,27).&nbsp;<br /><br />
Ganz gewiss hilft eine Gemeinschaft von Menschen, die diesen Schatz auch entdeckt haben und nach ihm Streben. Menschen, denen Gott das Gr&ouml;&szlig;te und der Wichtigste ist, ermutigen und best&auml;rken sich gegenseitig.</p><p>Vom Erbe in Vers 57 ist der Beter mit seinen Gedanken unterwegs und landet bei der G&uuml;te,&nbsp;mit der Vers 64 beginnt. Gott ist nichts Abgehobenes. Er ist kein Ideal au&szlig;erhalb der Realit&auml;t. <strong>&bdquo;Die Erde ist voll deiner G&uuml;te.&ldquo;</strong> Mitten im Leben entdeckt der Beter Gottes Gr&ouml;&szlig;e. Und&nbsp;er lernt, Gott zu schauen mit ganz irdischen Mitteln: an dem Reichtum der Natur, der ganzen&nbsp;Sch&ouml;pfung, des Weltalls und an geschriebenen Worten.</p><p>Die Schatzkarte halten wir mit der Bibel in der Hand. Folgen wir ihren Hinweisen. Und sie&nbsp;selbst ist ein Schatz. H&uuml;ten wir sie.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pfarrer Matthias Keilholz</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17137785.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pfarrer Matthias Keilholz]]></author>
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      <pubDate>Sun, 07 Sep 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Mirjam wird aussätzig]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 4. Mose 12,1-16 – ausgelegt von Udo Zimmermann.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 4. Mose 12,1-16 – ausgelegt von Udo Zimmermann.</em><br/>
<p>Haben Sie schon einmal erlebt, dass Ihnen jemand in den R&uuml;cken gefallen ist, der oder die Ihnen nahesteht? Vielleicht ein Familienmitglied, ein Freund oder eine Kollegin, von der Sie dachten: Mit ihr kann ich durch dick und d&uuml;nn gehen &ndash; und dann merken Sie pl&ouml;tzlich: Sie redet schlecht &uuml;ber mich. Ein bitteres Gef&uuml;hl.</p><p>Genau das passiert Mose, dem Anf&uuml;hrer des Volkes Israel, in dem Abschnitt, den wir eben geh&ouml;rt haben - in 4.Mose 12, 1-16.<br />
Und hier sind es seine eigenen Geschwister Aaron und Mirjam. Eigentlich seine engsten Vertrauten. Aber sie reden schlecht &uuml;ber ihn. Erst &uuml;ber seine Frau Zippora, die aus einem anderen Kulturkreis stammt. Und dann auch &uuml;ber seine besondere Rolle vor Gott: &bdquo;Spricht der Herr eigentlich nur durch Mose? Redet er nicht auch durch uns?&ldquo; Eifersucht. Neid. Vergleichsdenken. All das steckt in diesen Worten.</p><p>Und Mose? Er verteidigt sich nicht. Er schweigt. Die Bibel sagt von ihm: Er war ein sehr dem&uuml;tiger Mensch. Dem&uuml;tiger als alle anderen auf Erden.</p><p>Das klingt gro&szlig;. Aber was hei&szlig;t das eigentlich &ndash; dem&uuml;tig?<br />
Hei&szlig;t das, dass er schwach war, dass er sich nicht traute, etwas zu sagen?<br />
Oder bedeutet es vielmehr, dass er tief in sich wusste, wer er ist &ndash; und dass er Gott an seiner Seite hat?</p><p>Genau darum geht es. Mose wusste: Ich muss mich nicht selbst rechtfertigen. Ich muss nicht auf jede Spitze reagieren. Ich muss nicht um meine Stellung k&auml;mpfen &ndash; Gott k&auml;mpft f&uuml;r mich.</p><p>Und so kommt es auch.<br />
Gott selbst ruft die drei Geschwister zur Stiftsh&uuml;tte. Eine Art g&ouml;ttliches Tribunal. Und dort macht er es unmissverst&auml;ndlich klar. &rdquo;Mit Propheten rede ich durch Tr&auml;ume oder Gesichte, also durch Visionen. Aber mit Mose rede ich direkt. Von Mund zu Mund. Ohne Gleichnisse, ohne Bilder. Mose ist mir n&auml;her als jeder andere Mensch. Ihm habe ich mein ganzes Haus anvertraut.&ldquo;</p><p>Das ist eine gewaltige Zusage. Gott selbst stellt sich sch&uuml;tzend hinter Mose.<br />
Aber damit auch ein klares Urteil: Aaron und Mirjam haben nicht nur Mose angegriffen, sie haben Gott infrage gestellt.</p><p>Und so kommt es zum Gericht: Mirjam wird auss&auml;tzig, schneewei&szlig; von der Krankheit. Aber warum eigentlich nur sie und nicht auch Aaron? Vielleicht, weil Aaron eben das Sprachrohr von Mose war, wenn diese die Worte Gottes an ihn an das Volk Israel weitergab? Mose traute sich selbst nicht, zum Volk Gottes zu sprechen. Aber auch so ist die Botschaft deutlich: Gott duldet es nicht, wenn Menschen schlecht &uuml;bereinander reden und sich gegenseitig klein machen.</p><p>Aaron erschrickt zutiefst. Er bittet Mose, diese Schuld nicht festzuhalten. &bdquo;Wir haben t&ouml;richt gehandelt&ldquo;, sagt er. Und Mose? Er spricht ein kurzes, eindringliches Gebet: &bdquo;Ach Gott, heile sie!&ldquo; Keine langen Worte, kein frommes Ausschm&uuml;cken &ndash; nur ein Hilfeschrei.</p><p>Und Gott erh&ouml;rt sein Gebet. Aber er l&auml;sst Mirjam noch sieben Tage au&szlig;erhalb des Lagers leben, bevor sie zur&uuml;ckkehren darf. Es ist wie eine Zeit des Nachdenkens. Ein Denkzettel, aber auch eine zweite Chance.</p><p>Das Volk wartet. Erst als Mirjam wieder zur&uuml;ckkommt, ziehen sie weiter.</p><p>Was k&ouml;nnen wir aus dieser Geschichte f&uuml;r uns heute mitnehmen?</p><p>Das erste ist die <strong>Demut</strong>.<br />
Demut ist kein Duckm&auml;usertum. Demut hei&szlig;t nicht: den Kopf einziehen und nichts mehr sagen. Demut bedeutet: Ich wei&szlig;, wer ich bin &ndash; und vor allem wei&szlig; ich, wer Gott ist. Ich muss mich nicht selbst gro&szlig; machen, ich kann Gott gro&szlig; sein lassen.<br />
Das zeigt sich ganz praktisch: Wenn ich in einer Diskussion nicht das letzte Wort brauche. Wenn ich nicht st&auml;ndig beweisen muss, wie wichtig ich bin. Wenn ich auch mal zur&uuml;cktrete und einem anderen den Vortritt lasse.</p><p>Das zweite ist das <strong>Reden &uuml;ber andere</strong>.<br />
Aaron und Mirjam haben &uuml;ber Zippora geredet, die Frau ihres Bruders, die aus einem fremden Volk stammte. Vielleicht war es Fremdenangst. Vielleicht einfach auch Neid.<br />
Wie oft machen wir das auch? Wenn ich &bdquo;Wir&ldquo; sage, schlie&szlig;e ich mich ein. Ich ertappe mich auch beim &nbsp;Reden &uuml;ber Menschen, die anders sind. &Uuml;ber ihre Eigenheiten, ihre Kultur, ihre Sitten. Und wenn wir das tun, dann meistens, ohne sie wirklich zu kennen. Dabei k&ouml;nnte es so bereichernd sein, wenn wir uns erst einmal bem&uuml;hen, sie zu verstehen.</p><p>&bdquo;Andere L&auml;nder, andere Sitten&ldquo;, sagt man. Aber andere L&auml;nder bedeuten eben auch: andere Sch&auml;tze, andere Erfahrungen, andere Sch&ouml;nheiten.</p><p>Das dritte ist das <strong>Vergleichsdenken</strong>.<br />
&bdquo;Spricht Gott nur durch Mose? Spricht er nicht auch durch uns?&ldquo; &ndash; das ist eine ganz alte Versuchung. Wir vergleichen uns mit anderen. Und dabei leidet unser Selbstbewusstsein.<br />
Denn Vergleiche machen unzufrieden. Sie rauben uns die Dankbarkeit f&uuml;r das, was wir selbst haben. Sie s&auml;en Bitterkeit.<br />
Vielleicht kennen Sie das: Der Kollege verdient mehr, die Freundin ist erfolgreicher, jemand anderes sieht besser aus oder hat mehr Einfluss. Und ehe man sich versieht, schaut man nur noch auf das, was einem fehlt &ndash; und nicht mehr auf das, was man doch hat.</p><p>Das vierte schlie&szlig;lich ist das <strong>Erkennen von Grenzen</strong>.<br />
Mirjam musste auss&auml;tzig werden, damit sie verstand: Hier bin ich zu weit gegangen.<br />
Wie ist das bei Ihnen und bei mir? Wann merken wir, dass unsere Worte andere verletzt haben? Manchmal erst dann, wenn eine Beziehung Schaden genommen hat.</p><p>Ich erinnere mich an eine Situation, die ich selbst erlebt habe. Ich war verletzt durch etwas, das Kollegen gesagt hatten. Und meine Reaktion war eine Mail &ndash; ehrlich und klar.&nbsp; Am Ende waren nun aber die anderen verletzt, und es brauchte Gespr&auml;che und ein Treffen, um das wiedergutzumachen.<br />
R&uuml;ckblickend w&uuml;nschte ich, ich h&auml;tte mir mehr Zeit genommen. Erst einmal durchatmen. Erst einmal Gott fragen: Soll ich das wirklich so schreiben?</p><p>Genau das w&uuml;nsche ich mir: mehr Demut. Mehr Ruhe, bevor ich reagiere. Mehr Vertrauen darauf, dass Gott f&uuml;r mich k&auml;mpft &ndash; so wie er f&uuml;r Mose gek&auml;mpft hat.</p><p>Denn diese Geschichte zeigt: <strong>Demut bewahrt Beziehungen.</strong><br />
Demut bedeutet, dass ich nicht alles selbst in der Hand haben muss. Dass ich auch einmal loslassen kann. Dass ich bereit bin, Fehler einzugestehen &ndash; und rechtzeitig um Vergebung zu bitten.</p><p>So wie Aaron es getan hat. Und vielleicht reicht es f&uuml;r uns, wenn wir uns an Mose erinnern &ndash; einen Menschen, der keineswegs perfekt war, der oft gezweifelt und gehadert hat. Aber der wusste: Am Ende entscheidet nicht meine St&auml;rke, sondern Gottes St&auml;rke.</p><p>&#9658; Mehr Informationen zum 4. Buch Mose:</p><section class="erf-teaser-card-init" data-url="https://youtu.be/J6OhuhdD4vU">Buchvideo: Numeri (4. Mose)</section><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Udo Zimmermann</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17137006.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Udo Zimmermann]]></author>
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      <pubDate>Sat, 06 Sep 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Das Murren des Volkes (2)]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 4. Mose 11,24-35 – ausgelegt von Friedrich Rößner.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 4. Mose 11,24-35 – ausgelegt von Friedrich Rößner.</em><br/>
<p>Der Chef scheint immer mehr zu verlangen, die Steuererkl&auml;rung m&uuml;sste l&auml;ngst gemacht sein, die Kinder fordern mehr Zeit, die Gemeinde fragt nach zus&auml;tzlichem Engagement, die &auml;lter werdenden Eltern brauchen Unterst&uuml;tzung &ndash; &uuml;berall zerrt man an mir. Ich f&uuml;hle mich fast wie Mose. &Uuml;berfordert von all den Erwartungen, Anforderungen, Herausforderungen.</p><p>Ich kann Mose gut verstehen. Alle zerrten an ihm, jeder wollte etwas, um alles sollte er sich k&uuml;mmern. Und dann war das Volk, f&uuml;r das er Verantwortung hatte, auch noch eine &uuml;beraus undankbare Gemeinschaft. Schnell hatten sie vergessen, dass sie eigentlich auf dem Weg in die Freiheit waren. Eine solche Herausforderung ist allein nicht zu schaffen.</p><p>In einem meiner Managementb&uuml;cher lese ich, dass das Selbstmanagement 50 Prozent meiner Zeit und F&auml;higkeiten einnehmen soll. Das macht mir noch mehr Druck: Da habe ich schon keine Zeit und Kraft mehr und dann soll ich auch noch mehr Zeit und Kraft f&uuml;r mich aufwenden?</p><p>Wenn es im Berufsleben zu viel wird, erh&auml;lt man manchmal eine Entlastung oder eine Assistenzkraft. Mose erh&auml;lt Unterst&uuml;tzung durch siebzig Assistenten. Das soll ihm Luft verschaffen. Vielleicht auch f&uuml;r ein besseres Selbstmanagement.</p><p>Ich h&ouml;re den heutigen Bibelabschnitt wie ein Ereignis aus unserem modernen Leben. Es beschreibt die Anforderungen und auch die h&auml;ufig stattfindenden &Uuml;berforderungen meines Lebens.</p><p>Das ist es, was mir an biblischen Geschichten so gef&auml;llt: Sie sind mitten aus dem Leben. Sie beschreiben keine heile Welt, in der &uuml;bermenschliche Heroen brillieren. Mose braucht die tatkr&auml;ftige Unterst&uuml;tzung einer ganzen Mannschaft, sonst bricht er zusammen und niemandem w&auml;re damit geholfen.</p><p>Bis hierher k&ouml;nnte diese Geschichte auch in einem meiner Managementb&uuml;cher stehen. Aber dann geschieht noch etwas!</p><p>Gott webt seine Geschichte in die Geschichte seines Volkes. Der lebendige Gott l&auml;sst Mose mit seinen Leuten nicht allein.</p><p>Und das ist es, was mir an biblischen Geschichten noch mehr gef&auml;llt: Es geht nicht nur um menschliche Grunderfahrungen. Es geht um das miteinander unterwegs sein von Gott und Mensch. Gott mischt sich ein mit seiner Kraft, er unterst&uuml;tzt, er bef&auml;higt und begeistert. Das finde ich so nicht in meinen Managementb&uuml;chern. Das gibt es nur in der Bibel.</p><p>Die Art, wie Gott hier Mose, die Siebzig und damit das Volk Israel unterst&uuml;tzt, wird mit Gottes Niederkunft beschrieben.</p><p>In einer Wolke erscheint Gott und legt etwas von Moses Geist auf seine Mitarbeiter. Die geraten daraufhin in Verz&uuml;ckung wie Propheten.</p><p>Klingt das nicht nach Pfingsten? Auch da teilt Gott den Geist aus und macht Menschen begeistert und tatkr&auml;ftig. In der Apostelgeschichte wird berichtet, wie der Heilige Geist die Mitglieder der ersten Gemeinde in Jerusalem erfasst. Die beginnen daraufhin in unterschiedlichsten Sprachen zu predigen. Das ist der Startschuss der weltweiten Ausbreitung des Evangeliums. Es ist aber eben nicht das erste Mal, dass Gottes Geist sichtbar, sp&uuml;rbar und erfahrbar ist. Dieser heutige Abschnitt liest sich wie ein fr&uuml;hes Pfingstfest.</p><p>Dass diese Verz&uuml;ckung der Siebzig kein psychologisches Gruppenph&auml;nomen war, zeigt die Tatsache, dass zwei der Siebzig gar nicht bei der Gruppe waren und die gleiche Begeisterung erleben. Mose ist dar&uuml;ber erfreut und m&ouml;chte am liebsten, dass das ganze Volk ergriffen wird. Auch hier nimmt Mose wieder vorweg, was dann ab Pfingsten bis heute zu erleben ist:</p><p>Geistesgaben sind nicht nur f&uuml;r ein paar wenige da. Sie werden von Gott souver&auml;n vergeben. Sie sind zum Dienst im Reich Gottes bestimmt. Sie gehen manchmal mit auffallenden &auml;u&szlig;eren Begleiterscheinungen einher. Das alles zeigt mir, dass der lebendige Gott sich in meine Lebensgeschichte einmischt.</p><p>Also will ich mir vornehmen, inmitten meiner pers&ouml;nlichen An- und &Uuml;berforderungen innezuhalten und Gott um Unterst&uuml;tzung zu bitten. Es m&uuml;ssen keine siebzig Assistenten sein. Es gen&uuml;gt manchmal schon ein erl&ouml;sender Gedanke, ein hilfreicher Anruf, eine scheinbar zuf&auml;llige F&uuml;gung. Und pl&ouml;tzlich tut sich eine L&ouml;sung auf, wo es vorher nur Hindernisse gab.</p><p>Auch das war bei Mose so. Nicht nur, dass er durch die Siebzig eine echt sp&uuml;rbare Entlastung f&uuml;r seinen Leitungsalltag bekam. Mit Gottes Hilfe entsch&auml;rfte sich auch die schlechte Versorgung des Volkes. Wie in einer paradiesischen Vorstellung fliegen die Wachteln fast in den Mund. Das habe ich in der Vorbereitung dieser Ansprache genau so erlebt: Mir ist nichts eingefallen zu diesem Bibelabschnitt und der Tag der Manuskriptabgabe kam immer n&auml;her.</p><p>Also habe ich um Gottes Geist gebetet. Und vor dem Einschlafen hat sich dann die ganze Gedankenkette pl&ouml;tzlich entwirrt und gelichtet. Ichbrauchte das alles am n&auml;chsten Morgen nur noch so aufschreiben.</p><p>So tut es doch einfach gut zu wissen, dass ich als Christ, nicht allein auf mich gestellt bin. Gott geht mit. Der Heilige Geist unterst&uuml;tzt mich, wie er damals Mose geholfen hat. Immer auf die Art und Weise, die gerade angemessen ist. Das ist ein Grund, Gott zu loben!</p><p>&#9658; Mehr Informationen zum 4. Buch Mose:</p><section class="erf-teaser-card-init" data-url="https://youtu.be/J6OhuhdD4vU">Buchvideo: Numeri (4. Mose)</section><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Friedrich Rößner</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17136244.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Friedrich Rößner]]></author>
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      <pubDate>Fri, 05 Sep 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Das Murren des Volkes (1)]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 4. Mose 11,1-23 – ausgelegt von Michael Bürger.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 4. Mose 11,1-23 – ausgelegt von Michael Bürger.</em><br/>
<p>&bdquo;Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erz&auml;hlen!&ldquo;</p><p>Ob dieses Zitat tats&auml;chlich von Matthias Claudius stammt, wei&szlig; ich nicht. Doch ist diese Aussage sicher richtig. Das k&ouml;nnen sowohl sie &ndash; liebe H&ouml;rerinnen und H&ouml;rer &ndash; als auch ich best&auml;tigen.</p><p>Ja, und sicher auch das Volk Israel und Mose, die auf dem Weg in eine neue Heimat sind. Etliches haben sie ja schon hinter sich gebracht. Den Wegzug aus &Auml;gypten; aus einer ziemlich bedr&uuml;ckenden Situation.</p><p>Nun sind sie miteinander unterwegs. Wie das so ist, wenn viele Menschen miteinander unterwegs sind, geht das nicht ohne Stress und Streit ab.</p><p>Den einen geht es nicht schnell genug, die anderen wollen lieber wieder zur&uuml;ck. Etliche beschweren sich &uuml;ber das Essen, die anderen &uuml;ber die Reise an sich.</p><p>Schuld sind nat&uuml;rlich &ndash; wie immer &ndash; die da oben; vielleicht auch Gott?</p><p>Vergessen sind die Schl&auml;ge der Aufseher bei der Sklavenarbeit in &Auml;gypten. Vergessen ist die Willk&uuml;r, der sie alle ausgesetzt waren. Vergessen auch die Wunder, die sie mit Gott schon erlebt haben.</p><p>Wer hat schon Lust, so eine Bande von undankbaren Typen durch die W&uuml;ste zu einem neuen Anfang zu f&uuml;hren?</p><p>Mose nicht. Zumindest nicht mehr. Der hat die Schnauze voll. Der ist fertig und am Ende. Der kann und er will auch nicht mehr.</p><p>Und Gott? Ja, auch der ist zornig. Sein Zorn brennt wie Feuer &ndash; und das nicht nur im &uuml;bertragenen Sinn. Doch brennt es da nicht in der Mitte des Lagers, sondern am Rand. Und auf das Gebet von Mose hin erlischt das Feuer auch wieder.</p><p>Doch schon gibt es neue Klagen des Volkes. Es h&ouml;rt einfach nicht auf. Immer wieder &auml;hnliche Klagen; immer wieder der gleiche &Auml;rger.</p><p>Mose jedenfalls hat die Nase voll. Jetzt klagt er. Ihm ist das Volk nur noch eine Last und die Verantwortung f&uuml;r diese Menschen zu schwer und nicht zu tragen.</p><p>Mose ist m&uuml;de geworden im Dienst, den Gott ihm &uuml;bertragen hat. Er ist ausgebrannt und verzweifelt.</p><p>Dabei beschreibt Mose das Volk und sich selbst mit Worten, die auch Gott immer wieder verwendet. Denn Gott tr&ouml;stet, wie eine Mutter tr&ouml;stet; er liebt seine Menschen innig, wie ein Vater es tut. Er leidet um seine Gesch&ouml;pfe, und sehnt sich nach der Gemeinschaft mit ihnen.</p><p>Doch anders als Mose, steigt Gott aus seiner F&uuml;rsorge f&uuml;r die Menschen nicht aus. Und Gott steigt auch aus der Verantwortung f&uuml;r seinen ausgebrannten und m&uuml;de gewordenen Mitarbeiter Mose nicht aus. Im Gegenteil.</p><p>Aber Moment mal. Also diese &Uuml;berforderung oder auch der Frust &uuml;ber einzelne Menschen und ihre Klagen sind ja auch mir nicht unbekannt. Und&nbsp; geht ihnen das denn anders?</p><p>Ich bem&uuml;he mich darum, meiner Verantwortung gerecht zu werden. Ich setze mich ein und packe an.</p><p>Und dann erlebe ich Kritik und Vorw&uuml;rfe, statt Dankbarkeit und Freude.</p><p>Ja, das macht m&uuml;de. Das &auml;rgert mich. Da m&ouml;chte ich alles gerne hinschmei&szlig;en.</p><p>O ja, in solchen Augenblicken kann ich Mose und seinen Frust gut verstehen.</p><p>Und er ist f&uuml;r mich dabei sogar Vorbild, denn er wendet sich mit seinem &Auml;rger und seiner Entt&auml;uschung an den Richtigen &ndash; an Gott.</p><p>Mose macht aus seinem &Auml;rger ein Gebet. Zugegeben, ein recht drastisches und forderndes Gebet. Und doch frisst er seinen Frust nicht in sich hinein, sondern geht damit zu Gott. Das gef&auml;llt mir. Davon m&ouml;chte ich gerne lernen.</p><p>Selbst dieser letzte Ausweg, den Mose f&uuml;r sich nur noch sieht, kennt ja nicht nur er. Als er Gott darum bittet, ihn lieber sterben zu lassen, als ihn weiter diese Verantwortung tragen zu lassen, da ist er nur einer von etlichen anderen.</p><p>In der Bibel wird so ja auch von Eliah, Jona oder Jeremia berichtet. Und auch in der Kirchengeschichte bis heute sind Menschen bekannt, denen der Lebensmut gefehlt hat. Und auch ich stelle mir hin und wieder vor, wie sch&ouml;n es w&auml;re, bei Gott zu sein und alle Verantwortung damit abgeben zu k&ouml;nnen.</p><p>Genau an diesem Punkt im Leben des Mose &ndash; und vielleicht auch in ihrem und in meinem Leben &ndash; antwortet Gott.</p><p>Und wie er antwortet. Da kommen keine Durchhalteparolen. Gott gibt Mose recht &ndash; und handelt f&uuml;r ihn.</p><p>Er schenkt Perspektive, &ouml;ffnet den Blick f&uuml;r f&auml;hige und bew&auml;hrte Mitarbeiter und schenkt damit sp&uuml;rbare und echte Entlastung. Gott selber handelt.</p><p>Er macht damit deutlich: Ja, das ist mein Volk, meine Gemeinde, das sind meine Menschen.</p><p>Und ich werde und will mich um jeden k&uuml;mmern. Doch gleichzeitig werde ich dich, Mose, auch entlasten.</p><p>Dabei hat Mose ja alle F&auml;higkeiten f&uuml;r seinen Dienst bekommen. Das wird daran deutlich, dass Gott von seinem Geist, den er Mose gegeben hat, einen Teil an diese 70 &Auml;ltesten verteilt.</p><p>Und das gilt bis heute.</p><p>Sch&ouml;n, wenn viele sich m&uuml;hen und einsetzen mit ihren Begabungen f&uuml;r die eigene Kirche und Gemeinde. Gut, wenn wir mit unseren F&auml;higkeiten und unseren M&ouml;glichkeiten mitarbeiten in unserem Umfeld. Wunderbar, wenn wir die Gaben, die wir von Gott bekommen haben, auch in seinem Namen f&uuml;r andere Menschen einsetzen.</p><p>Doch keiner von uns tr&auml;gt die Last der Verantwortung f&uuml;r Menschen, Kirchen und Gemeinden auf seinen eigenen Schultern.</p><p>Gott war, ist und bleibt der Herr seiner Gemeinde.</p><p>Das musste auch Mose ganz neu lernen. Eigentlich erstaunlich, oder?</p><p>Gerade erst hat Gott dessen Verzweiflung ernst genommen und ihm Hilfe zugesagt. Ganz praktisch und auch zeitnah.</p><p>Doch schon ger&auml;t Mose erneut in Panik, als Gott ihm den Auftrag erteilt, dem Volk das erw&uuml;nschte Fleisch anzuk&uuml;ndigen.</p><p>&bdquo;Wie soll ich das denn hinbekommen?&ldquo;, so bricht es in seiner Angst und Panik aus Mose heraus. Er sieht auf die vielen Menschen und fragt sich zu Recht, wie er die Zusage Gottes denn nur einhalten soll.</p><p>Wieder denkt Mose an sich und seine begrenzten M&ouml;glichkeiten.</p><p>Nat&uuml;rlich steht ihm die Verzweiflung ins Gesicht geschrieben. V&ouml;llig verst&auml;ndlich.</p><p>Er hat erneut den Eindruck, er solle Gottes Zusagen an das Volk irgendwie selber erf&uuml;llen. Mose denkt nur in menschlichen M&ouml;glichkeiten. Mit Recht f&uuml;hlt er sich &uuml;berfordert.</p><p>Jetzt aber soll er &uuml;ber Gottes unbegrenzte Macht staunen.</p><p>Nein, nicht Mose soll dem Volk das erbetene Essen servieren. Einzig Gottes Zusage soll er an die Menschen &uuml;bermitteln.</p><p>Gott selber ist es dann, der seine Zusagen einl&ouml;st.</p><p>Damals, zur Zeit von Mose &ndash; und auch heute, in unserer Zeit.</p><p>Auch uns gilt damit Gottes Zuspruch:</p><p>&bdquo;Meinst du, es gibt eine Grenze f&uuml;r meine Macht?&ldquo;</p><p>&#9658; Mehr zu 4. Mose:</p><section class="erf-teaser-card-init" data-url="https://youtu.be/J6OhuhdD4vU">Buchvideo: Numeri (4. Mose)</section><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pastor Michael Bürger</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17135488.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pastor Michael Bürger]]></author>
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      <pubDate>Thu, 04 Sep 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Aufbruch vom Sinai]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 4. Mose 10,11-36 – ausgelegt von Silke Mack-Rymatzki.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 4. Mose 10,11-36 – ausgelegt von Silke Mack-Rymatzki.</em><br/>
<p>Sicherlich haben Sie auch schon einmal &uuml;ber Gottes F&uuml;hrung und seine Gegenwart in Ihrem Leben nachgedacht. Einiges zu diesem Thema finde ich in unserer heutigen Geschichte.</p><p>Im Bibeltext werden viele Namen und genaue Beschreibungen genannt, welcher Stamm zog unter welchem Banner in welcher Reihenfolge los. Zuvor hat Gott mit seinem Volk einen Bund geschlossen. Vor ca. zwei Jahren ist das Volk aus &Auml;gypten aufgebrochen und hat nun ein Jahr hier am Berg Sinai verbracht. Trotzdem das Volk Israel sich gegen Gott aufgelehnt hat, hat er mit der Stiftsh&uuml;tte eine M&ouml;glichkeit geschaffen, wie er mitten in ihrem Lager bei ihnen sein konnte. Er gibt den Menschen viele Anweisungen, wie sie zu leben haben, und wie sie Gott im Gottesdienst dienen k&ouml;nnen. Hier ist Vertrauen gewachsen und das Volk hat einen Bund mit Gott geschlossen. Nun brechen sie nach knapp einem Jahr auf, um in das Land zu ziehen, welches Gott bereits Abraham verhei&szlig;en hat. Sie sind nun Gottes auserw&auml;hltes Volk! Gott wohnt inmitten ihres Lagers in der Stiftsh&uuml;tte bei ihnen. Gottes Gegenwart, hebr&auml;isch: die Kawot, ist da.</p><p>Jetzt erhebt sich die Wolke der Gegenwart Gottes von der Stiftsh&uuml;tte und sie ziehen los. So wie Gott es ihnen befohlen hat, hinter der Wolkens&auml;ule bzw. der Feuers&auml;ule her. Es ist alles genau geordnet, welcher Stamm wann losziehen soll. Das Zelt mit der Bundeslade sollt schon aufgebaut sein, bis der Stamm mit den heiligen Ger&auml;ten eintrifft. Also alles sehr gut organisiert. Gott hat mit Mose und dem ganzen Volk seine Vision geteilt, es geht nun los in das verhei&szlig;ene Land. Auf die Vision folgt die Umsetzung in einer guten Struktur.</p><p>Moses Schwager Hobab ist auch noch mit bei ihnen. Mose ist sich sicher, Gott hat seinem Volk viel Gutes verhei&szlig;en, es wird gut werden. Und dieses Gute m&ouml;chte er auch bereitwillig mit seinem Schwager teilen. Hobab, der als Midianiter in der W&uuml;ste gelebt hat und die W&uuml;ste gut kennt, gibt Mose neben der Wolkens&auml;ule noch eine gewisse Sicherheit. &bdquo;Komm doch mit, Du kennst die Stellen in der W&uuml;ste, an denen wir lagern k&ouml;nnen und du k&ouml;nntest uns f&uuml;hren.&ldquo; Wir ben&ouml;tigen auch oft ein Backup, eine Sicherheit, wenn wir Gottes Reden nicht deutlich h&ouml;ren oder uns unsicher sind, ob wir Gott richtig verstanden haben. Gerne verlasse ich mich &bdquo;nebenbei&ldquo; noch auf Menschen, auf meinen eigenen Verstand. Das ist auch gut und richtig, denn Gott hat mir meinen Verstand ja auch gegeben, um ihn zu benutzen. Hobab, der Kenner der W&uuml;ste, will aber nach zwei Jahren in sein Land und zu seinem Volk zur&uuml;ckkehren. Ist Hobab gegangen oder hat er sich von Moses Versprechen, alles Gute mit ihm zu teilen, halten lassen? Der Bibeltext l&auml;sst uns etwas im Ungewissen, ob Hobab nun mitzog oder eben nicht. Sp&auml;ter wird er nicht mehr erw&auml;hnt, das legt den Schluss nahe, dass er nicht mitgezogen ist. Kein Backup also, sondern nur Gottvertrauen. Wo finde ich das in meinem Leben? Ich habe Gottes Stimme deutlich geh&ouml;rt oder wei&szlig;, was er von mir m&ouml;chte, und schaffe mir dennoch einen Plan B, falls Gott dann doch nicht so ist, so handelt, wie ich es mir vorstelle und w&uuml;nsche? Vielleicht ben&ouml;tige ich noch ein zus&auml;tzliches Warnsystem, wenn Gott mich an irgendeiner Stelle falsch f&uuml;hren sollte. Oder was ist, wenn doch etwas schief geht? Gott dann doch nicht wirklich verl&auml;sslich ist? Vom Kopf her wei&szlig; ich: &bdquo;Gott hat die Welt geschaffen, er kennt mich unendlich gut und wei&szlig; genau, was ich zu jedem Zeitpunkt meines Lebens brauche.&ldquo; Vertraue ich ihm auch, dass er mir alles Wichtige zum richtigen Zeitpunkt gibt oder sorge ich lieber selbst f&uuml;r mich, denn auf mich kann ich mich ja verlassen. Dieses Sorgen besch&auml;ftigt mich, nimmt mich in Beschlag und raubt mir meine Kr&auml;fte und die Energie, die ich dringend f&uuml;r andere Dinge ben&ouml;tige. Manche von uns wachen nachts auf und w&auml;lzen Probleme, die sie nicht l&ouml;sen k&ouml;nnen. Lasse ich das bei Gott, gebe ich es immer wieder bewusst bei ihm ab und lebe ich jeden Tag abh&auml;ngig von ihm. Er hat einen Plan B f&uuml;r mich, wenn ich diesen ben&ouml;tige. Gott hat einen guten Weg einen guten Plan f&uuml;r Sie und wird Ihnen die Dinge, die sie ben&ouml;tigen, zur richtigen Zeit offenbaren.</p><p>Landkarten oder Google-Maps gab es damals noch nicht, so musste sich das Volk mit seinem Anf&uuml;hrer darauf verlassen, dass Gott sie sicher und gut in das verhei&szlig;ene Land f&uuml;hrt. Sie ziehen los nach Paran, das ist die S&uuml;dspitze des Sinai. H&auml;tten sie den Weg nach Norden am Mittelmeer entlang gew&auml;hlt, w&auml;ren sie nach drei Wochen in dem ihnen verhei&szlig;enen Land angekommen, aber ihre Reise soll insgesamt 40 Jahre dauern, denn Gott hat einen Plan mit ihnen, der nicht instant zu haben ist.</p><p>Gott schickt durch die Wolkens&auml;ule eine ganz klare F&uuml;hrung. W&uuml;nschen das nicht auch oft: &bdquo;Eine ganz klare, eindeutige F&uuml;hrung, das ist der n&auml;chste Schritt. Die Entscheidung sollst Du jetzt genauso treffen.&ldquo; Gottes klare Wegweisung, die ein sehr guter Weg ist. Auf diesem Weg werden Sie nicht scheitern und genau das ist einfach das Allerbeste. &bdquo;Der Weg w&auml;chst unter unseren F&uuml;&szlig;en, wenn wir ihn gehen.&ldquo;, sagt Nehemia einmal. Genauso ist es hier mit dem Volk Israel, der Weg w&auml;chst unter ihren F&uuml;&szlig;en und sie gehen los. Sie m&uuml;ssen lange gehen, bis sie das gelernt haben, was Gott sie lehren will. Aus den drei Wochen, die der Weg vom Sinai nach Kanaan gedauert h&auml;tte, wenn das Volk den k&uuml;rzesten Weg gew&auml;hlt h&auml;tte, sind 40 Jahre geworden. In denen sich das Volk oft gegen Gott auflehnt, wo Gott straft und einige Umwege geht, bis die Kinder der Generation, die aus &Auml;gypten ausgezogen sind, innerlich dort angekommen sind, dass Gott sagt, jetzt sind sie bereit in das verhei&szlig;ene Land einzuziehen. Auch mit mir geht Gott manchmal Umwege, bis meine Herzenshaltung, die ist, die ich ben&ouml;tige, um in das verhei&szlig;ene Land einzuziehen. Vielleicht muss Gott noch an einigen Stellen in meinem Denken arbeiten, mein Denken weiten oder meine Liebe zu anderen vergr&ouml;&szlig;ern, bis ich tats&auml;chlich bereit bin, den n&auml;chsten Schritt zu gehen. Hier vielleicht ein simples Beispiel. Wenn ich Cookies &ndash; eine Art von Pl&auml;tzchen mit viel Schokolade darin - backen m&ouml;chte, ist es besonders f&uuml;r Kinder sehr verlockend von dem Teig zu naschen, denn der ist sehr lecker. Wenn ich aber viel von dem Teig esse, wird mir erstens schlecht und am Ende habe ich weniger Cookies, die nat&uuml;rlich gebacken viel besser schmecken. Abwarten, auf Gottes Zeit warten! Immer in dem Vertrauen, dass es f&uuml;r mich gut wird und nicht schon das nehmen, was mir Gott f&uuml;r einen sp&auml;teren Zeitpunkt zugedacht hat.</p><p>Manchmal ben&ouml;tige ich so manche Umwege, bis ich meine Lektionen f&uuml;r das Leben gelernt habe, da ist es aber sehr tr&ouml;stlich zu wissen, dass Gott die &bdquo;Umwege&ldquo; mit geht und immer bei mir ist. Er wird nicht m&uuml;de, mir nachzugehen.&nbsp; Im Kloster Volkenroda, betet die Jesusbruderschaft jeden Morgen gemeinsam und feiert Gottesdienst, der Gottesdienst endet immer mit der Formel &bdquo;Und wo wir hingehen, dorthin kommt nun auch der Herr!&ldquo; Das ist eigentlich ganz klar, aber es macht mir immer wieder neu bewusst, wo ich bin, dorthin kommt nun auch der Herr. Ich ben&ouml;tige diese Zusicherung.</p><p>Was nehmen Sie nun mit in den Tag: Vertrauen Sie Gott und seiner F&uuml;hrung ohne eigenes Backup oder Plan B, er wird es gut f&uuml;r Sie machen. Und vergewissern Sie sich immer wieder! Wohin wir gehen, dorthin kommt nun auch der Herr. Gott ist da und er geht mit!</p><p>&#9658; Mehr Infos zu 4. Mose:</p><section class="erf-teaser-card-init" data-url="https://youtu.be/J6OhuhdD4vU">Buchvideo: Numeri (4. Mose)</section><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Silke Mack-Rymatzki</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17134793.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Silke Mack-Rymatzki]]></author>
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      <pubDate>Wed, 03 Sep 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Wolke und Feuerschein über der Stiftshütte]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 4. Mose 9,15-23 – ausgelegt von Jens Wellhöner.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 4. Mose 9,15-23 – ausgelegt von Jens Wellhöner.</em><br/>
<p>Schaut! Die Wolke &uuml;ber der Stiftsh&uuml;tte, sie bewegt sich. Es geht los Leute, die Wolke steigt immer h&ouml;her, wir m&uuml;ssen aufbrechen! Packt alles schnell ein, auch das Zelt, wir d&uuml;rfen nicht tr&ouml;deln. Der Herr befiehlt uns weiterzuziehen! &ndash; Aber es war doch so sch&ouml;n hier in der Oase, immer genug zu trinken. Und nicht so hei&szlig;! &ndash; Aber der Herr sagt, wir sollen losziehen. Hinein in die W&uuml;ste. Also auf!</p><p>Vielleicht haben Israeliten damals so reagiert, zur Zeit des Mose. Nach dem Auszug aus &Auml;gypten f&uuml;hrt Gott, der Herr, sein Volk in die W&uuml;ste. Um ihnen den Weg zu zeigen, hat sich Gott etwas ganz Besonderes einfallen lassen, etwas Majest&auml;tisches, &uuml;ber das man damals wie heute nur ehrf&uuml;rchtig staunen kann. Eine Wolke &uuml;ber der Stiftsh&uuml;tte, die nachts leuchtete wie ein feuriger Schein. Ein Wunder, &uuml;bernat&uuml;rlich. Ein Zeichen von Gottes gewaltiger Gegenwart. Die Stiftsh&uuml;tte war Gottes Wohnung unter dem Volk Israel. Hier dienten Aaron, Moses Bruder, und seine Mitarbeiter als Priester des Herrn. Ein heiliger Ort.</p><p>Wahrscheinlich haben die Menschen damals mit Ehrfurcht dorthin geschaut, vielleicht auch mit Angst. Denn so ein gewaltiges Zeichen Gottes wie die feurige Wolke kann schon furchteinfl&ouml;&szlig;end sein. Und dann steht hier, dass sie sich pl&ouml;tzlich bewegte, manchmal nach einem Tag, nach zwei Tagen, nach Monaten, auch mitten in der Nacht. Dann hie&szlig; es sofort: Aufbrechen, ohne zu z&ouml;gern. Das war Gottes Befehl. Und im n&auml;chsten Kapitel im 4.Mose steht, dass die Wolke sich erhob und das Volk aus der W&uuml;ste Sinai in die W&uuml;ste Paran zog, das ist eine Strecke von mehreren Hundert Kilometern, durch eine Gegend, die trocken und abweisend wirkt, felsig und lebensfeindlich. Doch das Volk Israel musste mitten durch diese &Ouml;dnis hindurch. Zwischendurch zeigte ihnen Gottes Wolke Lagerpl&auml;tze, an denen die Menschen ausruhen, essen und trinken konnten. Der Herr hat immer f&uuml;r sein Volk gesorgt, sogar mitten in der W&uuml;ste. Ringsherum lauerte der Tod in der wilden &Ouml;dnis, aber das Volk lagerte sicher unter dem Schutz des Herrn, geleitet von der wunderbaren Wolke.</p><p>Wenn ich das lese, denke ich: Wie h&auml;tte ich wohl reagiert, wenn die Wolke sich erhob und zum Aufbruch geblasen wurde? H&auml;tte ich gedacht: &bdquo;Ach nein, nicht schon wieder. Wir haben es hier doch so sch&ouml;n, und jetzt sollen wir wieder losziehen, &uuml;ber Stock und Stein, durch d&uuml;rres Land!&ldquo; &ndash; H&auml;tte ich so gedacht? Vielleicht. Das Volk zog zwar damals gehorsam los. Aber es dauerte nicht lange und es begann das gro&szlig;e Murren. Auf dem Weg vom Sinai nach Paran beklagte sich das Volk, dass es kein Fleisch hatte. &bdquo;W&auml;ren wir doch in &Auml;gypten geblieben!&ldquo; -Diesen Ruf h&ouml;rte man damals immer wieder.</p><p>Es war nicht leicht f&uuml;r die Menschen, Gott zu vertrauen, obwohl er ja so gro&szlig;e Wunder tat, sogar eine Wolke vor ihnen herschickte. Aber das reichte alles nicht aus, um bei den Israeliten dauerhaft Vertrauen zu wecken. Das erinnert mich an Jesus. Auch er tat gewaltige Wunder. Doch das alles reichte nicht, dass die Menschen ihm dauerhaft vertrauten. Kreuzigt ihn! Riefen die Menschen kurz nach dem Jesus Lazarus wieder ins Leben gerufen hatte, der schon drei Tage im Grab gelegen hatte. Ein gro&szlig;es Wunder, aber die Stimmung der Menschen schlug ganz schnell um. Wie schon in der W&uuml;ste zur Zeit des Mose. Die Menschen &auml;ndern sich nicht, das lerne ich daraus. Gott kann Gewaltiges tun, doch die Menschen bleiben unzufrieden.</p><p>Aber zur&uuml;ck zur Wolke, die den Israeliten den Weg zeigte. Ich finde, sie ist ein Symbol f&uuml;r Gottes F&uuml;hrung in meinem Leben. Durch die Wolke f&uuml;hrt Gott sein Volk mitten durch die W&uuml;ste, durch &ouml;des Land. Und das kann auch in meinem Leben passieren. Dass ich eine Durststrecke erlebe, die an meinen Kr&auml;ften zehrt. Das kann Stress sein und Sorge um den Arbeitsplatz, &uuml;ber Wochen, Monate. Existenzangst. K&ouml;nnen wir unser Haus weiter abbezahlen? Bekomme ich &uuml;berhaupt noch einen neuen Job? Das sind m&ouml;gliche Sorgen.</p><p>Oder das &ouml;de Land bedeutet Trauer um geliebte Menschen, die gestorben sind. Das kann einen zur Verzweiflung treiben. Ich habe geh&ouml;rt, dass Menschen dann zu Gott geschrien haben: Wie kannst Du das zulassen?</p><p>Auch Mose hat immer wieder zu Gott geschrien. Weil die Last, sein Volk zu f&uuml;hren, f&uuml;r ihn einfach zu gro&szlig; wurde. Ja, Gott mutet uns Menschen manchmal wirklich schwere Lasten zu. Er f&uuml;hrt uns in W&uuml;sten, die uns nicht gefallen. Das hat Jesus &uuml;brigens auch dem Apostel Petrus im Neuen Testament vorausgesagt.</p><p>In Johannes 21,18 sagt Jesus zu Petrus: &bdquo;Als du j&uuml;nger warst, g&uuml;rtetest du dich selbst und gingst, wo du hinwolltest; wenn du aber alt bist, wirst du deine H&auml;nde ausstrecken und ein anderer wird dich g&uuml;rten und f&uuml;hren, wo du nicht hinwillst.&ldquo;</p><p>Gleich nach dieser Prophezeiung ruft Jesus Petrus auf: Folge mir nach! Ich finde das klingt wie eine Zumutung. Jesus sagt Petrus, dass er dorthin muss, wo er nicht hinwill, dass er also auch in eine &ouml;de W&uuml;ste muss, einen Weg gehen muss, der sehr schwer wird. Und gleich darauf soll Petrus Jesus nachfolgen, also auch zu diesem Weg Ja sagen. So wie das Volk Israel Gottes Wolke folgen sollte, wohin auch immer sie es hinf&uuml;hrte.&nbsp;</p><p>Aber: Petrus geht, folgt Jesus. Zwar f&auml;llt er unterwegs immer wieder. Aber im Neuen Testament lese ich, dass Petrus trotzdem seinen Weg bis zu seinem Tod weiterging. Er ist nicht ruhig an Altersschw&auml;che gestorben, er wurde get&ouml;tet, weil er eine leitende Pers&ouml;nlichkeit der christlichen Gemeinde in Rom war.</p><p>Nun, hier in Deutschland kann ich meinen christlichen Glauben Gott sei Dank ausleben, ohne dass ich um mein Leben f&uuml;rchten muss. Aber Gottes Weg kann f&uuml;r mich trotzdem schwer werden. Doch sagt mir Gott auch zu, dass er mich in gr&uuml;ne Oasen f&uuml;hren wird, also mein Leben immer wieder H&ouml;hepunkte hat, die mich fr&ouml;hlich machen, wo ich Gottes N&auml;he ganz direkt sp&uuml;re.&nbsp; Und ich wei&szlig;, dass am Ende meines Weges Gott selbst auf mich wartet. In grenzenloser Liebe. Das wusste auch Petrus, deshalb folgte er Jesus bis zum Tod.</p><p>Doch wie erkenne ich heute denn den Weg, den ich gehen soll? Das Volk Israel hatte damals eine Wolke, die jeder sehen konnte, bei Tag und Nacht. Die habe ich heute nicht. Aber ich habe die Bibel, Gottes Wort. Sie ist ein Wegweiser f&uuml;r alle Menschen. Sie sagt mir zum Beispiel, dass ich Gottes Geboten folgen soll. Ich soll meinen N&auml;chsten lieben wie mich selbst. Also kein Egoismus, keine Ellenbogenmentalit&auml;t. Sondern geduldig sein, liebevoll, auch wenn ich manchmal aus der Haut fahren will. Das ist Gottes Weg. Auch, dass ich mich einer Gemeinde anschlie&szlig;en soll, wenn ich an Jesus Christus glaube, geh&ouml;rt zu Gottes Weg, den ich gehen soll.</p><p>Wie ist es mit allt&auml;glichen Entscheidungen? Wenn Menschen einen Partner suchen, oder wenn es darum geht, einen Job anzunehmen oder nicht? Dann hilft Gebet, das habe ich selbst erlebt. Ich stelle mich ganz bewusst unter Gottes Willen. Das hei&szlig;t nicht, dass mir alles so gl&uuml;ckt, wie ich es will. Es gibt immer noch Durststrecken. Aber Gott f&uuml;hrt mich immer weiter, von Oase zu Oase. Auf das Volk Israel wartete schlie&szlig;lich das Gelobte Land. Und auf mich wartet der lebendige Gott, der f&uuml;r jeden eine Wohnung vorbereitet hat, der an ihn und seinen Sohn Jesus Christus glaubt.</p><p>Ja, es lohnt sich, auch schwere Wege mit Gott zu gehen, ihm zu folgen. Denn er meint es gut mit mir. Auch in einer W&uuml;ste, wenn ich keinen Ausweg sehe, wei&szlig; er trotzdem, wie es weitegeht. Denn er ist die Liebe.</p><p>&#9658; Mehr Infos zu 4. Mose:</p><section class="erf-teaser-card-init" data-url="https://youtu.be/J6OhuhdD4vU">Buchvideo: Numeri (4. Mose)</section><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Jens Wellhöner</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17131447.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Jens Wellhöner]]></author>
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      <pubDate>Tue, 02 Sep 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Der priesterliche Segen]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext 4. Mose 6,22-27 – ausgelegt von Ralf Gotter.]]></description>
      <itunes:subtitle><![CDATA[Der Bibeltext 4. Mose 6,22-27 – ausgelegt von Ralf Gotter.]]></itunes:subtitle>
      <itunes:summary><![CDATA[Der Bibeltext 4. Mose 6,22-27 – ausgelegt von Ralf Gotter.]]></itunes:summary>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext 4. Mose 6,22-27 – ausgelegt von Ralf Gotter.</em><br/>
<p>Was f&uuml;r ein Geschenk, dieser Segen Gottes! Gott, der Herr, hat das Volk Israel auf wunderbare Weise aus der &auml;gyptischen Gefangenschaft befreit. Es kann heimkehren in das Land Kanaan, das Gott bereits seinen V&auml;tern Abraham, Isaak und Jakob versprochen hat. Und Gott schlie&szlig;t einen Bund mit seinem Volk. Am Berg Sinai schenkt er ihm die zehn Gebote. Zehn gute Ma&szlig;st&auml;be, damit die Gemeinschaft der Menschen mit Gott und miteinander gelingt. Als Zeichen daf&uuml;r, das Gott mit seinem Volk ist, l&auml;sst er die Stiftsh&uuml;tte errichten, das transportable Heiligtum, mit dem das Volk unterwegs sein wird.</p><p>Jetzt k&ouml;nnte es losgehen. Jetzt k&ouml;nnte das Land Kanaan eingenommen werden. Jetzt k&ouml;nnte die Verhei&szlig;ung wahr werden. Doch es kommt zun&auml;chst ganz anders. Das Volk Israel wird durch eigene Schuld nicht in einigen Monaten, sondern erst nach 40 Jahren am Ziel sein. Das vierte Buch Mose berichtet davon. Und dennoch: Am Anfang der langen W&uuml;stenwanderung gibt es dieses einzigartige Geschenk, diesen Segen Gottes! Gott wei&szlig;, auf wen er sich da eingelassen hat mit seinem Volk Israel. Mehrfach hei&szlig;t es in der Bibel so wie im zweiten Buch Mose, Kapitel 33, als der Herr zu Mose sprach: <em>&bdquo;Sage zu den Kindern Israel: Ihr seid ein halsstarriges Volk!&ldquo; </em></p><p>Immer wieder lesen wir in den Mose-B&uuml;chern von der Unzufriedenheit dieses Volkes, von seinem Klagen und Murren und vom Gericht Gottes als Folge davon. Das Volk Gottes ist ein schwieriges Volk. Doch so ist das nicht nur mit Israel. Wir als Christen, wir als Gemeinde, haben absolut keinen Grund, uns &uuml;ber dieses Volk zu stellen. Wir sind nicht die bessere Truppe. Wir sind keinesfalls die, bei denen alles ok ist. Wieviele Irrwege der christlichen Kirche gab es in den letzten 2000 Jahren bis in unsere Zeit? Wie viel falsche Wege oder Einsichten gab es in meinem Leben?</p><p>Der Apostel Paulus schrieb &uuml;ber sich: <em>&bdquo;Das Gute, das ich tun will, tue ich nicht und das B&ouml;se, das ich nicht tun will, tue ich.&ldquo;</em> Gott wei&szlig;, auf wen er sich einl&auml;sst, und er tut es trotzdem, bis heute. Der Weg mit seinen Leuten beginnt damit, dass er sich jedem einzelnen zuwendet. Jedem will er seinen Segen schenken.</p><p>In den Versen 22 und 23 hei&szlig;t es: <strong>&bdquo;Und der Herr redete mit Mose und sprach: Sage Aaron und seinen S&ouml;hnen und sprich: So sollt ihr sagen zu den Israeliten, wenn ihr sie segnet.&ldquo;</strong></p><p>Es gibt viele biblische Segensworte und Zusagen. Aber es gibt nur diesen einen aaronitischen Segen, diese Segensworte, die zun&auml;chst Aaron und seinen S&ouml;hnen von Gott aufgetragen werden. Es gibt auch viele Gebete, die wir in der Bibel nachlesen k&ouml;nnen. Aber es gibt nur ein Gebet, das Vaterunser, das Jesus uns gelehrt hat und von dem er einleitend sagt: Darum sollt ihr so beten. Wie beim Vaterunser ist der Wortlaut dieses aaronitischen Segens von Gott selbst vorgegeben.</p><p>Dieser Segen, der &uuml;ber einen Menschen ausgesprochen wird, ist keine magische Formel. Sondern Segen bedeutet, dass Gott einem Menschen Gutes zuspricht, sein Heil, seine Gnade und seine Liebe. Der Segnende ist immer Gott selbst.</p><p>Wir sind wir nur die &Uuml;berbringer des Segens Gottes, wenn wir andere Menschen segnen. Nicht nur Pfarrer oder Priester, sondern jeder, der mit Gott lebt, kann so ein &Uuml;berbringer sein. Im 1. Petrusbrief, Kapitel 2, hei&szlig;t es, dass jeder, der Jesus nachfolgt, zum &bdquo;k&ouml;niglichen Priestertum&ldquo; geh&ouml;rt und wer dazu geh&ouml;rt, ist auch berufen, den Segen Gottes weiterzugeben. Im Gebet f&uuml;r und mit anderen, im stillen Gebet auch f&uuml;r die, die einem nichts Gutes tun wollen, im Gottesdienst der Gemeinde oder mit einem kurzen &bdquo;Sei gesegnet&ldquo;.</p><p>Gott hat uns die Aufgabe gegeben, Segen zu empfangen und weiterzugeben. So auch diesen aaronitischen Segen. Er ist ein ganz pers&ouml;nlicher Zuspruch.</p><p>Der Herr segne dich und beh&uuml;te dich, so beginnt er. Das hei&szlig;t: Der Herr tue dir Gutes und bewahre dich vor dem B&ouml;sen. So wie ein Hirte f&uuml;r seine Schafe sorgt, ihnen frisches Wasser und gute Nahrung gibt und sie vor dem B&ouml;sen besch&uuml;tzt. Israels K&ouml;nig David hat davon in seinem ber&uuml;hmten Psalm 23 gesungen. Jesus hat gesagt: Ich bin der gute Hirte. Daran denke ich, wenn ich dieses erste Segenswort h&ouml;re. <strong>&bdquo;Der Herr lasse sein Angesicht</strong><strong>leuchten &uuml;ber dir und sei dir gn&auml;dig&ldquo;,</strong> so lautet der n&auml;chste Satz.</p><p>Mose sprach mit Gott <strong>&bdquo;von Angesicht zu Angesicht&ldquo;</strong>, so hei&szlig;t es im 2. Buch Mose, Kapitel 33. Damit wird das besondere Verh&auml;ltnis zwischen Gott und Mose beschrieben. Doch als Mose Gottes volle Herrlichkeit sehen wollte, sagte Gott zu ihm: Mein Angesicht kannst du nicht sehen, denn kein Mensch wird leben, der mich sieht. Denn auch Mose war ein S&uuml;nder und S&uuml;nde trennt uns Menschen von dem heiligen Gott. Aber Gott hat sich damit nicht abgefunden. Er sucht jeden Menschen, weil er jeden liebt. Was Gott damals zu Mose sagte, ist nicht sein letztes Wort. Sein, Gottes, Angesicht leuchtet, hei&szlig;t: Er wendet sich uns zu. Gnade ist sein Programm. Das hat Israel in seiner Geschichte immer wieder erlebt.</p><p>In Jesus hat er es endg&uuml;ltig geschenkt, f&uuml;r Israel und f&uuml;r alle V&ouml;lker, f&uuml;r Sie und f&uuml;r mich. Er kam in unsere Welt, um uns zu erl&ouml;sen. Seine Gnade l&auml;sst uns mit ihm und dadurch auch miteinander immer wieder neu beginnen. Seine Vergebung will er uns schenken, wenn wir ihm unsere S&uuml;nden bekennen, und so macht uns seine Gnade frei und l&auml;sst uns aufatmen.</p><p><strong>&bdquo;Der Herr hebe sein Angesicht &uuml;ber dich und gebe dir Frieden&ldquo;,</strong> so lautet die letzte Segensbitte. Das hei&szlig;t: Der Herr sieht dich freundlich an und will dir nahe sein, weil er dich liebt. Er schenkt dir Schalom &ndash; seinen Frieden! Weil die Beziehung zu ihm gekl&auml;rt ist durch seine Gnade. Meinen Frieden gebe ich euch, sagt Jesus zu allen, die sich ihm anvertrauen. Und zu dieser geistlichen Gabe schenkt er so viel Gutes, schon jetzt und hier in diesem Leben, in dieser Zeit. &bdquo;Frieden&ldquo; &ndash; Schalom steht f&uuml;r Heil, Gl&uuml;ck und f&uuml;r gesunde Beziehungen. Schalom bedeutet auch: Wir erleben eine Geborgenheit, die uns niemand anderes schenken kann. Manchmal sind wir vielleicht traurig &uuml;ber etwas, das vielleicht in unserem Leben oder in unserer Welt nicht so gut l&auml;uft. Dann wird es Zeit, die Segensspuren Gottes in unserem Leben neu zu entdecken und ihm daf&uuml;r zu danken.</p><p>Gott sagt in Vers 27<strong>: &bdquo;Ihr sollt meinen Namen auf die Israeliten legen, dass ich sie segne.&ldquo;</strong> Gott und sein Volk Israel geh&ouml;ren zusammen. Gott hat diesen Bund mit seinem Volk nicht beendet, sondern erweitert f&uuml;r alle V&ouml;lker. Durch Jesus, den Messias Israels und Heiland der Welt.</p><p>Jeder ist eingeladen, diesen Segen zu empfangen.</p><p>Hintergrundinfos zum 4. Buch Mose:&nbsp;</p><section class="erf-teaser-card-init" data-url="https://www.bibleserver.com/video/TBP/Numeri%20(4.%20Mose)/92217">Video:&nbsp;Numeri (4. Mose)</section><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Ralf Gotter</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17130821.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Ralf Gotter]]></author>
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      <pubDate>Mon, 01 Sep 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die Herrlichkeit des Wortes Gottes (7)]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Psalm 119,49-56 – ausgelegt von Peter Brade.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 119,49-56 – ausgelegt von Peter Brade.</em><br/>
<p>Die ewigen Ordnungen Gottes lobt und beschreibt der Psalm 119 in den Versen 49-56 in ganz eindr&uuml;cklicher Weise. F&uuml;r den Verfasser sind diese Ordnungen das, was Gott den Menschen an Greifbarem mitgegeben hat. Durch sie wird die Beziehung zu Gott t&auml;glich sichtbar und kann gelebt werden. Diese Ordnungen beziehen sich also auf das Verh&auml;ltnis zwischen Mensch und Gott. Aber nicht nur.<br />
Auch auf die gro&szlig;e Weltordnung, die Sch&ouml;pfung mit Tag und Nacht. Also das, was f&uuml;r jeden Menschen offen sichtbar ist, aber f&uuml;r den Beter auf Gott zur&uuml;ckgef&uuml;hrt wird.</p><p>Es gibt dar&uuml;ber hinaus Ordnungen, die Gott speziell dem Volk Israel gegeben hat, um einerseits das Zusammenleben zu regeln und andererseits das Volk als Ganzes nach au&szlig;en abzugrenzen. Das erste kann ich vielleicht mit dem vergleichen, was ein Ordnungsamt tut. Nur, dass die Regeln f&uuml;r Israel von Gott kamen und nat&uuml;rlich einen viel weiteren Rahmen hatten. Dieser reichte von gesetzlichen und ethischen Ordnungen &uuml;ber Rituale und Anweisungen f&uuml;r den Gottesdienst bis hin zu Reinheitsvorschriften.</p><p>Insgesamt sind es 613 Verbote und Gebote, die nach dem Talmud in den f&uuml;nf B&uuml;chern Mose zu finden sind. Dem Psalmbeter lagen diese f&uuml;nf B&uuml;cher Mose in der Thora zusammengefasst vor. Im Zentrum nat&uuml;rlich die zehn Gebote, die Mose von Gott auf dem Berg Sinai empfangen hat. Darunter die drei Erzgebote zu Mord, Unzucht und G&ouml;tzendienst.<br />
Es ist in den g&ouml;ttlichen Ordnungen f&uuml;r Israel alles enthalten, was heute in einem Staatssystem die Verfassung, Rechtsprechung und das Kirchenrecht umfasst.</p><p>Hinzu kommen detaillierte Lebensanweisungen, die den Zusammenhalt des Volkes Israel im Inneren st&auml;rkten und nach au&szlig;en Signale setzten. Diese Au&szlig;enwirkung kommt dem modernen Begriff der Corporate Identity recht nahe. Corporate Identity oder kurz CI meint Merkmale, die etwas als einzigartig ausmachen. Abgrenzung ist f&uuml;r das Volk Israel in einem neuen Land, in einer bunten Umwelt von Religionen, Weltanschauungen und Ritualen &uuml;berlebenswichtig. Mit klaren und sichtbaren Ordnungen konnte Israel die eigene g&ouml;ttliche Identit&auml;t absichern.<br />
Das Volk Israel zeigte auf diese Weise: Das sind wir und das seid ihr. Diese Ordnungen sicherten das &Uuml;berleben Israels.</p><p>Der Beter nennt eher pers&ouml;nliche Anfeindungen, aber auch Frevler im Volk, die das Gesetz missachten. Israel ist als Ganzes betroffen und musste sich gegen Angriffe gegen seinen Glauben und seine Identit&auml;t sch&uuml;tzen. Die Einhaltung der Ordnungen Gottes war also dringend notwendig.</p><p>Nat&uuml;rlich sind diese Regeln f&uuml;r den einzelnen Israeliten etwas, an dem sie sich festhalten k&ouml;nnen. Sie sind die Orientierung, F&uuml;hrung, und helfen, den richtigen Weg zu finden. Wie es an anderer Stelle im Psalm 119, dem vielen bekannten Vers 105, hei&szlig;t: <strong>&bdquo;Dein Wort ist meines Fu&szlig;es Leuchte und ein Licht auf meinem Wege&ldquo;.</strong> Diese Regeln sind also noch viel mehr als nur ein Gesetzeswerk.</p><p>Von der Thora hei&szlig;t es, dass sie einen K&ouml;rper und eine Seele hat. Und hier geht die Thora &uuml;ber die Regelung des Zusammenlebens und der Abgrenzung nach au&szlig;en weit hinaus. Der rote Faden, der sich durch die Heilsgeschichte zieht, ist der Heilsplan Gottes f&uuml;r die Menschen. Dieser h&auml;ngt unmittelbar mit den Geboten und Verboten zusammen, vor allem zur Zeit des Psalmbeters.</p><p>Zu seiner Zeit galt noch das Recht des Ausgleichs &bdquo;Auge um Auge, Zahn um Zahn&ldquo;. Das hei&szlig;t, Gerechtigkeit oder der Ausgleich zwischen Schuld und S&uuml;hne wurde immer wie mit einer Waage ermittelt. Eine Schuld war getilgt, wenn dem T&auml;ter dasselbe angetan wurde, wie das, was das Opfer erleiden musste. Dadurch wurde die Balance wieder hergestellt, ein Gleichstand oder Ausgleich geschaffen.</p><p>In der Beziehung zu Gott geschah das durch Opfer, die Gott f&uuml;r Verfehlungen dargebracht wurden. Oft waren es Tieropfer. Das hei&szlig;t, die S&uuml;nde wurde mit dem T&ouml;ten eines Tieres getilgt. Auch andere Gaben oder k&ouml;rperliche Bestrafungen konnten von einer begangenen S&uuml;nde reinwaschen. Die Belastung eines Vergehens gegen Gottes Ordnungen stand sonst wie eine Mauer zwischen dem Menschen und Gott. Die Opfer stellten das unbelastete Verh&auml;ltnis zwischen dem Menschen und Gott wieder her.</p><p>Ordnungen &uuml;berdauern Zeiten und viele der Gesetze Gottes gelten heute noch. Doch mit dem S&uuml;hnetod Jesu hat sich der Zugang zum Reich Gottes grunds&auml;tzlich ge&auml;ndert. Das durch S&uuml;nde belastete Verh&auml;ltnis zwischen Mensch und Gott wird durch den Tod Jesu entlastet. Und: Der Ruf Gottes gilt heute allen Menschen und das CI der Christen ist jetzt die Gottes&ndash; und N&auml;chstenliebe. Um die Mauer der S&uuml;nde zwischen den Menschen und Gott einzurei&szlig;en, bedarf es keiner Opfergabe mehr. Das Opfer des Sohnes Gottes ist stellvertretend f&uuml;r alle Menschen geschehen - Jesu Tod am Kreuz.</p><p>Aus der Thora f&uuml;r das Volk Israel wurde mit Jesus die Bibel f&uuml;r alle Menschen. Das Alte Testament mit den f&uuml;nf B&uuml;chern Mose und den Psalmen ist darin ein Teil der Heilsgeschichte Gottes mit den Menschen. Das Neue Testament beschreibt neue Ordnungen f&uuml;r die Menschen.</p><p>Der Mensch nimmt nur noch Jesus an und folgt Jesus nach. Dann ist er auf dem Heilsweg Gottes. Gott vergibt dem Menschen alle S&uuml;nden. Dazu geh&ouml;rt, dass der Mensch auch alle S&uuml;nden seiner Mitmenschen vergibt.</p><p>Das Gleichnis vom Schalksknecht im Matth&auml;usevangelium verdeutlicht das: Ein stark verschuldeter Knecht bekommt seine Schulden von seinem Herrn komplett erlassen. Der schuldenfreie Knecht aber fordert von seinen Mitknechten dennoch alle Schulden ein. Das eigentliche Gute, das ihm selbst widerfahren ist, gibt er also nicht weiter. Er ist egoistisch, eigenn&uuml;tzig und gierig und das widerspricht den Ordnungen Gottes und seinem Heilsplan.</p><p>Nichtchristen fragen im Zusammenhang der N&auml;chstenliebe gerne: Was n&uuml;tzt die Vergebung, wenn durch die fortw&auml;hrende S&uuml;nde der Vergebende zugrunde geht? Also wenn als Beispiel durch fortw&auml;hrendes Mobbing eine Person langsam zugrunde geht und gleichzeitig immer wieder dem T&auml;ter vergibt. Nat&uuml;rlich muss hier auch noch anderes geschehen, aber wer auf Gott vertraut, wird eine L&ouml;sung erfahren. Gott wird handeln.</p><p>Der Christ gibt das alles an Gott ab. Gott regelt das. Ausgleich und Vergeltung liegen in seiner Hand nicht mehr in der Hand des Menschen. Ein bisschen so, wie in einer Demokratie, wo das Gewaltmonopol beim Staat liegt und die B&uuml;rger keine Selbstjustiz &uuml;ben sollen.</p><p>Ich w&uuml;nsche Ihnen, dass Sie die Ordnungen Gottes nicht als Last, sondern als Hilfe empfinden. Lernen Sie die Bibel als einen Schatz der Ordnungen kennen und diesen zu nutzen. Die Bibel beleuchtet aus der Vergangenheit die Gegenwart, die Bibel ist Gottes Wort, tr&auml;gt durch die Zeit und ist eine Anleitung f&uuml;r die Beziehung zu Gott.</p><p>Mehr zu den Psalmen:&nbsp;</p><section class="erf-teaser-card-init" data-url="https://youtu.be/vVW2IthkhgM">Buchvideo: Psalmen</section><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Peter Brade</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17130339.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Peter Brade]]></author>
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      <pubDate>Sun, 31 Aug 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Paulus in Rom]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Apostelgeschichte 28,17-31 – ausgelegt von Marion Christa Nickel.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 28,17-31 – ausgelegt von Marion Christa Nickel.</em><br/>
<p>Die Verteidigungsrede des Paulus in den Apostelgeschichte 28,17-20 vor den Juden in Rom enth&auml;lt eine Reihe wichtiger Beweise seiner Unschuld, die m&ouml;glicherweise auch eine Rolle spielten, als er sp&auml;ter vor den Kaiser Nero gerufen wurde. Die sieben wichtigen Verteidigungsreden des Paulus sind nachzulesen in den Kapiteln 22, 23, 24, 26 und 27 der Apostelgeschichte. Es wurde viel von Theologen dar&uuml;ber diskutiert, ob Paulus zwei Gefangenschaften oder eine Gefangenschaft in Rom in der Zeit von 60-68 n. Chr. durchmachte. Die Tradition der Kirchenv&auml;ter von Bischof Klemens bis Bischof Eusebius bef&uuml;rworten zwei Gefangenschaften mit einem Jahr der Freiheit dazwischen.</p><p>Nach dem Abenteuer auf Malta und die von Gott gef&uuml;hrte Weiterreise nach Rom zeigte sich der r&ouml;mische Hauptmann au&szlig;ergew&ouml;hnlich milde gegen&uuml;ber Paulus. Er brachte Paulus in Rom nicht in einem Gef&auml;ngnis unter, wie die anderen Gefangenen, sondern separat in einer Herberge, in einer Mietwohnung.</p><p>Dort wurde er von einem Soldaten bewacht und war angekettet, doch hatte er alle Freiheit, das Evangelium zu verk&uuml;ndigen. Lukasv, der Verfasser der Apostelgeschichte, begleitete Paulus auf seinen Missionsreisen und soll ihm auch nach Rom gefolgt sein. Es f&auml;llt mir auf, dass Lukas in der Apostelgeschichte oft nicht namentlich genannt wird. Verschiedene theologische Erkl&auml;rungen besagen, dass die Anwesenheit des Lukas an der Pluralform &bdquo;wir&ldquo; in den Texten der Apostelgeschichte erkennbar werde. Lukas nahm sich also bewusst zur&uuml;ck, damit Paulus und das Evangelium im Vordergrund blieben. Es w&auml;re m&ouml;glich, dass Lukas der Bote war, der die Einladungen an die Ersten der Juden, also einflussreiche Juden, &uuml;berbrachte. Lukas als Arzt und Evangelist diente Paulus auch als Sekret&auml;r. Aus diesem Zusammenhang wird sichtbar, dass ein guter Freund auch in schwierigen Zeiten verl&auml;sslich f&uuml;r den anderen da ist. Es geh&ouml;rt zu Gottes Grundregeln, dass Christen einander helfen und f&uuml;reinander da sind und sich auch seelsorgerliche Unterst&uuml;tzung geben. Lukas blieb selbst dann ein treuer Freund, als sich alle anderen von Paulus abgewandt hatten.</p><p>Aufgrund der Einladung kamen viele der angesehenen Juden zu Paulus in die Wohnung. Paulus lehrte und bezeugte ihnen das Reich Gottes. Er predigte ihnen von Jesus aus dem Gesetz des Moses und aus den Propheten vom fr&uuml;hen Morgen bis zum Abend. Ausf&uuml;hrlicher als irgendein anderer Schreiber im Neuen Testament entfaltete Paulus das Wesen des Gesetzes vom Sinai; das Fundament und das Mittel der Rechtfertigung vor Gott allein aus Gnade durch Glauben an Jesus Christus; sowie der Heiligung und der Verherrlichung des an Jesus Christus Gl&auml;ubigen.</p><p>Das Gebet Jesu im Johannes-Evangangelium Kapitel, 17, in den Versen 1-5 zu seinem Vater im Himmel gibt einen wichtigen Aufschluss &uuml;ber diese wechselseitige Beziehung hinsichtlich der Verherrlichung zwischen Gott, dem Vater, und seinem Sohn und den Nachfolgern Christi. Paulus lehrte die Juden auch &uuml;ber Tod und Auferstehung von Jesus Christus und die Gnade des Evangeliums, denn es ist Gottes Gnade, die den Menschen zur Bu&szlig;e und Umkehr leiten will &ndash; so beschreibt und bezeugt Paulus es im R&ouml;merbrief.</p><p>Das erinnert mich an eine andere Bibelstelle im Lukas-Evangelium Kapitel 24 - und zwar als sich Jesus nach seiner Auferstehung den Emmaus-Br&uuml;dern anschloss. Die zwei J&uuml;nger auf dem Weg nach Emmaus waren aufgrund der Kreuzigung von Jesus sehr niedergeschlagen. Sie hatten seine m&auml;chtigen Taten gesehen, seiner Verk&uuml;ndigung der frohen Botschaft zugeh&ouml;rt und wurden seine Nachfolger. Doch nun war Jesus gekreuzigt worden. Sie hatten zwar von einigen Frauen geh&ouml;rt, sie h&auml;tten Jesus lebend gesehen, aber sie konnten sich das nicht vorstellen. In ihrer Resignation verbarg sich Entt&auml;uschung und Unglaube.</p><p>Als sie Jesus diese Ereignisse auf dem Weg berichteten, begann Jesus sie zu lehren und sprach: <em>&bdquo;O ihr Toren, zu tr&auml;gen Herzens, all dem zu glauben, was die Propheten geredet haben! Musste nicht der Christus dies erleiden und in seine Herrlichkeit eingehen? Und er fing an bei Mose und allen Propheten und legte ihnen aus, was in allen Schriften von ihm gesagt war und schlie&szlig;lich offenbarte er sich ihnen.&ldquo;&ensp;</em></p><p>Als Paulus am Abend seine Lehre abschloss, geschah folgendes: Die einen lie&szlig;en sich &uuml;berzeugen von dem, was er sagte, die anderen aber glaubten nicht. Ich kann mir vorstellen, dass Paulus in gewisser Weise verstimmt war &uuml;ber diese unerfreuliche Situation. Er sprach hart zu den Juden: Mit Recht hat der Heilige Geist durch den Propheten Jesaja zu euren V&auml;tern gesprochen:&nbsp;<br /><em>&bdquo;Geh hin zu diesem Volk und sprich: Mit den Ohren werdet ihr&rsquo;s h&ouml;ren und nicht verstehen; und mit Augen werdet ihr&rsquo;s sehen und nicht erkennen&ldquo; (Jesaja 6,9-10).</em><br />
So sei es euch kundgetan, dass nun den Heiden dies Heil Gottes gesandt ist; und sie werden h&ouml;ren.</p><p>Nach dieser herben Reaktion des Paulus zerstritten sie sich. Sie verlie&szlig;en Paulus und debattierten auf ihrem Heimweg lautstark &uuml;ber das Geh&ouml;rte.</p><p>Kenne ich das nicht auch aus meinem Alltag, dass Worte fallen wie: &bdquo;Du verstehst nicht, was ich dir sagen will.&ldquo; Das dr&uuml;ckt aus: Was du sagst oder tust, ist nicht wahr, nicht richtig! Es ist vielmehr unnormal, unvern&uuml;nftig. Konflikte k&ouml;nnen daraus entstehen und der Friede ist gest&ouml;rt. Das sehe ich auch anhand dieser Geschichte.</p><p>Die meisten Menschen h&ouml;ren nicht richtig zu, um zu verstehen. Nur wenige beherrschen die Kunst des aktiven Zuh&ouml;rens. Oft ist auch Gleichg&uuml;ltigkeit im Spiel, dass sie gar nicht h&ouml;ren wollen. Es geht in ein Ohr hinein und zum anderen wieder hinaus. Auch Ablehnung kann ein Grund sein, weshalb jemand nicht richtig zuh&ouml;rt und dadurch kein Verst&auml;ndnis erlangt. Aktives Zuh&ouml;ren bedeutet, dem Wort Gottes volle Aufmerksamkeit zu schenken.</p><p>Hierzu augenf&auml;llig die Bibelstelle aus dem Hebr&auml;erbrief 4,2. Dort lese ich:<br /><em>&bdquo;Das Wort der Verk&uuml;ndigung n&uuml;tzte jenen nicht, weil es bei denen, die es h&ouml;rten, sich nicht mit dem Glauben verband!&ldquo; </em></p><p>Das Wort Gottes ermahnt, dass das Geh&ouml;rte nicht nur oberfl&auml;chlich geh&ouml;rt werden soll, sondern im Glauben verankert werden muss, um Fr&uuml;chte zu tragen. Daher seien Sie achtsam und offen f&uuml;r Gottes Wort: H&ouml;ren Sie auf das, was Gott Ihnen in seinem Wort sagt. Lassen Sie es in Ihrem Herzen wirken, damit Sie nicht von Zweifeln abgelenkt werden, so wie es den j&uuml;dischen H&ouml;rern bei Paulus erging.</p><p>Hintergrundinfos zur Apostelgeschichte:&nbsp;</p><section class="erf-teaser-card-init" data-url="https://youtu.be/utaAu5qNZig">Buchvideo: Apostelgeschichte Kap. 13-28</section><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Marion Christa Nickel</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17130001.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Marion Christa Nickel]]></author>
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      <pubDate>Sat, 30 Aug 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Auf der Insel Malta]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Apostelgeschichte 28,1-16 – ausgelegt von Wilfried Gundlach.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 28,1-16 – ausgelegt von Wilfried Gundlach.</em><br/>
<p>K&ouml;nnen Sie sich an eine Situation in Ihrem Leben erinnern, als Sie in einer Notlage waren und jemand unerwartet freundlich zu Ihnen war? Wie wohltuend ist das doch! Ich habe das einmal erlebt, als ich weit von zu Hause weg auf der Autobahn fuhr und pl&ouml;tzlich der Motor mit einem schrecklichen Ger&auml;usch sein Autoleben aufgab. Der Abschleppdienst fuhr mich zur n&auml;chsten Werkstatt, wo ich h&ouml;rte, dass ich einen neuen Motor f&uuml;r ca. 5000 Euro brauche. Das war schon etwas schockierend. Was sollte ich tun? Ich war deprimiert.</p><p>Da sah ich ein Hinweisschild auf eine christliche Gemeinde. Ich ging dort hin und fand einen freundlichen Prediger, der mich, obwohl ich fremd war, sofort aufnahm, mich bek&ouml;stigte und beherbergte und mir sein Telefon kostenfrei zur Verf&uuml;gung stellte. Damals hatte ich noch kein Handy. So konnte ich telefonisch einen Bekannten erreichen, der mich mit seinem Auto-Anh&auml;nger abholte. Zu Hause wurde die Reparatur wesentlich billiger. Wie froh war ich &uuml;ber diese freundlichen Menschen, den gro&szlig;z&uuml;gigen Prediger und meinen Bekannten, der alle Transportkosten &uuml;bernahm und mir nicht einmal erlaubte, das Tanken zu bezahlen.</p><p>In dem ext aus der Apostelgeschichte faszinieren mich die kleinen und gro&szlig;en Freundlichkeiten und die gro&szlig;artigen Wirkungen, die daraus folgen. Vergegenw&auml;rtigen wir uns zun&auml;chst die Situation. Paulus reist als Gefangener auf einem Schiff mit weiteren 275 Leuten nach Rom. Da kommt ein extrem starker Sturm auf. Der ergreift das Schiff und macht es man&ouml;vrierunf&auml;hig. 14 Tage lang treibt es hilflos auf der st&uuml;rmischen See. Die Reisenden haben Todesangst und keine Hoffnung mehr auf ein &Uuml;berleben. Paulus jedoch bekommt eine Offenbarung von Gott, dass alle gerettet werden. Damit ermutigt er die Mitreisenden. Endlich zeigt sich eine Insel mit einer Sandbank, auf der sie das Schiff auflaufen lassen. Alle retten sich an Land, w&auml;hrend der Sturm das Schiff zerbricht. Schlie&szlig;lich sind sie gerettet, aber total ersch&ouml;pft, nass, hungrig und frierend.</p><p>Da kommt ihnen die leibhaftige Freundlichkeit entgegen. Die Einwohner &ndash; vom Urtext her Barbaren &ndash; sehen die Not. Sie kommen und helfen zun&auml;chst mit einem gro&szlig;en Feuer im Freien, als Hilfe gegen die K&auml;lte. Sie werden gewiss auch Essen, Trinken und trockene Kleidung gebracht haben. Wie Engel m&uuml;ssen sie den Schiffbr&uuml;chigen vorgekommen sein. Sie sind nicht mehr allein in ihrer Not. Es gibt freundliche Menschen, die ihnen helfen. Die Geretteten haben wieder Hoffnung! Wie dankbar werden sie gewesen sein! Vielleicht sp&uuml;ren sie jetzt auch etwas von dem Gott des Himmels, den Paulus auf dem Schiff schon verk&uuml;ndet hat und der ihnen jetzt hilft. Gott hilft durch freundliche Menschen! Gott sei Dank!</p><p>Jeder von uns kann freundlich sein. Es ist nicht schwer. Ich kann es mir vornehmen oder von Gott erbitten: Ich will anstatt zu kritisieren lieber ein freundliches Wort sagen. Sie k&ouml;nnen Menschen mit einem anteilnehmenden Wort gl&uuml;cklich machen. Oder mit einer freundlichen Tat. Gewiss werden Sie danach selber mit innerer Freude belohnt.&nbsp;</p><p>Ich komme zur&uuml;ck zur Situation der Geretteten am Feuer. Als Paulus einen Arm voll Reisig auf das Feuer legt, springt eine giftige Schlange hervor und bei&szlig;t sich an seiner Hand fest. Ein Todesurteil f&uuml;r Paulus? Nein, er wei&szlig;, Gott will ihn in Rom haben. So hat er keine Angst und es passiert ihm absolut nichts. Die Inselbewohner sehen dieses Wunder und halten Paulus f&uuml;r einen Gott. In der Bibel wird hier keine Predigt von Paulus berichtet, aber ich bin sicher, er hat erstens diese Verehrung strikt abgelehnt und zweitens auf den wahren Gott und Jesus Christus hingewiesen, der sie alle gerettet hat.</p><p>Das spricht sich herum und Publius, der Oberste der Insel, der viele Landg&uuml;ter hat, l&auml;dt sie alle ein und beherbergt sie gro&szlig;z&uuml;gig drei Tage lang. Diese Freundlichkeit wird ihm sogleich belohnt. Paulus sieht, dass der Schwiegervater des Publius an Fieber und der Ruhr erkrankt ist. Paulus betet und der Kranke wird gesund. Jesus hat ja schon fr&uuml;her seine J&uuml;nger beauftragt: <strong>&bdquo;Heilt die Kranken und predigt das Reich Gottes&ldquo;</strong> (Lukas 10,9). Das Evangelium beinhaltet Heilungskraft.</p><p>Die Heilung durch Paulus spricht sich schnell herum und viele Kranke der Insel kommen zu Paulus, der f&uuml;r sie betet und sie werden gesund. Welch&lsquo; eine Freude breitet</p><p>&nbsp;sich auf der Insel aus! Die Freundlichkeit der Bewohner wird belohnt durch die Freundlichkeit Gottes. Als die Soldaten samt den anderen Gefangenen nach drei Monaten mit einem anderen Schiff wieder abfahren, zeigen die freundlichen Inselbewohner ihre Dankbarkeit, indem sie den Abreisenden gro&szlig;e Ehre erweisen und sie reichlich mit Proviant und allem N&ouml;tigen versorgen.</p><p>Da ist noch eine Freundlichkeit, die Paulus und seinen Mitgefangenen entgegen gebracht wird. Als sie auf dem italienischen Festland ca. 30-50 km vor Rom sind, nicht wissend, was ihnen begegnen wird, kommen Christen aus Rom ihnen entgegen, die von Paulus&lsquo; Anreise geh&ouml;rt haben. Welch eine Freude und Ermutigung bedeutet doch dieser freundliche Willkommensgru&szlig;! Paulus dankt Gott und durch diese freundliche Tat gewinnt er neue Zuversicht.</p><p>Freundlichkeit kann sehr einfach sein. Sie beginnt schon beim Gr&uuml;&szlig;en. Jeder kann sie verschenken. Freundlichkeit tut gut und kostet nichts. Sie erfreut den anderen und mich selber. Freundlichkeit ist ein Gedanke aus dem Himmel. Im Titusbrief schreibt der Apostel Paulus von der <strong>&ldquo;Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes&ldquo;</strong> (Titus 3,4). Und Psalm 136 fordert uns auf: <strong>&bdquo;Danket dem Herrn, denn er ist freundlich&ldquo;</strong>. Jesus ist die Freundlichkeit Gottes in Person, wenn er mit Schwachen, Benachteiligten oder Kranken zusammenkommt. Jesus hat heilbringende Worte.</p><p>Freundlichkeit macht das Leben sch&ouml;ner. Freundliche Taten schaffen neue Freunde. Freundlichkeit verursacht Dankgebete zu Gott. In der Bibel hei&szlig;t es: <strong>&bdquo;Ein freundliches Wort ist wie Honig: Angenehm im Geschmack und gesund f&uuml;r den K&ouml;rper&ldquo;</strong> (Spr&uuml;che 16,24). Freundliche Worte tr&ouml;sten und ermutigen. Welch eine Wohltat ist es, wenn ich als Christ ein gutes Wort f&uuml;r jemand habe! Lassen Sie sich von Gottes Wort inspirieren! Gott m&ouml;chte durch Sie seine Freundlichkeit sichtbar machen. Werden Sie zu einem Verbreiter der Freundlichkeit Gottes! Machen Sie die Welt sch&ouml;ner &ndash; g&ouml;ttlicher!</p><p>&#9658; Mehr zur Apostelgeschichte:</p><section class="erf-teaser-card-init" data-url="https://youtu.be/utaAu5qNZig">Buchvideo: Apostelgeschichte Kap. 13-28</section><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pastor i. R. Wilfried Gundlach</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17129297.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pastor i. R. Wilfried Gundlach]]></author>
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      <pubDate>Fri, 29 Aug 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Seesturm und Schiffbruch (2)]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Apostelgeschichte 27,27-44 – ausgelegt von Gerhard Braun.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 27,27-44 – ausgelegt von Gerhard Braun.</em><br/>
<p>Das sind st&uuml;rmische Zeiten, die Paulus und die Schiffsmannschaft hier erleben &ndash; im wahrsten Sinn des Wortes. 14 Tage schon treiben sie auf See, ohne Nahrung, ohne Schlaf und ohne Hoffnung auf Rettung. Die Verzweiflung k&ouml;nnte gr&ouml;&szlig;er nicht sein. Die Mannschaft k&auml;mpft in dunkler Nacht, von Angst getrieben. Kein Land in Sicht.</p><p>St&uuml;rmische Zeiten &ndash; die gehen ans Eingemachte, die sind lebensbedrohlich, bei Paulus und den 276 Menschen an Bord des Schiffes geht es sogar um Leben und Tod.</p><p>Ich kenne sie auch aus meinem Leben, die st&uuml;rmischen Zeiten, wo mir das Wasser bis zum Hals steht. Wo alles dunkel wird und ich nicht mehr ein noch aus wei&szlig; &ndash; ohne Rettung in Sicht. Wo ich nur noch den Wunsch habe, mit dem Lukas die Mannschaft an Bord beschreibt: <em>&bdquo;sie w&uuml;nschten, dass es Tag w&uuml;rde&ldquo;</em> (Apostelgeschichte 27,29). Das bedeutet doch: Sie w&uuml;nschen,</p><ul><li>dass die Dunkelheit weicht</li><li>dass Hoffnung wieder sichtbar wird</li><li>und dass sie wieder Halt finden in den St&uuml;rmen des Alltags</li></ul><p>Wie mag es wohl zugegangen sein auf dem Schiff mit den 276 Menschen an Bord? Ich stelle mir Folgendes vor:</p><ul><li>Einige rennen hektisch durch die Gegend, versuchen zu retten, was noch zu retten ist, und suchen irgendwo nach Halt.</li><li>Andere kauern &auml;ngstlich in der Ecke &ndash; vor Angst und Schrecken ganz gel&auml;hmt.</li><li>Und von den Matrosen lese ich: sie planen die Flucht, versuchen, sich im Beiboot in Sicherheit zu bringen. Paulus erkennt ihre Absicht und mischt sich ein. In letzter Minute kann er die Fluchtaktion verhindern, die alle das Leben gekostet h&auml;tte.</li></ul><p>Drei ganz unterschiedliche Verhaltensmuster in ein und derselben Situation: Hektik, L&auml;hmung und Flucht.</p><p>Das haben die St&uuml;rme des Lebens so an sich, damals wie heute: sie ersch&uuml;ttern nicht nur &ndash; sie bringen auch ans Licht, was in mir steckt.</p><p>Wie bei einer Schachtel, die gesch&uuml;ttelt wird &ndash; pl&ouml;tzlich springt der Deckel auf und ich sehe, was drin ist. Krisenzeiten zeigen, was in mir steckt.</p><p>Was entdecke ich in meiner Lebensschachtel, wenn die St&uuml;rme des Lebens den Deckel aufspringen lassen? Hektik, L&auml;hmung oder Gedanken an Flucht wie die Menschen im Schiff?</p><p>Oder sind da auch Vertrauen, Frieden und die Gewissheit, dass Gott die Lage unter Kontrolle hat?</p><p>Schon mancher ist in Krisenzeiten erschrocken beim Blick in seine Lebens-Box, dass die Schachtel viel leerer ist als er gedacht hat. Und er fragt sich: Wo ist denn nur mein Vertrauen geblieben? St&uuml;rme ersch&uuml;ttern nicht nur, St&uuml;rme zeigen auch, was in mir steckt.</p><p>Was f&uuml;r eine andere Haltung entdecke ich bei Paulus! Lassen Sie uns einen Blick werfen in seine Lebens-Box. Nein, Paulus ist kein Superman, der &uuml;ber den Dingen steht. Er hat auch seine Krisen und vor allem: er hat auch seine Grenzen. Manche Herausforderungen in seinem Dienst bringen auch ihn an den Rand der Verzweiflung.</p><p>Aber hier erscheint er wie ein Fels in der Brandung. Wie einer, der nicht nur selbst Mut gefasst hat, sondern auch anderen Mut machen kann.</p><p>Wie kann Paulus so sicher und gelassen sein angesichts dieser Lage und Situation?</p><p>Paulus hat schon etliche St&uuml;rme erlebt. Aber in all den St&uuml;rmen erf&auml;hrt er immer wieder: ich bin gehalten, gerade dann, wenn es um mich herum st&uuml;rmt und tobt, gerade dann, wenn ich auch innerlich die Fassung zu verlieren drohe.</p><p><em>&bdquo;Du bist ein starker Turm,<br />
du bist das Auge im Sturm.<br />
Du sprichst zum aufgew&uuml;hlten Meer<br />
meiner Seele in mir, Herr:<br />
Friede mit Dir, Friede mit Dir!&ldquo;</em></p><p>So singt es Martin Pepper in einem seiner Lieder. Dieses Lied h&auml;tte auch aus der Feder des Paulus stammen k&ouml;nnen. Ein sch&ouml;nes Lied und ein starkes Bild: das Bild vom Auge im Sturm.</p><p>Wikipedia erkl&auml;rt dieses Bild vom &bdquo;Auge im Sturm&ldquo; als der &bdquo;<em>fast wolkenfreie und mehr oder weniger windstille Bereich im Rotationszentrum eines Tropischen Wirbelsturms&ldquo;.</em></p><p>Paulus hat eine andere Perspektive. Alle sehen den Sturm, Paulus sieht das Auge &ndash; den wolkenfreien, windstillen Bereich &ndash; das Auge Gottes, das &uuml;ber seinem Leben wacht.</p><p>Und er sieht nicht nur das Auge, das &uuml;ber ihm wacht, er h&ouml;rt auch die Stimme im Sturm, die zu ihm redet: <em>&bdquo;es wird keinem von euch ein Haar vom Haupt fallen&ldquo;.</em> Das bedeutet: Keiner der Menschen an Bord wird untergehen.</p><p>Was f&uuml;r eine Zusage &ndash; was f&uuml;r eine Gewissheit, die Paulus hier an die ganze Besatzung weitergibt.</p><p>Und er teilt nicht nur seine Hoffnung mit ihnen. Er fordert sie auch auf zu essen. 14 Tage im Einsatz ohne Nahrung, das kann nicht l&auml;nger gut gehen.</p><p>Paulus &uuml;bernimmt pl&ouml;tzlich das Kommando, und alle h&ouml;ren auf ihn. Haben sie noch im Vorfeld seine Warnung, diese Reise erst gar nicht zu riskieren, in den Wind geschlagen, so befolgen nun alle seine Anweisungen.</p><p>Fast wie beim Abendmahl, so hei&szlig;t es hier: Paulus <em>&bdquo;nahm das Brot, dankte Gott vor ihnen allen und brach&rsquo;s und fing an zu essen. Da wurden sie alle guten Mutes und nahmen auch Nahrung zu sich.&ldquo;</em></p><p>Alle essen. Ruhe kehrt ein, und bei allen kommt wieder Hoffnung auf &ndash; auch wenn es auf dem Meer weiter st&uuml;rmt und tobt.</p><p>Als es dann endlich Tag wird, ist Land in Sicht &ndash; im wahrsten Sinne des Wortes: eine Bucht mit flachem Strand. Das Schiff l&auml;uft zwar auf eine Sandbank und zerbricht. Aber alle an Bord haben nun die Chance, sich an Land zu retten.</p><p>F&uuml;r Paulus und alle anderen Gefangen allerdings wartet bereits eine neue Gefahr. Die Soldaten wollen sie t&ouml;ten, damit sie sich nicht aus dem Staub machen.&nbsp;</p><p>Aber schlie&szlig;lich verhindert der Hauptmann, dass Paulus und die anderen Gefangenen get&ouml;tet werden &ndash; um Paulus willen, dessen Mut wohl auch den Hauptmann beeindruckt hat.</p><p>Da ist es also wieder: das Auge im Sturm, das nun dem Hauptmann eingibt, sich auf die Seite von Paulus zu stellen, so dass tats&auml;chlich alle, wie Paulus es vorausgesagt hat, gerettet werden.</p><p>Noch einmal erlebt Paulus: Gott hat seine Hand im Spiel, und er schenkt Rettung.</p><p>Mir macht das Mut heute in all den St&uuml;rmen meines Lebens, meinen Blick auf das &bdquo;Auge im Sturm&ldquo; zu richten und zu vertrauen, dass Jesus mich und die Meinen auch nicht untergehen l&auml;sst.</p><p>&#9658; Mehr Infos zu der Apostelgeschichte:</p><section class="erf-teaser-card-init" data-url="https://youtu.be/utaAu5qNZig">Buchvideo: Apostelgeschichte Kap. 13-28</section><p>&nbsp;</p>


<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Prediger Gerhard Braun</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17128084.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Prediger Gerhard Braun]]></author>
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      <pubDate>Thu, 28 Aug 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Seesturm und Schiffbruch (1)]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Apostelgeschichte 27,13-26 – ausgelegt von Andreas Klement.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 27,13-26 – ausgelegt von Andreas Klement.</em><br/>
<p>Ein sanfter S&uuml;dwind. Die See ist ruhig. Die Gelegenheit scheint g&uuml;nstig. Also lichtet die Mannschaft vom Schiff in Kreta die Anker &ndash; in der Hoffnung, bald das n&auml;chste Etappenziel zu erreichen. So beginnt die dramatische Reise, von der in Apostelgeschichte 27 erz&auml;hlt wird. Es ist eine scheinbar normale Entscheidung, wie sie Seeleute tausendfach treffen. Die Umst&auml;nde wirken g&uuml;nstig, die Einsch&auml;tzung der Experten ist eindeutig, der Kurs klar.&nbsp;</p><p>Doch nur wenige Verse sp&auml;ter wird klar: der sanfte S&uuml;dwind war tr&uuml;gerisch. Pl&ouml;tzlich bricht ein Sturm los. Lukas, der diesen Bericht verfasst, schreibt: <em>&bdquo;Nicht lange danach erhob sich ein Wirbelwind, der Eurakylon genannt wird.&ldquo;</em> Das ist ein gef&uuml;rchtetes Unwetter auf dem Mittelmeer, ein starker Sturm aus Nordost. Gewaltig. Unerwartet. Und vor allem: nicht kontrollierbar. Das Schiff wird davon erfasst, man kann es nicht mehr steuern. Die Seeleute m&uuml;ssen sich treiben lassen. Die Situation eskaliert. Sie versuchen, mit Seilen das Schiff zusammenzuhalten. Sie werfen die Ladung &uuml;ber Bord. Schlie&szlig;lich auch das Schiffszubeh&ouml;r. Alles, was nicht lebensnotwendig ist, fliegt ins Meer. Und dann &ndash; fast beil&auml;ufig, aber ungeheuer ehrlich &ndash; hei&szlig;t es: <em>&bdquo;Da nun viele Tage weder Sonne noch Sterne schienen und ein gewaltiges Unwetter uns bedr&auml;ngte, war all unsere Hoffnung auf Rettung dahin.&ldquo;</em> (Apostelgeschichte 27,20)</p><p>Was f&uuml;r ein Satz! All unsere Hoffnung auf Rettung war dahin. Keine Orientierung mehr, keine Perspektive, keine L&ouml;sung. Nur noch Wind, Wellen und Ersch&ouml;pfung.</p><p>Diese Szene ist mehr als ein Reisebericht. Sie ist ein Bild f&uuml;r Situationen im Leben, die v&ouml;llig aus dem Ruder laufen. Auch wir erleben manchmal, wie sich vermeintlich g&uuml;nstige Bedingungen ins Gegenteil verkehren. Wir starten mit Hoffnung, mit Pl&auml;nen, mit R&uuml;ckenwind. Aber dann kommt etwas dazwischen: eine Diagnose, ein Konflikt, ein Verlust. Und pl&ouml;tzlich sp&uuml;ren wir: Wir haben die Kontrolle verloren. Wir k&ouml;nnen nichts mehr steuern. Nur noch reagieren. Und irgendwann: nur noch treiben.</p><p>Und mitten in dieses Treiben hinein &ndash; erhebt sich einer.</p><p>Nicht der Kapit&auml;n. Nicht der Schiffseigent&uuml;mer. Auch nicht der erfahrene Steuermann. Sondern Paulus &ndash; ein Gefangener. Er hatte keine Verantwortung f&uuml;r den Kurs, keine Stimme beim Aufbruch, keine Befehlsgewalt an Bord. Und doch: Jetzt ist er es, der das Wort ergreift.</p><p>Er beginnt mit einem R&uuml;ckblick: <em>&bdquo;Ihr M&auml;nner, man h&auml;tte auf mich h&ouml;ren sollen und nicht von Kreta aufbrechen, dann w&auml;re uns dieses Ungemach erspart geblieben.&ldquo;</em><br />
Das klingt im ersten Moment wie ein Vorwurf, vielleicht sogar ein bisschen besserwisserisch. Aber das ist es nicht. Paulus spricht nicht, um recht zu behalten. Sondern um Vertrauen zu gewinnen. Denn jetzt hat er etwas zu sagen, was &uuml;ber alle menschliche Einsch&auml;tzung hinausgeht.</p><p>Er f&auml;hrt fort: <em>&bdquo;Aber nun ermahne ich euch, getrost zu sein. Denn keiner von euch wird das Leben verlieren &ndash; nur das Schiff.&ldquo; </em>Und dann erkl&auml;rt er, warum er so reden kann:<em> &bdquo;In dieser Nacht trat zu mir ein Engel des Gottes, dem ich geh&ouml;re und dem ich diene. Der sprach: F&uuml;rchte dich nicht, Paulus! Du musst vor den Kaiser treten. Und siehe, Gott hat dir alle geschenkt, die mit dir fahren.&ldquo;</em></p><p>Was f&uuml;r eine Szene. Alle Hoffnung ist dahin &ndash; und einer steht auf, redet von Trost, von Leben, von Rettung. Warum? Weil er eine Zusage hat. Weil er sich nicht auf den Wind verl&auml;sst &ndash; sondern auf das Wort Gottes. Und er sagt: <em>&bdquo;Darum, liebe M&auml;nner, seid getrost. Denn ich glaube Gott, dass es so geschehen wird, wie er mir gesagt hat.&ldquo;</em></p><p>Das ist der Wendepunkt. Noch ist der Sturm nicht vorbei. Noch kracht es. Noch dringt Wasser ein. Aber ein Mensch &uuml;bernimmt Verantwortung. Nicht, weil er alle L&ouml;sungen h&auml;tte. Sondern, weil er Gottes Stimme geh&ouml;rt hat. Und weil er diesem Wort mehr vertraut als dem, was er sieht, f&uuml;hlt, erlebt.</p><p>Das ist die zentrale Botschaft dieser Szene. Verantwortung zu &uuml;bernehmen hei&szlig;t nicht: Ich hab&rsquo;s im Griff. Verantwortung &uuml;bernehmen hei&szlig;t: Ich h&ouml;re auf Gott &ndash; und ich stehe auf, wenn andere in sich zusammensinken. Ich spreche, wo andere schweigen. Ich glaube, wo andere aufgeben.</p><p>Paulus ist nicht pl&ouml;tzlich Kapit&auml;n geworden. Aber er wird zum geistlichen Leiter dieses Schiffes. Und das ist nicht weniger bedeutsam. In einer Welt, die keinen Kurs mehr sieht, brauchen wir Menschen, die sagen: Ich glaube Gott, dass es so kommen wird, wie er gesagt hat. Und ich bleibe dabei &ndash; auch wenn der Sturm weiter tobt.</p><p>Es ist kein Glaube aus Leichtsinn. Kein Sch&ouml;nreden. Paulus verschweigt nicht, dass das Schiff untergehen wird. Er verspricht keinen schnellen Ausweg. Aber er sagt: Gott wird uns durchbringen. Das Ziel bleibt bestehen. Und du bist nicht vergessen. Keiner von euch.</p><p>Vielleicht erleben Sie gerade selbst eine Art Sturm.</p><p>Die Orientierung ist verloren. Die Kr&auml;fte schwinden. Und Sie fragen sich: Was jetzt? Wie weiter? Dann h&ouml;ren Sie diese Worte: &bdquo;F&uuml;rchte dich nicht.&ldquo; Und: &bdquo;Ich glaube Gott.&ldquo; Das ist nicht einfach ein Aufruf zum Durchhalten. Es ist ein Ruf zur Umkehr: weg von blo&szlig;en Wetterbeobachtungen und Stimmungslagen &ndash; hin zum Vertrauen auf das, was Gott sagt.</p><p>Vielleicht hat Gott auch Ihnen schon etwas zugesprochen. Einen Impuls gegeben. Ein Wort der Ermutigung. Eine Berufung. Und jetzt &ndash; wo es schwierig wird &ndash; ist es an der Zeit, aufzustehen. Vielleicht nicht laut. Vielleicht nicht &ouml;ffentlich. Aber innerlich. Um zu sagen: Ich halte mich fest. Nicht am Schiff. Nicht an meiner Einsch&auml;tzung. Sondern an Gott.</p><p>Denn das Entscheidende ist nicht, ob das Schiff h&auml;lt &ndash; sondern ob Gottes Wort h&auml;lt. Und das tut es. Paulus wird in Rom ankommen. Nicht wie geplant. Nicht auf demselben Schiff. Aber mit unersch&uuml;tterlicher Hoffnung. Weil er wei&szlig;, wem er geh&ouml;rt. Und weil er wei&szlig;, dass Gott ihn nicht losl&auml;sst.</p><p>Verantwortung &uuml;bernehmen &ndash; auch in st&uuml;rmischen Zeiten.</p><p>Das ist nicht nur etwas f&uuml;r damals. Es ist ein Ruf f&uuml;r heute. F&uuml;r uns. F&uuml;r Sie. F&uuml;r mich. Nicht aus eigener Kraft. Sondern im Vertrauen auf den, der uns sieht &ndash; selbst wenn weder Sonne noch Sterne scheinen.</p><p><em>&bdquo;Seid getrost. Ich glaube Gott, dass es so kommen wird, wie er gesagt hat.&ldquo;</em></p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Andreas Klement</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17127112.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Andreas Klement]]></author>
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      <pubDate>Wed, 27 Aug 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Paulus auf der Fahrt nach Rom]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Apostelgeschichte 27,1-12 – ausgelegt von Volker Stücklen.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 27,1-12 – ausgelegt von Volker Stücklen.</em><br/>
<p>Die abenteuerliche und aufregende Geschichte des Apostels Paulus geht auch heute weiter. Gestern bei &bdquo;Bibel heute&ldquo; stand er noch zu seiner Verteidigungsrede vor K&ouml;nig Agrippa und Statthalter Festus. Die beiden M&auml;nner stellten fest: Paulus hat nichts getan, was den Tod oder das Gef&auml;ngnis verdient h&auml;tte. Der K&ouml;nig meinte, Paulus k&ouml;nnte eigentlich freigelassen werden, wenn er sich nicht auf den Kaiser berufen h&auml;tte.</p><p>Und so kommt es zur Anordnung des K&ouml;nigs: Paulus muss zum Kaiser nach Rom, die Abreise ist beschlossen. So haben Sie es gerade in der Apostelgeschichte im heutigen Abschnitt geh&ouml;rt.<br /><br />
Das Schicksal von Paulus nimmt einen weiteren abenteuerlichen und dramatischen Fortgang. Lukas, der Verfasser der Apostelgeschichte, nimmt uns mit auf die beschwerliche und wahrscheinlich gef&auml;hrliche Schiffsreise nach Rom. Das war keine Vergn&uuml;gungsreise. Paulus wurde als Gefangener zusammen mit anderen auf die Gefangenenreise geschickt, unter Bewachung r&ouml;mischer Soldaten.</p><p>&nbsp;</p><p>Der Autor der Apostelgeschichte l&auml;sst uns teilhaben an dem Schicksal des Paulus, der als Missionar und Jesu Nachfolger in immer mehr Schwierigkeiten ger&auml;t. Er hat bereits viele gute Erlebnisse auf den Missionsreisen nach Europa und Kleinasien hinter sich. Ebenso viele oder noch mehr Verfolgungen, Anfeindungen, Drohungen; und er sa&szlig; mehrmals im Gef&auml;ngnis. Er hat Widerst&auml;nde und Anfeindungen ertragen und Todesgefahren auf sich genommen. Paulus, der vom Saulus, dem Christenverfolger, zum Paulus wurde, kann f&uuml;r die Verbreitung des Evangeliums kaum hoch genug eingesch&auml;tzt werden. Es hat sich erf&uuml;llt, was Gott nach seiner Bekehrung &uuml;ber ihn sagte: &bdquo;Dieser ist mein auserw&auml;hltes Werkzeug.&ldquo; Paulus steht voll und ganz zum Missionsauftrag des Herrn Jesus Christus, der an Himmelfahrt an die elf Apostel erging.</p><p>Steigen Sie also mit Paulus auf das Schiff; es geht zun&auml;chst nach Myra in Lykien. Dort ein erster Umstieg auf ein direktes Schiff nach Rom.</p><p>Die Schiffsreisen damals mit Segelschiffen waren stark wetterabh&auml;ngig. Flauten und St&uuml;rme, damit k&auml;mpften die Seeleute. Mal ging die Fahrt rasch, ein andermal kam das Schiff nicht vom Fleck. Schleichfahrt an Kreta vorbei. Die Zeit verrann, und die Wetterbedingungen verschlechterten sich. Ein rettender Hafen in Sicht? Auf Kreta &uuml;berwintern? Paulus war nicht allein, Gott war mit ihm und seinen Begleitern. Gott sandte ihm eine Botschaft, eine Warnung an den Kapit&auml;n.</p><p>Die Botschaft Gottes, &uuml;berbracht von Paulus, lautete: &bdquo;Eine Weiterfahrt zu dieser st&uuml;rmischen Zeit ist lebensgef&auml;hrlich. Schiff, Ladung und alle Menschen an Bord sind in gro&szlig;er Gefahr.&ldquo; Aber wer glaubt schon einem gefangenen Juden, einer Landratte? Sie planten, die Stadt Ph&ouml;nix auf Kreta zu erreichen.</p><p>Hier endet der Reisebericht f&uuml;r heute. Wie ging es Ihnen an Bord des Schiffes nach Rom zusammen mit Paulus? Wenn Sie an die eigene Lebensreise denken, gibt es da Parallelen zur Schiffsreise des Paulus, dem Gefangenentransport?</p><p>Auf meiner Lebensreise gab es viele sch&ouml;ne Reisen, allein oder mit Frau und Kindern. Erholung, Urlaub, Neugier waren der Anlass. Mit dem Schiff unterwegs bei Windst&auml;rke 8 zwischen Island und D&auml;nemark. Da habe ich mich erinnert an die Sturmfahrt des Paulus auf dem Mittelmeer.<br />
Umsteigen auf meiner Lebensreise musste und wollte ich im 40. Lebensjahr: den alten Beruf verlassen, auf eine neue Ausbildung setzen. Da war ich in sehr unruhigem Fahrwasser f&uuml;r Familie und die Finanzen unterwegs.<br />
Ich erlitt keinen Schiffsbruch wie sp&auml;ter Paulus. Ich war nicht allein auf der Reise, Jesus hat mich und meine Familie besch&uuml;tzt, getragen und gest&auml;rkt.</p><p>Wenn ich diesen Reisebericht h&ouml;re und lese, frage ich mich, was ist die Botschaft dieses Bibelabschnitts f&uuml;r mich und Sie heute?</p><p>Das Schicksal des J&uuml;ngers Paulus und der anderen J&uuml;nger soll mir und Ihnen heute vor Augen f&uuml;hren, dass die, die sich f&uuml;r Jesus als ihren Herrn entschieden haben, auch anstrengende, bedrohliche Situationen im Leben erfahren k&ouml;nnen. Sie sind aber nie allein, Jesus ist an der Seite seiner Nachfolger.</p><p>Paulus hat auf seinen Reisen und auf dieser Reise L&auml;sterungen und Anfeindungen erlebt. Dies ist gegen&uuml;ber Christen bis heute weltweit in zunehmendem Ma&szlig;e auch so. Hier in Deutschland geschieht es immer &ouml;fter, dass ich bel&auml;chelt oder als r&uuml;ckst&auml;ndig oder Sozialromantiker benannt werde, wenn ich mich als Christ einmische und bekenne. Kommen also st&uuml;rmischere Zeiten auf mich, auf die Christen zu? Der Gegenwind nimmt zu, auch auf politischen und gesellschaftlichen Ebenen.</p><p>Wie geht meine Lebensreise weiter? Allein schaffe ich das nicht. &bdquo;Meine Hilfe kommt von dem Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.&ldquo;</p><p>Paulus ist nach vielen Monaten doch lebend in Rom angekommen. Ich erbitte f&uuml;r mich, f&uuml;r Sie: Gott Vater, Jesus, mein Retter, lass unser Lebensschiff wohlbehalten im Hafen deines ewigen Reiches ankommen. Dort treffen wir hoffentlich die Apostel und weitere Mitreisende wieder.</p><p>Und morgen begleiten wir Paulus auf seiner st&uuml;rmischen Weiterreise nach Rom. Sind Sie mit dabei? Dann schalten Sie morgen um diese Zeit wieder ein!</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Volker Stücklen</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17126426.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Volker Stücklen]]></author>
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      <pubDate>Tue, 26 Aug 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die Verteidigungsrede des Paulus (2)]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 26,24-32 – ausgelegt von Jan-Peter Graap.</em><br/>
<p>&bdquo;Du bist von Sinnen, Paulus!&ldquo;, ruft Festus laut. &bdquo;Das viele Studieren macht dich verr&uuml;ckt!&ldquo;</p><p>Wir sind mitten in einer Gerichtsszene &ndash; aber nicht irgendeiner. Vor den Augen des r&ouml;mischen Statthalters Festus, des K&ouml;nigs Agrippa und zahlreicher Ehreng&auml;ste verteidigt sich Paulus. Doch seine Rede ist weit mehr als eine Verteidigung. Sie ist ein leidenschaftliches Zeugnis. Eine Einladung zum Glauben.</p><p>Was hier in Apostelgeschichte 26 geschieht, ist faszinierend &ndash; und herausfordernd. Denn Paulus bleibt nicht bei Argumenten stehen. Er bleibt auch nicht bei sich. Er zielt auf die Herzen seiner Zuh&ouml;rer.</p><h2><strong>Wie kommt es zu dieser Szene?</strong></h2><p>Paulus sitzt seit zwei Jahren in Untersuchungshaft &ndash; in C&auml;sarea. Die j&uuml;dischen Autorit&auml;ten werfen ihm Irrlehre vor, doch Festus, der neue r&ouml;mische Statthalter, versteht die religi&ouml;sen Streitfragen nicht. Als K&ouml;nig Agrippa II mit seiner Schwester Berenike zu Besuch kommt, bittet Festus ihn um Hilfe.</p><p>Paulus wird vorgef&uuml;hrt. Doch statt nur seine Unschuld zu beteuern, erz&auml;hlt er seine Geschichte: Wie er Christen verfolgte. Wie er auf dem Weg nach Damaskus Jesus begegnet ist. Und wie ihn das f&uuml;r immer ver&auml;ndert hat. Er sagt: &bdquo;Ich war nicht ungehorsam gegen die himmlische Erscheinung.&ldquo;</p><p>Mit anderen Worten: &bdquo;Was ich jetzt tue, tue ich, weil Jesus mich gerufen hat.&ldquo; Das ist mutig. Denn Paulus wei&szlig;: Seine Botschaft ist anst&ouml;&szlig;ig. Dass der Messias leiden, sterben &ndash; und auferstehen&nbsp;sollte &ndash; das passte nicht ins Weltbild vieler seiner Zuh&ouml;rer. Und doch bleibt Paulus dabei: &bdquo;Ich rede Worte der Wahrheit und der Besonnenheit.&ldquo;</p><p>Dann wendet er sich direkt an Agrippa: &bdquo;Glaubst du den Propheten, K&ouml;nig Agrippa? Ich wei&szlig;, dass du glaubst.&ldquo; Agrippa reagiert mit Ironie &ndash; doch in seinen Worten liegt auch Respekt. Paulus&rsquo; Argumentation hat Eindruck gemacht. Und Paulus zeigt sein Herz: &bdquo;Ich bete zu Gott, dass &uuml;ber kurz oder lang nicht allein du, sondern alle, die mich heute h&ouml;ren, solche w&uuml;rden wie ich &ndash; ausgenommen diese Fesseln.&ldquo;</p><p>Ein starkes Zeugnis. Paulus sitzt in Ketten &ndash; und spricht mit einer Freiheit, die seine Zuh&ouml;rer verlegen macht. Er will nicht recht behalten. Er will Menschen gewinnen &ndash; f&uuml;r Jesus Christus.</p><p>Was k&ouml;nnen Sie von Paulus lernen &ndash; wenn Sie jemand fragt?</p><p><strong>1. Paulus kennt seine Zuh&ouml;rer.</strong><br />
Er wei&szlig;, was Agrippa &uuml;ber die Propheten denkt. Er kennt die Denkweise der r&ouml;mischen Beamten. Und er nimmt sie ernst &ndash; auch wenn sie ihn nicht ernst nehmen.</p><p><strong>2. Paulus spricht von sich &ndash; aber zeigt auf Jesus.</strong><br />
Er erz&auml;hlt seine Geschichte nicht, um sich zu profilieren. Sondern um zu zeigen: Auch Sie k&ouml;nnen diesem Jesus begegnen.</p><p><strong>3. Paulus bleibt ruhig, aber entschieden.</strong><br />
Weder Ironie noch Spott bringen ihn aus der Fassung. Denn es geht nicht um ihn &ndash; sondern um das Evangelium. Um das Leben der Menschen. Um ewige Dinge.</p><h2><strong>Wie reden wir heute von Jesus?</strong></h2><p>Paulus inspiriert uns. Was bedeutet das ganz praktisch &ndash; im Alltag? Im Gespr&auml;ch mit Nachbarn, Kolleginnen, Freunden, Enkeln? Das &bdquo;Wie&ldquo; fragt: Kommt unser Reden von Jesus an? Was k&ouml;nnen wir tun, damit es verst&auml;ndlich und glaubw&uuml;rdig bleibt? Drei Haltungen k&ouml;nnen uns dabei helfen:</p><p><strong>1. Wir reden von Jesus als Betroffene.</strong><br />
Wir geben keine neutrale Information weiter. Der 1. Johannesbrief sagt: <strong>&bdquo;Was wir gesehen und geh&ouml;rt haben, das verk&uuml;ndigen wir euch, damit auch ihr mit uns Gemeinschaft habt; und unsere Gemeinschaft ist mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus.&ldquo;</strong> (1. Johannes 1,3)</p><p>Betroffen sein hei&szlig;t: Jesus hat mit unserem Leben zu tun. Mit Beziehungen, Arbeit, Freizeit, Hoffnungen und &Auml;ngsten &ndash; mit dem ganzen Alltag. Und da liegt der Knackpunkt.</p><p>W&auml;hrend Christen fr&uuml;her fragten: &bdquo;Lohnt es sich, mit Christus zu sterben?&ldquo;, fragen viele heute: &bdquo;Zum Sterben mag er ja taugen &ndash; aber das Leben, das schaffen wir doch selbst, oder?&ldquo;</p><p>Wozu also Jesus? Unsere Antwort kommt aus dem eigenen Leben &ndash; und zeigt: Doch, Jesus erf&uuml;llt das Leben.</p><p><strong>2. Wir reden von Jesus als Begeisterte.</strong><br />
Wir sind, wie Paulus sagt, &bdquo;ein Brief Christi&ldquo;. Nur Begeisterte k&ouml;nnen begeistern. Alles andere ist wie kalter Kaffee.</p><p>Die Emmausj&uuml;nger fragten nach der Begegnung mit dem Auferstandenen: <strong>&bdquo;Brannte nicht unser Herz in uns, als er mit uns redete?&ldquo;</strong> (Lukas 24,32) Und dann hielten sie es nicht mehr aus. Sie mussten davon erz&auml;hlen. Halten Sie Jesus so wichtig, dass Sie nicht schweigen k&ouml;nnen? Geht es Ihnen wie Petrus und Johannes: <strong>&bdquo;Wir k&ouml;nnen&rsquo;s ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und geh&ouml;rt haben.&ldquo; </strong>(Apostelgeschichte 4,20)</p><p><strong>3. Wir reden von Jesus als Liebende.</strong><br />
Liebende finden Worte &ndash; weil sie sich auf den anderen einstellen. Sie reden nicht von oben herab, sondern suchen die Sprache, die verstanden wird. Wenn wir Menschen lieben, zu denen wir von Jesus reden, zeigt sich das in Geduld und Echtheit. Wir dr&auml;ngen uns nicht auf &ndash; aber wir bleiben dran. Nicht aus Pflichtgef&uuml;hl, sondern aus Liebe. <strong>&bdquo;Die Liebe Christi dr&auml;ngt uns&ldquo;</strong>, sagt Paulus (2. Korinther 5,14).</p><p>Wenn wir so reden &ndash; als Betroffene, als Begeisterte, als Liebende &ndash;dann wird klar: Jesus hat mit unserem Leben zu tun. Und deshalb reden wir von ihm. Nicht, weil wir m&uuml;ssen. Sondern weil wir nicht anders k&ouml;nnen.</p><h2><strong>Das Urteil</strong></h2><p>Am Ende zieht sich der K&ouml;nig mit Festus und den anderen zur&uuml;ck. Das Urteil ist klar: Paulus ist unschuldig. H&auml;tte er sich nicht auf den Kaiser berufen &ndash; man h&auml;tte ihn gehen lassen. Doch so geht seine Reise weiter &ndash; nach Rom. In Ketten. Und doch mit einer inneren Freiheit, die bis heute inspiriert.</p><p>Vielleicht ist das die gr&ouml;&szlig;te Lektion aus Apostelgeschichte 26: Sie m&uuml;ssen kein freier Mensch sein, um frei zu reden. Sie m&uuml;ssen nicht alles wissen, um Zeugnis zu geben. Aber: Wenn Sie von Jesus reden, spricht er durch Sie. Mir hilft da h&auml;ufig die Erinnerung an den Text aus dem Lied von Manfred Siebald:</p><p>&bdquo;Gib mir die richtigen Worte, gib mir den richtigen Ton&hellip;<br />
Worte, die kl&auml;ren, Worte, die st&ouml;ren &ndash; wo man vorbei lebt an dir.&ldquo;</p><p>Beten wir darum, dass Gott uns solche Worte schenkt &ndash;f&uuml;r den Moment, in dem uns jemand fragt. Keine Antworten auf alles &ndash; aber auf das Wichtigste.</p><p><strong>&#9658; Hintergrundinfos zur Apostelgeschichte:</strong></p><section class="erf-teaser-card-init" data-url="https://youtu.be/utaAu5qNZig">Buchvideo: Apostelgeschichte Kap. 13-28</section><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pastor Jan-Peter Graap</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17125633.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pastor Jan-Peter Graap]]></author>
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      <pubDate>Mon, 25 Aug 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Unter dem Schatten deiner Flügel]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 17 – ausgelegt von Dajka Krentz.</em><br/>
<p>Vor einiger Zeit habe ich mir vorgenommen, vor dem Schlafengehen mit Gott zu besprechen, was an dem Tag gut und was weniger gut lief. Also ich meine in der Beziehung zwischen Gott und mir. Klar &ndash; von Gott zu mir kommt nur Gutes. Daf&uuml;r bedanke ich mich auch immer &ndash; und wenn ich etwas als nicht so gut empfand, lege ich es Ihm im Gebet hin und bitte um Kraft, es tragen zu k&ouml;nnen.</p><p>Aber von mir zu Gott? Kommt da auch immer nur Gutes? Oft komme ich zu dem Ergebnis, dass ich gar nicht sooo schlecht abschneide. Ich habe nicht gemordet, ich habe nicht gestohlen und ich versuchte nicht zu l&uuml;gen. Aaaaaha. Schon sind sie da! Die ersten Zweifel! Habe ich wirklich immer und in jeder Situation die Wahrheit gesagt?</p><p>&bdquo;Ich werde f&uuml;r dich beten!&ldquo; &ndash; Wie schnell versprach ich es jemandem, der mich drum gebeten hatte und dann, im Eifer des Alltags, habe ich es doch vergessen? Oder &ndash; wenn sich die Freundin bei mir meldet und ich ihr versichere, dass ich sie mehrmals versucht habe zu erreichen und habe es tats&auml;chlich nur einmal probiert? Das sind alles nur Halbwahrheiten &ndash; vorsichtig ausgedr&uuml;ckt.</p><p>Wie gut, dass ich Gott nichts vorl&uuml;gen kann. Und dass Gott vergibt. Aber wie lange bleibe ich dann ohne neue Halbwahrheiten, also L&uuml;gen? Oder morde ich sogar, wenn ich &uuml;ber jemanden denke, dass er oder sie ein, na ja, Idiot ist? Wie lange bleibt der Vorsatz, ohne solche &Uuml;bertretung zu leben? Bis zum n&auml;chsten Abend, wenn ich wieder Res&uuml;mee ziehe? Ist es nicht erschreckend? Aber &ndash; es ist ehrlich. Und die meisten Fehler, die mir tags&uuml;ber so unterlaufen, betreffen andere Menschen. Egal, ob gute Freunde oder solche, mit den ich mich nicht so gut verstehe. Eigentlich bin ich kein guter Christ und gar nicht w&uuml;rdig, dass sich Gott mit mir befasst.</p><h2><strong>Und nun?</strong></h2><p>In dem Lied &bdquo;Kuhhaut&ldquo; von Franziska Haucke hei&szlig;t es:</p><p>&bdquo;Ich bin ja ziemlich gut darin, zu tun, als sei ich brav.<br />
So mancher wird wohl sagen: &bdquo;Die ist nett!&ldquo;, wenn er mich traf.<br />
Doch ich hab&acute; viele Kerben in der Lebenschronik drin<br />
und Gott wei&szlig;, ich mach auch immer wieder neue Kerben hin.<br />
Ich hab&acute; schon so viel Mist gebaut, dass es auf keine Kuhhaut passt,<br />
trotzdem hab ich mich getraut und mir ein Herz f&uuml;r Gott gefasst<br />
und Er erfasste meine Kuhhaut und mich selbst mit seinem Schein<br />
und sprach: &sbquo;Genauso eine Niete fehlte mir, drum komm mal rein!&lsquo;&ldquo;</p><p>Dazu beschreibt Franziska ein paar biblische Nieten, mit den Gott es trotzdem schafft, sein Reich zu bauen: Noah, Jakob, Magdalena, Jona, Rahab, Zach&auml;us, Petrus - und auch David, unser Psalmist. Menschen mit Kerben statt glatter Oberfl&auml;che!</p><p>Ihr Lied geht so weiter:</p><p>&bdquo;Kerben, die den Halt mir geben, um zu klettern aus der Schuld.<br />
Gott baut t&auml;glich Kerbholzleitern mit unendlicher Geduld,<br />
um mit dem, was wir ihm lassen, in sein ew&acute;ges Reich zu schau&acute;n<br />
und Er schafft es doch tats&auml;chlich mit lauter Nieten neu zu bau&acute;n.&ldquo;</p><h2>Menschen mit Flecken</h2><p>Der Psalm 17 wurde genau von einem dieser Leute mit Flecken geschrieben. Von David. Was hat er sich nicht alles erlaubt, was Gott nicht guthei&szlig;en konnte! Und doch macht er hier viel Worte dar&uuml;ber, wie gut er doch dasteht. Ich komme zu dem Ergebnis, dass er das nur deshalb tun kann, weil er genau wei&szlig;, dass Gott nicht nur das sieht, was wir Menschen sehen, sondern tief in uns, in unsere Gedanken, in unser Herz blicken kann. Er wei&szlig;, dass David nicht s&uuml;ndigen m&ouml;chte. Darauf kommt es wohl an. Leider hat der Gegenspieler Gottes noch sehr viel Macht &uuml;ber uns und es gelingt ihm sehr oft, uns zur S&uuml;nde zu verf&uuml;hren. Und es gibt keine kleinen oder gro&szlig;en S&uuml;nden. David wei&szlig;, dass er eigentlich von Gott getrennt w&auml;re, w&auml;re da nicht die gro&szlig;e Gnade, die einmal in Jesus und seinem Tod am Kreuz sichtbar wird.</p><p>David wei&szlig; um die Gefahren, die lauern, um uns von Gott zu trennen. Er wei&szlig; aber auch um die gro&szlig;e Liebe Gottes zu seinem Volk, zu seinen Leuten. Wie auf seinen Augapfel, das wohl empfindlichste Organ des K&ouml;rpers, m&ouml;chte er auf uns aufpassen und uns sch&uuml;tzen.</p><p>David verst&auml;rkt diesen Vergleich auch noch mit einem Bild aus der Natur. Was lassen sich Vogeleltern einfallen - oft unter Einsatz ihres eigenen Lebens - um ihre Jungen vor dem Feind zu sch&uuml;tzen? Das Mindeste, was sie tun k&ouml;nnen, ist, ihre Fl&uuml;gel sch&uuml;tzend &uuml;ber ihre Kinder auszubreiten. Ist es nicht ein wunderbares Bild f&uuml;r unseren Heiland?</p><p>Es ist sch&ouml;n, dass uns David hier ein solches Bild vor die Augen f&uuml;hrt. Denn seine Feinde haben sich nicht zu sehr von unseren unterschieden. Es sind Menschen. Immer wieder Menschen. Menschen, die ohne Gott leben, die keine Ma&szlig;st&auml;be kennen wollen und denen es anscheinend oft besser geht, als Menschen, die um Gottes F&uuml;rsorge wissen.</p><p>David wollten sie ans Leben gehen. Mir m&ouml;chten sie vielleicht nur meine Laune vermiesen und meinen Glauben bel&auml;cheln. Ich kann David aber so gut verstehen! Und auch ich m&ouml;chte, wie er, mit diesen Sorgen zu Gott gehen. Jeden Abend neu. Ich m&ouml;chte mit einem &auml;hnlichen Gebet einschlafen und morgens fr&ouml;hlich Amen sagen. Und einen neuen Tag anfangen, mit neuen Vors&auml;tzen, leider auch neuen Entt&auml;uschungen, aber eben auch neuen Vergebungen unseres Herrn! Ich m&ouml;chte es so halten, wie Franziskas Lied endet:</p><p>&bdquo;Drum lass dir blo&szlig; nichts and&acute;res sagen, sondern stimm&acute; einfach mit ein:<br />
So &acute;ne Kuhhaut darf schon voller Flecken sein!<br />
Und der Stallgeruch kann Gottes Werkzeug sein!&ldquo;</p><p><strong>&#9658;&nbsp; Was sind die Psalmen?</strong></p><section class="erf-teaser-card-init" data-url="https://youtu.be/vVW2IthkhgM">Buchvideo: Psalmen</section><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Dajka Krentz</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17125227.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Dajka Krentz]]></author>
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      <pubDate>Sun, 24 Aug 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die Verteidigungsrede des Paulus (1)]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Apostelgeschichte 26,1-23 – ausgelegt von Gerhard Göller.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 26,1-23 – ausgelegt von Gerhard Göller.</em><br/>
<p>Es ist schon lange her. Aber diese Begegnung werde ich nie vergessen. Ich sa&szlig; mit meiner Frau auf einer Bank in einem Park. Eine Frau kam zu uns und fragte, ob sie sich zu uns setzen d&uuml;rfe. Wir kamen miteinander ins Gespr&auml;ch. Zun&auml;chst &uuml;ber das Sch&ouml;ne, das wir ringsum entdecken konnten. Mit der Zeit entstand eine sehr vertrauensvolle Atmosph&auml;re. Und dann erz&auml;hlte sie. Sie erz&auml;hlte die Geschichte ihrer Tochter. Ihr ganzes Leben war von gro&szlig;em Leid gezeichnet. Die Mutter w&uuml;nschte sich so sehr, dass ihr Kind eine gute Zukunft hat. Dass ihre Tochter leben darf. F&uuml;r das Wohl ihres Kindes war sie sogar bereit, ein sehr gro&szlig;es Opfer zu bringen. Dann sagte sie, was sie an den dunklen Tagen tr&auml;gt: Es war das Gebet. Unsere gemeinsame Zeit ging zu Ende. Die Frau, die uns ihr Herz ge&ouml;ffnet und ihre Last mit uns geteilt hat, stand auf. Bevor sie den Park verlie&szlig;, drehte sie sich noch einmal um und winkte uns zu. Ich bin Gott von Herzen dankbar, dass ich H&ouml;rer ihrer Geschichte sein durfte. Eine Geschichte, die mich bis heute tief ber&uuml;hrt.</p><h2><strong>Die Geschichte des Paulus</strong></h2><p>Er erz&auml;hlt auch eine Geschichte. Es ist seine Geschichte. Sein Name ist Paulus. Und das ist seine Geschichte: &bdquo;Jesus? Ich habe es nicht ertragen, wenn Menschen seinen Namen in den Mund nahmen. Jesus war doch ein toter Mann. Am Kreuz war es aus mit ihm. Gut so! Denn dieser Mann hatte f&uuml;r eine Menge &Auml;rger gesorgt. Weniger gut war: Auch jetzt kehrte keine Ruhe ein. Es gab Leute, die an ein M&auml;rchen glaubten und ein sehr dummes Ger&uuml;cht verbreiteten. Amtlich tot sei er gewesen, dieser Jesus, und im Grab sei er sicher verwahrt gewesen. Aber schon kurze Zeit sp&auml;ter w&auml;re sein Leichnam verschwunden gewesen. Doch dann h&auml;tten einige ihn leibhaftig gesehen. Gestern noch mausetot und heute wieder quicklebendig - so ein Schwachsinn!</p><p>Aber die Leute haben es geglaubt. Da konnte ich nicht tatenlos zusehen. Ich musste durchgreifen. Wer auf diesen Jesus schwor, den habe ich mir gegriffen. Ich wollte alle, die zu der Sekte der Christen geh&ouml;rten, vernichten. F&uuml;r mich gab es nur eine Wahrheit: der Gott, von dem die Schriften des Alten Testaments berichten. Die Gebote, der er seinem Volk Israel gegeben hat, waren f&uuml;r mich absolut verbindlich. Mein Leben lang habe ich alle Vorschriften genau befolgt. Jeder, der zu Gott kommen will, muss seinen Willen vollst&auml;ndig erf&uuml;llen.</p><p>Aber die Jesusleute sagen: An Christus f&uuml;hrt kein Weg vorbei. Niemand kann genau so leben, wie es Gott von ihm erwartet. Alles, was n&ouml;tig ist, hat Jesus bereits f&uuml;r uns getan. Er macht ein Leben in Freiheit und in Freude m&ouml;glich. Jesus ist Leben. Wenn du leben willst, dann geh deinen Weg mit ihm.</p><p>Aber ich, Paulus, habe von diesen Spr&uuml;chen nichts gehalten. Ich wollte mit allen Mitteln verhindern, dass meine Glaubensgenossen verunsichert werden. Was habe ich die Christen gehasst! Ja, ich bin &uuml;ber Leichen gegangen.&ldquo;</p><h2><strong>Paulus bei Herodes Agrippa</strong></h2><p>Soweit die Geschichte des Paulus. Er erz&auml;hlt sie. Diesmal erz&auml;hlt er seine Geschichte einem m&auml;chtigen Mann. Sein Name ist Agrippa. Es ist Herodes Agrippa der Zweite. Er residiert in Caesarea und ist der Herrscher &uuml;ber ein Gebiet im Norden Israels. Er ist der Enkel jenes K&ouml;nigs Herodes des Gro&szlig;en, der zur Zeit der Geburt Jesu viele Kinder t&ouml;ten lie&szlig;. Wie aber kommt Paulus mit Agrippa zusammen?</p><p>Das ist die Geschichte von Paulus. Aber es ist nicht die ganze Geschichte. Sie ist noch abenteuerlicher, noch gewaltiger. Denn die Angeh&ouml;rigen des j&uuml;dischen Volkes betrachten Paulus l&auml;ngst als ihren Erzfeind. Sie sagen: &bdquo;Du hast unsere Sache verraten. Du willst uns von unserem Glauben abbringen!&ldquo;</p><p>Als Paulus in Jerusalem erscheint, stellt sich eine w&uuml;tende Menschenmenge gegen ihn. Doch r&ouml;mische Soldaten schreiten ein und f&uuml;hren Paulus ab. Die staatlichen Beh&ouml;rden verweigern die Herausgabe des Gefangenen, zumal er sich auf sein r&ouml;misches B&uuml;rgerrecht und schlie&szlig;lich sogar auf den r&ouml;mischen Kaiser beruft. Als bekannt wird, dass auf Paulus ein Mordanschlag ver&uuml;bt werden soll, wird er von Jerusalem nach Caesarea &uuml;berf&uuml;hrt. Dort wird er von jenem Agrippa verh&ouml;rt, von dem ich schon sprach.</p><p>Das r&ouml;mische Recht gesteht dem Angeklagten zu, sich selbst zu verteidigen. Seine Aussage soll den kaiserlichen Beh&ouml;rden in Rom &uuml;bermittelt werden, um dann zu einem abschlie&szlig;enden Urteil in seinem Fall zu kommen. Wie aber ist es dazu gekommen, dass Paulus von seinem eigenen Volk abgelehnt, ja mit dem Tod bedroht wird?</p><h2><strong>Die gute Nachricht von Jesus</strong></h2><p>Lassen wir uns von Paulus den anderen Teil seiner Geschichte erz&auml;hlen: &bdquo;Ja, ich habe diese Christen wegen ihres Glaubens gejagt. Ich habe schreckliche Dinge getan. Gewissensbisse hatte ich nicht. Ich dachte, ich t&auml;te Gott einen Riesengefallen, wenn ich Christen foltern und hinrichten lasse. Aber dann kam der Tag, der alles ver&auml;ndert hat.</p><p>Ein Licht vom Himmel, heller als die Sonne, erfasste mich. Ich sah nichts mehr und st&uuml;rzte. Dann h&ouml;rte ich eine Stimme. Seine Stimme. &sbquo;Saul - Saul ist n&auml;mlich mein erster Name - Saul, du verfolgst nicht nur die Jesusleute. Du verfolgst mich. Du verfolgst Jesus.&lsquo;</p><p>Ich war ganz &uuml;berw&auml;ltigt. Und dann sagte er zu mir: &sbquo;Ein neues Leben wartet auf dich. Ich habe einen Auftrag f&uuml;r dich. Mein Diener sollst du sein und ein Zeuge f&uuml;r das, was du von mir gesehen hast und was ich dir noch zeigen will. Sage es deinem Volk, sage es allen weiter, dass ich von der Macht der S&uuml;nde befreien und Schuld vergeben kann. Dass ich m&auml;chtiger als der Teufel und als alles B&ouml;se in dieser Welt bin. Dass jeder, der an mich glaubt, ein Kind Gottes ist und seine neue Welt sehen wird!&lsquo;</p><p>K&ouml;nig Agrippa, ich habe den Namen Jesu verflucht. Aber jetzt kann ich ihn nicht mehr verleugnen. Ich bin ein von Jesus geliebter und gesegneter Mensch. Es ist mein Herzenswunsch, dass auch andere diese starke Liebe erfahren. Dass sie den Herrn kennenlernen, der den Tod &uuml;berwunden und unfassbar viel Leben zu verschenken hat. Bei Gott und seinem Christus sein ist unser gr&ouml;&szlig;tes Gl&uuml;ck. Nun, gro&szlig;er Agrippa, kennst du meine Geschichte. Die ganze Geschichte.&ldquo;</p><h2><strong>Jesu Geschichte geht weiter</strong></h2><p>Ganz am Anfang habe ich die Geschichte einer Frau erz&auml;hlt. Die Geschichte einer Mutter und ihrer Tochter. Und dann habe ich Paulus seine Geschichte erz&auml;hlen lassen. Und was ist Ihre Geschichte, liebe H&ouml;rerin, lieber H&ouml;rer? Gewiss haben auch Sie viel erlebt. Sie haben viel zu erz&auml;hlen. Wie geht wohl Ihre Geschichte weiter?</p><p>Das Sch&ouml;nste ist: Gott hat mit Ihnen eine Geschichte. Eine ganz pers&ouml;nliche und eine ganz wundervolle Geschichte. Ich m&ouml;chte Ihnen gerne Lust machen, die so tr&ouml;stliche und so heilsame N&auml;he dieses Gottes selbst zu erleben. Ganz nahe will Jesus Christus Ihnen sein. Darf ich Sie einladen, zu ihm zu beten?</p><p>Vielleicht k&ouml;nnen meine Worte eine Hilfe f&uuml;r Sie sein: &bdquo;Herr Jesus Christus, ich habe die Geschichte von Paulus geh&ouml;rt. Ich kann sie fast nicht glauben. Ein Mensch, der vielen viel B&ouml;ses angetan hat, hat gelernt, zu lieben und Gutes zu tun. Du kennst auch meine Geschichte. Die ganze Geschichte. Was nicht so gut war, Herr, vergib es mir. Hilf mir, auf einem guten Weg weiterzugehen. Du bist der Weg, du bist mein Weg. F&uuml;hre mich zum Ziel. Ermutige mich, korrigiere mich. Lass mich am Ende bei dir zu Hause sein. Amen.&ldquo;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Gerhard Göller</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17124811.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Gerhard Göller]]></author>
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      <title><![CDATA[Agrippa und Berenike bei Festus]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Apostelgeschichte 25,13-27 – ausgelegt von Martin Kühn.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 25,13-27 – ausgelegt von Martin Kühn.</em><br/>
<p>Wieder kommt es am Ende der Apostelgeschichte, also bei den biblischen Berichten &uuml;ber die fr&uuml;he Christenheit, zu dieser eigenartigen Szene: die Begegnung des Apostels Paulus mit K&ouml;nig Agrippa II, seiner Schwester Berenike und &bdquo;gro&szlig;em Gepr&auml;nge&ldquo;: Offiziere &ndash; hervorragende M&auml;nner und vornehmste B&uuml;rger der Stadt Caesarea, dem Landsitz des r&ouml;mischen&nbsp;Prokurators, am Mittelmeer gelegen mit angenehm abk&uuml;hlenden Seewinden. Touristen bestaunen bis heute die Wasserleitung, den Aqu&auml;dukt, der frisches Quellwasser schon damals in den 50-er Jahren nach der Zeitenwende aus den Bergen an den Meeresstrand sp&uuml;lte.</p><p>Zuvor ging es um die Begegnung mit dem Hohenpriester Hananias, dem Anwalt Tertullus und dem Statthalter Felix - Verhandlungssache Paulus, &bdquo;gef&auml;hrlich wie die Pest&ldquo; soll er sein, Aufst&auml;nde unter den Juden anzetteln als Anf&uuml;hrer der Nazarener-Sekte. Jetzt darf der V&ouml;lkermissionar und Apostel dem Urenkel von Herodes dem Gro&szlig;en, Agrippa II, als Herrscher &uuml;ber Galil&auml;a und Per&auml;a sowie Schutzherr des Jerusalemer Tempels seinen Erfahrungsbericht vor aufmerksamen Zuh&ouml;rern erstatten: wie der einstige strenge Pharis&auml;er Saulus zum Jesus-Nachfolger Paulus wurde, &uuml;berzeugt durch eigenes Erleben auf dem Weg vor Damaskus.</p><p>Wie in Apostelgeschichte 9 berichtet, blendete den damals f&uuml;r die Tatsache der Auferstehung von Jesus blinden Mann der wie ein Blitz ihm in den Weg getretene Jesus. Der sprach ihn an: &bdquo;<em>Saul, Saul, warum verfolgst du mich?&ldquo;</em>. Und auf sein Nachfragen <em>&bdquo;Wer bist du, Herr?&ldquo;</em> offenbarte sich ihm der Auferstandene: <em>&bdquo;Ich bin Jesus, den du verfolgst!&ldquo;</em> (Apostelgeschichte 9, 4) Nach dieser Begegnung mit Jesus reihte sich der Schriftgelehrte ein unter die Zeugen der Auferstehung: <em>&bdquo;Petrus, alle 12&nbsp; Apostel, 500 Br&uuml;der, der Herrenbruder Jakobus und zuletzt auch ich, der ich die Gemeinde Gottes verfolgte&ldquo;</em> (1.Korinther 15, 5-9). Vom Licht Gottes geblendet und dadurch blind f&uuml;r wenige Tage war der Theologe jetzt jedoch sehend geworden f&uuml;r die unumstrittene und durch so viel Zeugen bekundete Wahrheit: Jesus lebt! Der HERR ist auferstanden<em>! &bdquo;Was sucht ihr den Lebendigen bei den Toten?&ldquo; </em>(Lukas 24,5).</p><p>Jetzt erf&uuml;llte sich auch die Vorhersage nach dem Damaskus-Erlebnis, als der dort ans&auml;ssige &bdquo;J&uuml;nger&ldquo; Hananias dem noch blinden Paulus seine Lebensaufgabe mitteilte: <em>&bdquo;Dieser Mann ist auserw&auml;hlt, mich bei allen V&ouml;lkern und Herrschern der Erde, aber auch bei den Israeliten bekannt zu machen!&ldquo; (</em>Apostelgeschichte 9,15)&nbsp;</p><p>Jetzt war Paulus auf dem Weg nach Rom zum Kaiser. Aus Tarsus in der heutigen T&uuml;rkei stammend berief er sich auf sein r&ouml;misches B&uuml;rgerrecht. Der Kaiser sollte entscheiden, ob&nbsp;dieser Streit in Sachen Judentum wirklich ein Verbrechen war. K&ouml;nig Agrippa interessierte sich und wollte den umstrittenen F&uuml;hrer der Christen kennenlernen. Ob er von diesem Christus, an den immer mehr glaubten, von dem Hauptmann Kornelius geh&ouml;rt hatte &ndash; ein R&ouml;mer in Caesarea, der durch eine Begegnung und das H&ouml;ren auf Petrus auch ein Anh&auml;nger des Nazareners geworden war, oder wie man auch sagte, einer vom neuen &bdquo;Weg&ldquo; ?&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p><p>H&auml;tte sich Paulus das je tr&auml;umen lassen? Diese Chance und Aufgabe: vor dem letzten j&uuml;dischen K&ouml;nig, vor dem r&ouml;mischen Prokurator, vor Obersten und Vornehmsten aus Caesarea die frohe Botschaft vom Retter Jesus Christus weitersagen zu k&ouml;nnen? Von dem Mann vom Kreuz, auf den es ankommt im Leben und im Sterben? Gott beschloss doch, alle zu &bdquo;retten, die einer scheinbar so unsinnigen Botschaft glauben!&ldquo; (1.Korinther 1,21) Die Botschaft vom auferstandenen Christus, nach den Worten vom Statthalter Felix &bdquo;von einem Verstorbenen, von dem Paulus behauptet: der ist am Leben!&ldquo;, so unser heutiger Bibeltext.</p><p>Drei Themen, die mir diese Bibelworte vorgeben, sind bedenkenswert f&uuml;r mich und Sie!</p><h2>1. Die Frage nach der eigenen Berufung!</h2><p>Wozu bin ich auf der Welt? Was ist der Sinn meines Lebens? fragten wir uns im Bibelkreis &bdquo;Runde um`s Wort&ldquo; im Gemeindehaus der Forchheimer St. Johannis-Kirche. Jeder von uns, von Gott so wunderbar geschaffen als sein Ebenbild, darf und soll mit seinem Leben den Sch&ouml;pfer ehren; ihm gilt an jedem Tag mein und Ihr Dank und Lob.</p><p>Ich frage mich als Verwalter dieses Erdenlebens von der Wiege bis zur Bahre: was hat Gott mir anvertraut an Pfunden, Talenten, F&auml;higkeiten? Meine M&ouml;glichkeiten sehe ich im Alltag, bringe mich ein als sein Mitarbeiter, ausgestattet von IHM und sogleich beauftragt, ein &bdquo;treuer Knecht zu sein&ldquo;. Bei der Arbeit soll er mich finden, wenn er als Besitzer meiner Zeit, meines Geldes, meiner F&auml;higkeiten mich einmal zur Rechenschaft ziehen wird, bei seiner R&uuml;ckkehr noch zu meinen Lebzeiten oder beim letzten Gericht! Ich stimme in das Lied ein: &bdquo;Hilf, Herr meines Lebens, dass ich nicht vergebens, hier auf Erden bin! Hilf, Herr meiner Seele, dass ich dort nicht fehle, wo ich n&ouml;tig bin!&ldquo;</p><p>&Uuml;brigens: von Ruhestand, d.h. nichts mehr tun nach dem Erwerbsleben, davon steht nichts in meiner Bibel &ndash; deshalb bin ich als Pfarrer i.R. gerne in Ruf- und Reichweite, als Ehemann, Vater, Opa und Uropa genauso wie als Aushilfe in Gemeinden, bei den Marburger Medien, als Gideon oder auch als Linien- und Reisebusfahrer.</p><h2>2. Ich darf Zeuge sein: der HERR lebt &ndash; ER kommt wieder!</h2><p>Paulus konnte nicht schweigen von dem, was er erfahren hatte, nicht schweigen von Jesus, dem Christus, schon gar nicht vor den Oberen, vor R&ouml;mern, Juden, Griechen. Den kleinen M&ouml;nch Martin Luther, Sohn eines Bergmannes, h&ouml;rten 1521 in Worms Kaiser, F&uuml;rsten, Landesherren, p&auml;pstliche Gesandte.</p><p>Jugendpfarrer Wilhelm Busch bezeugte Jesus als den Herrn aller Herren im letzten Jahrhundert den Nationalsozialisten bei unz&auml;hligen Verh&ouml;ren und Evangelist Theo Lehmann den Oberen der Stasi damals in Karl-Marx-Stadt. Sie und ich: wir haben auch jeden Tag Gelegenheiten, Zeugen zu sein: auf Jesus hinweisen, ohne den wir nicht mehr leben wollen. Von Jesus reden, der mein Freund und Berater ist, Begleiter und Autorit&auml;t! Wie und warum handle ich so und so! Weil SEINE Worte gelten, ich tun will, was ER mir r&auml;t, tun, was meinem Gott gef&auml;llt: <em>&bdquo;Gl&uuml;cklich sind die Menschen, die sich an seine Weisungen halten und IHM von ganzem Herzen dienen!&ldquo;</em> (Psalm 119, 1f)</p><h2>3. Die messianischen Juden &ndash; meine Br&uuml;der und Schwestern!</h2><p>Haben Sie schon geh&ouml;rt von &bdquo;messianischen Juden&ldquo;? Von der Bewegung im Judentum, die durch alttestamentliche Propheten angek&uuml;ndigt wurde. Immer mehr im von Gott erw&auml;hlten Volk Israel erkennen: in Jesus von Nazareth kam der versprochene &bdquo;Retter und Erl&ouml;ser&ldquo;, der &bdquo;Christus&ldquo; auf Griechisch, auf Hebr&auml;isch &bdquo;Messias&ldquo;! Jesus ist der im Jesajabuch, Kapitel 53 beschriebene Gottesknecht: &bdquo;Weil wir Gott die Treue gebrochen hatten, wurde ER durchbohrt wegen unserer S&uuml;nden! ER wurde f&uuml;r uns bestraft &ndash; wir haben nun Frieden mit Gott!&ldquo; (Jesaja 53,5) Andreas und Simon Petrus, Johannes, Jakobus und alle anderen J&uuml;nger von Jesus waren wie auch Paulus &bdquo;messianische Juden&ldquo;. Sie hatten erkannt: in dem Zimmermann von</p><p>Nazareth begegnet uns der angek&uuml;ndigte Retter vor dem Zorn Gottes, der Erl&ouml;ser von Tod und Verg&auml;nglichkeit. Auf jeder Israelreise f&uuml;r mich ein H&ouml;hepunkt: der Treff mit messianischen Juden der Pniel-Gemeinde in Tiberias! Mit dem Gr&uuml;nder Daniel Yahav oder einem seiner Mitarbeiter &ndash; wie Paulus und Petrus mein Bruder in und durch Christus! M&ouml;gen viele Christen sich in unserer Zeit den Juden in aller Welt zur Seite stellen: denn sie sind durch den Juden Jesus meine und Ihre Br&uuml;der und Schwestern!</p><p><strong>&#9658;&nbsp; Mehr Infos zur Apostelgeschichte:</strong></p><section class="erf-teaser-card-init" data-url="https://www.youtube.com/watch?v=utaAu5qNZig">Buchvideo: Apostelgeschichte Kap. 13-28</section><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pfarrer Martin Kühn</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17123942.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pfarrer Martin Kühn]]></author>
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      <pubDate>Fri, 22 Aug 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die Verhandlung vor Festus]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Apostelgeschichte 25,1-12 – ausgelegt von Nicole Zweininger.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 25,1-12 – ausgelegt von Nicole Zweininger.</em><br/>
<p>Paulus sitzt in der Zelle. Und das nicht erst seit kurzem. Zwei Jahre sitzt er nun in Gefangenschaft. Es ist still. Vielleicht h&ouml;rt Paulus Stimmen von au&szlig;en, doch hier drinnen herrscht Ungewissheit. Ich stelle mir vor, wie er aus der Zelle gezogen und vor den r&ouml;mischen Statthalter Festus gebracht wird. Jetzt steht Paulus vor Gericht. Wieder einmal. Die Anklage? Haltlos. Umringt ist er von hitzigen Ankl&auml;gern. Seine Gegner, die Hohenpriester und f&uuml;hrenden M&auml;nner sind entschlossen: sie wollen ihn loswerden. Nicht durch ein offenes Verfahren, sondern heimlich auf dem Weg nach Jerusalem. Paulus wird beschuldigt, ein Unruhestifter unter den Juden zu sein. Ein Verbrechen gegen den Frieden. Sie wollen ihn in einen Hinterhalt locken. Ganz sch&ouml;n klug. Daf&uuml;r m&uuml;ssen sie nur noch den Statthalter &uuml;berzeugen, ihn dorthin zur Verhandlung verlegen zu lassen. Die Anklage ist schwer.</p><p>Paulus kann jetzt alles tun, um sich selbst zu verteidigen. Er kann sich in seiner Not wehren, sich herausreden, die Ungerechtigkeit anklagen. Dazu w&uuml;rde ich wohl schnell neigen. Doch Paulus wei&szlig; auch, dass er nichts verbrochen hat. Er tut etwas anderes. Er beruft sich auf den Kaiser. Das ist sein gutes Recht als r&ouml;mischer B&uuml;rger und doch ein mutiger Schritt. Er fordert eine faire Verhandlung in Rom. Das ist vermutlich die einzige Chance, hier lebendig rauszukommen.</p><p>Trotz Verfolgung und falschen Anklagen sagt Paulus im zweiten Korintherbrief in Kapitel vier, Verse acht und neun: <em>&bdquo;Wir sind in allem bedr&auml;ngt, aber nicht erdr&uuml;ckt; ratlos, aber nicht verzweifelt; verfolgt, aber nicht verlassen; niedergeworfen, aber nicht zerst&ouml;rt.&ldquo;</em></p><p>Paulus erlebt nicht nur einmal was es hei&szlig;t, bedr&auml;ngt und verfolgt zu werden. Und doch ist er zuversichtlich: In Gott hat er alles, was er braucht. Was gibt mir Halt in Momenten, wenn ich nicht weiterwei&szlig;? Was hilft mir, nicht die Hoffnung zu verlieren? Paulus wei&szlig;: Gott f&uuml;hrt. Nicht immer so, wie er es erwartet. Aber er l&auml;sst ihn nicht allein.</p><p>Diese Wahrheit gilt auch f&uuml;r mich. Gott verspricht kein einfaches Leben. Aber er versorgt mich, in meinen Lebenslagen. Der Bibelvers bedeutet f&uuml;r mich: Gott schenkt mir Frieden, selbst wenn ich bedr&auml;ngt werde. Er schenkt Rat, wenn ich an meine menschlichen Grenzen komme. Er steht mir bei, wenn ich verfolgt werde. Er besch&uuml;tzt mich, wenn ich niedergeworfen werde. Diese Wahrheiten spricht Gott seinen Kindern zu.</p><p>Als Missionskind bin ich in einem Land aufgewachsen, in dem Christen bis heute unterdr&uuml;ckt sind. Einige von ihnen werden von ihren Familien ausgesto&szlig;en und verspottet. Sie werden buchst&auml;blich vor die Haust&uuml;r gesetzt. Wenn ich sehe, dass jemand ungerecht behandelt wird, f&auml;llt es mir schwer, positiv zu bleiben. Die Frage l&auml;sst mich nicht los, warum sich Menschen ungerecht behandeln. Aber ich habe auch erlebt, wie diese Christen einander ermutigen und tr&ouml;sten. Denn sie sind zuversichtlich: <em>&bdquo;Wir haben die beste Botschaft der Welt. Gott tr&auml;gt uns durch.&ldquo;</em> Ein Christ in Nordkorea sagte: <em>&bdquo;Sie k&ouml;nnen mich ins Gef&auml;ngnis stecken, aber nicht das Evangelium.&ldquo;</em> Von ihrer Hoffnung und ihrem Mut kann ich viel lernen. Ich m&ouml;chte zuversichtlich glauben, dass Gott mitten im Leid da ist. Seine Hoffnung und Liebe verbreiten sich wie ein Lauffeuer in der ganzen Welt.</p><p>Paulus hat das f&uuml;r sich verstanden. Er zeigt mir eins: Es gibt einen Weg. Es ist vermutlich nicht der leichte und nicht der schnelle - aber der richtige. Denn Gott &ouml;ffnet T&uuml;ren, selbst durch Gerichte und durch ungerechtes Verhalten anderer. Paulus beh&auml;lt seinen Fokus auf dem, was z&auml;hlt. Sein Auftrag steht fest und es scheint mir so, als kann niemand ihn ins Wanken bringen. Dieser Auftrag endet nicht in einer dunklen Zelle. Denn in Rom will er weiter von Jesus erz&auml;hlen und von dem, was ihm widerfahren ist. Jesus und seine Botschaft haben ihn ver&auml;ndert. Nicht nur das, er wird von Saulus in Paulus umbenannt. Eine 180 Grad Wende, mit der er vermutlich nicht gerechnet hat.</p><p>Schon im Alten Testament Jesaja 55,8-9 spricht Gott: <em>&bdquo;Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der Herr. Denn so hoch der Himmel &uuml;ber der Erde ist, so sind meine Wege h&ouml;her als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.&ldquo;</em></p><p>Diese Worte ber&uuml;hren mich. Wenn ich an meine menschliche Grenze komme, bin ich froh, dass es jemanden gibt, der es besser wei&szlig; als ich. Der mich und andere selbst in ausweglosen Situationen begleitet. Denn ich darf klagen und meine Not vor Gott aussprechen. Gott ist meine Anklage nicht egal. Aber ich kann auch still werden und wissen: Gott ist da. Er ist mit dabei. Ein Gebet des Theologen Reinhold Niebuhr hilft mir, mich neu zu fokussieren:</p><p><em>&bdquo;Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht &auml;ndern kann,<br />
den Mut, Dinge zu &auml;ndern, die ich &auml;ndern kann,<br />
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.&ldquo;</em></p><p>Diese Worte h&auml;ngen auf einem kleinen Zettel an meiner Wand neben meinem Esstisch. Es ist eine gute &Uuml;bung, sich damit auf den Tag einzustellen. Das Gebet begleitet mich &uuml;ber den ganzen Tag. Ich frage mich, ob Paulus diese Worte auch f&uuml;r sich sprechen w&uuml;rde:</p><p><em>&bdquo;Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht &auml;ndern kann.&ldquo;</em></p><p>Schon zwei Jahre sitzt Paulus in Haft. Und nun - mitten im Gerichtsprozess &ndash; muss er sich vor seinen Feinden behaupten.</p><p><em>&bdquo;Gib mir den Mut, Dinge zu &auml;ndern, die ich &auml;ndern kann.&ldquo;</em></p><p>Diese Worte spiegeln sein Verhalten wider. Er steht f&uuml;r sich ein und macht von seinem r&ouml;mischen B&uuml;rgerrecht Gebrauch.</p><p><em>&bdquo;Und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.&ldquo;</em></p><p>Paulus wei&szlig;, dass die Falle seiner Feinde ihm das Leben kosten kann. Er &uuml;berlegt es sich gut, welche Option nun die beste ist. Denn sobald er nach Rom kommt und freigelassen wird, kann er seinem Auftrag wieder nachgehen. Er wei&szlig;, dass Gott ihn f&uuml;hrt &ndash; nicht immer so, wie er es erwartet, aber doch mit einem Ziel.</p><p>K&ouml;nnen Sie diese Worte auch in Ihrer Situation sprechen? Welche Dinge m&ouml;chten Sie gelassen hinnehmen? Und wo braucht es Mut, um etwas zu ver&auml;ndern?</p><p>Diese Fragen sind nicht immer leicht zu beantworten, besonders wenn Ungerechtigkeit und Leid das Leben pr&auml;gen. Paulus erlebt genau das. Er ger&auml;t unter Druck, doch er hat seine Mission vor Augen. Er erkennt, wie er in seiner Situation handeln muss. Gott geht mit.</p><p>Er versorgt mich und &ouml;ffnet Wege, die ich noch nicht sehe. Auch ich will meinen Fokus auf dem behalten, was wirklich z&auml;hlt: Das Miteinander mit Gott. Und darauf vertrauen, dass Gott mich mit seinen Zusagen ausr&uuml;stet. Denn vielleicht ist das, was wie ein Ende erscheint, in Gottes Augen erst der Anfang.</p><p>&#9658; Mehr Informationen zur Apostelgeschichte:</p><section class="erf-teaser-card-init" data-url="https://youtu.be/utaAu5qNZig">Buchvideo: Apostelgeschichte Kap. 13-28</section><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Nicole Zweininger</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17123328.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Nicole Zweininger]]></author>
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      <pubDate>Thu, 21 Aug 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die Verschleppung des Prozesses]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Apostelgeschichte 24,22-27 – ausgelegt von Christoph Till.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 24,22-27 – ausgelegt von Christoph Till.</em><br/>
<p>Unbequem - so l&auml;sst sich das Empfinden der Juden und auch einiger Judenchristen gegen&uuml;ber Paulus beschreiben. Deswegen hatten sie ihn vor Gericht gebracht. Den Prozess f&uuml;hrte Felix, ein r&ouml;mischer Statthalter, der zwischen 52 und 60 n. Chr. in der Provinz Jud&auml;a t&auml;tig war. Der heutige Bibelabschnitt fasst einen l&auml;ngeren Zeitabschnitt zusammen. Felix, der in seiner Funktion als Statthalter auch als Richter fungierte, z&ouml;gerte die Verhandlung heraus. Zum einen wollte er mehr &uuml;ber diesen &bdquo;neuen Weg&ldquo; erfahren, zu dem Paulus geh&ouml;rte. Zum zweiten berichtet uns der Bibeltext, erhoffte Felix sich von Paulus eventuell auch Schmier- oder L&ouml;segeld, damit dieser freigelassen wird. Gleichzeitig erleichterte er die Haftbedingungen des Paulus.</p><p>Ich beobachte in dem Text eine Mischung aus Interesse und Egoismus. Auf der einen Seite war da ein religi&ouml;ses Interesse von Felix, das sicherlich auch mit seiner j&uuml;dischen Frau Drusilla begr&uuml;ndet werden kann. Auf der anderen Seite war da nat&uuml;rlich das Eigeninteresse des Geldes. Wo auch immer das konkrete Interesse lag, er h&ouml;rte Paulus zu. Und so konnte dieser Felix von Jesus Christus erz&auml;hlen. Solange die Themen ertr&auml;glich waren, gelang dies auch &uuml;ber l&auml;ngere Zeit. Doch bei bestimmten Themen wurde das, was Paulus sagte, offenbar unbequem. Die Themen Enthaltsamkeit, Gerechtigkeit und Gericht stie&szlig;en Felix negativ auf. Statt weiter zuzuh&ouml;ren und eventuell auch die eigene Lebensausrichtung zu &auml;ndern, schickte er Paulus fort. Er wolle sp&auml;ter weiter h&ouml;ren, wenn er Zeit habe. Dieser Aussage kam er, so berichtet die Apostelgeschichte zusammenfassend, durchaus nach. Doch die f&uuml;r ihn unangenehmen Themen mied er.</p><p>Die Tendenz, unangenehme Themen im Glauben zu meiden, ist nicht ungew&ouml;hnlich. Auch heute gibt es bei bestimmten Themen eine gro&szlig;e Abwehrhaltung. Mindestens eines der Themen finde ich in unserem heutigen Text wieder: das Gericht. Aber auch die Enthaltsamkeit, sowie das Thema Gerechtigkeit wirken auf manche unangenehm.</p><p>F&uuml;r Felix war es sicherlich der Sachverhalt, dass es &uuml;ber ihm noch eine gr&ouml;&szlig;ere Autorit&auml;t gibt, die das Sagen hat, die ihm zu schaffen machte. Wie sollte das gehen? Er war doch der Statthalter, der im Namen der r&ouml;mischen Regierung richten und das gesellschaftliche Leben regeln sollte. Und jetzt sollte er sich auf einmal f&uuml;r sein Verhalten verantworten und musste sich ins Leben hineinsprechen lassen? Da vermied er es lieber, sich das alles anzuh&ouml;ren.</p><p>Leben bedeutet Verantwortung. Das gilt f&uuml;r jeden Menschen - egal, ob er Christ ist oder nicht. Diese Verantwortung betrifft meinen Umgang mit mir selbst, aber auch mit anderen Menschen. Und die Bibel ist hier deutlich: Diese Verantwortung habe ich nicht nur vor mir selbst, sondern auch vor Gott. Dabei gilt: Auch wenn ich es nicht h&ouml;ren will, diese Verantwortung besteht. Ich kann mich entscheiden, wie Felix diesen Themen aus dem Weg zu gehen, doch wird mich die Verantwortung vor Gott sp&auml;testens dann einholen, wenn es um das Gericht Gottes geht.</p><p>Dankbar bin ich, dass Paulus in diesem Zusammenhang auch das Thema &bdquo;Gerechtigkeit&ldquo; ansprach. Wenn Paulus dabei so redete wie er es in seinen Briefen schrieb, wird er damit Felix auch den Ausweg aus dem Dilemma der Verurteilung im Gericht mit genannt haben. Ja, als Mensch bin ich verantwortlich f&uuml;r mein Tun. Wenn es rein danach ging, m&uuml;sste jeder Mensch das Gericht Gottes mit dem entsprechenden Urteil &uuml;ber sich ergehen lassen. Doch Paulus spricht auch die Gerechtigkeit an, nach der jeder Mensch die Chance hat, sich die Gerechtigkeit Gottes zurechnen zu lassen. Das bedeutet aber auch, eine h&ouml;here Autorit&auml;t anzuerkennen. Es setzt voraus, Jesus das eigene Leben zu &uuml;bergeben und damit einen neuen Weg im eigenen Leben zu gehen. F&uuml;r eine Person, die in Regierungsverantwortung steht und damit in sich selbst eine Autorit&auml;t sieht vielleicht ein Schritt, der sehr viel abverlangt.</p><p>Felix war hin- und hergerissen zwischen Interesse, Eigennutz, aber auch Abschreckung. Das, was Paulus ihm sagte, war f&uuml;r ihn unbequem. Und so schob er eine echte Entscheidung f&uuml;r oder gegen Jesus immer weiter vor sich her. Bei einem Regierungswechsel tat er den Juden allerdings noch einen Gefallen und lie&szlig; Paulus im Gef&auml;ngnis. War das ein Hinweis darauf, dass er sich gegen den &bdquo;neuen Weg&ldquo;, gegen Jesus Christus, entschieden hatte?</p><p>Rund 2000 Jahre sp&auml;ter stehen wir Menschen vor &auml;hnlichen Themen, wie sie Paulus mit Felix besprochen hatte. Auch heute sind die Themen Enthaltsamkeit, Gerechtigkeit und Gericht Themen, die unbequem sind. Und doch muss ich mich damit auseinandersetzen. Ich muss mir als Mensch die Fragen stellen: Jesu Gerechtigkeit oder meine Ungerechtigkeit? Freispruch oder Verurteilung im Gericht? Diese Fragen m&ouml;gen zun&auml;chst unbequem sein. Schlie&szlig;lich konfrontieren sie mich mit meinen Unzul&auml;nglichkeiten - die Bibel nennt sie S&uuml;nde. Sie konfrontieren mich auch damit, dass ich in Gottes Gericht allein nicht bestehen kann. Gleichzeitig zeigen mir diese Fragen aber auch die Perspektive auf, dass es mit Jesus Christus Leben gibt. Mit Christus verliert das Gericht seinen Schrecken. Statt Verurteilung wartet auf mich der Freispruch. Gott sieht mich nicht in meiner Ungerechtigkeit, sondern in der Gerechtigkeit von Jesus Christus. Mag da auch zuerst der Schrecken &uuml;ber meine eigenen Taten und die daraus sich ergebende Perspektive da sein.</p><p>Felix hat diese Entscheidung, Jesus als Erl&ouml;ser anzunehmen, vor sich hergeschoben, um sie am Ende scheinbar nicht zu treffen. Da ich gelernt habe, wer mein Erl&ouml;ser ist, m&ouml;chte ich diese Entscheidung f&uuml;r ihn nicht vor mir herschieben. Ich m&ouml;chte mich ihm jeden Tag neu anvertrauen, mich von ihm leiten lassen und ihn als meine Gerechtigkeit und meinen Anwalt im Gericht begreifen. Und Sie?</p><p>Mehr zur Apostelgeschichte:</p><section class="erf-teaser-card-init" data-url="https://www.bibleserver.com/video/TBP/Apostelgeschichte%20Kap.%2013-28/92249">Video:&nbsp;Apostelgeschichte Kap. 13-28</section><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Christoph Till</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17122567.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Christoph Till]]></author>
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      <pubDate>Wed, 20 Aug 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Vor dem Statthalter Felix]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Apostelgeschichte 24,1-21 – ausgelegt von Friedrich Schechinger.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 24,1-21 – ausgelegt von Friedrich Schechinger.</em><br/>
<p>Paulus ist in Haft. Im herrlich gelegenen K&ouml;nigspalast Caesarea. Dort am Ufer des Mittelmeeres residiert der r&ouml;mische Prokurator Felix. Wahrlich eine zwielichtige Person. R&ouml;mische Geschichtsschreiber berichten, dass er ein Sklave war. Durch die Einflussnahme seines Bruders beim Kaiser Claudius in Rom wurde Felix Statthalter in Jud&auml;a. Er war ein willk&uuml;rlicher, grausamer und gieriger Machthaber. Gegen religi&ouml;se j&uuml;dische Fanatiker ging er unmenschlich vor. Nun ist er der Richter in dem Strafprozess, den der Hohepriester Hananias gegen den Apostel Paulus einleitete.</p><p>Hananias war der Vertreter des gesamten Judentums. Zusammen mit einigen Mitgliedern des Hohen Rates bildete er eine Art Volksvertretung. Auch er war kein unbeschriebenes Blatt. Als brutal, korrupt und habgierig wird er beschrieben.</p><p>Die j&uuml;dischen Religionsbeh&ouml;rden wollten die Akte &bdquo;Paulus&ldquo; m&ouml;glichst schnell wieder schlie&szlig;en und den Fall gem&auml;&szlig; ihren Vorstellungen zum Abschluss bringen. Deshalb haben sie sich gut vorbereitet und einen Juristen, namens Tertullus zur Klageerhebung zu Felix mitgenommen. Wegen seines Redetalents heuerten sie diesen Anwalt an.</p><h2><strong>Anklage</strong></h2><p>Mit seiner juristischen Schmeichelrede spricht Tertullus die Gef&uuml;hle des Statthalters an. &bdquo;Wir Juden leben in gro&szlig;em Frieden unter dir. Wir sind dankbar f&uuml;r Deine Amtsf&uuml;hrung und deine F&uuml;rsorge.&ldquo; Das Gegenteil ist jedoch der Fall. In Wirklichkeit hat Felix in jeder Hinsicht seinen eigenen Vorteil gesucht. Diese Loyalit&auml;tsbezeugung ist im Kern unwahrhaftig und gr&uuml;ndlich vorget&auml;uscht. Eine Heuchelei allererster G&uuml;te.</p><p>Und in dieser Unwahrhaftigkeit setzt sich die Anklage fort:</p><p>Paulus sei ein Unruhestifter bei allen Juden auf der ganzen Welt. Er ist eine Pestbeule. Also ein kranker Mann, der seine t&ouml;dliche Krankheit auch noch &uuml;berall verbreitet. Au&szlig;erdem ist er der Anf&uuml;hrer einer staatsgef&auml;hrdenten Sekte. Tertullus schwenkt ganz einfach von einem Extrem ins anderen. Er r&uuml;hmt Felix als hochgestellten Mann, w&auml;hrend er im gleichen Atemzug den Apostel Paulus als eine Pest bezeichnet, welcher der ganzen Volksgesundheit schadet.</p><p>Es ist wahr, &uuml;berall wo Paulus hinkam und von Jesus, dem auferstandenen Sohn Gottes erz&auml;hlte, entstand unter den Juden Aufruhr und Unruhe. Allerdings waren die Juden immer selbst die Unruhestifter. Wo bei uns heute Gottes Wort verk&uuml;ndigt wird, bleibt da alles still oder kommen die Zuh&ouml;rer in Bewegung? Ich w&uuml;nschte mir das.</p><p>Tertullus beschreibt Paulus weiter als einen Bandenf&uuml;hrer der &bdquo;Sekte der Nazar&auml;er&ldquo;. Das war ein Name f&uuml;r die Christen. Er macht aus der Gemeinde Jesu eine Bande.</p><p>Und im dritten Anklagepunkt soll sich Paulus der Tempelentheiligung schuldig gemacht haben. Einen Heiden habe er in den nur f&uuml;r Juden zug&auml;nglichen Tempelbereich eingeschleust.</p><p>W&auml;hrend Tertullus sein Pl&auml;doyer h&auml;lt, stimmten die anwesenden Juden ihm zu.</p><h2><strong>Verteidigung</strong></h2><p>Dann erh&auml;lt Paulus von Felix die Gelegenheit, sich zu verteidigen. Er tut das alleine und mit einer W&uuml;rde, die das Geschw&auml;tz des Tertullus v&ouml;llig in den Schatten stellt. Paulus verwirklicht, was im 1. Petrusbrief, Kapitel 3,15 steht: <em>&bdquo;Seid aber jederzeit bereit zur Verantwortung gegen jeden, der Rechenschaft von euch fordert &uuml;ber die Hoffnung, die in euch ist.&ldquo;</em> (1. Petrus, 3,15) In Ruhe und mit der Gewissheit des Glaubens legt Paulus hier ein Zeugnis f&uuml;r Jesus ab.</p><p>In der richtigen Art und Weise das zu sagen, was dran ist, gilt es am Zeugnis des Paulus zu lernen. Der Heilige Geist leitet seine Kinder und gibt Weisheit und Kraft, das Richtige zu sagen. Dazu m&uuml;ssen wir allerdings das Wort Gottes kennen. Der Heilige Geist ist der Anwalt der Jesusleute. Er ist ihr F&uuml;rsprecher und Tr&ouml;ster. Es gibt keinen besseren &bdquo;Anwalt&ldquo;, der f&uuml;r die Sache der Seinen eintritt und sie leitet und f&uuml;hrt. So gibt er Paulus die Weisheit, das Richtige im richtigen Augenblick zu sagen.</p><p>Ohne einen Anflug von Schmeichelei anerkennt er Felix als Richter &uuml;ber das Judenvolk und bringt ein nachpr&uuml;fbares Alibi: &bdquo;Vor 12 Tagen bin ich in Jerusalem angekommen, um im Tempel anzubeten. Der christlichen Gemeinde in Jerusalem hatte ich Spenden zu &uuml;berbringen und im Tempel wollte ich opfern, deshalb bin ich hierhergekommen. Mit niemanden habe ich gestritten oder einen Volksauflauf inszeniert. Das ist doch kein Grund mich anzuklagen?&ldquo;</p><p>Weiter legt Paulus dar, dass er kein abgefallener Jude sei, sondern dass er dem Gott seiner V&auml;ter dient. Er bekennt, alles zu glauben, was im Gesetz Moses und in den prophetischen B&uuml;chern steht. &bdquo;Ich diene Gott&ldquo;, das ist die Lebenshaltung von Paulus.</p><p>Darf ich Sie bitten, liebe H&ouml;rerin und lieber H&ouml;rer, dieses Zeugnis des Paulus auch f&uuml;r sich zu pr&uuml;fen? Mit Ihren M&ouml;glichkeiten und mit Ihren F&auml;higkeiten dem lebendigen Herrn Jesus Christus zu dienen und ihm zu folgen!</p><p>Jesus Christus ist f&uuml;r Paulus die Grundlage seiner Hoffnung. Er ist auferstanden und wird wiederkommen. Das ist die sichere Erf&uuml;llung der Verhei&szlig;ungen, die Gott seinem Volk gegeben hat. Als Paulus die Auferstehung erw&auml;hnt, konfrontiert er den Statthalter Felix mit dem Zustand nach dem Tod. Dar&uuml;ber m&uuml;sste Felix mal nachdenken. In dieser Hoffnung und Erwartung lebt Paulus. Das ist f&uuml;r ihn das Motiv, Gott mit einem guten Gewissen ohne Ansto&szlig; zu dienen. Keinesfalls wollte er etwas tun, wodurch die innige Beziehung mit Gott verlorenginge und er keine Sicht mehr auf die Erf&uuml;llung der Verhei&szlig;ungen Gottes h&auml;tte.</p><p>Sehr gut erinnere ich mich, wie wir als junge M&auml;nner im Park von Helsingborg sa&szlig;en und mein Freund Walter uns den Satz zurief: &bdquo;<em>Darin &uuml;be ich mich, allezeit ein unverletztes Gewissen zu haben vor Gott und den Menschen.</em> (Apostelgeschichte 24, 16)&ldquo;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Friedrich Schechinger</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17121826.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Tue, 19 Aug 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Eine Verschwörung gegen Paulus]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 23,12-35 – ausgelegt von Christa Geiß.</em><br/>
<p>&bdquo;Mensch Paulus! Dir bleibt aber auch nichts erspart! Als wenn es nicht schon genug w&auml;re, verhaftet, verh&ouml;rt, gebunden und geschlagen zu werden! Man dreht dir S&auml;tze im Mund um, verkehrt Wahrheiten in L&uuml;ge, h&ouml;rt nicht hin, was du wirklich zu sagen hast. Du willst nur Gutes, bleibst sachlich, klar und wahr, bist authentisch. &sbquo;Wir finden nichts B&ouml;ses an ihm&lsquo;, hatten dir gestern noch einige Menschen best&auml;tigt.</p><p>Und nun: Eine Verschw&ouml;rung gegen dich, ein Mordanschlag ist geplant! Wirkliche Argumente gegen dich und deine Aussagen gibt es nicht. Und trotzdem wollen sie dich loswerden. Ob sie sich durch dich in ihrer Ruhe gest&ouml;rt f&uuml;hlen? In ihrer Gedankenblase, in der sie sich gut eingerichtet haben? Innehalten und pr&uuml;fen, ob sich da etwas &auml;ndern m&uuml;sste &ndash; nein, auf keinen Fall! Besser den Unbequemen wegsperren, t&ouml;ten! Paulus, das hast du doch nicht verdient!&ldquo;</p><p>Ich empfinde Empathie f&uuml;r Menschen, die zu Unrecht beschuldigt und ungerecht behandelt werden. Gerne h&auml;tte ich Paulus noch gefragt, wie er sich gef&uuml;hlt hat. Ob er auch Angst hatte, ob er w&uuml;tend war, angespannt, hin und wieder auch resigniert? Von all dem wird nichts berichtet. Vielleicht aber war der Neffe von Paulus einer, der Empathie f&uuml;r seinen Onkel hatte: &bdquo;<em>Als aber der Sohn der Schwester des Paulus von dem Anschlag h&ouml;rte, ging er und kam in die Burg und berichtete es Paulus</em>&ldquo; (Apostelgeschichte 23,16), so der biblische Text.</p><p>Die Haft von Paulus war leicht, so dass er Besuch empfangen durfte und auch Anweisung geben konnte, mit wem sein Neffe in Kontakt gebracht werden sollte. Das ist das Einzige, was wir in diesem Text von Paulus direkt erfahren.</p><h2><strong>Alles andere geschieht &ndash; zuf&auml;llig? Gewollt? Von einer weisen Hand gef&uuml;hrt und geordnet?</strong></h2><p>Wir erfahren nicht, wie der Neffe von dem geplanten Mordanschlag geh&ouml;rt hat, aber es ist anzunehmen, dass die ganze Familie tief in den pharis&auml;ischen Kreisen verwurzelt war, und so doch etwas von den finsteren Pl&auml;nen gegen Paulus durchgesickert ist. So macht sich der Neffe stark f&uuml;r das Leben seines Onkels. Macht sich stark gegen geplantes Unrecht. Ganz allein. Ob er sich der gro&szlig;en Gefahr bewusst ist? Auf der Seite der Gegner sind es mehr als vierzig!</p><p>Die haben l&auml;ngst gesp&uuml;rt, dass sie mit legalen Mitteln nichts gegen Paulus erreichen k&ouml;nnen. Denn sie wissen sehr wohl, dass er r&ouml;mischer Staatsb&uuml;rger ist und aus dieser Sicht gerichtlich nichts gegen ihn vorliegt. Also wird es auf anderem Weg probiert. Pl&auml;ne schmieden. Nur Gleichgesinnte einbeziehen. Geheim halten. Sich verschw&ouml;ren.</p><p><em>&bdquo;Als es aber Tag wurde, rotteten sich Juden zusammen, die sich selbst verfluchten und schworen, weder zu essen noch zu trinken, bis sie Paulus get&ouml;tet h&auml;tten. Es waren aber mehr als vierzig, die diese Verschw&ouml;rung machten. Die gingen zu den Hohenpriestern und &Auml;ltesten und sprachen: Wir haben uns durch einen Eid gebunden, nichts zu essen, bis wir Paulus get&ouml;tet haben.&ldquo;</em> (Apostelgeschichte 23,12-14) So der Bibeltext.</p><p>Die Selbstverfluchung war damals im Judentum eine gebr&auml;uchliche Methode. Sie war sogar gesetzlich vorgesehen, f&uuml;r den Fall, dass Aussage gegen Aussage stand und es nicht m&ouml;glich war, die Wahrheit festzustellen. Ein Eid kam noch obendrauf, damit stellten sich die Ausf&uuml;hrenden unter den Fluch, falls ihr Versprechen, in diesem Fall, Paulus zu ermorden, nicht erf&uuml;llt werden sollte.</p><p>Die Ankl&auml;ger sind sich ihrer Sache sehr sicher. Doch ihre Rechnung geht nicht auf. Der Kommandant Klaudius Lysias hat durch den Neffen von den b&ouml;sen Pl&auml;nen erfahren und vereitelt durch schnelle, kompetente Anordnungen den Anschlag. 470 Menschen sorgen daf&uuml;r, dass Paulus in der Nacht sicher und unbeschadet zum r&ouml;mischen Bevollm&auml;chtigten Felix gelangt. Der mitgegebene Brief zeugt einmal mehr von der Weitsicht des Kommandanten. Der sieht sehr klar, dass hier etwas schiefl&auml;uft. Dass es nur um gesetzliche Streitereien geht, aber nicht um sachliche Gr&uuml;nde einer Anklage.</p><p>Und auch Felix geht mit Sachverstand vor. Es wird Paulus nichts passieren, bevor seine Ankl&auml;ger und er selbst sich &auml;u&szlig;ern k&ouml;nnen.</p><h2><strong>Manche Dinge geschehen einfach &ndash; zuf&auml;llig? Gewollt? Von einer weisen Hand gef&uuml;hrt und geordnet?</strong></h2><p>Paul Gerhardt, der Liederdichter des 16. Jahrhunderts, der Leid und Unrecht in gro&szlig;em Ma&szlig; durchlebt hat, hat es in vielen seiner Liedtexte bezeugt, was und wer diese weise Hand ist:</p><p>&bdquo;IHN, IHN lass tun und walten. ER ist ein weiser F&uuml;rst, und wird sich so verhalten, dass du dich wundern wirst.<br />
Wenn ER, wie IHM geb&uuml;hret, mit wunderbarem Rat das Werk hinausgef&uuml;hret, das dich bek&uuml;mmert hat.&ldquo;</p><p>Einfaches, ja, kindliches Vertrauen h&ouml;re ich aus diesen Worten. Vertrauen zu Gott, dem liebenden Vater, der wei&szlig;, was seine Kinder brauchen. Der oftmals im Verborgenen die F&auml;den zieht. Ist es nicht genau dieses Vertrauen, zu dem auch das Geschehen in dem heutigen Bibelabschnitt ermutigt?</p><p>Es m&uuml;ssen ja nicht 470 Soldaten sein, die Gott schickt. Bei mir war es die eine Frau, die sich wie ein Engel um meine vier Kinder k&uuml;mmerte, als ich im Geschehen des Verkehrsunfalls unter Schock stand. Es war der eine Nebensatz im Telefongespr&auml;ch mit einer Bekannten, es waren die Blumen, die einfach vor der Haust&uuml;r standen, es war der Arzt, der endlich das rettende Medikament verordnete. Ich k&ouml;nnte weitermachen &ndash; und Sie wahrscheinlich auch!</p><h2>Manche Dinge geschehen einfach &ndash; zuf&auml;llig? Mag sein. Gewollt? Vielleicht. Von einer weisen Hand gef&uuml;hrt und geordnet? Ganz sicher.</h2><p>&bdquo;Danke Paulus! Danke Paul Gerhardt! Ihr ermutigt mich, mein Vertrauen je l&auml;nger, je mehr auf Gott zu setzen!&ldquo;</p><p>Wenn Ihnen danach ist, sprechen Sie gerne mit mir die folgenden Gebetsworte:<br />
&bdquo;Danke, mein Gott, mein Vater, der mich liebt. So oft schon hast du im Verborgenen die Dinge mit weiser Hand geordnet, ohne dass ich etwas ahnte. Manches Mal war ich verletzt, traurig, ungeduldig, weil ich das Geschehen nicht verstand, den Ausgang der Dinge nicht sah. Doch du hattest das Ganze im Blick. Danke f&uuml;r deine Weisheit, deine F&uuml;hrung, deine Liebe, in der ich mich aufs Neue berge und aufgehoben f&uuml;hle. Amen.&ldquo;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Christa Geiß</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17121214.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Christa Geiß]]></author>
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      <pubDate>Mon, 18 Aug 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Gottes Güte ist besser als Leben]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Psalm 63 – ausgelegt von Dorit-Christina Thielmann.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 63 – ausgelegt von Dorit-Christina Thielmann.</em><br/>
<p>David schreibt diesen Psalm nicht in einem sch&ouml;nen Tempel, sondern in der W&uuml;ste &ndash; k&ouml;rperlich ersch&ouml;pft, auf der Flucht, einsam, vielleicht auch verzweifelt. Und mitten in dieser Trockenheit, da, wo alles karg und leer ist, w&auml;chst ein tiefer Ruf:<br />
&bdquo;(Gott) Es d&uuml;rstet meine Seele nach dir.&ldquo;</p><p>David erlebt: Nicht nur sein K&ouml;rper ist durstig &ndash; seine Seele d&uuml;rstet. Nach N&auml;he, nach Trost, nach Gott.</p><p>Die W&uuml;ste Juda ist eine Region &ouml;stlich von Jerusalem, die zum Toten Meer abf&auml;llt. Sie diente in der Fr&uuml;hgeschichte oft als Zufluchtsort, auch f&uuml;r David. David floh vor K&ouml;nig Saul in die W&uuml;ste Juda. Die genauen Umst&auml;nde seiner Flucht werden im 1. Buch Samuel beschrieben. Dort wird erz&auml;hlt, wie David von Saul und seinen M&auml;nnern gejagt wird. Es gibt Situationen, in denen David fast gefasst wird. Und in all der Bedrohung h&ouml;re ich David, wie er betet: Deine G&uuml;te &ndash; Gottes G&uuml;te &ndash; ist besser als Leben.</p><p>Was f&uuml;r ein Bekenntnis! Er sagt damit: Selbst, wenn ich alles verliere &ndash; <em>und das ist in Davids Situation wirklich alles: Sicherheit, Familie, Gesundheit </em>&ndash; deine N&auml;he, Gott, ist mehr wert als all das. Nicht die schwierige Situation steht in diesem Gebet im Mittelpunkt, sondern das Gl&uuml;ck der Gemeinschaft mit Gott.</p><p>Und was mich dabei &uuml;berrascht: David nimmt in diesem Psalm schon das Danklied vorweg, das er Gott singen will, wenn er von seinen Feinden errettet wird. <em>&bdquo;Meine Lippen preisen dich. Ich will dich loben mein Leben lang</em><em>und meine H&auml;nde in deinem Namen aufheben.&ldquo;</em></p><p>Es sind schreckliche Jahre, in denen er durch Saul verfolgt wird. Vielleicht zweifelt David schon manchmal an seiner Berufung, die er durch Gott schon in fr&uuml;hen Jahren seines Lebens bekommen hat. Damals salbte der Prophet Samuel den kleinen David zum K&ouml;nig. Und alle begriffen durch diese Handlung: <em>&bdquo;Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der HERR aber sieht das Herz an.&ldquo;</em></p><p>Und diese Erkenntnis zieht sich durch Davids Leben.</p><p>Aber dann sieht David in seinem Gebet schon das Todesgeschick seiner Feinde voraus. Gott zeigt ihm die Wahrheit &uuml;ber seine Feinde. Sie werden umkommen. Und auch die L&uuml;genm&auml;uler werden gestopft.</p><p>Getr&ouml;stet und vertrauensvoll kann er in der gr&ouml;&szlig;ten Gefahr zu Bett gehen. Und er ist Tag und Nacht mit seinem Gott im Gespr&auml;ch. Innig und ganz pers&ouml;nlich ist dieses Gespr&auml;ch mit Gott. Denn da ist er sich sicher &ndash; Gott ist sein Helfer. Mit seiner wunderbaren Bildsprache gehen die Psalmworte beim Beten auch direkt in mein Herz. <em>&bdquo;Unter dem Schatten deiner Fl&uuml;gel frohlocke ich&ldquo;.</em></p><p>David hat es geschafft, in bildreichen Worten auszudr&uuml;cken, was er im Herzen f&uuml;hlt und wonach er sich sehnt. Diese Worte haben Kraft. Und auch wenn es zur Zeit Davids den Tempel noch nicht gibt &ndash; und auch keine Kirche &ndash; seine Worte werden bis heute an diesen Orten gebetet. Warum ist das so?</p><p>Weil die Psalmen uns ins Beten mit hineinnehmen. Sie bringen andere zum Beten. Und auch wenn meine Seele keine Worte findet f&uuml;r das, was sie bedr&uuml;ckt und besch&auml;ftigt: hier kann sie sich Worte leihen, die Kraft haben.</p><p>Und was f&uuml;r ein Segen ist es, die Psalmen gemeinsam laut zu beten! Das wird in vielen Gottesdiensten so gemacht. Ich h&ouml;re die Stimme des anderen neben mir, der Gott mit denselben Worten lobt, der mit mir zusammen Klage und Dank vor seinen Thron bringt. Ich stimme ein in das Gebet der Gemeinde und sp&uuml;re, wie ich getragen werde, auch wenn meine Stimme an manchen Stellen schwach ist.</p><p>Die Psalmworte geben Raum, Gott selbst das Herz zu &ouml;ffnen. Sich in den Bildern, sich in die Klage und das Lob einzuf&uuml;hlen. Auch wenn ich heute in einer anderen Lage bin, kann ich im Beten des Psalms meine pers&ouml;nliche Not einf&uuml;gen. Gott meinen Dank bringen. Ermutigung zum Gebet finden.</p><p>Der Psalm 63 ist wie eine Einladung an Sie und mich. Ich kenne solche W&uuml;stenzeiten auch:<br />
Wenn das Leben sich trocken anf&uuml;hlt. Wenn Sorgen, Krankheit oder Verlust mich auszehren. In solchen Zeiten kann mein Glaube wie vertrocknet scheinen. Doch genau dort &ndash; in der W&uuml;ste &ndash; beginnt dieser Psalm. David betet nicht erst, als alles gut ist. Er sucht Gott w&auml;hrend der D&uuml;rre. Und darin liegt eine starke Ermutigung: Die W&uuml;ste ist kein gottloser Ort. Sie kann sogar ein heiliger Ort werden &ndash; ein Ort der Begegnung mit dem lebendigen Gott.</p><p>In unseren W&uuml;stenzeiten k&ouml;nnen wir ehrlich mit Gott reden. Wir m&uuml;ssen nichts besch&ouml;nigen. Wir d&uuml;rfen sagen: &bdquo;Gott, ich sehne mich so nach dir. Ich sp&uuml;re dich kaum. Aber ich glaube, du bist da.&ldquo;</p><p>Und in genau solchen Momenten schenkt Gott eine neue Tiefe, eine heilige Gewissheit, die st&auml;rker ist als jede &auml;u&szlig;ere Not. Und dann kann ich manchmal beten: &bdquo;&hellip; <em>unter dem Schatten deiner Fl&uuml;gel frohlocke ich in der Hitze meines Alltags</em>&hellip;&ldquo;</p><p>David sagt: <em>&bdquo;Wenn ich wach liege, sinne ich &uuml;ber dich nach. Denn du bist mein Helfer.&ldquo; </em>Viele kennen das n&auml;chtliche Wachliegen &ndash; wenn Sorgen nicht schlafen gehen. W&auml;re es nicht weise, dann das zu tun, was David hier zeigt: Er erinnert sich. Er ruft sich in Erinnerung, wie Gott schon geholfen hat. Er lebt nicht aus der Angst, sondern er erinnert sich an Gottes G&uuml;te und an Gottes Treue.</p><p>Das hei&szlig;t, in schlaflosen N&auml;chten ist Raum und Zeit diesem einmal nachzugehen: Wie oft hat Gott schon getragen? Wie oft hat er schon T&uuml;ren ge&ouml;ffnet, wo kein Weg mehr war? Wann hat er Frieden gegeben, wo alles dunkel war?</p><p>David sagt: <em>&bdquo;Meine Seele h&auml;ngt an dir; deine rechte Hand h&auml;lt mich.&ldquo;</em> Wieder ein Bild: Unsere Seele &ndash; wie ein Kind, das sich an die Hand klammert. Aber es ist nicht nur unser Halten. Gottes Hand h&auml;lt uns. Auch wenn unser Glaube schwach ist &ndash; seine Hand l&auml;sst uns nicht los.</p><p>Das ist das Entscheidende: Nicht unsere St&auml;rke z&auml;hlt &ndash; Gottes Hand h&auml;lt uns<strong>.</strong> Auch wenn wir schwach sind, m&uuml;de oder am Ende &ndash; er l&auml;sst uns nicht los.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pfarrerin Dorit-Christina Thielmann</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17120830.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pfarrerin Dorit-Christina Thielmann]]></author>
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      <pubDate>Sun, 17 Aug 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Paulus vor dem Hohen Rat]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Apostelgeschichte 23,1-11 – ausgelegt von Wolfgang Hoppstädter.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 23,1-11 – ausgelegt von Wolfgang Hoppstädter.</em><br/>
<p>Der Mensch denkt und Gott lenkt. Das fiel mir zuerst w&auml;hrend der Besch&auml;ftigung mit diesem Abschnitt ein. Warum?</p><p>Nun, weil es oft anders kommt als Menschen es planen. Dabei will ich das Sprichwort nicht falsch verstehen: Es lehrt keinen Schicksalsglauben. Es geht also nicht darum, dass es v&ouml;llig egal ist, was Menschen sich vornehmen, weil sie sowieso nur ein Spielball in der Hand Gottes sind. Nein, so ist das nicht.</p><p>Ich habe meinen Spielraum. Ich kann mein Leben gestalten. Aber meine M&ouml;glichkeiten sind begrenzt. Eigene Pl&auml;ne scheitern. Denn ich bin nicht allm&auml;chtig, auch wenn ich mich manchmal so auff&uuml;hre, als w&auml;re ich es.</p><p>Allm&auml;chtig ist nur Gott. Und er setzt seinen Ratschluss auch gegen alle Widerst&auml;nde durch. Gott f&uuml;gt alles so, dass sich am Ende seine Heilsabsichten verwirklichen und das Evangelium l&auml;uft. Denn w&auml;hrend die j&uuml;dische F&uuml;hrung den Apostel Paulus mit seiner Christusverk&uuml;ndigung f&uuml;r immer zum Schweigen bringen will, verhindert ein Nichtjude das gro&szlig;e Unrecht. Darum:</p><h2>1. <strong>Ein Heide handelt vorbildlich</strong>!</h2><p>Er ist in dieser Stunde ein Werkzeug Gottes, der seinen Boten am Leben erh&auml;lt. Denn als r&ouml;mischer Oberst rettet er Paulus aus der Hand seiner Feinde (zuvor schon in Apostelgeschichte 21,31). Er verh&auml;lt sich damit korrekt und handelt nach dem r&ouml;mischen Recht.</p><p>Und das kann ich nicht hoch genug sch&auml;tzen, wenn ein Staatswesen nach rechtsstaatlichen Prinzipien handelt. Paulus kommt das jetzt zugute. Denn als r&ouml;mischer B&uuml;rger hat er gewisse Rechte. Und nun kommt ihm die staatliche Ordnung zu Hilfe.</p><p>In Apostelgeschichte 23,10 steht: <em>&bdquo;Als aber die Zweitracht gro&szlig; wurde, bef&uuml;rchtete der Oberst, sie k&ouml;nnten Paulus zerrei&szlig;en, und lie&szlig; Soldaten hinabgehen und Paulus ihnen entrei&szlig;en und in die Burg f&uuml;hren.&ldquo;</em></p><p>So kann die Hilfe Gottes also auch ausschauen. Es ist ihm nicht schwer, die Seinen auf viele Weise zu bewahren. Und er tut das diesmal in Form eines aufrichtigen r&ouml;mischen Soldaten. Darum k&ouml;nnen die Feinde des Evangeliums ihren Plan nicht umsetzen. Trotzdem ist es f&uuml;r Paulus schmerzlich zu erfahren, wie gro&szlig; die Blindheit in seinem Volk ist. Und diejenigen, die Hirten des Volkes sein sollten, kommen ihrer Aufgabe nicht nach.</p><p>Denn es ist der Hohe Rat, der gegen den Apostel vorgeht. Diese M&auml;nner bilden die geistliche F&uuml;hrung. Aber weil sie Jesus Christus abgelehnt haben, sind sie selbst zunehmend von Blindheit geschlagen. Und so handelt ein Heide vorbildlich, w&auml;hrend f&uuml;hrende Juden Schuld auf sich laden. Denn:</p><h2>2. <strong>Die j&uuml;dische F&uuml;hrung versagt!</strong></h2><p>Und sie brechen ihre eigenen Gesetze. Denn ganz korrekt geht es in diesem Prozess nicht zu. Das erkenne ich schon daran, dass Paulus den Hohenpriester nicht direkt erkennt. W&auml;re dieser in seiner Amtskleidung erschienen, dann h&auml;tte der Apostel sofort gewusst, mit wem er es zu tun hat.</p><p>Jedenfalls sieht es so aus, dass es in diesem Verfahren nicht rechtm&auml;&szlig;ig zugeht. Stattdessen wird Paulus ohne Grund geschlagen, so wie es vor ihm schon Jesus Christus selbst im Prozess gegen sich erlebt hat.</p><p>Und auch Jesus hat dabei das Unrecht beim Namen genannt. Nur geht Paulus noch weiter als sein Herr, indem er seinen Peiniger unter das Gericht Gottes stellt. Ja, seine Worte klingen hart: <em>&bdquo;Gott wird dich schlagen, du get&uuml;nchte Wand&ldquo;.</em></p><p>W&auml;nde hat man damals mit Farbe gestrichen, um ihren schadhaften Zustand zu kaschieren. Ein deutlicher Fingerzeig auf das heuchlerische Verhalten der j&uuml;dischen F&uuml;hrung. Denn sie sind Eiferer f&uuml;r das Gesetz und brechen es doch selbst, wie gerade der Umgang mit dem Apostel zeigt. Aber auch Paulus muss sich korrigieren, als er h&ouml;rt: <em>&bdquo;Schm&auml;hst du den Hohenpriester Gottes?&ldquo;</em></p><p>Damit ger&auml;t der Apostel nun selbst in den Konflikt mit dem Gesetz. Paulus verweist auf seine Unwissenheit, Apostelgeschichte 23,5: <em>&bdquo;Ich wusste es nicht, dass er der Hohepriester ist.&ldquo; </em></p><p>Seine Legitimit&auml;t als Oberster seines Volkes erkennt Paulus an. Darum rudert er nun zur&uuml;ck.</p><p>Er mag dabei von taktischen &Uuml;berlegungen nicht ganz frei gewesen sein. Denn seine Reaktion gegen&uuml;ber dem Hohepriester kommt auch bei den Pharis&auml;ern nicht gut an. Immerhin steht er ihnen nahe, ist er doch selbst Pharis&auml;er. Und diese stehen insgesamt der Botschaft von Jesus offener gegen&uuml;ber als die Sadduz&auml;er.</p><p>Paulus nutzt das Konfliktpotential der beiden j&uuml;dischen Gruppen (Sadduz&auml;er und Pharis&auml;er) geschickt zu seinen Gunsten und f&uuml;r seinen Auftrag als Bote des Evangeliums.</p><p>Apostelgeschichte 23,6: &bdquo;<em>Als aber Paulus erkannte, dass ein Teil Sadduz&auml;er war und der andere Teil Pharis&auml;er, rief er im Rat: Ihr M&auml;nner, liebe Br&uuml;der, ich bin ein Pharis&auml;er und ein Sohn von Pharis&auml;ern. Ich werde angeklagt um der Hoffnung und um die Auferstehung der Toten willen.&ldquo;</em> Damit:</p><h2>3. <strong>Der Apostel verteidigt sich!</strong></h2><p>Und das ist eben kein Gegensatz. Dass einer bereit ist, f&uuml;r das Evangelium zu leiden, wenn es sein muss. Das ist Paulus wie kaum ein anderer.</p><p>Aber das hindert ihn nicht, dass er weise und schlagfertig genug ist, die Gunst der Stunde zu nutzen. Denn darin kann er sich der Unterst&uuml;tzung der Pharis&auml;er sicher sein: Sie lehren die Auferstehung und erkennen die ganze Bibel, das Alte Testament, an, im Gegensatz zu den Sadduz&auml;ern, die sich mehr und mehr der griechischen Kultur und ihrer Philosophie angen&auml;hert haben.</p><p>Kurzum: Die Sadduz&auml;er erkennen nur die ersten f&uuml;nf B&uuml;cher Mose an. Den Glauben an Engel und die Auferstehung lehnen sie strikt ab. Daf&uuml;r halten sie viel von der Freiheit des menschlichen Willens.</p><p>Das ist den Pharis&auml;ern zuwider. F&uuml;r sie ist alles festes Glaubensgut, was die Sadduz&auml;er ablehnen (vgl. Apostelgeschichte 23,8). Darum kann Paulus bei ihnen punkten, als er auf seinen Glauben an die Auferstehung verweist. Deshalb kommt es nun zum Eklat.</p><p>Ja, die Pharis&auml;er finden nichts B&ouml;ses an ihm. Nat&uuml;rlich k&ouml;nnen sie nicht zugestehen, dass Jesus Christus auferstanden ist. Aber immerhin k&ouml;nnen sie das grunds&auml;tzlich &uuml;berhaupt f&uuml;r m&ouml;glich halten. Und sie schlie&szlig;en es nicht aus, dass Gott bei Paulus die Hand im Spiel hat und ein Geist (meinen sie Jesus) oder ein Engel mit ihm geredet hat.</p><p>Jedenfalls liegen die Positionen der beiden Parteien im Hohen Rat sehr weit auseinander und Paulus kann das f&uuml;r sich nutzen. Der aufkommende Tumult l&auml;sst den Oberst handeln. Er muss davon mitbekommen haben und gibt Befehl, Paulus in Sicherheit zu bringen. Wieder greift also der r&ouml;mische Staat zugunsten von Paulus ein.</p><p>Dahinter steht die g&ouml;ttliche F&uuml;gung. Denn noch hat Paulus seinen Lebenslauf nicht vollendet. Er soll auch noch in Rom Zeuge des auferstandenen Herrn sein. Und darauf bereitet ihn der Herr selbst vor. Er spricht Paulus Mut zu. Und das ist gewiss auch n&ouml;tig, als er m&auml;chtigen Widerstand erf&auml;hrt.</p><p>Es &auml;ndert aber nichts daran: So wie in Jerusalem so wird Paulus auch in Rom ein Zeuge von Jesus Christus sein. Denn die Botschaft von Jesus Christus l&auml;sst sich nicht aufhalten. Gott setzt seinen Heilsplan durch. Darauf k&ouml;nnen wir uns verlassen. Sein Reich kommt.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Wolfgang Hoppstädter</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17120522.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Wolfgang Hoppstädter]]></author>
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      <pubDate>Sat, 16 Aug 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Paulus vor dem römischen Oberst]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 22,23-30 – ausgelegt von Hanna Exner.</em><br/>
<p>Die Stimmung ist aufgeheizt. Zerrissene Kleidungsst&uuml;cke fliegen &uuml;ber die aufgebrachten Hitzk&ouml;pfe hinweg. Eine wild gestikulierende Menge schreit: &bdquo;Bringt ihn um! &ndash; Weg mit ihm! &ndash; Er darf nicht mehr leben!&ldquo;</p><p>Diese Parolen gelten Paulus. Von den Stufen der Burg aus hat er von sich erz&auml;hlt. Wie aus dem fanatischen Pharis&auml;er Saulus ein Apostel Paulus geworden ist. Dank Jesus. Und wie dieser Jesus ihm begegnet ist. Zu ihm gesprochen hat. Ihn beauftragt hat, Zeuge f&uuml;r ihn zu sein. Vor Juden und Heiden zugleich. Aber die Menge erstickt seine Rede mit gro&szlig;em Geschrei.</p><p>Was ist der Grund f&uuml;r diesen Aufruhr? &ndash; Dass Paulus den auferstandenen Jesus bezeugt und zum Glauben einl&auml;dt? Oder die Tatsache, dass diese &bdquo;neue Lehre&ldquo; nicht nur Juden, sondern pl&ouml;tzlich auch Heiden gelten soll? Und Heiden dabei nicht einmal zur Einhaltung j&uuml;discher Riten und Gesetze angehalten werden? &ndash; Die Situation ist brenzlig. F&uuml;r den r&ouml;mischen Oberst genauso, wie f&uuml;r Paulus. Wird es dem Oberst gelingen, Paulus zu sch&uuml;tzen? Oder wird der w&uuml;tende Mob gleich &uuml;ber ihn herfallen?</p><p>Drei Beobachtungen erstaunen mich in dem heutigen Textabschnitt:</p><h2><strong>1. Paulus h&auml;lt unaufgeregt stand</strong></h2><p>Keiner wei&szlig;, wie es ausgeht. Auch Paulus nicht. Trotzdem zeigt er keine Anzeichen von verzweifelter Panik. Von dem Gesagten kann und will er nichts zur&uuml;cknehmen. Er scheint es f&uuml;r klug zu halten, den Dingen ihren Lauf zu lassen. Wer wei&szlig;, ob es dran sein wird, still f&uuml;r Jesus zu leiden?</p><p>Mit stillem Leiden kennt Paulus sich aus. In seinem langj&auml;hrigen Missionsdienst hat er Zustimmung, h&auml;ufig aber auch Ablehnung erlebt. Nur zu gut wei&szlig; er, was es bedeutet, um Jesu willen verm&ouml;belt oder fast zu Tode gesteinigt zu werden. Gerade so, wie Jesus es seinen J&uuml;ngern bereits ins Stammbuch geschrieben hat, hat er es schon h&auml;ufig erlebt: <em>Der Knecht ist nicht gr&ouml;&szlig;er als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen.</em> (Matth&auml;us 10,24)</p><p>Paulus muss die Dinge nicht mit Einsatz und Kampfgeist l&ouml;sen. Bis jetzt hat er immer Rettung und Trost durch seinen Herrn erlebt. Am allermeisten dann, wenn er aus eigener Kraft nichts mehr ausrichtet. Also ist es auch jetzt Gottes Sache. Paulus h&auml;lt unaufgeregt stand.</p><h2><strong>2. Paulus ergreift seine Chance</strong></h2><p>Da schnelles Entsch&auml;rfen der Situation gefragt ist, ordnet der Oberst Verh&ouml;r unter Folter an. Damals ein erlaubtes, wenn auch grausames, mitunter sogar t&ouml;dliches Mittel, um Aufr&uuml;hrern auf den Zahn zu f&uuml;hlen. Die Fesseln sind bereits angelegt. Da stellt Paulus eine einfache Frage. Sachlich, &uuml;berlegt: &bdquo;Ist es erlaubt bei euch, einen Menschen, der r&ouml;mischer B&uuml;rger ist, ohne Urteil zu gei&szlig;eln?&ldquo; &ndash; Volltreffer! Das sitzt! Der Oberst bekommt es mit der Angst zu tun. Hat er sich gerade selbst strafbar gemacht?</p><p>R&ouml;mische Staatsb&uuml;rger genie&szlig;en hohes Ansehen und sind privilegiert: sie sind von lokalen Steuern befreit, d&uuml;rfen frei reisen, besitzen aktives und passives Wahlrecht, d&uuml;rfen Vertr&auml;ge schlie&szlig;en, sich selbst vor Gericht verteidigen. Und: sie brauchen keine Folter oder Todesstrafe zu f&uuml;rchten. Einen r&ouml;mischen Staatsb&uuml;rger zu fesseln oder unter Verh&ouml;r zu foltern ist strengstens verboten. Dem Oberst muss das Herz vollends in die Hose gerutscht sein, als er h&ouml;rt, dass Paulus sein B&uuml;rgerrecht nicht nur &ndash; wie er selbst &ndash; gekauft hat, sondern als r&ouml;mischer B&uuml;rger geboren wurde. Das erkl&auml;rt, weshalb Folter und Verh&ouml;r von Paulus augenblicklich abgesagt sind.</p><p>Paulus bringt selbstbewusst ein, was er besitzt: sein Recht als r&ouml;mischer Staatsb&uuml;rger. Schlie&szlig;lich hat er noch einiges vor. Sein Auftrag, unter den Heiden Zeuge f&uuml;r Jesus zu sein, ist noch nicht zu Ende. Nur wenige Verse weiter lese ich, wie ihn ein Engel in der Nacht ermutigt, dass er auch in Rom Jesus bezeugen wird. Paulus ergibt sich nicht einfach seinem Schicksal. Sondern ohne zu z&ouml;gern sieht und ergreift er seine Chance.</p><h2><strong>3. Paulus hat keine Geling-Garantie</strong></h2><p>Noch kennt Paulus nicht das Ende der Geschichte. Zum jetzigen Zeitpunkt kann er allein darauf vertrauen, dass Jesus eingreifen und T&uuml;ren &ouml;ffnen wird. Ob er den Hohen Rat &uuml;berzeugen kann?</p><p>Immerhin kann Paulus auf eine lange Berufserfahrung als Schriftgelehrter, Apostel und Missionar zur&uuml;ckblicken. Wei&szlig; er denn nicht, &bdquo;wie es geht&ldquo;? Wo man den Hebel ansetzen muss? Schlie&szlig;lich kennt er die Denksysteme seiner j&uuml;dischen Geschwister wie kaum ein anderer.</p><p>Neben seiner eindr&uuml;cklichen Berufung kann er von unz&auml;hligen Wundern Gottes berichten, die er im Dienst erlebt hat. Mit hieb- und stichfesten Argumenten. Und doch: er hat es nicht in der Hand, seine j&uuml;dischen Landsleute zu &uuml;berzeugen. Die besten und durchdachtesten Argumente, ja noch nicht einmal die eigene Biographie garantieren, dass die Botschaft beim Gegen&uuml;ber ankommt und &uuml;berzeugt.</p><p>Was ihm bleibt, ist das Be-zeugen. Von seinem Weg mit Jesus zu erz&auml;hlen. Aber &Uuml;ber-zeugen kann er nicht. Paulus hat keine Geling-Garantie. Auch nicht als Apostel.</p><p>Mich entspannt das.</p><p>Und auch Ihnen, liebe H&ouml;rerinnen und H&ouml;rer, w&uuml;nsche ich, dass Sie lernen<br /><strong>- </strong>standzuhalten, wenn es darauf ankommt. In &auml;hnlicher Weise, wie Paulus.<br /><strong>- </strong>Chancen und M&ouml;glichkeiten zu ergreifen, die ihnen gegeben sind und weiterf&uuml;hren k&ouml;nnen.<br />
- Und: auch ohne Geling-Garantie mutig Jesus zu be-zeugen.</p><p>Der Theologe Reinhold Niebuhr dr&uuml;ckt es in einem Gebet so aus:<br />
Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht &auml;ndern kann.<br />
Gib mir den Mut, Dinge zu &auml;ndern, die ich &auml;ndern kann.<br />
Und gib mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Hanna Exner</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17119894.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Hanna Exner]]></author>
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      <pubDate>Fri, 15 Aug 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die Verteidigungsrede des Paulus]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Apostelgeschichte 22,1-22 – ausgelegt von Peter Plack.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 22,1-22 – ausgelegt von Peter Plack.</em><br/>
<p>Das war heftig! Gerade noch so ist Paulus der Lynchjustiz durch einen aufgebrachten Mob entgangen. H&auml;tten ihn die r&ouml;mischen Soldaten nicht f&uuml;rsorglich in Schutzhaft genommen, w&auml;re es wohl aus gewesen mit ihm. In anderen Gegenden dieser Erde erleiden Christen bis heute ein solches Schicksal. Bei uns nicht &ndash; seien wir froh und dankbar daf&uuml;r und beten wir f&uuml;r unsere verfolgten Geschwister im Glauben.</p><p>Und ich sage es klar und deutlich: Unser Bibelwort rechtfertigt nicht den Antisemitismus, der in Deutschland leider wieder Raum gewinnt. Das Gebot der N&auml;chstenliebe, sogar der Feindesliebe verpflichtet uns Christen dazu, Meinungsverschiedenheiten friedfertig und mit Respekt f&uuml;r Andersdenkende auszutragen.</p><p>Worauf ich hinaus will: Wir sind als Christen in Deutschland nicht von Gewalt bedroht, aber wir leben zunehmend in nachchristlichen Zeiten. So n&auml;hern wir uns von der anderen Seite her der gesellschaftlichen Lage, in der Paulus seinen Glauben bezeugt hat. Der Wind der &ouml;ffentlichen Meinung steht uns entgegen und ich sp&uuml;re es, wenn ich mit Bekannten und Kolleginnen ins Gespr&auml;ch kommen, die nicht aus meinem gemeindlichen oder kirchlichen Umfeld sind. Ich erlebe diese Auseinandersetzung vor allem in zwei Themenfeldern: Zum einen geht es um die Kirche als Organisation. Veraltete obrigkeitliche Strukturen, schlechtes Finanzmanagement und Missbrauchsskandale nennen meine Gespr&auml;chspartner h&auml;ufig. Ich gebe mir M&uuml;he, es mir geduldig anzuh&ouml;ren, bedauere das Zutreffende und versuche, &Uuml;bertreibungen und Verallgemeinerungen abzumildern.</p><p>Nicht jeder Priester ist ein Kindersch&auml;nder und die Kirche schmei&szlig;t unser Geld nicht einfach so zum Fenster raus. Und ich finde, selbst wer unter uns der verfassten Kirche den R&uuml;cken gekehrt hat, sollte nicht einfach so in eine generelle Kritik mit einstimmen. Auch kleinere Organisationsformen haben ihre T&uuml;cken und machen ihre eigenen Fehler.</p><p>Etwas mehr Fingerspitzengef&uuml;hl brauche ich, wenn es um pers&ouml;nliche Entt&auml;uschungen im Umgang mit der Kirche geht. Ich nehme sie ernst und versuche, selbst ein besseres Bild abzugeben, als jemand anderes es konnte, ohne in Schimpf- oder gar Hasstiraden mit einzustimmen.</p><p>Das h&ouml;rt sich klein und unscheinbar an, wenn ich es mit dem kraftvollen Glaubenszeugnis von Paulus vergleiche, aber ich habe erlebt, dass dieser Versuch wichtig und nicht umsonst ist. Mein Gegen&uuml;ber kommt h&auml;ufig ins Nachdenken, kann die Sachverhalte und seine Erlebnisse differenzierter ansehen und sich ein genaueres Urteil bilden. Und ja, ein paar Leute sind so auch zu uns in den Gottesdienst oder in den Gespr&auml;chskreis gekommen.</p><p>Zum anderen geht es darum, was meine pers&ouml;nliche Spiritualit&auml;t mit Jesus Christus zu tun hat. Der Glaube ist nicht tot, aber es fragt sich, woran jemand glaubt. &bdquo;Weck die Kraft, die in dir steckt!&ldquo; k&ouml;nnte ein Werbespruch f&uuml;r die gegenw&auml;rtige spirituelle Welle sein. Das klingt einladend und aufbauend, ist aber eine &Uuml;berforderung. Manchmal steckt da n&auml;mlich nichts in mir, was mich weiterbringt. Ich erlebe es als befreiend, wenn ich mein Vertrauen auf Jesus Christus setzen kann. Jesus holt mich aus meiner Verzweiflung und Resignation heraus. Er ermutigt mich kraftvoll, endlich den n&auml;chsten Schritt zu tun. Jesus schenkt mir innere Ruhe, wenn mir die Dinge &uuml;ber den Kopf wachsen. Ich f&uuml;hre dazu in meinem Bekanntenkreis spannende Gespr&auml;che. Kann die Kraft zum Guten, die in mir steckt, nicht von Gott da hineingelegt worden sein? Ist diese Kraft eine Wirkung des Heiligen Geistes, den wir an seinen guten und kraftvollen Wirkungen erkennen? Ist es nicht ermutigend und befreiend, auch in mir Jesus Christus als meinen Freund und Wegbegleiter zu entdecken? Das sind einige der Fragen, die ich in solchen Gespr&auml;chen als Anregung weitergebe.</p><p>Das f&uuml;hrt selten zu einer ungeteilten Zustimmung. Viel ist schon erreicht, wenn wir respektvoll und offen miteinander im Gespr&auml;ch bleiben. Ich finde, wir sollten einander die Zeit lassen, die wir brauchen. Nicht bei jedem geht die Lebenswende hin zum Glauben an Jesus Christus so pl&ouml;tzlich und dramatisch wie beim Apostel Paulus. Bei ihm war die Zeit des intensiven Nachdenkens &uuml;ber den Glauben eben danach statt vorher.</p><p>Was ich f&uuml;r mich mitnehme aus dem Glaubenszeugnis von Paulus, das Sie geh&ouml;rt haben: Paulus redet so, dass seine Zuh&ouml;rer verstehen, was er meint. Er ist ehrlich und bleibt bei seinen eigenen Erfahrungen mit Jesus Christus. Er &uuml;bertreibt nicht und verallgemeinert nicht. Er will nicht Zustimmung um jeden Preis und l&auml;sst die Punkte, die bei seinen Zuh&ouml;rern auf Ablehnung sto&szlig;en k&ouml;nnen, nicht weg. Er bleibt bei aller Klarheit verbunden mit der Liebe Gottes, die sich nicht verbittern l&auml;sst. Das Ziel ist nicht, bei aller n&ouml;tigen Klarheit unbedingt rechthaben zu wollen, sondern auf mancherlei Weise etliche f&uuml;r den Glauben an Jesus Christus zu gewinnen &ndash; und die anderen in Frieden ziehen zu lassen. Oder besser noch: Sie nicht aufgeben, sondern sie ins Gebet einschlie&szlig;en und mit ihnen weiter im Gespr&auml;ch bleiben.</p><p>Denn Gottes Liebe in Jesus Christus hat einen langen Atem &ndash; mit mir und mit den Menschen, denen ich begegne!</p><p>&#9658;&nbsp; &nbsp;<strong>Infos zur Apostelgeschichte</strong></p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pfarrer Peter Plack</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17119296.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pfarrer Peter Plack]]></author>
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      <pubDate>Thu, 14 Aug 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die Verhaftung des Paulus]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Apostelgeschichte 21,27-40 – ausgelegt von Volker Kungel.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 21,27-40 – ausgelegt von Volker Kungel.</em><br/>
<p>Als H&ouml;rerinnen und H&ouml;rer sind wir mittendrin in einem Tumult im Tempel von Jerusalem. Erinnern Sie sich: Paulus und seine Delegation bringen die Kollekte der Heidenchristen nach Jerusalem. Sie m&ouml;chten sie an die verarmte Gemeinde als Zeichen ihrer Verbundenheit und Einheit &uuml;bergeben. Leider gibt es in der Jerusalemer Gemeinde auch Kr&auml;fte, die sich mit der Verk&uuml;ndigung und dem Evangelium des Paulus schwertun. Paulus wird beschuldigt, das alttestamentliche Gesetz und die Traditionen zu missachten. Um diesen Vorwurf zu widerlegen, soll er drei M&auml;nner, die ein Gel&uuml;bde abgelegt haben, begleiten und die Kosten f&uuml;r das abschlie&szlig;ende Opfer &uuml;bernehmen. Dabei soll er sich selbst kultisch reinigen.</p><p>Es ist der letzte Tag von sieben Tagen, in denen sich Paulus im Tempel reinigt. Er wird von Juden aus Kleinasien erkannt. Sie werfen ihm f&auml;lschlicherweise, daf&uuml;r aber lautstark, vor, dass er gegen das Gesetz, gegen das Volk und gegen den Tempel stehe. Er habe sogar einen Heiden in den Tempel gef&uuml;hrt und den Tempel dadurch entweiht. Die Juden aus Asien rufen die Besucher des Tempels um Hilfe. Paulus wird von der Menge ergriffen und aus dem Tempel geschleift. Er wird verpr&uuml;gelt. Man will ihn steinigen. Ein gro&szlig;er Tumult entsteht.</p><p>Gl&uuml;cklicherweise wird das von den r&ouml;mischen Hilfstruppen gesehen. Da es in diesen Zeiten immer wieder zu Aufst&auml;nden und Ausschreitungen kommt, sind die Truppen wachsam. Ihr Hauptquartier ist die Burg Antonia, die sie als Kaserne nutzen. Sie r&uuml;cken aus und greifen sofort ein. Sie verhaften Paulus und retten ihm dadurch das Leben. Der Tumult ist so heftig, dass Paulus teilweise von den Soldaten durch die Menge getragen werden muss. Das Volk schreit &bdquo;Weg mit ihm!&ldquo;. Es fordert seinen Tod.</p><p>Auf dem Weg in die Burg Antonia kommt es zum Gespr&auml;ch zwischen dem Tribun und Paulus. Der r&ouml;mische Offizier vermutet, dass Paulus ein bekannter &auml;gyptischer Aufst&auml;ndischer sei. Da der Soldat wahrscheinlich kein Aram&auml;isch versteht, spricht er Paulus auf Griechisch an. Der Offizier erweist sich als ein vern&uuml;nftiger Mann, mit dem man reden kann. So kann Paulus den Irrtum aufkl&auml;ren. Er erh&auml;lt sogar die Erlaubnis, zu seinen Volksgenossen zu reden und sich zu erkl&auml;ren. Um diese Rede geht es in der morgigen Bibellese.</p><p>Diese Geschichte liest sich wie eine Abenteuergeschichte. Sie ist spannend erz&auml;hlt und enth&auml;lt interessante Einzelheiten. Mir gehen dazu mehrerer Gedanken durch den Kopf:</p><h2>1. L&uuml;gen und Halbwahrheiten</h2><p>Zum ersten zeigt mir die Geschichte, welche Macht L&uuml;gen oder Halbwahrheiten besitzen. Paulus wird f&auml;lschlicherweise bezichtigt, das alttestamentliche Gesetz, die j&uuml;dischen Traditionen und den Tempel zu missachten. Er soll sogar einen Heiden in den Tempel gef&uuml;hrt und diesen dadurch entweiht haben. Die Reaktion der anwesenden Gl&auml;ubigen ist sehr heftig. Diese L&uuml;ge h&auml;tte Paulus fast das Leben gekostet. Ich frage mich: Wie bewusst ist mir, welche Macht ich habe, wenn ich &uuml;ber andere rede? Pr&uuml;fe ich, ob es stimmt, was ich &uuml;ber sie h&ouml;re? Was mache ich, wenn es nur teilweise wahr ist? Ich werde in Zukunft sorgf&auml;ltiger auf das achten, was ich &uuml;ber andere sage.</p><h2>2. Kontraste</h2><p>Mir f&auml;llt der Kontrast zwischen dem aufgebrachten Volk und dem r&ouml;mischen Tribun auf. Auf der einen Seite steht eine Menge, die v&ouml;llig aus dem H&auml;uschen ist. Sie l&auml;sst sich nicht beruhigen und fordert den Tod eines Unschuldigen. Auf der anderen Seite dieser ruhige, sachliche Offizier. Er tut unaufgeregt seine Arbeit. Er ist Paulus gegen&uuml;ber offen und hegt keine Vorurteile. Er fragt nach. Er will verstehen. Er kl&auml;rt die Dinge auf. Er ist sogar so souver&auml;n, dass er Paulus erlaubt, eine Rede zu halten.</p><p>Ich meine, hier wird eine falsche Form religi&ouml;sen Eifers sichtbar. Ich w&uuml;rde es &Uuml;bereifer nennen. Ich will damit nicht sagen, dass wir unseren Glauben ruhig, sachlich und m&ouml;glichst ohne Emotionen und Leidenschaft leben sollen. Im Gegenteil: Manchmal w&uuml;nsche ich mir, dass unsere Beziehung zu Jesus mehr Herzblut, mehr Begeisterung und mehr Leidenschaft zeigt. Aber es sollte nicht so weit gehen, dass wir uns von jeglicher Vernunft verabschieden und dann &uuml;ber das Ziel hinausschie&szlig;en. Beides geh&ouml;rt meines Erachtens zusammen: Ein brennendes Herz f&uuml;r Jesus und ein klarer Kopf.</p><h2>3. Freude</h2><p>Schlie&szlig;lich freue ich mich dar&uuml;ber, dass in dieser Geschichte sichtbar wird: Gott handelt. Es ermutigt mich, dass Gott seinen Boten aus der Gefahr des Todes rettet. Spannend, dass er das nicht durch Engel vom Himmel geschehen l&auml;sst, sondern durch r&ouml;mische Hilfstruppen &ndash; also Menschen, die Gott gar nicht kennen. Gott sorgt daf&uuml;r, dass die Wachen nicht schlafen, sondern aufmerksam sind. Er k&uuml;mmert sich darum, dass die Soldaten nicht z&ouml;gern, sondern sofort eingreifen. Gott schickt einen Offizier, der offen ist, sodass Paulus mit ihm reden kann und sich dessen falsche Einsch&auml;tzung kl&auml;ren kann. So entwickelt sich aus dieser brenzligen Angelegenheit f&uuml;r Paulus sogar noch eine Chance, &ouml;ffentlich von Jesus zu reden.</p><p>Dieser Gedanke ermutigt mich, weil ich verstehe: So, wie Gott bei Paulus war und ihn gerettet hat, so kann und wird er auch in mein Leben eingreifen. Ich will ihm zutrauen, dass er L&uuml;gen &uuml;ber mich entlarvt und dass er mich aus Gefahr rettet. Ich traue ihm zu, dass er dazu sogar Menschen gebraucht, die Gott noch nicht kennen. Vielleicht schafft mir Gott dabei die eine oder andere Gelegenheit, dass ich von Jesus reden und sie zu ihm einladen kann. Mein Gott ist so gro&szlig;, dass ihm nichts unm&ouml;glich ist.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Volker Kungel</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17118723.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Wed, 13 Aug 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die Ankunft in Jerusalem]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Apostelgeschichte 21,15-26 – ausgelegt von Brigitte Seifert.]]></description>
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<p>Es gibt sie auch in unserem Leben: treue Menschen, die uns ein St&uuml;ck unseres Weges begleiten, Br&uuml;der und Schwestern, die uns beistehen. Und es gibt die anderen: die schlecht reden &uuml;ber uns, die uns das Leben schwer machen. Jesus ist dabei. Er begegnet uns bei den einen wie bei den anderen. Und baut seine Gemeinde.</p><p>Schauen wir zun&auml;chst auf die treuen Mitmenschen! Ein beeindruckendes Netzwerk haben die fr&uuml;hen Christengemeinden aufgebaut &ndash; ohne Whatsapp-Gruppe, ohne E-Mail-Verteiler. Einige Gemeindemitglieder begleiten Paulus und sein Team auf dem Weg von C&auml;sarea nach Jerusalem. Das sind mehr als 100 Kilometer. Zu Fu&szlig;! Sie haben sich bereits um eine Unterkunft gek&uuml;mmert. Mnason aus Zypern wird Gastgeber sein. In Jerusalem schlie&szlig;lich &bdquo;nahmen uns die Br&uuml;der und Schwestern gerne auf&ldquo;, lesen wir. Welch ein Geschenk! Gerne aufgenommen werden! Ehemals fremde Menschen werden zu Br&uuml;dern und Schwestern. So entsteht Gemeinde. So w&auml;chst Zuversicht. Segen breitet sich aus in gegenseitigem Nehmen und Geben.</p><h2><strong>Gemeinschaft erleben</strong></h2><p>Wie haben Sie das in Ihrem Leben erfahren? Durch wen sind Sie gesegnet worden?</p><p>Ich denke an eine geistig behinderte Mitarbeiterin der Fachschule, an der ich studierte. Eines Tages ging es mir nicht gut. Sie sah es. Als einzige. Mit einer Bestimmtheit, die keinen Widerspruch duldete, sprach sie eine Mitstudentin an: &bdquo;Du, geh mal zu der Brigitte, die ist traurig.&ldquo; Gesehen werden &ndash; das richtet auf! Oder ein Kirchen&auml;ltester in meiner ersten Pfarrstelle. Sein Arbeitsalltag als Landwirt war anstrengend. Trotzdem war er stets zur Stelle, wenn Kohlen in den Keller zu schippen waren oder wenn etwas repariert werden musste. Er wies mich hin auf Menschen, die sich &uuml;ber einen Besuch von mir freuen w&uuml;rden. Und ganz nebenbei sprach er mir Mut zu. Etwa, als ich mich voller Selbstzweifel fragte, ob ich den Konfirmandinnen und Konfirmanden etwas f&uuml;r ihr Leben mitgeben k&ouml;nne. &bdquo;Wir k&ouml;nnen ja nur s&auml;en,&ldquo; sagte er schlicht. Das entlastete, ja, tr&ouml;stete mich. Auch ein &auml;lteres Ehepaar kommt mir in den Sinn. W&auml;hrend einer Langzeitfortbildung durfte ich an jedem Kurs-Wochenende bei ihnen &uuml;bernachten. Sie gaben mir weit mehr als Bett und Fr&uuml;hst&uuml;ck. Es waren Begegnungen, die wohltun, Heimat in der Fremde, &bdquo;Gemeinschaft der Heiligen&ldquo;, wie es im Glaubensbekenntnis hei&szlig;t.</p><p>Durch diese und viele, viele andere Menschen habe ich unsch&auml;tzbar Kostbares empfangen. Unm&ouml;glich, sie zu z&auml;hlen. Ich hoffe, auch sie sind durch mich gesegnet worden. Tiefe Dankbarkeit erf&uuml;llt mich, wenn ich sie mir vor Augen stelle. Jesus erweist uns seine Liebe oft durch andere Menschen. Das ist hier leicht zu erkennen.</p><h2><strong>Gef&auml;hrdete Gemeinschaft</strong></h2><p>Doch da sind auch die anderen: Menschen, die uns entt&auml;uschen, verletzen, die uns das Leben schwer machen. Die Gr&uuml;nde sind sehr verschieden. In Jerusalem gibt es Probleme mit Glaubenden, die eigentlich Gutes wollen. Sie nehmen die Tora, Gottes Weisungen, sehr ernst. Gott ehren wollen sie und alles richtig machen. Was sie von Paulus geh&ouml;rt haben, macht ihnen Angst. Es bedroht ihren Glauben, den einzig richtigen, wie sie meinen. Noch bevor sie Paulus kennenlernen, haben sie sich ein Urteil &uuml;ber ihn gebildet. Ger&uuml;chte und Halbwahrheiten, vermischt mit L&uuml;gen, wurden ihnen berichtet. Sie sind sicher: Paulus ist gef&auml;hrlich. Vielleicht k&ouml;nnen sie ihr Urteil noch revidieren und gewonnen werden, hoffen die Verantwortlichen. Paulus folgt ihrem Rat. Er zeigt, dass er den Glauben der V&auml;ter und das Gesetz des Mose achtet. Die Feindseligkeit gegen ihn kann er damit nicht aus dem Weg r&auml;umen, wie sich sp&auml;ter zeigen wird. Trotzdem: Er geht ihnen entgegen. Er wirbt um sie, baut ihnen eine Br&uuml;cke zum besseren Verstehen. Auch wenn das am Ende nicht gelingt, auf diese Weise gibt er dem Geist Jesu Raum: Er bleibt zugewandt, obwohl ihm die anderen nicht wohlgesonnen sind. Er zeigt seine Wertsch&auml;tzung f&uuml;r die alten Glaubenstraditionen, obwohl Jesus ihn bereits in eine neue Weite gef&uuml;hrt hat. Er l&auml;sst sich nicht verbittern, obwohl die harten Urteile seiner Kritiker ihm Unrecht tun. So bleibt er in der Liebe Jesu trotz der Anfeindungen. Allerdings, so wird es immer wieder berichtet: Wenn Menschen dauerhaft hart und verschlossen bleiben, l&auml;sst Jesus sie und wendet sich denen zu, die offen sind. Es kommt die Zeit, da h&ouml;rt das Werben um die Gegner auf, nicht aber die Liebe zu ihnen.</p><p>Von Anfang an erlebten die Jesu J&uuml;nger und J&uuml;ngerinnen Widerspruch. Sie wurden verfolgt und misshandelt. Darin f&uuml;hlten sie sich ihrem Herrn nahe.</p><h2><strong>Mit schwierigen Menschen und Situationen richtig umgehen</strong></h2><p><em>Wir</em> werden nicht verfolgt. Doch Menschen, mit denen wir es schwer haben, bleiben auch uns nicht erspart. So unterschiedlich sie sein m&ouml;gen, eines ist allen Konflikten gemeinsam: Sie kosten viel Zeit und Energie. Sie k&ouml;nnen uns um den Schlaf bringen, krank machen, die Freude am Leben ersticken. Es sind Kraftr&auml;uber. Rauben sie auch den Segen?</p><p>Das kommt darauf an. Der Geigenbauer Martin Schleske schreibt in seinem Buch Werk/Zeuge: <em>&bdquo;Wir haben wenig Einfluss, was uns widerf&auml;hrt, aber wir haben einen gro&szlig;en Einfluss auf das, was wir erfahren. Denn was bedeutet Erfahrung anderes, als dass wir die&nbsp;&nbsp;&nbsp; Geschehnisse auf unsere je eigene Art erlebt, gedeutet und verarbeitet haben?&ldquo;<strong>[1]</strong></em>Er ermutigt zu einem &bdquo;heiligen Trotz&ldquo; - wie in Psalm 73: &bdquo;Aber trotzdem bleibe ich stets an dir, denn du h&auml;ltst mich bei meiner rechten Hand und leitest mich nach deinem Rat.&ldquo; (Psalm 73,23f)</p><p><em>Darauf </em>kommt alles an, dass wir bei Jesus bleiben. Gerade im Umgang mit Menschen, die uns Not bereiten, brauchen wir diesen &bdquo;heiligen Trotz&ldquo;. Jesus leidet ja mit uns! Er nimmt uns ein St&uuml;ck mit auf seinem Leidensweg. Weil er uns liebt! Darum teilt er Freude <em>und</em> Leid mit uns. An hart gewordenen Menschenherzen, an Unrecht und Unterstellungen leidet auch er. Unser Leid und die Menschen, die uns Not bereiten, d&uuml;rfen wir zu ihm bringen und dem himmlischen Vater ans Herz legen. Dabei geschieht etwas Heilsames: Unsere Beziehung zu Jesus wird st&auml;rker, inniger, wahrhaftiger. Wenn wir uns von ihm leiten lassen, weist er uns hin auf unsere wunden Punkte.&nbsp; Wir erkennen, was unser Anteil an dem Konflikt ist. Wom&ouml;glich deckt Jesus alte Verletzungen auf. Im Licht seiner Wahrheit beginnen sie zu heilen. Wir selbst werden zurechtgebracht. Mit Jesus zusammen tragen die Problem-Menschen dazu bei, dass wir widerstandsf&auml;higer werden. Unser Leben gewinnt an Tiefgang. Wie ein Schiff, das nicht mehr von jeder Welle umgeworfen wird. Oder wie ein Baum, dessen Wurzeln in der Tiefe Halt und Nahrung finden. Trotz aller Last, die Menschen uns aufb&uuml;rden: Den Segen d&uuml;rfen sie uns nicht rauben. Im Gegenteil! Wenn wir nur Jesu Hand festhalten mit &bdquo;heiligem Trotz&ldquo; und auf seinen Rat achten. ER l&auml;sst sich durch nichts und niemanden daran hindern, uns zu segnen.</p><p>Ein altes Gebet nimmt uns hinein in dieses Vertrauen:<em> Wir danken dir, Herr Jesus Christus, dass du uns tr&auml;gst mit deinem Erbarmen. Wir bitten dich: wandle in Segen, was uns &auml;ngstet und beschwert. Wie die Fr&uuml;chte des Feldes gedeihen unter Sonne, Wind und Wolken, lass auch uns reifen f&uuml;r deine Ernte. Wir bitten dich um den hellen Schein deines Angesichts &uuml;ber die Menschen, die wir lieb haben, und &uuml;ber die Menschen, die uns zu tragen geben. Dein sind wir im Licht und im Dunkel der Zeit. Du segnest unsern Ausgang und Eingang in Ewigkeit. Amen.<strong>[2]</strong></em></p><p>[1] Martin Schleske: Werk/Zeuge. In Resonanz mit Gott, bene! Verlag M&uuml;nchen 2022, S. 614.</p><p>[2] Vgl. Evangelisches Gesangbuch (Ostverbund), Zwischentext unter Nr. 488, leicht gek&uuml;rzt und ver&auml;ndert.</p>



<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pfarrerin Dr. Brigitte Seifert</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17118056.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pfarrerin Dr. Brigitte Seifert]]></author>
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      <pubDate>Tue, 12 Aug 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Von Milet nach Cäsarea]]></title>
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<p>Seit vielen Jahren verbringen meine Frau und ich immer wieder unseren Urlaub in Griechenland. F&uuml;r den Apostel Paulus sind die Inseln Kos, Rhodos oder Zypern kein Urlaubsziel. An diesen Inseln ist er nur vorbeigefahren, um zun&auml;chst in Syrien eine Zwischenstation einzulegen. Sein eigentliches Ziel allerdings ist Jerusalem.</p><p>So wie vor ihm Jesus Christus, geht auch Paulus freiwillig dahin, obwohl ihm &ouml;fters davon abgeraten wurde. Unterwegs landet er in der Stadt Tyrus in Syrien. Als erstes sucht er dort J&uuml;nger von Jesus Christus auf. Vielleicht erhofft er sich Ermutigung von den Br&uuml;dern? Doch Paulus erf&auml;hrt das Gegenteil. Sie sagen ihm f&uuml;r Jerusalem gro&szlig;e Schwierigkeiten voraus. Und sie f&uuml;gen hinzu, er soll nicht nach Jerusalem gehen. Doch das hat bereits der Heilige Geist dem Apostel schon vorher in allen St&auml;dten bezeugt, dass in Jerusalem Fesseln und Bedr&auml;ngnisse auf ihn warten. (Apostelgeschichte20, 22-23) Allerdings stimmt das den Apostel nicht um.</p><p>Ich mag Schwierigkeiten und Hindernisse in meinem Leben nicht so gerne. Und wenn ich sie voraussehen kann, versuche ich sie irgendwie zu umschiffen. Und nat&uuml;rlich warne ich auch andere vor eindeutigen Schwierigkeiten und versuche sie davor zu besch&uuml;tzen. Doch an dieser Stelle ist Paulus auf die Warnungen der J&uuml;nger gar nicht besonders eingegangen. Hier erlebe ich eine wichtige Lektion. Die Weissagung ist ja vom Heiligen Geist. Doch die Auslegung und Anwendung beruht auf der &Uuml;berlegung der J&uuml;nger.</p><p>Also ist Vorsicht auch f&uuml;r mich geboten, wenn jemand meint, mir ein prophetisches Wort zu vermitteln und auch noch gleich die Deutung hinterher liefert. Von Paulus kann ich auch lernen, gelassener in die Zukunft zu gehen. Ich brauche mir nicht durch falsches Sorgen das Leben im Voraus schwer machen. Im Gebet mit den Geschwistern am Hafen schlie&szlig;t Paulus dieses 21. kurze Treffen ab. Hier eine interessante Bemerkung: nicht nur die Br&uuml;der begleiten den Apostel zum Schiff, sondern auch Frauen und Kinder. Diese Prozession ist sicher vielen aufgefallen. Und dann knien sie sich noch nieder und beten &ouml;ffentlich.</p><p>Sch&auml;men Sie sich manchmal in einer Kantine oder einem &ouml;ffentlichen Raum kurz die Augen zu schlie&szlig;en und Gott ein Dankesch&ouml;n auszusprechen?</p><p>Nun geht die Reise weiter. N&auml;chste Station ist Ptolemais. Auch hier trifft sich Paulus wieder mit Br&uuml;dern. Es entsteht der Eindruck, dass das Christentum zu dieser Zeit schon sehr stark verbreitet ist. Jetzt steht Paulus und seinen Begleitern allerdings nur ein Tag zur Verf&uuml;gung. Viele Menschen sind zum Glauben gekommen.</p><p>Ich kenne das von vielen Missionsreisen: ich versuche die Zeit so gut es geht auszukaufen. Jeden Abend Gottesdienste; am Tag Kranken- oder Hausbesuche bei den Geschwistern. Ich will ja die Zeit nicht einfach so verplempern. Die Gemeinschaft mit den Geschwistern ist dem Apostel Paulus wichtiger als die Besichtigung von interessanten Bauten. So geht es dann schon am n&auml;chsten Tag mit dem Schiff weiter Richtung Jerusalem. Doch zun&auml;chst wieder eine Zwischenstation in der Stadt C&auml;sarea. Dort wohnt inzwischen der Diakon Philippus, der inzwischen zu einem erfolgreichen Evangelisten wurde. Wegen der Verfolgung in Jerusalem ist er nach C&auml;sarea geflohen. Durch seinen Dienst sind Zeichen und Wunder geschehen und viele Menschen sind zum Glauben gekommen und lie&szlig;en sich taufen. Zu diesem Philippus kehrt Paulus mit seinen Mitarbeitern ein.</p><p>Philippus hat vier T&ouml;chter, die weissagen k&ouml;nnen. Mehr wird von ihnen nicht berichtet. Ganz anders verh&auml;lt es sich mit Agabus. Er kommt, so scheint es, extra von Jud&auml;a herab. Dann macht er eine symbolische anschauliche Handlung. Er bindet sich mit dem G&uuml;rtel des Apostels Paulus H&auml;nde und F&uuml;&szlig;e. Und dann spricht er: &bdquo;Das sagt der Heilige Geist: &sbquo;Den Mann, dem dieser G&uuml;rtel geh&ouml;rt, werden die Juden in Jerusalem binden und &uuml;berantworten in die H&auml;nde der Heiden&lsquo;&ldquo;</p><p>Wie soll Paulus mit so einer Weissagung nun umgehen? Wenn schon hinter der Weissagung der Heilige Geist steht, dann muss doch darauf reagiert werden, oder? Mit der Auslegung sollte ich grunds&auml;tzlich immer vorsichtig umgehen. Die Mitarbeiter von Paulus reagieren sofort, ohne vorher Gott nach der richtigen Deutung zu fragen. Unisono mit den Leuten vor Ort beschlie&szlig;en sie, dass sie genau wissen, was zu machen ist. Sie bitten den Apostel Paulus aufgrund der Prophetie seine Reise nicht weiter nach Jerusalem fortzusetzen. Hier will ich aus der Geschichte etwas Wesentliches lernen. Gott kann im Voraus etwas Wichtiges zeigen oder offenbaren. Die Frage ist allerdings, wie ich damit umgehe.</p><p>In dem Fall von Paulus war es sicher schon seit l&auml;ngerem die Absicht Gottes, Paulus Schritt f&uuml;r Schritt auf seinen schweren Weg, der ihm bevorsteht, vorzubereiten. Alle anderen haben es sicher gut gemeint und wollen Paulus vor Schwierigkeiten bewahren. Gut gemeint ist nicht immer richtig. Im Reich Gottes hat auch nicht einfach die demokratische Mehrheit zu entscheiden. Sehr oft sogar hat Gott einzelnen Menschen eine klare Wegweisung gegeben, die die meisten nicht sofort nachvollziehen konnten oder wollten.</p><p>Ich habe das selbst so erlebt. Auf mich haben allerdings keine Fesseln und Gef&auml;ngnis gewartet. Doch auch mich und meine Familie wollten viele vor Schwierigkeiten sch&uuml;tzen. Doch wir hatten eine klare Sicht von Gott, in der Nachbarschaft eine neue Gemeindearbeit anzufangen. Daraus sind dann sp&auml;ter sogar zwei Gemeinden entstanden. Nat&uuml;rlich w&auml;re es f&uuml;r unsere Familie viel einfacher gewesen, in der urspr&uuml;nglichen Gemeinde zu bleiben. Da waren wir verwurzelt. Die neuen Gemeinden haben wir von Null aufgebaut. In der alten Gemeinde gab es genug gute Mitarbeiter. Am neuen Ort mussten wir zuerst alles selbst machen. Und erst viel sp&auml;ter haben es dann auch die anderen eingesehen, dass es die richtige Entscheidung war.</p><p>Als Jesus Christus damals auf dem Weg nach Jerusalem war und genau wusste, was ihn dort am Ende erwartete, war es Petrus, der ihn aufhalten wollte. Jesus hat vorhergesagt, dass er am Ende in Jerusalem gekreuzigt wird. &bdquo;Das widerfahre dir ja nicht&ldquo;, sagte Petrus mit leidenschaftlicher Betonung. Doch Jesus Christus lie&szlig; sich von niemanden aufhalten. Da hat Paulus sich der Haltung von seinem Herrn Jesus Christus angeschlossen. Seinen Freunden antwortet er: &bdquo;<strong>Was macht ihr, dass ihr weint und brecht mir mein Herz? Ich bin bereit, nicht allein mich binden zu lassen, sondern auch zu sterben in Jerusalem f&uuml;r den Namen des Herrn Jesus.</strong>&ldquo; Seine Entschlossenheit ist so &uuml;berzeugend, dass die Freunde keine Argumente dagegen finden und schweigen.</p><p>Das will ich heute von dieser Geschichte lernen: Gott f&uuml;hrt manche seiner Leute ganz besondere Wege, die von vielen zun&auml;chst nicht verstanden werden. Er schafft es aber immer wieder, seine treue Diener an sein Ziel zu bringen. Auch mit dem Apostel Paulus kommt Gott zum Ziel.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pastor Walentin Schüle</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17114892.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pastor Walentin Schüle]]></author>
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      <pubDate>Mon, 11 Aug 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die Torheit der Menschen]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Psalm 14 – ausgelegt von Wilfried Schulte.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 14 – ausgelegt von Wilfried Schulte.</em><br/>
<p>Wann haben Sie sich zuletzt ge&auml;rgert? Sich &auml;rgern ist Teil des Lebens. Doch, sich &uuml;ber sich selbst zu &auml;rgern, ist besonders &auml;rgerlich. Wie dumm von mir, ich habe einen Fehler gemacht, etwas Wichtiges &uuml;bersehen oder eine Situation falsch eingesch&auml;tzt. Manchmal komme ich mir dann wie ein Narr vor. Ich h&auml;tte es doch besser wissen m&uuml;ssen.</p><p>In Psalm 14 wird &uuml;ber eine Dummheit gesprochen, die nicht punktuell ist. Sie ist grunds&auml;tzlich. Es ist eine Dummheit, eine Torheit, die alles andere im Leben mit beeinflusst. Ein Narr kann intellektuell brillant sein oder auch dumm. Dummheit ist keine Frage der Intelligenz. Dummheit h&auml;ngt davon ab, wie ich meine Intelligenz einsetze.</p><p>Wenn die Bibel von Torheit spricht, dann weist dieses hebr&auml;ische Wort nicht auf einen Mangel an geistigen F&auml;higkeiten hin, sondern auf eine bewusste Missachtung von Gott und der von ihm gebotenen Liebe zum N&auml;chsten.</p><p>Scheinbar hat der Mensch eine starke Tendenz zu einer t&ouml;richten Ignoranz. Es ist eine Dummheit, eine Blindheit, die laut der Bibel unseren Sinn f&uuml;r Gottes Realit&auml;t blockiert. Und sie ist ein haupts&auml;chlicher Grund, warum Menschen Schwierigkeiten haben, an die Realit&auml;t Gottes zu glauben.</p><p>Der Psalm 14 beschreibt die Konsequenz dieser Einstellung als einen stolzen Eigensinn, der den Menschen davon abh&auml;lt, in der Erkenntnis Gottes zu reifen. Die Folge ist ein Verhalten, das Unheil und Leid mit sich bringt.&nbsp; Die neue Genfer &Uuml;bersetzung formuliert es f&uuml;r mich sehr treffend in Psalm 14 Vers 1: T&ouml;richte Sp&ouml;tter reden sich ein: &bdquo;Es gibt keinen Gott!&laquo; Sie richten Unheil an, ihr ganzes Verhalten ist abscheulich. Keiner handelt so, wie es gut w&auml;re.&ldquo;</p><p>Der Politiker Gregor Gysi von der Partei der Linken h&auml;lt Religion, trotz seines eigenen Bekenntnisses zum Atheismus, f&uuml;r moderne Gesellschaften f&uuml;r wichtig. Er sagt: "Ich glaube zwar nicht an Gott, aber ich m&ouml;chte auch keine gottlose Gesellschaft", dies sagte Gysi dem Berliner Tagesspiegel. "Ich f&uuml;rchte sie sogar." In einer Gesellschaft m&uuml;sse es eine allgemein verbindliche Moral als "Ma&szlig;stab im Kopf" geben. Der Kapitalismus k&ouml;nne dies nicht, die Kirche hingegen schon.&ldquo;</p><p>Gott offenbart sich in dieser Welt. Im R&ouml;merbrief, Kapitel 1, Verse 20 &ndash; 22 steht. &nbsp;<strong>&bdquo;Seine unsichtbare Wirklichkeit, seine ewige Macht und g&ouml;ttliche Majest&auml;t sind n&auml;mlich seit Erschaffung der Welt in seinen Werken zu erkennen.&ldquo;</strong> (R&ouml;mer 1,20-22) Die Menschen haben also keine Entschuldigung.</p><p>21&nbsp;Trotz allem, was sie von Gott wussten, ehrten sie ihn aber nicht als Gott und brachten ihm auch keinerlei Dank. Stattdessen verloren sich ihre Gedanken ins Nichts, und in ihrem uneinsichtigen Herzen wurde es finster.</p><p>22&nbsp;Sie hielten sich f&uuml;r Weise und wurden zu Narren.</p><p>Ich kann die Existenz Gottes mit unserem Wissen und mit unseren Ma&szlig;st&auml;ben nicht beweisen, aber ich kann auch nicht beweisen, dass es Gott nicht gibt. Das sollte doch zu der Frage f&uuml;hren. Was ist denn wahrscheinlicher? Eine Welt, die durch Zufall aus toter Materie entstanden ist, oder eine Sch&ouml;pfung, die durch Planung, Ordnung und Sch&ouml;nheit grunds&auml;tzlich und sichtbar auf einen Sch&ouml;pfer hinweist.</p><p>Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Universum und diese Welt durch Zufall entstanden sind, verlangt mehr Glauben als der Glaube an einen Sch&ouml;pfer. Und trotzdem tun sich Menschen so schwer, an Gott zu glauben. Praktisch sagen sie: &bdquo;Ich werde so leben, als g&auml;be es keinen Gott, bis mir jemand beweisen kann, dass es einen Gott gibt?&ldquo;</p><p>Im Grunde geht es wohl darum, dass Menschen die Einstellung haben: &bdquo;Ich m&ouml;chte nicht, dass ein Gott mein Leben bestimmen darf, dass er in mein Leben hineinspricht und mich zur Rechenschaft ziehen kann.&ldquo;</p><p>Menschen, die aus einem stolzen Eigensinn sagen: &bdquo;Ich kann es selbst. Ich will nicht, dass mir jemand sagt, was ich tun soll&ldquo; sind blind f&uuml;r die Beweise, die f&uuml;r Gott sprechen.</p><p>Viele Menschen k&ouml;nnen nicht an Gott glauben, weil ihnen das schwerf&auml;llt, wenn sie all das Leid und Elend in der Welt und im eigenen Leben sehen.&nbsp; Deshalb sagen solche Menschen gerne, &bdquo;mein wahres Problem mit Gott sei intellektuell oder emotional&ldquo;.</p><p>Die Bibel zeigt hier jedoch einen anderen Grund. Wenn Sie ein Problem mit Gott haben, wenn Sie nicht an Gott glauben k&ouml;nnen, dann liegt das an Ihrem Herzen. Ihr Herz hat seinen Glauben bereits auf etwas anderes gesetzt.</p><p>Ohne einen &bdquo;anderen&ldquo; Glauben k&ouml;nnen Sie die biblische Moral nicht anzweifeln. Ich kann zum Beispiel nicht sagen: &bdquo;Ich halte Gott f&uuml;r ungerecht&ldquo;, au&szlig;er ich glaube bereits an eine andere Moral, anhand derer ich Gottes Handeln in seinem Leben beurteile.</p><p>Ich kann nicht skeptisch gegen&uuml;ber Gott sein. Ich kann nicht an Gott glauben, ohne gro&szlig;en Glauben an etwas anderes zu haben. Die Frage ist nur, habe ich diese anderen Dinge schon einmal gepr&uuml;ft?</p><p>Letztendlich ist alles eine Glaubensfrage &ndash; eine Vertrauensfrage.</p><p>Wir leben in einer Welt, in der viele gerne alles entdecken wollen. Das ist gut so, aber es gibt Grenzen von dem, was ich entdecken kann. Begrenzt bin ich durch meine F&auml;higkeiten und auch durch die Dimension des Universums. Gott wei&szlig; das und deshalb hat er sich offenbart. In der Sch&ouml;pfung, in seinem Wort und in Christus.</p><p>Die entscheidende Frage ist nicht: &bdquo;Was habe ich im Leben alles entdeckt und mir als meine Lebensgrundlage aufgebaut. Das Leben ist mehr als eine Entdeckungsreise, es braucht eine Offenbarung &ndash; eine Erkenntnis, die nicht aus mir kommt.</p><p>Gott hat sich in Jesus Christus offenbart, in seiner Person, seinem Werk und seinem Wort.</p><p>Genau darauf weist der letzte Vers in diesem Psalm hin:</p><p>&bdquo;7&nbsp;<strong>Ach, dass die Hilfe aus Zion &uuml;ber Israel k&auml;me!&nbsp; Wenn der HERR das Geschick seines Volkes wendet, freue sich Jakob und sei Israel fr&ouml;hlich!&ldquo;&ensp;</strong></p><p>Die Hilfe, die Rettung f&uuml;r Israel w&uuml;rde aus Zion kommen.</p><p>Das Wort Zion ist der Name eines der H&uuml;gel innerhalb der Stadt Jerusalem. Jerusalem ist eine Stadt mit vielen H&uuml;geln. Zion ist einer dieser H&uuml;gel, und auf ihm wurde der Tempel erbaut.</p><p>Gottes Erl&ouml;sung wird aus Zion kommen, aus dem Tempel. Der Tempel ist der Ort, an dem Gott wohnt. Dort wohnt seine Herrlichkeit. Aber es ist diese Herrlichkeit und Heiligkeit, die den Menschen von Gott trennt. Nur durch Opfer konnte ein Mensch sich dem heiligen Gott n&auml;hern, und am Ende hat Jesus hier in Zion den Menschen mit dem Vater im Himmel vers&ouml;hnt</p><p>Was hat das nun mit Torheit zu tun? Es hat alles mit Torheit zu tun. Torheit ist ein Teil meines Herzens. Ich mag es nicht, wenn mir jemand sagt, was ich tun soll. Ich mag es von mir aus nicht, wenn mir jemand Gr&ouml;&szlig;eres zeigt. Hier rebelliere ich.&nbsp; Diese Rebellion nennt die Bibel Torheit. Sie verbaut mir den Weg zum wahren Leben, zum ewigen Leben.</p><p>Es h&ouml;rt sich sehr hart an, wenn in der Bibel steht: T&ouml;richte Sp&ouml;tter reden sich ein: &raquo;Es gibt keinen Gott!&laquo; Sie richten Unheil an, ihr ganzes Verhalten ist abscheulich. Keiner handelt so, wie es gut w&auml;re.</p><p>Aber es ist wahr, und ich muss mich entscheiden, was soll die Grundlage meines Lebens sein.</p><p>Der Gott, der sich in Jesus Christus offenbart hat oder meine Erkenntnis vom Leben.</p><p>Das entscheidet &uuml;ber mein Leben in Zeit und Ewigkeit.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Wilfried Schulte</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17114519.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Wilfried Schulte]]></author>
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      <pubDate>Sun, 10 Aug 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die Abschiedsrede des Paulus an die Ältesten von Ephesus]]></title>
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<p>Abschied nehmen ist eine schwierige Angelegenheit. Gut, wenn man wei&szlig;, dass man sich bald wieder sieht, dann ist das nicht so dramatisch. Man sagt halt: Bis bald! &ndash; Schwieriger ist&rsquo;s schon, wenn die Trennung eine l&auml;ngere Zeit w&auml;hren wird. Da kann&rsquo;s schon Tr&auml;nen geben. Und wenn&rsquo;s dann gar ein endg&uuml;ltiger Abschied ist! Gut, wenn mir der andere nicht so sehr wichtig ist, dann geht&rsquo;s ja auch noch. Das Leben besteht eben aus Abschieden. Aber wenn mir der Mensch ans Herz gewachsen ist, der weggeht &ndash; das ist schon hart. Bzw. wenn mir die, die ich zur&uuml;cklassen muss, sehr wertvoll sind &ndash; ja, das ist hart.</p><p>Und solch ein Abschied ist nun Thema unseres Bibelabschnitts. Da verabschiedet sich der Apostel Paulus von den Gemeindeleitern aus Ephesus. Sie haben so einiges miteinander erlebt. Nicht nur menschlich. Sondern gerade auch, was die Gemeinde Jesu Christi angeht. Miteinander haben sie die Anf&auml;nge in Ephesus bestaunen d&uuml;rfen: wie sich da verschiedenste Menschen Jesus zugewandt haben; wie sie sich &uuml;ber das Heil in Jesus freuten; dar&uuml;ber, dass sie nun zum lebendigen Gott geh&ouml;ren durften. Miteinander haben sie so manche K&auml;mpfe bestritten, manche Angst geteilt &ndash; wie da die Menge im Theater tobte. Da war so viel. Und nun &ndash; Abschied. Und Paulus ist sich sicher: Das ist einer f&uuml;r immer. Sie werden sich nicht mehr sehen. Entsprechend emotional geht&rsquo;s hier zu. Und damit es nicht zu lange dauert mit diesem schmerzlichen Sich-Trennen, bestellt Paulus sie nach Milet, wo er auf seiner Reise nach Jerusalem Station macht. Das sind ca. 50 km Luftlinie, da waren die Leute 2 Tage lang hinw&auml;rts unterwegs - und 2 Tage lang zur&uuml;ck. Und das alles, um Abschied zu nehmen, endg&uuml;ltigen Abschied.</p><p>Was sagt man bei einer solchen Gelegenheit? &ndash; Es gibt einen R&uuml;ckblick. Und einen Einblick in die Planungen, was den weiteren Weg angeht. Und einen Ausblick mit einigen Tipps. So wie bei uns, wenn wir Abschied nehmen &ndash; und genauso geschah es damals. Nicht so klar gegliedert, sondern wie bei einem emotionalen Abschied &uuml;blich ein wenig durcheinander. Das schauen wir uns nun an.</p><p>Der R&uuml;ckblick zieht sich durch die ganze Rede des Apostels. Immer wieder taucht er auf. Nein, es ist keiner wie bei uns oft, so unter dem Thema: War das sch&ouml;n miteinander! - Es ist eher ein Rechenschaftsbericht. Vielleicht ahnt der Apostel, dass bald Leute kommen werden, die ihn schlecht machen wollen. Darum f&uuml;hrt er alles an, was ihm wichtig ist im R&uuml;ckblick. Er sagt nicht, dass er alles richtig gemacht hat. Aber dass er f&uuml;r Jesus da war. Mit voller Hingabe. Und in gro&szlig;er Not manchmal. Und dass er alles Notwendige weitergegeben hat. Damit ein Leben im Glauben an Jesus m&ouml;glich ist. Das ist ihm wichtig. Alles andere hat demgegen&uuml;ber zur&uuml;ckzutreten. Aber d a s betont er im Lauf seiner Rede noch einige Male: dass er den ganzen Ratschluss Gottes verk&uuml;ndigt hat &ndash; und keiner ihm deshalb einen Vorwurf machen kann (so in V.26 und 27). Und dass er niemandem zur Last fallen wollte, sondern selbst f&uuml;r seinen Lebensunterhalt gesorgt hat (so in V. 33 bis 35). Zusammengefasst: mit vollem Einsatz hat er daf&uuml;r gesorgt, dass die Menschen in Ephesus mit dem auferstandenen Jesus Christus leben konnten; befreit von den Lasten der Vergangenheit durch seine Vergebung; getrost und mutig durch das Wissen um seine unsichtbare Gegenwart und seine F&uuml;hrung ins Neue hinein; froh, in der N&auml;he des allm&auml;chtigen Gottes als seine Kinder leben zu k&ouml;nnen; in der Gemeinschaft mit anderen. Rechenschaftsbericht beim R&uuml;ckblick. &ndash; Ist u n s das eigentlich auch so wichtig, wenn wir andere zur&uuml;cklassen? Dass d a s ihnen deutlich gemacht wurde &ndash; durch uns?</p><p>Nach dem R&uuml;ckblick kommt ein anderer Blick, der Einblick. Der Einblick in Paulus Zukunftsgedanken. Bei unseren Abschieden erz&auml;hlen wir ja auch von Pl&auml;nen und was wir so alles vorhaben. Meist soll&rsquo;s ja besser werden. Sonst w&uuml;rden wir nicht weggehen. Hier ist&rsquo;s anders: Der Apostel Paulus ahnt, dass Schweres auf ihn zukommt. Und gleich zweimal macht er deutlich, dass es ihm hier nicht um seine Pl&auml;ne und Ideen geht. Er spricht vom Geist, der ihn bindet. Und vom Geist, der ihm Gefangenschaft und Not ank&uuml;ndigt. Der Heilige Geist ist das, der Geist Jesu; nicht ein Menschengeist, nicht menschliche Ideen. Wie er ihm das deutlich gemacht hat, wissen wir nicht. Er hat&rsquo;s. Und Paulus geht. Auch in eine unsichere und schwere Zukunft. Wenn der Weg nur mit Jesus zusammen gegangen wird, dann ist&rsquo;s ein guter Weg. K&ouml;nnen w i r das auch so sagen?</p><p>Und nach dem R&uuml;ckblick und dem Einblick in seine Zukunftsperspektive kommt dann der Ausblick. Paulus blickt auf das, was auf die Freunde alles zukommen wird. Und gibt ihnen allerlei Ratschl&auml;ge mit auf den Weg. So wie wir&rsquo;s ja auch tun: Vergiss das und jenes nicht! &ndash; Denk an das und jenes! &ndash; Aber woran sollen die &Auml;ltesten aus Ephesus nun denken? &ndash; Sie haben eine gro&szlig;e Aufgabe, nicht von sich aus, sondern &ndash; und hier wird der Apostel ganz feierlich - als vom heiligen Geist eingesetzte Hirten. Sie sollen auf die Herde achten &ndash; eben wie Hirten. Dass die Schafe, die ihnen anvertraut sind, recht leben k&ouml;nnen, geistliche Nahrung finden und &ndash;vor allem- bewahrt werden vor Angriffen. So wie W&ouml;lfe Appetit auf Schaffleisch haben, so wollen auch in &uuml;bertragener Weise Angreifer das Leben der Christen zerst&ouml;ren. Und die kommen nicht nur von au&szlig;en, sondern auch von innen. Da m&uuml;ssen die Hirten schon besonders wachsam sein. Oft sind die lauten Angriffe von au&szlig;en ja gar nicht so gef&auml;hrlich. Man kann sie ja als Angriffe erkennen, auch wenn sie Angst machen. Aber sie schwei&szlig;en die Gemeinde zusammen. Viel gef&auml;hrlicher sind die inneren Angriffe: wo Menschen, vielleicht sehr schlaue und faszinierende Menschen, andere an sich binden und sich unmerklich St&uuml;ck f&uuml;r St&uuml;ck an die Stelle Jesu setzen. Achtung! Wachsam sein! &ndash; empfiehlt der Apostel. Eine gro&szlig;e Aufgabe. Auch f&uuml;r uns.</p><p>R&uuml;ckblick mit Rechenschaft. Einblick in Zukunftsgedanken im Einvernehmen mit Gottes Willen. Ausblick mit Aufforderung: Wachsam sein.</p><p>Und dann geschieht das Wichtigste beim Abschiednehmen: das Gebet. Die anderen in Gottes Hand legen. Gott bleibt doch mit den Bleibenden &ndash; und geht mit den Weggehenden. Und verbindet sie beide. So Abschied zu nehmen ist gut. Auch bei uns. Abschied nehmen geh&ouml;rt zum Leben. Leider. Wie man gut Abschied nehmen kann, das k&ouml;nnen wir aus diesem Bibelabschnitt lernen.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pfarrer Horst Bergmann</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17114172.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pfarrer Horst Bergmann]]></author>
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      <pubDate>Sat, 09 Aug 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Paulus in Griechenland, Troas und Milet]]></title>
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<p>Man sagt ja, Sitzen sei das neue Rauchen. Viel Sitzen gilt als sehr gesundheitssch&auml;digend. Sp&auml;testens ab 8 Stunden wird es kritisch. Es gibt einen, der das best&auml;tigen kann. Er verk&ouml;rpert es wie kein anderer. Er ist der Kronzeuge dieser These. F&uuml;r ihn war am Fenster sitzen definitiv noch schlechter als am Fenster zu rauchen.</p><h2><strong>Eutychus &ndash; &uuml;bersetzt: der Gl&uuml;ckliche</strong></h2><p>Paulus predigte weiter, immer weiter, immer weiter ... Wei&szlig; nicht, wie ausgefallen das war, auf jeden Fall ist einer rausgefallen. Komplizierter Fall &hellip; Kennen Sie den Witz vom Pfarrer und vom H&uuml;hnerbauer?</p><p>Ein Pfarrer will den Sonntagsgottesdienst feiern und sieht in den B&auml;nken nur einen einzigen Bauern sitzen. Er will den Gottesdienst mangels Beteiligung absagen.</p><p>Da spricht ihn der Bauer an und sagt: &bdquo;Herr Pfarrer, wenn ich hinausgehe, um die H&uuml;hner zu f&uuml;ttern und es kommt nur ein einziges, dann lass ich es nicht hungrig weggehen.&ldquo;</p><p>Der Pfarrer ist besch&auml;mt und befl&uuml;gelt gleicherma&szlig;en. Er steigert sich in seine Predigt hinein und findet fast kein Ende.<br />
Schlie&szlig;lich, beim Abschied an der T&uuml;r meint der Bauer: &bdquo;Wenn zu mir nur ein einziges Huhn kommt, dann sch&uuml;tte ich ihm nicht den ganzen Futtereimer vor die F&uuml;&szlig;e.&ldquo;</p><p>Sind Sie noch wach? Sind Sie noch da?</p><p>Zur&uuml;ck zum Fall Eutychus:<br />
Nicht die Worte von Paulus &uuml;berw&auml;ltigten ihn, sondern der Schlaf und dann gleich noch des Schlafes Bruder, der Tod.</p><p>Drei Stockwerke m&ouml;gen f&uuml;r eine wache Katze eine ideale H&ouml;he sein, um sich zu drehen und auf den Pfoten zu landen. F&uuml;r einen schlafenden Menschen eine fatale H&ouml;he. Ausgang: t&ouml;dlich. Und dann sagt Paulus bei Luther allen Ernstes: Macht kein Get&uuml;mmel oder Geschrei, sprich: Macht keinen Aufstand! War es Paulus vielleicht peinlich? Passiert ja auch nicht jeden Tag, dass man jemanden totpredigt.</p><p>In der Herder-Bibel hei&szlig;t es sehr vornehm: Beunruhigt euch nicht. Paulus selber war wahrscheinlich schon eher beunruhigt. Elia, Elisa und Petrus hatten in Obergem&auml;chern Menschen wieder zum Leben erweckt, bei Paulus ging es jetzt andersrum.</p><p>Dass ich heute so launig &uuml;ber diesen Abschnitt aus der Apostelgeschichte plaudern kann, liegt daran, dass es gut ausging. Der junge Mann hat &uuml;berlebt, besser gesagt: er wurde auferweckt.</p><h2><strong>Aufr&uuml;ttelnde Predigten?! </strong></h2><p>Das eigentliche Drama liegt nicht darin, dass Eutychus aus dem Fenster gefallen ist. M&uuml;de von der Arbeit. Einen freien Sonntag gab es noch nicht. Das Drama liegt darin, dass sich die Geschichte in einer Variante seither tausendfach wiederholt hat. Menschen langweilen sich bei einer Predigt oder einem Bibelgespr&auml;ch. Ich frage zwischendurch nochmal zur Sicherheit: &bdquo;Sind Sie noch wach? Sind Sie noch da? Ich hoffe, Sie sitzen nicht am offenen Fenster!&ldquo;</p><p>Darf ich Sie und mich das so fragen: &bdquo;Erwarten Sie jetzt hier und heute etwas von Gottes Wort? Oder sind Sie nahe am Koma-Schlaf?&ldquo;</p><p>Woran liegt es, dass wir etwas interessant finden oder nicht? Haben Sie sich jemals bei einem guten Gespr&auml;ch mit einem geliebten Menschen gelangweilt? Ich erinnere mich an Gespr&auml;che, bei denen nicht die L&auml;nge das Problem war. Das Problem war die einsetzende Morgend&auml;mmerung und der erzwungene Aufbruch. Das Traurige war, dass wir das Gespr&auml;ch irgendwann beenden mussten. Wie kann es sein, dass mich ein Gespr&auml;ch &uuml;ber meinen geliebten HERRN langweilt? Nichts anderes sollten doch Andachten und Predigten sein, oder? Sind Sie noch da? Sind Sie noch wach? Es ist kein Drama, wenn eine Predigt mal kein Rhetorik-Feuerwerk abbrennt. Wenn die Vergleiche nicht alle z&uuml;nden und der Beamer abraucht &ndash; was soll&acute;s!</p><p>Ein Drama ist doch, wenn nichts passiert. Wenn ich den Eindruck habe: Da ist keine Liebe im Spiel. Keine Leidenschaft, da brennt kein Feuer. Wenn ich aber merke: Der Mensch da vorne spricht von etwas, das er &uuml;ber alles liebt, dann interessiert es mich. Da kann dann auch jemand &uuml;ber Ausgrabungen in Waswei&szlig;ichwo reden. Selbst wenn es mich an sich null interessiert, w&auml;re ich innerlich dabei. Die Sportmoderatorin Katrin M&uuml;ller-Hohenstein sagte mal sinngem&auml;&szlig;: Mich interessieren weniger die Sportarten oder wer gewinnt und verliert, sondern vielmehr die Emotionen der Beteiligten. Die Begeisterung &uuml;ber die Begeisterten.</p><h2><strong>Brennende Liebe</strong></h2><p>Paulus war nicht der gr&ouml;&szlig;te Redner vor dem Herrn. Er brannte aber vor Liebe zu seinem Herrn. Trotzdem ist der junge Mann eingeschlafen. Die Langeweile war aber sicher nicht das, wovon er sp&auml;ter seinen Freunden erz&auml;hlte. Vielleicht hatte er nicht jeden Satz von Paulus verstanden. Eventuell war ihm vieles zu hoch und manches zu tiefgr&uuml;ndig. Das Fenster war definitiv zu hoch und der Fall zu tief. Nach dem tiefen Fall kommt das Entscheidende!</p><p>Sp&auml;ter hat er nicht erz&auml;hlt: &bdquo;Der Typ war voll langweilig.&ldquo; Oder: &bdquo;Wie peinlich, ich bin aus dem Fenster-Rahmen gefallen.&ldquo; Eutychus wird erz&auml;hlen: &bdquo;Ich bin Gott begegnet! Paulus war so eng mit Gott, dass er mich wiederbeleben konnte. Nein, stimmt so nicht. Da gab&acute;s nicht mehr viel zum Wieder-beleben. Ich war sowas von tot. Aber Gott hat mir neues Leben geschenkt. Ich erlebte eine Auferweckung!&ldquo;</p><p>Danach war es so was von egal, was und wie und wie lange Paulus gepredigt hat. Die eigentliche Predigt geschah, als die Predigt unterbrochen war und Neues Leben entstand. Sind Sie noch wach? Sind Sie noch da?</p><p>Was hat unsere Geschichte mit den Augenzeugen gemacht? Sie haben ja Paulus auch stundenlang zugeh&ouml;rt oder mit ihm debattiert. Erstmal waren sie froh, dass sie nicht eingeschlafen sind. Oder dass es keiner gemerkt hat. Ich hatte mal einen Kommilitonen, der konnte sehr unauff&auml;llig schlafen. Die Augenzeugen waren froh, dass sie nicht aufgefallen sind. Oder rausgefallen. Das muss ein ziemlicher Schock gewesen sein. Sie behielten weniger den Schock im Ged&auml;chtnis als das folgende Wunder. <strong>&bdquo;Sie wurden nicht wenig getr&ouml;stet&ldquo;</strong> hei&szlig;t es in der Lutherbibel. <strong>&bdquo;Sie wurden von gro&szlig;er Freude erf&uuml;llt&ldquo;</strong> steht in der &bdquo;Guten Nachricht &Uuml;bersetzung&ldquo;. Die &bdquo;Neue Genfer&ldquo; &uuml;bersetzt: <strong>&bdquo;Dieses Erlebnis war f&uuml;r die Christen eine gro&szlig;e Ermutigung.&ldquo; </strong>Nach dem Fenstersturz von Troas predigt Paulus einfach weiter. Ob sie wohl das Fenster zugemacht haben? W&auml;ren Deutsche anwesend gewesen, sie h&auml;tten ein orange-wei&szlig;es H&uuml;tchen aufgestellt. Zur Sicherheit.</p><p>Sind Sie noch wach? Sind Sie noch da? Diese Frage musste nach der Totenauferweckung niemandem mehr gestellt werden. Die waren sowas von wach und voll da. Ich w&uuml;nsche uns, dass auch wir diese Kraft der Auferstehung erleben. Sie ist das Gegenteil von Langeweile. M&ouml;ge sie uns neu lebendig machen. Selbst wenn wir tief gefallen sind. Gott will uns neu und lebendig machen, damit wir etwas zu erz&auml;hlen haben: Wozu Jesu Kraft f&auml;hig ist.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Jochen Schenk</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17113553.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Jochen Schenk]]></author>
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      <pubDate>Fri, 08 Aug 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Der Aufruhr des Demetrius]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Apostelgeschichte 19,23-40 – ausgelegt von Gernot Spelsberg.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 19,23-40 – ausgelegt von Gernot Spelsberg.</em><br/>
<h2><strong>Wenn die G&ouml;tter wackeln.</strong></h2><p>Ephesus, die Weltstadt in Kleinasien, hatte ein gro&szlig;es Freilufttheater, eine Arena, mit 66 kreisf&ouml;rmig &uuml;bereinander liegenden Sitzreihen mit etwa 25.000 Sitzpl&auml;tzen. Stellen wir uns einen Moment lang heutige Fu&szlig;ball-Arenen vor, und h&ouml;ren wir, wie die Gef&uuml;hle von Tausenden sich in Ch&ouml;ren Luft machen und gegenseitig verst&auml;rken. Das h&ouml;ren wir bereits weit vor der Arena. In solchen L&auml;rm hinein f&uuml;hrt uns der gerade geh&ouml;rte Bericht.</p><p>Doch bevor wir uns unter die aufgebrachte Menge mischen, blicken wir noch hinauf zu dem gegen&uuml;ber liegenden H&uuml;gel. In majest&auml;tischer Ruhe thront dort eines der 7 Weltwunder:</p><p>Der Tempel der Artemis/Diana. Ein uraltes Heiligtum. Innen thront eine Diana-Figur, die einst direkt vom Himmel gefallen und an dieser Stelle gefunden worden sei, sagt man in Ephesus. Von hier aus wird sie als Fruchtbarkeitsg&ouml;ttin rings um das Mittelmeer verehrt. Sie hat viele Br&uuml;ste, tr&auml;gt Korn&auml;hren, wird von einer Rehgei&szlig; und einer Hirschkuh mit prallen Eutern begleitet. Ihr Kult ist zur Zeit unseres Berichtes noch weit verbreitet rings um das Mittelmeer. Ephesus aber ist zu ihrem hochkar&auml;tigen Wallfahrtsort geworden.</p><p>Aber wie lange noch? Denn: In den Gesch&auml;ftsb&uuml;chern eines Silberschmiedes namens Demetrios zeigt sich eine merkw&uuml;rdige Tendenz. Seit etwa 2 Jahren gehen die Ums&auml;tze zur&uuml;ck, die Nachfrage nach Abbildungen des Tempels und der Diana l&auml;sst erkennbar nach. Er und viele Handwerker, Arbeiter und Wiederverk&auml;ufer w&uuml;rden erhebliche Verluste haben, wenn das so weitergeht. Also versammelt er sie und h&auml;lt eine flammende Rede, etwa so: &bdquo;Hinter dieser katastrophalen Entwicklung steckt Paulus, der j&uuml;dische Wanderprediger, der seit 2 Jahren unter uns wohnt und hier, wie in ganz (Klein-)Asien verbreitet: &sbquo;Das sind keine G&ouml;tter, die mit H&auml;nden gemacht sind.&lsquo; Und: &sbquo;Gott wohnt nicht in Tempeln von Menschen gemacht.&lsquo; Wenn das so weitergeht, wird es nicht nur unserem Handel schaden, sondern auch dem Tempel und der gro&szlig;en G&ouml;ttin Diana, deren Verehrung im ganzen Weltkreis untergehen wird!&ldquo; &ndash; Und mit ihr die alte G&ouml;tterwelt. Man ahnt es wohl: Die G&ouml;tter wackeln.</p><h2><strong>Lokalpatriotismus</strong></h2><p>Diese Brandrede z&uuml;ndet ein gewaltiges Feuer an, das schnell auf die ganze Stadt &uuml;berspringt. &bdquo;Gro&szlig; ist die Diana der Epheser!&ldquo; wird zum Schlachtruf, dem sich die Menge selbstverst&auml;ndlich anschlie&szlig;t, auch wenn den meisten nicht ganz klar ist, worum es eigentlich geht. Die H&ouml;rer der Rede aber werden die anderen so weit wie m&ouml;glich, in Kurzform, informieren: Es geht um Glauben, Wohlstand und (Lokal-)Patriotismus. &ndash; Oder auch in umgekehrter Reihenfolge: Patriotismus, Wohlstand, Glauben - jedenfalls f&uuml;r jeden etwas und f&uuml;r alle alles.</p><p>Dieser Dreiklang kommt mir bekannt vor, erscheint immer wieder in politischen Programmen und griffigen Parolen. Und es gab nicht nur eine Diana der Epheser, es gab auch eine Diana der Deutschen, es gibt sie wieder als Kolossal-Diana der Russen, als Super-Diana der Amerikaner, also in Ost und West. Immer gro&szlig; ist die Diana. Immer wenn Menschen oder Ideologien unsere Verehrung fordern und das auch noch religi&ouml;s begr&uuml;nden oder mit Wohlstand und Patriotismus.</p><p>Zur&uuml;ck nach Ephesus. Betreten wir den Hexenkessel der Arena. Ein unbeschreiblicher Tumult. Die meisten wissen auch hier nicht, worum es eigentlich geht. Wir entdecken auch niemand, der nun das Wort ergreift. Demetrius, der Anstifter des Ganzen, ist nicht zu sehen. Vielleicht ist ihm diese Folge seiner Rede &uuml;ber den Kopf gewachsen. Wir vermissen auch Paulus. Sp&auml;ter h&ouml;ren wir, dass er bei dem befreundeten christlichen Ehepaar Aquila und Priscilla den Aufruhr verbracht hat. Sicher in inst&auml;ndigem Gebet mit ihnen. Da wird es um die Menschen in der Arena, darunter zwei Gef&auml;hrten des Paulus, gegangen sein. Die Gefahr eines Progroms lag in der Luft. Deshalb hatten einflussreiche Leute ihn abgehalten, selber dort zu erscheinen. Wenn er sp&auml;ter den Korinthern von Ephesus aus schreibt, er habe hier im Theater &bdquo;mit wilden Tieren gek&auml;mpft&ldquo; so kann das wohl nur hei&szlig;en, dass er im Geist im Gebetskampf in der Arena war, und dass er dabei dem handgreiflichen Widerstand feindlicher Kr&auml;fte ausgesetzt war.</p><h2><strong>Ablehnung des j&uuml;dischen und christlichen Glaubens</strong></h2><p>Hier am Ort des Geschehens hat sich wohl herumgesprochen, dass der Aufruhr etwas mit den Juden zu tun habe. Die Synagogen-Leiter sp&uuml;ren die Gefahr &ndash; wohl nicht zum ersten Mal. Sie k&ouml;nnen einen ihrer Vertreter, Alexander, durch die Menge vorschieben bis zur Rednertrib&uuml;ne. Er soll eine Erkl&auml;rung abgeben, dass es sich diesmal nun wirklich nicht um Juden handele, bzw. nicht um Juden ihrer Synagoge. Er hebt die Hand und wird sofort als Jude erkannt. Die Masse schreit ihn nieder, bevor er auch nur ein Wort sagen kann. Und dann bricht sich erneut der scheinbar so harmlose Ruf Bahn: &bdquo;Gro&szlig; ist die Diana der Epheser!&ldquo; Immer wieder, eine Viertelstunde, eine halbe Stunde, eineinhalb ja zwei Stunden lang die gleiche Parole! Die richtet sich jetzt gef&auml;hrlich nicht mehr haupts&auml;chlich gegen Paulus, sondern ganz eindeutig gegen &bdquo;die Juden&ldquo;. Ein Ausbruch von Antijudaismus. Aber nat&uuml;rlich sind Paulus und die j&uuml;dischen Christen in Ephesus voll mitbetroffen von diesem zweist&uuml;ndigen Dauerbeschuss, und auch die Heidenchristen in der Gemeinde am Ort kann das nicht kaltgelassen haben.</p><h2><strong>Geistlicher Kampf</strong></h2><p>Wie h&auml;lt man das durch, diese totale Ablehnung durch viele Tausende Mitb&uuml;rger? Der Aufstand der Silberschmiede ist zu einem Aufstand gegen Juden und Christen geworden. Ein Aufstand gegen die, die bekennen, dass Gott nur Einer ist, n&auml;mlich der, der Himmel und Erde gemacht hat. &bdquo;Gro&szlig; ist die Diana der Epheser!&ldquo; &ndash; immer wieder in diesem Hexenkessel geschrien, &ndash; braut sich auf zum Gegenprogramm, zum Kampf gegen den &bdquo;Einen&ldquo;. Und das hat etwas D&auml;monisches. Ein geistlicher Kampf zieht auf. Und Christen wissen, dass der durch Jesus schon entschieden ist. Sie brauchen sich nicht vor dem Gebr&uuml;ll aus der Tiefe erschrecken. Sie erkennen darin eher die Verzweiflung von heillos gebundenen Seelen, die aufschreien, wenn ihnen das Heil zu nahekommt. So wird es in den Evangelien mehrfach berichtet, bevor Jesus ihre D&auml;monen austreibt und Menschen befreit.</p><p>Solche Befreiungen haben durch Paulus in Ephesus und dar&uuml;ber hinaus bereits viele erlebt. &bdquo;Jesus ist Sieger!&ldquo; (Blumhardt). Das ist die Erfahrung und Gewissheit, die helfen wird in den erst noch kommenden r&ouml;mischen Verfolgungen. Die neue Parole im oft schwierigen geistlichen Kampf ist das Bekenntnis: &bdquo;Kyrios Jesus! Herr ist Jesus!&ldquo; (Philipper 2, 11). Jesus ist Sieger &ndash; die G&ouml;tter wackeln.<br />
&nbsp;</p><p>Das ist wichtig f&uuml;r Jesus-Nachfolger in den Bedrohungen, die die ganze Welt und jeden Menschen seit einigen Jahren erschrecken und in ihrer F&uuml;lle mutlos bis verzweifelt werden lassen. Mich bewegt bis heute der barbarische &Uuml;berfall auf Israel vom 7.Oktober 2023 und nach der Empathie f&uuml;r die Opfer die unfassliche Welle des Antisemitismus in aller Welt. Welche geradezu d&auml;monischen Kr&auml;fte sind da am Werk! Sie wenden sich auch offen gegen Christen. Noch nie in der Weltgeschichte wurden so viele Christen verfolgt, drangsaliert, get&ouml;tet. Juden- und Christenverfolgung haben einen H&ouml;hepunkt erreicht und auch demokratische Staaten sind nicht gefeit vor diesen Einfl&uuml;ssen.</p><p>Am 6. November 2024 ganz fr&uuml;h morgens fand meine Frau dieses Zitat: &bdquo;Um uns herum ist Fallen und Zerbrechen, aber Jesus steht aufrecht im Sturm der Zeit.&ldquo; Es war der Tag, der zwei Nachrichten brachte: Die &bdquo;Ampel&ldquo; war zerbrochen und Donald Trump war gew&auml;hlt. Das Zitat begleitet und st&auml;rkt uns seitdem in unserem geistlichen Kampf. Und auch ein Gebet der Zuversicht, das ich gerne mit Ihnen teile:</p><p>&bdquo;Du wirst Dein herrlich Werk vollenden, der Du der Welten Heil und Richter bist. Du wirst der Menschheit Jammer wenden, so dunkel jetzt Dein Weg, o Heilger ist. Drum h&ouml;rt der Glaub nicht auf, zu Dir zu flehn, Du tust doch &uuml;ber Bitten und Verstehn.&ldquo; ( EG 241, 8 )</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Gernot Spelsberg</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17112648.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 07 Aug 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Paulus in Ephesus]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Apostelgeschichte 19,8-22 – ausgelegt von Reinhold Wennagel.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 19,8-22 – ausgelegt von Reinhold Wennagel.</em><br/>
<p>Es lohnt sich, das Kapitel, das Sie eben h&ouml;rten, noch einmal zu lesen, denn Details werden oft erst auf den zweiten Blick sichtbar. Der Missionar Paulus ist auf der 3. Missionsreise. Die jeweiligen Umst&auml;nde und Begegnungen sind einmalig, k&ouml;nnen uns kaum als Muster zum Nachmachen dienen. Der Inhalt der Verk&uuml;ndigung schon eher. Es geht um Gottes Wirken in dieser Welt.</p><h2><strong>1. Gottes Wort wirkt </strong>(Apostelgeschichte 19,8-12)</h2><p>Wo immer Paulus auf seinen Reisen hinkommt, geht er m&ouml;glichst zuerst in die &ouml;rtliche Synagoge. So ist es auch in Ephesus, wo er zun&auml;chst drei Monate offensichtlich regelm&auml;&szlig;ig predigt. Von Hause aus ist ja die j&uuml;dische Gemeinde seine geistliche Familie. Wenn sich&nbsp; seine &bdquo;Stammverwandten&ldquo; doch nur f&uuml;r Jesus gewinnen lassen! So schreibt Paulus einmal: <em>&bdquo;Ich w&uuml;nschte verflucht und von Christus getrennt zu sein f&uuml;r meine Br&uuml;der &hellip;&ldquo; </em>(R&ouml;mer 9,3).</p><p>Nun aber predigt Paulus von Christus, lehrt und &uuml;berzeugt manche. Lehren, das klingt f&uuml;r manche nicht besonders unterhaltsam. Es ist jedoch entscheidend f&uuml;r einen stabilen Glauben. Gelegentliche &bdquo;Inputs&ldquo; reichen nicht. Ich muss doch wissen, warum, was und an wen ich glaube. Jedenfalls kommen in Ephesus viele zu den Gottesdiensten mit Paulus und manche glauben daraufhin an Jesus - sowohl Juden als auch interessierte Heiden.</p><p>Was predigt Paulus? Ich lese in Apostelgeschichte 8,8, dass es ein durchg&auml;ngiges Thema gibt: Das &bdquo;<strong>Reich Gottes</strong>&ldquo;.</p><p>Als er sp&auml;ter mit bewegten Worten von den &Auml;ltesten dieser Gemeinde endg&uuml;ltig Abschied nimmt, sagt er, er habe unter ihnen <em>&bdquo;das Reich Gottes gepredigt&ldquo;</em>. (Apostelgeschichte 20,25). Das Reich Gottes? Ist das wirklich so wichtig - alltagsrelevant? Auf jeden Fall ist es das Generalthema von Jesus Christus. Es lohnt sich, die vielen Stellen im NT nachzuschlagen. Der Bibleserver des ERF hilft, die Begriffe &bdquo;Reich Gottes&ldquo; oder &bdquo;K&ouml;nigreich Gottes&ldquo; zu finden. Im Matth&auml;usevangelium wird daf&uuml;r das Wort &bdquo;Himmelreich&ldquo; verwendet, vielleicht um den Gottesnamen zu vermeiden, vielleicht aber auch als Gegensatz zu den irdischen Reichen.</p><p>Als Jesus seine J&uuml;nger einmal ins Praktikum schickt, sagt er: &bdquo;<em>Geht aber und predigt und sprecht: Das Himmelreich ist nahe herbeigekommen</em>&ldquo; (Matth&auml;us 10,7). Im Vaterunser lehrt Jesus sie zu beten: &bdquo;<em>Dein Reich komme&ldquo;</em> (Matth&auml;us 6,10). Es ist also schon da, aber noch nicht umfassend.</p><p>Was dieses Reich jedoch so einzigartig macht, ist Gott, so, wie er sich in Christus geoffenbart hat. Mit und in Jesus ist diese Herrschaft gegenw&auml;rtig. Als Jesus einmal von den Pharis&auml;ern gefragt wird: &bdquo;<em>Wann kommt das Reich Gottes?&ldquo; </em>antwortet er ihnen: &bdquo;<em>Das Reich Gottes kommt nicht mit &auml;u&szlig;eren Zeichen</em>; &hellip; es<em> ist mitten unter euch.&ldquo;</em> (Lukas 17,20).</p><p>&bdquo;Wer kann das verstehen?&ldquo; Vielleicht spotten manche: &bdquo;Dazu muss man wohl geboren sein.&ldquo; Und tats&auml;chlich. Jesus sagt zu dem Pharis&auml;er Nikodemus: Man muss <em>&bdquo;von neuem geboren sein&ldquo;</em>, um durch den Glauben an Jesus &bdquo;<em>in das Reich Gottes zu kommen&ldquo;</em> (Johannes 3,3).</p><p>Das Reich Gottes ist also ein Herrschafts-Bereich, in dem der Wille Gottes anerkannt und getan wird. Teilweise ist das schon verwirklicht, im umfassenden Sinn ist es jedoch noch Zukunft.</p><p>Das Reich Gottes -Thema umfasst im Grunde das ganze Alte Testament und das Evangelium von Jesus Christus.</p><p>Dies alles ist die Botschaft des Paulus in Ephesus. Und Gottes Wort wirkt.</p><p>Die Menschen merken: Das ist ewigkeitsrelevant. Dieses Wort stellt mich vor Gott und kann mich ver&auml;ndern. So werden viele Juden von Jesus &uuml;berzeugt.</p><p>Doch einige von ihnen verschlie&szlig;en sich und sind nicht bereit, sich dem Wort Gottes zu unterstellen. Im Gegenteil. Sie reden so b&ouml;se &uuml;ber diese Christenlehre, dass Paulus keine andere M&ouml;glichkeit sieht, als sich von der Synagoge zur&uuml;ckzuziehen und einen privaten Vortragsraum zu mieten. Es gibt Grenzen, wo man sich trennen muss.</p><p>Jedenfalls haben die zwei Jahre Unterricht in Ephesus (Apostelgeschichte 19,10) gewaltige Auswirkungen. Menschen in der ganzen Provinz Asia, das ist die heutige T&uuml;rkei, sind beeindruckt und betroffen. Zur Best&auml;tigung schenkt Gott spektakul&auml;re Heilungen. Sogar Kleidungsst&uuml;cke des Apostels werden herumgereicht und wirkten heilend und befreiend. Ich wei&szlig; nicht, warum Paulus diese magisch scheinenden Praktiken nicht unterbunden hat. Nicht immer, aber manchmal best&auml;tigt Gott sein Wort auch auf au&szlig;ergew&ouml;hnliche Weise. Das ist zum Staunen, Danken und Loben.</p><p>Gottes Wort wirkt.</p><h2><strong>2. Jesu Name ist keine Zauberformel (Apostelgeschichte 19,13-17)</strong></h2><p>Ich kann den Namen Jesus r&uuml;hmen, aber auch missbrauchen, zum Beispiel, indem ich ihn &bdquo;auf eigene Rechnung verwende&ldquo; und mit angema&szlig;ter Vollmacht handle. So versuchen sieben j&uuml;dische Beschw&ouml;rer den Jesusnamen als Zauberformel zu gebrauchen (Apostelgeschichte 19,13). Sie denken: &bdquo;Jesus&ldquo; als Zauberwort f&uuml;r d&auml;monische F&auml;lle - das m&uuml;sste doch funktionieren. Doch wer Jesus als Werkzeug benutzt, ohne durch ihn erl&ouml;st zu sein und sich ihm unterstellt zu haben, kann nicht mit ihm rechnen. Der Bereich des Okkulten ist ein gef&auml;hrliches Terrain, bis heute. Es braucht Vollmacht von oben.</p><p>Die Macht Satans ist jedenfalls gr&ouml;&szlig;er als die dieser selbsternannten Exorzisten. Der Besessene &uuml;berw&auml;ltigt die sieben &bdquo;Zauberlehrlinge&ldquo; aus Ephesus auf blamable Weise (Apostelgeschichte 19,16). Jesus ist HERR. Er beauftragt und bevollm&auml;chtigt Menschen. Aber nie soll jemand meinen, er k&ouml;nne Jesus f&uuml;r eigene Zwecke gebrauchen.</p><p>Gott ist gut! Selbst durch diese befremdliche Geschichte kommt nicht nur blankes Entsetzen auf, sondern Menschen werden frei vom G&ouml;tzendienst und finden zum Glauben an Jesus. Gott sei Lob und Dank. Wo Jesus sich als Herr erweist, hat das Folgen, n&auml;mlich Gottesfurcht und Gotteslob.</p><h2><strong>3. Umkehr bedeutet&nbsp; Abkehr </strong>(Apostelgeschichte 19,18-20)</h2><p>Nach dieser misslungenen Teufelsaustreibung kommt es in Ephesus zu einer spektakul&auml;ren Aktion. &bdquo;B&uuml;cherverbrennung&ldquo;, klingt das nicht nach Inquisition? F&uuml;r viele Beobachter ist das sicher ein Skandal. Allein schon der riesige Marktwert der Zauberb&uuml;cher macht fassungslos. Allerdings: Die B&uuml;cher werden nicht konfisziert, sondern von den Leuten selber zum Scheiterhaufen gebracht. Etwas, das ich als Gift erkannt habe und von dessen zerst&ouml;rerischer Wirkung ich mich eigentlich distanziert habe, kann ich doch nicht gewinnbringend ver&auml;u&szlig;ern. Sollte das, was mir zur Versuchung wird, weiterhin Platz im Haus beanspruchen? Ich denke, die Antwort ist klar und die Umkehr zu Jesus hat immer Folgen. &bdquo;Jesus und Satan&ldquo;, das geht nicht.</p><p>Wenn Jesus allein bei mir das Sagen hat, dann haben andere es eben nicht. Das ist h&ouml;chst alltagsrelevant und hat durchaus etwas mit dem Reich Gottes zu tun.&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Reinhold Wennagel</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17112087.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Reinhold Wennagel]]></author>
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      <pubDate>Wed, 06 Aug 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Apollos in Ephesus]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 18,23-19,7 – ausgelegt von Anna Maria Bosch.</em><br/>
<p>Ausgelaugt und v&ouml;llig dehydriert sitzen die beiden Freundinnen unten am Fu&szlig; des Grand Canyon. &Uuml;ber ihnen kreist bereits der Rettungshubschrauber auf der Suche nach einem geeigneten Landeplatz. Ein Ranger hat die beiden Freundinnen orientierungslos abseits der gekennzeichneten Wege entdeckt. An Warnungen vor eigenm&auml;chtigen Unternehmungen fehlt es im Nationalpark nicht. Aber zu gro&szlig; ist die Versuchung, die sicheren Pfade zu verlassen und das Abenteuer Wildnis zu suchen. Ein Bild f&uuml;r den Menschen: Sorglos, unachtsam, sich seiner tats&auml;chlichen Situation nicht bewusst, ist er in der Welt unterwegs. Auch die Warnschilder &uuml;bersieht er &ouml;fters. Dabei wird er schon lange gesucht. Von dem, der sich im Grand Canyon des Todes auskennt: Jesus Christus.</p><h2><strong>Die beste Nachricht dieser Welt</strong></h2><p>Apollos und Paulus sind mit der besten Nachricht in dieser Welt unterwegs, um Menschen zu retten. Zusammen mit dem Ehepaar Aquila und Priszilla bilden sie ein Team. Die vier haben unterschiedliche Schwerpunkte und erg&auml;nzen sich wie bei einem Puzzle.</p><p>Apollos ist in Ephesus eingetroffen und predigt dort frei und offen in der Synagoge von Jesus.</p><p>Das Profil des Apollos l&auml;sst sich klar beschreiben. Er ist in Alexandria geboren, ist j&uuml;discher Abstammung und dort aufgewachsen. Alexandria ist eine gro&szlig;e Hafenstadt in &Auml;gypten. Dort ist das intellektuelle und literarische Zentrum der j&uuml;dischen Diaspora. Hier wurde das Alte Testament ins Griechische &uuml;bersetzt. Die Juden pr&auml;gen die Stadt entscheidend mit. In diesem pr&auml;genden Umfeld hat Apollos viel grundlegendes geh&ouml;rt und seine Begabung wird sehr gut gef&ouml;rdert. So wird Apollos ein redegewandter Reiseprediger, der sich bestens in den Heiligen Schriften auskennt. Brennend im Geist redet und lehrt er konkret von Jesus Christus. Apollos ist aber in einigen wichtigen Details unzureichend informiert. Denn er kennt nur die Taufe des Johannes. In diese Wissensl&uuml;cke tritt das Ehepaar Aquila und Priszilla. Sie sind Juden, die von Jesus geh&ouml;rt haben und Christen geworden sind. Von Beruf sind sie Zeltmacher. Sie laden Apollos zu sich nach Hause ein und erkl&auml;ren den Glauben an Jesus genauer.</p><p>Dabei entdecke ich eine wichtige innere Haltung des Apollos. Er ist bereit, als hochgebildeter Verk&uuml;ndiger mit einer positiven dem&uuml;tigen Haltung von dem Ehepaar zu lernen.</p><p>Apollos zieht weiter mit einem Empfehlungsschreiben der Gemeinde von Ephesus nach Korinth. Er kann durch Gottes Wirken pr&auml;gend in die Gemeinde hineinwirken. Durch seine Schriftkenntnis kann er den Juden klar machen, dass Jesus der Messias ist, der in den Schriften der j&uuml;dischen Tradition angek&uuml;ndigt ist.</p><p>Apollos und Paulus wollen Menschen retten, damit sie nicht im Grand Canyon des Todes bleiben. Dass sie Jesus kennen lernen, der sie rettet vor den t&ouml;dlichen Gefahren.</p><h2><strong>Paulus in Ephesus</strong></h2><p>Inzwischen ist Paulus zu seiner dritten Missionsreise unterwegs und trifft in Ephesus ein.</p><p>Das Profil des Paulus ist deutlich in der Bibel beschrieben. Er ist Jude, in Tarsus geboren. Zu Hause lernt er in der Synagoge, dann bei Rabbinern in Jerusalem. Studiert bei Gamaliel, ist Pharis&auml;er und macht eine Lehre als Zeltmacher. Er hat ein total einschneidendes Bekehrungserlebnis vor Damaskus. Zuvor verfolgt Paulus brutal die Christen, dann folgt er ganz entschieden Jesus nach. Sein Herzensanliegen ist, die frohe Botschaft von der Erl&ouml;sung durch Jesus Christus weiterzusagen. Paulus hat Ausdauer, ist entschlossen, tiefgr&uuml;ndig, ist mutig im Bekennen treu und konsequent in der Jesus Nachfolge.</p><h2><strong>Die Bedeutung der Taufe</strong></h2><p>In Ephesus trifft er einige J&uuml;nger von Johannes dem T&auml;ufer. Paulus muss gesp&uuml;rt haben, dass etwas bei den J&uuml;ngern fehlt. Sogleich stellt er eine bedeutende Frage: &bdquo;<em>Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gl&auml;ubig wurdet?</em>&ldquo; (Apostelgeschichte 19,2). Die Antwort der J&uuml;nger: &bdquo;Nein, wir haben noch nie davon geh&ouml;rt&ldquo;. Paulus fragt weiter: &bdquo;Welche Taufe habt ihr empfangen?&ldquo; Sie antworten: &bdquo;Die Taufe des Johannes&ldquo;. Paulus erkl&auml;rt daraufhin den Unterschied zwischen der Taufe des Johannes und der Taufe auf den Namen Jesu.</p><p>Die Taufe des Johannes ist eine vorbereitende Taufe, denn Johannes wies auf das Kommen des Messias hin. Er forderte auf, das Leben zu &auml;ndern und S&uuml;nden zu bekennen. Johannes war der Wegbereiter f&uuml;r Jesus Christus.&nbsp;</p><p>Die Taufe auf den Namen Jesu ist nach meiner &Uuml;berzeugung ein &auml;u&szlig;eres Zeichen f&uuml;r ein tiefes Vorgehen. Sie ist vollendet, es fehlt nichts mehr. Der Gl&auml;ubige tritt in den Herrschaftsbereich von Jesus Christus und unterstellt sich seiner F&uuml;rsorge. Er geh&ouml;rt jetzt ganz zu Jesus.</p><p>Nach der Aufkl&auml;rung &uuml;ber die Taufe lassen sich die J&uuml;nger auf den Namen Jesu taufen. Als Paulus ihnen die H&auml;nde auflegt, kommt der Heilige Geist auf sie. Sie reden in Zungen und weissagen. Die Zungenrede und Weissagung sind Gaben des Geistes Gottes. Die Gl&auml;ubigen merken, dass Gott durch sie redet. Ein sichtbares Zeichen, dass Gott Wirklichkeit ist. Die Johannes-J&uuml;nger werden zu Jesus Nachfolgern.</p><p>Was bedeutet Ihnen die Taufe? Sind sie &uuml;ber die Taufe informiert und traditionell damit verbunden oder wirkt Gottes Geist durch sie? Beten sie um Klarheit.</p><p>Wenn sie sich ihrer Taufe bewusst sind, danken sie Gott und freuen sich daran, zu ihm zu geh&ouml;ren.</p><p>Meinen Tauftag feiere ich jedes Jahr mit innerer Freude und Dankbarkeit f&uuml;r dieses Geschehen, ganz zu Christus zu geh&ouml;ren.</p><p>Bei Apollos ist mir nicht bekannt, ob er getauft ist, doch der Geist Gottes wirkt durch ihn. Beim Pfingstwunder in Jerusalem, als die J&uuml;nger Jesu zusammen sind, kommt der Heilige Geist pl&ouml;tzlich auf alle. Es geschieht ohne Handauflegung und die J&uuml;nger reden in fremden Sprachen zum Lobe Gottes.</p><p>Gott ist frei in seinem Wirken. Er ist der souver&auml;ne Gott.</p><p>Sie d&uuml;rfen auch heute damit rechnen, dass Gott durch den Heiligen Geist in au&szlig;ergew&ouml;hnlicher Weise wirkt. Er ist nicht an unsere Methoden oder traditionellen Arbeitsweisen gebunden. Sind Sie offen f&uuml;r das souver&auml;ne Wirken des Heiligen Geistes? Lassen Sie sich von Gottes Geist und seinem Wirken &uuml;berraschen!</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Anna Maria Bosch</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17111443.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Anna Maria Bosch]]></author>
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      <pubDate>Tue, 05 Aug 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[In Korinth und die Rückkehr nach Antiochia]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext von Apostelgeschichte 18,1-22 – ausgelegt von Andreas Reinhardt.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext von Apostelgeschichte 18,1-22 – ausgelegt von Andreas Reinhardt.</em><br/>
<p>Korinth zur Zeit des Apostels Paulus war eine bedeutende Gro&szlig;stadt mit 200.000 Einwohnern. Anders als Paulus h&auml;tte ich mir vermutlich nicht diesen Ort ausgew&auml;hlt, um eine Gemeinde zu gr&uuml;nden. Denn diese Stadt hatte wahrlich keinen guten Ruf. Im ganzen r&ouml;mischen Reich galt sie als verrucht. Wenn z. B. bei einer Theaterauff&uuml;hrung ein B&uuml;rger Korinths dargestellt wurde, war dies stets ein Betrunkener. Zudem war Korinth eine bedeutende Handelsstadt. Menschen verschiedenster Herkunft kamen hier zu Wohlstand und brachten ihre Religionen und Weltanschauungen mit. Gepr&auml;gt war diese Stadt vor allem von dem Kult, der vom Tempel der Aphrodite, der G&ouml;ttin der Liebe, ausging. Tausend sogenannte Priesterinnen dienten als Tempelprostituierte. So wurde ein unmoralischer Lebenswandel als ganz normal angesehen.</p><h2><strong>Verk&uuml;ndigung des Evangeliums</strong></h2><p>Vor kurzem verk&uuml;ndigte Paulus in Athen das Evangelium. Dort war es offensichtlich, wie stark im damaligen Griechenland die G&ouml;tzenanbetung verbreitet war. Immerhin kamen auch dort einige wenige M&auml;nner und Frauen zum Glauben an Jesus Christus. Nun f&uuml;hrte ihn der Heilige Geist in die besagte Gro&szlig;stadt Korinth. Was w&uuml;rde ihn dort wohl erwarten? Der heutige Bibeltext schildert uns mindestens f&uuml;nf Begegnungen des Apostels, die ihn sehr ermutigt haben m&uuml;ssen. J&uuml;dische Rabbiner, wie Paulus einer war, nahmen kein Geld an, sondern sorgten selbst f&uuml;r ihren Lebensunterhalt. Er arbeitete z.B. als Zeltmacher und fertige Lederzelte an. Durch Gottes Vorsehung traf er ein j&uuml;disches Ehepaar, Aquila und Priscilla, die ebenfalls diesen Beruf aus&uuml;bten. Sie lebten und arbeiteten urspr&uuml;nglich in Rom und geh&ouml;rten evtl. der dortigen christlichen Gemeinde an. Durch ein Gebot des r&ouml;mischen Kaisers Claudius mussten alle Juden die Stadt verlassen. So lie&szlig;en sie sich mittelfristig in der Handelsstadt Korinth nieder, und nahmen den Apostel bei sich auf. Durch die Zusammenarbeit mit ihnen lernte Paulus sie sch&auml;tzen, zudem wurden die beiden treue Wegbegleiter. Als Paulus z.B. von Korinth aus weiterreiste, kamen sie mit ihm, und lie&szlig;en sich in Ephesus nieder.</p><h2><strong>Ermutigungen</strong></h2><p>Diese Begegnung mit ihnen war eine <strong>erste gro&szlig;e Ermutigung</strong> f&uuml;r den Apostel. Die Erw&auml;hnung von Priscilla und Aquila im 2. Timotheus-Brief (2. Timotheus 4,19) zeigte, dass sie immer noch dabei waren, treu und ergeben im Dienst f&uuml;r die Gemeinde Jesu. Eine zweite gro&szlig;e Ermutigung f&uuml;r Paulus war die Ankunft von Silas und Timotheus. Sie kamen aus Mazedonien und brachten ihm finanzielle Hilfen mit. Im 2. Brief an die Korinther (2. Korinther 11,9) schrieb Paulus dar&uuml;ber: &bdquo;Und als ich bei euch war und Mangel hatte, fiel ich niemandem zur Last. Denn meinem Mangel halfen die Br&uuml;der ab, die aus Mazedonien kamen.&ldquo;</p><p>So konnte sich Paulus ganz der Verk&uuml;ndigung des Evangeliums zuwenden. Er bezeugte zun&auml;chst den Juden, dass Jesus der Christus, der Messias, ist. Da viele Juden diese Botschaft nicht annehmen wollten, predigte er zu den nichtj&uuml;dischen Bewohnern der Stadt. Genau zur richtigen Zeit lernte Paulus einen neuen Freund kennen, der f&uuml;r ihn eine gro&szlig;e <strong>Ermutigung</strong> wurde. Es war der gottesf&uuml;rchtige Korinther Titius Justus. Von nun an predigte der Apostel nicht mehr in der Synagoge, sondern in dessen Haus.</p><p>Gott hatte die beiden M&auml;nner gerade jetzt zusammengef&uuml;hrt, als Paulus eine <strong>neue Ermutigung </strong>gebraucht hatte. Solch eine gro&szlig;z&uuml;gige Gastfreundschaft war f&uuml;r Paulus eine willkommene Gelegenheit, das Evangelium noch vielen Menschen der Stadt zu verk&uuml;ndigen. Das Haus von Titius Justus lag zudem direkt neben der Synagoge, so hielt er vermutlich noch den Kontakt zu einzelnen Juden aufrecht. Es muss f&uuml;r ihn eine gro&szlig;e Freude gewesen sein, dass &bdquo;viele Korinther, die zuh&ouml;rten gl&auml;ubig wurden, und sich taufen lie&szlig;en.&ldquo;</p><p>Auch der Vorsteher der Synagoge nebenan, ein Mann namens Krispus, &bdquo;kam zum Glauben an den Herrn mit seinem ganzen Hause.&ldquo; Aber es gab auch heftigen Widerstand von Seiten der anderen Juden. Sie widerstrebten und l&auml;sterten und machten dem Apostel immer wieder das Leben schwer.</p><p>In dieser Zeit erfuhr Paulus eine <strong>vierte gro&szlig;e Ermutigung</strong>. Jesus selbst sprach in einer Erscheinung in der Nacht zu ihm folgende Worte: &bdquo;F&uuml;rchte dich nicht, sondern rede und schweige nicht! Denn ich bin mit dir, und niemand soll sich unterstehen, dir zu schaden; denn ich habe ein gro&szlig;es Volk in dieser Stadt (Apostelgeschichte 18,9 ff.)&ldquo; Hier wird Paulus vom Herrn Jesus selbst <strong>ermutigt</strong>, nicht Menschen zu f&uuml;rchten, sondern sich ganz auf seinen Auftrag zu konzentrieren.</p><h2><strong>Beistand des Herrn</strong></h2><p>Solange der Herr in Korinth eine Aufgabe f&uuml;r den Apostel hatte, w&uuml;rde ihm niemand Schaden k&ouml;nnen. Auch wenn die Juden l&auml;sterten und ihm Widerstand leisteten, so konnten sie die Verk&uuml;ndigung des Evangeliums nicht verhindern. Ebenso konnten sie nicht verhindern, dass etliche Korinther sich zu Jesus Christus bekehrten und eine Gemeinde in der Stadt gegr&uuml;ndet wurde.</p><p>Der Beistand des Herrn zeigte sich auch in der n&auml;chsten kritischen Situation. Wieder waren es Juden, die entschlossen hatten, Paulus zum Schweigen zu bringen. Vor kurzem hatte ein neuer r&ouml;mischer Prokonsul mit Namen Gallio in der Provinz seinen Dienst angetreten. Etliche Juden hofften nun, dass dieser der neuen Religion ein Ende machen w&uuml;rde. Sie griffen Paulus auf und zwangen ihn vor Gericht. Sie klagten ihn an, gegen das j&uuml;dische Gesetz gehandelt zu haben. Bevor Paulus ihnen antworten konnte, erfuhr er eine weitere <strong>Ermutigung</strong>, diesmal durch einen Vertreter des r&ouml;mischen Staates.</p><p>Gallio durchschaute schnell, dass der Apostel sich keines Verbrechens schuldig gemacht hatte. Sehr weise antwortete er den anklagenden Juden: &bdquo;Weil es aber Fragen sind &uuml;ber Lehre und Namen und das Gesetz bei euch, so seht ihr selber zu; ich gedenke, dar&uuml;ber nicht Richter zu sein.&ldquo;</p><p>Er ordnete zudem seinen Amtsdienern an, die neben dem Richterstuhl standen, diese Juden zu vertreiben. Mit dieser Ermutigung durch Gallio, dem er zuvor noch nie begegnet war, hatte Paulus vermutlich nicht gerechnet. So stellte Gott dem Apostel mehrmals, genau zur richtigen Zeit, Menschen in den Weg, die f&uuml;r ihn eine gro&szlig;e Ermutigung wurden.</p><p>Paulus blieb eineinhalb Jahre in Korinth. Als Paulus sp&auml;ter Briefe an die Christen in dieser Stadt schrieb, bezeichnete er sich als &bdquo;Apostel Christi Jesu durch den Willen Gottes&ldquo;. Es hatte f&uuml;r ihn immer oberste Priorit&auml;t, dass er seinen Dienst im Einklang mit dem Willen Gottes tat. Durch die Ermutigungen im heutigen Bibeltext gab ihm Gott immer wieder die Best&auml;tigung dazu.</p><h2><strong>Paulus zieht weiter</strong></h2><p>Nach 18 Monaten seines Dienstes in Korinth, war es der Wille Gottes, diese Stadt zu verlassen, und zu seiner Heimatgemeinde zur&uuml;ckzukehren. Auf dem Weg dorthin kam er mit seinen Freunden Priscilla und Aquila zun&auml;chst nach Ephesus. Paulus nutzte auch dort die Gelegenheit, in der Synagoge Juden das Evangelium von Jesus Christus zu verk&uuml;ndigen. Obwohl diese Juden viel offener f&uuml;r die Botschaft von Jesus waren und den Apostel baten, noch l&auml;nger bei ihm zu bleiben, zog er weiter. Er sah es nicht als den Willen Gottes an, und wartete geduldig, bis Gott ihm auch f&uuml;r diese Menschen eine T&uuml;r &ouml;ffnen w&uuml;rde. Auf seiner dritten Missionsreise konnte er auch in Ephesus eine Gemeinde gr&uuml;nden und erfuhr weitere Ermutigungen.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Andreas Reinhardt</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17110839.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Andreas Reinhardt]]></author>
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      <pubDate>Mon, 04 Aug 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Vertrauen auf Gottes Gerechtigkeit]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 11 – ausgelegt von Udo Naber.</em><br/>
<p>Von David. So beginnt der Psalm. Vierundsiebzig der Psalmen stammen von ihm, also knapp die H&auml;lfte des Psalters.</p><p>&bdquo;<strong>Ich traue auf den Herrn&ldquo;</strong>, so sagt er. Sein volles Vertrauen zeigt sich, das jeden Morgen neu ist. Ein gutes Beispiel f&uuml;r dies Vertrauen ist, als er dem Goliath gegen&uuml;berstand. David sagt zu jenem Riesen: &bdquo;Du kommst zu mir mit Schwert und Spie&szlig;, ich aber komme zu dir im Namen des Herrn Zebaoth, des Gottes der Schlachtreihen Israels, die du verh&ouml;hnt hast.&ldquo; Mit seiner Schleuder hat er den Goliath niedergestreckt. Das ist nur <em>ein</em> Vertrauensbeweis Davids, den ich hier nennen will.</p><p>Ich traue auf den Herrn! Da lag sein Vertrauen. Darum ist er erstaunt, als andere ihm sagen: &bdquo;Flieh wie ein Vogel auf die Berge!&ldquo; Das konnte er ja gar nicht. Fliehen ging nicht f&uuml;r ihn. Die Berge sind nicht das sichere Land, in das er fl&uuml;chten will. Der sichere Ort f&uuml;r ihn ist allein der lebendige Gott. Bei ihm ist er sicher in jedem Fall.</p><h2><strong>Heimlichkeiten</strong></h2><p>Dreimal werden hier die Frevler genannt &ndash; ein Wort, das nicht mehr gebr&auml;uchlich ist. Es hat den Sinn von &bdquo;die Gottlosen&ldquo;. Wenn sie ihren Bogen spannen, dann legen sie die Pfeile auf die Sehne, um damit heimlich zu schie&szlig;en auf die Frommen, also auf die, die Gott vertrauen. Im Dunkeln wollen sie die Frommen abschie&szlig;en. Heimlichkeit ist der verborgene Versuch, die Frommen auszuschalten. Der Teufel kommt nicht immer mit Gewalt daher. Er hat auch viele Schleichwege, auf denen er sich bewegt. Seine Heimlichkeit geschieht h&auml;ufig nachts. Da sind besonders die M&auml;nner sein Ziel. Mit Pornoseiten z. B. beschie&szlig;t er die frommen M&auml;nner. Und nicht nur die frommen, nein, alle sind da sein Ziel. Heimlichkeit ist immer sein Programm.</p><p>Die Frevler, also die Gottlosen, rei&szlig;en die Grundfesten um, d.h., sie haben die Grundmauern der Erde umgelegt, flachgelegt. Die Gerechten k&ouml;nnen nichts dagegen machen. Ihnen sind die H&auml;nde gebunden. Aber warum? Im Alten Testament wird an einer Stelle von den Grundfesten der Erde gesprochen: &bdquo;Da wurden sichtbar die Tiefen des Meeres, die Grundfesten der Erde wurden entbl&ouml;&szlig;t durch das Drohen des Herrn, vor dem Schnauben seines zornigen Atems. Denn er hebt auf den D&uuml;rftigen aus dem Staub und erh&ouml;ht den Armen aus der Asche, dass er ihn setze unter die F&uuml;rsten und den Thron der Ehre erben lasse.&ldquo; So hat auch Jesus mal geredet &ndash; bei den Seligpreisungen sagt er Jahrhunderte sp&auml;ter: &bdquo;Selig sind die Sanftm&uuml;tigen, denn sie sollen das Erdreich besitzen.&ldquo; Das sind schon gro&szlig;e Aussagen.</p><h2><strong>Gerechtigkeit Gottes</strong></h2><p>Der Welt Grundfesten sind des Herrn und er hat die Erde daraufgesetzt. Der Herr ist in seinem heiligen Tempel, des Herrn Thron ist im Himmel. Seine Augen sehen herab und seine Blicke pr&uuml;fen die Menschenkinder.</p><p>Der Herr pr&uuml;ft den Gerechten &ndash; dreimal ist im Psalm das Wort Gerechter genannt.</p><p>Ich will aber das Wort Gerechter, Gerechtigkeit genauer anschauen. Es meint die Wohltaten, den best&auml;ndigen g&ouml;ttlichen Beistand Gottes. Ich lese mal einige Verse aus anderen Psalmen:</p><p>&bdquo;Erh&ouml;re mich, wenn ich rufe, Gott meiner Gerechtigkeit, der du mich tr&ouml;stest in Angst, sei mir gn&auml;dig und erh&ouml;re mein Gebet (Psalm 4,2).&ldquo; Da geht es um Gebetserh&ouml;rung &ndash; die ist auch eine Erfahrung der Gerechtigkeit Gottes.</p><p>oder &bdquo;Die Gnade des Herrn aber w&auml;hrt von Ewigkeit zu Ewigkeit &uuml;ber denen, die ihn f&uuml;rchten und seine Gerechtigkeit auf Kindeskind bei denen, die seinen Bund halten (Psalm 103,17).&ldquo;</p><p>&bdquo;Erh&ouml;re mich, wenn ich rufe, Gott meiner Gerechtigkeit.</p><p>&bdquo;Lass der Gottlosen Bosheit ein Ende nehmen, aber die Gerechten lass bestehen (Psalm 7,10).&ldquo;</p><p>&bdquo;Gott ist ein gerechter Richter (Psalm 7,12).&ldquo;</p><p>&bdquo;Der Herr ist gn&auml;dig und gerecht (Psalm 116,5).&ldquo;</p><p>Die Gerechtigkeit Gottes ist als Erw&auml;hlung zu verstehen &ndash; auch wenn der Erw&auml;hlte sich schuldhaft verhalten hat und abgefallen ist, soll er doch heil werden. Gott hilft ihm selbst mit seinem Arm und seine Gerechtigkeit steht ihm bei.</p><p>Von Gottes Gerechtigkeit wird darum vor allem gesprochen im Blick auf sein Verh&auml;ltnis zu Israel. Indem Israel Gott Gerechtigkeit zuspricht, erkennt es Gott gegen&uuml;ber vorbehaltlos an, dass er seinen Verhei&szlig;ungen gegen&uuml;ber Israel stets gerecht geworden ist. Darum: er ist ein gerechter Gott, ein treuer Gott.</p><p>&bdquo;Aber euch, die ihr meinen Namen f&uuml;rchtet, wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen, und Heilung ist unter ihren Fl&uuml;geln. Und ihr werdet hinausgehen und umherspringen wie Mastk&auml;lber (Maleachi 3,20).&ldquo;</p><p>&bdquo;Der HERR ist erhaben, denn er wohnt in der H&ouml;he. Er hat Zion mit Recht und Gerechtigkeit erf&uuml;llt (Jesaja 33,5).&ldquo;</p><p>&bdquo;Und David regierte &uuml;ber ganz Israel und schaffte Recht und Gerechtigkeit seinem ganzen Volk (1. Chronik 18,14).</p><h2><strong>Folgen der Gewalt</strong></h2><p>Im Neuen Testament hei&szlig;t es: &bdquo;Denn, wenn wegen der S&uuml;nde des Einen der Tod geherrscht hat, um wie viel mehr werden die, welche die Gabe der Gerechtigkeit empfangen, herrschen im Leben durch den Einen, Jesus Christus (R&ouml;mer 5,17).&ldquo;</p><p>Gerechtigkeit ist die Gabe Gottes in Jesus Christus. Darum nennt Paulus die Gerechtigkeit aus dem Glauben die Glaubensgerechtigkeit. Der Herr pr&uuml;ft den Gerechten, aber den Frevler hasst er und den, der Gewalttat liebt.</p><p>Ja, Gewalttaten, die waren einst Ursache f&uuml;r die Sintflut. Die Erde aber war verdorben vor Gott, und die Erde war erf&uuml;llt mit Gewalttat. &bdquo;Da sprach Gott zu Noah: Das Ende alles Fleisches ist vor mich gekommen; denn die Erde ist durch sie erf&uuml;llt von Gewalttat; und siehe, ich will sie verderben mit der Erde (1. Mose 6,13).&ldquo;</p><p>Diese Stelle zeigt, dass Gewalttat in der Bibel im Zusammenhang mit moralischem Verderben und Ungerechtigkeit verwendet wird. Es ist ein Ausdruck f&uuml;r die S&uuml;ndhaftigkeitv und das Unrecht, das in der Welt herrscht.</p><p>Gott hasst den Frevler und den, der Gewalttat liebt und ver&uuml;bt.</p><p>Aber der Herr hat Gerechtigkeit lieb. Und die reinen Herzens sind, werden schauen sein Angesicht. Was niemals m&ouml;glich war, das wird dem Frommen zuteil werden, Gott zu schauen. Gott sei Dank!</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Udo Naber</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17110457.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Udo Naber]]></author>
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      <pubDate>Sun, 03 Aug 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[In Athen]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext von Apostelgeschichte 17,16-34 – ausgelegt von Karl-Heinz Schlittenhardt.</em><br/>
<p>&bdquo;Tempelweihung f&uuml;r antike G&ouml;tter&ldquo;, so lautet die &Uuml;berschrift einer Pressemeldung Anfang April dieses Jahres. Ihr Inhalt: &bdquo;In der Region Arkadien in Griechenland ist der erste Tempel zu Ehren antiker G&ouml;tter seit rund 1.700 Jahren geweiht worden. Medien zufolge nahmen an den Feierlichkeiten nahe des Dorfes Kalliani Hunderte Menschen teil. Sie huldigten den G&ouml;ttern Zeus, Dionysos und Pan. Der Tempel soll liturgischen Zwecken dienen, im Inneren steht eine Statue des Hirtengottes Pan.&ldquo;</p><h2><strong>G&ouml;tzenkult</strong></h2><p>Der R&uuml;ckbau des Christentums in der westlich gepr&auml;gten Welt ist in vollem Gange. Er f&uuml;hrt aber nicht in die Neutralit&auml;t. Statt einem Kreuz an der Wand steht heute eine Buddha-Statue auf der Fensterbank oder im Garten &ndash; und kaum einer st&ouml;rt sich daran. Moderner G&ouml;tzendienst. Menschen auf religi&ouml;sen Abwegen, aber auch nach Sinnsuche und Halt. Das ist nichts Neues. Als Paulus nach Athen kam, dem kulturellen und religi&ouml;sen Zentrum des Hellenismus, nahm er den ganzen vielgestaltigen G&ouml;tzenkult wahr. Athen war damals &bdquo;eine Stadt voll G&ouml;tzenbilder&ldquo; (so Apostelgeschichte17,16). Paulus hat sich dar&uuml;ber aufgeregt. Allerdings hinderte es ihn sp&auml;ter nicht daran, ohne Vorw&uuml;rfe und sehr diszipliniert aufzutreten und von Jesus, von der Auferstehung und der Ver&auml;nderung des Lebens wertsch&auml;tzend, gewinnend und einf&uuml;hlsam zu reden.</p><p>Was nimmt Paulus auf seiner &bdquo;Sightseeing-Tour&ldquo; durch die Weltmetropole Athen wahr? Ich frage mich: Was kann ich von ihm lernen?</p><h2><strong>1. Ein mutiger Auftritt</strong></h2><p>Neben seiner Gewohnheit, &uuml;berall, wohin er kam, zun&auml;chst in die Synagoge zu gehen, um dort das Evangelium zu verk&uuml;ndigen, ging Paulus in Athen auch auf den Marktplatz, um dort vom Glauben an Jesus zu reden. Das brachte ihm Diskussionen mit Philosophen, gleich auch den ver&auml;chtlichen Spott von einigen Leuten ein. Es gab aber auch Menschen, die interessiert waren. Auf ihre Bitten kam Paulus mit auf den Areopag, den zentralen Gerichtsplatz Athens. Er zierte sich nicht, an diesem weltlichen Ort die Botschaft von Jesus zu sagen und Rede und Antwort zu stehen. Paulus nutzte, aus Sorge um die verlorenen Menschen, die Gunst der Stunde. Schlie&szlig;lich sind die Athener neugierig (Apostelgeschichte 17,21).</p><p>Es ist gewiss nicht jedermanns Ding und auch nicht jedermanns Auftrag, auf der Stra&szlig;e und den Marktpl&auml;tzen f&uuml;r den christlichen Glauben zu werben. Aber wer es kann und den Auftrag empfindet, sollte es tun! Hat nicht Jesus schon im Gleichnis darauf hingewiesen, &bdquo;<strong>auf die Landstra&szlig;en und an die Z&auml;une&ldquo;</strong> zu gehen, um einzuladen (Lukas 14,23). Nein, das Evangelium geh&ouml;rt nicht nur hinter Kirchenmauern, in Wohnzimmer oder Vortragss&auml;le. Es geh&ouml;rt mitten unter das Volk. Besondere Gottesdienste an besonderen Orten, in Parks, am Strand, &hellip; nur Mut! Die Botschaft Jesu hat einen &ouml;ffentlichen Anspruch. Alle sollen sie h&ouml;ren.</p><p>Das setzt nicht au&szlig;er Kraft, dass alle Christen den Auftrag haben, <strong>&bdquo;bereit zu sein, von ihrer Hoffnung zu reden, wenn sie danach gefragt werden&ldquo; </strong>(1. Petrus 3,15). Manchmal ist es schon mutig, in der eigenen Familie, Verwandtschaft oder am Arbeitsplatz mit seinem Glauben nicht hinter dem Berg zu halten.</p><h2><strong>2. Ein mutiger Ankn&uuml;pfungspunkt</strong></h2><p>Manchmal geht es mir so: Ich w&uuml;rde gerne mit jemand &uuml;ber den Glauben reden, aber wie soll ich beginnen? Bei seinem Rundgang durch Athen entdeckt Paulus einen Altar, der &bdquo;Dem unbekannten Gott&ldquo; geweiht ist. Ich sp&uuml;re etwas von der Angst, die allen Religionen eigen ist. Nur keinen der G&ouml;tter vergessen, der mir deshalb dann &uuml;bel mitspielen k&ouml;nnte. Daran kn&uuml;pft Paulus an. Er holt sie bei ihren eigenen Vorstellungen ab und macht ihnen den einen Gott, der ihnen noch v&ouml;llig unbekannt ist, bekannt. Jetzt ist bei Paulus aller Zorn &uuml;ber den G&ouml;tzendienst verrauscht. Einf&uuml;hlsam kn&uuml;pft er an der Erfahrungswelt (Apostelgeschichte 17, 22 ff.) seiner Zuh&ouml;rer an. Er zitiert sogar einen griechischen Dichter (Apostelgeschichte 17,28), um ihnen Gott als Sch&ouml;pfer aller Dinge vorzustellen. Da ist eine gemeinsame Basis. Von dieser leitet er &uuml;ber und redet von Jesus.</p><p>Beim Reden vom Glauben gilt es, Ankn&uuml;pfungspunkte zu suchen und zu nutzen. Wenn mir im Schwimmbad ab und zu jemand sagt, dass er es erholsam und erfrischend findet, schwimmen zu k&ouml;nnen, stimme ich gerne zu. Aber ich versuche auch, das Gespr&auml;ch zu erweitern. &bdquo;Ja&ldquo;, sage ich dann gern, &bdquo;ich versuche, regelm&auml;&szlig;ig zu schwimmen. Das ist f&uuml;r mich, neben dem Gottesdienst am Sonntag, der zweite H&ouml;hepunkt der Woche.&ldquo; Nicht immer ergibt sich ein weiteres Gespr&auml;ch daraus. Aber meine Gespr&auml;chspartner haben es geh&ouml;rt! Wie sie dann weiter damit umgehen, &uuml;berlasse ich ihnen. Ich hoffe und bete, dass es sie ins Nachdenken bringt. Kurze, pr&auml;zise Fragen eignen sich besonders gut, um ein Gespr&auml;ch zu beginnen.</p><h2><strong>3. Eine mutige Botschaft</strong></h2><p>Schon in der Synagoge hat Paulus klar und eindeutig von Jesus und der Auferstehung gesprochen. Das tut er auch auf dem Marktplatz und dem Areopag. In seiner Verk&uuml;ndigung geht es Paulus nicht um allgemeine christliche Lebensregeln, um Problembew&auml;ltigung, damit Menschen ihr Leben besser meistern, Tiefschl&auml;ge verarbeiten, neuen Lebensmut gewinnen. Das alles ist auch wichtig, steht aber nicht an erster Stelle. Das war das Thema der Philosophen. Die Athener verehrten viele G&ouml;tter, aber den wahren, lebendigen Gott kennen sie nicht. Ihn sollen sie kennenlernen. Ohne andere Ansichten herabzusetzen, l&auml;sst Paulus keinen Zweifel daran, dass Gott ganz anders ist als alle menschlichen Bilder und Vorstellungen von ihm. Ziel der Rede und Gespr&auml;che von Paulus ist es darum, dass seine Zuh&ouml;rer erkennen, wie Gott ist, wie er sie sieht, dass sie einmal ihr Leben vor Gott verantworten m&uuml;ssen und dass die Hinkehr zu Jesus die einzige Chance ist, vor Gott zu bestehen. Er bleibt seinem eigenen Motto treu (1. Korinther 1,23): <strong><em>&bdquo;Wir predigen den gekreuzigten Christus&ldquo;</em></strong><em>.</em> Eine Botschaft, die bis heute gilt und weitergegeben werden muss.</p><h2><strong>4. Eine mutige Entscheidung</strong></h2><p>An der Botschaft der Auferstehung scheiden sich die Geister. Die Griechen lehrten zwar die Unsterblichkeit der Seele, aber nicht die Auferstehung des Leibes. Da entsteht Widerstand. Viele spotteten und wandten sich ab. Das wird es immer geben! Ich kann das nicht &auml;ndern, nehme auch das ernst. Ich darf diese Botschaft deshalb aber nicht verschweigen!</p><p>Bei aller Ablehnung ist der Einsatz des Paulus in Athen trotzdem nicht vergeblich. &bdquo;Einige&ldquo; kamen zum Glauben, trafen eine mutige Entscheidung, die ihr Leben ver&auml;nderte. Zwei Namen werden uns sogar &uuml;berliefert (Apostelgeschichte 17,34). In Athen entstand die erste christliche Gemeinde. Ich erwarte, bete darum, dass auch heute, wenn das Evangelium verk&uuml;ndigt wird, &bdquo;einige&ldquo; eine mutige Entscheidung treffen und zu Jesus und durch Jesus Rettung finden. Das Evangelium ist nicht nur ein Angebot, es ruft zu Umkehr und Neuanfang.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Inspektor Karl-Heinz Schlittenhardt</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17110162.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Inspektor Karl-Heinz Schlittenhardt]]></author>
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      <pubDate>Sat, 02 Aug 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[In Thessalonich und Beröa]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Apostelgeschichte 17,1-15 – ausgelegt von Susanne Wild.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 17,1-15 – ausgelegt von Susanne Wild.</em><br/>
<p>Schauen Sie sich mit mir zuerst die Vita, das Leben, von <strong>Paulus</strong> etwas n&auml;her an. Ich kenne Paulus auch unter dem Namen Saulus von Tarsus. Sein Beruf war der eines Zeltmachers. Als Saulus wird von ihm festgehalten, wie er als aktiver Gegner versuchte, durch systematische Verhaftungen neue christliche Gemeinden zu zerst&ouml;ren.</p><p>Bei seiner Bekehrung vor den Mauern von Damaskus h&ouml;rte er eine Stimme: &bdquo;<strong>Ich bin Jesus, den du verfolgst.</strong>&ldquo; Dieses Erlebnis, als er dem Auferstanden begegnete, machte Saulus zum Paulus und einige Tage blind. Er fastete drei Tage &ndash; wurde bald geheilt und mit dem Heiligen Geist erf&uuml;llt und von Hananias, einem Christen in Damaskus, getauft. Dieses geschah wahrscheinlich um das <strong>Jahr 33</strong> herum.</p><p>Seine 1. Missionsreise f&uuml;hrte Paulus mit Barnabas, seinem Weggef&auml;hrten, nach Zypern und in die heutige T&uuml;rkei und dauerte etwa zwei Jahre. Paulus und Barnabas zerstritten sich im Jahr 48/49 und so trennten sich ihre Wege. Von nun an reiste Paulus mit Silas. Mit ihm brach er zu seiner 2. Missionsreise auf, die wohl f&uuml;nf Jahre dauerte.</p><p>Ich bewundere Paulus im Blick auf seine Reisen. Damals, vor 2000 Jahren, zu reisen, war mehr als Abenteuer pur. Die Reisen in jener Zeit waren sehr beschwerlich: Esel, Maultier oder Kamel trugen das Gep&auml;ck, die einfachen Wege f&uuml;hrten durch Gebirge oder W&uuml;sten. Nur Wohlhabende konnten sich einen Wagen leisten. Gr&uuml;nde f&uuml;r Reisen gab es damals auch genug: Handel, Wallfahrten, religi&ouml;se Missionen oder private Besuche. Unterwegs lauerten gro&szlig;e Gefahren &ndash; R&auml;uber, wilde Tiere, Unwetter ... Die T&uuml;rkei und Griechenland waren noch nicht touristisch erschlossen. Kein Reiseb&uuml;ro, keine Hotels, ... keine Outdoor-Kleidung. Ich w&uuml;rde heute lieber zu Hause bleiben, als unter diesen Umst&auml;nden zu reisen.</p><h2><strong>Paulus predigt das Evangelium </strong></h2><p>Heute bezeichne ich den Apostel Paulus als einen Globetrotter, ein Weltreisender. Er ist immer wieder gezwungen, sich auf neue Situationen einzustellen. Jede Stadt, in die er mit Silas kommt, ist neu f&uuml;r ihn. Darum sucht er die Synagogen auf, die ihm vertraut sind. Und dort tut er das, was er seit seiner Bekehrung macht: Er predigt das Evangelium.</p><p>Das griechische Wort apostolos kommt vom Verbum apostelein, d.h. senden. In diesem Sinn ist der Dienst des Apostels zu verstehen. Paulus ist ein Gesandter.</p><p>Die Apostel sind nicht von menschlicher Autorit&auml;t, sondern von Gott selbst beauftragt. Daher sagt Paulus: <strong>&bdquo;So sind wir nun Botschafter an Christi</strong><strong>Statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi Statt: Lasst euch vers&ouml;hnen mit Gott!&ldquo;</strong> (2. Korinther 5,20). Was f&uuml;r ein sch&ouml;ner Satz!!! Das sollten wir nie au&szlig;er Acht lassen, Paulus ist von Gott berufen worden.</p><p>Heute kann ich bei &bdquo;Biblisch Reisen&ldquo; viele verschiedene Reisen buchen mit dem Motto &bdquo;Auf den Spuren Paulus&ldquo;.</p><h2><strong>Paulus in Thessalonich</strong></h2><p>Paulus und Silas zogen weiter und kamen nach Thessalonich. Und alles nahm den gleichen Lauf: Paulus verk&uuml;ndete das Evangelium, Menschen kamen zum Glauben an Jesus Christus &ndash; auch eine Anzahl von gottesf&uuml;rchtigen Griechen und eine gro&szlig;e Anzahl von den angesehensten Frauen. In einer Synagoge kann bis heute nur ein Gottesdienst stattfinden, wenn mindestens 10 M&auml;nner anwesend sind. Und diese 10 M&auml;nner waren dann wohl jedes Mal dabei. Doch es regte sich auch Widerstand &ndash; und einige Juden ereiferten sich. Sie holten sich &uuml;ble M&auml;nner aus dem P&ouml;bel, rotteten sich zusammen und richteten einen Aufruhr in der Stadt an.</p><p>Bei Jason, einem Christen in Thessalonich, wohnten Paulus und Silas. Er hatte die beiden aufgenommen. Und vor dieses Haus zog schreiend und gr&ouml;lend der P&ouml;bel, um Paulus und Silas habhaft zu werden. Doch die Unruhestifter fanden sie dort nicht. Daher schleiften sie w&uuml;tend Jason und einige Br&uuml;der &uuml;ber das Kopfsteinpflaster, vor die Stadtoberen und schrien<strong>: &bdquo;So eine Unversch&auml;mtheit. Diese Leute, die auf dem ganzen Erdkreis Unruhe erregt haben, sind jetzt auch hierher gekommen, und diesen Abschaum beherbergt Jason. Sie handeln alle gegen die Gebote des Kaisers und sagen, ein anderer ist K&ouml;nig. N&auml;mlich Jesus.&ldquo; </strong>(Apostelgeschichte 17,6-7)</p><p>Ja, und es ist wie heute, erst als Jason und die anderen ihnen eine B&uuml;rgschaft zahlten, lie&szlig;en sie Paulus und Silas wieder frei. F&uuml;r mich hat sich nicht viel ge&auml;ndert im Verhalten der Menschen, in den &uuml;ber 2000 Jahren. Mir fallen im Moment so viele Kriegsherde auf diesem Erdkreis ein. Wir sehen und h&ouml;ren es t&auml;glich in den Medien. Womit beginnen Sie? Z. B. indem Menschen einfach verschleppt und inhaftiert werden.</p><h2><strong>Christenverfolgung heute</strong></h2><p>Und ich denke an die vielen Christen, die ihren Glauben an Jesus Christus heimlich leben m&uuml;ssen. Weltweit sind mehr als 380 Millionen Christen davon betroffen. Und mir macht der neu gew&auml;hlte Papst Mut. Sein Name Leo XIV. Er lebt bescheiden wie sein Vorg&auml;nger Franziskus.</p><p>Ich bin mehr als dankbar, dass Jesus f&uuml;r mich, f&uuml;r Sie, gestorben ist. Dass ich all meine Last und M&uuml;he bei ihm abladen kann, vor seine F&uuml;&szlig;e werfen kann. &bdquo;Da nimm, ich habe genug, ich lasse meine Last fallen&ldquo;, sage ich Jesus. So wie wenn ich einen schweren, alten Mantel ausziehe, einfach hinwerfe, und ohne ihn weitergehe &ndash; und nicht zur&uuml;ckschaue. Jesus sagt: &bdquo;<strong>Ich lebe und ihr sollt auch leben.&ldquo; </strong>(Johannes 14,19)</p><p>Frei leben, das Wort Gottes erheben, wenn ich ein Unrecht sehe. Bei mir zu sein, zu beten.</p><h2><strong>Der Heilige Geist</strong></h2><p>Wie gut das wir an Pfingsten das Ausgie&szlig;en des Heiligen Geistes, feiern konnten. Mir kommt hier ein Gedicht von Tina Willms in den Sinn, wo es sinngem&auml;&szlig; hei&szlig;t, dass sich der Heilige Geist nicht einsperren l&auml;sst, weder in katholische K&auml;fige noch in evangelische K&auml;fige. Dass er auch kein Papagei ist, der alles nachplappert, was ihm vorgekaut wird. Dass der Heilige Geist spontan ist, dass er die Fantasie liebt sowie das Unberechenbare. Er ist selbst unberechenbar, wie der Wind. Erst windet es leicht, dann wird der Sturm st&auml;rker, er kann sich zum Orkan ausweiten.</p><p><strong>&bdquo;Ich habe den Herrn allezeit vor Augen, denn er steht mir zur Rechten, damit ich nicht wanke. Darum ist mein Herz fr&ouml;hlich; und meine Zunge frohlockt; auch mein Leib wird ruhen in Hoffnung.&ldquo;</strong> Das ist f&uuml;r mich ein zentraler Satz aus Psalm 16. &ndash; Paulus kannte ihn und er ist der Verfasser von 13 B&uuml;chern des Neuen Testaments &ndash; Globetrotter und Schriftsteller.</p><p>Daf&uuml;r bedanke ich mich bei Gott.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Susanne Wild</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17109179.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Susanne Wild]]></author>
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      <title><![CDATA[Dank für die Gabe der Gemeinde]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Philipper 4,10-23 – ausgelegt von Matthias Gerlach.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Philipper 4,10-23 – ausgelegt von Matthias Gerlach.</em><br/>
<p>In der heutigen Bibellese haben wir den letzten Abschnitt des Philipperbriefs vor uns. Ich erinnere daran: Paulus schreibt den Brief aus dem Gef&auml;ngnis! Am Schluss seines Briefes kommt Paulus auf die Tatsache zu sprechen, dass die Christen in Philippi ihn immer finanziell unterst&uuml;tzt haben. F&uuml;r ihn ist das in erster Linie nicht lebenswichtig, aber allein die Tatsache, dass sie es tun, ist f&uuml;r Paulus das Siegel, dass ihr Glaube w&auml;chst und in der Liebe t&auml;tig wird. Aus den Worten des Paulus kann ich entnehmen, dass die Christen in Philippi die ersten und einzigen waren, die dem Glaubensboten aus Dankbarkeit auch die n&ouml;tigen finanziellen Mittel zur Verf&uuml;gung stellten, damit er seinen Dienst weiterhin tun konnte. Nat&uuml;rlich war die Verbindung zu Paulus w&auml;hrend seiner Reisen nicht immer gegeben, aber immer wieder haben ihn die Boten aus Philippi erreicht und ihm eine Gabe &uuml;bergeben. Diese Freude, dass ihn Epaphroditus im Gef&auml;ngnis aufsucht und ihm die Gabe bringt, best&auml;rkt seinen Glauben und erf&uuml;llt ihn so sehr mit Freude und Dankbarkeit, dass sich diese Freude den ganzen Philipperbrief durchzieht und in dem Ausruf gipfelt: Freuet euch in dem Herrn allewege! Doch nun zum Einzelnen:</p><h2><strong>Paulus im Gef&auml;ngnis</strong></h2><p>Als die Christen in Philippi erfahren haben, dass Paulus im Gef&auml;ngnis ist, haben sie sofort gesammelt und Epaphroditus als Bote zu ihm geschickt. Und das aus der Dankbarkeit heraus, dass Paulus ihnen den Glauben an Jesus Christus verk&uuml;ndigt hat. Die Erfahrung und das Geschenk des Glaubens ist so wertvoll, dass sie den Dienst des Paulus best&auml;ndig unterst&uuml;tzen wollten. Immer war das nicht m&ouml;glich, denn die Kommunikationswege waren damals h&ouml;chst schwierig und Paulus zog von Gemeinde zu Gemeinde und war nicht leicht aufzufinden. Au&szlig;erdem brauchte man Boten, die auch eine l&auml;ngere Abwesenheit in Kauf nehmen konnten.</p><p>Heutzutage ist der Kontakt zu Missionaren im Ausland kinderleicht, aber das sollten wir auch nutzen, um Informationen zu bekommen und Gebetsanliegen weiterzugeben. Auch bekommt so die Mission f&uuml;r uns eine andere Perspektive. Paulus freut sich &uuml;ber die Verbundenheit mit den Christen aus Philippi, mehr als &uuml;ber die Gabe freut er sich, dass ihr Glaube in der Liebe t&auml;tig wird und deshalb sichtbare Fr&uuml;chte tr&auml;gt. Auch andere Menschen sollen die Botschaft von Jesus Christus h&ouml;ren, dass er durch sein Leiden und Sterben am Kreuz unsere Schuld auf sich genommen hat und wir durch den Glauben an Jesus Vergebung und ewiges Leben bekommen.</p><h2><strong>Demut</strong></h2><p>Paulus kann mit wenigem zufrieden sein und er hat gelernt, f&uuml;r sich selbst zu sorgen. Sein Beruf als Zeltmacher hat ihm dabei geholfen. Er hat auf seinen Missionsreisen vieles erlebt, Ansehen und Verachtung, Anfeindung und Verfolgung, Mangel und &Uuml;berfluss. Mit allen Situationen ist er zurechtgekommen, weil er sich als Bote gesandt wei&szlig;. Paulus ist im Auftrag von Jesus Christus unterwegs., dieser gibt ihm auch die Kraft, alle Situationen auszuhalten und durchzustehen. Die Christen in Philippi haben regen Anteil am Ergehen des Paulus genommen. Auch in Philippi wurde Paulus gemeinsam mit Silas eingesperrt und ausgepeitscht. So war es der Gemeinde bewusst, dass Boten des Evangeliums gef&auml;hrdet unterwegs waren. Die Bedr&auml;ngnisse teilen, bedeutet zum einen Anteil nehmen am Ergehen des Paulus, aber auch f&uuml;r ihn mutig eintreten. Daf&uuml;r nehmen sie auch Anfeindung in Kauf. Zuallererst treten sie in der F&uuml;rbitte f&uuml;r ihn vor Gott ein und beten regelm&auml;&szlig;ig f&uuml;r Paulus. Das haben unsere Missionare auch heute sehr n&ouml;tig. In Philippi war der Anfang der Mission in Europa. &bdquo;Komm her&uuml;ber und hilf uns!&ldquo; war das Gesicht im Traum des Paulus, nachdem sie vom Heiligen Geist daran gehindert waren, in Kleinasien den Missionsdienst fortzusetzen. So kamen Paulus und Silas nach Philppi und die neuentstandene Gemeinde mit Lydia und dem Gef&auml;ngnisaufseher und ihren Familien war sofort bereit, Paulus auf seiner weiteren Missionsreise zu unterst&uuml;tzen, aber sie blieb auf diesem Weg auch die einzige. Der Kontakt zu Paulus wurde gehalten und Boten wurden Paulus nachgeschickt, die zweimal nach Thessalonich Geldgaben &uuml;berbrachten. Paulus macht mit seinen Worten deutlich, dass er in diesen Gaben eine Frucht des Glaubens sieht. Das Handeln der Christenist Paulus wichtiger als die Gabe selber. Jetzt kommt er auch auf die Gegenw&auml;rtige Gabe zu sprechen, die Ihm Epaphroditus &uuml;berbracht hat. Er hat alles bekommen und hat deshalb &Uuml;berfluss, aber er sieht in dieser Gabe mehr als eine Finanzspritze. Die Gabe ist durch den Glauben der Christen motiviert. Sie sind dankbar, dass Paulus ihnen den Glauben an Jesus Christus verk&uuml;ndigt hat. Ihr Glaube wird durch die Liebe t&auml;tig und soll der Ausbreitung des Evangeliums dienen. Wie k&ouml;nnte das besser geschehen als durch den vollm&auml;chtigen Prediger Paulus, der in Philippi segensreich gewirkt hat und auch noch in seiner gegenw&auml;rtigen Gefangenschaft durch Briefe seine Gemeinden betreut. Paulus beurteilt die Gabe der Christen mit Worten der Opferterminologie: Ein lieblicher Geruch, ein angenehmes, Gott wohlgef&auml;lliges Opfer. Die Gabe der Christen kommt nicht aus ihrem &Uuml;berfluss, sondern die Dankbarkeit hat ihnen den Geldbeutel ge&ouml;ffnet.</p><h2><strong>Dankbarkeit und Gewissheit</strong></h2><p>Auch spricht Paulus eine Glaubenswahrheit an, die er selber oft erfahren hat: Gott wird all eurem Mangel abhelfen! Paulus ist gewiss, dass Gott sich nichts schenken l&auml;sst und dem reichlich gibt, der auf ihn vertraut und sich f&uuml;r Gottes Werk einsetzt, sowohl durch Wort und Tat wie auch durch finanzielle Gaben. Mit dem Lobpreis Gottes schlie&szlig;t Paulus seinen Brief ab und es folgen Segensw&uuml;nsche. Mit der Anrede &bdquo;Alle Heiligen&ldquo; sind alle in Philippi gemeint die an Jesus glauben, sie sollen alle von Paulus gegr&uuml;&szlig;t werden und ebenso gr&uuml;&szlig;en alle Br&uuml;der, die bei Paulus anwesend sind. Besondere Gr&uuml;&szlig;e auch von Christen die aus dem Haus des Kaisers sind. Diese Aussage l&auml;sst manche Ausleger vermuten, dass Paulus in Rom im Gef&auml;ngnis sitzt. Der Segenswunsch am Schluss soll unserm Geist immer wieder die Gnade von Jesus vor Augen malen, damit wir nie vergessen, was er f&uuml;r uns getan hat. Wir ihn immer wieder dankbar loben und preisen und ihm die Ehre geben. Ihm, Jesus Christus, der sich f&uuml;r uns erniedrigt hat, den Gott erh&ouml;ht hat und der der Grund f&uuml;r Paulus ist, uns immer wieder zuzurufen: Freuet euch in dem Herrn allewege!</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Matthias Gerlach</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17106709.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Matthias Gerlach]]></author>
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      <pubDate>Thu, 31 Jul 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Mahnung zur Einigkeit und zur Freude im Herrn]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Philipper 4,1-9 – ausgelegt von Eckehard Graubner.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Philipper 4,1-9 – ausgelegt von Eckehard Graubner.</em><br/>
<h2><strong>Was ist f&uuml;r Sie eine lebendige Gemeinde?</strong></h2><p>Ein Kirchenvorstand macht sich Gedanken dar&uuml;ber, wie die eigene Gemeinde attraktiver werden k&ouml;nnte, so dass sie mehr ausstrahlt und Menschen sich hingezogen f&uuml;hlen. Verschiedene Vorschl&auml;ge werden eingebracht: eine neue Veranstaltungsreihe beginnen, einen bestehenden Kreis ver&auml;ndern, so dass er sich f&uuml;r neue Menschen &ouml;ffnet, an den Gottesdiensten einiges &auml;ndern, eine moderne Technikanlage installieren, neuere Lieder, Angebote passgerechter auf die Zielgruppen zuschneiden, Kinder und Jugendliche mehr einbeziehen, niederschwellige Begegnungsm&ouml;glichkeiten schaffen. Viele Ideen liegen schlie&szlig;lich auf dem Tisch. Alle Mitglieder im Kirchenvorstand haben das Ziel vor Augen: eine lebendige Gemeinde mit Strahlkraft. Man muss nur genug ver&auml;ndern und Neues zulassen, dann wird das Ziel erreicht! So die Erwartung.</p><p>Dabei hat der Gemeindevorstand vers&auml;umt, eine Grundfrage zu kl&auml;ren, die vor allen L&ouml;sungsvorschl&auml;gen steht: Was macht eine Gemeinde lebendig?</p><h2><strong>Die Antwort von Paulus</strong></h2><p>Unser Bibeltext gibt auf diese Frage eine Antwort: Paulus schreibt seinen Brief an eine lebendige Gemeinde. Es ist die Gemeinde in Philippi. Er gibt ihr Hinweise, wie sie lebendig bleibt, beziehungsweise, wie sie noch lebendiger wird. Paulus interessiert sich dabei nicht f&uuml;r die Veranstaltungen, eine Technikanlage, Lieder oder Gottesdienstformen in Philippi. Denn diese machen eine Gemeinde noch nicht lebendig. F&uuml;r Paulus sind andere Dinge wichtiger:</p><p>&bdquo;<strong>Steht fest im Herrn!&ldquo;</strong> Mit dieser Aufforderung an die Gemeinde beginnt der Briefabschnitt. Das ist die Grundlage, wenn eine Gemeinde lebendig sein und bleiben m&ouml;chte. Sie muss fest gegr&uuml;ndet sein auf dem Fundament, das Jesus Christus ist. In einem Gleichnis sprach Jesus von einem klugen Menschen, der sein Haus auf Felsen baute. Als eine Flut kam, blieb das Haus fest. Jesus meinte sich selbst mit diesem Felsen. Was f&uuml;r jeden Christen gilt, das gilt auch f&uuml;r die Gemeinde. Gemeinden sind klug, wenn sie auf dem Felsen Jesus Christus stehen und in ihm fest verankert sind. Wenn sie dieses Fundament verlieren, dann ist jeder Versuch einer Gemeinde, lebendiger zu werden, so, wie wenn jemand die Fassade seines Hauses versch&ouml;nert, aber dabei &uuml;bersieht, dass das Fundament br&uuml;chig ist. Gemeinden sind immer Gemeinden von Jesus Christus. Sie sind der Leib Jesu. Sie m&uuml;ssen in ihm gegr&uuml;ndet sein. Sonst werden sie leer und kraftlos.</p><p>Das klingt selbstverst&auml;ndlich. Welche Gemeinde m&ouml;chte dieses Fundament Christus nicht unter sich haben?</p><p>Dennoch passiert es schnell und oft unbemerkt, dass Gemeinden das Fundament verlassen. Selbst die Gemeinde in Philippi, eine Gemeinde, die gut lief und die Paulus sehr gelobt hat, wurde ermahnt.</p><h2><strong>Gemeinschaft mit Jesus</strong></h2><p>&bdquo;<strong>Der Herr ist nahe</strong>&ldquo;, schreibt Paulus im 5. Vers. Das ist die Dimension, in der christliche Gemeinden leben. Sie m&uuml;ssen auf dieses Ziel ausgerichtet bleiben. Jesus will seine Gemeinde f&uuml;r den Zeitpunkt vorbereiten, an dem er wiederkommen und sich mit ihr vereinigen wird. Jesus selbst k&uuml;ndigte die Vereinigung an als eine Hochzeit zwischen dem Br&auml;utigam &ndash; ihm selbst &ndash; und der Braut &ndash; seiner Gemeinde. Jesus selbst ver&auml;ndert und reinigt seine Gemeinde so, wie er sie haben will, damit sie zu dem Zeitpunkt bereit ist f&uuml;r die Hochzeit.</p><p>Gemeinden sind und bleiben lebendig, wenn sie dieses Ziel vor Augen behalten und wenn Jesus an und in ihnen wirken kann.</p><p>Gemeinden, die mit sich selbst zufrieden sind, hindern Jesus daran, dass er sie nach seinen Vorstellungen ver&auml;ndert und gestaltet.</p><h2><strong>Was hindert uns?</strong></h2><p>Gemeinden, die mit sich selbst besch&auml;ftigt sind, haben den Blick von Jesus Christus, der wiederkommen wird, abgewendet. Sie blicken nur auf sich selbst.</p><p>Paulus spricht im 2. Vers einen Konflikt zwischen zwei Frauen an. Evodia und Syntyche waren Frauen, die in der Gemeinde wichtige Aufgaben bei der Verbreitung des Evangeliums hatten. Vielleicht geh&ouml;rten sie zu den ersten Mitgliedern und hatten damals schon am Bach zugeh&ouml;rt, als Paulus seine erste Predigt in Philippi hielt. Nun war ein Konflikt zwischen ihnen entstanden. Er belastete und l&auml;hmte die ganze Gemeinde. Paulus geht auf ihre Streitpunkte nicht ein. Er fordert sie aber dazu auf, einm&uuml;tig zu sein. Das war von Paulus sehr weise. Die beiden Frauen sollten selbst erkennen, wie sich ihr Streit belastend auf die Gemeinde auswirkte. Sie sollten erkennen, dass sie das Ziel aus den Augen verloren hatten. Sie sollten aus eigener Einsicht sich wieder auf Jesus Christus ausrichten.</p><p>&bdquo;<strong>Sorgt euch um nichts</strong>&ldquo; &ndash; so ein weiterer Hinweis von Paulus. Eine Gemeinde, die sich in ihren Sorgen verliert, wird kraftlos. Sie verliert die Ausstrahlung. Sie dreht sich um sich selbst. Die Gemeinde in Philippi hatte genug Grund, sich Sorgen zu machen. Sie war unscheinbar in dieser gro&szlig;en und wohlhabenden Stadt. Auch angefeindet war sie.</p><p>Unsere Gemeinden h&auml;tten ebenfalls genug Grund, sich Sorgen zu machen. Die meisten Gemeinden werden kleiner, verlieren Mitglieder, die Finanzkraft geht zur&uuml;ck. Sie erleben Umbr&uuml;che mit starken Ver&auml;nderungen. Aber das Sorgenmachen ist wie ein Brandbeschleuniger. Paulus ermahnt die Christen in Philippi: &bdquo;In allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden!&ldquo; Auch hier wieder: Ausrichtung auf Christus, der uns entgegenkommt, R&uuml;ckkehr zu dem Fundament, das die Gemeinde tr&auml;gt &ndash; damit sie lebendig bleibt!</p><p>Eine lebendige Gemeinde ist eine fr&ouml;hliche Gemeinde, eine Gemeinde, in der die Freude zu Hause ist. Zu freudlosen und bedr&uuml;ckten Gemeinden finden Menschen keinen Zugang. Sie erodieren und zerfallen. &bdquo;<strong>Freut euch in dem Herrn allewege!</strong>&ldquo;, fordert Paulus die Christen in Philippi auf. Keine gemachte, oberfl&auml;chliche Freude ist damit gemeint, sondern eine Freude, die in Jesus Christus ihre Wurzel hat. Gemeinden, die auf den wiederkommenden Christus ausgerichtet sind, werden von einer tiefen Freude erf&uuml;llt, selbst dann, wenn sie Not erleben. Diese Freude strahlt aus.</p><p>&bdquo;<strong>Eure G&uuml;te lasst kund sein allen Menschen</strong>&ldquo;, schreibt Paulus. Wie sehr die Gemeinde in Christus verwurzelt ist, zeigt sich darin, wie die Gemeindeglieder miteinander &ndash; aber auch mit Menschen, die nicht zu ihr geh&ouml;ren &ndash;, umgehen. Eine Gemeinde, die von Jesu Liebe lebt, strahlt diese Liebe aus.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pfarrer Eckehard Graubner</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17106011.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pfarrer Eckehard Graubner]]></author>
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      <pubDate>Wed, 30 Jul 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Das Ziel (2)]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Philipper 3,17-21 – ausgelegt von Hartwig Schult.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Philipper 3,17-21 – ausgelegt von Hartwig Schult.</em><br/>
<p>Ich habe als Kind manchmal andere Menschen nachgeahmt. Nicht immer zur Freude meiner Mutter. Dann sagte sie: &bdquo;Na du, das gew&ouml;hn&acute; dir mal nicht an!&ldquo; Imitatoren k&ouml;nnen andere Menschen nachahmen. Manchmal ist es t&auml;uschend echt. Als Sch&uuml;ler an einer Bibelschule haben wir unseren Predigtlehrer nachgeahmt. Ein Grund war: Wir hatten noch keinen eigenen Verk&uuml;ndigungsstil.</p><p>Paulus forderte die Christen in Philippi auf, Nachahmer zu sein. Nun gibt es gute und schlechte Vorbilder. Paulus selbst nimmt sich Christus zum Vorbild. Er empfiehlt sich auch selbst als Vorbild. Paulus kann nicht st&auml;ndig vor Ort sein. Darum empfiehlt er den Christen in Philippi, sich auch nach Vorbildern in der Gemeinde umzusehen. Gerade neue Christen brauchen Vorbilder, die Christsein anschaulich machen.</p><h2><strong>Gute Vorbilder suchen</strong></h2><p>Fallen Ihnen Vorbilder oder Lebensbilder ein, die ihr Leben bereichert bzw. gepr&auml;gt haben? Paulus meint hier noch etwas: Wir sollen nicht nur jeder f&uuml;r sich Nachahmer werden oder sein. W&ouml;rtlich hei&szlig;t es: Wir sollen zusammen mit anderen in der Gemeinde Nachahmer sein. Es geht nicht darum, andere t&auml;uschend echt zu imitieren. In einem Aphorismus hei&szlig;t es: &bdquo;Nur kopieren n&uuml;tzt nichts, man muss es auch kapieren!&ldquo; Also, entdecken, was dahinsteckt und es sich dann zu Eigen machen. Wir brauchen geistliche Pers&ouml;nlichkeiten, aber auch Schriften, Predigten, Videos, CDs mit Vorbildern, die uns auf dem Weg der Nachfolge inspirieren. Paulus sieht aber auch negative Beispiele, die nicht nachahmenswert sind. Sie sind als Vorbilder nicht geeignet. Er bezeichnet sie als &bdquo;Feinde des Kreuzes.&ldquo; Einige leugnen den stellvertretenden Tod Jesu am Kreuz. Andere f&uuml;hren im Vertrauen auf sein Kreuz ein Christsein, das irdisch gesinnt ist. &bdquo;Ihr Gott ist der Bauch.&ldquo; Wir kennen den Ausdruck &bdquo;Bauchgef&uuml;hl.&ldquo; Der Bauch ist in der Anatomie der Bibel der Sitz der Gef&uuml;hle. Laut Definition ist das Bauchgef&uuml;hl eine emotionale, nicht vom Verstand geleitete, Einsch&auml;tzung oder Intuition. Ich will nicht verhehlen, dass einer mit dem Bauchgef&uuml;hl auch manchmal richtig liegen kann. Es soll uns aber nicht ausschlie&szlig;lich leiten. F&uuml;r Paulus ist der Bauch der Sitz f&uuml;r die irdische Gesinnung. Es steht f&uuml;r das, was die Welt anbietet und womit sie die Bed&uuml;rfnisse der Menschen stillen will. Es geht hier um &bdquo;irdisch&ldquo; und &bdquo;himmlisch.&ldquo; Ich habe so beim Nachdenken an ein altes Kirchenlied gedacht: &bdquo;Lasset uns mit Jesus ziehen, seinem Vorbild folgen nach, in der Welt der Welt entfliehen, auf der Bahn, die er uns brach&hellip;&ldquo; und dann kommt die Liedzeile:</p><h2><strong>&bdquo;Irdisch noch schon himmlisch sein&hellip;&ldquo;</strong></h2><p>Wir leben auf der Erde. Wir sollen als Christen auch geerdet sein. Wir sollen nicht die Bodenhaftung verlieren. Alles, was es an Gutem und Sch&ouml;nem auf dieser Erde gibt, d&uuml;rfen wir in Anspruch nehmen und genie&szlig;en. Aber wir sollen schon auf den Himmel ausgerichtet sein. Was dem Bauch gef&auml;llt, das ist verg&auml;nglich. Was vom Himmel ist, das ist ewig. Wir sind B&uuml;rger im Himmel, hei&szlig;t es im Philipperbrief. Im Himmel, da wo unser Herr Jesus Christus schon ist. Wir sollen nun nicht in einen Imitatoren-Wettbewerb eintreten. Die Aufgabe besteht nicht darin, das Original zu &uuml;bertreffen. Jeder ist ein Original. Bitte nicht &uuml;berragende Vorbilder suchen und sich mit ihnen vergleichen. Dann komme ich mir so schwach vor und zweifle an mir selbst. Vorbilder sollen uns inspirieren. Manchmal entwickelt sich durch Beobachtungen, Erfahrungen, Gespr&auml;chen mit Menschen und der Leitung durch den Heiligen Geist eine Idee, wie der eigene Auftrag aussieht oder wo ich mich mit einbringen k&ouml;nnte?</p><h2><strong>Jesus, unser Vorbild</strong></h2><p>Aber unserem Vorbild Jesus Christus sollen wir immer &auml;hnlicher werden. Wir sollen sein Wesen, wie er reagiert und gehandelt hat, nachahmen. Im Kolosserbrief werden herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld und Liebe genannt. Es geht nicht darum, dass wir gro&szlig; herauskommen, sondern dass unser Herr gro&szlig; herauskommt. Es geht darum, dass andere Menschen dadurch, dass ich ihn nachahme, das Original erkennen. Dass Menschen entdecken: Was denn, so ist Jesus? Ich will auch zu ihm geh&ouml;ren!</p><p>Das Nachahmen n&uuml;tzt auch unserem eigenen Leben. Wir entdecken, wie sehr unser Herr Jesus Christus unser Leben reich macht. Es wird gesagt: Naja, Eigenschaften wie Freundlichkeit, Demut oder Geduld, das ist eben typbedingt. Die einen k&ouml;nnen&acute;s, die anderen nicht. Ich denke, wir werden durch unsere Verbindung mit Jesus dazu in die Lage versetzt, es zu k&ouml;nnen. Wenn wir der Meinung sind, dass wir mehr davon gebrauchen k&ouml;nnten &ndash; wir d&uuml;rfen es von Jesus erbitten. Ein Politiker sagte, er f&uuml;rchte eine Gesellschaft ohne Christen. &bdquo;Warum?&ldquo; &ndash; &bdquo;Die haben etwas, was wir in unserem Parteiprogramm nicht haben.&ldquo;</p><p>Ja, Christen haben etwas, was unserer Gesellschaft dringend nottut. Auch darum werden sie gebraucht. Jesus erz&auml;hlt einem Gesetzeslehrer die Geschichte vom &bdquo;Barmherzigen Samariter!&ldquo; Ein Mensch liegt hilflos am Boden. Zwei gehen an ihm vorbei. Der Dritte leistet erste Hilfe. Danach fragt Jesus ihn: <em>&bdquo;Wer von diesen dreien, meinst du, ist der N&auml;chste geworden dem, der unter die R&auml;uber gefallen war?&ldquo;</em>Der Gesetzeslehrer sprach: <em>&bdquo;Der die Barmherzigkeit an ihm tat.&ldquo;</em> Da sprach Jesus zu ihm: <strong><em>&bdquo;So geh hin und tu desgleichen!&ldquo; </em></strong>Tuen Sie es ihm gleich oder anders ausgedr&uuml;ckt: Ahmen Sie ihn nach!</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Hartwig Schult</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17105351.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Hartwig Schult]]></author>
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      <pubDate>Tue, 29 Jul 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Das Ziel (1)]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Philipper 3,12-16 – ausgelegt von Hans-Georg Häfele.</em><br/>
<p>Das Ziel erreichen! Wer will nicht Gewinner sein? In der Siegesliste der allerersten &bdquo;Olympischen Spiele&ldquo; wird Koroibos als erster Olympiasieger des damaligen Leichtathletikwettkampfes im Heiligtum von Olympia im Jahr 776 vor Chr. genannt. Damals schon bewegte Sport die Menschen, mit seinen Siegen, Rekorden und besonderen Leistungen. Vermutlich deshalb verwendet der christliche Apostel Paulus Beispiele aus der Welt des Sports. Damit sollen geistliche Wahrheiten verdeutlicht werden.</p><p>In seinem ersten Brief an die Gemeinde in Korinth schreibt Paulus: <em>"Von allen L&auml;ufern, die im Stadion zum Wettlauf starten, gewinnt nur einer den Siegeskranz. Lauft so, dass ihr ihn gewinnt! Wer im Wettkampf siegen will, setzt daf&uuml;r alles ein. Ein Athlet verzichtet auf vieles, um zu gewinnen. Und wie schnell ist sein Siegeskranz verwelkt! Wir dagegen k&auml;mpfen um einen unverg&auml;nglichen Preis.&ldquo; </em></p><p>Paulus sieht die Athleten als Vorbilder f&uuml;r sich und andere; Er schreibt im Philipperbrief: &bdquo;<em>Nicht, dass ich es schon erlangt habe oder schon vollendet bin. Ich jage ihm aber nach, damit ich es ergreife, weil ich von Christus Jesus ergriffen worden bin. Meine Br&uuml;der, ich sch&auml;tze mich selber nicht so ein, dass ich es ergriffen habe. Eines aber tue ich: Nachdem ich das vergessen habe, was hinter mir liegt, und ich mich stattdessen ausstrecke nach dem, was vor mir liegt, jage ich auf das Ziel zu, zum Siegespreis, der in der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus besteht.&ldquo;</em></p><p>Ein erfolgreicher Langstreckenl&auml;ufer wurde von einem Reporter gefragt, wie er diese Anstrengungen durchh&auml;lt. Er antwortete: &bdquo;Ich &uuml;berwinde den toten Punkt nur, indem ich an das Ziel denke.&ldquo; &bdquo;Ein Sportler kann einen Siegeskranz nur gewinnen, wenn er sich an die Wettkampfregeln h&auml;lt&ldquo;, schreibt der Apostel Paulus an einen seiner Mitarbeiter. Es ist sicherlich nicht einfach einzusehen, dass ich die Wahrheit Gottes in dieser Welt niemals vollst&auml;ndig ausleben werde. Die Gnade und Liebe unseres Herrn m&ouml;ge mir t&auml;glich helfen, den Unterschied zwischen unserem Reden und Leben st&auml;ndig mehr und mehr zu schlie&szlig;en. In der Regel ist die g&ouml;ttliche Botschaft immer gr&ouml;&szlig;er als der Bote (siehe u. a. 2. Korinther 5 Vers 20).</p><p>Pfarrer Andrew Murray (1828&nbsp;&ndash; 1917) sagte: &bdquo;Wir werden als Diener des Herrn fr&uuml;her oder sp&auml;ter auch einmal Worte predigen m&uuml;ssen, die wir selbst nicht immer zu verwirklichen in der Lage sind.&laquo; F&uuml;nfunddrei&szlig;ig Jahre, nachdem er das Buch &raquo;Bleibe in Jesus&laquo; verfasst hatte, schrieb er: &raquo;Ich m&ouml;chte, dass Sie verstehen, dass ein Prediger oder christlicher Autor oft gef&uuml;hrt sein kann, mehr zu sagen, als er selbst erfahren hat. Ich hatte damals nicht all das erfahren, wovon ich schrieb. Ich kann auch jetzt nicht sagen, dass ich es schon alles erfahren habe.&ldquo; Was f&uuml;r eine gewaltige Tatsache, dass im Gegensatz zur Olympiade, zum Langstreckenlauf des Glaubens jeder eingeladen ist, von Jesus Christus zu erz&auml;hlen.</p><p>Gott will, dass keiner verloren geht oder ausscheidet, sondern dass alle am Ziel ankommen (2. Petrus 3, Vers 9). Gott ehrt jeden mit dem Siegeskranz, wenn er am Ziel ankommt. Damit jeder, der will, ans Ziel kommt, hat Jesus Christus alle Vorbedingungen schon erf&uuml;llt. (Epheser 2, Vers 8 und 9): &bdquo;Denn aus Gnade seid ihr errettet durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken&ldquo;.</p><p>Verbunden mit der mutmachenden Aufforderung unser Lebensgl&uuml;ck und Gelingen in Jesus Christus unserem Ziel, jetzt und hier schon zu erfahren, als Gewinner des wahren Lebens.&nbsp; Leben im &Uuml;berfluss!</p><p>So kenne ich einen Arzt, der sich nicht nur um die k&ouml;rperliche Gesundheit seiner Patienten k&uuml;mmert, sondern auch um ihre Seele. Oft schenkt er nach einer Behandlung oder einem ausf&uuml;hrlichen Gespr&auml;ch seinen Patienten einen christlichen Andachtskalender oder eine Bibel. Manchmal beendet er den Patientenbesuch auch auf Wunsch mit einem Gebet.<br /><br />
Als Christ habe ich den Anspruch, auf einen Wohnort, der mir f&uuml;r immer bleibt.<br />
Im Laufe meines Lebens, bin ich schon sechsmal umgezogen. Ich habe erfahren, wie es sich anf&uuml;hlt, wenn man wieder einmal fremd ist und ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Es kostet eben Kraft und Zeit, um von den neuen Nachbarn wieder akzeptiert zu werden.<br />
Was f&uuml;r ein gro&szlig;artiges Geschenk, dass der Glaube an Jesus Christus mir ein unausl&ouml;schliches B&uuml;rgerrecht im Himmel erm&ouml;glicht.<br />
Dort erfahre ich Gerechtigkeit, Freude und Frieden im Heiligen Geist in Jesus Christus.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Hans-Georg Häfele</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17104684.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Hans-Georg Häfele]]></author>
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      <pubDate>Mon, 28 Jul 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Gottes Hilfe für den König]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 21 – ausgelegt von Damaris Hecker.</em><br/>
<p>David wird in der Bibel bezeichnet als ein Mann nach dem Herzen Gottes. Als J&uuml;ngster von 8 Br&uuml;dern wird der junge Hirte David von dem Propheten Samuel im Auftrag Gottes zum K&ouml;nig gesalbt. Gott hat ihn ausgew&auml;hlt nach der Maxime: Ein Mensch sieht was vor Augen ist, der Herr aber sieht das Herz an. Der Heilige Geist kommt auf David und bleibt auf ihm. Seine menschlichen Z&uuml;ge sind beschrieben mit: sch&ouml;n, kraftvoll, redegewandt und musikalisch.</p><p>Er ist einerseits k&ouml;rperlich robust und als Hirte zuverl&auml;ssig und mutig in der Verteidigung der Schafherden gegen wilde Tiere. Andererseits kennzeichnet ihn eine hohe musische Begabung. Ausdruck findet sie im Tanz, im Saitenspiel und in der Dichtung von Psalm-Liedern. David ist ganz Mann und Frauen begleiten seinen Weg&hellip; Er ist Begr&uuml;nder einer ganzen Dynastie mit allen ihren Gef&auml;hrdungen.</p><p>Psalm 21 ist ein Psalm Davids mit dem Thema: Gottes Hilfe f&uuml;r den K&ouml;nig. Wie erf&auml;hrt David Gottes Hilfe? Wie wird er K&ouml;nig? Der junge David wird als Harfenspieler zu K&ouml;nig Saul gerufen und gewinnt sein Vertrauen. Seine Musik heitert den amtierenden K&ouml;nig w&auml;hrend seiner finsteren Phasen auf. Der Geist des Herrn ist von Saul gewichen. Das geschieht nachdem - ich zitiere: &bdquo;der Herr ihn verworfen hatte, weil Saul ihn verworfen hatte&ldquo;. Saul hat seine Chance verspielt. Die Musik von David ist vom heiligen Geist inspiriert und vertreibt den b&ouml;sen Geist.</p><p>Am Anfang der Kariere von David steht eine Heldentat: David siegt mit einfachen Mitteln im Kampf gegen den Riesen Goliath. Er ruft ihm zu &bdquo;Ich komme zu dir im Namen des HERRN Zebaoth; des Gottes der Schlachtreihen Israels, die du verh&ouml;hnt hast.&ldquo; David signalisiert seinem Gegner: Wer Israel verh&ouml;hnt, verh&ouml;hnt seinen Gott, den Herrn der Heerscharen. In dieser Gesinnung k&auml;mpft David f&uuml;r sein Volk. Gott selbst steht hinter ihm. &bdquo;David hatte Erfolg auf allen seinen Wegen und der Herr war mit ihm.&ldquo; wird berichtet. &bdquo;Ganz Israel und Juda hatte David lieb und er zog aus und ein vor ihnen her&ldquo;. Frauen singen: &bdquo;Saul hat 1000 erschlagen, David aber 10000&ldquo;.</p><p>Ein Konkurrenzkampf beginnt. Saul ist getrieben von Neid und Eifersucht. David spielt t&auml;glich seine Musik vor Saul. Unter Einfluss des b&ouml;sen Geistes wirft Saul zweimal seinen Speer nach David. Er will ihn an die Wand spie&szlig;en. David weicht aus. Der K&ouml;nigssohn Jonathan ist David zum besten Freund geworden. Jonathan warnt David vor seinem Vater. David verl&auml;sst den K&ouml;nigshof. Die K&ouml;nigstocher Michal liebt David. Saul sagt sich: &bdquo;Ich will sie ihm geben, damit sie ihm zum Fallstrick wird&ldquo;. Er bekommt sie zur Frau. Saul intrigiert gegen seinen Schwiegersohn. Michal warnt David vor einem Mordanschlag und rettet damit sein Leben. Er fl&uuml;chtet aus dem gemeinsamen Haus.</p><p>David zieht sich in die W&uuml;ste und ins Ausland zur&uuml;ck mit einer Gefolgschaft von einigen hundert M&auml;nnern. Es beginnt ein langes Katz- und Maus- Spiel zwischen dem von Gott abgeschriebenen Vorg&auml;nger Saul und dem schon gesalbten David und seinen Anh&auml;ngern. Saul trachtet aus Angst um seine Macht David nach dem Leben. David muss sich &uuml;ber Jahre vor Saul verstecken. Mehrmals bietet sich die Chance, Saul umzubringen. David zeigt sich immer wieder als charakterstark und ehrenwert; er verschont Saul.</p><p>Die Odyssee endet erst mit dem Tod von Saul und Jonathan auf dem Schlachtfeld. David trauert. Danach salbt Davids eigener Stamm Juda ihn im S&uuml;den zum K&ouml;nig in Hebron. Dies ist sein erster Regierungssitz. Die Nachkommen von Saul bek&auml;mpfen David von Norden aus weiterhin, bis er auch da die &Uuml;bermacht gewinnt. Mehr als 7 Jahre sp&auml;ter salben auch die &Auml;ltesten Israels David zum K&ouml;nig.</p><p>Zwischen Juda im S&uuml;den und Israel im Norden liegt der &bdquo;Riegel&ldquo; Jerusalem. Die Festung Zion gilt als uneinnehmbar. Die Bergzunge ist von 2 T&auml;lern flankiert. Die einzige Wasserversorgung ist die Gihon Quelle. Sie liegt au&szlig;erhalb der Festung und ist &uuml;ber ein Schachtsystem mit der Burg verbunden. Einem von Davids wackeren Kriegshelden gelingt es durch das Schachtsystem einzudringen. David erobert Jerusalem. Er errichtet hier seinen K&ouml;nigs - Palast und Jerusalem wird zur neuen Hauptstadt Israels. Komplett wird f&uuml;r ihn das Ganze erst, als er die Bundeslade nach Jerusalem holt. David macht Jerusalem zum geistlichen Zentrum.</p><p>Sein Sohn Salomo baut sp&auml;ter den Tempel. Israel erlebt wiederholt Anfeindungen und Attacken feindlicher V&ouml;lker, die David erfolgreich abwehrt. David hat seine Bestimmung darin gefunden, K&ouml;nig zu sein: im Alter von 30 tritt er die Herrschaft an. Seine Regierungszeit betr&auml;gt 40 Jahre. Das Volk hat sich von Gott einen K&ouml;nig gew&uuml;nscht: &bdquo;Ein K&ouml;nig soll &uuml;ber uns sein wie die anderen V&ouml;lker ihn haben, dass wir auch seien wie alle V&ouml;lker, dass uns unser K&ouml;nig richte und vor uns herausziehe und unsere Kriege f&uuml;hre.&ldquo; David entwickelt das Staatswesen und die geistliche Kultur unter Gottes F&uuml;hrung. Er ist in Kontakt mit Propheten, die ihn dabei begleiten.</p><p>Psalm 21 ist wohl eine Liturgie, die im geistlichen Zentrum Israels gesungen wird. Psalm 21 erscheint wie eine Antwort als Reaktion auf den vorhergehenden Psalm. Psalm 20 ist &uuml;berschrieben mit dem Titel: Gebet des Volkes f&uuml;r seinen K&ouml;nig: das Volk singt dem K&ouml;nig zu: &bdquo;Der Herr erh&ouml;re dich in der Not, der Name des Gottes Jakobs sch&uuml;tze dich!&ldquo; Das Volk triumphiert: &bdquo;Jene verlassen sich auf Wagen und Rosse, wir aber denken an den Namen des Herrn unseres Gottes.&ldquo; Das Volk fleht zu seinem Gott auf dem Thron: &bdquo;Hilf Herr, der K&ouml;nig erh&ouml;re uns, wenn wir rufen!&ldquo; Der Einstieg in Psalm 21 gibt darauf Antwort: &bdquo;Herr, der K&ouml;nig freut sich in deiner Kraft und wie sehr fr&ouml;hlich ist er &uuml;ber deine Hilfe!&ldquo; Wie ein Banner steht dieser Satz &uuml;ber dem ganzen Psalm. David bezeugt mit gro&szlig;er Freude, dass er in der Kraft Gottes lebt und seine Hilfe erf&auml;hrt.</p><p>Er spricht Gott in seiner Majest&auml;t mit &bdquo;Du&ldquo; an. Von sich selbst spricht er dem&uuml;tig in indirekter Form. Die weiteren 5 Strophen bezeugen die verschiedenen Facetten seines von Gott verliehenen K&ouml;nigtums. Es folgt eine Zwischenpassage. Sie steht da wie eine Stele als Sinnbild der Standhaftigkeit: &bdquo;Der K&ouml;nig hofft auf den Herrn, und durch die G&uuml;te des Herrn wird er nicht wanken.&ldquo; Danach wechselt die Tonlage abrupt. Ein Rache- Akt beginnt. Eine eingeschworene Truppe propagiert Kampf und Sieg bis hin zur Ausrottung der Gegner. &bdquo;K&ouml;nig, du wirst die Feinde und Hasser finden. Sie werden sich in einem Feuerofen finden, wenn du erscheinst - Gott wird sie verschlingen in seinem Zorn, Feuer wird sie fressen.&ldquo;</p><p>Dabei wird deutlich, dass es um Verteidigung gegen geplante R&auml;nke geht. &bdquo;Denn sie gedachten, dir &Uuml;bles zu tun.&ldquo; Der Schlussakt ist direkt an Gott gerichtet: &bdquo;Herr erhebe dich in deiner Kraft, so wollen wir singen und loben deine Macht.&ldquo; Das Volk appelliert an seinen Gott als Retter in Kriegsnot. Damit erhalten die K&auml;mpfe eine spirituelle Dimension. Das geistliche Lied in Israel ist nicht zu trennen vom politischen Schicksal des Volkes. In Bitten und Flehen, Lob und Anbetung ist das Volk mit seinem unsichtbaren K&ouml;nig verbunden. Im Blick auf taktische Fragen erh&auml;lt David immer wieder von Gott Warnungen und Weisungen. Er vereitelt damit erfolgreich die Anschl&auml;ge seiner Feinde. Das Geheimnis seiner Siege ist die Gegenwart Gottes mitten im Kampf. Durch die Inspiration des Heiligen Geistes spricht David in seinen K&ouml;nigsliedern von einer ewigen Dimension seines Lebens und seines K&ouml;nigtums. &bdquo;Du &uuml;bersch&uuml;ttest ihn mit gutem Segen&hellip; Du setzest ihn zum Segen ewiglich.&ldquo;</p><p>Dies hat sich im R&uuml;ckblick best&auml;tigt, weil Jesus sein Nachkomme ist. Jesus wird ein ewiges Reich aufrichten und letztlich sichtbar siegen &uuml;ber alles B&ouml;se. Jesus siegt, indem er zun&auml;chst den Kampf anscheinend verloren hat. Jesus hat sein bisher unsichtbares, aber ewiges Reich begr&uuml;ndet mit seinem Tod und seiner Auferstehung. Er hat den Tod besiegt. Deshalb ist er der ewige K&ouml;nig und ist autorisiert zu sagen: &bdquo;Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.&ldquo;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Damaris Hecker</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17104283.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Damaris Hecker]]></author>
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      <pubDate>Sun, 27 Jul 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Warnung vor Rückfall in die Gesetzesgerechtigkeit]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Philipper 3,1-11 – ausgelegt von Rolf Röhm.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Philipper 3,1-11 – ausgelegt von Rolf Röhm.</em><br/>
<p>Auf einer unserer Wohnmobiltouren durch Amerika besuchten meine Frau und ich auch Las Vegas, jene Stadt des Gl&uuml;cksspiels.</p><p>Nat&uuml;rlich wollten wir einmal sehen, wie es in einem Spielcasino zugeht und es reizte uns, auch einmal ein Spiel zu wagen. Nat&uuml;rlich vorsichtig, auf schw&auml;bische Art. Also nur kleine Geldbetr&auml;ge mit einem festgesetzten Limit.</p><p>Schon nach dem Eingang waren wir &uuml;berw&auml;ltigt von den vielen blinkenden Spielautomaten. Wir sahen Menschen, die angespannt und mit gierigen Blicken auf die rollierenden Zahlen starten. Eine M&uuml;nze nach der anderen in den Geldschlitz warfen, hoffend auf ihr Gl&uuml;ck und einen gr&ouml;&szlig;eren Gewinn. Meist hie&szlig; es: Leider verloren.</p><p>Doch ab und zu ert&ouml;nte ein Klingeln das lautstark anzeigte, dass einer der Spieler eine hohe Summe gewonnen hatte. Das schien die Menschen anzuspornen, weiter auf Ihren Gewinn zu hoffen.</p><p>Nach einiger Zeit streiften wir durch das weitl&auml;ufige Geb&auml;ude und kamen zu den Roulette- Tischen. Dort ging es um viel h&ouml;here Eins&auml;tze und die Anspannung der Mitspieler war mit den H&auml;nden zu greifen. Pl&ouml;tzlich schob ein Mann seine ganzen <em>Chips,</em> die vor Ihm lagen, auf ein einziges Feld, man sp&uuml;rte - f&uuml;r Ihn gilt jetzt "alles oder nichts".</p><p>Er setzte wohl alles auf eine Karte -" rien ne va plus" - nichts geht mehr - so erklang die Stimme des <strong>Croupiers</strong>. Und wenige Sekunden sp&auml;ter erhebt sich dieser Mann mit aschfahlem Gesicht und geht wortlos weg. Er hatte alles auf ein Feld, eine Karte gesetzt und alles verloren.</p><p>Diese Begebenheit stand mir vor Augen, als ich den heutigen Bibeltext las, in dem Paulus davon berichtet, dass es auch in seinem Leben eine Zeit gab, in der er auf das falsche Feld gesetzt hatte. Indem er dachte, er k&ouml;nnte mit seinem guten und vorbildlichen Lebenswandel vor Gott bestehen und meinte, dadurch vor Gott Gerechtigkeit zu erlangen.</p><p>Bei den Menschen seiner Zeit ist es Ihm gelungen. Er genoss gro&szlig;es Ansehen, bekam Anerkennung. So viel, dass er von sich fest &uuml;berzeugt war: &bdquo;mit mir und meinem Leben kann Gott zufrieden sein. Ich bin Gott recht. Noch "gerechter" geht es nicht.&ldquo;</p><p>Dabei beruft er sich auf seine Herkunft. Er geh&ouml;rt zum Volk Gottes, Ist hineingeboren in eine Familie, die zu den angesehensten St&auml;mmen in Israel geh&ouml;rte. Weiter beschreibt Paulus seinen tadellosen Lebenswandel als frommer Mensch.</p><p>Es ist beeindruckend, was er vorzuweisen hat, bewunderns- und bemerkenswert.</p><p>Dieser Saulus, der sp&auml;ter zum Paulus wurde, tat alles, was nach menschlicher Vorstellung n&ouml;tig war, um vor Gott zu gl&auml;nzen und zu bestehen. Er studiert die Alten Schriften - wird zum theologischen Experten, wird ein frommer Gesetzeslehrer, ein frommer und gottesf&uuml;rchtiger Pharis&auml;er. Mehr geht nicht.</p><p>Da lagen viel Chips an Selbstgerechtigkeit, an &Uuml;berheblichkeit an "Gutmenschentum" vor ihm auf dem Tisch.</p><p>Als dann die neue Sekte der Christen aufkam, wurde er zum Fundamentalisten, zum hasserf&uuml;llten Verfolger dieser Menschen. Er meinte, er habe nicht nur die Pflicht, sondern auch das Recht, diese in seinen Augen falsche Lehre zu bek&auml;mpfen. Er meinte, damit Gott einen Gefallen, einen wertvollen Dienst zu tun. Er wollte seine Landsleute vor dieser falschen Lehre bewahren. Er setzte alles auf seine Person und seine Leistung zur Bewahrung der Gesetze und Traditionen.</p><p>Doch dann kam jener Tag, als Jesus ihm vor Damaskus begegnete und Ihn ansprach.</p><p>Da erging es Ihm wie jenem Spieler in Las Vegas - innerhalb k&uuml;rzester Zeit erkannte er: &bdquo;Ich habe auf das falsche Feld gesetzt. Jetzt habe ich alles verloren.&ldquo;</p><p>Saulus erkennt schlagartig: &bdquo;Alle meine noch so guten Taten, all meine noch so frommen Leistungen z&auml;hlen bei Gott nicht.&ldquo;</p><p>Sein Leben st&uuml;rzte in sich zusammen, wie das ber&uuml;hmte Kartenhaus.</p><p>Leider gibt es das bis heute auch im frommen und religi&ouml;sen Bereich. Auch ich kenne Zeiten in meinem Glaubensleben, in denen ich meinte, dass Gott doch ganz mit mir zufrieden sein k&ouml;nnte. Dass ich etwas frommer und gottesf&uuml;rchtiger w&auml;re als der eine oder andere in meinem Umfeld.</p><p>Saulus, der sich inzwischen Paulus nennt, spricht dieses Problem der Selbstgerechtigkeit sehr deutlich an. Er ermutigt die Christen in Philippi, sich vor solchen selbstgerechten Frommen und deren falschen Lehren in Acht zu nehmen. &bdquo;Habt acht, passt auf, seid wachsam&ldquo; - oder wie es in der Jahreslosung f&uuml;r 2025 hei&szlig;t: &bdquo;Pr&uuml;fet alles und das Gute behaltet.&ldquo;</p><p>Dann macht Paulus deutlich: Ja, ich, der ganz "Fromme", stand vor den Scherben meiner Selbstgerechtigkeit, meiner Selbstgef&auml;lligkeit. Ich, der ich meinte der Fr&ouml;mmste zu sein, war doch der am weitesten von Gott Entfernte.</p><p>Nun gibt es zwei M&ouml;glichkeiten: Entweder aufgeben oder sich um-, neu orientieren.</p><p>Manche Menschen versuchen, die Tatsache eines Totalverlustes zu verdr&auml;ngen, verschlie&szlig;en die Augen vor dem Lebensbankrott. Sie bel&uuml;gen und betr&uuml;gen sich weiterhin selbst, anstatt sich dieser hoffnungslosen Lage zu stellen und nach Hilfe und L&ouml;sungen Ausschau zu halten.</p><p>So aus der Bahn geworfen, verlieren Menschen oft den Lebensmut, landen oft im Abseits des Lebens.</p><p>Das muss nicht sein. Was Paulus damals den Menschen in Philippi deutlich macht, das habe ich selbst auch erfahren.</p><p>Es war die Botschaft, dass es die M&ouml;glichkeit eines Neubeginns gibt. Auch dann, wenn ich vieles im Leben verbockt, mich verzockt habe.</p><p>Paulus ermutigt die Christen in Philippi auf das richtige Feld - ja, auf die richtige Person zu setzten. Er weist auf den hin, der f&uuml;r Ihn zur Hilfe und zum Halt im Leben wurde.</p><p>Auf Jesus Christus!</p><p>Paulus macht deutlich, mit Jesus kann es einen Neubeginn, einen Neuanfang geben.</p><p>Doch eines stellt er auch klar. Zu einem Neubeginn geh&ouml;rt ein radikaler Schnitt. Es gilt, mit dem Alten zu brechen und ganz konsequent einen neuen Weg einzuschlagen. Es gilt, auf das richtige Feld, auf den richtigen Mann zu setzen.</p><p>Paulus macht das deutlich mit den Worten: "Was mir fr&uuml;her Gewinn und Rechtfertigung war, das erachte ich alles jetzt f&uuml;r Schaden". Ja, es war wertlos wie Dreck.</p><p>Doch nun setze ich im Glauben alles auf Jesus. Auf den, der durch sein Leiden und Sterben f&uuml;r mich bei Gott (m)einen Freispruch erwirkte. Auf den, der mir meine Schuld vergibt und mich vor Gott angenehm, recht und gerecht macht.</p><p>Auf den, der mit seiner Auferstehung auch mir eine Zukunftsperspektive gibt.</p><p>Es ist Jesus Liebe seine Barmherzigkeit, seine G&uuml;te und Freundlichkeit, die alles schafft und alles wirkt. Auch jenes gerecht sein vor Gott.</p><p>Es gilt: Recht und gerecht wird allein der, der sich im Leben und im Sterben Jesus anvertraut. Um es im Spielerjargon auszudr&uuml;cken: Dem ist der Hauptgewinn sicher, der alles auf die eine Karte, auf Jesus, setzt.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Rolf Röhm</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17103973.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Rolf Röhm]]></author>
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      <pubDate>Sat, 26 Jul 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Sendung des Timotheus und Rückkehr des Epaphroditus]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Philipper 2,19-30 – ausgelegt von Reinhold Weber.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Philipper 2,19-30 – ausgelegt von Reinhold Weber.</em><br/>
<p>Ich stelle die nachfolgenden Gedanken unter die &Uuml;berschrift <strong>&bdquo;Vom Reden &uuml;ber Geschwister</strong>&ldquo; und m&ouml;chte auf drei Akzente aus dem Text aufmerksam machen.</p><h3>Ein erster Gedanke:<strong> In Liebe den Anderen sehen</strong></h3><p>Timotheus und Epaphroditus, zwei der engsten Vertrauten, sind hier namentlich genannt. Aber auch die Gemeinde in Philippi liegt Paulus am Herzen. Wieviel liebevolles Empfinden schwingt hier mit! Die Nachricht von der Gemeinde erquickt Paulus. Von Timotheus wei&szlig; er zu sagen, dass dieser &bdquo;ganz seines Sinnes&ldquo; ist, der innerlich so ganz mit ihm &uuml;bereinstimmt, mit dem er &bdquo;ein Herz und eine Seele ist&ldquo;. Die Genesung, die Epaphroditus widerfahren ist, empfindet Paulus als eine Wohltat an sich selbst. Und er malt sich die Freude aus, die bei der Gemeinde entsteht, wenn er diesen Mitarbeiter wieder nach Philippi sendet. Dies wiederum l&auml;sst sein Herz jubeln.</p><p>Ich habe mich gefragt: Was leuchtet bei mir auf, wenn ich den einen oder anderen Namen h&ouml;re? Ist es die Liebe? Ist es die innige Gemeinschaft? Ist es das herzliche Mitempfinden? Oder gehen bei mir gleich andere Schubladen auf, wenn dieser oder jener Name f&auml;llt? &bdquo;Ach, der Egoist&ldquo; &ndash; &bdquo;Der redet zu viel&ldquo; &ndash; &bdquo;Der hat mich mal beleidigt&ldquo; &ndash; &bdquo;Der ist unp&uuml;nktlich, unzuverl&auml;ssig&ldquo;. Und wenn es sich dabei um Verk&uuml;ndiger handelt: &bdquo;Der hat immer dasselbe Thema, immer sein Steckenpferd, den kann ich bald nicht mehr h&ouml;ren!&ldquo;</p><p>Waren das wirklich so ganz andere Menschen, dieser Timotheus und Epaphroditus, makellose Musterchristen? Dass von ihnen keine Negativdinge berichtet werden, muss nicht hei&szlig;en, dass es sie nicht gab. Aber das hei&szlig;t auf jeden Fall, dass Paulus die beiden zuerst mit den Augen der Liebe sieht. Und was er immer zuallererst sieht, Gott hat den Anderen lieb. Habe ich diesen Blick auf die Geschwister? Und kann ich sie deshalb auch selbst lieben?</p><p>Es war einmal bei einer Sitzung in einem kirchlichen Gremium. In einem bestimmten Zusammenhang meldete sich einer und sagte: &bdquo;Es gibt Br&uuml;der, die d&uuml;rfen wir von ganzem Herzen liebhaben. Und es gibt Br&uuml;der, die sollen wir liebhaben. Und dann gibt es noch andere Br&uuml;der, die muss der Herr Jesus liebhaben.&ldquo; Unsere Liebe zu dem Bruder, der Schwester darf sich nicht daran messen, ob und wie sie uns lieben. Die Liebe um Jesu willen ist voraussetzungslos. In einem Lied formuliert es Bodo Hoppe so: <em>&bdquo;Wenn Christus heute Menschen sucht, durch die er lieben will die Welt, will auch ich nicht ferne stehn. Hier bin ich, Herr, st&auml;rke mich!&ldquo;</em></p><p>Ein zweiter Gedanke aus unserem Text:<strong></strong></p><h3><strong>Die Gaben des Anderen w&uuml;rdigen</strong></h3><p>Wenn Paulus an Timotheus denkt, dann denkt er auch an Gottes Handeln an diesem jungen Bruder. Zweimal hat Paulus ihn darauf hingewiesen. <em>&bdquo;Lass nicht au&szlig;er Acht die Gabe, die dir gegeben ist &hellip;&ldquo;</em> lesen wir in seinem ersten Brief an ihn (1. Tim. 4,14).</p><p>Und in einem sp&auml;teren Brief sagt Paulus: <em>&bdquo;Ich erinnere dich daran, dass du erweckst die Gabe Gottes, die in dir ist &hellip;, denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.&ldquo;</em> (2. Tim. 1,6-8) Gerade dieser Zuspruch weist hin auf die F&auml;higkeiten, die Timotheus jetzt n&ouml;tig braucht.</p><p>Wie ist das mit den Gaben unter uns? Erkenne ich bei dem Bruder neben mir die Gabe, die Gott ihm gegeben hat? Sage ich es ihm auch? Und kann ich wirklich neidlos von der Gabe des Anderen sprechen? Was Paul Gerhardt in seinem Lied von der g&uuml;ldenen Sonne in einer Strophe im Blick auf irdische G&uuml;ter sagt, gilt doch ganz besonders auch hier: <em>&bdquo;Lass mich mit Freuden ohn&rsquo; alles Neiden sehen den Segen, den du wirst legen in meines Bruders und N&auml;chsten Haus&ldquo;.</em> Die Gaben und die Beauftragung des Anderen sehen und anerkennen, hei&szlig;t ihn in der Originalit&auml;t annehmen, in der Gott ihn geschaffen hat. Das hei&szlig;t aber auch immer, ein Ja zu den eigenen Gaben und auch zu den eigenen Grenzen zu haben.</p><h3>Drittens:<strong> Den Flei&szlig; des Anderen anerkennen </strong></h3><p>Paulus z&auml;hlt vieles auf, was die Br&uuml;der an Flei&szlig; und Einsatz geleistet haben. Hier nur ein paar Beispiele. Vers 20: Timotheus hat mit ganzem Einsatz f&uuml;r die Gemeinde in Philippi gesorgt und wird das auch weiter tun. Oder Vers 22: Er hat sich bew&auml;hrt und wie ein Kind dem Vater, so hat er mit Paulus dem Evangelium gedient. Den Epaphroditus nennt er in Vers 25 seinen Mitarbeiter und Mitstreiter und Helfer in seiner, des Paulus, Not. Und ihm bescheinigt er auch, dass er um des Werkes Christi willen in Todesgefahr gekommen ist und sein Leben nicht geschont hat, um Paulus zu dienen. Sogar die Bereitschaft zum Martyrium erkennt Paulus bei ihm an (Vers 30).</p><p>Das sind bewegende Zeugnisse von totalem Einsatz. Was Paulus bei sich selbst f&uuml;r selbstverst&auml;ndlich h&auml;lt, hebt er bei seinen Mitstreitern besonders hervor. Von sich selbst kann er sagen: <em>&bdquo;Dass ich das Evangelium predige, dessen darf ich mich nicht r&uuml;hmen, denn ich muss es tun. Und wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht predige!&ldquo;</em> (1. Kor. 9,16).</p><p>Und an anderer Stelle: <em>&bdquo;Ich habe viel mehr gearbeitet als sie alle; nicht aber ich, sondern Gottes Gnade, die mit mir ist&ldquo;</em> (1. Kor. 15). Paulus wei&szlig; auch um seinen eigenen Wert. Er war kein Faulenzer. Aber seine Leistung, sein Wirken ist jetzt nicht Thema. Ihm geht es um die Br&uuml;der. Sie will er in das rechte Licht r&uuml;cken.</p><p>Ich frage: Wie denke und spreche ich vom Einsatz der Br&uuml;der und Schwestern? Spiele ich ihr Tun, ihren Einsatz nicht gerne herunter, um selbst gut dazustehen? Oft ahne ich gar nicht, was dieser und jener so ganz im Verborgenen tut und leistet. Da ist jemand, der macht Hausbesuche. Ein anderer hat es als seine Aufgabe &uuml;bernommen, einem Rollstuhlfahrer zu helfen, wo es n&ouml;tig ist. Wieder andere tun einen treuen, aber intensiven missionarischen Dienst, indem sie Traktate verteilen und, wo immer m&ouml;glich, von Jesus reden. Wer denkt denn auch nur dar&uuml;ber nach, wieviel redaktionelle Arbeit n&ouml;tig ist, bis wieder eine Ausgabe des Gemeindeblattes gedruckt ist, und dies meist durch ehrenamtliche Leute. Von der verborgenen, aber wichtigen Arbeit des Gebetes ganz zu schweigen.</p><p>Und f&uuml;r alle Diener gilt: Sie tun es im Auftrag Jesu, er ist der eigentliche Dienstherr. Das bedeutet: Das Ma&szlig; meines Tuns ist nicht abh&auml;ngig von anderen Menschen, sondern von der Liebe zu Jesus. Ihm bin ich verantwortlich. Das kann und soll mich auch unabh&auml;ngig machen von Erfolg oder Misserfolg, von Ansehen oder Verachtung durch Menschen.</p><p>Und noch eines ist wichtig: Wer im Dienst Jesu steht, der hat sich nicht selbst zum Dienst eingesetzt, und der kann sich auch nicht selbst wieder entlassen. Paulus wei&szlig; seine Br&uuml;der und sich selbst in der Verantwortung vor Gott. Das ist gelebte Dienstgemeinschaft f&uuml;r Jesus.</p><h4>&nbsp;Wie rede ich &uuml;ber andere Christen?</h4><ul><li>In Liebe den Anderen sehen</li><li>Die Gaben des Anderen w&uuml;rdigen</li><li>Den Flei&szlig; des Anderen anerkennen</li></ul>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Reinhold Weber</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17103327.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Reinhold Weber]]></author>
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      <pubDate>Fri, 25 Jul 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Leben in der Gemeinschaft mit Christus (2)]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Philipper 2,12-18 – ausgelegt von Wolf-Dieter Keßler.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Philipper 2,12-18 – ausgelegt von Wolf-Dieter Keßler.</em><br/>
<p>Stillstand ist R&uuml;ckschritt. Das ist nicht nur in der Wirtschaft so. Das ist auch im Christsein so.</p><p>Der Apostel Paulus ist immer darauf bedacht, seine Gemeinden weiterzuf&uuml;hren. Denn Selbstgen&uuml;gsamkeit, Vor-sich-hin-d&uuml;mpeln im Glauben und Religiosit&auml;t hilft nur einem: dem Feind. Es besteht aber die ganz tiefe Hoffnung, dass am Ende, wenn Christus wiederkommt, alle dabei sind.&nbsp;Im Brief an eine seiner Gemeinden findet sich eins der wohl grundlegendsten geistlichen Prinzipien, die der Apostel Paulus seinen Gemeinden mitgibt.</p><p>Um welche Aussage geht es? &bdquo;<em>Schaffet,</em><em>dass ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern. Denn Gott ist&rsquo;s, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen.&ldquo;</em></p><p>Diese Aussage m&ouml;chte ich mit Ihnen n&auml;her anschauen.</p><p><em>Schaffet,</em><em>dass ihr selig werdet &hellip; </em>Hier geht es nicht um &bdquo;Schaffe, schaffe, H&auml;usle bauen&ldquo;, sondern &ndash; ja, um unsere Seligkeit. Dieses Wort gebraucht heute keiner mehr. Ich &uuml;bersetze es hier mit &bdquo;Gott gefallen und sein Ziel mit uns erreichen&ldquo;.</p><p>Konkret geht es dem Apostel im Zusammenhang seines Briefes darum, dass er die christliche Gemeinde in Philippi mahnt. Vieles l&auml;uft bei ihnen schon gut. Doch was ihnen noch fehlt, sie sollen eine Einheit werden, eine Gemeinschaft, die das Wesen des Christus in dieser Welt widerspiegelt. Das ist das Wesentliche. Darum: Schaffet, seht zu, macht, k&uuml;mmert Euch! Paulus wei&szlig; das so richtig auf die Spitze zu treiben: Schaffet&hellip; mit Furcht und Zittern &ndash; sprich: in aller Ehrfurcht vor dem heiligen Gott. Ruht euch nicht aus. Bleibt dran. Das ist ein wichtiger geistlicher Rat.</p><p>Doch leider kann er zu einem ganz falschen Denken f&uuml;hren. F&uuml;r die meisten Menschen &ndash; auch f&uuml;r viele Christen &ndash; bedeutet Christsein Ethik, ein Sollen, ein M&uuml;ssen, ein Tun. Damit reihen sie ihr Christsein ein in all die anderen Ans&auml;tze und Methoden weltlicher oder religi&ouml;ser Couleur zur Selbstoptimierung oder Verhaltens&auml;nderung. Doch das Christsein ist ganz anders. Die biblische Lehre hat als einziger all der Ans&auml;tze in Religion und Welt ein anderes Menschenbild. Und das ist der entscheidende Unterschied. Die Bibel wei&szlig;, dass der Mensch gar nicht schafft, was er schaffen soll.</p><p>Wenn Jesus einer Ehebrecherin sagt: <em>&bdquo;S&uuml;ndige hinfort nicht mehr&ldquo;</em>, dann ist klar: von sich aus wird sie gar nicht schaffen. Der normale Mensch kann nicht pl&ouml;tzlich auf einem anderen Gleis fahren. Und er will es auch gar nicht. Warum sollte er sich &auml;ndern? S&uuml;nde &ndash; im Beispiel der Ehebrecherin der inneren Sehnsucht nach Liebe und Geliebtsein mit wechselnden Partnern nachgeben &ndash; macht nicht selten Spa&szlig;. Die Bibel wei&szlig; das: der normale Mensch kann und will sich nicht &auml;ndern, selbst wenn man ihm sagt, aus welchem Grund. Das gilt sogar f&uuml;r Christen. Es gibt immer wieder Baustellen, die Gott uns zeigt. Und manchmal ist es noch so schwer, ihn auch an die vermeintlich letzte Baustelle dran zu lassen.</p><p>Deswegen gibt es hier im Text diesen Nachsatz: <em>&bdquo;Gott ist&rsquo;s, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen.&ldquo; </em>Du sollst schaffen, ja. Aber Gott ist&lsquo;s, der es macht. Nat&uuml;rlich ist das ein Widerspruch. Aber er ist stimmig, denn Gott sagt: Erkenne, dass du es nicht kannst, vielleicht oft auch nicht willst. Erkenne, dass du also Rettung brauchst, und komm zu mir!</p><p>Gott liebt uns so sehr, dass er uns Rettung anbietet. Hundert Prozent hat Gott f&uuml;r jeden von uns geleistet. Kein Mensch w&auml;re auch nur ein Prozent auf Gott zugekommen. Kein Mensch h&auml;tte das tun k&ouml;nnen, selbst wenn er es gewollt h&auml;tte. Kein Mensch kommt auch nur einen Millimeter aus eigener Kraft Gott n&auml;her. Aber die Bibel lehrt uns: Der Gott, der uns geschaffen hat, der hat es getan. Hundert Prozent Gnade. Liebe. Rettung.</p><p>Nur weil er uns also &uuml;ber die Ma&szlig;en beschenkt, k&ouml;nnen wir tun, was er sich w&uuml;nscht. Im Bild gesprochen: Nur, weil der Zug f&auml;hrt, haben wir die Gelegenheit einzusteigen. Wir m&uuml;ssen zwar noch einsteigen. Aber selbst das muss Gott tun.</p><p>Das ist der eigentliche Punkt an der Stelle: Es geht nicht um unser religi&ouml;ses Schaffen. Es geht um etwas, das viel schwieriger ist, das aber allein zum Ziel f&uuml;hrt: Wir brauchen Ver&auml;nderung von au&szlig;en.</p><p>Es gibt daf&uuml;r ein Bild in der Bibel. Es ist das sogenannte Totenfeld, ein Feld voller Leichen. Eine gruselige Vorstellung. Aber ein wichtiges Bild f&uuml;r die geistlichen Zusammenh&auml;nge, &uuml;ber die wir hier reden. Alle unsere religi&ouml;sen Versuche taugen nichts, um bei Gott anzukommen. Wir Menschen k&ouml;nnen es einfach nicht aus eigener Kraft oder Willen oder Einsicht. Vor Gott sind wir Menschen wie tot, total angewiesen, dass er unseren Zustand ver&auml;ndert und uns sein Leben schenkt. Er muss es machen. Wir werden zwar aufgerufen &ndash; so wie hier: Schaffet &hellip;. Das hat auch seinen tieferen Sinn. Und doch: Er muss uns rufen, und er muss uns an die Hand nehmen. Und das macht er so gerne.</p><p>Daf&uuml;r stehen Kreuz und Auferstehung des Jesus Christus. Passion und Ostern sind nicht zum Anschauen, Bewundern, Beklagen da. Sie laden ein, dass wir unser Leben mit Kreuz und Auferstehung des Christus verbinden. Das hei&szlig;t: Unser Wesen soll mit Christus durch seinen Tod gehen, und unser &uuml;bernat&uuml;rlich ver&auml;ndertes Wesen soll mit Christus zu etwas Neuem auferstehen. Das ist die Ver&auml;nderung unseres Wesens in das Wesen des Jesus Christus. Dann k&ouml;nnen wir, und dann wollen wir den Willen Gottes kennen und umsetzen. Dann k&ouml;nnen wir schaffen, dass wir selig werden, Gottes Ziel mit uns erreichen. Wir sollen es auch, werden dazu angehalten. Aber von da an wollen und k&ouml;nnen wir es auch. Weil er in uns lebt. Und ab jetzt wollen wir nur noch aus der Kraft, aus der Geduld, aus dem Willen des Christus in uns. Er ist unsere St&auml;rke. Er ist unsere Liebe. Er ist unsere Liebe zueinander. Er schafft unsere Einheit.</p><p>So bringen wir Christus in die Welt. So werden wir als Gemeinde eine Einheit, die das Wesen des Christus in uns widerspiegelt.</p><p>Zuletzt: Gott hat alles f&uuml;r uns getan und tut es weiterhin. So zieht und schiebt und tr&auml;gt er uns, denn er w&uuml;nscht sich so sehr eine Beziehung mit uns, dass er in uns leben und uns an sein Ziel bringen darf. Aber er klopft an, er fragt nach, ob er in unser Leben hineinkommen darf. Er zwingt uns zu nichts. Doch ob wir Gott einlassen, ob wir uns in seinem Licht erkennen wollen, ob wir ihm die Erlaubnis geben, uns zu ver&auml;ndern, ob wir seine Mahnung zum &bdquo;Schaffet, dass ihr mein Ziel erreicht&ldquo; umsetzen wollen: das ist unsere Entscheidung und auch Verantwortung. Jeden Tag neu. Gott zwingt uns zu nichts. Wenn wir nicht wollen, bleibt er auch drau&szlig;en. Aber die Verantwortung tr&auml;gt jeder f&uuml;r sich.</p><p><em>&bdquo;Schaffet,</em><em>dass ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern. Denn Gott ist&rsquo;s, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen.&ldquo; </em>Das ist ein grundlegendes geistliches Prinzip. Ein Widerspruch, der die Wahrheit &uuml;ber Gott und uns gut wiedergibt. Gott sagt: &bdquo;Erkenne, wer Du vor Deinem Sch&ouml;pfer bist. Lass Dich ver&auml;ndern. Dann kann ich Dich ver&auml;ndern.&ldquo; Und dann wird sich etwas &auml;ndern.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pastor Wolf-Dieter Keßler</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17102665.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pastor Wolf-Dieter Keßler]]></author>
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      <pubDate>Thu, 24 Jul 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Leben in der Gemeinschaft mit Christus (1)]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Philipper 2,5-11 – ausgelegt von Renate Brunck-Rieger.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Philipper 2,5-11 – ausgelegt von Renate Brunck-Rieger.</em><br/>
<p>Sie haben gerade ein Gedicht geh&ouml;rt: Ein Gedicht, das kunstvoll die Menschwerdung Jesu beschreibt. Sein Leben und Sterben, seine Auferstehung und Erh&ouml;hung.</p><p>Es lohnt sich, das Gedicht auswendig zu lernen, weil es die Geschichte des Messias in wenigen Worten erz&auml;hlt. Der Apostel Paulus zitiert hier einen Text, der in der fr&uuml;hchristlichen Urgemeinde bereits bekannt war. Es ist ein Hymnus, ein Bekenntnis. Der uralte Text wurde gesungen oder gesprochen, hatte seinen Platz im Gottesdienst von damals. Wir haben heute auch Texte in unseren Gottesdiensten, die eine alte Tradition haben. Z.B. das christliche Glaubensbekenntnis oder auch das &bdquo;Vater Unser-Gebet&ldquo;.</p><p>&nbsp;</p><p>Der Apostel Paulus verkn&uuml;pft diesen bekannten Hymnus mit Motiven und Aussagen aus dem Alten Testament. Er teilt mit, wer Jesus seiner Meinung nach ist. Damit macht er eine revolution&auml;re Aussage, weil diese Ehre im Hymnus nun Jesu zu Teil wird. Paulus stellt so Jesus als Herrn und Gott in den Mittelpunkt. Und mehr noch: er pr&auml;sentiert Jesus als Vorbild. Seinem Lebensstil sollen wir nachahmen. So schreibt es Paulus in seinem Brief an die Christen in Philippi, in dem er sagt: &bdquo;Entwickelt dieselbe Haltung und Einstellung wie Jesus Christus sie vorgelebt hat.&ldquo;</p><p>&nbsp;</p><p>Worin unterscheidet sich der Lebensstil Jesu vom unserem?</p><p>Gott selbst wurde in Jesus Christus f&uuml;r uns Mensch. Daf&uuml;r verlie&szlig; er seine g&ouml;ttliche Wohnung. Jesus, der Messias, hat freiwillig aufgeh&ouml;rt, Gott gleich zu sein - im Gegensatz zu Adam aus der Sch&ouml;pfungsgeschichte im 1. Buch Mose: der wollte Gott gleich sein. Diesen Adam, den kenne ich auch! Und ich habe seine Natur. Der will lieber f&uuml;r sich selbst k&auml;mpfen und sich selbst verteidigen. Der will sich beweisen: er kann&rsquo;s, hat&rsquo;s voll drauf, und ist es sich wert. Dieser Adam denkt an sich. Und kommt es zu Schwierigkeiten, geht er auf Distanz und kritisiert und sagt: &bdquo;Das ist nicht mein Problem!&ldquo; Diesem Adam fehlt Gott, er hat ihn verloren.</p><p>Jesus, der Messias dagegen, gab seine gleichwertige Stellung auf. Er wurde Mensch. Ein Mensch, der die pers&ouml;nliche Beziehung liebt und die Begegnung mit den Menschen sucht. Gott sucht die Beziehung zu uns Menschen, weil er Lust und Freude an den Menschen hat. Das geht am besten auf Augenh&ouml;he und daf&uuml;r wurde Gott Mensch wie Sie und ich.</p><p>&nbsp;</p><p>Es gibt einen Satz, in dem es hei&szlig;t: &bdquo;Mach&rsquo;s wie Gott: Werde Mensch!" Nun k&ouml;nnte ich sagen: &bdquo;Mensch bin ich doch schon!&ldquo; Dem k&ouml;nnte ich aber entgegenhalten: Nun Ich treffe oft Leute, die ganz sch&ouml;n mit ihrem Mensch-Sein hadern. Die sich nicht wirklich annehmen k&ouml;nnen. Und oft auch andere nicht. Die gerne w&uuml;ssten, was der Sinn ihres Lebens ist. Hier k&ouml;nnen wir in die Bibel schauen und von Jesus lernen: Gott wird Mensch, damit wir entdecken, was es bedeutet, wirklich Mensch zu sein. Es bedeutet, auf die unendliche Liebe Gottes zu vertrauen. Das macht Jesus! Jesus verl&auml;sst seinen Standpunkt nicht. Mit seinem Menschsein gibt er sich nicht einfach selbst weg. Er verliert sich auch nicht, oder l&ouml;st sich gar auf. Es ist, als ob sich sein Inneres zum anderen hin &ouml;ffnet. Also, Gott wird durch Jesus Christus wie zu einem offenen Innenraum f&uuml;r uns. Einen Innenraum, der einl&auml;dt betreten zu werden. Einen Innenraum, wo nicht Nichts ist, sondern F&uuml;lle, die F&uuml;lle Gottes. Wir sind in Jesus eingeladen, Gott zu erleben und zu erfahren. Ein Ort, wo Gott wohnt.</p><p>&nbsp;</p><p>Auch Paulus hat die F&uuml;lle Gottes erlebt. In der Gemeinschaft mit Christus und in der Verbundenheit mit Christus liegt das Geheimnis seiner Zufriedenheit und Freude. Paulus hat gelernt, durch die Kraft Gottes Teil der Geschichte Jesu zu sein. Er hat gelernt, von Gott abh&auml;ngig zu sein. Dabei entwickelte er ein unglaubliches Bewusstsein f&uuml;r Gottes Liebe und seine N&auml;he. Das gibt Paulus Hoffnung und Zuversicht. So wei&szlig; er sich auch in schweren und dunklen Zeiten von Gott gehalten und getragen.</p><p>Ein Leben mit Jesus bleibt f&uuml;r Paulus immer eine tiefe und pers&ouml;nliche und ver&auml;ndernde Begegnung. Deshalb l&auml;dt Paulus ein, Jesus zu folgen.</p><p>&nbsp;</p><p>Wir sind eingeladen, uns der unendlichen Liebe Gottes zu &uuml;berlassen. Uns auf seine bedingungslose Annahme und Liebe einzulassen. Wir d&uuml;rfen Gottes Wohlwollen uns gefallen lassen. Ich darf &bdquo;ja&ldquo; zu mir selbst sagen und herausfinden, was ich Gutes f&uuml;r die Welt tun kann, wie ich Gottes Herzschlag weitertragen kann. Dabei lasse ich mich beschenken. Gott hat sich uns mit Jesus verschenkt. Das, was uns verlorengegangen ist, hat Gott uns in Jesus wieder geschenkt. Es ist die Gemeinschaft mit Gott. Mit Jesus schenkt Gott uns seinen Frieden.</p><p>Gott sendet seinen Sohn, um uns zu zeigen, wie das Leben als Mensch funktioniert. Jesus bleibt abh&auml;ngig von seinem Vater im Himmel. Die Beziehung zu ihm ist echt, voller Gnade und Wahrheit. Er lebt sie uns vor, und Gott offenbart sich in Jesus. Gott zeigt sich uns in Jesus, wer er ist. Jesus zeigt uns, wie das Menschsein sein kann, oder sein muss. Wir brauchen Gott, um Mensch zu sein. Und noch einmal: es funktioniert nicht aus eigener Kraft. Es ist ein Geschenk! Diese Einheit, die Jesus mit seinem Vater im Himmel lebt, will er uns schenken. Jesus verschenkt sich uns. Mit ihm haben wir Zugang zu seinem Vater im Himmel. Und nicht nur das: Mit Jesus kommt auch ein St&uuml;ckchen Himmel in unser Leben. Diese Freude strahlt weit &uuml;ber unser Leben hinaus. Jesus verbindet nicht nur uns Menschen! Es l&auml;uft auf ein gro&szlig;es Finale hinaus. Die gesamte Sch&ouml;pfung, Himmel und Erde werden Jesus ehren. In den Versen 10 und 11 hei&szlig;t es:</p><p>&bdquo;So sollen in diesem Namen, Jesus, alle auf ihre Knie niederfallen, alle Wesen, die sich im Himmel, auf der Erde und unter der Erde befinden!&ensp;Ebenso sollen alle Gesch&ouml;pfe un&uuml;berh&ouml;rbar bekennen: &bdquo;Allein der Messias Jesus ist Herr!&ldquo; So wird Gott der Vater geehrt.&ldquo;</p><p>Deshalb sind wir eingeladen, mit dabei zu sein.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Renate Brunck-Rieger</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17102061.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Renate Brunck-Rieger]]></author>
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      <pubDate>Wed, 23 Jul 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Bereitschaft der Gemeinde zum Leiden für Christus]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Philipper 1,27-2,4 – ausgelegt von Holger Kerschbaum.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Philipper 1,27-2,4 – ausgelegt von Holger Kerschbaum.</em><br/>
<p>Stellen Sie sich bitte einmal folgendes vor: Sie sind Teil einer frisch gegr&uuml;ndeten, kleinen Fu&szlig;ballmannschaft. Nennen wir sie TSV Hintertupfing, oder FC Kleinkleckersdorf. Sie spielen in einem entscheidenden Turnier mit den st&auml;rksten Mannschaften der Region, freuen sich &uuml;ber die ersten unerwarteten Erfolge und Sie haben eine Handvoll Fans. Pl&ouml;tzlich stehen Sie im Endspiel! Der Gegner ist der Lokalmatador, absoluter Angstgegner, professionell ausgestattet, Riesenkader und eine riesige Fangemeinde, die auch alle zum Spiel angereist sind.</p><p>Die erste Halbzeit ist vorbei und diese war Ihr Waterloo: Sie liegen 0:2 hinten. Der Gegner bockstark &uuml;berlegen und vor allem eins: Richtig fies. Einen ihrer Mitspieler hat er schon vom Platz gegr&auml;tscht, und der Schiri? Der ist voll parteiisch. Er hat auch noch Ihren Trainer, der ja nur die Wahrheit gesagt hat, auf die Zuschauertrib&uuml;ne verbannt.</p><p>Dazu machen Ihnen die gegnerischen Fans das Leben zur H&ouml;lle, sie feuern nicht nur die gegnerische Mannschaft an, sie buhen auch noch Ihren TSV Hintertupfing aus, sobald sie nur auf den Ball zugehen. Und Ihre eigenen Fans? Die haben schon klammheimlich den Platz verlassen, Sie stehen alleine.</p><p>Wer w&uuml;rde in einer solchen Situation nicht gerne die Flinte ins Korn werfen? Wer w&uuml;rde nicht am liebsten einfach auch vom Platz gehen?</p><p>Dann endlich Halbzeitpause in der Kabine: Der Trainer macht Ihnen Mut, er sagt die entscheidenden Worte, die das Spiel drehen k&ouml;nnen. So sind auch die Worte von Paulus an die christliche Gemeinde in Philippi zu verstehen, die Sie gerade geh&ouml;rt haben: Es ist die Ermutigung des Trainers an seine Mannschaft, sich in den sportlichen Wettkampf zu st&uuml;rzen und es allen zu zeigen, was diese Mannschaft des TSV Hintertupfing ausmacht, auch wenn zuvor noch kaum jemand von dieser neuen Mannschaft, den Christen, geh&ouml;rt hat.</p><p>Die Bilder, die Paulus bem&uuml;ht, sind bewusst die Bilder eines sportlichen Wettkampfes. Mit dem sportlichen Wettkampf vor Augen, motiviert Paulus die christliche Gemeinde in Philippi:</p><p>&bdquo;K&auml;mpft alle miteinander f&uuml;r den Glauben, dessen Grundlage die Gute Nachricht ist. Wetteifert f&uuml;r den Glauben und lasst euch auf keinen Fall durch eure Gegner einsch&uuml;chtern!&ldquo;</p><p>Doch was ist der Wettkampf f&uuml;r die Gemeinde in Philippi? Es ist das Leiden um Jesu Christi Willen. Weil die Christen in Philippi um Jesu Christi willen leiden, schreibt Paulus: &bdquo;Ihr habt denselben Kampf zu bestehen wie ich.&ldquo;</p><p>Die Wortwahl schreckt mich auf: &bdquo;Euch, den Christen in Philippi ist es sogar gegeben, es ist euch geschenkt, nicht nur an Jesus Christus zu glauben, sondern auch um Christi willen zu leiden.&ldquo;</p><p>Was f&uuml;r eine bemerkenswerte Aussage: &bdquo;Es ist euch geschenkt, f&uuml;r Christus zu leiden!&ldquo;</p><p>Na, vielen Dank auch f&uuml;r dieses Geschenk - denke ich?</p><p>Die Gegner der Gemeinde in Philippi sehen das Leiden ebenfalls als ein Zeichen, dass die Christen auf dem Holzweg sind. F&uuml;r die Christen jedoch ist der Leidensweg gerade ein Zeichen der Nachfolge Jesu. Leiden um Jesu willen bedeutet f&uuml;r die Christen: &bdquo;alles ok. Ihr seid wie euer Meister, den sie verfolgt haben und der seinen Nachfolgern, das gleiche vorausgesagt hat.&ldquo;</p><p>Der New Yorker Pastor Tim Keller schrieb in einem seiner B&uuml;cher: &bdquo;Das Christentum lehrt, dass Leiden &uuml;berw&auml;ltigend, real und oft ungerecht ist, aber es lehrt auch, dass das Leiden im Gegensatz zur s&auml;kularen Weltsicht bedeutungsvoll ist. Es hat einen Zweck, und wenn wir richtig damit umgehen, kann es uns wie einen Nagel tief in die Liebe Gottes und in mehr Stabilit&auml;t und spirituelle Kraft treiben, als Sie sich vorstellen k&ouml;nnen.&ldquo;</p><p>Und weiter schreibt er: &bdquo;Leiden ist unertr&auml;glich, wenn du dir nicht sicher bist, dass Gott f&uuml;r dich und mit dir ist.&ldquo;</p><p>Wie sollen die Christen in Philippi auf das Leiden um Christi willen reagieren? Nun, dieses Leiden um Christi Willen ist nicht nur das Problem einzelner, die Gemeinde soll als Gemeinschaft zusammenstehen und auf das Leiden reagieren.</p><p>Paulus setzt dabei auch einiges voraus, wie der Trainer in der Halbzeitpause geht er die entscheidenden Punkte durch:</p><p>Paulus geht davon aus, dass die Christen einander im Namen von Jesus Christus ermutigen.</p><p>Paulus geht davon aus, dass es ihnen wichtig ist, sich gegenseitig mit Jesu Liebe zu tr&ouml;sten, durch den Heiligen Geist Gemeinschaft miteinander zu haben und einander tiefes Mitgef&uuml;hl und Erbarmen entgegenzubringen. Von all dem geht er aus. Dann ermutigt Paulus die Gemeinde, weiter fest zusammenzuhalten. Sie sollen an der Liebe zueinander festhalten und einm&uuml;tig und eintr&auml;chtig sein. Statt sich auf sich selbst etwas einzubilden, sollen sie in Demut einer den anderen h&ouml;her achten als sich selbst. Sie sollen zusammenhalten wie ein Sportteam im Wettkampf, das wei&szlig;, dass es nur gemeinsam gewinnen kann. Ein jeder Schaue nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem anderen dient.</p><p>Wenn Sie das heute h&ouml;ren und um Christi Willen leiden, dann m&ouml;chte ich Sie daran erinnern, dass Sie nicht alleine sind. Versuchen Sie nicht, sich als Einzelk&auml;mpfer durchzuschlagen, sondern lassen Sie sich von ihrer Gemeinde unterst&uuml;tzen. Lassen Sie vertrauensw&uuml;rdige Mitchristen in Ihr Leben hineinschauen, vertrauen Sie sich ihnen an und lassen Sie sich durch Ihre Mitchristen in Jesu Liebe tr&ouml;sten.</p><p>Genauso m&ouml;chte ich Sie heute ermutigen, wenn Sie gerade nicht das Gef&uuml;hl haben, Sie m&uuml;ssen Leiden um Christi Willen. Ich bitte Sie, bleiben sie nicht gleichg&uuml;ltig gegen&uuml;ber denen, die um Christi Willen leiden. Schauen Sie nicht nur auf das Ihre und dass es Ihnen gut geht. Als Christen sind wir berufen, wie ein Sportteam gemeinsam im Wettkampf den Siegespreis zu erlangen. Was dient also Ihrem Teamkameraden?</p><p>Wenn wir das miteinander beherzigen, dann l&auml;uft der vielleicht bel&auml;chelte TSV Hintertupfing zum Weltmeisterniveau auf und erlangt den himmlischen Siegespreis.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Holger Kerschbaum</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17101330.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Holger Kerschbaum]]></author>
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      <pubDate>Tue, 22 Jul 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Bitte eines Unschuldigen]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Psalm 26 – ausgelegt von Christiane Meyer.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 26 – ausgelegt von Christiane Meyer.</em><br/>
<p>&bdquo;Das war ich nicht!&ldquo; &bdquo;Ich hab gar nichts gemacht!&ldquo; &bdquo;Das ist ungerecht!&ldquo; Diese S&auml;tze kennen Eltern. Der emp&ouml;rte Aufschrei eines Kindes, dass zu Unrecht beschuldigt wird. Oft unterst&uuml;tzt durch w&uuml;tendes Fu&szlig;aufstampfen&hellip;. Wenn ich mein Kind zu Unrecht beschuldige, etwas ausgefressen zu haben, dann wird es &ndash; in der Regel &ndash; emp&ouml;rt protestieren. Zumindest ist das die &bdquo;gesunde&ldquo; Reaktion. Doch auch als Erwachsene kenne ich solche Situationen. Ich werde zu Unrecht beschuldigt, werde f&uuml;r etwas &bdquo;bestraft&ldquo;, das ich nicht verschuldet habe, soll mich f&uuml;r etwas verantworten, obwohl ich gar nichts damit zu tun habe. Wie verhalten Sie sich, wenn Ihnen so etwas geschieht? Denken Sie einmal dar&uuml;ber nach.</p><p>Die meisten Menschen werden sich vermutlich bei dem, der sie beschuldigt, beschweren. Sie werden versuchen zu argumentieren und zu beweisen, warum sie keine Schuld haben. Sie werden sich direkt an denjenigen wenden, der sie beschuldigt und deutlich machen, dass dies zu Unrecht geschieht. Manche Menschen werden auch nur ganz still und traurig und wehren sich nicht. Dann ist das Empfinden des eigenen Selbstwertes massiv gest&ouml;rt. So ein Mensch braucht erstmal Unterst&uuml;tzung, Hilfe und kann sich nur sehr schlecht oder gar nicht selbst verteidigen.</p><p>Das Bed&uuml;rfnis mich zu rechtfertigen, zu &bdquo;beweisen&ldquo;, dass ich unschuldig bin, Einspruch zu erheben, ist etwas ganz Nat&uuml;rliches. Wir haben normalerweise in uns eine Sehnsucht, ein Bed&uuml;rfnis nach Gerechtigkeit. Wir m&ouml;chten gerecht behandelt werden und sehnen uns nach einer gerechten Welt. Und das, obwohl wir &uuml;berall Ungerechtigkeiten erleben, wahrnehmen und auch oft genug selbst ungerecht handeln. Wir leben in dieser Spannung zwischen dem Unverm&ouml;gen, wirklich gerecht zu leben und der tiefen Sehnsucht nach einer gerechten Welt.</p><p>Das ist schwer auszuhalten. Manche Menschen halten Gerechtigkeit deshalb f&uuml;r eine Utopie. Unerreichbar. Unrealistisch. Schuld und Unschuld &ndash; Ungerechtigkeit und Gerechtigkeit &ndash; auch dar&uuml;ber sagt die Bibel eine ganze Menge und es lohnt sich, ganz gezielt darauf zu schauen. David, der den Psalm betet, erlebt, er falsch beschuldigt wird. David hat solche Situationen, in denen er zu Unrecht beschuldigt wird, immer wieder erlebt. Zum Beispiel wurde er mehrfach beschuldigt, den amtierenden K&ouml;nig ersetzen zu wollen. Eine wirklich gef&auml;hrliche Anschuldigung.</p><p>Was ihm hier zur Last gelegt wird, wissen wir nicht. Nur, dass David unschuldig ist. Doch wie verh&auml;lt er sich in dieser Situation? Er wendet sich an Gott. Nicht an denjenigen, der ihn beschuldigt. Nein, sondern an Gott!</p><p>Er beteuert vor Gott, dass er unschuldig ist. Er bittet Gott sogar, ihn auf Herz und Nieren zu pr&uuml;fen. Bis ins tiefste Innere also. Er will es Gott beweisen: &bdquo;Ich war das nicht. Ich habe nicht getan, was man mir vorwirft. Hier, Gott, schau in mein Herz und pr&uuml;fe, ob es stimmt, was ich sage.&ldquo;</p><p>Ich finde, das ist echt mutig von David. Er ist sich seiner Unschuld sehr sicher. So sicher, dass er Gott in sein Herz schauen l&auml;sst. Wie tief lassen Sie Gott in ihr Herz schauen? Darf er alles sehen?</p><p>Es ist ein Zeichen von gro&szlig;em Vertrauen, jemandem sein Herz v&ouml;llig zu &ouml;ffnen. David vertraut Gott. Das kann ich an seinem Leben immer wieder sehen. Ja, David ist Gott gegen&uuml;ber ganz ehrlich und vertrauensvoll. Er spricht mit Gott wie mit einem sehr guten Freund. Einem, dem er v&ouml;llig vertraut. Und dass, obwohl er nicht immer unschuldig ist.</p><p>Es gibt eine Menge Schuld in Davids Leben. Seinen Hauptmann Uria zum Beispiel, den schickt er an die vorderste Frontlinie damit er im Kampf stirbt und David Urias Frau heiraten kann. Die findet er so h&uuml;bsch.</p><p>Nein, die Bibel verschweigt Davids Schuld nicht. Alles wird ganz offen und ehrlich erz&auml;hlt. Nichts wird besch&ouml;nigt. Schuld hat David genug, ganz sicher. Und David wei&szlig; das. Auch, wenn er in diesem Psalm seine Unschuld beteuert.</p><p>Doch warum l&auml;sst er Gott hier dann so mutig in sein Herz schauen und seine Unschuld pr&uuml;fen? Das ist so besonders an David. Er ist gar nicht so ein besonders guter und edler Mensch, aber eins hat David: Gott steht bei ihm immer an erster Stelle! Gott geh&ouml;rt sein Herz, seine ganze Liebe, seine Ehrfurcht, sein Vertrauen. F&uuml;r David ist es nicht so wichtig, was andere Menschen von ihm denken. Aber was Gott von ihm denkt, das ist ihm unendlich wichtig. Deshalb geht er auch nicht zu den Menschen, die ihn zu Unrecht beschuldigen, sondern zu Gott.</p><p>Und so, wie er Gott in sein tiefstes Innerstes schauen l&auml;sst, so kommt er auch zu Gott ins Innerste. David bereitet sich vor, wie ein Priester, um Gott ganz nahe sein zu k&ouml;nnen. Er sondert sich von bestimmten Menschen ab, er w&auml;scht seine H&auml;nde, er umschreitet den Altar und lobt Gott. Er wei&szlig;, dass Gott heilig ist und so durchl&auml;uft er die Vorbereitungen der Priester, um in Gottes N&auml;he kommen zu d&uuml;rfen. Er liebt Gott. Er sucht die gr&ouml;&szlig;tm&ouml;gliche N&auml;he, die er zu Gott haben kann.</p><p>Ja, wenn ich zu Unrecht beschuldigt werde, erz&auml;hle ich es denen, die ich liebe. David erz&auml;hlt es Gott. Er sch&uuml;ttet Gott sein Herz aus, klagt ihm sein Leid. David ist sich Gottes Liebe gewiss. &bdquo;Deine G&uuml;te ist mir vor Augen&ldquo; betet er. Deshalb kann er sein ganzes Herz vor Gott ausbreiten. Deshalb geht er nicht zu denen, die ihn beschuldigen. Er geht dahin, wo er Liebe findet. Und so kann er am Ende seiner Klage sagen: &bdquo;Mein Fu&szlig; steht auf festem Grund&ldquo;.</p><p>Wenn mir Unrecht widerf&auml;hrt, dann ger&auml;t einiges ins Wanken. Doch bei Gott finde ich Halt. Hier kann ich sicher stehen, weil ich mir Gottes Liebe sicher sein kann. Versuchen Sie es einmal, Gott voller Vertrauen ihr Herz zu &ouml;ffnen. Sie k&ouml;nnen es mit den Worten der Psalmen tun oder mit eigenen Worten. Ich m&ouml;chte Sie ermutigen, Gott ihr Herz zu &ouml;ffnen. Wie David es tat. Sie brauchen keine Angst zu haben. Gott liebt Sie, das ist ganz sicher. Und an seinem Herzen finden Sie Ruhe.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Christiane Meyer</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17100066.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Christiane Meyer]]></author>
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      <pubDate>Sun, 20 Jul 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die Gefangenschaft des Paulus und die Verkündigung des Evangeliums (1)]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Philipper 1,12-18a – ausgelegt von Reinhard Kronberg.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Philipper 1,12-18a – ausgelegt von Reinhard Kronberg.</em><br/>
<p>Kann ich mit einer schlechten Einstellung etwas Gutes tun? Um es gleich vorwegzunehmen: Laut Paulus geht das!</p><p>Es ist wie oft das scheinbar Widerspr&uuml;chliche am Evangelium, dass das, was wir augenscheinlich f&uuml;r negativ und hinderlich halten, in den Augen Jesu noch &bdquo;brauchbar&ldquo; ist.</p><p>Mir f&auml;llt die Erz&auml;hlung eines unserer Dozenten im Theologiestudium ein. Er sa&szlig; nach dem zweiten Weltkrieg in russischer Gefangenschaft. Jegliche Art der Praktizierung des christlichen Glaubens war untersagt. Sie trafen sich trotzdem heimlich im hintersten Teil ihrer Baracke zum gemeinsamen Bibellesen und Gebet. In einem dieser Gebete dankte ein Mith&auml;ftling Gott auch f&uuml;r das Ungeziefer, dass sich in diesem Raum befand. In besagten sp&auml;teren Dozenten b&auml;umte sich innerlich alles gegen dieses Gebet auf: &bdquo;Wie kann der nur auch noch f&uuml;r das Ungeziefer danken! Es ist doch schon schwer genug, hier das Dasein zu fristen. Nein, unm&ouml;glich so zu beten!&ldquo;&nbsp;</p><p>Aber eins fiel ihm auf: Niemals gelangte je das Wachpersonal bis in diesen Raum.&nbsp; Nach einiger Zeit d&auml;mmerte es ihm. Die Wachmannschaft hatte h&ouml;chsten Respekt vor dem Ungeziefer, deshalb betraten sie diesen Teil der Baracke nicht - wegen des Ungeziefers!!!&nbsp; Nun begriff er auch das Gebet seines Kameraden, der Gott f&uuml;r alles dankte, sogar f&uuml;r das Ungeziefer!&nbsp;</p><p>Es war der verlauste Raum, der ihnen Schutz bot, um sich v&ouml;llig ungest&ouml;rt zur Andacht zu treffen. Aus dem Ged&auml;chtnis schrieben sie Lieder auf das Papier von Zementt&uuml;ten, das sie ins Lager geschmuggelt hatten, so dass sie sogar leise singen konnten.</p><p>Das pr&auml;gte den sp&auml;teren Dozenten bis in die Tage unseres Studiums. Wir profitierten alle von seiner G&uuml;te und seinem Verst&auml;ndnis f&uuml;r uns Studierende. Seine tiefe Dankbarkeit hat uns alle beeindruckt und gepr&auml;gt!</p><p>Paulus sitzt in Rom in Untersuchungshaft. Die Philipper sorgen sich um ihn und die Verk&uuml;ndigung des Evangeliums, das jetzt doch vollkommen zum Erliegen kommen muss &ndash; so ihre Vorstellung. Paulus aber schreibt (Phil 1,12 Hfa): &bdquo;Meine lieben Br&uuml;der und Schwestern! Ihr sollt wissen, dass meine Gefangenschaft die Ausbreitung der rettenden Botschaft nicht gehindert hat. Im Gegenteil!&ldquo;</p><p>Es ist wieder dieses soeben beschriebene Widerspr&uuml;chliche: Das von au&szlig;en betrachtete &Uuml;bel, um dessen Beendigung wir beten, arbeiten und manchmal auch verbissen k&auml;mpfen, kann im Kern verborgen etwas derart Gutes haben, dass wir erst mit den langj&auml;hrigen Erfahrungen des Glaubens sehen k&ouml;nnen - oder, dass uns Gott regelrecht offenbaren muss!</p><p>Paulus ist offensichtlich in eine missliche Lage gekommen, denn wie kann er seine Gefangenschaft &bdquo;sch&ouml;n&ldquo; reden? Aber, er wurde nicht inhaftiert, weil er jemanden beraubt oder gar ermordet hat, sondern allein, weil er das Evangelium von Jesus Christus verk&uuml;ndete. Diese Tatsache spricht sich herum, sowohl unter den H&auml;ftlingen wie auch unter den Bewachern. Das Zeugnis erreicht Menschen in einem Umfeld, dass selbst durch die beste Missionsstrategie kaum &bdquo;beackert&ldquo; werden konnte.&nbsp;</p><p>In diesem Zusammenhang erinnere ich mich an meine Einberufung zum Reservistendienst bei der NVA (Nationale Volksarmee) in der damaligen DDR. Zwischen meinem aktiven Wehrdienst und dem der Reserve kam ich zum Glauben an Jesus Christus.&nbsp;</p><p>Nun besprach ich mit meinem Seelsorger, wie ich den Dienst mit der Waffe verweigern k&ouml;nnte. In seiner ruhigen Art stellte er die Frage in den Raum: &bdquo;K&ouml;nnte es nicht sein, dass Dich Jesus gerade dort bei dem Reservistendienst haben m&ouml;chte?&ldquo;</p><p>&bdquo;Ertappt&ldquo;, dachte ich! Denn eigentlich ging es mir nicht um die Verweigerung des Dienstes mit der Waffe. Ich wollte &uuml;berhaupt nicht zur Reserve, denn ich war inzwischen nicht mehr der J&uuml;ngste und hatte schon eine Reservistenzeit hinter mir.&nbsp; Diese unangenehme Zeit wollte ich unbedingt vermeiden. Dazu kam mir das Argument des Glaubens gerade recht.&nbsp;Doch welche F&uuml;gungen ich erlebte und welche Erfahrungen ich in dieser Zeit machte, w&auml;re ein eigenes Thema wert.</p><p>Das ist die eine Problematik unseres Bibelabschnittes: Unangenehme Lebenslagen, die wir uns und anderen nicht w&uuml;nschen, kann Jesus zum Besten f&uuml;r Menschen nutzen, die sonst wohl nie vom Evangelium erfahren h&auml;tten.</p><p>Die andere ist: Wenn der eine regelrecht aus dem &bdquo;Verkehr&ldquo; gezogen wird, kann das andere ermutigen in die entstandene L&uuml;cke zu treten. &Auml;hnlich wie bei einer Fu&szlig;ballmannschaft, wenn ein Ersatzspieler durch die Verletzung eines Stammspielers zum Einsatz kommt und er diese Stelle mit Bravour ausf&uuml;llt.&nbsp;</p><p>In unserem Abschnitt kommt noch eine dritte Problematik hinzu, die ich am Anfang angesprochen habe: Kann ich mit einer schlechten Einstellung etwas Gutes tun?</p><p>Kann das Evangelium von Jesus Christus trotz Eigennutz verk&uuml;ndet werden? Laut Paulus geht das! Selbst wenn er zur Seite gestellt ist und sich andere in der Gemeinde vielleicht in den Vordergrund spielen wollen. &bdquo;Was tut es?&ldquo; fragt Paulus.&nbsp;</p><p>Ist das nicht auch ein Evangelium f&uuml;r uns als Verk&uuml;ndiger? Ertappe ich mich nicht auch bei manch unreinen Gedanken in Vorbereitung einer Andacht? Wenn jeder von uns warten m&uuml;sste, bis er so &bdquo;rein&ldquo; ist, dass er verk&uuml;ndigen d&uuml;rfte, k&auml;me es hier auf Erden gar nicht zur Verbreitung des Evangeliums!&nbsp;</p><p>Die Frage der Heiligung war jahrzehntelang ein gro&szlig;es Thema in pietistischen Kreisen mit all seinen Ausw&uuml;chsen und Verwerfungen. Das Thema gewann manchmal die Oberhand &uuml;ber die Beziehung zu Jesus Christus. Denn die Beziehung zu dem, der uns heiligt, ist wichtiger als die Heiligung selbst!</p><p>Freuen wir uns mit Paulus, wenn das <strong>Evangelium</strong>, die Person Jesu Christi verk&uuml;ndet wird, selbst wenn dies mit nicht ganz reinen Motiven geschieht. Paulus <strong>will</strong> sich dar&uuml;ber freuen. Wir sollten ihm darin nicht nachstehen!</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Reinhard Kronberg</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17099633.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Reinhard Kronberg]]></author>
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      <pubDate>Sat, 19 Jul 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Dank und Fürbitte für die Gemeinde]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Philipper 1,1-11 – ausgelegt von Marion Christa Nickel.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Philipper 1,1-11 – ausgelegt von Marion Christa Nickel.</em><br/>
<p>Im Christentum wird Paulus als einer der bedeutendsten Apostel des Urchristentums angesehen. Durch seine pers&ouml;nliche Umkehr wird er vom Verfolger der Christen zum Apostel der Heiden und zu einer Schl&uuml;sselfigur in der Verbreitung des christlichen Glaubens im Weltreich Roms. Au&szlig;ergew&ouml;hnliche Offenbarungen erh&auml;lt Paulus von Jesus Christus f&uuml;r seinen Dienst.<br />
Mit dem Evangelium bringt Paulus den Gl&auml;ubigen nicht nur in eine innige Beziehung zu dem Vater, zu dem Sohn und zu dem Heiligen Geist, sondern auch zu dem gesamten Heilsplan Gottes. Denn Gottes Plan ist es, seine geliebten Menschen aus dem Machtbereich Satans hin&uuml;berzuretten in das Friedensreich seines Sohnes Jesus.<br />
Der Eifer des Paulus und seiner Mitarbeiter Menschen f&uuml;r ihren Glauben an Jesus Christus zu gewinnen, f&uuml;hrt auf ihren Missionsreisen zu vielen Gemeindegr&uuml;ndungen.<br />
Dabei erlebt Paulus an jedem Ort andere Verh&auml;ltnisse. Sein Fokus ist vorzugsweise auf die gro&szlig;en St&auml;dte und Handelszentren gerichtet. In einigen ist Paulus willkommen und kann ausgiebig predigen und lehren. In anderen erleiden er und seine Begleiter Ablehnung und Verfolgung.</p><p>In der Apostelgeschichte 16,11-40 erfahre ich, wie die erste Gemeinde in Europa in der Stadt Philippi entsteht. Ein kurzer R&uuml;ckblick! Paulus kommt auf seiner zweiten Missionsreise mit seinem Mitarbeiter Silas nach Philippi. Lydia, die Purpurh&auml;ndlerin, die Paulus am Fluss trifft, eine gottesf&uuml;rchtige Frau, vertraut der frohen Botschaft, l&auml;sst sich taufen und l&auml;dt Paulus und Silas in ihr Haus ein.</p><p>Aufgrund ihres Verk&uuml;ndigungsdienstes werden Paulus und Silas jedoch gefangen genommen und in den Kerker geworfen.<br />
Jesus Christus wirkt dort ein Wunder, ein Erdbeben, so dass Paulus und Silas aus dem Gef&auml;ngnis freikommen. Die &uuml;bernat&uuml;rliche Befreiung bewirkt, dass der Kerkermeister zu Philippi und sein ganzes Haus zum Glauben an Jesus Christus finden. Diese jungen Anf&auml;nge einer Hausgemeinschaft sind der Beginn der Ausdehnung des Christentums nach Europa.</p><p>W&auml;hrend Paulus seinen Brief an die Gemeinde in Philippi schreibt, sitzt er in einem Gef&auml;ngnis - wohl in Rom. Doch was andere in dieser Situation zerbrochen und zum Aufgeben veranlasst h&auml;tte, l&auml;sst Paulus mutig widerstehen. Durch seine enge Beziehung zu Jesus bekommt er die Kraft und F&auml;higkeit mental stabil zu bleiben.<br />
Nicht zur&uuml;ckzuweichen und entschlossen weiter den guten Kampf des Glaubens zu k&auml;mpfen, ist noch heute ein Vorbild f&uuml;r mein christliches Leben. Paulus lebt aber auch gesunde, geistliche Beziehungen zu seinen Mitarbeitern und Glaubensbr&uuml;dern und -schwestern.</p><p><br />
Ihre gegenseitige Anteilnahme und Vertrautheit wirken sich positiv auf seinen festen Glauben und die F&auml;higkeit f&uuml;r Christus zu leben aus. Paulus konzentriert sich auf das Ziel, den Siegespreis, die ewige Krone zu erhalten. Im Philipperbrief 1 Vers 14&nbsp; erkenne ich, wie dies wiederum andere Christen ermutigt.<br />
Paulus schreibt: &bdquo;Au&szlig;erdem haben durch meine Gefangenschaft die meisten Christen neuen Mut gewonnen und die Zuversicht, dass der Herr ihnen hilft. Furchtlos und ohne Scheu sagen sie jetzt Gottes Botschaft weiter.&ldquo;</p><p>Zu Beginn seines Gru&szlig;wortes im Brief an die Philipper, schlie&szlig;t Paulus neben den Leitern auch die Diakone der Gemeinde mit ein. Ich kann daraus entnehmen, dass sich die Gemeinde gut entwickelt und gefestigt hatte. Seine Aufgabe als Gemeindegr&uuml;nder nimmt Paulus sehr ernst. Er betrachtet jeden Christen als ein Geschenk. Doch Paulus wei&szlig; Treue ist nicht jedermanns Sache. Ihm ist deshalb bewusst, wie wichtig seine F&uuml;rbitte ist.<br />
Oft ringt er im Gebet um die Standhaftigkeit der Gemeindeglieder. Jesus zu vertrauen, auch in widrigen Umst&auml;nden, ist eine pers&ouml;nliche Entscheidung und kann von niemanden abgenommen werden. Das wei&szlig; Paulus und er betet unerm&uuml;dlich mit Freude f&uuml;r jeden Einzelnen.</p><p>Der Brief zeigt den Lesern seine warmherzige Beziehung zu den Br&uuml;dern und Schwestern in Philippi. Es ist ein Dankschreiben! Er dankt Gott allezeit f&uuml;r die Kraft, die in der Botschaft des Evangeliums liegt und ist dankbar f&uuml;r die Br&uuml;der und Schwestern, die Gott in die Gemeinschaft seines Sohnes berufen hat. Dankbar auch wegen der Gaben und finanziellen Unterst&uuml;tzung, die sie ihm in Abst&auml;nden zukommen lassen.</p><p>Ganz besonders aber, weil die geistliche Verbundenheit in Christus und ihre Treue zum Evangelium und zur Ausbreitung des Wortes, Paulus mit Freude erf&uuml;llt. Der Philipperbrief wird deshalb auch der Brief der Freude genannt. Im Kapitel 4,4 lese ich: &bdquo;Freuet euch in dem Herrn allezeit, und abermals sage ich: Freuet euch!&ldquo;&nbsp;</p><p>Augustinus, ein Kirchenvater, schlussfolgert: &bdquo;Das eben ist das gl&uuml;ckselige Leben, sich an Dir, nach Dir und Deinetwegen zu freuen; das ist&rsquo;s und kein anderes.&ldquo;</p><p>Ich erkenne, die Freude des Apostels w&auml;chst, weil er beharrlich ein &nbsp;geisterf&uuml;lltes Leben f&uuml;hrt. Es ist nicht ein fl&uuml;chtiges Gef&uuml;hl, das kommt und geht, je nachdem, wie die Umst&auml;nde es zulassen. Im Vers 6 ermutigt Paulus die Gemeindeglieder mit den Worten: &bdquo;ich bin darin guter Zuversicht, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird&rsquo;s auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu.&ldquo;</p><p>Was lerne ich daraus? Geistig mit Jesus verbunden zu sein, bedeutet eine innige und pers&ouml;nliche Beziehung mit Jesus zu leben und gleichzeitig verbunden zu sein mit den Glaubensgeschwistern durch das Band des Heiligen Geistes. Diese Verbundenheit l&ouml;st in mir Freude aus. Sie schenkt mir Hoffnung und inneren Frieden. Ich habe erfahren, dass Glaube, Liebe, Hoffnung, diese drei Attribute mein Christsein pr&auml;gen. Durch Jesus Christus ist mein Leben sinnerf&uuml;llt. Jeder Mensch, der zu Jesus Christus umkehrt, ihm vertraut und ihn bittet, der Herr seines Lebens zu werden und ihm treu nachfolgt, steht auf der Seite des Siegers und ist f&uuml;r Zeit und Ewigkeit errettet. Jesus spricht: wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinaussto&szlig;en.&nbsp;Diese Zusage tr&auml;gt mich und kann auch Sie tragen, wenn Sie Ihr Leben Jesus anvertrauen.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Marion Christa Nickel</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17098881.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Marion Christa Nickel]]></author>
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      <pubDate>Fri, 18 Jul 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Paulus und Silas im Gefängnis]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Apostelgeschichte 16,25-40 – ausgelegt von Ernst Schwab.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 16,25-40 – ausgelegt von Ernst Schwab.</em><br/>
<p>Paulus und Silas befinden sich im Gef&auml;ngnis. Mit schmerzendem R&uuml;cken hocken sie in der kalten und feuchten Gef&auml;ngniszelle.</p><p>Doch sie versinken nicht in Selbstmitleid. Sie klagen auch Gott nicht an, warum er zul&auml;sst, dass ihnen Unrecht geschieht. Aller Angst und Trostlosigkeit zum Trotz loben sie Gott.</p><p>Ich h&ouml;re sie singen: <em>&bdquo;Gro&szlig;er Gott wir loben dich, Herr wir preisen deine St&auml;rke &hellip;&ldquo;</em> &ndash; wenn es diesen wunderbaren Choral damals schon gegeben h&auml;tte.</p><p>Im Gef&auml;ngnis wurde wohl oft geklagt, geschrien oder geflucht. Ich kann mir vorstellen, wie sich durch den Gesang der beiden schlagartig die Atmosph&auml;re im Gef&auml;ngnis ver&auml;ndert hat.</p><p>Das Jammern und Klagen der Mitgefangenen verstummt. Da kommt pl&ouml;tzlich Licht in die Dunkelheit der Gef&auml;ngniszelle. Vielleicht kommen bei manchen Gefangenen Kindheitserinnerungen hoch, als die pers&ouml;nliche Welt noch in Ordnung war, als die Mutter zum Einschlafen noch ein Lied gesungen hat.</p><p>Paulus und Silas denken offensichtlich nicht, jetzt habe Gott sie verlassen. Im Gegenteil, indem sie Gott hier loben, bringen sie ihn mit ins Gef&auml;ngnis, bringen ihn zu den Mitgefangenen und schlie&szlig;lich zum Gef&auml;ngnisaufseher. Sie erleben und bezeugen, was Dietrich Bonhoeffer in seinem Gedicht zum Ausdruck bringt: <em>&bdquo;Gott ist mit uns am Abend und am Morgen, und ganz gewiss an jedem neuen Tag.&ldquo;</em></p><p>Meine Frau hat seit Jahren Krebs. Mehr als 10 Operationen hat sie &uuml;berstanden. Nach jeder OP lag sie kraftlos darnieder. In der akuten Coronazeit durfte ich sie einige Tage nicht besuchen. Menschlich gesehen, war sie wie hinter Gef&auml;ngnismauern. Ich und viele andere, die sie kennen, haben sie immer wieder bewundert, wie tapfer sie diese schwierigen Zeiten &uuml;berstanden hat. Sie hat sich immer wieder auf diese Zeiten, in denen sie der Krankheit und der Kraftlosigkeit ausgeliefert war, innerlich vorbereitet. Sie hat Gesangbuchlieder auswendig gelernt. Vor allem die vielen Verse des Liedes von Paul Gerhardt: &bdquo;Befiehl du deine Wege&hellip;&ldquo;</p><p><em>Befiehl du deine Wege und was dein Herze kr&auml;nkt<br />
der allertreusten Pflege des, der den Himmel lenkt.<br />
Der Wolken, Luft und Winden gibt Wege, Lauf und Bahn,<br />
der wird auch Wege finden, da dein Fu&szlig; gehen kann.</em></p><p>Wenn sie kraftlos darniederlag, oft auf der Intensivstation, hat sie diese wertvollen Texte innerlich, manchmal auch laut gebetet oder gesungen. Dies hat ihr geholfen, nicht in Hoffnungslosigkeit zu versinken. Diese wertvollen Texte haben ihr Trost und Zuversicht gegeben.</p><p><em>Hoff, o du arme Seele, hoff und sei unverzagt!<br />
Gott wird dich aus der H&ouml;hle, da dich der Kummer plagt,<br />
mit gro&szlig;en Gnaden r&uuml;cken; erwarte nur die Zeit,<br />
so wirst du schon erblicken die Sonn der sch&ouml;nsten Freud.</em></p><p><em>Auf, auf, gib deinen Schmerzen und Sorgen gute Nacht,<br />
lass fahren, was dein Herze betr&uuml;bt und traurig macht;<br />
bist du doch nicht Regente, der alles f&uuml;hren soll,&nbsp;<br />
Gott sitzt im Regimente und f&uuml;hret alles wohl.</em></p><p>Neben diesen verinnerlichten Texten ist sie dankbar f&uuml;r die Unterst&uuml;tzung von au&szlig;en. Durch die Audiothek von ERF Plus hat sie oft die Sendung &bdquo;Gern geh&ouml;rt&ldquo; aufgerufen und sich die trostvollen Lieder zusingen lassen.</p><p>Im &uuml;bertragenen Sinn erlebte sie immer wieder, wie die Gef&auml;ngnismauern der Angst einst&uuml;rzen.</p><p>Ich muss nicht hinter Gef&auml;ngnismauern sitzen oder eine unheilbare Krankheit haben, um mich wie eingemauert, hilflos und wehrlos zu f&uuml;hlen.</p><p>Ich denke an die Menschen in Kriegsgebieten oder bei Naturkatastrophen. Ich denke an Menschen, deren Ehe gescheitert ist. Manche empfinden auch ihre Ehe wie ein Gef&auml;ngnis, weil einer den andern st&auml;ndig bevormundet oder gar dem&uuml;tigt. Ich denke an Menschen, die allein leben, allein in ihren vier W&auml;nden oder in einem Seniorenheim. Ich denke an Menschen, die aus Kriegs- und Krisengebieten zu uns gekommen sind. Ich denke an Menschen, die in ihrer Depression gefangen sind, wie in einem Gef&auml;ngnis.</p><p>Ich wei&szlig; nicht, in welcher Lebenssituation Sie, liebe H&ouml;rerin, lieber H&ouml;rer, sich befinden.<br />
Vielleicht kann diese Geschichte von Paulus und Silas Ihnen einen wertvollen Impuls geben.</p><p>Zun&auml;chst erleben die beiden absolute Hilflosigkeit. Sie lehnen sich nicht gegen ihr Schicksal auf. Sie beschweren sich nicht. Sie protestieren nicht. Sie schlagen nicht mit den F&auml;usten gegen die Wand. Sie schimpfen nicht &uuml;ber die geldgierigen Gesch&auml;ftsleute und nicht &uuml;ber die Hauptleute, die ihre Macht missbrauchen. Sie rufen auch nicht zu einer Gef&auml;ngnisrevolte auf. Sie laufen nicht mal weg, nachdem die Tore aufgesprungen sind.</p><p>Sie bringen ihre Situation vor Gott. Sie leben das, was Paulus sp&auml;ter im Brief an die R&ouml;mer schreibt: <em>&bdquo;Wir wissen, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen.&ldquo; </em></p><p>Dass Gott diesen kurzen Gef&auml;ngnisaufenthalt dazu nutzt, damit der Gef&auml;ngnisaufseher die Botschaft von Jesus erf&auml;hrt und zum Glauben kommt, das h&auml;tten Paulus und Silas nicht ahnen und nicht planen k&ouml;nnen.</p><p>Keiner soll sich schwierige Lebenssituationen w&uuml;nschen. Doch ich kann ein&uuml;ben, mein Leben auf Gott auszurichten, damit ich in schwierigen Zeiten den Halt nicht verliere.</p><p>Ich schlie&szlig;e mit einem Zitat von Dietrich Bonhoeffer:</p><p><em>Ich glaube, dass Gott aus allem, auch aus dem B&ouml;sesten, Gutes entstehen lassen kann und will. Daf&uuml;r braucht er Menschen, die sich alle Dinge zum Besten dienen lassen.<br />
Ich glaube, dass Gott uns in jeder Notlage so viel Widerstandskraft geben will, wie wir brauchen. Aber er gibt sie nicht im Voraus, damit wir uns nicht auf uns selbst, sondern allein auf ihn verlassen. In solchem Glauben m&uuml;sste alle Angst vor der Zukunft &uuml;berwunden sein.</em></p><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Ernst Schwab</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17097453.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Ernst Schwab]]></author>
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      <pubDate>Thu, 17 Jul 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die Magd mit dem Wahrsagegeist]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Apostelgeschichte 16,16-24 – ausgelegt von Thomas Neuer.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 16,16-24 – ausgelegt von Thomas Neuer.</em><br/>
<p>Paulus und Silas sind nach klarem Auftrag vom Geist Gottes durch eine Vision in Europa angekommen. In Philippi suchen sie Kontakt mit Menschen, die vom Gott Israels geh&ouml;rt hatten und am Judentum interessiert waren. Sie trafen sich regelm&auml;&szlig;ig am Sabbat an einem bestimmten Ort am Fluss vor der Stadt, da es noch keine Synagoge gab. Dorthin gehen die beiden, um den Menschen das Evangelium von Jesus Christus weiterzugeben und erleben die erste Bekehrung einer Frau namens Lydia. Ich habe den Eindruck, Paulus sucht nach einer Gelegenheit, im gr&ouml;&szlig;eren Stil das Evangelium zu verk&uuml;ndigen. Deshalb ist er wohl mit Silas in der Stadt unterwegs.</p><p>Da werden sie von einer stadtbekannten Wahrsagerin verfolgt, die sich gedr&auml;ngt f&uuml;hlt, die beiden Missionare bekannt zu machen. <em>&bdquo;Diese sind Diener des lebendigen Gottes, die euch sagen, wie ihr gerettet werden k&ouml;nnt!&ldquo;</em> (Apostelgeschichte 16,17) schreit sie andauernd hinter ihnen her. Zun&auml;chst l&auml;sst sich Paulus durch dieses Rufen nicht beirren. Dann merkt er, dass es hier nicht darum geht, ihn in dem Vorhaben, das Evangelium von Jesus zu verk&uuml;ndigen, zu best&auml;rken. Hier soll verhindert werden, dass Menschen ernsthaft erreicht werden. Denn diese Frau handelte nicht im Namen Jesu. Sie musste wie eine Sklavin f&uuml;r ihre Herren arbeiten und brachte ihnen mit ihrer F&auml;higkeit, in die Zukunft zu schauen, viel Geld ein.</p><p>Was hier geschah, war das Ph&auml;nomen, dass D&auml;monen, wenn sie mit der Macht des Erl&ouml;sers Jesu konfrontiert werden, sich bemerkbar machen. Eigentlich handeln sie aus Angst, dass Jesus sie aus der Welt verbannen k&ouml;nnte, damit sie nicht weiter ihr Unwesen an den Menschen treiben k&ouml;nnen. Denken Sie beispielsweise an die Begegnung Jesu mit dem besessenen Gardarener. Die D&auml;monen bitten Jesus, in die Schweine fahren zu d&uuml;rfen. Diese st&uuml;rzten sich dann den Abhang hinunter und ersoffen im See.</p><p>So erkennt auch Paulus, dass es sich hier um die Konfrontation der unsichtbaren M&auml;chte zwischen Jesus und dem Widersacher handelt. Paulus gebietet dem Geist auszufahren. Der Geist hat die Frau als Medium gebraucht und dieser f&auml;hrt aus. Nun ist diese Frau frei von okkulten M&auml;chten, hat aber auch nicht mehr die F&auml;higkeit, Menschen die Zukunft vorauszusagen und bringt so ihren Herren kein Geld mehr ein.</p><p>Dar&uuml;ber geraten die Herren sehr in Rage und ziehen Paulus und Silas vor den Stadtrat, der sie an das Gericht verweist. Dort klagt man sie so an: &bdquo;Diese Menschen bringen die ganze Stadt in Aufruhr und verk&uuml;nden Sitten, die wir weder annehmen noch einhalten d&uuml;rfen.&ldquo; Auch bringen sie es fertig, dass sich das allgemeine Volk gegen die Beiden emp&ouml;rt und lautstark protestiert. Die Stadtrichter f&uuml;hlen sich gezwungen einzuschreiten. Sie lassen Paulus und Silas auspeitschen und ins Gef&auml;ngnis werfen, damit sie so aus dem Verkehr gezogen sind.</p><p>Die vermeintliche Werbung f&uuml;r ihr Anliegen stellt sich also als St&ouml;rfeuer des Widersachers Gottes heraus. Soll das nun das Ende des missionarischen Vorsto&szlig;es in Europa sein? Ich frage mich, warum Gott so etwas zugelassen hat, wo es doch darum ging, dass das Evangelium auch in Europa Fu&szlig; fassen sollte?</p><p>Diese Begebenheit aus der Apostelgeschichte zeigt einmal mehr: Da, wo Gott wirkt und seine frohe Botschaft der Erl&ouml;sung in Jesus Christus Menschen weitergegeben wird, versucht sein Widersacher &ndash; der Teufel &ndash; das zu verhindern. Er, der Durcheinanderbringer will nicht, dass Menschen zum Glauben an Jesus Christus kommen und zettelt darum Unruhe an.</p><p>Das geschieht auch heute noch. Christen erleben, wie sie angefeindet, ja sogar angegriffen werden, weil durch ihre Verk&uuml;ndigung der Erl&ouml;sung in Jesus Menschen echte Ver&auml;nderung in ihrem Leben erfahren und wirklich eine Kehrtwende um 180 Grad machen.</p><p>Und dabei erleben viele Neubekehrte, wie ihnen die Erl&ouml;sung Jesu madig gemacht werden soll. So habe ich es selbst erlebt, dass ein Mensch, der die Macht und Ver&auml;nderungskraft Jesu in seinem Leben erfahren hat, damit fertig werden muss, dass seinem Kind Schlimmes angetan wurde, und er jetzt herausgefordert wurde, mit der vergebenden Liebe Jesu zu reagieren, statt Selbstjustiz zu &uuml;ben.</p><p>Wie es Paulus und Silas zun&auml;chst damit erging, dass der Sieg Jesu an der besessenen Frau sie zur Auspeitschung und hinter Gitter f&uuml;hrte, ist uns nicht berichtet. Doch zumindest Paulus wusste aus fr&uuml;heren Erfahrungen, dass da, wo das Evangelium Fr&uuml;chte tr&auml;gt, sich auch immer Widerstand regt. Doch Gott hat durch diesen Zwischenfall die Voraussetzung geschaffen, dass durch diese Umst&auml;nde nachher weitere Menschen zum Glauben kommen, wie im n&auml;chsten Textabschnitt zu h&ouml;ren ist.</p><p>Ihnen und mir soll diese Geschichte deutlich machen: Da, wo Gottes Geist wirkt und Menschen &uuml;berzeugt werden, dass sie Erl&ouml;sung in Jesus brauchen, wird es immer St&ouml;rfeuer geben. Der Teufel wird alles tun, um zu verhindern, dass Menschen im Leben zurechtkommen durch Jesus Christus.</p><p>Und rechnen wir damit, dass dabei auch Christen leiden m&uuml;ssen. Aber Gott macht aus diesen scheinbaren Niederlagen seinen Sieg offenbar. Dieser Bericht soll uns neu ermutigen, auch wenn sich Widerstand regt, dabei zu bleiben, die frohe Botschaft des Evangeliums weiterzugeben und zu erleben, wie Gott eingreift, auch wenn es erst einmal so aussieht, als ob der Widersacher die Oberhand behalten w&uuml;rde. Nein, Jesus ist Sieger &uuml;ber den Teufel; und wer in seinem Namen unterwegs ist, wird erfahren, wie Menschen von der Macht des Okkulten frei werden.</p><p>Er wird mitbekommen, wie Menschen, die schuldig geworden sind an anderen, ihre Taten bereuen und Vergebung erfahren. Und Menschen, die einen Sinn in ihrem Leben suchen, weil sie sich innerlich leer f&uuml;hlen, obwohl sie alles haben, finden durch Jesus Lebenserf&uuml;llung und Lebenssinn.</p><p>Eines ist sicher: Wer diesen Jesus kennenlernt, der erf&auml;hrt Ver&auml;nderung, egal was fr&uuml;her gewesen ist; und Jesus ist der, durch den Menschen zurechtkommen. Lassen Sie sich nicht beirren noch durcheinanderbringen vom Widerstand gegen das Evangelium, sondern den in Anspruch nehmen, der aus scheinbaren Niederlagen neue Siege macht.</p><p>Ich w&uuml;nsche Ihnen auch in Ihrem Alltag die Erfahrung: Wenn unverst&auml;ndliche St&ouml;rungen auftreten, vertrauen Sie weiter auf Jesus und auf seine ver&auml;ndernde Kraft durch das Evangelium.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Thomas Neuer</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17094014.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Thomas Neuer]]></author>
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      <pubDate>Wed, 16 Jul 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Der Ruf nach Makedonien und die Bekehrung der Lydia]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Apostelgeschichte 16,6-15 – ausgelegt von Dirk Cehak.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 16,6-15 – ausgelegt von Dirk Cehak.</em><br/>
<p>Wissen Sie, was mir an dieser Geschichte aufgefallen ist?</p><p>Es geht am Ende nur um eine einzige Sache: Einem einzelnen Menschen wird das Herz aufgetan. Die ganzen Wege und Reisen des Paulus, die Sackgassen, die Umwege, die verschlossenen T&uuml;ren, das alles l&ouml;st sich erst am Ende auf, mit einem Ruf nach Europa, durch eine Vision in der Nacht.</p><p>Es ist hier der Heilige Geist, der f&uuml;hrt und lenkt, der Wege versperrt und Wege frei macht. Aber wie gesagt: Das alles passiert, damit am Ende, drau&szlig;en vor den Toren einer Stadt, das Herz einer einzelnen Frau aufgeht.</p><p>Was f&uuml;r eine sch&ouml;ne Formulierung, oder? Was f&uuml;r eine Aufl&ouml;sung nach all den Reisestrapazen, wo am Ende zum ersten Mal auf europ&auml;ischem Boden ein Mensch, eine Frau, zum Glauben an Jesus Christus kommt.</p><p>Ich lese daraus: Es ist Gott, es ist dem Heiligen Geist kein Weg zu weit und kein Umweg zu viel, einzelnen Menschen am Ende trotz vieler Widerst&auml;nde doch zu begegnen und ihnen das Herz aufzutun.</p><p>Und das hat sich bis heute nicht ge&auml;ndert. Wir Menschen k&ouml;nnen tun und machen, wir m&ouml;gen viel bewegen und noch mehr planen, aber am Ende haben wir vielleicht nur den einen Menschen vor uns, den auch Gott auf dem Schirm hat.</p><p>Damals war es diese Frau, Lydia, eine Purpurh&auml;ndlerin.</p><p>Purpur, diese Farbe zwischen Rot und Blau, gewonnen aus der Fl&uuml;ssigkeit von Schnecken aus dem Mittelmeer, diese Farbe war s&uuml;ndhaft teuer, wenn ich das mal so sagen darf.</p><p>Purpur war die Farbe der Priester am Tempel in Jerusalem. Es war die Farbe der K&ouml;nige und F&uuml;rsten &ndash; und der Reichen.</p><p>Auch Jesus trug einen Purpurmantel. Doch das weder privat noch dienstlich, sondern als Zeichen f&uuml;r Hohn und Spott, den die Menschen f&uuml;r ihn &uuml;brighatten, weil er behauptete, der K&ouml;nig der Juden zu sein &ndash; und daf&uuml;r kreuzigten sie ihn.</p><p>Diese Lydia war eine Hausbesitzerin. Sie war eine Gesch&auml;ftsfrau, wahrscheinlich nicht unverm&ouml;gend. Aber was n&uuml;tzen schon Hauseigentum und Geld?<br />
Was n&uuml;tzt einem die Farbe im Gesicht und das viele Bunt im Leben?<br />
Kann der Mensch damit sein Gl&uuml;ck finden? Seinen Glauben begr&uuml;nden? Wohl kaum.</p><p>Es hei&szlig;t &uuml;ber Lydia: Sie glaubte an den Gott Israels. &bdquo;Das ist ja schon mal was&ldquo;, denke ich.</p><p>Denn Lydia war eine sogenannte Gottesf&uuml;rchtige, wenn auch keine echte J&uuml;din. Sie kannte den Gott Israels und kannte und las vielleicht das, was wir heute Altes Testament nennen. Aber dem Erl&ouml;ser Israels war sie noch nicht &uuml;ber den Weg gelaufen. Wie auch. Aber wie hei&szlig;t es dann manchmal so sch&ouml;n: Was nicht ist, kann ja noch werden.</p><p>Und so kam es auch. Paulus verk&uuml;ndigte ihr und den anderen anwesenden Frauen drau&szlig;en vor den Toren der Stadt das Evangelium von Jesus Christus. Vielleicht indem er sagte (und nat&uuml;rlich noch n&auml;her auslegte): <em>&bdquo;Denn das Gesetz ist durch Mose gegeben, die Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden&ldquo; (Johannes 1,17).</em></p><p>Oder:</p><p><em>&bdquo;Denn also hat Gott die Welt geliebt &hellip; damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben&ldquo; (Johannes 3,16).</em></p><p>Oder:</p><p><em>&bdquo;Denn Gott war in Christus und vers&ouml;hnte die Welt mit sich selber&ldquo; (2. Korinther 5,19).</em></p><p>Aber wie das so ist: Ich kann reden, tun und machen, aber eine Garantie, dass der Funke &uuml;berspringt, die habe ich nicht. Wenn das nur so einfach w&auml;re!</p><p>Ich nehme mal an, es l&auml;ge nur an stichhaltigen Argumenten f&uuml;r den Glauben, um zu glauben.<br />
Ich nehme an, es l&auml;ge an den Beweisen zur Zuverl&auml;ssigkeit der biblischen Schriften, um &uuml;berzeugt zu werden.</p><p>Ich nehme an, es l&auml;ge an der Glaubw&uuml;rdigkeit der Christen und dem Zeugnis der Kirche, ob Menschen zum Glauben kommen oder nicht. Wenn es nur an uns l&auml;ge, an den Argumenten, an der Bibel, es w&auml;re am Ende ein Menschenwerk. Aber das ist es nicht. Denn am Ende ist es Gott, der am l&auml;ngeren Hebel sitzt bzw. derjenige ist, der Menschen bewegen, anr&uuml;hren und ver&auml;ndern kann.</p><p>Das Herz, um einen Ausflug in die Kardiologie zu machen, ist in der Bibel der Sitz der Gef&uuml;hle und des Verstandes eines Menschen. Das Herz ist der Ort, wo der Mensch seine Entscheidungen trifft. Hier ist die Mitte der Person zu finden.</p><p>Das Herz ist von Gott her betrachtet das zentrale Organ. Hier spielt die Musik, hier werden die Schlachten geschlagen. Hier sitzen Liebe und Hass, Glaube und Gleichg&uuml;ltigkeit, Vertrauen und Misstrauen oft ganz nah beieinander. Das Herz kann hart oder weich sein. Und sagt damit eine Menge &uuml;ber den Menschen aus, in dessen Brust es schl&auml;gt.</p><p>Was Lydia geschenkt wurde, war ein Zugang zu Gott. Eine offene T&uuml;r zu Jesus. Indem Gott ihr das Herz auftat, konnte das, was Paulus &uuml;ber Jesus sagte, auf fruchtbaren Boden fallen.</p><p>Ich glaube, es geht hier in dieser Geschichte um diesen einen Punkt: Glauben zu k&ouml;nnen, das ist immer ein Geschenk Gottes. Es ist eine Gabe Gottes, wenn ich mich als Mensch ganz und gar auf Gott einlassen kann und mein Leben ihm anvertraue.</p><p>Martin Luther schrieb einmal: <em>&bdquo;Ich glaube, dass ich nicht aus eigener Vernunft noch Kraft an Jesus Christus glauben kann. Sondern der Heilige Geist hat mich durchs Evangelium dazu berufen&ldquo;</em> (Auszug aus dem kleinen Katechismus).</p><p>Darum ging es bei Lydia, der ersten Christin auf europ&auml;ischem Boden.<br />
Darum geht es bei mir und Ihnen, liebe Zuh&ouml;rerinnen und Zuh&ouml;rer.<br />
Es geht um das Herz, das Gott bewegt und auftut. Anr&uuml;hrt und anreichert.<br />
Mit Glauben, Liebe und Hoffnung.</p><p>Am Ende geht es, wie gesagt, um eine einzige Sache: dass bei allem Tun und Machen, bei allem Reisen und Unterwegssein Gott dem einzelnen Menschen begegnet. Was f&uuml;r ein Wunder und was f&uuml;r ein Geschenk!</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Dirk Cehak</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17093290.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Dirk Cehak]]></author>
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      <pubDate>Tue, 15 Jul 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Gebet eines unschuldig Verfolgten]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Psalm 7 – ausgelegt von Ingrid Braun.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 7 – ausgelegt von Ingrid Braun.</em><br/>
<p>&bdquo;Ach ja, eine Frage h&auml;tte ich noch&ldquo;, sagt der Fernseh-Kommissar zur Witwe des Mordopfers, &bdquo;hatte Ihr Mann eigentlich Feinde?&ldquo; Die Witwe z&ouml;gert, sch&uuml;ttelt dann energisch den Kopf und sagt: &bdquo;Nein. Nein, das kann nicht sein. Er war ein sehr umg&auml;nglicher Mensch. Er hat doch allen Gutes getan. Nein, er hatte bestimmt keine Feinde!&ldquo;</p><p>So &auml;hnlich l&auml;uft es oft in Fernseh-Krimis. Feinde? Das kann nicht sein. Nein, Feinde hatte der Ermordete nicht.</p><p>Ich halte inne: Habe <em>ich</em> eigentlich Feinde? Nicht, dass ich w&uuml;sste. Klar, es gibt Menschen, die mich nicht m&ouml;gen. Das ist ja normal. Nicht jeder muss mich toll finden. Aber <em>Feinde</em>?</p><p>Das f&uuml;hrt mich zur n&auml;chsten Frage: Darf ich als Christ &uuml;berhaupt Feinde haben? Eigentlich m&uuml;sste ich doch so leben, dass ich mit allen gut auskomme. Da stimmt doch was mit meinem Christsein nicht, wenn ich Feinde habe, oder?</p><p>Die Bibel sieht das n&uuml;chterner &ndash; und realistischer. Selbstverst&auml;ndlich kann jemand, der mit Gott lebt, Feinde haben. Besonders deutlich wird das in den Psalmen. Immer wieder wird in den Psalmen &uuml;ber Feinde geklagt.</p><p>So auch in Psalm 7. Ein Mann namens Kusch verh&auml;lt sich feindselig gegen&uuml;ber David. Wer ist dieser Kusch? Ein Namensvetter des Kusch, der im 1. Chronikbuch (Kapitel 1, Vers 8) erw&auml;hnt wird? Aus Psalm 7 wei&szlig; ich nur, dass er aus dem Stamm Benjamin stammt. Aus demselben Stamm kommt auch K&ouml;nig Saul. Und K&ouml;nig Saul, das ist der, der David &uuml;ber lange Zeit erbittert verfolgte.</p><p>Dieser Kusch wirft David vor, treulos zu sein. David habe anderen hinterh&auml;ltig geschadet und ihnen B&ouml;ses angetan.</p><p>F&uuml;r David sind diese Vorw&uuml;rfe ungeheuerlich. Er f&uuml;hlt sich zu Unrecht verleumdet, sieht seine Ehre in den Schmutz gezogen.</p><p>Da verbreitet einer am Arbeitsplatz grundlose L&uuml;gen &uuml;ber einen Kollegen. Die anderen schauen diesen Kollegen seither nur noch komisch von der Seite an. Keiner will mehr etwas mit ihm zu tun haben. Wem so etwas schon einmal passiert ist, wei&szlig;, wie weh das tut.</p><p>Es ist nicht so, dass ein Christ keine Feinde haben k&ouml;nnte. Christen leben in der Welt, die wir mit anderen Menschen teilen. In der Welt gibt es Gemeinheit, Falschheit, Bosheit. Als Christen sollen wir so leben, dass wir anderen keinen Grund zur Feindschaft geben. Und trotzdem kann es passieren, dass ich angefeindet werde.</p><p>Auch David hatte Feinde. Je l&auml;nger ich &uuml;ber Psalm 7 nachdenke, desto beeindruckter bin ich davon, wie David mit dieser Situation umgeht.</p><p>Das Erste ist: David flieht zu Gott. <em>Auf dich, HERR, mein Gott, traue ich</em>, lautet sein erster Satz. Wenn jemand grundlose Vorw&uuml;rfe gegen mich erheben w&uuml;rde, w&auml;re ich erst mal im Gedanken-Karussell. An alles M&ouml;gliche w&uuml;rde ich denken, mir die Situation wieder und wieder durch den Kopf gehen lassen. Nicht so David. Er l&auml;sst sich von seiner Wut und Verzweiflung nicht gefangen nehmen. David tut das einzig Wahre: Er geht damit zuallererst zu Gott.</p><p>Ich lerne: Wenn es zwischen mir und meinen Mitmenschen kracht, ist es das Beste, gleich zu meinem Gott und Herrn zu gehen und die Sache mit ihm zu besprechen.</p><p>Das Zweite ist: David ist sich keiner Schuld bewusst. Er leistet vor Gott eine Art Reinheitseid und ruft Gott als Richter an. Sollte David doch schuldig sein, ist er bereit, die Konsequenzen zu tragen. Dann soll der Feind ihn &uuml;berw&auml;ltigen. Ja, sogar die Ehre d&uuml;rfe ihm sein Feind in diesem Falle rauben.</p><p>David nimmt sich ganz sch&ouml;n was raus. Darf ich von der eigenen Unschuld so &uuml;berzeugt sein wie David? Wir haben doch alle unsere Fehler! Keiner ist ohne S&uuml;nde!</p><p>Das stimmt schon. Aber darum geht es hier nicht. Es geht hier um einen ganz konkreten Vorfall. David werden Dinge vorgeworfen, die er nicht getan hat. Deswegen ruft er Gott als Richter an. Er ist sich sicher: Gott wird ihn freisprechen, denn die Anschuldigungen gegen ihn sind nichts weiter als haltlose, gemeine L&uuml;gen.</p><p>Ich lerne: Als Christ muss ich nicht immer mit gesenktem Kopf und schlechtem Gewissen herumlaufen, weil ich ja immer und grunds&auml;tzlich schuldbeladen bin. Es gibt Situationen, in denen ich unschuldig bin. Das darf ich dann auch so benennen.</p><p>Das Dritte ist: David bittet Gott um Hilfe. Er verl&auml;sst sich nicht auf sich selbst, seine guten Ideen, seine Wortgewandtheit. Auch nicht auf seine Waffen, seine ausgefeilte Kampftechnik. Auch nicht auf seine Freunde, seine Gefolgsleute. David breitet seine Not vor Gott aus und ruft ihn um Hilfe an. Er bittet, Gott m&ouml;ge sich sch&uuml;tzend vor ihn stellen. Wie ein Kriegsmann damals durch seinen Schild gedeckt war, so m&ouml;ge Gott sich jetzt wie ein Kriegsschild vor David stellen und ihn vor den Angriffen der Feinde sch&uuml;tzen. So bittet David. Mehr noch: Gott m&ouml;ge doch der Bosheit ungerechter Menschen ein Ende machen.</p><p>David r&auml;cht sich nicht selbst. Er &uuml;berl&auml;sst es Gott, f&uuml;r Gerechtigkeit zu sorgen. Ich erinnere mich an die Bibelstelle aus dem R&ouml;merbrief, Kapitel 12, Vers 19. Da schreibt Paulus: <em>R&auml;cht euch nicht selbst, meine Lieben, sondern gebt Raum dem Zorn Gottes; denn es steht geschrieben: &raquo;Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der Herr.</em>&laquo;</p><p>Ich lerne: Ich muss mich nicht selbst zur Wehr setzen. Ich darf die Sache Gott &uuml;berlassen. Er ist ein gerechter Richter. Er wird mich sch&uuml;tzen.</p><p>Auch als Christ kann ich Feinde haben. Auch als Christ kann es mir passieren, dass Menschen mich verleumden und L&uuml;gen &uuml;ber mich erz&auml;hlen. Sollte das passieren, ist es das Beste, zuallererst zu meinem Gott zu fliehen. Vor Gott kann ich meine Unschuld beteuern und ihn um Hilfe anflehen. Das ist besser als kopfloses Reagieren &ndash; und um vieles besser als blindw&uuml;tige Rache.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Ingrid Braun</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17091922.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Ingrid Braun]]></author>
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      <pubDate>Sun, 13 Jul 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die Beschlüsse der Apostelversammlung]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 15,22-35 – ausgelegt von Michael Barth.</em><br/>
<p>Die neugegr&uuml;ndete christliche Gemeinde breitet sich in Kleinasien aus. Was liegt n&auml;her, als erfahrene Mitarbeiter zu schicken, die den Gemeinden bei den Entwicklungen helfen? Die Versammlung eines Apostelkonzils w&auml;hlt aus ihren Reihen Paulus und Barnabas aus. Was die beiden Mitarbeiter qualifiziert, wird nur vage geschildert. Von Paulus nehme ich an, dass sein Erlebnis mit dem auferstandenen Jesus ihn qualifiziert. Er wird von Jesus einige Zeit mit Blindheit geschlagen. Eine weitere Begegnung in Damaskus heilt ihn von seiner zeitweisen Blindheit. So wird er vom Christenhasser zum Christusverk&uuml;nder. Auch wird Paulus als redegewandt beschrieben. Aber er ist auch nicht unfehlbar, wie er selbst sagt.</p><p>&nbsp;</p><p>Was Barnabas zu dieser T&auml;tigkeit bef&auml;higt? Vermutlich sein barmherziges Herz. Er verkauft seinen Besitz, bringt Menschen auf Jesu Spur. Als Zeugen f&uuml;r die Richtigkeit der Konzilsentscheidung werden Judas und Silas mit auserw&auml;hlt. Diese vertreten jeweils bestimmte Bev&ouml;lkerungsgruppen in der Jerusalemer Gemeinde. Judas vertritt wahrscheinlich die Hebr&auml;er und Silas mit r&ouml;mischer Herkunft die Hellenisten. Silas ist Paulus ein guter Helfer. Als r&ouml;mischer B&uuml;rger spricht er vermutlich auch Griechisch und kann so sicherlich notfalls &uuml;bersetzen. Ferner ist er der Gemeinde in Antiochia gut bekannt und kann so T&uuml;ren zu den Gemeindemitgliedern &ouml;ffnen. Ihnen wird ein Sendschreiben an die Hand gegeben, damit die Gemeinden die Wahl und Bef&auml;higung erkennen k&ouml;nnen.</p><p>&nbsp;</p><p>Also machen sich die vier M&auml;nner zusammen auf den Weg. Von Jerusalem bis nach Antiochia d&uuml;rfte es eine l&auml;ngere Strecke gewesen sein. So kommen sie dort nach ihrer Wanderung oder Reise per Schiff in Kleinasien an. In Antiochia, Syrien und Kilikien haben sich eigenst&auml;ndige christliche Gemeinden gegr&uuml;ndet. Sie glauben an den auferstandenen Christus, sind aber nicht dagegen gefeit, dass andere religi&ouml;se Str&ouml;mungen in den Gemeinden sich breit machen. Antiochia geh&ouml;rt heute zur T&uuml;rkei und hat seine Bedeutung f&uuml;r das Christentum weitgehend verloren.</p><p>&nbsp;</p><p>Man hat Paulus und Barnabas gebeten, die Gemeinden zu besuchen und wieder zu der richtigen Lehre zur&uuml;ckzuholen. Begleitet und als Unterst&uuml;tzung sind Judas und Silas mitgereist. Die Gemeinde in Jerusalem ist davon &uuml;berzeugt, dass auch der Heilige Geist die Abordnung begleitet.</p><p>Die jungen Gemeinden sollen ermahnt werden, von Unzucht und dem Essen von unreinem Fleisch, sogenanntem G&ouml;tzenopferfleisch, und dem Verzehren von Blut und Ersticktem abzulassen. Aber mehr Vorschriften haben sie auch nicht im Gep&auml;ck.</p><p>Ist der Verzehr von G&ouml;tzenopferfleisch wirklich so schlimm? Das G&ouml;tzenopferfleisch wurde bei der Opferungszeremonie in drei Teile geteilt. Ein Teil wurde dem G&ouml;tzen durch Verbrennen geopfert, der zweite Teil dem Priester gegeben und der dritte Teil auf dem Markt verkauft. F&uuml;r die Menschen offensichtlich ein normales Gesch&auml;ft. Dieses Opferfleisch war auf dem Markt vermutlich preisg&uuml;nstiger zu erhalten und f&uuml;r viele Menschen damals ein lukratives Gesch&auml;ft. Sie empfanden bei dem Kauf keine Skrupel.</p><p>&nbsp;</p><p>Paulus hat dies in seinem 1. Brief an die Korinther im Kapitel 8 zum Anlass genommen, die Gemeinde zu ermahnen, diese Praxis, wenn sie andere Christen st&ouml;rt, zu unterlassen. So hat er die Aufgabe, die beiden Gruppen der Gemeinde, die Bef&uuml;rworter dieses Ritus und die Gegner, wieder zusammen zu bringen und sich als Christen gegenseitig zu akzeptieren.</p><p>&nbsp;</p><p>In Antiochia wird die Abordnung freudig empfangen. Das Beglaubigungsschreiben nehmen die Christen vor Ort wohlwollend zur Kenntnis und lassen sich von ihnen unterweisen. Ihre andere heidnische Denkweise legen sie ab und folgen Paulus und seinem Begleiter wieder in der christlichen Lehre.</p><p>Noch eine kleine Zeit verbleiben Paulus und Barnabas in der Gemeinde und lehren sie die frohe Botschaft von Jesus Christus und leben bei ihnen. Als die Gemeinde Paulus und Barnabas mit Segen entlassen hat, setzt er seine Missionsreise in Kleinasien fort und besucht weitere Gemeinden.</p><p>&nbsp;</p><p>Viele Gemeinden w&uuml;rden heute gerne einen Besuch eines Apostels und Propheten von damals haben. Einen Blick auf den Zustand der Gemeinden von au&szlig;en wird begr&uuml;&szlig;t. Verschiedentlich gibt es in Kirchenkreisen schon solch eine Supervision. Aber auch heute gilt es, tolerant gegen&uuml;ber anderen Gemeindemitgliedern zu sein. Die einen sind Traditionalisten, die anderen lieben es, neue Gemeindeformen auszuprobieren. Solange die Frohe Botschaft von Jesus Christus nicht verloren geht, ist dies auch nicht schlecht. Oft sind dadurch wieder Menschen zum Glauben an Jesus Christus oder zur Erneuerung ihres Glaubens gekommen.</p><p>Der Heilige Geist hat verschiedene Formen, wie er auf die Gemeinden einwirkt. Ich m&ouml;chte offen sein, ihn nicht nur in meinem Herzen, sondern auch in unseren Gemeinden wirken zu lassen. Sie auch?</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Michael Barth</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17091607.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Michael Barth]]></author>
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      <pubDate>Sat, 12 Jul 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die Apostelversammlung in Jerusalem]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Apostelgeschichte 15,1-21 – ausgelegt von Martin Hirschmüller.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 15,1-21 – ausgelegt von Martin Hirschmüller.</em><br/>
<p>Manchmal muss gestritten werden! Das macht unsere Erz&auml;hlung vom ersten Konzil der Kirche deutlich. Klar! Christen sind durch ihren gemeinsamen Glauben an Jesus Christus in Liebe miteinander verbunden. Nicht Zanken und Streiten soll ihr Leben bestimmen, sondern gegenseitige Liebe, Anerkennung und Verst&auml;ndnis f&uuml;reinander. Dennoch: manchmal muss gestritten werden. Die Frage ist nur wor&uuml;ber und wie.</p><p>Das sogenannte &ldquo;Apostelkonzil&ldquo; zeigt es uns. Gestritten werden muss, wenn das Zentrum des Glaubens in Frage gestellt wird. Hier geht es um die Frage: muss ich mich erst beschneiden lassen und die j&uuml;dischen Religionsvorschriften einhalten, bevor ich an Jesus glauben und von ihm aus dem Tod gerettet werden kann. Das behaupteten damals pl&ouml;tzlich Jesus-gl&auml;ubige Juden aus den Reihen der Pharis&auml;er. In der missionarisch aufbl&uuml;henden Kirche in Antiochien wollten sie das f&uuml;r Nichtjuden zur Bedingung machen: Zum Glauben an Jesus geh&ouml;rt unbedingt die Beschneidung und das Halten der Gebote.</p><p>Das musste Streit ausl&ouml;sen. Bisher galt f&uuml;r Juden und Nichtjuden, dass sie allein durch den Glauben an Jesus gerettet werden, unabh&auml;ngig davon, wie sehr sie sich m&uuml;hten, die Gebote Gottes zu halten. Diesem Streit durften die Verantwortlichen Leiter der Gemeinde in Antiochien nicht ausweichen. Diese Frage musste definitiv gekl&auml;rt werden.</p><p>Aber wie? Auf keinen Fall in aller &Ouml;ffentlichkeit auf dem Marktplatz in Antiochien. Sondern intern unter den Verantwortlichen f&uuml;r die theologische Ausrichtung der Gemeinde. Weil die Fundamente der Glaubenslehre in Frage gestellt wurden, musste dar&uuml;ber hinaus die Gemeindeleitung in Jerusalem einbezogen werden. Sie war zust&auml;ndig f&uuml;r die inhaltliche Ausrichtung der fr&uuml;hen Christenheit. Also wurden Delegierte mit Paulus und Barnabas nach Jerusalem gesandt, um die Fragen dort zu kl&auml;ren.</p><p>In der angeordneten Versammlung lie&szlig; man interessanterweise zuerst die pharis&auml;isch gepr&auml;gten Christen mit ihrem Anliegen zu Wort kommen mit ihrer Forderung: Nichtjuden, die mit Jesus und in der Gemeinde leben wollten, mussten sich auf jeden Fall beschneiden lassen. Sie mussten das von Mose &uuml;berlieferte Gesetz halten mit allen den Vorschriften f&uuml;r den Opferkult, mit den &lsquo;Reinheits- und Speisegeboten sowie den Ordnungen zum allt&auml;glichen Leben im Land Israel.&nbsp; Dar&uuml;ber wurde dann gestritten und diskutiert, allerlei Meinungen und Argumente vorgebracht und verworfen. Bis Petrus, der von Jesus selbst eingesetzte Leiter der Gemeinde, das Wort ergriff. Er erz&auml;hlte, was er selbst kurze Zeit zuvor erlebt hatte. Gott hatte ihm durch eine Vision klargemacht, dass die biblischen Speisegebote nicht mehr gelten und die Heiden in Gottes Augen nicht mehr als &bdquo;unrein&ldquo; galten. Deshalb lie&szlig; er sich einem gewissen Cornelius aus Caesarea einladen, ihm und seinen G&auml;sten das Evangelium von Jesus zu verk&uuml;nden. Dort erlebte Petrus, dass viele Nichtjuden spontan von Jesus &uuml;berzeugt wurden und sich offen zum Glauben bekannten. Wie am ersten Pfingstfest nach der Auferstehung von Jesus lobten die neugeborenen Christen Gott in verschiedenen Sprachen. Petrus erkannte dies als Zeichen daf&uuml;r, dass Gott den Glauben dieser Heiden akzeptierte und sie mit dem Heiligen Geist erf&uuml;llte. Darin erkannte Petrus den Auftrag von Jesus wieder. Der hatte vor seiner R&uuml;ckkehr zu Gott ihn und die anderen Apostel ausgesandt, um allen V&ouml;lkern das Evangelium von Jesus zu verk&uuml;ndigen.</p><p>Mit diesem Bericht &uuml;ber die Bekehrungen in Caesarea best&auml;tige Petrus die Berichte von Paulus aus der Evangelisationsarbeit in Antiochien.</p><p>Nach Petrus bringt Jakobus, der Bruder von Jesus, einen entscheidenden Hinweis auf ein Wort des Propheten Amos ein Danach hat Gott durch Jesus das K&ouml;nigtum Davids best&auml;tigt und erneuert, durch den Gott &uuml;ber alle Menschen aus allen V&ouml;lkern herrschen will.</p><p>Die Argumente aus der Bibel, die g&ouml;ttliche Beauftragung des Petrus zur V&ouml;lkermission und die Erfahrungsberichte von Paulus &uuml;berzeugten die Anwesenden, so dass Jakobus dann einen mehrheitsf&auml;higen Beschlussantrag formulieren konnte. Im Grundsatz wird damit Paulus und den Antiochenern Recht gegeben. Nichtjuden wie Juden, die an Jesus glauben, werden durch die Gnade und Liebe Gottes gerettet, unabh&auml;ngig vom Halten des Gesetzes und der Beschneidung.</p><p>Um aber das Zusammenleben von Heidenchristen und Judenchristen zu erm&ouml;glichen, wird den Pharis&auml;ischen Christen ein Kompromiss angeboten. Die Heidenchristen sollen sich an Vorgaben halten, die in der Bibel den Nichtjuden auferlegt wurden, die in Israel wohnten. Diese Vorschriften wurden zum Teil schon von Gott in seinem Bund mit Noah und in seinem Bund mit Israel unter Mose f&uuml;r Heiden aufgestellt. Sie m&uuml;ssen sich streng vom G&ouml;tzenkult der verschiedenen V&ouml;lker fernhalten. Konkret d&uuml;rfen sie kein Fleisch essen, dass anderen G&ouml;ttern als Opfer geweiht worden war. Dann sollten sie alle Formen von Unzucht meiden, die schon im dritten Mosebuch festgehalten werden: Sexueller Umgang mit Familienmitgliedern; Sexuelle Praktiken, die nicht dem Willen Gottes entsprechen wie Homosexualit&auml;t, Sex mit Tieren, Prostitution und Ehebruch.</p><p>Als Drittes wird der Verzicht auf den Verzehr von Blut gefordert. Die Heidenchristen sollten damit auf alles Fleisch verzichten, das nicht nach den j&uuml;dischen Vorschriften geschlachtet wurde. Dabei wurde den Tieren die Halsschlagader durchtrennt, so dass sie im Sterben ausbluten, und das Fleisch nachher kaum mehr Blut enth&auml;lt.</p><p>Mit diesem Kompromiss wird das Anliegen der pharis&auml;ischen Christen aufgenommen, um das Zusammenleben und die Gemeinschaft von Juden und Christen zu erm&ouml;glichen. Leider wurden in der sp&auml;teren Geschichte die Judenchristen in der Kirche mehr und mehr verdr&auml;ngt, so dass es jahrhundertelang kein &bdquo;Zusammenleben&ldquo; von Juden und Heidenchristen mehr gab, und diese Regeln unerheblich werden. Die in letzter Zeit entstandenen messianischen Gemeinden machen den damaligen Konzilsbeschluss f&uuml;r unsere Zeit wieder relevant. Dar&uuml;ber hinaus kann uns diese Erz&auml;hlung vom ersten Konzil der fr&uuml;hen Christen auch zeigen, wie wir heute noch miteinander um die Wahrheit ringen und streiten k&ouml;nnen, ohne die Gemeinschaft der Gemeinden zu zerst&ouml;ren.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Martin Hirschmüller</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17090280.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Martin Hirschmüller]]></author>
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      <pubDate>Fri, 11 Jul 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die Rückkehr nach Antiochia in Syrien]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 14,20b-28 – ausgelegt von Gretel Masuch.</em><br/>
<p>Als mein Mann und ich noch als Evangelisten aktiv waren, hatten wir unseren Einsatzplan im Missionszelt, in Kirchen oder Gemeindeh&auml;usern. Und da waren sie, die Aufgaben der Vorbereitung, Durchf&uuml;hrung und Nacharbeit. Und wo waren die Einsatzorte? Nun, z. B. auf dem hohen Westerwald oder in der Norddeutschen Tiefebene oder im Land der Sp&auml;tzle und Brezeln. Um an alle Orte unseres sch&ouml;nen Landes zu kommen, standen uns technische Mittel zur Verf&uuml;gung: das Missionszelt wurde mit dem Lkw bef&ouml;rdert, Herbert und ich erreichten den Einsatzort per Pkw. Und gew&ouml;hnlich lief alles nach Plan. Ich denke voller Dankbarkeit und Freude an diese Zeit zur&uuml;ck!</p><p>Wie anders ergeht es Paulus und Barnabas auf ihrer 1. Missionsreise, von deren Ende uns berichtet wird. Das Lesen von Stra&szlig;enkarten bin ich ja von unseren Dienstreisen gew&ouml;hnt, aber hier muss ich sorgf&auml;ltig auf die Karte des damaligen Syria und Galatien schauen, um die Provinzen und St&auml;dte zu finden, die im Bericht genannt werden. &Uuml;ber 1200 km werden von den Aposteln zur&uuml;ckgelegt, etwa je zur H&auml;lfte per Schiff und zu Fu&szlig;. Und etwa 1000 H&ouml;henmeter gilt es zu erklimmen. Da gibt es keine Hotels und Aussichtspunkte. Nein, Touristen sind hier nicht unterwegs.</p><p>Was bewegt denn die beiden M&auml;nner in den Jahren 47 und 48 n. Chr., keine M&uuml;he zu scheuen und ihr Leben zu riskieren? In ihren Herzen brennt das, was im 2. Korintherbrief, Kapitel 5, Vers14 steht: <em>&bdquo;Die Liebe Christi dringt uns dazu!&ldquo;</em> Oder wie es ein Kirchenvater ausdr&uuml;ckt: &bdquo;Gerettet sein gibt Retter-Sinn.&ldquo;</p><p>Paulus ist als Pionier unterwegs, Barnabas als Ermutiger. Das ist eine gute Erg&auml;nzung. Der wichtigste Partner des Teams aber ist Jesus selbst, der durch den Heiligen Geist in ihnen lebt. Er bef&auml;higt seine Boten zu Evangelisation und Gemeindegr&uuml;ndung mit den Worten aus dem Matth&auml;usevangelium (Kap. 6, Vers 33): <em>&ldquo;Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, dann wird euch alles andere zufallen.&ldquo;</em></p><p>Die dramatische Bekehrung des bestens ausgebildeten Saulus ver&auml;ndert seine Priorit&auml;ten radikal. Er l&auml;sst Jesus auf den &bdquo;Chefsessel&ldquo; seines Herzens. Das bedeutet, dass er sich nicht mehr abm&uuml;hte, Gottes Anerkennung durch die Einhaltung von Geboten in eigener Kraft und Weisheit zu finden. Der Christus, der jetzt in Paulus lebt, hat in seinen Erdentagen alle Gebote erf&uuml;llt und damit klar gemacht, dass Gottes Ordnungen das Beste sind. Sie zeigen dem Menschen den Zustand des eigenen Herzens, das voll ist mit Rebellion und Besserwisserei. Er lebt unter dem Diktat der Selbstverliebtheit. Das ist S&uuml;nde. Und weil S&uuml;nde uns von Gott trennt, l&auml;sst der Einzige, der ohne S&uuml;nde lebt, sich hinrichten, als ob er der gr&ouml;&szlig;te S&uuml;nder w&auml;re. Jesus ist bereit, in des Paulus und auch in meinen Tod zu kommen. Aber nicht darin zu bleiben! Jesus sagt es vor seiner Kreuzigung schon seinen J&uuml;ngern, dass er am 3. Tag auferstehen wird. So geschieht es!</p><p>Nach seiner Himmelfahrt wird der Heilige Geist zu Pfingsten ausgegossen. Damit ist Jesus wieder gegenw&auml;rtig, um in Menschen, die den Auferstandenen haben wollen, zu leben &ndash; &uuml;berall und allezeit. Das ist vollkommene Liebe! Das ist revolution&auml;r: Nicht die Anstrengung religi&ouml;sen Verhaltens, sondern die Annahme des Erl&ouml;sers macht einen S&uuml;nder zu einer neuen Kreatur. Die Bibel zeigt uns, dass wir dadurch eine neue Identit&auml;t haben: eine neue Natur, das ist &bdquo;Christus in mir!&ldquo; und eine neue Stellung, das ist &ldquo;Ich in Christus!&ldquo; Das alte nat&uuml;rliche Wesen muss abtreten, weil es mit Jesus gekreuzigt ist. Welche Klarheit schafft das Wort Gottes!</p><p>Gepackt, gepr&auml;gt, ver&auml;ndert von dieser Botschaft sind die beiden Boten unterwegs. Bei der Weitergabe dieses Evangeliums erleben sie sowohl freudige Zustimmung als auch massive Ablehnung, die zu Verfolgung und sogar Steinigung f&uuml;hrt. Aus dem ehemaligen Verfolger Saulus ist der Verfolgte Paulus geworden, der mit seinem ganzen Leben bezeugt: &ldquo;F&uuml;r einen ew`gen Kranz, dies arme Leben ganz!&ldquo;</p><p>Auch in Perge kommen durch das Zeugnis von Paulus und Barnabas viele Einwohner zum Glauben und werden Nachfolger Jesu Christi. Warum kehren die beiden dann nicht auf k&uuml;rzestem Weg ins syrische Antiochia, ihrem Ausgangspunkt, zur&uuml;ck? Sie wollen auf ihrem R&uuml;ckweg lieber die neu gegr&uuml;ndeten Gemeinden besuchen. Da wird Barnabas, der Ermutiger, voll zum Zuge gekommen sein. Sie nehmen sich Zeit, die Christen in allen St&auml;dten im Vertrauen auf den lebendigen Herrn zu st&auml;rken. Das Wort &ldquo;Verfolgung&ldquo; k&ouml;nnte auf teilweise chaotische Zust&auml;nde schlie&szlig;en lassen. Deshalb setzen die Gemeindegr&uuml;nder unter Beten und Fasten Verantwortungstr&auml;ger, die &Auml;ltesten, ein und sorgen f&uuml;r gute Strukturen. Und dann geht&acute;s zur&uuml;ck nach Antiochia.</p><p>Der Bericht &uuml;ber die gro&szlig;en Taten Gottes auf dieser herausfordernden Reise wird in der Gemeinde viele Tage brauchen. Die sind erf&uuml;llt mit Staunen, Freude, Dank und Anbetung bei denen, die in Gebet und F&uuml;rbitte indirekte Mitarbeiter sind. Und der Pionier und der Ermutiger d&uuml;rfen hier zur Ruhe kommen.</p><p>Seitdem ist die Gemeinde Jesu weltweit gewachsen. Das Christentum ist die gr&ouml;&szlig;te Gruppe unter denen, die eine Verbindung zu Gott haben wollen. Aber auch die Anzahl derer, die mit dem &bdquo;religi&ouml;sen Kram&ldquo; nichts zu tun haben wollen, ist gro&szlig;. Auch in unserem Land gibt es &bdquo;gelernte Atheisten&ldquo;! Einem davon bin ich im letzten Jahr begegnet, als ich unterwegs nach Berlin war, um am Aufnahmetag des ERF meinen Beitrag zu sprechen.</p><p>Weil die Autobahn verstopft ist, suche ich eine Umleitung und finde pl&ouml;tzlich die M&ouml;glichkeit, mit einer Autof&auml;hre &uuml;ber die Havel zu kommen. Obwohl ich der einzige Fahrgast bin, ist der F&auml;hrmann bereit f&uuml;r eine &Uuml;berfahrt. Beim L&ouml;sen meines Fahrscheins kommen wir ins Gespr&auml;ch. Umst&auml;ndehalber muss ich l&auml;nger auf der F&auml;hre bleiben als geplant. So erfahre ich, dass der F&uuml;nfzigj&auml;hrige hier in seinem Traumjob gelandet ist nach Jahren in einem B&uuml;ro. Als ich ihm eine Evangeliumsschrift anbiete, erkl&auml;rt er mir: &bdquo;Dar&uuml;ber hat man in der DDR nicht gesprochen. Davon hab&acute; ich keine Ahnung!&ldquo; Und dann erg&auml;nzt er: &ldquo;Aber meine Oma, glaub&acute; ich, hat manchmal gebetet. Endlich erkl&auml;rt mir das mal jemand!&ldquo; Ich darf ihm also die Botschaft sagen, wie es Paulus und Barnabas in Perge getan haben. Und der F&auml;hrmann verspricht mir, dass er zu Hause Jesus in sein Leben einladen will. Erst an diesem Punkt sehen wir, dass wieder Autos kommen, um die &Uuml;berfahrt zu buchen. Diese lange Pause ist Teil des Wunders, das ich hier erlebe!</p><p>Wie gut, dass Gott aus unseren Verlegenheiten oft seine Gelegenheiten macht. Sind Sie und ich immer und &uuml;berall daf&uuml;r verf&uuml;gbar?</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Gretel Masuch</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17089365.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Gretel Masuch]]></author>
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      <pubDate>Thu, 10 Jul 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[In Lystra]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Apostelgeschichte 14,8-20a – ausgelegt von Jörg Grundmann.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 14,8-20a – ausgelegt von Jörg Grundmann.</em><br/>
<p>Als Paulus und Barnabas zu dieser Reise aufbrechen, haben sie noch nicht ahnen k&ouml;nnen, wie spannungsgeladen dieses Vorhaben wird. Es ist die missionarisch gesinnte Gemeinde in Antiochia, dem heutigen Antalya in der T&uuml;rkei, der besonders die nichtchristliche Welt am Herzen lag. Deshalb sandten die Christen Paulus und Barnabas auf diese Reise. Die beiden urchristlichen Missionare ziehen los und erleben von Anfang an beides: Erweckungen und gro&szlig;en Zuspruch, aber auch heftige Verfolgung.</p><p>Eine spannende Situation ergibt sich in Lystra, eine Situation, die zeigt, dass die Botschaft von Jesus eine Sprengkraft hat, die nicht zu untersch&auml;tzen ist. Wo Menschen die Botschaft von Jesus h&ouml;ren, m&uuml;ssen sie Stellung beziehen. &Ouml;ffnen sie ihr Leben f&uuml;r diesen Herrn oder lehnen sie ab?</p><p>In Lystra war es ein Mann, der diesen Stein ins Rollen brachte. Ein gel&auml;hmter Mann, gehandicapt von Geburt an, h&ouml;rt Paulus sprechen. Er h&ouml;rt seine Botschaft, er h&ouml;rt von Jesus, wie er ein kaputtes Leben heilen und erneuern kann. Er h&ouml;rt, was Jesus f&uuml;r uns getan hat, dass er aus Liebe am Kreuz f&uuml;r uns gestorben ist, um uns mit Gott zu vers&ouml;hnen, dass er wieder auferstanden ist und lebt, ja, dass Jesus sogar den Tod besiegt hat und in der Herrlichkeit, in der Gegenwart Gottes lebt und f&uuml;r uns eintritt. Er h&ouml;rt, dass Jesus jedem Menschen ganz pers&ouml;nlich begegnen will. Wie sehnte sich der gel&auml;hmte Mann nach Hilfe f&uuml;r sein Leben! Er war immer ausgeschlossen: wenn die Kinder spielten, konnte er als Kind nicht mitmachen; wenn nun die anderen M&auml;nner ihrer Arbeit nachgehen und ihr Brot verdienen, kann er nichts tun. Er muss immer stillsitzen.</p><p>Nun h&ouml;rt dieser Mann, dass es einen gibt, der sogar den Tod &uuml;berwunden hat. Der Heiland und Retter ist. Ja, wer diesem Retter angeh&ouml;rt, beginnt ein neues Dasein, verk&uuml;ndigt Paulus. &bdquo;Wenn mir jemand helfen kann, dann dieser Jesus&ldquo;, denkt der Gel&auml;hmte. Diese Gewissheit muss dem Mann ganz deutlich vor Augen gestanden haben, so dass Paulus sogar bei seiner Predigt die Ver&auml;nderung im Gesichtsausdruck dieses Mannes sieht. Da spricht er ihn in Jesu Namen an: &bdquo;Stell Dich aufrecht auf Deine F&uuml;&szlig;e!&ldquo; Der Gel&auml;hmte erschrickt: Bin ich jetzt gemeint? Aber es ist, als h&auml;tte er nur auf dieses Signal gewartet: ohne gro&szlig; dar&uuml;ber nachzudenken, springt er auf. Und er kann laufen! Er geht hin und her, freut sich wie ein kleines Kind und jubelt.</p><p>Nun, so etwas haben die Umstehenden noch nicht erlebt. Kann das wahr sein? Sofort versuchen sie, diese Tatsache in ihr bisher bekanntes Denken einzuordnen: Die G&ouml;tter sind den Menschen gleich geworden. Sie sind unter uns! &bdquo;Der&ldquo; &ndash; und sie zeigen auf Barnabas, vielleicht hatte er einen sehr ehrw&uuml;rdigen Gesichtsausdruck &ndash; &bdquo;der muss Zeus sein. Und dieser forsche Prediger &ndash; das muss Hermes, der G&ouml;tterbote sein!&ldquo; Gleich entwickelt sich eine gro&szlig;e Aktivit&auml;t, sie bringen Stiere und Blumengebinde herbei und wollen den beiden Aposteln ein Opfer darbringen.</p><p>Paulus und Barnabas h&auml;tten sich das gefallen lassen k&ouml;nnen. Wie der Teufel in der W&uuml;ste Jesus alle Herrschaft und Macht in der Welt anbietet, so h&auml;tten sie sich hier verehren lassen k&ouml;nnen. Aber Paulus und Barnabas erschrecken &ndash; und setzen ein Zeichen: sie zerrei&szlig;en ihre Kleider. Nein, sie sind keine G&ouml;tter, Jesus ist der Helfer! Aber Jesus kann man nicht einfach in sein Denksystem einpassen.</p><p>Es gibt heute Menschen, die halten zwar die Pastoren nicht f&uuml;r G&ouml;tter, aber sie denken, Jesus sei nur ein vorbildlicher Mensch gewesen. Andere halten ihn f&uuml;r einen Revolution&auml;r, die dritten f&uuml;r einen besonders humanistisch gesinnten Weisheitslehrer. Wer so Jesus nur in sein bisheriges Denksystem hineinpresst, geht an seinen Gaben und allem, was Jesus geben kann, vorbei! Er ist der lebendige Gott, sagt Paulus, der Himmel und Erde gemacht hat! Doch die Menschen in Lystra h&ouml;ren kaum zu, sie beginnen, ihre Opfer darzubringen.</p><p>Da kommen j&uuml;dische Leute, Leute aus dem alttestamentlichen Bundesvolk, die das sehen, was hier vor sich geht. Sie sehen, dass das nicht richtig ist und Gott die Ehre raubt, wenn sich Menschen so feiern lassen. Damit haben sie Recht! Nur sch&auml;tzen sie die Situation falsch ein; sie denken, Paulus und Barnabas h&auml;tten den ganzen Zirkus angezettelt. Sie &ouml;ffneten den Leuten den Blick: &bdquo;Das sind doch auch nur Menschen &ndash; und wer sich so etwas gefallen l&auml;sst, muss nach dem Gesetz gesteinigt werden.&ldquo; Und so geschah es: halbtot wird Paulus aus der Stadt hinausgeschleift. Da wird es ruhig. Nur die wenigen sind noch da, die den Glauben an Jesus wirklich angenommen haben. Sie nehmen Abschied, trauern, beten. Da steht Paulus auf. Was f&uuml;r ein Wunder! Was f&uuml;r eine Bewahrung! Auch Bewahrung kann ein gro&szlig;es Wunder sein! Geschafft geht Paulus zur&uuml;ck in sein Quartier.</p><p>Das kann die Botschaft von Jesus bis heute ausl&ouml;sen: Menschen finden zu Jesus Christus und erfahren &bdquo;Er ist mein Heiland und Retter!&ldquo; Sie erleben, wie Dinge in ihrem Leben geordnet und Probleme gel&ouml;st werden. Andere sind begeistert und passen Jesus zu schnell in ihr altes Denksystem ein. Wenig sp&auml;ter ist die Begeisterung verflogen, manchmal stellen sie sich sogar aktiv gegen den Glauben. Wieder andere schnappen etwas auf, bleiben oberfl&auml;chlich, bilden sofort ihre Vorurteile und handeln danach. Paulus und Barnabas lassen sich von all diesen Ereignissen nicht erschrecken. Sie ziehen weiter in die n&auml;chste Stadt und predigen dort unaufgeregt und berichten von Jesus Christus, der der Retter ist und bleibt. Diesen Standpunkt m&ouml;chte ich auch in meinem Alltag einnehmen, ob es gro&szlig;en Zuspruch gibt oder Ablehnung, ob Menschen begeistert sind oder ihrem &Auml;rger Luft machen: Ich m&ouml;chte den Blick auf Jesus richten. Ihm allein geh&ouml;rt alle Ehre, aber auch nur bei ihm finde ich die Hilfe, die ich f&uuml;rs Leben brauche.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pfarrer Jörg Grundmann</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17088605.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pfarrer Jörg Grundmann]]></author>
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      <pubDate>Wed, 09 Jul 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[In Ikonion]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Apostelgeschichte 14,1-7 – ausgelegt von Mignon Junghänel.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 14,1-7 – ausgelegt von Mignon Junghänel.</em><br/>
<p>Die heutigen Verse stammen aus der Feder des Lukas. Also von dem Mann, der auch eins der vier Evangelien geschrieben hat. W&auml;hrend die Evangelien das Leben und Wirken von Jesus auf Erden beschreiben, beschreibt die Apostelgeschichte das Kommen und Wirken des Heiligen Geistes sowie die Anf&auml;nge der christlichen Gemeinde.</p><p>Eine zentrale Person in der Apostelgeschichte ist Paulus. Seine Missionsreisen f&uuml;hren ihn von Israel aus an die Enden der damals bekannten Welt. Und &uuml;berall, wo er hinkommt, gr&uuml;ndet Paulus Gemeinden. Dabei best&auml;tigt Gott seine Predigten durch verschiedene Wunder. So schlie&szlig;t sich direkt an den heutigen Abschnitt ein Bericht &uuml;ber die Heilung eines Gel&auml;hmten an.</p><p>In Kapitel 16 befreit Paulus dann eine Sklavin von einem Wahrsagegeist. Wobei das zugegebenerma&szlig;en nicht alle gut fanden. Zumindest nicht ihr Besitzer, dem nun einiges an Geld fl&ouml;ten ging, weil sie nicht mehr wahrsagen konnte.</p><p>Als Paulus in Troas predigt, schl&auml;ft ein junger Mann w&auml;hrend des Gottesdienstes ein und f&auml;llt dabei aus dem Fenster des oberen Stockwerkes. Er stirbt und wird anschlie&szlig;end von Paulus wieder zum Leben erweckt. Wie krass ist das denn! Und nachdem Paulus nach einem Schiffbruch auf der Insel Malta landet, heilt er dort viele Kranke.</p><p>Durch und durch erfolgreich, der Mann. K&ouml;nnte ich denken und mich fragen, warum das bei uns heute so anders ist. War Paulus aber gar nicht, durch und durch erfolgreich. Denn es gab auch andere Momente. Tats&auml;chlich erlitt Paulus auf seinen Reisen vieles, das vermutlich keiner erleben will und hoffentlich die wenigsten durchleben m&uuml;ssen. So erleidet er dreimal Schiffbruch. Er landet mehrfach aufgrund seines Glaubens im Gef&auml;ngnis. Und er &uuml;berlebt verschiedene Mordversuche. Bis er am Ende wegen seines Glaubens und Predigens dann doch hingerichtet wird.</p><p>Die heutigen Verse nun beschreiben einen kleinen Ausschnitt dieser Missionsreisen. Paulus&rsquo; Aufenthalt in Ikonion. Dabei unterscheidet sich das, was dort passiert, tats&auml;chlich nicht gro&szlig;artig von dem, was auch woanders passiert. Paulus kommt &ndash; in diesem Fall in Begleitung eines Mannes namens Barnabas &ndash; an und geht als erstes in die Synagoge, um zu predigen.</p><p>Wieso kommt Paulus auf die Idee, ausgerechnet in einer Synagoge, also einem j&uuml;dischen Gotteshaus, den christlichen Glauben zu predigen? Das Christentum als eigenst&auml;ndige Religion gibt es da noch gar nicht. Stattdessen geht es nach wie vor um den Gott Israels, der in Jesus Christus zu den Menschen gekommen ist, um die Beziehung zu seinem Volk und letztlich zu allen V&ouml;lkern wieder herzustellen. Und so kommen durch die Predigt von Paulus viele Menschen zum Glauben an Jesus Christus. Juden und Nicht-Juden.</p><p>Und wie schon an anderen Orten, gibt es auch hier Widerstand. Es gibt Neider, Leute, die sich daran st&ouml;ren, ja geradezu dar&uuml;ber aufregen, dass Paulus predigt und dass Menschen durch diese Predigt zum Glauben an Jesus kommen. Und diese Leute beginnen Stimmung gegen Paulus zu machen. Das Entscheidende dabei ist, dass Paulus sich dadurch nicht beirren l&auml;sst. Er predigt einfach weiter. Bis zu dem Punkt, wo es wirklich lebensgef&auml;hrlich wird, weil seine Gegner ihn umbringen wollen. An dieser Stelle zieht Paulus weiter &hellip; in den n&auml;chsten Ort, um auch dort wieder zu predigen. Und damit geht auch die Verbreitung des Evangeliums weiter.</p><p>Was hat das nun mit mir zu tun? Was kann ich aus diesem Abschnitt lernen? Im Wesentlichen sehe ich drei Punkte:</p><p>1. Paulus f&auml;ngt in der Synagoge an. Einem Ort also, wo sich die Gl&auml;ubigen sowieso treffen. Und ich denke, dass auch wir wieder anfangen sollten, in unseren Kirchen und Gemeinden die Gute Nachricht &ndash; denn das ist die deutsche &Uuml;bersetzung des Wortes Evangelium &ndash; zu verk&uuml;ndigen. Oder noch besser formuliert: wir sollten die gute Nachricht f&uuml;r andere sein. So komisch wie das vielleicht klingen mag. Aber wenn ich mich umgucke, scheinen es auch viele Christen &ndash; und ich schlie&szlig;e mich da durchaus mit ein &ndash; bitter n&ouml;tig zu haben, die GUTE Nachricht zu h&ouml;ren. Schlechte Nachrichten und endlose Listen mit Dos und Don&lsquo;ts, mit Dingen, die wir tun m&uuml;ssen oder auf keinen Fall tun d&uuml;rfen, und gegenseitiges Verurteilen, wenn es doch irgendwo klemmt, gibt es genug. Und das macht in erster Linie ein schlechtes Gewissen und letztlich Angst vor Gott. Glauben f&ouml;rdern tun sie jedenfalls nicht.</p><p>Das Erstaunliche daran, dass Paulus den Gl&auml;ubigen die Gute Nachricht predigt, ist, dass es nicht bei den Gl&auml;ubigen bleibt. Es hat Auswirkung &uuml;ber den gemeindlichen Tellerrand hinaus. Ja, es wirkt einladend auch f&uuml;r Menschen, die bisher nichts mit Gott und Glauben am Hut hatten.</p><p>2. Es gibt Kritik. Oder anders: es wird Kritik geben. Immer. Das geh&ouml;rt schlichtweg dazu. Jesus hat an mehreren Stellen angek&uuml;ndigt, dass ihm nachzufolgen kein Zuckerschlecken ist und dass es immer Widerstand bis hin zu Verfolgung geben wird. Kritik ist in diesem Fall kein Zeichen daf&uuml;r, etwas falsch gemacht oder versagt zu haben. Ganz im Gegenteil.</p><p>Im Lukasevangelium, Kapitel 21, Vers 13 sagt Jesus seinen J&uuml;ngern sogar: <em>&bdquo;Das wird euch widerfahren zu einem Zeugnis.&ldquo;</em> Wenn Kritik komplett ausbleibt, dann ist das, was ich tue oder sage, vermutlich auch komplett irrelevant und ohne Bedeutung. Sowohl auf meinen Glauben bezogen als auch dar&uuml;ber hinaus. Beirren lassen oder uns &uuml;berm&auml;&szlig;ig anpassen brauche ich mich deshalb noch lange nicht.</p><p>3. Dass Widerstand dazugeh&ouml;rt, hei&szlig;t nicht, dass ich mir alles gefallen lassen muss &hellip; bis zum bitteren Ende quasi. An einer Stelle wird der Widerstand gegen Paulus so gro&szlig;, dass es f&uuml;r Paulus um Leben und Tod geht. Die Leute &ndash; wenn auch nicht alle &ndash; wollen ihm ans Leben. An dieser Stelle zieht Paulus weiter. Er flieht nach Lystra und Derbe. Hei&szlig;t das, dass er versagt hat? Weil er nicht standhaft geblieben ist trotz Widerstand und Kritik und Verfolgung? NEIN. Nat&uuml;rlich nicht. Jesus hat selbst an verschiedenen Stellen &ndash; unter anderem im 9. Kapitel des Lukasevangeliums gesagt: <em>&bdquo;Und wenn sie euch nicht aufnehmen, dann geht fort aus dieser Stadt und sch&uuml;ttelt den Staub von euren F&uuml;&szlig;en zum Zeugnis gegen sie.&ldquo;</em> Ich soll nicht bei jeder Schwierigkeit gleich das Handtuch werfen. Das nicht. Aber ich brauche mir auch nicht alles gefallen zu lassen. Und wenn das Gegen&uuml;ber nicht will, dann brauche ich auch nicht zu bleiben. Ich darf weiterziehen wie Paulus.</p><p>Und noch ein letztes: H&auml;tte Paulus nie Widerstand erfahren, wer wei&szlig;, ob er so oft weitergezogen w&auml;re, und ob das Evangelium sich so schnell so weit verbreitet h&auml;tte. Wenn ich immer bleibe, nur um zu bleiben, wer wei&szlig;, was mir damit entgeht?</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Mignon Junghänel</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17082409.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Mignon Junghänel]]></author>
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      <pubDate>Tue, 08 Jul 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Das Hohelied der Barmherzigkeit Gottes]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Psalm 103 – ausgelegt von Andreas Hornung.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 103 – ausgelegt von Andreas Hornung.</em><br/>
<p>Der Psalm 103 geh&ouml;rt mit zu den bekanntesten Psalmen.&nbsp;In der Lutherbibel tr&auml;gt er die &Uuml;berschrift: Das Hohelied der Barmherzigkeit Gottes.&nbsp;Er stammt von K&ouml;nig David (Vers 1), dem die H&auml;lfte der Psalmen zugeschrieben werden.&nbsp;</p><p>&bdquo;Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen!<br />
Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat:&ldquo; (Verse 1-2)</p><p>Mit diesen Worten des Aufrufs an die eigene Seele beginnt der Psalm.&nbsp;David ermuntert sich f&ouml;rmlich selbst.</p><p>&bdquo;Gott loben zieht nach oben!&ldquo; und &bdquo;Danken sch&uuml;tzt vor Wanken!&ldquo;,&nbsp;sind alte Weisheiten, die zu Sprichw&ouml;rtern geworden sind.&nbsp;Diese Art von Konditionierung durch Selbst-Einsprachen&nbsp;findet man immer wieder in der Bibel.[1]</p><p>Der menschliche Geist gibt der Seele Befehle &ndash; sonst macht die Seele, was sie will.&nbsp;Oft ziehen uns unangenehme Erlebnisse emotional derartig runter,&nbsp;dass ein &bdquo;schlechter Tag&ldquo; viele gl&uuml;ckliche Tage vergessen l&auml;sst.&nbsp;Deshalb lautet Davids Befehl an seine angeschlagene Seele:&nbsp;&bdquo;Und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.&ldquo;</p><p>Diesen Aufruf gegen das Vergessen all des Guten, das Gott in unserem Leben bereits getan hat, zieht sich ebenfalls durch die ganze Bibel: Wir sollen die Gro&szlig;taten Gottes uns immer wieder vor Augen f&uuml;hren[2] &ndash; all die Wunder, die wir bereits erlebt haben, die Zuspr&uuml;che und prophetischen Worte, die Gott uns ganz pers&ouml;nlich gesagt hat.</p><p>Das alles muss aufgeschrieben und sorgsam verwahrt werden: Das sind die Perlen, von denen Jesus spricht, die man nicht vor die Schweine werfen darf,[3]weil sie nur f&uuml;r MICH bestimmte Kostbarkeiten sind.</p><p>Gottes Taten in der Vergangenheit bieten eine unbedingte Garantie f&uuml;r die Zukunft. So wie Gott seine Macht nicht nur einmal in der Vergangenheit bewiesen hat, so wird er sie auch in Zukunft erweisen.</p><p>Und dann z&auml;hlt David auf, was Gott ihm alles Gutes getan hat:&nbsp;&bdquo;der dir alle deine S&uuml;nde vergibt und heilet alle deine Gebrechen&ldquo; (Vers 3).<br />
Die S&uuml;ndenvergebung ist die Grundlage von allem Guten &ndash; sie reinigt die Seele von allen Altlasten und all den Verletzungen der Vergangenheit,die uns oft so missliebig, frustriert und empfindlich machen.</p><p>Gottes vergebende Liebe heilt unsere Seele in der Tiefe aus&nbsp;und gibt uns einen Frieden, den die Welt nicht geben kann &ndash;&nbsp;den uns aber die Welt auch nicht nehmen kann - die Seele kommt zur Ruhe.[4]</p><p>&bdquo;Und heilet alle deine Gebrechen&ldquo; hei&szlig;t, dass auch k&ouml;rperliche Heilung ins Leben kommt, wenn wir unsere Seele aufr&auml;umen; denn viele Krankheiten sind psychosomatisch verursacht.</p><p>Jesus hat Menschen auch von Krankheiten befreit &ndash; warum sollte Er dies heute nicht ebenfalls tun?! Gott sagte bereits dem Mose: &bdquo;Ich bin der Herr, dein Arzt.&ldquo;[5]</p><p>Und dann lesen wir (im Vers 4): &bdquo;der dein Leben vom Verderben erl&ouml;st&ldquo; &ndash; w&ouml;rtlich hei&szlig;t es: &bdquo;aus der Grube erl&ouml;st&ldquo;; das hei&szlig;t aus Situationen der Hoffnungslosigkeit und des v&ouml;lligen Ausgeliefertseins. Er zog mich heraus aus der Grube, aus Schlamm und Morast, und stelle meine F&uuml;&szlig;e wieder auf festen Grund, hei&szlig;t es in Psalm 40, Vers 3.</p><p>Haben Sie so etwas schon einmal erlebt, wie Gott Sie aus solch einer Grube der Aussichtslosigkeit herausgezogen hat, und Ihnen wieder festen Grund im Leben gab?</p><p>Wer das erlebt hat, kann sagen (wie es im Vers 4 hei&szlig;t): &bdquo;der dich kr&ouml;net mit Gnade und Barmherzigkeit&ldquo;. Das beschreibt die v&ouml;llige Wiederherstellung und Rehabilitierung, nach Zeiten der Verkennung und der ungerechten Behandlung.[6]</p><p>Gott vermag im Handumdrehen die Verh&auml;ltnisse umzukehren und herabgesetzte und unbeachtete Menschen zu kr&ouml;nen, das hei&szlig;t zu erheben und in Anerkennung zu bringen.&nbsp;<br />
Wer solche Gnaden erf&auml;hrt, dessen &bdquo;Mund wird wieder fr&ouml;hlich&ldquo; (wie es im Vers 5 hei&szlig;t) &ndash;&nbsp;er &bdquo;wird wieder jung wie ein Adler&ldquo;.</p><p>Gott vergibt, heilt, erl&ouml;st, rehabilitiert, er kr&ouml;nt, er erf&uuml;llt und verj&uuml;ngt seine &bdquo;Frommen&ldquo; (Vers 11) oder &bdquo;die ihn f&uuml;rchten&ldquo; (Vers 13), &bdquo;die seinen Bund halten und seine Weisungen beachten&ldquo; (Vers 18) - kurzum: die ihm ihr Vertrauen schenken, trotz aller Widrigkeiten des Lebens.<br />
Aber wie ist dieses Bild zu verstehen?&nbsp;</p><p>Ein Adler wird ca. 40 Jahre alt. Mit zunehmendem Alter werden sein Schnabel&nbsp;und seine Krallen immer stumpfer und das Federkleid schmutziger und schwerer.&nbsp;Um wieder fit zu werden, muss er sich seine 7000 Federn ausrei&szlig;en&nbsp;und seinen Schnabel und die Krallen abwetzen, dass alles wieder erneuert wird.&nbsp;</p><p>Damit uns dieses Schicksal erspart bleibt, brauchen wir einen grundlegenden Verj&uuml;ngungsprozess: Das schmutzige und schwer gewordene Federkleid muss weg!&nbsp;Die Krallen und der Schnabel m&uuml;ssen wieder gesch&auml;rft werden.&nbsp;Seelsorge ist angesagt!&nbsp;Wir alle brauchen Menschen, die uns verst&auml;ndnis- und liebevoll an die Hand nehmen&nbsp;und durch diesen geistlichen Erneuerungsprozess mit viel Geduld hindurchf&uuml;hren. Hinterher f&uuml;hlt man sich dann wie neu geboren.</p><p>Und dann hei&szlig;t es (im Vers 10): &bdquo;Er handelt nicht mit uns nach unseren S&uuml;nden&nbsp;und vergilt uns nicht nach unserer Missetat.&ldquo; Es gibt Christen, die das Gef&uuml;hl haben, dass Gott sie nicht mehr liebt, wenn sie etwas Schlechtes getan haben.&nbsp;Schwere Gedanken und Verdammnis-Gef&uuml;hle sind die Folge.<br />
Die Wahrheit ist hingegen, dass Gott seine Kinder immer liebt,&nbsp;egal ob sie Gutes oder Schlechtes tun. Wir lieben doch unsere Kinder auch&nbsp;trotz ihrer negativen Eigenschafen und M&auml;ngel.</p><p>Solche falschen Gottesbilder blockieren unsere geistliche Entwicklung.&nbsp;So wie wir Gott als einen barmherzigen, gn&auml;digen, g&uuml;tigen und geduldigen Vater kennenlernen (so wie es im Vers 8 geschrieben steht),&nbsp;wird dies alles in unserem Leben ver&auml;ndern.&nbsp;<br />
Darum, bitten Sie Gott, dass er Ihnen seine Liebe, die er zu Ihnen ganz pers&ouml;nlich hat, offenbaren m&ouml;ge.[7]</p><p>Diese Herzenserkenntnis, verbunden mit einer seelsorgerlichen Erneuerung,&nbsp;wird Ihr Leben wieder jung machen wie einen Adler.</p><p>[1]beispielsweise in Hebr 13,5-6; Ps 27,8</p><p>[2]1Petr 2,9</p><p>[3]Mt 7,6</p><p>[4]Joh 14,27; Mt 11,28-30</p><p>[5]Ex 15,26</p><p>[6]Lk 1,52 Luther</p><p>[7]Vgl. Eph 3,16-19;&nbsp; 1Joh 4,16; Dtn 1,31; 8,2-5; Lk 15,20; Jes 49,14-16; 65,2;54,10.7.8;&nbsp; Jer 31,20.3; Hos 11,4.4.7-9!</p>



<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Andreas Hornung</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17075435.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Andreas Hornung]]></author>
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      <pubDate>Sun, 06 Jul 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[In Antiochia in Pisidien (2)]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Apostelgeschichte 13,26-43 – ausgelegt von Lutz Günther.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 13,26-43 – ausgelegt von Lutz Günther.</em><br/>
<p>Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in einer Synagoge. Dort, wo Woche f&uuml;r Woche Angeh&ouml;rige des Volkes Israel und Menschen, die dem j&uuml;dischen Glauben nahestehen, zusammenkommen. Es ist Sabbat. Die Stimmung ist erwartungsvoll, denn zwei M&auml;nner von weit her sind heute zu Gast. Nach der Schriftlesung bitten die Gemeindeleiter die G&auml;ste um ein ermutigendes Wort. Dann steht einer der beiden auf und beginnt zu reden. Paulus hei&szlig;t er. Zuerst erz&auml;hlt er von der Geschichte Israels &ndash; von Befreiung, K&ouml;nigen, Propheten. Er erinnert an den langen Weg, den Gott mit seinem Volk gegangen ist, um es zu retten, zu bewahren und zu segnen. Dann spricht er von diesem Jesus: Er sagt, dass Jesus die Erf&uuml;llung von Gottes Versprechen ist, sein Volk endg&uuml;ltig zu retten.&nbsp;</p><p>Und dann kommt der Moment, in dem sich alles &auml;ndert. Paulus sagt:</p><p>&bdquo;Liebe Geschwister, ihr Nachkommen Abrahams und auch ihr anderen hier, die ihr an den Gott Israels glaubt &ndash; uns allen hat Gott diese rettende Botschaft gesandt.&ldquo; (Apostelgeschichte 13,26)</p><p>Pl&ouml;tzlich geht es nicht mehr nur um die Vergangenheit. Nicht mehr um &bdquo;die damals&ldquo;, sondern um &bdquo;uns jetzt&ldquo;. Die Geschichte Gottes landet in der Gegenwart. Die Zuh&ouml;rer werden direkt angesprochen, damals in der Synagoge in Antiochia &ndash; und wir heute mit ihnen.</p><p><strong>Was genau ist die &bdquo;rettende Botschaft&ldquo;, die uns gesandt ist?</strong></p><p>Paulus erkl&auml;rt: Es ist die Erf&uuml;llung einer uralten Hoffnung. Eine Hoffnung, die schon die V&auml;ter Israels getragen hat. Die Hoffnung, dass Gott eingreift. Dass er nicht nur die gro&szlig;e Geschichte lenkt, sondern konkretes Leben ver&auml;ndert. Die Ank&uuml;ndigung eines Retters, die schon den Vorfahren gegeben wurde, ist Wirklichkeit geworden. Paulus sagt: "Wir bringen euch die gute Nachricht, dass Gott die Verhei&szlig;ung, die an die V&auml;ter ergangen ist, erf&uuml;llt hat an uns, ihren Kindern, indem er Jesus auferweckte." <em>(Apostelgeschichte 13,32&ndash;33)</em></p><p>Es ist wahr: Jesus wurde in Jerusalem abgelehnt und zum Tode verurteilt, weil ihn sein eigenes Volk verkannte.</p><p>Jesus wird also zun&auml;chst nicht als der von Gott gesandte Befreier gefeiert, sondern als ein Mensch, der scheitert &ndash; jedenfalls auf den ersten Blick. Die religi&ouml;sen F&uuml;hrer lehnen ihn ab. Er wird verurteilt und gekreuzigt. Doch dann geschieht etwas f&uuml;r alle damals Unerwartetes:</p><p><em>&bdquo;&hellip;</em>Gott hat ihn von den Toten auferweckt<em>.&ldquo;</em> (Apostelgeschichte 13, 30)</p><p>An diesem Fakt &auml;ndert sich alles. Weil alles bisher Geschehene nun in einem neuen Licht erscheint: Die Auferstehung von Jesus ist die Wende. Sie bedeutet: Gottes Plan ist nicht gescheitert. Der Tod am Kreuz war kein &bdquo;Betriebsunfall&ldquo;. Im Gegenteil. Jesus hat am Kreuz den Tod &uuml;berwunden. Er hat der S&uuml;nde die Macht genommen. Neues Leben ist m&ouml;glich geworden.</p><p>Nicht die Kreuzigung hat das letzte Wort, sondern die Auferstehung. Dass diese Nachricht glaubw&uuml;rdig ist, daf&uuml;r gibt es Zeugen: "Viele Tage hindurch erschien er denen, die mit ihm von Galil&auml;a nach Jerusalem hinaufgezogen waren" (Apostelgeschichte 13,31), betont er.</p><p><strong>Welche Bedeutung hat diese Botschaft heute?</strong></p><p>Wenn ich davon ausgehe, dass Jesus nicht nur eine historische Pers&ouml;nlichkeit war, sondern wirklich der von Gott gesandte Retter f&uuml;r uns Menschen ist, stellt sich die Frage: Welche Auswirkungen soll das auf mein pers&ouml;nliches Leben haben? Oder anders gesagt: Welche Folgen h&auml;tte das im Blick auf Richtung, Halt und Hoffnung meines Lebens?</p><p>Paulus bleibt nicht in theoretischen &Uuml;berlegungen h&auml;ngen. Er sagt ganz direkt: &bdquo;Durch diesen Mann wird euch die Vergebung der S&uuml;nden verk&uuml;ndet.&ldquo; (Apostelgeschichte 13, 38)</p><p>Und weiter: &bdquo;Wer an ihn glaubt, wird frei gesprochen von allem, wovon das Gesetz des Mose euch nicht freisprechen konnte.&ldquo; (Apostelgeschichte 13, 39)</p><p>Was hei&szlig;t das? Das Gesetz &ndash; also die Gebote, die Regeln, die religi&ouml;sen Ordnungen des Alten Testaments &ndash; konnten zeigen, was richtig und was falsch ist. Aber sie konnten nicht das Herz ver&auml;ndern. Sie konnten Schuld benennen, aber nicht heilen. Deshalb scheitern alle noch so gut gemeinten Versuche, das aus eigener Kraft hinzubekommen.</p><p>Jesus dagegen bietet eine Beziehung an. Vertrauen statt Leistung. Vergebung statt st&auml;ndiger Fremd- oder Selbstkritik. Ein Neuanfang &ndash; unabh&auml;ngig davon, wie lang unsere Liste von Fehlern ist.</p><p>Die darf ich immer wieder mit der ehrlichen Bitte um Vergebung zu Jesus unters Kreuz bringen, weil er daf&uuml;r bezahlt hat.</p><p>Das klingt vielleicht wie ein einfach dahingesagter frommer Satz. Allgemein, aber nicht f&uuml;r mein konkretes Leben.</p><p>Doch bei Jesus geht es immer um mein konkretes Leben! Vielleicht kennen Sie das Gef&uuml;hl, nicht zu gen&uuml;gen. Sie m&uuml;hen sich ab, wollen alles richtig machen &ndash; im Beruf, in der Familie, vor Gott. Und trotzdem bleibt das nagende Gef&uuml;hl: Es reicht nicht.</p><p>Oder Sie schleppen etwas mit Ihnen herum &ndash; Schuld, eine Verletzung, Versagen. Sie haben es vielleicht verdr&auml;ngt, aber es bleibt Teil Ihrer Geschichte.</p><p>Paulus sagt: Daf&uuml;r ist Jesus gekommen. Nicht, um zu verurteilen, sondern um zu befreien.</p><p>Von Jesus selbst kenne ich diesen Satz aus dem Johannes-Evangelium: &bdquo;Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei.&ldquo; (Johannes 8,36)</p><p>Freiheit meint hier nicht Beliebigkeit. Sondern einen Neuanfang. Ein Leben, das nicht mehr von Schuld oder Angst regiert wird &ndash; sondern von Vertrauen.</p><p><strong>Wie reagieren Menschen auf dieses Angebot?</strong></p><p>Damals, in Antiochia l&auml;uft das nicht anders als heute: Einige sind begeistert. Sie bitten: &bdquo;Erz&auml;hlt uns n&auml;chsten Sabbat mehr!&ldquo; (Apostelgeschichte 13,42) Andere folgen Paulus und Barnabas sofort &ndash; sie sind ber&uuml;hrt, ermutigt.</p><p>Aber nicht alle reagieren positiv. Einige lehnen die Einladung zu Jesus ab. Damals wie heute gilt: Das Evangelium ist keine Werbe-Botschaft, die man einfach &uuml;berspringen kann. Die rettende Botschaft von Jesus, dem Retter, fordert zur Entscheidung heraus. Sie fragt: Sind Sie bereit, Ihre Selbstbestimmung loszulassen &ndash; und sich stattdessen auf Gottes Gnade einzulassen?</p><p>Die Botschaft von Jesus ist mehr als Information. Sie ist eine Einladung. Eine Einladung, sich nicht l&auml;nger zu verstecken. Sich nicht l&auml;nger selber retten zu wollen. Sondern sich auf den einzulassen, der sagt: <em>&bdquo;Ich mache alles neu.&ldquo;</em></p><p>Vielleicht ist das heute dran: ein Gebet. Ein Schritt auf Gott zu. Vielleicht kann das folgende kleine Gebet Ihr Anfang sein:</p><p>&bdquo;Jesus, wenn du wirklich lebst &ndash; dann zeig mir, wer du bist. Ich will dir glauben, so gut ich kann. Bitte hilf mir dabei!&ldquo; Amen!</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Lutz Günther</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17075068.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Lutz Günther]]></author>
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      <pubDate>Sat, 05 Jul 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[In Antiochia in Pisidien (1)]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Apostelgeschichte 13,13-25 – ausgelegt von Margit Weigelt.]]></description>
      <itunes:subtitle><![CDATA[Der Bibeltext Apostelgeschichte 13,13-25 – ausgelegt von Margit Weigelt.]]></itunes:subtitle>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 13,13-25 – ausgelegt von Margit Weigelt.</em><br/>
<p>Der Apostel Paulus war unterwegs auf seiner ersten Missionsreise. Er, der auch als Saulus aus Tarsus bekannt war, wurde begleitet von Barnabas und Johannes. Aufgebrochen waren sie in Antiochia in Syrien, nach einem Aufenthalt auf der Insel Zypern fuhren sie mit dem Schiff weiter Richtung Kleinasien, also in die Gegend der heutigen T&uuml;rkei. Nachdem sie in Perge an Land gegangen waren und Johannes sich von ihnen getrennt hatte, machten sie sich auf den Weg nach Antiochia in Pisidien. Dort besuchten sie am Sabbat den Gottesdienst der j&uuml;dischen Gemeinde. In der Synagoge wurden sie aufgefordert, zu den Besuchern zu reden, angesprochen sogar als &bdquo;liebe Br&uuml;der"! Das ist eine richtig gute Ermutigung, so empfinde ich. Freundlich werden sie als Besucher eingeladen, von ihrem Glauben zu erz&auml;hlen.<br />
Ich kann mich so gut in ihre Lage hineinversetzen. Sie kommen in eine fremde Gegend mit dem Auftrag, die Botschaft von Jesus Christus bekannt zu machen. Ich pers&ouml;nlich w&uuml;rde mich an ihrer Stelle wohl erstmal richtig unbehaglich f&uuml;hlen, unsicher, &auml;ngstlich vielleicht. Da wirkt so eine aufmunternde Einladung doch gleich wie ein schwungvoller T&uuml;r&ouml;ffner! &bdquo;Ihr lieben Br&uuml;der, wollt ihr uns von euren Erfahrungen berichten, damit auch unser Volk davon h&ouml;rt&hellip;. &bdquo;In der Lutherbibel hei&szlig;t es genau:&ldquo; Wollt ihr etwas reden und das Volk ermahnen, so sagt es.&ldquo; Ich frage mich: Warum ermahnen? Gab es denn einen Grund daf&uuml;r?<br /><br />
Diese Stadt lag an einer Handelsroute zwischen Ephesus und Zilizien. Neben griechisch sprechenden Einwohnern und r&ouml;mischen Siedlern gab es auch eine gro&szlig;e j&uuml;dische Gemeinde. In dieser bunt gemischten Menge waren sicherlich schon Diskussionen und lebhafter Meinungsaustausch im Gange &uuml;ber die Ereignisse in Jerusalem einige Jahre zuvor. &bdquo;Habt ihr das denn schon geh&ouml;rt?&ldquo; &hellip;.&ldquo; Tot, begraben, jetzt lebt er wieder? &bdquo; &hellip;. &bdquo;Das ist doch nicht m&ouml;glich!? &bdquo;&hellip;.. &bdquo;die Welt soll er retten? &bdquo;&hellip;. &bdquo;das glauben jetzt manche&ldquo;&hellip;. So k&ouml;nnte es in meiner Vorstellung gewesen sein. Aufregung und Unruhe an allen Stra&szlig;enecken. Vielleicht waren die Vorsteher der Synagoge unruhig geworden und erhofften sich nun von den j&uuml;dischen Besuchern Paulus und Barnabas eine klare Ansage an das Volk. Eine Ermahnung und Zurechtweisung. Gegen diese neue Lehre. Damit wieder Frieden und Ruhe einkehren.<br /><br />
In den n&auml;chsten Kapiteln werden Sie h&ouml;ren, wie spannend und f&uuml;r sie ganz anders als gedacht die Geschichte weiterging. Paulus jedenfalls lie&szlig; sich diese Aufforderung nat&uuml;rlich nicht zweimal sagen und legte gleich los. Seine Rede ging an die israelitischen M&auml;nner und die Gottesf&uuml;rchtigen, die an diesem Sabbat in der Synagoge versammelt waren. Als Gottesf&uuml;rchtige wurden Heiden bezeichnet, die sich zum Judentum bekannten und teilweise auch die Gesetze einhielten, aber nicht offiziell &uuml;bergetreten waren. Er hielt eine lange Rede von der wechselvollen Geschichte des Volkes Israel. Erstmal holte er weit aus und begann zwar nicht schon bei der Sch&ouml;pfungserz&auml;hlung, aber gleich danach. Gott erw&auml;hlte die V&auml;ter Israels, die es zu einem gro&szlig;en Volk machen sollten. Gemeint sind Abraham, Isaak und Jakob. Diese drei Namen werden in Einheit genannt, wenn Juden von ihrem Glauben an den Gott Abrahams Isaaks und Jakobs sprechen. Danach erw&auml;hnte Paulus das Exil in &Auml;gypten, aus dem Gott sein Volk mit starkem Arm herausf&uuml;hrte, und es dann viele Jahre in der W&uuml;ste ertrug.</p><p>Auf einmal f&uuml;hle ich mich zur&uuml;ckversetzt in meine Grundschulzeit vor vielen Jahren. Wandertag war angesagt, eigentlich eine willkommene Abwechslung im Alltag. Die Realit&auml;t sah aber oft so aus: Sommerhitze, kaum Schatten, die Flasche mit kaltem Tee schon lange leer, klebrige Butterbrote im Rucksack, Blasen an den F&uuml;&szlig;en und noch lange kein Ziel in Sicht! Oder sp&auml;ter dann: Familienausflug mit den Kindern, raus in die Natur! Auf Widerstand und Gemecker brauchte man meistens nicht lange zu warten. &bdquo;Wie lange dauert das noch? &bdquo;&hellip;mir tun die Beine weh!&ldquo;&hellip;&ldquo; ich habe aber jetzt Hunger, nicht erst sp&auml;ter&hellip;&ldquo; Das ertrugen Eltern auch, und es war keine W&uuml;stenwanderung, sondern nur ein Spaziergang. Wieviel unvergleichlich mehr war dagegen das Murren eines ganzen Volkes. Gott ertrug das alles, und am Ende gab er ihnen das gelobte Land Kanaan zum Erbe. Dann kam die Zeit, in der Richter zu Oberh&auml;uptern eingesetzt waren. Israel geriet immer wieder auf krumme Wege, die zu Abfall und G&ouml;tzendienst f&uuml;hrten. Dann bat das Volk um einen K&ouml;nig, und Gott gab ihnen Saul. Aber auch er hatte sich schuldig gemacht und musste abtreten. Schlie&szlig;lich wurde David zum K&ouml;nig, von dem Gott selbst sagt: ein Mann nach meinem Herzen!</p><p>Bis hierher f&auml;llt mir auf, wie oft in der Rede des Apostels Gottes gro&szlig;e G&uuml;te und Barmherzigkeit zum Ausdruck kommen. So steht es da: Gott erw&auml;hlte die V&auml;ter, f&uuml;hrte mit starkem Arm, ertrug sie in der W&uuml;ste, gab ihnen Kanaan, Richter, den K&ouml;nig Saul, erhob David zum K&ouml;nig, der nun Gottes Willen tun sollte! Der Prophet Jesaja hatte es vorausgesagt: aus dem Stammbaum Davids soll der Heiland f&uuml;r Israel kommen! Geboren in Bethlehem, der Stadt Davids &ndash; ein Spross aus der Wurzel Isais, der Retter der Welt, der K&ouml;nig aller K&ouml;nige! Das ist mir doch so bekannt! Von Johannes, dem T&auml;ufer, ebenfalls angek&uuml;ndigt, sein Weg und das Volk vorbereitet, so soll Jesus Christus empfangen werden! Wie ein roter Faden, so scheint es mir, zieht sich Gottes gro&szlig;e Liebe und Barmherzigkeit durch die Rede des Apostels und die ganze Geschichte Gottes mit seinem Volk bis hin zu uns heute! Daf&uuml;r bin ich von Herzen dankbar, und ich bin gespannt, wie es weiter geht.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Margit Weigelt</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17068814.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Margit Weigelt]]></author>
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      <pubDate>Fri, 04 Jul 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Der Beginn der ersten Missionsreise]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Apostelgeschichte 13,1-12 – ausgelegt von Henning Kämpf.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 13,1-12 – ausgelegt von Henning Kämpf.</em><br/>
<p>&bdquo;Ins Wasser f&auml;llt ein Stein, ganz heimlich, still und leise;&nbsp;und ist er noch so klein, er zieht doch weite Kreise,&ldquo;&nbsp;so beginnt ein Lied von Manfred Siebald.</p><p>Klein f&auml;ngt es auch damals mit der Gemeinde Jesu an.&nbsp;Menschen werden durch das Evangelium ganz pers&ouml;nlich erreicht.&nbsp;Sie treffen sich regelm&auml;&szlig;ig, reden &uuml;ber Gottes Wort und beten gemeinsam. Es entstehen die ersten Christengemeinden in Jerusalem, Jud&auml;a,&nbsp;Samaria und weiter n&ouml;rdlich in Antiochia.</p><p>Jesus hatte seine Mitarbeiter mit den Worten beauftragt:&bdquo;Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, und werdet meine Zeugen&nbsp;sein in Jerusalem und in ganz Jud&auml;a und Samarien und bis an das Ende der Erde.&ldquo;</p><p>Im heutigen Bericht aus der Apostelgeschichte werden wir Zeugen, wie die ersten Wellen der frohen Botschaft ihren Weg um die ganze Erde nehmen.&nbsp;Antiochia, das heutige Antakya, liegt in der s&uuml;dlichen T&uuml;rkei. (Hier war im &uuml;brigen 2023 das verheerende Erdbeben mit &uuml;ber 50.000 Toten.)</p><p>In dieser Stadt gibt es damals eine sehr aktive Christengemeinde.&nbsp;Um sich intensiv auf Gott zu konzentrieren, fasten und beten sie.&nbsp;Da spricht der Heilige Geist zu ihnen: &bdquo;Stellt mir Barnabas und Saulus frei.&nbsp;Ich habe sie zu einer besonderen Aufgabe berufen.&ldquo;</p><p>Im Gebet und mit Fasten wird dieser Auftrag best&auml;tigt.&nbsp;Nun entlassen sie Barnabas und Saulus aus ihrer Gemeinde&nbsp;und senden sie unter Gottes Segen in ihren Dienst.&nbsp;Die beiden Missionare sind im Auftrag Gottes unterwegs.&nbsp;Sie sollen Zeugen sein bis an das Ende der Erde.</p><p>&bdquo;Menschen m&uuml;ssen Menschen sagen, dass Gott alle liebt, dass es einen Weg aus Schuld und Elend gibt.&ldquo; Hei&szlig;t es in einem Lied.&nbsp;</p><p>Mit diesem Verk&uuml;ndigungsauftrag machen sie sich auf den Weg.&nbsp;Sie haben keinen festen Reiseplan. Barnabas und Saulus,&nbsp;der auch Paulus hei&szlig;t, vertrauen der F&uuml;hrung des Heiligen Geistes.&nbsp;Sie &uuml;berlassen letztlich Gott die Entscheidung, wo sie wann gebraucht werden.&nbsp;Von der Hafenstadt Seleukia fahren sie mit dem Schiff nach Salamis auf Zypern.&nbsp;</p><p>Zun&auml;chst verk&uuml;ndigen sie das Wort Gottes in den j&uuml;dischen Synagogen.&nbsp;Die ersten Missionsgemeinden entstehen vor allem aus Juden und Anh&auml;ngern&nbsp;der j&uuml;dischen Lehre.&nbsp;F&uuml;r diese Menschen ist es eine echte Befreiung, wenn sie erfahren:</p><p>&bdquo;Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch:&nbsp;Gottes Gabe ist es!&ldquo;&ensp;(Epheser 2, 8)</p><p>Die Missionsreise geht weiter. Quer &uuml;ber die Insel kommen Barnabas, Paulus und ihr Mitarbeiter Johannes nach Paphos.&nbsp;Hier regiert der r&ouml;mische Statthalter Sergius Paulus, ein gebildeter Mann.&nbsp;Sicher hat er schon etwas von der neuen Lehre mitbekommen. Er will mehr dar&uuml;ber&nbsp;erfahren und l&auml;dt deshalb Barnabas und Paulus zu sich ein.&nbsp;Er w&uuml;nscht sich, Gottes Wort zu h&ouml;ren.</p><p>Im Gefolge des Statthalters gibt es allerdings einen j&uuml;dischen Zauberer,&nbsp;einen falschen Propheten.&nbsp;Dieser l&auml;sst sich alles M&ouml;gliche einfallen, damit sein Chef nicht zum Glauben kommt.&nbsp;Doch Paulus hat ihn fest im Blick. Im Auftrag des Heiligen Geistes weist er den Zauberer&nbsp;Elymas in die Schranken. In der Basisbibel hei&szlig;t es:</p><p>&bdquo;Du bist voll List und T&uuml;cke, du Sohn des Teufels und Feind aller Gerechtigkeit.&nbsp;Willst du nicht endlich aufh&ouml;ren, die klaren Anweisungen des Herrn zu verdrehen?&nbsp;Der Herr wird dich bestrafen! Du wirst blind sein und die Sonne eine Zeit lang nicht sehen.&ldquo;</p><p>Sofort wurde der Zauberer in tiefste Dunkelheit geh&uuml;llt.&nbsp;Elymas hat seinen Widerstand gegen Gottes Botschaft teuer bezahlt.&nbsp;Er bleibt eine Zeit lang blind. Hilflos tappt er umher.</p><p>In diesem Bericht wird die Autorit&auml;t Gottes deutlich aufgezeigt. Paulus handelt nicht aus eigener Kraft, sondern im Auftrag seines Herrn.</p><p>Mir stellt sich hier die Frage, wie ich mit dem B&ouml;sen in meinem Leben, in der Gemeinde&nbsp;oder in der Gesellschaft umgehe?&nbsp;Gehe ich den bequemen Weg und schaue einfach dar&uuml;ber hinweg?<br />
Paulus ist mir hier Vorbild. Er hat das B&ouml;se fest im Blick. Der Heilige Geist gibt ihm die Kraft dazu, nicht weg zu schauen. Er kann standhaft bleiben und Gutes bewirken.&nbsp;Klare Worte sind oft n&ouml;tig, damit das B&ouml;se, Ungerechte und Hinterh&auml;ltige enttarnt&nbsp;werden kann. Es muss weg.</p><p>So hat das Gute die Gelegenheit sich auszubreiten. So ist ein Neuanfang m&ouml;glich.&nbsp;</p><p>J&ouml;rg Swoboda und Theo Lehmann bringen es in einem Lied so auf den Punkt:&nbsp;<br />
&bdquo;Macht Platz, r&auml;umt auf! Gott will neu beginnen.&nbsp;Macht Platz, r&auml;umt auf! Gott f&auml;ngt neu mit uns an.&nbsp;Warum werden Fehler nicht ehrlich bekannt?&nbsp;Warum wird die Schuld nicht beim Namen genannt?Nur da beginnt Gott, wo aufger&auml;umt wird. Gott beginnt neu!&ldquo;</p><p>Von diesem ganzen Geschehen ist der Statthalter Sergius Paulus tief beeindruckt. Er kommt durch Gottes m&auml;chtiges Wort, durch Gottes Machtwort zum Glauben.</p><p>Ein spannender Bericht von der ersten Missionsreise des Apostel Paulus.&nbsp;Er macht uns Christenmenschen Mut, im Glauben standhaft zu bleiben.&nbsp;Ich m&ouml;chte das von Jesu J&uuml;ngern lernen, die trotz aller Bedrohung an Gottes Auftrag&nbsp;festgehalten haben. In Apostelgeschichte 4, 20 hei&szlig;t es:</p><p>&bdquo;Wir k&ouml;nnen&rsquo;s ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und geh&ouml;rt haben.&ldquo;</p><p>Trotz Hindernissen, Schwierigkeiten und Ablehnung d&uuml;rfen wir Gottes gute Nachricht&nbsp;weitersagen. Auch heute gilt Gottes Zusage:&nbsp;&bdquo;Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen,&nbsp;und werdet meine Zeugen sein.&ldquo;</p><p>Ich freue mich dar&uuml;ber &bdquo;Steinchen des Glaubens&ldquo; ins Wasser werfen zu d&uuml;rfen,&nbsp;damit Menschen von den Wellen der Guten Nachricht erreicht werden k&ouml;nnen.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Henning Kämpf</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17068097.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Henning Kämpf]]></author>
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      <pubDate>Thu, 03 Jul 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Das Ende des Herodes Agrippa]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Apostelgeschichte 12,18-25 – ausgelegt von Friedhelm Muus.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 12,18-25 – ausgelegt von Friedhelm Muus.</em><br/>
<p>Wenn es um die Lage unserer Wirtschaft geht, h&ouml;re ich unter anderem immer wieder von einem Problem: dem Facharbeiter-Mangel.</p><p>Dies kann f&uuml;r Betriebe zu einem gro&szlig;en Problem werden und im schlimmsten Fall sogar zur Schlie&szlig;ung des Unternehmens f&uuml;hren.</p><p>Herodes Agrippa mangelte es anscheinend auch an Fachkr&auml;ften in seiner Justizabteilung.&nbsp;<br />
Herodes hatte doch eindeutige Anweisungen zu einer strengen Bewachung des Gefangenen Petrus gegeben. Herodes wollte Petrus dem Volk vorf&uuml;hren und sich selbst bei dieser Gelegenheit feiern lassen. Nun befahl er, dass Petrus geholt werden sollte, doch der war nicht mehr da. Es waren nur v&ouml;llig verwirrte Soldaten anzutreffen, aber kein Petrus.</p><p>Was waren das nur f&uuml;r Soldaten, denen ein schwer bewachter, in Ketten gefesselter Gefangener einfach so entkam. Das konnten wahrlich keine guten Fachkr&auml;fte gewesen sein. Herodes lie&szlig; die Wachen umgehend zum Verh&ouml;r kommen. Sie konnten ihm aber offensichtlich nicht erkl&auml;ren, was oder wie Petrus sich befreit hatte und entkommen konnte.</p><p>Konsequenz, die Soldaten, die eigentlich die Flucht des Petrus gar nicht verschuldet hatten, wurden abgef&uuml;hrt und selbst ins Gef&auml;ngnis geworfen.</p><p>Herodes wandte sich danach anderen Dingen zu. Er zog nach C&auml;sarea und plante einen Krieg gegen die Einwohner von Tyros und Sidon, da diese ihn anscheinend ver&auml;rgert hatten.</p><p>Die wollten aber auf keinen Fall mit Herodes Krieg f&uuml;hren, weil sie von ihm abh&auml;ngig waren. Sie bezogen von Herodes f&uuml;r sie notwendige Lebensmittel. Wirtschaftliche Abh&auml;ngigkeiten zwingen oft dazu, sich unterzuordnen. Sie hatten zwischenzeitlich den K&auml;mmerer des K&ouml;nigs, Blastus, auf ihre Seite gezogen und kamen jetzt mit seiner Unterst&uuml;tzung und baten um Frieden.&nbsp;</p><p>Auch in unserer heutigen Zeit wird an einigen Orten dieser Welt um Frieden gebeten, leider bisher mit wenig Erfolg, da einige Machthaber unbedingt ihren Machtbereich mit Gewalt erweitern wollen und sich davon nicht abbringen lassen.</p><p>Herodes betrat seinerzeit machtvoll mit k&ouml;niglichem Gewand den Thron und hielt eine Rede an das Volk. Diese Rede war K&ouml;nig Herodes wohl gut gelungen und muss die Menschen beeindruckt haben, denn das Volk schmeichelte ihm. Sie sagten:&nbsp;So kann kein normaler Mensch reden, das ist die Stimme Gottes.</p><p>Das gefiel Herodes nat&uuml;rlich. Er stellte nicht klar, dass er nur ein Mensch ist, sondern lie&szlig; sich weiter als Gott feiern.&nbsp;Doch hier war er zu weit gegangen, Gott l&auml;sst sich nicht spotten.</p><p>Bald darauf wurde er von Gott mit einer qualvollen Krankheit gestraft und verstarb daran. Die Zeit des Herodes Agrippa war vorbei.</p><p>Doch wie uns berichtet wird, breitete sich das Wort Gottes trotzdem weiter aus und bewirkte viel.</p><p>Auch in unserer Zeit erlebe ich Machthaber, die sich gerne von ihren Anh&auml;ngern feiern lassen und f&uuml;r die, die nicht mitfeiern und Widerspruch wagen, wird es oft gef&auml;hrlich. Diese M&auml;chtigen bringen leider viel Unruhe, Unsicherheit, Leid, Trauer und Krieg in unsere Welt.</p><p>Und ich muss sagen, ich frage mich dann manchmal schon, wo ist unser Gott, warum greift er nicht ein? Oder ich k&auml;mpfe schon mal mit Problemen, die sich einfach nicht l&ouml;sen lassen wollen und warte vergebens auf Gottes Handeln und Eingreifen.</p><p>Doch die Bibelverse aus der Apostelgeschichte lehren mich:&nbsp;Gottes Gedanken sind nicht immer meine Gedanken.</p><p>Gottes Zeitma&szlig; ist nicht das meine, aber am Ende des Tages ist Gott doch m&auml;chtiger als die Machthaber dieser Welt und auch m&auml;chtiger als die Probleme, die mich besch&auml;ftigen. Hier hilft nur eins: Gottvertrauen!</p><p>Letztlich h&auml;lt unser Gott doch diese Welt und mein ganz pers&ouml;nliches Leben in seiner Hand und wird es zum Guten f&uuml;hren. Sein Wort und seine Botschaft von der Macht der Liebe hat alle M&auml;chtigen dieser Welt &uuml;berlebt.</p><p>Gott ist da! &ndash; wer mag wider uns sein? So fragt der Apostel Paulus im R&ouml;merbrief.<br />
Das ist meine Zuversicht und Hoffnung f&uuml;r diese Welt und mein Leben.</p><p>Schlie&szlig;en m&ouml;chte ich mit Worten von Martin Luther King:</p><p>&bdquo;Wenn unsere Tage verdunkelt sind und unsere N&auml;chte finsterer als tausend Mittern&auml;chte, so wollen wir stets daran denken, dass es in der Welt eine gro&szlig;e, segnende Kraft gibt, die Gott hei&szlig;t.<br />
Gott kann Wege aus der Ausweglosigkeit weisen.<br />
Er will das dunkle Gestern in ein helles Morgen verwandeln &ndash; zuletzt in den leuchtenden Morgen der Ewigkeit.&ldquo;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Friedhelm Muus</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17067443.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Friedhelm Muus]]></author>
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      <pubDate>Wed, 02 Jul 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Unglaublich - aber wahr!]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Apostelgeschichte 12,1-17 – ausgelegt von Reinhart Henseling.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 12,1-17 – ausgelegt von Reinhart Henseling.</em><br/>
<p>Petrus, mit Ketten an zwei Wachsoldaten gefesselt und streng bewacht, wird aus einem einbruchsicheren unmenschlichen Verlies von einem Engel Gottes hinaus in die Freiheit gef&uuml;hrt. Die Kerkertore &ouml;ffnen sich automatisch, alle vier Wachm&auml;nner verschlafen die g&ouml;ttliche Befreiungsaktion, keiner schl&auml;gt Alarm. - Unglaublich! - Aber tats&auml;chlich passiert im Jahr 43 n.C., am Ende des Passafestes, nachts, mitten in Jerusalem.</p><p>&bdquo;Wunder gibt es immer wieder, heute oder morgen, k&ouml;nnen sie gescheh&lsquo;n. Wunder gibt es immer wieder, wenn sie dir begegnen, musst du sie auch sehn&hellip;&ldquo;. Mit diesem Titel holte Katja Ebstein, den 3. Platz beim Grand Prix d&#39;Eurovision 1970. Das Jerusalemer Wunder ist so sensationell, dass es einige der beteiligten Akteure selbst zuerst nicht glauben k&ouml;nnen. Petrus meint, er tr&auml;umt, w&auml;hrend der Engel ihn aus dem Gef&auml;ngnis f&uuml;hrt. Die christliche Gemeinde, die unaufh&ouml;rlich f&uuml;r ihn betet, h&auml;lt die Nachricht von seiner Befreiung f&uuml;r v&ouml;llig verr&uuml;ckt. Das Hausm&auml;dchen Rhode, die sie &uuml;berbringt, halten alle f&uuml;r &uuml;bergeschnappt! - Solche unglaublichen &uuml;bernat&uuml;rlichen Ereignisse kann sich nur Gott ausdenken! - Er l&ouml;st Fesseln, &ouml;ffnet T&uuml;ren und befreit!</p><p>Kaum zu glauben - aber amtlich!</p><p>Im Neuen Testament wird von vielen Wundern berichtet, die Jesus und sogar seine engsten Freunde gewirkt haben. Wunder sind au&szlig;ergew&ouml;hnliche Ereignisse, die man naturwissenschaftlich nicht erkl&auml;ren kann. Sie sind keineswegs normal, aber Gott l&auml;sst auch heute noch viele Wunder zum Wohle seiner Menschen geschehen. Sie sind nicht selbstverst&auml;ndlich und wir erleben sie nicht jeden Tag. Wir d&uuml;rfen jederzeit um sie beten, doch sind sie uns nicht versprochen. Wir haben keinen Anspruch darauf, k&ouml;nnen sie nicht einfordern oder verlangen - auch nicht, wenn wir ernsthaft um sie beten, wie die Gemeinde in Jerusalem damals!</p><p><strong>Gott wirkt heute noch viele Wunder!</strong></p><p>Ich glaube, dass viele Christen schon unbemerkt Wunder Gottes erlebt haben, weil Gott sie in bedrohlichen Situationen bewahrt, oder aus schwierigen Umst&auml;nden gerettet hat. Das Gesangsduo Arno und Andreas sang vor etwa 40 Jahren: &bdquo;die Welt ist voller Wunder, die Nacht ist voller Licht, doch weil unser Glaube klein ist, sehen wir das Gro&szlig;e nicht!&ldquo; - Unser Gott muss uns die Augen f&uuml;r seine Wunder &ouml;ffnen, sonst suchen wir ergebnislos nach unangemessenen Erkl&auml;rungen.</p><p><strong>Gottes Macht ist unbegrenzt! </strong></p><p>&bdquo;Gott handelt auf nat&uuml;rliche oder &uuml;bernat&uuml;rliche Weise wunderbar!&ldquo;, leider wei&szlig; ich nicht mehr, wer den Satz gepr&auml;gt hat, aber ich finde ihn &auml;u&szlig;erst treffend. Gott ist in seinem Handeln v&ouml;llig souver&auml;n, absolut frei, herrschaftlich &uuml;ber allem stehend - in seinem Tun immer wunderbar! Er k&ouml;nnte jedes Wunder wirken, wann er will, wie er will und f&uuml;r wen er will. Wenn Gott uns mit einem Wunder beschenkt, dann k&ouml;nnen wir sein Wunderhandeln nur staunend und dankbar annehmen, und ihn daf&uuml;r ehren! Wir haben einen wunder-vollen Gott - einen Gott voller Wunder!</p><p><strong>Jeder Christ - ein echtes Wunder!</strong></p><p>Augustinus meint, &bdquo;Die Welt ist voller Wunder und sie selbst ist das gr&ouml;&szlig;te Wunder.&ldquo; Ich glaube, dass Jesus selbst, seine Menschwerdung, sein Kreuzestod und seine Auferstehung die gr&ouml;&szlig;te Wunderserie der Geschichte ist! Sie war die Initialz&uuml;ndung f&uuml;r unz&auml;hlige weitere Wunder, die bis heute, immer wieder, in dem Moment geschehen, wenn Menschen zum Glauben an Jesus Christus finden, wenn Jesus einem S&uuml;nder die Vergebung aller Schuld zuspricht, und ihn zu Gottes Kind macht, das f&uuml;r immer zu seiner Familie geh&ouml;rt. F&uuml;r diese Wunder, die tagt&auml;glich geschehen, bin ich unserem Gott besonders dankbar, denn &bdquo;nicht durch Jesu&lsquo; Wunder, sondern durch seine Wunden sind wir gerettet!&ldquo; (A. Bockkam)</p><p><strong>Auf diese Geschwister ist 100%ig Verlass!</strong></p><p>Was mich &uuml;berrascht und beeindruckt, ist der starke Zusammenhalt der Geschwister und die Gebetsmacht der damaligen Gemeinde in Jerusalem! Obwohl die Lage f&uuml;r alle Christen bedrohlich, vielleicht sogar lebensgef&auml;hrlich war, trafen sie sich zum gemeinsamen Gebet f&uuml;r Petrus. Wir wissen nicht genau, wie viele Tage Petrus im Gef&auml;ngnis war - seine Gemeinde betete! Als er pl&ouml;tzlich wieder quicklebendig in der Hausgemeinde erscheint - beten sie gerade f&uuml;r ihn.</p><p>Erschreckend finde ich, dass sie alle kaum glauben k&ouml;nnen, dass er tats&auml;chlich befreit wurde, obwohl sie genau daf&uuml;r die ganze Zeit beteten! Ich frage mich, ist mein Beten nicht sehr &auml;hnlich. Ich bete sehr gerne f&uuml;r viele dringende Dinge - glaube ich tats&auml;chlich daran, dass Gott meine Gebete erh&ouml;rt, dass er auch echte Wunder wirkt, um die ich immer wieder bete?&nbsp;&nbsp;</p><p><strong>Lohnt sich beten wirklich?</strong></p><p>Wir wissen nicht, wie viele Tage oder Stunden die Gemeindeleute damals f&uuml;r Petrus gebetet haben. Wir wissen auch nicht, wie viele Beter zusammengekommen waren. Es geht nicht um gro&szlig;e Zahlen oder 24/7-Gebete oder Gebetsn&auml;chte, entscheidend ist Gottes gn&auml;diges Handeln! Hier lesen wir von einer au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Gebetsantwort Gottes, er reagierte mit einem v&ouml;llig unerwarteten Wunder. Nur er kann jederzeit das Unm&ouml;gliche schaffen! Ich frage mich, glaube ich wirklich daran, dass Gott mein Beten erh&ouml;rt und mir antwortet - wenn es sein muss, auch mit einem Wunder? Ich m&ouml;chte lernen, ihm viel mehr zuzutrauen - schlie&szlig;lich ist er Gott!</p><p><strong>Gottes Hilfe kommt immer rechtzeitig!</strong></p><p>Petrus wei&szlig;, dass am n&auml;chsten Tag seine Verhandlung stattfindet, bald ist sein Leben zu Ende! Er erlebt gerade die letzte Nacht vor seiner Hinrichtung! Wie kann er so gro&szlig;es Vertrauen in Gottes Handeln haben, dass er sogar zwischen zwei Wachsoldaten angekettet, noch ruhig und tief schlafen kann? F&uuml;hlte er sich in Gottes H&auml;nden rundum sicher, geborgen? Hatte er sich und sein Leben schon aufgegeben? Oder tr&ouml;stete ihn die Erinnerung daran, dass Gott ihn schon einmal unversehrt aus einem Kerker in Jerusalem gerettet hat? Ich wei&szlig; es nicht, aber ich bin neidisch auf ihn und frage mich: warum vertraue ich meinem Gott so wenig? Ich bete, dass Gott mir solch ein gro&szlig;es Vertrauen auf ihn und sein Handeln schenkt! Ich wei&szlig; doch genau: Mein Freund Jesus - ist der Gott der unbegrenzten M&ouml;glichkeiten!</p><p><strong>Gottes Timing, seine Zeit und sein Handeln sind perfekt!</strong></p><p>Der Bericht von Petrus&lsquo; Befreiung zeigt mir eindr&uuml;cklich, dass f&uuml;r Gott nichts unm&ouml;glich ist. In meinen dunkelsten Momenten ist er bei mir und beh&auml;lt alle F&auml;den in seiner Hand - er kann jederzeit alles tun, was er will. Egal, was passiert, er ist immer mit mir unterwegs. Er verabschiedet sich nicht, wenn es brenzlig wird, l&auml;sst mich nicht allein k&auml;mpfen. Auch wenn ich in Gefahr bin, verliert er mich nicht aus seinen liebenden Augen. Ich bin niemals von ihm und seinen guten Geistern verlassen! Ganz im Gegenteil, da wo mir die Kraft ausgeht, ist er meine St&auml;rke. Auch in den scheinbar ausweglosesten Situationen kennt er die L&ouml;sung, kann er mich retten. Ich bin &uuml;berzeugt, mein Gott ist immer an meiner Seite - egal ob Wunder geschehen oder nicht!</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pastor Reinhart Henseling</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17066697.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pastor Reinhart Henseling]]></author>
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      <pubDate>Tue, 01 Jul 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Erste Christen in Antiochia]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Apostelgeschichte 11,19-30 – ausgelegt von Walter Undt.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 11,19-30 – ausgelegt von Walter Undt.</em><br/>
<p>Erschreckend finde ich die Beobachtung im ersten Abschnitt, die ich &uuml;berschrieben habe mit</p><h2><strong>1. Verfolgung macht gehorsam </strong></h2><p>Zun&auml;chst ist das Ende von Stephanus erschreckend. Seinem Glauben, seiner Rhetorik konnte man nichts erwidern, darum wurde er kaltgestellt, umgebracht. Saulus war ein Sympathisant, der das zu dem Zeitpunkt noch gut fand, weil er davon &uuml;berzeugt war, auf Gottes Seite zu stehen.</p><p>F&uuml;r die junge Gemeinde muss das ein schreckliches Erlebnis gewesen sein. Seit Pfingsten schien nichts den Siegeszug des Evangeliums bremsen zu k&ouml;nnen. Wie auf einer Welle des Erfolgs erlebten sie, wie die Botschaft von Jesus aufgenommen wurde. Die Gemeinde wuchs und wuchs - traumhaft. So w&uuml;rde ich es gern auch noch einmal erleben!</p><p>Dann schlug der Wind um. Verfolgung, Gef&auml;ngnisaufenthalte und letztlich die Steinigung von Stephanus schreckten die Gemeinde auf. Obwohl Jesus deutlich gesagt hat, dass das kommen wird und ein nat&uuml;rlicher Bestandteil seiner Nachfolge ist, wirft es sie aus der Bahn.</p><p>Die Folge: Viele Christen flohen, darunter auch die Diakone. Nur die Apostel hielten noch in Jerusalem aus.</p><p>Wer fliehen muss, versteckt sich, geht in Deckung, wartet ab, bis der Sturm sich etwas gelegt hat. Das w&auml;re der &uuml;bliche Reflex. Die Verfolgten tun das &uuml;berraschenderweise nicht. Im Gegenteil. Sie gehen nicht in Deckung, sie gehen in die Offensive. Alle Menschen sollen die gute Nachricht von Jesus h&ouml;ren.</p><p>Was f&uuml;r eine Begeisterung muss in diesen Christen gesteckt haben. Sie konnten einfach nicht schweigen von dem, was sie mit Jesus erlebt hatten.</p><p>Auf der anderen Seite finde ich genau das aber auch erschreckend: Jesus hatte seinen J&uuml;ngern den Auftrag gegeben: &bdquo;Ihr werdet meine Zeugen sein, in Jerusalem, Samaria und bis an das Ende der Welt!&ldquo;</p><p>Bis zu dem Tag der Verfolgung waren sie aber nur in Jerusalem aktiv. Wir lesen nichts davon, dass einer von ihnen auf die Idee kam, die super dynamisch wachsende Gemeinde zu verlassen, um auch au&szlig;erhalb von Jerusalem Menschen von Jesus zu erz&auml;hlen.</p><p>Offensichtlich f&uuml;hlte man sich in seiner gro&szlig;en Gemeinde heimatlich wohl. Es gab ja auch genug zu tun, jede Hand wurde gebraucht.</p><p>Dieses Verhalten macht mich immer wieder nachdenklich. Mir liegen Gemeindebau und Gemeindegr&uuml;ndung auf dem Herzen. Doch oft erlebe ich nur ungl&auml;ubiges Staunen und komplettes Unverst&auml;ndnis, wenn ich gro&szlig;e Gemeinden darauf anspreche, ob f&uuml;r sie eine Teilung, eine Neugr&uuml;ndung in ihrem Einzugsbereich denkbar w&auml;re.</p><p>Menschlich und auch als Pastor, der f&uuml;r jeden guten Mitarbeiter unbeschreiblich dankbar ist, kann ich nachvollziehen, dass man so etwas gar nicht denken mag.</p><p>Doch werde ich das Gef&uuml;hl nicht los, dass es auch in unserer Gesellschaft erst zu einer Verfolgung kommen muss, damit unsere sch&ouml;nen Kreise gesprengt werden und so die gute Nachricht von Jesus wieder Kreise ziehen kann.</p><p>So war es jedenfalls in der ersten Gemeinde. Die Fl&uuml;chtlinge zogen los und erlebten, dass das Evangelium nicht nur in ihrer Heimatgemeinde durchschlagenden Erfolg hat.</p><p>Damit komme ich zur zweiten Beobachtung:</p><h2><strong>2. Die gute Nachricht ist grenzenlos</strong></h2><p>Gottes Geist wirkt. Er wirkt auch ausgesprochen intensiv, nachdem er alte Formen und eingespielte Gemeinden gesprengt hat.</p><p>Auffallend ist, dass das Thema &bdquo;grenzenlos&ldquo; anfangs gar nicht so grenzenlos war:<br /><strong>&bdquo;Die aber zerstreut waren wegen der Verfolgung, die sich wegen Stephanus erhob, gingen bis nach Ph&ouml;nizien und Zypern und Antiochia und verk&uuml;ndigten das Wort niemandem als allein den Juden.&ldquo;</strong></p><p>Allein den Juden!</p><p>Von wegen &bdquo;Verk&uuml;ndigt das Evangelium in der ganzen Welt&ldquo;! Auch in der Verfolgung erfuhren erstmal nur die eigenen Landsleute von dem, was Jesus f&uuml;r alle Welt getan hat. Segensreich, aber nicht grenzenlos war das, was diese Fl&uuml;chtlinge hier taten.</p><p>Doch es gab auch andere:</p><p><strong>&bdquo;Es waren aber einige unter ihnen, M&auml;nner aus Zypern und Kyrene, die kamen nach Antiochia und redeten auch zu den Griechen und predigten das Evangelium vom Herrn Jesus.&ldquo;</strong></p><p>Da beim Pfingstfest Menschen aus aller Welt anwesend waren, war das Evangelium durch sie auch schon in alle Welt gegangen.</p><p>Gottes Wort kennt keine Grenzen. Die Botschaft der Bibel ist kultur- und nationen&uuml;bergreifend. Gottes Geist kennt keine Grenzen. Da gibt es nur den Unterschied zwischen denen, die glauben und denen, die nicht glauben wollen.</p><p>In meinen Gemeinden habe ich oft mehrere Nationalit&auml;ten. Immer wieder begeistert es mich, wie die Beziehung zu Jesus eine Einheit schafft und hilft, kulturelle und sprachliche Grenzen zu &uuml;berwinden.</p><p>Vielleicht m&uuml;ssen wir manchmal ebenso wie die erste Gemeinde von Gottes Geist unsanft geschubst werden, um neu zu entdecken, dass Gottes Wort grenzenlos wirkt.</p><p>Ob Juden, Europ&auml;er, Afrikaner oder welche Nationalit&auml;t auch immer: Gott handelt stets durch Menschen, die sich von ihm in Bewegung setzen lassen.</p><p>Das f&uuml;hrt zu meiner dritten Beobachtung:</p><h2><strong>3. Ohne Menschen tut Gott es nicht</strong></h2><p>Gott will mit seinen J&uuml;ngern, seinen Nachfolgern, etwas in der Welt bewegen! Und so senden die Apostel neugierig oder vielleicht auch misstrauisch Barnabas von Jerusalem aus, sich die Lage mal anzusehen, sich ein Bild zu machen.</p><p>Grunds&auml;tzlich ist es richtig, dass die Verantwortlichen sich ein Bild davon machen, ob Gott wirkt oder ob ungeistlicher Wildwuchs entsteht. Mit Barnabas senden sie einen aus, der menschlich und geistlich hohes Ansehen genie&szlig;t.</p><p>Wie wichtig die Wahl der richtigen Mitarbeiter f&uuml;r eine Aufgabe ist, sp&uuml;rt jeder, der es mit Menschen zu tun bekommt, die absolut ungeeignet f&uuml;r ihren Job sind.</p><p>Barnabas ist f&uuml;r mich so ein Vorbild, der seine Berufung, seine Begabung lebt. Er ermutigt die Missionare, die aus Jerusalem fliehen mussten.</p><p>Es kam kein strenger Kontrolleur aus Jerusalem, der jetzt genau hinsah, dass ja alles richtig zuging. Das w&auml;re auch untypisch f&uuml;r Barnabas. Er war eher der Mentor, der Begleiter, der Menschen f&uuml;r ihren Dienst zur&uuml;stete.</p><p>Nachdem Barnabas die Juden in ihrem Dienst gest&auml;rkt hatte, k&uuml;mmerte er sich um jenen Saulus, der noch fr&ouml;hlich der Steinigung des Stephanus zugesehen hatte. Gottes Geist hatte zwischenzeitlich aus Saulus einen Paulus gemacht.&nbsp; Er war vom Verfolger zum Nachfolger Jesu geworden. Barnabas nahm sich &uuml;ber ein Jahr lang Zeit, Paulus in die Gemeinde einzuf&uuml;hren. Sp&auml;ter begleitete er ihn auf der ersten Missionsreise.</p><p>Vor der zweiten Missionsreise lesen wir, dass Paulus Johannes Markus nicht mehr mitnehmen wollte, weil der ihn zutiefst entt&auml;uscht hatte.</p><p>Daraufhin trennte sich Barnabas von Paulus und k&uuml;mmerte sich nun um Johannes Markus. Sp&auml;ter lesen wir in den Briefen von Paulus, dass Johannes Markus ihm ein wertvoller Mitarbeiter geworden war. Eben, weil Barnabas seine Berufung lebte.</p><p>Ohne Menschen tut Gott es nicht. Sie m&uuml;ssen kein Barnabas, auch kein Paulus sein, aber Sie d&uuml;rfen das sein, was Sie sind: Der Mensch, den Gott heute so als Mitarbeiter haben will, wie Sie sich im Spiegel sehen k&ouml;nnen!&nbsp; Haben Sie den Mut zu einer grenzenlosen Nachfolge, in der Sie ins Staunen kommen k&ouml;nnen, was Gott mit Ihnen, durch Sie und oft sogar trotz Ihnen tun kann.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pastor Walter Undt</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17065840.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pastor Walter Undt]]></author>
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      <pubDate>Mon, 30 Jun 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Klage über die Macht der Bösen]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 12 – ausgelegt von Jens Scholz.</em><br/>
<p>Meine ersten spontanen Gedanken: das ist ja zeitlos, das ist wie &uuml;ber heutige Verh&auml;ltnisse geschrieben &ndash; da hat sich ja gar nichts ge&auml;ndert. Nach einem kurzen Moment halte ich inne.</p><p>Warum?</p><p>Weil sich doch etwas ge&auml;ndert haben muss! Weil die sogenannten Heiligen, objektiv gesehen, zugenommen haben. Weil es doch eine Menge Treue unter den Menschenkindern gibt. Diese Erkenntnis kommt mir nicht sofort durch Beobachtung, sondern durch Nachdenken.</p><p>Wie das?</p><p>Davids Wunsch, dass der Herr die Heuchelei und die hoff&auml;rtige Zunge ausrotten solle, ist Gott nachgekommen &ndash; aus meiner Sicht allerdings im Zeitlupentempo &ndash; und auch noch nicht vollkommen. Nicht per Dekret oder Befehl &ndash; es ist ein ganz anderer Werdeprozess eingetreten.</p><p>Zuerst erscheint Jesus auf der Weltb&uuml;hne und macht seine Botschaft, sein Evangelium bekannt. Er leitet damit einen Prozess ein, der seit fast &uuml;ber 2000 Jahren andauert und noch nicht abgeschlossen ist. Sehr viele Menschen haben sich seit der Erscheinung des Erl&ouml;sers f&uuml;r Ihn entschieden, mit ihm gelebt &ndash; und leben noch in seiner Gegenwart.</p><p>Die vielen NachfolgerJesu lernen, sich an die &ndash; ich nenne die frohe Botschaft auch gern Gebrauchsanleitung des Lebens &ndash; zu halten &ndash; besonders dann, wenn es schwer f&auml;llt. Manche Vorg&auml;nger von unseren Glaubensgeschwistern haben sogar daf&uuml;r ihr Leben gegeben, haben den M&auml;rtyrertod erlitten.</p><p>Einige meiner unz&auml;hligen Schwestern und Br&uuml;der im Glauben, die sich t&auml;glich um das Leben in der Gegenwart Gottes bem&uuml;hen, kenne ich sogar. Sie reden kein Lug und Trug &ndash; auf sie kann ich mich verlassen. Dieses &ndash; sich auf den Anderen verlassen zu k&ouml;nnen &ndash; ist sehr wesentlich.</p><p>In der Vergangenheit sind es die ungez&auml;hlten, treuen Nachfolger Jesu, die unter anderem,&nbsp; das Abendland zum Bl&uuml;hen gebracht haben. Durch die Unterrichtung in der Bibel, durch die Erkenntnis des wahren Gottes, haben sie gelernt sich gegenseitig zu vertrauen und sich an gegebene Versprechen zu halten. Das hat Menschen ver&auml;ndert. Zum Beispiel so: Sich an sein Wort zu halten, auf das christlich geschulte Gewissen zu h&ouml;ren, Gesch&auml;fte auf Handschlag und auf Treu und Ehre zu t&auml;tigen. Ja, das hat es mal gegeben &ndash; und das gibt es &ndash; Gott sei Dank &ndash; immer noch.</p><p>Trotzdem kann ich zu Recht &uuml;ber die noch bestehende Macht der B&ouml;sen klagen. Ich selbst bin erst vor wenigen Wochen Opfer eines dreisten Diebstahls geworden, der mich und meine Frau einen Gro&szlig;teil der Ersparnisse f&uuml;r die Rentenzeit gekostet hat.</p><p>Wie jetzt? Sollen wir die Ungerechtigkeiten aushalten, obwohl wir die Zusage Gottes gelesen haben, dass er Abhilfe schaffen wird? Wann soll das werden und wie steht Gott auf? H&ouml;rt das Seufzen der Armen auf? Hat Gott schon denen geholfen, die sich danach sehnen?</p><p>Ein Blick in die Welt zeigt uns, dass das B&ouml;se und alle damit verbundenen Ungerechtigkeiten immer noch andauern, und die Klage Davids vor 3.000 Jahren heute ebenfalls seine volle Berechtigung hat.</p><p>In einem Gleichnis Jesu werden wir daran erinnert, dass das Unkraut und der gute,&nbsp; ges&auml;te Weizen gemeinsam aufwachsen. Und &ndash; so der Hausherr in dieser Geschichte &ndash; erst bei der Ernte das Unkraut vom wertvollen Korn getrennt werden soll. Das Unkraut wird am Ende dann geb&uuml;ndelt ins Feuer geworfen. Bis dahin l&auml;sst der Hausherr es wachsen&hellip;..</p><p>Die Welt ist voller &Uuml;bel &ndash; Kriege, Missgunst, Gier sind noch an der Tagesordnung. Viele Menschen gefallen sich darin, hier Meister zu sein. David zitiert Gott, wenn er schreibt: &raquo;Weil die Elenden Gewalt leiden und die Armen seufzen, will ich jetzt aufstehen&laquo;, spricht der HERR, &raquo;ich will Hilfe schaffen dem, der sich danach sehnt.&laquo;&ensp;</p><p>&bdquo;Wer nach mir sucht, von dem lasse ich mich finden&ldquo;, kann ich beim Propheten Jeremia ca. 400 Jahre nach K&ouml;nig David lesen.</p><p>Aber nach wem soll ich suchen, wenn ich den, den es zu finden gilt, gar nicht kenne?</p><p>Damit das nicht mehr passieren kann, kam Jesus in die Welt. Er gab Zeugnis vom Vater, des Sch&ouml;pfers des Himmels, der Erde und der Menschen. Wer diesen Sch&ouml;pfer sucht, kann ihn finden &ndash; in Jesus kann er dann erkennen, wie Gottvater ist. Wer sich Jesus anvertraut, dem wird geholfen!</p><p>Ist das so einfach? Nein, leider nicht &ndash; das Unkraut gibt es immer noch. Und das m&ouml;chte so gern wuchern und den guten Weizen ersticken. Es gibt im christlichen Dasein keine Einzelerl&ouml;sung. Wenn ich Gl&uuml;ck habe, darf ich mal kurz mit auf den Berg Tabor &ndash; dort konnten zwei J&uuml;nger Jesu einmal f&uuml;r ein paar Augenblicke die Herrlichkeit des Himmels erblicken &ndash; bekamen mal einen kurzen Eindruck von Gottes Herrlichkeit. Aber danach ging es wieder in die Niederungen des Alltags &ndash; so lange, bis Gottes ganzes Reich wiederhergestellt sein wird. Das wird dann ein&nbsp; Ereignis sein, an dem alle beteiligt sind.</p><p>Wenn Jesus wiederkommt, setzt das voraus, dass Ihm der Weg bereitet wurde, seine Nachfolger ihren Auftrag ausgef&uuml;hrt haben &ndash; n&auml;mlich die frohe Botschaft allen Menschen zur Verf&uuml;gung gestellt zu haben, damit sie sich daf&uuml;r oder dagegen entscheiden k&ouml;nnen.</p><p>Dann wird Gott vollst&auml;ndig aufgestanden sein &ndash; um mit Davids Worten zu sprechen. Dann wird das Unkraut nicht mehr sein. Dann werden die Elenden frohlocken und die Ungerechtigkeit nicht mehr sein. Dann sind die Armen nicht mehr arm und die Heiligen Mitarbeiter des Weinbergs Gottes, die treuen Nachfolger sitzen am Tisch Gottes und feiern die Vollendung seines Reiches. Jesus selbst wird sie bedienen.</p><p>Geduld! Das Ziel kommt jeden Tag einen Schritt n&auml;her auf uns zu.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Jens Scholz</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17065454.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Jens Scholz]]></author>
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      <pubDate>Sun, 29 Jun 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Petrus in Jerusalem]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Apostelgeschichte 11,1-18 – ausgelegt von Wolfgang Helming.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 11,1-18 – ausgelegt von Wolfgang Helming.</em><br/>
<p>Was Petrus hier erlebt, ist schon sehr ungew&ouml;hnlich, das Gesicht, der Traum ersch&uuml;ttert sein Weltbild. Petrus soll etwas tun, was doch eigentlich von Gott verboten scheint. Nun sagt Gott aber zu Petrus: tue es. Petrus erkennt, dass es hier nicht um Speisegesetze geht. Gott will ihm etwas anderes klar machen. Die M&auml;nner, die ihn abholen, helfen Petrus das alles zu verstehen und richtig einzuordnen.&nbsp; Gott schenkt allen Menschen den Weg zu ihm &uuml;ber die Gnade und Bu&szlig;e. Was f&uuml;r eine Ver&auml;nderung! Nicht f&uuml;r Petrus aber f&uuml;r die anderen Menschen, f&uuml;r die, die nicht aus Israel kommen. Als Petrus dieses Bild versteht, beginnt er allen Menschen von der Gnade Gottes zu erz&auml;hlen.</p><p>Petrus kommt nach Jerusalem. Dort haben schon einige Br&uuml;der etwas geh&ouml;rt, von dem, was passiert ist. Aber weil sie nur etwas, nur einen Teil geh&ouml;rt haben, sind sie aufgebracht. Petrus erkl&auml;rt, was wirklich geschehen ist und wie Gott ihm klar gemacht hat, was Gottes Wille ist. Die anderen M&auml;nner sind still und akzeptierten, was Petrus gesagt hatt und sie danken Gott f&uuml;r sein Handeln.</p><p>Petrus braucht eine gewisse Zeit, um zu erkennen, was Gott beabsichtigt. Gott l&auml;sst ihm diese Zeit, er dr&auml;ngt Petrus nicht, er baut ihm Br&uuml;cken, damit Petrus den Willen Gottes versteht. So ist Gott auch heute noch zu den Menschen, Gott ist geduldig und von gro&szlig;er G&uuml;te. Er l&auml;sst den Menschen, denen er etwas zeigt, bis heute die n&ouml;tige Zeit, um zu verstehen, was er m&ouml;chte.</p><p>Ich war noch nicht verheiratet und half bei einem Bauprojekt in der N&auml;he von Sinsheim.</p><p>Eine christliche Gemeinde hatte dort eine ehemalige S&auml;gm&uuml;hle aufgekauft und baute diese um. Mit mir waren noch zwei andere Helfer plus zwei Ehepaare, die das ganze Projekt leiteten. Sonntags gingen wir in Sinsheim in eine Gemeinde zum Gottesdienst.</p><p>Da ich keine Frau hatte, schaute ich mir die jungen Frauen an und hoffte, Gott w&uuml;rde mir eine Frau zeigen, die f&uuml;r mich infrage k&auml;me. Aber nichts passierte. Ich bat Gott, mir Ruhe zu geben, damit ich mich auf den Bau und auf sein Wort konzentrieren konnte.</p><p>Ich bekam die Ruhe und alles war gut.</p><p>An einem sonnigen Tag Ende M&auml;rz ging ich durch das Dorf als ein Mann, den ich kannte, mich sah und fragte, ob ich einen Kaffee mittrinken wollte. Bei ihm im Garten waren er mit Familie und eine Frau mit einem kleinen Kind und ihren Hunden. Ich blieb dort eine Weile und als ich ging, dankte ich Gott daf&uuml;r, dass er mir so eine Frau wie die im Garten nicht geben wollte. Ich irrte gewaltig. Gott hatte mir meine Frau gezeigt und ich hatte es nicht verstanden. Die Frau selbst sprach noch am selben Abend mit einer Freundin und sagte ihr, dass Gott ihr heute ihren Mann gezeigt h&auml;tte. Ich verstand nach gut drei Wochen, warum ich auf einmal st&auml;ndig auf diese Frau traf. Dem Herrn sei Dank, dass ich verstand. Denn wir zwei sind nun seit mehr als 30 Jahren verheiratet. Die meiste Zeit gl&uuml;cklich.</p><p>Gott wei&szlig;, was wir brauchen, und er wei&szlig;, mit welchen Mitteln er uns seinen Willen zeigen kann, damit wir ihn verstehen.</p><p>Jesus Christus ist Gottes Weg f&uuml;r uns, zu ihm, zu Gott. Es gibt keinen anderen Weg als durch Jesus Christus. Damit wir diesen Weg verstehen und nehmen k&ouml;nnen, haben wir die Bibel.</p><p>Die Bibel ist der Schl&uuml;ssel. Aus dem Wort Gottes heraus werden die Predigten gehalten, die den Glauben wachsen lassen. Der Apostel Paulus schreibt: der Glaube kommt aus der Predigt. Wer in einen Gottesdienst geht und h&ouml;rt oder Predigten im Radio zuh&ouml;rt, oder im Internet sich Predigten anschaut, der hat die M&ouml;glichkeit, den Willen Gottes f&uuml;r sein eigenes Leben zu erkennen.</p><p>Petrus wurde klargemacht, dass die Bu&szlig;e, die M&ouml;glichkeit, zu Gott umzukehren, allen Menschen gilt und dass die Gnade Gottes f&uuml;r alle Menschen da ist. Eine Vorstellung, die Petrus zuerst erschreckte, aber dann erkannte er Gottes Willen und er verk&uuml;ndete von da an diese Botschaft.</p><p>Eine Botschaft, die auch heute noch g&uuml;ltig ist. Wer zu Gott kommt und Bu&szlig;e tut, der wird die Gnade Gottes erleben. Gott weist keinem die T&uuml;r, er hei&szlig;t jeden willkommen, der es aufrichtig meint. Damit das passieren kann, braucht es die Erkenntnis, dass der Mensch sich Gott zuwenden und von S&uuml;nde abwenden muss, um mit Gott Gemeinschaft haben zu k&ouml;nnen.</p><p>Die Bibel berichtet im Alten Testament, das Gott den K&ouml;nig Saul verworfen hatte und der Richter und Prophet Samuel den neuen K&ouml;nig salben sollte.</p><p>Gott schickte den Samuel zu einer Familie und das Oberhaupt der Familie lie&szlig; seine S&ouml;hne kommen, damit sie an Samuel vorbeigehen, so das Gott zeigt, wer der K&ouml;nig von Israel sein wird. Der Mann l&auml;sst seine sieben S&ouml;hne holen und sie alle gehen an Samuel vorbei, aber Gott will keinen von ihnen.</p><p>Da fragt Samuel, ob das bereits alle Kinder der Familie sind. Nein; einer ist noch auf der Weide, den l&auml;sst Samuel holen. Als der junge Mann mit Namen David vor Samuel steht, da wei&szlig; Samuel: Das ist der zuk&uuml;nftige K&ouml;nig von Israel. Gott l&auml;sst sich Zeit und Samuel lernt, dass es nicht auf das &Auml;u&szlig;ere ankommt, sondern auf das Herz. Gott sieht das Herz eines jeden Menschen an, der zu ihm kommt. Gott wei&szlig;, wie die Menschen sind. Gott wei&szlig;, wer als K&ouml;nig in Frage kommt, aber Gott will, dass Samuel versteht, dasy es nicht auf die Gr&ouml;&szlig;e und auf die Kraft des Menschen ankommt, sondern auf die Haltung des Herzens zu Gott dem Sch&ouml;pfer.</p><p>Nicht der Mensch, der gut aussieht, und der sich vor den Menschen gut darstellen kann, ist auch in Gottes Augen, der richtige.</p><p>Vor Gott sind alle Menschen gleich, jeder Mensch kann und darf zu Gott kommen. Gott wei&szlig; wer zu ihm kommen wird, die Menschen wissen das nicht. Gott kann das Herz sehen, die Menschen nicht. Deshalb ist es wichtig, das allen Menschen gesagt wird, dass sie zu Gott kommen k&ouml;nnen und wie sie zu Gott kommen k&ouml;nnen.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Wolfgang Helming</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17065096.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Wolfgang Helming]]></author>
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      <pubDate>Sat, 28 Jun 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Der Hauptmann Kornelius (3)]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Apostelgeschichte 10,34-48 – ausgelegt von Esther Mann.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 10,34-48 – ausgelegt von Esther Mann.</em><br/>
<p>Jetzt ist bei mir der Groschen gefallen!!! Kennen Sie diesen Ausspruch? Ich habe so etwas auch schon &ouml;fters erlebt. Ich bin mittendrin in einer Situation und kapiere gar nicht richtig, was da gerade geschieht. Viele Situationen lassen sich auch erst im R&uuml;ckblick so richtig verstehen. Dann wird analysiert und dar&uuml;ber nachgedacht.</p><p>So erging es Petrus wohl auch in dieser Geschichte. Was war passiert? Hier ein kurzer R&uuml;ckblick: Petrus ist hungrig auf dem Dach seines Hauses, wartet, bis das Essen fertig ist, nutzt die Zeit zum Beten und dann erlebt er eine Vision: Unreine Tiere, f&uuml;r Juden ungenie&szlig;bar, werden in einem Tuch vom Himmel gelassen und er soll sie schlachten und essen, so sagt es ihm eine Stimme. Er lehnt das ab, aber es geschieht dreimal &hellip;</p><p>Das bringt ihn zum Nachdenken, und w&auml;hrenddessen klopft es schon an seine T&uuml;re. Dort stehen drei r&ouml;mische Soldaten, die ihn abholen wollen nach C&auml;sarea.</p><p>Petrus ist gehorsam und geht mit. Er nimmt zwei Tage Fu&szlig;marsch auf sich, obwohl es f&uuml;r einen Juden eigentlich verboten ist, das Haus eines Nichtjuden zu betreten.</p><p>Bei seiner Ankunft l&auml;uft ihm der Offizier schon entgegen und f&auml;llt vor ihm auf die Knie. Petrus wehrt ihn ab und sagt: &bdquo;Hey, ich bin auch nur ein Mensch!&ldquo; Beim Weitergehen sieht er, dass schon das ganze Haus mit Nachbarn und Freunden gef&uuml;llt ist und auf ihn wartet. Nachdem diese ganze Geschichte nochmals analysiert wird und die Vorg&auml;nge beschrieben werden, da f&auml;llt bei Petrus der sprichw&ouml;rtliche Groschen. Und hier beginnt unser heutiger Text.</p><p>Petrus f&auml;ngt an zu reden, weil er erst jetzt die Bedeutung dieser Situation erfasst: N&auml;mlich, dass Gott niemanden bevorzugt oder benachteiligt wegen seiner Herkunft, seiner Hautfarbe oder was auch immer. Gott liebt Jeden. Ein aktuelles Thema bis heute. Die frommen Juden haben bis dahin sehr darauf geachtet, dass sie den Abstand wahren zu den sogenannten Heiden. Nun wird diese alte Tradition durchbrochen, und zwar durch Gott selbst, der diese Begegnung herbeigef&uuml;hrt hat.</p><p>Petrus, selbst ein Jude, gepr&auml;gt von seiner Kultur erf&auml;hrt nun eine <strong>Geschichtswende.</strong> Das war bis dahin unvorstellbar, dass das <strong>Evangelium</strong> auch f&uuml;r die Nichtjuden gilt. Petrus begreift, dass der Missionsbefehl, den Jesus vor seiner Himmelfahrt ausgesprochen hat, nun startet. Gott hat durch das &uuml;bernat&uuml;rliche Eingreifen durch Vision und Engel eine neue Zeit eingel&auml;utet. Von dieser Zeit hat Gott schon im Alten Testament gesprochen, als er zu Abraham sagte: In dir sollen <strong>alle Geschlechter dieser Erde</strong> gesegnet werden. Nun ist der Zeitpunkt da.</p><p>Gott sieht die echte Fr&ouml;mmigkeit des Kornelius. Er sieht sein soziales Engagement und schaut in sein gottesf&uuml;rchtiges Herz.</p><p>Gott sieht auch heute Menschen, die sich engagieren und im Herzen nach der Wahrheit suchen. Solche Menschen sind ihm angenehm, aber er m&ouml;chte, dass sich der Glaube nicht allein in den Traditionen und sozialem Engagement bewegt, sondern, dass das Herz erf&uuml;llt wird durch den Geist Gottes. Hier ist es Petrus, der diesen Spezialauftrag bekommt, den suchenden Menschen das Evangelium zu erkl&auml;ren. Er beschreibt in einfachen Worten das Leben Jesu. Er sagt zu den Zuh&ouml;rern: &bdquo;Das wisst ihr ja, ihr kennt es doch: Jesus von Nazareth ist umhergezogen, hat Kranke geheilt, Menschen aus der Gewalt des Teufels befreit &ndash; und das alles in der Kraft des Heiligen Geistes!&ldquo;</p><p>Petrus redet weiter und spricht vom Sterben und der Auferstehung Jesu Christi. Er selbst ist ein Augenzeuge von all diesen Wundern und Geschehnissen. Petrus hat bei dieser Rede Menschen vor sich, die offen sind f&uuml;r die Wahrheit, ja, f&uuml;r Jesus selbst. Deshalb geschieht hier etwas v&ouml;llig Ungeplantes: Die Zuh&ouml;rer werden vom Heiligen Geist erf&uuml;llt. Er ist noch gar nicht fertig mit seiner Ansprache, aber die Herzen der Zuh&ouml;rer sind bereit, den Geist Gottes zu empfangen. Hier sieht man wieder: Der Herr sieht das Herz an &ndash; wir Menschen sehen nur das &Auml;u&szlig;ere. Petrus erz&auml;hlt, was er mit Jesus erlebt hat, und Gott wirkt. Vielleicht ist der wortgewandte Petrus nun auch selbst erst mal sprachlos.</p><p>Die Menschen loben und preisen Gott in einer neuen Weise, so wie es Petrus und viele andere an Pfingsten erlebt haben. Allerdings bleibt auch der Widerstand nicht aus, denn es sind ja noch mehr Juden mit dabei, gepr&auml;gt von alten Traditionen, die diese Wende in der Geschichte noch nicht einordnen k&ouml;nnen oder verstanden haben. Petrus jedoch l&auml;sst sich nicht beirren. Er hat es kapiert, bei ihm ist der Groschen gefallen. Nun gilt es nach vorne zu schauen und auch zu handeln. Die <strong>Taufe</strong> ist eine logische Konsequenz dessen, was passiert ist. Und so l&auml;sst er alle, die im Haus des Kornelius versammelt sind, auf den Namen Jesu Christi taufen.</p><p>F&uuml;r heute m&ouml;chte ich mitnehmen, dass ich jederzeit mit dem Geist Gottes rechnen darf. Er leitet mich, auch wenn ich keine Vision erlebe oder Stimmen h&ouml;re. Der Heilige Geist wirkt heute genauso kraftvoll auf verschiedene Weisen. Ich m&ouml;chte ihm Raum geben in meinem Leben, indem ich wie Petrus h&ouml;re. Der Heilige Geist spricht zu mir durch sein Wort, die Bibel, durch Umst&auml;nde und Predigten, durch Freunde oder Zeiten der Stille. Er hat unglaublich viele M&ouml;glichkeiten. Petrus war damals gehorsam, auch wenn er zu Beginn seiner Mission l&auml;ngst nicht alles verstanden hat. Was Gott daraus macht, wenn wir ihm vertrauen, darauf d&uuml;rfen wir gespannt sein.</p><p>Eine wahre Geschichte aus j&uuml;ngster Zeit in Gaza zeigt, wie sehr Gott den Glauben ernst nimmt: Rasim, seine Frau Yasmin und ihre 5 Kinder schlafen in einem Haus in Gaza, als die Bombardierung beginnt. Ihr Haus wird getroffen und st&uuml;rzt ein. Die Familie wird unter den Tr&uuml;mmern begraben. Dunkelheit umh&uuml;llt sie. Alles ist voller Staub. Sie sind eingeklemmt, sie finden aber ein wenig Raum, in dem sie atmen k&ouml;nnen. Das verzweifelte Schluchzen und die Angst der Kinder treiben Yasmin dazu, um ein Wunder zu beten. Aus endlosen Minuten werden Stunden und Tage. Endlich nach 5 Tagen werden sie gefunden. H&auml;nde ziehen Yasmin und Rasit und ihre Kinder heraus, staubbedeckt und voller Schrammen. Wie konnten sie so lange unter den Tr&uuml;mmern &uuml;berleben? Yasmin erz&auml;hlt unter Tr&auml;nen und voller Dankbarkeit von ihrem unfassbaren Erlebnis: &bdquo;Ein Mann in einem strahlend wei&szlig;en Gewand kam einige Male zu uns und brachte uns Wasser und Essen. Ich fragte ihn nach seinem Namen und der Fremde antwortete mir: &sbquo;Ich bin Isa al Masih.&lsquo; &ndash; Jesus der Messias.&ldquo;</p><p>( Nachzulesen im Heft: Gebet f&uuml;r die Welt w&auml;hrend des Ramdans, 2025)</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Esther Mann</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17064299.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Esther Mann]]></author>
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      <pubDate>Fri, 27 Jun 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Der Hauptmann Kornelius (2)]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Apostelgeschichte 10,23b-33 – ausgelegt von Klaus Brier.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 10,23b-33 – ausgelegt von Klaus Brier.</em><br/>
<p>ch versuche, die Geschichte von Kornelius, dem r&ouml;mischen Hauptmann, noch einmal ein bisschen zusammenzufassen.</p><p>Gottes Volk lebt unter der Herrschaft der r&ouml;mischen Besatzungsmacht. Die R&ouml;mer haben nichts dagegen, dass das j&uuml;dische Volk nach seiner Religion lebt. Heute w&uuml;rden wir sagen: Ja, da durfte jeder so nach seiner Fasson leben. An welchen Gott jemand glaubte, war den R&ouml;mern vollkommen egal, solange ihre Herrschaft nicht bedroht war.</p><p>Unter diesen R&ouml;mern gibt es einen Hauptmann, dessen Lebensstil wohl etwas anders war.</p><p>In seinem Leben gibt es Gebet und er gibt Almosen.</p><p>Gebet verbinde ich immer mit geistlichem Leben. Es bleibt erst einmal offen, wie das f&uuml;r diesen Hauptmann konkret ausgesehen hat. Sicher ist zumindest, dass er zu den religi&ouml;sen Br&auml;uchen, dem religi&ouml;sen Leben, der Juden keinen Zugang hatte. Das erw&auml;hnt der Apostel Petrus sp&auml;ter. Den Juden war es zumindest untersagt, das Leben der R&ouml;mer zu teilen. Juden lebten nach dem Gesetz Gottes und die R&ouml;mer, die hatten ihre eigenen Gesetze.</p><p>Petrus kommt jetzt zu Kornelius. Gott hat ihm in einer Vision klar gemacht, dass es an der Zeit ist, diese unsichtbar gezogene Grenze aufzuheben. Das Evangelium, das sollte sich jetzt nicht nur unter dem Volk Gottes verbreiten, es sollte jetzt auch zu den anderen Nationen kommen.</p><p>Petrus wagt diesen Schritt im Gehorsam, und so h&ouml;rt Kornelius noch einmal, wer Jesus ist und was er getan hat. Was sagt Petrus &uuml;ber Jesus?</p><ul><li>Gott hat durch Jesus Frieden verk&uuml;ndet</li><li>Jesus ist Herr &uuml;ber alles</li><li>Gott hat Jesus mit dem Heiligen Geist und Kraft gesalbt</li><li>Jesus ist umhergezogen und hat Gutes getan und Kranke geheilt</li><li>Jesus wurde gekreuzigt, er wurde get&ouml;tet</li><li>Am dritten Tag wird Jesus von den Toten auferweckt</li><li>Jesus erscheint sichtbaren unter seinen Nachfolgern</li><li>Jesus ist der Richter &uuml;ber die Lebendigen und Toten</li><li>Wer an Jesus glaubt, der empf&auml;ngt Vergebung f&uuml;r seine S&uuml;nden</li></ul><h2><strong>Wen soll ich anbeten?</strong></h2><p>Petrus ist mit dem Geist Gottes erf&uuml;llt und verherrlicht Jesus. Er macht Jesus gro&szlig; und gleichzeitig zeigt er Petrus auch, wo er den Glauben dieses Hauptmanns korrigieren muss. Kornelius f&auml;llt vor Petrus auf die Knie und betet ihn an. Anbetung ist aber etwas, was allein Gott geb&uuml;hrt. Welchen Wert Anbetung hat, das zeigt Jesus, als er vom Teufel versucht wird. Satan bietet Jesus alle Reiche der Welt an. Der Preis daf&uuml;r: Satan will von Jesus angebetet werden.</p><p>Mit anderen Worten: Mache mich durch deine Anbetung zu deinem Gott! Wenn Sie mal genau hinsehen, in der Welt gibt es viele Menschen, die Anbetung wollen. Egal, ob es ein Diktator ist oder ein Popstar. Menschen binden andere Menschen seelisch an sich und was sie wollen, ist Anbetung.</p><p>Seinem Volk sagt Gott sehr eindringlich: Betet keine fremden G&ouml;tter an! Also Petrus korrigiert dieses Verhalten von Kornelius. Er sagt ihm, dass er nur ein Mensch ist und auf seinem Weg mit Jesus hat er das wohl sehr oft erlebt. Sein menschliches Verhalten, dazu geh&ouml;rte es, Jesus zu verleugnen. Dazu geh&ouml;rte der Plan, auf dem Berg der Verkl&auml;rung mit Jesus zusammen ein paar H&uuml;tten zu bauen.</p><p>Petrus ist von Gott durch eine harte Schule gef&uuml;hrt worden. Und diese eine Lektion, dass nur Gott Anbetung geb&uuml;hrt, die hat er wohl behalten. Kornelius erf&auml;hrt jetzt von einem Augenzeugen, was Jesus alles getan hat. Gott hat durch Jesus Frieden verk&uuml;ndet. Keinen weltlichen Frieden, keinen Frieden zwischen R&ouml;mern und dem Volk Gottes, sondern einen Frieden, der jetzt in die Herzen der Menschen einziehen kann.</p><p>Der Friede mit Gott, der in ein Leben kommt, wenn Jesus als der Erl&ouml;ser, als die Antwort Gottes, angenommen wird. Gottes Antwort auf das Minus im Leben des Menschen ist das Kreuz auf Golgatha. Dort durchkreuzt Gott dieses Minus und macht ein Plus daraus.</p><h2><strong>Jesus ist Herr &uuml;ber alles</strong></h2><p>Der n&auml;chste Punkt, &uuml;ber den Petrus mit Kornelius spricht. Jesus ist Herr &uuml;ber alles. Das bedeutet: Nichts in der sichtbaren Welt und nichts in der unsichtbaren Welt kann daran etwas &auml;ndern. Jesus ist der Herr &uuml;ber alles.</p><p>Gott hat Jesus mit dem Heiligen Geist und Kraft gesalbt. Warum erw&auml;hnt Petrus diese Erf&uuml;llung mit dem Heiligen Geist? Jesus hat nicht aus der menschlichen Kraft heraus gehandelt. Das betont Petrus hier noch einmal. Der Geist Gottes, er wirkt oft &uuml;bernat&uuml;rlich. Er wirkt &uuml;ber das Verstehen des Menschen hinaus.</p><p>Jesus ist umhergezogen und hat Gutes getan, er hat die Kranken geheilt. Davon hatte Kornelius bestimmt geh&ouml;rt. Hat ihn die Kreuzigung von Jesus ins Nachdenken gebracht? Einer, der nur Gutes getan hat, wird gekreuzigt?</p><p>Am dritten Tag wird Jesus von den Toten auferweckt. Hier sagt Petrus etwas, was zu den fundamentalen Aussagen des christlichen Glaubens geh&ouml;rt. Jesus lebt, das Grab ist leer.</p><p>Jesus ist auferstanden und zeigt sich unter seinen Nachfolgern.</p><p>Jesus ist der Richter &uuml;ber die Lebendigen und die Toten. Es geh&ouml;rt mit zum christlichen Glauben, auch das Gericht Gottes zu erw&auml;hnen. Aber Jesus ist nicht nur der Richter, er ist auch der Erl&ouml;ser, an dem Gott sein Urteil vollstreckt. Es ist das Urteil &uuml;ber das Leben des Menschen, das Jesus auf sich nimmt. Einer stirbt f&uuml;r alle, damit alle die M&ouml;glichkeit haben, diesen Frieden kennen zu lernen, den Gott schenken will.</p><p>Der letzte Punkt: Wer an Jesus glaubt, der empf&auml;ngt Vergebung der S&uuml;nden.</p><p>S&uuml;nde ist eine zerst&ouml;rende Macht, deren Herrschaft ich immer wieder zu sp&uuml;ren bekomme, wenn ich etwas tue, was ich eigentlich ja gar nicht tun will. Eine L&uuml;ge kommt &uuml;ber meine Lippen, Neid steigt in mir hoch, ich vertrete stolz meinen Standpunkt und jedes Mal wei&szlig; ich ganz genau: das gef&auml;llt Gott nicht. Mein Gewissen l&ouml;st da ein Alarmsignal aus und der Geist Gottes zeigt mir auch sehr klar: da lebst du ganz konkret gegen das Wort Gottes, da musst du ganz einfach umkehren.</p><p>Nachdem Petrus seine Rede beendet hat, erf&uuml;llt der Geist Gottes den Raum. Und jetzt ist es klar: das, was Petrus zu Pfingsten erlebt hat, dass er erf&uuml;llt wird mit dem Geist Gottes, dass er Kraft bekommt, das Evangelium weiterzusagen, das darf nun jeder Mensch erleben. Gott macht da keinen Unterschied zwischen Juden und R&ouml;mern, zwischen Armen und Reichen.</p><p>F&uuml;r jeden Menschen gibt es diese Vergebung der S&uuml;nden, und wer an Jesus glaubt, der wird mit Kraft ausger&uuml;stet, um das zu tun, was Petrus hier tut: mit einfachen Worten sagen, wer Jesus ist und was er f&uuml;r den Menschen getan hat.</p><p>Daf&uuml;r braucht es immer das Wirken des Heiligen Geistes. Durch sch&ouml;ne Worte, so hat es der Apostel Paulus einmal ausgedr&uuml;ckt, findet niemand zu Jesus. Das Wirken des Heiligen Geistes verleiht unseren Worten diese Kraft, die das Herz des Menschen ber&uuml;hrt und bewegt.</p><p>Auf seinem Weg mit Jesus hat Petrus erlebt, was der Geist Gottes alles wirken kann.</p><p>Daf&uuml;r, f&uuml;r dieses Wirken, will ich mich mehr und mehr &ouml;ffnen.</p><p>&#9658;&nbsp; &nbsp;<strong>Infos zur Apostelgeschichte</strong></p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Klaus Brier</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17063564.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Klaus Brier]]></author>
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      <pubDate>Thu, 26 Jun 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Der Hauptmann Kornelius (1)]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Apostelgeschichte 10,1-23a – ausgelegt von Helmut Rieth.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 10,1-23a – ausgelegt von Helmut Rieth.</em><br/>
<p>Religion ist die Suche nach Gott, hei&szlig;t es, und das stimmt auch! Nur das Ergebnis der Suche, das stimmt nicht immer. Und daher hat die Bibel eine andere Perspektive: Gott sucht den Menschen, hei&szlig;t es hier. Einer der Ersten, den Gott suchte, war Abraham, von dem wir gar nicht wissen, ob der seinerseits auf der Suche nach Gott war. In der Lutherbibel im 1. Buch Mose, Kapitel 12, Vers 1-3 lesen wir dar&uuml;ber: <strong>&bdquo;Und der HERR sprach zu Abraham: Geh aus deinem Vaterland und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will. Und ich will dich zum gro&szlig;en Volk machen und will dich segnen und dir einen gro&szlig;en Namen machen, und du sollst ein Segen sein. Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden.&ldquo;</strong> (1. Mose 12,1-3)</p><p>&nbsp;Jahrelang war davon dann nicht viel zu sp&uuml;ren. Gott ging haupts&auml;chlich seinem eigenen, untreuen Volk nach. Daran hat das Kommen Jesu zun&auml;chst scheinbar wenig ge&auml;ndert. In der Apostelgeschichte aber geschieht etwas Neues. Schon der Auftrag Jesu an seine J&uuml;nger (Apostelgeschichte 1,8): <strong>&bdquo;Ihr &hellip; werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Jud&auml;a und Samarien und bis an das Ende der Erde&ldquo;,</strong> macht es klar: Grenzen sollen &uuml;berschritten werden. Doch die J&uuml;nger Jesu, die Apostel, waren offensichtlich z&ouml;gerlich damit, woran auch die Tatsache nichts &auml;nderte, dass sich durch den Apostel Philippus und das Wirken des Heiligen Geistes ein Ausl&auml;nder, der K&auml;mmerer aus &Auml;thiopien, bekehrte und getauft wurde. Daher nahm Gott die Sache selbst in die Hand.</p><p>Damit sind wir bei unserem heutigen Bibeltext, der Apostelgeschichte, Kapitel 10, Verse 1-23 angekommen: bei Kornelius und Petrus &ndash; zwei Fremde, der eine ein R&ouml;mer und der andere ein Jude. Beide empfingen aber unabh&auml;ngig voneinander jeweils eine Vision Gottes.</p><p>In C&auml;sarea, einer Stadt an der K&uuml;ste Israels s&uuml;dlich des Berges Karmel, die als &bdquo;C&auml;sarea am Meer&ldquo; als eine weitgehend heidnische Stad bekannt war, gab es vor etwa 2000 Jahren einen r&ouml;mischen Offizier namens Kornelius, der als ein Hauptmann f&uuml;r hundert Soldaten des sogenannten Italienischen Regimentes verantwortlich war, das in C&auml;sarea stationiert war. Die Stadt C&auml;sarea war das Zentrum der r&ouml;mischen Besatzung und Verwaltung sowie der Standort vieler gro&szlig;er Infrastrukturprojekte von Herodes dem Gro&szlig;en, dem K&ouml;nig des r&ouml;mischen Territoriums Jud&auml;a, eine Position, die ihm von den R&ouml;mern verliehen wurde. Herodes hielt Jud&auml;a jedoch fest unter r&ouml;mischer Herrschaft.</p><p>Als r&ouml;mischer Offizier war der Hauptmann Kornelius ein treuer Diener der Unterdr&uuml;cker Israels und des j&uuml;dischen Volkes und somit f&uuml;r jeden patriotischen Juden jener Zeit ein Mann, dem man nur mit Vorurteilen begegnen konnte. Kornelius war unter den Juden jedoch trotz alledem bekannt als ein frommer Mann, der mit allen, die in seinem Haus lebten, an den Gott Israels glaubte. Er gab gro&szlig;z&uuml;gige Spenden f&uuml;r die Bed&uuml;rftigen in der j&uuml;dischen Bev&ouml;lkerung und betete treu und regelm&auml;&szlig;ig.</p><p>Eines Tages &ndash; gegen drei Uhr nachmittags hatte Kornelius eine Vision:</p><p>Klar und deutlich sah er, wie ein Engel Gottes zu ihm ins Zimmer trat. &bdquo;Kornelius&ldquo;, h&ouml;rte er ihn sagen. Erschrocken starrte Kornelius den Engel an. &bdquo;Was ist, Herr?&ldquo;, fragte er. Der Engel erwiderte: &bdquo;Gott hat deine Gebete geh&ouml;rt und hat gesehen, wieviel Gutes du den Armen tust. Darum schicke einige M&auml;nner nach Joppe zu einem gewissen Simon mit dem Beinamen Petrus und bitte ihn, zu dir zu kommen. Er ist bei einem Gerber zu Gast, der ebenfalls Simon hei&szlig;t und dessen Haus direkt am Meer liegt.&ldquo; Als der Engel wieder gegangen war, rief Kornelius zwei seiner Diener sowie einen gl&auml;ubigen Soldaten aus seinem pers&ouml;nlichen Gefolge zu sich. Er berichtete ihnen alles, was er soeben erlebt hatte, und schickte sie dann nach Joppe, s&uuml;dlich vom heutigen Tel Aviv.</p><p>In Joppe hatte Petrus w&auml;hrenddessen Mittagspause gemacht und dabei ebenfalls eine Vision gehabt: ein Tuch voller unreiner, rituell f&uuml;r einen orthodoxen Juden verbotener Tiere war darauf gewesen und Gott hatte Petrus aufgefordert, diese zu schlachten und zu essen. Dreimal hatte sich dies wiederholt, denn zuerst hatte Petrus geantwortet: &bdquo;Was im Alten Testament als verboten gelistet ist, darf ein frommer Jude nicht essen!&ldquo;</p><p>Petrus verstand diese Vision erst einmal nicht, und w&auml;hrend er dar&uuml;ber nachgr&uuml;belte und sich fragte: &bdquo;Was soll das denn bedeuten?&ldquo; &ndash; wurde ihm die Erkl&auml;rung sozusagen &sbquo;frei Haus&lsquo; geliefert: Es klopfte und drei Heiden standen vor der T&uuml;r. Ob Petrus das gleich mit seiner Vision zusammenbrachte, ist zweifelhaft. Auf jeden Fall stellte er sich den Besuchern und war ihnen gegen&uuml;ber gastfreundlich, was f&uuml;r einen frommen Juden allerdings damals keinesfalls selbstverst&auml;ndlich war. Denn die Besucher waren ja keine Juden. Mehr noch: Petrus bewirtete sie und ging am n&auml;chsten Morgen mit ihnen mit nach C&auml;sarea, etwas mehr als 50 km von Joppe entfernt, ins Haus ihres Herrn Kornelius, des r&ouml;mischen Hauptmanns von Kapernaum. In der Apostelgeschichte wird dazu berichtet, dass der Heilige Geist dem Apostel Petrus eingab, mit ihnen zu gehen. Ob die an Jesus gl&auml;ubigen j&uuml;dischen Br&uuml;der Petrus aus Freundlichkeit dahin begleiteten oder um auf ihn aufzupassen, wird nicht deutlich. Allen Beteiligten ist jedoch klar: ein Skandal ist eigentlich unvermeidbar!</p><p>Petrus und Kornelius waren zwei M&auml;nner, wie sie unterschiedlicher nicht h&auml;tten sein k&ouml;nnen. Wie unwahrscheinlich war es doch, dass diese so v&ouml;llig verschiedenen M&auml;nner einander begegnen sollten!</p><p>Was sie trennte, war doch, dass sie aus grundverschiedenen Kulturen stammten, durch deren Schranken sie auch im Umgang miteinander getrennt waren und obendrein so weit voneinander entfernt lebten. Doch genau sie sollten einander begegnen, weil sie gottesf&uuml;rchtige M&auml;nner waren.</p><p>Petrus hat mit der Zeit etwas Wichtiges verstanden, die Botschaft, die Gott ihm mit der Vision von den verbotenen Tieren gesandt hatte: Auch die Nichtjuden k&ouml;nnen Gottes Kinder werden, kommen durch Jesus Christus zu Israel als auserw&auml;hlten Volk hinzu. Alle sind gleicherma&szlig;en Ziel der Verk&uuml;ndigung der Guten Nachricht, und alle, die zu Christus geh&ouml;ren, geh&ouml;ren zu Gott. Was hei&szlig;t das eigentlich f&uuml;r uns heute?</p><p>Zu Gott zu geh&ouml;ren hei&szlig;t, in einer Gemeinschaft zu stehen, heute einer weltweiten, in der Unterschiede durch ein gemeinsames Fundament f&uuml;r uns Christen belanglos werden.</p><p>Petrus und Kornelius hatten sich beide aufgemacht, Grenzen zu &uuml;berwinden, hatten sich in Bewegung gesetzt, waren Schritte auf Neues zugegangen.</p><p>Mit Gottes Hilfe k&ouml;nnen auch Sie immer wieder aufbrechen in das Neue, das vor Ihnen liegt und von dem Sie noch gar nicht wissen, wie es sein wird. Aufbrechen in neue Vorstellungen, zu denen Sie alte Ideen, Meinungen und Anstandsregeln gar nicht kommen lassen. Aufbrechen zu Menschen, zu denen Sie bisher nicht gegangen sind.</p><p>Ja, Gott geht mit! Er setzt in Bewegung und er verbindet, was getrennt ist! An Petrus und Kornelius sehen Sie, wozu es f&uuml;hren kann, wenn Sie es wagen!</p><p>Diesen Mut schenke uns Gott, Ihnen und auch mir!</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Helmut Rieth</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17062928.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Helmut Rieth]]></author>
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      <pubDate>Wed, 25 Jun 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Petrus in Lydda]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Apostelgeschichte 9,32-43 – ausgelegt von Sabine Müller.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 9,32-43 – ausgelegt von Sabine Müller.</em><br/>
<p>Sie haben gerade zwei unterschiedliche Geschichten geh&ouml;rt mit verschiedenen Orten und unterschiedlichen Personen. Und doch zieht sich <em>ein</em> roter Faden durch die beiden Erlebnisse: <em>Gott wirkt durch seine Nachfolger, </em>hier durch Petrus, der sich von Gott gebrauchen und einspannen l&auml;sst. Es wird deutlich: <em>Gott ist HERR &uuml;ber alles</em>, selbst &uuml;ber Krankheit und Tod.</p><p>In der ersten Geschichte wird ein <strong>Gel&auml;hmter</strong> geheilt. Er hei&szlig;t <strong>Aeneas</strong> und wohnt in Lydda. Das liegt in der N&auml;he des heutigen Tel Aviv und war damals Niemandsland, wobei es nicht so bleiben sollte. Das Ereignis hat gro&szlig;e, weittragende Folgen: F&uuml;r die Menschen und f&uuml;r die Region. Petrus durchstreift das ganze Land und besucht Gemeinden und einzelne Christen. Aeneas ist einer davon, ein Gl&auml;ubiger, ein Nachfolger Jesu. Wobei es mit dem <em>Folgen</em> so eine Sache ist. Im Geiste ist dies m&ouml;glich, aber nicht k&ouml;rperlich. Aeneas ist seit acht Jahren gel&auml;hmt und ans Bett gefesselt. Er ist auf Almosen angewiesen, weil es damals keine staatliche Unterst&uuml;tzung gab. Wie schwer dieses Schicksal ist, kann man sich als Gesunder wohl kaum vorstellen: K&ouml;rperliche Schmerzen, eingeschr&auml;nkte Bewegungen, isoliert, kaum soziale Kontakte. Auch vom religi&ouml;sen Leben ist &Auml;eneas ausgeschlossen, weil ein Besuch des Tempels nicht m&ouml;glich ist.</p><p>Wie wichtig ist es doch, damals wie heute, dass Christen zu den Leuten gehen, Glauben in den Alltag bringen und Hoffnung schenken. Nicht nur die ersten Christen sind f&uuml;r ihr sozial-diakonisches Wirken bekannt. Das Motto der Heilsarmee ist <em>&bdquo;Suppe, Seife, Seelenheil&ldquo;</em>, wo Wort <em>und</em> Tat ihren Platz haben. Im Alltag gibt es ein breites Arbeitsfeld, wo ich mich einbringen kann: Unterst&uuml;tzen, ermutigen, helfen.</p><p>Petrus nimmt Anteil an der Not des Aeneas und an der Misere von vielen Anderen. Er durchstreift die ganze Gegend, wo er sicherlich viele Begegnungen hat. <em>Jeder</em> braucht Jesus, ob gl&auml;ubig oder (noch) nicht: Mitsch&uuml;ler, Arbeitskollegen, Nachbarn, Familienmitglieder, Leute aus der Gemeinde oder auch Menschen am Rande der Gesellschaft. Auch Christen bleiben nicht verschont und brauchen Ermutigung; Wenn Sie krank sind, gemobbt werden, arbeitslos sind oder in Krisen stecken.</p><p>Aeneas ist ans Bett gefesselt, sein Radius beschr&auml;nkt. Ob es seine Hoffnung auch ist? Petrus sieht das Leid des Aeneas. <em>Gott</em><em>ist</em><em>ein</em><em>Gott,</em><em>der</em><em>sieht</em>, alle Tr&auml;nen, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, Ohnmacht, allen Schmerz und alles Leid. Und ich bin &uuml;berzeugt, <em>er leidet in</em><em>Jesus</em><em>mit.</em> Aber hier geschieht noch <em>mehr</em> als wahrnehmen. <em>Gott handelt</em>! Das Wunder geschieht und Aeneas wird geheilt. Wie ist es passiert? Es ist nicht zu erkl&auml;ren, sondern bleibt ein Geheimnis, ausgel&ouml;st durch wenige Worte: <em>&bdquo;Aeneas, stehe auf&ldquo;!</em> Ich mag protestieren: &bdquo;<em>Stopp</em>! Genau das ist doch der Knackpunkt! Geht nicht!&ldquo; Aber geht nicht, gibt es bei Gott nicht, nichts ist ihm unm&ouml;glich. Er ist st&auml;rker als alles Leid und kann mit nur <em>einem</em> Wort Einhalt gebieten. Allerdings gibt es keine Regelm&auml;&szlig;igkeit. Nicht jeder wird gesund, nicht jeder kann unbeschwert durchs Leben gehen. Petrus l&auml;sst sich hier als Nachfolger Jesu gebrauchen und wird zum Werkzeug Gottes. Dieses Wunder zeigt Wirkung, nicht nur bei Aeneas, der an die Allmacht Jesu Christi glaubt. ER wird gesund und kann wieder gehen. Dieses unglaubliche Ereignis macht die Runde in dieser geistlich doch recht toten Gegend und hat eine enorme Auswirkung: Das Umfeld sieht den Geheilten und erkennt: <em>Gott wirkt!</em> Durch dieses Wunder kommen die Menschen der Region zum Glauben an Jesus Christus, Gottes Sohn, der auch heute noch erlebbar ist. Denn sie sehen nicht nur die Heilung an sich, sondern den, der <em>dahinter</em>steht und sie bewirkt: Gott selbst.</p><p>In der zweiten Geschichte erfahren wir Einiges von <strong>Tabita</strong>. Sie ist eine J&uuml;ngerin Jesu und ist zum Glauben an Christus gekommen.</p><p><em>Was kann sie von ihrem Vorbild Jesus als Sch&uuml;lerin lernen und &uuml;bernehmen?</em></p><p>Sie tut viel Gutes und hat ein Herz f&uuml;r die Armen (Apostelgeschichte 36). Aber all dieses positive Wirken findet ein j&auml;hes Ende: Die Trauer und Fassungslosigkeit sind gro&szlig;. Die Trauernden lassen Petrus in Lydda holen, damit er schnellstens nach Joppe kommt. Ich frage mich, was wohl das Motiv ist. Soll Petrus die Trauernden tr&ouml;sten oder hoffen sie auch hier auf ein Wunder &ndash; &auml;hnlich wie es in Lydda bei Aeneas geschehen ist? Sicherlich hat es in der Gegend die Runde gemacht. Petrus l&auml;sst sich rufen, l&auml;sst nichts anbrennen und setzt sich sofort in Bewegung. Er trifft viele Witwen an, die von Tabita unterst&uuml;tzt wurden. Sie halten die vielen Kleider in H&auml;nden, die Tabita gen&auml;ht hat. Aber es geht um mehr als Kleidungsst&uuml;cke, es sind ihre Wohltaten, die zu Lebzeiten Leib und Seele anderer gew&auml;rmt haben. Ihr Tod hinterl&auml;sst jetzt eine gro&szlig;e L&uuml;cke und l&ouml;st eine tiefe Trauer aus. Was macht Petrus? Wendet er sich der Toten zu, als er betet? In aller Not und Endg&uuml;ltigkeit des Todes richtet er kniend seine Gebete an Gott, der sich auch hier als <em>Herr &uuml;ber allem</em> erweist, dem nichts unm&ouml;glich ist. Das Wunder geschieht! Auch hier erfolgt das Wunder durch <em>ein</em> Wort: <strong>&bdquo;</strong><strong><em>Tabita, steh auf</em></strong><strong>&ldquo;!</strong></p><p>Jesus ist Herr &uuml;ber allem, auch &uuml;ber den Tod. Das hat er durch seine Auferstehung bewiesen. Er kennt die Seinen mit Namen und Tabita h&ouml;rt seine Stimme. Die Dankbarkeit im Hause ist gro&szlig;, alle sehen Tabita, die aufsteht und umhergeht. Ich bin mir sicher, dass sie sich weiterhin von Gott gebrauchen lie&szlig;, um Witwen zu unterst&uuml;tzen und ihnen viel Gutes zu tun. Auch hier zeigt das Wunder Signalwirkung und Viele kommen zum Glauben an Christus, der durch Petrus wirkt.</p><p><strong><em>Was k&ouml;nnen Sie durch die beiden Geschichten f&uuml;r Ihren Glauben lernen?</em></strong></p><ol><li><strong>Gott schenkt Hoffnung und hat die Menschen im Blick</strong>. Kranke, Trauernde, Fr&ouml;hliche und auch Menschen im Leid.</li><li><strong>Sie d&uuml;rfen sich von Gott gebrauchen lassen und sein Bodenpersonal sein, </strong><br />
aber es ist Gottes Freiheit, ob, wann und wie er handelt. Zugegeben, nicht jeder wird geheilt. Manchmal schenkt er st&auml;rkere Schultern oder tr&auml;gt Lasten mit und hilft.</li><li>Gottes Handeln bleibt auch heute nicht ohne Wirkung. Immer noch geht es darum, dass Menschen Jesus begegnen und ihm nachfolgen. Er schenkt Hoffnung und Leben, irdisches und ewiges Leben.</li><li>Auch in der Geschichte von Tabita wird deutlich: <strong>Gott ist Herr &uuml;ber allem</strong>. Er hat das erste und auch das letzte Wort. Seit Ostern hat der Tod keine H&auml;nde mehr. Dank Jesu Auferstehung muss er seine Beute hergeben: Eine Tabita, einen auferweckten Lazarus und alle, die im Glauben an Jesus auferstehen, damit sie ewig leben.</li></ol><p>Der 24. Juni ist der Johannistag, ein Gedenktag an Johannes den T&auml;ufer. Seine Erkenntnis und sein Wunsch lauten: <em>Er muss wachsen, ich muss abnehmen</em>. Ich m&ouml;chte <em>Jesus in meinem Leben Raum geben</em>, ihm vertrauen, nachfolgen und mich gebrauchen lassen.</p><p>Machen Sie mit? Es lohnt sich!&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Sabine Müller</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17062103.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Sabine Müller]]></author>
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      <pubDate>Tue, 24 Jun 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Saulus in Damaskus und Jerusalem]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Apostelgeschichte 9,19b-31 – ausgelegt von Benjamin Gies.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 9,19b-31 – ausgelegt von Benjamin Gies.</em><br/>
<p>Da ist Paulus, der gerade diese grandiose Begegnung mit Jesus hatte. Jesus hatte ihn erl&ouml;st, ihn von Schuld befreit, ihm ein neues Leben gegeben. Zugegeben die Behandlung war recht ungew&ouml;hnlich &ndash; er fiel auf die Erde und wurde blind &ndash; aber weder brach er sich etwas dabei, noch blieb er dauerhaft blind. Gott packte diesen Mann und verwandelte ihn und berief ihn zu einem Dienst f&uuml;r Gott. Was f&uuml;r eine Geschichte: Aus einem, der Christen verfolgt, wird einer, der nun Menschen zu Christen machen soll. Und damit f&auml;ngt er dann auch recht schnell an. Aber bei den ersten H&ouml;rern kam seine Verk&uuml;ndigung nicht so gut an, wie er es wahrscheinlich erhoffte.</p><p>Es hei&szlig;t, dass die Leute sich entsetzten. Es war komisch f&uuml;r sie. Eben noch versucht er alles, um zu verhindern, dass das Christentum sich ausbreitete. Und jetzt tut er alles daf&uuml;r, damit noch mehr Menschen Christen werden. Und das macht er offensichtlich ziemlich gut. Er konnte argumentieren und die ans&auml;ssigen Juden hatten ihm argumentativ recht wenig entgegenzusetzen. Er muss fliehen, weil die Juden nicht wollen, dass das Christentum sich ausbreitet, aber Paulus kann fliehen.</p><p>Er kommt nach Jerusalem. Er m&ouml;chte gern Gemeinschaft mit den J&uuml;ngern vor Ort haben, aber diese sind sehr skeptisch. Sie sehen ihn und sind zun&auml;chst erschrocken. Sein Gesicht ist bekannt. Manche kennen ihn noch, wie er sie einst anschaute und verhaften wollte. Mach einer kennt ihn, weil dieser Paulus ein Familienmitglied verhaftete. Und sie alle wissen noch, dass er es war, der die Oberaufsicht hatte bei der Steinigung, die ihrem Glaubensbruder Stephanus widerfahren war. Das alles war ihnen gegenw&auml;rtig. Und nun kommt Paulus an, so als wenn nichts gewesen w&auml;re und sagt, dass er nun Christ sei. Dass das schwer zu glauben ist, kann ich gut verstehen.</p><p>Wenn wir Menschen kennenlernen und sie uns zun&auml;chst negativ auffallen, dann ist die Schublade, in die wir diesen Menschen stecken, recht schnell zu. &bdquo;<em>So ist er oder sie eben&ldquo;</em>, so unser Urteil und ab diesem Moment, ab dem wir den Schl&uuml;ssel unserer Bewertungsschublade umgedreht haben, ist es ganz schwer f&uuml;r denjenigen, der in dieser Schublade drinsteckt, da irgendwann einmal wieder herauszukommen.</p><p>Ich kann das gut, Bewerten, Menschen in eine Schublade stecken. Dann wei&szlig; ich, was ich von ihm, oder von ihr zu halten habe. Doch mir f&auml;llt auch ein, dass ich manchmal selbst Oper eines Schubladendenkens anderer bin oder werde. Vor allem bei Menschen, die mich schon recht lange kennen. Mit irgendeiner Handlung bin ich mal negativ aufgefallen oder irgendeine schlechte Charaktereigenschaft war bei mir besonders ausgepr&auml;gt. Und ich wurde in eine Schublade gesteckt. Nun hat Gott an mir gehandelt. Mein Denken und Reden und auch mein Verhalten wurde anders. Ich bin dankbar, dass Gott mich verwandelte und an mir arbeitete. Aber seltsam, bei bestimmten Personen bin ich immer noch derselbe. Und ihr denken &uuml;ber mich: <strong><em>Der ist halt so</em></strong>, oder <strong><em>Der &auml;ndert sich nie</em></strong>, bleibt.</p><p>Vielleicht kennen sie das auch?&nbsp; Manchmal stecke ich drin, in dieser Schublade. Aber lassen sie sich nicht entmutigen. Es kommt nicht darauf an, was andere von Ihnen denken. Es kommt darauf an, dass Gott an sie glaubt und Ihnen eine Chance gibt und jeden Tag neu gibt. Hei&szlig;t es doch in Klageliedern (Klagelieder 3,22-23):</p><p><strong><em>Die G&uuml;te des HERRN ist&rsquo;s, dass wir nicht gar aus sind, seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist gro&szlig;.</em></strong><br />
Gott steckt keinen in eine Schublade.</p><p>Und nun berichtet Lukas in der Apostelgeschichte von einem weiteren Mann. Er hei&szlig;t Barnabas. Er verh&auml;lt sich etwas anders als die anderen. Er hat nicht so viel Angst und ist bereit, Paulus eine Chance zu geben. Er steckt Paulus nicht in eine Schublade, oder aber er holt ihn aus seiner heraus. Wenn es so gewesen sein sollte, dann kann ich von Barnabas etwas lernen. Menschen herausholen aus der Schublade.</p><p>Barnabas f&uuml;hrt Paulus zu den Aposteln und spricht f&uuml;r ihn. Er erkl&auml;rt ihnen, wie dieser Paulus zum Glauben kam und dass er ein richtig guter Prediger ist, der bereits das Wort Gottes verk&uuml;ndigt.</p><p>Ich fand Barnabas schon immer irgendwie faszinierend. Er spiegelt etwas von dem Charakter Gottes wider, Menschen nicht abzuschreiben, sondern sie ins Leben hineinzuf&uuml;hren. Ich m&ouml;chte das f&uuml;r mich gerne lernen. Menschen, die bei anderen zu tief in einer Schublade stecken, die wenig Chancen auf zweite Chancen bekommen, die nicht sonderlich anerkannt sind, solche an die Hand zu nehmen, mir ihre Geschichte anzuh&ouml;ren, wahrzunehmen, was in ihnen steckt und sie zu f&ouml;rdern.</p><p>Vielleicht f&auml;llt ihnen gerade eine solche Person ein? Ich mache ihnen Mut, diese an die Hand zu nehmen, &uuml;ber das Potenzial zu reden, dass Gott in diesen wertvollen Menschen hineingelegt hat und ihn zu f&ouml;rdern. Und vielleicht helfen sie damit anderen, den Schl&uuml;ssel zur <strong><em>Bewertungsschublade</em></strong> umzudrehen, sie zu &ouml;ffnen, und Menschen zu befreien.</p><p>Gott ist ein Gott der zweiten und dritten und vierten usw. Chancen. Er gibt nicht auf, schon gar nicht uns Menschen. Wollen Sie es ihm gleichtun?</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Benjamin Gies</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17061387.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Benjamin Gies]]></author>
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      <pubDate>Mon, 23 Jun 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Bitte um Verschonung – Dank für Errettung]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Psalm 28 – ausgelegt von Berit Merkel.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 28 – ausgelegt von Berit Merkel.</em><br/>
<p>David wendet sich hier in Vers 1 des 28. Psalms direkt an Jahwe, an seinen Herrn, der ihn liebt. Er wendet sich nicht an Menschen, denn diese k&ouml;nnten versagen oder ihn nicht h&ouml;ren und beachten. Wie oft wenden sich Christen heute in Krisen und bei Problemen zuerst an ihre Familie, ihren Ehepartner, ihre Kinder, Eltern, Gro&szlig;eltern, Freunde, ihren Arzt, Mentor etc. Bei ihnen suchen sie Antworten auf ihre Fragen. Das ist nach meiner Erfahrung jedoch als spr&auml;che ich in ein Vakuum, in die leere Luft. Es kommt nicht viel zur&uuml;ck oder Menschen in der Krise werden noch mehr ver&auml;rgert und verletzt.</p><p>David hingegen vertraut ganz auf seinen Gott, mit dem er schon viel erlebt und durchlebt hat. David wei&szlig; ganz sicher, dass er Jahwe vertrauen kann. Aber bestimmt hatte er auch Angst, dass Jahwe zu seinen Gebeten schweigen k&ouml;nnte.</p><p>David bezeichnet Gott als sch&uuml;tzenden Felsen. Das Bild des Felsens weist darauf hin, dass Jahwe treu und zuverl&auml;ssig ist, zu seinen Versprechen steht, und sich nie ver&auml;ndert. Ohne Jahwe ist David verloren und m&ouml;chte in diesem Fall am liebsten aufgeben und sterben.</p><p>Ich finde das sehr verst&auml;ndlich. Wer schon einmal versucht hat, Menschen zu vertrauen und dabei gescheitert ist, wei&szlig; aus sicherer Quelle, dass es nicht ratsam ist, sich auf Menschen zu verlassen. David aber kennt Gott. Er pflegt seit Jahren eine Beziehung zu ihm.</p><p>In Vers 2 bittet David Jahwe darum, ihn zu erh&ouml;ren. Das Erheben der H&auml;nde ist eine sehr alte und urspr&uuml;ngliche Gebetshaltung. Davids H&auml;nde sind leer. Er erwartet von Jahwe <em>alles</em>. David wei&szlig;, dass Gott Gebet erh&ouml;rt. Er hat es schon oft erlebt. David betet zu Jahwe, d. h. er redet mit ihm, wie mit einem Freund. Und David liebt Jahwe. Doch gerade befindet er sich in der Krise. Er ist vollkommen von Gott abh&auml;ngig.</p><p>In Vers 3 sagt David, dass er nicht mit den Gottlosen und denen, die B&ouml;ses tun, verglichen bzw. von Gott daf&uuml;r verurteilt werden m&ouml;chte. David will nicht falsch beurteilt und demnach bestraft werden, denn er hat recht vor Jahwe gehandelt. Jahwe ist der wahre Richter. Er belohnt oder bestraft. Denn er ist heilig und kann keine menschliche Schuld sehen.</p><p>David beschreibt in den Versen 4 und 5 die b&ouml;sen Taten der Gottlosen und bittet Jahwe darum, sie daf&uuml;r zu bestrafen. Es klingt so, als ob David auch schon Bekanntschaft mit den Taten der Gottlosen gemacht h&auml;tte und sich daher Gottes Strafe f&uuml;r sie w&uuml;nscht. Diese Gottlosen wollen Jahwe nicht als ihren Sch&ouml;pfer anerkennen. Sie k&ouml;nnten in der Natur sehen, wie wunderbar Gott Mensch und Tier, alle Pflanzen, den Kosmos bzw. Sonne und Mond geschaffen hat. Aber sie wollen Jahwe nicht anerkennen.</p><p>Hier sehe ich Parallelen zu unserer heutigen Zeit. Viele Menschen wollen Jahwe nicht als ihren Gott und Vater anerkennen und Jesus nicht als ihren Erl&ouml;ser annehmen, obwohl er der einzige Gott ist. Ihr Leben m&ouml;chten sie ihm nicht anvertrauen.</p><p>In Vers 3 wird das Thema &bdquo;Heuchelei&ldquo; angesprochen. Es gibt viele Menschen, die mit ihren Nachbarn freundlich reden, aber B&ouml;ses im Herzen haben, d. h. sie denken b&ouml;se &uuml;ber andere Menschen oder verurteilen und kritisieren sie. Sie missbrauchen Menschen und denken, Gott merke es nicht. Auch im 21. Jahrhundert werden viele Menschen weltweit missbraucht und ausgebeutet: sexuell, finanziell und &uuml;ber ihre Arbeitskraft.</p><p>David w&uuml;nscht sich Rache f&uuml;r das, was Menschen ihm angetan haben. Doch im Gegensatz zum AT, k&ouml;nnen wir heute durch Jesus, den Sohn Gottes, anderen Menschen vergeben, was sie uns angetan haben. Das nennt die Bibel &bdquo;Feindesliebe&ldquo;. Jesus starb f&uuml;r unsere Schuld und auch f&uuml;r die Schuld der Menschen, die uns verletzen. Im 2. Buch Mose, Kapitel 21, Vers 24 im AT steht: <strong>&bdquo;Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fu&szlig; um Fu&szlig;, Brandwunde um Brandwunde, Verletzung um Verletzung, Strieme um Strieme.&ldquo;</strong> Doch Jesus hat die Striemen erhalten und unsere Verletzungen ans Kreuz getragen, um unsere Schuld zu s&uuml;hnen. Nun k&ouml;nnen wir durch ihn und nur mit seiner Hilfe unseren Feinden, den Menschen, die uns t&auml;glich verletzen, vergeben und sie lieben.</p><p>David wei&szlig;, dass Jahwe ihn h&ouml;rt und erh&ouml;rt. Er hat eine Beziehung zum lebendigen Gott. Davids Leben zeugt von seiner Beziehung zu Jahwe. Ohne Gott ist sein Leben sinnlos.</p><p>Wer bittet, soll nun auch danken. Und zwar Jahwe danken. In den Versen 6 und 7 lobt David Jahwe f&uuml;r seine Hilfe und seinen Schutz. Er singt ihm Lieder und preist ihn f&uuml;r die Erh&ouml;rung seiner Gebete. David freut sich sehr &uuml;ber Jahwes Hilfe, auch wenn Gott vielleicht nicht so handelt, wie David es erwartet h&auml;tte.</p><p>Heute k&ouml;nnen Christen sich ein Beispiel an David nehmen. Ich bin der Meinung, dass wir Christen oft schon einen Plan in petto haben, wie Gott in unserem Leben handeln soll. Vielmals handelt Jahwe jedoch nicht nach unserem Ermessen, sondern nach seinem guten Plan f&uuml;r uns, der besser ist als unser Plan.</p><p>Und manchmal legt Jahwe Christen sehr schweres Leid auf. Sie k&ouml;nnen es kaum tragen und schaffen es nur mit seiner Hilfe. Durch die enge Beziehung zu Gott und indem sie sich auf ihn st&uuml;tzen, k&ouml;nnen Menschen &uuml;berleben. Im Philipperbrief (Philipper 4,13) hei&szlig;t es: <strong>&bdquo;Denn alles ist mir m&ouml;glich durch den (Jesus Christus), der mich mit Kraft erf&uuml;llt.&ldquo;</strong></p><p>Jesus ist der Schild und die Kraft der Christen. Er ermutigt, tr&ouml;stet und f&uuml;hrt wieder auf den guten und richtigen Weg im Leben. Jesus f&uuml;hrt zur Umkehr. Jahwe vergibt und liebt bedingungslos durch seinen Sohn Jesus, der am Kreuz f&uuml;r die Menschen aller Generationen starb, und von Gott, seinem Vater, nach drei Tagen auferweckt wurde.</p><p>Jahwe sch&uuml;tzte David. Er sch&uuml;tzt auch die Christen heute. &Auml;u&szlig;erlich (physisch), aber auch innerlich (emotional und mental) gegen geistliche Angriffe des Satans. Jahwe steht auf der Seite der Menschen, die ihm vertrauen.</p><p>Er schickte Jesus. Jesus wurde Mensch, damit wir Hilfe, Trost, Liebe und Vergebung haben k&ouml;nnen und einmal das ewige Leben. Wer auf Jesus vertraut, hat nicht auf Sand gebaut, sondern sein Fundament auf Fels gesetzt.</p><p>Am Schluss, in Vers 9, bittet David Jahwe darum, nicht nur ihn als K&ouml;nig zu f&uuml;hren, sondern sein ganzes Volk, das Gottes Volk ist. So f&uuml;hrt auch Gott heute nicht nur den Einzelnen, sondern die ganze Gemeinde, die seine Gemeinde, und damit auch sein Volk ist.</p><p><strong>Quellen:</strong><br />
Jesus Impuls. "Christliche Andachten - Psalm 28."&nbsp; <em>https://jesusimpuls.de/psalmen/psalm-20-29-kommentar/ps-28/#Ps-281-2-Herr-schweige-nicht</em>. Update vom 28.10.2024. Download vom 28.10.2024.<br />
Mebus, Karl. "Psalm 28." <em>https://www.bibelkommentare.de/kommentare/k-6111/die-psalmen/psalm-28</em>. Update vom 28.10.2024. Download vom 28.10.2024.<br />
ERF Bibleserver. "Bibelstelle (NLB)." <em>https://www.bibleserver.com</em>. Update vom 28.10.2024. Download vom 28.10.2024.<br />
Evangeliums.net. "Psalmenkommentar von Charles Haddon Spurgeon &ndash; Ps 28.&ldquo;<br />
&nbsp;<em>https://www.evangeliums.net/psalmenauslegung/psalm_28.html</em>. Update vom 28.10.2024. Download vom 28.10.2024.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Berit Merkel</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17061006.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Berit Merkel]]></author>
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      <pubDate>Sun, 22 Jun 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die Bekehrung des Saulus (2)]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Apostelgeschichte 9,10-19a – ausgelegt von Arthur Wunderlich.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 9,10-19a – ausgelegt von Arthur Wunderlich.</em><br/>
<h2><strong>Finsternis &ndash; und Sinneswandel</strong></h2><p>Finsternis. Drei Tage Finsternis. Drei Tage lang war der Christenverfolger Saulus blind. Etwas ganz Entscheidendes geschah in diesen Tagen. Saulus kannte sich sehr gut aus in den Heiligen Schriften seines Volkes Israel. Deshalb hatte er sich auch ein Urteil gebildet &uuml;ber diesen Jesus, der jahrelang durch das Land gezogen war und Wunder getan hatte. Aber Jesus war gekreuzigt worden! Sein Leben endete an einem Holzbalken. Und in den Schriften stand nun einmal: &bdquo;<strong>Ein Aufgeh&auml;ngter ist verflucht!&ldquo;</strong> (5. Mose 21,23) Saulus hatte sich ein klares Urteil gebildet: Jesus konnte nur ein Betr&uuml;ger sein. Aber dieser Jesus war ihm vor drei Tagen erschienen und hatte mit ihm geredet! Nun erkannte Saulus, dass sein Urteil &uuml;ber Jesus verkehrt war. Die Finsternis in der Seele des Christenverfolgers begann zu weichen. Vielleicht erkannte er jetzt die Bedeutung eines Abschnittes im Propheten Jesaja (Jesaja 53,11b): <strong>&bdquo;Mein Knecht, der Gerechte, wird den Vielen Gerechtigkeit schaffen; denn er tr&auml;gt ihre S&uuml;nden.&ldquo;</strong> Einige Jahre sp&auml;ter formulierte Saulus es so: <strong>&bdquo;Jesus Christus wurde zum Fluch f&uuml;r uns&ldquo; </strong>(Galater 3,13). Jesus nahm unsere Schuld auf sich, damit wir befreit und gerettet werden!</p><p>Saulus erhielt in diesen Tagen also v&ouml;llig neue Erkenntnisse und ver&auml;nderte seine Sicht. Nun musste noch ein Mensch aktiv werden, um Saulus diese Ver&auml;nderung begreifbar zu machen. Daf&uuml;r hatte Jesus einen Christen ausgesucht mit einem besonderen Namen: Hananias &ndash; hebr&auml;isch Chananyah. Das bedeutet &bdquo;Gott ist gn&auml;dig&ldquo;.</p><h2><strong>Ein gehorsamer Nachfolger von Jesus</strong></h2><p>Dieser J&uuml;nger wurde also jedes Mal bei der Nennung seines Namens an Gotte Gnade erinnert. Und nun spricht der auferstandene Jesus ihn mit seinem Namen an! Haben Sie, liebe H&ouml;rerin, lieber H&ouml;rer, schon einmal gew&uuml;nscht, das Reden von Jesus ganz klar zu vernehmen? Dass er sie bei Ihrem Namen ruft? Damals war es eine besondere Zeit, und Jesus hatte f&uuml;r diesen J&uuml;nger einen ganz besonderen Auftrag. Hananias antwortet: &bdquo;Hineni&ldquo;. &Uuml;bersetzt: &bdquo;Hier bin ich.&ldquo; Das war damals die &uuml;bliche Antwort auf eine Anrede, und in vielen &Uuml;bersetzungen steht deshalb auch einfach &bdquo;Ja, Herr.&ldquo; Diese Antwort enth&auml;lt aber noch viel mehr, und das war damals auch so gemeint. Nicht einfach nur &bdquo;Hier bin ich&ldquo;, sondern viel mehr: &bdquo;Ich bin ganz offen f&uuml;r das, was Du zu sagen hast. Ich stelle mich Dir ganz zur Verf&uuml;gung.&ldquo; Eine besondere Hingabe war ja auch n&ouml;tig f&uuml;r das, was Hananias tun sollte. Er sollte zu einem Menschen gehen, der betete und auf einmalige Weise vorbereitet war f&uuml;r einen neuen Weg, den Jesus ihm zeigen wollte.</p><p>Nun aber hatte Hananias verst&auml;ndlicherweise Einw&auml;nde gegen das, was Jesus ihm auftrug. Es hatte sich herumgesprochen, dass Saulus in Damaskus angekommen war. Saulus, dieser besonders aktive Christenverfolger. Saulus wollte auch hier Christen aufsp&uuml;ren und ihrer &ndash; wie er meinte &ndash; gerechten Strafe zuf&uuml;hren. Und Hananias sollte sich nun in die H&ouml;hle des L&ouml;wen begeben? Er hatte von Jesus ganz eindeutig den Auftrag bekommen, aber ich verstehe gut, dass Hananias sich erst einmal vergewissern wollte. Gerade diese R&uuml;ckfrage ist der Grund daf&uuml;r, dass wir mehr dar&uuml;ber erfahren, was in Saulus vorgeht. Und wir erfahren auch, dass Jesus dem Saulus Einblicke in seine Zukunft gibt. Er wird f&uuml;r Jesus Christus leiden!</p><h2><strong>Leiden f&uuml;r Jesus</strong></h2><p>Leiden &ndash; das war von Anfang an das Schicksal derer, die zum Glauben an Jesus gefunden hatten. Heute kenne ich das vor allem von Berichten aus mehr oder weniger weit entfernten L&auml;ndern. Dar&uuml;ber vergesse ich leicht, dass es eher die Ausnahme ist, wenn Menschen ihren Glauben an Jesus in Ruhe und Frieden leben k&ouml;nnen. Zu allen Zeiten gab es in vielen Teilen der Welt grausame Christenverfolgungen.</p><p>Schon zu seinen Lebzeiten hatte Jesus seine J&uuml;nger darauf vorbereitet, dass sie leiden w&uuml;rden. So hatte er zu ihnen gesprochen: (Johannes 15,20): <strong>&bdquo;Denkt an das Wort, das ich euch gesagt habe: Der Knecht ist nicht gr&ouml;&szlig;er als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen; haben sie mein Wort gehalten, so werden sie eures auch halten.&ldquo; </strong>Es gibt noch viele &auml;hnliche Stellen, an denen Jesus seine J&uuml;nger auf Verfolgung und Leiden vorbereitet. Jesus war da ganz offen und verheimlichte nichts.</p><p>Saulus wurde nun vom Verfolger selbst zum Verfolgten. Aber er war keiner, der Schwierigkeiten aus dem Weg ging. Was er erkannt hatte, wurde beim ihm zur Tat. Ganz konsequent.</p><h2><strong>Ein Neuanfang</strong></h2><p>Jesus kann Hananias nur einen kleinen Teil zeigen von dem, was in Saulus vorgeht. Aber es reicht f&uuml;r Hananias aus, dass er nun motiviert losgeht. Er findet Saulus und begr&uuml;&szlig;t ihn mit den Worten &bdquo;Lieber Bruder Saul &hellip;&ldquo; Das w&uuml;nsche ich mir auch f&uuml;r heute, dass Menschen offen aufeinander zugehen. Dass Jesus ihnen ein St&uuml;ck weit Verst&auml;ndnis f&uuml;r den anderen schenkt. Und dass wir lernen, einander als Br&uuml;der und Schwestern zu begegnen. Selbst dann, wenn wir unterschiedlicher Meinung sind.</p><p>Hananias tut, was Jesus ihm sagt. So darf er mit dazu beitragen, dass die Blindheit von Saulus abf&auml;llt und er nun ein neues Leben beginnt. Endlich wieder Sehen nach drei Tagen Finsternis! Endlich die S&uuml;nden loswerden! Da bekommt Saulus wieder Appetit und st&auml;rkt seinen K&ouml;rper.</p><h2><strong>Was hat das mit uns Menschen von heute zu tun?</strong></h2><p>Dieser Neuanfang ist uns in vielen Einzelheiten &uuml;berliefert. Passt das noch in unsere Zeit? Es hat doch den Anschein, dass immer weniger Menschen sich f&uuml;r Gott interessieren. Im allt&auml;glichen Leben spielt Gott immer seltener eine Rolle.</p><p>Aber: Auch in unseren Tagen kehren Menschen zu Jesus um, die vorher die Christen gehasst und verfolgt haben. Ein Beispiel ist Yassir Eric, der vom Christenhasser zum Verk&uuml;ndiger der Frohen Botschaft wurde. Leider wird auch er verfolgt.</p><p>Was hat der Bibelabschnitt uns nun f&uuml;r unseren Alltag zu sagen? Ich denke, auch heute ist es wichtig, auf die Stimme von Jesus zu h&ouml;ren. Es ist gut, wenn wir bereit sind, zu tun, was Jesus uns aufs Herz legt. Selbst dann, wenn das etwas ist, was wir sonst nie tun w&uuml;rden.</p><p>Auch heute ist Gott gn&auml;dig. Auch heute will Gott Menschen bef&auml;higen, diese Botschaft weiterzusagen. Ich bin gespannt auf das, was Gott heute tun wird.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Arthur Wunderlich</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17060574.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Arthur Wunderlich]]></author>
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      <pubDate>Sat, 21 Jun 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die Bekehrung des Saulus (1)]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Apostelgeschichte 9,1-9 – ausgelegt von Andreas Achenbach.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 9,1-9 – ausgelegt von Andreas Achenbach.</em><br/>
<p>Das ist ein gef&auml;hrlicher Mann, der da unterwegs ist von Jerusalem nach Damaskus. Saulus, so sein j&uuml;discher Name, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die junge Gemeinde der Christen zu verfolgen und hat damit in Jerusalem auch schon viel Angst und Leid geschaffen. Unter seiner Verantwortung und F&uuml;hrung wurden die Anh&auml;nger des neuen Weges aus ihren H&auml;usern geholt, angeklagt und verurteilt. Und das war f&uuml;r die Christen eine t&ouml;dliche Gefahr. Saulus, der sp&auml;ter Paulus genannt werden wird, geht dabei mit gro&szlig;er Entschlossenheit und Leidenschaft vor. Sp&auml;ter wird er im ersten Brief an Timotheus &uuml;ber sich selber sagen: &bdquo;<strong>Ich war ein L&auml;sterer, Verfolger und Gewaltt&auml;ter</strong>&ldquo;. (1. Timotheus, 1,13) Und jetzt ist er auf dem Weg nach Damaskus, um sein Werk dort fortzusetzen. Mit der ganzen Unnachgiebigkeit und Leidenschaft, die seinen Charakter ausmacht.</p><p>Aber kurz vor seinem Ziel, bevor er Damaskus erreicht, wendet sich das Blatt auf beeindruckende Weise. Jesus pers&ouml;nlich stoppt den Saulus, indem er sich ihm in den Weg stellt und ihn anspricht. Dabei schont er ihn auch k&ouml;rperlich nicht, denn nach dieser Begegnung ist Saulus erst einmal blind.</p><p>Jesus macht Saulus deutlich, dass er die Verfolgung der jungen Christengemeinde pers&ouml;nlich nimmt. Jesus stellt sich vor seine Gemeinde und stellt klar, dass er und seine Gemeinde eins sind, nicht zu trennen sind, und zwar mit dem Satz: &bdquo;<strong>Ich bin es, den Du verfolgst</strong>&ldquo;. Saulus st&uuml;rzt zu Boden.</p><p>So weit so gut, denke ich mir. Aber dann sagt Jesus etwas, mit dem ich nicht gerechnet habe. Er sagt n&auml;mlich zu Saulus: &bdquo;<strong>Steh auf und geh in die Stadt, dort wird man dir sagen, was du tun sollst.&ldquo;</strong></p><p>Was soll das denn hei&szlig;en? &bdquo;Was Du tun sollst?&ldquo; Aus meiner Warte soll Saulus nichts mehr tun au&szlig;er nach Hause zu gehen und die junge Gemeinde der Christen einfach in Ruhe zu lassen. Aber Jesus scheint andere Pl&auml;ne zu haben. Wie man ja sp&auml;ter auch noch sehen wird.</p><p>Mir dr&auml;ngen sich zwei Fragen auf.<br />
Erstens: Warum geschieht diese Begegnung so spektakul&auml;r und &ouml;ffentlich?<br />
Zweitens: Warum nimmt Jesus den Saulus nicht einfach aus dem Rennen und l&auml;sst ihn blind und hilflos auf der Stra&szlig;e nach Damaskus zur&uuml;ck, l&auml;sst ihn sp&auml;ter auch noch f&uuml;r sich arbeiten &ndash; mit der Vorgeschichte als Christenverfolger?</p><p>Die Antworten auf beide Fragen h&auml;ngen wohl zusammen. Es w&auml;re Gott ein Leichtes gewesen, den Sinneswandel bei Saulus in einer stillen Stunde sozusagen ganz privat mit ihm zu verhandeln. Er h&auml;tte ihm zum Beispiel besonders nachdr&uuml;cklich in einem Traum erscheinen k&ouml;nnen. Das w&auml;re ja nicht das erste Mal, dass Gott so einen Weg w&auml;hlt. Aber wer h&auml;tte Saulus seine Ver&auml;nderung denn abgekauft? Wie gesagt, mit seiner Vorgeschichte? So macht Gott die Angelegenheit &ouml;ffentlich und vor Zeugen.</p><p>Auf diese Art erh&ouml;ht Gott die Glaubw&uuml;rdigkeit des Saulus, denn es sind Zeugen da, die das Geschehene best&auml;tigen k&ouml;nnen. Saulus wird sein Erlebnis der Bekehrung sp&auml;ter noch &ouml;fter schildern.</p><p>Und, dass sich Jesus &uuml;berhaupt die M&uuml;he macht, den Saulus so pers&ouml;nlich anzusprechen und ihn nur wenige Tage sp&auml;ter als Mitarbeiter f&uuml;r die Sache des Glaubens einzusetzen, kann ich mir nur so erkl&auml;ren, dass Jesus der Einzige ist, der den Saulus mit anderen Augen sieht. Ich sage: &bdquo;Was sollen wir denn mit diesem Christenhasser anfangen?&ldquo; Jesus sagt: &bdquo;Warte einfach ab und schaue, was ich tue!&ldquo; Was k&ouml;nnte Saulus in den Augen von Jesus so besonders gemacht haben?</p><p>Von der Entschlossenheit und Leidenschaft des Saulus war schon die Rede. Bei dem, was er sp&auml;ter als Missionar Paulus noch auszuhalten haben wird, sind das wertvolle Charakterz&uuml;ge. F&uuml;r den Rest seines Lebens wird er im Dienst f&uuml;r die wachsende Gemeinde der Christen viel auszuhalten haben.</p><p>K&ouml;rperliche Strapazen werden ihn begleiten, wo er geht und steht. Er wird gehetzt, geschlagen, gesteinigt, ertrinkt um ein Haar und reist viele hundert Meilen zu Fu&szlig;. Allein Letzteres w&uuml;rde nach heutigen Ma&szlig;st&auml;ben schon als Strapaze durchgehen. Und schlie&szlig;lich beendet er sein Leben nicht nach getaner Arbeit im beschaulichen Alter, sondern in Gefangenschaft. Und wird am Ende wohl hingerichtet. Klingt das nach jemandem, der Entschlossenheit und Leidenschaft braucht? Ich denke ja.</p><p>Was mache ich jetzt f&uuml;r mich aus dieser Sache mit der Bekehrung des Saulus?</p><p><strong>Erstens</strong>:<br />
Ich stelle fest: Gott hat vollkommene Autorit&auml;t. Er kann Menschenleben pr&auml;gen, &auml;ndern oder lenken wie er es f&uuml;r richtig h&auml;lt. Ich vermute, dass Vieles in diesem Bereich, auch um mich herum, leise und behutsam geschieht. Aber, wie bei Saulus, kann es eben auch spektakul&auml;r und &ouml;ffentlich vonstattengehen. Ich selbst h&auml;tte da schon auch eigene Vorstellungen und W&uuml;nsche. Mir fallen zum Beispiel spontan eine ganze Reihe von Machthabern und Einflussreichen ein, die gut und gerne von Gott mal von ihrem Pferd geholt werden k&ouml;nnten. Aber es ist eben so, wie Gott sagt. Im Buch Jesaja (Jesaja, 55,8) sagt er: &bdquo;<strong>Meine Gedanken sind nicht Eure Gedanken und eure Wege sind nicht meine Wege</strong>&ldquo;. Ich schreibe keine Drehb&uuml;cher f&uuml;r Gottes Handeln. Ist sicher auch gut so, denn ich h&auml;tte den Saulus damals wahrscheinlich einfach aus dem Weg ger&auml;umt, die Christen in Damaskus h&auml;tten erst mal ihre Ruhe gehabt und dann h&auml;tten wir weitergesehen.</p><p><strong>Zweitens:</strong><br />
Weitersehen! Das bringt mich zum n&auml;chsten Gedanken. Gott sieht weiter als ich. Wie auch bei Saulus. Der lernt auf die harte Tour, wie es ist, auf die Hilfe von anderen angewiesen zu sein. Nachdem er sich aus dem Staub der Stra&szlig;e erheben kann, ist er blind und muss von seinen Begleitern an die Hand genommen werden. Seine ganz pers&ouml;nliche Lektion in Sachen Demut. Mein Drehbuch f&uuml;r die Situation w&auml;re an dieser Stelle vermutlich zu Ende. Nicht so bei Gott. Dieses Erlebnis vor Damaskus ist der Auftakt dessen, was Saulus danach unter seinem r&ouml;mischen Namen Paulus noch tun wird. Und das ist so bedeutend f&uuml;r die Verbreitung des christlichen Glaubens, dass ich heute noch in meiner Bibel davon lese.</p><p><strong>Drittens:</strong><br />
Ich sollte beim Urteil &uuml;ber andere Menschen immer damit rechnen, dass Gott mit diesen M&auml;nnern und Frauen seine eigenen Pl&auml;ne hat. Gott kann F&auml;higkeiten und Eigenschaften in anderen Menschen erkennen, die ich nicht sehen kann. Ob mir das nun gef&auml;llt oder nicht. Und Gott kann eben auch solchen Menschen Aufgaben geben, die ich ihnen niemals anvertraut h&auml;tte.</p><p>Ich sollte &ouml;fter an diese Dinge denken. Da hat Gott bestimmt noch einige &Uuml;berraschungen f&uuml;r mich!</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Andreas Achenbach</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17059958.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Andreas Achenbach]]></author>
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      <pubDate>Fri, 20 Jun 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Der Kämmerer aus Äthiopien]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Apostelgeschichte 8,26-40 – ausgelegt von Peter Müller.]]></description>
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      <itunes:summary><![CDATA[Der Bibeltext Apostelgeschichte 8,26-40 – ausgelegt von Peter Müller.]]></itunes:summary>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 8,26-40 – ausgelegt von Peter Müller.</em><br/>
<p>Heute frage ich Sie: Gibt es Engel? Diese Frage bejahen manche Menschen. Engel werden von Gott zu ausgesuchten Personen geschickt, um einen Auftrag zu verrichten; z. B.: Eine fast unglaubliche Nachricht f&uuml;r die nahe oder ferne Zukunft zu &uuml;berbringen. In der Apostelgeschichte wird von einem Engel berichtet, der vier Mal in Aktion tritt. Als Befreier wirkt er, um die gefangenen Apostel zu befreien. Ein anderes Mal zerrei&szlig;t er die Ketten des gefesselten Petrus im Gef&auml;ngnis. Das berichtet uns die Apostelgeschichte im 5. Kapitel (Apostelgeschichte 5, 19). Als Richter tritt der Engel gegen den K&ouml;nig Herodes in Aktion. Das lese ich in (Apostelgeschichte 12,7).</p><p>Zu Philippus zeigt er sich als Auftragsgeber:<br />
Philippus evangelisiert in Samaria. Er hat reichlich Arbeit, die Folgen einer intensiven Evangelisation. Es ist besonders eindrucksvoll, wie Gott selbst aus eifriger und dringlicher T&auml;tigkeit herausrufen kann: &bdquo;Stehe auf und geh nach S&uuml;den zu der Stra&szlig;e, die hinabgeht von Jerusalem nach Gaza; die ist &ouml;de.&ldquo; Gaza ist eine Ruinenstadt. Um 100 v. Chr. hat der K&ouml;nig von Jerusalem Alexander Jannai die Stadt in einem Krieg erobert und v&ouml;llig zerst&ouml;rt. Kein Mensch lebt mehr dort. Die Stra&szlig;e f&uuml;hrt durch die Ruinen hindurch. &Ouml;de wie die Stadt ist auch die Stra&szlig;e. Es gibt keine Sehensw&uuml;rdigkeiten. Jerusalem war ca. 100 Km entfernt. Philippus soll sich zur Mittagszeit dorthin begeben.</p><p>Er hinterfragt nicht den Auftrag zur Mittagshitze. Ohne zu murren, macht er sich auf den beschwerlichen Weg. Was ist auf der hei&szlig;en Stra&szlig;e bei den Ruinen von Gaza zu sehen? Vielleicht lange Zeit nichts. Aber dann hei&szlig;t es, wie so oft in der Bibel: &bdquo;Siehe!&ldquo; Es ist l&auml;ngst eine Geschichte im Gange, von der Philippus nichts ahnen kann. Wie hier in Gaza wissen meistens Gottes Boten die Geschichte nicht, die sich ereignen wird.</p><p><strong>&bdquo;Siehe, da war ein Mann aus &Auml;thiopien, ein Eunuch, und M&auml;chtiger am Hof der Kandake, der K&ouml;nigin von &Auml;thiopien, ihr Schatzmeister.&ldquo; </strong>(Apostelgeschichte 8,26). Das &bdquo;&Auml;thiopien&ldquo; der Bibel ist nicht das heutige mit diesem Namen bezeichnete Abessinien. Es entspricht etwa der Landschaft Nubien im Sudan. K&ouml;niginnen regieren das Land. Sie tragen die Bezeichnung &bdquo;Kandake&ldquo;. Die Bewohner sind hochgewachsene, kriegst&uuml;chtige Leute von dunkler Hautfarbe. So haben wir uns den &auml;thiopischen Mann vorzustellen. Seine verantwortliche Stellung am Hof ist die des Finanzministers. M&auml;nner am Hofe weiblicher Herrscher werden oft aus naheliegenden Gr&uuml;nden zeugungsunf&auml;hig gemacht.</p><p>Der &Auml;thiopier hat sich auf die beschwerliche 2.000 km lange Reise nach Jerusalem gemacht. Er ist wahrscheinlich durch die j&uuml;dische Kolonie auf der Nilinsel Elephantine mit dem j&uuml;dischen Glauben in Kontakt gekommen. Die Kolonie besteht seit Jahrhunderten nahe der Grenze zum Sudan. Als reicher und einflussreicher Mann hat er in Jerusalem Kontakt zu f&uuml;hrenden Pharis&auml;ern aufgenommen. Nur durch sie kann er eine Schrift erhalten. Schon damals gibt es Schriften in Form einer Buchrolle. So m&uuml;ssen wir uns den lesenden Finanzminister vorstellen. Er liest laut. Man praktiziert so das Lesen in der damaligen Zeit.</p><p>Der Geist Gottes spricht zu Philippus: <strong>&bdquo;Geh hin und halte dich zu diesem Wagen.&ldquo; </strong>Das tut er. Dabei h&ouml;rt der Evangelist wie der Fremde aus dem Propheten Jesaja liest. Er fragt diesen: &bdquo;Verstehst du, was du liest?&ldquo; Daraufhin bittet der &Auml;thiopier Philippus auf den Wagen zu steigen und ihm die Schrift zu erkl&auml;ren. Der Hofbeamte muss viele Fragen haben, die der Evangelist beantwortet. Die Botschaft von Jesus ist das Zentralthema. Als sie an eine Wasserstelle vorbeikommen, bittet der &Auml;thiopier darum, getauft zu werden. Das tut Philippus gerne. Danach f&auml;hrt der K&auml;mmerer fr&ouml;hlich seines Weges. Philippus hat seine Aufgabe erf&uuml;llt. Gott f&uuml;hrt ihn nach Aschdod, wo er neu anf&auml;ngt zu evangelisieren.</p><p>Auch ich habe in meinen 30 Jahren im Missionsdienst eine &auml;hnliche Situation erlebt. Als meine Frau und ich eine christliche Gemeinde in Albstadt leiteten, war ich an einem Abend mit meinem Auto zu einem Missionseinsatz in Restaurants und Bars in einer entlegenen Stadt unterwegs. Auf der Fahrt dorthin h&ouml;rte ich im Verkehrsfunk, dass die Stra&szlig;e wegen eines Verkehrsunfalls gesperrt war. Kurz entschlossen fuhr ich in eine andere Stadt. Dort traf ich in einem Restaurant einen Gesch&auml;ftsmann an. Er hatte viele Fragen &uuml;ber den christlichen Glauben. Ich erkl&auml;rte ihm diese anhand der Bibel und meiner Erfahrungen mit Jesus. Wir beteten um Vergebung der S&uuml;nden. Er nahm gerne ein Neues Testament entgegen. Nach zwei Wochen besuchte ich ihn. Er berichtete mir froh, eine christliche Gemeinde gefunden zu haben, die er nun regelm&auml;&szlig;ig besuchte. Dieser junge Christ hatte bereits mit dem Pastor ein Glaubensgespr&auml;ch gehabt. Sein geistlicher Hunger war entfacht, weiter zu wachsen im Wort Gottes und im Glauben.</p><p>Der Engel war f&uuml;r mich in diesem Fall die freundliche Stimme aus dem Verkehrsfunk. Es muss nicht immer etwas &Uuml;bernat&uuml;rliches sein. Meistens haben Gottes Boten 2 Beine und sind aus Fleisch und Blut. Grundlage des Handelns sollte immer das Wort Gottes sein. In Psalm 25 steht: (Psalm 25,4 ff.)</p><p><strong>HERR, zeige mir deine Wege<br />
und lehre mich deine Steige!<br />
Leite mich in deiner Wahrheit und lehre mich!<br />
Denn du bist der Gott, der mir hilft;<br />
T&auml;glich harre ich auf dich.</strong></p><p><strong>Gedenke, HERR, an deine Barmherzigkeit und an deine G&uuml;te,<br />
die von Ewigkeit gewesen sind.</strong></p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pastor Peter Müller</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17059244.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pastor Peter Müller]]></author>
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      <pubDate>Thu, 19 Jun 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Philippus in Samarien]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Apostelgeschichte 8,4-25 – ausgelegt von Jürgen Schmidt.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 8,4-25 – ausgelegt von Jürgen Schmidt.</em><br/>
<p>Es geh&ouml;rt zu den Sch&auml;tzen meines Lebens, dass ich im Beruf und in Ehren&auml;mtern sehr viele Menschen kennengelernt habe. Wie unterschiedlich waren sie alle! Je mehr ich mich bem&uuml;hte, sie zu verstehen, umso mehr staunte ich &uuml;ber die bunte Vielfalt. Nach und nach konnte ich sie immer besser in ihrem Verhalten und ihren Worten einsch&auml;tzen. Einige Male haben wir in verschiedenen Teams sogar Pers&ouml;nlichkeitstests durchgef&uuml;hrt. Dabei gingen mir Lichter auf &uuml;ber mein Gegen&uuml;ber. Das tat richtig gut. Zwar waren gewiss nicht alle Probleme gel&ouml;st, die zwischen Menschen so leicht entstehen. Aber es half, besser miteinander zu kommunizieren und einander nicht so schnell zu verurteilen.</p><p>Auch in Kirchen und christlichen Gemeinden treffe ich diese unterschiedlichen Pers&ouml;nlichkeiten. Mir ist hier allerdings aufgefallen, dass noch eine andere Komponente f&uuml;r das Miteinander von Bedeutung ist: die innere Einstellung oder Haltung. W&auml;hrend bei dem Menschentyp schon wesentliche Vorgaben durch unsere Gene festgelegt sind, ist unsere innere Haltung gestaltbar und ver&auml;nderbar. Es ist wichtig, die eigene Einstellung immer wieder auf den Pr&uuml;fstand zu stellen. Machen Sie jetzt mit? Der verlesene Bibeltext kann uns dabei gute Impulse geben.</p><h2><strong>Die unterschiedlichen Pers&ouml;nlichkeiten</strong></h2><p>Im achten Kapitel der Apostelgeschichte werden uns drei interessante Pers&ouml;nlichkeiten vorgestellt. Die Bibel beschreibt sie uns als intelligent, sie k&ouml;nnen auftreten und gut reden, sind Leute mit F&uuml;hrungsqualit&auml;ten und werden von den Zeitgenossen bewusst wahrgenommen. Aber ihre Einstellungen sind sehr unterschiedlich.</p><p>&nbsp;Unter den ersten Christen sticht <strong>Philippus</strong> hervor. Was ihn ausmachte, l&auml;sst mich bis heute staunen! Er war ein Mensch, dem die Leute gerne zuh&ouml;rten, wenn er die Botschaft von Jesus, dem Messias, mit Begeisterung verk&uuml;ndete. Seine Worte dr&uuml;ckten nicht nur seine &uuml;berzeugende, innere Haltung aus, sondern sie wurden auch noch durch herausragende Taten best&auml;tigt. Denn Philippus hatte die besondere Gabe, Menschen zu heilen, die verkr&uuml;ppelt oder gel&auml;hmt waren. Er konnte b&ouml;se Geister verjagen, die sich in Menschen festgesetzt hatten. Sein Auftreten pr&auml;gte die Atmosph&auml;re in ganz Samaria, so dass dort eine unbeschreibliche Freude herrschte. Leute mit einer solchen inneren Haltung k&ouml;nnen wir auch heute gut gebrauchen!</p><p>Mittendrin erscheint in dieser Stadt die zweite Person. Er ist auch ein netter Typ, der schon lange viel Beachtung bei den Stadtbewohnern bekommen hatte. <strong>Simon</strong>, wie er hie&szlig;, konnte sich hervorragend pr&auml;sentieren &ndash; und es gefiel ihm, dass das bei den Stadtbewohnern gut ankam. Er betrieb Zauberei und nutzte dazu Kr&auml;fte aus dem Jenseits, mit denen er die Mitb&uuml;rgerinnen und Mitb&uuml;rger in seinen Bann zog. Diese Leute waren der Meinung, dass solche besonderen F&auml;higkeiten nur von Gott kommen k&ouml;nnten und nannten ihn &bdquo;die gro&szlig;e Kraft Gottes&ldquo;. Von ihm ging eine Faszination aus, die er suchte und genoss.</p><p>Dann aber erschien pl&ouml;tzlich Philippus auf der Bildfl&auml;che und das Publikum lie&szlig; Simon stehen. Das muss ihn einerseits irritiert haben, andererseits war er aber so offen, sich auch von dieser frohen Botschaft &uuml;ber den Messias anstecken zu lassen. Die Glaubw&uuml;rdigkeit des Philippus ber&uuml;hrte ihn zutiefst. So griff auch er nach diesem Glauben an Jesus und lie&szlig; sich sogar taufen. - Mir fiel beim Lesen des Bibeltextes auf, dass Simon zwar den ersten wichtigen Schritt zum Glauben an Jesus Christus getan hatte, ihm aber jegliche Ver&auml;nderungsbereitschaft offensichtlich fehlte. So kam es heraus, was seine eigentliche innere Haltung immer noch war: Er selbst wollte im Mittelpunkt stehen und wollte auch so auftreten wie Philippus. Er sah, wie Petrus und Johannes den neuen Christen die H&auml;nde auflegten und sie dadurch den <strong>Heiligen Geist</strong> empfingen. Diese Vollmacht des Heiligen Geistes wollte Simon auch besitzen, um selbst zu gl&auml;nzen. L&auml;sst sich so was mit Geld einkaufen? Dieser Versuch legte offen, was Petrus dann etwa so formulierte: Ich sehe, dass du in deinem Inneren noch immer der alte Betr&uuml;ger bist, der letztlich nur aufs Geld aus ist.</p><p>Die dritte Person ist wohl die bekannteste. Ich habe <strong>Petrus</strong> eben schon erw&auml;hnt. Er war &ndash; zusammen mit seinem Kollegen Johannes &ndash; extra aus Jerusalem angereist, weil er geh&ouml;rt hatte, wie viele Menschen in Samaria sich Jesus zugewandt hatten. Wir wissen von Petrus, dass er Teil des Teams von Jesus Christus gewesen war. Er hatte Jesus in Worten und Taten erlebt, so dass er zu der klaren Erkenntnis gekommen war: Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes. Er war ein Typ der manchmal vollmundigen Worte. Bis er in den schweren Stunden, als Jesus verurteilt und sp&auml;ter am Kreuz hingerichtet wurde, v&ouml;llig versagte und dreimal log und behauptete, er kenne Jesus nicht. Genau diesen Petrus hat Jesus nach seiner Auferstehung besucht und ihn ebenso dreimal gefragt: Liebst du mich? Seine Antwort &bdquo;JA&ldquo; hat Petrus aus tiefer Demut gesagt, weil er sp&uuml;rte: Mein Herr Jesus nimmt mich an &ndash; trotz allem Versagen. Dann war er bereit, den Auftrag von Jesus umzusetzen sich um die zu k&uuml;mmern, die an Jesus glauben. Daf&uuml;r wurde er mit dem Heiligen Geist ausger&uuml;stet, wie Jesus es angek&uuml;ndigt hatte. Und den konnte er nun vollm&auml;chtig weitergeben.&nbsp;&nbsp;</p><p>Begabte Menschen mit unterschiedlichen inneren Haltungen, die jeweils v&ouml;llig unterschiedliche Auswirkungen haben. Wie ist Ihre Einstellung zu diesem Jesus Christus? Ich nehme mir Philippus zum Vorbild. Ich bete, dass ich ein &uuml;berzeugender Christ sein kann, dessen Worte und Taten zusammenpassen und dessen Gegenwart die Atmosph&auml;re im Umfeld positiv pr&auml;gt und mit Freude erf&uuml;llt. &ndash; Mich ermutigt: Simon bat um Vergebung und auch er empfing noch den Heiligen Geist. Den Versager Petrus hat Gott zum Apostel gemacht. Das Gute an Gott ist, dass er ganz viel ver&auml;ndern kann, wenn wir es zulassen. Ich lade Sie ein, dass Sie sich heute mit Gottes Hilfe auf den Weg machen, um ihre innere Haltung zu Jesus Christus zu ver&auml;ndern.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Jürgen Schmidt</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17058299.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Jürgen Schmidt]]></author>
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      <pubDate>Wed, 18 Jun 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Der Tod des Stephanus und die Verfolgung der Gemeinde in Jerusalem]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Apostelgeschichte 7,54-8,3 – ausgelegt von Thorsten Keller.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 7,54-8,3 – ausgelegt von Thorsten Keller.</em><br/>
<p>Ich finde, die Apostelgeschichte liest sich wie ein spannender Roman! Wenn Sie die letzten Abschnitte von <em>Bibel heute</em> verfolgt haben, waren Sie mittendrin in aufregenden Geschichten der jungen Gemeinde nach Jesu Tod und Auferstehung. Gro&szlig;e Wunder vor den Augen der Menschen &ndash; die Ausgie&szlig;ung des Heiligen Geistes und zuletzt dieser Stephanus, der sich vor dem hohen Rat verantworten muss. Es geht wieder einmal um seinen Glauben. Seine unglaubliche Rede klingt mir noch im Ohr! Was f&uuml;r eine geisterf&uuml;llte Zusammenfassung der Geschichte Gottes mit seinem Volk Israel. Von Abraham an bis &ndash; ja eigentlich bis zum heutigen Tag. Es hat sich bis heute an diesen Themen nichts ge&auml;ndert. Aber eins nach dem anderen: Stephanus ist eigentlich der Angeklagte. In seiner geschickten Predigt wird der allgemeine, geschichtliche Leuchtkegel allerdings immer pr&auml;ziser &ndash; bis er am Ende umschwenkt und die Ankl&auml;ger selbst deutlich ins Visier nimmt. Nicht pers&ouml;nlich verletzend oder angreifend, sondern geistlich wahr und &uuml;berf&uuml;hrend. Ich bin &uuml;berzeugt, dass Gott selbst durch seinen Geist hier stellvertretend durch Stephanus redet. Daf&uuml;r gibt es mehrere gute Gr&uuml;nde:</p><h2><strong>Der Heilige Geist</strong></h2><p>Als Jesus in den Himmel auff&auml;hrt, verspricht er seinen J&uuml;ngern den Heiligen Geist als Tr&ouml;ster, Berater und vollm&auml;chtige Kraft. Letztlich als Siegel zum Beweis, der Rettung. Beim Pfingstwunder kommt genau dieser Geist f&uuml;r alle sichtbar &uuml;ber viele Gl&auml;ubige &ndash; darunter auch Stephanus. Die Bibel berichtet sogar ausdr&uuml;cklich davon, dass Stephanus voll des Heiligen Geistes zur Rede ansetzt. Es gibt kaum etwas in der Bibel, was mich so mitrei&szlig;t, wie diese Rede des Stephanus. &Auml;hnlich wie manche direkt &uuml;berlieferten Reden von Jesus selbst. Und genau das ist es: Durch den versprochenen Geist bleibt es keine leere Rede! Es ist wie bei Jesus selbst. Die Rede geht ins Herz! Das ist wahrscheinlich der gr&ouml;&szlig;te Unterschied zu religi&ouml;sem Verhalten oder Ritualen an sich. Wenn der Geist Gottes spricht, dann geht&rsquo;s ins Herz. Dann bleibt es nicht au&szlig;en. Dann sind alle guten Vors&auml;tze, alle Versuche etwas sch&ouml;n zu reden o.&auml;. hinf&auml;llig. Das ist damals so und das ist bis heute so geblieben. Wenn der Geist Gottes &ndash; z.B durch einen Pastor oder eine Pastorin &ndash; spricht, geht&rsquo;s ins Herz.</p><h2><strong>Reaktion des Hohen Rates</strong></h2><p>Das bedeutet allerdings nicht, dass automatisch dadurch eine Einsicht oder Umkehr o.&auml; passiert. Der hohe Rat knirscht mit den Z&auml;hnen, hei&szlig;t es in der Apostelgeschichte. Verst&auml;ndlich! Hat doch dieser Jude gesagt, dass sie gegen Gott streiten. Sind sie doch gerade froh, dass sie diesen Spinner Jesus los sind! Sie denken wohl: Als ob der Geist dieses Jesus auf diesen Verr&uuml;ckten &uuml;bergesprungen ist!!</p><p>Und dann kommt es noch dicker: Stephanus schaut zum Himmel und sagt, dass er Jesus im offenen Himmel zur Rechten Gottes stehen sieht.</p><p>Das ist zu viel. Schreiend halten sie sich die Ohren zu und st&uuml;rmen auf ihn ein und bringen ihn um.</p><p>Mir wird deutlich, dass sie offenbar blind sind f&uuml;r Gottes Wirklichkeit. Blind vor Macht, Gier, Einfluss &ndash; ich wei&szlig; es nicht. Aber blind. Denn es ist fast ein Abbild von der Hinrichtung des Herrn Jesus, was ich hier sehe. Ja, der Geist dieses Jesus ist buchst&auml;blich auf Stephanus &uuml;bergesprungen. Und der ganze Hass, der seinem Herrn entgegengeschlagen ist, der entl&auml;dt sich nun auch an seinem J&uuml;nger.</p><p>Stephanus wird wegen der Verk&uuml;ndigung und Nachfolge seines Herrn Jesus angeklagt. Und wie Jesus selbst in vielen Situationen erkl&auml;rt auch sein J&uuml;nger plausibel, unter Beispielen der Geschichte Israels und Tatsachenberichten. Stephanus legt ihnen die Propheten und die Schrift aus. Das Ganze noch begleitet von Zeichen und Wundern in der Bewegung der J&uuml;nger. Seine Rede trifft die H&ouml;rer mitten ins Herz. Voller Hass bringen sie ihn um. Und letztlich das Bemerkenswerteste: In der Minute seines Todes ist er voller Liebe f&uuml;r seine Peiniger und bittet Gott um Vergebung f&uuml;r sie &ndash; genauso wie sein Herr am Kreuz. Das ist &uuml;bernat&uuml;rlich!! Was f&uuml;r eine Erkenntnis!</p><h2><strong>Aber was bedeutet das f&uuml;r mich heute? </strong></h2><p>Zun&auml;chst kann ich festhalten, dass hier f&uuml;r mich ein Schema zu erkennen ist. So wie gerade beschrieben, Stephanus als Zeuge ganz &auml;hnlich wie sein Herr stirbt, wird es noch unz&auml;hlige, &auml;hnliche F&auml;lle in der Zukunft geben &ndash; bis heute. Und das f&auml;ngt schon direkt im Text im n&auml;chsten Vers an. Dort hei&szlig;t es: <strong>&bdquo;Saulus aber hatte Gefallen an seinem Tode. Es erhob sich aber an diesem Tag eine gro&szlig;e Verfolgung &uuml;ber die Gemeinde in Jerusalem.&ldquo; </strong>(Apostelgeschichte 8,1)</p><p>Bis heute gibt es diesen Hass weltweit auf die Nachfolger Jesu Christi. Buchst&auml;blich bis zum Tod in vielen L&auml;ndern, aber auch bis zur Meinungsunterdr&uuml;ckung o.&auml;. auch in modernen Demokratien. Der Schl&uuml;ssel, das Ganze aus Gottes Blickwinkel zu betrachten, ist der Geist Gottes. Saulus, der sp&auml;ter durch eine pr&auml;gende Begegnung mit dem Auferstandenen der gro&szlig;e Apostel Paulus wird, sagt sp&auml;ter einmal folgenden Satz: &bdquo;Ich dachte, ich tue Gott damit einen Gefallen.&ldquo; Dieser Satz hat mich tief beeindruckt. Lesen sie mal die Kreuzigung Jesu, die T&ouml;tung des Stephanus uvm. Aus dieser Perspektive: Sie denken, dass sie Gott einen Gefallen tun.</p><p>Wie oft habe ich schon gedacht, richtig zu liegen &ndash; Gott einen Gefallen zu tun. Sicher, ich habe noch nie jemanden umgebracht. Aber ich kenne das Gef&uuml;hl, Recht zu haben. Bei den immer aggressiver werdenden Themen weltweit und in unserem Land frage ich mich schon, wie weit kann das alles gehen? Und vor allem: wei&szlig; ich, was Gott will?</p><p>Ich f&uuml;r mich m&ouml;chte folgendes aus dieser Geschichte mitnehmen:</p><p>Es gibt die M&ouml;glichkeit, v&ouml;llig danebenzuliegen oder sogar verblendet zu sein. Die einzige M&ouml;glichkeit, klar zu sehen, ist der Geist Gottes. Das f&auml;ngt damit an, dass ich pers&ouml;nlich anfange, dem&uuml;tig dem Herrn Jesus Christus nachzufolgen. Pr&uuml;fen kann ich mich durch die Fr&uuml;chte, die der Geist in mir hervorbringt: (Galater 5, 22) <strong>&bdquo;Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, G&uuml;te, Treue und Sanftmut.&ldquo;</strong></p><p>Eben nicht Hass, Frust, Rechthaberei, Streitsucht etc.</p><p>Das Schwerste wird wohl aber sein, wenn der Geist mir ins Herz spricht. Bin ich bereit, zuzuh&ouml;ren oder gar umzukehren? Paulus tut das sp&auml;ter. Unter Tr&auml;nen gesteht er seine Fehler ein und wird einer der gr&ouml;&szlig;ten Verk&uuml;ndiger aller Zeiten. Wahnsinn, was durch Umkehr m&ouml;glich ist!</p><p>Von diesem Geist m&ouml;chte ich mich treiben lassen! Sind Sie auch dabei?</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Thorsten Keller</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17054572.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Thorsten Keller]]></author>
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      <pubDate>Tue, 17 Jun 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die Rede des Stephanus (4)]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 7,44-53 – ausgelegt von Bernhard Berends.</em><br/>
<p>&bdquo;Das war ein H&ouml;hepunkt unserer Fahrt!&ldquo; Davon waren die Teilnehmer unserer Reisegruppe &uuml;berzeugt. W&auml;hrend unserer Rundreise durch Israel waren wir ganz in den S&uuml;den des Landes gefahren, nach Eilat am Roten Meer.</p><p>Auf der R&uuml;ckreise machten wir einen Abstecher in den Timna-Park. Dort in der W&uuml;stengegend sahen wir uns den Nachbau der Stiftsh&uuml;tte an. Nach den Anweisungen, wie Mose sie den Israeliten gegeben hatte, war dieses gro&szlig;e Zelt nachgebaut worden mit einem heiligen Raum in der Mitte, in dem die Bundeslade stand. In diesem Kasten befanden sich die beiden Tafeln mit den 10 Geboten, ein Zeichen des Bundes Gottes mit seinem Volk. Die Stiftsh&uuml;tte war gewisserma&szlig;en die Wohnung Gottes. Hier war man Gott am n&auml;chsten. Doch nur mit Respekt und Ehrfurcht durfte man sich diesem Heiligtum n&auml;hern.</p><p>Stephanus erinnert in seiner Rede daran. Er steht als Angeklagter vor dem Hohen Rat in Jerusalem, dem h&ouml;chsten Gericht Israels. Ihm wird vorgeworfen, ein Aufr&uuml;hrer zu sein. Er habe dazu aufgerufen, den Tempel, das gro&szlig;e, sch&ouml;ne Heiligtum in Jerusalem, zu missachten. Ja, er habe im Sinn, die guten Ordnungen, wie Mose sie gegeben hat, umzusto&szlig;en. Er geh&ouml;re zu denen, die sagten, dass Jesus kommt und den Tempel zerst&ouml;ren wird und damit auch die Ordnungen im Land, die Gott doch durch Mose dem Volk gegeben hat. So behaupten Zeugen, die gegen ihn aussagen. Lukas weist in seinem Bericht in der Apostelgeschichte darauf hin, dass es sich um falsche Zeugen handelt, die einfach ihre Behauptungen in den Raum stellen, um Stephanus und wohl auch &uuml;berhaupt den Christen zu schaden.</p><p>So soll Stephanus sich vor Gericht verantworten. Er h&auml;lt eine lange Rede, erinnert an Gottes Geschichte mit seinem Volk von Abraham an. Vor allem das Wirken von Mose schildert Stephanus vor Gericht. Das werden die hohen Herren alles wohl gewusst haben, aber Stephanus f&uuml;hrt ihnen vor Augen, dass sie es sind, die Gottes gute Ordnungen verlassen haben.</p><p>Er erinnert an die Stiftsh&uuml;tte, die nach den Anweisungen des Mose gebaut worden war und auch mit in das von Gott zugesagte Land kam. Den Israeliten war klar: Hier, wo die Stiftsh&uuml;tte steht, hier ist unser Gott. Wir haben Gott in unserer Mitte.</p><p>Sp&auml;ter, unter dem K&ouml;nig Salomo, wurde der pr&auml;chtige Tempel in Jerusalem errichtet. Auch daran erinnert Stephanus, an dieses imposante Bauwerk mit dem Allerheiligsten, ein Ort, an dem Gott angebetet und ihm geopfert wurde, wirklich ein imposanter Bau.</p><p>Doch dann f&auml;hrt Stephanus mit einem gro&szlig;en Aber fort: &bdquo;Aber der Allerh&ouml;chste wohnt nicht in Tempeln, die mit H&auml;nden gemacht sind.&ldquo; Er, der Herr der Welt und Sch&ouml;pfer allen Lebens, l&auml;sst sich nicht in ein Geb&auml;ude einsperren, und sei es noch so gro&szlig; und gewaltig. Nein, die ganze Erde ist nicht mehr als ein Schemel f&uuml;r ihn, den gro&szlig;en Gott.</p><p>Stephanus wendet sich direkt an die Herren im Hohen Rat, angesehene M&auml;nner und einflussreich in Jerusalem: &bdquo;Ihr Halsstarrigen, mit verstockten Herzen und tauben Ohren&ldquo;, so redet er seine Ankl&auml;ger jetzt an &ndash; ganz sch&ouml;n mutig. Aber er macht seinen Ankl&auml;gern deutlich: &bdquo;Ihr h&ouml;rt nicht zu! Ihr achtet nicht darauf, was Gott euch durch seinen Geist sagen will. Ihr seht auf eure Traditionen und wollt vor allem eure Macht festigen. Ihr wollt, dass alles so bleibt. Aber denkt daran, jetzt hat sich Entscheidendes ver&auml;ndert.&ldquo; Den Namen von Jesus erw&auml;hnt Stephanus hier nicht, jedenfalls schreibt Lukas nichts davon. Aber Stephanus deutet auf Jesus hin, wenn er von dem Gerechten spricht, dessen Kommen die Propheten damals schon vorhergesagt haben. Aber wie deren Zeitgenossen damals nicht auf Gottes Boten geh&ouml;rt haben, so ist es jetzt auch.</p><p>&bdquo;Ihr habt das Gesetz empfangen durch Weisung von Engeln&ldquo;, so sagt Stephanus und sagt damit, dass die Gebote und die Gesetze, die Mose ihnen gegeben hat, letztlich von Engeln Gottes, also von Boten Gottes, gegeben wurden. &bdquo;Doch,&ldquo; so h&auml;lt Stephanus dem Hohen Rat vor: &bdquo;Ihr habt&rsquo;s nicht gehalten. Ihr haltet euch ja selbst nicht an das, was Gott euch doch selbst gesagt hat.&ldquo;</p><p>Zusammengefasst h&auml;lt Stephanus ihnen vor: &bdquo;Ihr haltet euch f&uuml;r Gottes Volk, doch in Wirklichkeit seid ihr Gottes Feinde geworden.&ldquo;</p><p>Das sind schon wirklich harte Anklagen. Wer l&auml;sst sich so etwas bieten? Wie gehen die M&auml;nner des Hohen Rates damit um? Darum geht es im n&auml;chsten Abschnitt von Apostelgeschichte, Kapitel 7, Morgen in der Sendung &bdquo;Bibel heute&ldquo;. Sie k&ouml;nnen die Fortsetzung auch nachlesen in der Bibel: Apostelgeschichte 7,54 ff). Jetzt nur so viel: F&uuml;r Stephanus ging das Ganze nicht gut aus. Er musste sein mutiges Auftreten mit dem Leben bezahlen und wurde zum ersten christlichen M&auml;rtyrer.</p><p>&Uuml;brigens: Als wir bei unserer Fahrt durch Israel bei der Stifth&uuml;tte ankamen, empfing uns eine j&uuml;dische Christin. Sie hat uns alles erkl&auml;rt, wie es damals in der Stiftsh&uuml;tte und um die Stiftsh&uuml;tte herum zuging, so auch die Opfer, die nach dem Gesetz des Mose darzubringen waren. Doch dann wies sie uns darauf hin: Als Christen brauchen wir unserem Gott keine Opfer mehr zu bringen. Jesus ist f&uuml;r uns das Opferlamm geworden. Er gab sein Leben als Opfer f&uuml;r uns, f&uuml;r unsere Schuld, die wir vor Gott haben.</p><p>Und die Gebote in der Bundeslade? Sie gelten auch f&uuml;r uns als Zeichen des Bundes Gottes mit seinem erweiterten Volk. Gott will, dass wir anhand der Gebote einen guten Weg gehen. Er m&ouml;chte so gerne, dass wir an ihn glauben und ihm vertrauen und mit seiner Macht und seiner St&auml;rke rechnen.</p><p>Durch seinen Geist ist Gott, ist Jesus, der Sohn Gottes, bei uns, wo wir uns auch befinden. Er ist nicht an besondere Orte gebunden. Sicher k&ouml;nnen Gottesh&auml;user wie auch Kirchen besondere Orte sein, an denen wir Gottes N&auml;he besonders sp&uuml;ren. Aber Gott ist da, ganz nahe bei uns, bei Ihnen und bei mir. Wie gut!</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pastor Bernhard Berends</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17053204.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pastor Bernhard Berends]]></author>
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      <pubDate>Mon, 16 Jun 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Hilferuf eines Angefochtenen]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Psalm 13 – ausgelegt von Heike Knauff-Oliver.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 13 – ausgelegt von Heike Knauff-Oliver.</em><br/>
<p>&bdquo;Wo bist du, Gott, jetzt brauche ich dich ganz dringend!&ldquo; Verzweifelt rufe ich in meiner Not. Ich stecke in einer echten Misere. Mitten im Afrikanischen Busch bin ich mit meinem kleinen Auto steckengeblieben. Wider aller Warnungen und Empfehlungen habe ich mir in Namibia ein kleines Auto gemietet und mich ganz allein auf den Weg gemacht. Bei den Stra&szlig;enverh&auml;ltnissen und den Entfernungen w&auml;re es sicher gescheiter gewesen, in ein Fahrzeug mit Allradantrieb zu investieren. Aber zu sp&auml;t. Es ist kurz vor Sonnenuntergang und meine &Uuml;bernachtungsst&auml;tte noch etwa 3 Kilometer entfernt. Ich stecke fest. Kein vor und kein zur&uuml;ck und keine Menschenseele in Sicht. Mein Puls schl&auml;gt stark. Der Gedanke, hier allein die Nacht verbringen zu m&uuml;ssen, versetzt mich in Panik. So viele nachtaktive wilde Tiere; L&ouml;wen, Elefanten, Geparden, ... Ich fange an zu beten und rufe zum Herrn. Schon im Gebet werden meine Atmung und mein Puls ruhiger. Sollte ich die Nacht hier verbringen m&uuml;ssen, dann werde ich singen. Das nimmt mir die Angst. Singen ist Beten doppelt &ndash; sagt man ja. Ich werde sehen, was passiert.</p><p>&Auml;hnlich f&uuml;hlt und denkt der Beter in Psalm 13. Dieser Klage-Psalm wird dem gro&szlig;en K&ouml;nig David zugeschrieben. Er klagt Gott sein Leid und bittet ihn um Hilfe. Davids gro&szlig;e Karriere beginnt als Hirtenjunge. W&auml;hrend er die Schafe h&uuml;tet, r&uuml;hmt er Gott mit Harfe und Psalmen. Gott hat Gefallen an seinem reinen Herzen und den Lobges&auml;ngen. Ihm will Gott sein Volk anvertrauen. Mit Gottes Hilfe besiegt David den starken und von aller Welt gef&uuml;rchteten Goliath, gewinnt gro&szlig;e Schlachten und erlangt nach Saul die K&ouml;nigsw&uuml;rde. Ohne Gottes Hilfe w&auml;ren ihm diese gro&szlig;en Taten nicht gelungen. Ja, Gott ist mit ihm. Gott gibt ihm alles: St&auml;rke, Ruhm, Ehre, die Gunst des Volkes und besonders der Frauen. Doch David nimmt sich mehr, gegen Gottes Willen. Durch S&uuml;nde, Ehebruch mit Batseba, Mord und &Uuml;berheblichkeit wird er seinem Gott untreu. Er entfernt er sich von seinem Sch&ouml;pfer. Sein Leben wird dunkel.</p><p>David entwickelt depressive Z&uuml;ge. Er, der oberste Heerf&uuml;hrer seines Volkes, braucht dringend Hilfe. Offenbar f&uuml;hlt er sich von Gott und den Menschen verlassen. Er klagt in seiner Not und bittet Gott seine Situation zu ver&auml;ndern. In gewohnter Manier tut er es mit Worten und Gesang. David f&uuml;hlt sich ausgeliefert und sein Leben bedroht. Was f&uuml;r eine schreckliche Situation, in der er offensichtlich schon l&auml;nger steckt. Er klagt: <em>Wie lange noch, wie lange noch soll ich dieses Elend, diesen Schmerz aushalten?</em></p><p>In Psalm 13 steckt David mitten in einer Glaubenskrise. K&ouml;nig David, der seinerzeit m&auml;chtigste Mann in Israel, betet verzweifelt und ruft um Hilfe. Seine eindringliche Frage lautet: &bdquo;Wie lange, Herr?&ldquo; Verzweifelt wirft David diese Frage in den ersten beiden Versen viermal auf und offenbart damit wohl seine Frustration &uuml;ber Gottes Zeitplan (Psalm 13,1-2).</p><p>Gott ist ihm ferne und scheint ihn vergessen zu haben. In tiefster Not schreit er zu ihm<strong>: &bdquo;Herr wie lange willst du mich so ganz vergessen. Wie lange verbirgst du dein Antlitz vor mir?&ldquo;</strong> (Psalm.13,2-3) David sp&uuml;rt und erkennt Gott nicht mehr in seinem Leben. Der m&auml;chtige und unschlagbare K&ouml;nig David ist an seine Grenzen geraten &ndash; hat gar Grenzen &uuml;berschritten. Er kommt nicht weiter. Sorge und Angst qu&auml;len ihn. David fleht Gott an, ihm zu antworten und ihn vor dem Feind &ndash; dem Tod - zu bewahren (Psalm 13,3). Sein sonst so starkes Selbstbewusstsein ist am Boden zerst&ouml;rt. Er f&uuml;hlt sich ausgeliefert und f&uuml;rchtet, am Ende seines Lebens von Gott verlassen zu sein.</p><p>Mir ergeht es so, wenn ich von Krankheit und Schmerzen geplagt bin oder mit der Trauer um einen lieben Menschen so gar nicht klarkomme; wenn ich mich in eine Situation hineinkatapultiere und nicht wei&szlig;, wie ich da herauskommen soll, so, wie bei meiner Autofahrt in Namibia. Aus eigener Kraft funktioniert das nicht &ndash; das wird mir schnell klar.</p><p>Eine Situation der Anfechtung, in der ich versucht bin zu fragen, wo Gott ist. Und wenn er da ist, warum greift Gott nicht ein? Situationen, in denen die Seele in Dunkelheit ger&auml;t, sind gro&szlig;e Herausforderungen an mein Vertrauen - mein Gottvertrauen.</p><p>Doch auf sein Gott gegebenes Vertrauen &ndash; das Urvertrauen - setzt David allein seine ganze Hoffnung. Er vertraut Gottes immer wieder erlebter Gnade: <em>&bdquo;</em><strong>Ich traue aber darauf, dass du so gn&auml;dig bist&ldquo;</strong>&hellip; Mit diesen Worten der Zuversicht ruft David Gott an. Hat er doch diese Gnade wieder und wieder erfahren. Auch wenn er selbst untreu wurde, so vertraut er nun fest auf Gottes Treue. (Psalm 13,6). &bdquo;<strong><em>M</em><em>ein Herz freut sich, dass du so gerne hilfst. Ich will dem HERRN singen, dass er so wohl an mir tut</em>.&ldquo;</strong></p><p>Mit Dank und Lob endet der Psalm. Gott hat David nicht vergessen und rettet ihn. Er sorgt sogar daf&uuml;r, dass David in der Geschichte der Menschheit nicht vergessen wird. Aus seiner Linie kommt der Retter der Welt, Jesus Christus. Wie etliche Psalmen Davids zeigt mir Psalm 13 wie tiefster Kummer Gott mitgeteilt wird. Gleichzeitig ist der Kummer in Gottes Versprechen verankert. So kann ich Schmerz, ernste Bitten und schlie&szlig;lich Lobpreis ausdr&uuml;cken.</p><p>Singen ist Beten doppelt. Musik ist die Sprache des Himmels, sagt man. Ich singe, wenn mir die Worte zum Beten fehlen. Von ganzem Herzen singen &ndash; das hilft mir auch in Notlagen. Am liebsten singe ich Taiz&eacute;-Lieder. Sie geben mir Ruhe und tr&ouml;sten mich, wie die Wiegenlieder, die meine Mutter sang. Es sind oft Worte aus der Bibel, &uuml;berwiegend Psalmen in Rhythmen verfasst wie: Preis den Herrn meine Seele (Bless the Lord, my soul) (Psalm 103); Meine Hoffnung und meine Freude (Jesaja 12,2).</p><p>Gott wei&szlig; den Weg. Gott hat meine Gebete im afrikanischen Busch geh&ouml;rt. Rechtzeitig schickt er mir Rettung in einer so ausweglos erscheinenden Misere, im Schlammloch in Namibia. Gott ist da: Als ich gerade &uuml;berlege, wie ich am besten die Nacht im Busch verbringe, kommt ein dunkelh&auml;utiger Mann auf mein Auto zu. Den schickt der Himmel, denke ich. Er sieht mein Dilemma und handelt sofort. Als er es allein nicht schafft, holt er Verst&auml;rkung aus einem offensichtlich nahe gelegenen Buschdorf. Mit vereinten Kr&auml;ften heben f&uuml;nf M&auml;nner das Auto an und rufen: &bdquo;Push the Pedal, Mama!&ldquo; (Gib Gas!) z&ouml;gernd gebe ich Gas. Nichts. Wieder: &bdquo;Push the Pedal, Mama!&ldquo; Diesmal trete ich das Gaspedal durch. Das Wasser und der Schlamm spritzen und mit einem Ruck bin ich raus aus dem Schlamm.</p><p>Meine Helfer sind pudelnass und &uuml;ber und &uuml;ber mit Schlamm bedeckt. Doch sie lachen und klatschten, freuen sich mit mir. Erleichtert will ich weiter. Vor der Dunkelheit muss ich das Camp erreichen. Einer der M&auml;nner bietet seine Hilfe an, um mir den Weg zu weisen und mich sicher durch weitere Wasserl&ouml;cher zu f&uuml;hren. Mit einer Schramme, einer kleinen Beule und Blutdruck 190 komme ich wohlbehalten bei Sonnenuntergang am Camp an.</p><p>Mein Wegweiser hie&szlig; &uuml;brigens Aaron &ndash; ein Christ. So wie der Bruder Moses, der das Volk Israel durch die W&uuml;ste f&uuml;hrte. Ich bin sicher, dass Gott meine Gebete erh&ouml;rt und mir Aaron gesandt hat.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Heike Knauff-Oliver</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17052091.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Heike Knauff-Oliver]]></author>
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      <pubDate>Sun, 15 Jun 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die Rede des Stephanus (3)]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 7,30-43 – ausgelegt von Volker Hase.</em><br/>
<p>Stephanus sprach weiter:<br />
Mose selbst war 40 Jahre in der W&uuml;ste. Er liebte seinen Gott wollte ihm nahe sein. Deshalb hielt er sich in der N&auml;he des Berges Sinai auf. Das war ein hoher Ort der Anbetung.</p><p>Und pl&ouml;tzlich erschien ihm der Engel des Herrn &ndash; mitten in den Flammen eines brennenden Dornbusches, der aber nicht verbrannte. Es war ein himmlisches Feuer, ein Feuer der Heiligkeit.</p><p>Stephanus betonte erneut einen der Hauptpunkte seiner Antwort an den Rat &ndash; dass Gott, seine Herrlichkeit und sein Werk nicht auf den Tempel beschr&auml;nkt sind. Gott erschien Mose in der W&uuml;ste, bevor es &uuml;berhaupt einen Tempel gab.</p><p>Damals wie auch heute glauben viele Menschen, dass man in ein sakrales Geb&auml;ude gehen m&uuml;sse, um beten bzw. Gott irgendwie begegnen zu k&ouml;nnen. &nbsp;Aber nein, Gottes Gegenwart ist &uuml;berall erlebbar, Zuhause, in der Schule, auf der Arbeit; wo immer wir uns befinden, da k&ouml;nnen wir die N&auml;he Gottes erleben.</p><p>Mose war zutiefst erstaunt und verbl&uuml;fft &uuml;ber das, was er da auf dem Berg Sinai sah. Vorsichtig n&auml;herte er sich, um diese wundervolle Erscheinung n&auml;her zu betrachten. Dann sprach Gott selbst aus den Flammen heraus zu ihm. Er offenbarte ihm seine Liebe zu seinem Volk und seine himmlische Daseinswirklichkeit:</p><p><strong>&bdquo;ICH bin der lebendige Gott. ICH bin der Gott deiner Vorfahren. ICH bin der Gott &ndash; schon von Abraham, Isaak und Jakob.&ldquo;</strong></p><p>Mose erschrak und zitterte in der Gegenwart Gottes. Ehrfurcht &uuml;berw&auml;ltigte ihn. Er wagte noch nicht einmal, in das Feuer hineinzuschauen. Da sprach der Herr zu ihm: <strong>&bdquo;Zieh die Schuhe aus von deinen F&uuml;&szlig;en; denn die St&auml;tte, auf der du stehst, ist heiliges Land!&ldquo;</strong> (Apostelgeschichte 7,33)</p><p>Das Ausziehen der Schuhe war ein Zeichen h&ouml;chster Ehrerbietung. Es ist ein Symbol daf&uuml;r, dass wir irdische Dinge aus unserem Verstand und Herzen heraushalten und bereit sind, geistliche Realit&auml;ten zu akzeptieren. Gott ist niemals auf einen bestimmten Ort beschr&auml;nkt. Jeder Ort, an dem er sich aktiv offenbart, ist ein heiliger Ort.</p><p>&bdquo;Ich habe genau beobachtet und gesehen, wie mein Volk in &Auml;gypten misshandelt worden ist. Ich habe ihr schmerzhaftes St&ouml;hnen geh&ouml;rt. Jetzt bin ich selbst herabgestiegen, um sie zu befreien. Mose &ndash; komm zu mir! Komm in meine Gegenwart! Ich sende dich als meinen pers&ouml;nlichen Boten nach &Auml;gypten, um mich dort zu vertreten.&ldquo; (Apostelgeschichte 7,34 ff)</p><p>Es war dieser Mose, den die Israeliten einst vehement ablehnten und nicht anerkennen wollten. Es war dieser Mose, dem sie vorhielten: &bdquo;Wer hat dich denn zu unserem Anf&uuml;hrer und Richter ernannt und eingesetzt? Was bildest du dir denn ein, unser Befreier zu sein?&ldquo;</p><p>Aber genau dieser Mose, der von seinem eigenen Volk abgelehnt wurde, war derjenige, den Gott wirklich gesandt und beauftragt hatte, ihr F&uuml;hrer und Befreier zu sein.</p><p>Stephanus zielt hier auf einen Vergleich zwischen Mose und Jesus ab. Auch Jesus, von Gott selbst als Befreier gesandt, wurde von seinem eigenen Volk abgelehnt und verachtet.</p><p>Aber Gott h&auml;lt immer an seiner Auserw&auml;hlung fest. Egal, ob es dem Volk gef&auml;llt oder nicht. Wenn Gott etwas beschlossen hat, dann bleibt es so.</p><p>Mose f&uuml;hrte damals das Volk heraus aus der &auml;gyptischen Knechtschaft. Obwohl sie ihn zuerst ablehnten, blieb er dennoch der von Gott gesandte Befreier f&uuml;r Israel.</p><p>Stephanus sprach weiter dar&uuml;ber, dass Mose damals schon auf Jesus hinwies:<br />
&bdquo;Aus eurer Mitte wird Gott, der Herr, einen Propheten erwecken und emporheben; jemanden, so wie ich es f&uuml;r euch gewesen bin. H&ouml;rt genau auf alles, was er euch sagen wird!&ldquo;</p><p>Mose versprach, dass nach ihm ein anderer Prophet kommen w&uuml;rde, und warnte, dass Israel besonders darauf achten solle, auf diesen kommenden Propheten zu h&ouml;ren.</p><p>Aber so wie Israel Mose ablehnte, so lehnten sie auch Jesus ab, der der Prophet ist, von dem Mose sprach.</p><p>In der W&uuml;ste sprach Mose &ndash; auf dem Berg Sinai &ndash; mit einem Engel. Dort empfing er Lebensweisungen Gottes, die heute noch aktuell sind. Und diese wurden auch an uns weitergegebenen.</p><p>Stephanus will sich dabei nicht von denen distanzieren, die in der Vergangenheit Gottes Offenbarung erhalten haben, sondern nur von denen, die diese Offenbarung falsch gedeutet und ihr nicht gehorcht haben.</p><p>&bdquo;Aber unsere Vorfahren weigerten sich, die Weisungen Gottes anzunehmen. Sie stie&szlig;en Mose erneut zur&uuml;ck und wollten nicht auf ihn h&ouml;ren. Statt in das langersehnte verhei&szlig;ene Land zu ziehen &ndash; zogen sie in ihren Herzen vor, sich nach der &auml;gyptischen Gefangenschaft zur&uuml;ckzusehnen.&ldquo; Was f&uuml;r eine Tragik!</p><p>Sie hatten viele &bdquo;Kopfinformationen&ldquo; &uuml;ber Gott, aber mit ihm selbst wollten sie keine echte Lebensbeziehung haben. Das ist auch heute nicht wirklich fremd.</p><p>Mose war nun auf dem Berg, um Gott zu begegnen. Doch der innere Aufruhr des Volkes gegen&uuml;ber Mose nahm kein Ende. &bdquo;Was bildet dieser Mose sich eigentlich ein, wer er sei? Wir sehen das anders!&ldquo;</p><p>Sie forderten Aaron (Moses Bruder) auf, &auml;u&szlig;erliche religi&ouml;se Verhaltensformen zu etablieren. &bdquo;Erschaffe f&uuml;r uns sichtbare G&ouml;tter, die uns f&uuml;hren. Diese sollen vor uns hergehen und uns den Lebensweg zeigen!&ldquo;</p><p>Also machten sie ein Kalb als ihren neuen Gott, und sie opferten ihm sogar und feierten einen Gegenstand, den sie erfunden hatten, als ob er ihr Gott w&auml;re.</p><p>Als das alte Israel Mose und Gottes Werk durch ihn verwarf, ersetzten sie ihn durch ihre eigene, von Menschenhand geschaffene Religion.</p><p>Stephanus wandte denselben Gedanken auf den Rat an, zu dem er sprach. Es war nicht so, dass Stephanus gegen den Tempel sprach, sondern gegen die Art und Weise, wie Israel den Tempel Gottes anstelle des Gottes des Tempels verehrte.</p><p>Was hat Gott dann getan, als er sich das ganze Treiben anschaute? Er lie&szlig; sie ihren eigenen Weg ihrer Uneinsichtigkeit und Rebellion gehen. Sie folgten den tr&uuml;gerischen Zeichen von G&ouml;tterbildern, die durch Himmelsk&ouml;rper und Sternbilder dargestellt wurden. Sie wollten bewusst von Gott und seiner liebevollen, sch&uuml;tzenden Obhut weglaufen. Aber ein solcher Weg f&uuml;hrt zwangsl&auml;ufig nach Babylon.</p><p>Babylon &ndash; ein Ort der Gefangenschaft durch selbsterw&auml;hlte Irrt&uuml;mer. Ein Ort, an dem man nicht Gott verehrt, sondern versucht, sich selbst einen angesehenen Namen zu machen.</p><p>Wenn Stephanus erz&auml;hlt, wie Gott trotz ihrer schwankenden Treue an den Juden gewirkt hat, klingt seine Rede bis zu diesem Punkt wie jede gute Synagogenpredigt. Anhand der Geschichten von Abraham, Josef und Mose erz&auml;hlt er die Geschichte von Gottes Heilswerk unter dem j&uuml;dischen Volk inmitten ihres wiederholten Kampfes mit Untreue und G&ouml;tzendienst.</p><p>Es ist jedoch eine Sache, wenn seine Zuh&ouml;rer zustimmen, dass der G&ouml;tzendienst in der Vergangenheit ein Problem war, und eine andere, wenn sie in der Gegenwart desselben G&ouml;tzendienstes beschuldigt werden. Stephanus zufolge folgen diejenigen, die Jesus ablehnen, demselben Weg wie das Volk, das Mose ablehnte und den G&ouml;tzen folgte. Eine solch starke Botschaft trifft einen Nerv, und Stephanus wird deshalb zum ersten M&auml;rtyrer der Kirche.</p><p>Ich w&uuml;nsche Ihnen eine pers&ouml;nliche Herzensbeziehung zu genau diesem, von dem Mose schon sprach &ndash; Jesus, derjenige, dem es sich lohnt nachzufolgen!</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Volker Hase</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17051319.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Volker Hase]]></author>
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      <pubDate>Sat, 14 Jun 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die Rede des Stephanus (2)]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Apostelgeschichte 7,17-29 – ausgelegt von Wolfgang Ströhle.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 7,17-29 – ausgelegt von Wolfgang Ströhle.</em><br/>
<p>1.Mose erschl&auml;gt den &Auml;gypter</p><p>Sie h&ouml;rten einen Ausschnitt aus der Rede des Stephanus, einem Diakon der Urgemeinde in Jerusalem.</p><p>Stephanus erz&auml;hlt aus der Geschichte seines Volkes Israels. Er erinnert an Mose. Der wurde in &Auml;gypten geboren. Er sollte als Baby auf Befehl eines &auml;gyptischen Pharos ermordet werden wie viele andere m&auml;nnliche Babys auch. Denn er geh&ouml;rte zum Volk Israel. Das wurde seinerzeit in &Auml;gypten immer zahlreicher. Der Pharao wollte das unterbinden.</p><p>Moses Familie setzte das Baby am Nil aus in der Hoffnung, dass es &uuml;berlebt. Das geschah so. Die Tochter des Pharaos findet Mose und hat Mitleid mit ihm.</p><p>Mose wurde am Hof des Pharaos erzogen; doch er wusste, er geh&ouml;rte zum Volk Israel. Deshalb war ihm das Schicksal seines Volkes nicht egal.</p><p>Eines Tages stellte er sich gegen einen &Auml;gypter, der einen Israeliten misshandelte. Kurzerhand erschlug Mose den Mann. Die Israeliten sollten erkennen: Er, Mose, f&uuml;hrt sie aus der Knechtschaft.</p><p>Doch Mose irrte sich: Als er tags darauf unter den Israeliten einen Streit schlichten wollte, stellten sich die Israeliten quer: Ob er auch <strong>einen von ihnen</strong> erschlagen wolle?!</p><p>Mose macht sich aus dem Staub. Er flieht in die W&uuml;ste. Er f&uuml;rchtet die Rache des Pharaos. In der Sandw&uuml;ste gibt es jedoch keine &Uuml;berlebenschancen. So h&auml;lt er sich am Rande der W&uuml;ste auf. Da finden Schafe und Ziegen ein B&uuml;schel verdorrtes Gras. Irgendein Rinnsal f&uuml;hrt f&uuml;r wenige Meter Wasser.</p><p>2.Mose handelt ohne Auftrag</p><p>Mir ist an der Geschichte etwas aufgefallen, was ich &bdquo;Handeln ohne Auftrag&ldquo; nenne: Mose hat gemeint: Seine Tat sei der Auftakt, um Israel aus &Auml;gypten zu f&uuml;hren. Aber erst viel sp&auml;ter &ndash; in der W&uuml;ste, am brennenden Dornbusch, da gibt Gott ihm den Auftrag dazu.</p><p>Mose hat, als er den &Auml;gypter erschl&auml;gt, ohne Auftrag gehandelt. Die Folge ist: Er muss in die W&uuml;ste ausweichen, um selbst am Leben zu bleiben.</p><p>Was f&uuml;r ein Ortswechsel: vom Leben im &Uuml;berfluss im Palast des Pharaos hin zu einem Leben in der Steppe. Er ist mittellos und als Ausl&auml;nder den Einheimischen ausgeliefert. Dennoch beh&auml;lt der lebendige Gott Mose im Blick.</p><p>3.Mein Handeln ohne Auftrag</p><p>Mir ist das &bdquo;Handeln ohne Auftrag&ldquo; nachgegangen. Ich habe mit einem mir vertrauten Menschen &uuml;ber sein Verhalten am Arbeitsplatz gesprochen. Was er mir &uuml;ber sein Verhalten selbst erz&auml;hlt hatte, machte mir klar: Sein Arbeitgeber w&uuml;rde sich sein Verhalten nicht auf Dauer gefallen lassen.</p><p>Der Vertraute war ver&auml;rgert, als ich ihm meine Gedanken mitteilte, und sagte mir: &bdquo;Dein Verhalten ist &uuml;bergriffig!&ldquo; Er verbat sich, dass ich mich in sein Arbeitsverh&auml;ltnis einmischte. Fortan war eine Distanz zwischen uns, die mich zu einem Fremden f&uuml;r ihn machte. Denn auf der Beziehungsebene hatte er mich &ndash; bildlich gesprochen &ndash; in die W&uuml;ste geschickt. Das tat mir weh. Aber das war die Folge meines &bdquo;Handelns ohne Auftrag&ldquo;.</p><p>Mit meinem Handeln ohne Auftrag hatte ich nicht nur mich entehrt, sondern auch Jesus Christus, auf den Stephanus in seiner Rede noch zu sprechen kommen wird. Jesus Christus habe ich kennengelernt. Ich m&ouml;chte ihm nachfolgen, ihm dienen.</p><p>&nbsp;&bdquo;&Uuml;bergriffig sein&ldquo; hei&szlig;t jedoch &bdquo;lieblos sein&ldquo;. So h&auml;tte ich den Vertrauten erst fragen m&uuml;ssen, ob ich ihm zu diesem heiklen Thema etwas sagen d&uuml;rfte. So handelte ich grob fahrl&auml;ssig &ndash; auf den Punkt gebracht: lieblos!!!</p><p>Deshalb bat ich den Herrn Jesus um Vergebung. Denn ich hatte ihn mit meiner Lieblosigkeit entehrt. Auch der Vertraute, dem ich nicht angemessen begegnet war, vergab mir.</p><p>Doch der Bruch in der zwischenmenschlichen Beziehung lie&szlig; sich nicht kitten. Die einsetzende Entfremdung kam mir wie ein Weg durch die W&uuml;ste vor. An die Stelle herzlicher Verbundenheit war die Oberfl&auml;chlichkeit getreten.</p><p>Was habe ich aus dieser Geschichte gelernt? Es gibt einerseits Vergebung von Schuld. Aber mit Vergebung sind andererseits die Folgen von Schuld nicht aufgehoben! Das Verh&auml;ltnis zu dem vertrauten Menschen hat sich wohl wieder eingerenkt. Aber der Bruch ist, wenn auch sehr fein, noch heute zu sp&uuml;ren. Dass wir dennoch wieder zueinandergekommen sind, empfinde ich als ein Geschenk. Ich verdanke es sowohl dem Herrn Jesus als auch meinem Vertrauten.</p><p>Aber auch der Weg durch die W&uuml;ste war f&uuml;r mich heilsam: Ich hatte viel Zeit, mir reiflich zu &uuml;berlegen, ob ich wieder ohne Auftrag handeln werde.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pastor Wolfgang Ströhle</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17050689.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pastor Wolfgang Ströhle]]></author>
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      <pubDate>Fri, 13 Jun 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die Rede des Stephanus (1)]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Apostelgeschichte 7,1-16 – ausgelegt von Paul Thomczik.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 7,1-16 – ausgelegt von Paul Thomczik.</em><br/>
<p>Da war dieser Christ Stephanus, einer der sieben M&auml;nner, die in Jerusalem gew&auml;hlt wurden, um die Witwen der griechisch sprechenden Judenchristen zu versorgen. F&uuml;r seine Wahl zum Diakon war entscheidend, dass er voll Glaubens und Heiligen Geistes war. Durch Gottes Gnade und Kraft vollbrachte er &ouml;ffentlich gro&szlig;e Zeichen und Wunder.</p><p>Und dann wurde Stephanus inhaftiert und vor den Hohen Rat gestellt, den obersten Gerichtshof des j&uuml;dischen Volkes, dem der Hohepriester vorstand. Zeugen, die man vorher bestochen hatte, traten gegen ihn auf und beschuldigten ihn. Er w&uuml;rde Gott l&auml;stern und gegen den Tempel, gegen Mose und das Gesetz reden, so lautete ihre Anklage. Auf die Frage des Hohenpriesters, &bdquo;Stimmt es, was diese Zeugen von dir behaupten?&ldquo;, folgte eine l&auml;ngere Rede des Stephanus, von der uns ein Teil vorgelesen wurde. In dieser Rede erz&auml;hlte er die Geschichte Israels, um die Wege Gottes und seine Treue aufzuzeigen und um demgegen&uuml;ber auf die Untreue Israels, auf ihren Stolz und Hochmut hinzuweisen.</p><p>Als &bdquo;liebe Br&uuml;der&ldquo; und &bdquo;V&auml;ter&ldquo; sprach Stephanus seine Zuh&ouml;rer an. Obwohl er schlimm beschuldigt wurde und nichts vom dem stimmte, was man ihm vorwarf, sprach er seine Widersacher als &bdquo;liebe Br&uuml;der&ldquo; und &bdquo;V&auml;ter&ldquo; an. Er dr&uuml;ckte damit seine Zugeh&ouml;rigkeit zu Israel aus und seine ehrerbietige Haltung gegen die, die &bdquo;V&auml;ter&ldquo; im Volk waren, also diejenigen, die das Sagen hatten, wie der Hohepriester. Wahrhaft deutliche Worte hatte er ihnen zu sagen. Doch er tat das nicht von oben herab, als ein Besserwisser.</p><p>Stephanus begann seine Rede mit Abraham, dem Urvater der Israeliten. Die Juden waren stolz darauf, seine Nachkommen zu sein und legten gro&szlig;en Wert auf ihre Abstammung. Aber Stephanus wollte ihnen aufzeigen: Ihr habt gar keinen Grund stolz darauf zu sein, dass ihr von Abraham abstammt, dass ihr zum Volk Gottes geh&ouml;rt. Ihr habt keinen Grund euch etwas darauf einzubilden. Denn nicht Abraham hatte Gott erw&auml;hlt, sondern Gott erw&auml;hlte Abraham.</p><p>Wie war das denn damals? <em>&bdquo;Der Gott der Herrlichkeit erschien unserm Vater Abraham, als er noch in Mesopotamien war, ehe er in Haran wohnte, und sprach zu ihm: </em></p><p><em>Geh aus deinem Land und von deiner Verwandtschaft und zieh in das Land, das ich dir zeigen will.&ldquo; </em>Und das Land, in dem ihr jetzt wohnt, hat Abraham sich nicht selbst ausgesucht, sondern Gott f&uuml;hrte ihn dorthin. Er selbst sollte dieses Land nicht besitzen, aber seine Nachkommen, versprach Gott.</p><p>Gott hielt sein Versprechen. Denn er f&uuml;hrte das Volk Israel aus der 400-j&auml;hrigen Sklaverei in &Auml;gypten heraus, indem er die &Auml;gypter, die sie so lange versklavten, richtete. Er f&uuml;hrte sie heraus und in das versprochene Land, damit sie ihm dort dienten.</p><p>Stephanus wollte mit diesen Hinweisen seinen Zuh&ouml;rern zu verstehen geben: Dass ihr von Abraham abstammt, dass ihr Gottes Volk seid, dass ihr dieses Land besitzt, ist niemals euer Verdienst, sondern ganz allein der Gnade Gottes zu verdanken. Ihr steht unter Gottes F&uuml;hrung und seinen Verhei&szlig;ungen.</p><p>Und so f&uuml;hrte Stephanus die Geschichte weiter aus, &uuml;ber Josef, Mose und die Propheten, um zu zeigen, dass Gott immer wieder durch Menschen gewirkt hat, die bereit waren, ihm zu folgen. Stephanus nutzte diese R&uuml;ckschau, um zu verdeutlichen, dass die Ablehnung Jesu durch die religi&ouml;sen F&uuml;hrer in einer langen Tradition der Ablehnung von Gottes Gesandten steht. Seine Rede war ein Aufruf zur Umkehr und zum Erkennen des stetigen Handelns Gottes.</p><p>Nachdem Stephanus von Abraham erz&auml;hlt hatte, erw&auml;hnte er kurz dessen Sohn Isaak und Isaaks Sohn Jakob und Jakobs zw&ouml;lf S&ouml;hne, die Stammv&auml;ter Israels, die alle beschnitten wurden. Gott forderte Abraham und seine m&auml;nnlichen Nachkommen auf, sich beschneiden zu lassen, um den Bund zwischen ihnen und Gott zu besiegeln. Die Beschneidung war ein &auml;u&szlig;eres Zeichen dieses Bundes und symbolisierte die Zugeh&ouml;rigkeit zum Volk Gottes.</p><p>Da Gott zu seiner Erw&auml;hlung steht, l&auml;sst er sein Volk Israel niemals im Stich. Und so erz&auml;hlte Stephanus dann weiter von Josef, dem Sohn Jakobs, der von seinem Vater seinen Br&uuml;dern gegen&uuml;ber vorgezogen wurde. Die Br&uuml;der waren deswegen neidisch auf Josef und verkauften ihn nach &Auml;gypten.</p><p>Aber Gott war mit ihm und half ihm aus allen Schwierigkeiten. Er schenkte Josef Weisheit und verschaffte ihm Ansehen beim Pharao, dem K&ouml;nig von &Auml;gypten. So vertraute der Pharao ihm die Verwaltung ganz &Auml;gyptens und die Aufsicht &uuml;ber die k&ouml;niglichen G&uuml;ter an.</p><p>Dadurch gebrauchte Gott Josef, um seine Familie vor dem Hungertod zu bewahren. Denn die Geschichte des Volkes Israel sollte weitergehen, denn aus diesem Volk sollte der Messias kommen, der von Gott gesandte Erl&ouml;ser, der die Menschheit durch sein Sterben und seine Auferstehung von ihren S&uuml;nden erl&ouml;sen und so mit Gott vers&ouml;hnen wird.</p><p>Am Ende unseres Abschnitts weist Stephanus darauf hin, dass Jakob und seine S&ouml;hne bis zu ihrem Tod in &Auml;gypten lebten. Begraben wurden sie in dem Grab bei Sichem, das Abraham von den Nachkommen Hamors gekauft hatte.</p><p>Die Nachkommen der S&ouml;hne Jakobs entwickelten sich in &Auml;gypten zu einem gro&szlig;en Volk. Und Gott schrieb weiter seine Geschichte mit seinem Volk, wie Stephanus es uns in den weiteren Versen erz&auml;hlte.</p><p>Als Stephanus von Josef erz&auml;hlte, kann ich mir gut vorstellen, dass Stephanus in dem Leben Jesu Parallelen zu Josefs Leben sah. Josef war der geliebte Sohn seines Vaters Jakob, und Jesus ist der geliebte Sohn Gottes. Josefs Br&uuml;der waren neidisch auf ihn und verkauften ihn in die Sklaverei. Ebenso wurde Jesus von den religi&ouml;sen F&uuml;hrern aus Neid verraten und von Judas verkauft.</p><p>Josef litt unschuldig im Gef&auml;ngnis, w&auml;hrend Jesus unschuldig am Kreuz litt. Josef wurde nach seinem Leiden zum Herrscher &uuml;ber &Auml;gypten erhoben. Jesus wurde nach seinem Tod und seiner Auferstehung zur Rechten Gottes erh&ouml;ht. Josef rettete seine Familie vor der Hungersnot. Jesus rettet die Menschheit vor der S&uuml;nde. Josef vergab seinen Br&uuml;dern, die ihn verraten hatten. Jesus vergibt denen, die ihn kreuzigten.</p><p>F&uuml;r mein Leben als Christ ist mir aus diesem Textabschnitt folgendes wichtig geworden: Wenn ich mit anderen Menschen &uuml;ber Jesus Christus spreche, hat das nie von oben herab zu geschehen, und ich darf niemals als Besserwisser auftreten. Denn dass ich zu Jesus Christus geh&ouml;re, ist nicht mein Verdienst, sondern er hat mich erw&auml;hlt, und das aus Gnade. Ich habe mir nichts darauf einzubilden, dass ich Christ bin. Der Apostel Paulus schreibt: (Epheser 2,8-9): <em>&bdquo;Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch &ndash; Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich r&uuml;hme.&ldquo;</em></p><p>Und auch mein Leben als Christ steht unter der F&uuml;hrung und den Verhei&szlig;ungen Gottes.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Pastor Paul Thomczik</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17049723.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Pastor Paul Thomczik]]></author>
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      <pubDate>Thu, 12 Jun 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Stephanus vor dem Hohen Rat]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Apostelgeschichte 6,8-15 – ausgelegt von Edgar Penning.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 6,8-15 – ausgelegt von Edgar Penning.</em><br/>
<h2><strong>Kraft durch Stille</strong></h2><p>Wie sieht ein Engelsgesicht aus? Diese Frage besch&auml;ftigt mich, seitdem ich den Bericht &uuml;ber Stephanus in Apostelgeschichte 6, 8-15 gelesen habe.</p><p>Es ist Montag. Ein kalter Februar-Vormittag bei sechs Grad Celsius Au&szlig;entemperatur. Ich sitze an meinem Schreibtisch und erw&auml;rme mich an den Sonnenstrahlen, die durchs Fenster mein Gesicht erreichen. Ich erlebe einen sch&ouml;nen Moment der Stille. Ich danke Gott daf&uuml;r, dass er mir in schwierigen Zeiten immer zur Seite steht. Und daf&uuml;r, dass sein Geist mir klare Gedanken schenkt. Diese Gewissheit gibt mir Ruhe und innere Zufriedenheit. Ich bin gewiss, dass Jesus mir bereits am Kreuz meine S&uuml;nden vergeben hat. In diesem Moment versp&uuml;re ich ein L&auml;cheln in meinem Gesicht. Ob so ein Engelsgesicht aussehen mag? Ich wei&szlig; es nicht.</p><h2><strong>Christenverfolgung</strong></h2><p>Nach dem Bericht &uuml;ber Stephanus ist mir das L&auml;cheln vergangen. Meine innere Zufriedenheit ist verflogen. Im Stillen &auml;rgere ich mich &uuml;ber das, was Stephanus zugesto&szlig;en ist. Stephanus wird vor Gericht gezerrt, weil er Gutes getan und von Jesus erz&auml;hlt hat. Sp&auml;ter lese ich, dass Stephanus wegen seines Glaubens an Jesus Christus zu Tode gesteinigt wird.&nbsp; In diesem Moment ist mir wirklich nicht zum Lachen. Und ich gestehe mit Schmerz ein, dass auch heute noch Christen wegen ihres Glaubens an Jesus Christus verfolgt werden. Nachdem ich mich l&auml;nger mit Stephanus besch&auml;ftigt habe, wird mir folgendes klar: Die Anklage gegen Stephanus und sein sp&auml;teres Todesurteil soll mich nicht erschrecken. Sondern der Ausdruck in Stephanus&lsquo; Gesicht soll mir heute Trost spenden. In Stephanus&lsquo; Gesicht ist Gottes Gegenwart abzulesen.</p><h2><strong>Alltagsgeschehen in der Gemeinde</strong></h2><p>Stephanus kam als Diakon mit vielen Menschen ins Gespr&auml;ch. Seine Beliebtheit in ganz Jerusalem muss sehr gro&szlig; gewesen sein. Im Bibeltext erfahre ich zudem, dass Stephanus mehr als seine sozialen Dienste tat. Seine Hilfe ging manchmal so weit, dass er sogar Wunder vollbringen konnte. In Vers 8 hei&szlig;t es: <em>&bdquo;Stephanus aber, voll Gnade und Kraft, tat Wunder und gro&szlig;e Zeichen unter dem Volk.&ldquo; </em>Das Wort &bdquo;Zeichen&ldquo; setzt an dieser Stelle voraus, dass Stephanus au&szlig;ergew&ouml;hnliche Dinge durch den Heiligen Geist vollbringen konnte. Zeichen, die unmissverst&auml;ndlich auf Gottes Herrlichkeit hinweisen.</p><p>Welche Wunder es waren, erfahren wir nicht. Eindrucksvoll sind sie allemal gewesen. Denn auch die j&uuml;dische Obrigkeit wurde auf Stephanus aufmerksam. Es regte sich Widerstand in mehreren Synagogen gegen Stephanus. Doch gegen die Weisheit, mit der Stephanus sprach und gegen die Kraft des Heiligen Geistes, mit der er redete, konnten die hohen Geistlichen nichts ausrichten. So steht es in Vers 10 in der neuen Genfer &Uuml;bersetzung (Apostelgeschichte 6,10). Der Widerstand der Pharis&auml;er richtete sich gegen Stephanus, weil er die Lehre Jesu vertrat.</p><h2><strong>Fake News</strong></h2><p>Was macht man mit jemanden, dem man keine Argumente entgegen setzten kann? Man verbreitet L&uuml;gen &uuml;ber ihn. Ja, sie haben richtig geh&ouml;rt. Auch damals gab es <strong>Fake News</strong>. &Uuml;bersetzt hei&szlig;t es &bdquo;gef&auml;lschte Nachrichten&ldquo; oder &bdquo;falsche Nachrichten&ldquo;. Dies ist auch heute noch ein beliebtes Mittel, um Gegner zu schw&auml;chen &ndash; und manchmal auch ganz aus dem Weg zu r&auml;umen. Stephanus bekommt es mit streng gl&auml;ubigen Juden zu tun. Es sind die, die auch Jesus auf den Gewissen haben. Die Pharis&auml;er verbreiten Falschmeldungen und L&uuml;gen &uuml;ber Stephanus. Vor dem Hohen Rat treten dann Zeugen auf, die durch falsche Anschuldigungen gegen&uuml;ber Stephanus sein Todesurteil besiegeln. Aus dem Bibeltext entnehmen wir, dass Stephanus zu Unrecht verurteilt wird. Ich bin ganz nah bei Stephanus. Denn auch ich wei&szlig;, wie sich es anf&uuml;hlt, falsch beschuldigt zu werden.</p><h2><strong>Das Versprechen Jesu</strong></h2><p>Ich sitze wieder an meinem Schreibtisch. Auch heute genie&szlig;e ich die Sonnenstrahlen, die mich durch mein Fenster erw&auml;rmen. Ich erinnere mich an das, was im Lukasevangelium steht. Dort sagt Jesus Folgendes zu seinen J&uuml;ngern: <em>&bdquo;Wenn sie euch aber vor die Gerichte der Synagogen und vor die Machthaber und vor die Beh&ouml;rden f&uuml;hren, <strong>dann sorgt euch nicht, wie oder womit ihr euch verteidigen oder was ihr sagen sollt,</strong><strong>denn der Heilige Geist wird euch in jener Stunde lehren, was ihr sagen m&uuml;sst.&ldquo;</strong></em> (Lukas 12,11-12).</p><p>Das ist das Geheimnis, das mir Stephanus&lsquo; Gesicht verr&auml;t. Trotz falscher Anschuldigungen und seiner Ahnung, dass ihm etwas Schlimmes widerfahren wird, verl&auml;sst Stephanus sich voll und ganz auf den Heiligen Geist. Ihm strahlt sozusagen die Gewissheit Gottes aus seinem Gesicht. Stephanus wei&szlig;, dass er Jesus ganz nah ist. Das sind Momente, die wissenschaftlich nicht erkl&auml;rbar sind.</p><p>Ab den 1870er Jahren wirkte in Strackholt, Ostfriesland, ein Erweckungsprediger mit dem Namen Remmer Janssen. Seine klaren Worte &uuml;ber Jesus gefielen nicht jedem. Folgendes wird erz&auml;hlt: Eines sp&auml;ten Abends taten sich M&auml;nner zusammen, die Remmer Janssen in der Dunkelheit &uuml;berfallen wollten. Sie lie&szlig;en aber davon ab, weil sie Remmer Janssen mit einer anderen Person auf dem Wege gehen sahen. Sp&auml;ter wurde Remmer Janssen gefragt, wer ihn denn begleitet h&auml;tte? Er antwortete erstaunt: &bdquo;Ich war doch allein unterwegs!&ldquo;&nbsp;</p><p>Meine Erkenntnis daraus ist folgende: ich sollte den Heiligen Geist nicht untersch&auml;tzen. Seine Wirkungskraft kann manchmal so gewaltig sein, dass einige Menschen besonders davon erfasst werden. Stephanus war einer von ihnen. Ich frage mich, warum erlebe ich so etwas nicht? Aber muss es denn immer so etwas Gewaltiges sein? Hat Gott mich nicht schon so oft seine N&auml;he sp&uuml;ren lassen? Haben Jesu Worte mein Herz nicht schon so oft erw&auml;rmt? Mein Problem ist, dass ich meinen Alltag kleingl&auml;ubig gestalte. Ich plane alles bis zum Letzten durch. Aber ist auch Platz einger&auml;umt f&uuml;r eine &Uuml;berraschung des Heiligen Geistes? Schenke ich mir auch Zeiten der Stille, in denen ich den Heiligen Geist auf mich wirken lassen kann? Es mag sein, dass Sie vielleicht gerade jetzt in einer aussichtslosen Lage stecken. Oder sind Sie vielleicht selbst Opfer einer Verleugnung geworden? Jesus hat Ihnen und mir versprochen, dass er uns im richtigen Moment durch den Heiligen Geist Klarheit und Erkenntnis schenken wird. Und dass wir diese schwere Situation mit ihm durchstehen werden. Darauf k&ouml;nnen wir uns immer verlassen!</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Edgar Penning</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17049034.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Edgar Penning]]></author>
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      <pubDate>Wed, 11 Jun 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die Wahl der sieben Diakone]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Apostelgeschichte 6,1-7 – ausgelegt von Günther Röhm.]]></description>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Apostelgeschichte 6,1-7 – ausgelegt von Günther Röhm.</em><br/>
<p>Konflikte in der christlichen Gemeinde werden entweder menschlich oder geistlich gel&ouml;st.</p><p>Ein menschlich gel&ouml;ster Konflikt hinterl&auml;sst oft ein Tr&uuml;mmerfeld: Gespaltene Lager in der Gemeinde. Es gibt Sieger und Verlierer, es gibt hier die Guten und dort die B&ouml;sen, es gibt un&uuml;berwindliche Gr&auml;ben. Das geht zum Teil bis in die Familien hinein.</p><p>Ein geistlich gel&ouml;ster Konflikt schafft eine neue Basis f&uuml;r die Zukunft: Alle haben etwas dazu gelernt! Die Gemeinde r&uuml;ckt neu zusammen und stellt sich neu auf. Gr&auml;ben werden zugesch&uuml;ttet. Alle haben gewonnen und gehen gest&auml;rkt und motiviert aus dem Konflikt hervor.</p><p>Es ist ein Luxusproblem &ndash; ein Luxuskonflikt:</p><p>Gemeindewachstum! Ein erfreuliches Problem! Aber Wachstum bedeutet auch Arbeit. Mehrarbeit! Wer Mehrarbeit zu leisten hat, vernachl&auml;ssigt zwangsl&auml;ufig etwas anderes.</p><p>Vernachl&auml;ssigt f&uuml;hlen sich hier zun&auml;chst die griechischen Juden mit ihren Witwen.&nbsp; Griechische Juden sind Leute in der Gemeinde in Jerusalem, die haben andere L&auml;nder und St&auml;dte gesehen und damit auch andere Lebensweisen kennen gelernt. Das hat sich auf ihren Lebensstil abgef&auml;rbt. Sie sind weltoffen, redegewandt, gebildet. Auf die hebr&auml;ischen Juden wirken sie nicht nur gebildet - sondern auch eingebildet. Die hebr&auml;ischen Juden sind nie von Jerusalem und der Umgebung weggekommen. Sie sind eng mit der Heimat und der Tradition verbunden.</p><p>Unterschwellig schwelt der Konflikt zwischen beiden Gruppen in Jerusalem schon die ganze Zeit. Jetzt kommt ein &auml;u&szlig;erer Anlass, an dem sich der Streit entz&uuml;ndet und die ganze Geschichte explodiert&hellip; Die griechischen Witwen werden bei der t&auml;glichen Versorgung &uuml;bersehen&hellip; Jetzt geht es los:<br />
&bdquo;Die machen das absichtlich!&ldquo;<br />
&bdquo;Die m&ouml;gen uns nicht!&ldquo;<br />
&bdquo;Jetzt sieht man, wie sie wirklich sind!&ldquo;</p><p>Es &bdquo;erhebt sich ein Murren&hellip;&ldquo; &ndash; Wie damals bei Mose in der W&uuml;ste. Da erlebt das Volk Israel nach vielen Wundern Gottes zum ersten Mal, wie es ist, frei zu sein. Kaum sind sie frei &bdquo;murrte die ganze Gemeinde der Israeliten&hellip;<strong>&ldquo; </strong>(2. Mose 16, 1-3)</p><p>Worum geht es in beiden F&auml;llen? &ndash; Es geht ums Essen, es geht ums Futter!&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p><p>Wenn es ums Futter geht, dann ist mit dem Mensch &ndash; auch mit einem frommen Menschen - nicht zu spa&szlig;en. Berthold Brecht hat das drastisch formuliert: <em>&bdquo;Erst das Fressen, dann die Moral.&ldquo;</em></p><p>Bei meiner Freizeitarbeit habe ich gelernt: Solange das Essen gut und reichlich ist, nehmen die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch ein schlechtes Programm und schlechte Bibelarbeiten in Kauf&hellip;</p><p>Jetzt kocht der Konflikt in der Gemeinde in Jerusalem zwischen den beiden Lagern hoch. Dazwischen stehen die Apostel, die versuchen, es allen recht zu machen und die drei Herausforderungen zu jonglieren: Gemeindewachstum, murrende griechische Juden mit ihren Witwen, und misstrauische hebr&auml;ische Juden, dazu m&uuml;ssen sie noch das Wort Gottes verk&uuml;ndigen. Die Apostel merken: Wie wir es machen &ndash; wir werden unseren Aufgaben nicht gerecht!</p><p>Da rufen die Zw&ouml;lf die Menge der J&uuml;nger zusammen und sagen: Es ist nicht recht, dass wir f&uuml;r die Mahlzeiten sorgen und dar&uuml;ber das Wort Gottes vernachl&auml;ssigen.</p><p>Die Apostel versuchen den Konflikt zu l&ouml;sen. Sie weichen ihm nicht aus. Sie sitzen ihn auch nicht aus, sondern sie gehen ihn geistlich an und leiten vertrauensbildende Ma&szlig;nahmen ein.</p><p>Bei einer Gemeindeversammlung stellen sie ihre Aufgaben in der Gemeinde vor: &bdquo;&hellip;es ist nicht recht, dass wir f&uuml;r die Mahlzeiten sorgen und dar&uuml;ber das Wort Gottes vernachl&auml;ssigen.&ldquo;&nbsp;</p><p>Die Apostel kennen die Geschichte von der W&uuml;stenwanderung der Israeliten und den Rat, den Mose von seinem Schwiegervater Jetro bekommen hat: Verteile die Aufgaben in der Gemeinde auf mehrere Schultern. Nachzulesen im 2. Buch Mose (2. Mose 18).</p><p>Es gibt nun mal in der Gemeinde verschiedene Aufgaben. Und die Aufgabe eines Apostels ist, das Wort Gottes in Lehre und Predigt weiterzusagen. <strong>&bdquo;</strong>Darum, seht euch um nach sieben M&auml;nnern in eurer Mitte, die einen guten Ruf haben und voll Heiligen Geistes und Weisheit sind, die wir bestellen wollen zu diesem Dienst. Wir aber wollen ganz beim Gebet und beim Dienst des Wortes bleiben.&nbsp;</p><p>Die Apostel geben Verantwortung ab. Das haben sie bei Mose gelernt. Sie nennen hier vier Kriterien f&uuml;r diejenigen, die Verantwortung &uuml;bernehmen sollen:</p><ul><li>Leute aus eurer Mitte, denen ihr vertraut!</li><li>Leute mit gutem Ruf, bei denen ein Ja ein Ja und ein Nein ein Nein ist; Leute, die im Geringsten treu sind!</li><li>Leute voll Heiligen Geistes, die nicht vom Geist des Neides, des Hasses, der Macht, des Geltungsbed&uuml;rfnisses bestimmt sind.&nbsp;</li><li>Und Leute voll Weisheit, die zur rechten Zeit das Richtige tun. Die nicht nach Gesetz und Buchstabe handeln, sondern der Situation angemessen.</li></ul><p>Interessant ist f&uuml;r mich, dass die Mitarbeiter f&uuml;r die t&auml;gliche Versorgung nicht nach fachlichen Qualit&auml;ten ausgesucht werden: B&auml;cker, Metzger, Landwirte, G&auml;rtner, sondern dass die Apostel nach ihrer geistlichen Qualifikation fragen.</p><p>Und die Rede gefiel der ganzen Menge gut; und sie w&auml;hlten Stephanus, einen Mann voll Glaubens und Heiligen Geistes, und Philippus und Prochorus und Nikanor und Timon und Parmenas und Nikolaus, den Judengenossen aus Antiochia.</p><p>Bei dieser Namensliste f&auml;llt mir auf, dass alle sieben griechische Namen tragen. Dadurch werden die griechischen Juden in die Gemeinde integriert.</p><p>Damit ist nicht nur das Problem gel&ouml;st, sondern auch der Konflikt zwischen den Gruppen entsch&auml;rft.</p><p>Diese M&auml;nner stellten sie vor die Apostel; die beteten und legten die H&auml;nde auf sie.</p><p>Das bedeutet: Dieser Dienst, den sie jetzt tun, ist ihr Gottesdienst. Sie dienen Gott und den Menschen. Gottesdienst ist nicht nur dann, wenn sich die Gemeinde versammelt, um miteinander zu singen, zu beten und auf das Wort Gottes zu h&ouml;ren. Sondern Gottesdienst ist, wenn ich von Gott zu einer Aufgabe berufen bin und diese wahrnehme.</p><p>Mein Kollege wurde mal am Telefon gefragt: Wann beginnt bei euch in der Gemeinde der Gottesdienst? Schlagfertig hat er geantwortet: &bdquo;Er beginnt nach dem Segen, wenn wir zur T&uuml;r hinausgehen!&ldquo; &bdquo;Ja, wie?&ldquo; Er sagte dann: &bdquo;Wir unterbrechen unseren Gottesdienst einmal in der Woche, dann kommen wir in der Gemeinde zusammen, singen Lieder, beten, h&ouml;ren auf Gottes Wort und nach dem Segen setzen wir unseren Gottesdienst fort an dem Platz und in den Aufgaben, die Gott uns zugewiesen hat!&ldquo;</p><p>Die Mitarbeiter werden f&uuml;r ihre Aufgabe gesegnet und jetzt sind sie gefordert, in dieser Aufgabe Gott zu dienen.</p><p>Der Konflikt ist jetzt geistlich und nicht menschlich gel&ouml;st. Das setzt neue Wachstumskr&auml;fte frei. Umgekehrt gilt nat&uuml;rlich auch: Ungel&ouml;ste und schwelende Konflikte bremsen und blockieren die Arbeit und hemmen das Gemeindewachstum.</p><p>Lukas betont ausdr&uuml;cklich, dass auch viele Priester zum Glauben an Jesus Christus gekommen sind. Das bedeutet, dass die Bewegung der Christen jetzt die Menschen in den Schl&uuml;sselpositionen erreicht.</p><p>Aus der Missionsgeschichte wissen wir, dass es auf die Menschen in den Schl&uuml;sselpositionen ankommt. Wenn die gewonnen sind, dann tut sich nochmal f&uuml;r die Gemeinde ein neues Feld auf.</p><p>Ausgangspunkt war ein schwelender Konflikt zwischen den griechischen und hebr&auml;ischen Juden in der Gemeinde. Der hat sich an einer organisatorischen Frage entz&uuml;ndet. Die Apostel l&ouml;sen den Konflikt geistlich. Sie lernen anhand von Mose, Arbeit zu delegieren und andere zur Mitarbeit zu motivieren. Das wirkt sich zum Segen f&uuml;r alle Beteiligten aus.</p><section class="erf-teaser-card-init" data-url="https://youtu.be/9XLmtudlWDg">Buchvideo: Apostelgeschichte Kap. 1-12</section><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Günther Röhm</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17048134.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Günther Röhm]]></author>
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      <pubDate>Tue, 10 Jun 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Dankbares Bekenntnis zur Hilfe Gottes (2)]]></title>
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      <description><![CDATA[Der Bibeltext Psalm 118,15-29 – ausgelegt von Helmut Schilke.]]></description>
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      <itunes:summary><![CDATA[Der Bibeltext Psalm 118,15-29 – ausgelegt von Helmut Schilke.]]></itunes:summary>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 118,15-29 – ausgelegt von Helmut Schilke.</em><br/>
<p>Sieg, Sieg, Sieg. Dreimal kommt dieses Wort im Bibelabschnitt vor. Was f&uuml;r ein Sieg ist damit gemeint? Doch wohl nicht einer wie einst in einem totalit&auml;ren Regime in der Vergangenheit?</p><p>Dreimal kommt auch der Begriff "die Rechte des Herrn" vor. Was hat es mit diesem Begriff auf sich? Auf der Suche nach deren Bedeutung fand ich heraus, dass ein siegreicher Heerf&uuml;hrer nach einer Schlacht die rechte Hand erhob, um damit den Sieg und seine machtvolle &Uuml;berlegenheit anzudeuten. Sieg &uuml;ber was? Sieg &uuml;ber wen? Die nachfolgende Aussage in Vers 17 lassen es vielleicht erahnen: "Ich werde nicht sterben, sondern leben&hellip;"</p><p>Kann denn irgendjemand in dieser Welt uns versprechen, dass wir nicht sterben m&uuml;ssen? Offensichtlich ist das nicht m&ouml;glich. Jeder Mensch muss einmal sterben. Es gibt heutzutage Aktivit&auml;ten, die wohlhabenden aber unheilbar kranken Menschen ein &Uuml;berleben durch Einfrieren garantieren wollen. Und auch die Forschung ist daran interessiert lebensverl&auml;ngernde Ma&szlig;nahme zu entwickeln. Was tun Menschen nicht alles, um nicht nur ges&uuml;nder, sondern gegebenenfalls auch l&auml;nger leben zu k&ouml;nnen.</p><p>Wenn ich diesen Psalm weiter betrachte, merke ich, dass es hier um viel mehr geht als um das nackte &Uuml;berleben: Tut mir auf die Tore der Gerechtigkeit, dass ich durch sie einziehe und dem Herrn danke. Das ist das Tor des Herrn; die Gerechten werden dort einziehen (Psalm 118,19&ndash;20 LU17). Das klingt nicht nach einem j&auml;mmerlichen Ausweichen gegen&uuml;ber dem Tod. Das klingt vielmehr nach einem triumphalen Einzug in einen prunkvoll geschm&uuml;ckten Palast eines K&ouml;nigs. Gemeint ist hier der Tempel, in dem Gott zuhause war.</p><p>Was bedeutet aber der Begriff Gerechtigkeit im Psalm 118? Unter Gerechtigkeit versteht man allgemein einen Art Ausgleich zwischen Gut und B&ouml;se. Wenn jedoch die Bibel diesen Begriff gebraucht, ist damit etwas anderes gemeint. Er &nbsp;bezeichnet die Art einer Beziehung. Gott wird einem Menschen gerecht oder ein Mensch Gott bzw. einem anderen Menschen.&nbsp; Also etwas simpel &uuml;bersetzt: Mach mir auf die Tore f&uuml;r die, die Gott anrufen und ehren. Die Anbeter werden dort einziehen. Das klingt tats&auml;chlich nach einem Sieg, nach Gottes &Uuml;berlegenheit.</p><p>Man m&ouml;ge mir eine Firma, Bewegung und Religion zeigen, die uns nicht nur ein &Uuml;berdauern des Todes versspricht, sondern auch noch den triumphalen Einzug in Gottes heiligen Ort im Status eines Menschen, den Gott ansieht. Hier in diesem Psalm wird es versprochen und zwar so intensiv, dass sich der Psalmist nicht zur&uuml;ckhalten kann, auch gleichzeitig daf&uuml;r zu danken.</p><p>Noch einmal stelle ich die etwas &auml;hnliche Frage: Kann denn irgendjemand dieses Versprechen geben? Ja, jemand kann. Der Hinweis findet sich sogar in unserem Text: &bdquo;Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden&ldquo; (Psalm 118,22).</p><p>F&uuml;r manchen unserer Zuh&ouml;rer mag das vielleicht kein wirklicher Hinweis sein. Doch ich will dabei nicht vergessen, dass Jesus Christus diesen Vers selbst zitiert hat: &bdquo;Habt ihr nie gelesen in der Schrift : &raquo;Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden. Vom Herrn ist das geschehen, und er ist ein Wunder vor unseren Augen&laquo;?</p><p>Der Eckstein ist Jesus Christus selbst. Juden zu Lebzeiten Jesu haben Jesus verworfen. Sie sahen in ihm nichts weiter als einen St&ouml;renfried. Sie warfen ihn von sich wie einen br&uuml;chigen, unbrauchbaren Mauerstein. Im Klartext: Sie lie&szlig;en ihn kreuzigen, als einen Menschen, der sich selbst zu Gott erhob. Doch gerade dadurch, dass Jesus Christus ans Kreuz genagelt wurde, wurde er nicht etwa zur Wegwerfware, sondern zum tragenden Fundament eines neuen unsterblichen Lebens.</p><p>Was n&auml;mlich da am Kreuz geschah, war eine Akt der Reinigung f&uuml;r die S&uuml;nden aller Menschen. Wer das im Glauben annimmt, wird vor Gott von seiner S&uuml;nde f&uuml;r immer freigesprochen. Dar&uuml;ber hinaus m&uuml;ndete dieses Leiden und Sterben Jesu am Kreuz in einen einmaligen, &uuml;berragenden Sieg: Der Tod wurde durch die Auferstehung Jesu besiegt und damit auch die Macht der S&uuml;nde.</p><p>Mir kommen dabei die Worte Jesu in den Sinn: &bdquo;Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, ob er gleich st&uuml;rbe; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das (Joh. 11,25-26)?</p><p>Wie das praktisch aussieht, ,ist kaum vorstellbar und kann wohl auch nicht erkl&auml;rt werden - der wird leben, selbst wenn er gerade stirbt - der wird nimmermehr sterben. M&ouml;glicherweise ist es ein reibungsloser &Uuml;bergang aus diesem verg&auml;nglichen Leben heraus in ein unsterbliches Dasein. Ich nehme die Worte Jesu so ernst, dass ich annehme, dass der Tod selbst f&uuml;r einen Gl&auml;ubigen &uuml;berhaupt nichts Schreckliches mehr an sich hat. Ausgenommen ist nat&uuml;rlich die Zeit vor dem Sterben, weil dies oft mit Abschiednehmen und Leiden verkn&uuml;pft ist.</p><p>Wenden Sie mit mir nochmals kurz den Blick zur&uuml;ck auf den Psalm 118. Mit einem Mal &ouml;ffnet sich eine ganz andere Sichtweise auf diese Verse. Das ist nicht nur mehr eine poetische Komposition, sondern hier erschlie&szlig;t sich mir Prophetie pur: &bdquo;Dies ist der Tag den der Herr gemacht&ldquo;, n&auml;mlich Tod und Auferstehung Jesu. &bdquo;Lasst uns freuen und fr&ouml;hlich an ihm sein&ldquo;, denn wir trauern nicht &uuml;ber den Tod Jesu, sondern jubeln &uuml;ber den Sieg &uuml;ber Tod und S&uuml;nde.</p><p>&bdquo;O Herr, hilf! O Herr, lass wohlgelingen&ldquo;, dass noch mehr Menschen dieses gro&szlig;artige Angebot begreifen, um dereinst als Gerechte durch das Tor der Gerechtigkeit in die himmlische Herrlichkeit einzuziehen.</p><p>Dieser Psalm ist f&uuml;r mich ein weiterer Beweis daf&uuml;r, wie auch das Alte Testament voll von Aussagen &uuml;ber die zentrale Bedeutung von Jesus Christus ist. Mir wird gleichzeitig deutlich, wie wichtig es ist, den Worten der Bibel voll und ganz zu vertrauen. Ganz sicherlich hilft dieses Vertrauen auf Jesus mir auch, meine &Auml;ngste vor einer ungewissen Zukunft zu &uuml;berwinden. Auch wenn ich jetzt noch manche Schwierigkeiten und Widerw&auml;rtigkeiten auszuhalten habe, wei&szlig; ich mich dennoch in Gottes Hand geborgen.</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Helmut Schilke</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17047466.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Helmut Schilke]]></author>
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      <pubDate>Mon, 09 Jun 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <title><![CDATA[Dankbares Bekenntnis zur Hilfe Gottes (1)]]></title>
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      <content:encoded><![CDATA[<em>Der Bibeltext Psalm 118,1-14 – ausgelegt von Rolf List.</em><br/>
<p>Stellen Sie sich vor: Sie stecken mitten in einer Krise. Alles l&auml;uft schief, der Boden unter den F&uuml;&szlig;en wackelt. Und dann kommt jemand und ruft Ihnen zu: &bdquo;Danket dem HERRN, denn er ist freundlich, und seine G&uuml;te w&auml;hret ewiglich!&ldquo; Klingt das nicht v&ouml;llig daneben? Zumindest ein bisschen naiv? Dankbar sein &ndash; mitten im Chaos?</p><p>Psalm 118 tut genau das. Er beginnt mit einem gewaltigen Lob Gottes und einem Bekenntnis: Gott ist treu! Seine G&uuml;te hat kein Verfallsdatum! Und das Spannende ist: Der Beter dieses Psalms hat alles andere als ein gem&uuml;tliches Leben. Er kennt Angst, Bedr&auml;ngnis, Feinde. Dieser Psalm ist kein Sch&ouml;nwetter-Gebet. Er ist ein Lied f&uuml;r st&uuml;rmische Zeiten. Ein Mutmacher f&uuml;r alle, die sich fragen: &bdquo;Worauf kann ich mich wirklich verlassen?&ldquo; Also, lassen Sie uns genauer hinschauen &ndash; warum kann dieser Beter so sicher sein, dass Gott tr&auml;gt?</p><p>Psalm 118 ist eine Einladung, das ganze Leben auf Gott zu setzen. Er ist ein kraftvolles Lob, das Gottes ewige G&uuml;te und Treue feiert &ndash; ein Lied des Dankes und Vertrauens auf Gottes nie endende Freundlichkeit, Milde und Wohlwollen den Menschen gegen&uuml;ber. Die ersten 14 Verse stellen sozusagen die Grundlage f&uuml;r den gesamten Psalm dar. Sie sind der pers&ouml;nliche Erfahrungsbericht. Der Beter erz&auml;hlt, wie Gott ihn gerettet hat. Danach (in den Versen 15&ndash;29) folgen Lobpreis, Siegesrufe und der bekannte Ruf: &bdquo;Dies ist der Tag, den der HERR macht; lasst uns freuen und fr&ouml;hlich an ihm sein.&ldquo; (Vers 24). Sie sind sozusagen die &ouml;ffentliche Feier: Die Gemeinde feiert gemeinsam Gottes Treue und Rettung. Die ersten 14 Verse sind eine Mischung aus Lobpreis, pers&ouml;nlichem Zeugnis und Vertrauensbekenntnis. Sie zeigen, wie Gott aus der Not rettet, und f&uuml;hren hin zum gro&szlig;en Lobgesang des ganzen Volkes.</p><p>Der ganze Psalm ist eine Feier von Gottes Treue &ndash; aber sie beginnt mit einer sehr pers&ouml;nlichen Erfahrung: &bdquo;Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, und seine G&uuml;te w&auml;hret ewiglich.&ldquo; Ein kraftvoller Satz. Voller Vertrauen. Ein Aufruf zum Dank. Der Dank kommt zuerst &ndash; nicht die Klage. Warum? Weil Gott unabh&auml;ngig von &auml;u&szlig;eren Umst&auml;nden gut ist. Der Beter h&auml;lt sich nicht an seinen Sorgen fest, sondern an Gottes Wesen. Das ver&auml;ndert die Perspektive! Dankbarkeit ver&auml;ndert den Blick auf viele Situationen im Leben. Haben Sie schon einmal erlebt, wie ein Wort des Dankes die Stimmung hebt? Ein einfaches &bdquo;Danke&ldquo; f&uuml;r die Dame an der Supermarktkasse, ein &bdquo;Danke&ldquo; an den Kollegen, der geholfen hat, ein &bdquo;Danke&ldquo; an den Freund oder die Freundin, die auch in schwierigen Situationen f&uuml;r einen da sind. Dankbarkeit verbindet, macht das Herz weit. Wer Dank ausspricht, erkennt: Das Gute kommt nicht nur von mir selbst, sondern ist ein Geschenk Gottes.</p><p>Gottes Wesen ist Liebe. Liebe zu den Menschen, die nie vergeht. Diese Wahrheit wird dreimal bekr&auml;ftigt: Israel soll es bezeugen &ndash; das ganze Volk Gottes. Das Haus Aaron &ndash; die Priester, die im Tempel dienen. Alle, die den Herrn f&uuml;rchten &ndash; also alle, die an Gott glauben. Die Wiederholung zeigt, wie zentral diese Aussage ist: Gottes G&uuml;te ist ewig! Egal, ob in Freude oder Leid, in Erfolg oder Niederlage: Gott bleibt treu, seine Liebe h&ouml;rt nie auf.</p><p>H&auml;ufig denke ich: &bdquo;Ich muss an Gott festhalten.&ldquo; Aber die Wahrheit ist: Er h&auml;lt mich fest. Es ist seine Liebe, nicht meine Anstrengung, die den Unterschied ausmacht.</p><p>Dennoch vergesse ich das oft. In schweren Zeiten kommen oft Zweifel auf: Warum passiert mir das? Hat Gott mich vergessen? Ist seine G&uuml;te wirklich noch da? Ist er &uuml;berhaupt noch da? Psalm 118 antwortet klar: Ja! Gott ist da &ndash; auch wenn er sich nicht immer zeigt. Und seine G&uuml;te und Liebe bleiben.</p><p>Das l&auml;sst sich besonders in Jesus Christus erkennen. Jesus ist die Person gewordene Liebe Gottes. Paulus schreibt im R&ouml;merbrief: &bdquo;Nichts kann uns scheiden von der Liebe Gottes.&ldquo; (R&ouml;mer 8,39) Dieser Vers ist f&uuml;r mich ein riesiger Trost. Er dr&uuml;ckt den ersten Vers des Psalms 118 mit anderen Worten aus. Gott liebt &ndash; ohne Bedingungen, ohne Ablaufdatum, ohne Ausnahme. Es gibt nichts, das diese Liebe zerst&ouml;ren kann. Egal, wie gro&szlig; die Zweifel sind, wie dunkel die Zeiten erscheinen &ndash; Gottes Liebe bleibt.</p><p>Der zweite zentrale Teil steht in den Versen 6 und 7: &bdquo;Der HERR ist mit mir, darum f&uuml;rchte ich mich nicht; was k&ouml;nnen mir Menschen tun?&ensp;7&nbsp;Der HERR ist mit mir, mir zu helfen." Diese Worte sind ein echter Mutmacher. Der Beter betont nicht nur einmal, sondern gleich zweimal: &bdquo;Der HERR ist mit mir.&ldquo; Das ist kein Wunschdenken, sondern eine feste &Uuml;berzeugung. Gottes N&auml;he ist real &ndash; und sie ver&auml;ndert alles. Der Glaube an Gottes N&auml;he macht den Beter mutig. Angst hat keine Macht mehr. Das hei&szlig;t nicht, dass es keine Gefahren gibt, aber sie bestimmen nicht mehr &uuml;ber ihn. Die Perspektive ver&auml;ndert sich. Nat&uuml;rlich k&ouml;nnen Menschen einander schaden. Aber in Gottes Hand verliert jede Bedrohung ihre absolute Macht. Gott steht &uuml;ber allem &ndash; kein Mensch kann das &auml;ndern. Gottes Hilfe ist aktiv. Es geht nicht nur darum, dass Gott &bdquo;da&ldquo; ist &ndash; er handelt! Er ist kein Zuschauer, sondern ein Helfer, der konkret eingreift.</p><p>Viele Menschen tragen Sorgen mit sich herum. Angst vor der Zukunft, Angst vor Krankheit, Angst vor Ablehnung. Es gibt Momente im Leben, in denen alles aussichtslos erscheint. Ein Berg von Problemen t&uuml;rmt sich auf, jeder Schritt nach vorne f&uuml;hlt sich schwer an. Doch dann passiert etwas Unerwartetes: Ein Wort der Ermutigung, eine helfende Hand oder einfach ein neuer Tag, an dem sich pl&ouml;tzlich eine T&uuml;r &ouml;ffnet. Ein Mensch, der nach langer Krankheit wieder aufstehen kann, oder jemand, der nach einem schweren Verlust neuen Mut findet &ndash; sie alle kennen dieses Gef&uuml;hl. Die dunkle Nacht liegt hinter ihnen, und ein neuer Morgen bricht an. Genau von dieser Erfahrung spricht Psalm 118. Hier spricht Gott den Menschen zu: &bdquo;Ich bin f&uuml;r dich da! Ich bin auf deiner Seite!&ldquo; Wie ein Freund, der mitgeht; wie eine starke Hand, die mich h&auml;lt; wie mein Papa, der mich durch den Sumpf hindurchtr&auml;gt. Gott l&auml;sst niemanden allein. Manchmal muss ich an den Punkt kommen, an dem ich merke, dass ich mich selbst nicht mehr halten kann &ndash; um dann zu entdecken, dass Gott es l&auml;ngst tut. Psalm 118 ist ein Lied f&uuml;r alle, die erlebt haben, dass nach dunklen Zeiten wieder Licht kommt. Eine helfende Hand, eine neue Chance, ein Wunder. Das Vertrauen w&auml;chst in der Not. Warum? Weil Menschen dort erleben, dass Gott wirklich handelt.</p><p>Das f&uuml;hrt zum H&ouml;hepunkt in Vers 14: &bdquo;Der HERR ist meine Macht und mein Psalm und ist mein Heil.&ldquo; Dieser Vers ist ein pers&ouml;nliches Glaubensbekenntnis: Gott ist nicht nur eine Idee oder eine vage Hoffnung, sondern tats&auml;chliche, erfahrbare Wirklichkeit. Gl&uuml;cklich ist, wer diesen Satz voller Freude und &Uuml;berzeugung aus ganzem Herzen sagen kann.</p><p>&bdquo;Der Herr ist meine Macht&ldquo; &ndash; dabei geht es nicht nur um k&ouml;rperliche Kraft, sondern um eine innere, unersch&uuml;tterliche St&auml;rke. Gott gibt Halt und Energie &ndash; nicht eigene Leistung oder &auml;u&szlig;ere Umst&auml;nde.</p><p>&bdquo;Der HERR ist mein Psalm&ldquo; &ndash; Gott ist der Grund zum Singen. Das ist eine ungew&ouml;hnliche Formulierung. Der Beter sagt nicht nur, dass er ein Loblied auf Gott singt &ndash; Gott selbst ist sein Lied! Das bedeutet: Gottes Wirken erf&uuml;llt das Herz so sehr, dass es in Freude und Dankbarkeit &uuml;berflie&szlig;t.</p><p>&bdquo;Der HERR ist mein Heil&ldquo; &ndash; Gott ist der Retter. Das Wort &bdquo;Jeschua&ldquo; bedeutet Rettung, Heil oder Hilfe. Es ist kein Zufall, dass der Name &bdquo;Jesus&ldquo; aus demselben Wortstamm kommt! Gott ist nicht nur ein Helfer &ndash; er ist die Rettung selbst. Gott gibt nicht nur Kraft &ndash; er ist die Kraft! Er schenkt nicht nur ein Lied &ndash; er ist das Lied! Er spendet nicht nur Heil &ndash; er ist das Heil! Gott gibt St&auml;rke, Freude und Rettung &ndash; darum gibt es allen Grund zum Feiern! Feiern Sie mit?</p><section class="erf-teaser-card-init" data-url="https://youtu.be/vVW2IthkhgM">Buchvideo: Psalmen</section><p>&nbsp;</p>

<p>Bibellesen unter <a href="https://www.bibleserver.com/" target="_blank">bibleserver.com</a></p><p style="font-size: 85%;">Autor: Rolf List</p><hr/><p>Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! <a class="btn btn_spenden" href="https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1" target="_blank">Jetzt spenden</a></p><img src="https://feedpress.me/link/19265/17046996.gif" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
      <author><![CDATA[Rolf List]]></author>
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      <pubDate>Sun, 08 Jun 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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