Play
Foto: Leonard Zhukovsky |  Shutterstock
Bild: Leonard Zhukovsky | Shutterstock

Zurück zum Thema | Olympia

Sollte man Russland und Belarus von Olympia ausschließen?

Russische und belarussische Sportlerinnen und Sportler sollen wieder am Weltsport teilnehmen. Sollte man Russland und Belarus an Olympia teilnehmen lassen?

„Zurück zum Thema“ bei Daily Drive

Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees

Kurz nach Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine wurden russische und belarussische Sportlerinnen und Sportler von internationalen Wettkämpfen wie Olympia ausgeschlossen. Seitdem hat sich politisch nicht viel verändert, der Angriffskrieg läuft mit der Unterstützung von Belarus unvermindert brutal weiter.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat nun eine Empfehlung ausgesprochen, russische und belarussische Athleten und Athletinnen zukünftig wieder an den Olympischen Spielen teilnehmen zu lassen. Die Teilnahme soll allerdings an bestimmte Bedingungen geknüpft sein: strikte Neutralität der Sportlerinnen und Sportler, die Einhaltung des Anti-Doping-Codes und der Nachweis, den Krieg nicht aktiv zu unterstützen. Athletinnen und Athleten, die dem Militär angehören, sollen ausgeschlossen bleiben, ebenso die Mannschaften beider Nationen.

Man kann keinen Gesinnungstest bei den jeweiligen Athletinnen und Athleten machen, der ergründet, ob sie jetzt für oder gegen Putin sind, ob sie für oder gegen den Angriffskrieg sind.

Stephan Mayer, sportpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Stephan Mayer, sportpolitischer Sprecher der CDU/CSU-BundestagsfraktionFoto: Tobias Koch

Teilnahme an Olympia

Viele Sportlerinnen und Sportler sowie Politikerinnen und Politiker prangern die Idee des IOC an. Doch die Entscheidung über die Teilnahme der Athletinnen und Athleten liegt bei den einzelnen Sportverbänden. Bereits im Vorfeld der IOC-Sitzung hatten mehr als 300 aktive und ehemalige Fechter einen offenen Brief an ihren Weltverband FIE und an das IOC gerichtet und sich darin gegen die Wiederzulassung russischer und belarussischer Sportlerinnen und Sportler ausgesprochen — ohne Erfolg. Andere Verbände haben sich bereits gegen eine Teilnahme von russischen Athletinnen und Athleten ausgesprochen.

Es muss auf jeden Fall gesichert werden, dass Sportler, die unter der neutralen Flagge starten, nicht in irgendeiner Weise Propaganda für den russischen Staat machen.

Thomas Konietzko, Präsident der internationalen Kanu-Föderation

Thomas Konietzko, Präsident der internationalen Kanu-FöderationFoto: privat

Sollte man Russland und Belarus von Olympia ausschließen? Darüber spricht detektor.fm-Moderator Johannes Schmidt mit dem Bundestagsabgeordneten Stephan Mayer. Er ist sportpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und hat sich gegen die Zulassung russischer und belarussischer Athletinnen und Athleten am Weltsport ausgesprochen. Thomas Konietzko, der Präsident des Kanu-Weltverbandes, spricht über mögliche Folgen der Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees.

Volles Programm, (aber) null Banner-Werbung

Seit 2009 arbeiten wir bei detektor.fm an der digitalen Zukunft des Radios in Deutschland. Mit unserem Podcast-Radio wollen wir dir authentische Geschichten und hochwertige Inhalte bieten. Du möchtest unsere Themen ohne Banner entdecken? Dann melde dich einmalig an — eingeloggt bekommst du keine Banner-Werbung mehr angezeigt. Danke!

detektor.fm unterstützen

Weg mit der Banner-Werbung?

Als kostenlos zugängliches, unabhängiges Podcast-Radio brauchen wir eure Unterstützung! Die einfachste Form ist eine Anmeldung mit euer Mailadresse auf unserer Webseite. Eingeloggt blenden wir für euch die Bannerwerbung aus. Ihr helft uns schon mit der Anmeldung, das Podcast-Radio detektor.fm weiterzuentwickeln und noch besser zu werden.

Unterstützt uns, in dem ihr euch anmeldet!

Ja, ich will!

Ihr entscheidet!

Keine Lust auf Werbung und Tracking? Dann loggt euch einmalig mit eurer Mailadresse ein. Dann bekommt ihr unsere Inhalte ohne Bannerwerbung.

Einloggen