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A general view shows the almost dry riverbed of the river Po on February 21, 2023 at Ponte della Becca, in Linarolo, near Pavia. – A lack of snow on the surrounding mountain peaks, the absence of rain for the past six weeks, and mild temperatures – this explosive cocktail has caused the water level of Italy’s largest lake to drop to its lowest in 30 years during the winter months. (Photo by Piero CRUCIATTI / AFP)
Bild: Der ausgetrocknete Fluss Po im Februar 2023. Piero Cruciatti | AFP

Zurück zum Thema | Dürre in Europa

Trocknet Südeuropa aus?

Seit Monaten herrscht in Südeuropa eine Winterdürre. Schuld ist vor allem der Klimawandel. Frankreich ruft zum Wassersparen auf, Italien hat einen Sonderkommissar für Wasserknappheit benannt. Trocknet Südeuropa aus?

„Zurück zum Thema“ bei Daily Drive

Extreme Trockenheit in Südeuropa

Seit mehreren Monaten herrscht südlich der Alpen und in Teilen Westeuropas schwere Trockenheit. Besonders betroffen sind Spanien, Italien und Frankreich: Die Wasserstände am Gardasee oder in der Po-Ebene im Norden Italiens sind extrem niedrig. Auch Frankreich erlebt eine extreme Dürre. Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1959 hat es hier laut dem Wetterdienst Météo-France im Winter noch nie so langanhaltend keinen Regen gegeben. Ursache dieser Winterdürre in Südeuropa ist ein Hochdruckgebiet. Trotzdem verbirgt sich hinter der Dürre mehr als nur eine kurzzeitige Extremwetterlage. Schuld an der zunehmenden Häufigkeit und Intensität der Dürreperioden ist der Klimawandel.

Wenn man auch da mal schaut, was die Prognosen sind, ist es so, dass Sizilien jährlich 117.000 Quadratmeter Landfläche verliert, und Experten nehmen an, dass bis 2030 drei Viertel der ganzen Insel verwüstet sein wird.

Helen Hecker, freie Journalistin in Italien

Sabrina Weniger

Kampf gegen die Dürre

Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat die Entwicklung Anfang März 2023 zum Anlass genommen, einen Sonderkommissar für Wasserknappheit zu benennen. Auch der französische Präsident Emmanuel Macron rief zum Wassersparen auf. Einige Departments im Süden Frankreichs reagierten auf die Dürre und stellten beispielsweise ein Verbot für die Bewässerung von Gärten und das Auffüllen von Swimmingpools auf.

Jetzt geht es darum, in allen Staaten dafür zu sorgen, dass wir uns auf diese Niedrigwassersituation, also hydrologische Dürre, agrarische Dürre, zu wenig Wasser im Boden, besser vorbereiten.

Andreas Marx, Leiter des Deutschen Dürremonitors, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung

Andreas Marx, Leiter des Deutschen Dürremonitors, Helmholtz-Zentrum für UmweltforschungSebastian Wiedling

Was die Gründe für die Winterdürre sind und was das für den kommenden Sommer bedeutet, erklärt Andreas Marx, Leiter des Deutschen Dürremonitors und Wissenschaftler am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung. Darüber, wie man in Italien auf die Dürre reagiert, spricht detektor-fm Moderator Yannic Köhler mit Helen Hecker, freie Journalistin in Italien.

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